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George Pickett
28.02.13, 16:56
Die Windhunde


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Die Luft war sengend heiß und nahm mir den Atem. Panik überkam mich. Ich wollte schreien aber kein Ton kam über meine Lippen. Panisch suchten meine Hände Halt um mich hochzuziehen. Raus aus diesem Inferno, aber meine verbrannten Hände ließen es nicht zu. Ich hörte Schreie! Markerschütternde Schreie! "Das ist das Ende" dachte ich. "Unser aller Ende." Ich versuchte mich zu orientieren. Wo war Deggenhardt, wo die anderen? Wer schrie dort? Die Flammen fraßen mich auf...doch dann zog mich etwas fort, irgendwer hielt mich fest...

..."Herr Hauptmann, wachen Sie auf!" Mit einem Schrei öffnete ich die Augen und fuhr mir durch das schweißnasse Haar. Ich versuchte mich zu orientieren und sah hoch. Der Gefreite Kemper hielt mich mit beiden Händen an der Schulter fest, wohl in der Angst, dass ich um mich schlagen würde. "Es ist gut Kemper. Was gibt es." fragte ich ihn. "Es ist 02.00 Uhr Herr Hauptmann." antwortete er mit einem besorgten Gesichtsausdruck. "Danke. Besorgen sie mir einen Kaffee, aber bitte keinen Ersatz. Ich weiß, dass sie immer eine Notreserve Bohnenkaffee bunkern" grinste ich ihn gequält an. "Zu Befehl, Herr Hauptmann" grinste Kemper zurück und verließ den Raum. Ich ließ mich in mein Kissen zurückfallen und schloß kurz die Augen. Kemper war das letzte Bindeglied zu meiner Vergangenheit. Zu meinem alten Haufen in der 3. Panzerdivision. 2 Jahre lang waren wir eine verschworene Gemeinschaft gewesen. 2 Jahre Ostfront. Und dann kam der 05. Juli 1943 und die Operation "Zitadelle". 2 Jahre hatten wir Glück gehabt. Hatten uns bis Moskau vorgekämpft und dann das rückwärtslaufen gelernt. Ein Jahr später standen wir im tiefen Kaukasus, bis Mosdok stießen wir vor, doch dann ging es auch hier zurück.

Und dann, am 10. Juli 1943 verließ uns unser Glück. Alle waren sie tot. Deggenhardt, Fischbeck, Stolze und Herrmanns. Verbrannt in unserem Panzer. Ich weiß bis heute nicht, wer mich aus dem brennenden Wrack herausgezogen hat. Auch nicht, ob ich ihm danken oder verfluchen soll. Jede Nacht höre ich ihre Schreie, rieche ihr verbranntes Fleisch. Ich war längst tot, denn das, was ich und Millionen anderer Tag für Tag durchleben mußten hatte mit Leben nichts zu tun.

Ich zog mich an und trank den heißen Bohnenkaffee, den Kemper mir zwischenzeitlich gereicht hatte. Danach ging es mir besser. Meine Gedanken ordneten sich. Ich verließ meine Unterkunft und ging durch die schmalen Gassen des Örtchens Habscheid zum Abteilungsgefechtsstand. Major Busse hatte für 02.45 Uhr eine Besprechung anberaumt. "Und wieder wird die glorreiche deutsche Wehrmacht dem Feind ihre Überlegenheit zeigen" dachte ich mit einem säuerlichen Grinsen. Ich schlug den Kragen hoch um mich vor der Kälte und dem Schnee zu schützen. Ich öffnete die Tür und ein Unteroffizier schnellte vom Stuhl hoch und grüßte zackig. "Guten Morgen Herr Hauptmann. Die anderen Kompaniechefs sind bereits beim Major." Ich nickte und ging weiter zum nächsten Raum, dessen Tür offen stand. "Ah, Hauptmann Berger. Schön, dann sind wir ja vollzählig." Major Busse winkte die anwesenden Offiziere an die Karte...

Die Besprechung war schnell vorbei. Vieles, was wir erfuhren ahnten wir schon. Aber es war immer wieder beängstigend einem Plan zu lauschen und zu wissen, dass die Realität eine andere ist, das ein solcher Plan weitaus größere Ressourcen erforderte. Aber wir waren Soldaten und hatten die Befehle nicht zu hinterfragen. So stiefelte ich zum südlichen Ende der Ortschaft um meine Männer zu instruieren. Als ich meine Kompanie erreichte waren die meisten Panzer bereits aufmunitioniert und betankt. Der Panzer V "Panther" war schon beindruckend. Beängstigend war auch, was der menschliche Geist an diabolischen Werkzeugen erfinden konnte. Als ich meinen Chefpanzer erreichte drehte sich Klotsche, mein Fahrer um, die Hände tief in den Taschen vergraben und einen Zigarettenstummel im Mundwinkel. "Moin, Herr Hauptmann" nuschelte er. Irgendwie war er nie in der Lage artikuliert zu sprechen aber im Laufe der Jahre waren die Umgangsformen legerer geworden. Wir vertrauten uns gegenseitig unser Leben an und da konnte ich auf einen zackigen Gruß gerne verzichten. "Guten Morgen Klotsche" antwortete ich. "Sammeln sie mal die Kommandaten ein und bringen sie her." Er nickte und schlurfte davon.

Ich zündete mir eine Zigarette und sah mich um. Vieles hatte sich im Laufe der Jahre verändert. Inzwischen glich meine Kompanie einem Kindergarten. Kaum einer war über 20. Selbst die Panzerkommandanten kamen zum großen Teil frisch von der Panzerschule in Wünsdorf, wo sie im Schnellverfahren zum Kommandanten ausgebildet wurden. Fronterfahrung hatten die wenigsten. Als alle versammelt waren begann ich mit der Befehlsausgabe. "Meine Herren. Die 116. Panzerdivision wird an einer Offensive teilnehmen, die das Schicksal des Reiches mit entscheiden wird. Ich erwarte von jedem einzelnen, dass er nicht weniger als sein bestes gibt. Hier nun die Einzelheiten unsere Abteilung betreffend..."

"04.00 Uhr" Ich blickte von meiner Armbanduhr auf und sah nach oben. Der Schneefall hatte sich noch verstärkt aber das war mir nur recht. Ich reckte mich weiter aus dem Turmluk hoch und sah nach hinten. ich hob meinen Arm und ließ ihn über meinem Kopf kreisen und kurz darauf erfüllte das Brüllen von 12 Maybach-Motoren die Luft. Ich signalisierte dem Panzer hinter mir mit meinen Fingern eine "5". 5 Minuten warmlaufen lassen. Die Maybach-Motoren mögen es heiß.

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5 Minuten später setzte ich das Mikrophon auf. "Los, Klotsche, angasen!" Mit einem Ruck setzten sich die die 45 Tonnen in Bewegung und die Kompanie reihte sich hinter meinem Führungspanzer ein. Es ging wieder durch den Ort, dann nach Westen. Schließlich verließen wir Habscheid und tauchten in die dichten Wälder der Eifel ein.

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Im Turmluk stehend ließ ich die letzten Worte Major Busses revue passieren. "Jetzt beginnt der Nervenkrieg. Derjenige, der die stärkeren Nerven hat wird siegen!" Ich hätte lieber mehr Panzer...

Ratnik
28.02.13, 17:41
Welches Spiel versteckt sich hinter dieser hervorragenden Einführung?

George Pickett
28.02.13, 17:46
TAO 2 von SSI aus 1997. Wir hoffen, dass es halbwegs stabil laufen wird. :)

Ratnik
28.02.13, 18:03
TAO? Bitte verzeiht uns unsere Unwissenheit, aber welches Spiel verbirgt sich hinter diesem Kürzel?

George Pickett
28.02.13, 18:07
Schaut mal beim AAR des werten Kensai "Fall Gelb" im Matrixforum. TAO 2 ist wohl der Urvater dieses Spiels. Bei TAO 2 geht es ausschließlich um die Ardennenoffensive. Ein rundenbasierendes Strategiespiel.

Ratnik
28.02.13, 18:23
Dafür können wir uns immer begeistern. Wir erwarten sehensüchtig die ersten Berichte aus dem Oberkommando.

George Pickett
01.03.13, 09:18
Die Windhunde


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Das Oberkommando der Wehrmacht


Geheime Verschlussache!


Verteiler:

OB West - Gfm. von Rundstedt

OB Heeresgruppe B - Gfm. Model





Operation "Wacht am Rhein"

Ziel dieser Operation, welche die Heeresgruppe B ausführen wird, ist die Zerschlagung der 1. US-Armee östlich der Maas sowie die Isolierung der aliierten Truppen in Südholland. Dafür werden von Nord nach Süd folgende Großverbände bereitgestellt:


15. Armee - General der Infanterie von Zangen im Raum Aachen als Flankenschutz
6. SS-Panzerarmee - SS-Oberst-Gruppenführer Dietrich im Raum Simmerath-Stadtkryll mit Zielen Lüttich (Phase I) und Antwerpen (Phase II)
5. Panzerarmee - General der Panzertruppe von Manteuffel im Raum Stadtkryll-Dasburg mit den Zielen Namur (Phase I) und Brüssel (Phase II)
7. Armee - General der Panzertruppe Brandenberger im Raum Viondon-Trier als Flankenschutz

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Auf Grund der schlechten Verkehrsinfrastruktur und besonders der schlechten Versorgungslage der motorisierten Verbände sind folgende Verkehrsknotenpunkte bzw. feindliche Versorgungsstützpunke vorrangig einzunehmen, um die Treibstoffversorgung für den weiteren Vormarsch zu gewähleisten: Malmedy, St. Vith, Bastogne.

Der Heeresgruppe B werden für diese Operation zusätzliche Kräfte und Neuaufstellungen zur Verfügung gestellt. Die Sollstärke wird bei Angriffsbeginn ca. 200.000 Mann, 600 Panzer und 2.000 Geschütze betragen.




Gezeichnet
Der Chef des OKW
Gfm. Wilhelm Keitel

Ratnik
01.03.13, 11:31
Gedenkt ihr auch das Unternehmen "Greif" durchzuführen?

George Pickett
01.03.13, 11:48
Gedenkt ihr auch das Unternehmen "Greif" durchzuführen?

Ja, dafür stehen zu Beginn 3 Greifteams zur Verfügung.

Ratnik
01.03.13, 11:50
Hervorragend. Womit sind diese ausgerüstet und was plant ihr genau mit Diesen? Nur Brückensprengen oder gibt es auch die Möglichkeit stärkere Einheiten in einen Hinterhalt zu locken?

George Pickett
01.03.13, 11:57
Da müssen wir leider passen! Die Teams sind nur allgemein dargestellt. Was die genau leisten können muss ich erst mal nachlesen, da wir dieses Spiel seit 10 Jahren nicht mehr gespielt haben. :D

George Pickett
01.03.13, 15:42
Die Windhunde


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Hauptquartier der Heeresgruppe B in Hülloch

16. Dezember 1944, 04.30 Uhr


Generalfeldmarschall Model blickte wieder auf die Lagekarte, die die Ardennen und Ostbelgien abbildete. Noch war es ruhig an der Front, doch eigentlich hatte die Offensive bereits begonnen, denn das Unternehmen "Greif" hatte bereits vor mehreren Stunden begonnen. Mehrere Kommandotrupps unter dem Befehl des SS-Obersturmbannführers Otto Skorzeny waren bereits in amerikanischen Uniformen und erbeuteten Fahrzeugen in die feindlichen Linien eingesickert und näherten sich ihren Zielen. Ihre Aufgabe ist es, Verwirrung zu stiften, falsche Befehle zu erteilen, ja sogar einfach nur Straßenschilder zu verstellen und Brücken zu sprengen.


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Er betrachtete die verschiedenen Fähnchen, die die Karte bedeckten. "Alles wird sich in den ersten 72 Stunden entscheiden" dachte er. "Bis dahin müssen St. Vith und Bastogne eingenommen werden, sonst geht uns der Sprit aus." Die Ausgangslage für diese Offensive war denkbar schlecht. Die Versorgungssätze mit Benzin reichten bei den motorisierten Verbänden maximal 3-4 Tage. Die Infanteriedivisionen, besonders die Neuaufstellungen hatten nicht einmal genug Kfz. Das Groß der Troßeinheiten hatte lediglich Pferdefuhrwerke zu Verfügung. Model sah sich in seine Jugend im 1. Weltkrieg zurückversetzt. "Und damit treten wir gegen die am besten ausgerüstete Armee der Welt an." Er schüttelte leicht den Kopf...

Geändert am 04.03. Grund: Screenshots getauscht

George Pickett
04.03.13, 12:40
Die Windhunde


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Und so beginnt es...


Die Ausgangslage


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Geändert am 04.03. Grund: Screenshots getauscht

Ratnik
04.03.13, 12:44
Wie werden dort eigendlich die Kämpfe simuliert?

George Pickett
04.03.13, 13:04
Wie werden dort eigendlich die Kämpfe simuliert?


Das Spiel berücksichtigt Faktoren wie Gelände, Verschanzung, Versorgung, Truppenstärke und Ausrüstung und bildet daraus die Angriffs bzw. Verteidigungsstärke der beiden Seiten. Zusätzlich gibt es das "Würfelglück/Pech" welches unvorhergesehene Faktoren mit einbringen soll. Durch drücken des "Max-Buttons" werden alle Reserven mit eingesetzt und man erhält einen Angriffsboni, jedoch schlaucht das die Truppe ungemein. In diesem Falle würde sich das Verhältnis für die deutschen Angreifer von 8:2 auf 12:2 erhöhen.

http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/erklrungfertify80ladp7h.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

Kensai
04.03.13, 13:37
Coole Sache! Ich lese mit.

Achja, ich glaube in der Demo zu "Battles in Normandy" ist die Ardennenoffensive ebenfalls voll spielbar enthalten, wohl ich einer neueren Fassung als die vorliegende. Da bin ich als Deutscher und blutiger Anfänger noch innerhalb der ersten paar Runden gnadenlos festgefahren gewesen. Ist sicherlich auch wegen der Spiel und Screenshotqualität besser für den entsprechenden AAR!?

http://www.matrixgames.com/products/281/downloads/

Ruppich
04.03.13, 13:41
Mit dem Handy den Bildschirm abfotografiert??

Jörg von Frundsberg
04.03.13, 13:48
Ihr armer Kerl ..... was tut ihr euch eine Arbeit an ... dafür gibt es einen Rep !!

George Pickett
04.03.13, 14:13
Kommando zurück!!! Dank des werten Kensai werden wir es mit einer neueren Version des Spieles versuchen. Mit vernünftigen Screenshots. Jedoch ist "Battles in Normandy" etwas komplexer, daher wird sich der Spielbeginn etwas verzögern.

@ Kensai
Das ihr euch festgefahren habt liegt nicht daran, dass ihr Anfänger seit. Wenn die KI nur halbwegs so stark ist wie in TAO 2, dann schafft man nicht einmal die Operation "Herbstnebel". Die Maas ist so unerreichbar wie der Atlantik!!! Habt Dank für den Tipp!!!

@ Ruppich
Die reine Verzweifelung :D

Ruppich
04.03.13, 14:48
@ Ruppich
Die reine Verzweifelung :D
Um die Verzweiflung einzudämmen, können wir greenshot empfehlen. Damit erstellen wir unsere AARs mit relativ wenig Aufwand.

George Pickett
04.03.13, 14:52
Greenshot verwenden wir auch gerne. Aber diese alte Gurke von Spiel will einfach keine Screenshots zulassen...

Kensai
04.03.13, 15:04
Kommando zurück!!! Dank des werten Kensai werden wir es mit einer neueren Version des Spieles versuchen. Mit vernünftigen Screenshots. Jedoch ist "Battles in Normandy" etwas komplexer, daher wird sich der Spielbeginn etwas verzögern.

@ Kensai
Das ihr euch festgefahren habt liegt nicht daran, dass ihr Anfänger seit. Wenn die KI nur halbwegs so stark ist wie in TAO 2, dann schafft man nicht einmal die Operation "Herbstnebel". Die Maas ist so unerreichbar wie der Atlantik!!! Habt Dank für den Tipp!!!

@ Ruppich
Die reine Verzweifelung :D

Kein Problem! Das Szenario ist als Deutscher aber tatsächlich extrem hart. Man muss wirklich einen Masterplan haben denke ich. Nach ein paar Zügen war es so, dass der Alliierte bereits massiv überlegen war an vielen Punkte und sich eingegraben hatte. Letztlich war es dann nurnoch ein aussichtsloser Stellungskrieg, der in dem Gelände nicht zu gewinnen war. Das Szenario werde ich früher oder später auch nochmal in Angriff nehmen...das muss doch zu machen sein :)

George Pickett
04.03.13, 15:16
Kein Problem! Das Szenario ist als Deutscher aber tatsächlich extrem hart. Man muss wirklich einen Masterplan haben denke ich. Nach ein paar Zügen war es so, dass der Alliierte bereits massiv überlegen war an vielen Punkte und sich eingegraben hatte. Letztlich war es dann nurnoch ein aussichtsloser Stellungskrieg, der in dem Gelände nicht zu gewinnen war. Das Szenario werde ich früher oder später auch nochmal in Angriff nehmen...das muss doch zu machen sein :)

Tja, die Geschichte wird sich wohl wiederholen. :D Ob man die Maas wirklich auf breiter Front erreichen kann ohne die Flanken zu vernachlässigen wäre wohl ein Wunder! :eek:

dooya
04.03.13, 20:11
Mit dem Handy den Bildschirm abfotografiert??Wahrscheinlich hat der Monitor nicht auf den Flachbett-Scanner gepasst. :D

George Pickett
05.03.13, 13:10
Gott, ist die KI böse! :eek: Das wird ein Untergangsszenario ganz nach dem Geschmack des werten Jörg! :D

Jörg von Frundsberg
05.03.13, 13:36
Gott, ist die KI böse! :eek: Das wird ein Untergangsszenario ganz nach dem Geschmack des werten Jörg! :D

Ja hier ?? wer hat gerufen ??? wer brauch einen Spezialisten für den Untergang ?? :D

Albrecht d. Bär
05.03.13, 13:55
Na da sind wir aber mal gespannt. Wir lesen auf jeden Fall mit! Man darf ja gespannt sein, wie lange Ihr braucht, den Feind über die Maas zu drängen.
Übrigens auch sehr schön, dass diese alte Serie jetzt doch immer mehr Anhänger in diesen Reihen der werten Regenten findet! :burns:

Das Scenario Ardennen-Offensive ist ja in allen SSG-Spielen planmäßig mit enthalten? Sagt, werter Pickett, könntet Ihr einmal die OOB hier einstellen?
Sind bei Eurem neu gestarteten Scenario auch die Fallschirmjäger für die Nebenoperationen dabei, oder sind die weggelassen worden?

Als Screenshot-Programm können wir Howies Quick Screen Caputure empfehlen: http://howie-s-quick-screen-capture.software.informer.com/

George Pickett
05.03.13, 14:45
Werter Albrecht,
verzeiht die Unwissenheit eines alten Sackes. Was ist eine OOB?

In den ersten Runden stehen mehrere Kommandotrupps bereit sowie 1 Einsatz eines Fallschirmjägerkommandos. Was aber alles anscheinend nicht wirklich hilft! :eek: Nicht ohne Grund ist die Maas am äußersten linken Kartenrand. :D

Ratnik
05.03.13, 15:03
Wir vermuten mit OOB ist Order Of Battle gemeint. Also eine Schlachtaufstellung aller euch zugewiesener Verbände.

Albrecht d. Bär
05.03.13, 16:11
Der werte Ratnik hat es erfasst. Wir meinen die Schlachtaufstellung. Verzeiht: der Fehler lag bei Uns, nicht bei Euch. Was verwenden wir auch diese unsäglichen Anglizismen! :rolleyes:
Ihr findet die Aufstellung im (wenn ihr die BiN-TOA spielt) Menü unten link, da ist so ein Baum-Diagramm-Symbol.

P.s. Eigentlich könnten wir ja auch selbst nachsehen... haben das Spiel ja auch. :ditsch: Aber für Regenten die (noch) nicht im Besitz dieses wunderbaren Spiels sind...

George Pickett
05.03.13, 17:15
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

16. Dezember 1944


6. SS. Panzerarmee

Verstärkte Stoßtruppaktivitäten des LXVII. Armeekorps (272. VGD, 326. VGD) im Raum nördlich Monschau um den Schwerpunkt der Offensive zu verscheiern. Hier sitzt der Feind in gut ausgebauten Stellungen. Ein tiefgestaffeltes Stützpunktsystem und Minenfelder sichern hier die amerikanischen Linien. Erkannt wurden folgende Verbände: 2. US-Division, mehrere Panzer- und Panzerabwehrverbände sowie motorisierte Artillerie. Feind verhält sich in Frontnähe ruhig, jedoch konnten vorgeschobene Posten am Nachmittag Truppenbewegungen in südlicher Richtung (Malmedy-Elsenborn?) ausmachen.


Im Raum südlich Elsenborn konnte das I. SS-Panzerkorps (12. SS-PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD) den Feind werfen. Weiter südlich stieß die Auklärungsabteilung der 12. SS. Panzerdivision über St. Vith weiter nach Norwesten in Richtung Stavelot vor. Südlich Malmedy klärte sie massive feindliche Artillerieverbände und Pioniereinheiten auf. Die 1. SS-Panzerdivision (I. SS-Panzerkorps) schließt nördlich von Habscheid den Kessel um die 106. US-Division im Zusammenwirken mit dem LXVI. Armeekorps der 5. Panzerarmee.

5. Panzerarmee

Das LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD) gelang die Umfassung der 106. US-Division nördlich Habscheid. Hier muß versucht werden, den Kessel schnellstmöglich aufzulösen um die Kräfte für das weitere Vordringen freizumachen. Der 116. Panzerdivision (LVIII. Panzerkorps) gelang der Übergang über die Our und die Einnahme von Deitfeld. Südöstlich von Vielsam stieß sie gegen Abend auf feindliche Panzerabwehreinheiten. Die ebenfalls zum LVIII. Panzerkorps gehördende 560. Volksgrenadierdivision unterstützt die Panzerlehrdivision im Raum zwischen Deitfeld und Houffalize.

Das XXXXVII. Panzerkorps (2.PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD) konnte die Our auf breiter Front überschreiten und stößt in 2 Stoßkeilen auf Houffalize vor. Östlich von Houffalize wurde die Aufklärungsabteilung der 2.PD von Einheiten der 28. US-Division aufgehalten. Hier muß das herankommen des Groß der Division abgewartet werden.


7. Armee

Das LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD) mit Sicherungsaufgaben am äußersten linken Flügel der 7. Armee auf dem Nordufer der Sure innerhalb des Westwalls. Keine Kampftätigkeiten. Das LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD) rückt nach Überwinden der feindlichen Sicherungslinien nach Südwesten auf die Sure vor. Ziele sind die Städte Diekirch und Ettelbruck.


Besondere Vorkommnisse

Einsatz von Sonderkommandos (Operation "Greif") im Raum Elsenborn und Houffalize. Weiterhin starker Schneefall und tiefe Wolkendecke. Daher keine Störung durch feindliche Luftangriffe.


Übersicht am Abend des 16. Dezember

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George Pickett
05.03.13, 18:28
Die Windhunde

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Gegen 06.00 Uhr erreichte die Abteilung den Bereitstellungsraum am Ostufer der Our. Es war praktisch Niemandsland und keiner wußte, wo der Feind seine Stellungen hatte. Die kleine Lichtung glich einem Heerlager. Unzählige Schützenpanzer und andere Halbkettenfahzeuge der Grenadierregimenter 60 und 156 standen dicht an dicht links und rechts der Straße. "Nur gut, dass es schneit" grummelte mein Richtschütze, der Gefreite Wenskat. "Ein paar Jabos würden das alles hier zu Klump bomben."

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Ich wendete meine Aufmerksamkeit wieder in Fahrtrichtung wo ein Einweiser hektisch mit seiner Kelle winkte. "In die Eisen, Klotsche!" rief ich durch das Kehlkopfmikrophon. Unsanft stoppte er den Panzer, so dass ich mich festhalten mußte um nicht vorne weg zu fallen. Ich beugte mich so gut es ging zum dem Unteroffizier hinunter um ihn zu verstehen. "Noch 200 Meter bis zur Brücke, Herr Hauptmann. Sie werden es nicht glauben! Wir haben es doch glatt versäumt die Brücke im Herbst zu sprengen und der Ami hat keine Sicherungen auf dieser Uferseite. Spähtrupps sind bereits auf dem Westufer und klären auf. Ihre Kompanie nimmt die Spitze. Die Grenadiere werden bei ihnen aufsitzen." Ich nickte und gab Klotsche den Befehl wieder anzufahren. "Vetter, Kurzwelle! gib mir die Zugführer." Der Gefreite Vetter, Funker meines Panzers stellte die Verbindung her. "Elbe 1 an alle. Vorfahren bis zum Ufer. Da nehmen wir Grenadiere auf. Dann ab über die Brücke und einen Sicherungsbogen bilden. Wir scheren nach der Brücke nach links und bilden die Flanke der Abteilung." Feldwebel Reichert und Oberfeldwebel Burkert bestätigten wobei Burkerts Baß im Kopfhörer drönnte. "Macht schon, ich will Weihnachten wieder zu Hause sein!" Wenskat sah mich an. "Ist der schon wieder betrunken?" "Burkert ist ohne Schnaps gar nicht mehr lebensfähig. 3 Jahre Ostfront haben ihn fertig gemacht" antwortete ich. "Aber nüchtern ist er gar nicht zu gebrauchen..."

Nach dem wir die Brücke erreicht hatten, saßen die Grenadiere auf. Es waren erfahrene Jungs, dass konnte man sehen. Die Augen tief in den Höhlen mit diesem 1000 Meter Blick der durch einen durchsah.

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Im Kopfhörer knisterte es, dann die Stimme Major Busses. "Siegfried an Elbe. Sie nehmen die Spitze. Nach der Brücke bis zum Waldrand vorrücken. Dann Sicherungslinie bilden. Uns folgt die Aufklärungsabteilung, die dann weiter aufklären wird." "Verstanden" gab ich kurz zurück. Ich gab das Zeichen zum Anfahren und die Kompanie rollte auf die Brücke zu. "Gib Brikett, Klotsche. Ich will schnell runter von der Brücke." Der Motor heulte auf und mit 40km/h donnerte der Panzer über die Brücke. Instinktiv duckte ich mich tiefer in den Turm, aber nichts passierte. Kein Beschuß, nichts vom Feind zu sehen. Mein Panzer passierte die Brücke und verlangsamte, damit die beiden anderen Züge aufschließen konnten. "Gefechtslinie! 20 Meter Abstand!" rief ich über Funk den Zugführern zu. Die Panzer rollten von der Straße nach links ins Gelände. Die schwierige Wendung klappte und die Kompanie hielt auf den Waldrand zu.

Plötzlich gab es einen Knall und eine Dreckfontäne tat sich vor meinem Panzer auf! "Paaanzer!....nein...Paaak! Auf 10 Uhr am Waldrand!" schrie Wenskat, der durch das Okular das Ziel bereits erkannt hatte. "Elbe1 an alle! Freie Zielbekämpfung. Und runter mit den Grenadieren!" Die Stoppelhopser sprangen von den Panzern, bildeten eine Schützenkette und hechelten hinter unseren Panzern her. "Ziel erfasst!" rief Wenskat. "Feuer" schrie ich und die Granate verließ das Rohr. Die Granate schlug nur wenige Meter neben dem Geschütz ein, aber die Wirkung war gering. "Klinge, du Wahnsinniger! Sprenggranaten Mensch, Sprenggranaten!" Wenskat wurde hysterisch. Der Panzerschütze Klinge, 17 Jahre alt und frisch aus der verkürzten Grundausbildung, hatte in der Hektik eine Panzergranate geladen. "Klotsche! Vollgas!" "Elbe1 an alle! Vollgas!!! Die Panzer näherten sich schnell dem Waldrand. Ich schloß das Turmluk und sah durch mein Okular. Man konnte den Vorposten bereits erkennen. 1 Pak und ein paar Schützenlöcher. "Wir brettern durch. Sollen die Grenadiere den Rest erledigen. Der Panzer links von mir drückte die Pak samt Bedienung in den Schnee. 50 Meter weiter gab ich Befehl zu halten. Ein paar Schüsse waren noch zu hören, aber der Kampf war vorbei. Ein Dutzend Amerikaner hoben die Hände und ließen sich von den Grenadieren entwaffnen. "Klinge, du Wanze! Ich mach dich kalt wenn das noch einmal pasiert!" Wenskat´s Ton ließ keinen Zweifel daran...

Thomasius
05.03.13, 18:45
Da uns das Spiel irgendwie bekannt kam haben wir nachgeschaut. Das Spiel wurde von SSI nur vertrieben. Entwickelt wurde es von SSG, stammt von 1997 und hieß "The Ardennes Offensive ".
Haben wir irgendwann Ende der 90er gespielt und hat uns damals nicht wirklich überzeugt.

HvS
06.03.13, 08:56
Dafür überzeugt uns der Schreibstil! :D

George Pickett
06.03.13, 11:17
Die Windhunde


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Am Nachmittag erreichte unsere Abteilung Deitfeld, welches der Feind geräumt hatte. Die Aufklärungsabteilung war bereits weiter vorgerückt und klärte die Region um Vielsam auf. Ich suchte für meine Kompanie am Nordrand des Örtchens einen Lagerplatz und besprach mich mit dem Kompanieführer der Panzergrandiere über die Einteilung der Wachen und der Sicherungsposten.

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Am frühen Abend nisteten wir uns in einem verlassenen Haus ein und der Gefreite Vetter, seines Zeichens unser inoffizieller Fourier, kam mit einem Stapel Brennholz herein um den Herd anzufeuern. "Für meine Kameraden nur das Beste" plegte er immer zu sagen und begann aus den Rationen eine möglichst schmackhafte Mahlzeit zu zaubern. Ich warf meine Sachen in einen kleinen Raum und setzte mich auf einen klapprigen Stuhl. Jetzt, da sich ein weiterer Tag dem Ende zuneigte und Ruhe einkehrte, sank das Adrenalin in meinem Körper und die Schmerzen kamen wieder. Ich zog meine Handschuhe aus und betrachtete meine schmerzenden, vernarbten Hände. Ein kleines Andenken an die Operation "Zitadelle". Verbrennungen hatte ich auch an den Armen, aber die Hände hatte es am schlimmsten erwischt. Ich holte die Salbe aus meinem Rucksack und rieb damit meine Hände ein. Ein Ritual, welches seit Monaten mein steter Begleiter war.

Es klopfte und der Gefreite Wenskat steckte seinen Kopf durch die Tür. "Herr Hauptmann, 19.00 Uhr Abteilungsbesprechung beim Major." "Danke Wenskat. Lassen sie mir was zu Essen übrig." Er nickte und schloß wieder die Tür. Ich betrachtete wieder meine Hände und ließ den Tag an meinem geistigen Auge noch einmal ablaufen. Wir hatten heute 12 Kilometer geschafft, ohne auf nennenserten Widerstand zu stoßen. Verflucht wenig aber das Wetter machte uns langsam. Nicht die Panzer, auch nicht die Grenadiere aber der Rest der Division hatte keine Kettenfahrzeuge, manchmal sogar nur Pferdefuhrwerke. Das Groß der Division hatte Deitfeld gerade erst erreicht. "Es ist halt nicht mehr 1940" dachte ich. Damals hatten wir trockenes Frühlingswetter und eine, im Vergleich zum Gegner, modern ausgerüstete Armee und gut ausgebildete Soldaten. Ich schüttelte die Gedanken ab und nahm mir meinem Mantel...

Die Besprechung verlief in einer gespannten Atmosphäre. Das Regiment hatte wohl einen Einlauf von der Division erhalten, die wiederum wohl einen Einlauf vom Korps einstecken mußte. "Meine Herren" begann er seinen Vortrag. "Wir liegen bereits nach 1 Tag hinter dem Zeitplan. Der Operationsplan sieht ein Erreichen der Maas im Raum Namur innerhalb von 2-3 Tagen vor. Es sind noch 70 Kilometer bis zur Maas!." Er sah in die Runde aber keiner der 3 Kompaniechefs sagte einen Ton. "Das heißt, dass wir unser Marschpensum verdreichfachen müssen!" "Oberleutnant Rasche, der Führer der 3. Kompanie wagte einen Einwand. "Herr Major, bei diesem Tempo wird sich die Division über Kilometer auseinander ziehen. Maßgeblich ist das langsamste Glied der Kette, und das ist die Artillerie und der Troß." Major Busse´s Augen verengten sich aber er sagte kein Wort und ließ Oberleutnant Rasche fortfahren. "Wir haben bereits 1/3 unseres Treibstoffes seit Habscheid verbraucht. Sollten wir es wirklich schaffen morgen 30 Kilometer vorzurücken sind die Tanks halb leer. Sollten wir in längere Kämpfe verwickelt werden könnte die Munition knapp werden..." Major Busse würgte ihn mit einer Handbewegung ab. "Das sind die Befehle der 5. Panzerarmee. Noch haben wir ein gewisses Überraschungsmoment auf unserer Seite. Dieser Vorteil wird aber mit jedem Tag wie Schnee in der Sonne schmelzen. Was wir in den ersten Tagen nicht schaffen, das erreichen wir danach níemals oder nur unter hohen Verlusten. Die Einschätzung der Division ist, dass die gepanzerten und die motorisierten Verbände ohne Artillerieunterstützung ihre Ziele erreichen können. Noch ist der Gegner unorganisiert, nutzen sie das aus!" Mit einem kurzen Nicken beendete er die Besprechung.

Draußen zündete ich mir eine Zigarette an und stellte mich zu Oberleutnant Rasche. "Behalte es für dich, was ich dir jetzt sage" begann er. "Die gesamte Artillerie des Korps liegt noch auf dem Ostufer der Our!" Ich schaute ihn entgeistet an. "Woher weißt du das?" fragte ich ihn. "Der Regimentsfunker ist ein alter Freund von mir. Über Mittelwelle bekommt er so einiges mit." Er schaute sich kurz um und fuhr fort. "Was glaubst du denn? Das sind "Volksartillerieregimenter" sagte er spöttisch. "Da die Fuhrwerke so langsam sind und die wenigen Straßen verstopfen würden wurde befohlen, dass sie erst vorverlegen wenn die Fronteinheiten ihre Feuerreichweite verlassen." Er zerdrückte die Kippe im Schnee und zündere sich eine neue an. "Wir sind halt nicht so gut ausgerüstet wie die Herren der SS-Panzertuppe. Selbstfahrlafetten vom Feinsten haben die!" Er drückte die zweite Zigarette aus und gab mir die Hand. "Sei vorsichtig, Werner! Nicht, dass du noch ein Opfer des "Endsieges" wirst." Er schaute mich mit einem unergründlichen Blick an, den ich nicht deuten konnte. "Du auch, Klaus." antwortete ich...

George Pickett
06.03.13, 15:06
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

17. Dezember 1944


6. SS. Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (272. VGD, 326. VGD) im Raum Monschau. Keine Kampfhandlungen. Jedoch scheinen Ersatzeinheiten in unbekannter Stärke die gestern verlegten Einheiten abgelöst zu haben. Die neuen Verbände konnten noch nicht identifiziert werden.

Das I. SS. Panzerkorps (12. SS-PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD) konnte die Umfassung des Gegners südlich Elsenborn fortsetzen. Die 12. Volksgrenadierdivision konnte sich dabei bis an den südlichen Stadtrand von Elsenborn vorkämpfen. Weiter westlich stieß die 3. Fallschirmjägerdivision nach dem Schwenk nach Norden auf die 99. US-Division. Die Fallschirmjäger werden ihre Positionen festigen und die rechte Flanke der 12. SS Panzerdivision sichern, welche nach einem raschen Vorstoß nach Westen und Dank der geglückten Luftlandeoperation des Fallschirmjägerkommandos "von der Heyte" bereits im Raum Stavelot steht. Das Fallschirmjägerkommando konnte in den frühen Morgenstunden die Brücke östlich von Stavelot im Handstreich nehmen. Weiter südlich konnten die Panzerbrigade 150 sowie die Jagdpanzerabteilung 519 ebenfalls Raum nach Westen gewinnen und stehen vor Troisponts, südlich Stavelot.

Die 1. SS Panzerdivision (I. SS Panzerkorps) konnte den östlichen Teil des Kessels nördlich Habscheid eindrücken und große Teile eines Regimentes zerschlagen. Jedoch leisten die eingeschlossenen Verbände der 106. US-Division erbitterten Widerstand. Es ist unwahrscheinlich, dass der Kessel am 18. Dezember zerschlagen werden kann.


5. Panzerarmee

Das LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD) bekämpft weiterhin zusammen mit der 1. SS Panzerdivision die 106. US-Division im Kessel von Habscheid. Zusammengezogene Artillerieverbände sollen am 18. Dezember mit einem starken Feuerschlag die Entscheidung erzwingen und die feindlichen Einheiten zur Kapitulation zwingen.

Das LVIII. Panzerkorps (116. PD, 560. VGD) stieß nach Südwesten vor und steht nun nördlich Houffalize. Für den 18. Dezember ist ein kombinierter Angriff mit dem XXXXVII. Panzerkorps auf die Stadt geplant. Auf der Linie Hozuffalize - Bastogne stehen unseren Verbänden die 28. US-Division, die 9. US-Panzerdivision sowie mehrere selbständige Verbände gegenüber.

Das XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD) setzte dem Feind nach und steht östlich Houffalize (2. PD, Panzerlehrdiv.) und östlich Bastogne (26. VGD). Hier scheint der Feind eine Auffangstellung errichten zu wollen. Dieses muß unter allen Umständen verhindert werden um den weiteren Vormarsch nicht zu verzögern.


7. Armee

Das LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD) stieß weiter nach Südwesten vor. Die 352. Volksgrenadierdivision konnte Diekirch nehmen und dem Fluß Sure nach Westen folgend eine durchgehende Verteidigungslinie aufbauen. Die 5. Fallschirmjägerdivision stieß weiter westlich vor und nahm die Ortschaft Wiltz ein. Teile der Division erreichten die Sure nördlich Ettelbruck. Dort wurden amerikanische Panzerverbände ausgemacht.

Das LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD) mit Sicherungsaufgaben am äußersten linken Flügel der 7. Armee. Keine Kampfhandlungen.


Besondere Vorkommnisse

Verzögerung der Bereitstellung des II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD) im Bereich der 6. SS Panzerarmee kann den weiteren Vormarsch beeinträchtigen.


Übersicht am Abend des 17. Dezember

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Als Anlage Vorabzug der Wochenschau aus den Kampftagen 16. und 17. Dezember zur Kenntnisnahme



http://youtu.be/14K_Iy2Z6qY

Ratnik
06.03.13, 15:15
Wie erfolgreich verliefen eigendlcih die Einsätze der drei Greif-Kommandos? Gibt es dazu schon erste Berichte?

George Pickett
06.03.13, 16:17
Wie erfolgreich verliefen eigendlcih die Einsätze der drei Greif-Kommandos? Gibt es dazu schon erste Berichte?

Gute Frage. Es gibt kein Ereignisfenster wo etwaige Ergebnisse angezeigt werden. Die Trupps verüben wohl dort, wo ich sie einsetzte allgemeine Sabotage und stiften Verwirrung. Das Ergebnis könnte sein, dass manch feindliche Einheit sich langsamer bewegt oder in eine falsche Richtung, wer weiß.... :D

Bei dem Luftlandeeinsatz war das Ergebnis offenkundig. Die Einheit wurde ab der nächsten Runde im Zielgebiet angezeigt und ist auch weiterhin verfügbar.

Albrecht d. Bär
06.03.13, 23:02
Gute Frage. Es gibt kein Ereignisfenster wo etwaige Ergebnisse angezeigt werden. Die Trupps verüben wohl dort, wo ich sie einsetzte allgemeine Sabotage und stiften Verwirrung. Das Ergebnis könnte sein, dass manch feindliche Einheit sich langsamer bewegt oder in eine falsche Richtung, wer weiß.... :D

Bei dem Luftlandeeinsatz war das Ergebnis offenkundig. Die Einheit wurde ab der nächsten Runde im Zielgebiet angezeigt und ist auch weiterhin verfügbar.

Sind die Greif-Verbände hier sowas wie in der Normandie die Widerstands-Kämpfer, d.h. funktionieren die so in etwa wie die Lufteinsaätze?

George Pickett
07.03.13, 08:01
Sind die Greif-Verbände hier sowas wie in der Normandie die Widerstands-Kämpfer, d.h. funktionieren die so in etwa wie die Lufteinsaätze?

Da zitieren wir mal Wikipedia :D

Unternehmen Greif war der Deckname für ein Kommandounternehmen deutscher Soldaten unter dem Befehl des österreichischen SS-Obersturmbannführers Otto Skorzeny. Es wurden dabei gegnerische Uniformen und Gerät verwendet. Es sollte während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 hinter den amerikanischen Linien Verwirrung bei den amerikanischen Truppen stiften und zu einer Ausgabe falscher Befehle führen, um so den Erfolg der Offensive „Wacht am Rhein“ (andere Bezeichnung für die Ardennenoffensive) sicherzustellen. Zu Beginn der Planung des Unternehmens im Herbst 1944 wurden die Einheiten unter dem Kommando von Oberstleutnant Wulf aufgestellt, am 14. Dezember 1944 übergab er es an SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny.

Angriffsziele

Das Unternehmen sollte in den Morgenstunden des 16. Dezember 1944 zeitgleich mit der Ardennenoffensive beginnen.

Der Angriff beruhte auf dem Überraschungseffekt. Das Kräfteverhältnis war für die Deutschen erschütternd. Auf jeden deutschen Soldaten kamen bis zu elf alliierte, auf jeden Panzer der Wehrmacht bis zu acht britische oder amerikanische. Daher sollte der Feind vom Angriff überrascht und nach Westen geworfen werden. Endziel der Operation „Wacht am Rhein“ war es, Antwerpen zurückzuerobern. Mit einer solchen Stärkedemonstration hoffte Hitler, sich eine günstige Position für Sonderfriedensverhandlungen mit den Westalliierten zu verschaffen.

Die Kampfeinheiten des Unternehmens Greif sollten Brücken und alliierte Nachschublager in den Ardennen erobern und bis zum Eintreffen der deutschen Frontverbände halten, falsche Befehle an US-Verbände ausgeben, Divisionsgefechtsstände ausschalten und auf jede weitere Art Verwirrung bei den Alliierten stiften.

Die deutschen Panzerverbände sollten an den Treibstofflagern ihre Fahrzeuge auftanken und weiter vorstoßen.

Das ganze Unternehmen ähnelte einem Kartenhaus: Gelang es nicht, ein Einzelziel zu erreichen, war alles Nachfolgende ebenfalls fast unmöglich. Doch selbst wenn die Verbände wirklich alle Einzelziele der frühen Phase erreichen sollten, gab es keine Möglichkeit, das hoch gesteckte Endziel zu erreichen. Die Ziele des Unternehmens zeugten von den Wahnideen Hitlers, der längst den Bezug zur Realität und der militärischen Lage Deutschlands verloren hatte. Auch ohne die erdrückende Übermacht der Alliierten wäre es ein kompliziertes Unterfangen gewesen, bis zur französischen Küste zu gelangen, denn die deutschen Treibstoffreserven reichten nicht einmal, um kampflos bis nach Antwerpen vorzurücken. Mit alliiertem Widerstand war es vollkommen unmöglich.

Mannschaften und Ausstattung

Es sollten etwa 3.000 Soldaten der Wehrmacht unter Skorzenys Kommando gestellt werden, doch bis November 1944 meldeten sich 2.676. Da die Soldaten in feindlicher Uniform agierten, war abzusehen, dass sie im Falle einer Gefangennahme durch alliierte Truppen als Spione erschossen werden würden. Daher wurden nur Freiwillige rekrutiert. Von ihnen konnten nur knapp 30 fließend Englisch sprechen. Sie sollten die Führung der Kampfeinheiten übernehmen und im Falle eines friedlichen Aufeinandertreffens mit Amerikanern oder Briten als Sprecher fungieren.

Die Soldaten wurden mit Uniformen, Ausrüstungen und Waffen aus US-Beutebeständen ausgestattet. Dazu gehörten auch Erkennungsmarken gefallener und gefangen genommener US-Soldaten sowie gefälschte Sold- und Einsatzbücher.

Letztere wurden von einer Sonderabteilung der SS in Niedersachsen hergestellt. Es wurde sogar genau das gleiche Papier verwendet, auf das auch die echten Ausweise der US-Army gedruckt wurden. Fallschirmjäger hatten es wenige Wochen zuvor bei örtlichen Gegenangriffen in Holland und bei Aachen erbeutet. Schon vorher hatten Spezialisten erbeutete amerikanische Ausweise untersucht und jedes Detail unter die Lupe genommen, um so später die Papiere bis ins Detail nachmachen zu können.

Später bezeichnete Otto Skorzeny die Ausstattung der Panzerbrigade 150 mit Beutematerial als „äußerst bedenklich“ und „katastrophal“. So verfügte die Einheit beim Abmarsch in den Bereitstellungsraum lediglich über zwei Sherman-Panzer, von denen einer unterwegs wegen Motorschaden ausfiel und erst am 26. Dezember wieder an die Truppe ausgeliefert werden konnte. Auch bei den Uniformen gab es Probleme. Zuerst wurden statt amerikanischer britische Uniformen geliefert, dann waren es Uniformen aus Gefangenenlagern, auf die das Symbol der Kriegsgefangenen aufgedruckt worden war. Bei Beginn der Offensive waren nur knapp 40 Prozent der Brigade mit amerikanischem Gerät ausgestattet.

Mannschaftsstärke:
90 Offiziere
448 Unteroffiziere
2138 Freiwillige
Gesamt: 2676

Kensai
07.03.13, 09:03
Ich bin mal gespannt wie weit ihr kommt :) (im Gegensatz zu mir) :D

Ihr müsst auf jedenfall immer in Bewegung bleiben. Die Panzer- und Grenadiere müssen immer an der Front sein und vormarschieren. Sobald der Angriff einmal stockt ist es aus.

Ansonsten gefällt mir euer AAR natürlich, wie immer. Ihr seid ein guter Geschichtenerzähler, ich bin eher der Berichterstatter ;)

Albrecht d. Bär
07.03.13, 09:38
Ansonsten gefällt mir euer AAR natürlich, wie immer. Ihr seid ein guter Geschichtenerzähler, ich bin eher der Berichterstatter ;)

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wenn man das so liest, fühlt man sich, als stünde man direkt daneben. Wirklich gut geschrieben.

Aber nochmal zu Unserer Frage. Was die beiden Nebenoperationen sind, das wissen Wir wohl. Nur, wie sind sie im Spiel dargestellt? Gibt es Fallschirmspringer? Oder sind das diese... naja... "Dinger"... die man auf bestimmte Gebiete packen kann und die die Reichweite dann verringern? Die so aussehen wie jemand, der gerade eine Sprengladung zündet... hach... wie kompliziert alles. :rolleyes:

George Pickett
07.03.13, 09:54
Es ist so, wie Ihr ausführt, werter Albrecht. Sie Sabotageienheiten werden auf dem gewünschten Ziel plaziert und werden durch ein Symbol dargestellt (ja, jemand, der gerade eine Sprengladung zündet :D) In der nächsten Runde ist das Symbol wieder verschwunden. Bei den Fallschirmjägern verhält es sich anders. Sie werden über dem gewünschten Zielgebiet (bei mir eine Brücke östlich Stavelot) abgesetzt. Wenn sie nicht vernichtet wird, steht sie als reguläre Einheit weiter zur Verfügung.

Ratnik
07.03.13, 09:57
Wie hoch sind denn eure Verluste bis jetzt? Wie wird eigendlich der Spritmangel simuliert?

Albrecht d. Bär
07.03.13, 10:28
Ha! Symbol! Das Wort war's, welches mir nicht eingefallen ist :D

Aber danke für die Erläuterung. :burns:

George Pickett
08.03.13, 15:06
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

18. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (272. VGD, 326. VGD) im Raum Monschau. Keine Kampfhandlungen. Vereinzelte Spähtrupptätigkeiten auf beiden Seiten.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD) weiterhin in schweren Kämpfen auf der Linie Elsenborn-Stavelot. Die 12. Volksgrenadierdivision konnte in erbitterten und verlustreichen Kämpfen Elsenborn einnehmen. Jedoch fehlt es im Raum Monschau an Kräften um dem enstandenen Frontvorsprung der Amerikaner auch im Norden zu umfassen. Das verzögerte Eintreffen zusätzlicher Verbände (besonders der 15. Armee) macht diese Chance zunichte, da der Feind den Nordabschnitt weiter verstärkt. Der Kessel von Habscheid konnte bis zum Mittag aufgelöst werden. Die gesamte 106. US-Division wurde zerschlagen. Die dort freigewordene 1. SS. Panzerdivision verlegte bis zum Abend in den Raum östlich Stavelot, wo die 12. SS. Panzerdivision in schweren Abwehrkämpfen steht. Ebenfalls dorthin geworfen wurde die "Führer-Begleitbrigade". Westlich Elsenborn konnten die 3. Fallschirmjägerdivision und die 277. Volksgrenadierdivision den Brückenkopf bei Malmedy nicht eindrücken und keinen weiteren Boden Richtung Norden gutmachen.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD). Hier erreichte bis zum Nachmittag die 9. SS Panzerdivision dem Raum östlich Vielsam und schließt an die linke Flanke der 12. SS Panzerdivison an. Die linke Flanke der 9. SS Panzerdivision liegt offen! Es wurde dringend beim OB West ersucht, die 2. SS Panzerdivision vorrangig an die Front zu bringen.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD) konnte den Kessel bei Habscheid auflösen und rückt schnellstmöglich nach Westen vor. Zur Zeit besteht keine Verbindung zwischen der 6. SS Panzerarmee und der 5. Panzerarmee, da zwischen Vielsam und Houffalize eine 15 Kilometer breite Frontlücke klafft, welche schnellstmöglich geschlossen werden muß, da die Gefahr besteht, dass der Feind hier einsickert und unsere Flanken bedroht.

LVIII. Panzerkorps (116. PD, 560. VGD) . Hier konnte die 116. Panzerdivision nach stundenlangen, erbitterten und verlustreichen Kämpfen Houffalize nehmen. Die 560. Volksgrenadierdivision stieß nördlich der 116. Panzerdivision auf Teile der 9. US-Panzerdivision. Die Lage nördlich dieser Linie ist völlig unklar und kann nicht eingeschätzt werden.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD). Im Raum Bastogne führt der Feind massiv Kräfte heran. Ein Angriff der 2. Panzerdivision und der Panzerlehrdivision in den Raum zwischen Bastogne und Houffalize wurde abgewiesen. Südöstlich Bastogne im Raum der 26. Volksgrenadierdivision ebenfalls massive feindliche Truppenkonzentrationen. Im Bereich des Korps wurden folgende Feinverbände aufgeklärt: 9.+10. US. Panzerdivision, 28. US-Division, 101. Luftlandedivision sowie ein große Anzahl selbständiger Verbände.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Hier hat das Korps die vorgesehene Sicherungslinie zwischen Wiltz und Diekirch erreicht und richtet sich zu Verteidigung ein. Auch hier eine massive Präsenz amerikanischer Kräfte (Teile der 9.+10. US-Panzerdivision sowie der 4. US-Division.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD). Sicherungsaufgaben am äußersten linken Flügel der 7. Armee. Keine Kamphandlungen.


Anmerkungen

Der erhoffte Überraschungseffekt der Offensive auf den Gegner ist schneller vom Feind kompensiert worden als erwartet. Die Geschwindigkeit mit der der Feind reagiert und Reserven heranführt ist besorgniserregend! Am heutigen Tage auf Grund der verbesserten Wetterlage erste Luftangriffe auf unsere Verbände, besonders im Raum Houffalize-Bastogne.


Übersicht am Abend des 18. Dezember

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Ratnik
08.03.13, 15:33
Wie liegt ihr eigendlich im Zeitplan?
Gibt es eigendlich Nachschubraten ode rmüsst ihr mit dem auskommen was ihr habt?
Wie kommt es eigendlich, dass einige eurer Eliteverbände schon in Abwehrkämpfe verstrickt sind? Würde es sich nicht eher lohnen diese Aufgaben Infanterie oder Volksgrenadierdivisionen zu übertragen?

Ansonsten sagen wir mal:" Heiter weiter"

George Pickett
08.03.13, 15:56
Tja, werter Ratnik, wie liegen wir im Zeitplan?


Erst mal die Theorie. Der Originalplan des OKW sah ein Erreichen der Maas bei Lüttich (Liege) binnen 48 Stunden vor (siehe Karte oben links). In der Realität kam die 6. Panzerarmee ja praktisch gar nicht vom Fleck und wurde vom 1. Tag an in heftige Kämpfe verwickelt. Die 5. Panzerarmee war da schon besser, aber da sie Bastogne nicht nehmen konnte blieben ihre Spitzen kurz vor der Maas auch liegen.


Wenn mann sich den historischen Frontverlauf am 20. Dezember 1944 betrachtet, stehe ich sogar noch gut da! :D

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Jetzt die schlechten Nachrichten. Ich glaube nicht, dass der feindliche Truppenaufmarsch im Spiel realitisch ist! Der Feind ist mir jetzt schon an Truppen mindestens ebenbürtig, an manchen Stellen sogar überlegen. Außerdem kommen viele Einheiten erst verzögert an die Front. Wie Ihr an der letzten Karte erkennen könnt, gibt es hinter den Panzerdivisionen keine Infanterie, einfach weil sie noch nicht da ist! Und die KI ist fieß!!! Wie sich der Nachschub entwickelt wissen wir noch nicht, da es automatisch abläuft.

Aber wir wollen ja unterhalten und eine Niederlage ist auch unterhaltsam...

George Pickett
08.03.13, 17:16
Die Windhunde


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Der 17. Dezember war ein guter Tag für uns gewesen. Gut, weil niemand gefallen war. Wir rückten nach Südwesten vor, in Richtung Houffalize und konnten mehrere amerikanische Einheiten überraschen und aufreiben. Hauptsächlich Artillerie und Troßeinheiten sowie eine Gruppe von 3 Spähpanzern, die uns direkt vor die Rohre fuhren.

Heute sah die Sache aber ganz anders aus. Bereits gestern war das XXXXVII. Panzerkorps in den Raum Bastogne-Houffalize vorgestoßen und beide Orte mussten schnellstens fallen. Unsere Division sollte Houffalize nehmen und dann nach Süden schwenken um den Amerikanern nördlich Bastogne in den Rücken zu fallen. Unsere Aufklärungsabteilung hatte bereits gestern Abend den Zielraum erreicht und was sie berichtete ließ schlimmes erahnen.

"Die Jungs haben nicht übertrieben" dachte ich. Ich setzte das Fernglas an und blickte nach Westen. Die Chaussee verließ ein dichtes Gehölz. Sie lief schnurgerade in die Ebene, die nach Houffalize führte. Ich schwenkte das Fernglas von links nach rechts, Eine öde Schneelandschaft, von ein paar Büschen und Bäumen durchbrochen. Dort aber, fern, hing es wie ein Nebelvorhang über der Ebene, wie Wolkendunst. Vor dem Panzer standen die Grenadiere in weißen Tarnanzügen und rauchten. Ein Feldwebel lästerte. "Traut euch wohl nicht ins Feuer, ihr Aristokraten? Wir müssen da mit dem bloßen Wanst rein." Ich ignorierte ihn und kletterte auf den Panzer. "Vetter, gib mir die Abteilung!" Ich setzte das Mikrophon auf und hörte den Dauerton, dann die Stimme Major Busse´s "Was ist los, warum greifen Sie nicht an?" "Herr Major, der Artillerieschlag ist noch nicht erfolgt und Sie und die 2. Kompanie sind noch nicht da!" "Sie greifen unverzüglich an!" wetterte es aus dem Kopfhörer. Der Rest der Abteilung ist Reserve und die Artillerie hat die Feuerstellungen noch nicht erreicht!" Ich verlor die Nerven. "Wir greifen an, aber wenn die halbe Abteilung liegen bleibt, dann sollen Sie mich kreuzweis..." Ein paar Sekunden war nur das Knistern zu hören, dann wieder Major Busse. "Unerhört, sofort die Feldgendarmerie hinterherschicken..." Ich riß das Mikrophon runter und fluchte. "Der kann mir gar nichts. Entweder ich bin gleich tot oder hinter den amerikanischen Linien." Weiter dachte ich nicht.

Ich sprang vom Panzer und lief zur 3. Komanie. "Klaus, ich übernehme das Kommando über die beiden Kompanien." Oberleutnant Rasche nickte stumm. "Hast´dich ganz schön aus dem Fenster gelehnt. Pass bloß auf, die Kettenhunde sind scharf. Und Bäume gibt´s hier genug." Er machte eine eindeutige Handbewegung. "Darüber mache ich mir später Gedanken" grinste ich ihn an. "Los geht´s..."


5 Minuten später gab ich das Zeichen zum Anfahren. Mit aufheulendem Motor rollte der Panzer von der Chaussee runter ins Gelände. Ich drehte mich um. Hinten am Waldrand fuhr die Sturmgeschützabteilung auf, die uns folgen sollte. Zusammen mit der Infanterie. Wir näherten uns dem Feuervorhang und ich ließ mich in den Turm fallen und schloß das Turmluk. "Klotsche, paß auf, dass wir nachher nicht die eigenen Grenadiere zermanschen" Wir näherten uns den vorgeschobenen Stellungen der Aufklärungsabteilung. Der Boden war von Kratern übersäht und überall zuckten Blitze. Vor unserem Panzer sprang eine riesige Erdfontäne auf und unser Panzer schwankte hinab in einen Trichter. "Das sind 155er!" hörte ich Oberfeldwebel Burkert über Funk. "Die haben schweres Gerät aufgefahren!" Der Panzer rechts von uns war etwa 30 Meter voraus als eine gewaltige Explosion ihn in die Luft hob und zerfetzte.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/overturned12thx1sjemot83.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

Die Stuminfanterie keuchte hinter den Panzern her, fiel jedoch im Feuer zurück, Ich schaute wieder durch die Optik nach vorne. "Klotsche! Schützenlöcher! Vorsicht! Der Panzer wand sich durch Gräben und Löcher. Plötzlich stoppte Klotsche den Panzer und drehte ihn auf der Stelle. "Schützenloch" bemerkte er beiläufig und fuhr wieder an. "Der Nebel lichtete sich. "Wir sind durch" schrie ich. "Paßt auf Nahbekämpfer auf!" rief ich per Funk an die anderen Panzer. Ich drehte die Optik nach hinten. Die Infanterie war im Nahkampf, nur wenige folgten uns...

George Pickett
11.03.13, 10:30
Die Windhunde


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Die ersten Häuser von Houffalize waren nur noch etwa 100m Meter entfernt, aber ohne die Infanterie, die hinter uns im Nahkampf lag, war ein weiteres Vorrücken Selbstmord! "Elbe 1 an alle. Feuer frei auf erkannte Ziele am Stadtrand. Haltet sie nieder..." "Chefpanzer...bei uns ist einer aufgesessen...oh Gott, schießt ihn runter" kam der entsetzte Schrei eines Funkers. Bevor ich reagieren konnte schlug es gegen die Frontpanzerung. "9 Uhr! Feindpak! brüllte Wenskat und riß den Turm nach links. "Sprenggranante!" Ich konnte ihm nicht helfen. Wieder die Stimme des Nebenmannes "Wir brennen, oh Gott, wir brennen...!" dann war Stille.

Der Chef der Sturmartillerie meldete sich über Funk. "Sind durch mit Verlusten, folgen euch. Die Sturminfanterie schließt zu euch auf." Plötzlich bellte das Funker-MG. "Wollten die uns doch glatt angehen, kam es von Vetter. Es klopfte hinten am Turm und ich öffnete das Luck einen Spalt. "Das, was von uns noch übrig ist, liegt hinter ihren Panzern, es kann weitergehen" hörte ich eine erschöpfte Stimme. "Passen sie auf Panzervernichtungstrupps auf, während wir vorrücken" rief ich raus und gab über Funk den Befehl zum anfahren. Von meiner Kompanie bestätigten nur 6 Panzer den Befehl, von Rasches Kompanie 7. In Schützenlinie näherten wir uns dem Stadtrand. Die Turm- und Funker-MG´s schossen, was die Läufe hergaben. In jede Fensteröffnung wurden Sprenggranaten gejagt. "Macht schneller, die Ami-Ari verlegt ihr Feuer zurück!" hörte ich Oberfeldwebel Burkert schreien.

"Wenn wir den Stadtrand erreichen sind wir vor der Artillerie halbwegs sicher" dachte ich bei mir und gab Befehl schneller vorzurücken. Wir erreichten den Stadtrand und die Infanterie stürmte die ersten Häuser. Ich presste meine Augen wieder an die Optik. Überall Rauch und Blitze, ein Albtraum für Panzer. Straßenkampf war halt nicht unser Ding. Über Funk kam eine Meldung der Panzergrenadiere der 2. Welle. "Kämpfen MG´s und Widerstandsnester nieder..." "Das dauert alles zu lange" fluchte ich. Die Infanterie stürme Haus auf Haus und wir kamen langsam voran...

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/jw8excfs4m.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/handgranatetoie13bxg2.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

Am Nachmittag war Houffalize in unserer Hand aber die Division war für heute am Ende. Unsere Munition ging zu Neige und die Infanterie lag erschöpft in ihren notdürftigen Stellungen. "Klinge, Munitionsbestand melden!" Der Panzerschütze Klinge zählte hastig durch. "7 Panzergranaten und 4 Sprenggranaten Herr Hauptmann" kam es zurück. "Scheiße!" fluchte ich. "Vetter! Anfrage an die Abteilung, wann der Versorgungsszug eintrifft..." "Paaanzer!!!" schrie Wenskat. Ich schaute wieder durch die Optik nach Westen. Aus dem Waldrand lösten sich Sherman-Panzer. "5...8...11...16...zählte ich und es wollte nicht aufhören. Dahinter Infanterie in Schützenlinie, mindestens 1 Battalion.

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Ein harter Schlag knallte gegen den Panzer. "Treffer!...ist was passiert?" Der Panzer ruckte kurz vor und Klotsche rief "linke Kette!" "12 Uhr, Entfernung 400 Meter. Panzergranate!" rief Wenskat und Klinge rammte die Granate ins Rohr. "Fertig" "Feuer!" Der Schuss krachte und der Sherman explodiert in einem grellen Feuerblitz. "Es sind zu viele" dachte ich verzweifelt. "Und die Munintion geht zu Ende..." Plötzlich schlug es drüben flammend in den Waldrand, zerfetzte Panzer und Infanterie. "Die 15er" rief ich aufatmend. Da kam schon der Ruf über das Mittelwellengerät. "Geht ran, wir decken sie ein...!"

Der Angriff konnte abgewehrt werden, aber die Abteilung war fertig. Von den 23 Panzern, die am Angriff teilgenommen hatten waren 7 Totalverluste und 5 beschädigte, darunter auch mein Panzer. Klotsche suchte eine geschützte Ecke um den Schaden zu reparieren. Bis zum Abend waren nur Teile der Division in den Ort nachgerückt, denn südlich Houffalize lag die Division in heftigen Kämpfen.

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"Wie wird es weitergehen" dachte ich, eine Zigarette rauchend. Der amerikanische Widerstand versteift sich, unsere Verluste steigen und wir müssten jetzt bereits an der Maas stehen...

George Pickett
11.03.13, 13:40
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

19. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD als Verstärkung, 272. VGD, 326. VGD) im Raum Monschau. Hier verstärkt der Feind seine Kräfte vor der 272. Volksgrenadierdivision (erkannt 5. US Panzerdivision sowie noch nicht identifizierte Verbände). Jedoch keine Kampfhandlungen in diesem Abschnitt.

I.SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Hier konnte die 3. Fallschirmjägerdivision den amerikanischen Brückenkorpf Malmedy eindrücken, die Stadt einnehmen und die Feindverbände über den Fluß werfen. Damit ist die rechte Flanke der Panzerkräfte des Korps nunmehr gesichert. Heftige Kämpfe im Raum der 1. und 12. SS Panzerdivision auf der Linie Stavelot-Trois Ponts. Hier verliefen unsere Angriffe ohne Erfolg.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD). Hier konnte südlich Trois Ponts der Feind (Teile der 30. US Infanteriedivision und 7. US Panzerdivision) geworfen werden. die 9. SS Panzerdivision steht vor Vielsam. Südlich gelang der Anschluß an die 18. Volksgrenadierdivision des LXVI. Armeekorps der 5. Panzerarmee.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD). Das Korps konnte durch einen Gewaltmarsch die Lücke zwischen dem II. SS Panzerkorps im Norden und dem LVIII. Panzerkorps im Süden weitestgehend schließen. Den Verbänden liegen starke Feindkräfte (1. US Division, Teile der 7. US Panzerdivision) gegenüber. Die Artillerieverbände haben ebenfalls aufgeschlossen und können unterstützend eingreifen.

LVIII. Panzerkorps (116. PD, 25. PGD als Verstärkung, 560. VGD). Nach heftigen Kämpfen konnte westlich und südlich Houffalize weiter Raum gewonnen werden. Die 25. Panzergrenadierdivision hat den Raum östlich Houffalize erreicht und wird den weiteren Angriff in südlicher Richtung (Bastogne) unterstützen.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD). Weiterhin schwere Kämpfe östlich Bastogne. Angesetzte Angriffe schlugen nicht durch, jedoch konnte der Feind geschwächt werden. Weitere Angriffe sind vorgesehen sobald der flankierende Angriff des LVIII. Panzerkorps Wirkung zeigt.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Keine Kampfhandlungen, jedoch sind starke Truppenbewegungen auf dem anderen Flußufer zu beobachten. Ob es sich um Abzug oder Verstärkung handelt, konnte nicht erkannt werden.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD). Sicherungsaufgaben am äußersten linken Flügel der 7. Armee. Keine Kampfhandlungen, keine feindlichen Truppenbewegungen.


Übersicht am Abend des 19. Dezember

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George Pickett
12.03.13, 11:24
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

20. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD). Hier trat der Feind zum Angriff auf den linken Flügel (326. VGD) östlich Monschau an. Der Angriff konnte zwar unter hohen gegnerischen Verlusten abgewiesen werden, jedoch zeigt dieser Angriff, dass der Feind inzwischen über genügend Reserven verfügt um sowohl unsere Angriffsspitzen zu bekämpfen als auch an unseren Flanken aktiv zu werden.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Weiterer Raumgewinn im Raum Elsenborn durch die 277. Volksgrenadierdivision. Jedoch trat der Feind weiter westlich im Bereich der 12. Volksgrenadierdivision zum Angriff an und konnte Teile der Division nach Süden zurückdrängen. Auch hier das gleiche Bild wie beim LXVII. Armeekorps. Der Feind hat seine Verbände massiv verstärkt und tritt zu örtlichen Gegenangriffen an. Im Raum Stavelot-Trois Ponts keine Aktivitäten. Es zeigt sich, dass der nördliche Angriffskeil der Operation "Wacht am Rhein" nicht stark genug ist. Der Feind sitzt inzwischen in tief gestaffelten Verteidigungsstellungen.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD). Hier das gleiche Bild wie beim I. SS Panzerkorps. Die 2. SS Panzerdivision mußte ihre Angriffspitzen im Raum Vielsam zurücknehmen, da sie von 3 Seiten massiven Angriffen ausgesetzt ist. Ein gegnerischer Angriff auf die neue Linie scheiterte jedoch. Die Division erlitt spürbare Verluste.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD). Hier hat der Feind unsere momentane Schwachstelle ausgemacht und mit massiven Angriffen die 62. Volksgrenadierdivision zurückgedrängt. Ein weiter nördlich angesetzter Angriff auf die 18. Volksgrenadierdivision scheiterte. Sollte der Feind hier seine Angriff verstärken besteht die Gefahr, dass die Verbindung zwischen der 6. SS Panzerarmee und der 5. Panzerarmee durchbrochen wird und der Feind nach Osten drängt.

LVIII. Panzerkorps (116. PD, 25. PGD, FBB als Verstärkung, 560. VGD). Am rechten Flügel des Korps konnte die 560. Volksgrenadierdivision ihre Stellungen behaupten und die Verbindung zum LXVI. Armeekorps halten. Am linken Flügel der Division wurde die Führerbegleitbrigade eingeschoben, da die 116. Panzerdivision nunmehr komplett im Raum südwestlich Houffalize operiert. Die 25. Panzergrenadierdivision hat, bedingt durch verstärke Luftangriffe der Amerikaner, ihren Bereitstellungsraum noch nicht erreicht.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD). Keine Angriffe im Raum Bastogne, da die Verbände aufgefrischt werden mussten. Am linken Flügel des Korps griff der Feind massiv die 26. Volksgrenadierdivision an, wurde jedoch abgewiesen. Auch hier das gleiche Bild wie im Norden. Der Feind tastet unsere Flanken nach Schwachstellen ab.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Keine Kampfhandlungen. Weitere Verstärkungen der amerikanischen Verbände auf der anderen Uferseite.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD). Keine Kampfhandlungen, keine feindlichen Truppenbewegungen.


Anmerkungen

Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "B", Generalfeldmarschall Model, hat nunmehr Weisung erlassen, den Schwerpunkt der Offensive in den Bereich der 5. Panzerarmee zu verlegen, da hier anscheinend die größten Chancen bestehen, den Vormarsch wieder aufzunehmen. Hierzu werden alle gepanzerten und motorisierten Verbände, welche noch zugeführt werden, der 5. Panzerarmee unterstellt.


Übersicht am Abend des 20. Dezember

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George Pickett
12.03.13, 13:26
Die Windhunde


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In was für eine Knochenmühle waren wir hier geraten? Seit 2 Tagen kämpften wir uns von Houffalize aus im Schneckentempo nach Südwesten. Den ganzen heutigen Tag haben wir gebraucht um den Amerikanern eine kleine Ortschaft zu entreißen. 2 mal hatten wir sie eingenommen, 2 mal erfolgte der amerikanische Gegenstoß. Erst am späten Nachmittag war der Amerikaner am Ende. Ich stand am Straßenrand und betrachtete die amerikanischen Gefangenen, die an mir vorbei nach hinten eskortiert wurden.

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Der heutige Tag hat unserer Abteilung fast den Rest gegeben. Von den 40 Panzern, die bei Beginn der Offensive einsatzbereit gewesen waren, sind noch 13 kampfbereit und 6 beschädigt. Auch Feldwebel Reichert, den Führer meines 3. Zuges, hat es heute erwischt. Eine Panzerfaust ließ ihm und seinen Männern keine Chance. Sein ganzer Zug mit 3 Panzern war in eine Panzerfalle gefahren.


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Jetzt war außer mir nur noch 1 Mann mit Fronterfahrung in meiner Kompanie: Oberfeldwebel Burkert, mein stellvertretender Kompaniechef. Ihm ging langsam der "Sprit" aus. immer, wenn wir ein Haus oder Gehöft erreichten, sprang er vom Panzer und suchte verzweifelt nach Schnaps. Und innerlich hoffte ich, dass er fündig werden würde, denn unter Alkohol war er halbwegs zu gebrauchen. Lief er Gefahr nüchtern zu werden wurde er fahrig und nervös und schrie herum. Oberleutnant Rasche, der Chef der 3. Kompanie stellte sich neben mich und bot mir eine Zigarette an. "Glückwunsch, Werner." bemerkte er mit einem nichtssagenden Gesichtsausdruck. Ich schaute ihn verdutzt an. "Wozu Klaus?" fragte ich ihn. "Du bist ab jetzt Kommandeur der Abteilung. Unser Major Busse hat sich ins Walhall verabschiedet. Zusammen mit fast der gesammten 1. Kompanie." Er schaute in den viel zu sonnigen Himmel. "Ja, die scheiß Jabo´s haben ihn fertiggemacht." Ich war wie betäubt. "Sieh es von der positiven Seite" grinste mich Rasche an. "Hätte er schon eine Meldung an die Kettenhunde gemacht, würdest du jetzt hier nicht mehr stehen." Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, Schicksal, Fügung oder einfach nur Glück, wer weiß...

"Wir teilen die restlichen 19 Panzer auf unsere beiden Kompanien auf..." "16 Panzer" unterbrach mich Rasche. "3 sind ohne die fehlenden Ersatzteile nicht zu reparieren. Und im Augenblick kommt nicht mal Sprit nach vorne." Er spuckte auf den Boden und sah ins Leere. "Vielleicht haben wir Glück und Busse ist auf höhere Weisung des Schickals ins Walhall vorausgeeilt. Als Quartiermeister für den böhmischen Gefreiten..." "Halt die Schnauze Klaus!" bellte ich ihn an. "Du quatscht dich noch um Kopf und Kragen..."

HvS
12.03.13, 15:30
Zum wiederholten Male: ein brillianter AAR!

Ratnik
12.03.13, 15:31
Was sagt eigendlich der historische Vergleich? Kommt ihr besser oder schlechter Vorran?

George Pickett
12.03.13, 15:43
Was sagt eigendlich der historische Vergleich? Kommt ihr besser oder schlechter Vorran?

Bis zum heutigen Tage stehe ich eigentlich besser da, vor allem im Bereich der 6. Panzerarmee. St. Vith konnte ich bereits nach 1 Tag nehmen (nicht nach 4 oder 5 Tagen wie in der Realität) und Malmedy wurde während der Ardennenoffensive gar nicht erst erreicht. Im Süden bei der 5. Panzerarmee bin ich mit dem realen Verlauf fast gleich aber der Bart ist jetzt ab!!! :eek:

An den Flanken gab es ja schon heftige Gegenangriffe und dort sind ja nur Volksgrenadierdivisionen eingesetzt. Und ab jetzt wird das Wetter besser, dass heißt die amerikanischen Luftangriffe besonders auf die Brücken verlangsamen Truppenbewegungen und der Nachschubpegel sinkt auch (Momentan noch 75%). Bei Bastogne hab ich mich festgefahren. Die feindlichen Linien sind unglaublich dicht, Panzer wo man hinsieht.

Ich befürchte mal, dass innerhalb der nächsten 2 Tage der Ami die grobe Kelle auspackt...

George Pickett
12.03.13, 16:04
Zum wiederholten Male: ein brillianter AAR!

Danke für die Blumen! Wir schmücken unsere AAR´s gerne mit einer Story aus um von unseren Defiziten abzulenken. :D Aber dieses Szenario ist als Achsenspieler wohl nicht zu gewinnen!

Immer diese Untergangsszenarios... (Gruß an den werten Jörg :D)

Ratnik
12.03.13, 16:28
Wie kampfstark sind eigendlich die Volksgrenadierdivisionen?

George Pickett
13.03.13, 08:37
@ Zardoz:
Auch wir haben die Variante, die 12. SS. PD im Raum Monschau angreifen zu lassen, mehrfach getestet. In 3 von 4 Fällen war der Angriff erfolglos. Die Division wird zwar nicht verheitzt, ist aber geschwächt und muss dann doch nach Süden geführt werden. Wir spielen übrigens mit den Standardeinstellungen, also kommen gestaffelt die Verstärkungsverbände. Das Aufreiben der 106. US Division nur mit Infanterie ist so eine Sache. Die beiden Volksgrenadierdivisionen, die dafür in Frage kommen sind zu schwach um den Kessel aufzulösen und bei einem Test war die Division am 22. Dezember immer noch intakt, sperrte Straßen und eine wichtige Brücke. Das ist eben die Krux, wie in der Realität. Zu wenig Truppen für diese Aufgabe. :) Und viel weiter wird es nicht mehr gehen. Bastogne ist dicht!!! :eek:

@Ratnik
Hier einmal eine exemplarische Auflistung der unterschiedlichen Einheitentypen:


1. SS Panzerdivision (Stärke 180)

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11. Panzerdivision (Stärke 112)
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25. Panzergrenadierdivision (Stärke 104)
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5. Fallschirmjägerdivision (Stärke 100)
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272. Volksgrenadierdivision (Stärke 90)
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Die Volksgrenadierdivisionen sind also das schwächste Glied in der Kette (und das langsamste).

Ratnik
13.03.13, 09:42
Ist jetzt nur die Frage ob sich die Volksgrenadierdivisionen nicht eingegraben besser in der Verteidigung machen würden als im Angriff. Sie scheinen ja auch einen gewissen Mangel an schweren Waffen zu haben.

George Pickett
13.03.13, 09:56
Die meisten Volksgrenadierdivisionen (was für ein Wort :D) liegen ja an den Flanken in Defensivstellungen und sind auch eingegraben. Aber in der Mitte fehlt es an Verbänden und dort sind auch unsere Schwachstellen. Die dort eingesetzten VGD´s sind extem verwundbar, zumal ihnen Panzerverbände und Infanterieverbände gegenüber liegen. Sie sind zwar teilweise durch selbständige Sturmgeschützabteilungen verstärkt, aber die Überlegenheit des Gegners wird immer erdrückender. Wir mögen gar nicht den nächsten Zug spielen...

Ratnik
13.03.13, 10:04
Gibt es denn noch Reserven die euch zugeteilt werden oder müsst ihr mit dem auskommen was ihr habt. Wir können uns vorstellen das eure Flanken schon arg überdehnt sind.

George Pickett
13.03.13, 10:16
Wenn wir die "Order of Battle" richtig gelesen haben, kommen in den nächsten Tagen noch 1 Panzerdivision, 1 Panzergrenadierdivision und 4-5 VGD´s als reguläre Verstärkungen. Zusätzlich noch etwas Artillerie. Dann gibt es noch Alarmeinheiten (OKW-Reserve) die wohl nur aktiviert werden, wenn der Gegner eine gewisse Linie erreicht hat, wir uns also auf dem Rückzug befinden.

Ratnik
13.03.13, 10:23
Das reicht doch, also kann der Vormarsch weitergehen!
Wie angeschlagen sind denn eure Verbände?

George Pickett
13.03.13, 11:34
Die Windhunde


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In der Nacht zum 22. Dezember mußte unsere Division ihre Stellungen räumen und sich auf Houffalize zurückziehen. Nicht 1 Tropfen Sprit, geschweige denn Munition war nach vorne gekommen und die allierten Luftangriffe hatten ein unerträgliches Maß angenommen. Als unsere Abteilung abrückte donnerten 3 Explosionen. Die Besatzungen der beschädigten Panzer hatten selbige gesprengt und saßen nun auf die abziehenden Panzer auf. Gegen Mitternacht erreichten wir Houffalize, wo es zu einem Stau kam, denn von Norden kommend drängelten sich die Herren der "Führerbegleitbrigade" an der Hauptkreuzung des Ortes dreist vor.

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"Die haben es aber eilig." wunderte sich Wenskat. "Da ist was im Busch und das wird uns nicht erfreuen" antwortete ich. Ich saß ab und ging zum Funkwagen der Abteilung wo der Gefreite Kemper nervös den Mittelwellenfunk abhörte. "Was ist los, Kemper? Neue Scheißhausparolen?" Der Gefreite Kemper nahm den Kopfhörer ab und sah mich blaß an. "Beim LXVI. Armeekorps ist der Ami durchgebrochen! Die Kampfgruppen schreien um Hilfe. Die 18. Volksgrenadierdivision hat´s übel erwischt. Der Feind stößt auf Deitfeld vor!" Ich schluckte und kramte die Karte aus dem Regal. Ich fuhr mit dem Finger auf der Karte von St. Vith nach Suden. "Wenn der Feind Deitfeld erreicht ist die einzige Versorgungsstraße in Nord-Süd Richtung westlich der Our gesperrt. Dann kommt gar nichts mehr an Nachschub durch" murmelte ich. Mir kamen die Worte Major Busse´s in den Sinn. "Jetzt beginnt der Nervenkrieg. Derjenige, der die besseren Nerven hat, wird siegen..." Der Amerikaner schien gute Nerven zu haben...

George Pickett
13.03.13, 12:56
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

21. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD). Hier greift der Feind massiv die 272. und 326. Volksgrenadierdivision an und drängte beide Divisionen auf den Westwall zurück. Nur mit Mühe konnte das 982. Grenadierregiment der Vernichtung entgehen und die Auffangstellungen erreichen.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Heftige Angriffe gegen die Linien der 12. Volksgrenadierdivision, welche über den Fluß nach Süden zurückgedrängt wurde. Somit steht nur noch die 3. Fallschirmjägerdivision im Raum Malmedy auf dem Nordufer. Der Brückenkopf ist unter allen Umständen zu halten.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3.PGD als Verstärkung). Heftige Abwehrkämpfe östlich Vielsam. An der Nahtstelle zum LXVI. Armeekorps der 5. Panzerarmee gelang dem Feind ein tiefer Einbruch, welcher durch die 3. Panzergrenadierdivision abgeriegelt wurde. Diese Division war eigentlich für das LVIII. Panzerkorps im Raum Houffalize vorgesehen.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD). Hier greift der Feind auf breiter Front an. Das 18. Füsilierregiment der 18. Volksgrenadierdivision wurde vollständig aufgerieben. Ein von Norden angesetzter Gegenangriff der 3. Panzergrenadierdivision konnte die Lage stabilisieren. Teile der 3. US Panzerdivision sowie der 30. US Division stehen vor Deitfeld. Die 244. Sturmgeschützabteilung wurde zur Unterstützung dorthin geworfen.

LVIII. Panzerkorps (116. PD, 560. VGD, FBB, 11. PD und FGB als Verstärkung). Auf Grund starker Versorgungsprobleme durch feindliche Luftangriffe mußten die Spitzen des Panzerkorps westlich und südwestlich Houffalize zurückgenommen werden. Nördlich von Houffalize drängen starke US-Verbände über den Fluß. Der Einbruch konnte in mehreren verlustreichen Gegenstößen durch die Führerbegleitbrigade und die Führergrenadierbrigade abgeriegelt werden. Die 11. Panzerdivision hat östlich Houffalize die Lücke zur 560. Volksgrenadierdivision geschlossen.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 26. VGD, 25. PGD als Verstärkung). Auch hier mußten die Angriffsspitzen der 2. Panzerdivision und der Panzerlehrdivision zurückgenommen werden, da durch die Zurücknahme der 116. Panzerdivision die rechte Flanke offen liegt. Die 26. Volksgrenadierdivision wurde am linken Flügel des Korps zurückgedrängt. Im Bereich der Division ist eine Frontlücke entstanden, die momentan nicht geschlossen werden kann.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Hier entwickelt sich im Brückenkopf südlich Wiltz im Bereich der 5. Fallschirmjägerdivision eine kritische Lage. Auf Grund der absoluten Luftüberlegenheit der alliierten Luftwaffe ist die einzige Brücke ständigen Angriffen ausgesetzt. Sollte am rechten Flügel der Division die 26. Volksgrenadierdivision weichen und die Flanke entblößt werden ist ein Rückzug nur unter Zurücklassung des schweren Gerätes (Artillerie) möglich. Im Bereich des 14. Fallschirmjägerregimentes konnte ein Angriff unter hohen eigenen Verlusten abgewiesen werden.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD). Keine Kampfhandlungen, keine feindlichen Truppenbewegungen.


Anmerkungen

Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "B" kommt zu der Einschätzung, dass eine weitere Fortführung der Offensive durch die heutigen Entwicklungen unmöglich gemacht wird. Eine Anfrage beim OB West, die OKW-Reserven (10. SS PD, 17. SS PGD) freizugeben, wurde abgelehnt. Den Zeitpunkt und Ort für den Einsatz dieser Verbände behält sich der OB-West, Gfm. von Rundstedt vor.


Übersicht am Abend des 21. Dezember

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George Pickett
14.03.13, 11:07
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

22. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD als Verstärkung). Weiterhin massive Angriffe auf den linken Flügel des Korps im Raum der 326. Volksgrenadierdivision. Auch diese Angriffe konnten abgewiesen werden, jedoch hat die Division nur noch 60% ihrer Sollstärke. Durch fehlenden Nachersatz können die Verluste nicht mehr ausgeglichen werden. Eine Rücknahme den ganzen Korps auf den Westwall wird in Erwägung gezogen.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Heftige Feindangriffe zwischen Malmedy und Elsenborn. Die Truppe konnte die Linien halten, blutet jedoch zunehmend aus. Am linken Flügel im Raum Stavelot (1. und 12. SS PD) keine Kampfhandlungen.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Hier setzte der Feind seine Angriffe im Raum Deitfeld fort und konnte den linken Flügel der 2. SS Panzerdivision sowie Teile der 3. Panzergrenadierdivision zurückdrängen. Er konnte nördlich Deitfeld die Straße St. Vith-Deitfeld-Houffalize erreichen und sperren. Auf Grund der steigenden Verluste und der amerikanischen Luftüberlegenheit ist der Erfolg eines Gegenstoßes fraglich.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD). Heftige Kämpfe um Deitfeld. In erbitterten Straßenkämpfen gelang es der 18. Volkgrenadierdivision ihre Stellungen zu halten, jedoch haben auch hier die Verluste eine kritische Marke erreicht. Ein Heranführen weiterer Verstärkungen in diesen Raum ist zur Zeit unmöglich, da keine freien Reserven zur Verfügung stehen.

LVIII. Panzerkorps (11. PD, 116. PD, FBB, FGB, 560. VGD). Hier rückte der Feind nur langsam nach. Keine Kampfhandlungen im Bereich des Korps, jedoch verschlechtert sich die Versorgungslage zunehmend. Sollte der rechte Flügel der 5. Panzerarmee einbrechen ist der Frontbogen akut gefährdet. Die einzige Versorgungs- und evtl. Rückzugsstraße in Richtung Clervaux (nur 1 intakte Brücke) könnte zum Nadelöhr werden.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 25. PGD, 26. VGD). Durch Zurücknahme der 26. Volksgrenadierdivision konnte die Frontlücke im Bereich der Division geschlossen werden. Die Division wurde durch die Sturmgeschützabteilungen 200 und 243 verstärkt.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Durch die Zurückhahme der 26. Volksgrenadierdivision im Bereich des XXXXVII. Panzerkorps mußte die 5. Fallschirmjägerdivision unter Zurücklassung des schweren Gerätes ihre Stellungen südlich Wiltz aufgeben. Vor dem gesamten Korpsabschnitt ist ein massiver Truppenaufmarsch des Gegners zu beobachten.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD, 9. PD als Verstärkung). Keine Kamphandlungen, jedoch auch hier eine spürbare Verstärkung der feindlichen Einheiten.


Anmerkungen

Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "B" hat beim OB West um Zurücknahme der Truppen auf den Fluß Our ersucht um Reserven bilden zu können und eine drohende Einkesselung der 5. Panzerarmee zu verhindern. Eine Antwort des Generalfeldmarschalls von Rundstedt steht noch aus.

Übersicht am Abend des 22. Dezember

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George Pickett
14.03.13, 12:00
Die Windhunde


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Hauptquartier der Heeresgruppe "B" in Hülloch

22. Dezember 1944, 22.30 Uhr

"Wie bitte?" Generalfeldmarschall Walter Model spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoß. "Lesen sie noch einmal vor!" Oberstleutnant Kraus schluckte und nahm das Telex wieder zur Hand:

** Vom Oberbefehlshaber West an den OB Heeresgruppe "B" ** Auf Weisung des Führers werden größerer Absetzbewegungen hiermit untersagt ** Jeder Fußbreit Boden wird mit äußerster Härte und Entschlossenheit verteidigt ** Die örtlichen Kommandeure und Befehlshaber haften für die Ausführung dieser Befehle ** Über den Einsatz der OKW-Reserven wird der Führer zur gegebenen Zeit persönlich entscheiden ** gezeichnet: von Rundstedt **

"Ja sind die denn alle Wahnsinnig geworden?" Model ballte seine Hände zu Fäusten und versuchte sich zu beruhigen. "Was stand da? Größere Absetzbewegungen?" Er drehte sich um und betrachtete die Karte. "Ein sehr relativer Begriff." Er fuhr mit der Hand über die Karte und bewegte seine Lippen ohne einen Ton von sich zu geben. "Kraus! Folgender Befehl an die 5. Panzerarmee, die 116. Panzerdivision betreffend..."

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Als Oberstleutnant Kraus den Raum verließ wendete Model sich wieder der Karte zu. "Ich werde nicht zulassen, dass dieser "Gröfaz" meine Männer verheitzt. Aber ich muß vorsichtig sein..."

George Pickett
14.03.13, 12:47
Die Windhunde


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"Herr Hauptmann! Wachen Sie auf!" Ich öffnete die Augen und sah in Kempers Gesicht. Was ist los, Kemper?" fragte ich verschlafen. "Wir haben neue Befehle erhalten. Die Division soll schnellstmöglich nach Deitfeld verlegen." Ich richtete mich auf und fuhr mir durch´s Haar. "Da scheint es ja wirklich lichterloh zu brennen. Nun gut, kratzen sie an Sprit zusammen was geht, ab mit ihnen!" "Jawohl, Herr Hauptmann!" Der Gefreite Kemper grüßte und verließ die klapprige Scheune, in der wir nächtigten. "Organisieren kann er" dachte ich bei mir. Gestern hatte er es doch glatt geschafft uns einen kompletten Versorgungssatz Munition zu besorgen. Er sagte wie immer nicht woher und ich wollte es auch nicht wissen.

Gegen 06.00 Uhr war die Abteilung marschbereit. Deitfeld war etwa 20 Kilometer entfernt und die Tanks der Panzer nur zu 1/3 gefüllt. Das machte, wenn man auf einer Straße mit normalen Tempo fuhr eine Reichweite von 50 Kilometern. Aber der Himmel wimmelte von amerikanischen Jabo´s sobald es hell wurde. Deswegen würden wir über Waldwege fahren. Vor Entdeckung geschützt, aber mit höherem Treibstoffverbrauch. Als ich meinen Chefpanzer erreichte, entfernte meine Besatzung gerade die provisorische Tarnung.

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"Morgen Männer!" grüßte ich meine Jungs. "Morgen, Herr Hauptmann" kam es von ihnen zurück. "Sobald die Grenadiere hier sind und aufgesessen haben geht´s los!" So weit war es gekommen. Große Teile des Grenadierregiments 156 waren nicht mehr beweglich, da viele Fahrzeuge bereits zerstört waren und für die restlichen kaum noch Sprit vorhanden war. Kurze Zeit später traten die Grenadiere aus dem Dickicht des Waldes und kamen auf uns zu. Ich kletterte auf meinen Panzer und ließ mich durch´s Turmluk fallen. "Vetter, los geht´s! Befehl an beide Kompanien. In Linie folgen."

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"
Dann wollen wir mal Feuerwehr spielen" murmelte ich als die Kolonne nach Osten abrückte und kurze Zeit später nach links schwenkend im Dickicht der Ardennenwälder verschwand...

George Pickett
18.03.13, 11:33
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

23. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Schwerste Abwehrkämpfe am linken Flügel des Korps im Bereich der 326. Volksgrenadierdivision. Das hier eingesetzte 326. Füsilierregiment ist nahezu aufgerieben und wird weiteren Angriffen nicht mehr standhalten können. Eine Umgruppierung des Korps in Kombination mit einem Absetzten auf den Westwall ist zwingend notwendig.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Kaum Kampfhandlungen im Bereich des Korps. Leichtere Feindangriffe bei Malmedy im Bereich der 3. Fallschirmjägerdivision. Hier versucht der Feind unseren Brückenkopf einzudrücken.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Am Vormittag gelang es Verbänden der 2. SS Panzerdivision sowie der 3. Panzergrenadierdivision die Straße St. Vith - Deitfeld für kurze Zeit wieder freizukämpfen. Gegen Mittag trat der Feind jedoch zum Großangriff an und durchbrach nördlich Deitfeld die Stellungen der 3. Panzergrandierdivision. Das 103. Panzerregiment wurde vollständig aufgerieben und der Feind ist hier durchgebrochen. Er stößt in 2 Richtungen auf St. Vith und die Brücke über die Our westlich Habscheidt vor. Die Brücke wurde am späten Nachmittag durch Pioniere gesprengt. Gegen Abend erreichte der Feind die Our auf der gesamten Länge zwischen Habscheidt und St. Vith. Dem Feind stehen keine eigenen Verbände mehr gegenüber.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD, 116. PD als Verstärkung). Trotz erdrückender Übermacht des Gegners konnte die 18. Volksgrenadierdivision abermals alle Angriffe auf Deitfeld abweisen. Die Division verfügt nur noch über 50% der Sollstärke. Gegen Abend erreichte die 116. Panzerdivision den Raum östlich Deitfeld, jedoch liegt die rechte Flanke der Division in Richtung des Flusses Our offen.

LVIII. Panzerkorps (11. PD, FBD, 560. VGD, Kgr. Wehnert). Die "Führerbegleitbrigade" sowie die "Führergrenadierbrigade" wurden zur "Führerbegleitdivision" zusammengefasst und aus der Front herausgelöst. Sie soll schnellstmöglich in den Raum Habscheidt verlegen um ein Übersetzen des Feindes auf das Ostufer der Our zu verhindern. Ansonsten keine Aktivitäten im Bereich des Korps. Der Feind scheint seine Kräfte an den Flanken der 5. Panzerarmee zu massieren um eine Einkesselung zu erwirken. Leichte Zurücknahme der Linien um das Herauslösen der FBD zu kompensieren.

XXXXVII. Panzerkorps (2. PD, Panzerlehrdiv., 25. PGD, 26. VGD). Hier übt der Feind einen gleichmäßigen Druck auf die Frontlinien aus. Auch hier eine leichte Zurücknahme der Frontlinie um im Norden Anschluß an das LVIII. Panzerkorps zu finden. Am linken Flügel gelang dem Feind ein Einbruch im Bereich der 26. Volksgrenadierdivision.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 352. VGD). Keine Kampfhandlungen, jedoch weiter massive Verstärkung der feindlichen Kräfte.

LXXX. Armeekorps (212. VGD, 276. VGD, 9. PD, 79. VGD als Verstärkung). Keine Kampfhandlungen, jedoch feindlicher Aufmarsch am äußersten linken Flügel des Korps. Die 79. Volksgrenadierdivision verstärkt hier den Westwall.


Anmerkungen

Der Oberfefehlshaber der Heeresgruppe "B", Generalfeldmarschall Model, hat numehr das Absetzten der 6. SS Panzerarmee und der 5. Panzerarmee auf die Our-Stellung befohlen. Dieses erfolgt im Wissen, dass hiermit gegen die ausdrücklichen Weisungen des OB West sowie des Führerhauptquartieres verstoßen wird, jedoch wäre ein Zusammenbruch der Front und der Verlust der motorisierten Verbände das Ende der Westfront.


Übersicht am Abend des 23. Dezember


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HvS
18.03.13, 11:37
Eieiei.... das sieht wahrlich nicht gut aus... das Setup "fühlt" sich knackeschwer an. Wir kennen das Spiel zwar nicht, aber es macht nicht den Eindruck, als ob Ihr wirklich eine Chance hättet.

George Pickett
18.03.13, 11:43
Bei diesem Szenario geht es wohl nur darum wie weit man kommt, bevor man das Rückwärtslaufen lernt! :D Als Achsenspieler wohl nicht zu Gewinnen, wie in der Realität.

George Pickett
18.03.13, 14:13
Die Windhunde


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Nur langsam kamen wir nach Norden, Richtung Deitfeld voran. Immer wieder standen wir in dichten Wäldern während amerikanische Jagdbomber über uns kreisten und Beute suchten. Hin und wieder stießen sie runter und das Krachen von Explosionen kündete von ihrem Erfolg. Unsere Division wurde schwer mitgenommen. Je weiter wir nach Norden vorrückten, desto mehr Einheiten, oder dass, was von ihnen übrig war, flutete uns entgegen. Erschöpfte Infanteristen saßen aphatisch am Straßenrand und blickten immer wieder zum Himmel.

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Gegen Nachmittag erreichten wir die Gegend südlich Deitfeld. Ich ließ die Kolonne halten, stieg vom Panzer und ging zum Waldrand. Etwa 500 Meter Acker schloß an den Wald an, dann kam die Straße nach Deitfeld in Nord-Süd Richtung. "Verfluchte Scheiße!" Ich schwenkte mit dem Glas von links nach rechts. Die Straße war übersäht von ausgebrannten Fahrzeugen unserer Division. "Hättet ihr mal die Straßen gemieden" murmelte ich.

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Ich ging zurück zum Chefpanzer, wo die restlichen Panzerkommandanten bereits warteten. "So, meine Herren!" Sprit hin, Sprit her, wir müssen schnellstmöglich über den Acker und die Straße gewinnen, dann nach links in Richtung Deitfeld. Dort irgendwo soll ein Meldekopf sein der uns einweist." Ich sah in die müden Gesichter meiner Männer. Nur Oberfeldwebel Burkert machte ein gleichgültiges Gesicht. Er hatte wieder frisch getankt und war voll wie eine Haubitze. "Gebt Brikett! Alles, was drin ist. Es dämmert zwar bereits, aber man kann nie wissen." Ich zeigte auf die Straße. "Sie sehen ja, was uns blühen kann, wenn wir nicht aufpassen!" Die Männer nickten stumm und gingen wieder zu ihren Panzern.

Ich kletterte wieder ins Turmluk und setzte die Kopfhörer auf. "Elbe 1 an alle. Nach dem Waldrand ausfächern und auf der Straße in Kolonne einfädeln. Dann Vollgas bis Deitfeld!" Mit meinem Fuß gab ich dem Fahrer einen Stoß. "Los, Klotsche. Angasen!" Der Motor brüllte auf und der Panther setzte sich in Bewegung. Einer nach dem anderen verließen die Panzer den schützenden Waldrand und strebten der Straße zu, die so weit entfernt zu sein schien. Das Manöver klappte und die Panzer fächerten wie befohlen auf dem Acker aus.

Ich weiß nicht, was mich veranlasste nach hinten zu schauen. Ich spürte, wie sich meine Nackenhaare streubten und mich ein undefinierbares, ungutes Gefühl überkam. Vielleicht war es die Fronterfahrung, vielleicht auch nur Zufall. Ich drehte mich um und hielt mir die Hand vor die Augen, um besser gegen die Nachmittagssonne geschützt zu sein. Trotzdem blendete sie und ich sah nur schwarze Punkte. Aber diese Punkte bewegten sich zu gleichmäßig! Ich erstarrte. "Jabos auf 6 Uhr!!!" schrie ich durch das Mikrophon. Klotsche bremste scharf, die anderen Panzer taten es ihm nach. Die Männer sprangen von den Panzern und liefen wieder auf den Waldrand zu. Neben mir keuchte Oberfeldwebel Burkert. Plötzlich hörte ich ein Fluchen und er machte kehrt. Er rannte wieder auf seinen Panzer zu. "Burkert, du Wahnsinniger!" schrie ich ihm hinterher, aber er war wie von Sinnen. Ich erreichte den Waldrand und warf mich ins Unterholz. Oberfeldwebel Burkert enterte den Turm seines Panzers und fischte seinen Rucksack mit dem Schnaps heraus als der ganze Acker in einer Wolke aus Feuer, Erde und Schnee verschwand. Immer wieder schlugen Bomben und Raketen bei den Panzern ein.

Nach 5 Minuten war alles vorbei. Die Jabos waren abgeflogen und hinterließen eine Trümmerwüste. Vorsichtig näherten wir uns wieder unseren Panzern. Mein Chefpanzer hatte wie durch ein Wunder keinen direkten Treffer abbekommen. Aber Oberfeldwebel Burkert lag, von einer Explosion zur Seite geschleudert, tot neben seinem Panzer...

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George Pickett
18.03.13, 15:20
Die Windhunde


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Wir standen wie benommen neben dem Wrack, welches mal Oberfeldwebel Burkert´s Panzer gewesen war. Ich hatte ihn nur ein paar Monate gekannt. Als die 116. Panzerdivision im März dieses Jahres aus den Resten der 16. Panzergrenadierdivision und der 179. Reserve-Panzerdivision in Frankreich aufgestellt wurde, teilte man ihn meiner Kompanie zu. Er hatte wirklich das Talent gehabt von einer Scheiße in die andere zu geraten. Ende 1943 bei Kiew verwundet wurde er nach seiner Genesung, wie ich auch, nach Frankreich versetzt. Frankreich! Wie lange war das schon her! Ausbildung der Truppen in der Etappe. Gutes Essen, schöne Frauen. Der Krieg schien so weit entfernt zu sein.

Eines Abends im Mai, kurz vor der Invasion gab es mal wieder einen dieser berüchtigten Kompanieabende. Schon damals sah man ihm an, dass er ein psychisches Wrack war. Er saß alleine in einer dunklen Ecke und leerte eine Flasche nach der anderen. Als ich mich zu ihm setzte, goß er einen Becher voll mit Schnaps und erhob sich so ruckartig, dass er fast das Gleichgewicht verlor. "Dem besten Soldaten die besten Waffen..." Er fiel wieder in sich zusammen. "Was sind wir beschissen worden..." Er schloß die Augen.

Ich dachte er sei eingeschlafen als er stoßweise, halb bewußtlos vor Trunkenheit zu lallen begann. "Wir warn drei...auf sechs Morgen...in Pommern...als Pächter...Der Gutsherr war Baron, Major. Sagt der Major "Wir sind ein Volk ohne Raum. Hol dir Land, im Osten gibt´s Land!" Der Kopf des Oberfeldwebels sank auf die Brust. "Hab´s nie wieder vergessen. Hab gedacht: Wirst Berufssoldat. Schaffst dir nen Hof..." Burkert trank mit geschlossenen Augen. Ein Röcheln entkam ihm. "Sonst nichts...immer nur für einen Hof gekämpft..."

Ich schüttelte die Erinnerungen ab und sah mich um. 5 Panzer hatte es erwischt. Also noch 11 übrig. 1 Kompanie von 3! Inzwischen war es dunkel geworden und wir saßen wieder auf und erreichten am Abend Deitfeld. Hier war das Chaos perfekt. Im Sekundentakt schlugen die Granaten der amerikanischen Artillerie im Ort ein. Eine Einheit ging vor, die andere zurück. Es gab keinen Meldekopf und ein Major wollte unsere Panzer seiner Alarmeinheit unterstellen. "116. Panzerdivision? Hier gibt es keine 116. Panzerdivision! Sie unterstehen ab jetzt meinem Kommando!" Er hechtete in Deckung als ganz in der Nähe Granaten einschlugen und ich nutzte die Gelegenheit, mich aus dem Staub zu machen. Ich fragte mich bei den Landsern durch bis ich auf einen Soldaten stieß, der sich in aller Ruhe eine Zigarette drehte und dem Treiben um ihn herum in aller Seelenruhe zuschaute.

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"116. Panzerdivision? Ja, ein paar Fahrzeuge sind vor einigen Stunden hier vorbeigekommen. Müssen östlich der Stadt liegen. Der Ami ist endgültig durchgebrochen..."

George Pickett
28.03.13, 11:37
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

24. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Hier wurde mit der 246. Volksgrenadierdivision der rechte Flügel des Korps auf den Westwall zurückgenommen. Am linken Flügel musste die 326. Volksgrenadierdivision nach mehreren Einbrüchen ebenfalls auf den Westwall zurückweichen.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD). Schwerste Feindangriffe im gesamten Korpsbereich. Die 3. Fallschirmjägerdivision musste Malmedy aufgeben, da der Feind im Bereich der 1. SS Panzerdivision durchgebrochen war. Am rechten Flügel des Korps im Bereich der 12. und 277. Volksgrenadierdivision wurden alle feindlichen Angriffe abgewiesen. Bis zum Abend gelang es dem linken Flügel eine stabile Linie aufzubauen.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 9. PD, 3. PGD). Hier gelang es am linken Flügel des Korps im Raum südlich St. Vith der 2. SS Panzerdivision sowie der 3. Panzergrenadierdivision in südwestlicher Richtung vorstoßend, große Teile der 3. US Panzerdivision abzuschneiden. Von Süden kommend, konnte die 116. Panzerdivision des LXVI. Armeekorps den Kessel schließen. Bis zum Abend konnten alle eingeschlossenen Verbände zerschlagen werden. Die 3. Panzergrenadierdivision wurde aus der Front herausgelöst, da sie weit über 70% ihrer Sollstärke eingebüßt hat.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (18. VGD, 62. VGD, 116. Panzerdivision, FBD als Verstärkung). Die 18. Volksgrenadierdivision musste Deitfeld aufgeben. Durch die erfolgte Frontverkürzung konnte am rechten Flügel des Korps die 116. Panzerdivision zu einem Stoß nach Norden ansetzen um die Spitze der 3. US Panzerdivision abzuschneiden. Am Nachmittag trafen sich die Spitzen der 2. SS Panzerdivision und der 116. Panzerdivision nordöstlich Deitfeld. Der Durchbruchsversuch der amerikanischen Panzerverbände zwischen Deitfeld und St. Vith konnte hiermit verhindert werden.

LVIII. Panzerkorps (2. PD, 11. PD, 560. VGD). Schleppende Absetzbewegungen nach Osten, bedingt durch extremen Nachschubmangel. Die Verbände erreichen im Schnitt nur noch 50% des benötigten Nachschubs. Mehrere Troß und Artillerieeinheiten des Korps wurden durch feindliche Panzerspitzen überrollt und zerschlagen. Jedoch konnte das Groß der Verbände den Raum westlich der Our geordnet erreichen. Diese Linie soll nunmehr gehalten werden.

XXXXVII. Panzerkorps (Panzerlehrdiv., 25. PGD, 26. VGD). Hier wurden die Absetzbewegungen syncron zum LVIII. Panzerkorps durchgeführt. Angriffe nachrückender feindlicher Panzerverbände wurden abgewiesen. Auch hier soll die erreichte Linie gehalten werden. Auch hier ein erhebliches Versorgungsproblem, besonders bei der Treibstoffversorgung.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 212. VGD, 352. VGD). Der rechte Flügel des Korps (5. Fallschirmjägerdivision) setzte sich nach Nordosten ab um Anschluß an die neue Linie des XXXXVII. Panzerkorps zu finden. Im restlichen Korpsbereich keine Kampfhandlungen oder Aktivitäten.

LXXX. Armeekorps (79. VGD, 276. VGD, 9. VGD als Verstärkung). Keine Kampfhandlungen im Bereich des Korps. Jedoch ist es am linken Flügel notwendig unsere Linie zu verlängern, da hier vermehrt feindliche Aufklärungsverbände vorfühlen. Für die Besatzungen der Westwallstellungen im Raum westlich Trier wurde erhöhte Wachsamkeit befohlen.


Anmerkungen

Durch den erfolgreichen Gegenangriff an der Nahtstelle zwischen der 6. SS Panzerarmee und der 5. Panzerarmee konnte eine kritische Lage, besonders für die 5. Panzerarmee, abgewendet werden. Generalfeldmarschal Model hat Weisung erlassen, die jetzige Linie zu halten und freie Reserven zu bilden. Besonders dem Bereich der 7. Armee ist dabei besondere Beachtung zu schenken. Die einzig zur Verfügung stehende freie Reserve bildet zur Zeit die 167. Volksgrenadierdivision.


Übersicht am Abend des 24. Dezember


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Ratnik
28.03.13, 12:19
Ist die Zeit der Offensiven eigendlich schon vorbei oder habt ihr die Chance nocheinmal groß anzugreifen?

George Pickett
28.03.13, 12:40
Ist die Zeit der Offensiven eigendlich schon vorbei oder habt ihr die Chance nocheinmal groß anzugreifen?

Offensiven sind illusorisch!!! Örtliche Gegenangriffe wie jetzt bei St. Vith sind noch möglich! Jetzt heißt es Stellungen halten...

Albrecht d. Bär
28.03.13, 12:50
Offensiven sind illusorisch!!! Örtliche Gegenangriffe wie jetzt bei St. Vith sind noch möglich! Jetzt heißt es Stellungen halten...

Der Minister sah den Feldmarschall lange still und mit bohrenden Blicken an. Dann sagte er im eisig schneidenen Ton: "So... illusorisch, ja? Herr Generalfeldmarschall, wenn Sie sich der Größe dieser Aufgabe nicht gewachsen fühlen, die das deutsche Volk an Sie gestellt hat, so sollten wir uns überlegen, ob wir einen anderen mit der Führung der Operation betrauen!"

:D

George Pickett
28.03.13, 13:49
Die Windhunde


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Es war saukalt und es hatte wieder begonnen zu schneien. Die Abteilungschefs standen rauchend zusammen und warteten auf die Befehle des Regimentes. Die Abteilungen waren nach 8 Tagen Offensive sehr übersichtlich geworden. Von den 122 Panzern des Regimentes waren, inkl. 10 Panzer Nachersatz, noch 54 einsatzfähig. Auf engem Raum immer noch eine brutale Kampfkraft aber im Augenblick lagen die Abteilungen in und östlich Deitfeld verteilt und unterstützte die Grenadiere.

Ich zündete mir gerade eine weitere Zigarette an als der Regimentsadjutant aus dem Dunkel erschien. "Meine Herren, hier die Befehle vom Armeekorps. Die 18. Volksgrenadierdivision wird Deitfeld räumen. Ein weiteres Halten ist sinnlos, da wir die Straße nach St. Vith eh nicht mehr freikämpfen können. Es hat sich aber eine Situation ergeben, die uns zum Vorteil gereichen könnte. Er knipste seine Taschenlampe an und breitete auf der Motorhaube eines Kübels eine Lagekarte aus. "Der Keil, den die Amerikaner in den letzten 2 Tagen zwischen Deiteld und St. Vith nach Osten getrieben haben ist an der Spitze sehr stark. Sie versuchen bereits westlich Habscheidt über die Our zu kommen, was aber Alarmeinheiten verhindern konnten." Er blickte auf und sah uns nacheinander in die Augen. "Jedoch sind die Flanken lt. unserer Aufklärung nicht so stark gesichert wie man denken sollte. Anscheinend macht das Wetter dem Feind ebenfalls zu schaffen."

Er machte eine Kunstpause und zündete sich eine Zigarette an. "Wir werden mit der gesamtem Division auf engstem Raum nach Norden vorstoßen. Unsere Stellungen übernimmt die 18. sobald sie Deitfeld geräumt hat. Von Norden kommen uns die Herren der SS-Panzertruppe entgegen, namentlich die 2. SS Panzerdivision "Das Reich". "Na dann ist uns der Endsieg ja gewiß." kam es leise von einem Soldaten hinter mir. Wir lachten leise und dachten uns unseren Teil. "Meine Herren!" erboste sich der Adjutant. "Die Division tritt um 05.30 Uhr an. Hier sind ihre entsprechenden Befehle." Er händigte uns Karten und Notizen aus. "Wegtreten!" Der Adjutant grüßte lasch und drehte sich um...

Ich schaute auf die Uhr. "05.15 Uhr". Es schneite nur noch leicht aber die Wolken hingen tief und um feindliche Jabos mussten wir uns heute wenigstens keine Sorgen machen. Fern im Norden grollte Kanonendonner. Die kleine Lichtung glich einem Heerlager. Panzer, Schützenpanzer, Panzergrenadiere, Zugmaschienen, Flak, Sturmgeschütze und sogar hunderte von Fässern Benzin. Zum ersten mal seit Tagen war die Abteilung voll aufmunitioniert und vollbetankt.

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Ich schreckte hoch. "Nicht einschlafen, Werner!" hämmerte ich mir ein. Ich langte nach unten. Neben der Richtoptik lag das Röhrchen mit Pervertin. Seit 4 Tagen waren wir kaum zum schlafen gekommen. Ich schluckte gleich 2 Stück trocken herunter. Die ersten Grenadiere marschierten los um die Spitze zu nehmen.


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Ich setzte mir das Mikrophon auf und rief die Züge. Danach wartete ich. Im Mittelwellengerät, das die Verbindung nach oben hielt, pfiff endlich der Dauerton und dann eine scharfe Stimme: "Kommandeur an alle, kommen!" Ich hörte die Sturmartillerie und die Grenadiere. Schließlich bestätigte auch ich. "Funkstille!" kam es zurück. "Bei Abfahrt auf Empfang. Ende." Ich schaltete wieder auf Kurzwelle und hörte Unteroffizier Blömer über Funk donnern: "Wenn ihr aus den Latschen kippt, ich steig um und lass euch in der Scheiße liegen! Das macht mir gar nichts!" Blömer der Choleriker. Seit ich ihn kenne hat man ihm 2 mal den Panzer unterm Hintern weggeschossen und beide Male war er der einzig Uberlebende. Vielleicht versuchte er so damit klar zu kommen. Seine neue Besatzung, durchweg Rekruten, 17 oder 18 Jahre alt, musste es ausbaden.

Wieder pfiff der Dauerton über Mittelwelle und der Befehl zum vorrücken wurde gegeben. Wenskat ließ sich in den Turm fallen und putzte zum wiederholten Male seine Richtoptik. Ich kniff die Augen zusammen und suchte die Dunkelheit ab, aber außer Bäumen, Schnee und wieder Bäumen war nichts zu sehen. Wir erreichten die Vorpostenstellungen und fächerten aus. Die Grenadiere sammelten sich in Gruppen hinter den Panzern. Plötzlich blitzte es tausendfach auf und die Pforten der Hölle öffneten sich...

George Pickett
02.04.13, 09:52
Die Windhunde


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Der Panzer stoppte abrupt und unsere Kanone jagte Granate auf Granate hinaus. Der Feind war überall, Panzer, Pak und die Einschläge der schweren amerikanischen Artillerie um uns herum. Ein einziges Inferno! Meterweise kämpften wir uns vor und erreichten gegen Mittag den nördlichen Waldrand. Wieder einmal schloß sich eine freie Fläche an und ich befürchtete das Schlimmste, lockerte die Bewölkung doch zuehmend auf. Doch jetzt hatten wir Platz zum manöverieren und die Infanterie und die Sturmgeschütze waren direkt hinter uns. "Elbe 1 an alle. Schwenk halblinks auf den Hügel zu. Dort in Stellung gehen. Die Sturmgeschütze werden unsere Flanken sichern." Wir fächerten aus und es kam zum Gefecht Panzer gegen Panzer auf freier Fläche. Hier zeigte sich die Überlegenheit unseres Panthers. Die amerikanischen Sherman Panzer hatten kaum eine Chance. Sie trafen zwar, aber auf 1000 Meter Entferung prallten ihre Granaten meist wirkungslos ab.


Plötzlich kam Unruhe in die amerikanischen Linien. Einige Shermans drehten ihre Rohre nach Norden und schossen auf Ziele die ich nicht erkennen konnte. Doch dann konnte ich durch meine Optik vertraute Umrisse am gegenüberliegenden Waldrand erkennen. "Königstiger!" schrie ich durch den Funk. In meine Erleichterung platzte der panische Ruf des Nebenpanzers. "Jabos auf 12 Uhr!" Ich riß das Turmluk auf und spähte nach Noden. Im Tiefflug näherten sich ein halbes Dutzend Maschinen aber es waren keine amerikanischen. "Das sind unsere!" schrie ich. "Fw190!"

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Mit feuernden Bordkanonen stürtzten sich die Maschinen auf die feindliche Infanterie und die Fahrzeuge. Die Linie der Verteidiger brach auseinander. Von 2 Seiten wurden die feindlichen Einheiten zusammengeschossen. Das Feld war übersäht von zerstörten amerikanischen Panzern und Fahrzeugen. Der Kessel war geschlossen.

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Wir erreichten den nördlichen Waldrand und stoppten. Erschöpft ließ ich mich auf meinen Sitz sinken und schloß die Augen. "Wieder einmal dem Tod von der Schippe gesprungen." Ich riß mich zusammen und kletterte aus dem Panzer. Vor uns stand eine Einheit Panzer der 2. SS Panzerdivision. Ein Obersturmführer mit Bübchengesicht kam grinsend auf mich zu und bot mir eine Zigarette an. "Das hat ja mal geklappt" bemerkte er mit aufgesetzter guter Laune aber seine Augen sprachen eine andere Sprache. Er gab mir Feuer und wir standen schweigend zusammen. "Die 3. Panzergrenadierdivision hat´s übel erwischt" sagte er unvermittelt. "Wir mußten sie erst raushauen, sonst wären wir schon früher da gewesen.

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Während andere Einheiten weiter östlich versuchten den Kessel aufzulösen, versuchte ich die Verluste meiner Abteilung festzustellen. "Klotsche, suchen sie mal Oberleutnant Rasche. Ich brauche von ihm eine Meldung über den Zustand seiner Kompanie." Er stand regungslos vor mir, die Hände in den Taschen vergraben und mit der obligatorischen Kippe im Mundwinkel, aber in seinen Augen ging etwas unergründliches vor. Er dehte den Kopf in Richtung Feld und ich folgte seinem Blick. Ich sah Rasche´s Panzer. Ich erkannte die Kennung. Der Panzer wurde förmlich zersiebt.

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"Stille Nacht...heilige Nacht..." nuschelte Klotsche und drehte sich grußlos um...

George Pickett
04.04.13, 10:42
Werter Pickett,

habt Ihr Verwandtschaft aus der ehemaligen DDR? Jedenfalls kennt Ihr die "Abenteur des Werner Holt", mit dem wir durch Büchersendungen aus MeckPom damals versorgt wurden. Auch wir haben us in unserem AAR manchmal da namenstechnisch bedient *g*

Werter Zardoz,
in der Tat haben wir uns, was Namen und einige Textpassagen angeht, aus diesem Werke bedient. Wir haben das Buch vor über 20 Jahren auf einem Flohmarkt erstanden. Für uns ein sehr beeindruckendes Werk. Jedoch sind wir ein reinrassiger Münsterländer ohne Verwandtschaft aus der ehemaligen DDR :D

Wir waren gespannt, ob einer der Regenten mit dem Werk vertraut ist und es in diesem AAR wiederfinden würde. :)

Longstreet
04.04.13, 11:41
Der zweite Teil wird recht idealisiert gerötet. Die Geschichte an sich ist aber auch nicht schlecht (im 2. Teil). Man könnte jetzt schreien, dass viele unschöne Nachkriegsdinge ausgelassen wurden - Wir finden das jedoch unpassend. Die einen haben sich vom Ruf der Russen verschrecken lassen, den anderen wäre es wichtiger gewesen, die Ämterkontinuität aufzubrechen. Naja, lesen kann man es aber in jedem Fall.

George Pickett
04.04.13, 11:41
Der 2. Teil ist um einiges mehr ideologisch angehaucht. Er erzählt die Wandlung Holts von Zyniker und Einzelgänger, der mit seinem Kriegstrauma kämpft zum "wertvollen Mitglied der sozialistischen Gesellschaft". Auch gut geschrieben, aber manchmal etwas zäh und langatmig. Aber wer den 1. Teil gelesen hat, kommt um den 2. Teil nicht herum, schon weil das Ende des 1. Teiles einen Cliffhanger hatte. :)

HvS
06.04.13, 12:44
Auch wenn wir uns wiederholen: Sehr unterhaltsamer AAR, man kann richtig mitfühlen!!!

George Pickett
15.04.13, 17:33
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

25. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Heftige Kämpfe am Westwall im Bereich der 15. Panzergrenadierdivision. Die feindlichen Angriffe wurden unter hohen gegnerischen Verlusten abgewiesen. An der rechten Flanke im Bereich der 246. Volksgrenadierdivision keine Feindaktivität. Hier hat der Amerikaner noch nicht zu unseren Linien aufgeschlossen.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD, 12. VGD, 277. VGD, 167. VGD als Verstärkung). Stärkste Angriffe auf die Linien der 3. Fallschirmjägerdivision südwestlich Elsenborn. Die Division wurde stark angeschlagen und zurückgedrängt. Weiter östlich gelang die Bildung einer Auffangstellung durch das Einschieben der 167. Volksgrenadierdivision sowie der Sturmgeschützabteilung 11. Jedoch ist die feindliche Überlegenheit im Bereich des Korps inzwischen derart erdrückend, dass selbst die 1. und 12. SS Panzerdivision ihre Stellungen nur unter Aufbietung aller Kräfte behaupten können.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Trotz der erfolgreichen Kesselung und Zerschlagung von Teilen der 3. US Panzerdivision am Vortag musste das die 2. SS Panzerdivision St. Vith am Nachmittag räumen. Die 3. Panzergrenadierdivision wurde, verstärkt durch die Sturmgeschützabteilung 243, am linken Flügel des Korps wieder eingeschoben und hält Verbindung zur 116. Panzerdivision des LXVI. Armeekorps der 5. Panzerarmee.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (116. PD, 9. PD, FBD, 18. VGD, 62. VGD). Hier erreichte der linke Flügel des Korps mit dem "letzten" Tropfen Treibstoff den Westwall. Die Versorgungslage erreicht kritische Dimensionen. Die Führerbegleitdivision sowie die 18. und 62. Volksgrenadierdivision haben innerhalb der Westwallbefestigungen Stellung bezogen. Weiter nördlich stehen die 9. und 116. Panzerdivision noch im Vorfeld des Westwalls um Anschluss an das II. SS Panzerkorps der 6. SS Panzerarmee zu halten. Während der Absetzbewegungen kam es nur vereinzelt zu feindlichen Angriffen.


LVIII. Panzerkorps (2. PD, 11. PD, 560. VGD). Auch hier wurden die Absetzbewegungen am Westwall beendet. Trotz schlechter Versorgungslage musste keine Ausrüstung oder Waffen zurückgelassen werden. Alle Einheiten erreichten ihre neuen Stellungen. Trotzdem ist die Versorgung mit Munition und Treibstoff weiterhin mangelhaft.

XXXXVII. Panzerkorps (Panzerlehrdiv., 25. PGD, 26. VGD). Hier konnten sich die Verbände nur mit Mühe geordnet auf den Westwall zurückziehen, da der Feind massiv die Rückzugsbewegungen durch schnelle Panzervorstöße störte. Jedoch blieben diese Angriffe erfolglos und waren für die Amerikaner verlustreich.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 212. VGD, 352. VGD). Hier musste im Verlauf der Absetzbewegung Diekirch aufgegeben werden. Jedoch gelang es nur 1 der beiden Brücken über die Sure zu sprengen. Bis zum Abend erreichten alle 3 Divisionen ihre zugewiesenen Stellungen innerhalb des Westwalls.

LXXX. Armeekorps (9. VGD, 79. VGD, 276. VGD). Keine Kampfhandlungen im Bereich des Korps. Vereinzelte Aktivitäten von Stoß- und Spähtrupps auf beiden Seiten. Eine weitere Verstärkung der feindlichen Einheiten konnte nicht beobachtet werden.


Anmerkungen

Die Stellungen entlang des Westwalls sind unter allen Umständen zu halten, zumal die meisten Divisionen zur Zeit auf Grund der katastrophalen Versorgungslage nahezu unbeweglich sind. Ein Durchbruch des Feindes durch den Westwall würde zwangsläufig zur Einschließung und Vernichtung von großen Teilen der Heeresgruppe führen.


Übersicht am Abend des 25. Dezember

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Ratnik
15.04.13, 17:49
Uhhh das sieht ja wirklich bitter für euch aus. Wie lange müsst ihr noch durchhalten?

George Pickett
15.04.13, 17:53
4 lange Tage noch!!! :eek:

Ratnik
15.04.13, 18:30
Das sind wie viele Runden?

George Pickett
15.04.13, 18:32
2 Runden pro Tag, aber über jede Runde zu berichten war uns dann doch zu aufwendig. :D Also haben wir immer 2 Runden zusammengefasst.

George Pickett
16.04.13, 22:35
Werter Zardoz,
wir haben an den Divisionskennzeichen nichts geändert (wir wüssten auch gar nicht wie :D). War alles so in Ordnung.

George Pickett
17.04.13, 16:24
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

26. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Hier herrschte im gesamten Korpsabschnitt Ruhe. Am rechten Flügel im Bereich der 246. Volksgrenadierdivision wurde damit begonnen, das Vorfeld zu verminen und Vorpostenstützpunkte anzulegen, um ein evtl. vorrücken feindlicher Kräfte hier zu verlangsamen und zu verzögern.

LXXIV. Armeekorps (12. VGD, 167. VGD, 277. VGD, 89. VGD als Verstärkung). Südwestlich Elsenborn griff der Feind massiv die Stellungen der 3. Fallschirmjägerdivision sowie der 167. Volksgrenadierdivision an. Ihm gelang an mehreren Stellen der Einbruch in die Linien der beiden Divisionen, wobei große Teile des 5. Fallschirmjägerregimentes vernichtet wurden. Auf Weisung der Heeresgruppe übernimmt der Stab des herangeführten LXXIV. Armeekorps (89. VGD) den Frontabschnitt vom I. SS Panzerkorps. Die 12., 167. und 277. Volksgrenadierdivision werden dem Korps unterstellt. Der feindliche Vorstoß konnte südlich Elsenborn zum Stehen gebracht werden.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD). Außer heftigen Kämpfen im Bereich der 3. Fallschirmjägerdivision keine größeren Kampfhandlungen, jedoch sind beim Feind größere Umgruppierungen zu beobachten. Das schwer angeschlagene 5. Fallschirmjägerregiment sowie das 3. Fallschirmjäger Füsilierregiment wurden aus der Front herausgezogen um Reserven zu bilden.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Wiederum schwere Angriffe auf den linken Flügel des Korps im Bereich der 3. Panzergrenadierdivision, die schwere Verluste erlitt, ihre Stellungen jedoch behaupten konnte. Keine Kampfhandlungen im restlichen Korpsabschnitt, jedoch sind auch hier größere Truppenbewegungen Richtung Norden zu beobachten.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (116. PD, 9. PD, FBD, 18. VGD, 62. VGD). Keine größeren Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LVIII. Panzerkorps (2. PD, 11. PD, 560. VGD). Keine größeren Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

XXXXVII. Panzerkorps (Panzerlehrdiv., 25. PGD, 26. VGD). Keine größeren Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 212. VGD, 352. VGD). Keine größeren Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LXXX. Armeekorps (9. VGD, 79. VGD, 276. VGD). Keine größeren Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.


Anmerkungen

Augenscheinlich benötigte der Feind einen Tag der Ruhe und die Zeit für Umgruppierungen, anders ist die, besonders im Vergleich zu den vergangenen Tagen, geringe Gefechtstätigkeit nicht zu erklären. Die Versorgungslage ist weiterhin nicht zufriedenstellend. Starke Schneefälle verhinderten den Einsatz feindlicher Jagdbomber.


Übersicht am Abend des 26. Dezember


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Ratnik
17.04.13, 16:26
Muss denn in den nächsten Tagen mit einem Durchbruch gerechnet werden?

George Pickett
17.04.13, 16:35
Durchbrüche stehen zu befürchten, besonders beim LXXIV. Armeekorps (die dortigen VGD´s haben nur noch 50 - 60% Stärke) und am linken Flügel des II. SS Panzerkorps (3. PGD nur noch 50% Stärke) brennt es gewaltig! Viele Regimenter können nicht mehr mit Nachersatz aufgefrischt werden. Wir würden ja gerne 2 oder 3 Panzerdivisionen aus der Front lösen, um bewegliche Reserven zu haben, aber es gibt keine Verbände, die ihre Stellungen einnehmen könnten.

3 Tage noch!!! :eek: :eek: :eek:

Ratnik
17.04.13, 16:56
Wie viele Verluste hatte eigendlich der Ami? Dass er deutlich mehr Nachschub bekommt und Reserven bis zum Umfallen hat, ist ja leider offensichtlich.

George Pickett
17.04.13, 17:13
Der Amerikaner ist wohl voll versorgt. Unser Nachschublevel liegt bei 50%!!! Am schwersten wiegt, das ich die Verluste innerhalb der Regimenter in den meisten Fällen nicht mehr ausgleichen kann, der Amerikaner wahrscheinlich schon.

Hier die Totalverluste:USA-Achse
Infanterieregimenter:3-3
Panzerregimenter:1-1
Aufklärungsabteilungen:5-0
Artillerie:2-9 (hauptsächlich beim Rückzug)
Flak:0-2
Pioniere:0-2
Falschirmjäger:0-1

Wir hoffen mal, dass die Westwallstellungen etwas taugen und der Amerikaner sich wenigstens dort eine blutige Nase holt, sollte er dort angreifen.

George Pickett
19.04.13, 15:38
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

27. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt. Das Anlegen von Minenfeldern und Vorpostenstützpunkten wird fortgesetzt.

LXXIV. Armeekorps (12. VGD, 167. VGD, 277. VGD, 89. VGD). Schwerste Kämpfe in den Vororten von Elsenborn im Bereich der 12. Volksgrenadierdivision. Hier setzt der Feind massiv schwere und schwerste Artillerie sowie starke Infanterieverbände ein. Die Stellungen konnten nur unter hohen Verlusten gehalten werden, welche nicht ausgeglichen werden können.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Auch am heutigen Tage schwerste Angriffe auf den linken Flügel des Korps im Bereich der 3. Panzergrenadierdivision. Es scheint, dass der Feind hier den Durchbruch an der Nahtstelle der 6. SS Panzerarmee zur 5. Panzerarmee erzwingen will. Die Kampfstärke der 3. Panzergrenadierdivision ist auf unter 50% gesunken.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (116. PD, 9. PD, FBD, 18. VGD, 62. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LVIII. Panzerkorps (2. PD, 11. PD, 560. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

XXXXVII. Panzerkorps (Panzerlehrdiv., 2. PD, 26. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 212. VGD, 352. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LXXX. Armeekorps (9. VGD, 79. VGD, 276. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt, jedoch wurde ein verstärkter Truppenaufmarsch westlich Trier erkannt. Hier liegt dem Feind nur der Westwall mit den Stützpunktbesatzungen gegenüber. Zur Zeit sind keine Reserven zur Verstärkung dieses Abschnittes verfügbar.


Anmerkungen

Die Schwerpunkte der feindlichen Angriffe liegen im Bereich der 6. SS Panzerarmee und zwar bei Elsenborn im Norden und westlich Habscheidt im Süden. Es ist anzunehmen, dass der Feind nach erfolgreichem Durchbruch in einer Zangenbewegung das I. und II. SS Panzerkorps abschneiden will. Es wird nochmals dem OB West die dringende Bitte angetragen, die OKW-Reserven (10. SS PD, 17. SS PGD) freizugeben um auf diese Situation reagieren zu können.


Übersicht am Abend des 27. Dezember


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Ratnik
19.04.13, 15:55
Jetzt heisst es durchhalten. Gibt es noch die Möglichkeit örtlich begrenzter Gegenangriffe? Oder wäre das in diesem Stadium kontraproduktiv?

George Pickett
19.04.13, 16:14
Die Windhunde


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Ich hockte neben meinem Panzer in einem Schützenloch und beobachtete rauchend das gleichermaßen grausige wie faszinierende Schauspiel. Die Nacht war erfüllt mit tausenden Lichtblitzen und Feuerbällen. Meine Abteilung lag als Reserve hinter dem Panzergrenadierregiment 60 an der rechten Flanke der Division. Der rechte Nachbar war die 3. Panzergrenadierdivision und die wurde seit 2 Tagen ununterbrochen von amerikanischen Verbänden angegriffen. Heute Nachmittag musste meine Abteilung mit einer Alarmkompanie der Grenadiere im Gegenstoß einen Einbruch an der Nahtstelle abriegeln. Dabei waren weitere 2 Panzer meiner Abteilung liegengeblieben. "Irgendwann brechen sie durch..." murmelte ich und schnippste die Kippe weg.

Plötzlich knallte es links von mir, wo einer Batterie 8,8er in Stellung lag! Ich duckte mich tiefer in mein Loch und spähte über den Rand. Anscheinend war der äußerste rechte Angriffsflügel der Amerikaner in Sichtweite der Batterie gekommen und die Geschütze eröffneten das Feuer auf die feindliche Infanterie.

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Ich sprang geduckt aus dem Loch und hechtete hinter den Panzer, wo ich gegen einen Körper prallte. "Herr Hauptmann..." Der Gefreite Kemper, mein Abteilungsfunker sah mich mit nervösem Blick an. Dann erkannte ich hinter ihm Klotsche, meinen Fahrer, der, für seine Verhältnisse geradezu hastig, einen Zettel in seinem Uniformrock verschwinden ließ. Er nickte Kemper leicht zu und ging seiner Wege. Auch Kemper entfernte sich hastig. "Was soll das..." dachte ich...

George Pickett
22.04.13, 15:08
Die Windhunde


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Kriegstagebuch der Heeresgruppe "B"

28. Dezember 1944


6. SS Panzerarmee

LXVII. Armeekorps (246. VGD, 272. VGD, 326. VGD, 15. PGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt. Das Anlegen von Minenfeldern und Vorpostenstützpunkten wurde abgeschlossen.

LXXIV. Armeekorps (12. VGD, 89. VGD, 167. VGD, 277. VGD). Weiterhin schwere Kämpfe um Elsenborn. Gegen Mittag gelang des der 2.US Division die hier eingesetzten Teile der 12. Volksgrenadierdivision aus der Stadt zu drängen. Ein angesetzter Gegenangriff, unterstützt durch die 501. SS Panzerabteilung sowie der 668. schweren Panzerjägerabteilung blieb liegen. Es wurde südöstlich Elsenborn eine Auffangstellung errichtet, die jedoch nur provisorischen Charakter hat.

I. SS Panzerkorps (1. SS PD, 12. SS PD, 3. FJD). Angriffe im Bereich der 12. SS Panzerdivision wurden abgewiesen. Ansonsten keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

II. SS Panzerkorps (2. SS PD, 9. SS PD, 3. PGD). Im Bereich der 3. Panzergrenadierdivision konnte ein feindlicher Durchbruch nur mit Mühe verhindert werden. Die Division ist zu großen Teilen zerschlagen und wird weiteren Angriffen nicht mehr standhalten können. Reserven zur Verstärkung dieses Frontabschnittes stehen nicht zur Verfügung.


5. Panzerarmee

LXVI. Armeekorps (116. PD, 9. PD, FBD, 18. VGD, 62. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LVIII. Panzerkorps (2.PD, 11. PD, 560. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

XXXXVII. Panzerkorps (Panzerlehrdiv., 2. PD, 26. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.


7. Armee

LXXXV. Armeekorps (5. FJD, 212. VGD, 352. VGD). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt.

LXXX. Armeekorps (9. VGD, 79. VGD, 276. VGD, 340. VGD als Verstärkung). Keine Kampfhandlungen im Korpsabschnitt. Der OB West hat die 340. Volksgrenadierdivision zum Einsatz am äußersten linken Flügel des Korps freigegeben. Mit dem Eintreffen der Division ist im Laufe des 29. Dezember zu rechnen.


Anmerkungen

An 2 Punkten im Bereich der 6. SS Panzerarmee steht ein Durchbruch feindlicher Verbände unmittelbar bevor. Der OB West wird nochmals ersucht, die Rücknahme der Armee auf den Westwall zu genehmigen.


Übersicht am Abend des 28. Dezember


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Ratnik
22.04.13, 15:43
In wie fern macht sich eigendlich der Wetwall als Festungwall im Spiel bemerkbar?

George Pickett
22.04.13, 17:39
Die Windhunde


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Epilog

29. Dezember 1944


Seit Stunden schwoll die Kanonade im Norden unaufhörlich an. Der Abendhimmel war taghell erleuchtet. Um 15.00 Uhr war meine Abteilung in Marschbereitschaft versetzt worden und nun wartete ich auf weitere Befehle. Ich stand kettenrauchend neben dem Funkwagen, wo der Gefreite Kemper abwechselnd Kurz- und Mittelwelle abhörte. "Was ist jetzt, Kemper? fragte ich gereizt. "Keine Befehle von der Division?"

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Kemper nahm die Kopfhörer ab und schüttelte den Kopf. "Im Norden ist der Teufel los! Jetzt sind sie auch direkt nördlich von uns bei der 3. Panzergrenadierdivision durchgebrochen. Der Ami steht bereits an der Our, westlich Habscheidt. Im Norden haben sie den Durchbruch erweitert und stehen vor Losheim!" Ich knipste meine Taschenlampe an und kramte die Karte heraus. "Dann steht der Ami bereits in unserem Rücken und im Norden macht er den Sack um das I. und II. SS Panzerkorps zu..." Kemper hob die Hand und setzte die Kopfhörer wieder auf. Hastig schrieb er mit, riß den Zettel ab und reichte ihn mir.

+++ Vom Kommandeur 116. Panzerregiment an Chef II. Abteilung +++ Division löst sich unverzüglich aus den Stellungen um neue Stellungen am Ostufer der Our bei Habscheidt zu beziehen +++ II. Abteilung sichert die Absetzbewegung im Bereich des Panzergrenadierregimentes 60 ab +++ Stellungen müssen bis 06.00 Uhr, 30. Dezember gehalten werden +++ Das Panzergrenadierregiment stellt 1 verstärkte Kompanie zur Unterstützung +++

"Das sind fast 8 Stunden!" fluchte ich laut. Ich zündete mir eine weitere Zigarette an und sah mich um. Das Absetzen hatte bereits begonnen und wir konnten nur hoffen, dass der Ami hiervon nichts mitbekam.


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Später beriet ich mich mit dem Chef der Grenadierkompanie. Sie würden eine dünne Sicherungslinie in den vorhandenen Stellungen bilden. Die Panzer, ebenfalls weit auseinander gezogen, 50 Meter dahinter. Gegen Mitternacht waren die Männer eingewiesen. Die Besatzungen blieben bei ihren Panzern und schliefen abwechselnd um sich nicht überraschen zu lassen. Beim Chefpanzer angekommen fehlte Klotsche. "Vetter, haben sie Klotsche gesehen?" Er zuckte mit den Schultern und erwiderte. "Nicht seit dem er den Panzer hier in Stellung gebracht hat. Dann ist er wortlos verschwunden." Ich dreht mich um. "Wenskat, Klinge, haben sie Klotsche gesehen?" Beide verneinten und mich überkam und ungewisses, ungutes Gefühl.

Fluchend machte ich mich auf die Suche. Am Waldrand stand eine alte Hütte, wie sie von Waldarbeitern benutzt wurde. Durch die Ritzen der Bohlen konnte ich einen schwachen Lichtschein entdecken und sich bewegende Schatten. Vorsichtig näherte ich mich der Hütte und lauschte. Ich konnte leise Stimmen hören aber nichts verstehen. Ich atmete tief durch, zog meine Parabellum und riss die Tür auf. Der Gefreite Kemper lies vor Schreck einen Rucksack fallen während Klotsche in einer schnellen Bewegung eine Maschinenpistole hoch riss.

"Kemper...Klotsche..." Ich versuchte zu begreifen, was hier vorging. Ich sah mich um. 2 große Rucksäcke, Zeltplanen...und ein weißes Tuch an einem Ast befestigt. "Sind sie wahnsinnig geworden!" bellte ich die beiden an. "Hier ist Endstation für mich, Herr Hauptmann" sagte Klotsche bewundernswert ruhig und hielt ein Papier hoch. "Die Amis sind um jeden froh, der nicht mehr auf sie schießt und fordern uns auf, das Kämpfen zu beenden." Er sah mich gelassen an aber seine auf mich gerichtete Maschinenpistole sprach eine andere Sprache. Mir wurde schwindelig, das konnte alles nicht real sein.

Ich wandte mich an Kemper, den ich schon so lange kannte. "Kemper, Mensch! Machen sie keinen Fehler! Sie haben einen Eid geschworen!" Er sah mich nervös an. "Einen Eid...ja, aber was für einen Eid? Nicht auf mein Land, auf Deutschland sondern auf einen Lumpen, einen größenwahnsinnigen Verbrecher...einen Mörder!" Er sah mich plötzlich mit hasserfüllten Augen an und schrie "Ich habe nicht hören wollen und sehen, wie er alles in den Dreck gezogen hat, wie er Deutschland zur Sau gemacht hat...und wir für ihn zu Verbrechern wurden!" "Kemper, was reden Sie da, kommen sie zur Vernunft..."

Doch jetzt brach es aus ihm heraus und die Narbe auf seiner Stirn schwoll an. "Sie können nicht sagen, dass ich was falsches will, außer, dass ich meinen Eid breche! Aber ein Eid, den ich diesem Gesindel geschworen habe, der bindet nicht!" Er versuchte sich zu beruhigen aber jetzt quollen 4 Jahre Albtraum aus ihm heraus. Er konnte es nicht stoppen. "Sie können nichts dagegen sagen, gar nichts. Denken Sie an Charkow, Herr Hauptmann. Denken Sie daran, was für eine Schweinerei sie SS und der SD da angerichtet haben. Wir haben es alle gesehen, aber wir haben es verleugnet!" Er setzte sich und schaute mich mit geröteten Augen an. "Denken Sie an den "Nacht- und Nebel-Erlass" mit dem die Monster des SD im Suff geprahlt haben!"

Er sank in sich zusammen und eine bedrückende Stille breitete sich aus. Nur das ferne Grollen der Artillerie war zu vernehmen. Ich versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Aber ich fühlte mich müde, leer und leblos. "Charkow" dachte ich. "Hatte ich erfolgreich all die Jahre verdrängt. Ich wusste was passiert war und das machte mich zum Mittäter, denn ich schwieg. Ich lies die Parabellum sinken, drehte mich schweigend um und verlies die Hütte. Ich schaute mich nicht um und ging zurück zur Abteilung...

George Pickett
22.04.13, 17:55
In wie fern macht sich eigendlich der Wetwall als Festungwall im Spiel bemerkbar?

Na, ja er erhöht die Verteidigungskraft des Abschnittes, da er eine befestigte Linie mit Bunkern, eigener Besatzung und Artillerie simuliert.

George Pickett
22.04.13, 18:57
Die Windhunde


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30. Dezember 1944


Ich saß apathisch neben meinem Panzer und blickte ins Leere. Fast konnte ich Feldwebel Burkert verstehen, der sein Gewissen mit Schnaps betäubte um nicht wahnsinnig zu werden. Ich schaute auf die Uhr. "03.45 Uhr." Die Nacht war bisher ruhig verlaufen und der Gefechtslärm hatte sich von Norden nach Nordosten verlagert, aus Richtung Habscheidt. Plötzlich schreckte ich auf. Ein schwaches Geräusch wehte von Westen herüber, erst kaum zu hören, dann langsam stärker. Ein klirren...ein klirren von Panzerketten! Ich sprang auf. "Alaaarm!!!" Ich enterte meinen Panzer. "Wenskat, sie suchen sich ihre Ziele selber. Ich übernehme die Fahrerposition!"

Die Panzer warfen ihre Motoren an und die Grenadiere machten sich in ihrer Stellung feuerbereit. Noch war vom Feind nichts zu sehen, aber der Geräuschkulisse nach muss es sich um einen großen Haufen Panzer handeln. "Nachts mit Panzern angreifen, dass kann auch nur den Amis einfallen" lästerte ich und setzte etwas vor um Wenskat ein besseres Schussfeld zu bieten.

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Plötzlich wurde unsere Stellung von dutzenden Leuchtfallschirmen erleuchtet und die Sherman-Panzer eröffneten das Feuer. Es knallte heftig am Turm aber der Panther schüttelte sich nur kurz, bevor Wenskat die erste Granate rausjagte. Hinter den Shermans war Infanterie zu sehen, die jetzt von den Grenadieren unter Feuer genommen wurden. Aber wir standen auf verlorenem Posten. Die ersten Panther brannten und die GI´s stürmten die Gräben der Grenadiere wo es zu heftigen Nahkämpfen kam. Links von mir hatten die ersten Shermans bereits unsere Linie erreicht und schossen in unsere Flanke. Ich setzte ein paar Meter zurück und schwenkte nach rechts um dem Gegner unsere Front zu zeigen. Plötzlich schlug es ein, dann ein zweites mal und der Motor erstarb. "Wir brennen!" schrie Klinge panisch. "Hydraulik ausgefallen!" schrie Wenskat. Der Qualm und die Hitze im Panzer wurden unerträglich. "Raus! Alle Mann Raus!" schrie ich und riss das Luck auf. Wie von Sinnen versuchte ich freizukommen und fiel vorne über vor dem Panzer auf den Boden.

Ich versuchte mich zu orientieren aber als ich den Kopf hob, bekam ich einen Tritt gegen den Kopf der mich zu Boden schleuderte. "Hands up, Kraut!" Kräftige Hände packten mich und ich wurde durchsucht. Sie nahmen mir die Parabellum ab und stießen mich zum Waldrand, wo die Reste meiner Besatzungen und der Grenadiere bereits bewacht wurden.

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"So endet es also" dachte ich. "Aber ich bin am Leben. Habe ich es verdient?" Ich konnte mir keine Antwort darauf geben. Wir wurden unter Bewachung zu einer Sammelstelle geführt und auf LKW´s verladen. Es ging nach Westen, hinter uns ging sie Sonne glutrot auf. Der Gefechtslärm wurde schwächer. Gegen Mittag erreichten wir Bastogne, das für uns so unerreichbare Bastogne. Der Krieg war für mich zu Ende...





** E n d e **

Lewis Armistead
22.04.13, 19:31
Wirklich ein klasse AAR! Die Storyeinlagen sind der Hammer. Da kam "Unsere Mütter, Unsere Väter" nur in seinen besten Momenten mal heran...

Großes Kompliment, Lob und Anerkennung!:prost:

HvS
22.04.13, 20:25
Ebenso ein Lob von uns! Danke sehr!

George Pickett
22.04.13, 23:34
Habt Dank für das Lob, werter Lo und werter HvS. Uns hat der AAR sehr viel Spass gemacht und wenn er auch noch unterhaltsam war, um so besser. :)

George Pickett
23.04.13, 10:28
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Noch Fragen??? :eek:

Ratnik
23.04.13, 12:49
Gibt es für den Deutschen überhaupt eine Chance diese Szenario mit einem Sieg abzuschließen. Also wenn wirklich alles am Schnürchen läuft oder ist es von vorneherein ein Untergangsszenario?

George Pickett
23.04.13, 13:06
Werter Ratnik,

Wir haben mehrere Versuche unternommen, die sich nur dahingehend unterschieden, wie weit man kommt, bevor es wieder rückwärts geht. Jedoch geht es ja nach Siegpunkten, d. h. wie viele Zielstädte kontrolliert man zum Schluss und wie viele Feindeinheiten wurden zerstört. Was das angeht waren wir nicht sehr effektiv!!! :D Ein geübter Spieler wird sicherlich wenigstens ein unentschieden nach Punkten erreichen.

Thomasius
23.04.13, 13:11
Wenn das Szenario historisch korrekt ist und die KI anständig spielt ist muss man als Deutscher chancenlos sein.

George Pickett
23.04.13, 13:21
Wenn das Szenario historisch korrekt ist und die KI anständig spielt ist muss man als Deutscher chancenlos sein.

Wenn man die Siegpunkte außer Acht lässt und die Offensive analog zu "Herbstnebel" ausführt, d .h. die Maas bei Namur und Lüttich zu erreichen so behaupten wir mal, dass das absolut unmöglich ist. Unserer Meinung nach hält der "Schockzustand" der Amerikaner nicht lange genug an. Nach 2 Tagen versteift sich der Widerstand an den entscheidenden Stellen derart, dass man das notwendige Tempo nicht mehr aufrechterhalten kann. Wir müssen aber eingestehen, dass wir suboptimal gespielt haben. Ein erfahrener Spieler hätte Bastogne, Houffalize und Stavelot genommen und hätte es noch weiter nach Westen geschafft.

Thomasius
23.04.13, 14:50
Wenn man die Siegpunkte außer Acht lässt und die Offensive analog zu "Herbstnebel" ausführt, d .h. die Maas bei Namur und Lüttich zu erreichen so behaupten wir mal, dass das absolut unmöglich ist. Unserer Meinung nach hält der "Schockzustand" der Amerikaner nicht lange genug an. Nach 2 Tagen versteift sich der Widerstand an den entscheidenden Stellen derart, dass man das notwendige Tempo nicht mehr aufrechterhalten kann. Wir müssen aber eingestehen, dass wir suboptimal gespielt haben. Ein erfahrener Spieler hätte Bastogne, Houffalize und Stavelot genommen und hätte es noch weiter nach Westen geschafft.

Dann wird man vielleicht vom Spiel zum Sieger erklärt, aber das ist ein strategisch bedeutungsloser taktischer Sieg. Der ganzen strategischen Planung der Offensive fehlte doch jede realistische Grundlage. Aber solche Überlegungen gehören eher ins Geschichtsforum.

George Pickett
23.04.13, 14:58
Dann wird man vielleicht vom Spiel zum Sieger erklärt, aber das ist ein strategisch bedeutungsloser taktischer Sieg. Der ganzen strategischen Planung der Offensive fehlte doch jede realistische Grundlage.

So sieht es aus, werter Thomasiunair. :)

George Pickett
23.04.13, 23:18
So sehen wir es auch, werter Zardoz. Man weiß, dass man nicht gewinnen kann, aber die Überraschungsoffensive hat was. Was die Kräfteverhältnisse angeht, stimmen wir euch zu, aber meines Erachtens war in der Realität der Überraschungseffekt und das Chaos beim Amerikaner höher. Aber man hat Spass und nur das zählt.

George Pickett
21.05.13, 08:04
Hier noch das Buch, welches der werte Zardoz ansprach und, wenig bekannt, ein Ausschnitt aus der Verfilmung. Zum Film können wir nicht viel sagen, aber das Buch können wir nur empfehlen. :)




http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/image1120694dnjscuqym.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)


http://youtu.be/1XL8VsYDCvg

George Pickett
27.05.13, 09:45
Standardeinstellung. Wobei, wie gesagt, mehr möglich gewesen wäre. Wir haben grottenschlecht gespielt. :D

George Pickett
27.05.13, 10:46
Unser AAR wurde mit einer Demo-Version erstellt, die nur die Ardennenoffensive beinhaltete. Battles in Normandy haben wir uns erst später zugelegt. Bei unserem Battles in Normandy ist die Ardennenoffensive auch als Zugabe enthalten. Dort passen auch die Divisionssymbole nicht, wie Ihr bereits vor einigen Wochen angemerkt hattet.