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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Turm, sie zu knechten ... AAR Civilization 1 - Babylon



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Performer
04.11.15, 08:32
Zumindest gibt es inzwischen seeeeeehr viele Banken in Babylonien ...

Private_S
04.11.15, 18:56
Solange sie keine Kredite an Griechen vergeben hatten, ist ja alles gut ... :D

Performer
04.11.15, 23:32
Welche Griechen? :cool:

Performer
05.11.15, 11:06
Piraten vor Antiochia

Die russische Einflußsphäre wurde auf Rhodin ausgeweitet. Doch Babylonien richtet sein Interesse auf den Mongolantik. Immerhin ist es gelungen, ein U-Boot und ein Schlachtschiff bis nach Neukudnezia zu senden. Während diese nach den Deutschen Ausschau halten, werden aus Antiochia beunruhigende Nachrichten gemeldet: Moderne Piraten kapern mehrere Versorgungsschiffe. Nahrung und Produktionsmittel werden Opfer der Piratenflotte. Wo haben Sie ihren Standort? Und wer führt die freche Bande an?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814693

Derweil tobt der russisch-deutsche Dauerkrieg weiter. Auch die Stadt Bonn wird wieder von Friedrichs Truppen befreit - nach jahrhundertelanger Besetzung durch die Russen. Stalin steht zunehmend unter Druck - und Friedrich verliert vor Leipzig einen weiteren Kreuzer, dem das glorreiche Schlachtschiff Mutiger Karpfen auflauert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814691

Die KPML nutzt die Atempause, um das Industrieprojekt weiter voranzubringen: Shanghai und Kashgar melden die Fertigstellung neuer Großwerke.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814692

Mutiger Karpfen steuert hingegen nördlich von Leipzig die Küste Neukudnezias an. Dort werden Bewässerungsanlagen gesichtet. Haben die Deutschen die Insel inzwischen besiedelt? Das würde den Einsatz von Spionen auf dem Eiland wieder interessant machen. Mutiger Karpfen harrt an der Küste aus, während das ebenfalls eingetroffene U-Boot Genosse Kaulquappe I. einen zweiten deutschen Kreuzer versenkt. Damit steht der Seeweg zwischen Nippurim und Neukudnezia wieder offen - wenn Babylonien seine Karten gut ausspielt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814694

Azrael
05.11.15, 16:19
Naja, warum sollten die Deutschen Feldverbesserung errichten ohne eine Stadt?
Selbst in Civ 5 ist die KI nicht so intelligent, vorbereitend Feldverbesserungen wie Straßen zu errichten, bevor da eine Stadt errichtet wird, von daher wird es im weit älteren Vorgänger ebenso sein ^^

Es wirkt fast, als ob Deutschland die Russen langfristig besiegt...

Tordenskjold
05.11.15, 20:12
Vielleicht solltet Ihr Nebukanezia doch noch besiedeln. Klar, das stand nicht im Wahlprogramm der KPML, aber eine weitere Befragung der Soldatenräte könnte da doch durchaus zu einem entsprechenden Fünfjahresplan führen. Und als steinerner Flugzeugträger gegen Deutschland wäre der Kontinent sowieso Gold wert. ;)

Headhunter
06.11.15, 10:17
Und als steinerner Flugzeugträger gegen Deutschland wäre der Kontinent sowieso Gold wert. ;)

Bräuchte man dafür nicht erstmal Flugzeuge? :^^:
Außerdem besteht die Gefahr, das Siedlungen auf Nebukadnezia von den Deutschen einfach weggebombt werden, oder sehen wir das falsch?

Stupor Mundi
06.11.15, 10:40
Bräuchte man dafür nicht erstmal Flugzeuge? :^^:
Außerdem besteht die Gefahr, das Siedlungen auf Nebukadnezia von den Deutschen einfach weggebombt werden, oder sehen wir das falsch?

Siedlungen ohne Einheiten darin können von Luftwaffeneinheiten nicht angegriffen werden. Wir wissen allerdings nicht, ob sich die Einwohnerzahl verringert, wenn Bomber Einheiten in einer Stadt zerstören. Gegen Landeinheiten wird dieser Effekt ja durch Stadtmauern aufgehoben.

Jorrig
06.11.15, 11:00
Wenn ich mich recht erinnere, heben Stadtmauern das auch gegen Bomber auf. Ohne Mauern dürfte die Bevölkerung genauso reduziert werden wie durch andere Einheiten auch. Jagdflugzeuge dürften das Problem beseitigen.
Eine Stadt dort wäre schon nicht schlecht als eine Option, dort erst einmal Truppen für eine Invasion zu sammeln. Einfacher wäre es aber vermutlich 2 Transportschiffe mit Ari/Schützen vollzumachen und in 5 Felder Reichweite zu parkieren. Dann beide Schiffe an passende Stellen ranfahren und alles anlanden. Ich würde mit 3-4 Verteidigungseinheiten pro Stadt rechnen (kann man ja auch ausspionieren mit einem Diplomaten), dazu vielleicht noch ein, zwei weitere. Wenn also 3-4 Aris durchkommen, reicht das für die erste Stadt wahrscheinlich. Habe ich schon erwähnt, dass Bomber hierfür auch sehr praktisch wären?

Performer
06.11.15, 15:07
Ja, ohne Einheiten in der Stadt kann der Bomber nicht feuern und damit die Stadt reduzieren. Ob die Stadtmauer den Bevölkerungsverlust verhindert, weiß ich selbst nicht mehr ... hm ...
Auf jeden Fall sammele ich in Akkad eine Streitmacht für eine zweite Neukudnezia-Mission. Das scheint sich wirklich zu lohnen ...

Performer
06.11.15, 16:07
Des Pudels Kern(spaltung)

Stalins Erfolg in Rhodos stellt die russischen Machteliten vor ein Problem: Zwar ist die Halbinsel Rhodin nun in Stalins Hand, doch der Krieg gegen Deutschland läuft schlecht. Bonn und Bremen sind wieder in Friedrichs Hand, und Stalins starke Marine ist gegen die Deutschen nahezu wirkungslos. Auch ein Krieg gegen Babylonien wäre teuer und wenig effektiv - weshalb die Russen nach wie vor stillhalten. Doch vor allem Enkidurts Partisanen in den tiefen Wäldern des Horns von Swedlowsk sind Stalin ein Dorn im Auge. Das Goldgebirge bei Sewastopol - wo sich ein babylonischer Schütze verschanzt - wird von russischen Panzereinheiten eingekesselt. Plant Stalin den ultimativen Krieg? Doch noch bleibt es verdächtig still in den undurchdringlichen Wäldern - und die Volksschule von Sumer hält wachsam Ausschau an der Küste, was die Russen im Schilde führen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814698

So unklar die Lage auf den Weltmeeren ist, so begeistert verfolgt die Mongolei den Aufschwung des Hafens Timur-Gök-Stadt. Eine große Arbeitersiedlung wird nahe des Hafens angelegt, und um die Versorgung zu sichern, werden Kornvorräte und weitere Güter angelegt. Kein Tag vergeht, an dem keine Erfolgsmeldung des Großprojektes verkündet wird.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814697

Da lässt sich auch das Designbüro Μελλοντικές aus Argos nicht lumpen und eröffnet eine neue Filiale in Timur-Gök-Stadt ... gegen den Willen des örtlichen Komitees der Bauarbeiter. Μελλοντικές plant eine große Anzeigenserie mit Efgenia Laksis als "rotes Model" des Kommunismus. Genosse Gök lässt seiner Verlobten nahezu alles durchgehen, auch wenn er damit erhebliche Widersprüche provoziert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814695

Derweil vermeldet die Wissensmanufaktur Sumer einen neuen technologischen Durchbruch: Der Wissenschaftler Siddu Meyerasch (unten links im Bild) verkündet die Entdeckung der Kernspaltung - und warnt vor den Gefahren dieser Technologie, die den Bau ernorm zerstörerischer Waffen ermöglicht. Wird der Kommunismus sich dieses unheilvolle Wissen zunutze machen oder des Pudels Kern(spaltung) im Wohle der Menschheit vorerst ruhen lassen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814699

Fest steht, dass das Rätesystem des babylonischen Kommunismus unterentwickelt ist. Die Auswüchse des "gelenkten Kommunismus" durch Gök und seine Gefolgschaft ist sicher nicht das, was sich die Wähler der KPML einst vorgestellt haben. Der Fall Efgenia Laksis ist da nur ein Symptom. Und so beschließt man in Sumer, zunächst die innere Reformfähigkeit des Kommunismus zu stärken und das Mitspracherecht der Arbeiterklasse durch Gewerkschaften zu stärken - auch wenn diese gesellschaftliche Wandel Jahre dauern könnte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814696

Private_S
06.11.15, 19:04
Und der nächste Präsident wird Lök Walesa heißen? Eine feine polnische Wirtschaft habt Ihr da in der Mongolei! Wehret den Anfängen, nieder mit dem Trade Unionism!

Jorrig
07.11.15, 23:49
Wofür braucht der Kommunismus Gewerkschaften? Wenn doch schon die Arbeiterklasse herrscht! Den Modernen Flugzeugbau braucht er um so mehr! (Aber die Mech. Inf. von den Gewerkschaften ist auch nicht schlecht.)

Private_S
07.11.15, 23:51
Ach, stimmt. Die haben ganz gut gefetzt.

Performer
08.11.15, 07:35
Wofür braucht der Kommunismus Gewerkschaften? Wenn doch schon die Arbeiterklasse herrscht! Den Modernen Flugzeugbau braucht er um so mehr! (Aber die Mech. Inf. von den Gewerkschaften ist auch nicht schlecht.)

Das war ein rollenspielerischer Entscheid. Die vielen Industriewerke fordern Mitsprache. Und bei der langsamen technologische Entwicklung (32 Runden) ist das auch nicht wirklich entscheidend, welche Technologie ich als nächste wähle.

Azrael
08.11.15, 07:57
Habt ihr jetzt diee Kernkraft nur entdeckt oder tatsächlich erforscht? Denn trotz des schönen Bildchens mit dem posierenden Wissenschaftler sieht man, dass ihr ein bisschen weiter unten bei der Wahl der nächsten Technologie auch die Kernkraft hättet wählen können. Ich bin daher leicht verwirrt.

Performer
08.11.15, 10:17
Erforscht habe ich die Kernspaltung - die Kernkraft noch nicht. Habe ich oben im Post verbessert ...

Performer
09.11.15, 10:00
Edelsteine für Efgenia

Der Krieg zwischen Babylonien und Deutschland ist seit geraumer Zeit ein "stiller Konflikt", der allein im Mongolantik ausgetragen wird. Hinter den Kulissen aber stehen die Machteliten in regem Kontakt. So wird mit Empörung zur Kennnis genommen, dass Efgenia Laksis an ihrem 24. Geburtstag, den sie in Buchara feiert, auch mehrere deutsche Industrielle aus Leipzig eingeladen hat. Dabei trägt das "rote Model" eine aufwendige Halskette aus Edelsteinen, wie man sie seit Jahrtausenden in den Sümpfen von Argos findet. Die Arbeiterorganisationen finden das dekadent, aber das Fest soll, so heißt es, ein voller Erfolg gewesen sein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814702

Offenbar haben Efgenias Gäste soviel Gefallen an dem Schmuck der griechischen Schönheit gefunden haben, dass sie sogar eine Edelsteinlieferung angefordert haben. Über den Knotenpunkt Buchara und ein Segelschiff bei Hamburg wird ein Händler durch die Verteidigungslinien in Deutschland geschleust und knüpft Handelsbeziehungen mit Leipzig - wobei ein nicht unwesentlicher Teil der Einnahmen nicht dem babylonischen Volkseigentum zugute kommen dürfte, sondern Efgenias Kleiderschrank.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814701

Dass die Glamour-Diplomatie der jungen Griechin fast unbemerkt bleibt, ist der angespannten Lage im Mongolantik geschuldet: Stalins Marine demonstriert ihre Stärke zunehmend vor Neukudnezia und auch vor Sumsland. Dort stöbert ein Kreuzer aus Akkad ein russisches Schiff auf. Den Waffenstillstand achten dabei beide Kapitäne, ja, man spricht sogar kurz über Funk miteinander. Dabei lässt Russland verlauten, dass ein Erkundungstrupp Sumsland besucht und wieder verlassen hat - ohne Zwischenfälle. Das bedeutet vor allem eins: N.F. Enkidurt hat wohl mit seinem Schiff das Eiland nicht erreicht. Ist der alte Staatschef auf seiner Überfahrt verschollen? Die Meldung wird sofort ans Festland übermittelt und von den wenigen, aber treuen Mardukisten mit großer Anteilnahme verbreitet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814700

Das Schlachtschiff Volksschule von Sumer hat sich hingegen vorgenommen, den bislang unbekannten Seeweg nach Moskau zu erkunden. Dabei wird ein weiterer russischer Seehafen ausfindig gemacht: Nowograd. Dank seiner Größe scheint er jedoch bislang keine Bedrohung zu sein - was sich jedoch in wenigeb Jahrzehnten ändern könnte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814703

Die Mardukisten in Kish haben sich derweil zusammentan und eine große Spendenaktion ins Leben gerufen. 1957 sticht ein U-Boot bei Peking in See. Seine Mission: Den Verbleib von N.F. Enkidurt klären. Und zum großen Erstaunen des U-Boot-Kommandanten wird dabei unweit der Hafenanlagen von Peking eine Küstenlinie ausgemacht: Im Chinesischen Meer scheint eine bislang unbekannte Insel zu liegen. Ob der frühere chinesische Staatschef Mao davon gewusst hat - und falls ja, wer noch?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814704

Azrael
09.11.15, 10:28
Wenn ich das richtig sehe, ist ja die halbe Karte noch unentdeckt, da kann sich noch viel Land verbergen, dass die Arbeiter von Babylon zur Stärkung Babylons nutzbar machen könnten :)

Stupor Mundi
09.11.15, 11:01
Und vielleicht findet man auch noch ein paar russische Städte, die die Heimat bedrohen können. Dort könnte man sogar mit Jagdfliegern von Uruk und Peking aus aufklären können. Dieses Versäumnis der Aufklärung ist der eigentliche Skandal, nicht die Geburtstagsfeier einer züchtigen Maid. Diese falsche Setzung der Prioritäten spricht Bände für die Verruchtheit des kommunistischen Systems.

Performer
09.11.15, 14:12
Man kann Efgenia viel vorwerfen, aber: züchtig ist sie nicht. :rolleyes:

Kurfürst Moritz
09.11.15, 15:04
Dann eben unzüchtig. Man ohnehin mehr Spaß... :D

Stupor Mundi
09.11.15, 15:11
Das Bild sieht aber schon sehr züchtig aus. Der Ausschnitt verdeckt mehr als er enthüllt, und selbst die Augen sind verdeckt.
Sollte dem anders sein: warum wird uns Insiderwissen vorenthalten? :D

Performer
09.11.15, 17:13
Wo bleibt deine Phantasie, Genosse Stupor Mundi? Ein paar Details sind eben allein für die Augen von Timur Gök bestimmt.

Performer
10.11.15, 07:57
Wie fallende Flocken

Efgenias Kleiderschrank und das ominöse Verschwinden N.F. Enkidurts erhitzen die Gemüter und füllen die Klatschblätter bis in den Dezember 1957. Vergessen ist hingegen der kleine Landungstrupp aus Kish, den Enkidurt in seinen Tagen als Stadtkommandant zum Horn von Swedlowsk entsandte. Noch immer harren die braven Markudisten auf den zwei Bergen der Halbinsel aus - scheinbar geduldet von Stalin Armee. Doch dann, im Dezember 1957, hüllt ein schwerer Schneesturm das Horn von Swedlowsk ein. Den Schützen bei Wladiwostok gelingt es kaum, den Funkkontakt aufrecht zu halten. Bis eine einzelne Nachricht durch das weiße Rauschen zu vernehmen ist ... "Russische Artillerien ... Hügel ... eingenommen ... ohne Vorwarnung ... Panzer in Sicht ... sie kommen!!!".

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814705

Stalin bricht den Waffenstillstand und bombardiert die babylonischen Schützen, wobei er die schwächer befestigte Einheit auf dem Hügel bei Wladiwostok rasch dahinfegt. An der Gebirgsfestung hingegen scheitern sie: Zwei Panzer und eine Artillerie können den Schützen dort nicht vertreiben. Doch auch im Mongolantik wenden sich die Russen gegen Babylonien: Bei Sumsland geht der Aufklärer an einen russischen Kreuzer verloren - während die KPML-Führung rätselt, warum Stalin sich auf einen aussichtslosen Winterkrieg mit den Babyloniern einlässt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814706

Auch die Attacke eines Kreuzers auf den Hafen Akkad im Frühjahr 1958 bleibt folgenlos. Doch immerhin scheint sich Stalin Rückendeckung bei den Deutschen verschafft zu haben: Seit langem herrscht Frieden zwischen den Großmächten. Offenbar geht es Stalin darum, die Hegemonie zur See aufrechtzuerhalten, die er (zurecht) durch Babyloniens Ambitionen bedroht sieht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814707

Ein Schlachtschiff aus Akkad, die Stahlbraut des Komitees, will sogleich Fakten im Mongolantik schaffen. Doch Stalins Attacke kam immerhin nicht gänzlich aus dem Nichts: Ein Pendant der russischen Marine hat nur auf diese Entblößung gewartet - und versenkt die Stahlbraut. Damit steht fest: Der Kampf zur See ist nun gänzlich entbrannt. Und dieses Mal muss Babylonien Zähne zeigen, wenn es nicht am Ende als Papiertiger dastehen will.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814708

Azrael
10.11.15, 08:16
Immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel wünsche ich euch, werter Performer!

Private_S
10.11.15, 22:41
Die schöpferische Energie der Volksmassen findet in der herausragenden Arbeit der Komplexbrigade "Namensfindung" beim Ersten Sekretär der politischen Arbeit der Hauptabteilung der inneren Verwaltung der Volksmarine immer wieder ihren höchsten Ausdruck.

Performer
11.11.15, 07:42
Arbeit und Dekadenz

Die Suche nach N.F. Enkidurt wird immer mysteriöser - und weckt in der babylonischen Marine neuen Entdeckungsdrang. Nicht nur die geheimnisvolle Insel im Chinesischen Meer wird weiter erkundet - sie ist größer als zunächst gedacht -, auch nördlich von Russland liegt ein bislang unbekanntes Eiland, das die Volksschule von Sumer ausspäht. Ob der greise Staatschef auf einer dieser Inseln sein Domizil bezogen hat?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814710

Derweil pulsiert das Leben in der rasant wachsenden Metropole Buchara. Die Arbeiterkohorten verkünden die Fertigstellung eines weiteren Industriewerks. Mögliche Kosten für die Umwelt werden von der KPML konsequent verschwiegen ... dabei wird die Luft zum Atmen in Buchara schon jetzt recht dünn. Doch immerhin hat Buchara ja seinen legendären Turm, auf dem die Einwohner über den Wolken frische Luft schnappen können.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814711

Bedenklicher ist die Lage in Athen, der alten griechischen Hauptstadt. Dort hat eine kleine Elite, die unter Alexander des Großen das Sagen hatte, viel Macht und Einfluss seit dem Fall des Diktators verloren ... und sorgt seitdem für Unfrieden. Das Volk wird seit Jahren aufgehetzt, zudem wurden Kornlieferungen abgezweigt und an die Russen verkauft. Die Folgen sind eine Nahrungsunterversorgung - und der Wegzug weiterer Athener ins Umland. Die KPML weiß sich nicht anders zu helfen, als den Eliten die Errichtung eines neuen Sportkolosseums zu bewilligen. Brot und Spiele, so lautet die Devise ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814709

... und so tritt von nun an abends in der Arena der Koloss von Argos gegen den Schänder aus Sparta oder das Ätzgesicht aus Tenochtitlan an. Gesponsert natürlich von dem Designbüro Μελλοντικές . Der griechische Kontinent versinkt in Dekadenz, während sich auf den Weltmeeren die Wellen rot färben.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3f/Christopher_Daniels_1.jpg/320px-Christopher_Daniels_1.jpg

Azrael
11.11.15, 09:40
So ein Kolosseum hätte ich auch gerne :D

Habt ihr schon Landeinheiten zur Erkundung der neu entdeckten Inseln abgestellt?

Performer
11.11.15, 10:58
Ja, in Peking wartet ein Panzerregiment. Es fehlt nur noch das Transportschiff.

Performer
12.11.15, 10:14
Das Recht des Stärkeren

Schlamm, Feuchtigkeit und Stille ... was die Besatzung der Volksschule von Sumer auf dem Eiland nördlich der russischen Stadt Nowograd sieht, während sie die kleine Insel umrundet, ist nicht sonderlich einladend. Eine karge Moorlandschaft, die eine Besiedlung unattraktiv macht. Strategisch wiederum könnte das Karge Eiland im Notfall als Raketenbasis in Richtung Moskau dienen. Denn beim Krieg mit Stalin ist kein Ende in Sicht. Denn während die Russen sich aus dem von ihnen besetzten Teil Deutschlands zurückziehen mussten, wollen sie nun die Oberherrschaft auf dem Meer behalten - oder gehen ihre Ambitionen weiter?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814714

Diese These stellt der allseits bekannte Historienschreiber Herodot auf, der im Jahr 1959 ein neues monumentales Werk in Leipzig veröffentlicht: "Die stärksten Zivilisationen der Welt". In Babylonien ist das Buch nur in Raubdrucken erhältlich, die unter der Hand verteilt werden. Wir erinnern uns: 1814 ließ das greise Staatsoberhaupt Nebukadnezar - in Zeiten des ersten babylonischen Kommunismus - Herodot auf die Zensurliste setzen. Damals hatte Herodot die wirtschaftliche Schwäche der Planwirtschaft angemahnt (in "Die reichsten Zivilisation der Welt" bezeichnete er Babyloniens Finanzkraft als "mickrig" und "rückständig"). Das haben die Kommunisten nicht vergessen - und so wird auch Herodots neues Werk totgeschwiegen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814716

Aber was steht denn nun drin? Herodot warnt in seinem Buch vor der Militärmaschinerie Russlands, die er noch vor den Babyloniern und weit vor den Deutschen als "glorreich" bezeichnet. Vor allem die russische Marine, so Herodot, wäre nicht zu besiegen. Über den Kommunismus findet er wieder einmal deutliche Worte: Er sei dem Untergang geweiht. Tatsächlich lassen sich im Jahr 1959 gravierende Probleme nicht länger verschweigen: Die Wissensstadt Sumer leidet unter einer Ernährungskrise ausgelöst durch die darbende Landwurtschaft. Und auch wenn das Schlachtschiff Mutiger Karpfen vor Neukudnezia einen deutschen Kreuzer versenken kann, ist die Lage auf den Meeren verzwickt: Angesichts der russischen Stärke verbietet es sich zur Zeit, ein Transportschiff auf die berühmte Insel übersetzen zu lassen. Das Wagnis wäre (noch) zu groß.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814713

Denn vor Akkad taucht eine russische Flotte aus mehreren Kreuzern und einem Schlachtschiff auf. Der Hafen wird erneut bombardiert, wobei ein mongolischer Schütze sein Leben verliert. Zwar kann der Kreuzer danach gestellt werden, doch es ist wird deutlich, dass Stalin Akkad als Angriffsziel auserkoren hat. In der Tat wartet dort eine grössere Landungsarmee nach Neukudnezia, die in Samarkand und Nishapur über Jahre hinweg aufgebaut wurde. Doch die Soldaten sind nun in dem Hafen gefangen. Bedenklich ist auch die Lage auf der Halbinsel Rhodin: Der Schütze im Gebirge vor Wladiwostok kann in der Ferne Jagdflugzeuge in Rhodos landen sehen. Stalin baut nun offensichtlich auch seine Luftwaffe aus. Und sollte es ihm gelingen, Bomber in Rhodos zu stationieren, wäre die Stadt Athen direkt bedroht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814712

Sumer hungert, aber die KPML peitscht ungerührt ihr straffes Industrieprogramm durch. Nachdem die Mongolei fast vollständig industrialisiert wurde, sind nun die babylonischen Kernstädte dran - und Sumer ist eine der ersten Städte, die ein chromfunkelndes Werk spendiert bekommen. Trotz schrumpfender Bevölkerung - und viel Gemurre über die eigentlichen Profiteure des wirtschaftlichen Fortschritts.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814715

Performer
15.11.15, 07:50
Die Wilden Sechziger - Teil 1 -: Genosse Takelage

Heile Welt in hellen Flammen: Im Jahr 1960 blickt Babylon janusköpfig auf das kommende Jahrzehnt. Auf der einen Seite ist ein Ende des Dauerkriegs gegen Deutschland und Russland nicht in Sicht. Im Mongolantik - liefern sich die Flotten erbitterte Gefechte, und auch im Graecifik ist die Lage angespannt. Auf der anderen Seite erlebt das Reich eine nun schon seit 1942 andauernden Phase der relativen Sicherheit. Bis auf gelegentliche Angriffe auf Akkad und Nippur gab es keine feindliche Aktivität in Babylonien. Und so wiegt sich das Volk in trügerischer Sicherheit: Die Wirtschaft brummt, der Kommunismus erfüllt die Grundbedürfnisse, die Stimmung im Reich ist hervorragend. Doch ist sie dies in den Wilden Sechzigern auch zurecht?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814775

Eine demografische Erhebung im Jahr 1960 präsentiert das kommunistische Babylonien in bester Form: Die größte Bevölkerung mit der größten Landfläche und der höchsten Warenproduktion weist nicht nur die höchste Lebenserwartung (50 Jahre) auf. Auch die Zahl der Neugeborenen (4,2 Kinder) zeigt, dass das Volk glücklich ist. Die Zustimmung zum Kommunismus ist hoch, wenn auch Russen und Deutschen noch stärker hinter ihren Regierungen stehen. Vor allem die Deutschen haben dies einem weit größeren Bruttosozialprodukt und der hohen Bildung seiner Bevölkerung zu verdanken. Und die Russen punkten mit ihrem enormen Heer und einer hohen Produktivität.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814777

Die innere Stabilität sorgt während der 1960er Jahre für einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung: Neue Industriewerke werden in Athen, Täbris und Babylon fertiggestellt, in dem Finanzzentrum Argos wird eine weitere Bank gegründet, und die Boom-City Buchara versucht mit dem öffentlichen Nahverkehr die Umweltprobleme besser in den Griff zu bekommen. Zudem werden in der Mongolei, in China und in Griechenland von Hundertschaften fleissiger Arbeiter neue Eisenbahnlinien und Bewässerungsanlagen fertiggestellt: Glückliches Babylonien.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814778

Im Mongolantik aber tobt in den Jahren 1960-1962 der Seekrieg. Ein russisches Schlachtschiff bombardiert den Hafen Akkad (1), wobei zwei Schützen ihr Leben lassen - erst dann kann das Schiff versenkt werden. Nippur fühlt sich von der Zentralregierung in Babylon im Stich gelassen und demonstriert aufgrund der schlechten Sicherheitslage (2). Ein U-Boot bei Nippurim kann ein deutsches (!) Transportschiff abfangen, das offenbar Nippur zum Ziel hatte (3) - wobei vier Truppen der Deutschen vernichtet werden. Und eben dieses U-Boot nähert sich einem russischen Kreuzer, der vor der Halbinsel für Angst und Schrecken sorgt (4). Denn Nippur schwebt in der steten Gefahr, in Feindeshand zu fallen und somit das Opfer für Timur Göks abwartende Politik erbringen zu müssen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814776

Die ernste Lage bewegt Timur Gök zu einem unkonventionellen Schritt: Ein Diplomat in Athen besteigt das dortige Segelschiff Genosse Takelage. Sein Ziel: Die griechische Siedlung Rhodos, die von den Russen gehalten wird. Ein Waffenstillstand mit Russland soll eine kurze Atempause verschaffen, damit ein Transportschiff in Akkad den gefährlichen Seeweg nach Neukudnezia wagen kann. Denn dort, so hofft Gök, können die babylonischen Spione am ehesten in den Besitz jener Technologien kommen, die Friedrich der Große so eifersüchtig hütet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1814779

Azrael
15.11.15, 11:12
Na dann viel Erfolg bei eurer Mission, mal sehen, was ihr dann auch noch von Deutschen klauen könnt :D

Performer
16.11.15, 16:19
Die Sechsziger Jahre - Teil 2 -: Maos letztes Geheimnis

Der Frieden zwischen Deutschen und Russen hält - zum Nachteil Babyloniens. Der Fall von Bremen und Bonn hat die gemeinsamen Streitigkeiten beigelegt, und nun planen die zwei Supermächte, den Riesen Babylon zu Fall zu bringen. Während im befreiten Bonn die Menschen unter den Kriegsfolgen hungern, riskiert Russland eine weitere Invasion der Halbinsel Nippurim. Doch Mutiger Karpfen fängt das Transportschiff im Jahr 1962 ab - und Stalins Panzerregimente müssen schwimmen lernen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815189

Es bleibt nicht das letzte Seegefecht im Mongolantik. Die Seestrasse von Nippurim erlebt immer neue Angriffswellen. 1962 sichtet Mutiger Karpfen ein deutsches Schlachtschiff. Zusammen mit dem U-Boot aus Akkad zieht Babylons Marine nach Nippur zurück. Dort kommt es 1963 zur Schlacht: Die Deutschen können das U-Boot versenken, doch dann schnappt Mutiger Karpfen zu und sorgt für eine Flaute im deutschen Lager - nur um im Folgejahr (1964) ein weiteres russisches Segelschiff vor Neukudnezia zu erspähen. Ist der Plan, die Festung Hammurapa wieder zu besetzen, angesichts dieser aufgeheizten Lage wirklich realistisch?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815188

Das babylonische Volk bekommt von diesen Ereignissen wenig mit. Das Interesse gilt eher den Nachrichten aus Peking: Dort wird von dem aufklärenden U-Boot gemeldet, dass die Küstenlinie der geheimen Insel im chinesischen Meer endlich kartographiert werden konnte. Es ist wirklich und tatsächlich eine größere Insel. Wie konnte sie Babylonien so lange verborgen bleiben? Die KMPL-Genossen vor Ort verhören ein paar ältere Chinesen, die einst dem Regime des gefallenen Herrschers Mao nahestanden. Nach intensiven "Befragungen" gestehen diese, daß die Insel in der Tat lange bekannt war. Mao bezeichnete sie stets als seine "Privatinsel", und immer wieder sendete er Spezialeinheiten dorthin. Es gehen sogar Gerüchte um, ein Schatz des chinesischen Autokraten wäre auf den Eiland begraben. Doch dieser sei verflucht, und jedem, der sich an Maos unermesslichen Reichtum vergreifen wolle, drohe der Tod.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815191

Das wiederum lässt die (inzwischen nicht mehr verboten junge, aber immer noch knackige) Verlobte des KPML-Führers aufhorchen. Efgenia Laksis fühlt sich seit geraumer Zeit von Timur Gök vernachlässigt. Und dieser trachtet schon seit Jahren danach, die extravagante Griechin zu ehelichen. Doch Efgenia lehnt sein Ansinnen ab. Sie stellt vielmehr Forderungen: Das Ja-Wort will sie nur gewähren, wenn Timur ihr Maos Schatz zu Füßen legt. Doch wer wird sich dieser gefährlichen Mission stellen, Maos geheime Insel zu erkunden? Und welche Fallstricke lauern auf dem Eiland?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815190

Azrael
16.11.15, 16:45
Das schreit nach einem Abenteuer von Indiana Jonsukusch! :D

Performer
16.11.15, 22:42
Woher weißt du das? :cool:

Stupor Mundi
16.11.15, 22:55
Sind die Bösen dann die Fritzen oder die Stalinisten?
Oder beide?

Performer
16.11.15, 22:57
Ich nehme Vorschläge gerne an ... das Kapitel ist ja noch nicht geschrieben.:smoke:

Performer
18.11.15, 09:32
Die Sechsziger Jahre - Teil 3 -: Ein Lehrstuhl in Nöten

März 1965. An der altehrwürdigen Universität von Sumer - seit einigen Jahren Volksuniversität Säendes Korn genannt - herrscht Katerstimmung. Seit der Wiedereinführung des Kommunismus wurden die Forschungsausgaben auf ein Minimum beschränkt (20 %). Die einzelnen Lehrstühle bekriegen sich erbittert um die wenigen verbliebenen Forschungsgelder. Insbesondere die Altertumswissenschaften müssen mit dem Mangel wirtschaften. Und am Lehrstuhl für Archäologie gibt es immer wieder Ärger um einen jungen Professor, der sich nicht an die Gepflogenheiten der kommunistischen Wissenschaft halten will.

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Im März wird der besagte Kollege vom Universitätsdekan Dr. Gilgurt in sein Büro gerufen. Mit seiner braun angelaufenen, abgenutzten Bronzekappe und einer (welch seltsame Marotte von ihm) Lederpeitsche betritt Professor Indiazar Jonusch den Raum. Gilgurt begrüsst ihn mit einem Stosseufzer: "Indiazar, da bist du ja endlich ... wo bei Marduk hast du gesteckt?" -- "Tenochtitlan", erwidert Professor Jonusch. "Habe dort einen aztekischen Tempel ausgegraben. Sie werden nicht glauben, welch abscheulichen Riten die alten Azteken gehuldigt haben. Ich habe Totenschädel gefunden, die von den besiegten Feinden der ..." -- "Ich will nichts davon hören", unterbricht ihn Gilgurt. "Indi, du weißt genau, daß wir für so etwas kein Geld haben. Es werden durch die KPML nur noch Ausgrabungen finanziert, die das glorreiche Wirken der antiken Arbeiterklasse belegen." -- Indiazar Jonusch rümpft die Nae und rückt seine Bronzekappe zurecht. "Für so einen Unsinn ist mir meine Zeit zu schade", knurrt er. "Morgen kehre ich nach Tenochtitlan zurück. Meine Arbeit ist längst nicht getan ..." --- "Nein, das wirst du nicht." Gilgurt wird laut. "Ich brauche dich an einem anderen Ort. Auf Befehl der Partei! Genosse Gök persönlich will, dass ich den profiliertesten Archäologen unserer Universität nach Peking entsende. Und das bist du, Indi."

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Professor Jonusch reist also nach Peking - und wird dort mit einer ungewöhnlichen Mission betraut: Er soll mit einem Panzerregiment Maos Geheime Insel erkunden. Warum mit Panzern? Nun, es scheinen sich auch die Russen für das verstecke Eiland zu interessieren. Angeblich hat ein U-Boot einen stalinistischen Agentrupp auf Maos Insel gebracht. Was suchen die Russen dort? Und sind die Gerüchte um Maos Schatz wahr? Professor Indiazar Jonusch vertieft sich in Bücher über die chinesische Geschichte, während ein Transportschiff ihn aus dem Hafen von Peking schippert ... und in einer Kabine an Bord eine verschleierte Gestalt seine Nähe meidet. Rätsel über Rätsel ...

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Während Professor Jonusch darauf wartet, die geheime Insel erkunden zu können, spielt sich im Graecific ein Drama ab. Um den Diplomaten ab Bord des Segelschiffs Genosse Takelage bei Rhodos sicher an Land bringen zu können, zerstört da Schlachtschiff Volksschule von Sumer zunächst ein Fluggeschwader im Hafen der alten griechischen Exklave.

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Der Diplomat aus Athen verlässt nun das Segelschiff, um Kontakt mit der örtlichen Magistratur aufzunehmen. Sein Ziel: Frieden mit Stalin - wenigstens für ein paar Jahre, um den Transportschiffen aus Akkad freies Geleit nach Neukudnezia zusichern zu können. Doch im Januar 1966 donnert ein Bomber aus der nahen deutschen Stadt Frankfurt über die Halbinsel Rhodin. Der Diplomat wird dabei getötet - und Genosse Takelage sucht entsetzt Schutz im Umkreis des babylonischen Schlachtschiffs. Seine Mission ist gescheitert ... und zwischen Deutschen und Russen zeichnet sich ein neuer Waffengang ab.

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Azrael
18.11.15, 09:37
Unglaublich, ein Kriegsverbrechen, hilflose Zivilisten umzubringen!

Performer
20.11.15, 09:02
Die Sechsziger Jahre - Teil 4 -: Vorwärts, Genossen!

Genosse Takelage sucht Schutz vor den Bomberangriffen der skrupellosen Deutschen, die den friedliebenden Diplomaten mit einem Bombenhagel erledigt haben. Der Furor von Friedrich des Großen macht aber nicht vor den Babyloniern Halt: Ein Panzerregiment walzt sich durch die Wälder der Halbinsel Rhodin - und ohne Stalin formal den Krieg zu erklären, nehmen die Deutschen Rhodos im Handstreich. Die Stadt war schutzlos, nachdem das russische Jagdflugzeug zuvor von der Volksschule Sumer zerstört worden war. Friedrich macht sich also die babylonische Friedensmission zunutze und reißt den Zankapfel Rhodos an sich. Stumm warten die Bürger der griechischen Exklave darauf, was das neue Besatzungsregime im Schilde führt.

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Friedrich macht wenig Hehl aus seinen Plänen: Er will Athen in Schutt und Asche legen - und nahm dafür auch den Bruch mit Stalin in Kauf. Zwei seiner schweren Bomber werden Ende 1966 nach Rhodos verlegt. Doch er hat nicht mit der Volksschule Sumer gerechnet. Das Schlachtschiff wirft sich mutig in den Kampf und eröffnet ein zweites Mal das Feuer auf den Hafen von Rhodos. Die zwei schweren Flugzeuge und auch der Panzer werden im Frühjahr 1967 vernichtet: Ein glorreicher Sieg der Matrosen. Deshalb kann Genosse Takelage, das eigentlich nach Athen zurückkehren sollte, kehrt machen - und das Panzerregiment an Bord übernimmt die umkämpfte Stadt, die nun ein drittes Besatzungsregime erdulden muss.

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Rhodos ist praktisch zerstört, und den babylonischen Rotgardisten ist klar, dass sie die Stadt gegen die russische und deutsche Agression kaum werden halten können. Doch es ging Babylon um etwas anderes: Die Volksschule Sumer konnte kurz vor der Eroberung einen Funkspruch der Deutschen abfangen. Ein hochrangiger Raketeningenieur aus Berlin, Wernher von Braun, befand sich in Rhodos - um wohl die Zerstörung Athens zu koordinieren. Braun geht den Babyloniern ins Netz - und damit sein unschätzbares Wissen.

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Seine Papiere werden beschlagnahmt, der Wissenschaftler selbst einem längeren Verhör unterzogen. Seine Forschungsergebnisse über die Raumfahrt werden sogleich nach Sumer übermittelt: Der Griff nach den Sternen ist nun endlich möglich! Friedrich der Große ist entsprechend zerknirscht. Er bittet um die Freilassung des Wissenschaftlers - und im Gegenzug den Frieden, den Timur Gök ihm großzügig gewährt. Denn dies erhöht die Chancen, Rhodos zu halten ... und Neukudnezia zu besetzen.

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Von Braun kehrt nach Berlin zurück. Doch seine Kenntnisse sind nun in babylonischer Hand. Und auch monetär hat sich der Überfall auf Rhodos gelohnt, konnten doch üppige Devisen aus Russland und Deutschland erober werden. Das Geld wird sofort reinvstiert, um in Athen ein neues Industruiewerk fertigzustellen ...

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... und auch im Glanzstück des babylonischen Kommunismus, dem Hafen Timur-Gök-Stadt, wird ein solches Werk eingeweiht. Dort sammelt sich auch eine größere Flotte aus Schlachtschiffen, die vor allem in der Werft Kashgar zusammengesschweißt wird. Mindestens 6 Schiffe will die Regierung Gök aufstellen, um die russische Hegemonie zu See zu beenden.

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Der Seeweg nach Neukudnezia kann unterdessen verteidigt werden. Ein russisches Segelschiff, das Truppen auf das Eiland bringen wollte, wird im Sommer 1967 von U-Booten vernichtet. Und da Stalins Kreuzer und Schlachtschiffe vor Akkad vertrieben wurden, wagt die KPML nun endlich die riskante Überfahrt auf die legendäre Insel, die einst L.G. Hammurapa so vehement zur Festung ausbauen ließ. An Bord: 4 Geheimagenten, zwei Artillerien, ein Schütze und ein veralteter Musketier. Bewacht wird der Transport von einem einzelnen Schlachtschiff, dem Mongolischen Schraubenschlüssel - während Mutiger Karpfen vor der Festung Hammurapa ausharrt. Ob diese zwei schweren Schiffe ausreichen, um Stalins Marine ein Schnippchen zu schlagen?

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Performer
22.11.15, 22:33
Die Sechsziger Jahre - Teil 5 -: Indiazar Jonusch und die Eiswüste des Jadetyrannen

Der Transport nach Neukudnezia ist noch in Sichtweite des Hafens von Akkad, als ein Funkspruch den Kapitän des Begleitschiffs Mongolischer Schraubenschlüssel einen Funkspruch vom Festland empfängt: Stalin hat den Babyloniern nur eine Falle gestellt. Seine Flotte nähert sich im Herbst 1968 mit hohem Tempo. Zwei schnelle Kreuzer und ein Schlachtschiff warten nur darauf, die Überfahrt zu vereiteln. Also ein erneuter Rückzug in den Hafen? Das Transportschiff würde ihn noch erreichen. Doch der Kapitän fällt eine einsame Entscheidung: "Nie war die Chance so gut, Genossen! Der Seeweg nach Neukudnezia ist frei, wir sind es den tapferen Soldaten und Arbeitern unseres Volks schuldig. Vorwärts immer, zurück ist konterrevolutionär. Volle Kraft voraaaaaaauuuuuuus ..." --- Gesagt getan: Mongolischer Schraubenschlüssel pflügt sich durch den Mongolantik (keine weiteren Schiffe in Sicht), der Transporter folgt ihm. Und das gewagte Manöver gelingt - vorerst. Wird Stalins Marine folgen oder vor Akkad ausharren?

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Derweil spielt sich an Bord eines kleinen Transportschiffs vor Peking ein gänzlich anderes Abenteuer ab. Der Archäologe Dr. Indiazar Jonusch hat nach einjähriger Irrfahrt durch das Chinesische Meer (und eingehendem Studium antiker Schriften) die Mannschaft angewiesen, ihn an der Südseite von Maos geheimer Insel an Land gehen zu lassen. Er ist inzwischen Feuer und Flamme, die Insel zu erkunden, die viele Rätsel und Gefahren umgibt. Zugleich fühlt sich Jonusch beobachtet: Zwei Passagiere mit verdächtig deutsch angehauchtem Akzent fragen ihn immer wieder aus, was er denn über diese neuentdeckte Insel im Ozean wisse. Sind sie wirklich nur harmlose Rucksacktouristen? Und wer ist die geheimnisvolle Dame, die immer verschleiert an Bord umherschreitet - in ihrer Begleitung zwei Hünen, vermutlich Leibwächter, deren Kleidungsstil sie als Griechen aus Sparta ausweist? Sie registrieren sehr genau die neugierigen Blicke von Dr. Jonusch, der ein wenig Gefallen an der sehenswerten Figur der mysteriösen Reisenden gefunden hat.

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In der Jadebucht geht der Transporter an Land. Jonusch wird ein Panzerregiment zugewiesen, das die Gök-Regierung höchstselbst zur Verfügung stellt. Zunächst durchkämmt Jonusch mit den Soldaten und seiner Entourage den küstennahen Wald, Maos Forst genannt. Hier soll der chinesische Diktator immer wieder spazieren gegangen sein, wenn ihm die Regierungsgeschäfte in Peking zu anstrengend waren (und das waren sie ihm oft). Nichts zu finden ... die Panzer steuern deswegen den Jadewald im Osten der Insel an.

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Hier kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung: Russische Scharfschützen lauern dem Archäologen auf. Die Warnungen vor ihrer Ankunft auf der Insel sind also wahr: Stalin will die Insel als Vorposten für eine mögliche Invasion auskundschaften. Nachdem zwei babylonische Soldaten schwer verwundet werden, schwingt sich Dr. Indiazar Jonusch selbst auf den Panzer und gibt die Anweisung, direkt auf die russischen Jeeps, die aus dem Forst schnellen, zuzuhalten ...

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... wobei er sie die Scharfschützen mit seiner Peitsche entwaffnet (na gut, ein paar werden auch einfach überrollt). Doch das war nicht der einzige Widerhaken: Schrille Schreie erinnern Jonusch an die geheimnisvolle Fremde - die nun von den deutschen "Rucksacktouristen" in einen Jeep gezerrt wird. Eine Entführung! Jonusch krallt sich nach einem Sprung vom Panzer an der Stoßstange fest, klettert auf den Beifahrersitz und schlitzt mit seiner Bronzekrone den Kidnappern die Kehlen durch. Die fremde Schöne ist in Sicherheit. Und in einer lauen Troststunde in der sogenannten Kalten Schlucht verrät sie ihr Geheimnis: "Mein Name ist Efgenia ... Efgenia Laksis." --- Jonusch macht große Augen. "Wie? Die Verlobte des Genossen Gök?" --- "Verzeihen Sie, daß ich Ihnen meine Identität verschwieg", schluchzt die blondierte Schöne. "Sie müssen wissen, Gök ist ein Monster ... ihm ging es nie um mich, nur um meinen beneidenswerten Körper - und meinen Reichtum. Ich stamme aus einer sehr alten Familie aus Argos, die im Jadehandel zu Ruhm und Ansehen gelangte." -- "AHa ... soso", knurrt Jonusch. "Auf Kosten der versklavten aztekischen Minenarbeiter." -- "Jaja, es waren grausame Zeiten", haucht Efgenia Laksis. "Dennoch, einige der Jadesteine sind ein altes Erbe meiner Familie. Nach der Eroberung von Argos wurden sie unter der Hand nach Peking geschmuggelt und als antike chinesische Jadeschnitzereien ausgegeben. Ist das nicht perfide, Dr. Jonusch?" Efgenia blickt den Archäologen mit ihren großen grünschillernden Augen an. -- "Ähm ... perfide", murmelt Jonusch. "In der Tat. Indiazar übrigens für Sie, äh für dich." -- "Indiazar ... was für ein männlicher, markanter Name", säuselt die griechische Schönheit in sein Ohr.

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So steuert der Panzer ins Herz der Insel. In der Eiswüste finden Jonusch und Efgenia tatsächlich eine uralte Tempelanlage - mit chinesischen Schriftzeichen. Jonusch kann sie entziffern: Die Dynastie des legendären Mao stammte offenbar von diesem Eiland. Die Zeichen warnen davor, den Tempel zu betreten. Doch Jonusch und Efgenia wagen sich in die Ruine. Vorbei an etlichen Fallen können sie das Innerste des Tempels freilegen - und dort liegt er, Maos stolzer Jadeschatz. "Unverkennbare Schmuckstücke der chinesischen Vorklassik", stellt der Archäologe fest. "War wohl nichts mit deinem Familienerbe." -- "Aber Indie", jauchzt Efgenia und knabbert Dr. Jonusch unzüchtig am Ohr. "Ist dies nicht der Beweis, daß meine Familie offenbar chinesische Wurzeln hatte? Es muß eine geheime Verbindung in alten Zeiten zwischen dieser Insel und meiner Stadt Argos gegeben haben. Du wirst sicher in den Aufzeichnungen in Sumer mehr darüber erfahren - nach deiner Rückkehr." -- Mit verführerischem Blick lässt Efegnia die prächtigsten Edelsteine in ihrem Mieder verschwinden. Soviel weiblichem Selbstbewusstsein kann Dr. Jonusch nicht widerstehen. Er überlässt Efgenia den Schatz, nur ein paar Kisten minderen Werts (ca. 50 GM) lässt er nach Peking zurückbringen. Dort verliert Indiazar (nach einer intimen Liebesstunde auf der Rückfahrt) den Kontakt zu Efgenia Laksis ... und beschließt, enttäuscht von den Frauen, sich wieder seinen langwierigen Ausgrabungen zu widmen. Vielleicht in der Nähe von Leipzig, er hat noch ein paar Freunde an der dortigen Universität. Und in Deutschland gibt es wenigstens noch Forschungsgelder - Archäologenherz, was willst du mehr?

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Private_S
22.11.15, 22:55
Mein Gott! ... ist groß. :D

Azrael
23.11.15, 00:18
Ach, das lief vor dem geistigen Auge wie ein Indiana Jones-Kurzfilm ab, wie herrlich, schön geschrieben!

Performer
24.11.15, 08:35
Die Sechsziger Jahre - Teil 5 -:Heim ins griechische Arbeiterparadies

Die Klatschpresse ist außer Rand und band: "Wo ist Efgenia Laksis? +++ Beziehungsaus in Samarkand? +++ Genosse Gök sagt Vortrag in Timur-Gök-Stadt ab +++" In der Tat scheint es zwischen Timur Gök und seiner Verlobten zu kriseln. Efgenia verschwindet im Jahr 1967 unter geheimnisvollen Umständen und taucht für über ein Jahr unter. Gerüchten zufolge wird sie kurzzeitig im Hafen von Peking und später an einer Hotelbar mit einem urigen Archäologen gesichtet. Genosse Gök aber ist aufgrund von Liebeskummer kaum noch handlungsfähig.

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Dann jedoch, im Winter 1968, taucht das griechische Model wieder in Samarkand auf - forsch gekleidet, frisch blondiert und mit einem teuren Jadearmband geschmückt. Timur Gök eilt zur Versöhnung aus Babylon herbei. Und Efgenia stellt klare Forderungen: Sie will die Ehe ... zu ihren Bedingungen. Der Palast in Babylon soll für eine Traumhochzeit ausgebaut werden. Das Designbüro Μελλοντικές soll ab sofort beratende Funktionen im Großen Arbeiterrat übernehmen. Und Efgenia will mögliche Kinder, die aus dieser Ehe hervorgehen, nicht im altbackenen Babylon aufwachsen sehen: Argos soll binnen 10 Jahren die neue Hauptstadt von Babylonien werden.

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Das sind stolze Forderungen. Gök ist unsicher, wie und ob er die Arbeiterräte für diese Pläne gewinnen kann. Aber blind vor Liebe sagt er seiner Efgenia erstmal alles zu ... und denkt fieberhaft darüber nach, wie er den Arbeiterräten diese schweren Brocken verklickern kann. Zumal es ja noch einen Krieg zu gewinnen gibt: Bei Rhodin ist die Lage explosiv wie eh und je. Ein russiches Schlachtschiff liefert sich im Dezember 1968 eine Seeschlacht mit der Volksschule Sumer, kann das legendäre Schiff der Babylonier aber nicht beschädigen. Der Panzer in Rhodos wagt sich hingegen aus der Stadt - und sieht nicht nur die lauernden deutschen Truppen, die nur darauf warten, daß Friedrich einen neuen Angriffsbefehl gibt. Zudem entdeckt der Panzer eine Siedlung der Russen, Kasnojarsk, die Stalin für die geflüchtete Nomenklatura aus Rhodos angelegt hat. Da der Waffenstillstand mit Deutschland noch frisch ist, wagt es der Panzer, Rhodos zu verlassen und Karsnojarsk zu zerstören. Rhodin muß unbesiedelt bleiben, das steht für Timur Gök fest. Deshalb wird auch in Rhodos die Siedlungsbewegung HigA (Heim ins griechische Arbeiterparadies) ausgerufen ... in der Hoffnung, daß die Deutschen einen friedfertigen Abzug der verbliebenen Rhodiner (Bevölkerungsstufe: 2) dulden.

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In Babylon wird fieberhaft am Palast gebaut: Noch immer genügt ein Flügel des Prunkbaus nicht Efgenias Ansprüchen. Er wird vollständig umgestaltet, damit die Traumhochzeit im folgenden Jahr stattfinden kann.

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Derweil im Mongolantik: Das Schlachtschiff Mongolischer Schraubenschlüssel - und der Transporter in seiner Begleitung - konnte die russische Marine austricksen und nähert sich Neukudnezia. Die Aufregung an Deck steigt. Ein U-Boot vor der Insel fährt der kleinen Flottille entgegen. Doch wieder überbringt der Militärfunk beunruhigende Nachrichten: Friedrich der Große hat wieder einmal seine Regierung umgebildet - und sich wieder zum absolutistischen Herrscher ausgerufen. Wie aus dem Nichts erscheint denn auch das deutsche Schlachtschiff Berliner Weiße - und es richtet seine Gewehrtürme aus. Das babylonische U-Boot wird von den Deutschen versenkt. Für ein weiteres Manöver allerdings fehlt ihnen der Treibstoff. So kann Mongolischer Schraubenschlüssel die Situation klären und Berliner Weiße bis zur Neige leeren ...

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... während bei Akkad das dreiste Eindringen in den Hafen nun mit einem Luftschlag beantwortet wird: Eine Flugzeugstaffel aus Nishapur kann ein U-Boot entdecken und wirft mehrere Bomben ab. Treffer! Mit dieser unerwarteten Attacke aus der Luft hat Stalin sicher nicht gerechnet.

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Azrael
24.11.15, 08:42
Endlich eine babylonische Luftwaffe, das wurde ja auch langsam Zeit! Die Ressourcen dürfen nicht nur für Efgenias Traumhochzeit verschleudert werden, sie müssen dem Krieg zugeführt werden, das Weib hat euch doch eh betrogen! :D

Performer
28.11.15, 17:36
Die Sechsziger Jahre - Teil 6 -: Die Hochzeit zu Babylon

Liebe macht blind: Der oberste Genosse Timur Gök hat seiner Efgenia versprochen, die Verlegung der Hauptstadt und die Infiltration des Arbeiterrats durch das Designbüro Μελλοντικές dem Arbeiterrat schmackhaft zu machen. Die Gelegenheit scheint günstig: Zum Ende des Jahrzehnts, also der alles in allem sehr erfolgreichen 1960er Jahren, will Gök den Rat mit frischen Gesichtern verjüngen. Und wie könnte man ein solches Vorhaben besser einleiten als mit einem großen Fest? Die Hochzeit von Efgenia und Timur wird im Hochsommer des Jahres 1969 zu einem landesweiten Ereignis. Nach einer kirchlichen Trauung in der Johannes-Sebastian-Bach-Kathedrale von Samarkand wird das frischvermählte Paar in Babylon empfangen: Er in einem maßgeschneiderten Arbeiteranzug, sie in einem weißen Designerkleid (gesponsert von Μελλοντικές ). Efgenia schwört ihrem Mann ewige Treue, und beide lassen sich von dem uralten "Vater der Nation" Nebukadnezar den Babylonischen Löwen auf die Hände tätowieren. Die Kommentatoren sehen dieses Ereignis als die "endgültige Vereinigung von Babylonieren, Mongolen und Griechen" (der sich, so die Lesart, auch Deutsche und Russen rasch anschließen sollten). Kritischere Stimmen sehen die Hochzeitsfeier als konterrevolutionären, protomonarchischen Kitsch an. Und der prominente Häftling Abacuc Doldusch kündigt wieder ein Enthüllungsbuch an: "Design des Untergangs - Wie Μελλοντικές unseren Staat aufkauft". Aber die Zeiten, da seine Meinung nach Gehör fand, sind lange vorbei.

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Auf der Halbinsel Rhodin läuft unterdessen die Evakuation der letzten Griechen aus Rhodos. Siedler sollen Rhodos in Richtung Athen verlassen. Doch noch im Sommer 1969 schwindet die Hoffnung der Rhodiner, von den dominierenden Deutschen in Ruhe gelassen zu werden. Friedrich der Große lässt ohne Vorwarnung seine Panzer sprechen: Kasnojarsk wird sofort zerstört, Rhodos immerhin noch von dem Panzerregiment aus Athen verteidigt - um dann ebenfalls als rauchende Kulisse des Untergangs zurückgelassen zu werden. Die Halbinsel Rhodin ist damit menschenleer ... und der Deutsche hat wieder einmal seine Unzuverlässigkeit und Zerstörungswut bewiesen. Dass dabei auch wichtige Pläne zur Energienutzung der Kernspaltungverloren gehen, ist eine zusätzliche Schmach ... und höchst gefährlich.

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Auch die Russen werden nicht kriegsmüde: Ein Schlachtschiff aus Wladiwostok versucht die Russische See zu verlassen. Wieder einmal hält die Volksschule von Sumer ihre Stellung - immerhin kann dieses kriegsentscheidende Schiff gerettet werden.

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Die Volksschule zieht sich nun in Richtung Sumerische See zurück. Dort wird nämlich ein U-Boot der Deutschen gesichtet. Will Friedrich etwa die Position der Hauptstadt Babylon auskundschaften? Das wäre in der Tat bedrohlich - denn Babylon ist (wenn auch nur theoretisch) vom Meer aus angreifbar. Ist Efegnia Göks Idee, den Sitz der Zentralregierung nach Argos (auf dem griechischen Festland) zu verlegen, gar keine so dumme Idee?

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Friedrich der Große hat unterdessen sein Ziel erreicht: Weder Russland noch Babylonien konnte sich die Halbinsel Rhodin unter den Nagel reißen. Deswegen reicht er wieder seine Hand zum Frieden. Auch wenn die KPML diesem Menschenschinder nicht mehr über den Weg traut, willigt sie in den Friedensvertrag ein. Und das aus gutem Grund. Denn während Friedrich noch seine falschen Freundschaftsbekundungen herausposaunt, bereitet Timur Gök im Mongolantik einen unerwarteten Coup vor ...

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... denn am 31. Dezember 1969, genau zum Jahreswechsel und zu Beginn der Siebziger Jahre, liefert sich das Schlachtschiff Mutiger Karpfen ein letztes Seegefecht vor Neukudnezia. Ein russisches Kampfschiff wird versenkt - und der lange und gefährliche Transport zum legendären Eiland ist von Erfolg gekrönt. Noch immer harrt dort in der Festung Hammurapa eine kümmerliche Schützeneinheit aus, hungernd, frierend und alleingelassen. Umso überraschter sind die Männer, als ein bestens ausgerüsteter Trupp aus Akkad an die Pforten der Festung klopft. Zwei Artillerien, eine Schütze und ein Musketier sowie die vier Spione Eifer (1), Härte (2), Volkszorn (3) und Bruderschaftlicher Miittagstisch (4) marschieren (rote Fahnen schwenkend) in die Festung: "Wir sind gekommen, den Segen des Kommunismus nach Neukudnezia zu tragen - und dem deutschen Volk die Befreiung von ihrem Unterdrücker zu bringen." Was für ein hoffnungsfroher Ausblick auf das kommende, vielleicht entscheidende Jahrzehnt!

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Performer
30.11.15, 15:18
1970 n. Chr: Die Wahlen zur Grossen Versammlung der Werktätigen

Die Raumfahrttechnologie wurde den Deutschen (und ihrem Ingenieur Wernher v. Braun) entwendet, eine schlagkräftige Einsatztruppe ist in Neukudnezia an Land gegangen - und in Babylonien herrschen gediegene Verhältnisse. Während der 1960er Jahre hat sich die Wirtschaft prächtig entwickelt, demografische Untersuchungen zeigen, dass der Kommunismus weiterhin ein Segen für den Vielvökerstaat ist. Auch die KPML unter Timur Gök scheint fest im Sattel - wäre da nicht seine Gattin, die von vielen als das Unheil schlechthin angesehen wird. Vielleicht spricht da aus vielen auch einfach Neid auf die schöne und selbtbewusste Griechin. Aber sind es die internen Spannungen zwischen Babyloniern, Mongolen und Griechen, die das Friedensprojekt zu Fall bringen könnten? Hat es überhaupt noch Sinn, auf eine Versöhnung mit den Deutschen und Russen zu hoffen, die immer wieder beweisen, dass sie nicht zum Frieden bereit sind?

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Dabei ist das Babylonische Friedensprojekt über die Jahre immer attraktiver geworden. Über 16 Millionen Bürger leben - grösstenteils zufrieden - in dem kommunistische Eldorado. Die Warenproduktion ist enorm, auch das Bevölkerungswachstum ist mit durchschnittlich 4,4 Kindern ein klarer Hinweis auf die positive Grundstimmung. Probleme bereiten nur die hohe Umweltverschmutzung (450 Tonnen im Jahr) und das geringe Grundeinkommen (122 Goldmünzen pro Jahr). Sowohl die Monarchie Deutschland als auch die Dikatatur Russland können auf ein höheres Einkommen und auch eine höhere Zufriedenheit verweisen.

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Auch beim Militär hat Babylon mächtig aufgeholt: 37 Schützenregimente, 3 Panzer- und 7 Arilleriebrigaden sowie 7 mächtige Schlachschiffe und 4 Jägerstaffeln verteidigen Babylon. Das sind zwar immer noch gegenüber Deutschland und Russland verschwindend gering, doch mit Babylon kann sich keine der zwei anderen Grossmächte gefahrlos anlegen.

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Unter diesen Vorraussetzungen wird im Jahr 1970 zu Babylon eine neue Wahl zum Grossen Rat der Werktätigen einberufen. Denn die wichtigen Entscheidungen des kommenden Jahrzehnts kann die verknöcherte KPML nicht mehr alleine fällen - Gök braucht die Zustimmung der Bürger, die im Rätesystem ihre Volksvertreter bestimmen und somit bis in das höchste Gremium Mitsprache haben. Dabei sind vor allem vier Entscheidungen von Belang: Wie eifrig soll der Krieg gegen Deutsche und Russen weiter geführt werden? Soll ein Raumschiff die Oberfläche des Mondes erkunden - das sogenannte Šamaš-Programm - und somit den Startschuss für eine Besiedlung des Weltalls abgeben? Und soll die weitere Verqickung der kommunistischen Banken mit dem Designbüro Μελλοντικές zugelassen, ausgweitet oder zumindest kontrolliert werden? Kann sich überhaupt Timur Gök an der Spitze halten?

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Etwa 100 Volksräte aus allen Landesteilen reisen nach Babylon - und heilloses Chaos herrscht im Prunksaal des Palasts. Nachdem Staatsikone Nebukadnezar feierlich die Versammlung eröffnet hat, beginnen die Debatten. Schnell zeigt sich, wie zerstritten die Räte untereinander sind und wie unklar ihre politischen Präferenzen. Doch noch ist ungewiss, welche der vielen Fraktionen sich auf im Grossen Rat durchsetzen. Im Folgenden sollen sie deshab kurz vorgestellt werden - und ihre Einstellung zu den grossen Fragen, die den Grossen Rat beschäftigen. Dabei sind jeweils ihre Tendenzen zu den Kriegsparteien Deutschland und Russland aufgeführt: Entspannung bedeutet dabei, dass der Krieg maßvoll weitergeführt wird, Krieg hingegen, dass die Anstrengung gegen den Feind verstärkt wird. Eine begeisterte Weltraumpolitik spricht sich dafür aus, das Šamaš-Programm in möglichst vielen Städten voranzutreiben, eine ablehnende Haltung ist dafür, nur eine einzige Stadt für das Šamaš-Programm zuzulassen. In der Finanzpolitik besagt der reformerische Ansatz, dass weiterhin Banken gebaut und das Designbüro Μελλοντικές an den dortigen Standorten geduldet wird; die Skeptiker hingegen werden keine weiteren Banken mehr zulassen, sogar an einigen Orten Banken schliessen und die Macht des Designbüros beschneiden. Bankenaufsicht hingegen will die Macht des Designbüros durch staatliche Finanzbeamte in den Bankenmetropolen beaufsichtigen lassen und Steuern von Μελλοντικές erheben. Jede Fraktion kann sich zudem für einen Stabilitätskurs (Pro Gök) oder eine Abwahl des mongolischen Kommunistenführers aussprechen.
Jene Fraktion, die sich am Ende im Grossen Rat durchsetzen kann (relative Mehrheit), darf zudem weitere Räte nachnominieren und so ihren Einfluss massiv ausbauen. Außerdem kann sie eine unabdingbare Forderung während der 1970er Jahre durchsetzen - oder es zumindest vehement versuchen.

KPML (Gökisten): Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Desinteressiert / Rätesystem: 1 zusätzlicher Rat je glücklichem Bürger / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Kein Frieden mehr mit despotischen Herrschern

Antifaschisten: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Desinteressiert / Rätesystem: 1 zusätzlicher Rat je 20'000 Bürger in Uruk / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Kein Frieden mehr mit despotischen Herrschern

Antimonarchisten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Reformerisch / Rätesystem: 1 zusätzlicher Rat entsprechend der Zufriedenheitsrate in Deutschland / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Kein Frieden mehr mit Monarchien

Antikapitalisten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Skeptisch / Rätesystem: 10 Räte in Städten ohne Banken / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Kein Frieden mehr mit Republiken und Demokratien

Komsomol Babylon [Jugendorganisation]: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Reformerisch / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Rätesystem: 10 Räte entsprechend der Familiengröße / Unabdingbare Forderung: Auflösung veralteter Einheiten

Mardukisten: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Skeptisch / Rätesystem: 1 Rat je 20'000 Bürger in Kish / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Kanalbau bei Ninive

Futuristen (Μελλοντικές): Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Reformerisch / Rätesystem: 10 Räte in Städten mit Banken / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Verlegung der Hauptstadt nach Argos

Sprachentwirrer [Doldusch-Anhänger]: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Skeptisch / Rätesystem: 1 Bürger / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Manhattan-Projekt beschließen und Abacuc Doldusch freilassen

Matrosenräte: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung/ Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Bankenaufsicht / Stabilität: Zufrieden / Rätesystem: 10 Räte je moderner Marineeinheit / Unabdingbare Forderung: Zweite Flotte im Griechischen Meer aufbauen

Werftenräte: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung/ Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Reformerisch / Stabilität: Zufrieden / Rätesystem: 10 Räte je 20'000 Bürgern in Akkad, Timur-Gök-Stadt und Kashgar / Unabdingbare Forderung: Zweite Flotte im Griechischen Meer aufbauen

Soldatenräte: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Krieg/ Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Desinteressiert / Stabilität: Zufrieden / Rätesystem: 1 Rat pro Schützeneinheit / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Neue Militärbasis auf Sumsland

Konsumräte: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Reformerisch / Rätesystem: 10 Räte pro Handelsweg / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Jadeinsel besiedeln

Fortschrittsräte [Wissenschaftselite]: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg/ Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Desinteressiert / Rätesystem: 10 Räte pro Universitätsstadt / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Wissenschaftler in Universiätsstädten beschäftigen

Bauernräte: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Desinteressiert / Rätesystem: 1 Rat pro Siedlereinheit / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Bewässerung und Kornspeicher bevorzugen

Öko-Sozialisten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Skeptisch / Rätesystem: 10 Räte pro Umweltskandal / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Verschmutzung radikal senken (<10)

Werktätige Frauen: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Bankenaufsicht / Rätesystem: Verdoppelung der gewähten Frauenräte / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Solidariät mit mit den deutschen Frauen (Aufkauf der deutschen Stadt Bremen)

Babylonische Nationalisten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Bankenaufsicht / Wirtschaftspolitik: / Rätesystem: 1 Rat je 100'000 babylonische Bürger / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Meerenge zwischen Elippi und Korinth bewachen

Griechische Nationalisten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Krieg / Weltraumpolitik: Ablehnend / Finanzpolitik: Desinteressiert / Rätesystem: 1 Rat je 100'000 griechische Bürger / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: 3 weitere Arbeiter in Griechenland

Mongolische Nationalisten: Russlandpolitik: Krieg / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Begeistert / Finanzpolitik: Bankenaufsicht / Rätesystem: 1 Rat je 100'000 mongolische Bürger / Stabilität: Abwahl Timur Gök / Unabdingbare Forderung: Verlegung der Hauptstadt in die Mongolei

Nationale Minderheiten: Russlandpolitik: Entspannung / Deutschlandpolitik: Entspannung / Weltraumpolitik: Desinteressiert / Finanzpolitik: Reformerisch / Rätesystem: 1 Rat je 20'000 Bürgern in Tenochtitlan und China / Stabilität: Zufrieden / Unabdingbare Forderung: Verlegung der Hauptstadt nach Tenochtitlan


https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815245

Ab sofort können sich die Räte einer Fraktion anschliessen. Es darf jeden Tag gewählt werden - und soviele Fraktionen, wie man will. Mindestens 200 Räte müssen zusammenkommen, damit die Wahl beendet wird - am 6. Dezember werden die letzten Ratsstimmen ausgewertet. Danach steht die stärkste Fraktion fest und kann weitere Räte nachnominieren. Sämtliche Räte stimmen dann über die genannten Politikfelder ab und verhalten sich dabei gemäß ihrer Fraktion.

Klingt kompliziert? Keine Sorge, es ist noch viel komplizierter: Denn wie die tatsächliche Fraktionsstärke aussieht, bestimmt auch die Debattenkultur, die während der Ratsversammlung herrscht. Es ist nämlich möglich, dass einzelne Räte durch gutes Zureden, Erpressung oder nackte Gewalt in eine andere Fraktion überwechseln.

Und so wirkt sich die Stimmung, die während der Wahl vorherrschend ist (relative Mehrheit), am Ende auf das Ergebnis aus (wobei immer aufgerundet wird, also mindestens 1 Rat der Fraktion betroffen ist):

Faire Debatten - Jeweils 5 % der Räte einer Fraktion laufen zur nächstschwächeren Fraktion über
Hauen und Stechen - Die zweitstärkste Fraktion verliert 25 % ihrer Räte durch massive Unterdrückung
Maximalismus - Jeweils 5 % der Räte einer Fraktion laufen zur nächststärkeren Fraktion über
Intrigant - Die zweitstärkste Fraktion kann 10 % der Räte der stärksten und 15 % der Räte der nächstschächeren Fraktion auf ihre Seite ziehen
Euphorisch - Die zwei stärksten Fraktionen können ihre Position entsprechend der Vorgabe ausbauen
Unterdrückerisch - Alle Fraktionen bis auf die drei stärksten verlieren 10 % ihrer Räte durch massive Unterdrückung
Sektiererisch - Die drei schwächsten Fraktionen ziehen je 10 % der drei stärksten Fraktionen auf ihre Seite

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815247

Das bedeutet also: Nichts ist gewiss, alles ist im Wandel. Willkommen im kommunistischen Babylon während der Siebziger Jahre. Stimmt fleissig ab. Bis zum Sonntag, den 6. Dezember 2015, werden die Räte bestimmt und das "Stimmungsbarometer" gemessen. Jeden Tag darf 1 x abgestimmt werden., bei den Räten soviele Stimmen wie gewünscht, beim Stimmungsbarometer wird eine einfache Stimme abgegeben. Stimmt fleissig mit! Und da die Wahl offen erfolgt, werde ich über die neusten Entwicklungen bei der Ratssitzung regelmässig berichten ...

Wahl des Grossen Rats der Werktätigen: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565ae212e4b00f0329a3bbab
Stimmungsbarometer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565b05c3e4b00f0329a3bc14

Stupor Mundi
30.11.15, 15:36
Ist es beabsichtigt, dass die Sprachentwirrer und die Matrosenräte doppelt kandidieren?

Performer
30.11.15, 15:45
Oh, das ist ein Versehen ... ich zähle die Stimmen am Ende zusammen

Kardinalinfant
30.11.15, 15:53
Ist es beabsichtigt, dass die Sprachentwirrer und die Matrosenräte doppelt kandidieren?

Ja, das maximiert deren Stimmen. Zumindest bei denjenigen, die nach dem Zufallsprinzip wählen, erhöhen sich die Chancen auf eine Stimme für diese beiden Fraktionen. Und im allgemeinen Chaos der vielen verschiedenen Fraktionen geht das auch noch unter (wenn ihr werter Stupor Mundi nicht gleich auf den Schwindel gekommen wärt). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt :D

Performer
30.11.15, 16:09
Man kann durchaus taktisch wählen ... bin mal gespannt, wer sich durchsetzt.

Performer
30.11.15, 16:33
Erstaunlich: die Monglischen Nationalisten führen - und die Efgenia-Fans (Futuristen) können gut mithalten. Auch die Debattenkultur ist bislang ausgewogen, auch wenn sektierische und krawallige Stimmen laut werden.

Diese Ratssitzung wird in die Geschichte eingehen ...

Azrael
30.11.15, 19:54
Gebt es doch zu, ihr wollt nur Just Cause 3 in Ruhe ab Morgen für ein paar Tage spielen :D

Performer
30.11.15, 20:33
Dir gefällt unser herrliches Rätesystem nicht? :mad:

Azrael
30.11.15, 20:39
Nein, aber dass jetzt 6 Tage Tagungspause ist wegen der Räte fällt zufälligerweise auf den morgigen Release von Just Cause 3... Zufall? Ich glaube kaum :D

Performer
01.12.15, 08:46
Euphorische Stimmung auf der Ratsversammlung in Babylon

Die Wahlen zur Versammlung der Werktätigen in Babylon sind bislang friedlich verlaufen. Die euphorische Stimmung der aufeinandertreffenden Räte scheint sich auf sämtliche Beteiligte zu übertragen. Das mag vor allem an der unerwarteten Stärke der Jugendorganisation Komsomol Babylon liegen, die bereits jetzt 32 Räte und damit die stärkste Fraktion stellt - die sich verjüngende Bevölkerung spiegelt sich in dieser Entwicklung. Auch die mardukistischen Kräfte der Ära Enkidurt (30) und die babylonischen Nationalisten (18) sind gut vertreten, ebenso die mongolischen Nationalisten (30). Die treuen Anhänger Timur Göks aus der KPML haben hingegen noch Schwierigkeiten, sich Gehör zu verschaffen (11), während die Futuristen - und damit enthusiastische Fans des Designbüros Μελλοντικές - etliche Vertreter schmier ... äh ... auf ihre Seite ziehen konnten (24). Überraschend schwach: Die griechischen Nationalisten (2), antimonarchistische Kräfte (ebenfalls 2) sowie die Werftarbeiter (3).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815248

Doch das sind alles nur Momentaufnahmen: Es werden weitere Räte entsandt. Auf nach Babylon, Genossen!

Wahl des Grossen Rats der Werktätigen: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565ae212e4b00f0329a3bbab
Stimmungsbarometer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565b05c3e4b00f0329a3bc14

Performer
02.12.15, 10:03
Maximalistische Ansichten prägen die Versammlung

Tag 2 der Wahlen zum Grossen Rat der Werktätigen: Angesichts des heillosen Chaos herrscht bei den bislang gewählten Räten eine maximalistische Haltung (22 %) - frei nach dem Motto: Teile und herrsche. Doch welche Fraktion kann die meisten Räte auf sich vereinen? Erstaunlicherweise führen bislang die vorkommunistischen Mardukisten, die den Machtverlust nie verwunden haben (96 Räte). Auch die Mongolischen Nationalisten (84 Räte) sowie ein starker Antifaschistischer Block (72 Räte) äußern sich lautstark und vehement - ganz zu schweigen von den Futuristen (76 Räte), die nach einem Spontanauftritt der in einem raffiniert-rotem Kleid gewandeten Efgenia Gök ganz aus dem Häuschen sind. Bei den Jugendlichen von Konsomol Babylon schwindet allmählich der Eifer (52 Räte), während Natationale Minderheiten auftrumpfen (60 Räte) - und die griechischen Nationalisten weiterhin ohne jede Relevanz sind (2 Räte).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815249

Noch aber sind nicht alle Räte in Babylon eingetroffen - der Palast fast weitaus mehr als bislang 728 Räte. Buch dein Ticket jetzt, Genosse.

Wahl des Grossen Rats der Werktätigen: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565ae212e4b00f0329a3bbab
Stimmungsbarometer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565b05c3e4b00f0329a3bc14

Performer
05.12.15, 10:39
Euphorische Stimmung hält an

Endspurt der Wahlen zum Grossen Rat der Werktätigen: Auch wenn maximalistische Tendenzen und ein grosser Wille zur fairen Debattenkultur nach wie vor stark sind (je 18 %), ist die vorherrschende Stimmung durch schiere Euphorie gekennzeichnet (32 %). Stark bleiben die nationalistischen Kräfte - vor allem die Mongolen trumpfen auf mit 333 Räten. Auch die Griechischen Nationalisten haben ihre Zurückhaltung überwunden (138 Räte), während die Nationalen Minderheiten selbstbewußt auftreten (264 Räte). Die Babylonischen Nationalisten hingegen sind schwach vertreten (114 Räte) - der Wille der babylonischen Mehrheit scheint sich eher in den Reihen der Mardukisten zu versammeln (244 Räte). Besonders bemerksnwert aber ist die Stärke der Futuristen, die unter dem Banner ihres "Poster-Girls" Efegnia Gök für kapitalistische Reformen einstehen (260 Räte).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815250

Werden die letzten zwei Tage noch etwas am Endergebnis drehen? Morgen (Sonntag) wird am Abend (18 Uhr) der Sack zugemacht - und das Ende der Regierung Gök könnte schneller kommen, als manch einem lieb ist.

Wahl des Grossen Rats der Werktätigen: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565ae212e4b00f0329a3bbab
Stimmungsbarometer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=565b05c3e4b00f0329a3bc14

Kurfürst Moritz
06.12.15, 19:39
Die Wahlen sind beendet. Wann ist denn mit den Ergebnissen zu rechen? Müssen da etwa noch in gewissen sudöstlichen Wahlkreisen die Ergebnisse per Hand ausgezählt werden? ;)

Performer
06.12.15, 21:18
Die Wahlen zum Grossen Rat der Werktätigen sind beendet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815253 https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815254


Eine ausführliche Analyse folgt in Kürze.

Performer
07.12.15, 09:24
Lasst 3200 Blumen blühen: Der Rat der Werktätigen

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815628

Die langwierige Wahl zum Großen Rat der Werktätigen ist vorbei - und ihr Ergebnis ist ein herber Rückschlag für den babylonischen Kommunismus. Von den insgesamt 3141 Räten bekannten sich etwa 38,5 % (1229 Räte) zu einer der nationalistischen Fraktionen. Vor allem die Mongolen zeigten offen ihr rückwärtsgewandtes "khanisches" Denken: Mit 450 Räten stellten sie die stärkste Fraktion (14 %) und können deshalb weitere Räte für Babylon nachnominieren: 1 Rat für je 100'000 Einwohner der Mongolei. Da dort 5,9 Millionen Menschen leben, wurden 59 weitere Räte für die Große Volksversammlung zugelassen - und die letztendliche Größe des Rats liegt bei erstaunlichen 3200 Köpfen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815630

Lasst 3200 Blumen blühen ... die Zusammensetzung des Rats war für etliche Beobachter erstaunlich. Die Mongolischen Nationalisten kommen mit den Nachnominierungen auf 509 Räte und bilden damit einen äußerst starken Block. Als zweitstärkste Fraktion etablierten sich zum Erstaunen aller die mardukistischen Kräfte des vorkommunistischen MP-Regimes mit 379 Räten. Dank der euphorischen Debattenkultur, die sich bis zum Ende hielt (26 %), können diese beiden starken Fraktionen ihre Hauptanliegen durchsetzen: Die Verlegung der Hauptstadt in die Mongolei, wobei die "Stadt des Turms" Buchara der alten Khan-Metropole Samarkand vorgezogen wird - schon allein aufgrund ihrer hohen Bevölkerungszahl (1,05 Millionen Bürger) ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815625

... und die von den Mardukisten geforderte Gründung eines Kanals bei Ninive, um damit dem langjährigen Staatschef N.F. Enkidurt ein ewiges Denkmal zu setzen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815627

Ebenfalls stark vertreten ist die Fraktion der Nationalen Minderheiten (351 Räte), noch vor den babylonischen (189 Räte) und griechischen Nationalisten (171 Räte). Deutlich ist damit vor allem: Babylonien bleibt stark im völkischen Denken verhaftet. Für kommunistisch-idealistische Kräfte votierten lediglich 803 Räte (25 %), wobei vor allem die KPML selbst nur 85 Räte entsenden konnte. 769 Räte und damit 24 % des Rats lassen sich sogar eindeutig einem konterrevolutionären Lager zuordnen, darunter Mardukisten, Dolduschisten (Sprachentwirrer) und Futuristen, die mit ihrem "Poster-Girl" Efgenia Gök eine kapitalistische Wende anstreben (340 Räte). Bürgerliche Kräfte (Konsumräte, Öko-Sozialisten und die professorale Elite aus Sumer vereinten immerhin 399 Räte (12,6 %) hinter sich. Damit ist wohl eines der Ergebnisse dieser Wahl: Der Kommunismus ist keineswegs so tief im Volk verankert wie bislang gedacht.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/Bekmambetov_2009.jpg

Stabilität Gök bleibt: 1721 (53,78 %)
Stabilität Gök geht: 1479 (46,22 %)

Eine bittere Erkenntnis für KPML-Chef Timur Gök, der nun die Quittung für die Eskapaden seiner jungen Gattin bekommt. Immerhin kann er sich am Ruder halten: 1721 der Räte und damit 53,78 % des Rats sprachen sich für einen Stabilitätskurs aus. Nur 1479 Räte (46,22 %) forderten die Ablösung Göks. Er kann trotz eines nicht gerade berauschenden Ergebnisses die Geschicke Groß-Babyloniens weiter leiten. In der Außenpolitik hielten sich Tauben und Falken die Waage - mit einer strengeren Note gegenüber dem russischen Erzfeind. Stalins Marine muss weiterhin bekämpft werden, auch einen offensiveren Kurs empfiehlt der Rat. Gegenüber Deutschland möchte der Rat hingegen die Situation entspannen. Nach einer (hoffentlich erfolgreichen) Invasion Neukudnezias sollen deshalb Friedenssignale der deutschen Regierung nicht ignoriert werden.

Russland Krieg: 1628 (50,87 %)
Russland Entspannung: 1572 (49,13 %)

Deutschland Entspannung: 2494 (77,94 %)
Deutschland Krieg: 706 (22,06 %)

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815626

Die Machenschaften des Designbüros Μελλοντικές aus Argos finden hingegen ein jähes Ende: Die Skeptiker einer weiteren Kapitalisierung Babyloniens sprechen sich gegen weitere Bankengründungen aus (die alten werden großzügig beibehalten). Ein herber Rückschlag für Μελλοντικές und Efgenia Gök, die nun wohl auf "Tauwetter" in Babylonien hoffen müssen.

Wirtschaft Skeptisch: 935 (29,22 %)
Wirtschaft Bankenaufsicht: 883 (27,6 %)
Wirtschaft Reform: 830 (25,93 %)
Wirtschaft neutral: desinteressiert 552 (17,25 %)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9a/%C5%A0ama%C5%A1_%28Utu%29.jpg

Babylonien und der Weltraum: Hier ist die Begeisterung der Räte ungebrochen. 1653 Räte und damit 52,66 % der Versammlung sind für eine rasche Erkundung der Mondoberfläche, sprich: für den Bau des Šamaš-Projekts. Die 511 Skeptiker sind klar unterlegen (15,69 %), der Block der Desinteressierten klatscht die Entscheidung für das Šamaš-Projekt ab. Dieses wird in den Städen Samarkand, Babylon, Sumer, Uruk, Karakorum und Täbris vorangetrieben. Welche Stadt wird zuerst ein Raumschiff zur Erkundung der Mondoberfläche fertigstellen?

Weltraum begeistert: 1653 (52,66 %)
Weltraum skeptisch: 511 (15,69 %)
Wirtschaft desinteressiert: 1036 (22,36 %)

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815629

Performer
09.12.15, 10:29
Die Siebziger Jahre - Teil 1 -:Wildwechsel

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815631

In Babylon fauchen sich die Volksräte an, doch die Babylonier, Mongolen, Griechen, Chinesen und Azteken blicken gelassen auf das kommende Jahrzehnt. Die Siebziger Jahre haben begonnen, und alles scheint bislang beim Alten zu bleiben. Timur Gök ist weiterhin im Amt, auch wenn er angeschlagen ist - und das Designbüro Μελλοντικές muss zwar seinen Kurs der Kapitalisierung zurückstellen, kann jedoch auf eine Stärkung seiner Macht zählen. Von Russen und Deutschen droht keine ernsthafte Gefahr, und die neue Begeisterung für den Weltraum ist bislang nur technikaffine Schwärmerei. Für einen kurzen Schrecken sorgt eine Meldung aus Sumer, dass ein deutsches U-Boot in der Sumerischen See gesichtet wurde. Spionieren die Deutschen gar das Herzland Babyloniens aus - trotz des vereinbarten Friedens? Ein Schlachtschiff aus Sumer, die Eule, patroulliert deshalb in der Nähe des U-Bootes, um Friedrich auf diese Weise eine deutliche Warnung zukommen zu lassen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815632

Die Mardukisten nehmen dies zum Anlass, den Kanalbau bei Ninive voranzutreiben. Endlich soll eine Verbindung zwischen Graecifik und Chinesischem Meer geschaffen werden. Der Kanal verbindet zwei Seitenarme des Nigris und wird zu Ehren des verschollenen Staatschefs N.F. Enkidurt der Enkidurtkanal getauft ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815633

... wobei die wortführenden Monglischen Nationalisten lästern, dass doch das Dreistromland für Babyloniens Zukunft "ohne Belang" sei und der Kanal völlig überflüssig. Doch die Mardukisten lassen sich nicht von ihrem Plan abbringen. Wann wird wohl das erste Schiff über den neuen Kanalweg zwischen den Meeren übersetzen?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f4/Dragets_kanal_01.jpg/800px-Dragets_kanal_01.jpg

Performer
10.12.15, 16:42
Die Siebziger Jahre - Teil 2 -: Sklaven des Erfolgs

Beflügelt von ihrem enormen Erfolg bei den Rätewahlen gönnen sich die Futuristen aus Argos - ein gewisses Designstudio steht hinter ihrem quasikapitalstischen Programm - eine üppige Investition: "Saubere Energie für Argos" wird den griechischen Bürgern versprochen. Ein Wasserkraftwerk soll die industrielle Leistung der Finanzmetropole stärken. Ein landesweit übertragener Clip zeigt Efgenia Gök, die in kristallklarem Wasser badet. Zumindest in Argos sind die (männlichen) Einwohner völlig aus dem Häuschen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815637

Anders ist die Lage in Akkad, dem ehrwürdigen Hafen bei Samarkand. Dort kreuzen noch immer die Schiffe von Stalins Marine. Zwar wagen sie keinen weiteren Angriff auf Akkad, doch sie sammeln ihre Kräfte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie losschlagen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815635

Auch bei Nippur wird ein russischer Kreuzer gesichtet, der wohl die Hafenanlage ausspähen soll. Und kein babylonisches Schlachtschiff weit und breit ... ein einsames U-Boot durchmisst unterdessen das Nordmeer bei Sumsland. Dieser Teil der Welt ist bislang unbekannt. Doch sollte Stalin diese Route nutzen, könnten seine Schiffe gar bis nach China oder ins Dreistromland gelangen - was unbedingt verhindert werden muss.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815634

So eklatant die Schwäche der babylonischen Marine ist, so glorreich ist die Armee des kommunistischen Vielvölkerstaats. Es empfehlen gar Militärberater in Babylon, dass dringend veraltete Einheiten aufgelöst werden sollten, da sonst neuere Truppenteile aus logistischen Gründen nicht bewilligt werden können. Was hat diese Warnung wohl zu bedeuten?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815636

Performer
11.12.15, 18:12
Na, liest hier überhaupt noch jemand mit? :???:

Hjalfnar
11.12.15, 18:56
Na klar! Mehr von Effi, büdde. :D Ihr wisst doch, Sex sells!

Azrael
11.12.15, 20:01
Ich lese gespannt mit, aber wenn ich nichts großartig zu kommentieren oder fragen habe, kommentier und frage ich nichts und drücke still die Daumen!

Andauernd "Toll, weiter so" oder ähnliches zu schreiben ist ja auch irgendwie blöd :D

Stupor Mundi
12.12.15, 02:26
Na klar! Mehr von Effi, büdde. :D Ihr wisst doch, Sex sells!

Ja, warum wird der Klipp zwar landesweit gesendet, aber uns vorenthalten??

Kardinalinfant
12.12.15, 11:06
Na, liest hier überhaupt noch jemand mit? :???:

Keine Sorge, wir sind auch noch voll dabei! :)

Apropos, wann geht es denn weiter? Und wir würden gerne mal wieder über etwas abstimmen :top:

Allenthalben
12.12.15, 11:10
Auch wir lesen immer interessiert mit.
Nicht abschrecken lassen von wenigen Wortmeldungen!
Das kennen wir in unseren Berichten auch zur Genüge, das hat nichts zu heißen.

Performer
12.12.15, 12:07
Na es wurde doch gerade REICHLICH abgestimmt ... ;)

Performer
12.12.15, 14:03
Die Siebziger Jahre - Teil 3 -: Spion für Babylon

Februar 1971: Auf der fernen Insel Neukudnezia hält sich in der am Meer gelegenen Festung Hammurapa der Tross des Kommunistisch-Babylonischen Geheimdienstes (KBG) bereit. Unter großen Mühen wurden Schützen, Musketiere und Artillerien an den Patroullien der Russen vorbeigeschleust, um die Festung neu zu besetzen. Die verschlafenen Schützen, die dort seit Jahrzehnten die Stellung hielten, trauen ihren Augen nicht: Die vier Geheimagenten Eifer, Härte, Volkszorn und Bruderschaftlicher Mittagstisch planen eine erneute Erkundung der Insel.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/43/Golubac.JPG/640px-Golubac.JPG

"Zwecklos", raunt der altgediente Kommandant der Festung. "Neukudnezia ist tot und verlassen. Hier leben nur noch ein paar Bergziegen ..." --- "Und die Nabopolassar- und Ishtar-Festung?", hakt der Spion Eifer nach. "Wann habt ihr sie zuletzt durchsucht?" -- "Äh ... zu gefährlich ... die Deutschen", nuschelt der Kommandant. -- "War ja klar", höhnt Spion Volkszorn. "Demokratisch verweichlicht ... jetzt weht hier ein anderer Wind. Ich wette, daß Friedrich auf Neukudnezia mehrere Außenposten gegründet hat. Und die Russen lauern ebenfalls im Meer." -- "Korrekt, Genosse". ruft Spion Bruderschaftlicher Mittagstisch. "Ich würde sagen: Einen kräftigen Eintopf, dann geht's los."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815643

Während vor der Küste Neukudnezias die Schlachtschiffe Mutiger Karpfen und Schraubenschlüssel der Mongolei für Ordnung sorgen - ein Kreuzer der Deutschen wird (wegen des Waffenstillstands) vorsichtig eskortiert, ein russisches Schlachtschiff hingegen kurzerhand versenkt -, bricht Spion Eifer in Begleitung eines Musketiers auf. Und tatsächlich: Zwei deutsche Außenposten hat Friedrich auf Neukudnezia gegründet: Köln nahe der Festung Nabopolassar, und im Süden Nürnberg nahe der Ishtar-Festung. Zudem sind Arbeiterkolonnen damit befasst, Neukudnezia urbar zu machen. Verstohlen schleicht sich Eifer in die Isthar-Festung und bezieht dort seinen Horchposten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815645

Doch die Aktivitäten der KBG sind Friedrich dem Großen nicht verborgen geblieben. Er sieht sein Projekt "Friedrichsland" (so nennt er Neukudnezia in deutscher Verblendung) in Gefahr. Bei Nippur attackiert ein Kreuzer ohne formale Kriegserklärung einen deutschen Strassenarbeiter und vernichtet ihn. Auch bei Sumer geht das dortige U-Boot zum Angriff über - scheitert jedoch daran, das Schlachtschiff Eule zu versenken. Dennoch: Diese feige Attacke wird nicht ungesühnt bleiben!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815644

Mutiger Karpfen kann nördlich von Neukudnezia gleich zwei deutsche Kreuzer ausmachen, sie jedoch nicht im Manöver zum Kampf zwingen. Derweil wird die Artillerie der Festung Hammupara flott gemacht und rückt auf Köln vor - während die Agenten vor allem nach Spuren deutscher Technologien stöbern, die sich beim Wettlauf nach den Sternen als hilfreich erweisen können.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815646

Osulf
12.12.15, 17:44
Kann leider grad nicht reppen. :(

Azrael
12.12.15, 22:40
Da war der Deutsche aber fleißig, was sind eure Pläne? Könnt ihr die Städte irgendwie einnehmen oder übernehmen, z.B. durch einen kommunistischen Befreiungsschlag?

Performer
13.12.15, 01:51
Erst mal will ich die fehlende Tech dort abstauben ... "Plaste" brauche ich noch für den Weltraum. :) Dann sehen wir weiter ... aber kann ich Köln und Nürnberg überhaupt halten?

Azrael
13.12.15, 10:59
Mit einer dauerhaften Marinepräsenz und Jägern vor Ort sicherlich, dann könnt ihr Gefahren aus der See und aus der Luft abwehren und die Insel kann euch als vorgeschobene Basis dienen.
Ihr könntet z.B. selbst die deutschen Städte bombardieren, das dürfte Friedrich schwächen.

Performer
13.12.15, 12:06
Ja, aber ich muß die Bomber bis nach Neukudnezia bringen - und Stalins Marine ist einfach MÖRDERISCH.

Performer
14.12.15, 12:26
Die Siebziger Jahre - Teil 4 -: Plastische Erkenntnis

Friedrich der Große hat wegen Neukudnezia den Frieden gebrochen - und für die Bomben, die einen harmlosen Straßenarbeiter auf der Halbinsel Nippurim trafen, soll er bitter bezahlen. Doch Babylon wird dieses Mal nicht das Schwert führen, sondern sich mit dem Schlapphut tarnen. Der erste Streich erfolgt in der Siedlung Köln, die Friedrich im Norden von Neukudnezia errichtet hat: Spion Volkszorn schleicht sich aus der Festung Hammurapa, um sich als Hamburger Teehändler zu tarnen. Als solcher kann er sich in die aufstrebende Stadt Köln schmuggeln - und just dort findet ein Treffen deutscher Fabrikanten statt. Es heißt, sie wollen Neukudnezia zu einem großen Drehkreuz des internationalen Flugverkehrs ausbauen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815651

Dank gefälschter Papiere kann Volkszorn an der Konferenz teilnehmen. Dort sperrt er seine Ohren auf - und nach wenigen Tagen sogar in einem Safe wichtige Pläne stehlen, die den Stand der fortgeschrittenen deutschen Flugzeugtechnologie wiedergeben. In Sumer können sich die Wissenschaftler schon einmal die Hände reiben.

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Auch Spion Eifer ist nicht untätig. Im Jahr 1972 schmuggelt er sich aus seinem Horchposten, der verlassenen Ishtar-Festung, und entdeckt eine neue Lieferung vom deutschen Festland, die für die Stadt Nürnberg im Süden Neukudnezias bestimmt ist.

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Und das beinhaltet die Lieferung: Töpfe, Schüsseln, Geschirr aus einem seltsamen, knallbunten Material ... offenbar haben die Deutschen einen Weg gefunden, Erdöl zu dem neuartigen Stoff Plaste zu verarbeiten. Spion Eifer lässt in Nürnberg ein Dossier mitgehen, dass detailliert den Herstellungsprozess beschreibt.

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Noch nicht abzusehen ist die Erfolgsgeschichte des Materials: In den kommenden Jahren wird ganz Babylonien den Segen der Plaste erfahren und das Volk glücklich über zahllosen farbenfrohen, billigen und die Umwelt enorm belastenden Tand sein. Doch vor allem die Weltraumtechnologie kann jubilieren, denn dieser Werkstoff fehlte noch für künftige Missionen in das unbekannte All.

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Azrael
14.12.15, 13:00
Technologiediebstahl geht instant, sobald der Spion in der Stadt eintrifft? Was für ein Luxus, in Civ 5 muss man immer ewig warten, bis ein Spion eine Technologie klaut :D

Performer
14.12.15, 13:11
Ja, aber man kann nur einmal in einer Stadt stehlen ... es sei denn, sie wechselt wieder den Besitzer. :D

Jorrig
14.12.15, 13:21
Technologiediebstahl geht instant, sobald der Spion in der Stadt eintrifft? Was für ein Luxus, in Civ 5 muss man immer ewig warten, bis ein Spion eine Technologie klaut :D

Aus dem Grund hat man es auch geändert. Man kann sich dagegen vor allem auch gar nicht wehren. Es kostet meines Wissens nicht einmal Geld. Nur der Diplomat ist dann weg, wenn ich mich recht erinnere. Jedenfalls eine sehr kluge Strategie. Nun könnt Ihr endlich Bomber bauen!

Performer
14.12.15, 15:16
Naja, eigentlich finde ich das in Civ gut gelöst: Man kann auf diese Weise auch noch technologisch zum Gegner aufschließen. In späteren Civteilen hat man kaum die Möglichkeit, sich als "Unterlegener" wieder nach vorne zu kämpfen.

Montesquieu
14.12.15, 16:18
Wunderbarer AAR! Lese immer mal wieder mit. :D

Private_S
14.12.15, 22:49
Unglaublich. Bruderschaftlicher Mittagstisch.

Performer
16.12.15, 09:00
Die Siebziger Jahre - Teil 5 -: Nur ein Wort

Babylons Spione sind auf Neukudnezia im Dauereinsatz - doch auch Mutiger Karpfen wird nicht müde, rund um die Insel der Hammurapa für Ordnung zu sorgen. Die deutschen Schiffe sind vorläufig nicht zu sehen, wohl aber ein russisches Schlachtschiff. Der Karpfen pirscht sich heran und sorgt für neue Luftbläschen auf der Wasseroberfläche.

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Derweil entscheidet sich der Agent Eifer für einen direkten Einsatz in der Stadt Nürnberg (im Süden von Neukudnezia). Eine Artillerie wird in die Ishtar-Festung beordert, die mit wenigen Schüssen die stationierten Schützen der Deutschen zur Kapitulation zwingt. Und dann: Stille. Nürnberg wird ohne weiteres Federlesen besetzt ...

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... während in Argos das Designbüro Μελλοντικές die Fertigstellung des Wasserkraftwerks feiert. Dies führt in Shanghai zu Protesten. Denn auf der Eröffnungsfeier trägt Efgenia Gök kostbaren Jadeschmuck, den traditionelle Chinesen als uraltes Kulturgut ihres Volks erkennen.

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Die KPML unterdrückt die Proteste in Shanghai rasch. Ebenso lässt die Kommunistische Partei ein weiteres Friedensangebot der Russen verstreichen, die am Horn von Swerdlowsk wieder einmal die Friedenspfeife rauchen wollen. Doch Stalin traut in Babylon niemand mehr über den Weg ...

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... und das nicht ohne Grund, wie noch im selben Jahr ersichtlich wird: Ein russischer Kreuzer erscheint aus dem Nichts in der Nähe der Sumerischen See und bombardiert Korinth. Wenn auch ohne Erfolg: Die Abwehrkanonen züchtigen ihn mit griechischem Stolz. Frieden? Nur ein Wort, das allmählich seine Bedeutung verliert.

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Performer
19.12.15, 11:09
Die Siebziger Jahre - Teil 6 -: Unser Turm Buchara

Der neue Waffengang wider Deutschland führt zu einem schmerzhaften Verlust im Graecifik: Das berühmte Schlachtschiff Volksschule von Sumer, das über Jahrzehnte hinweg die Seeoperationen beschirmt hat, läuft einem Kreuzer der Deutschen vor Athen in die Falle und wird ausmanövriert. Damit befindet sich nun kein Großschiff mehr vor der griechischen Küste - eine gefährliche Situation.

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Auf Neukudnezia wird nun auch Köln kurzerhand von den Babyloniern übernommen. Während Bruderschaftlicher Mittagstisch die Operation aus der Festung Hammurapa befehligt, schießt die Artillerie Köln sturmreif, und der entsandte Musketier marschiert im Jahr 1973 ein.

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275 Goldstücke werden beschlagnahmt, und die Bewohner von Köln als neue Bürger des Babylonischen Friedensprojektes begrüßt. Die Insel der Hammurapa ist endlich wieder in babylonischer Hand. Doch wird die KPML die zwei Städte gegen RUssland und Deutschland verteidigen können? Darüber muss in erster Linie der Rat der Werktätigen entscheiden.

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Dies wird er jedoch nicht mehr aus Babylon. Denn Herbst 1973 wird offiziell die mongolische Stadt Buchara zur neuen Hauptstadt bestimmt. Dies haben die führenden mongolischen Nationalisten schon lange angestrebt: Die Gewichte des Reichs haben sich schon seit langem in die Mongolei verschoben. Und Babylon erscheint vielen durch seine Küstenlage als nicht sicher genug. Samarkand hingegen schied als einstiger Sitz des verfluchten Dschingis Khan aus. Buchara hingegen liegt auf "halber Strecke" zwischen Babylonien und der Mongolei, ist eine aufstrebende Metropole und verkörpert für viele die perfekte Symbiose von Babyloniern und Mongolen.

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Ein neuer Volkspalast wurde ebenfalls errichtet. Der dortige Sitzungssaal ist in der Lage, die enorme Zahl der Räte aufzunehmen ... auch wenn die Sitzungen stets in einem gewaltigen Chaos enden.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/82/GreatHall_auditorium.jpg/640px-GreatHall_auditorium.jpg

Vor allem aber steht in Buchara der berühmte Turm, den Dschingis Khan einst hier errichten ließ. Ursprünglich als Leuchtturm geplant, war dieser in einer Stadt im Binnenland völlig unnütz - und wurde gerade deshalb zum Symbol eines Volks, das "nach den Sternen greift". Den Mongolen war dies unter dem Khan nicht vergönnt. Doch als Teil des Babylonischen Friedensprojekts kann dieses Vorhaben gelingen - und dank der Weltraumtechnologie, die den Völkern neue Perspektiven eröffnet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815660

Performer
22.12.15, 12:34
Die Siebziger Jahre - Teil 7 -: Kehrtwende

Mit der Einnahme von Köln und Nürnberg stehen Friedrich der Große und seine Deutschen unter starken Druck: Babylon hat seinen Anspruch auf die Insel der Hammurapa bekräftigt, und Stalin rüstet derweil hoch, was das Zeug hält. Das wiederum bekommen auch die Babylonier zu spüren: Am Horn von Swedlowsk bringt Stalin seine Artillerien in Stellung. Doch ein Transportschiff aus Kish - befehligt von hochrangigen Mardukisten - verstärken die "einsame Wacht" im Gebirge von Swedlowsk mit zwei eigenen Artillerien und einem Arbeiter/Siedler, der eine Festung anlegen soll. Diesen Stachel im russischen Fleisch wollen die Mardukisten allzu gerne beibehalten.

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Das ist auch nötig: Stalin selbst plant grossangelegte Landungsmanöver. Im Eismeer nördlich von Sumsland entdeckt das entsandte U-Boot eine Transporterflotte. Ihr Ziel: Das Dreistromland - ganz eindeutig. Die Nordarmee wird abgefangen, 10 russische Invasionsregimenter versinken im Eismeer.

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Die russische Bedrohung sorgt für eine strategische Kehrtwende. Als Friedrich der Große die Babylonier um eine Unterredung bittet, willigt Timur Gök ein. Die Gespräche fädelt das Designbüro Μελλοντικές ein: Ein Händler aus Argos geht bei Bremen an Land und vermittelt einen Waffenstillstand mit dem deutschen König.

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Nicht nur das: Gegen die Zahlung von 100 Goldmünzen lässt sich Friedrich sogar auf einen Waffengang gegen Stalin ein. Der babylonischen Hoffnung, dass sich Deutsche und Russen blutdürstig aufeinander stürzen, wird damit neue Nahrung gegeben.

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Nun steht plötzlich Stalin mit dem Rücken zur Wand. Die Deutschen erklären ihm den Krieg, und Mutiger Karpfen versenkt wieder einmal einen russischen Kreuzer. So sieht die außenpolitische Lage im Jahr 1973 wieder rosiger aus.

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Azrael
22.12.15, 14:04
Sind 10 Einheiten für den Russen viel? Es wirkt generell auf mich, als ob man in Civ 1 ein größeres Militär unterhalten kann als in Civ 5.

Performer
22.12.15, 15:02
Ja, das ist wohl so. Aber es erreicht niemals die "Gigantenheere" von Civ2 oder Civ4.

Performer
23.12.15, 16:07
Die Siebziger Jahre - Teil 8 -: Efgenia will shoppen gehen

10 Einheiten wurden im Nordmeer versenkt. Doch Stalin backt größere Brötchen: Das U-Boot aus Peking entdeckt im Folgejahr 1974 zwei weitere Transportschiffe mit dem unmissverständlichen Ziel: Das Dreistromland. Dieses Mal aber gelingt es nicht, sie zu stoppen: Das U-Boot wird von einem Begleitschiff entdeckt und vernichtet.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815701

Eine Katastrophe: Das Nordmeer ist völlig entblößt, gegen Stalins Marine hat Babylon nach wie vor wenig zu melden. Wird das Dreistromland nun eine russische Invasion ungeahnten Ausmasses erleben? Nun, einer Frau ist dies herzlich egal. Efgenia Gök (geb. Laksis) lässt sich nach dem Bekanntwerden des Friedensschlusses mit den Deutschen mit dem Eilschiff nach Bremen transportieren. Ihr geliebter Timur wollte ihr einen Herzenswunsch nicht abschlagen: Einmal shoppen gehen auf dem berühmte Ku'damm in Berlin.

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Die Händler bei Bremen können tatsächlich eine babylonische Filiale in Berlin gründen - während das an der Küste weiterfahrende Segelschiff die bislang unbekannte Stadt Bonn entdeckt, die dereinst von den Russen besetzt war und erst nach Jahrzehnten befreit werden konnte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815699

Efgenia ist völlig begeistert von der deutschen Metropole. Am Ku'damm lässt sie sich mit der Berliner Aristokratie ablichten, schäkert mit Juwelenhändlern, nimmt etliche Fototermine wahr und lässt überall ihr verführerisches Parfüm wehen. Berlins Bürger liegen der griechischen Schönheit förmlich zu Füssen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815700

Doch der babylonisch-deutsche Frühling ist von kurzer Dauer. König Friedrich verweist im März 1975 Efgenia Gök über Nacht des Landes. Der Vorwurf: Die Juwelen, die von der babylonischen Handelsdelegation aus Argos angeboten (und von Efgenia exzessiv beworben) wurde, sollen angeblich gestohlene Kunstschätze diverser Herkunft sein. Zudem seien zahlreiche Fälschungen in der Lieferung ausgemacht worden. Ein unglaublicher Vorwurf!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815702

Es bleibt nicht bei diesem diplomatischen Affront: Friedrich der Große lässt vor Bonn das unbemannte Segelschiff versenken. Der Frieden mit Deutschland stürzt wie ein Kartenhaus zusammen. Die Welt scheint sich einfach nicht mit der babylonischen Hegemonie abfinden zu wollen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815698

Azrael
23.12.15, 17:48
Um die Ehefrau von Timur auszuhalten braucht man Nerven, die Deutschen haben nicht genug von diesen :D

Ruprecht I.
23.12.15, 18:02
Wer braucht Nerven, wenn er die militärische Überlegenheit besitzt? :cool:

Performer
26.12.15, 14:54
Die Siebziger Jahre - Teil 9 -: Studieren geht vor Okkupieren

Am Horn von Swedlowsk verstärken die Mardukisten ihre Stellung im Gebirge. Der Festungsbau am Horn kommt gut voran - und Stalin beordert seine Artillerien aus Sewastopol gen Norden. Ihm schwant wohl, dass sich die Babylonier allmählich auf der Halbinsel festbeißen und dies ein zukünftiges Problem darstellen könnte. Werden sie die mardukistische Stellung vernichten können, ehe die Festung errichtet wurde?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815703

Stalin bangt, Stalin tobt. Trotz seiner überlegenen Marione und seinem furchteinflößenden Militär hinkt er technologisch weiter zurück. Bei einem Weltraumrennen wäre er chancenlos. Und so kennt der Despot nur eine Lösung: Die Technologien des Feinds müssen auch den Russen zur Verfügung stehen. Warum sie nicht auf dem umkämpften Eiland der Hammurapa an sich raffen?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/80/Bundesarchiv_Bild_183-R80329%2C_Josef_Stalin.jpg

Stalins Spione bringen sich in Stellung: Im Jahr 1974 n. Chr. beginnen sie, in Köln zu agitieren. Tatsächlich gelingt es ihnen, ein paar goldgierige Professoren aus Sumer auf ihre Seite zu ziehen. Diese verraten Stalin alles über das Bildungswesen und die universitäre Ausbildung in Babylonien. Besonders peinlich ist die Aktion für die babylonischen Agenten Eifer, Härte, Volkszorn und Bruderschaftlicher Mittagstisch. Letzterer ist höchst zerknirscht, als ihn die Nachricht noch vor seinem beliebten Eintopf Sumerisches Dreierlei erreicht und ihm den Appetit verdirbt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815705

Den Spionageangriff konnte niemand vorausahnen. Aber die Rache folgt auf dem Fuße: Eine Artillerie in Köln attackiert russische Schützen, die vor den Stadtmauern kampieren: Aus ihren Reihen sollen sich keine weiteren Spione heranpirschen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815704

... und um Angriffe aus der Luft (vor allem von deutscher Seite) zu abzuwehren, wird eine Fliegerstaffel in Nürnberg aufgestellt. Denn nach der brüsken Ausweisung der schönen Efgenia aus Berlin herrscht wieder Eiszeit zwischen Deutschen und Babyloniern. Friedrich wird nichts unversucht lassen, sich Neukudnezia a.k.a. Friedrichsland zurückzuholen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815706

Azrael
27.12.15, 02:06
Ich denke, dass der Russe verloren hat, er kann nicht die beiden verbliebenen Konkurrenten militärisch auslöschen und wissenschaftlich kann er Euch und die Deutschen wohl auch nicht übertrumpfen.
Mir scheint, als ob sich das Spiel zu einem Wettlauf ins Weltall zwischen euch und den Deutschen entwickelt, viel Glück dabei!

Osulf
27.12.15, 02:28
Nun ja, der Russe muss ja nur ein Viertel (geschätzt) der babylonischen Städte nehmen und er dürfte gleichauf sein. Glauben wir zumindest.

Azrael
27.12.15, 11:57
Ja aber das gelingt ihm ja nicht, er versucht es ja, aber der werte Performer versenkt ja die Transportschiffe mit Truppen immer wieder und in Babylon selbst stehen ja auch noch Truppen ^^

Osulf
27.12.15, 12:22
Hier würde ich den werten Performer bitten mal den Techbaum zu zeigen. Je nachdem, wie viele Technologien er noch braucht, könnten ja bereits Rhodos, Köln und Nürnberg reichen. Auch, wenn Performer eine russische Stadt erobert und Stalin sie zurückerobert, hätte er doch eine Technologie in seinen Händen, oder? Sehr schöner AAR übrigens! :top:

Performer
27.12.15, 13:09
Den russischen Techbaum kann ich leider nicht sehen. Uns selbst fehlen nur noch wenige Technologien - und für den Weltraum keine mehr.

Osulf
27.12.15, 13:15
Nun ja, aber wenn der Russe Universtität geklaut hat, dann wird er wahrscheinlich dort sein. Wie viele Technologien sind es denn von da bsi zum Weltraum?

Stupor Mundi
27.12.15, 18:06
Nun ja, aber wenn der Russe Universtität geklaut hat, dann wird er wahrscheinlich dort sein. Wie viele Technologien sind es denn von da bsi zum Weltraum?

Sehr viele. Der Russe wäre quasi noch im Mittelalter.
Aber vermutlich hat er weiterführende Technologien geklaut und musste Universität darum nie erforschen.

Osulf
27.12.15, 18:11
Nun ja, der Russe hat ja in dieser Runde Universität geklaut, was heißt, dass er kaum weiter ist. Und, wenn das wirklich Mittelalter ist, dann steht er wahrscheinlich wirklich auf verlorenem Posten...

Stupor Mundi
28.12.15, 23:41
Nun ja, der Russe hat ja in dieser Runde Universität geklaut, was heißt, dass er kaum weiter ist. Und, wenn das wirklich Mittelalter ist, dann steht er wahrscheinlich wirklich auf verlorenem Posten...

Der Russe hat aber Schlachtschiffe und Artillerien. Er muss also schon weiter sein als Mittelalter. Militärtechnologisch nehmen Wir keinen Rückstand des Russen wahr. Wahrscheinlich hat er schon lange vorher eine Tech geklaut, die auf Universität aufbaut, so dass er das nie erforschen musste.

Osulf
28.12.15, 23:43
Ach so, wir dachten, dass es nicht geht Technologien zu klauen, die man noch gar nicht erforschen kann! Aber, wenn man das machen kann, verstehen wir das natürlich.

Performer
29.12.15, 09:39
Die Technologie, die man klauen will, wird ja zufällig bestimmt. Hätte ich Pech gehabt, wäre es Plaste gewesen.

Performer
29.12.15, 12:20
Die Siebziger Jahre - Teil 10 -: Wachsende Spannungen

Im Jahr 1976 tauchen am Horn von Swerdlowsk die ersten russischen Artillerien auf. Stalin will den Festungsbau der Mardukisten im letzten Moment stoppen. Doch auch Babylon hat eine eigene Artillerie am Horn stationiert - und so wird der Vorposten zum Ärger des russischen Tyrannen gehalten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815709

Die Mardukisten sind im Aufwind: In Kish werden gar Geldmittel eingesetzt, um den Hafen nahe des Horns von Swerdlowsk mit einem Industriewerk auszustatten. Somit können nun endlich auch im Graecifik schlagkräftige Schiffe die Schweißereien verlassen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815707

Innenpolitisch nehmen die Spannungen zwischen den Völkern des Babylonischen Friedensprojektes weiter zu. Die Babylonier im Dreistromland (geschwächt durch die Zusammensetzung des Großen Rats) werden allmählich träge, geniessen den Luxus - und sind innerlich wie gelähmt. Die Verlegung der Hauptstadt in die Mongolei hat den Nationalstolz empfindlich getroffen, und so sind es allein die Mardukisten, die seine Fahne hochhalten. Die Mongolen wiederum schwelgen vor Stärke. Anlass zum Stolz bietet vor allem der neue Hafen Timur-Gök-Stadt, wo sich allmählich eine ansehnliche Flotte aus (bisher) vier Schlachtschiffen versammelt hat. Wie die Räterepublik sie einsetzen wird, ist allerdings ungeklärt. Ein deutscher Kreuzer, der sich in die Nähe des Hafens wagt, wird auf jeden Fall ohne weitere Bedenken zerstört ... eine deutliche Warnung an König Friedrich.

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Anders ist die Lage in Griechenland. Die zweitgrößte Volksgruppe - noch vor den Mongolen! - fühlt sich durch das mongolische Kraftprotzen gegängelt. Vor allem die Verteidigung des Kontinents - insbesondere der Städte Athen, Sparta und Delphi - ist höchstens rudimentär. Im Jahr 1975 sorgt ein deutsches Schlachtschiff im Griechischen Meer für Unruhe in der Bevölkerung. Zwar wird in Athen ein eigenes Schlachtschiff hergestellt: die Pallas. Und im Jahr 1976 kann diese bei ihrer ersten Fahrt ein bedrohliches Transportschiff der Deutschen ausmachen. Doch die Jungfernfahrt der Pallas wird zur Katastrophe: Beim Versuch, den Transporter zu versenken, lenkt der Kapitän die Pallas auf ein Riff ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815713

... und die Pallas sinkt. Das Undenkbare scheint Wirklichkeit zu werden. Wird der griechische Kontinent zum Ziel einer deutschen Invasion?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/94/Felsen_im_Meer.jpg/320px-Felsen_im_Meer.jpg

Die Zentralregierung in Buchara schweigt, Genosse Timur Gök scheint keinen Plan zur Verteidigung Griechenlands zu haben. Nur das Designbüro Μελλοντικές verspricht Abhilfe. Ein neues Industriewerk wird in Argos in aller Eile fertiggestellt, um Verteidigungseinheiten in dieser Finanzmetropole aufstellen zu können. Und Efgenia Gök winkt als Postergirl vom Propagandaplakaten, die den griechischen Verteidigungswillen demonstrieren sollen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815708

Ohnehin ist der Eklat in Berlin noch nicht vergessen. Die Ehefrau des Obersten Genossen während ihres Einkaufstrips des Landes zu verweisen, war eine Frechheit ohnegleichen. Da sind sich sogar (ausnahmsweise) Babylonier, Mongolen und Griechen einig: Der deutsche Herrscher wird eines Tages teuer dafür bezahlen! Zumal sich Deutschland immer weiter radikalisiert. 1976 verwandelt sich die deutsche Monarchie in ein radikal-despotisches Autokratenreich. An der Spitze ein Mann, der um keinen Preis Frieden mit Babylon schließen will: Friedrich der Große, die Geißel der Menschheit - der nun seine Finger nach Griechenland ausstreckt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815710

Performer
02.01.16, 13:23
Die Siebziger Jahre - Teil 11 -: Fliegerkampf um Neukudnezia

In Griechenland rumort es im Volk: Da deutsche Transportschiff ist nirgendwo zu sehen, doch es ist offensichtlich, daß Friedrich der Große den griechischen Kontinent behelligen wird. In Athen wird in aller Eile ein neues Schlachtschiff zusammengeschraubt - in der Hoffnung, das Transportschiff noch abfangen zu können. Doch die Griechen sind empört über die Untätigkeit der Gök-Regierung und fordern rasche Unterstützung gegen die Deutschen. Aber Buchara (die neue Haupstadt) schweigt .. während vor Nürnberg (Neukudnezia) deutsche Regimenter durch Artilleriebeschuss zerstäubt werden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815716

Es steht schlecht um Neukudnezia: Russen und Deutsche wollen auf keinen Fall eine starke babylonische Hochburg auf der Insel dulden. War die Einnahme von Köln und Nürnberg ein Irrweg? So scheint es - auch wenn die babylonische Verteidgung steht. Mutiger Karpfen kann von der Küste aus mehrere Einheiten in der Festung Nabopolassar vernichten. Allerdings scheitert das treue Schiff bei einem weiteren Schützen nördlich von Köln - der Karpfen treibt nun mit dem Bauch nach oben im Wasser. Babylons Seeverteidigung bei Neukudnezia ist Geschichte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815715

Die Russen nutzen die Gunst der Stunde, um ein weiteres Transportschiff bei Köln landen zu lassen - mit schweren Panzerregimentern und weiteren Schützen. Die Schlinge um Köln zieht sich enger. Immerhin kann Babylon zwischen 1980 und 1979 die Lufthoheit behaupten: Das Jagdflugzeug in Nürnberg kann insgesamt 4 Bomber aus Berlin abfangen, die Nürnberg in Schutt und Asche bomben wollen. Auch eine Artillerie der Russen bei Köln wird präventiv aus der Luft erledigt. Doch der Treibstoffmangel macht Babylon einen Strich durch die Rechnung: Der Flieger stürzt ab. Eifer, Härte, Volkszorn und Bruderschaftlicher Mittagstisch sind nun mit wenigen Schützeneinheiten auf sich allein gestellt - und sowohl Neukudunezia als auch Athen blühen harte Zeiten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815714

Azrael
03.01.16, 01:40
Die Lage sieht ja ernst aus, aber ich denke, das packt ihr, noch ist nicht aller Runden Ende :D

Performer
03.01.16, 10:24
Neukudnezia ist wohl verloren. Ich hätte mich auf den Techklau konzentrieren und den Deutschen Köln und Nürnberg lassen sollen. Wenn Stalin sie jetzt einnimmt, kriegt er auch noch die Weltraumtechs. Dann habe ich im Raumschiffrennen zwei Konkurrenten. Tja, und Griechenland ... wird eng.

Allenthalben
03.01.16, 10:31
Ein knappes und spannendes Finish ist uns lieber als ein eindeutiges.

Performer
03.01.16, 12:55
Die Siebziger enden bald ... danach wird es wohl wieder "heißer" auf dem Erdenrund, befürchte ich.

Stupor Mundi
03.01.16, 23:13
Jetzt nur nicht nachlassen. Solange auf Neukudnezia gekämpft wird, habt Ihr in der Heimat meistens Ruhe.

Performer
04.01.16, 11:51
Die Siebziger Jahre - Teil 12 -: Das Attentat

Auf Neukudnezia brennt die Luft. Doch alle Augen richten sich vielmehr auf den babylonischen Nachbarkontinent Griechenland. Nach dem Untergang des Schlachtschiffs Pallas ist die Ankunft des deutschen Truppentransporters nur eine Frage der Zeit - und die Griechen bangen. Wird Friedrich der Große den kaum bewachten Kontinent überrennen? Letzte Hoffnung ist das unter großen Geldeinsatz rasch fertiggestellte Schlachtschiff Hermes, das im Jahr 1977 den Athener Hafen verlässt. Doch statt das Transportschiff abzufangen, wird Hermes von einem deutschen Schiff aufgestöbert und versenkt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815718

Die Deutschen jubilieren - nun ist die Griechische See ein offenes Tor. Friedrichs mordgierige Soldaten machen sich bereit, die Küste zu besetzen. Die Frage ist nur, wo sie zuschlagen: Bei Athen, Argos, Delphi, Troja ... die Herzkammern der griechischen Nation sind direkt bedroht.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/96/Approaching_Omaha.jpg/640px-Approaching_Omaha.jpg

Griechenland fühlt sich von der Zentralregierung in Buchara und dem Großen Rat der Werktätigen in Stich gelassen. In Athen wird offen Unmut über die Regierung Gök und den Kurs der KPML geäußert. Antimongolische Stimmen werden laut, einzelne mongolische Einwohner direkt bedroht. Auffallend ist, wie konzertiert diese Proteste wirken - als würde sie jemand indirekt lenken. Gibt es gar verborgene Kräfte, denen eine deutsche Invasion gerade recht käme?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3c/Athens_Acropolis.jpg/640px-Athens_Acropolis.jpg

In Babylonien scheint sich niemand für die Ängste der Griechen zu interessieren. Statt dessen wird in Sumer das gesellschaftspolitische Projekt einer verbesserten Rechtewahrnehmung der Arbeiterschaft verkündet: Ab sofort sollen Gewerkschaften sie vertreten - während sich die Wissenschaftler nun der Entdeckung des Supraleiters zuwenden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815721

Griechenland zittert - und auch der Hafen Akkad im fernen Westen steht unter Druck: Die Russen ziehen ihre schlagkräftige Flotte vor Sumsland zusammen. Ein Schlachtschiff der Babylonier versucht sie zu dezimieren, scheitert aber schon im ersten Anlauf. Hat die Gök-Regierung das militärische Glück komplett verlassen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815719

In Anbetracht des wachsenden Unmuts reist Timur Gök im März 1979 aus Buchara nach Athen. Er will sich der Kritik stellen und den deprimierten Genossen vor Ort neuen sozialistischen Mut einflößen. Der Empfang in der alten Hauptstadt Alexander des Großen ist frostig. Vertreter der neugegründeten Gewerkschaften, griechische Nationalisten und Antifaschisten (deren Hass inzwischen Russen UND Deutschen gilt) überschütten Timur Gök mit Forderungen und Anklagen: Es sei seine Verantwortung, dass die Verteidigungslinien in Griechenland ungenügend, ja in manchen Städten wie Delphi gar nicht vorhanden sind. Das Neukudnezia-Abenteuer und die Weltraumutopien hätten Griechenlands Sicherheit aufs Spiel gesetzt. Gök hat seine liebe Mühe, die Wogen zu glätten. Hinzu kommen die penetraten Vertreter des Designbüros Μελλοντικές, die eine Zulassung neuer Banken und eine freie Marktwirtschaft mit parlamentarischer Demokratie vorschlagen - für einen stolzen Kommunisten ein Graus.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817336

Nur seiner Gattin Efgenia zuliebe hört sich der Oberste Genosse die Wünsche der Designer an ... und vermisst sie jeden Tag etwas mehr. Warum nur wollte die Liebe seines Lebens ihn nicht begleiten? Statt ihre griechische Heimat zu besuchen, ist Efgenia lieber auf einem Fotoshooting im Großen Turm von Buchara, mit elfenglatter Gesichtshaut und deutlich schlankerer Taille als in den letzten Monaten. Da haben wohl die griechischen Chirurgen ihrer Entourage eine Extraschicht eingelegt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817337

Timur Gök hingegen debattiert in Athen mit den Vertretern des griechischen Volks. Doch es gelingt ihm nicht, den Zorn der Griechen zu kühlen. Die Stimmung kippt. Plötzlich werden die leisen Proteste aggressiv. An der Akropolis demonstrieren Tausende gegen den Großen Rat der Werktätigen und fordern ein Ende des "Khanismus" in der Mongolei. Steine und Flaschen fliegen, Barrikaden werden in den Straßen errichten, Polizisten und KPML-Bonzen direkt angegriffen. Die Sicherheitsbeamten schlagen schließlich Alarm: Es würden inzwischen bürgerkriegsähnliche Verhältnisse in der Stadt toben. Timur Gök müsse Athen so bald wie möglich verlassen. In einer Nacht- und Nebelaktion wird Gök am 25. März 1979 mit einem unscheinbaren Wagen vom Hotel abgeholt. Er soll nach Korinth gebracht werden und den Kontinent dort mit einem Hubschrauber in Richtung Sumer verlassen. Doch Gök kommt niemals in Korinth an. Noch auf seiner Fahrt durch die Athener Außenbezirke erschüttert eine laute Explosion die umstehenden Häuser: Göks Wagen geht in Flammen auf. Mitsamt dem Obersten Genossen, seinem Fahrer und zwei hochrangigen Vertretern der KPML. Ganz Babylonien hält in dieser Stunde den Atem an ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815720

Osulf
04.01.16, 13:02
Der Kommunismus hat versagt! Völker höret die Signale... und revoltiert für Marduk! Das mongolische Versager-Regime muss enden! (Nichts gegen euch, werter Performer.) Wer es nicht schafft, sein Volk zu beschützen, nur wegen irgendwelchen Flausen, wie den Weltraumsieg, der hat sein Recht aufs Regieren verwirkt!

Azrael
06.01.16, 12:02
Was kommt wohl danach? Eine Emanzokratie unter Efgenia Gök?

Performer
24.01.16, 10:33
Die Siebziger Jahre - Teil 13 -: Blutmond

Der Oberste Genosse ist tot! Timur Gök, langjähriger Anführer des babylonischen Friedensprojekts, glorreicher Überwinder des kapitalistischen Systems und Gründer der KPML, ist das Opfer eines feigen Attentats geworden. Schockstarre herrscht im gesamten Reich. Wer zündete die feige Autobombe in Athen? Wer steckt hinter diesem Anschlag auf den geliebten Genossen? Die Spekulationen schießen ins Kraut. Waren es die aufmüpfigen Griechen, die zu solcher Gewalt griffen? Hat eine kommunistische Junta in Samarkand den Genossen mit einem "heißen Putsch" aus dem Weg geräumt? Wollten die Mardukisten nicht länger einen Mongolen an der Spitze des Staates dulden? Oder wurde das Attentat aus dem Zellentrakt von Babylon befohlen, wo Dschingis Khan sich noch immer an den Mongolen rächen will, die ihn dereinst stürzten?

Fest steht nur, dass Efgenia Gök erstaunlich rasch ihre neue Witwenrolle adaptieren kann. Bereits am nächsten Tag zeigt sie sich tieftraurig der Presse in Buchara und beweint ihren Timur - perfekt geschminkt wie immer. Selbst in dunkelster Stunde ist sie eben ein Vollprofi.

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Das Rätselraten in Athen beginnt - aber der Krieg gegen Russland geht unverdrossen weiter. Am Horn von Swerdlowk versucht Stalin, die Festung der Mardukisten mit Artillerien zu knacken. Aber Babylon hat längst eine eigene Artillerie postiert . Und diese spricht eine deutliche Sprache: Stalins Vorstoß wird Windeseile zurückgeschlagen.

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Aus Griechenland werden hingegen Jubelchöre laut. Der Tod Timur Göks wird hier als gerechte Strafe für die Untätigkeit der KPML empfunden, die der deutschen Invasion nichts entgegenzusetzen wusste. Nun muß Griechenland den Preis dafür bezahlen: Beim Jahreswechsel 1979-1980 landen deutsche Schützen an der Küste von Troja. Das aber ist fatal: Die Stadt ist unbewacht, es gibt keinen Verteidigungsplan. Und der Schütze ist wohl nur eine Vorhut der grimmigen Deutschen.

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Während in Buchara für die Jahresmitte der Grosse Rat zur Neuwahl für das Amt des Obersten Genossen einberufen wird, ereignet sich in Samarkand etwas Einmaliges: Einem engagierten mongolischen Forschungsteam gelingt es - knapp vor der Wissensstadt Sumer - eine bemannte Rakete in den Weltraum zu befördern. Ihr Ziel: Der Mond. Und so mischt sich die Trauer über die Ermordung von Timur Gök mit einer Faszination, die Tausende Menschen auf allen Kontinenten vor die Fernsehbildschirme bannt.

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Das Šamaš-Projekt ist eine starke Demonstration der technischen Führerschaft Babyloniens. Vier Astronauten (zwei Mongolen, ein Babylonier und ein Azteke) betreten erstmals die Oberfläche des Trabanten. Die babylonische Flagge wird gehisst - und damit der gesamte Weltraum für Babylonien reklamiert. Sicher kehren die Astronauten nach Samarkand zurück, und das Volk vergießt Freudentränen. Ganz bestimmt wäre Timur Gök stolz auf seine Jungs gewesen ...

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Die erfolgreiche Mondlandung beflügelt auch wieder die Pläne für ein Generationenschiff, mit dessen Hilfe der zerstrittene, vom Krieg verdorbene Planet Erde überwunden werden kann. Der Weltraum soll den Babyloniern eine neue Heimat bieten. In 7 Städten werden dafür bereits Raumschiffmodule gebaut, unter dem hohen Einsatz der Wissenschaft und der Gewerkschaften der Raketeningenieure. Shanghai, Sumer, Babylon, Uruk, Buchara und Karakorum könnten in Bälde die ersten Module anschließen. Und in Argos werkelt das Designbüro Μελλοντικές an einem eigenen hochwertigen Modul. Die Frage ist nur, welche Richtung der Große Rat der Werktätigen in Sachen Raumschiffprojekt einschlagen will - und wer die Agenda der Räterepublik im kommenden Jahrzehnt prägen wird.

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Azrael
24.01.16, 12:30
Dann ist ja der Weltraumsieg zum Greifen nahe, wie wollen die anderen Völker denn euch noch aufhalten?

Performer
24.01.16, 13:25
Die Deutschen haben auch sehr wirtschaftsstarke Städte ... sie werden zumindest versuchen, unserem Raumschiff zuvorzukommen.

Kardinalinfant
24.01.16, 18:08
Schön, dass es weiter geht. Unabhängig von einem etwaigen Sieg über das Raumschiff würden wir uns doch wünschen, dass man die Deutschen in Griechenland auch militärisch zurückschlägt...:fecht:

Performer
24.01.16, 19:35
Zum Glück kommen die Krauts nur mit einem Schützen ... der hat allerdings gute Verteidigungswerte und steht auch noch in einem Wald. :o

Performer
29.01.16, 14:53
1980: Ein neuer Genosse

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Timur Göks Tod war ein Paukenschlag zum Ende des Jahrzehnts. Doch das Schicksal der Räterepublik Babylonien muss weitergehen. Und so tritt im Januar 1980 erstmalig der Große Rat der Werktätigen in der neuen Hauptstadt Buchara zusammen. Seit 1973 wurden die Regierungsgeschäfte von dieser Scharnierstadt zwischen Babylon und Samarkand gelenkt. Der Große Turm, errichtet einst von Dschingis Khan, hat den ehrwürdigen Palast in Babylon als architektonisches Symbol abgelöst. Und er steht damit auch für der zerrissene Verhältnis der Volksgruppen im Kommunismus: Zwischen altbabylonischem Stolz, mongolischem Schnabelschuhkommunismus und griechischer Unzufriedenheit werden die politischen Linien neu gezogen. Die 3200 Räte (zu einem Großteil neu besetzt) strömen nach Buchara, um einen neuen Obersten Genossen zu wählen, der in Göks große Fußstapfen treten kann. In der hitzigen Debatte tun sich bald fünf außergewöhnliche Personen hervor, die einen großen Teil der Räte auf ihre Seite ziehen können.

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1.) Mert Parsum

Forsch tritt vor allem ein junger Mann aus Uruk auf. Mert Parsum, 28 Jahre alt, versteht sich als babylonischer Kommunist, der lange Zeit die Jugendorganisation Komsomol Babylon anführte. Er will den verknöcherten Kommunismus der KPML konsequent erneuert - nicht im Sinne einer Perestroika à la M. U. Gorbiku, sondern im Sinn eines frischeren und zugleich strengeren Kommunismus. Unter anderem plant er die Reduzierung des aufgeblähten Rats um zwei Drittel und Investitionen in der Kernregion des Dreistromlandes. Außenpolitisch ist Parsum ein glühender Antifaschist, der gegen die despotischen Mächte Russland und vor allem Deutschland hart vorgehen will - zumal nun das Raumschiffprogramm anlaufen wird. Bei diesem möchte Parsum nach dem Motto "Tut es rasch, tut es zielstrebig, tut es mit Augenmaß" vorgehen: 1 Bevölkerungsmodul soll für das Generationenschiff ausreichen, wobei Kritiker ihm vorwerfen, dabei die babylonische Volksgruppe bevorzugen zu wollen. Als Name des Raumschiffs schlägt der junge Uruker Himmelspfeil vor.

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Mert Parsum findet die Unterstützung der Gökisten, die in dem jungen Mann eine letzte Hoffnung für den Kommunismus sehen (85 Räte), der Antifaschisten, die seine harte Haltung gegen Deutschland unterstützen (143 Räte), ebenso die Soldatenräte (60) und Matrosenräte (97), die auf einen Einsatz der Flotte bei Tumir-Gök-Stadt hoffen. Vor allem aber steht die Jugendorganisation Komsomol geschlossen hinter Mert Parsum (142 Räte), weshalb der junge Babylonier auf 537 sichere Stimmen kommt. Bei seinem Sieg könnte er die Fraktion Komsomol mit 50 weiteren Ratsstimmen ausstatten.

2.) Ashar Illiutam

In Buchara wiederum wird eine ganz andere Stimme laut: Der emphatische Ashar Illiutam, der zwar babylonischer Herkunft ist, dessen Familie jedoch seit zwei Generationen in der mongolischen Grenzstadt lebt. Illiutam, der selbst lange in Shanghai am Fusse der Pyramiden lebte, fühlt sich nationalen Kategorien längst enthoben - und vielmehr dem Großen Turm verbunden. Schwärmerisch träumt er davon, Babylonien (so wie den Turm) in höchste Höhen zu entführen, zugleich aber das Erbe der Menschheit zu bewahren. Das gilt vor allem für die Umwelt, deren Verschmutzung Illiutam große Sorge bereitet. Sie muss aufgehalten werden, und die Industrienproduktion muss gedrosselt werden, um weitere Schäden an der Umwelt zu vermeiden. Allerdings soll dies nicht auf Kosten des Raumschiffs gehen, in welches Illiliutam riesige Hoffnung setzt. Der Weltraum soll von den Kindern des Großen Turms besiedelt werden, wobei sich nach Illiutams Meinung babylonische Tradition, mongolische Expansionslust und chinesische Mystik miteinander verbinden sollen. Deshalb sollen drei Bevölkerungsmodule für Mongolen, Babylonier und Chinesen bereitstehen, und der favorisierte Name des Raumschiffs soll Enlil heißen. Desweiteren will Illiutam die wegen des Kriegs vernachlässige Forschung woeder voranbringen, das Bevölkerungswachstum durch bessere landwirtschaftliche Nutzung steigern und gegen Russland und Deutschland weiterhin eine defensive Haltung einnehmen. Und das Designbüro Μελλοντικές hätte nach einem Sieg Illiutams wenig zu lachen: In seinen Augen sind die Designer und ihr Maskottchen Efgenia Gök verkappte Kapitalisten, die auf Kosten der Umwelt und der Gerechtigkeit jede nur denkbare Schweinerei begehen würden.

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Unterstützt wird Ashar Illiutam von den Öko-Sozialisten (206 Räte), den Fortschrittsräten aus Sumer (114 Räte), den Antikapitalisten (61 Räte) und die Bauernräte (63 Räte). Er kann mit 444 sicheren Stimmen rechnen. Bei seinem Sieg könnte er die Fraktion der Öko-Sozialisten mit 50 weiteren Ratsstimmen ausstatten.

3.) Enkhbaataryn Baakhan

Stark tritt jedoch vor allem eine junge Mongolin auf der Ratssitzung auf: Enkhbaataryn Baakhan aus Täbris wird von den nationalistischen Mongolen geradezu verehrt. Sie ist der Ausdruck ihres gestiegenen Selbstbewusstseins - wobei sie dem Kommunismus der KPML wenig abgewinnen kann. Baakhan wird hinter der Hand har vorgeworfen, die Räterepublik nur als Vehikel für eine "Mongolisierung" Babyloniens benutzen zu wollen. Sie tritt als starke, selbstbewusste Frau auf, die auch im Krieg gegen Deutschland kein Pardon kennt. Ja, ihr Ziel ist es, Deutschlands Macht zu zerschlagen und die Stadt des Frauenwahlrechts Bremen einzunehmen, damit die werktätigen Frauen den Despoten Friedrich nicht länger unterstützen. Russland sieht sie hingegen als keine besondere Gefahr an und schlägt hier einen eher milderen Kurs ein. Beim Raumschiffbau möchte Baakhan je ein Bevölkerungsmodul für die Mongolen und Babylonier zulassen, der von ihr vorgeschlagene Rausmchiffename ist Temudschin.

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Enkhbaataryn Baakhan findet die Unterstützung der werktätigen Frauen 79 Stimmen) sowie der mongolischen Nationalisten (509 Stimmen), also der stärksten Fraktion des Großen Rats. Sie kann deshalb mit 588 sicheren Stimmen rechnen. Bei ihrem Sieg würde die Fraktion der werktätigen Frauen um 50 Räte anwachsen.

4.) Christianos Filira

Aber auch die griechischen Nationalisten haben ihren Kandidaten: Der eloquente Christianos Filira aus Argos will es nicht zulassen, dass sein Volk zwischen babylonischen und mongolischen Interessen zerrieben wird. Überhaupt sieht Filira den Kommunismus als Irrweg an: Er sei unzeitgemäss und habe die Forschung und den Wohlstand um Jahrzehnte zurückgeworfen. Filira ist für behutsame Reformen; so sollen etwa endlich wieder neue Banken gebaut werden und Luxusräte in den Städten für eine größere Zufriedenheit sorgen. Griechenland muss gegen die Invasion der Deutschen verteidigt und die griechische See mit einer eigenen Flotte ausgestattet werden; auch sollen endlich die griechischen Städte vorangebracht werden, durch Investitionen und eine weitere Urbarmachung des Lands. Eine prominente Unterstützung hat Christianos Filira bereits: Die Witwe Timur Göks, Efgenia Gök, zeigt sich mehrfach mit dem selbstbewussten Griechen und dürfte in den Wahlkampf entsprechend eingreifen. Beim Raumschiffbau will Christianos Filira 3 Bevölkerungsmodule für Babylonier, Griechen und Mongolen durchsetzen - und der Name des Raumschiffs soll zu Ehren des feige ermordeten Timur Göks den Namen seiner geliebten Ehefrau tragen: Efgenia.

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Christianos Filira kann auf die Stimmen der Futuristen (340 Räte) und der griechischen Nationalisten zählen (171 Räte, wodurch er auf 511 sichere Stimmen kommt. Bei einem Sieg könnten die Futuristen ihre Fraktion nochmals um 50 Räte ausbauen.

5.) Donaldiku Trumsch

Und dann wäre doch noch ein weiterer Kandidat, der seine Kupfermütze in den Ring wirft: Der polterige Donaldiku Trumsch lässt keine Gelegenheit verstreichen, gegen seine Mitkandidaten zu wettern. Trumsch ist ein Haudegen alter Schule, ein kerniger Babylonier aus Ninive , dem es ein Graus wäre, wenn weiterhin Mongolen oder gar Griechen über das Reich bestimmen sollen. Mert Parsum verhöhnt er als Jüngelchen ohne Stallgeruch, Ashar Illiutam als verwirrten Turm-Morphinisten, Enkhbaataryn Baakhan als mongolisches U-Boot, das vermutlich nur Dschingis Khan aus dem Palastkerker befreien will, und Christianos Filira als geldgierigen Idioten, der eigentlich nur zwischen Efegnias Schenkel gelangen will. Trumsch ist gewiss kein glühender Kommunist, hält sich aber bei Verfassungsfragen bedeckt. Ihm wird jedoch nachgesagt, dass er im Kontakt zu dem alten PDS-Führer und Bestsellerautoren Abacud Doldusch (noch immer inhaftiert) steht und deswegen die antikommunistischen und zugleich antimonarchistischen Positionen der Sprachentwirrer vertritt. Entsprechend hart ist seine Haltung in Kriegsfragen: Dieser soll radikalisiert werden, sogar den Bau von Atomwaffen befürwortet Trumsch. Beim Raumschiffbau ist er hingegen auf Ausgleich bedacht: 4 Bevölkerungsmodule sollen seiner Meinung nach errichtet werden - eines davon für die Babylonier, die anderen für sämtliche andere Völker selbst Deutsche und Russen, sofern diese zum babylonischen Friedensprojekt überlaufen. Denn ein Nationalist ist Trumsch wahrlich nicht - eher ein Globalist. Sein Motto: Eine Sprache, eine Zunge, ein Raumschiff für alle - und dieses Raumschiff soll natürlich Nebukadnezar (so wie das alterslose Staatsoberhaupt) heißen.

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Donaldiku Trumsch kann auf die Stimmen der Sprachentwirrer zählen (50 Räte), der nationalen Minderheiten (351 Räte), der Werftenräte (59 Räte), und der Antimonarchisten (23 Räte, die vor allem Friedrich den Gr0ßen wie die Pest hassen. Er kann deshalb mit 483 sicheren Stimmen rechnen und könnte bei einem Sieg die Fraktion der Sprachentwirrer um 50 Räte stärken.
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Unentschieden sind bislang zwei mächtige Fraktionen des Großen Rats: Die babylonischen Nationalisten (198 Stimmen) und die Mardukisten (396 Stimmen), wobei erstere auf keinen Fall Enkhbaataryn Baakhan und zweitere auf keinen Fall Donaldiku Trumsch wählen würden. Dennoch kann ihre Wahlentscheidung den Ausschlag geben, wer tatsächlich der neue Oberste Genosse in Buchara wird ... und in welche Richtung sich die Räterepublik bewegen wird.

Abstimmen können deshalb beide Fraktionen, und zwar hier für die babylonischen Nationalisten (http://www.easypolls.net/poll.html?p=56ab687ae4b0b80aa9d1484a) und hier für die Mardukisten (http://www.easypolls.net/poll.html?p=56ab68f4e4b0b80aa9d1484b). Die Abstimmung läuft bis zum Dienstag, den 2. Februar 2016, um 12:00 Uhr. Es kann an jedem Tag neu abgestimmt werden (in der Räterepublik wird ja viel diskutiert), am Ende steht dann fest, wie viele Räte der jeweiligen Fraktion einen der anderen Kandidaten unterstützen (wird prozentual umgerechnet). Eine Stichwahl wird es nicht geben - die meisten Ratsstimmen entscheiden am Ende über den neuen Ersten Genossen oder die neue Erste Genossin.

Und dann wäre da noch etwas: "Ein Turm sie zu knechten" ist für den AAR des Jahres nominiert! Wow! Die Konkurrenz ist stark, aber ich würde mich natürlich für jede weitere Stimme freuen ... haut rein, Babylonier, Mongolen, Griechen, Azteken und Chinesen, die ihr euch dem Großen Friedensprojekt zugehörig fühlt. Abstimmen kann man hier (http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=28579).

Performer
30.01.16, 12:16
Nicht vergessen: Es kann an jedem Tag ab 12 für beide Fraktionen abgestimmt werden. Ich bin schon gespannt, wie die Mardukisten und babylonischen Nationalisten sich entscheiden.

Osulf
01.02.16, 20:53
Trumsh wird Babylon wieder groß machen, denn die schweigende Mehrheit steht hinter ihm! Gök hat das Heer vernachlässigt, Arbeitsplätze vernichtet und konnte nicht einmal seine Frau befriedigen. Wie hätte er dann Babylon befriediegen sollen?

Performer
01.02.16, 21:14
Ihr habt stechende Argumente, Osulf ...
Ich tippe aber auf einen Sieg von Enkhbaataryn Baakhan. Sie hat einfach die meisten Fraktionen hinter sich.

Osulf
01.02.16, 21:23
Werden die Stimmen der zwei unentschlossenen Fraktionen eigentlich gemäß der Stimmanteile verteilt, oder gilt "The Winner takes it all"? Letzteres wäre ja ziemlich unfair, da Trumsh so gar nicht gewinnen kann! Erschreckend wie die schweigende Mehrheit hier durch Political Correctness weiter übers Ohr gehauen wird! :D

Performer
02.02.16, 11:11
Die Stimmen werden verteilt. Trumsch hätte also gewinnen können ...

EDIT: Ich muss mich korrigieren - Trumsch hatte wirklich keine Chance; dazu hätte es bei den Mardukisten eine Enthaltungsoption geben müssen. Naja. Nicht alles im Kommunismus ist perfekt.

Performer
02.02.16, 18:40
Zahltag!

Angespannt war sie, die Stimmung auf der 2. Sitzung des Großen Rats der Werktätigen in der Hauptstadt Buchara. Das starke Auftreten der mongolischen Nationalistin Enkhbaataryn Baakhan, die zu Anbeginn die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, schüchterte die Volksräte ein. Wie konnte Baakhan, der man eine unerhörte Nähe zum Häftling Dschingis Khan nachsagte, verhindert werden? Die kommunistischen Fraktionen waren jedoch zu zersplittert, um einen starken Nachfolgekandidat für Timur Gök aufzustellen, und das junge Talent Mert Parsum konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.
So waren es am Ende die zwei grossen - noch untenschlossenen - babylonischen Fraktionen, die eine überraschende Wende für die kommunistische Räterepublik einleiteten. Die Nationalisten votierten mehrheitlich gegen Parsum. 40 % sprachen sich für den Öko-Sozialisten Ashar Illiutam, aus, immerhin 9 % für die gefährliche Mongolin ... und 38 % für den griechischen Reformer und Finanzarchitekten Christianos Filira. Eine handfeste Überraschung! Auch die Mardukisten votierten mit 27 % für den smarten Filira, der eine Bankenreform und neuen Wohlstand für die erfolgsverwöhnten Babylonier in Aussicht stellte. Der polterne Donaldiku Trumsch führte zwar in ihrem Block (45 %), schnitt aber zu schlecht ab, um eine Wende herbeiführen zu können. Und die Stimmen für Parsum (9 %) und Illiutam (19 %) waren zu vernachlässigen.

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Damit machten am Ende Ashar Illilutam und Christianos Filira das Rennen unter sich aus. Filira konnte insgesamt 715 Ratsstimmen auf sich vereinen, wobei er auf die starken Blöcke der Futuristen und der griechischen Nationalisten setzen konnte. Illiutam kam Ende nur auf 640 Stimmen, Parsum und Baakhan blieb deutlich dahinter, und Trumsch konnte sich noch so sehr den Mund fusselig reden: Er war chancenlos. Damit wurde der Alptraum des Kommunismus wahr: Ein dezidierter Kapitalist aus Argos, der wirtschaftsbekennende Christian Filira, wurde vom Rat zum neuen Ersten Genossen ernannt und konnte die Fraktion der Futuristen um 50 zusätzliche Räte ausbauen. Er versprach in den kommenden 10 Jahren - bis der Große Rat neu zusammentritt - eine entscheidende Wende einzuleiten: Weniger sozialistische Wohltaten für die Mongolei, mehr Wirtschaftskraft und Finanzkapital für die wichtigen Metropolen des Reichs ... und eine angemessene Witwenrente für die schöne Efgenia Gök, deren Tränen über den Tod ihres Mannes einfach nicht versiegen wollen. Ein Hoch auf den Ersten Genossen - und den ersten Griechen, der über das Riesenreich zwischen Shanghai und Tenochtitlan, Nippur und Athen gebietet.

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Stupor Mundi
02.02.16, 18:55
Hoffentlich heiratet Filira (schöne Wortspiel übrigens) nicht die Gök. Er wäre nicht der erste König aus Argos, der von seiner Frau im Bade umgebracht würde.

Performer
02.02.16, 22:28
Nun ja, Filira ist ein anderes Kaliber als Timur Gök. Ich denke, dass bei ihm der Reiz des Goldes den Reiz der Frau deutlich überwiegt.

Ruprecht I.
02.02.16, 22:39
Schon, da er ja zu den Leuten gehört, die Ihr Fähnlein immer nach dem Wind hängen, aus der das meiste Geld bläst.
Dummerweise hat die Gök, nachdem sie ihren Alten besei... betrauert hat, massenweise Kohle... da hockt er doch sofort vor der Haustür!

Performer
02.02.16, 23:14
Hey hey, es ist doch gar nicht bewiesen, dass Efgenia dahintersteckt. Das wird der neue Erste "Genosse" (der Bosse) erst einmal gründlich untersuchen lassen.

Stupor Mundi
02.02.16, 23:45
Schon, da er ja zu den Leuten gehört, die Ihr Fähnlein immer nach dem Wind hängen, aus der das meiste Geld bläst.
Dummerweise hat die Gök, nachdem sie ihren Alten besei... betrauert hat, massenweise Kohle... da hockt er doch sofort vor der Haustür!

Wir meinten eigentlich nur ein Drama des Aischylos... Aber interessant, was man so zufällig an Informationen erhält. ;)

Performer
04.02.16, 13:26
Die Achtziger Jahre - Teil 1 -: Neuer Fokus Griechenland

Ein Kapitalist an der Spitze der Räterepublik Babylon - kann das gutgehen? Die Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts stehen ohne Zweifel unter der Ägide eines gesellschaftlichen Wandels. Der Kommunismus scheint zur bloßen Hülle zu werden, die Völker Babyloniens wollen mehr vom Kuchen abbekommen und die Früchte des Reichtums kosten, der dem mächtigen Reich zusteht. Doch wird dieser Umbruch Babylonien zerreißen? Oder schreitet es unter der Führung von Genosse Filira zu neuem Ruhm?

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Christianos Filira, 41 Jahre alt, stammt aus Argos und konnte sehr geschickt die mächtigen Gegenkandidaten des Großen Rats ausstechen. Vor allem auf zwei Machtblöcke konnte er sich verlassen: auf die griechischen Nationalisten und die Futuristen, die ein Synonym für das Designbüro Μελλοντικές sind. In diesem begann auch Filiras Karriere: Als smarter Finanzjongleur (und nach einigen sehr peinlichen Pleiten mehrerer griechischer Consulting-Firmen) stärkte er den Einfluß von Μελλοντικές im darbenden Bankengewerbe. Denn dieses hat es schwer in der Räterepublik: Nur wenige Geldinstitute wurden bislang zugelassen. Timur Gök verstand es meisterhaft, das Reich in der Schwebe zwischen Kapital und Kommunismus zu halten. Filira hingegen hält das sozialistsiche Gehabe für überflüssig. Doch er weiß ebenso gut, daß der Große Rat zwar gespalten, aber keineswegs zahnlos ist - und er die rote Scharade noch eine ganze Weile mitspielen muss.

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Seine erste Amsthandlung führt ihn nach Athen, um die Umstände des Attentats auf Timur Gök zu klären. Unter großem Brimborium beruhigt er die aufgebrachten Athener (die es mit Stolz erfüllt, einen Griechen an der Spitze des Reichs zu sehen). Die Ermittlungen führen allerdings schnell ins Leere. Bereits Ende 1980 verkündet das von Filira eingesetzte Ermittlungsteam, dass die Täter "vermutlich niemals gefasst werden können". Allerdings wird vom Ersten Genossen das Gerücht gestreut, dass eifersüchtige KPML-Kräfte aus Samarkand den Anschlag auf Gök befohlen haben. Ihr Motiv soll gewesen sein, einen strikteren Kommunismus durchzusetzen. Dieser Plan (sollte er stimmen) ist krachend gescheitert.

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Eines von Filiras Wahlversprechen war es, die deutsche Invasion bei Troja zurückzuschlagen. Da es sich bislang nur um eine kümmerliche Schützeneinheit handelt, ist dies relativ einfach: Filira lässt eine Artillerie von Delphi nach Troja verlegen und sorgt dort für Ruhe. Das griechische Volk jubelt. Endlich steht Griechenland im Fokus der Aufmerksamkeit! Endlich kümmert sich jemand um seine Verteidigung!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815739

Deshalb lässt Filira auch sogleich die Flotte bei Timur-Gök-Stadt verlegen. Ein einziges Schlachtschiff bleibt zum Schutz der Halbinsel Nippurim vor Ort. Die anderen Schiffe werden hingegen in die Richtung des Griechischen Meeres entsandt. Denn der Genosse der Bosse fürchtet, dass bald ein wesentlich entschlossener Angriff der Deutschen erfolgen könnte. So schnell soll sich Friedrich den griechischen Kontinent nicht unter den Nagel reißen können.

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Kardinalinfant
04.02.16, 13:46
Ach...die 80er Jahre... wir freuen uns schon auf Unterhaltungsklassiker wie

Berverlyk Hill Cops mit Eddi Murphysch oder

Baywatch - Die Rettungsschwimmer von Malibuk

Damit wird man das Volk auch in unruhigen Zeiten des Übergangs narkotisieren können :D

Private_S
04.02.16, 16:55
Nicht zu vergessen das Prinzenpaar Marduk Talking.

Performer
04.02.16, 17:12
Nicht zu vergessen das Prinzenpaar Marduk Talking.

JETZT habe ich Angst!

Kardinalinfant
04.02.16, 17:29
Nicht zu vergessen das Prinzenpaar Marduk Talking.

Oh ja, mit ihrem großen Hit Geronimuschs' Cadilluk

Hier ein Bild des großen Babylonischen Pop-Duos

http://fs5.directupload.net/images/160204/x3lzbogy.png (http://www.directupload.net)

Man achte vor allem auf Thomasch Andruschs berühmte Norak-Kette :D

Private_S
04.02.16, 17:42
Im ZBF-Magazin wurden sie damals von Gerhark Löwentalur als Rache Assyriens entlarvt. Norak! Das ist also diese Hure Babylon.

Performer
05.02.16, 19:42
Die Achtziger Jahre - Teil 2 -: Negative Bilanz

Athen bejubelt den Genossen der Bosse. Davon unbeeindruckt sind die Russen, die wieder einmal nach der Halbinsel Nippurim greifen - diesmal kommen sie gar mit einer Artillerie. Eine leichte Beute für die Dicke Arsli, die seit (gefühlt) Jahrhunderten die Wacht bei Nippur übernimmt (flankiert von einem Panzer, der aber bislang nicht zum Einsatz kommen musste). Nippurim ist sicher. Doch Christianos Filira wird von dem Vorfall darin bestärkt, die Sicherheitslage Babyloniens einer Revision zu unterziehen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815752

... denn in seinen Augen hat nun die griechische Infrastruktur und der Raumschiffbau Priorität. Ergo: Wie bei einer Firma in der Krise muss auch die Räterepublik alle Aktivposten abstoßen, die keinen Gewinn mehr versprechen. Ein Dorn ist Filira dabei besonders im Auge: Neukudnezia. Die Städte Köln und Nürnberg, unter hohem Einsatz der vier Spione Eifer, Härte, Volkszorn und Bruderschaftlicher Mittagstisch erobert, werfen keinerlei nennenswerte Ausgaben ab. Im Gegenteil: Die Insel wird von Russen und Deutschen gleichermaßen behelligt. Immer wieder muß das babylonische Reich Schützeneinheiten und veraltete Panzer für teures Geld von deutschen Renegaten aufkaufen. Filira wirft deshalb einen intensiven Blick in die Papier ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815749

... und kommt zu dem Schluß: "Rechnet sich nicht." Er bewilligt keine weiteren Gelder für Neukudnezia. Damit ist das Ende der Insel besiegelt. Russland ballert im Januar 1981 mit einem Panzer die Festung Hammurapa zu Klump, wobei Spion Härte weichgekocht wird. Dann beginnt der Sturm auf Köln. Zwar lässt Spion Eifer in einem letzten Aufbäumen die Schützen aus Nürnberg nach Köln verlegen (denn Nürnberg ist angesichts der deutschen Militärstärke ohnehin nicht zu halten). Doch dieses Manöver ist ein Akt der Verzweiflung.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815751

Im Februar fällt Nürnberg. Friedrich der Große nimmt die Stadt im Handstreich. Ein Waffenstillstand, an den ohnehin niemand glaubt, wird vereinbart. Leider gibt - eine alte Schuld der Gök-Regierung - die Staatskasse nicht genug her, um den Diktatoren wenigstens gegen Russland aufzustacheln.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815753

Im März 1981 bricht auch der Widerstand von Köln. Russland erobert die Stadt - und kann fatalerweise auch einige hochkarätige Wissenschaftler aus Sumer festnehmen, die für die Erforschung der Kernspaltung wichtige Informationen liefern. Eine gefährliche Situation. Und wie reagiert Genosse Filira aus Argos? Mit einem Achselzucken: "Neukudnezia war eben eine Nebelkerze. Früher oder später hätten wir sie ohnehin ausblasen müssen. Stalin hat uns die Arbeit nur abgenommen." Na denn ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815750

Kardinalinfant
05.02.16, 19:50
Könnt Ihr einen Überblick geben, wie lange der Raumschiffbau in etwa dauert? Und könnten die Russen mit den für sie jetzt wahrscheinlich verfügbaren Kernwaffen die Sache sabotieren? (Wir haben Civ 1 nie gespielt...)

Performer
05.02.16, 19:52
Zum Raumschiff komme ich in der nächsten Folge. Für Kernwaffen brauchen die Russen aber noch das dazugehörige Weltwunder ...

Kardinalinfant
05.02.16, 19:58
Echt? Heißt das, nur eine Nation kann Kernwaffen bauen? Oder kann hier jede Nation jedes Weltwunder bauen?

Performer
05.02.16, 20:01
Sobald eine Nation das Weltwunder errichtet, können alle (die die entsprechende Technologie haben - Raketenbau -) Kernwaffen errichten.
Deswegen baue ich das Weltwunder besser erst gar nicht. Sonst wachsen die Atompilze.

Kardinalinfant
05.02.16, 20:03
Wobei so ein atomares Armageddon aus erzählerischer Sicht doch durchaus auch etwas hätte ;)

Performer
05.02.16, 23:30
Ich hoffe doch sehr. daß wir uns das ersparen. Mir sind die babylonischen Städte ans Herz gewachsen. Sogar die mongolischen. Ich nehme aber an, eine russische Atomrakete würde zuerst Shanghai treffen.

Stupor Mundi
06.02.16, 12:04
Gegen den Raumschiffbau helfen Kernwaffen nur insofern, als der Fall der Hauptstadt das Raumschiff der jeweiligen Nation zerstört. Man sollte in der Hinsicht aufpassen. Gerade bei Hauptstadt in Küstennähe kann man so leicht gestoppt werden. Das geht natürlich auch andersrum.

Performer
06.02.16, 12:07
Unsere Hauptstadt ist ja nun nicht mehr in Küstennähe, sondern nach Buchara auf das Festland verlegt worden. Leider gilt das auch für Berlin (Deutschland) und Leningrad (Russland).

Stupor Mundi
06.02.16, 12:47
Dann ist immer noch die Frage nach dem Zustand des Schienennetzes. Evtl kann man mit einem Diplomaten und einem Panzer die Schienen von der Küste bis zur Hauptstadt fahren. Darf halt nix im Weg rumstehen.

Performer
07.02.16, 15:30
Die Achtziger Jahre - Teil 3 -: BRS Efgenia

Neukudnezia ist verloren - Griechenland aber gerettet. In Troja wird noch immer gefeiert, daß der Genosse Filira das deutsche Landemanöver so bravourös gestoppt hat. Die begeisterten Griechen errichten gar einen Tempel für ihre noch immer unvergessenen Götter, in dem Fall für Merkur - im Wissen, daß der Gott der Händler und Geschäftsleute sicher sein Händchen über Christianos Filira halten wird.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815758

Wozu auch über Neukudnezias Verlust klagen? Es gibt schließlich Wichtigeres: Die ersten Module für das geplante Generationenraumschiff werden fertiggestellt, und zwar in der alten und in der neuen Hauptstadt - Babylon und Buchara. Welch glorreiche Fügung, steht doch erstere für die Wiege der babylonischen Zivilisation und zweitere für die moderne Mongolei im Vielvölkerstaat.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815754

Die Module werden sofort in den grossen Raumschiffhangar bei Buchara transportiert. Denn von hier aus soll das Generationenschiff dereinst in den Weltraum starten. Genosse Filira weiht feierlich den Bau der ersten Bevölkerungsmodule ein - so zitiert ihn der Bucharer Bote - "eine Erschließung des Weltraums wird sich letzten Endes als höchst lukrativ erweisen". Er ist schon wieder am rechnen, der gute Filira.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a5/Orion_Crew_Module_mockup.jpg/640px-Orion_Crew_Module_mockup.jpg

Und damit sich das alles auch wirklich "rechnet", wird in Shanghai - nachdem dort ein weiteres Modul fertiggestellt wird - die erste neue sozialistische Bank von Babylonien in Auftrag gegeben. Die Zurückhaltung in der Finanzpolitik soll ein Ende haben. Schmerzlich für die Ingenieure von Shanghai ist allerdings, daß ihr Modul keineswegs chinesische Bürger beherbergen soll, sondern ausschließlich für die Versorgung vorgesehen ist. Denn so hat es Christianos Filira bestimmt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815756g

Und so präsentiert sich zum Jahresende 1981 das Generationenschiff, das übrigens - zu Ehren des ermordeten Genossen Gök - den Namen seiner heißgeliebten Gattin tragen soll: BRS Efgenia. Die schöne Witwe möchte sogar eine eigene Astronautinnenausbildung absolvieren und selbst in den Weltraum entschwinden, kolportiert die Presse. Noch wartet sie aber auf ein standesgemäßes Modul aus Griechenland. Bisher aber läuft der Raumschiffbau tadellos: Sumer steuert ein Solarmodul bei, Uruk im Dreistromland ein weiteres Lebenserhaltungsmodul. Der Weltraum kann kommen, Genossen!

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Aber Friedrich der Große, der Despot aus Berlin, ist über die babylonischen Pläne bestens informiert. Und so wird im Jahr 1982 bekannt, daß Friedrich an einem eigenen Raumschiff werkelt. Die industriell bestens aufgestellten deutschen Städte arbeiten mit Hochdruck an den erforderlichen Weltraumteilen des DRS Friedrich. Das Rennen ist eröffnet - und der Ausgang mehr als ungewiss.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815757

Performer
09.02.16, 13:41
Die Achtziger Jahre - Teil 4 -: Athen in Bedrängnis

Alle Welt blickt auf das Weltraumrennen zwischen Deutschland und Babylonien - und Christianos Filira ist fest entschlossen, sein ambitioniertes Ziel eines Großraumschiffs mit sieben Modulen (!) durchzusetzen. Dafür will er auch die griechischen Städte fit machen und weiht im März 1983 ein neues Industriewerk in Korinth ein. "Endlich kann auch Griechenland seine Exportleistung steigern", schwärmt der Erste Genosse. "Die Arbeiter sind hochmotiviert, die Zahlen stimmen, und das alles geschieht zum Wohl der Marktwir .... äh, der sozialistischen Volkswirtschaft."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815762

Babylon hingegen trauert noch immer seinem einstigen Ruhm hinterher. Seit Buchara zur neuen Hauptstadt ernennt wurde, steht die größte und bedeutungsvollste Metropole der Welt im Schatten der mongolischen Nachbarin. Immerhin: Der Palast, in dem der alterlose Landesgründer Nebukadnezar weilt, wird weiter ausgebaut. Und im Zellentrakt schmort Dschingis Khan, der wohl nie wieder das Licht der Öffentlichkeit sehen wird.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815759

Der Krieg der drei Mächte geht indessen weiter wie gehabt: Russland reklamiert die Seeherrschaft, und Deutschland setzt Nadelstiche zur See gegen seinen babylonischen Konkurrenten. Aber der babylonische Löwe schläft nicht: Ein Bomber aus Akkad kann eine große Flotte der Russen bei Sumsland versenken. Denn eine Horrorvorstellung für Babylon wäre es, wenn Russland gar noch technologisch aufholen und mit seinen unzähligen Städten in das Weltraumrennen eingreifen könnte.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815760

Deutschland hingegen hat längst Griechenland als Schwachstelle des babylonischen Vielvökerstaates ausgemacht. So sehr Geld Christianos Filira auch in die griechischen Städte hineinpumpt: Selbst im Jahr 1984 ist die Verteidigung der langgestreckten Küste am griechischen Meer kaum zu bewerkstelligen. Deutsche Schlachtschiffe bombardieren immer wieder Athen, Delphi und Sparta. Und die Hoffnung, einen Gegenschlag zur See vor Athen starten zu können, endet in einem Debakel. So sind auch die Griechen schwer enttäuscht von der neuen Regierung - denn auch Filira scheint (wie Timur Gök) auf dem Feld der Verteidigung zu versagen. Ist die griechische Hauptstadt längst verloren, auch wenn niemand es wahrhaben will?

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11.02.16, 13:39
Die Achtziger Jahre - Teil 5 -: Lockruf des Goldes

Das Generationenraumschiff erwartet seine baldige Fertigstellung. Doch Genosse Filira möchte darüber hinaus Griechenland nach vorn bringen. Und so wird ausgerechnet die einst so heiß umkämpfte Hafenstadt Eretria mit einem neuen Industriewerk ausgestattet - trotz hoher damit verbundener Kosten. Der Sponsor Μελλοντικές kann im Jahr 1985 die Fertigstellung verkünden, was die Bürger begeistert feiern.

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Nicht nur das: Filira hat die unzähligen Arbeiterkolonnen der Mongolei abgezogen und sie nach Griechenland verfrachtet. Überfällige Eisenbahnlinien werden zwischen Argos und Tenochtitlan, Troja und Pergamon verlegt. Wird die Tiefebene von Argos die neue Boomregion Babyloniens?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815765

Erkauft wurde dies mit dem Ende von Neukudnezia. Dort haben sich Russen und Deutsche festgefressen; ein letzter Schütze in der Hammurapa-Festung wird 1985 von einem deutschen Bombenhagel dahingerafft. Der alte Traum der babylonischen grande dame L.G. Hammurapa scheint endgültig ausgeträumt.

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"Hat sich nicht gerechnet", so lautet die Standardantwort von Christianos Filira, wenn man ihn nach dem Schicksal Neukudnezias fragt. Denn eines ist dem Pseudogenossen wichtiger als alles andere: Die Kasse muss stimmen. Und das tut sie nur bedingt. Die immensen Militärkosten, der Raumschiffbau und das per se unergiebige planwirtschaftliche Staatssystem sorgen für eine Stagnation des Haushalts - trotz einer Steuerrate von 70 %. Aus diesem Dilemma will Filira ausbrechen, koste es, was es wolle. Wie leichter wäre das Leben, wenn Babylonien über eine zweite Goldmine verfügen würde.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/34/400-oz-Gold-Bars-AB-01.jpg/640px-400-oz-Gold-Bars-AB-01.jpg

Eine solche hat schon vor langer Zeit das Landungskorp der Mardukisten auf dem Horn von Swerdlowsk ausgemacht. Dort scheint zur Zeit alles ruhig, und so entwickelt Filira einen gewagten Plan: Die Gründung einer neuen Stadt direkt vor der russischen Haustür. Sie könnte in Zukunft nicht nur als Operationsbasis für eine Eroberung Russlands dienen - sie ermöglicht auch den Zugriff auf die Goldader von Swerdlowsk. In Babylonien aber sorgt die Stadtgründung von Chrysos für Hohn und Spott. "Wie in aller Welt wollen der Milliardär und sein Model diese Farce einer Stadt gegen den Iwan halten?", tönt Donaldiku Trumsch auf einer Kundgebung. Und die kommunistische Hoffnung Mert Parsum warnt gar vor einem "Wissenschaftsklau der Russen, falls Chrysos fällt". Trotz des in Chrysos stationierten Schützen und einer Artillerie ist dieses Abenteuer seiner Meinung zum Scheitern verurteilt - und er kündigt weitgehende Proteste des Proletariats für die kommenden Jahre an, um den Einfluss von Μελλοντικές auf die babylonische Politik zu mindern.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815763

Private_S
11.02.16, 14:29
Donaldiku Trumsch, pah! (sehr geiler Name übrigens :D) Chrysos wird das neue Sacramento. Schickt die Russen in die Reservate.


https://www.youtube.com/watch?v=kNr9kirIX6Q

Performer
15.02.16, 07:50
Die Achtziger Jahre - Teil 6 -: Grenzen des Wachstums

Es ist der große Traum des Ersten Genossen: Chrysós soll die Kasse klingeln lassen. Vor seinem inneren Auge sieht er bereits Loren in die Goldmine auf Swerdlowsk einfahren, sieht das geschmolzene Metall in Barrenform in dem großen Safe der Bank von Argos lagern. Diese expandiert übrigens fleißig: Neue Filialen werden bewilligt und sollen bald in jeder babylonischen Metropole zu sehen sein.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3f/Riggs_National_Bank_building.JPG/640px-Riggs_National_Bank_building.JPG

So wird 1986 eine Bank in Uruk und 1987 eine weitere in Shanghai eingeweiht. Wie das alles mit dem Kommunismus zusammengeht, bleibt offen - aber ganz offenbar verzeiht das Volk dem Genossen Filira jede Paradoxie. Zu gerne verschließt es auch die Augen vor der steigenden Umweltverschmutzung.So wird in Buchara ein neue Umweltskandal öffentlich, der einen ganzen Wald nahezu entlaubt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815767

Da können die Wissenschaftler in Sumer noch so sehr vor dem Treibhauseffekt warnen: Die Fabrikschlote qualmen, der Rubel rollt, und die Arbeiterkolonnen kommen kaum noch bei der Beseitigung der schlimmsten Umweltschäden hinterher. Zumual Filira die meisten von der Mongolei abgezogen hat - und dort ist die Umweltzerstörung am gravierendsten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815770

Quo vadis, Genosse? Christianos Filira lässt sich nicht in die Karten sehen. Insgeheim aber, da sind viele überzeugt, bereitet er die endgültige Abwicklung des kommunistischen Systems vor. Sollte der Große Rat ihn noch einmal im Amt bestätigen, könnte dies das Ende der Räterepublik sein. Doch wird Filira dann eher einen Weg zur Demokratisierung oder den Pfad zur Diktatur des Finanzkapitals einschlagen?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b7/Christian_lindner_fdp_2012_portrait.jpg/400px-Christian_lindner_fdp_2012_portrait.jpg

Ein herber Rückschlag ist allerdings die Zerstörung der neugegründeten Siedlung Chrysós auf dem Horn von Swerdlowsk. Die Russen rücken mit vier Panzereinheiten unerwartet aus dem Osten an, und ehe die Artillerie in Chrysós ihnen begegnen kann, sind Filiras Goldträume geschmolzen. Nur nicht in Barrenform. Interessanterweise bahnt sich übrigens in Russland ein gesellschaftlicher Wandel an: Stalin ruft (zum zweiten Mal) den Kommunismus ein - eine klare Verhöhnung der in sich gespaltenen babylonischen Räterepublik, die nun nicht mehr reklamieren kann, als einzige den sozialistischen Weg zu gehen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815768

In Buchara und Babylon sehen nicht wenige mit klammheimlicher Freude Filira als gescheitert an. Der Untergang von Chrysós, so ist zu hören, dürfte auch das Ende des Luftikusses und Finanzakrobaten sein. Doch immerhin sind die Griechen mit "ihrem" Genossen wieder versöhnt, als 1986 endlich die Flotte aus Timur-Gök-Stadt im Griechischen Meer eintrifft. Denn nun haben die Deutschen ein Problem: Eine Invasion Griechenlands dürfte sich nun deutlich schwieriger gestalten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815769

Performer
17.02.16, 18:25
Die Achtziger Jahre - Teil 7 -: Jadeherz

Das Jahrzehnt schreitet voran - und die Kapitalisierung der Räterepublik kommt weiter voran. Auch Akkad vermeldet im Jahr 1988 die Gründung einer Bank - trotz dem lauten Murren der kommunistischen Kader. Die fragen sich allmählich, warum Genosse Filira sein Geld in die Finanzinstitute anstatt in Raumschiffteile steckt. Hat er das Weltraumrennen gegen Deutschland schon verloren gegeben?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815781

Derweil tobt im Griechischen Meer die Seeschlacht gegen Russen und Deutsche. Stalins Schlachtschiffe können ein babylonisches Schiff versenken, den Rest der Flotte aber nicht stellen. Im Gegenzug wird ein deutsches Schlachtschiff vor Athen in die Flucht und dann in Stücke geschlagen. Babylons Feinde sind von der jähen Gegenwehr überrascht, hatten sie doch Griechenland als Schwachpunkt des sozialistischen Imperiums ausgemacht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815780

Griechenland feiert den Sieg frenetisch. In Argos bejubeln die Menschen ihren Landsmann Filira. Zumindest hier fühlt man sich endlich würdig vertreten. Ob der Glanz alter Tage, als Argos die aztekische Urbevölkerung gnadenlos ausgepresst hat, je wiederkehrt? Wird Argos einst wieder so bedeutsam sein wie im Zeitalter Alexander des Großen? Ganz anders ist hingegen die Stimmung in Babylon. Die alte Hauptstadt des Vielvölkerstaats legt Protest gegen ihren Bedeutungsverlust ein. Der Genosse, so wird gemault, solle sich endlich wieder um das Herz des Dreistromlandes kümmern und ihm nicht nur die Kärcherarbeit beim Bau neuer Raumschiffteile überlassen. "Kein Geld mehr für Buchara und Efgenias Garderobe", so lautet eines der Plakate, die in Babylon geschwenkt werden. Und natürlich wird eine Forderung laut: "Babylon muss wieder Hauptstadt werden!" Doch zumindest in diesem Punkt findet Christianos Filira sehr deutliche Worte: "Rechnet sich nicht." Womit die Diskussion beendet ist.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815784

Halb vergessen ist ein Dauerkonflikt im fernen Westen des Reichs: Auf der Halbinsel Nippurim bangt die Bevölkerung, als deutsche Schützen an der Küste anlanden. Friedrich der Große will wieder einmal Nippur einkesseln. Doch auf Nippurim stehen nicht nur ein Panzer und ein Saboteur im Hinterland bereit, um solche Angriffe abzuwehren - sondern auch die Dicke Arsli, jene historische Kanone, die schon so oft Nippur vor den Feinden gerettet hat. Und auch im Jahr 1988 erweist sich die Veteranin als unüberwindbares Hindernis: Die Schützen werden mit wenigen Schüssen vertrieben. Was für ein glorreicher Moment!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815782

Dies wird im ganzen Reich begeistert gefeiert. In Buchara wird in einem schwer angesagten Club ein Konzert zu Ehren der Dicken Arsli gegeben. Efgenia Gök tritt mit ihrer neuen Band JADEHERZ auf und zeigt wieder einmal ihren chirurgisch frisch überholten Teint. Der Song "Arsli" (Refrain: "Du ... du ... bombst dich in meine Träume ... du ... du ... bist der Mongolensturm in meinem Schoss ...") wird bald darauf im ganzen Reich geträllert. Auch wenn Efgenias Kritiker behaupten, dass ihr Gitarrensolo vom Band kam und ihre Stimme reichlich dünn klingt. Doch ihre Fans werden von Tag zu Tag mehr.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815783

Azrael
17.02.16, 19:14
Ist der Schaden der dicken Arsli nicht langsam begrenzt angesichts ihres technologischen Standes und der technologischen Entwicklung der Welt?

Performer
17.02.16, 21:13
Ist der Schaden der dicken Arsli nicht langsam begrenzt angesichts ihres technologischen Standes und der technologischen Entwicklung der Welt?

Tja. Dachte ich auch. Aber die hat schon Panzer und Schützen plattgemacht. Eine Uralt-Kanone ...

So war das in Civ1 ... :D

Ruprecht I.
17.02.16, 21:22
Da wurden auch schonmal Schlachtschiffe von Steinzeitknüpplern zerlegt... :uhoh:

Performer
19.02.16, 21:38
Die Achtziger Jahre - Teil 8 -: Efgenialisch!

Der glorreiche Sieg der Dicken Arsli soll nicht die einzige Erfolgsmeldung der späten 1980er Jahre bleiben: 1989 kann der Kreuzer Zoirós - von Genosse Filira persönlich in Akkad auf diesen griechischen Namen getauft - Funksignale der Russen entschlüsseln. Stalin plant eine großangelegte Invasion Babyloniens, ja, will Buchara selbst zum Ziel seiner Attacken machen. Zoirós kann dem Signal folgen - und entdeckt im Nordmeer zwei Transportflotten mit einer Unzahl russischer Panzertruppen. Da sie ohne Begleitschutz unterwegs sind, wird die Invasion ein Debakel für die russische Marine, die einmal mehr ihre Überlegenheit nicht nutzen kann.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815789

Es ist wahrlich das Griechische Zeitalter der babylonischen Grossreichs. Genosse Filira hat es geschafft, die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten umzulenken - auch wenn die Zahl seiner Kritiker groß ist. die Kommunisten halten ihn für den Totengräber der Räterepublik, die Falken der Sprachentwirrer und Mardukisten für unfähig und kurzsichtig (wobei die sinnlose Gründung von Chrysos nur als ein Symptom gelten darf), und selbst die Griechen zeigen sich enttäuscht von dem Ersten Genossen. Die Verteidigung ihrer Küsten ist trotz der Flottenverlegung keineswegs gewährleistet, die Garnisonen sind mangelhaft besetzt, und statt dessen investiert Filira in neue Banken und Industriewerke. Auch der Raumschiffbau wurde von ihm nicht vorrangig beachtet ... bis auf das letzte Wohnmodul, das Filira in seiner Heimatstadt Argos herstellen lässt. Das Raumschiff BRS Efgenia ist damit in groben Zügen fertig ... bis auf die Strukturteile. Und da haben die Raumschiffingenieure noch einen weiten Weg vor sich.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815791

Es gäbe also vieles zu kritisieren an der Amtsführung des Pseudogenossen, der längst von der Abschaffung des Kommunismus träumt. Doch das Volk scheint im großen und ganzen zufrieden - und huldigt begeistert seiner Ikone Efgenia Gök. Die flotte Griechin hat einen erstaunlichen Imagewandel durchlaufen: Von der meistgehassten Frau Babyloniens zu einer Discoqueen, die sogar die Jugend anspricht. Mehrere Konzerte finden in den Pionierheimen von Komsomol Babylon statt, wo Efgenia und ihre Band JADEHERZunter lautem Jubel ihre neuste Singleauskoppung Timurs Traum zum Besten geben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815792

Selbst die Jugendsprache wird durch die Witwe aus Buchara geprägt. In den Schulen und Universitäten wird immer häufiger das Wort "efgenialisch" gebraucht, was laut einer Neuausgabe des Dudusch aus Sumer unter jungen Leuten soviel bedeutet wie "schlau, listig, sexuell aktiv" - kurz: efgenialisch.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815788

Im Schatten des Efgenia-Kultes finanziert das Designbüro Μελλοντικές auf Weisung des Ersten genossen ein neues Industriewerk in Delphi. Offenbar will Christianos Filira vor den nächsten Wahlen des Großen Rats der Werktätigen Fakten schaffen und die griechischen Fabrikarbeiter auf seine Seite ziehen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815787

... weshalb auch im Januar 1990 in Sparta ein ihm höriges Werk seine Pforten öffnet. Da können die Gökisten und andere kommunistische Kräfte noch so heftig protestieren: Christianos Filira hat das babylonische Reich verändert. Und in den Zentrale von Μελλοντικές plant er längst den finalen Coup gegen das ihm verhasste Rätesystem, obwohl es ihn an die Spitze der Macht getragen hat.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815790

Azrael
19.02.16, 23:38
Ein herber Verlust für die Russen aber wenn diese Truppen angekommen wären, wäre dies eine erhebliche Bedrohung Babylons gewesen! Allzeit Bereit "Genosse" ;)

Performer
21.02.16, 09:01
Das Ende der Achtziger Jahre: Mobilé der Angst

Mehr Fragen als Antworten hinterlässt das Griechische Jahrzehnt und die Amtsführung des Ersten Genossen Christianos Filira. Der Kommunismus ist in der Defensive, Griechenland keineswegs so sicher, wie Filira es versprochen hat, die russische Invasion des Dreistromlands hingegen konnte glorios vereitelt werden. Die Gewichte innerhalb des Vielvölkerstaats umkreisen sich wie bei einem Mobilé.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e4/Mobile_%28sculpture%29_in_the_style_of_Alexander_Calder.jpg/484px-Mobile_%28sculpture%29_in_the_style_of_Alexander_Calder.jpg

Das zeigt auch ein Blick auf die fünf bedeutendsten Städte der Welt: Das Herz der Mongolei Samarkand ist aufgrund seiner Weltwunder nach wie vor auf Platz 1, die Königin der Welt Babylon abgeschlagen auf dem vierten Platz. Deutschland belegt mit Leipzig und Berlin die Plätze 2 und 3: Bekannt für ihre Effizienz, Infrastruktur und wohlbehütete Lage. Und auch Russland kann sich mit Moskau in der Liste verewigen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815799

Die Welt im Widerstreit: Die 1980er Jahre haben wohl die letzten wichtigen weissen bzw. schwarzen Flecke auf der Landkarte verschwinden lassen. Das Mächtedreieck Deutschland - Russland - Babylonien hat die Welt mehr oder minder aufgeteilt. Die drei Hauptstädte Berlin, Buchara und Leningrad liegen jeweils gut geschützt vor einem feindlichen Angriff von der Seeseite im Binnenland. Und Russland weiß das Mysterium seines Kernlandes noch immer zu wahren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815801

Vor allem der Aufbau der Wirtschaft und der Finanzen hat den Genossen Filira in den 1980er Jahren umgetrieben. Der Raumschiffbau wurde zwar von ihm vorangetrieben - doch noch ist BRS Efgenia weit entfernt von einem Start. Die letzten wichtigen Module aus Argos und Täbris sowie eine Unzahl an Schubkomponenten konnten fertiggestellt werden. Noch mangelt es aber an Treibstoff für das Raumschiff. Auch ein Solarmodul und die unzähligen Strukturteile sind nicht vorhanden.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815800

Das wäre an sich kein Problem - wäre da nicht das Raumschiff der Deutschen. Friedrich der Große setzt auf eine gänzlich andere Taktik: Der Antrieb seines Raumschiffs ist komplett fertiggestellt. Mit einem kleineren Raumschiff könnte DRS Friedrich in wenigen Jahren in den Weltraum starten ... und so die Kolonisierung des fernen Planeten Alpha Centauri einleiten, ehe die Babylonier ihr Raumschiff auch nur fertigstellen können. Entsprechend siegensgewiss gibt sich der deutsche Herrscher. Bei einer seiner berühmten Teestunden in Hamburg lässt er die Bemerkung fallen, dass sich die Babylonier grandios verzettelt haben. Und eines Tages könnte die Rache für die babylonische Frechheit, sich der deutschen Hegemonie entgegengestellt zu haben, aus einer unerwarteten Richtung erfolgen: Aus den Sternen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815798

Azrael
21.02.16, 09:54
Dann ist doch klar, was jetzt folgen muss: Die Invasion Deutschlands, um deren Raumschiffbau zu stoppen :D

Private_S
21.02.16, 11:16
Außerdem erwarten Wir zum "Mobilé der Angst" pünktlich zur Teestunde des großen Königs Friedrich noch die "Makramee-Eule des Schreckens".

http://www.jogi.com/schrege-voegel/pics/eule2.gif (http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.jogi.com%2Fschrege-voegel%2Fpics%2Feule2.gif&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.jogi.com%2Fschrege-voegel%2Fdiv%2Fmakrame.htm&h=231&w=143&tbnid=sBe6Jif-tl6akM%3A&docid=Nm_xseUi6RzK4M&ei=HI7JVprgA6XXywPA0p2ACw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=440&page=1&start=0&ndsp=62&ved=0ahUKEwia3q7lz4jLAhWl63IKHUBpB7AQrQMIUTAK)

Performer
22.02.16, 11:23
Oh, ist die süüüüß ... :top:

Performer
23.02.16, 22:06
1990: Der Große Rat der Werktätigen tagt in Buchara

Wieder ist ein Jahrzehnt Geschichte, wieder sind die Entscheidungen, die dem Großen Rat der Werktätigen abverlangt werden, enorm. 10 Jahre lang hat sich die offiziell kommunistische Räterepublik dem Reformprogramm von Christianos Filira unterworfen, und so liegen die Nerven blank: Kommunisten wider liberale Kapitalisten, mardukistische Konservative wider griechische Reformer, weltraumbesessene Utopisten wider paranoide Falken. Denn während der ewige Krieg gegen Russland und Deutschland weitertobt, setzt der Raumschiffbau Friedrich des Großen das Babylonische Friedensprojekt gewaltig unter Druck.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815802

Die entscheidende Frage, die in den Fernsehkanälen rauf- und runterdiskturiert werden, bleibt: Wie kann der Start von DRS Friedrich verhindert werden - wenn überhaupt? Die enorme Wirtschaftskraft der Deutschen ließ sich bislang kaum brechen. Trotz weniger Städte konnte Deutschland in kurzer Zeit ein flugfähiges Raumschiff errichten, das mit wenigen Modulen und Strukturteilen in ferne Galaxien aufbrechen kann. Und wäre es nicht fatal, wenn der (laut der Universität Sumer) bewohnbare Planet Alpha Centauri an den Despoten Friedrich den Großen fallen würde? Die Falken in Babylonien erwägen deshalb ernsthaft einen präventiven Angriff auf Deutschland, um das Raumschiff aufzuhalten. Aber wie? Berlin liegt gut geschützt im inneren des Reichs, und auch die Küstenstädte Bonn, Bremen und Hamburg sind nur schwer einzunehmen. Fatalerweise ist auch Neukudnezia - von den Deutschen Friedrichsland getauft - schon vor Jahren zurück an den Despoten gefallen. Und bei allen möglichen Kriegsplänen gilt es zu bedenken, dass Truppen den langen Weg über den Mongolantik zurücklegen müssem ... wo die Russen die Seeherschaft beanspruchen und leider auch durchsetzen können.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815806

Ist also der Plan, den Krieg nach Berlin zu tragen, obsolet? Hat sich das kommunistische System insgesamt als Irrweg erwiesen? Die Kritiker aus dem Kreise Filiras bejahen diese These und fordern einen längst überfälligen Systemwechsel - während kommunistische Apologeten gerade die Herrschaft des Volkes als Ursache sehen, dass es Babylonien überhaupt noch gibt. Denn wie hätte der Krieg, hätte die schiere Masse der babylonischen Einheiten in einem demokratischen Staat vom einfachen Bürger akzeptiert werden können? Die KPML (Kommunistische Partei der Mongolischen Ledergerber) warnt eindringlich vor kapitalistischen Experimenten. Und auch Filira weiß, dass noch immer der Große Rat der Werktätigen das Sagen hat und er auf die Stimmen der Volksräte angewiesen ist. Nicht ohne Hintersinn hat er deshalb die Industriewerke an der griechischen Nordküste gegründet und die dort tätige Arbeiterschaft von der Stunde Null an eng an das Designbüro Μελλοντικές gekettet. Μελλοντικές hat die Gewerkschaftsführer handverlesen, und durch einen politischen Coup hat Genosse Filira 50 Räte der PGG (Prorgessive Gewerkschaften Griechenlands) für den Rat nachnominiert, um auch in der Arbeiterschaft loyale Anhänger zu besitzen. Der KPML ist dies freilich ein Graus: Sie hält die PGG für eine arbeiterfeindliche Gelbe Gewerkschaft, die für obskure Ziele wie die 85-Stunden-Woche eintritt. (Slogan: "Am ersten Sonntag im Monat gehört Papi mir!")

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815811

So ist der Große Rat der Werktätigen wieder einmal gewachsen, und die Tagungshalle ist zum Bersten gefüllt, als die Räte in Buchara zusammentreffen. Allen ist jedoch die Bedeutung dieser Versammlung bewußt: Wie wird es weitergehen mit der babylonischen Räterepublik? In Buchara wird über das Schicksal der Babylonier, Mongolen, Griechen, Chinesen und Azteken entschieden ... und letztlich auch über jenes der Russen und Deutsche, auch wenn deren verblendete und kriegslüsterne Anführer dies nicht wahrhaben wollen.
Die Debatten in Buchara zeigen aber auch eins: Nichts ist mehr, wie es war. Alte Absprachen zählen nicht, die Fraktionen haben sich teilweise neu aufgestellt, und keiner weiß, ob sich Christianos Filira am Ende an der Spitze des Vielvölkerstaates halten kann. Denn wieder sind seine Mitbewerber Mert Parsum, Enkhbaataryn Baakhan, Donaldiku Trumsch und Ashar Illilutam mit von der Partie. Und sie wollen die Niederlage von 1980 vergessen machen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815803

I. Christianos Filira

Der Erste Genosse Christianos Filira kann zwar wirtschaftliche Erfolge vorweisen: Babylonien geht es besser denn je, das Volk ist glücklich im Kommunismus. Doch seine Kritiker werfen ihm vor, den Raumschiffbau nicht zielstrebig genug vorangetrieben zu haben und das Konkurrenzprojekt der Deutschen ignoriert zu haben. Auch das Debakel am Horn von Swerdlowsk mit der irrsinigen Gründung der Stadt Chrysos wird Filira angekreidet. Fatal für ihn ist zudem, dass er die Erwartungen der Griechen kaum erfüllt hat: Athen, Delphi, Sparta und Korinth sind keinesfalls in Sicherheit, eine Invasion von Stalin oder Friedrich dem Großen droht nach wie vor. So kann Filira dieses Mal nur auf die Stimmen der Futuristen (Designbüro Μελλοντικές) und der neu installierten progressiven Arbeiterschaft (PGG) zählen.

Filira lässt sich aber nicht beirren. Sein Programm für das nächste Jahrzehnt ist eindeutig: Der Raumschiffbau soll mit voller Kraft weitergehen, wobei die Wirtschaftskraft der Griechen nun entscheidend für den Bau der Strukturteile beitragen wird. Auch Filira sieht aber die Gefahr, dass Friedrich sein Raumschiff schneller starten kann. Er plädiert deshalb dafür, die guten Kontakte von Efgenia Gök in den deutschen Städten zu nutzen und ein Heer an Agenten, Saboteuren und Spionen in die deutschen Städte zu senden. Sie sollen den Raumschiffbau aufhalten, für Chaos und Verwirrung stiften und unter Umständen Aufstände in Deutschland provozieren, um die Metropolen zum Übertritt in das Babylonische Friedensprojekt zu bewegen. Um dies erreichen zu können, muss der Raumschiffbau in der Mongolei kurzfristig unterbrochen werden, während er in Griechenland und im Dreistromland weitergehen kann. Die Agenten sollen bei Hamburg die Küste erreichen und dann ihr Agitationswerk beginnen, wobei Efgenia Gök selbst die Operation leiten soll. Nur so, behauptet Filira, kann Friedrich der Große zu Fall gebracht werden - letzten Endes von den Deutschen selbst.

Weiterhin kündigt Christianos Filira bei seiner Wiederwahl unmissverständlich an, ein Volksreferendum über den Kommunismus, respektive sein Ende, und über die Einführung der Freien Marktwirtschaft abzuhalten. Denn so kann es seiner Meinung nach nicht weitergehen im Deeistromland. Der Große Rat stimmt damit quasi über sein eigenes Ende ab ... wenn Filira wiedergewählt wird.
Ein kleines Herzensprojekt ist für den Ersten Genossen zudem eine Stadtgründung auf der Jadeinsel im chinesischen Meer, um der Witwe Efgenia Gök endlich eine würdige Eremitage für kommende Zeiten zu erschaffen - falls der Krieg gehen Stalin dies zulässt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815805

II. Mert Parsum

Als schärfster Kritiker des Ersten Genossen tritt der Babylonier Mert Parsum auf. Der junge Mann hat einen erstaunlichen Wandel während der letzten Jahre durchgemacht - der schmählich verlorene Wahlkampf 1980 hat ihn von einstigen Positionen abrücken lassen. Zwar verteidigt Parsum den Kommunismus, will sich aber nicht länger vor den Karren der KPML spannen lassen. Sogar mit seiner politichen Heimat, der Jugendorganisation Komsomol Babylon, hat sich Parsum überworfen und dafür den babylonischen Nationalisten angenähert. Diese fürchten, das Weltraumrennen gegen Deutschland zu verlieren, und fordern ein scharfes Vorgehen wider Friedrich. Mert Parsum kennt dafür nur eine Lösung: Deutschland soll frontal angegriffen werde: "Berlin muss fallen!" Aber wie will der störrische Babylonier dies erreichen? Mert Parsum schlägt vor, den Raumschiffbau kurzfristig zurückzustellen und eine schlagkräftige Invasionsarmee aus der Mongolei nach Berlin zu entsenden: Ein Flugzeugträger soll aus Akkad mit Bombern starten, neue Schlachtschiffe aus Timur-Gök-Stadt und Kashgar. Für eine leidlich sichere Passage will Parsum sogar einen kurzfristigen Waffenstillstand mit Stalin schließen.

Und Berlin? Wie will Mert Parsum dieses Bollwerk knacken? Seinen mysteriösen Geheimplan will der Teufelskerl nicht verraten. Doch die Marine spielt in seinen Überlegungen eine große Rolle. Sogar die Schlachtschiffe aus dem Griechischen Meer will er dazu abziehen. Sein Versprechen ist gewagt: "Lasst DRS Friedrich ruhig abheben ... es wird jedoch nie sein Ziel erreichen, wenn wir erst die Kommandozentrale in Berlin übernehmen. Vertraut mir, ihr Völker Babyloniens, und fallt nicht erneut auf die kapitalistischen Hirngespinste Filiras herein."

Politisch schwebt Parsum eine strikte Reform der Räterepublik vor: Eine massive Verkleinerung des Rats sowie eine Stärkung der klassischen Gewerkschaften. Kein Wunder, dass die Werften-, Matrosen- und Soldatenräte all dies nur zu gerne hören und dieses Mal hinter Parsum stehen. Von Komsomol Babylon hingegen wird Mert Parsum als Renegat angesehen, der die babylonische Jugend im Wehrdienst in einem völlig überzogenen Invasionskrieg verheizen will.

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III. Enkhbaataryn Baakhan

Auch die Mongolin Enkhbaataryn Baakhan tritt mit einem deutlich anderen Profil auf. Nachdem sie 1980 die starke Sorge der KPML vor einer Rehabilitierung von Dschingis Khan unterschätzt hatte, lässt Baakhan dieses Mal keinen Zweifel mehr an ihrer kommunistischen Gesinnung. Sie zeichnet sich als einzige, wahre Erbin des Gökismus, propagiert den Weltkommunismus und richtet sich mit Vehemenz gegen die konterrevoloutionären Pläne der Filira-Regierung. Griechenland wird unter einer Genossin Baakhan wenig zu lachen haben: Die Staatskasse soll durch Verkäufe "überflüssiger Bauprojekte in Griechenland" aufgebessert werden. Für sie ist der griechische Kontinent ein lästiges Anhängsel, das den Babyloniern und Mongolen mehr ein Klotz am Bein ist.

Deshalb sind Baakhans Pläne für den Raumschiffbau empörend: Sie schlägt vor, dass BRS Efgenia ohne das Modul aus Argos (und damit ohne seine Namensgeberin) starten soll. Nur so kann Babylonien den Deutschen zuvorkommen, so Baakhan. Es sollen also nur Babylonier und Mongolen nach Alpha Centauri entsandt werden. Den Krieg gegen das despotische Deutschland will Baakhan dennoch führen - wenn auch mit einer gänzlich anderen Taktik. Für sie ist Leipzig die Schwachstelle: Die größte und herrlichste Stadt der Welt liegt an der Küste und kann mit einer Bomberstaffel, so Baakhans Kalkül, sturmreif geschossen werden. Infantierieeinheiten könnten dann Leipzig übernehmen und ein kommunistisches Arbeiterkommitee einsetzen. Mit dieser Doppelstrategie (Schwächung Deutschlands und ein beschleunigter Raumschiffbau unter Preisgabe Griechenlands) will Baakhan den Knechter Friedrich in die Knie zwingen ... und sich selbst als neue kommunistische Ikone der Mongolen verewigen. Als solche will sie sich auf der Insel Sumsland ein Denkmal errichten und das strategisch wichtige Eiland als Stützpunkt für eine Fliegerstaffel im Mongolantik gegen die teuflischen Russen nutzbar machen.

Mit dieser Agenda kann Enkhbaataryn Baakhan auf die Stimmen der Gökisten sowie der Antikapitalisten und Antifaschisten zählen. Auch die Konsumräte erhoffen sich durch eine Eroberung von Leipzig neue Impulse für die Volkswirtschaft. Verloren hat Baakhan jedoch die Unterstützung der Werktätigen Frauen - denn ihre geplante "Entsorgung" der Witwe Gök, die in ihren Augen nur eine geliftete Popschnepfe ist, hat ihr den Zorn mancher Frauen eingetragen. Auch auch in der Frauenbewegung hält sich der Anteil der Verächter und glühender Verehrer Efgenia Göks die Waage - und manch überzeugte Kommunistin lauscht heimlich "Timurs Traum", ehe sie zu einer Gewerkschaftsveranstaltung geht. Die griechischen Nationalisten hassen die Mongolin hingegen aus verständlichen Gründen, will sie ihnen doch die Errungenschaften der letzten Jahre wieder nehmen und sie aus dem Raumschiff herausdrängen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815809

IV. Ashar Illiutam

In Buchara steht Ashar Illiutamfür die wahre Symbiose von Babyloniern und Mongolen, ja, neuerdings auch der aufgeschlossenen Griechen. Er hält auch im Jahr 1990 das Klein-Klein des Krieges für irrelevant - und seine Jünger am Großen Turm feiern bereits jetzt den Start von BRS Efgenia mit nicht enden wollenden Orgien. Illilutam, der Jahre lang vergeblich vor der Zerstörung der Natur gewarnt hat, sieht den Planeten dem Untergang geweiht und sagt eine Klimakatastrophe voraus, die sich in seinen Augen kaum mehr verhindern lässt. Deshalb gibt es in seinen Augen nur eine Taktik: Auf zu den Sternen, koste es, was es wolle. Die noch fehlenden Raumschiffteile sollen so rasch es geht in allen Städten zusammengekauft werden, auch unter Preisgabe industrieller Drecksschleudern. Auf diese Weise hofft der "Erleuchtete", den Deutschen zuvorzukommen.

Und was, wenn die Russen und Deutschen kommen, Griechenland zerschlagen, das Dreistromland besetzen? All dies ist in Illiutams Augen zu vernachlässigen. Im Notfall könnte Babylonien die Stadt Buchara verteidigen, bis das Generationenraumschiff eine sichere Umlaufbahn erreicht hat und die Zukunft der babylonischen Zivilisation gesichert ist. Eine Apokalypse Babyloniens wäre bei seinem Plan wohl kaum zu vermeiden ... und manche seiner Anhänger sehnen sie gerade zu herbei. Manche von ihnen phantasieren schon vom Endkampf am Großen Turm von Buchara, wo sich Babyloniens Schicksal für die Weltgeschichte entscheiden soll.

Hinter Illiutam stehen nicht nur die Öko-Sozialisten, die mit seiner Hilfe vor allem den Klimakollaps wenn nicht stoppen, so doch verlangsamen wollen, die Bauernräte (die eine Deindustriaiisierung sehr begrüßen) sowie die Zukunfträte aus Sumer, die alle Energie auf die Fertigstellung des Raumschiffs richten wollen. Für die Mardukisten ist Illiutam hingegen ein rotes Tuch - denn sie wollen nicht das Dreistromland für den Plan eines Irren opfern.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815804

V. Donaldiku Trumsch

Und dann wäre da noch Donaldiku Trumsch - radikaler denn je. Er gefällt sich immer mehr in der Pose des politischen Underdogs, und sein Hohn auf den "Genossen Filira" kennt keine Grenzen. Keine Rede von Trumsch kommt ohne die Feststellung aus, dass Filira auf ganzer Linie versagt hat und ein Hallodri sowie "gescheiterter Bankier-Azubi" sei. Trumschs antimonarchistischen Bewunderer und die seit jeher martialischen Sprachentwirrer berauschen sich an den aggressiven Planspielen ihres Kandidaten: Denn dieser setzt alles auf "die Bombe". Im Eilverfahren sollen erste Atomtests durchgeführt werden, danach Berlin mit einem gezielten Nuklearschlag "an das Gute im Menschen erinnert" und die Stadt auf diese Weise mit einem kleinen, aber effizienten Kommando von der Seeseite aus eingenommen werden.

Atomraketen auf Berlin? Wie kann Trumsch dieses geplante Verbrechen rechtfertigen? Nun, in seinen Augen müssen die Deutschen von Friedrich dem Großen befreit werden. Als Entschädigung bietet er ihnen einen Platz auf dem Generationenschiff an. Denn Trumsch will nicht nur das vorhandene Raumschiff fertigstellen, sondern es sogar erweitern - auf ein viertes Modul, in dem auch Chinesen, Deutsche, Russen und Azteken Platz finden. "Der Weltraum gehört allen", so Trumsch, "solange sie sich nur dem babylonischen Friedensprojekt anschließen. Und leider muss man manche Leute zu ihrem Glück zwingen." Sein Kalkül: Wenn das deutsche Raumschiff aufgehalten werden kann, wäre genug Zeit, BRS Efgenia zu erweitern.

Politisch ist Trumsch zwar nach wie vor kein Kommunist, macht sich aber die Räterepublik gerne zu Diensten. Einen gesellschaftlichen Wandel in den kommenden zehn Jahren lehnt er ab: "Wir haben wichtigeres zu tun. Fängt mit A an, hört mit E auf ... und macht jede Menge Krach." Eins aber will Trumsch sich nicht nehmen lassen: Das "Luder aus Griechenland" soll keine Rolle mehr spielen. Alle Zahlungen an Efgenia Gök sollen eingestellt werden, und ihre Einflußnahme auf die Politik will er öffentlich darstellen und stoppen. Das hat ihm den Vorwurf, ein übler Macho und kleinkarierter Antifeminist zu sein, eingetragen - und die lauten Proteste der Werktätigen Frauen, die zwar nicht in Gänze Efgenia-Fans sind, sie jedoch gegen Trumschs persönliche und unter die Gürtellinie zielende Attacken in Schutz nehmen.

Trumsch wird jedoch auch aus dem Lager der Atomgegner kritisiert: Würde Babylonien die Nuklearrakete entwickeln, würde sich dieses Wissen rasch bis nach Deutschland und Russland verbreiten - und vor allem die Chinesen und Griechen könnten dann vor einem Erstschlag aus unerwarteter Richtung kaum sicher sein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815808

Der Große Rat steht also vor einer ebenso großen, ja, epochalen Entscheidung. Mächtige Blöcke zeigen sich unentschlossen und schwanken in ihrer Zustimmung, während sich manche Fraktionen bereits frühzeitig festgelegt haben. So kann Christianos Filira mit 440 sicheren Ratsstimmen rechnen (Futuristen 390 Räte und Progessive Arbeiter, 50 Räte). Mert Parsum zählt auf die Babylonischen Nationlisten (198 Stimmen), Werften- und Soldatenräte (59 Räte und 60 Räte) sowie auf die Stimmen der Matrosenräte (97 Stimmen), so dass er mit 414 sicheren Stimmen dicht hinter Filira liegt. Enkhbaataryn Baakhan weiss die KPML (Gökisten) mit 85 Räten, die Konsumräte (79) sowie die Antikapitalisten und Antifaschisten (79 Räte und 61 Räte) in ihrem Lager, womit sie auf 359 sichere Stimmen kommt. Ashar Illiutam hat die Öko-Sozialisten (206 Räte), die Fortschrittsräte (114 Räte) und die Bauernräte (63) von seinen Plänen überzeugt und ist damit im Rat mit 359 Stimmen aufgestellt. Und für Donaldiku Trumsch und die Bombe trommeln die nationalen Minderheiten (351), die Antimonarchisten (23) und natürlich die Sprachentwirrer (50 Räte), was immerhin noch 424 Stimmen ergibt.
Bei dem Sieg eines Kandidaten wird dieser zum neuen Ersten Genossen und kann eine Fraktion um 50 weitere Räte aufstocken: Christianos Filira die Progressiven Arbeiter, Mert Parsum die Matrosenräte, Ashar Illiutam die Bauernräte, Enkhbaatarymn Baakhan die Antikapitalisten und Donaldiku Trumsch die Antimonarchisten.

http://i31.photobucket.com/albums/c376/performer2014/Civ1_Babylon/sichere-stimmen_zpsjjn5rtho.jpg

Unentschlossen sind bislang die mongolischen Nationalisten, mit 509 Räten der mächtigste Block im Großen Rat. Dieses Mal stehen sie nicht mehr geschlossen hinter Enkbaataryn Baakhan, sondern lauschen auch den Argumenten anderer Kandidaten ... mit einer Ausnahme: Christianos Filira würden die Nationalisten zu keiner zweiten Amtszeit verhelfen, sondern sich allerhöchstens zu seinen Gunsten ihrer Stimme enthalten.

http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c797ebe4b0b80aa9d177c5

Auch die 379 Räte der Mardukisten neigen nicht geschlossen einem Kandidaten zu. Denn alle Pläne scheinen ihr Für und Wider zu haben, um das babylonische Friedensproekt und das glorreiche Erbe von N.F. Enkidurt in die Zukunft retten zu können. Allerdings würde wohl kein Mardukist ernsthaft dem Wahnsinn eines Ashar Illilutam verfallen, sondern sich höchstens enthalten.

http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c796a6e4b0b80aa9d177bd

Die Werktätigen Frauen sind dieses Mal ebenfalls gespalten. Zwar ist ihre Fraktion nicht groß (79 Stimmen), aber einflussreich - und dass sie dieses Mal nicht von vorneherein für die Kandidatin Baakhan votieren, ist für die Mongolin eine schwere Hypothek. Die Frauenräte können sich deshalb auch für die männlichen Kandidaten aussprechen - bis auf Donaldiku Trumsch, der nun mal ein völliger Sexist und damit unwählbar ist.

http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c79727e4b0b80aa9d177c3

Komsomol Babylon fühlt sich von ihrem einstigen Vorsitzenden Mert Parsum hintergangen und fürchtet, dass dieser die Jugend in einer Invasion Deutschlands verheizen will. Die 142 Räte der Fraktion werden diesem Renegaten keine Stimme geben, könnten sich aber zu seinen Gunsten enthalten ... oder einem anderen Kandidaten zum Sieg verhelfen.

http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c7960ee4b0b80aa9d177bb

Ambivalent stimmen auch die griechischen Nationalisten, die von der zehnjährigen Amtszeit Christianos Filiras mehr als enttäuscht sind. Über dem seit jeher gebeutelten Griechenland hängt die Klinge einer deutschen Invasion, weshalb sie sehr genau abwägen werden, welchem Kandidaten sie auf den Roten Thron bringen. Immerhin ist ihre Fraktion mit 171 Stimmen von Bedeutung - wobei die "Griechenfresserin" Enkhbaataryn Baakhan auf keine Stimme aus ihrem Lager hoffen kann.

http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c7950fe4b0b80aa9d177b5

Abgestimmt werden kann, wie gehabt, für jede Fraktion einmal am Tag (jeweils ab 0 Uhr) bis zum Montag, den 29. Februar (Wahlschluss 12 Uhr). Bedenkt, dass diesmal auch Enthaltung eine Taktik sein kann, um dem jeweiligen Kandidaten zum Sieg zu verhelfen. In den Tagen bis zum Wahlende darf herzlich diskutiert werden ... und vielleicht stimmt der ein oder andere ja nicht nur "taktisch", sondern auch "rollerspielerisch" für die jeweilige Fraktion ab.
Ich freue mich auf hitzige Diskussionen im "Großen Rat der Werktätigen" ...

Azrael
23.02.16, 22:19
Oh, ich bin auch gespannt, wie das ausgeht, ich muss ja sagen, ich finde eure "Original"-Bilder aus dem Wahlkampf immer wieder zum Schmunzeln :D

Osulf
23.02.16, 22:27
Trumsch! Trumsch! Hast du IQ, wählst du Donaldiku! Mach keinen Ramsch, sondern wähle Trumsch! Nur mit Trumsch haben wir jeden Tag Lunch! Filira ist ein Verlierer! Nur mit trumsch wird babylon zu alter Stärke zurückfinden. Es muss gelten: kein Frieden für Friedrich.

Performer
23.02.16, 22:43
Trumsch! Trumsch! Hast du IQ, wählst du Donaldiku! Mach keinen Ramsch, sondern wähle Trumsch! Nur mit Trumsch haben wir jeden Tag Lunch! Filira ist ein Verlierer! Nur mit trumsch wird babylon zu alter Stärke zurückfinden. Es muss gelten: kein Frieden für Friedrich.

Jaja, ich weiß, ihr liebt ihn ...
Aber ich hoffe nicht, daß er gewinnt. Ich hasse atomare Endspiele :-(

Private_S
23.02.16, 22:47
Für Enkhabaa... dingsbums. Babylon braucht mehr mongolische Butzelmützen.

Performer
24.02.16, 10:00
Wahlkampf in Buchara: Der Wannsee als Schlüssel

Der Große Rat scheint verzaubert von der Idee Donaldiku Trumschs, Berlin mit einer Atombombe einzuäschern. Angesichts der ersten Umfragen unter den Räten droht ein Erdrutschsieg Trumschs - und so kommt der bislang noch abgeschlagene Mert Parsum aus der Deckung: Er enthüllt seinen bislang wohl gehüteteten Geheimplan. Er will Berlin direkt angreifen - und zwar mit der babylonischen Marine.
Wie aber soll das gehen? Nun, vor den Toren der deutschen Hauptstadt liegt der idyllische Wannsee. Mert Parsums verwegener Plan: Eine Arbeiterkolonne soll in Friedrichs Herzland geschleust werden (bzw. dank einer UN-Resolution durchgesetzt werden), um dort einen Kanal zu graben. Ihn sollen die babylonischen Schiffe durchqueren - und Berlin auf diese Weise zu Fall bringen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815814

Ob Mert Parsum mit diesem efgenialischen Plan seinen Widersacher Trumsch und die restlichen Kandidaten ausstechen? Die folgenden Tage werden es zeigen ...

Kardinalinfant
25.02.16, 08:54
Werter Performer,

wie zuverlässig kann man denn voraussagen, ob Euer oder das Deutsche Raumschiff schneller fertig sein wird?

Performer
25.02.16, 10:59
Hm ... also, in dieser Größe wird unser Raumschiff wohl kaum rechtzeitig fertig. Aber wie groß wird das DRS Friedrich? ich habe keine Ahnung. Doch ich gehe davon aus, daß wir um eine Offensive auf Deutschland kaum herumkommen.

Kardinalinfant
25.02.16, 11:16
Und wie lange bräuchtet Ihr zum Aufbau einer dafür hinreichenden Streitmacht?

Alternativ:

Wie lange bräuchtet Ihr zum Bau der "Bombe", wie viele davon hättet Ihr wie schnell zur Verfügung und wie schnell hätten Eure Gegner eigene Bomben?

Das würde Uns bei Unserer Wahlentscheidung sehr weiter bringen...;)

Performer
25.02.16, 11:32
Hm, also industriell stehen wir gut da. Zur "Bombe" fehlt uns allerdings erst ein Weltwunder (wahrscheinlich müssten wir da erstmal massiv Karawanen einsetzen, um es fertigzustellen). Dann die Bombe bauen, einen Flugzeugträger - und den muss man sicher übers Meer bringen. Hinzu auch Landeinheiten, da Berlin eingenommen werden muss.
Also, eine klassische Invasion geht sicherlich schneller. Ich habe auch Angst, dass dann die Russen massiv mit Atombomben um sich schmeißen, wenn die Waffe durch das Weltwunder freigeschaltet ist.

Performer
29.02.16, 07:52
Ensdpurt. Um 12 Uhr werden die Räte in Buchara endgültig einen neuen Ersten Genossen im Amt bestätigen. Kann Christianos Filira das Ruder noch einmal herumreißen? Fährt Donaldiku Trumsch einen Erdrutschsieg ein? Werden Mert Parsum oder Ashar Illilutam in letzter Sekunde ihre treusten Anhänger mobilisieren?

Räte der Mongolischen Nationalisten: http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c797ebe4b0b80aa9d177c5

Mardukistische Räte: http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c796a6e4b0b80aa9d177bd

Werktätige Frauen: http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c79727e4b0b80aa9d177c3

Komsomol Babylon: http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c7960ee4b0b80aa9d177bb

Griechische Nationalisten: http://www.easypolls.net/poll.html?p=56c7950fe4b0b80aa9d177b5

Performer
01.03.16, 08:30
Räterepublik bizarr: Erdrutschsieg für Donaldiku Trumsch

Wohin steuert die kommunistische Räterepublik? Bei den Wahlen des Jahres 1990 hat sich der Große Rat der Werktätigen nach langem Ringen für das politische Enfant terrible Donaldiku Trumsch ausgesprochen. Die von dem Ersten Genossen Christianos Filira versprochene kapitalistische Revolution blieb aus: Trumsch konnte mit seinem Versprechen einer Atombombe zur Abwehr der deutschen und russischen Feinde die verängstigen Räte aller Blöcke auf seine Seite ziehen. Er selbst konnte sein Glück kaum in Worte fassen: "Hey ... ihr seid echt der helle Wahnsinn ... wow ... der Kommunismus rockt, wenn er einen Kerl wie mich an die Spitze lässt. Einfach nur wow!"

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6e/Donald_Trump_Laconia_Rally%2C_Laconia%2C_NH_4_by_Michael_Vadon_July_16_2015_20_%28cropped%29.jpg/505px-Donald_Trump_Laconia_Rally%2C_Laconia%2C_NH_4_by_Michael_Vadon_July_16_2015_20_%28cropped%29.jpg

Wie aber kam es zu dieser unerwartet klaren Entscheidung für den riskanten Nuklearplan des neuen Ersten Genossen? Ganz klar den Ausschlag gaben die mächtigen Mongolischen Nationalisten, die sich vehement gegen eine Wahl von Filira ausgesprochen hatten. 43 % ihres Blocks entschieden sich für Trumsch, der damit 219 Räte auf seine Seite ziehen konnte. Noch höher war Trumschs Zuspruch auch bei den Jungen: Konsomol Babylon favorisierte ihn mit 60 % ihrer Ratsstimmen - demnach also 85 Räte. Und da auch Filira auch in "seinem" Lager, bei den Griechischen Nationalisten, und bei den Mardukisten nur mit Trumsch gleich-, aber nicht an ihm vorbeiziehen konnte (beide erhielten jeweils 43 % und 45 % der Ratsstimmen, also 77 bzw. 171 Befürworter), konnte er den Rabauken aus Ninive nicht länger aufhalten. Da half es Filira auch nicht, daß er bei den Werktätigen Frauen mit 40 % am besten abschnitt und 31 der Ladies auf seine Seite ziehen konnte. Sein Kommentar war knapp und schmallippig: "Trumschs Wahl ist eine Katastrophe für das Babylonische Friedensprojekt. Sie gefährdet die Zukunft unserer Völker und wird eine schwere Hypothek sein. Ihr werdet es noch sehen: Das rechnet sich nicht."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815816

Die Verhältnisse im Rat waren damit relativ klar: Donaldiku Trumsch führte am Ende der Auszahlung mit 976 Unterstützern. Christianos Filira konnte nur 757 Räte auf seinen Kur einschwören. Auch der Babylonier Mert Parsum blieb mit 621 Räten deutlich hinter den großen (!) Erwartungen zurück. Enkhbaataryn Baakhan und Ashar Illiutam konnten mit 494 bzw. 428 Räten keinen wesentlichen Ausschlag geben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815817

Donaldiku Trumsch triumphierte deshalb auf ganzer Linie. Die ihm an nächsten verbundene Ratsfraktion der Antimonarchisten können durch seinen Wahlsieg 50 weitere Räte nachnominieren. Der neue Erste Genosse versprach, in Kürze seine "bahnbrechende Agenda" für die 1990er Jahre vorzustellen, kündigte aber bereits eine Maßnahme an: "Die großzügige Apanage für eine gewisse Madame in Buchara setzen wir ab sofort auf Null Komma Null. Alles Geld dem werktätigen Volk, keine Kupfermünze mehr für griechische Schönheitschirurgen." Trumschs Anhänger bejubelten dies lautstark - und aus manchem Regal wurde klammheimlich die JADEHERZ-CD entfernt und in den Keller verbannt.

Stupor Mundi
01.03.16, 09:38
Große Unruhe entstand auf den Aktienmärkten. Soeben flimmerten die Wahlergebnisse über die Bildschirme, als der oberste Chef der Ratingagenturen seine leitenden Angestellten zusammentrommelte und verkündete: "Wir müssen das Babylonische Großreich nunmehr auf Trumschniveau setzen."
Sprach's und tauschte die "Jadeherz-Platte" gegen eine "Stahlherz-Platte" aus: Kriegsmärsche und Flötenmusik, vom deutschen König Friedrich persönlich aufgenommen.

Azrael
01.03.16, 12:01
Die erste Anordnung des Donaldiku Trumsch wird wohl die Erhebung des Safety Dance zur Nationalhymne werden :D


https://www.youtube.com/watch?v=dYarJpwJ8Io

Performer
01.03.16, 20:15
Tja ... heute siegt der virtuelle Trumsch, und heute Nacht der reale Trump ... verrückte, arme Welt.

Performer
03.03.16, 09:28
Die Neunziger Jahre - Teil 1 - : Genosse der Gosse

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815827

Die Neunziger Jahre ... wie wurden sie herbeigesehnt. Denn der beachtliche wirtschaftliche Aufschwung des vergangenen Jahrzehnts hat das Babylonische Friedensprojekt dennoch nicht entscheidend nach vorne katapultiert. Das Raumschiff nach Alpha Centauri ist von einem Start weit entfernt, die russische Hegemonie zur See hat bedrohliche Ausmasse angenommen, und Deutschland macht sich bereit, das DRS Friedrich ins All zu senden. Unter diesem Eindruck hat sich der Große Rat der Werktätigen auf ein gefährliches Experiment eingelassen: Donaldiku Trumsch wurde zum Ersten Genossen ernannt. Sein unbestrittenes Talent, verschiedene Fraktionen hinter sich zu versammeln, sicherte dem Demagogen den Sieg, und seine Anhänger bejubelten das "strahlende Zeitalter", in dem der babylonische Turm endlich einmal seinen Mörtel abklopft.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815828

Trumsch keilte im Siegesrausch gleich einmal gegen die politische Konkurrenz. Endlich sei das "Filirum-Larum" vorbei: "Sehen wir uns doch eimnmal an, was Genosse Christianos in den vergangenen Jahren geleistet hat", höhnte er bei seiner Antrittsrede. "Eine Stadt bei Swerdlowsk dem russischen Bären zum Frass vorgeworfen. Ein Raumschiff ohne Struktur und Perspektive. Banken in Griechenland, die wir längst teuer vom kommunistischen Steuerzahler querfinanzieren müssen. Na gut, OK, er hat Botoxia Gök in die Charts gebracht. Aber ganz ehrlich, wer hört diesen Mist?" Großes Vergnügen herrschte am Großen Turm in Buchara, den der neue Erste Genosse gleich zu seinem Amtssitz auserkor (und ihm einen passenden Namen verpasste).

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815829

Die Clique um Chriostianos Filira bekam es mit der Angst zu tun. Trumsch Griff nach der Atombombe, soweit war sich Filira klar, ließ sich kaum noch verhindern. In letzter Minute versuchte er den Populisten wenigstens für demokratische Reformen zu gewinnen: Er solle sich doch wenigstens für die Abschaffung des schwerfälligen und undurchschaubaren Rätesystems aussprechen. Doch da war er bei Donaldiku Trumsch an der falschen Adresse: "Quatsch. Ich bin ein überzeugter Kommunist. Schon immer gewesen. Solange die mich brav wählen ..." In seiner Heimatstadt Ninive versprach Trumsch gar, die bislang sträflich vernachlässigte Nigris-Halbinsel stärker in den Fokus zu nehmen: "Das ist die Wiege unserer babylonischen Kultur. Raus mit den ganzen Ausländern, die sich da in Ashur und Uruk auf unsere Kosten einen faulen Lenz machen. Das Dreistromland den Dreiströmlern. Hey, überhaupt ist das Dreistromland im Rat unterrepräsentiert." Und sogleich ließ er 20 neue Räte nachnominieren: Die Fraktion der Arbeiterschaft NNG (Neuphrat-Nigris-Gelber Strom) war geboren - und mit ihr neue Unterstützer für den Genossen der Gosse, die in Ninive ihr Idol frenetisch feierten.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815830

Eine erste Amtshandlung bewegte Trumsch dazu, den Russen eine deutliche Warnung zukommen zu lassen. Stalins Schlachtschiffe, die sich in bedrohlicher Massierung Akkad näherten, wurden durch einen Bomberangriff entscheidend dezimiert. Trumsch fand das zum Schreien komisch. Dabei gestand er im kleinen Kreis seiner Vertrauten: "Ich habe nichts die gegen die Russen. Hey, ich mag Stalin irgendwie. Er ist ein Saukerl, aber immerhin kein Weichei à la Filira. Irgendwie imponiert es mir, daß er immer wieder versucht, Babylonien zu erobern. Diese Hartnäckigkeit muß man anerkennen."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815825

Und noch ein Herzensanliegen bewegte den Genossen Trumsch: Nach jahrzehntelanger Gefangenschaft wurde im Sommer 1990 der alte, in den letzten Jahren zunehmend verstummte Abacuc Doldusch, die einstige Politgröße der PDS (Partei der Sprachentwirrer) aus dem Gefängnis von Babylon entlassen. Trumsch persönlich holte Doldusch aus seiner Zelle ab und sprach lange mit dem Hardliner vergangener Tage: Über die Weltlage, die Chancen und Risiken einer atomaren Bewaffnung und seine einstigen Duelle mit N.F. Enkidurt und Timur Gök. Für Trumsch ein bewegendes Treffen: "Was für ein alter, gerissener Sack. Solche Leute brauchen wir. Die Räterepublik wird noch dankbar dafür sein, daß ich Opi in mein Team hole." Und landauf, landab fragten sich die Menschen, was das zu bedeuten hat. Wofür braucht Trumsch den verbitterten Doldusch? Oder will er sich nur die vollständige Unterstützung der Sprachentwirrer sichern?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815826

Performer
05.03.16, 08:40
Die Neunziger Jahre - Teil 2 - : Sonderzone Hohentrumsch

Kaum sind die Feierlichkeiten in Donaldiku Trumschs Heimatstadt Ninive vorbei, reist der neue Erste Genosse noch in das idyllische Land nördlich des Enkidurt-Kanals. Denn hier liegen die eigentlichen Wurzeln jenes umstrittenen Manns: Seine Familie stammt ursprünglich aus einem kleinen Bergdorf am Nigris-Ufer, genannt Hohentrumsch. Hier sollen die Trumschs vergangene Jahrhunderte als Blechpolierer ihr Brot verdient haben.

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Trumsch besucht jenen mystischen Ort seiner Familiengeschichte, schiesst ein paar schöne Fotos und verkündet dann, dass Hohentrumsch eine großartige Investition erhalten wird - gemeinsam mit der nördlich gelegenen, lange vernachlässigten Stadt Ashur. Die abglegene Region des Dreistromlandes erscheint ihm ideal für eine Forschungszone, um die ersehnte nukleare Bewaffnung Babyloniens voranzutreiben. Der Nigris stellt ausreichend Kühlwasser bereit, über den Enkidurt-Kanal ist die Versorgung gesichert, und in Ashur steht ein Heer williger kommunistischer Arbeiter und Wissenschaftler bereit. Kurz: Das Hohentrumsch-Projekt ist geboren.

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Leiter der Sonderzone Hohentrumsch wird, wie von einigen längst erwartet, der steinalte Abacuc Doldusch. Und der leitet sogleich Investitionen in Ashur ein: Das dortige Aquädukt wird zur Finanzierung eines Industriewerks verkauft, 1991 dann das Hohentrumsch-Projekt begonnen. Erstaunt verfolgt die Öffentlichkeit, wie die Sonderzone am Nigris ihre Arbeit aufnimmt.

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Auch in anderen Landesteilen werden alel Hebel für die Fertigstellung des Projekts in Bewegung gesetzt: Statt Raumschiffteilen werden in Babylon, Buchara und Samarkanda nun technische Werkteile produziert und per Karawane nach Ashur gebracht. Die ersten dieser Lieferungen treffen gar noch im Jahr 1990 in der Stadt ein.

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Unbekümmert von diesen Vorgängen im Dreistromland, wagt sich der Kreuzer Zoiros im fernen Mongolantik in die Nähe der russischen Küste. Denn bislang ist es Stalin gelungen, das Geheimnis um seine neue Hauptstaddt Leningrad und die russischen Marschen zu wahren. Endlich kann der babylonische Kreuzer die Küstenlinie erkunden. Wer weiß, ob dieses Wissen nicht eines Tages von Bedeutung sein wird.

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Performer
07.03.16, 12:10
Die Neunziger Jahre - Teil 3 - : Kampf der Geschlechter

Die babylonischen Aktivitäten in der Sonderzone Hohentrumsch bleiben dem Feind nicht verborgen. 1991 wagt sich erstmals seit Jahrzehnten ein deutscher Kreuzer in die Nähe der Sumerischen See - zweifelsohne ein Kundschafter. Was wollen Friedrichs Schergen so fernab ihrer Heimat? Sind sie etwa daran interessiert, was die vielen Karawanen im Dreistromland so fleißig nach Ashur transportieren?

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Während Deutschland seine Spione im Deistromland absetzt (zumindest ist dies zu befürchten), erringt die babylonische Marine im Griechischen Meer einen atemberaubenden Erfolg: Die lang gefürchtete deutsche Invasion kann in den Wassern vor Antiochia von einem Schlachtschiff aus Timur-Gök-Stadt abgefangen werden. 9 Divisionen des Feinds werden ausgeschaltet - und in Buchara köpft Genosse Trumsch einen Dattelschnaps: "Da haben wir den Monarchisten ganz schön den Marsch geblasen. Sollen ruhig merken, dass der Wind sich gedreht hat ... ist klar, Friedrich hat ein paar schöne Schiffchen. Aber meine sind größer und machen mehr Wumms. Und das gilt nicht nur für meine Schiffe, Genossen, sondern auch ... haha ... ihr wisst schon."

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Bei allen Zoten geht es fast unter, daß Efgenia Gök seit der Ernennung Trumschs aus der Öffentlichkeit verschwunden ist. Kein Auftritt, kein Kommentar, kein Konzert - ist die egozentrische Witwe ganz verstummt? Das hindert die Regierung Trumsch nicht daran, lautstark über Efgenias Verschwendungssucht zu berichten: dekadente Parties in Buchara, eine ausladende Garderobe, zahhlose Affären mit der babylonischen Oberschicht. Ihr gesamtes Privatleben wird mehr oder weniger durch den Schmutz gezogen, und Trumsch kümndigt an, alsbald "die ganze Wahrheit über Botoxia Gök" ans Licht zu zerren. Doch damit wiederum verscherzt es sich der Erste Genosse zunehmend mit der organisierten Frauenschaft. Immer mehr stolze Kommunistinnen kritisieren den Macho-Stil und die sexistische Sprache des Rabauken aus Ninive. Ja, sie erklären sich sogar solidarisch mit Efgenia Gök, was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/37/Womanpower_logo.jpg

An die Spitze stellt sich dabei Enkhbaataryn Baakhan - sicher auch, um das verlorene Vertrauen der Werktätigen Frauen zurückzugewinnen. Baakhan warnt vor der chauvinistisch-nuklearen Bedrohung, die von Donaldiku Trumsch ausgeht. Sollte das Volk diesen Mann weiter gewähren lassen, wäre dies Babyloniens Untergang. Für Baakhan gibt es deshalb nur eine Lösung: "Frauen, wehrt euch!"

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Donaldiku Trumsch versteht die Welt nicht mehr. Er, ein Frauenfeind? Welche Verkennung der Tatsachen. Lautstark meldet er sich in Buchara zu Wort: "Mädels, kommt mal runter ... glaubt mir, ich liebe Frauen! Vor allem solche mit großen Hupen. Oder wenn sie so heiß aussehen wie Baakhan. Ich mache die Kleine sofort zur Sondergesandten für ... hm ... ach, mir fällt schon was ein. Mongolische Volksstickerei oder sowas." Doch solche Worte kommen bei den Werktätigen Frauen gar nicht gut an. Und ebenfalls nicht eine Maßnahme, die Trumsch 1991 einleitet, um die Sympathie der Damen zurückgewinnen: Er hält in Ninive einen Schönheitswettbewerb für die "Miss Räterepublik" ab. Landauf, landab sollen die Menschen sich zwischen Miss Griechenland, Miss Mongolei und Miss Babylon entscheiden (http://www.easypolls.net/poll.html?p=56dd606ae4b02d0fa4f461ef)*. Aber ob Trumsch auf diese Weise den wachsenden Zorn der babylonischen Frauen kühlen kann?

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*)Die Fehlermeldung nach der Wahl bitte ignorieren - die Stimme wird trotzdem gezählt.

Azrael
07.03.16, 12:28
Köstlich, ne Misswahl, bei mir funktioniert die aber nicht, kommt ne Fehlermeldung "You can not remove the poll link" :D

Es ist auch beeindruckend, wie ihr euch bei den Fotobearbeitungen immer eine solche Mühe gebt, arbeitet ihr als Fotobearbeiter oder etwas in der Richtung?

Performer
07.03.16, 12:38
Köstlich, ne Misswahl, bei mir funktioniert die aber nicht, kommt ne Fehlermeldung "You can not remove the poll link" :D

Es ist auch beeindruckend, wie ihr euch bei den Fotobearbeitungen immer eine solche Mühe gebt, arbeitet ihr als Fotobearbeiter oder etwas in der Richtung?

Die Abstimmung sollte funktionieren - es kommt nur nach der Wahl eine Fehlermeldung (warum? Keine Ahnung.)
Und nein, bei der Fotoebarbeitung bin ich Laie ... macht aber Spaß, da etwas babylonisches herauszufriemeln. Außerdem finde ich, dass gute Bilder ein AAR erst so richtig rocken :-).

Performer
10.03.16, 14:57
Die Neunziger Jahre - Teil 4 - : "Wir müssen reden ..."

Genosse Trumsch feiert sich selbst für seine geniale Idee einer Misswahl - in der festen Überzeugung, endlich die Damen des Großbabylonischen Reichs auf seine Seite ziehen zu können. Derweil greifen in Griechenland und Teilen Babyloniens die Investitionsprogramme, die Genosse Christianos Filira noch in seinen letzten Amtstagen einleitete: Delphi und Sparta steigern ihre Produktionsleistung (durch Industriewerke), Athen seine Verteidigung durch eine Stadtbefestigung. Für diese Projekte hat Filira noch 1989 eine Menge Geld in die Hand genommen - zum Zorn der nichtgriechischen Bevölkerungsteile. Doch auch auf Nachfragen hin ist Filira der festen Überzeugung, das sich das "langfristig rechnet."

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Da auch in Ashur das Industriewerk fertiggestellt wurde, kann nun endlich die Sonderzone Hohemtrumsch ihrer Bestimmung zugeführt werden: Ab sofort stehen in Ashur alle Hebel auf nukleargelb. Trumsch berauscht sich an der Möglichkeit einer Atombombe, um seinen Feinden aus Deutschland den letzten Zahn zu ziehen. Die einzige Stimme, die lautstark gegen dieses Vorhaben protestiert, gehört Enkhbaataryn Baakhan, deren Einfluss immer gräßer wird. Überall ruft sie die Frauen auf, sich den Atomplänen des verstrahlten Genossen entgegenzustellen.

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Trumsch lässt Baakhans Stimmenfang kalt - und er verkündet begeistert die Ergebnisse seiner misslichen Misswahl: Mit 32 % der abgegebenen Stimmen wird eine junge Mongolin zur Miss Räterepublik und schönsten Kommunistin ausgerufen. Damit will Trumsch zwei Klappen schlagen: Endlich ein Gegenmodell zur "alten Schachtel" Efgenia in die Klatschpresse bringen, und außerdem bei den Frauen im gesamten Vielvölkerstaat punkten. Doch zu seiner Überraschung zieren 39 % der Stimmzettel eine klare Botschaft: Diese Misswahl wird als frauenverachtend, rückständig und chauvinistisch geschmäht. Ein Debakel - das obendrein dazu führt, dass 39 weibliche Räte aus den nationalistischen Fraktionen der Babylonier, Griechen und Mongolen zur Fraktion der Werktätigen Frauen überlaufen.

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Ist der Nationalismus in der Räterepublik in der Defensive? Auf jeden Fall schwant es Donaldiku Trumsch, dass er den Widerstand der Frauen unterschätzt hat. Für ihn ist klar, wer die Schuldige ist: "Dahinter steckt die Hexe Baakhan, sonnenklar. Wahrscheinlich nur, weil sie selbst nicht Miss Räterepublik geworden ist. Man kennt das ja, diesen Zickenterror unter schönen Frauen ... ich verstehe die weibliche Psyche wie keine andere, müsst ihr wissen." Und um sich eine eigene Basis unter den weiblichen Ratsmitgliedern zu schaffen, regt er die Gründung einer neuen Fraktion im Rat der Werktätigen an: "Wir wollen keine verbiesterten Amazonen. Wir wollen Frauen, die sich mit vollem Körpereinsatz für die Räterepublik einsetzen. Frauen, vom Ersten Genossen handverlesen und von seiner Mission überzeugt." Tatsächlich kann er mit diesen Sprüchen 32 Frauen der Mongolischen Nationalisten, 11 der Babylonischen Nationalisten und 18 der Griechischen Nationalisten (entsprechend der Ergebnisse der Misswahl) überzeugen, die sich offenbar von seinen Avancen geschmeichelt fühlen (und seinem Frauenbild entsprechen). Voilà, geboren ist eine neue "kommunistische" Fraktion: die FMA (Frauen mit Argumenten) nehmen ihre Arbeit auf - ganz im Sinne des Genossen Trumsch.

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Damit haben sich im Rat die Kräfteverhältnisse wie folgt verschoben: Werktätige Frauen 79 + 39 = 118 Räte; Mongolische Nationalisten: 509 - 13 - 32 = 464 Räte; Babylonische Nationalisten: 198 - 13 - 11 = 174 Räte; Griechische Nationalisten: 171 - 13 - 18 = 140 Räte; FMA (Frauen mit Argumenten): 61 Räte. Zimmert sich Trumsch auf diese Weise eigene Mehrheiten zurecht? Hebelt er das Rätesystem durch kreative Fraktionsbildung langsam, aber sicher aus?
Ungeachtet dieser erstaunlichen Vorgänge wird aus Athen die Ankunft einer größeren russischen Flotte gemeldet. Dies ist eine neue und unerwartete Bedrohung. Denn bislang konnten die Russen im Griechischen Meer kaum eine nennenswerte Präsenz zeigen. Nun werden zwei Schlachtschiffe und ein Kreuzer gesichtet. Plant Stalin den Sturm auf Griechenland?

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"Da haben wir den Salat", stöhnt Genosse Trumsch. "Jetzt büßen die Griechen für Filiras Rechenschieberei. Industriewerke statt Infanterien ... so ein Trottel. Und ich muß die Chose ausbaden." Doch ehe sich die russische Flotte in Bewegung setzt, klopft erstaunlicherweise ein Diplomat aus Leningrad an die Tür. Stalin möchte dem neuen starken Mann in Buchara seine Aufwartung machen. Und das lässt sich Trumsch, der erklärte Stalinversteher, nicht entgehen: "Soll nur kommen. Bin gespannt, was mir das graubärtige Schlitzohr zu sagen hat. Vielleicht kann er mir einen Tipp geben, wie man in Russland mit aufmüpfigen Frauen verfährt ... höhö."

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Azrael
10.03.16, 16:02
Zweifelsohne will er euch ein Angebot unterbreiten, dass ihr nur schlecht ablehnen können sollt, sonst wäre Stalin doch nicht mit Teilen seiner Kriegsmarine gekommen ;)

Performer
12.03.16, 10:59
Die Neunziger Jahre - Teil 5 - : Kommunisten unter sich

Spätherbst 1991, Athen: Am Fuße der Akropolis kommt es zum Treffen der mächtigsten Männer der Welt: Donaldiku Trumsch, Erster Genosse des Großen Rats der Werktätigen aus der Babylonischen Räterepublik, und Josef Stalin, ewiger Anführer des russischen Volks. Kommentatoren erwarten eine frostieg Stimmung, sind doch der Dauerkrieg um Nippurim, die babylonischen Aktivitäten am Horn von Swerdlowsk und der Wettlauf um die stärkste Marine starke Belastungen der babylonisch-russischen Beziehungen. Doch die drohende Fertigstellung des deutschen Raumschiffs DRS Friedrich scheint bei Stalin ein Umdenken in Gang gesetzt zu haben: er sucht die Annäherung. Und da auch die Russen seit einigen Jahren den Kommunismus eingeführt haben, gibt es sogar starke ideologische Übereinstimmungen.

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Trumsch, schon seit langem ein offener Bewunderer Stalins, weist zwar dessen Wunsch ab, Russland in der Weltraumtechnologie zu unterweisen. Doch ein Waffenstillstand passt ganz in sein Kalkül - ist doch Griechenland unmittelbar von Stalins Marine bedroht.

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Sogleich bessert sich die Stimmung. Die zwei Herren haben etliches zu lachen, und zur Feier des Tages wird ein russischer Wodka des Gastes geköpft. "Weißt du was, Josef", lallt Genosse Trumsch zu fortgeschrittener Stunde, "das mag ich an euch Russen: In Deutschland schlürfen sie Tee und geben sich abstinent. Aber nur echte Männer wissen, was wirklich schmeckt. Das Zeug muß ich unbedingt den Mädels von der FMA-Fraktion mitbringen, die schnurren dann wie die Kätzchen ..."

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7b/Smirnoff_vodka.jpg/248px-Smirnoff_vodka.jpg

Kurz, man ist sich nah - ein gelungener Abend. Ein Hauch von Frieden liegt in der wodkageschwängerten Luft.

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Bald wird Trumsch noch direkter: Er schlägt seinem guten Freund Josef vor,die Samthandschuhe einzupacken - und sich direkt gegen Friedrich den Großen zu wenden. Aber Stalin hat Bedenken ...

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... willigt aber gegen eine kleine Investitionshilfe (100 GM) ein. Einzige Bedingung: er will zusätzlich eine handsignierte JADEHERZ-CD von Efgenia Gök, die er glühend verehrt, wie er gesteht. Wer hätte das gedacht!

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"Botoxia? Was willst du denn mit der alten Schabracke", unkt Trumsch. "Weißt du, wie verknittert die unter ihrer operierten Gesichtsmaske ist? Außerdem ist ihre Musik grauenvoll! Haben inzwischen auch die Idioten gemerkt, die mich gewählt haben ... JADEHERZ ist spätestens im nächsten Jahr nicht mehr in den Babylonischen Charts. Aber OK, ich werde versuchen, das mit der Unterschrift zu organisieren, wenn dich das so spitz macht ... Josef, alter Halunke ..."

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So sieht sie aus, die große Völkerverständigung: Russland und Babylonien verbünden sich gegen den deutschen König Friedrich - und in Berlin dürfte allmählich leise Panik ausbrechen.

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Azrael
12.03.16, 11:34
Damit hätte glaube ich keiner gerechnet, dient Russland euch jetzt als Brückenkopf für eine Bodeninvasion?

Private_S
12.03.16, 11:52
Die großbabylonische Popkultur findet Unser Gefallen.

Kardinalinfant
12.03.16, 12:18
Das ist und bleibt ein epischer AAR, weiter so! Die Charts gefallen! :D

Headhunter
14.03.16, 16:40
Hervorragend! Lasst Russen und Deutsche sich die Köpfe einschlagen und platziert eure Truppen "auf dem Weg zur Front" im Herz des Russischen Reichs.....bei der nächsten Gelegenheit übernehmt Ihr dann in russischen Städten die "Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit" in Stellvertretung eures schnurrbärtigen "Freundes" :^^:

Performer
14.03.16, 17:07
Die Neunziger Jahre - Teil 6 - : Dreckwäsche

Babylon und Russland haben sich vereint gegen deutsche Großmachtphantasien. Umso emsiger schrauben Friedrichs Ingenieure an dem glorreichen Raumschiff, das noch vor den Babyloniern ins Weltall starten soll. Und tatsächlich nähert sich DRS Friedrich immer mehr der Fertigstellung - während der Bau von BRS Efgenia stagniert. Nur zwei weitere Treibstoffkomponenten können bewilligt werden - der große Schritt nach vorn bleibt jedoch aus.

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In Deutschland wird die kommunistische Achse Buchara - Leningrad als enorme Gefahr empfunden. König Friedrich reagiert mit einer neuen Regierungsumbildung: Immer radikaler und despotischer scheint seine Herrschaft zu sein. In Buchara schäumen die Antifaschisten vor Wut über die Selbstherrlichkeit des deutschen Schurken.

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Die Frage bleibt, ob Stalin bei seinen Zusagen bleibt. Denn auch wenn Donaldiku Trumsch nichts auf seinen Freund Josef kommen lässt: Die Aktivitäten Russlands vor der griechischen Küste sind einfach zu bedrohlich. Und so versucht die Regierung Trumsch, so rasch wie möglich ihren Teil der Vereinbarung zu erfüllen. Doch mit einem hat Trumsch nicht gerechnet: Efegania Gök weigert sich, eine ihrer CDs für Stalin zu signieren. Über ihren Pressesprecher lässt sie ausrichten, mit solchem politischen Ablasshandel nichts zu tun haben zu wollen. Donaldiku Trumsch ist außer ist: "Was denkt sich diese Pute eigentlich? Will die sich etwa mir in den Weg stellen? Na warte, das wird sie büßen ... es wird Zeit, die falsche Schlange zu häuten."

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Und so beginnt sie, die lange angekündigte Schmutzkampagne gegen Efgenia. Trumsch lässt in allen Landesteilen die ganze Wahrheit über die Witwe Gök ausrufen: Etwa daß sie ihren Ehemann mehrfach betrogen hat und zudem eine uneheliche Tochter mit einem schrulligen Archäologen aus Sumer gezeugt hat. In aller Breite werden die verschiedenen Liebesabenteuer und Orgien Efgenias in der Presse zelebriert ...

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... und alle Schönheitsoperationen Efgenias ausgeplaudert. Diese habe der babylonische Steuerzahler finanziert, so der Vorwurf - flankiert mit Hohn und Spott über die unzähligen Gesichtsbehandlungen, durch die sich Efgenia über Jahrzehnte hinweg jung gehalten hat.

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Vor allem aber wird der Witwe Gök vorgeworfen, das chinesische Volk um wertvolle Kunstgegenstände gebracht zu haben: Mit ihrem Liebhaber habe sie gar einen Jadeschatz von immensem historischem Wert unterschlagen und ihn zu Schmuck und Tand umschleifen lassen. Der Tenor der Presse: "Efgenia hat gestohlen, betrogen und gelogen - und es stellt sich die Frage, ob nicht sie auch den Auftrag gegeben hat, ihren Ehemann um die Ecke zu bringen, als der herzensgute Timur ihr auf die Schliche kam."

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Efgenia wird von der Pressemeute geradezu gejagt und muss sich in Argos bei einem Sympathisanten des Designbüros Μελλοντικές verstecken. Doch trotz allen Hetzkampagnen verweigert sie Donaldiku Trumsch in einem letzten Akt des Stolzes die handsignierte JADEHERZ-CD - der einzige Weg, um ihren Häschern zu entgehen. Und deren Zeitfenster wird schmaler: Stalin fühlt sich von seinem kommunistischen Saufbruder Donaldiku hintergangen ... und verurteilt voller Zorn die Hetzkampagne auf Efgenia. Vor Athen wird sogar eine russische Artillerie in Stellung gebracht, und die Schlachtschiffe der russischen Marine patrouillieren an der griechischen Küste. Doch noch bleibt der erste Genosse Trumsch cool: "Ach was, macht euch keine Gedanken ... mein Freund Josef mag halt Muskelspielchen. So wie ich junge Hühner, haha. Und sollten die Russen dennoch zuschlagen, trägt dafür nur eine Person die Verantwortung: Diese hyalurongedopte Hupfdohle! Holt euch von ihr endlich die signierte CD, sonst werde ich ungemütlich ... und wenn ein Donaldiku Trumsch ungemütlich wird, geht das heiß zur Sache. Das schwöre ich euch!"

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Performer
15.03.16, 16:47
Die Neunziger Jahre - Teil 7 - : Ein Fass am Überlaufen

Stalins Muskelspielchen und die drohende Fertigstellung von DRS Friedrich lässt die Stimmung in Babylonien langsam, aber sicher kippen. Genosse Trumsch setzt alles auf "die Bombe" und lässt per Eilkarawane technische Güter en masse nach Ashur bringen - das Projekt Hohentrumsch soll die ersehnte atomare Wende bringen. Dabei scheint völlig unterzugehen, dass ein glühender Sommer 1992 die Wissenschaftler Alarm schlagen lässt: Eine weltweite Dürrewelle zeigt, dass der drohende Klimawandel längst Realität geworden ist. Wälder, Ebenen und fruchtbares Weideland veröden und lassen in nicht wenigen Städten einen Bevölkerungsrückgang befürchtet. Zudem wird ein historisches Bauwerk, die Chinesische Mauer (in Sparta) durch die Hitzewelle unwiederbringlich beschädigt.

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Und ER hat genau dieses lange befürchtet: Ashar Illiutam, das wahnwitzige Orakel aus Buchara. Nun schlägt sein bisheriges Mahnen und Warnen in schrillen Zorn um: An dem Klimakollaps sei einzig und allein das babylonische Volk selbst schuld, das ohne Rücksicht die Natur ausgebeutet und die Luft verpestet habe. "Die sterbenden Fische im Meer, die darbenden Vögel am Ufer und die hungernden Kinder in den Slums unserer Städte sollen die Namen ihrer Mörder kennen", kreischt er in einer vielbeachteten Radiobotschaft. "Christianos Filira und Donaldiku Trumsch haben die Zeichen der Zeit nicht lesen wollen. Wir müssen sie ihnen unter die Haut einbrennen ... nehmt die Fackel zur Hand, ihr Brüder des Lichts, und nehmt Rache an den schändlichen Verderbern!"

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Vor allem eine Stadt ist besonders betroffen: In Tenochtitlan haben sich die Sümpfe rasant ausgebreitet und lassen die Nahrungsvorräte der einzigen atztekischen Stadt im Vielvölkerstaat weiter schrumpfen. So wird der Klimaprotest vor allem in dieser uralten Metropole laut. Die aztekischen Bürger verlangen ein Gerichtsverfahren für Christianos Filira und fordern Donaldiku Trumsch auf, das Atomprogram sofort einzustellen, um alle Kraft in die Rettung der Natur zu stecken.

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Aber da sind die Azteken bei Herrn Trumsch an der falschen Adresse. "Pass bloß auf, Ashar", droht er Illiutam. "Sonst kommen meine Unterstützer nach Buchara zu deinen Veranstaltungen. Und meine Fackeln brennen heißer, wollen wir wetten? Sie sind auch größer. An mir ist alles größer ...". Die Proteste in Tenochtitlan lässt er brutal niederknüppeln - und handelt sich damit nur weiteren Ärger ein: Die Fraktion der Öko-Sozialisten wächst nach emsigen Debatten in Buchara um 170 weitere Räte. Die Zahl von Trumschs Gegners nimmt also weiter zu ...

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Performer
16.03.16, 12:41
Die Neunziger Jahre - Teil 8 - : Tropen vs. Trumsch

Die Öko-Sozialisten sind nicht der einzige Unruhefaktor während der heißen Neunziger Jahre. Denn neben diesen setzen vor allem die stolzen Frauen des Kommunismus dem lüsternen Genossen Trumsch zu. Immer stärker werden sein Chauvinismus, seine frauenverachtenden Sprüche und sein antidemokratisches Gebarhen öffentlich angeklagt. Die junge Kommentatorin Anitasch Sarkeezar aus Babylon analysiert unter anderem die peinliche Misswahl in Ninive und bezeichnet Trumsch als spätpubertäre Spielernatur, dessen Faible für große Brüste und billige Zoten allein der Diffamierung seiner Gegnerinnen dient. Sarkeezars scharfsinnige Artikelserie Tropen vs. Trumsch sind Gegenstand zahlreicher Debatten - von einigen (vorwiegend männlichen) Lesern glühend gehasst, von anderen geradezu bejubelt.

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Andere wehrhafte Frauen halten sich nicht lange mit Analysen auf: Sie gründen ein militantes Künstlerkollektiv, um Trumsch die Maske des maskulinen Terrors vom Gesicht zu reißen. Mit ihrem Slogan schaffen sie es immer wieder in die öffentlichen Debatten: Gegen den Machismo-Wahn. Gegen konspirative Männerbünde. Trumsch und Stalin - ab in den Entzug. Betreutes Wohnen für Abacuc Doldusch. Entmannt Nebukadnezar. Bei solchen spektakulären Aktionen fällt selbst den Sprachentwirrern keine passende Antwort ein ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a1/Pussy_Riot_by_Igor_Mukhin.jpg/800px-Pussy_Riot_by_Igor_Mukhin.jpg

Der Protest der Frauen wird von Enkbaatharyn Baakhan aufgefangen, die sich immer stärker vom nationalistisch-mongolischen Lager entfernt. Längst verzichtet sie bei ihren Auftritten auf die bisherige völkische Kleidung, sondern zeigt sich als moderne, streitbare Frau, die Gerechtigkeit und Fairness für Efgenia Gök einfordert und weitere Manipulationen im Rat der Werktätigen scharf zurückweist. Baakhan arbeitet auf eine Abösung Trumschs hin - spätestens zur Jahrtausendwende. Doch bis dahin ist es ein langer und steiniger Weg. Trumsch hat nicht ohne Grund die Wahlen von 1990 gewonnen - und sein Herzensprojekt Hohentrumsch wartet auf seine Fertigstellung.

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Wird deshalb Genosse Stalin, der Männerfreund Donaldikus, immer nervöser? Oder ist sein Zorn über die ihm verweigerte Trophäe, eine signierte CD von Efgenia, noch größer geworden? Immer unverfrorener demonstriert er die maritime Überlegenheit: Nicht nur im griechischen Meer patroullieren seine Schlachtschiffe - weitere Verbände der russischen Marine nähern sich nun sogar der Sumerischen See. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten werden die blühenden Küstenstädte des Dreistromlands Sumer und Babylon direkt bedroht. Will Donaldiku Trumsch diese wachsende Gefahr nicht wahrhaben - oder tut er nur so?

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Osulf
19.03.16, 01:25
Habt ihr ein paar Schiffe in der Nähe, um die Russen aufzuhalten, sollten sie angreifen? War es am Ende gar ein Fehler, Trumsh gewählt zu haben? :eek:

Performer
19.03.16, 11:56
Die Neunziger Jahre - Teil 9 - : Männerfreundschaft

Babyloniens Frauen begehren auf - um so mehr fokussiert sich Donaldiku Trumsch auf seine Männerfreundschaft mit dem russischen Herrscher Stalin. Sie haben so viel gemeinsam, die beiden Männer in den besten Jahren: ihre Feindschaft gegen Deutschland! Ihre Leidenschaft für Wodka! Ihr eher laxes Verhältnis zum Kommunismus, den Stalin im März 1993 auch gleich wieder über den Haufen wirft ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815906

... was nur der Auftakt für eine schwere Prüfung der Wodkabrüderschaft der beiden Herren ist. Denn Stalin fühlt sich durch die (gefühlt hundertste) russische Revolution dazu animiert, den Waffenstillstand mit Babylonien aufzukündigen. Sollte Trumsch dies je überrascht haben, kann er es gut verbergen: Nicht ohne Grund hat Stalin seine Marine und eine Artillerie in Westgriechenland stationiert. Das weitgehend ungeschützte Sparta wird von einem Schlachtschiff aus bombardiert (1), während zeitgleich die Artillerie auf Athen vorrückt (2), doch an einer tapferen mechanisierten Infanteriebrigade scheitert, die Athens Bürger wohlweislich auf dem Hügelland nördlich der Stadt befestigt hatte. Dafür werden weitere Angriffe von der See aus auf Athen zwei Schützen der Garnison zum Verhängnis (3).

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Trumsch gibt sich in Buchara lässig ob dieser Neuigkeiten. "Und das alles wegen einer blöden CD", knurrt er im Krisenstab. "Hätte ich nicht von meinem Freund Josef gedacht. Anstatt mit seinen Truppen Kurs auf Berlin zu nehmen ..." Doch längst scheinen sich Friedrich und Stalin wieder geeinigt haben - zumal nun auch Russland wieder den faschistischen Weg einer despotischen Diktatur einschlägt.

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Aber Stalin hat nicht mit der heftigen Gegenwehr der babylonischen Marine aus Timur-Gök-Stadt gerechnet, die immerhin noch mit zwei Schlachtschiffen im Griechischen Meer aktiv ist ist. Noch im Sommer 1993 kann der russische Beschuss von Sparta und Athen gestoppt. 1994 umrundet ein babylonisches Schiff die Halbinsel von Athen und stellt eine weitere russisches Flotte, bis es sich schließlich der Übermacht Stalins geschlagen geben muss. Dennoch: Der handstreichartige Überfall von Griechenland ist Stalin gründlich misslungen.

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Deswegen versucht der Despot noch 1994 erneut eine Annäherung: Ob man den unnötigen Konflikt nicht besser beilegen könnte. Genosse Trumsch, durchaus angefressen, lässt sich auf diesen Deal nach kurzem Zögern ein - weil ihm trotz des Verrats Stalins Kaltschnäuzigkeit imponiert. "Hätte ich doch genauso gemacht", gibt er launig zu Protokoll. "Das ist doch bei der lausigen Verteidigung von Griechenland nicht weiter erstaunlich." So kommt es 1994 zum zweiten Aufeinandertreffen der Männerfreunde, diesmal in Wladiwostok, wo sie bei einem erneuten Wodkagelage einander hoch und heilig versichern, diesmal wirklich und ganz, ganz sicher im Gleichschritt nach Berlin zu marschieren. Wobei Stalin sich ein paar Seitenhiebe auf das überholte Rätesystem Babyloniens nicht verkneifen kann - und Trumsch davon überzeugen will, ebenfalls in das faschistisch-despotische Lager zu wechseln.

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Performer
22.03.16, 07:54
Die Neunziger Jahre - Teil 10 - : Flugzeugträger Gurkisar

Noch einmal versuchen es also die zwei Alphatierchen Josef und Donaldiku miteinander. Doch von vornehmer Zurückhaltung kann man auf russischer Seite nicht gerade sprechen: Stalins Marine kreuzt weiterhin im Gewässer vor Athen. Das letzte verbleibende Schlachtschiff der Timur-Gök-Flotte wird vorsichtshalber zu der griechischen Hauptstadt verlegt. Doch auch wenn Genosse Trumsch es nicht wahrhaben will: Stalins Aggression ist auch nach dem zweiten Wodkagelage immens.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815914

Doch Babylon rüstet auf: In Akkad östlich von Samarkand wird feierlich der erste Flugzeugträger der Marine eingeweiht. Die Gurkisar, bestückt mit drei Bombern und einigen Jagdflugzeugen, sticht in See. Ihr Auftrag ist klar: Sie sollen Stellung vor der Küste von Deutschland beziehen, um der Dominanz Friedrichs endlich eine Bedrohung entgegenzusetzen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817351

Im Sommer 1994 verlässt die Gurkisar den Hafen Akkad. Ein russisches Schlachtschiff kann von den Bombern in sicherer Entfernung ausgemacht werden - aber noch verhält sich Stalin ja ruhig ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815912

... während vor Nippur ein deutscher Kreuzer entdeckt und sogleich erledigt wird. Weitere Patroullienflüge zeigen, dass der Seeweg bis Neukudnezia frei ist. Endlich eine gute Nachricht!

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815911

Die Fertigstellung der Gulkisar kommt keinen Augenblick zu früh. Denn aus Berlin werden beunruhigende Nachrichten bekannt: DRS Friedrich scheint nach Jahren der emsigen Bautätigkeit abflugbereit zu sein. 10'000 Deutsche soll das Generationenraumschiff bergen; die Treibstoffvorräte sind für das 9'100 Tonnen schwere Weltenschiff mehr als ausreichend, und Experten schätzen, dass das Raumschiff in kaum 11 Jahren die Umlaufbahn des fernen Sternensystems Alpha Centauri erreicht hat, wo es dann durch seine Sonnensegel selbständig mit Energie versorgt werden kann. Damit würde Friedrich der Große Geschichte schreiben. Aber wird er seinem Raumschiff tatsächlich den Startschuss erteilen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815913

Azrael
22.03.16, 12:25
Ich habe ja Civ 1 nie selber gespielt aber das sieht ja so aus, als ob Friedrich kurz vor dem Sieg steht und eigentlich nicht mehr aufzuhalten ist, oder?

Performer
22.03.16, 19:53
Nun ja ... wir setzen ja alles auf eine Karte: Die BOMBE.

Iche_Bins
22.03.16, 21:18
Kann man Raumschiffe vernichten?

Stupor Mundi
22.03.16, 23:55
Ja. Ihr müsst nur die Hauptstadt der Nation einnehmen und deren Raumschiff wird zerstört.

Performer
28.03.16, 10:11
Die Neunziger Jahre - Teil 11 - : Geister, die er rief

Der Wettlauf der Zivilisationen kommt in seine entscheidende Phase - und diese stehen im Jahr 1995 am Scheideweg. Friedrich der Große, großmäuliger Herrscher in Berlin und erbitterter Feind der Russen und Babylonier, gibt den Befehl, das Generationenschiff DRS Friedrich ins All zu senden. 10'000 wackere Astronauten stehen bereit ... und der Despot triumphiert angesichts seiner Machtfülle. Denn in nunmehr 11 Jahren, also 2006, wird DRS Friedrich unser Sonnensystem verlassen und seine Reise nach Alpha Centauri antreten,

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815920

Der Start des Raumschiffs in Berlin wird lauthals bejubelt. Sogar einige Babylonier - Kaufleute, die trotz des Krieges in Deutschland weilen - werden Zeugen des Spektakels und berichten von der großen Euphorie der ersten Raumfahrtnation. Das Weltall wird wohl von der deutschen Kultur dominiert werden. Und nichts und niemand kann dies rückgängig machen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/39/New_Horizons_Jan19_06.jpg/429px-New_Horizons_Jan19_06.jpg

Oder etwa doch? Denn obgleich der Bau von BRS Efgenia stagniert, feiert auch Babylon im Jahr 1997 einen wissenschaftlichen Durchbruch. In der Nähe von Ashur gelingt es den Forschern am Hohentrumsch, die erste Zündung einer zerstörerischen Waffe zu testen. Das Dreistromland erbebt, und die alles vernichtende Druckwelle fegt über das wüste Land.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815949

Donaldiku Trumsch hat es geschafft: Babylonien hat endlich DIE BOMBE. Und das bedeutet gleichsam: Ganz neue außenpolitische Optionen. Genosse Trumsch genießt diesen lange ersehnten Erfolg: "Jetzt machen wir Babylonien wieder groß. Und zwar mit mächtig Wumms. Die Sprache des Friedens hat Deutschland ja nicht so gut verstanden. Aber wir können auch anders ..."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1817353

Noch 1997 wird vom Ersten Genossen der Bau von drei Kernwaffen bewilligt: In Samarkand, Buchara und Babylon können binnen einem Jahr drei der zerstörerischen Raketen fertiggestellt werden. Und so sehr auch die Anti-Atomlobby vor den Folgen dieser Politik warnt, so begeistert ist Donaldiku Trumsch über die atomare Kehrt- bzw. Kernwende, die Friedrich der Große bald schon zu spüren bekommen soll.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815921

Azrael
28.03.16, 11:50
Könnt ihr das Raumschiff denn dennoch "aufhalten" durch die Einnahme Berlins?

Stupor Mundi
28.03.16, 12:18
Könnt ihr das Raumschiff denn dennoch "aufhalten" durch die Einnahme Berlins?

Theoretisch ist das möglich. Die Einnahme der Hauptstadt zerstört deren Raumschiff (haben Wir schon selbst vollbracht). Die Frage ist nur, ob die dafür nötigen Bodentruppen noch rechtzeitig und ungefährdet über das Meer gelangen. Fallschirmspringer gibt es in civ1 noch nicht. Und Neukudnezia ist ja verloren. Das wäre ein gutes Sprungbrett dafür.
Wurde schon eine geeignete Landungsstelle gefunden? Sie muss über Schienenanschluss zu Berlin verfügen und sollte kein Gelände mit Bewegungsmalus haben, damit die Panzer (oder Mechs) binnen einer Runde durchrollen können. Unnd der Weg nach Berlin muss frei sein. Also besser ein paar Bomber oder Aris mitschicken. Alles in allem könnte die Operation doch etwas umständlicher werden als gedacht.

Performer
29.03.16, 10:17
Das Landemanöver wird ein Thema der nächsten Folgen sein ...

Performer
29.03.16, 16:44
Die Neunziger Jahre - Teil 12 - : Bilder von dir

Im Herbst 1997 taucht dann - nach langer Zeit der Stille - auch Efgenia Gök wieder aus der Versenkung auf. Ruhig ist es um sie geworden, seit JADEHERZ aus den Charts verschwunden ist ... und die Schmutzkampagne der Trumschisten hat Spuren bei ihr hinterlassen. Aller Glitter und Pömp ist von ihr abgefallen. Statt dessen tritt sie nun als Reisefotografin vor die Presse. In einem Bildband dokumentiert Efgenia die Zerstörung der Natur und die dramatischen Folgen des Klimawandels. Der Imagewandel bringt ihr große Sympathien ein.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815932

Aber wer - um Genosse Trumsch zu zitieren - "interessiert sich für den Klimawandel, wenn ich meinen Hosenlatz nicht zukriege?" Und der scheint ihm vor aggressiver Potenz weit offenzustehen, bereitet doch die babylonische Marine ihr Kabinettstückchen vor. Flugzeugträger Gulkisar nimmt Kurs auf Berlin, und das Bombergeschwader sorgt für eine sichere Überfahrt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815929

... die vor allem für die Landetruppen elementar sein wird. Drei Mechanische Infanterien, ein Panzer und vier Geheimagenten sollen Berlin bezwingen ... vorausgesetzt, Trumschs wahnwitzige Nuklearstrategie geht auf.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815928

Doch an der Heimatfront rumort es gewaltig. Dass in gleich drei Städten Nuklearwaffen stationiert werden, empört die Anti-Atomlobby rund um Ashar Illilutam. Der fordert einen raschen Strategiewechsel und die Einstellung des Atomprogramms - auch wenn dies faktisch bedeuten würde, die Hegemonie der deutschen Zivilisation über den Weltraum anzuerkennen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/34/Anti-Atomkraft-Demonstration_Hannover_2011-03-19_%284%29.jpg/640px-Anti-Atomkraft-Demonstration_Hannover_2011-03-19_%284%29.jpg

Mit landesweiten Demonstrationen bricht der Dezember 1997 an - und Trumschs Zechbruder Josef Stalin hält ein besonderes Weihnachtsgeschenk für die Babylonier bereit. Ohne Vorwarnung beginnt ein russischer Angriff auf Athen - und zwar massiver Natur. Russische Infanterien stehen zur Einnahme der griechischen Metropole bereit, und die letzte Verteidigung ist ein Schlachtschiff vor Delphi, das den Kampf gegen die Russen aufnimmt ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815931

... dabei aber kläglich scheitert. Trumsch im fernen Buchara schäumt vor Wut: "Dieser Halunke! Dieser Verräter! Und ich helf' dem noch nach unserer letzten Nacht beim standesgemäßen Reihern ... das wird er bitter bereuen. Das schwöre ich bei meiner eindrucksvollen Männlichkeit!" Und heiß glüht der Telegrafendraht nach Ashur, um von Abacuc Doldusch den Stand der Nuklearforschung zu erfahren.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815930

Azrael
29.03.16, 17:06
Ist das eine typische Reaktion der KI gegenüber der Zivilisation, die zuerst die Atombombe hat? Die Zivilisation anzugreifen in der Hoffnung eine Stadt und damit diese Technologie zu erobern oder um diese Zivilisation klein zu halten?

Polykrates
29.03.16, 19:28
Wirklich ein vorzüglicher AAR, werter Performer.:prost:


Ist das eine typische Reaktion der KI gegenüber der Zivilisation, die zuerst die Atombombe hat? Die Zivilisation anzugreifen in der Hoffnung eine Stadt und damit diese Technologie zu erobern oder um diese Zivilisation klein zu halten?
Werter Azrael, Civ 1 zählt zu jenen Spielen, in denen die KI - zumeist berechtigterweise - den menschlichen Spieler als Hauptgegner sehen und alles in ihrer Macht stehende unternehmen um dem menschlichen Spieler zu schaden. Das macht die Spiele auf der einen Seite herausfordernder (man muss immer mit heimtückischen Attacken rechnen und muss deshalb auch immer militärische Abwehrmöglichkeiten haben und kann die KI nicht einfach nur mit besserem Micro- und Macromanagement schlagen) aber auch öder (welchen Wert hat Diplomatie, wenn einem eh' andauernd der Krieg erklärt wird und die beste Verteidigung die Auslöschung des Gegners wenn nicht aller Gegner ist). Mit der Frage, wer zuerst die Atombombe hat, hat das weniger zu tun - vielleicht setzt das den menschlichen Spieler noch höher auf die Abschussliste der KI, aber da ist er ja wie gesagt eh' schon ganz oben...:)

Performer
29.03.16, 22:24
Stalin hat auf Klein-Babylon eingeschlagen, egal, ob es die Bombe hatte oder nicht. Ich sage nur "Nippurim".
Die KI in Civ1 ist in den späten Spielphasen höchst aggressiv, Diplomatie ist höchstens für kurzfristige (mit Betonung auf "kurz") Waffenstillstände sinnvoll.

Performer
08.04.16, 17:36
Die Neunziger Jahre - Teil 13 - : Mission Hannover

Um Athen steht es schlecht - doch im Mongolantik kann die Flotte der Räterepublik entscheidende Siege erringen: Vor Akkad kann ein russisches Schlachtschiff versenkt, ebenso vor Nippur. Die bedeutsame Route zwischen der Halbinsel Nippurim und Deutschland ist damit weiterhin unter babylonischer Kontrolle. Genosse Trumsch findet das dufte: "Wir brechen den Widerstand des Feindes wie den einer widerspenstigen Jungfrau. Darin war und bin ich ein Experte, wie die gesamte Fraktion der FMA bezeugen kann, hehe." So genau wollte das Wahlvolk es eigentlich nicht wissen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815935

... verfolgt aber anerkennend den Kampf um Athen - der trotz der massiven Bedrohung mit einem Etappensieg Babyloniens ausgeht. Denn das russische Schlachtschiff sinkt während des Bombardements, und die griechische Artillerie kann Stalins Infanterie- und Panzereinheit abwehren. Damit ist die Hauptstadt Griechenlands vorerst in Sicherheit.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815933

Doch die eigentliche Entscheidung über Babylons Zukunft - und jene des gesamten Universums - fällt vor Neukudnezia. Nach reiflicher Überlegung entscheidet sich der Marinestab, die legendäre Insel als Vorposten für die Invasion Berlins zu nutzen. Babylons Bomber starten vom Flugzeugträger Gurkisar und lassen ihre tödliche Fracht auf die Küstenstadt Hannover sowie ein deutsches Panzerkorps niedergehen - mit Erfolg. Hannover könnte problemlos gepflückt werden wie ein Apfel ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815936

... wäre da nicht die Deutsche Luftwaffe. Und die lässt Friedrich augenblicklich von Leipzig nach Hannover verlegen. Ein Jagdflugzeug versucht zunächst, den Flugzeugträger Gurkisar auszuschalten, scheitert jedoch - und das könnte die folgenreichste Niederlage Deutschlands sein. Denn nur die Gurkisar ist in der Lage, die BOMBE nach ihrer Fertigstellung aufzunehmen. Doch zu früh sollte sich Babylonien nicht in Sicherheit wiegen: Zwei weitere deutsche Jäger werden in Hannover stationiert - und Babylons Schlachtschiffe sind in weiter Ferne.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815934

Performer
09.04.16, 12:08
Die Neunziger Jahre - Teil 13 - : Das A B C des Abacuc Doldusch

Stalin gibt nicht auf: Daß sein Saufkumpan Donaldiku sein Versprechen gebrochen hat, eine Unterschrift der von Josef glühend verehrten Efgenia Gök zu besorgen, lässt ihn alle Vorsicht vergessen. Trotz seiner maritimen Niederlagen entsendet Stalin im Sommer 1999 zwei weitere Schlachtschiffe nach Akkad, um die Seeherrschaft über den Mongolantik zurückzugewinnen. Und die Räterepublik hat nur ein einziges Schiff zur Verteidigung bereitgestellt ... kann das gutgehen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815939

Indes wird aus der Sonderzone Hohentrumsch eine traurige Mitteilung publik: Der hochbetagte Abacuc Doldusch stirbt an einer Lungenentzündung. Über Jahrzehnte hinweg hat Doldusch die Politik der ausgehenden Republik Babylonien geprägt und sich als Gegner N.F. Enkidurts und (später) Timur Göks wider den Mardukismus und Kommunismus verdient gemacht. Ausgerechnet Genosse Trumsch landete später den Coup, den Sprachtenwirrer die Leitung der Sonderzone bei Ashur anzuvertrauen. Nun wird Doldusch in einem Grab mit den vielen Nukleararbeitern, die in den letzten Jahren an mysteriösen Leiden erkrankten, beigesetzt - mit dem Kommunistenstern an der Spitze. Das hätte sich der Vorsitzende der PDS dereinst wohl kaum ausmalen können.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4e/Erkner_Sowjetisches_Ehrenmal.jpg/640px-Erkner_Sowjetisches_Ehrenmal.jpg

Doch sein Erbe ist bedeutsam und entfaltet im Spätsommer sein Potential: Transportflugzeuge können die ersten drei Atombomben, die am Hohentrumsch geplant und in Samarkand, Babylon und Buchara erbaut wurden, auf die Halbinsel Nippurim befördern. Während in Ashur die Trauerfeier für Doldusch abgehalten wird, starten die Flugzeuge mit ihrer tödlichen Fracht in den Himmel ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815938

... und überqueren den Mongolantik. Ihr Ziel ist der Flugzeugträger Gurkisar, den die Marineleitung aus Angst vor Friedrichs Jägern zunächst zugrückbeordert hat. Donaldiku Trumsch verfolgt den Militärfunk gebannt in seiner Privatresidenz bei Buchara - und jauchzt vor Vergnügen. "Jetzt hat Fritze ein gewaltiges Problem ... und das lässt sich nun nicht mehr so einfach aus der Welt schaffen. Die Hauptstadt des Bösen muss sich endlich der babylonischen Dominanz beugen. Mehr Trumsch statt deutschem Punsch, so lautet die Devise ... damit Friedrich wieder strahlt, hehe."

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/Little_boy.jpg

Im November 1999 erreichen die Transportflieger auf dem offenen Meer den Flugzeugträger und können die drei Bomben Abacuc (A), Babylonia (B) und Charmoffensive (C) den Matrosen übergeben. Damit ist nun das Schicksal Berlins mit jenem der Gurkisar verknüpft - und der Erste Genosse bereit und willens, die deutsche Hauptstadt in Schutt und Asche zu legen, um DRS Friedrich zur Umkehr zu zwingen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815937

Azrael
09.04.16, 12:25
Jetzt wirds spannend :D

Friedrich III.
09.04.16, 13:35
#MakeBabylonGreatAgain :^^:

Private_S
09.04.16, 19:44
Zur patriotischen Einstimmung auf das große Ereignis:

https://www.youtube.com/watch?v=4HkMKthx9x8

Performer
21.04.16, 09:41
Die Neunziger Jahre - Teil 14 - : Die Seeschlacht bei den Kabeljaugründen

Stalins Marine hat das babylonische Schlachtschiff Zwanglos vor Akkad eingekreist. Die drei Schiffe liefern sich ein taktisches Hin und Her bei den üppigen Kabeljaugründen der Mongolantikküste. Doch Zwanglos kann sich im Herbst 1999 durchsetzen und macht aus den russischen Angreifern handliches Fischfutter - wenn auch nicht so lecker wie babylonische Spezialität von Käpt'n Iglusch.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815942

Doch der eigentlich wichtige Kampf tobt vor Neukudnezia: Der babylonisch-räterepublikanische Militärstab hat die Einnahme Hannovers befohlen, wo sich auch die deutsche Luftwaffe verschanzt hat. Vom Flugzeugträger Gulkisar (1) aus starten Jagdflugzeuge (2) und können zwei Mechanische Infanterien sowie drei gegnerische Jagdflugzeuge vernichten - auch wenn bei dem Angriff zwei Flieger verloren gehen. Zugleich nähert sich das Transportschiff Babyloniens der Küste (3), während aus der Ferne zwei Schlachtschiffe zur Hilfe eilen (4,5). Diesem Druck kann Hannover (6) nicht standhalten ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815941

... und öffnet die Tore für das babylonische Landungsheer. Der Erste Genosse Trumsch lässt per Funk verkünden, dass kein Hannoveraner, der sich friedlich verhält, Babylon fürchten muss ... - "vor allem nicht die Weiber."

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/86/Luftbild_Hannover_Rathaus.JPG/640px-Luftbild_Hannover_Rathaus.JPG

Hannover ist damit in babylonischer Hand - ein wichtiger Brückenkopf für den Sturm auf Berlin. Denn noch konnte das Raumschiff DRS Friedrich nicht zum Umkehren gezwungen werden. Und der Funkkontakt zwischen der Basis und dem Generationenschiff wird nur bis zum Jahr 2004 möglich sein. Doch bei all diesen Ungewissheiten feiert die Räterepublik ihren glorreichen Sieg auf Neukudnezia ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815940

... während das Transportschiff sich weiter an der Küste von Neukudnezia in Richtung Leipzig vorwagt. Denn nun zählt es: Kann der Flugzeugträger Gulkisar seine tödliche Fracht über Berlin abwerfen? Und können die babylonischen Truppen den Landfall wagen und Friedrich den Großen zum Einlenken zwingen? Zumindest versucht sich Friedrich an einer diplomatischen Note und ersucht um ein Gespräch mit dem Ersten Genossen. Doch Trumsch bleibt hart. Für ihn ist die Stossrichtung klar - auf nach Berlin. Und dort soll kein Stein auf dem anderen bleiben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815943

Kardinalinfant
21.04.16, 09:49
Prima, dass es weiter geht. Die Sache spitzt sich ja jetzt gewaltig zu!

Was Wir übrigens nicht wussten ist, dass in der babylonischen Zahlenmystik offensichtlich nicht 13 sondern 14 als Unglückszahl gilt, nachdem Ihr Teil 14 der 90er Jahre einfach ausgelassen habt :D

Performer
21.04.16, 10:16
Prima, dass es weiter geht. Die Sache spitzt sich ja jetzt gewaltig zu!

Was Wir übrigens nicht wussten ist, dass in der babylonischen Zahlenmystik offensichtlich nicht 13 sondern 14 als Unglückszahl gilt, nachdem Ihr Teil 14 der 90er Jahre einfach ausgelassen habt :D

Hehe, danke für den Hinweis ... ist korrigiert!

Performer
22.04.16, 16:30
Das Jahr 2000: Die Wahlen zum Großen Rat der Werktätigen

Die Welt hält den Atem an: Wird die babylonische Räterepublik zum Äußersten gehen und ihre neue nukleare Macht, die sie in der Sonderzone Hohentrumsch erprobt hat, gegen die Feinde des Kommunismus einsetzen? Ist der Erste Genosse Donaldiku Trumsch wirklich bereit, Berlin auszulöschen, um den starken Mann zu markieren? Oder wird DRS Friedrich seinen Weg zu den Sternen fortsetzen und Alpha Centauri für den deutschen Despoten reklamieren?

Das neue Jahrtausend wird diese Fragen beantworten - und die Welt erzittert. Zugleich nehmen die Spannungen innerhalb der Räterepublik zu. Zwar war der Wahlsieg von Trumsch im Jahr 1990 eindrucksvoll genug, so daß sein Kurs von der Mehrheit des Volks gebilligt wird. Doch es herrscht auch Unmut. Eine jüngste Demografieerhebung ergibt sogar, dass gerade einmal 56 % der kommunistischen Bürger mit der Regierung zufriesen sind - weit abgeschlagen hinter Deutschen und Russen. Wie lange können diese inneren Widerstände überbrückt werden?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815944

Wieder einmal entzündet sich der Funke im Unruheherd Griechenland: In Eretrira revolutieren die Bürger - und fordern ein Ende des selbstherrlichen Gebarens des Ersten Genossen. Ihr Vorwurf: Der Große Rat der Werktätigen würde längst nicht mehr die Interessen des Volks widerspiegeln und sei längst zum willfährigen Instrument der Buchara-Regierung verkommen.

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In der Tat: der aufgeblähte Rat scheint in Teilen seine Legitimität verloren zu haben - zumal Trumsch und auch sein Vorgänger Christianos Filira sich eigene Fraktionen nach Gutdünken zurechtgeschneidert haben. Gleichzeizig ist die Zustimmung für Enkhbaataryn Baakhan und auch Ashar Illilutam gewachsen, die sich als schärfste Kritiker der Trumsch-Regierung etabliert haben - während Mert Parsum nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der letzten Wahl nicht länger als denkbare Alternative bereitsteht.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815947

Immer wieder aber scheiden Räte aus der Versammlung aus, andere treten hinzu, und wieder andere laufen innerhalb der Fraktionen über. Der gesellschaftliche Wandel ist im Großen Rat spürbar und wahrnehmbar - und im Jahr 2000 zeigt sich, ob eher die nationalistischen, kommunistischen und gesellschaflichen Fraktionen, die Parteiungen, Gewerkschaften oder die Vertreter der Klassen Räte hinzugewonnen oder verloren haben.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815948

Zugleich drängen neue, junge Räte in den Rat. Sie wollen eine eigene Stimme, und welcher Fraktion sie sich anschliessen, weiss noch niemand. Zudem in der Sonderzone Hohentrumsch auch eine neue Gewerkschaft entstanden ist - die Nukleargewerkschaft, die ihre eigenen Ziele verfolgt.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815946

Beide Abstimmungen werden das Gesicht das Rats zu Beginn des 21. Jahrhunderts prägen. Beim gesellschaftlichen Wandel geht es darum, welche Fraktionsarten prozentual Stimmen hinzugewinnen bzw. verlieren (+10 %, +5%, 0, -10%, -25%) - ihr könnt euch bei dieser verdeckten Wahl für den kommunistischen, nationalistischen, gesellschaftlichen, Klassen-, Parteiungs- oder Gewerkschaftsblock entscheiden. Die Prozentzahlen werden dann je nach "Erfolg" bei der Abstimmung zugeteilt - die bihsergen Fraktionen gewinnen Räte hinzu bzw. verlieren sie durch Abwahl in der Räterepublik.

Bei der Wahl neuer Räte könnt ihr jeden Tag einmal abstimmen und euch dabei für eine oder mehrere Fraktionen entscheiden. Jede Stimme zählt für einen neuen Volksvertreter. Dies wird die Machtverhältnisse gewiss durcheinanderwerfen. Und um es noch einmal klar zu sagen: Diesmal geht es nicht um eine Abwahl des Genossen Trumsch, der zumindest bis zum Fall Berlins (oder dem Scheitern der Nuklearstrategie) im Amt bleibt. Wie sich der Rat in Zukunft entscheidet, steht aber noch in den Sternen. Doch gewiss wird die stärkste Fraktion (nach Auszählung aller Stimmen bzw. Verschiebungen) ihr Herzensanliegen im Rat durchsetzen können ...

Die Wahl endet am Donnerstag, den 28. April, um 12 Uhr. Stimmt fleißig ab - die Räterepublik braucht eure Unterstützung.

Gesellschaftl. Wandel (1 Stimme, verdeckt): http://www.easypolls.net/poll.html?p=571745f3e4b0063be9e58a76

Neue Räte brauch das Land (tägl. Abstimmung, offen, mehrere Stimmen):http://www.easypolls.net/poll.html?p=571747a7e4b0063be9e58a7a

Performer
26.04.16, 10:36
Interludium: Die Faszination von Civilization 1

Noch tobt in Buchara der Wahlkampf zum neuen Großen Rat der Werktätigen - doch bei diesem denkwürdigen Datum (2000 n. Chr.) darf ein ganz besonderes Interludium nicht fehlen. Deshalb will ich dieses Mal vor einer allgemeinen Betrachtung Babyloniens zur Jahrtausendwende nochmals kurz meine anhaltende Begeisterung für diesen ersten Teil der Spielreihe Civilization darlegen - diesen Geniestreich von Sid Meyer, den ich häufiger gespielt habe als jedes andere Computerspiel und auch häufiger als seine Nachfolger. Ein Turm, sie zu knechten ist hoffentlich Zeugnis dafür, wie viel Spaß man auch heute noch mit dem Klassiker haben kann, dessen beste Konzepte sich übrigens durch alle Teile hindurch (bis zu Civ 5) gehalten haben. Bei allen Verbesserungen der Nachfolger gibt es aber einige Features, die mir am ersten Teil besonders gut gefallen - und die oft später wieder aufgegriffen wurden.

I. Die Staatsformen

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815988

Ein kommunistisches Babylonien? Wer hätte das gedacht ... "unser" Babylon - im Augenblick von dem pseudokommunistischen Superchauvi Donaldiku Trumsch angeführt - ist ja nun seit Jahrzehnten eine Räterepublik und schlug sich zuvor als Demokratie, Republik, Frühkommunistisches Reich und desoptische Stammesdiktatur. Dieses Feature hat mir bei Civilization immer sehr gut gefallen - zumal es in bestimmten Spielsituationen wirklich hilfreich war, seine Regierungsform zu verändern.
In Civilization 1 gibt es deutliche Vor- und Nachteile dieser Staatsformen: Kein Truppenunterhalt im Despotismus, überbordende Steuereinnahmen in der Demokratie ... allerdings: richtig gut ausbalanciert sind die Werte nicht. Der Kommunismus etwa ist schon sehr deutlich unterlegen (daß wir als Räterepublik überhaupt so weit kommen, grenzt an ein Wunder), und manche Vor- und Nachteile sind nicht schlüssig. (Keine Korruption im Kommunismus? Seit wann denn das? Und Demokratien dürfen niemals Krieg erklären? Wenn George W. Bush das mal gewusst hätte ...)
In Civilization 2 wurde das Konzept verfeinert und ergänzt (auch wenn sich meiner Erinnerung nach die Theokratie und der Faschismus kaum gelohnt haben). Civilization 3 - von mir kaum gespielt - hat glaube ich wenig Änderungen eingebracht. In Civilization 4 wurden die Staatsformen durch einen Politikbaukasten ersetzt, der einerseits vielfältiger war - andererseits stimmte (für mich) das "Gefühl" nicht mehr, einen wirklichen Einschnitt in der Geschichte zu erleben, wenn man seine Regierung ändert. Das war in Civilization 1 noch anders, wenn sich das Aussehen der Berater änderte und man auch spielerisch anders agieren musste (etwa keine Kriegserklärung mehr abgeben kann). Auch in Civ 5 stellte sich dieses "Gefühl", die Immersion, durch die Sozialpolitiken nicht mehr ein. Wenn es einen Hauptwunsch von mir für den 6. Teil gäbe, wäre es wohl die Rückkehr der Staatsformen - oder präziser gesagt: ein deutliches Gewicht auf die Immersion. Denn es macht eben einen Unterschied, ob man eine Räterepublik oder eine absolutistische Monarchie spielt ...

2. Handelswege

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815987

Von vielen Spielern ignoriert, aber durchaus machtvoll war das Handelsfeature in Civilization 1: Per Karawane werden Handelswege eingerichtet, die dann über Jahrhunderte hinweg Einnahmen generieren. Aus zunächst überschaubaren Boni werden in späteren Spielabschnitten mächtige Cash Cows ... die sich leider nicht auf die Diplomatie auswirken (denn selbst im Krieg erlöschen bzw. ruhen Handelswege nicht). Trotzdem macht es Spaß, eine lukrative Handelsroute ausfindig zu machen und die (nicht gerade billige) Karawane auf die Reise zu senden. Ob sie denn auch unbeschadet ankommt? Oder machen Barbaren bzw. der kriegslüsterne Dschingis Khan uns einen Strich durch die Rechnung?
In Civilization 2 wurden die Handelswege durch Handelsgüter ergänzt, die allerdings keine weiteren Boni (etwa auf Bauwerke oder Einheiten) bescherten ... schade, da hat der zweite Teil viel Potential verschenkt. Im vierten Teil wurden die Handelswege automatisch berechnet (siehe die Abbildung), wodurch erneut Immersion flöten ging. Auch konnte man nicht mehr bestimmen, mit welcher anderen Zivilisation man handelt - es wurde immer der der lukrativste Handelsweg vom Programm ausgewählt. Zwar wurde die Karawane in Gestalt großer Händler auf Reisen geschickt, aber dies diente nur noch zum Erwerb einer größeren Geldsumme.
Sehr gut gefallen hat mir die Rückkehr der Handelswege in Civ 5, die zudem geplündert werden können und entsprechend bewacht werden müssen. In meinen Augen hat sich hier der fünfte Teil beim Klassiker bedient und das Konzept sehr schön modernisiert.

3. Zone of Control

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1815989

Die ZOC (Zone of Control) machte Civilization 1 im Krieg wie im Frieden auch zu einem taktischen Schwergewicht. Klug postierte Verteidigungseinheiten konnten ganze Regionen abriegeln, in Verbindung mit Festungen konnte man so natürliche Grenzen setzen, statt diese vom Programm (wie ab dem dritten Serienteil) automatisch generieren zu lassen. Civilization 2 löste dies sogar noch eleganter, da dort auch Demokratien und Republiken Verteidigungseinheiten in Festungen außerhalb der Städte unterhalten dürften. Trotzdem war die ZOC bei vielen Spielern unbeliebt und wurde im dritten Teil abgeschafft ... zu meinem großen Bedauern. Interessanterweise verknüpft der fünfte Teil der Spielereihe ein reformiertes ZOC-Modell mit der 1UpT (1 Unit per Tile)-Regel - ein Grund, warum mir persönlich der 5. Teil mehr liegt das sein direkter Vorgänger. Denn gerade Civilization 4 mit seinen Killer-Stacks of Doom war in meinen Augen schon fast absurd und führte auch zu riesigen Armeen, in denen die einzelne Einheit kaum noch zählt. Auch das löste Civilization 1 übrigens besser, wenn auch sehr radikal: Stacks sind problemlos möglich (in jeder Größe) - doch wenn ein Stack verliert, gehen alle Einheiten zugrunde. Es macht also wenig Sinn, Stacks zu bilden ... man verteilt seine Armeeteile also aus ureigenem Interesse nach der 1UpT-Regel :-).
Aber zurück zur ZOC: Interessanterweise konnte man diese in Friedenszeiten mit Karawanen, Diplomaten und Flugzeugen aushebeln und so Felder besetzen, die sich eigentlich nicht betreten lassen. Auf diese Weise konnte man z,.B. auch mit einer Armada von Diplomaten die Städte eines Konkurrenten aushungern bzw. ihre Produktionsfelder lahmlegen. In einer anderen Partie konnte ich einem Verbündeten, der nur noch eine Stadt besaß, aber immer brav Tribut zahlte, mit einem Siedler unter die Arme greifen und ihm Bewässerungsanlagen spendieren. Über Jahrhunderte hinweg ließen sich regelmässig bis zu 200 Goldmünzen abschöpfen ... herrlich!

Soweit zu meinen Lieblingsfeatures von Civilization 1. Ich könnte noch weitere nennen - etwa, dass selbst in späteren Spielphasen immer noch Teile der Welt unbesiedelt sind (Polarregionen, abgelegene Inseln), also die KI und auch die Spieler nicht alles ahistorisch "zusiedeln". Das Weltraumrennen hatte weit mehr Dramatik als bei den Nachfolgern (wie war ja im Babylon-Spiel sehen). Und, und, und ... vielleicht verratet auch ihr mir eure Impressionen zu Civilization 1 und erzählt von euren Erfahrungen mit dem Klassiker, und wo ihr heute seine Stärken seht, an denen sich eventuell auch ein sechster Teil noch eine Scheibe abschneiden kann,

Nicht zu vergessen: Die Räterepublik hat noch nicht ihren neuen Rat final bestimmt. Wenn ihr also noch Räte nach Buchara entsendet, wollt, beteiligt euch an der Wahl. Sie endet am Donnerstag, den 28. April, um 12 Uhr. Stimmt fleißig ab - die Räterepublik braucht eure Unterstützung.

Gesellschaftl. Wandel (1 Stimme, verdeckt): http://www.easypolls.net/poll.html?p=571745f3e4b0063be9e58a76

Neue Räte brauch das Land (tägl. Abstimmung, offen, mehrere Stimmen):http://www.easypolls.net/poll.html?p=571747a7e4b0063be9e58a7a

Private_S
26.04.16, 19:34
Danke für diese Rückschau. Sie erinnert Uns daran, wie gern Wir einst die 1 spielten. Bis die Sonne aufging. Mit den Nachfolgern haben Wir nur wenig Erfahrung. Die 2 haben Wir auch noch ganz positiv in Erinnerung, wg. verbesserter Grafik, neuen Einheiten usw.
Jedenfalls habt Ihr Uns Anlass gegeben, die Installation der 1 mal wieder zu versuchen.

Performer
28.04.16, 16:03
Der Große Rat der Werktätigen für das kommende Jahrtausend wurde neu zusammengesetzt.

Die Ergebnisse der Beratungen werden in Kürze bekanntgegeben.

Frisiercreme
28.04.16, 21:48
Teil 1 ist halt das wahre civilization und wir würden es den anderen jederzeit vorziehen, zur Not auch in CGA. Von Teil 2 hatten wir eine Fassung mit Fantasy/Raumschiffunsinn, Teil 3 haben wir übersprungen. 4 war ok, 5 hat uns nicht gepackt.

Zu den Regierungssystemen habt Ihr das passende gesagt, auch wenn ein frühzeitig per Pyramide ausgerufener Betonkommunismus für unsere Welteroberungen immer das Mittel der Wahl war.
Und das war sowieso das Tollste: Der Film im Abspann, in dem die Siedlungsbereiche im Wandel der Zeit angezeigt wurden. Weltklasse!
Spiele auf einer Weltkarte von nie genannter Größe! Und wenn man Stalin, die Luftpumpe und Gandhi, den Trottel beseitigt hatte, dann musste man mit den Zulus die potentesten Gegner beseitigen. Abe Lincoln war danach ein Kinderspiel, weil er in seinem eigen Saft schmorend mit der Forschung nicht hinterher kam.
Ein Riesenpluspunkt ist, so komisch es klingt, das haarsträubende Kampfsystem. Man konnte eben nie sicher sein, ob die Bomber nicht doch von der Phalanx vom Himmel geholt werden.
Und anschließend: Die Elvise. Bei schlechter Stimmung in der Stadt: einfach einen Siedler aus der Produktion herausgelöst, Glitzerfummel an, und schon sorgt er als Elvis für gute Laune. Fabelhaft!

Private_S
28.04.16, 21:50
Darum, wo kann man das Game sicher herunterladen? Möglichst so, dass Wir es noch mit Unserer Vista-Kiste spielen können?
(Wir hatten herumgesucht die Tage, aber keinen gescheiten Link gefunden ...)

Performer
28.04.16, 22:56
Civilization 1 ist keine Abandonware, deshalb gibt es keine Downloadlinks ... :nono:

Das Kampfsystem ist wirklich hanebüchen, dadurch aber auch wirklich cool. Und nicht immer zum eigenen Nachteil - siehe in meiner Partie die "Dicke Arsli", die zuverlässig Panzer, Schützen und Infanterien wegputzt, ohne zu wanken. Über Jahrhunderte hinweg. Eine alte, rostige Kanone. Ich lache mich jedes Mal weg, wenn Stalin an der Dicken Arsli scheitert.

Iche_Bins
28.04.16, 23:17
Wenn es Links auf Abandonware-Seiten gibt, bedeutet nicht, dass das rechtlich einwandfrei ist.

Die Rechte von Civ liegen immer noch bei Firaxis. Deswegen hier keine Links posten und keine Diskussion darüber, sonst gibt es Kloppe auf die Fingerchen!

Monti

Montesquieu
29.04.16, 09:10
Also ich finde von den Klassikern ganz klar Civ 2 das beste. Nicht "Test of Time". Das war wirklich ein wenig komisch.

Aber Civ2 bringt durch die Gesundheitsanzeige und die kleinen, aber feinen Änderungen ein besseres Spiel zu Stande.

Und die Wunder Videos und die Musik ist doch einfach genial.


https://www.youtube.com/watch?v=uw70vcLWtHc&list=PLrJ2YN5y27KK1t23n6ZnLczui8TDe5Dk-&index=9


https://www.youtube.com/watch?v=J0iwmZgfB3k&index=7&list=PLDBDC24A037ECEA67

Und c'mon: Die Berater Videos waren so wunderbar 90er-cheesy.


https://www.youtube.com/watch?v=FlTIk80uBPg

Performer
02.05.16, 08:12
Interludium: Babylonien zu Begin des 21. Jahrhunderts

Wohin geht die Reise, Babylonien? Am Beginn des 21. Jahrhunderts präsentiert sich das unbestreitbar mächtigste Reich der Welt innerlich zerrüttet und in seiner Autorität getroffen. Die Weltraumambitionen Friedrich des Großen drohen Babylon zum interstellaren Zwerg herabzustufen. Da hilft es wenig, dass mit Hannover ein erster Fuß in die neukudnezische Tür gesetzt wurde. Wird die legendäre Insel bald wieder zum Machtbereich der Räterepublik gehören? Und kann DRS Friedrich aufgehalten werden?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816005

Zunächst enden die Wahlen zum neuen Großen Rat der Werktätigen. Ein gesellschaftlicher Wandel ist spürbar und sorgt für Verschiebungen und Ablösungen der bisherigen Räte: Die gesellschaftlichen Fraktionen können den Anteil um 10 % ausbauen, die Gewerkschaften immerhin um 5 %. Kommunistische Fraktionen verteidigen ihre bisherige Stärke, während die nationalistischen Kräfte leicht verlieren (-10%). Gesellschaftliche Klassen und Parteiungen hingegen werden als weniger wichtig wahrgenommen: Beide verlien 17,5 % der bisherigen Räte. Offenbar ist die Zeit der Partei und Klassengegensätze unwiderbringlich vorbei ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816004

... was auch die Neubesetzung der Räte zeigt. Der Große Rat der Werktätigen im Jahr 2000 ist vor allem eines: er ist weiblicher. Die Werktätigen Frauen können ihren Anteil ausbauen, vor allem aber die polyamourös orientierte Beautyfraktion FMA, die wohl glühendsten Trumschverehrerinnen Babyloniens, die nun mit 179 Rätinnen vertreten sind. Besonders erstaunlich aber ist die Stärke der Öko-Sozialisten: Angesichts der atomaren Bombardierung Berlins steigen sie zur mächtigsten Fraktion des Rats auf und lösen die bisherige (Mongolische Nationalisten) ab. Ihr Ziel ist klar: Die Atomkraft verbieten und den Angriff auf Berlin mit nuklearen Waffen verhindern.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816012

Wird sich Genosse Trumsch an diese Weisung halten? Angesichts der niedrigen Zufriedensheitswerte des Volks ist sein Agieren im Krieg mit Deutschland ein Tanz auf Messers Schneide. Und Babylons Weltgeltung zu verteidigen, ist der Angriff auf Berlin unumgänglich. Doch dies könnte den ökologisch dominierten Rat förmlich sprengen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816003

BRS Effgenia dümpelt nach wie vor dahin - zumal Trumsch einen raschen Start des Raumschiffs ausgeschlossen hat. Er will weitere Module für das Generationenschiff bauen lassen, um weiteren Völkern die Erschließung des Alls zu ermöglichen. Immmerhin wurden mehrere Strukturteile hinzugefügt, so daß ein baldiger Start denkbar erscheint.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816002

Alles in allem ist die babylonische Zivilisation eine der aufregendsten und machtvollsten, die die Welt jemals gesehen hat. Die schiere Größe ihrer Bevölkerung, ihre zahlreichen Errungenschaften und ihre - ja - Friedfertigkeit (auch der jetzige Krieg wurde nicht von Babylon begonnen) machen sie unwiderstehlich. Doch reicht das aus, um ihre Strahlkraft auf das gesamte Universum auszudehnen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816006

Performer
05.05.16, 19:58
Die 2000er - Teil 1 -: Atomares Patt?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816023

Ein neues Jahrtausend. Eine Ära der Wunder, Hochtechnologie und weltumspannenden Kommunikation. Doch was zählt all dies, wo sich doch das Schicksal der Menschheit in den Sternen entscheidet? Nur noch vier Jahre, so berechnen die Wissehschaftler in Sumer, wird das deutsche Raumschiff DRS Friedrich benötigen, um ohne die Unterstützung des Weltraumzentrums in Berlin seinen Weg ins benachbarte Sternensystem Alpha Centauri zu finden. Während sich jedoch in Buchara mit den Öko-Sozialisten als stärkste Fraktion durchgesetzt haben, die einen vehementen Anti-Atomkurs fahren und dem Genossen Trumsch die Bombardierung Berlins verbieten wollen, hält dieser unbeirrt an seinem Kurs fest. Das könnte zu einem Tumult in der babylonischen Hauptstadt führen. Doch zu fest sitzt Trumsch bislang im Sattel - und gibt den Befehl, die Bomber vom Flugzeugträger Gulkisar abheben zu lassen.

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Während vor Hannover ein Jagdflugzeug die deutsche Artillerie zerschellen lässt, macht der babylonische Bomber Rote Rosine zwei Panzertruppen vor Berlin aus ...

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... und knöpft sich eine der beiden vor. Ein weiteres Jagdflugzeug der Gulkisar kann eine Artillerie vor Leipzig aus der Luft erledigen. Der Fliegerkampf um das deutsche Kernland hat begonnen.

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Nun schwärmt ein weiterer Bomber, der Fleissige Werktätige, aus und kann auch den zweiten Panzer erwischen. Hat Friedrich der Große der Macht der Räterepublik nichts entgegenzusetzen?

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"Nun will ich's wissen", johlt Trumsch auf der Rasenfläche des Turm von Buchara, wo er den phänomenalen Sieg seiner Lieblingsfraktion, der FMA (Frauen mit Argumenten) mit einer Schaumparty feiert. "Fritze soll mal sehen, was wir unter wehrhaftem Kommunismus verstehen ... und jetzt wischt mir die Blubberblasen vom Hemd, Schätzchen. Immerhin sind wir im Krieg!"

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Und so setzt das Transportschiff im Schutz der Flieger Infanterie- und Panzertruppen an der Küste vor Berlin ab. Sie sind bereit, den Sturm auf die Hauptstadt der Deutschen zu wagen. Die Frage ist nur, auf was sie sich da einlassen.

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Einer der mitgesandten Spähtruppen wagt sich in die Nähe Berlins, um Erkundungen einzuziehen. Und was er herausfindet, ist besorgniserregend: Zwar scheint die Verteidigung Berlins nur von wenigen Schützeneinheiten gewährleistet zu sein. Zugleich stehen die Deutschen kurz vor der Fertigstellung einer eigenen Atomrakete - und so liegen die Karten auf dem Tisch. Denn Friedrich wird wenig zimperlich sein, die todbringende Waffe einzusetzen. Wer drückt zuerst den Roten Knopf?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816022

Kurfürst Moritz
06.05.16, 13:11
Es folgt der spannende Showdown!

*popcorn mampf*

Performer
08.05.16, 08:06
Die 2000er - Teil 2 -: Inferno

"Gnade für Berlin" - so lautet in jenen hochdramatisch Tagen die Losung der Öko-Sozialisten. Ashar Illiutam ruft zu reichsweiten Demonstrationen gegen die nukleare Kriegsführung auf und schlägt vielmehr einen konventionellen Krieg gegen die deutsche Despotie vor. Doch der Erste Genosse ist unerbittlich. Friedrich der Große hat in seinen Augen durch seine Aggression gegen Babylonien alles Recht auf Gnade verwirkt. Immerhin: Noch geben die Deutschen nicht auf. Im Dezember 2000 fliegt die deutsche Luftwaffe von Frankfurt aus einen tapferen Angriff auf das babylonische Invasionsheer und kann einen Teilerfolg erringen ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816033

... der jedoch den Zorn der Räterepublik nur noch anfacht. Im Wissen, dass Friedrich selbst über mehrere Atombomben verfügt, wird am 7. Januar 2001 die atomare Einäscherung der deutschen Hauptstadt befohlen. Die deutschen Bomber heben von der Gulkisar ab ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/64/F-15E_drops_2%2C000-pound_munitions_Afghanistan_2009.jpg/640px-F-15E_drops_2%2C000-pound_munitions_Afghanistan_2009.jpg

... an Bord die zwei Atombomben Abacuc und Babylonia - die todbringenden Erzeugnisse der Forschungen am Hohentrumsch.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816034

Es ist, als hätten sich die Schleusen des Unheils über Berlin aufgetan, als der erste Sprengkörper, die Babylonia, zum Einsatz kommt. Die Piloten berichten von einer unfassbaren Zerstörungswelle, die von der Bombe ausgeht, als diese über Berlin detoniert.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/Ivy_King_Blast.jpg

Lähmendes Entsetzen. Schweigen. Stille. Das ist alles, was nach dem Abwurf der Bombe aus Berlin zu vernehmen ist. Aus Ausmaß der Zerstörung lässt sich indes nur erahnen - und der am Leben gebliebene Spion in der deutschen Hauptstadt berichtet von einem Inferno, Tausenden Toten und einer völlig zerstörten Infrastruktur. Doch noch hält der Verteidigungsring um Berlin. Deutsche Schützen sind nicht gewillt, sich zu ergeben. Deshalb genehmigt Trumsch auch den Abwurf der Abacuc, als gebe es kein Morgen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816035

Die Bombe Abacuc, benannt nach ihrem geistigen Vater Doldusch, gibt der stolzen Metropole den Rest. Berlin ist quasi eingeäschert. In wenigen Sekunden wurde das Werk von Jahrhunderten vernichtet. Ein Opfer des babylonischen Furors, des deutschen Stolzes und einer Kurzsichtigkeit der gesamten Menschheit, die eher bereit ist, sich auszulöschen, als gemeinsam eine Zivilisation aufzubauen. Der gequälte Schrei der Opfer aber hallt bis in die Ewigkeit.


Zwei Worte nur
Berlin und Scham
was wir taten
schreibt sich in die Steintafel des Grauens
o Babylon, deine Sünden
suchen sie uns heim
die wir verzagten?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816036

Azrael
08.05.16, 09:28
Die Ruinen glühen bestimmt noch ne Weile, da kann sich der erste Genosse daran ne Zigarre anzünden ;)

Stupor Mundi
08.05.16, 21:34
Soll das heißen, eine Einheit hat den ersten Bombenabwurf überlebt? Wir dachten, da würden immer alle Einheiten auf dem angegriffenen Feld und den benachbarten zerstört.

Performer
08.05.16, 22:20
Drei Einheiten. Deutsche Schützen, die sich auch von der Babylonia nicht haben niederstrecken lassen. Erst die Abacuc hat sie weggefegt ...

Performer
09.05.16, 09:52
Die 2000er - Teil 3 -: Heimkehr

Er hat es getan. Donaldiku Trumsch, der Erste Genosse der babylonischen Räterepublik, ausgestattet mit der Vollmacht des Großen Rats der Werktätigen, hat die Überlegenheit seiner Zivilisation unter Beweis gestellt und das herrliche Berlin mit gleich zwei Atomschlägen in die Knie gezwungen. Die völlig verwüstete Stadt hat nun den babylonischen Horden nichts mehr entgegenzusetzen. Am 2. Februar 2001 zieht ein Infanteriekorps in die Stadt ein ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816041

... und wird Zeuge der entsetzlichen Verheerung. Von den zuvor 1 Millionen Bürgern sind gerade noch 60'000 am Leben. Das Land rund um Berlin ist völlig verstrahlt, eine atomare Wüste, und zahlreiche Gebäude wurden vernichtet. Dennoch: Die Stadt, in der das Weltwunder der Krebsheilung und das SETI-Programm entwickelt wurden, ist nun in der Hand der Räterepublik.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816042

Die geschundenen Berliner betrachten den Einmarsch der babylonischen Truppen mit Zorn und Angst. Der Name ihrer Stadt wird auf ewig mit dem Sündenfall des Atomkriegs verknüpft sein. Nun aber sehnen sich die Bürger vor allem nach der Einstellung jeglicher Kämpfe. Immerhin droht Berlin bei einem Gegenschlag Friedrich des Großen die völlige Vernichtung. Doch zunächst feiert Babylons Armee ihren Sieg, der letztlich am Hohentrumsch im Dreistromland entschieden wurde.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816040

Die gravierendste Konsequenz des Infernos von Berlin jedoch betrifft das Raumschiff DRS Friedrich. Denn dieses wäre erst im Jahr 2004 in der Lage gewesen, ohne die Daten der Bodenstation in Berlin seine WARP-Technologie zum Einsatz zu bringen und den langen Kurs nach Alpha Centauri eigenständig einzuschlagen. Doch ohne die Unterstützung aus Berlin ist das Raumschiff gezwungen, den Notfallplan Exkurs auszurufen - die Heimkehr zur Erde ... womit der Ausbreitung der deutschen Zivilisation im Weltraum machtvoll der Riegel vorgeschoben wurde.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816043

Silece
09.05.16, 19:52
Gebt ihr Berlin jetzt wieder auf? Oder ist das der Angelpunkt für eine weitere Invasion?
(Ich weiß nicht ob es Lufttransport bei Civ schon gab)

Stupor Mundi
09.05.16, 23:22
Gebt ihr Berlin jetzt wieder auf? Oder ist das der Angelpunkt für eine weitere Invasion?
(Ich weiß nicht ob es Lufttransport bei Civ schon gab)

Lufttransport gibt es erst ab Civ2.
Jetzt bräuchte man noch ein paar weitere Atomwaffen, um schnell die anderen Städte zu erledigen, bevor der nukleare Gegenschlag kommt.
Ist eigentlich das Raumschiff damit vernichtet, oder können die Deutschen einen Teil davon wieder verwenden?

Performer
10.05.16, 09:59
Die 2000er - Teil 4 -: Vertreibung aus dem Paradies

Die nukleare Zerstörung Berlins wird weltweit als Zeitenwende empfunden. Nicht nur der Atomtod einer ganzen Stadtbevölkerung, sondern auch die erzwungene Rückkehr des Raumschiffs DRS Friedrich können in ihrer Bedeutung für die Menschheitsgeschichte kaum abgeschätzt werden. Zugleich aber rückt ein anderer Schauplatz wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit: Der Kampf um die Vorherrschaft im Mongolantik. Hier meldet sich Stalin nach einer kurzen Durststrecke zurück. Mitten im Ozean tobt eine Seeschlacht, die zur Vernichtung von zwei russischen Schlachtschiffen führt, letztlich aber mit dem Untergang der babylonischen Flottenteile endet. Es scheint unmöglich zu sein, den Seeweg nach Moskau und Leningrad zu beherrschen. Und Stalin weiss das.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816050

Entsprechend forsch trumpft er bei einem Videotelefonat mit dem Genossen Trumsch auf. Auch Stalin verkündet, Atomwaffen zu besitzen und sie in gleicher Weise gegen Babylonien einzusetzen, wie dieses es gegen Friedrich tat. Seine Forderung: Die Unterschrift von Efgenia Gök - und die Raumfahrttechnologie.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816051

Aber auf solche Spielchen lässt sich die Räterepublik nicht mehr ein. Das Tischtuch zwischen Trumsch und Stalin ist zerschnitten. Selbst einen Waffenstillstand lehnen die Rotbabylonier ab.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816049

Trumsch sieht nun den Zeitpunkt gekommen, auch auf Neukudnezia Taten sprechen zu lassen. Die russische Neugründung Riga im Norden der Insel wird von einem Jagdflugzeug unter Beschuss genommen, ebenso trägt das letzte Schlachtschiff vor Neukudnezia zu einer Klärung der militärischen Lage bei ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816046

... so dass Riga im März 2001 eingenommen werden kann. Neukudnezia ist nun zum Großteil wieder in babylonischer Hand - ein historischer Moment.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816047

Trumsch zeigt auch unmenschliche Härte gegenüber der Zivilbevölkerung. Russische Siedler, die bei Riga mit dem Aufbau einer landwirtschaftlichen Infrastruktur beschäftigt waren, werden aus der Luft attackiert und mit harter Hand von Neukudnezia vertrieben. Die russische Presse spricht von einer Zwangsumsiedlung. Babylonien kennt keine Gnade mehr. Welch unseligen Geist hat der Erste Genosse da heraufbeschworen?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816048

Azrael
10.05.16, 11:28
Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn die Russen und Deutschen schon Atomwaffen besitzen, dass Nebukadnezia als ihnen am nächsten gelegenes babylonisches Territorium demnächst in eine atomare Wüste verwandelt wird...

Performer
10.05.16, 12:13
Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn die Russen und Deutschen schon Atomwaffen besitzen, dass Nebukadnezia als ihnen am nächsten gelegenes babylonisches Territorium demnächst in eine atomare Wüste verwandelt wird...

Das wäre dann aber ein Grund für einen völligen Richtungswechsel in der Außenpolitik ... zumal die Öko-Sozialisten im Rat die stärkste Fraktion sind.

Stupor Mundi
10.05.16, 14:03
Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn die Russen und Deutschen schon Atomwaffen besitzen, dass Nebukadnezia als ihnen am nächsten gelegenes babylonisches Territorium demnächst in eine atomare Wüste verwandelt wird...

Natürlich. Die KI greift immer dort an, wo der Weg am kürzesten ist. Das schützt aber auch vor Übergriffen an anderer Stelle.

Performer
12.05.16, 09:09
Die 2000er - Teil 5 -: 1 Millionen Tote

Der Terror des zweifachen Nuklearschlags auf Berlin hat die stolze deutsche Hauptstadt in Trümmer und Elend zurückgelassen. 1 Millionen Tote sind zu beklagen, und die Überlebenden sehen sich mit der verstrahlten Umgebung, den zahllosen Verletzten und der babylonischen Besatzung konfrontiert. Die neuen Herren der Stadt müssen sich indes fragen, was mit Berlin geschehen soll. Genosse Trumsch ist der festen Überzeugung, daß Berlin um jeden Preis gehalten werden muss, um die deutsche Hegemonie in der Wissenschaft und Weltraumforschung dauerhaft zu brechen. Zwar hat der Große Rat sich gegen den Bau weiterer Atomraketen entschieden, doch noch befindet sich eine der Bomben - die Charmoffensive - auf der Gulkisar. Trumsch erwägt nun auch eine nukleare Warnung auf die russische Hauptstadt Leningrad abzufeuern - wäre dies nicht die ultimative Bestätigung der Räterepublik als einzige Supermacht?

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816052

Um Berlin zu halten, sichert sich Trumsch die Loyalität einiger deutschen Arbeiter aus Frankfurt, die in der Nähe von Berlin eingekesselt sind. Für 1420 Goldmünzen, eine stattliche Summe, laufen die Frankfurter über und sollen dabei helfen, die verstrahlte Erde abzutragen. Auf diese Weise soll die landwirtschaftliche Produktion rund um Berlin wieder anlaufen. Spätestens jetzt ist der Stolz Friedrichs des Großen gebrochen: Er bittet um eine Unterredung ...

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816055

... und bekommt sie gewährt. Die Räterepublik akzeptiert einen Waffenstillstand. Trumsch hofft auf diese Weise Zeit zu gewinnen: "Die Frankfurter räumen schön den Strahlenmist weg, und Berlin bekommt ein knallhartes Besatzungsregime. Wir haben die Seidenhandschuhe ausgezogen, könnte man sagen. Seide ist nur was für Negligees ..."

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816054

Doch in Buchara rumort des gewaltig. Trumsch eigenmächtiger Kurs stösst vielen im Großen Rat sauer auf. Die Öko-Sozialisten fordern die Rückführung der Charmoffensive nach Ashur, um sie am Hohentrumsch endzulagern. Und der Rat ist strikt gegen finanzielle Zuwendungen für die Besatzung Berlins - vielmehr solle nun das Raumschiff im Fokus stehen, welches Trumsch kaum noch auf dem Schirm hat. Er will weiterhin neue Module für BRS Efgenia (das er am liebsten umbenennen würde) bauen lassen, um auch seinen Feinden ein großzügiges Angebot zu machen: Auch Deutsche und Russen, die sich der Räterepublik anschliessen, sollen auf dem Mehrgenerationenschiff Platz finden. Doch das würde den Bau des Raumschiffs um weitere Jahre verzögern und kostbare Rohstoffe verschlingen - angesichts neuer Umweltschäden bei Buchara ein gewagtes Unterfangen.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816053

Der Große Rat rebelliert gegen Trumsch und fordert die sofortige Zusammenkunft. Sein Argument: Nach der Einnahme Berlins fehlt Donaldiku Trumsch die weitergehende Legitimation - eine Neuwahl des Ersten Genossen steht an, und die Konkurrenten von Trumsch scharren schon mit den Hufen. Zumal sich der Erste Genosse in seiner Feindschaft zu Efgenia Gök immer mehr verrannt hat: Während er sie nach wie vor als gescheitertes Popsternchen, Möchtegern-Fotografin und untreue Gattenmörderin verhöhnt, ist die Beliebtheit der Witwe stetig gewachsen. Ihre Bildbände über die Naturzerstörungen in der Mongolei erreichen Millionenauflagen, und der erste Teil ihrer Autobiografie ("Salz auf Timurs Haut") verkauft sich ebenso reißend. Immer häufiger zeigt sich Efgenia wieder in der Öffentlichkeit - für viele Trumschjünger ein Menetekel, das vom Niedergang ihres ruppigen Idols kündet. Oder steht die Mehrheit der Räte noch hinter dem Rabauken aus Ninive?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/aa/Mireille_Darc_2014.jpg/425px-Mireille_Darc_2014.jpg

Performer
13.05.16, 19:15
Der Große Rat der Werktätigen: Neuwahl des Ersten Genossen im Sommer 2001

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816678

Am 5. Juni 2001 tritt der Große Rat der Werktätigen wieder einmal in Buchara zusammen. Denn die Unzufriedenheit über Donaldiku Trumsch ist zu groß, um das Murren und Schelten der Räte länger zu ignorieren. Den rücksichtsloses Abwurf von gleich zwei Atomraketen auf Berlin - den Trumsch, zu seiner Verteidigung gesagt, stets propagiert hat - wollen ihm etliche Ratsfraktionen nicht durchgehen lassen. Und das Aufblähen des Rats durch neue Fraktionen wie die berüchtigen FMA oder auch die Dreistromland-Gewerkschaft NNG brandmarren manche treue Kommunisten als eine raffinierte Methode von Trumsch, den Rat zunehmend irrelevant zu machen. Deshalb muß sich Trumsch eine neue Legitimation im Rat verschaffen - oder einen seiner Kontrahenten den Platz räumen. Denn auch Enkhbaatharyn Baakhan, Christianos Filira und Ashar Illuvatar (vormals: Illiutam) haben große Pläne für Babylonien an der Schwelle zur Welt(raum)herrschaft.

Zum Pferdefuß für den Genossen Trumsch könnte sich dabei seine erklärte Feindschaft zu Efgenia Gök erweisen. Denn die erlebt gerade ihr großes Revival und hält eine große Lesetour durch das die Mongolei, das Dreistromland und China ab. Der erster Teil ihrer Autobiographie ("Salz auf Timurs Haut") ist eine ergreifende Liebeserklärung an ihren verstorbenen Gatten, den sie als ihre große Liebe und als Staatsmann von Weltrang bezeichnet, "... männlich und sinnlich in jeder Sekunde, dessen Liebe zu mir nur noch von der Liebe zu seinem Volk und zum Weltkommunismus übertroffen wurde". Damit erobert Efgenia das Herz ihrer Leser(innen) im Sturm. Und manch einer erkennt die Brisanz ihrer indirekten Botschaft: Gegenüber Timur Gök ist Trumsch ein Hallodri, gedankenloser Haudrauf und Vabanquespieler, der nicht die Zukunft Babylonien sein kann.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816676

Trumsch hat dafür nur Gelächter übrig. "Hausfrauenprosa. Und zwar schlechte. Von einer gealterten Schabracke, die innerlich wie äußerlich vertrocknet ist. Das letzte, was die im Leben zustande gebracht hat, war höchstens, sich von einem schrulligen Archäologen schwängern zu lassen." Trumsch hat der fidelen Witwe niemals nachgesehen, daß sie durch ihre Weigerung, Stalin ein Autogramm zu überlassen, die Räterepublik in große Gefahr gebracht und seine Wodkafreundschaft mit Josef unwiderbringlich zerstört hat. Deshalb fordert er die Aberkennung der Bürgerrechte für Efgenia und droht, sie in Richtung Moskau ausweisen zu lassen: "Dann kann sie ihm persönlich den Schnauzer signieren. Ich wette, Josef weiß das zu schätzen." Doch seine rüde Attacke gegen Efgenia verzeihen ihm weder die Grichen noch die Werktätigen Frauen. Tatsächlich muss sich Trumsch vorwiegend auf die FMA und die Nationalen Minderheiten verlassen, die sein Versprechen, das Raumschiff noch erheblich zu vergrößern, ungemein schätzen. Und auch die Antifaschisten sind seit der Attacke auf Berlin über seinen harten Kurs gegenüber dem Despoten Friedrich begeistert.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816677

Vier Kandidaten stellen sich also zur Wahl des Ersten Genossen. Kann Trumsch erneut das Ruder herumreißen und die relative Mehrheit im Rat erringen? Können die erklären Gegner von Trumsch, Enkhbaatharyn Baakhan und Ashar Illuvatar, den Verheerer Berlins an der Spitze ablösen? Kehrt gar Christianos Filira wieder in das Amt zurück, von dem er 1990 widerwillig lassen musste, weil er sich verrechnet hatte?

1. Donaldiku Trumsch

"Eigentlich habe ich doch schon längst gewonnen ..." Donaldiku Trumsch gibt sich siegesgewiss. An einer Wiederwahl zweifelt er nicht, hat er doch in seinen Augen Babylonien in den vergangenen Jahren sicher durch schwieriges Terrain geführt - und sich im Großen Rat eine gute Stimmenbasis geschaffen. Tatsächlich stehen mit den Antifaschisten und den FMA zwei sehr wirkungsmächtige (und argumentativ starke) Fraktionen hinter ihm, flankiert von der NNG und der Nukleargewerkschaft. Vor allem aber glauben die Nationalen Minderheiten an seine Mission. Denn Trumsch will das Rausmchiff nicht überhastet ins All schicken, sondern um weitere Module aufstocken, damit auch Azteken, Chinesen, Deutsche und Russen auf ihm Platz finden. Nach dem Aus von DRS Friedrich, so Trumsch, sei ja nun Zeit genug.
Bisher weiß Donaldiku Trumsch 813 Ratsstimmen auf seiner Seite.

Außenpolitik: Atomschlag gegen Russland zur Warnung. Frieden mit Deutschland, sofern dies möglich ist.
Innenpolitik: Trumsch ist allmählich ein riesiger Fan des Rätesystems - und schlägt eine Verdoppelung des Frauenanteils vor (was aber vor allem den FMA zugute kommen dürfte). Außerdem will er zwei weitere Fraktionen kreiren: "Freies Neukudnezia" und "Welträte" für besetzte Städte in Russland und Deutschland.
Raumschiffbau: Weitere Module bauen. Das Raumschiff soll zudem umbenannt werden, um den Namen Efgenia Gök aus der zukünftigen Historie zu streichen,
Berlin-Politik: Berlin soll um jeden Preis gehalten werden, um Friedrich für alle Zeiten unter Kontrolle zu haben. Die Vereinten Nationen sollen mit ihren Diplomaten das Besatzungsregime schützen. Die Nuklearschäden will Trumsch peu a peu beseitigen.
Persönliche Agenda: Efgenia Gök soll ins russische Exil verbannt werden.

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2. Christianos Filira

Der aalglatte Grieche strebt zurück zur Macht - und dieses Mal tritt er streitlustiger auf. Trumsch habe gewiss seine Verdienste gehabt, sei aber ein "Mann von gestern" (wobei Filira vergisst, dass er selbst ein Mann von vorgestern war). Eindringlich warnt er er vor einer weiteren Verzögerung des Raumschiffbaus, den er zügig, aber gründlich zu Ende bringen will - ohne weitere Module, aber mit einem sauberen Anschluss der bisherigen Bereiche. Vor allem aber will Christianos Filira das Rätesystem endlich zu den Akten legen: Er verspricht eine Volksabstimmung zur Widereinführung der Demokratie - und ein neues Zeitalter des Luxus, des Reichtums und der Prosperität. Für diesen Gedanken kann er etliche Fraktionen gewinnen: Die Futuristen, Konsum- und Fortschrittsräte stehen hinter ihm, ebenso die griechischen Nationalisten und die PGG (Progressive Gewerkschaft Griechenlands).
Bisher weiß Filira 838 Ratsstimmen auf seiner Seite.

Außenpolitik: Filira glaubt nicht an einen Frieden mit Russland und Deutschland, hält dies aber auch für irrelevant. Deutschland sei nun keine Gefahr mehr, doch noch immer bestünde die Möglichkeit einer Invasion Griechenlands. Hier will Filira Fakten schaffen und eine Bomberstaffel in Athen aufstellen.
Innenpolitik: Efgenia Gök soll endlich die ihr zustehende Residenz auf Maos Jadeinsel erhalten. Desweiteren soll der Handel Griechenlands in Richtung Deutschland verstärkt werden.
Raumschiffbau: Die bestehenden Module sollen sauber und reibungslos angeschlossen werden und BRS Efgenia dann den Weg nach Alpha Centauri nehmen. Dazu sollen vor allem die produktionsreichen Städte Babyloniens, der Mongolei und natürlich Griechenland beitragen. Selbst in dem besetzten Berlin könnten Strukturteile entstehen.
Berlin-Politik: Berlin lässt sich laut Filira auf Dauer kaum halten - und das sei auch nicht nötig. Er schlägt die Deindustrialisierung Berlins vor, damit die Stadt auch bei einer Rückeroberung durch Friedrich nie wieder die wirtschaftliche Stärke zurückerlangt, die sie einst hatte.
Persönliche Agenda: Filira will den Räxit - den finalen Ausstieg aus dem Rätesozialismus. Die Zeit sei reif, so Filira, um dem Volk demokratische Reformen zu gewähren und Luxus und Reichtum in den Fokus zu nehmen. Ein Referendum soll Klarheit verschaffen .. und Filira spürt, daß der Weltgeist auf seiner Seite steht.

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3. Enkhbaatharyn Baakhan

Wo ist sie nun geblieben, die sittsame mongolische Nationalistin alter Tage? Baakhan hat sich einer Radikalkur unterzogen und tritt mit einem knallharten, nationalbolschewistischen und zugleich feministischen Programm an. Babylonier und Mongolen (sowie Babylonierinnen und Mongolinnen) bildeten das Zentrum der Räterepublik, und sie allein sollten die Früchte ihrer Arbeit ernten - weshalb Baakhan auch den Raumschiffbau sofort abschliessen will. Schon jetzt sei BRS Efgenia startfähig (unter Auslassung des bereits erbauten Moduls für die Griechen) und könnte in 10 Jahren die Grenze des Sternensystems in Richtung Alpha Centauri verlassen. Im Krieg gegen Deutschland will Baakhan die Stadt der Frauenrechte, Bremen, für Babylonien erobern und damit die deutschen Frauen von Friedrichs Joch befreien. Auch ansonsten schlägt sie vor, die deutschen Städte nach und nach einzunehmen - auch auf Kosten einer möglichen Rückeroberung anderer Städte durch Friedrich. Die Kriegsschäden würden zu Lasten Deutschlands gehen - und der deutsche Stolz für alle Zeiten gebrochen werden. Auf ihrer Seite weiß Enkhbaatharyn Baakhan neben den Werktätigen Frauen die KPML, die Antimonarchisten und mongolischen Nationalisten sowie die Matrosenräte, die eine defensivere Flottenpolitik anmahnen. Damit stehen bislang 830 Räte hinter Baakhan.

Außenpolitik: Eroberung Bremens, harsche Plünderungs- und Eroberungsstrategie gegen Deutschland unter Zurückhaltung gegenüber russischer Aktivität.
Innenpolitik: Dem Rätesystem hat Enkhbaatharyn Baakhan noch nie viel abgewinnen können. Sie fordert eine grundlegende Reform des Kommunismus: Eine starke proletarische Einheitspartei soll die Macht übernehmen - und die scharadenhaften Ratsfraktionen, die Trumsch und Filira installiert haben, bald der Vergangenheit angehören.
Raumschiffbau: sofortigen Start von BRS Efgenia ... was die Griechen höchst verärgern dürfte.
Berlin-Politik: Die Stadtmauer soll geschleift werden, danach Berlin in einem Abnutzungskrieg für die Sünden Friedrichs bezahlen lassen - selbst wenn dies das Ende der Stadt bedeutet.
Persönliche Agenda: Installierung eines kommunistischen Einparteienstaats

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4. Ashar Illuvatar

"Hört ihr nicht, wie das Weltall zu uns spricht?" Auch Ashar Illuvatar, der Erleuchtete von Buchara (vormals nannte er sich Illiutam, sieht sich jetzt jedoch als Avatar des Lichts), hat sich über die Jahre radikalisiert ... auf seine ganz eigene Weise. Sein Geist schwebt längst in den Sternen, das Raumschiff beflügelt seine Visionen. Zwar will er es - wie Filia - in seiner jetzigen Form fertigstellen ... doch dies soll schneller gehen. Viel schneller. Illuvatar will deshalb alle Gebäude, die in Babylonien verzichtbar scheinen, abreißen und alle Rohstoffe Buchara zur Verfügung stellen. Die Erde soll allerdings in einem möglich gereinigten Zustand hinterlassen werden, die Verschmutzungen endlich beseitigt und industrielle Dreckschleudern abgeschaltet werden. Illuvatar selbst will dann als Messias zu den Sternen reisen und außerirdischen Völkern, zu denen er in seinen Träumen spricht, den Frieden bringen.
Auf seiner Seite stehen die babylonischen Nationalisten, die er mit seinem Versprechen eines "babylonischen Sternenimperiums" geködert hat, sowie die Bauernräte, Antikapitalisten sowie natürlich die Öko-Sozialisten (die stärkste Fraktion des Rats) - was ihm 876 Ratsstimmen sichert.

Außenpolitik: Wen interessiert noch Außenpolitik, wenn es bald nach Alpha Centauri geht?
Innenpolitik: Wen interessiert Innenpolitik, wenn die Welt blutet? Die Umweltverschmutzung soll endlich großflächig eingedämmt werden, weshalb unter Illuvatar wohl zahlreiche erleuchtete Arbeiterkolonnen bewilligt werden dürften.
Raumschiffbau: Alles verkaufen, was nicht niet- und nagelfest ist, damit BRS Efgenia abheben kann.
Berlin-Politik: Wozu das Weltliche Bewahren? Illuvatar will die Berliner Bürger erleuchten und sie als religiöse Wanderbewegung zur Beseitigung der Nuklearschäden aussenden. Das würde eher kurz- als mittelfristig die Auflösung der Stadt Berlin bedeuten. Aber die Menschheit muss ohnehin lernen, die Welt hinter sich zu lassen.
Persönliche Agenda: Illuvatar will die religiöse Führerschaft - de facto eine Theokratie unter seiner Herrschaft. Welche Rolle der Große Rat darin spielen soll, lässt er offen - doch ein gesellschaftlicher Umsturz ist bei seiner Wahl höchstwahrscheinlich.

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Vier Personen, vier sehr unterschiedliche Konzepte - und der Große Rat ist so gespalten wie lange nicht. In dieser einzigartigen historischen Situation - der Sieg über Deutschland ist quasi errungen, das deutsche Raumschiff wurde zur Umkehr gezwungen - könnte sich die Räterepublik nochmals von grundauf erneuern ... oder sich selbst preisgeben für eine ungewisse Zukunft. Nur 545 Räte haben sich bislang nicht festgelegt, welchen Kandidaten sie unterstützen wollen: Die Jugendorganisation Komsomol Babylon (161 Räte), die Mardukisten (328 Räte), die Soldaten- und Werftenräte (61 und 70 Räte) sowie die Sprachentwirrer, die angesichts ihrer wachsenden Bedeutungslosigkeit völlig am Rad drehen (55 Räte).

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Doch dies ist nur eine Momentaufnahme - denn die hitzigen Debatten in Buchara werden noch einiges durcheinanderwerfen. Die Ratsfraktionen sind volatil, je nach dem Verlauf der Debatte können einige Räte aus der Versammlung ausscheiden oder zu einer anderen Fraktion überlaufen.

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Abgestimmt werden kann wie immer jeden Tag einmal, sooft man will ... die Umfrage findet ihr hier: http://www.easypolls.net/poll.html?p=57342ee1e4b04d028ce9ff03

Die noch unentschlossen Fraktionen stimmen hingegen hier ab - ebenfalls einmal täglich, wobei diesmal alle Kandidaten zur Wahl stehen. Auch Enthaltungen sind möglich, am Ende werden die Räte prozentual zugeteilt.

Werftenräte: http://www.easypolls.net/poll.html?p=573434f0e4b019e24eb37fe0
Soldatenräte: http://www.easypolls.net/poll.html?p=57343125e4b04d028ce9ff0e
Mardukisten: http://www.easypolls.net/poll.html?p=57343035e4b04d028ce9ff0a
Sprachentwirrer: http://www.easypolls.net/poll.html?p=57343483e4b019e24eb37fde
Komsomol Babylon: http://www.easypolls.net/poll.html?p=57342f97e4b04d028ce9ff07

Entscheidet weise! Dieses Mal geht es ums Ganze, um die Zukunft der Räterepublik, um das Schicksal der Welt - und des gesamten Universums.
Die Wahl endet am Montag, den 23. Mai, um 12 Uhr (nach meinem Urlaub, hehe).

Performer
23.05.16, 13:38
Der Rat hat entschieden.

Die Auswertung der Debatte folgt in Kürze (sprich: morgen).

Performer
25.05.16, 18:23
Die 2000er Jahre - Teil 6 -: Intrigantenstadl

Der Große Rat der Werktätigen tagt zu Buchara - und dieses Mal ist die Stimmung mit katastrophal fast zu freundlich beschrieben. Im Rat herrschen Missgunst und Hass. Die Werktätigen Frauen liefern sich böse Wortgefechte mit den FMA, die Soldatenräte hetzen gegen die Bauernräte, die Sprachentwirrer fallen unerwartet dem Genossen Trumsch in den Rücken ... und über allem liegt eine pessimistische Grundstimmung, die so gar nicht zu den Erfolgen der Räterepublik passen will. Die Weltherrschaft ist zum Greifen nah, das Universum steht den Babyloniern offen. Doch gerade in dieser Situation scheint der Kommunismus nicht mehr die unterschiedlichen Interessen des Rats vereinen zu können.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/22/Volodymyr_Parasyuk_04.12.14.jpg/640px-Volodymyr_Parasyuk_04.12.14.jpg

Die Debattenkultur der kommenden Tage kann man getrost als sektiererisch bezeichnen. Dabei zeichnet sich ab, daß ausgerechnet die drei schwächsten Fraktionen des Rats ihr eigenes Süppchen kochen. Offenbar fürchtet Donaldiku Trumsch um seine Macht, weshalb unerwartet je 30 % der Öko-Sozialisten und der Mongolischen Nationalisten in andere Lager überlaufen und damit Ashar Illuvatar und Enkhbaatharyn Baakhan entscheidend schwächen. Und auch die Futuristen - seit jeher Unterstützer des Griechen Christianos Filira - haben Probleme mit der Loyalität: 30 % ihrer Räte verlassen die Fraktion.

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Die abtrünnigen Abgeordneten laufen überraschenderweise zur NNG (Gewerkschaft Neuprat-Nigris-Gelber Strom), Nukleargewerkschaft und zu den Sprachentwirrern über. Damit herrscht nun völliges Chaos im Rat. Wer wird sich am Ende als neuer Erster Genosse durchsetzen?

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Trotz den Trumschen Intrigen kann sich der militante Machtmensch dieses Mal nicht im Rat durchsetzen. Die noch untentschiedenen Fraktionen unterstützen in großer Mehrheit seinen Amtsvorgänger Christianos Filira, der einen gemässigten, wirtschaftsfreundlichen und tendentiell antikommunisrtischen Kurs anstrebt. Werftenräte und Soldatenräte haben offenbar die Kriege Donaldiku Trumschs gründlich satt, und auch die Jugend von Komsomol Babylon lässt sich nicht länger verheizen. Da auch die Mardukisten dieses Mal kein Problem damit haben, Filira zu stärken, ist der Vorsprung des smarten Griechen bald uneinholbar. Allein die Sprachentwirrer sorgen für eine Überraschung, da sie sich der kommunistisch argumentierenden Mongolin Enkhbaatharyn Baakhan verpflichten. Da haben wohl die übergelaufenen Mongolischen Nationalisten Überzeugungsarbeit geleistet ...

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Am Ergebnis ändert das nichts: Der Erste Genosse Donaldiku Trumsch wird vom Großen Rat abberufen. Zornentbrannt verlässt er den Ratssaal: "Was für Schwachköpfe seid ihr? Mich austauschen durch dieses Bürschlein ohne Eier? Ein so schmächliches Ende hat die Räteredingsbums nicht verdient!" Statt seiner bekommt nun Christianos Filira die Chance für eine zweite Amtszeit: 32 % der Räte (1142 Personen) sprechen sich für ihn aus. Das ist zwar weit entfernt von einer überwältigenden Mehrheit, doch auch gegenüber Baakhan (850) ist sein Vorsprung ausreichend. Filira kann somit seine unterstützende Fraktion (die Progessive Gewerkschaft Griechenlands PGG) um 50 Sitze aufstocken, während die Nationalen Minderheiten als neue stärkste Fraktion ihre Forderung nach Investitionen in Tenochtitlan und China durchsetzen können.

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Filira freut sich wie ein griechischer Münzwechsler. "Der Große Rat hat die Vernunft gewählt", kräht er in die Mikrofone. "Es hat sich gezeigt, daß große Skepsis unter unseren Volksvertretern besteht, daß der Kommunismus in einer Welt, die Babylon größere Verantwortung zumisst, noch die einzige Antwort auf die drängenden Fragen der Menschheit ist. Nach den Atomexzessen der Herren Trumsch und Doldusch ist nun die Zeit gekommen, die Früchte unseres Wirkens zu ernten. Freunde in aller Welt, verzagt nicht. Und glaubt mir: Demokratie rechnet sich."

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Stupor Mundi
25.05.16, 19:49
Na, ob sich das der Trumsch so einfach gefallen lässt? Wir würden jetzt das Atomarsenal sehr gut bewachen lassen!:^^:

Performer
25.05.16, 23:31
Ist ja nur noch eine Bombe, die Charmoffensive. Aber wer weiß, was er damit anstellt ...

Performer
26.05.16, 19:09
Die 2000er Jahre - Teil 7 -: Ein Wahlgeschenk aus Deutschland

Wer hätte das gedacht: Der strahlende Sieger von 2001 ist erneut Christianos Filira, das griechische Chamäleon aus Argos, den treue Kommunisten als "Totengräber des Kommunismus" ansehen. Filira hingegen beteuert, den Großen Rat keineswegs entmachten, die Räterepublik aber behutsam modernisieren und demokratisieren zu wollen. "Das Atomprogramm am Hohentrumsch hat Umsummen verschlungen", so Filira. "Aber der einfache griechische Händler, die mognolische Hausfrau und der babylonische Bauer haben nichts davon. Ein Wirtschaftskurs, der die Interessen aller Klassen unserer Gesellschaft auf dem Weg in die Zukunft mitnimmt, ist jetzt geboten und offenbar gewünscht." Und tatsächlich hat sich die Weltlage so eindeutig zugunsten Babyloniens gedreht, daß ein schlichtes "Weiter so" nicht länger denkbar erscheint. Filiras Wahl könnte in der Tat den Anfang vom Ende der Räterepublik sein. Er selbst bezeichnet sich als Erbe von M.U. Gorbiku, der im Jahr 1866 n. Chr. - wir erinnern uns - das frühkommunistische Babylon in eine Demokratie überführte. Aber wie sieht die Welt von morgen aus, die sich Christianos Filira erträumt?

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Filira hatte 1990 enttäuscht sein Amt räumen und es Donaldiku Trumsch überlassen müssen. Den Preis musste Griechenland zahlen, das im Abwehrkampf gegen Deutsche und Russen wirtschaftlichen ausblutete - während die Nationalen Minderheiten, auf dem griechischen Kontinent also die Azteken, einen deutlichen Machtzugewinn verzeichnen konnten, ja, inzwischen sogar die stärkste Ratsfraktion stellen. Jetzt aber wird Griechenland wieder im Fokus der kommunistischen Regierung stehen. Wasserversorgung und Industrieleistung soll hochgefahren, die Schienennetze ausgebaut werden. Filira träumt von einem Griechenland als wirtschaftliches "Powerhaus" und einer Bomberstaffel, die Athen in Zukunft verteidigen wird.

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Mit Erleichterung wurde die Wahl von Filira im quasi besiegten Deutschland aufgenommen. Friedrich der Große ist angesichts des Atomschlags auf Berlin und den Absturz seines Raumschiffs vorsichtig geworden. Ein Genosse Trumsch oder auch eine Genossin Baakhan wäre für ihn eine Katastrophe gewesen. Nun aber lässt er wissen, daß er die Wahl von Filira gutheißt und er sich einen Kurs der Annäherung erhofft ... den er mit 200 Goldmünzen finanzieren will.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816690

Deutsche und Babylonier im Einklang? Auf Neukudnezia scheint es vorerst zu klappen: Der deutsche Siedler bei Riga wird von Babylon geduldet. Das Schlachtschiff Heldin der Werksstube, welches im Hafen der eroberten Stadt stationiert wurde, macht jedoch bei der Umrundung der Nordküste verdächtige Aktivitäten der russischen Marine aus. Stalin will ganz offenbar zum Gegenschlag ausholen. Die Heldin der Werksstube weicht rasch zurück ... und der neue bzw. alte Genosse Filira muß beweisen, daß auch er gegen die Feinde Babylons harte Kante zeigen kann.

https://www.civforum.de/attachment.php?attachmentid=1816692

Azrael
26.05.16, 19:45
Was sind das eigentlich für zwielichtige Gestalten hinter Friedrich? Zwei sehen aus wie korrupte, nahöstliche Beamte und einer wie ein Clubbesitzer :D

Performer
27.05.16, 00:37
Was sind das eigentlich für zwielichtige Gestalten hinter Friedrich? Zwei sehen aus wie korrupte, nahöstliche Beamte und einer wie ein Clubbesitzer :D

Ja, das sind wirklich eigenartige Minister in der deutschen Diktatur Friedrich des Großen ...

Jerobeam II.
27.05.16, 12:55
Ja, das sind wirklich engagierte Minister in der deutschen Diktatur Friedrich des Großen ...

So klingt es besser. :)

Performer
28.05.16, 11:15
Die 2000er Jahre - Teil 8 -: Zähmung der Bestie

Christianos Filira kann es kaum erwarten, die Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen. Mit seinem Beraterstab - allesamt rekrutiert aus dem weiland bekannten Designbüro Μελλοντικές - setzt er alsbald eine radikal andere Außenpolitik gegenüber Deutschland durch. Berlin ist in Filiras Augen nicht zu halten, weshalb er keinen Gedanken an eine mögliche Verteidigung der deutschen Hauptstadt verschwendet. Doch die wirtschaftsstarke Metropole soll selbst dann, wenn sie wieder an Friedrich fällt, keine Gefahr mehr darstellen. Filira ist für eine strikte Deindustrialisierung Berlins: "Die Bestie muß gezähmt werden, ein für allemal - und das, ohne der schuldlosen Bevölkerung weiteres Leid anzutun." Los geht es mit dem radikalen Ausverkauf deutscher Werte: Berlins Schriftgut wird auf Filiras Weisung verhökert. Ein unbelesenes Volk sei leichter zu kontrollieren, so Filiras Argument.

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Auch rund um Berlin beginnt ein radikales Deindustralisierungsprogramm: Bergwerke und Minen - die ohnehin nach dem Atomschlag völlig verstrahlt sind - werden von den abtrünnigen deutschen Arbeitern abmontiert. Berlin soll im Zuge des sogenannten Morgenthasch-Plans in ein bäuerliches, kommunistisches Agrarkollektiv umgewandelt werden. Das freut die Bauernräte, die das besetzte Deutschland nun als Experimentierfeld betrachten.

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O, du stolzes Deutschland - da gehen sie dahin, deine Leistungen des Industriezeitalters. Das Hämmern und Poltern der Abrissbirnen rund um Berlin wird zur Begleitmusik der babylonischen Besatzungszeit. Die verstrahlte Zone wird alsbald von der Natur zurückerobert, während für die einstigen Arbeiter, die in den Industriewerken geschuftet haben, der Zutritt streng verboten ist.

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Vereinzelte Glücksritter verschaffen sich allerdings Zutritt zur Zone, um sich auf die Suche nach geheimen Überbleibseln des deutschen Raumschiffbaus zu begeben. Angeblich sollen die deutschen Ingenieure mit unglaublichen, unbekannten Technologien hantiert haben. Es wird sogar gemunkelt, daß sie sich das Wissen außerirdischer Zivilisationen - gewonnen durch die Erkenntnisse des SETI-Programms - zunutze gemacht haben. Aber das ist wohl nur das Seemannsgarn der sogenannten STALKER, die in der Zone umherstreifen ... und von den babylonischen Besatzungstruppen erbarmungslos gejagt werden.

http://img13.deviantart.net/9bbb/i/2010/193/a/0/stalker_cosplay_in_the_woods_5_by_tassadarh.jpg

Den Ersten Genossen bekümmert das nicht. Er will stattdessen neue Handelsimpulse im besetzten Deutschland setzen. Ein Segelschiff, das jahrelang im Südkap ausgeharrt hat, nähert sich endlich der Küste. In Leipzig knüpfen Handelsvertreter aus Shuruppak und Aleppo neue Kontakte und sichern sich den Zugriff auf die Salz- und Färbemittel-Vorräte der Vorzeigestadt Friedrich des Großen.

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Auch die Luxuswaren gehen nun wieder verstärkt in Produktion. Böse Zungen behaupten zwar, daß dies bedenklich auf Kosten der Staatskasse geht und Filira sich nur gute Stimmung für die geplante Volksabstimmung erkaufen will. Doch falls dies sein Plan wäre, ist er zumindest von Erfolg gekrönt. In Shanghai und Troja wird Filira bejubelt und gefeiert. Auch im besetzten Berlin atmet die Bevölkerung auf - sie will Frieden, Freiheit und Sicherheit nach der atomaren Katastrophe. Und in Eretria, wo ein neues Wasserkraftwerk fertiggestellt wird, zeigt sich auch das Wirken der Investionsmaßnahmen, die Filira für Griechenland ausgerufen hat. Die Amtszeit des neuen, alten Ersten Genossen beginnt also im Freudentaumel - zeigt Babylon nun sein freundliches Gesicht?

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Performer
30.05.16, 17:30
Die 2000er Jahre - Teil 9 -: Himmelssturz

Frühjahr 2003, irgendwo in der Steppe rund um die deutsche Stadt [Frankfurt unweit der russischen Grenze, erhält die deutsche Flugsicherung eine traurige Nachricht: DRS Friedrich, das stolze Raumschiff, hat den Rückweg zur Erde nicht mehr geschafft. Die tapfere Besatzung konnte, ehe DRS Friedrich nach Energiemangel beim Rückflug zur Weltkugel kollabierte, nur noch eine Raumkapsel entsenden mit den Zeugnissen der gescheiterten Mission nach Alpha Centauri. Deutsche Hubschrauber können die Kapsel bergen, und das erschütterte Zeugnis des Scheiterns führt zu einem nationalen Trauma.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/Genesis_crash_site_scenery.jpg

Alle Widerstandkräfte der Deutschen scheinen erloschen. Bei Berlin gehen die babylonischen Besatzungskräfte unbarmherzig gegen die Stalker in der atomaren Zone vor, in der Stadt selbst feiern die Überlebenden frenetisch ihre vermeintlichen "Retter" aus Babylonien, und in Leipzig berauschen sich die Bürger an den üppigen Einnahmen aus dem Farbstoff- und Salzhandel. Die Taktik Filiras scheint aufzugehen, nach der harschen Einäscherung Berlins nun das einst so stolze Reich Friedrichs des Großen mit Zuckerbrot zu überhäufen. Der Erste Genosse träumt längst von einem Freihandelsabkommen mit Deutschland, dem sogenannten BBIP (Babylonisch-Berlinische Interkommerzielle Partnerschaft) - auch wenn insbesondere die Öko-Sozialisten befürchten, daß dann verstrahltes Gemüse aus Berlin auf den Babylonischen Markt gelangen könnte.

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Deutschland ergibt sich der babylonischen Hegemonie. Die Russen hingegen sind renitenter: Stalin geling es noch im Dezember 2002, die jahrzehntelange Besetzung des Gebirges bei Wladiwostok zu beenden. Geht der lange Konflikt um das Horn von Swerdlowsk seinem Ende entgegen?

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Unbeirrt sorgt Filira für Investitionen im gesamten Reich. Dieses Mal will er nicht den Fehler begehen, allein Griechenland seine Wohltaten zukommen zu lassen. Selbst im Herzen der Mongolei sorgt er für Aufschwung, so daß in Timur-Gök-Stadt die Wasserversorgung modernisiert wird.

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Aber wer soll das bezahlen? Babylonien macht Schulden - und das von einem ausgewiesenen Finanzexperten. Filira will offensichtlich eine Finanzkrise der Räterepublik herbeiführen, um das Volk für die Demokratie zu begeistern. Das Volk aber ist begeistert von seinem Wirken und dem frischen Wind nach der martialischen Trumsch-Ära. Selbst im besetzten Riga bringen die Menschen ihre Begeisterung um Ausdruck.

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Darüber gerät die Fertigstellung des Raumschiffs BRS Efegnia fast in Vergessenheit. Filira will sie vorantreiben - aber, wie er sagt, "unaufgeregt, bedachtsam und ohne Gefährdung des wirtschaftlichen Aufschwungs". Der Bau neuer Strukturteile wird von ihm teilweise zurückgestellt, um stattdessen neue Banken, Aquädukte und Karawanen zu bewilligen. Und während BRS Efgenia stagniert, schmieden die deutschen Raumfahrtingenieure längst einen neuen Plan, Alpha Centauri vor den Babyloniern zu erreichen ... diesmal von einem geheimen Stützpunkt aus, den die Kommunisten ihnen nicht unter der Nase wegbomben können.

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