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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kampfgruppe Lonn - Ein CM:BN AAR



Marcurius
16.05.11, 15:58
http://img171.imageshack.us/img171/4991/m13z.jpg

Werte Regenten, es wird Zeit für den ersten Combat Mission: Battle for Normandy AAR. Wir wollen ohne großen Umschweife beginnen. Als Hinweis sei genannt, dass es sich noch nicht um die Vollversion handelt, sondern um eine Mission, die in der Demo enthalten ist



Hauptmann Lonn schüttelte den Kopf als er sich die Übersicht über die ihm unterstellten Einheiten anschaute.

„Kampfgruppe“ wurde die Formation genannt. Es waren aber vielmehr die zusammengeschossenen Reste eines Battallions.




3. Kompanie

Hauptmann Lonn

1. Zug

Oberleutnant Dank

3 x Grenadiergruppe
2 x MG42
2x Panzerabwehrtrupp


2. Zug

Leutnant Heuer

3 x Grenadiergruppe
2 x MG42
2 x Panzerabwehrtrupp


3. Zug

Leutnant Jobst

2 x Grenadiergruppe
2 x MG 42
2 x Panzerabwehrtrupp



Pak-Abteilung:

Sektion A - Oberfeldfeldbwebel Hartig 75mm PaK
Sektion B - Feldwebel Adler 75mm PaK


Scharfschützen:

Hauptgefreiter - Albert
Obergefreiter - Meissner


Aufklärer:

Obergefreiter Krüger


Maschinengewehrabteilung:

Feldwebel Larcher

2 x sMG42


4. Kompanie (Waffenkompanie)


Oberleutnant Ernst


Mörserzug Leutnant Sehmel

Mörsersektion 2 - Unterleutnant Rausch

Mörser 1 - Obergefreiter Essen

Mörser 2 - Obergefreiter Huss

Battallionsmörserzug auf Anforderung


Maschinengewehrzug

Oberfeldwebel Ruppertz

4x sMG42


„Lasst doch das Kampf einfach weg“, dachte er sich.

Sein langjähriger Adjutant Karl riss ihn aus seinen düsteren Gedanken:

„Herr Hauptmann, die Lagebesprechung steht an.“

„Danke Karl, schicken sie sie rein.“

Lonn hatte bereits eine Karte mit den vorgesehenen Stellungen seiner kleinen Truppe vorbereitet vor sich liegen. Den gestrigen Tag hatte er damit verbracht, seinen Kampfabschnitt zu erkunden um die einzelnen Truppenteile bestmöglich platzieren zu können.

„Bestmöglich“, er schnaubte angewidert. Wie oft hatte er Major Körner gestern via Funk kontaktiert und um Verstärkung gebeten. Wie sollte er ohne schweres Gerät gegen Panzer antreten?

Hoffnung machte ihm nur das Wetter. Es war beschissen und das war gut so. Die feindlichen Flieger werden also nicht eingreifen können.

Seine Offiziere und Unteroffiziere hatten sich inzwischen um die Karte versammelt.

http://img822.imageshack.us/img822/3574/29793679.jpg

http://img69.imageshack.us/img69/1010/m10k.jpg

Lonn blickte in die Runde: “Dann wollen wir mal. Wir fangen zunächst mit ihnen an, Feldwebel Ruppertz.“

Ruppertz, den Sie nur den „Schrank“ nannten, überragte die anderen mindestens um Haupteslänge. Grinsend schlug er die Hacken zusammen:“ Herr Hauptmann?“

Lonn konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Ruppertz, sie übernehmen den sMG-Zug und werden die vorderste Linie hier an der Waldgrenze bilden. Wenn der Amerikaner unseren Abschnitt angreift, dann wird er seine Infanterie genau auf sie zuschicken müssen. Graben sie sich ein und versuchen sie sich solange wie möglich zu halten. Wahrscheinlich müssen sie mit massiver Artillerievorbereitung rechnen. Also Köpfe unten halten. Wenn der Zauber vorbei ist – Köpfe hoch – und Dauerfeuer auf die gegenüberliegende Baumlinie. Wir müssen versuchen den Gegner möglichst lange auf offenem Gelände zu halten. Ich gebe Ihnen vom Mörserzug einen vorgeschobenen Beobachter mit. Sobald die feindliche Artillerie den Beschuss beginnt, wird der Mörserzug anfangen Sperrfeuer zu schießen. Zusätzlich wird der Aufklärungstrupp unter Krüger vor ihrer Position im Niemandsland eine gedeckte Stellung beziehen, um die Hauptangriffsrichtung des Feindes zu bestimmen. Sobald diese klar ist – wird sich Krüger auf ihre Position zurückfallen lassen.

http://img703.imageshack.us/img703/5091/99119022.jpg

Lonn zeigte nun auf der Karte auf die Position des 2. Zuges.


„Ruppertz, wenn ihre Stellung nicht mehr zu halten ist, dann lassen sie die schweren Bleispritzen stehen und ziehen sich in Richtung des 2. Zuges zurück. Verstanden?“

„Jawoll, Herr Hauptmann.“

„Kommen wir also nun zum 1. und 2. Zug. Dank, Heuer? Wie weit sind Sie?"

Oberleutnant Dank trat vor. „Herr Hauptmann, die Gräben sind soweit fertig – meine Männer sind in Position.“

http://img843.imageshack.us/img843/2434/75951593.jpg

Heuer meldete sich zu Wort:“ Herr Hauptmann, was mir Kopfschmerzen bereitet ist die Tatsache, dass mein Zug zwar nur 30 Meter Luftlinie vom 1. Zug entfernt steht, aber durch diese verdammten Hecken keinerlei gegenseitige Unterstützung möglich ist.“

http://img805.imageshack.us/img805/8463/64000339.jpg

Lonn nickte:“ Dessen bin ich mir bewusst, Heuer, allerdings stellen diese Hecken einen unserer größten Vorteile in der Verteidigung dar. Der Gegner wird bei seinem Angriff seine Kräfte ebenfalls aufgrund des Geländes aufsplitten müssen. Wenn der Druck zu stark wird und BUSSARD nicht mehr zu halten ist, dann lassen sie sich in die Stellungen des 3. Zuges zurückfallen.“

Lonns Finger bewegte sich auf der Karte auf die Stellung des 3. Zuges.

http://img846.imageshack.us/img846/3355/91812025.jpg

„Jobst, das heißt für sie, dass ihre Männer noch ein paar zusätzliche Gräben schaufeln müssen.

Jobst wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als Oberleutnant Ernst, der Chef der Waffenkompanie, einwarf:“ Wenn ich das richtig sehe, Herr Hauptmann, lassen sie die rechte Flanke also nahezu ungedeckt?“

„Vollkommen richtig bemerkt, Ernst. Ich wollte zunächst Jobst SPERBER decken lassen, habe mich aber bewusst dagegen entschieden. Das Gelände ist zu offen, als dass der Amerikaner dort mit Infanterie versuchen würde durchzustoßen. SPERBER wird also nur von einem Panzerabwehrtrupp mit Unterstützung eines MG42 und eines Scharfschützen gedeckt werden. Wenn wider Erwarten dort starke feindliche Kräfte auftauchen, wird sich der Trupp in Richtung des Gefechtsstands zurückziehen. Zudem wird Jobst dann seine Stellung aufgeben und sich vor dem Gefechtsstand postieren.

http://img690.imageshack.us/img690/3038/85442282.jpg

„Feldwebel Larcher, wie sieht es in ihrer Stellung aus?“ Feldwebel Larcher, der die Sicherung der Straße und des Gefechtsstands mit einer sMG-Abteilung und einer PaK40 übernommen hatte gab sich zuversichtlich.

„Herr Hauptmann, wenn irgendetwas versucht die Straße runterzukommen – wird es bei dem Versuch bleiben. Einbahnstraße, Herr Hauptmann, Einbahnstraße….sage ich da nur.“

http://img811.imageshack.us/img811/2117/71424169.jpg

http://img607.imageshack.us/img607/7185/13023687.jpg

„Das ist die richtige Einstellung Larcher.“ Lonn wandte sich an den Chef des Mörserzuges. „Sehmel, alles gut bei ihnen? Wie sieht es mit der Munition aus?

„Einigermaßen Herr Hauptmann. Für ein paar Minuten Sperrfeuer wird es schon reichen. Wir können doch unseren Schrank nicht im Stich lassen.“

http://img841.imageshack.us/img841/674/61102574.jpg

Lonn erhob sich:“ Gut – jeder weiß, was er zu tun hat. Setzen Sie den Ausbau ihrer Stellungen fort. Laut Aufklärung wird der Amerikaner in ein paar Stunden hier sein. WEGGETRETEN“

Marcurius
16.05.11, 23:15
Werte Regenten ein kurzer Einschub:

Da dies unser erster AAR ist - bitten wir um möglichst viel Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Eine Bitte noch an das Moderat. Wir haben leider im Titel vergessen, das Spiel um das es geht zu nennen. Könntet Ihr diesen vielleicht in:

"Kampfgruppe Lonn - Ein CM:BN AAR"

unbenennen? Oder ist uns das noch im Nachhinein selbst noch möglich?

Danke schon einmal im voraus.

Marcurius
16.05.11, 23:23
10. Juli 1944

St-Andé de l´Épine

Zug 1:


14:00:00 h

Kampfgruppe Lonn

3. Kompanie

Aufklärungsstrupp – Obergefreiter Krüger:

Müde linste Lutz Krüger vom Aufklärungstrupp durch sein Fernglas. Seit mehreren Stunden lag er hier nun schon im Niemandsland und suchte die Gegend vor sich ab. Er schaute kurz nach links und rechts und sah zwei weitere blutunterlaufene Augenpaare durch ihre Gläser stieren.

Als Hauptmann Lonn vor ein ein paar Stunden nach vorne gekommen war, hatten sie sich noch köstlich darüber amüsiert, dass Lonn einige Minuten brauchte um sie zu finden. So gut hatten sie sich getarnt.

„Den Alten hätten sie aber auch nicht zur Luftwaffe zugelassen“, flüsterte Lechner Krüger ins Linke Ohr um noch einmal lang und breit die ganze Szene Revue passieren zu lassen.

„Der stand 5 Meter vor uns – und hat uns nicht gesehen“, hörte Krüger von rechts.

Krüger griente hinter seinem Fernglas. Plötzlich hörte er etwas summen

“ Schnauze halten – Atmung einstellen", stiess er gepresst hervor.

„Was ist denn...“, fragte Lechner. Dessen Gesichtsausdruck sich auf einmal schlagartig änderte. Er bekam diese typische, erstaunte Miene wenn man auf Entfernung einen feindlichen Panzer hört.

Dann setzte der Drill ein. Lechner holte schon das Funkgeräts hervor, als Krüger die Lagemeldung diktierte.

„Meldung an Gefechtsstand... Kettengeräusch auf Straße. Möglicherweise in Zugstärke...“ Krüger gab konzentriert die Meldung durch...von rechts nahm er eine kurze Bewegung wahr...


14:00:10h

4. Kompanie (Waffen)

sMG-Zug – Oberfeldwebel Ruppertz

Ruppertz hatte die Panzer auch gehört. Wie Krüger hielt er ein Fernglas vors Gesicht gepresst. Von rechts sah er etwas Aufblitzen. Ohne es zu wissen, hatte er gerade die Reflektion der Sonne eines Fernglases ein der Hand eines feindlichen Kompanieführers funkeln sehen. Ruppertz hörte von links den vorgeschobenen Artilleriebeobachter in sein Funkgerät sprechen. Er gab dem Mörserzug bereits mögliche Ziele durch.

Dieses Mal hörte es Ruppertz noch vor Krüger, der gute 75 Meter vor ihm lag.

„Volle Deckung“, brüllte er, so laut er konnte! „Köpfe runter, Jungs“, und zwar in so einer Lautstärke, dass selbst Leutnant Jobst mehrere 100 Meter hinter ihm aufgeschreckt hochblickte.

Das Heranheulen von Mörsergranaten war zu hören. Erste Einschläge blitzten auf.

Allerdings erfolgte keine Erschütterung.

„Nebel, sie schießen Nebel!“

Sein Rufen ging in Explosionen hinter ihm unter. Nun begann mittelschwere Artillerie das Feuer auf sie zu eröffnen. Ein Dutzend Granaten schlugen in das Wäldchen hinter ihm ein. Mittlerweile, begannen die Nebelgeschosse ihre Wirkung zu entfalten. Die Sichtweite war auf unter 15 Meter gesunken. Nur vereinzelt tauchten noch Lücken in der Nebelwand auf.

http://img580.imageshack.us/img580/8500/ruppertz.jpg

14:00:25h

4. Kompanie (Waffen)

Mörserzug – Leutnant Sehmel

Zum ersten Mal seit dem gestrigen Einschießen hörte Leutnant Sehmel wieder das vertraute „Pfffuuuuubb“ der beiden Rohre des Mörserzugs. Die Funkgeräte plärrten im Hintergrund als das, so nannte er es zumindest immer, „Mörserballett“ begann. Auf diese Weise hatte er es zumindest mal seiner Frau Emilie versucht zu erklären, als er zu Hause auf Fronturlaub war.

Nun verließen die ersten Richtungsgranaten ihre Rohre.

14:00:37h

3. Kompanie

1. Zug – vorderster Graben.

Die ersten Opfer dieses Gefechts fanden sich im vordersten Graben des 1.Zugs. Der Volltreffer einer 105mm Granate ließ von der linken Grabenhälfte nicht vielmehr als eine rauchende Vertiefung zurück. Drei Männer waren sofort tot. Darunter auch der befehlshabende Unteroffizier der 2. Gruppe.

http://img38.imageshack.us/img38/3682/1stopfer.jpg

Restliche Vorkommnisse:

Obj Elster wurde ebenfalls zum Teil eingenebelt.

http://img268.imageshack.us/img268/2628/m18m.jpg

Arminius
17.05.11, 07:37
Vielen Dank für die Präsentation dieses Spiels. Stil und Bilder, auch deren Größe, sind gelungen. Den Titel solltet Ihr als Threadersteller selber ändern können, wurde an anderer Stelle gesagt. Aber ob das wirklich geht, kann ich nicht sagen.

Weiterhin viel Erfolg.

Marcurius
17.05.11, 10:08
Mittlerweile haben wir es geschafft den Titel zu ändern.

Danke für das Lob, werter Arminius.

Edit:

Wir kriegen das mit dem Titel wohl doch noch nicht auf die Reihe... Wer kann hier helfen?

Preussenhusar
17.05.11, 10:34
Änderung wurde durchgeführt.
Viel Erfolg ! :top:

PH

Marcurius
17.05.11, 10:41
Änderung wurde durchgeführt.
Viel Erfolg ! :top:

PH

Vielen Dank :)

hohe_Berge
17.05.11, 10:46
Sieht gut aus, Abo getätigt.

Glück Auf

SolInvictus202
17.05.11, 10:48
auch von unserer Seite viel Erfolg! - :) - wir werden dem AAR mit Freuden folgen!

auch wir spielen die Demo und freuen uns auf das Spiel - nach den ersten Stunden "an der Front" ein sehr gelungenes Spiel in unseren Augen....leider noch immer mit den von CMSF schon bekannten Problemen im Häuserkampf.....wenigstens kann man keine Panzerabwehrwaffen in Häusern abfeuern....

Setsches
17.05.11, 17:17
Auch von uns viel Erfolg und auf ein erfolgreiches Gefecht! :prost:

KAreil
17.05.11, 18:29
Viel Erfolg bei der Mission!

Darf man fragen wo die Demo herzukriegen ist?

Und gibt es mittlerweile eigentlich einen endgültigen Termin für die Vollversion?


Habe früher mal leidenschaftlich, CM:AK gespielt...
...war schon toll nur an die 3-Mann-Infantrie-Trupps konnt ich mich nie gewöhnen...

SolInvictus202
17.05.11, 20:13
hier der Link wo's zum Download geht:

http://www.battlefront.com/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=277&Itemid=477

zum Erscheinungdatum - nun wie immer - definitiv gibt's nichts aber zwischen heute abend noch und diesen Freitag ist alles möglich, sagt man zumindest am Forum .... - könnte also Ende des Monats werden ;)

KAreil
17.05.11, 21:05
hier der Link wo's zum Download geht:

http://www.battlefront.com/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=277&Itemid=477

zum Erscheinungdatum - nun wie immer - definitiv gibt's nichts aber zwischen heute abend noch und diesen Freitag ist alles möglich, sagt man zumindest am Forum .... - könnte also Ende des Monats werden ;)


Danke für den Link.
Leider mag uns Battlefront nicht...IP geblockt wegen Hacker-Angriffen...liegt an unserem Mobile-Internet-USB-Stick...

Wir werden mal abwarten bis die ersten Tests des fertigen Spiels da sind.


Na dann, wünschen wir Euch noch viel Erfolg und Soldatenglück! :top:

Seydlitz
18.05.11, 09:45
Viel Erfolg bei der Mission!

Darf man fragen wo die Demo herzukriegen ist?

Und gibt es mittlerweile eigentlich einen endgültigen Termin für die Vollversion?


Habe früher mal leidenschaftlich, CM:AK gespielt...
...war schon toll nur an die 3-Mann-Infantrie-Trupps konnt ich mich nie gewöhnen...
Also ich lade gerade die Vollversion runter. Hatte heute morgen die freudig erwartete Mail von Battlefront erhalten.

Marcurius
18.05.11, 12:05
10. Juli 1944

St-Andé de l´Épine

Zug 2:


14:01:12h

3. Kompanie

1. Zug – Oberleutnant Dank

Der schwere Artilleriebeschuss rund um OBJ Bussard wurde unvermindert fortgesetzt. Der vorderste Graben des 1. Zuges erhielt zwei weitere Volltreffer.

Oberleutnant Dank linste gerade über den Grabenrand als die Einschläge erfolgten.

„Das hat keiner überlebt“, war der einzige klare Gedanke den er fassen konnte, bevor auch um seinen Graben herum wieder mehrere Schwere Koffer runtergingen und er den Kopf einziehen musste.

In diesem Fall irrte sich der erfahrene Oberleutnant zum Glück.

14:01:20h

3. Kompanie

1. Zug – vorderster Graben

Der Gefreite Lötsch lag zusammengerollt im Graben und stand unter Schock. Um ihn herum lagen die zerfetzten Leiber einer ganzen Gruppe und eines Panzerabwehrtrupps. Plötzlich wurde er mit einem Ruck nach oben gezogen und sah in das Gesicht seines guten Freundes Preissler.

„Wir müssen hier raus! Lötsch, kannst du mich hören?“ Preissler fackelte nicht lange und verpasste dem Gefreiten links und rechts eine Backpfeife.

„Schnapp dir das MG und ab in den zweiten Graben!“

Mit glühenden Wangen riss Lötsch das MG42 nach oben und folgte Preissler über den Grabenrand.

Kaum hatten sie den Graben verlassen, folgte schon der nächste Feuerüberfall.

http://img807.imageshack.us/img807/5403/zurueck.jpg
Rückzug in den zweiten Graben

Die Landser im zweiten Graben hatten nun auch bemerkt, dass ihre beiden Kameraden um ihr Leben rannten.

Unter lauten Anfeuerungsrufen schafften es die beiden in den zweiten Verteidigungsabschnitt des 1. Zugs.
Sie ahnten nicht, dass es im ersten Graben noch einen weiteren Überlebenden gab.

14:01:32h

3. Kompanie

2. Zug – Leutnant Heuer

Auch der zweite Zug hatte unter dem schweren Beschuss zu leiden. Es gab zwei Verwundete, darunter einen Gruppenführer. Die Sanitäter waren bereits zur Stelle, konnten die Verletzten aber zunächst nur notdürftig versorgen. An einen Abtransport war bei dem nicht enden wollenden Beschuss nicht zu denken.

http://img850.imageshack.us/img850/6117/sani2.jpg
Sanitäter leisten erste Hilfe

14:01:45h

4. Kompanie (Waffen)

Mörserzug – Leutnant Sehmel

Leutnant Sehmel besprach sich gerade mit dem vorgeschobenen Artilleriebeobachter Fähnrich Schöller, der vorne beim sMG-Zug unter Ruppertz lag.

Laut Schöller lagen die ersten Granaten genau im Ziel – also in der gegenüberliegenden Baumlinie. Das gestrige Einschießen hatte sich also gelohnt.

Mittlerweile schossen sie aber quasi blind – da Schöller aufgrund der Nebelwand vor seiner Stellung keine Korrekturen mehr durchgeben konnte.

http://img709.imageshack.us/img709/4923/moerser.jpg
Mörserzug schießt Sperrfeuer

14:01:55h

Gefechtsstand „Kampfgruppe Lonn“

Hauptmann Lonn

Lonn betrachtete die Lagekarte. Ihn beschlich langsam ein ungutes Gefühl. Die Einnebelung von OBJ Sperber machte ihm Sorgen. Sollte der Amerikaner doch über die rechte Flanke angreifen? Bisher hatte der Panzerabwehrtrupp, der bei SPERBER stand, allerdings noch keinen Feindkontakt gemeldet.

„Karl, geben Sie mir Ruppertz.“

Als die Verbindung stand griff Lonn sich den Hörer:

„Ruppertz, hören sie? Ruppertz?“

„Herr Hauptmann, der Beschuss wird langsam schwächer und verlagert sich nach hinten. Durch diese verdammte Nebelsuppe können wir aber so gut wie nichts sehen! Nur eine Gruppe auf Links hat noch freie Sicht.“

„Gut Ruppertz, sobald sich etwas rührt, melden Sie sich sofort. ENDE“

Lonn versuchte sich einzureden, dass das Sperrfeuer seines Mörserzuges Wirkung zeigte und den Gegner niederhielt, aber er war nie gut darin gewesen, sich selbst zu belügen.

„Karl, der 3. Zug soll sich darauf vorbereiten auf meinen Befehl hin Stellung vor dem Gefechtsstand zu beziehen.“

Mortimer
19.05.11, 20:45
Werter Marcurius,

Ihr habt wirklich erzählerisches Talent, das muß man sagen. Seid Ihr zufällig Autor von Landser-Heften oder Ähnlichem? :D;)

Marcurius
19.05.11, 23:14
10. Juli 1944

St-Andé de l´Épine

Zug 3:

14:02:20 h

Kampfgruppe Lonn

3. Kompanie

Aufklärungsstrupp – Obergefreiter Krüger:

http://img832.imageshack.us/img832/8342/kruegerk.jpg

Was Krüger im Niemandsland als erstes gehört hatte, sah Lechner nun als erstes:

„Lutz! Sherman, 1 Uhr, Entfernung 100!“

Krüger, der gerade erneut überprüfte ob die Einschläge des Mörserzuges im Ziel lagen, fuhr mit seinem Fernglas ruckartig nach rechts herum.

Roboterhaft fing er an die Kontaktmeldung an den Gefechtsstand durchzugeben. Der Panzer blieb in einer ca 100 Meter entfernten, gegenüberliegenden, für diese Landschaft so typischen Hecke stehen und sondierte wohl die Lage. Krüger sah wie der Turm langsam von links nach rechts schwenkte. Im Turm stand der Kommandant des Panzers mit einem Fernglas.

„Hoffentlich sieht der so schlecht wie der Hauptmann“, dachte der Obergefreite noch als ebendieser sich via Funk meldete...

http://img217.imageshack.us/img217/7782/shermann.jpg

14:02:35h

Gefechtsstand „Kampfgruppe Lonn“

Hauptmann Lonn

„Krüger, was macht der Panzer? Bleibt er in Postion? Können sie begleitende Infanterie entdecken“, erkundigte sich Hauptmann Lonn nach der aktuellen Lage.

„Der Panzer ist auf 100 Meter stehengeblieben. Infanterie ist nicht zu sehen.“

„Hören Sie Lutz, nehmen sie sofort Kontakt mit dem Beobachter bei Ruppertz auf und schildern Sie ihm die Lage. Er hat keine Sicht mehr auf das Zielgebiet. Wie liegen die Einschläge zur Zeit?“

„Die Einschläge liegen gut Herr Hauptmann.“

http://img809.imageshack.us/img809/2185/schwanensee.jpg

„Also, Krüger - versuchen Sie solange wie möglich vorn zu bleiben. Ich muss wissen, wo der Schwerpunkt des Angriffs liegt. ENDE.

Der Hauptmann schaute sich erneut die Karte an. Jobst würde er noch zurückhalten. Das Auftauchen des Panzers im Zentrum, ließ noch nicht die Absichten des Feindes erkennen.

http://img803.imageshack.us/img803/4591/zug3.jpg

Marcurius
19.05.11, 23:18
Werter Marcurius,

Ihr habt wirklich erzählerisches Talent, das muß man sagen. Seid Ihr zufällig Autor von Landser-Heften oder Ähnlichem? :D;)

Wir fassen das einmal als Kompliment auf, werter Mortimer:cool: :D

Marcurius
23.05.11, 16:54
10. Juli 1944

St-Andé de l´Épine

Zug 4:


14:03:05

Kampfgruppe Lonn

3. Kompanie

Aufklärungsstrupp – Obergefreiter Krüger


„Lutz, da kommen sie!“

Links und rechts des Shermans ging feindliche Infanterie in Kompaniestärke vor. Krüger fackelte nicht lang.

„Wir setzen uns ab. Lechner – hol die Nebelkerze raus. Sobald ich die Feuermeldung durchgegeben habe, wirfst du sie ein paar Meter nach vorne und wir setzen uns ganz langsam nach hinten ab. Alles klar?“

Krüger schaute kurz in die Runde. Sie würden es nach hinten schaffen, da war er sich sicher.

„Sobald die Nebelkerze zündet – wird die Infanterie in Deckung gehen. Wenn sie dann nach einiger Zeit wieder vorrückt, müssten sie schon hinten beim „Schrank“ sein.

„Krüger für Gefechtsstand, neue Feueranforderung. Feuer auf meine Position. Ich wiederhole: Feuer auf meine Position. Feindliche Infanterie rückt in Kompaniestärke vor. Wir ziehen uns zurück. ENDE!“

Krüger gab Lechner ein Zeichen. Er warf die Nebelkerze nach vorne. Im nächsten Moment bewegten sich die drei Männer schon auf den sMG-Zug zu. 75 Meter hatten sie vor sich. „Egal was passiert, ihr bleibt schön unten“, keuchte Krüger.

http://img24.imageshack.us/img24/2496/krger2.jpg

Hinter ihnen zündete die Nebelkerze. Krüger hörte lautes Gebrüll. Er konnte zwar kein englisch – aber sein Plan schien aufzugehen. Die Nebelkerze würde ihnen ein wenig Zeit verschaffen. Der Amerikaner würde vielleicht sogar glauben, die Deutschen würden Nebel schießen um einen Gegenangriff zu starten. Sobald sie diesen Irrglauben überwunden haben, würden sie anschließend direkt in Sehmels Mörserfeuer laufen.

14:03:25

Kampfgruppe Lonn

4. Kompanie (Waffen)

sMG-Zug – Oberfeldwebel Ruppertz

Der „Schrank“ richtete sich mit seinem massigen Oberkörper auf und schaute über den Grabenrand. Die Sichtweite war immer noch sehr schlecht, der Nebel verzog sich aber aufgrund des Winds langsam. Es gab nur noch vereinzelten Artilleriebeschuss.

„Krüger zieht sich zurück“, meldete Schöller, der vorgeschobene Artilleriebeobachter.

Ruppertz verlegte nun eines seiner schweren MG nach rechts um Krüger gegebenenfalls Feuerschutz geben zu können.

http://img813.imageshack.us/img813/707/smg42.jpg

14:03:32

Kampfgruppe Lonn

3. Kompanie

1. Zug Oberleutnant Dank

Dank setzte das Funkgerät ab. Noll hatte ihm gerade befohlen wieder den ersten Grabenabschnitt zu besetzen. Er schüttelte den Kopf. Für den Hauptmann war die Sache ganz einfach. Ein runtergerasselter Befehl. Der ganze Zug hatte mitbekommen, wie mehrere schwere Treffer den vordersten Graben einmal komplett umgepflügt hatten. Die beiden Überlebenden sahen aus als hätten sie die Hölle gesehen.

„In ein paar Minuten werde ich auch so aussehen“, dachte er noch bevor er den Befehl zum Vorrücken gab.

http://img64.imageshack.us/img64/3909/graben2.jpg

Krupinski
23.05.11, 18:18
Tolle Screens! :eek::eek::eek:

Mortimer
23.05.11, 19:35
Wie gesagt, ein schöner, anschaulich erzählter Bericht! - Ich spiele diese Mission gerade ebenfalls aus deutscher Sicht, wobei ich beim Wiederbetrachten der Screenies in diesem AAR bemerke, daß man wohl auch die Befestigungen in der Setup-Phase verschieben kann...