Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Resignation bei Platzeck ? Der Rücktritt !
Heinrich Heine
10-04-2006, 10:54
Aus gesundheitlichen Gründen legt Mathias Platzeck nach kurzer Amtszeit den Vorsitz der SPD wieder nieder.
Es dürfte nun wieder die Zeit der "Brennpunkte" und "Spezial" im TV zu sehen sein, wo man wilde spekuliert ob er überhaupt damals sich hätte wählen lassen sollen etc.
Viel Spaß beim Diskutieren ob Gesundheit nur ein vorgeschobener Grund ist :D
Heinrich Heine
10-04-2006, 10:57
Meine Meinung dazu : Er hat sich ohnehin verheizen lassen das Amt zu übernehmen. Aber seit er als Deichgraf sagte, die große Politik interessiere ihn nicht und seit er seinen 50. Geburtstag nicht selbst zu 100 % finanzierte habe ich die Achtung eh vor ihm verloren, da nützt jetzt auch der Rücktritt nichts mehr um sein Bild bei mir aufzuwerten.
Kurt Beck soll Nachfolger werden ?? Hmmh, großer Sieger bei der Wahl, aber was das für die Bundes-SPD bedeutet ??? Keine Ahnung, ein nettes Osterei für die SPD-Mitglieder.....
von Holstein
10-04-2006, 11:09
Wenn Platzecks Rücktritt den direkten Grund in seiner angeschlagenen Gesundheit findet, dann findet das meinen Respekt.
Endlich ein Politiker dessen Machttrieb hinter der Verantwortung für sich selbst und seine Familie zurücksteht.
Nicht so wie ein Herr Gysi der nach 2 Gehirnschlägen (?) noch einmal groß in den Bundestagswahlkampf eingestiegen ist.
Aber wer weiß schon um die Kabale innerhalb der SPD ?
Heinrich Heine
10-04-2006, 11:17
Wenn Platzecks Rücktritt den direkten Grund in seiner angeschlagenen Gesundheit findet, dann findet das meinen Respekt.
Endlich ein Politiker dessen Machttrieb hinter der Verantwortung für sich selbst und seine Familie zurücksteht.
Nicht so wie ein Herr Gysi der nach 2 Gehirnschlägen (?) noch einmal groß in den Bundestagswahlkampf eingestiegen ist.
Aber wer weiß schon um die Kabale innerhalb der SPD ?
Ich stimme euch bedenkenlos zu, interessant jedoch ist die Tatsache, das er ja MP von Brandenburg bleiben wird :rolleyes:
Montesquieu
10-04-2006, 11:26
Ich stimme euch bedenkenlos zu, interessant jedoch ist die Tatsache, das er ja MP von Brandenburg bleiben wird :rolleyes:
Brandenburg ist halt wichtiger als die alte Tante SPD...
Ich denke schon, daß das Kreufeuer der Medien als Parteivorsitzender der SPD wesentlich mehr auf die Gesundheit drückt, als der beschauliche Amtssitz in Brandenburg. Daher kann ich schon verstehen, wenn sich Platzeck in sein Schneckenhaus zurückzieht. Für mich war er auch als Vorsitzender zu farblos und zu wenig präsent. Er war vorher unbekannt und nach seiner Einsetzung im Amt auch unbekannt geblieben. Für die SPD ist es sicherlich wesentlich besser, wenn sie einen dynamisches "Barachialgewicht", wie Kurt Beck, als Vorsitzenden installiert, der eben medienwirksam die Massen bewegen kann, eine starke Hausmacht hat und auch mal unbequeme Äußerungen von sich gibt.
Insgesamt ist das für die SPD langfrisitig der richtige Weg, aber diese internen Querelen hätten schon längst aufgearbeitet gehört und die Wahl von Platzeck war eindeutig wieder mal eine personelle Fehlbesetzung in einer langen Reihe an internen Grabenkämpfen. Vielleicht gelingt es Beck der SPD bundesweit wieder etwas an Format zu geben und sich deutlicher von den anderen Parteien abzuheben.
Letzendlich ist es mir auch egal, da ich der SPD politisch noch nie nahe stand. Hier hat mich bisher immer die Grätsche zwischen Arbeiterlobby und Arbeitnehmerlobby, letzterer hat sich die SPD ja seit Schröder immer mehr verschrieben, sehr gestört, da sie vielfach einfach nur unehrlich war.
Ich denke die SPD hat insgesamt ein Problem damit, fähige junge Leute in die erste Reihe zu bringen. Platzeck war sicher kompetent aber zu farblos. Nach dem Populisten Schröder wäre es für jeden schwer geworden.
Kurt Beck als Nachfolger hat sowas von Helmut Kohl - auch nicht mein Fall. Aber eigendlich sollte es ja um Inhalte und nicht um Gesichter gehen.
Vernichter
10-04-2006, 16:33
Platzeck war auf jeden Fall kein Glücksgriff. Zu farblos und zu sehr auf Kuschelkurs mit dem Koalitionspartnder eingestellt. Ich denke, dass Beck der SPD da mehr nützen wird. Ursprünglich wäre es ja auch geworden wenn er nicht selbst Nein gesagt hätte.
Koenigsmoerder
10-04-2006, 19:01
Schöne Scheiße! Wenn es einen SPD-Politiker gibt, den ich noch weniger als Platzeck mag, dann ist das auf jeden Fall der Pfalzprolet Kurt Beck... :D
Vernichter
10-04-2006, 21:50
Ok die Auswahl an prominenten SPDlern ist momentan nicht besonders gross. Die Länder sind fest in schwarzer Hand! :D
Ok wir hätten da doch einige Ministerpräsidenten aber ich weiss nicht ob euch Wowi mehr zusagt. :D
Preussenhusar
11-04-2006, 09:48
Die SPD hat ganz klar ein Personalproblem.
Die natürliche Nachwuchsrate ist durch die Grünen gestört worden, wenn man so will.
Allerdings hat die CDU auch nicht gerade eine Großauswahl an Spitzenleuten, die sich für die Bundesebene eignen. Man sieht das an Schäuble und Seehofer. Sicher beides große Politiker aber verbraucht !
Es fehlt die Generation 30+ !
PH
Ich sehe auch in der Politik keine charismatischen Leute mehr. Wenn man das aktuelle Kabinett anschaut, dann sind es vornehmlich alles "graue Mäuse". Steinmeier, Jung, Gabriel etc. Alles keine Persönlichkeiten, sondern Parteisoldaten. Da fehlt etwas der Schwung. Selbst die Reden im Bundestag sind so langweilig wie noch nie :D. Da gab es im Kabinett Schröder auch mehr Leute, die ihre Ressorts impulisver vertreten haben.
Das liegt wohl daran, daß bei SPD und Grünen alle tauglichen Politiker bereits durch die lange Regierungszeit verheizt wurden. Bei der CDU/CSU wurden alle unbequemen Kandidaten intern in dieser Zeit abgesägt.
Es mangelt daher an schillernden Persönlichkeiten und auf lange Sicht wird da auch nichts passieren, da die Jugend andere Interessen hat.
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