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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gott erhalte Franz den Kaiser! Ein March of the Eagles AAR



H34DHUN73R
29.12.13, 19:12
Willkommen zu Unserem neuen Projekt, werte Regenten :)

An dieser Stelle möchten Wir für ein bislang scheinbar wenig beachtetes Paradox-Spiel eine Lanze brechen: The March of the Eagles (MOTE)

MOTE läßt sich Unseres Erachtens als ein Mittelgewichtler in der Sparte militärischer Strategiespiele einsortieren.
Deutlich weniger komplex als Hearts of Iron, das einem bei Paradox natürlich schnell in den Sinn kommt, erinnert MOTE aufgrund der Clausewitz-Engine
einerseits stark an die AGEOD-Spiele, andererseits aufgrund des Sujets der Napoleonischen Kriege auch etwas an einschlägige Total War-Games.
Wobei natürlich das Herzstück der Total War-Spiele, die 3D-Gefechte kleiner Einheiten, fehlen.

MOTE ist sehr stark auf Schlachten ausgerichtet, der wirtschaftliche und politische Teil der Simulation kommt mit wenigen beeinflussbaren Details daher.
In wirtschaftlicher Hinsicht geht es hauptsächlich um Geld, das man im Wesentlichen aus Steuereinnahmen generiert und für Bauprojekte (Depots, Forts, Strassen etc.)
oder die Aufstellung neuer Regimenter ausgeben kann.

Die Politik erschöpft sich praktisch in Diplomatie, die einige reizvolle Möglichkeiten bietet, aber erkennbar nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.
Angeführt sei hier die an sich schon sehr gute Idee, anderen Nationen Beleidigungen zukommen zu lassen :)
Der Zweck der Übung bestünde darin, den Empfänger zu einer Kriegserklärung zu motivieren, auf dass man ihm ohne die Unterstützung seiner lästigen
Verbündeten eins überbraten kann.
Bei Unseren wenigen Experimenten hat das allerdings nicht recht gefruchtet - wenn der Gegner stark unterlegen ist, läßt er sich offenkundig zu wenig von seinen
Gefühlen leiten.

Bevor Wir den geneigten Regenten einige Details näherbringen, sei erwähnt, dass Wir keineswegs irgendeine Meisterschaft in der Beherrschung dieses Spieles
beanspruchen. Im Gegenteil, die Partien endeten bislang überwiegend mit Niederlagen, was auch hier leicht passieren kann.

Als armes Opfer Unserer Regentschaft haben wir Uns Österreich ausgesucht, da es einerseits ein Major mit beträchtlicher Stärke ist, andererseits aber nicht unbedingt
für den Glanz seiner Waffentaten bekannt ist.
Damit bietet es sich als Vehikel Unserer Aktivitäten an: nach einem schwungvollen Auftakt die Hucke vollkriegen entspricht in etwa dem typischen Verlauf einer Unserer Partien :)

Nun zu den besagten Details:
Zunächst sucht man sich ein zu den eigenen Ambitionen passendes Land aus - Wir wählen Österreich.

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Ziel des Spieles ist es, die Vormachtstellung auf dem europäischen Kontinent zu erobern, was man in Form der Sicherung von strategisch wichtigen Regionen erreichen kann.
Wenn eine Nation alle ihre Ziele erreicht hat, endet das Spiel automatisch.
Wenn das nicht gelingt - und üblicherweise gelingt es nicht, Uns jedenfalls nicht - dann hat zum Ablauf der Spielzeit im Jahr 1820 die Nation gewonnen, die die meisten Punkte erreicht hat.

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Ein kurzer Blick auf das Finanzmenü zeigt, dass es hier ausser Lesen nicht viel zu tun gibt: man könnte Darlehen aufnehmen, muss sich dann aber mit der Tilgung abplagen.
Ausserdem ist das Geld, abgesehen von ambitionierten Bauprojekten zweifelhaften Wertes, eigentlich nie wirklich knapp, sodass Wir davon die Finger lassen.

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Unter dem Begriff "Ideen" gilt es, einen Forschungsbaum abzuarbeiten, was aufgrund der zäh eintröpfelnden Ideenpunkte ein recht mühseliges Geschäft ist.
Faktisch muss man sich frühzeitig entscheiden, worauf man denn überhaupt Punkte verwenden will - man kann immer nur eine Idee zur Zeit realisieren und muss dann monatelang auf
die nächste Gelegenheit warten.

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Wir konzentrieren Uns zunächst auf die Truppenbewegungs-Ideen, um unsere Truppen schnell an entscheidenden Punkten konzentrieren zu können.
Ausserdem läßt sich durch "Gewaltmärsche", die es leider erst in Stufe 4 gibt, zur Not auch ein überlegener Gegner abschütteln und damit wenigstens ein Rest der Streitmacht für
eine hoffentlich glorreichere Zukunft retten.
In diesem Zweig findet sich auch das von AGEOD bekannte "Marching to the sounds of the guns", also die Möglichkeit zur Verstärkung einer Teilstreitmacht durch in angrenzenden
Regionen befindliche Einheiten. Ein überaus wertvoller Aspekt für den angehenden Feldherrn.

Jedes Land besitzt ausserdem so seine Besonderheiten, im Falle Österreichs sind es die "österreichischen Ideen", die hier hauptsächlich auf Steuereinnahmen und Mannstärke
abzielen. Letzteres ist für Uns der wichtigste Aspekt, da die Soldaten bei ausgedehnten, jahrelangen Kriegen schnell ausgehen.

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Zu Anfang erhalten die Österreicher nur etwa 6.500 Mann pro Monat, was nicht viel ist, wenn man bedenkt, dass die Armee anfangs 290.000 Mann umfasst, die in Gefechten zudem
rasch dahinwelken. Inklusive einiger Grenzkorrekturen haben Wir es in einem Spiel schon mal auf einen Rate von 14.000 Mann/Monat gebracht, was auch dem sorglosen Feldherrn
genügend Möglichkeiten bietet.

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Das beschriebene Vorgehen läßt uns in den entscheidenden Anfangsjahren leider keine Möglichkeit, die 3 Kampf-Zweige "Nahkampf", "Fernkampf" und "Artillerie" zu erforschen.
In diesen Bereichen schlummern große Boni zur Kampfkraftsteigerung, die Wir leider entsprechend spät heben.

Soweit Uns bekannt ist, starten alle Nationen mit den gleichen Ausgangswerten - mit Ausnahme Frankreichs, das bereits etliche kampfrelevante Ideen abgearbeitet hat.
Daher ist es Unseres Erachtens auch nicht empfehlenswert, sich gleich mit den Franzmännern anzulegen, auch wenn mit Preußen, Russland und England Verbündete zur Verfügung stünden.
Erst sollte das Heer technologisch aufgeschlossen haben, ansonsten hagelt es nicht wieder gut zu machende Verluste auf dem Schlachtfeld.

Im Diplomatie-Menü gibt es ebenfalls nicht allzu viel zu entdecken - die Option "Garantie aussprechen" schreckt eventuell potentielle Aggressoren ab, sorgt ansonsten dafür, das man
ohne großes eigenes Engagement in Kriege verwickelt wird.
Interessant ist noch die Option "Beziehung sabotieren", womit man z.B. die Bindungen innerhalb einer feindlichen Koalition lockern oder im Glücksfall auch gleich ein potentielles Opfer
isolieren kann. Hilft allerdings nichts bei Vasallenstaaten, auf die man in Italien und Deutschland überall trifft.

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In der oben angeordneten Kurzübersicht kann man sich einen Überblick über die aktuelle Lage des eigenen Landes verschaffen, hier z.B. der überaus wichtige Mannstärke-Wert.

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Ebenfalls wichtig ist die aktuelle Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung.
Von diesem Umstand werden alle anderen Werte einer Nation beeinflusst, z.B. die Moral der Truppen und auch wieder der Nachschub an frischen Rekruten.
Man sollte seinem Land häufiger eine Friedenspause gönnen, damit sich die Kriegsmüdigkeit wieder verflüchtigt, ansonsten leiden die Möglichkeiten der Kriegsführung deutlich.

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Nun zum zentralen Aspekt des Spieles: militärische Einheiten!
Die Basis bilden Regimenter, die es in den Klassen Infanterie, Artillerie und Kavallerie gibt, jeweils in zahlreichen Ausprägungen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
Diese Regimenter kann man Formationen zusammenfügen, die der geneigte Regent als Divisionen, Korps oder Armeen ansehen kann - das Spiel unterscheidet hier im Gegensatz
zu beispielsweise AACW nicht.
Aufgrund der typischen Größe Unserer Formationen ordnen Wir diese Gruppierungen in der Regel als Korps ein.

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Jedes Korps benötigt vier Generäle, um optimal zu funktionieren:
Den Oberbefehlshaber, dessen Werte sich auf alle Einheiten auswirken und die drei Flanken-Kommandeure.
Die vierte Gruppe bildet die Reserve, aus der der Oberbefehlshaber bedarfsweise Einheiten an die eine oder andere Flanke verschiebt.
Hierhin gehören auch die Nachschub-Einheiten, die sich ebenfalls rekrutieren lassen.
Diese werden insbesondere bei Vorstößen auf feindliches Gebiet benötigt, wo die Versorgung naturgemäß zu wünschen übrig läßt.

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Im Kampf treten jeweils die drei Flanken gegen die entsprechenden Gegnerformationen an.
Wenn eine Flanke ausfällt, weil alle Kampfeinheiten tot oder geflohen sind, entsteht hier eine Lücke in der Schlachtreihe, was jedenfalls eine ungünstige Prognose für den weiteren
Schlachtverlauf nach sich zieht.

Es stehen auf den ersten Blick reichlich Offiziere zur Verfügung, um die Kommandoposten zu besetzen, jedoch reicht die Anzahl tatsächlich nicht aus, um alle Wünsche zu befriedigen.
Zwar kämpfen die Korps zur Not auch ohne Kommandeure, aber dann fehlen eben die Boni und es hagelt zumindest Verluste, wahrscheinlich auch Niederlagen.

Wie man sieht, verfügen die Offiziere über Boni in unterschiedlichen Bereichen:
Unmittelbar klar sind die Werte für Manöver, Offensive und Defensive, woraus auch die Gesamtpunktzahl gebildet wird.
Dazu gibt es noch die Rubrik Eigenschaften, die anfänglich leer ist.
Eigenschaften erwirbt der Offizier in Schlachten und zwar sowohl positive wie auch negative.
Ein weiterer Anreiz, Schlachten siegreich zu gestalten, da ansonsten die Fähigkeiten des Offizierskorps im Laufe der Zeit immer mehr nachlassen.

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Unterhalb der Porträts der Kommandeure sieht man mögliche Taktiken, die zumindest zu Beginn einer Schlacht umgesetzt werden sollen.
Mit Ausnahme der ersten ("reguläre Strategie", was soviel wie "nix" bedeutet) müssen für jede Taktik individuelle Anforderungen erfüllt sein, z.B. für "Gegenschlag" ein Kavallerie-Anteil
von 20% an den Kampftruppen der jeweiligen Flanke.

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Diese Anforderungen sind jeweils sehr unterschiedlich, z.B. ist die "Schützengraben-Verteidigung" nur bei einem Infanterie-Anteil von 60% umsetzbar, was es sehr schwer macht,
die Anforderungen anderer Taktiken auch noch zu erfüllen.

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Also muss man bei der Zusammenstellung der Truppen der jeweiligen Flanke auf die Komposition der Kräfte achten, um den Kommandeur mit hinreichenden taktischen Möglichkeiten
auszustatten. Zumindest für den Auftakt der Schlacht kann man die bevorzugte Taktik manuell festlegen, z.B. die Flanke auf "Garde-Strategie" auslegen.
Da eine Schlacht eine hochdynamische Angelegenheit ist, kommt es im Gefecht dann zwangsläufig zu Änderungen, wenn z.B. aufgrund von Verlusten die ursprünglich verfolgte Taktik
nicht mehr umsetzbar ist.

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Wie man sieht, werden durch jede Taktik individuell hohe, möglicherweise schlachtentscheidende Boni erzielt, sodass die Auswahl der richtigen Taktik und die Komposition der Kräfte
Themen sind, mit denen man sich bei MOTE intensiv beschäftigen wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Gelände und Frontbreite.
Jeder Flanke steht prinzipiell eine Frontbreite "50" zur Verfügung, die durch die nach Regiment-Typ unterschiedlichen Frontbreiten der Einheiten einer Flanke gefüllt wird.
Wenn die maximale Frontbreite ausgeschöpft ist, ist eben Schluss - die übrigen Regimenter der Flanke finden sich zunächst in der Zuschauerrolle.
Erst wenn Regimenter aufgrund eines Zusammenbruches der Moral zurückweichen, können andere Einheiten nachrücken, wobei der Wert "Initiative" zum Tragen kommt.

Um die Dinge weiter zu komplizieren, wird die theoretische Frontbreite durch das reale Gelände sehr nachhaltig beeinflußt.
Im vorliegenden Beispiel beträgt die reale Frontbreite der Flanke rund 21, was zur Folge hat, dass z.B. im Wald oder in den Bergen nicht alle Regimenter an der Front zum Einsatz kommen können.

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Man muss daher im Vorfeld einer Schlacht das Gelände studieren und sich überlegen, welche Truppen man den Flanken zur Verfügung stellt und welche Taktik damit realisierbar ist.
Jedenfalls ist die limitierte Frontbreite ein Grund, aus dem heraus nicht zwangsläufig die größere Anzahl der Soldaten eine Schlacht entscheidet.
Tatsächlich kann man sich auch bei großer zahlenmäßiger Überlegenheit sehr üble Verluste bis hin zu desaströsen Niederlagen einfangen, wenn man seine Soldaten gegen gut gesicherte Engpässe jagt.

Welchen Sinn es macht, den Flanken mehr Truppen zur Verfügung zu stellen, als jeweils direkt eingesetzt werden können, zählt für Uns derzeit zu den großen Geheimnissen von MOTE.
Prinzipiell könnte man alle überschüssigen Einheiten in die allgemeine Reserve stecken, wo sie vom Oberbefehlshaber dann bedarfsweise zugewiesen werden können.
Andererseits geht es vielleicht schneller, wenn der Flankenkommandeur selbst Reserven zur Verfügung hat.

Eines ist immerhin klar: der Spieler hat in der eigentlichen Schlacht keine Möglichkeiten mehr, Einfluß zu nehmen - nach Beginn der Schlacht liegt es ausschliesslich an den Soldaten
und Befehlshabern, wie die Sache laufen wird.
Einzige Option des Spielers ist der Abbruch der Schlacht durch Flucht, aber auch dieser Befehl braucht einige Zeit, bis er umgesetzt wird.
Ausserdem wird der Gegner höchstwahrscheinlich der geschlagenen Truppe hinterher jagen, weshalb Wir auch gerne darauf achten, dass Unsere Soldaten schneller laufen können als sonstwer :)

Also beobachtet man hochgespannt den Verlauf der Schlachten, indem man hauptsächlich die Verlustanzeigen im Blick behält und die Entwicklung des Geschehens auf den unterschiedlichen
Flanken. Um so wichtiger ist die vorausgehende Aufklärung des Geländes, die Zusammensetzung der Truppen und die Auswahl der initialen Taktik.

Die Schlachten an sich berechnet die Clausewitz-KI selbst, wobei zunächst drei Phasen durchlaufen werden: Bombardment, Kampf und Verfolgung.
Das Bombardment ist selbstredend das Geschäft der Artillerie, die Infanterie kommt im Kampf zum Einsatz, die Kavallerie in der Verfolgung.

Normalerweise ist die Schlacht nach diesen drei Phasen noch lange nicht ausgestanden, sodass es einfach von vorne losgeht.
Solange, bis einer der Kontrahenten endgültig zusammenbricht und flieht.
Hinreichend große Heere vorausgesetzt, können sich solche Schlachten durchaus tagelang hinziehen.

Ein Sonderfall sind Belagerungen: Städte und Forts besitzen große Boni in der Verteidigung, sodass man hier im allgemeinen mit einem Sturmangriff nicht weit kommen wird.
Oder jedenfalls wieder große Verluste einfährt.
Also muss man zunächst belagern, wofür sich eine erkleckliche Anzahl von Artillerie-Regimentern empfiehlt, die die feindlichen Stellungen nach und nach einebnet.
Ansonsten bleibt nur das Aushungern des Feindes.
Am Ende wird der erschöpfte Feind versuchen, auszubrechen. Es sei denn, der Spieler kommt irgendwann zu dem Schluss, dass die Zeit für den Sturmangriff gekommen ist und schlägt vorher zu.

Damit wollen Wir es mit den Vorreden gut sein lassen und den eigentlichen AAR beginnen, der wie üblich mittels einer kleinen Storyline aufgehübscht werden soll -
Wir wünschen den geneigten Regenten gute Unterhaltung und Uns selbst mehr Fortune, als Uns gemeinhin zuteil wird :)

H34DHUN73R
29.12.13, 19:24
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"Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!"

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1805 - Österreich steht am Scheideweg und mit ihm ganz Europa !

Franz I. von Österreich geht mit auf dem Rücken verschränkten Händen, den Blick nachdenklich zu Boden gerichtet, gemessenen Schrittes durch die langen, verschlungenen Flure der Wiener Hofburg.

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Den Renaissance-Stil der Amalienburg hat er mit dem Wechsel in den barocken Leopoldinischen Trakt hinter sich gelassen und damit den Übergang vom klaren, einfachen, harmonischen Ideal der Vergangenheit zum prächtigen, nach Macht strebenden Geist der heutigen Zeit vollzogen.

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Der Kaiser achtet nicht auf die zahlreichen Bediensteten, die die Türen auf seinem Weg öffnen und schließen, noch auf die sich verneigenden Höflinge - zu sehr ist er mit den Gedanken über seine nächsten, vielleicht erfolgreichen, vielleicht verhängnisvollen, jedenfalls aber zukunftsentscheidenden Schritte beschäftigt.

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Im Westen stehen Napoleons Armeen als stets bedrohliche und erschreckend kampfstarke Sendboten der gottlosen französischen Revolution bereit, auf ein Wort ihres selbsternannten Kaisers nach Osten zu stürmen und das Erbe der Heiligen Römischen Reichs noch weiter zu zerschlagen und am Ende vollständig aufzusaugen.

Im Norden ist mit Preußen eine Macht erwachsen, die dem ehrwürdigen Hause Habsburg zunehmend die Vormachtstellung im Reiche streitig macht und mit Neid und Gier auf das blühende Österreich sieht.

Im Osten stehen die russischen Horden bereit, sich nach Westen zu ergießen, im Wesentlichen nur durch die Unsicherheit gelähmt, ob man nun den alten, osmanischen Feind oder das argwöhnisch beobachtete Österreich zuerst angehen soll. Oder doch zunächst die Französische Revolution rückgängig machen, die den Zaren nicht weniger bedroht als den Kaiser?

Im Süden schließlich die Osmanen, der Erbfeind Österreichs.
Noch immer herrschen die Osmanen über weite Teile des Mittelmeer-Raumes, halten einen großen Teil des Balkans besetzt. Obwohl oder gerade weil Österreich in höchster Not die osmanischen Truppen vor Wien am Ende zurückschlagen konnte und damit ganz Europa vor der Islamisierung bewahrte, treibt die Herrscher dieses dekadenten, bizarren und immer noch märchenhaft reichen Imperiums noch der Wunsch nach Eroberung an.
Auch schon in diesem Konflikt hatte sich die französische Infamie klar gezeigt: während der Kaiser an der vordersten Front des christlichen Abendlandes ein unüberwindliches Bollwerk errichtete, hatte der "allerchristlichste" französische König tatenlos zugesehen, auf eine weitere Schwächung des Rivalen hoffend.

Wie meistens trägt der Kaiser nur einen einfachen Frack, einem Bürgerlichen mehr ähnelnd denn einem Kaiser oder König.
Üblicherweise zeigen sich die Monarchen Europas wechselweise in prächtigen Gewändern oder mehr oder weniger phantasievollen Uniformen, je nachdem, was der jeweiligen Lage angemessener war.

Franz legt auf derlei Gepränge keinen Wert, was man tunlichst nicht mit einer libertären oder liberalen Einstellung verwechseln sollte.
Im Gegenteil, der Kaiser ist vollkommen von dem Gottesgnadentum überzeugt, das ihn aus der Menge heraushebt und auf seine Position befördert hat.
Die Gleichmacherei der Französischen Revolution ist ihm ein Gräuel - worauf sollen sich die Sicherheit, die Wohlfahrt, das Streben und das Denken des Einzelnen abstützen, wenn nicht auf die persönliche Loyalität, die letztlich ihren Anker im Monarchen selbst findet?
Auf eine Ansammlung von Worten auf einem Fetzen Papier vielleicht?
Soll der Schmied mit dem Bauern und dem Händler über Politik streiten?
Absurd!
Schließlich betritt der Kaiser die Geheime Ratsstube, wohin er die Mitglieder des Geheimkabinetts befohlen hat, um über die Strategie der nächsten Jahre zu entscheiden.
Ehrerbietig verneigen sich die Edlen vor Ihrem Kaiser, der die kurze Reihe abschreitet wie eine Militärparade.
Die Europakarte, die auf dem großen Tisch ausgebreitet liegt, zeigt die zerklüftete Staatenlandschaft Europas.

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Noch komplizierter wäre eine Darstellung der politischen Bündnisse, Vorlieben und Abneigungen gewesen. Tatsächlich gleicht Europa einem Haufen übereinander liegender Schwerter - wenn eines herausgezogen würde, kämen zwangsläufig nach und nach alle in Bewegung.
In unvorhersehbarer und womöglich für alle Beteiligten verhängnisvollen Weise.

"Nun, meine Herren, was sollen wir tun?", fragt der Kaiser in die Runde seiner Berater, nach einer erneuten, langwierigen Erörterung der Lage auf dem Kontinent.
Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar Graf von Metternich-Winneburg zu Beilstein, Graf von Königswart, mit 32 Jahren das jüngste und nicht gerade erfahrenste Mitglied des Rates, ergreift als erster das Wort.

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"Eure kaiserliche Hoheit sollten unbedingt in Betracht ziehen, Euch gegen Frankreich zu rüsten", beginnt Metternich. "Napoleon wird nicht eher ruhen, bis er Europa beherrscht oder sein Land endgültig verwüstet ist. England und Preußen sind bereit für einen neuen Waffengang, auch Russland stünde wahrscheinlich auf unserer Seite".

Franz I. Joseph Karl runzelt sorgenvoll die Stirn.
Ja, natürlich, Frankreich.
Eine permanente Bedrohung für den gesamten deutschsprachigen Raum, seit dem dreißigjährigen Krieg interessiert an und immer wieder verstrickt in den scheinbar unabwendbaren Niedergang des Heiligen Römischen Reiches.
Des Reiches, dessen Kaiser er seit 1792 ebenfalls ist - kurioserweise als Franz II.

Der Gemahl Maria Theresias war als Franz I. Stephan Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewesen, da der Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn dieser Titel als Frau verwehrt blieb.
Ihr Sohn trat als Joseph II. die Nachfolge Franz I. Stephan in Österreich und im Heiligen Römischen Reich an, woraufhin aufgrund seiner Kinderlosigkeit dann Franz II. Joseph Karl im Heiligen Römischen Reich folgte.
Eben angesichts des Verfalls dieses ehrwürdigen Reiches und unter dem Eindruck der jüngst erfolgten, eigenmächtigen, widernatürlichen, bizarren Krönung Napoleons zum französischen Kaiser hatte Franz beschlossen, sich selbst 1804 zum österreichischen Kaiser ausrufen zu lassen - zwangsläufig als Franz I. Joseph Karl, da er ja der erste österreichische Kaiser ist.

Doch der schnell geschlossenen Koalition gegen die Französische Revolution, gegen diesen Pöbel, den Abschaum der Gosse, der es gewagt hatte, seinen König abzusetzen und schließlich abzuschlachten, war keine Fortune beschieden gewesen.
Der verdammte Napoleon, der gewisslich eine Ausgeburt der Hölle ist, hatte es, gestützt auf die "Levée en masse" geschafft, die Verbündeten der Reihe nach aus dem Bündnis zu pressen, bis Österreich schließlich ganz alleine da stand und im Frieden von Campo Formio die französische Annexion der linksrheinischen Gebiete, der Umwandlung der alten, habsburgischen Niederlande in die Batavische Republik und den Verlust der Lombardei abzeichnen musste. Als kleines Trostpflaster hatte man im Wesentlichen Venedig erhalten, aber das konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass Frankreichs Macht und insbesondere sein Prestige gewaltig zugelegt hatten.
Seither ist auch der Titel des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches noch weniger wert denn je.
Im Gegenteil, scheinen doch die Worte Voltaires in überaus unziemlicher Klarheit den Kern der Sache zu treffen:
"Dieser Korpus, der sich immer noch Heiliges Römisches Reich nennt, ist in keiner Weise heilig, noch römisch, noch ein Reich".

Auch aus diesen Gründen hatte es Franz vorgezogen, den realpolitisch wenig bedeutsamen deutschen Kaisertitel durch einen eigens geschaffenen österreichischen zu ergänzen.
Aufgrund der politischen Verschiebungen im Gefolge der Französischen Revolution steht nicht zu erwarten, dass es erneut ein Habsburger auf den Thron des Reiches schaffen wird, da zwei katholische Kurfürstentümer ausschieden und drei protestantische Länder in das Kurkollegium aufgenommen worden waren.

Es sei denn, ihm, Franz I., gelänge es, aus diesem Reich nach langer Zeit wieder einen Machtfaktor zu machen und im gleichen Zuge auch die katholischen Fürsten zu stärken.

Trotz aller Schwächen und Probleme ist der Kaiser dieses Reiches immer noch per Definition Gottes Statthalter auf Erden und der Schutzherr der römisch-katholischen Kirche, weshalb Franz selbst durchaus an diesem Titel hängt.
Die Engländer blieben wiederum nach dem Frieden von Campo Formio noch im nun obsoleten Bündnis, doch hatten sie es ohnehin stets vorgezogen, das allgemeine Gemetzel durch ihr in den Kolonien geraubtes Gold zu finanzieren und sich ansonsten bequem zurück zu lehnen.
Einzig auf See war und ist man aktiv, auch dort nur im ureigensten Interesse.
Auf diese Weise kann man natürlich leicht Krieg führen und bis zum letzten Deutschen, Österreicher und Russen fortsetzen!

Dass ausgerechnet Metternich einem Vorgehen gegen Frankreich das Wort redet, ist für Franz kein Wunder, hat doch das alte Adelsgeschlecht im Koalitionskrieg und noch mehr durch seine Folgen erheblich gelitten.
Deshalb hatte Metternich ja auch versucht, ein neuerliches Bündnis zwischen Österreich und Preußen zustande zu bringen, was infolge der diametral entgegen gesetzten Interessen im Reich naturgemäß schwierig war.
Das Abkommen, das er schließlich brachte, war kaum sein Papier wert, da beide Seiten nur darauf lauerten, es bei erster Gelegenheit zu brechen und den Partner zu übertölpeln.

Sigismund Anton Graf von Hohenwart, von Franz I. selbst eingesetzter Fürsterzbischof der Erzdiözese Wien und erklärter Gegner Napoleons, ergreift als erster das Wort, als klar ist, dass der Kaiser keine Antwort geben will.

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"Dem neuerlichen Bündnis wird kein größerer Erfolg beschieden sein als dem vorherigen. Am Ende wird Österreich wieder alleine stehen und letztlich unterliegen. Viel sinnvoller wäre es, zunächst Preußen zu züchtigen und den Katholizismus im Reich und damit das Reich selbst wieder zu festigen! Dann könnte das Reich vereint gegen Napoleon ziehen und ihn und seine jakobinische Brut dem Schafott überantworten!"

Franz würde dem Erzbischof nur zu gerne beipflichten und das Schwert gegen die protestantischen Gotteslästerer im Norden ergreifen.
Womit er auch seiner Aufgabe als Schirmherr der katholischen Kirche nachkäme.

Allerdings hätte er dann auch noch England gegen sich, vielleicht auch Russland und Schweden. Frankreich könnte sodann in Ruhe zusehen und schließlich zuschlagen, sobald Österreich erschöpft wäre.
Kein unwahrscheinliches Ende, pflegten doch die Kriege gegen Preußen zuletzt stets recht unerfreulich zu verlaufen.

Zwar konnte sich Friedrich Wilhelm III. nicht mit Friedrich dem Großen messen, aber das preußische Heer bleibt ein höchst unerfreulicher Gegner.
Dann hätte Franz letztlich ganz Mitteleuropa dem Zugriff Napoleons ausgeliefert - schwerlich etwas, das man vom Kaiser Österreichs und des Heiligen Römischen Reiches erwartete.

Also neigt der Kaiser schwermütig, doch ablehnend sein Haupt als Zeichen seiner Bedenken gegenüber diesem Vorschlag.
Johann Amadeus Franz de Paula Freiherr von Thugut, der Franz während des Koalitionskrieges als Außenminister zur Seite stand und letztlich die Verantwortung für die österreichischen Niederlagen auf sich nahm und zurücktrat, sieht die Gelegenheit gekommen, erneut für eines seiner Lieblingsprojekte zu werben.

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"Kaiserliche Hoheit, die Preußen sollen ruhig weiter ungeschwächt gegen Frankreich stehen.
Lasset uns lieber die treulosen Bayern nachdrücklich an ihre Pflichten gegenüber dem Hause Habsburg erinnern. Der Kurfürst Maximilian IV. hat sich mit dem Vertrag von Lunéville faktisch auf die Seite Napoleons gestellt.
Das ist weder für den österreichischen Kaiser, noch für den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches akzeptabel."

Nun ist es an Erzherzog Karl Ludwig Johann Joseph Laurentius von Österreich, Herzog von Teschen, dem 34 jährigen jüngeren Bruder des Kaisers.

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Karl hat bereits im Koalitionskrieg umfangreiche militärische Erfahrungen gesammelt und den verhassten Franzosen immerhin bei Amberg und Würzburg empfindliche Niederlagen beigebracht, woraufhin Franz ihn zum Reichsmarschall und Oberbefehlshaber des österreichischen Heeres ernannt hatte.

Naturgemäß in der Hoffnung, dass er auch an der desolaten italienischen Front Wunder wirken würde - allein, dafür war es längst zu spät.
Karl konnte nur noch die Reste des Heeres in die Steiermark retten und den vergleichsweise günstigen Waffenstillstand von Leoben schließen.

Außerdem verbindet ihn mit dem Freiherrn von Thugut eine langjährige Feindschaft, die es ihm leicht macht, die Gegenrede zu führen.
"Eine Aktion gegen Bayern, so gerechtfertigt sie auch wäre, würde mindestens Preußen, vermutlich auch Frankreich auf den Plan rufen. Sollen erneut die deutschen Mächte einander bekämpfen und den Feinden damit letztlich den Sieg schenken?
Nein! Lasst die Preußen, die Franzosen und die Engländer sich gegenseitig bekriegen und haltet Euer Land aus allem Streit heraus, auf dass Österreich endlich in der zwölften Stunde, frisch und stark das Schwert ergreifen und sie alle auf die Knie zwingen kann, mein Bruder!"

Franz sieht den populären Heerführer zweifelnd an.
"Sollen wir denn gar nichts tun und gerade dadurch am Ende vielleicht selbst zum Opfer werden?", fragt er Karl.

"Durchaus nicht, Franz! Wir sollten uns so schnell als möglich gegen den schwächsten Feind wenden, dem es zudem nachhaltig an Freunden mangelt und ihn schnell niederwerfen: Das osmanische Reich!
Mit den Ressourcen des Balkans auf unserer Seite und dem erneuerten Ruf des Retters Europas vor den türkischen Scharen können wir uns dann ruhigen Mutes den Bayern zuwenden."

Franz besieht sich die Karte Europas erneut, die Argumente abwägend.
Nichts zu tun wäre jedenfalls verhängnisvoll, man würde das Schicksal Österreichs schlicht dem Ratschluss seiner Feinde überlassen!
Jedoch, die einzig praktikable Alternative scheint der Vorschlag Karls zu sein.

Wer den Norden und den Westen gewinnen will, muss sich erst nach Süden wenden!
"Die Osmanen also! Nun denn, meine Herren, lasset uns das Heer Österreichs wieder aufrichten und zum Kampfe rüsten! Sobald die internationale Lage günstig erscheint, werden wir mit den Türken endgültig abrechnen und die geknechteten Länder des Balkans in die Schoß der katholischen Kirche zurückführen!"

Franz I., Kaiser von Österreich, der zugleich auch als Franz II. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ist, sieht seinen Getreuen der Reihe nach fest in die Augen.

"Arbeitet Pläne für die Aufrüstung aus, Geld soll dabei keine Rolle spielen. Bedenket, was gegen die Osmanen gebraucht werden wird und addiert hinzu, was zum Schutze gegen beutegierige Preußen und Franzosen erforderlich ist und beschafft es !"

Die Mitglieder des Rates verneigen sich ehrerbietig vor der Weisheit ihres Kaisers.
Dieser löst mit einer beiläufigen Handbewegung die Runde auf und entlässt die Adligen, auf dass sie sich nun um ihre Geschäfte kümmern, während er sich wieder seiner eigentlichen Liebe, der Botanik, zuwenden kann.

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Otto Weddingen
29.12.13, 19:41
ein neuer AAR des werten H34DHUN73R ? wir sind begeistert und bedanken uns für diese Einführung zu diesen uns leider unbekannten, aber sehr interresant wirkenden Spiel

H34DHUN73R
29.12.13, 19:56
Wir begrüßen Euch gerne als Erstleser, werter Otto Weddingen und wünschen gute Unterhaltung :)

Cfant
29.12.13, 20:00
Zwoter :) Hatte das Spiel mal ins Auge gefasst, aber Paradox hat gerade noch rechtzeitig das Dampfzeitalter eingeläutet, um mich vom Kauf abzuhalten :D Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Feldzug gegen die blaue Gefahr. ;) Holt ja Schlesien zurück! :)

H34DHUN73R
29.12.13, 20:11
Willkommen, werter Cfant :)

Tatsächlich wollen Wir zu der Waffen Klang die ganze Karte nach und nach hübsch österreichisch einweißen, nicht nur Schlesien :)
Dem stehen eigentlich nur Frankreich, Russland, England und Preußen im Wege, aber das wird sich schon irgendwie finden.

Frisiercreme
29.12.13, 20:15
Eure Kaiserliche Hoheit,
oftmals und fruchtlos standen wir vor diesem Spiel. Wir sind erbaut von Eurer Wahl der Waffen.
Sollte die Aufstockung des kaiserlichen Heeres nach beherzten Heerführern verlangen, so seid gewiss, dass wir dem Ruf des Kaisers stets zu folgen gewillt sind.
gez. Stanislaus Nepomuk Frisiercreme zu Frisier, Reichsgraf

Managarm
29.12.13, 20:26
Auch wenn der Zeitrahmen nicht der ist, der Uns vorrangig interessiert, werden Wir Euren Bericht mit Interesse verfolgen, werter H34DHUN73R. Ein Uns selbst vom Namen her unbekanntes Spiel der Paradoxler und dann aus Eurer Feder ist es allemal Wert. :)

Hohenlohe
29.12.13, 20:39
Einen neuen AAR von euch werter H34DHUN73R, den wir gerne abonnieren werden...:reiter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

Johann III.
29.12.13, 22:18
Interessant, das Spiel kannten Wir noch gar nicht! Der Fokus auf Kämpfe, während der Rest nur nebenbei abgehandelt wird, könnte Uns gefallen. Wir wünschen viel Erfolg und sind gespannt auf die weiteren Beiträge.

H34DHUN73R
29.12.13, 23:03
Wir danken den werten Regenten herzlich für Ihre warmen Worte und freuen Uns über Leser und Freiwillige.

Die vom werten Frisiercreme angemerkte Fruchtlosigkeit kennen Wir nur zu gut - immer wenn Wir glaubten, die Clausewitz-Engine endlich enträtselt zu haben, geschah etwas völlig Unerwartetes.
In aller Regel in Form einer katastrophalen Niederlage mit Verlusten im Kingsize-Format, die alle Hoffnungen auf eine glorreiche Zukunft zunichte machten.

Wer auch immer unter den Regenten mit einem Kommandeurs-Posten liebäugelt, sei also gewarnt:
Das wird hier kein Betriebsausflug eines Altenheims, vielmehr warten Blut, Schweiß und Tränen und dahinter womöglich eine epochale Niederlage !

Wir gedenken derlei Unwägbarkeiten mit frundsbergischer Gleichmut zu ertragen, liefert doch auch der Weltuntergang noch eine passable Story :)

In diesem Sinne: Vorwärts ! Für Kaiser, Habsburg, Österreich !!

Silem
29.12.13, 23:51
Epochales Tiefstapeln scheint eure Spezialität zu sein.

Bei euren ausgefeilten Schlachtplänen und taktischen Erfolgen kann es ja nur eine Frage der Zeit sein bis Napoleon ein Altersheim befehligen darf ;). Die Zielrichtung ist damit ja wohl klar! Großdeutschland, regiert von Wien aus!

LG
Silem

H34DHUN73R
30.12.13, 00:09
Eure Worte in Gottes Ohren, werter Silem :)

Cfant
30.12.13, 08:17
Pfff, Defätisten! Eine Europäische Union unter Habsburgs Krone! DAS wollen wir! Melde mich da auch gleich mal, falls noch ein paar geniale Feldherrn Marke Mack gesucht werden! :D

KAreil
30.12.13, 09:05
Schön-Schön!

Dank dass Ihr uns dieses Spiel mal näherbringt!
Hatten es auch schon des öfteren ins Auge gefasst...


Viel Erfolg und es lebe mein geliebtes Österreich!

H34DHUN73R
30.12.13, 14:59
Pfff, Defätisten! Eine Europäische Union unter Habsburgs Krone! DAS wollen wir! Melde mich da auch gleich mal, falls noch ein paar geniale Feldherrn Marke Mack gesucht werden! :D

Der Kaiser wird Euch gewisslich gerne bei der Besetzung der Kommandeursposten berücksichtigen, werter Cfant - nähere Details finden sich in der nächsten Depesche aus der Hofburg :)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Schön-Schön!

Dank dass Ihr uns dieses Spiel mal näherbringt!
Hatten es auch schon des öfteren ins Auge gefasst...


Viel Erfolg und es lebe mein geliebtes Österreich!

AEIOU, werter KAreil, AEIOU :)

H34DHUN73R
30.12.13, 17:37
**************************** AEIOU ****************************

"Lange lebe Franz, der Kaiser,
In des Glückes hellstem Glanz!"

Januar 1805
Die großen Denker Österreichs werden angehalten, sich zunächst über Truppenbewegungen Gedanken zu machen. Vorrangig scheint es gegenwärtig, dass benachbarte Streitkräfte zur Hilfe eilen, wenn ein Truppenteil in ein Gefecht verstrickt wird.

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Zudem befiehlt der Kaiser in Seiner Weisheit die Errichtung von Depots überall in Österreich, zunächst in Gebieten mit Städten, auf dass die Steuereinnahmen steigen, die Versorgung des Heeres verbessert wird und mehr Männer für die K.u.K. Fahnen gewonnen werden.

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Dann geht es an das mühselige Geschäft der Aufstellung des Heeres.

Zunächst werden die sehr verstreuten, eher ziellos zusammengestellten Truppen neu organisiert.
Das österreichische Heer wird sich künftig aus Korps mit 25.000 bis 35.000 Mann und Divisionen von 9.000 bis 15.000 Mann zusammensetzen.
Die Korps werden sich durch die in ihnen versammelten Regimenter deutlich unterschieden.

Die größte Schlagkraft soll in einigen Korps durch eine große Zahl von Garde-Regimentern konzentriert werden, während sich die übrigen überwiegend auf Linieninfanterie oder gar Grenzwächter und Landwehr stützen müssen.
Es werden daher elitäre Korps gebildet, wie das Wiener Korps, das Deutsche Korps, das Kaiserliche Korps und das künftige Garde-Korps, die die besten Kommandeure erhalten und in Feldzügen die Hauptlast der Kämpfe tragen müssen.

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Dazu kommen eine Anzahl gewöhnlicher Armee-Korps, wie das Württembergische Korps, das Lothringische Korps, das Hoch- und Deutschmeister Korps, das Lombardische Korps und das Carlstädter Korps.

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Für spezielle operative Aufgaben werden Divisionen gebildet, unter Anderem eine Kavallerie-Division, die durch ihr schnelles Marschtempo fliehende Gegner einholen kann, sowie zwei Grenzschutz-Divisionen, die ebenfalls auf zügiges Tempo ausgelegt werden und sich mit sekundären Zielen beschäftigen sollen, z.B. mit den walachischen Hilfstruppen der Osmanen.

Infanterieregimenter stehen in großer Zahl zur Verfügung, es fehlt hauptsächlich an Artillerie und Kavallerie, außerdem auch an Nachschubeinheiten.
Die Truppen sollen ja Feldzüge im Ausland durchführen, also müssen sie längere Zeit ohne gesicherte Versorgung auskommen können.

Die 85.000 Mann Reserve werden also zur Aufstellung von Nachschub-, Kavallerie- und Artillerie-Regimentern verwendet, zuzüglich einiger neuer Garde-Regimenter für das Garde-Korps.

So es der Herr in Seiner Weisheit zulässt und größere Verluste in der bevorstehenden Campagne verhindert, sollen in der ferneren Zukunft auch möglichst viele Grenzwacht-Regimenter künftig durch Linieninfanterie ersetzt und damit die Schlagkraft des Heeres weiter erhöht werden.

Im Handumdrehen ist die Staatskasse durch die ersten Rüstungsmaßnahmen geleert.
Man wird zuwarten müssen, bis sich weitere Einnahmen eingestellt haben, bevor das gute Werk fortgesetzt werden kann.
Womöglich hätte man in der ersten Welle weniger Depots errichten sollen, aber deren Bau dauert ohnehin 6 Monate, sollte also möglichst zügig begonnen werden. Die Aufstellung von Truppen geht dagegen wesentlich schneller vonstatten. Mit Ausnahme der Garde-Regimenter, die jeweils etwa 8 Monate dauert.

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Immerhin stehen noch reichlich Rekruten zur Verfügung.

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Februar 1805
In Peterwardein wurden zwei Garnisonsbrigaden zu der Division "Andrassy" zusammengelegt.
Die Truppe wird noch ergänzt durch einige Jäger-Regimenter und evtl. auch noch durch berittene Artillerie.
Hauptaufgabe der neuen Division soll die eigenständige, mobile Kriegsführung in der Walachai sein, wenn es zum Konflikt mit dem Osmanischen Reich kommt.

März 1805
In Graz und Umgebung wird die Kavallerie-Division "Piccolomini" mit neuen Kavallerie-Regimentern und berittener Artillerie aufgestellt.
Zusätzlich werden Nachschubtruppen beigegeben, um die geplanten, tiefen Vorstöße in feindliches Gebiet durchhalten zu können.
Leider bewegen sich die Nachschubtruppen deutlich langsamer als die Kavallerie, also werden diese notfalls getrennt marschieren müssen.

In Linz und Wagram stoßen die ersten neuen Regimenter zu ihren Korps, während in Karlstadt die Formierung des Württembergischen Korps schon beinahe abgeschlossen ist.

Es werden Charme-Offensiven Richtung Preußen und Russland gestartet, da wir keine Bedrohung im Rücken gebrauchen können, wenn es gegen die Osmanen geht.
Sollen uns die eitlen Laffen ruhig für Weichlinge halten, umso überraschter werden sie sein, wenn Wir erst mit den Osmanen fertig sind.

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Mai 1805
Die Kavallerie-Division Piccolomini formiert sich mit ersten, neu aufgestellten Regimentern in Graz.

Juni 1805
Die Elite-Korps nehmen allmählich Gestalt an.

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Juli 1805
Das Württembergische Korps beendet seine Aufstellung in Karlstadt und wird nun nach Ragusa verlegt, von wo aus der Vormarsch in das nordwestliche Osmanische Reich erfolgen soll.

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August 1805
Ständig gehen weitere neue Regimenter an ihre Korps und Divisionen.
Insgesamt wurde die Mannstärke der österreichischen Armee auf 354.000 Mann erhöht - ein beachtlicher Wert, nur noch von Russland und Frankreich übertroffen.
Allerdings ist die Qualität unserer Truppen mit 117% nicht gerade überragend.
Ein Waffengang mit den Franzosen wäre derzeit Selbstmord, selbst die Russen sind deutlich besser ausgebildet und ausgerüstet.

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Inklusive der noch in Aufstellung befindlichen Einheiten haben wir den Umfang unserer mobilisierten Truppen um fast 100.000 Mann erhöht - um den Preis von kaum noch existenter Reserven.
Weitere Neuaufstellungen wird es nicht mehr geben und wir hoffen auf niedrige Verluste gegen die Osmanen, sodass wir vorerst damit auskommen können.

Mittelfristig müssen allerdings umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Reserven erfolgen, ansonsten könnten wir das schöne Heer nicht halten.

Zudem ist es um die Wirtschaftskraft Österreichs nicht gerade gut bestellt, die übrigen Großmächte sind weit finanzkräftiger.
Nun, wenn wir uns eine ordentliche Scheibe des Osmanischen Reiches abschneiden können, wird das doch wohl auch der Wirtschaft gut bekommen.

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September 1805
Unsere Forscher kümmern sich weiterhin um die Theorien zur Truppenbewegung.
Fernziel sind die Steigerungen der Marschleistungen durch Gewaltmärsche, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Nun gilt es zunächst, die Märsche der Einheiten zu koordinieren.
Herrje, man fängt aber auch klein an...

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Wir investieren weiterhin alle Mittel, die nicht für Neuaufstellungen gebraucht werden, in Depots.
Erst wenn alle Bevölkerungszentren damit versorgt sind, nehmen wir uns die Straßen und die Kultivierung von Landstrichen vor.

Die Aufstellung des Oberrheinischen Korps ist im Bezirk Wiener Neustadt abgeschlossen.
Wenn sich die Elite-Korps nach Süden begeben, um sich die Osmanen vorzunehmen, wird das Oberrheinische Korps die Sicherung der österreichischen Kernlande übernehmen.

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Oktober 1805
Zum Ende des Monats ist die Aufstellung des Wiener Korps in Ilz abgeschlossen.
Das Korps geht nach der Festung Timisoara an die Südgrenze zum Osmanischen Reich ab.

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November 1805
Die ersten Einheiten des Garde-Korps formieren sich in Pilsen.
Es wird noch Monate dauern, bis die Garde-Regimenter fronttauglich sind, also dürfte das Korps gegen die Osmanen wohl kaum zum Einsatz kommen.
Jedenfalls hoffentlich nicht kommen müssen, denn sonst wäre in diesem Feldzug etwas schief gelaufen.

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Die Aufstellung des Deutschen Korps in Linz ist abgeschlossen.
Das Korps wird nach Senta an die Südgrenze zum Osmanischen Reich gegenüber Belgrad verlegt.

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Bei der Armee-Größe haben wir mittlerweile mit 379.000 Mann zu Russland aufgeschlossen.
Aber das ist noch nicht das Ende unserer Aufrüstung, weitere Regimenter sind noch im Zulauf.

Dezember 1805
Die Aufstellung des Lombardischen Korps ist in Verona praktisch abgeschlossen.
Es fehlen noch einige Nachschubeinheiten, aber die Kampftruppen sind bereits vollständig versammelt.
Das Korps bleibt zur Sicherung der Grenzen gegen die italienischen Staaten und die Schweiz - alles französische Vasallen - in Verona stehen.
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Stanislaus Nepomuk Frisiercreme zu Frisier, Reichsgraf zu Homburg, übernimmt als Commandirender General den Oberbefehl über das renommierte Wiener Korps.
Als der Reichsgraf von den Rüstungsplänen erfuhr, hatte er unverzüglich dem Kaiser seine bewährten Dienste angeboten, was dieser sofort dankbar annahm.
Ihm stehen 21 Regimenter mit insgesamt rund 34.000 Mann zur Verfügung, davon 3 Nachschub-Trupps, 6 Kavallerie-Regimenter (Husaren und Cheveaulegers), 4 Artillerie-Regimenter (davon ein berittenes Regiment) und
8 Infanterie-Regimenter (4x Garde, 1x Grenadiere, 3x Linieninfanterie).
Zweifellos ein österreichisches Elite-Korps!

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Karl Philipp Johann Nepomuk Joseph Cfant von Schwarzenberg übernimmt als Commandirender General den Befehl über die Kavellerie-Division "Piccolomini", die sich derzeit noch in Graz formiert.
Es folgen noch zwei Kavallerie-Regimenter und ein Nachschubtrupp, dann geht es ebenfalls in den Süden.
Insgesamt wir die Kavallerie-Division mit 6 Kavallerie-Regimentern, 4 Regimentern berittener Artillerie und 3 Nachschubtrupps eine sehr schnelle Einheit bilden, die für tiefe Erkundungsvorstöße und als Feuerwehr und
zur Verfolgung und Liquidierung kleinerer feindlicher Verbände eingesetzt werden soll.
Eine Aufgabe, die dem wachen, flinken Geist des Fürsten würdig scheint.

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In der Geheimen Ratsstube trifft Franz I. unterdessen seinen Bruder Karl von Teschen, um letztmalig den Feldzugsplan gegen die Osmanen zu besprechen.

"Ende Januar, spätestens Anfang Februar werden alle unsere Truppen in Stellung sein, Franz", versichert Karl seinem Bruder.
"Obwohl Winterfeldzüge aufgrund der Strapazen für die Männer sicherlich unerfreulich sind, gilt es, schnellstmöglich zuzuschlagen."

Franz nickt beifällig, speziell zu Letzterem. Die Strapazen von Leuten, die andere Leute für Geld totschießen oder sich selbst totschießen lassen, erscheinen ihm nicht wahnsinnig wichtig.

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"Fangen wir mit dem eher Nebensächlichen an: Die Offensive unserer drei Divisionen gegen die Walachai!", fährt Karl fort.
"Die weitesten Wege wird die Kavalleriedivision Piccolomini gehen müssen.
Ihre Aufgabe ist es, möglichst schnell möglichst viel Gelände zu besetzen und dann zu der Division Andrassy aufzuschließen,
die von Karlstadt aus direkt auf die Hauptstadt Bukarest zumarschiert und die Belagerung der sicherlich starken Befestigungen beginnt.
Inzwischen schließt die Slavonische Division von der Festung Karlsberg kommend Hermannstadt ein.
Sobald die Stadt kapituliert hat, marschiert die Division weiter, um sich im Osten der Belagerung Bukarests anzuschließen.
Dann hätten wir unseren leichten Nordflügel in diesem Raum konzentriert und könnten durchaus hoffen, eventuellen türkischen Entsatztruppen zu widerstehen."

Karl versichert sich durch Seitenblicke, dass sein militärischen Erwägungen gegenüber einigermaßen gleichgültiger Bruder ihm halbwegs folgt.

"An der südlichen Flanke greift das Württembergische Korps von Ragusa aus im weiten Bogen nach Tirana, um danach im weiter die Küste hinunter zu ziehen und letzten Endes ganz Griechenland zu besetzen.
Wir rechnen in diesem Raum nicht mit nennenswerten feindlichen Kräften, also sollten die Württemberger gut alleine zurecht kommen", setzt der Reichsmarschall hinzu, den geplanten Weg mit dem Finger auf der Karte folgend.

Franz nickt wieder, im Gefühl, sich irgendwie zu der Angelegenheit äußern zu müssen.
Tatsächlich sind ihm die Pfeile und Linien auf der Karte ziemlich gleichgültig.
Hatte er nicht schließlich seinen Bruder zum Oberbefehlshaber des Heeres befördert, damit der sich um derlei Details bekümmert?

"Der Hauptstoß jedoch wird zentral durch unsere vier stärksten Korps erfolgen:
Das Wiener Korps geht von Timisoara aus auf die Festung Belgrad vor und belagert sie, während das Deutsche Korps daran vorbei auf Nis vorrückt.
Inzwischen schließt westlich davon das Kaiserliche Korps die Festung Tuzla ein. Das Ungarische Korps schließlich kommt von Westen und verstärkt die Kaiserlichen, um einen schnellen Fall Tuzlas zu erzwingen.
Danach geht es über Sarajevo weiter auf Skopje.
Inzwischen nehmen die Kaiserlichen Pristina. Zum Ende der Phase I sollte also unsere Hauptmacht auf der Linie Nis - Pristina - Skopje stehen.
Dort erwarten wir dann erste, größere Gefechte mit den Türken."

Karl blickt zufrieden zu seinem Bruder hinüber, der dem Vortrag mit leicht glasigem Blick folgt.
"Im Anschluss erfolgt ein Vormarsch auf die Linie Nikopolis - Sofia - Philippopolis - Thessaloniki.
Eine Begegnung mit der Hauptmacht der Türken erwarten wir im Raum Philippopolis, weshalb wir das Kaiserliche und das Wiener Korps, unsere stärksten Einheiten, möglichst nahe beisammen operieren lassen".

Der Kaiser ringt sich ein beifälliges Lächeln ab und denkt dabei an seine Botanik-Sammlung.

"Falls es hier nicht zum großen Treffen kommt, werden wir spätestens in Edirne auf den Gegner treffen. Egal wo - vom Ausgang dieser zweifellos gewaltigen Schlacht wird der Erfolg des ganzen Feldzuges abhängen.
Danach können wir sehen, ob die Türken bereit sind, einen günstigen Frieden zu schließen oder wir erst noch Konstantinopel einnehmen müssen. Das wäre zweifellos eine harte Nuss und würde mindestens Wochen, wenn nicht Monate dauern.
So lange sollten wir den Franzosen, Preußen und Russen eigentlich nicht den Rücken zuwenden", schließt der Reichsmarschall seinen Vortrag ab.

"Sehr gut, Karl, wirklich ganz hervorragende Arbeit!", versichert Franz, ohne mehr als die groben Züge verinnerlicht zu haben.
Die Offiziere und Soldaten würden den Plan auf dem Schlachtfeld ausfechten müssen und was dort geschah, schien selten vorhersagbar.
Immerhin hat sich die Sache ganz vernünftig angehört und sein kleiner Bruder ist ja mithin vom Fach.

Hohenlohe
30.12.13, 18:08
Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Operationen gegen die Osmanen. Ihr könnt nur hoffen, dass diese kein Bündnis mit den Franzosen schliessen werden, denn dann wäre euer grossartiger Plan nämlich Makulatur...:fecht:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke:

Johann III.
30.12.13, 20:55
Hervorragend, hervorragend!

Besonders gefällt uns der teils desinteressierte, teils wohl einfach nur etwas beschränkte Kaiser Franz.

Cfant
30.12.13, 22:06
Oh, der Kaiser ist seiner Zeit voraus: Er stellt schon KuK-Truppen auf, obwohl es die erst in über 60 Jahren geben wird :D
Genug kluggesch...

Wir, Graf Karl Philipp Johann Nepomuk Joseph Cfant von Schwarzenberg, werden reiten wie der Wind und fechten wie ein Wilder, um Majestät Bukarest zu Füßen zu legen. Wobei Uns soeben auffällt, dass wir das innerhalb der Landesgrenzen tun werden... Wir hoffen, es wird sich Gelegenheit geben, Euer Hoheit unsere Ergebenheit zu beweisen!

H34DHUN73R
30.12.13, 22:18
tja, bei KuK hatten Wir tatsächlich selbst schon leichte Bedenken, waren aber zu bequem, um den Sachverhalt zu checken - aber schliesslich wollen wir die schnöde Realität auch nicht nachstellen, sondern übertreffen :)

Der Kaiser Franz ist im Übrigen nur sehr fokussiert, werter Johann.
Wozu Kaiser werden, wenn man dann immer noch alles selber besorgen muss?

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Operationen gegen die Osmanen. Ihr könnt nur hoffen, dass diese kein Bündnis mit den Franzosen schliessen werden, denn dann wäre euer grossartiger Plan nämlich Makulatur...:fecht:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke:

Nun malt mal nicht den Teufel an die Wand, werter Hohenlohe, Unsere eigenen Befürchtungen sind schon erschreckend genug :eek:

Cfant
30.12.13, 22:21
tja, bei KuK hatten Wir tatsächlich selbst schon leichte Bedenken, waren aber zu bequem, um den Sachverhalt zu checken - aber schliesslich wollen wir die schnöde Realität auch nicht nachstellen, sondern übertreffen :)


Wenn Majestät ein Korps KuK-Korps nennen wollen, dann IST das Korps ein KuK-Korps. :amen: Wo kämen wir dahin, wenn der Kaiser seine Namensgebungen rechtfertigen müsste? Gott beschütze, Gott erhalte, und auf, auf gegen die Osmanen! :fecht:

(Anders gesagt: Sowas ist doch vollkommen wurscht und stört den hervorragend aufbereiteten AAR nicht im geringsten! Schreibt lieber weiter! :tongue:;))

Admiral Hipper
30.12.13, 23:02
Wir wären gerne Cfants Pfeifendeckel.:D


http://www.youtube.com/watch?v=33tyDQJALac

H34DHUN73R
30.12.13, 23:50
Wir wären gerne Cfants Pfeifendeckel.:D


http://www.youtube.com/watch?v=33tyDQJALac

Diese Position ist leider nicht ausgeschrieben, werter Hipper, zumal Cfant bei all dem Rumgereite wohl kaum Zeit zum Rauchen haben wird, aber wie wärs als Commandirender General?

Frankenland
31.12.13, 00:07
Oh das hört sich interessant an das Spiel. Lesen gespannt mit.

Hohenlohe
31.12.13, 13:43
Wir würden auch gerne mitmachen, werter H34DHUN73R...als General natürlich. Schliesslich wollen wir uns gegen den österreichischen Erzfeind beweisen. :fecht::ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

H34DHUN73R
31.12.13, 16:09
Wir würden auch gerne mitmachen, werter H34DHUN73R...als General natürlich. Schliesslich wollen wir uns gegen den österreichischen Erzfeind beweisen. :fecht::ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

Wir hoffen doch, Ihr meintet gegen den Erzfeind Österreichs, werter Hohenlohe :)
Natürlich wird der Kaiser den berühmten Reichsgrafen gerne mit einem Kommando betrauen :)

Solokow
02.01.14, 10:48
Oh, der Kaiser ist seiner Zeit voraus: Er stellt schon KuK-Truppen auf, obwohl es die erst in über 60 Jahren geben wird :D
Genug kluggesch...

Wenn der Kaiser bereits durch die "Neue Burg" wandeln kann, welche erst 1920 fertig wurde und somit niemals einen Habsburger beherbergen musste, dann zeigt dies doch nur die imperiale Macht des gottgesandten Franz I.

Ein hervorragender AAR - ich stand schon oft kurz vor dem Erwerb des Spieles, da es gerade für MP Spiele interessant klingt. Vielleicht könnt Ihr mich noch restlos von der Notwendigkeit dieser Investition überzeugen.

H34DHUN73R
02.01.14, 18:50
Wenn der Kaiser bereits durch die "Neue Burg" wandeln kann, welche erst 1920 fertig wurde und somit niemals einen Habsburger beherbergen musste, dann zeigt dies doch nur die imperiale Macht des gottgesandten Franz I.

Ein hervorragender AAR - ich stand schon oft kurz vor dem Erwerb des Spieles, da es gerade für MP Spiele interessant klingt. Vielleicht könnt Ihr mich noch restlos von der Notwendigkeit dieser Investition überzeugen.

Wir gedenken, ebendies zu tun, werter Solokow :)

Gewandelt ist der Kaiser übrigens durch die Amalienburg und den Leopoldinischen Trakt, die es beide zu der Zeit Unseres Wissens schon gab.
Das erste Bild des AAR ist hingegen zugegebenermaßen eher ein Ausblick auf die glorreiche Zukunft Habsburgs und Österreichs, die Unserem lieben Kaiser Franz I. bereits klar vor Augen steht :)

H34DHUN73R
02.01.14, 21:39
**************************** AEIOU ****************************

"Ihm erblühen Lorbeerreiser,
Wo er geht, zum Ehrenkranz!"

Dezember 1805 - Fortsetzung
Das Kaiserliche Korps wartet in Wagram noch auf das Eintreffen des Nachschubtrosses.
Die beiden noch für dieses Korps in Aufstellung befindlichen Garde-Regimenter werden erst in drei Monaten bzw. einem Jahr verfügbar sein.
Solange können wir natürlich nicht abwarten, das Korps muss ohne diese beiden Stützen in den Krieg gegen die Osmanen ziehen.

Unterdessen benötigt das Ungarische Korps in Lienz eigentlich noch zusätzliche Artillerie, die jedoch erst in zwei Monaten einsatzbereit ist.
Auch hier wollen wir nicht länger warten, sondern verlegen das Korps nun mit minimaler Artillerieunterstützung von nur einem Regiment pro Flanke an die Grenze nach Banja Luka.

Mitte Dezember stoßen noch drei Kavallerie-Regimenter zur Division Piccolomini, die nun vollständig einsatzbereit ist und nach Vrsac abgeht.

Januar 1806

http://up.picr.de/16934927vf.jpg

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Bleich vor Wut lässt Franz I. Joseph Karl die Rechte, in der er die gerade eingetroffene Depesche aus Holland, hält sinken.
"Das ist ja ungeheuerlich!", brüllt er los. "Was fällt diesem Emporkömmling ein, diesem kleinen korsischen Krämersohn!"
Sein Privatsekretär zieht den Kopf etwas tiefer in die zweifelhafte Sicherheit seiner Schultern, während der mit übergeschlagenem Bein auf dem bequemen Besucherstuhl sitzenden Metternich nur ein leichtes Stirnrunzeln zu seinem gewohnten geschmeidigen Lächeln addiert.
Der aufgebrachte Kaiser springt auf, marschiert mit nun hochrotem Kopf auf und ab und findet sich endlich am Fenster seines privaten Büros ein.
Napoleons Bruder Luis - der nach des Kaisers Meinung als Luis der Schwachkopf in die Geschichte eingehen sollte - hat sich offenbar auch zur Überraschung Napoleons selbst zum König von Holland erhoben.

In habsburgischen Augen, deren Blick der Kaiser als Oberhaupt des Hauses lenkt, ist Holland nichts weiter als ein Teil der abtrünnigen Niederlande, einer habsburgischen Provinz.
Noch dazu einer sehr wohlhabenden Provinz, aber hier geht es schlicht um das Prinzip.
Franz starrt wütend aus dem Fenster hinunter auf den Burghof.
Am liebsten würde er sofort seine Korps von der osmanischen Grenze zurückrufen und gen Frankreich und Holland marschieren, um endlich diesen Abschaum zurück in die Gosse zu schicken, wo er hingehört.

"Den eitlen Franzosen ist ihre gerechte Strafe bereits zugemessen, Euer Majestät", bringt sich Metternich behutsam ein.
Er kennt den Kaiser gut genug, um impulsive Reaktionen zu fürchten, die die sorgfältigen Pläne, die er und Karl von Teschen weben jederzeit gefährden können. "Sie werden sie zur rechten Zeit gewisslich erhalten".

Schwer atmend unterdrückt Franz I. Joseph Karl seinen gerechten Zorn.
Welche Schmähungen muss er denn noch erdulden, bis er endlich Satisfaktion fordern darf ?!
Wenn es nach seinen Beratern geht, muss er beständig den feigen Prügelknaben spielen und jeden Affront klaglos schlucken!
Jedoch, es werden andere Zeiten kommen, schwört er sich mit einem bösen Lächeln und dann wird ein großes Jammern und Wehklagen einsetzen, in Paris und andernorts...

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Russland hat den Krieg mit Persien mit großen Gebietsgewinnen erfolgreich beendet.
Im Grunde bedauerlich, da man in Petersburg nun die Hände frei hat für andere Unternehmungen, was eventuell schlecht zu unseren eigenen Plänen passt.

Zu allem Überfluss hat nun auch das Osmanische Reich seinen Eroberungskrieg gegen Ägypten gewonnen, das nun zum bloßen Vasall des Sultans herabgesunken ist.
Nun, die Ägypter waren natürlich schwach und nicht in der Lage, den Osmanen längerfristig die Stirn zu bieten.
Es wäre aber dennoch schöner gewesen, die Türken noch in Ägypten beschäftigt zu wissen, wenn wir unseren großen Schlag führen.

Das Oberrheinische Korps hat inzwischen seine Stellung in Linz bezogen, von wo aus man gut den Norden und den Westen decken kann.
Im Osten, gegen Russland haben wir rein gar nichts stehen, was angesichts der jüngsten Entwicklungen etwas lässig wirkt.

http://up.picr.de/16934929yv.jpg

Das Ungarische Korps wurde mit einem Artillerie-Regiment verstärkt, das eigentlich für das Deutsche Korps gedacht war.
Die gesteigerte Schlagkraft der Ungarn erschien uns vordringlicher, ist man dort doch überwiegend mit Truppen der zweiten Garnitur ausgestattet.

Das Kaiserliche Korps erhält abschließend ein Garde-Regiment, welches für das Garde-Korps vorgesehen war.
Da sich die Aufstellung des Garde-Korps eh noch über das ganze Jahr hinziehen wird, ist die Einsatzbereitschaft der Kaiserlichen vorrangig.
Obwohl der Tross noch nicht vollständig versammelt ist, verlegt das Korps nun nach Peterwardein.
Sobald es dort eintrifft, geht es gegen die Osmanen los!

http://up.picr.de/16934928gj.jpg

Ende des Monats trifft eine Anfrage Russlands nach Militärzugang ein.
Das mag sich gegen Frankreich richten, was uns recht wäre, könnte aber auch dem Osmanischen Reich gelten, was uns überhaupt nicht ins Konzept passen würde.
Nach längerem Überlegen scheint uns die Gefahr, mit den Russen die osmanische Beute teilen zu müssen, zu groß.
Falls der Zar tatsächlich gegen Frankreich drängt, kann er sich ja auch mit den Preußen einigen.
Wir lehnen ab.

Februar 1806
Braunschweig sinkt vor Napoleon auf die Knie, entlässt Hannover in die Unabhängigkeit und unterwirft sich dem Kaiser von eigenen Gnaden als Untertan.
Eine weitere ungünstige Entwicklung, da sie ein weiteres Vordringen Frankreichs in Deutschland darstellt.
Auch hier kann gegenwärtig nicht reagiert werden.

Die nun fast abgeschlossene Aufrüstung Österreichs hat unser Heer zahlenmäßig auf den ersten Platz katapultiert.
Über 400.000 Mann folgen nun dem Gebot des Kaisers.
Wenn man die Truppenqualität einbezieht, ergibt sich allerdings ein anderes Bild: Frankreich und Russland sind wir immer noch klar unterlegen.

http://up.picr.de/16934930ii.jpg

Wenn es um die Vormachtstellung geht, liegt Österreich noch völlig abgeschlagen auf dem fünften Platz.
Das dürfte sich allerdings bald ändern.

http://up.picr.de/16934932jm.jpg

Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf von Hohenlohe übernimmt als Commandirender General den Oberbefehl über das Kaiserliche Korps in Peterwardein.
Keinen Moment zu früh!

13.Februar 1806
Das Deutsche Korps ist in Peterwardein eingetroffen, noch verstärkt von zwei nacheilenden Artillerie-Regimentern.

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Da auch die Ungarn nunmehr mit einem ausreichend Nachschubtross ausgestattet sind, steht dem Feldzug gegen die Osmanen nichts mehr im Weg.

Wir erklären den Krieg!

Obwohl es da nicht viel zu erklären gibt, wir wollen schlicht die Türken vom Balkan vertreiben, so einfach ist das!

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Die freien Reichslande schließen sich unserem Vorgehen natürlich umgehend an - allerdings sind das nur Rothenburg, Nürnberg, Frankfurt und Ansbach.
Augsburg ist von Preußen besetzt, das natürlich neutral bleibt und sicherlich auf eine österreichische Niederlage hofft.

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Die Auswertung der nachrichtendienstlichen Erkenntnisse über die osmanischen Truppen zeigt eine haushohe Überlegenheit Österreichs.
Wobei wir allerdings mit 4 Korps einen ansehnlichen Teil unserer Truppen zur Sicherung im Norden und Westen zurücklassen müssen.

Zur See haben wir natürlich rein gar nichts zu bestellen - die Osmanen werden sicherlich umgehend mit der Blockade unserer Häfen beginnen, was wir in keiner Weise verhindern können.
Der Mobilisierungsgrad ist in Österreich fast total, es gibt kaum Reserven, während der Sultan noch in erheblichem Umfang seine Truppen verstärken kann.
Wird er auch tun müssen.

19.Februar 1806
Das Kaiserliche Korps hat Tuzla erreicht und beginnt mit der Belagerung der Feste.

20.Februar 1806
Das Wiener Korps hat Belgrad eingeschlossen und beginnt auch hier die Belagerung.

21.Februar 1806
Die Slavonische Division hat Herrmannstadt erreicht.
Da die Verteidigung der Stadt nicht sonderlich beeindruckend wirkt, befiehlt der General Armand von Nordmann den Sturmangriff.

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*** Redaktioneller Teil: Vorstellung eines Gefechtsverlaufes
Wie man sieht, wird das Gefecht von mehreren Zusatzfaktoren beeinflusst:
Da wäre das schnöde Glück, das in dieser Runde zugunsten der Verteidiger wirkt, der Logistik-Bonus, der unseren Truppen winkt, sowie die Truppenfläche, bei der wir aufgrund des Angriffs auf eine Stadt erheblich leiden - im Schnitt gehen etwa 30% pro Flanke verloren.

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Andererseits haben wir drei Flanken besetzt, noch dazu mit Generälen bestückt, während die Verteidiger nur eine Flanke stellen und diese ohne Kommandeur.
Bei den Kommandeuren zeigt sich, dass der kommandierende General den Kampfwert auf allen Flanken um 10% erhöht, wozu sich noch die Werte der Flankenbefehlshaber addieren.

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Auch im nächsten Zug bleibt den Walachen das Würfelglück treu, wenngleich sich der Unterschied relativiert.
Außerdem leiden die eingeschlossenen Einheiten naturgemäß unter Nachschubproblemen.

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Der grüne Balken unter der Stärkeangabe der Einheiten zeigt die Moral - hell die aktuelle, dunkel die ursprüngliche.
Angesichts des Verlaufes des ungleichen Kampfes fällt die walachische Moral rasch ins Bodenlose.

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Nach 18 Stunden endet der Kampf mit dem erwarteten österreichischen Sieg, wobei die Verluste angenehm gering ausfallen.

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Unterhalb der Gesamtwertung erkennt man ein automatisch erstelltes Log, in dem die KI den Schlachtverlauf zusammenfabuliert.
An sich eine schöne Idee, allerdings ist hier dauernd von den Angriffen der österreichischen Kavallerie die Rede - die Slavonen haben aber gar keine Kavallerie dabei.
Eventuell lässt sich die Sache trotzdem brauchen, aber leider haben wir bisher das Log noch nirgends in Textform gefunden.

Aufgrund der gewonnen Erfahrung und dem Gefechtsverlauf hat der Flankenbefehlshaber Zach eine neue Eigenschaft gewonnen, was in seinem Fall auch sehr praktisch ist, da er dem Bodensatz des Offizierskorps entstammt.
Die besten Kommandeure gehen als Oberbefehlshaber weg, dann folgen die Elite-Korps, dann die normalen Korps, dann die Divisionen

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***

In der Nacht zieht General von Nordmann mit seinen Slavonen siegreich in Herrmanstadt ein.
Nach kurzer Verschnaufpause geht es planmäßig weiter Richtung Bukarest, zum Treffen mit den beiden übrigen Divisionen des Nordflügels.

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Inzwischen passiert das Deutsche Korps die eingeschlossene Feste Belgrad westlich um weiter auf Nis vorzurücken.
Das Ungarische Korps hat bei Dvar ebenfalls die Grenze überschritten und marschiert auf Tuzla, um sich der Belagerung anzuschliessen.

28.Februar 1806
Das Deutsche Korps unter Karl von Teschen hat Nis erreicht und stürmt unverzüglich die nur schwach gesicherte Stadt.

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*** Redaktioneller Teil: Gefechtsverlauf Teil 2
Im Gefechtsfenster kann man an der Farbe der Pfeile die jeweilige Phase erkennen.
Bewegt man den Mauszeiger über die einzelnen Pfeile, sieht man, wie sich die jeweiligen Flanken schlagen.
In diesem Falle erwartungsgemäß natürlich hervorragend, abgesehen vom Zentrum, das während der Bombardierung keinen Schaden anrichtet.
Vermutlich wird die Artillerie aufgrund der begrenzten Frontbreite nicht an dieser Front eingesetzt.
Das Gefecht ist noch schneller entschieden als das erste, da hier ein kampfkräftiges Korps mit Eliteeinheiten antritt.
Leider diesmal kein Zugewinn bei den Eigenschaften.

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Im Handumdrehen ist die türkische Verteidigung zermalmt, wobei nicht einmal ein Mann verloren geht!
Das Korps bleibt nun zunächst stehen und wartet auf das Aufschließen der Flanken-Korps, wofür zunächst die Festungen Belgrad und Tuzla fallen müssen.

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Die Division Andrassy konnte inzwischen die walachische Hauptstadt Bukarest einschließen, wo sich erwartungsgemäß zahlreiche Verbände verschanzt haben.
Hier hilft nur eine Belagerung weiter, ein Sturmangriff würde gewisslich scheitern.

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07.März 1806
Am 19. Belagerungstag kann General von Hohenlohe erste Beschädigungen der Feste Tuzla verbuchen.
Doch ist es noch ein weiter Weg bis zum Fall.

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11.März 1806
Die Slavonische Division hat sich der Division Andrassy bei der Belagerung Bukarests angeschlossen.
Da beide Einheiten nicht überreichlich mit Artillerie ausgestattet sind, ist das ein mühsames Geschäft, obwohl es sich nur um eine Stadt und nicht um eine Festung handelt.

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Derweil macht immerhin die Aufstellung des Garde-Korps in Pilsen Fortschritte.
Nach dem Eintreffen der ersten neuen Garde-Regimenter hat man immerhin den Umfang einer starken Division erreicht.
Notfalls wäre das Korps als wenigstens eingeschränkt verwendungsfähig, was für einige Beruhigung an der Grenze zu Sachsen sorgt.

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15.März 1806
Endlich haben die Ungarn Tuzla erreicht und belagern nun ebenfalls die Feste.
Durch die zusätzlichen Geschütze sollte es nun schneller gehen, wenigstens soll die Garnison nun schon der Hunger plagen.

22.März 1806
General Cfant von Schwarzenberg entdeckt südlich von ihm eine zurückweichende kleine türkische Einheit und hetzt ihr mit seinen schnellen Kavalleristen nach.
Zweifellos sammelt der Osmane seine Truppen für einen allgemeinen Gegenschlag irgendwo seine Truppen und dieses Regiment soll ihm jedenfalls fehlen.

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24.März 1806
Die türkischen Bashi Bazouks ziehen sich feige in die starke Festung Nikopolis zurück, wo sie dem Zugriff Cfants entzogen sind.

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Die Belagerung Tuzlas macht leichte Fortschritte - leichte Schäden und Nachschubknappheit.
Die Russen nerven erneut mit dem Ersuchen um militärischen Durchgang.
Wir lehnen erneut ab, wir sehen derzeit keinen Vorteil.

31.März 1806
In der Stadtmauer von Bukarest klafft nun eine Bresche!
Wir schonen dennoch unsere Einheiten und sehen von einem Sturmangriff ab.
Die Entscheidung im Feldzug wird weiter südlich fallen, hier geht es nur um Flankensicherung, da gibt es keinen Grund zur Eile.

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*** redaktionelle Anmerkung: Eine Festung reduziert die normale Frontbreite von 50 um 47 - bleiben 3, was gerade mal für ein leichtes Infanterieregiment reicht.
Auch wenn man eine riesige Armee in den Kampf schickt, würden also immer nur 3 leichte Regimenter angreifen und dabei jeweils hohe Verluste erleiden.
Eine Bresche reduziert die Abzüge auf gnädige 41. Das würde für ein Garde- und ein leichtes Regiment reichen, also im Grunde keine große Verbesserung.
Wenn man in Eile ist und genügend Soldaten hat, kann man diese Option dennoch nutzen, da eine Belagerung ein recht langwieriges Geschäft ist.
Uns sind im Allgemeinen unsere Soldaten zu teuer. ***

01.April 1806
Die Verteidiger von Tuzla sind nun ausgehungert und verlassen die Festung um zu fliehen.
Natürlich werden sie von unseren Truppen schon erwartet, sodass sich ein kurzes Gemetzel ergibt.
General von Hohenlohe darf sich nun des Rufs eines Scharmützlers erfreuen.

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Die Eroberung Tuzlas ist ein wertvoller Sieg in diesem Krieg, da er Kräfte für den weiteren Vorstoß freisetzt und selbst bei einem feindlichen Vormarsch so schnell nicht wettzumachen wäre!

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Im Anschluss ziehen die Kaiserlichen unter von Hohenlohe weiter nach Priština, während die Ungarn auf Sarajewo marschieren.

*** Redaktionelle Anmerkung: Stand des Krieges
Die Übersicht zeigt den aktuellen Stand eines Krieges.
Siege und Eroberungen liefern positive Prozentwerte, Niederlagen und Gebietsverluste entsprechend negative.
Im Rahmen der Gesamtlage könnte dann jeweils eine Verhandlungslösung erfolgen.
Wie man sieht, bringt der Fall Tuzlas 0,2% ein - nicht berauschend, aber mehr als Herrmannstadt, dessen Fall den Sultan völlig kalt gelassen hat.
Auch die besetzten ländlichen Gebiete tangieren die Osmanen nicht.
Erfolge im Krieg stellen sich aufgrund großer Schlachten und der Eroberung wichtiger Städte und Festungen ein. Zur Zeit könnten wir insgesamt nur einen weißen Frieden erreichen, d.h., alles zurück auf Anfang.
Was wir natürlich nicht vorhaben und was dem Sultan vermutlich auch nicht recht wäre, der nach unserer Erfahrung ein ziemlich rachsüchtiger Kerl ist. ***

In Belgrad hat es das Wiener Korps bislang nicht geschafft, die mächtige Festung in irgendeiner Form zu beeinträchtigen.
Nicht schön, aber nicht gänzlich unerwartet.
Nach der Eroberung Sarajewos sollen sich die Ungarn da auch mal etwas einbringen.

08.Apri 1806
Da sich die Sache in Belgrad wohl noch länger hinschleppen wird, bricht Karl von Teschen mit seinem Deutschen Korps auf, um nach Nikopolis zu greifen.

10.April 1806
Die Belagerung Bukarests macht nach 42 Tagen erfreuliche Fortschritte.
Große Rauchsäulen stehen über der Stadt, in der beständig das Feuer wütet.

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15.April 1806
Die Ungarn sind in Sarajewo angekommen und starten sofort einen Sturmangriff auf die schwach verteidigte Stadt.

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*** Redaktionelle Anmerkung: Stadt und Land
Wie man sieht, werden besetzte Gebiete auf der Karte schraffiert - alle schraffierten Gebiete werden von Österreich kontrolliert.
Obwohl einige Gebiete bereits von österreichischen Gebieten durchquert wurden, sind sie gegenwärtig nicht mehr schraffiert.
Das liegt daran, dass Städte und Festungen ein gewisses Einzugsgebiet besitzen.
In diesem Fall hat das unbesetzte Sarajewo bewirkt, dass Mostar und Tara wieder an die Osmanen fallen, nachdem die Österreicher durchmarschiert sind.
Dieser Aspekt kann zu Problemen führen, da der Nachschub nur durch besetzte Gebiete rollen kann - ein zu weites Vorpreschen von Einheiten ist aufgrund des erhöhten Verschleißes und der Abzüge im Kampf aufgrund mangelnder Versorgung nicht empfehlenswert.
Daher sollten hinter der Front liegende Städte möglichst zügig eingenommen werden, wobei im Anschluss die Einzugsgebiete nochmal besetzt werden müssen.
Die KI versucht häufig mit kleinen Raider-Trupps gegnerische Truppen von der Versorgung abzuschneiden, was mit ein Grund ist, aus dem wir eine Kavallerie-Division aufgestellt haben.
Diese kann mit ihrem hohem Marschtempo den Raidern ein schnelles Ende bereiten. ***
Nach kurzem Kampf ist Sarajewo mit geringen Verlusten genommen.

17.April 1806
Unweit Bukarests marschiert eine kleine moldawische Truppe durchs Gelände.
Wir setzen Cfants Kavallerie darauf an, um größere Zusammenballungen von Feindkräften frühzeitig zu unterbinden.

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18.April 1806
Das Württembergische Korps hat nun sein erstes operatives Ziel Tirana erreicht, das sofort mit einem Sturmangriff erobert werden soll.

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Karl von Teschens Deutsches Korps beginnt mit der Belagerung von Nikopolis.

Die dort stehenden Garnisonstruppen würden einen Sturmangriff sehr kostspielig machen, sodass wir zunächst abwarten.
Belgrad ist ja auch noch nicht gefallen, da wollen wir das Deutsche Korps eh nicht noch weiter exponieren.

19.April 1806
Nach kurzem Scharmützel kapituliert Tirana, sodass die Württemberger sogleich nach Ioannina weiter marschieren können.

22.April 1806
Mit bestürzender Geschwindigkeit enteilen die Moldawier den Fängen der Division Piccolomini, sodass General Cfant von Schwarzenberg beschließt, den Nachschub zurückzulassen und so Geschwindigkeit zu gewinnen.

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26.April 1806
Graf von Hohenlohes Kaiserliches Korps hat Priština erreicht und startet einen Sturmangriff.

Zwischenzeitlich kapituliert Bukarest nach 57 Tagen Belagerung.
Die beiden Divisionen rücken nach Plevna vor und nehmen unterwegs noch schnell die fliehende Garnison von Bukarest gefangen.
Damit sollten die walachischen Vasallen des Sultans aus dem Geschäft sein, da die beiden relevanten Städte unter der Kontrolle Habsburgs stehen und somit keine nennenswerte Anzahl von Rekruten mehr nachkommt.

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Die Kaiserlichen zerschlagen den Widerstand in Priština schnell, jedoch auch unter ansehnlichen Verlusten.
Von Hohenlohe führt nun sein Korps nach Sofia, um an die rechte Flanke des Deutschen Korps in Nikopol zu gelangen.

So allmählich erwarten wir eine größere osmanische Streitmacht, sodass wir wenigstens zwei Korps zur Verfügung haben wollen, um ihr zu begegnen.

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Die fliehende Garnison Bukarests ist schnell erledigt und der erfolgreiche General von Nordmann erhält neue Eigenschaften.
Die Truppenkonzentration könnte sich als sehr wertvoll erweisen und ihn für ein Korps-Kommando empfehlen, leider haben im Gegenzug Angriffs- und Verteidigungswerte gelitten.

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30.April 1806
Die Württemberger haben Ioannina eingeschlossen, das von einer unerwartet starken Garnison gedeckt wird.
Da bleibt nur die Belagerung, um unnötige Verluste zu vermeiden.

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Der Fall Bukarests hat den Sultan ziemlich beeindruckt, auch wenn es insgesamt noch längst nicht reicht, um am Verhandlungstisch eine befriedigende Lösung zu erreichen.

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In Belgrad schleppen sich die Dinge immer noch hin.
General Frisiercreme zu Frisier hat mit seinem Korps nach 71 Tagen Belagerung nur geringfügige Beschädigungen an der gewaltigen Festungsanlage erreicht.

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03.Mai 1806
Auch die Zurücklassung des Nachschubtrosses hat noch nichts gebracht, weshalb General Cfant zu Schwarzenberg schweren Herzens auch noch seine berittene Artillerie hinter sich läßt.
Nur gestützt auf Kavallerie wird das Gefecht sicherlich nicht leicht werden, aber er will der Moldawier unbedingt habhaft werden.

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Unterdessen hat die Division Andrassy Plevna erreicht und die Stadt eingeschlossen.
Die Slavonen hängen noch hinterher, da sie versuchen, die letzten aus Bukarest geflohenen Walachen gefangen zu nehmen.

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06.Mai 1806
Die Ungarn haben sich inzwischen der Belagerung Belgrads angeschlossen.
Mit dieser Verstärkung wird General Frisiercreme zu Frisier nun hoffentlich den Fall der Feste beschleunigen können.

10.Mai 1806
Von Hohenlohes Kaiserliches Korps erreicht Nis und geht zum Sturmangriff über.
Es gelingt ein schneller, verlustloser Sieg.
Der General führt sein Korps nun nach Nikopol, um die Deutschen bei der Belagerung zu verstärken.

14.Mai 1806
Nach langer Verfolgung gelingt es General Cfant schließlich, mit seiner arg reduzierten Division Piccolomini endlich die Moldawier in Tschernowitz zu stellen.
Gestützt ausschließlich auf seine Kavallerie greift Cfant umgehend an.

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Obwohl auch noch ein Flusslauf die Kavalleristen behindert, gelingt ein schneller, verlustarmer Sieg über den lästigen Feind, der komplett aufgerieben wird.
Cfant heißt nun den Tross und die zurückhängende berittene Artillerie wieder aufzuschließen, um sich nach Iasy zu wenden, wenn man denn schon mal in der Gegend ist.

17.Mai 1806
Die Division Andrassy stürmt die Stadt Plevna und erobert diese endlich nach zweitägigem Kampf.

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19.Mai 1806
Die Slavonische Division rückt von Plevna auf die Festung Rushuk vor.
Vermutlich wird man dieses Bollwerk nicht alleine nehmen können, jedenfalls würde die Belagerung wohl sehr lange dauern.
Es geht mehr darum, einen Fühler Richtung Osten auszustrecken, um rechtzeitig das Herannahen einer osmanischer Streitmacht zu entdecken.

23.Mai 1806
General Cfant findet Iasy mit starken moldawischen Truppen belegt vor.
Da die Stadt das Umland beherrscht und die Division Piccolomini daher ohne Verbindung mit dem Heimatlande auf Dauer Versorgungsprobleme bekommen würde, wendet er sich liebe nach der Feste Galatz im Süden.
Außerdem ist er dort auch den beiden anderen Flügel-Divisionen näher, sodass man sich notfalls gegenseitig unterstützen kann.

25.Mai 1806
Nach nur 37 Tagen Belagerung zieht die Festung Nikopolis die weiße Fahne vor Karl von Teschen und von Hohenlohe auf.
Karl eilt nun mit seinem Deutschen Korps zur Verstärkung nach Belgrad, während von Hohenlohes Kaiserliches Korps alleine die
unsichere Front im Zentrum bewacht.

Auf dem Rückweg nach Sofia nimmt von Hohenlohe noch schnell Flüchtlinge aus Nikopol, insgesamt 1600 Mann, gefangen.

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01.Juni 1806
Die Slavonen belagern Rushuk, während die Division Piccolomini Galatz eingeschlossen hat.

07.Juni 1806
Die Slavonen nehmen nebenher letzte Flüchtlinge aus Bukarest gefangen.

Das Deutsche Korps hat sich den Belagerern von Belgrad angeschlossen.
Auch nach 108 Tagen gibt es dort noch keine entscheidenden Fortschritte, was unsere Zeitpläne mittlerweile gründlich durcheinander bringt.

08.Juni 1806
Die Division Andrassy stellt auf dem Weg nach Stara Nagora marodierende Walachen in Lovec und reibt diese problemlos auf.

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Dabei werden vorrückende osmanische Truppen entdeckt.
Scheinbar halten diese direkt auf Stara Nagora zu, sodass die Division zunächst abwartend stehend bleibt.
Wer weiß, was da sonst noch alles angelaufen kommt.

10.Juni 1806
Hinter den schwachen Deckungskräften kommt tatsächlich eine größere osmanische Einheit zum Vorschein, in etwa ein kriegsstarkes Korps.
Offensichtlich sammelt der Sultan seine Truppen für einen Gegenoffensive in Burgas.

Mittlerweile ist die Ansammlung für unseren schwachen linken Flügel zu stark, sodass die Division Andrassy sich in Richtung der Slavonen nach Rushuk absetzt.
Von dort aus ist auch Cfants Division Piccolomini nicht weit, also kann man notfalls schnell die Kräfte bündeln.

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12.Juni 1806
Stündlich nimmt die Stärke der feindlichen Truppen in Burgas zu - nun sind es schon 41.000 Mann.

Immerhin macht die Belagerung Belgrads unter den nun 85.000 dort versammelten österreichischen Soldaten Fortschritte.
Die Festung muss nun endlich fallen, damit die Streitmacht sich mit freiem Rücken nach Osten wenden kann, wo der Sultan seine Armeen sammelt!

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14.Juni 1806
Ein Vorauskommando der Osmanen hat Skopje blitzartig zurückerobert.
Von Hohenlohe setzt sein Korps in Marsch, um die Stadt zurückzuholen, bevor die osmanische Hauptmacht eintrifft.

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17.Juni 1806
Erneut werden die Russen mit dem Wunsch nach militärischem Zugang vorstellig, was wir erneut ablehnen.

18.Juni 1806
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Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf von Hohenlohe visitiert die eigenen und feindlichen Positionen von dem Kamm eines gemächlich ansteigenden Hügels durch sein Fernrohr.
Gestern Nacht erst hatten seine Kavallerie-Patrouillen das herannahen einer feindlichen Division gemeldet.
Von Hohenlohe hatte die Sache eigentlich nicht weiter ernst genommen, da er immerhin ein komplettes Korps versammelt hat - schwerlich ein geeigneter Gegner für eine osmanische Division.
Im Morgengrauen war jedoch klar geworden, dass die Osmanen auf einen Kampf aus waren - wenn sich der General auch beim besten Willen nicht erklären kann, warum.
Immer noch ungläubig hieß er den ursprünglich geplanten, weiteren Vormarsch auf Skopje abbrechen und das Korps in günstigem Gelände in Gefechtsformation antreten.

Die Blicke durch das Fernrohr gewähren ihm auch keine Aufschluss über die Beweggründe der Osmanen, geschweige denn auf einen konkreten Grund für einen Hoffnungsschimmer der in jeder Hinsicht unterlegenen Gegner.
Abgesehen von der extremen zahlenmäßigen Unterlegenheit handelt es sich bei der feindlichen Division auch nur um Bashi Bazouks, mehr oder weniger eine vom Sultan geduldete Horde von brutalen Plünderern, die sich mangels
Sold für gewöhnlich an hilflosen Zivilisten gütlich tat und damit den grausamen Ruf der Osmanen untermauerten.

Hier hatten sie sich eigentlich völlig untypisch zu einer vergleichsweise großen Formation zusammengefunden, die sich jedoch erwartungsgemäß schlecht organsiert zeigt.
Aber verrückt oder nicht, dieser armselige Haufen beabsichtigt offenkundig die Linie des Kaiserlichen Korps zu stürmen!
Die hervorragend ausgebildeten Gardisten, Husaren und Dragoner erwarten den Feind in perfekter Formation, die Artillerie ist in Stellung, die Truppen ideal im Gelände postiert, zwei Regimenter Dragoner stehen noch als Korps-Reserve hinter dem General bereit.

Kopfschüttelnd setzt von Hohenlohe endlich das Glas ab.

Weitere Befehle sind überflüssig, die Flanken-Kommandeure sind bereits instruiert und der Graf findet an ihren Dispositionen nichts auszusetzen.
Nun hebt ein großes Gejohle und Geschrei auf der anderen Talseite an, während die bunten Haufen der Bashi Bazouks beginnen, tollkühn auf die österreichische Linie zu zu rennen.
Kurz darauf donnern zunächst die Abschüsse der Zentrums-Artillerie los, rasch gefolgt von den Batterien beider Flügel.
Ein blutiger Tag nimmt seinen Lauf.

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Todesmutig stürzt sich eine überraschend aufgetauchte türkische Division von rund 11.000 Mann auf von Hohenlohes Kaiserliche.
Die Türken werden vom Gelände zusätzlich behindert, sodass der Sieg der Österreicher gewiss erscheint.

19.Juni 1806
In eintägigem Kampf werden die Osmanen von den Kaiserlichen endlich fast vollständig aufgerieben.
Von Hohenlohe und zwei seiner Kommandeure erwerben sich zusätzliche Eigenschaften.

Die Kaiserlichen setzen nun ihren Marsch auf Skopje fort.

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21.Juni 1806
Die Württemberger triumphieren nach 55-tägiger Belagerung in Ioannina und rücken nun weiter auf Athen vor.

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02.01.14, 21:44
25.Juni 1806
Nun wird schlagartig der osmanische Feldzugs-Plan erkennbar:
Eine große Armee marschiert auf die Württemberger zu, um dieses Korps zu zermalmen!

An Artillerie ist man zwar etwa gleichwertig und auch infanteristisch nicht groß unterlegen, aber die Osmanen haben zusätzlich etwa 10 Kavallerie-Regimenter dabei,
während die Württemberger gänzlich ohne Reiterei auskommen müssen.

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General von Nostitz-Rieneck hört sich ungläubig erneut die Geschichte des Melders an, der vor 10 Minuten in sein Zelt stürmte, während er auf der Karte die Position der neu eingetroffenen osmanischen Armee studiert.
Offenbar befindet sich der gesamte, etwa 50% stärkere Verband in vollem Vormarsch auf sein Württembergisches Korps!
Und er gebietet nicht etwa über eines der Elite-Korps des Heeres, im Gegenteil!
Seine Württemberger setzen sich ausschließlich aus Grenzwächtern und Jägern zusammen, garniert mit 4 Artillerie-Regimentern!

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Noch bevor sein Stabsoffizier die Entfernungen auf der Karte abgezirkelt hat, weiß von Nostitz-Rieneck, dass er in Schwierigkeiten steckt.
Von einem weiteren Vormarsch auf Athen kann keine Rede mehr sein, man wird froh sein können, wenn von dem Korps überhaupt etwas übrig bleibt.

Die einzige Chance besteht darin, sofort umzudrehen und mit dem ganzen Korps zurück nach Tirana zu marschieren.
Dort könnten vielleicht die Kaiserlichen Verstärkung bringen und damit eine zahlenmäßige Gleichheit herstellen.

Allein, der General glaubt nicht, dass sein Korps die Osmanen abschütteln kann, die für ihre Marschleistungen berühmt sind.

Vielleicht, wenn er Tross und Artillerie zurücklässt, überlegt er kurz.

Nein! Er kann seine langsamen Einheiten nicht kampflos dem sicheren Untergang überantworten!
"Orders an die Flanken-Kommandeure!", befiehlt er mit fester Stimme, "Das ganze Korps stante pede kehrt, wir retirieren nach Tirana!
Gefechte mit den Osmanen nach Möglichkeit vermeiden!"

Die Verbindungsoffiziere salutieren und sprinten zu ihren Pferden, um den Befehl zu überbringen.

"Schickt einen Offizier mit Eskorte zu von Hohenlohe: Über 50.000 Türcken im Vormarsch auf mein Korps! Versuche, auf Tirana zurückzugehen! Unterstützung erbeten!"
Sein Stabs-Chef nickt einem Unter-Lieutenant zu, der sich hastig den Befehl notiert und dann zu seinem Pferd rennt.

Von Nostitz-Rieneck flucht leise vor sich hin, den Blick immer noch auf die Karte gerichtet.
Im Zentrum sollten gemäß Feldzugsplan längst drei österreichische Elite-Korps aufmarschiert sein, die sich nun mit den durchaus erwarteten osmanischen Entsatz-Truppen schlagen sollten.
Stattdessen hingen diese Korps immer noch an der verdammten Festung Belgrad fest und nun stürzt sich das Heer des Sultans auf die Württembergischen Grenzwächter!

Er studiert nochmals die Karte, insbesondere das Gelände.
In dem hügeligen, teilweise bergigen, teilweise bewaldeten Gebiet ist immerhin die Frontbreite limitiert.
Schnelles Kopfrechnen erbringt, dass er seine komplette Truppe zum Einsatz bringen kann - der Gegner allerdings vermutlich auch, wenn er ihn hier zu fassen bekommt.

Der schnellste Weg nach Tirana führt nach Westen in die Ebenen der Küstenregion, wo sich zügiger marschieren läßt.
Was aber auch für die Osmanen gilt.
Wenn die Württemberger zum Kampf gezwungen werden sollten, dann müsste er zusehen, dass die Schlacht wenigstens in günstigem Gelände stattfindet.
Im Norden gibt es noch mehr Berge, was es den Osmanen erschweren würde, ihre komplette Streitmacht ins Treffen zu führen.
Falls man es dort hin schaffen sollte, bestünde vielleicht eine annehmbare Chance auf einen guten Ausgang!

"Wir marschieren nach Norden, über Metsovo und Berat nach Tirana!", befiehlt er seinem Stabs-Chef.
"Arbeitet die Marschrouten aus und informiert schnellstens die Flanken-Kommandeure! Teilt die beiden Reserve-Regimenter dem linken und dem rechten Flügel zu!
Die Grenzer sind zu langsam, um im Gefecht rechtzeitig an die richtige Stelle zu kommen, also müssen wir zusehen, gleich von Beginn an die maximale Feuerkraft zu entfalten!"

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Eilig wird umdisponiert, ein Rückzug auf Tirana angeordnet, wohin auch das Kaiserliche Korps als Verstärkung dirigiert wird.
Fragt sich nur, ob die Württemberger schnell genug sind, um noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Es wird der Befehl ausgegeben, Gefechten mit dem überlegenen Gegner jedenfalls zu vermeiden und sich an hügeliges Gelände zu halten.

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Im Rücken der Kaiserlichen marschieren derweil 37.000 weitere Kämpfer des Sultans auf.
Da wir in der Belagerung von Belgrad noch über 80.000 Mann stehen haben, nehmen wir das an sich recht gelassen hin.
Wir werden zwar vorübergehend Gelände im Mittelabschnitt wieder verlieren, doch wenn Belgrad erst gefallen ist, können die dann freien Korps den Gegner sicherlich zurückschlagen.

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Allerdings dürfte der Plan der Osmanen eher darauf hinauslaufen, unsere beiden Korps in die Enge zu treiben und dann auszulöschen.
Was angesichts der Zahlenverhältnisse nicht weit hergeholt erscheint, zudem dürften hinter den feindlichen Linien noch mehr türkische Einheiten aufmarschieren.

26.Juni 1806
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General von Hohenlohe liest fassungslos die Nachricht, die ihm der völlig erschöpfte Unter-Lieutenant in die Hand gedrückt hat.

Die Württemberger angegangen von einer kompletten osmanischen Armee!
Der General ist von seinem Pferd abgestiegen, die Wagen, auf denen die Ausrüstung seines Stabes verladen ist, stehen neben ihm auf einer kleinen Lichtung, während auf der angrenzenden Schotterstraße
ein scheinbar endloser Zug von Gardisten in Vierer-Reihen nach Südwesten stapft, wo irgendwo Skopje auftauchen muss.
Ein schnell vorbeiströmender Gebirgsbach löscht die Geräusche der Marschkolonne weitgehend aus.

"Schnell, eine Karte!", ruft er mit rauer Stimme den Stabsoffizieren zu.

In seinem Rücken kommen 37.000 Türken angelaufen und im Süden gehen nochmal über 50.000 Mann gegen die Württemberger vor?
Wenn man hier nicht gewaltig auf dem Quivive ist, könnte der Kaiser Ende der Woche gut zwei Korps weniger sein Eigen nennen!

"Wo bleibt die Karte!", herrscht er ungnädig seinen Adjutanten an, der mit einem Bündel zusammengerollter Karten angelaufen kommt.
"Nein!", entscheidet er nach kurzem Blick auf das halb ausgerollte erste Exemplar.
"Auch nicht!", verwirft er auch die zweite Karte.
"Da!", gibt er sich endlich zufrieden und rollt die Karte an der Kutschentür vollständig aus.

Hastig greifen sein Adjutant und ein Stabsoffizier mit zu, damit der Feldherr ungestört die Lage studieren kann.

Eigentlich wollte er in den nächsten Tagen Skopje im Sturm zurückerobern und dann in Ruhe abwarten, was das starke türkische Korps im Osten weiter vorhat.
Er traut seinen Kaiserlichen durchaus zu, mit den Türken aufzuräumen, wenn auch mit deutlichen Verlusten.
Aber schließlich ist Krieg und das ewige Leben hat man als Soldat nun mal nicht!

Falls hinter dem reconnaîscierten feindlichen Korps noch weitere Truppen zum Vorschein gekommen wären, hätte er im Einklang mit seinen Befehlen zum blutsparenden Einsatz seiner Truppen
immer noch ohne große Hast nach Norden marschieren können, um Anschluss an die österreichische Hauptmacht zu finden.
Doch damit ist es nun vorbei, erkennt er mit einem grimmigen Blick auf die Karte!

Die Württemberger stecken böse in der Klemme und falls überhaupt Hoffnung auf Rettung besteht, müssen das die Kaiserlichen besorgen, indem sie einen Rückzugsweg offen halten.
Allerdings würde in ihrem Schlepptau ein weiteres feindliches Korps mitgehen!
Dennoch besteht die einzig sinnvolle Lösung darin, die beiden österreichischen Korps zu vereinen und nach Möglichkeit die Osmanen in zwei getrennten Schlachten zu überwältigen!

Da von Nostitz-Rieneck nun auf Tirana zu marschiert, wird sich von Hohenlohe an seiner linken Flanke postieren, in, wie heißt das Kaff hier?
Berat! Genau! Schönes hügeliges Gelände, wo der Türke seine zahlenmäßige Überlegenheit schwerlich auskosten kann!

"Unter-Lieutenant!", winkt er den immer noch wartenden Melder der Württemberger heran.
Der tritt eilends salutierend an den General heran.
"Meine Empfehlung an den General!", beginnt von Hohenlohe, "Die Kaiserlichen kommen nach Berat! Von dort aus können wir die Württemberger nach Kräften unterstützen!
Haben jedoch selber ein feindliches Korps im Nacken, das uns vermutlich folgen wird!"

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Er unterbricht sich und sieht zu seinem Adjutanten hinüber.
"Wie weit liegen die Türken zurück?"
"Etwa drei bis vier Tagesmärsche, Euer Hochwohlgeboren!", antwortet der Adjutant nach hastigem, improvisierten Messen mit dem Daumennagel auf der sich widerspenstig kringelnden Karte.

Der General überlegt kurz, das Kinn auf die Linke gestützt.
Die Osmanen sind teuflisch schnell, aber so schnell sollten sie nun auch nicht sein!
Vermutlich können die Kaiserlichen Berat erreichen, bevor die Verfolger aufgeschlossen haben.

Jedenfalls ist ihm nun klar, warum sich diese Bashi Bazouks vor einer Woche so energisch wie hoffnungslos auf sein Korps gestürzt haben - sie hatten Befehl, die Kaiserlichen festzuhalten, bis die Hauptmacht eingetroffen wäre.
Wenn es funktioniert hätte, wären 30.000 Kaiserliche gegen 50.000 Türken gestanden!

"Der General möge sich auf ein gemeinsames Treffen mit der türkischen Armee vorbereiten, im Anschluss vermutlich weitere Schlacht gegen zusätzliches türkisches Korps!", gibt er dem Unter-Lieutenant auf,
der salutierend - und innerlich ob der erneuten Strapaze resignierend - wieder zu seinem Pferd läuft.

"Setzt eine Depesche an Seine Hoheit, Erzherzog von Teschen auf: Württemberger und Kaiserliche stehen feindlicher Übermacht gegenüber! Kaiserliches Korps erwartet Schlacht in oder um Berat!
Ersuchen um Unterstützung! Und fügt Kartenskizzen bei!", fährt von Hohenlohe, wieder an seinen Adjutanten gewandt fort.

"Sollen wir den Vormarsch auf Skopje fortsetzen, Euer Hochwohlgeboren?", fragt der Adjutant zögernd nach.
Hohenlohe überlegt erneut.
Wenn er erst vor Skopje steht, kann er immer noch entscheiden, ob er die Stadt stürmen will oder einfach weiterzieht.
"Ja! Alles weiter Richtung Skopje!", ordnet er schließlich an.

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Zwischenzeitlich hat die osmanische Armee das Württembergische Korps noch in Arta gestellt und geht zum Angriff über.
Die Schlacht beginnt unter ungünstigen Vorzeichen, da den Osmanen gleich das Würfelglück hold ist.
Immerhin kann der türkische General in dem schwierigen Gelände nicht seine komplette Streitmacht ins Feld führen, wenn auch der Abzug recht gering ist.

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Die Württemberger sind zudem aufgrund des umfangreichen Nachschubtrosses zu Beginn des Gefechts sehr gut versorgt, was ihnen eine 10% Bonus bei Angriffen liefert.
Der Commandirende General hat die Truppe auf bedingungsloses Halten der Stellungen eingeschworen.

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Während des Artillerie-Duell zu Beginn gestalten sich die Verluste auf beiden Seiten ausgeglichen, was für die Württemberger als zahlenmäßig weit unterlegener Partei natürlich ungünstig ist.
Als die Türken schließlich anstürmen, erleiden die Württemberger weit höhere Verluste, insbesondere die rechte Flanke ist offenkundig unterlegen.

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Am zweiten Tag der Schlacht schickt der türkische Befehlshaber endlich nach einem weiteren Schlagabtausch der Artillerie seine Janitscharen zum Sturm auf die dünner werdenden württembergischen Linien.

Angesichts der wachsenden Verluste sieht General von Nostitz-Rieneck keine andere Möglichkeit mehr, als den Abbruch der Schlacht, bevor sein Korps noch völlig aufgerieben wird.
9.000 Mann, fast ein Drittel seines Korps, lässt er hier tot oder sterbend zurück, als er sich verzweifelt gen Norden wendet.

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27.Juni 1806
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Erzherzog Karl von Teschen, Oberbefehlshaber des österreichischen Heeres studiert die Karte, vor Anspannung an seiner Unterlippe nagend.
Gerade erst hat ein vollkommen erschöpft Bote von Hohenlohes Kaiserlichen erreicht und erstmals davon in Kenntnis gesetzt, dass die Osmanen nun Ernst machten.

Die Hauptmacht des Sultans war nun eingetroffen und drohte mit plötzlicher Vehemenz über den Schwachpunkt der Österreicher herzufallen: das isolierte Württembergische Korps!
Die knappen Worte von Hohenlohes zeigten, dass der bewährte General nicht daran dachte, die Kameraden einfach preis zu geben, sondern zu ihrer Deckung weiter nach Westen und Süden eilte -
noch tiefer in die Falle hinein, die ihn verschlingen konnte, anstatt heraus, Richtung Norden!

Karl kann von Hohenlohe gut verstehen: ohne Unterstützung durch die Kaiserlichen waren die Württemberger gewisslich verloren!
Doch ist durch sein entschlossenes Manöver keineswegs deren Rettung sicher, allerdings konnten die Kaiserlichen nun ebenfalls untergehen!

Wütend schlägt der Reichsmarschall mit der Faust auf den Kartentisch, dass die Stifte und Zirkel hochfliegen.
Er hat sich verrechnet!
Dass die Osmanen mit Macht kommen würden war immer klar gewesen, jedoch hatte er geglaubt, mit der versammelten Macht dreier Korps zuvor noch die Feste Belgrad bezwingen und sich dann diesem Gegner zuwenden zu können!
Er hatte übersehen, dass die unbeachtet weiter nach Süden vorrückenden Württemberg in das Fadenkreuz der Osmanen rücken könnten und nun drohte das Verhängnis über die ganze Österreichische Armee hereinzubrechen,
die Stück für Stück aufgerollt werden könnte!

Er hätte die Württemberger in Tirana halten lassen müssen, bis Belgrad gefallen wäre!
Aber nun ist es zu spät für Selbstanklagen, er muss handeln!

"Alarmiert die Korps! Die Deutschen und die Wiener rücken unverzüglich nach Süden ab!", stößt er hervor.
"Die Wiener gehen nach Skopje, um dort die Tür aufzuhalten! Inzwischen rücken wir mit dem Deutschen Korps auf Berat vor, um zu retten, was von den Württembergern und den Kaiserlichen dann noch übrig sein mag!
Inzwischen sollen die Ungarn die Belagerung fortsetzen!"

Er wendet sich von der Karte ab, marschiert mit auf dem Rücken verschränkten Händen nachdenklich auf und ab.

"Depeschiert nach Krems, das Oberrheinische Korps soll sich sofort auf den Weg nach Belgrad machen! Das Garde-Korps ist inzwischen stark genug, die Nordgrenze zu bewachen!"
Er würde jeden Mann brauchen, um die zu erwartenden Verluste wett zu machen!

Da Preußen, Frankreich und Russland sich immer noch ruhig verhielten, war das Risiko des Abzugs der Oberrheinischen überschaubar und das Garde-Korps gewann ohnehin mit jedem Tag an Stärke.

"Schickt auch Nachricht nach Wien zum Kaiser! Wir stehen vor einer ernsten Situation, jedoch ist die Sicherheit Österreichs nicht gefährdet!
Ich werde in den nächsten Wochen ein oder zwei Korps zurück in die Kernlande verlegen!", setzt er leiser hinzu.

Falls die Kaiserlichen und die Württemberger entkommen konnten, wären sie für längere Zeit sicherlich nicht einsatzfähig und müssten eh in österreichischen Landen, fernab der Front wieder aufgerichtet werden.

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29.Juni 1906
Die schwer angeschlagenen Württemberger setzen Ihre Absetzbewegung in die Berge von Metsovo fort, wo sie übermorgen eintreffen werden, die kampfeslüsternen Osmanen stets auf ihrer Spur.

Inzwischen marschieren die Kaiserlichen Richtung Berat vor, werden aber erst für den 10.Juli erwartet.
Also werden sich die Württemberger soweit möglich ohne weiteres Gefecht aus Metsovo absetzen müssen, um auf den Beistand von Hohenlohes hoffen zu dürfen.

Das Deutsche Korps Karl von Teschens wiederum kann frühestens am 19.Juli Ohrid erreichen.
Bis dahin müssten die beiden übrigen Korps dem Feind aus dem Weg gehen, um dann vereint mit Aussicht auf Erfolg zu kämpfen.

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Bereits am 10.Juli müssten General Frisiercremes Wiener in Skopje einmarschieren, dann wäre immerhin ein Rückzugsweg gesichert.

Zum 21.Juli endlich kann mit dem Oberrheinische Korps in Belgrad gerechnet werden - falls bis dahin alles gut verlaufen würde, hätten die Österreicher wieder Oberwasser, da dann auch noch die Ungarn nach Süden vorgehen könnten.

01.Juli 1806
Die Osmanische Hauptmacht hat sich gottseidank entschlossen, zunächst nach Ioannina zu gehen, um die Stadt wieder in Besitz zu nehmen.
Das könnte den Württembergern das notwendige Quentchen Vorsprung geben, um sich mit den Kaiserlichen zusammen zu schließen.

Allerdings marschiert inzwischen eine weitere osmanische Divisionen aus dem Nordosten auf die Württemberger zu.
Falls es diesen gelänge, von Nostitz-Rieneck ins Gefecht zu verwickeln, könnte die Armee aus Ioannina schnell genug aufschließen, um den Württembergern den Rest zu geben!

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Iche_Bins
02.01.14, 22:25
Ui sehr spannend, und gleich unsere möglichen fragen mit beantwortet.

Ihr habt allerdings das Bild mit dem vorrücken auf Athen im zweiten Post auch drin, obwohl da von Rückzug nach tirana die rede ist. muss das so?

Cfant
02.01.14, 22:54
Meine Güte, ist das spannend! Ich musste gleich eine weitere Tasse Kamillentee aufstellen zur Beruhigung! Es schmerzt, dass meine Kavallerie bei dieser Schicksalsstunde nicht dabei sein kann. Bei der Marschgeschwindigkeit, mit der ich bisher geglänzt habe, wär das aber eh nicht zu machen gewesen sein... Ihr wisst äußerst mitreissend zu erzählen, werter Headhunter! :) Nun liegt's also an Graf Hohenlohe, möge ihm das launische Kriegsglück gewogen sein!

H34DHUN73R
03.01.14, 00:54
Ui sehr spannend, und gleich unsere möglichen fragen mit beantwortet.

Ihr habt allerdings das Bild mit dem vorrücken auf Athen im zweiten Post auch drin, obwohl da von Rückzug nach tirana die rede ist. muss das so?

Tatsächlich, da hat sich ein Bild ein zweites Mal reingeschlichen - nu isses wech :)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Meine Güte, ist das spannend! Ich musste gleich eine weitere Tasse Kamillentee aufstellen zur Beruhigung! Es schmerzt, dass meine Kavallerie bei dieser Schicksalsstunde nicht dabei sein kann. Bei der Marschgeschwindigkeit, mit der ich bisher geglänzt habe, wär das aber eh nicht zu machen gewesen sein... Ihr wisst äußerst mitreissend zu erzählen, werter Headhunter! :) Nun liegt's also an Graf Hohenlohe, möge ihm das launische Kriegsglück gewogen sein!

Ja, der alte Hohenlohe muss es wieder mal reißen, werter Cfant, aber keine Sorge, der Krieg ist noch lang, sehr lang...

Ruprecht I.
03.01.14, 01:55
Nun liegt's also an Graf Hohenlohe, möge ihm das launische Kriegsglück gewogen sein!
Ach, er schickt erstmal ein paar Platzhalter. Damit werden die Verluste minimiert :teufel:

Blastwarrior
03.01.14, 02:04
nehmt mich in die Offziersreihen auf werter H34dhunt3r.
mmh ich freue mich ausserdem schon auf euren XCOM AAR *Hust* wann kam das Addon nochmal rauis? ;)

H34DHUN73R
03.01.14, 03:15
nehmt mich in die Offziersreihen auf werter H34dhunt3r.
mmh ich freue mich ausserdem schon auf euren XCOM AAR *Hust* wann kam das Addon nochmal rauis? ;)

Tja, soviel zu tun und sowenig Zeit :)
Den AHOI-AAR wollen Wir ja auch noch zu einem würdigen Abschluss bringen und mit dem MOTE-AAR haben Wir scheints auch ein ordentliches Stück von der Wurst abgebissen.
Aber XCOM steht immer noch auf Unserer Todo-Liste, keine Sorge, die Rente ist ja auch nicht mehr weit :)

In diesen schweren Tagen ist der Kaiser natürlich für jeden edlen Offizier dankbar, der sein Leben wegwerfen - ähem - der edlen habsburgischen Sache verpflichten will,
sodass Euch gewisslich bald ein Gestellungsbefehl des Heeres erreichen wird, werter Blastwarrior :)

EDIT:
Und da ist er schon: Kaiser Franz I. Joseph Karl ersucht Euch, werter Johann Graf von Blást-Warieur, Euch als Oberbefehlshaber des Garde-Korps in Prag einzufinden, zu einem Zeitpunkt, der Euch passend erscheint...
Es freut Uns, einen bewährten Sproß der altböhmischen Familie der Blástsky z Warriowé bei Unserer Fahne zu wissen :)

Hohenlohe
03.01.14, 14:36
Ach, er schickt erstmal ein paar Platzhalter. Damit werden die Verluste minimiert :teufel:

Ihr seid einfach ein alter Spötter, aber nett von euch...Kann euch bloss nicht reppen. Daher einen gefühlten grünen Keks von mir.
Ich bin auch ganz gespannt, wie es ausgeht. Mein letztes MOTE-Spiel endete mit einem plötzlichen CTD, seitdem spiele ich lieber EUIV.

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

Thomasius
03.01.14, 14:55
Ist das normal das die französische KI so passiv ist? Die KI soll euch endlich angreifen, wäre doch jetzt ein optimaler Zeitpunkt.

Cfant
03.01.14, 15:06
Ist das normal das die französische KI so passiv ist? Die KI soll euch endlich angreifen, wäre doch jetzt ein optimaler Zeitpunkt.

Psssst! Auf welcher Seite steht Ihr eigentlich??? :D Aber ich frage mich ja auch, ob der Kaiser (von Österreich) da nicht ein bisschen forsch ist... Hätte eine Bewilligung der Durchmarschrechte nicht bessere Diplo mit Russland gebracht? Könnte man vielleicht sogar einen Defensivpakt schließen?

H34DHUN73R
03.01.14, 15:35
Ist das normal das die französische KI so passiv ist? Die KI soll euch endlich angreifen, wäre doch jetzt ein optimaler Zeitpunkt.

Die Franzosen stehen immer noch im Krieg mit England, werter Thomasius, auch wenn man in Österreich davon nicht viel merkt.
Vermutlich kabbelt man sich irgendwo in den Niederlanden und vor Allem zur See.
Ausserdem sind da noch die Spanier, mit denen man sich auch gerne einläßt.
Allerdings haben Wir bislang nur mit Österreich gespielt und wissen nicht sonderlich genau, was im Allgemeinen sonst so in der Welt vor sich geht.

Vermutlich stellen Wir für Napoleon auch keine sonderliche Bedrohung dar, da es nur eine sehr kurze gemeinsame Grenze gibt - jedenfalls war das einer der Hauptaspekte unserer "Turkeys First"-Strategie.
Also kein hinreichender Grund für die KI, Österreich anzupacken.

Wir wissen auch nicht recht, wie sich die Gewährung von Durchmarschrechten auswirkt:
Mag einen derjenige, dem man sie gewährt, dann lieber?
Sieht einen der davon Betroffene dann ebenfalls als höhere Bedrohung an?
Diese Überlegungen spielten mit eine Rolle bei der Verweigerung der Durchmarschrechte für die Russen.

H34DHUN73R
03.01.14, 15:40
Psssst! Auf welcher Seite steht Ihr eigentlich??? :D Aber ich frage mich ja auch, ob der Kaiser (von Österreich) da nicht ein bisschen forsch ist... Hätte eine Bewilligung der Durchmarschrechte nicht bessere Diplo mit Russland gebracht? Könnte man vielleicht sogar einen Defensivpakt schließen?

Leider gibt es solche Feinheiten wie Defensivpakte in MOTE nicht, werter Cfant.
Ganz abgesehen davon, dass sich Franz der Kaiser ohnehin keine Sache zu eigen machen würde, in der das Wort "defensiv" auftaucht :)

Wir könnten die Unabhängigkeit Russlands garantieren, das käme der Sache wohl am Nächsten.
Falls Frankreich Russland angreift, wären Wir dann automatisch im Boot.
Aber das wollen Wir gar nicht, da Unsere Armee den Franzosen technologisch so weit unterlegen ist, dass Uns gegenwärtig auch ein Bündnis mit anderen Mächten nicht helfen würde.

Also zeigen Wir lieber ein flaches Profil und treffen in jeder aussenpolitischen Lage eine angemessene, individuelle Entscheidung als Uns leichtsinnig an andere Mächte zu binden.

Blastwarrior
03.01.14, 15:45
"mmh Joseph was soll der Aufstand?"
"Verzeiht mein Herr, ein Brief von unserem Kaiser, er wünscht das ihr euch in Prag einfindet."
"Ich soll mich in Prag einfinden? Wozu? Geht das Schreiben her."
Mit rüden Griff bemächtigt sich Johann Graf von Blást-Warieur dem Papier und beginnt zu lesen:

"Sehr geehrter Johann Graf von Blást-Warieur,
eure Kaiserliche Hoheit bittet euch sofort in Prag einzufinden.
Eine Kontaktperson wird euch vom Markt abholen.
Weiteres erfahrt ihr dann später."

gez. von und zu Schreib-Dingens-Kirchen

"Wer soll denn die Kontaktperson sein, ein Küchenjunge der jeden Tag auf dem Markt einkaufen geht?"
Nachdenklich schreitet der Graf im Zimmer auf und ab.
Nach einer Weile sagt er:
"Joseph stell mein Gepäck zusammen, ich begebe mich unverzüglich nach Prag."
"Jawohl mein Herr."

Derfflinger
03.01.14, 16:09
Falls der Kaiser jemals seinen Blick aufs Meer richtet, so wären wir hoch erfreut als Offizier in der kaiserlichen Flotte zu dienen zu dürfen.

Ansonsten wünschen wir weiterhin viel Erfolg im Krieg mit den Osmanen.

Solokow
03.01.14, 16:15
Des konn wos wern mitn Blástsky z Warriowé. Da schreibt da Kaiser an Briaf und wos mocht er? Na no na ned wird a auffe nach Prag oscheibn, aber na, von an klan Buam draman und wia a mit erm umadumbandld und dabei die Zeit verplempern! Barabern und anzahn heißts!

Thomasius
03.01.14, 16:26
Psssst! Auf welcher Seite steht Ihr eigentlich??? :D
Nie auf der Seite der Habsburger; diesem unsäglichen Geschlecht das riesige Gebiete durch Ehen erschlichen hat um es dann durch Kriege zu verlieren.:rolleyes:
Da ist uns selbst ein Emporkömmling wie Napoleon lieber.:cool:
Ehrlich gesagt hat man ja subjektive Vorlieben und Abneigungen für historische Länder und wir haben in EU2-3, Victoria1-2 und anderen Spielen noch nie Habsburger gespielt.

H34DHUN73R
03.01.14, 17:08
Des konn wos wern mitn Blástsky z Warriowé. Da schreibt da Kaiser an Briaf und wos mocht er? Na no na ned wird a auffe nach Prag oscheibn, aber na, von an klan Buam draman und wia a mit erm umadumbandld und dabei die Zeit verplempern! Barabern und anzahn heißts!

tja, damma ned dun, damma ned dun, damma, damma!
:)

H34DHUN73R
03.01.14, 17:10
Falls der Kaiser jemals seinen Blick aufs Meer richtet, so wären wir hoch erfreut als Offizier in der kaiserlichen Flotte zu dienen zu dürfen.

Ansonsten wünschen wir weiterhin viel Erfolg im Krieg mit den Osmanen.

Tatsächlich besteht die Kaiserliche Flotte derzeit aus einigen Ruderbooten, werter Derfflinger :)
Man plant zur Zeit immerhin den Bau eines Österreich-Achters, doch wird das nicht reichen, Habsburgs Herrschaft über die Meere zu errichten.
Der Kaiser ist durchaus nicht erbaut über den Stand der maritimen Rüstung, hat gegenwärtig aber keine Möglichkeit zum Ausbau.
Aber das mag sich noch ändern, wenn der gemeine Sultan niedergerungen ist...

H34DHUN73R
03.01.14, 17:13
Nie auf der Seite der Habsburger; diesem unsäglichen Geschlecht das riesige Gebiete durch Ehen erschlichen hat um es dann durch Kriege zu verlieren.:rolleyes:
Da ist uns selbst ein Emporkömmling wie Napoleon lieber.:cool:
Ehrlich gesagt hat man ja subjektive Vorlieben und Abneigungen für historische Länder und wir haben in EU2-3, Victoria1-2 und anderen Spielen noch nie Habsburger gespielt.

Immerhin konnten die Habsburger lange Zeit einen Vielvölker-Staat mit wenig Gewalt zusammenhalten, werter Thomasius.
Im Vergleich zu dem was sonst so geschah und erst recht danach doch eine ziemlich bemerkenswerte Leistung

Ruprecht I.
03.01.14, 17:24
Nie auf der Seite der Habsburger; diesem unsäglichen Geschlecht das riesige Gebiete durch Ehen erschlichen hat um es dann durch Kriege zu verlieren.:rolleyes:
Da ist uns selbst ein Emporkömmling wie Napoleon lieber.:cool:
So sehr Wir den ersten Satz unterschreiben, würden Wir es dennoch niemals nicht zum 2. kommen lassen :cool:

H34DHUN73R
03.01.14, 21:19
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"Laß von seiner Fahne Spitzen
Strahlen Sieg und Fruchtbarkeit!"

02.Juli 1806
Noch immer ist unklar, wie der Wettlauf ausgehen wird.

Eigentlich müssten sich die Württemberger um Haaresbreite rechtzeitig nach Mestovo absetzen können.
Die Kaiserlichen rücken stündlich näher, auch die Deutschen sind im guten Tempo unterwegs.

Kleinere osmanische Einheiten versuchen, der Verstärkung im Raum Priština-Skopje den Weg zu verlegen oder ihren Nachschub abzuschneiden, wenn sie weiter nach Süden vorgeht.
Jedoch nahen General zu Frisiers Wiener, um Priština zu sichern und diese werden vermutlich kurzen Prozess mit den Türken machen!

http://up.picr.de/16945067ug.jpg

04.Juli 1806
Tatsächlich ist die erste Absetzbewegung der Württemberger gelungen!
General Nostitz-Rieneck ändert die Marschrichtung erneut:
Genau nach Norden, wo noch höhere Berge eine etwas größere Sicherheit verheißen!
Noch sechs Tage, bis die Kaiserlichen eintreffen, um die Württemberger heraus zu hauen!

http://up.picr.de/16945068tz.jpg

Die feindliche Armee in Ioannina könnte den Württembergern hinterher eilen, tut es aber aus für uns unerfindlichen Gründen nicht.
Nach dem recht einfallsreichen Auftaktschlag der Osmanen beäugen wir jeden Zug der Türken mit großer Vorsicht - was heckt man nun wieder aus?

05.Juli 1806
Von Hohenlohes Korps erreicht Kruja, kurz vor dem Ziel Berat!
Nun sollten die Württemberger jedenfalls der totalen Auslöschung entgehen können!

08.Juli 1806
Die Osmanen haben ihre Truppen in Ioannina versammelt:
Über 65.000 Mann stehen hier nun bereit!

http://up.picr.de/16945069jm.jpg

Offenbar hat man es aufgegeben, die Württemberger einholen zu wollen und wartet nun ab, was die Österreicher weiter tun.
Auch wenn die Kaiserlichen aufgeschlossen haben, sind die Österreicher noch weit in der Minderzahl.

Jedoch, Kopf hoch, auch die Deutschen sind im Anmarsch und damit sollte man die Oberhand gewinnen können!

10.Juli 1806
Geschafft!
Die Württemberger stehen in Ohrvid, die Kaiserlichen treffen jede Stunde in Berat ein und die Deutschen nahen bereits.
Inzwischen haben Frisiercremes Wiener Skopje eingeschlossen, wo die Osmanen jedoch eine starke Garnison zurückgelassen haben.
Außerdem wurden die Truppen nordöstlich Skopjes enorm verstärkt und sind nun den Wienern zahlenmäßig überlegen.

http://up.picr.de/16945070dw.jpg

Eine weitere Division wird sich den Osmanen ebenfalls noch anschließen können, sodass die Wiener gefährdet wären.
Die Ungarn können noch nicht zur Verstärkung heran gezogen werden, da die Oberrheinischen erst in 11 Tagen in Belgrad eintreffen.
Die Osmanen amüsieren sich derweil mit dem Massakrieren der kleinen österreichischen Stadtgarnison von Ioannina.
Sehr schön, dass sie sich damit beschäftigen, ansteht gefährlichere Unternehmungen zu starten!

12.Juli 1806
Fernab vom hektischen Geschehen ergibt sich die Festung Galatz nach 42 Tagen Belagerung General Cfants Division "Piccolomini".
Das kommt wie gerufen, nun kann die Division in den gefährdeten Westen verlegt werden!
Wir waren uns nicht sicher, ob eine Kavallerie-Division überhaupt sinnvoll eine Stadt belagern kann - vielleicht hatten die moldawischen Vasallen auch keine rechte Lust auf diesen Krieg, der sie eigentlich nichts angeht.

http://up.picr.de/16945071dz.jpg

14.Juli 1806
Die Slavonische Division wird nach Nikopolis befohlen, die Division Andrassy übernimmt die weitere Belagerung Rushuks nun alleine.
So können notfalls die Slavonen vereint mit "Piccolomini" vorgehen und Rushuk ist für beide, schwache Divisionen ohnehin eine Nummer zu groß.
Die Garnison kann "Andrassy" genauso gut alleine von der Versorgung abschneiden, ein Schleifen der Feste liegt jenseits der Möglichkeiten des Nordflügels.

http://up.picr.de/16945093zc.jpg

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Karl Philipp Johann Nepomuk Joseph Cfant von Schwarzenberg, Kommandeur der Kavallerie-Division "Piccolomini", reckt sich stöhnend im Sattel seines treuen Schimmels,
dem gepeinigten Hinterteil eine momentane Erleichterung verschaffend.

Mit der Linken hält er die kalte, gebratene Entenkeule, während die Rechte die Zügel führt.
In den letzten Wochen und Monaten hat er sich angewöhnt, so ziemlich alles im Sattel sitzend zu erledigen, sodass auch das Frühstück routiniert hier eingenommen wird.

Seine Kavallerie-Division ist die weitaus schnellste Truppe der österreichischen Armee, doch so schnell sie auch marschiert, scheint es doch immer noch zu langsam zu sein.
Und kaum war man endlich dort angelangt, wo man so dringend hin sollte, ging es nach dem Willen des Reichsmarschalles auch schon noch schneller wieder weg, zu einem neuen Ziel.

Erst hatte er mit seinen wackeren Männern die ganze Walachei durchmessen - nicht einfach nur der Länge nach, nein, mehrfach Bögen schlagend, sodass er meint, jedes einzelne Kaff
dieses Landstriches schon mindestens einmal gesehen zu haben!

Dann ging es weit nach Norden hinauf, nach Tschernowitz, die lästigen Moldawier zu schlagen.
Das kaum getan, wurde umgehend nach Galatz aufgebrochen, um dort eine Feste zu nehmen, deren Wert dem General recht zweifelhaft erscheint.

Nun ist auch das erledigt, da kommen schon wieder neue Orders, zusammen mit einem Berg schlechter Nachrichten herein:
Der südliche Flügel steckt in großen Kalamitäten und nun sollen die Kavalleristen auch noch hier zur Hilfe eilen, das Zentrum stabilisieren!
Wobei die Betonung natürlich auf "eilen" liegt, klare Sache!

Immerhin hatte Cfant die kurze Pause genutzt und wieder einmal seine Pferde neu beschlagen lassen.
Proviant hatte man auch ergänzen können, die Bewohner der umliegenden Orte hatten reichlich gegeben.
Nicht freiwillig, aber dennoch reichlich!

Der General hat sich mit seiner Entourage zwischen zwei Kavallerie-Regimenter eingereiht.
Anfangs hatte er einmal den Fehler begangen, mit einem berittenen Artillerie-Regiment zu marschieren - den ganzen Tag das Poltern der schweren Wagen, die groben Flüche der Kutscher und
das protestierende Wiehern der Pferde, bei dem Versuch, bergauf und bergab mit den 4- und 6-Spännern den verschlungen Pfaden zu folgen.

Der Graf von Schwarzenberg beißt ein weiteres großes Stück von der Keule ab, in Gedanken schon beim nächsten Gegner.

Überall im Süden treiben sich Osmanen herum.
Vor Rushuk, bei Nikopolis und Skopje und wer weiß wo noch.

Er soll mit seinen Kürassieren allen Österreichern Hilfe bringen, doch wer hilft ihm?
Wie üblich steht er ganz alleine auf weiter Flur und wenn er nicht immer stets wie der Wind marschieren würde, hätte man ihn und seine Männer längst totgeschlagen!
Sein Blick fällt auf die vor ihm im leichten Trab dahin reitenden Kürassiere, die mit der Arroganz des Reitervolkes um sich blicken und dabei gemütlich parlieren.
Ja ja, heute noch auf stolzen Roßen, morgen durch die Brust geschossen, denkt er spöttisch.
Na und, sollen sich die jungen Kerle doch amüsieren, das dicke Ende kommt noch früh genug.

**************************************************************************************************** ***********

Das starke türkische Korps hat mittlerweile Skopje den Rücken zugewandt und marschiert nach Norden Richtung Nikopolis.
Ein erster fataler Fehler der Osmanen, die damit ihre Armee in Ioannina gefährden oder eine neue Teufelei, die sich noch nicht erschließt, da wir nicht wissen, welche Kräfte der Sultan noch hinter der Front heranführt?
Immerhin wartet dort noch eine weitere osmanische Division, sodass man bald eine zweite Armee zur Hand haben wird, wenn man das will.

16.Juli 1806
Die türkische Armee hat Ioannina verlassen und marschiert nun mit Macht nach Osten, Richtung Skopje!

Vielleicht hat man das Netz erkennt, das die Österreicher im Begriff sind, auszuwerfen.

Die immer noch angeschlagenen Württemberger bleiben in Ohrvid stehen, um sich zu erholen, während Hohenlohes Kaiserliche nun eilends nach Florina abgehen und die Deutschen weiter auf die Württemberger zu halten.
Inzwischen belagern die Wiener weiter Skopje - womöglich kann man sich tatsächlich diese Türken greifen!

http://up.picr.de/16945094sz.jpg

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General Stanislaus Nepomuk Frisiercreme zu Frisier schnippelt mit einer kleinen Schere an seinem geliebten Schnurrbart herum.

Sein Bursche hat natürlich sorgfältig die Rasur besorgt, aber der Schnurrbart des Reichsgrafen ist eine Angelegenheit, um die er sich höchstpersönlich kümmern muss!
Schnurrbärte gelten im österreichischen Offizierskorps au fond als nicht gesellschaftsfähig, was zu Frisier erst recht anspornt.

Schließlich folgt er nicht etwa Franz I., Kaiser von Österreich, sondern als Reichsgraf vielmehr und ausschließlich Franz II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und das soll ruhig jeder sehen!
Was die Österreicher also zu tun oder zu lassen belieben, oder gar welchen Moden sie anhängen, ist dem General gänzlich egal!

Dabei wäre er nicht unbedingt auf das Tragen eines Schnurrbartes angewiesen - seine bevorzugte Husaren-Uniform des Hauses Hessen-Homburg war an sich im österreichischen Heer schon auffallend genug:
Der Attila, derzeit über einem Stuhl drapiert, dunkelblau mit weißem Schnurbesatz, der Kolpak, gegenwärtig auf seinem Feldlager ruhend, auffällig Ponceau-rot, die Patten an der Litewka dunkelblau,
am Mantel hingegen rot, der Paletot-Kragen dunkelblau, hochgestellt hingegen rot, die Offiziers-Säbeltasche rot mit silberner Litze - das hebt sich beliebig deutlich vom dominierenden, langweiligen Weiß der Garde ab,
die die Mehrheit seiner österreichischen Truppen stellt!

In der Ferne donnern gelegentlich die Kanonen seiner Artillerie, die gemütlich Skopje sturmreif schießt und damit den General zu früher Stunde aus dem Bett geworfen hat.
Kurz lauscht der Reichsgraf auf die Geräusche im Lager seiner Dragoner - mittlerweile und insbesondere seit der nahezu endlosen Belagerung von Belgrad kann er alleine auf Basis der Geräuschkulisse trefflich einschätzen,
wie die Lage jeweils aussieht.
Das Klappern von Essgeschirre, das Gestreite der Köche, die lauten Befehle und das Stapfen von exerzierenden Gardisten, das Poltern schwerer Wagen über Stock und Stein.
Alles normal!

Beruhigt schnippt er ein weiteres keckes Barthaar weg, vor dem kleinen Frisierspiegel Grimassen schneidend, um widerspenstiges Gekräusel im schlechten Licht zu erkennen.
Ja ja, der Schnurrbart und die Husarenuniform hatten ihm nicht nur, aber insbesondere in Wien allerhand Aufmerksamkeit des Weibsvolkes eingebracht, wie er sich gerne in Erinnerung ruft.

Zumal ihm außer der Erinnerung nichts geblieben ist, da er seit Monaten nur von einem Dreckloch zum nächsten gezogen ist.
Ihm kommt es vor, als würde man die Feldlager stets auf alten Latrinen errichten, was angesichts der wechselvollen Geschichte des Balkans vielleicht auch gar nicht weit hergeholt ist.

Belgrad, ja, das verdammte Belgrad, denkt Frisiercreme angewidert.
Da zieht er in den Krieg, stolz und froh, endlich wieder sein Schwert für seines Herren Fahne führen zu können und strandet gleich wenige Kilometer hinter der Grenze bei dieser vermaledeyten Feste!
Eines der mächtigsten Werke seiner Zeit, gebaut gewissermaßen als Pendant zu Wien, wo Österreich stellvertretend für Europa die Horden der Osmanen abgewettert hatte, dient Belgrad als der Wellenbrecher
des Sultans gegen ungebetene christliche Gäste.

Mehr als hundert Tage lang war Frisiercreme mit seinen stolzen Wienern gegen dieses Bollwerk angerannt!
Seine Feldartillerie konnte den mächtigen Schanzen wenig anhaben, weshalb man gerne immer wieder mal der Stadt ein paar Schuss spendiert hatte, sofern man denn nahe genug heran kam.
Im Wesentlichen war es das Geschäft der Mineure gewesen, die sich unermüdlich von den österreichischen Linien zu den osmanischen Mauern vorgruben, um diese dann endlich weg zu sprengen.
Ein mühsames, langwieriges, schmutziges und wenig erhebendes Geschäft!

Zudem, wenn man ein stolzer Reichsgraf war, der seine Klinge im edlen Reiterkampf mit dem Feinde kreuzen wollte!
Doch brav und gehorsam hatte Frisiercreme ausgeharrt, im Dreck und Gestank des Lagers, hatte im Laufe der Zeit hunderte, ja schließlich tausende seiner wackeren Gardisten als blutige Bündel enden sehen,
niedergestreckt in endlosen Artillerie-Duellen zwischen der mächtigen Festungsartillerie und seinen eigenen Batterien.

Bis dann, als endlich die ersten Schanzen Belgrads fielen, als mehr und mehr Rauchsäulen über der trutzigen Stadt aufstiegen und erstmals der Sieg zum Greifen nahe schien, der Befehl zum Abrücken kam!
So hat man ihn auch noch um den einzigen Lohn gebracht, den diese trostlose Belagerung zu verheißen wusste:
Den siegreichen Einzug an der Spitze seiner Regimenter in die eroberte Stadt!

Nun würden wohl die Ungarn den Preis einstreichen und von Frisiercremes Taten würde nirgendwo berichtet werden, bei all den aufregenden Attacken und Contre-Attacken, von denen der ganze Balkan wiederhallt!
Immerhin gerieten die Dinge nun in Bewegung, die Osmanen holten zum großen Gegenschlag aus und drohten ihre Erde gleich mit dem Blute zwei österreichischer Korps zu tränken.

Karl von Teschen persönlich eilt mit seinem Korps nach Südwesten, um zu retten was vielleicht noch zu retten ist.
Und nun fällt es dem Grafen zu Frisier alleine zu, das österreichische Zentrum zu verteidigen, den Anker, an dem nun drei Korps des höchst gefährdeten Südflügels hängen!
Osmanen sollen sich auch in dieser Gegend herumtreiben, die Kundschafter berichten wahlweise von Divisionen oder Korps!

Frisiercreme setzt die Schere ab, grinst sich selber an - hervorragend!
Für seinen Säbel wird es wohl doch noch reichlich Arbeit geben, bevor dieser Krieg zu Ende ist!

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20.Juli 1806
Nun ist es klar:
Die türkische Armee will die Belagerung Skopjes aufbrechen und dabei gleich noch die Wiener auf die Hörner nehmen.
Die drei Korps im Westen marschieren los, um die Wiener rechtzeitig verstärken zu können.

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21.Juli 1806
Das Oberrheinische Korps hat Belgrad erreicht und übernimmt nun die weitere Belagerung.
Seit 142 Tagen hält nun die Festung stand!

Nun sind immerhin die Ungarn frei, nach Süden zur Verstärkung der Wiener auf Skopje zu marschieren.
Leider ist das ohnehin noch nie sonderlich starke Ungarische Korps durch die lange Belagerung selbst ziemlich geschwächt, aber die 23.000 Mann stellen immer noch eine starke Streitmacht dar.

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23.Juli 1806
Das Deutsche Korps unter Karl von Teschen stellt die weit überlegene türkische Armee in Florina und greift sofort an!
Immerhin sind die Türken durch das ungünstige Gelände gehandicapt und können wenigstens im Zentrum nicht alle ihre Truppen einsetzen.
Außerdem kann Karl auf Verstärkung durch die Kaiserlichen und die Württemberger hoffen, die nicht weit entfernt sind.

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Zum Beginn fügen die Deutschen den Türken schon mal höhere Verluste im Artillerie-Duell zu - ein verheißungsvoller Auftakt!

24.Juli 1806
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Johann Graf von Hohenlohe besieht sich ein letztes Mal von seinem Feldherrnhügel aus die Aufstellung seiner Kaiserlichen.

Endlich hat er es mit seinem Korps geschafft, zum Deutschen Korps des Reichsmarschalls aufzuschließen.
Gestern hatte man schon den ganzen Tag das Donnern der Kanonen hören können, voller Ungeduld hat der Graf voran gedrängt, wohl wissend das Karl von Teschen weit in der Unterzahl gegen eine ganze Armee antritt.

Nun ist der neue Tag angebrochen und von Hohenlohe hat die Kaiserlichen in perfekter Ordnung an der linken Seite Karls in Position gebracht.
Auch beide Korps zusammen führen noch deutlich weniger Männer in die Schlacht als der Kommandeur des Sultans, doch soll nach dem Willen des Erzherzogs hier die unausweichliche Kraftprobe stattfinden.
Immerhin sind die Württemberger auch nicht weit und damit hätten die Österreicher eine Übermacht!

Die Kanonen beider Korps haben längst begonnen die Stellungen der Osmanen, die sich feige entlang der Waldlinie hinter einer Furt verschanzt haben, unter Feuer zu nehmen.
Diese lassen sich nicht lumpen und erwidern das Feuer, sodass hüben wie drüben Drecksäulen in die Luft emporsteigen und Männer wie Laub durch die Gegend gewirbelt werden.

Hinter all dem Rauch aus den Geschützen ist der Feind für den Grafen kaum noch zu erkennen, der Gestank des abgebrannten Pulvers füllt die Luft.
Unerschütterlich warten die kaiserlichen Gardisten auf den Befehl zum Angriff, den von Hohenlohe schließlich mit dem Schwingen seines Säbels erteilt.

Weiter unten im Teil erschallen Trompetensignale, dann hebt ein Gebrüll aus tausenden Kehlen an und die Formationen der Garderegimenter marschieren im ruhigen Tritt los.
Mit komplizierten Manövern arbeiten sich die Formationen im Gelände voran, behindert schließlich durch den hier flachen, jedoch schnell dahin strömenden kleinen Fluß,
als die ersten Salven der eingegrabenen Osmanen scharenweise Gardisten zu Boden sinken lässt.

Das wird ein schwerer Tag, erkennt der Graf mit böser Vorahnung, nach außen hin die Fassung wahrend.

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Den zweiten Tag tobt nun die Schlacht und die Kaiserlichen sind unter von Hohenlohe eingetroffen!
Nun können auch die österreichischen Truppen nicht mehr vollständig eingesetzt werden, doch immerhin ist der Gegner nicht mehr dramatisch überlegen.
Zunächst stecken die Kaiserlichen hohe Verluste im Zweikampf der Infanteristen ein, aber es besteht durchaus Grund zur Hoffnung auf Besserung!

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Doch auch im weiteren Verlauf des Tages sind die Verluste auf österreichischer Seite gigantisch!
Wird man auch diese Schlacht abbrechen und sich geschlagen bekennen müssen?
Die Generäle entscheiden, den Kampf weiter fortzusetzen!

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25.Juli 1806
Immer noch erleiden die österreichischen Truppen dramatische Verluste und die Württemberger haben auch noch nicht aufgeschlossen!

Einziger Lichtblick: Die Kaiserlichen und die Deutschen können nun ihre gesamte Streitmacht einsetzen, während die Türken immer noch unter dem schweren Gelände leiden.
Die Probleme der vereinten Streitmacht scheinen in der Schwäche des linken Flügels zu wurzeln, wo beständig schlechte Ergebnisse erzielt werden.
Da die Württemberger noch nicht in der Schlacht stehen, beschließen die beiden Generäle, der horrenden Verluste zum Trotze auszuharren.

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Doch nach weiteren, bitteren Verlusten müssen beide erkennen, dass sie hier nicht gewinnen können.
Zu gut haben sich die Osmanen verschanzt und metzeln Welle auf Welle unserer Gardisten nieder!
Zwei Tage lang hatten sich die Württemberger nicht auf dem Schlachtfeld blicken lassen!

Niedergeschlagen gehen die beiden Korps unter hohen Verlusten zurück...

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Auch weiter im Norden ballt sich das Unheil zusammen.
Ein weiteres türkisches Korps ist auf dem Schauplatz erschienen, sodass der von je her schwache linke österreichische Flügel nun vollends überrannt werden könnte.
Die Division Andrassy belagert weiterhin Rushuk, um eventuell noch vor den heran stapfenden Osmanen in der eroberten Festung Unterschlupf zu finden.

Die Slavonen versuchen unterdessen, rechtzeitig Nikopolis zu erreichen, dessen gewaltige Festungsmauern ebenfalls Schutz verheißen.

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Inzwischen schlägt die Kavallerie-Division Cfants einen weiten Bogen, um Frisiercremes Wiener in Skopje zu erreichen.

29.Juli 1806
Da die Osmanen weiter schnell auf Rushuk vorrücken, bleibt der Division Andrassy nur der Abbruch der kurz vor dem Erfolg stehenden Belagerung und der Rückzug auf die Festung Kronstadt.

Aufgrund der immensen Verluste und der immer stärker aufmarschierenden Osmanen kommandiert Karl von Teschen nun auch noch das sehr starke Lombardische Korps von Verona ab.
In Fünfkirchen sollen sich die Lombarden nun einfinden, um ggfs. eingreifen zu können, falls sich das Kriegsgeschick auch weiterhin so ungünstig entwickelt.

Inzwischen ändert General Cfant seine Marschpläne, da durch die jüngsten Verlegungen der Osmanen die eine Division, die Sofia belagert, isoliert erscheint.

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Durch ihre bisher so erfolgreiche Gegenoffensive konnten die Osmanen im Kriege wieder erheblich Boden gut machen.

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01.August 1806
Die österreichischen Forscher haben nun erfolgreich Ideen zur Beschleunigung des Marschtempos umgesetzt.
Wird auch hohe Zeit!

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Die Slavonen sind in Nikopol eingetroffen und darauf gefasst, bei Angriffen durch überlegene Gegner auf die Festung zurückzuweichen.

Die Division Andrassy marschiert inzwischen wieder nach Westen, da die Türken offenbar kein Interesse an einer Verfolgung haben.
Sie halten wohl lieber ihre Truppen zusammen, als vorzeitig eine Befreiung der Walachai zu beginnen - schade.
So bleibt immerhin auch unser schwacher nördlicher Flügel beisammen und kann eventuell verstreute feindliche Einheiten angreifen.

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03.August 1806
Im Großraum Skopje sieht es verheißungsvoll aus - unsere Truppen sind dem einen türkischen Korps in Veles deutlich überlegen.
Doch könnte dieses schnell Verstärkung aus dem Südwesten erhalten, während die Masse unserer Truppen erst den Fluss überqueren müsste, um an den Feind zu kommen.

Und im Rücken hält immer noch Skopje der Belagerung stand.
Trotzdem entscheidet sich General Frisiercreme, den Gegner mit seinen Wienern und den Ungarn anzugreifen, die immer noch schwachen Württemberger zur Belagerung zurück lassend.
Er rechnet dabei auf den Beistand der Kaiserlichen und der Deutschen, die unweit der Türken stehen, obwohl beide Korps nach den verheerenden Verlusten gerade noch die Hälfte ihrer Sollstärke erreichen.

05.August 1806
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Stanislaus Nepomuk Frisiercreme zu Frisier grinst zufrieden - das wird ein stolzer Tag!

Endlich steht er dem Feind in offener Feldschlacht gegenüber, keine Rede mehr von kräftezehrenden Belagerungen, stinkenden Lager, Krankheiten und Seuchen.
Nun kann befreit er zuschlagen, noch dazu in Überzahl!

Stolz aufgerichtet sitzt er im Sattel, seine Rechte fasst locker den schweren Säbel während er mit links den Zügel führt.
Wie üblich trägt er die Uniform des Husaren-Offiziers, die ihn mehr heraushebt als all die Fahnen hinter ihm.

Heute Morgen noch hat ein Priester die Kanonen eingesegnet und die Männer zur Pflichterfüllung ihrem Herren, dem gerechten Kaiser Franz gemahnt,
auf dass sie möglichst viele gottlose Heiden totschlagen mögen, damit ihnen das Himmelreich gewiss wäre.

Noch trommeln die Geschosse seiner Artillerie auf die Türken ein, zerfetzen Bashi Bazouks, zertrümmern Geschütze, lassen Munitionswagen in Flammen auf- und Pferde durchgehen,
da befiehlt der Reichsgraf seinen Männern schon den Angriff.

"Schickt die rechte Flanke vor, da ist der Türcke schwach!", ruft er seinem Stabe zu.
"Lasst die Grenadiere aufmarschieren, haltet die Chevaulegers noch zurück für die Verfolgung!"

Ein Melder reitet eilig los, den Befehl des Generals zu überbringen.

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Die Wiener und Ungarn haben die Schlacht gegen das türkische Korps in Veles eröffnet!
Trotz ungünstiger Vorzeichen drängte Frisiercreme an den Feind, nun wird man sehen, was geschieht.

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Tatsächlich ist die linke türkische Flanke zum Abend mit einem beherzten Sturmangriff in die Flucht geschlagen!
Den Türken scheint es an ordentlichen Kommandeuren zu mangeln.
Nun sieht es zur Abwechslung einmal für die Osmanen übel aus!

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06.August 1806
Nach weiterem, harten, beiderseits verlustreichem Kampf weicht auch das türkische Zentrum aus!
Doch nahen bereits die Verstärkungen aus dem Südwesten heran und drohen, die Schlacht doch noch zu drehen.

Frisiercreme fordert die Kaiserlichen und die Deutschen auf, seine Wiener und Ungarn zu unterstützen.
Zur gleichen Zeit haben sich Cfants Kavalleristen entschlossen auf die Osmanen in Sofia gestürzt und diese in den Kampf verwickelt.

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Noch weiter im Nordosten tobt der Kampf zwischen der Division Andrassy und einem türkischen Korps, dass die Truppe eingeholt hat.
Immerhin werden die Türken durch einen Flusslauf behindert, aber sie sind auch fast dreifach in der Überzahl!

Der ganze Balkan hallt vom Klang der Waffen wieder, überall ringen Österreicher und Türken auf Leben oder Tod!
In Veles erleiden nun auch Frisiercremes Korps gewaltige Verluste, obwohl die Türken eigentlich doch schon geschlagen schienen.

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Inzwischen metzelt Cfants Kavallerie die Türken bei Sofia förmlich nieder.

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Die Division Andrassy schlägt sich achtbar, jedoch scheint es gegen die endlosen Ströme osmanischer Kämpfer nicht zu reichen.

07.August 1806
Frisiercremes rechter Flügel kann der Belastung nicht mehr standhalten und weicht zurück.
Immerhin scheinen sich die Verluste zu stabilisieren, vielleicht gelingt dem Zentrum und dem linken Flügel nun der entscheidende Schlag.

Unter den pausenlosen Angriffen der Cfant'schen Kürassiere schwinden die Osmanen in Sofia dahin.

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In Corabia ist hingegen nun klar, dass sich die schwache Division nicht halten können wird - der General gibt Befehl zum Rückzug der "Andrassy", bevor noch ein weiteres türkisches Korps die Schlacht endgültig zum Desaster macht.

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Am Nachmittag kann General Cfant vor Sofia einen überragenden Sieg feiern!
Der Triumphator beschließt, dem fliehenden Feind hinterher zu jagen, um ihn endgültig auszulöschen und sich dann Richtung Skopje zu wenden.

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Indessen geht die brutale Schlacht von Veles weiter.

Die Verluste Frisiercremes scheinen sich weiter zu stabilisieren und die Kaiserlichen und die Deutschen können nicht mehr weit sein!

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08.August 1806
Den vierten Tag dauert nun schon die Schlacht um Veles an.

Immer noch sind die Verluste hoch, doch scheint die Moral der Türken allmählich zu schwinden!

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Tatsächlich können die Wiener und die Ungarn langsam weiter vorrücken, während die Osmanen mehr und mehr nach hinten blicken!

09.August 1806
Als der neue Tag heran bricht und der Kampf weitergeht, wird klar:
Die Türken können nicht mehr lange standhalten!

Doch noch kämpfen sie und ihre Verstärkung ist nicht mehr weit!
Am Mittag endlich ist die Schlacht geschlagen:
Berge von Toten liegen überall, doch Habsburgs und Österreichs Fahnen wehen immer noch, während die Osmanen weichen!

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General Frisiercreme jagt die Wiener zur Verfolgung nach Edessa, während er die schwer gezeichneten Ungarn nach Skopje entlässt.
Dort können sie die Württemberger in der Belagerung ablösen, die nun unvermutet den zahlenmäßig stärksten österreichischen Verband bilden, da alle anderen höhere Verluste hatten.

Die Kaiserlichen und die Deutschen werden für den Folgetag in Veles erwartet.
Die Schlachten von Veles, Sofia und Corrabia haben Österreich unter gewaltigen Verlusten wieder auf die Siegesstraße geführt.

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10.August 1806
Die osmanische Verstärkung ist in Veles angelangt - doch die Hauptmacht hat sich längst zur Flucht gewendet!
Indessen sind die Kaiserlichen und die Deutschen ebenfalls eingetroffen, sodass hier nun ein großer Sieg winkt!

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Tatsächlich werden die Türken nun scharenweise niedergemäht, der gesamten Armee, die ursprünglich von Ioannina angerückt ist, droht nun die Auslöschung!

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Am Abend schließlich führen die versammelten österreichischen Korps vernichtende Schläge gegen die verzweifelten Türken!
Von diesen Verlusten wird man sich nicht erholen!

11.August 1806
Auch in der Nacht konnten sich die Türken nicht entziehen, ein neuer, blutiger Tag dämmert heran.
Am Mittag endlich ist es vorbei, unter Führung des Grafen von Hohenlohe wurde ein gewaltiger Sieg errungen, die die vorangegangenen Niederlagen im Westen nun endlich ausgleicht!

Die Macht der Osmanen scheint im Zentrum und im Süden nun gebrochen, das Land dem Zugriff Österreichs preisgegeben!

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So endet denn auch die zweite Schlacht von Veles mit besten Vorzeichen für den weiteren Krieg.
Doch ist es nicht die Zeit zum Feiern, zur Verfolgung wird geblasen, um nach Möglichkeit keinen einzigen Feind entkommen zu lassen!

13.August 1806
Noch immer versuchen die Überreste der geschlagenen türkischen Armee nach Osten zu entkommen, während ihnen die Österreicher auf den Fersen bleiben.

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Von Norden her eilt Cfants schnelle Kavallerie heran, den Feind zu stellen und endgültig zu vernichten!

Dem Sultan stehen noch reichlich Rekruten zur Verfügung, allein, wenn die Regimenter nicht mehr existieren, so kann er sie auch nicht mehr auffüllen.
Die Ausbildung neuer Regimenter dauert weitaus länger und in der Zwischenzeit soll Österreich den Krieg gewinnen!
Mittlerweile haben die beiden türkischen Korps im Norden offensichtlich Kunde von dem Unglück im Süden erhalten und marschieren heran um zu retten was zu retten ist - zu spät!

14.August 1806
Ein Teil der fliehenden Feinde scheint auf Thessaloniki zu marschieren.
Sehr gut - dort können wir sie einschließen, aushungern und dann endgültig erledigen!
Die von großen Verlusten gezeichneten Ungarn werden nach Peterwardein zurück befohlen, um dort aufgefrischt zu werden.
Zur Zeit ist das Korps praktisch nicht mehr einsetzbar.

16.August 1806
Man mag es kaum noch glauben:
Belgrad hat nun endlich kapituliert, nach sage und schreibe 177 Tagen der Belagerung!

Siegreich zieht das Oberrheinische Korps in die geschleifte Festung ein, um sich dann nach Nikopolis zu wenden, wo die österreichischen Linien nun am Dünnsten scheinen.

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Indessen hat das Deutsche Korps Karl von Teschens die weichenden Osmanen in Kiklis gestellt.
Dort herrscht ein großes Durcheinander zerschlagener feindlicher Verbände, die panisch durch die Landschaft marschieren, was Karl die Aufgabe sehr erleichtern sollte.

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Tatsächlich ist ein verlorener türkischer Trupp rasch ohne eigene Verluste aufgerieben, während die restlichen Türken nach Thessaloniki fliehen.
Die Deutschen machen sich sofort an die Verfolgung, um den Feind dort einzuschließen.

Frisiercremes Wiener Korps wird ebenfalls dorthin befohlen, da die Osmanen zahlenmäßig zu stark für nur ein geschwächtes Korps sind.

17.August 1806
Bei seinem Eintreffen spürt das Korps des Reichsgrafen zu Frisier einen weiteren fliehenden Truppenteil auf und eröffnet das Gefecht.

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Tatsächlich sind die Felder am Abend mit niedergemetzelten Türken bedeckt - auch hier war der demoralisierte Feind nicht in der Lage, den perfekt koordinierten Österreichern Verluste beizufügen.

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Vereint marschieren die beiden siegreichen Korps nun auf Thessaloniki, wo die Osmanen aus den zerschlagenen Einheiten wieder ein schwaches Korps zu formieren versuchen.
Indessen wurde die fliehende Garnison von Belgrad durch die Oberrheinischen aufgerieben - leichte Ziele boten sich den kaiserlichen Musketen dar!

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20.August 1806
Die beiden Korps sind in Thessaloniki eingetroffen und machen sich an die Belagerung der starken Festung, die nun einer große Zahl osmanischer Einheiten Schutz bietet.

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Die Kaiserlichen marschieren inzwischen mit der Division Piccolomini zurück auf Skopje, da sich im Norden neues Ungemach in Form zweier türkischer Korps zusammenbraut.

22.August 1806
Den Württembergern ist es gelungen, die Verteidiger von Skopje am 43. Tag der Belagerung zur Kapitulation zu zwingen!
Nun kann man sich mit freien Händen dem Feind im Norden zuwenden.

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Die Division Andrassy wurde in Kronstadt wieder aufgefrischt und rückt nun aus nach Nikopolis.

24.August 1806
Die belagerte Stadt Sofia musste vor einem türkischen Heer kapitulieren, die österreichischen Verteidiger wurden niedergemacht.
Doch schon rücken die Truppen den Kaisers vor, um auch diesen türkischen Mordbrennern das Handwerk zu legen.

Das Kriegsglück hat sich nun wieder dem gerechten Kaiser Franz zugeneigt, der Stern des bösen Sultans sinkt.

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Cfant
03.01.14, 22:15
Es ist Uns ein Ehre, des Kaisers Waffenrock zu tragen und ein Vergnügen, diese spannende Schilderung zu verfolgen! Wir hängen sozusagen gebannt an Euren Lippen ;) Ein dreifach Hoch auf General Hohenlohe, der Hammer des Balkans, und den gnädigen Kaiser! :)

H34DHUN73R
03.01.14, 22:46
"Der Hammer des Balkans" - das wird dem General sicherlich zusagen, werter Cfant :)
Ihr seid dann zweifellos "Die Geissel der Ketzer" :)

Hohenlohe
03.01.14, 23:05
Der "Hammer des Balkans" dankt seinen Mitstreitern für die hervorragenden Leistungen in der Schlacht. Mögen die Osmanen vor unseren tapferen Streitern erzittern. Auf in den Kampf...*HURRAH*
Wir freuen uns dem Kaiser diese grossartigen Siege melden zu können...:ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

Ruprecht I.
04.01.14, 01:03
Ok, wer ist das und was habt Ihr mit Cfant gemacht? :eek:

Alle Wetter, das ist spannend :top:

H34DHUN73R
04.01.14, 01:16
Schließt Euch dem wilden Haufen an, werter Ruprecht und seht selbst :)

Anbei eine Übersicht der kaiserlichen Offiziere zbV:

Stanislaus Nepomuk Frisiercreme zu Frisier, Reichsgraf zu Homburg
Oberbefehlshaber des Wiener Korps

Karl Philipp Johann Nepomuk Joseph Cfant von Schwarzenberg
Kommandeur der Kavallerie-Division "Piccolomini"

Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf von Hohenlohe
Oberbefehlshaber des Kaiserlichen Korps

Johann Graf von Blást-Warieur
Oberbefehlshaber des Garde-Korps


PS: warum heißt heutzutage eigentlich keiner mehr Nepomuk? Welch liebreizender Name - hat jemand ein Baby zur Hand?

Blastwarrior
04.01.14, 01:57
werter H34DHUN73R,
wollt ihr euch umbenennen lassen? :D

"Ah endlich in Prag, was für eine wunderschöne Stadt.
Sie da warten sie, sagen sie mir wo ist der Markt."
Eine olle Schachtel antwortet:
"Was wollen sie mit einer Magd? Gehen sie lieber zum Markt da drüben. Vielleicht mag man ihnen dort helfen mit ihrer Magd."
Johann Graf von Blást-Warieur unterdrückt seine Wut...
man sieht aber wie die Farbe in sein Gesicht einzug hält.
Ein schlaksiger kleiner Bursche kommt auf Johann Graf von Blást-Warieur zu.
"Sie müssen Johann Graf von Blást-Warieur sein."
"Wie kommst du denn da drauf mein Junge?"
"Mein Herr sagte mir ich solle nach jemanden Ausschau halten, der von vollkommener Blässe zu signalrot innerhalb weniger Sekunden wechseln kann."
"Bring mich zu deinem Herren."
"Ok folgen sie mir."
Als sie endlich auf dem Hofe angekommen sind, zeigt der Bursche auf einen etwas dicklichen gut gelaunten Herren.
Johann Graf von Blást-Warieur geht auf ihm zu und tobt sich erst einmal verbal an ihm aus.
Der dickliche Herr lächelt weiter und sagt:
"Ah Herr Johann Graf von Blást-Warieur schön sie zu sehen. Sie haben eine Audienz bei ....


PS: Werter Kopfjäger bitte übernehmen sie :D

Cfant
04.01.14, 13:20
Ok, wer ist das und was habt Ihr mit Cfant gemacht? :eek:

Alle Wetter, das ist spannend :top:

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing :D

Und :ja: zu Eurem zweiten Satz - ich bin wirklich gefesselt von diesem AAR. Möge Österreich siegreich sein!

Sharpe
04.01.14, 13:49
Werter H34DHUN73R!
Falss noch ein Kommando frei wäre, würde ich mich euch gerne anschließen! Da ich nihct so gerne zu Fuß unter wegs bin, wäre mir was berittenes genehm!

gez Sharpe, der Fußkranke

H34DHUN73R
04.01.14, 16:12
Werter H34DHUN73R!
Falss noch ein Kommando frei wäre, würde ich mich euch gerne anschließen! Da ich nihct so gerne zu Fuß unter wegs bin, wäre mir was berittenes genehm!

gez Sharpe, der Fußkranke

Seit Uns willkommen, werter Sharpe :)
Leider gibt es nur eine reine Kavallerie-Division, ansonsten noch zwei kleine Infanterie-Divisionen, der Rest sind Korps mit gemischten Truppen.
Aber keine Sorge, Generäle müssen bei Uns nicht zu Fuß gehen und gebieten stets auch über einige Kavallerie-Regimenter :(

Frisiercreme
04.01.14, 16:51
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/kopf2_zps6dcfba14.jpg
Eure Majestät!
Also lasset mich von gewaltigen siegen kunden, der türcke weicht allerorten, so wie der gerrechte GOtt es fordern mag. Wir haben dem unbotmäßigen feinde eine bataille geliefert, an die man dorten noch in taussend jahren dencken soll.
Mit dieser frohen zeytung möchten wir wohl auch eine bitte verbinden. Lasst uns nimmermehr siedlungen umstellen, es untergräbt den geyst garselbst des tapfersten burschen. Lasst das doch die italieners oder magyaren machen, wir wollen mit dem feinde ehrlich streiten und nicht nur teglich warten bis die fourageurs das nechste ferckel requirieret haben.

Auf dem balkan daselbst ist es gar schrecklich.
Die namen der elendiglychen koben, die hier selbst luegnerisch stadt genannt werden, können wir uns gar nicht mercken. Balkanstedte seind böhmische Dörfer fuer uns und die menners. Darum eure Majestät fordert nicht zuviel von diesen landen, mag der Türcke sich selbst noch mit diesen widerborsten grämen.

Wir muessen ietzo schließen, die chevauxlegers haben nachtquartiere recognizieret.
Euer ergebenster
Frisiercreme zu Frisier

H34DHUN73R
04.01.14, 19:12
Tief bewegt ist Franz I. Joseph Karl, Österreichs gerechter Kaiser, von dem Schreiben Seines braven Generals.
Ein Lehen soll er bekommen, im vom Feind hart erstritten Land, auf dass er betten kann sein Haupt, so denn wieder Frieden herrscht!

Duke of York
05.01.14, 03:15
Wirklich sehr spannend! :top:
Gibt es irgendwo eine Gesamt-Verluststatistik?

Und wäre es rückblickend besser gewesen, in den ersten beiden Kriegsmonaten die Belagerer von Belgrad mit einen Übermaß an Artillerie auszustatten, um schneller Belagerungsfortschritte zu erzielen?

H34DHUN73R
05.01.14, 10:22
Wirklich sehr spannend! :top:
Gibt es irgendwo eine Gesamt-Verluststatistik?

Und wäre es rückblickend besser gewesen, in den ersten beiden Kriegsmonaten die Belagerer von Belgrad mit einen Übermaß an Artillerie auszustatten, um schneller Belagerungsfortschritte zu erzielen?

Seid willkommen, werter Duke of York :)

Eine Gesamt-Verluststatistik haben Wir leider noch nicht entdeckt, man muss sich die Werte selber zusammenfummeln, was Wir in einem der nächsten Berichte auch tun werden.

Hinsichtlich der Wirksamkeit der Artillerie bei Belagerungen sind Wir Uns mittlerweile nicht mehr so sicher.
Rein technisch gesehen kann die leichte Feldartillerie, die Unsere Korps und Divisionen mit sich führen, einer Festung ja eigentlich nichts anhaben - Wir wissen nicht so recht, wie die KI die Sache sieht.

Sicher ist hingegen, dass die Truppenanzahl in die Belagerungsdauer maßgeblich eingeht:
Ausgewertet wird die Stärke der Belagerer im Vergleich zu den Verteidigern - man benötigt mindestens Faktor 2, um überhaupt einen Effekt zu erzielen, wobei auch noch der Festungs-Level mit eingeht.

Rückblickend hätten Wir Belgrad wohl besser mit 60.000 Mann belagert, um schnell durch zu kommen, anstatt gleich zu Anfang auf Geländegewinne zu setzen.
Dann hätten Wir gemäß Unseres Feldzugsplanes im Anschluß unsere Hauptmacht gegen die feindlichen Entsatztruppen führen können und wären wohl mit geringeren Verlusten zum Erfolg gekommen.
Aber Wir wollten zu viel zu schnell.

Cfant
05.01.14, 10:28
Zum Glück :) Denn gerade, weil es auch mal Niederlagen setzt, ist dieser AAR so sehr zum Mitfiebern :) Wir wollen harte Kämpfe, grauenhafte Niederlagen und am Ende den ruhmreichen Sieg sehen, kein "Ich färbe die Karte in Rekordzeit ein" :) Also nur weiter so, lange lebe der Kaiser!

H34DHUN73R
05.01.14, 10:42
Tja, was die Niederlagen angeht, so haben Wir keine Bedenken, werter Cfant - die Clausewitz-Engine wird schon dafür sorgen :)

Blastwarrior
05.01.14, 12:44
wir hoffen inständig auf unseren Auftritt *hust* hoffentlich kommen wir nicht so verplant daher ;)

Duke of York
05.01.14, 13:02
Werter Headhunter,

besten Dank für Eure Antworten.

Solltet Ihr einen Kommandoposten für einen englisch-stämmigen General frei haben, wäre es Uns eine Ehre. :)
Immerhin heißt der gemeinsame Hauptfeind immer noch Napoleon! :D

Hohenlohe
05.01.14, 16:06
Werter H34DHUN73R, was für Artillerie gibt es noch ausser der reitenden Batterie und der Fussartillerie...??
Wir wissen nur noch, dass es Festungsartillerie gibt, aber die dürfte einen erheblichen Bewegungsmalus haben, daher nicht für Belagerungen geeignet. Wir haben MOTE seit dem CTD nicht mehr installiert, daher können wir das nicht selber nachprüfen, ausserdem spielen wir derzeit Steam offline, da wir nicht wissen, ob wir noch trojanerfrei sind, seit wir auf twcenter.net uns was chinesisches eingefangen haben.

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

H34DHUN73R
05.01.14, 16:59
Werter Headhunter,

besten Dank für Eure Antworten.

Solltet Ihr einen Kommandoposten für einen englisch-stämmigen General frei haben, wäre es Uns eine Ehre. :)
Immerhin heißt der gemeinsame Hauptfeind immer noch Napoleon! :D

Wir werden wohl bald ein englisches Korps aufstellen, werter Duke, da ja bereits der ehrenwerte Sharpe für Habsburgs Sache streitet -
seid Uns willkommen im Kreis der Edlen, die dem guten Kaiser Franz I. (oder auch dem II.) die Treue halten :)

H34DHUN73R
05.01.14, 17:03
Werter H34DHUN73R, was für Artillerie gibt es noch ausser der reitenden Batterie und der Fussartillerie...??
Wir wissen nur noch, dass es Festungsartillerie gibt, aber die dürfte einen erheblichen Bewegungsmalus haben, daher nicht für Belagerungen geeignet. Wir haben MOTE seit dem CTD nicht mehr installiert, daher können wir das nicht selber nachprüfen, ausserdem spielen wir derzeit Steam offline, da wir nicht wissen, ob wir noch trojanerfrei sind, seit wir auf twcenter.net uns was chinesisches eingefangen haben.

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

Wir konnten in der Tat noch keine schwere Artillerie entdecken, werter Hohenlohe - daher auch Unsere Bedenken bezüglich der normalen Ausstattung Unserer Korps,
die sicherlich keine schweren Brocken mit sich schleifen wird.
Die leichte Artillerie der Korps kann Festungsmauern eigentlich nicht wirklich beeindrucken, aber womöglich sieht die KI das anders.
Jedenfalls scheint für Belagerung die Zahl der Truppen wichtiger als ihre Ausrüstung.

Blastwarrior
05.01.14, 17:05
ist ja auch logisch das man für ne Belagerung keine Kanonen braucht. Man muss nur alle Zufahrtswege blockieren und dann warten. Dann gräbt man Tunnel bis unter die Mauer und dann mit Schwarzpulver BÄM.
Kanonen brauch man für nen Sturm um sofort Löcher reinzuhauen in die Mauer sonst klatscht der Sturm an die Mauer und Stein ist stabiler als Fleisch *hust*

H34DHUN73R
05.01.14, 17:46
ist ja auch logisch das man für ne Belagerung keine Kanonen braucht. Man muss nur alle Zufahrtswege blockieren und dann warten. Dann gräbt man Tunnel bis unter die Mauer und dann mit Schwarzpulver BÄM.
Kanonen brauch man für nen Sturm um sofort Löcher reinzuhauen in die Mauer sonst klatscht der Sturm an die Mauer und Stein ist stabiler als Fleisch *hust*

Es freut Uns zu wissen, das im Offizierskorps Seiner Majestät ein ausgewiesener Belagerungsspezialist zu finden ist, werter Graf von Blást-Warieur :)
Aufgrund der Feinde großer Zahl wird sich gewisslich noch eine Feste finden lassen, Eure Kunst zu demonstrieren :)

Blastwarrior
05.01.14, 18:34
am letzten Tag von der Belgrader Belagerung haben wir es doch demonstriert. Ist halt doof wenn einem so spät Bescheid geschrieben wird :D

H34DHUN73R
05.01.14, 20:54
**************************** AEIOU ****************************

"Laß in seinem Rate sitzen
Weisheit, Klugheit, Redlichkeit!"

25.August 1806
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Stolz reitet Franz I. Joseph Karl, Österreichs gerechter Kaiser, hoch zu Ross über den südlichen Glacis vor den mächtigen Mauern, die den Türken seinerzeit zum Verhängnis wurden.
Nun ja, sie und die herannahende Entsatz-Armee, aber so kleinlich möge man nicht sein - gehalten hat sie allemal, die Mauer.

In seinem Gefolge findet sich neben seinem Sekretär und Metternich, der eigentlich einem Ausritt wenig abgewinnen kann, auch Oberst Josef, Ritter von Kalik, der Leiter des neu gegründeten Evidenzbureaus,
das nach dem Willen des Kaisers ein unbestechliches Auge auf die Vorgänge im Lande werfen soll. In diesen schweren Zeiten ist durchaus nicht jedermann zu trauen, der nach außen fröhlich lächelt!
Doch der Oberst soll ins Herz ihm sehen und den Verrat enttarnen, wo immer er sich zeigt!

Für die Sicherheit der Ausflügler sorgt eine Schar kaiserlicher Kürassiere, die mit blitzenden Helmen und wehendem Rosshaar prächtig anzuschauen sind.

Die Wiener, die die schöne Allee ebenfalls gerne für eine Spaziergang nutzen, machen ehrerbietig Platz vor dem Monarchen, der Manchem gnädig zuwinkt.

Allerdings ist er überwiegend ganz versunken in Gedanken und in sorgenvoller Stimmung ob des schicksalshaften Ringen weit im Süden.
Wieder wurde ein Korps in diesen Strudel hinein gezogen, mit dem Lombardischen auch noch das stärkste, welches das Heer noch zum Schutz der Heimat aufbieten konnte.
Was wenn Napoleon die Gunst der Stunde nützt?
Oder die neidigen Preußen oder gar die Russen?
Wer soll sich dann noch in den Weg stellen?

Franz liebt seinen kleinen Bruder Karl wie, nun, wie einen Bruder eben.
Doch hat sich seit den Kindertagen scheints nicht viel geändert:
"Nein Karl, man kann Pferdeäpfel nicht essen! Nein Karl, ärgere nicht den großen Hund! Nein Karl, schicke nicht deine Truppen in diese Falle des bösen Sultans! Nein Karl, lasse dir nicht die ganzen schönen Korps niederkartätschen!"

Es das Gleiche wie immer:
Das Spielzeug ist kaputt und nun muss er, der ältere Bruder, wieder neues herbeischaffen.
Allein - woher nehmen?
Er kann keine Männer herzaubern und der Dukaten Strom ist auch nicht endlos!

Überhaupt scheint eh nie einer zu fragen, was er selbst denn will!
Ist er denn nicht der Kaiser? Sollte man nicht fragen, was der Kaiser will um es ihm dann gleich zu bringen?
Aber nein, keiner interessiert sich, alle denken nur an ihre eigenen Wünsche und wie der Kaiser diese erfüllen kann!
Und er darf nichts, gar nichts darf er!

Niemand regt sich darüber auf, wenn im Osmanischen Reich Mustafa der soundsovielte Mahmud den soundsovielten köpft und daraufhin Mahmud der soundsovielunderste Mustafa den soundsovielten
erdrosseln läßt. Oder andersrum, keinen kümmerts!

Aber wehe, er, Franz der Kaiser, ließe einen dieser abscheulichen Schmieranten aufhängen, die mit ihren Gazetten das Volk aufwiegeln!
Ha, das gäbe gleich ein gewaltiges Geschrei!
Zur Zeit sind alle glücklich, da ja gute Nachrichten von der Front eintreffen, aber wehe, es geht da irgendwo einmal eine kleine Schlacht verloren - dann heißt es gleich "Niederlage! Katastrophe!" und ein jeder Wiener schaut,
ob nicht um die nächste Ecke herum schon die Janitscharen stürmen!
Und der Kaiser selbst darf sich das Gejammer von Gräfinnen und Herzoginnen anhören, die sich um ihre Gatten grämen!

Als ob es Besseres gäbe, als sein Leben für die Sache seines Kaisers einzusetzen!

Oder wenn er seinem gerechten Zorn nachgäbe und dem frechen Botschafter der Franzosen, der unweigerlich immer angekrochen kommt, wenn sich schlechte Kunde von den Front in Wien herumspricht,
um die falschen, vergifteten Grüße seines dahergelaufenen Kaisers zu überbringen, die Faust in seine eitle Fratze schlagen würde!

Ha! Das gäbe ein Aufsehen und Franz dem Kaiser wäre es ein Wohlgefallen!

Aber nein! Auch das darf er nicht!
Lächeln muss er, auf des Metternichs Geheiß, immer nur lächeln und Hände schütteln, die besser abgehackt wären!
Und bezahlen, für Alles und Jeden!

Immerhin, es gibt auch Lichtblicke, wie den Johann Graf von Blást-Warieur, den er zum Commandirenden General des Garde-Korps bestellt hat!
Der wird den Preußen ordentlich auf die Nase geben, falls sie sich zu zeigen wagen!
Oder den Russen oder wem auch immer!
Ja, es gibt sie noch, des Kaisers getreue Paladine, die dreinschlagen wann und wo es sein muss!

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26.August 1806
Das Oberrheinische Korps taucht im Norden des einen türkischen Korps in Dragoman auf, bereit, den Kampf zu wagen.
Unweit stehen die Slavonen in der Feste Nikopol bereit, um Unterstützung zu liefern und aus dem Süden nahen die Württemberger, die Kaiserlichen und "Piccolomini".

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29.August 1806
Die Oberrheinischen konnten die Türken gerade noch stellen, bevor diese nach Nikopol ausweichen konnten.
Nun tobt die Schlacht in den Hügeln von Dragoman.

Von allen Seiten eilen Verstärkungen herbei, sodass sich eine weitere, gewaltige Schlacht unheilvoll abzeichnet.

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Das Gefecht beginnt verheißungsvoll, die Oberrheinischen fügen den Türken stets die höheren Verluste zu.
Allein, das zweite türkische Korps wird deutlich vor den österreichischen Verstärkungen eintreffen und das Schlachtenglück vielleicht noch wenden können.

30.August 1806
In der Tat konnte das türkische Korps rasch in die Schlacht eingreifen.
Dennoch schlagen sich die Oberrheinischen zunächst noch höchst erfolgreich, obschon sie sich nun einer zweifachen Übermacht gegenüber sehen.

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Tatsächlich schießen die Verluste beiderseits am Nachmittag gewaltig in die Höhe, doch strecken die Oberrheinischen die doppelte Anzahl Türken nieder.

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Am Abend gleichen sich die Verluste an, die Oberrheinischen werden das mörderische Gefecht nicht mehr lange durchhalten können!

Für den nächsten Tag werden die Slavonen erwartet, doch wird das zeitig genug sein?
Auch sind die übrigen Truppen noch recht weit entfernt und kommen vermutlich für diese Schlacht zu spät.

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31.August 1806
Bei Tagesanbruch reiben sich die Oberrheinischen verblüfft die Augen:
Obwohl gemeinsam doppelt überlegen, geht ein türkisches Korps offenbar zurück!

Hat man genug und möchte der grässlichen Schlacht entfliehen oder glaubt man die habsburgischen Truppen so schwer angeschlagen, dass ein einziges Korps sie endgültig bezwingen kann?
Tatsächlich aber winkt dem österreichischen Heer nun ein triumphaler Sieg, wenn man denn nur noch ein wenig aushalten kann!

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Doch auch eine Flanke der Oberrheinischen kann nicht mehr standhalten, die Schlacht wogt hin und her.
Am Abend steht die Schlacht noch unentschieden, doch nun nahen die Slavonen!

01.September 1806
Am frühen Morgen endlich greifen die Slavonen ein, nun scheint sich die Siegesgöttin allmählich zur österreichische Seite zu neigen.

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Unter dem Eindruck hoher Verluste bröckelt jetzt die Moral der Türken, zum Sieg ist es nicht mehr weit...

02.September 1806
Bereits zu Anfang des neuen Tages sind die Türken kaum noch kampffähig.
Die Oberrheinischen und die Slavonen rennen nun entschlossen an.

Gegen Mittag schließlich geben sich die Osmanen geschlagen und wenden sich zur Flucht.
Ein triumphaler Sieg für General Maximilian von Merveldten, dessen Oberrheinischen Grenzwächtern man derartiges vorher nicht zugetraut hätte!

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Der größere Teil der Feinde wendet sich nun offenbar nach Nikopol, während der Rest auf Sofia marschiert.
Die österreichischen Truppen teilen sich auf, um beide zu verfolgen.

03.September 1806
Ein türkisches Korps ist in Nikopolis eingetroffen, was ihnen nicht viel hilft, da die Festung unter österreichischer Kontrolle steht und die habsburgischen Korps und Divisionen bereits im Anmarsch sind.

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Die übrigen osmanischen Truppen des zerschlagenen Korps rennen noch panisch durch die Hügel und Wälder Dragomans im Versuch, das scheinbar Rettung verheißende Sofia zu erreichen.
Doch Habsburgs Streiter sind ihnen unerbittlich auf den Fersen!

05.September 1806
Das zuletzt in Dragoman geschlagene türkische Korps ist in Sofia eingetroffen, wo jedoch schon Cfants pfeilschnelle Kavallerie lauert.
Sofort befiehlt der General den Sturm auf die zerzausten osmanischen Einheiten.

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Die ohnehin demoralisierten Türken werden von den Kürassieren Cfants schnell dezimiert.
Indessen zieht sich die Schlinge um das andere osmanische Korps in Nikopolis immer enger.

06.September 1806
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General Cfant von Schwarzenberg trabt gemächlich auf die noch ferne Front der Osmanen zu, hinter ihm die edle Fahne Habsburg, rechts davon die Fahne seiner Division und
zur Linken Cfants eigene Fahne, das Wappen der Schwarzenbergs.

Gefolgt wird er von den Offizieren seines Stabes und seiner kleinen Garde aus Husaren.

Überall aus dem Wald hinter Cfant strömen die Kürassiere seiner Division heraus, Eskadron auf Eskadron und formieren sich zu Hornsignalen zu Regimentern, während ihre General scheinbar achtlos weiterreitet.
Vier Regimenter bilden schließlich die erste Linie, immer weiter ausgreifend, über einen Kilometer breit.
Doch das ist noch nicht das ganze Aufgebot der Piccolimini!

Dreitausend Meter noch, denkt Cfant, gar nicht so weit!
Jedenfalls verglichen mit den Strecken, die er mittlerweile schon im Sattel zurückgelegt hat - ein Katzensprung!

Während die Artillerie von den Hügeln aus Sperrfeuer auf die feindlichen Stellungen schießt kommen noch zwei Regimenter zum Vorschein, die im Zentrum eine weitere Linie bilden, hinter ihrem General.
Drei Glieder tief tritt jedes Regiment an, um der Feinde Reihen zu durchbrechen.

Zwei Steinschloss-Pistolen hängen an Cfants Sattel, bereit für den Nahkampf mit den Türken, falls das Rapier alleine es nicht tut.
Der General sieht sich um, lässt den Blick über die tausende von Reitern schweifen, die prächtig anzusehen sind, mit ihren blankgeputzten Brustpanzern und fliegenden Rosshaar-Schweifen.
Er zieht sein Rapier heraus, reckt es in der Luft, während er in den leichten Galopp wechselt, den feindlichen Linien entgegen.

Die Luft füllt sich mit dem Donnern der Hufe, als seine Regimenter folgen, eine Staubwolke markiert den Vormarsch der Piccolimini.

Zweitausend Meter! Cfant schwenkt sein Rapier nun über dem behelmten Kopf und wechselt in den gestreckten Galopp.
Die Trompeten verkünden den Befehl zum Angriff, als ob es einer noch nicht gewusst hätte!
Weiter schwillt der Donner an, eine vernichtende Welle scheint auf die türkischen Linien zu zu laufen, um Alles zu verschlingen!

Die osmanischen Soldaten strecken bedenklich die Hälse, um zu sehen, was da kommt!
Zaghaft wenden sich die Blicke der Bashi Bazouks und Janitscharen zu ihren Offizieren - was wird getan, was kann man tun?

Hastig zusammengestoppelt hat man diese Einheiten, aus den Überresten der zerschlagenen Truppen, die aus Dragoman entkamen.
Viele sehen schon nach hinten, wo es Deckung geben mag, doch die drohenden Blicke der Offiziere halten sie im Zaum.

Cfant senkt das Rapier nun zum Stich, als Hiebwaffe ist es schließlich nicht gedacht.

Er richtet sich im Sattel auf und spornt seinen Schimmel weiter an - noch schneller soll es gehen!
Ein Schrei entringt sich seiner Kehle, der von ganz tief unten kommt, tausendfach verstärkt durch seine Kürassiere!

Die ersten Türken fliehen vor der Macht, die sie zu verschlingen droht, erst wenige, dann mehr und mehr.
Kopflos wenden sie sich ab, werfen ihre Flinten weg.

Immer schneller wachsen nun die kleinen Gestalten auf des Gegners Seite in die Höhe, während die entfesselte Kavallerie heranjagt.
Cfant hält Ausschau nach einem Ziel und findet es.

Schüsse krachen aus den Musketen, reißen Reiter nieder, die in der Menge sofort verschwinden.
Doch diese Mückenstiche können die Naturgewalt nicht stoppen, die nun in die Reihen der Osmanen bricht!

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Schnell geben sich die osmanischen Einheiten geschlagen, ein weiterer großer Sieg des Reiterführers, der sich nun nach der Stadt Sofia wendet.

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Die Division Andrassy wird bei Nikopolis von dem noch recht intakten türkischen Korps angegriffen, welches bei Dragoman Fersengeld gegeben hat.
Die ungarischen Kämpfer sehen sich einer dreifachen Übermacht gegenüber und bis zum Eintreffen von Verstärkungen wird es noch dauern - zu lange?

07.September 1806
General von Maros-Nemeths Männer halten wacker aus, um den Türken ein erfolgreiches Absetzen nach Osten unmöglich zu machen.
Mit jeder Stunde, die die Division Andrassy im Kampf steht, lassen die österreichischen Truppen näher rücken und die Chancen der Türken auf eine erfolgreiche Flucht schwinden.

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Am Abend jedoch bricht die tapfere Division unter den großen Verlusten auseinander und muss geschlagen weichen.
Aber am nächsten Morgen schon werden endlich die nächsten österreichischen Verbände eintreffen und werden diese Niederlage blutig rächen!

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08.September 1806
Nun sind die Württemberger da und greifen sofort an, um den Feind weiter zu fesseln.
Die Oberrheinischen und Piccolomini kommen in zwei Tagen und das dürfte dann endgültig reichen.

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Zunächst erleiden die Württembergischen Grenzer höhere Verluste, doch sie bleiben standhaft.

09.September 1806
Auch der neue Tag sieht viele der tapferen Württemberger getroffen niedersinken, doch muss dieser Tag noch gegen den weit überlegenen Feind durchgestanden werden.

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Gegen Mittag muss die linke Flanke unter hohen Verlusten weichen - nun wird es ernst!
Aber unerschütterlich wehren sich die Männer und jagen eine weitere osmanische Welle unter blutigen Verlusten zurück.

10.September 1806
Endlich ist Verstärkung da und erstmals kämpft man zahlenmäßig ebenbürtig.

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Nun beginnt auch die Moral dieses türkischen Korps unter der Last der steigenden Verluste zu brechen.

11.September 1806
Am frühen Morgen sind auch noch die Oberrheinischen am Kampfplatz eingetroffen und schließen sich sofort dem Ansturm gegen die osmanischen Linien an.

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Obwohl sich die Türken immer noch verbissen verteidigen, dringen die österreichischen Truppen immer weiter vor.

12.September 1806
Immer noch tobt die Schlacht, diese zweite Schlacht von Nikopolis, den fünften Tag nun schon.

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Österreich hat nun seine Hauptmacht ins Treffen geführt und Habsburgs Fahnen branden gegen die bröckelnden Wälle von des Sultans Mannen an.

Am frühen Nachmittag ist der Mut der Osmanen dann gebrochen, die Überlebenden fliehen Richtung Osten, General Maximilian von Merveldten, der auf österreichischer Seite den Oberbefehl inne hatte, kann eine weiteren Triumph verbuchen!

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Die Felder und Wälder um die Feste Nikopol, von der herab des Kaisers Flagge weht, sind bedeckt mit zehntausenden von Toten und Sterbenden, die Kunde geben von der großen Schlacht und ihren Folgen:
Gebrochen ist des Sultans Macht, jedoch um einen hohen Preis!

Des Kaisers Kommandeure haben viel dazu gelernt in dem erbarmungslosen Kampf.

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Einem Erdrutsch gleich haben die bitter durchgefochtenen Schlachten das Blatt im Kriege endgültig zugunsten Österreichs gewendet, zu der gerechten Sache des guten Kaisers Franz I. !

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Nun geht es auch hier an die Verfolgung, wofür die KürassiereCfants bereit stehen.

Am gleichen Morgen hat "Piccolomini" einen fliehenden türkischen Trupp gestellt und ins Gefecht verwickelt.

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In Sofia hat Graf von Hohenlohe seinen Kaiserlichen den Sturm auf die Stadt befohlen, die von einer kleinen türkischen Schar gehalten wird.

Eine türkische Division eilt der aussichtslos ums Überleben ringenden Schar gegen Cfants Kürassiere zur Hilfe und sieht sich nun selbst den kühnen Angriffen der österreichischen Kavallerie ausgesetzt.

13.September 1806
Des bewährten General Cfants edle Reiter schlachten die Osmanen hin, dass es ein Wohlgefallen ist.

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Noch am Morgen ist Sofia erobert und von Hohenlohe zieht mit seinen Kaiserlichen weiter, um Cfant zu verstärken und sich dann nach Philippopolis zu wenden.

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Doch noch vor dem Mittag bekennen sich die Osmanen bereits geschlagen und fliehen panisch vor den erbarmungslosen Kürassieren, die sich sofort an die Verfolgung machen.

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15.September 1806
General Cfants Kavallerie hat die flüchtenden Osmanen vor Philippopolis wieder gestellt und erneut das Gefecht eröffnet.

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Die Moral der Württemberger ist nach den monatelangen, schweren Gefechten und hohen Verlusten so angeschlagen, dass sie bewegungsunfähig in Nikopolis verharren.
Eigentlich sollten sie nun nach Tirana marschieren, um erneut die Eroberung Griechenlands in Angriff zu nehmen, doch man wird ihnen eine Pause gönnen müssen.

Cfants wilde Reiter machen inzwischen gewohnt rasche Fortschritte gegen eine schwer angeschlagenen Feind.

17.September 1806
Die Division Piccolomini hat erwartungsgemäß erneut gesiegt und den geschlagenen Feind in den zweifelhaften Schutz der Stadtmauern zurück getrieben.

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General Cfant beschließt, auf das Eintreffen der Kaiserlichen zu warten, die die Türken dann aushungern sollen.
Beide türkischen Armeen, die seit dem Juni aufgetaucht sind, wurden komplett zerschlagen, ihre Überreste sind isoliert und werden nun belagert, bzw. im Norden noch verfolgt.

19.September 1806
Die Reste des letzten osmanischen Korps im Norden sind mit ihren österreichischen Verfolgern in Lovec eingetroffen.
Leider verstehen sich die Türken darauf, einem Gefecht aus dem Weg zu gehen und fliehen weiter nach Süden, die Slavonen und die Oberrheinischen stets im Nacken.

20.September 1806
Die Türken laufen wie die Hasen und kommen als erste in Stara Zagora an, einen wachsenden Vorsprung vor den Slavonen gewinnend.

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Cfants Kavallerie ist bedauerlicherweise immer noch an die Belagerung Philippopolis' gebunden, da die Kaiserlichen noch nicht eingetroffen sind.
Immerhin haben sich die Württemberger soweit erholt, dass sie sich wieder auf den langen Marsch zurück nach Ioannina machen können, von wo sie vor drei Monaten in höchster Not gewichen sind.

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22.September 1806
Die türkischen Truppen in Philippopolis tun General Cfant den Gefallen und starten einen verzweifelten Ausbruchsversuch.
Nun kann er ihnen vielleicht noch selbst den Gnadenstoß versetzen!

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Der Kampf beginnt verheißungsvoll, während sich am Horizont schon eine Staubsäule von dem Aufmarsch der Kaiserlichen kündet.

23.September 1806
Einen halben Tag schon haben die Türken den anstürmenden Kürassieren widerstanden, wenn auch mit großen Verlusten.
Nun wird der Kampf im Licht des neuen Tages fortgesetzt.

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Am späten Vormittag ziehen sich die geschlagenen Feinde schließlich erneut in den Schutz der Stadtmauern zurück, die Leichen tausender Gefallener zurücklassend.
Das Ungarische Korps, das sich seit einigen Wochen in Peterwardein erholt, wird nun nach Verona befohlen, um dort über die Grenzen nach Italien und die Schweiz zu wachen.

Im Gegenzug marschiert das frische, äußerst kampfstarke Lombardische Korps von Fünfkirchen aus auf Philippopolis vor, um den schwer getroffenen Osmanen den finalen Stoß zu versetzen und diesen Krieg zu beenden.
Die Lombarden waren als Elitetruppen dafür gedacht, allem, was die italienischen Vasallen Napoleons aufbieten können, einen vernichtenden Schlag zu versetzen, doch jetzt werden sie gebraucht, um den gemeinen Sultan endgültig niederzuringen.

Die Verluste des Heeres auf dem Balkan haben dessen Kampfkraft zu sehr sinken lassen, um das in angemessener Zeit noch selbst zu erledigen.

24.September 1806
Endlich sind die Kaiserlichen eingetroffen, die Belagerung von Philippopolis zu übernehmen, sodass sich die Division Piccolomini an die Verfolgung der restlichen Türken in Burgas machen kann.

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30.September 1806
Die Oberrheinischen konnten die fliehenden Osmanen endlich in Nessebar stellen.
Cfant eilt zur Verstärkung heran, wird aber noch einige Zeit brauchen, sodass von Merveldt zunächst alleine zurechtkommen muss.

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01.Oktober 1806
Die Schlacht entwickelt sich recht günstig, auch wenn sich die Osmanen noch zäh wehren.
Am Abend sind die Osmanen endlich erneut geschlagen und fliehen nun weiter nach Norden, die Oberrheiner und Piccolomini immer hinterher.

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04.Oktober 1806
In Warna trifft von Merveldt erneut auf den Feind, wieder steigt der Schlachtenlärm gen Himmel.

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05.Oktober 1806
Am frühen Morgen brechen die Osmanen die Schlacht völlig erschöpft ab und ziehen sich auch hier hinter die stark befestigten Stadtmauern zurück.

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Die Oberrheinischen starten die Belagerung.

Die Armee Österreichs ist infolge der äußerst harten Kämpfe der letzten 4 Monate um 90.000 Mann geschrumpft.
Bezieht man die über 6.000 Mann ein, die pro Monat als Rekruten ausgehoben werden, liegen die Gesamtverluste in diesem Krieg wohl bei etwa 130.000 Mann.

Insgesamt weisen die Listen der Korps und Divisionen einen Fehlbestand von 117.000 Mann aus.
Die Differenz von 13.000 Mann zu den Gesamtverlusten ergibt sich aus der Zermürbung in Feindesland, speziell aber nicht nur bei Belagerungen - Hunger, Krankheiten, Unfälle und kleine Misslichkeiten wie etwa Heckenschützen.

Die Qualität des Heeres ist zudem leicht gesunken, der Anstrengungen der Forscher zum Trotz, da bei den meist siegreichen Schlachten die umfangreichen Nachschubtrosse kaum gelitten haben, während speziell die Garde schwere Verluste hatte.
Insofern ist das Gesamtbild noch zu positiv, da der Anteil der kämpfenden Truppe insgesamt nun geringer ist.

http://up.picr.de/16964885yy.jpg

Die Verluste der Osmanen dürften noch deutlich darüber liegen - aber sie scheinen im Westen ihres Reiches gar kein Heer mehr zur Verfügung zu haben, jedenfalls sieht man davon bislang nichts.
Der Sultan leistet sich immer noch große Reserven, daher besteht das vorrangige österreichische Ziel immer noch in der kompletten Zerschlagung seiner Regimenter.
Neuaufstellungen dauern weit länger als das Auffüllen angeschlagener Einheiten, jedenfalls, wenn man auf eigenem Boden kämpft.

Von den übrigen, mobilisierten Truppen dürfte ein ansehnlicher Teil in Form weitgehend bewegungsunfähiger Garnisonen gebunden sein, der Rest überwiegend an anderen Grenzen stehen.

http://up.picr.de/16964999wr.jpg

Die gesunkene Kriegsbelastbarkeit der Osmanen zeigt an, dass der Sultan zunehmend eine Verhandlungslösung ins Auge fassen könnte, auch wenn er gewiss noch längst zur Kapitulation bereit ist.
Alle überlebenden Einheiten der beiden ursprünglichen Armeen wurden in Thessaloniki, Philippopolis und Warna eingeschlossen.

Von Norden her marschiert das Lombardische Korps ein und wird sich nun nach Konstantinopel orientieren, um dort die Entscheidung in diesem Kriege zu suchen.

**************************** AEIOU ****************************

Cfant
05.01.14, 21:46
Euer Apostolische Majestät,

so künden Wir Eurer Hoheit vom wilden Streite wider die muselmanischen Horden, die Eurer Majestät kühne Reiter so vorbildlich und verwegen zu bestreyten durch höhere Gunst erlaubet war. Wieder und Wieder hieben Eure Ritter auf die wilden, bärtigen Räubersbanden der Heiden ein, sodass manch vortrefflicher Säbel im Streite barst. Mit Tränen in den Augen darf Eurer treuer General Euch vom höchst gerechten Zorne berichten, mit dem eyn ums andere Mal fürs Haus Österreich gefochten ward, sodass Nike nicht anders konnte, als huldvoll auf die Banner Eurer Reyterey herniederzulächeln. Obschon an Zahl den Horden aus dem Osten wiederum unterlegen, und obgleich sich Schlacht an Schlacht reihte, dass weniger edle Streyter wohl müde aus dem Sattel gesunken wären, hat Habsburgs Reyterey zuletzt in alten, antiken Stätten Eurer Majestät Mach hell erscheinen lassen und mit des Himmels Gnade Euren Korps wieder und wieder zu Hülfe eilen können. Fürwahr, nur um eines bitten Eure wilden Reyter, dass aus dem allergnädigsten Munde Eurer Majestät der Befehl kommen möge, mit Hurra (http://de.wikipedia.org/wiki/Hurra#Als_Schlachtruf)und Živila Austrija! wider den heidnischen Sultan zu reiten und ihm das herrliche Konstantinopel daselbst aus dem Leibe des Osmanischen Räuberreiches reißen zu drüfen!

In treuer Pflichterfüllung, Euer ergebeynster Cfant von Schwarzenberg

Frisiercreme
05.01.14, 22:58
OOC.
Diese dummen generischen Kriegsnamen. Angriffskrieg! Großer erster Präventivkrieg aus der strategischen Defensive heraus, so müsste es heißen.

Hohenlohe
05.01.14, 23:09
Eure hochwohllöblichste Majestät,

wir haben gar Erfreuliches zu künden. Der Feind ward nun in etlichen ruhmreichen Bataillen geschlagen und bietet nur noch in etlichen Festungswerken Widerstand, die wir erfolgreich eingeschlossen haben. Wir müssen nun nur noch in Thessalonici und Constantinopel den Feind besiegen, dann haben wir so denke ich Erfolg mit unserer Campagne. Wir warten nur noch auf weitere Verstärkungen aus dem Reich und hoffen auf baldige Capitulation des Feindes in seinen von uns belagerten Festen...

ergebenst euer Graf von Hohenlohe....

Boron
05.01.14, 23:21
Schöner AAR, wir haben ihn leider erst jetzt entdeckt. Wir sind schon gespannt wenn es gegen einen neuen Feind, wohl die Franzosen, gehen wird.

Duke of York
05.01.14, 23:25
Naja. Erstmal wird abzuwarten sein, wie der Krieg gegen die Osmanen endet. Noch liegt der Sultan nicht im Staub und schon eine 50k Armee kann an unerwarteter Stelle auftauchend arge Bedrängnis bringen. Der Balkan ist einfach riesig.

H34DHUN73R
05.01.14, 23:27
OOC.
Diese dummen generischen Kriegsnamen. Angriffskrieg! Großer erster Präventivkrieg aus der strategischen Defensive heraus, so müsste es heißen.

Genau, bewahren wollen wir, sichern, auf dass Habsburgs Lande blühen und gedeyen :)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Naja. Erstmal wird abzuwarten sein, wie der Krieg gegen die Osmanen endet. Noch liegt der Sultan nicht im Staub und schon eine 50k Armee kann an unerwarteter Stelle auftauchend arge Bedrängnis bringen. Der Balkan ist einfach riesig.

Wahr gesprochen, werter Duke - Wir sehen mit Freude, dass Unsere Kommandeure die Schwierigkeit des Krieges gut verstehen :)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Eure hochwohllöblichste Majestät,

wir haben gar Erfreuliches zu künden. Der Feind ward nun in etlichen ruhmreichen Bataillen geschlagen und bietet nur noch in etlichen Festungswerken Widerstand, die wir erfolgreich eingeschlossen haben. Wir müssen nun nur noch in Thessalonici und Constantinopel den Feind besiegen, dann haben wir so denke ich Erfolg mit unserer Campagne. Wir warten nur noch auf weitere Verstärkungen aus dem Reich und hoffen auf baldige Capitulation des Feindes in seinen von uns belagerten Festen...

ergebenst euer Graf von Hohenlohe....

Wir sind gewiss, dass Ihr Euch weiter trefflich schlagen werdet, werter Hohenlohe :)

H34DHUN73R
05.01.14, 23:31
Euer Apostolische Majestät,

so künden Wir Eurer Hoheit vom wilden Streite wider die muselmanischen Horden, die Eurer Majestät kühne Reiter so vorbildlich und verwegen zu bestreyten durch höhere Gunst erlaubet war. Wieder und Wieder hieben Eure Ritter auf die wilden, bärtigen Räubersbanden der Heiden ein, sodass manch vortrefflicher Säbel im Streite barst. Mit Tränen in den Augen darf Eurer treuer General Euch vom höchst gerechten Zorne berichten, mit dem eyn ums andere Mal fürs Haus Österreich gefochten ward, sodass Nike nicht anders konnte, als huldvoll auf die Banner Eurer Reyterey herniederzulächeln. Obschon an Zahl den Horden aus dem Osten wiederum unterlegen, und obgleich sich Schlacht an Schlacht reihte, dass weniger edle Streyter wohl müde aus dem Sattel gesunken wären, hat Habsburgs Reyterey zuletzt in alten, antiken Stätten Eurer Majestät Mach hell erscheinen lassen und mit des Himmels Gnade Euren Korps wieder und wieder zu Hülfe eilen können. Fürwahr, nur um eines bitten Eure wilden Reyter, dass aus dem allergnädigsten Munde Eurer Majestät der Befehl kommen möge, mit Hurra (http://de.wikipedia.org/wiki/Hurra#Als_Schlachtruf)und Živila Austrija! wider den heidnischen Sultan zu reiten und ihm das herrliche Konstantinopel daselbst aus dem Leibe des Osmanischen Räuberreiches reißen zu drüfen!

In treuer Pflichterfüllung, Euer ergebeynster Cfant von Schwarzenberg

Euer Wunsch sei Euch mit Freuden erfüllt, edler General der Reyterey, der bei Freund und Feind längst bekannt ist als der "Hammer des Balkans".
Auch wenn Wir nicht recht einsehen, warum Ihr Nike dem trefflichen Puma vorziehen wollt, der Uns doch so viel näher steht :)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Schöner AAR, wir haben ihn leider erst jetzt entdeckt. Wir sind schon gespannt wenn es gegen einen neuen Feind, wohl die Franzosen, gehen wird.

Das möge der Herrgott verhüten, dass Wir nun auch noch mit den Franzosen streiten müssen, werter Boron.
Derzeit wären Wir kein Gegner für Napoleons grimme Horden - aber die Zeit wird kommen, keine Sorge :)

Blastwarrior
06.01.14, 00:45
mmh es ist wie immer :D wir sitzen wieder nur rum naja so ist sterben zumindest schwieriger :D

H34DHUN73R
06.01.14, 02:13
mmh es ist wie immer :D wir sitzen wieder nur rum naja so ist sterben zumindest schwieriger :D

Ihr wart nicht bei der ersten Welle der Freiwilligen, werter Blastwarrior, sodass dieser Krieg nicht mehr der Eure sein kann.
Aber Kopf hoch, es wird andere geben und dann ist das Garde-Korps sicher mit im Spiel :)

SolInvictus202
06.01.14, 18:27
auch wenn wir (zu unserer großen Trauer) kaum noch auf diesem Forum verweilen, da wir einfach keine Zeit im Moment haben.... und selbst sowieso gar nicht ans PC-Spielen denken können... wollen wir dem edlen Kaiser Franz Joseph H... (der Forenname erscheint uns in Kombination mit dem edlen Namen des Kaisers einfach unwürdig :teufel:) unseren Beifall, unser Lob und unsere Bewunderung ausdrücken....

das Spiel selbst hat uns nie überzeugt - vermutlich auch weil wir es (laut steam) nach 3 Stunden schon wieder verstauben haben lassen.... aber wie Ihr hier die Geschichte des glorreichen Kaiserreiches darstellt ist diesem wirklich würdig!

Wir hoffen auf baldige Fortsetzung :) - Keks folgte auch sogleich :)

H34DHUN73R
06.01.14, 20:14
auch wenn wir (zu unserer großen Trauer) kaum noch auf diesem Forum verweilen, da wir einfach keine Zeit im Moment haben.... und selbst sowieso gar nicht ans PC-Spielen denken können... wollen wir dem edlen Kaiser Franz Joseph H... (der Forenname erscheint uns in Kombination mit dem edlen Namen des Kaisers einfach unwürdig :teufel:) unseren Beifall, unser Lob und unsere Bewunderung ausdrücken....

das Spiel selbst hat uns nie überzeugt - vermutlich auch weil wir es (laut steam) nach 3 Stunden schon wieder verstauben haben lassen.... aber wie Ihr hier die Geschichte des glorreichen Kaiserreiches darstellt ist diesem wirklich würdig!

Wir hoffen auf baldige Fortsetzung :) - Keks folgte auch sogleich :)

Wir verneigen Uns dankbar angesichts der anerkennenden Worte, werter SolInvictus und wünschen weiter gute Unterhaltung :)

H34DHUN73R
09.01.14, 18:23
**************************** AEIOU ****************************

"Und mit Seiner Hoheit Blitzen
Schalten nur Gerechtigkeit!"

07.Oktober 1806
Die Slavonen haben mit der Belagerung Rushuks begonnen.
Angesichts der Schwäche der Division wird dies zweifellos geraume Zeit in Anspruch nehmen.

In Thessaloniki lodern inzwischen Brände, da die Deutschen und die Wiener unablässig auf die Befestigungen feuern.
Offenkundig hat der Sultan auf dem Seeweg umfangreiche Verstärkungen in die Stadt geschafft, sodass die eingeschlossenen Truppen den Österreichern nunmehr um die Hälfte überlegen sind.

http://up.picr.de/16965000oi.jpg

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Ungeduldig wartet Franz I. Joseph Karl mit auf dem Rücken verschränkten Händen auf den Abschluss der Verlesung seiner Titel.
Wie üblich trägt er einen Frack, diesmal einen grauen, der ihn eher wie einen Bürgerlichen wirken läßt.

"... von Gottes Gnaden erwählter römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, erblicher Kaiser von Oesterreich ..."

Obwohl ihn ganz andere Dinge beschäftigen, muss das Leben bei Hofe seinen ungestörten Gang gehen, denn alles andere wäre als Zeichen von Schwäche oder Nervosität angesehen worden,
was für einen Kaiser höchst riskant wäre. Also hat Franz widerstrebend eine Auswahl von hohen Adligen und einige ausländische Gäste an seine Tafel geladen.

"... König in Germanien, zu Jerusalem, zu Hungarn, zu Böheim, Dalmatien, Croatien, Slavonien, Galizien und Lodomerien..."

Die Gäste haben sich zum Spalier versammelt und warten auf den Kaiser, dessen Hofmeister die Titel des Kaisers verliest, bevor dieser den Raum betritt.
Als ob man nicht wüsste, mit wem man es zu tun hat.
Der zur Anwendung kommende "große Titel" beansprucht allerdings einige Zeit.

"... Erzherzog zu Oesterreich, Herzog zu Lothringen, zu Venedig, Salzburg, Steyer, Kärnthen und Krain; Grossfürst zu Siebenbürgen, Markgraf in Mähren; Herzog zu Würtemberg,
Ober- und Niederschlesien, Parma, Plazenz, Guastalla, Auschwitz und Zator, zu Teschen, zu Friaul und zu Zara ..."

Der Angesprochene lenkt genervt den Blick zur Decke, er hat keine Lust zu warten - die anderen sind es doch, die warten sollen, warum er?
In Gedanken ist er bei dem Heer auf dem Balkan, wo sich die Verluste immer weiter häufen.
Viele schöne Korps hat man ihm zerschossen, auch wenn der Sultan sicher mehr gelitten hat.
Aber Franz braucht seine Truppen auch noch für andere Zwecke und jeder Mann, der auf dem Balkan bleibt, schwächt die Abwehr gegen Frankreich, Preußen, Russland!

"... Fürst zu Schwaben, zu Eichstädt, Passau, Trient, Brixen, zu Berchtoldsgaden und Lindau; gefürsteter Graf zu Habsburg, Tyrol, Kyburg, Görz und Gradiska ..."

Das kann so nicht bleiben, beschließt der Kaiser, das muss künftig schneller gehen!
Schließlich hat er Wichtigeres vor! Krieg, Diplomatie, die Entwicklung des Landes!
Den ganzen Titel mag man verlesen, wenn er nicht zugegen ist, zur Erbauung seiner Untertanen!

"... Markgraf zu Burgau, zu Ober- und Nieder-Lausnitz; Landgraf in Breisgau, in der Ortenau und zu Nellenburg ..."

Mühsam unterdrückt er einen Seufzer und strafft die Schultern wieder, nun geht es wohl dem Ende zu.
Was wird heute eigentlich an der Tafel geboten?
Sein Hofmeister hat ihn informiert, doch hat er nicht richtig zugehört.

"... Graf zu Montfort und Hohenems, zu Ober- und Niederhohenberg, Bregenz, Sonnenberg, und Rothenfels, zu Blumeneck und Hofen; Herr auf der windischen Mark, zu Verona, Vicenza, Padua etc. etc. etc"

Endlich - das "etc. etc. etc." ist sein Zeichen!
Franz I. Joseph Karl ringt sich ein huldvolles Lächeln ab und betritt den Ballsaal, um die Ehrenbezeugungen der Geladenen entgegen zu nehmen.

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08.Oktober 1806
Die Slavonen machen mit einer verstreuten osmanischen Einheit kurzen Prozess und setzen hernach die Belagerung fort.

http://up.picr.de/16965002gg.jpg

17.Oktober 1806
Drei neu aufgestellte Garde-Regimenter schließen sich in Prag dem Garde-Korps an, das damit endgültig einsatzfähig wird.

20.Oktober 1806
Thessaloniki ist am Ende und zieht die weiße Flagge hoch.

Die auf mittlerweile wieder 47.000 Mann angeschwollene osmanische Armee bricht aus und will Kiklis erreichen.
Obwohl in deutlicher Unterzahl, machen sich die Wiener und die Deutschen daran, ebendies zu verhindern.

http://up.picr.de/16965004bw.jpg

Das im Anmarsch auf Philippopolis befindliche Lombardische Korps wird dorthin umgeleitet und auch die Württemberger machen sich sicherheitshalber auf den Weg.

21.Oktober 1806
Die beiden Korps können die fliehenden Türken stellen und verwickeln sie unter der Führung des Reichsgrafen zu Frisier in den Kampf.
Zwar sind die Osmanen sehr zahlreich, doch mindert die ungenügende Versorgung womöglich entscheidet ihre Kampfkraft.

http://up.picr.de/16965015me.jpg

Die Verluste sind auf beiden Seiten hoch, ein Sieger noch nicht abzusehen.

22.Oktober 1806
Der neue Tag sieht noch höhere Verluste auf beiden Seiten, immer noch kämpfen die Osmanen fanatisch weiter.

http://up.picr.de/16965016ly.jpg

Die wankelmütige Schicksalsgöttin scheint sich gegen Abend den Osmanen zu zu neigen, drohend naht mit der Dämmerung auch das Unheil heran.
Der Wiener und der Deutschen Zahl ist bei aller Waffenkunst offenkundig zu gering.
Doch auszuhalten gilt es weiter, da die Lombarden noch weit entfernt sind und die Türken endgültig entkommen könnten.

23.Oktober 1806
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Graf zu Frisier blickt skeptisch auf die eigenen Reihen, die noch immer unentwegt dem osmanischen Ansturm trotzen.

Den dritten Tag schon stehen die Wiener nun im Gefecht gegen etwas, das einmal ein abgerissener Haufen bewaffneter Männer war und nun als ganze Armee aus Thessaloniki auszubrechen sucht.
Seine Kundschafter haben ihn wohl unterrichtet über den beständigen Strom von kleinen Schiffen, die wohl vor Allem aus Konstantinopel aus immer mehr Soldaten in die belagerte Stadt gebracht haben.
Jedoch, Männer in eine Stadt zu verlegen und eine ganze Armee in einer belagerten Stadt zu versorgen waren doch zwei Paar Schuhe!

Gemeinsam mit dem Herzog von Teschen hatte er gehofft, dass die feindlichen Truppen sehr stark unter Munitionsmangel leiden würden und kaum noch kampffähig wären.
Alleine, die Armee die schließlich aus der Feste trat war wohl bewaffnet und zwar schlecht, aber immer noch ausreichend versorgt und böse Schläge auszuteilen.

Obwohl sich Deutsche und Wiener wie immer trefflich schlagen, drohen sie doch permanent von der schieren Übermacht überrollt zu werden.
Selbst die feindliche Artillerie hat offenbar genügend Munition um sich heftige Duelle mit den österreichischen Batterien zu liefern und nebenher noch tiefe Löcher in die Reihen der Infanterie zu sprengen.

Unablässig donnern die Kanonen, krachen die Musketen!
Unter gewaltigem Gebrüll stürmen wieder ganze Regimenter von Janitscharen, der Elitetruppe des Sultans mit aufgepflanztem Bajonett auf die arg geschrumpften Reihen der Wiener los.

Kummervoll blickt zu Frisier auf seine hart ringenden Männer, seine Reserven sind alle bereits eingesetzt.
Wenn die Lombarden nicht bald kommen, so kommen sie zu spät!

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Auch der dritte Tag beginnt wieder blutig, erneut erleiden die Mannen von zu Frisier und von Teschen die größeren Verluste.

Dennoch beginnt der Hunger, der Durst, der Mangel an Munition und die große Anzahl der Toten die Moral der Türken langsam zu brechen.
Wenn nur unsere beiden geschundenen Korps noch länger aushalten könnten!

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Am Abend scheint sich das Blatt wieder zu wenden, die verbündeten Korps schlagen hart zurück.

24.Oktober 1806
Den vierten Tag tobt nun das erbarmungslose Ringen, diesmal scheinen die Osmanen wieder rätselhaft erholt.

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25.Oktober 1806
Obwohl sie in beispielloser Tapferkeit unerschütterlich weiter ringen, geraten die österreichischen Korps nun immer mehr in Unterzahl, ein Ende in Schrecken ist absehbar.
Endlich muss der Reichsgraf weichen, die Schlacht ist verloren, 19.000 Mann gefallen.

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Die Württemberger und die Lombarden haben hoffentlich die Zeit genutzt, die die tapferen Wiener und Deutschen ihnen blutig erfochten haben und können nun die Osmanen stellen.

Die beiden zerschlagenen Korps müssen jedenfalls zurück in die Kernlande verlegt werden, da sie in diesem Kriege nicht mehr einsetzbar sind.
Vorerst befiehlt Reichsgraf zu Frisier aber den Rückzug hinter die eroberten Mauern von Thessaloniki, zum Schutze vor den nach Blut dürstenden Türken.
Freilich bietet die Stadt gegenwärtig nicht so sehr viel Schutz, da die Mauern in monatelanger Belagerung ja erst von den Österreichern stark beschädigt wurden.
Aber immer noch besser, als den weit überlegenen Türken in einer weiteren Feldschlacht gegenüber zu treten.

26.Oktober 1806
Der osmanische Befehlshaber hat immerhin erkannt, dass er nicht mehr fliehen kann.
Zu nahe sind inzwischen die beiden neuen österreichischen Korps.

Also beschließt er, Thessaloniki nun seinerseits zu belagern - weiterhin und nun erst recht abgeschnitten von Nachschub sicherlich kein leichtes Unterfangen.

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29.Oktober 1806
Nach 44 Tagen erlischt die Widerstandskraft der in Philippopolis eingeschlossenen Osmanen.
Sie brechen aus und von Hohenlohes Kaiserliche marschieren durch die Stadt, um sogleich den fliehende Feind zu stellen.

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31.Oktober 1806
Erbarmungslos schlagen die Kaiserlichen auf die Osmanen ein, doch ein kleiner Teil entkommt erneut.

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02.November 1806
Endlich sind die frischen Lombarden da und stürzen sich auf die ausgehungerten, aber immer noch zahlreichen osmanischen Truppen.
Die zweite Schlacht von Thessaloniki hat begonnen, die Niederlage in der ersten bitter zu vergelten!

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Infolge des umfassenden allgemeinen Mangels lässt die Moral der Osmanen bereits am ersten Kampftag nach.

03.November 1806
Die Artillerie und die anstürmenden, frischen Gardisten der Lombarden reißen gewaltige Lücken in die wankenden Reihen der Osmanen.

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Am Nachmittag folgen die Württemberger dem steten Geschützdonner aus dem Süden und verstärken die österreichischen Linien weiter.

04.November 1806
Rasch welkt die Zahl der Türken dahin, immer mehr bleiben tot am Boden liegen.

Noch vor dem Mittag wenden sich die Überlebenden zur panikartigen Flucht, die Lombarden und die Württemberger auf den Fersen.
Die Verluste der vorangegangenen Schlacht wurden dem Osmanen mit Zins vergolten, die Kriegsbereitschaft erneut gemindert.

http://up.picr.de/16965269cm.jpg

http://up.picr.de/16965270wf.jpg

Die ausgebrannten Wiener und die Deutschen erhalten nun Befehl, nach Peterwardein abzuziehen.
Für sie ist dieser Krieg gewiss vorbei.

08.November 1806
Selbst vom Hunger gezeichnet marschieren die Osmanen noch weit schneller als die Österreicher dies vermögen!

Den gewiss verzweifelten Flüchtlingen gelingt es vorerst, sich ihren Häschern zu entziehen, sie scheinen sich Richtung Athen absetzen zu wollen.
Die Lombarden verfolgen weiter, während die Württemberger sich wieder auf nach Ioannina machen.

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10.November 1806
Auch in Warna konnten die Osmanen ihre geschlagenen Truppen auf dem Seeweg wieder verstärken.
So weit, dass sie nun sogar einen Ausbruchsversuch wagen.

Cfants Kavallerie wird heran befohlen, um die zahlenmäßige Überlegenheit der Türken auszugleichen.

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Eine weitere harte Schlacht beginnt.
Am Abend scheinen die Oberrheinischen die Oberhand zu gewinnen, die Türken sind durch Nachschubprobleme halb gelähmt.

11.November 1806
Graf von Hohenlohes Kaiserliche reiben eine weitere versprengte Truppe auf.

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12.November 1806
Die Moral der Oberrheinischen beginnt im harten Kampf zu zerbrechen, doch noch kämpft man weiter.

Kopf hoch, Cfants Kavallerie ist nicht mehr weit!

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Doch in der Nacht ist der Mut des Oberrheinischen Korps erschöpft.
Zulange steht man nun schon im Kampf - das Korps weicht nach Kronstadt zurück, auch diese Einheit wird man in diesem Krieg schwerlich wiedersehen.

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13.November 1806
Nun aber ist die berühmte Division Piccolomini heran und stürzt sich begeistert auf den Feind!

http://up.picr.de/16965331cw.jpg

Rasch werden Lücken in die gegnerischen Reihen gerissen, die praktisch keine Pause seit der letzten Schlacht hatten.
Inzwischen befiehlt von Hohenlohe den Sturmangriff auf Burgas.

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14.November 1806
Weiter schlagen die Reiter General Cfants auf die erschöpften Osmanen ein, die das gewiss nicht mehr lange ertragen können.

Schnell ziehen sich die Türken wieder in den Schutz der Stadtmauern zurück, ein weiterer großer Sieg des Generals Cfant.

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Erneut erlangt der Reiterführer neue Erkenntnisse.

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Inzwischen wäre der Sultan erstmals gewillt, einem weißen Frieden zuzustimmen, für schon ein gewaltiger Schritt!
Man muss wohl erst Konstantinopel nehmen, um ihm größere Zugeständnisse abzupressen - nun, sein Wunsch sei uns Befehl!

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Jedoch, das dafür vorgesehene Lombardische Korps jagt immer noch die starken fliehenden Verbände der Osmanen Richtung Athen.

16.November 1806
Endlich haben die Kaiserlichen den Widerstand in Burgas gebrochen.
Die Stadt ergibt sich, doch die erbitterten Kämpfe haben auch von Hohenlohe so Einiges gekostet.

Auch dieses berühmte Korps schwindet immer mehr dahin.

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24.November 1806
Das Lombardische Korps hat endlich Athen erreicht, aber die Osmanen haben sich schon nach Korinth abgesetzt.

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Der General befiehlt den Sturmangriff.

25.November 1806
Beim Donnern der Geschütze haben die Osmanen in Korinth kehrt gemacht und sind nun wieder in Athen eingetroffen, um den Verteidigern der Stadt zur Seite zu stehen.
Man wird sehen, wer denn nun den größeren Fehler gemacht hat!

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Offenbar die Osmanen, jedenfalls beginnt die Schlacht verheißungsvoll.

26.November 1806
Der neue Tag sieht die Lombarden überall siegreich vorrücken!

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Die Niederlage der Osmanen scheint gewiss!
Am Abend erleiden die Verteidiger erneut große Verluste und werden sich nicht mehr lange halten können.

27.November 1806
Der neue Tag sieht den triumphalen Sieg des Lombardischen Korps - die vernichtend geschlagenen Osmanen fliehen wieder in die Stadt.
Hoffentlich können die Lombarden schnell genug die Mauern niederreißen, bevor der Sultan seine Truppe erneut auf dem Seewege auffrischen kann!

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02.Dezember 1806
Die abermals über den Seeweg verstärkten Osmanen brechen in Warna aus und fordern Cfants Kavallerie-Division zum Kampf heraus.
Angesichts der Zahlenverhältnisse wird das auch für diese kampfgestählten Veteranen wohl ein schwerer Gang.

Hohenlohes Kaiserliche können erst in drei Tagen eintreffen.

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Doch der Auftakt gelingt Cfant jedenfalls schon einmal.

03.Dezember 1806
Obwohl ihre Moral stark nachlässt, machen die Osmanen aufgrund der großen Überzahl der Division Piccolomini doch schwer zu schaffen.
Die Kaiserlichen marschieren nach Leibeskräften, angespornt durch von Hohenlohe, den Waffenbrüdern zur Hilfe zu eilen.

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04.Dezember 1806
Der neue Tag sieht die Kavalleristen weiter entschlossen ringen.
General Cfant fordert seinen Mannen das Äußerste ab, da nun die Kaiserlichen schon ganz nahe sind.

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05.Dezember 1806
Endlich sind die Kaiserlichen da, General von Hohenlohe übernimmt den Oberbefehl und bläst zum großen Ansturm.

Mittags haben die Osmanen dann genug, geschlagen ziehen sie sich wieder in die Stadt zurück, deren Mauern schon einige Spuren der Belagerung zeigen.
Also wird den Osmanen diesmal hoffentlich nicht genügend Zeit bleiben, die Truppe wieder wesentlich zu verstärken.

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Der Graf von Hohenlohe hat sich im Kampfe neue Erkenntnisse erworben.

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Inzwischen haben die Württemberger Ioannina erreicht und stürmen die Stadt, die sie schon einmal erobert hatten.

06.Dezember 1806
Überraschend schnell kapituliert nun das belagerte Warna, die Osmanen müssen wieder fliehen - doch wohin werden sie sich wenden?
Die Kaiserlichen und Piccolomini stehen bereit, ihnen den Garaus zu machen.

Am Abend kapituliert auch Ioannina vor den Württembergern, die sich auf den Weg machen, den Rest Griechenlands zu besetzen.

07.Dezember 1806
Am frühen Morgen werden die Flüchtlinge aus Warna von den Kaiserlichen gestellt, die sofort losschlagen.

08.Dezember 1806
Unter gewaltigen Verlusten können sich etwa die Hälfte der Osmanen schließlich erneut absetzen.

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Erneut hat General von Hohenlohe triumphiert!
Zügig bröckelt nun die Bereitschaft des Osmanischen Reiches, das fürchterliche Ringen noch viel weiter fortzusetzen.

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Der Sultan sieht nun langsam ein, dass es mit dem Krieg für ihn nicht mehr gut enden kann und ist erstmals bereit, nennenswerte Zugeständnisse zu machen:
Belgrad und Tuzla würde er an Österreich abtreten.
Längst nicht genug, befindet aber Franz der Kaiser, im Angesicht des vielen vergossenen Blutes, auch wenn Belgrad ein für die Vorherrschaft entscheidendes Gebiet ist.
Also setzen denn des Kaisers Mannen den Kriege weiter fort!

http://up.picr.de/16965473gi.jpg

09.Dezember 1806
Cfants Kavallerie stellt die Flüchtlinge in Sichtweite der Festung Silistra.

10.Dezember 1806
Unter vergleichsweise hohen Verlusten setzen die Türken ihre Flucht fort, die Division Piccolomini heftet sich an ihre Fersen.

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Da sich der Krieg gegen die Osmanen noch erkennbar hinzieht, verlegen wir schweren Herzens auch noch das Carlstädter Korps von der bayerischen Grenze in das Kampfgebiet.
Das frische Korps soll schnell Edirne einschließen und zur Kapitulation zwingen.

Bis auf die Lombarden sind die Korps auf dem Balkan mittlerweile zu geschwächt, um solches noch alleine zu bewerkstelligen.

http://up.picr.de/16965560dj.jpg

Die osmanischen Reserven sind nun endlich stark geschrumpft - zweifellos durch die umfangreichen Verstärkungen, die man nach Thessaloniki und Warna entsandt hat,
aber vermutlich konnte der Sultan auch neue Einheiten im Werte etwa eines Korps aufstellen.
Das dürfte sicher in Bälde irgendwo zum Vorschein kommen.

http://up.picr.de/16965561mh.jpg

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Greif
09.01.14, 20:38
ganz toll, so sollte `ne Karte vom Balkan halt ausschauen

... und so bitten wir seine Hoheit untertänigst um eine Verwendung bei der kämpfenden Truppe ...
:fecht:

H34DHUN73R
09.01.14, 20:59
ganz toll, so sollte `ne Karte vom Balkan halt ausschauen

... und so bitten wir seine Hoheit untertänigst um eine Verwendung bei der kämpfenden Truppe ...
:fecht:

Gerne begrüßen Wir Euch im Offizierskorps Seiner Majestät, werter Greif :)

Duke of York
09.01.14, 22:17
Hervorragende Siege!
Aber Ihr solltet Euch langsam Gedanken machen, was Ihr eigentlich holen wollt. Wenn es deutlich mehr als ein paar Grenzfestungen und Provinzen sein soll, dann wird das ohne Istanbul nicht gehen. Für den Fall sollten sich wohl die Lombarden langsam mal auf den Weg dorthin machen.

H34DHUN73R
09.01.14, 22:33
Hervorragende Siege!
Aber Ihr solltet Euch langsam Gedanken machen, was Ihr eigentlich holen wollt. Wenn es deutlich mehr als ein paar Grenzfestungen und Provinzen sein soll, dann wird das ohne Istanbul nicht gehen. Für den Fall sollten sich wohl die Lombarden langsam mal auf den Weg dorthin machen.

Keine Sorge, werter Duke, die Vorkehrungen sind bereits getroffen und Konstantinopel wird gewisslich fallen :)

Hohenlohe
09.01.14, 22:41
Endlich stehen eure Truppen vor Thessalonici und Athen und bald vor Instanbul. Nur weiter so! ie Verdienste gebühren ganz euren hervorragenden Generälen sowie den Truppen...:fecht::ritter:

herzliche grüsse

Reichsgraf von Hohenlohe...:smoke::D :reiter:

H34DHUN73R
10.01.14, 01:49
Endlich stehen eure Truppen vor Thessalonici und Athen und bald vor Instanbul. Nur weiter so! ie Verdienste gebühren ganz euren hervorragenden Generälen sowie den Truppen...:fecht::ritter:

herzliche grüsse

Reichsgraf von Hohenlohe...:smoke::D :reiter:

Ganz recht, werter Hohenlohe, Ihr habt mit Euren Kaiserlichen ebenfalls einen hervorragenden Beitrag geleistet :)

Cfant
10.01.14, 09:56
Der Krieg gegen den Muselman dürfte wohl gewonnen sein. Allerdings fällt Österreich in der Armeestärke doch etwas zurück... und wenn man die Mannreserven ansieht, wird einem doch ein wenig flau im Magen. Hoffentlich kommen die anderen Großmächte nicht auf dumme Ideen... Könntet Ihr eine Diplo-Übersicht geben? Schlagen sich Preußen und Russland auch derzeit, oder sind die im Frieden?

Duke of York
10.01.14, 10:09
Die Frage ist auch: was passiert demnächst?
Es ist ja schon 1806. Und ein Waffengang mit den Franzosen scheint unvermeidlich. Bis dahin sollte Habsburg eine kleine Friedenszeit genießen können und die Eroberungen integriert haben und zur Stärkung der Armee verwenden können.

Und was ist mit dem potentiellen Verbündeten (gegen Frankreich) Russland? Könnte die absehbare Niederlage der Osmanen nicht Russland verleiten, auch ein Stück des Kuchens haben zu wollen? Wenn sich nach dem HAB-OSM-Krieg die Russen jahrelang auf dem Balkan mit den Osmanen prügeln, können sich nicht gleichzeitig Frankreich bekämpfen.

Wie sind diesbezüglich Eure Planungen?

H34DHUN73R
10.01.14, 11:44
Der Krieg gegen den Muselman dürfte wohl gewonnen sein. Allerdings fällt Österreich in der Armeestärke doch etwas zurück... und wenn man die Mannreserven ansieht, wird einem doch ein wenig flau im Magen. Hoffentlich kommen die anderen Großmächte nicht auf dumme Ideen... Könntet Ihr eine Diplo-Übersicht geben? Schlagen sich Preußen und Russland auch derzeit, oder sind die im Frieden?

Sehr richtig, werter Cfant - die Reserven sind das größte Problem und daraus resultierend der Wiederaufbau des arg gerupften Heeres.
Momentan scheinen sich England, Frankreich, Preußen und Russland gegenseitig zu belauern.
Jedenfalls passiert nicht viel in der Welt, im Wesentlichen läuft nur der alte Endlos-Langweiler "Britisch-Französischer Krieg", der scheinbar ohne große Aktivitäten auskommt - Wir liefern mit dem nächsten Update eine Übersicht.

H34DHUN73R
10.01.14, 11:54
Die Frage ist auch: was passiert demnächst?
Es ist ja schon 1806. Und ein Waffengang mit den Franzosen scheint unvermeidlich. Bis dahin sollte Habsburg eine kleine Friedenszeit genießen können und die Eroberungen integriert haben und zur Stärkung der Armee verwenden können.

Und was ist mit dem potentiellen Verbündeten (gegen Frankreich) Russland? Könnte die absehbare Niederlage der Osmanen nicht Russland verleiten, auch ein Stück des Kuchens haben zu wollen? Wenn sich nach dem HAB-OSM-Krieg die Russen jahrelang auf dem Balkan mit den Osmanen prügeln, können sich nicht gleichzeitig Frankreich bekämpfen.

Wie sind diesbezüglich Eure Planungen?

Nun, "schon 1806" ist ein wenig übertrieben, werter Duke :)
Wir haben ja Zeit bis 1820 und die ersten Schritte sind stets die schwersten - es gilt die Kräfte Habsburgs zu stärken, ohne dabei in einen großen Krieg verwickelt zu werden, der Unsere Kräfte übersteigt.

Russland ist in der Tat ein wichtiges Thema:
Einerseits Konkurrent auf dem Balkan, von Uns stets argwöhnisch betrachtet.
Es droht immer die Gefahr, dass Russland die Früchte des österreichischen Kampfes einstreicht.
Unter Anderem aus diesem Grund haben Wir auch mehrere Ersuchen Russlands bzgl. militärischem Zugang abgelehnt, ansonsten können Wir nicht viel mehr tun.
Die größte Gefahr besteht diesbezüglich natürlich nach einem Friedensschluß mit den Osmanen, da Wir dann für ein Jahr Waffenstillstand haben und nicht aktiv werden können.

Andererseits aufgrund seiner großen und sehr schlagkräftigen Armee auch größter Aktivposten gegen Frankreich, weshalb Wir überlegen, wie Wir diese Karte spielen.
Zweifellos ist Russland wegen Unserer Ablehnungen gekränkt, doch hätte auch ein Krieg Russlands gegen Frankreich für Uns wenig Wert, solange Wir auf dem Balkan gebunden sind.


In der bevorstehenden Friedenszeit gedenken Wir, verstärkt auf dem diplomatischen Parkett aktiv zu werden, um die Grundlagen für eine Vormachtstellung Österreichs zu schaffen.
Dazu findet sich im nächsten Update schon einiges, jedoch muss zunächst noch der Sultan endlich bezwungen werden.

Frisiercreme
10.01.14, 12:03
http://i1136.photobucket.com/albums/n490/frisiercreme/kopf2_zps6dcfba14.jpg
Eure Majestät!
Seit dem abent des matthäi haben wir in thessalonicci quartier genommen.
Alle leute im reiche sollen wissen dasz die wiener glänzent gefochten haben. obwohl die türcken zahlreich waren wie die mükken im abort, so haben doch alle detachements ihre pflicht getan und viele brave menners sind vor dem feinde geplieben.
ein ganzes regiment hat sich besser in stücke hauen lassen als zu retirieren und dem feinde die fahn zu lassen. so rechnen wir nicht mit vielen desserteurs, die wieder eingefangen werden können. die feinen kerls liegen da, wo sie fochten. wir brauchen also neue.
Hurra!
Euer ergebenster
Frisiercreme zu Frisier

Duke of York
10.01.14, 13:10
Nun, "schon 1806" ist ein wenig übertrieben, werter Duke :)

Nunja, 2 von 15 Jahren sind bereits vergangen. Auf einem Nebenschauplatz. Und es kommt darauf an, ob die Hinzugewinne die in diesen 2 Jahren verbrauchten Ressourcen aufwiegen können.

Thema Russland:
Könnt Ihr, sobald der Sultan komplett unterworfen wurde, Russland die Durchmarscherlaubnis geben, in den Krieg einladen und anschließend sofort Separatfrieden mit dem Sultan schließen? Dies hätte den Vorteil, dass Ihr einerseits die Beziehungen zu Russland schlagartig verbessert, andererseits dessen (wahrscheinlich unvermeidbaren) Krieg gegen den Sultan unmittelbar selbst auslöst, was am Ende hoffentlich dazu führt, dass Ihr in ca. 2 weiteren Jahren einen guten Bündnispartner habt, der dann eben garantiert nicht mehr beschäftigt ist?

Und könntet Ihr bitte eine Übersichtskarte vom gesamten osmanischen Balkan einstellen?

H34DHUN73R
10.01.14, 14:05
Nunja, 2 von 15 Jahren sind bereits vergangen. Auf einem Nebenschauplatz. Und es kommt darauf an, ob die Hinzugewinne die in diesen 2 Jahren verbrauchten Ressourcen aufwiegen können.

Thema Russland:
Könnt Ihr, sobald der Sultan komplett unterworfen wurde, Russland die Durchmarscherlaubnis geben, in den Krieg einladen und anschließend sofort Separatfrieden mit dem Sultan schließen? Dies hätte den Vorteil, dass Ihr einerseits die Beziehungen zu Russland schlagartig verbessert, andererseits dessen (wahrscheinlich unvermeidbaren) Krieg gegen den Sultan unmittelbar selbst auslöst, was am Ende hoffentlich dazu führt, dass Ihr in ca. 2 weiteren Jahren einen guten Bündnispartner habt, der dann eben garantiert nicht mehr beschäftigt ist?

Und könntet Ihr bitte eine Übersichtskarte vom gesamten osmanischen Balkan einstellen?

Der Krieg gegen die Osmanen wird mit einem Waffenstillstand enden, werter Duke, der für ein Jahr von keiner Seite gebrochen werden kann.
Wenn sich Russland in dieser Zeit den Osmanen zuwendet, haben wir also keine Möglichkeit einzugreifen.
Ausserdem läßt die notwendige Pflege des Heeres im nächsten Jahr ohnehin keinen Krieg zu.

Wir wollen lieber das Augenmerk Russlands auf den eigentlichen Feind lenken: Napoleon!
Dort sollen sich die Russen austoben und dabei die furchterregende französische Armee nachhaltig schwächen.
Die Preussen könnten sich ebenfalls in diesem Sinne nützlich machen, sodass Wir weitgehend freie Hand im Heiligen Römischen Reich hätten.

Zu einem zweiten Balkankrieg dürfte es so oder so kommen, da der Sultan seine Ländereien mit Zins zurückfordern wird oder eben Russland zuschlägt, woraufhin
Wir die Gunst der Stunde nützen und uns eine weitere Scheibe abschneiden können.
Der Reiz des Balkans liegt darin, dass nur Österreich und Russland Zugang haben, weshalb man die neuen Besitztümer nicht groß verteidigen muss.
Sofern Russland den Balkan den Franzosen vorzieht, sollte es sich praktischerweise um den Kaukasus kümmern, dann könnte man sich freundschaftlich einigen.

Die Zeit sehen Wir übrigens nicht als problematisch an, da Österreichs Macht idealerweise wachsen wird, während die aller anderen Großmächte stagniert oder nachläßt.
Also können Wir die größten Gewinne gegen Ende einfahren.

Duke of York
10.01.14, 14:21
Wir haben Uns vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt.

Könntet Ihr (falls die Engine dies zulässt) Russland in diesen aktuell laufenden Krieg einladen und zwar genau in dem Moment, wo Ihr Eure Ziele allesamt erobert habt, dann sofort Separatfrieden schließen und damit Russland in dem Krieg gegen die vollkommen geschwächten Osmanen zurücklassen? Vielleicht wählt Ihr Eure Kriegsbeute ja so, dass Russland sowieso nicht auf dem Balkan vorrücken kann? -> Landverbindung bei Varna zum Schwarzen Meer herstellen. ;)

Dann wären nämlich die Russen sofort und fast ausschliesslich im Kaukasus beschäftigt und wenn Euer Frieden in einem Jahr ausläuft, ist der Osmane entweder immer noch im Krieg, oder aber vollkommen ausgeblutet.

Gibt die Engine sowas her? :D

H34DHUN73R
10.01.14, 16:16
Nun verstehen Wir Euren Vorschlag, werter Duke :)
Es erscheint Uns jedoch nicht günstig, wenn sich Russland am Osmanischen Reich die Taschen füllt, noch dazu praktisch ohne Kampf, da die Armee des Sultans faktisch vernichtet ist.
Im Gegenteil, Wir würden gerne verhindern, dass etwas in dieser Art geschieht - das Osmanische Reich soll das russische Gewicht ausbalancieren helfen und Uns ansonsten als Organspender dienen, sofern erforderlich.
Ausserdem brauchen Wir Belgrad für eine Vormachtstellung, was wenig Auswahl bei den sonstigen Gebieten übrig läßt.

Duke of York
17.01.14, 09:21
Paradox darf sich bei Euch bedanken, werter Headhunter. Ihr habt Uns angefixt, sodass Wir Uns MOTE nun zugelegt haben. :)

Und Wir haben auch schon einen guten Eindruck von der Gamebalance bekommen.


das Osmanische Reich soll das russische Gewicht ausbalancieren helfen und Uns ansonsten als Organspender dienen, sofern erforderlich.

Dies dürfte recht unrealistisch sein. Die Schwächung durch einen verlorenen Krieg gegen Euch wird den Osmanen das Genick brechen.
Auch ohne diese Niederlage hätten sie den Russen nicht wirklich etwas entgegenzusetzen, denn die haben eine derartige Überlegenheit an Manpower, dass die die Osmanen einfach überrollen werden.

Wir empfehlen Euch lieber, vorerst auf Euer Vormachtstellungs-Ziel zu verzichten und stattdessen als Kriegsbeute lieber den möglichen Landweg der Russen zum Balkan zuzumachen.

BTW: Wann geht es eigentlich weiter? ;)

Hohenlohe
17.01.14, 14:25
Die Osmanen können den Kaiserlichen inzwischen kaum noch etwas entgegensetzen. Nur müssen die Habsburger jetzt den Balkan fordern, damit den Russen nur noch der Kaukasus bleibt, denn dann haben die Habsburger einen Teil der Kriegsziele erfüllt. Athen gehört m. W. n. dazu. Alexandria wäre ein weiteres Ziel. Aber den Habsburgern fehlt eine grosse Flotte um das zu erlangen und es käme dabei sowohl den Briten als auch den Franzosen ins Gehege...Man kann nur hoffen, dass die Russen sich mit Österreich zusammentun gegen die Franzosen, sonst wird es eine sehr harte Nuss für diese, wenn Frankreich die Kaiserlichen jetzt noch angreift.
Wir wünschen auch weiterhin viel Glück für Austria!!

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::D

H34DHUN73R
17.01.14, 23:22
Uns ist wohl bewusst, dass Wir terminlich mit einem Update im Rückstand sind, werte Regenten.
Leider ist die schöne Urlaubszeit längst vorbei, sodass Wir Uns wieder der Zinsknechtschaft des Monopolkapitals unterwerfen mussten - dennoch haben Wir Uns das Ziel gesetzt, an diesem Wochenende wieder zu liefern...

hohe_Berge
18.01.14, 13:56
Uns ist wohl bewusst, dass Wir terminlich mit einem Update im Rückstand sind, werte Regenten.
Leider ist die schöne Urlaubszeit längst vorbei, sodass Wir Uns wieder der Zinsknechtschaft des Monopolkapitals unterwerfen mussten - dennoch haben Wir Uns das Ziel gesetzt, an diesem Wochenende wieder zu liefern...

Gut. Jetzt ist Wochende. ;-)

Glück Auf

dimovski
25.01.14, 20:22
Und jetzt auch!
http://www.heraldic-art.hr/cms_news_uploads/41_small.jpg
Freiherr von Meshtrovich erwartet schon sein Kommando! (Da der Kommandeur der Slawonen krank ist und wohl sterben wird *plot twist ftw*)
Falls nötig werden Wir einfach aus jedem Dorf Heiducken rekrutieren! Wir wollen und müssen Uns dem Kaiser auf diese Art und Weise für Unsere Adligkeit bedanken!

Duke of York
11.02.14, 15:29
Gut. Jetzt ist Wochende. ;-)

Glück Auf

Hatte er gesagt, welches Wochenende gemeint war? :rolleyes: ;)

Hohenlohe
11.02.14, 18:53
Wir warten auch auf das Update...

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke: