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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : CMSF - Wie Ballack den Krieg gewann



Frisiercreme
09.08.12, 21:16
Werte Regenten,
nach langem stillen Mitlesen habe ich mich entschlossen, mich auch einmal an einem AAR zu versuchen.
Gespielt werden soll Combat Mission Shock Force, hiervon das NATO Modul, genauer die Deutsche Kampagne, ganz genau werde ich erst bei der 5. Mission mit der Schilderung einsteigen. Alles Weitere wird sich dann finden.

Ich werde mit dem geringst möglichen Schwierigkeitsgrad spielen, also „Grundausbildung“ und rundenbasiert, es ist dann noch immer schwer genug. Rundenbasiert deshalb, weil meine Truppen so gut wie nichts ohne meinen ausdrücklichen Befehl machen; und wenn ich mich schon um jeden Wolf kümmern muss, dann brauche ich dazu eben Zeit.
„Grundausbildung“ bedeutet, dass es bei meinen Truppen weniger Friktionen gibt, die Kommunikation wird effizienter und meine Truppen reagieren schneller, insbesondere Luftunterstützung (wichtig!) und Artillerie (sehr wichtig!). Nach meiner Einschätzung ist das Spiel auch unter diesen Voraussetzungen ziemlich knifflig, eben weil meine Truppen ohne ausdrücklichen Befehl fast nichts von selbst tun, jedenfalls gehen sie keinen Meter um sich selbst Deckung zu suchen.

Ausgangslage:
Es ist der Juni 2008, die NATO befindet sich im Krieg mit Syrien (mehr möchte ich dazu nicht ausführen, das soll ausdrücklich kein tagesaktueller Beitrag werden) und hat die letzte Zeit dazu genutzt, Kräfte in der südlichen Türkei zu massieren.
Gleichzeitig findet auch die Fußball EM in Österreich und der Schweiz statt. Am Abend for dem Angriff kam es zum entscheidenden Spiel zwischen Deutschland und Österreich um den deutschen Einzug in die Endrunde; nachdem beide Trainer des Feldes verwiesen wurden, konnte Michael Ballack in der 49. Minute mit einem fulminaten Freistoß den deutschen Sieg sicherstellen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ballack1.jpg
Dies steigerte die Moral der deutschen Truppen erheblich (laut Szenariobeschreibung jedenfalls) und zur Feier des Tages wurden die ersten Angriffsziele Frings, Podolski und Klinsmann getauft. Klinsmann war zu diesen Zeitpunkt schon lange nicht mehr Trainer beim DFB, aber im Stab hatte man es offenbar nicht so mit Fußball.

Für den Angriff befehligen wir folgende Teile der deutschen 10. Panzerdivision:

Die Gruppe KATAPULT:
Hochgebirgsjägerzug der 1./231
2. und 3. Gebirgsjägerkompanien 231
5. schwere Gebirgsjägerkompanie 231

Die Gruppe RAMMBOCK:
2. und 3. Kp PzGrenBtl 112
4. Kp PzBtl 104
2. Kp PzPiBtl 4

Zusätzlich werden uns gelegentlich Teile des Aufklärungsbataillon 8 zur Verfügung gestellt, sowie, je nach Lage, Feuerunterstützung durch 120 mm Mörser oder Panzerhaubitzen 2000 gewährt. Luftunterstützung leisten gegebenenfalls holländische Apaches oder der gute alte Tornado.


Ziel:

Ist natürlich der erfolgreiche Abschluss der Kampagne. Meine selbstgesetzte Nebenbedingung: Eigene Verluste sind um jeden Preis zu minimieren!
Es ist eben doch ein kleiner Unterschied, ob man friderizianische Regimenter oder anonyme Divisionscounter verheizt oder die virtuelle Verantwortung über Einheiten hat, die der gleichen Truppe angehören wie man früher selber.
Ich werde die Truppen dabei so führen, wie es mir sinnvoll erscheint und nicht nach BW-Vorschrift, die für die vorliegenden Fall einschlägigen kenne ich auch gar nicht.


Bisheriger Verlauf:

Wie geschildert steige ich mit der Schilderung der 5. Mission ein. Es ging mir darum, ohne Öffentlichkeit wieder ins Spiel zu finden (und vielleicht auch darum, Mission 4 hinter mich zu bringen.)
Die ersten 3 Missionen führte Gruppe Rammbock durch, also der gepanzerte Teil. Sie gestalteten sich alle ähnlich: Ziel war es jeweils, über freie Fläche vorzurücken und Zielpunkte in bebautem Gelände zu sichern.
Dabei setzte der Feind vorwiegend auf infanteristische Gegenwehr durch Panzerfäuste und Panzerabwehrraketen, das ist nach Lage der Dinge leider auch das Klügste, was er machen kann.
Die bisher angetroffenen fdl. Mechanisierten Kräfte waren 4 veraltete T-55 und 2 Pickups mit aufgeflanschter 23mm Flak und nicht der Rede wert.
Mission 4 war anders gelagert. Sie simulierte einen nächtlichen Handstreich der Gruppe Katapult auf einen Flugplatz gegen einen gut eingegrabenen Gegner. Eine sehr harte Nuss, am Schluss wurden erkannte feindliche Infanterietrupps durch Tornados bombardiert. Schließlich konnte der Flugplatz genommen werden.
Zur Verdeutlichung hier eine Luftaufnahme kurz vor dem Sturm auf das Zwischenziel Schnauzer:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/flugplatz.jpg
Und hier eine ältere Aufnahme zum Vergleich:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/platzmaps.jpg


Bilanz bisher:

4 Siege,
Eigene Verluste: 16 Mann ausgefallen und 2 verlorene Marder (Verluste werden nicht ersetzt).


Lektionen/Beobachtungen

Der Feind kämpft zäh, verbissen und bisweilen auch klug. Er setzt seine Artillerie weitaus besser ein als ich es in Erinnerung habe.
Besondere Gefahr stellen natürlich seine ATGM dar, auch wenn die beiden Marder durch Artilleriefeuer verloren gingen. Als sehr lästig erwiesen sich auch die feindlichen AGS 17 und SPG 9.

Eigene Waffensysteme:
Größtes Problem ist es, den Feind überhaupt zu erkennen. Selbst wenn er aus allen Rohren auf uns feuert bleibt er oftmals längere Zeit unerkannt. Hierfür haben wir noch kein verlässliches Rezept gefunden.
Dieses Pronlem gilt insbesondere auch für unsere Aufklärungskräfte, besonders spektakulär für den Fennek. Er hat sich bislang als völlig unnütz erwiesen, zumindest nicht als nützlicher als ein schlichter Wolf.
Unter den ganzen Einäugigen sind die Wiesel die Blinden. Durch ihre Unfähigkeit überhaupt irgendetwas zu sehen müssen sie sich auf Unterdrückungsfeuer aus großer Enterfnung verlegen. Damit haben sie keinen größeren Wert als ein schweres MG.
Alle Marder sind mit Milan ausgerüstet, das ist immerhin etwas.
Trotz aller Beschränkungen durch das Gelände regiert der Leopard 2 A6 das Schlachtfeld wo er auftaucht, leider hatten wir bisher nicht mehr als 4 gleichzeitig zur Verfügung.

Werte Regenten, sollte ich nicht unwissentlich gegen die Forenetikette verstoßen haben und sofern ein Interesse an dem oben skizzierten AAR besteht, würde ich es gerne einmal damit versuchen.

SolInvictus202
09.08.12, 21:36
schönes Szenario.... haben es selbst schon gespielt - werden gespannt mitlesen..

Albrecht d. Bär
09.08.12, 21:43
Werter Frisiercreme,

zunächst herzlich willkommen in diesen heiligen Hallen!
Im übrigen interessanter Name :D

CMSF ist ein klasse Spiel. Haben wir auch lange Zeit gespielt. Es ist schon cool, wenn man mit der Kamera neben einem M1 Abrams ist und das Bild wackelt ^^

Wir wünschen Euch viel Erfolg und lesen gespannt mit!

Albrecht der Bär

Headhunter
09.08.12, 21:54
Willkommen, willkommen......und jetzt bitte weiterschreiben:D

Seydlitz
10.08.12, 10:44
AHHH. CMSF. Sehr schön. Da liest meine Wenigkeit interesiert mit.
Er fahre nun fort.

Frisiercreme
10.08.12, 14:28
Nun denn:

180400junB08

1. Lage:
a) Feindlage: Teile der feindlichen 2. ReservePzDiv, mindestens ein Kompanie BMP und T-72, wurden im Raum SO AL BAB erkannt. Ihre vermutet Absicht ist gewaltsame Aufklärung zur Feststellung unseres Schwerpunktes.
b) Eigene Lage: 3./112 befindet sich auf Marsch von AL BAB in Richtung auf ALEPPO. Die bisherige Marschordnung: Leichte Aufklärungskräfte an der Spitze, mit 10 Minuten Abstand der I. Zug, 5 Minuten Abstand II. Zug und KpFü, weitere 5 Minuten dahinter III. Zug und PzZg.
Absicht des Btl ist es, bereits ostwärts ALEPPO die Marschrichtung nach Süden zu ändern. Diese Änderung der Marschrichtung soll vom Feind unerkannt geschehen.
c) Unterstellungen/Abgaben: II. Zg 4./PzBtl 104, 5 120mm Mörser, 2 holländische Apaches.

2. Auftrag:
Auftrag der 3./112 ist es, die bisherige Marschrichtung beizubehalten, den Feind an der Durchführung seiner vermuteten Absicht zu hindern.

3.Durchführung:
a) Dazu soll der Feind bereits frühzeitig durch VB aufgeklärt und aus der Luft zerschlagen werden. Eigene gepanzerte Kräfte sollen nach Möglichkeit nicht durch den Feind erkannt werden.
b) und so weiter...


Gelände:
Das Gelände ist wellig, der Bewuchs besteht hauptsächlich aus Obstplantagen. Die möglichen Sichtweiten sind hoch. Beim Verstecken meiner Truppen werde ich daher ausschließlich auf die Bodenform setzen, auf die Vegetation ist kein Verlass. Zum exakten Ort konnte ich keine Luftaufnahmen finden, aber insgesamt ist die Umgebung recht treffend dargestellt, es sieht dort tatsächlich so aus.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/aufklr.jpg

Der aus der Missionsbeschreibung abgeleitete Auftrag ist wahrscheinlich ziemlicher Käse. Die Siegbedingungen sind, dass nicht mehr als 10%-15% meiner Kräfte durch den Feind entdeckt werden dürfen, zerschlage ich mehr als 75% der feindlichen Kräfte, dann gibt es einen satten Bonus von 200 VP.
Warum halte ich das für Unsinn?
Der Hintergrund der Mission ist es, dass mindestens ein Panzergrenadierbataillon (laut Briefing Battle group ) unerkannt die Stoßrichtung wechseln soll, und das mitten in einem fremden Land, praktisch in Rufweite einer Millionenstadt.
Meine Truppen haben anscheinend einen Nachtmarsch hinter sich, durch offenbar schlecht aufgeklärtes Gelände, dabei fahren die Wölfe Spitze, das dürfte eine interessante Fahrt gewesen sein.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/nerven.jpg
Nerven aus Stahl: OG Bertram.

Das müssen wir wohl so hinnehmen, die eigentliche Frechheit ist natürlich, dass wie hier endlich freies Gelände haben und einen Gegner, zu dessen Bekämpfung wir bestens ausgerüstet und ausgebildet wären. Aber anstatt dass unsere Leoparden ordentlich die Kuh fliegen lassen dürfen, sollen sie sich irgendwo verstecken. Naja, es hat ja auch niemand behauptet es würde Spaß machen.
Die Losung lautet also: Wolf statt Leopard, auf geht’s.

Sofort werden die Wölfe losgeschickt, sie sollen die VB schnellstmöglich zu Punkten mit guter Sicht bringen. Dort sitzen die Trupps ab und beobachten das Gefechtsfeld.
HFw Reier hat die undankbare Aufgabe, die Wölfe danach einzusammeln und zurückzubringen. Erstens weil der Feind sich doch wundern würde, wenn er irgendwo in der Pampa verlassene BW Fahrzeuge findet und möglicherweise seine Suche etwas intensivieren könnte. Zweitens werden Rekruten in der Grundausbildung für jeden liegengelassenen Löffel getadelt, da kann ich es nicht hinnehmen, wenn jetzt einfach Wölfe mit dem ganzem Funkgerödel in der Gegend stehen gelassen werden, sie sind immerhin von Mercedes. HFw Reier muss also ran.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/material.jpg

Der begeisterte Hauptfeld hat den ersten Wolf noch nicht erreicht, da gibt es den ersten Feindkontakt. Hauptmann Lärcher sichtet die ersten BMP-1 und fordert sofort die holländischen Apaches an, die sich der Situation umgehend annehmen. (Am Tag zuvor hat die holländische Fußballnationalmannschaft Rumänien 2:0 geschlagen und ebenfalls die Endrunde erreicht.)

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/dutchapache.jpg
Kommen nie aus der Mode: Holländer- und Apachenwitze

Kurz darauf wird die Lage zum ersten Mal kritisch: keine 100m vor Fw Spicher taucht ein weiterer BMP auf. Glücklicherweise wird auch dieser sofort aus der Luft vernichtet.

Mittlerweiel ist der erste PzGrenZug eingetroffen, da die Marder aber auf keinen Fall gesehen werden dürfen müssen die Grenadiere absitzen. Panzervernichtungstrupps sollen die Straße sichern und dem Feind die Möglichkeit nehmen, hier schnell vorzustoßen. Die Grenadiere schleppen soviele Panzerfäuste und Patronen wie sie können den Hang hinauf. Besonderes Lob geht hier an den HG Fröbe, der offenbar alleine eine Panzerfaust und 2 Patronen mit sich führte. Mangels geeigneter Alternativen wurde ihm das Deutsche Sportabzeichen verliehen und er wurde ins aktuelle Sportstudio eingeladen, um dort Michael Ballack zu treffen.
Den nur schlecht einsehbaren nördlichen Teil der Straße nehmen wir unter sporadisches Mörserstörfeuer, sonst haben wir bisher kaum Verwendung für die Mörser.


Nach 20 Minuten ist der II. Zug und der Kompaniechef eingetroffen, doch jetzt wird die Sache auf dem rechten Flügel brenzlig: Auch hier tauchen aus dem Nichts 3 BMP auf, einer erwischt den neu eingetroffenen Trupp von HFw Wörner, verwechselt diesen aber offenbar mit einem Panzer und beschießt ihn mit einer AT-4. Dabei gab es keine Verluste. Die Holländer bereinigen die Lage kurz darauf.
So geht es weiter, neue Züge treffen ein, es wird langsam ziemlich voll im Verfügungsraum. Dann passiert es doch: ein BMP rast an den Posten vorbei bis zur Hangkante.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/augenzu.jpg
Blind wie ein Wiesel: BMP-1.

Jetzt gilt es, auf die Spielmechanik zu hoffen und darauf, dass die Holländer dem Spuk schnell ein Ende machen. Und so geschieht es, der BMP wird getroffen, die Besatzung bootet aus und strömt zurück. Schon haben wir das nächste Problem: zurück, das bedeutet ziemlich nah an Fw Spichers Stellung vorbei. Das fehlt gerade noch, dass ein traumatisierter Mot-Schütze bei der Flucht über meinen Feldwebel stolpert. Der Trupp wird also zurück zu den Stellungen des ersten Zuges befohlen.

Während der Feldwebel freudig durch die Plantagen gleitet werden endlich die Kampfpanzer gesichtet, es sind immerhin T-72. Wir hatten zwischenzeitlich befürchtet, sie seien uns durchs Netz gegangen und würden möglicherweise an einer denkbar ungünstigen Stelle auftauchen. Davon kann vorerst keine Rede sein, sie bleiben brav auf der Straße; dort also, wo seit längerer Zeit Mörserstörfeuer gelegen hatte. Der Feuerauftrag wird erneuert und die beiden Apaches zur Verstärkung gerufen. Der führende T-72 bleibt brav stehen und lässt sich von einem Mörser die Ketten abschießen, die Apaches feuern Rakete um Rakete in die Staubwolke.

Nach ein paar Minuten wird seinen Kameraden die Sache offenbar dann doch zu bunt, 3 verbleibende T-72 rollen vorwärts, auf den Hang und die wartenden Grenadiere zu.
Gleichzeitig späht ostwärts ein BRDM-2 über die Kuppe und sieht offenbar auch ein Ziel. Er startet eine Rakete, diese schlägt aber 200m vor ihm schon im Boden ein. Vermutlich hat er einen der Wölfe entdeckt, auch die zweite Rakete trifft nicht. 100 Meter hinter dem unfähigen BRDM tauchen 2 weitere BMP auf, die T-72 rollen weiter und die Holländern haben keine Munition mehr. Jetzt nur ein klitzekleiner Leopard? Nur ein kleines Bisschen?
Nein, Fw Andersen vom I. Zug hat bei der Panzererkennung aller Truppen besonders gut aufgepasst und ist sich sicher, dass ein BRDM keine Rohrbewaffnung hat, also macht sich der Panzervernichtungstrupp auf die Jagd. Durch das Gelände begünstigt kommen sie auf Steinwurfentfernung an den BRDM heran...

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/zone.jpg
Rückstrahlzone frei? Naja, das lassen wir gerade noch durchgehen.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/treffer.jpg
Ausbildungsziel erreicht: Stehende Panzerfahrzeuge werden auf 30m Entfernung zuverlässig getroffen. Im Hintergrund: Zwei interessierte BMP.

Von dieser Husarenaktion ist die KI so beindruckt, dass sie den Kampf abbricht.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ergebnis.jpg


Schlussbetrachtung:
Das ging natürlich erheblich glatter als erwartet. Dabei hat sich die KI auch nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert und sich furchtbar passiv aus der Luft auseinandernehmen lassen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende.jpg
Wäre er entschlossener zur Kuppe vorgekommen, insbesondere mit Panzerunterstützung, dann hätte ich vermutlich das Briefing Briefing sein lassen und zumindest ein paar Marder einsetzen müssen. Denn die MILAN lassen sich leider nicht unabhängig von den Fahrzeug einsetzen.

Wie auch immer: Kampfgruppe Rammbock setzt den Vormarsch fort.

Frisiercreme
11.08.12, 15:00
Nach diesem makellosen Sieg der 3. Kompanie setzt sie ihren Vormarsch fort.
Bevor wir jedoch den AAR fortsetzen aben wir zwei Anträge an die Mitregenten:
1. Würden wir die Darstellungen gerne der Übersicht halber durch selbsterstellte taktische Zeichen ergänzen. Gibt es ein bewährtes Hilfsmittel um taktische Symbole für einen PzGrenZg, PzKp etc. zu erstellen? (Der TZM für Outlook scheidet leider aus, ich verwende Open Office)
2. Wir hatten als Einstieg für das nächste Gefecht ein Youtube Video im Auge. Offenbar und verständlicherweise ist unsere Reputation in diesem hohen Haus aber nicht ausreichend, um es einzufügen. Was sollen wir tun?

SolInvictus202
11.08.12, 15:02
Der Panzervernichtungstrupp (BW-Lehrfilm 1988) 2/4 - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=QhdK6V9Wn6k&feature=related)

der besagte Teil beginnt bei etwa Minute 2 des Films - während wir noch versuchen das eigentliche Video erst dort starten zu lassen :)

Seydlitz
11.08.12, 16:34
Nach diesem makellosen Sieg der 3. Kompanie setzt sie ihren Vormarsch fort.
Bevor wir jedoch den AAR fortsetzen aben wir zwei Anträge an die Mitregenten:
1. Würden wir die Darstellungen gerne der Übersicht halber durch selbsterstellte taktische Zeichen ergänzen. Gibt es ein bewährtes Hilfsmittel um taktische Symbole für einen PzGrenZg, PzKp etc. zu erstellen? (Der TZM für Outlook scheidet leider aus, ich verwende Open Office)
2. Wir hatten als Einstieg für das nächste Gefecht ein Youtube Video im Auge. Offenbar und verständlicherweise ist unsere Reputation in diesem hohen Haus aber nicht ausreichend, um es einzufügen. Was sollen wir tun?


Werter Frisiercreme,

mir fällt da spontan dieses kostenlose Programm ein. Leicht zu bedienen und sehr professionell.

http://www.historicalsoftware.com/HSC/HSCmilsketch.htm

Frisiercreme
11.08.12, 16:37
Zur Orientierung der werten Regenten: Wir befinden uns bei der blau umrandeten Mission Fields V1.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/german-campaign-flow-chart-1.jpg



Nach dem überraschend einfachen Sieg der 3. Kompanie geht es nun zügig weiter.

Die 3./112 rückte weiter vor, im nun gewachsenen Vertrauen, dass die Verschleierung des Linksschwenks der Kampfgruppe doch erfolgreich gewesen sein könnte.
Da ereilte sie ein Funkspruch: PANZERALARM! [Siehe Video oben, Banzäärrr. Konn eigentlich nedd sein.]
Eine weitere gepanzerte Kampfgruppe des Gegners war in unmittelbarer Nähe aufgeklärt worden, diese hatte offenbar die Absicht, zu den eigenen rückwärtigen Teilen der Kampfunterstützung durchzubrechen.
Also war die Verschleierung entweder gar nicht oder viel zu gut gelungen. Alles was zwischen einem Bataillon feindlicher gepanzerter Kräfte und den rückwärtigen Diensten der Kampfgruppe RAMMBOCK stand, war die 3. Kompanie.
Mit Kontakt mit dem Feind war in den nächsten 5 Minuten zu rechnen., damit blieb für die Erstellung eines förmlichen Befehls keine Zeit mehr. Sehr zur Freude des Stabes, der maßgeblich aus Reservisten mit merkwürdigen Namen bestand und sich nicht mehr sehr genau an die gängigen Befehlsschemata erinnerte.
So wurde über Funk folgender Auftrag gegeben, der Auftragstaktik in reinster Form war: „3. Kompanie verteidigt PL Blau“.

Einschub Frisiercreme: Nun haben wir genau das, was uns in der vorigen Runde noch versagt wurde. Kampf gegen zahlenmäßig wahrscheinlich überlegenen, qualitiativ jedoch hoffentlich unterlegenen Panzerfeind.
Zu unserer Verfügung stehen zwei PzGrenZg und ein PzZg sowie 5 120mm Mörser und 4 Panzerhaubitzen 2000.
Missionsziel ist es, den Feind abzuweisen und dabei nicht mehr als 10% an eigenen Verlusten hinzunehmen. Dieses Missionsziel gibt natürlich die Richtung vor: Es soll ein Truthahnschießen werden, so hat es sich der Designer jedenfalls ausgedacht.

Eigene Absicht ist es, mit den Panzergrenadieren abgesessen zu kämpfen (Idealerweise kämpfen die Grenadiere gar nicht, Personalverluste werde ich um jeden materiellen Preis vermeiden). Das Gelände ähnelt einigen Panzerschießbahnen von Übungsplätzen und so werde ich das Gefecht auch führen: Leoparden und Marder in Stellung bekämpfen den Feind bei Sichtung, d.h. Auf erkannten Feind ist Feuer frei. Je größer die Entfernung, desto besser.
Einzige Einschränkung unserer Zuversicht ist es, dass die Rules of Engagement es uns verbieten, die bisherige Nulltoleranzpolitik gegenüber Gebäuden mit mehr als zwei Stockwerken zu verfolgen. Gebäude im Vorfel wurden durch die Zivilbevölkerung noch nicht verlassen und dürfen nicht unter Feuer genommen werde, solange von ihnen keine feindseligen Aktionen ausgehen.
Also besteht stets die Gefahr, von feindlichen VB aufgeklärt zu werden und wahlweise durch Artillerie oder ATGM beschossen zu werden.

Lage um 181315junB08
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/teaser.jpg

SolInvictus202
11.08.12, 16:39
Werter Frisiercreme,

mir fällt da spontan dieses kostenlose Programm ein. Leicht zu bedienen und sehr professionell.

http://www.historicalsoftware.com/HSC/HSCmilsketch.htm

hättet ihr uns das vor einem Monat zeigen können? - dann hätten wir uns 50 Pfund und amerikanische Symbolik sparen können ... :(

Frisiercreme
11.08.12, 16:41
Werter Frisiercreme,

mir fällt da spontan dieses kostenlose Programm ein. Leicht zu bedienen und sehr professionell.

http://www.historicalsoftware.com/HSC/HSCmilsketch.htm

Höchstverehrter Seydlitz,
das sieht sehr vielversprechend aus. Größten Dank.

Frisiercreme
13.08.12, 13:49
Der nächste Bericht kann sehr kurz ausfallen:

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/space.jpg

Jeder, der mal eine Partie Space Invaders gespielt hat, wird den Verlauf verstehen: Der Feind kommt immer näher, gibt bedrohliche Geräusche von sich und schießt etwas planlos grob in die eigene Richtung.
Genau so ist hier auch verlaufen:

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende-1.jpg

Ich bin einigermaßen fassungslos: Die „KI“ hat einfach alles Greifbare nach vorne geworfen, dabei gab es keine erkennbare Aufklärung, keinen Schwerpunkt, keine Geländeausnutzung, nichts.
Trauriger Höhepunkt war der Angriffsversuch eines LKW mit aufgesessener Schützengruppe.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/lkw.jpg

Unsere qualitative Überlegenheit tat dann ihr Übriges, ein Panzerfernkampf auf der rechten Flanke zwischen zwei Leoparden und etwa 8 T-62 führte zu einem Motorschaden und abgeworfener Kette auf unserer und zu 8 Totalverlusten auf feindlicher Seite.

Die nächste Mission dürfte hoffentlich wieder haariger werden, es gilt ein durch Infanterie besetztes Industriegelände zu nehmen.

http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/fabrik.jpg

Kaleu
13.08.12, 22:46
Gar köstlich euer Bericht hier :D
"Trauriger Höhepunkt war der Angriffsversuch eines LKW mit aufgesessener Schützengruppe" :rolleyes:

Nur weiter so, werter Frisiercreme :prost:

SolInvictus202
13.08.12, 22:49
ist leider so - die KI ist im Angriff bei den CM Spielen immer recht dumm...

seit Jahren versuchen Spieler auch schon einen "Trigger" zu erbeten - damit man "Gegenangriffe" nicht ungefähr timen muss... aber battlefront ist da taub - oder es ist einfach über ihren Fähigkeiten...

Kaleu
13.08.12, 22:56
Wir schlagen vor den Begriff KI in KD (Künstliche Dummheit) zu ändern :smoke:

Frisiercreme
16.08.12, 17:07
Werte Regenten!
Wir können angesichts der tatsächlichen Entwicklung im realen Gebiet unseres AARs diesen nicht mehr mit gutem Gewissen fortsetzen.
Wir planten diesen AAR als reine Unterhaltung, ohne Tagesbezug. Angsichts der unklaren, sich jedenfalls stetig verschärfenden Lage empfinden wir dies aber nicht mehr als möglich und den von uns angschlagenen flapsigen Ton nicht mehr als passend. Wir wollen alle möglichen Missverständnisse vermeiden und legen diesen Bericht daher schweren Herzens auf Eis, was, da geben wir uns keinen Illusionen hin, einer Einstellung gleich kommt. Wir bitten die mitlesenden Regenten um Verständnis, aber nun stünde der Sturm auf Aleppo an und eine solche Schilderung empfände ich derzeit als höchst makaber.

Kaleu
16.08.12, 22:51
Unser vollstes Verständnis sei euch gewiss !!
Wir hoffen nichtsdestsotrotz auf weitere , äh unverfänglichere Ergüsse aus eurer fidelen Feder ...