Canton
19.09.11, 22:04
Seid gegrüsst Freunde der Verkehrssimulationen :)
Hier möchte ich einen AAR zu Cities in Motion verfassen. Ja, ein wenig ungewöhnlich und auch eher ein Nischenprodukt, aber dennoch faszinierend ^^
Ich selber führe die BVG in der Stadt Berlin. Eine Sandbox Partie, welche im Jahre 1920 startet.
Genutzt wird der neueste Patch, der "vehicle realism mod" sowie alle DLC´s.
Letzteres bringt ein kleines Problem, denn der "vehicle realism mod" hat nur die Fahrzeug-Daten der Grundversion in Sachen Kapazität, Kosten, Energieverbrauch etc.
angepasst.
Fahrzeuge der DLC´s haben ihre Standardwerte. Insofern kosten sie weniger, haben aber auch eine deutlich reduzierte Fahrgastkapazität. Ob ich sie überhaupt einsetzen
werde ist daher auch fraglich.
Der Schwierigkeitsgrad ist "normal", allerdings gönne ich mir 17.000 Mark als Startkapital anstatt der vorgegebenen 12.000 und den Motorisierungsgrad der Privathaushalte
habe ich von 80% auf 70% heruntergesetzt.
Für 1920 sicher noch zuviel, aber das ist ein Wert der über die ganzen kommenden 100 Jahre gilt.
Dann wollen wir mal.
Wobei eines noch vorweg. Es kann vorkommen, dass ich auch mal grössere Screenshots nutzen werde, um Teile des Netzplanes zu zeigen. Wer also eine schmale Bandbreite
oder einen 14" Monitor hat, sollte gründlich abwägen, ob er dem AAR folgen mag :)
------------------------------------------------
Kapitel 1 - Die goldenen 20iger
1920, das Gründerjahr der BVG.
Wo gilt es anzufangen? Eine schwierige Entscheidung.
Wie ich im allgemeinen CiM Thread bereits einmal dargestellt habe, habe ich für mich entschieden, zu Beginn mit Strassenbahnen zu arbeiten.
Ja, sie sind sowohl in der Anschaffung (+Schienen) als auch im Unterhalt teurer, haben aber 2 Vorteile:
- Sie sind schneller und dank der Schienen können sie auch ausserhalb der regulären Strassennetzes operieren.
- Die Streckenführung lässt sich deutlich stärker vorgeben, da man die Schienen ja selber verlegt. Busse orientieren sich an den zugewiesenen Haltestellen und
nehmen immer die kürzeste Strecke (welche aber nicht immer die schnellste ist).
Grad am Anfang ist es wichtig, dass man nicht gleich mit einer Linie arbeitet, welche nur Verluste einfährt. Wenn man ein paar starke Linien hat, kann man mit
den Erträgen defizitäre Linien quersubventionieren. Klingt unsinnig, aber als Verkehrsunternehmen hat man ja auch einen gesellschaftlichen Auftrag :)
Wo verläuft sie also, die "Linie 1"?
Nun, ich werde zu Beginn erstmal 2 der 3 grossen Bahnhöfe verbinden. Hier ist es ein wenig schwierig, da die Bahnhöfe im Spiel einfach "Bahnhof" heissen, also
keinen realen Namen tragen.
Ich werde sie erstmal "West", "Mitte" und "Ost" nennen.
Die erste Haltestelle entsteht am Bf West, an der "Budapester Strasse"; so heisst dann auch die Haltestelle vorerst.
http://www.legio-forum.de/Budapesterstrasse.jpg
Man sieht wunderbar, wie der Bahnhof und ein Vergügungspark im Einzugsbereich der Haltestelle liegen; perfekt.
Die Haltestelle und der Wendehammer liegen direkt auf dem Bahnhofsvorplatz. Das ist sehr wichtig, denn so hält eine wartende Strassenbahn nicht den
rückwärtigen Autoverkehr auf.
Zudem ist ausreichend Platz gelassen für weitere Haltestellen und die Wartezone ist ausreichend dimensioniert, um weitere Strassenbahnen aufnehmen
zu können.
Die Endhaltestelle ist der Bf Mitte an der Potsdamer Strasse. Auch hier findet sich eine ähnliche Konstruktion; Haltestelle und Wendehammer auf dem Vorplatz.
Gerade hier ist eine ausgefeilte "Transferzone" wichtig, denn man sieht, dass die Potsdamer Strasse reichlich befahren ist.
http://www.legio-forum.de/potsdamerstrasse.jpg
Hier ist die Linienübersicht:
http://www.legio-forum.de/linie1.jpg
Man sieht sehr schön die Linenführung und stellt fest, dass diese nicht den direkten Weg zwischen den Bahnhöfen nimmt, sondern etwas nördlich verläuft.
Der Grund ist erneut in der alten Weisheit "Kürzer ist nicht gleich schneller" zu finden.
So ist hat die direkte Verbindung (Kurfürstenstrasse) eine Verkehrsauslastung von bis zu 16% in der Spitze und meine gewählte um die 0-1%. Der Effekt wird
noch dadurch verstärkt das die Kurfürstenstrasse nur einspurig ist.
Hier ist einmal die Minimap. Rot markiert ist die Linie 1:
http://www.legio-forum.de/berlin.jpg
Derzeit setzen wir ein Fahrzeug der Gothaer Waggonfabrik ein; Typ "T1".
Die beiden daneben bitte ich nicht zu beachten. Diese gehören zu DLC´s und haben kein Erscheinungsdatum, sind also jederzeit verfügbar. Man sieht mit
blossem Auge, dass sie nicht in das Jahr 1920 passen.
http://www.legio-forum.de/gothaer.jpg
Die "T1" kann immerhin 22 Leute aufnehmen; in der Vanilla Version sind es glaube ich nur 10, nicht wirklich realistisch.
Mit 65km/h recht zügig unterwegs und eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit von 10% macht dieses Stück deutscher Wertarbeit sehr verlässlich.
Derzeit passt es ganz gut mit einem Fahrzeug, Spitzenauslastung liegt bisher bei gut 85%.
http://www.legio-forum.de/linie1detail.jpg
Linie 1 in Aktion :)
Mittlerweile sind die ersten 2 Monate (Jan und Feb) vergangen und die Linie fährt Gewinne ein :)
http://www.legio-forum.de/Februar.jpg
Die Budgesteinschätzung schätzt den Gewinn für März auf Basis von Februar ein. 116,91 Mark Gewinn, schön!
30 Mark für die Fahrzeugwartung. Dies lässt sich per Regler erhöhen und vermindern und beeinflusst die Ausfallwahrscheinlichkeit.
10 Mark für die Haltestellen. Spare ich hier ein, sinkt die Attraktivität dieser.
9 Mark Energie. Die "T1" verbraucht 9 Einheiten Strom im Monat. Der Preis pro Einheit liegt derzeit bei 73 Pfennigen.
73 Mark für Gehälter. Auch hier lässt sich natürlich erhöhen und reduzieren.
Der Fahrpreis liegt derzeit bei 5,20 Mark und damit im "weissen" Bereich. Grün ist billig und lockt mehr Leute, bzw. andere Schichten an und rot ist
weniger gut.
Ja, soweit die Einführung. Updates folgen in lockerer Folge, soviel geschieht zu Beginn eh nicht.
Hier möchte ich einen AAR zu Cities in Motion verfassen. Ja, ein wenig ungewöhnlich und auch eher ein Nischenprodukt, aber dennoch faszinierend ^^
Ich selber führe die BVG in der Stadt Berlin. Eine Sandbox Partie, welche im Jahre 1920 startet.
Genutzt wird der neueste Patch, der "vehicle realism mod" sowie alle DLC´s.
Letzteres bringt ein kleines Problem, denn der "vehicle realism mod" hat nur die Fahrzeug-Daten der Grundversion in Sachen Kapazität, Kosten, Energieverbrauch etc.
angepasst.
Fahrzeuge der DLC´s haben ihre Standardwerte. Insofern kosten sie weniger, haben aber auch eine deutlich reduzierte Fahrgastkapazität. Ob ich sie überhaupt einsetzen
werde ist daher auch fraglich.
Der Schwierigkeitsgrad ist "normal", allerdings gönne ich mir 17.000 Mark als Startkapital anstatt der vorgegebenen 12.000 und den Motorisierungsgrad der Privathaushalte
habe ich von 80% auf 70% heruntergesetzt.
Für 1920 sicher noch zuviel, aber das ist ein Wert der über die ganzen kommenden 100 Jahre gilt.
Dann wollen wir mal.
Wobei eines noch vorweg. Es kann vorkommen, dass ich auch mal grössere Screenshots nutzen werde, um Teile des Netzplanes zu zeigen. Wer also eine schmale Bandbreite
oder einen 14" Monitor hat, sollte gründlich abwägen, ob er dem AAR folgen mag :)
------------------------------------------------
Kapitel 1 - Die goldenen 20iger
1920, das Gründerjahr der BVG.
Wo gilt es anzufangen? Eine schwierige Entscheidung.
Wie ich im allgemeinen CiM Thread bereits einmal dargestellt habe, habe ich für mich entschieden, zu Beginn mit Strassenbahnen zu arbeiten.
Ja, sie sind sowohl in der Anschaffung (+Schienen) als auch im Unterhalt teurer, haben aber 2 Vorteile:
- Sie sind schneller und dank der Schienen können sie auch ausserhalb der regulären Strassennetzes operieren.
- Die Streckenführung lässt sich deutlich stärker vorgeben, da man die Schienen ja selber verlegt. Busse orientieren sich an den zugewiesenen Haltestellen und
nehmen immer die kürzeste Strecke (welche aber nicht immer die schnellste ist).
Grad am Anfang ist es wichtig, dass man nicht gleich mit einer Linie arbeitet, welche nur Verluste einfährt. Wenn man ein paar starke Linien hat, kann man mit
den Erträgen defizitäre Linien quersubventionieren. Klingt unsinnig, aber als Verkehrsunternehmen hat man ja auch einen gesellschaftlichen Auftrag :)
Wo verläuft sie also, die "Linie 1"?
Nun, ich werde zu Beginn erstmal 2 der 3 grossen Bahnhöfe verbinden. Hier ist es ein wenig schwierig, da die Bahnhöfe im Spiel einfach "Bahnhof" heissen, also
keinen realen Namen tragen.
Ich werde sie erstmal "West", "Mitte" und "Ost" nennen.
Die erste Haltestelle entsteht am Bf West, an der "Budapester Strasse"; so heisst dann auch die Haltestelle vorerst.
http://www.legio-forum.de/Budapesterstrasse.jpg
Man sieht wunderbar, wie der Bahnhof und ein Vergügungspark im Einzugsbereich der Haltestelle liegen; perfekt.
Die Haltestelle und der Wendehammer liegen direkt auf dem Bahnhofsvorplatz. Das ist sehr wichtig, denn so hält eine wartende Strassenbahn nicht den
rückwärtigen Autoverkehr auf.
Zudem ist ausreichend Platz gelassen für weitere Haltestellen und die Wartezone ist ausreichend dimensioniert, um weitere Strassenbahnen aufnehmen
zu können.
Die Endhaltestelle ist der Bf Mitte an der Potsdamer Strasse. Auch hier findet sich eine ähnliche Konstruktion; Haltestelle und Wendehammer auf dem Vorplatz.
Gerade hier ist eine ausgefeilte "Transferzone" wichtig, denn man sieht, dass die Potsdamer Strasse reichlich befahren ist.
http://www.legio-forum.de/potsdamerstrasse.jpg
Hier ist die Linienübersicht:
http://www.legio-forum.de/linie1.jpg
Man sieht sehr schön die Linenführung und stellt fest, dass diese nicht den direkten Weg zwischen den Bahnhöfen nimmt, sondern etwas nördlich verläuft.
Der Grund ist erneut in der alten Weisheit "Kürzer ist nicht gleich schneller" zu finden.
So ist hat die direkte Verbindung (Kurfürstenstrasse) eine Verkehrsauslastung von bis zu 16% in der Spitze und meine gewählte um die 0-1%. Der Effekt wird
noch dadurch verstärkt das die Kurfürstenstrasse nur einspurig ist.
Hier ist einmal die Minimap. Rot markiert ist die Linie 1:
http://www.legio-forum.de/berlin.jpg
Derzeit setzen wir ein Fahrzeug der Gothaer Waggonfabrik ein; Typ "T1".
Die beiden daneben bitte ich nicht zu beachten. Diese gehören zu DLC´s und haben kein Erscheinungsdatum, sind also jederzeit verfügbar. Man sieht mit
blossem Auge, dass sie nicht in das Jahr 1920 passen.
http://www.legio-forum.de/gothaer.jpg
Die "T1" kann immerhin 22 Leute aufnehmen; in der Vanilla Version sind es glaube ich nur 10, nicht wirklich realistisch.
Mit 65km/h recht zügig unterwegs und eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit von 10% macht dieses Stück deutscher Wertarbeit sehr verlässlich.
Derzeit passt es ganz gut mit einem Fahrzeug, Spitzenauslastung liegt bisher bei gut 85%.
http://www.legio-forum.de/linie1detail.jpg
Linie 1 in Aktion :)
Mittlerweile sind die ersten 2 Monate (Jan und Feb) vergangen und die Linie fährt Gewinne ein :)
http://www.legio-forum.de/Februar.jpg
Die Budgesteinschätzung schätzt den Gewinn für März auf Basis von Februar ein. 116,91 Mark Gewinn, schön!
30 Mark für die Fahrzeugwartung. Dies lässt sich per Regler erhöhen und vermindern und beeinflusst die Ausfallwahrscheinlichkeit.
10 Mark für die Haltestellen. Spare ich hier ein, sinkt die Attraktivität dieser.
9 Mark Energie. Die "T1" verbraucht 9 Einheiten Strom im Monat. Der Preis pro Einheit liegt derzeit bei 73 Pfennigen.
73 Mark für Gehälter. Auch hier lässt sich natürlich erhöhen und reduzieren.
Der Fahrpreis liegt derzeit bei 5,20 Mark und damit im "weissen" Bereich. Grün ist billig und lockt mehr Leute, bzw. andere Schichten an und rot ist
weniger gut.
Ja, soweit die Einführung. Updates folgen in lockerer Folge, soviel geschieht zu Beginn eh nicht.