Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alte Besen kehren am besten. UFO Enemy Unknown
Frisiercreme
25.10.12, 14:29
Jaja. Wir haben eigentlich noch einen AAR zu beenden. Irgendwo auf meinem anderen Rechner sollte er sogar liegen, mit Bildern und allem Zipp und Zapp. Doch wisst ihr was? Wir haben schlicht keine Lust. Es ist fad, die KI von Fields of Glory ist einfach unglaublich dämlich.
Und eigentlich wollten wir schon immer nur einen AAR schreiben, nämlich genau diesen hier.
Einen AAR über das beste Spiel seit der Erfindung von Schach und Brisanzsprengstoff.
Richtig, es kann nur um UFO Enemy unknown gehen. Wir haben es vor mehr als 10 Jahren rauf und runter gespielt und seitdem in Ehren gehalten.
Wir werden es so spielen, wie wir das damals immer gemacht haben: Die Leute erhalten dämliche Namen, die Karten werden eingeäschert und sowieso wird alles ganz prima.
Also, Dosbox angeworfen, cd spiele, cd ufo, full enter und ab in die vergangene Zukunft.
Wir schreiben das Jahr 1999.
Die Welt erzittert. Außerirdische Mächte greifen die Erde an. Vieh wird entführt, Städte werden terrorisiert, man ist nicht diplomatisch.
Zur Abwehr dieser Freveltaten wird die X-Com gegründet. Finanziert von den großen Staaten der Welt handelt es sich hierbei um eine Einheit der besten Wissenschaftler, Ingenieure und Soldaten, die nur einen Auftrag haben: Die außerirdische Gefahr zu beseitigen.
Am 1. Januar 1999 wird also zu bedrohlichen Midi-Klängen in der Eifel der Stützpunkt Adler-1 eröffnet.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/adler1.jpg
Von hier werden die Streitkräfte der X-Com die Verteidigung der Erde anführen. Sie werden sich dem zahlenmäßig und technologisch weit überlegenen Feind entgegenwerfen und dabei Tankstellen sprengen, dass es nur so raucht. Sie werden Löcher in Bordwände schießen, sie werden im Zweifel Granaten werfen und niemals den gezielten Einzelschuss anwenden.
Sie werden den mitlesenden Regenten das beste Spiel der Welt vorstellen.
Und nebenbei werden sie diese Welt retten.
Das lässt sich natürlich nicht mit irgendwelchen Leuten erledigen, die Erde bietet eine Elite auf.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/soldaten.jpg
Der Schwerpunkt der Beschaffung ist klar: Es muss knallen. Und wenn es nachher brennt, dann ist es nochmal schöner.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/beschaffung.jpg
Wir erweitern also erst mal ADLER um ein Lager, irgendwo müssen wir den ganzen Sprengstoff ja unterbringen. Ferner brauchen wir ein größeres Radargerät, wir wollen ja nicht, dass der Feind unbemerkt in der Peripherie Europas sein Unwesen treiben kann. Unterkünfte sind ebenfalls notwendig und natürlich eine Klimazelle für gefangene Außerirdische. Wir haben da nämlich ein paar Fragen an diese Herren.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ausbau.jpg
Wenige Tage später kommt es zum ersten Kontakt!
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/kontakt.jpg
Unser Radar spürt ein feindliches Raumschiff über Polen auf. Wir starten einen unsere Abfangjäger, der den Feind erfolgreich bekämpft. Der außerirdische Kollege stürzt in die Ostsee, wo er bis zum zweiten Teil des Spiels nichts anrichten kann, Auftrag ausgeführt, extraterrestrischer Abschaum!
Dann geschieht bis zum 16. Januar nichts mehr.
An diesem Tag jedoch gelingt es uns, ein feindliches UFO über Russland abzuschießen. Wir warten also, bis es dort hell wird und haben den ersten scharfen Einsatz!
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/einsatz.jpg
Frisiercreme
25.10.12, 14:40
Einsatz 1:
Auf den Sonnenaufgang zu warten hat nicht funktioniert, wir müssen in Dunkelheit kämpfen. Das ist zwar ärgerlich, aber wir können es nicht mehr ändern.
Kaum gelandet haben wir aber schon den ersten Feindkontakt. Beckenbauer erspäht ein kleines graues Wesen. Der Mann hat gute Augen! Sofort gibt er einen Feuerstoß ab, der zweite Schuss trifft das Wesen tödlich! So kann es weitergehen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e1.jpg
Treffsicher: Franz Beckenbauer, verdeckt durch Gandhi
Wir verlassen unser Fluggerät und sichern erst mal die Umgebung.
Nächste Runde.
Wir arbeiten uns weiter vor und erkunden die Umgebung. Da entdeckt Kant im Norden ein weiteres Wesen. Allerdings hat er zum gezielten Schuss nicht mehr genügend Zeiteinheiten, also versucht er einen kategorischen Schnellschuss.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e2kant.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e3-1.jpg
Die Genauigkeit und Trefferwahrscheinlichkeit ist dabei logischerweise gering, aber Kant trifft!
Per Raketenwerfer wird die außerirdische Gefahr neutralisiert, so macht Ethik Spaß.
3. Runde
Wir schwärmen weiter aus. Während Marx das feindliche Raumschiff entdeckt, gerät plötzlich Howard Carpendale unter Beschuss eines unerkannten Gegners. Offenbar sieht der Feind weiter als wir, das ist übel. Bismarck kommt dem Schlagersänger zur Hilfe und Scholl-Latour feuert ein paar Deutschüsse in die grobe Feindrichtung ab, trifft aber nur das Getreide. Wir haben keine Zeiteinheiten mehr und müssen die Runde beenden. Jetzt können wir nur noch hoffen, dass der Feind Herrn Carpendale nicht aus den Sandalen schießt.
4. Runde
Es ging gut. Zwar feuerte der noch immer unentdeckte Feind erneut, aber die Aura der Schlagerlegende ist zu stark. Geblendet von Howies einzigartiger Bühnenpräsenz verfehlt das Monster!
Carpendale verschnauft also, Marx arbeitet sich weiter zum UFO vor und entdeckt den Feind. Gandhi richtet das automatische Geschütz auf den Gegner und gibt einen gewaltlosen Feuerstoß ab. Der dritte Schuss des Inders trifft, Howie kann weiter an seinem Comeback arbeiten.
Denkste! Bismarck gerät ebenfalls unter Feuer, während er sich zum südafrikanischen Charismatiker begeben will. Es gibt also einen weiteren Gegner in diesem Gebiet. Doch Carpendale hat jetzt den Feind ausgemacht, er befindet sich sogar in Wurfweite.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e4howie.jpg
Carpendale macht also die Granate scharf, stellt den Zünder auf die kürzeste Zeit ein, wirft... und trifft, der Feind wird zerissen. Jahrzehntelange Bühnenerfahrung ist nicht zu ersetzen.
9. Runde
Wir haben das Aussengelände gesichert, aber offenbar verstecken sich noch Außerirdische im UFO. Kinski und Marx machen sich bereit zum Sturm. Kinski wir die Tür öffnen, dann stößt Marx nach und wird jeden Widerstand, ob bourgeoiser oder sonstiger Natur, mittels Sprengstoff beseitigen. Materialistische Dialektik zum Anfassen!
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e5marx.jpg
Es läuft wie geplant: Kinski öffnet die Tür und entdeckt neben einigen toten Aliens, die dem Luftkampf zum Opfer fielen, noch einen lebenden.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e6kinski.jpg
Kinski tritt zur Seite, um Marx den Wurf zu ermöglichen.
Marx wirft grob in Feindrichtung, der Rest ist eine Frage überlegener Sprengkraft:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e7brisanz.jpg
10. Runde
Der Feind ist noch immer nicht besiegt, offenbar sind weitere Aliens im UFO. Marx ist der richtige Mann für solche Fälle.
Er öffnet die Tür...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e8hoppla.jpg
Hoppla! Wo kommt der denn her?
Formsache für den Trierer.
Damit ist der erste Einsatz zu Ende, die X-Com hat eine erste Kostprobe ihres Könnens abgeliefert.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e9nach.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e10bef.jpg
Beckenbauer und Marx werden befördert, damit sind wir völlig einverstanden.
Wenn sich denn mal auch der weibliche Teil der zu beschützenden Weltbevölkerung in Eurem Team einfinden sollte: Wir vermissen die tatkräftige Unterstützung von Alice Schwarzer und Nena :)
Franz Josef Strauss steht doch bestimmt auch inder Warteschlange?
Werter Frisiercreme, ihr habt die Ehre unser achtundachtzigstes Abonnement erhalten zu haben!
Sie werden Beobachtet.
Garfield
Von Retterling
25.10.12, 16:12
Ja, das gute alte UFO haben wir auch rauf und runter gespielt.Hoffen das Carpendale nicht singt, und Kant seinen kategorischen Imperativ nicht auf die Aliens anwendet:D.
Ansonsten freuen wir uns auf euren AAR, also Feuer frei:):D
Frisiercreme
25.10.12, 17:08
Vor lauter Freude über diesen AAR haben wir doch glatt die Forschung vergessen. Das wird natürlich sofort nachgeholt. Wir brauchen dringend Sanitätsmaterial und Laserwaffen werden auch nicht schaden. Außerdem scheinen die Aliens einige merkwürdige Legierungen zu verwenden, wir setzen unsere Metallurgen daran.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/forschung-1.jpg
Es könnte alles so schön sein, doch der Feind kommt uns dazwischen. Er verübt einen Terrorakt gegen Tokio!
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/terror1.jpg
Das kommt früher als erwartet. Terroreinsätze bedeuten große Karten in urbanem Umfeld und viele Gegner.
Auf gehts.
Da die Klimazelle mittlerweile fertig ist, statten wir Beckenbauer mit einem Betäubungsstab aus, er soll Gefangene machen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/beckenbauerstun-1.jpg
Direkt beim Ausbooten zeigen sich verschiedene Gegner. Beckenbauer sprintet zu einem Sektoiden, um ihn zu betäuben. Doch beim Alien angekommen stellt sich heraus, dass sich der Kaiser verrechnet hat und ihm eine Zeiteinheit fehlt. Er kann den Stab nicht einsetzen. Das ist natürlich peinlich, jetzt steht der Ehrenspielführer wehrlos direkt neben dem Alien.
Der Rest der Eliteeinheit dezimiert derweil weitere Gegner. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass bereits jetzt unser Waffenarsenal nicht mehr ausreicht. Einen Sektoiden trifft Marx voll, der Feind fällt. Doch er war nur betäubt und läuft nach Ende der Runde davon. Gandhi feuert auf einen kleine fliegende Untertasse und setzt sie in Brand. Doch das Ding ist zäh und erwidert das Feuer, Carpendale wird verwundet! Da wallt dem Schlagerbarden doch das Blut, er eliminiert die Cyberdisk mittels Feuerstoß. Howie wird zusehends zum Held dieses AARs.
Marx hält Beckenbauer den Rücken frei, so dass dieser einen Sektoid betäuben kann. Der Kaiser bleibt vor Ort, sollte sich der Betäubte von seinem Schock erholen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/problem.jpg
Unterdessen geben Rommel und Kinski ihre ersten scharfen Schüsse ab. Rommel versagt dabei völlig und trifft nur die Luft. Guido Knopp wird das aufzuarbeiten haben.
Kinski hingegen hat die Wahl:
Erledigt er den unbewaffneten Sektoid, oder feuert er auf die schwebende Cyberdisk? Kinski gibt zwei Feuerstöße auf die Cyberdisk ab und verzeichnet 3 Treffer ohne Wirkung im Ziel. Peter Scholl-Latour gibt weitere Salven ab, der Feind tritt den Rückzug an.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/zwei.jpg
Es bleibt unerfreulich.
Rommel wirft einen Brisanzsprengkörper in die Richtung eines neu auftauchenden Feindes. Der Wurf geht aber völlig fehl, so dass Beckenbauer fliehen muss. Wahrscheinlich hat Rommel somit unseren ersten Gefangenen gesprengt.
Kinski und Scholl-Latour schießen weiterhin fleißig auf die Cyberdisk, das Feuer bleibt aber weiterhin wirkungslos.
Das ist ein Fall für Gandhi und sein Automatisches Geschütz. Auch Gandhi trifft gut, aber ohne Wirkung. Er hat in friedliebender Absicht Brandmuniton geladen.
Marx hat genug von dem Unsinn und wirft eine weitere Brisanzgranate. Er ist eben ein Mann der Tat, das Sein bestimmt das Bewusstsein, das gilt gerade auch für Sprengstoff.
Auch der unglückselige Rommel kommt mittels Handgranate zu seinem ersten Abschuss, Scholl-Latour vernichtet derweil die brennende Cyberdisk.
Doch dann geschieht es. Rommel rückt vor und entdeckt einen Sektoiden in mittlerer Entfernung. Er gibt einen Feuerstoß ab, auch dieser verfehlt. Der Sektoid erwidert das Feuer und trifft den Generalfeldmarschall tödlich. Somit ist Erwin Rommel das erste Opfer auf Seiten der X-Com. Wir werden ihn nicht vergessen.
Beckenbauer nimmt mit einer Handgranate Rache und Kinski eliminiert den letzten verbleibenden Gegner mit einem Blattschuss.
Es gilt also ein Fazit zu ziehen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/nachterror1-1.jpg
Wir haben Gefangene gemacht, das allein ist ein Erfolg. Aber der Preis war hoch: Wir haben Erwin Rommel verloren, wir töteten zwei Zivilisten. Außerdem wurde Howard Carpendale schwer verwundet. Ferner wurde uns sehr deutlich gemacht, dass unsere Bewaffnung bereits jetrzt nicht mehr ausreichend ist.
Frage: Erwin Rommel muss ersetzt werden. Wir nehmen gerne Wünsche entgegen, durch wen das geschehen soll. Bisher haben wir Franz Josef Strauss auf der Liste. Das gefällt uns gut. Damen nehmen wir jedoch nicht in unsere Gruppe auf. Denn dies ist ein ernstzunehmender AAR und kein schmutziger Manga.
Blastwarrior
25.10.12, 17:15
wie schon jemand vor mir sagte- Wenn man Frauen aufnehmen kann, dann nehmt alice schwarzer
Montesquieu
25.10.12, 17:26
Sehr schön! :top:
Stil und Darreichung gefallen. Waren aber wirklich nur wenige Einsätze für den ersten Monat.
Frisiercreme
25.10.12, 18:09
Stil und Darreichung gefallen. Waren aber wirklich nur wenige Einsätze für den ersten Monat.
Vielen Dank, das schmeichelt dem Ego.
Folgende Anmerkungen müssen wir noch machen:
Wie wir sagten werden wir das Spiel so spielen, wie das vor zehn Jahren taten. Das bedeutet auch, dass wir den geringsten Schwierigkeitsgrad gewählt haben. Es geht uns nicht darum, die versammelten Regenten durch unser taktisches Geschick zu verzücken. Wir wollen unterhalten und der Regentschaft dieses phantastische Spiel näherbingen. Wir sind in dieser Hinsicht ein Romancier und lassen uns die Dramturgie nicht durch die Realität abkaufen. Wir werden also schamlos neu laden, sollte beispielweise Carpendale fallen. Es sei denn, er würde einen angemessen titanischen Tod sterben, einen Tod würdig eines echten Südafrikaners.
Gerne antworten wir jedoch auf spielspezifische Fragen. Auch sonstige Anregungen werden wir gerne aufgreifen. Alice Schwarzer beispielsweise wird sehr bald im Objektschutz in Falke 2 eingesetzt werden.
Frisiercreme
25.10.12, 23:41
Und so geht der Januar zu Ende.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/januarende.jpg
China ist mit uns nicht zufrieden. Das kann mehrere Gründe haben. Entweder haben dort die Außerirdischen besonders stark gewütet, Vieh entführt, Menschen untersucht usw.. Oder aber die Außerirdischen haben bereits damit begonnen, eine Basis dort einzurichten und unterwandern schon die Regierung. Wir senden also unseren Skyranger und sehen uns die Sache mal an. Ohne Erfolg, also scheint es dort noch keine Basis der Außerirdischen zu geben.
Zwischenzeitlich haben unsere Wissenschaftler Laserpistolen erforscht. Eine beachtliche Leistung, in weniger als einem Monat haben zehn Mann diesen Durchbruch erzielt. Aber wir waren in den Bewerbungsgesprächen sehr aufmerksam und haben nur die besten Fachleute beschäftigt. Wir geben die Pläne an die Ingenieure weiter, diese sollen ein knappes Dutzend herstellen.
Wir stellen weiterhin fest, dass es sich bei den beiden Gefangenen aus Tokio um einen gewöhnlichen Soldaten und um einen Arzt handelt. Wir quetschen als zuerst den Landser aus.
Außerdem verfügen wir über liquide Mittel in einer Höhe von 3,5 Millionen Dollar. Damit errichten wir unseren Ableger in Ostasien, FALKE 2. Dieser Stützpunkt dient dazu, dass wir über die Vorgänge in dieser Weltregion auf dem Laufenden bleiben. Wir werden dort einen Abfangjäger stationieren, aber keinen Truppentransporter. Scharfe Einsätze bleiben den Männern von ADLER 1 vorbehalten, in FALKE stationieren wir nur Reserven, sollte sich der Feind dazu hinreißen lassen, unsere Basis anzugreifen.
Wiederum einige Tage später ist die Produktion der Laserpistolen abgeschlossen. Wir rüsten unsere Truppe damit aus und schicken den veralteten 9mm Schwarzpulverkrempel zu FALKE nach China.
Der Feind lässt sich nicht sehen. Mitte Februar taucht ein sehr kleines Raumschiff auf, wir können es jedoch nicht abfangen. Wen verteidigen wir hier eigentlich? Und wovor?
Zwischenzeitlich sind jedenfalls die Objektschützer in FALKE eingetroffen. Man hat offenbar jeden zehnten vom roten Teppich beim deutschen Fernsehpreis „shanghait“ Uns ist es recht, kein klar denkendes Wesen wird jemals freiwillig diese Basis betreten.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/soldatenfalke.jpg
Der Rekrut Franz Josef Strauss zeigt jedoch so vielversprechende Anlagen, dass er sofort zur Haupttruppe in ADLER versetzt wird. Auch scheint er über Fronterfahrung zu verfügen. Trotzdem gehen uns die ständigen Witze seines Adjutanten Edmund S. über Stalingrad schon jetzt auf die Nerven. Karl Marx wird ihn nicht mögen.
Und so geht der Februar zu Ende. Wir haben nichts erreicht, der Feind hat sich nicht gezeigt. (Schwierigkeitsgrad hin oder her, so etwas haben wir auch noch nie erlebt.)
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/februar.jpg
Frisiercreme
26.10.12, 01:03
Die Untätigkeit des letzten Monats hat die Stimmung in ADLER stark beeinträchtigt. Carpendale ist wieder genesen, das kommt noch erschwerend hinzu.
Durch den Tot Rommels fehlt Marx und Bismarck der dritte Mann beim Skat. Gandhi pflegt sein Aussenseitertum, Däniken und Kinski erweisen sich überraschend auch als schwierige Charaktere. Kant neigt zu Wutausbrüchen, insbesondere wenn man versucht, ihm Skat beizubringen.
So geht es nicht weiter, die Leute brauchen Beschäftigung.
Da kommt die nächste Feindmeldung gerade recht: In Kurdistan wurde ein gelandetes UFO entdeckt! Hervorragend! Gelandete UFOs sind unbeschädigte UFOs. Das bedeutet, wir können mehr Module bergen und erforschen. Wir starten also einen Abfangjäger zur Abriegelung und den Skyranger.
Doch der Feind bekommt unseren Plan wohl spitz, er startet. Zwar schießt der Jäger ihn aus dem Himmel, aber der erhoffte Vorteil ist futsch. Zu allem Übel kommt es zeitgleich zu einem Terrorangriff auf Wellington. Tolle Wurst, den ganzen Februar passiert nichts und jetzt müssen wir in Hektik verfallen.
Und es wird noch besser. Es ist wieder ein Nachteinsatz. Beckenbauer verlässt den Skyranger und wird sofort schwer verwundet. Scholl-Latour murmelt etwas, das sich wie Aleviten oder Amerika oder Erdöl anhört. Auch er bootet aus und wird sofort verwundet.
Es folgt Marx. Er sichtet den Außerirdischen, der anfangs Beckenbauer verwundet hat. Marx feuert und trifft das Ziel. Der Sektoid bleibt stehen. Bismarck schießt, trifft, der Sektoid lebt. Franz Josef Strauss gesellt sich dazu, wieder ein Treffer – keine Wirkung! Das ist sehr ungewöhnlich. Müssen wir denn immer erst zu Gandhi greifen? Nein. Klaus Kinski bereinigt die Lage, für scheiß Gesindel hat er keine Zeit.
Wir haben inzwischen auch den anderen Sektoiden ausgemacht, auch dieser schluckt mehrere Kugeln ohne Wirkung zu zeigen. Schwarzpulver hat definitiv keine Zukunft mehr. Kant bereinigt die Lage per Raketenwerfer.
Wie üblich lassen wir unsere Truppen ausschwärmen, von Däniken erkennt den nächsten Feind und schießt ihn nieder. Damit ist die Mission dann auch schon beendet.
Ein sehr bitterer Einsatz. Zur Bekämpfung von drei sehr schwachen Gegnern haben wir zwei Verwundete in Kauf nehmen müssen. Unsere Bewaffnung ist nicht mehr adäquat, außerdem müssen wir schnellstens nach Wellington fliegen und Strauss will Skat nur mit altdeutschem Blatt spielen.
Immerhin wird Marx zum Hauptmann befördert.
Es bleibt spannend.
Alith Anar
26.10.12, 13:20
Sehr schön :)
Australien und Russland sind für diesen Monat erst mal relativ sicher (so mein Erfahrung).
Frisiercreme
27.10.12, 18:01
Selbst wenn sie vorüberghend von uns abfallen wirft es uns nicht aus der Bahn. Der Fehler war aber, dass wir nicht sofort zum Terroreinsatz geflogen sind. Jetzt müssen wir direkt von der UFO-Absturzstelle dahinjetten. Mit zwei Verwundeten an Bord und wenig Munition für untaugliche Waffen. Ist dann doch schon alles eine Weile her.
Morgen sehen wir, wie es ausgeht.
Alith Anar
27.10.12, 19:13
Ehm nein Ihr habt mich missverstanden :)
Wenn eine Nation von euch abfällt, dann für immer. Solange die Auserirdischen aber keine Basis errichtet haben, steigt die unzufriedenheit in einem Monat und danach lassen sie sich ein oder zwei Monate lang nicht mehr blicken. (laut Diagramm)
Aber ich folge weiter gespannt dem wackeren Gesangswettbewerb :)
Frisiercreme
28.10.12, 08:40
Wenn uns die Erinnerung nicht furchtbar trügt, dann kehren infiltrierte Staaten irgendwann zu den zahlenden Nationen zurück.
Die Stimmung im Skyranger war vergiftet. Zu hören war nur das gelegentliche Reizen beim Skat, aber auch das nur kurz. Die Karten liefen nicht, bestenfalls mal ein Null Ouvert. Die Stille war drückend. Beckenbauer und Scholl-Latour waren mit Morphium betäubt worden. Scholl-Latour hatte die vierfache Dosis benötigt, und auch jetzt klang sein Schnarchen nicht wesentlich anders als einer seiner Auftritte bei Frau Maischberger. Er hatte sich damals in Beirut die Nächte mit einem rumänischen Politoffizier und dem Imam von Iskenderun um die Ohren geschlagen, seitdem warf ihn nichts mehr um.
Im Cockpit saß Kant am Steuerknüppel, er rauchte Kette. Reval ohne Filter, das erinnerte ihn ans Baltikum. Gelegentlich kam Strauß herein und steckte sich einen Ernte 23 an. Er war eine Zumutung, kaum jemand verstand ihn und dann rauchte er diese stinkenden Rentnerzigaretten.Diese Oppafluppen!, Kant kam wieder in Fahrt. Und dann die ewigen gleichen Altherrenwitze. Der Philosoph spuckte verächtlich aus.
In der Mannschaftskabine hatte sich Carpendale in eine Ecke zurükgezogen, er signierte Autogramme. Wenn er hier wieder rauskam, dann würde er ein Comeback starten. Der Termin im Fernsehgarten stand schon.
Marx hatte andere Sorgen, jetzt war er der Chef der Truppe. Ausgerechnet er sollte die kapitalistischen Staaten verteidigen, ein Witz war das. Die Welt stand am Abgrund und man hatte ihm nur ein Budget von ein paar Millionen bewilligt, Wuppertal hatte sicherlich einen größeren Haushalt. Apropos, wo war Engels überhaupt? Der hatte ihn sonst noch aus jeder finanziellen Zwangslage rausgehauen. Statt dessen hatten sie ihm jetzt diesen Bayern geschickt. Gut dieser Rommel hatte auch nicht für 5 Mark geradeaus schießen gekonnt, aber - wo hatte Marx denn diesen revanchistischen Spruch aufgschnappt? Er ermahnte sich selbst, wieder konsequenter zu denken.
Gandhi zauberte eine Mettwurst aus seinem Gewand hervor und biss genüsslisch hinein. Von Däniken sah ihm erkennbar neidisch zu.
Noch 2 Stunden bis Wellington.
AG_Wittmann
28.10.12, 08:58
Wohoo, ein Klaus Kinski-AAR!
Noch ein namensvorschlag: Daniel Küblböck :cool:
Alith Anar
28.10.12, 09:50
Ihr wisst aber schon das Folter laut Genfer Konvention verboten ist ...
PS: Heintje
Frisiercreme
28.10.12, 13:49
Mürrisch ging Marx die Post durch. Es war unglaublich, wie viel Papierkram hier anfiel. Und seit dem Fehlschlag von Wellington wurde der Ton der geldgebenden Nationen immer schärfer. Dabei konnte die X-Com eigentlich nichts dafür. Woher hätten sie wissen sollen, dass sie ohne Rückkehr zu ADLER-1 nicht zwei Einsätze nacheinander antreten konnten? Man hatte sie einfach nicht landen lassen, und jetzt schrieb Neuseeland freche Briefe. Marx war neu in diesem Geschäft, woher hätte er es wissen sollen? Man erwartete doch nicht etwa von ihm, dass er die ganze Ufopedia durcharbeitete?
Die restliche Post war auch nicht besser. Autogrammwünsche an Howie und stangenweise Zigaretten für Kant. Und Bewerbungen, es war haarsträubend. Der Pilot des Abfangjägers von FALKE-2 war in eine Verkehrskontrolle geraten. Und obwohl er nur ein paar Mon Cherie gegessen hatte war der Führerschein weg, damit auch die Pilotenlizenz.
Aber bisher hatte sich noch kein Pilot beworben, natürlich nicht. Mediengestalter, ja, davon hätte er ein ganzes Bataillon aufstellen können. Er brauchte aber Piloten, verdammt nochmal! Marx wurde müde. Er würde diesen Kindergärtner mit dem lustigen Namen zum Pilot machen. Wenn man es sich genauer überlegte, dann gab es viele Gemeinsamkeiten zwischen Piloten und Kindergärtnern.
Und dieser Küblböck könnte schon morgen den Dienst antreten.
Die Forschung schritt voran. Der außerirdische Soldat hatte zwar zuerst eisern geschwiegen, auch die Wahrheitsdrogen hatten keine Wirkung gehabt. Doch dann hatte Prof. Dr. Hein Simons den Fall übernommen und innerhalb kürzester Zeit eine umfassende Aussage extrahiert. Was genau er anstellte wusste niemand und es gingen dabei ständig die Fensterscheiben zu Bruch, aber es zählte nur das Ergebnis. Man unterzog den Gefangenen nun gezielter Befragungen, um die Ursprünge der Bedrohung aufzuspüren.
Am 10. März konnten Pläne für Lasergewehre an die Fertigungsabteilung übergeben werden, damit hatte man im Rüstungsrennen wieder ein wenig Boden gutgemacht.
Freitag, 12. März:
UFOALARM! Ein Raumschiff wurde über Sibirien gesichtet. Küblböck holt den Feind vom Himmel!
In ADLER wird der Skyranger ausgerüstet, leider ist noch kein Lasergewehr fertiggestellt, dafür werden die ersten persönliche Rüstungen verteilt.
Als letzter besteigt der genesene Scholl-Latour den Transporter, Beckenbauer muss zurückbleiben.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e1-1.jpg
Als sich die Rampe öffnet erspäht Scholl-Latour den ersten Feind. Ein Feuerstoß des Nahostkenners und der Feind ist Geschichte. Die übliche Rundumsicherung erfolgt, Bismarck erspäht und beseitigt den nächsten Sektoiden.
Strauß sichert nach rechts, kann den erkannten Feind aber nicht mehr bekämpfen. Er gibt die Position an Kinski durch, der aber kaum ein Wort versteht. Der Schauspieler ist jedoch mit einem schweren Geschütz ausgestattet, so dass er nur ungefähre Angaben und Treffer braucht. Doch beide Schüsse liegen sehr schlecht, Kinski trifft nur einen Busch direkt vor Marx.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e2marx.jpg
Dessen Bart fängt zwar Feuer, sonst geschieht ihm dank des neuen Schutzanzuges nichts. Der Sektoid flieht, wird dabei jedoch schließlich doch von Strauß niedergestreckt.
Carpendale schaltet einen weiteren per Handgranate aus, so dass sich Marx und der flinke Gandhi zur Erstürmung des UFOs bereitmachen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e3sturm.jpg
Gesichert von Strauss und Kant wenden die beiden das Standardverfahren an: Einer öffnet die Tür, der andere wirft eine Granate, Fragen werden später gestellt. Marx wirft blind in den Nebel, ein Knall, ein Schrei. Mission beendet.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e4mll.jpg
Samstag, 20. März:
FALKE-2 meldet einen neuen Kontakt, mittleres UFO, wieder über Sibirien. Wir werden uns da mal genauer umsehen müssen.
Küblböck zwängt sich geschmeidig in das Enge Cockpit und rast dem neuen Feind entgegen. Er trifft das UFO zwar so gut wie einen Gurkenlaster, aber auch sein Jäger nimmt schweren Schaden. Wir müssen vorsichtiger sein.
Beckenbauer ist wieder mit von der Partie und noch vor der Landung melden unsere Wissenschaftler, dass sie den außerirdischen Ursprüngen auf die Spur gekommen sind. Hein Simons kümmert sich jetzt um den Sektoiden-Arzt.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ursprnge.jpg
Der Einsatz verläuft hingegen anfangs nach Schema F. Absitzen, Rundumsicherung, Handgranaten. Doch dann geht es los: Eine Art metallischer Schrei, von Däniken leuchtet auf. Und dann verfällt er in Panik. Ein Psi-Angriff. Jetzt schon, im März. Ich hasse es einfach. Also müssen wir das Schiff so schnell wie möglich stürmen, dort verstecken sich die Übeltäter üblicherweise.
Nächste Runde, von Däniken hat einen Tobsuchtsanfall und schießt wild durch die Gegend. Beeilung, bevor der Feind gänzlich die Kontrolle über ihn übernehmen kann! Gandhi stürmt vor und gerät in eine Falle.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/falle.jpgDoch es gelingt ihm, beide Aliens zu betäuben ohne dass der sichernde Carpendale eingreifen muss.
Leider flippt von Däniken jetzt völlig aus: Er gibt zwei Feuerstöße ab, steht dabei aber direkt vor einem Baum. Somit sprengt er sich selbst aus diesem Leben. Er war uns irgendwie nie richtig ans Herz gewachsen.
Carpendale dringt derweil ins zweite Stockwerk vor, Hoppla!
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e5.jpg
Mit einem normalen Gewehr riskieren wir lieber nichts, also fährt der charmante Südafrikaner wieder nach unten und wirft eine Granate nach oben. Bismarck stößt nach und kehrt die Reste auf.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/e6.jpg
Frisiercreme
28.10.12, 22:13
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/mrz.jpg
Der Anfang des Aprils sieht die Eröffnung neuer Forschungseinrichtungen in FALKE-2, ADLER-1 soll eine Kampfbasis bleiben. Da stören die ganzen Forscher einfach. Wir transferieren also geplünderte Außerirdischentechnik nach China. Das ist auch einfach der richtige Ort für solche, naja, Patentfragen. Eins wird langsam klar: wir brauchen ein intaktes außerirdisches Schiff um die entsprechende Technik nachzubauen. Für die Abfangjäger wird es schon gegen die jetzigen mittleren Gegnerschiffe eng.
Schon am 2. April bietet sich eine Gelegenheit, wieder entdecken wir mittelgroßes Schiff über dem Ural. Diesmal gelingt die Überraschung und wir überrumpeln sie am Boden. Allerdings ist wieder Nacht, aber irgendwas ist ja immer.
Der Ablauf einer solchen Mission ist ja mittlerweil hinlänglich bekannt, da es dunkel ist, wir es aber gerne kuschlig haben, verfeuern wir Brandmunition. Und den Granatengebrauch gestalten wir im UFO etwas sparsamer, schließlich wir wollen Beute machen. Intakte Geräte nachzubauen ist einfach interessanter.
Alles läuft gut, Kant hat sich gerade eine angesteckt, dann erfolgt jedoch wieder ein PSI-Angriff. Beckenbauer gerät sofort in Panik, diese Säcke nerven jetzt schon wie die Sau.
Und in der nächsten Runde ist es soweit, was einige schon immer vermutet hatten wird Realität: http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/franz.jpg
Glücklicherweise steht der Kaiser recht isoliert, und wir umgehen ihn so weiträumig wie möglich. Wir haben keine Lust, dass er gezieltes Feuer auf uns eröffnet oder dann durch Reaktionsfeuer weggeputzt wird.
Gandhi nähert sich der Zentrale des Feindes, das bedeutet das Ende der Kontrolle von Beckenbauer. Der Sektoidenführer braucht sein ZE anderweitig. Gut so, weil sonst Beckenbauer verloren wäre, stünde er am Ende der letzten Runde unter Feindkontrolle.
Jetzt läuft es:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/tr.jpg
Bingo, der Sektoid hat sein Gewehr verloren. Gandhi, betäubt ihn zur Belohnung ganz sanft.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/tr2.jpg
Geht doch:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende-3.jpg
Frisiercreme
29.10.12, 09:26
Was jetzt kam würde Marx nicht leicht fallen.
Er zündete sich eine Gitanes Caporal an. Wieso rauchten hier eigentlich alle? Er jedenfalls war durch Kant auf den Geschmack gekommen. Aber eigentlich tat er es eher aus modischen Gründen, Gitanes passten einfach zu seinem neuen Image vom nachdenklichen harten Hund.
Marx seufzte und drückte den Summer: "Schicken sie Beckenbauer herein, Frau Süßmuth."
Wenig später betrat der Ehrenspielführer das Büro. Er war stark bandagiert und sein linkes Bein steckte in einem Gips. "Setz Dich, Franz". Beckenbauer hantierte routiniert mit den Krücken und setzte sich umständlich. Sein bordeauxroter Ballonseidenanzug knisterte auffällig laut. "Ausrüstervertrag mit Adidas", entschuldigte sich der Kaiser ind lächelte sein Fernsehlächeln.
"Franz, ich habe schlechte Neuigkeiten", hob Marx an. Doch Beckenbauer fiel ihm ins Wort: "Ich weiß, die Sache in Bombay. Es tut mir leid, ich wollte die Leute nicht erschießen. Ich weiß nicht, was los war." Marx verlor langsam die Geduld: "Genau Franz. Du weißt nachher nie was los war. Du wirst zur Gefahr für andere, für dich selbst und, was am schwersten wiegt: Du gefährdest die Mission. Deine psionische Stärke ist unter aller Sau." "Ja gut äh, Bombay, da habe ich einen Fehler gemacht. Was ist aber mit München 74 und Rom 90? Ich bin Doppelweltmeister! Als Trainer und Spieler." "Alles richtig Franz. Und deshalb können wir uns nicht erlauben, dass du wieder und wieder für den Feind kämpfst."
Beckenbauer wußte schon lange, worum es hier gehen sollte. Die wollten ihn rausschmeissen. Ihn, die Lichtgestalt! So konnte man einem Franz Beckenbauer nicht umgehen. "Ich lass mich mental von dem Olli Kahn coachen, es kommt nicht wieder vor."
Marx platzte jetzt die Hutschnur. "Vom Kahn? Franz, es ist 1999. Der Kahn steht mitten im Ligabetrieb, wie stellst du dir das vor? Wir machen es anders. Pro forma wirst du zu FALKE versetzt, immerhin bist du Feldwebel und wirst dort den Laden anführen." Jetzt war es raus. Der Mann war nicht mehr tragbar. Er war eine Gefahr für die Mission. Und er stellte den Sekretärinnen nach, also wird er nach China weggelobt, da hat er Zeit zum Golfen und fällt keinem auf den Wecker.
Das war mittlerweile auch Beckenbauer klargeworden, eine Träne rann langsam unter seiner blau getönten schmalen Brille hervor Widerspruch war sinnlos. Er erhob sich, doch mittlerweile war in ihm ein weltmeisterlicher Plan gereift. Es stimmte, was Marx gesagt hat. Es war ja 1999! Es blieb genug Zeit, die WM nach Deutschland zu holen! Er hatte wieder ein Ziel. Bevor er stolz die Tür durchschritt drehte sich Beckenbauer nochmal um. "Ja? Was ist noch?", fragte Marx, der sich schon wieder seinen Papieren gewidmet hatte.
Beckenbauer lächelte tapfer: "Tuts mir einen Gefallen. Wenn ihr mich ersetzt, dann holts mir nicht den Cruyff."
Marx wartete eine Weile, dann drückte er wieder den Knopf: "Rita, ist der Ersatz schon da? Gut, schicken sie die beiden rein". Ein vertrauter und eigentlich verhasster Geruch strömte ins Büro und ein affektiertes Geschnatter wurde langsam lauter.
Ich hab die Leute, die sich durch die Außerirdischen steuern ließen, auch gleich rigoros rausgeschmissen.
Alith Anar
29.10.12, 11:55
Nö, die hab ich normalerweise in irgendwelche Sekundärbasen abgestellt. Also Basen in denen nur ein Radar, Radiowellendingsbums, Quatier, 1 Lager und 2 Hangars waren. Die wurden selten angegriffen und solange keine Ätherer dabei waren die die Basis angriffen kahmen die da gut zurecht.
Frisiercreme
29.10.12, 12:38
Der Papst wurde dann doch nicht eingestellt, sein ewiger Singsang fiel Marx auf die Nerven. Aber mit Johann Wolfgang von Goethe, Karl Lagerfeld und Roberto Blanco wurde adäquater Ersatz für die bisherigen Ausfälle gefunden.
Der Rest des Aprils blieb ruhig, bedenklich ruhig.
Am 27. wurde ein schmutziger Routineeinsatz gegen einen kleinen Scout geflogen. Wieder waren es nur Sektoiden, haben die Aliens nichts anderes aufzubieten?
Dennoch, nach diesem Einsatz hagelte es Beförderungen:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/bef.jpg
Kaum war der Skyranger in ADLER-1 gelandet wurde außerirdischer Terror in Melbourne gemeldet. Und wieder waren es Sektoiden.
Gleich zu Anfang wird Strauss schwer verwundet. Kinski kann der Versuchung des Schlüsselreizes für UFO-Spieler nicht widerstehen: http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/tanke.jpg
Die Tanke explodiert aber nur unzureichend. Eine ebenfalls dort schwebende Cyverdisk erwidert das Feuer und fügt Kinski schwerste Verbrennungen zu.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/kinski.jpg
Der Mann ist aber Schlimmeres gewohnt, er hatte damals ja für Fitzcaraldo in einem Wutanfall eigenhändig einen neuen Amazonasarm geschaufelt. Noch bevor Bismarck erste Hilfe leisten kann, ist die Schlacht beendet.
Kinski wird für 42 Tage krank geschrieben, Strauss für 32 Tage. Das ist übel, aber die zwei verstehen sich mittlerweile ganz gut. Kinski rezitiert häufig aus seinem Bühnenprogramm über Jesus Christus und Strauss zeigt Kinski die Reeperbahn.
Für Marx bedeuten die vergangenen Einsätze wieder vermehrte Schreibarbeit. Er verkauft überschüssige Ausrüstung der Aliens für knappe 6 Millionen Dollar. "Wer kauft den ganzen Plunder eigentlich? Acht schwere Plasma, sieben Plasmagewehre, fünf Pistolen, zwei kleine Abschußrampen, alles ohne Munition. Für wen? Wieviel entfremdete Alienarbeit expropriieren wir hier, Howie? Und was ist mit den ganzen Leichen? Zwanzig tote Sektoiden. Die meisten werden in China gepökelt und zu Pulver zermalen, gut. Aber wer ist dieser McDonald, Howie?"
Der Schlagersänger sah kurz von seiner Gitarre auf: "Isch weiss es nischt."
Neben dem Konto schreitet auch die Forschung voran.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/psi.jpg
Der gefangene Sektoiden-Anführer war sehr auskunftsfreudig, Prof. Hein Simons Methode war äusserst effektiv. Aber jetzt war der Sektoid zu nichts mehr zu gebrauchen. Er sang ständig etwas, das sich wie "Maaamaaa" anhörte. Bismarck hatte anfangs Mitleid mit ihm und nahm ihn mit, wenn er seine Doggen Gassi führte. Irgendwann brachte Bismarck den Ausserirdischen jedoch nicht mehr mit zurück. Die größte Dogge, Wilhelm II., leckte sich zufrieden die Lefzen.
Der April ging seinem Ende entgegen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/April.jpg
Frisiercreme
29.10.12, 13:42
Mai
Wieder ein ruhiger Monat. Was ist hier eigentlich los? Küblböck schießt einen kleinen Scout ins chinesische Meer, das ist auch erstmal alles. Wo bleibt der Feind? Sollten nicht langsam mal diese Schlangentypen und sowas auftauchen?
Marx gibt den Auftrag, eine neue Basis auf Kuba zu eröffnen. Sie trägt den stolzen Namen PHOENIX-3.
18. Mai.
Kleines UFO über dem Ural gesichtet. Abfangversuche scheitern. Es ist zum Auswachsen. Wir begeben uns auf eine systematische Suche nach Stützpunkten der Außerirdischen. Kein Erfolg.
23. Mai
Kleiner Aufklärer über dem Ural gesichtet, wir können ihn bei der Landung überraschen.
Dann der Schock: Mutonen! Der Feind hat uns so eingelullt, dass wir die Waffentechnik völlig vernachlässigt haben. Doch, so sei es. Mit Laserdflinten gegen diese schwer gepanzerten grünen Teufel.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/grnegefahr.jpg
Kant landet einen Volltreffer mit seinem Raketenwerfer. Keine Wirkung, wir hantieren noch mit kleinen Raketen. Also heute zum letzten Mal.
Marx öffnet die Tür des UFOs.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/marxproblem.jpg
Uiuiui, nicht mit unseren Gewehren.
Hier hilft nur Brisantsprengstoff, Elirium hin oder her.
Ein weiterer Mutone wird gesichtet, Lagerfeld wirft gut:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/brisanz.jpg
Der Mutone überlebt,
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/mutonelebt.jpg
eine weitere normale Granate von Marx betäubt ihn dann immerhin. Doch wie kommen wir an die drei Astronauten im UFO heran? Große Zeiten erfordern große, nunja, Unterhaltungskünstler. Also spricht Marx kurz mit Blanco. Der lächelt verstehend und freut sich so sehr, dass Marx ihm unbemerkt Brisanzsprengstoff an sein Bühnenoutfit heften kann, dann entfernt er sich wie alle anderen vom Entertainer. (Seit wann gehen die Türen eigentlich nicht mehr von selbst zu?)
Es wurde der letzte, aber auch größte Auftritt des sympathischen Sängers.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/blanco1.jpg
Kurze Zwischenfrage, wie treibt ihr eigentlich die Forschung effektiv vorran?
Immer 50 Forscher auf ein Projekt oder lieber 10 Forscher an mehreren Ideen basteln?
Frisiercreme
29.10.12, 16:28
Üblicherweise konzentrieren wir alle greifbaren Forscher auf ein Projekt pro Stützpunkt, das liegt im wesentlichen daran, dass ein Projekt eben immer dringender ist als alle anderen, Psi-Technik z.B. oder in unserem derzeitigen Fall das schwere Plasma. Die Ausnahme von dieser Regel bilden Waffen der Aliens (also auch jetzt das Plasma), da splitten wir im Verhältnis 2 zu 1 zwischen Waffe und Munition, dann ist beides annähernd zum gleichen Zeitpunkt fertig. Wir können es nämlich nicht leiden, wenn wir zwar die Waffe erforscht haben, dann aber noch auf die Munition warten müssen.
Ob das sinnvoll ist, bzw. welche Mathematik dahintersteckt, wissen wir nicht. Logisch wäre eine Formel auf der Basis von Mannstunden, und dann wäre es ja eigentlich ganz egal.
Wir sind auf eine Wiki-Page zum Spiel gestoßen, da könnte so etwas verborgen liegen. Aber wir sagtenja , wir spielen das Spiel wie früher und dabei bleibt es. Die ganzen Tricks auf dieser Seite zum gezielten Training der Crew werden wir nicht anwenden, und überhaupt ging uns dieser PSI-Aspekt des Spiels immer so stark auf den Keks, dass wir davon üblicherweise wenig Gebrauch machten und machen werden. Auch schicken wir nicht Massen von Rekruten in den Tod, Blanco war eine ehrenwerte Ausnahme in einer Notsituation, nach ihm wurden mittlerweile Straßen von Los Angeles bis Novosibirsk benannt.
Was diese Seite aber zu Tage brachte ist, dass egal welchen Schwierigkeitsgrad wir gewählt hätten, er nach der ersten Mission sowieso wieder auf unsere Stufe gefallen wäre. Trotzdem ist das Verhalten der Aliens derzeit sehr merkwürdig, sie senden nur sher wenige und schwache Schiffe.
In absehbarer Zeit werden wir jedoch unsere ersten Avenger bauen können und vorher sollten die Ätherer aufkreuzen, was wieder eine ziemliche Mannschaftsfluktuation bedeutet.
Wir nehmen also gerne verstärkt Namen neuer Rekruten entgegen, auch PHOENIX-3 muss bemannt bzw. befraut werden. Bedenkt dabei aber bitte, dass wir das Jahr 1999 schreiben. Das ist natürlich angesichts von Marx und Bismarck etwas missverständlich, aber wir würden gerne den Tagesbezug meiden. Also Wehner ja, Rösler nein. Auch wenn sich das in diesem Fall täglich ändern kann.
Und Folgendes sei uns noch in eigener Sache gestattet: Großen Dank an die begleitenden Profilkommentare. Die fallen uns erst nach dem Forenumzug auf und motivieren uns zu großen Taten.
derblaueClaus
29.10.12, 17:24
Wir sind für Gerhard Schröder. Der Truppe fehlt noch ein Zigarre qualmender Haar- und Schönfärber.
Frisiercreme
29.10.12, 18:38
Es wird Juni.
Bereits am zweiten tauchen zeitgleich 3 feindliche Schiffe auf. Zwei mittlere und ein großes. Für das Große sind die Abfangjäger wohl schon zu schwach, also beobachten wir es erstmal. Eines der mittleren soll Küblböck über dem Meer abschießen, er hat jedoch nur eine Avalanche an Bord. Wieso meldet mir das keiner? Der Mensch soll nicht an seiner Gesangskarriere arbeiten, er ist jetzt Pilot. Geschieht ihm Recht, dass er jetzt erstmal angeschmort wird. Er kann sich dann aber vom Feind lösen.
Zwischenzeitlich landet das große Schiff in Novosibirsk und startet eine Terrormission. Was wollen die eigentlich immer in Ostrussland? Wir müssen den Skyranger starten, auch auf die Gefahr hin, dass es wieder Mutonen oder gar Ätherer sind. Jetzt hätten wir plötzlich wieder gerne die Sektoiden zurück.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/t1.jpg
Fuck die Henne, ein Zombie!
Wir haben also Schlangenmenschen und Chrysaliten in der Nähe. Schlangenmenschen sind netter Zeitvertreib, jedoch Chrysaliten sind neben Ätherern das Ätzendste, was das Spiel zu bieten hat. Das hat uns gerade noch gefehlt.
Marx brüllt "Befehl Diesel" in sein SEM 52. Das bedeutet, dass ab sofort jeder eine scharfe Granate in der Hand zu halten hat. Im Fall eines Nahkampfangriffes durch Chrysaliten bedeutet das, dass die Granate zu Boden fällt und explodiert, eine Selbstzündung sozusagen, daher der Name.
Denn Chrysaliten beissen ihre Gegner, infizieren sie somit, so dass sie zu Zombies werden. Tötet man die Zombies dann, so werden neue Chrysaliten daraus. Explodiert dabei die abgezogene Granate, so hat man wenigstens die Zombiestufe übersprungen. Woher Marx das jetzt schon weiß? Nun, werter Leser, das ist eben die Weisheit des historischen Materialismus. Spaß beiseite, Marx hat neulich beim Zahnarzt in einer alten Geolino gestöbert.
Also, es gilt Befehl Diesel. Das bedeutet auch, dass auf nichts mehr Rücksicht genommen wird. Jeder Zivilist ist ab sofort ein potentieller Chrysalit, mit entsprechenden Folgen. Zum höheren Wohl der Menschheit!
Das ist das Ende der ersten Runde.
Dann bricht die Hölle los.
Ein Chrysalit nähert sich, kommt aber nicht ganz heran, soweit sieht es gut aus. Doch ein Schlangenmensch wirft eine Granate mitten in unsere gerade erst ausbootenenden Truppen. Nahezu alle werden verwundet, Marx wird bewußtlos. Das hier wird jetzt die reinste Hunnenschlacht, meine Damen und Herren.
Bismarck reißt den Abzug durch:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/Bismarck.jpg
Tod dem Feind!
Scholl-Latour, der selbst zwei schwere Wunden hat, übernimmt den Sanitätsdienst. Das hat er damals beim Vietcong gelernt und eght routiniert zu Werke.
Die gröbsten Wunden werden provisorisch verbunden, doch eigentlich sind nur noch Bismarck, der stark blutende Carpendale, Kant und Goethe einsatzbereit.
Lagerfeld feuert fast das ganze Magazin auf einen weiteren Zombie ab. Dieser wird zum Chrysalit. Und stirbt. Bismarck fällt zwei weitere Schlangenmenschen. Der eiserne Kanzler ist im Blutrausch! Gäbe man ihm nun eine Streitaxt oder ein Breitschwert, so wäre die Mission jetzt beendet. (Leider kommen richtige Nahkampfwaffen erst im zweiten Teil des Spiels, Terror from the Deep) Bismarck befindet sich im Bersekermodus.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/BLUTEISEN.jpg
Blut...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/bluteisen2.jpg
und Eisen.
Er dürfte insgesamt 6 Kreaturen dahingemetzelt haben, dann trifft es auch ihn. Ein Schlangenmensch trifft den bekanntermaßen riesigen Schädel des Reichskanzlers.Bismarck trägt 3 schwere Wunden davon, die Marx behandeln will. Aber das Verbandsmaterial reicht nur für zwei Wunden, das kommt auch nicht alle Tage vor. Goethe und Gandhi strecken noch einen Zombie nieder, Kant erwischt den letzten Gegner mit seiner Reserverakete.
Welch ein Gemetzel:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/bilanz1.jpg
Danach wird die halbe Mannschaft wiederum befördert, doch der Screenshot ist verschollen.
Wichtiger ist unsere derzeitige Mannschaftsstärke:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/bilanz2.jpg
Wir lassen die mittleren UFOs also erstmal gewähren.
P.s.: Gerd Schröder ist verhindert. Er ist 1999 Kanzler der Bundesrepublik.
Also ich fände Engels angebracht.
Marcel Reich-Ranicki, Helmut Kohl, Genscher, Bill Clinton, Monica Lewinski, Barack Obama (er ist dann ein wenig jung), Nelson Mandela, Marget Honecker, :)
Es gibt soviele möglichkeiten.
Aber wenn ihr Bismarck und Kant und so schon dabei habt, fänden Wir auch recht spaßig noch andere historische Personen zu holen
Lenin, Trotzki, Rousseau etc etc etc :)
Geiler AAR ansonsten
P.s.: Gerd Schröder ist verhindert. Er ist 1999 Kanzler der Bundesrepublik.Absurd, 1999 war Gerhard Schröder schon 10 Jahre tot. Alles andere ist Propaganda dieser linksliberalen Hassmedien!
Hm, mehr Namen für die Gefallenliste sollen es sein. Herbert Wehner fänd ich schon mal super, dazu am liebsten noch Horst Ehmke, denn (nach dem damaligen Außenminister Scheel) Kollege Ehmke löst fast alle Probleme, die er selber geschaffen hat. Naja, vielleicht doch etwas zu unbekannt. Wie wär's mit Abe Lincoln? Wenn er Vampire jagt, dann doch bestimmt auch Außerirdische.
Alternatibv wäre ich jetzt in die 80er/90er-Serienkiste verfallen und würde jetzt Namen wie Hannibal und Jack O'Neil fallen lassen.
derblaueClaus
29.10.12, 21:07
Wenn wir schon Schröder nicht bekommen wollen wir wenigstens Axel Schulz, Fips Assmussen und Lothar Matthäus in der Truppe sehen.
Frisiercreme
29.10.12, 21:13
Sehr gut! An Axel Schulz hatten wir auch schon gedacht. Dann dachten wir jedoch, er würde vielleicht für einen Mutonen gehalten werden können. Aber er soll seine Chance bekommen. Und der Loddar und Fips Asmussen sind Gold. Danke für die Vorschläge.
Alith Anar
29.10.12, 21:27
Die Frau hiess Margot Honecker.
und wenn olle Bismark schon da ist: Paul von Hindenburg, Erich von Falkenhayn, Helmut von Moltke, Alfred von Schlieffen, Erich Ludendorff
Da du Rommel dabei hast: Guderian, Mannstein
Frisiercreme
29.10.12, 21:39
Wird notiert. Matthäus geht übrigens doch nicht. Der spielte 2000 noch bei der EM und es wäre ein zu großer Bruch im Raum-Zeit Kontinuum, wenn er sich in Belgien nicht ordentlich blamieren kann (Jaja, Schulz/Klitschko ist auch erst im Herbst 1999, aber bei ihm macht die eine Niederlage den Bock nicht mehr fett).
Was ist mit Bruce Willis, Van Damme und Chuck Norris? :)
Blastwarrior
29.10.12, 21:55
Dschingis Khan, Alexander der Große, Peter der Große, Katharina die Große, Napoleon Bonaparte, Churchill, Kaiserin Sissi, Schussolini, Franco, Yamamoto, Roosevelt, Gerd Müller mal sehen ich hoffe das reicht erstmal.
Also mit Manstein wäre ich sehr vorsichtig, den gibts ja auch nicht mehr als Avatarportrait :P
Dschinghis Khan würde ich aber sehr gerne sehen, jemand der so viele Menschen abschlachtet, dass Wälder wieder die gerodeten Flächen zurückerobern, der kann mit Aliens keine größeren Probleme haben.
Alith Anar
30.10.12, 09:40
Oh, Manstein steht auch auf der Liste der gefährdeten Personen? Ich habe mich in dieser ZEit schon sehr zurückgehalten, gibt es da doch einige zu nennen ;)
Frisiercreme
30.10.12, 16:50
Marx und Carpendale hielten Kriegsrat.
Es sah nicht gut aus. Sicherlich, solche Phrasen fanden regelmäßig Verwendung, um Spannung zu suggerieren. Aber jetzt war die Lage scheußlich.
Kompaniefeldwebel von Tronje hatte eben die Meldungen aus dem SanBereich vorgelegt. Und diese waren verheerend. Mit Stand vom 3. Juni belief sich die einsatzfähige Kampfbesatzung von ADLER-1 auf genau Franz-Josef Strauß, Kant und Goethe. Sonst niemand, der Rest war krank geschrieben.
Bismarck 50 Tage, Marx selbst 40, Lagerfeld 32, Gandhi 20 und so weiter.
"Karl, 40 Tage! Davon 30 Kur in Bad Ems!"
"Was ist damit, Howie? Bismarck hat es mir empfholen."
"Und die Erde, die bleibt so lange schutzlos?"
"Mein lieber Howie, ich habe mein ganzes Leben der Verbesserung der Lebensbedingungen der werktätigen Klasse gewidmet. Und jetzt soll ich sozusagen den Streikbrecher geben? Nein. Ich habe tarifvertraglichen Anspruch auf Kur, ich werde die arbeitende Massen nicht verraten. Ich werde fahren und euch eine Karte schreiben, Basta."
"Wie sieht es denn mit dem Ersatz aus?" fragte Marx, auf Versöhnung bedacht.
"Nicht gut. Die Qualität der Bewerber nimmt ab. Vielleicht sollten wir doch zurück zur Wehrpflicht?"
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/dieneuen.jpg
Marx hob tadelnd die versengten Augenbrauen. Überhaupt, jetzt, wo der Bart abgebrannt war, sah er ein wenig so aus wie Waldemar Hartmann nach dessen Rasur, eben sehr ungewohnt.
"Mach keine Witze, Howie. Was ist mit diesem Manstein, der schien doch sehr begabt?"
"Tja, wir haben mit Knopp telefoniert. Der meinte, wir sollten gänzlich davon absehen, Deutsche aus dieser Zeit zu rekrutieren, das wäre heikel. Wir haben auch sofort den Speer aus der Bauabteilung ersetzt."
"Aber der hatte doch ein Attest von Fest, außerdem soll Heino Ferch in verkörpern, der kann doch nicht auch...?"
"Veralteter Forschungsstand, lieber Karl. Wir machen um solche Leute künftig einen großen Bogen."
"Verstehe. Aber glaubt man diesem Internet, dann sollten sich doch gerade diese Leute mit UFOs auskennen..."
Jetzt war es an Carpendale, tadelnd zu gucken.
Wir sind für Gerhard Schröder. Der Truppe fehlt noch ein Zigarre qualmender Haar- und Schönfärber.
Vor allem wenn er Franz Josef Strauss auffordert: "Hol mir mal ne Flasche Bier!" :D
Und die Aliens werden nicht mehr abgeknallt, sondern auf Hartz Fear gesetzt. Das ist viel vernichtender ...
Wir schlagen noch Walther von der Vogelweyde und Hildegard von Bingen als Rekruten vor.
AG_Wittmann
31.10.12, 13:29
Schaut mal, wer da noch in der Gruft liegt, es ist Lincoln!
Frisiercreme
31.10.12, 13:50
Dann werden wir mal bei seinem Agenten nachfragen, ob er neben der Vampirjagd noch Zeit für anderen Engagements hat. Außerdem wollten wir schon immer wissen, ob sein Gebiss nun aus Holz, Walfischknochen oder Elfenbein war.
HAt sich Oskar Lafontaine schon zum Dienst gemeldet. Der sucht doch sicher noch ein neues Tätigkeitsgebiet.
Alith Anar
03.11.12, 11:40
Der ist doch gerade mit Sarah Wagenknecht ehm ... beschäftigt.
Da kann er doch nicht noch die Welt retten. Aber wenn er die Zeit hätte, ja dann würde Oskar ... aber mindestens.
Francis Drake
03.11.12, 12:54
Dann nehmen wir doch auch Frau "Dr." Sarah Wagenknecht mit ins Boot! ;)
Frisiercreme
04.11.12, 18:57
Derzeit ist das Boot voll, aber morgen geht es weiter.
Frisiercreme
05.11.12, 15:50
Marx wuchtete den schweren schweinsledernen Koffer über die Schwelle vonm ADLER-1. Hegels gesammelte Werke. Wozu hatte er diesen idealistischen Plunder überhaupt mitgenommen? Man müsste es vom Kopf auf die Füße stellen. Oder eben umgekehrt. So war es jedenfalls unbrauchbar und hatte ihm die ersten Tage der Kur versaut. Aber das war jetzt nicht mehr so wichtig.
"Rita, ich brauche alle Tagesmeldungen der Außenstationen der letzten Wochen. Und in einer Stunde erwarte ich Oberst Carpendale zum Raport."
Frau Süßmuth sah dem Trierer bewundernd nach. Trotz seiner schweren Verwundungen, trotz des verbrannten Bartes strahlte er Autorität und ein unbeschreibliches Charisma aus.
Nachdem sie ihm die geforderten Meldungen vorgelegt hatte, gab sie sich zum tausendsten Mal ihren Tagträumen hin.
Marx und sie, verträumt auf einer Wiese, voll von duftendem Klee, wie sie wundervollen Schmetterlingen nachschauten.
Sie und Marx, wie sie gemeinsam durch den duftenden Lavendel der Provence rollten.
Sie beide, wie sie gemeinsam im Langen Eugen eine nachhaltige, generationengerechte, auskömmliche und aufkommensneutrale Rentenreform besprachen.
Dabei trug sie stets jenes weiße Chiffonkleid, das ihr Veronique of Green Gables damals zur Konfirmation geschickt hatte. Das heißt, sie trug es nicht immer...
Doch das durfte alles nicht sein! Hans-Dietrich würde es nie verwinden!
So ermahnte sie sich gerade, als die sonore, aus Millionen Träumen so vertraute Stimme das Vorzimmer durchdröhnte: "Schicken sie Carpendale jetzt herein!" Süßmuth wandte sich gerade der Tür zum Flur zu, um den Südafrikaner hereinzubeten, da vernahm sie den einen weiteren Nachsatz: "Ach ja, Rita, die neue Frisur steht ihnen ganz ausgezeichnet!" Ihr Herz setzte einen Schlag aus, sie seufzte glücklich.
"Howie, wie ist die Lage?"
"Nun, alles läuft bestens"
"Bestens?" Marx beäugte seinen Stellvertreter skeptisch. Das hatte er nicht erwartet.
"Die Rekruten haben zwei große Raumschiffe der Mutonen intakt erbeutet. Die Forschung schreitet gut voran, wir konnten sehr viel Elirium sichern und haben nun genügend Module, um selbst fortschrittliche Schiffe zu bauen. Unsere besten Soldaten befinden sich in psionischer Ausbildung, wir fertigen Fluganzüge und unsere Leute können schweres Plasma verwenden. Seit du uns verlassen hast ist alles ein Kinderspiel."
Marx bemerkte den Seitenhieb natürlich. Dieser Carpendale war zu mächtig geworden. Doch auch das würde warten müssen.
"Howie, das ist ja ausgezeichnet. Was hat es uns gekostet, wie sind unsere Verluste?"
"Strauss hat sich die Syphilis zugezogen. Sonst keine Verluste."
Marx war erschüttert und erfreut zugleich. "Soll das bedeuten, dass wir bald zum Gegenschlag ausholen können? Dass wir den Feind auf seinem eigenen Territorium ausmerzen könnnen?"
Trotz seiner neu erwachten Eifersucht auf Carpendale sehnte Marx nichts mehr herbei, als den Tag, an dem sie die außerirdische Bedrohung vernichten würden. Er wünschte sich diesen Tag mit jeder Faser seines Körpers herbei. Er könnte dann endlich wieder ausschließlich ein philosophischer Philosoph sein. Und er könnte Rita die eine, alles entscheidende Frage stellen.
Doch Carpendale zerstach die Seifenblase brutal. "Ganz so weit sind wir noch nicht. Die Neuen brauchen mehr Einsatzerfahrung, wir müssen noch weitere Waffensysteme erforschen, das Psi-Training muss tiefer gehen. Und außerdem brauchen wir ein neues Raumschiff."
"Na dann, an die Arbeit", entgegnete Marx entschlossen. Offenbar konnten sie doch ohne ihn nicht entscheidend arbeiten.
"Wir haben da noch ein Problem in FALKE-2." Howie kam es sichtlich ungelegen, aber er mußte es melden. "Gundula Gause und Franz Beckenbauer haben Anträge gestellt. Mutterschutz und Elternzeit.
Teddy Suhren
08.11.12, 16:33
Großartig! :D
Frisiercreme
10.11.12, 16:46
Wiederum Dank an die mitlesenden Regenten für die rege Anteilnahme.
Es erleichtert das Schreiebn ungemein, wenn man weiß, dass man nicht nutzlos in den Äther hineinpostet.
Das neue Update hat wegen falschem Abspeichern etwas länger gedauert, wir mussten den Juni erneut spielen.
Frisiercreme
10.11.12, 16:58
Es war eine sternklare Julinacht. Der letzte Monat war sehr ereignisreich für die X-Com gewesen. Der Feind wurde zusehends stärker und setzte mehr und größere Schiffe ein. Die Mutonen waren gefährliche Gegner, aber es stand zu befürchten, dass der Feind über noch tödlichere Mittel verfügte. Zwar war es der X-Com gelungen, groß angelegte Infiltrationsunternehmen in Paris und Budapest zu stoppen, aber England hatte ein Abkommen mit den Aliens geschlossen und die Zahlungen eingestellt. Das sah ihnen ähnlich! Ein stringenter Weg vom perfiden Albion über Maggie Thatchers "I want my money back" zu dem neuerlichen Verrat.
Und beim Einsatz in Paris war Carpendale schwer verwundet worden, aber auch er würde zurückkommen.
In ADLER-1 war der Zapfstreich längst erfolgt, eigentlich sollten bis auf die zur Radarüberwachung eingeteilten Winnetou, Lincoln und von Suttner sich alle Soldaten in ihren Betten befinden. Doch nicht alle fanden Schlaf.
Bismarck sah zu den Sternen herauf, er war glücklich. Das alles hier, das Kämpfen und Töten gaben ihm das Gefühl, wieder gebraucht zu werden. So viel Spaß hatte er sich seit den Sozialistengesetzen nicht mehr gehabt. Wie immer, wenn er abends dienstfrei hatte, unternahm er auch heute mit Wilhelm II. einen langen Spaziergang durch die Wälder um ADLER-1. Dabei warf Bismarck dem treuen Reichshund gelegentlich einen Sektoiden zum Aportieren zu, manchmal auch nur ein paar Gliedmaßen zum direkten Verzehr.
Auch Kant schlief noch nicht. Er lag in seinem Mechanikeroverall unter dem aufgebockten Skyranger. Er hatte seine Vorliebe fürs Schrauben entdeckt und heute war das Paket von D&W gekommen. Die Bassrolle im Cockpit war bereits angeschlossen, das würde den Außerirdischen und den Mädels in der Flugkontrolle ganz schön imponieren. Aber nicht nur der Klang war entscheidend, die Mühle sollte ja auch nach was aussehen. Also hatte er ein paar Spoiler in Karbonoptik verbaut, jetzt kamen die endkrassen Tribalaufkleber an die Reihe. Und für die Heckklappenfenster hatte er sich was ganz besonderes überlegt. Dort prangte jetzt ein Aufkleber der Böhsen Onkelz. Tja, beim Aufmotzen und in der psychologischen Kriegsführung machte ihm eben keiner was vor.
Carpendale lag noch wach im Bett, irrsinnige Schuldgefühle ließen ihn nicht einschlafen. Seine Meldung an Marx war stark geschönt gewesen. Es stimmte zwar, die Ausrüstung der Kämpfer war mittlerweile zeitgemäß, aber es fehlte eine durchschlagsstarke Flächenwaffe für die Truppe. Das automatische Geschütz war gegen die stärkeren außerirdischen Rassen wirkungslos und nur noch zur Gefechtsfeldbeleuchtung zu gebrauchen, gleiches galt für das schwere Gechütz. Außerdem hätten sie sofort zwei psionische Labors in ADLER bauen sollen, die große Anzahl von neuen Rekruten konnten unmöglich in nur einer Einrichtung ausgebildet werden.
Am schwersten wog jedoch der Mangel von zeitgemäßen Raumschiffen. Die X-Com hatte in den letzten Tagen eine große Anzahl von Feindschiffen entkommen lassen müssen, weil die Feuerkraft und Standfestigkeit der alten Jäger das Abfangen nicht mehr erlaubten.
Sie hatten zuviel Zeit mit den grausamen Experimenten von Professor Heintje verplempert, jetzt fehlten ihnen entscheidende Ausrüstungteile, die sie hätten erforschen sollen, anstatt die Gefangenen in den Wahnsinn zu treiben.
Gerade jetzt! Während der Feind seine Infiltrationsoffensive durchgeführt hatte, hatte die X-Com mit gebundenen Händen da gestanden und kaum etwas unternehmen können. Man konnte einstweilen nur gegen gelandete Schiffe vorgehen.
Aber das war es gar nicht, was Howie plagte. Geschah diesem Fatzke Marx ganz recht. 30 Tage Kur! Und er, Carpendale musste sich mit den Problemen herumschlagen. Dabei blieb im nicht genug Zeit zum Singen, seine Stimme drohte einzurosten.
Er bewegte seine bandagierte Hand unter dem Laken und ertastete den welken Oberschenkel von Margot Honecker. Er wußte zwar, welche Wirkung er auf Frauen ihres Alters hatte, dennoch fühlte er sich unendlich benutzt. Er ging leise in den Waschraum und übergab sich.
Allenthalben
11.11.12, 10:43
Auch wir möchten uns an dieser Stelle mal zu Wort melden und Euren AAR loben. :Top:
Wir kannten, kennen das Spiel nicht, haben durch Eure Geschichte allerdings Lust auf ein eigenes Spiel bekommen. Im Web findet man eine gratis Version, ca. 6 MB. Also downgeloaded und gestartet. Leider kriegen wir das Spiel nicht zum laufen.
Nun lesen wir also weiter hier mit und warten auf die Fortsetzung. ;)
Alith Anar
11.11.12, 11:45
Hallo,
Das Spiel lässt sich inzwischen nur noch in der DosBox ausführen.
Fertig vorkonfigurierte Pakete gibt es z.B. bei Gamersgate: http://www.gamersgate.com/DDB-XCOM/x-com-complete-pack-bundle
Bei Steam zum gleichen Preis.
Wobei Ich hier ehrlich sage, wartet bis zum Wintersale, da gibt es das Komplettpaket auch für 5 Euro.
Francis Drake
11.11.12, 13:34
Durch euren AAR bin ich selber mal wieder angefangen.
Ich bin über eine Version gestolpert, die 361 MB hat und Win7 fähig ist.
Frisiercreme
11.11.12, 14:38
361 MB? Geht es um das echte Spiel oder eines der zahlreichen Remakes? Die von uns verwendete Dos Version beansprucht mit zahlreichen Savegames 10 MB.
Francis Drake
11.11.12, 14:50
Ich hatte das "alte" Ufo damals auch auf CD (zusammen mit Master of Orion 1). Das ist auf jeden Fall die Orginalversion mit einem Mod drauf. Wichtig für mich ist, das es ohne Probleme bei Win 7 läuft.
Frisiercreme
11.11.12, 20:02
Marx nahm noch einen tiefen Schluck aus dem Flachmann. Doch das gewohnte scharfe Brennen blieb aus. Er erinnerte sich: Nach dem Abfall Großbritanniens war an ordentlichen Scotch nicht mehr heranzukommen. So blieb ihm zwar die ewige Entscheidung zwischen Laphroaig, Ardbeg und Bowmore erspart, gleichzeitig blieb aber eben auch nur noch Racke rauchzart.
Churchill war die Sache mit England immerhin angemessen peinlich, da saß er jetzt in seinem Kampfanzug, nur noch den Zylinder auf dem Kopf und mit einem leidenden Ausdruck auf seinem Bulldoggengesicht.
Marx gegenüber hockte Gandhi im Schneidersitz und kaute an einer seiner unvermeidlichen Mettwürste. Unter seiner runden Brille sah er sehr zufireden aus. Wo steckte der kleine Inder das alles hin? Er sah noch immer asketisch aus wie ein Eremit, fraß in Wahrheit aber wie ein Scheunendrescher. Es war Gandhi gewesen, der Strauß beim Haxenwettessen beim letzten Kompanieabend geschlagen hatte. Fünf Stück! Wilhelm II. hatte von den ganzen Knochen noch immer Verstopfung.
Marx wollte nicht länger an den Kompanieabend denken. Es war natürlich ein Vorschlag von Strauß gewesen, Motto: Hüttengaudi und Oktoberfest. Im Juli! So ein elender Blödsinn. Überhaupt Strauß! Der Mann ging allen auf die Nerven. Seit der Ankunft von Simone de Beauvoir nannte er sie nur Madame Bovary. Über so einen Mist konnte sich der Bayer dann stundenlang amüsieren.
Wenn es einen gab, dessen Ideen Marx noch mehr fürchtet als die von Strauß, dann war es der Unsinn, der gewöhnlich aus Carpendales Kopf drang. Carpendale! Marx mußte noch einen Schluck nehmen. Carpendale war zu blöd um aus dem Bus zu winken. "Alles läuft bestens." Marx hatte es noch in den Ohren. Nichts lief bestens. Die Außerirdischen kamen mit verstärkter Vehemenz und Carpendale hatte nach seiner Amtszeit ein Trümmerfeld hinterlassen. Anstatt sich um brauchbare Projekte zu kümmern, hatte er zusammen mit Heintje Außerirdische um den Verstand gesungen und ihnen völlig wertlose Geständnisse entlockt. Es war doch völlig gleichgültig, was die Außerirdischen zu ihrer Unterhaltung taten, oder womit sie Kühe sezierten. Naja, das würde Gandhi anders sehen.
Es war nur pures Glück gewesen, dass das erste Zusammentreffen mit den Ätherern im Elsass so glimpflich verlaufen war.
Aber es war einfach eine Tatsache, dass Carpendale einen Monat verplempert hatte, in dem die X-Com einen konkurrenzfähigen Jäger hätte haben können. Die neuen Fluganzüge wollte Carpendale nicht einführen, den Forschungsauftrag für die Blasterwaffe hatte Marx ununterschrieben unter einem Notenstapel gefunden, Deine Spuren im Sand. Am Arsch! Noch ein Schluck, der Flachmann war fast leer, doch der Flug des Skyrangers würde ja heute nicht lange dauern.
Denn das war ja das Größte! Carpendale hatte es geschafft, dass der Feind eine Basis einrichten konnte. Sozusagen im Vorgarten von ADLER-1 hatten die Aliens ein Stützpunkt errichtet und dieser singende Hirnprinz hatte nichts bemerkt.
Doch Marx würde das nicht länger dulden. Sie würden den Stützpunkt einäschern, sie befanden sich ja schon auf dem Flug dorthin.
Ziel des Skyrangers war die Außerirdischen-Basis 1.
Ziel des Skyrangers war: Cottbus.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/cottbus.jpg
Frisiercreme
12.11.12, 13:45
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/clausewitz.jpg
Clausewitz lud den Blaster fertig. Es war zweifellos die stärkste Handfeuerwaffe, die ein Mensch jemals eingesetzt hatte. Sie verschoss einzelne Projektile entlang vorher beliebig eingestellter Wegpunkte, traf das Projektil dabei auf ein Objekt, so brachte es ein Aufschlagzünder zur Detonation. Detonation war ein schwaches Word für das Inferno, das dann losbrach. Die Sprengkraft war einfach enorm. Bei Probeschüssen hatten sie festgestellt, dass die Aussenhülle von feindlichen Raumschiffen glatt durchschlagen wurde. Diese Waffe hatte er gemeint, als er von der Fortsetzung mit anderen Mitteln sprach. Das hier war das andere Mittel.
Er hatte mal dieses Internet durchstöbert. Egal worum es in kriegerischer Hinsicht ging, selbst wenn es nur Anleitungen für "Computerspiele" waren, dann wurde er zitiert. UInd das oftmals falsch und sinnentstellend. Und dann folgte zuverlässig so ein Chinese, damit die Leute nicht so eurozentrisch wirkten. Aber mit solch einer fürchterlichen Waffe in der Hand, welche Bedeutung hatten da jahrhundertealte Zitate?
Und die Waffe hatte einen weiteren Vorzug. Clausewitz war Teil des Bergungsteams und er war es satt, nach den Einsätzen mit Plastiktüten auf den Knien herumzurutschen und Alienteile aufzusammeln. Nur damit man dann feststellte, dass Bismarck die Hälfte für seinen Hund abgezweigt hatte. Das würde jetzt alles entfallen. Nach einem Treffer mit dem Blaster gab es keine Überreste mehr.
Clausewitz entsicherte die Waffe.
Der Einsatz hatte begonnen, die X-Com infiltrierte die feindliche Basis in Cottbus. Nach kurzer Zeit traf Bismarck auf den ersten Mutonen und beschoss ihn mit seinem automatischen Geschütz - ohne Wirkung. Clausewitz nahm die Einladung zu einer kleinen Demonstration an, er programmierte den Flugpfad...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/blast1.jpg
... und feuerte.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/blast2.jpg
Der Rest der Mission verlief wie geplant. Die neue Ausrüstung mit schwer gepanzerten Fluganzügen und den neuen Waffen machte sich bemerkbar, auch die einzelnen Soldaten wurden immer besser. Ausser einer leichten Verwundung von John F. Kennedy gab es keine Verluste.
Es war schließlich Karl Lagerfeld, der die feindliche Kommandozentrale erstürmte, sie aber verlassen vorfand. Die meisten feindlichen Führer waren schon der Erstürmung des Zugangs gefallen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/sturm.jpg
Der Einsatz war ein voller Erfolg, Cottbus war eine von Außerirdischen befreite Zone.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ergebn.jpg
Alith Anar
12.11.12, 13:48
Ich liebe diesen Footballwerfer :)
Frisiercreme
12.11.12, 14:12
Natürlich. Das Ding ist unglaublich mächtig. Und glücklicherweise kann die KI damit nicht umgehen. Weil das aber so ist, verwenden wir sie meistens nicht gegen Personal, oder jedenfalls nur im Notfall (der geschilderte Fall war kein Notfall, sondern diente nur zur Demonstration), ansonsten wäre es zu einfach oder "gamey".
Normalerweise setzen wir den Blaster meistens ein, um Löcher in UFOs zu stanzen und um nicht erkannten Feind zu bekämpfen. Oder gegen Ätherer, da ist alles erlaubt.
Ich liebe diesen Footballwerfer :)Blöd, wenn man ihn das erste Mal auf dem Mars zu Gesicht bekommt, wenn das eigene Invasionskommando damit empfangen wird. Ein Treffer davon in der Aufstellungszone hatte meiner Jahrzehnte alten Erinnerung nach fatale Folgen...
Alith Anar
12.11.12, 17:20
Dann wart Ihr aber schon recht früh auf dem Mars oder?
Frisiercreme
26.11.12, 12:51
Fuchsberger betrachtet sich im riesigen Spiegel. Weltmännisch sah er aus, wie eh und je. All die Jahre hatten ihm nichts anhaben können.
Doch was machte er hier eigentlich? Wann erhielt er endlich seinen Preis? Zuerst beorderte man ihn aus Tasmanien nach Deutschland, ohne Angabe von Gründen wohlgemerkt! - und dann ließ man ihn hier in diesem gefliesten Raum mit dem Riesenspiegel sitzen. Es konnte ja nur um eine Preisverleihung gehen. UNO, Bambi, Ehrenbürger? Naja, irgendetwas würde schon abfallen.
Entspannt betrachtete er weiter sein Spiegelbild. Plötzlich ein stechender Schmerz, eine Art Schrei und die Züge des Schauspielers verzerren sich zu einer Grimasse. Da ist nichts mehr von der Eloquenz übrig, gleichzeitig manisch und servil starrt er nun in den Spiegel. Er erhebt sich, macht eine steife Verbeugung und beginnt mit einer Fistelstimme zu sprechen: "Ah, Chiefinspector! Kommen sie herein! Darf ich ihnen den Mantel abnehmen? Hier entlang, ihre Lordschaft erwartet sie im blauen Salon. Entschuldigen sie die Umstände, aber die Entführung von Lady Hascott machte ihr Kommen unumgänglich."
Auf der anderen Seite des Spiegels sprach Kinski die Litanei still mit. Trotz der gescklossenen Augen war ihm die Befriedigung anzusehen. Nachdem Fuchsberger sich in der Zelle beängstigt unter dem Tisch zusammengekauert hatte drehte sich Kinski triumphierend um.
Marx und Carpendale waren fassungslos. Kinski hatte eine Demonstration seiner psionischen Fähigkeiten angekündigt und das hatte er mit dieser obszönen Schaustellung auch über die Maßen geboten.
"Fuchsberger! Fuchsberger! Blacky! Pah! Jahr um Jahr musste ich den besessenen Butler geben und mein Talent vergeuden. Indisches Tuch, schwarzer Abt, elender Dreck! Ich hätte der Inspector sein müssen, ICH! Dann wäre es Kunst gewesen, bedeutungsvoll! Nicht diese schalen Filmchen voller schwachsinniger Irrelevanz. Ich hätte in München kommentieren müssen, ICH!"
"Lass es gut sein Klaus. Wir sind ja überzeugt." versuchte Marx ihn zu beschwichtigen.
"Verblendung! Eine Dummheit! Ihr ahnungslosen Dummköpfe! Mein Talent verschwendet! Brargh." Kinski beruhigte sich nur langsam. "Fuchsberger war nur eine kleine Demonstration meiner Kunst. Ich werde das gleiche mit den Geschmeiß von Ätherern machen. Auch sie werden lernen, mein Talent zu respektieren. Und nun lasst micht durch, im anderen Raum wartet Heinz Drache. Mal sehen, ob er unter diesen Umständen die Nummer von Karin Dor lange für sich behalten kann."
Marx sah dem Schauspieler nach. Auch das noch! Er wußte sowieso nicht mehr, wo ihm der Kopf stand. Die X-Com hastete von Einsatz zu Einsatz.Sicher, durch die neue Ausrüstung waren die Erfolge auf dem Papier immens, doch es schlüpften immer wieder Ausserirdische durch. Jetzt hatten sie erneut einen feindlichen Stützpunkt entdeckt, diesmal in Schottland.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/berforderung.jpg
Die Mannschaft von ADLER 1 war an der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt. Es wäre eine Kleinigkeit, die Leute von FALKE 2 oder von PHOENIX 3 mit Skyrangern auszustatten und einzusetzen. Aber Marx bestand darauf, dass die Stammbesatzung soviel Einsatzerfahrung wie nur möglich sammelte, bevor man den Feind auf dessen Territorium anging.
Gedankenverloren ging Marx zurück in sein Büro. Wie so oft drückte er den Knopf der Gegensprechanlage, doch jetzt hatte er einen dienstlichen Grund und es ging ihm nicht nur darum Rita zu sehen. Rita! Alleine sie machte ihm die Verantwortung erträglich. Sie war ihm mtrotz ihrer verkopften, spröden Art eine immense Stütze. Und ausserdem hatte sie sich erst letzte Woche ein besonders reizendes altbackenes Kostüm gekauft.
"Rita, die Personalakten aller Kämpfer von ADLER 1 bitte."
"Auch die der Kämpferinnen?"
"Natürlich." Marx seufzte. Diesen Unsinn würde er nie verstehen, aber es gehörte wohl dazu. Er goss sich einen doppelten Racke rauchzart ein. Die nächste Mission würde der Basis in Schottland gelten um wieder an ordentlichen Whisky zu gelangen.
Rita betrat das holzgetäfelte Büro und Marx vergaß allen Groll. Das - wie nannte man die Farbe eigentlich? pinke? - Kostüm!
"Danke Rita, sie können dann Schluss für heute machen."
Sie warf ihm eine kecken Blick zu und Marx vertiefte sich in den Akten. Er verglich die Leistungen der ursprünglichen Soldaten und Soldatinnen...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/gandhi.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/carpendale.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/bismarck-1.jpg
mit jenen der zweiten Rekrutierungswelle.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/honecker.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/churchill-1.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/schulz.jpg
Besonders wunderte sich Marx über den Unterschied zwischen Churchill und Gandhi. Schließlich hatten doch beide im zweiten Burenkrieg an der selben Schlacht teilgenommen, die auch etwas mit Fußball zu tun hatte.
Dennoch: Nein. Es würde noch einige Zeit dauern, bevor man diese Leute auf den Mars schicken konnte. Denn soviel war klar, die Erde hatte nur diese eine Chance.
Marx leerte das Glas und betätigte den Alarm: "An alle: Alarmstart für Skyranger 1. Ziel ist die Auslöschung der feindlichen Basis in Schottland."
Vor dem Start überprüfte Marx die Waffenzuladung und als Kant die Triebwerke zündete war der Kommunist der glücklichste Mensch der unbesetzten Welt: Rita hatte ihm eine Granate gewidmet.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/rita.jpg
Frisiercreme
28.11.12, 16:56
Hello again, du ich möchte Dich heut noch seh'n, ich will Dir gegenüber steh'n, viel zu lang war die Zeit...
Die glockenklare Stimme Carpendales fräste sich durch die schottische Nacht.
Kant schob den Regler nun bis zum Anschlag nach rechts. Die Lautstärle war nun so infernalisch, dass die Kennzeichenhalter des Skyrangers munter im Takt der Aussenlautsprecher mitschepperten.
Von Kant stammte auch die Idee, das Arsenal der X-Com durch dies Form der psycholhischen Kriegsführung zu erweitern.Strenggenommen war sie nicht ganz von ihm, er hatte ein Gespräch zweier Wehrpflichtiger an der Trinkhalle über Vietnamfilme belauscht.
Mit der Songauswahl hatte er aber nichts zu tun, es hatte darüber wie immer erheblichen Streit gegeben. Strauß und Honecker hatten wie so oft eine unheilige Alianz gebildet und den Ritt der Waklüre gefordert. Der Rest der Truppe war sich einig, dass dies doch ein bißchen abgeschmackt wäre. Daraufhin hatte Bismarck, der alte Avantgardist, Morgenluft gewittert und den Einsatz von Stockhausen gefordert, Gandhi bestand auf Ravi Shankar und Bertha von Suttner setzte sich beinahe handgreiflich für "99 Luftballons" ein. Spätesten zu diesem Zeitpunkt war Kant dann klargeworden, dass er mit seinem ureigenem Voirschlag, nämlich "Califonia über alles" auch keinen Erfolg haben würde.
Schließlich konnte sich Carpendale durchsetzen. Zum einen war die persönliche Eitelkeit ein starker Antrieb, zum anderen überzeugte sein Argument, dass auch feindliche Kombattanten bei entsprechender Beschallung verpflichtet seien, die fällige GEMA Gebühr zu entrichten. Damit hatte die X-Com ein neues Einnahmfeld eröffnet. Die Einkünfte waren dann aber schließlich nicht der Rede wert, denn die Zahlunsmoral der Ausserirdischen ließ sehr zu wünschen übrig.
Ich würde gern für immer bleiben, das kann ich nicht allein entscheiden. Vielleicht wird uns noch viel verbinden, vielleicht mußt Du erst zu mir finden.
Der Einsatz in Schottland stellte dann kein größeres Problem mehr dar, der Feind war ob der geschliffenen carpendalschen, ja fast schon carpendalesken Lyrik völlig demoralisiert.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/schottland.jpg
Die Monatsabrechnung brachte dann einen leichten Schock: Frankreich und Indien lassen uns im Stich (wir wollen hier keine Franzosenwitze hören!).
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/august.jpg
Der finanzielle Einbruch lässt sich dabei sehr leicht verschmerzen, aber im Fall von Frankreich fragen wir uns dann doch, wieso uns das hier offenbar völlig entgehen konnte:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/frankreich.jpg
Eine weitere Entscheidung wird getroffen. Simone de Beauvoir und Margot Honecker werden vom Fronteinsatz freigestellt, ihre psionischen Werte sind nicht akzeptabel:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/psi-1.jpg
Frisiercreme
29.11.12, 11:44
"Karl, aufstehen! Sie kommen!" Clausewitz schüttelte heftig an Marx´Arm.
"Wieso denn mitten in der Nacht? Wir hatten doch 9 Uhr abgemacht?"
"Karl, es geht nicht um die Schulkinder" antwortete Clausewitz. "Die Ausserirdischen haben ADLER 1 entdeckt. Sie greifen uns an!"
Offenbar wurden wir entdeckt und müssen jetzt unsere Basis verteidigen. Und, unsere Erinnerung täuscht uns da nicht, diese Einsätze waren immer etwas verbugt...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/abgeschnitten2.jpg
Diese Vier sind vom Rest der Karte abgeschnitten.
... und heikel.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/therer1.jpg
Ätherer! Und eine ganze Menge davon. Frau Honecker wird auch sehr bald durch feindliche Psi-Einwirkung in Panik gestürzt und schließlich kontrolliert. Ihre Zeit bei den Eingreiftruppen ist beendet.
Aber mittlerweile kann Kinski das auch:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/psiblaster.jpg
Ein feines Ziel für friendly fire:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/psibl2.jpg
Nachdem sich der Rauch verzogen hat sehen wir uns die Sache mal an:
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/wirkung.jpg
Die X-Com hat weiterhin Glück. Der Feind feuert ebenfalls mit einem Blaster auf uns. Aus unerfindlichen Gründen hat er aber wohl über unsere Truppen gezielt, so bleibt die Explosion wirkungslos.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/feindblaster.jpg
Als um 9 Uhr morgens die 4c der örtlichen Grundschule in ADLER 1 eintraf, waren die gröbsten Überreste der nächtlichen Schlacht weggekärchert.
Die Klasse wurde in 3 Gruppen aufgeteilt und während Kinski ein paar einfache psionische Tricks vorführte und Churchill das Chrysalitenreiten beaufsichtigte, führte Marx die dritte Gruppe durch den Stützpunkt.
"So, liebe Kinder, das hier ist unser ganzer Stolz, unser stärkstes Raumschiff."
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/avenger.jpg
Der besonders aufgeweckte Kevin von Brockdorff-Rantzau fragte, wieso der Mann mit dem komischen Hut, nämlich Kant, so viele Lautsprecher am Avenger befestigte.
"Damit spielen wir ganz furchtbare Musik. Das macht den Ausserirdischen ganz toll Angst. Wir benutzen den Avenger, um hier auf der Erde zu unseren Einsätzen zu fliegen. Und wenn wir noch ein bißchen geübt haben, dann drücken wir hier diesen Knopf und fliegen auf den Mars und besiegen dort...
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/knopf.jpg
Marx suchte verzweifelt den Schalter, um zur feindlichen Basis auf dem Mars zu fliegen. Er war nicht da. Hatten sie das noch gar nicht erforscht? Dieser verfluchte Carpendale!
"Liebe Kinder, geht mal zu den beiden Tanten da hinten. Ihr schießt doch sicher gerne? Und für den Rest der Basis: Alarm! Ziel ist die Feindbasis in Nordamerika, wir müssen einen Kommandanten fangen. Besser gesagt: Oberst Carpendale wird das machen. Und zwar mit einem Betäubungsstab."
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/howie.jpg
Als Oberst und Sänger eine Zumutung, als Kämpfer unersetzlich: Howard Carpendale.
Frisiercreme
17.12.12, 22:51
Marx schreckte auf. Er hatte starke Nackenschmerzen.
Halb vier in der Nacht, er war wieder am Schreibtisch eingeschlafen. Diese elende Grübelei! Eigentlich war die Sache klar, auf seinen Befehl hin könnten sie morgen zum Mars fliegen und der Bedrohung ein Ende bereiten.
Doch dann?
Zurück in sein altes Leben? Was war das überhaupt, sein altes Leben, darüber hatte sich bisher ja noch niemand Gedanken gemacht.
Sicher, man würde sie eine Weile abfeiern. Wetten dass, dann Beckmann, Maischberger, Kerner. Dann würden die Kochshows folgen, schließlich der Fernsehgarten. Und nach einer Weile blieb nur noch "Was macht eigentlich..." beim Stern. Stern! Was macht eigentlich Kujau? Stern! Sicher, für Carpendale waren das traumhafte Aussichten, aber ihn, Karl Marx, reizte daran nichts.
Aber er machte sich etwas vor.
Es ging nicht um den Fernsehgarten oder den Stern. Marx hatte schlicht Angst. Doch nicht vor den Ätherern, das war lange vorbei. Er hatte Angst vor der Frage an Rita. Sie hatten hier zusammen die schönste Zeit ihres Lebens. Doch mit dem Ende der Bedrohung würde auch ihr bisheriges Verhältnis enden müssen. Und würde sie Genscher dann wirklich für ihn verlassen? Marx war übel von Ungewissheit, deutschem Whisky und Gitanes Caporal. Er meldete sich für den nächsten Tag krank, Grund: chronische Prokrastination. Nachdem er die Unterschrift seines Vaters gefälscht hatte, legte er sich in sein Feldbett und schaltete den Videorekorder an. Verbotene Liebe, seine Lieblingsserie.
Teddy Suhren
21.12.12, 15:57
Bitte nicht aufhören. Es liest sich einfach großartig!
Frisiercreme
23.12.12, 17:10
Die Schmerzen waren unerträglich. Carpendale sah ungläubig auf seine Hand, sie war blutüberströmt. Er schmeckte den bitteren Geschmack seines eigenen Blutes. Ein dünnes rotes Rinnsal drang aus seinem Mund.
Er war nicht so ein verweichlichter Schlagerfuzzi, er hielt schon etwas aus. Damals die Hautstraffung bei Dr. Mang, das hatte er ohne Klage ertragen. Aber das hier war etwas anderes, diese Qual!
Sollte es so zu Ende gehen? All die Jahre, die Lieder, die Liebe... Vergeblich! Der Südafrikaner wollte gegen die Ohnmacht ankämpfen, doch die Schmerzen waren stärker. Ihm wurde schwarz vor Augen, er fiel, fiel, fiel.
Das ist ein sogenannter "Cliffhanger", nicht wahr?
Frisiercreme
23.12.12, 19:25
Cliffhanger können andres Regenten fraglos besser, ein besonderer Gruß an den edlen Sonic.
Nein, vor allem wollten wir anzeigen, dass hier noch nicht die Lichter aus sind.
Frisiercreme
24.12.12, 15:25
Bismarck betrog so dreist, dass es schon wieder Kunst war.
Gandhi sah ihm bewundernd zu und aß eine weitere Schweineschwarte. Jamie Oliver, dieses Genie! Schweineschwarte! Zugegeben, gelegentlich briet dieser Barbar auch Rinder. Aber niemand war perfekt. Niemand und nichts außer diesen gegrillten Schwarten, einfach lecker.
Marx saß in einer Ecke des Aufenthaltsraumes und betrank sich systematisch. Ungeplantes Herunterstürzen von Schnaps auf Schnaps war im ein Graus. Er suchte das gezielte Vergessen und fand es bei Glen Grant. Nichts Aussergewöhnliches, aber günstig. Am meisten „bang for the buck“, wie es Churchill ausgedrückt hatte. Und immerhin Pure Malt. Sie hatten beim letzten Einsatz in Peking eine ganze Palette von dem Zeug gefunden. Laut Meldung an die Versicherung hatte er den Whisky bei der Jagd auf eine Cyberdisk versehentlich gesprengt. Tatsächlich war der harte Kern der Truppe aber mittlerweile so geübt, dass Fehlschüsse kaum noch auftraten. Aber das musste Herr Kaiser ja nicht wissen.
Dennoch, Marx selbst wusste es nur zu gut. Sie würden bald nach Cydonia fliegen müssen, sie konnten es nicht ewig aufschieben. Jeder weitere Tag auf der Erde kostete Menschenleben. Und seine Leber würde diesen Schwebezustand auch nicht ewig mitmachen.
Er betrachtete versonnen den außergewöhnlich hellen Scotch und die öligen Schlieren am Glas. Sie würden starten, sobald alle Mann gesund und einsatzbereit waren. Der Entschluss stand fest. Wenn Marx betrunken war, dann hatte er die besten Ideen und die Entschlusskraft, die ihm sonst fehlte. Rita dufte keine Rolle bei seinen Plänen spielen, auch wenn ihm das das Herz brechen könnte.
Jetzt, das die Ungewissheit ausgeräumt war, sah sich Marx erleichtert im Aufenthaltsraum um. Die wachfreien Kämpfer waren alle versammelt. Bismarck spielte mit Strauß und Clausewitz ein Brettspiel, seine Dogge Wilhelm II. lag unter dem Spieltisch und schnarchte laut. Laut, aber nicht laut genug, um die Musik aus Kants Kopfhörern zu übertönen. Finger im Po, Mexiko. Kant war das personifizierte Lumpenproletariat. Er saß wie üblich vor seinem Laptop, trank Faxe aus der Dose, ließ sich mit Mallorcahits beschallen und surfte in Partnerportalen. ImperativerImperator24, ungebunden, finanziell unabhängig, Akademiker, Raucher und Autonarr. Alles kann, nichts muss. Herrje. Paris, Athen auf Wiedersehen.
Abseits vom Rest saß Goethe. Er fingerte an einem Rubikwürfel herum, machte dabei kaum Fortschritte, schrieb aber fleißig auf einen Block. Das Merkwürdige dabei war jedoch, dass er nebenbei häufiger beherzt von einer Art Pappe, bedruckt mit bunten Disneyfiguren, abbiss. Scholl-Latour, der ihm am nächsten saß und ein Modell des Eiffelturms aus Streichhölzern zusammenklebte sah Goethe genervt an. „Johann, was machst du da eigentlich?“ Goethe sah das Journalistenurgestein mit glasigen Augen an und murmelte etwas von Farbenlehre.
Derweil schob Bismarck seine Figur unauffällig drei Felder näher an den Baum heran, unter dem Sterntaler versteckt war. Clausewitz war gerade abgelenkt und Strauß merkte sowieso nichts mehr. So machte Sagaland Spaß.
Plötzlich hörte man ein dumpfes Poltern aus dem benachbarten Unterkunftstrakt. Kinski sprang als erster auf und stürmte in Stube 103, Carpendales Stube.
Dort lag der südafrikanische Schlagertitan bewusstlos im Bad. Er hatte sich offenbar mit Zahnseide ins Zahnfleisch geschnitten.
Cydonia würde warten müssen.
Headhunter
28.12.12, 11:50
Derweil schob Bismarck seine Figur unauffällig drei Felder näher an den Baum heran, unter dem Sterntaler versteckt war. Clausewitz war gerade abgelenkt und Strauß merkte sowieso nichts mehr. So machte Sagaland Spaß.
Plötzlich hörte man ein dumpfes Poltern aus dem benachbarten Unterkunftstrakt. Kinski sprang als erster auf und stürmte in Stube 103, Carpendales Stube.
Dort lag der südafrikanische Schlagertitan bewusstlos im Bad. Er hatte sich offenbar mit Zahnseide ins Zahnfleisch geschnitten.
Cydonia würde warten müssen.
:lach::lach::lach::lach::lach:
Ihr seid genial! Bitte weiter so:lach:
Frisiercreme
03.01.13, 18:56
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/marxdenkt.jpg
Marx hockte in sicherer Deckung hinter einer Hecke im ländlichen Speckgürtel Moskaus. Seine Plasmawaffe bellte das alte Lied von Tod und Verderben, zwei Mutonen fielen. Da war sie wieder, die alte Routine hatte ihn zurück. Mit eher akademischem Interesse betrachtete er, wie Gandhi einen weiteren Mutonen in Brand setzte.Schmutzige Routine.
Sie mussten es beenden, mussten es einfach tun. Gedankenverloren schleuderte er eine weiter Granate. Auch wenn die Presse weitere Berichte forderte, auch wenn Rita noch nicht bereit sein sollte. Sie mussten starten, in drei Teufels Namen.
"Carl, zündet hier alles an, ich habe die Aufräumerei satt. Und in zwanzig Minuten habe ich eine Besprechung am Avenger angesetzt."
Marx hatte einen Entschluss gefasst. Allerdings, wie so häufig konnte er den Entschluss nicht lange durchhalten. Es hatte schon fast hamletsche Züge. Er wurde zerrieben zwischen den Anforderungen der Auslöschung der außerirdischen Bedrohung und den Forderungen der Presse nach immer neuen Schilderungen. Und natürlich der Angst vor Ritas Entscheidung. Prokrastination im Endstadium hatte der Truppenarzt bestätigt.
Zehn Minuten später stand Marx vor dem Raumschiff auf eine Kiste. Er würde die Rede seines Lebens halten.
"Männer! Liebe Bertha!
Wir haben harte Monate hinter uns. Wir kämpfen gegen einen Feind, der keine Gnade kennt und keine Gnade verdient hat. Der Feind ist hart, wir sind hart. Gegen den Feind, aber auch gegen uns selbst.
Klaglos haben wir es ertragen. Es ist nun an uns, zurückzuschlagen. In kurzer Zeit werden wir die entscheidendste Schlacht in der Geschichte der Menschheit ausfechten.
Menschheit, dieses Wort sollte von heute an für uns alle einen neuen Klang haben. Für mich bedeutete es in den letzten Monaten mehr als jemals zuvor. Nicht der Klassenkampf stand im Vordergrund, nein, Menschen aller Klassen kämpften gemeinsam, Seit an Seit, uns alle verbindet ein gemeinsames Schicksal. Sogar Josef Ackermann.In einem kleinen Aufsatz werde ich erklären, wie das zu meiner Geschichtstheorie passt und wieso ich es schon immer wußte.
Doch es geht bei unserer Mission nicht um unsere irdischen Konflikte, es geht um die Existenz der Menschheit.
In rund einem Monat werden wir den Gegenschlag ausführen, und wir werden uns als unserer Mission würdig erweisen.
Und sollten wir diesen Tag überstehen, dann wird der 15. Dezember nicht mehr länger nur ein irgendein Feiertag sein.
Sondern der Tag an dem die Welt mit einer Stimme erklärt:
Wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen.
Wir werden nicht ohne zu kämpfen vergehen.
Wir werden überleben.
Wir werden weiterleben.
Am 15. Dezember feiert künftig die ganze Menschheit gemeinsam den Aktionstag des Esperantobuches!"
Ergriffen blickte Marx in entschlossene Gesichter. Die Männer und Bertha von Suttner schwellten stolz dazu geeignet erscheinende Körperteile. Strauß reckte wacker sein Doppelkinn nach vorne.
"Doch angesichts der Größe unserer Mission müssen wir uns optimal vorbereiten.
Der Freizeitrat um den Kollegen Kant hat dazu ein Programm erarbeitet. Wir werden die Zeit bis zum 15. für Teambuilding und Entspannung nutzen. Wir fliegen alle zusammen mit dem Herzblatthubschrauber nach Mallorca."
Das Telefon klingelte. Irritiert sah Hauptmann Beckenbauer den moosgrünen Apparat an. Nanu, die grüne Leitung! Der Chef! Er war geschockt. Zu sehr hatte er sich seit seiner Versetzung zu FALKE - 2 an seine Reservistenrolle gewöhnt und sich sehr bequem eingerichtet. Sein Handicap war enorm verbessert, drei Kinder waren unterwegs.
"Alfons! Ruf die Leute zusammen, ich habe Neuigkeiten!"
"Aber Franz, mir platzen die Würsterl", schmatzte der streng nach Kardamon riechende Starkoch.
"Wir haben bald ganz andere Sorgen als platzende Würste. Ab heute sind wir Fronttruppe!"
Vor Schreck ließ der Koch seine Ingwerleberkäsesemmel fallen.
"Ingwerleberkäse"
Gibt es so ein Zeug wirklich? :eek:
Dann wünschen Wir mal artig viel Erfolg auf dem Mars.
Über die Ingwerleberkäsesemmel sind auch Wir gestolpert. Hoffentlich wird sie nicht in der Aubergine serviert.
Frisiercreme
03.01.13, 23:18
Da haben wir offenbar in ein Wespennest gestochen.
Wir notieren: Regentschaft für Verunglimpfung von Leberkäsesemmeln noch nicht bereit.
derblaueClaus
04.01.13, 00:48
Wie immer absolut großartig. Wir verlangen mehr !
Frisiercreme
06.01.13, 02:20
Es war ein wunderschöner Tag. Nena hatte noch mehr als sonst das Verlangen, die Welt zu umarmen. Hah, diese Aliens waren doch irgendwie knudelig. Niemals hatten sie ihre Personality aufgegeben.
Super authentisch irgendwie. Doch Nena hatte das Feeling von Hunger. Hunger mochte sie nicht, denn er machte die Menschen böse. Und böse Menschen sind irgendwie nicht sie selbst, jedenfalls irgendwie so doof.
Sie ging also in den Speisesaal und nahm einen authentische Portion Dinkel-Emmer Müsli. Laut der letzten Schrot und Korn war das der letzte Schrei. Und Schreien war ja irgendwie gut, jedenfalls wenn man nett seine Bösen Gedanken rausschreit, eben nicht so böse wie wenn man halt so böse schreit. Jupiieh.
Mmmh, lecker war das. Bewusst hatte sie sich gegen laktosefreie Milch entschieden. Einerseits wäre ja Solidarität mit den armen Leuten angebracht, aber, HEY!, sie war sie selbst und nunmal nicht allergisch.
Mjam mjam.
Neben ihr nahm Alice Schwarzer Platz, die ihr übliches englisches Frühstück zu sich nahm. Würstchen, ausschließlich von weiblichen Schweinen. Super, die Frau war voll konsequent!
Gerade wollte Alice ihr den üblichen Vortrag über den symbolischen Gehalt des Wurstessens im allgemeinen, des Abbeissens im besonderen und der Bedeutung des Senfes bei diesem Ritus halten, da ertönte die Sirene.
Einsatz!
Juppieh!
Endlich käme sie aus diesem Loch in China heraus und würde neue Welten kennen lernen. Nena war in Hochstimmung. Nein, das war untertrieben. In Hochstimmung war sie immer, jetzt war sie in Höchststimmung. Toll.
Bombay war ihr Ziel. Toll, soviele tolle Menschen. Mit jeweils eigener Geschichte, konnte man sich das vorstellen? Hier war nicht alles grau wie in Deutschland, nein, alles war so schön bunt.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/depp1.jpg
Als sich die Klappe ihres Raumschiffes öffnete war Nena noch bester Laune. Doch vor ihren Augen spielten sich erschütternde Szenen ab. Ein Chrysalit biss einen authentischen Inder und verwandelte ihn in einen Zombie.
Nena spürte instinktiv, dass das voll irgendwie nicht ok war. Sie zog eine Granate ab. Das heißt, sie versuchte eine Granate abzuziehen. Aber die Zähne taten dann voll weh. Egal, sie schaffte es und warf die Granate auf den Außerirdischen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/nena1.jpg
Doch während Nena mit sich selbst kämpfte, hörte sie gutturale Laute über ihrem Kopf. Dort schwebte Alice Schwarzer, die einen ausgedienten Fluganzug von Franz-Josef Strauß trug.
Sie hing dort im Himmel, einer Walküre gleich und feuerte unablässig in Richtung des Feindes. "Huzaaa, bitches! Take fire from the me!"
Sie brachte sozusagen das Rohr zum Glühen und gab Dauerfeuer.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/schwarzer.jpg
Unter ihrem Feuerschutz gelang es Schweiger und Lafer den feindlichen Widerstand zu brechen.
Die Truppe schwärmte aus, doch offenbar war nicht das ganze Gebiet gesäubert. Schubeck erkannte den Feind zuerst und gab einen Feuerstoß ab, doch er verfehlte.
Daraufhin nahm Nina Hagen die Initiative an sich und versetzte ihr Jing in perpendikulare Schwinungen mit dem Jang des Schlangenmenschen, Kinderspiel. Sie kontrollierte nun seine Gedanken. Schubeck hatte kein Verständnis für diesen Unsinn, er tötete den Außerirdischen mit einer heißen Ladung Plasma.
Doch damit war die Schlacht nicht beendet. Elvis meldete zwei weitere Feinde im Feinkostladen. Das war zuviel, Beckenbauer gab den Befehel zu Vernichtung.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/schlag.jpg
Mit dieser Rakete Simone de Beauvoirs fanden zwei Chrysaliten und ein Zivilist den Tod. Aber Beckenbauer konnte den Einsatz durchaus rechtfertigen. Seine Zeit war nicht unendlich, die Leute von Premiere warteten schließlich nicht ewig auf seine Expertise.
Der Firestorm war wieder in FALKE 2 gelandet, die Besatzung saß in der Kantine zusammen und besprach den letzten Einsatz. Alice Schwarzer hantierte ungeschickt mit einer Schere und massakrierte die Dekoration, Halloween näherte sich. Wieso hieß es eigentlich der Kürbis? Sie schnitzte wir verrückt, um eine Kürbisvulva zu formen.
Natürlich hatte der Abend längst seinen Höhepunkt überschritten. Nena wußte, dass es Schlafenszeit für sie war. Sie verabschiedete sich von der Mannschaft und ging den Gang herunter zur Tür. Johann Lafer sah ihr bewundernd nach. Für ihr Alter hatte sie eine beeindruckende Figur. Der androgyne Typ, das gefiel ihm. Hut ab.
Als Nena die Tür der Gaststätte erreicht hatte, bebte der Schnurbart des Österreichers vor Erregung.
Teddy Suhren
06.01.13, 03:19
Das ist einfach nur ganz großer Sport! Wir sind tief beeindruckt! :D
Allenthalben
06.01.13, 09:24
Wir schliessen uns den Vorrednern an, ein gesteigertes Adjektiv haben wir leider nicht parat. ;)
Auf gar keinen Fall schon zu bald das Alien-HQ ausräuchern, wir wollen viel mehr "persönliches" dieser Heldentruppe erfahren!! Lasst sie möglichst noch monatelang am lebenden (Alien-)Objekt Studien betreiben und die Welt auf rustikale Art säubern.
Ich liebe diese Schmerzen im Zwerchfell..... :ja:
derblaueClaus
06.01.13, 22:10
Oder startet alternativ ein Nachfolgespiel mit "Terror from the Deep" !
Frisiercreme
21.01.13, 20:52
Im Rahmen seiner, Gott sei es geklagt, beschränkten Möglichkeiten hatte Alfons Schuhbeck einen ausgewachsenen Bad-Hair-Day. Das war ja auch kein Wunder bei den hermetischen Helmen der neuen Fluganzüge.
Wir übergartes bayerisch Kraut hingen ihm die verbliebenen, goldblond verschossenen Strähnen in die Stirn. Normalerweise wäre das kein Problem gewesen, eine Prise Kümmel und ein gehäufter Esslöffel geschroteter Ginsengextrakt, damit brachte man selbst das fadeste Kohlgericht wieder auf Vordermann.
Aber, so dachte er bei sich, er war ja gar kein Friseur, so konnte es bei Haaren ja nicht gehen. Er war ja Koch, wenn auch ein humorvoller. Ein pfundiger, jemand der auch mal einen Spaß verstand. EIn kulinarisches Urviech, ein Gewürzpfiffikus. Das alles war er, Schuhbeck.
Wer hatte denn der regionalen alpenländischen Küche aus ihrem Winterschlaf geholfen? Wer peppte denn Weißwurst mit orientalischen Gewürzen auf und verdiente sich dabei dumm und dusselig? Wer verkaufte denn schlichtes Salz als Himalayagewürzmischung mit einer astronomischen Gewinnspanne? Er, er, ER! Schuhbeck! Und nun sollte er mit Lafer zusammenarbeiten, diesem Kopisten. Lafer! Dieser österreichische Parvenue. Dieser habsburgische Haferschleimverfeinerer, dieser k.u.k. Kartoffelschänder! Dieser steirische Speckknödelbarbar, dieser tiroler Schnitzeltransvestit! Schuhbeck gingen die Alliterationen aus, aber er war in Fahrt, kleine, elektrisch bläulich pulsierende Wolken traten aus seinen Schweinsaugen hervor.
Lafer hatte seine Geschäftsidee kopiert und damit Schuhbecks Gewinmarge geschmälert. Er musste sich nun sogar für McDonalds prostituieren. Das würde er dem Österreicher nie verzeihen. Er hasste ihn. Hasste Johann Lafer.
Zur gleichen Zeit erwachte Johann Lafer aus einem bewegten Schlaf. Er hatte von seiner harten Kindheit geträumt, die ewig gleichen Bilder von Armut, Verzweiflung und mangelndem Koriander.
Er kam aus armem Hause, aber niemals würde er den Tag vergessen, als die Bardot bei ihm ein ordinäres Schnitzel bestellte und er ihr einen sautierten Waran vorsetzte. Was hatten sie gelacht!
Oder Rock Hudson, dem sie stets konfiertes Kleiekrokant anstatt Hummer vorgesetzt hatten! Haha! Goldene Tage in Cannes.
Lafer nahm seine Bartbinde ab und verstaute sie im abschließbaren Fache seines Spindes, direkt neben der CD mit den Altherrenwitzen.
Er zog sich seinen seidenen Morgenmantel an und wollte zum Frühstück schreiten. Möglicherweise konnte er Nena doch noch zu einem Privatflug mit seinem Helikopter überreden, die gute alte Witwe Cliquot stand jedenfalls kalt. Und das Bett sollte mittlerweile auch frisch bezogen sein.
Doch kaum hatte er die Tür zu seiner Stube verschlossen, da stand Schuhbeck hinter ihm. Eigentlich hätte er ihn riechen müssen, aber offenbar hatte der Bayer sich stark parfümiert und seine üblichen Ausdünstungen waren überlagert.
"Johann! Unsere Wege haben sich zu oft gekreuzt! Tragen wir es aus wie echte Starköche. Tragen wir es aus wie echte Männer!"
Lafer war noch zu benebelt von den Eindrücken der letzten Nacht um zu widersprechen. Schuhbeck fuhr fort:
"Ich habe mit dem Franz gesprochen. Den nächsten Einsatz machen wir zwei alleine. Und wer die meisten Abschüsse hat, der hat gewonnnen. Der Verlierer muss dem anderen als Zeichen der Unterwerfung eine Portion Labskaus kochen."
Lafer schlug die Hände zusammen, als ginge es um ein Gebet "Freie Wahl der Waffen?" Schubeck nickte. "Einverstanden! Ist das was!".
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/dehli.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/Lafer.jpg
Beim Ausbooten erkennt Lafer zwei Schlangenmenschen. Er eröffnet das Feuer, doch er verfehlt. Schuhbeck gelingt es, einen Schlangenmensch zu töten. 1-0 Schuhbeck.
Im nächsten Zug sichtet Lafer den anderen Außerirdischen und schmilzt ihn per Plasma. 1-1.
Lafer erspäht den nächsten Schlangenmensch in unmittelbarer Nähe, doch er kann den Feind nur verwunden. Schuhbeck tötet ihn, 2-1 für den Bayer.
Eine Runde später trifft Lafer einen flüchtenden Alien tödlich, 2-2.
Schuhbeck hat Glück, ein weiterer Schlangenmensch läuft ihm genau vor die Waffe, 3-2. In der nächsten Runde wird er auch den nahen Chrysaliten töten können. Dieser Feind hat seinen Schrecken völlig eingebüßt, seitdem wir über Fluganzüge verfügen. Fliegende Objekte können sie nicht infizieren.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/chrysalit.jpg
Während Schuhbeck also den weitestgehend wehrlosen Chrylaiten wirkungslos verwundet, gelingt es Lafer, einen Schlangenmenschen zu meucheln.. 3-3.
Nach zahlreichen Fehklschüssen tötet Schuhbeck den Chrysalit. 4-3.
Und das Glück bleibt dem bayerischen Urgestein weiter hold, hinter der nächsten Ecke wartet das nächste Ziel. 5-3.
Schuhbeck geht weiter vor, Schlangenmensch hinter Holzzaun. Treffer 3 rechts tief, Figur. 6-3.
Neuer Schlangenmensch. Schuhbeck zielt gut, 7-3.
Doch vorher konnte der Feind einen guten Schuss anbringen, das bajuwarische Juwel wird schwer verwundet.
Lafer springt trotz aller Schmähungen in die Presche und bereinigt die Lage vollends. 7-5.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/diellende.jpg
Als man ihn mit einer Trage vom Schlachtfeld trug kämpfte Alfons Schuhbeck mit den Tränen. Johann Lafer hatte sein Leben gerettet. Zwar hatte Schubeck die Wette gewonnen und freute sich auf Labskaus a la niceoise, doch nun war er versöhnt. Warum sollten sie nicht gemeinsam die Kuh melken? All die gewürzgläubigen Menschen Deutschlands, dieser Markt sollte doch auch für zwei Ausnahmetalente ausreichen.
Marx schielte ungläubig auf das grüne Telefon. Diese Irren hatten was getan?
Teddy Suhren
25.01.13, 20:29
Einfach nur großartig. Wir haben selten im Netz so gute Geschichten gelesen!
Frisiercreme
25.02.13, 15:25
Nur langsam kam Marx zu sich. Wo war er? Und wo war sein Bart? Die Sonne strahlte ihm erbarmungslos ins Gesicht, er blinzelte. Er lag auf einer Wiese und alles kam ihm bekannt vor, aber wie war er hier hingekommen? Völliger Filmriss.
Passanten und Spaziergänger gingen an ihm vorbei, bemühten sich aber, keine Notiz von ihm zu nehmen. Wieso waren die meisten nackt?
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/mnchen_zps725d23ae.jpg
Hatten die Außerirdischen gesiegt? Gesiegt und die Menschheit versklavt?
Aber eigentlich sahen sie dafür ganz fidel aus. Direkt neben ihm bewegt sich etwas. Marx dreht sich um und das Blut gefror in seinen Adern. Für einen Moment wünschte er sich, die Aliens wären tatsächlich siegreich gewesen. Neben ihm wälzten sich innig umschlungen Strauss und Scholl Latour über den Rasen. Strauss trug nichts, Scholl Latour nur ein lachsfarbenes Lackdirndl. Angewidert räusperte sich der Kommunist. Scholl Latour sah ihn erst überrascht und ertappt an, doch sofort wurde der Blick des Starjournalisten unter der Latexmaske wieder fest. Souverän stieg der Islamkenner vom begnadeten Bierzeltredner und murmelte mehr erklärend als entschuldigend etwas, das wie Dien Bien Phu oder auch Schutz vor Auskühlung geklungen haben mag.
Hinter dieser alles in allem geschmacklosen Zurschaustellung neuzeitlicher Promiskuität hob und senkte sich regelmäßig ein mächtiger Bauch, dazu ertönte ein sonores Schnarchen. An der spärlichen, an absichtlich schlecht gerupfte Bio-Hühner gemahnenden Brustbehaarung und den zahlreichen Tätowierungen erkannte Marx den Bauch als zu Bismarck gehörig. Angesichts des flatternden Bindegewebes strich Marx die Bezeichnung eiserner Kanzler für immer aus seinem Wortschatz. Aber das war ja sowieso so eine Sache mit diesen Ehrennamen. Wahrscheinlich war Friedrich II. gar nicht so groß gewesen und nach Maximilian I. wird es wohl auch noch ein paar andere Ritter gegeben haben. Von den ganzen Indianerhäuptlingen mal ganz zu schweigen. Und hatte Rommel etwa einen buschigen Schwanz gehabt?
Was träumte er sich hier für einen undialektische Unsinn zusammen? Was war aus der Elitebesatzung von ADLER-1 geworden? Wie durch einen schlechten dramaturgischen Trick kehrte langsam die Erinnerung zurück: Nackte, Dirndl und diabolische Kopfschmerzen? Natürlich, Englischer Garten, München, Oktoberfest! Sie hatten sich ja zum Teambuilding nach Mallorca verabschiedet, doch da war es zum Eklat gekommen, als Gandhi gegen Alice Schwarzer im Armdrücken verloren hatte. Der Inder wußte ja nicht, dass Frau Schwarzer unter ihren weiten Kleidern ein einziger, sehniger Muskel war. Ein Andenken an ihre Zeit bei den U.S. Marines. Sie hatte anfangs der 80er für die amerikanische Regierung gejobbt, um die Emma am laufen zu halten und hatte auf Teilzeitbasis Aufstände in Südamerika zerschlagen.
Von all dem wusste der Inder nichts und bei der dritten Niederlage hatte er wie üblich völlig die Kontrolle über sich verloren. Die Angehörigen der X-Com hatten so schnell wie möglich die Insel verlassen müssen, in Anbetracht der verwüsteten Kneipe, der zerstörten Schwimmbananen und der drei gesunkenen Fischerboote wäre dann wohl auch mit der spanischen Polizei nicht mehr zu spaßen gewesen.
Bismarck, Scholl Latour, Marx und Strauss waren dann finanziert durch Strauss' Bonusmeilen, seine Paybackkarte und dem eingelösten Flaschenpfand nach München gejettet und hatten sich von alten Spezln von Strauss im Schottenhammel aushalten lassen und hatten die Bierdeckel rundgetrunken. Dann war das Fernsehteam von diesem Peoplemagazin gekommen, Zack, Puff, Peng oder wie es auch immer hieß. Die hatten dann bei Scholl Latour und ihm eine Typberatung durchgeführt, so erklärte sich zumindest der fehlende Bart, aber bei Scholl Latour hatten sie es wohl etwas übertrieben. Danach erinnerte sich Marx nicht mehr an viel, seine Erinnerung war sehr lückenhaft. Da waren Fetzen, in denen sich Christine Neubauer stets im Kreis drehte, da war eine blasse Erinnerung, wie Bismarck im Hippodrom ausrastete, weil sie gar keine Nilpferde servierten, da waren DJ Ötzi und Daniel Aminati. Marx erschauderte, sie hatten es offensichtlich etwas übertrieben. Heute jedenfalls würden sie nicht mehr auf den Mars fliegen, es roch doch immer recht unangenehm in den Fluganzügen, wenn man vorher gesoffen hatte. Jetzt besorgten sie erstmal ordentliche Klamotten für die Crew, dann ab zum Viktualienmarkt und ein paar Heringe essen. Möglicherweise gab es ja Rabatt, wenn Bismarck persönlich bestellte.
Wunderbar. Wir freuen Uns sehr, daß es hier weitergeht und warten schon ganz hibbelig auf die Fortsetzung.
PS:
... Jetzt besorgten sie erstmal ordentliche Klamotten für die Crew, dann ab zum Viktualienmarkt und ein paar Heringe essen. Möglicherweise gab es ja Rabatt, wenn Bismarck persönlich bestellte.
Die resoluten Damen auf dem Viktualienmarkt werden kaum angetan sein von dem tätowierten Schwabbelbauch des Preußen. Falls Herr Marx Fisch billig zu erstehen wünscht, sollte er besser nicht Herrn Bismarck vorschicken. (Lieber Frau Schwarzer. Sie wirkt maskulin wie ein Marktweib.)
Frisiercreme
10.03.13, 01:44
Es wurde Zeit, die Sache zu beenden.
Sie hatten wundervolle Monate verbracht, natürlich. Trotz der unheimlichen Bedrohung war es einfach phantastisch gewesen, sie hatten sich ergänzt wie Ying und Yang, wie Arsch und Eimer sozusagen. Eine tolle Zeit, doch jetzt war es genug.
Alles musste schließlich ein Ende finden, und so brachte Marx das ganze Flaschenpfand zum REWE. Heute flögen sie zum Mars und würden die Sache beenden. Egal wie es ausging, es konnte nicht schaden seine Stube aufzuräumen. Gequält lächelte er den Studenten in der Getränkeabteilung des Supermarktes an: "Ja, nur zurück." Wusste der überhaupt, wem er gerade 200 Mark Kistenpfand auszahlte? Dass seine Zukunft von diesem Mann abhing? Hing sie überhaupt von ihm ab? Oder würde ein Scheitern auf dem Mars nur veränderte BAFÖG Richtlinien und eine andere Menüauswahl in der Mensa zur Folge haben? Soviele Fragzeichen! Jetzt wenigstens mal ein Ausrufezeichen. Nein, es wurde Zeit es zu beenden. Der Esprit war dahin, es hatte sich überlebt. Schwarz getünchte Überheblichkeit, graudumpfe Schwaden machinengestampfter Automatenmenschen! Als Expressionist taugte er jedenfalls nichts, soviel war klar.
Marx hatte die Manschaft in den Besprechungsraum befohlen.
"Männer, heute ist der Tag, an dem wir zurückschlagen. Es gibt kein Zurück. So wie jeder von uns als Kind Ameisen bekämpfte, so werden wir heute die Ausserirdischen bezwingen. Wir dringen zur feindlichen Königin durch und ihr Tod wird der Untergang des feindlichen Staates sein. Allerdings verwenden wir heute nicht Deo und Feuerzeig und auch kein Terpentin, sondern wir werden die Waffen verwenden, deren Gebrauch uns der Feind erst gelehrt hat. Jener Feind, der ruchlos unsere Welt überfiel, jener Feind, der unsere Frauen entführte, unser Trinkwasser schändete und unser Vieh vergiftete."
"Wir werden hier landen", Marx drehte sich zur Leinwand und wedelte hilflos mit seinem Zeigestock in der Gegend herum. Auf der Leinwand erschien eine Präsentation, die Klaus Kinski in akribischer Kleinarbeit erstellt hatte, zu ihrer Darstellung war ein Mehrfaches der Rechenleistung des Apolloprogrammes notwendig, Kinski hatte sich richtig ausgelebt.
"Unser Ziel ist Cydonia" erklärte Marx, während sich jeder einzelne Buchstabe vom linken Rand ins Bild schob und dabei von zischenden Geräuschen begleited wurde, "eine wüstenähnliche Gegend und es ist entscheidend, dass"... zschschsch, das Photo einer Sanddühne flog ins Bild und überschlug sich dabei fortwährend.
"Ach, leck mich doch am Arsch. Wir fliegen jetzt los und machen das selbe wie immer"
Kant überprüfte erneut die Treibstoffleitungen. Ihm war klar, heute ging es um alles. Zum letzten Mal wäre der Fokus der Medien auf sie und daher auch auf ihn gerichtet. Tausende, wenn nicht Milionen Chicks beobachteten ihn jetzt. Also wendete er alle Tricks an, die er auf dem Oktoberfest gelernt hatte. Er tat so, als würde er einen gigantischen Kaugummi kauen. Dann trat er rückwärts an das Zündschloss des Avengers heran, drückte nonchalant die mit einem Fuchsschwanz versehene Freimarke ins Schloss und steuerte, nur gelegentlich über die Schulter blickend, den Avenger in die Startposition.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/x1_zpse08b2df7.jpg
*Mit bunten Papierfähnchen wedel*
Erde vor noch ein...totes Alien!!!!
Frisiercreme
16.03.13, 21:03
Kant war im Himmel. Die Kameras und damit die Weltöffentlichkeit waren auf ihn gerichtet. Wenn er es jetzt nicht vermasselte, dann wäre seine Karriere auch nach dem Sieg gesichert. Die Medien brauchten Helden, und er war nunmal einer. Mit Ecken und Kanten wohlgemerkt, Reibungsfläche nannten sie es jetzt. Apropos Reibungsfläche, er musste rauchen! Das war zwar nicht p.c., sah aber verwegen aus.
Während er den Avenger noch immer rückwärts steuerte führte er eine Schachtel Reval an seinen Mund und schnappte sich in einer flüssigen Bewegung eine Zigarette mit den Lippen. Ob das nicht doch zu schnell gewesen war um cool auszusehen? Egal, sein Zippo mit der Rebellenflagge schnappte auf und er zog den Rauch ein. German Blend, so schmeckte das Baltikum! Dafür kämpften sie! Kein Tag beim Autoscooter war verschwendet gewesen, Kant hatte sich alle Tricks von den Einparkern abgeschaut. Weltweit fielen Millionen Teenager in Ohnmacht ob seiner Nonchalance und alle Jungs wollten nur so sein wie er, Kant. Da gab er sich keinem Zweifel hin.
Sie hatten den Startplatz erreicht. Kant wartete nicht auf die Startfreigabe, ein Sexsymbol schert sich nicht um Formalitäten. Betont lässig umfasste er mit seiner Linken das Steuerhorn, seine starke rechte Hand lag sicher auf den Schubregler. Erwartungsfroh heulten die Triebwerke auf, als Kant mit gleichgültiger Miene und kraftvoller Zartheit den Hebel zu sich zog. Der Avenger vibrierte stark, als er die Bremsen löste und zusätzlichen Kraftstoff einspritzte. Das Gefühl war einzigartig, lustvoll und doch so vertraut.
Der Avenger verließ die Erde und entschwand, einen güldenen Schweif hinter sich herziehend, aus dem Blickfeld der Kameras. Sie waren auf dem Weg zur letzten Schlacht.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/1a_zps8fa88267.jpg
Im Transportraum des Raumschiffes saß der Rest der X.Com. Es fiel kein Wort.
Marx hatte Ruhe befohlen, er hatte diese Idioten satt und konnte ihr ewiges Geschwafel nicht länger ertragen. Die Powerpoint Präsentation Kinskis war schlimm genug gewesen, doch im Umkleideraum wurde es noch viel schlimmer. Strauß hatte wieder einen großen Tag und reihte ein Wortspiel an das andere. Marst und Schotbruch, der Mars macht mobil und ähnliche Knaller, er wusste einfach nicht, wann Schluss war. Also hatte Marx absolute Ruhe befohlen. Und so saßen sie nun auf den gegenüberliegenden Bänken an den Borwänden und schwiegen. Fast alle rauchten.
Strauß hatte sich eine Zigarre angesteckt. Das war nicht irgendeine Zigarre, es war eine der letzten Zigarren Ludwig Erhards, die er sich eigens aus den Archiven der Konrad Adenauer Stiftrung hatte requirieren lassen. Die erste war wegen ihres Alters beim Anzünden sofort verpufft, aber nach kurzer Recherche in einschlägigen Internetforen hatte er die anderen über Nacht in einer Tinktur aus Apfel, Zitrone, Dulux Wandfarbe und Hexachlorbenzol getränkt. Jetzt waren sie deutlich milder im Geschmack und brannten mit einer schönen grünen Glut gleichmäßig ab.
Gandhi zerkleinerte fortwährend Snacketti Bacon Strips und löste die Krümel in seiner Feldflasche in Apfelessig. So hielt er sich bei den Einsätzen fit, die entstandene Mischung war fast isotonisch.Zwar hatte ein Schluck 19 Weightwatchers Punkte, aber wenn die Erde in Gefahr ist, dann darf man nicht auf die Linie achten.
Trotz des eisernen Schweigens kicherte Churchill regelmäßig kurz auf. Kinski erzählte ihm mittels seiner psionischen Fähigkeiten WItze von seiner Fips Asmussen Platte. Soviel zum feinen englischen Humor.
Nach zweistündigem Flug legte Kant den Avenger in eine scharfe Kurve. Sie hatten ihre Landezone erreicht.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/2_zps5f725051.jpg
"Na dann, Marsel tov!" kalauerte Strauß, als sich die Heckklappe des Avengers öffnete.
Teddy Suhren
17.03.13, 22:39
Einfach nur großartig! Es wäre wirklich schade, wenn dieser feine AAR bald vorbei wäre.
Bei Hexachlorbenzol mussten wir an Clorhexamed denken dieses Mundwasser ist wirklich nur für die ganz harten, dicht gefolgt von Listerine.
Eine ganze Verschlusskappe schafft höchstens Chuck Norris. Jetzt aber weiter mit diesem Glanzstück der AAR Geschichte.
Wäre in der Tat ein großer Verlust für die Menschheit.
Aber Hoffnung besteht trotzdem, denn es gibt ja XCOM 2 - Terror from the Deep!!!
Der zweite Teil ist quasi ein MUSS :vertrag:
Jeder will doch wissen, ob es mit Marx und Rita nach Ende des ersten Teils geklappt hat :ja:
derblaueClaus
18.03.13, 23:46
Wir können da Taurus nur beipflichten. Wir wollen unbedingt die Revanche Lafer gegen Schubeck erleben.
Frisiercreme
18.03.13, 23:58
Habt alle Dank, edle Regenten! Eure Worte sind uns Ansporn und Anspruch zugleich. Erst führen wir dies hier zu Ende, dann sehen wir weiter. Vielleicht gibt es ja keine Erde mehr, die zu verteidigen wäre?
Wir sind noch in der Findungsphase, welches Spiel zu einer Fortsetzung sich eignen könnte. Terror from the Deep finden wir irgendwie unausgegoren und hässlich. Mal sehen.
Jedenfalls halten wir die Gelegenheit günstig, uns mal bei Euch für Eure stets motivierenden Kommentare zu bedanken und zum anderen unsere literarischen Vorbildern zu huldigen. Zum einen sind das diverse Literaten des Bastei Verlages, dann Ian Fleming, der uns verdeutlichte, dass kaum etwas einen Menschen so beschreibt wie sein Konsum von Genussmitteln. Und dann wäre da der unerreichte Tom Sharpe. (Wirklich, wem das hier gefallen hat, der sollte einen Blick in Tohuwabohu werfen. Lieber doch nicht, denn dann würde man erkennen, was einen müden Abklatsch wir hier lieferten.)
Frisiercreme
08.04.13, 17:55
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ma_zps78e454d6.jpg
Als sich die Heckklappe des Avengers senkte, drohte Marx von seinen Gefühlen übermannt zu werden. All die Mühen und Anstrengungen würden heute fruchten - oder die Welt ging unter. Hier standen sie an der Brutstätte des Bösen. Dem Ausgangspunkt der außerirdischen Bedrohung, dem Geburtsort der garstig glibberigen Gefahr. Dem Ursprung des Unsagbaren, der Quelle ... der Quelle eben. Er überlegte, dass möglicherweise der Krieg doch der Vater aller Dinge war, denn ohne den Überfall der Aliens wäre eine solche bemannte Marsmission auf Jahrzehnte nicht möglich gewesen, bestenfalls hätte man mal ein besseres kamerabestücktes Modellauto hochgebracht um dann jahrelang beglückt auf Bilder von Margeröll zu gaffen.
Brennend fiel ihm ein, dass er ja auch der erste Mensch sein würde, der den Mars betrat! Und zwar jetzt! Er hätte sich etwas Großartiges einfallen lassen müssen, einen Einzeiler voll epischer Einsicht, ein Zitat für die Ewigkeit. Für die Schulbücher später, aber auch für Rita. Er konnte sich ihrer Liebe noch immer nicht sicher sein und jetzt hatte er in diesem historischen Moment nichts auf Lager. Guter Rat war teuer. Moment, Rat, Ratgeber. Jetzt war die Stunde, der Menschheit einen wichtigen Ratschlag zu geben.
"Mensch Karl, mach endlich voran! Runter von der Rampe!" Hinter ihm drängelte Strauss. Marx seufzte, sprach die orakelhaften Worte "Stoßlüften ist besser als Dauerkipp" und zog in die Schlacht.
Der erste Zug verläuft ereignislos, doch der Feind hat uns bemerkt. Der Feind nimmt uns unter Feuer, Kennedy wird schwer verwundet. Nach einer Psi-Attacke gerät Churchill in Panik. Das sieht ihm ähnlich.
Zweite Runde: Wir verteilen den Trupp, damit wir möglichst schnell den Aufzug finden, denn der erfolgreiche Psi-Angriff auf Churchill lässt nichts Gutes vermuten.
Und so kommt es auch zu einer erneut heftige Reaktion des Gegners: Während ein Sektoid erfolglos auf Marx feuert und im Gegenzug von Carpendale atomisiert wird, haben die Psi-Akktivitäten unerfreulich großen Erfolg. Kant und Lagerfeld geraten in Panik, Axel Schulz wird von Außerirdischen kontrolliert. Das gefällt uns nicht im geringsten. Da die Leute noch alle direkt zusammenstehen bleibt nur der finale Rettungsschuss. Da Kant sein schweres Plasma ins Korn geworfen hat, erlöst Goethe den Boxer aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Nach dem zweiten Treffer versagt die Panzerung von Schulz' Fluganzug, wieder eine Werbeikone weniger.
Wir schwärmen weiter aus und entdecken neben Cyberdisks und ähnlichem Geassel den Aufzug zur eigentlichen Feindbasis. Wir haben jetzt die Wahl, unsere Leute entweder so schnell wie möglich dort zu versammeln oder wie üblich die Karte abzusuchen. Angesichts der potenten Psi-Kräfte müssen wir uns für die zweite Alternative entscheiden, denn einen Amoklauf auf engstem Raum wollen wir uns nicht leisten.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/4_zpsd0df7d71.jpg
Carpendale ist wieder per Raketenwerfer erfolgreich.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/3_zpsc7dfd2d8.jpg
Strauss lasert uns den Weg frei
Weiter gehts.
Churchilll gerät erneut in Panik, jetzt auch Lincoln. Das kann hier offenbar länger dauern.
Obwohl wir in der Folge 3 Sektoiden und eine weiter Cyberdisk vernichten, so dauern die Psi-Attacken an. Kant wirft erneut die Waffe weg.
Und als wir nach weiteren 3 eliminierten Sektoiden schon auf das Ende der Mission hoffen geschieht es: Goethe macht einen unbedachten Schritt zuviel und wird tödlich vom wohl letzten Feind getroffen. Bitter! Aber es verwundert nicht, dass in der Folge tausende Straßen, hunderte Schulen und auch der ein oder andere Rheindampfer nach diesem großen Held benannt wurden.
Wir haben jetzt genug und erlauben Kant, die vermutete Feindposition mit dem Blaster zu beschießen. Stirb du Mörder! Ein selten süßer Todesschrei, der Dichterfürst ist gerächt.
Doch jetzt wird es erst richtig haarig, die Mission ist beendet und unser Trupp fährt in die Brutstätte des Feindes herab.
"Carl, wieviele Blastergranten hast du noch?"
"Genau 2."
"Howie, Raketen?"
"2, einmal Brand."
"Lagerfeld, wo ist deine Flinte?"
"Achso, achso, achso. Eben war sie noch da."
"Versoffene Trottel, allesamt!" Bertha von Suttner tobte, Marx war es speiübel.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/5_zps3eff8d91.jpg
Nach einer kurzen Zigarettenpause und einem klärenden Stuhlkreis fährt die irdische Elite in den marsianischen Höllenschlund herab, Marx erlegt einen hohen Ätherer, der einen Blaster trug. Das lässt nichts Gutes vermuten.
"Beide Startzonen sicher!"
"Ausschwärmen! Clausewitz zu mir, an der Leiche aufmunitionieren!"
Doch was ist das? Ein Chrysalit lugt um die Ecke. Moment mal, Ätherer und Chrysaliten? Marx hatte jetzt wirklich Bedenken. "Wir äschern hier alles ein. Keine Fragen, maximales und unnötiges Feuer auf eigentlich alles genehmigt, das ist ein Befehl." Schweigen im Funk. "Habt ihr mich nicht verstanden?" "Doch, schon" krächzte Kinski, "aber wo ist denn der Unterschied zu sonst?"
"Kontakt!" brüllt Churchill und enthebt Marx einer Antwort. "Was habe ich gesagt, unnötiges Feuer frei!" "Ich kann nicht, keine Zeiteinheiten mehr." "Sprarghhftz!"
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/6_zpscc3042ac.jpg
Kinski wartet nicht lange und greift zum Psi-Verstärker. "Hab ihn!"
"Dann flieg mal ein bißchen aufklären mit dem Kollegen."
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/8_zps751a91f5.jpg
Clausewitz lächelte. Unnötiges Feuer, das war genau seine Kragenweite.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/9_zpsf2b718e8.jpg
Ungewohnt systematisch arbeitet sich die X-Com weiter durch die feindlichen Katakomben, nur ein gelegentliches Rülpsen im Funkkreis gibt zu erkennen, dass die Truppe noch immer vom alten Geist beseelt ist.
Dennoch kann nicht verhindert werden, dass Kennedy Opfer eines Chrysaliten wird. Clausewitz erlöst ihn vom Reptiliendasein.
"Reptilien, da fällt mir eine Geschichte von 70/71 ein"
"Schnauze Otto! Ich werde jetzt mit Howie die Zentrale stürmen!"
"Du Karl. Isch weiß, es war nicht immer leischt mit mir. Aber weißt du, isch hatte eine schwere Jugend. Und dann jetzt die Sache mit der Schteuer. Isch bin wirklisch froh, dass du mir die Chance gegeben hast. Du wirst bei mir Backstage immer freien Eintritt haben. Isch möchte nicht im Schtreit mit dir schterben."
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/10_zps57b1d6e4.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=Ex7CFt90eOo www.youtube.com/watch?v=Ex7CFt90eOo Die Einbettung des Videolinks funktioniert erst mal nicht.
"Schon gut, Howie. Ich gehe ja auch vor. Aber hör bloß auf zu singen." Marx wirft den Brisanzsprengstoff durch den Aufzug nach oben, eine gewaltige Explosion ertönt.
"Also dann, Howie. Sturm!" Marx fährt nach oben, seinem Schicksal entgegen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/11_zpsbd418940.jpg
Carpendale zieht nach und eröffnet sofort das Feuer. Er tötet einen Ätherer und verwundet den nächsten. "Isch habe keine Zeitienheiten mehr!"
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/12_zps8795f993.jpg
Doch Marx neutralisiert auch die beiden letzten Wachen und so stehen sie vor dem ausserirdischen Kugelfisch, der offenbar das ganze Unheil steuerte.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/14_zps86c6ea5d.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/15_zps46cf778e.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/17_zps4a520d9e.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/16_zpsc81e3bd4.jpg
"Pah! Sprechendes Gehirn! Vom Kopf auf die Füße sage ich! Die Geschichte ist eine Geschichte des Klassenkampfes, nicht von schwätzenden Kugelhirnen! Der Weltgeist bist du jedenfalls nicht!" Marx riss den Abzug durch.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/13_zps7ff5f6cd.jpg
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/ende/18_zpsd3203d3d.jpg
Na, das schreit ja geradezu nach einer Fortsetzung mit TFD :cool:
Frisiercreme
08.04.13, 19:44
Platzhalter für den Epilog. Etwas kleiner jetzt, man macht sich schon über uns lustig!
Epilog:
Marx lag auf seinem aus ein paar Europaletten improvisiertem Bett. Die Welt meinte es nicht gut mit ihm. Oder der Weltgeist. Oder die Dialektik. Was er jedenfalls stets als Fortschreiten zum Ziel der Geschichte begriffen hatte, machte sich für ihn gerade eher als ziemlicher Rückschritt im persönlichen Komfort bemerkbar. Er hatte keine leichte Zeit und vernachlässigte sich aus eigener Frustration so sehr, dass er sich sogar seinen Zottelbart abrasiert hatte. So undankbar ging die Welt mit ihrem Retter um, es war keine 3 Monate her, seit er das ausserirdische Kugelfischhirn vernichtet hatte
Doch jetzt saß er hier und wartete darauf, dass volle Kanne Susanne endlich anfing. Jeden Tag der gleiche Abauf, erst das informative Programm des ZDF und dann die Gerichtsshows. Er hoffte dabei etwas zu lernen über die Justiz. Justiz kam schließlich von Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit sollte endlich auch einmal ihm widerfahren! Doch die Welt hatte nur Spott für ihn übrig, die selbe Welt, die er selbst gerettet hatte. Sein Glaube an die Gerechtigkeit, ja an die Welt an sich war zerbrochen, als der Avenger nach dem Sieg auf dem Mars die Erde erreichte.
Kant wollte die Landung unnötg telegen gestalten. Im Landeanflug hatte er mit dem Raumschiff eine halbe Rolle gedreht, im Inneren des Avengers war alles ins Rutschen geraten und Marx war durch herumfliegende Waffen, Ausrüstunng und Alienteile begraben worden. Nach der Landung war dann Carpendale der erste bei den Kameras der Fernsehsender, während Marx sich auf der Bordtoilette noch vom psionischen Schleim der Ätherer reinigte. Als er endlich wieder entschleimt den Avenger verlassen konnte, war die Medienmeute schon längst zum Stehempfang in Hangar 3 weitergezogen. Marx fing an zu laufen, Rita Süßmuth musste verrückt sein vor Sorgen.
Doch Marx kam zu spät.
Als er Hangar 3 betrat, sah er gerade noch, wie sich Oberst Carpendale vor den applaudierenden Journalisten nach seiner Rede verbeugte. Dann steckte sich der Südafrikaner den Mittel- und Zeigefinger der rechten Hand in den Mund und pfiff. Ein gesattelter prächtiger Rapphengst lief zur Bühne, Carpendale stieg auf und zog Rita zu sich in den Sattel!
Unter heftigen Kamerablitzen ritt Carpendale aus ADLER 1 hinaus.
Marx war am Boden zerstört. Carpendale hatte ihm alles genommen, das Renommee des Sieges und Rita Süßmuth. Hatte er ihre schüchternen Aufforderungen so sehr misverstanden? Sicher, seit dem Konzert von Semino Rossi war sie noch sperriger gewesen, aber wer konnt ahnen, dass sie völlig dem Typus des schleimigen Sängers verfallen war?
Ja, wer hätte es ahnen können. Marx schaltete den Fernseher aus. Barbara Salesch war vorüber. Der übliche Fall, eine 16-jährige, deren beide Kinder Kleptomanen waren und ihren Lehrern die Autos stahlen. Wohlverdiente Sozialstunden. Er suchte neue Zerstreuung und stellte sich ans Fenster. Er notierte Falschparker und würde sie dann abends ans Ordnungsamt melden. Jemand wie er konnte nicht anders, er musste stets für das Gemeinwohl kämpfen.
Er öffnete die dritte Flasche Batida de Coco des Tages. Es war weiß, es war klebrig. Es war ein Äquivalent zu Tipp-Ex. Es machte ihn vergessen. Vergessen! Südafrikaner, und dann ein schwarzes Pferd! Er würde, er würde, hach! Doch dann klingelte sein Telefon.
Zuerst traute er sich nicht, den Hörer abzunehmen, doch dann siegte die Neugier.
"Ja, hier Marx" sprach er in den stoffüberzogenen Apparat. Dann war es für eine Minute still.
"Sofort! Zur Stelle! Gruß an die Gemahlin!" Das war es! Eine neue Chance!
http://youtu.be/kTYEOAX3sjM
Ein surrealer Traum, aber es wurde Zeit, dass diese Leute mal heiraten konnten. Dafür lohnte es sich zu kämpfen.
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/terror_zps433b2bc6.jpg
hohe_Berge
09.04.13, 02:52
Super AAR. Und ein super EPILOG.;-)
Glück Auf
Teddy Suhren
09.04.13, 08:24
Einfach nur großartig! Wir wollen gar nicht aufhören zu lesen! :D
Was lange währt, wird Endlich gut. Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Report.
Btw. ich habe gehört, dass unerklärlicher Weise in letzter Zeit einige Schiffe verschwunden sein sollen, vielleicht
solltet Ihr der Sache auf den Grund gehen ...
Einfach ganz großes Kino *applaus*
Frisiercreme
15.04.13, 12:23
Epilog erstellt.
derblaueClaus
15.04.13, 12:42
Bleibt uns nur eines zu sagen : Yes ! Es geht weiter ! :D
Toller AAR, ihr habt es tatsächlich geschafft, dass wir als Liberaler mit Karl Marx mitfiebern. Nur reppen können wir euch fur euer schriftstellerischen Talent leider nicht. Die Technik verbietet es (noch).
Alith Anar
15.04.13, 12:57
Jeah ;)
Auch der 80 Jährige Marx wird das fürchten leeren ;)
Wo bleibt der Terror aus der Tiefe? Dieser AAR darf nicht enden!
Frisiercreme
10.07.13, 19:02
Dieser AAR ist zu Ende.
Wann es den neuen gibt, das steht noch in den Sternen. Wir ringen mit uns, ob Terror from the Deep gewählt werden soll, denn es gefällt uns nicht ganz so gut.
Alternativ käme Xenonauts in Frage, jedenfalls hoffentlich bald.
http://www.xenonauts.com/
Schade. Aber auf jeden Fall musst du schreiben. Der Schreibfluss darf niemals versiegen. ;)
Frisiercreme
13.07.13, 10:39
alea iacta est
Zugang zu Xenonauts wurde günstig erstanden und obwohl es nun nichts mit Navy wird, halten wir das für die erheblich interessantere Variante. So können wir selbst ein neues Spiel entdecken und vorstellen.
Powered by vBulletin® Version 4.2.5 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.