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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trittin und Katrina, ein Bärendienst der Völkerverständigung


von Holstein
31-08-2005, 22:29
Trittin und Katrina, ein Bärendienst der Völkerverständigung

the general
31-08-2005, 22:39
Ob das Propaganda-Geschwafel in der Art von "viele Länder außerhalb Europas kopieren unser System" stimmt, weiss ich net, wer von den einfachen Bürgern kann das schon überprüfen?

Das durch die Treibhausgase der Klimawandel verstärkt wird, erklärt sich praktisch von selbst. Das die USA ihren Teil dazu beiträgt und beigetragen hat ist auch klar.

Der Zeitpunkt es auf den Punkt zu bringen, war aber wirklich unglücklich gewählt. Da sieht man mal wieder das Trittin ein Politiker ist, er macht sich das Leid von Menschen zu nutze um seine Politik durchzusetzen, das kann ich beim besten Willen nicht unterstützen.

Pfui, Herr Trittin! :rot:

Nochwas. Ich hab mir zwar nicht alle Kommentare durchgelesen und manche habe ich nur überflogen, aber es kommt mal wieder alt bekannte Tatsachen zum Vorschein. Beim lesen von us-amerikanischen Kommentaren, wenn es um Deutschland geht, fallen einem immer wieder die Kommentare wie " denkt doch mal an den 2.Weltkrieg, da haben wir euch befreit" oder sowas oder viele verstehen auch einfach die Zusammenhänge nicht. Vorhin hab ich nen Fernsehbericht dazu gesehen. Da kam auch ein Meteorologe zu Wort der meinte, das man nicht sagen kann ob der Sturm oder der Hurrikane jetzt direkt auf den Klimawandel zurückzuführen ist, aber je häufiger so Stürme auftreten, desto mehr erkennt man das sich das Klima wandelt.

Naja auf jedenfall mein herzliches Beileid, den Opfern des Sturms.

Lord Protector
31-08-2005, 22:44
Diese äußerung Trittins zu diesen Thema zu DIESEM Zeitpunkt war schlicht und ergreifend:

:rot: OUT OF LINE! :rot:

Erst Denken und dann Reden, nicht umgekehrt. Erinnert mich irgendwie an den Herta-Gmelin(?) vergleich Bush/Hitler.

Lord Protector
31-08-2005, 22:47
Selten mußte man sich in den letzten Jahren so für die Äußerungen eines deutschen Politikers so schämen wie für die Einlassungen des Herrn Trittin.

Eine Beschädigung des transatlantischen Verhältnisses kann wohl zweifelsfrei attestiert werden.

Ob wohl eine Entschuldigung folgt ?

Soweit ich weiß hat Trittin diese äußerung getätigt, bevor es zu der Katastrophe in New Orleans und der zerstörung von Biloxi kam. Aber trotzdem ist in solchen fällen zurückhaltung angesagt.

Pyrrhus
31-08-2005, 22:48
Gestern wurde in den Nachrichten auf N 24, bei einem dieser hunderten Experten, gesagt, dass die zunehmende Erwärmung zwar nicht für das Entstehen dieser Wirbelstürme verantwortlich ist, die gibt es ja schon viel länger, wohl aber wird sie sich auf deren Intensität auswirken. Das wurde dort logisch nachvollziehbar erklärt- aber man muß ja nicht unbedingt an sowas glauben- Bush glaubt ja auch nicht an die globale Erwärmung, und der ist immerhin der mächtigste Mann der Welt :D

Naja, und zu den Reaktionen: Ist doch klar, dass die sich auf den Schlips getreten fühlen, der Zeitpunkt, soetwas anzusprechen, war aber doch recht ungeschickt gewählt. Interessant sind auch die Verbindungen, die zum 2. WK und den Nazis gezogen werden :rolleyes: ,

mfG,

Pyrrhus.

Gettysburg
31-08-2005, 22:59
Hat sich auch schonmal jemand die Leserbriefe durchgelesen? Parallelen zu den 40ern (logisch, was sonst, wir Nazis mal wieder...), unangebrachter, tiefsitzender Anti-Sozialismus in einen Topf geworfen mit Kommunismus und jede Menge "Verrat"-Geschrei.
Brauche ich auch nicht unbedingt... :rolleyes:

[B@W] Abominus
31-08-2005, 23:12
Habe mir die Kommentare extra nicht durchgelesen.

Herr Trittin hat sich zwar im Ton vergriffen, aber im Grunde ist es nicht falsch.

Joachim Murat
31-08-2005, 23:19
Zitat von von Holstein

Der Grüne Umweltminister Herr Jürgen Trittin ist dabei sich neue Freunde zu machen. In einem Gastkommentar in der Frankfurter Rundschau geruht er angesichts der Hurrikan Katastrophe im Süden der Vereinigten Staaten den Amerikanern den belehrenden Zeigefinger entgegenzustrecken


Nun ja.. Ich kann verstehen wenn man das Timing des Herrn Trittin pietätlos findet. Viele Amerikaner haben in einer Naturkatastrophe ihr hab und gut verloren.

Nur: Es gilt als erwiesen, das der durch den Ausstoß von Treibhausgasen hervorgerufene Klimawandel zu einer Verstärkung solcher Unwetter führt. Das Kyoto-Protokoll (welches Klimapolitisch ohnehin nur der allerkleinste gemeinsame Nenner ist) zu ignorieren ist bewusst kurzsichtig.

Wenn das Risiko von verheerenden Naturkatastrophen in den nächsten Jahrzehnten nicht drastisch steigen soll, ist eine internationale Zusammenarbeit zwingend erforderlich. Es geht hierbei keineswegs um Stimmungsmache gegen die USA, auch viele andere Staaten sind zu nennen.
Nur ohne die Einbindung der Vereinigten Staaten wird die Wirksamkeit solcher Vereinbarung in Frage gestellt.

AG_Wittmann
31-08-2005, 23:45
Ach Gottchen ... Pietät ... wat seid ihr bloss für Heulsusen ...

Einer muss es doch mal sagen und am besten is es bei solchen Momenten, wo die Folgen den Menschen glasklar vor Augen liegen ...

Oder glaubt ihr, die würden was ändern an ihrer Politik, wenn man nur sagt: "Du, dat is aba nich gut für die Umwelt, dat müsst ihr ändern ..." ... dat wär ja so, als wenn man nem Kind sagen würde, es soll nich aufn Baum klettern, denn wenn es runterfällt, tut es weh und kann tödlich enden ... glaubt ihr, dat Kind hält sich daran? Nene, dat muss erst auffe Fresse fliegen, damit es kapiert, dass manche Dinge besser unterlassen werden sollten ...

Dat Problem is nur, man kann die Folgeschäden nur schwer rückgängig machen bei sowas Komplexes wie dem Erdklima ... und jeder is betroffen ... wir ham ja momentan nur die eine Erde und können uns keine Neue kaufen ... gibts ja net im Supermarkt umme Ecke ...

China und Indien müssten auch dringend dat Kyotoabkommen unterschreibseln ... und auch einhalten, genau wie die restlichen Nationen ...

Man kann nur hoffen, dass die US-Bevölkerung endlich Druck auf die Regierung ausübt und diese zwingt, dat Abkommen zu unterschreiben ...

Hesse
01-09-2005, 11:32
Naja, was soll man dazu sagen.

Unstreitig ist, daß die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf unser Wetter hat. Inwieweit dies aber wirklich nachgewiesen ist, da streiten sich noch die Wissenschaftler. In Deutschland herrscht dabei eine wohl pessimistischer Grundtenor als beispielsweise in den USA.
Persönlich glaube ich schon, daß die Naturkatastrophen im Ausmaß zunnehmen und das dies auf den Menschen mit seinem Raubbau zurückzuführen ist.

Jedoch muß man wirklich sagen, daß es diplomatisch sehr unklug ist, dies anzuprangern, wenn tausende Menschen noch abgeschnitten ohne Trinkwasser und Strom auf Hilfe hoffen und Millionen auf der Flucht sind ohne ein Dach über dem Kopf. Anstatt hier mit dem Finger zu zeigen, sollte man eben helfen. Dabei denke ich weniger an solche Spendenshows und solch eine bigottes Mitleidsgetue, wie bei der Tsunamikatastrophe, sondern pragmatische Hilfe durch technisches Gerät, Hilfskräfte und notwendigen Versorgungsgütern, denn selbst die USA ist momentan überfordert.

Zu den Kommentaren der Amis brauche ich nicht viel zu sagen. Man wird dort immer wieder die alte Leier abspielen. Anstatt jede Kritik, auch wenn sie unangemessen ist, eher zu ignorieren oder eben einfach als unpassend zurückweisen, versucht man Europa immer wieder historisch eins auszuwischen. Dabei sollten man lieber ein paar Seiten im Geschichtsbuch vorblättern und zurückblättern und erkennen, daß die USA eben nicht das unschuldige Land sind, was immer von sich behaupten. Aber nun gut, das braucht wohl Zeit. Wir Deutschen sind die Meister im offiziellen Demut ausüben und die USA sind Meister des übersteigerten Patriotismus.

Abgesehen davon muß man aber auch sagen dürfen, wenn es momentan auch unangemessen erscheint, daß die USA sich permanent vor Umweltproblemen verschließt nur um der Wirtschaft wegen. Das ist in Zukunft wirklich keine adäquate Haltung, aber ich würde mir wünschen, daß etwa unser Bundesumweltminister den Mumm gehabt hätte, dies mal ein paar Jahre früher lautstark von sich zu geben und lieber auf seinen Kanzler und Außenminister eingewirkt hätte, mehr diplomatische Finesse an den Tag zu legen, die USA für sich zu gewinnen. Doch eigentlich hört man besonders von Trittin oft nur zu den unpassenden Momenten.....

Arminus
01-09-2005, 11:42
Schlechtes Timing seiten Trittins war's wohl nicht, wenn man seine Intention, den Wahlkampf, bedenkt. Aber wie immer verkauft er es sehr plump, wie von ihm ja zu erwarten ist, baut auf den latenten Antiamerikanismus, kleidet ihn in ökölogisches Bewußtsein und wirbt nebenbei für seine bisherige Arbeit als Umweltminister. Wirklich widerlich taktlos und dazu auch noch stümperhaft unprofessionell, typisch Trittinity... :mad:

@Witti: Wollte Trittin wirklich etwas ändern, so hätte er dazu andere Mittel nutzen müssen, anstatt der Bevölkerung, die noch Mitten in der Katastrophe stecken, ein "Just what I told You..." reinzudrücken. Wenn Katarina nicht der letzte große Sturm dieser Saison war, so werden die USA sicherlich in gewissem Maße umdenken, mindestens den Dixiestaaten wird klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann.

edit: Aber könnte man diesen Thread nicht mit dem anderen Katarina-Thread mergen?

Leprechaun
01-09-2005, 11:42
Zu Trittin sage ich nur :rot: . einen unglücklicheren Zeitpunkt gibt es ja wohl kaum...
Egal am 18.09. gibt's die Quittung.

-> zur Info: Auch ich bin der Meinung, die USA sollen das Kyoto-Abkommen unterschreiben. Ich habe aber auch gelesen, ( wo, weiß ich nimmer ) daß einzelne US-Bundesstaaten eigenständig Gesetze zur Reduzierung von CO2-Emissionen erlassen haben. Also bewegen tut sich was..

Hesse
01-09-2005, 11:46
... so werden die USA sicherlich in gewissem Maße umdenken, mindestens den Dixiestaaten wird klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann.

Vielleicht eine neue Sezession :D?

Arminus
01-09-2005, 12:03
Vielleicht eine neue Sezession? :D
Confederated States of Kyoto, oder was? :tongue:

Montesquieu
01-09-2005, 12:38
Was der Hr. Trittin da abgelassen hat, geht ja gar nicht, doch finde ich ein paar Kommentare unserer amerikanischen Freunde mehr als beschämend und genauso blödsinnig. Solche sind für einen erneuten Annäherungsprozess genauso abkömmlich, wie manche europäische Kulturarroganz, welche mancher, ach so gute, Europäer von sich gibt.

Ein vernünftiges Trans-Atlantisches-Verhältnis zu schaffen ist wichtig und ich hoffe, dass es eine Nach-"Wir kriechen Chirac in den Arsch!"-Schröder-Phase geben wird. Na, mal hoffen!

von Stollberg
01-09-2005, 12:45
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Chirac und Bush, würde ich öhne zu zögern für Chirac stimmen.
Dies aber nur am Rande bemerkt.

Montesquieu
01-09-2005, 13:53
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Chirac und Bush, würde ich öhne zu zögern für Chirac stimmen.
Dies aber nur am Rande bemerkt.

Na, die Wahl zwischen Teufel und Belzebub würde mir schwerfallen.

DBM
01-09-2005, 15:28
naja ich bin kein trittin freund - aber er hat recht. der groesste umweltverschmutzer der erde muss nunmal auch mit den tragischen folgen leben. die leute im delta tun mir echt leid - aber schuld ist die amerikanische politik und nicht juergen trittin.

die aeuserungen der amerikaner belgen es ja z. t. einwandfrei, kritik von aussen wird ignoriert und es wird weitergemacht wie immer.

aber es ist leider so, pluendere ich die natur gnadenlos aus, muss ich mit den nachteilen leben (eindeichung der fluesse, besiedeln der marschflaechen) von derluftverschmutzung fang ich besser erst gar nicht an.

aber es schint ja noch schlimmer zu kommen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,372514,00.html

rolin
01-09-2005, 15:33
Kritik wird nicht nur von Deutschland aus geübt, auch die Verbündeten scheinen etwas Senf hinzugeben zu müssen.:

Bsp. Großbritannien: will you listen now america ; independent von heute (http://news.independent.co.uk/world/americas/article306881.ece)

Hesse
01-09-2005, 15:37
naja ich bin kein trittin freund - aber er hat recht. der groesste umweltverschmutzer der erde muss nunmal auch mit den tragischen folgen leben. die leute im delta tun mir echt leid - aber schuld ist die amerikanische politik und nicht juergen trittin.

die aeuserungen der amerikaner belgen es ja z. t. einwandfrei, kritik von aussen wird ignoriert und es wird weitergemacht wie immer.

aber es ist leider so, pluendere ich die natur gnadenlos aus, muss ich mit den nachteilen leben (eindeichung der fluesse, besiedeln der marschflaechen) von derluftverschmutzung fang ich besser erst gar nicht an.

aber es schint ja noch schlimmer zu kommen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,372514,00.html

Aber es grenzt schon an Schadenfreude, wenn man da mit dem Finger darauf zeigt, während die Menschen dort ums Überleben kämpfen. Es kommt auf das Timing an. Und als Politiker braucht es da schon etwas Feingefühl. Er hätte ja mal 3 Wochen warten können und dann kritisieren, aber dann wäre der Wahlkampf vorbei ;).

DBM
01-09-2005, 16:34
sicher werter hesse, das timings ist trittin live. aber ich bin auch ein typ der just in time kritisiert - hinterher will das doch keiner mehr hoeren.

Drantos
01-09-2005, 16:59
Was Tritt Ihn gesagt hat, ist eines Bundesministers unwürdig. Es gibt diplomatische Regeln zwischen Nationen, die man achten sollte und fast jeder tut dies.

Wenn er ein Problem mit der Umweltpolitik der USA hat, dann sollte er das mit den Verantwortlichen in den Staaten persönlich regeln. Er sollte nicht, weil er Schiss um seinen Job hat, ein ganzes Volk anpissen.

Über die Erderwärmung und ihren Einfluss auf das Weltklima gibt es viele gegensätzliche Aussagen. Ich maße mir nicht an, die Wahrheit zu kennen und urteile nicht über Staaten, die anderer Meinung sind, als die heiligen Unterzeichner des Kyoto - Protokolls.

Zu den Kommentaren der Us - Amerikaner muss ich sagen, dass ich ihren Ärger berechtigt finde.
Die Art und Weise, wie sie ihre Wut ausdrücken ist allerdings schlicht und ergreifend zum Kotzen. Die Aussagen haben zu 90% den geistigen Nährwert einer nachmittäglichen Talkshow. Ich kann nur hoffen, dass sich hier lediglich der Bodensatz der Us - amerikanischen Gesellschaft geäußert hat.

Zu Tritt Ihn und den Grünen im allgemeinen (ich hab sie gewählt, diese elenden Amateure) kann ich nur sagen, dass sie bei der Wahl hoffentlich den größten Arschtritt in ihrer Geschichte einkassieren. Und ein gewisser maoistischer Umweltterrorist für immer von der öffentlichen Bildfläche verschwindet.

Tut mir leid für die drastischen Formulierungen, aber das musste mal raus.


cu Drantos

DBM
01-09-2005, 18:58
naja diplomatische gepflogenheiten sind george w. aber auch reichlich egal - das ist kein argument finde ich.

aber die leidtragenden sind aber wie immer die, die nichts dafuer koennen

AG_Wittmann
01-09-2005, 22:00
Vielleicht sollte man bedenken, dass Trittin das schon am Dienstag gesagt hat .... also noch vor der eigentlichen Katastrophe ...

http://www.medienrauschen.de/archiv/2005/09/01/who-cares-about-the-flut-opfers/#more-954

Arminus
02-09-2005, 20:10
aber ich bin auch ein typ der just in time kritisiert - hinterher will das doch keiner mehr hoeren.New Orleans und und ein sehr breiter Küstenstreifen sind vollkommen vernichtet. Die Anzahl der Opfer geht in die Tausende, die der Obdachlosen in die Millionen. Inwiefern es ökologische Schäden durch überflutet Kläranlagen, Silos und Industriegebiete, ist noch nicht absehbar, es ist aber gut möglich, dass viele Flächen küstennaher Gebiete auf Jahre konterminiert sind. Katarina hat um die 60 Bohrinseln im Golf von Mexico außer Betrieb gesetzt, 30 davon werden vermißt. "Hinterher" könnte für die USA und speziell die 3 betroffenen Staaten Jahrzehnte bedeuten...

Luitpold
02-09-2005, 20:28
Trittin-Bashing macht Spaß. Aber man sollte vielleicht berücksichtigen, daß in einem am 30. August erschienenen Artikel die Folgen des Sturms nicht unbedingt vorherzusehen waren. (Man verweist auf die SWR1-Sendung vom 30. August, 19.30 Uhr, in der noch (sinngemäß, nicht wörtlich) die Rede war, New Orleans habe "nochmal Glück gehabt". Auch der dort interviewte Klimaforscher aus Kiel ahnte nichts von den Folgen und dem Dammbruch).

Die just in time-Frage ist heikel. Im Nachhinein, so meinen Wir, wird auch Trittin seinen Artikel (bzw. dessen ungünstiges Erscheinen) bedauern. Wahrscheinlich ging er von einem durchschnittlichen Wirbelsturm aus der "im Süden der USA schwere Schäden hinterließ" (Standardnachrichtendeutsch); mehr hat er bei seiner Artikelabfassung kaum gewußt (und damit dürfte er kaum der einzige sein; vermutlich sind selbst die US-behörden überrascht worden, denn sonst dürften die Evakuierungs-/Hilfsmaßnahmen etc. anders verlaufen sein.

Tirenicon
02-09-2005, 20:51
Also, im Grunde hat der Trittin doch nicht unrecht.

Und die Kommentare der Amerikaner zu dem Artikel zeugen auch nicht gerade von einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema.