Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Uni-Problem Österreichs
Graf Radetzky
18-10-2007, 00:50
Das Uni-Problem Österreichs oder wie Gusenbauer unsere letzte Chance verspielt.
Wir erinnern uns, laut EU-Recht sind alle Studierenden gleichzubehandeln.
Dies bedeutet letztlich einen freien Hochschulzugang ,in Österreich, für Studierende aus allen EU-Mitgliedsstaaten, besonders attraktiv ist dies natürlich für NC-Flüchtlinge aus Deutschland.
Man hat es hier seit 1995 versäumt eine tragfähige Lösung zu finden (danke Gehrer!!!!!!!).
Nun, da die Unterzeichnung des EU-Vertrages ansteht gibt Gusenbauer das letzte Mittel aus der Hand Angie und die EU-Bonzen zu zwingen Geld für Österreichs Unis lockerzumachen: Seine Unterschrift unter diesen blöden Wisch.
Sagt doch ehrlich, warum sollte die EU/BRD uns nicht die Kosten für diese Studierenden abdecken? Der BAu der österr. Unis sowie der laufende Betrieb wurden/werden vom österreichischen Steuerzahler finanziert und nicht vom deutschen!
Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Deutschen ich hab sogar ein paar sehr nette übers Studium kennengelernt.
Aber eine solche Dienstleistung muss doch auch irgendwie abgegolten werden? Ein Volk von 8. Mio Menschen kann nicht das Bildungssystem für 80. Mio finanzieren. Überdies haben weder die Eltern noch die deutschen Studiernden jemals etwas zu unserer Volkswirtschaft beigetragen und sie werden es auch nicht, weil sie nach dem Studium in die Heimat zurückkehren.
Mein Vorschlag wäre:
Wenn die EU/BRD nicht für die Kosten aufkommen soll Gusi seine Unterschrift unter diesem EU-Vertrag verweigern.
Sollten sich EU/BRD bereit erklären dies zu tun, so soll das Geld zweckgebunden verwendet werden um neue Studienplätzeplätze in den NC-Fächern zu schaffen. Hier sollte die IG-Publizistik mobilisieren, gemeinsam mit der Vertretungen der anderen NC-Fächer.
http://derstandard.at/?id=3075525&_seite=2&sap=2#forumstart
Aber eine solche Dienstleistung muss doch auch irgendwie abgegolten werden? Ein Volk von 8. Mio Menschen kann nicht das Bildungssystem für 80. Mio finanzieren. Überdies haben weder die Eltern noch die deutschen Studiernden jemals etwas zu unserer Volkswirtschaft beigetragen und sie werden es auch nicht, weil sie nach dem Studium in die Heimat zurückkehren.
Aha die leben dann also 4-5 Jahre kostenlos in Österreich?
Wenn nicht haben sie sehr wohl etwas zu der österreichischen Volkswirtschaft beigetragen ;).
Sogar wohl mehr als ihr denkt, 4-5 Jahre Miete allein macht schon Einiges aus. Ausserdem treiben diese Studenten dann auch die Grundstückspreise nach oben so dass gewiefte österreichische Unternehmer und Spekulanten damit schöne Profite machen können.
Kurzum solang die ausländischen Studenten in Österreich leben pumpen sie ja ihr Geld in die österreichische Volkswirtschaft, 1x direkt und 1x indirekt das sie durch die somit erhöhte Nachfrage die Preise nach oben treiben.
Colonel Chris
18-10-2007, 06:36
Aha die leben dann also 4-5 Jahre kostenlos in Österreich?
Wenn nicht haben sie sehr wohl etwas zu der österreichischen Volkswirtschaft beigetragen ;).
Sogar wohl mehr als ihr denkt, 4-5 Jahre Miete allein macht schon Einiges aus. Ausserdem treiben diese Studenten dann auch die Grundstückspreise nach oben so dass gewiefte österreichische Unternehmer und Spekulanten damit schöne Profite machen können.
Kurzum solang die ausländischen Studenten in Österreich leben pumpen sie ja ihr Geld in die österreichische Volkswirtschaft, 1x direkt und 1x indirekt das sie durch die somit erhöhte Nachfrage die Preise nach oben treiben.
Dem schließe ich mich uneingeschränkt an! :ja:
Dazu kommen noch Konsumkosten von Grundbedürfnissen (Nahrung etc.) bis hin zum persönlichen Vergnügen (versoffene Studentendiscos). Ferner werden sicherlich auch nicht wenige Studenten ja auch in den Semesterferien oder sogar durchgehend Arbeiten, Teilzeit und in den Semesterferien womöglich noch Vollzeit. Das bringt auch Geld für Österreich. Nicht zu vergessen, daß überhaupt schon viele Deutsche (und damit sicherlich auch welche, die in Österreich studiert haben) dort ein langfristiges Arbeitsverhältnis eingegangen sind.
Monty, bei solchen Ansichten wird das nichts mit dem Wiederanschluß! :nono::D
General Steiner
18-10-2007, 06:48
Wir in Österreich kaufen grundsätzlich keinen bankrotten Unternehmen...auch die BRD nicht....
Monty hat zwar nicht vollkommen Recht aber es stimmt, dass die EU Kurzsicht und Ignoranz uns in schwierigkeiten manövriert.
Also, die Mehrwertsteuer ist ja besonders hoch in Österreich, das hat die Regierung dort wohl auch nicht ohne Grund in den letzten Jahren gesteigert. Und die wird von jedem gezahlt, der in Österreich wohnt oder auch nur Urlaub macht. Von den kostenlosen Autobahnen in Deutschland will ich jetzt mal schweigen, denn da haben sich die Österreicher für die deutschen Transittouristen nach Italien auch etwas Nettes einfallen lassen.
Jetzt kann man sich fragen, ob es unfair ist, dass wir Deutschen mehr sind und die Österreicher weniger, denn das ist ja der einzige Unterschied dabei (schließlich dürfen auch alle Österreicher in Deutschland studieren). Wenn dort bei den Aufnahmetests die Zahl der Deutschen künstlich begrenzt werden muss, weil die dort wesentlich besser abschnitten als die Österreicher, würde ich mich doch als Österreicher eher fragen, ob nicht am Ausbildungssystem grundsätzlich etwas falsch läuft. Und darüber hinaus kann Österreich die Chance doch durchaus nutzen, um diese qualifizierten Zuwanderer auch im Land zu halten. Dann nämlich nutzen sie der österreichischen Volkswirtschaft, und die Deutschen ärgern sich, weil ihnen die Akademiker weglaufen. Grundsätzlich sehe ich da kein Problem, eher ein Beispiel populistischer Politik, die lieber mal "Ausländer raus" ruft, als eigene Fehler eingesteht oder auch nur versucht, nicht zu ändernde Rahmenbedingungen als Chance zu nutzen. Stattdessen rennt man lieber dreimal mit dem Kopf vor die Wand, statt einen Weg drumherum zu suchen.
Dann führt doch einfach Studiengebühren ein.
Natürlich muß man ganz klar sagen, daß unser Bildungssystem in der BRD vollkommen unterfinanziert ist und selbst Studiengebühren tragen zu einer Besserung dazu mal überhaupt nicht bei. Im Gegenteil! Der Semesterauftakt bei uns an der Uni hat gezeigt: Chronische Unterfinanzierung, chaotische Zustände und weniger Erstsemester. Das hier einiges nachzubessern wäre, wissen unsere Politiker selbst, nur haben die mit den Steuergeldern eben anderes vor.
Das Österreich auserkoren wurde, hier als Auffanglager zu dienen, liegt in der Natur der Sache. Österreich ist EU-Land, die Amtssprache ist ähnlich der unseren :D, die Kosten halten sich in Grenzen und es gibt noch Nebenjobs in der Tourismusbranche (Skihase, Skilehrer, Apres Ski Säufer, Mozartkugelroller, Kneipengänger etc.). Wenn man es über die Grenze geschafft hat, ohne bei einer Verkehrskontrolle den Führerschein oder sein Vermögen zu verlieren, kann man in Österreich gut studieren. Das wissen längst viele Studenten und es ist die Nemesis Österreichs für den EU-Beitritt. Es gibt eben nicht nur positives :tongue:. Abgesehen davon haben wir in Deutschland schon lange eine Tradition von ausländischen Studenten und Studentinnen, die doch das universitäre Leben bereichen und die zum Teil durch Förderungen besser gestellt sind, als einheimische Studenten. Doch die armen Absolventen werden meistens nach ihren Abschlüssen abgeschoben, was dann schließlich finanziell eher zum Fiasko mutiert. Man unterstützt einen teures Studium und schickt die Absolventen in die Händer der Green Card Mafia USA. Österreich hat hier eine Chance, Akademiker, an denen es sicherlich auch in Österreich mangelt, abzuwerben und im Land zu behalten. Das wissen sicherlich viele Unternehmen in Austria und die dürften es schätzen, daß ein großerer Pool an Absolventen zur direkten Wahl steht ohne erst teuer in der BRD suchen zu müssen.
Natürlich bringt es das Problem der Finanzierung mit sich, aber wie schon von einigen gesagt wurde, investieren die deutschen Studenten einiges in die Volkswirtschaft. Ich mag mal zu pauschalisieren und zu sagen, daß diese sogar im Schnitt mehr investieren als ein einheimischer Student. Schlicht weil sie eben nicht bei ihren Eltern wohnen, sie ihre Wäsche nicht zu Hause waschen etc.pp. Problematisch würde es, wenn Österreichs eigene Studenten nach Deutschland für ein Studium müßten oder finanziell schlechter gestellt wären. Soviel ich weiß ist dem noch nicht so und da kann man gegensteuern. Österreich könnte unproblematisch ausländischen Studenten eine Studiengebühr abnehmen oder beim Zugang österreichische Studenten bevorzugen. Gibt es doch in anderen Ländern auch so. Wenn dies nicht umgesetzt wird, Pech gehabt. Bei uns läuft es auch nicht mit der Bildung, warum sollte Österreich es da besser haben :D.
Deutschlands Steuerzahler finanzieren das doch!
Wer über den Brenner will und auf den Autobahnen (was für ein fieses, braunes Wort) fährt, muss in Ösiland ja auch Maut/Vignette bezahlen.
Das ist dann wieder in Deutschland frei.
Wo ist das Problem?
Edit: Wenn wir alles aufzählen würden, was wieviel wo kostet, kommen wir nicht mehr zum daddeln.
Montesquieu
18-10-2007, 09:38
Trotzdem macht es mir bei dieser Sache Bauchschmerzen, das eben doch der österreichische Steuerzahler für die Unis aufkommt und die Masse der deutschen Studierenden in manchen Fächern fast schon die Hälfte stellt. Da steuert man mittlerweile eine Schieflage an, die zu Unmut führen kann, mal abgesehen von freien Autobahnen in Deutschland und der Vorteil für die österreichische Wirtschaft, der sicherlich da ist.
Für die österreichischen Studenten ist die Lage damit einfach mieser geworden, punktum. Hier regen sich deutsche Studenten über 500 € Studiengebühren auf und sehen nur ihren jetzigen Lebensbereich, dann dürfen sich die Aussies ;) auch über überfüllte Seminare aufregen, ihr gutes Recht. Aber das einfachste wäre in dieser Sachen Studiengebühren einzuführen, obwohl dies natürlich ein absolut blöder, fast schon ekelhafter Vorschlag ist, wenn man Gerechtigkeit zwischen Deutschen und Österreichern herstellen möchte.
Beispiel Niederlande:
Das Studium in den Niederlanden ist auch als Erststudium nicht kostenlos. Im Studienjahr 2006/2007 (= Anfang September 2006 bis Ende Juni 2007) fielen für Studierende aus der Europäischen Union 1519 Euro, für Nicht-EU-Studenten etwa 8000 Euro, Studiengebühren an. Jedoch bekam man als EU-Bürger unter 30 Jahren im Erststudium von der Informatie Beheer Groep auf Antrag € 1070,88 zurückerstattet. Studenten, die selbst oder deren Eltern in den Niederlanden arbeiten oder die sich bereits mindestens fünf aufeinanderfolgende Jahre nachweislich in den Niederlanden aufhalten, haben alternativ dazu die Möglichkeit, wie niederländische Studierende eine Studienfinanzierung beim Staat zu beantragen. Für Studierende nicht-europäischer Herkunft sind die Studiengebühren deutlich höher; auch die Möglichkeit einer pauschalen Rückerstattung besteht nicht.
Studiengebühren für EU-Inländer zwar gleich, aber Studienfinanzierung. Die haben nämlich in Grenznahen Gebieten das selbe Problem wie Österreich; viele meiner Mitabiturienten waren zu schlecht, um an der RWTH Aachen BWL zu studieren. Was machte man? Ab nach Limburg und ohne murren Studiengebühren blechen.
Andere Sache wäre noch: Einheitliche Bildungsstandards für die ganze EU festlegen, denn sonst ist keine Bildungsgerechtigkeit gegeben. Wenn jeder Staat prozentual dasselbe ausgibt und in dem Verhältnis Gebühren verlangt, dann kann man auch alle Studierende aus der EU gleich behandeln.
YesNoCancel
18-10-2007, 10:11
[...]für Nicht-EU-Studenten etwa 8000 Euro Studiengebühren[...]
Nicht schlecht und das pro Semester. Und da jammern unsere wegen 500 Öcken pro Semester :D
Graf Radetzky
18-10-2007, 11:11
Problematisch würde es, wenn Österreichs eigene Studenten nach Deutschland für ein Studium müßten oder finanziell schlechter gestellt wären. Soviel ich weiß ist dem noch nicht so und da kann man gegensteuern. Österreich könnte unproblematisch ausländischen Studenten eine Studiengebühr abnehmen oder beim Zugang österreichische Studenten bevorzugen. Gibt es doch in anderen Ländern auch so. Wenn dies nicht umgesetzt wird, Pech gehabt. Bei uns läuft es auch nicht mit der Bildung, warum sollte Österreich es da besser haben :D.
Also wir sind schlechter gestellt, aus 2. Gründen:
1. An der dt. NC gebunden
2. höhere Studiengebühren an dt. Universitäten
Mit anderen Worten, die Deutschen nehmen uns Studienplätze weg die
1. billiger und
2. auch noch einfacher zu haben sind.
Mit anderen Worten, es wird direkt der Grund ausgehebelt warum es an unseren Unis den freien Hochschulzugang gibt, nämlich um auch Personen aus sozial schwächeren und bildungsfernen Schichten den Zugang zum Hochschulstudium zu ermöglichen.
Genau diese Menschen sind es die die Hauptverlierer dieser Entwicklung sind.
Denn wer "Daddys little Girl" oder von "Beruf Sohn" ist, der geht z.B. an die private Medizinische Universität Salzburg, wo man für 6000 Eur. im Semester einen Abschluss in Humanmedizin innerhalb von 10 Semestern garantiert bekommt (dieses Angebot wird auch von vielen Deuschen wahrgenommen).
Nur leider sind 6000 Eur. im Semester nicht für jederman erschwinglich.
Somit kommt es dass Österreicher aus sozial schwächeren und bildungsfernen Schichten ihren Studienplatz an begüterte Deutsche verlieren, deren Eltern in der Lage sind ihnen ein Studium im Ausland zu finanzieren.
Darum war der freie Hochschulzugang stehts ein Objekt des Konsenses zwischen christlich-sozial und sozialistischen Parteien.
Also, die Mehrwertsteuer ist ja besonders hoch in Österreich, das hat die Regierung dort wohl auch nicht ohne Grund in den letzten Jahren gesteigert. Und die wird von jedem gezahlt, der in Österreich wohnt oder auch nur Urlaub macht. Von den kostenlosen Autobahnen in Deutschland will ich jetzt mal schweigen, denn da haben sich die Österreicher für die deutschen Transittouristen nach Italien auch etwas Nettes einfallen lassen.
Jetzt kann man sich fragen, ob es unfair ist, dass wir Deutschen mehr sind und die Österreicher weniger, denn das ist ja der einzige Unterschied dabei (schließlich dürfen auch alle Österreicher in Deutschland studieren). Wenn dort bei den Aufnahmetests die Zahl der Deutschen künstlich begrenzt werden muss, weil die dort wesentlich besser abschnitten als die Österreicher, würde ich mich doch als Österreicher eher fragen, ob nicht am Ausbildungssystem grundsätzlich etwas falsch läuft. Und darüber hinaus kann Österreich die Chance doch durchaus nutzen, um diese qualifizierten Zuwanderer auch im Land zu halten. Dann nämlich nutzen sie der österreichischen Volkswirtschaft, und die Deutschen ärgern sich, weil ihnen die Akademiker weglaufen. Grundsätzlich sehe ich da kein Problem, eher ein Beispiel populistischer Politik, die lieber mal "Ausländer raus" ruft, als eigene Fehler eingesteht oder auch nur versucht, nicht zu ändernde Rahmenbedingungen als Chance zu nutzen. Stattdessen rennt man lieber dreimal mit dem Kopf vor die Wand, statt einen Weg drumherum zu suchen.
Blödsinn, unsere Mwst.-Sätze, 10 bzw 20%, sind seit Jahrzehnten unverändert. Zu den Quoten: Lies meine Antwort auf Hesses Post, Stichwort: Sozial schwächere und bildungsferne Schichten.
Den Rest des Posts kommentiere ich schlicht nicht, sichs drehen wie man braucht und Polemik verdient keine Antwort. In dem Sinne: Ausländer raus :D
Trotzdem macht es mir bei dieser Sache Bauchschmerzen, das eben doch der österreichische Steuerzahler für die Unis aufkommt und die Masse der deutschen Studierenden in manchen Fächern fast schon die Hälfte stellt. Da steuert man mittlerweile eine Schieflage an, die zu Unmut führen kann, mal abgesehen von freien Autobahnen in Deutschland und der Vorteil für die österreichische Wirtschaft, der sicherlich da ist.
Endlich, einer der den Durchblick hat!!
Überdies ist ja das Schlimmste an der Sache, dass manche von denen gar nicht froh zu sein scheinen dass sie eine 2. Chance bekommen haben. In meinem Seminar gestern Abend war die ganze letzte Reihe mit Deutschen belegt (insgesamt ca. 40% d. Sem. dt.) und die haben Briefchen geschrieben, Zettelchen ausgetauscht und via Laptop gesurft. Das ist es was mich aufregt.
Monty, bei solchen Ansichten wird das nichts mit dem Wiederanschluß! :nono::D
Oooooch, wie schade! :( :D
Mit anderen Worten, es wird direkt der Grund ausgehebelt warum es an unseren Unis den freien Hochschulzugang gibt, nämlich um auch Personen aus sozial schwächeren und bildungsfernen Schichten den Zugang zum Hochschulstudium zu ermöglichen.
Jetzt wird aber etwas zu sehr gesplittet.
Wenn ich den ersten Post richtig lese, geht es ans Geld des Landes Östereich bzw. dessen Steuerzahler, jetzt, hier kann der sozialschwache Student nicht mehr studieren, weil der reiche deutsche Student die Plätze belegt.
Meines Wissens kann der Östereicher aber immer noch studieren.
Genau diese Menschen sind es die die Hauptverlierer dieser Entwicklung sind.
Denn wer "Daddys little Girl" oder von "Beruf Sohn" ist, der geht z.B. an die private Medizinische Universität Salzburg, wo man für 6000 Eur. im Semester einen Abschluss in Humanmedizin innerhalb von 10 Semestern garantiert bekommt (dieses Angebot wird auch von vielen Deuschen wahrgenommen).
Nur leider sind 6000 Eur. im Semester nicht für jederman erschwinglich.
Stimmt, ich kann mir nach meinem Abschluss und vielen Jahren im Beruf diesen Luxus auch nicht leisten, meinen Junior nach Salzburg zu schicken. Ich habe wahrscheinlich zu viele östereichische Vorfahren und bin deshalb immer Pleite.
Somit kommt es dass Österreicher aus sozial schwächeren und bildungsfernen Schichten ihren Studienplatz an begüterte Deutsche verlieren, deren Eltern in der Lage sind ihnen ein Studium im Ausland zu finanzieren.
Wie vor, der reiche Deutsche ist es mal wieder Schuld.
Diese Thema hinkt mit zwei Beinen.
Graf Radetzky
18-10-2007, 11:32
Stimmt, ich kann mir nach meinem Abschluss und vielen Jahren im Beruf diesen Luxus auch nicht leisten, meinen Junior nach Salzburg zu schicken. Ich habe wahrscheinlich zu viele östereichische Vorfahren und bin deshalb immer Pleite.
Wie vor, der reiche Deutsche ist es mal wieder Schuld.
Diese Thema hinkt mit zwei Beinen.
Könnt ihr wirklich 6000 Eur. im Semester (6 Monate) verschmerzen nur für Studiengebühren?
Dann gratuliere.
Aber dennoch bleiben besagte Schichten die Verlierer weil:
1) Sie sowieso schon unterrepräsentiert sind
2) Statistisch betrachtet schlechtere Noten haben und
3) ihre Eltern nicht die finanziellen Mittel haben um ihnen ein Studium an einer Privatuni oder im Ausland zu finanzieren. Die sind oft auf die staatl. Universitäten in der Nähe ihres Wohnortes angewiesen.
Ich bleibe dabei, freier Hochschulzugang ist ein wichtiges sozialpolitisches Instrument und Hilfe zur Selbsthilfe!
Und ich sehs nach wie vor nicht ein warum wir für die NC-Flüchtlinge zahlen sollen!
Montesquieu
18-10-2007, 11:32
Wenn ich den ersten Post richtig lese, geht es ans Geld des Landes Östereich bzw. dessen Steuerzahler, jetzt, hier kann der sozialschwache Student nicht mehr studieren, weil der reiche deutsche Student die Plätze belegt.
Meines Wissens kann der Östereicher aber immer noch studieren.
Wieso darf Monty nicht auch mal ein paar verschieden Seiten der Medaille betrachten? Ist doch so, dass der österreichische Steuerzahler für ein Bildungssystem ohne Studiengebühren aufkommen muss, was sicherlich auch den sozial schwächeren zu Gute kommt. Das und die leider vorhandene Tatsache, dass die österreichische Matura schwerer zu erlangen ist, als das deutsche Abitur in manch einem Teil der Republik, lassen eine soziale Schieflage entstehen. Unfair wird es ja gerade dadurch, dass die Bildungspolitik in Europa nicht vereinheitlicht wurde, aber verlangt wird, dass ein Student überall gleich behandelt wird.
Ich kann die Aufregung verstehen, die Monty natürlich sehr lautstark vertritt und hier wohl eine Abwehrreaktion der bundesrepublikanischen Bürger hervorruft, aber das Problem ist da.
Werter Montgomery,
wenn Ihr die Debatte in Deutschland verfolgt habt, wisst Ihr sicher, dass die Gebühren in Deutschland erstmal sehr neu und zweitens nicht flächendeckend vorhanden sind. Es gibt immer noch Unis, die keine Gebühren verlangen. Auch in Deutschland war das Studium seit den 60er-Jahren gebührenfrei. Haben deswegen mehr sozial schwächere Leute studiert? Nein, im Gegenteil, das Studium war immer mehr Sache der Leute, die bereits Bildung und Geld hatten. Das ist also erstens kein Argument und war zweitens auch nicht Ausgangsfrage.
Aber wenn Euch das alles nicht überzeugt, empfehle ich ein paar Artikel zum Thema "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg", das geht in dieselbe Richtung. Die Ausländer sind nur faul, kassieren Sozialhilfe und Asylgeld und kosten den deutschen Steuerzahler nur Geld. Fehlt nur noch, dass es auch noch Kriminelle unter den deutschen Studenten gibt...
In Deutschland empfehle viele Experten, mehr ausländische Fachkräfte ins Land zu holen, was immer wieder durch bürokratische Hürden beschränkt wird. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es solch Menschen wie Ihr seid, die diese Maßnahmen verhindern.
Oder mal andersherum: Warum führt Österreich nicht selbst NC und Studiengebühren ein? Praktischerweise am besten gleich die deutschen Bestimmungen?
Edit: @Montesquieu: Das Interessante ist ja, dass die Deutschen bei den Zugangstests zum Studium durchweg besser abschneiden als die Österreicher. Also, entweder geht nicht nur der deutsche Abschaum nach Österreich, sondern eben gute Abiturienten, oder aber selbst der deutsche Rest ist besser als alle Österreicher. Lese z.B. hier:
http://salzburg.orf.at/stories/219221/
Sicher kein deutsches Medium.
Montesquieu
18-10-2007, 11:48
Oder mal andersherum: Warum führt Österreich nicht selbst NC und Studiengebühren ein? Praktischerweise am besten gleich die deutschen Bestimmungen?
Ein NC wäre eine gute Möglichkeit, aber einem Land nahe zu legen, dass seinen Studenten die Möglichkeit gibt umsonst zu studieren, ist wirklich nicht die feine englische Art. :rolleyes:
Edit: @Montesquieu: Das Interessante ist ja, dass die Deutschen bei den Zugangstests zum Studium durchweg besser abschneiden als die Österreicher. Also, entweder geht nicht nur der deutsche Abschaum nach Österreich, sondern eben gute Abiturienten, oder aber selbst der deutsche Rest ist besser als alle Österreicher. Lese z.B. hier:
http://salzburg.orf.at/stories/219221/
Sicher kein deutsches Medium.
Ok, das wusste ich nicht, ändert aber trotzdem nichts an der Unvergleichbarkeit zweier Bildungssysteme, bei gleichzeitiger Egalisierung der Studentenschaft beider Länder. Hier liegt der Ball allerdings bei den Österreichern, um den einheimischen Studenten einen Vorteil zu geben, da das Kind in der EU schon in den Brunnen gefallen ist. Die Niederländer machen´s ja auch.
Graf Radetzky
18-10-2007, 11:58
Oder mal andersherum: Warum führt Österreich nicht selbst NC und Studiengebühren ein? Praktischerweise am besten gleich die deutschen Bestimmungen?
.
Seit 1945 lassen wir uns nichts mehr aus Berlin befehlen!!!!!!!!!
Darumm möchte ich darum bitten zur Kenntnis zu nehmen dass wir eine andere Bildungspolik verfolgen.
[QUOTE=Montesquieu]Ein NC wäre eine gute Möglichkeit, aber einem Land nahe zu legen, dass seinen Studenten die Möglichkeit gibt umsonst zu studieren, ist wirklich nicht die feine englische Art. :rolleyes:
Ganz umsonst ist es nicht (367 Eur. im Sem.) aber dafür darf eben auch jeder studieren und da es Studiengebühren erst seit einigen JAhren gibt möchte ich hier auch mal einen kausalen Zusammenhang mit der Thematik der dt. studierenden unterstellen.
Montesquieu
18-10-2007, 12:20
Ganz umsonst ist es nicht (367 Eur. im Sem.) aber dafür darf eben auch jeder studieren und da es Studiengebühren erst seit einigen JAhren gibt möchte ich hier auch mal einen kausalen Zusammenhang mit der Thematik der dt. studierenden unterstellen.
Ne, ne, ne, Studiengebühren in Deutschland gibt es auch erst seit dem letzten Jahr und auch nur in manchen Bundesländern und da auch nicht an allen Unis. Monty, da kausale Zusammenhänge herzustellen ist schon wirklich ein wenig sehr paranoid. Ähnliche Probleme ergeben halt ähnliche Lösungsansätze und auch im österreichischen Bildungssystem wird nicht alles eitel Sonnenscchein sein, oder?
Ach, ich dachte, es lag am NC? Den gibt es schon seit vielen, vielen Jahren. Und die Studiengebühren sind mit insges. ca. 650 Euro/Semester ja auch eher moderat. Nicht genug, um dafür das Land zu wechseln jedenfalls.
Liegt das nicht eher am Bolognaprozess der EU?
Wenn Österreich andere Bildungspolitik macht, kein Problem, aber dann ist es dafür aber auch selbst verantwortlich, und nicht irgendwelche Ausländer. Ist auch unsere Schuld, dass die ganzen Holländer, Polen und Franzosen gratis unsere Autobahnen benutzen. Wir könnten da auch an Quotenregelungen denken, das ist aber unrealistisch. Also sollte man sich mit der Realität lieber arrangieren und sehen, wie man damit klarkommt, statt nur zu schimpfen.
Nebenbei dürfte es Euch interessieren, dass die Bildungspolitik in Deutschland Ländersache ist und das Land Berlin nicht einmal seinen Nachbarn in Potsdam befehlen kann, welche Bildungspolitik es betreibt. Einige Länder haben die Gebühren eben nicht eingeführt (Hamburg, meine ich, in NRW ist es den Unis freigestellt). Es dürfte Euch interessieren, dass auch in diesen Ländern Protest über "Fremdstudierende" bekannt ist.
Graf Radetzky
18-10-2007, 12:36
Wenn Österreich andere Bildungspolitik macht, kein Problem, aber dann ist es dafür aber auch selbst verantwortlich, und nicht irgendwelche Ausländer.
Könnt ihrs nicht kapieren oder wollt ihr es nicht?
Wir lassen uns doch nicht von der blöden EU und BRD nicht den NC aufzwingen!
Aber mit den blöden Schluchtenscheißern kann mans ja machen.........
Es dürfte Euch interessieren, dass auch in diesen Ländern Protest über "Fremdstudierende" bekannt ist.
Hab kein Problem damit. Mir wäre ees nur allzu recht wenn jeder EU-Staat bildungspolitisch und unabhängig sein eigenes Ding durchzieht.
Könnt ihr wirklich 6000 Eur. im Semester (6 Monate) verschmerzen nur für Studiengebühren?
Dann gratuliere.
Eben NICHT, ich kann mir diesen Luxus von 12000 Euronen im Jahr eben nicht leisten. Bitte genau lesen.
2) Statistisch betrachtet schlechtere Noten haben und
3) ihre Eltern nicht die finanziellen Mittel haben um ihnen ein Studium an einer Privatuni oder im Ausland zu finanzieren. Die sind oft auf die staatl. Universitäten in der Nähe ihres Wohnortes angewiesen.
Ich bleibe dabei, freier Hochschulzugang ist ein wichtiges sozialpolitisches Instrument und Hilfe zur Selbsthilfe!
Und ich sehs nach wie vor nicht ein warum wir für die NC-Flüchtlinge zahlen sollen!
Jetzt sind die Studenten aus Deutschland auch noch an den schlechten Noten schuld...!?!?
Nur weil die Österreicher die deutschen Studenten "durchfüttern", müssen die österreichischen Studenten an Privatunis?
Ich kann die Aufregung verstehen, die Monty natürlich sehr lautstark vertritt und hier wohl eine Abwehrreaktion der bundesrepublikanischen Bürger hervorruft, aber das Problem ist da.
Das dieses Problem da ist, habe ich nicht bestritten. Nur wie von mir gesagt, müssen für die Gleichheit alle Autobahngebühren bezahlen.
Sind zwar Äpfel und Birnen, aber bezahlen im anderen Land ist immer dasselbe.
Seit 1945 lassen wir uns nichts mehr aus Berlin befehlen!!!!!!!!!
JAWOLL. Her Kamerad.
Daher habt ihr auch keine Studiengebühren, nur so ein par lästige Studenten, deren Großeltern immer noch ihre Urlaubskasse im Lande lassen.
Aber langsam wird wirds mehr und mehr offtopic (bin ja auch Schuld dran :) , aber ist mir auch egal.
...
Für eine Gleichstellung der Abschlüsse in Europa, sollten dann auch alle Abschlüsse in deutsch, englisch, französisch und sonstige Sprachen in Europa gemacht werden.
Preussenhusar
18-10-2007, 12:43
Tut mir leid, aber der Tonfall ist nicht mehr angemessen.
Bitte erstmal eine Runde um den Block laufen und dann gehts weiter
PH
Dann erklärt uns doch den krieg und holt euch euer Geld :rolleyes:
Das ist ja bald schlimmer als die *Die Ausländer klauen unsere Arbeitsplätze* parolen :rolleyes:
General Steiner
19-10-2007, 06:45
Auch auf die Gefahr hin mich des Threat Nappings mitschulig zu machen, möchte ich anmerken, dass auch wenn ich nicht vollkommen mit ihm übereinstimme und seine rethorische herenagehensweise nicht die meine wäre, der werte Montgommary durch aus ein Problem anspricht das eigenlich sowohl Bundesdeutsche als auch Österreicher betrifft, wenn auch zweiter in einem größeren Ausmaß.
Das in der BRD nur mit der Aschel gezuckt wird ist zwar nicht toll aber verständlich und war zu erwarten, aber wie gesagt Österreich ist nicht die Bundesrepublik Deutschland, und auch wenn das die Bundesdeutsche nicht wirklich zur Kenntnis nehmen:
Wir denken und "ticken" doch ein klein wenig anders (was positive Seiten als auch negative Seiten hat).
In Österreich war es Tradition, dass jeder (Maturant oder ähnliches) alles studieren kann bzw. es sich zumindets ansehen kann, egal ob er gut ist oder nicht. Das ist durch die "Gleichmacherei" bzw "Gleichschaltung" der EU jetzt nicht mehr möglich, da in manchen Fächern nun Studienplätz festgelegt sind.
Wenn in Graz 1400 (kann sein das es 200 mehr oder weniger waren) Leute sich für 200 - 300 Studienplätze bewerben und das nur passiert weil plötzlich, wirklich wörtlich, "bundesdeutsche Horden" vor der Tür stehen, und damit die jungen Menschen ihren (vielleicht auch Momentanen) Traum vergessen können so löst das, für mich verständlichen Unmut aus.
Natürlich auch bei denen die jetzt erst fertig werden und eines dieser Studien angestrebt haben.
Das unsere Unis chronisch unterfinanziert und schon vorher überlastet waren weil sie auf den modernen Maßenbetrieb nur sehr schlecht vorbereitet sind (weiß nicht ob das jemals anders war) steht auf einem anderen Blatt.
Es ist aber schon richtig das wahrscheinlich hier auch zum Teil Leistungen von "Ausländern" in anspruch genommen werden, die Sie nicht mit finanziert haben und das in einer Anzahl die dann ein nachdenken bzw nachfragen nötig macht....
So PH entschuldige das Threat Napping, das waren meine 2 Cent.
Ich denke mal PH wird die Posts hier in den entsprechenden Thread verschieben. Mir fehlen hier die Rechte. Wenn die Argumentation gesittet bleibt, gehts aber in Ordnung.
Ich glaube der Witz an der Sache ist, das wir mit den Achseln zucken, weil ihr bei uns da halt offene Türen einrennt.
Denn es geht uns insofern nicht an, weil es nicht unsere Aufgabe ist die Österreicher zu überreden für ausländische Studierende Studiengebühren einzuführen.
Würde doch kein deutscher was gegen sagen. Hier Bremen will man sogar nur Bremern ein kostenloses Ersstudium ermöglichen und die aus anderen Bundesländern sollen zahlen.
Kein deutscher verlangt in Österreich umsonst studieren zu dürfen. Es wird lediglich von Individuen die Gelegenheit genutzt, solange es sie noch gibt. Und das kann man den jungen studierenden kaum vorwerfen.
Sehe bei diesem harmlosen Thema keinen Anlass für scharfe Rhetorik.
Ob Österreicher nun anders "ticken" weis ich nicht. Jede Region tickt ja irgendwie anders. Insofern gibts auch nicht "Die Deutschen".
Österreicher scheinen mir nur den Hang zu haben es aus historischen Motiven heraus besonders herauszustellen, das sie anders wären. Sei ihnen gegönnt. Jeder wie er will. Nur die zuweilen seltsam anmutenden und etwas aggressiv-argumentativ kolingenden Argumente der Alpenrepublik hören sich für mich auch immer wie eine fortwährende Unabhängigkeitserklärung an.
Unnötige Energieverschwendung in meinen Augen.
Lebt sich vielleicht leichter, wenn man einfach mal mit dem Gedanken spielt, das die Deutschen die dem Österreicher doch gar nicht nehmen wollen.
Wird dieselbe Politik betrieben wie jedem anderem Staate gegenüber auch.
Da machts sich Österreich emotional irgendwie selber schwerer als nötig.
Man hat nunmal gemeinsame Wurzeln. Da beist die Maus keinen Faden ab. Wenn über tausend Jahre sich ein Volk als Östrereichisch UND Deutsch identifiziert, so wie es jeder andere Region wo deutsch gesprochen wurde auch tat. Dann kann es, auch wenn es sich scheinbar aufgrund eines historischen Schocks wünscht, seine deutsche Identität für sich selber auszulöschen, nicht erwarten, das jeder andere diesem Gedankengang nun zwingend folgen muss.
Für mich bleiben Österreicher auch Deutsche. Aber eben nicht im nationalem Sinne, sondern im kulturell-historischem Rahmen.
Österreich sollte damit umgehen lernen, das ihre Betrachtung als deutsche nicht gleichbedeutend mit einem Angriff auf ihre Souveränität ist.
Das hat die Jahrhunderte des HRE geklappt, die hundert Jahre danach und sollte auch jetzt noch klappen können.
Preussenhusar
19-10-2007, 07:32
*erledigt*
Ich verweise auf meinen Kommentar in der Sinode.
PH
Montesquieu
19-10-2007, 09:43
Da der andere Thread noch zu ist:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,512303,00.html
Scheint ja doch nicht alles sooo schlimm zu sein, wie Monty es verkündet. Die Österreicher gehen doch einen Sonderweg an der EU vorbei.
Preussenhusar
19-10-2007, 09:49
Ist wieder auf,
aber wenn es nicht funktioniert mit dem gesitteten Stil, ist wieder zu
PH
Werter PH, warum verschiebt Ihr diesen Threadschnipsel nicht auch in den Uni-Thread? Würde doch passen, oder?
Preussenhusar
19-10-2007, 10:14
Gute Idee, werter dooya.
Und schon gemacht
PH
Marc Aurel
19-10-2007, 11:09
Ich sehe nicht wo das Problem liegen soll.
Schauen wir mal nach Deutschland. Die Universität Clausthal (wo das Clausthaler herkommt) hast zum Beispiel auch 37% ausländische Studenten, davon sind mehr als zwei Drittel Chinesen, und das ist nicht nur in Clausthal so, von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass es hier sehr viele Ausländer gibt, vor allem Chinesen. Auch in Deutschland sitzen in vielen Unis in Fächern wie BWL und Germanistik fast nur Chinesen und andere Ausländer.
Das Problem liegt nicht daran, dass viele Deutsche in Österreich studieren, sondern darin, dass es von den Medien und der österreichischen Politik hochgepusht wird, ganz im Sinne des Populismus.
Hier zu Lande regt sich niemand Bedeutendes über die Heere von Chinesen auf, die uns unsere Plätze in den Unis wegnehmen :D
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und das bedeutet, dass man, wenn man auf die Universität will, Leistung erbringen muss. Wenn das nun mal der eine oder andere Österreicher nicht kann und dann meckert, dass die bösen Deutschen ihm die Plätze weggenommen haben, dann ist das seine Schuld und nicht die der ausländischen Studenten.
General Steiner
19-10-2007, 11:25
Das ist eben der Unterschied im Zugang - die BRD hat das amerikansche "Fessen oder gefressen werden" mehr übernommen als Österreich - bei uns soll eben nicht nur die Besten egal, wer das ist den Platz bekommen, sondern eben alle Mitglieder der österreichischen Gesellschaft (und das hat nichts mit nationalismus sonder mit sozialem Denken zu tun...) - egal ob sie das Glück hatten in einer reichen bürgerlichen Familie geboren zu werden und eine gute Schule zu besuchen oder ob sie vom Land kommen und zuerst nur auf der Hauptschule oder einem Gynasium in Hinter Tüpfingen waren.
Auch muss man eben mal sehen - wieviele Unis habt ihr in Österreich, wie groß sind die und wieviele gibt es bei euch?
Für Ausländische Studenetn DÜRFEN wir keine extra Gebühren einführen, das verbiette die EU - und erhöhen wird kaum gehen weil bei uns schon alle wegen der lachhaften 720 Euro imJahr im Kreishüpfen (lach haft im vergleich)...
Cerberus
19-10-2007, 11:26
Also ich kann die Probleme der Österreicher schon verstehen. Allein ein NC würde ja nicht reichen, da rein massemäßig immer noch recht viele ausländische Studenten mit guten Noten im prozentualen Verhältnis zum österreichischen Aufkommen da wären.
Allerdings bringt es nichts, irgendeine Anschlußparanoia zu schieben, es handelt sich um ein rein europarechtliches Problem, daß so oder in anderer Ausprägung auch alle anderen Mitgliedstaaten haben. In Deutschland fällt einem dabei neben der oft zitierten Autobahn zum Beispiel noch der Streit um den Meisterbrief der Handwerker ein.
Es gilt nunmal das Diskriminierungsver- und Gleichbhandlungsgebot für alle Mitgliedsstaaten. Das ist der Preis der Clubmitgliedschaft. Studiengebühren u.ä. allein für deutsche (oder andere EU-Studenten sind damit unzulässig).
Auf der anderen Seite ist das Problem hier noch kritischer als beispielsweise beim deutschen Meisterbrief oder der Autobahn. Denn im Gegensatz zu diesen Problemen ist die absolute Kapazität der österreichschen Unis nunmal sehr begrenzt. Es wäre aber sicher nicht im europäischen Sinne, wenn ein Staat, der in gewisser Hinsicht ein besonders attraktives Bildungsangebot hat, so gezwungen würd, den Rest der Union gleich mit zu versorgen, weil die anderen Staaten sich dann entsprechende Kosten sparen (das ist mangels Größe in Österreich zwar nicht der Fall, aber prinzipiell besteht das Problem durchaus).
Zudem wird von österreichischer Seite vorgetragen, daß die meisten Bildungstouristen nach ihrem Abschluß wieder abwandern und durch die Verdrängung österreichischer Bewerber so Fachkräftemangel droht. Ob da zutrifft vermag ich nicht zu beurteilen, hört sich aber jedenfalls erstmal schlüssig an.
Insoweit finde ich es ok, wenn man hier versucht eine Lösung zu finden, die diesen Problemen Rechnung trägt. Studiengebühren sind sicherlich ein Punkt in diese Richtung (weil dann der Anreiz fehlt, nur allein wegen der niedrigen Kosten nach Österreich zu gehen). Allerdings sind diese Gebühren so eine Sache mit Vor- und Nachteilen. Es wäre aber bitter, wenn die Österreicher jetzt allein aus dem Grund Studiengebühren anschaffen müßten, nur um den teutonischen Ansturm abzuwehren.
Am sinnvollsten wären sicherlich Ausgleichszahlungen der Mitgliedstaaten, aus denen die Studenten kommen. Allerdings glaube ich nicht, daß das unmittelbar den betroffenen österreichischen Studienanfängern nützen würde, denn mehr Kapazitäten würden dadurch auch nicht automatisch entstehen.
Graf Radetzky
19-10-2007, 11:34
Denn es geht uns insofern nicht an, weil es nicht unsere Aufgabe ist die Österreicher zu überreden für ausländische Studierende Studiengebühren einzuführen.
Konzentieren wir uns aufs Wesentliche:
Du darfst EU-Bürger nicht anders behandeln (auch keine höheren Gebühren, Steuern, etc.->geht nicht, EU sagt nein), man muss sie immer wie die eigenen Staatsbüger behandeln. Es gibt keine EU-konforme Lösung für das Problem.
Damit gibt es diese Option schlicht nicht.Eine Möglichkeit wäre natürlich dass wir die staatlichen Unis hamdrahen und uns ganz auf Privatunis verlegen. Dort wäre es dann wirklich nur mehr eine Frage des Geldes.
Komischer Kunde
19-10-2007, 11:36
Ersteinmal finde ich es interessant, daß die da hinten auf den Berglis freien Universitätszugang gewähren, also unabhänigig von der Vorbildung! Im Zuge der Studiengebühren, sollte man auch in Deutschland über so etwas nachdenken. Wer für die Uni bezahlt, soll auch studieren dürfen! Das bedeutet für einen Hauptschüler vielleicht deutlich mehr Zeitaufwand, aber warum soll man ihm dieses verwehren, solange er bereit ist, für diese Bildung zu zahlen?!
Dies als dezenter Einwand eines Westfalen, der sich ungern mit dem gemeinen Deutschen gleichstellen lässt, zumal er ja doch ein Münsterländer ist!
Cerberus
19-10-2007, 11:40
Das ist eben der Unterschied im Zugang - die BRD hat das amerikansche "Fessen oder gefressen werden" mehr übernommen als Österreich - bei uns soll eben nicht nur die Besten egal, wer das ist den Platz bekommen, sondern eben alle Mitglieder der österreichischen Gesellschaft (und das hat nichts mit nationalismus sonder mit sozialem Denken zu tun...) - egal ob sie das Glück hatten in einer reichen bürgerlichen Familie geboren zu werden und eine gute Schule zu besuchen oder ob sie vom Land kommen und zuerst nur auf der Hauptschule oder einem Gynasium in Hinter Tüpfingen waren.
Auch muss man eben mal sehen - wieviele Unis habt ihr in Österreich, wie groß sind die und wieviele gibt es bei euch?
Da sehe ich keinen großen Unterschied zwischen beiden Ländern. Aus allen Teilen der Gesellschaft kann ja nur die fähigen Köpfe aus allen Teilen der Gesellschaft meinen. Kein Staat kann ein Interesse daran haben, den Unfähigen aus den ärmeren Schichten ein Studium zu ermöglichen. Die soziale Ungleichheit liegt allein darin, daß die Unfähigen aus den höheren Schichten es sich halt auch ohne staatliche Unterstützung leisten können, ein paar Semester auf der Uni zu verballern, ohne etwas zustande zu bekommen. Sozial ungerecht finde ich das aber nicht. Ansonsten ist man ja auch hierzulande bemüht, sozial schwächeren aber Fähigen den Bildungszugang zu ermöglichen (daß Theorie und Wirklichkeit hier oft voneinander abweichen, weiß jeder, aber das wird in Österreich wohl nicht anders sein).
Ansonsten stimme ich Euch aber zu. Deutschland hat allein auf Grund seiner Größe ganz andere Kapazitäten, um den Andrang ausländischer Studenten zu verkraften. Der EU-Schnitt von Auslandsstudenten liegt übrigens laut Spiegel-Online bei 6%, in Österreich bei 7%. Und was die ausländischen Studenten betrifft: Es gibt ja genug Bereiche, wo um ausländische Studenten hierzulande noch richtig geworben wird, weil zu wenig Bewerber da sind, vor allem im technischen Bereich. Zudem ist es durchaus im deutschen Interesse, wenn künftige Eliten anderer Länder durch die Ausbildung eine Affinität zu Deutschland haben. Aber auf die deutschen Ärzte, die in Österreich studiert haben, wird man das sicher kaum übertragen können.
General Steiner
19-10-2007, 11:42
Jeder Maturant (abiurient) ist automatisch berrechtigt - für ander gibts eine Art Zulassungsprüfung, die aber so denke ich nur da Minimu abfragt.
Führ zum beispile dazud as neben mir eine ehemaliger Maschenbauer oder so sitzt der echt blitzgescheit ist und sehr zügig und gut studiert..
Konzentieren wir uns aufs Wesentliche:
Du darfst EU-Bürger nicht anders behandeln (auch keine höheren Gebühren, Steuern, etc.->geht nicht, EU sagt nein), man muss sie immer wie die eigenen Staatsbüger behandeln. Es gibt keine EU-konforme Lösung für das Problem.
Damit gibt es diese Option schlicht nicht.Eine Möglichkeit wäre natürlich dass wir die staatlichen Unis hamdrahen und uns ganz auf Privatunis verlegen. Dort wäre es dann wirklich nur mehr eine Frage des Geldes.
In der Tat ein unglücklicher Fall und eine nicht wünschenswerte Belastung Österreichischer Universitäten.
Es ist durchaus abzulehnen, das Österreich belastet werden soll, nur weil es seinen eigenen Bürgern ein kostenfreies Studium ermöglichen will.
Graf Radetzky
19-10-2007, 12:08
In der Tat ein unglücklicher Fall und eine nicht wünschenswerte Belastung Österreichischer Universitäten.
Es ist durchaus abzulehnen, das Österreich belastet werden soll, nur weil es seinen eigenen Bürgern ein kostenfreies Studium ermöglichen will. Wri werden schon belastet, konktet mit 367 Eur. im Semeser sei 2005. Nur leider scheint das nicht das Problem zu lösen. Einzige Möglichkei wären noch höhere Studiengebühren und zwar für alle.
Aber dann hätten wir bald amerikanische Verhälnisse wo man mit einem Schuldenberg ins Berufslebenstartet.
im überigen werden alle Südtiroler in Österreich wie Österreicher behandelt. Die scheinen in keiner Statistik auf.
Der andere, etwas weit hergeholte, Ansatz wäre dass wir einen auf Kaczinsky machen und der EU einfach, mittels Blockade, das Geld praktisch abpressen. Zumindest Polen hat sich mit dieser Mehode ja bereits so einiges verdient....
Allerdings halte ich das nicht für die feine englische und bin darum auch dagegen.
Also kann man gar nichts machen, da es keine bilaeralen Finanzausgleichszahlungen geben wird das würde das deutsche NC-System aushebeln und wird darum nicht im Ineresse einer dt. Regierung sein.
(schließlich könnte man ja sons gleich im Inland mehr Studienpläze schaffen)
Montesquieu
19-10-2007, 12:32
Der andere, etwas weit hergeholte, Ansatz wäre dass wir einen auf Kaczinsky machen und der EU einfach, mittels Blockade, das Geld praktisch abpressen. Zumindest Polen hat sich mit dieser Mehode ja bereits so einiges verdient....
Allerdings halte ich das nicht für die feine englische und bin darum auch dagegen.
Nach dem SPON-Artikel, den ich weiter oben gepostet habe, hat das euer Kanzler ja durchaus gemacht. :D Gegen Zulassungsbeschränkungen an österreichischen Unis für EU-Inländer wird erstmal nicht vorgegangen. Sicherlich, damit ist das Problem vertagt, aber ihr habt eure Extrawurst bekommen. ;)
Marc Aurel
19-10-2007, 12:38
im überigen werden alle Südtiroler in Österreich wie Österreicher behandelt.Kann ich mir nicht vorstellen. Nur wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, wenn nicht, werden sie statistisch wie alle anderen Ausländer behandelt.
Der EU-Schnitt von Auslandsstudenten liegt übrigens laut Spiegel-Online bei 6%, in Österreich bei 7%. Habt ihr noch mehr solche Statistiken? Bzw. kennt ihr die Quelle vom Spiegel?
Also: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!Sorry, erinnert mich gerade irgendwie an Hitler und sein Hass auf die Sozialisten. Nichts gegen dich, aber überleg dir mal bitte, was du schreibst ;)
Graf Radetzky
19-10-2007, 12:39
Nach dem SPON-Artikel, den ich weiter oben gepostet habe, hat das euer Kanzler ja durchaus gemacht. :D Gegen Zulassungsbeschränkungen an österreichischen Unis für EU-Inländer wird erstmal nicht vorgegangen. Sicherlich, damit ist das Problem vertagt, aber ihr habt eure Extrawurst bekommen. ;)
Ja, nur vertagt und eben nicht gelöst.
Wenn er eine (dauerhafte) Lösung angstrebt hätte, hätte er es in Lissabon zu Sprache gebracht.
Aber ihm reichts ja schon wenn er auf dem Titelbild ist.....
Also: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Montesquieu
19-10-2007, 12:40
Kann ich mir nicht vorstellen. Nur wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, wenn nicht, werden sie statistisch wie alle anderen Ausländer behandelt.
Bei ihnen wird halt das EU-Recht voll angewandt, ist ja kein Problem. :rolleyes: Da knarzt und wackelt es juristisch schon an allen Ecken und Enden. Kein Zustand für die Ewigkeit. Da muss die EU und Österreich schon gehörig nachbessern.
Beduries
19-10-2007, 12:56
Sagt doch ehrlich, warum sollte die EU/BRD uns nicht die Kosten für diese Studierenden abdecken? Der BAu der österr. Unis sowie der laufende Betrieb wurden/werden vom österreichischen Steuerzahler finanziert und nicht vom deutschen!
Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Deutschen ich hab sogar ein paar sehr nette übers Studium kennengelernt.
Aber eine solche Dienstleistung muss doch auch irgendwie abgegolten werden? Ein Volk von 8. Mio Menschen kann nicht das Bildungssystem für 80. Mio finanzieren. Überdies haben weder die Eltern noch die deutschen Studiernden jemals etwas zu unserer Volkswirtschaft beigetragen und sie werden es auch nicht, weil sie nach dem Studium in die Heimat zurückkehren.
Mein Vorschlag wäre:
Das ist grundlegend falsch, werter Montgomery.
Wer füllt Eure Schipisten den Winter über? Wer füllt Eure Gaststätten, Eure Hotels etc.? Wer kommt im Sommer/Frühling zum wandern? Das sind sehr oft Deutsche. Würden die Deutschen fernbleiben, wäret Ihr wieder die arme Alpenrepublik wie zu einst. ;)
Allgemein werden die Bergwanderwege durch den Deutschen Alpenverein instand gehalten. Es fließt also dort auch Geld von Deutscher Seite, zu Euch hinüber, nicht nur im Wintersport.
Graf Radetzky
19-10-2007, 12:59
Kann ich mir nicht vorstellen. Nur wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, wenn nicht, werden sie statistisch wie alle anderen Ausländer behandelt.
Ist Teil des Autonomie-Prozeßes für Südtirol. ;)
Und die rote Regierung lügt, betrügt (sprich: bricht Wahlversprechen) am laufenden Bande.
Das hat nichts mit Hass zu tun, sondern mit Ärger. Weil ich Trottel die auch noch wegen ihrer Bildungspolitik gewählt habe :doh:
Graf Radetzky
19-10-2007, 13:02
Das ist grundlegend falsch, werter Montgomery.
Wer füllt Eure Schipisten den Winter über? Wer füllt Eure Gaststätten, Eure Hotels etc.? Wer kommt im Sommer/Frühling zum wandern? Das sind sehr oft Deutsche. Würden die Deutschen fernbleiben, wäret Ihr wieder die arme Alpenrepublik wie zu einst. ;)
Allgemein werden die Bergwanderwege durch den Deutschen Alpenverein instand gehalten. Es fließt also dort auch Geld von Deutscher Seite, zu Euch hinüber, nicht nur im Wintersport.
Tourismus macht 5% unseres BIPs aus. Nur mal soviel dazu.
Beduries
19-10-2007, 13:04
Tourismus macht 5% unseres BIPs aus. Nur mal soviel dazu.
Aber nicht im Westen Eurer Republik. ;)
Iulianus
19-10-2007, 13:42
Das ist grundlegend falsch, werter Montgomery.
Wer füllt Eure Schipisten den Winter über? Wer füllt Eure Gaststätten, Eure Hotels etc.? Wer kommt im Sommer/Frühling zum wandern? Das sind sehr oft Deutsche. Würden die Deutschen fernbleiben, wäret Ihr wieder die arme Alpenrepublik wie zu einst. ;)
Allgemein werden die Bergwanderwege durch den Deutschen Alpenverein instand gehalten. Es fließt also dort auch Geld von Deutscher Seite, zu Euch hinüber, nicht nur im Wintersport.
Als gebürtiger Tiroler fühle ich mich gedrängt darauf zu antworten. Wie schon gesagt wurde, liegen die Einnahmen aus dem Tourismus bei unter 5% des Österreichischen Bip. Vorallem aber scheint ihr die Vorstellung zu haben, die Touristen würden hier einfach ihr Geld unters Volk werfen und so für allgemeinen Wohlstand sorgen. In Wirklichkeit profitieren davon nur wenige Hotelies/Liftbetreiber und andere Touristiker, wärend die Arbeitsplätze im Tourismusbereich zu denen mit den härtesten Arbeitsbedingungen zählen und außerdem am schlechtesten bezahlt sind. Was hier in Tirol dazu führt, daß es in diesem Breich einen großen Arbeitskräftemangl gibt, welcher auch durch die Zahlreichen Lehrlinge/Fachkräfte aus (Ost-) Deutschland nicht auszugleichen ist. Selbst auf den entlegensten Almhütten kann man inzwischen Kellnerinnen mit sächsischem Akzent antreffen...
Da es schon wieder offtopic wird...
.... Selbst auf den entlegensten Almhütten kann man inzwischen Kellnerinnen mit sächsischem Akzent antreffen...
Wird dann auf diesen Almen nicht die ostdeutsche Arbeitskraft ausgebeutet?
Oder anders gefragt....ist die deutsche Kellnerin auf den Almen nicht eine Studentin, die für soweinig Geld nur in Öreich studieren kann weil sie in Tirol kellnern muss?
Wenn nur 5% des BIP in Öreich aus dem Tourismus kommt, würde ich Steuerfahnderismus studieren und dort freiberuflich arbeiten. Meine Steuern könnten dann in Öreich aber auch abgerechnet werden.
Wer viel Steuern zahlt, verdient auch viel, wer keine Steuern zahlt verdient besonders viel.
Tut mir leid, aber mein Zynismus (den ich werde in Öreich noch in Dland studiert habe) geht wieder mit mir durch.
Aber ich gelobe Besserung
Ich hoffe dass die Ösis das "Problem" nicht allzu bald lösen. Schließlich spiele ich auch mit dem Gedanken Wien zu entern. :D
Cerberus
19-10-2007, 15:17
Kann ich mir nicht vorstellen. Nur wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, wenn nicht, werden sie statistisch wie alle anderen Ausländer behandelt.;)
Schön, das Argumente hier mittlerweile nicht mehr mit Tatsachen sondern vagen Vorstellungen widerlegt werden, was soll man zu diesem Satz mehr sagen als: Ist aber nunmal trotzdem so, daß die Südtiroler wie Inländer behandelt werden!
Habt ihr noch mehr solche Statistiken? Bzw. kennt ihr die Quelle vom Spiegel?
Link (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,512303,00.html)
Marc Aurel
19-10-2007, 15:49
Link (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,512303,00.html)Den Link gab es doch vorher schon. ich wollte wissen, ob ihr wisst, auf welche Quelle sich der Spiegel bezieht, aber anscheinend wisst ihr das nicht, also sagt es doch einfach.
Schön, das Argumente hier mittlerweile nicht mehr mit Tatsachen sondern vagen Vorstellungen widerlegt werden, was soll man zu diesem Satz mehr sagen als: Ist aber nunmal trotzdem so, daß die Südtiroler wie Inländer behandelt werden!In Südtirol wird im allgemeinen von Sprachgruppen (der deutschen, der italienischen und der ladinischen) gesprochen, anstatt von Bevölkerungsgruppen, zumal allesamt Bürger Italiens sind.Ich habe nichts dazu gefunden, dass Südtiroler automatisch österreichische Staatsbürger sind. Und die Bürger von anderen Staaten gehen nun mal mit in die Statistiken ein, außer sie lügen allesamt mit ihrer Staatsbürgerschaft und fälschen sich Pässe oder sonst etwas in der Art.
General Steiner
19-10-2007, 16:07
Das mein werter Firen hat hier auch nie jemand behauptet...
Cerberus
19-10-2007, 16:08
Ich habe nichts dazu gefunden, dass Südtiroler automatisch österreichische Staatsbürger sind. Und die Bürger von anderen Staaten gehen nun mal mit in die Statistiken ein, außer sie lügen allesamt mit ihrer Staatsbürgerschaft und fälschen sich Pässe oder sonst etwas in der Art.
Es geht nicht darum, daß die Südtiroler österreichische Staatsbürger sind, sie werden als Studenten aber rechtsgleich wie diese behandelt (ob alle Südtiroler ansonsten auch weiß ich nicht).
Nähere Quellen hab ich auf die Schnelle jetzt nicht gefunden. Aber wenn Ihr ein bischgen googelt werdet Ihr recht schnell feststellen, daß zumindest die Anzahl der südtiroler Studenten gesondert erfaßt und ausgewertet wird in Österreich, unabhängig von der Anzahl der italienischen Staatsbürger im Übrigen. Das sollte zumindest als hinreichendes Indiz erstmal reichen. Alles andere sollten die Ösis hier im Laden eh besser wissen.
Marc Aurel
19-10-2007, 16:13
Aber wenn Ihr ein bischgen googelt werdet Ihr recht schnell feststellen, daß zumindest die Anzahl der südtiroler Studenten gesondert erfaßt und ausgewertet wird in Österreich, unabhängig von der Anzahl der italienischen Staatsbürger im Übrigen.Na dann hatte ich doch recht. Südtiroler werden statistisch erfasst und nicht mit Österreichern in einen Topf geworfen, das ist doch alles was ich behauptet habe. Wo ist denn da jetzt das Problem?
Alles andere sollten die Ösis hier im Laden eh besser wissen. Entschuldigt bitte, alles was ich bisher groß zur Diskussion beigetragen habe, ist, dass ich sagte, dass die Situation hierzulande auch nicht sehr viel anders ist, dass hier auch haufenweise Chinesen und andere Ausländer studieren, und da sollte ich mich als Deutscher, der in einer der bedeutendsten Universitätsstadt Deutschlands wohnt und lebt, wohl mit auskennen. Zumindest besser als ein dahergelaufener Österreicher, der wahrscheinlich noch nie eine deutsche Universität besucht hat.
Cerberus
19-10-2007, 16:26
vor allem nachdem Ihr selbst bereits über umfassende studentische Erfahrungen verfügt ... :ditsch:
und zum Thema Recht haben solltet Ihr vielleicht nochmal Euren eigenen beitrag genauer nachlesen:
Kann ich mir nicht vorstellen. Nur wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, wenn nicht, werden sie statistisch wie alle anderen Ausländer behandelt.
der Stadtstreicher bei mir um die Ecke lebt Übrigens auch in einer - na ich will mal nicht so dick auftragen - ordentlichen Universitätstadt Deutschlands, vielleicht sollte ich den dann auch mal fragen, denn der muß sich schließlich auch damit auskennen ... :D Im Übrigen scheint Ihr Euch als dahergelaufener Deutscher ja genauso gut in Österreich auskennen zu wollen, wie Ihr es den Ösis hier umgekehrt unterstellt
Marc Aurel
19-10-2007, 16:27
vor allem nachdem Ihr selbst bereits über umfassende studentische Erfahrungen verfügt ... :ditsch:
und zum Thema Recht haben solltet Ihr vielleicht nochmal Euren eigenen beitrag genauer nachlesen:
Entschuldigt bitte, dass ich euch nicht reppen kann, aber ich finde es schwachsinnig, dass Ihr mir hier irgendwelche Dinge in den Mund legen wollt!
Wenn ihr gelesen habt, was ihr eben zitiert habt, werdet Ihr feststellen, dass es ein Widerspruch zu der Behauptung des werten Montgomery war, dass Südtiroler in den Statistiken als Österreicher aufgeführt werden und da habt ihr meine Argumentation bereits bestätigt. Dass ich mich auf Österreichischen Universitäten auskenne, habe ich nie behauptet und auch nichts über die Verhältnisse in deren Universitäten. Da 1. meine Schwester studiert und 2. ich sehr viel Kontakt zu Studenten habe (meine Seminarfacharbeit dreht sich zum Beispiel auch um Studentenverbindungen), kann ich sehr wohl von mir behaupten, dass ich etwas davon verstehe, wieviele ausländische Studenten es hier (in Jena / Thüringen) gibt und was sie studieren.
Etwas anderes habe ich auch gar nie hier behauptet, lesen sollte man schon können.
Irgendwie erinnert mich Firen immer an "the general" in dem Alter.
Find ich gut, das das Zepter so reibungslos weitergereicht wurde. :D
Edit: Hach sie werden ja so schnell groß :tongue:
Edit2: Aber das gute ist, das seit Bushido seine Hausaufgaben selber macht und Gerland eine Welt neben dem Computer zu entdecken haben scheint, können wir uns ganz auf seine Erziehung konzentrieren. :smoke:
Koenigsmoerder
19-10-2007, 17:58
Tourismus macht 5% unseres BIPs aus. Nur mal soviel dazu.
Bei wikipedia stehen aber ganz andere Zahlen, vielleicht solltet Ihr die mal korrigieren. :D
Beispielsweise:
1993 haben 10% aller Erwerbstätigen im Tourismus gearbeitet
Indirekt hängt jeder dritte Arbeitsplatz am Tourismus
Die Einnahmen aus dem Tourismus machten 2004 ca. 9% des BIP aus
Die Pro-Kopf-Einnahmen aus dem Tourismus liegen mit ca. 1500 Euro weit über dem anderer Länder (Schweiz 1100, Spanien 900, Frankreich 530, usw.)
Der Tourismus verhalf der österreichischen Wirtschaft dazu, dass immer ein Zahlungsbilanzüberschuss erzielt werden konnte, während die Industrie erst im Jahr 2002 erstmals eine positive Handelsbilanz aufweisen konnte
Usw. etc. pp.... ;)
Cerberus
19-10-2007, 19:24
Wenn ihr gelesen habt, was ihr eben zitiert habt, werdet Ihr feststellen, dass es ein Widerspruch zu der Behauptung des werten Montgomery war, dass Südtiroler in den Statistiken als Österreicher aufgeführt werden und da habt ihr meine Argumentation bereits bestätigt.
Ich werde mich nicht in eine Debatte einlassen, wer hier besser des Lesens mächtig ist. Der von Euch aufgegriffene Beitrag Montgomerys bezog sich in erster Linie aber auf die Gleichbehandlung von Österreichern und Südtirolern. Zumindest ich habe seine Formulierung so verstanden, daß sich sein Verweis auf die Statisitik darauf bezog, daß Südtiroler nicht als Ausländer in Österreicher geführt werden und nicht, daß sie überhaupt nicht erfaßt würden (nachdem mutmaßlich auch jeder andere österreichische Student nach seiner Bundeslandherkunft erfaßt wird ...
Da 1. meine Schwester studiert und 2. ich sehr viel Kontakt zu Studenten habe (meine Seminarfacharbeit dreht sich zum Beispiel auch um Studentenverbindungen), kann ich sehr wohl von mir behaupten, dass ich etwas davon verstehe, wieviele ausländische Studenten es hier (in Jena / Thüringen) gibt und was sie studieren.
Etwas anderes habe ich auch gar nie hier behauptet, lesen sollte man schon können.
Ihr habt Euch keineswegs lediglich zu der einen von 2 thüringischen Universitäten geäußert (wie repräsentstiv für Deutschland das auch immer sein mag) sondern zur Lage in Deutschland insgesamt - hier nochmal zur Erinnerung Euer Beitrag:
dass die Situation hierzulande auch nicht sehr viel anders ist, dass hier auch haufenweise Chinesen und andere Ausländer studieren, und da sollte ich mich als Deutscher, der in einer der bedeutendsten Universitätsstadt Deutschlands wohnt und lebt, wohl mit auskennen.
Im Übrigen ist der Hinweis auf eine studierende Schwester und irgendeine obskure Seminarfacharbeit, die kein Mensch gelesen hat als Sachargument ungefähr genauso viel wert wie die Aussage, daß man in einer Unistadt wohnt und deshalb über die deutschen Studienbedingungen Bescheid wissen muß. Die Aussage zu einer der bedeutendten deutschen Unis lasse ich jetzt unkommentiert, weil das zu weit vom Thema wegführen würde und verabschiede mich hiermit aus dem Disput mit Euch in der Hoffnung, daß ich mich künftig nicht mehr von Euren allseits geschätzten Sachbeiträgen zu einer Reaktion hinreißen lasse.
Marc Aurel
19-10-2007, 20:03
Um zurück zum Thema zu kommen:
Ich habe beim statistischen Bundesamt folgende Dinge gefunden:
As reported by the Federal Statistical Office, about 75,800 German students were enrolled at foreign institutions of higher education in 2005. That is an increase by about 14% or 9,300 students on the previous year.
The three most popular countries of destination in 2005 were the Netherlands (15.7% of all German students abroad), the United Kingdom (15.3%) and Austria (13.4%), followed by the United States (11.6%), Switzerland (10.3%) and France (9.1%). Those six countries together admitted some 75% of the Germans studying abroad.
Was bedeutet, dass ca. 1,9 Prozent der Deutschen Studenten in Österreich studieren (also gut jeder Fünfzigste).
Aber es zeigt auch, das Österreich nicht unser Lieblingsopfer ist :^^:
Immer weniger Männer studieren Medizin
WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt zum Weltmännertag am 3. November mitteilt, waren im Wintersemester 2004/2005 rund 1 026 200 männliche Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben; 78 800 weniger als vor zehn Jahren. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden ist in diesem Zeitraum kontinuierlich von 59% auf 52% gesunken.
Männliche Studierende waren in den Fächergruppen Veterinärmedizin (17%), Sprach- und Kulturwissenschaften (30%), Kunst/Kunstwissenschaft (36%) sowie in Humanmedizin (41%) deutlich unterrepräsentiert. Insbesondere in den Fächergruppen Veterinärmedizin (– 13 Prozentpunkte) und in Humanmedizin (– 13 Prozentpunkte) ist der Männeranteil gegenüber 1994/95 stark rückläufig.Vielleicht löst sichd as Problem bald von selbst... und gegen die hübschen Deutschen Mädels habt ihr doch nichts, oder :^^:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/BildungForschungKultur/Internationales/StudierendeAusland,property=file.pdf
Hier ist zu lesen, dass die Anzahl der deutschen Studenten in Österreich von 1995 bis 2005 von 5.955 auf 10.174 erhöht hat. Interessanter finde ich aber die Niederlande, da hat sich die Anzahl von 836 auf 11.896 erhöht :eek: Noch scheinen sie nichts dagegen zu haben ;)
Außerdem studieren die Deutschen in Österreich nicht am meisten Medizin, sondern Gesellschaftswissenschaften, was mich doch etwas verwirrt, weil man sich in Wien ja immer über die deutschen Medizinstudenten aufregen.
Eine Statistik die besagt wie viele Ausländer in Deutschland studieren, oder welchen Prozentteil die Deutschen an den Österreichischen Studenten ausmachen, habe ich leider nicht gefunden.
@Ceberus: Ja, du hast vollkommen recht, du bist schlau und ich bin dumm.
General Steiner
19-10-2007, 20:06
Also ich weiß wirklich nicht wie Südtiroler jetzt statistisch erfasst wird, es ist auch irrelevant - allerdings handelt es sich bei den deutsprachigen Südtirolern um Österreicher mit italänischer Staatsbürgerschaft (Österreich ist auch Schutzmacht für Südtirol) und es ist im Sinne der Österreichischen Identität wenn Südtiroler hier studieren.
Deshalb war auch die Universität von Insbruck ( Tiroler Landes Universität) auch nicht begesitert als man in Bozen eine eigene aufgemacht hat.
Soviel dazu.
Marc Aurel
19-10-2007, 20:17
Ich habe gerade im Inet einen interessanten Artikel gefunden:
http://science.orf.at/science/news/149650
_________________________________________________________________
Allerdings handelt es sich bei den deutsprachigen Südtirolern um Österreicher mit italänischer StaatsbürgerschaftIch würde da lieber vorsichtig sein. In letzter Zeit (2005) ist in Südtirol eine Diskussion aufgekommen, ob die deutschen Südtiroler eine deutsche oder österreichische Minderheit in Italien sind. Für Österreich spricht die Tatsache, dass Südtirol lange zu Österreich gehört hat und die österreichische Regierung sie immer im Bestreben unterstützt hat, eine weitgehende Autonomie zu erreichen. In Bezug auf die Sprache gilt in Südtirol im Zweifelsfalle das Österreichische Wörterbuch vor dem Duden. Für die Einordnung als deutsche Minderheit spricht, dass die Sammelpartei der Minderheit, die Südtiroler Volkspartei, in ihrem Programm ausdrücklich von einer deutschen (und einer ladinischen) Minderheit spricht.Es sollte hier auch nicht zur Debatte stehen. Das sollten die Südtiroler selber entscheiden und sobald sie sich nicht per Wahl selbst dazu äußern, sind sie wohl in einem schwebenden Zustand.
Aber ich kann gut verstehen, wenn Österreicher sie auch als Österreicher sehen, zu mal Österreich sich sehr für die Autonomie der deutschsprachigen Menschen dort eingesetzt hat. :)
Aber ist egal, wenn darüber diskutiert werden muss, gehört es in ein neues Thema.
PS: Wie ist das Thema eigentlich aufgekommen?! Wer hat dieses Thema eingeworfen?
Graf Radetzky
20-10-2007, 19:52
Na dann hatte ich doch recht. Südtiroler werden statistisch erfasst und nicht mit Österreichern in einen Topf geworfen, .
ZUR ERINNERUNG:
Wir sind erst seit 1995 in der EU. Vorher war es nicht so einfach wie heute nach Österreich einzureisen (von studieren reden wir noch gar nicht) weil man Visa, Aufenthalts- und Arbeitsgenemigung etc. brauchte.
Um das Land Tirol kulturell nicht endgeültig zu zereißen wurde in den völkerrechtlichen Verträgen die Südtiroler Autonomie regeln eine Gleichbehandlung mit österreichischen Staatsbürgern vereinbart.
Außerdem gab es bis in die 80er keine deutschsprachige Universität in Italien.
Um sie bei der Bildung nicht durch alle Netze fallen zu lassen, wurden sie als Österreicher behandelt. All dies ist natürlich seit dem Eu-Beitritt etwas überholt.
Mit einer Ausnahme:
Sie werden eben nicht als Ausländer in den Statistiken erfasst.
Ich denke mal, das läuft wie bei den Österreichern, da wird nämlich auch nach dem Bundesland gefragt. Ich würde mal vermuten, in den Statistiken zählt Süd-T. als Bundesland (wie etwa Nord.-T, Burgenland, Oberösterreich etc., eben genau wie Cerberus sagt.).
Nur mal ein paar Links zur Frage ob die Deutschen ein Problem sind oder nicht:
http://www.oeh.ac.at/quicklinks/presse/presseaussendungen/article/27/oeh-entsetzt-1/?cHash=8a594c2994
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,394239,00.html
Junge Österreicher lebten beim Hochschulzugang dagegen wie im Paradies: Wer das Abitur (Matura) bestand, konnte studieren, was immer er wollte - ohne Aufnahmeprüfungen, ohne Numerus clausus und ZVS. Ausländische Studenten, vor allem aus Deutschland, wurden dagegen abgeblockt. So studierten, relativ zur Bevölkerung, zehnmal so viele Österreicher in Deutschland wie umgekehrt.
Insbesondere dies betrachte ich als wertvolle Errungenschaft unseres Bildungssystems die uns von den Deutschen kaputtgemacht wird. Warum hatts die tolle BRD nicht hingebracht (hier sind die gefragt die einem dauernd Schwarz-Rot-Gold unter die NAse halten)?
Die Österreicher hält er mittlerweile für "das gutmütigste Volk der Welt".
Genau deshalb missachtet man dauernd Interressen. Denn "gutmütig" ist nur ein anderes Wort für Dummheit.
http://steiermark.orf.at/stories/59561/
2/3. Das kanns doch nicht sein oder?
http://www.kurier.at/nachrichten/oesterreich/115321.php
Nicht Verständniss, sondern Geld brauchen wir, verflucht!
http://www.kurier.at/nachrichten/oesterreich/114833.php?from/nachrichten/oesterreich/115321
Wie immer dreht sich nur alles um die MEdizin. Der Rest soll zur Hölle fahren, oder wie?
http://www.diepresse.com/home/politik/eu/328674/index.do
Von wegen.....
http://derstandard.at/?id=3047373
Also da sind mal die kommentare wertvoller als der ganze Artikel.
Wenn DE es seinen studentinnen nicht ermöglicht, zu studieren, wieso sollen dann die Ösinnen dafür geradestehen?
Bitte bleibts fern, danke.
http://derstandard.at/?id=3080387
Hier trifft sie den Nagel auf den Punkt:
Mit der EU-Lösung gehe man am eigentlichen Ziel vorbei, hieß es. Dieses müsse eine Kursänderung in der europäischen Bildungspolitik an sich sein, so gehöre etwa der Numerus Clausus in Deutschland abgeschafft, erklärten sie.
Wann nehmt ihr endlich Verstand an?
http://derstandard.at/?id=3077682
Ich hoffe das verdeutlicht das Problem etwas.
Wenn Italiener (südtirol) in Öreich studieren und die Studienplätze wegnehmen, dann ist das also erwünscht.
Ob nun ein Deutscher oder ein Italiener (Südtiroler) den Studienplatz wegnimmt, ist noch lange nicht das Gleiche. Tja manche sind eben gleicher oder sogar noch gleichiger.
Graf Radetzky
20-10-2007, 20:25
Wenn Italiener (südtirol) in Öreich studieren und die Studienplätze wegnehmen, dann ist das also erwünscht.
Ob nun ein Deutscher oder ein Italiener (Südtiroler) den Studienplatz wegnimmt, ist noch lange nicht das Gleiche. Tja manche sind eben gleicher oder sogar noch gleichiger.
Ein Südtiroler ist kein Italiener und sie verstehen sich auch nicht als Italiener und diese Regelung gilt nur Südtiroler, nicht für alle Italiener. Dies ist einfach ein wichtiges politisches Signal, zur Unterstützung der Südtiroler Autonomie.
Außerdem gibt es gerade mal 300.000 Südtiroler und 80. Mio Deutsche.
Koenigsmoerder
20-10-2007, 23:22
Dann verpisst euch doch wieder aus der EU, wenn ihr mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung nicht klar kommt.
Das sind echt die Besten, sich in Sachen EU die Rosinen rauspicken, aber wo einem etwas nicht passt, da ist dann das Geschrei nach Ausnahmen und Protektionismus groß.
Selbst wenn mir nichts anderes einfiele, dann wäre alleine das ein guter Grund Gottes Existenz zu bezweifeln, dass wir auf dem Weg nach bella italia da durch müssen. Ohne diesen unglücklichen Umstand gäbe es da unten doch heute noch kein Farbfernsehen, und der Ziegenhirte gehörte immer noch zu den anerkanntesten Berufsständen.
Diese ständige Rumnölerei, echt...
Montesquieu
20-10-2007, 23:45
Insbesondere dies betrachte ich als wertvolle Errungenschaft unseres Bildungssystems die uns von den Deutschen kaputtgemacht wird. Warum hatts die tolle BRD nicht hingebracht (hier sind die gefragt die einem dauernd Schwarz-Rot-Gold unter die NAse halten)?
Junge! Gemach, gemach!
Von existierenden Problemen, die ein EU-Mitgliedschaft mit sich bringt, rutschst du mir langsam in eine polemisch, populistische Ecke, die sich schon ins unerträgliche gleitet. Wir wollen jetzt hier nicht mit Grundsatzdiskussionen anfangen, welche Probleme ein 80 Millionen Volk bewältigen muss und welche ein 8 Millionen. Da kommen wir auf keinen grünen Zweig. Und hier im Forum macht doch echt keiner Österreich an und bringt immer die ach so tolle Bundesrepublik vorneweg.
Also, wenn du das wirklich ernst meinst, hast du entweder eine rot-weiß-rote Brille auf, die mit dem Piefke-Hass-Sensor ausgestattet ist oder doch ein verstecktes nationales Minderwertigkeitsproblem, was du gar nicht haben brauchst. Also ruhig Blut... :)
Ein Südtiroler ist kein Italiener.
Oha, ich hoffe das liest kein Ostpreusse, kein Schlesier etc. Bei Eupen Malmedie bin ich mir auch nicht mehr sicher ob die in Belgien bleiben wollen, aber dazu gibt es einen anderen Thread.
Karl der Grosse hatte seiner Zeit das Frankenreich, Lombardei ... inne. Also ist ganz Frankreich deutsch. Und die Lombardei ist heute Italienisch, als auch wieder deutsch.
Da fällt mir ein, das Rom von Britannien, den ganzen mediterrranen Raum bestzt hielt. Darunter auch die Gegend des heutigen Öreiches. Also ist Öreich komplett komplett italienisch. Wenn wir noch etwas weiter in der Weltgeschichte sind wir in Amöbistan, aber ob die Universitäten hatte, ist mir nicht genauer bekannt, aber sicherlich hatten die einen NC.
Ich hoffe PH kann dem hier wieder Einhalt gebieten.
Iulianus
21-10-2007, 10:34
Es liegt sicher nicht an ein paar Tausend Deutschen Studenten, daß in Österreich der freie Hochschulzugang, langsam aber sicher zu Grabe getragen Wird. Vielmehr dient das in vielen Bereichen nur als Vorwand, um Ausleseverfahren einzuführen, welche auch so gekommen wären. Ich selbst habe in Wien Medizin studiert und damals konnte noch jeder der wollte dieses Studium beginnen. Wobei nach dem ersten Studienabschnitt (4 Semester) bereits 50% der Studierenden ihr Studium aufgaben...nun findet diese Auslese eben vor dem Studium statt.
Außerdem wurde vor einigen Jahren eine neue "Studienordnung" für das Medizinstudium eingeführt, welche ein wesentlich stärkeres Augenmerk auf die praktische klinische Ausbildung legt und dafür steht in den Kliniken keine unbegrenzte Kapazität zur Verfügung. Anfangs sind daher viele Studenten auf einer Warteliste gelandet, obwohl sie die entsprechenden Prüfungen geschafft haben und inzwischen sind die Studienplätze so begrenzt, daß jeder welcher die Prüfungen schafft, auch weiter studieren kann. Das wäre auf jeden Fall so gekommen, auch ohne die "Numerus Clausus Flüchtlinge" aus Deutschland.
Wobei es in Österreich immer noch einen starken Überschuss an Absolventen aus dem Medizinstudium gibt und das wird sich meiner Meinung nach, auch durch die jetzigen Beschränkungen nicht ändern. Derzeit gehen viele Österreicher nach dem Studium nach Deutschland, da man in Ö jahrelang auf einen Ausbildungsplatz in einer Klinik wartet.
In D ist die Situation umgekehrt, dort werden auf der einen Seite viele Interessenten vom Medizinstudium ausgeschlossen, wärend man auf der anderen Seite, speziell im Osten Deutschlands, verzweifelt nach Jung-Medizinern sucht und zahlreiche Osteuropäer anstellt, welche oft nicht einmal über entsprechende Sprachkenntnisse verfügen...
Dank dem Beitrag von Iulianus möchte ich den Thread noch nicht schließen, obwohl ich schon ein paar Mal darüber nachgedacht habe.
Daher bitte ich, wenn die Diskussion weiterlaufen soll, wieder etwas mehr sachlich und vor allem weniger...wie soll ich sagen..."emotional" zu diskutieren ;).
Gruß
Moderator Hesse
Graf Radetzky
21-10-2007, 20:07
Oha, ich hoffe das liest kein Ostpreusse, kein Schlesier etc. Bei Eupen Malmedie bin ich mir auch nicht mehr sicher ob die in Belgien bleiben wollen, aber dazu gibt es einen anderen Thread.
Karl der Grosse hatte seiner Zeit das Frankenreich, Lombardei ... inne. Also ist ganz Frankreich deutsch. Und die Lombardei ist heute Italienisch, als auch wieder deutsch.
Da fällt mir ein, das Rom von Britannien, den ganzen mediterrranen Raum bestzt hielt. Darunter auch die Gegend des heutigen Öreiches. Also ist Öreich komplett komplett italienisch. Wenn wir noch etwas weiter in der Weltgeschichte sind wir in Amöbistan, aber ob die Universitäten hatte, ist mir nicht genauer bekannt, aber sicherlich hatten die einen NC.
Ich hoffe PH kann dem hier wieder Einhalt gebieten.
Was hat das mit dem Thema zu tun?
Graf Radetzky
21-10-2007, 20:13
Junge! Gemach, gemach!
Von existierenden Problemen, die ein EU-Mitgliedschaft mit sich bringt, rutschst du mir langsam in eine polemisch, populistische Ecke, die sich schon ins unerträgliche gleitet.
Hab ich alle drei sicher nicht erfunden, weder im Allg. noch in diesem Forum ;)
Allerdings auf eine Frage aus den von mir geposteten Links ist mir bisher noch jeder eine Frage schuldig geblieben (da ihr hier der EINZIGE seid der Versucht unser Problem zu verstehen[danke!!!!], während es dem Rest schlicht wurscht ist, könntet ihr das vielleicht versuchen:
Wenn DE es seinen studentinnen nicht ermöglicht, zu studieren, wieso sollen dann die Ösinnen dafür geradestehen?
General Steiner
21-10-2007, 20:26
Also ich wäre mit dem wunsch Österreich solle sich aus der EU verpissen eher vorrsichtig - das würden nämlcihe viele Österreicher unterschrieben und dann dürftet ihr mal sehen wie das mit dem Brenner und Transit wird - dann werden die Tiroler nämlich wirklich lustig.
Und was Südtirol betrifft: Es mag sein das man über die bezeichnung diskutieren kann, aber Südtirol ist wenn man sich die Zeitgeschichte Literatur ansieht eigenlich das gesamt 20 Jahrhundert über (und auch davor) "österreichisch". Aber das ist eine ganz andere Geschichte...
Hehe, langsam. Ich verstehe das Problem, die Anderen auch, nur die Art der Argumentation bringt hier einige Leute auf die Palme.
Die o.g. Links sind alles Artikel in Medien (über die Seriösität kann ich keine Aussage machen, da ich sie alle nicht kenne).
Wenn ich nur die 4Buchstabenzeitung lese, habe ich auch eine Meinung, wird mir zumindest so suggeriert.
Graf Radetzky
21-10-2007, 21:26
Hehe, langsam. Ich verstehe das Problem, die Anderen auch .
Davon sieht man nicht viel.
Die o.g. Links sind alles Artikel in Medien (über die Seriösität kann ich keine Aussage machen, da ich sie alle nicht kenne).
Wenn ich nur die 4Buchstabenzeitung lese, habe ich auch eine Meinung, wird mir zumindest so suggeriert.
Medien geben nicht die Realität wieder, weil ein sehr hoher Prozentsatz an MEldungen von Presseagenturen und Medien in der Senkrechtablage "abgelegt" werden und nie an die Öffentlichkeit gelangen.
Also zúmindest die Presse und der Standard sind um viele Klassen besser als die Bild. Der Kurier ist so lala, ORF ist öffentlich-rechtliches Fernsehen und die ÖH ist kein Medium sondern die Vertretung der Studierenden (wie nennt man so was in D.? Man könnte sie auch als "Studentengewerkschaft" bezeichnen) .
Ob das zur MEinungsbildung reicht? Ich weiß es nicht, vor allem in anbetracht von Satz 1.
während es dem Rest schlicht wurscht ist, könntet ihr das vielleicht versuchen:
Die Frage würde ich umdrehen: Wenn Österreich es den Studenten ermöglicht, ohne große Hindernisse zu studieren, warum wundern sie sich dann, wenn das auch Studenten aus dem Ausland anzieht? Für Sonderangebote, billigeres Benzin oder günstige Autos, besser Zinsen auf Kapital oder geringere Steuern gehen Menschen doch immer gern ins Ausland, warum soll das mit Studienbedingungen anders sein? Ob das "gerecht" ist, ist eine andere Frage, aber über die Tatsache muss sich doch niemand wundern.
Eigentlich geht es nun doch nur um die Machtfrage: Wer bewegt sich und ändert etwas? Österreich sagt, Deutschland sei schuld, Deutschland sagt, wir haben kein Problem, und die EU hält sich raus und sagt, solange keiner diskriminiert wird, ist es Ländersache.
Das ist schade, denn das ist ein wichtiges Problem, und eigentlich sollte darüber mehr in der Sache diskutiert werden, ohne Rücksicht auf nationale Gesinnungen und Interessen.
Zu der Sache mit dem "zehnmal mehr Österreicher" usw.: Das bedeutete, dass relativ zur Bevölkerung zehnmal so viele Österreicher in Deutschland studierten als umgekehrt. Also z.B. 10% der österreichischen Studenten studierten in Deutschland, aber nur 1% der deutschen in Österreich. Das hat in Deutschland niemanden gestört, fällt aber zugegebenermaßen auch nicht so auf. Ich hatte das Gefühl, Ihr hattet das missverstanden.
P.S.: Immerhin hat er nicht die "Krone" zitiert, das wäre etwa mit "Bild" vergleichbar, denke ich.
Graf Radetzky
21-10-2007, 21:47
Eigentlich geht es nun doch nur um die Machtfrage:
Dann haben wir schon verloren. Besser Tread dicht, es wird sich nichts änderen und darum erüberigt sich auch die Debatte.
P.S.: Immerhin hat er nicht die "Krone" zitiert, das wäre etwa mit "Bild" vergleichbar, denke ich.
Also glaubt ihr ich les den Dreck?
Na, ich glaub nicht, dass ein ernsthaft politisch Interessierter in Deutschland die "Bild" lesen würde, ebenso wie bei euch die "Krone".
Das mit der Machtfrage ist doch das typische Verhalten unter Politikern, da will aus Stolz erstmal keiner zurückweichen (gibt auch oft schlechte Presse). Hoffen wir, dass es diesmal vernünftiger zugeht, wenn auch eher hinter den Kulissen.
Und den Thread zuzumachen, bloß weil einer nicht mehr mitdiskutieren möchte, halte ich für verkehrt. Wenn Ihr meint, es lohnt sich nicht, schweigt eben und ignoriert den Thread.
Graf Radetzky
21-10-2007, 22:21
Na, ich glaub nicht, dass ein ernsthaft politisch Interessierter in Deutschland die "Bild" lesen würde, ebenso wie bei euch die "Krone".
Das mit der Machtfrage ist doch das typische Verhalten unter Politikern, da will aus Stolz erstmal keiner zurückweichen (gibt auch oft schlechte Presse). Hoffen wir, dass es diesmal vernünftiger zugeht, wenn auch eher hinter den Kulissen.
Und den Thread zuzumachen, bloß weil einer nicht mehr mitdiskutieren möchte, halte ich für verkehrt. Wenn Ihr meint, es lohnt sich nicht, schweigt eben und ignoriert den Thread.
Verzeih den Däfetismus aber wie ihr selbst sagt, es geht um Macht.
Und mal, wo haatten wir den jemals die Möglichkeit mitzureden wo es in Europa langgeht?
Verzeih den Däfetismus aber wie ihr selbst sagt, es geht um Macht.
Und mal, wo haatten wir den jemals die Möglichkeit mitzureden wo es in Europa langgeht?
Mitreden darf doch jeder, und auch Österreich stellt einen Kommissar und hat ein Veto im Rat. Dass der Beitrag insgesamt von 8 Mio. unter den insgesamt 450 Mio. eher klein bleibt, ist doch auch kein Wunder. Dann ist Österreich ja noch nicht lange dabei und hatte zudem noch unter der Ächtung wegen Haider zu leiden. Genauer weiß ich es nicht, aber Österreich wird schon wahrgenommen, keine Sorge. ;)
Klingt manchmal wie das typische Minderwertigkeits-Ohnmachts-Ignoranz-Syndrom, wie ich es eigentlich eher von den Holländern und Deutschen kannte. Oder von Amerikanern und Rest der Welt. Hat jemand eine Idee, wie man das behandeln kann, auf beiden Seiten?
Dann haben wir schon verloren. Besser Tread dicht, es wird sich nichts änderen und darum erüberigt sich auch die Debatte.
Also glaubt ihr ich les den Dreck?
Stimmt es wird sich nichts ändern. Weil die Art wie ihr hier "Diskutieren" wollt ist auch Dreck. Tut mir Leid wenn es ich sage aber wie soll man auf dieser Basis eine Diskussion führen wenn einen da "Argumente" der Richtung *Österreich den Österreichern" kommen.
Und mal, wo haatten wir den jemals die Möglichkeit mitzureden wo es in Europa langgeht?
Du gefällst dir glaube ich wirklich gut in der Rolle.
Die EU ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wer wieviel zu sagen hat ist festgelegt.
Österreich hat bei jeder Entscheidung aufs neue seine Recht mitzubestimmen, wie jeder andere auch. Auch hat es die Möglichkeit gleichgesinnte in Europa zu suchen und Abstimmungsbündnisse zu schließen und es erhält Turnusmäßig die Ratspräsidentschaft genau wie jeder andere.
Was erwartest du?
Und wo es in Europa im wesentlichem langgeht, wurde entschieden, als Österreich noch gar nicht dabei war. Wenns nicht gefallen hätte, wäre es ja nicht beigetreten. Die EU ist ja kein Überraschungspaket, dessen Inhalt sich erst nach Beitritt offenbart.
Wäre ich gehässig müsste ich behaupten das ausdauernde Genörgel und der nationale Minderwertigkeitskomplex offenbart das Deutsche im Blute.
So, ich denke das Thema ist nun endgültig erledigt. Bevor es hier nun weiter auf persönliche Angriffe absinkt, lassen wir lieber den Schlüssel im Schloss klicken.
Gruß
Hesse
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