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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschichte einer deutschen Familie



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sheep-dodger
17.11.08, 22:11
Nein das liegt am NFM Mod. Da ist das nicht ungewöhnlich da der Russe massive Verstärkungsevents bekommt.

Stupor Mundi
18.11.08, 00:56
Herzlichen Glückwunsch für das Zerschlagen des gigaaaantischen Kessels und viel Erfolg beim Stoppen der Zangenbewegungen des russischen Bären!
Noch ist Ungarn nicht verloren.

Habt Ihr schon mal dran gedacht, einen ostasiatischen Verbündeten zu suchen, der den Russen in Fernost beschäftigt?

Komischer Kunde
18.11.08, 11:37
Spielt doch gegen Managarm werter Fallschirmjäger! :cool:

Pilo
18.11.08, 15:24
Japan mischt sich nicht ein, Managarm ist schuld (oder wahlweise die Geschichte)

Kurfürst Moritz
19.11.08, 02:38
Schöne Kessel habt ihr geschlagen, werter Fallschirmjäger. Und die Handlung eurer Geschichten ist auch sehr gut erzählt.

Wie gedenkt ihr denn den 1700 (!) Divisionen des Russen Herr zu werden? 60 vernichtete Divisionen sind schon gut, aber da fehlt noch einiges bis zu 1700.

Gruß, KM

Fallschirmjäger
20.11.08, 02:11
Einen Verbündeten in Asien zu suchen würde wohl keine großartige Wende bringen, nur Japan könnte dauerhaft etwas ausrichten aber die kommen nicht ins Bündniss...haben ja schon ihren eigenen Block.

@ Kurfürst Moritz

Auf Dauer kann ich es mir nicht erlauben Offensiven zu starten und dann russische Verbände zu kesseln.
Hat bei Preßburg und gezwungener Maßen in Oppeln ganz gut funktioniert nur sind bereits jetzt meine Verbände ziemlich erschöpft aber es war noch einiges möglich...mehr dazu im nächsten Update.

Also Durchbrüche bringen derzeit recht wenig, da hinter der Front ständig russische Truppen nachziehen und somit eine sehr tiefe Verteidigung besitzen, da reichen meine Truppen meist nicht aus.
Und leider bin ich jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich keinen Schritt mehr zurück will ^^ Jetzt wird hartnäckig um jeden Meter Boden gekämpft.

Aber lasst die Hoffnung nicht fahren, vielleicht habe ich noch ein Ass im Ärmel ;)

Kurfürst Moritz
20.11.08, 11:30
Aber lasst die Hoffnung nicht fahren, vielleicht habe ich noch ein Ass im Ärmel ;)

Oh ja, jetzt könnten ja die Geheimwaffen ausgepackt werden! :D

:ph:

Fallschirmjäger
20.11.08, 18:33
Die größte Niederlage

Meine Kameraden und ich sind eine der wenigen Einheiten, welche in Schlesien weiter verweilen werden…der Großteil wird so schnell wie möglich an die Ostfront gebracht um die neue Frontlinie zu halten.
Nördlich von Krakau ist die Front extrem brüchig und die Rote Armee versucht bereits jetzt wieder die Schwachstellen auszutesten.
Es gehen aber schon die Meldungen ein, dass die derzeitige Lage ausgenützt wird um einen Angriff auf Warschau durchzuführen.
In Warschau halten sich derweil sehr starke Verbände der Roten Armee auf, ihre Aufgabe bzw. ihr baldiges Einsatzgebiet ist auch für die Oberste Heeresleitung noch ungewiss…aber egal wo sie zuschlagen werden, es könnt sich verheerend auswirken.
So wird das Oberkommando einen Versuch unternehmen, um diese Streitkraft schon im Vorfeld zu zerschlagen, gelingt es der Wehrmacht könnte es das ganze Kräfteverhältnis verändern an der oberen Ostfront.

Am 8. April 1945 rückten wir das erstemal aus, um Jagd auf die versprengten Einheiten der Roten Armee zu machen.
Uns wurde dafür ein Halbkettenfahrzeug zur Verfügung gestellt, mit diesem konnten wir sehr schnell durch die Landschaft fahren und Ausschau halten.
Die Patrouillen gestalteten sich in den ersten Tagen nicht sonderlich spektakulär, wir fuhren meist auf befestigten Straßen oder Feldwegen und hielten gemeinsam mit unseren Feldstechern Ausschau.
Es bot sich uns ein Bild von trügerischer Ruhe, wir wussten genau…zumindest wurde es uns gesagt, dass sich zahlreiche russische Soldaten im Umland umhertrieben.
Natürlich würden sie versuchen nicht all zu viel Aufmerksamkeit zu erregen und vorwiegend nachts sich bewegen…aber irgendwo müssen sie sich ja verstecken.
Wir kontrollierten auch so manches Bauernhaus und fragten bei den Bewohnern nach ob sie irgendwas Verdächtiges gesehen hätten.
Auf einer Weise war es doch schön wieder mit der deutschen Bevölkerung zutun zu haben, auch wenn ich mir einen anderen Anlass gewünscht hätte.
Unsere Suche war vergebens, keine Rotarmisten konnten wir finden…nur ab und zu kamen wir an anderen Patrouillen vorbei, die mehr Erfolg hatten und bereits einige versprengte Rotarmisten aufgegriffen hatten.

Wir waren jeden Tag mehrere Stunden unterwegs und machten kaum Pausen, nur zum Essen, Auftanken und Schlafen gönnten wir uns kleinere Pausen.
Auch am 14. April 1945 waren wir wieder unterwegs und kontrollierten an diesem Tag einige Gebiete, in denen wir bisher noch nicht sooft waren.
Selbst für Anfang April war es noch recht kalt, es lagen überall noch Schneehaufen herum und die Sonne hat sich in den letzten Tagen nie gezeigt.
Wir fuhren diesmal durch offenes Gelände, ich studierte mit einem Kameraden gerade die Landkarte und besprach mich mit ihm, wohin wir als nächstes wohl fahren sollten.
Da rief der Fahrer nach hinten zu uns:

„Da vorne scheint es zu brennen“

Tatsächlich, von dem Gutshof, leicht schräg von uns, stieg schwarzer Rauch auf.
Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, dass dies von den Bewohnern gewollt ist…und wenn es nur ein versehentlicher Ausbruch eines Feuers ist, werden wir es kontrollieren.

„Lass uns da vorne an der Böschung raus, halt dich bereit wenn wir dich rufen sollten…du musst dann so schnell wie irgend möglich bei uns sein.“

War die Anweisung an den Fahrer.
Er ließ uns gleich an der Böschung raus, wir öffneten die hintere Tür, sprangen aus dem Fahrzeug heraus und nahmen sofort Deckung an der Böschung.



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Nochmals schaute ich durch meinen Feldstecher und versuchte irgendwo etwas auszumachen, einen Rotarmisten, der herumläuft oder vielleicht einen Zivilisten.
Der Gutshof sah total ausgestorben aus.
Ich reichte den Feldstecher an den Kameraden zu meiner Rechten weiter.

„Ich renne zum Zaun, des Gutshofes, drei von euch folgen mir, der Rest gibt uns Deckung und kommt auf mein Zeichen nach“

Ich stieg die Böschung hinauf und rannte in geduckter Haltung zu dem massiven Holzzaun, welcher ungefähr hundert Meter entfernt war.
Mir folgten, getreu meiner Anweisung, drei Kameraden…zusammen nahmen wir am Zaun wieder Deckung und warteten einen Moment.
Es geschah immer noch nichts, ich hätte vielleicht mit Beschuss gerechnet.
Wir näherten uns dem Gut und benutzten den Zaun weiterhin als Deckung, dabei gab ich das Zeichen, dass uns die anderen an der Böschung nun folgen sollten.
Ich lud mein Sturmgewehr durch, meine Kameraden taten es mir gleich und als wir am Haupttor des Gutshof ankamen, kontrollierten wir mit unseren Blicken alle Türen und alle Fenster des Hauptgebäudes und der Nebengebäude, wie dem Stall oder dem kleineren Haus nebendran.

Aus dem Stall stieg der schwarze Rauch auf, es schien aber kein großes Feuer zu sein.
Das einzige Anzeichen, welches ich entdecken konnte was auf Gewalt schließen lässt war, dass die Eingangstür des Hauptgebäudes eingetreten wurde und nur noch so da hang.
Wo zum Teufel sind die Bewohner?
Mittlerweile haben alle anderen Kameraden zu uns aufgeschlossen, wir verteilten uns um das Haupttor und ich musste einen Moment überlegen was als nächstes zu tun sei.
Ich gab meinen Soldaten die Befehle die Scheune und das kleine Haus zu kontrollieren, sowie das Gelände hinter den Gebäuden, der Rest wird mit mir das Hauptgebäude sichern.
Sie liefen zu den besagten Gebäuden hin und ich lief etwas zügiger zum Hauptgebäude, hinter mir zwei Kameraden.
Nach den ersten paar Schritten dämmerte es mir so langsam…ich war schon einmal hier gewesen…es ist schon Jahre her, noch vor dem Krieg, noch bevor mein jüngster Sohn geboren wurde…aber ich war hier.
Ich versuchte mich zu erinnern…dann schoss es regelrecht in meinen Kopf hinein.
Damals war ich mit meinen Söhnen hier…als sie noch klein waren…ich war mit meiner Frau hier um aus Breslau rauszukommen, um das Landleben für einige Tage zu genießen.
Wir kamen hierher weil die Tante meiner Frau diesen Gutshof besaß nachdem ihr Mann im Ersten Weltkrieg fiel.
Es war der Gutshof ihrer Tante…der Gutshof auf den meine Frau umzog um sicher zu sein vor den Bombenangriffen der Amerikaner und Briten.
Sie muss hier sein…es besteht kein Zweifel es ist dieser Gutshof.

Ich rannte nun zu der eingetretenen Tür, riss sie auf und konnte in dem Flur eine Person erkennen.
Der Flur war sehr dunkel, nur wenig Licht drang aus den hinteren Räumen hinein…die Person die dort stand drehte sich zu mir um, rief etwas…er rief nur ein Wort aber sofort war es mir klar, auch wenn ich ihn nur als Schatten sah, dass dieses Wort russisch war.
Ich drückte sofort den Abzug an meinem Sturmgewehr, für kurze Momente wurde der dunkle Flur erhellt und ich sah für einen Sekundenbruchteil die Gestalt genau vor mir.
Es war ein Rotarmist mit einer Maschinenpistole, durch seinen Ruf kam aus einem Nebenzimmer noch ein zusätzlicher Russe dazu, auch ihn erschoss ich ohne zu zögern.
Ich betrat den Flur mit dem Gewehr im Anschlag, ich ging einige Schritte vorwärts und bewegte mich auf die Stiegen nach oben zu.
Das poltern eines Soldaten mit Stiefeln näherte sich der Tür am Ende der Treppen, ich ging in die Hocke und zielte schon bevor die Tür aufging.
Als ich sehen konnte, dass die Türklinke runter gedrückt wurde, schoss ich mehrere Schüsse durch die Tür hindurch.
Die Stiegen ging ich Schritt für Schritt hinauf und als ich vor der Tür stand, gab ich ihr mit dem Gewehrlauf einen Stoß.
Sie öffnete sich knarzend und dahinter lag der Russe…er saß gegen die Wand hinter sich und versuchte irgendetwas zu sagen, während aus den Einschusslöchern das Blut kam.
Ich nahm ihm seine Waffen ab,…Maschinenpistole, Pistole, Messer, Granaten und was er sonst noch Nützliches bei sich trug…kontrollierte die weiteren oberen Räume, nachdem ich dort nichts finden konnte ging ich an dem Russen vorbei, die Treppen wieder hinunter ins Erdgeschoss.
Mittlerweile waren meine zwei Kameraden ebenfalls ins Haus gekommen, ich begab mich wieder in den Flur und lief in den hinteren Teil des Gebäudes.
Die zwei Soldaten standen in der Tür zu der Küche und schauten hinein, auf was sie schauten konnte ich nicht sagen, da ich noch den Flur entlanglief.
Schritt um Schritt näherte ich mich ihnen, einer wendete seinen Blick ab und schaute mich mit einem zu tiefst besorgten Gesicht an…dann stellte er sich, als ich näher kam, quer in den Flur um mir den Weg zu versperren.

„Es wäre jetzt besser wenn wir rausgehen“

Sagte er mit einfühlender Stimme zu mir.
Ich wollte nicht hören und drückte ihn zur Seite um mir Zugang zur Tür zu verschaffen.
Mein anderer Kamerad sagte noch…

„Sie sollten wirklich nicht…“

… doch er konnte seinen Satz nicht mehr vollenden, da stand ich schon in der Tür zu der Küche und schaute hinein.
Ich schaute in den Raum und sah den zertrümmerten Küchentisch, umgestoßene Töpfe und Lebensmittel welche quer durch die Küche geschmissen wurden…
…und ich sah wie zwei nackte Füße in der Luft hangen…ich schaute unter Schmerzen hinauf…den Füßen und Beinen entlang.
Ich hielt mich am Türrahmen fest und mit der anderen Hand hielt ich mein Gewehr fest umklammert.
Meine Augen wanderten über die Beine…die Schenkel…dem Schoß…den Bauch…über die Brüste bis hin zum Gesicht.
Sie wanderten hinauf bis zum Gesicht meiner Frau, hinweg über ihr verschmutztes Kleid und hinweg über den Strick um ihren Hals.
Ich vermag es nicht zu beschreiben was es ein Gefühl war, sie dort hängen zu sehen…vor Schmerz war ich wie erstarrt, ich fing an zu zittern und dabei ließ ich mein Gewehr fallen.
Ich konnte meinen Mund nicht schließen, ich wollte schreien doch ich bekam keinen Laut raus…ich wollte Luft holen doch meine Kehle schnürte sich zu.
Ich wollte den Schmerz hinaus kotzen doch ich konnte nur mit meinen Augen das Unfassbare anschauen.
Mein Helm fiel runter als ich mir an den Kopf fasste und den Stahlhelm dabei runter streifte, ich versuchte ein paar Schritte auf sie zuzugehen aber als ich den ersten Schritt tat und meine Hand sich vom Türrahmen löste brach ich auf meine Knie zusammen.
Ich konnte meine Augen nicht von ihren verschlossenen Augen lösen, wie konnte man ihr so etwas antun…ich ertrage nicht den Gedanken wie große Angst sie hatte…was für Schmerzen sie hatte…, dass ich ihr nicht helfen konnte…ich nicht da war…
Was ihre letzten Gedanken waren…wie sie nach Hilfe schrie und ich es mir ewig geschworen hatte, dass ihr niemals solches Leid angetan werden sollte.
Ich hatte versagt.

Ich rappelte mich auf, zog ein Stuhl heran, stieg hinauf und schnitt meine Ehefrau von dem Strick ab.
Während ich das Seil durchschnitt, biss ich die Zähne zusammen und lies die Tränen ihren Lauf.
Als der Strick durch war, lies ich das Messer zu Boden fallen und meine Frau fiel sanft in meine Arme…ich ging danach langsam zu Boden und hielt sie in meinen Armen…ich beugte mich über sie, strich ihr die Haare aus dem Gesicht und löste den Strick um ihren Hals.
Ich kauerte auf dem Küchenboden, während nun endlich Schmerzensschreie aus mir heraus kamen und das gesamte Gebäude erfüllten…wenn nicht den ganzen Gutshof.
Mir war klar, dass meine Bitten und Wünsche…sie solle doch aufwachen…vergebens waren aber ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich tot sei.
Hätte es nicht so sein können, dass sie in meinen Armen gestorben wäre…?

Meine Kameraden gönnten mir einige Zeit zum Trauern, aber ich weiß nicht wie lange sie mich in der Küche haben sitzen lassen.
Irgendwann kam einer von ihnen herein und ging neben mir in die Hocke, seine Hand legte er mir auf die Schulter.
Wortlos verharrten wir eine Weile in dieser Form…
Woher ich die Kraft dafür nahm mich wieder zusammen zu reißen, meine Tränen zurückzuhalten und wieder versuchte einige Worte herauszubringen…ich weiß nicht woher diese Kraft kam aber ich wollte meine Frau begraben, ich ertrug es nicht sie so zu sehen und wollte sie auf eine andere Weise in Erinnerung behalten.
Ich trug sie zusammen mit meinem Kameraden in den Garten zu der großen Eiche, dort legten wir sie ins Gras und bedeckten sie zunächst mit einer großen Decke.
Als wir gerade dabei waren unsere Klappspaten in die Erde zu hauen rief einer von den anderen…

„Wir haben vier Gefangene gemacht!“

Sofort ließ ich meinen Spaten fallen und rannte zu den anderen.
Sie hatten sich alle vor dem Hauptgebäude versammelt, mit ihnen vier Rotarmisten welche allesamt knieten und ihre Hände hinter ihrem Hinterkopf hatten.
Einer meiner Soldaten erklärte mir, wo sie sie aufgegriffen haben und sonstige Details.
Ich schaute die gefangenen Rotarmisten mit einem leeren Blick an, bei dem meine Augen mit Tränen gefüllt waren.
Sie schauten alle zu Boden…keiner rührte sich auch nur ein Stück.
Der Soldat, welcher mir Bericht erstattete wurde je unterbrochen…als ich meine Pistole aus dem Halfter zog und einem nach den anderen von ihnen erschoss.
Danach schaute ich in die Gesichter meiner Kameraden, sie schauten mich an und ich konnte bei jedem einzelnen von ihnen tiefstes Verständnis erkennen.
Ich steckte die Waffe wieder ein und kehrte zu meiner Frau zurück, bis in die Nacht hinein grub ich an ihrem Grab und meinen Kameraden werde ich auf ewig zu Dank verpflichtet sein, denn sie bauten einen Sarg aus einem alten Schrank für sie.
Ein schlichtes Holzkreuz mit ihrem eingravierten Namen schmückte ihr Grab.
Als ich mich von meiner Frau verabschiedete und um Verzeihung bat, dass ich nicht da war, kehrten wir in unserem Halbkettenfahrzeug zurück zu unserem Stützpunkt.
Der schlimmste Tag in meinem Leben war vorüber und fortan werde ich mit diesem unerträglichen Schmerz leben müssen…doch wie kann man mit so etwas schon leben…oder weiterleben wenn es einem das Herz zerreißt.
Wie soll ich es meinen Söhnen nur erzählen...mit was für Worten soll ich es ihnen sagen…es gibt doch keine schonenden Worte für sie wenn ich ihnen erzählen muss, dass ihre Mutter ermordet wurde.

Ablenkung, so schwer sie auch sein mag, hat man im Krieg genug und erst wenn ich tot bin oder Friede eingekehrt ist…dann werde ich Zeit haben länger darüber nachzudenken.
Alles was jetzt wichtig ist…ist, dass meine Söhne den Krieg überlegen…leider kann ich dafür nur wenig tun…und dass ich für meine Kameraden da sein werde, welche sowas ähnliches wie eine Familie für mich geworden sind.
Den Rest des Monats April gingen wir noch mehrfach auf Patrouille und machten einige versprengte sowjetische Truppen nieder.



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Ansonsten halfen wir noch den Pioniereinheiten in der Region einige Verteidigungsstellungen zu bauen, denn das Hauptquartier war sich sicher, dass um Schlesien noch nicht der letzte Schuss gefallen ist.

Es hat sich als Tatsache herausgestellt, dass die Oberste Heeresleitung beabsichtigt hatte die starken feindlichen Verbände in und um Warschau anzugreifen.
Normal hätte ich gesagt, dass es totaler Wahnsinn gewesen wäre eine solch konzentrierte Streitmacht, bei der die Flanken auch noch so gut geschützt sind, anzugreifen…zudem befindet sich die feindliche Armee ja auch nicht auf offenem Gelände, sondern in Warschau.
Am 12. April 1945 begannen die Angriffe der Wehrmacht auf die sowjetischen Linien bei Lomza und Lublin.
Durch diesen Angriff versuchte man die Versorgungslinien und die direkten Zuwege nach Warschau unter Kontrolle zu bringen, somit würden die Verbände im Großraum Warschau festsitzen.
Der Angriff wurde mit aller Härte durchgeführt und die deutschen Soldaten gingen an ihr Äußerstes und erkämpften sich Stellung für Stellung und Kilometer für Kilometer.
Nach vier Tagen des harten Kampfes schaffte es die Wehrmacht die sowjetischen Truppen zurückzuwerfen oder zu vernichten.



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Auch wenn die Rote Armee ständig neue Truppen aus dem Hinterland in die Kämpfe schickte und dabei aber auch massig Truppen versuchte zurückzuziehen, schaffte es die Wehrmacht mit ihren ursprünglich aufgestellten Truppen das Schlachtfeld zu dominieren.
Als am 17. April 1945 jegliche Verbindung nach Warschau unter deutscher Kontrolle stand und auch die Gegenangriffe der Russen zurück geschlagen werden konnten, bereiteten sich die Truppen westlich von Warschau darauf vor die Stadt zu stürmen.



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Jedem Soldaten war klar, dass dies ein äußerst schwerer Kampf werden würde.
Warschau lässt sich gut verteidigen, gerade weil es schon mehrfach umkämpft war und bereits jetzt total zerbombt ist.
Ein zweitägiges Artillerietrommelfeuer klopfte die Rotarmisten weites gehend weich und man hoffte auf die Minderung ihrer Kampfmoral.
Nach langer Zeit half auch wieder die Luftwaffe im großen Stil mit, eine Stadt sturmreif zu schießen.
Abfangjäger sorgten für einen freien Himmel, während Bomber auch noch das letzte Haus in Trümmer legten…Sturzkampfbomber versuchten so gut wie möglich die Stellungen des Feindes auszuschalten, bevor das Heer sie erreicht.

Am 19. April 1945 war man soweit um Warschau aus allen Himmelsrichtungen anzugreifen und man konnte schon am zweiten Tag bis zum Stadtrand vorrücken.
Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe weiter fort und beschleunigte den Vormarsch der Truppen am Boden.
Weitere zwei Tage wurde ausschließlich in der Stadt gekämpft und die Rote Armee zog sich immer mehr ins Stadtzentrum zurück.
Die Wehrmacht stand unter ungeheuren Zeitdruck, denn wenn Moskau es geschafft hat genügend Truppen zu sammeln werden sie mit Sicherheit einen gewaltigen Angriff auf die Linien bei Warschau versuchen und dann wäre die gesamte Operation umsonst gewesen.
Am 22. April 1945, war der Großteil der ehemaligen polnischen Hauptstadt unter deutscher Kontrolle, die Rote Armee konnte bis zu diesem Tag nur einige Gebiete im Zentrum der Stadt halten welche der Reihe nach fallen.
Die letzten russischen Stellungen werden schnell und effektiv mit Granaten und Flammenwerfern ausgeräuchert.



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In den letzten Stunden in der Schlacht um Warschau, kämpfen die Rotarmisten nur noch um ihr Leben und versuchen gar nicht sich auf größere Kämpfe einzulassen…die Wehrmacht muss sie fast schon dazu zwingen.
Auch wenn dieser Angriff fast schon überstürzt geführt wurde und kaum Vorbereitungszeit zur Verfügung stand war es dennoch ein Erfolg.
Die gesamte zusammengezogene Streitmacht in Warschau konnte zerschlagen werden und nur ein verschwindend geringer Teil ging in Gefangenschaft.
Noch in den folgenden Nächten konnte man in Warschau Schüsse hören oder mit ansehen, wie Flammenwerfer Einheiten, ganze Keller ausräucherten.
Es dauerte einige Zeit bis Warschau wirklich frei von den Russen war.

Durch die Stürmung von Warschau hatte man jetzt wieder eine günstigere Position für die Verteidigung, außerdem würde man einige Truppen frei kriegen mit denen man es vielleicht versuchen könnte die Belagerung von Ostpreußen zu lockern.
Dafür bräuchte man wohl um einiges mehr an Soldaten als zur Verfügung steht aber irgendwann muss man dagegen etwas tun.
Im Süden, in Ungarn, geht die Wehrmacht ebenfalls zum Gegenangriff über und versucht die eingeschlossenen deutschen und ungarischen Verbände in Budapest rauszuhauen.
Das Staatsgebiet von Ungarn beschränkt sich dieser Tage nur noch auf den Großraum von Budapest.
Es kommt immer wieder zu Kämpfen am Stadtrand, jedoch trauten sich die Russen bisher nicht einen direkten Großangriff auf die Stadt zu starten.
Das wird eine mörderische Schlacht…viele Menschen, sehr viele werden in dieser Schlacht ihr Leben verlieren und ich glaube nicht mal daran, dass es nach dieser Schlacht eine Entscheidung an der Ostfront bringt.
Budapest bereitet sich auf seine schlimmste Stunde vor und legt seine gesamte Hoffnung auf die Soldaten, welche zu Hilfe eilen.



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RumsInsFeld
20.11.08, 18:45
Wiedereinmal großartig :)

ReLax
20.11.08, 18:52
Oh man, klasse geschrieben. Wirklich sehr genial. Mir kamen die Tränen als ich die Szene am Gutshof gelesen hatte. Du solltest diesen AAR wirklich mal zusammenfassen und als PDF veröffentlichen. Wirklich einer der besten Geschichten die ich jeh gelesen habe. Stellenweise eine klasse WW2 Dokumentation und dann ein Drama, wirklich klasse.

Fallschirmjäger
20.11.08, 23:45
Wenn der AAR beendet ist werde ich auf Wunsch, das PDF vom gesamten AAR hochladen...wird ziemlich groß.

Ich hoffe ich konnte diese dramatische Szene gut genug umsetzen und hab es vielleicht sogar ein wenig geschafft es autenthisch wirken zu lassen.
Jedenfalls freut mich euer Kommentar Relax und RumsinsFeld!

Kurfürst Moritz
21.11.08, 01:04
Wahrlich erstklassig geschrieben. Man kann sofort mitfühlen, wie dem Protagonisten zu Mute gewesen sein muss, als er das tragische Geschehen entdeckte.

Auch wir freuen uns auf ein PDF mit allen Berichten.

Al. I. Cuza
21.11.08, 02:13
Ich hoffe auf die A-Bombe :D

dersheeper
21.11.08, 19:03
Wenn der AAR beendet ist werde ich auf Wunsch, das PDF vom gesamten AAR hochladen...wird ziemlich groß.


Wünsch. :)

Oberst Klink
30.11.08, 13:04
Wirklich großartig, ein wahres Meisterwerk. :top:

KIWI
30.11.08, 19:27
sehr schöne geschichte. wir warten auf die fortsetzung.

ReLax
30.11.08, 19:38
Uff und ich dachte schon, es gäbe eine als ich diesen Thread unter den neusten Posts gesehen hatte. :)

Lewis Armistead
13.12.08, 17:40
Also ich hab mich bisher noch nie in diesem Thread zu Wort gemeldet da ich ihn erst entdeckt hab als ich 3 wochen krank zuhause lag und jede Menge Muse hatte und die hab ich auch gebraucht um diesen AAR vom Anfang bis jetz zu lesen und er wurde nie langweilig!
Dieser AAR taugt als Buch über einen alternativen Kriegsverlauf!
Ich finds vor allem super dass ihr nie politisch werdet und die Figuren und den ganzen Krieg so realistisch werden lasst, Gefangene werden nicht gemacht weil schlicht auf dem Vormarsch keine Zeit ist, auch der Hauptcharackter lässt mal seine Nerven durchgehn und erschießt Gefangene...und ich glaube jeder der hier mitliest kann das nachvollziehen

Wirklich ganz großes Kino euer AAR

Oberst Klink
14.12.08, 10:57
Langsam glaube ich, dass der AAR von Update zu Update besser wird.

Le Prînglé
14.12.08, 18:25
Langsam glaube ich, dass der AAR von Update zu Update besser wird.

Noch besser? :eek:
Update, Update! :o

Fallschirmjäger
14.12.08, 21:33
@Lewis Amistead

Vielen Dank für eure Worte.
Ich hoffe ihr werdet auch im gesunden Zustand weiterhin meine Geschichte lesen =)
Schön, dass ihr sie so sehr mögt.

@Oberst Klink

Na dann muss ich mich mal ranhalten das nächste Update zu werkeln und die Qualität noch ein kleines bisschen hochzusetzen.

@Le Prînglé

Ich kam heute von meinem Kurzurlaub aus dem schönen Österreich zurück ins Ländle und werde mich bei nächster Gelegenheit wieder an die Arbeit machen.
Mir jukt es ja in den Fingern die Front nach Salzburg wandern zu lassen...nach der kleinen Stadtbesichtigung...aber dafür mag ich die Stadt schon viel zu sehr =)

Le Prînglé
14.12.08, 23:41
Mir jukt es ja in den Fingern die Front nach Salzburg wandern zu lassen...nach der kleinen Stadtbesichtigung...aber dafür mag ich die Stadt schon viel zu sehr =)

Na dann mal los. Solange es ein Update gibt :) Ihr seid ein großartiger AAR-Schreiber, der allein mit diesem Kunstwerk seine Berechtigung, als solcher betitelt zu werden, verdient hat.

Beste Grüße,
Euer Le Prînglé

Oberst Klink
15.12.08, 20:39
@Fallschirmjäger: Da freue ich mich schon auf das nächste Update. :)

Fallschirmjäger
21.12.08, 23:04
Erste Schlacht um Budapest

Als in Warschau noch gekämpft wurde und sich die Niederlage der Sowjetunion in der polnischen Hauptstadt abzeichnete, verließen zehntausende von Rotarmisten ihre Stellungen und gingen in Ungarn zum Angriff über.
Sie hatten bereits fast das komplette Land erobert, standen einige Kilometer vor der deutschen Grenze und konnten abermals ihr Artilleriefeuer auf Preßburg eröffnen.
Budapest stand in diesen Tagen alleine da, alle Versuche während des Monats April, zu der eingeschlossenen Stadt vorzudringen scheiterten kläglich.
Die Reste der ungarischen Armee wurden geteilt, der kleinere Teil bei dem es sich um rund 25.000 Soldaten handelt hat sich nach Graz und Wien zurückgezogen.
Sie standen in heftigen Gefechten in Westungarn und mussten schwere Verluste hinnehmen, nun werden sie neu aufgestellt und in die Wehrmacht eingegliedert.
Der andere Teil wartet in Budapest und Umgebung auf die Rote Armee, dort haben sich ungefähr 50.000 Ungarn zusammen mit einigen kleinen deutschen Einheiten verschanzt.

Die Stadt an der Donau ist heftigen Artilleriefeuer und Bombardement aus der Luft ausgesetzt, alles nur das Vorgeplänkel für das was noch kommen wird.
Die Verteidigung in der Stadt ist lückenhaft…kaum genügend Munition und Verpflegung um einer dauerhaften Belagerung standzuhalten, die meisten Kampfpanzer und andere Fahrzeuge wurden abgezogen kurz bevor sich der Ring um die Stadt schloss.
Dennoch konnten sich die Truppen in der Stadt bisher gegen jeden Angriff wehren und verhinderten ein Eindringen in die Stadt.
Am 20. April 1945 wurde jedoch allen sehr schnell klar, dass sich die ungarischen und deutschen Soldaten in Budapest nicht mehr lange halten können.
Die Rote Armee begann mit ihrem Großangriff auf die Stadt.



http://i39.tinypic.com/ac6b0p.jpg


Die Verteidigung konzentrierte sich von Beginn an nach Osten, da von dort mit dem Hauptangriff gerechnet wurde.
Jedoch hatten die Russen es geschafft an einer anderen Stelle die Donau zu überqueren und konnten so nun der Verteidigung in den Rücken fallen.
Schnell wurden ungarische Truppen abgezogen und auf das andere Flussufer gebracht, um dem russischen Vormarsch zumindest etwas entgegenzuwirken.
An der Hauptkampflinie sah es nicht besser aus, wie schon gesagt war es nicht möglich eine durchgezogene Verteidigung zu errichten und man musste sich auf die wichtigsten Bereiche der Stadt konzentrieren.
Die Wehrmacht versammelte sich im Stadtzentrum und würde versuchen dort lange genug Widerstand zu leisten, außerdem wurden von den Deutschen die meisten Brücken kontrolliert.

Die Rote Armee rückte in den ersten Tagen mit voller Kraft gegen die ungarischen Linien vor, der Vormarsch ging zwar langsam voran aber doch stetig.
Ungarische Truppen wehrten sich tapfer in den Häuserkämpfen aber sie unterlagen doch all zu oft der gnadenlosen numerischen Überlegenheit der Sowjets.



http://i39.tinypic.com/2qsyno3.jpg


Sie konnten fünf Tage lang ihre Verteidigung aufrecht erhalten, sie mussten zwar immer weiter zurückweichen Richtung Stadtzentrum aber ihre Verteidigung hielt und brach nicht zusammen.
Am fünften Tag der Offensive, am 25. April 1945 brach jedoch die vorderste Verteidigung zusammen und es fand kein geordneter und kämpfender Rückzug mehr statt.
Ganze Einheiten wurden überrannt und von den restlichen Truppen abgeschnitten, nun rückt die Rote Armee geradewegs auf das Stadtzentrum vor.



http://i43.tinypic.com/1zy7tqs.jpg


Die restlichen ungarischen Truppen zogen sich in den Süden der Stadt zurück und vereinigten sich teilweise mit der Wehrmacht.
Auf einem kleineren Gebiet war es nun vielleicht möglich die Russen dauerhaft zum Stehen zu bringen.
Mehrere Stadtteile wurden den Sowjets nun kampflos überlassen, man hofft dadurch etwas Zeit zu gewinnen und sich besser auf die Angriffe auf das Stadtzentrum vorzubereiten.
Auf der Westseite konnten die Russen bislang aufgehalten werden, ein Durchbruch an der nordwestlichen Verteidigungslinie wäre fatal.
Es werden vorsichtshalber mehr und mehr Einheiten von der Ost, zur Westseite gebracht…man rechnet damit, dass die Rote Armee bald auch von Westen her angreifen wird und das wird früher oder später zum Zusammenbruch führen.

In den folgenden Tagen wird rund um die Uhr gekämpft und die ungarischen Truppen stehen bereits an ihrer Belastungsgrenze.
Bei den kämpfenden Truppen in Budapest gehen die Meldungen ein, dass eine erneute Operation angelaufen ist um Budapest endlich aus dem Kessel zu befreien.
Nun da Warschau wieder in deutscher Hand ist wurden genügend Truppen frei, um sie nach Ungarn zu schicken.
Aus der Region von Krakau und Preßburg setzen sich etliche Verbände in Bewegung und erreichten am 26. April 1945 die russischen Linien.
Man brach anfangs erfolgreich durch die Verteidigung der Sowjets und eroberte wieder einige Kilometer zurück.
Es waren sehr schwere Kämpfe, welche stark an den Kräften der Wehrmacht zehrten.
Schon nach einem halben Tag etwa mussten die Angriffe eingestellt werden und die ernüchternde Meldung wurde abgegeben, dass man zwar den Russen zurückdrängen konnte, jener sich aber im Laufe des Gefechts erfolgreich eingraben konnte und jegliches Vorankommen unmöglich machte.
In der folgenden Nacht wurde noch stellenweise versucht mit kleinen Angriffen, mögliche Schwachstellen in den russischen Linien zu finden, doch brachten auch diese Aktionen nicht den gewünschten Effekt.

Auch aus Wien wurde eine ganze Armee in Gang gesetzt um auf direktem Wege, Budapest vor der Roten Armee zu retten.
Es wurde sich durch jedes Dorf gekämpft…jede kleine Stadt wurde versucht zu erobern oder zumindest die dortigen Rotarmisten so zusammen zuschießen, dass sie es nicht mehr wagen würden sich zu zeigen.



http://i41.tinypic.com/nlu0yo.jpg


Zusätzlich wurden die Reste der ungarischen Armee eingesetzt, man hoffte wohl auf eine besonders motivierte Kampfmoral.
Es kam zu einigen sehr verlustreichen Gefechten im Westen von Ungarn, viele Ortschaften konnten wieder befreit werden und die Bevölkerung atmete auf als sie von der Besatzung der Roten Armee befreit wurde.
Das Oberkommando hat nicht mehr die Absicht Budapest zu erreichen nur um es in seiner Verteidigung zu stärken und weiterhin Widerstand dort zu leisten, man will die Stadt jetzt nur noch aus dem Grund erreichen, dass man die dortigen Soldaten raushauen kann und ihnen die Flucht aus der Stadt ermöglichen kann.
Budapest ist auf langer Sicht sowieso nicht mehr zu halten.
Allerdings gelang es auch nicht den Streitkräften aus Wien weit genug vorzustoßen um an der Schlacht um Budapest teilzunehmen.
Es konnten einfach nicht genügend Kräfte aufgebracht werden für dieses Unternehmen…und so stoppte der Vormarsch und blieb vollends stecken.
Die Rote Armee hatte es geschafft jeden Befreiungsschlag abzuwehren.

Am 28. April 1945 startete die Rote Armee, in Budapest, ihren finalen Angriff.
Die Gegenmaßnahmen der Wehrmacht außerhalb des Kessels beliefen sich auf sporadisches Artilleriefeuer in die Stadt.
Im Vergleich dazu was die Sowjets auf die deutschen und ungarischen Stellungen niederregnen ließen, war es kaum der Rede wert.
Stalinorgeln feuerten Salve um Salve auf das Stadtzentrum, schwere Artillerie ließ ganze Gebäude einstürzen und brachte viele Soldaten an den Rand des Wahnsinns.



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Im Nordwesten konnten die Stellungen nicht länger gehalten werden und wurden allesamt überrannt, die Rote Armee konnte dort nun sehr schnell in die Stadt weiter vorrücken und traf dabei nur auf geringen Widerstand.
Nun trafen auch aus dem Südwesten neue russische Einheiten ein und unterstützten die Angriffe.
Am Westufer der Donau versuchten noch die restlich verbliebenen ungarischen Truppen ihre Stadt zu verteidigen und verhinderten zumindest für eine gewisse Zeit den Verlust der südlichen Brücken.
Falls es den Verteidigern noch möglich war wurden die Brücken gesprengt, aber leider gelang es nicht jedesmal…die Russen unternahmen natürlich alles Mögliche um eine Sprengung zu verhindern.
Die Rote Armee erreichte an diesem Tag auch das Stadtzentrum, welches von den restlichen deutschen Soldaten gehalten wurde.
Mit dem Fluss im Rücken, die Brücken entweder gesprengt oder wartende Rotarmisten auf der anderen Seite, keine Fluchtmöglichkeit und mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass sie aus dieser Stadt nicht mehr lebend rauszukommen, kämpften sie um jedes Haus und um jede Straße und trieben damit die Verlustzahlen der Russen, im Schlussakt der Schlacht, nochmals in Höhe.
Die Angriffe der Roten Armee auf das Stadtzentrum wurden mit höchster Brutalität und ohne Rücksicht auf Verluste durchgeführt, so schnell wie möglich sollte Budapest fallen.



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Die Kämpfe um das Stadtzentrum dauerten die gesamte Nacht, bis zum letzten Mann und bis zur letzten Patrone wurde gekämpft aber schließlich wurde Budapest von den Russen erobert und alle eingeschlossenen deutschen Kameraden fanden den Tod.
Sie liegen nun Seite an Seite mit den ungarischen Soldaten in den Straßen von Budapest, welches komplett in Trümmern liegt.
In der Stadt und der Umgebung versammelt sich am Ende des Monats April eine schier ungeheure Masse an sowjetischen Truppen, niemals hätten unsere Kameraden diesen Sturm aufhalten können.
Mit dem Verlust dieser vielen Soldaten und von Budapest steht das Deutsche Reich nun alleine da im Kampf gegen die Sowjetunion und gegen die westlichen Alliierten.

Die Regierung von Ungarn, welche bis zuletzt in der Hauptstadt ausharrte wurde von den Russen abgesetzt, was genau mit ihnen geschah ist ungewiss.
Jedenfalls ist Ungarn nun komplett besetzt und hat seine Eigenständigkeit verloren, die Reste der ungarischen Armee werden in die Wehrmacht eingegliedert.
Noch am 30. April 1945 greifen die Sowjets bereits die geschwächten Linien in der Slowakei an und drängen unsere Verbände zurück.
Preßburg war auf einen erneuten Kampf nicht vorbereitet und musste aufgegeben werden in Anbetracht der schnell vorrückenden sowjetischen Truppen.
Es ist ernüchternd mit anzusehen welch einen Sieg die Russen davongetragen haben, obwohl wir ihnen zuvor einige heftige Schläge zugefügt haben.
Mit unserer Niederlage in Ungarn wird das Ganze jetzt noch um einiges schwieriger, die Russen werden mit Sicherheit nun gegen Wien und Prag vorrücken,…Preßburg haben sie schon und Krakau wird auch nicht lange in deutscher Hand bleiben.



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Meine persönliche Einschätzung von der derzeitigen Lage an der Ostfront…
Die Wehrmacht wird sich noch einige Monate, ja vielleicht bis zum Jahresende noch behaupten können aber die Monate wird es langsam rückwärts gehen und schon bald werden deutsche Großstädte das gleiche Schicksal erfahren wie Budapest.
Es gibt kaum noch Reserven, welche unsere Verluste ausgleichen könnten und wer denkt…der Volkssturm könnte auch nur eine Schlacht für sich entscheiden…der hat nach meiner und der Meinung meiner Kameraden eine Murmel im Trichter.
Für die Sowjetunion sind ihre hohen Verluste nicht so sehr schmerzhaft wie für die Wehrmacht, wie viele müssen von ihnen noch fallen um endlich diesen Krieg zu beenden.

Wir sind mit unserer Arbeit hier weites gehend fertig und werden schon in den nächsten Tagen an die Front verlegt.
Es wird mit einem großen Gegenangriff auf Warschau gerechnet und wahrscheinlich werden wir gegen diesen Sturm geworfen.
Irgendwie bin ich gespannt wohin es mich in diesen nächsten Monaten noch alles hin verschlägt, wo wir kämpfen werden…wohin wir uns zurückziehen…was noch alles geschehen wird.
Doch eines hoff ich mit Sicherheit, egal aus welchem Grund…ob durch einen Sieg oder durch eine Niederlage…nach Sibirien kriegt mich niemand.

Im Westen nichts Neues, die Front hält und ist nur hin und wieder unruhig.
Die Wehrmacht unternimmt hin und wieder kleinere Aktionen gegen die Amerikaner, dass diese sich nicht allzu sehr ausruhen können.
Man hätte bereits einen beachtlichen Teil von den Truppen an der Westfront abziehen können aber man möchte noch ein Druckmittel in der Hand behalten…man will die West Alliierten endlich dazu zwingen einen Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen.
Über Diplomaten in der Schweiz und Schweden kamen schon so manch eine Nachricht von den Engländern und den Amerikanern an das Deutsche Reich…sie schickten ihre Bedingungen welche erfüllt werden müssten, dass sie ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen würden.

Sie verlangten den kompletten Rückzug der Wehrmacht aus den besetzten Gebieten in Frankreich, Belgien, Holland und Norwegen.
Die Wehrmacht steht zu tief im französischen Land als das man sich darauf einlassen würde einfach die Hauptstadt der Franzosen wieder preiszugeben oder die anderen Territorien.
Belgien und Holland wieder in den Vorkriegszustand versetzen?
Nur mit Waffengewalt wird man diese zwei Staaten wieder aus dem Deutschen Reich lösen können, zu viele Kameraden ließen dort ihr Leben um diese Länder zu verteidigen, als das man sie jetzt einfach wieder räumen lässt.
Norwegen wird sicherlich auch nicht von der Wehrmacht verlassen, bevor nicht dieser Krieg beendet wurde…auf die eine oder andere Weise.
An das von der Wehrmacht besetzte Norditalien erheben sie keinerlei Ansprüche und bekräftigen nur, dass Italien wiederhergestellt werden soll als Mitglied des Alliierten Bündnisses.
Natürlich fordern sie noch die Freilassung aller französischen, britischen, amerikanischen und aller anderen Alliierter Gefangener, von den deutschen Kriegsgefangenen wurde kein Wort erwähnt.
Diese Forderungen sind unannehmbar und wurden umgehend abgelehnt.

Im Reich ist man weniger über die Westfront besorgt als logischer Weise über die Ostfront.
Es herrscht nur noch eine geringe Gefahr aus dem Westen, der Großteil der Anstrengungen im Deutschen Reich beläuft sich nun im Kampf gegen die Sowjetunion.
Die Rüstungsindustrie stellt unermüdlich weiteren Nachschub für die kämpfende Truppe her und seit 1945 wird mit aller Kraft daran gearbeitet die Wehrmacht mit dem neusten Stand der Technik auszurüsten.
Ausgefallene Kampfpanzer oder andere Fahrzeuge sollen so schnell wie möglich ersetzt werden.
Geschütze, Sturmgewehre, Maschinengewehre, Unmengen an Munition, Granaten, Panzer, Jagdpanzer, Schützenpanzer, Lastwagen, Abfangjäger, Bomber, Sturzkampfbomber,…alles wird in einer nie da gewesenen Dimension produziert.



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Auch wenn die Reserven der Wehrmacht knapp werden und die Neuzugänge zur Armee bei weitem nicht mehr das Maß von den vergangenen Jahren besitzt…werden immer noch neue Rekruten ausgebildet.

Noch ist der Krieg nicht verloren.

Admiral RV
22.12.08, 00:21
Eine tolle Lageanalyse in einem tollen AAR. Super!

Rantanplan
22.12.08, 01:44
Einfach Klasse!!:top:

Kurfürst Moritz
22.12.08, 02:07
Ja, der Bericht ist wirklich wieder super gelungen! Besonders die Stadtpläne sind genial!

Wir hoffen natürlich weiter auf viele Panzerdivisionen und die tausend Strahlenjäger, um die RUssen doch noch zurück werfen zu können.

Le Prînglé
22.12.08, 15:14
Großartig, werter Fallschirmjäger. In puncto Flair und Aufbau ist Euer AAR spitzenklasse :)

RumsInsFeld
27.12.08, 13:01
Wieviele Truppen waren denn in Budapest eingeschlossen?

General
06.01.09, 15:56
Ja, ein super AAR. Vielleicht könntest du bei Gelegenheit mal eine Karte von Westeuropa beilegen, um sich da auch ein Bild der aktuellen Lage machen zu können.

General
27.01.09, 14:21
Hey Fallschirmjäger, wann geht die Schlacht denn weiter? Wir warten alle schon ganz gespannt und hoffen nur das Beste für unsere Soldaten und unser Land.

Fallschirmjäger
29.01.09, 03:52
Verzeiht, dass ich mir wieder solang Zeit lasse.
Der Januar war etwas turbulent...und ein Großteil meiner Kreativität ist ein Filmprojekt gewandert...welches jetzt aber beendet wurde...erfolgreich.

Kurz zu den Fragen.
In Budapest wurden 20 zusammengeschossene ungarische Divisonen vernichtet und 3 deutsche Divisionen.

Mir war es zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich bis zur Stadt vorzudringen oder die Truppen aus der Stadt abzuziehen, die KI war zu erdrückend ^^

Außerdem musste ich mich entscheiden ob ich den Russen in Warschau eins aufn Deckel gebe oder meine Leute nach Budapest schicke um die Stadt zu retten...naja weiß ja jeder was ich getan habe ^^

An der Westfront sieht es immer noch gleich aus wie auf dem letzten Screenshot.
Die Linie Caen/Le Havre - Paris - Auxerre - Djion ist die derzeitige Frontlinie...leider kein aktuelles Bild vorhanden.

Das nächste Update ist eigentlich schon fertig...aber ich würde gerne das übernächste Update auch jetzt fertigstellen und mir so ein kleines Fettpolster zusammenschreiben.
Kann auch sein, dass ich das nächste Update noch etwas verbessern möchte.

dersheeper
29.01.09, 12:04
Oh nein. Ich dachte, Ihr hättet ein Update gepostet. :(

Natürlich trotzdem eine gute Nachricht, dass es weitergeht. :)

Stupor Mundi
29.01.09, 12:20
Freut Uns trotzdem, daß der wohlgeratene AAR bald weitergeführt wird. In den letzten Wochen werden wir mit HOI2-AARs nicht gerade verwöhnt, da ist diese Ankündigung hier schon ein Silberstreif am Horizont.

Lewis Armistead
29.01.09, 19:32
Das ist auf jeden Fall eine Ankündigung die unser Herz erfreut.
Um mal auf meinen Vorredner zu sprechen zu kommen...ich habe mir nun endlich auch mal den NFM-Mod besorgt und mal ein SPiel auf dem historischen Schwierigkeitsgrad begonnen und würde da ich schon lange mal lust hatte einen AAR zu schreiben dieses Game ebenfalls verwursten...
Dabei würde ich mir jedoch garnicht erst anmaßen in Konkurrenz zum werten Fallschrimjäger zu treten da mir für seine Art zu schreiben (die mich an Paul Carells "Die Wüstenfüchse" errinnert) schlicht die Ideen und das Talent fehlen würden.
Ich würde versuchen meinen AAR wie einen regelmäßigen Wehrmachtsbericht natürlich gewürzt mit Anekdoten und Besprechngen im Führerauptquartier zu schreiben...bestünde denn Interesse an einem solchen Werk und wäret ihr gewillt die sicherlich häufigen Fehler eines bis jetzt nur 1.00 HOI II vertrauten Schreiberlings zu verzeihen?

Ps. Werter Fallschirmjger ich bitte vielmals um Verzeihung dass ich euren heiligen Thread durch meine schnöden Worte entweihe.

Rantanplan
29.01.09, 20:10
Das ist auf jeden Fall eine Ankündigung die unser Herz erfreut.
Um mal auf meinen Vorredner zu sprechen zu kommen...ich habe mir nun endlich auch mal den NFM-Mod besorgt und mal ein SPiel auf dem historischen Schwierigkeitsgrad begonnen und würde da ich schon lange mal lust hatte einen AAR zu schreiben dieses Game ebenfalls verwursten...
Dabei würde ich mir jedoch garnicht erst anmaßen in Konkurrenz zum werten Fallschrimjäger zu treten da mir für seine Art zu schreiben (die mich an Paul Carells "Die Wüstenfüchse" errinnert) schlicht die Ideen und das Talent fehlen würden.
Ich würde versuchen meinen AAR wie einen regelmäßigen Wehrmachtsbericht natürlich gewürzt mit Anekdoten und Besprechngen im Führerauptquartier zu schreiben...bestünde denn Interesse an einem solchen Werk und wäret ihr gewillt die sicherlich häufigen Fehler eines bis jetzt nur 1.00 HOI II vertrauten Schreiberlings zu verzeihen?

Ps. Werter Fallschirmjger ich bitte vielmals um Verzeihung dass ich euren heiligen Thread durch meine schnöden Worte entweihe.

Ein weiterer AAR? Her damit!!
Ich denke ich spreche da für alle...also einfach machen! :)

Fallschirmjäger
29.01.09, 20:28
@Lewis Amistead

Zuviel der Ehre ;)
Ich hätte aufjedenfall Interesse an solch einem AAR, mich als Leser habt ihr gewiss.

Da gibt es nichts zu verzeihen :prost:

Lewis Armistead
30.01.09, 14:47
Stellt euer Licht nur nicht unter den Scheffel werter Fallschirmjäger ich bin sparsam mit Lob;)
Alsp dann werd ich mich mal da ranmachen...dauert noch ein klein wenig bis ich mich mit dem ganzen Krimskrams zum bilder einfügen und so reingefitzt habe aber dann geht es hoffentlich bald los!
aber bis dahin wollen wir endlich das Update!!!:D

Fallschirmjäger
31.01.09, 03:02
Zweite Schlacht um Budapest



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Als es noch dunkel war am 2. Mai 1945, als wir noch im Keller des Ratshauses von einem kleinen Ort nicht fern der Front schliefen und froh darüber waren auf frischen Feldbetten zu schlafen…da wurden wir mit Geschrei und Trillerpfeifen aus unserem Schlaf gerissen.
Wir alle zogen uns schnell an, griffen uns unsere Gewehre und unser Marschgepäck und rannten die Kellertreppen hinauf zum Ausgang.
So gelangten wir auf den relativ großen Rathausplatz, auf dem sich schon andere Kameraden versammelt hatten und in Reih und Glied standen.
Meine Männer reihten sich ebenfalls ein und ich begab mich zu den anderen Offizieren um herauszufinden was auf einmal los sei.
Eigentlich hieß es nämlich die Front sei weit genug weg und stabil, mit Angriffen wurde hier nicht gerechnet.

Ich stand mit den Offizieren im Kreis, sie wussten auch nicht wieso man uns alle plötzlich antreten lässt.
Wir hatten nun Gelegenheit zu spekulieren was wohl geschehen ist, allen von uns sah man die Besorgnis an aber wir machten nur unsere Witze über die Situation…wie dass der Krieg sicherlich zu Ende ist und wir hier gleich eine Abschiedsrede hören werden.
Als dann endlich die Offiziere kamen, die eine Ahnung hatten wurden wir alle ganz still und warteten auf unsere Befehle.
Durch den Verlust von gesamt Ungarn und dadurch auch von Budapest verschärfte sich die Lage an der unteren Ostfront dramatisch.
Eine gewaltige Streitmacht hat sich auf dem ungarischen und slowakischen Gebiet versammelt und ist derzeit damit beschäftigt sich neu zu organisieren.
Die Kämpfe in Ungarn hat den Russen viel Kraft gekostet und ihnen ist es derzeit nicht möglich weiter vorzurücken.
Die Rote Armee befindet sich in Ungarn derzeit mehr oder weniger in einer provisorischen Verteidigungshaltung und sie schaffen neue Soldaten und neues Material heran um ihre Verluste auszugleichen.
Diese Umstände begünstigen einen Angriff, große Verbände der Roten Armee sind geschwächt und entkräftet…kaum zu größeren Bewegungen und Aktionen bereit.
Die Wehrmacht wird von Norden her die einstigen Angriffe wieder aufnehmen, wie vor einigen Tagen als es noch galt die ungarische Hauptstadt aus dem Kessel zu befreien.
Dieses Mal werden die Angriffe mit zusätzlichen Einheiten verstärkt werden, unteranderem sind auch unsere Einheiten dabei.

Das Oberkommando plant einen Vorstoß etwa 150 – 200 Kilometer östlich von Budapest, von dort marschiert man Richtung Süden und wird je nach Situation die Angriffe nach Westen lenken, um dann möglichst schnell mit den angreifenden Wehrmachtverbänden aus Österreich zusammenzustoßen.
Falls diese Operation gelingen sollte, würde sich Budapest und das gesamte Umland wieder in einem Kessel befinden, jedoch um einiges größer als der vorherige.
Mit einem Erfolg oder nur einem Teilerfolg würde man den Sowjets gewaltige Verluste zufügen, ihre gesamte Angriffsarmee in Ungarn und der Slowakei wäre damit ausgeschaltet.
Scheitert abermals der Angriff auf die russischen Linien bin ich davon überzeugt, dass dies einer der letzten großangelegten Angriffe seitens der Wehrmacht sein wird.
Und wir gehören zu Denjenigen, die ganz vorne mit marschieren.
Diesmal ist es auch wörtlich gemeint, wir besitzen hier keinerlei Fahrzeug welches uns sofort an die Front bringen könnte, so heißt es für uns einen langen Fußmarsch zu bewältigen bis wir auf den Feind stoßen.

Bis zum Mittag marschierten wir Richtung Front und wir hörten schon aus weiter Ferne, wie Artilleriegeschütze ein unverkennbares Grollen auslösten und immer wieder Tiefflieger über unsere Köpfe hinweg donnerten.
Viele Bäume und Sträucher, sowie weite grüne Wiesen dominierten das Landschaftsbild, aber auch hier hat es schon Gefechte gegeben und die Überbleibsel davon sind nicht zu übersehen.
Noch bevor wir den örtlichen Befehlsposten erreichten kamen wir an dutzenden Artilleriestellungen vorbei, sie waren alle in leicht ausgehobenen Erdlöchern platziert und waren mit Tarnnetzen behangen.
Überall waren deutsche Soldaten, sie hatten alle ihre Aufgaben und liefen umher, trugen Kisten durch die Gegend, schafften Waffen nach weiter vorne, Lastwagen….Kübelwagen und Motorräder fuhren an uns vorbei.
Je näher wir der vordersten Linie und dem Kommandostand kamen, desto mehr Soldaten und Kriegsgerät begegneten uns.
Als wir dann endlich im Bereich des Kommandostandes waren, wurden wir schon von Soldaten empfangen welche uns einteilten.
Wir versammelten uns zwischen ein paar Bäumen und konnten erstmal eine Pause machen, wir schauten uns genau um und stellten schon sehr bald fest, dass wir fast direkt an der Frontlinie sitzen.
Schauten wir Richtung Front, so begannen etwa 500 Meter vor uns karge Felder welche ab und zu von Feldwegen unterbrochen wurden...einige Bäume sorgten für eine gewisse Abwechslung in der Landschaft.
Man sagte uns, dass die Russen entweder in den Feldern sitzen oder dahinter und auf unseren Angriff warten…weites offenes Gelände, dass wir durchqueren müssen.
Ich versuchte in der Ferne irgendetwas zu entdecken, doch ich konnte nur Rauch, Lichtblitze und Explosionen entdecken…weit entfernt.

Um uns herum lagen die ganzen anderen Soldaten in ihren Stellungen und warteten auf den Befehl zum Angriff, es waren so viele…soviele erfahrene Soldaten welche schon viele Schlachten geschlagen haben…und soviele junge Kameraden denen wohl die Feuertaufe noch bevor steht.
AchtAchter Flakkanonen waren Richtung Feind ausgerichtet…Kampfpanzer und Sturmgeschütze standen an der gesamten Linie bereit…auch sie waren, von den Panzerbesatzungen, mit Gestrüpp getarnt worden und hielten sich zunächst im Verborgenen.
Während wir warteten kamen ständig neue Soldaten hinzu und verteilten sich auf der Angriffslinie.
Ich krempelte meinen Ärmel etwas hoch um auf meine Armbanduhr zu schauen, sie war mit etwas feuchten Dreck beschmutzt…es hatte in letzter Zeit häufig geregnet…ich wischte mit meinem Daumen den Dreck weg und beobachtete für einen Moment den Sekundenzeiger.

„Bald wird es losgehen Männer“



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Auch bei uns hatten sich ein paar der jüngeren und unerfahrenen Kameraden eingefunden, meine Männer und Ich versuchten ihnen Mut zuzusprechen…gaben ihn Ratschläge…machten ihnen klar was sie ungefähr erwarten würde und sie auf keinen Fall die Nerven verlieren dürften.
Somit hatten wir eine gewisse Beschäftigung und konnten uns selbst etwas davon ablenken, als dann aber aus den hinteren Abteilungen die Artilleriekanonen anfingen zu feuern…machten wir uns bereit für den Angriff.
Mit der Zeit feuern immer mehr Geschütze auf die russischen Linien und der Donnerhall in unserem Rücken wird lauter und lauter.
Wir konnten das ganze Schauspiel noch etwas genießen, als dann aber die AchtAchter ebenfalls feuerten und die Motoren der Kampfpanzer und Sturmgeschütze angelassen wurden, war das für uns das Zeichen zum Angriff.

Die stählernen Ungetüme krachten aus ihren Verstecken und überfuhren jeden Strauch und jeden Baum...direkt dahinter folgten wir alle…all die Soldaten.
Einige nahmen direkt hinter den Panzern Deckung und versuchten Schritt zuhalten, die Übrigen liefen dazwischen oder mit Abstand etwas weiter hinten…es setzte sich eine große Streitkraft in Gang und hinter dieser Streitkraft stiegen die Raketen der Nebelwerfer hinauf.
Es kam einem wie eine Ewigkeit vor, als wir über die Felder marschierten und genau wussten, dass da vor uns irgendwo der Feind ist und uns wahrscheinlich schon sehen kann.
Als die Panzerkommandeure sich ins Innere ihrer Panzer begaben und die Luken schlossen, war mir klar, dass es jeden Augenblick los geht.
Und so war es dann auch, wenige Momente später schossen die Kampfpanzer fast zeitgleich und erhöhten ihr Tempo.
Das Feuer wurde erwidert, aus mehreren Richtungen wurde auf uns mit Maschinengewehren gefeuert…bei unserem Vormarsch mussten wir immer wieder uns in den Dreck werfen um vor dem Beschuss in Deckung zu gehen.
Es dauerte eine Weile bis die Russen endlich in Schussreichweite waren, aber als sie es waren brach über ihnen der Himmel zusammen.



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Sie hatten sich hinter sehr notdürftigen Erdhügeln verschanzt und hatten allem Anschein nach, nicht die Zeit gehabt Schützengräben oder Schützenlöcher auszuheben.
Sie lagen einfach verstreut auf den Feldern herum, weiter hinten konnten wir einige T 34 Panzer ausmachen…von dort stürmten auch weitere Rotarmisten in unsere Richtung.
Auch wenn die Stellungen der Russen mehr als armselig sind, haben sie immerhin den Vorteil eine gewisse Deckung zu haben…wir rennen auf freiem Feld auf sie zu.

Die vordersten Linien der Sowjets konnten schnell vernichtet werden, unsere Sturmgeschütze zerpflückten das ganze Feld und jede Ansammlung von russischen Soldaten wurde sofort unter heftiges Feuer genommen.
Die Kampfpanzer, allen voran die Panther konzentrierten sich auf die T 34 und lieferten sich mit ihnen ihr eigenes Gefecht.
Meine Männer und ich folgten zwei der Sturmgeschütze, welche sich durch einen eher zäheren Abschnitt der russischen Verteidigung kämpften.
Wir nahmen zunächst hinter den Geschützen Deckung, als wir dann nah genug an den Rotarmisten dran waren, verteilten wir uns im Gelände und nahmen sie unter Dauerbeschuss.
Sofort zogen andere deutsche Soldaten nach und konnten zusammen mit uns den Druck auf die Verteidigungslinie erhöhen.
Die anstürmenden Russen von weiter hinten kamen schnell näher, unsere Mg Schützen schmissen sich zu Boden und feuerten ihnen entgegen…nun waren sie ohne Deckung und mussten schwere Verluste einstecken.
Wir hatten…bis auf die anstürmenden Russen eigentlich kaum wirkliche Ziele gehabt…die Sturmgeschütze und mittleren Kampfpanzer erledigten fast alles…die Infanterie kümmerte sich gewisser Weise um die Reste.
Die hinterste Verteidigungslinie der Russen leistete am längsten Wiederstand, dort waren auch ihre gepanzerten Fahrzeuge stationiert mit denen sich unsere Panther rumschlugen.
Spätestens als die Infanterie nachrückte wurde aber auch die letzte Linie durchbrochen und die Russen mussten den Rückzug antreten…die wenigen die übrig blieben.



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Auch unter uns gab es einige Verluste, einige Sturmgeschütze blieben liegen und so manche Kameraden überstanden den Marsch über die Felder nicht.

Das Hauptquartier nutzte den Schwung unseres Angriffes und schickte uns weiter Richtung Süden.
Wir kamen recht schnell vorwärts, zum Glück waren genügend Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge vor Ort…so dass wir aufsitzen konnten und ohne einen langen Fußmarsch Gelände gut machen konnten.
Ich kletterte mit meinen Männern auf einen Panther Panzer, ganz bewusst suchten wir uns einen der schweren Panzer aus…wir wollten bei einem erneuten Gefecht wieder vorne mit dabei sein.
Einige wenige blieben zurück um eventuell versprengte russische Soldaten zu bekämpfen und um die Artillerie Stellungen zu schützen, falls es zu einem Gegenangriff kommen sollte.
Unsere Kolonne fuhr ohne Pause weiter nach Süden und wir trafen nur sehr selten auf gegnerische Soldaten, als es Nacht wurde verlangsamten wir unseren Vormarsch und nutzten den Schutz der Dunkelheit für eine kleine Pause.
Die Fahrzeuge wurden wieder aufgetankt, die Soldaten aßen die Rationen, die sie den Russen abgenommen haben um ihre eigenen zu sparen…und wir funkten das Hauptquartier an um unsere derzeitige Lage durchzugeben.
Uns wurden Informationen zum Verlauf der Offensive gegeben und es wurden uns ausdrückliche Befehle gegeben unter allen Umständen sofort weiter anzugreifen und nur kleine Pausen zu machen…und das auch nur wenn es absolut notwendig war.
An den meisten Abschnitten konnte die Wehrmacht durchbrechen und jegliche Gegenangriffe erfolgreich abwehren.

Preßburg steht bereits kurz vor dem Fall, die Wehrmacht hat das Zentrum der Stadt erneut unter ihre Kontrolle gebracht und die Rote Armee ist drauf und dran sich nach Budapest zurückzuziehen.
Östlich von Preßburg konnte die Rote Armee ebenfalls nach Süden getrieben werden, also sieht es an unserem Frontabschnitt besonders gut aus.
Als der 3. Mai 1945 anbrach, standen die Streitkräfte der Wehrmacht wieder auf ungarischem Gebiet und die gesamte russische Verteidigung, mit Ausnahme einiger weniger Abschnitte, im Norden Ungarns, konnte durchbrochen werden.



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Der deutsche Angriff verlief so gut, dass der geplante Angriff aus Österreich, auf die westlichen Gebiete von Ungarn, vorgezogen wurde und schon am 3. Mai 1945 startete.
Der Angriff aus Österreich hatte zwar nicht dieselbe Stärke, wie der unsrige, aber sie hatten auch „nur“ das Ziel bis zu den Vororten von Budapest vorzustoßen und die Stadt von Westen her zu bedrohen.

Im Funkspruch kam auch ein neuer Befehl hinzu, nach Aufklärungsberichten zufolge gibt es in unserer Nähe einiges an Truppenbewegungen der Roten Armee und wir sollen so schnell wie möglich uns in den Weg stellen.
Nachdem unsere Fahrzeuge alle wieder aufgetankt waren, fuhren wir sofort los und ließen uns während der Fahrt ständig die neusten Informationen per Funk zukommen.
Kurz vor Morgengrauen kamen wir an die besagte Stelle, an der wir unseren Hinterhalt legen sollten.
Eigentlich war es nur eine befestigte Straße, welche das Gebiet so besonders machte…und auch so wichtig für die russische Truppenverschiebung.
Wir konnten die Kampfpanzer und alle Soldaten in einer Senke im Gelände, welche von der Straße aus nicht einsehbar war, im Verborgenen halten.
Dort hielten wir uns bereit, bis die feindlichen Truppen in Reichweite waren…laut unserer Aufklärung dürfte es auch nicht mehr lange dauern.
Gerade als es so langsam wieder heller wurde und der Morgen anbrach hörten wie die Rotarmisten kommen.
Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass sie mit unzähligen Panzern hier vorbei fahren und eine endlose Kolonne Lastwagen uns sich bietet…bis auf die Panzer behielt ich recht.
Ich schätzte grob die Truppenstärke des Feindes, gab den Kommandeur der Kampfpanzer meine Einschätzung und stieg währenddessen auf den Panther Panzer wieder drauf.
Sofort fuhren wir alle aus der Senke hinaus und griffen die Russen auf der Straße von der Seite aus an.

Das Überraschungsmoment lag auf unserer Seite, ein Lastwagen nach dem anderen wurde abgeschossen und sie konnten kaum reagieren
Die Lastwagen wichen den brennenden Wracks aus und die russischen Soldaten sprangen von der Ladefläche ab.



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Ich blieb noch für einen Moment auf dem Panzer, auch wenn jeder Schuss des Panthers mich ordentlich durchschüttelte zögerte ich noch abzuspringen.
Erst als mehr und mehr Rotarmisten sich im Gelände verteilten sprang ich mit den anderen ab und wir eröffneten das Feuer.
Ohne gezieltes Gegenfeuer konnten wir auf die Feinde schießen und unsere Abschussrate war enorm bei diesem Hinterhalt.
Die Panzer nahmen den ganzen Konvoi Stück für Stück auseinander aber ich hatte nicht umsonst gesagt, dass es sich um einen schier endlosen Konvoi aus LKWs handelte.
Mehr und mehr der russischen Soldaten sprangen von den Ladeflächen ab und sie gingen sehr schnell zum Angriff über.
Es war zwar Wahnsinn auf offenem Feld direkt gegen gepanzerte Fahrzeuge mit Infanterie Unterstützung anzurennen, erst recht wenn man selbst keinerlei Verstärkung von einer Panzerwaffe besitzt.
Aber sie taten es und sie brachten uns mit ihrer schieren Masse wieder einmal in arge Bedrängnis.
Wir konnten sie immer wieder zurückdrängen und ihnen schreckliche Verluste zufügen, ich hatte gehofft wenigstens aus diesem Gefecht mit wenigen oder gar keinen Verlusten herauszukommen…aber ich sollte es eigentlich besser wissen.
Die Straße hatte sich mittlerweile in eine brennende Linie voller Wracks verwandelt und dazwischen lagen überall gefallene Rotarmisten.
Als es allmählich ruhiger wurde und von den Russen sich kein Schuss mehr löste…begab sich der Großteil von uns zur Straße und wir kontrollierten ob da noch jemand am Leben war, wir konnten hier ja schließlich nicht weg solange nicht der gesamte Konvoi tot war.
Ab und an fiel noch ein Schuss aber jedesmal galt es einem Rotarmisten, der sich versteckte oder bereits verwundet war.
Es kostete einiges an Zeit bis wir sicher sein konnten, dass kein Russe überlebt hat, in der Zwischenzeit formierten sich unsere Kampfpanzer und Fahrzeuge auf der Straße…bereit zur Weiterfahrt Richtung Budapest.

Die Angriffsspitzen haben schon in den Morgenstunden die ungarische Hauptstadt erreicht, das jetzige Ziel ist nicht die Stadt im Sturm zu erobern sondern sie großräumig einzukesseln.
Die Wehrmacht wird sich zunächst vor der Stadt eingraben und darauf warten bis die Stadt sturmreif geschossen wurde.
Als wir endlich mit unseren Kontrollen fertig waren machten wir uns sofort auf den Weg nach Budapest, wir hatten den Befehl bekommen uns der Stadtbelagerung anzuschließen und sie zu verstärken.
Viele sowjetische Verbände, welche einst in Preßburg oder im Norden von Ungarn stationiert waren zogen sich jetzt nach Budapest zurück…für sie führen die einzigen Fluchtwege in diese Stadt.
Wir kamen irgendwann am Nachmittag…ungefähr so gegen 16 Uhr in den äußeren Belagerungsstellungen an, wir trennten uns vorerst von unseren Panzerfahrern und machten uns auf an die vordersten Linien zu kommen.
Vor wenigen Tagen noch lagen die Russen in diesen Schützengräben und sehr sorgfältig angelegten Unterständen…nun nutzen wir sie und sie sind es, die in der Stadt festsitzen.

Wir müssen derzeit keinerlei Gegenangriffe fürchten oder Ausbruchversuche…obwohl wir vor Budapest in Stellung liegen und genau wissen, dass wir es bald sind die in diesen brennenden Trümmerhaufen geschickt werden…genießen wir diese Stunden des Wartens.
Falls der Vormarsch unserer Truppen so zügig weiter gehen sollte, dann wird ein Angriff auf Budapest frühestens Morgen starten…somit hätten wir noch einige Stunden Zeit.
Es treibt einem einen kalten Schauer den Rücken runter wenn man zur Stadt schaut, soviele sind dort schon elendig verreckt und noch weitaus mehr werden fallen wenn diese Schlacht erst einmal richtig begonnen hat.
In den Abendstunden beginnen deutsche Artilleriegeschütze von Westen und Norden aus mit ihrem Trommelfeuer auf die Stadt…eine komplett dunkle Stadt…einzig erleuchtet von den Granateinschlägen.



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Wie viele Alte…Frauen und Kinder kommen in diesen Stunden dort um, was für schreckliche letzte Stunden wiederfahren ihnen in dieser Stadt…ausgerechnet bei diesen Gedanken muss ich wieder an meine ermordete Frau denken…

Vielleicht ist jetzt in diesen untätigen Stunden vor dem Angriff für mich Zeit um sie zu trauern…

Bis zum 4. Mai 1945 konnte die Wehrmacht soweit südwärts vorrücken, dass sie schon die Richtung wechselte und die Angriffe Richtung Westen weiterführt…es sind nicht mehr viele Kilometer bis man die Linien der Truppen aus Österreich erreicht.
Große Verbände der Roten Armee, welche in Richtung Budapest unterwegs waren konnten zurückgeschlagen werden, erneute Versuche seitens der Russen die Stadt von Osten her zu erreichen werden entschlossen zurückgeworfen.



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Bei den Angriffen der Roten Armee musste allerdings Košice geopfert werden, zudem werden starke Angriffe auf die Verteidigungslinien bei Krakau gemeldet.
Die Lage ist dort jedoch nicht gefährlich oder ein Grund zur Sorge, noch nicht…die Russen werden sich hoffentlich darauf konzentrieren ihre Soldaten aus Budapest rauszuhauen.
An der Grenze zu Serbien und in Ostungarn stehen zwar starke Verbände der Roten Armee, jedoch sind es stark geschwächte Einheiten, welche nicht die Kraft haben zurzeit einen selbstständigen Angriff durchzuführen.

Die Schlussphase der Offensive beginnt in diesen Stunden und bald wird der Großraum von Budapest komplett eingekesselt sein.
Ein Vorstoß nach Zagreb und Maribor wird bevorzug, da dort sehr schwache Einheiten stehen und der Wiederstand dementsprechend gering sein dürfte.
Außerdem ist Zagreb von den Amerikanern besetzt und es dürfte unsere Truppe keinen all zu großen Schwierigkeiten bereiten wenn wir die Stadt wieder befreien.
Es ist nur eine Frage der Zeit…keine starken Kräfte stehen mehr im Wege.

Silece
31.01.09, 16:30
Hm, im Kessel sind etwa 100 Russen. Ob das Was ausmacht :)
Trotzdem viel Glück.

sato
31.01.09, 17:01
silece ich dachte der russe hat nen paar tausend noch im petto

König Andre
31.01.09, 17:09
Besser 100 Divisionen vernichten als keine, und nun auf auf ich brauche mehr zum Lesen! viel mehr!!! :D

:prost:

Carl the Great
15.02.09, 12:56
Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum "AAR des Jahres 2008" in der Kategorie "Hearts of Iron"!
:prost:

dersheeper
15.02.09, 13:33
Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum "AAR des Jahres 2008" in der Kategorie "Hearts of Iron"!
:prost:

Das ist ja wohl mal ein Grund für ein Update! :prost:

hohe_Berge
15.02.09, 15:46
Das ist ja wohl mal ein Grund für ein Update! :prost:

Juup.

Auch meine Glückwünsche.

Glück Auf

Fallschirmjäger
15.02.09, 16:17
Ich fühle mich sehr geehrt, dass es der AAR zum AAR des Jahres geschafft hat.
Hätte ich wirklich nicht erwartet und es freut mich total.:)

Also...vielen Dank! :prost:

Leider ist das jetzt kein Update...aber es wird schon demnächst kommen, versprochen.

Le Prînglé
15.02.09, 16:50
Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum "AAR des Jahres 2008" in der Kategorie "Hearts of Iron"!
:prost:

Auch von Uns die besten Glückwünsche, dieser AAR hat die Wahl durch und durch verdient :top: Auf dass Ihr noch einige Meisterwerke schreiben werdet!

Beste Grüße,
Euer Le Prînglé

Der Graf
16.02.09, 13:26
Also ich muss meinen Vorredner Le Pringle zu Stimmen, er hat recht, dieser AAR hat es auf jedenfall verdient AAR des Jahres zu werden und zu sein :)

Also ich find den AAR Top :top: also weiter so ;)

LG,

die Gräfin

Lewis Armistead
16.02.09, 15:37
Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche!
Ich hätten mir für diesen Titel auch keine echte Konkurrenz vorstellen können wobei ich alle anderen AAR Schreiber nicht schmälern möchte doch dieser ist ein wahrlich monumentales Werk. Mich würde mal interessieren wieviel Text es in der Addition denn ist (also in Seiten in nem Worddokument).

Zu dem AAR den ich angekündigt hatte: Ich habe beschlossen einmal bis Juni 41 anzutesten um überhaupt zu wissen was alles für Events kommen damit ich ein wenig planen kann, der Test ist soweit fast abgeschlossen und das Spiel für den AAR wird bald beginnen.

So long...

Ps. Ich harre natürlich sehnsüchtig dem neusten Update:cool:

Fallschirmjäger
25.02.09, 22:25
Euer Fallschirmjäger hat sich bei der Schlacht um Budapest eine Verwundung zugezogen und hatte daher in den letzten Tagen etwas Zeit, um dieses Update zu vollenden.

Gelobt sei die Glasscherbe, die durch meinen Schuh sich hindurchbohrte und meinen Fuß in der Mitte küsste.
Verwirrt durch eine Tetanusspritze und gekitzelt durch drei Stiche an der Fußsohle bin ich aber wohl auf =)

so genug von mir.

Um kurz auf die Frage des werten Lewis Amistead zu sprechen zu kommen.
Das Word Dokument ist mittlerweile 583 Seiten lang und beinhaltet genau 159.142 Wörter.

Und jetzt wünsch ich viel Freude mit dem neusten Update, ich hoffe sehr es gefällt.

Fallschirmjäger
25.02.09, 22:35
Zweite Schlacht um Budapest


Wir warteten in den ehemaligen russischen Schützengräben und Unterständen, schlugen die zeit tot und hörten dem Bombardement draußen zu.
Der hintere Bereich vom Unterstand ist eingestürzt, wohl durch einen direkten Treffer verursacht…ich saß fast die gesamte Zeit über direkt neben dem Eingang und unterhielt mich mit meinen Kameraden.
Einer von ihnen, Siegfried…wir nannten ihn alle Siggi, erzählte uns von irgendwelchen Gerüchten und Geschichten aus dem Reich…er hat sie in den Briefen von seiner Familie aufgeschnappt.
Scheinbar steigt die Furcht vor einem russischen Sieg immer weiter und es gibt derzeit wenig Hoffnung, unter der Bevölkerung, dass der Vormarsch der Roten Armee gestoppt werden kann.
In den Städten und Dörfern in Frontnähe ist es nach wie vor verboten eine Evakuierung, der Zivilbevölkerung, einzuleiten.
Ostpreußen beherbergt immer noch seine gesamte zivile Bevölkerung, obwohl an der dortigen Front über eine Million Rotarmisten bereit stehen.
Unbestätigte Aussagen lassen verlauten, dass es in den letzten Tagen in Ostpreußen zu immer stärker werdenden Gefechten kam…lass es bitte nicht die große russische Offensive gegen Königsberg sein.
Vielleicht überschätze ich die Situation…aber wenn Ostpreußen, samt Königsberg, fällt…rollt die russische Dampfwalze durch die gesamten Ostgebiete.
Siggi hatte schon immer eine große Klappe gehabt, es machte ihn auf eine Weise sympathisch…er war nun schon seit 2 Jahren bei uns.
Das letzte, bei dem ich aufmerksam zuhörte waren die Berichte, dass nachdem die absolute Lufthoheit über West und Mitteleuropa hergestellt wurde…viele Soldaten von den Flakgeschützen an den Küsten, in den Städten, im Ruhrgebiet und so weiter…endlich frei wurden und nun an anderer Stelle eingesetzt werden können



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Wohin man diese ganzen Soldaten nun schicken wird, wenn es nach mir gehen würde…würden sie bis auf den letzten Mann zur Ostfront geschickt.
Allerdings befürchte ich deren Verbleib an der Westfront…vielleicht schafft man es mit deren Hilfe, den Rest Frankreichs zurück zu erobern.
Derzeit liefert sich die Wehrmacht nur kleinere Scharmützel mit der U.S. Army.

Nach der Sache mit den Flakbesatzungen hörte ich den Gesprächen nicht mehr zu.
Ab und zu lehnte ich mich zur Seite, um nach Draußen zu schauen…immer wieder sah ich Soldaten, welche vorbeiliefen, die innere Unruhe stieg und es gab nur wenig womit ich mich ablenken konnte…mir blieb schlussendlich nur das Überprüfen meines Sturmgewehres, ich säuberte es immer und immer wieder gründlich und füllte zwischendurch meine Magazine auf.
Ich hatte mich eigentlich gefreut einige Stunden, bis zum Angriff, ausruhen zu können und wieder zu Kräften zu kommen.
Doch bereits am Nachmittag des 4. Mai 1945 wurde das Warten zu einer unerträglichen Quälerei…der Sonneneinfall beim Eingang wanderte und wanderte…und als die schwachen Sonnenstrahlen, welche durch die ganze verschmutzte Luft durch mussten, verschwanden…machten wir uns daran unseren Unterstand zu verlassen und in die vorderen Schützengräben zu kommen.
Es waren mittlerweile soviele deutsche Soldaten hinzugestoßen, dass wir uns in den Gräben regelrecht durch die Massen drücken mussten, ich schaute ab und zu in die Gesichter derer, die am Rand standen…jeder von ihnen hatte schon mehrere Gefechte hinter sich gebracht…sie waren verschmutzt, abgekämpft…man konnte die Gesichter kaum erkennen, da die Stahlhelme einen tiefen Schatten auf sie warfen.
Sie sahen aus, als ob sie durch die Hölle gegangen wären…wir sahen so aus als ob wir durch die Hölle gegangen wären, doch ich befürchte Budapest wird weitaus schlimmer werden.

Vor uns lagen etwa 100 – 150 Meter freies Feld, übersät mit Granateinschlägen, Toten und ausgebrannten Wracks…dahinter haben sich die Russen in Schützengräben verschanzt und warten auf unseren Angriff.
Zusammen mit vielen anderen Kameraden hielten wir uns bereit…es dauerte nicht mehr lange und wir bekamen den Befehl zum Angriff.
Wir kletterten aus dem Graben und rannten zu den verschiedenen Deckungsmöglichkeiten…entweder sprangen wir in Granattrichter, warfen uns flach zu Boden, versteckten uns hinter einem liegengebliebenen Fahrzeug oder rannten einfach weiter auf die Russen zu.
Der Beschuss von ihnen war sehr gering, ich rechnete aber jeden Moment mit dem vollen Einsatz ihrer Feuerkraft gegen uns.
Ich kam gerade einmal ungefähr 60 oder 70 Meter voran, da wurde ich im Granattrichter vom gegnerischen Mg Feuer festgenagelt…zusammen mit drei anderen Kameraden.
Dieses verdammte Ding lag direkt vor uns und hielt den ganzen Angriff auf, ich versuchte mit größter Vorsicht über den Rand des Trichters hin wegzuschauen, um mir ein Bild machen zu können.
Kaum hatte ich die Mg Schützen ausgemacht, schwenkten sie zu mir rüber und das Maschinengewehr knatterte los…zum Glück trafen sie nur die Erde…ich rutschte den Granattrichter wieder runter.
Wir warfen einige unserer Granaten zu den Mg Schützen rüber, sie explodierten alle sehr schnell hintereinander…für einen kurzen Moment schwieg das Maschinengewehr, doch dann feuerte es wieder los.
Ich überlegte für einen Moment…dann sah ich einen gefallenen ungarischen Soldaten, welcher schon halb verdeckt war durch die ganze aufgewühlte Erde.
Wir zogen ihn aus der Erde und entdeckten dabei, dass er ein Rucksack mit Granaten bei sich trug…sofort verteilten wir sie untereinander und warfen erneut Granaten in Richtung des Feindes.
Dieses Mal stürmten wir sofort nach den Explosionen aus dem Granattrichter heraus.



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Wir hatten sie voll erwischt, die verbliebenen Meter bis zu den russischen Schützengräben rannten wir…wir rannten als wäre der Teufel selbst hinter uns her.
Zahlreiche Landser folgten uns.

Irgendwie schafften wir es in die Schützengräben und dann begann der Kampf, Soldat gegen Soldat.
Ich rutschte in den Graben hinein und musste sofort mich in den nächsten Gang retten, um in Deckung zu gehen.
Die Rotarmisten stürmten aus den hinteren Schützengräben nach vorne zu uns, bereits jetzt bestand die Gefahr, dass wir überrannt werden.
In einer Mg Stellung konnten wir einige Zeit Wiederstand leisten und uns die Russen vom Hals halten…es kamen jedoch immer mehr von unseren Soldaten hinzu und somit wurde es zunehmend enger.
Ich schickte meine Männer in kleinen Gruppen durch die Gräben, sie sollen sich soweit wie möglich vorkämpfen, ich blieb zunächst in meiner Stellung und gab den Soldaten ihre Anweisungen.
Es war jedoch auf die Dauer zu gefährlich hier zu bleiben, wenn ich weiter die Befehle geben möchte…in einer Gruppe von sieben Mann begaben wir uns auf die Suche nach einem Unterstand.
Wir mussten gar nicht mal solange suchen, da fanden wir einen Eingang zu einem Unterstand…ich spähte hinein, überall lagen tote Russen im Raum verteilt…ich war mir relativ sicher, dass dort niemand mehr am Leben war und meine anderen Männer schon gründlich aufgeräumt haben.
Ich gab der Gruppe das Zeichen, dass die Luft rein war und machte den ersten Schritt durch die Tür…
Da stürmte, aus dem Dunklen, ein Rotarmist mit seinem Bajonett auf mich zu und brüllte mir irgendwas entgegen…er war so schnell, dass ich mit meinem Sturmgewehr nur noch sein Gewehr zur Seite schlagen konnte und verhinderte dadurch von ihm aufgespießt zu werden.
Ich brachte ihn dadurch zu Fall und noch während er zu Boden stürzte, zögerte einer meiner Kameraden nicht und durchsiebte ihn mit seiner MP.
Mit einem leichten Faustschlag auf seine Schulter bedankte ich mich und betraten dann gemeinsam den Raum…um eine ähnliche Überraschung nicht noch einmal erleben zu müssen, kontrollierten wir jeden Rotarmisten im Raum…dass sie auch wirklich tot sind.

Die Deutschen Soldaten kämpften sich durch die Gänge und durch jeden noch so kleinen Unterstand, bald waren die vordersten Gräben fest in deutscher Hand und die übrigen Wehrmacht Soldaten konnten nahezu ungestört zu uns stoßen.
Diese ehemaligen ungarischen Stellungen waren nicht so sorgfältig angelegt und ausgebaut, wie der russische Belagerungsring in dem wir zuvor noch waren.
Die Kämpfe dauerten bis in die Nacht hinein und wir konnten die Russen vollständig aus diesem Abschnitt ihrer Verteidigungsstellung zurückdrängen.
Bis in die Nacht hinein kommandierte ich, zusammen mit anderen Offizieren, die Soldaten und koordinierten so die Angriffe…so war es möglich Schwerpunkte zu setzen und schließlich die Verteidigung der Russen zum einbrechen zu bringen.
Außerdem ließ ich eine größere Anzahl von Sanitätern anmarschieren und funktionierten mit ihnen somit die meisten Unterstände zu kleinen Lazaretten um.

Im Laufe des 7. Mai 1945 gelang es der deutschen Wehrmacht in Kroatien, unter Führung von Erich von Manstein, die Städte Bjelovar und Koprivnica einzunehmen und damit abermals den sowjetischen Truppen in Ungarn den Rückweg versperren.
Der Vormarsch konnte weiter fortgesetzt werden und in der kommenden Nacht erreichte man die äußeren Bezirke von Zagreb, welches allerdings von den Amerikanern mittlerweile besetzt wurde…



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Da beide Seiten nicht besonders großes Interesse hatten aneinander zu geraten, blieb es in diesen Tagen sehr ruhig in Zagreb.
Mit dem Erreichen von Zagreb war der Kessel praktisch schon geschlossen und die Russen saßen in Westungarn fest.
Es ist vielleicht gerade mal eine Woche her, nicht mehr, da kam es in Zagreb zum ersten direkten Kontakt zwischen Russen und Amerikanern.
Die Propaganda beider Länder bauschte dieses Ereignis auf und prophezeite schon, dass an diesem Tage das letzte Kapitel des Krieges begonnen hat.



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Sowjets und Amerikaner reichten sich in Zagreb die Hände und heucheln sich gegenseitig eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft vor.
Keine 50 Kilometer weiter stand die Rote Armee in heftigsten Gefechten mit der Wehrmacht.
Von den Amerikanern hieß es, dass sie es ablehnen ihre Truppen auf sowjetisch besetztes Gebiet zu verlegen oder das sowjetische Streitkräfte auf ihr Territorium sich fortbewegen…man traute sich wohl doch nicht so sehr wie man es vorgab zutun.
Jedenfalls stehen jetzt nicht mehr die Russen den Amerikanern gegenüber in Zagreb…sondern die Wehrmacht…und man reicht ihnen nicht die Hände

Von Manstein wollte sich aber nicht darauf verlassen, dass die Amerikaner keine russischen Truppen durch ihr Gebiet lassen wollen oder dulden werden und befürchtete einen gewaltigen Ausbruchversuch seitens der Russen bei Maribor.
Auch wenn es…verglichen mit der Masse an sowjetischen Truppen lediglich ein Nadelöhr darstellt…könnte sich dies zu einem ernsthaften Problem entwickeln.
So befahl von Manstein, seinen Truppen, nach Maribor zu marschieren und diese Stadt so schnell wie möglich einzunehmen.
In derselben Nacht noch erreichten die Angriffsspitzen die Stadt und mit zusätzlicher Verstärkung aus dem nördlichen Graz, konnten die sowjetischen Truppen besiegt werden.



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Es tat gut zu hören, dass der Kessel jetzt wirklich dicht war….und der Angriff auf Budapest verlief bisher auch zufriedenstellend.
Wir hatten, mit den ehemaligen ungarischen Schützengräben, nun eine ideale Angriffsposition auf die Stadt…es wurden in der späten Nacht noch mehr Truppen und Material herangeschafft um am kommenden Tag endlich die Stadt selbst anzugreifen.
Die Truppen der Roten Armee, welche westlich und südlich von Budapest stehen, werden schon bald näher an die Donau Metropole heranrücken müssen…ihre einzige Chance längerfristig in diesem Kessel zu überleben besteht darin, diese Stadt zu halten.

Das Artilleriefeuer, auf die Stadt, hielt immer noch an und es schien auch nicht abzuklingen…ich machte einen Rundgang durch die vorderen Gräben und reihte mich schließlich zwischen meine Kameraden ein, beim nächsten Angriff werde ich wieder vorne mit dabei sein…die ganze Zeit.
Meine Unterhaltung mit einem Kameraden wurde je unterbrochen als der Wachposten…

„Gegenangriff!“ schrie.

Die Russen stürmten mit einem furchteinflößendem „Hurra“ Geschrei aus der Stadt heraus…sie rannten über die ganzen Trümmer hinweg direkt auf uns zu.
Damit hatte irgendwie niemand gerechnet…wir waren zunächst total fasziniert von dieser schieren Masse, die auf uns zu stürmte.
Als wir uns wieder besonnen hatten, reagierten wir sehr schnell…die Maschinengewehre wurden ausgerichtet, Munition rangeschafft und jeder freie Platz an der vordersten Linie wurde durch einen Soldaten besetzt…Schulter an Schulter standen wir da, mit dem Gewehr im Anschlag.
Wir ließen die Sowjets noch etwas herankommen und eröffneten dann das Feuer auf sie…unsere Maschinengewehre nahmen sie ins Kreuzfeuer, ganze Reihen von den Russen wurden um gemäht und sofort traten neue Rotarmisten an ihre Stelle.
Links und Rechts von mir wurde gefeuert, es war ein ohrenbetäubender Lärm und schon nach wenigen Minuten hörte ich alles nur noch gedämpft mit einem Pfeifen im Ohr.
Trotz unseres heftigen Beschusses aus Maschinengewehren, Maschinenpistolen und Sturmgewehren kamen die Russen immer näher an uns heran.
Natürlich schossen auch die Rotarmisten auf uns, jedoch war ihre Zielgenauigkeit im Rennen nicht besonders hoch, allerdings machten uns diejenigen arge Probleme…welche angeschossen im Dreck lagen und noch in der Lage waren auf uns zu feuern…sie waren sehr schwer auszumachen und zu treffen.



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In unseren Reihen gab es immer mehr Ausfälle, weniger direkte Todesschüsse aber dennoch gingen viele zu Boden und mussten schnellstmöglich von der Kampflinie weggebracht werden.
Dabei kamen die Russen immer dichter an uns heran, sie fielen mittlerweile so nah bei uns in den Dreck, dass ich so manchem direkt in die Augen schauen konnte…während sie ihre letzten Atemzüge machten.
Es waren sehr kritische Minuten, als der Angriff so nah an uns heranrückte…es konnte jederzeit passieren, dass sie uns überrennen und wir uns wieder im direkten Grabenkampf befinden.
Wir hatten unfassbares Glück…der russische Angriff erlahmte zunehmend und sie zogen sich nach und nach zurück…wir feuerten immer noch auf sie und erwischten den Großteil derer, die wieder zurück in ihre Stellungen wollten.
Ungefähr zeitgleich kamen frische deutsche Truppen, aus den hinteren Gräben anmarschiert…sie brachten uns neue Munition mit und werden unseren unmittelbaren Gegenangriff unterstützen.
Wir deckten uns mit neuer Munition ein…schnell waren wir bereit aus den Schützengräben zu steigen und den Angriff durchzuführen.
Es erwartete uns keinerlei Gegenwehr, aus den Stellungen der Russen…zusätzlich zu unserem Angriff begann ein gezieltes Artilleriefeuer auf die Verteidigungsstellung der Russen und sorgte für die nötige Feuerunterstützung.
Wir konnten über dieses Niemandsland rennen ohne einen Soldaten zu verlieren.

Der Artilleriebeschuss wanderte schnell weiter in die Stadt hinein und bombte uns sprichwörtlich den Weg frei.
Wir erreichten schließlich die ersten Gebäude…zwischen den ausgebombten Häusern haben die Russen ihre Schützenlöcher und Barrieren gebaut…vereinzelt trafen wir noch auf Rotarmisten dort, welche aber kaum Wiederstand leisten konnten und einfach überrannt wurden.
Zu viele von ihnen sind zuvor bei dem Angriff gefallen und viel zu wenige sind davon wieder zurückgekehrt, außerdem schmälerte das Bombardement für kurze Zeit ihren Kampfeswillen.
Ich sah unsere Soldaten, wie sie über die Sandsäcke drüber stiegen und die Russen, welche dahinter in ihrem Schutzloch ausharrten, erschossen und danach weiter rannten…manche Rotarmisten wurden auch mit dem Gewehrkolben totgeschlagen…die ganze Wut und der ganze Frust entlud sich bei so manchem deutschen Landser.
Wir rückten bloß in die vordersten Gebäude ein und bekämpften die kleinen Widerstandsnester in den Häusern unmittelbar um uns.
Ich rannte mit meinem Trupp in eines der Gebäude und begab mich umgehend in die oberen Stockwerke, wir hörten Schüsse von der Straße.
Aus dem Haus gegenüber feuerten einige Russen auf unsere Soldaten unten auf der Straße, wir besetzten sofort sämtliche Fenster und richteten zudem unser Mg42 auf die Fenster des anderen Gebäudes aus…die Russen bemerkten uns zum Glück nicht, bis wir unser Feuer auf sie eröffneten…doch da war es für sie schon zu spät.
Wir hielten einfach drauf, die Häuserfassade zerbröckelte unter unserem Beschuss und durch den ganzen aufkommenden Staub konnten wir sehen, dass die Rotarmisten allesamt getroffen wurden.
Noch während wir feuerten, stürmten andere deutsche Soldaten das Gebäude und erledigten die Reste.

Allmählich klangen die Kämpfe, in unserem Gebiet ab und wir gingen vorerst in Verteidigungsstellung…wir rechneten stark damit, dass es bald wieder zu einem Gegenangriff kommen könnte.
Deswegen rückten wir nicht tiefer in die Stadt ein und werden auf weitere Verstärkung warten, wir haben bereits stärkeres Gerät angefordert und hoffen auf Sturmgeschütze, Kampfpanzer, größere Kaliber, Panzerwagen und was es sonst noch alles gibt.
Wer weiß was uns in der Stadt noch alles erwarten wird…ich bin mir sicher, dass die Rote Armee nicht nur abgekämpfte Soldaten in ihrem Sortiment hier hat.

Wir haben an diesem Tag einiges erreichen können in Budapest, an anderer Stelle ist die Wehrmacht ebenfalls erfolgreich auf dem Vormarsch.



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Von Norden und von Süden her kämpft sich die Wehrmacht die Donau entlang, stößt dabei aber auf sehr heftigen Wiederstand der Sowjets.
Aus Westen strömen immer noch Massen von sowjetischen Truppen nach Budapest, sie ziehen sich aus dem westlichen Ungarn zurück und standen vor kurzem noch in heftigen Gefechten um kleine Ortschaften…jetzt füllen sie die Reihen der Verteidiger von Budapest.
Dennoch ist ein Großteil von Westungarn immer noch von der Sowjetunion besetzt und bindet wertvolle Streitkräfte der Wehrmacht, welche dringend für den Sturm auf die ungarische Hauptstadt benötigt werden.

Mittlerweile hat die Luftwaffe in die Schlacht eingegriffen und unterstützt die Angriffe mit schweren Bombardements.
Die Tiefflieger können selbst den russischen Stellungen zwischen den Gebäuden großen Schaden zufügen und so manches Haus stürzt nun endgültig, durch den schweren Beschuss von Sturzkampfbombern, zusammen.



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Bis zum 9. Mai 1945 wurde, im Norden und Süden der Stadt, ununterbrochen gekämpft…um jedes Haus und um jede Straße wurde hartnäckig gekämpft.
Beide Seiten hatten für ihre Verhältnisse schwere Verluste aber die Wehrmacht konnte tief in Budapest eindringen und brachte die Verteidiger in eine sehr schwierige Lage.
Bis zum Rand des Stadtzentrums konnte die Wehrmacht vordringen, ab dort gab es allerdings dann kein weiterkommen mehr.
Die Rote Armee verlor hierbei viele ihrer Panzer und Sturmgeschütze und einige der strategisch wichtigen Donaubrücken.
Sie war jetzt weniger in der Lage ihre Streitkräfte von der einen Flussseite auf die andere zu schicken und dadurch wurde ihre Beweglichkeit in Budapest enorm eingeschränkt.
Die Wehrmacht hingegen war jetzt sogar in der Reichweite der sowjetisch kontrollierten Brücken und konnte sie nun gezielt unter Feuer nehmen.



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Das Stadtzentrum glich einer Festung und es gab bisher keinen Plan, wie man diese Festung zu Fall bringen könnte.
Die Gefechte außerhalb des Zentrums waren jetzt schon sehr schwer und zerstörerisch, für die Stadtfestung wird einiges mehr nötig sein…und man wird nicht ewig Zeit haben um eine dauerhafte Belagerung durchzuführen.
Die Heeresleitung hat die Angriffe vorerst gestoppt und wird im Laufe des gesamten nächsten Tages die Angriffskraft verstärken.
Während dieser Zeit werden die Angriffe auf die außerhalb, liegenden Gebiete von Budapest, welche von der Sowjetunion noch gehalten werden, weiter verstärkt.
Bei unserem Abschnitt gab es in dieser Zeit keinerlei Gegenangriffe, was uns ehrlich gesagt sehr überraschte…und uns zugleich Sorgen machte, da wir nun befürchten, dass die Russen sich voll auf die Verteidigung konzentrieren und unserem nächsten Angriff entschlossen entgegenwirken werden.
Wir nutzten die relativ ruhige Zeit und es wurde Verstärkung herangeschafft…Lazarette wurden in den Kellerräumen aufgebaut, zusätzliche Soldaten marschierten an und auch die heiß ersehnten schweren Geschütze wurden aufgefahren.
Mittlere Kampfpanzer IV und Sturmgeschütze rollten an, schön zu wissen, dass wir nun etwas zur Verfügung hatten was etwas mehr Schaden anrichten kann.
Es würde schon bald wieder losgehen und wir hielten uns ständig in Alarmbereitschaft, zusammen mit den anderen Offizieren verschafften wir unseren Kameraden etwas Warmes zu Essen…leider reichte es so auf die Schnelle nicht zu einer großen Mahlzeit…aber dennoch war es besser zumindest etwas Warmes im Magen zu haben als absolut nichts.

Außerhalb des Kessels weiter im Osten…an der eigentlichen Ostfront war es in den vorherigen Tagen, als der deutsche Angriff begann, ruhig geworden.
Mit der Ruhe ist es leider vorbei und die Sowjetunion wird nicht tatenlos zuschauen wie ihre Streitkräfte in Budapest zerschlagen werden.
Im Osten von Ungarn zieht die Rote Armee wieder einmal eine gewaltige Streitmacht zusammen, nach den spärlichen Aufklärungsberichten zufolge handelt es sich um mindestens eine Million Mann.
Eine schlagkräftige Armee, welche sie da aufstellen um ihre Kameraden aus dem Kessel zu hauen...es handelt sich scheinbar auch um bulgarische und rumänische Einheiten, welche erstmals aktiv in den Krieg gegen uns eintreten.
Weiter im Norden verstärken sich die russischen Angriffe auf Ostpreußen, mehr und mehr Einheiten gehen zum Angriff über und bedrängen die Wehrmacht.
Noch konnte die Rote Armee jedesmal zurückgeschlagen werden und es gab keinerlei größere Einbrüche in die deutschen Linien…man ist aber im Hauptquartier und besonders in Königsberg sehr nervös…es wird befürchtet das der große Angriff unmittelbar bevorsteht, da nun auch bei Warschau die Sowjets wieder durchgebrochen sind.
Königsberg fordert jeden Tag nach Verstärkung und nach Entlastungsangriffen…doch jedesmal werden sie zum Durchhalten aufgefordert.



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Solange Budapest nicht gefallen ist, wird Ostpreußen keinerlei Verstärkung bekommen.
In diesen Tagen merkt man es mal wieder…die Wehrmacht ist überall im Einsatz und hat keinerlei Reserven übrig um bedrohte Frontabschnitte zu entlasten oder um eine Offensive weiter zu unterstützen.
Ich hoffe die Russen sind nicht so mutig und starten an der gesamten Ostfront eine Großoffensive…mit der sie Budapest erreichen und weiter nach Wien marschieren….mit der sie bei Krakau durchbrechen und Schlesien bedrohen…und mit der sie Ostpreußen angreifen.
Man könnte meinen…die Ostfront sei ein gewaltiges Kartenhaus.

dersheeper
26.02.09, 12:04
Ein geradezu elefantöses Update. :D
Zerschmettert die Russen in Budapest und treibt sie dann bis in die Tundra zurück! :)

Lewis Armistead
26.02.09, 17:15
Spitzenupdate!
war ein wahrer Genuss erst zu sehen dass es neue Beiträge gibt und dann das Update zu lesen!
Und jetz zerschlagt die Russen nach dem bevorstehenden Erfolg in Budapesr in einer GIGANTISCHEN Zangenbewegung:D

Hoffe wir kommen bald wieder in Genuss und bis dain widme ich mich meinem Projekt:cool:

Ps. Wann gehen denn die 583 Seiten in Druck und erscheinen auf den Bestsellerlisten?:rolleyes:

sato
26.02.09, 17:42
wir wollen spionageberichte der feinde =D hat der russen überhaupt noch manpower oder lässt er sie alle in den freitod laufen? =)

Cerreal
26.02.09, 18:05
Sagt werter Fallschirmjäger wo nehmt ihr eigentlich die ganzen Bilder und Fotografien her? Besitzt ihr große Bilderbände zuhause oder sucht ihr euch das alles aus dem Internet zusammen?

Und gibt es noch Kameraden die zusammen mit euch seit 1939 dienen? Oder sind alle schon gefallen?

Kadur
27.02.09, 11:32
:eek:
Wir hoffen ihr bekommt den Kessel schnell zerschlagen bevor der druck aus dem osten zu stark wird. Das sind ja über 1,2 mio Mann.
Langsam müsste doch selbst dem dem Russen die MP ausgehen?


:fecht:

Fallschirmjäger
27.02.09, 14:48
@Lewis Amistead

Bevor die Druckerpressen angeworfen werden, müsste ich die ersten Kapitel nochmal überarbeiten und dem jetzigen Niveau anpassen ;)

@Cerreal

Sehr gute Frage.
Also die Stadtkarten sind aus Google Earth und danach etwas mit Photoshop bearbeitet.
Die ganzen Weltkriegfotos...bezieh ich von diversen Internetseite, welche sich speziell auf Fotografien spezialisiert haben und so ziemlich jeder neues Material hochladen kann.
Ist auch schön geordnet meistens nach Land, Marine, Luftwaffe, Panzerwaffe, Infanterie usw.

Meistens geh ich aber auch auf die Suche im endlosen Netz, wenn ich die Geschichte schreibe und ein bestimmtes Bild im Kopf habe was ich gern hätte...begebe ich mich auf die Suche und werde auch meistens fündig.
Mein AAR Ordner ist nun auch schon zu einem richtigen Fotoalbum geworden mit über 1000 Bildern...so muss ich meistens nur noch in diesem Ordner nach einem Bild suchen =)

Es gibt noch einige Kameraden, die seit 1939 dabei sind und ich hatte vor in den nächsten Updates auf jene näher einzugehen.

@Kadur & sato

Der Russe hat noch genügend Manpower um sich ein Budapest locker leisten zu können ^^ Leider kann ich beim NFM Mod das Spiel nicht als Sowjetunion laden aber allein was die Rote Armee alles an der gesamten Ostfront bzw. im europäischen Teil ihres Landes stehen hat ist gewaltig.

ReLax
01.03.09, 16:10
Fast 3 Jahre geht dieser Krieg nun schon.
Fallschirmjäger ihr seid ein Teufelskerl. Ich freu mich aufs nächste Update.

xkreek
15.03.09, 14:45
Einfach Unglaublich dieser AAR. Ich hoffe ihr könnt den gemeinen Russen aus Budapest vertreiben und zu einer Gegenoffensive ansetzen.

Chromos
22.03.09, 13:26
Ich bitte um ein baldiges update!
Danke, und Gruß,
Chromos

Fallschirmjäger
02.04.09, 05:37
Zweite Schlacht um Budapest


Keine Minute vergeht, in der es nicht irgendwo in der Stadt explodiert oder man Gewehrfeuer hört…man hört es sogar wenn Bomberflotten über die Stadt fliegen und ihre Bomben aus den Schächten fallen lassen.
Der erste wirklich warme Monat in diesem Jahr hat begonnen und die Sonne schafft es kaum durch die ganzen Rauchschwaden, welche von den zahllosen Bränden in der Stadt ausgehen.
Wir könnten es sicherlich riechen, dass der Sommer so langsam beginnt…wir könnten es spüren wenn eine Brise weht und die angenehm warme Luft einen umfasst, doch durch den ganzen Staub, die Trümmer…durch die Brände und durch die unfassbar vielen gefallenen Soldaten, die seit Tagen auf den Straßen herumliegen…riechen wir nur den Tod.

Von unserem Verband stehen die vordersten Einheiten seit Tagebeginn in heftigen Abwehrkämpfen, können aber unter höchsten Anstrengungen ihre Stellungen halten.
Am 10. Mai 1945 wurden meine Männer und ich zusammengezogen, um an die vorderste Kampflinie zu marschieren und beim Verteidigungskampf helfen.
Wir bekommen zusätzliche Feuerkraft in Form von einigen Sturmgeschützen und wenn wir die russischen Angriffe erstmal beendet haben…sollen wir zum Gegenangriff übergehen.
Die Wehrmacht setzte ihre schweren Angriffe, in anderen Teilen der Stadt, an diesem Tag wieder mit absoluter Härte weiter fort.
Wir versammelten uns unten auf der Straße, mit einigen Kameraden studierte ich eine Stadtkarte von Budapest und versuchten unseren Vormarsch etwas zu planen.
Die Sturmgeschütze starteten ihren Motoren und begannen ihre Fahrt mit einem kräftigen Ruck vorwärts…sie fuhren im Schritttempo und wir folgten am Straßenrand, direkt an den Gebäuden, den Geschützen.
Die Straße vor uns war total leergefegt…kein Russe, der sich uns in den Weg stellte und so kamen wir recht rasch voran bis wir zu einem größerem offenen Areal kamen…war früher wahrscheinlich eine große Straßenkreuzung, ein Umsteigebahnhof für die Straßenbahn…oder so etwas ähnliches…durch die starke Zerstörung des Platzes und der umliegenden Häuser kann man das nicht mehr genau sagen.

Wir hörten Gefechtslärm hinter den zerbombten Gebäuden vor uns und waren uns absolut sicher, dass dort die Frontlinie sein muss.
Das Areal hier scheint dennoch sicher zu sein, wir machten uns sofort daran es zu überqueren und zu unseren anderen Soldaten vorzustoßen.
Wir ließen einige Soldaten vorsichtig auskundschaften wie es auf der anderen Seite aussieht und wie die Lage ist.
Auf der anderen Seite standen nur noch wenige Häuser, sonst war es das komplette Trümmerfeld und überall zwischen den Trümmern rücken die Rotarmisten gegen die deutschen Stellungen vor.
Einige russische Panzer wurden auch gesichtet.



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Wir hatten zwar nur Sturmgeschütze und einige Panzerfäuste dabei…aber wir können sie von der Flanke aus angreifen und haben dadurch einen entscheidenden Vorteil.
Die Ruinen der Häuser, welche uns noch von den Russen trennten stellten kein sonderlich großes Hindernis für unsere Sturmgeschütze dar…sie stellten sich in einer Reihe auf und fuhren geradewegs durch die Trümmer hindurch.
So manche Häuserwand, die noch stand wurde nun umgefahren und man hörte die ganzen Steine und das ganze Holz, unter den Panzerketten krachen.
Wir Soldaten kamen durch die Ruinen auch so durch und hielten gebührenden Abstand zu den Sturmgeschützen.
Ich stand noch vor den Ruinen und rief meinen Kameraden zu, dass sie durch die Trümmer auf die andere Seite sollen und den Russen ordentlich einheizen sollen, als so langsam die letzten Soldaten sich bereit machten um durch die Trümmer zu kommen, begab ich mich auch auf den Weg zur anderen Seite.
Es war sehr mühselig durch die unwegsamen Ruinen schnell genug hindurch zu kommen, ich hörte schon die Panzer schießen und meine Kameraden schreien…ich beeilte mich.

Auf der anderen Seite angekommen, sah ich ein halbes Dutzend von sowjetischen T – 34 Panzern…sie alle standen hintereinander und zwischen ihnen feuerten die Rotarmisten auf die deutschen Stellungen.
Wir fielen ihnen genau in die Flanke und nahmen sie sofort unter Beschuss, die Sturmgeschütze feuerten ihre Kanonen und trafen fast immer in die Seite der russischen Panzer…diese hingegen konnten gar nicht so schnell reagieren und wussten wohl zunächst nicht, woher der Beschuss kommt.
Ich kniete neben einem unserer Sturmgeschütze und feuerte auf die sowjetischen Soldaten, von uns allen war die Trefferquote enorm hoch.
Nachdem die Hälfte meines Magazins verschossen war, wechselte ich meine Position um einige Meter, um ein besseres Schussfeld zu haben…direkt vor mir war einer der T – 34 Panzer, er war für mich jedoch keine Gefahr…noch nicht.
Ich legte gerade mein Sturmgewehr wieder an, da hörte ich das klackernde Geräusch der Kanone, des Sturmgeschützes, beim Justieren.
Mir war sofort klar, dass der nächste Schuss dem Panzer vor mir gelten wird…ich hatte gerade noch genug Zeit um in Deckung zu springen.
Die Deckung bestand nur aus einigen verbrannten Brettern Holz und herausgesprengten Steinen.
Ich warf mich zwischen die Bretter und Steine, bedeckte meinen Kopf und schon in diesem Moment feuerte das Sturmgeschütz auf den Panzer.
Der Panzer explodierte bei diesem unmittelbaren Beschuss und erzeugte eine enorme Hitze, weiterer Schutt bedeckte mich und ich konnte nur hoffen, dass keine Bruchstücke vom T – 34 auf mich stürzen.
Nur ein konstantes Pfeifen konnte ich hören…nichts weiter, alles andere um mich herum…die sterbenden Soldaten, die Schießerei, schreiende Soldaten, Explosionen…all das war in weite Ferne gerückt.
Meine Augen öffneten sich langsam wieder und ich konnte vor mir nur die Pflastersteine der Straße erkennen…ich legte meine Hände auf die Pflastersteine und drückte mich gegen den Schutt, der auf mich gefallen ist, um endlich wieder aufzustehen.

Ich kroch aus meiner Deckung heraus und sah den Panzer, welcher nun ausbrannte…das Sturmgeschütz ist währenddessen schon weiter gefahren.
Einer meiner Kameraden kam zu mir her gerannt und zog mich aus der Schusslinie…ich musste mich nur für einen Moment von der Detonation erholen und wollte eigentlich schon wieder aufstehen und weiterkämpfen.
Da kam dann noch ein Sanitäter hinzu und behandelte meinen Arm, ich hatte einen Splitter in den rechten Unterarm abbekommen.
Zum Glück saß er nicht tief oder hatte den Knochen verletzt, dennoch musste ich mich verbinden lassen.
Unser Überraschungsangriff sorgte bei den Russen für große Verwirrung und die Infanterie versuchte sich schnell, durch die Häuserruinen zurückzuziehen.
Ihre Panzer mussten sie zurücklassen, sie wurden Stück für Stück von uns auseinandergenommen.

Nachdem das Pfeifen aus meinen Ohren verschwand und ich fertig verbunden war, rückte ich zusammen mit meinen übrigen Kameraden weiter vor und wir sicherten das Gebiet vollständig.
Wir verteilten uns auf der Straße, zwischen den Trümmern und schauten wachsam in die Richtung, in die die Russen geflohen sind…wir rechneten eigentlich damit, dass sie sehr schnell einen erneuten Angriff starten werden.
Doch dieser blieb aus…ich ließ meine Männer in Kampfbereitschaft und begab mich sehr vorsichtig und langsam zu der Stellung, welche bis eben noch umkämpft war.
Ich sprintete von Panzerwrack zu Panzerwrack und kroch schließlich durch ein Kellerfenster, auf der anderen Seite half man mir schon und reichte mir eine hilfreiche Hand.
Sofort kam der kommandierende Offizier auf mich zu, der sichtlich mitgenommen aussah und mir stotternd erklärte was seine Einheit durchmachte.

„Ich…wir hatten den Befehl die russischen Stellungen weiter vorne zu durchbrechen…und es waren einfach zu viele…sie waren überall…ich verlor über die Hälfte meiner Männer.
Wir sind der Rest…wir zogen uns hier her zurück, als die verdammten Russen auf uns los stürmten.
Gott sei dank kamen sie und ihre Soldaten“

Der Offizier war noch sehr jung, ich bezweifel, dass er schon große Fronterfahrung besitzt und man ihn einfach aus der Not heraus befördert hat…ich mache mir derzeit nur Sorgen, ob er die Nerven verlieren könnte und hier durchdreht.
Aus seinem Gestotter bekam ich heraus, dass die Russen…nur wenige Häuser weiter vorne wohl sich versammelt haben und da ich den Befehl hatte weiter vorzurücken blieb mir nichts anderes übrig.
Ich gab ihm die Anweisung, dass er und seine Männer uns Rückendeckung geben sollen und in ihren Stellungen verweilen sollen…ich denke dort sind die immer noch am besten aufgehoben.
Schnell begab ich mich wieder zu meiner Einheit und gab den Befehl zum Angriff, wir rückten in kleinen Trupps mit jeweils einem Sturmgeschütz vor.



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Nicht einmal 200 Meter kamen wir vorwärts, da beschossen uns die Rotarmisten schon aus allen Rohren.
Unsere beste Deckung waren ohne Zweifel die Sturmgeschütze und wenn die Russen noch ihre Panzer gehabt hätten…hätten wir ganz schön alt ausgesehen.
Die Sturmgeschütze schossen in jedes Haus und das feindliche Feuer hörte stellenweise auch für einen Moment auf…aber wenige Momente später feuerten sie wieder.
Sie schossen auch mit Panzerbüchsen auf das Sturmgeschütz neben uns, es steckte viele Treffer hintereinander ein und dazu warfen sie einige Brandsätze aus den Fenstern.
Viel zu schnell, als das wir richtig reagieren konnten war das Geschütz außer Gefecht und die gesamte Oberseite stand in Flammen.
Wir versuchten so gut wie es nur ging, in die Häuser zu schießen um die Russen davon abzuhalten weiter auf uns zu feuern.
Als ich sah, wie sich die Einstiegsluke vom Sturmgeschütz langsam öffnete war mir sofort klar, dass die Besatzung ihr Gefährt aufgibt und versucht ins Freie zugelangen.
Meinen Kameraden befahl ich, das nächst gelegene Haus zu stürmen und von dort aus uns Anderen Feuerschutz zu geben, währenddessen kletterte ich auf das Sturmgeschütz.

Es war verflucht schwer, da das Ding schon ordentlich in Flammen stand, aber ich kämpfte mich bis zur Luke vor.
Sie war nur einen Spalt geöffnet, durch die Flammen hindurch packte ich die Luke und riss sie auf…kaum löste ich meine Hände von dem schon heißem Metall, da kam mir der Fahrer entgegen.
Er rang nach Luft und hustete zugleich, ich zog ihn mit aller Kraft raus und warf ihn danach fast vom Sturmgeschütz runter…Hauptsache weg von den Flammen und weg von dem Beschuss der Rotarmisten.
Ich streckte meinen Arm durch die Öffnung ins Innere und hoffte, dass jemand ihn ergreift und sich rausziehen lässt…doch quälende Sekunden vergingen.

„lebt da noch jemand?“

Schrie ich gleichzeitig ins Innere und zum Fahrer, welcher gerade losrennen wollte um in das gestürmte Haus zu gelangen.

„Mein Kommandant muss noch am Leben sein!“

Es wurde verdammt heiß und die Schüsse, der Russen, knallten immer häufiger gegen die Panzerung vom Sturmgeschütz.
Doch dann ergriff mich eine Hand auf Höhe meines Unterarms, sofort zog ich den Kommandanten durch die Luke und als ich ihn etwa zur Hälfte draußen hatte, griff ich mir seinen Gürtel und beförderte ihn mit einem kräftigen Ruck aus dem Geschütz und runter auf die Straße.
Ich sprang vom Sturmgeschütz runter und schnappte mir den Kommandanten, welcher noch auf den Knien war um mit ihm zusammen in das Haus zu kommen, welches gerade gestürmt wird von meinen Soldaten.
Das war verflucht knapp, andere von uns hatten nicht so viel Glück und wie es scheint ereilte auch zwei weiteren Sturmgeschützen dieses Schicksal.
Aus den oberen Stockwerken wurde ohne Pause gefeuert, nachdem eine Handgranate explodierte und ich meine Kameraden herumschreien hörte, war das Haus für uns gesichert.
Ich beeilte mich, um die Treppen hinauf zukommen und mir dann ein Bild von der Lage zu machen.
Es wurde nun aus den Fenstern auf die gegenüberliegenden Häuser gefeuert und es entwickelte sich ein verbissener Kampf um diese Straße.
Deutsche Soldaten, welche noch draußen auf der Straße waren gingen zum Sturmangriff auf die übrigen Gebäude über und konnten nach langen Kämpfen die Rotarmisten überwältigen.
Wir mussten immer wieder unsere Angriffe einstellen und uns neu formieren, zusätzliche Munition heranschaffen, Verwundete aus dem Kampfgebiet bringen und natürlich auch neue Soldaten heranziehen, als Ersatz für die Gefallenen.
Mit den zwei Panzerbesatzungsmitglieder und meinen Kameraden verweilten wir in dem Haus und unterstützten von dort die weiteren Angriffe.
Wir hatten ein sehr gutes Schussfeld und sorgten so für den nötigen Feuerschutz, die ein oder andere Panzerfaust wurde auf die näheren Häuser abgefeuert, um die Häuserwände zum Einsturz zu bringen und den Russen jegliche Deckung zu nehmen.
Dennoch war es ein höllischer Kampf,…überall kamen die Kugeln, der Russen durch die Wände und schlugen irgendwo im Raum ein…Bruchstücke und Fetzen wurden aus den Wänden und Decken gerissen und flogen überall im Raum umher.
Man konnte immer nur ein Paar Schüsse abgeben, da man sonst den Großteil des feindlichen Feuers auf sich zog…jedesmal wenn man aus seiner Deckung kam um aus dem Fenster zu schießen musste man damit rechnen, sofort getroffen zu werden.

Ging man in Deckung, machte man sich so klein wie möglich oder man legte sich flach auf den Boden und hoffte, die Russen würden nicht soviel Vorstellungsvermögen besitzen um zu erraten, wie wir hinter den Häuserwand in Deckung gingen.
Unser Mg Schütze feuerte einen Munitionsgurt nach dem anderen auf die Russen, vor allem feuerte er ans Ende der Straße, von dort kamen hin und wieder kleinere Trupps von ihnen, als Verstärkung, anmarschiert.
Er spannte mittlerweile seinen fünften oder sechsten Munitionsgurt ein, legte das Maschinengewehr auf das Fensterbrett und feuerte weiter…da erwischte ihn eine komplette Salve.
Die Waffe behielt er weiterhin in seinen Händen aber er fiel nachhinten auf seinen Rücken, erst dann lies er los und fing an zu schreien.
Sofort rannte ich zu ihm, packte ihn an seiner Koppel und schleifte ihn aus dem Raum ins Treppenhaus, dort war es weites gehend sicher vor dem russischen Beschuss.
Doch er hatte keine Chance mehr…ich blieb in den letzten Augenblicken bei ihm, bis er es hinter sich hatte und hielt dabei beide Hände von ihm, welche Blutverschmiert waren.
Sein Name war Otto, er kam nach der Geschichte in Opochka zu uns und wurde für den Rest von uns zu einem sehr guten Kameraden…er stammte aus der Nähe von Magdeburg und jetzt lag er in einem Treppenhaus und blutete aus.
Beschissenes Budapest.
Ich ließ seine Hände los, stand wieder auf und ging zurück in den Raum

Das Gefecht mit den Russen dauerte bis in die Abendstunden, erst dann gelang es uns auch das letzte Widerstandsnest auszuräuchern
Wir hatten einige Verluste zu beklagen welche sehr schwer wiegten, dennoch haben die Russen um einiges mehr bluten müssen.



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Die breite Straße und die Nebenstraßen sahen am Abend furchtbar verwüstet aus, überall brannte es noch und man musste stellenweise über die Gefallenen steigen um überhaupt in so manches Gebäude zu gelangen.
Die Rote Armee schickte uns ab und zu noch einige Soldaten vorbei, aber da uns die Straße und das gesamte Areal nun gehört bestand nie wirklich Gefahr…an unseren Mg Nestern kamen sie nicht vorbei.
Als es dunkel wurde gesellte ich mich zu einigen Kameraden in einem der oberen Stockwerke und kam endlich zur Ruhe, ich ließ meinen Unterarm nochmals verbinden und bemerkte erst da, dass ich leichtere Verbrennungen mir zuzog, als ich auf dem Sturmgeschütz stand.

Wir kamen am 10. Mai 1945 zwar nicht wirklich weit voran aber dafür konnten wir sehr viele Russen töten…in anderen Stadtteilen von Budapest kam die Wehrmacht durchaus besser voran.



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Fast der gesamte Norden von Budapest ist von der Wehrmacht zurückerobert worden.
Auf beiden Seiten der Donau kämpft man sich entlang und hat bereits das Stadtzentrum erreicht, dort angekommen gab es allerdings kein weiteres Vorkommen mehr.
Die Artillerie und Luftwaffe verstärkten an diesem Tag noch einmal ihren Beschuss auf das Stadtzentrum und störten damit ganz erheblich die russischen Truppenbewegungen.
Wir lagen gar nicht soweit weg von dieser Stoßrichtung.
Aus dem Westen erreichten nun endlich auch deutsche Truppen die Donaumetropole und überholten dabei die Rote Armee, welche sich immer noch auf dem Rückzug aus Westungarn befindet.
Die Streitkräfte aus dem Westen konnten am 10. Mai 1945 einiges an Gelände gut machen und brachten sich in eine gute Ausgangslage für die bevorstehenden Angriffe gegen das Stadtzentrum.
Im Süden der Stadt wurde die Wehrmacht wieder etwas zurückgeworfen und wurde in die Defensive gedrängt, angesichts der Fortschritte im Norden und Westen ist das aber nicht mehr so tragisch und wirkt sich eher zum Nachteil für die Russen aus.
Die Soldaten, welche sie für die südlichen Stadteile verheizten hätten sie lieber dazu verwendet die nördlichen Fronteinbrüche zu verhindern…es beruhigt auf der einen Seite gewaltig, dass man allmähliche merkt wie die russische Verteidigung zusammenbricht.



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In den nächsten paar Tagen wurden wir zum Glück zu keinem Angriff mehr rausgeschickt, das übernahmen jetzt frische Truppen, welche bislang außerhalb von Budapest stationiert waren.
Wir hingegen mussten unsere Stellung halten, was uns vor keine großen Probleme stellte, da es am 11. und 12. Mai 1945 sehr ruhig war.
Ich lag die meiste Zeit, zusammen mit zwei Kameraden in einem Granattrichter, welcher als Mg Nest diente…ich hatte die letzten zwei Nächte nicht schlafen können, Gott weiß wieso und war dementsprechend erledigt.
Das Maschinengewehr hatte ich fast ständig im Anschlag und schaute nach vorne…sehr weit vorne gab es eine Straßenkreuzung…dort konnte man ab und zu ein paar Russen rennen sehen, aber es wäre Munitionsverschwendung gewesen auf sie mit dem Mg zu feuern.
Das übernahm der Kamerad neben mir mit seinem Karabiner, er war sehr zielsicher und konnte immer wieder einen Treffer landen.
An den zwei Tagen brachte er es auf vierzehn Treffer und hatte sichtlich Spaß dabei, ich übergab das Mg an den anderen im Trichter und wollte mich für einige Zeit ausruhen und vielleicht etwas Schlaf finden.
Selbst das laute Knallen vom Karabiner hielt mich nicht davon ab, dass ich innerhalb von einer Minute einschlief.

Ich wachte erst wieder auf, als ein weiterer Soldat zu uns in den Granattrichter rutschte und uns unser Essen brachte.
Wir holten alle unser Feldbesteck raus und setzten uns in einen Kreis im Granattrichter, die Ration war keinesfalls ausreichend um einen hungrigen Soldaten satt zu machen…aber zumindest bekamen wir das leere Bauchgefühl weg.
Nachdem wir unsere Mahlzeit zu uns genommen haben, machte sich der Soldat wieder aus dem Staub und wir richteten unsere Blicke wieder gen Front.
Am 13. Mai 1945 startete ein erneuter Großangriff von der Wehrmacht auf die restlichen Stellungen der Roten Arme, sowie auf das Stadtzentrum
Unsere Stellung blieb in Kampfbereitschaft und musste nicht ausrücken, bei uns kamen in den folgenden Stunden aber immer wieder ein paar Rotarmisten vorbeigerannt.
Sie vollzogen wohl immer wieder Stellungswechsel und kamen dabei in unser Schussfeld.
Immer wieder knatterte unser Mg42 los, wir mussten einfach nur reinhalten und schon fielen sie um…sie gingen nicht einmal in Deckung oder versuchten Feuerschutz zu geben, Nichts.
Als es schließlich Nacht und dunkel wurde, wurden wir von anderen Soldaten abgelöst und konnten in die Stellungen, in den Gebäuden zurückkehren.

Die meiste Zeit hörten wir den Funksprüchen und den Meldungen aus den Kommandoposten zu, es bestand nunmehr kaum noch Gefahr, dass die Russen bis zu uns vordringen konnten.
Vom 10. Mai an verstärkte die Wehrmacht ihre Angriffe in Budapest und konnte mit jeder Stunde weiter in die Stadt eindringen.
Wie wir es selber merkten, wurde es der Wehrmacht keineswegs leicht gemacht und so musste um jedes Haus und um jede Straße heftig gekämpft werden, die Kämpfe neigten sich in einer Straße erst dem Ende zu wenn sowieso jedes Gebäude komplett zerstört war.
Die Rote Armee gelang es nur teilweise ihre Kräfte außerhalb von Budapest rechtzeitig in die Stadt zurückzuziehen und verlor dabei wertvolle Reserven.



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Am 13. Mai 1945 erreichte der deutsche Angriff, an Schlagkraft und Heftigkeit, seinen Höhepunkt und brach der Roten Armee, in Budapest, sozusagen das Genick.
Im Norden konnte die Wehrmacht noch weiter vorrücken und starke sowjetische Einheiten komplett vernichten, bald würde man außerdem mit den Wehrmacht Einheiten, die aus dem Westen kommen, zusammentreffen.
Die sowjetischen Truppen, welche derzeit sich noch westlich vom Stadtzentrum befinden, haben allesamt den Rückzug zur Donau angetreten und werden dabei ständig von deutschen Einheiten attackiert.
Die Wehrmacht konnte im Süden den Gegenangriff der Roten Armee auffangen und weit zurückwerfen, so erreicht man nun auch von Süden her das Stadtzentrum

Aus dem Osten kommen nun endlich auch zusätzliche Verbände und konnten schon tief in die russischen Stellungen eindringen, einen organisierten Widerstand seitens der Russen ist nach dem 13. Mai 1945 sowieso nur noch im Stadtzentrum zu erwarten.
Außerhalb ziehen sie sich entweder zurück oder fangen sich an aufzulösen.
Erste Wehrmacht Einheiten begannen in den Abendstunden damit, das Stadtzentrum anzugreifen und konnten bisher jeglichen Widerstand brechen…es wird damit gerechnet, dass Budapest nun innerhalb der nächsten Tage fallen wird.
Der Druck auf die Rote Armee wird weiter fortgesetzt…es muss wahrlich die Hölle sein…jetzt richten sich wirklich alle Läufe gegen das Stadtzentrum.
Bis zum 16. Mai 1945 dauerten die schwersten Kämpfe an.



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Die sowjetische Besatzung hat sich, bis auf kleinere Ausnahmen, bis auf den Stadtkern zurückgezogen und wartet dort auf ihr Ende.
Ihre Verluste sind enorm und die Moral ist schon seit dem 13. auf einem Tiefpunkt angelangt, von Budapest selbst ist nicht mehr viel übrig…es ist kaum zu glauben, dass hier immer noch Zivilisten leben.
Die Wehrmacht beeilt sich um die restlichen sowjetischen Truppen zu vernichten, man hat den Willen sie bis auf den letzten zu erwischen.
Danach wird man sich wohl auf die Westseite der Donau zurückziehen und auf die Rote Armee, welche aus Ostungarn heran marschiert, warten.

Für uns blieb es bis zu diesem Tag relativ ruhig und mussten erst zu diesem Zeitpunkt wieder ausrücken…wir sollen einigen Trupps Rückendeckung geben, die mit Flammenwerfern unterwegs sind und die letzten Widerstandsnester ausräuchern.
Als wir am Treffpunkt ankamen ging es auch schon los…ohne große Anweisungen marschierten wir mit den Soldaten in jene Viertel welche noch vollständig gesichert werden mussten.
Wir kontrollieren Straße für Straße, Haus für Haus und immer wieder feuerten sie einen Feuerstrahl in die Gebäude hinein…bei den meisten rannten nach wenigen Augenblicken lebende Fackeln heraus.



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Wir haben sie nicht immer erschossen, wir ließen sie meistens verbrennen und schauten diesem Spektakel nur zu.
Nur wenn sehr viele aus einem Haus, vor den Flammen flohen…dann erschossen wir sie.
Es kam sogar ein Halbkettenfahrzeug zum Einsatz welches mit zwei Flammenwerfern ausgestattet war…auf jeder Seite einen.
Das Fahrzeug fuhr in der Mitte von der Straße mit Schrittgeschwindigkeit und richtete das Feuer links und rechts auf die Gebäude…wir liefen in gebührenden Abstand dahinter.
Ganze Straßenzüge wurden damit nochmal in Brand gesteckt um auch das letzte Leben dort auszuräuchern.
Als wir schon einige Stunden unterwegs waren und eine Pause einlegten, weil die Tanks neu aufgefüllt werden mussten, bekamen wir einen Funkspruch rein, der uns über das aktuelle Kampfgeschehen aufklärte.
Jeweils zwei Angriffsspitzen aus Nord, Süd und West waren dabei den Stadtkern anzugreifen und konnten schon von Beginn an große Erfolge verbuchen.
Das Parlament, die Zitadelle und der Burgpalast fielen nach schweren verlustreichen Kämpfen in deutsche Hände.
Im Burgpalast kam es zu sehr erbitterten Gefechten, da unterhalb sich die alten Höhlensysteme befinden und die Rotarmisten sich dort festbissen.
In diesen bedeutenden Gebäuden und Anlagen hat sich die russische Führung verschanzt und die Kämpfe in Budapest geleitet, nun da sie ohne Führung sind löst sich die russische Verteidigung vollends auf.
Ein Großteil der hohen Offiziere ging in Gefangenschaft, lediglich der russische Stadtkommandant entzog sich seiner Verantwortung und der Gefangenschaft als er sich im Burgpalast selbst erschoss.
Die noch intakten Donaubrücken waren nun ebenfalls unter deutscher Kontrolle und gaben einen weiteren entscheidenden Vorteil.

In den Abendstunden des 16. Mai 1945 war es sicher, Budapest wurde erobert und die russischen Streitkräfte wurden komplett vernichtet.



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Die kleinen Widerstandsnester werden mit der Zeit immer weniger und können ohnehin kaum mehr Schaden anrichten.
Nach den ersten Schätzungen über die Verluste beider Seiten kommt man zu erschreckenden Ergebnissen.
Berücksichtig man auch die Truppen, welche außerhalb von Budapest standen aber dennoch im Kessel waren…so kommt man bei den sowjetischen Verlusten, Gefangenen und Vermissten auf knappe 850.000 und auf deutscher Seite auf etwa 70.000 bis 90.000.
Zieht man ebenfalls die erste Schlacht um Budapest hinzu, dann kann man wohl von einer der größten und blutigsten Schlachten in diesem Krieg reden…zugleich ist es aber auch ein herausragender Sieg für die Wehrmacht.
Wie viele Zivilisten in der Stadt umkamen vermag bisher noch niemand zu sagen.

Jedoch war die Schlacht um die Donaumetropole noch nicht ganz vorbei, es gab immer noch russische Soldaten, die sich irgendwo verkrochen haben und hofften man würde sie übersehen.
So mussten wir nach unserer Pause mit unserem Vorhaben weitermachen.
Wir kamen an eine Gabelung und teilten uns auf, wir folgten zwei Trupps mit ihren Flammenwerfern und konnten jedoch nichts anderes tun, als ihnen dabei zuschauen wie sie ihre Arbeit verrichteten.
Sie steckten den Brenner in eines der Kellerfenster und drückten ab, es wurden Schreie aus dem Inneren gehört aber sie kamen nicht wie üblich herausgerannt.
Jetzt kamen wir zum Einsatz, ich schnappte mir drei Kameraden und wir betraten das Haus…die anderen setzten ihre Arbeit weiter fort und verschwanden um die nächste Ecke.
Wir waren im Haus äußerst vorsichtig, die Stadt war ja eigentlich bereits genommen…es wäre einfach ungerecht jetzt hier noch umzukommen.
Die oberen Stockwerke wurden ergebnislos kontrolliert und als wir an der Kellertür ankamen, öffneten wir diese, einen Spalt und warfen eine Stilhandgranate hinunter.
Nach der Explosion gingen zwei von uns hinunter…nach einem Moment der Stille fielen ein paar einzelne Schüsse und als sie wieder hochkamen sagte einer von ihnen nur…

„erledigt“

Einer nach dem anderen von uns, verlies das Haus wieder durch die Vordertür…ich gelangte zuletzt ins Freie auf die Straße und wir ließen uns alle Zeit den anderen zu folgen.
Meine drei Kameraden folgten dem Straßenverlauf, welcher nach rechts abbog und sie entzogen sich dadurch für einen Moment meinen Augen.
Ich lief am Bordstein entlang,…ich war ziemlich gelassen und wenig angespannt…mein Sturmgewehr hielt ich quer an meiner Brust und ich schaute an den Gebäuden hinauf.
Das alles lies ich auf mich wirken, diese vielen Eindrücke…
Vielleicht hätte ich es früher gemerkt wenn ich nicht so unachtsam gewesen wäre…vielleicht…vielleicht hatte ich auch keine Chance und es wäre so gekommen wie es kommen musste.
Ich hörte hinter mir…am Ende der Straße…eine kräftige Stimme, sie schrie…

„так как там!“
„так как там!“

Irgendwas auf russisch…ungarisch klingt anders, das weiß ich mit Sicherheit.
Ich war gerade im Begriff mich rumzudrehen, da wurde schon auf mich geschossen…ich stand da ohne jegliche Deckung.
Die Kugeln pfiffen und zischten an meinem Kopf vorbei, ich legte mein Gewehr an und schoss zurück.
Nur das Mündungsfeuer konnte ich deutlich erkennen, sie hatten sich hinter einem ausgebrannten Autowrack in Deckung gebracht.
Ich musste umgehend zurück in das Haus kommen, meine einzige Chance war es dort so schnell wie möglich reinzukommen und auf meine Kameraden zu warten.
Ich konnte einen Schritt nach links machen, während ich weiter, ohne wirklich zu zielen, in die Richtung der Russen schoss, aber genau in diesem Moment traf mich eine Kugel in die Schulter…etwas unterhalb vom Schlüsselbein auf der rechten Seite.
Ich wankte einen Schritt nachhinten und versuchte auf den Beinen zu bleiben.
Sofort danach traf mich eine weitere Kugel weiter unten, ich ließ mein Sturmgewehr auf die Straße fallen und durch die Wucht, der Einschüsse, konnte ich mich nicht mehr auf den Beinen halten und fiel auf meinen Rücken.
Sie feuerten weiter…trafen aber nicht.
Ich spürte keine Austrittswunde…aber als ich an mir runter schaute sah ich wie das Blut durch meine Uniform kam.
Mein gesamter Körper zitterte und ich konnte kaum atmen, ich drehte mich auf meinen Bauch, ging auf die Knie und stützte meinen Oberkörper mit meinem rechten Arm ab.
So kroch ich langsam die Straße weiter in Richtung meiner Kameraden, ich versuchte einen kräftigen Schrei loszulassen aber es ging nicht…ich wollte schreien aber es kam nur ein Ächzen.
Es war wie in einem Albtraum.

Stück für Stück kroch ich die Straße entlang, mit meiner linken Hand drückte ich auf eine der Wunden und konnte bald nur noch spüren wie das Blut sich zwischen den Fingern durchdrückte.
Mein Herz schlug so schnell und stark, dass ich es deutlich an meiner Brust fühlte, hätten sie meine andere Seite getroffen wäre ich vermutlich längst tot.
Ich blutete sehr stark, das Blut floss meinen rechten Arm hinunter und breitete sich auf der Straße unter mir aus…ich schaute nur den Boden unter mir und konnte sehen, wie das ganze Blut von mir sich einen Weg bahnte, durch die kleinen Bruchstücke und wie es den ganzen Staub aufsog.
Meine Kräfte verließen mich schnell, ich erhob meinen Kopf ein letztes Mal, ein letzter Versuch nach meinen Kameraden zu schreien.
Ich holte so tief Luft wie es mir möglich war und konnte dabei sehen, wie meine drei Kameraden um die Ecke rannten und sofort das Feuer, auf die Russen, eröffneten.
Mir wurde es langsam schwarz vor Augen und ich ließ mich auf meine linke Seite fallen…das letzte an das ich mich erinnern kann ist, wie jemand unter meine Arme greift und mich wegschleift…dann verlor ich das Bewusstsein.

dersheeper
02.04.09, 12:13
:eek:
Welch dramatische Wendung, ich hoffe doch, dass unser junger Held seine Verletzungen übersteht?

Chromos
02.04.09, 12:40
Das ist doch nur eine "Fleischwunde"!!
Schönes update!

Gruß,
Chromos

xkreek
02.04.09, 12:44
Ab jetzt dann bitte ein tägliches Update:)

Wahnsinn wie spannend das hier momentan ist, besser als jedes Krimibuch.

:prost:

Lewis Armistead
02.04.09, 15:28
Richtig klasse und extrem langes Update! Ihr entschädigt immer wieder hervorragend für das Warten!
WArum bekommt euer Kriegsheld eigentlich nicht endlich mal eine eisernes Kreut für die gefühlten 8000 Feinde die er schon eigenhändig getötet hat:D

Gruß Lewis Amistead

Fallschirmjäger
03.04.09, 00:37
Mit dem täglichen Update wird es leider nichts ;)

Freu mich über die Rückmeldungen =)
Was das eiserne Kreuz betrifft...es wäre wirklich mal interessant wie hoch die Trefferrate ist...müsste man mal zählen, aber in diesem Update hat er doch gar niemanden erschossen oder? ^^

Lewis Armistead
04.04.09, 08:53
Dann verehrter Fallschirmjäger wäre euer Protagonist mit Verlaub ein ziemlicher Idiot:D
850000 tote und vermisste Russen und nicht einen selbst erledigt...:rolleyes:
ihr habt allerdings recht es steht nirgendwo explizit wie viele er in Nirvana befördert hat, aber es geht ja aus eingen Textpassagen hervor...

General Lewis Amistead reicht den hervorragenden breslauerischen Offizier für seine kluge und energische Führung und persönlicher Tapferkeit im Gefecht mit Nachdruck für eine Feldbeförderung und das eiserne Kreuz 1. Klasse ein.

:prost:

Chromos
22.04.09, 12:40
Mit dem täglichen Update wird es leider nichts ;)

Freu mich über die Rückmeldungen =)
Was das eiserne Kreuz betrifft...es wäre wirklich mal interessant wie hoch die Trefferrate ist...müsste man mal zählen, aber in diesem Update hat er doch gar niemanden erschossen oder? ^^

Es zählen im übrigen nicht "Trefferquote" sondern die besondere Tapferkeit vor dem Feind.
Also ein besonderer Einsatz etc. mit dem herausragendes erreicht wird.

Das kann der Protagonist ja bestimmt leicht schaffen. :rolleyes:

Gruß,
Chromos

Fallschirmjäger
23.04.09, 21:52
Bleibt Standhaft


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Meine Augen öffnete ich langsam, sie taten weh…alles um mich herum schien grell und weiß…
Ich hörte um mich überwiegend Frauenstimmen und es herrschte eiliges Treiben, noch bevor ich meine Augen komplett geöffnet hatte, versuchte ich mich aufzubäumen.
Doch der plötzliche Schmerz in meiner Schulter zwang mich wieder hinzulegen, ich sank zurück und merkte erst dabei, dass ich mich in einem Bett befand und ich sank zurück in mein Kissen.
Langsam konnte ich meine Umgebung richtig wahrnehmen, ich war in einem Lazarett und lag mit dutzenden von verwundeten Kameraden in einem großen Raum.
Ich schaute nach links,…ich schaute nach rechts und ich schaute geradeaus…überall sah ich wie Krankenschwestern und Ärzte durch die Bettreihen gingen und die Verwundeten betreuten.
Ohne an meinem Körper hinab zu schauen versuchte ich zu kontrollieren, ob ich noch meine beiden Beine habe…ob mir ein Arm fehlt…ein Finger oder was auch immer.
Ich konnte mich erst nach einiger Zeit überwinden richtig nachzuschauen, ich hatte zu große Angst davor…das nur ein Bein unter der Decke zu sehen war.
Meine Schulter und meine Verbrennungen waren meine einzigen Blessuren und ich trug entsprechende Verbände…an dem Verband, um meine Schulter, konnte man deutliche Blutflecken erkennen.

Ich schaute an die Raumdecke ins Leere, ich weiß nicht welchen Tag wir haben und ich weiß nicht wie ich hier hergekommen bin…ich weiß ja nicht einmal wo ich genau bin.
Bin ich noch in Ungarn…bin ich in der Heimat?
Zum Glück reden die Ärzte und Krankenschwestern alle Deutsch und es liefen im Gang draußen auch schon einige Wehrmacht Soldaten vorbei, sonst hätte ich mir ernsthaft Sorgen machen müssen in einem russischen Lazarett gelandet zu sein.
Ich versuchte mich zu erinnern, was passiert ist nachdem ich angeschossen wurde und auf der Straße, in Budapest, zusammengebrochen bin.
Leider erinnere ich mich nur an Bruchstücke und mir dröhnt bereits jetzt der Schädel.
Die Müdigkeit war noch so überwältigend, dass ich nach wenigen Minuten wieder einschlief…es war wohl auch besser so.
Es vergingen einige Tage, in denen ich nichts weiter tat als aufzuwachen…etwas zu Essen und zu Trinken…meinen Verband gewechselt zu bekommen und um dann wieder einzuschlafen.
So langsam kehrte dabei auch meine Erinnerung zurück…ich erinnerte mich wie ich in einem Halbkettenfahrzeug aufwachte und mein Sanitäter versuchte meine Schusswunde zu behandeln.
Ich erinnere mich an die ganzen Blutgetränkten Verbände und Kompressen, die auf mich gepresst wurden und wie sich das Fahrzeug langsam in Fahrt begab und mich an den Stadtrand von Budapest schaffte.
Danach fehlt in meiner Erinnerung immer noch ein großes Stück…ich kann mich nur entsinnen eine lange Fahrt hinter mir zu haben.

Nach weiteren zwei Tagen war ich scheinbar so weit genesen, dass ich verlegt wurde und eine ruhigere Abteilung kam…weg von den Schwerverletzten und weg von dem Geschrei.
Ich kam in ein Zimmer mit weiteren 14 Soldaten, die alle mehr oder weniger schlimme Verwundungen sich zugezogen hatten.
Endlich konnte man wieder mit jemanden reden, es tat so gut wieder ein Gespräch zu führen…vor allem in einer größeren Runde und ich war heil froh, dass es grundehrliche Männer waren…die nächsten Tage werden um einiges angenehmer werden.
Ich schlief immer noch viel, vielleicht weil ich nicht wusste wann ich wieder die Gelegenheit bekomme soviel und so ruhig schlafen zu können.
Ich schlief nach meinen Mahlzeiten und ich schlief einfach ein wenn mich die Gespräche zu sehr langweilten und ich mich diesen entziehen wollte.
Nicht nur gegen die Langeweile waren diese 14 Kameraden gut, sondern zusammen mit ihnen konnte ich einen Großteil meiner Fragen aufklären lassen.
Es war mittlerweile der 10. Juni 1945 und ich befand mich in Oberösterreich, genauer gesagt in der Stadt Linz.
Meine gesamte Einheit wurde aus Budapest abgezogen und in Linz wieder aufgestellt, so ziemlich alle beteiligten Verbände, an der Schlacht um Budapest, wurden danach nach Österreich abgezogen.
In Österreich werden die abgekämpften Verbände aufgefrischt und neu organisiert um dann schnellst möglich wieder an die Front zu bringen.
Es brachte mir eine große Erleichterung, als ich hörte, dass meine Einheit ebenfalls von der Front abgezogen wurde…ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen nicht bei meinen Kameraden zu sein.
Die Wehrmacht zog sich aus Ungarn zurück, man überlies das Land wieder den Russen…man hinterließ ein völlig verwüstetes und zerstörtes Land…und eine bis zur Unkenntlichkeit zerstörte Großstadt.



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An die Deutsche Reichs Grenze zog man sich zurück, alles was noch von Wert sein könnte für den Krieg wurde auf diesem Rückzug mitgenommen.
Ansonsten hinterließ man verbrannte Erde…Fabriken, Brücken, Eisenbahnschienen, Straßen, Flugfelder…alles wurde zerstört.
Während den Gefechten in Ungarn wurden weitere Verteidigungsstellungen an der deutschen Grenze errichtet, grenznahe Dörfer und Städte bereits evakuiert und zu Festungen umgebaut.
Die Rote Armee rückte erst nach einigen Tagen vor und besetzte das verlassene Land wieder, trotz der schweren Niederlage in Budapest waren sie in dieser Region immer noch im Stande eine gewaltige Streitmacht zu mobilisieren…auch wenn erwartet wird, dass es nicht ganz so schlagkräftige Truppen sind wie die gegen wir einst kämpften.
Als um Ungarn noch so heftig gekämpft wurde…in jeder Schlacht, die kürzlich geschlagen wurde gelang es den deutschen Kampfpanzern eine unvorstellbar große Anzahl an russischen Panzern zu vernichten…mehrere Panzereinheiten wurden komplett aufgelöst.
Es wird sich rausstellen ob sich diese großen Verluste bei den russischen Panzern in irgendeiner Weise auswirken werden.



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Die Slowakei wird ebenfalls den Russen überlassen und Preßburg wird nur noch solang gehalten, bis die ersten russischen Aufklärungseinheiten in Sicht sind…dann wird man sich zur Grenze zurückfallen lassen.

Der russische Vormarsch begann zwar, gegen die Erwartungen etwas verzögert aber als er erstmal im Rollen war…rückten sie sehr schnell vor.
Am 25. Mai 1945 rückte eine sowjetische Armee in Preßburg ein und zwei Tage später, am 27. Mai 1945, war Budapest wieder in den Händen der Roten Armee.
Im Zuge dieses Vormarsches, gingen die sowjetischen Truppen im Raum Krakau zum Angriff über und da die Wehrmacht sich zu dieser Zeit jedem größeren Gefecht entziehen wollte, trat sie dort schleunigst den Rückzug, nach Schlesien, an.
Krakau wurde demnach ebenfalls am 27. Mai 1945 besetzt und motivierte unglücklicherweise weitere Offensiven der Russen.
Im Raum Lodz und Thorn kam es zu sehr heftigen Gefechten Ende Mai.
Von dort konnte sich die Wehrmacht nicht einfach zurückziehen ohne damit die Truppen in Ostpreußen zu gefährden…es drohte eine Einkesselung.
Die Heeresleitung sah sich bemüht, schnellst möglich Reserven heranzuführen um den russischen Angriff aufzufangen…doch es gestaltete sich äußerst schwierig.
Jene Truppen, welche sich nach Schlesien zurückziehen werden erst in einigen Tagen wieder verfügbar sein und aus Ostpreußen konnte man nur geringe Kräfte abziehen und in die Kämpfe bei Thorn und Lodz einbinden.
Die größten Reserven zog man vom Ostwall ab, allerdings handelte es sich dabei nur um etwa 15.000 Soldaten mit einigen Kampfpanzern.



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Der starke Kampfeswille, der Wehrmacht, konnte es aber leider nicht verhindern, dass die Rote Armee am 30. Mai 1945 bei Lodz durch die Linien brechen konnte und die dortigen Streitkräfte zum Rückzug nach Posen zwang.
Nachdem die Wehrmacht bei Lodz eine weitere Niederlage erleiden musste, gestaltete sich die Verteidigung im Raume Thorn äußerst schwer.
Die Verstärkungen vom Ostwall erreichten die dortigen Truppen nun nicht mehr und aus Ostpreußen konnte man nicht mit großer Hilfe rechnen.
Am 1. Juni 1945 wurden die Deutschen bei Thorn zerschlagen und zogen sich in drei Richtungen zurück…manche kehrten zurück nach Ostpreußen und nach Königsberg, die anderen rückten nach Westen oder nach Norden an die Küste ab.

Man war schockiert darüber, wie schnell und hart diese Angriffe vollzogen wurden und hatte nur an den ersten Tagen, den Russen, etwas entgegenzusetzen.
Bevor die Verluste ein gewisses Maß überschritten und es absehbar wurde, dass die Front an diesem Abschnitt nicht gehalten werden konnte…gaben die Befehlshaber den Rückzugsbefehl.



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In den folgenden Tagen setze die Rote Armee ihre Offensive weiter fort und griff Elbing an, um wohl danach bis zur Küste vorzustoßen und Ostpreußen vom Rest des Reiches abzuschneiden.
Elbing war strategisch äußerst wertvoll und wurde nach sechs Tagen von den Russen, auf Grund des schweren Widerstands, umgangen um auch ohne die Eroberung, der Stadt, bis zur Küste vorzurücken.
Die Verteidiger von Elbing benötigten jeden Mann, um die Stadt zu halten und doch war es von größter Dringlichkeit auch Truppen in das Umland zu schicken, dass die Rote Armee nicht ungehindert voranmarschieren konnte.
Tag und Nacht donnerten die Artilleriekanonen beider Seiten…die Russen marschierten und die Deutschen gruben sich ein.
Aus Norddeutschland wurden extra einige Truppen abgezogen und sofort per Schiff über die Ostsee an die dortige Küste gebracht.
Vor der Küste positionierten sich an diesen Tagen einige Schlachtkreuzer und zwei Schlachtschiffe um zusätzliche Feuerkraft aufzubieten, falls es die Russen schaffen sollten weiter in Richtung Küste vorzustoßen.

Jedoch wurden zusätzliche Wehrmacht Truppen hinzugezogen und schaffte es den russischen Vormarsch zum Stehen zu bringen.
Dem Oberkommando war klar, wenn Elbing fallen sollte und die Russen bis zur Ostsee vorrücken können, dann würde Ostpreußen es sehr schwer haben sich dauerhaft zu behaupten.
Der Kampfeswille, der Deutschen, war ungebrochen und die Russen konnten in den nächsten Tagen…Stück für Stück zurückgeworfen werden.



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Den Russen wird wohl jetzt klar werden, dass sie auf deutschem Boden nun kämpfen und es schwerer für sie wird ihre Geländegewinne zu halten.
Elbing konnte auch zwei weiteren Großangriffen standhalten und machte dadurch die russischen Bemühungen, bis zur Ostsee zu kommen, zu Nichte.
Ohne Zeit zu verlieren ging man zu kleineren Gegenangriffen über und drängte die russischen Truppen wieder zurück…Thorn konnte dabei leider nicht zurückerobert werden.
Die Rote Armee hat bei Thorn und Elbing schnell ihren Schwung verloren, jedoch schafften sie es an anderer Stelle sehr weit.
Am 10. Juni 1945 rückten sie in Posen ein und hatten sich auf den Weg dorthin durch jegliche Verteidigung gekämpft.
Erst gute 20 Kilometer westlich von Posen konnte der russische Vormarsch gestoppt werden und verhindert werden, dass sie bis zum Ostwall vorrücken konnten.
Langsam schien es so, als würde der Ostfront eine große Sommeroffensive drohen, die gerade erst begonnen hat.
Thorn ist gefallen und bietet die ideale Ausgangsposition für Angriffe auf die Versorgungslinien nach Ostpreußen, es wurden bereits mehrere Nachschubkonvois bereitgestellt um im Falle einer Einkesselung die Truppen weiterhin zu versorgen.
In Lodz sammeln sich, nach dem Abzug der deutschen Truppen, bereits neue Streitkräfte der Roten Armee und es wurden bereits größere Truppenbewegungen, durch die Aufklärung gemeldet.
Nun da auch noch Posen gefallen ist und die Russen an der Deutschen Reichsgrenze von 1939 stehen kommen einem unweigerlich die Gedanken…die Oder…und Berlin sind nicht mehr weit…und wenn man die Russen nicht einmal jetzt wirklich aufhalten kann…wird man es dann an der Oder schaffen?
Schlesien wurde in diesen Tagen nicht angegriffen, wird aber falls es zum Kampf kommt den Russen nicht leicht machen.



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Am 12. Juni 1945 begannen Wehrmacht Einheiten aus Pommern und aus Schlesien mit einem schweren Angriff auf die Region Posen.
Noch bevor große Verbände, der Roten Armee, nachrücken können wollte man sie wieder zurückwerfen.
Die Russen bissen sich förmlich fest und wollten am ersten Tag einfach nicht zurückweichen, sie zogen sich aus keinem Gefecht zurück sondern kämpften bis zum letzten Mann.
In den Morgenstunden des 15. Juni 1945 hatte sich die Wehrmacht durch jedes noch so kleine Dorf gekämpft und hatte mit ausgesprochen geringen Verlusten die Stadt Posen wieder befreien können.
Mit dem Sieg in Posen kehrte für die nächsten Tage wieder Ruhe ein an der Ostfront, die Kämpfe beschränkten sich auf Artillerie Trommelfeuer in einigen Regionen und auf heftige Luftkämpfe über Ost und Westpreußen.
Im Hauptquartier ist man sich unschlüssig…ob man nun die Initiative ergreifen sollte oder noch auf den nächsten Zug der Sowjets warten soll.

Obwohl man die Russen vorerst zum Stehen gebracht hat bin ich mir sicher, dass die Sowjetunion in diesem Jahr den Krieg beenden will…Berlin ist gar nicht mehr soweit entfernt und das wird sie noch weiter antreiben.
Sie werden ihre Sommeroffensive neu beginnen und sie wird sehr heftig werden…sie wollen in diesem Sommer die Entscheidung herbeiführen, koste es was es wolle.
Eins ist sicher, es muss etwas geschehen weil ewig können wir den Kämpfen an der Ostfront nicht standhalten…so langsam zermürbt uns das Ganze.

Im Juni gab es nicht nur Meldungen von der Ostfront.
Im Westen geschah zwar immer noch nicht wirklich viel, außer kleineren Luftkämpfen und kleinen Scharmützeln an der Front, blieb es ruhig.
Jedoch versuchten Briten und Franzosen, am 18. Juni 1945 eine Landung an der Küste südlich von Bergen, in Norwegen.
Die Amerikaner stellten dafür einen ihrer größeren Flottenverbände zur Verfügung und von den zwei Flugzeugträgern wurde der Landungsstrand unter schweres Feuer gelegt.
Sehr rasch wurden Truppen der Wehrmacht in Bergen und westlich von Oslo herangezogen, um die Landungsstrände umgehend einzudrücken und die Alliierten wieder ins Meer zu werfen.
Einige alte Sturzkampfbombergeschwader unterstützen die Angriffe auf den Stand, indem sie die Landungsboote ständig beschossen
Der Bedrohung von See konnte man auch begegnen, aus Dänemark, Norddeutschland und aus Trondheim starteten mehrere Marinebomber und Abfangjäger.
Sie griffen den Flottenverband konzentriert an und die Angriffe dauerten einen gesamten Tag, einer von den Flugzeugträgern konnte sehr schwer beschädigt werden, sein komplettes Flug Deck stand in Flammen und die Brücke musste einige schwere Treffer einstecken.
Dennoch war der Flugzeugträger immer noch intakt und konnte sich, zusammen mit den anderen Schiffen auf die offene Nordsee retten.
Zwei Kreuzer und drei Zerstörer, der Amerikaner, hatten nicht mehr die Gelegenheit zu fliehen und sanken vor der Küste Norwegens.

Der Landungsversuch von Briten und Franzosen wurde mit Anbruch der Nacht abgebrochen und sie versuchten sich wieder auf ihre Schiffe zurückzuziehen.
Viele der Landungsboote sanken auf dem Rückweg und es entwickelte sich für die Alliierten zu einem kleinen Desaster, da fast ihre gesamte Streitmacht dort vernichtet wurde.
Die Deutsche Marine sah sich durch diesen Vorfall provoziert und zugleich auch ermutigt wieder aktiver in der Nordsee zu werden.
In den letzten zwei Jahren ist man der riesigen Seestreitmacht, der westlichen Alliierten gewichen und hat sich ausschließlich auf die Ostsee konzentriert.
Die Rüstungsindustrie hat aber keineswegs die Marine vernachlässigt oder ignoriert, es wurden technologisch neue Untersee Boote entwickelt und sofort einige Exemplare in Auftrag gegeben.
Im Sommer 1945 konnte man neben den bereits vorhandenen U – Booten auch auf eine beeindruckende Zahl von den neuen U – Boot Typen zurückgreifen.
Am 19. Juni 1945 stachen mehrere Flottillen in See und überraschten damit die Alliierten.



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In der ersten Nacht versenkten sie überwiegend Schiffe von Nachschubkonvois, Transporter…Geleitschiffe usw.
Die Nordsee wurde durch die erneute Anwesenheit, der deutschen U – Boote zunehmend gefährlicher für die Briten und Amerikaner, aber die U – Boote sollten nur der Beginn sein…für das was sich an der Westfront ereignen wird.
Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand sind eine Woche zuvor wieder einmal gescheitert…die Diplomatie hatte versagt.

Meine Verwundungen an der Schulter und meine leichten Verbrennungen heilten sehr gut und ich war Ende Juni wieder auf den Beinen.
Ich war zwar immer noch im Lazarett aber zumindest konnte ich mich im Hof, des Gebäudes frei bewegen und musste nicht den gesamten Tag im Bett liegen.
Es war glaube ich am 17. Juni 1945, als uns gerade unser Mittagessen aufs Zimmer gebracht wurde kamen zugleich ein Obergefreiter und ein Feldwebel herein.
Sie stellten sich in die Mitte des Zimmers, der Feldwebel holte einen Zettel aus seiner Brusttasche und fing sofort an zu reden.

„…in Anbetracht besonderer Tapferkeit vor dem Feinde und der selbstlosen Taten um die Kameraden neben einem das Leben zu retten, werden folgenden Soldaten das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen…“

Drei Kameraden und Ich erhielten in diesem Zimmer diese Auszeichnung, diese Anerkennung gab mir ein sehr gutes Gefühl und hielt den Orden für eine Weile in meinen Händen.
Hätte ich das Eiserne Kreuz draußen im Felde bekommen, wäre es mir womöglich sogar etwas peinlich gewesen vor meinen Kameraden und hätte es schnell irgendwo eingesteckt…es kommt ja weniger darauf an wieviel man an der Brust oder am Hals hängen hat…sondern was die Truppe und die Kameraden von einem denken…viel eher sind sie es die einem wirklich auszeichnen.
Trotzdem war ich stolz.
Am 20. Juni 1945 hielt ich es aber nicht mehr im Lazarett aus, ich wollte und konnte nicht mehr dort bleiben und warten bis meine Wunden vollständig geheilt sind.
Ich blute nicht mehr, ich wurde genäht und Schmerzen verspüre ich nur noch wenn ich mich groß anstrenge, also beschloss ich an diesem Tag zu meinem Spint zu gehen und meinen Kampfanzug anzuziehen…meine restliche Ausrüstung würde ich bekommen wenn ich zurück bei meiner Einheit bin.
Ich verabschiedete mich noch bei den Kameraden mit denen ich die letzten Wochen das Zimmer geteilt habe und machte mich dann auf den Weg
Vor dem Lazarett stieg ich auf einen Lastwagen, der mich zum Feldlager meiner Einheit bringen wird…die Fahrt dauerte etwas bis man aus der Stadt war aber auf der Landstraße kam man dann gut voran.
Am Nachmittag kam ich endlich an, ein Feldlager direkt am Waldrand…ich war wieder zu Hause.
Ich meldete mich sofort im Befehlszelt und gab meine Rückkehr aus dem Lazarett bekannt, ich wurde herzlichst empfangen und übernahm sofort wieder das Kommando.

Offensichtlich habe ich keinen Tag zu früh oder zu spät das Lazarett verlassen, denn erst kürzlich ging ein Befehl aus dem Hauptquartier ein, dass wir schon sehr bald wieder von hier abgezogen werden und an die Front gebracht werden.
Wir werden nach Westpreußen verlegt um bei der Verteidigung zu helfen, demnach werden wir wohl Morgen oder Übermorgen uns schon auf den Weg machen müssen.
Nach der pessimistischen…oder lassen wir es auch eine realistische Einschätzung von meinem Offizier sein, werden wir nicht mehr rechtzeitig zur Verteidigung in Westpreußen kommen und müssen vielmehr damit rechnen am Ostwall eingesetzt zu werden.
Ende Juni mehren sich die Angriffe, von der Roten Armee auf verschiedene Abschnitte an der dortigen Front.



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Es sind bislang nur kleinere Gefechte und Scharmützel aber es deutet alles darauf hin, dass den Ostgebieten eine weitere russische Offensive bevorsteht.
All die kleinen Gefechte erfüllen nur den Zweck, um die Schwachstellen in unserer Verteidigung herauszufinden.
Noch in derselben Nacht packten wir unsere Ausrüstung zusammen und verluden alles auf die bereitstehenden Halbkettenfahrzeugen und Lastwagen, während ich Munition einsammelte fiel mir eine Karte ins Auge, die die derzeitige Lage des Deutschen Reiches im Juni 1945 wiedergibt.



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RumsInsFeld
23.04.09, 22:16
Toll, standhaft bleiben! :)

Le Prînglé
23.04.09, 22:24
Es wird knapp, es wird knapp! Ihr schafft das! :)

dersheeper
23.04.09, 22:41
Und mal wieder - Gänsehaut. Toller AAR, ich drücke Euch die Daumen. :)

Silece
24.04.09, 11:06
Hm,
Elbing und Königsberg aufgeben und die Freiwerdenden Truppen nach Bromberg und Danzig zum Halten (ausserdem ist man dann hinter dem Fluß).

sheep-dodger
24.04.09, 11:17
NEIN! Kein Fußbreit deutschen Bodens darf kampflos preisgegeben werden!

;)

sato
24.04.09, 12:11
NEIN! Kein Fußbreit deutschen Bodens darf kampflos preisgegeben werden!

;)


deutschland beginnt am hindukusch =P

Lewis Armistead
24.04.09, 16:12
Also dass mit dem Hindukusch wollen wir mal nicht weiter kommentieren.
Wir fänden es allerdings auch befremdlich wenn man deutschen Boden einfach so aufgäbe.
Wirklich deutschen Boden und nicht eroberte Gebiete wie bisher.
Hier zählt doch schon viel mehr die fantastische Geschichte als das Gewinnen.
Wieder einmal verneige ich mich vor diesem AAR!

Lo Amistead
:prost:

Fallschirmjäger
24.04.09, 18:42
Habt Dank ^^

Nein Nein, Königsberg oder Elbing werden auf keinen Fall aufgegeben.
Allein Königsberg bindet derzeit 200 russische Divisionen und ist mit Befestigungen auf Stufe 8.

Thorn hol ich mir auch schon noch zurück...irgendwie...irgendwann ;)

sato
24.04.09, 18:54
nicht mehr weit bis zum stadtrand von moskau

dann werden die russen gucken wie schnell sie weggekesselt werden

Kadur
24.04.09, 20:17
Sind eig. Kräfte frei um Venedig zu erobern und so die Amis auf dem Balkan vom Nachschub abzuschneiden? :^^:

Kurfürst Moritz
26.04.09, 08:43
Können die Japaner nicht mal die Ostfront des Russen eindrücken und bis Novosibirsk vorrücken? dann haben die deutschen evtl. wieder mehr Luft zum atmen.

ReLax
30.04.09, 14:14
Die Front ist zu lang, ihr müsst in Frankreich eine Frontverkürzung vornehmen. Der Amerikaner muss an die italienische Grenze zurück gedrängt werden. Ansonsten hoffen wir, das ihr noch eure Geheimwaffe habt und endlich einen alles entfesselnden Sturm auf Moskau beginnen könnt. ;)

Al. I. Cuza
30.04.09, 15:25
Ich sehe die Reserven in Prag sich schon vorbereiten :^^:

Oberst Klink
30.04.09, 17:36
Mal ein paar Fragen

1. Warum vernichtet ihr nicht die Alliierten im Westen?

2. Wann ist die deutsche Atombombe einsatzbereit?

und drittens, ist Steiners Angriff bereits im Rollen? :D

Gruß
der Tiieecher nischwar

Fallschirmjäger
02.05.09, 16:09
4. Wo befindet sich die 9. Armee?

5. Wohin bricht die 9. Armee durch?

und 6. Wo ist Fegelein? bringen sie mir Fegelein!

Eure Fragen werden bald beantwortet =)

dersheeper
03.05.09, 01:27
Eure Fragen werden bald beantwortet =)

Das sind wahrhaft gute Nachrichten! :D

Cerreal
04.05.09, 16:53
Endlich kommt die gigantöse Zangenbewegung auf die wir so lange warten...

sheep-dodger
04.05.09, 16:59
Ja, er bricht sowohl an der Italienfront als auch an der Frankreichfront und treibt so die verbliebenen alliierten Verbände ins Meer. Danach wird eine GEWALTIGE Zangenbewegung mit Stoßrichtung Kaukasus begonnen und sämtliche verbliebenen Verbände der Roten Armee gekesselt. :P

sato
04.05.09, 17:01
ein kessel von königsberg bis wladivostok =D

dersheeper
05.05.09, 15:31
Ja, er bricht sowohl an der Italienfront als auch an der Frankreichfront und treibt so die verbliebenen alliierten Verbände ins Meer. Danach wird eine GEWALTIGE Zangenbewegung mit Stoßrichtung Kaukasus begonnen und sämtliche verbliebenen Verbände der Roten Armee gekesselt. :P

:burns: (ausreichend Zeichen)

Fallschirmjäger
05.05.09, 15:36
Die Gerüchteküche brodelt ^^

Rantanplan
05.05.09, 19:31
Die Gerüchteküche brodelt ^^

Ihr solltet das mit einem Update beenden :^^:

Cerreal
16.05.09, 12:52
Sagt wann kommt den nun das langersehnte Update werter Falschirmjäger?

Fallschirmjäger
19.05.09, 03:23
So...dann wollen wir mal.
*auf die Uhr schau* ohje ^^ gut dann stell ich mal die ca. 20 Seiten online ^^

Tschuldigt, dass es wieder solang gedauert hat.
Liegt niemals in meiner Absicht ;)

Fallschirmjäger
19.05.09, 03:46
Unternehmen Ragnarök


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Die Unterlagen für das Unternehmen Ragnarök lagen lange Zeit, verschlossen, bei der Obersten Heeresleitung in Berlin.
Dieses Unternehmen war lange Zeit nicht durchführbar, durch die prekäre Lage des Reiches und so geriet es fast schon in Vergessenheit.
Noch vor nicht all zu langer Zeit standen die Amerikaner und Briten an den westlichen Grenzen des Deutschen Reiches…bereit dazu den Krieg auf deutsches Territorium zu tragen.
Die Wehrmacht hatte große Verluste zu beklagen, keine Angriffe konnten durchgeführt werden ohne, dass sie im Desaster endeten.
Unvorstellbar große Bomberflotten flogen Tag und Nacht Angriffe auf deutsche Städte und legten sie in Schutt und Asche, während die deutsche Luftwaffe nur noch bemüht war die Truppenbewegungen des Heeres so gut wie es irgend möglich war zu schützen.
Tatsächlich stand man am Rande einer Niederlage und die Alliierten richteten ungeheuren großen Schaden an.


Dies alles änderte sich im Frühjahr 1945.
Mit einer starken, strategisch sehr gut geplanten, Offensive gelang es dem Deutschen Reich, den Amerikanern eine entscheidende Niederlage zuzufügen.
Sie verloren einen Großteil ihrer Angriffsstreitkräfte und mussten sich aus Belgien und Ostfrankreich zurückziehen.
Es war ein Wendepunkt an der Westfront und nach einer weiteren Offensive konnte die Wehrmacht abermals große Streitkräfte, der Alliierten, vernichten und dabei gelang es die französische Hauptstadt, Paris, zurückzuerobern.
Obwohl die Amerikaner den Großteil von Frankreich und selbst Italien unter ihrer Kontrolle hatten, gelang es ihnen nun nicht mehr die Initiative zurückzugewinnen.
Zu viele Soldaten starben von ihnen, diese Verluste konnten sie auch in den folgenden Monaten nicht mehr ausgleichen.
Die Wehrmacht hätte mit einigen weiteren Anstrengungen ohne Zweifel komplett Frankreich und danach Italien erobern können.
Doch die verzweifelte Lage an der Ostfront zwang das Oberkommando, ein Drittel der Streitkräfte im Westen abzuziehen, um sie im Osten gegen die Sowjets einzusetzen.



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Dank dieser Truppen konnte der Vormarsch, der Roten Armee fürs Erste gestoppt werden.
Selbst die verheerenden Angriffe der U.S. und der Royal Air Force konnten Dank neu aufgestellter Abfangjägerstaffeln, sowie den neuen Strahljägern eingedämmt werden.
Es folgten schwere Luftschlachten über dem Norden und Westen Deutschlands, mit der Zeit verlagerten sich diese Luftkämpfe nach Belgien, Holland und Nordfrankreich…die Alliierten wichen immer weiter zurück und sie verloren zahllose Flugzeuge.
Auch in der Luft konnten sie schon bald nicht mehr ihre Verluste ausgleichen und nach den letzten zwei großen Luftschlachten über Antwerpen und über der Nordseeküste bei Wilhelmshaven, gab es keine Bombenangriffe auf das Deutsche Reich mehr.
Die westlichen Alliierten konzentrierten ihre verbliebenden Luftstreitkräfte auf die britischen Inseln, auf Westfrankreich sowie auf Italien…um zumindest dort die Luftherrschaft zu behalten.
Die Luftwaffe musste allerdings ebenfalls einige Staffeln an die Ostfront schicken und konnte daher an der Westfront nur noch den Luftraum verteidigen und keinerlei Angriffe durchführen.
Die Westfront hatte sich zu einem Stellungskrieg gewandelt, bei dem keine der beiden Seiten sich traut den nächsten Schritt zu tun…bis jetzt.

Die deutsche Rüstungsindustrie fabrizierte in den letzten Monaten Unmengen an Kriegsmaterial.
Kampfpanzer vom Typ Tiger II, Panther und auch so mancher Tiger I rollte noch aus den Fabriken…Jagdtiger und Jagdpanther wurden zusammengebaut, Halbkettenfahrzeuge, Geschütze und Artilleriekanonen fertiggestellt.



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Die Waffenschmieden des Reiches arbeiteten ohne Pause.
Für die Luftwaffe gab es hunderte von neuen Flugzeugen allen Typs.
Überwiegend natürlich Jägermaschinen aber es wurden auch zahlreiche Bomber produziert.
Jeden Tag, jede Stunde erhielten die Fronten neues Material zum Kampf, einzig und allein die immer geringer werdenden Rekruten bereiten große Sorgen.
Der Volkssturm ist und war niemals ein Ersatz und nach den ersten Fronteinsätzen entschloss man sich dazu, den Volksturm ausschließlich hinter der Front einzusetzen…um besetztes Gebiet zu kontrollieren.
Da aber 1945, von der Wehrmacht kaum noch Land besetzt wurde, wurde der Volksturm zum größten Teil aufgelöst und in die Fabriken geschickt.
Dort konnten sie einen größeren Nutzen entwickeln und auch ältere Jahrgänge an den Fließbändern ablösen.

1945 war es möglich wieder mehrere Rekruten einzuziehen, als im Vorjahr und somit konnten neue Einheiten aufgestellt werden.



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Ganz im Sinne, des Unternehmens Ragnarök kamen alle neuen Einheiten an die Westfront, einzige Ausnahme bestand in jenen Soldaten, die nach Ostpreußen eiligst geschickt wurden um die drohende Einkesselung zu verhindern.
Die neu aufgestellten Streitkräfte wurden zunächst alle nach Paris verlegt, sie verwandelten die Stadt in ein riesiges Heerlager und machten sich schon bald auf den Weg zur Front.
Von beiden Seiten, von den Alliierten und von der Wehrmacht ist die Truppenstärke ungefähr gleichstark…die Kampfkraft ist aber bei der Wehrmacht eindeutig höher einzustufen.
Trotz der Luftherrschaft verlaufen die Truppenverlegungen ausschließlich bei Nacht und unter strengster Geheimhaltung, nichts soll darauf hinweisen, dass eine neue Offensive bevorsteht.

Ragnarök begann still und leise am 19. Juni 1945, zu aller erst stachen die U – Boote, aus ihren Bunkern, in die See und machten erneut Jagd auf Alliierte Schiffe aller Art.
Man verfügte über genügend U – Boote, um die gesamten britischen Inseln einzukreisen und eine Blockade zu errichten.
Zusätzlich stiegen in Norddeutschland und Norwegen noch etliche Marinebomber auf, um feindliche Schiffe in der Nordsee anzugreifen.
Schon nach einem Tag versenkte man überraschend viele Schiffe und die Alliierten waren allem Anschein nach zutiefst überrascht von der Wiederkehr der U - Boot Waffe.
Am 20. Juni 1945 begann an der Westfront, ohne ein Trommelfeuer der Artillerie, die Offensive gegen Rest Frankreich.
Die Infanterie marschierte kurz vor der Dämmerung los und lieferte sich zu Beginn, einige kurze Gefechte mit den Amerikanern.



20. Juni 1945

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Die Verteidigungsschwerpunkte versuchte man zu umgehen, Truppenkonzentrationen der Alliierten wurden ausgekundschaftet und wurden zunächst nicht angetastet.
Am Anfang schien es noch so, als ob es nur kleine Scharmützel wären, welche man in den letzten Monaten sehr oft hatte…so erweckte man vorerst keine große Aufmerksamkeit.
Gegen Nachmittag desselben Tages wuchsen diese kleinen Scharmützel immer mehr an und entwickelten sich zu einer ausgewachsenen Offensive…was dann auch die Amerikaner merkten.
Jetzt feuerten an den Brennpunkten auch die Artilleriegeschütze auf die amerikanischen Stellungen und schränkten deren Truppenbewegungen empfindlich ein.
Dank der nun eintretenden Feuerunterstützung brachen die Verteidiger im Großraum Tours und westlich von der Region Vichy zusammen und machten den Weg in das Hinterland, der Front, frei.
Eiligst versuchte die U.S. Army Truppen in die Einbruchstellen zu schicken, was allerdings vergebens war…den Durchbruch der Wehrmacht konnten sie ab dann nicht mehr stoppen und verheizten nur unnötig weitere ihrer Soldaten.
Weitere zwei Tage später, am 22. Juni 1945, hatte die Wehrmacht große Schneisen in die Frontlinie geschlagen, durch die immer mehr Streitkräfte hindurch strömten.
Somit gelang es den dortigen Truppen bis zum Atlantik bei La Rochelle vorzustoßen und damit die Bretagne einzukesseln.
Die Alliierten waren überfordert mit einer solch straff geführten Offensive und verloren schon zu Beginn ihre wichtigsten Verkehrsknotenpunkte, somit erlahmten ihre Nachschublieferungen und Verstärkungen was zu einem örtlichen Kollaps führte.
Wenn sich die Amerikaner zurückziehen wollten, mussten sie auf die gut ausgebauten Straßenverbindungen verzichten und sich quer Feld ein durschlagen was meist nur bei kleineren Einheiten Erfolg hatte.
Ihre Geschwindigkeit litt ebenfalls und sie wurden viel zu oft von den nachrückenden deutschen Verbänden eingeholt.
In der Bretagne hatten die Alliierten hauptsächlich Infanterie versammelt und keinerlei große Panzerstreitkräfte, dennoch war es der erste Erfolg diese vielen Soldaten einzuschließen…falls die Eroberung der Bretagne sehr schnell bewerkstelligt wird gelingt es vielleicht ihre dort stationierten Fliegerstaffeln auszuschalten.
Zeitgleich gelang es die Region von Vichy einzukesseln, dort befand sich die Hauptstreitmacht der Amerikaner in Frankreich und bietet bereits jetzt eine Entscheidungsschlacht.



25. Juni 1945

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Wehrmacht Verbände in der Normandie gehen nun zum Angriff gegen die Bretagne über und Truppen südlich von Paris werden den Kessel von Vichy vernichten.
Währenddessen rücken die anderen Streitkräfte weiter vorwärts, Bordeaux liegt bereits in der Reichweite von unseren Nebelwerfern und der mobilen Artillerie.
Diese Stadt am Atlantik ist neben Brest eines der wichtigsten Nachschubhäfen der Alliierten, wenn sie Verstärkung schicken wollen oder wenn sie bereits an eine Evakuierung denken…dann werden sie diese zwei Häfen brauchen.
Marseilles ist natürlich auch ein wichtiger Hafen, wird von den Alliierten jedoch nur als „Reservehafen“ angesehen.



28. Juni 1945

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Wenn der Vormarsch so weiter geht wird es der Wehrmacht bald gelingen bis zur Küste des Mittelmeeres vorzustoßen und an die Westgrenze von Italien.
Im Raum Bordeaux kam es sehr rasch zu sehr heftigen Kämpfen, die Wehrmacht musste im Laufe des Gefechts weitere Truppen dorthin schicken um den Widerstand zu brechen.
Amerikaner und Briten kämpften sehr verbissen um diese Stadt, wohlwissen, dass sie nur dort die Chance haben evakuiert zu werden.
Etwas östlich und südlich von Bordeaux standen so gut wie keine Truppen der Alliierten, der Weg zur spanischen Grenze war frei, erst östlich von Toulouse müsste man wieder mit größeren Einheiten rechnen.

In der Bretagne rückte man mit jeder Stunde weiter Richtung Brest vor und zerschlug jeden versprengten Alliierten Haufen den man vorfand.



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Die vorrückenden Verbände rechneten allerdings damit, dass Brest und Bordeaux einige Zeit in Anspruch nehmen werden um erobert zu werden.
Aus weiten Teilen Frankreichs ziehen sich die geschlagenen Briten und Amerikaner zurück und strömen in diese beiden Hafenstädte.
Im Landesinneren hatten sich bislang keinerlei Chance auch nur einen Tag erfolgreichen Widerstand zu leisten und sie mussten eine Niederlage nach der anderen einstecken.
Viele Alliierte Soldaten fielen und ihr Material brannte überall in der Landschaft wie einst beim Westfeldzug 1939, dennoch werden sie einiges retten können und sich in den Hafenstädten verschanzen.
Man stellt sich also bereits jetzt auf eine kurzzeitige Belagerung von Brest und Bordeaux ein und sieht davon ab, die Städte im Sturm zu nehmen.

Die Überlegenheit, des Feindes, zur See macht es ebenfalls etwas schwieriger die Städte sofort zu nehmen…garantiert werden sie jeweils eine Flotte in die Nähe beordern um eine zusätzliche Feuerkraft an die Seite der Verteidiger zu stellen.
Ob sie eine Evakuierung planen ist ungewiss, unsere U – Boote könnten bei solch einem Vorhaben sicherlich nützlich sein und die Transportschiffe auf ihren Hin- und Rückfahrten versenken.
Ich denke allerdings nicht, dass die Alliierten ihre Truppen aus Frankreich abtransportieren werden…sie würden damit ihre Niederlage in Frankreich eingestehen und damit praktisch ganz Europa allein lassen.
Schon einen Tag später konnten die Belagerungsringe um Brest und Bordeaux geschlossen werden, Artillerie wurde in geringem Maße herangeschafft und sofort wurde mit dem Trommelfeuer begonnen.
Dieses Bombardement war zwar nicht so heftig wie man es aus vorherigen Schlachten, an der Westfront kannte aber dennoch erfüllte es seinen Zweck…die angeschlagenen Alliierten Verbände lagen unter Feuer und hatten nicht die Möglichkeit zurückzuschießen.

In Brest lagen vorwiegend britische Soldaten in ihren Stellungen und verteidigten diese französische Hafenstadt mit ihrem Leben.



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Sie konnten den deutschen Angriff, welcher in der kommenden Nacht startete, aber nicht lange aufhalten und kämpften schon bald an den Hafenanlagen.
In der Stadt entwickelten sich mancherorts schwere Gefechte, welche mehrere Stunden dauerten aber am Endergebnis nichts mehr ändern konnten.
Die Wehrmacht nahm die Stadt Stück für Stück auseinander und nahm keinerlei Rücksicht ob jetzt ein Haus besetzt war oder nicht…für die Soldaten war es einfach nur eine weitere Stadt, welche man erobern musste…und wenn man sie eben bis auf die Grundmauern zusammenschießt.
Wir hier an der Ostfront können dies gut nachvollziehen.

Brest wurde am 30. Juni 1945 an die deutsche Wehrmacht übergeben und etwa 200 – 500 britische Soldaten gingen in Gefangenschaft.
Vor etwa genau einem Jahr…zogen sich die deutschen Soldaten aus Brest, nach einem verlorenen Kampf, zurück und überließen die Stadt den Alliierten.
In Bordeaux wurde unterdessen noch heftig gekämpft und nach groben Schätzungen würde der Widerstand erst am kommenden Tag zusammenbrechen, vielleicht auch erst am übernächsten Tag.
Vor Bordeaux konnte die Wehrmacht eine größere Streitmacht aufbieten als vor Brest und so gestaltete sich das Schauspiel der Belagerung um einiges imposanter.
Kurz vor dem Stadtrand ereignete sich noch eine Auseinandersetzung mit amerikanischen Sherman Panzern, welche einen Entlastungsangriff durchführen wollten.
Es war allerdings großes Pech für den Kommandanten der Sherman Einheit, da ausgerechnet sich in diesem Abschnitt stärkere deutsche Panzerkräfte aufhielten und neben Kampfpanzern des Typs IV auch Tiger Panzer ihr Unwesen trieben.
Die amerikanischen Panzer brachen sehr schnell ihre Formation auf und wurden reihenweise vom deutschen Geschützfeuer geknackt.



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Bordeaux konnte sich auch ohne diese Panzer noch halten, musste dies aber mit unzähligen von toten Soldaten bezahlen.
Eigentlich hätte der Kampfeswille, der Alliierten stetig sinken müssen…ich weiß nicht was sie veranlasst hat so tapfer zu kämpfen…man hatte ihnen Verstärkung versprochen und Unterstützung durch eine Flotte.
Wenn sie von ihren Stellungen in der Stadt aufs offene Meer hinausschauten konnten sie aber nur das Wasser sehen und sonst nichts, kein Schiff lag vor der Küste.
Sie kämpften auf verlorenem Posten, gaben diesen aber nicht auf und hielten den nächsten Angriffen ebenfalls stand…auf absehbare Zeit konnten sie diesem Druck aber nicht standhalten…ihre Verluste stiegen bei jedem Angriff und sie mussten stetig zurückweichen, irgendwann gibt es selbst für sie kein Zurück mehr.

Die Wehrmacht rückte währenddessen bis zur Mittelmeerküste vor und nahm im Handstreich Marseille.
Es wurde zunächst befürchtet es könnte zu einer ähnlichen Belagerung kommen, wie bei Brest bzw. Bordeaux aber man konnte einen größeren alliierten Verband, welcher auf direktem Wege in die Stadt war, etwa 10 Kilometer vor der Stadt stellen und komplett vernichten.
Die kleine Garnison in Marseille war zu dieser Zeit damit beschäftigt die Stadt für eine Verteidigung vorzubereiten und erwartete voller Hoffnung den kommenden Verband, es war dann allerdings nicht der Verband, der am 30. Juni 1945 in die Stadt rollte, den sie auch erhofften.
Mit diesem wichtigen Sieg war Frankreich eigentlich so gut wie vollständig besetzt worden, mit Ausnahme von der Belagerung von Bordeaux, einigen kleinen Widerstandsnestern an der spanischen Grenze, Besançon und den Provinzen an der italienischen Grenze war Frankreich wieder unter deutscher Kontrolle.



30 Juni 1945


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Ohne Zweifel kann man bei dieser Offensive von einem erneuten Blitzkrieg sprechen, innerhalb weniger Stunden konnte die Front durchbrochen werden und weiterhin tief in das feindliche Landesinnere vordringen.
Die größeren Städte fielen reihenweise und der Feind hatte enorme Verluste zu beklagen, nach einigen Tagen befand sich Frankreich wieder unter deutscher Kontrolle.
Sofern die Alliierten Streitkräfte nicht vernichtet wurden oder sich den deutschen Truppen ergaben, zogen sich die Reste nach Italien zurück und vereinigten sich mit den dort stationierten Einheiten.
Die nächsten Tage wird die Wehrmacht damit zubringen die letzten Widerstandsnester und versprengte Truppen im ganzen Land auszuschalten…die Stadt Bordeaux steht kurz vor dem Fall und wird sich nur noch einige Stunden halten können.
Zudem werden Streitkräfte in Marseille konzentriert, um dann von dort aus nach Italien einzufallen…es gelang dieser Tage schon die französischen Alpen zu besetzen und nun könnte man über die Bergpässe in das Nachbarland einfallen.

Die Oberste Heeresleitung in Berlin erwartet zwar nicht, dass die westlichen Alliierten derzeit in der Lage sind eine erneute ernste Invasion in Frankreich zu unternehmen aber man möchte kein zu großes Risiko eingehen und kommandiert einen Teil der Besatzungstruppen an die Küsten, an den ehemaligen Atlantikwall.



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Allerdings erwartete man, ja man war sich fast schon sicher, dass aus London oder aus Washington die Bitte nach Waffenstillstandverhandlungen kommt…jetzt da Frankreich endgültig verloren gegangen ist und Italien bald dasselbe Schicksal blüht.
Aber keinerlei Nachricht von den Alliierten, Nichts.

Man hatte noch gehofft nicht zu diesem Schritt übergehen zu müssen, aber die Sturheit von Briten und Amerikanern zwingt das Deutsche Reich dazu.
Neben einer neuen U – Boot Offensive und dem Blitzkrieg in Frankreich wird man nun einen äußerst starken Luftangriff auf die britischen Inseln starten.
Jäger und Bomberstaffeln stehen in Nordfrankreich, Belgien, Holland, Westdeutschland und Norwegen bereit und die Piloten rennen am 1. Juli 1945 aus ihren Quartieren zu ihren Maschinen.
Die Bombenschächte werden mit Brandbomben, Sprengbomben und Bomben mit Zeitzündern gefüllt.



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So ziemlich alles was die Luftwaffe im Westen aufbringen kann wird an diesem Tag bemannt und wird nach Großbritannien fliegen…die britische Bevölkerung soll wieder spüren, dass Krieg ist.
Nur an diesem Tag soll dieser Angriff geflogen werden, es ist nicht geplant an den kommenden Tagen die Bombardierung weiter fortzusetzen.
Abgesehen von den V2 Raketen werden keine Bomber oder Jägerstaffeln nach diesem Tag übers Meer geschickt.
Bevor sich alle Flugzeuge in der Luft befinden, beginnt der Angriff mit einer nie da gewesenen Zahl von V2 Raketen welche im Minutentakt von Stützpunkten aus Nordfrankreich und Holland nach Britannien fliegen.



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Bevorzugte Ziele sind Norwich, Southampton, Cambridge, der gesamte Großraum von London und die Themse Mündung.
Dieser Beschuss von V2 Raketen soll, sofern möglich, den gesamten Tag anhalten…auch während unsere Flugzeuge im Einsatzgebiet sich befinden.
Während die ersten Raketen runterkommen werden Abfangjäger startklar gemacht, sie stellen die erste Angriffswelle und werden die gegnerische Air Force hoffentlich soweit dezimieren können, dass es für die nachfolgenden Maschinen nicht mehr so gefährlich wird.



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Die Abfangjäger starten um 05:00 Uhr und sollen sich zu Beginn noch an den Bränden orientieren, welche von den V2 Raketen verursacht wurden.
Die Royal Air Force konnte dieser ersten Welle noch genügend eigene Flugzeuge entgegenwerfen und es entwickelte sich in diesen Stunden heftige Luftgefechte.
Bevor der Feind noch weitere Staffeln ins Einsatzgebiet beordern kann und damit eine Überlegenheit erringen würde, schickt die Luftwaffe schnell ihre Strahljäger in den umkämpften Luftraum.



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Diese Strahljäger Staffeln werden vom Feind gehasst und gefürchtet, der technologischen Überlegenheit können die Alliierten nur sehr wenig entgegensetzen und verlieren, durch den Einsatz der Me 262, immer mehr ihrer erfahrenen Piloten.
Vom Himmel stürzten mehr und mehr der Spitfires und Mustangs in die Städte ab und langsam konnte die Luftwaffe die Luftgefechte für sich entscheiden und eine leichte Luftüberlegenheit sichern.
Die Kämpfe hielten natürlich weiter an, aber die Deutschen waren trotz des starken Flakfeuers und der immer wiederkehrenden feindlichen Flugzeuge überlegen.

Um 10 Uhr befinden sich auch die restlichen Maschinen in der Luft und beginnen mit dem Flug zur Küste, an diesem Tag war das Wetter recht Schlecht und eine dicke Wolkendecke hang über dem Ärmelkanal und dem Süden Englands.
Eine hohe Zahl von Bombergeschwadern und Begleitjägern überflogen den Ärmelkanal und die Nordsee.
Endlich fliegen die Flugzeuge wieder westwärts und nicht mehr nach Osten in unser Reich um dort unsere Städte auszulöschen.
Ich hätte wirklich gerne gesehen, wie diese Luftflotten über mich hinweg fliegen…es muss ein spektakulärer Anblick gewesen sein.



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Als die Bomberstaffeln endlich die Insel erreichen, alarmiert dies so ziemlich alle britischen und amerikanischen Flieger…welche bislang noch nicht im Einsatz sind.
Aus Schottland wird so gut wie jedes Flugzeug sofort nach Süden beordert, dank guter deutscher Aufklärung kann man sofort entgegenwirken, indem man von Norwegen einige Jägerstaffeln hinüber schickt.
Die ersten Ziele der Bomber waren die Hafenstädte am Ärmelkanal, dort lag noch der gesamte Nachschub bereit, welcher eigentlich für die Truppen in Frankreich bestimmt war.
Die Bombenangriffe hatten eine verheerende Wirkung, zusammen mit der auf Lager liegenden Munition wurden Dutzende von heftigen Explosionen ausgelöst, welche fast die gesamten Hafeneinlagen zerstörten.
Viele Schiffe lagen in den Häfen verteilt und wurden im Zuge der Bombardierung versenkt.
Gewiss war das Flak Feuer sehr heftig und holte auch so manchen deutschen Bomber vom Himmel, allerdings war es noch schwach und vereinzelt im Bezug auf die nächsten Ziele die noch kommen.

Die ersten Bomber waren gerade im Begriff umzukehren, um aufgetankt und neu bestückt zu werden, da erschien bereits die zweite Angriffswelle…welche nun weiter ins Landesinnere fliegen wird.
Kleinere Bomberverbände griffen diverse englische Städte an und richteten beträchtlichen Schaden an der Infrastruktur aber auch an den Industriekomplexen an.
Der Großteil von den, im Einsatz befindlichen Maschinen steuerten um 14:30 die britische Hauptstadt London an.



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Das Flakfeuer schon vor der Stadt war sehr heftig und wurde immer stärker je näher man an London herankam.
Die höchste Priorität, der Royal Air Force war nun natürlich jedes deutsche Flugzeug welches auf London zusteuerte…und die deutsche Luftwaffe schickte natürlich ihre Jäger auch nach London um ihre Bomberstaffeln zu schützen.
Als die ersten deutschen Bombermaschinen über London gesichtet wurden begann die wohl größte Luftschlacht dieses Krieges.
Um 15 Uhr ertönten die unverkennbaren Luftalarmsirenen in der britischen Hauptstadt und die zivil Bevölkerung flüchtete in die Keller und die U – Bahn Station, sowie Tunnel.
Der Angriff auf die Hauptstadt wurde von der dritten Angriffswelle verstärkt, welche auch die zahlenmäßig größte Welle war.
Es muss eine wahrlich schreckliche Schlacht gewesen sein, für jeden der Beteiligten muss es die Hölle gewesen sein…auch für die Menschen am Boden.
Die Flak feuerte ziellos in die Luft und konnte nicht unterscheiden wer Freund und wer Feind war
Die Jäger beider Seiten lieferten sich hartnäckige Nahkämpfe und immer wieder stürzten abgeschossene Maschinen in die Stadt hinunter.
Britische und amerikanische Jäger versuchten unermüdlich sich den deutschen Bombern zu nähern, welche sich mit ihren Bordschützen nach allen Richtungen wehrten.
Deutsche Jagdmaschinen verteidigten die Bomber Formationen mit dem größten Mut den man in solch einer Schlacht wohl aufbringen kann.
Zusätzlich stürzten immer wieder, wie aus heiterem Himmel, mehrere V2 Raketen in die Stadt…gegen diesen Beschuss konnten die Alliierten absolut nichts unternehmen.

Sobald die Bomber ihre Position erreichten, öffneten sie ihre Bombenschächte um die tödliche Fracht abzuladen…und der Himmel über London war voll von deutschen Flugzeugen.



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Immer mehr Bomberformationen erschienen am Himmel und während die anderen Bomber abdrehten um den Heimflug anzutreten, ließen sie ihre Bombenlast ebenfalls auf die Stadt hinab regnen.
Bei diesem Angriff wurde keine Rücksicht genommen, ob man nun Wohngebiete bombardiert oder Industrieanlagen…das gesamte Stadtgebiet lag unter dem Bombenteppich.
Die heimkehrenden Maschinen wurden bei ihrer Landung sofort wieder startklar gemacht und mit neuen Sprengkörpern bestückt…zu stark beschädigte Flugzeuge wurden umgehend ersetzt und so schnell wie möglich wurden die Motoren und Triebwerke wieder angeworfen, um auf direkten Weg erneut Großbritannien anzugreifen.

In der Nähe von Wolfsburg hielt sich den gesamten Tag lang ein Luftgeschwader bereit, um endlich auch an der Luftschlacht über England teilzunehmen.
Auf dem Flugplatz befanden sich insgesamt fünf Langstreckenbomber und nach meinem Wissen waren sie auch die einzigen Fabrikate ihres Typs.


Messerschmitt Me 264


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Die Me 264 hatte eine Reichweite von 15.000 Kilometern, sie konnte eine Gipfelhöhe von 8 Kilometern erreichen und eine Bombenlast von etwa 5.000 kg mit sich führen.
Etliche Strahljäger des Typs Me 262 und Focke Wulf 190 Flugzeuge, standen auf dem Flugfeld als Begleitschutz, für die fünf Bomber, bereit.
Genau um 19 Uhr ging im Fliegerhorst der Befehl ein, dass alle Maschinen nun starten und ihr geplantes Ziel angreifen sollen.
Es vergingen nur wenige Minuten, da wurden die Triebwerke aller Flugzeuge angeworfen und nach und nach reihten sie sich auf den Startbahnen auf.
Zuerst starteten die Strahljäger, welche die Anflugbahnen auf das Ziel frei räumen werden und etwaige Störungen im Sinne von feindlichen Jägern sofort bekämpfen werden.
Danach starteten die Bomber, sie hoben nacheinander schwerfällig vom Boden ab und stiegen langsam immer höher.
Die restlichen Jäger folgten direkt nach ihnen und dienten fortan als direkter Begleitschutz.
Die Formation flog zunächst nach Amsterdam von wo sie dann aufs offene Meer zusteuerten, sie flogen weiter nach Westen und hatten bis dorthin keinerlei Feindkontakt.
Zwischen Norwich, welches zu diesem Zeitpunkt bereits von der deutschen Luftwaffe bombardiert wurde, und Ipswich drangen die Bomber aus Wolfsburg dann in den britischen Luftraum rein.

Nun hielten sie ihren Kurs, welcher sie nach Westen führte…vorbei an Cambridge, Northampton, Leicester und Coventry.
Alle diese Städte wurden oder werden in dieser Stunde bombardiert und brennen lichterloh, während die Sonne so langsam im Westen untergeht.
Keineswegs war dieser Flug ungefährlich für die Piloten, immer wieder erschienen feindliche Abfangjäger und lieferten sich verzweifelte Luftkämpfe mit den deutschen Begleitjägern.
Ein Langstreckenbomber wurde so schwer beschädigt, dass der Pilot kehrt machen musste und nach Frankreich flog und versuchte dort seinen Bomber heil auf den Boden zu bringen.
Etwa drei Stunden nach ihrem Start war ihr Ziel in Sichtweite gekommen, Birmingham.
Über der Stadt gab es keine Luftkämpfe, da sie bisher von den Bombardements verschont blieb und die einzigen Flugzeuge, welche über der Stadt kreisten waren die deutschen Schwalben.
Die gegnerische Flak feuerte nur vereinzelt und hatte eine Trefferwahrscheinlichkeit von praktisch Null bei den Strahljägern, als dann die Langstreckenbomber in Reichweite kamen nahm das Feuer der Flak zu.
Die Bomber näherten sich dem Stadtzentrum, doch dann drehten drei von den vier verbliebenen Maschinen plötzlich ab, während der eine weiter auf den Stadtkern zuhielt.
Alle Jagdmaschinen drehten ebenfalls ab und flogen exakt aus der Richtung aus der sie kamen, erst kreisten sie noch am Himmel und urplötzlich…flüchteten sie.

Der übrig gebliebene Bomber erreichte schon bald seine befohlene Position und mit einem Hebel öffnete einer der Piloten den Bombenschacht.

„Bereit zum Abwurf!“

Schrie er und versuchte das Motorengeräusch zu übertönen.
Sekunden vergingen, dann wurde die Ladung entkoppelt und wurde auf die Reise zum Erdboden geschickt.
Sofort schlug der Pilot im Cockpit eine scharfe Rechtskurve ein und brachte die Maschine auf den direkten Kurs, um den anderen Flugzeugen so schnell wie möglich zu folgen.
Für die Besatzung müssen es qualvolle Sekunden gewesen sein…auf den Moment zu warten bis ihre Ladung detoniert…nicht zu wissen was sie angerichtet haben.
In einer Höhe von etwa 400 Metern explodierte die Ladung, es handelte sich um eine einzige Bombe mit einer noch nie da gewesenen Sprengkraft.



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Am 1. Juli 1945 um 22:13 detonierte die erste Atombombe der Welt über Birmingham und zerstörte mit einem einzigen Schlag fast die komplette Stadt.
Obwohl alle deutschen Piloten der Explosion abgewandt waren blendete sie der grelle Lichtblitz in ihren Cockpits.
Die unfassbare Druckwelle und enorme Hitze löschten die britische Stadt, welche für die Rüstungsindustrie so wertvoll war, praktisch aus.



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Nach dem Abwurf endete für die deutsche Luftwaffe die Luftschlacht über England und auch die letzten Piloten kehrten nun Heim.
Nun gilt es abzuwarten wie die Alliierten…und die Welt auf diese neue Waffe reagieren werden…vor allem ist die Frage interessant, ob die deutsche Armee noch weitere dieser Bomben hat.
Falls ja, muss den westlichen Alliierten klar sein, dass nun ihre Städte mit einem einzigen Schlag ausgelöscht werden können und sie sich dagegen kaum wehren könnten…wie man ja an diesem Tage gesehen hat.

Vielleicht hat es auch eine besondere Wirkung auf Moskau, wenn man eine solche Bombe gegen eine Stadt einsetzen kann…dann kann man sie auch sicher gegen feindliche Truppen im Felde einsetzen.
Jedenfalls bin ich sehr froh darüber, dass wir und nicht die Alliierten diese Waffen zuerst eingesetzt haben…es besteht doch jetzt sicher die Möglichkeit diesen Krieg auf eine schnelle Weise zu beenden und wenn es nur mit den Westmächten geschieht.

König Andre
19.05.09, 04:07
Juhu endlich wieder ein Update. :prost:

Edit: Wow der 1 Atomschlag wenn die Allies nun nicht frieden schließen dann sind sie wirklich wahnsinniger als erwartet. :)

Le Prînglé
19.05.09, 07:07
Wow! Euer AAR ist grandios!

Silece
19.05.09, 11:53
Kann die KI überhaupt Frieden schließen?

Le Prînglé
19.05.09, 15:29
Oh und wie sie das kann. Macht sie hin und wieder.

sato
19.05.09, 17:43
gabs da nicht noch eine böse ostfront? ich hoffe die ist nicht zusammengefallen durch den schlag im westen

dersheeper
19.05.09, 17:48
Nein, tut sie nicht. :eek:
Zumindest die großen Bündnisse schließen keinen Frieden, und die Alliierten sind nunmal ein großes Bündnis...

Ganz abgesehen davon ist dein AAR wirklich der Beste den ich je gelesen habe! Bloß nicht aufhören. :)

Le Prînglé
19.05.09, 18:12
Nein, tut sie nicht. :eek:
Zumindest die großen Bündnisse schließen keinen Frieden, und die Alliierten sind nunmal ein großes Bündnis...

Ganz abgesehen davon ist dein AAR wirklich der Beste den ich je gelesen habe! Bloß nicht aufhören. :)

Oh aber hallo. Großbritannien winselt um Gnade, wenn man auch nur in Portsmouth landet [war zumindest bei Uns der Fall...Aber wir wissen ja alle, dass Unsere HoI-Version...besondere Bedürfnisse hat :^^:]

Pilo
19.05.09, 19:28
Ich glaube in NFM ist ein Frieden mit den Westalliierten Event drin

dersheeper
19.05.09, 21:57
Oh aber hallo. Großbritannien winselt um Gnade, wenn man auch nur in Portsmouth landet [war zumindest bei Uns der Fall...Aber wir wissen ja alle, dass Unsere HoI-Version...besondere Bedürfnisse hat :^^:]

Dann ist Eure Version einfach buggy. :D
Grundsätzlich nehmen Allies, Axis und Komintern nämlich keine Friedensangebote an, bzw., bieten auch keine an.
Dafür gibts dann halt teilweise Events für diese Nationen.

Fallschirmjäger
19.05.09, 23:13
Auf normalen Wege, schließen natürlich keine Länder mit einem Frieden, die in diesen großen Bündnissen sind.
Aber ich beschreib das ja aus Handlungsgründen und durch die derzeitige Lage, der Westalliierten, kann man ja durchaus von ausgehen, dass sie ziemlich kriegsmüde sind.

Ob es im NFM Mod ein Friedensevent gibt, hab ich keine Ahnung...und wenn wird das sicher erst ausgelöst wenn Großbritannien besetzt ist.
Nach ihren Verlusten und dem Atombombenabwurf kann man ja annehmen, dass die Demokratien langsam genug haben =)

Vielen Dank für die positiven Rep's und eure Zeit für dieses lange Update ;)

sheep-dodger
19.05.09, 23:38
Ich würde mir für so etwas ja ein Event schreiben wenn es das noch nicht gibt.

Aber zum Glück seid Ihr nicht Ich :D
Weiter so! :top:

Kurfürst Moritz
24.05.09, 13:51
Sehr gut gelungene Operation Ragnarök! Glückwunsch!

Euer Schreibstil und der erzeugte Spannungsbogen ist einfach fantastisch, werter Fallschirmjäger!
Fast möchte man Eure Berichte alle in einem PDF sammeln und als Buch verlegen!

rastabuster
29.05.09, 18:41
fortsetzung!!! bitte.

lg

Komischer Kunde
30.05.09, 10:10
Wir haben die Fortsetzungen zwar schon vor einigen Wochen gelesen, aber unsere darauf hin verfasste Lobeshymne ging durch einen demoralisierten Kurierdienst verschütt. *blödesWeb,ey*

Daher eine Kurzfassung: Granatenhagelstark!

ReLax
09.06.09, 13:21
10 Tage ohne Sünde 10 Tage ohne AAR 10 Tage ohne Sünde wie konnte das passiern.
Er ist süße 3 Jahr alt und hat langen Text und Bilder und wir verloren nicht viel worte. Er ist nunmal der Beste in seinem Genre!

Im Endeffekt will ich nen Update. :)

Chromos
16.06.09, 12:32
Ist denn schon "Sommerpause"???
Grüße!
Chromos

Fallschirmjäger
16.06.09, 21:47
Nein keine Sommerpause ^^
Viel zutun gehabt und immer noch viel zutun.
War sehr lange am Überlegen, wie ich die Geschichte fortführen möchte und in welche Bahnen ich es gerne lenken würde...jetzt muss ich mit meiner Idee nur noch auseinander setzen ob das so gut ist ^^

Wird aber bald weitergehen, das nächste Update existiert bereits...


...in meinem Geiste.

Kurfürst Moritz
16.06.09, 22:04
Dürfen wir bitte mal grade eine Gedankenübertragung vornehmen? ;)
Sorry für offtopic.

Wie können eine Fortsetzung kaum erwarten. Alle 5 Minuten drücken wir auf die F5-Taste, aber hier passiert nichts sichtbares.

Wir wünschen euch gute Ideen für das weitere Schreiben.

KM

Fallschirmjäger
17.06.09, 23:26
Gedankenübertragung...mmmmh kaltes Stuttgarter Hofbräu schmeckt einfach super gut ^^

Puuuh ich hoffe ich kann mich morgen mal an die Geschichte wieder ranmachen.
Die Ideen steigern sich und ich werd mich bemühen, dass die lange Wartezeit sich auch gelohnt hat...ich versprechs ^^

Kadur
18.06.09, 09:20
Gedankenübertragung...mmmmh kaltes Stuttgarter Hofbräu schmeckt einfach super gut ^^

Stimmt :prost:



Puuuh ich hoffe ich kann mich morgen mal an die Geschichte wieder ranmachen.
Die Ideen steigern sich und ich werd mich bemühen, dass die lange Wartezeit sich auch gelohnt hat...ich versprechs ^^

:burns:

ReLax
14.07.09, 12:53
Update... Update.... Update Update Uuupdaaatteee.... *lalalalala*
Fallschirmjäger, wir erwarten das Update.

Oberst Klink
29.07.09, 15:45
Fallschirmjäger, mach endlich weiter, bin schon viel zu lange auf Entzug. :smoke:

General
31.07.09, 14:23
Vielleicht hat er seine Truppen in den Sommerurlaub geschickt:prost:...

ReLax
31.07.09, 15:35
Er wartet jetzt auf HoI3 und wird damit dann den AAR fortführen. :D

xkreek
06.08.09, 08:11
Fortsetzung bitte :prost:

Fallschirmjäger
24.08.09, 17:31
Ans Ende des Reiches

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Das Unternehmen Ragnarök wurde in der ersten Juli Woche beendet.
Nachdem man einen erfolgreichen Luftschlag gegen die britische Insel unternahm und damit zahlreiche Industriekomplexe, Hafenanlagen, die Infrastruktur aber auch zivile Ziele in ihren Großstädten zerstören konnte, wurde schließlich eine ihrer wichtigsten Rüstungsgebiete mit einer Atombombe ausgelöscht.
Das Deutsche Reich verfügte nun über eine Waffe, mit der es ganze Städte vernichten konnte und etwas Vergleichbares konnten die Alliierten nicht vorweisen.
Eine Atombombe, die in einer V2 Rakete verbaut war hatte die Möglichkeit in kürzester Zeit ihr Ziel unbeschadet zu erreichen…die Abschusschance durch den Feind war gleich Null.
Die Frage, die sich die westlichen Alliierten und die Sowjetunion sicher jetzt stellten war…wie viele Atombomben besitzt das Deutsche Reich noch und wie schnell können die Deutschen sie herstellen.
Großbritannien war wie gelähmt von der Härte des Angriffs und konnte in den folgenden Tagen eigentlich nichts weiter tun als Vorkehrungen zu treffen, falls die deutsche Luftwaffe zurückkehrt…doch sie kam nicht.
Zuvor hatte die Wehrmacht erneut gesamt Frankreich unter ihre Kontrolle gebracht und mit Ausnahme von kleinen Widerstandsnestern war Frankreich Anfang Juli komplett in deutscher Hand.
Die Wehrmacht ließ einiges an Truppen als Besatzungstruppen in Frankreich zurück und das war auch bitter nötig…nicht noch einmal will man Frankreich an den Feind verlieren.
In Marseille sammelte sich am 1. Juli 1945 dennoch eine ernst zu nehmende deutsche Streitmacht welche sich am nächsten Tag in Richtung italienischer Grenze aufmachen wird.



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Dank der Schlacht von Marseille einige Tage zuvor, in der die Alliierten eine vernichtende Niederlage erlitten, ist es der Wehrmacht am 2. Juli 1945 möglich ohne größere Probleme die Grenze zu überschreiten und in die Po Ebene einzumarschieren.
Die Amerikaner hatten ihre Stellungen ausschließlich sehr nahe an den äußeren Ausläufen der Alpen aufgebaut und somit fielen die Deutschen ihnen gnadenlos in den Rücken.
In Mailand hatte die U.S. Army ihr Hauptquartier für Italien und dementsprechend hatte sie dort auch die größte Streitmacht versammelt.
Bei Venedig standen noch einige, zu vernachlässigende Truppenteile der Amerikaner.



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Die Wehrmacht stoß sehr schnell nach Ferarra vor und schnitt den Rest des Stiefels damit ab, nun waren die Truppen bei Mailand, Venedig und dazwischen so gut wie eingeschlossen.
Kleinere Verbände der Wehrmacht machten sich sofort dazu auf den Rest des Landes einzunehmen und stoß dabei höchstens auf kleinere Garnison Streitkräfte, nichts Ernstes oder etwas was die Wehrmacht lange hätte aufhalten können.
Derweil ging am 4. Juli 1945 die Hauptstreitmacht dazu über die feindlichen Truppen bei Mailand anzugreifen.
Die Alliierten befanden sich zu Beginn der Schlacht noch vor der Stadt und ließen sich Stück für Stück zurück in die Stadt treiben, sie legten es dann auf einen blutigen Häuserkampf an.
Ganze Drei Tage dauerte dieser Kampf und nachdem die Alliierten ein Großteil ihres Materials verloren hatte sahen sie sich gezwungen aus der noch nicht komplett eingeschlossenen Stadt zu fliegen.
Bei diesem Flucht oder Ausbruchversuch verloren sie fast mehr Soldaten als bei den Kämpfen vor und in der Stadt.



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Die Wehrmacht konnte es aber nicht schaffen eine lückenlose Blockade zu errichten und schaffte es nicht die ausbrechenden Amerikaner aufzuhalten.
Ihnen gelang es sich bis nach Venedig durchzuschlagen, dort begannen bereits einige Evakuierungsvorbereitungen.
Auch wenn die Alliierten fliehen konnten trübte das nicht den Sieg in Mailand als die Wehrmacht ins Zentrum der Stadt einmarschierte.



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Mit dem Sieg in Mailand war es klar, die Alliierten werden schon bald vom Festland Europas verschwinden.
Viele Gefangene wurden gemacht und wenn man die verstörten Gesichter von ihnen sieht könnte man fast schon Mitleid mit ihnen bekommen.
Es war einfach nicht ihr Krieg und bereits als ihnen klar wurde, dass sie nicht im Jahre 1944 noch den Sieg erringen werden und in den verschneiten Gebieten an der Grenze zum Reich stehen blieben…schwand ihre Moral.
Im Sturm nahmen sie im Sommer 1944 die Strände an der Normandie, eroberten Paris und marschierten mit einer Übermacht an den Rhein…schaut sie euch jetzt nur an…sie flüchten nach Venedig und wollen nur noch weg.
Venedig muss nicht lange auf die Ankunft von der Wehrmacht warten und bereits am 6. Juli 1945 werden deutsche Bomber und Sturzkampfbomber über der Stadt gesichtet.
Sie stören die Vorbereitungen für die Evakuierung ganz beträchtlich.
Am selben Tag geht beim Oberkommando die Meldung ein, dass die ewige Stadt unter der Kontrolle der Wehrmacht steht.



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Die ansässige Garnison leistete keinen Wiederstand und ergab sich sofort beim ersten Kontakt mit den Aufklärungseinheiten der Wehrmacht.
Kurze Zeit später rückte die Wehrmacht in Rom ein.
Fortan dauerte es nur noch zwei Tage und die Wehrmacht stand an der südlichen Küste und konnte rüber nach Sizilien schauen, es wird davon abgesehen diese Insel auch zu erobern…auf ihr stehen zwar verhältnismäßig geringe Kräfte aber man möchte nicht das Risiko der Überfahrt auf sich nehmen und unnötig Kräfte verschwenden.

Am 8. Juli 1945 begannen die verstärkten Angriffe auf die Umgebung von Venedig und die Entscheidung fiel schnell als wenige Stunden später sich der Großteil der Amerikaner ergab und der Rest sich nach Kroatien zurückzog…fernab von jeder Küste.
Dort halten die Alliierten noch ein Gebiet was ungefähr dem ehemaligen Kroatien entspricht und sitzen dort auch fest.
Die Deutschen werden sie dort nicht angreifen, da man genau weiß, dass sie unfähig sind einen Angriff gegen die starken Verteidigungsstellungen zu führen und weil sie ein praktisches Puffer zwischen den Russen sind.
Die Russen sehen es vielleicht auch als eine Frontverkürzung und möchten sich insgeheim an den Amerikanern rächen, welche sie damals nicht aus dem Budapest Kessel hinausließen als sie noch die Gelegenheit dazu hatten…nun lassen sie die Amerikaner schmoren.



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Ragnarök war zu Ende und die West sowie die Süd – Front wurden beseitigt.
Es muss erst noch ermittelt werden wie viele Soldaten umkamen aber eines ist sicher, die westlichen Alliierten werden sich von dieser Niederlage nicht erholen können und dem Oberkommando in Berlin ist es jetzt fast schon Gleichgültig ob es zu erneuten Waffenstillstandsverhandlungen kommen wird…ändern würde sich nicht viel.
Da jegliche Front zu den Alliierten verschwunden ist wird es in nächster Zeit keine größeren Angriffe auf sie geben, es werden lediglich weitere V2 Raketen nach England geschickt, ihre Flugzeuge werden angegriffen falls sie in den deutschen Luftraum eindringen und die U – Boote werden zusammen mit Marinebombern weiterhin die Nordsee und Teile des Nordatlantiks unsicher machen.
Die Gefangenen dienen nun als zusätzliche Arbeitskräfte und auch wenn die Industrie in Frankreich und Italien beschränkt nutzbar ist, so arbeitet sie jetzt für das Deutsche Reich.

Zusätzlich werden erfahrene Einheiten frei und werden an die Ostfront um stationiert, einige Frontabschnitte wird man mit ihnen entlasten können und sie werden dorthin geschickt wo es grad am meisten brennt.
Natürlich müssen leider viel zu viele Einheiten in den Ländern zurückbleiben um die Kontrolle über diese zu behalten…anders ist es leider nicht möglich.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Schritt…dieses Unternehmen notwendig war aber dennoch bleibt da ein ungutes Gefühl zurück, dass mir immer wieder einen Gedanken bringt…was ist wenn wir mit diesem Erfolg ganz Europa den Russen ausgeliefert haben?
Wenn der Russe nun es schaffen sollte uns doch noch zu besiegen dann kann er bis zum Atlantik durchmarschieren und Europa wird sich unter der Herrschaft der Sowjetunion befinden.
Was sollte es mich schon kümmern wenn den Franzosen das gleiche Schicksal wie uns blüht…wenn dann sollen sie auch mit in den Abgrund gerissen werden.
Ich hoffe dennoch, dass diese Kraftanstrengung uns nicht den Untergang bringt und wir uns verausgabt haben.

Während des gesamten Verlaufs von Ragnarök waren wir auf dem Weg nach Westpreußen, welcher schwerer war als erwartet.
Aus der Ostmark kamen wir noch sehr gut hinaus, doch als wir durch die Tschechei reisten wurde unser Marsch von Mal zu Mal schwerer.
Wir bewegten uns etwa 10 Kilometer hinter der Frontlinie, bei einem sowjetischen Angriff auf die Frontlinie hätten wir dann sofort als Verstärkung dienen können.
Trotz der 10 Kilometer Entfernung zur Front spürten wir diese sehr deutlich, die Sowjets bombardierten mit ihrer Artillerie das Hinterland und versuchten zudem mit ihren Tieffliegern unsere Truppenbewegungen zu stören.
Es kam zu sehr brenzligen Situationen als sich russische Tiefflieger auf eine Kolonne vor uns stürzten und die gesamte Formation auseinander schossen.
Die Flakgeschütze aus zwei nächstgelegenen Ortschaften feuerten unablässig auf die Flugzeuge und konnten sie nach drei Abschüssen endlich vertreiben.
Die abgeschossenen Flugzeuge zerschellten alle auf den Feldern um uns herum und es wurden einige Soldaten hingeschickt um die möglichen Überlebenden gefangen zu nehmen.
Eigentlich wurde uns gesagt, ja es wurde uns versprochen, dass wir mit der Eisenbahn nach Westpreußen gebracht werden oder zumindest mit Lastwagen.
Doch immer wieder mussten wir unseren Marsch zu Fuß fortsetzen und erst dadurch bemerkten wir die vielen deutschen Flüchtlinge aus den Ostgebieten.

Der große Flüchtlingsstrom setzte erst jetzt ein, als die Situation an der Ostfront immer hoffnungsloser wurde.
Die Flüchtlinge strömen über die Oder und werden in den Westen des Reiches gebracht…Frauen, Kinder und die Alten sind all zu oft nur mit dem nötigsten unterwegs und ganze Dörfer bewegen sich auf den Straßen Richtung Westen.
Die Rede ist von mehreren Millionen Menschen und es ist ein Unglück, dass nicht genügend Fahrzeuge oder Eisenbahnwaggons für sie bereit stehen...die Logistik ist hoffnungslos überfordert und kann nur bedingt den Anforderungen gerecht werden.
Nun müssen Soldaten und Material nach Osten gebracht werden, während mehr und mehr Menschen gleichzeitig nach Westen gebracht werden müssen…es ist äußert schwer hier Prioritäten zu setzen
Eigentlich kann man fast von Glück sagen, dass sie während des Sommers sich auf diesen langen Weg machen müssen und nicht im Winter…kaum auszudenken wie viele von ihnen sterben würden wenn sie diese Strapazen im tiefsten Winter auf sich nehmen müssten und sich durch den Schnee kämpfen müssten.
Wir kreuzten des Öfteren den Weg mit den Flüchtlingen, ihre Gesichter waren so voller Schmerz und Leid…mein Gesichtsausdruck und der meiner Kameraden wurde bei dem Anblick immer besorgter und schwermütiger.
Sie schauten uns beim Vorbeigehen stets mit großer Hoffnung an und sprachen uns gut zu…machten uns Mut und flehten uns förmlich an nach Rettung.
Jene die direkt aus dem Kampfesgebiet oder dem Gebiet, welches bereits verloren war, flohen… kannten die brutale Gewalt des Krieges…sie sahen sie und ihnen ist sie wahrscheinlich selbst wiederfahren.

An einer Brücke mussten wir unseren Marsch unterbrechen, da diese vollständig von den Flüchtlingstrecks beansprucht wurde…so warteten wir ab und nutzten die Wartezeit für eine kleine Verschnaufpause am Straßenrand.
Ich schaute unentwegt zur Brücke und beobachtete das Treiben, die Sonne blendete mich etwas und zwang mich meine Augen nur einen Spalt offen zu lassen.
Da nahm plötzlich eine Frau meine linke Hand und drückte mir dabei eine kleine Ration ihrer Lebensmittel in die Selbige.
Sie bedankte sich immer wieder und ging dabei auf ihre Knie…sie schaute meine Kameraden mit Tränen in den Augen an und sagte immer wieder

„Gott schütze euch…Gott möge euch alle schützen“

In ihrem Gesicht konnte ich eine starke Frau und Mutter von vier Kindern sehen, welche in gebührendem Abstand zu ihr standen.
Ihre einstige Kraft ist aber je erloschen in der letzten Zeit und in ihren Augen spiegelt sich die pure Verzweiflung wieder.
Ich half ihr wieder auf die Beine und führte sie zurück zu ihren Kindern, dem ältesten Buben gab ich die Essensration wieder zurück und sprach zur Mutter, dass ihre Kinder es nötiger brauchen werden als wir.
Mit einem zuversichtlichen und hoffnungsvollen Gesicht versuchte ich ihnen etwas Mut zu schenken…wenigstens für ein paar Kilometer.
Sie schlossen sich dem Flüchtlingstreck wieder an und gehen einer ungewissen Zukunft entgegen…genau so wie wir.
Auf unserem weiteren Weg erlebten wir es immer wieder, dass uns die flüchtende Bevölkerung so sehr dankte.

Am 10. Juli 1945 kamen wir endlich in der Stadt Posen ein, unserem eigentlichen Bestimmungsort.
Dank einiger Lastwagen konnten wir sehr rasch nach Posen gelangen und mussten uns nicht komplett zu Fuß durchschlagen.
Während unserer Fahrt änderten sich allerdings einige Dinge…
Östlich von Posen und stellenweise in Posen selbst kam es die letzte gesamte Woche zu heftigen Kämpfen mit der Roten Armee.
Die Rote Armee stieß mit einigen Tausend Soldaten und zahllosen gepanzerten Fahrzeugen gegen die Verteidigungsstellungen vor und konnte auf dem Höhepunkt, des Angriffes, einen Fuß in die Stadt setzen.



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Viele Abschnitte der deutschen Stellungen ließen sich einfach überrollen, da sie dem starken Ansturm anfangs kaum etwas entgegensetzen konnten und kämpften dann hinter der Frontlinie, in Feindesgebiet weiter.
In der Stadt selbst kam es nur zu relativ geringen Kampfhandlungen, am Stadtrand kam es zu en heftigsten Gefechten und die dortigen Stadtteile wurden auch schwer verwüstet.
Dennoch gelang es den Sowjets nicht ihre volle Stärke auszunutzen und die Stadt zu nehmen, sondern sie mussten nach 2 Tagen des Kampfes ihre Angriffe einstellen und auf Verstärkung warten.

Durch die im Hinterland kämpfenden Wehrmachtsverbände wurde die Zufuhr von Nachschub und Verstärkungen entscheidend behindert, was es dann ermöglichte mit Hilfe von benachbarten deutschen Streitkräften den kompletten sowjetischen Angriff zum Stillstand zu bringen, einbrechen zu lassen und sie sehr schnell wieder auf ihre Ausgangsposition zurückzutreiben.
Dadurch zeigte sich Posen uns weniger als eine Festungsstadt, eher als ein riesiges Lazarett und Reparaturwerkstatt.
Viel Material musste so schnell wie möglich wieder kampftauglich gemacht werden, alles was beschädigt war wurde nach Posen zurückgeschickt.
Kampfpanzer, Sturmgeschütze, Fahrzeuge aller Art standen provisorisch getarnt und geschützt auf den Straßen oder Plätzen verteilt und wurden von ihren Mechanikern behandelt.
Ebenfalls kamen die ganzen Verwundeten, aus den Kämpfen nach Posen…die meisten konnten zum Glück wieder aufgepäppelt werden und würden bald wieder an die Front geschickt werden können…der Rest wird auf den Abtransport nach Westen vorbereitet…für sie wird der Krieg schon bald vorüber sein.

Ich meldete mich nach unserer Ankunft umgehend bei der Kommandantur der Stadt, sie befand sich im Posener Rathaus und dessen Außenfassade war mit etlichen Einschusslöchern vernarbt.



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Ich betrat das Gebäude zusammen mit einigen anderen Offizieren, während unsere Soldaten sich auf dem Rathausplatz in Reih und Glied aufstellten.
Wir eilten die vielen Treppen hinauf zum Besprechungsraum, wo man uns hinbeordert hatte und uns zunächst warten ließ.
Ich nutzte die kurze Wartezeit und ging an eines der Fenster, welche einen Ausblick auf den Rathausplatz gewährte.
Der ganze Platz war gefüllt von unseren Soldaten, welche in Formation standen und warteten…ob es Statuen wären, die man dort abgestellt hätte.

Wenige Momente später wurde die Tür, des Besprechungszimmers, von vier ranghöheren Offizieren geöffnet…sie kamen sehr zügig herein.
Sie begrüßten uns mit einem „Guten Tag meine Herren“ und dann breiteten sie schon einige Karten auf dem großen Tisch in der Mitte aus.
Es waren allesamt Karten von Ostpreußen, manche detaillierter, bei manchen war nur das Nötigste verzeichnet.
Eines hatten sie allerdings gemeinsam, auf ihnen waren eine unübersehbare Zahl von Pfeilen, Divisionsnamen, Truppenstärken und sonstigen militärischen Informationen verzeichnet, dass man überhaupt keinen Überblick hatte im ersten Moment.
Ich versuchte mir schnell einen Überblick zu verschaffen und mir wurde klar, dass die Rote Armee mit ihrer Großoffensive gegen Ostpreußen begonnen hat.
Dann, ergriff der Offizier gegenüber von mir das Wort.

„Der Russe begann in den heutigen Morgenstunden seinen Angriff auf fast die komplette Frontlinie in Ostpreußen…es wird damit gerechnet, dass sie innerhalb von einem Tag die Memel überqueren werden und dann weiter vorrücken.
Ansonsten kann man den Angriffen bislang standhalten und man schätzt die Lage zunächst so ein, dass die Rote Armee nur kleinere Durchbrüche erzielen kann…wenn überhaupt…und diese mit Gegenangriffen wieder zurückgeworfen werden können.
Die Luftwaffe befindet sich in Alarmbereitschaft und mit zusätzlichen Verstärkungen aus dem Westen hat sie gute Voraussetzungen sich feindlichen Flugzeugen entgegenzustellen, falls die Sowjets mit Bomberverbänden anfliegen werden so wird man versuchen sie schon über russischem Territorium abzuschießen…die absolute Luftherrschaft über dem Kampfgebiet hat eine äußerst hohe Priorität.

Jetzt komme ich zu den unbequemen Neuigkeiten.
Nachdem die Russen bei uns hier nicht weiter gekommen sind schwenken sie jetzt nach Norden ab…sie greifen damit jene Gebiete im Süden von Danzig an.
Ihnen ist allen bewusst, wenn die Rote Armee Danzig erreicht wird Ostpreußen abgeschnitten sein und dann besteht nur noch die Versorgung durch den Luft oder Seeweg.
Die Rote Armee ist aus ihren Stellungen bei Hohensalza und Gnesen ausgebrochen und belagert in diesen Stunden Bromberg.
Bromberg kann sich sicher noch für einige Zeit halten und den Vormarsch der Roten etwas verlangsamen, aber sie sind etwas weiter östlich bereits durch die Verteidigung gebrochen und konnten Graudenz nehmen.

So werden sie ihren Marsch weiter Norden ohne Probleme fortsetzen können, selbst wenn Bromberg fallen sollte.
Dirschau und Marienburg bilden jetzt die neue und letzte Verteidigungslinie vor Danzig und Elbing…die Lebensader für Ostpreußen.
Aus Pommern und Ostpreußen werden alle freien Truppen dorthin geschickt um die Front zu stabilisieren und möglicherweise einen baldigen Gegenangriff zu starten.



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In diesem Sinne werden auch alle Truppen, die neu in Posen eintreffen dorthin geschickt…das betrifft sie.
Marienburg hat um schnelle Hilfe gebeten und sie werden diesem Hilferuf nachkommen, da die Zeit drängt werden sie sofort nach dieser Besprechung aufbrechen müssen.
Sie wissen was auf dem Spiel steht, rückt die Rote Armee bis vor zur Küste…so sitzen unsere Kameraden in Ostpreußen fest und dann kann man sich sicher sein, dass Moskau alles zur Verfügung stehende uns dort entgegenwirft.
Benutzen sie die Straßen die direkt nach Norden gehen, kommen sie Bromberg nicht zu nahe…niemand kann sagen wie lange die Belagerung anhalten wird…sie sollen nicht schon in Gefechte verwickelt werden bevor sie Marienburg erreichen.

Achja…eine Kleinigkeit wäre da noch, die sie nicht unmittelbar betrifft aber doch interessieren wird.
An der ehemaligen ungarischen Grenze hat sich der Feind wohl wieder erholt und steht in großer Zahl vor unseren Grenzen, sowjetische Spähtruppen wurden bereits erfolgreich abgewehrt.



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Das wäre dann alles…
Weggetreten.“



fortsetzung folgt...

Fallschirmjäger
24.08.09, 17:33
fortsetzung von...



Ans Ende des Reiches

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Ich ging aus dem Besprechungsraum hinaus und begab mich ohne Umschweife draußen auf den Rathausplatz.
Meine Soldaten standen Gewehr bei Fuß vor mir und warteten auf meine Worte, ich erzählte ihnen unsere neusten Befehle und wie sich die Lage an der Ostfront entwickelt hat.
Sie nahmen die Informationen in sich auf, verdrängten die schlechten Nachrichten aber sofort wieder oder ließen sie nicht an sich heran.
Marienburg liegt etwa knappe 300 Kilometer von hier…wir würden sicherlich einen ganzen Tag brauchen bis wir dort endlich ankommen.
Es gestaltete sich schon sehr schwierig zwei Lastwagen für uns zu organisieren, eigentlich bräuchten wir drei aber ich weiß zu gut wie begehrt ein fahrbarer Untersatz, in diesen Tagen, ist.
Wertvolle Zeit verstrich auf der Suche nach zwei Lastwagen, ich wollte aber unbedingt für meine Kameraden jene Fahrzeuge beschaffen…außerdem blieb uns doch gar nichts anderes übrig…wie sollten wir die gesamte Ausrüstung und den Nachschub so schnell wie möglich dorthin schaffen?
Marienburg brauch uns jetzt…und nicht in einer Woche.
Erst in den Abendstunden hatten wir endlich die Lastwagen herbeigeschafft und konnten damit beginnen unsere Fracht zu verladen.
Wir verteilten sie auf beide Fahrzeuge, wir verstauten Panzerfäuste, zwei Panzerschrecks, Sturmgewehre, Maschinenpistolen, drei Maschinengewehre 42, etliche Munitionskisten für die diversen Waffen, Verbandsmaterial und noch verschiedenes anderes Zeug was wir in die Finger bekamen und was wir für nützlich erachteten.
Wir Soldaten mussten schon sehr dicht aneinander rücken, dass wir auch alle Platz hatten in den Lastwagen…aber wer würde schon ausgiebigen Komfort erwarten wenn wir auf den Weg zum Ende des Reiches sind.
Die Fahrt begann und wir fuhren in die Nacht hinein…ich hätte nicht erwartet, dass auf den Straßen Richtung Norden so einsam sein wird.
Es kam uns kein Fahrzeug entgegen oder holte uns ein…es war komplett dunkel auf der Straße und einsam.
Alles was wir hörten waren die LKW Motoren und den weit entfernten Gefechtslärm von Bromberg…wie es uns empfohlen wurde machten wir einen großzügigen Bogen um die belagerte Stadt…diese armen Hunde.
Nach etwa anderthalb Stunden sahen wir vor uns eine größere Stadt, wir kontrollierten zunächst unsere Karten und das Ortschild…so konnten wir uns genau orientieren.

„Schneidemühl“

Wir fuhren durch die Stadt hindurch weiter nach Norden.
Die Stadt war wie ausgestorben, in keinem der Häuser brannte Licht…man sah auch keinerlei Leben in der Stadt…bis auf die Stellungen der Wehrmacht die überall in der Stadt verteilt waren.
Die Wehrmacht hat sich bereits sehr gut eingegraben hier, überall wurden Schützenlöcher und Schützengräben angelegt, Panzersperren, Panzerabwehrstellungen, Mg Nester und was weiß ich noch alles.
Wir ließen die Stadt hinter uns, schwenkten immer mehr nach Osten ein und kamen in den kommenden Stunden an verschiedenen kleinen Dörfern und Städten vorbei.
Jastrow,…Schlochau,…Konitz,…kurz vor Preußisch Stargard drehten wir allerdings wieder nach Norden ab und machten auch um diese Stadt einen Bogen bis wir in Dirschau ankamen.
Wir wollten den russischen Linien nicht zu nahe kommen und nahmen dafür einen kleineren Umweg in Kauf…von Dirschau war es dann nicht mehr weit bis nach Marienburg.
Kurz vor Marienburg fuhren wir von der Straße runter und stellten unsere Lastwagen in einem kleinen, naheliegenden Waldstück ab…wir versteckten und tarnten sie dort…vielleicht brauchen wir sie nochmal und dann will ich nicht das Risiko eingehen, dass sie uns zerschossen werden…und ich wusste nicht wie weit die Stadt schon in russische Hände gefallen ist…es wäre leichtsinnig in die Stadt hineinzufahren.
Ich schickte zwei meiner Soldaten als Vorhut in die Stadt zur Ordensburg, dort befindet sich der Kommandostand der Verteidiger von Marienburg, sie sollen unsere Ankunft ankündigen.
Der Rest blieb zurück und lud die Ausrüstung von den Lastwagen ab, wir beeilten uns und versuchten soviel wie möglich beim ersten Mal in die Stadt zu tragen…dennoch mussten wir zweimal hin und herlaufen um die gesamte Ausrüstung und das Material zur Ordensburg zu bringen.

Als ich direkt vor dem Haupteingang der Ordensburg stand kamen mir meine zwei Soldaten mitsamt eines der Verteidiger entgegen.
Er begrüßte mich zunächst mit dem üblichen militärischen Gruß, gab mir danach seine Hand und lächelte mich an.

„Willkommen in Marienburg“

Er gehörte den Fallschirmjägern an und seine Einheit hielt seit mehreren Tagen diese Stadt, er war deren Kommandeur und fortan werde ich mit ihm Marienburg verteidigen.
Sein Name lautete König und er erzählte mir alles ganz genau was sich hier bereits abspielte und wie die Lage ist, während meine Kameraden die Ausrüstung in die Ordensburg schafften, erstaunlich war es, dass er es mit einer gewissen Lockerheit erzählte.
Nach dem letzten schweren Angriff der Roten Armee zogen sie sich in die Burg zurück, dort errichteten sie ihre letzte Verteidigungsstellung, von hier hatten sie einen perfekten Blick auf die umliegende Umgebung, würden Truppenbewegungen frühzeitig entdecken und bekämpfen können…und man hatte von hier aus einen sehr guten Blick auf die nördlich verbliebene Brücke, über die wir eben erst rüberkamen und die auch unsere einzige Fluchtmöglichkeit darstellt.
Die südlichere Brücke steht kurz vor dem Zusammenbruch und würde eine Überfahrt von schweren Fahrzeugen wohl kaum überstehen.
Beide Brücken wurden vermint und werden im richtigen Moment gesprengt.
Die Fallschirmjäger kämpften vor einigen Tagen noch mit einer kleinen Pionier Einheit zusammen, jene wurden aber offenbar, bei dem schweren Angriff einige Tage zuvor, vollständig aufgerieben…jedenfalls war keine Spur von ihnen zu entdecken.
Es könnte zwar sein, dass sich einige von ihnen noch immer in der Stadt verschanzt haben und ausharren…aber dies ist mehr als unwahrscheinlich…sagt König.

Die Stadt litt stark unter dem immer wieder aufkommenden russischen Artilleriefeuer und den bisherigen Kämpfen, viele Gebäude waren zerstört und hinterließen Ruinen.
Die Ordensburg hielt bislang jedem Beschuss stand, wenn sie auch bislang nicht im Mittelpunkt der Kämpfe stand.
Um die Zivilbevölkerung müssten wir uns keine Sorgen machen, manchmal entdeckt man zwar noch einige von ihnen aber der Großteil…fast alle…sind nach Westen geflohen und haben die Stadt der Wehrmacht überlassen.
König streckte seinen Arm aus und zeigte mit seiner Hand die große Hauptstraße hinunter, am Ende dieser Straße stand ein abgeschossener russischer Panzer.

„Sehen sie den Panzer? Dahinter beginnt Russland.“



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Die Russen waren bereits in der Stadt und trieben sich dort herum, seit zwei Tagen verhielten sie sich ruhig und kamen der deutschen Stellung nicht zu nahe…wir kamen wohl gerade rechtzeitig.
Diesmal streckte er seinen anderen Arm aus und zeigte mir auf der anderen Seite das AchtAchter Flakgeschütz mit dem man diesen „Grenz“ Panzer abgeschossen hat.

„Funktioniert tadellos, haben reichlich Munition und zerfetzt jedes russische Fahrzeug“

Die Russen würden bald schon wieder angreifen, daran besteht kein Zweifel und die Frage, die uns alle quält ist…ob wir sie überhaupt aufhalten können.
Wir sind so wenige und wir haben eine so wichtige Aufgabe.
Fällt die Ordensburg, so haben die Sowjets einen guten Ausgangspunkt für ihre Angriffe Richtung Norden zur Küste…dort verlaufen die letzten Nachschub und Flüchtlingsrouten der Deutschen.

In der unmittelbaren Umgebung zur Ordensburg gab es vereinzelt noch Schützenlöcher, kurze Schützengräben, Bombentrichter welche mit Sandsäcken und Brettern ausgebaut wurden…in manchen Ruinen gab es zudem noch Plätze, die sich gut verteidigen ließen.
Wir verteilten uns in den verschiedenen Stellungen und würden die Ordensburg zunächst noch aus den Kämpfen raushalten, falls der nächste Angriff stark wird, werden wir uns schnell in die Marienburg zurückfallen lassen und dort das Gefecht austragen.
König blieb fürs Erste in einem der Türme von der Burg und überblickte ein großes Areal, wie schon in der Vergangenheit bevorzugte ich es eher bei der kämpfenden Truppe zu sein.
Ich begab mich, zusammen mit einem der Fallschirmjäger, in einen der ausgebauten Granattrichter und würden damit mit die Ersten sein die Feindkontakt bekommen.
Er war ein sehr lustiger Geselle und wir hatten selbst in dieser trostlosen Umgebung einiges zu lachen.
Wir verweilten größtenteils im Granattrichter, weil wir eigentlich jederzeit mit einem Angriff rechnen mussten.
Der Sommer gab sich keine große Mühe uns schönes Wetter zu bescheren, aber ganz ehrlich war mir das auch sehr recht…es war schrecklich bei brütender Hitze zu kämpfen während einem das ganze Wasser runter läuft…gewiss hat man ganz andere Sorgen wenn es zu einem Gefecht kommt…aber trotzdem.
Die Temperaturen waren nicht besonders hoch, es war eigentlich ständig bewölkt und regnete fast jeden Abend…im Frieden hätte ich mich sicherlich darüber beschwert…jetzt konnte es mir nur recht sein.
Die gesamte Stadt war totenstill, nur ab und zu huschten vereinzelt unsere Soldaten von Stellung zu Stellung und manchmal sah man sogar am anderen Ende schnelle Schatten, die umher rannten und so wirkten, als wären sie eigentlich gar nicht wirklich.

Es war mittlerweile der 17. Juli 1945…
Mein Fallschirmjägerkamerad und ich schauten beide über den Rand des Granattrichters hinweg, die Gewehre fest mit beiden Händen gegriffen…Handgranaten und Munition lagen griffbereit.
Wir hörten zuerst die Ketten von zwei schweren Panzern, hinter den Ruinen irgendwo, anrollen…sie arbeiteten sich langsam vor und kamen langsam ins Sichtfeld unseres Aufklärungspostens in einer der Türme von der Ordensburg…und somit auch in Reichweite des Achtachter Geschützes.
Der Soldat im Turm schrie zu den Kameraden am Geschütz hinunter und gab die ungefähre Entfernung durch…allerdings ist dies nur eine Hilfestellung…die Geschützbesatzung muss ihrem eigenen Urteil vertrauen.
Das Geschütz richtete sich aus und ich hörte Sekunden später den Kanonenschlag und den darauffolgenden Einschlag…dreimal schoss das Flakgeschütz und danach verstummten die Kettengeräusche zum Glück.
Kurze Zeit später hörten wir Gewehrfeuer und das Knattern von unseren Mg42ern…mein Kamerad fand die trocken treffenden Worte, die er mit einem leeren Blick ins Nichts äußerte…

„Jetzt geht es wieder los…“

Wir schauten uns gründlich um und konnten zunächst nichts entdecken, doch dann schrie er und zeigte mit seinem ausgestreckten Arm in die Richtung woher die Rotarmisten angriffen.
Sofort wurde von uns das Feuer eröffnet und streckten damit die ersten russischen Soldaten nieder.
Der Angriff der Russen war gleich zu Beginn sehr heftig und es kamen immer mehr von ihnen.
Andere Stellungen von uns feuerten bereits aus allen Rohren aber diesem Druck werden wir nicht lange standhalten können.
Ich feuerte kontrollierte Schüsse auf einzelne Russen ab, sie kamen mittlerweile nicht nur auf der Straße daher sondern schlugen sich auch unmittelbar durch die Häuserruinen.
Mein zweites Magazin war mittlerweile leergeschossen, ohne hinzuschauen griff ich nach den Magazinen, die unter mir lagen und ließ gleichzeitig das leere Magazin aus der Vorrichtung des Sturmgewehres fallen.
Ohne meinen Blick von den Russen abzuwenden steckte ich das volle Magazin in mein Gewehr und lud die erste Patrone in die Kammer…ich hielt das Sturmgewehr stets an der Schulter und genehmigte mir nur für eine Sekunde einen Blick zu meinem Mitkämpfer.
Ich wollte eigentlich nur schauen ob er noch da ist, ob er noch lebt oder bereits gefallen ist…ob er Schwierigkeiten hat oder was auch immer…es war gut das ich zu ihm rüber schaute.
Denn dabei sah ich wie eine Gruppe von Rotarmisten in einer Ruine ihr Mg aufbauten und bereits auf uns zielten, sie waren schwer zu entdecken und wurden wahrscheinlich deshalb von meinem Kameraden übersehen.
Es blieb keine Zeit mehr, um auf sie zu schießen, wir konnten nur noch in Deckung gehen.
Ich packte ihn an der Schulter, schrie „Runter!“ und zog ihn mit meinem gesamten Gewicht hinab in den Trichter…wir entgingen nur um Haaresbreite den Mg Salven…wahrscheinlich war es nur Einbildung aber ich glaube die Kugeln flogen direkt neben meinem Kopf vorbei.
Die Russen deckten uns ab sofort mit einem ständigen Sperrfeuer ein, wir konnten nicht mehr hinaus schauen oder hinaus schießen…wir wären sofort durchlöchert worden.
Das würde unser Ende bedeuten wenn wir nichts unternehmen…jetzt können sich andere von ihnen ungehindert sich unserem Trichter nähern und Granaten hineinschmeißen…oder sie kommen direkt an den Trichter und feuern solang hier rein bis ihre Magazine leer sind…und bei den russischen Maschinenpistolen dauert das eine Weile.

Ich hatte aber nicht vor durchsiebt zu werden, wir griffen uns eine Handgranate nach der anderen und warfen sie so schnell wie möglich in Richtung des Maschinengewehrs, wir warfen insgesamt sieben Stück zu den Russen rüber und als die erste explodierte, spähten wir heraus.
Mit ihren Maschinenpistolen im Anschlag stürmten bereits drei Rotarmisten auf uns zu, es blieb kaum Zeit zum zielen übrig…ich drückte den Abzug und traf den Mittleren in Hals und ins Gesicht…er ließ seine Waffe nicht los als er mit seinem Kopf auf den Steinboden knallte…ohne den Abzug loszulassen zog ich das Sturmgewehr nach links und schoss dem Linken Rotarmisten einmal quer über den Bauch…er fiel zuerst auf seine Knie und klappte dann schnell zur Seite weg.
Der andere Russe bekam eine volle Ladung aus dem Gewehr meines Kameraden ab und klappte an Ort und Stelle zusammen…es war fast so als hätte man ihm auf einen Schlag seine Beine weggerissen und ließ ihn ungebremst zu Boden stürzen.
Die letzte Granate von uns detonierte zwischen den Ruinen beim Maschinengewehr, jedoch verursachten sie keinen Schaden…ich ergriff eine der letzten Stilhandgranaten aus meinem Stiefel, stellte mich an den Rand des Granattrichters…in diesem Moment war ich ein hervorragendes Ziel für jeden…mein Mitkämpfer schoss derweil unentwegt auf die Russen, während ich die Handgranate direkt in das Mg Nest schleuderte und mindestens die Hälfte von den Roten starb, als die Granate hochging.
Ich ließ mich sofort nach hinten fallen und landete eher unsanft auf dem Grund des Trichters…aber um einiges besser als eine oder mehrere Kugeln abzukriegen.

Bis in die Nacht hinein dauerten die Kämpfe und schon beim Sonnenuntergang ging unsere Munition langsam zur Neige.
Die Russen stürmten unermüdlich gegen unsere Stellungen an.



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All unsere Granaten waren verbraucht und wir näherten uns langsam den letzten Magazinen.
Wir hofften darauf, dass die Russen ihre Angriffe in der Nacht einstellen würden, sie kamen bisher keinen Meter voran und konnten auch keine von unseren Stellungen ausheben oder erobern.

Etwa gegen halb elf Uhr Nachts, als es stockfinster war, brachen die russischen Angriffe vollständig ab und sie begnügten sich damit unsere Stellung mit leichtem Artilleriefeuer zu beschießen.
Wir benötigten dringend neue Munition, sonst würden wir am morgigen Tag sehr schnell mit den Steinen, die um uns herum lagen, auf die Russen schmeißen.
Mein Kamerad nahm unsere beiden Rucksäcke und rannte zurück zur Burg, ins Munitionslager…er überließ seine restlichen Granaten und Magazine mir, für den Fall, dass die Russen genau während seiner Abwesenheit zurückkommen sollten.
Er kletterte aus dem Trichter und rannte los, er verschwand schon bald in der Dunkelheit und den Rauchschwaden.
Ich konnte zwar andere Kameraden in ihren Stellungen sehen und es war kein Problem mit ihnen Blickkontakt herzustellen oder irgendwas hinüber zu rufen, dennoch ist es immer ein bedrückendes Gefühl alleine in einem Granattrichter zu sitzen.
Um den Trichter lagen bestimmt gute zwei Dutzend gefallene Rotarmisten, ich konnte nicht da sitzen und nichts tun, ich kroch aus dem Trichter hinaus und bewegte mich langsam zu einem der toten Russen hin…mit einer Hand packte ich seine Koppel und zog ihn zurück zum Trichter.
Die Leiche legte ich am Rand des Trichters ab und sie würde uns als zusätzliche Deckung dienen, ein paar Kugeln würde sie sicherlich abfangen und das war schon einiges Wert.
Ich schleppte noch ein paar weitere gefallene Soldaten heran, es war ein furchtbarer Anblick und ich hätte lieber Sandsäcke zur Verfügung gehabt aber das war alles, was mir möglich war.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam mein Kamerad wieder um die Ecke gerannt, beide Rucksäcke vollgestopft, dass fast die Nähte platzen könnten…es hatte so schwer zu schleppen, dass das Gewicht ihn etwas in die Knie zwang und er leicht geduckt bei mir ankam.
Er rutschte in den Trichter hinab und schnaufte erst einmal durch, wir legten die Handgranaten wieder so hin, dass sie sofort griffbereit waren und steckten uns genügend Magazine ein.

Als es Tag wurde rechneten wir mit einem erneuten Angriff von den Russen, aber den ganzen Tag geschah nichts…ab und zu feuerten sie mit ihrer Artillerie zu uns rüber und wir krallten uns in die Erde…aber sie griffen nicht an.
Ganze zwei Tage haben sie sich nicht blicken lassen.
Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, dass sie sich während diesen zwei Tagen nur verstärkt haben…neue Truppen und Panzer herangezogen um uns endlich hier rauszuhauen.
Am 19. Juli 1945 kamen sie dann auch wieder…schlimmer denn je…

Ihre Infanterie stürmte aus ihren Stellungen in der Stadt direkt auf uns zu, diesmal waren es soviele, dass sie gleichzeitig uns frontal aber auch an den Flanken angreifen konnten.
Zusätzlich führten sie noch einige Panzer mit ins Gefecht.
Als wir die ersten Schüsse hörten dauerte es nicht lange bis wir den ersten Trupp von ihnen sahen…es spielte sich fast genau so wie vor zwei Tagen ab.
Wenn der Trichter nur um einiges kleiner gewesen wäre, würde ich mit meinem Kameraden Rücken an Rücken stehen und auf die Russen feuern.
Es war verdammt schwer den Sturm der Russen aufzuhalten oder abzubremsen…wenn man einen Trupp beschoss und auch gleich einige von ihnen erwischte, dann stürmte ein anderer Trupp einfach weiter und ließ unsere Stellung links liegen…wir mussten so schnell schießen und durften uns kaum Fehlschüsse erlauben.
Wenn wir nachluden warfen wir in dieser kurzen Zeit unsere Handgranaten in Richtung des Feindes…jede deutsche Stellung wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die Angreifer…es waren verzweifelte und verbissene Kämpfe.
Wir versuchten so gut wie es nun mal ging unseren Nachbarstellungen Feuerschutz zu geben, doch der benachbarten Mg Stellung konnten wir nicht mehr rechtzeitig helfen.
Unsere Mg Nester waren natürlich die bevorzugten Ziele, die Russen erstürmten das Mg Nest in das sie zuvor dutzende von Granaten warfen…damit schalteten sie unsere Kameraden zwar nicht aus aber es gelang ihnen nah genug ranzukommen um in jenes Nest direkt feuern zu können…ich versuchte noch die heranstürmenden Rotarmisten abzuschießen und erwischte auch einige von ihnen…sie ließen sich aber nicht davon abbringen und schalteten das Nest mit den drei Soldaten komplett aus.

Der Verlust eines Maschinengewehrs schmerzt sehr, besonders da wir von ihnen nicht sehr viele hatten und wir sie unbedingt brauchten um uns die Russen vom Hals zu halten.
Und wir hier im Trichter würden es nicht lange mehr aushalten wenn uns diese Feuerkraft fehlt…mir blieb nichts anderes übrig als mir dieses verlorengegangene Mg42 wieder zurückzuholen.
Ich versuchte mit ein paar Schüssen aus meinem Sturmgewehr soviele Russen dort vorne im Mg Nest auszuschalten, dann legte ich mir leeren Rucksack um und tauschte mein Gewehr mit einer MP40…auf die werde ich verzichten können, wenn ich das Mg42 erst habe denn mit beiden Waffen werde ich nicht zurückrennen können.
Ich schrie meinem Kameraden ins Ohr, dass ich gleich wieder da sei und bevor er etwas sagen konnte oder versuchen wollte mich aufzuhalten, da war ich bereits aus dem Trichter hinausgeklettert und spurtete von Deckung zu Deckung…immer näher an mein Maschinengewehr.
Ich kam unbeschadet an das Mg Nest heran, welches sich im ersten Stock eines Wohnhauses befand und in das man sehr gut hineinsteigen konnte, da Trümmer einem beim Anstieg halfen und die Mauer ausreichend große Löcher besaß.
Die Russen waren zum Glück mit irgendwas beschäftigt und scherten sich nicht um das was auf der Straße vor sich ging, ich stieg die Trümmer hoch….schaute hinein und sah wie drei Rotarmisten zur anderen Seite hinaus feuerten, ich feuerte fast mein gesamtes Magazin auf sie ab, dann kroch ich in das Mg Nest…schaute mich erst um und packte dann die gesamte Mg Munition in meinen Rucksack…die MP warf ich in eine Ecke und schnappte mir das Mg.
Ich beeilte mich von dort abzuhauen, rutschte und sprang die Trümmer hinab auf die Straße und rannte, als ob der Teufel hinter mir her wär, zurück zum Granattrichter.

Einige male wurde auf mich geschossen, aber die Kugel trafen nur die Straße oder das Mauerwerk von den Gebäuden.
Ich sprang in den Trichter, holte sofort die Munitionskisten aus meinem Rucksack heraus und baute das Mg auf dem angebrachten Zweibein auf, davor spannte ich noch den ersten Munitionsgurt ein und dann erklang endlich wieder der Ton, den die Russen so fürchten.



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Jetzt hatten wir die überlegene Feuerkraft und heizten den Russen ordentlich ein, leider wurden wir gerade dadurch ein bevorzugtes Ziel.
Überall gab es Einschüsse die uns immer nur knapp verfehlten und uns zwangen stets Deckung zu nehmen und unser Feuer einzustellen.
Granaten explodierten nur einige Meter vor uns und da überall gefallene Rotarmisten herumlagen…wurden diese zerfetzt und es kam nicht selten vor, dass mir mit Staub und Dreck auch Blut und Körperfetzen ins Gesicht spritzte…
In diesen Momenten war mir das aber egal und ich feuerte weiter, ich schwenkte das Mg hin und her und zersägte sie und ihre Reihen.
Mein Kamerad pickte sich mit seinem FG 42 die Rotarmisten einzeln heraus und hatte stets meinen Munitionsgurt im Auge, ging dieser seinem Ende zu reichte er mir schon den nächsten…den ich auch sofort einspannte und weiterfeuerte.

Die Angriffe flauten hin und wieder ab, nahmen dann aber kurze Zeit später wieder an Härte zu und gönnten uns keinerlei Verschnaufpause.
Um Munition zu sparen nahm ich gelegentlich mein Sturmgewehr wieder in die Hand und benutzte das Mg nur wenn die Russen in großer Zahl angriffen…aber langsam wurde es uns hier zu heiß…wir warteten nur auf eine Gelegenheit uns zurückfallen zu lassen.

„Pack zusammen, hier wird’s langsam eng!“

Schrie ich dem Fallschirmjäger zu und er machte sich sofort daran unsere restliche Munition in unsere Taschen zu stopfen, während ich noch feuerte stopfte er mir Magazine in meine Hosentaschen und legte mir einen Munitionsgurt um den Hals.
Granaten schlugen immer dichter ein und unsere linke Flanke, die dortigen Kameraden traten soeben den Rückzug an…ihnen blieb nichts anderes übrig als dem gewaltigen Druck zu weichen.

„Bereit wenn sie es sind!“

Schrie mein Kamerad mit hektischem Ton, während er noch die letzten Granaten verstaute.
Ich stellte sofort das Feuer ein, spannte mir mein Sturmgewehr auf den Rücken, legte den Lauf des Maschinengewehrs auf meine Schulter während ich den Griff fest in meiner Hand hielt und stieg zusammen mit Kampfkumpanen aus dem Bombentrichter.
Wenn meine Knochen schreien und jammern könnten hätten sie es spätestens jetzt getan, mit dem ganzen Gewicht der Ausrüstung war es äußerst beschwerlich aus dem Trichter hinauszukommen.
Wir rannten ungefähr gleich schnell den ganzen Weg zurück zur Ordensburg und bemerkten dabei, dass wir eines der letzten Kampfnester waren die bis jetzt durchgehalten haben.
Aus der Ordensburg wurde bereits heftig geschossen, aus vielen Fenstern, Löchern und Schießscharten blitzten die Mündungsfeuer auf.
Wir gelangten durch einen kleinen Eingang in den Innenhof der Burg, dort legten wir erleichternd unsere Ausrüstung ab…mein Kamerad ließ sich nicht lange aufhalten und begab sich zügig zu der kämpfenden Truppe.
Ich hingegen beeilte mich um in den Befehlsstand zu kommen, welcher sich in den Kellerräumen befand…dort wartete bereits König auf mich.

Kurfürst Moritz
24.08.09, 18:59
Eine wahrhaft epische Berichterstattung, werter Fallschirmjäger!

Euer Schreibstil hat mir so sehr gefehlt!

Chromos
24.08.09, 20:44
Super!!!!
Gruß,
Chromos

Silece
24.08.09, 21:54
Warhaft geniale Fortsetzung. Auch wenn wir jetzt warscheinlich wieder ewig af Fortsetzung warten müssen :(
Der Russe in Ungarn. Wäre das was für eine Bombe?

Alith Anar
24.08.09, 22:12
Super wie eh und Je :)
Lasst uns diesmal nicht so lange zappeln :D

Managarm
25.08.09, 00:17
Wir wiederholen Uns gerne, werter Fallschirmjäger, wenn Wir Eure geniale Berichterstattung in den höchsten Tönen loben können. :)
Ein wirklich faszinierender Bericht. :top:

dersheeper
28.08.09, 17:07
Es geht weiter, dass bringt mich doch glatt dazu, das erste mal seit Wochen zu posten, bitte weiter so. :)

MrAugustus
28.08.09, 23:41
Einfach unbeschreiblich gut! :)
Bitte so weitermachen.

KIWI
31.08.09, 07:49
Weitäärr, immer Vorwääärts. Ein Süpper AAR. Wir warten auf Eure Fortsetzung.

Chromos
26.09.09, 13:10
weitermachen. Bitte bleiben sie hier hängen und lesen sie die weitere unerreichte Fortsetzung dieses guten AAR's in Kürze!

...
Gruß,
Chromos

draKAR17k
22.10.09, 19:35
Die Soldaten haben kalt!!!

Bitte weitermachen

Der Stratege
22.10.09, 22:55
Ich bitte ebensfalls um baldige Fortsetzung, werter Fallschirmjäger

Le Prînglé
25.10.09, 18:52
Selber erst einen Post geschrieben haben und in eben jenem schon Forderungen zu stellen, ohne eine Spende an's SI-Konto zu überweisen grenzt schon fast an Naivität. Qualifiziert Euch, schreibt selber einen! Damit seid Ihr auch für die Zeit beschäftigt, die der ehrenwerte Fallschirmjäger für ein Update benötigt. :rolleyes:

König Andre
25.10.09, 19:25
@Le Prînglé

Verkrault doch unsere Neulinge nicht, er möchte doch nur seine Liebe und Begeisterung gegenüber Fallschirmjägers wundervollen AAR bekunden. :)

Ich Persöhnlich würde mich auch über eine Fortsetzung sehr freuen, ohne zweifel. :prost:

Fallschirmjäger
25.10.09, 19:27
Sooo...nach sovielen Forderungen muss ich mich mal wieder zu Wort melden =)
Das Update ist in der Mache und wird, wenn ich das nächste Mal zum Schreiben komme wohl fertig werden.

Die "Verzögerung" möge man mir verzeihen ^^ bin endlich in meinen Hauptberuf/Ausbildung eingestiegen und hab freizeitlich noch so ne ganz private Eroberung zu vollziehen.

Hatte auch das Problem, dass ich gar net richtig wusste wohin sich die Geschichte hin entwickeln soll...aber jetzt kam da endlich Licht ins Dunkeln.
Haltet aus, das Update wird kommen.

sheep-dodger
25.10.09, 19:28
Gemeinsam mit dem Angriff Steiner? :^^:

:P

König Andre
25.10.09, 19:34
Hatte auch das Problem, dass ich gar net richtig wusste wohin sich die Geschichte hin entwickeln soll...aber jetzt kam da endlich Licht ins Dunkeln.
Haltet aus, das Update wird kommen.

Wundervoll werter Fallschirmjäger, endlich das totale Update! :prost: Ich sehe schon Überschriften aller Fallschirmjäger über London. :D

Fallschirmjäger
25.10.09, 19:34
Steiner konnte leider nicht genügend Kräfte massieren :(

Le Prînglé
25.10.09, 20:49
@Le Prînglé

Vergrault doch unsere Neulinge nicht, er möchte doch nur seine Liebe und Begeisterung gegenüber Fallschirmjägers wundervollen AAR bekunden. :)

Ich Persöhnlich würde mich auch über eine Fortsetzung sehr freuen, ohne zweifel. :prost:

Um ehrlich zu sein, wollten Wir die Neueinsteiger in keiner Weise vergraulen, allerdings ist es schon ein starkes Stück, sich in seinem ersten Post nicht vorzustellen, etwas nettes reinzuschreiben oder ähnliches, sondern erst mal ein Lob mit einer Forderung zu posten. Hätten Wir Uns damals nicht getraut.

sheep-dodger
25.10.09, 23:11
Ihr seid ja auch etwas.... Besonderes.... :P

;)

Silece
26.10.09, 07:59
Vielleicht hat sich der Neuling ja genau wegen des Ruhms des Fallschirmjägers angemeldet :-)
Und ich selbst habe auch noch keine AAR geschrieben. Und ich bin schon "ewig" dabei

Admiral Yamamoto
26.10.09, 09:11
Werter Fallschirmjäger,

Euer AAR ist wirklich ganz ausgezeichnet! Ich habe selten eine Geschichte gelesen die einen dermaßen mitreißt.

Der einzige Makel: Viiiiiiiiiiiiel zu lange Dauer bis zum nächsten Update. ;)

Le Prînglé
26.10.09, 11:56
Vielleicht hat sich der Neuling ja genau wegen des Ruhms des Fallschirmjägers angemeldet :-)
Und ich selbst habe auch noch keine AAR geschrieben. Und ich bin schon "ewig" dabei

Muss ja auch nicht jeder Unserer Meinung sein, es war nur eine Anmerkung Unsererseits. :)

Der Stratege
26.10.09, 16:02
Mir war nicht bewusst, dass es üblich ist sich im 1.Post vorzustellen.
Dann werd ich das im 2ten erledigen.
Also ich bin 16, Schüler aus Koblenz an Mosel und Rhein begeisterter hoi2 und 3 Spieler und habe schon lange vor meinem 1. Post einige Aar's mit großem Interesse verfolgt.
Ich hätte nicht gedacht, dass meine erste "Wortmeldung" für soviel Diskussionsbedarf sorgt.;)

Wie auch immer, ich freue mich über den herzlichen Empfang;)
lg :prost:

Lewis Armistead
26.10.09, 17:26
Genau so macht man das :)

Lasst euch vom werten LePringle nicht einschüchtern...wir kochen alle nur mit Wasser!;)

Viel wichtiger ist dass ihr euch die majestis pluralis aneignet...:D

Ansonsten viel Spaß und willkommen im Forum...:prost:

Achja Threadnapping...Wir sind immernoch begeistert von eurem AAR werter Fallschirmjäger, aber wenn ihr nicht bald häufiger updatet wird euch trotz eurer Qualität der AAR des Jahres Titel verloren gehen... also zackig ;)

Es kann ja nicht sein dass der Russe von Königsberg steht und wir erfahren davon sozusagen auf Nachfrage!:D

Grüße

Fallschirmjäger
26.10.09, 19:31
Ich erwähnte eine Eisenbahnbrücke über die Memel ;)

So wie es scheint muss ich heut meinen Feierabend daheim verbringen, da niemand mit dem Fallschirmjäger in die Nacht fliegen will...also kann es gut sein, dass ich mich heute bereits hinsetze ^^

Vielen Dank fürs Lob :prost:

Derfflinger
26.10.09, 20:41
Das klingt nach einem Plan, also auf gehts werter Fallschirmjäger.

Kurfürst Moritz
28.10.09, 03:25
Wir warten immer noch, verehrter Herr!

Löwenherz
29.10.09, 10:17
So nun habe ich den AAR leider bis hier durch und schließe mich jetzt der Bitte nach einem Update an :D.

Zum AAR wurde ja das meiste schon geschrieben, von mir daher nur meinen "großen Respekt" zu diesem Meisterwerk.

:top::top::top:

GN. Kuribayashi
24.11.09, 23:19
ich hoffe ihr werdet dieses Meisterwerk weiter führen werter Fallschirmjäger

Al. I. Cuza
24.11.09, 23:20
Ich glaube das hoffen wir alle :D

GN. Kuribayashi
24.11.09, 23:25
Ich habe auch schon gepostet ohne mich vorzustellen verzeiht diese sünde.
Ich bin Maurer und 19jahre und wohne in Thalwil am zürichsee in der schönen Schweiz

zottelhase
24.11.09, 23:31
Ich habe auch schon gepostet ohne mich vorzustellen verzeiht diese sünde.

Muhahahaha , hoffen wir das der werte Le Pringel Euren 1. Post noch nicht gelesen hat und Euch bereits mit einem Fluch belegt hat :cool:

Achja , willkommen im Forum

GN. Kuribayashi
24.11.09, 23:32
Ich gstehe das war schon der dritte oder vierte post.....

McMacki
25.11.09, 01:20
Also ich hab jetzt gerade erst diesen aar entdeckt. Hoi ist eigentlich so gar nicht mein ding. Und ich habe zwei sachen zu sagen, die sehr konträr zu einander stehen. Zum einen ist dieser AAR wunderbar, einzigartig. Wirklich sehr sehr gut. Die tiefe der Erzählung, soviel Herzblut. Und zweitens kann ich niemandem genug danken, dass dies nicht wirklich so passiert ist. Alleine bei der Schlacht von Budapest hätte ich am liebsten ein paar Tränchen vergossen! Oh wie schreckliches hat der 2.Weltkrieg doch den städten angetan. Aber das......nein nein! das ist einfach unmenschlich! Eine Welt ohne das jetztige Budapest oder Krakau...oder Torun...nein unmöglich! :)

Chromos
17.12.09, 13:10
Werter Fallschirmjäger,
gibt es vielleicht ein "Weihnachtsgeschenk", etwa in der Form einer Fortsetzung?

Grüße,
Chromos

Fallschirmjäger
24.12.09, 13:38
Burgherren



http://i46.tinypic.com/eunic2.jpg


Drei hintereinander aufzuckende Blitze brachten die untere Brücke vollständig zum Einsturz, wir ließen sie sprengen bevor die Russen unsere Sprengsätze entschärfen konnten.
Nun gab es nur noch einen klapprigen Holzsteg und eine weitere Brücke, die zur anderen Seite über den Fluss führten.
Die obere Brücke war ebenfalls vermint und würde im richtigen Zeitpunkt gesprengt werden.
Hoffentlich werden wir dann auf der anderen Seite sein.
Ich ging die langen dunklen Gewölbegänge entlang um in die Kellerräume zu kommen, die Gänge waren nur sehr spärlich beleuchtet und jeder meiner Schritte hallte wieder.
Am Ende eines solchen Ganges befand sich der Raum von König, er war damit bemüht das Funkgerät zu bedienen und die Verbindung aufrecht zu erhalten, er versuchte unsere Lage durchzugeben und bittet um zusätzliche Verstärkung.
Ich hingegen setzte mich für einen Moment auf einen der Stühle, nahm meinen Helm ab und wischte mir mit dem Ärmel den Schweiß von meiner Stirn.
Abgesehen von dem Rauschen des Funkgerätes und der Stimme von König war es hier absolut still…mir dröhnte es zwar immer noch in den Ohren aber wie herrlich war solch eine Ruhe.

Ich gönnte mir einen Moment der Ruhe, mir fiel auf, dass ich mein Sturmgewehr immer noch mit der rechten Hand fest im Griff hatte.
Meine Hand löste sich vom Griff und ich versuchte sie zu entkrampfen, sie war dreckig und zwischen dem Mittel und Zeigefinger trat Blut aus…ich wischte es an meinem Hosenbein ab und kümmerte mich nicht weiter darum.

„Ich werde wieder nach oben gehen“ sagte ich zu König, bekam allerdings keine Antwort.
Eigentlich wollte ich mich nach neuen oder genaueren Befehlen erkundigen…aber es war vergebens auf einen Absetzbefehl zu hoffen…unser Befehl lautete Marienburg bis zum letzten Mann und bis zur letzten Patrone zu verteidigen.
So schloss ich die massive Holztür hinter mir und betrat den langen Kellergang, je näher ich dem Ausgang nach draußen kam umso deutlicher wurden die vereinzelten Schüsse.
Ich begab mich in eines der oberen Stockwerke, von dort hatte ich aus einem Loch, welches wohl durch eine Granate entstanden ist, einen sehr guten Blick nach Draußen.
Paar Meter links und rechts von mir gab es ebenfalls größere Einschusslöcher welche von meinen Kameraden als Gucklöcher benutzt wurden.
Die Russen konzentrierten ihr Feuer auf unser AchtAchter Geschütz und wir konnten unseren Kameraden dort unten am Geschütz kaum Feuerschutz geben.
Wir versuchten die Russen zu erspähen und sie zu bekämpfen aber nur vereinzelt gelangen uns erfolgreiche Abschüsse…das Feuergefecht dauerte an und nach einer guten halben Stunde gab ich der Geschützbesatzung den Befehl zum Rückzug in die Burg.
Alle vier schafften es unbeschadet zu uns in die Burg, mithilfe der Geschützmunition sprengten sie das Geschütz in die Luft.

In den kommenden Stunden verhielten sich die Russen überaus aggressiv und griffen uns immer wieder an verschiedenen Stellen an, meistens musste ich meine Männer von Brennpunkt zu Brennpunkt schicken.
Ich hatte zwar noch genügend Soldaten, um eine lückenlose Verteidigung aufzubauen…jedoch war diese Verteidigung mehr als dünn…die Burg war einfach zu groß.
So mussten immer einige Soldaten zu den Abschnitten rennen welche direkt angegriffen werden…und wenn sie dort ankamen forderte bereits ein anderer Abschnitt um Verstärkung.
Es war sehr hektisch und zum Glück zogen sich die Russen nach einigen Schusswechseln schon wieder zurück…es war klar, dass sie nach einer Schwachstelle suchten und uns lag viel daran überall gleich stark zu erscheinen.
In den Nächten verzichteten sie auf Angriffe und wir hatten somit die Gelegenheit die Eingänge von der Burg mit Steinen, Sandsäcken, Brettern und Stacheldraht zu sichern.
Wenn die Russen an diesen Barrikaden sind wird sie das zwar nicht komplett aufhalten aber vielleicht gewinnen wir dadurch einige Minuten Zeit…außerdem fühlte man sich etwas sicherer.
Weitere drei Tage geschah nichts, absolut nichts…die Russen feuerten nicht mit Mörsern oder schwerer Artillerie auf uns noch tasteten sie unsere Verteidigung ab
Wir hatten aber alle keinen Grund zur Freude, denn in der Nacht hörten wir sehr deutlich die Motorengeräuschen von Lastwagen und man spürt es einfach wenn eine größere Masse an Menschen in der Nähe ist…es ist einfach Unruhe in der Luft.
Sie ziehen ihre Kräfte zusammen und werden demnächst die Burg entschlossen angreifen, die Fintenangriffe sind wohl vorbei.
Am 23. Juli 1945 begann der Beschuss aus ihren Mörsern und der direkte Angriff ihrer Infanterie.
Sie richteten ihren Angriff auf vier unterschiedliche Abschnitte von der Burg und zogen damit unsere Kräfte gnadenlos auseinander.



http://i48.tinypic.com/ftlh53.jpg


Mit fünf Soldaten rannte ich in eines der obersten Stockwerke, aus den dortigen Stuben hatten wir ein gutes Schussfeld und mit den Karabinern pickten wir uns die russischen Soldaten einzeln heraus…sie rannten ohne Deckung über die Straßen und offenes Feld.
Die Karabinerschüsse trafen nicht jedesmal und schlugen ab und zu in die Straße oder ins Erdreich ein, dennoch brachen viele Rotarmisten zusammen und blieben liegen.

Ich traf mindestens fünfmal, doch langsam begannen sich die Russen auf uns einzuschießen…wir wehrten uns mit allen Kräften gegen ihr Unterdrückungsfeuer und versuchten ihre Schützen so schnell wie möglich auszuschalten.
Mit Kimme und Korn zielte ich auf einen Rotarmisten, er kam gerade mit einem ihrer Maschinengewehre an, welches auf einer Lafette montiert war…ich zielte auf seinen Kopf und drückte ab.
Die Kugel streifte seinen Hals aber es reichte noch um ihn außer Gefecht zu setzen, er stürzte auf seinen Rücken und hielt sich die Wunde zu, aus der sein Blut hinausschoss.
Einer seiner Kameraden eilte zu ihm und beugte sich über ihn, um ihm zu helfen…doch bevor er auch nur einen helfenden Handgriff tun konnte drückte ich ein zweites Mal ab und erwischte ihn direkt zwischen seinen Schulterblättern.
Mit einer jahrelang eingeübten Bewegung lud ich eine weitere Patrone in die Kammer des Karabiners und tötete den Rotarmisten, der ohnehin bereits am verbluten war.
Ich behielt das Maschinengewehr im Auge und sorgte dafür, dass jeder der es nur berührte sofort tot umfällt…doch eine weitaus größere Bedrohung kam die Straße herunter.
Mit einem neuen Schwung von Infanterie kam ein Kampfpanzer angerollt, irgendwie hoffte ich, dass jemand von den anderen sich um ihn kümmern würde und so schossen wir unbeirrt weiter.



http://i45.tinypic.com/1zqv8f4.jpg


Jener Kampfpanzer stoppte abrupt, das Bord Mg feuerte einige dutzend Salven auf die unteren Stockwerke ab und richtete dann, nach einer kurzen Feuerpause, seine Kanone so hoch wie es ihm möglich war in unsere Richtung.
Noch als das Kanonenrohr justiert wurde schrie ich meinen Kameraden zu, dass sie sofort hier raus sollen…sie reagierten sehr schnell…zwei von ihnen waren schon aus der Stube herausgerannt und als ich gerade meinen zweiten Schritt Richtung Türe machte…dann hörte ich den Abschuss der Granate.
Die Granate verfehlte zwar dieses Zimmer aber der Druck war immer noch so gewaltig, um mich von den Beinen zu fegen und mich gegen die Wand zu werfen.
Alles war voller Staub und nahm mir fast vollständig die Sicht…zudem hatte ich noch ein Pfeifen in den Ohren aber ich konnte hören, dass jemand von uns schrie und verwundet wurde…ich rappelte mich auf und konnte vor mir meinen Kameraden am Boden liegen sehen.
Ich griff mir seine Koppel und schleifte ihn aus der Stube hinaus, draußen auf dem Gang fiel mir erst auf, dass die Schreie immer noch aus dem Zimmer kamen und der Kamerad den ich hinter mir her schleifte ungewöhnlich leicht war…
Als mein Blick zu ihm runter wanderte ließ ich seine Koppel entsetzt los, von ihm war nur noch sein Torso und sein Kopf übrig…der Rest hing irgendwie in Fetzen noch an ihm oder lag immer noch in der Stube.

Bei solch einem Anblick fällt einem das Übergeben nicht einmal mit leerem Magen schwer.
Der verwundete Kamerad hatte wahnsinniges Glück gehabt, genauso wie ich…er hatte ein paar Holzsplitter in sein rechtes Bein bekommen und dachte er würde verbluten…nachdem wir ihm alle Splitter rauszogen rannten wir runter zu den anderen.
Wir rannten durch die Gänge auf der Suche nach Kameraden die unsere Hilfe benötigten, überall fanden Feuergefechte statt und wir kamen an vielen Kameraden vorbei, welche sich heftige Schusswechsel mit den Russen lieferten.
Auch der russische Panzer schien noch eifrig dabei zu sein auf uns zu schießen, immer wieder schlugen seine Granaten ein oder man konnte die Ketten deutlich hören.
Wir kamen eher zufällig an einigen Panzerfäusten vorbei, die an der Wand in einer Reihe angelehnt waren…wir nahmen sie alle mit, ich schnallte mir mein Gewehr und eine Panzerfaust auf den Rücken, die zweite Panzerfaust nahm ich in die Hand.
Danach versuchten wir anhand der Geräusche den Kampfpanzer auszumachen, wir konnten ungefähr vermuten wo er sich gerade aufhält und suchten dann nach einem Zimmer oder einem Fenster welches uns erlaubt ihn unter Beschuss zu nehmen.
Schließlich erreichten wir eine Stube, welche schon zum Teil eingestürzt war und über keine richtige Außenwand mehr verfügte, wir sammelten uns vor der Tür und ich entschloss mich es zuerst zu versuchen.
Ich übergab mein Gewehr dem Kameraden zu meiner Nächsten und kroch in die Stube und durch die ganzen Trümmer.
Langsam aber doch angespannt bewegte ich mich bis zur anderen Seite, wo früher einmal die Außenmauer stand…welche aber nun durch den anhaltenden Beschuss zerbröckelt ist.
Ich konnte nun gut nach Draußen schauen und hatte einen hervorragenden Blick auf den russischen Panzer.
Allerdings trieben sich dort unten auch eine Menge Rotarmisten herum, welche gerade die eine oder andere Stellung von uns unter Feuer nahmen.
Es wäre keine gute Idee gewesen sofort auf den Panzer zu schießen, ich hätte sofort die vollste Aufmerksamkeit geschenkt bekommen…so wartete ich und beobachtete.

Ich legte die zweite Panzerfaust direkt neben mich, um sie sofort griffbereit zu haben.
Der Panzer setzte sich in Bewegung und drohte aus meinem Schussfeld zu fahren, auch die Infanterie um ihn herum rückte weiter vor.
Jetzt oder nie…ich richtete mich etwas auf, ließ mir einige Sekunden Zeit um gründlich zu zielen und feuerte dann die Panzerfaust auf den verdammten russischen Kampfpanzer ab.
Die Hohlladung traf die Seite des Turms, eigentlich zielte ich auf den hinteren Bereich um vielleicht den Motor in die Luft zu jagen…aber ich konnte noch nie wirklich gut mit Panzerfäusten zielen.
Sofort schnappte ich mir die zweite Panzerfaust und verschwendete diesmal keine lange Zeit um zu zielen, auch mit dem zweiten Geschoss landete ich einen Treffer und diesmal zerriss ich ihm seine Ketten…der Panzer rollte noch einige Meter und blieb dann stehen…er wurde nicht zerstört oder kampfunfähig gemacht aber zumindest ging von ihm jetzt keine so große Gefahr mehr aus.
Überraschenderweise wurde ich noch nicht bemerkt und so kroch ich wieder auf schnellstem Wege zurück.
Zurück bei meinen Kameraden halfen wir noch an verschiedenen Stellen die Angriffe der Russen zurückzuschlagen…nach der ersten heftigen Angriffswelle folgten zahllose kleinere Angriffe…sie ließen uns den gesamten Tag und die ganze Nacht nicht in Ruhe.
Obwohl in der Nacht wir und sie eigentlich so gut wie nichts sehen konnten, feuerten sie weiter auf unsere Stellungen.

In jener Nacht behielt ich mein zuvor angeschossenes, stählernes Monster genau im Auge…und wartete nur darauf, dass die Besatzung aus ihrem Panzer gekrochen kommt und versucht zu ihren Linien zu gelangen.
Und tatsächlich…irgendwann bevor der Morgen graute öffnete sich die obere Luke ganz langsam und der erste Soldat kletterte umsichtig hinaus...ich legte mein Sturmgewehr an und zielte, wartete aber noch.



http://i48.tinypic.com/2u6o2mp.jpg


Der russische Soldat half seinem Kameraden aus dem Panzer, offenbar war er verwundet…in dem Moment als der verwundete Soldat mit der Hälfte seines Körpers aus der Luke herausschaute, verpasste ich ihm einen direkten Schuss ins Kreuz…er fiel zurück in den Panzer hinab, jener Soldat welcher bereits draußen war zog vor Schreck seine Hand zurück und war gerade im Begriff loszurennen, da feuerte ich weitere Schüsse ab und fegte ihn vom Panzer hinweg.
Ein dritter Soldat kam hektisch aus der Luke raus, er legte wohl nicht viel Wert auf ein geräuschloses Entkommen und mit einer abgefeuerten Salve hinderte ich ihn an der Flucht.
Ich wartete noch etwa eine oder anderthalb Stunden auf das vierte Besatzungsmitglied…aber entweder wartete er im Innern des Panzers oder er ist bereits tot, jedenfalls kam kein weiterer Soldat mehr aus dem Panzer hinaus.
Nach diesen Kämpfen war ich sehr erschöpft und konnte kaum meine Augen offen halten, ich weiß nicht einmal wann ich zuletzt geschlafen habe…aber Zeit zum Schlafen habe ich jetzt nicht.
Ich beriet mich mit meinen Soldaten was nun zutun sei um unsere Situation zu bessern, aber wir konnten nicht viel tun, außer unsere gefallenen Kameraden im Innenhof der Burg zu begraben.
Danach bemühte ich mich zusammen mit meinem Funker einige Funksprüche abzugeben in denen wir nach Verstärkung bitten.
Mehrere Gefechtsstände und selbst das Hauptquartier funken wir und bitten um zusätzliche Soldaten…wir schildern unsere Lage und erklären jedesmal, dass die Ordensburg noch zu halten ist wenn wir endlich Verstärkung bekommen.
Resignation macht sich all zu bald breit und ich bitte schließlich nur noch um einen Luft oder Artillerieschlag gegen die russischen Stellungen, um wenigstens irgendetwas ausrichten zu können.
Doch wir werden keine Hilfe bekommen, es gibt keine Reserven oder freie Truppen welche man uns schicken könnte…keine freien Jagdbomber, die zur Verfügung stehen und es können nicht einmal ein paar Artilleriegranaten entbehrt werden für uns.
Bitterlich enttäuscht lass ich den Hörer auf den Tisch fallen…mit den Worten…

„Versuch es weiter“

An meinen Funker, verlasse ich den Raum wieder.

Es war der 28. Juli 1945 gegen Nachmittag, als wir vom anderen Ende der Stadt Gewehrfeuer hörten.
Wir dachten zuerst an einen erneuten Angriff seitens der Russen und waren sofort kampfbereit…wir warteten angespannt in unseren Stellungen, doch das Gewehrfeuer blieb dort wo es war…am Ende der Stadt.
Uns wurde dann doch schnell klar, dass es sich um keinen Angriff der Sowjets handelte und ich begab mich auf einen hohen Ausguck in der Burg, für einen besseren Überblick.
Leider konnte ich nicht all zu viel erkennen, dennoch war ich mir recht sicher, dass es sich um einen Angriff von der Wehrmacht handelte, sie griffen die russischen Stellungen an welche sich am Rande der Stadt befanden.
Ich spielte sofort mit dem Gedanken einen Ausfall aus der Burg zu wagen und unsere Kameraden da vorne zu Unterstützen…aber ich hatte keinerlei Ahnung welches Ausmaß dieser Angriff hatte und vielleicht würd ich meine abgekämpften Männer nur sinnlos einem Risiko aussetzen…ich entschloss mich, nach einigem Hin und Her, die Lage weiter zu beobachten.
Etwa gegen halb sieben verstummten auch die letzten vereinzelten Schüsse und es kehrte wieder Ruhe ein…mit meinen Augen suchte ich zwischen den Trümmern sehnsüchtig nach auftauchenden deutschen Soldaten…doch niemand erschien.
Erst nach etwa einer ganzen Stunde erschien auf der Hauptstraße eine lange Kolonne von Landsern, sie marschierten langsam an den Straßenrändern auf die Ordensburg zu.
Sofort verlies ich meinen Ausguck und beeilte mich ins Erdgeschoss zu geben, unterwegs schnappte ich mir noch zwei Kameraden und zusammen gingen wir den Landsern auf der Straße entgegen.
Ich ging zielstrebig dem Offizier entgegen und begrüßte ihn…

„Ein Glück, dass die Verstärkung endlich da ist“
Ich ging fest davon aus, dass sie wegen uns hier waren.
Der Offizier gab seinen Soldaten den Haltebefehl und begrüßte mich dann ebenfalls, er uns seine Soldaten sahen sehr mitgenommen aus, viele von ihnen waren verwundet…diese Einheit gehörte nicht an die Front…sie gehörte ins Hinterland zur Auffrischung.

„Ich muss sie leider enttäuschen mein Freund, wir sind nicht ihre Verstärkung…aber ein Glück, dass sie solange durchgehalten haben und die Brücke immer noch intakt ist“

Er fing an zu erzählen…sie kamen aus Richtung Südosten und bekamen vorgestern den Befehl sich zurückzuziehen…alle Einheiten bekamen diese Befehle.
Zuerst wollten sie weiter südlich über den Fluss kommen, aber dort war der Widerstand zu hoch und außerdem die Brücke bereits zerstört…hier hingegen trafen sie nur auf „die paar versprengten Russen dahinten“ wie er es sagte.
Scheinbar waren die Russen ausgeblutet und warteten ebenfalls auf Verstärkung.
Jetzt wollten sie nur noch so schnell wie möglich weiter nach Westen, ihre Befehle lauten sich zuerst nach Danzig zu begeben und dann wird es wahrscheinlich eine Verlegung an die Oder geben.

„An die Oder?“
Fragte ich…
Das Hauptquartier zieht große Teile der Streitkräfte an die Oder zurück um von dort die russische Sommeroffensive aufzufangen…weiter östlich wird dies kaum noch möglich sein.
Die Rote Armee rollt unerbittlich weiter nach Westen und konnte bis zum heutigen Tag viele Kilometer an Raum erobern.
Erst vor zwei Tagen fiel die lang umkämpfte Stadt Bromberg, hier hoffte man den Russen lang genug aufzuhalten um Zeit zu gewinnen und zu schwächen…doch nun bricht die dortige Front langsam auseinander.



http://i50.tinypic.com/ri9ocp.jpg


Die Wehrmacht zieht sich aus diesem Abschnitt entweder nach Posen bzw. an die Oder zurück oder sie rücken zur Küste ab.
Es ist klar, dass die Küste nicht lange gehalten werden kann aber man möchte zumindest die wichtigsten Städte halten und einen schmalen Korridor nach Ost Preußen offen halten.
Ob das so klappt ist eine andere Frage…
Posen liegt derweil schon wieder unter schwerem russischen Artilleriefeuer, in der Stadt organisiert sich erneut die Verteidigung und hier soll das gelingen was in Bromberg fehlschlug, ein erfolgreiches stoppen der Offensivkraft oder zumindest eine spürbare Abschwächung.
Zahllose Städte welche eigentlich als vorläufig sicher galten und es unwahrscheinlich war, dass die Rote Armee sie alle angreifen bzw. erobern konnte…wurden eben jetzt heftig umkämpft.

Während der Offizier mir alles erzählte was er wusste, verteilten wir ein paar Essensrationen an die übrigen Männer…wir hatten davon genug und sie waren wohl dankbar für eine kleine Pause.
Er sagte zum Schluss noch, dass er hoffe sie würden rechtzeitig in Danzig ankommen um von dort aus mit einem Schiff nach Westen nach Stettin oder Stralsund gebracht zu werden.
Ich bat ihn nochmals darum mit seinen Soldaten trotz seines Befehls hier zu bleiben und unsere Stellung zu stabiliseren…

„Der Russe wird bald zurückkehren, ihr könnt sie nicht ewig aufhalten…wenn ich sie wäre würde ich die Burg zurücklassen und die Brücke sprengen…dennoch…alles Gute.“

„irgendwo hatte er verdammt Recht…“

Le Prînglé
24.12.09, 13:47
Es geht weiter! Es geht weeeeiter! :top:

draKAR17k
24.12.09, 14:22
Jetzt gehts los! Super Update

Der Stratege
24.12.09, 15:40
Meine Weihnachtswünsche wurden erfüllt!!!:D

Jetzt weitermachen ich brauche mehr!!:gluck:

Chromos
29.12.09, 14:07
Herzlichen Dank!
Ich hoffe es geht dieses Jahr noch einmal weiter.
:prost:

Grüße!
Chromos

Fallschirmjäger
27.01.10, 18:56
Auf verlorenem Posten


http://i48.tinypic.com/4ub9zm.jpg


Aus einem Fenster schaute ich den Landsern, bei ihrem Abmarsch, zu…sie marschierten langsam über die Brücke und verschwanden nach und nach aus meinem Blickfeld.
Ich musste über die letzten Worte des Offiziers nachdenken und machte mir Gedanken was ich nun tun sollte.
Marienburg, besser gesagt was davon übrig ist, ist im Moment wieder Russen frei, doch sie werden garantiert zurückkehren und wir sind bereits jetzt schwer angeschlagen.
Viele von unseren Kameraden haben wir bereits im Innenhof beerdigen müssen und für sie Holzkreuze mit ihren Helmen darauf aufstellen müssen.
Unsere Ausrüstung würde etwas Nachschub auch sicherlich ganz gut tun, ich habe zwar wenig Sorgen, dass uns das Essen oder die Munition in Kürze ausgeht aber wie viele Angriffe können wir ohne Verstärkung noch abwehren?
Die Ordensburg selbst ist sehr schwer beschädigt worden und ist zu großen Teilen nur noch eine Ruine, sie ist aber dennoch ein idealer Verteidigungspunkt.

Ich konnte und wollte nicht einfach abziehen von hier und alles den Russen überlassen, wenn wir hier Truppen der Russen binden und daran hindern weiter vorzurücken…dann müssen wir weiter standhalten.
Dennoch ließ ich die Brücke in der kommenden Nacht verminen, falls wir schnell abhauen müssen dann sollen sie keine Möglichkeit haben uns zu verfolgen.
Da ich gewillt war, die Burg weiterhin zu verteidigen, wenn nötig auch ohne Verstärkung, schickte ich jede Nacht eine Patrouille raus in die Stadt um Vorräte von den Rotarmisten zu bergen.
Einmal ging ich selbst mit raus und kletterte zwischen den Trümmern und Ruinen rum, auf der Suche nach etwas Brauchbarem.
Wir sammelten die Waffen und Munition der Russen ein, falls sie noch was zum Essen bei sich hatten nahmen wir auch das mit.
Wenn wir Wohnhäuser und Kellerräume durchsuchten, waren wir besonders vorsichtig, denn man kann nie mit absoluter Sicherheit sagen ob nicht doch noch ein paar Russen hiergeblieben sind.
Zusammen mit einem Kamerad stieg ich langsam eine Kellertreppe aus Holz herab, es war unmöglich einen leisen Schritt zu tun und das Holz knarrte bei jedem Auftritt.
Ich schwenkte mein Sturmgewehr langsam hin und her und versuchte etwas im dusteren Licht zu sehen.
Hier unten waren einiges an Lebensmitteln untergebracht, wir waren zwar eher auf Munition aus aber dennoch durchsuchte ich die Kisten schauten was wir so mitnehmen könnten.
Wir beide waren so vertieft uns die Waren anzuschauen als plötzlich eine alte aber kräftige Stimme erklang.

„Jetzt plündert ihr auch noch die eigenen Leute aus“

Erschrocken fuhr ich herum und richtete mein Gewehr in die Richtung woher die Stimme kam…
Sie kam von einem alten Mann, der sich im dunklen Teil des Kellerraumes befand und sich schützend vor ein paar Frauen stellte.

„Jungchen, hört doch endlich auf mit dem Unsinn da oben und beendet das Spektakel“

Ich war im ersten Moment noch verwirrt als etwas zu sagen aber dann fragte ich ihn was er denn hier überhaupt noch macht und nicht schon längst nach Westen geflohen ist.
Sie wollten scheinbar fliehen aber haben sich seit der Ankunft von Soldaten hier in Marienburg in diesem Keller aufgehalten und versucht keine Aufmerksamkeit zu erregen…jetzt wollten sie es auch nicht mehr auf sich nehmen und eine Flucht wagen wenn die Front schon am weiterziehen ist.
Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, dass wir sie alle mitnehmen werden in die Ordensburg und wenn es tatsächlich soweit kommt…werden wir sie auch mit nach Westen nehmen.
Doch der alte Mann verhielt sich stur…erst als ich ihm klar machen konnte, dass wenn wir nicht mehr da sind die Russen auf jeden Fall kommen werden und dann wird er die Frauen nicht mehr beschützen können wenn die Rotarmisten über sie herfallen werden.
An seinem Gesicht sah ich seine Einsicht…ich gab ihnen fünf Minuten um das Nötigste einzupacken und uns dann zu folgen, die Vorräte trugen wir zurück in die Burg.

Am 5. August 1945 war die Rote Armee immer noch nicht zurückgekehrt, nicht das wir ihr Kommen herbeisehnen aber mit jedem Tag, der vergeht wird man nervöser und man fragt sich immer stärker ob man nicht doch den Landsern folgen sollte.
Besonders, da wir erst am heutigen Tag wieder einen Funkkontakt zum Hauptquartier herstellen konnten und zuvor total im Unwissen waren wie die Lage um uns herum war bzw. ist.
Wir erhielten einen Funkspruch kurz bevor die Verbindung abriss, es rauschte sehr stark und es gab auch einige Unterbrechungen.

„Starke sowjetische Verbände nähern sich ihrem Frontabschnitt, vernichten sie jegliche brauchbare Infrastruktur und ziehen sie sich unverzüglich nach Westen zurück…
…Sammelpunkte sind stellenweise durch den Feind bedroht oder bereits überrannt worden…Posen wird derzeit geräumt…Danzig dürfte für die nächste Zeit noch sicher sein…viel Glück!“

„um Mitternacht rücken wir ab“

Waren meine Worte zu den versammelten Soldaten, welche um das Funkgerät herum standen.
Sofort machten sich alle daran unsere Ausrüstung und Vorräte zusammen zu packen.
Einige Soldaten überwachten immer noch die Stadt und den Horizont, falls die Russen jetzt kommen sollten wäre das wirklich Pech.
Ich wählte Mitternacht als Rückzugszeitpunkt, da ich lieber in der Nacht meinen Abmarsch beginne um vor möglichen Tiefflieger angriffen sicher zu sein…man weiß ja nie.
Noch bevor die Nacht einbrach verstauten wir einiges von unserer Ausrüstung auf den Lastwagen, welche wir bei unserer Ankunft hier in Marienburg mitbrachten.
Die Fahrzeuge standen auf dem westlichen Flussufer und waren in einem nahe gelegenem Wald abgestellt worden.
Zeitgleich ließ ich die Sprengminen an der letzten Brücke verstärken, alles andere an Infrastruktur war in dieser Stadt ohnehin nicht mehr zu gebrauchen.
Jeder trug immer soviel wie er tragen konnte und machte sich dann auf den Weg aus der Burg, über die Brücke, zu den Lastwagen und wieder zurück.
Wir liefen in großen Abständen zueinander, nur wenn es nötig war trugen zwei Männer eine Kiste oder sonstiges.
Als es bereits Nacht wurde und der Großteil unserer Ausrüstung in den Lastwagen verstaut war kam ich zum wiederholten Male von den Lastwagen zurück in die Burg.
Der Fallschirmjäger König trat rasch an mich heran, im Schlepptau einige von meinen und seinen Soldaten.
Er machte mir sehr schnell unmissverständlich klar, dass die Rote Armee wieder im Anmarsch ist und äußerst schnell sich unserer Position nähert.
Derzeit sind sie noch auf den Feldern im Osten und bewegen sich auf die Stadt zu, in einer halben Stunde dürften sie die Stadt erreicht haben, wenig später die Ordensburg.

In dieser Zeit würden wir es nicht schaffen unsere komplette Ausrüstung wegzuschaffen und unsere Verwundeten müssen auch noch rüber…
Sofort gab ich den Befehl die Verwundeten unverzüglich über die Brücke zu schaffen und danach nur noch die wichtigste Ausrüstung mitzunehmen…auf alles andere kann verzichtet werden.
Außerdem gab ich den anwesenden Soldaten den Befehl, falls die Russen in Kürze hier erscheinen sollten, Widerstand zu leisten bis alle Verwundeten in Sicherheit sind und sich dann ebenfalls zurückzuziehen.

„Bringt noch eine letzte Ladung rüber zu den LKWs, aber Beeilung und dann geht ihr wieder auf eure Posten, ich werde hier auf euch warten.“

Ich betrat zusammen mit König wieder die langen steinernen Gänge der Ordensburg, wir kehrten zu unserer Stellung zurück…große Einschusslöcher in der Wand welche uns als Schießscharten dienten…aufgetürmte Sandsäcke mit Trümmern für unsere Deckung…das war alles.
Nach und nach kehrten die Soldaten zurück und besetzten ebenfalls ihre Posten.
Es wird nicht mehr viel an Zeit benötigen bis wir zum Abmarsch bereit sind, aber keinen Moment später als ich diesen Gedanken zu Ende gedachte habe, erschien ein IS-2 Kampfpanzer hinter einer Ruine…ihm folgten ungefähr zwei Dutzend Rotarmisten in geduckter Haltung.



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„So einer hat uns gerade noch gefehlt“

Wir hatten keine schweren Waffen mehr zur Verfügung und könnten den Panzer höchstens im Nahkampf ausschalten…jedoch stand das überhaupt nicht zur Debatte.
Als das Monstrum, sowie die Soldaten in Reichweite waren, eröffneten wir das Feuer auf sie und konnten sie zwingen in den umliegenden Ruinen Deckung zu beziehen.
Das würde uns etwas Zeit verschaffen und sie würden nun vorsichtiger und langsamer vorrücken.
Umgehend machten wir uns so schnell wie möglich aus dem Staub und rannten zu der oberen Brücke.
All unsere anderen Kameraden waren bereits über den Fluss und hatten den Großteil unserer Ausrüstung weggeschafft...wir rannten als ob der Teufel hinter uns her gewesen wär.
Wir verloren keine Zeit und rannten durch den Innenhof der Burg zum Haupteingang, ohne uns zu vergewissern ob die Luft rein ist, stürmten wir nach Draußen auf direktem Wege zur rettenden Brücke.
Vereinzelt wurde auf uns geschossen, Kugeln pfiffen uns um die Ohren und einige von den Geschossen schlugen um uns herum in die Straße ein.
In all der Hektik versuchte ich meine Kameraden nicht aus den Augen zu verlieren, falls einer von ihnen getroffen wird…ob tödlich oder nur verwundet…dürfen wir niemanden auf dieser Seite zurücklassen.
Unsere Kameraden vom anderen Flussufer gaben uns, mit Karabinern und einem Mg42, Feuerschutz…sie feuerten in die Gebäude am Ende der Straße und hielten die Russen zunächst auf Distanz.
Als ich meine ersten Schritte auf der Brücke tat, hatte ich furchtbar große Angst, dass der Kampfpanzer uns doch noch einen Strich durch die Rechnung macht und mit einem gezielten Schuss die Brücke zum Einsturz bringt.
Er erschien aber erst gar nicht um überhaupt einen Schuss abgeben zu können und tatsächlich schafften wir es alle, unbeschadet, auf die andere rettende Seite.
Ich rannte weiter zu den Soldaten, die uns Feuerschutz gaben…sie befanden sich zwischen ein paar Bäumen am Rande der Straße, welche von der Brücke wegführte.
Dort befand sich auch ein Soldat, der ungeduldig auf meine Ankunft wartete und in seinen Händen die Zünder für die Sprengung der Brücke festhielt.
Völlig außer Atem nickte ich ihm zu und schlug ihm auf die Schulter…er zündete nacheinander die drei Sprengladungen.
Wir hatten wirklich mehr als genug Sprengstoff verwendet, die Druckwelle war enorm…die Baumkronen über uns raschelten heftig und die Brücke wurde komplett zerstört…sie brach in sich zusammen und kleine Trümmerstücke wurden von der Strömung weggespühlt.

Nun schenkten wir den Russen keinerlei Beachtung mehr und rannten zu unseren Lastwagen.
Die Übrigen kletterten auf die Ladeflächen und ließen sogleich die Abdeckplanen herab, ich hingegen setzte mich auf den Beifahrersitz des vordersten Fahrzeugs und gab den Befehl zum Losfahren…und ich war wirklich erleichtert als wir uns in Bewegung setzen und endlich von hier weg kamen.
Durch die verschmutzte Fensterscheibe warf ich einen letzten Blick auf die Ordensburg, trotz der schweren Kämpfe strahlt sie immer noch so etwas „Erhabenes“ aus.
Bald schon verschwand sie aus meinem Sichtfeld und ich konzentrierte mich dann wieder auf den Weg der noch vor uns lag…wir fuhren auf einer Landstraße entlang…es war eher ein besserer Feldweg aber ich wollte es solang wie möglich vermeiden uns auf befestigte Straßen zu begeben.
Dank des letzten Funkspruchs sind wir alle verunsichert…wir wissen nicht wo die Rote Armee schon überall ist und wir können uns nicht lange damit aufhalten unsere Umgebung auszukundschaften…sonst haben wir keine Chance mehr unsere Linien zu erreichen.

Ich habe vor meine Einheit nach Norden zu führen, ich will nach Danzig…Danzig ist meine derzeit größte Hoffnung, dass wir dort relativ sicher sind und die Kämpfe sich nicht so verzweifelt und aussichtslos sind wie in Marienburg.
Vielleicht kriegen wir auch die Gelegenheit auf ein Schiff zu kommen und nach Westen gebracht zu werden…das hört sich doch schon mal verdammt gut an.
Wir fuhren die ganze Nacht durch und vermieden es jedem größeren Ort auch nur in die Nähe zu kommen.
Dennoch war es unvermeidlich, dass wir mit dem Morgengrauen auf die befestigten Straßen wechselten und durch die kleineren Ortschaften fuhren.



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Ausgestorben…
Komplett ausgestorben…kein Anzeichen von menschlichem Leben mehr in den Häusern…alles wurde stehen und liegen gelassen.
Klamotten liegen verteilt auf der Straße…Kisten und Körbe mit Lebensmitteln liegen am Boden, ein Korb wurde scheinbar eiligst fallen gelassen und die Äpfel, die sich im Korb befanden, waren quer über der Straße verteilt.
Im Vorbeifahren erblicke ich noch eine kleine Porzellanpuppe, dreckig und kaputt liegt sie verlassen auf den Steinen mit weit aufgerissenen Augen.
Manche Häuser sind beschädigt worden aber keinerlei Leichen oder zerstörtes Kriegsmaterial ist zu sehen.
In jeder Ortschaft dasselbe Bild…trostlos…und langsam schwand meine Hoffnung, dass ab Danzig alles anders wird.

Wir fuhren immer weiter nach Norden und als die Sonne im Westen langsam unterging erreichten wir eine der letzten Weichsel Brücken bevor der Fluss in die Ostsee mündet.
Vorsichtig und langsam näherten wir uns den wenigen Häusern, die sich an der Brücke und dem Flussufer befanden.
Die Soldaten auf den Ladeflächen luden ihre Waffen durch und schoben die Abdeckplanen beiseite…für den Fall, dass es zu einem Schusswechsel kommen sollte.
Selbst als wir auf der Straße in den Ort einbogen gab es noch keinerlei feindliche Handlungen…alles war komplett ruhig und ich nahm an, dass zumindest keine Russen dort sind.
Die Brücke war durch einen Stacheldrahtverhau blockiert, ich gab meinem Fahrer die Anweisung bis kurz vor das Hindernis zu fahren und dann halt zu machen.
Der LKW rollte langsam aus…ein paar Meter vor dem Stacheldraht begannen die Bremsen an zu quietschen…bange Sekunden des Wartens verstrichen, dann öffnete ich meine Tür….lehnte mich nach Draußen und gab zwei Soldaten den Befehl die Barrikade aus dem Weg zu schaffen.
In diesem Moment öffneten sich die Fensterläden im Obergeschoss des Gebäudes welches uns am nächsten war.
Sofort richteten wir alle unsere Waffen auf das Fenster, doch kein Schuss fiel…

„Nicht schießen, Kameraden“

Rief jemand heraus,…mit den Händen über den Kopf erschien langsam ein deutscher Landser am Fenster…unsere Waffen senkten sich….dann seine Arme.

„Seid ihr auf der Durchreise oder kommt ihr um uns zu helfen?“
Er hatte einen markanten süddeutschen Dialekt…meine Antwort kam prompt.

„Wir wollen nach Danzig und dann sehen wir weiter…sollen wir euch mitnehmen? Wir haben noch Platz“
„Nichts lieber als das, aber wir haben den Befehl die Brücke zu verteidigen“
„Wer sind denn…wir…? Wie viele seid ihr denn?“
„Wir sind zu fünft…mehr hatte man für diese Brücke nicht übrig"

Während die Barrikade weggeräumt wurde fragte ich ihn abermals eindringlich, ob er und seine Soldaten nicht mitkommen wollen und diesen sinnlosen Befehl einfach ignorieren.
Doch er schlug mein Angebot in den Wind, verdammter Starrkopf.
Kurz darauf ging die Eingangstür jenes Hauses auf und vier Soldaten kamen heraus, welche mein Angebot hingegen nicht ablehnten…ohne große Worte halfen wir ihnen auf die LKWs und nicht einmal ihr Offizier am Fenster tat etwas um sie zurückzuhalten.
Wir fuhren weiter über die Brücke und der Offizier sprang noch auf den letzten Lastwagen auf.

Es dauerte nun nicht mehr lang bis wir die Vororte von Danzig erreichten und ab dann änderte sich alles…keine ausgestorbenen Ortschaften und Landschaften mehr…keine trügerische Ruhe…
Alles wurde für die Verteidigung ausgebaut, die Vororte glichen großen Trümmerhaufen welche als Festungen dienten und es wimmelte nur so von deutschen Soldaten.
Die Stellungen wurden bereits schon sporadisch mit Artillerie beschossen,…die Russen waren nicht mehr weit.
Zum Glück bekamen wir nicht den Befehl uns dieser äußeren Verteidigung anzuschließen…es kann nicht mehr lange dauern bis die Rote Armee angerollt kommt.
Am Abend des 7. Augusts 1945 kamen wir endlich im Zentrum von Danzig an…mein Gott was ist mit dieser Stadt nur geschehen…ich war vor dem Krieg öfters in Danzig aber ich erkenne die Stadt kaum wieder.
Nichts ist mehr so wie vorher…fast jedes Gebäude ist beschädigt und teilweise zerstört…Trümmer liegen über all und in manchen Vierteln sind nur noch Ruinen vorzufinden.
Die Wehrmacht hat sich hier noch tiefer eingegraben als in den Vororten und auch schweres Gerät zur Verteidigung Danzigs aufgefahren.



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Wir mussten unsere Lastwagen, bei unserer Ankunft, an die Stadtverteidiger abgeben und machten uns dann zu Fuß auf den Weg zu den Hafenanlagen.
Auf dem Weg dorthin fand um uns herum ein reges Treiben statt…überall wurden noch die letzten Vorbereitungen getroffen…Straßenbarrikaden wurden verstärkt, Gräben ausgehoben, Stacheldraht verlegt, Panzerabwehrwaffen in Position gebracht, fast jedes Haus wurde komplett besetzt…in den Kellern befanden sich Soldaten, im Erdgeschoss wurde wenn möglich Panzergeschütze reingefahren, in den oberen Stockwerken hatten die Mg-Schützen Platz und unter dem Dach legten sich Soldaten mit ihren Karabinern, Sturmgewehren oder Mörsern auf die Lauer.
Auch bei den Hafenanlagen tat man gut daran, dass sich spätestens hier der Russe die Zähne ausbeißt…im Hafen lagen etliche Transportschiffe vor Anker, auf diese kamen alle übrig gebliebene Zivilisten, Verwundete und Soldaten…die hier einfach zu viel waren…man trat sich stellenweise auf den Stiefeln rum und für den kommenden Kampf war dieser Überschuss eher hinderlich.
Wir hofften ebenfalls zu diesem Überschuss zu gehören, so dass wir auf eines der Schiffe konnten…auf See war es hundertmal sicherer…die Ostsee wurde immer noch von der deutschen Marine kontrolliert und es gab keine feindlichen Schiffe.

Vor der Küste Danzigs, eigentlich vor der gesamten Küste von Hinterpommern und Ostpreußen hat die Marine ihre Schiffe in Position gebracht, sie werden zusätzliche Feuerkraft gegen die Rote Armee liefern und Angriffe auf Küstenstädte wie Danzig komplizierter gestalten.



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Wir gesellten uns zu all den wartenden Soldaten, wir konnten nichts anderes tun als zu warten und zu hoffen.
Ein Schiff nach dem anderen wurde vollgestopft mit Menschen, dann verlies es den Hafen und ehe man sich versah erschien ein neues…leeres Schiff und nahm dessen Platz ein.
Ganze drei Tage warteten wir bis wir endlich an der Reihe waren und dieser Zeit vertrieben wir uns die Zeit mit banalen Dingen.
Wir konnten endlich mal wieder eine warme Mahlzeit zu uns nehmen, wir hörten Musik…wir unterhielten uns mit anderen Kameraden…tauschten uns aus oder spielten Karten.
Der gelegentlich sporadische Artilleriebeschuss wurde schnell zur Routine, ich musste immer lachen wenn ein paar Granaten runtergingen…und kurz daraufhin die Schlachtschiffe vor der Küste eine geballte Salve abfeuerten…danach war es wieder für ein paar Stunden ruhig.

Die Situationen an anderen Frontabschnitten interessierte mich zwar nicht mehr so brennend wie es mich früher einmal interessierte aber dennoch schnappt man ja so einiges auf und hört unfreiwillig mit.
Die Westfront ist nach wie vor ruhig, es werden immer noch V2 Raketen nach England geschickt und das war es dann auch schon.
Im besetzten Frankreich hat man sich scheinbar wieder an die Deutschen gewöhnt und findet sich mit der Niederlage ab…es gibt keinen Widerstand mehr in der Bevölkerung.
In Italien ist es ganz ähnlich…hier tat sich allerdings noch etwas Interessantes.
Nachdem das italienische Festland komplett zurückerobert wurde blieben nur noch Sardinien und Sizilien unter alliierter Kontrolle…
Auf Sizilien waren einige wenige amerikanische Einheiten stationiert, bislang genügten diese Truppen auch, da es für die Wehrmacht nicht möglich war überzusetzen…aufgrund der starken U.S. bzw. Royal Navy.
Ende Juli allerdings startete die Luftwaffe Angriffe auf wichtige Ziele und begann dann über ganz Sizilien, Fallschirmjäger abzusetzen.



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Die Kämpfe dauerten den gesamten 28. Juli 1945 an.
Das Überraschungsmoment war klar auf der Seite der deutschen Fallschirmjäger, die Amerikaner konnten nur hinhaltenden Widerstand leisten und mussten sich im Verlaufe des Tages ergeben.
Etwa um 16 Uhr war die Entscheidung gefallen als Palermo vollständig unter deutscher Kontrolle stand…das restliche Land würde in den kommenden Stunden besetzt und die komplette Insel wurde wahrhaftig im Sturm erobert.



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Die Fallschirmjäger werden oder wurden bereits wieder von Sizilien abgezogen und durch andere Einheiten ersetzt.
Ihr neuer Einsatzort ist unbekannt.

Wie es uns an der Ostfront ergeht wissen wir selber gut genug, da muss ich nicht auf anderes Geschwätz hören.
Viele Abschnitte wurden überrannt und die Wehrmacht steht fast überall wieder an den Grenzen von 1939.
Ostpreußen droht vom Rest des Reiches abgetrennt zu werden, dort sitzen eine knappe Million Soldaten fest und ich will überhaupt nicht wissen wie viele Zivilisten.
Eine Evakuierung ist ausgeschlossen bei solch einer Masse, vor allem da die Russen darauf nur warten um endlich anzugreifen.
Sie greifen im Grunde bereits an…bislang testen sie noch die Verteidigung oder führen einen Abnutzungskampf den sie mit Sicherheit früher oder später gewinnen werden.
Das Oberkommando denkt wohl nicht daran Ostpreußen kampflos den Russen zu überlassen und sieht es vielmehr als großes…gigantisches Bollwerk gegen die sowjetischen Horden.
In Königsberg spielen sich ähnliche Szenen wie hier ab,…Zivilisten und schwer Verwundete werden auf Schiffe gebracht um sie nach Westen zu evakuieren.
Aber im Gegensatz zu hier kommen die Transportschiffe in Königsberg nicht leer an, sie sind beladen mit neuen Soldaten, neuem Material und Nachschub…alles was man brauch um die „Festung Ostpreußen“ noch standhafter zu machen.

Am 10. August 1945 eröffnete die Rote Armee wieder ihr Artilleriefeuer auf Danzig, es war allerdings stärker und es hörte auch nicht auf als die Kriegsschiffe zurückfeuerten.
Die Zeit verstrich und bald kam bei uns die Meldung an, dass die vordersten Verteidigungslinien durchbrochen sind und der Russe sich nun Danzig nähert.
Einige von den hier wartenden Soldaten wurden leicht panisch, es machte sich Unruhe breit und die Beladung der Schiffe beschleunigte sich abermals.
Wir versuchten uns vorzukämpfen…wir machten uns Platz und versuchten soweit wie möglich vor an die Docks zu kommen…wir hatten das Warten satt.
Wenn die Russen schnell vorrücken, könnte das für uns bedeuten, dass wir doch noch eingesetzt werden…falls wir ein Schiff erreichen…werden wir entweder nach Westen kommen und den Kampf spätestens an der Oder wiederaufnehmen…oder…oder wir kommen in die Festung Ostpreußen.

Jede Möglichkeit kann den sicheren Tod bedeuten.

Le Prînglé
27.01.10, 19:03
Ein Update! Sehr schön! :) Wieder wunderbar geschrieben! Ihr solltet das wirklich einmal als zusammenhängende PDF auf den Konvent mitnehmen und verkaufen! :D

Fallschirmjäger
27.01.10, 19:06
Ihr seid aber schnell mit Lesen fertig ^^

Ich sollte einen Verkaufsstand beim Konvent machen und finanzier mir so die An und Abreise ;)

Alith Anar
27.01.10, 19:19
Wir sagen ja nicht umsonst Ihr sollt schneller und häufiger schreiben ;)

sato
27.01.10, 19:30
Habt ihr eine Karte von Europa zur besseren übersicht der gegebenen lage?

KIWI
27.01.10, 20:09
Fertig gegessen, äh gelesen nun noch einen Nachschlag für die Meute ...

Silece
27.01.10, 20:44
Juhu, es geht weiter :)

Rantanplan
27.01.10, 20:56
Immer wieder schön von Euch zu lesen!:prost:

Fallschirmjäger
27.01.10, 21:11
Frisch aus der Screenshotschmiede



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Hindenburg
27.01.10, 22:05
Auch wenn ich hier nicht viel von mir hören lasse, da HoI nicht mein Spezialgebiet ist, möchte ich doch meinen höchste Wertschätzung für dieses einmalige Werk ausdrücken. Beinahe 4 Jahre wird hier schon geschrieben. Unglaublich. Und es wird wohl ins 5. Jahr gehen.

Natürlich habe ich nicht alles lesen können, denn das sprengt wahrlich den Umfang eines ganzen Buches und darüber hinaus meine Zeit, aber die Arbeit und die Leidenschaft dahinter verdient höchste Anerkennung.

Ich denke, ich werde mir diese Geschichte einer deutschen Familie wohl bald, Stück für Stück, zu Gemüte führen. :)

Ich ziehe meinen Hut und entsende Grüße!

Robert E. Lee
27.01.10, 22:17
Also dann auch nochmal ein Lob von mir geniales AAR, echt spannend und die Schreibweise genial, erste Sahne.
Wie sieht es eigentlich bei Japan aus?

Gruß Lee

Fallschirmjäger
28.01.10, 00:53
@Hindenburg

Vielen Dank für eure Worte!
Teilt mir eure Kritik und Bewertung bitte mit sobald ihr angefangen habt den AAR durchzulesen...oder wenn ihr fertig seit ^^

@Robert E. Lee

Japan könnte man am besten mit einer pärchtigen und gigantischen Villa vergleichen, die nur von der Außenfarbe zusammengehalten wird.
Ich kann vor dem nächsten Update eine Karte des japanischen Reiches reinstellen.
Japan erstreckt sich von China bis zum Euphrat und besitzt noch ein paar Pazifik Inseln.
Allerdings besitzen sie kein einziges Schiff mehr und ebenfalls kein einziges Flugzeug.

Es dürften auch bald die ersten Atombomben der USA auf sie herabfallen, also wirklich schlagkräftig sind die Japaner nicht mehr.

sheep-dodger
28.01.10, 02:18
Ah, sehr gut! Sehe ich da in Prag Panzerreserven? :^^:

G.L.vonBlücher
28.01.10, 07:56
Ich muss sagen, wirklich wieder super geschrieben und mit Bildern untermalt.
Wirklich eine gute Leistung bei der Eroberung Siziliens, nur weiter so! :)

Fallschirmjäger
28.01.10, 22:00
@sheep-dodger

Ihr seht richtig ;)
In Prag stehen meine Reserve-Armeen für die Ostfront bereit und dienen mir als Frontfeuerwehr...

Natürlich auch um zu einem späteren Zeitpunkt dem Russen mit drei Armeen in den Rücken zufallen ;)

Komischer Kunde
29.01.10, 10:39
Werter Fallschirmjäger,

ich habe nun ein halbes Jahr AAR nachgelesen und habe dafür einiges an Zeit aufgewand. Dennoch war in meinen Augen kein Wort überflüssig und Eure Kapitel äußerst fesselnd.

Gerne würde ich nun aber mal in Erfahrung bringen, wie es im allgemeinen mit dem Stärkeverhältnis zwischen dem Reich und den UdSSR steht. Vielleicht könnt Ihr Euch auch nochmal kurz zu Euren Ölvorräten und Manpower äußern, damit ich in etwa einordnern kann, wie "verzweifelt" die Lage für das Reich wirklich ist.

Ich hoffe bald wieder von Euch zu lesen.

Grüße
Kautziger Kriegstagebuchleser

Fallschirmjäger
29.01.10, 16:31
Um eurer Bitte nachzukommen werde ich mal die verzweifelte Lage, mit Fakten, schildern ;)

Die Sowjetunion verfügt über 1075 IK und die Truppenstärke sieht entsprechend so aus.

1255 Infanterie Divisionen
2 Kav. Divisionen
34 Mot. Divisionen
0 Mech. Divisionen
35 Leichte Panzer Divisionen
139 Panzer Divisionen
6 Marine Divisionen
5 Gebirgsjäger Divisionen
20 Garnisionen
20 HQ

Insgesamt wären das dann 1519 Divisionen
Dazu kommen noch die Truppen von Finnland, Bulgarien, Rumänien und der Mongolei...von denen kommen insgesamt 50 Divisionen.

Die sowjetische Luftwaffe hat eigentlich "nur" Mehrzweckjäger (179), Abfangjäger (262) und Taktische Bomber (215)
Sind dann insgesamt 656 Staffeln

Das Deutsche Reich hingegen...

Mir stehen 495 IK zur Verfügung und ich kann auf ein 420 Divisionen starkes Heer zurückgreifen.

237 Inf. Divisionen
4 Kav. Divisionen
44 Mot. Divisionen
46 Mech Divisionen
0 Leichte Panzer Divisionen
34 Panzer Divisionen
8 Fallschirmjäger Divisionen
6 Marine Divisionen
22 Gebirgsjäger Divisionen
14 Garnisionen
5 HQ

Gesamt: 420

Meine Luftwaffe hat so ziemlich alle Flugzeugtypen aber auch hier liegt der Schwerpunkt auf Mehrzweckjägern (22), Abfangjägern (53), 8 Stuka und der Rest um auf eine Gesamtzahl von 129 Staffeln zu kommen ^^

Meine Reserven befinden sich derzeit bei 757 und ist derzeit stabil...meine Rückzüge und Vermeidung von großen und langen Schlachten hat mir einiges an Manpower gespart.
Bald werden meine Modernisierungen abgeschlossen sein und ich werde wieder neue Einheiten in Auftrag geben um wieder Schwung in die Sache zu kriegen.

Die Manpower kann aber rapide runter gehen falls die Russen ihre Angriffe weiter fortsetzen wollen.

König Andre
29.01.10, 16:40
Hört sich auch übel an, Das die soviel Sprit ham für die Divis... wir hoffen natürlich noch auf den Endsieg aber nunja bei der masse simmer mal gespannt.

Der Stratege
29.01.10, 18:59
Hoppla...
Da ist der Russe aber schwer erstarkt...
Besonders die Anzahl der Luftstaffeln finde ich schon fast wieder lächerlich irreal...
Wollen wir hoffen, dass ihr das Glück dennoch wieder wenden könnt...:)

Lewis Armistead
30.01.10, 16:30
Für realistische Zahlen bei den kämpfenden Einheiten ist der NFM-Mod nicht zu gebrauchen, eher für einen halbwegs realistischen Kriegsverlauf...

Aber dass die Überlegenheit doch so groß ist...weiterhin viel Erfolg im Kampf gegen den Russen

Der Stratege
30.01.10, 16:34
ja das stimmt...
Der NFM-Mod erfüllt seinen Zweck..:)

Wir haben Vertrauen in eure Fähigkeiten werter Fallschirmjäger!;)

GN. Kuribayashi
31.01.10, 01:48
Wenn ich fragen dürfte werter Fallschirmjäger, wie sieht es bei eurer Technischen überlegenheit gegenüber den Russen aus ? den es macht einiges aus ob 41 inf gegen 45 inf antritt oder gleichwertige einheiten gegeinander im feld stehen. das natürlich auch bei den andern typen.

Ansonsten super aar

grüsse GN. Kuribayashi

Komischer Kunde
04.02.10, 10:54
Die Übermacht des Russen ist erschlagend. Hoffentlich wird es Eurem wunderbaren AAR so bald jedenfalls nicht den Garaus machen. Ich freue mich bereits auf Euer nächstes Kapitel.

König Andre
04.02.10, 18:32
Wie schauts den mit den Reichsreserven aus, an Benzin, Rare Materialien und so. :prost:

Lucca1
07.02.10, 20:59
Könntet ihr nicht eine Atombombe auf einen riesenstack der Russen werfen, und sie anschließend in einem Kessel besiegen?
Haben die Allierten eigentlich noch ein Wort mitzureden oder sinddie KO
Bekommen die Russen eigentlich immernoch Event Einheiten oder wie lang geht es bis auf eine zerstörte Div nicht 2 neue kommen?

Fallschirmjäger
07.02.10, 23:44
Die Rohstoff und Nachschublager des Reiches bereiten mir am wenigsten Sorgen ;)

1796K Energie
750K Metall
159K seltene Materialien
250K Öl
350K Nachschub

Mein technologischer Stand beim Heer ist denke ich dem Jahre 1945 angemessen.
Die Infanterie, sowohl die normale Infs als auch die Mot./Mech. Inf. ist 45 bzw. 44.
Gebirgsjäger, Marineinfanterie und Fallschirmjäger alle dem Jahr 44 entsprechend.

Panther, Tiger I und Tiger II Panzer fahren herum...derzeit forscht man am Panther II...Brigaden sind vorallem die Wichtigstens und jene die eben am meisten im Einsatz sind, ebenfalls auf dem technologischen Stand von 1945.

Bei der Luftwaffe sieht es so aus, dass vorallem die Abfang und Mehrzweckjäger stets auf dem neusten Stand gehalten werden.
Stukas, Takt. Bomber und Marinebomber stammen noch aus dem jahr 43 bzw. 44.

Nachdem meine Modernisierungen vollständig abgeschlossen sind stecke ich wieder alles in die Produktion, was ich allerdings bauen lasse bleibt noch geheim.


@Lucca1

Eine Atombombe auf den größten Haufen würde nicht sehr viel nützen, außer das ich dort dann etwas Ruhe hätte.
Ich müsste ja dann immer noch einen Angriff starten um die Streitmacht einzukreisen und genau das ist mein Problem.
Durchbrüche könnten manchmal gelingen aber direkt hinter der Front bewegen sich ebenfalls dutzende von Divisionen und führen dazu, dass ich irgendwann stecken bleibe und Gefahr laufe selbst eingekesselt werde.

Nur ein großangelegter Einsatz von Atombomben würde da etwas bewirken, leider fehlt mir überhaupt eine Atombombe zur Zeit ^^
Ich wollte von den Atombomben auch keinen großen Gebrauch machen, außer wenn ich irgendwelche Städte bombardier...aber ich denke Birmingham bleibt eine Ausnahme...

Die Alliierten machen gegen mich absolut nichts mehr, sie schicken keine Flieger mehr noch versuchen sie irgendwelche Ladungen an der Küste.
Ich glaub die konzentrieren sich auf den fernen Osten.

Ab 45 gibt es glaube ich keine Verstärkungsevents für die Alliierten bzw. für den Russen...aber mir reicht das vorhandene russische Arsenal ;)

Lucca1
08.02.10, 00:49
Man kann man den mit einem Uppdate rechnen?
Als ich euren Namen sah der, regte sich mein Herz zu einem Freudensprung an.
Bitte, Bitte habt erbarmen mit uns Lesern und gebt uns ein Uppdate.

Silece
08.02.10, 08:08
Wenn ich mich recht entsinne enden die Verstärkungsevents für den Russen '45. Hat man bis dahin überlebt kann man ihn wieder aufrollen.

Oberst Klink
09.04.10, 01:01
Hier wurde schon seit Ewigkeiten nichts mehr geschrieben. Wann geht es weiter?

Komischer Kunde
09.04.10, 09:11
Gut Update will Weile haben. Erfahrungsgemäß feilt unser Fallie bis ins Detail am dramaturgischen 'Roten Faden' und wird uns bestimmt bald mit Neuigkeiten von der Ostfront beglücken.

König Andre
09.04.10, 11:12
Ich denke eher der Gute Fallie hat nach Jahren des schreibens die totale Unlust ergriffen.

Alith Anar
09.04.10, 11:17
Ich stimme da mal dem Komischen Kunden zu :)
Die Schreibfrequenz vom Falli is noch nie sehr hoch gewesen. Aber wenn, dann kommen immer gleich Märchen. In sofern warte ich auf gespannt auf das nächste Post vom Falli.

Fallschirmjäger
09.04.10, 13:19
Habt dank für das Verständnis werter KK ;)

Keine Angst mich hat die Unlust immer noch nicht ergriffen und ich hab immer noch großen Spaß und Freude am schreiben...jeeeedoch hab ich das nächste Kapitel schon dreimal gelöscht und neu begonnen weil ich einfach unzufrieden war wie es geschrieben wurde.

Bislang bin ich mit der 4.0 Version des Kapitels zufrieden ^^ hoffentlich hält es.
Ich möchte nicht, dass jetzt ein Kapitel niedergeschrieben wird welches von der Qualität nicht mehr würdig ist im Bezug auf die anderen.

Derfflinger
09.04.10, 13:22
Das klingt sehr vielversprechend und ich freue mich wenn das neue Kapitel das Licht des Forums erblickt. :)

Oberst Klink
09.04.10, 22:37
Habt dank für das Verständnis werter KK ;)

Keine Angst mich hat die Unlust immer noch nicht ergriffen und ich hab immer noch großen Spaß und Freude am schreiben...jeeeedoch hab ich das nächste Kapitel schon dreimal gelöscht und neu begonnen weil ich einfach unzufrieden war wie es geschrieben wurde.

Bislang bin ich mit der 4.0 Version des Kapitels zufrieden ^^ hoffentlich hält es.
Ich möchte nicht, dass jetzt ein Kapitel niedergeschrieben wird welches von der Qualität nicht mehr würdig ist im Bezug auf die anderen.

Genau das wollte ich hören.

Der Stratege
11.04.10, 08:48
Bitte macht weiter werter Fallschirmjäger!!:)
Wir warten wie gebannt auf neue Nachrichten von der Front!!;)

Ribak
24.04.10, 17:56
Ein bewundernswertes Machwerk, werter Fallschirmjäger.

Ich halte ihn in Erinnerung.

Oberst Klink
15.05.10, 17:26
Aus der langen Auszeit schließe ich, dass uns eine episches Fortsetzung erwartet. :gluck:

Kadur
14.06.10, 21:18
Eine sehr epische ;)

:prost:

GN. Kuribayashi
15.06.10, 02:47
Danke für die Antwort und zur wartezeit Gut ding will Weile haben sag ich immer

Silece
15.06.10, 07:08
Könnte an der Wärme liegen, oder an der WM...
Oder am schlechten Wetter. Naja, bis jetzt ging es nach längeren Pausen immer glorios weiter.

Oberst Klink
21.06.10, 20:14
Eine ziemlich lange Pause. Langsam mach ich mir Sorgen. :uhoh:

Oberst Klink
26.06.10, 19:57
Ok, dass Fallschirmjäger zur WM kein Update reinsetzt ist noch normal, aber dass er sich hier nicht mehr zu Wort meldet, beunruhigt mich etwas.

Silece
27.06.10, 07:10
Also im Forum schreiben tut er noch, letztes Post war von heute Nacht.

Oberst Klink
27.06.10, 23:50
Gut, danke für den Hinweis. Zumindest ist er nicht abgetaucht. Hoffentlich legt er nach der WM richtig los.

Für Unternehmen Seelöwe wäre es jetzt genau der richtige Zeitpunkt. :teufel:

Württemberg
22.07.10, 04:58
Wahnsinn das dieser AAR schon 4 Jahre dauert ich hoffe das es bald ein neues Update geben wird.

xkreek
12.08.10, 11:57
Update BITTE!

=)

Lucca1
12.08.10, 16:34
Update BITTE!

=)

draKAR17k
12.08.10, 17:38
Wir flehen euch an!

Oberst Klink
12.08.10, 20:47
Hoooooooogan, wann is mein Wagn fertisch ähähähäh... Fallschirmjäger, wann ist das Update fertisch????!!!!

Oberst Klink
02.09.10, 12:19
R.I.P. :(

Lucca1
02.09.10, 17:39
Nach 4 Jahren wird er sichernicht einfach aufhören.

Garfield
04.09.10, 15:19
Naja er hat ja gesagt, dass er das neue Update schon das vierte Mal geschrieben hat, es ist ja nicht so, dass er keine Updates schreiben würde, nur beim Posten hapert es noch ein wenig ;)

Drantos
25.01.11, 14:52
Wann gehts denn weiter, werter Fallschirmjäger?

cu Drantos

Oberst Klink
25.01.11, 16:20
Wann gehts denn weiter, werter Fallschirmjäger?

cu Drantos

Da das letzte Update gut ein Jahr her ist, würde ich sagen, gar nicht mehr.