PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Montenegro vor der Unabhängigkeit - Das endgültige Ende Jugoslawiens


Preussenhusar
22-05-2006, 08:21
Quelle:

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5550360_NAV_REF1,00.html

Werte Regenten,

mitten in Zeiten der europäischen Einigung strebt ein Staat, der über Jahrhunderte ein Schattendasein an der Seite des Osmanischen Reiches führte und nach 1918 im Staat Jugoslawien aufging, wieder nach seiner nationalen Unabhängigkeit.

Die Gründe dafür mögen in genau dieser Sehnsucht nach der vergangenen Eigenständigkeit liegen und durch die Diktatur der Serbischen Vorherrschaft (nicht des Volkes der Serben wohlgemerkt) verstärkt worden sein, doch ist eine Zerstückelung der Balkanstaaten meines Erachtens nicht förderlich für die Integration in Europa.

Wenn die Souveränität Montenegros wieder hergestellt werden sollte, so wäre dies das endgültige Ende des Staates Jugoslawien, der damit in Serbien wieder zurückkehren würde zu seinen Wurzeln, nur noch kleiner als einst Serbien 1914 war !

Es zeigt sich wieder einmal, daß Großmachtträume oder zumindest die Träume des "geeinten Staates der Serben, Kroaten und Slowenen" keinen Bestand haben, wenn die Nationale Einigkeit nicht vom Staatsvolk getragen wird.

Was Deutschland trotz seiner Niederlagen zusammenhielt war diese Einheit im Volk. Außer Bayern 1919 hat kein ehemals selbständiger Staat ernsthaft versucht, die Reichseinheit wieder zu verlassen.

In Jugoslawien ist dies anders.
Geeint durch eine de facto Annexion der alten Habsburgischen Lande durch Serbien und mit Unterstützung der USA ist Jugoslawien als Staat wohl entstanden, hat aber als Nation im eigentlichen Sinne nie real existiert.

Heute bestehen auf dessen ehemaligem Gebiet mehr Staaten als je zuvor.
Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Makedonien (FYROM genannt) und eben bald Montenegro.

Daß dieser Staat kaum wirklich lebensfähig sein dürfte ist wohl jedem klar, ein neuer Saugnapf am europäischen Futtertrog.

Dennoch wünsche ich dem Volke Montenegros allen denkbaren Erfolg und eine kluge Staatsführung auf ihrem Wege nach Europa und in eine friedliche und prosperierende Zukunft !



PH

Montesquieu
22-05-2006, 08:30
Nun ja, wenn wir Rumänien verkraften können, ist Montenegro auch nicht mehr weit. :D

Mittelfristig sollte der Balkan natürlich in die EU, doch muss dort sicherlich noch einiges geschehen, was Politikverständnis angeht. Wie gesagt, dies ist Zukunftmusik, Europa muss erst einmal beweisen, dass es mit den jetzigen Mitgliedern noch handlungsfähig ist. Zur Zeit verkümmert es mehr und mehr zur Wirtschaftseinheit ohne politisches Ziel. Die Nationalstaaten werden wieder stärker, was ich nicht verübeln kann. Brüssel fällt hingegen mehr und mehr durch krude Verordnungen auf, welche beim Bürger weniger ankommen (in beiden Bedeutungen), als Merkels Steuererhöhung.

Dem Staate Montenegro ist natürlich alles Gute zu wünschen, allerdings wird er ohne starke Protektoren nicht lange bestehen.

BigChef
22-05-2006, 08:33
Dem Volke Montenegros ist natürlich alles gute beim Unabhängigkeitsbestreben zu wünschen, vor allem im Blick auf die Serben, aber bitte nicht noch ein EU-Mitglied an das Deutschland Geld zahlen muss, davon gibt es schon genug...

Leprechaun
22-05-2006, 08:34
Dem Volk von Montenegro wünsche ich viel Glück und Frieden für die Zukunft.

Golwar
22-05-2006, 08:40
Öhm, ich will deine schöne Abhandlung ja nicht zunichte machen aber "Montenegriner" als Volk gibt es nicht ;)
Die sind ebenso Serben wie jene in Serbien auch. Somit geht hier nicht ein Staat der Südslawen seinem Ende zu sondern ein Bund unter Serben selbst.

Das Gebiet gehörte vor den Osmanen auch völlig selbstverständlich zum serbischen Reich. Der schlichtweg einzige Unterschied ist dass Montenegro aufgrund des unzugänglichen Gebietes halbwegs frei blieb, während der Rest Serbiens von den Osmanen unterjocht wurde. Und wenn eigenständige Phasen in der Geschichte als einziger Grund ausreichen um Selbstständig sein zu müssen - dann wäre Deutschland wohl vermutlich die unrealistischste Staatenbildung :D

Jedenfalls unterscheiden sich die beiden soviel untereinander wie Potsdamer von Berlinern. Naja, schon etwas mehr aber sie haben sicherlich mehr gemeinsam als so manches deutsches Völkelein. Ergo halte ich es für völlig unsinnig was da getrieben wird, da trennt sich etwas das zusammengehört nur weil es in der letzten Dekade nicht gerade leicht war.

Leprechaun
22-05-2006, 08:50
@Golwar: Was ist dann mit Australiern und Neuseeländern sind das auch noch Briten?

Golwar
22-05-2006, 08:53
Schlechtes Beispiel da nicht nur Briten die Einwanderer waren ( und die halbe Welt dazwischen liegt ) :rolleyes:
Aber soweit ich weiss haben selbst jene noch das Commonwealth. :tongue:

Preussenhusar
22-05-2006, 08:55
Das ist etwas anders zu werten, da diese beiden Staaten aus Kolonien entstanden.

PH

Montesquieu
22-05-2006, 08:55
Zu einer Nation gehört der Wille der Bürger sich in eine politische Gemeinschaft zu begeben, unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit. Die Montenegriner haben diesen Willen zur Staatsbildung gezeigt, deswegen sehe ich da kein Problem. Wenn sich die Mehrheit der bayerischen Bevölkerung abspalten wollte, könnte man sie auch schwerlich halten, auch wenn es Deutsche sind.

von Holstein
22-05-2006, 09:17
Interessant, dass Montenegro einen Doppeladler in seiner Flagge führt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/64/Flag_of_Montenegro.svg/185px-Flag_of_Montenegro.svg.png

Dazu "Flags of the World":
Regarding the components of the coat of arms of Montenegro, they are defined according to the Montenegrin state tradition, its symbolics, emblematics and heraldry that begins with the Crnojević dynasty, when the Monetnegrin state coat of arms was the double-headed golden eagle. The Petrović dynasty has taken the Montenegrin state coat of arms from the Crnojević with some additions, so that Petar II Petrović Njegoš included a precise coat of arms on the Montenegrin merit medal of 1841. In the time of Prince Danilo Petrović Njegoš (1851-1860.), who was founder of the modern Montenegrin state, the state coat of arms was: a double-headed golden eagle with a crown over the head, holding a sceptre in one claw and the orb in the other, with a breast shield with a golden lion passant over a green grass with blue sky above. This coat of arms was also valid as the state emblem in one period of the rule of Prince Nikola I Petar Njegoš.



Zur Ethnie sagt Wikipedia folgendes:

Die Bevölkerung Montenegros besteht hauptsächlich aus Montenegrinern. Die Frage, ob die Montenegriner ein eigenes Volk oder ein Teil des serbischen Volkes sind, ist in der Bevölkerung selbst umstritten. Ob sich jemand als Montenegriner oder als Serbe deklariert, ist in erster Linie eine Frage der individuellen (auch politischen) Präferenzen.

Zusammensetzung der Bevölkerung nach individueller Präferenz laut Ergebnis der Volkszählung von 2003:

· Montenegriner: 267.669 (43,16%)
· Serben: 198.414 (31,99%)
· Bosniaken: 48.184 (7,77%)
· Albaner: 31.163 (5,03%)
· Slawische Muslime: 24.625 (3,97%)
· Kroaten: 6.811 (1,10%)
· Roma und Sinti: 2.601 (0,42%)

Lysander
22-05-2006, 09:23
Grundsätzlich wünschen wir dem Volke Montenegros einen guten Start in die Eigenstaatlichkeit sowie eine positive Zukunft. Mit Bedauern sehen wir aber auch, auf die weiteren Geschicke der EU / vereinigtes Europa blickend, nur einen weiteren Stolperstein am entstehen zu sehen.

X_MasterDave_X
22-05-2006, 09:42
@Golwar

mag alles stimen was du sagst. Aber wenn die Leute dort meinen, sie wären was anderes/besseres als ihre Nachbarn, dann kann man sie nur schwerlich daran hindern.

@alle
Ich frage mich wie lange es noch dauern wird, bis einzelne Ortschaften versuchen sich selbstständig zu machen. Wie hört sich Großherzogtum Südbayern an ? Oder Grafschaft München ?

Langsam frage ich mich wie so gewisse Kleinststaaten entstanden, wie z.B. Andorra, Liechtenstein, Nizza....usw. Wurden diese Landfetzen bei der Staatsgründung der großen Länder Europas einfach übersehen.....oder hatten diese kleinen Fürstentümer so viel Geld etc um sich freizukaufen ?

Möglicherweise werden absichtlich solche Steueroasen gegründet, damit die herrschende Klasse ihre geheimen steuerfreien Bankschließfächer nicht zu weit entfernt haben.... :D

Ich werde jetzt mal, nächstes Wochenende (falls schlechtes Wetter ist....bei schönem gehe ich Schwimmen) mit einer kleinen Söldnereinheit die Insel Meinau am Bodensee besetzen. Danach nenne ich meinen Besitz "Fürstentum Meinau". Auf der Insel gründe ich dann eine eigene Bank, ein Spielcasino.....und ein gewisses Gebäude für Männerfreuden... :D

Außerdem lasse ich mir die Internetländerkennung ".fm" freischalten. Ach bevor ich es noch vergesse...ich werde natürlich auch eine Serverfarm aufstellen lassen. Auf der gibts dann alle Raubkopien der Welt zum kostengünstigen Download (1 Euro pro Software).

Nächstes Jahr lade ich dann zu den internationalen Filmfestspielen in Meinau ein. Wer will kann sich schon mal für 500.- Euro die Plätze neben Heidi Klum oder Catherine Zeta Jones reservieren lassen. Für 5.- wäre auch noch der Platz neben Mutter Beimer frei. :D

Wahnfried
22-05-2006, 09:45
Ach was so tragisch sehe ich das nicht. Es gibt ne Menge Staaten in Europa, die sogar noch kleiner sind und trotzdem ganz gut zurecht kommen. Die Montenegriner könnten ganz gute Einnahmen durch den Tourismus haben und ihre Häfen würden die Serben versorgen. Also, Montenegro ist als unabhängiger Staat bestimmt besser dran ein Teil von Jugoslawien. Was nun die Mitgliedschaft in der EU angeht, sehe ich bei Montenegro weniger Probleme als zum Beispiel als wenn die Türkei beitreten würde.
Was allerdings problematisch ist, daß durch diese vielen Staaten in der Eu, die alle ein Mitspracherecht haben, welches im Bezug auf ihre Bevölkerung viel zu groß. Dadurch wird es immer schwere etwas zu entscheiden. Man sollte die Eu als Wirtschafts-Union weiterführen und versuchen mit einem Kerneuropa eine art Avangarde zu bilden. Staaten die ehe nur eine Zollunion wünschen können dann drausen bleiben oder später dazustoßen. Wie es auch mit dem Euro gemacht wurde!

Golwar
22-05-2006, 09:59
@ Dave
Ich habe ja auch nirgends durchblicken lassen dass ich jetzt die Trennung zu "verhindern" suchen würde. Ich finde es bedauerlich & unnötig, mehr nicht.
Ansonsten wollte ich nur auf fehlerhafte Thesen & Aussagen korregierend hinweisen, so wie man es bei jedem anderen Thema auch macht.

@ Wahnfried. Von A bix Y: völlig Zustimmung. Das Z hebe ich mir noch auf ;)

Stauffenberg
22-05-2006, 10:32
...Ich werde jetzt mal, nächstes Wochenende (falls schlechtes Wetter ist....bei schönem gehe ich Schwimmen) mit einer kleinen Söldnereinheit die Insel Meinau am Bodensee besetzen...

http://www.boxoffice.com/jpg/justin/therock.jpg

Aber nicht, dass Ottfried Fischer und Wolfgang Fierek dann mit einem Elite-Kampfschwimmer-Team der Bundeswehr unter dem Kommando von Kapitänleutnant Faultier kommen, um Euer Giftgas zu befreien und Eure Geiseln zu neutralisieren... ;)

Montesquieu
22-05-2006, 10:49
Tja, da wird die Chance, dass ein Freund von mir König wird, wieder größer! :D

Er ist Abkömmling der Petrovic-Dynastie, muss nur noch zwei vor ihm wegräumen, welche zur Zeit in Paris hocken! :cool:

X_MasterDave_X
22-05-2006, 10:58
http://www.boxoffice.com/jpg/justin/therock.jpg

Aber nicht, dass Ottfried Fischer und Wolfgang Fierek dann mit einem Elite-Kampfschwimmer-Team der Bundeswehr unter dem Kommando von Kapitänleutnant Faultier kommen, um Euer Giftgas zu befreien und Eure Geiseln zu neutralisieren... ;)

Geiseln gibts in meinem Fürstentum nicht. Aber wer will, darf sich im o.g. Etablissement gerne fesseln lassen. Für einen kleinen Aufpreis zum üblichen Programm versteht sich..... :D

P.S.: kennt jemand zufällig eine Telnr... oder ne e-Mail Adresse einer kostengünstigen Söldnereinheit ? Aber keine Franzosen....wenns geht. :D

Jorrig
22-05-2006, 11:18
Schade nur, dass die "Länderkennung" .fm schon vergeben ist! ;)
Beispiel: soma.fm, ein guter Radiosender.

Arminus
22-05-2006, 11:24
Alles Gute den Montenegriner. :prost: :gluck:

Werdet das schon packen, bei Mazedonien hätte ja auch keiner damit gerechnet, dass die das Jahr 2000 erleben.

Die Frage, ob die Montenegriner ein eigenes Volk oder ein Teil des serbischen Volkes sind, ist in der Bevölkerung selbst umstritten. Ob sich jemand als Montenegriner oder als Serbe deklariert, ist in erster Linie eine Frage der individuellen (auch politischen) Präferenzen.Wenn man also unbedingt einen Vergleich anstellen will, dann also am ehesten noch den zwischen Deutschen und Österreichern. Gleiche Kultur, gleiche Sprache, gleicher geschichtlicher Hintergrund, verschiedene nationale Identitäten...


Mittelfristig sollte der Balkan natürlich in die EUWer verteilt hier denn schon wieder das Fell des Wildschweins, bevor dieses überhaupt geschlachtet bzw. gejagt wurde? Lasst es doch erst mal auf die Welt kommen. ;)


mit einem Elite-Kampfschwimmer-Team der Bundeswehr unter dem Kommando von Kapitänleutnant Faultier kommen:lach: :lach: :lach: Kann Euch leider nicht reppen...

Montesquieu
22-05-2006, 11:38
Wer verteilt hier denn schon wieder das Fell des Wildschweins, bevor dieses überhaupt geschlachtet bzw. gejagt wurde? Lasst es doch erst mal auf die Welt kommen. ;)

Wer sich vor der Jagd keine Gedanken macht, wie er die Beute verteilt, hat nachher umso mehr Stress. :tongue:

Ohne die EU wäre es ja gar nicht zu diesem Referendum gekommen; damit einhergehend, in Übereinstimmung mit der jetzigen Politik, alles aufzunehmen, was ein Parlament hat und grob in Europa liegt, ist es ganz natürlich, dass dieser Punkt ganz weit oben steht. Montenegro bietet sich doch für eine schnelle Eu-Aufnahme gerade an: Kleines Land, Einfallstor nach Serbien, jetzige wirtschaftliche Nähe zu Italien etc. etc.

Also holt mir das virtuelle Jägermesser, damit ich es an der Adria schwingen kann!

[B@W] Abominus
22-05-2006, 11:45
Solange Serbien und Rumänien nicht in die EU kommen, ist mir egal, was irgendwelche Balkanstaat für eine Chutspe machen. :D

Golwar
22-05-2006, 11:52
Abominus']Solange Serbien und Rumänien nicht in die EU kommen, ist mir egal, was irgendwelche Balkanstaat für eine Chutspe machen. :D

Ach jetzt ergibt das ganze natürlich einen Sinn. Serbien zerstückelt sich jetzt solange selbst, bis alle bis auf den Präsidenten in der EU dabei sind ? Und der bekommt dann einen EU-Sonderstatus :D

Wahnfried
22-05-2006, 11:59
Vermutlich wollen die nur beim Grand Prix gewinnen. Je mehr Balkanstaaten es gibt umso wahrscheinlicher wird ein Sieg beim Grand Prix. Wird dann ein Rennen zwischen dem Nordblock (Skandinavier und Balten), dem Balkan Block und den GIS Staaten! :D

[B@W] Abominus
22-05-2006, 12:04
Viel zerstückeln ist nicht mehr bei den Serben (denen ich als unqualifizierter Nicht-Historiker die alleinige Schuld am 1. Weltkrieg gebe :D), und solange Rumänien nicht das rechtswidrig angeeignete Siebenbürgen wieder rausrückt, bin ich keinesfalls glücklich mit dem Gedanken, daß die zur EU gehören sollen.

Wahnfried
22-05-2006, 12:13
Abominus']Viel zerstückeln ist nicht mehr bei den Serben (denen ich als unqualifizierter Nicht-Historiker die alleinige Schuld am 1. Weltkrieg gebe :D), und solange Rumänien nicht das rechtswidrig angeeignete Siebenbürgen wieder rausrückt, bin ich keinesfalls glücklich mit dem Gedanken, daß die zur EU gehören sollen.

Oh, da gibt es noch einiges zu Zerstückeln. Ich erinnere nur mal an die Gebiete die den Ungarn nach dem ersten Weltkrieg abgenommen wurde, die so genannte Vojwoldina zum Beispiel. Das Gebiet nördlich der Donau bis zur Ungarischen Grenze.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wojwodina

[B@W] Abominus
22-05-2006, 12:19
Das war aber kein eigener Staat. Das da noch ein paar Magyaren leben, ist mir auch klar, und deshalb gehört auch das wie eben Siebenbürgen nicht zu den Verbrechern des 1. Weltkrieges ;).

Wahnfried
22-05-2006, 12:27
Abominus']Das war aber kein eigener Staat. Das da noch ein paar Magyaren leben, ist mir auch klar, und deshalb gehört auch das wie eben Siebenbürgen nicht zu den Verbrechern des 1. Weltkrieges ;).

Also, den Serben traue ich alles zu! ;) Die machen auch noch die Voivodina unabhängig und Gott weiß was noch alles. Dann haben wir 50 Balkan-Kleinstaaten und dann übernehmen die die EU. Will sagen, jedes dieser Länder bekommt eine einen Kommissar und dann legen die, die EU lahm! :uhoh:

Jorrig
22-05-2006, 12:29
Nee, Montenegro und den ganzen andern Kram da sollten sie erst in die EU nehmen, wenn die Einstimmigkeit abgeschafft wurde. Das war z.B. für die Basken sogar ein guter Grund dafür, die Unabhängigkeit anzustreben: Kleiner Staat, aber massive Vorteile durch ein Veto für die gesamte EU! Am besten sollte man irgendwann Serbien, Kroatien plus Kleinkram aufnehmen und denen genau eine Stimme geben, die sie nur gemeinschaftlich vergeben können. Das wäre dann wohl noch interessanter als das Kompetenzgewirr der deutschen Bundesländer in Brüssel.

Wahnfried
22-05-2006, 12:30
Am besten sollte man irgendwann Serbien, Kroatien plus Kleinkram aufnehmen und denen genau eine Stimme geben, die sie nur gemeinschaftlich vergeben können. Das wäre dann wohl noch interessanter als das Kompetenzgewirr der deutschen Bundesländer in Brüssel.

Würde nur zu einem neuen Balkankrieg führen! :D

Preussenhusar
22-05-2006, 12:46
Abominus']Who cares? :D


me !

Die starke Abnahme von Worten und die noch stärkere Abnahme von Argumenten in den Posts gibt mir zu Denken ! :D

SI - wofür steht das noch ? :???:

PH

Hesse
22-05-2006, 13:21
Also für mich war die Loslösung von Montenegro nur ein logischer Schritt. Jugoslawien hat als Vielvölkerstaat nicht funktioniert und die Dominanz der Serben hat für viele Bevölkerungsteile eben nur Nachteile gebracht. Montenegro mag da zwar einen Sonderstatus einnehmen, aber es war eben Montenegro und nicht Serbien.

Daher für mich nur verständlich, wenn sich die 600.000 Indianer aufmachen, ihren eigenen Stamm zu gründen. Schlechte wirtschaftliche Aussichten glaube ich eigentlich kaum. Man hat einen Hafen, der wohl auch eine Rolle für das Hinterland spielt, besonders für Serbien. Man kann mit Tourismus rechnen, mehr als wenn man noch zu Serbien gehören würde und man dürfte auch mit entsprechenden Subventionen rechnen, da diese nicht mehr zentral nach Belgrad gehen, sondern nun direkt nach Montenegro. Die wirtschaftlichen Chancen sind weitaus besser, als bei anderen Teilrepubliken und das Beispiel Slowenien zeigt auch, daß kleine Staaten ein schnelles Wirtschaftswachstum schaffen können, natürlich auch mit der Hilfe der EU :rolleyes:.

Daher würde mich auch eine schnelle Aufnahme Montenegros in die EU nicht wundern, auch nicht stören. Ob man nun die Subventionen einem "assoziierten Mitglied", was Montenegro wohl schnell sein wird, zuschanzt, oder einem wirklichen Mitglied, ist doch egal. Besser Montenegro, als das Geld noch weiter hinters Schwarze Meer zu tragen ;).

Leider stört mich daran eben, daß wie schon erwähnt, die Stimmabgabe in der EU weiter verzerrt werden könnte. Dabei sind eben die Balkanrepubliken ein Störfaktor. Auch zweifle ich noch an dem Demokratie und vor allem Menschenrechtsbewußtsein auf dem Balkan, dafür ist im letzten Jugoslawien Krieg zuviel passiert, was immer noch nicht richtig aufgearbeitet wurde. Und sind wir erhlich, wird Montenegro schneller in der EU sein, als manch anderer Staat, wie etwa die Türkei :D.

Für Serbien ist die Loslösung Montenegros wohl fatal, da damit Serbien sich in einer isolierten Binnlandsituation wiederfindet, bei der es umschlossen ist von zukünftigen EU-Mitgliedsstaaten.

Natürlich ist der Trend zur Kleinstaaterei nicht wirklich hilfreich, aber mir erscheint es nur logisch, wenn sich Menschen stärker an eine regionale Identität klammern im Hintergrund der "Globalisierung" (hier ist es wieder das Unwort :D ).

Insgesamt wünsche ich dennoch den Bürgern von Montenegros alles erdenklich Gute und hoffe für sie auf eine prosperiende Wirtschaft, so daß die EU nicht noch mehr ein sinkendes Schiff aufnimmt ;).

Es wäre auch mal schön, eine Nation aufzunehmen, die mehr einzahlt, als sie bekommt :D.

Wahnfried
22-05-2006, 13:31
Es wäre auch mal schön, eine Nation aufzunehmen, die mehr einzahlt, als sie bekommt :D.

Nehmen wir doch die Schweiz und Norwegen auf! Fragt sich nur ob die auch wollen! :D

Ansonsten, stimme ich eurem Post zu 100% zu, da ich genau das auch schon vorher gepostet hatte! :D

Jorrig
22-05-2006, 13:48
Nehmen wir doch die Schweiz und Norwegen auf! Fragt sich nur ob die auch wollen! :D

Beide hatten Abstimmungen in ihrem Land, beide haben sich dagegen entschieden. Weil sie natürlich Angst hatten, dass ihnen die EU das Geld wegnimmt und sie eigentlich auch so ganz gut leben können. Norwegen ist dafür echt ein Musterbeispiel: Das Land ist komplett schuldenfrei!

Wahnfried
22-05-2006, 14:01
Beide hatten Abstimmungen in ihrem Land, beide haben sich dagegen entschieden. Weil sie natürlich Angst hatten, dass ihnen die EU das Geld wegnimmt und sie eigentlich auch so ganz gut leben können. Norwegen ist dafür echt ein Musterbeispiel: Das Land ist komplett schuldenfrei!

Ich weiß ich weiß! Aber frei nach Stalin, wieviel Divisionen hat der Papst? Also, ich denke die EU hat mehr Divisionen als diese beiden abtrünnigen Provinzen! Zur Not sollten wir davon Gebrauch machen! :D

Preussenhusar
22-05-2006, 14:36
Bitte nicht nappen, werter Wahnfried !

Es geht um Montenegro und nicht die Abstimmungen in den EU-Staaten oder gar Stalin :rot:

PH

Beduries
22-05-2006, 16:07
Beide hatten Abstimmungen in ihrem Land, beide haben sich dagegen entschieden. Weil sie natürlich Angst hatten, dass ihnen die EU das Geld wegnimmt und sie eigentlich auch so ganz gut leben können. Norwegen ist dafür echt ein Musterbeispiel: Das Land ist komplett schuldenfrei!

Abgesehen davon, hätte ich gerne eine Abstimmung ob die Europäer die Schweizer in der EU haben wollen, ich nämlich nicht. :rot:
Gründe zähle ich hiermit keine auf, da diese sowieso von den Forenschweizern hier nicht anerkannt werden würden...

Norwegen hat nicht solche Probleme wie die Schweiz, außerdem liegt Norwegen ziemlich abseits, und ist nich von EU-Anreinerstaaten umgeben...

Ferner war dies nun genug Offtopic...

Canaris
22-05-2006, 17:23
Interessant, dass Montenegro einen Doppeladler in seiner Flagge führt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/64/Flag_of_Montenegro.svg/185px-Flag_of_Montenegro.svg.png


Tatsächlich führ(t)en auch Jugoslawien, Serbien und bekanntlich Albanien den altbekannten Doppeladler in der Flagge.
Serbo-Jugoslawien hat sogar noch weitere byzantinische Symbole in ihrem Wappen übernommen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/81/Flag_of_Serbia_(state).svg/531px-Flag_of_Serbia_(state).svg.png


Interessant ist auch, dass es in Serbien eine größere Befürwortung der Bevölkerung für die Wiedereinrichtung der Monarchie gibt. Immerhin war ein Groß der Partisanen nicht Titos kommunistische Schergen, sondern die monarchistischen Chetniks.
Ähnliches ist ja auch in anderen Staaten im Süden zu beobachten, wo sich z.B. König Michael von Rumänien auch großer Beliebtheit erfreut (und nach seinem ersten Besuch deswegen sogar erneut ein Einreiseverbot bekommen hat). Dort nehmen Mitglieder des Hauses der rumänischen Hohenzollern sogar semi-offzielle Aufgaben wahr.

Wobei letzteres ja auch auf Deutschland zutrifft ;)

General Guisan
22-05-2006, 18:01
Dem Volke Montenegros ist natürlich alles gute beim Unabhängigkeitsbestreben zu wünschen, vor allem im Blick auf die Serben, aber bitte nicht noch ein EU-Mitglied an das Deutschland Geld zahlen muss, davon gibt es schon genug...

Bald bekommt ihr von denen Geld, so wie euer Haushalt sich entwickelt (Ja, Länder wie Spanien, Italien, Österreich, alles ehemals "unterentwickelte" Länder haben mittlerweile weniger Staatsschulden (resp. Neuverschuldung, auch Pro Kopf) als Deutschland, einzig die USA "schlagen" euch noch klar weltweit ;)

Die EU ist momentan sowieso mehr am sich selbsterhalten, als am weiter wachsen... wieso bloss wollen nur noch arme Länder hinein, während sich reiche Länder (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Monaco, etc.) drüber lustig machen können?

edit: Und übrigens, die Insel Mainau gehört schon mir. War letztes WE dort :tongue:

preusse
22-05-2006, 18:28
edit: Und übrigens, die Insel Mainau gehört schon mir. War letztes WE dort :tongue:

Mit Eurer Frau? Ich dachte die bekommt kein Visum für Deutschland?!

Golwar
22-05-2006, 18:57
Bald bekommt ihr von denen Geld, so wie euer Haushalt sich entwickelt (Ja, Länder wie Spanien, Italien, Österreich, alles ehemals "unterentwickelte" Länder haben mittlerweile weniger Staatsschulden (resp. Neuverschuldung, auch Pro Kopf) als Deutschland, einzig die USA "schlagen" euch noch klar weltweit ;)

Die EU ist momentan sowieso mehr am sich selbsterhalten, als am weiter wachsen... wieso bloss wollen nur noch arme Länder hinein, während sich reiche Länder (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Monaco, etc.) drüber lustig machen können?

edit: Und übrigens, die Insel Mainau gehört schon mir. War letztes WE dort :tongue:

Darf man so etwas mit einem herzhaften "blubb" kommentieren ? ;)
Die ach so Reichen Staaten in der Auflistung hocken entweder auf ihrem Erdöl oder profitieren davon dass sie mittels Banken & Steuern das Geld aus ihren Nachbarn pressen. Mit einem Minimum an Sachverstand wird ein jedem klar dass diese Masche nur Kleine Staaten bereichern kann und dies auf Kosten ihrer Nachbarn. Wenn der werte Guisan vielleicht die Erleuchtung mit dem Rest der Menschheit teilen könnte wie große Flächenstaaten nach dem gleichen Prinzip funktionieren sollen, werden sicherlich die unwissenden Lenker in aller Welt aufhorchen :rolleyes:
Staaten wie die Schweiz & Co sind doch erst Schuld an einem Großteil der Misere bei den Steuerausfällen. Sich dann noch hinzusetzen und sich darauf was einzubilden ist der blanke Hohn, aber sicher kein Anzeichen für Menschenverstand. Und wieso werden diese Staaten wohl nicht in die EU wollen ? Weil sie teilen müssten ? Gott bewahre, vielmehr dürfte es die Sorge sein dass eine EU-Richtlinie für Gleichberechtigung bei der Wahl der Waffen sorgen könnte :)

PS: Dass die Antwort etwas oberflächlich oder gar propagandistisch daherkommt ist mir bewusst aber wird in Kauf genommem um die Tonart der Vorlage zu treffen :D

MADCAT
22-05-2006, 20:57
Vielleicht propagandistisch aber (leider) nicht unwahr. ;an darf davon ausgehen, das es die Schweizer nicht freut immer mehr Boden im Provatbankensektor an andere europäische NAchbarn zu verlieren wie zum Beispiel Lichtenstein und das schlimme ist diese Staaten sind in der EU :D

So jetzt können wir uns wieder Montenegro widmen

Jorrig
22-05-2006, 21:24
Das Problem ist mittlerweile vielmehr, dass die Existenz eines jeden Kleinstaates mittlerweile recht zuverlässig von anderen, größeren Staaten garantiert wird, siehe Kuwait im Golfkrieg oder auch die Bevorteilung der kleinen Staaten in der EU. In früheren Jahren wäre ein Staat wie Montenegro niemals alleine lebensfähig gewesen, einfach, weil es in irgendeinem Krieg unter die Räder gekommen wäre.
Ab wann ist man denn "großer Flächenstaat"? Zählt die Schweiz nicht dazu, Portugal aber schon? Griechenland? Das kann also irgendwie kein Kriterium sein. Auch das Argument "die Kleinen habens leichter" zählt nicht, finde ich. Die Schweiz ist ein Hochlohnland und Hochpreisland, eigentlich müssten die all ihre Industrie nach unserer heutigen Logik ins Ausland auslagern. Tun sie aber nicht, scheinbar lohnt es sich immer noch, in der Schweiz selbst zu produzieren. Vielleicht ein Beispiel für Deutschland?
Faktisch übernimmt die Schweiz übrigens eine Menge Normen und Regeln der EU, vom Schengener Abkommen über Basel II bis zum Euro, der oft auch als Zahlungsmittel akzeptiert wird, haben die Schweizer eine Menge Sachen der EU mitgemacht. Allerdings dürfen sie nirgendwo mitbestimmen und mitreden, wenn dieser Rahmen gemacht wird. Soo doll unabhängig ist die Schweiz also auch wieder nicht.

Montesquieu
23-05-2006, 06:13
Na ja, ein Problem mit der Auslagerung der Industrien wird die Schweiz auch haben. Das meiste ist ja auch noch in Deutschland, aber den Balken im eigenen Auge erkennt man manchmal leichter. Guisi hat ja auch Angst vor anständigen deutschen Produkten aus München! :D

Montenegro kann nur durch Dienstleistungsindustrien überleben:


Zu den wichtigsten Bodenschätzen zählen Bauxit, Eisenerz und Braunkohle, in der Industrie gehören die Tabak- und Salzverarbeitung zu den bedeutenden Produktionszweigen. In der Agrarwirtschaft werden vor allem Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Tabak, Wein, Zitrusfrüchte, Oliven und Feigen angebaut. Außerdem spielt in Montenegro der Tourismus eine entscheidende Rolle (15% des erwirtschafteten BIPs), es ist laut WTTC (World Travel & Tourism Council) seit Jahren das wachstumsstärkste Reiseland weltweit.
Als Landeswährung wird der Euro verwendet, auch werden seit 2006 erstmals wieder eigene Briefmarken herausgegeben, die letzten gab es 1913.


15 % Sind enorm viel! Nun kommt es darauf an, welche Richtung sie in Bezug auf die EU einschlagen. Wenn sie nicht nur brav rein wollen, dann können sie ja auch ein Paradies für Birefkastenfirmen werden.

gulaschkoenig
23-05-2006, 06:35
Wusste garnicht das in Montenegro der Euro gilt ???

Preussenhusar
23-05-2006, 07:35
Die Währung ist durch die Übergangswährung Deutsche Mark hervorgegangen, als die EU das "Protektorat" über den Kosovo und Montenegro übernahm, im letzten Milosevic-Krieg.

Somit ist Montenegro der einzige Staat, der den Euro als Landeswährung besitzt, ohne überhaupt je etwas von Beitrittskriterien oder Stabilitätspakt gehört zu haben.

Aber DAS wird die EU nun auch nicht zerreißen. :D

PH

Jorrig
23-05-2006, 08:39
Gilt der Euro nicht auch in Bosnien-Herzegowina?

edit:

Die Konvertible Mark (KM) ist seit 22. Juni 1998 in ganz Bosnien und Herzegowina gültiges Zahlungsmittel. Die sogenannte (Konvertible Mark) KM steht im Verhältnis 1,95583:1 zum Euro, an den sie gebunden ist.

In Bosnien gilt also sogar noch die gute alte Deutschmark! ;)

Arminus
23-05-2006, 12:40
Somit ist Montenegro der einzige Staat, der den Euro als Landeswährung besitzt, ohne überhaupt je etwas von Beitrittskriterien oder Stabilitätspakt gehört zu haben.Es ist sicherlich nicht das einzige Land, wo der Euro hauptsächliches Zahlungsmittel ist, zumal, wenn die Staaten nach einem Krieg wie dem jugoslawischen Bürgerkrieg nur wenig währungspolitische Stabilität bieten können. Aber nur weil sie damit zahlen, heißt das noch nicht, dass sie auch Einfluß in der EZB haben. (Das ist doch EU, wie man sie haben will. Das "Alte" Europa sagt, was Sache ist, und das Gekröse im Osten darf einfach nur übernehmen... :teufel: )


Das Problem ist mittlerweile vielmehr, dass die Existenz eines jeden Kleinstaates mittlerweile recht zuverlässig von anderen, größeren Staaten garantiert wirdJa, zu dumm aber auch. Diese elenden Briten, die solchen Mikronationen wie Polen oder Belgien einfach die Unabhängigkeit garantieren, um unsere armen, expansionistischen Vorfahren zu ärgern.
*Polemik, als Reaktion auf das angeführte "Problem", dass kleine, politisch und militärisch schwache Staaten nicht jederzeit um ihre Existenz fürchten müssen* :???:

Jorrig
23-05-2006, 13:36
Ich sah das als "Problem", weil auf der einen Seite kleine Staaten in der EU oder auch bei der UNO etc. stark bevorzugt werden durch überproportionale Repräsentation, auf der anderen Seite den kleinen Staaten keinerlei Nachteile dadurch entstehen, weil der frühere Hinderungsgrund zur Bildung von kleinen Staaten (gierige, große Nachbarn) weggefallen ist. Kleine Staaten zu gründen, lohnt sich also, daher ist die Tendenz zur Zersplitterung nicht weiter verwunderlich.
Hoffe, das klärt meine Meinung, gegen den Weltfrieden hab ich natürlich nichts.
...wenn die weltkarte erstmal grau ist! :D

PanWolodyjowski
23-05-2006, 17:13
Dem Volke Montenegros ist natürlich alles gute beim Unabhängigkeitsbestreben zu wünschen, vor allem im Blick auf die Serben, aber bitte nicht noch ein EU-Mitglied an das Deutschland Geld zahlen muss, davon gibt es schon genug...

Was für ne Einstellung... :(

Ich wäre eigentlich sehr froh darüber Montenegro und Kroatien in Zukunft in der EU zu haben...ist mir tausendmal lieber als die Türkei...

Golwar
23-05-2006, 17:14
Was für ne Einstellung... :(

Ich wäre eigentlich sehr froh darüber Montenegro und Kroatien in Zukunft in der EU zu haben...ist mir tausendmal lieber als die Türkei...

Inwiefern ist diese Einstellung besser als jene die ihr kritisiert ? Ich sehe Vorurteile bei beiden ...

Vernichter
23-05-2006, 20:48
Was für ne Einstellung... :(

Ich wäre eigentlich sehr froh darüber Montenegro und Kroatien in Zukunft in der EU zu haben...ist mir tausendmal lieber als die Türkei...

Polen muss ja nicht blechen :D

Graf Radetzky
24-05-2006, 06:55
oder auch die Bevorteilung der kleinen Staaten in der EU. .
Also ich,als Bewohner eines Kleinstaates(wo ist nur der Kaiser und das Reich geblieben :heul: :D ), sehe diese Bevorteilung nicht gegeben. Im Ggenteil dieses Unding EU regiert über die Kleinen drüber!

Wahnfried
24-05-2006, 07:03
Also ich,als Bewohner eines Kleinstaates(wo ist nur der Kaiser und das Reich geblieben :heul: :D ), sehe diese Bevorteilung nicht gegeben. Im Ggenteil dieses Unding EU regiert über die Kleinen drüber!


Naja, diese Einstellung ist natuerlich subjektiv, die Kleinen fuehlen sich uebervorteilt und die Grossen auch. Wenn man mal die Europawahlen ansieht hat eine Luxemburger Stimme mehr Einfluss als eine Deutsche zum Beispiel. Das die Kleinen insgesamt nicht viel erreichen liegt auf der Hand, aber wenn sie schon einen eigenen Kleinstaat wollen, muessen sie sich auch mit Unbedeutung abfinden! :teufel:

Jorrig
24-05-2006, 08:28
Also ich,als Bewohner eines Kleinstaates(wo ist nur der Kaiser und das Reich geblieben :heul: :D ), sehe diese Bevorteilung nicht gegeben. Im Ggenteil dieses Unding EU regiert über die Kleinen drüber!
Mit Bevorteilung meine ich nur, dass die Stimmen der Bürger der kleinen Staaten drastisch überbewertet sind. Eine Wahlstimme in Luxemburg ist bei den Europawahlen ein Vielfaches einer deutschen Stimme wert.
Zudem hat jeder Staat nur einen Kommissar, also einen für 80.000 Malteken und einen für 80 Millionen Deutsche.
Das hat mit der EU an sich erstmal wenig zu tun, im Vergleich zum Rest der EU ist jeder Staat klein, auch Deutschland.

X_MasterDave_X
24-05-2006, 09:56
Also ich wäre dafür, daß wir wieder Verhältnisse wie im Mittelalter oder im 16. 17 Jahrhundert in Deutschland einführen.

Tausende von eigenständigen Reichsstädten und Landgrafschaften...ein paar Herzogtümer und Kurpfalzen.

Wäre doch gelacht, wenn wir mit unseren 1600 deutschen Kleinstaaten, nicht die Kontrolle über die EU erlangen könnten.... :D

1600 gegen wieviele.....20, 30 oder gar 40. Na da haben die anderen schlechte Karten. Ab sofort sagen wir Deutsche wieder...was so abgeht in Europa... :D

Wahnfried
24-05-2006, 10:00
Und beim Grand Prix würden wir auch immer gewinnen! :teufel:

[B@W] Abominus
24-05-2006, 10:05
Ich weiß gar nicht, was ihr wollt: Mehr Länder bedetet doch, daß man auch schneller die Länder annektieren kann. Zudem sinkt das Revoltrisk in annektierten Gebieten eher als in besetzten. Da das RR alle 10 Jahre um 1 sinkt, ist nach 30 Jahren ist der Nationalismus komplett verschwunden. Obwohl... kommt drauf an. Wenn es da viele POP'S gibt, dürfte das RR schon nach 10 Jahren weg sein. Müssen wir mal Nebu fragen...

X_MasterDave_X
24-05-2006, 10:09
Und beim Grand Prix würden wir auch immer gewinnen! :teufel:kicher.... :D


aber eher wohl kaum. Ihr vergesst, daß Lieder aus deutschsprachigen Ländern, von anderen deutschsprachigen Ländern immer mit 0 Punkten versehen werden. Obwohl manchmal bekommen die Österreicher von uns sogar 1-2 Gnadenpunkte.

So gesehen sind wir Zerstrittener als die Gallier... :D

Aber wenn es ums Thema "Beitragsanpassungen in der EU" geht....habe ich das merkwürdige Gefühl, wir könnten plötzlich zusammenhalten.

Preussenhusar
24-05-2006, 10:12
Aber achtet darauf, daß dann die ganzen kleinen Wurzelknurzelstaaten nicht vor lauter free_ic und Dissent die engine total überlasten.

Und die No-Name-Leader, die dann im Bärengewand (wegen Textilfabrikenmangel) mit Partisanen um die Wette kämpfen, sicher eine nette Perspektive.

Allerdings gilt Eines als wichtige Voraussetzung für die Maßnahme:

Der Endlospatch muß erst in Brüssel installiert werden, sonst gibts sofort ein BTW.

So ein Blödquark

PH

Jorrig
24-05-2006, 10:20
Genau, und den Franzosen und Holländern wird erstmal ein Botschafter "Neville" geschickt, um sie gefügiger zu machen! :D

...ich suche gerade den "Surrender"-Button...

Arminus
24-05-2006, 11:26
Ich weiß gar nicht, was ihr wollt: Mehr Länder bedetet doch, daß man auch schneller die Länder annektieren kann. Zudem sinkt das Revoltrisk in annektierten Gebieten eher als in besetzten. Da das RR alle 10 Jahre um 1 sinkt, ist nach 30 Jahren ist der Nationalismus komplett verschwunden. Obwohl... kommt drauf an. Wenn es da viele POP'S gibt, dürfte das RR schon nach 10 Jahren weg sein. Müssen wir mal Nebu fragen...Liebe Rumänen, wenn Ihr das lest, solltet Ihr wissen, dass Ihr Euch das mit dem EU-Beitritt nochmal überlegen solltet. Denn wir alle wissen ja, wofür Abo Rumänen gerne und ausschließlich einsetzt. :ditsch:

Graf Radetzky
24-05-2006, 12:13
Mit Bevorteilung meine ich nur, dass die Stimmen der Bürger der kleinen Staaten drastisch überbewertet sind. Eine Wahlstimme in Luxemburg ist bei den Europawahlen ein Vielfaches einer deutschen Stimme wert.
Zudem hat jeder Staat nur einen Kommissar, also einen für 80.000 Malteken und einen für 80 Millionen Deutsche.
Das hat mit der EU an sich erstmal wenig zu tun, im Vergleich zum Rest der EU ist jeder Staat klein, auch Deutschland.

Ich rede nicht von Abstrakten politischen Dingen, sondern von ganz praktischen, z.B. wehren sich die Tiroler ganz massiv gegen den Brennertransit weil Luftverschmutzung und damit Atemwegserkrankungen, vor allem bei Kindern, massiv im steigen sind.
Darauf wollte die Regierung mit Mauten reagieren um die Schiene attraktiver zu machen.
Und was passiert?
Die EU verbietet uns dass weil es gegen den "freien Warenverkehr" verstößt!
Man kann dank diesem Unding nicht mal mehr die Gesundheit der eigenen Bürger schützen!

Golwar
24-05-2006, 12:19
Ich rede nicht von Abstrakten politischen Dingen, sondern von ganz praktischen, z.B. wehren sich die Tiroler ganz massiv gegen den Brennertransit weil Luftverschmutzung und damit Atemwegserkrankungen, vor allem bei Kindern, massiv im steigen sind.
Darauf wollte die Regierung mit Mauten reagieren um die Schiene attraktiver zu machen.
Und was passiert?
Die EU verbietet uns dass weil es gegen den "freien Warenverkehr" verstößt!
Man kann dank diesem Unding nicht mal mehr die Gesundheit der eigenen Bürger schützen!

Eigentlich müsste sich die EU diesbezüglich doch selbst lahmlegen. Es gibt ja genügend EU-Vorschriften die die Gesundheit der Bürger schützen sollen, man denke da nur an den Feinstaub in Großstädten :rolleyes:
Die EU bietet einem jedenfalls für die meisten Probleme auch eine Lösung an ...

Ich weiss ja auch nicht was ihr Österreicher da für eine Maut geplant hattet, aber es wird wohl etwas unverhältnismäßig gewesen sein da man mit generellen Mautgebühren ja nicht wirklich ein Problem hat. Wie wäre es stattdessen die Bahn besser zu subventionieren statt bei den anderen noch mehr zu kassieren ?

Graf Radetzky
24-05-2006, 12:24
Eigentlich müsste sich die EU diesbezüglich doch selbst lahmlegen. Es gibt ja genügend EU-Vorschriften die die Gesundheit der Bürger schützen sollen, man denke da nur an den Feinstaub in Großstädten :rolleyes:
Die EU bietet einem jedenfalls für die meisten Probleme auch eine Lösung an ...

Ich weiss ja auch nicht was ihr Österreicher da für eine Maut geplant hattet, aber es wird wohl etwas unverhältnismäßig gewesen sein da man mit generellen Mautgebühren ja nicht wirklich ein Problem hat. Wie wäre es stattdessen die Bahn besser zu subventionieren statt bei den anderen noch mehr zu kassieren ?

Meiner Meinung nach müsste alles erlaubt sein was die Gesundheit der Bürger schützt.
Ist genauso wie mit den Ruchverboten. Warum sollen ein paar die Abgase von Zigtausenden einatmen?

Jorrig
24-05-2006, 12:29
Es geht hier aber um Montenegro und den Einfluss kleiner Staaten in der EU, nicht um österreichische Brenner-Probleme mit der EU. Wenn es dir wichtig ist, kannst du ja einen eigenen Thread aufmachen, in dem das diskutiert wird.

Golwar
24-05-2006, 12:31
Es sollte nicht alles erlaubt sein was eine kleine Gruppe für nötig erachtet um ein Ziel zu erreichen. Kann ja wohl schlecht sein dass es nur eine einzige Lösung in Form von Geld abknöpfen geben kann. Falls doch wäre sicher auch die EU nicht dagegen.

Aber du kannst ja gerne einen neuen Thread eröffnen und darlegen wie die Pläne Österreichs aussahen und die Begründung der EU weshalb das untersagt wurde. Ohne Fakten bringt eine Diskussion nicht wirklich viel ;)

Edit: Siehe Jorrig :)

Graf Radetzky
24-05-2006, 12:36
Tschuldigung. Jetzt spam ich schon wie Abo.*gg*

[B@W] Abominus
24-05-2006, 12:38
Tschuldigung. Jetzt spam ich schon wie Abo.*gg*

Frechheit! :rot: :tongue:

Wie dem auch sei, ich denke nicht, daß ein Staat wie Montenegro den EU-Haushalt mehr belasten wird als die Subventionierung eines Schulausfluges der 3. Klasse einer Waldorfschule in Meck-Vorpommern.

Wahnfried
24-05-2006, 12:50
Abominus']Frechheit! :rot: :tongue:

Wie dem auch sei, ich denke nicht, daß ein Staat wie Montenegro den EU-Haushalt mehr belasten wird als die Subventionierung eines Schulausfluges der 3. Klasse einer Waldorfschule in Meck-Vorpommern.

Kann aber ganz schön teuer werden. Wer weiß was diese Waltdorfschüler in Mc Pomm für einen Flur- und Kolateralschaden hinterlassen! :uhoh:

Hesse
24-05-2006, 12:54
Nunja, um auch mal wieder die Kirche im Dorf zu lassen, so ist Montenegro noch nicht in der EU und hat noch nicht mal seine Mitgliedschaft beantragt, wobei daß wohl meiner Ansicht nach auch der zweite Staatsakt nach der Unabhängigkeit sein wird :D.

Selbst Kroatien und Mazedonien, die nun schon länger unabhängig sind, wird bei ersterem frühstens 2009/2010 der Beitritt erfolgen bei letzterem ist der Beitritt noch gar nicht abzusehen. Außerdem muß Montenegro auch gewisse Richtlinien erfüllen, damit es überhaupt aufgenommen wird. Daran scheint es ja auch bei Bulgarien und Rumänien zu scheitern.

Meiner Ansicht wird es wohl noch mindestens 10-15 Jahre dauern, bis Montenegro soweit ist und eine Mitgliedschaft entsprechend ernst beantragen kann. Solange hat es auch gedauert, bis beispielsweise Slowenien (Unabhängigkeit 1991, Aufnahme 2004) aufgenommen wurde. Also vor 2016 dürfte Montenegro im EU-Ränkespiel wohl keine Rolle spielen, es sei denn, es würde sich wirklich so florierend entwickeln, daß eine Aufnahme lohnt. Und bis dahin muß die EU sowieso erst einmal eine eigenständige Verfassung auf die Reihe bringen, denn ansonsten bezweifel ich, daß die EU als Politikum die nächsten 10 Jahre und die nächsten Aufnahmen überlebt.

Preussenhusar
24-05-2006, 12:57
Werter Hesse, ich denke, die Zeiträume zwischen den Staatlichen Unabhängikeiten Sloweniens und deren Beitritt auf dem Fall Montenegro umzusetzen, ist nicht haltbar.

Die Voraussetzungen kann dieser kleine Staat, der paraktisch schon den Euro hat, schneller erfüllen als wir alle vermuten.

Vorausgesetzt, die Regierung schlägt einen freiheitlichen Kurs ein !

Ob dann ein Präsident, ein König oder sonstwer die Urkunde unterzeichnet, warten wirs mal ab !

PH

Hesse
24-05-2006, 13:28
Naja, das Problem dürfte aber nicht die Währung sein, sondern eher daß sich das Staatsgefüge erst einmal etablieren muß und zudem Beitrittsverhandlungen stattfinden müssen. Nicht umsonst dauert der Beitritt von Ländern solange, da man sich erstmal vertraglich einigen muß und zudem gewisse Grundvorraussetzungen erfüllt sein müssen.

Abgesehen von den formalen Widrigkeiten bangen sicherlich der eine oder andere neu beigetretene Staat auch um Subventionen, weshalb eine weitere Mitgliedsaufnahme so schnell meiner Ansicht auch nicht erfolgen wird. Auch möchte man sicher nicht die Kandidaten, die schon seit Jahren auf einen Beitritt warten vergraulen. Falls man etwa Rumänien und Bulgarien wie geplant am 1.1.2007 aufnehmen sollte, dürfte die EU genügend "Entwicklungshilfe" zu leisten haben.

Im Übrigen mag zwar Montenegro, ähnlich wie im Kosovo, San Marino, Vatikan, Andorra, Monaco, der Euro als Währung gelten, jedoch ist deren Wirtschaft nicht an den Euro gebunden und somit stellen diese Regionen auch keine wirklichen "Euro"-Länder dar. Natürlich vereinfacht es den Handel dort zu etablieren, es ist aber kein Kriterium für den EU-Beitritt. Wobei es interessant wäre, den Vatikan als EU-Mitgliedsland zu haben :D.

Graf Radetzky
24-05-2006, 15:15
. Und bis dahin muß die EU sowieso erst einmal eine eigenständige Verfassung auf die Reihe bringen, denn ansonsten bezweifel ich, daß die EU als Politikum die nächsten 10 Jahre und die nächsten Aufnahmen überlebt.
In dieser Hinsicht stimme ích euch voll zu! So hat das keine Zukunft!

PanWolodyjowski
25-05-2006, 08:33
Polen muss ja nicht blechen

Wie wenig ihr doch wisst...
Jeder Land in der europäischen Union muss Geld in diese "einzahlen"...
Wieviel das Land dann von dem großen Topf bekommt ist unterschiedlich...

Was mich nur verwunderte war, dass letztes Jahr Polen sowie auch andere Länder hätten mehr einzahlen können (und wollen) als etliche westlichen Staaten (prozentuell)...das ist doch ein wenig peinlich, dieser westliche Egoismus... :rolleyes:


@Türkei/Kroation/Montenegro:

Also ich sehe die Türkei noch lange nicht in der EU...
Von der Kultur her würde ich sie eindeutig der europäischen am nächsten stellen - und die Kultur ist schon sowas von anders!
Die Türkei ist einfach nicht reif - und würde Deutschland noch mehr kosten als Kroatien, Montenegro, Bulgarien und Rumänien zusammen - locker.

General Wallenstein
25-05-2006, 10:24
Wie wenig ihr doch wisst...
Jeder Land in der europäischen Union muss Geld in diese "einzahlen"...
Wieviel das Land dann von dem großen Topf bekommt ist unterschiedlich...

Was mich nur verwunderte war, dass letztes Jahr Polen sowie auch andere Länder hätten mehr einzahlen können (und wollen) als etliche westlichen Staaten (prozentuell)...das ist doch ein wenig peinlich, dieser westliche Egoismus... :rolleyes:
Da fragen Wir Uns doch wie viel Deutschland schon eingezahlt hat und wie viel das mächtige Polen seit seiner friedlichen Annektierung. Und im übrigen, wenn Euch der westliche Egoismus, deshalb haben wir ja auch Polen in die EU geholt, purer Egoismus, so stört, dann kehrt doch zurück zu Mütterchen Russland.

Sicherlich haben die nichts dagegen den brüderlichen Ostblock wieder aufzumachen um gegen den egoistischen Westen vorzugehen. :rolleyes:

Zur Einstellung.

Die Reife eines Landes bezüglich zur EU hängt von der Reife seiner Bürger diesbezüglich ab.

Und da ist wohl noch so ziemlich kein Land reif, denn solange man sich immer nur in erster Linie als Deutscher oder Ostpreuße (Anmerkung, neuerdings Pole genannt) sieht und nicht als "Europäer", wird sich daran auch nichts ändern. Diese Einstellung zum Europatum wird sich aber auch erst nach unserem Tode entwickeln (wenn überhaupt), denn wir hier kennen ja noch alle die Nationalstaaten vor der EU.

Also weniger Egoismus auf beiden Seiten, oder ist es etwa Freizügig in die EU einzutreten, von den Vorteilen zu profitieren und dann die neuen Freude nur schlecht zu reden weil sie nicht polnisch sprechen und Autos klauen?

So, der kleine Seitenhieb war nun nötig, wenn schon Vorurteile im Wettstreit vorgeführt werden, dann muss das doch auch noch kommen. :D

Golwar
25-05-2006, 12:29
Wie wenig ihr doch wisst...
Jeder Land in der europäischen Union muss Geld in diese "einzahlen"...
Wieviel das Land dann von dem großen Topf bekommt ist unterschiedlich...

Was mich nur verwunderte war, dass letztes Jahr Polen sowie auch andere Länder hätten mehr einzahlen können (und wollen) als etliche westlichen Staaten (prozentuell)...das ist doch ein wenig peinlich, dieser westliche Egoismus... :rolleyes:


Oh wei, oh wei - das grenzt ja schon fast an eine Zumutung :D.
Es ist recht logisch wieso ein Netto-Nehmerland bereit ist erst einmal mehr einzuzahlen. Wenn ALLE mehr einbezahlen müssen, ist der Kuchen der letztendlich verteilt wird größer und somit kann sich dann auch Polen an noch mehr Geld gütlich tun.
Kurzum das war wohl der denkbar unsinnigste Beleg für das polnische "Gönnertum". Aber Hauptsache anderen Egoismus unterstellt ... immerhin der Smiley war dann doch noch passend :rolleyes:

Entweder mangelt es bei euch an elementarem Wissen über Mathematik oder am Willen sich ernsthaft um Argumente zu bemühen. Wie auch immer, erspart uns bitte weitere Ergüsse - wenn ich derartiges lesen muss, werde ich überhaupt erst polenfeindlich ;)

Arminus
25-05-2006, 13:30
@Polnischer Populist: Wenn du etwas zu sagen hast, dann schreib's doch bitte so, dass es auch einen Sinn ergibt, sprich syntaktisch (Satzbau) wie semantisch (Inhalt) wie pragmatisch (Dem Thema dienlich, damit verwandt).

Canaris
25-05-2006, 14:16
Werter Armin(i)us, verschont uns doch bitte mit Eurem Fachchinesisch (;)).

Wie dem auch sei, bei welchem Thema sind wir eigentlich gerade? Dem Wiedererstarken des polnischen Nationalismus in deutschen Strategieforen, Zahlungen an die EU oder der Existenzangst der Schweiz?

Nun ja, ich bin jedenfalls gegen alles Oben genannte. Einzig und alleine der Deutschen Mark, die hier irgendwo genannt wurde, kann ich etwas abgewinnen.
Ich kann allerdings nur jedem raten, weiterhin überhöhte Steuern, Luxuspensionen für andere Leute die man gar nicht kennt und Geld für die EU zu zahlen. Wirklich effektiv arbeitet dabei nur die EU, die das eingenommene Geld wirklich sinnvoll in die Zerstörung der deutschen Wirtschaft investiert.

Warum ich euch trotzdem weiterhin rate, den Lastesel Europas zu spielen? Ich will noch etwas Platz im fernen Ausland für mich haben, bevor alles von deutschen Wirtschaftsflüchtlingen überrannt ist.

Gruß
Canaris

Al. I. Cuza
03-06-2006, 13:24
Nun ja, wenn wir Rumänien verkraften können, ist Montenegro auch nicht mehr weit. :D


Was meinst du damit? Rumänien verkraften?

Ich will ja nicht frech erscheinen... aber es ist im Sinne der EU Rumänien und weiterhin Länder aufzunehmen... Die Kaufkraft des Ostens ist stetig größer geworden... Ein neuer Absatzmarkt von 20 mil. Menschen ist nicht ohne... Und natürlich haben unsere Politiker so schlecht verhandelt, dass Rumänien nicht das Geld verlangen kann, wie z. B. Frankreich oder Spanien...
Nicht die EU muss Rumänien verkraften, sondern Rumänien die EU