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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Civ4: Col - AAR: Blutmond - das Grauen ist erwacht



Miez
23.09.12, 21:23
http://i.imgur.com/WKe6g.jpg

Werte Regenten, Wir haben an anderer Stelle versprochen, einen AAR über FreeCol zu schreiben, was wir jedoch auf Grund der jüngsten Ereignisse nicht mehr tun werden. Statt dessen werden Wir Ihnen mit dem folgenden Civ4:Col - AAR das Szenario "Werewolves" der Civ4:Col-MOD TAC (The Authentic Colonization) hoffentlich so schmackhaft machen, dass Ihr selbst einmal die eine oder andere Partie spielen werdet.

Unsere Referenzen: Kurz: Wir haben keine. Wir haben weder Erfahrung im Schreiben eines AAR noch haben Wir jemals Civ4 gespielt. Ein AAR über Col(1) oder FreeCol wäre Uns sicher leichter gefallen, aber dürfen Wir Euch einen solchen Leckerbissen vorenthalten? Wir denken, dass dies ein Frevel wäre.

1 - Hier beginnt das Abenteuer (http://www.si-games.com/forum/showpost.php?p=837318&postcount=14)

Gefährten: Bisher leider noch niemand

Sigmund
23.09.12, 23:41
Tragische Helden sind die beliebtesten. Es kann in eurem AAR eigentlich nichts besseres als grandioses Scheitern passieren, solange ihr die Dramaturgie beherrscht. :)
Gutes Gelingen.

Alith Anar
23.09.12, 23:55
Was sind das für "jünste Ereignisse"?

Wir wünschen euch viel erfolg und viel Spass beim schreiben des AAR :)

[Gast]
24.09.12, 01:19
Ladet eure Bilder doch bei Webseiten wie http://myblackbox.net/quickupload/ (kommt gänzlich ohne Werbung aus, dafür immer nur ein Bild nacheinander ) oder einer anderen Bilder-Upload-Seite.
Ich glaube, das wird in den AARs fast immer so gemacht und lässt sich dann auch besser bearbeiten.

Al. I. Cuza
24.09.12, 01:21
photobucket.com (photobucket.com) ist auch noch empfehlenswert.

Iche_Bins
24.09.12, 02:45
imgur.com ist zurzeit unser Meinung nach die beste Seite zum Bilder hochladen

Al. I. Cuza
24.09.12, 02:47
imgur.com ist zurzeit unser Meinung nach die beste Seite zum Bilder hochladen

Auch sehr wahr!

Ruppich
24.09.12, 10:09
Gerade den Mod zu diesem SPiel können wir wärmstens empfehlen.
Er bringt sofort das alte Sid meier Colo Fealing zurück und ergänzt das ganze hervorragend.
VIelleicht könnt ihr euer Eingangspost noch durch entsprechende Links (gibt da auch ein super wiki zu) ergänzen.
Dazu würde uns eine kleine Einweisung in das "Werewolves-Szenario" interessieren, damit können wir im Moment gar nichts anfangen.
Mutieren nachts brave Kolonisten zu Werwölfen und versuchen Baumwolle und Glasperlen zu stibitzen?

[B@W] Abominus
24.09.12, 10:17
Ich habe es am WE auch schon ausprobiert und bin ganz begeistert: Die Steuern sind nicht zu hoch, der König (Schorsch) fordert auch selten, es gibt keine Konkurrenten und es ist noch schwerer, eine ordentliche Stelle zum Siedeln zu finden. Aber die, die gut sind, sind richtig gut! :)

Headhunter
24.09.12, 12:30
Wir sind ebenfalls gespannt....das Szenario klingt sehr interessant:top:

Miez
24.09.12, 12:48
Zunächst vielen Dank für die guten Wünsche, werte Regenten. :)

Werter Alith Anar, die jüngsten Ereignisse sind einfach jene, dass Wir während Unsere Übersetzung des FreeCol-Handbuches auf das TAC-(Unter)Forum stießen, in dem Wir vom Ersteller von Werewolves (WW) gebeten wurden, WW zu testen. Nachdem Wir nun WW angetestet haben, stellten Wir fest, dass es einen doch recht großen "Qualitätsunterschied" zwischen FreeCol und TAC bzw. TAC-WW gibt. Dies soll die Leistung der FreeCol-Macher nicht schmälern, die Umsetzung von Col1 ist sehr gut gelungen.

Die Bilder würde ich gern über das Forum hochladen, damit sie dort auch dauerhaft bleiben.

Werter Ruppich, bitte übt Euch in (etwas) Geduld.

Eine kleine Anmerkung sei Uns gestattet: Da man die Namen von Einheiten ändern kann (Offiziere, Bestienjäger, Pioniere,...,Bären), würden Wir es begrüßen, wenn sich Freiwillige Unserer Sache anschließen würden...

Edit: Welchen Schwierigkeitsgrad soll ich denn nehmen (es gibt 4)?

[B@W] Abominus
24.09.12, 13:10
Die leichteste!

Montesquieu
24.09.12, 14:16
Gucke gerade auch das Let's Play mit tom.io und Writing Bull. Wenn du talentierter als Tom dabei bist (man muss ja nicht alles spielen können), dann nehme eine leichte Karte und den normalen Schwierigkeitsgrad. :)

Miez
26.09.12, 21:07
Die Jagd beginnt...

Wir starten WW. Es wird standardmäßig Version 1.01 geladen. Da wir diese (veraltete) Version nicht spielen wollen, wählen wir "Erweitert" und dann "andere MOD laden". Aus der Liste der Mods wählen wir Version 1.04 und - decken uns mit Getränken und Knabberzeugs für die nächsten Wochen ein - und drücken "Ok".

http://i.imgur.com/kqfVX.jpg

Wir wählen Szenario Schnellstart (empfohlen), weil es empfohlen wird. :D Hintergedanke hierbei ist, dass wir die vom Kartenbauer vorgefertigte Karte spielen wollen. Diese vorgefertigten Karten sind sehr durchdacht, eine jede hat seine (scheinbaren) Vor- und Nachteile. Es variieren beispielhaft die Höhe des Startgoldes, die bereits errichteten Gebäude und Modernisierungen, das Vorhandensein von Spezialisten,...

Zufallskarte Schnellstart bedeutet, dass man zwar auch mit 2 "vorgefertigten" Städten samt Modernisierungen und Spezialisten startet, jedoch auf einer Zufallskarte. Da kann es durchaus passieren (hab das selbst erlebt), dass die Werwölfe gleich neben einem siedeln.

Laden - muss ich das erklären?

Zufallskarte bedeutet, dass man auf einer Zufallswelt mit einem Schiff und zwei an Bord befindlichen Siedlern startet.

http://i.imgur.com/OOeeY.jpg

In diesem Bildschirm wählen wir nun die Karte aus, die wir spielen wollen. Mein erstes (und einziges) Spiel habe ich auf der Easy Map 002-Karte gespielt. Jetzt nehme ich eine Stufe höher. Medium Map 002 soll es sein. Rechts werden einige Details zu den Karten angezeigt, unter anderem auch, wenn eine (Standard)Karte nicht WW-geeignet ist.

http://i.imgur.com/KwBTn.jpg

Die einzig wählbare (erfolgt automatisch) Nation ist die der Neuengländer. Bis auf den Namen des Kommandanten ändern wir hier nichts.

http://i.imgur.com/wO6JA.jpg
http://i.imgur.com/4wYhj.jpg

Uns wird sogleich eröffnet, warum uns dieser kleine Segler so eilends hierher befördert hat: Der Rauch des Unabhängigkeitskrieges hat sich gerade verzogen, das Blut der an der Ostküste Neuenglands fast ausgerotteten Ureinwohner ist grad getrocknet, als eine neue, bisher unbekannte Gefahr Land und Leute bedroht: Werwölfe! :eek: Unsere Aufgabe ist es - wie auch immer - diese Bestien zurückzudrängen und das Land zu befrieden. Was genau sollen wir denn tun? Wir drücken [F8] und sehen:

http://i.imgur.com/VfKHE.jpg

Aha! Die Bestien gelten als verdrängt, wenn wir zusammen mit den Ureinwohnern 74% des Landes kontrollieren. Das hört sich recht wenig an, wir werden aber sehen, dass man sich schon strecken muss, um das Ziel zu erreichen. Durch unsere beiden Siedlungen nennen wir ja schon ein kleines Gebiet unser Eigen. :)

Miez
26.09.12, 21:08
...an Bord der Centurion, einem kleinen Segler auf dem Antlantik. Ein Mann, der seine besten Jahre schon hinter sich gelassen hat, steht nachdenklich an der Reling und murmelt vor sich hin: "Sieben Jahre ist es her, dass wir Seite an Seite gekämft haben, George. Sieben verdammte Jahre. Freiheit haben wir gebracht - und Tod. Wie viele sind gestorben, George... Und nun, da du Präsident bist, schickst du mich in eine solch entlegene Region, um ein paar Wölfe zu jagen? sarkastisch, Washington nachäffend: Die Sache ist von äußerster Wichtigkeit und duldet keinen Aufschub. Die Sicherheit unserer Nation hängt davon ab. Jaja, George, die Sicherheit der Nation. Wohl eher deine Pfründe, wenn was schief geht. Hol dich doch der" - "Capt'n, Land in Sicht." Von diesem Ruf aus seinen Gedanken gerissen, schaute er missmutig gen Westen. Dort erhob sich eine kleine Gebirgskette, nach einer Weile umschwirrten Silbermöwen den Segler und im Wasser waren Pflanzenfasern zu sehen. Der Sturm der letzten Nacht schien auch hier gewütet zu haben. "Wir sind nun in der Nähe von Boston, Kommandant. Leider habe ich nur schlechtes Kartenmaterial bekommen, ich schlage vor, heute vor der Gebirgskette zu ankern, wir finden sicher eine passende Stelle. Dann würde ich meine Karte gern noch vervollständigen." - "Recht so, Kapitän. Wir werden Boston vor morgen abend sowieso nicht mehr erreichen, oder?" "Ja. Ich schätze, in 2 Tagen könnt Ihr an Land gehen. zum Steuermann: Neuer Kurs: Nordwest" - "Aye, Sir"

In einer kleinen Bucht ankerte die Centurion, der Kapitän und einige der Matrosen gingen an Land, um sich zu verproviantieren und die Karte zu vervollständigen. Nach einigen Stunden waren sie wieder an Bord. Etwas Trinkwasser war gefunden worden. "Kommandant, wir sind auf einem Eiland, kaum größer als eine Stadt. Sie ist einer Gebirgskette vorgelagert, deren Bergspitzen wir wohl sahen und die sich im ganzen Norden breitmacht. Auf diesem Eiland gibt es nichts - außer dem hier" Und drückte mir einige Gesteinsproben in die Hand. "Hm, alles Kalkstein. Scheint ein guter Ort zu sein, um Steine abzubauen. Aber wer würde hier draußen bauen?" Der Kapitän war in seine Karten vertieft, zugehört hatte er mir nicht mehr...

Am Beginn des nächsten Tages wurde der Anker gelichtet. Ich hatte mich entschlossen, den an Bord befindlichen Scout sofort das vor uns liegende Land erkunden zu lassen. Nicht nur die Karten des Kapitäns waren löchrig, meine auch. Und wie soll ich ein Gebiet verteidigen, das ich nichtmal ansatzweise kenne?! Gott sei Dank war der Späher schon sehr erfahren, ich sparte mir das Gerede um die Sicherheit der Nation. Statt dessen bat ich ihn, möglichst genaue und detailreiche Anmerkungen zu notieren. Wir segelten bis zum mittag westwärts und ließen ihn an einer Landzunge von Bord gehen. Er grüßte noh einmal und verschwand im dichten Wald. Die Centurion wandte sich wieder nordwärts dem Gebirge zu, vor dem dann auch geankert wurde.

Es ist tatsächlich wichtig, den FoW schnell zu beseitigen. Die Werwölfe suchen auch bereits nach den Siedlungen des Spielers und ab dem Zeitpunkt, in dem sie eine davon entdecken, werden sie ständig angreifen.

Die entdeckte Insel ist ein Geschenk des Kartenbauers. 3 Landfelder, ein zentrales Weidelandfeld zum Gründen einer Siedlung und 2 angrenzende Hügelfelder mit der Bonusressource Kalkstein. Diese kleine Stadt wird später mal 5 andere Städte komplett mit Steinen versorgen können. Zu den Bonusressourcen werde ich später noch was sagen.

Das Gebirge im Norden macht mir etwas Sorgen. Könnte sein, dass die WW dort hausen. Ich kenne die Karte nicht, aber die Berge (=nicht passierbares Gelände) lassen mich das fürs erste vermuten. Deshalb fahre ich die Küste entlang, mal sehen, ob man was sehen kann. Aber wie ich W.B. (Writing Bull, der Kartenersteller) kenne, wäre das zu einfach...

Nächstens werde ich die bisher bekannte Karte mal unter die Lupe nehmen.

Wie gefällt euch mein Schreibstil? Änderungswünsche? Mehr Erklärungen, mehr Bilder?

Ruppich
27.09.12, 08:01
Gefällt soweit sehr gut, wir werden weiter mitlesen und als (vermeintlicher) Colo-kenner den ein oder anderen unpassenden Rat geben.

Miez
27.09.12, 13:56
Ein Leser! :)

Vielleicht kommen ja noch andere dazu und erinnern sich an:

Eine kleine Anmerkung sei Uns gestattet: Da man die Namen von Einheiten ändern kann (Offiziere, Bestienjäger, Pioniere,...,Bären), würden Wir es begrüßen, wenn sich Freiwillige Unserer Sache anschließen würden...

Vielen Dank noch einnal für den Link zum Hochladen der Bilder. Das geht prima! :top:

Miez
29.09.12, 22:49
Werfen wir einen Blick auf die uns derzeit bekannte Karte:
http://i.imgur.com/sE90H.jpg
Unten links ist eine Minimap integriert, die ein schnelles Navigieren ermöglicht.

Die Button "an" der Minimap bedeuten von oben nach unten:

Punkte ein/aus (Bei "ein" erscheinen die Namen aller Beteiligten am unteren rechten Bildschirmrand, über die man schnell ins Diplomenü gelangt. Die Punkte stehen natürlich daneben)
Ressourcensymbole ein/aus (Bei "ein" werden auf allen Feldern alle Ressourcen angezeigt, die das jeweilige Geländefeld bereit hält.
Zoom
Kreissymbole an/aus (Bei "an" werden in den Kreisfeldern alle Bonusressourcen angezeigt.
Leere Karte (alle Ortsnamen und Einheit werden nicht mehr angezeigt - wohl aber die Ressourcen und Bonusressourcen, wenn das eingestellt ist)
Kartenraster ein/aus
Einheitensymbole ein/aus


Zur Karte:

Die Karte ist sozusagen ein kulinarischer Leckerbissen, gespickt mit vielen kleinen Sachen.

Fangen wir im Osten an. Die bereits oben erwähnte Insel bietet die Bonusressource Kalkstein gleich zweimal. Das bedeutet, dass hier zwei Steinhauer enorme Mengen Stein abbauen werden, die wir auf dem westlich gelegenen Festland für die Errichtung höherwertiger Gebäude brauchen werden.

Exkurs: Auch auf dem Festland könnte man Steine abbauen, da wir aber unsere (viel zu wenig zur Verfügung stehenden) Arbeitskräfte wohlüberlegt einsetzen müssen, wäre dies Verschwendung. Wir sollten also immer bemüht sein, Spezialisten auf Feldern mit Bonusressourcen arbeiten zu lassen.

Unsere beiden Städte Boston und Providence haben jeweils 3 Bonusressourcen mit Nahrung (Danke W.B.), dies und die Tatsache, dass die verbündeten Micmac Erfahrene Getreidebauern ausbilden, werden wahrscheinlich für einen steten Strom an neuen Bürgern sorgen. Eine Straße zu den Micmac besteht ja schon.

Der Platz zwischen Boston und Providence wird von einer weiteren Stadt ausgefüllt werden, die unter Ausnutzung der beiden (knuffeligen) Bonusschafe Leder in Massen produzieren werden. Wir werden die anfangs verkaufen und später anderweitig benötigen.

Ganz im Osten der kleinen Halbinsel (die wie die gespiegelte iberische aussieht) hat unser Späher schon ein Bonuserz und Bonusfisch entdeckt. Diese Stadt wird die wichtigste werden, denn hier können Eisenwaren und daraus Waffen produziert werden. Dass diese Stadt nur über einen schmalen Korridor für die WW erreichbar ist, bietet Anlass zur Freude. (Allerdings frage ich mich, ob dies wirklich eine mittelschwere oder nicht doch eine leichte Karte ist. - Aber noch kenne ich ja nur einen kleinen Teil.)

In dem schmalen Tal nördlich der Micmac ist das zweite Bonuserz. Die Stadt wird im westlichsten Feld des Tals gegründet werden - später. Allerdings ist es hier angeraten, die Zwillingsstadt, die den Meereszugang ermöglicht, gleich mitzubauen. Da sich dann aber vielleicht meine Gebiete mit denen der Micmac überschneiden, baue ich die Zwillingsstadt vielleicht auch südlich der ersten. Auf Grund der Bonusballung muss da eh eine hin.

Der Blick in den Nordosten ist mir bisher verwehrt geblieben, einzig zwei Wüstenfelder konnte ich außer den Bergen ausmachen. entweder verstecken sich dort einige WW oder - naja, wir werden sehen. Wozu haben wir denn einen Späher, wenn nicht zum Spähen. :D

Taktisch gesehen werde ich versuchen, erstmal keine "Städteperlenkette" durch Städtegründungen aufzufädeln. Ich habe nur eine Handvoll Einheiten zur Verteidigung und weiß nicht, wann und wo die WW angreifen werden. Also werde ich als erstes die Lücke zwischen den beiden Städten schließen, dann mit einem Siedler die "Steinstadt" gründen und dann die kleine Halbinsel mit dem Erz. Dann ist das Städtnetz relativ kompakt.

Miez
30.09.12, 00:39
Das Gebirge schien endlos und unüberwindlich. Der Kapitän konnte keinen einzigen Platz ausmachen, an dem wir uns an Land hätten verproviantieren können. Anfangs habe ich die Schönheit der Felsen noch bewundert, die teil schwarzen steinernen Flüsse, die so alt wie die Welt waren oder bläulich und grünlich schimmernde Felswände, aus denen zahlreiche Rinnsale frischen Quellwassers flossen, an dem wir uns dann doch nicht laben konnten. Einen ganzen Tag segeln wir nun schon neben dieser Steinmauer her, die gefährlichen Klippen immer umschiffend. Wie viele Schiffe mag der Sturm gegen diese Mauer geschmissen haben, wie viele arme Teufel klammerten sich an die spitzen Felsnadeln, bis sie die Kräfte verließen? Ich musste unwillkürlich an George denken, und an den Krieg. Am Ende des Tages kam dann doch noch die ersehnte Mitteilung aus dem Krähennest über die Sichtung von Wald. Mit Bäumen aus Holz, nicht Stein.

Am Morgen des 5. April 1790 war es dann soweit. Wir erreichten endlich Boston, meine neue Zwangsheimat.
http://i.imgur.com/Ls4Cb.jpg

Eine kleine Gruppe Menschen wartete an dem kleinen Bootssteg und musterte mich neugierig. Ein alter Mann trat aus der Menge, die diesen Namen nicht verdiente, heraus und begrüßte mich. Wo waren nur die vielen Menschen hin, von denen mir der Washington erzählte? Die Größe des Lagers, das ich in der Mitte des - wir sagen mal "Dorf" dazu, erblickte, ließ mich vermuten, dass hier sicher mal 2 oder 3 mal so viele Menschen lebten wie jetzt. Der Alte schien meine Gedanken zu erraten und bat mich, ihm zu folgen. Auf dem Weg gingen wir noch an einer Zimmerei vorbei, allerdings war dort niemand zu sehen. "Er war der letzte, den sie erwischt haben" sagte der Alte, dem mein Blick nicht entgangen war. "Erwischt? Wer?" - "Die Werwölfe. Er ist nicht aus dem Wald zurückgekehrt, er wollte Holz holen. Er hatte sich was überlegt, was unserer Verteidigung dienen sollte. Teile seines Körpers haben wir gefunden, an seinem Ring haben wir ihn erkannt. Von Mary, seinem Rückepferd, fehlt noch immer jede Spur." Wir waren im ebenfalls leer stehenden Gemeindehaus angekommen. "Euer neues Domizil, Kommandant. Wenn ihr wollt. Es sind aber auch genügend andere Häuser leer. Viele sind aus Angst bereits geflohen." - "Ich werde hier bleiben, scheinbar ist hier alles, was ich brauche."

Ruppich, mein Späher, traf gerade ein und legte mir die neuen Karten des Hinterlandes vor. Diese und die Qualität seiner Aufzeichnungen sowie die mitgebrachten Gesteinsproben, die sich als Eisenkies, gewöhnlicher Kalkstein und sogar einige Silberlocken herausstellten, ließen an der Umsicht des Mannes keinen Zweifel. Ich hatte den Richtigen mit dieser nicht unbedeutenden Aufgabe betraut.

Die Bürger, die Boston bisher nicht verlassen hatten, weil der Präsident ihnen persönlich Hilfe zugesagt hatte, waren sehr fleißige, und auch einige ausgebildete Menschen. Boston musste wieder Leben eingehaucht werden. Der Fischer und der Bauer sorgten ab sofort für Nahrung, einen Pionier, der bereits an der Straße nach Providence gearbeitet hatte, beorderte ich in den Wald, Holz zu holen und einen weiteren Bürger ohne Ausbildung in die Zimmerei, um Kanthölzer und Bretter, vor allem aber erst einmal Rundhölzer für die friesischen Reiter, die unser erster provisorischer Schutz sein wird, zu fertigen. Durch die tägliche Arbeit wird er das schon lernen, war mein Gedanke. Dem letzten zur Verfügung stehenden Bürger bat ich, bei mir im Gemeindehaus zu bleiben. Ich übertrug ihm die Leitung der Geschäfte, falls ich nicht vor Ort war und bat ihn ansonsten, mich wo auch immer zu unterstützen.
http://i.imgur.com/xibqe.jpg

Der Alte war vorhin verschwunden und kam nun aus einem Nebenzimmer wieder hervor. "Ich habe Euch vorhin beobachtet. Ihr fragt Euch noch immer, warum Ihr hier seid? Warum hört Ihr mir nicht zu?" Ich wollte gerade eine mir passend erscheinende Antwort geben, als mein Blick auf das bekritzelte und bemalte Pergament fiel. Diese Sprache war mir unbekannt und so begann der Alte, die Worte zu übersetzen:
http://i.imgur.com/oAkVJ.jpg
http://i.imgur.com/HKEpH.jpg
http://i.imgur.com/F3ULf.jpg
Ich hatte einige Zeit bei den Indianern verbracht und kannte viele der Lagerfeuergeschichten. Und das was der alte Mann mir grad erzählte, unterschied sich scheinbar nicht davon. Dennoch sagte mir eine innere Stimme, dass dies noch nicht alles war. "Es gibt noch mehr dieser Rollen, aber ich weiß augenblicklich nicht, wo die sind. Ich komme wieder, wenn ich sie gefunden habe. Guten Tag, Sir." Damit ließ mich der Alte allein. Mit den Pergamenten und meinen Gedanken.

"Was fangt Ihr mit dem Gestein an Sir?" fragte Ruppich, der sich im Hintergrund gehalten hatte. "Waffen. Wir werden Waffen brauchen. Und dort sollen sie produziert werden." Ich tippte mit dem Finger auf eine kleine Halbinsel im Osten. "Wir müssen diesen Ort schützen. Wir werden einen Vorposten errichten, um etwaige Gefahren abzuwehren. Das Land dort ist uns noch unbekannt. Erkundet das Land und findet einen passenden Ort. Vielleicht sind es ja wirklich nicht nur Wölfe.." - "Ihr glaubt dem Alten nicht?" "Nein." "Ich kenne diese Schriftrollen. Ich habe gesehen, wie Abenteurer die Stadt einer verlorenen Zivilisation plünderten. Aber sie wurden gestört. Und gejagt. Ich habe gesehen, wie sie gestorben sind. Ich habe die Schriftrollen an mich genommen und bei einem Trödler gegen etwas Gold eingetauscht, damit ich den Hufschmied bezahlen konnte. Ich dachte, sie wären verschollen." ...

So, Boston ist auf einem guten Weg. Was fehlt sind vor allem militärische Einheiten. Wir stehen ja fast "nackt" da.

Iche_Bins
02.10.12, 02:28
Hm, es gibt schon die vereinigten Staaten? oO

Silece
02.10.12, 09:03
Könnt ihr ein bisschen was über den Mod erzählen?
Er scheint nach der Unabhängigkeit zu spielen, gleichzeitig gibt es aber keine Städte.
Sonst hört er sich sehr interessant an

Headhunter
02.10.12, 09:12
Nach eurem glorreichen Einstieg haben wir uns das Ganze gestern auch mal runtergeladen und wir müssen sagen, es gefällt. Es gefällt sogar sehr:top:

Der Mod hat wirklich was, allerdings vermuten wir, das der Wiederspielwert auf Dauer begrenzt ist, wenn man (was zugegebenermaßen eine Zeit dauern wird) die in Frage kommenden Karten kennt, da die Ausgangssituation offenbar immer dieselbe ist, sowohl was die Siedlungsgebiete der Werwölfe angeht (haben die eigentlich mehr als eine Stadt?) als auch die eigenen Ausgangsstädte.

[B@W] Abominus
02.10.12, 09:30
Ja, diese Drecksbiester haben mehrere Städte. Du kriegst die Städte auch nicht klein. Ich habe bisher fünf mal aufgegeben und erst eine Mission zuende gespielt, da es mir die Werwölfe ordentlich besorgt haben.

Es gibt ein Indianerdorf, wo man die per Zufallsevent entstandenen Ureinwohner zum Lernen schicken kann. Ansonsten startet man mit zwei Städten, wobei man im Normalfall nur eine halten kann, wenn überhaupt. Die erste Easy-Map war die einzige, die ich geschafft habe, da man im Norden die kleinere Stadt hat, die von den Indianern geschützt wird. Die Zufallssoldaten/Artillerie kann man dann gut in die Hauptstadt packen und hoffen, dass bis man die ersten selbstproduzierten Krieger hat, die Angriffe übersteht.

Headhunter
02.10.12, 10:32
Wir sind gespannt....bis jetzt geht´s noch, aber wir sind noch in der Aufbau-Phase und noch nicht wirklich autark....

Aber die Werwölfe können nicht schwimmen und haben keine Schiffe, oder? Diverse Inseln bieten sich da als Stützpunkte an, zumindest auf der Karte (easy_2?), die wir grad spielen....

[B@W] Abominus
02.10.12, 10:44
Wir sind gespannt....bis jetzt geht´s noch, aber wir sind noch in der Aufbau-Phase und noch nicht wirklich autark....

Aber die Werwölfe können nicht schwimmen und haben keine Schiffe, oder? Diverse Inseln bieten sich da als Stützpunkte an, zumindest auf der Karte (easy_2?), die wir grad spielen....

Ja, Inseln sind gut, die können nicht schwimmen. :gluck:

Miez
02.10.12, 14:31
Hm, es gibt schon die vereinigten Staaten? oO

Ja, Unabhängigkeitserklärung gab es schon 1776 und eine Verfassung 1787, also 3 Jahr vor Beginn des Szenarios. ;)


Könnt ihr ein bisschen was über den Mod erzählen?
Er scheint nach der Unabhängigkeit zu spielen, gleichzeitig gibt es aber keine Städte.
Sonst hört er sich sehr interessant an

Writing Bull wollte mit diesem Szenario (unter anderem) zeigen, wozu CivCol-TAC in der Lage ist.

Als Ort des Geschehens hat er einen wenig besiedelten Flecken Neu-Englands gewählt. Die Werewölfe haben schon einiges zerstört und in einer Gegend, in der man unter ständiger Angst (über)lebt, möchte man freiwillig auch nicht siedeln. Daher KANN es nicht viele Städte geben. Alles andere würde die Atmosphäre zerstören. Die Werwölfe haben sich also recht breit gemacht und so sieht es der frisch gebackene Präsident als seine Bürgerpflicht an, jenen Menschen dort zu helfen. Selbstverständlich kann er diese Aufgabe nicht selbst erledigen, so ein Präsident ist sehr beschäftigt. Daher überträgt er die Aufgabe eben an euch.


Nach eurem glorreichen Einstieg haben wir uns das Ganze gestern auch mal runtergeladen und wir müssen sagen, es gefällt. Es gefällt sogar sehr:top:

Der Mod hat wirklich was, allerdings vermuten wir, das der Wiederspielwert auf Dauer begrenzt ist, wenn man (was zugegebenermaßen eine Zeit dauern wird) die in Frage kommenden Karten kennt, da die Ausgangssituation offenbar immer dieselbe ist, sowohl was die Siedlungsgebiete der Werwölfe angeht (haben die eigentlich mehr als eine Stadt?) als auch die eigenen Ausgangsstädte.

Die Anzahl der Städte ist von Karte zu Karte verschieden. Gerade ist eine Karte mit 4 Städten im Test, die aber offenbar (noch) zu schwer ist - selbst für Veteranen. :D Für mich ist sowas ein Anreiz...


Abominus;838403']Ja, diese Drecksbiester haben mehrere Städte. Du kriegst die Städte auch nicht klein. Ich habe bisher fünf mal aufgegeben und erst eine Mission zuende gespielt, da es mir die Werwölfe ordentlich besorgt haben.

Es gibt ein Indianerdorf, wo man die per Zufallsevent entstandenen Ureinwohner zum Lernen schicken kann. Ansonsten startet man mit zwei Städten, wobei man im Normalfall nur eine halten kann, wenn überhaupt. Die erste Easy-Map war die einzige, die ich geschafft habe, da man im Norden die kleinere Stadt hat, die von den Indianern geschützt wird. Die Zufallssoldaten/Artillerie kann man dann gut in die Hauptstadt packen und hoffen, dass bis man die ersten selbstproduzierten Krieger hat, die Angriffe übersteht.

Doch, doch, auch auf dem höchsten Level ist es möglich, so eine Werwolfstadt auszuradieren. Das wird nur im Laufe des Spiels schwerer (bis hin zu unmöglich).

Die freien Siedler kann man auch zur Ausbildung in die Dörfer schicken. Ich schreibe später noch was dazu.


Wir sind gespannt....bis jetzt geht´s noch, aber wir sind noch in der Aufbau-Phase und noch nicht wirklich autark....

Aber die Werwölfe können nicht schwimmen und haben keine Schiffe, oder? Diverse Inseln bieten sich da als Stützpunkte an, zumindest auf der Karte (easy_2?), die wir grad spielen....

Die Easy002 habe ich als erste Karte (durch)gespielt. Im Nachhinein betrachtet habe ich an den falschen Stellen zuerst gesiedelt. Ich hatte zB als 3. Stadt die auf der "Steininsel" im NO gebaut. Mein einziges Schiff war dauernd mit dem Transport der Steine beschäftigt. :mad: Als 5. Stadt habe ich auf einer anderen Insel eine 2. Steinstadt gegründet. Ich konnte mich kaum retten vor Steinen, hätte die Pyramiden bauen können... Wichtiger war und ist es, die WW einzudämmen. ;)

Edit: Ich habe schon weiter gespielt, komme aber erst am Donnerstag dazu, meine Story zu schreiben. Ich besuche meine Heimat Brandenburg nach 33 Jahren...

Letztlich suche ich immer noch edle Mitstreiter, die den Werwölfen in den Allerwertesten treten wollen. Ich werde sie in meine Story einbinden und Extrywünsche - so vorhanden - versuchen zu berücksichtigen. ;)

Miez
02.10.12, 14:47
Wasser-, Gebirgs- und Arktisfelder sind für alle Landeinheiten unpassierbar. Eine Siedlung auf einer Insel, auf der keine Werwolfstadt steht, muss also auch nicht verteidigt werden. Es gibt (leider) kein Ereignis, bei dem WW-Einheiten dort auftauschen können.

Miez
08.10.12, 21:58
"Bringt mir einen Beweis, dass hier etwas anderes als hungrige Wölfe ihr Unwesen treiben, so will ich Euch Glauben schenken, werter Ruppich! Doch vorher erkundet die Gebiete im Westen und Süden, damit die weißen Löcher auf dieser Karte verschwinden. Nehmt mein Pferd, wenn Ihr wollt." - "Euer Angebot ehrt mich, Sir, aber Sally, meine alte Stute, kennt sich im Gelände weit besser aus als manch Waldläufer. Euer Paradehengst taugt nicht für diese Gegend. Vielleicht findet Ihr einen Rancher, der daraus ein Pferd macht. Guten Tag, Sir."

Ich wandte mich den Aufzeichnungen meines Vorgängers zu und studierte einige Aufzeichnungen über eine kleinere zweite Siedlung, die ganz in der Nähe lag. Eines war mir vollkommen unklar. Wenn die Bedrohung wirklich so groß ist, wie hier alle behaupten, warum baute dann niemand Verteidigungsanlagen? Beide Orte waren ohne den geringsten Schutz, jeder Farmer im Westen hatte sein Land besser geschützt. Ich schrieb einige Zeilen nieder und wollte die Nachricht gerade siegeln, als jemand die Treppe hochstürmte und plötzlich vor mir stand. "Miez! Kommandant Miez, wie ich hörte. Lass dich ansehen! Wie siehst du nur aus? Wie ein Weihanchtsbaum, voller Lametta! Lass dich drücken" "Greg, du altes Greenhorn, wie kommst du denn hierher?" Unsere Umarmung war herzlich. Ich hatte Gregory damals am Gelben Fluss "gefunden", den Fuß in einer der tückischen Bärenfallen und beinahe verdurstet. Wir sind eine Weile durchs Land gezogen, bis er wieder in den Norden gehen wollte, um zu jagen. "Wie ich höre, willst du dieses Land den Bestien wieder entreißen?" "Du weißt davon?" "Wer nicht. Die Leute setzen all ihre Hoffnung in dich. Sie wollen endlich wieder in Frieden leben. Ich bin hier, weil ich eine alte Schuld begleichen möchte. Du weißt ja, die Sache mit der Falle...Ich kann dir hier bei der Verteidigung helfen oder meine besten Jagdhunde schicken oder etwas Geld geben. Was meinst du?" "Ich habe im Moment nur eine rostige Artillerie zur Verteidigung. Es wäre schön, wenn du dich den provisorischen Wachposten anschließen könntest." "Einverstanden. Gehen wir jagen - und das Wild kommt sogar zu uns." Ich siegelte den Umschlag und verließ das Haus Richtung Hafen. Dort angekommen, bat ich den Kapitän, sofort nach Providence aufzubrechen und dort meine Befehle zu verkünden. Es sollte sofort mir dem Bau von Friesischen Reitern begonnen werden. Um die Lager wieder zu füllen, sollten die Felder wieder bestellt und Fische gefangen werden. Außerdem brauchten wir Leder, der Winter würde bald kommen. Danach sollte er in den Hauptstadthafen fahren und beim Präsidenten vorsprechen. Wir brauchen dringend mehr Arbeitskräfte, Waffen, Werkzeuge - und vielleicht militärische Hilfe.

Da ich die Karte nicht kenne, muss ich mir Gedanken machen, wie meine Verteidigung aussehen soll. Mit gerade 2 Einheiten lässt sich nichtmal eine Stadt ausreichend verteidigen, geschweige denn zwei. Ich werde es aber trotzdem drauf ankommen lassen - und lasse Providence vorerst unbesetzt.

Miez
08.11.12, 20:23
Auf Grund akuter Zeitknappheit im RL muss ich den AAR vorerst pausieren. Ich habe immer noch gedacht, ich schaff das noch...vielleicht wirds im Winter wieder besser.

Ruppich
09.11.12, 08:55
vielleicht wirds im Winter wieder besser.
Wir empfinden es schon als recht kalt draussen =D