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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Turm, sie zu knechten ... AAR Civilization 1 - Babylon



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psycho
24.11.14, 14:01
Hurrah! Es geht weiter! :)

Möge das neue babylonische Reich erstrahlen und die Fackel der Vernunft in die mit Dunkelheit geschlagenen Ecken dieser Welt tragen.

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29.11.14, 16:36
Ein steiniger Weg

Der Verfassungskongress hat entschieden, wie die zukünftige Verfassung Babyloniens aussehen soll. Doch noch tobt Nebukdanezars verordnete Revolution. Während mongolische Altkommunisten der Lederschuhgerberfraktion weitere Reformen ausrufen, maulen in Griechenland die dortigen Expansionisten und wollen die rasche Bezwingung Alexander des Großen. Und auf Neukudnezia kocht die sinistre Hammurapa ihr eigenes Süppchen - bestärkt durch den genialen Spionagecoup, der die Technologie des Dreistromlands nach vorne katapultierte. Im Revolutionsjahr 1913 beginnen sich deshalb die ersten Parteien zu formieren, die nach dem Ende der Revoultion die Geschicke des Volks leiten wollen. Vor allem der wirtschaftliche Kurs eines demokratischen Babyloniens wird vieldiskutiert. Soll das gesamte Reich von der industruiellen Revoltion erfasst werden - oder einige Zentren bevorzugt werden? Es mehren sich auch die Stimmen, die eigentliche Wiege Babyloniens, das Dreistromland (um die Städte Babylon, Sumer, Elippi, Ashur und Nishapur) zum Zentrum des "Neuen Reiches" zu machen und sie bevorzugt zu behandeln ... eine Art Re-Babylonisierung des Vielvölkerstaats. Die Hammurapisten hingegen wollen das teure Projekt Neukudnezia um jeden Preis weiterführen und ausbauen. Und wie verfährt man mit den zwei mächtigen Reichen jenseits des Mongolantik, mit den "Braunbärstaaten" Russland und Deutschland? Soll überhaupt der expansive Kurs Babyloniens in Griechenland in dieser Form weitergeführt werden - oder ist ein isolationischer Kurs sinnvoller?

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Unbeirrt dessen wächst die Wirtschaft Babyloniens auch in Revolutionszeiten: Ein neues Kraftwerk wird in Kashgar fertiggestellt. Ohne Zweifel ist die Mongolei schon jetzt das wirtschaftliche Zentrum des Reichs. Wie lange werden die Mongolen sich von der Zentralmacht in Babylon gängeln lassen?

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Nebukadnezar entscheidet sich derweil, während in Babylon noch die Neudemokraten in ihren Debatten üben, eigenmächtig für einen Frieden mit Griechenland. In diesen bewegten Zeiten muss zumindest kurzfristig ein Frieden mit Alexander her. In Argos trifft ein Diplomat ein und bittet die Sklavenhalter, einen Frieden mit dem griechischen König zu vermitteln.

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Alexander willigt in den Frieden ein - natürlich nur, um seine Truppen neu zu formieren. Ein belastbarer Frieden mit Griechenland ist dank der jüngsten Eroberungen nicht denkbar. Alexander wird seine Städte Delphi und Sparta um jeden Preis zurückerobern wollen. Und er hofft, daß ein bald demokratisches Babylon ein leicht bezwingbarer Gegner sein wird. Wenn er sich da mal nicht täuscht ...

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01.12.14, 16:35
Das Friedensjahr 1914

Frieden! Frieden mit Griechenland! Das Jahr 1914 scheint der Auftakt für eine längere Zeit der unbeschwerten Blüte. Zwar dauert der Konflikt mit Deutschland (nach dem, zugeben, dreisten Technologiediebstahl) an, aber mit Alexander dem Großen konnte ein zarter Friede geschmiedet werden. Nebukadnezar will das Ende seiner Revolution von oben nicht mit dem Blut babylonischer Soldaten in Griechenland färben. Viel mehr richtet sich sein Blick auf Babylon, wo alsbald ein gewaltiger Damm am Ufer des Neuphrat - Babylons Urstrom und einer der drei wichtigsten Flüsse des Dreistromland - entstehen soll. Er spielt sogar mit dem Gedanken, eine raschere Fertigstellung aus der Staatskasse zu finanzieren. Aber dazu reichen die Geldmittel nicht aus ... der Dammbau wird sich verzögern.

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In Uruk wird derweil endlich ein neues Kraftwerk fertiggestellt. Nach dem Verrat der Stadt, die sich zeitweise an die Griechen verkauft hat, waren sämtliche Fabrikanlagen von Alexanders Schergen demontiert worden. Endlich kann die Produktion am Gelben Fluss wieder aufgenommen werden.

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Nun scheint Nebukadnezar die Stunde gekommen, sich in seinen Palast zurückzuziehen und den politischen Parteien, die sich während der letzten Monate gegründet haben, die Geschicke des Staates anzuvertrauen. Ein demokratisches Parlament soll von nun an die Geschicke Babyloniens leiten. Und die erste Prüfung erwartet das Parlament noch vor der ersten Wahl: In Russland hat Väterchen Stalin eine eigene Revolution durchgedrückt. Nun also soll sein Reich kommunistisch sein ... eine Verhöhnung der stolzen kommunistischen Vergangenheit Babyloniens. So präsentiert sich die Welt im Jahr 1914 n. Chr. im Wandel: Ein kommunistisches Russland, ein demokratisches Babylon, ein technologisch extrem erfolgreiches Deutschland und ein nach wie vor unbesiegtes Griechenland, das nur darauf harrt, die Babylonier von "ihrem" Inselkontinent zu vertreiben ...

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Ob das Volk stark genug ist, weise Entscheidungen in diesen fragilen Zeiten zu fällen? Und wie wird sich der russische Kommunismus auf die mongolischen Ledergerber auswirken, die mit der Demokratisierung Babylons alles andere als einverstanden sind? Vor allem aber: Welche Parteien werden bei der ersten Wahl im Jahr 1914 antreten und die erste achtjährige Wahlperiode mitgestalten?

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03.12.14, 13:58
Interludium: Die Zeitenwende 1914 - Teil 1 -

Vor den ersten Wahlen wollen wir kurz innehalten. Denn das Jahr der Zeitenwende 1914 - die einschneidende Wandlung Babylons zur Demokratie - ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Jetzt erst wird sich zeigen, ob die babylonische Zivilisation auch in den Wirren der kommenden Jahrzehnte bestehen kann. Deswegen sei zunächst ein Blick auf die Weltkarte im Jahr 1914 gestattet.

1.) Die Welt im Jahr 1914

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Babylon präsentiert sich als grösstes Reich der Moderne, das (bis auf die Reste Chinas, sprich: Peking) den heimischen Kontinent vollständig dominiert. Seit der frühen Einverleibung der Mongolenstädte ist die Macht auf dem Kontinent unangefochten. Lediglich die Halbinsel Nippurim im äußersten Westen des Reichs ist wiederholten Angriffen der Deutschen und Russen ausgesetzt.
Die Städte des babylonischen Reichs sind im grossen und ganzen gut entwickelt. Vor allem die mongolischen Städte - an der Spitze das glorreiche Samarkand - sind ein Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs. Fabriken qualmen vorwiegend in der Mongolei, die Schienennetze verbindet in einer Magistrale das ferne Aleppo am Südzipfel der Mongolei mit der Stadt Buchara, wo einst Dschingis Khan seinen frevelhaften Leuchtturm errichtete (und damit einem eigenen Turmbauprojekt Nebukadnezars zuvorkam). Für diesen Turm ist auch 1914 neue Leidenschaft entfacht. Manche schwärmerischen Geister sehen ihn als Symbol der mongolisch-babylonischen Symbiose und wollen diesen Turm weiter ausbauen, höher, gar bis zu den Sternen ...
Das Dreistromland selbst (mit der Wiege Babylon am Neuphrat, der ersten Stadt unserer Zivilisation), ist gegenüber der Mongolei rückständig geblieben. zu hoch waren die militärischen Belastungen, derer sich die Babylonier seit 3000 v. Chr. erwehren mußten. Allmählich aber ragt auch das Dreistromland an die wirtschaftlichen Erfolge heran, der Eisenbahnausbau kommt gut voran. Nicht zu vergessen die wissenschaftliche Hochburg Sumer ...
Weite Eroberungen konnten die Babylonier in den vergangenen Jahrhunderten auf dem griechischen Kontinent erreichen. Delphi, Sparta und die alte atzketische Hauptstadt Tenochtitlan zählen dabei zu den bedeutendsten Neustädten, die am babylonischen Friedensprojekt teilhaben dürfen. Von Alexanders stolzem Reich ist nur noch Athen, Korinth, Eretria und die Sklavenhalterstadt Argos geblieben - allesamt bis zu den Zähnen bewaffnet. Geschlagen ist der griechische Herrscher noch nicht. Aber eine echte Gefahr stellt er nicht mehr dar - auch wenn es ihm sogar gelungen ist, eine Kolonie namens Rhodos auf dem russisch-deutschen Kontient zu installieren und zu halten..
Anders sieht es jenseits der Ozeane aus - den Mongolantik und Osten sowie den Graecifik im Westen. Die unbestreitbare technologische Führerschaft haben noch immer die Deutschen unter Friedrich dem Großen inne, dessen wenige Städte groß und mächtig sind. Die Russen unter Stalin, potentiell gefährlicher durch ihre hohe Anzahl an Städten und Land, haben es bis zum jetziugen Tag nicht geschafft, den Deutschen mehr abzunehmen als Bremen und das dubiose Bonn.
Ansonsten ist auch 1914 noch manches auf der Welt den Babyloniern unbekannt. Die Inseln Sumsland und Neukudnezia, wo das Festungsprojekt der raffinierten Strategin Hammurapa seiner baldigen Fertigstellung harrt, sind nach wie vor unbesiedelt. Doch mit dem zunehmenden "Kontakt" mit anderen Zivilisationen werden auch solche abgelegenen Eilande strategisch immer bedeutsamer. Zumal einige Gefilde der Ozeane - das Nordmeer, der Untere Mongolantik, der Atzlantik und das sagenumwobene Hamburger Dreieck - ihrer Erkundung harren.

2.) Die Städte Babyloniens

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Die Wirtschaft in Babylonien brummt. Vor allem die zwei mongolischen Städten Kashgar und Samarkand, aber auch Nishapur und die Gründung Akkad weisen hohe Produktionsraten vor.(*) Aber: Im Dreistromland haben Babylon und Sumer aufgeholt. Und die Eroberung Sparta in Griechenland könnte ein Motor für die weitere Erschließung des teilweise befreiten Kontinents werden.
Was den Handel angeht, stehen ebenfalls Babylon und Sumer an der Spitze. Allenfalls Sparta kann da noch mithalten, während die mongolischen Städte hier Nachholbedarf haben. Das Reich ist damit eindeutig gespalten in den produktiven mongolischen Westen und den libertär-handelsorientierten Osten.
Was das Wachstum angeht: Babylon sowie die alte mongolische Hauptstadt Samarkand weisen enorme Bevölkerungsraten auf. Aber auch Uruk an der Grenze zu Rest-China und Aleppo im Süden der Mongolei wachsen rasant. Sind sie die Metropolen der Zukunft?

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Was die Steuern anbetrifft: Das meiste Gold fliesst aus dem Dreistromland. Babylon und Sumer liegen dabei an der Spitze (jeweils 19 Münzen), danach erst kommen Städte der Mongolei wie Nishapur, (13 GM) Täbris und Buchara (je 10 GM). Auch Sparta liefert einen guten Batzen Gold an seine babylonischen Befreier ab (12 GM). Alles in allem erwirtschaftet das demoktratische Babylon ein ordentliches Plus nach dem Ende der Revolution.
Zur Wissenschaft tragen indes vor allem die Städte Sumer (42 Birnen) und Babylon (27 Birnen) bei, im bescheidenen Umfang auch das mnoglische Karakorum (12 Birnen) und wiederum Sparta (13 Birnen).

Soweit zum ersten Teil des Interludiums. Im zweiten schauen wir uns die Regionen Babyloniens und einige seiner wichtigsten Städte nochmal genauer an ... gerne nehme ich Hinweise auf und höre eure Meinung zu dem, was ihr von Babylonien im Jahr 1914 haltet - und was eurer Meinung nach seine Zukunft angeht.



(*) Kashgar ist in der Grafik nicht gelb markiert, zählt aber mit 32 Schilden zu den bedeutendsten wirtschaftlichen Zentren.

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05.12.14, 13:11
Interludium: Die Zeitenwende 1914 - Teil 2 -

Im zweiten Teil des Interludiums wollen wir einen ersten Blick auf die babylonischen Regionen werfen. Das Reich lässt sich (grob gesagt) in drei Regionen einteilen: Das Dreistromland, die Wiege der babylonischen Zivilisation, die eroberte Mongolei und das Babylonische Griechenland, in dem seit Jahrhunderte ein Konflikt zwischen den griechischen Despoten und den teilweise zu Babylonien übergelaufenen Griechen tobt. Während dort der Krieg den Alltag der Menschen bestimmt, herrschen im Dreistromland und in der Mongolei Frieden. Vor allem das letztere ist seit Jahrhunderten von äußeren Feinden verschont geblieben ... wobei dazu die Erstürmung Griechenlands notwendig war.

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Das Dreistromland mit den Flüssen Neuphrat, Nigris und dem Gelben Strom ist aufgrund der Kriegslasten gegenüber der Mongolei rückständig geblieben. Immerhin konnte in den vergangenen Dekaden Boden gut gemacht werden. Die Eisenbahnlinien haben die wichtigen Metropolen Babylon und Sumer miteinander verbunden; auch der Norden des Dreistromlands ist von Ninive aus angebunden (Ashur und Uruk). Ebenso sind die Flussfelder des Neuphrat und Nigris fast vollständig bewässert und mit Eisenbahnlinien aufgewertet. Von großer Bedeutung für Wissenschaft und Forschung ist auch die Goldmine bei Sumer, durch die die intensive Forschung des Dreistromlands finanziert wird.
Auf der anderen Seite ist das Dreistromland noch immer nicht an die Magistrale der Mongolei angeschlossen. Die Eisenbahnverbindung zu Buchara muss endlich fertiggestellt werden. Ebenso sollte auch die rasche Reise per Bahn nach Ninive endlich möglich sein.

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Die bedeutendste Stadt des Dreistromlands ist und bleibt Babylon. Eine (weitgehend) hochzufriedene Bevölkerung, üppige Nahrungsreserven und dank der Eisenbahnlinien und dem Reichtum des Neuphrats eine florierende Wirtschaft haben es ermöglicht, am Neuphrat das Großprojekt eines Staudamms einzuleiten. Diesen will Nebukadnezar in Kürze fertigstellen lassen, sofern das neue Parlament die Kosten bewilligt.

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Die Große Bibliothek von Sumer hat schon in der Antike Babylons Wissen gemehrt. Noch immer zehrt Sumer von ihrem Ruhm und sorgt dafür, den Anschluss an Deutschland nicht zu verlieren. Da im Bau befindliche Kraftwerk scheint bald unnötig zu werden, wenn der Staudamm in Babylon tatsächlich fertig wird. Sinnvoll wären neue Karawanen, die den Handel in weit entfernte Städte vorantreiben. Vielleicht nach Deutschland, wenn wieder ein Frieden mit Friedrich erzielt werden kann.

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Zu den Städten von Babylonisch-Griechenland kann an dieser Stelle wenig gesagt werden. Mehr als der Militärausbau, Tempel zur Volksbefriedung (die Griechen können von ihren alten Göttern auch unter babylonischer Herrschaft einfach nicht lassen) und ein paar Siedlern, die Straßenverbindungen errichten, ist hier nicht drin. Allein die Eroberung von Stadt Sparta hat sich als wahrer Segen entpuppt. Man darf behaupten, daß ihre Einnahme der wesentliche Faktor war, um Alexander in die Knie zu zwingen. Auch wenn alle Hoffnung geschwunden ist, den Terroristen Dschingis Khan jemals zu fassen - in Griechenland scheint sich seine Spur völlig zu verlieren. Babylon hat auf jeden Fall Großes mit Sparta vor .. wenn dort die erste Kathedrale des christlich-babylonischen Glaubens errichtet und damit das Volk endgültig für Nebkudadnezars Sache eingenommen wird.

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Im dritten Teil des Interludiums werden wir uns noch die dritte und vermutlich bedeutsamste Region Babyloniens ansehen: Die Mongolei. Denn in ihren wirtschaftlich hoch entwickelten Städten könnte sich eines Tages die Zukunft unserer Zivilisation entscheiden ...

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10.12.14, 07:31
Interludium: Die Zeitenwende 1914 - Teil 3 -

Im dritten Teil des Interludiums soll die wirtschaftlich bedeutendste Region Babyloniens angesehen werden. Seit der Vertreibung des Khans im Jahr 1756 n. Chr. gehört auch der letzte Winkel des einst so stolzen Mongolischen Reichs zum Einflussgebiet Nebukadnezars. Die mongolischen Städte haben sich ganz schön gemacht. Schon in der Antike drohten sie das althergebrachte Dreistromland zu übertrumpfen. Ihre Eroberung war letztlich der Schlüssel zum Erfolg der babylonischen Zivilisation.

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Samarkand fiel als letzte Stadt im Jahr 1756 an Babylon. Der einstige Sitz des Khans ist noch immer stolzer Mittelpunkt der Mongolei. Hier befand sich auch die Keimzelle der kommunistischen Lederschuh-Bewegung, die eine Industrialisierung der umliegenden Städte förderte. Das Kohlefeld südwestlich von Samarkand und die fruchtbaren Ufer des Flusses Sarm haben zu diesem bemerkenswerten Aufschwung beigetragen. Auch die babylonische Variante des Christentums hatte hier ihren Ursprung, wovon die Kapelle des Michelangelo und die Kathedrale des Johannes Sebastian Bachs zeugen. Auch der Gelehrte Charles Darwin brach von Samarkand aus in die Welt auf; in der Neuzeit wurden in Samarkand die Vereinten Nationen gegründet. Zur Zeit wird in Samarkand eine Bank errichtet - auch der Handel sollte eines Tages durch Karawanen in Schwung kommen.

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Kashgar am Ostufer der Mongolei gilt als kultureller Mittelpunkt der Mongolei. Magellans Expedition sowie Shakespeares Theater waren vor allem bei der Kampagne gegen Alexander des Großen von Bedeutung. Von Kashgar aus stachen die Schiffe in See, die den selbstherrlichen griechischen König das Fürchten lehrten ... und der Ruhm der Shakespeare-Milizen hält bis zum heutigen Tag an. Ihr Ruhm aber ist verblasst, und die Kashgarer sind aufgund des Bedeutungsverlustes unzufrieden. Ob der Bau einer neuen Kirche die Gemüter kühlen kann? Die wirtschaftliche Bedeutung Kashgars ist nach wie vor groß.

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Die wirtschaftlich erfolgreichste Stadt aber ist Nishapur südlich von Samarkand. Oft im Schatten der ruhmreichen Mongolenstädte, hat die Stadt sich zur Industriehochburg gemausert. Die Wasserversorgung (Aquädukt) soll nun auch für das weitere Wachstum Nishapurs sorgen.

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Im Aufschwung ist hingegen die Stadt Karakorum westlich von Kashgar. Sie war einst die erste mongolische Stadt, die Babylon im Handstreich nahm.; ihr industrielles Kapital ist aufgrund des Kohlefelds enorm. Es ist zu erwarten, dass Kashgar in den kommenden Jahrzehnten einen Boom sondergleichen erfährt.

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Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Mongolei im demokratischen Babylonien ihr ganzes Potential entwickeln wird. Sollte die Halbinsel Nippurim gehalten werden, kann nichts und niemand sie aufhalten.Und Babylons Erfolg wird sich daran messen lassen, ob es Nebukadnezar gelingt, die mongolische Bevölkerung nach wie vor zufrieden zu stellen.

Ein letzter Blick in diesem dritten Teil des Interludiums soll auf eine vierten Region Babyloniens gerichtet. Eigentlich ist sie gar keine Region, sondern nur ein Eiland - ein grosses allerdings. Neukudnezia ist auch im Jahr 1914 unbesiedelt. Wohl stehen hier aber die drei Festungen der schlauen Hammurapa, die früh erkannte, dass eine Gründung auf Neukudnezia von den Deutschen und Russen nicht geduldet werden würde. Stattdessen baute sie Neukudnezia zur Festung aus. Und sollte es jemals nötig sein, Friedrich dem Großen oder Väterchen Stalin etwas strenger auf die Finger zu klopfen, wird sich die Insel als bedeutsam erweisen ...

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Soweit zum dritten Teil des Interludiums. Noch sind wir nicht ganz am Ende: In Teil 4 schauen wir uns die Demografiedaten Babyloniens näher an ... auf deren Basis in Kürze die ersten Wahlen stattfinden werden.

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12.12.14, 08:08
Interludium: Die Zeitenwende 1914 - Teil 4 -

Eigentlich wollten wir uns in Teil Vier des Interludiums der Demographie widmen. Für eine umfassende Betrachtung des Friedensjahrs 1914 gehört aber auch ein Blick auf den Rest der Welt, fern Groß-Babyloniens. Sieht man von den kümmerlichen Resten Chinas ab, wo Mao in Peking noch immer nicht das Unvermeidliche (die Eingliederung in das demokratische Babylonien) einsieht, sind es drei konkurrierende Zivilisationen, die uns Sorge bereiten ...

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Der Krieg begleitet uns auch im ansonsten eher friedlichen Jahr 1914. Mit den Griechen konnte ein Friedensvertrag unterzeichnet werden. Die Deutschen und Russen besteht der Kriegszustand. Aber jenseits des Ozeans sind sie keine große Gefahr. Und dank der Vereinten Nationen können wir jederzeit einen Frieden erzwingen, wenn wir nur wollen ...

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Zu den Griechen: Alexanders Rest-Reich ist keine große Bedrohung mehr. Neben der Trutzburg Eretria, die uns Alexander einst wieder abnahm (nachdem wir sie erobert hatten) sind ihm nur noch seine Hauptstadt Athen am Ostzipfel Griechenlands und die Stadt Korinth geblieben. Die unabhängige Sklavenhalterstadt Argos gehört noch nominell zu Griechenland, liegt aber abgeschnitten in unserem Teil der griechischen Kolonie. Alle Städte sind allerdings gut befestigt und können etliche neue (und kampfstarke) Einheiten generieren.

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Zu den Deutschen : Friedrichs Reich ist klein, aber zäh. Die drei Städte Berlin, Hamburg und vor allem Leipzig sind ohne Zweifel die bestausgebauten und fortschrittlichsten Metropolen der Welt. Sie bescheren Friedrich die technologische Führerschaft. Aber die Russen lagern vor seinen Toren, ein Krieg zwischen beiden Reichen ist quasi der Dauerzustand - was Babylon sehr entgegen kommt.

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Zu den Russen : Väterchen Stalins unermessliche Weiten verteilen sich auf zwei Landmassen. Das Kiew-Becken nördlich von Neukudnezia ist mit den Städten Moskau, Kiews, Minsk und Odessa das Kernland der Russen. Weiter östlich liegen an der Russischen Bucht weitere bedeutsame Städte: Jakutsk, Sewastopol, Swerdlow und Wladiwostok. Zudem haben Stalins Horden einige deutsche Städte (Bremen, Bonn) eingenommen. Es mögen sich zudem weitere Städte Russlands im Norden befinden, von denen wir nichts ahnen.
Eine Randnotiz: Den Griechen ist es gelungen, eine Exklave in Russland zu errichten und zu halten. Rhodos (östlich von Jakutsk). Man darf den griechischen König also nicht gänzlich unterschätzen ...

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13.12.14, 11:10
Interludium: Die Zeitenwende 1914 - Teil 5 -

Im letzten Teil des Interludiums (bevor es endlich weitergeht mit dem Spiel und der ersten Wahl im Parlament) soll Babylonien noch einmal auf den Prüfstand. Wie ist es tatsächlich um unsere Bevölkerung, unseren Reichtum, unsere Zivilisation im Vergleich mit den Nachbarn bestellt?

Die Demographiedaten im Jahr 1914 beeindrucken zweifellos. Unsere Bevölkerung liegt mit 8,3 Millionen Bürgern weit über jener der anderen Zivilisationen. Unsere Warenproduktion brummt(288 Millionen Tonnen) , die verwaltete Landfläche (307 000 square miles, also ca. 795 .000 Quadratkilometer) ist enorm, und das Bevölkerungswachstum der babylonischen Familien (4,2 Kinder) zeigt, wie gut es um unser Volk bestellt ist. Doch die hohe Verschmutzung unsere Metropolen, eine geringe Lebenserwartung und die niedrige Zufriedenheit bereiten uns Sorgen. Wir müssen wohl die Produktion von Luxuxgütern hochfahren und den Handel stärken, um Agitatoren des Feindes - alles voran Dschingis Khan - keine Chance zu lassen.

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Gleich zwei unserer Metropolen zählen derweil zu den bedeutendsten Städte der Welt: Shanghai und Samarkand werden im gleichen Atemzug mit Leipzig, Moskau und Athen genannt. Babylon ist nicht dabei - was uns schmerzt. Vielleicht wird der baldige Staudamm nach seiner Fertigstellung den Ruhm unserer Hauptstadt mehren.

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Die Weltwunder konzentrieren sich auf jeden Fall in unseren Gefilden. Vor allem in Samarkand, Kashgar und Shanghai stehen die wohl beeindruckendsten Gebäude der Menschheit Nur das Dreistromland selbst ist ein wenig verkannt. Was uns ebenfalls schmerzt: Das Frauenwahlrecht st unverkennbar an das von Russland besetzte Bremen geknüpft, und der Krebsheilung wurde in Berlin erforscht.

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Unser Militärstatus lässt unsere Feinde erzittern. Die Truppen selbst sind jedoch rückständig. Phalangen, Schleudern und Musketiere sind noch immer in weiten Teilen des Reichs das Mittel der Wahl. Vor allem die Marine ist bislang erbärmlich. Zur Zeit dient uns ein kümmerliches Panzerschiff. Immerhin geht der Bau von Karawanen endlich voran ...

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Kurz: Würde man unsere Zivilisation nach Punkten bewerten, kämen wir auf einen stolzen Wert von 459. Warum uns dabei ein Bonus von +3 auf Frieden gewährt wird, obgleich wir mit den Russen und Deutschen im Clinch liegen, ist uns ein Rätsel. Vor allem die Weltwunder katapultieren uns nach vorne ...

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Nach dem wir also Babylonien im Jahr 1914 in aller Genauigkeit angesehen haben, wird bald das erste Parlament gewählt. In der kommenden Folge wird der demokratische Wettbewerb beginnen ... und das Babylon wird sich hoffentlich nun zu der wahren Größe erheben, die ihm zusteht.

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16.12.14, 08:48
Wehrhafte Demokratie

Während in Babylonien die ersten Wahlen vorbereitet werden, versuchen die Truppen den brüchigen Frieden zu erhalten. Die Griechen lauern nur auf eine passende Gelegenheit, Delphi und Sparta zurückzuerobern. Zur Friedenssicherung postieren die Vereinten Nationen einen Diplomaten vor Argos, um bei einem Bruch des Waffenstillstands durch Alexander sofort wieder einen Frieden zu erzwingen. Denn eine direkte Straße nach Argos gibt es nicht: DIe SKlavenhalterstadt ist zu stark durch Sümpfe und Wälder abgeschottet.

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Auf der Halbinsel Nippurim herrscht noch immer Chaos. Unser Kreuzer scheitert bei dem Versuch, den deutschen Schützen - der sich stationieren will - von der Seeseite aus zu bombardieren. Also rückt Die Dicke Asli aus Nippur dem Feind entgegen ... doch kann sie den Schützen wirklich aufreiben?

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Vor Berlin geht unterdessen ein weiterer Diplomat an Land. Denn auch mit Friedrich muss schnell Frieden geschlossen werden. Noch ist Neukudnezia ungenügend gefestigt, und den Technologieraub haben die Deutschen nicht vergessen.

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Zur Verstärkung der Ishtar-Festung ziehen wir zudem den Schützen von der Hammurapa-Festung ab. Denn der veraltete Musketier könnte einem Vorstoß Friedrichs kaum standhalten. Nun gilt es, zu den Göttern des babylonischen Pantheons zu beten und zu hoffen ...

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Derweil präsentieren die Parteien ihr Programm für die erste Wahl des 8-jährigen Turnus. Da ein Mehrheitswahlrecht durch die Verfassung vorgeschrieben ist, wird die siegreiche Partei in zwei Wahlgängen ermittelt. In der ersten, geheimen Wahl werden die zwei beliebtesten Parteien ermittelt, unter denen dann in einer offenen Stichwahl der Sieger gekürt wird. Aber welche Parteiprogramme stellen sich der Wahl des babylonischen Volks?

1.) Die Marduk Partei (MP). Hier sammeln sich die eher konservativ gesinnten Babylonier, die vor allem das lange vernachlässigte Dreistromland endlich nach vorne bringen wollen. Die Region soll endlich den Anschluss an die Mongolei finden. Außenpolitisch fährt die MP einen harten Kurs, insbesondere gegen Russland, das man als größte Bedrohung der Zukunft ausgemacht hat.
Spitzenkandidat: G.F. Enkidurt
Wirtschaft: Fokus auf das Dreistromland, Abzug von Siedlern aus der Mongolei, Status Quo in Griechenland
Außenpolitik: Friede mit Deutschland, harter Kurs gegenüber Russland, Brückenkopf auf dem russischen Kontinent, Gleichgewicht zwischen Deutschland und Russland erhalten
Fernziel: Rückkehr zu einer Monarchie unter Kaiser Nebukadnezar

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2.) Die Kommunistische Partei der Mongolischen Ledergerber (KPML): Die kommunistische Vergangenheit Babylons ist nicht vergessen. Repräsentiert wird sie durch den eloquenten jungen Mongolen Timur Gök. In der Tradition der Ledergerberbewegung soll weiterhin die wirtschaftliche Kraft der Mongolei erhalten werden. Auch Griechenland soll den industriellen Anschluss an die Mongolei schaffen. Das Dreistromland hingegen sei reich und mächtig genug. Außenpolitisch favorisiert die KPML einen harten Kurzs gegenüber Peking: Die Chinesen sollen endlich Teil des babylonischen Friedensprojekts werden. Und ein Frieden mit Griechenland soll nicht um jeden Preis gewahrt werden - solange Dschingis Khan nicht ausgeliefert wurde.
Spitzenkandidat: Timur Gök
Wirtschaft: Eisenbahnen und Fabriken, vor allem in der Mongolei
Außenpolitik: Peking muss babylonisch werden, Griechenland bekämpfen, ansonsten behutsamer Frieden mit den anderen Mächten, Verteidigung der Meeresstrassen
Fernziel: Wiedereinführung des Kommunismus

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3.) Die Babylonische Fortschrittspartei (BFP): Die "Hammurapisten" setzen auf das Eiland Neukudnezia, wo sich das Schicksal des Volks entscheiden wird. Die ´Festungen dort sollen gehalten und ausgebaut werden. L.G. Hammurapa möchte zudem einen Haufen Diplomaten nach Neukudnezia verschiffen und von dort mit den Vereinten Nationen den dauerhaften Frieden mit Deutschland und Russland erzwingen.
Spitzenkandidat: L.G. Hammurapa
Wirtschaft: Ausbau der Festungen, Spione nach Neukudnezia
Außenpolitik: Offensiver Einsatz der Vereinten Nationen zur "Friedenssicherung", Militärische "Erstschlagfähigkeit" Babylons fördern
Fernziel: Stadt auf Neukudnezia errichten

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4.) Ozeanische Partei Ea (EA): Einen ganz anderen Weg schlägt die Maritime Partei Ea ein. Der Frieden soll weltweit (auch unter Opfern) gewahrt bleiben. Ea setzt auf Wandel durch Handel. Dieser soll gestärkt werden, während die letzten Regionen der Weltmeere rasch erkundet werden sollen. Wozu noch Krieg führen? Babylon sei mächtig genug ...
Spitzenkandidat: O.F. Nurti
Wirtschaft: Karawanen und Kreuzer haben jetzt Vorrang vor allem
Außenpolitik: Frieden mit allen, aber Kolonien in der Nähe von Goldvorräten
Fernziel: Aufkauf der griechischen Städte

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814227

5.) Die Partei Unser Turm Buchara (UTB): Der Leuchtturm in Buchara entzündet die Geister dieser emphatischen Partei. Die Region Buchara soll massiv ausgebaut werden, der Fokus auf der Forschung liegen. Denn die Buchara-Partei eint ein großes Ziel: Ein Raumschiff soll in die fernen Gefilde des Alls abheben und Babylons Ruhm nun in den Weltall tragen. Alle weltlichen Ziele sollen diesem Ziel untergeordnet werden.
Spitzenkandidat: G.J. Bursen
Wirtschaft: Ausbau von Bucharas Region, Forschung
Außenpolitik: Status Quo
Fernziel: Raumschiff so früh wie möglich

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6.) Die Partei der Sprachentwirrung (PDS): Den Gegenentwurf liefern die "harten Hunde" der PDS. Hier soll militärisch ein neuer Kurs eingeschlagen werden. Peking soll ausgehungert und Griechenland unterworfen werden, und Deutschlands Attacken auf Nippur sollen nicht länger geduldet werden: Berlin, Leipzig und Hamburg sollen fallen. Ausgerechnet der einstige Betonkommunist Gilgamart hat sich an die Spitze dieser irrwitzigen Bewegung gesetzt. Sein Ziel: Die Welt soll wieder eine Sprache sprechen - und zwar Babylonisch.
Spitzenkandidat: Z.T. Gilgamart
Wirtschaft: Militär, Einsatztruppe aufbauen
Außenpolitik: Frieden mit Russland, Krieg gegen China, Griechenland und Deutschland
Fernziel: Einnahme von Berlin, Moskau und Athen

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814229

Anmerkung zur Wahl: Nur bis zu diesem Donnerstag (18. Dezember). Am Freitag beginnt dann die zweite, entscheidende Stichwahl. Wählt weise, denn die Partei entscheidet für Acht Jahre die Geschicke des Babylonischen Volks. Auch wird nach jeder Wahl eine Partei (die mit den wenigsten Stimmen) verschwinden, deren Ziele als irrelevant vom Volk erachtet werden. Am Ende wird es nur noch drei Parteien geben, die in Zukunft die Parlamentswahlen unter sich ausmachen.

Link zur Abstimmung: http://www.easypolls.net/poll.html?p=548fe0fce4b03c59c70de8a6

Frisiercreme
16.12.14, 10:05
Es kann in dieser historischen Stunde nur einen Weg geben:
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/kpmllzkxa6mbwt.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

Kurfürst Moritz
16.12.14, 10:07
Kleine Persönlichkeitsspaltung bei PDS:

Außenpolitik: Frieden mit Russland, Krieg gegen China, Griechenland und Russland

Performer
16.12.14, 11:05
Kleine Persönlichkeitsspaltung bei PDS:

Ups ... habe ich korrigiert. Waren interne Flügelkämpfe.

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -


Es kann in dieser historischen Stunde nur einen Weg geben:
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/kpmllzkxa6mbwt.jpg (http://www.fotos-hochladen.net)

Großartig! :prost:

Performer
16.12.14, 13:26
EILMELDUNG ... KPML führt ... Demokraten warnen vor kommunistischer Bewegung ...

Iche_Bins
16.12.14, 13:31
Die Wahl ist nicht einfach...

Performer
16.12.14, 19:46
EILMELDUNG ... "Unser Turm Buchara" weit abgeschlagen ... Hammurapisten warnen vor Kriegstreibern der PDS ... Montagsdemonstrationen in Sumer und Nippur ... KPML rechnet mit klarem Wahlsieg ...

Performer
16.12.14, 20:08
EILMELDUNG ... Marduk-Partei und UTB holen auf ... PDS droht mit Protesten bei Wahlniederlage ... Hammurapa von Neukudnezia nach Babylon zurückgekehrt ... Dschingis Khan soll Anschläge auf Wahlkabinen planen ...

Kurfürst Moritz
16.12.14, 20:11
Wahlprognosen?
:D

Schöne Sache...

Performer
16.12.14, 20:16
Gerade dreht sich die Stimmung ;-) ... die siegreiche Partei steht längst noch nicht fest. ;)

Performer
16.12.14, 20:42
EILMELDUNG ... L.G. Hammurapa: "Marduk-Partei will Neukudnezia aufgeben!" ... Ist EA-Partei der Joker? ... UTB verspricht den höchsten Turm der Weltgeschichte zu erbauen ...

Performer
16.12.14, 23:16
Aktuelle Zahlen:
Zwei Parteien führen mit 28 %
Danach folgen zwei Parteien mit je 17 %
Die Nachzügler liegen bei 11 % und 9 %

Das wir dien Kopf-an-Kopf-Rennen, welche zwei Parteien es in die Stichwahl schaffen.

Performer
17.12.14, 07:28
EILMELDUNG ... L.G. Hammurapa warnt: "Wenn Neukudnezia scheitert, ist Babylon verloren" ... Zukünftige Kriege gegen Deutschland und Russland müssten von dem Eiland aus geführt werden ... "Kriegstreiber" von der PDS seien Betonköpfe ohne jedes strategisches Interesse ... Hammurapa beschwört Wähler, für die BFP zu stimmen.

Performer
17.12.14, 12:08
EILMELDUNG: Strassenschlachten in Babylon zwischen Anhängern der KPML und PDS ... Gemässigte Kräfte der MP rufen zum Widerstand gegen radikale Parteien auf ... Hammurapa: "Deutsche lauern nur darauf, Neukudnezia zu besetzen!" ... Alexander der Große heimlicher Unterstützer von "Unser Turm Buchara"?

Performer
17.12.14, 14:28
EILMELDUNG: Schafft die MP noch den Turn? ... Babylonische Bürger fordern größeres Selbstbewusstsein gegenüber mongolischem Landesteil ... Ozeanisten von Ea geben Wahl noch nicht verloren ... Sind PDS und KPML zu siegessicher?

Performer
17.12.14, 14:35
Aktuelle Zahlen durchgesickert
Führende Partei: 26 %
Dicht auf den Fersen (2 Parteien): 20 %
Im Aufwind: 15 %
Unter ferner liefen (2 Parteien) 9 %

Duke of York
17.12.14, 15:11
Wählt die Ozeanier! Denn im Ernstfall hilft nur die Flucht auf die offene See. :D

Jorrig
17.12.14, 15:24
Was ist denn das für eine Wahlberichterstattung? Prognosen und Hochrechnung vor Schliessung der Wahllokale? Das ist doch eine Scheindemokratie, wenn überhaupt!

Performer
17.12.14, 16:12
Ich dachte, das ist unterhaltsamer ...

Iche_Bins
17.12.14, 16:17
Wir sind uns Sicher dass der werte Jorrig dies scherzhaft meinte :prost:

Performer
17.12.14, 16:55
Die Wahllokale schließen übrigens um 18:00 Uhr ... man kennt das ja. Ulkidu Deppendasch wird dann die Analyse erstellen.

Performer
17.12.14, 18:10
Ergebnis des 1. Wahlgangs, 17. Dezember 1914

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814231

In die Stichwahl kommen die Partei der Sprachentwirrung (PDS) mit 29 % der abgegebenen Stimmen und die Marduk-Partei (MP) mit 23 % der Stimmen.

Eine Analyse folgt in Kürze. Der 2. Wahlgang findet ebenfalls in Kürze statt.

Performer
18.12.14, 06:36
Rechtsruck bei den ersten Babylonischen Parlamentswahlen

PDS und MP ziehen in den zweiten Wahlgang

Babylon, 17. 12. 1914. Bei den ersten Wahlen zum neuen Parlament in Babylon haben sich die rechtsgerichteten Parteien durchgesetzt. Die militaristische Partei der Sprachentwirrung (PDS) konnte 29 % der Wählerstimmen auf sich vereinen. Parteichef Z.T. Gilgamart äußerste sich zuversichtlich, auch im zweiten Wahlgang das Volk von einem harten Kurs gegen China, Deutschland und Griechenland zu überzeugen. "Es wird Zeit, die Samthandschuhe auszuziehen", sagte Gilgamart. Er stellte eine massive Ausrüstung und die Aufgabe des teuren Neukudnezia-Programms in Aussicht.

Marduk-Partei zeigt sich zufrieden

Auch die konservative Marduk-Partei (MP) konnte mit 23 % der Wähler einen Großteil der Bevölkerung ansprechen. Spitzenkandidat G.F. Enkidurt sprach gegenüber der Presse von der "Wiedergeburt des Dreistromlandes" und dem "Ende der mongolischen Bevorzugung". Vor allem die Niederlage der kommunistischen Ledergerber-Partei sei als "Gewinn für Babylon" zu werten. Zugleich appellierte Enkidurt nun an alle demokratischen Kräfte. im zweiten Wahlgang gegen die "irrwitzigen militärischen Abenteuer" der PDS zusammenzustehen: "Nur die MP sorgt für einen dauerhaften Frieden und den Aufschwung der babylonischen Zivilisation."

Kommunisten enttäuscht

Lange Gesichter herrschten hingegen bei der Kommunistischen Partei der Mongolischen Ledergerber (KPML). Diese hatte in den Umfragen zunächst haushoch geführt, musste später aber den Vorsprung an seine politische Konkurrenten abgeben. Parteichef Timur Gök sprach vor der Presse von einer "dunklen Stunde der Mongolei und Babylons". Für den zweiten Wahlgang rief Gök zu einem Boykott durch die kommunistischen Wähler auf.

Jubel bei den Ozeanisten

Überraschend gut schnitt die Ozeanische Partei Ea bei den gestrigen Wahlen ab. 13 % der Wähler gaben gestern ihre Stimme der EA, die eine Strategie des Friedens und Handels für Babylon sowie eine Erschließung der Weltmeere gefordert hatte. Spitzenkandidat O.F. Nurti sagte gegenüber der Presse: "Bei den ersten Parlamentswahlen konnten wir die Wähler nicht überzeugen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich unser Friedenskurs eines Tages durchsetzen wird." Nurti warnte vor einem Sieg der PDS im zweiten Wahlgang und sprach sich dafür aus, im zweiten Wahlgang die Marduk-Partei zu unterstützen.

Hammurapisten und "Unser Turm Buchara" weit abgeschlagen

Verlierer der Wahl sind die Parteien BFP und UTB, die nur 10 % bzw. 8 % der Wähler überzeugen konnten. Vor allem die Spitzenkandidatin der Babylonischen Fortschrittspartei, L.G. Hammurapa, äußerste sich bitter enttäuscht über die ersten freien Wahlen: "Es ist uns nicht gelungen, die Babylonier und Mongolen von der enormen Wichtigkeit des Neukudnezia-Propjekts zu überzeugen." Auf dem fernen Eiland entscheide sich Babylons Zukunft, so Hammurapa, da die feindlichen Mächte Russland und Deutschland nur mit einer starken Militärbasis im Mongolantik in Schach gehalten werden könnten. Für den zweiten Wahlgang empfahl L.G. Hammurapa den Wählern, ihre Stimmen der MP zu geben. Die Partei "Unser Turm Buchara" (UTB) steht hingegen nach dem gestrigen Wahlabend vor dem Aus. Schon bei der Pressekonferenz des Spitzenkandidaten G.J. Bursen zeigte die Partei Auflösungstendenzen. Bursen sagte gegenüber der Presse, dass der Gedanke eines Turmbaus zu Buchara "auf absehbare Zeit gescheitert ist" und der alte Leuchtturm in Buchara vom Wähler "dem Verfall preisgegeben wurde." Eine Wahlempfehlung für den zweiten Wahlgang gab Bursen nicht.

Performer
18.12.14, 08:16
Analysen? Kommentare?

Azrael
18.12.14, 13:39
"Bist du etwa der König? Dich habe ich aber nicht gewählt..." :D

Frisiercreme
18.12.14, 14:23
Auch wir vom Pressesprecherkombinat der KPML sind nicht bereit, das Ergebnis anzuerkennen.
Wie wir mehrfach unterstrichen haben, hängt die Akzeptanz des Wahlvorganges durch die arbeitenden Klassen wesentlich mit dem Endresultat zusammen. Das Resultat spiegelt aber nicht die von uns wahrgenommenen Mehrheitsverhältnisse wider, daher muss die Wahl ungültig sein.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/19204iusbm6jgc.png (http://www.fotos-hochladen.net)
Der Exekutivrat der KPML bereitet sich vor, Verfassungsbeschwerde einzulegen.

Performer
18.12.14, 19:27
Im Pulverdampf der Demokratie

Der erste Wahlgang ist kaum vorüber, als sich auf der Halbinsel Nippurim die Lage erneut zuspitzt. Während die rechtsgerichteten Parteien PDS und MP für den zweiten Wahlgang trommeln und die Kommunisten landesweite Proteste - vorwiegend in der Mongolei - ausrufen, rückt Die Dicke Asli aus Nippur, um die bedrohliche Schützeneinheit der Deutschen zu zähmen. Die Aktion ist nicht ungefährlich: Die berühmte Kanone in Nippur ist in einem beklagenswerten Zustand. Kann sie den Schützen besiegen und der Halbinsel Frieden bringen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814232

Der militärische Coup gelingt: Die Dicke Asli feuert den Schützen in Grund und Boden. Ist dies das Aufbruchssignal für einen Sieg der militaristischen PDS? Oder werden sich im Pulverdampf der Demokratie die Traditionalisten der Marduk-Partei durchsetzen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814233

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814234 VS.https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814235

Zum zweiten Wahlgang: http://www.easypolls.net/poll.html?p=54926d5be4b0cdaa8af2946a

Die Wahl endet Anfang der kommenden Woche. (Vermutlich am Weihnachtstag. Damit es gleich was zu feiern gibt.) Ich freue mich auf reichlich Wahlpropaganda der zwei Parteien :-) ...

Performer
26.07.15, 09:00
Die Rennaissance des Dreistromlands

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814243

Überraschungssieg der Mardukpartei

Am Ende war es ein Zittersieg: Bei den ersten Parlamentswahlen von Babylonien hat sich mit 53 % der Wahlberechtigten die konservative Marduk-Partei (MP) gegen den Mitbewerber, die militärisch orientierte Partei der Sprachentwirrung (PDS) durchgesetzt. Parteichef Enkidurt sprach unter großem Jubel seiner Anhängerschaft in Babylon von einer "Renaissance des Dreistromlands". Die unterlegene PDS, die nur 47 % der Stimmen erringen konnte, kündigte landesweite Proteste an.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814242

Nach Ausgang des zweiten Wahlgangs, der gefühlt eine halbe Ewigkeit lang dauerte ( :cool:: ), wird die Marduk-Partei nun rasch die notwendigen Ämter besetzen und ihr Wahlprogramm umsetzen:

Wirtschaft: Fokus auf das Dreistromland, Abzug von Siedlern aus der Mongolei, Status Quo in Griechenland
Außenpolitik: Friede mit Deutschland, harter Kurs gegenüber Russland, Brückenkopf auf dem russischen Kontinent, Gleichgewicht zwischen Deutschland und Russland erhalten
Fernziel: Rückkehr zu einer Monarchie unter Kaiser Nebukadnezar

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/ca/Stone_relief_image%3B_Marduk%2C_Babylonian_deity._Wellcome_M0006291.jpg/452px-Stone_relief_image%3B_Marduk%2C_Babylonian_deity._Wellcome_M0006291.jpg
Marduk,der alte Stadtgott von Babylon und "Maskottchen" der MP

Performer
26.07.15, 21:34
Hunger und Tränen

Was für ein Sieg! Das Dreistromland wirkt dieser Tage wie elektrisiert. Staatsoberhaupt Nebukadnezar und der neue Regierungschef N.K. Enkidurt zelebrieren in Babylon die erste babylonische Demokratie, feiern die Wiedergeburt bzw. Wiedereröffnung des Gottestors. Und während die zerknirschten Militaristen von der PDS "Wahlfälschung", "unerträglich lange Verschleppung des Wahlergebnisses" und "Ausverkauf der Reichseinheit zwischen Babyloniern, Mongolen, Chinesen und befreiten Griechen" monieren, leiten Wahlsieger Enkidurt die erste Maßnahme ein: Die für den mongolischen Landesteil und die Wehrtruppen in Griechenland vorgesehenen Gelder werden "umgewidmet" und stattliche 244 Goldmünzen in die Fertigstellung des Hooverdamms gesteckt - damit Babylon durch die gestauten Wasser des Neuphrat Unmengen an Elektrizität für das Dreistromlands erzeugen kann.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814245

1915 wird das Bauwerk fertiggestellt. In Griechenland indes macht sich der eingeschränkte Militärhaushalt sofort bemerkbar: Alexander der Große beginnt wieder eine seiner altbekannten Spontanattacken"auf die Friedenstruppen vor Athen. Die Anhänger der PDS fordern mit Schaum vor dem Mund, sofort Vergeltungsmaßnahmen einzuleiten ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814244

... doch der schlaue N.K. Enkidurt wiegelt ab. Denn die Marduk-Partei hält eine größere Offensive in Griechenland für überflüssig. Statt die verbliebenen griechischen Metropolen Athen, Korinth, Eretria und Argos einzunehmen, bevorzugt die MP den Status Quo und will vielmehr langsam die Eroberungen Sparta, Delphi, Troja und Antiochioa sichern, ausbauen und befestigen. Deshalb wird sofort ein Diplomat nach Athen gesendet, um dank der Vereinten Nationen einen Waffenstillstand zu erzwingen. Alexander bleibt nichts anderes übrig, als zu unterzeichnen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814247

Während im Dreistromland ein ungeheurer Aufschwung zu verzeichnen ist, lernen andere Landesteile die Schattenseiten der babylonischen Demokratie kennen: In der fernen Exklave Shanghai bricht 1915 eine Hungersnot aus. Ganz offenbar hält es die Marduk-Partei nicht für nötig, die Sino-Babylonier im Nordosten mit Getreide zu versorgen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814246

So zeichnet sich das erste Kabinett ENKIDURT I durch große Euphorie, militärische Zurückhaltung und schreiende Ungerechtigkeit aus. Wird es der Marduk-Partei gelingen, auf diese Weise den Vielvölkerstaat zusammenzuhalten? Oder drohen jenseits des Gottestors Gefahren, von denen Enkidurt und seine Minister noch gar nichts ahnen?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6e/Ish-tar_Gate_detail.jpg/400px-Ish-tar_Gate_detail.jpg

psycho
27.07.15, 09:18
Schön das es weitergeht! :)

Gfm. Wrangel
27.07.15, 13:19
Auch Wir freuen Uns über die Fortsetzung!

Zahn
27.07.15, 13:30
Die Herrscherclique hat endlich eingesehen, daß ein totschweigen des zunehmenden Krisenzustandes der PDS nur hilft, aber was Enkidude auch tut, Griechenland ist nicht mehr zu retten, ein militärischer Grexit ist unvermeidbar.

Performer
27.07.15, 14:40
Die Herrscherclique hat endlich eingesehen, daß ein totschweigen des zunehmenden Krisenzustandes der PDS nur hilft, aber was Enkidude auch tut, Griechenland ist nicht mehr zu retten, ein militärischer Grexit ist unvermeidbar.

Das ist wahr. Aber die Marduk-Partei wird erst mal den Stalinismus in Augenschein nehmen und sich für kommende "Friedensmissionen" rüsten.

Performer
27.07.15, 15:53
Die Troika

Während im Dreistromland die Investitionsgelder nur so sprudeln, werden in der Mongolei die Hebel auf die Militärproduktion umgelegt. Zwar gestattet die Zentralregierung in Babylon im Jahr 1915 noch dem Stadtrat von Nishapur, ein Kolosseum für lokale Sportveranstaltungen zu errichten. Von nun an sollen aber Schützen in des bedeutenden mongolischen Stadt ausgebildet werden. Die MP macht offenbar ernst mit ihrem Versprechen: "Babylonians first."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814249

Gleiches gilt auch für das "Herzensprojekt" der Hammurapisten, die mit ihrer Babylonischen Fortschrittspartei (BFP) im ersten Wahlgang krachend gescheitert waren. 1916 verlässt zwar noch ein letztes Schiff die Bucht bei Akkad in Richtung Neukudnezia - an Bord zwei Schützen, ein Diplomat und eine vorsintflutliche Kavallerieeinheit. Aber die MP streut in den Zeitungen: "Das Aus für Neukudnezia? Enkidurt streicht Militärprogramm". L. G. Hammurapa tobt, aber sie wird mit den nun zugeteilten Truppen arbeiten müssen. An eine Besiedlung der fernen Insel ist indes nicht mehr zu denken.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814248

Auch in der Mongolei gibt es im Jahr 1917 erste Revolten: In Kashgar protestiert das mongolische Volk gegen die stete Benachteiligung. Aber G.F. Enkidurt bleibt eisenhart. Während im Dreistromland prunkvolle Kathedralen für eine chirstianisierte Version von Marduk errichtet werden, darben die Mongolen ... und schreiben sich in die überall ausliegenden Militärlisten ein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814250

Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, daß Alexander Große weitere Provokationen anstrebt. 1917 bricht er schon wieder den Waffenstillstandsvertrag. Aber die MP lässt auch diesen Angriff abprallen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814251

... und zwingt die renitenten Griechen ein weiteres Mal an den Verhandlungstisch. Warum wollen sie nicht einfach die Weisungen der babylonischen Troika erfüllen? Da helfen auch die Protestbekundungen verwirrter Babylonier in Sumer und Babylon wenig.

https://farm8.staticflickr.com/7416/15830066183_1a492657e7_b.jpg

Performer
28.07.15, 22:46
Die Feinde formieren sich

Das Dreistromland floriert, doch die erneute Griechenlandkrise entfacht den Furor des Volks. Die militaristichten Hetzer der PDS verbreiten Flugblätter und irritierende Botschaften, die N.K. Enkidurt einen "Ausverkaufs Babylons" und "Schwäche gegenüber Alexander und Mao" vorwerfen. Auch die kommunistische KPML tobt und mahnt die Ungerechtigkeiten gegenüber der Mongolei an. Zwar wird im Jahr 1918 in Samarkand eine neue Kathedrale fertiggestellt, dann aber die Produktion der Stadt auf das Militär umgestellt. Will die Marduk-Partei auschließlich mongolische Rekruten an der Front verheizen? Und bei Marduk - an welcher Front?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814255

Dann ereilt die Babylonier eine neue Hiobsbotschaft wie ein Paukenschlag: In Antiochia, der vom griechischen Joch befreiten Küstenstadt östlich von Argos, wird der Erzfeind Babylons Dschingis Khan gesehen. Mehrere Augenzeugen berichten, daß er zusammen mit ein paar griechischen Spießgesellen die defensive Schützeneinheit vor Antiochia durch Lügen und falsche Versprechungen auf seine Seite zieht. Die Sklavenhalter von Argos haben offenbar die reichen Schatuellen ihrer Edelsteinmine dem terroristischen Khan anvertraut. Doch was wird nun aus Antiochia? Noch hält sich Alexander der Große an den Waffenstillstand - doch offenbar mißversteht er die Zurückhaltung der MP als Schwäche.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814253

N.K. Enkidurt hat es schwer dieser Tage. Die PDS hetzt mit Schaum vor dem Mund, die KPML fordert die "sofortige Festnahme Dschingis Khans und Hinrichtung in Samarkand" (und natürlich die Rückkehr zum Kommunismus), und sogar aus der MP selbst melden sich Abweichler zu Wort. Wäre es nicht doch sinnvoller, den Griechen zumindest einen Denkzettel zu verpassen? Sollte die Marduk-Partei nicht die Herausgabe von Dschingis Khan unter Androhung von Gewalt erzwingen?
Doch Enkidurt schweigt. Und er hat gute Gründe. Denn er ahnt ihm Stillen, daß ein ganz anderer Feind sich längst für einen feigen Überfall auf Babylonien rüstet ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817294

Vätcherchen Stalin. Verdächtig ruhig hat sich der mächtige russische Herrscher in den vergangenen Jahren verhalten, trotz des weiterhin bestehenden Kriegszustandes. Offenbar wollte Stalin abwarten, wie sich die babylonische Demokratie verhält. Doch der Wahlsieg der klar russophoben Marduk-Partei gibt ihm einen Anlass, mit einem Kreuzer die Stadt Kish anzusteuern - fern im Osten Babyloniens, südlich der chinesischen Stadt Peking und der noch immer vor Hunger darbenden Stadt Shanghai. Und so nähert sie der Kreuzer der idyllischen Küste von Kish ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817293

Stalin lässt öffentlich verlauten, daß ein immanentes "strategisches Interesse Russlands" an Kish und auch an Shanghai bestehe. Denn natürlich liegt die chinesische Halbinsel in der unmittelbaren Einflusszone Russlands. Kish wird vom Kreuzer bombardiert (auch wenn er schließlich versenkt werden kann), und eine bereits im Hinterland operierende Musketeneinheit marschiert in die Kleinstadt ein. Daß dabei wichtige technische Unterlagen zur Raketentechnologie in die Hände der Russen fallen, ist nur eine Randnotiz. Fest steht: Die Feinde Babyloniens formieren sich. Und N.K. Enkidurt muß die verbleibenden sechs Jahre seiner Amtszeit nutzen, um das Wahlvolk von seiner Politik zu überzeugen - und seine lang geplante Gegenoffensive in Russland endlich vorantreiben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814254

Performer
29.07.15, 23:03
Schüsseln bei Berlin

Es brennt an allen Ecken und Enden: Kish ist an die Russen gefallen, eine schnelle Rückeroberung erfordert zunächst eine hohe Truppenpräsenz in Babylonisch-China - woran N K. Enkidurt tatkräftig arbeitet. Doch vor allem der bestochene Schütze bei Antiochia sorgt für fortwährende Unruhe. Dass der Topterrorist Dschingis Khan noch unter den Lebenden weilt, sorgt für Unruhe - auch unter den Griechen, die sich bereits Babylon zugewandt haben. Aufgehetzt von der KPML demonstrieren in der Stadt Delphi griechische Neubabylonier gegen die zentralistische Marduk-Regierung.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814257

Während Stalin bereits Augen auf Shanghai geworfen hat, meldet sich nun auch Friedrich der Große zu Wort. Das demokratische Staatsoberhaupt Deutschland lässt nicht nur fortwährend einen Bomber über der Insel Neukudnezia kreisen - er lässt im Herbst 1918 ein größeres Truppenkontingent auf Hammurapas Festungsinsel stationieren. Kanonen und Panzerfahrzeuge, die "Leipziger Schildkröten", rollen vor die Ishtar-Festung. Die Frage ist: Wird sich Friedrich an den Friedensvertrag mit Babylon halten?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814258

Zunächst scheint dies so: Die Deutschen verhalten sich ruhig, erheben aber sichtbar Anspruch auf Neukudnezia. Und dabei ist die Truppenverstärkung gerade erst eingetroffen. Aus Berlin hört man aber harmlose Zwischentöne. Dort werden mehrere Teleskopschüsseln auf die Tiefen des Alls gerichtet. Angeblicher Grund: Die Suche nach Außerirdischem Leben.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/USA.NM.VeryLargeArray.02.jpg

Dies ist vor allem ein weiteres Zeichen für Friedrichs technologische Führerschaft. Die Deutschen und Russen schnüren Babylon die Luft zum Atmen ab - die einen auf dem Feld des Wissens, die anderen auf dem Feld des Militärs, Wie nur kann die Marduk-Partei diesen gordischen Knoten zerschlagen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814256

psycho
30.07.15, 08:13
Gordische Knoten zerschlägt man traditionell mit dem Schwert! :opa:

Jorrig
30.07.15, 11:19
Beunruhigend, dass zumindest den Fotos nach auf den babylonischen Strassen bereits Deutsch gesprochen wird. Wir prophezeihen die nahe Weltherrschaft Friedrichs des Grossen!
Was macht eigentlich die Phalanx dort bei Kish?
http://imgur.com/gallery/JCH61ru

Performer
30.07.15, 13:41
Was macht eigentlich die Phalanx dort bei Kish?
http://imgur.com/gallery/JCH61ru

Die besetzt die Festung im Gelben Fluß. Damit Maos Siedler sich nicht weiter gen Süden traut. Die Chinesen sind ja völlig ungefährlich, aber man darf sie nicht zur Expansion verleiten.
Klar könnte ich die Einheit auflösen und eine bessere dort hinstellen. Aber gerade brauche ich jeden Mann. Sogar Musketiere sind rar - von modernen Schützen ganz zu schweigen.

Performer
31.07.15, 11:08
Wasser marsch!

Hatte N.K. Enkidurt all die Jahre recht, in denen er vor einer russischen Invasion warnte? Kish ist in die Hände Stalins, und auch wenn die Rückeroberung eine Formsache ist: Wie kann dieser Gefahr begegnet werden? Für die Markus-Partei steht fest: Statt wertvolle Schützen in Griechenland zu verschleißen (Enkidurt sieht Alexander den Großen als - inzwischen - ungefährlich an), sollen die Rekruten aus der Mongolei in Russland eingesetzt werden. Auch wenn dafür wohl die Wahlperiode bis 19122 kaum ausreicht.
Die Lage wird dringlicher, als Stalin auch die Stadt Akkad in der Mongolei ins Visier nimmt. Ein veraltetes Katapult landet im Jahr 1920 vor der Stadt, und Stalin bittet um ein Gespräch. Aber Enkidurt verweigert jeden Kontakt mit Russland. Noch hält er seine Karten verdeckt in der Hand. Aber er plant sie, eines Tages auszuspielen ... und dann wird manch russische Mutter bitterlich weinen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814260

Das Katapult wird von einer babylonischen Kanone zum Museumsstück zusammengeschossen. Aber auch der Ausbau des Dreistromlandes geht voran: Für 250 Goldstücke lässt die Marduk-Partei in Uruk und für 67 Goldstücke in Sumer eindrucksvolle Wasserkaftwerke errichten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814261

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814262

Bald donnern die Wassermassen nur so in den Turbinen des Gelben Flusses und an der sumerischen Küste - für eine deutliche Produktionssteigerung im Dreistromland.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817297

Das macht sich in der Wirtschaft bemerkbar: Vor allem Babylon und Sumer können mit den wirtschaftsstarken mongolischen Städten bereits mithalten. Die KPML freilich beklagt lautstark den "Ausverkauf der mongolischen Wirtschaftskraft" ... denn dort lässt die Marduk-Partei nun Schütze um Schütze produzieren. Mit jeder Verpflichtung aber sinkt die Zufriedenheit in den mongolischen Städten, die nur mühsam durch Propaganda (babylonische Swingstars) in Griff zu bekommen ist. In Samarkand aber greift Angst um sich: Wann knallt es in der Mongolei?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814259

Performer
01.08.15, 12:09
Babylon im Informationszeitalter

Noch halten Stalins Truppen die Stadt Kish; in Akkad jedoch konnte das russische Katapult vernichtet, ja sogar der Beschuss durch einen Kreuzer von abgewehrt werden. Doch nun bereitet N.K. Enkidurt den Gegenschlag vor. Dazu freilich muss erst noch Aufklärungsarbeit erfolgen. Denn gerade das Gebiet nördlich von Bremen - einst deutsch, nun eine russische Domäne - ist den babylonischen Kartographen unbekannt. Enkidurt zieht deshalb zwei veraltete Reitereinheiten sowie einen Diplomaten von Neukudnezia ab und lässt sie an südöstlich von Jakutsk an Land gehen. Dort entdecken die tapferen Spione die deutsche Stadt Frankfurt ... offenbar hat Stalin tatsächlich nur Bremen erobern können. Ein lohnendes Ziel! Deshalb beschließen die Spione, Frankfurt zu umrunden (mithilfe des Diplomaten als Emissär sollte dies auch durch deutsche Gebiet gehen) und die Gegend rund um Bremen auszukundschaften.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814266

Auch die Wissenschaft in Sumer treibt neue Blüten: 1920 n. Chr. verkündeten Experten die Entdeckung einer spektakulären Rechenmaschine. Das Informationszeitalter beginnt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814264

... und da noch am Jahresende die nächsten Parlamentswahlen abgehalten werden, halten Wahlmaschinen Einzug in die babylonischen und mongolischen Rathäuser.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2a/Urna_eletr%C3%B4nica.jpeg/800px-Urna_eletr%C3%B4nica.jpeg

Behutsam läuft der Wahlkampf an. Vor allem die PDS wirft der Marduk-Partei ein "eklatantes Versagen" vor; der Parteichef habe in Griechenland völlig versagt, und statt sich die Deutschen vorzuknöpfen, habe er es sich mit Russland verscherzt. Auch die kommunistische KPML trommelt zum kommenden Wahltag: Die Mongolei sei von der Regierung "systematisch kleingehalten worden", weshalb die Niederlage in Kish eine "zwangsläufige Folge" gewesen sei. Und auch die Hammurapisten der BFP sowie die enigmatische Ozeanische Partei EA scharen ihre Anhänger um sich, um ihre jeweiligen Ziele (Neukudnezia bzw. Wirtschaft und Seefahrt) dem Wahlvolk einzuhämmern.
N.K. Enkidurt nutzt die verbleibende Zeit bis zu den Wahlen, um ein neues Forschungsprojekt in Auftrag zu geben: Den Flugzeugbau. Denn angesichts der deutschen Bomber müssen dringend Jagdflugzeuge entwickelt werden, sollte es jemals zu einem Angriff durch Friedrich kommen - wonach es zur Zeit (Marduk sei Dank) nicht aussieht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814265

So neigt sich das Jahr 1922 dem Ende zu - und der Wahlkampf beginnt mit wachsender Unruhe in den mongolischen Städten. In Samarkand hält die KPML nun praktisch täglich Kundgebungen ab, erzürnt über die fortwährende Rekrutierung mongolischer Soldaten. N.K. Enkidurt hingegen appelliert an das gesamte babylonische Volk, "die Errungenschaft der letzten Jahre nicht preiszugeben." Sein Plan, Russland langsam, aber effektiv auf die Pelle zu rücken, bräuchte noch eine weitere Amtszeit. Doch werden Babylonier, Mongolen und Griechen, die im Reiche Babylon vereint sind, ihm und der Marduk-Partei diese Amtszeit gewähren?

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Performer
02.08.15, 09:06
Die Wahl des 2. Parlaments zu Babylon

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814267

1922 steht die zweite Wahl nach 8-jährigem Turnus an. Die 1914 krachend gescheiterte UTB (Unser Turm Babylon) tritt nicht mehr zur Wahl an - ich werde nämlich bei jeder Wahl die schwächste Partei aus dem Spiel nehmen, bis drei von ihnen übrigbleiben (Ausnahme: exakt gleiche Stimmanzahl auf den letzten Plätzen). Ansonsten wie gehabt: Im ersten Wahlgang werden die zwei Parteien für die Stichwahl bestimmt, es sei denn, eine der Parteien erringt aus dem Stand weg die absolute Mehrheit.


https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814271g

1.) Die Marduk Partei (MP). N.K. Enkidurt brennt auf eine zweite Amtszeit. In den vergangenen acht Jahren hat er erfolgreich in der Mongolei die Militärproduktion vorangetrieben und baut dort eifrig Schützen. Diese sollen nun eifrig mit der Eisenbahn nach Kish / Shanghai transportiert werden, um die Stadt von den Russen zurückzuerobern. Anschließend plant Enkidurt eine Offensive an der Westküste Russlands (östlich von Shanghai). Innenpolitisch steht nach wie vor das Dreistromland im Fokus. Griechenland und China sollen weiter, soweit möglich, ignoriert werden - und der Frieden mit Deutschland soll so lang es geht gewahrt werden.
Spitzenkandidat: G.F. Enkidurt
Wirtschaft: Fokus auf das Dreistromland, Schützenrekrutierung in der Mongolei ("Unsere Jungs aus Samarkand"), Status Quo in Griechenland
Außenpolitik: Friede mit Deutschland, Rückeroberung von Kish, Invasion von Russland, Brückenkopf auf dem russischen Kontinent
Fernziel: Rückkehr zu einer Monarchie unter Kaiser Nebukadnezar

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814268

2.) Die Babylonische Fortschrittspartei (BFP): Die russische Agression verschafft der "grauen Eminenz" L.G. Hammurapa Aufwind. Sie will das Eiland Neukudnezia noch stärker befestigen als bisher - und es auch gegen die deutschen Ansprüche verteidigen. Denn sollte ein wirklich großer Krieg gegen eine der beiden Mächte (Russland, Deutschland) oder gar beide anstehen, kann Babylon nur von Neukudnezia aus operieren. Deshalb will Hammurapa weiter Diplomaten und Schützen nach Neukudnezia bringen sowie - nach der Erfindung der Luftfahrt - eine Flugzeugflotte auf Neukudnezia stationieren. Attacken des Feindes sollen bis dahin durch die Vereinten Nationen erzwungen werden.
Spitzenkandidat: L.G. Hammurapa
Wirtschaft: Spione und Schützen nach Neukudnezia, später dann Flugzeuge
Außenpolitik: Vereinten Nationen zur "Friedenssicherung", Militärische "Erstschlagfähigkeit" Babylons fördern
Fernziel: Stadt als Angriffsbasis auf Neukudnezia errichten

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814270

3.) Die Kommunistische Partei der Mongolischen Ledergerber (KPML): Die Kommunisten unter ihrem Anführer Timur Gök sind die Benachteiligung der Mongolei leid. Statt das Dreistromland zu fördern, wollen sie die mongolischen Städte endlich voranbringen - bessere Infrastruktur, stärkere Wirtschaft. Auch in Griechenland soll endlich mehr investiert werden. Außenpolitisch will die KPML nach wie vor die Stadt Peking in das Staatswesen eingemeinden und Kish auf der Stelle zurückerobern. Auch die Sklavenhalterstadt Argos soll endlich vom Atem der Geschichte ergriffen werden. Finanzieren will dies die KPML durch die Aufgabe des teuren Neukudnezia-Projekts - besser früher als später.

Spitzenkandidat: Timur Gök
Wirtschaft: Investitionen in der Mongolei und in Griechenland
Außenpolitik: Peking, Kish und Argos müssen babylonisch werden, Neukudnezia soll aufgegeben werden, Griechenland bekämpfen, ansonsten Frieden mit Deutschland und Russland anstreben
Fernziel: Wiedereinführung des Kommunismus

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814269

4.) Ozeanische Partei Ea (EA): Die Ozeanisten der Maritimen Partei Ea ein sehen nach wie vor die größten Chancen von Babylonien im Handel und Wandel. Denn in der Demokratie wird ein schlagkäftiges Heer nur dann vom Volk geduldet, wenn mehr Menschen durch Luxuswaren zufriedengestellt werden. Mit Deutschland sollen deshalb engere Handelsbeziehungen geknüpft werden, und die Weltmeere endgültig erforscht werdent. Auch die Entdeckung Sumsland soll rasch besiedelt werden. EA tritt vor allem für einen verstärkten Schiffbau ein, denn nur so kann in Zukunft ein mögliches Weltraumprojekt gegen Feinde jeder Art verteidigt werden. Und ohne eine florierende Wirtschaft kann ein demokratisches Babylon keine Armee unterhalten, warnt der eloquente EA-Führer O.F. Nurti.

Spitzenkandidat: O.F. Nurti
Wirtschaft: Karawanen und Schiffe
Außenpolitik: Frieden mit möglichst allen, Kolonie auf Sumsland, Ausschau halten nach Goldvorräten
Fernziel: Aufkauf der griechischen Städte

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5.) Die Partei der Sprachentwirrung (PDS): Einen Kurs des Isolationismus streben die Verfechter des militärischen Wegs von der PDS an. Deutsche und Russen sind weit weg, der Fokus der PDS liegt auf Griechenland. In Athen, Korinth und Argos soll endlich babylonisch gesprochen werden - und ebenso in Peking. Sollte ganz Griechenland endlich babylonisch sein, will die PDS beide Kontinente gegen Feinde von außen verteidigen und keine weitere Einmischung russischer und deutscher Emissäre dulden.
Spitzenkandidat: Z.T. Gilgamart
Wirtschaft: Militär, Einsatztruppe für Griechenland
Außenpolitik: Kish zurückerobern, danach Frieden mit Russland, Krieg gegen China, Griechenland, Deutschland
Fernziel: Einnahme von Berlin, Moskau und Athen

Anmerkung zur Wahl: Nur bis zu diesem Dienstag (4. August), 20. Uhr. Danach beginnt die zweite, entscheidende Stichwahl. Wählt weise, denn die Partei entscheidet für acht Jahre die Geschicke des Babylonischen Volks. Auch wird nach jeder Wahl eine Partei (die mit den wenigsten Stimmen) verschwinden, deren Ziele als irrelevant vom Volk erachtet werden. Am Ende wird es nur noch drei Parteien geben, die in Zukunft die Parlamentswahlen unter sich ausmachen.

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Link zur Abstimmung per Wahlcomputer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=55bb29b6e4b06ca1d5124482

Performer
02.08.15, 22:21
L.G. Hammurapa: >>An Neukudnezia entscheidet sich Babylons Schicksal<< +++ KPML demonstriert nun auch in Delphi und Tenochtital +++ Anhänger der Marduk-Partei beunruhigt: Kostet die Hooverdamm-Affäre G.F. Enkidurt sein Amt? +++ PDS-Führer Gilgamart warnt Griechenland: >>Mit mir wird es keine Hilfspakete mehr geben, sondern glühendes Blei.>>

Performer
03.08.15, 13:33
+++ EILMELDUNG +++

Großkundgebung in Babylon: Enkidurt schwört seine Anhänger auf einen "harten Wahlkampf" ein +++ Enkidurt: >>Verfallt nicht den einfachen Lösungen der PDS.>> +++ EA-Chef Nurti verspricht neuen Wachstum in ganz Babylonien +++ Betreibt die PDS billige Kriegshetze auf Kosten der babylonischen Zukunft?

Performer
04.08.15, 19:53
... und das Rennen ist wieder völlig offen.

Führende Partei: 30 %
Auf den Fersen: 28 %
Stark im Mittelfeld: 18 %
Abgeschlagen: 14 %
Unter ferner liefen: 9 %

Um 20 Uhr schliessen die Wahllokale, und Ulriku Deppendasch wird seine messerscharfen Analysen liefern.

Performer
04.08.15, 20:21
Die Wahllokale haben geschlossen.

Das amtliche Endergebnis folgt in Kürze ...

Performer
04.08.15, 21:05
Wahlen 1922: Der erste Wahlabend

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814275g

Ulkidu Deppendasch und seine Kollegin präsentieren die Ergebnisse der Parlamentswahlen im ersten Wahlgang.

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Performer
04.08.15, 21:35
Neuauflage des Wahlabendes 1914? MP und PDS liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

(Babylon, 1922) Wiederholt sich die Geschichte? Der 1. Wahlabend der Parlamentswahlen 1922 ist zu Ende gegangen und hat ein ähnliches Ergebnis wie im Jahr 1914 gezeitigt. Marduk-Partei (MP) und die Partei der Sprachentwirrung (PDS) haben sich ein hartes Rennen um die Führungsposition geliefert. Am Ende lag - wie auch im Jahr 1914 - die PDS hauchdünn vorne: 30 % der Wähler gaben der militanten Partei ihre Stimme. Partteichef Gilgamart kam aus dem Jubeln nicht mehr heraus: "Das ist der Anfang vom Ende der unfähigen Regierung Enkidurt." Zugleich beschwor er seine Anhänger, jetzt den Wahlkampf im finalen Wahlgang weiter zu erhöhen, um "Griechenland und China unsere Knute spüren zu lassen."

Marduk-Partei mit respektablen 28 %

Groß war er nicht, der Abstand zur aggressiv auftretenden PDS. So kann Parteichef Enkidurt (MP) durchaus zufrieden sein an diesem Wahlabend. Trotz der Hooverdammaffäre und dem Kish-Debakel sprachen 28 % der Wähler dem amtierenden Regierungschef ihr Vertrauen aus. "Babylons Bürger haben Weitsicht bewiesen und sich nicht von den Kommunisten und den Kriegstreibern der PDS in die Irre führen lassen." Für den kommenden Wahlgang versprach Enkidurt, den politischen Gegner hart anzugehen und dem babylonischen Volk sein militärisches Programm der kommenden acht Jahre transparent dazulegen.

Ozeanische Partei EA überrascht erneut

Auch die EA darf sich als Wahlsiegerin führen. Zu Beginn des Wahlabends hatte gar alles nach einer Stichwahl zwischen PDS und EA ausgesehen; erst auf den letzten Metern rettete sich die Marduk-Partei auf den zweiten Platz und verwies die EA bei 18 % der Stimmen hinter sich. Parteichef Nurti gab sich entsprechend locker: "Unsere Zeit kommt noch. Spätestens 2030 werden die Militaristen einsehen, dass unser wirtschaftlich kluger und weitsichtiger Weg der richtige ist."

Kommunisten triumphieren in der Mongolei

Auch die Kommunisten der KPML können zufrieden sein. 14 % der Wähler gaben Timur Gök und seiner Partei ihre Stimme, womit fest steht, dass die KPML eine bedeutende Macht in Babylonien bleibt. Gök künidgte dennoch Widerstand gegen die "antimongoischen Maßnahmen der künftigen Regierung, wer immer sie auch bilden mag", an und rief seine Anhänger im kommenden Wahlgang zum Boykott auf.

Hammurapa erklärt ihren Rücktritt

Entsetzen hingegen herrschte bei den Parteistrategen der Fortschrittspartei BFP: Der Wähler hat den Neukudnezia-Träumen der Altkommunistin und Salonstrategin L.G. Hammurapa eine deutliche Absage erteilt. Nur 9 % waren von einer Fortsetzung des Neukudnezia-Projekts zu überzeugen. Hammurapa erklärte noch am Wahlabend ihren Rücktritt, nicht ohne einen Appell an PDS und MP zu richten: "Wer Neukudnezia aufgibt, gefährdet die Zukunft Babyloniens." Wahlanalysten gehen nun von einer Pulverisierung der BFP aus, wobei völlig unklar ist, wie sich die Anhänger Hammurapas im zweiten Wahlgang verhalten werden.

Der zweite Wahlgang beginnt ab sofort und endet morgen Abend (5. August) ebenfalls um 20 Uhr.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814276

Link zur Abstimmung: http://www.easypolls.net/poll.html?p=55c10636e4b0e200525f871c

Zahn
04.08.15, 22:37
Enkidurt muß weg, wir haben es satt eine Wahlperiode nach der anderen von einem Rückgratlosen ostbabylonischen Pfarrersohn regiert zu werden, der sein Fähnlein immmer nur in den Wind hängt und diese Politik als alternativlos propagiert. Weg mit den Marionetten des energetisch-industriellen Komplexes, wir wollen echte Poltiker, die ihren Namen verdienen und das urukische Wesen zu neuer Blüte verhelfen. LANG LEBEN MARDUK, WÄHLT PDS !

Performer
05.08.15, 13:21
MP vs. PDS: Wer siegt im Dreistromland?

Die Stichwahl zum 2. Parlament Babyloniens steht an, und die Parteiführer Enkidurt (MP) und Gilgamart (PDS) versuchen auf den letzten Metern noch ihre Wählerschaft zu mobilisieren. Z.T. Gilgamart sprach sich gegen ein "schnelles und rasches Vorgehen in Griechenland" aus. Sein Plan sieht vor, ein Invasionsheer in Kashgar aufzustellen und von dort aus die einstige Exklave Eretria mit Kriegsschiffen zu bombardieren und einzunehmen. Danach sollen Korinth und Argos folgen. Gilgamart warb dabei intensiv um die Wähler der KPML: Trotz politischer Differenzen sei er für eine "intensivere Beachtung der Mongolei", die er als Basis für die Griechenlandinvasion nutzen will, und rief die "nationalbolschewistischen Kräfte der KPML" zur seiner Unterstützung auf.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814278

Der MP-Vorsitzende G.F. Enkidurt bezeichnete die Pläne der PDS erneut als "Irrsinn". Längst lägen die Bedrohungen jenseits des Mongolantik, wo sich Deutsche und Russen um die Weltherrschaft reißen. "Wenn wir jetzt unsere Energie in Griechenland verpulvern, könnte es bald zu spät sein", so Enkidurt. Er präferiert ein Vorgehen gegen Russland: Nach der Rückeroberung von Kish sollen Truppen nordwestlich von Wladiwostok einfallen und im Herzen Russlands plündern und Unruhe stiften. Die Wähler der EA-Partei lockte Enkidurt mit der Aussicht auf die "reichen Goldvorräte bei Wladiwostok", die man nach einem Siegfrieden für den Handel erschließen könnte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814277

Unklar bleibt das Verhalten der BFP-Wähler, die nach der Niederlage eine neue politische Heimat suchen. Denn über die Zukunft des Neukudnezia-Projekts äußern sich weder MP noch PDS. Ist das Eiland vor Leipzig ein Opfer des heißen Wahlkampfs?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814280 VS. https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814279

Performer
05.08.15, 20:12
Die Wahlbüros sind geschlossen.

Das amtliche Endergebnis folgt morgen

Performer
06.08.15, 09:14
Enkidurt triumphiert in Babylon

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814281

Im Wahlstudio von Sumer verkündete Ulkidur Deppendasch das amtliche Endergebnis: Die Marduk-Partei triumphiert! Mit 60 % der Wählerstimmen verwies die MP ihre Herausforderin, die PDS, auf ihren Platz. Ein triumphaler Sieg des Parteivorsitzenden G.F. Enkidurt, den so kein Analyst vorhergesehen hatte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814282

Enkidurt feierte einen glorreichen Sieg mit einem rauschenden Fest in Babylon. "Das babylonische Wähler hat uns sein uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen", jubelte Enkidurt. "Wir werden unseren Kurs unerbittlich fortsetzen und der russischen Aggression überlegt, fokussiert und entschlossen begegnen." Zugleich versprach er üppige Wahlgeschenke an das babylonische Volk, damit dieses "bei allen Härten des Kriegs" der MP treu bleibt.

PDS in Schockstarre
Katzenjammer hingegen bei der PDS (Partei der Sprachentwirrung): Nur 40 % Stimmenanteil - damit hatten Z.T. Gilgamart und seine Parteifreunde nicht gerechnet. Zerknirscht erschien der Parteiführer vor der Presse. "Offenbar hat unser Kurs keinen Gefallen beim Wähler gefunden", gab er zu. "Ich werde mich in aller Ruhe mit dem Ergebnis auseinandersetzen und versuchen, eine konstruktive Oppositionsarbeit zu leisten." Analysten gehen davon aus, daß Gilgamart die sehr eindeutige Klatsche politisch nicht überleben wird und rechnen mit einem baldigen Rücktritt des altgedienten Haudegens.

Performer
07.08.15, 00:07
Marduk öffnet die Taschen

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Der Sieg der Marduk-Partei erscheint angesichts von 60 % Wählerstimmen so gewaltig, daß Enkidurt und seine Parteiclique alles Maß verlieren. Im Wissen um die Härten, die der Krieg gegen Russland den Bürgern abverlangen, öffnet Enkidurt die Schatullen des Reichs und senkt die Steuern auf Luxuswaren ... was allerdings auch bedeutet, dass die Ausgaben für Forschung und Wissenschaft empfindlich gestutzt werden müssen (23 Runden pro neue Technologie ist schon bitter).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814292

Enkidurts Kalkül ist einfach: Da nun erst die Miliärmaschinerie in Richtung Kish so richtig anläuft, lassen sich Volksaufstände (vor allem in der Mongolei) nur durch Luxuswaren erkaufen. Und das Volk ist begeistert - es lässt sich vom Rausch des siegreichen Partei anstecken. In Babylon, Sumer. Nippur und Ninive jubeln die Volksmassen Enkidurt zu; ja sogar in den mongolischen Städten Buchara und Täbris und in den griechischen Erwerbungen Antiochia und Troja wächst die Zahl der Mardukisten. Gelingt es Enkidurt erstmals in der Geschichte eine wahre Reichseinheit zu schmieden?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814290

Man kann sagen, daß Babylonien in der Ägide Enkidurt ein Volk der Glückseligen beherbergt: 46% der Babylonier, Mongolen, Chinesen, Griechen und Atzteken im Einflussgebiet Nebukadnezars bezeichnen sich als glücklich, weitere 38 % als zufrieden. Da geht es beinahe unter, daß der PDS-Vorsitzende Gilgamart seinen Rücktritt erklärt. Die PDS wird sich für die kommende Wahl eine andere Taktik überlegen müssen ... (Vorschläge gerne unten diskutieren, am besten mit babylonischen Vertretern).

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Doch jenseits des Mongolantik braut sich neues Unheil zusammen. Die Erkundungstruppe bei der deutschen Stadt Frankfurt - die sich der russischen Eroberung Bremen nähern wollte - hört plötzlich ein lautes Donnern über ihren Häuptern. Dies sind wohl die silbernen Metallvögel der Deutschen, die dort Luftaufklärung betreiben. Achselzuckend wollen die babylonischen Truppen weiterziehen ... doch dann beginnt Friedrich der Große ohne Kriegserklärung das Bombardement. Ihm fallen sofort ein Diplomat und zwei Reitereinheiten zum Opfer .. und rund um Frankfurt bricht Panik über den jähen Verrat der Deutschen aus.

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Performer
07.08.15, 10:06
Hass auf Rädern

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Die Bomben, sie fallen weiter rund um Frankfurt - und die Flugzeuge, die sie abwerfen, haben es eindeutig auf babylonische Aufklärungstruppen abgesehen. Zwar kann das Transportschiff rechtzeitig vor den Bombern in Sicherheit gebracht werden. Doch die Reiter krepieren im Bombenhagel. Nur ein einziger Diplomat kann sich retten und flieht entsetzt in den Nordwesten über die russische Grenze.

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Der Diplomat kann sich bis zur russischen Stadt Jakutsk durchschlagen. Und siehe da, bei einigen braven Russen in der Umgebung findet er Unterschlupf. Denn auch im russischen Volk gibt es antistalinistische Marduk-Fans. Sie nehmen den Flüchtenden auf - und verraten ihm sogar eine Geheimwaffe Russland, die Stalin einsetzen will, um Babylonien im wahrsten Sinn des Wortes zu überrollen.

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Der Automobilbau ermöglicht die Herstellung von Panzern - und diese neuartige Fahrzeugklasse könnte den Durchbruch für Enkidurts Kriegskurs bringen. Denn die Zeit drängt: Auch auf hoher See erringt der Feind die Oberhand. Ein russischer Kreuzer versenkt bei Elippi ein veraltetes Dampfschiff der babylonischen Flotte - und nähert sich bedrohlich der Stadt Sumer. Eine Stadt ohne den Schutz einer Stadtbefestigung ... könnte das die Wissensmetropole entscheidend zurückwerfen? Rasch versucht die Marduk-Partei, durch Geldgaben ein Schlachtschiff bei Sumer zu chartern (400 GM). Doch kann es rechtzeitig Stalins Attacke bei Sumer abwehren?

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In eigener Sache: Nun werde ich erneut eine Pause einlegen. Möge sie kürzer sein als beim letzten Mal ... doch etwa 3 Wochen lang wird die Berichterstattung aus Babylonien pausieren. Wünscht mir Glück im Urlaub und bleibt diesem "Civilization 1"-AAR treu.

Kardinalinfant
07.08.15, 11:44
Schade... :)

Wir outen uns hiermit als bislang stiller Mitleser. Wir sind erst nach Eurer langen Pause auf den AAR aufmerksam geworden, aber haben ihn danach begeistert verfolgt. Macht weiter so :top:
Und möge Eure Pause tatsächlich deutlich kürzer werden, als die letzte :D

Jorrig
09.08.15, 00:24
Erfahrungsgemäss dürften Panzer gegen Schützen hinter Stadtmauern den Kürzeren ziehen. Erst recht, wenn die Stadt wie Frankfurt auf einem Fluss liegt. Wenn es Gegner mit schwächerer Verteidigung gibt - gut. Ansonsten muss das deutsche Bollwerk mit Bombern und Artillerie geknackt werden. Wenn überhaupt. Panzer sind für den Sturm auf die Städte jedenfalls zu teuer.

Performer
31.08.15, 13:18
1926: Weltkrieg gegen Babylon

Die Welt scheint sich verschworen zu haben gegen Babyloniens Größe und Herrlichkeit. Nach dem Überraschungsangriff der Deutschen befindet sich Babylonien mit Deutschland, Russland und Griechenland gleichzeitig im Krieg. Allein China (das ja nur aus der Stadt Peking besteht) ist dem Großreich friedlich verbunden. Die Frage bleibt, ob die Marduk-Partei unter ihrem Vorsitzenden Enkidurt die nötige Durchschlagskraft gegen die Feinde besitzt.
Im wohl ersten Weltkrieg der Menschheitsgeschichte stehen vor allem zwei Konfliktherde im Mittelpunkt: Die von Russland besetzte Stadt Kish im äußersten Westen Babyloniens und Neukudnezia. Die MP hat allerdings die notwendigen Mittel zur Verteidigung der Insel gekappt: Enkidurt will alle verfügbaren Kräfte zur Wiedereroberung von Kish aufwenden.

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Allerdings macht sich bei Regierungschef Enkidurt ein leichter Cäsarenwahn bemerkbar: Nach seinem glorreichen Sieg gegen die PDS läßt er eine Statue von sich anfertigen, im altbabylonischen Stil. Sie ziert nun eine Vitrine im Eingangsbereich der Universität Sumer. Sein Darstellung als treuherziger und friedfertiger Anführer des Volks sorgt für Spott in der lokalen Presse.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814300

Enkidurts Statue hilft auch wenig gegen den russischen Kreuzer, welcher sich unerbittlich der Bucht vor Sumer nähert. Stalins stählernes Ungetüm beginnt mit der Kanonade - und ebnet einen ganzen Stadtteil der Wissensmetropole ein. (-1 Bevölkerung). Ganz Sumer ist in Angst und Schrecken.

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Das Volk ist empört über die mangelnde Verteidigung. Vor allem in Neu-Babylonien auf dem griechischen Kontinent greift Angst um - zumal die Marduk-Partei nicht auf die Aufrüstung der Griechen reagiert. Angeblich sollen in der Sklavenhalterstadt Argos neuartige Waffensysteme erprobt werden. In Antiochia demonstriert die Bevölkerung gegen Enkidurts Ignoranz.

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Aber Enkidurt hält unbeirrt an seinem Plan fest: Im Jahr 1926 rücken die ersten Truppen aus der Festung am Gelben Fluss und kreisen das besetzte Kish ein. Auch wird emsig an der Fertigstellung der ersten Panzer gearbeitet. Werden sie die Russen vom babylonischen Kontinent vertreiben? Oder können gar die veralteten Kanonen etwas gegen Stalins Perfidie ausrichten?

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Performer
01.09.15, 16:42
Der Stalin-Friedrich-Pakt

Sumer blutet, und auch auf Nekudnezia läuten die Glocken des Untergangs: Friedrichs Bomber kehren zurück und beginnen den Angriff auf die Ishtar-Festung. Diese wurde durch die Marduk-Partei nicht weiter befestigt, so dass allein ein Schütze und ein veralteter Musketier dort Wache halten. Die deutschen Bomber äschern die Festung ein, und von L.G. Hammurapas Vision bleibt kaum ein Stein auf dem anderen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814308

Die Feinde jenseits des Mongoloantik triumphieren. Einst waren Russen und Deutsche in innigstem Hass einander verbunden. Nun verbünden sie sich auch diplomatisch gegen die "babylonische Bedrohung" (und verkennen das Friedensprojekt der babylonischen Demokratie). Auch gegenseitige Technologiehilfe leisten sich die zwei Schurkenvölker durch ihren perfiden Stalin-Friedrich-Pakt, deren "Präsidenten" Stalin und Friedrich wüste Drohungen gegen Babylonier, Mongolen und die assoziierten Völker ausstoßen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814311

All das beirrt Regierunschef Enkidurt nicht: Das eilig gecharterte Schlachtschiff in Sumer verlässt das Hafenbecken und reibt den angriffslustigen Kreuzer der Russen auf. Die Mardukisten sind nun um so mehr gewillt, Stalins Horden abzuwehren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814310/IMG]

Angesichts des Weltenbrandes wagt sich auch wieder ein chinesischer Diplomat nach Babylon und wünscht sich eine Erneuerung des Friedensvertrags. China ist politisch völlig irrelevant - doch Enkidurt will keine weitere Front mitten im Heimatland. Mao wird deswegen zur Neutralität verpflichtet ... und in den Fabriken des Dreistromlandes laufen die Maschinen heiß, um weitere Truppen zur Eroberung von Kish aufzustellen.

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Performer
02.09.15, 21:38
Fridericus Rex - Die deutsche Restauration

Die Marduk-Partei bereitet den Sturm auf Kish vor, doch in der Mongolei greift Unzufriedenheit um sich. Vor allem Söhne aus Samarkand dienen in der Armee, die Staatschef Enkidurt auf dem Schienenweg in den fernen Westen des Reichs entsendet hat. Gegen die Rekrutierung und die einseitige Belastung der Mongolen protestiert die Bevölkerung, angestachelt von den Ledergerbern der KPML. Widerwillig wirft Enkidurt die Propagandamaschine an und stellt zahlreiche V-Leute ein. Doch gleichzeitig verschwinden grosse Mengen Korn aus den Speichern. Wie lange kann Samarkand die harsche Rekrutierung erdulden?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814317

Im Jahr 1927 beginnt endlich der erste Angriff auf Kish, um die Stadt den gierigen Klauen Stalins zu entreissen. Eine veraltete Kanone südöstlich der Stadt scheitert an den Stadtmauern. Auch der erste Panzer, der als Prototyp die Wehrfabriken der Stadt Uruk verlässt, ist wenig erfolgreich: Die russischen Scharfschützen erledigen ihn. So rasch lässt sich Kish nicht zurückerobern. Und der neue Vorsitzende der PDS, Abacuc Doldusch, schäumt vor Wut und wirft dem Staatschef vor, den Angriff stümperhaft und verfrüht ausgeführt zu haben: "Statt unsere teure Panzerwaffe gegen die gutausgebildeten russischen Truppen zu verheizen, hätte sie ganz Griechenland im Alleingang ausgeräuchert", brüllt Doldusch im Parlament von Babylon. "Wann wird Enkidurt endlich sein Versprechen wahr machen und die Feinde aus Griechenland, Deutschland und Russland in die Zange nehmen?"

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814318

An der deutschen Front herrscht scheinbar Ruhe. Kein Wunder, denn diese Front gibt es nicht: Neukudnezia ist faktisch dem deutschen Zugriff ausgeliefert, und die Deutschen feiern lauthals den Sieg ihres Herrschers Friedrich. Bei diesem führt dies zu klarem Cäsarenwahn: Friedrich kassiert eigenmächtig die demokratische Verfasung ein und lässt sich erneut die Monarchie ausrufen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814320

... um als Friedericus Rex den Thron in Berlin zu erklimmen. Da werden Erinnerungen an die legendäre Hamburger Teestunde im Jahr 1640 wach. Angesichts seiner militärischer Stärke schreitet Deutschland zurück in eine vordemokratische Vergangenheit. Das sieht die Marduk-Partei mit Neid - denn auch sie favorisiert mittelfristig eine Rückkehr zur Monarchie, damit König Nebukadnezar wieder in Babylon regiert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814319

Das siegreiche Schlachtschiff aus Sumer steuert derweil auf dem Seeweg gen Kish. Unterwegs entdeckt es ein führerloses griechisches Transportschiff - mit dem Alexander der Große gewiss nur eines im Schilde führt: Etwas Niederträchtiges. Oder kehrt es gar von einer Geheimmission zurück? Hat in ihm Dschingis Khan, der verdächtig ruhig geblieben ist, den Ozean überquert, um Unfrieden zu stiften? Wie auch immer: Das Schiff wird kurzerhand versenkt. Auch wenn Enkidurt vorerst Griechenland schonen will: Soweit geht seine Zurückhaltung nicht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814321

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04.09.15, 14:10
Hammurapas Tod

Fridericus Rex feiert seine erneute Thronbesteigung mit einer Okkupation der Insel Neukudnezia - zumindest des Südteils. Die Deutschen besetzen die Ishtar-Festung und sind sichtlich gewillt, auch die Nabopolar- und Hammurapa-Festung einzunehmen. Babylon hat den deutschen Horden nichts mehr entgegenzusetzen. Vor allem die Nabopolassar-Festung im Nordwesten der Insel, in der ein veraltetes Katapult Wache hält, ist dem Ansturm des Feindes schutzlos ausgeliefert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814327

Die Nachricht erreicht die mittlerweise im Greisenalter angelangte L.G. Hammurapa, die sich ein schönes Häuschen an der Bucht bei Ninive gemietet hat. Berichten zufolge liest Hammurapa im Juni 1930 vom Zusammensturz ihres Lebenstraums in der Presse. Aschfahl hätte sich ihr Gesicht verfärbt, und sie habe daraufhin die treue Dienerschaft (ein chinesischer Butler und eine mongolische Haushaltshilfe) fortgesendet. Am kommenden Morgen hätte eine Nichte Hammurapas den leblosen Körper der Strategin und Altkommunistin in einem Schemel am Strand entdeckt: Das Gesicht dem Meer zugewandt, Trauer und Gram in ihren Gesichtszügen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814329

Hammrurapas Tod ist ein Einschnitt - ebenso wie das (vorläufige) Scheitern der Neukudnezia-Strategie. Auch aus Griechenland hört man wenig erbauliches: Bei Sparta liefern sich vorsintflutliche Schleudereinheiten der Griechen und Babylonier ein kurzes Scharmützel. Dieses Mal trägt Babylon den Sieg davon. Doch beim nächsten Mal wird Alexander der Große andere Waffen gegen Sparta entsenden - und Staatschef Enkidurt schweigt zu den Vorfällen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814330

Kein Wunder: Seien Aufmerksamkeit gilt der Stadt Kish. Im Jahr 1930, ein Jahr also vor den nächsten Wahlen, hält sich die babylonische Armee bereit, Stalin aus der babylonischen Stadt zu verjagen. Zwei neuartige Panzer, eine Kanone, diverse Schützen und ein Schlachtschiff haben die Offiziere der Marduk-Partei vor Kishs Mauern aufgestellt. Und es beginnt das Bombardement - wird Enkidurt einen (auch wahltaktisch entscheidenden) Sieg davontragen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814328

Azrael
04.09.15, 14:33
Ich bin gespannt, könnt ihr irgendwie versuchen, die Deutschen und die Russen gegeneinander auszuspielen? In Civ 5 kann man ja Spione entsenden, die manchmal Angriffspläne oder so finden, die man dann an den Betroffenen weiterleiten kann, ich weiß aber nicht, ob sowas in Civ 1 geht.

Performer
04.09.15, 14:37
Nein, man muß die Gegner mit teurem Geld aufeinanderhetzen (ab einer bestimmten Ära unbezahlbar). Aber Russen und Deutsche bekriegen sich eigentlich die ganze Zeit, zwischen ihnen herrscht ein Patt - ich wette, sie werden bald wieder aufeinander losgehen. Meine Angst wäre vielmehr, wenn das ein oder andere Land das andere schluckt. Dann hätte Babylon keine Chance mehr.

Azrael
04.09.15, 22:49
Dann müsst ihr immer dem Schwächeren helfen.

Teile und Herrsche, Ruhm und Ehre der babylonischen Armee :D

Performer
05.09.15, 09:54
Grabesstille

Das Jahr 1930 neigt sich dem Ende zu - und Babyloniens Bevölkerung wartet auf die Ausrufung der Wahlen. Spätestens 1931 muß ein neues Parlament gebildet werden. Doch N.F. Enkidurt schweigt. Angeblich sollen neue Wahlcomputer zum Einsatz kommen ... doch immer wieder scheint es zu technischen Pannen zu kommen. Die Monate verstreichen ... November, Dezember, bald auch der Januar und Februar des Jahres 1931. Erst dann gibt die Regierung eine Meldung heraus: «Aufgrund technischer Schwierigkeiten müssen die Wahlen auf das kommende Jahr verschoben werden.» Die Opposition aus PDS, KPML und EA heult auf und klagt die Marduk-Partei des Wahlbetrugs an - zumal die Regierung keinen definitiven Wahltermin ausruft. Was führt N.F. Enkidurt im Schilde?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814337

Die Zeitungen sind voller sorgenvoller Kommentare. Plant Enkidurt gar eine Restauration, so wie in Deutschland? Soll der fast 6000 Jahr alte Präsident Nebukadnezar wieder auf den Thron zurückkehren? Selbst aus Enkidurts Umfeld hört man keine Silbe. Stattdessen wird groß das Staatsbegräbnis der im vergangenen Jahr verstorbenen Ikone L.G. Hammurapa gefeiert, die lange Zeit in einem Kühlhaus bei Ninive aufgebahrt war. Nun wird sie feierlich in einem Mausoleum der Hauptstadt Babylon beigesetzt. Fanfaren erschallen, als das Volk Abschied von der - bis zuletzt beliebten - Hammurapa nimmt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814336

Doch auch die Staatstrauer kann nicht überdecken, daß die Demokratie in einer tiefen Krise ist. Ein Wahltermin ist nicht in Sicht - und allmählich wird auch der Grund für Enkidurts Verhalten offenkundig. Denn aus Griechenland dringt eine Schreckensnachricht: Die Sklavenhalterstadt Argos hat heimlich und leise zwei hochmoderne Waffensysteme installiert: Artillerien. Im Mai 1931 verlassen die zwei Einheiten Argos und rücken auf Tenochtitlan und Troja zu. Die babylonischen Griechen und Azteken der Region sind entsetzt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814338

Das also ist der Grund, warum die Marduk-Partei die Wahlen «verschoben» hat. Denn ihre Untätigkeit in Griechenland wäre eine Steilvorlage für die politische Konkurrent der PDS. Abacuc Doldusch, der neue Parteivorsitzende, tönt entsprechend schrill in den Medien und wirft Enkidurt ein «Totalversagen» in der Griechenlandfrage vor. Offenkundig ist die Armee Alexander des Großen schlagkräftiger als gedacht - und moderne Offensiveinheiten Babylons auf dem griechischen Kontinent fehlen - selbst wenn in Tenochtitlan eifrige aztekische Ingenieure nach einer Spontaninvestion der Mardukpartei (160 GM) rasch eine neue Panzerklasse entwickeln.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814339

Doch die neuen Panzer können frühestens 1932 eingesetzt werden. Für Troja kommt jede Rettung zu spät: Die Stadt ergibt sich kampflos der anrückenden Artillerie aus Argos - wodurch Griechenland zusätzlich wichtige Kenntnisse des Automobilbaus erbeutet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814340

Es ist ein entsetzliches Debakel. Grabesstille herrscht in Babylon, selbst der lautstarken PDS verschlägt es kurz die Sprache. Nur die KPML demonstriert in der gesamten Mongolei und fordert sofortige Neuwahlen. Doch die Marduk-Partei weigert sich. Offizielle Begründung: «Angesichts des frechen Überfalls auf Troja muß das gesamte Volk zusammenstehen und darf sich nicht in einem Wahlkampf entzweien.» Doch was wird N.F. Enkidurt unternehmen, um Troja und auch Kish wieder zurückzuerobern?

Performer
08.09.15, 11:54
Arslis treuer Kampf

Troja ist in Alexanders Hand, und eine nennenswerte Verteidigung (geschweige denn Offensivarmee) ist auf dem griechischen Kontinent nicht vorhanden. N.F.Enkidurt befiehlt deshalb, vorerst einen Waffenstillstand mit Alexander dem Großen zu vereinbaren. Auf die dreiste Forderung, Alexander die Technologie Metallurgie zu verraten, geht die Marduk-Partei jedoch nicht ein. Auch wenn der "Friede" nicht das Papier wert ist, verschafft der Waffenstillstand Babylon eine kurze Atempause ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814351

... wenn auch nur in Griechenland. Anders sieht es auf der Halbinsel Nippurim aus. Die Russen wagen ein weiteres Landungsmanöver: Schützen und Panzer setzen auf dem Schiffsweg über. Und eine echte Verteidgung von Nippur scheint aussichtslos ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814354

... wäre da nicht die historische (wenn auch neuzeitlich modifizierte) Kanone, die seit jeher Nippur bewacht: Die Dicke Arsli. Wie oft schon hat sie Nippur gegen die anstürmenden Russen verteidigt?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814352

Ein weiteres Mal wird die Kanone in Stellung gebracht. Und das Wunder gelingt: Zwischen den Jahren 1932 erledigt die Dicke Arsli Schützen und sogar Panzer der unkoordinierten Russen. Nippur jubelt, und Enkidurt schöpft neue Hoffnung.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814350

Zäher verläuft hingegen die Rückeroberung von Kish. Das Schlachtschiff wird während seiner Kanonade versenkt, und ein weiterer Panzer scheitert an den Stadtmauern. Dann aber kann ein zweiter Panzer aus Babylon mehrere Musketiere und Schützen in Kish aufmischen. Allmählich geht den Russen hinter den Stadtmauer die Puste aus.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814353

Die Marduk-Partei fühlt sich im Aufwind. Von einem neuen Wahltermin ist nicht mehr die Rede, auch wenn die Opposition tobt - auch angesichts katastrophaler Zustände in der Mongolei. Die Rekrutierungswelle in Samarkand führt dort sogar zu einer Hungersnot. Ist die MP mit der Verwaltung des Reichs überfordert?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814355

Azrael
08.09.15, 12:58
Werter Performer, könnt ihr Marineeinheiten bauen, die stark im Anti-Schiffskampf sind? Dann könntet ihr ja versuchen, die Transportschiffe zu versenken, dann können die Russen irgendwann nicht mehr übersetzen und im Glücksfall erwischt ihr Bodeneinheiten mit :D

Performer
08.09.15, 17:46
Hatte ich ja :mad: meinen Kreuzer vor Nippur hat es aber leider zerlegt. Aber ich brauche da auf jeden Fall ein schweres Schiff.

Kardinalinfant
09.09.15, 17:02
Werter Performer,

wir haben den Eindruck, dass Ihr notgedrungen immer den Ereignissen hinterherhechelt, aber eben nie genug Kräfte habt, um überall für Ruhe zu sorgen. Meint Ihr nicht, dass es evtl. Sinn machen würde, an einer Front nur noch allenfalls hinhaltend Widerstand zu leisten, um dafür in der Zwischenzeit eine weitere komplett zu bereinigen. Wir kennen Civ 1 zugegeben nicht (wir haben nur den zweiten oder dritten Teil der Reihe früher mal gespielt), aber wäre es Euch nicht bei Anstrengung aller Kräfte möglich, genug Truppen zu sammeln, um den mutmaßlich schwächsten Gegner Griechenland in einem schnellen Krieg zu vernichten und wenn es Euch auch 1 oder zwei Eurer Städte im Kernland gegen Russen oder Deutsche kostet. Danach könnten Ihr dann alles dem nächsten Gegner zuwenden bzw. das zwischenzeitloch verlorene Terrain schnell wieder gewinnen...?

Performer
10.09.15, 09:42
Du hast recht. Die Griechen habe ich unterschätzt, ich dachte, sie wären locker unter Kontrolle. Außerdem überlasse ich ja den Mitlesern eine gewisse Form der Kontrolle - und die Marduk-Partei war eben in der "Griechenlandfrage" auf einem eher defensiven Kurs.

Performer
11.09.15, 09:01
Der Stolz der Azteken

Der beschämende Auftritt der ersten babylonischen Panzerklasse aus Uruk - trotz wiederholter Angriffe ist Kish weiterhin in russischer Hand - soll ein andereres Ergebnis der Waffentechnologie vergessen machen: In der Stadt Tenochtitlan, dem einzigen Überbleibsel der aztekischen Zivilisation und seit der Befreiung ein besonders eifriger Teil Grossbabyloniens, haben aztekische Ingenieure und Arbeiter seit Jahren auf ein Ziel hingearbeitet: Einen Panzer bauen, der die Welt erzittern lässt. Tenochtitlan lebt in der fortdauernden Angst, von den Sklavenhaltern aus Argos erobert zu werden. Nun aber verlässt der Tenoch I die Werkbänder der Stadt - Griechenland sollte sich warm anziehen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814409

Der Tenoch I nimmt sogleich Kurs auf Argos. Ob der Anblick des rollenden Ungetüms die Griechen beeindruckt? Immerhin sendet Alexander der Große sofort einen Diplomaten, um die Lage auszukundschaften.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814407

Die Regierung Enkidurt wittert eine Chance, den Waffenstillstand aufzukündigen, und lehnt die Verlängerung des Friedensplans ab. Aber die Abgeordneten in Babylon verweigern ihre Zustimmung - und angesichts der verschleppten Wahl wagt es Enkidurt nicht, eine offene Krise mit anarchischen Zuständen zu riskieren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814408

Es bleibt also wieder bei Lippenbekenntnissen: Griechen und Babylonier belagern sich auf dem südlichen Kontinent mit Panzern und Artillerien. Auch wenn Alexander der Große wieder einmal von "ewigem Frieden" flötet, ahnt es doch jedes Kind: Dieses Wettrüsten wird sich eines Tages in einer finalen Auseinandersetzung entladen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814410

Performer
14.09.15, 11:28
Juchhu, wir sind für den AAR des Monats nominiert ...

http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=28302

Nebukadnezar freut sich über Unterstützung ... heute geht's auch weiter.

http://civ-wiki.de/images/9/94/Civ1Babylonier.png

Performer
14.09.15, 13:27
Der Mann, den sie Pferd nannten

1933, das dritte Jahr der illegalen Wahlverschleppung durch N.F. Enkidurt: Das Parlament in Babylon ist ratlos. Angesichts des Debakels in Troja und der griechischen Frechheit fragt sich die Opposition, was die Marduk-Partei beabsichtigt. In einer emotionalen Sitzung ringt der Paretiführer der Ozeanischen Partei EA, O.F. Nurti, dem Regierungschef das Versprechen ab, im kommenden Jahr endlich, endlich - nach nunmehr 12 Jahren - eine Neuwahl abzuhalten. Enkidurt sagt dies dem Parlament zu, sobald die Krise um Kish überwunden ist. Denn diese Stadt will Enkidurt unbedingt von den russischen Invasoren befreien - und wird für dieses Vorhaben von seinen grössten Anhängern in Sumer gefeiert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814418

Kein Wunder: Die Marduk-Partei hat Sumer erfolgreich gegen einen russischen Seeangriff verteidigt. Auch die Mongolen versucht Enkidurt vor den geplanten Neuwahlen auf seine Seite zu ziehen, indem er die Gelder für eine neue Fabrik in Karakorum bewilligt. Denn die Mongolei ist und bleibt das industrielle Herz Großbabyloniens.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814419

Auch Sparta steigert seine Industrieproduktion. Denn hier, ganz in der Nähe von Athen, will die Marduk-Partei starke Verteidigungseinheiten gegen Alexanders Freischärler aufstellen. Zudem plant Enkidurt einen diplomatischen Coup ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814420

... und sendet dazu einen Emissär, den gewieften O. Dyssiduk nach Troja. Dieser bittet die griechischen Besatzer um Erlaubnis, die Lage der gefangenen babylonischen Bürger der (durch Artilleriebeschuss stark beschädigten) Stadt in Augenschein nehmen zu dürfen. Alexander, der sich im Aufwind wähnt, lässt Dyssiduk unter Bewachung in die Stadt, und dieser begibt sich in das neubabylonische Viertel. Was führt der Mann im Schilde, den sie in seiner Heimatstadt Uruk «Pferd» nennen - wohl aufgrund seines stoischen Charakters.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817301

Was die Griechen nicht wissen: Dyssiduk hat im Vorfeld Kontakt zu griechischen Bürgern aufgenommen, die sich sehr wohl im babylonischen Reich fühlten - und auf keinen Fall wieder von Athen aus regiert werden wollen («da herrschen doch nur chaotische Zustände und Korruption»). Ausgestattet mit 120 GM aus dem Verkauf eines Aquädukts in Karakorum, das die Marduk-Partei zur Finanzierung der Fabrikanlage privatisiert hat, inszeniert «das Pferd» einen jähen Putsch in Troja - unter Bruch des Waffenstillstandvertrags. Doch wird dieser Handstreich gelingen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814421

Azrael
14.09.15, 14:31
Jaja, dieser gerissene "Odyssiduk" :D

Hjalfnar
14.09.15, 14:44
:D Sehr cooler Einfall!

Performer
16.09.15, 07:14
Belebte Maschinen

September 1933: Der Gesandte O. Dyssiduk begibt sich in den Morgenstunden unter strenger Bewachung in das babylonische Viertel von Troja. Die jüngst von Griechenland eroberte Stadt ist in Teilen durch schweren Artilleriebeschuss zerstört. Dyssiduks Besuch wird von einer griechischen Garde begleitet, die sich aus trojanischen Bürgern zusammensetzt. Gegen 13:00 Uhr betritt Dyssiduk das Hauptquartier der griechischen Miliz, die in den Mauern des eroberten Troja ihre Zelte aufgeschlagen hat. Gegen 13:15 Uhr sind dann jähe Schüsse in der trojanischen Innenstadt zu hören: Die Trojaner eröffnen das Feuer auf die Miliärs aus Athen. Binnen Stunden werden ranghohe Offiziere aus Alexanders Leibgarde verhaftet, das babylonische Banner wird entrollt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814424

... sowie die Artillerie beschlagnahmt, die den Griechen überhaupt erst die jähe Einnahme der Stadt ermöglicht hat. Das schwere Geschütz ist damit in den Händen der Babylonier. Alexander der Große wird von diesem Coup vollkommen überrascht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814422

Dyssiduk lässt zudem sämtliche Unterlagen beschlagnahmen, die das Artillerieregiment mit sich führt. Per Eilkurier werden die Erkenntnisse in die Wissensstadt Sumer gebracht. Während sich bei Tenochtitlan der Tenoch I-Panzer schützend hinter die Stadtmauern zurückzieht, jubelt die Presse angesichts dieses unerwarteten Vorstoßes der Regierung Enkidurt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814423

Denn nun befindet sich die Technologie des Roboterbaus in Babylons Händen - und N.F. Enkidurt holt im Jahr vor der angekündigten Wahl zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/76/DASA%2C_Roboter.JPG/298px-DASA%2C_Roboter.JPG

Jorrig
16.09.15, 09:19
Passt nur schön auf, die Ari gut zu schützen. Am besten mit Schützen (haha). Panzer sind zu teuer, aber gut, um Landeinheiten abzuräumen. Die KI greift dann gern mit Bombern an, ich würde Euch Jagdflugzeuge empfehlen, um die abzuräumen. Bomber ignorieren auch Stadtmauern, aber ich fand sie zu teuer gegenüber der Ari. Die hat zwei Angriffe und kann auch noch die Stadt erobern.
Die Griechen solltet ihr mal abräumen, die machen viel zu viel Ärger für das bisschen, was sie da noch haben!

Performer
16.09.15, 09:21
Sehe ich inzwischen auch so. Vor allem Argos und Eretria sind einfach viel zu mächtig. Über Troja habe ich jetzt aber den Roboterbau für echt kleines Geld bekommen ... das hat sich gelohnt und wird gegen Russland noch sehr hilfreich sein.

Jorrig
16.09.15, 13:42
Argos sollte gut machbar sein. Stellt einen Schützen auf den Hügel zwischen Tenochtitlan und Argos und baut dann mit einem Siedler eine Strasse darunter. Dann könnt Ihr in Tenochtitlan 2-3 Aris sammeln und vielleicht einen Panzer. 3 Aris machen dann 3 Angriffe und 3 mit 2/3. Das sollte für alle Verteidiger reichen. Was dann noch steht (Siedler oder Phalanxen oder sowas), kann dann der Panzer abräumen.
Damit vermeidet Ihr, dass die KI Euren Stack of Doom mit einem Bomberangriff auslöscht.
Das ginge auch im Wald nördlich von Argos, von Troja aus. Der zweite Angriff wäre dann aber mit 1/3.

Performer
16.09.15, 13:49
Super Idee ... aber die Produktionswerte sind zu schwach. Das dauert alles zu lange. Ich muß auf jeden Fall Geld in die Hand nehmen.

Performer
17.09.15, 08:05
Der Vater der Nation

Alexander sieht seine Felle davonschwimmen: Sein Überfall auf Troja ist nach hinten losgegangen - und zurecht bangen nun vor allem die Sklavenhalter aus Argos, daß Marduks Hauch sie trifft. Die Babylonier indes fühlen sich noch nicht ausreichend gewappnet, um Argos mit einem Panzer und einer Artillerie einzunehmen. Deshalb schließt O. Dyssiduk - im Auftrag der MP-Regierung - einen Scheinfrieden mit dem griechischen Despoten. Ja, er lässt sich sogar auf einen Handel ein ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814426

... und erwirbt die Kenntnis des Flugzeugbaus gegen das Wissen der Metallurgie, was keinen größeren taktischen Verlust darstellt. Allerdings wissen Griechen wie Babylonier, daß dieser Frieden nur eine kurze Atempause sein wird: Die Krise um Troja hat gezeigt, daß ein friedliches Nebeneinander auf dem griechischen Kontinent eine Illusion ist.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814427

Das Jahr 1933 neigt sich dem Ende zu - und das Volk wartet auf die Verkündung des Wahltermins ... auch wenn die Stimmen nach einem Sturz der Regierung leiser geworden sind. Enkidurts geschicktes Vorgehen in Griechenland nötigt vielen Respekt ab. Und dieser fühlt sich gestärkt genug, um bereits für den Februar 1934 Neuwahlen auszurufen - auch wenn Enkidurt immer wieder zeigt, wie wenig er von der parlamentarischen Demokratie hält. Zum Jahresende überrascht er Babylonien mit einer weiteren Erfolgsmeldung: Endlich beginnt der lange versprochene Sturm auf Kish. Kanonen, Panzer und ein Schlachtschiff steuern auf die russisch besetzte Stadt zu. Das Schiff wird von den Feinden versenkt, doch dann flieht die letzte Einheit der Russen und lässt die Stadt schutzlos zurück: Kish ist reif für die Rückkehr der Babylonier.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814428

Was für ein glorreicher Sieg! In der Weihnachtsansprache 1933, noch vor der militärischen Einnahme von Kish, richtet sich Enkidurt in Babylon an das Volk: «Es war ein zähes Ringen, und die Aufstellung einer Befreiungsarmee dauerte kostbare Zeit. Aber unser beharrliches Vorgehen hat endlich Früchte getragen. Doch dies, Babylonier, ist nur der Anfang. Denn nun tragen wir den Kampf in das russische Herzland - wenn ihr mir im Februar erneut eure Stimme gebt und ...»

Der Rest seiner Rede geht im frenetischen Jubel der Marduk-Anhänger unter. N.F. Enkidurt lässt sich als Vater der Nation feiern, und hinter den Palastmauern verdrückt selbst das alterlose Staatsoberhaupt Nebukadnezar eine Träne der Rührung. Naja, eine kleine.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2c/Marduks_strid_med_Tiamat.jpg

Performer
18.09.15, 08:54
1934: Die Wahlen zum 3. Parlament in Babylon

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814438

Die Russen haben Kish geräumt, die Stadt steht kurz vor der Einnahme durch die babylonischen Truppen - und just in diesen Wochen wird das babylonische Volk im Dreistromland, in der Mongolei und Babylonisch-Griechenland an die Wahlurne gerufen. Vier Jahre lang hat N.F. Enkidurt die Parlamentswahl verschleppt, also eine halbe Wahlperiode lang (die offizielle Begründung der Regierung: defekte Wahlmaschinen, eventuell aufgrund von Sabotage). Nun aber, auf dem Zenit seines Erfolgs, will sich der Staatschef ein drittes Mal wählen lassen. Doch seine Mitbewerber von der EA, PDS und KPML schlafen nicht: A. Doldusch von der PDS, O.F. Nurti von der EA und (als einziger Mongole) Timur Gök von der KPML.


https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814441

1.) Die Marduk Partei (MP). Trotz seines hehren Alters und heftigen Anfeindungen wegen vierjähriger Wahlverschleppung strebt der alternde N.K. Enkidurt eine dritte Amtsperiode an. Seine jüngsten Triumphe in Troja und Kish will er mit der Operation Tiamat krönen: Den Krieg nach Russland tragen - und in Griechenland das Militär drastisch aufstocken. Zudem kündigt Enkidurt eine Volksabstimmung zur Wiedereinführung der Monarchie an: Nebukadnezar soll wieder die Krone aufsetzen - und ungehindert von lästigen Parlamentsdebatten die Feinde des babylonischen Projekts das Fürchten lehren.
Spitzenkandidat: G.F. Enkidurt
Wirtschaft: Weiterer Fokus auf dem Dreistromland, weitere Militärfron in der Mongolei. Griechenland soll massiv und rasch aufgerüstet werden - durch Privatisierung diverser Gebäude in der Mongolei.
Außenpolitik: Operation Tiamat (Westrussland besetzen), Waffenstillstand - sofern möglich - mit Deutschland
Wissenschaft: Kernspaltung erforschen
Fernziel: Volksabstimmung zur Wiedereinführung der Monarchie unter Kaiser Nebukadnezar
Zitat: «Ich will den Krieg nach Russland tragen, statt auf kurzfristige Erfolge schielen. Denn nur Beharrlichkeit führt uns zum Ziel.»

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814440

2.) Die Kommunistische Partei der Mongolischen Ledergerber (KPML): Sein Alter sieht man dem kommunistischen Führer Timur Gök nicht an - doch über die Jahre hat sich die KPML gemässigt. Geblieben sind die Forderungen, die benachteiligte Mongolei nach vorne zu bringen, das Eisenbahnnetz massiv auszubauen, die Energie und Wirtschaftskraft der mongolischen Städte zu steigern und (last not least)die Sklavenhalter aus Argos zu vertreiben - koste es, was es wolle. Statt einem aussichtslosen Überfall auf Russland sollen die Seegrenzen verteidigt und die Küstenstädte befestigt werden. Auch die Ausbildung von Agenten befürwortet Gök, damit diese Chaos und Unheil in Russland und Deutschland anrichten.

Spitzenkandidat: Timur Gök
Wirtschaft: Nachhaltige Investitionen in der Mongolei
Außenpolitik: Einnahme von Peking und Argos, dann schrittweise Befreiung von Griechenland durch die Griechen selbst, Spionagekrieg gegen Deutschland und Russland
Wissenschaft: Kernspaltung erforschen
Fernziel: Wiedereinführung des Kommunismus
Zitat: «Auf die Barrikaden, Genossen - morgen könnte es schon zu spät sein.»

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814439

3.) Ozeanische Partei Ea (EA): Die Maritime Partei Ea hofft bei der dritten Parlamentswahl endlich auf den Durchbruch. Der Vorsitzende O.F. Nurti sieht die Schwäche Babylons im vorherrschenden Wirtschaftssystem: Noch immer sind keine potenten Handelssbeziehungen zu anderen Staaten geknüpft worden, noch immer verliert sich Babylonien in unwirksamen Kleinkriegen. Nurti sieht Deutschland als den zukünftigen Hauptfeind an und fordert den Aufbau einer starken Flotte aus Schlachtschiffen, Kreuzern und Flugzeugträgern, sobald diese verfügbar sind. Als vorrangig betrachtet Nurti jedoch die Erforschung der Raumfahrt - denn auf diesem zutiefst zerstrittenen Planeten kann Babylonien nicht bleiben. Je eher ein Generationenraumschiff ins All starten kann, desto besser.

Spitzenkandidat: O.F. Nurti
Wirtschaft: Karawanen sollen den Ausbau einer starken Flotte ermöglichen
Außenpolitik: Kolonien auf Sumsland und in Westrussland, Scheinfrieden mit Deutschland, um dort eine starke Flotte zu installieren
Wissenschaft: Raumfahrt erforschen
Fernziel: Aufkauf der griechischen Städte, wie es in Troja erfolgreich angewendet wurde
Zitat: «Lasst uns das Undenkbare umsetzen und ein neues Geldsystem einführen.»

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814442

4.) Die Partei der Sprachentwirrung (PDS): A. Doldusch ist neuer Vorsitzender der PDS - und ein absoluter Hardliner. Sein ganzer Hass gilt Griechenland, das nicht nur den Volksfeind Dschingis Khan beherbergt, sondern seit Jahrzehnten Babylonien mit Krieg überzieht. Doldusch will deshalb Miliäreinheiten über die sumerische See transportieren - und zwar bis vor die Tore von Athen. Wenn schon, denn schon. Und um Alexander dem Großen zu zeigen, dass die PDS den Worten auch Taten folgen lässt, will Doldusch so rasch wie möglich moderne Flugzeuge erforschen lassen und Athen mit einem Bombenkrieg überziehen.
Spitzenkandidat: A. Doldusch
Wirtschaft: Militär, Einsatztruppe für Griechenland, Luxussteuern senken, um rasch den Flugzeugbau zu erforschen
Außenpolitik: Frieden mit Russland, Griechenland in Schutt und Asche legen, Peking wenn möglich einnehmen, Deutschland auf Abstand halten
Wissenschaft: modernen Flugzeugbau erforschen
Fernziel: rücksichtslose Kriegswirtschaft, Untersuchungsausschuss für die Wahlverschleppung
Zitat: «Keine Stimme für den Wahlbetrüger Enkidurt! Lasst uns die Samthandschuhe auszuziehen - und hinterher zerreißen.»

Anmerkung zur Wahl: Bis zum nächsten Mittwoch (23. September), 20. Uhr. Danach beginnt die zweite, entscheidende Stichwahl. Wählt weise, denn die Partei entscheidet für acht Jahre die Geschicke des Babylonischen Volks. Sollte eine der Parteien im ersten Wahlgang nicht die Hürde von 10 % erreichen, tritt sie bei den kommenden Parlamentswahlen nicht wieder an.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814443

Link zur Abstimmung per Wahlcomputer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=55e7f3c0e4b01c0104319339

Performer
18.09.15, 12:16
Eilmeldung: Gespenstische Ruhe bei der Wahl zum 3. Parlament Babyloniens
+++ Enkidurt schwört seine Anhänger auf Operation Tiamat ein +++ «Wir dürfen das Erreichte nicht aufs Spiel setzen» +++ O.F. Nurti inspiziert Militärhäfen der Westmongolei +++ Angebliche Geheimpläne Alexander des Großen zur Invasion von Sparta entdeckt +++ Hat die Wahlverschleppung auch juristische Folgen? +++

Hjalfnar
18.09.15, 13:16
FÜR GERECHTE ENTLOHNUNG UNSERER MONGOLISCHEN SÖHNE!!! Nieder mit der Herrschaft des Kapitals! Alle Macht dem Volke, alle Produktionsmittel den Arbeitern und Bauern! KPML! KPML! Rot ist besser! :rot:

Bassewitz
18.09.15, 13:19
Ich weiß, dass das kein Forum für Civilization ist, aber bitte nicht wieder MP wählen. Das ist die dümmste Variante.

PDS wäre gut.

Performer
18.09.15, 13:25
Na, so schlecht hat Enkidurt seine Sache doch gar nicht gemacht ... war halt ein auf Langfristigkeit angelegtes Programm.

Bassewitz
18.09.15, 14:51
Eigentlich waren seine Handlungen teilweise katastrophal dämlich. Zum Schluss wurde es besser.
Also wenn ihr den wählt, wollt ihr wohl einen Untergang sehen? :D

Kardinalinfant
18.09.15, 15:07
Kann man mal die ganzen Defätisten von der Straße räumen? Demokratie ist, wenn Marduk gewinnt :D

Performer
18.09.15, 15:15
Kann man mal die ganzen Defätisten von der Straße räumen? Demokratie ist, wenn Marduk gewinnt :D

:D Enkidurt ist ja eher ein Fan der gelenkten Demokratie

Bassewitz
18.09.15, 15:29
Kann man mal die ganzen Defätisten von der Straße räumen? Demokratie ist, wenn Marduk gewinnt :D
Oh nein! Das ist also Merkel Deutschland! Einfach die Unfähigkeit weiter wählen wie immer!

Kardinalinfant
18.09.15, 15:44
Oh nein! Das ist also Merkel Deutschland! Einfach die Unfähigkeit weiter wählen wie immer!

"Vati" Enkidurt wird's schon richten, so wie immer. "Wir schaffen das" :D

Performer
18.09.15, 16:42
Merkel regiert ja auch schon fast so lange wie Enkidurt, von daher ... :)

Ruprecht I.
18.09.15, 18:26
Für Politik, die Nägel mit Köpfen macht.
Und Nägel in Köpfe.
Darum PDS!

Zahn
18.09.15, 21:40
Es ist Zeit sich von dieser Scheindemokratie zu verabschieden. Enkidurt tritt die Verfassung seit Jahren mit Füßen, in dem er demokratische Wahlen einfach auf unbestimmte Zeit aussetzen ließ. Nun da er glaubt seine desaströsen Niederlagen mit der Rückeroberung von Kish und Troja wett gemacht zu haben(das die Städte nur noch Schatten ihrer selbst sind und unzählige Opfer zu beklagen - dies verschweigt er), will er sich vom Volk einen Persilschein ausstellen lassen für seinen Staatsstreich. Damit nicht genug betreibt er die offene Abschaffung der Demokratie. Frech fordert er in seiner Agenda diktatorische Vollmachten für sich unter dem Deckmantel einer nostalgieverklärten Rückkehr zur Monarchie.
Die PDS kann den Tyrannen nicht länger mehr gewähren lassen ! Der Schritt von der Opposition die zähneknirschend eine Wahlmanipulation nach der Anderen hinnimmt zum Widerstand, notfalls zum gewaltsamen, muß und wird begangen werden. Als ersten Schritt rufen wir zum Wahlboykott und zum Generalstreik auf. Laßt Euch nicht durch Kriegsrethorik und Forderungen nach einem Burgfrieden verhonepiepeln. Es geht Enkidödel nicht um unsere Nation sondern nur um den Machterhalt seiner unfähigen Clique. NIEDER MIT ENKIDURT ! VIVA LA REVOLUTION !



http://www.easypolls.net/poll.html?p=55fc6bade4b0148c68d9cc5c

Bassewitz
19.09.15, 01:04
Eben. Die Wahlverschleppung und eigenmächtige Verlängerung seiner Amtszeit darf nicht ungestraft bleiben!

Performer
19.09.15, 09:41
Eilmeldung: Enkidurt geht von ewigem Krieg aus
+++ MP-Anführer: «Nur die Monarchie kann uns retten.» +++ KPML will das Apartheidregime in Argos binnen vier Jahren beseitigen +++ O.F. Nurti plant Einsatzflotte gegen Deutschland +++ Ist Terror-Legende Dschingis Khan nur eine Chimäre? +++ Abacuc Doldusch fordert Gerichtsverfahren für N.F. Enkidurt +++

Kardinalinfant
19.09.15, 11:47
Der Präsident des Babylonischen Verfassungs Gerichts Andreak Vosskulusch:

http://fs2.directupload.net/images/150919/9xr3oqo8.png (http://www.directupload.net)

"(...)In Krisenzeiten des Staates, insbesondere in Kriegszeiten ist aus Sicht des Gerichts eine moderate Verschiebung von Wahlen durch die Regierung des Staates nicht zu beanstanden. Die vorliegend von der Regierung Enkidurt vorgenommene Verschiebung begegnet unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalles keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.(...)"

Auszug aus einer Entscheidung des BVerfG über eine Verfassungsbeschwerde der Oppositionsparteien gegen die Wahlverschiebung

Private_S
19.09.15, 11:58
Irgendwie ist dieser großartige AAR bisher an Uns vorbeigegangen. Spät, aber hiermit doch noch abonniert!

Bassewitz
19.09.15, 14:05
Korruption!

Kardinalinfant
19.09.15, 14:30
Korruption!

:D ...wie wir aus gut informierten Quellen erfahren, hat der Präsident des Verfassungsgerichts, Andreak Vosskulusch, gegen den der oppositionellen PDS zuneigenden Herrn Bassewiduk Strafanzeige wegen Beleidigung von Verfassungsorganen gestellt. Bassewiduk hat das Verfassungsgericht öffentlich der Korruption beschuldigt...:D

Performer
19.09.15, 14:43
Was für ein herrlich schmutziger Wahlkampf ... :tongue:

Die Marduk-Fans sind aber offenbar in der Defensive.

Frisiercreme
19.09.15, 17:14
Kommuniquee 327 der 7. Zelle, IV. Sektion der Roten Phalanx Fraktion
Nicht mit Empörung und Zorn sehen wir, die bewaffnete Vorreiterguerilla der geknechteten Arbeiterschaft, wie die herrschende Ordnung zerfällt. Nein, höchstens Mitleid können wir empfinden, wenn die einen Unterdrücker die anderen mit einem kalten Putsch entmachten.
Wirkliche Freiheit und Frieden kann es erst geben, wenn der Staat in seiner derzeitigen Form zerstoben ist. Wahlen, gleich mit welchem Ergebnis, sind nur Fassade eines verrotten und bröckelnden Gemäuers.
Wir werden nicht eher ruhen, bis der letzte Arbeiter dies begriffen hat. Wir werden weiter die Kriegdproduktion unterminieren, wir werden Bomben legen für den Frieden.
Wir werden nicht eher ruhen, bis aus dem letzten Militarist eine Pflugschar wurde.
Gez. Andrasz Baaduk, Bevollmächtigter der militanten pazifististischen Zellen

Stupor Mundi
19.09.15, 17:47
Soeben erst haben Wir dieses Epos durchgearbeitet und sind beeindruckt. War Civilization 1 doch eines Unserer ersten - und damit prägendsten - Strategiespiele. Auch die Wahlkämpfe sind herrlich, sie erinnern an die weiland Wahlen zum Reichsherold. ;)

Bassewitz
19.09.15, 23:37
:D ...wie wir aus gut informierten Quellen erfahren, hat der Präsident des Verfassungsgerichts, Andreak Vosskulusch, gegen den der oppositionellen PDS zuneigenden Herrn Bassewiduk Strafanzeige wegen Beleidigung von Verfassungsorganen gestellt. Bassewiduk hat das Verfassungsgericht öffentlich der Korruption beschuldigt...:D
Quatsch. Wir meinten die Regierung. Alles freie Meinungsäußerung.

Pah, hier werden oppositionelle Meinungen systematisch unterdrückt. Das Verfassungsgericht sitzt an den Fleischtöpfen der Marduk-Regierung.

Performer
20.09.15, 08:05
Eilmeldung: Enkidurt ruft seine Anhänger zur Wahlurne
+++ KPML fordert Verstaatlichung der Seehäfen zur militärischen Nutzung +++ O.F. Nurti will Kapitaldeckung der Währung durch russische Goldminen sichern +++ Enkidurt apelliert an die noch unentschlossenen Wähler: "Die Schicksalswahl entscheidet über Babylons Zukunft!" ++ Operation Tiamat: MP plant jähen Überfall auf Stalins Städte Swerdlowsk und Wladiwostok ++

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814445

Bassewitz
20.09.15, 10:10
Russland ist doch egal.

Deutschland ist der Endgegner. Spätestens nach Griechenland muss das deutsche Raumschiff aufgehalten werden.

Performer
20.09.15, 10:38
Und dazu brauche ich mindestens eine Stadt als Basis in der Nähe von Deutschland ... :-)

Performer
21.09.15, 07:59
Babylon hat es geschafft!

"Ein Turm sie zu knechten" wurde als AAR des Monats August ausgezeichnet ... dank euch, werte Mitleser. Wir sind gerührt und begeistert ...

http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=28302

Nebukadnezar dankt allen, die für ihn gestimmt haben ...

http://civ-wiki.de/images/9/94/Civ1Babylonier.png

Performer
21.09.15, 09:56
Bei der Gelegenheit noch mal der Link zur Parlamentwahl in Babylon ... Ab Mittwoch folgt dann die Stichwahl.

Link zur Abstimmung per Wahlcomputer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=55e7f3c0e4b01c0104319339

Zahn
21.09.15, 12:59
http://www.easypolls.net/poll.html?p=55fc6bade4b0148c68d9cc5c


73% aller Regenten haben für Wahlboykott gestimmt, es wird Zeit das der Tyrann von selbst Abtritt, denn im Abtritt ist er schon.

Tordenskjold
21.09.15, 19:49
http://www.easypolls.net/poll.html?p=55fc6bade4b0148c68d9cc5c


73% aller Regenten haben für Wahlboykott gestimmt, es wird Zeit das der Tyrann von selbst Abtritt, denn im Abtritt ist er schon.
Ja, wir sind auch ein. Aber was?

Zahn
21.09.15, 22:03
Für Unterstützer des verkommenen Systems wurde aus ästhetischen Gründen die Benennung offen gelassen.

Jorrig
22.09.15, 00:01
Die Pläne der Marduk-Partei müssen einem kranken Hirn entstammen. Ohne Flotte oder Militär die militaristischen Russen angreifen? Obwohl man eine weitere Landfront zu Griechenland hat? Nichts da! Weg mit Chinesen und Griechen! Eisenbahn und Bewässerung für alle Babylonier! Und dann mit Kernwaffen den Rest der Welt vernichten oder einschüchtern! In genau der Reihenfolge!

Performer
22.09.15, 07:50
Eilmeldung: KPML plant großangelegte Reformen in der Mongolei
+++ Timur Gök: «Tausende Griechen warten auf ihre Befreiung aus der Sklaverei.» +++ Mongolische Arbeitskraft soll die Metropolen Buchara und Kashgar ins 20. Jahrhundert katapultieren +++ N.F. Enkidurt warnt vor dem «kommunistischer Renaissance» +++ Abacuc Doldusch bezeichnet Athen als «überflüssige Stadt» +++

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ad/Bogdkhan_Uul_149199749_62cc3c373c_o.jpg/640px-Bogdkhan_Uul_149199749_62cc3c373c_o.jpg

Performer
23.09.15, 08:06
Wahlschock in Babylon: Regierung Enkidurt abgewählt
Bei den Parlamentswahlen von Babylonien hat sich im ersten Wahlgang ein Erdbeben ereignet: Die regierende Marduk-Partei (MP) unter ihrem Vorsitzenden N.F.Enkidurt landete knapp, aber eindeutig mit 24 % auf einem dritten Platz hinter der kommunistischen KPML (27 %), während der Oppositionsführer A. Doldusch und seine babylonisch-militaristisch ausgerichtete PDS ein Traumergebnis von 40 % erzielte. Die Wahlanalyse folgt in Kürze.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814446

Hjalfnar
23.09.15, 09:16
So, jetzt eine Koalition aus KPML und PDS, danach Griechenland plätten laut Koalitionsvertrag und dann freie Hand für die PDS. Socialism reloaded!

Azrael
23.09.15, 19:57
Wird Zeit für die BDR (Babylonische Demokratische Republik) :D

Ruprecht I.
23.09.15, 19:58
Niemand hat die Absicht, einen Turm zu errichten... :cool:

Performer
24.09.15, 08:40
So hat Babylonien gewählt: Eine Kurzanalyse von Klausch Klebusch

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814447

(Babylon, Jan. 1934) Am Ende war es ein knappes Ergebnis - knapper, als die Strategen der Marduk-Partei es sich ausgemalt hatten. Bis zuletzt hatte die MP auf eine Neuauflage der Stichwahl 1922 gehofft, als sich N.F. Enkidurt deutlich gegen seinen Herausforderer Gilgamart durchgesetzt hatte. Doch diesmal scheiterte Enkidurt an der kommunistischen Partei: Die KPML hatte erfolgreich im Wahlkampf auf Vernachlässigung der Mongolei hingewiesen und damit stolze 27 % der Wähler angesprochen. So konnte die MP zuletzt nur 24 % seiner Stammwähler an die Urne locken. Zweifellos haben die zahlreichen Affären der vergangenen Jahre - das Hooverdamm-Debakel, die verschleppte Wahl und die fatale Einschätzung der griechischen Wehrfähigkeit - ihre Spuren hinterlassen. Somit konnten auch die jüngsten Erfolge der MP in Troja und Kish der Partei keine Trendwende mehr bescheren.

PDS feiert sich bereits als Sieger
Triumphal muss man den Durchmarsch der PDS (Partei der Sprachentwirrung) bezeichnen, die mit ihrem martialischen Wahlspruch «Eine Welt - Eine Sprache - Eine Zunge» einen dezidiert antigriechischen Kurs gefahren hatte. Experten hatten vermutet, dass sich die Partei nach der Ohrfeige von 1922 und dem Rücktritt Gilgamarts mäßigen würde. Aber Abacuc Doldusch, der zwar nicht junge, aber zu allem entschlossene neue Parteichef hatte die Partei im Gegenteil noch stärker auf Krieg getrimmt und im Endspurt des Wahlgangs gar mit einer «Vernichtung Athens» gedroht. 40 % der Wähler gaben der PDS ihre Stimme, ein beispielloses Ergebnis. Entsprechend siegesgewiss gab sich Doldusch angesichts der Stichwahl: «Die Wähler werden sich nicht erneut für das kommunistische Experiment entscheiden. Oder sollen wir demnächst von Samarkand aus die Welt regieren?»

Gute Laune bei der KPML
Die Kommunistischen Ledergerber hatten allen Grund, zu jubilieren: Mit 27 % landete die KPML, die vor allem in der Mongolei ihre Wählerschaft besitzt, deutlich vor der Marduk-Partei. «Endlich hat die Verelendung der mongolischen Steppe ein Ende», gab Timur Gök, der enthusiastische Vorsitzende der KPML, zu Protokoll. Er versprach, die Mongolei in wenigen Jahren nach vorne zu katapultieren. Auch er wiederholte in drastischen Worten die Absicht, Griechenland von der «Knute Athens» zu befreien: «Das Sklavenhalterregime in Argos wird fallen, und Alexander der Große wird von seinem eigenen Volk gestürzt werden - dafür sorge ich!» Direkte Angriffe gegen seinen Kontrahenten Doldusch vermied er, sondern warb vielmehr um die Unterrstützung der enttäuschten MP-Wähler: «Von einer starken Mongolei wird am Ende auch das Dreistromland profitieren.»

Entsetzen bei der Marduk-Partei
Nach 28 Jahren in Regierungsverantwortung muss die Marduk-Partei nun von der Macht loslassen - für die erfolgsverwöhnte Partei von N.F. Enkidurt ein ungewohntes Szenario. Das bittere Ergebnis (24 %) warf Fragen nach der Zukunft der Reformprojekte im Dreistromland und vor allem nach Enkidurt selbst auf. Abacuc Dolschusch drohte erneut, ein «rasches Verfahren für den Wahlbetrüger» einleiten zu wollen. Die MP fürchtet aber vor allem, daß die Lage im Osten des Reichs explodieren könnte - nun, da die Operation Tiamat vorerst abgeblasen wird. Enkidurt selbst war für keinen Kommentar bereit und weigerte sich auch, eine Wahlempfehlung für die Stichwahl abzugeben.

Steht die EA vor ihrer Auflösung?
Auch die Ozeanisten hatten am Wahlabend wenig zu lachen: Nur 9 % der Wähler gaben OF. Nurti und seiner progessiven EA-Partei ihre Stimme. «Wir haben die Stimmung angesichts der Griechenland-Krise unterschätzt», gab Nurti in einem Interview zu. «Am Ende sind wir im Wahlkampf zwischen der KPML und der MP zerrieben worden.» Wahlforscher bezweifeln, dass die EA bei den nächsten Wahlen erneut antreten werden - zu deutlich war die Ablehnung des bisherigen Kurses, den die Partei gefahren hat. O.F. Nurti sprach sich bei der Stichwahl für eine Unterstützung der KPML aus, «um zumindest die Wirtschaftskraft der Mongolei zu nutzen.»

Private_S
24.09.15, 12:46
Klebusch hat sich die Krone aufgesetzt. Greift der Medienmogul nach der Macht? Was sagt Gundula Gausuruk dazu?

Hjalfnar
24.09.15, 12:59
KPML! KPML! KPML!!! :prost:

Performer
24.09.15, 13:02
Klebusch hat sich die Krone aufgesetzt. Greift der Medienmogul nach der Macht? Was sagt Gundula Gausuruk dazu?

Zumindest gibt es die starke Vermutung, dass Klebusch ein Mitglied in der Mongolantikbrücke ist ...

Private_S
24.09.15, 13:10
Ogottogottohgott! Ich bete dafür, dass er nicht noch Teilnehmer an der Bilderbabel-Konferenz ist. Schaurig! :geistlicher:

Jorrig
24.09.15, 13:20
Gilgamart klingt so nach amerikanischem Supermarkt...
Aber sagt mal, gehört dieser Thread nicht so langsam verschoben in den Politikbereich? Wir wollen Action!

Performer
24.09.15, 13:42
Geduld, Geduld, werter Jorrig ... die Action kommt.

Performer
25.09.15, 09:45
Enkidurt der Befreier

Ungeachtet der schallenden Ohrfeige, die das babylonische Volk ihm versetzt hat, feiert N.F. Enkidurt, der Altvater der konservativen Marduk-Partei, seinen wohl größten Triumph: Im Jahr 1934 wird endlich die sturmreif geschossene Stadt Kish eingenommen. Stalins Horden haben entsetzlich in der Hafenstadt gewütet und kein Stein auf dem anderen (vor allem aber keine einziges Gebäude übrig-) gelassen. Ohne ein Wort zur herbeieilenden Presse bezieht Enkidurt die Kommandantur von Kish. Aus seinem engsten Umfeld werden Vermutungen laut, dass sich Enkidurt zum Ende seiner politischen Laufbahn zumindest beim Wiederaufbau von Kish seine Meriten verdienen will.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814485

Immerhin werden in Kish etliche Goldvorräte sowie moderne Fertigungsanlagen der Russen sichergestellt, die eine gesteigerte Produktion auch in Babylonien ermöglichen. So hat der nur knapp bei der Wahl gescheiterte Enkidurt Erstaunliches erreicht: Fortan können nicht nur U-Boote gebaut und der Massentransit gefördert werden ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814486

... sondern auch, dank des klugen Einsatzes von O. Dyssiduk in Troja, Artillerien in Auftrag gegeben werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814483

Während der Wahlverlierer Enkidurt in Kish fortan kleinere Brötchen backen muss, bereitet sich Babylon zur Stichwahl von 1934 vor. KPML und PDS trommeln zum finalen Wahlkampf, und die Rhetorik spitzt sich von Tag zu Tag zu. «Wehrt der roten Gefahr», tönt es aus dem Lager Doldusch, während die Anhänger von Gök gegen die «korrupte Machtelite aus Babylonien» wettern. Doch beide Parteien können nicht verhehlen, dass sie vor allem in der Außenpolitik nur Nuancen voneinander trennen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814484

In der Fernsehdebatte «Talk im Turm» löchert der sich zynisch gebende Moderator Frankidu Plaschbug ausführlich die Kontrahenten, um ihre Pläne und Absichten in Erfahrung zu bringen. Gök und Doldusch verzichten auf gegenseitige Angriffe und sind vielmehr vereint im Chor wider das griechische Unrechtsregime, das beide - auf ihre Weise - zu Fall bringen wollen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814487

Dennoch lassen sich in der Debatte einige Unterschiede erahnen:

Griechenland: «... Troja und Tenochtitlan müssen gehalten werden, um von dort aus den Sturm auf die Sklavenhaltermetropole Argos zu führen» (Gök) / «... nicht aufs Klein-Klein schielen, sondern direkt Truppen nach Athen, um Alexander den Großen seinen Helm fressen zu lassen» (Doldusch)
Russland und Deutschland: «... werden uns an unsere Feinde erinnern. Aber überstürztes Handeln bringt in dieser Stunde wenig. Ich sage: First we take Syntagma, then we take Berlin...» (Doldusch) / «... statt einer direkten militärischen Invasion sollten unsere Spione tätig werden. Aber auch die rasche Verteidigung der Seegrenzen ist unbedingt notwendig.» (Gök)
Wirtschaft: «... die Werktätigen der Mongolei massiv fördern und binnen weniger Jahre die Mongolei zur Zukunftsregion machen, deren Wirtschaftskraft die deutschen und russischen Banker fürchten ...» (Gök) / «... kenne nur eine Form der Wirtschaft, nämlich die Kriegswirtschaft. Alles andere ist Augenwischerei.» (Doldusch)
N.F. Enkidurt: «... halte Enkidurt für einen Volksverräter, der die ganze Härte der babylonischen Justiz kosten soll ...» (Doldusch) / «... fairer Umgang mit einem alten Mann, aber das Volk muss die Wahrheit erfahren» (Gök)
Volksgruppen: «... Erwachen des mongolischen Stolzes, ohne das babylonische Friedensprojekt zu gefährden. Aber auch Griechen, Chinesen und Azteken sollen alle - ich sage ALLE! - den Segen des Kommunismus erfahren.» (Gök) / «... kenne nur ein Volk, nämlich das babylonische. Wer dazugehören will, ist herzlich willkommen. Wer nicht will, hat ein Problem.» (Doldusch)

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814491 VS https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814490

Die Stichwahl beginnt ab sofort und endet am Sonntag, den 27. September, um 20:00 Uhr. Abgestimmt wird wie immer mit dem babylonischen Wahlcomputer unter http://www.easypolls.net/poll.html?p=56023d03e4b0148c68d9fc24. Und dann geht es weiter mit dem mutmaßlichen Ende Alexander des Großen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814489

Performer
26.09.15, 09:47
Eilmeldung: PDS stellt Milizen zur Abwehr der «kommunistischen Gefahr» auf
+++ KPML stellt die Restaurierung des kommunistischen Systems in Aussicht +++ O.F. Nurti warnt vor wirtschaftlichem Kollaps +++ PDS erteilt finanzielle Hilfen für Jugend-Milizien («Doldusch-Buben») +++ Enkidurt will rasche Ernährung der Bevölkerung von Kish sichern +++

Ruprecht I.
27.09.15, 18:21
Ich sage: First we take Syntagma, then we take Berlin... (Doldusch)

Soweit zum Thema Sprachentwirrung... :^^:

Performer
28.09.15, 11:12
Überwältigender Sieg für mongolische Arbeiterpartei

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814493

(Babylon, Februar 1934) Bei der Stichwahl zwischen der Kommunistischen Partei der mongolischen Ledergeber (KPML) und der Partei der Sprachentwirrung (PDS) hat das babylonische Volk eine eindeutige Entscheidung gefällt: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung bevorzugten die Arbeiterpartei, die eine Restaurierung des Kommunismus in Aussicht stellt. Eine Analyse der Stichwahl folgt in Kürze.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814492

Hjalfnar
28.09.15, 15:24
Zwei-Drittel-Mehrheit, das heißt Verfassungsänderung möglich. :D

Performer
29.09.15, 08:34
Wird Babylonien mongolisch? Eine Wahlanalyse von Klausch Klebusch

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814494

(Babylon, Feb. 1934) Mit einem überraschend eindeutigen Votum ist die Stichwahl zwischen KPML und PDS zugunsten der mongolischen Arbeiterpartei ausgegangen. 67 % der Wähler sprachen Timur Gök und seinen historisch bedeutsamen Ledergerbern das Vertrauen aus, während die im ersten Wahlgang so erfolgreiche PDS förmlich abschmierte. Zum dritten Mal scheitert die PDS im entscheidenden 2. Wahlgang - und der polterige Parteichef Abacuc Doldusch war plötzlich ganz kleinlaut. «Meine Partei war sich zu siegessicher», gab er zu. «Mein Glückwunsch gilt Timur Gök. Hoffentlich vergisst er nicht sein Versprechen, in Griechenland harte Kante zu zeigen, und beweist jenseits kommunistischer Luftschlösser absolute Verfassungstreue.» Hinter den Kulissen war jedoch zu hören, dass die PDS angesichts der verheerenden Niederlage von einer kommunistischen Renaissance ausgeht.

Gök verspricht rasche Investitionen
Vor allem aber ist das Traumergebnis der KPML ein Weckruf für die Mongolei. Die lange vernachlässigte Industrie der Steppe jenseits Buchara wird nun zweifellos einen Investitionsschub erleben. Dieser scheint auch dringend nötig: Gerade in Samarkand, der alten Hauptstadt der Khan-Dynastie, ist die Lage verheerend. Die jahrzehntelange Zwangsrekrutierung mongolischer Bürger hatte gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, so daß Ökonomen in Sumer gar von einer Hungersnot ausgehen. Was dies für den abgewählten Staatschef N.F. Enkidurt bedeuten wird, lässt sich nur erahnen: Auch wenn die KPML einen fairen Umgang mit Enkidurt versprochen hat, dürfte der Zorn der Mongolen nicht einfach auskühlen.

Innenpolitische Verwerfungen
Die Parteienlandschaft gleicht nach der dritten Parlamentswahl einem Trümmerhaufen: Die EA steht nach dem Rücktritt Nurtis, der noch in der Nacht der Stichwahl erfolgte, vor ihrer Auflösung. Die PDS wirkt nach der Wählerklatsche vollends verwirrt, und die Jugendbewegung der «Doldusch-Buben» verübte Brandanschläge auf kommunistische Zentralen im gesamten Land. Und die Marduk-Partei gibt sich nach dem Abschied von der Macht staatstreu: Der Gök-Regierung könnte ihrer Loyalität sicher sein - sofern sie, so konnte man zwischen den Zeilen lesen, ihre Ikone Enkidurt unbeschädigt lässt. Angesichts einer 2/3-Mehrheit, die die KPML erringen konnte, bleibt der MP auch nichts anderes übrig.

psycho
29.09.15, 11:01
:prost: :prost: :prost:

Jetzt gehts los! Die KPML und Gök in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!

Hjalfnar
29.09.15, 11:05
Nahrung für Samarkand, Freiheit für die babylonischen Völker, Tod dem griechischen Unterdrückersystem!

Stupor Mundi
29.09.15, 12:13
Antikommunistischer Widerstand jetzt! «Doldusch-Buben» for president!

Hjalfnar
29.09.15, 12:21
Wir verlangen, dass die rechtslinksfaschistischtrotzkistische Terrorfreiheitsbewegungsorganisation Doldusch-Buben verboten wird!!!111! :D

Performer
29.09.15, 12:22
Morgenröte in der Mongolei

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814501

Was für ein Sieg, was für eine Hoffnung: Zwei Drittel der babylonischen Bevölkerung haben sich für Timur Gök und die KPML ausgesprochen. Die Mongolei erlebt einen neuen Morgen, und er ist rot, hellrot! Die glorreiche kommunistische Vergangenheit Babyloniens erlebt eine neue Rückbesinnung, und der neue Staatschef - der erste Mongole in diesem Amt - möchte diesen Triumph mit einem wissenschaftlichen Meilenstein flankieren. Gök beauftragt die Wissenschaftler in Samarkand - nicht die verknöcherte Professorenelite aus Sumer - damit, das Geheimnis der Kernspaltung zu erforschen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814500

Doch gerade in Samarkand werden im Frühjahr die Nachwehen der MP-Regierungszeit offensichtlich. Enkidurt hat über Jahre hinweg Rekruten aus Samarkand für den Wehrdienst herangezogen - und die Ernährung der mongolischen Bevölkerung vernachlässigt. Eine Panzerproduktion kann Gök noch umwidmen, um eine dringend benötigte Bank zur wirtschaftlichen Entwicklung zu gründen. Doch er kann es nicht verhindern, dass viele Mongolen die Stadt verlassen und die Bevölkerung schrumpft.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814502

Die KPML beginnt nun in der gesamten Mongolei, die Produktion umzustellen. Es werden neue Arbeitskolonnen aufgestellt, und aus dem Dreistromland verlassen die dortigen Feld-und Strassenarbeiter die Gegend, um sich stattdessen um die darbende (mongolische) Großstadt Buchara zu kümmern. Um März 1934 entsendet Gök zudem die Armee nach Kish, um in der Kommandantur N.F. Enkidurt unter Hausarrest zu stellen. Wird Gök es wagen, den langjährigen Staatschef vor Gericht zu stellen, wie die geifernde PDS-nahe Presse es sogleich fordert?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814499

Performer
30.09.15, 09:16
Wenn zwei sich streiten ...

Wird die KPML einen Schauprozess für Enkidurt veranstalten? Diese Frage stellt sich wohl ganz Babylonien im Frühjahr 1934. Der legendäre Staatschef der Marduk-Partei wird in Kish festgehalten, doch Timur Gök und seine Genossen wagen nicht den finalen Bruch mit dem alten Regime. Vielmehr darf Enkidurt weiterhin den Wiederaufbau von Kish leiten und die Truppen, die am Gelben Strom versammelt sind, koordinieren. Denn anders als die PDS plant die KPML nicht, die (aus mongolischen Bürgern) bestehende Ostarmee nach Griechenland zu verschiffen. Immerhin erreicht Gök eines damit: Auch die Babylonier akzeptieren den Regierungswechsel. In Ninive findet sogar eine spontane Kundgebung für die KPML statt, und die Fertigstellung einer Fabrik in Shanghai wird in der Presse bejubelt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814505

Die PDS allerdings kann ihre krachende Niederlage kaum verschmerzen. Es vergeht keine Woche, in der sich Abacuc Doldusch nicht in einem Interview missfällig über die KPML äußert und vor einem «Putsch von oben» sowie vor einer «Demontagokratie» warnt, also einer «Demontage der Demokratie». Und überall im Reich wird von jungen Kerlen berichtet, die auf freiem Feld ihre Körper trainieren, um ihrem Idol Doldusch in einer «Stunde der Not» beizustehen. Welche Gefahr geht tatsächlich von den Doldusch-Buben aus?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/91/Flickr_-_The_U.S._Army_-_Blackhorse_Troopers_Gear_Up_for_Ranger_Course_%282%29.jpg/640px-Flickr_-_The_U.S._Army_-_Blackhorse_Troopers_Gear_Up_for_Ranger_Course_%282%29.jpg

Über all die innenpolitischen Wirrnisse gerät fast in Vergessenheit, dass die Halbinsel Nippurim nach wie vor von russischen Invasionen heimgesucht wird. Erneut ist es die Dicke Arsli, jene historische und legendäre Kanone, die ein Panzerregiment der Russen vor Nippur in Grund und Boden schießt. Die KPML sendet zudem einen neuen Panzer aus Kashgarer Produktion auf die Halbinsel, um Stalins Attacken abzuwehren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814504

Denn auch für die KPML präsentiert sich das Jahr 1934 in einer außenpolitisch prekären Lage: Mit Russland und Deutschland herrscht seit Jahren ein erbitterter Krieg, der bislang vor allem auf den Meeren sowie bei Nippur und Kish, also an den Außengrenzen, ausgetragen wird. Und der Waffenstillstand mit Griechenland kann zu jeder Zeit Makulatur werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814503

Doch dann nimmt der Krieg eine unerwartete Wendung: Babylons Gegner Stalin und Friedrich d. Gr., gehen aufeinander los - nachdem Friedrich wieder einmal seine Regierung eigenmächtig umbebildet hat. Die beiden verfeindeten Staaten konnten ihre Konflikte lange Zeit durch den gemeinsamen antibabylonischen Kurs unter den Teppich kehren. Aber nun ist er wieder aufgeflackert, der ewige Krieg zwischen Russland und Deutschland. Und für Timur Gök öffnet sich ein wertvolles Zeitfenster, um die kommunistische Revolution nun auch in Griechenland voranzutreiben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814506

Azrael
30.09.15, 10:36
Na dann mal auf nach Griechenland und dieses Problem aus der Welt schaffen ^^

Kardinalinfant
30.09.15, 11:06
Na dann mal auf nach Griechenland und dieses Problem aus der Welt schaffen ^^

Eben, lasst das Parteiengezänk beiseite, es gibt Wichtigeres! In der aktuellen Lage kennen wir keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Babylonier...äh...mhh... na gut...so kann man das wohl nicht sagen...na gut, wir wollten sagen, wir kennen keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Bürger des Reiches von Babylon, welches Babylonier, Mongolen, Chinesen, befreite Griechen und Atzteken in völliger Gleichberechtigung umfasst!

Unter dem Motto: Auf nach Griechenland!

:D

Performer
30.09.15, 11:40
Eben, lasst das Parteiengezänk beiseite, es gibt Wichtigeres! In der aktuellen Lage kennen wir keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Babylonier...äh...mhh... na gut...so kann man das wohl nicht sagen...na gut, wir wollten sagen, wir kennen keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Bürger des Reiches von Babylon, welches Babylonier, Mongolen, Chinesen, befreite Griechen und Atzteken in völliger Gleichberechtigung umfasst!
:D

ExakT! Die KPML will den Weltfrieden für alle Völker. Sie müssen es nur erst lernen.

Hjalfnar
30.09.15, 13:24
Jawoll! Macht aus Athen die nukleare Brandfackel der Erleuchtung der Welt!

Azrael
30.09.15, 13:49
Nuklear muss ja nicht unbedingt sein, da werden auch eventuell unschuldige griechische Zivilisten mitvernichtet, die sonst Babylon gute Dienste leisten würden.
Nehmt Griechenland mit konventionellen Waffeln, vertreibt das Alexanderregime und führt die griechischen Städte dem babylonischen Reich zu!

Hjalfnar
30.09.15, 14:10
Bei Uns wird es früher oder später immer nuklear bei Civ. Wir haben noch nie eine Civpartie beendet, bei der es am Ende nicht Nuklearwaffen gehagelt hätte.^^

Private_S
30.09.15, 17:34
Wenn zwei sich streiten ...
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/91/Flickr_-_The_U.S._Army_-_Blackhorse_Troopers_Gear_Up_for_Ranger_Course_%282%29.jpg/640px-Flickr_-_The_U.S._Army_-_Blackhorse_Troopers_Gear_Up_for_Ranger_Course_%282%29.jpg


Also als sich dieser Post öffnete, dachte ich wirklich im ersten Moment, unser Chris, der Colonel, hätte seinen Avatar getunt. :D

Performer
01.10.15, 09:25
Herz sticht Bube

Russland und Deutschland fallen übereinander her, und auch die Russen bilden ihre Regierung um. Die Griechen aber, die sich zurecht unter Druck auf ihrem eigenen Kontinent sehen, enthalten sich keiner Provokation. Vor Antiochia lässt Alexander der Große Manöver seiner Panzer und Artillerien abhalten. Die Stadt wäre eine leichte Beute - und jedes Jahr, das die KPML verstreichen lässt, steigt die Gefahr, dass Alexander zuschlägt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814508

Timur Göks Problem: Der Senat in Babylon wäre trotz antigriechischem Kurs kaum für eine Kriegserklärung zu gewinnen. Zur selben Zeit wirft Abacuc Doldusch der KPML-Regierung vor, sich in Griechenland "lasch" und "feige" zu verhalten. Überall im Land marschieren die Doldusch-Buben und werfen Farbbeutel auf kommunistische Plakate. Die Lage im Jahr 1934 ist aufgeheizt, die Demokratie steht an einem Wendepunkt. Und so findet sie wenige Verteidiger, als die KPML eine Fortwährende Revolution ausruft - mit dem Ziel, den perfekten Kommunismus zu errichten. Um dies zu erreichen, lässt Gök den Senat auflösen und richtet in Samarkand seine provisorische Regierung ein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814511

Ist die Demokratie gescheitert? Vielmehr hat sie sich selbst aufgelöst. Die 2/3-Mehrheit für die KPML hat ihren Verteidigern das Heft aus der Hand genommen. Wer die Schuld daran trägt, lässt sich im Nachhinein kaum sagen. War es N.F. Enkidurt, der mit seiner verschleppten Wahl zur Missachtung der Demokratie beigetragen hat? War es O.F. Nurti, dem es nie gelungen ist, seine Ozeanische Partei als linksliberale Alternative zu etablieren, obwohl der Wähler lange auf seiner Seite stand? Waren es Gilgamart und sein Nachfolger Doldusch, deren martialische Propaganda immer radikaler wurde - und die mit der Auftstellung der Doldusch-Buben eine paramilitärische Bewegung initiiert haben? Darüber werden einst die Historiker entscheiden. Abacuc Doldusch hingegen wird noch in der Nacht der Fortwährenden Revolution in Babylon festgenommen und in den Palast verschleppt - angeblich zum Verhör. Aber es ist offensichtlich, dass die Kommunisten ihren schärften Kritiker ausschalten und die Doldusch-Buben ihres Kopfes berauben wollen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814510

Für die freien Griechen aber ist der Sturz des babylonischen Senats Demokratie ein Aufbruchssignal, nun auch die anderen Städte von Alexanders Joch zu befreien. Timur Gök lässt dem Despoten eine Pro-Forma-Kriegserklärung zukommen ... und zwei Schlachtschiffe aus den Häfen von Sumer und Babylon nähern sich den Städten Eretria und Korinth. Sie sollen den Befreiungskampf der Griechen unterstützen: „¡No pasarán!“

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814509

Headhunter
01.10.15, 11:52
Na hoffen wir mal, dass die Griechen sich schnell dem Joch...der ähh....der Befreieung....also.....das sie Eure Truppen jubelnd begrüßen.... :D

Performer
02.10.15, 08:28
Heimkehr nach Eretria

Die Schlachtschiffe kommen zur rechten Zeit: Ein Panzer der Griechen wird bei Korinth bombardiert und vernichtet, während zugleich eine Artillerie von Sparta aus mehrere Einheiten Alexanders unter Beschuss nimmt. Damit wird die Nordarmee des Despoten ausgeschaltet ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814512

... und die Schlachtschiffe eröffnen das Feuer auf die Städte Eretria und Korinth. Mehrere Schützen und veraltete Musketiere hinter den Mauern werden bei dem Großangriff tödlich verwundet. Noch im Herbst 1936 vermeldet die babylonische Marineführung: «Kappa Epsilon sturmreif geschossen». Nun können die freien Griechen selbst ihr Schicksal auf dem Kontinent in die Hände nehmen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814515

Sie beginnen mit «Epsilon», also mit Eretria. Und was für eine glorreiche Stunde ist dies, als ein griechischer Reiter aus Delphi herbeiprescht, während sich zugleich auch ein Schütze aus Sparta in Richtung Korinth. aufmacht. In Eretria empfängt das Volk begeistert den Reiter, der die Kunde überbringt: Eretria ist endlich wieder Teil des babylonischen Reichs.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814514

Da vergießt mancher Grieche eine Freudenträne, war Eretria doch schon einmal - zwischen 1430 n. Chr. und 1818 n. Chr. - von Babylon besetzt worden. Die beinahe fünfhundertjährige Epoche ist in Eretria nicht vergessen worden. Doch seitdem ist viel Wasser den Eritron herabgeflossen. Eretria ist ein Schatten ihrer selbst, nur ein Marktplatz wurde von Alexanders Truppen, die ein finsteres Unterdrückungssystem in der (aus ihrer Sicht) «Verräterstadt» installiert haben, bis zum Ende geduldet. Und die Stadtmauer ist nach der Bombardierung des babylonischen Schlachtschiffs völlig marode. Dennoch, Eretria hat endlich wieder eine Zukunft, von der es sich zu träumen lohnt. Eine Zukunft im Kommunismus, frei von den Fesseln des Kriegstreibers Alexander. Dieses Feuer der Hoffnung wird auch auf die anderen griechischen Städte überspringen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814513

Jorrig
02.10.15, 10:34
Viel besser! Sehr viel besser! Glückwunsch!

Azrael
02.10.15, 10:41
Wunderbar, sehr schön zu lesen, fehlt nur noch der Rest Griechenlands, jagt Alexander vor euch her :D

Performer
02.10.15, 11:24
Viel besser! Sehr viel besser! Glückwunsch!

Ja, das lief besser als erwartet ... zum Glück hatte Alexander vor allem Musketiere und jeweils nur einen Schützen in den zwei Städten. Puh! Das hätte auch nach hinten losgehen können.

Stupor Mundi
03.10.15, 12:11
Glückwunsch. Was sagt eigentlich der Gehheimdienst über den Aufenthalt des Hetzers Dschingis Khan? Dessen Ergreifung müsste doch für die mongolische Oberschicht von elementarer Bedeutung sein?

Bassewitz
03.10.15, 15:03
Mongolische Oberschicht? In der Mongolei sind alle gleich.

Stupor Mundi
03.10.15, 15:22
Aber Mongolen sind gleicher als Babylonier.

Performer
03.10.15, 17:41
Glückwunsch. Was sagt eigentlich der Gehheimdienst über den Aufenthalt des Hetzers Dschingis Khan? Dessen Ergreifung müsste doch für die mongolische Oberschicht von elementarer Bedeutung sein?

In der Tat! Die KPML hat mit Dschingis Khan noch ein gewaltiges Hühnchen zu rupfen

Performer
04.10.15, 12:27
Der griechische Freiheitskampf

Der griechische Freiheitskampf tobt, und in Babylonien folgen die Menschen an den Radiogeräten voller Aufregung den Ereignissen. Wird das Regime Alexander des Großen endgültig von dem Nachbarkontinent weichen müssen? Ist die lange Feindschaft zwischen Griechen und Babyloniern bald Geschichte?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814521

Zumindest Korinth wird noch im Jahr 1936 von begeisterten spartanischen Schützen eingenommen - unter Preisgabe der Sicherheit ihrer eigenen Stadt. Denn nun ist Sparta unbefestigt. Doch kein Opfer scheint den freien Griechen zu hoch, um Alexanders Joch abzuschütteln.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814519

Korinth steht nach der Eroberung wesentlich besser da als Eretria: Ein Aquädukt, eine Kornkammer und sogar ein Marktplatz sind in der Stadt vorhanden. Sofort bilden sich begeisterte kommunistische Zellen in Eretria. Allein: Der Terrorist Dschingis Khan ist auch in Korinth nicht aufzufinden. Lebt der finstere mongolische Despot überhaupt noch? Oder ist er längst ein Mythos?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814518

Während aus Deutschland die erneute Ausrufung der Republik verkündet wird, zieht es Alexander der Große vor, sich hinter seinen Athener Mauern zu verkriechen. Doch die Sklavenhalter von Argos lassen sich nicht so schnell vertreiben: Mehrere Artillerien und Panzer nähern sich Tenochtitlan. Durch die mangelhafte Infrastruktur kann auch die Artillerie in den Stadtmauern sie nicht rechtzeitig abfangen. Zwar werden in Tenochtitlan längst überfällige neue Kasernen bewilligt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814517

... doch angesichts der Streitmacht vor Tenochtitlan schließt Timur Gök einen Waffenstillstand mit Alexander. Beide Seiten haben eine kurze Feuerpause verdient, um ihre Truppen zu sortieren. Wird das Jahr 1937 die Wende bringen? Oder sind Sparta und Tenochtitlan verloren?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814520

Performer
05.10.15, 18:03
Anarchische Freude

Ein taktischer Waffenstillstand ist ein taktischer Waffenstillstand ist ein taktischer Waffenstillstand ... und ebenso skrupellos, wie sich Alexander der Große über Jahrhunderte hinweg verhalten hat, agiert nun die KPML: Losgelöst von jeder demokratischer Kontrolle wird der Frieden von den Babyloniern sofort wieder gebrochen. Denn die Truppen vor Argos sind zu bedrohlich und müssen im Handstreich erledigt werden. Der siegreiche Panzer Tenoch I. kehrt deshalb wieder von Troja zurück, nähert sich dem Sündenpfuhl der Sklavenhalter und kann dabei eine Artillerie noch vor ihrer Mobilmachung zerstören. In Tenochtitlan erwarten die atzekischen Bürger hingegen hinter der Stadtmauer die Antwort aus Argos. Zwei Artillerien und ein Panzer stehen dort südlich der Stadt bereit, um Tenochtitlan zu attackieren - aber durch die fehlende Straßenverbindung schafft es nur der Panzer bis zur Hauptstadt der Azteken. Eine Schützeneinheit fällt im Kampf, dann zerschellt der Koloss der Sklavenhalter. Der Freiheitskampf kann weitergehen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814522

... und bei Sparta müssen die freien Griechen sofort handeln. Eine Artillerie aus Delphi rollt in Richtung Athen, um mögliche Feinde von dort abzufangen. Auch das Schlachtschiff steuert an der Küste weiter gen Athen. Dort lauert allerdings ein nicht minder bedrohlicher Kreuzer der Russen, die wohl den griechischen Freiheitskampf für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen. Aber Pustekuchen! Das Seegefecht ist kurz und heftig und geht zugunsten der babylonischen Revolution aus.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814524

Überhaupt ist die Lage in Babylonien undurchschaubar. Die KPML hat ihre innenpolitischen Gegner festgesetzt, die Demokratie ist abgeschafft, noch aber wird über die Restaurierung des Kommunismus debattiert. Ein Rätesystem soll die Wende bringen, so heisst es aus Samarkand, dem neuen Zentrum der Revolution. Und während sich die Doldusch-Buben quasi über Nacht aufgelöst haben, hat die Regierung mit anarchistischen Zellen zu kämpfen, die statt einem rigiden Staatskommunismus lieber die absolute Selbstverwaltung propagieren ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/94/Black_bloc_at_RNC_running.jpg/640px-Black_bloc_at_RNC_running.jpg

... und dafür in Aleppo eine Großdemonstration abhalten. Einige Scheiben gehen zu Bruch, bis die KPML wieder für Ruhe sorgt. Denn es sind nur Einzelne, die ihren Unmut äußern. Trotz der anarchischen Zustände steht das Volk nach der glorreichen Wahl wie ein monolithischer Block hinter Timur Gök.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814523

Dies wird auch von dem Geschichtsphilosophen Arnold J. Toynbee wohlwollend kommentiert. In seinem Hauptwerk "Der Gang der Weltgeschichte" (Leipzig, 1938) nennt er das babylonische Friedensprojekt einen Ausnahmefall: Trotz widriger Umstände und einer im Kern gescheiterten Demokratie sei das Volk das wohl zufriedenste der Menschheit - noch vor den Russen und Deutschen. Miesepeter vom Dienst sind hingegen die Chinesen unter Mao, die seit Jahrhunderten kein Bein mehr auf die Erde kriegen und in Peking Glückskekse knabbern, deren Zettelchen sie aber auch nicht fröhlicher stimmen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814525g

Die hohe Zufriedenheit ist den vielen Luxusgüter zu verdanken, die N.F. Enkidurt in seiner zweiten (überlangen) Amtszeit steuerlich begüngstigte. Nach dem Ende der Revolution werden die Luxuswaren freilich reglementiert. Doch solange der Krieg tobt, darf sich das Volk noch an einer außerordentlich guten Grundversorgung erfreuen. So sind denn in einer Umfrage 1938 ganze 64 % der Babylonier, Mongolen und weiteren Völker Babyloniens (über 11 Millionen Bürger!) zufrieden mit den Verhältnissen. 27 % bezeichnen sich gar als glücklich. Was will man mehr? Oh, natürlich, eines gibt es ... fängt mit "A" an, hört mit "S" auf. Denn das Schicksal der versklavten Azteken in Griechenland darf nicht vergessen werden ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814526

Performer
07.10.15, 07:47
Am Scheideweg

Seit Jahrhunderten hält die griechische Stadt Argos ein düsteres Sklavenregime aufrecht: Die aztekische Urbevölkerung aus Tenochtitlan wurde verschleppt und schuftet in den Edelsteinminen bei Argos , auf denen der legendäre Reichtum Alexander des Großen fußt. Und seit Babylon sich auf dem südlichen Nachbarkontinent engagiert, ist das stark befestigte Argos ein Stachel im Fleisch - während sich die Greuelberichte aus den Edelsteinminen täglich häufen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d1/The_Lavender_Pit%2C_Bisbee%2C_AZ.jpg/360px-The_Lavender_Pit%2C_Bisbee%2C_AZ.jpg

Für das revolutionär-anarchische Babylonien steht fest: Argos muß fallen. 1938 können immerhin zwei wichtige Einheiten vor den Hort der Sklavenhalter gebracht werden: Der Tenoch I. aus Troja und eine Artillerie aus Tenochtitlan, finanziert aus der babylonischen Staatskasse. Doch die Anzahl der Panzer vor Argos ist bedrohlich. Immerhin kann die Aufstellung eines weiteren Panzers in Argos von einem griechischen Saboteur verhindert werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814527

Doch noch ist Alexanders Widerstand nicht gebrochen - im Gegenteil. Um Korinth einzunehmen, mussten die griechischen Befreiungskämpfer Sparta räumen. Die Artillerie, die Athen entgegenzog, wird jedoch im Sommer 1938 von Panzereinheiten des Despoten aufgerieben. Kurz danach fällt Sparta, die alte Konkurrentin Athens, wieder in die Hände Alexanders. Auch wichtige Kenntnisse über den Raketenbau werden dabei beschlagnahmt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814528

Alexanders Griechen triumphieren, während sie Sparta besetzen. Die Truppen wüten entsetzlich in der gefallenen Stadt. Angeblich werden sie von einem uralten mongolischen Kommandanten angeführt. Für Timur Gök ist die Botschaft klar: Nur ein Mann kann hinter diesen Schandtaten stecken. Ein Mann, der in Samarkand gehasst wird wie kein Zweiter. Ein Mann, der endlich seine verdiente Strafe bekommen muss, um den Mongolen endgültig ihre Angst vor einer Rückkehr der Khan-Dynastie zu nehmen ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f8/Greek_Army_-_IFOR_-_Bosnian_elections.JPEG/752px-Greek_Army_-_IFOR_-_Bosnian_elections.JPEG

Azrael
07.10.15, 11:24
https://www.youtube.com/watch?v=wRnSnfiUI54

:D

Hohenlohe
08.10.15, 00:34
Man lernt doch nie aus, wenn man diesen AAR so langsam durchliest, wird einem erst die gute Leistung des babylonischen Herrschers klar...*freu*:D

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Performer
08.10.15, 08:30
Das zweite kommunistische Zeitalter

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814530g

Es ist nicht mehr zu leugnen: Dschingis Khan lebt. Der uralte Feind Babyloniens, der Knechter von Samarkand, der Unterdrücker und Top-Terrorist ... einst vertrieben von seinem eigenen Volk, hat er sich mit dem Despoten Alexander zusammengetan, um Rache zu nehmen. Und diese Rache bekommen nun die Spartaner zu spüren, Brände schwelen in der besetzten Stadt, Dschingis Khan scheint sie dem Erdboden gleich machen zu wollen. Das Zentrum des griechischen Widerstands blutet. Und der inzwischen uralte mongolische Kommandant richtet eine dämonische Grußbotschaft an das mongolische Volk: «Verrat bleibt Verrat, ihr Würmer in Buchara, Kashgar, Karakorum ... bald herrscht wieder mein Clan über eure Gestade, und wehe dem, der sich ihm entgegenstellt.»

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817311

Die Mongolen sind erschüttert. Niemand wähnte den teuflischen Unterdrücker am Leben, und die Eroberung Spartas scheint ein Fanal des Untergangs zu sein. Es bleibt eine einzige Hoffnung: Den vereinigten Willen der Werktätigen, die sich endlich - nach mehrjähriger Beratung - in Babylon zusammenfinden und das zweite kommunistische Zeitalter ausrufen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814529

Die Revolution ist beendet. Ein Rätesystem soll die Menschen sämtlicher Landesteile vereinen und das babylonischen Friedensprojekt voranbringen. Als provisorische Hauptstadt wird Samarkand gewählt, der Palast in Babylon bleibt freilich bestehen. Doch alle Augen richten sich auf Griechenland. Wie wird die KPML-Regierung auf die Rückkehr von Dschingis Khan reagieren?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814532

Aus seiner Zelle in Babylon meldet sich Abacuc Doldusch zu Wort, der an einem prähistorischen Computer sein Lebenswerk eintippt: «Die Sprache der Härte». Darin warnt er erneut vor dem Untergang Babyloniens, sollte es am Kommunismus festhalten, und beschwört apokalyptische Szenarien herauf: «... wenn Deutsche und Russen im Einklang ihre lodernde Glut nach Sumer und Babylon tragen, wird das Dreistromland in Flammen stehen, und nichts und niemand kann sie löschen denn unsere eigene Zunge». Ist Doldusch ein Prophet hinter Gitterstäben oder ein Wirrkopf, der nicht wahrhaben will, dass das Volk im freien Willen den Weg des Kommunismus erneut beschritten hat?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/53/HP_2647A_terminal.jpg/640px-HP_2647A_terminal.jpg

Derweil beginnt der Sturm auf Argos. Die Artillerie aus Tenochtitlan und der Tenoch I. können die Stadtmauer binnen weniger Monate knacken und die Schützen der Sklavenhalter zur Flucht zwingen. Zwar lauern noch zwei Panzereinheiten und eine weitere Artillerie im hügeligen Land vor Antiochia. Doch diese sind aus den prall gefüllten Kassen aus Argos finanziert, von aztekischen Sklaven erwirtschaftet, durch Blutdiamanten zum Gehorsam verpflichtet. Werden sie ihren Herren treu bleiben, wenn Argos fällt?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814531

Performer
08.10.15, 08:32
Man lernt doch nie aus, wenn man diesen AAR so langsam durchliest, wird einem erst die gute Leistung des babylonischen Herrschers klar...*freu*:D

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Danke für die Blumen :-) ... ja, das Civ der ersten Tage war in guten Teilen wie Schach. Unbarmherzige Mechanik, und wahrlich braucht man nicht nur Glück, um auf höheren Schwierigkeitsgraden zu bestehen. Die Partie ist auch noch lange nicht durch. Wahrlich nicht.

Jorrig
08.10.15, 10:00
Wenn Ihr die Griechen knacken könnt (und das wird mit der Zeit unweigerlich passieren), dann solltet Ihr das Ding aber in der Tasche haben. Gegen so viel Bevölkerung und Produktion können Russen und Deutsche selbst gemeinsam nicht mehr viel unternehmen.
Glückwunsch zu Argos! Auf jeden Fall einnehmen. Wenn Ihr könnt, vernichtet noch die Artillerie. Für sowas sind Bomber sehr praktisch. :)

Performer
08.10.15, 10:48
Bomber kann ich noch nicht bauen. Außerdem: Hast du 'ne Ahnung, wie lange das dauert? Eine Ewigkeit ...

Jorrig
08.10.15, 12:24
Bomber sind teuer, aber eben auch extrem praktisch. Sie können die feindliche Ari im Hinterland zerstören, über Wasser und Berge hinweg angreifen, den Feind aufklären, ignorieren Stadtmauern und können obendrein noch eine Runde lang ein Feld für Land- oder Seeeinheiten blockieren.

Performer
08.10.15, 12:35
... und sie können Städte in Grund und Boden bomben.

Performer
09.10.15, 10:06
Volksgefängnis Babylon

Das Ende der Demokratie, die lange Revolutionszeit und die finanzielle Unterstützung des griechischen Freiheitskampfs hat Folgen: 1939 muss die Stadt Kashgar ihre Kirche verpachten. Führt das neue Rätesystem Babylonien direkt in den Atheismus?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814536

Die finanzielle Situation des 2. Kommunistischen Staats ist angeschlagen. Bei nach wie vor erhöhten Luxusabgaben ist weder Geld für die Forschung da, noch kann die Staatskasse ein Plus erwirtschaften. Dabei werden dringend Gelder für die Modernisierung der Mongolei benötigt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814533

... weshalb auch der letzte Siedler von Neukudnezia abgezogen wird, wo er bislang in Lauerstellung in der Hammurapa-Festung "überwinterte". Mit dem Segelschiff Rote Rah wird er zur Halbinsel Nippur gebracht, um sie endlich an das Eisenbahnnetz anzuschliessen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814534

Im Jahr 1939 geht ein Traum der KPML in Erfüllung: Die verhasste Sklavenhalterstadt Argos wird endgültig eingenommen. Die aztekischen Fronarbeiter werden sofort freigelassen und lassen jubelnd ihre Befreier - die revoltierenden Griechen mit babylonischer Flagge - hochleben. Noch besser: Die zwei Panzerregimente vor Argos ergeben sich ebenfalls, so daß es ein leichtes ist, die verbliebene Artillerie vom Tenoch I. zu jagen und zu vernichten. Argos ist frei, endlich, und die Edelsteinvorkommen werden endlich dem Volke zugute kommen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814535

In Babylon finden derweil schwerwiegende Umbauten am Palast statt: Ein Flügel, der bislang dem Urgestein Nebukadnezar vorbehalten blieb, wird zu einem düsteren Turm umgebaut, mit schmalen Fenstern und schweren Gittern ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/15/Tangerm%C3%BCnde_Gef%C3%A4ngnisturm_4.JPEG/640px-Tangerm%C3%BCnde_Gef%C3%A4ngnisturm_4.JPEG

... denn hier soll in Kürze der Volksfeind Nummer 1, Dschingis Khan, für den Rest seiner Tage eingekerkert werden. Die Verwüstung von Sparta soll sein letztes Schurkenstück bleiben. Denn nun setzt die KPML-Regierung vor der Einsetzung der Volksräte auf die Vollendung ihres Hauptziels: Freiheit für ganz Griechenland. Und die Mongolen ersehnen den Tag, an dem der Khan endlich für seine mannigfaltigen Verbrechen büßen muss.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814537

Azrael
09.10.15, 11:08
Was hat denn dann Griechenland noch, viel kann das ja nicht mehr sein? Könntet ihr bitte eine Karte Griechenlands zeigen, werter Performer?

Performer
09.10.15, 11:26
Etwas veraltete Karte, aber hier sieht man es:

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1887260&d=1607954820

Es bleiben noch Athen, Sparta (haben sie erobert) und die Exklave Rhodos auf dem russischen Kontinent.

Azrael
09.10.15, 12:20
Ist ja noch ein wenig Arbeit, aber das packt ihr schon, ihr habt schließlich die große babylonische Zivilisation hinter euch!

In Civ 5 erforscht man irgendwann Satelliten, mit deren Hilfe man die ganze Karte aufgedeckt kriegt, gibt es diese auch in Civ 1? Denn Russland ist ja weitestgehend noch unentdeckt und schon Sun Tzu wusste, dass man seinen Feind keinen sollte :D

Jorrig
09.10.15, 12:29
Dafür muss man das Apollo-Programm bauen, wenn ich mich recht erinnere. Dementsprechend bekommt es auch nicht jeder.
Feindaufklärung geht gut mit Bombern oder Diplomaten (weil beide auch die Kontaktzonen ignorieren, Bomber schauen dazu zwei Felder weit, wenn ich mich recht erinnere). Diplomaten gehen natürlich nur im Frieden, Bomber nur im Krieg.

Graf Karl
09.10.15, 14:46
Super AAR, wurde bestens Unterhalten, weiter so!

Private_S
09.10.15, 16:26
Wir fordern: Erfindet die Konservendosen (ohne Blei, aber mit Öffner) und rüstet eine Expedition aus, die über das C-Meer die Nordwestpassage auskundschaftet. Dann fallt den Russen von Norden in den Rücken. Jagt alle Karibus auf sie! :burns:

Kardinalinfant
09.10.15, 16:46
Jagt alle Karibus auf sie! :burns:

Hm, irgendwie mussten wir da spontan an dieses Lied denken:


https://www.youtube.com/watch?v=3sW3zoANMp4

Einfach gute Musik! :ja: :D

(auch wenn es mit diesem AAR natürlich nicht das Geringste zu tun hat...)

Private_S
09.10.15, 17:39
Sehr schön! Die Ton-Konserve nehmen Wir mit. Wenn Wir das Zeug im arktischen Nebel des Nordmeers voll aufdrehen, sinkt die "Kursk", fallen die Mauern von Murmansk und der Zar wird weinen!

Ruprecht I.
09.10.15, 17:42
und der Zar wird weinen!

:eek:

(incoming ban...)

Performer
10.10.15, 08:55
Stadt am Reißbrett

Der Fall des Bollwerks Argos besiegelt das Ende der Fronherrschaft Alexander des Großen. Überall in Griechenland ist Aufbruchsstimmung zu spüren: Dieses Mal wird der Unterdrücker seinen Kopf nicht aus der Schlinge ziehen können. Auch Dschingis Khan bricht seine Jurta in Sparta wieder ab und igelt sich in Athen ein - keinen Moment zu früh. Denn die nun freigesetzten Panzer von Argos rollen 1939 in das Vorland von Sparta und befreien die Stadt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814539

Es ist ein Trauerspiel, was die kurze Besetzung des Khans angerichtet hat: Kein einziges Gebäude hat der Khan übriggelassen, alles wurde dem Erdboden gleichgemacht. Zigtausende Spartaner wurden hingerichtet oder sind schlichtweg verhungert. Dmit ist auch das Urteil über Athen gesprochen: Die KPML-Regierung nimmt Alexanders Hauptstadt ins Visier. Die Schlachtschiffe rumrunden das Horn von Athen. Dabei wird auch ein Teil der griechischen Flotte aufgerieben: Ein leeres Transportschiff, das offenbar neue Truppen aus der Exklave Rhodos herbeischaffen sollte, und ein Kreuzer. Ein weiteres Segelschiff der Griechen kann jedoch dank günstiger Wetterbedingungen entkommen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814538

Die Vertreibung der Sklavenhalter aus Argos sorgt für eine riesige Begeisterung im Volk, und nach Spartas Befreiung gibt es keinen Halt mehr. Da kann der prominente Gefangene A. Doldusch noch so oft in Interviews stänkern, dass "Timur Gök und N.F. Enkidurt zehntausende Spartaner auf dem Gewissen haben": Das Volk jubelt der KPML-Regierung zu. In Sumer wird sogar ein "Tag des Genossen Göks" ausgerufen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814540

Die militärischen Erfolge nötigen auch Friedrich dem Großen Respekt ab. Bei der Festung Hammurapa wird eine Nachricht der Deutschen überbracht: Friedrich sucht den Ausgleich mit Babylonien. Läuft sein Krieg gegen Russland so schlecht?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814541

Während alle Blicke auf Griechenland gerichtet ist, schiebt die KPML eines ihrer ersten Großprojekte an. In der Mongolei fehlt ihrer Ansicht ein Großhafen zum Mongolantik, der nicht unmittelbar von russischen oder deutschen Invasionen bedroht ist. Deshalb wird im Jahr 1940 eine neue Hafenstadt am Reißbrett entworfen - und vom Arbeiterrat der Handwerker und Zimmerleute mit dem Namen Timur-Gök-Stadt bedacht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814542g

Es schießen die Kräne in den Himmel, und emsige Bautätigkeit setzt in der neuen Planstadt ein. Binnen zehn Jahren soll Timur-Gök-Stadt als wichtiger neuer Hafen dienen. Aber ob der KPML dieser infrastrukturelle Kraftakt gelingt, bleibt ungewiss - so wie die gesamte Zukunft Babyloniens.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f1/Wien_-_Seestadt%2C_SW-Areal_2013.JPG/640px-Wien_-_Seestadt%2C_SW-Areal_2013.JPG

Azrael
10.10.15, 11:20
Ich glaube die Deutschen zollen euch Ehrfurcht ob der vielen militärischen Erfolge in der jüngsten Zeit, immerhin beseitigt ihr gerade eine andere Zivilisation ;)

Performer
10.10.15, 14:59
... immerhin beseitigt ihr gerade eine andere Zivilisation ;)

Wiebitte? :eek: Die Griechen befreien sich selbst von ihrem Despoten, mit marginaler babylonischer Militärhilfe. Alles andere ist kapitalistische Propaganda.

Azrael
10.10.15, 17:52
Entschuldigung, mein Fehler, großer Genosse Gök! :D

Performer
11.10.15, 13:33
Rote Akropolis

Die Geschichte schreitet voran. Das Schicksal kettet Babylonier, Mongolen, Griechen, Azteken und Chinesen aneinander. Und es kommt der Tag, an dem dieses Schicksal all diese Völker noch weiter erhebt, in Freiheit, gegenseitigem Respekt und hoffnungsvoller Morgenröte. Das Jahr 1941 wird in die Annalen eingehen, und die Welt wird diesem 11. Oktober 1941 gedenken, an dem die freien Griechen ein für alle Mal die Fron Alexander des Großen abschütteln. Eines der babylonischen Schlachtschiffe eröffnet das Feuer auf Athens Stadtverteidigung und züchtigt zwei aufmüpfige Schützeneinheiten. Dann rollen der Tenoch I und sein Nachfolgemodell, der Tenoch II, aus dem befreiten Sparta heran, und ohne nennenswerte Gegenwehr wird Athen eingenommen. Die Stadt, die solange der Hauptsitz des Verbrechers Alexander des "Großen" war; die Stadt, in der die legendären Hängenden Gärten das natürliche Wachstum der Natur verhöhnen; die Stadt, von der aus Alexander und sein Verbündeter Dschingis Khan die Welt mit Hass und Terror überzogen haben - sie wird von diesem 11. Oktober an nicht mehr der Hort des Schreckens, sondern der Zuversicht sein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814546

Rote Fahnen wehen über der Akropolis. Die Bevölkerung Athens erwartet stumm, aber auch ein wenig erleichtert die Ankunft der freien Griechen und den Segen des Kommunismus. Verhaltener Jubel wird laut. "Timur Gök ... KPML ... Enkidurt ... O. Dyssiduk ...", all diesen Helden, die auf ihre Weise zur Freiheit Griechenlands beitrugen, wird gedacht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814544

Athen wird sich von seinen Wunden und Narben schneller erholen, als es manchem Feind lieb sein wird. Denn trotz vieler Zerstörungen sind einige zentrale Gebäude erhalten geblieben: eine Kornkammer, ein Marktplatz, ein Aquädukt gar. Und zu den deutschen Städten Hamburg und Leipzig bestehen exzellente Handelsbeziehungen, die auch zum üppigen Reichtum der Stadt beigetragen hat (588 Goldstücke).

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Noch während der Befreiungsfeier wird am Hafen von Athen ein Schiff beschlagnahmt, das angeblich Olivenöl nach Leipzig transportieren sollte. In einem Zwischendeck finden die Inspekteure eine geheime Tür, die hinter Fässern und Kisten verborgen ist. Dahinter: Eine Kammer, kärglich eingerichtet, und auf einem Lager der abgemagerte, düster vor sich hin brütende Terrorfürst Dschingis Khan. Offenbar hat ihn sein Verbündeter Alexander in letzter Sekunde verraten und in der Stadt zurückgelassen. Denn während sich Alexander in die Exklave Rhodos abgesetzt hat, wurde Dschingis Khan in dem todesgeweihten Athen zurückgelassen. Ohne Verzug wird Dschingis Khan, der einstige mongolische Herrscher, nach Babylon überstellt - und der neugebaute Zellentrakt im Palast bekommt seinen prominenten Insassen (siehe schwarzen Pfeil). Damit geht endgültig die Schreckenszeit des Khans zu Ende, und vor allem in der Mongolei kennt die Erleichterung der Menschen keine Grenzen.

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Aus Rhodos wird noch Ende Oktober eine Botschaft Alexander des Großen überbracht. Alexander wimmert um Gnade, er will den Frieden, diesmal wirklich, für immer, dauerhaft. Doch diesmal lässt sich die KPML nicht mehr täuschen. Die Friedensverhandlungen werden abgebrochen, auch wenn über das Schicksal von Rhodos noch beraten wird. Doch die freien Griechen dürsten nach Vergeltung: Der Geist der Rache ist aus der Flasche.

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Headhunter
12.10.15, 13:20
Würde es Sinn machen, Rhodos zum Stützpunkt gegen Deutschland und Russland auszubauen? Oder wollt ihr es lieber ausradieren und euch aufs Kernland konzentrieren?

Performer
12.10.15, 16:21
Das gilt es gut zu überlegen. Es hat wenig Sinn, Rhodos einzunehmen, um es dann den Russen (und damit eine Technologie) wegzuschenken.

Performer
13.10.15, 08:31
Kriegsende

Griechen und Mongolen sind in dieser Stunde des Jahres 1941 in Freude vereint: Alexander der Große ist vertrieben und Dschingis Khan für alle Zeiten eingekerkert. Die Fackel der Freiheit lodert hell - und wer kann es nun auch den Chinesen verwehren, dieses Licht weiterzutragen? Während in Athen noch die Scherben zusammengekehrt werden, übertreten babylonische Truppen ohne Vorwarnung den Gelben Fluss bei Peking. Mao, dem kaltschnäuzigen Herrscher von China, wird in einer formlosen Note mitgeteilt, dass er binnen 48 Stunden Peking verlassen soll. Doch Mao weigert sich, stürzt seine Regierung und nimmt den aussichtslosen Kampf mit Babylon auf, so dass die Artillerie ihr Feuer auf einen harmlosen chinesischen Siedler und einen Musketier eröffnet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814548

Die Einnahme Pekings erfolgt dann handstreichartig. Mao wird von seiner eigenen Leibgarde ermordet und leblos im Palast von Peking aufgefunden. Babylonien beschlagnahmt den Staatsschatz (272 Goldmünzen) und hisst die rote Fahne auf den Mauern der Stadt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814551g

Peking wird damit im Jahr 1941 babylonisch, China endgültig in das rote Reich Timur Göks integriert. Stadtmauer und Bibliothek bleiben erhalten, so dass das Ausmass der Zerstörung gering bleibt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814552

Eine weitere Hauptstadt ist damit gefallen. Anfang 1942 kehrt derweil in Athen wieder Ruhe ein: Das Volk akzeptiert klaglos das neue babylonische Zeitalter. Es werden allerdings auch einige Skandale aus der Regierungszeit Alexander des Großen offenbar, etwa die Umweltzerstörung rund um Athen. Welch ein Segen, dass der griechische Despot gestürzt ist.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814549

Und so kehrt 1942 endlich wieder Frieden ein in Babylonien und Griechenland. Fünf Städte konnte die KPML-Regierung in den vergangenen Jahren . seit ihrer Wahl - in Babylonien integrieren; Argos, Eretria, Korinth, Athen und Peking; nebenbei sogar den Ausgleich mit Deutschland finden und die Marine von Russland schwächen. Der Große Krieg ist vorbei, auch wenn seine Nachwehen noch anhalten werden. Doch könnte nun wieder eine Phase des relativen Friedens anbrechen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814550

Kurfürst Moritz
13.10.15, 12:04
Sehr schön! Nun wird es langsam Zeit, Entdecker in die bislang unentdeckten Teile der Welt zu senden und die Terra Inkognita zu erkunden.
Vielleicht lassen sich neue Stützpunkte nördlich der russischen Hemisphäre besiedeln/ befestigen.

Headhunter
14.10.15, 13:35
Sehr schön....habt Ihr nun die Muße, euren Staat etwas zu konsolidieren, bevor Ihr den Rest der Welt erobert? :ph:
Wenn wir euch richtig verstanden haben, müsste man sich ja mal um Wirtschaft und Forschung kümmern...

Jorrig
14.10.15, 22:55
Och, bis auf den Modernen Flugzeugbau sind doch alle wichtigen Techs zur Welteroberung vorhanden!
Es stellt sich natürlich die Frage, ob Babylon eher als Weltherrscher oder als Weltraumfahrer in die Geschichte eingehen will.

Performer
15.10.15, 08:51
Interludium: Das Schicksalsjahr 1942 - Teil 1 -

Der Große Krieg gegen die Griechen, Russen und Deutsche ist vorbei - auch wenn nominell nur eine Kriegspartei (Deutschland) aus dem Ringen ausgeschieden ist. Damit wird es im Jahr 1942 wieder Zeit für ein Interludium, da jetzt wesentliche Entscheidungen anstehen, wie diese Civ1-Partei weitergespielt werden soll. Zur Erinnerung: Mein Ziel ist nicht die Welteroberung, sondern das Raumschiff - was es nicht einfacher macht, im Gegenteil: Von den drei notwendigen Technologien (Raumfahrt, Plaste, Roboterbau) fehlen bislang die ersten zwei. Zwar stellt die KPML nun die Steuern und Luxuswaren um, so dass wir bei 50 % Steuern und 20 % Luxuswaren ein Plus für die Haushaltskasse von 19 Münzen erwirtschaften und einen wissenschaftlichen Fortschritt bei immerhin 23 Runden erwarten können. Dennoch: Das hochentwickelte Deutschland könnte beim Start eines Raumschiffs - die Technologien dürften sie unterdessen alle haben - an Babylon vorbeiziehen. Russland wiederum hinkt technologisch hinterher, könnte aber, falls es an die entsprechenden Kenntnisse gelangt, ebenfalls im Weltraumrennen eine Größe sein. Das muß auf jeden Fall verhindert werden.

Dies zum Ausblick auf ein mögliches Weltraumrennen in naher Zukunft. Ansonsten hat der Krieg gegen Griechenland einiges im Reich geändert. Beispielhaft zeigt dies die Situation im Jahr 1942: In der mongolischen Stadt Nishapur herrscht Unzufriedenheit, während ausgerechnet im konservativen Ninive (Babylon) dem Genossen Gök gehuldigt wird. Wie ist das zu interpretieren? Der Kommunismus scheint Fuß gefasst zu haben. Doch die Mongolen ahnen den schleichenden Machtverlust, denn nun gibt es auch ein starkes "griechisches Element" in der babyonischen Innenpolitik.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814556

Ein Vergleich der Bevölkerungszahlen macht dies deutlich: Noch stellen die Babylonier den stärksten Bevölkerungsteil mit ca. 4,8 Millionen Bürgern. Auf Platz 2 stehen nun die Griechen: Immerhin 3,8 Millionen bekennen sich zum babylonischen Friedensprojekt. Die Mongolen müssen hingegen einen Bedeutungsverlust in Kauf nehmen (ca. 3 Millionen Bürger), während die aztekische und chinesische Minderheit keine grosse Rolle spielt (trotz den sehr wichtigen Städten Tenochtitlan, Peking und Shanghai).

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Ein Blick auf die Demografie: Babylonien ist führend, was die Bevölkerungzahlen, Landfläche und Warenproduktion angeht. Auch das Bevölkerungswachstum (Familiengröße) ist beachtlich: Jede Familie zieht ca. 4,4 Kinder groß. Deutschland wiederum hat die höchste Lebenserwartung (Kornkammern?), einen sehr niedrigen Krankenstand (Aquädukte)?, ist das zweifellos belesendste Land (100 % Alphabetisierung) und besitzt die florierendste Wirtschaft (496 Münzen). Russland wiederum nennt das größte Militär sein eigen, Väterchen Stalin genießt die höchste Zustimmungsrate aller Regierenden (76 %) und hat auch das höchste Bruttosozialprodukt. Zusammenfassend kann man sagen: Russland und Deutschland sind, jeder auf seine eigene Weise, würdige Kontrahenten ... und, ein dickes Plus, erbitterte Gegner.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814554

Ein weiterer Vorteil Babyloniens: Die Kriegsbeute war enorm. Die Eroberung von Peking, Athen und Argos hat viel Geld in die Kassen gespült: 1652 Goldstücke ruhen nun dort - und die Frage ist, wie man diese am besten einsetzt. Soll man eine schlagkräftige Flotte aufbauen? Die Revolution voranbringen und in starke Einheit investieren? Die Industrialisierung durch einen raschen Ausbau von Fabriken und Industriewerken forcieren? Wann, wenn nicht jetzt? Oder Expeditionen womöglich noch unerforschter Inseln finanzieren oder eine Siedlung auf Sumsland (nördlich von Akkad) aufbauen? Hier würde mich die Expertise der Mitleser interessieren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814555

Eine Entscheidung hat die KPML bereits umgesetzt: Die Arbeiter wurden von Babylon nach Buchara gesendet, um diese bislang sträflich vernachlässigte Grenzstadt zwischen der Mongolei und Babylon zu pushen. Entsteht hier eine neue, heimliche Hauptstadt auf der Achse Samarkand-Babylon, die Mongolen und Babylonier im Zeichen des Großen (Leucht-)Turms vereint? Die folgende Grafik zeigt ganz gut, wie die kommunistische Reform der Arbeit ihre Wirkung zeigt: 1933 waren fünf Arbeiter in der Region Babylon/Sumer/Shuruppak beschäftigt (siehe 1), also fast sämtliche Arbeitskräfte des demokratischen Staats (siehe 2). 1942 arbeiten diese fünf Arbeiter bei Buchara, es wurden zwei weitere für die Mongolei aufgestellt, um die Region Nishapur/Täbris/Karakorum vorwärtszubringen (siehe 3), und insgesamt werden 9 Arbeitskräfte im Kommunismus eingesetzt (siehe 4), ein weiterer auf der Halbinsel Nippurim und bislang einer auf dem griechischen Kontinenz. Gerade dort sollte aber nun kräftig in die Infrastuktur und Bewässerung investiert werden - die KPML will in Griechenland zahlreiche neue Arbeiterbrigaden aufstellen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814557

Soweit der erste Teil meines Interludiums. Anregungen, Tipps und heiße Diskussionen sind sehr willkommen, vor allem, was ich mit der Kriegsbeute anfangen soll. In Teil 2 geht es dann um die militärische Situation und die Weltmeere, die zur Zeit eher von den Russen beherrscht werden ...

Hjalfnar
15.10.15, 09:02
Wir geben meist der Produktion den Vorrang. Der Grund ist simpel: Wir sind ein Welteroberer. Immer gewesen. In Civ regnet es bei Uns früher oder später Atombomben. Civ5 lieben Wir deshalb trotz des sonst etwas arg leichten Ablaufs durchaus sehr, da hier endlich ein vernüntiges Kampfsystem eingebaut wurde. Zusätzlich hat die Sicherung großer Produktionskapazitäten den Vorteil, dass man im Weltraumrennen immer noch schnell mal aufholen kann...einfach in dem man schneller produziert. Naja. Unsere Lösung Eures Dilemmas wär: Fabriken bauen, Invasionstruppen produzieren, Deutschland des Segen des Kommunismus bringen. Problem bereinigt. :D Anschließend kann man immer noch ins Weltall fliegen.

Azrael
15.10.15, 12:06
Ihr solltet eine Flotte aufbauen, um einen Korridor für eure Truppen nach Deutschland zu ebenen.
Dort ero... äh befreit ihr die letzte griechische Stadt (falls nicht schon geschehen und von mir überlesen) und nutzt sie als Brückenkopf auf dem deutschen Kontinent.
Dann habt ihr imho zwei Optionen:
1) Ihr unterstützt russische Truppen, indem ihr die deutsche Gegenwehr bombardiert. Da aber wohl mit jeder eroberten Stadt eine Technologie an die Russen fällt eher eine Notlösung.
2) Ihr werdet selbst als Befreier tätig und holt die deutschen Städte ins babylonische Reich. Dann könnt ihr auf jeden Fall das Weltraumrennen gewinnen.

Stupor Mundi
15.10.15, 15:11
Egal, welchen Weg Ihr einschlagt, ob Eroberung oder Weltraum, kommt Ihr nicht um eine Erhöhung der Produktionskapazitäten herum. Baut Fabriken, Kraftwerke und Berhwerke, was das Zeug hält. Besiedlung neuer Länder, Kolonisation etc. ist zum jetzigen Zeitpunkt nur sinnvoll, um strategisch wichtige Punkte zu besetzen, bevor der Feind sie nimmt. Für ein Weltraumrennen kämen neue Siedlungen wahrscheinlich zu spät.
Wir gehen gern in den Weltraum, weil Eroberung oft sehr mühsam ist: anfangs tut man sich sehr schwer, und irgendwann hat man hunderte Einheiten, deren Management immer anstrengender wird. Das artet dann oft in Arbeit aus.

Performer
16.10.15, 09:56
Interludium: Das Schicksalsjahr 1942 - Teil 2 -

Im zweiten Teil meines Interludium werfe ich einen Blick auf die militärische und maritime Situation - und auf mögliche "Hotspots" des kommenden Zeitalters. 1942 erreicht ein Transportschiff aus Kish die Westküste Russlands - das hat der Stadtkommandant N.F. Enkidurt eigenmächtig verfügt. Die Mardukisten haben ja seit jeher von der "Operation Tiamat" geträumt, also die Eroberung von Wladiwostok und von dort aus den Rest Russlands. Der Sieg der KPML hat ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Immerhin wird nun testweise ein Schütze auf ein Gebirge mit Goldvorräten bei Wladiwostok abgesetzt, das Transportschiff selbst fährt in Richtung der Russischen Bucht ... oder auch Rhodos. Zusammen mit dem nahegelegenen Schlachtschiff wäre es ein leichtes, Rhodos einzunehmen, die vermutlich letzte Stadt der Griechen. Allerdings: Rhodos zu halten wäre angesichts der russischen Militärmaschinerie vergeblich. Alexander der Große steht nämlich auch mit Russland im Krieg. Und würden die Russen in babylonisch besetztes Rhodos einnehmen, kämen sie in den Besitz einer neuen Technologie. Deshalb ist es wohl sinnvoll, Rhodos zunächst in Alexanders Besitz zu lassen, eventuell gar mit dem Schlachtschiff ein paar russische Einheiten auszuschalten. Die weiteren Schützen des Transportschiffs könnten hingegen das "Horn von Wladiwostok" nördlich der Stadt besetzen - oder wie seht ihr das?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814581

Ein Blick auf die Weltmeere im Jahr 1942: Sowohl der Mongolantik als auch der Graecifik werden zur Zeit von russischen Kreuzern dominiert, gelegentlich tauchen auch U-Boote und Schlachtschiffe auf, unterbrochen nur von wenigen deutschen Schiffen. Hauptsächlich an den hier rot markierten "Seeschneisen" scheinen die Russen einzufallen - oft setzen auch Transportschiffe mit Panzern über und konnten bislang nur mit Mühen von der Invasion auf der Halbinsel Nippurim abgehalten werden. Auch Akkad und Samarkand sind dabei in Gefahr. Nicht zu vergessen der Osten Babyloniens: Kish fiel nicht ohne Grund an die Russen. Während im Westen mit dem Hafen Akkad eine gute Marinebasis besteht, gibt es im Osten bislang keinen vergleichbaren Hafen. Dies war auch letztlich der Grund, Peking einzunehmen: Babylonien braucht die chinesische Hauptstadt, um hier neue Schlachtschiffe zusammenschweißen zu können. Genannt werden soll weiterhin die Stadt Sumer, die zwar nach der Befreiung Griechenlands ihre Bedeutung als Hafen eingebüßt hat, jedoch unglaubliche Produktionswerte vorzuweisen hat. Weiterhin Kashgar, die traditionsreiche Stadt der Shakespeare-Milizen: Hier kann, geschützt in der Sumerischen See, eine hübsche Flotte aufgestellt werden. Und dann wäre da noch der "Neuling" Timur-Gök-Stadt: Im Aufbau begriffen, aber durch die stategische Lage potentiell eine wichtige Hafenstadt. Die Planstadt soll deshalb rasch nach vorne katapultiert werden (Fabrik und Kornkammer könnten von der Kriegsbeute gefördert werden, 1-2 Siedler sollen den Ausbau der Infrastruktur übernehmen).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814580

Nach dem Krieg stände nun auch eine Armeereform an: Vor allem die veralteten Phalanxen, Schleudern und Kanonen können schmerzfrei ausgetauscht werden,. Die Musketiere (immerhin 18) können zumindest als Verteidigungseinheiten im inneren Babylonien noch gute Dienste bei der Unterdrückung von antikommunistischen Volksaufständen leisten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814577

Nicht vergessen werden darf das Bollwerk Neukudnezia, das schmählich aufgegeben wurde. Bis auf die Festung Hammurapa: Dort harrt noch immer ein Schütze aus, und in der Festung Nabopolassar eine Schleuder. Wäre es vielleicht doch eine Option, die Festungen neu zu besetzen? Neukudnezia liegt einfach zu verlockend nah an Deutschland und wäre ein möglicher Sammlungspunkt für notwendige Invasionen über die Meerenge bei Leipzig, die Deutsche Sprotte. Auf der anderen Seite sind die deutschen Bomber, die über der Insel kreisen, schon sehr bedrohlich. Und das Sewastopoler Becken könnte auch russischen Eingreiftruppen den Weg eben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814579

Ein letzter Blick gilt dem Dauerkonflikt zwischen Russen und Deutschen, der immer wieder aufflammt - und Babylon mehr als einmal den Hintern gerettet hat. Warum hassen Deutsche und Russen sich so? Der Grund ist Bremen, die Stadt, in der erstmals das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Stalin hat Bremen vor Jahrzehnte eingenommen und verteidigt es erbittert. Bremen kommt damit etwa die Rolle Berlins in unserer tatsächlichen Historie zu: Die "Deutsche Teilung" meiner Partie verläuft quer durch Bremen. Die Frage ist nur, ob und wie sich Babylonien diese einmalige historische Situation zunutze machen kann ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814578

Azrael
16.10.15, 10:32
Euer Plan bzgl Wladiwostok und Rhodos klingt einleuchtend, nur frage ich mich, wie ihr die Halbinsel von Wladiwostok halten wollt? Wenn die russische Militärmaschinerie ein babylonisch kontrolliertes Rhodos ohne Probleme nehmen könnte, müsste sie doch auch eure Einheiten von der Halbinsel Wladiwostok fegen.

Dieser große Krieg ist jetzt in der Tat ein Seekrieg, ihr werdet eine starke Marine brauchen, um beide Weltmeere zu sichern und mittelfristig den babylonischen Doppelkontinent vor Invasionen abzusichern und langfristig, um zurückzuschlagen.
Ihr braucht Schiffe jeder Gattung und, wenn es diese in Civ 1 gibt aber ich denke schon, Flugzeugträger, die die Zukunft der maritimen Kriegsführung sind und eine effektive Unterstützung von Angriffen zu Lande auf dem Deutsch-Russischen Kontinent ermöglicht.

Ihr könntet auch einen Flugzeugträger einsetzen, um Luftdeckung gegen Bomber über der Hammurapa-Insel zu liefern, doch insgesamt steh ich der Idee, die Insel als Sammelbecken zu nutzen, kritisch gegenüber, dafür ist sie zu nah am Feindesland und kann zu leicht von der deutschen Luftwaffe bombardiert werden.

Die feindliche Luftwaffe und eventuelle Langstreckenwaffen müssten ausgeschaltet werden, dann wäre die Hammurapa-Insel ein sicheres Sammelbecken und dann könntet ihr fast nach Belieben in Deutschland einfallen, denn was am deutschen Land auffällt, ist die Tatsache, dass zumindest auf den Bildern fast keine landbasierten Militäreinheiten zu sehen sind.

Fazit ist:
Der Krieg ist mittel- und langfristig nur mit einer starken Marine zu gewinnen, nur sie kann die Kampfmittel liefern, um die Weltmeere zu sichern und Luftunterstützung für Bodeneinheiten zu liefern.

Performer
16.10.15, 10:37
Euer Plan bzgl Wladiwostok und Rhodos klingt einleuchtend, nur frage ich mich, wie ihr die Halbinsel von Wladiwostok halten wollt? Wenn die russische Militärmaschinerie ein babylonisch kontrolliertes Rhodos ohne Probleme nehmen könnte, müsste sie doch auch eure Einheiten von der Halbinsel Wladiwostok fegen.

Schützen im Gebirge befestigen - und dann sollen die Panzer mal kommen. Das war meine Überlegung ... :cool:

Jorrig
16.10.15, 23:14
Was macht Ihr denn mit 9 aktiven Karawanen? Wenn Ihr wirklich die Wissenschaft fördern wollt, solltet Ihr in Handelsbeziehungen investieren. Das gibt auch mehr Geld und ermöglicht es Euch, die Steuern zu Gunsten der Wissenschaft zu senken. Dafür könnt Ihr auch das aktuelle Kapital verwenden. Wenn Ihr erst einmal Ruhe habt, könnt Ihr auch die alten Einheiten auflösen und erst einmal Fabriken bauen. Eine gute Produktionsstadt könnte Schützen für die anderen, wichtigeren Städte produzieren. Den Krieg könnt Ihr nun auch einstellen, das schont Ressourcen.

Ruprecht I.
16.10.15, 23:30
Äh, werden in Civ1 nicht Handelsbeziehungen gerade dadurch geknüpft, daß man Karawanen in andere Städte schickt? :think:

Performer
17.10.15, 09:14
Ganz genau. Die Karawanen hatte ich damals gebaut, um Wunder zu beschleunigen. War allerdings nicht nötig, und wegen der Dauerkriege konnte ich die Karawanen nicht zu einer anderen Nation schippern. Das könnte sich jetzt grundlegend ändern.

Jorrig
17.10.15, 14:44
Das stimmt, aber Karawanen verbrauchen Produktion jede Runde an Unterhalt. Sie also nur herumstehen zu lassen, ist Verschwendung.

Performer
17.10.15, 15:53
Nicht in Civ 1: Da kosten sie Nuil Komma Josef.

Performer
21.10.15, 07:49
Jagd auf Weißer Oktober

Während in Babylonien die Große Armeereform in Angriff genommen wird - es werden reihenweise Schleudern, Phalanxe und teilweise auch Musketiere zur Ruhe gesetzt -, kehrt im befreiten Peking wieder Ruhe ein. Die Chinesen gehen achselzuckend wieder zur Arbeit über. Der Kommunismus wird klaglos akzeptiert, das Volk scheint froh, den selbstherrlichen Mao los zu sein. Auch die anhaltenden Meldungen über Umweltskandale in Babylon können die öffentliche Meinung nicht trüben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814587

Doch noch im Jahr 1 nach Ende des Großen Kriegs zeigt Russland, dass es nicht gewillt ist, die babylonische Hegemonie anzuerkennen. Vor Nippur wird ein U-Boot gesichtet, nämlich Weißer Oktober - Väterchen Stalins heimtückische Waffe. Zwar ist diesmal kein Siedler und keine weitere Einheit auf der Halbinsel bedroht, doch Weißer Oktober könnte ein Vorbote neuer Marineeinheiten der Russen sein. Deshalb wirft sich todesmutig das erste U-Boot von Babylon, das U 1-Fröhliche Arbeit aus dem Hafen Akkad der Gefahr entgegen. Vor Nippur gehen die U-Boote in Gefechtsstellung ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814590

... doch Weißer Oktober versenkt das babylonische U-Boot ohne Federlesen. Die Dicke Arsli und ein Panzer aus dem Nippur-Gebirge werden deshalb ins Hinterland der Halbinsel Nippurim verlegt, falls dem U-Boot ein Kreuzer oder Schlachtschiff folgt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814588

Aus Babylon wird derweil der Ausbau des Palastes vermeldet. Um in dem prominenten Häftling Dschingis Khan gar nicht erst den Gedanken an eine Flucht aufkommen zu lassen, baut die KPML-Regierung den Gefängnistrakt weiter aus. Allzu gemütlich wirkt das Gemäuer von außen nicht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814589

Nach dem Untergang von U 1-Fröhliche Arbeit lässt die babylonische Marine zudem ein Schlachtschiff zur Halbinsel verlegen. Nach mehrmonatigem Stöbern gelingt es im Februar 1944, das feindliche U-Boot aufzuspüren. Weißer Oktober wird unter Beschuss genommen, die Mannschaft ergibt sich. Und endlich scheint adäquater Schutz für Nippurim bereitzustehen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814591

Azrael
21.10.15, 10:27
Man kann Marineeinheiten kapern?
Wollt ihr die Dicke Arsli nicht auch mal upgraden, ihr wollt die Halbinsel doch nicht mit einer museumsreifen Kanone verteidigen :D

Jorrig
21.10.15, 10:33
Das war sicher metaphorisch gemeint, bzw. das Schiff wurde nachher versenkt. :) Kapern geht erst in Civ5.

Performer
21.10.15, 11:12
Die Dicke Arsli ist ja schon eine historische Einheit. Ich denke, ich werde sie als einzige Kanone im Arsenal behalten. Die anderen löse ich peu a peu auf.

EDIT: Ausserdem steht ja auch ein Panzer zur Verteidigung von Nippurim bereit. Lasst die Russen ruhig kommen ...

Stupor Mundi
21.10.15, 16:25
Upgrades von Einheiten sind in Civ1 ebenfalls nicht möglich. Man könnte höchstens statt dessen Ersatz produzieren. Aber Einheiten aufzulösen bringt nicht viel. Die eine Ressource als Unterhaltszahlung sollte auch locker zu verkraften sein.

Performer
21.10.15, 16:39
Kostet halt immer einen Schild Unterhalt. Klar, ab der Fabrik fällt das kaum noch ins Gewicht ...

Private_S
21.10.15, 17:48
Aus Babylon wird derweil der Ausbau des Palastes vermeldet. Um in dem prominenten Häftling Dschingis Khan gar nicht erst den Gedanken an eine Flucht aufkommen zu lassen, baut die KMPL-Regierung den Gefängnistrakt weiter aus. Allzu gemütlich wirkt das Gemäuer von außen nicht.


Für Unseren Geschmack immer noch viel zu viel Efeu für einen Volksfeind!

Performer
22.10.15, 08:29
Der Innere Feind

Nach dem U-Boot-Krieg scheint wieder Frieden an Babylons Gestaden zu herrschen. Doch im Inneren rumort es: In einem dubiosen Verlag in Eretria erscheint das neue Machwerk von Abacuc Doldusch, der nach wie vor in staatlichem Gewahrsam zu Babylon untergebracht ist: "Der Innere Feind" lautet der Titel. Darin beschwört Doldusch ein beinahe apokalyptisches Szenario herauf, in dem russische und griechische Partisanen im Hinterland Waffenlager anlegen und einen Umsturz vorbereiten. Als Ausweg empfiehlt Doldusch eine weitere Radikalisierung des babylonischen Friedensprojekts, inclusive Präventivschlägen auf Rhodos und Moskau. Die Schrift wird tausendfach gedruckt und ist in den Buchläden nahezu ausverkauft, ehe - verspätet - die kommunistische Zensur greift und Dolduschs Buch aus dem Verkehr zieht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814593

Immerhin zwingt die Veröffentlichung die Regierung Gök dazu, gegen den noch immer vor Peking stationierten russischen Schützen vorzugehen. Eine Artillerieeinheit bombardiert die Stellung des Feinds. Damit verlässt zwei Jahre nach Kriegsende die letzte Einheit von Väterchen Stalin den babylonischen Kontinent.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814596

Auch der griechische Schütze bei Antiochia wird nicht länger im dortigen Gebirge geduldet. Ein Angriff wird jedoch als zu riskant gefunden, weshalb kommunistische Agitatoren dem Schützen eine Summe von 88 Goldmünzen bieten. Die Partisanen legen die Waffen nieder und zerstreuen sich. Damit konnte in beiden Fällen ein Einfallstor für Spionageaktivitäten des Feinds verhindert werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814592g

Derweil wagt sich das Transportschiff aus Kish weiter in die russische Bucht. Unbehelligt passiert es den Hafen von Wladiwostok und kann bis in die Nähe von Swerdlowsk vordringen. Dort nimmt die Mannschaft den Funkverkehr mit dem Stadtkommandanten von Kish, N.F. Enkidurt auf, und erbittet neue Befehle.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814595

"An Land gehen", schnarrt Enkidurts zittrige Stimme aus dem Lautsprecher. "Sichert die Goldvorkommen im Westen der Halbinsel und sorgt für Chaos beim Feind. Stalin ist nicht zu trauen, und ..." Mit diesen Worten bricht der Funkkontakt ab. Die Mannschaft - allesamt treue Mardukisten der ersten Stunde - folgen dem Befehl des greisen Ex-Staatschefs - und wagen sich in die Höhle des russischen Bären.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814594

Performer
23.10.15, 09:57
Ein Hecht im Karpfenteich

Am Horn von Swerdlowsk versucht der Landungstrupp vergeblich, Funkkontakt mit dem Stadtkommandanten von Kish, N.F. Enkidurt, herzustellen. Von all dem bekommt das einfache Volk von Babylonien wenig mit. Alle Augen sind vielmehr auf den neugegründeten Hafen Timur-Gök-Stadt gerichtet. Kein Tag vergeht, an dem nicht in der kommunistischen Presse eine neue Erfolgsmeldung der Baustelle gefeiert wird: "300 Kräne im Einsatz ... Mongolischer Held der Arbeit rührt 400 Liter Zement an ... Kollektiv Buchara spendet 1000 Leichtmetallplatten für Timur-Gök-Stadt ...". Soviel Engamenent erregt allerdings auch das Interesse der Deutschen: In der Nähe des Hafens wird ein deutscher Kreuzer gesichtet. Ist dies ein Zeichen für schwindende Seehoheit der Russen - oder droht nun auch Gefahr aus Friedrichs Lager?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814613

Für die KPML bedeutet dies: Geld in die Hand nehmen und die Produktivkräfte stärken. Die Kriegsbeute wird endlich in großem Stil eingesetzt, um in Uruk und Samarkand mächtige Industriewerke zu installieren. Auf dem Meer mag der Feind noch den Ton angeben, doch an den Werkbänken wird Babylonien ihn schlagen!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814610

Vor der griechischen Küste zeigt sich jedoch, dass Russlands Ambitionen zu See ungebrochen sind: In der Nähe von Sparta läuft ein stählernes Ungetüm auf. Es ist der Shchuka, 'der Hecht' - ein von der russischen Propaganda lauthals gefeierter Koloss, den Stalin eigens für die Erzwingung der Seeherrschaft bauen ließ. Hastig lässt die babylonische Marine das Schlachtschiff Kollektiv der Wellen von Rhodos die Seeroute nach Athen einschlagen, um den Shchuka aufzumischen. Doch bei dem Manöver verkalkuliert sich der Kapitän: Im Januar 1945 wird das Kollektiv der Wellen in einem kurzen Scharmützel besiegt und sinkt auf den Meeresgrund.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814611

Nun fühlen sich Griechenlands Bürger schutzlos. In Sparta demonstriert das Volk und fordert Sofortmaßnahmen, um ein Bombardement der Russen zu verhindern. Der Shchuka kann in jedem Moment zuschlagen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814612

Angesichts der Bedrohung und fehlender Marineeinheiten vor Ort lässt die KPML Athen, Sparta und Delphi räumen. Zu groß ist die Angst, dass der Shchuka die Hafenanlagen angreift. Doch ist Stalins gefrässiger Hecht nur der Vorbote eines russischen Landungstrupps? Ganz Griechenland bangt ...

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Performer
24.10.15, 09:59
Wenn Angst regiert ...

Enkidurts Landungstrupp am Horn von Swerdlowsk geht in die Offensive über. Anführer des leicht chaotischen Haufens ist ein Kommandant aus Sumer, der ein Faible für das babylonische Mittelalter hat und sich Ritter Nabish nennt. Mit seinem Gaul Kadingirrante prescht er zu den Hügelketten von Swerdlowsk und massakriert dabei ein paar russische Arbeiter. Die mitgesandten Schützen ziehen sich jedoch weiter ins Hinterland zurück, um sich im Gebirge und undurchsichtigen Wald zu verschanzen. Oder, wie Ritter Nabish es formuliert, "die russischen Erdmännchen aus ihrem Bau zu locken."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814616

Derweil wird das Volk auf der Halbinsel Nippurim immer verstörter: Ein zweiter Kreuzer der Deutschen wird gesichtet. Friedrich will offenbar den Mongolantik zu seiner Seezone erklären - und bedroht dabei unter anderem ein Segelschiff mit Karawanen, die ursprünglich nach Hamburg und Leipzig transportiert werden sollten. Doch die unverhohlene Provokation der Deutschen kann nicht länger hingenommen werden.

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Babylonien erhebt den Anspruch auf die Hegemonie zur See - und wenn sie schon gegenüber den Russen nicht durchzusetzen ist, sollen wenigstens die Deutschen ihren Platz in der 3. Reihe anerkennen. Das Schlachtschiff Mutiger Karpfen eröffnet im Jahr 1946 das Feuer auf den Kreuzer - was einer Kriegserklärung an Deutschland gleichkommt.

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Nun sind die Karten auf dem Tisch. Der zweite deutsche Kreuzer, der vor Timur-Gök-Stadt patroullierte, wird noch im selben Jahr vom Mutigen Karpfen aufgemischt. Und ein babylonisches U-Boot zieht vor Nippur seine Kreise, um in Zukunft weitere "Überraschungen" von der Seeseite rechtzeitig zu erkennen: Nippurim ist endlich gesichert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814618

Azrael
24.10.15, 11:38
Ah, ein Seekrieg mit der Reichsmarine, Kriegsmarine, welche Regierungsform die Deutschen auch immer gerade haben ;)

Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel, Kaleu Performer :D

Tordenskjold
24.10.15, 12:25
[...]Das Schlachtschiff Mutiger Karpfen eröffnet im Jahr 1946 das Feuer auf den Kreuzer [...]

Was für ein Name. :D Von Euch würden Wir gerne mal einen AAR zu "Rule The Waves" lesen. :top:

Performer
25.10.15, 09:13
So wenig Ruhm

In der Mongolei kommt der Hafenbau immer mehr aus den Puschen: Timur-Gök-Stadt entwickelt sich prächtig, und auch in Kashgar stehen die Räder nicht still: 1947 wird ein neues Industriewerk feierlich eingeweiht. Genosse Gök selbst und seine neue, verboten junge Verlobte - ein griechisches Model aus Troja namens Efgenia Laksis - sind bei der Eröffnungsfeier anwesend. Gök lobt die tapferen mongolischen Werktätigen und bezeichnet Kashgar als die "Volkswerft der Zukunft", in der in Bälde eine Armada aus Schlachtschiffen gebaut werden soll.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814662

Am Horn von Swerdlowsk ist die Lage hingegen prekär für den kleinen Landungstrupp des Ritters Nabish. Während das Transportschiff weiter an der Küste nahe Sewastopol das Landesinnere ausspäht und dort die hervorragend ausgebaute Eisenbahnlinie Russlands entdeckt, wird der grössenwahnsinnige Mittelalterfreak von einem Sonderkommando aus Moskau (2 Panzer und 2 Artillerien) vor Swerdlowsk gestellt. Ohne Gerichtsverfahren wird Nabish von Stalins Soldaten erschossen. Seine letzten überlieferten Worte: "So wenig Ruhm". Er hätte es nicht trefflicher formulieren können ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814663

Immerhin: Die Schützen aus Kish können sich rechtzeitig in das Landesinnere retten. Und dass die Eisenbahnlinie Swerdlowsk-Sewastopol ausgespäht werden konnte, ist ein kleiner Verdienst des Ritters. Damit ist bewiesen, dass Stalin gefährlicher ist, als bisher angenommen wurde - und seine Militärmaschinerie flexibel und schlagkräftig.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5d/Treno_Andora_Cervo.jpg/320px-Treno_Andora_Cervo.jpg

Dafür erleidet Stalins Marine die nächste Niederlage: Der Shchuka, offenbar abgeschreckt von den leergefegten griechischen Hafenanlagen, will sich einen Weg in die Sumerische See bahnen, um die Wissensstadt Sumer selbst anzugreifen. Doch eben dort ist das Schlachtschiff Zündkraft fertiggestellt worden - und es geht auf Hechtjagd. Im Oktober 1947 baumelt der Shchuka am Haken und wird vor Ort verschrottet. Die Gefahr für Griechenlands Küste ist damit abgewendet ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814664

Azrael
25.10.15, 09:44
Glückwunsch zum Abschuss! Was für ein Effekt hat die Eisenbahn in Civ 1?

Performer
25.10.15, 09:55
Massive Vorteile ... siehe das Civwiki:

http://civ-wiki.de/wiki/Gel%C3%A4ndeverbesserung_Eisenbahn_(Civ1)#Eisenbahn

Azrael
25.10.15, 10:23
Der ist in der Tat mächtig, in Civ 5 gibts ja "nur" einen Produktionsbonus in per Eisenbahn verbundenen Städten und Truppen können sich da zwar schneller fortbewegen, aber sie verbrauchen auch ihre Bewegungspunkte während der Reise!
Kann man Geländeverbesserungen in Civ 1 zerstören? Dann wären Sabotageakte ja durchaus eine reale Option :D

Performer
25.10.15, 10:29
Leider keine Eisenbahnen und Strassen - nur Minen und Bewässerung.

Private_S
25.10.15, 15:28
Großes Kino. Nur: Ist die neue Verlobte so verboten jung, dass der Presse keine Fotos vom jungen Glück erlaubt werden?

Performer
25.10.15, 15:30
Die kommunistische Klatschpresse arbeitet daran ...

Performer
27.10.15, 08:24
Alexanders letzter Coup

Die 1940er und 1950er Jahre bleiben dem wirtschaftlichen Aufschwung der Mongolei gewidmet: In Nishapur wird ein neues Industriewerk in Betrieb genommen, und auch der Hafen Akkad wird - nach finanziellen Investitionen - mit einem solchen Werk ausgestattet. Die Kriegsbeute dient damit einem Ziel: Babylonien zukunftsfähig zu machen, damit es mit den Demokratien Russland und Deutschland mithalten kann. Den Kommunismus in seinem Lauf ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814668

Am Horn von Swedlowsk haben die babylonischen Schützen den Tod ihres Anführers verschmerzt und sich erfolgreich im Gebirge zurückgezogen. Auch ein Hügel bei Sewastopol soll besetzt werden - eine schiere Provokation für Väterchen Stalin. Das Transportschiff hingegen verlässt allmählich die Russische Bucht. Die Weisung aus Kish von N.F. Enkidurt: Den an Bord wartenden Händler bei Rhodos (gedeckt von russischen Einheiten) an Land gehen lassen, um Kontakt mit den Griechen auf zunehmen. Vielleicht sind sie gewillt, gegen eine Tributzahlung Frieden zu schließen (die Einnahme der mutmasslich letzten griechischen Stadt lehnt Timur Gök bekanntlich aus taktischen Gründen ab).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814669

Beunruhigende Nachrichten hingegen von Neukudnezia: Die Deutschen, verärgert über die versenkten Kreuzer bei Nippurim, bombardieren die Festung Nabopolassar, die bislang von einer sintflutlichen Schleuder gehalten wurde. Damit bleibt allein die Festung Hammurapa, benannt nach ihrer legdendären Gründerin, in der Gewalt der Babylonier - und sie ist auch die wichtigste. Denn sie ist von Nippur und Akkad relativ rasch zu erreichen und kann bei Bedarf schnell wiederbesetzt werden, falls dies eines Tages wieder notwendig sein sollte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814667

Im Herbst 1948 geht der Händler südlich von Rhodos an Land. Russland ist dort bereits mit einer Artillerie präsent, eine Kriegserklärung an die Griechen steht aber bislang noch aus. Ehe der babylonische Händler jedoch weiter vorrücken kann, landet Alexander der Große einen Überraschungscoup: Aus Rhodos sticht ein Kreuzer in See und vernichtet den Transporter aus Kish. Es dürfte das letzte militärische Aufbäumen des größenwahnsinnigen Griechen-Herrschers sein - und N.F. Enkidurt ist nun als Kommandant von Kish in Erklärungsnot, was das gesamte Swerdlowsk-Abenteuer eigentlich bezwecken sollte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814666

Azrael
27.10.15, 09:33
Dann müssen eure schützen wohl erstmal im Feindesland ausharren, viel Erfolg dabei :)

Performer
28.10.15, 14:15
Sonnenuntergang in Babylonien

Mit dem Swerdlowsk-Abenteuer hat N.F. Enkidurt seine letzte Reputation verspielt. Die Werktätigen in Kish, empört über das leichtfertig aufs Spiel gesetzte Transportschiff, fordern lautstark die Absetzung des Stadtommandanten und ehemaligen Staatschefs. Auch der Tod des überaus beliebten Ritters Nabish wird Enkidurt persönlich angelastet. Im Frühjahr 1950 entzieht das Werkkommitee Kish Enkidurt seines Amts. Der 85-jährige Enkidurt akzeptiert die Entscheidung wortlos. Mit einer Handvoll Getreuer sticht er mit einem Boot bei Kish in See. Sein letzter Wunsch: Die legendäre Insel Sumsland besuchen, auf der die Marduk-Partei einst - auf dem Höhepunkt ihrer Macht im demokratischen Babylonien - einen Außenposten gründen wollte ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814671

Mit Enkidurts Abschied geht eine Ära zu Ende. Der altbabylonische Gott Marduk, das Kalb des Utu, Die untergehende Sonne, gehört endgültig ins Museum, und die zentralistisch gesinnten Mardukisten haben allen Rückhalt im Volk verloren. Tragischerweise bekommt N.F. Enkidurt auch nichts mehr von den Nachrichten aus dem Feindesland mit: Deutschland und Russland, die kurzfristig einen Waffenstillstand geschlossen hatten, gehen 1950 erneut aufeinander los ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814673


... und dieses Mal kann sich Friedrich der Große gegen Väterchen Stalin durchsetzen. Das russisch besetzte Bremen fällt nach wenigen Wochen: Die deutsche Teilung ist damit Geschichte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814672

Derweil werden in Samarkand und Nishapur weitere Investitionen getätigt: In der mongolischen Hauptstadt verringert nun auch der öffentliche Nahverkehr die gravierenden Umweltbelastungen, in Nishapur wird die überfällige Wasserversorgung überholt. Das reißt ein ordentliches Loch in die Staatskasse: Die Beute aus Alexanders Privatschatulle ist nahezu aufgebraucht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814670

Doch bei den Investitionen scheint auch eine Menge Geld abgezweigt worden zu sein: Im Frühsommer 1950 schlägt der Finanzrat Babyloniens Alarm: Die leere Kasse erfordere Steuererhöhungen. Dies wiederum empört die kommunistische Arbeiterschaft. Einige aufgebrachte Räte monieren Missmanagement und Verschwendung. Auch eine Schuldige ist schnell ausgemacht: Die junge, höchst attraktive Verlobte des KPML-Vorsitzenden Timur Gök.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814674

Gök habe sich, so der Vorwurf, von dem griechischen Model Efgenia Laksis dermaßen um den Finger wickeln lassen, dass er ihr keinen Wunsch abschlagen kann. So sei der Massentransit in Samarkand von einem Designbüro aus Argos zu überhöhten Kosten "verschönert" worden - auf Wunsch von Efgenia. Kurz darauf wird bekannt, das Efgenia just in diesem Designbüro mit 17 ihre ersten Model-Fotos schießen ließ, was im Kommunismus per se als konterrevolutionär mißbilligt wird. Ist der Parteiführer in die Fänge einer prunksüchtigen Sirene geraten? Oder spricht aus den Vorwürfen nur der Neid auf Gök, der sich - trotz vierzig Jahren Alterunterschied - eine 22jährige Geliebte leistet?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814675

Azrael
28.10.15, 17:31
Ach, das sind doch nur Neidhammel, der große Genosse Gök darf sich ruhig auch was gönnen ;)

Es scheint fast, als ob der Deutsche der neue, starke Mann auf dem Russisch-Deutschen Kontinent wäre, nicht dass er auf lange Sicht den Russen besiegt, der beste Zustand ist, wenn Russen und Deutsche sich auf Augenhöhe bekriegen, ganz nach dem Motto "Teile und Herrsche" :D

Stupor Mundi
28.10.15, 18:29
Ab welchem Alter ist denn das Modeln im Kommunismus erlaubt? ;)

Private_S
28.10.15, 18:34
Ab dem Mindestalter für Bevölkerungsberater. Siehe den Screenshot mit der Genossin über dem Starletbildchen.

Das kann nur ungarischer Gulaschkommunismus werden. Wenn jemand schon Gök heißt ... Wir fordern mehr Leitkultur in Babylon! :amen:

Performer
29.10.15, 07:20
Es scheint fast, als ob der Deutsche der neue, starke Mann auf dem Russisch-Deutschen Kontinent wäre, nicht dass er auf lange Sicht den Russen besiegt, der beste Zustand ist, wenn Russen und Deutsche sich auf Augenhöhe bekriegen, ganz nach dem Motto "Teile und Herrsche" :D

Schwierige Lage. Ich fände es auf jeden Fall nicht gut, wenn die Russen Bremen wieder zurückerobern. Denn dann kriegen auch sie ja eine Technologie von den Deutschen. Sollte ich gegen ZWEI Raumschiffe konkurrieren müssen, wäre das ein Problem.

Performer
29.10.15, 09:21
Strategiewechsel im Kreml

Die Skandalgerüchte um Efgenia reißen nicht ab: Das Designbüro Μελλοντικές aus Argos expandiert in mehrere griechische Städte, selbst in Samarkand und Kashgar prangen Werbebanner mit dem Gesicht der Gök-Verlobten. Nicht immer soll es bei den Bewilligungen dieser Niederlassungen mit rechten Dingen zugegangen sein. Doch während Mahner und Warner über Efgenia lästern und aus dem Doldusch-Lager zu hören ist, dass der prominente Häftling an einem neuen Enthüllungsbuch arbeitet, lässt sich das brave Volk nicht beirren: In Karaokorum und Nishapur bauen die mongolischen Arbeiter, was das Zeug hält, an der Zukunft ihrer Städte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814678

Was das dreiste Vorgehen des längst geschlagenen griechischen Despoten Alexander angeht: Sein Kreuzer, der aus dem Hinterhalt das Transportschiff aus Kish versenkte, wird noch im Jahr 1950 von dem Schlachtschiff Volksschule von Sumer zur Nachhilfe gezwungen - und muss mit der Eselsmütze auf den Meeresgrund einziehen. Denn diese Frechheiten lässt sich die KPML nicht bieten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814677

Der Fall von Bremen führt unterdessen zu einem Umdenken in der russischen Politik. Stalin steht unter Druck, nachdem die Deutschen ihre Schicksalsstadt zurückerobert haben. Trotz der babylonischen Präsenz am Horn von Swedlowsk leitet Stalin einen Strategiewechsel ein - und bietet dem kommunistischen Feind aus Babylon den Frieden an (und gesteht wieder einmal die technologische Rückständigkeit seines Reiches ein). Timur Gök willigt ein, verschafft doch ein taktischer Waffenstillstand der babylonischen Marine eine Atempause.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814676

Was Stalin mit der Friedensnote bezweckt, wird kurz darauf offensichtlich: Der Kreml will sich durch einen Frieden mit Babylon Rückenfreiheit verschaffen, um nun selbst die griechische Exklave Rhodos auf der Halbinsel Rhodin zu knacken - vermutlich, um den Deutschen zuvorzukommen, die ebenfalls auf Rhodin schielen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814680

Eine Artillerie hat Stalin bereits im Vorfeld in die Nähe von Rhodos gebracht, wie der babylonische Händler (und Spion) nach Kish funkt. Nach zweimaligem Beschuss im Frühjahr 1951 n. Chr. steht Rhodos zwar noch, doch wie lange kann sich Alexander der russischen Offensive erwehren? Timur Gök bringt diese Entwicklung in ein Dilemma: Soll Babylonien tatenlos zusehen, wie die Russen Rhodos - und damit einen potentiell gefährlichen Hafen - einnehmen und die Reste des griechischen Goldschatzes in die Finger bekommen? Soll Babylon selbst Rhodos knacken - was allerdings bedeutet, daß die Russen die geschwächte Stadt rasch übewältigen können und in die Fänge wissenschaftlicher Erkenntnisse gelangen können?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814679

Jorrig
29.10.15, 09:51
Vielleicht hättet Ihr vor dem Frieden noch die russische Artillerie umerziehen sollen.

Azrael
29.10.15, 11:43
Schließe mich da dem werten Jorrig an, aber über verschüttete Milch kann man nicht mehr klagen.
Ich denke, es ist besser, den Russen Rhodos zu überlassen, da sie sonst an eure Technologien rankommen, wenn ihr es den Russen wegschnappen solltet.
Im erneuten Kriegsfall mit den Russen, dürfte Rhodos ja als eine der ersten Städte fallen angesichts der geographischen Lage der Stadt, daher ist ein weiterer Hafen in russischer Hand verschmerzbar.

Performer
29.10.15, 11:51
Vielleicht hättet Ihr vor dem Frieden noch die russische Artillerie umerziehen sollen.

Stimmt ... aber da ich z. Zt. keine Diplomaten nahe Russland habe, wollte ich die Chance auf einen Frieden nicht verstreichen lassen. Das nimmt eine Menge Druck von Nippurim, wo ich endlich die Marine aufbauen muß. Rhodos ist dahingehend ziemlich unwichtig.

Performer
31.10.15, 15:46
Der Soldatenrat von Athen

Wahlen im Kommunismus sind immer so eine Sache: Bislang war von dem groß angekündigten "Rätesystem" der KPML wenig zu spüren. Timur Gök sonnte sich in der Zustimmung, die ihm das Ende der Demokratie und der erfolgreiche Krieg gegen Alexander und Mao verschafft hatte. Auch der anhaltende Ausbau der Industriekapazitäten findet Gefallen beim Volk, insbesondere in der Mongolei.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814682

Doch die zunehmende Kritik an Göks Liaison mit Efgenia Laksis und der unklare Kurs der KPML für die kommenden Jahre führt 1951 erstmals zu offenen Debatten in Athen, wo die Soldatenräte der Freien Griechen zusammentreffen. Uneinigkeit herrscht über die Frage, wie Heer und Marine angesichts der drohenden Besetzung von Rhodos durch die Russen agieren sollen. Ein neuer russischer Militärhafen vor der griechischen Küste würde Athen, Sparta und Delphi konkret bedrohen. Doch würde Babylonien selbst nach der Halbinsel Rhodin greifen, wäre nicht nur der Friedensschluß mit Stalin Makulatur: Rhodos könnte kaum gehalten werden, und wenn, dann nur zu einem enorm hohen Preis. Auch die Gefahr, daß die Russen auf diese Weise wichtige technologische Erkenntnisse erlangen, kann nicht unterschätzt werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814681

Drei Lager kristallisieren sich in Athen unter den Soldatenräten heraus: Die Konter-Alexandristen wollen Rhodos an die russische Einflußzone abtreten. Sie argumentieren, daß auf diese Weise Stalin die "Drecksarbeit" erledigen kann, Alexander den Großen ein für alle Mal auszuschalten - und Babylonien nicht in die Verlegenheit kommt, den Despoten einkerkern oder gar hinrichten zu müssen. Zudem steht Russland durch Deutschland unter Druck und könnte die Halbinsel Rhodin zur Stationierung seines Landheeres gut brauchen. Auf diese Weise könne ein deutsches Vordringen nach Russland aufgehalten werden. Dahingegen wollen die Antistalinisten die Einnahme von Rhodos zumindest herauszögern: Sie plädieren für die Vernichtung der russischen Artillerie durch das Schlachtschiff Volksschule von Sumer. Je länger Alexander gegen die Russen ausharren kann, desto besser. Die "Volksschule" könne durchaus für einige Zeit Rhodin überwachen und die Lage sondieren - man könne noch längst nicht wissen, wie sich der Krieg zwischen Deutschen und Russen entwickele. Die Interventionisten hingegen sind teilweise getrieben vom Hass auf Alexander den Großen, aber auch von Sorge um die gepeinigten griechischen Bürger von Rhodos. Sie wollen die russische Artillerie ebenfalls vernichten, zugleich aber die Panzerregimente aus Athen nach Rhodin transportieren (ein Segelschiff befindet sich im Athener Hafen), Rhodos einnehmen und anschließend die griechischen Bürger evakuieren. Auf diese Weise soll die Exklave aufgelöst und so der potentiell gefährliche Seehafen auf Rhodin geschleift werden. Die Taktik ist riskant, da Russland und Deutschland mit ihren Truppen rasch operieren können - doch die Interventionisten sind bereit, das Risiko einzugehen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814683

Zur Abstimmung: http://www.easypolls.net/poll.html?p=5634cb1fe4b0eadd945abea0

Dabei ist folgendes zu beachten: Die Wahl der Räte ist nicht geheim, sondern erfolgt offen - zudem können die Arbeiterräte ihre Meinung auch ändern und an jedem Tag 1 x abstimmen. Die Entscheidung wird (vermutlich) am Dienstag gefällt, es gilt die relative Mehrheit.

Hjalfnar
31.10.15, 15:55
Nieder mit dem Kriegstreiber Alexander, Freiheit für die rhodischen Brüder! Stellt den Verbrecher an die Wand! WÄHLT LISTE C!!!

Performer
31.10.15, 15:56
Da klappte noch etwas mit dem Link nicht ...

Kardinalinfant
31.10.15, 15:58
Lasst die Imperialisten sich gegenseitig zerfleischen! Danach wird der Kommunismus um so leichter siegen! Darum wählt für A!!!

Private_S
31.10.15, 16:36
Schleifen! C! Im übrigen tut das auch die Wahlbeteiligung ... :nono::opa:

Azrael
31.10.15, 19:51
Man hat erst Frieden geschaffen mit den Russen, warum das direkt wieder beenden? Lasst die Russen Alexander erledigen. Außerdem ist dann das Gleichgewicht Russen gegen Deutsche wiederhergestellt und keiner wird übermächtig. Wählt A!

Performer
01.11.15, 10:30
Die Interventionsten (Liste C) liegen bislang vorn - aber nur knapp. Stimmt kräftig ab, Genossen ... und nicht vergessen, eden Tag darf man einen neuen Rat aufstellen bis zum Dienstag.

Performer
02.11.15, 08:45
Die Konter-Alexandristen (Liste A) können sich langsam aber sicher Gehör verschaffen. Doch wird der Soldatenrat von Athen ihnen zustimmen? Noch heute und morgen kann abgestimmt werden ...

Performer
02.11.15, 14:51
Nun holen die Anti-Stalinisten auf - die Interventionisten scheinen in Defensive zu geraten. Stimmt fleissig ab, Soldatenräte ...

Performer
03.11.15, 08:10
Letzte Chance, den Rat zu beeinflussen: Heute um 12 Uhr fällt die Entscheidung.

Headhunter
03.11.15, 14:04
Müsst Ihr noch das Ergebnis fäl....ähh..."überprüfen", oder was hindert euch an der Bekanntgabe der Ergebnisse? :^^:

Performer
03.11.15, 14:52
Wieso, das war doch eine offene und sehr transparente Wahl ...

Performer
03.11.15, 18:11
Das tripolare Zeitalter

Soll Rhodos vor den Russen gerettet oder preisgegeben werden? Diese Frage beschäftigt den Soldatenrat von Athen im Jahr 1951 n. Chr.. Dabei setzen sich die Konter-Alexandristen nach anfänglichen Zweilen des Komitees klar mit ihrer Linie durch. Der Hass auf Alexander den Großen und taktische Erwägungen führen zu einer eindeutigen Entscheidung: Kein Krieg mit Russland um die Halbinsel Rhodin. Wohlwollend nehmen die Räte das Ende des Griechendespoten in Kauf. Soll Stalin sich die Hände schmutzig machen, so lautet die Devise, für die 43 der 104 abstimmenden Räte brennen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814686

Die Volksschule von Sumer bleibt deshalb dem Hafen von Rhodos fern und lässt die Russen unbehelligt vorrücken. Langdam dämmert es Alexander, dass sein Ende bevorsteht. Er versucht die Gök-Regierung in letzter Minute umzustimmen und schlägt ein antirussisches Bündnis vor. Aber auf diese Spielchen lässt sich die KPML nicht ein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814685

Stalin hat somit freie Hand, Rhodos zu übernehmen. Im Frühjahr 1952 n. Chr. bricht die russische Artillerie den letzten Widerstand der alexandertreuen Griechen. Rhodos wird besetzt, und das Alexanderregime gehört ins Geschichtsmuseum. Alexander wird nach Moskau verschleppt, wo ein großer Schauprozess vorbereitet wird.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814684

So beginnt mit dem Jahreswechsel 1951/1952 endgültig das tripolare Zeitalter: Russland (despotisch), Deutschland (republikanisch) und Babylonien (kommunistisch) treten als annähernd gleichstarke Mächte in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Während die Deutschen die technologische Führerschaft stets aufs Neue demonstrieren, können die Babylonier mit ihrer gewaltigen Landmasse und aufstrebenden Industrie und die Russen mit ihrer starken Marine sowie einer beängstigend großen Armee punkten. Wer wird in diesem epochalen Kampf die Welt dominieren?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814687

Mit dem Fall von Rhodos ist der Frieden zu Russland bedroht. Der Gewürzhändler aus Akkad, der vor Rhodos ausharrte, wagt sich nicht in das russische Kernland vor. Mit der besetzten Stadt werden Handelsbeziehung geknüpft, die allerdings buchstäblich nichts wert sind (0 Handelspunkte).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814688

Lukrativer sind die Aussichten in der Edelsteinmetropole Argos (übrigens auch der Hauptsitz des dubiosen Designbüros Μελλοντικές), wo eine neue Karawane fertiggestellt wird. Auch eine kapitalistische Bank wird in Argos in Auftrag gegeben. Entsteht im Süden von Griechenland ein neues Finanzzentrum?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814689

Ruprecht I.
03.11.15, 18:16
Entsteht im Süden von Griechenland ein neues Finanzzentrum?

Im nächsten 'poll' wird es also um Rettungsschirme gehen...

Azrael
03.11.15, 18:48
Kommunismus also nach chinesischem Modell, also kein Kommunismus? :D