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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ludendorff Offensive - Thread für Fragen in Deutsch



HvS
12.12.12, 21:49
Werte Mitregenten,

Da der werte GröFrundsaZ nicht in die Pötte kommt, haben wir noch einen weiteren AAR angefangen. Die zugrundeliegende Kampagne heißt "Ludendorff-Offensive 1918", Version 1.01.01 Beta. Es handelt sich um einen offiziellen Battlefront-AAR in deren Forum, das (leider) englischsprachig ist. Dieser Thread kann genutzt werden, um Fragen auf deutsch zu stellen, die wir gerne beantworten werden. Den AAR erreich Ihr unter folgdendem Link (Login nicht notwendig!):


https://www.battlefront.com/community/showthread.php?t=107535


Hier schon mal zum Appetitanregen ein Screenshot aus der ersten Runde, die heute abend gespielt wurde... 6 englische Einheiten wurden vernichtet und die Artillerie in Bapaume wurde entblößt. Wenn das die Engländer mal nicht zu einer Reaktion zwingt! :D

http://imageshack.us/a/img706/1333/ld004.png

Ratnik
18.12.12, 11:22
ich habe eine Frage:

Wann gibts das nächste Update? :D

HvS
18.12.12, 12:06
Am Freitag, wenn wir vom Skifahren zurück sind! :-)

HvS
21.12.12, 00:13
So, Zug 5 ist eingestellt. Die deutschen Truppen stehen vor Arras.

HvS
29.12.12, 07:45
Mittlerweile gibt es einige Updates, reinschauen lohnt sich. Arras ist gefallen, und die deutschen Truppen stehen vor Amiens und in Schlagdistanz zu Abbeville.


http://imageshack.us/a/img26/3069/ld019.png

HvS
01.01.13, 09:32
Amiens ist gefallen, und der Brite ist auf dem Rückzug!!!! Auch sonst hat sich einiges getan.


http://imageshack.us/a/img827/6605/ld032.png

Admiral Hipper
01.01.13, 14:38
Sind da sogar Italiener an der Westfront?

HvS
01.01.13, 17:40
Ja, da gab es ein paar... die wurden wohl vor der Piave-Schlacht dorthingeschickt. Der praktische Nutzen ist aber gering, da sie mit Tech-Level Null starten. Es gibt später auch Österreicher und eine Rücktransfer der Truppen, die die Engländer nach Italien geschickt haben, um den Italienern zu helfen.

Persönliche Anmerkung: das Spiel modelliert hier sehr gut die damaligen politischen Verhältnisse, aber wir denken uns gerade, daß es ziemlich unsinning ist, Italiener an die Westfront und Engländer nach Italien zu schicken... die hätten besser mal alle da bleiben sollen, wo sie waren, denn der Effekt wäre derselbe und man hätte die Transportkosten sparen können.

Admiral Hipper
01.01.13, 18:06
Eure Offensive scheint ja recht durchschlagend zu sein, zumindest wenn man sie mit damals vergleicht:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Western_front_1918_german.jpg

Uns stellt sich jetzt die Frage, hat Euer Gegner überhaupt noch eine Chance nochmals eine Frontlinie aufzubauen? Es klaffen ja schon gewaltige Frontlücken.

HvS
02.01.13, 10:06
Tja....

Wir hatten natürlich den Vorteil. viel über die damaligen Ereignisse und Strategien lesen zu dürfen, und diese Literatur stand dem Herrn Ludendorff nicht zur Verfügung.

Es bestehen einige eminente Unterschiede zur damaligen Durchführung der Offensive. Unsere erste Welle durchbrach die alliierten Fronlinien weiter im Norden, und wir haben die Truppen verstärkt, die Durchbrüche erzielt haben... anstatt die Truppen zu verstärken, die auf Widerstand trafen. Wir haben uns an die Maxime des alten Guderian gehalten: Klotzen, nicht kleckern. Wir attackieren an solchen Stellen, wo die Front der Allierten geschwächt ist.

Wir haben die Kampagne schon öfter gespielt, und wir sind auf die Variante "England zuerst" spezialisiert. Wenn wir vor Abbeville erfolgreich sind, dann können wir unsere Armee nach Norden oder nach Süden schwenken lassen... entweder die Engländer komplett ausradieren (die können dann nur noch nach Dieppe) oder Paris angreifen. Wir haben beide Strategien schon mal ausprobiert, und welche es letztendlich sein wird wissen wir noch nicht.

Aber eines ist klar: die Alliierten sind noch lange nicht geschlagen. Ab July haben die ein deutliches Übergewicht, und schließlich gibt es ja auch noch die Offensive auf Straßburg, deren Ausgang ungewiss ist. Wir rechnen nicht damit, Straßburg zu verlieren, aber wir erwarten auch nicht, daß wir die Franzosen dort unten schnell besiegen können. Da liegt die Tücke im Detail, und unser Gegner hat bisher an einigen Stellen mangelnde Präzision in seinen Taktiken gezeigt (wir haben sehr viele Geschütze beschädigen können), und wenn die Offensive auf Strassburg fehlschlägt, dann haben die Allierten ein Problem... die NM sinkt immer weiter, und irgendwann muß sich das Geschehen auch mal drehen. Desweiteren sind wir uns nicht sicher, ob die Wahl des Ortes der alliierten Offensive uns nicht in die Karten spielt..

Wenn wir Verdun und Abbeville haben, dann können wir der ganzen Angelegenheit sehr entspannt gegenüber stehen. Dann ist zwar noch nichts gewonnen, aber wir können uns aussuchen, wohin wir Truppen verlegen, und damit behalten wir die Initiative. Insbesondere der Fall von Verdun bedeutet für die Allierten eine Katasrophe, da der komplette Frontbogen bedroht wäre. Wenn wir massiv Truppen nach Straßburg verlegen und die dort stehenden Franzosen erdrücken, dann ist der Käse wohl gegessen... aber soweit sind wir noch nicht.

Cfant
03.01.13, 10:58
Hab auch Euren AAR auf englisch gelesen. Euer Ansatz war überraschend und mutig - großes Kino! :top: Ich bewundere auch, wie ruhig Ihr den französischen Durchbruch hingenommen habt. Gut, als Leser sieht man ja nur die Front, was Ihr an Reserven dahinter habt bzw. rechtzeitig einsetzen könnt, sieht man da natürlich nicht :) Wie lange habt Ihr noch Zeit, um auf vier Felder an Paris heranzukommen?

HvS
03.01.13, 14:44
Werter Cfant,

durch unsere reichhaltige Erfahrung mit der Kampagne (wir haben den werten Bill Runacre drei mal hintereinander dermaßen verhauen, daß er die Balance verändert hat) können wir Euch ein kleines Geheimnis mitteilen: der Ansatz war weder mutig noch überraschend. Mutig war er nicht, weil wir ihn mehrere Male ausprobiert haben, und überraschend auch nicht, weil die Offensive des Herrn Ludendorff damals auch dort angesetzt hat. Wir haben nur seine Fehler korrigiert, und wir haben den Vorteil der Erfahrung, die die Generäle damals nicht hatten, weil für sie jede Situation eine neue war.

Wir wissen, wie sich ein Angriff auf Verdun auswirkt, und wir haben auch schon mal den Weg durch die belgischen Frontlinien genommen. Unser Gegner, der uns an Erfahrung im MP um Längen voraus ist, kennt sich mit der Kampagne nicht allzu gut aus, und das könnte die Entscheidung bringen. Er hat unseren Angriff auf die Engländer vollkommen unterschätzt.. er ging davon aus, daß dieser Teil der Frontlinie der stärkste ist, aber das täuscht. Die Engländer haben einen strategischen Nachteil: ihre neuen Einheiten tauchen entweder in England, in Hazebrouck oder Etaples auf, und wir haben an der Nahtstelle angegriffen, wo weit und breit keine neuen englischen Einheiten kommen.

Und auch das Terrain ist extrem wichtig: ziehen sich die Engländer erstmal zurück, dann gibt es kein Halten mehr. Auffangsstellungen im Rückraum oder Flußläufe gibt es dort praktisch nicht. Man schaue sich mal das Terrain westlich von Reims und Soissons an: haufenweise natürliche Verteidigungsstellungen, und man sitzt zwischen den Engländern und den Franzosen eingekeilt. Die Engländer sind das schwächere Glied in der Kette, wie auch Ludendorff erkannte. Wir haben nahezu unsere kompletten Verstärkungen dort eingesetzt, und es hätte nicht eine weitere Division fehlen dürfen.

Stellt Euch mal folgendes vor: wir nehmen St. Omer, was sehr wahrscheinlich ist. Dann können wir zur Kanalküste vorstoßen und die Engländer von den Belgiern trennen. Dann wird es sehr leicht, die Belgier komplett zu vernichten. Falls das passiert, werden erhebliche Kräfte frei, die wir entweder dazu nutzen können, die Engländer bei Etaples und Boulogne ins Meer zu treiben oder die Franzosen im Südosten auf St. Die zurückzuwerfen.

Unser Gegner hat das Terrain für seine Offensive wohl nicht allzu glücklich gewählt: es muß ein kleines Gebirge überquert werden, und der Nachschub ist durch Wälder nur eingeschränkt. Um sich wirklich festzusetzen, müßten die Franzosen eine Stadt erobern... aber das wird hoffentlich nicht passieren. Wir haben eine stabile Frontlinie errichtet, und im Grabenkampf sind wir den Franzosen momentan noch überlegen. Und wir haben den Vorteil der "inneren Linie"... wir können unsere Verstärkungen einfach platzieren, während die Franzosen erstmal nach St. Die müssen. Wir hatten ein ähnlich Problem bei den Briten, und wir haben das mit einer Art Staffel gelöst... jede Runde kommt eine neue Einheit an und rückt einige Felder vor, und in der nächsten Runde kommt die nächste, sodaß jede Runde eine neue Einheit am Zielort eintrifft.

Wir sind uns nicht ganz sicher wie das Spiel ausgeht, aber wir waren von der Geschwindigkeit unseres Vormarschs auf Abbeville überrascht. Die Aktionen unseres Gegner Richtung Kanalküste überraschen uns sehr (man stellt Flugzeuge vor unsere Kampfeinheiten, um unseren Vormarsch zu blockieren), das hätten wir anders gelöst, die Briten haben scheinbar die Funktion des Eingrabens vergessen.

Ein Pulk von britischen Einheiten steht seit ein paar Runden bewegungslos südöstlich von Etaples, und wir können zuschlagen, wo wir Lust haben. St. Omer ist praktisch unverteidigt, da stehen nur zwei Brigaden.... und die Belgier machen gar nichts. Wir hätten die belgischen Frontvorsprung aufgelöst und deren Divisionen Richtung Westen bewegt.... um sich mit den Engländern zu vereinigen. So werden evtl. beide Streitkräfte voneinander getrennt, und damit hätten wir drei separate Zonen, die wir nacheinander auslöschen könnten.

Wir hätten Dieppe nahezu kampflos besetzen können, und das hat uns dann etwas verwundert... es bleibt also spannend.

Nachtrag: wir haben bis Ende Juni Zeit, um uns bis auf 4 Felder an Paris anzunähern, aber das wird nicht mehr klappen. Wir haben beschlossen, das bis aus Weiteres zu ignorieren... an anderer Stelle gibt es wichtigeres zu tun. Aber wollen irgendwann Noyon und Montdidier einnehmen, und danach hat sich das Problem auch erledigt. Momentan gehen andere Ziele vor.. ich will einen wirklichen Sieg an irgendeiner anderen Stelle, damit Truppen frei werden.

HvS
08.01.13, 09:13
Es gibt Neuigkeiten zu vermelden!

Die Belgier ziehen sich aus Nieuport zurück, die Engländer halten ihren Brückkopf bei Etaples. Verdun wird von deutschen Truppen eingenommen, und die deutsche Kampfmoral steigt.


http://imageshack.us/a/img195/9962/ld045.png

Ratnik
08.01.13, 09:17
Spielt ihr eigendlich gegen die KI oder gegen einen menschlichen Gegner?

Wie hoch sind die Totalverluste auf beiden Seiten?

HvS
08.01.13, 09:30
Wir spielen gegen einen menschlichen Gegner von höchster Reputation... Catacol Highlander. Vor Beginn der Kampagne haben wir nicht damit gerechnet, eine Chance zu haben... aber unser Gegner hat keine Erfahrung mit der Kampagne, und das hat gravierende Auswirkungen, da er einige Dinge schlichtweg falsch eingeschätzt hat.

Die Totalverluste sind momentan bei 92:47 zu unseren Gunsten. Wenn Ihr möchtet, dann schaut doch mal in den englischen Thread, da gibt es viel mehr Informationen und etliche interessante Screenshots.

Ratnik
08.01.13, 10:07
Habt ihr den Link dazu?

HvS
08.01.13, 10:15
Verzeihung, wir sind davon ausgegangen, daß Ihr den Link gesehen habt, denn er befindet sich im ersten Post.

http://www.battlefront.com/community/showthread.php?t=107535

HvS
10.01.13, 09:09
Wir haben gestern mit der finalen Attacke auf den britischen Brückenkopf bei Boulogne begonnen. Sollte diese Schlacht gewonnen werden, so sind unsere Aussichten auf einen Siegfrieden hervorragend. Deswegen werden wir mit aller Macht vorstoßen und unser Ziel hoffentlich erreichen.

Gott mit uns!


http://imageshack.us/a/img24/8869/ld048.png

Ratnik
10.01.13, 10:44
Wie ists eigendlich um die Nationale Moral bestellt?

HvS
10.01.13, 10:57
Deutschland ist bei 98%, die Engländer und Franzosen irgendwo in den 60ern. Sieht also eher durchwachsen aus für die Allierten, und wir ziehen zum ersten Mal in Betrach, siegreich aus dem Krieg hervorzugehen.

Cfant
10.01.13, 13:29
Ja, das sieht sehr gut aus. Dass Euer Gegner in jedem zweiten Post betont, dass die Balance nicht gelungen ist, zeigt, dass auch er Euch stark im Vorteil sieht :D Ihr habt im englischen Thread geschrieben, dass Ihr das Szenario auf beiden Seiten mehrfach gewonnen habt. Eure Siege als Entente - waren die ebenfalls unter der aktuellen Version?

Solokow
10.01.13, 13:47
Es läuft unglaublich gut für Euch.

Der AAR im battlefront Forum ist ausgezeichnet! Ich bin ein treuer Mitleser geworden.

HvS
10.01.13, 14:47
Werter Cfant,

Wir haben unsere Siege allesamt während des Beta-Tests und unter Version 1.00 errungen. In der Frühphase des Beta-Tests war die Balance noch erheblich mehr zugunsten der Deutschen verschoben, und wir haben uns maßgeblich dafür eingesetzt, daß die Allierten stärker gemacht wurden. Dazu haben wir den werten Bill Runacre zweimal hintereinander dermaßen verhauen, daß er unsere Argumente eingesehen hat. Im ersten Match waren wir Ende April vor Paris... aber seitdem wurde viel geändert. Die englische Front ist nun viel stärker, und die deutschen Geschütze müssen erst mühsam aufgerüstet werden. Desweiteren sind etliche deutsche Divisionen nur auf Stufe 1, und die muß man erst mühsam aus der Front lösen und dann aufrüsten. Unser drittes Spiel (1.00) gegen Bill war recht ausgeglichen, und als wir im July abgebrochen haben, war er kurz davor, das Blatt zu wenden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die deutsche Front bei Reims durchbrochen und war auf dem (langsamen) Marsch nach Sedan. Wir waren uns einig, daß die Balance nun besser ist, und trotzdem wurden noche einige Dinge zugunsten der Alliierten verändert, so wurde zum Beispiel Entrenchment von Technik-Stufe 5 (Maximum) auf Stufe 4 abgesenkt, und die letzte Stufe muß man erforschen (kostet MPP und mehrere Monate Zeit, wir haben die Technologie immer noch nicht). Da wir beim letzten Match gegen Bill keinen deutlichen Vorteil mehr hatten und die Deutschen danach nochmals erheblich geschwächt wurden, haben wir eine Niederlage erwartet. In der zweiten Runde verloren wir 7 Divisionen und befürchteten, bereits im July die weiße Fahne hissen zu müsssen.

Dann hat sich allerdings alles anders entwickelt. Unsere Gegner, der hoch angesehene Catacol Highlander, hatte sich vor dem AAR nicht mit der Kampagne beschäftigt. Sehr zu unserer Verwunderung hat er auf unseren Angriff in der ersten Runden gar nicht reagiert, und das war die Basis für alle weiteren Entwicklungen. In der zweiten Runden konnten wir mit 9 Divisionen in die gegnerischen Gräben eindringen, ein Unding. Arras wurde nur mangelhaft verteidigt, und auf einen Gegenangriff wurde verzichtet. Auch Ypern hat unser Gegner nur unzureichend verteidigt, die Stadt darf nicht so schnell fallen. Mögliche Gegenangriffe blieben aus, und wir konnten ungestört alles machen, wonach uns war. Wir haben sehr viele Geschütze vernichtet, und auch das sollte besser nicht passieren. Bill Runacre hat besser gespielt... die mangelnde Erfahrung unseres Gegners hat gravierende Auswirkungen. Er hat unseren Angriff strategisch falsch beurteilt und die Stärke der britischen Position überschätzt.

Der Angriff in Richtung Colmar war unsinnig, diese Kräfte hätten wir eher bei Reims oder gar bei den Briten eingesetzt. In der Realität war es wohl so, daß die Franzosen den Engländern massiv geholfen haben, und diese Hilfe blieb aus, weil unser Gegner wohl gedacht hat, daß der Angriff im Norden nur ein Ablenkungsmanöver ist. Wir greifen dort an, wo wir im Vorteil sind, und das hat unser Gegner nicht gemacht. Während der Einnahme von Abbeville waren wir verwundbar, die deutschen Linien waren sehr dünn.... unser Gegner hat nicht reagiert und seine Wunden geleckt. An einigen Stellen ist er einfach weggelaufen anstatt zu kämpfen Ein Beispiel: was bringt es, die Belgier zu eavkuieren? Wir hätten 2-3 Runden gebraucht, um Dünkirchen zu nehmen, und das hätte den Engländern Zeit erkauft... so können wir nächste Runden Calais angreifen und den Brückenkopf auch von Norden unter Druck setzen... das hätte vermieden werden könenn. Und vor Verdun hat er sich eine Eulenspiegelei geleistet (Rochade der Fortbesatzungen, die das Entrenchment von 12 auf 6 gesenkt hat), die nichts mit der Balance zu tun hat.

Zusammengefaßt: wenn wir den AAR gegen Bill Runacre gespielt hätten, dann hätten wir wohl nicht so gut abgeschnitten, der hat erheblich besser gespielt... bspw. hat unser Gegner nicht gemerkt, daß er britische Einheiten in Frankreich und Belgien aufstellen kann. Allerdings ist es auch so, daß wir unsere Kenntnisse mittlerweise erheblich verfeinert haben und auch recht stolz auf unsere Leistung sind... hohes Wagnis und hoher Lohn. Wir denken, daß wir durch unsere Erfahrung recht schwer zu besiegen sind. Zu Anfang des AAR dachte wir allerdings, daß es in die Hose geht.

Auf jeden Fall freut es uns, daß unser Geschreibsel der werten Leserschaft zusagt.

HvS
16.01.13, 09:05
Zeit für Entscheidungen!!!


http://imageshack.us/a/img26/3285/ld055.png


Die Alliierten greifen uns nördlich von Chalons an, aber wie sind vorbereitet, und die erste Angriffswelle wird vernichtet. Auch an den anderen Fronten passiert einiges, Reinschauen lohnt sich!

Ratnik
16.01.13, 11:59
Wie ist es eigendich um die Nationale Moral bestellt. Die dürfte ja bei den Franzosen und Briten ordentlich gelitten haben. Was existiert eigendlich noch von den belgiern, Portugiesen und Italienern? Wäre es nicht angebracht zuerst diese kleineren Armeen zu zerschlagen?
Bekommt der deutsche nicht auch unterstützung von den Österreichern? Wenn ja wo ist sie eingesetzt?

HvS
16.01.13, 13:22
Also.....

Die deutsche NM ist bei 95%, England und Frankreich sind irgendwo Mitte der Sechziger. Dies hat mittlerweile deutliche Auswirkungen auf die Kampffähigkeit der Allierten, denn eine niedrige NM reduziert auch Moral und Bereitschaft der Einheiten (den genauen mathematischen Zusammenhang kennen wir leider nicht). Die Engländer konnten unsere Panzer mit ihrer Infanterie nicht beschädigen, wir hingegen den französischen Panzer schon. Wir hätten ihn auch zu gerne vernichtet, aber leider hat er noch einen Stärkepunkt.

Von den Belgiern existieren noch ca. 4 Einheiten, die momentan südwestlich von Abbeville stehen. Sobald diese Einheiten zerstört sind, kann unser Gegner sie erst dann wiederkaufen, wenn er eine Stadt in Belgien zurückerobert. Das belgische Einkommen ist damit wertlos, denn die Belgier stehen einfach nur in der Gegend herum. Belgien ist de facto aus dem Krieg ausgeschieden und spielt keine Rolle mehr.

Die Portugiesen sind mehr oder weniger an die Engländer angegliedert, die Einheiten werden über deren Produktionsmenü gekauft und mit englischen MPPs bezahlt; dementsprechend können wir die Portugiesen nicht komplett zerstören, höchstens die Engländer (dieses Projekt läuft bereits :D). Die Italiener stehen in der "Comfort Zone", und die können wir momentan nicht angreifen. Es macht keinen Sinn, die kleinen Nationen zuerst zu zerstören, den Bill Runacre hat es per Definition ausgeschlossen, daß Nationen aufgeben. Damit will er verhindern, daß das Ausradieren der "Kleinen" die Standardstrategie wird. Wir haben die Belgier in einem anderen Spiel schon mal komplett ausradiert, aber sie haben nicht aufgegeben. Abstrakt betrachtet wenden wir aber genau diese Strategie an: wie vernichten die kleinere der beiden großen Nationen: die Engländer.

Wegen unserer Freunde aus Österreich: Ab Anfang July tauchen einige österreichische Einheiten auf, ein HQ und zwei Divisionen. Die Einheiten haben nicht das maximale Technik-Niveau und eignen sich nur für Garnisionsaufgabe oder Angriffe auf geschwächte Frontbereich. An den Brennpunkten werden sie sehr schnell aufgerieben, und richtig viele MPP hat man auch nicht. Somit spielen die Österreicher eine bestenfalls zweitrangige Rolle... sie werden höchstens dann wichtig, wenn sie sich zur Verlangsamung eines gegnerischen Angriffs "opfern" würden.

Hier noch ein Bild von der Lage um Boulogne.... wir rechnen mit einem Rückzug unseres Gegners.


http://imageshack.us/a/img546/87/ld054.png

Cfant
16.01.13, 14:55
Kann Euer Gegner von jedem Feld aus Truppen evakuieren oder nur von den Städten aus? Denn wenn Calais wirklich fällt, hätte er nur noch 2 Felder, von denen aus er Ari und HQs in Sicherheit bringen könnte... 1 HQ, 4 Ari, 1 Panzer (die sind sicher auch sehr teuer, oder?). Beim Zusammenbruch wird er wohl nicht alles retten können. Und können Flieger über Eure Linien hinweg evakuieren, also einfach drüberfliegen? Läuft jedenfalls kugelrund. :) Die Franzosen scheinen ja auch heftige Verlust zu erleiden. Ihr seid ganz schön am Drücker! :top:

HvS
16.01.13, 15:19
Werter Cfant,

Man kann Bodeneinheiten aus dem englischen Brückenkopf nur über Häfen evakuieren. Wenn wir Calais einnehmen, dann hätte unser Gegner nur noch den Hafen bei Boulogne. Von Städten aus kann man nur evakuieren, wenn eine Bahnverbindung zum Zielort besteht, und die haben wir nachhaltig abgeschnitten. Der Transport per Schiff ist kostenlos, damit die Position der Engländer nicht noch schwerer wird. Flieger können theoretisch auch über unsere Einheiten fliegen, wenn sie genug Reichweite haben.... allerdings vermuten wir, daß die sich eher nach England verdrücken werden.

Wir sind mit dem Verlauf insgesamt extrem zufrieden. Unser Gegner hat einige Dinge gemacht, die wir anders gelöst hätten, und er hat auch Pech mit der Forschung und dem Wetter gehabt. In der Summe ist es aber so, daß er einige Dinge falsch eingeschätzt hat, und das hat uns ermöglicht, solche Erfolge zu erzielen. Wir haben die Kampagne schon als die Alliierten gespielt (zu Zeiten, als die Deutschen erheblich im Vorteil waren), und wir halten die Kampagne für ziemlich ausbalanciert. Wir gehen davon aus, daß wir beim nächsten Mal gegen den selben Gegner verlieren würden, wenn er mehr Ahnung von der Kampagne hat... wir glauben, daß die Alliierten leicht im Vorteil sind, eigentlich können die Deutschen nicht gewinnen. Vor allem die überstarken Amerikaner stellen ein fieses Problem dar, wenn sie konzentriert auftreten. Und verschiedene kleine Flüchtigkeitsfehler wie die Rochade vor Verdun oder die falsch gesetzte Befestigung im Süden werden ihm nicht mehr unterlaufen.

Ein kurzer Exkurs: bei einer solchen Kampagne wird seitens des unterlegenen Spieler gerne das Argument "Imbalance" benutzt. Wir haben das selbst schon gemacht, wie im AAR des Monats November 2012 nachzulesen ist. In dieser Kampagne ist es aber so, daß eine heftige Imbalance wohl nicht vorliegt, und momentan ist das Spiel auf des Messers Schneide, auch wenn es nicht so wirkt. Wenn wir aktuell 5 Divisionen weniger hätten, dann würden wir wohl verlieren... es ist also alles sehr eng. Wir haben selbst schon die Allierten gespielt, und wir hätten einige Dinge anders gemacht. Der werte Ratnik hat uns bei "Storm over Europe" gesagt, daß er einige Dinge anders gemacht hat, und es ist richtig, daß wir nicht gut gespielt haben, weil unser Konzept zu ambitioniert war. Aber wir hätten auch verloren, wenn wir perfekt gespielt hätten, das ist sicher.

Hier hat unser Gegner allerdings nicht perfekt gespielt, und das möchten wir anhand der Struktur des englischen Brückenkopf darstellen. Unser Gegner hat einige Runden Zeit gehabt, den Brückenkopf auszubauen und zu befestigen. Dabei hätte man einiges besser machen können. Als wir angegriffen haben, waren nicht alle Einheiten in der ersten Reihe eingegraben. Der Panzer stand unmotiviert in der Gegend herum... wenn er in der Frontline stehen würde, dann hätten wir ein Problem. Wir hönnen den Panzer schwerlich vernichten, wenn er einfach nur an einem wichtigen Punkt steht und jede Runde aufgefrischt wird... dazu bräuchten wir schon 2 Artillerie-Einheiten und 5-6 Divisionen, da der Panzer pro Angriff nur 1-2 Punkte Schaden nimmt, und zwar bestenfalls. Diese Divisionen hätte uns an anderer Stelle gefehlt! Es gibt keine zweite Verteidigungsreihe mit Befestigungen... wir stellen gerne Brigaden in die zweite Reihe, die Befestigungen bauen, in die zurückflutende Einheiten flüchten können. Das hat unser Gegner unterlassen, Montreuil ist unbefestigt. Und dann stehen da 4 Artillerie-Einheiten... eine hätte hinter Calais gehört, es wäre genug Zeit gewesen. Calais zu erobern ist eine haarige Sache, weil eine Einheit aus dem Sumpf-Feld angreifen muß, und Deckungsfeuer einer englischen Artillerie, die die Moral und Bereitschaft unserer Truppen gesenkt hätte, hätte uns die Eroberung noch schwerer gemacht, als sie es eh schon ist. Wenn der Brückenkopf untergeht, dann verliert unser Gegner sowieso die Artillerie... also hätte man sie wenigstens richtig einsetzen sollen.

Nicht jede Niederlage hängt an einer Imbalance... wir haben in dieser Kampagne genug kritische Situationen überstanden, in denen ein anderer Gegner uns möglicherweise schwer geschadet hätte... wer weiß. Bspw. waren wir während der Eroberung von Abbeville sehr exponiert, aber ein Angriff auf unsere geschundenen Divisionen unterblieb glücklicherweise.

Ratnik
18.01.13, 14:31
Was gibt es Neues von der Front? Wie lange wird der britische Kessel noch aushalten?
Wie hat sich eigendlich die wirtschaftliche Situation entwickelt?

HvS
18.01.13, 15:37
Wir haben seit unserem letzten Post keinen weiteren Zug des Gegners erhalten. Laut seinem letzten Post hat er mit dem Angriff zwischen Verdun und Reims seine letzte Trumpfkarte ausgespielt, und es kann sein, daß er früher oder später aufgibt... auf jeden Fall scheint ihm das Spiel momentan keinen großen Spaß zu machen, und vielleicht erklärt das die großen Abstände zwischen den einzelnen Zügen. Unser Gegner gewinnt normalerweise seine AARs, und wir können uns vorstellen, daß ihm der aktuelle Verlauf nicht behagt... vielleicht hat er aber auch momentan einfach nur wenig Zeit.

Wir sind uns nicht ganz sicher, was mit dem britischen Brückenkopf passiert. Eigentlich müßten die Briten sich geordnet zurückziehen, solang sie noch zwei Häfen haben... aber vielleicht werden auch die vorhandenen Divisionen an die Front geschmissen und das schwere Gerät wird evakuiert.... zumindest würden wir das so machen. Die Situation dort ist verloren, und damit wahrschein die ganze Kampagne... wenn nicht etwas überraschendes passiert. Es kann auch sein, daß unser Gegner einfach ausharrt und sich damit ein wenig Zeit erkauft, damit der Angriff bei Reims doch noch Fortschritte macht.

Wirtschaftlich hat sich nicht viel getan... die deutschen MPP haben sich bisher praktisch kaum geändert, und die Alliierten wohl auch nicht... bis auf Belgien, deren Military Income kann praktisch nicht mehr genutzt werden.

Ratnik
21.01.13, 14:09
Wenn ihr den britischen Kessel ausgeräuchert habt, müsste es sich doch auch wirtschaftlich für euch verbessern. Welche Verstärkungen erwartet ihr eigendlich noch?

HvS
21.01.13, 14:34
Werter Ratnik,

die wirtschaftliche Situation wird sich nur marginal ändern. Der Großteil unseres Einkommen besteht aus dem sog. "Military Income", das repräsentiert die Produktion auf dem restlichen Kaiserreich und verändert sich im Laufe der Kampagne nicht. Dieser Block macht alleine 750 MPP vom gesamten Einkommen (ca. 940 MPP) aus. Wenn unsere Truppen ein Industriezentrum erobern, dann geht unserer Produktion um bestenfalls 10 MPP hoch, aber erst, wenn das Industriezentrum sich voll regeneriert hat, was 10 Runden dauert.

Wegen der Verstärkungen: wir müssen jede Runde unsere angeschlagenen Einheiten reparieren. Wenn noch ein paar MPP übrigbleiben, dann können wir zerstörte Divisionen zurückkaufen. Im Regelfall sind das 2-4 Divisionen pro Runde, machmal gar keine oder bis zu 6 Stück. Im Grunde ist es egal, ob wir angeschlagene Einheiten aufrüsten oder neue Einheiten kaufen, der Preis unterscheidet sich nicht. Wir können also selbst bestimmen, ob wir eher Verstärkungen kaufen oder alte Einheiten auffrischen, und wir präferieren das Auffrischen. Nächste Runde kommen 6 neue Einheiten aus der Produktionsschlange, aber das ist eine Ausnahme. Anfang July kommen Truppen aus Österreich, aber deren Kampfwert ist nicht so hoch wie der der deutschen Truppen.

HvS
22.01.13, 10:57
Heftige Kämpfe im zwischen Reims und Verdun. Wir nehmen das letzte französische Fort ein, aber die Amerikaner haben Sedan ins Visier genommen. Eventuell müssen wir die Front auf die rote Linie zurücknehmen. Ansonsten läuft alles nach Plan.


http://imageshack.us/a/img132/1566/ld062.png

Ratnik
23.01.13, 10:29
Wie sieht eigendlich die aktuelle Nationale Moral aus? Da müsste doch einiges passiert sein.

HvS
23.01.13, 10:37
Werter Ratnik,

wir glauben uns erinnern zu können, daß die deutsche NM bei knapp 90% ist... und die französische sowie die britische bei ca. 60%. So richtig viel hat sich da nicht getan, weil die Kämpfe momentan ausgeglichen sind. Die deutschen Truppen erleiden hohe Verluste, und bis der britische Brückenkopf aufgerieben ist, wird da auch so bleiben.

Allerdings kann ich schon verraten, daß es in der nächsten Runden (heute abend) ein paar Vorentscheidungen geben wird... zumindest wird der Grundstein dafür gelegt.

Nördlich von Reims ist unserer Gegner momentan im Vorteil, aber an den anderen Fronten ist die Situation ausgeglichen oder wir haben einen Vorteil. Es ist geplant, die Situation an einer der Fronten durch eine massive Umgruppierung zu entscheiden, und dann ist der Krieg hoffentlich gewonnen. Unser Gegner ist momentan optimistisch, aber beim nächsten Rückschlag wird diese Stimmung vielleicht umschlagen.

Teddy Suhren
23.01.13, 22:59
Wir lesen seit Wochen im englischen Forum mit (allerdings ohne angemeldet zu sein) und sind recht fasziniert von Eurer Partie. Das sieht sehr gut aus, wobei Wir immer leichtes Bauchweh haben, wenn beide Regenten "offen", ergo in einem Thread, posten.
Wir wünschen Euch aber weiterhin viel Erfolg!

HvS
23.01.13, 23:17
Werter Teddy,

wir wissen, was Ihr mit diesen Bedenken meint, aber wir haben diese Bedenken nicht. Wir geben nicht viel auf "Operational Security", schließlich gelten die Regeln ja für beide. Und wir glauben an folgendes: wer betrügen will, der wird einen Weg finden.... deswegen geben wir lieber gewisse Dinge preis, dann gibt es keine Probleme. Wir finden diesen Stil einfach besser. Und dann ist da noch ein Punkt: wir wollen ja auch gewissermaßen Werbung für das Spiel machen. Obwohl wir nicht bezahlt werden, liegt uns das Spiel sehr am Herzen, da es uns viele schöne Stunden beschert hat.

Zu der Partie mit Al können wir nur eines sagen: wenn wir das Match 10 mal wiederholen, dann wird Al 9 mal gewinnen... die Alliierten sind im Vorteil und dürfen eigentlich nicht verlieren. Obwohl wir den Anfang nach Belieben gestaltet haben, steht es momentan auf des Messers Schneide.. und beim nächsten Mal würde Al seine Fehler nicht mehr machen, er ist wohl ein wesentlich besserer Spieler als wir das sind. Aber trotz aller Widernisse: momentan sieht es gut aus, die Runde ging an uns.


http://imageshack.us/a/img338/3760/ld064.png

Ratnik
24.01.13, 12:11
Könntet ihr mal die Verluststatistik posten?

HvS
24.01.13, 13:27
Wir haben gestern abend mal nachgeschaut... es waren ca. 80 deutsche und 130 Allierte Einheiten, die bisher das Zeitliche gesegnet hat. Wir werden nächste Runde mal die detailierte Statistik posten.

HvS
25.02.13, 15:47
Nach langer Zeit wollen wir mal wieder etwas posten... das Szenario neigt sich dem Ende zu, und zwar mit historischem Ausgang. Die Übermacht der Alliierten ist einfach erdrückend. Wir wüßten nicht, was wir falsch gemacht hätten, aber wir bekommen den Sack vollgehauen.

Unserer Ansicht nach sind die Amerikaner viel zu stark modelliert... an allen anderen Frontabschnitten können wir uns gut behaupten, aber die Amerikaner sind nicht angreifbar. Wir vermuten, daß das bei nächsten Patch geändert wird.


http://imageshack.us/a/img837/7417/ld081.png

hohe_Berge
26.02.13, 19:25
Schade.Sah bisher recht gut aus. Ihr habt also, nur damit ich es richtig verstanden habe, ab der 1. Runde nur da weiter angriffen wo Ihr Durchbrüche erziehlt habt. Also Eure Taktik danach flexibel ausgerichtet. Oder?
Was ist den bei den Amis so "unangreifbar?

Glück Auf

HvS
27.02.13, 08:48
Och, naja... die Kampagne ist nun mal so aufgesetzt, daß die Deutschen verlieren... bei zwei gleichwertigen Gegnern wird immer die deutsche Seite den Kürzeren ziehen. Und wir sind weiter gekommen, als wir das gedacht hätten.

Wegen der Taktik bzw. Strategie: wir wollten die Alliierten Armeen teilen, und das ist uns mit der Einnahme von Abbeville gelungen. Aber leider haben unsere Siege keine negativen Auswirkungen auf die Kampffähigkeit der Alliierten gehabt, und im Laufe der Monate haben sie uns zu Tode produziert. Trotz erheblicher Übermacht und extrem aggressiven Vorgehens konnten wir den englischen Frontvorsprung nur sehr langsam eindrücken, und jetzt wo wir fast damit fertig sind, haben die Amerikaner so viele Truppen im Feld, daß wir sie nicht mehr stoppen können.

Die amerikanischen Divisionen haben besser Werte als die Deutschen, und wenn man sie angreift verliert man mehr als man an Schaden anrichtet... Angriffe unterbleiben also praktisch. Der historische Hintergrund ist, daß die Ami-Divisionen größer und besser ausgerüstet waren als die europäischen. Leider hat man vergessen, daß größere Divisionen auch bedeutet, daß es weniger davon geben sollte, und die Amerikaner haben so viele MPP, daß sie beschädigte Einheiten reparieren und jede Runde eine frische Division kaufen können, und insbesondere zum Ende der Kampagne ist das ein Game Breaker. Diese Imbalance wird wohl beim nächsten Patch behoben, aber das bringt unseren tapferen Truppen auch nichts mehr. :D

Cfant
27.02.13, 08:53
Hätt ich jetzt auch nicht mehr geglaubt... Aber Ihr habt Euren Gegner ordentlich zum Zähneknirschen gebracht, und seien wir ehrlich: Ist das nicht der eigentliche Grund, warum wir Computerspiele gegen Menschen spielen? :D

HvS
27.02.13, 09:36
Es war wohl mehrfach so, daß mein Gegner kurz vor dem Verzweifeln war... und auch der werte Bill Runacre hat nach dem Fall von Abbeville gedacht, daß der Ofen aus ist. Aber leider haben wir die Situation richtig eingeschätzt: die Alliierten haben am Ende so viel Material, das kann man einfach nicht schaffen. Mit dem Patch 1.03 wird es besser werden, und dann kann man sich das nochmal anschauen. Auf jeden Fall hat der werte Bill den historischen Verlauf sehr gut getroffen...

Ratnik
27.02.13, 11:13
Schade dass es am Ende doch nicht mehr für einen Sieg gereicht hat. Konntet ihr wenigstens noch den englischen Kessel aufreiben?

HvS
27.02.13, 11:31
Nein, leider auch nicht... wahrscheinlich war es sogar nachteilig, daß wir das überhaupt versucht haben. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn wir nach der Einnahme von Abbeville defensiv geblieben wäre und das ganze einfach ausgesessen hätten, aber das ist einfach nicht unsere Art und Weise. :fecht:

Ratnik
27.02.13, 11:36
Gibt es denn überhaupt eine realistische Chance als Deutscher dieses Szenario zu gewinnen?

HvS
27.02.13, 11:50
In der Version 1.00 war es zu einfach für die Deutschen, bei 1.02 ist es fast unmöglich, wenn Ihr gegen einen gleichwertigen Gegner spielt. Wir gehen davon aus, daß mit dem nächsten Patch 1.03 etwas mehr Balance einkehrt. Die Kampagne ist extrem schwer auszubalancieren, kleine Änderungen haben gravierende Auswirkungen... und von 1.00 nach 1.02 wurde wohl etwas zuviel geändert. Momentan sind mir eigentlich nur die Amerikaner ein Dorn im Auge.. wenn deren Kampfwerte oder Einkommen beschnitten werden, dann sollte es annähernd passen.

Gerade bei dieser Kampagne ist halt die entscheidende Frage: will man es historisch (dann würde 1.02 passen) oder ausgeglichen?

Ratnik
27.02.13, 12:02
Gerade bei dieser Kampagne ist halt die entscheidende Frage: will man es historisch (dann würde 1.02 passen) oder ausgeglichen?

Wenn man es historisch will, bleibt ja der Spielspass auf der Strecke. Es kommt ja nur dann Freude auf wenn beide Seiten realistische Chancen haben zu gewinnen. Ansonsten kann ich mir ja auch eine N24 Reportage anschauen ;)

HvS
27.02.13, 12:03
Gutes Argument. Mit dieser Prämisse würden wir sagen: wartet auf 1.03, und dann wird es ziemlich genau passen. Wobei: eine 100%ige Balance haben wohl nur Schach und Dame :mad:

Ratnik
27.02.13, 12:23
Es ist ja auch immer noch ein unterscheid ob man gegen die KI oder gegen einen Menschen spielt. Die Ki braucht in der regel etwas zusätzliche Unterstützung. Meines wissens nach cheatet sie sich bei Strategic Command gerne ein paar zusätzliche Einheiten hinzu. Was vor allem in Russland recht ärgerlich sein kann...

HvS
27.02.13, 12:37
Für SC3 haben wir beim den ehrenwerten Herren Hubert Cater und Bill Runacre vorgeschlagen, quasi zwei verschiedene Setups für das Spiel gegen die KI und menschliche Gegner vorzunehmen. Das heißt knackeschwer gegen die KI und 100% balanced für das Spiel HvH. Momentan ist es so, daß eine Änderungen im Setup unterschiedlich große Auswirkungen für das Spiel gegen die KI und für HvH hat... und es gibt einige Dinge, die man für das Spiel gegen die KI ändern müßte, die aber HvH irreparabel beschädigen würden. Also: hoffen wir mal auf SC3!

Thomasius
27.02.13, 12:40
Für SC3 haben wir beim den ehrenwerten Herren Hubert Cater und Bill Runacre vorgeschlagen, quasi zwei verschiedene Setups für das Spiel gegen die KI und menschliche Gegner vorzunehmen. Das heißt knackeschwer gegen die KI und 100% balanced für das Spiel HvH. Momentan ist es so, daß eine Änderungen im Setup unterschiedlich große Auswirkungen für das Spiel gegen die KI und für HvH hat... und es gibt einige Dinge, die man für das Spiel gegen die KI ändern müßte, die aber HvH irreparabel beschädigen würden. Also: hoffen wir mal auf SC3!
Wollen die das ins SC3 so umsetzen? Vorgeschlagen wird so etwas oft. Unserer Erfahrung nach wird das meistens aus Kostengründen nicht gemacht.

HvS
27.02.13, 13:16
Mit Gewissheit können wir das nicht sagen, aber wir halten es durchaus für möglich. Die nachträgliche Angleichung der Kampagnen und Szenarien mit Patches nach dem Release bringt einen erheblich Zeitaufwand mit sich, und man könnte diese Zeit besser investieren, indem man die Kampagne zweigeteilt aufsetzt und ordentlich testet. Wir glauben, daß das langfristig sogar effizienter wäre, und wir vermuten, daß unser Vorschlag gar nicht notwendig war, weil die Herren selbst auf diese Idee gekommen sind. Es gibt so einige Dinge, die man seitens der Entwickler gerne ändern würde, die das Engine aber einfach nicht zuläßt.. und wenn man über die Herren Entwickler eines mit Gewissheit sagen kann: lernfähig sind sie! Bei nächsten Engine wird alles besser! :D

Jörg von Frundsberg
27.02.13, 13:24
Mit Gewissheit können wir das nicht sagen, aber wir halten es durchaus für möglich. Die nachträgliche Angleichung der Kampagnen und Szenarien mit Patches nach dem Release bringt einen erheblich Zeitaufwand mit sich, und man könnte diese Zeit besser investieren, indem man die Kampagne zweigeteilt aufsetzt und ordentlich testet. Wir glauben, daß das langfristig sogar effizienter wäre, und wir vermuten, daß unser Vorschlag gar nicht notwendig war, weil die Herren selbst auf diese Idee gekommen sind. Es gibt so einige Dinge, die man seitens der Entwickler gerne ändern würde, die das Engine aber einfach nicht zuläßt.. und wenn man über die Herren Entwickler eines mit Gewissheit sagen kann: lernfähig sind sie! Bei nächsten Engine wird alles besser! :D


klingt ja toll !! wen es den klappt :D äääh habt ihr schon was läuten gehört ob es SC3 eventuell dieses Jahr kommt oder nächstes Jahr ?? könnt ihr da was schon verraten ?? habt ihr schon was davon gesehen ?? falls eine Nachrichtensperre verhängt wurde reicht auch eine PN :D

HvS
27.02.13, 13:32
Über SC3 wissen wir gar nichts... die Arbeiten haben wohl begonnen, aber mehr ist uns nicht bekannt. Wir haben bisher noch nichts davon gesehen, und ein Release-Zeitpunkt ist nicht mal angedacht. Und wenn wir jetzt schreiben "dieses Jahr gewiss nicht mehr", dann würden das einige dahingehend interpretieren, daß es nächstes Jahr kommt.. also werden wir das auch nicht sagen. Aber falls der Beta-Test beginnt, werdet Ihr das merken. Momentan läuft noch ein anderer Beta-Test, aber wir sind uns nicht sicher, ob da überhaupt etwas draus wird (hierzu können wir leider gar nichts sagen, obwohl wir das ein oder andere wissen).

Jörg von Frundsberg
27.02.13, 13:34
Über SC3 wissen wir gar nichts... die Arbeiten haben wohl begonnen, aber mehr ist uns nicht bekannt. Wir haben bisher noch nichts davon gesehen, und ein Release-Zeitpunkt ist nicht mal angedacht. Und wenn wir jetzt schreiben "dieses Jahr gewiss nicht mehr", dann würden das einige dahingehend interpretieren, daß es nächstes Jahr kommt.. also werden wir das auch nicht sagen. Aber falls der Beta-Test beginnt, werdet Ihr das merken. Momentan läuft noch ein anderer Beta-Test, aber wir sind uns nicht sicher, ob da überhaupt etwas draus wird (hierzu können wir leider gar nichts sagen, obwohl wir das ein oder andere wissen).

Danke für die Info !! dann freuen wir uns halt auf das übernächste Jahr ^^

Admiral Hipper
27.02.13, 16:24
Wir hätten ja nie gedacht das sich diese Partie nochmals wendet. Bei so gutem Verlauf der Offensive hättet Ihr einen Sieg verdient gehabt.

HvS
27.02.13, 16:40
Auch wenn es zwischendurch mal so aussah: wir hatten niemals die Chance, ernsthaft zu gewinnen... das geht nur, wenn der Alliierte Spieler die Brocken hinwirft, weil er keine Perspektive mehr sieht. Sobald mal der Juli erreicht ist, wendet sich das Blatt, weil die technologische Überlegenheit der Deutschen aufgeholt ist und die Alliierten ihre personelle Übermacht ausspielen können. Und dann sind da noch die Amis, die unserer Ansicht nach etwas überrepräsentiert sind...

Mehr Siege als wir kann man eigentlich nicht erzielen, vor allem NM-Targets.. wird sind hinsichtlich NM immer noch weit voraus, aber man wird uns einholen..

HvS
14.03.13, 09:04
Wir haben eben mit der weißen Flagge gewedelt. Trotz vieler Siege und einem immer noch andauernden Vorsprung bei der Anzahl der zerstörten Einheiten und der NM haben wir keine Chance mehr, den Kampf weiter zu führen... wir könnten alle Fronten halbwegs halten bis auf das Zentrum, hier sind die Amerikaner einfach zu stark, wir können sie nicht wirksam bekämpfen. Jede Runde verlieren wir wesentlich mehr Einheiten als wir nachkaufen können.. wir sind uns zwar nicht so richtig sicher, wie wir besser hätten spielen können, aber irgendwas kann man immer besser machen.

Auf jeden Fall ist der AAR hiermit beendet, und wir hoffen, eine ansprechende Unterhaltung geboten zu haben. Am Anfang des AAR hatten wir befürchtet, daß die Allierten im July in Sedan sind... immerhin haben wir es bis September gepackt, und das kann man mit viel gutem Willen schon als kleinen Erfolg werten. :D

Thomasius
14.03.13, 10:39
Haben die USA zu viele Einheiten und/oder sind die Einheiten zu stark?

Ratnik
14.03.13, 10:41
Unseres Wissens nach, haben die US Einheiten zu starke Werte, so dass man ihnen kaum beikommen kann.

Cfant
14.03.13, 10:48
Also bitte, Ihr werdet doch nicht bestreiten, dass ein Ami-Rekrut locker mit 30-40 Veteranen eines beliebigen anderen Landes fertig wird, oder? :rolleyes: Bildet Euch gefälligst! :D Aber im ernst: Hat HvS nicht gesagt, dass beim Szenario noch an der Balance geschraubt wird? Erst waren die Deutschen Superdupersoldaten, jetzt die Amis. Vielleicht sind im nächsten Patch die Franzosen dran? :tongue:

Ratnik
14.03.13, 10:54
Warum nicht mal die Italiener??? :D

HvS
14.03.13, 10:58
Naja, in den frühen Versionen waren die Deutschen im Vorteil... bis die Alliierten sich berappelt haben, saßen sie schon im Kanal. In der aktuellen Version wurde die Balance zugunsten der Alliierten verschoben, aber man hat es ein wenig übertrieben. Insbesondere die Amis sind in der aktuellen Version quasi ein Gamebreaker, denn man kann sie nicht angreifen, ohne horrende Verluste zu erleiden... und dann greift man halt nicht an, weil man es sich nicht leisten kann. Soweit wir wissen, wird an dieser Schraube aber gedreht.

Zu bsseren Verständnis: die Ami-Divisionen haben bessere Werte als die Einheiten der anderen Länder, und sie haben einen Überfluß an MPP. Das wird wohl geändert.

Iche_Bins
16.11.13, 01:52
Wir haben grade das AAR im anderen Forum durchgelesen.

Sehr schön :)

Allerdings war seit Seite 6 ungefähr klar dass Ihr verlieren würdet. Ihr hattet zwar noch die Feder in der Hand, aber Ihr habt euch massiv überdehnt. Ihr seid, selbst als euch langsam die Truppen ausgingen, und Ihr schon das Loch in der Mitte stopfen musstest noch an allen Fronten in die offensive gegangen. Ihr hätte sicherlich noch länger aushalten können wenn Ihr nicht so verschwenderisch in der Offensive gewesen wärt.
Dennoch war das weite Vordringen eine mehr als beachtliche Leistung. Und den Britischen Kessel im Norden nicht anzugreifen wäre sicherlich auch keine Option gewesen. Sonst hätten die Truppenmassen von dort aus massiv zugeschlagen.

HvS
16.11.13, 07:11
Tja, uns war von Anfang an klar, das wir das Spiel verlieren... das hatte wir auch vorher so gesagt und wurden ausgelacht. Die Änderungen, die Bill Runacre vorgenommen hat, waren einfach zu sehr zugunsten der Alliierten... insbesondere die Reduzierung von Trench Warfare war entscheidend. Und glaubt uns: die Überdehnung war es nicht... sondern die massive allierte Übermacht an Artillerie ab July... es ist egal, was wir gemacht hätten, die Alliierten hätten sich den Platz nur aussuchen müssen, an dem sie uns schlagen, und sie haben sich nicht mal den besten ausgesucht... weiter im Westen über die Somme und dann nach Nordosten... da hatten wir gar keine Truppen..