Strategycon Interactive Foren - Einzelnen Beitrag anzeigen - Die Grafen Tirols
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Alt 26-01-2005, 21:37
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Leopold von Tirol, Mai 1121 - Apr. 1134, Teil 1 - Gefangen

Leopold war unglücklich, mit 12 Jahren war er nun von seiner Mutter getrennt, nicht nur ein paar Räume, nein tausende von Meilen. Tirol sucks! dachte er insgeheim, er verstand die Sprache kaum und wurde von seinem Hofstaat unter Verschluss gehalten. In der Grafschaft Derby war der Graf absoluter Herrscher, hier in Tirol höchstens Befehlsempfänger des mächtigen Hofstaates und der erfahrenen Berater. Er wollte weg, aber er wusste Adel verpflichtet, so einfach würde das nicht werden.



Weltkarte 1121

Nach einem halben Jahr wurde der Graf zum ersten Mal um seine Meinung gefragt, ein Mitglied des Hofes war offenbar vom rechten Glauben abgefallen, der Bischof verlangte den Tod durch Feuer für die Häretikerin.
Barbarische Sitten in diesem Land, dachte der Graf und ignorierte den Bischof. Die Berater um Ute von Tirol schickten die Sünderin, aber außer Landes.



Im März 1123 drohte dem Reich wieder Gefahr von den Moslems, das Scheichtum von Cuenca war im Vormarsch und gründete das Scheichtum Baden.



Ein Blitzkrieg zwischen der Grafschaft Savoyen und Ungläubigen fand im Frühjahr 1124 statt, der Konflikt war zu Ende bevor eine Schlacht stattfand. In Tirol war man verwirrt, wieso wurde man darüber nicht informiert, geschweige denn gefragt ob man auf Seiten seiner Vasallen teilnehmen wolle? Ein Rätsel, aber es war ja nichts passiert.

Im Oktober war Leopold endlich volljährig, er wünschte sich eine Frau aus seinem geliebten England, die Berater hatten anderes vor, der Graf wurde mit der 1. Wahl seines Bruders Mathias vermählt.



Obwohl die Frau aus Verona kam und nicht aus England wurde im August 1125, der von allen so dringend ersehnte Thronfolger geboren, Ernst.



Leopold sucht Hilfe bei seinem Lehnsherren, obwohl Erwachsen, Volljährig und Vater eines Sohnes, war er immer noch nicht sein eigener Herr, der Hofrat ein aus Hofstaat und Beratern gebildetes Gremium, überprüfte alle seine Entscheidungen, aber der Kaiser hatte andere Probleme.



In dieser schweren Zeit, wo sich alles gegen Leopold verschworen hatte, reifte sein Charakter.



Gertrude ereilte das Schicksal von so vielen Gräfinnen, sie starb bei der Geburt eines Kindes, Sep. 1126.



Bevor Leopold wieder heiratete, wieder keine Engländerin, machte er St. Gallen ein Angebot ihn als Lehnsherren anzuerkennen, da der Graf unabhängig geworden war, friedlich, es wurde abgelehnt.



Adelheid war der erste Spross aus dieser Verbindung, August 1127.

Der Hofrat kam zur Entscheidung, dass ein Krieg gegen das Scheichtum Baden von Erfolg gekrönt werden könnte und es winkte fette Beute. Der Krieg wurde erklärt, Leopold war froh endlich konnte er raus aus Tirol.



Der Rat erinnerte sich noch an die Hungersnöte im letzten Krieg und beugte diesmal vor, es gab genügend zu essen und mit einem großen Fest wurde dies dem Volke gezeigt.



Der Krieg lieg erfolgreich, Schwaben, Baden, Anhalt und Lübeck konnten befreit werden, ein Frieden war danach unnötig das Scheichtum war vernichtet worden.

Ulrich von Mansfeld, Sohn von Ute die den Hofrat anführte, wurde mit Baden belehnt.
Anselmo d'Este, Bischof von Schwaben
Rupprecht Visconti, Bischof von Anhalt

Lübeck verblieb beim Grafen. Ute von Tirol starb kurz nach Kriegsende, damit war der letzte direkte Nachkomme von Albert von Tirol tot.

Hugo, kam im November 1129 auf die Welt, damit hatte Tirol wieder 2 Thronfolger, die Leute auf den Straßen feierten.

Das Jahr 1130 brachte Unglück nach England, auch die Mutter Leopolds flüchtete vor den Heiden aus Sevilla. Der Graf konnte seine Wunsch nach Rache nicht ausleben, der Rat war überzeugt, dass dies zu früh für Tirol komme.



Englands Leid war der Kirche freut, der Graf veranlasste eine Spende um sein Gewissen zu erleichtern.



November 1130 starb Gräfin Maer, nichts Neues am Hofe...
Die Neue, todgeweihte, war zwar ein wenig beschädigt und in vielen Gebieten interessiert, aber zweifelsohne sehr fähig. Nachdem es wieder keine Engländerin war, freute sich der Graf nicht wirklich.



Der Rat merkte natürlich wie unglücklich der junge Graf war, man hoffte es würde sich mit der Zeit verflüchtigen. Als dies nicht so war, organisierte man einige Erfolge für den Grafen.



Hugo verstarb Mai 1130, damit war wieder nur ein Erbe der durchgehenden männlichen Linie über.

Die Trauer im ganzen Land führte zu einer asketischen Grundeinstellung bei vielen Menschen, Völlerei und Saufgelage verschwanden völlig. Der Graf war not amused.



Wenn das Volk schon nicht fressen und saufen will, dann soll das Volk in Minen arbeiten, wozu waren die Berge sonst da, dachte der Graf und gab eine Mine in Auftrag, Jul. 1131.

Ein weitere Folge war im Oktober zu sehen, Osterhild eine weitere Tochter wurde geboren.

Marschall Hartmann, wollte weg von seinem Job, er spürte die Lage im Lande war nicht gut für einen Friedensmarschall. Der Graf war unzufrieden, unglücklich und noch vieles mehr mit un...., dass würde Krieg bedeuten früher oder später.



Nicht nur der Marschall war nicht glücklich mit Job und Graf, eine Verschwörung wurde aufgedeckt, diese hatte zum Ziel Leopold aus Tirol zu vertreiben. Überraschenderweise war die Gräfin darin verwickelt und noch überraschender, vergab der Graf alles.



Eine Bibliothek würde das Volk ablenken.

Nach der Geburt Rudolfs Februar 1133 und neuen Arbeitsplätzen in der Glasbläserei war der ganze Fall vergessen.

Schon ein halbes Jahr später starb Rudolf wieder, Dez. 1133. Der Graf und Tirol waren nicht besonders überrascht und die Geburt Georgs im Februar rückte alles wieder ins rechte Lot.

Der Rat meinte es war nun Zeit St. Gallen heim nach Tirol zu holen und das Herzogtum auszurufen. Es fehlte nur noch ein gerechtfertigter Anspruch, obwohl dies eigentlich ein Skandal war, konnte man es nicht ändern.
Leopold wusste jedoch Rat, in seiner Kindheit in England hörte er von irischen Spezialisten die eine Menge Erfahrung im Entdecken von Ansprüchen hatten.

Der Rat war beeindruckt und überzeugt, dass der Graf nun den richtigen Weg eingeschlagen hatte und schickte nach den Iren.

2 Monate später waren die irischen Historiker in Tirol und tatsächlich nur kurze Zeit später fanden diese ein lange verloren geglaubtes Dokument, dass eindeutig die Rechte Tirols an St. Gallen zeigte.



Der Graf von St. Gallen hatte nur noch eine Chance, entweder Unterwerfung oder Vernichtung. In St. Gallen regierte nun sichtlich die Vernunft.



Der Graf verlor keine Zeit, Tirol wurde nun zum Herzogtum, sein Prestige im Land war nun grenzenlos und Leopold war klar, die Tage der Unterwerfung unter den Hofrat waren vorbei.


Geändert von Roche14 (20-02-2005 um 21:03 Uhr)
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