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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : S.P.Q.R. (Ein RTR AAR)



George Pickett
31.08.14, 14:13
S.P.Q.R.


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Donec eris felix, numerabis amicos; tempora si fuerint nubila, solus eris!

(Solange Du glücklich bist, hast Du viele Freunde! In bedrängter Lage stehst Du allein!)
Wir Römer sind ein stolzes Volk. Unsere Geschichte zeugt von Heldentaten und Großmut. Von glorreichen Siegen, aber auch von verheerenden Niederlagen. Immer waren wir von Feinden und Neidern umzingelt, die uns nach unserem Land und unserem Wohlstand trachteten. Doch wir sind stark! Unser Aufstieg begann mit der Befreiung von der etruskischen Knechtschaft im Jahre 509 v. Chr. Die Bürger Roms scharrten sich um ihren Anführer Lucius Iunius Brutus und warfen die Truppen des Etrusker-Königs Tarquinius Superbus aus der Stadt. In den folgenden Jahren konnten wir uns der Attacken der Etrusker und anderer Barbaren erfolgreich erwehren und kleinere Siedlungen und Dörfer schlossen sich der Sache Roms an, dass sich langsam über seine ursprünglichen Stadtgrenzen hinaus ausdehnte.

Im Jahre 450 v. Chr, endete das von den Etruskern übernommene Provisorium der Monarchie, indem die römische Republik ausgerufen wurde. Geschickte Diplomatie und Handel sorgten in den nächsten Jahren dafür, das Rom an Macht und Reichtum gewann, jedoch militärisch immer noch schwach war. 387 v. Chr. überrannten gallische Barbaren unter Brennus die aus 6 Legionen bestehende römische Armee unter Quintus Sulpicius nördlich von Rom. 40.000 römische Soldaten konnten die Plünderung Roms nicht verhindern. Diese Tragödie hinterlies tiefe Narben in der Seele des römischen Volkes. Es folgten die drei Samnitenkriege (343–341 v. Chr., 326–304 v. Chr., 298–290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (um 340–338 v. Chr.). Rom schuf schließlich ein weitverzweigtes Bündnisgeflecht. So wurden an strategisch wichtigen Orten Kolonien angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten. Um 300. v. Chr. hatte sich Rom als führende Macht in Mittelitalien durchgesetzt und gewann mit der Eingliederung der Stadtstaaten Ancona und Capua auch flächenmäßig an Bedeutung.

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Doch diese Expansion brachte alte und neue Feinde auf den Plan. Im Norden, in der italienischen Tiefebene, bedrohten die gallischen Barbaren unabhängige römische Siedlungen. Im Süden der Halbinsel beäugten die Griechen mißtrauisch unser Treiben, sahen sie doch ihre Ausdehnung nach Norden bedroht. So kam es, für Rom nicht unerwartet, 281 v. Chr. zum Kriege mit den Griechen. Dieser Konfrontation stand Rom allein gegenüber. Kein Verbündeter stand der Republik zur Seite. Durch den Senat hallte das Credo "Sieg oder Tod" als der neue Prätor Quintus Julius im Alter von 47 Jahren sein Amt antrat...

George Pickett
31.08.14, 14:39
S.P.Q.R.


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Inhaltsverzeichnis


I. Kapitel - Die Herrschaft von Quintus Julius (280 - 264 v. Chr) (http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27443&p=963852#post963852)

http://abload.de/img/quintusjulius280-2645rlee.jpg (http://abload.de/image.php?img=quintusjulius280-2645rlee.jpg)

II. Kapitel - Die Herrschaft von Publius Laevinus (264 - 241 v. Chr.) (http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27443&p=966414#post966414)
http://abload.de/img/karte4oo5w.jpg (http://abload.de/image.php?img=karte4oo5w.jpg)

III. Kapitel - Die Herrschaft von Lucius Aemilius (241 - 232 v. Chr.) (http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27443&p=970150#post970150)
http://abload.de/img/karteopuqb.jpg (http://abload.de/image.php?img=karteopuqb.jpg)

IV. Kapitel - Die Herrschaft von Manius Aemilius (232 - ) (http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27443&p=973908#post973908)

Greenhorn
31.08.14, 15:23
Thread abonniert :)

Wir haben mit diesem Mod immer die Erfahrung gemacht, dass die Seleukiden schon nach kurzer Zeit unbesiegbar wurden und alles wegerobert haben, was nicht niet- und nagelfest ist. Mal schauen, wie es euch ergeht ...

George Pickett
31.08.14, 16:27
S.P.Q.R.


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I. Kapitel - Die Herrschaft von Quintus Julius

Mit senem Amt übernahm Quintus Julius als neuer Prätor eine schwere Bürde. Zwar war Rom politisch stabil und wirtschaftlich gesund, doch gaben die Bedrohungen im Norden und Süden Anlass zur Sorge. Der Senat beschloss mit großer Mehrheit die Aufstellung eines stehenden Heeres um der Gefahr entgegentreten zu können. Diplomaten wurden nach Norden gesandt, um die unabhängigen Stadtstaaten Arretium und Arminum, die an die Gebiete der gallischen Barbaren grenzten, zum Eintritt in die römische Republik zu bewegen, unter deren Schutz ihre Städte weiter wachsen und gedeien mögen. Jedoch kehrte Sextus Antio, seines Zeichens Diplomat im Dienste Roms, wenige Wochen später mit schlechten Nachrichten nach Rom zurück. Er berichtete von weltfremden und verblendeten Führern, die die drohende Gefahr nicht sehen konnten oder wollten. Beide Städte lehnten die Aufgabe ihrer Unabhängigkeit entschieden ab.

Als Prätor in Kriegszeiten mit besonderes weitreichenden Befugnissen ausgestattet, erlies Quintus Julius nur wenige Tage später die Lex Barbarium, die den römischen Staat legitimierte, zum Schutze Roms vor äußeren Bedrohungen jegliche notwendige Maßnahme zu treffen. Dieses Vorgehen wurde im Senat kontrovers diskutiert aber letztendlich gutgeheißen. Einhergehend mit dieser Entscheidung wurde die Aufstellung von 2 Legionen beschlossen, die nach Norden marschieren und das Grenzgebiet unter den Schutz der römischen Republik stellen sollen. Zur Untermauerung der Legitimität dieser Handlung würden an der Spitze der beiden Legionen der Prätor persönlich und sein Erbe, Publius Laevinus reiten. Sollten sich die Städte jedoch weigern, sich unter den Schutz Roms zu stellen, so würden die römischen Legionen dieses Ziel mit Waffengewalt durchsetzen. Außerdem war Eile geboten, denn im Süden breiteten sich die Griechen weiter nach Norden aus. Kundschafter berichteten von einem griechischen Herr, welches die Stadt Corfinum, nicht weit von den Grenzen Roms entfernt, belagert.

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Im Frühjahr 279 v. Chr. setzten sich die beiden Legionen nach Norden in Marsch. Wie zu befürchten war, weigerten sich beide Städte einsichtig zu sein. Über das Ende der Verhandlungen vor den Toren von Arminium sind die letzten Worte des Prätors an den Hohen Rat von Arminium überliefert, als dieser endgültig die Wünsche Roms ablehnte: "Ich brauche nicht eure Zustimmung! Ich will euren Gehorsam!" Nach einiger Zeit der Vorbereitung wurden wenige Wochen später die belagerten Städte durch die Legionen Roms gestürmt. Plünderung und Brandschatzung wurde den Soldaten ausdrücklich untersagt, aber als Warnung an die Bevölkerung wurden die Ratsmitglieder vor den Toren der Städte ans Kreuz geschlagen, bis ihr Tod eintrat.

http://abload.de/img/anfang278v.chr.uko7t.jpg (http://abload.de/image.php?img=anfang278v.chr.uko7t.jpg)

http://abload.de/img/ende278v.chr.00rpf.jpg (http://abload.de/image.php?img=ende278v.chr.00rpf.jpg)

Nun sollen die Soldaten Roms die Sicherheit der Grenzen im Norden gewährleisten. Quintus Julius eilt mit seiner Leibwache zurück nach Rom, denn ein Kurier überbrachte die Nachricht, dass die Griechen Corfinum erobert hatten und nun an den Grenzen Roms standen. Der jungen Republik würde in Zukunft alles abverlangt werden, denn die griechischen Soldaten galten als die besten der bekannten Welt...

Hohenlohe
31.08.14, 16:35
Wir haben auch mal abonniert...wir sind gespannt wie es weitergeht mit der jungen Republik...:reiter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Stupor Mundi
31.08.14, 17:21
Alii nubant bellas, tu felix Roma, expugna! :)
Wir kennen das Spiel nicht, daher die Frage: Warum ist der Prätor der starke Mann? Gibt es keine Konsuln?

George Pickett
31.08.14, 17:48
S.P.Q.R.


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Trügerische Ruhe (278 - 276 v. Chr.)

Kaum wieder in Rom eingetroffen, beriet sich Quintus Julius mit dem Senat und seinen Vertrauten. Die Situation war immer noch mehr als bedenklich, stand doch ein Großteil der Truppen im Norden des Landes. Die Vergrößerung des Heeres brachte Rom an den Rand seiner Leistungsfähigkeit. Die Bürger stöhnten bereits unter der unerträglichen Steuerlast, die spürbar angestiegen war. Außerdem musste Rom Geld in seine Strassen und Städte investieren. Ein altes Sprichwort sagt. "Ein Soldat braucht gute Straßen, damit er zur rechten Zeit dort ist, wo man ihn braucht!" Zudem waren die neu hinzugewonnenen Städte im Norden unterentwickelt und bedürfen hoher finanzieller Zuwendungen. Erste Reformen im Militärwesen werden durchgeführt. Die Vereinheitlichung von Ausrüstung und Gliederung der Truppen macht das Versorgungswesen effizienter. Den Kern der römischen Armee bilden die Hastati, schwere Infanterie für den Linienkampf. Jede Stadt verfügt über 3 Kohorten Hastati als Garnison zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zur Abwehr leichterer Angriffe.

An den südlichen Grenzen war es bislang ruhig. Nur selten gab es Meldungen über griechische Soldaten. Quintus Julius war für jeden Tag der Ruhe dankbar, denn die Aushebung weiterer Truppen verlief schleppend. Nun, da die beiden Legionen wieder aufgelöst worden waren und die Truppen zum Teil in die verschiedenen Städte als Garnisonen versetzt worden waren, zählte die in der Nähe von Rom liegende römische Armee gerade einmal 5.000 Mann. Zudem fehlte es an Linieninfanterie. Da kam die Meldung aus dem Süden zur Unzeit. Spione kehrten aus der Region von Peastum zurück und berichteten, dass die Griechen die Stadt belagerten. Sollte diese Stadt fallen, dann wäre wohl ganz Süditalien in der Hand der Griechen. Der Prätor hatte eine Entscheidung zu treffen, die für die römische Republik schwerwiegende Folgen haben könnte. Aber untätig in Deckung zu verbleiben war wohl die schlechteste aller Möglichkeiten. So sah er nur zwei Möglichkeiten. Das griechische Heer bei Paestum anzugreifen oder weiter östlich auf Corfinum zu marschieren, welches wahrscheinlich nur schwach verteidigt war. So oder so würde es zur Schlacht kommen.

http://abload.de/img/ende276v.chr.3hsew.jpg (http://abload.de/image.php?img=ende276v.chr.3hsew.jpg)

Und als wäre diese ganze Entwicklung nicht schon schlimm genug, kam von phönizischen Seefahrern die Nachricht, das die Griechen mit dem Seleukischen Reich ein Bündnis geschlossen hatten. Die Seleuken waren zwar weit weg, aber das gab den Griechen vielleicht die Möglichkeit, sich mehr auf Rom zu konzentrieren.

George Pickett
31.08.14, 17:55
Alii nubant bellas, tu felix Roma, expugna! :)
Wir kennen das Spiel nicht, daher die Frage: Warum ist der Prätor der starke Mann? Gibt es keine Konsuln?

In den Zeiten der Republik (bis etwa 27 v. Chr.) war der Prätor der höchste Mann im Staat. Dieses Amt wurde wohl für einen festgesetzten Zeitraum durch 2 Konsuln ausgeübt. Das Spiel ist in dieser Beziehung weniger demokratisch :) Es gibt einen Anführer, der auf Lebenszeit herrscht, dann übernimmt sein Erbe usw. Wir haben uns, was die Story angeht, also nur an die historischen Gegebenheiten angelehnt.

Thomasius
31.08.14, 18:10
In den Zeiten der Republik (bis etwa 27 v. Chr.) war der Prätor der höchste Mann im Staat. Dieses Amt wurde wohl für einen festgesetzten Zeitraum durch 2 Konsuln ausgeübt. Das Spiel ist in dieser Beziehung weniger demokratisch :) Es gibt einen Anführer, der auf Lebenszeit herrscht, dann übernimmt sein Erbe usw. Wir haben uns, was die Story angeht, also nur an die historischen Gegebenheiten angelehnt.

Prätor war in der römischen Republik ein eher mittleres Amt. Magistrat und erst recht Konsul waren höhere Ämter. Prätoren waren in etwa Justizbeamte/Untersuchungsrichter usw. Mit unseren heutigen Begriffen lässt sich das Amt nur schwer beschreiben.

George Pickett
31.08.14, 18:15
Nun, wir haben uns, was den Rang des Prätor angeht, an Wikipedia orientiert, was den Zeitraum der Republik angeht:

Lt. Wikipedia

...Das oberste Amt im Staat übte zuerst wohl ein Prätor (prae-ire – der dem Heer vorangeht) aus, in historisch gesicherter Zeit bekleideten es alljährlich zwei Konsuln, welche die oberste Regierungsgewalt hatten und auf der obersten Ebene des cursus honorum standen. Die römische Adelsversammlung, der Senat, spielte eine bedeutende Rolle und entwickelte sich früh zum eigentlichen Machtzentrum. Daneben gab es mehrere Volksversammlungen, die Comitia, die de iure ebenfalls wichtig waren, besonders in Fragen von Krieg und Frieden und in der Rechtsprechung...

Aber sollte es nicht korrekt oder zutreffend sein, so seht es als dichterische Freiheit ;)

Thomasius
31.08.14, 18:32
Nun, wir haben uns, was den Rang des Prätor angeht, an Wikipedia orientiert, was den Zeitraum der Republik angeht:

Lt. Wikipedia

...Das oberste Amt im Staat übte zuerst wohl ein Prätor (prae-ire – der dem Heer vorangeht) aus, in historisch gesicherter Zeit bekleideten es alljährlich zwei Konsuln, welche die oberste Regierungsgewalt hatten und auf der obersten Ebene des cursus honorum standen. Die römische Adelsversammlung, der Senat, spielte eine bedeutende Rolle und entwickelte sich früh zum eigentlichen Machtzentrum. Daneben gab es mehrere Volksversammlungen, die Comitia, die de iure ebenfalls wichtig waren, besonders in Fragen von Krieg und Frieden und in der Rechtsprechung...

Aber sollte es nicht korrekt oder zutreffend sein, so seht es als dichterische Freiheit ;)

Ihr bewegt euch in historisch halbwegs gesicherter Zeit 278 v. Ch. und nicht irgendwo in den dunklen Anfängen der Republik.;)

Managarm
31.08.14, 19:38
In Uns, werter George Pickett, habt Ihr ebenfalls einen interessierten Leser gefunden. :)

Hohenlohe
31.08.14, 19:39
Das mit dem Prätor-Titel dürfte spielbedingt sein, denn eigentlich müsstee es ein Konsul sein, genauergesagt: zwei Konsuln. Aber dann dürfte das übliche Procedere mit Faction Leader und Faction Heir nicht funktionieren. Das war schon beim Original so beabsichtigt, also ist es müssig sich darüber zu streiten...:)

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Frankenland
31.08.14, 20:35
Wir lesen gespannt mit.

Stupor Mundi
01.09.14, 13:44
Die obersten Magistrate waren die beiden Konsuln. Das nächstniedere Amt die Prätoren (davon gab es anfangs zwei, später vier). Die Existenz eines einzigen Prätors ist nicht realistisch, weil nach dem Kollegialitätsprinzip jedes Amt mindestens doppelt besetzt sein musste (außer Zensor und Diktator). Für die Heerführung waren im Kriegsfall in erster Linie die Konsuln zuständig; erst nach ihnen kam der Prätor zum Zuge.
(Quelle: Bleicken, Die römische Republik u.a.)

Hier scheint also die "dichterische" Freiheit zu greifen.

George Pickett
01.09.14, 13:54
Da das Spiel nur 1 Herrscher auf Lebenszeit hergibt, der dann einen Erben bestimmt, werden wir so bald wie möglich die Republik in ein Kaiserreich umwandeln. :D
Dann ist endgültig Schluss mit diesen Diskussionen! :teufel:

Hohenlohe
01.09.14, 15:16
Wir freuen uns schon aufs nächste Update, werter George...:ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Tordenskjold
01.09.14, 22:23
Ein unverwüstlicher Klassiker von Spiel (wie so oft hier) und eine ziemluch umfrangreiche Erweiterung. Wir werden gespannt mitlesen. Dürften Wir noch den eingestellten Schwierigkeitsgrad erfahren?

George Pickett
01.09.14, 22:30
Wir spielen mit mittlerer Schwierigkeit, da wir in früheren Spielen schmerzlich erfahren mussten, dass man es auf "schwer" im wahrsten Worte sehr schwer hat, die Griechen überhaupt aus Italien zu vertreiben und vorwärts zu kommen. Was uns am besten an dieser Mod gefällt ist die höhere Anzahl von Provinzen und das "geeinte" Rom. Man kann das römische Reich von Beginn an aufbauen, ohne immer zu den anderen beiden römischen "Familien" schielen zu müssen. :)

Orbaal
01.09.14, 23:22
Wir haben dieses Spiel mit eben jener Modifikation seinerzeit ungeheuer gern gespielt, denn die Mod macht daraus ein vollkommen anderes - besseres Spiel.

Rom konnte Uns damals leider nicht dauerhaft überzeugen, da deren Armeen insbesondere nach der Marius-Reform von Uns als eintönig und übermächtig empfunden wurden.
Allerdings bleibt die Hoffnung auf mögliche Änderungen diesbezüglich. Wir lesen daher gespannt mit!

Davon abgesehen wünschen Wir dem Praetor und seinen Nachfolgern viel Erfolg und schmettern ihm ein "Fortes Fortuna adiuvat!" entgegen.

Headhunter
02.09.14, 00:12
Der RTR-Mod ist absolut großartig.
Wir haben den RTR-Mod Ewigkeiten gespielt, er macht aus einem guten Spiel definitiv etwas großartiges:D

George Pickett
06.09.14, 12:13
S.P.Q.R.


http://abload.de/img/covero2sa9.jpg (http://abload.de/image.php?img=covero2sa9.jpg)



Einkreisung (276-274 v. Chr.)

Nun galt es schnell zu handeln. Die in allen Teilen des Landes neu ausgehobenen Kohorten wurden nach Rom beordert, wo die Männer ausgerüstet wurden, denn nur in Rom gab es Rüstungsbauer, die diesen wertvollen Schutz anfertigen konnten. Dieser Umstand zog die Aufstellung der Legion für den Kampf gegen die Griechen im Süden Italiens in die Länge. In den nächsten Wochen konnten die römischen Spione wenig neues aus dem Süden berichten. Das griechische Heer hatte es mit der Eroberung von Paestum wohl nicht eilig und hungerte Garnison und Bevölkerung weiterhin aus. Weitaus beunruhigende Nachrichten ereilten Rom aus dem Norden. Gallien hatte mit den Griechen ein Bündnis geschlossen. Der tiefere Sinn dieser Vereinbahrung war nicht schwer zu erraten. Nun standen an beiden Grenzen Roms nicht nur einfach Feinde Roms. Dort standen Feinde Roms, die sich die Vernichtung der Republik auf die Fahnen geschrieben hatten und zusammenarbeiteten.

Die so entstandene neue Lage war delikat. Rom hatte zur Zeit nur genügend Truppen um gegen 1 Feind vorzugehen und die waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal vollständig ausgerüstet. Der Senat beschloß, an den Plänen zum Kampf gegen die Griechen festzuhalten, wurden sie doch als größere Bedrohung erachtet. Decimus Marcius, seines Zeichens General im Dienste Roms, wurde nach Norden gesandt, um an der Grenze zum Barbarengebiet Vorposten zu errichten und Aufklärung zu betreiben. Wenn Rom schon nicht gegen die Gallier vorgehen konnte, so wollte man doch frühzeitig über eine drohende Gefahr informiert sein.

http://abload.de/img/rometw2014-09-0610-25a3pi0.jpg (http://abload.de/image.php?img=rometw2014-09-0610-25a3pi0.jpg)

Die Gallier waren in den folgenden Monaten jedoch mit der Ausweitung ihres Herrschaftsgebietes beschäftigt und zeigten an den Grenzen Roms kaum Präsenz. Spione berichteten von gallischen Heeren, die Jenuensis und Aquileia belagerten. Dank des immer weiter verbesserten Spionage- und Aufklärungswesens war Rom in der Lage, tief in das gallische Territorium "Hineinzusehen". Währendessen jedoch kam es im Süden zu einer beunruhigenden Entwicklung. Die Griechen hatten überraschender Weise die Belagerung von Paestum abgebrochen und waren mit Teilen ihres Heeres nach Norden gezogen und hatten in der Nähe von Capua die Grenzen Roms überschritten. In Rom sammelte Quintus Julius alle bereits einsatzbereiten Truppen um sich und bereitete sich auf den Marsch nach Capua vor.

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Vor den Toren Roms sammelten sich mehr und mehr Truppen und lagerten im Umland. Die Würfel waren gefallen. Rom würde gegen die Griechen in die Schlacht ziehen. Die Legion unter dem Banner von Quintus Julius zählte über 7.000 Mann und war, im Vergleich zu den früheren Truppen Roms, vorzüglich ausgerüstet und ausgebildet. Dennoch würde es ein blutiger und langer Feldzug werden...

Hohenlohe
06.09.14, 14:50
Wir wünschen euch viel Glück gegen die Griechen...zeigt ihnen, wo der Hammer hängt...:reiter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

MrAugustus
07.09.14, 01:58
Ein schön geschriebener AAR. Wir lesen ihn sehr gerne. Weiter so! :top:
Wir würden an Eurer Stelle allerdings nicht jetzt die Griechen verkloppen, sondern noch vorher Paestum belagern. Die Stadt scheint auf dem letzten Screenshot das griechische Joch abgeschüttelt zu haben und wartet nur darauf, von Euch erobert zu werden. ;) Wenn ihr die Stadt erobert habt, könnt ihr noch immer Griechen verhauen nur mit dem Unterschied, schon eine Stadt mehr erobert zu haben, ohne gleich sich mit den Griechen anzulegen.
Das gilt natürlich nur, wenn die griechische Armee, welche jetzt bei Capua steht Ihr auch umgehen könnt. Falls das nicht gehen sollte, wisst Ihr eh was Ihr zu tuen habt. ;)

Orbaal
07.09.14, 02:29
Sehr schönes Update :)

Eine weitere interessante Option könnte die Eroberung Massalias darstellen - falls es gelingt die Stadt vor den Galliern zu erreichen.
Anfangs stellt der Besitz dieser Stadt zwar eine Bürde dar, weil sie auf dem Landwege nicht zu erreichen ist, aber langfristig ist dieser Schachzug Unseres Erachtens nach Gold wert.

Die Stadt gehört zu den am leichtesten zu verteidigenden Städten überhaupt. Denn wenn man eine Armee südlich des Flusses an der Brücke lagern lässt, können die Gallier nur über eine einzige Brücke angreifen (auch auf der taktischen Karte ist es nur eine Brücke - eine richtige Blutpumpe).
Wobei die Stadtgarnison immer als Verstärkung in die Schlacht einzugreifen versucht.
Zudem zieht sie in einem Krieg gegen Gallien die Aufmerksamkeit auf sich, so dass die Nordgrenzen automatisch gesichert sind.
Sobald der unausweichliche Krieg gegen Karthago hinzu kommt, ermöglicht ein Hafen in der Stadt die Aufrechterhaltung des so wichtigen und lukrativen Seehandels aller römischer Städte im Nordwesten der Halbinsel.

Wir bitten den Senat demütigst um Prüfung Unseres Antrags

Hohenlohe
07.09.14, 10:35
Ich schätze, dass ihr erst die Griechen abwehren wollt, bevor ihr neue Städte erobert...:) Aber vergesst bitte nicht, je mehr Städte ihr habt, desto besser eure Einnahmen, aber auch eure Anfälligkeit für Angriffe. Ich würde einen Spion falls möglich den Stiefel runterschicken, um zu sehen, ob die Griechen noch eine grosse Armee haben, die euch angreifen kann. Dann würde ich mir eine Stadt der Griechen nach der andern vornehmen und dazu weitere Truppen ausheben in Rom. Sicher ist sicher!! Danach erst würde ich mir die Gallier vornehmen, wenn die nicht schon vorher zu euch kommen...Dann könnt ihr euch Massilia von See her schnappen, egal, wer es besitzt...
Wir bitten den Volkstribun um Gehör...

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

George Pickett
07.09.14, 12:18
S.P.Q.R.


http://abload.de/img/coverocon3.jpg (http://abload.de/image.php?img=coverocon3.jpg)



Pläne - Möglichkeiten - Hindernisse (274 v. Chr.)

In den Iden des Mai trat der Senat der römischen Republik außerplanmäßig zusammen, da es unter einigen Senatoren zu Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den bevorstehenden Feldzug gegen die Griechen gekommen war. Als erstes ergriff Senator Augustus das Wort. Er trat für ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Griechen ein indem er vorschlug, die Legion des Quintus Julius nicht nach Capua, sondern an der Küste entlang direkt nach Paestum zu senden. Das griechische Heer vor Capua stelle auf Grund seiner inzwischen ermittelten Stärke keine unmittelbare Bedrohung für die Stadt dar, so der Senator. Notfalls könnten die Statthalter der umliegenden Städte gemeinsam ein Entsatzheer aufstellen und Capua beistehen. Die Eroberung von Paestum jedoch biete Rom mehrere Optionen gegen die Griechen und ebenfalls eine Stärkung der Wirtschaftskraft.

Als nächstes brachte Senator Orbaal einen äußerst ambitionierten Plan vor. Dieser sieht vor, Truppen über den Seeweg an der Küste entlang bis zur Hafenstadt Massilla zu entsenden. Der Besitz dieser Stadt durch Rom wäre ein schmerzender Stachel im Fleische der Gallier und würde den Druck von der nördlichen Grenze nehmen. Dem Senator ist ebenfalls der dafür erforderliche Aufwand bekannt, aber der Nutzen übersteigt seiner Meinung nach die Kosten und das Risiko um ein vielfaches.

Als dritter und letzter Senator ergriff Septimus Hohenlohus das Wort. Grundsätzlich begrüßte dieser den Feldzug gegen die Griechen, mahnte aber eine bessere Vorbereitung und Aufklärung an. Er fürchtet um die römische Legion, da sie in eine griechische Falle tappen könnte. Indirekt tat er auch seine Zustimmung zum Plan des Senators Orbaal kund, sofern dieser den Feldzug gegen die Griechen nicht behindert oder verzögert.

http://abload.de/img/iden0712herr1.jpg (http://abload.de/image.php?img=iden0712herr1.jpg)

Als die Senatoren ihre Anliegen vorgebracht hatten, betrat Quintus Julius die Mitte des Forums, um zu den Argumenten und Einwänden der Senatoren Stellung zu nehmen. Der Feldzug gegen die Griechen wird gemäß den Vorschlägen des Senators Augustus eine Abänderung erfahren. Während Quintus Julius mit dem Großteil der römischen Armee direkt auf Paestum marschieren wird, soll eine schwache Legion zwischen Rom und Capua lagern um auf einen griechischen Angriff reagieren zu können. Der Vorschlag des Senators Orbaal wird sorgfältig geprüft werden, zeigt er doch Möglichkeiten auf, die bisher noch nicht bedacht wurden. Die Aushebung zusätzlicher Truppen und die notwendige Vergrößerung der Flotte müssen jedoch finanzierbar sein. Zum Schluss zerstreute Quintus Julius noch die Bedenken des Senators Septimus Hohenlohus. Im Süden der Halbinsel sind bereits seit Monaten Spione aktiv um die Stärke des griechischen Heeres und der diversen Stadtgarnisonen zu eruieren. "Ich bin kein Narr! Denn nur ein Narr wirft sich blindlings in die Schlacht!" Mit diesen Worten beendete Quintus Julius die Senatssitzung.

Frankenland
07.09.14, 13:29
Gute so! Erst der Süden. Krieg gegen Karthago? Bei den Göttern! Was redet der ehrenwerte Senator Obaal da nur?

Hohenlohe
07.09.14, 15:28
Viel Erfolg bei der Eroberung von Paestum...!! Könnt ihr uns eine Karte Süditaliens zeigen, damit wir uns besser zurechtfinden...?! :reiter::fecht:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

George Pickett
07.09.14, 17:03
S.P.Q.R.


http://abload.de/img/coverekso0.jpg (http://abload.de/image.php?img=coverekso0.jpg)



Rom oder die Griechen - Der Kampf um die Hegemonie in Süditalien (274 - 272 v. Chr.)

Ende 274 v. Chr. war die Legion des Quintus Julius bereit und traf die letzten Vorbereitungen für den Marsch in den Süden. Er wollte nicht warten, bis weitere Reserven zum Schutze von Capua aufgestellt waren, denn es traten Ereignisse ein, die es geboten, nicht zu lange passiv zu bleiben. Zum einen hatte sich das griechische Heer wieder aus römischen Gebiet zurückgezogen und hatte erneut die Belagerung von Paestum begonnen. Zum anderen berichteten Spione von einem erfolgreichen Aufstand der Bevölkerung gegen die Griechen in Rhegium, an der Meerenge nach Sizilien. Die Griechen waren an mehreren Orten gefordert und auch die nördlichste griechische Stadt, Corfinum, war anscheinend nur mit schwachen Kräften gesichert. Diese Umstände galt es auszunutzen.

http://abload.de/img/1.kartepxsli.jpg (http://abload.de/image.php?img=1.kartepxsli.jpg)

Die Legion marschierte jedoch nicht nach Paestum, sondern nach Corfinium, denn mit dem Verlust von Rhegium gab es nur noch 3 griechische Städte im Süden Italiens: Croton, Tarentum und das am nördlichsten gelegene Cofinium, welches auch nur schwach gesichert war, wenn man den Spionen Glauben schenken konnte. Quintus Julius wollte den Griechen ihre Versorgungspunkte nehmen und sie somit nachhaltig schwächen. Um aufständische Siedlungen und Städte im Süden konnte sich Rom anschließend immer noch kümmern. Die römische Legion legte einen Belagerungsring um die Stadt, in der rund 1.000 Verteidiger unter dem Befehl des Griechen Pyrrhus lagen. Eine gewisse Unsicherheit birgt die Meldung, dass das griechische Heer die Belagerung von Paestum abgebrochen hat und förmlich verschwunden ist.

Von der nördlichen Grenze kommen gute und schlechte Nachrichten aus dem Gebiet der Gallier. Während wohl die Erstürmung von Aquileia blutig scheiterte, konnten sie die Stadt Jenuensis erstürmen und ihrem Reich einverleiben. Händler berichten von einem aufziehenden Krieg zwischen Kathargo und den Iberern.

http://abload.de/img/2.karteu0o0q.jpg (http://abload.de/image.php?img=2.karteu0o0q.jpg)

Anfang 273 v. Chr. erstürmten die Truppen von Quintus Julius die Stadt Corfinium. Die griechischen Verteidiger kämpften mutig und verzweifelt, teilten aber zum größten Teil das Schicksal ihres Kommandanten Pyrrhus. Sie fielen in der Schlacht. Von der Bevölkerung als Befreier gefeiert und von Quintus Julius ermutigt, rissen sie die Zeugnisse der griechischen Götzenanbetung ein und begannen sofort mit dem Bau eines Schreins, der dem Gott Mars gewidmet war. Von diesem Anfangserfolg ermutigt, rückte er bereits wenige Tage später mit seiner Legion aus mit dem Ziel Tarentum. 3 Kohorten lies er zur Sicherung der Stadt zurück. Ein Kurier wurde nach Rom gesandt mit dem Befehl, Decimus Marcius nach Corfinium zu entsenden, auf das er dort die Position des Statthalter übernehmen solle. Vor den Toren von Tarentum stellten sich der römischen Legion rund 2.000 Griechen in den Weg, jedoch ohne Anführer und zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen.

http://abload.de/img/3.karterisdv.jpg (http://abload.de/image.php?img=3.karterisdv.jpg)

Jedoch weichen die Griechen nach Süden aus und meiden die Schlacht. Die Legion des Quintus Julius schwenkt daraufhin nach Osten und beginnt die Belagerung von Tarentum. Bisher verläuft der Feldzug gegen die Griechen zur vollen Zufriedenheit Roms. Doch gibt es auch bedrückende Meldungen. In Ancona, unweit Roms, wütet der Tod. Eine rätselhafte Krankheit rafft große Teile der Bevölkerung dahin und schürrt Mißtrauen und Unsicherheit im ganzen Land. Niemand darf die Stadt betreten oder verlassen um die Ausbreitung dieser Seuche zu verhindern.

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In Ariminum wurde ein gallischer Spion gefasst und hingerichtet. Auch, wenn Gallien seine Feindschaft nicht offen zeigt, so treiben sie doch im Untergrund ihre schändlichen Taten zum Schaden Roms. Hier werden wir weiter wachsam sein müssen. Doch könnten dieses Barbaren bald ein Problem bekommen. Von Osten her rückte eine Amee der Ilyrer heran und will das vollenden, was den Galliern nicht gelungen ist: die Eroberung von Aquileia! Und wer weiß schon, ob die Illyrer an den Grenzen Galliens halt machen werden. Von ihren griechischen Verbündeten haben sie zur Zeit auch nicht viel zu erwarten, denn sie sind vollauf mit der Verteidigung ihrer Besitztümer in Italien beschäftigt. Der Entsatzversuch griechischer Truppen bei Tarento scheiterte blutig. 6.500 römischen Legionären standen rund 3.500 Griechen auf offenem Felde gegenüber, jedoch hatte kein griechischer Feldheer den Mut, sich an die Spitze seiner Truppen zu stellen. So waren die Hauptmänner die Opferlämmer, denen man im fernen Athen die Schuld für diese Niederlage geben konnte. Der Belagerungsring um Tarentum konnte aufrecht erhalten werden und der Sturm auf die Stadt ist nur noch eine Frage von Tagen.

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Hohenlohe
07.09.14, 18:51
Ein voller Erfolg für die römischen Waffen!! Nur weiter so!! Nach Tarentum kommt Croton dran, dann Rhegium, danach Paestum. Dann zurück nach Rom zur Auffrischung der Truppen.
Dieser Feldzug wird in die Geschichte eingehen mit "Veni, vidi, Vici" (hoffentlich richtig geschrieben)...:fecht:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:smoke::ritter::)

George Pickett
12.09.14, 21:57
S.P.Q.R.


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Das Ende der Griechen in Italien und die Befriedung des Südens (272 - 265 v. Chr.)

Ende 272 v. Chr. erstürmte die Legion des Quintus Julius Tarentum und merzte die griechischen Verteidiger aus. Inzwischen schien es auch eine Erklärung für die schwache griechische Präsenz in Süditalien zu geben. Die Illyrer, welche auch im Norden an den Grenzen Galliens standen, hatten den Griechen den Krieg erklärt. Möglich, dass den Griechen die Wahrung Ihrer Interessen in anderen Regionen wichtiger war. Rom konnte das nur Recht sein, denn die militärische Stärke Roms war noch nicht so ausgebildet, wie es der Senat gerne sehen würde. Die zur Verfügung stehenden Mittel mussten sinnvoll zwischem dem Militär, dem Ausbau der Infrastruktur und nicht zuletzt den Göttern aufgeteilt werden. Hierzu war es nötig, dem Volk angemessene Stätten der Anbetung zur Verfügung zu stellen. Die Seuche in Ancona zeigte auf dramatische Weise auf, wie wichtig Hygiene und ein funktionierendes Abwassersystem in schnell wachsenden Städten ist.

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Quintus Julius hielt sich in Tarentum nur so lange wie nötig auf. Sobald die öffentliche Ordnung wieder hergestellt war, marschierte er unter Zurücklassung einer ausreichenden Garnison nach Croton. Auch diese griechische Stadt war, nach den Meldungen eigener Spione, nur durch eine schwache Garnison geschützt. Da auch seine Legion nur noch die Hälfte der ursprünglichen Mannstärke hatte, waren das erfreuliche Nachrichten. 270. v. Chr. fiel die letzte griechische Siedlung in Italien an die römische Republik. Innerhalb von 4 Jahren war es Rom gelungen, die griechische Vormachtstellung in Süditalien zu brechen.

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Aber auch aus dem Norden der Republik kamen gute Neuigkeiten. Endlich konnte die Seuche, die in Ancona tausende Menschen dahingerafft hatte, mit Hilfe der Götter besiegt werden. So lautet jedenfalls die offizielle Lesart des Senats. Die Wahrheit ist, das der Tod so unvermittelt ging, wie er gekommen war. In Rom hatte derweil Decius Laevinus eine leichte Legion ausgehoben, mit der er gedachte, gegen Paestum und Rhegium zu ziehen. Die anhaltende Ruhe im Norden machte diese Unternehmung möglich. Unter dem Jubel der Einwohner Roms rückte er im Frühjahr 269. v. Chr. mit 4.000 Mann aus um Rom Ehre zu machen und die "Aufständischen" in die Arme der Republik zu führen. Doch die Führer von Paestum lehnten das großzügige Angebot Roms ab. Rom brauchte Stabilität und vor allem Frieden und den konnte es paradoxer Weise nur durch Krieg erlangen, denn in den ehemaligen griechischen Provinzen zogen bereits marodierende Banden umher. So sollte Paestum durch Waffengewalt Rom einverleibt werden und die Belagerung begann.

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Die Griechen indes scheinen mehr und mehr in Bedrängnis zu geraten. Das Ptolemäische Reich befindet sich nun auch im Krieg mit ihnen. Spione, die seit geraumer Zeit Rhegium infiltrieren berichten von einer starken Garnison, die sogar den römischen Truppen gefährlich werden könnte. Quintus Julius, der mit seiner Legion immer noch in Croton lagert, beschloß daraufhin, nur vereint mit Decius Laevinus Legion gegen diese Stadt vorzugehen. Dieser hatte inzwischen seine Vorbereitungen abgeschlossen und griff Paestum an. Zum ersten mal standen römische Truppen am Rande einer Niederlage, denn die Verteidiger unter ihrem General Alcius kämpften geschickt und verbissen. Die Legion verlor mehr als die Hälfte ihrer Soldaten, konnte die Stadt aber doch erobern. Ende 268. v. Chr. mussten die Griechen um Frieden bitten. Die Kriege, die sie an anderen Orten führen mussten, schienen sie auf das äußerste zu beanspruchen. Lange wurde im Senat beraten, ob Forderungen gestellt werden sollten, doch die Aussicht auf Frieden, auch wenn er vielleicht nicht lange Bestand haben würde, war so verlockend, dass man kein Risiko eingehen wollte. So kam es zum Frieden von Tarentum, mit dem die Griechen die territorialen Ansprüche Roms in Süditalien anerkannten. Nur wenig später wurde in Rom bekannt, dass es den Griechen auch gelungen war, mit dem Ptolemäischen Reich Frieden zu schließen.

Im Frühjahr 266. v. Chr. vereinigten sich die Legionen von Quintus Julius und Decius Laevinus und marschierten auf Rhegium. Vor den Toren der Stadt angekommen mussten sie erkennen, das die Spione nicht übertrieben hatten. Über 5.000 Verteidiger hatten sich hinter den Palisaden verschanzt. Quintus Julius, inzwischen 61 Jahre alt und vorsichtiger geworden, beschloss die Stadt auszuhungern. Er war sich bewusst, das es eine lange Belagerung werden würde, aber das Risiko einer Niederlage würde für Rom um so schwerer wiegen.

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Ein ganzes Jahr lang belagerte das römische Heer Rhegium. Die Verzweifelung der belagerten stieg von Tag zu Tag. Des Nächtens konnte man den flackernden Schein der Scheiterhaufen hinter den Stadtmauern ausmachen, als die durch Hunger und Krankheit dahingerafften verbrannt wurden. Im Sommer 265 v. Chr. wagten die Verteidiger unter ihrem Anführer Aelius zwei Ausfälle. Beide Schlachten sahen keinen eindeutigen Sieger. Während der zweiten Schlacht starb Decius Laevinus an der Spitze seiner Soldaten den Heldentod. Nach dieser zweiten Schlacht waren die Verteidiger am Ende ihrer Kräfte. Quintus Julius nutzte die Gunst der Stunde und stürmte die Stadt. Rhegium war römisch!

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Nie hatte die römische Republik so bluten und leiden müssen wie in dieser Schlacht. Zwei Drittel der Legionäre, 6.000 Mann, lagen tot auf dem Schlachtfeld. Doch Rhegium war gefallen und Rom hatte sich zu einer regionalen Macht aufgeschwungen, die man nicht unterschätzen durfte. Sie hatten die Griechen vertrieben und das Land geeint. Und Rom hatte nun Frieden! Den Frieden, den es brauchte um das Land aufzubauen und zu stärken. Zeit, um die Armee und die Flotte zu vergrößern um zukünftigen Gefahren und Herausforderungen begegnen zu können.

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Hohenlohe
13.09.14, 00:12
Vae Victis! So sollte die Devise lauten...die römischen Waffen hatten letztendlich gesiegt, wenn auch unter einem hohen Blutzoll...:top: Jetzt gilt es vor allem das Heer neu aufzubauen, da die Gallier im Norden eine deutliche Bedrohung sind und die Karthager warten schon im Süden auf die Schwäche Roms. Als nächstes gilt es in allen Städten Roms die sanitären Anlagen und vor allem die Märkte auszubauen, ebenso wie die Ländereeien, um genügend Vorräte zu haben für den Falll einer Belagerung. Auch die Mauern dürfen nicht vergessen werden...:ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

:burns:

George Pickett
14.09.14, 23:35
S.P.Q.R.


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Fata viam invenient - Das Schicksal findet seinen Weg (Vergil, Aeneis X, 113)

Im Frühjahr 264 v. Chr. starb Quintus Julius in Rom im Alter von 63 Jahren. In den letzten Jahren seines Lebens durch Krankheit gezeichnet, hielt ihn sein unbändiger Wille, Rom zu einen und vor den Griechen zu schützen, am Leben. Einige Vertraute meinten, dass er nicht eher gestorben wäre, bevor dieses nicht vollendet sei. Viele Senatsmitglieder und auch das Volk von Rom sahen in ihm den ersten wirklichen Führer Roms, der diesen Namen auch verdiente. Als die Bahre mit seinem Leichnam durch die Straßen Roms getragen wurde, säumten tausende, ja zehntausende Römer seinen letzten Weg in andächtigem Schweigen und zolltem ihm den Respekt, den er verdiente.

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Der Senat ernannte nach einer Trauerperiode von 30 Tagen Publius Laevinus, zum Nachfolger von Quintus Julius. So mancher sah es als ein wohlwollendes Zeichen der Götter an, dass er sowohl im selben Monat, als auch mit dem selben Alter von 47 Jahren dieses Amt antrat. Er trat in große Fußstapfen, doch der Weg war geebnet. Das Volk von Rom sah mit Zuversicht in die Zukunft...

Hohenlohe
15.09.14, 00:43
Ehre und Ruhm dem edlen Quintus Julius...aber es geht ja weiter. Könntet ihr uns bitte einen Überblick über die Fähigkeiten des edlen Publius Laevinus geben, damit wir wissen, was die römische Republik von ihm erwarten darf auf dem Schlachtfeld...Ansonsten warten wir gespannt auf Neuigkeiten aus Rom...:ritter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Teutates
18.09.14, 20:24
Sehr schön bisher :)! Hoffen wir doch das der edle Publius Laevinus den Aufgaben, welche Rom ihm stellt gewachsen ist :D

MfG Teutates

George Pickett
19.09.14, 17:30
S.P.Q.R.


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II. Kapitel - Die Herrschaft von Publius Laevinus


Effugere non potes necessitates, potes vincere! - Du kannst die Zwänge nicht vermeiden, Du kannst sie besiegen (Seneca)


Wider den Barbaren (264 v. Chr.)

Publius Laevinus war jedoch keine Zeit der Ruhe vergönnt. Nur wenige Wochen nach seiner Amtseinführung zogen gallische Horden über die Grenze Roms und brachten Tod und Leid über den Norden der Republik. Boten brachten die Kunde darüber, dass Arretium und Ariminum, die nördlichsten Provinzhauptstädte, von gallischen Truppen belagert würden. Dieser niederträchtige Überfall kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Die römische Armee war zu diesem Zeitpunkt kaum existent. Die Reste der beiden Legionen versuchten tief im Süden des Landes die Ordnung in Rhegium aufrecht zu erhalten. Neue Truppen wurden zwar ausgehoben, doch konnte man nicht im entferntesten von einer ernstzunehmenden Streitmacht sprechen. Verzweifelte Situtionen verlangen nach drastischen Maßnahmen und so entsandte der Senat Roms fähigsten Diplomaten, Sextus Antio, nach Norden. Nicht, um mit den Galliern zu verhandeln. Dieses war für Rom keine Option. Seine Mission war es, die italischen Aufständischen im Norden auf die Seite Roms zu ziehen. So kam es in der Nähe von Ariminum zu denkwürdigen Verhandlungen mit Oppius Rullianus, dem jungen und charismatischen Führer der Aufständischen.

Es waren schwere Verhandlungen, doch schließlich konnte Sextus Antio, mit der Aussicht auf die römische Staatsbürgerschaft und Titeln, Oppius Rullianus überzeugen. Über 2.000 Mann schlossen sich der Sache Roms an. In Rom, Ancona und Capua wurde die Aushebung neuer Kohorten mit Nachdruck vorangetrieben. Die beiden unter Belagerung stehenden Städte verfügten zwar über prall gefüllte Vorratskammern, und konnten lange Zeit eine Belagerung aussitzen, jedoch wusste niemand, ob die Garnisonen einem gallischen Angriff standhalten konnten.

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Nördlich von Rom sammelten sich die eilig zusammengezogenen Truppen. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der sich aus den Garnisonen Roms, Anconas, Capuas und aus italischen Söldnern des Oppius Rullianus zusammensetzte. Dieser Mann durchlebte in kürzester Zeit eine beispiellose Karriere. Vom Renegaten zum Heerführer Roms, dem die Aufgabe zugefallen war, die Bürger Roms im Norden zu schützen und die Gallier nach Norden zurückzudrängen. Er entschloss sich, nach Ariminum zu ziehen. Dort stand zwar das stärkere der beiden gallischen Heere, doch hatte er die Hoffnung, das die Garnison von Arretium den dortigen Belagerern gewachsen war.

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Rom sollte also nicht zur Ruhe kommen. Erneut war ihm ein Krieg aufgezwungen worden. Nach hitzigen Debatten im Senat und einer aufwühlenden Rede des Publius Laevinus wurde den Bürgern Roms verkündet, dass Gallien nun die volle Verachtung Roms gewiss war. Rom konnte seine Bürger nur vor den Galliern schützen, wenn die Grenzen Roms verschoben würden. So beschloss Rom einen Feldzug gegen die Gallier. Publius Laevinus war fest entschlossen, den Barbaren die Konsequenzen ihres Handelns aufzuzeigen...

Hohenlohe
19.09.14, 18:51
Wir, Senator Hohenlohius, spendieren dem römischen Volk die Hälfte unseres Vermögens, um ein neues Heer aufzustellen und auszurüsten...Wir wollen dies zum Ruhme des Volkes tun!! (ihr könnt ja ausnahmsweise euch 40000 Goldstücke ercheaten per add_Money in der RomeShell um dies zu symbolisieren) Ich werde selbst meine Schmiede anweisen römische Waffen herzustellen, um die neuen Legionen auszurüsteen und Samniten-Söldner aanheuern, bis die römischen Legionen wieder auf dem Feld der Ehre stehen...

herzlichste grüsse

Hohenlohius

Frankenland
20.09.14, 14:25
Hört hört der werter Hohenlohius. Da möchte einer beim Volk sich einschmeicheln! Und Samniten?! Bah dieses Pack brauchen wir nicht. Wir kommen mit unseren Klienten selbst zur Legion!

Hohenlohe
20.09.14, 17:37
Wir stellen die Samniten als unsere Klientel zur Verfügung, dann ist es einfacher für das römische Volk...*freu* Ich habe heute nacht mal wieder Europa Barbarorum gespielt und es ist einfach umwerfend, welche Einheitenvielfalt ich da zur Verfügung habe...:reiter: Ich werde bei Gelegenheit mal versuchen RTR zu installieren, aber ich habe das Problem, dass ich die Rome TW Gold Edition habe, so dass ich bei manchen Mods Schwierigkeiten mit der korrekten Installation habe. Ich hoffe, dass twcenter.net nicht schon wieder mit Malware von chinesischen Hackern verseucht ist, sonst habe ich wieder Probleme beim Download.

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

George Pickett
27.09.14, 13:17
S.P.Q.R.


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Der Gallisch - Römische Krieg

I. Teil - Jenseits des Limes (264 - 259 v. Chr.)


Der Bekämpfung der Gefahr im Norden wurde nun alles untergeordnet. Der Senat schuf den Begriff der "wehrhaften Republik". War es bisher so, dass Soldaten nur in wenigen Städten wie Rom oder Capua ausgebildet und ausgerüstet werden konnten, so sollte dieses mittelfristig im ganzen Land möglich sein. Rom musste in der Lage sein, binnen kürzester Zeit überall im Land mit seinen Truppen präsent zu sein. Den Göttern sei Dank war die Staatskasse gut gefüllt, aber andere Bauvorhaben in den Städten mussten hinten anstehen. Die Bürger Roms ächzten unter der hohen Steuerlast, bekamen dafür aber auch Annehmlichkeiten, die Ihr Leben einfacher und schöner gestalteten. Dieses Gleichgewicht drohte nun aus den Fugen zu geraten.

Im Frühjahr 263 v. Chr. entsetzte Oppius Rullianus mit seiner Legion Ariminum. Vor den Toren der Stadt kam es zur Schlacht, die stundenlang hin und her wogte. Den Ausschlag für den römischen Sieg gab der Ausfall der Stadtgarnison unter Amulius Coruncanius, welcher mit über 1.000 Mann den Galliern in den Rücken fiel und ihr Schicksal besiegelte. Kein Gallier wurde verschont und das feindliche Heer vollständig ausgelöscht. Die Legion zog bereits kurze Zeit später weiter nach Arretium. Als sich die römischen Truppen der Stadt näherten, beendeten die Gallier die Belagerung und zogen sich an die Küste zurück. Die größte Gefahr schien für das erste gebannt zu sein.

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Doch zu mehr war Roms für´s erste militärisch nicht in der Lage. Spione berichteten, dass in Patavium tausende gallische Soldaten lagerten. Zu viele für eine einzelne römische Legion. Auch musste Rom ein Auge auf andere Eeignisse werfen, die mittelbar Rom betreffen konnten. Die Griechen und die Makedonier hatten einen Waffenstillstand geschlossen und vielleicht würde sich ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf Rom richten. Rom brauchte Verbündete! So wurde Sextus Antio nach Aquileia entsandt um mit den Illyrern zu verhandeln. Diese zeigten sich einem Bündnis gegenüber aufgeschlossen, was vielleicht auch der Tatsache geschuldet war, das ihr Reich im Süden sowohl an das griechische als auch an das makedonische Reich grenzte. Im Norden standen sie den Galliern gegenüber, denen sie nicht wirklich vertrauten.

In den nächsten 3 Jahren kam es im Norden des Landes immer wieder zu kleineren Gefechten und Schlachten. Die Gallier wurden nicht müde, die nördlichsten römischen Provinzen und die dortigen Handelswege zu bedrohen. Oppius Rullianus verdiente sich ein ums andere mal sene Meriten und war im Rom inzwischen hoch angesehen. Dann schließlich, im Frühjahr 260 v. Chr., glaubte sich Rom stark genug um gegen die gallischen Besitzungen vorgehen zu können. Zwei Legionen mit zusammen über 10.000 Mann sollten die gallischen Städte Bononia und Patavium erobern und das gallische Heer in Norditalien vernichten. Zahlemäßig würden die Gallier überlegen sein und es kam darauf an, die gallischen Truppen einzeln anzugreifen und aufzureiben.

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Während Placius Trebellius nach Bononia marschierte, suchte Oppius Rullianus die offene Feldschlacht. Am Limes schlug er das gleichstarke Heer des Budic von Aduatuca vernichtend. In Schriften wird vermerkt, das am Abend der Schlacht und die ganze Nacht, bis zum nächsten Morgen, als das Nachtlager der Legion wieder abgebaut wurde, vor dem Zelt des Oppius Rullianus ein Speer in den Boden geramt war, auf dessen Spitze der abgeschlagene Kopf des gallischen Heerführers steckte. So manchem Senator in Rom waren diese barbarischen Auswüchse suspekt, aber seine Soldaten vergötterten ihn. Nach dem überschreiten des Limes trieb er kleiner Heere der Gallier vor sich her. Als ihn die Meldung erreichte, das zwei große gallische Heere auf dem Weg nach Bononia waren, änderte er seinen Plan, direkt auf Patavium zu marschieren und beschloss, Placius Trebellius zur Seite zu stehen. Als er Bononia erreichte, hatte die Legion des Placius Trebellius die Stadt bereits eingenommen. Späher berichteten von großen Heerlagern der Gallier nördlich des großen Flusses.

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Keine Seite wollte anscheinend während des kalten Winters in die Schlacht ziehen und so belauerte man sich über den Fluß hinweg. Weit im Osten begannen unruhige Zeiten. Griechen und Makedonier befanden sich wieder im Krieg, während das griechische Bündnis mit den Seleuken zerbrach. Die Illyrer nutzten die Gunst der Stunde und schlossen ein Bündnis mit den Seleuken. Griechenland hatten an Feinden wahrlich keinen Mangel. Als das Frühjahr einsetzte waren die Gallier verschwunden. So marschierte Oppius Rullianus, durch Truppen der Legion von Placius Trebellius verstärkt, mit rund 6.500 Mann nach Patavium, während Placius Trebellius weiter im Süden seine Legion wieder auffüllte. Die Gallier wurden überrascht und in der Stadt eingeschlossen.

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Doch es nahte Unheil. Späher brachten die Meldung, das sich aus allen Richtungen gallische Horden auf Patavium zubewegten. Oppius Rullianus stand allein in Barbarenland. Verstärkungen hatte er nicht zu erwarten und so würde er auf sich allein gestellt sein. Was wird er tun...

George Pickett
27.09.14, 15:02
S.P.Q.R.


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Der Gallisch - Römische Krieg

II. Teil - Ein Meer aus Blut (259 - 256 v. Chr.)

Oppius Rullianus blieb nur der Rückzug. Bei Patavium standen ihm inzwischen mehr als doppelt so viele Gallier gegenüber. So mied er die Schlacht und marschierte nach Westen. Die Gallier unter Virsuccius von Massilla setzten ihm nach, jedoch ohne auf die Starke Garnison aus Patavium zu warten. In einer blutigen Schlacht konnten die Truppen Roms den Feind auf offenem Felde besiegen, doch so mancher Römer blieb auf dem Felde zurück. Von Norden, aus den hohen, verschneiten Bergen, kamen weitere gallische Heerscharen und fielen ihm in Flanke und Rücken. In den Wochen des Rückzuges siegte sich die Legion des Oppius Rullianus fast zu Tode. Ende 259 v. Chr. bestand seine Legion noch aus knapp 2.500 erschöpften Legionären. Die Hoffnung auf einen raschen Sieg gegen die Gallier war dahin. Man musste eingestehen, das man sie unterschätzt hatte. Während seine Legion am Nordufer des großen Flusses stromaufwärts marschierte um einen Übergang auf das rettende Südufer zu finden kam die Meldung, das sich von Westen ein weiteres gallisches Heer näherte.

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In Rom war man auf das äußerste besorgt, ob der bedrückenden Meldungen aus dem Norden. Als einziger Lichtblick erschien die Meldung, das die Illyrer ein Bündnis mit den Makedoniern eingegangen waren, was die Lage Griechenlands nicht unbedingt verbesserte und aus dieser Richtung zur Zeit keine Bedrohung Roms erkennen lies. Nun musste alles aufgeboten werden um den Feldzug doch noch zu einem glorreichen Ende zu bringen. Placus Trebellius wurde eine Depeche geschickt die ihn darüber informierte, das jede irgendwie entbehrliche Kohorte in den Norden entsand würde, damit er eine kampfstarke Legion aufstellen konnte. Anfang 258 v. Chr. gelang es der Legion des Oppius Rullianus, sich über den Fluß in Sicherheit zu bringen. In der Nähe von Bononia schlug er das Feldlager auf und schmiedete bereits neue Pläne.

In den nächsten Monaten trafen Verstärkungen im Norden ein, die es ermöglichsten, die Legionen des Oppius Rullianus und Placus Trebellius wieder aufzufüllen. Während die Legion des Placus Trebelilus zwischen Bononia und Ariminum lagerte , um den Limes zu sichern, marschierte Oppius Rullianus Ende 258 v. Chr. mit seinen Truppen an der Küste entlang nach Jenuensis. Nach kurzer Belagerung und einem erfolglosen gallischen Entsatzangriff konnte er die Stadt erobern. Unter den gallischen Toten war auch Ereomporix, der Erbe des gallischen Reiches. Ein herber Schlag für den Feind.

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Die Reaktion der Gallier lies nicht lange auf sich warten. Sie begannen die Belagerung von Jenuensis und marschierten mit einem Heer auf Bononia. Hier stellte sich ihnen die Legion des Placus Trebellius in den Weg. In einer heroischen Schlacht konnte er das feindliche Heer von fast 8.000 Männern vollständig vernichten. Die Gebeine der toten Gallier türmten sich meterhoch auf dem Schlachtfeld. Und das Heer, welches die Gallier hier verloren hatten, kam aus Patavium! Jene Stadt, die über all die Jahre durch eine starke Garnison geschützt war, schien nun wehrlos zu sein. Im Vertrauen darauf, das Oppius Rullianus die Belagerung überwinden könne, überquerte Placus Trebellius mit seiner Legion den großen Fluß und begann seinen Marsch auf Patavium. Sein Vertrauen in Oppius Rullianus war durchaus gerechtfertigt, denn mit einem kraftvollen Ausfall zwang er die Gallier zum Rückzug.

Doch schon bald wurde sein Marsch jäh beendet. Ihn erreichte eine Nachricht aus Rom, dass Gallien um Frieden gebeten hatte. Rom war nicht gewillt, die Gallier ungestraft davonkommen zu lassen. Doch auch Rom brauchte den Frieden und so beschränkten sich die Forderungen Roms auf die Abtretung von Patavium. Diese Bedingung wurde von den Galliern zähneknirschend angenommen und jedem war klar, das dieser Frieden nicht für die Ewigkeit sein würde...

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Hohenlohe
27.09.14, 17:04
Gut zu wissen, dass die Feinde Roms heftig bluten mussten. Nun gilt es dringend neue Kohorten auszuheben, um die Legionen zu verstärken, damit die Gallier auf Distanz bleiben...:top:
Hoffentlich wurde die Geldspende sinnvoll verwendet, denn weiteres Vermögen können wir nicht entbehren. Da sollte der Senat meinem Beispiel folgen...:reiter:

Hohenlohius

MrAugustus
01.10.14, 14:01
Wir finden auch das Vorgehen Roms für sehr gut, doch wir halten den Friedensvertrag mit den Galliern für einen Fehler, auch wenn dadurch Patavium gewonnen werden konnte. Mediolanium sitzt Euch nun wie ein Stachel im Fleisch von Oberitalien und Gallien hat einen idealen Punkt für einen Aufmarsch gegen die frischen eroberten Städte in dieser Gegend. Erst wenn auch Mediolanium in Euren Besitz ist, kann Rom ohne Gefahr konsolidiert werden.
An Eurer Stelle würden wir sofort Truppen ausheben, die jetzt unter Eurer Herrschaft sich befindenende Routen durch die Alpen mittels Wachtürmen und kleinen Festungsgarnisionen sichern. In weiterer Folge würden wir gegen Mediolanium marschieren und Gallien endgültig aus Oberitalien vertreiben. (Sofern die nicht schon vorher kommen und den Frieden brechen, wie bei jeden TW-Spiel ;)). Danach auch die Pässe sichern und dann die Gallier solange aufreiben, bis sie um Frieden wieder betteln. Danach kann man sich auch mal anderen Gegenden des Mittelmeers kümmern. ;)

Hjalfnar
01.10.14, 16:06
Wir hätten ja einfach Geld gefordert. Gallisches Gold ist so gut wie römisches, wenn man damit neue Kasernen, Latifundien und SOLDATEN bezahlen kann? Wie sagt man so schön, die Macht kommt aus den Gew...äh...von den Gladii! Dann zwei Spione nach Patavium, ab über die Grenze, Stadt mit offenen Toren einnehmen und anschließend noch Mediolanum erobern. Fertsch!

Ab davon: Schöner AAR! Wir warten derzeit auf die Perfektionierung von EB2.

Hohenlohe
01.10.14, 19:36
Basiert EB2 etwa auf Medieval TW II...?? Das alte EB habe ich auch auf Platte und spiele gelegentlich die Römer oder die Averner...:) Macht noch immer Spass...!! :D

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Hjalfnar
01.10.14, 19:37
Japp, basiert es. Leider noch in der Beta, also herunterladbar, aber nur eingeschränt spielbar. Die KI beispielsweise buggt noch ziemlich rum.

George Pickett
01.10.14, 20:16
Wir hatten überlegt, der Bitte um Frieden nicht nachzukommen, aber wir erhofften uns davon etwas Zeit um unser Heer größer uns schlagkräftiger zu machen. Mediolanium muss natürlich mittelfristig römisch werden und die Pässe über die Alpen müssen unser sein, denn irgendwann werden uns die Katharger auf die Füsse treten. Die und die Griechen zeigen im Augenblick eine beunruhigende Aktivität auf Sizilien...

P.S. Die Staatskasse ist im übrigen gut gefüllt... :D

Ruprecht I.
01.10.14, 23:15
Kein Grund, diesen Geizkragen von Senator, der der Republik lediglich die Hälfte seines Vermögens überlassen wollte, nicht zu enteignen :teufel:

Hohenlohe
02.10.14, 00:39
Kein Grund, diesen Geizkragen von Senator, der der Republik lediglich die Hälfte seines Vermögens überlassen wollte, nicht zu enteignen :teufel:

Das ist ja unverschämt, ein kleiner Plebejer wagt es aufzumucken...ans Kreuz mit ihm...:frech::D

herzliche grüsse

Hohenlohius, der sein Vermögen halbierte um den Staat und die Stadt Rom vor seinen Feinden zu bewahren...:ritter:

George Pickett
03.10.14, 18:14
S.P.Q.R.


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Bis repetita non placent - Wiederholungen gefallen nicht (Horaz)

(256 - 249 v. Chr.)

Einige Zweifler hatten es kommen sehen, andere Senatoren, die noch wenige Tage zuvor den Waffenstillstand begeistert beklatscht hatten, spielten sich nun als Mahner auf. Kaum, dass die gallische Abordnung Rom verlassen hatte, griffen gallische Truppen Jenuensis an, wo die Legion des Oppius Rullianus lagerte. Er stemmte sich zusammen mit der Garnison der Stadt den gallischen Horden entgegen. Noch während die Schlacht tobte, näherte sich ein weiteres feindliches Heer der Stadt und drohte den römischen Truppen in die Flanke zu fallen. In diesem Augenblick, so berichteten es Augenzeugen, stand Oppius Rullianus auf einer kleinen Anhöhe, von der er das Schlachtfeld und die Umgebung überblicken konnte. Mit einer Handbewegung befahl er Hauptmann Silvanus, den Kommandanten der Garnison zu sich. Nur wenige Worte wechselte er mit ihm, bevor dieser davon eilte um sich den heranrücknden gallischen Verstärkungen entgegenzuwerfen. Mit ihm marschierte das Groß der römischen Truppen ab. Lediglich ein paar Hundert Mann scharrten sich um Oppius Rullianus, um die Schlachtlinie zu halten.

Bis in die Nacht und bis zum nächsten Morgen tobte die Schlacht von Jenuensis. Als der Schlachtenlärm endlich verebbte, war fast alles Leben gewichen. Tausende leblose Körper lagen über das ganze Tal verstreut, aber Jenuensis war noch römisch. Im Zentrum des Schlachtfeldes, umgeben von seinen Getreuen, lag der Leichnam von Oppius Rullianus. Das blutverschmierte Schwert immer noch in der Hand haltend. Die Schlachtlinie im Zentrum hatte gehalten. So lange, bis Hauptmann Silvanus, nachdem der die flankierenden Gallier besiegt hatte, zurückkehrte und die Schlacht für Rom entschied. Ein Held Roms war zu den Göttern aufgestiegen - ein neuer Held wurde Rom von den Göttern gesandt. Cassius Silvanus wurde zum General ernannt und erhielt weitere Ehrungen für seine heldenhaften Taten.

Rom war außer sich. Viele Mitglieder des Senats verlangten, das die "wehrhafte Republik" endlich ein Zeichen setzen müsse, um den Feinden Roms einen Schlag zu versetzen, von dem sie sich nicht wieder erholen düften. Den Anfang machte im Frühjahr 255 v. Chr. die Legion des Placus Trebellius, welche die Provinz Venetia von gallischen Truppen säuberte und keine Gnade walten lies. Nicht weniger als drei gallische Heerführer wurden gefangengenommen und ans Kreuz geschlagen, auf das sich die Geier an Ihren Augäpfeln laben konnten. Nun war Mediolanium nach nächste Ziel. Von Osten rückte die Legion des Placus Trebellius an und von Süden näherte sich die Legion des Cassius Silvanus der Stadt. Im Sommer 254 v. Chr. vereinigten sich beide Legionen vor den Toren der Stadt und schlossen sie ein. In mehreren Schlachten versuchten die Gallier die Belagerung zu durchbrechen, doch vergeblich.

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Auf Sizilien indes kommt es zwischen Griechen und Kathargern zum Krieg. Der Grund hierfür ist ein anhaltender Zwist um die Stadt Messana. Beide Seiten erheben Ansprüche auf diese Stadt. In Rom kann man ob dieses Krieges nur milde lächeln, kommt er doch der Republik nicht ungelegen. In den Straßen Roms macht man sich über beide Kriegsparteien lustig, denn sie streiten um eine Beute, die sich gegen beide bereits mehrmals erfolgreich gewehrt hat. Sowohl die Katharger, als auch die Griechen haben bereits erfolglos die Stadt Messana belagert.

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Doch alle Augen richteten sich auf den Norden, wo Rom den Feldzug gegen die Gallier mit Nachdruck vorantrieb. Ende 254 v. Chr. erstürmen die römischen Legionen Mediolanium, die letzte gallische Stadt südlich des großen Gebirges. Die Kampfkraft des Feindes erlahmt zusehens und die Tage Galliens in Italien scheinen gezählt zu sein. In der Provinz Liguria macht ein junger Hauptmann von sich reden, in dem er mit nur 5 Kohorten Principes die Gallier über die Pässe des westlichen Gebirges zurückwarf und diesen für Rom sicherte. Trotz seiner Jugend von 21 Jahren wurde ihm der Rang eines Generals der römischen Armee angetragen. In den folgenden Monaten war die römische Armee damit beschäftigt, die Gallier vollends aus Cisalpine Gaul zu vertreiben und die neuen Grenzen zu sichern. Vorposten wurden errichtet und es entstanden zwei große befestigte Lager, die jeweils eine Legion aufnehmen konnten. Diese Legionen sollten den Schutz im Norden der römischen Republik sicherstellen. Im Frühjahr 250 v. Chr. baten die Gallier erneut um Frieden, aber dieses mal sollten sie bluten. Rom forderte die Provinz Transalpine Gaul mit der Hafenstadt Massilla und 10.000 Dinare. Die Gallier nahmen an...in dem Wissen , dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sein würde.

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Der Beginn des Jahres 249 v. Chr. brachte keine guten Nachrichten für Rom. Die Griechen hatten auf Sizilien die Oberhand gewonnen und Messana erobert. Die Katharger baten daraufhin um Frieden nach. Die Gallier schmieden ein Bündnis mit dem makedonischem Reich, wohl in der Hoffnung, diese zum Kriege gegen Rom verleiten zu können. Innenpolitisch wird die römische Republik von einem Skandal innerhalb des Senats erschüttert. Es kam ans Licht, dass Spenden für die Ausrüstung der Legionen durch reiche Römer in nicht unwesentlichem Maße jahrelang in dunkle Kanäle geflossen ist. Mehrere Senatoren, die sich in den letzten Jahren in der Umgebung Roms große Herrensitze erbauen ließen, stehen nun am Pranger...

Ruprecht I.
03.10.14, 18:19
Und einen Namen kennen wir bereits, nicht wahr? :teufel:

Massilia geschenkt. Na, das ist doch ein Wort :ja:
Setzt Ihr nun Richtung freies Gallien nach oder sind andere Richtungen interessanter?

George Pickett
03.10.14, 18:23
In der Tat ist zumindest ein Name bekannt, werter Ruprecht :D

Wir werden entlang der Küste nachsetzen und den Galliern noch den einen oder anderen Hieb verpassen :teufel:

Aber mittelfristig schielen wir auf Korsika, Sardinien und Sizilien und das bedeutet Stress mit den Griechen und Kathargern. Dafür muss das Heer noch um einiges stärker werden.

Ruprecht I.
03.10.14, 18:25
Ist das 'nur' deren Interessenssphäre oder sitzen die da bereits (abgesehen von Sicilia, das sieht man ja)?
Und was sind das eigentlich für blaue und schwarze Gestalten in der Cisalpina?

George Pickett
03.10.14, 18:29
Korsika, Sardinien und der Westen Siziliens gehört den Kathargern. Der Osten Siziliens gehört zur Zeit den Griechen. Und die Typen, die durch Norditalien latschen sind das augenblickliche Problem. Die blauen sind gallische Reste, die noch abziehen. Die schwarzen...das ist ein makedonisches Heer. Und die hatten keine Einladung von uns...

Ruprecht I.
03.10.14, 18:32
Autsch, die neuen Verbündeten Eures Feindes gleich vor der Haustür...
Wie praktisch, muß man sie nicht erst suchen, wenn man sie vernichten will :fiesemoep:

Dann mal aufauf, wohlriechender Pickelschorsch! :fecht:

George Pickett
03.10.14, 18:38
So sei es, werter Ruprecht :reiter:

Hohenlohe
03.10.14, 21:56
Wir gratulieren den heldenhaften Legionären zu den deutlichen Erfolgen gegen die Gallier und wünschen uns Senatoren und der Stadt Rom weitere Erfolge...:fecht:
Desweiteren sollten neue Kohorten aufgestellt werden um evtl die Griechen sowie die Karthager zu besiegen sowie die Makedonen...:top:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

George Pickett
04.10.14, 13:34
S.P.Q.R.


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Flectere si nequo superos, acheronto movebo! - Wenn mich der Himmel nicht hört, dann ruf ich die Hölle zur Hilfe (Vergil)

(249 - 246 v. Chr.)

Die Lage im Norden hatte sich in der Tat dramatisch verschlechtert. Die Makedonier hatten die Verbündeten Roms, die Illyrer, die Küste entlang nach Norden gedrängt und hatten Aquileia erobert, standen also nun an den Grenzen der römischen Republik. Bei Patavium retteten sich die Reste eines illyrischen Heeres auf das Gebiet Roms. Die Makedonier mißachteten die Grenzen Roms und drangen mit einem Heer in die Provinz Venetia ein, blieben aber passiv. Cassius Silvanus stellte sich ihnen mit einer Legion entgegen und beide Seiten beobachteten sich argwöhnisch. Ein weiteres Makedonisches Heer überschritt Ende 249 v. die Grenze. Rom befand sich mit dem makedonischen Reich nicht im Krieg, obwohl es viele Heerführer und Senatoren inoffiziell bereits anders sahen. Erschwerend kam hinzu, das ein römisches Heer nördlich von Massilla Teile der gallischen Provinz Arverni besetzt hatte, um den Zugang nach Massilla zu sperren. Die Gallier hatten auf diese Provokation noch nicht reagiert. Offiziell lebte Rom in Frieden.

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Rom beschloß, das Heft des Handelns in die eigenen Hände zu nehmen. Der Senat billigte einen Präventivkrieg gegen das Makendonische Reich. Nördlich von Bononia kam es Anfang 248 v. Chr. zur Schlacht gegen die Makedonischen Heere. Die Legionen des Cassius Silvanus und Placus Trebellius rückten mit 11.000 Mann gegen das rund 8.000 Mann zählende Feindheer vor. Das Makedonische Heer wurde vernichtend geschlagen und flüchtete in Richtung Aquileia. Cassius Silvanus setzte ihnen nach und stand wenige Wochen später vor den Toren von Aquileia. Hier wurde er durch ein frisches Heer der Makedonier überrascht, welches ihn mit Übermacht in eine Schlacht verwickelte. Es wurde von keinem geringeren als dem Führer des Makedonischen Reiches, Demetrius "Der Mörder" angeführt. 10.000 Feinde standen kanpp 6.000 römischen Legionären gegenüber. In einer heroischen Schlacht konnte die Legion des Cassius Silvanus die Makendonier besiegen und die Reste des Feindheeres in der Stadt Aquileia einschließen. Dieses Sieg bezahlten über 4.000 Legionäre und auch Cassius Silvanus mit ihrem Leben. Als Placus Trebellius mit seiner Legion zur Verstärkung anrückte, übernahm er das Kommando über die Reste der Legion des Cassius Silvanus.

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In den folgenden Wochen versuchten feindliche Heere mehrmals einen Entsatzangriff bei Aquileia. In der letzten Schlacht fiel Placus Trebellius in vorderster Linie. Seine Männer waren außer sich vor Wut und Trauer, so dass sie unter der Führung ihrer Hauptmänner die Stadt stürmten und ein Massaker unter den Makedoniern anrichteten. Auch der Makedonische König Demetrius fiel den wütenden Legionären zum Opfer. Das Haus, in dem er sich mit wenigen Getreuen verschanzt hatte, wurde über seinem Kopf angezündet, Jeder, der versuchte aus dem Haus zu flüchten, wurde von einer Mauer aus Pfeilen dahingemetzelt. Der Statthalter von Ariminum, Amulius Coruncanius, wurde mit Verstärkungen nach Histria gesandt, um die Lage dort unter Kontrolle zu bekommen.

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Rom hatte wieder einmal gesiegt, aber der Preis war hoch gewesen. Die römische Armee im Norden hatte hohe Verluste zu beklagen gehabt und in kurzer Zeit waren zwei verdiente Heerführer Roms in der Schlacht gefallen. Wie würden die Makedonier reagieren? Was würden die Gallier tun? Und im Süden der Republik braut sich Unheil zusammen. Griechische Spione wurden in und um der Stadt Rhegium gefasst und hingerichtet...

Ruprecht I.
04.10.14, 17:51
Hmmmm, die Minen von Segestica... :teufel:

the general
04.10.14, 18:16
Wäre es möglich mal etwas ins Detail zu gehen, was eure Truppen angeht? Wir sind sehr daran interessiert, was ihr alles an Einheiten habt. Die Verlust-Übersichten nach Schlachten wären auch schön. :) Ansonsten weiter so. :prost:

Hjalfnar
04.10.14, 20:46
Wie schafft Ihr das eigentlich immer, die Heerführer so schnell zu verheizen?! Bei Uns sind die regelmäßig an Altersschwäche eingegangen...

Lewis Armistead
04.10.14, 21:04
Wie es sich für einen echten Südstaatler gehört, führt der werte Pickett eben von vorn...

Das so Avatar-Italiener wie ihr das nicht nachvollziehen könnt ist klar :P

Ruprecht I.
04.10.14, 21:10
Rom (ohne Byzanz): grob 1000 Jahre
Südstaatengesocks: 5 Jahre
:^^:

Admiral Yamamoto
04.10.14, 21:26
Wie es sich für einen echten Südstaatler gehört, führt der werte Pickett eben von vorn...

Das so Avatar-Italiener wie ihr das nicht nachvollziehen könnt ist klar :P

:lach: Einer der amüsantesten Posts in diesen Hallen seit langem für mich. :lach:

Lewis Armistead
04.10.14, 22:34
Rom (ohne Byzanz): grob 1000 Jahre
Südstaatengesocks: 5 Jahre
:^^:

Wen juckt das? Untergegangen sind beide am Ende gegen zahlenmäßig übermächtige, ungewaschene Barbaren aus dem Norden :frech:

Was bleibt ist die Errinnerung...


https://www.youtube.com/watch?v=WlKc5PapKJc

George Pickett
05.10.14, 11:16
Hach...Wehmut umschleicht uns, werter Lo. Das waren noch Zeiten :)

Der Grund, warum bereits 3 Generäle ins Gras gebissen haben ist wohl der, dass wir nicht alle Schlachten manuell austragen, da das zeitlich einfach nicht zu stemmen ist. Lassen wir die KI die Schlacht ausfechten, geht sie mit den Generälen realtiv unvorsichtig um, wie mir scheint. Na ja...dafür gibt es ja die Möglichkeit der Adoption um sich weiteres Frischfleisch heranzuholen :D

Hohenlohe
07.10.14, 00:40
Es gibt ja noch die vage Chance mit einer Armee ohne General bei einer erfolgreichen Schlacht einen neuen 2*General zu bekommen...:PH:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

edit: mit welchem Schwierigkeitsgrad spielt ihr denn gleich wieder...

George Pickett
13.10.14, 00:13
S.P.Q.R


http://abload.de/img/coverj3uxg.jpg (http://abload.de/image.php?img=coverj3uxg.jpg)


Breve enim tempus aetatis satis vero longum ad bene honesteque vivendum! - Denn auch eine kurze Lebenszeit reicht aus, um gut und ehrenhaft zu leben! (Cicero)

(246 - 244 v. Chr.)

In jenen Tagen war es als Römer leicht, ehrenhaft zu leben, denn an Feinden herrschte kein Mangel. Ehrenhaft zu überleben war hingegen schon schwieriger. Das Makedonische Reich hatte die Schmach von Aquileia nicht vergessen und sann auf Rache. War das römische Heer auf diese Bedrohung halbwegs gut vorbereitet, so kam der griechische Angriff auf Rhegium recht überraschend. Erst seit wenigen Wochen wurde im Süden des Landes am Aufbau einer Legion gearbeitet. Als die Nachricht das Feldlager nahe Croton erreichte, war man dort ratlos, denn kein Heerführer war anwesend um die Truppen in die Schlacht zu führen.

http://abload.de/img/rhegiume7uvw.jpg (http://abload.de/image.php?img=rhegiume7uvw.jpg)

Doch es wären keine wahren Römer, wenn sie sich von derartigen Widrigkeiten behindern lassen würden. Unter dem jungen Hauptmann Luca marschierten 2.500 Legionäre im Eiltempo nach Westen. Als dem Kommandeur der Garnison von Rhegium, Hauptmann Marcellus, das Herannahen der Verstärkungen gemeldet wurde, befahl er umgehend einen Ausfall, um die Griechen von zwei Seiten her anzugreifen. Da beide römischen Einheiten nur aus schwerer Infanterie, den Príncipes, bestand wurde auf jegliches Vorgeplänkel verzichtet. Die Kohorten marschierten in schnellem Schritt auf die feindlichen Linien zu. Von zwei Seiten bedroht und in blutige Nahkämpfe verstrickt, war das Schicksal des griechischen Heeres besiegelt. Ihr Feldheer, Euenus von Macedonia, blieb auf dem Schlachtfeld so wie ein Großteil der griechischen Truppen.

http://abload.de/img/rf2vuae.jpg (http://abload.de/image.php?img=rf2vuae.jpg)

Im Norden hingegen war Rom zwar besser vorbereitet, jedoch die Stärke des makedonischen Heeres lies so manchen Legionär insgeheim erschauern. Dem feindlichen Heer gelang es, die Stadt Aquileia einzuschließen und das römische Grenzheer zum Rückzug zu zwingen.

http://abload.de/img/aquieilanru05.jpg (http://abload.de/image.php?img=aquieilanru05.jpg)

Doch Späher brachten wenig später Kunde, dass das makedonische Heer zwar Masse hatte, aber es an Klasse fehlte. Schlechte Ausrüstung und schwache Rüstungen, welche einem disziplinierten und gut ausgerüsteten römischen Heer nicht gewachsen wären. So kam es zur Schlacht bei Aquileia, wo zahlenmäßig unterlegene römische Truppen die Makedonier schlugen. Doch der Blutzoll war hoch gewesen und Rom konnte diesen Erfolg nicht zum eigenen Vorteil nutzen.

http://abload.de/img/aqfe3du8.jpg (http://abload.de/image.php?img=aqfe3du8.jpg)

Im Jahre 245 v. Chr. spitzt sich die Lage für Rom zu. Im Norden der Republik werden fast täglich gallische Spione gefasst und hingerichtet. Die gleiche Problematik im Süden, wo griechische Spione im Raum Rhegium sehr aktiv sind. An der Grenze zum Makedonischen Reich kommt es immer wieder zu Zwischenfällen und kleineren Scharmützeln. Außerdem erreichte den Senat die Kunde, dass das Illyrische Reich, der einzige Verbündete Roms, untergegangen war. Vermutlich hielten die Makedonier den Dolch zum Todesstoß, vielleicht auch die Griechen. Es war nicht wirklich relevant. Sie waren keine wirklich nützlichen Verbündeten gewesen, aber sie gaben Rom die Illusion nicht allein zu sein. Doch Rom war allein. Rom konnte sich nur auf Rom verlassen, auf niemand anderen.

Im Land herrschte ein gewisse Unruhe. Das Volk ächzt unter der hohen Steuerlast, während durch die hohen Militär und Infrastrukturausgaben der Staatshaushalt seit nunmehr dem dritten Jahr in Folge defizitär war. In manchen Provinzen wurde aus Unruhe murren. Einerseits wurden die Militärausgaben immer weiter erhöht, andererseits ziehen gerade durch Südtatalien marodierende Banden und Rebellen ohne, dass sich ihnen die römische Armee entgegenstellt. Ein Umstand, der dem Steuerzahler schwer zu vermitteln war.

Ende 245 v. Chr. marschierte eine römische Legion nach Segestica und schloss die Stadt ein. Rom wollte Stärke zeigen und das Makedonische Reich zum Frieden zwingen, denn an allen Grenzen der Republik marschierten die Feinde Roms auf. Das Frühjahr 244 v. Chr. wurde eines der blutigsten in der bisherigen Geschichte Roms. Der Segestica-Feldzug entwickelte sich zu einer über Monate andauernden Abfolge von Schlachten, in deren Folge die III. römische Legion förmlich verblutete. Im Sommer 244 v. Chr. zogen sich die Reste der Legion nach Aquileia zurück.

http://abload.de/img/1.schlachtoustk.jpg (http://abload.de/image.php?img=1.schlachtoustk.jpg)
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http://abload.de/img/2.schlacht2zapj.jpg (http://abload.de/image.php?img=2.schlacht2zapj.jpg)
http://abload.de/img/2egaxkw.jpg (http://abload.de/image.php?img=2egaxkw.jpg)

Rom befand sich in einer tiefen Krise. Das Ausmaß der militärischen Niederlage gegen die Makedonier hatte Rom geschockt, ins Mark getroffen. Fast 7.000 römische Soldaten waren von diesem Feldzug nicht zurückgekehrt und niemand wusste, ob die Makedonier jetzt den Spieß nicht umdrehen würden...

Hohenlohe
13.10.14, 01:12
Könnt ihr die Truppen nicht in einer gut ausgebauten Stadt wieder auffrischen, das Ganze dauert nur zwei Runden...?? Wir hoffen, dass ihr das noch rechtzeitig hinbekommt...:ph:
Wieviel Truppen habt ihr nun noch verfügbar...?? Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg...!! :ritter:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:smoke::) :fecht:

George Pickett
18.10.14, 16:13
S.P.Q.R.


http://abload.de/img/cover8pl2w.jpg (http://abload.de/image.php?img=cover8pl2w.jpg)



Konsolidierung (244 - 241 v. Chr.)

Nach der Niederlage gegen die Makedonier bereitete sich Rom auf das Schlimmste vor...jedoch waren die Makedonier wohl an anderer Stelle ebenfalls gefordert und beließen es bei einer spürbaren militärischen Präsenz in Raum Segestica. Rom mobilisierte nun alles, um die notwendige militärische Stärke wieder herzustellen. Im Norden, in den Provinzen Cisalpine Gaul, Venetia und Histria, sollten 3 starke Legionen ihr Lager aufschlagen und hier für Ruhe und Sicherheit sorgen. An einer Ausweitung des Konfliktes gegen die Makedonier hatte Rom kein Interesse und es sollte dem Feind kein Anlass gegeben werden zu glauben, die Grenzen Roms wären schlecht gesichert und ein lohnenswertes Ziel. Was Gallien anging...es herrschte immer noch ein brüchiger Frieden und immer noch standen römische Truppen auf gallischem Gebiet. Ein Bündnis mit den Germanen sollte die Position Galliens weiter schwächen und sie weiter einkreisen, denn Gallier und Germanen befanden sich miteinander im Krieg. Im Süden der Republik sollte eine weitere Legion den Schutz der römischen Grenzen garantieren. Exemplarisch für die neue römische Legion, welche knapp 8.000 Mann stark war, war die II. Legion, welche Ende 244 v. Chr. als erste im Norden aufgestellt wurde.

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12 Kohorten Príncipes bildeten den Kern der Legion. Zu ihrer Unterstützung standen 5 Kohorten Velites für den Fernkampf zur Verfügung. 2 Kohorten schwerer italischer Kavallerie vervollständigten die Legion. Anfang 243 v. Chr. war auch die I. Legion mit den ersten Kohorten ausgerüstet worden und die Lage stabilisierte sich. Doch wieder einmal war es Rom nicht vergönnt in Frieden zu leben. Ein makedonisches Heer hatte Aquileia mit einem Belagerungsring umschlossen und aus dem Süden kam die Kunde, dass die Griechen mit einem Heer von Sizilien übergesetzt waren und Rhegium belagerten. Rom musste nun an zwei Fronten kämpfen.

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Im Süden verlies die noch nicht vollständig aufgestellte IV. Legion ihr Feldlager und marschierte gen Rhegium. Zusammen mit der Garnison, die beim herannahen der Legion einen Ausfall wagte, wurden die Griechen geschlagen. Im Norden erreichte die III. römische Legion Aquileia in dem Augenblick, als der makedonische Befehlshaber zum Angriff auf die Stadt blies. Auch diese Schlacht endete für Rom siegreich.

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Der Senat folgte der Forderung von Publius Laevinus und befürwortete einen Feldzug gegen die Griechen auf Sizilien. Vielen Senatoren war klar, dass das zwangsläufig zum Kriege mit Kathargo führen würde, das ganz Sizilien für sich beanspruchte. Doch Rom hatte an Selbstvertrauen gewonnen und mit den Sarniten, tief im Osten, einen neuen Bündnispartner gefunden. Rom horchte auf als es erfuhr, dass das Makedonische Reich bis an die Grenzen des Sarnitischen Reiches reichte. Doch Rom sah sich nun stark genug, um die Makedonier im Norden in Schach zu halten und gleichzeitig im Süden gegen die Griechen vorzugehen.

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Inmitten der Planungen für den Feldzug wurde Publius Laevinus 241 v. Chr. im Alter von 70 Jahren aus dem Leben gerissen. Keine Krankheit deutete auf seinen Tod hin und Rom war in Trauer. Mit allen Ehrungen und Ehrenbekundungen, die ihm zustanden, wurde er in Rom zu Grabe getragen. Auch wenn er nicht die Popularität eines Quintus Julius erlangt hatte, der immer noch von vielen Bürgern als der wahre Gründer Roms angesehen wurde, so hat Publius Laevinus doch in den Jahren seiner Herrschaft die römische Republik mit ruhiger Hand, Geschick und Weitsicht durch die gefährlichen Strömungen geleitet und Roms Einfluss erweitert.

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Einen Monat später ernannte der Senat Lucius Aemilius zum Nachfolger des Publius Laevinus. Die Wahl stieß in den Reihen des Militärs und vieler Bürger auf Unverständnis, war er doch als Statthalter von Capua in den zurückliegenden Jahren weder politisch, noch militärisch auffällig gewesen. Auch sein hohes Alter von 67 Jahren qualifizierte in nicht unbedingt für dieses aufreibende Amt, so das hinter vorgehaltener Hand von Korruption und einem gekauften Amt gesprochen wurde...

Hohenlohe
18.10.14, 17:53
Wir wünschen den Legionen Roms weiterhin viel Erfolg...:fecht:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

George Pickett
19.10.14, 12:36
S.P.Q.R.


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III. Kapitel - Die Herrschaft von Lucius Aemilius

Alte und neue Pläne (241 - 239 v. Chr.)

Lucius Aemilius verlor keine Zeit, denn vielleicht ahnte er, dass ihm selbige ausging. Im Norden hatte die III. Legion Position in der Nähe von Aquileia eingenommen und wartete auf weitere Verstärkungen. Im Süden befahl er der IV. Legion umgehend die Griechen von römischen Boden zu vertreiben und anschließen nach Sizilien überzusetzen. Die Hafenstadt Messana war das Ziel. Der Feldzug begann Ende 241 v. Chr. mit der Schlacht von Rhegium, in der die Griechen eine herbe Niederlager erlitten und die Reste ihres Heeres nach Sizilien evakuieren mussten.

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Die Legion setzte den Griechen nach und überquerte in hunderten kleinen Booten die Meerenge zwischen Italien und Sizilien. Schließlich stand die IV. Legion mit über 6.000 Mann auf Sizilien. Doch der Norden kam nicht zur Ruhe. Abermals rückten die Makedonier gegen Aquileia vor und wurden dort durch die III. Legion des Cornelius Valens in einen Hinterhalt gelockt und gebührend empfangen. Der Aderlass für die Makedonier war hoch, aber an Menschenmaterial schien es bei ihnen nicht zu mangeln.

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Dem Senat wurde nun klar, dass pures Abwarten gegen die Makedonier kein adäquates Mittel war. Die ständigen Auseinandersetzungen belasteten den Staatshaushalt in einem immer stärkeren Ausmaß. In den letzten 10 Jahren waren die Staatsreserven um 2/3 gesunken und es drohte in absehbarer Zeit die Handlungsunfähigkeit. Daher wurde beschlossen, die Makedonier anzugreifen und zurückzudrängen. Dieses Vorhaben war schon einmal gescheitert, doch nun sollten 2 Legionen den Erfolg des Feldzuges sicherstellen: Die II. Legion unter Amulius Coruncanius und die III. Legion unter Cornelius Valens.

Auf Sizilien derweil entwickelte sich der Feldzug vielversprechend. In einer offenen Feldschlacht konnte die IV. Legion im Jahre 240 v. Chr. das griechische Heer schlagen, die Reste nach Messana zurücktreiben und dort einschließen. Sollten weiter südlich bei Syracus keine nennenswerten griechischen Truppen mehr stehen, so könnte dieser Feldzug schneller abgeschlossen werden als anfangs gedacht. Doch das waren alles noch Vermutungen.

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Die Griechen aus Syracus kamen...aber es waren zu wenige! Ihr Versuch, den römischen Belagerungsring um Messana zu sprengen scheiterte und das Schicksal der Stadt und ihrer Verteidiger war besiegelt. Sie kämpften tapfer und heldenhaft bis zum Tode und taten es damit ihrem Feldherrn, Telemacho von Nicaea, gleich. Der Erbe des griechischen Reiches blieb auf dem Schlachtfeld.

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http://abload.de/img/einnahmeyrbap.jpg (http://abload.de/image.php?img=einnahmeyrbap.jpg)

Die IV. Legion wandte sich gleich darauf nach Süden und erreichte kurze Zeit später Syracus. Die Stadt wurde eingeschlossen. Verstärkungen vom Festland sind unterwegs um die Garnison von Messana zu verstärken und der IV. Legion weitere Kohorten zukommen zu lassen.

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Im Norden hatten sich die II. und III. Legion derweil bei Aquileia versammelt. Der Feldzug gegen die Makedonier konnte beginnen...

George Pickett
19.10.14, 19:25
S.P.Q.R.


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Blutige Ernte (239 - 237 v. Chr.)

Während sich an der Grenze zum Makedonischen Reich die Legionen sammelten, kamen aus eben diesem Reich beunruhigende Meldungen. Spione berichteten von tausenden makedonischen Soldaten, die durch die Provinzen Dalmatia, Illyria und Pannonia in Richtung römischen Grenze marschierten. Es war klar, dass die Makedonier nichts anderes als den totalen Sieg wollten. Zweifel kamen auf, ob die beiden Legionen nicht zu schwach waren, um mit dem Feind fertig zu werden. Lucius Aemilius war trotz seiner Alters ein sehr impulsiver Mensch. Als ihm der Rat angetragen wurde den Feldzug zu verschieben, trieb er mit einem lautstarken Wutausbruch seine "Ratgeber" aus dem Raum. Er wies die in Liguria liegende I. Legion an, sofort ihre Zelte abzubrechen und nach Osten zu marschieren, um die Provinz Venetia zu sichern, während die II. und III. Legion ihren Feldzug begannen.

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Noch bevor seine Befehle ausgeführt werden konnten kamen die Makedonier! Und sie kamen zu Tausenden! In den folgenden Wochen kam es im Raum von Aquileia zu einer Reihe äußerst blutiger Abnutzungsschlachten. Immer wieder rannte das makedonische Heer gegen die Linien der beiden Legionen an. Rom siegte...und Rom starb! Die Stärke der Legionen schmolz dahin und für jeden getöteten Makedonier traten zwei an seine Stelle. Die III. Legion verlor ihren Befehlshaber Cornelius Valens. Schließlich ließen die Makedonier ab...vorerst...

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Auch auf Sizilien griff der Feind in Gestalt der Griechen bei Syracus an, wenn auch ungleich schwächer. Ein letzter Entsatzangriff scheiterte und die Legion stürmte die Stadt. Der Osten Siziliens war von den Griechen befreit und schon bald sollte nach dem Willen von Lucius Aemilius auch das restliche Sizilien folgen, ob von Griechen besetzt oder Kathargern.

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Im Norden hingegen nahm das Ausmaß der makedonischen Aggression bedrohliche Ausmaße an. Rom ergriff die Initiative und griff Teile des makedonischen Heeres östlich von Aquileia erfolgreich an. Wieder einmal hatte Rom in der Schlacht durch hervorragende Disziplin und gute Ausrüstung gesiegt.

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Doch der Feind war schlau und nicht zu unterschätzen. Das makedonische Heer umging die römischen Legionen im Süden und stand nun zwischen den römischen Legionen und Aquileia. Die Lage erschien aussichtslos. In dieser dunklen Stunde entschied sich der Heerführer Roms, Amulius Coruncanius, mit beiden Legionen, immerhin noch fast 8.000 Mann, nach Segestica zu marschieren um die Stadt einzunehmen. Ein gewagter, vielleicht auch verzweifelter Plan. Mitte 238 v. Chr. erreichte er die Stadt.

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Der Plan des Amulius Coruncanius ging auf...und damit waren er und viele Legionäre dem Tode geweiht. Die Makedonier reagierten auf diese neue Bedrohung und zogen sich aus dem Raum Aquileia nach Südosten zurück. Als sie schließlich das belagerte Segestica erreichten, hatten sich die Männer der II. und III. Legion so gut es ging auf die Verteidigung vorbereitet. Die Schlachten von Segestica werden noch heute in Lobliedern besungen und den gefallenen Helden Roms Respekt und Ehrerbietung gezollt. Denn als nach Monaten des Schlachtens die makedonische Armee am Ende...vernichtet war, zogen weniger als 1.000 Legionäre in die Stadt Segestica ein. Amulius Coruncanius konnte diesen bittersüßen Sieg nicht mehr genießen. Wie 7.000 seiner Männer lag er tot auf dem Schlachtfeld.

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Als die überlebenden Legionäre die Stadttore von Segestica aufstießen, ließen sie alle Wut, Verzweiflung und Hass aus sich heraus. Die verwundeten makedonischen Soldaten und auch die Bevölkerung mussten das am eigenen Leibe erfahren und mit dem Leben bezahlen. Als die Nacht hereinbrach, waren der flackernde Schein hunderter Brände selbst aus großer Entfernung noch gut zu sehen. Eine der dunkelsten Stunden Roms...

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Doch noch war nichts gewonnen, denn Roms Legionen waren vernichtet. Einzig die I. Legion in Venetia konnte in Marsch gesetzt werden, um den Sieg gegen die Makedonier dauerhaft auszunutzen und die Position im Raum Segestica zu festigen. Auf Sizilien bereitete man sich indes auf die Fortsetzung des Feldzuges vor, der ganz Sizilien unter die Kontrolle Roms bringen sollte...

Hohenlohe
19.10.14, 20:49
Was für ein blutiger Feldzug...Mein Glückwunsch gilt den tapferen Legionären, die dies durchgestanden haben...:fecht:

Hohenlohius

George Pickett
25.10.14, 16:00
S.P.Q.R.


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Aequat omnes cinis. Impares nascimur, pares morimur! - Asche macht alle gleich! Ungleich werden wir geboren, gleich sterben wir! (Seneca)

Die Eroberung Siziliens und das Ende der Griechen (237 - 233 v. Chr.)

Am Ende des Jahres 237 v. Chr. war die römische Republik kurz vor dem Staatsbankrott. Die Militärausgaben verschlangen einen derart hohen Anteil der Staatseinnahmen, das der weitere Ausbau der Provinzen und Städte zunehmend erlahmte. Wenn gebaut wurde, dann waren es militärische Anlagen. Es wurde zunehmend schwieriger, die vielen toten Legionäre zu ersetzen. Aus der Not heraus füllte Vibius Coruncanius, der Befehlshaber der I. Legion, seine Truppen mit Illyrischen und sogar gallischen Söldnern auf, denn er brauchte jeden Mann, wenn er Segestica erfolgreich verteidigen wollte. Noch während er Söldner anwarb und bei Aquileia auf weitere Verstärkungen wartete, rückten die Makedonier gegen Segestica und begannen eine Belagerung. Vibius Coruncanius lies sofort die Zelte abbrechen und marschierte los. In der folgenden Schlacht bei Segestica musste Rom erneut einen hohen Blutzoll leisten, konnte den Feind jedoch schlagen und Segestica entsetzen.

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Auf Sizilien musste die IV. Legion derweil einen Aufstand in Syracus niederschlagen. Der griechische Einfluss war noch stark ausgeprägt und große Teile der Bevölkerung lehnten Rom als neue Autorität ab. Dessen ungeachtet gingen die Vorbereitungen für die Fortsetzung des Sizilien-Feldzuges weiter. Im Frühjahr 236 v. Chr. zog die IV. Legion nach Westen. Die Belagerung von Agrigento wurde für das römische Heer zum vollen Erfolg. Das griechische Heer rieb sich am Belagerungsheer auf und konnte die Stadt nicht retten. Die Eroberung der Stadt war nur noch eine Frage der Zeit.

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Vielen Senatoren dämmerte inzwischen die Gewissheit, dass das Überleben Roms wohl von der Vernichtung des Makedonischen Reiches abhing. Nur über die toten Gebeine des Feindes konnte der Fortbestand der römischen Republik gewährleistet werden, denn die Region zwischen Aquileia und Segestica kam nicht zur Ruhe. Wieder standen feindliche Heere auf römischem Boden im Rücken der I. Legion. Die Makedonier konnten letztendlich vertrieben werden, aber sie würden zurückkommen, dessen war man sich gewiss. Um so wichtiger war es, den Feldzug auf Sizilien schnellstmöglich siegreich zu beenden. 235 c. Chr. stürmte die IV. Legion Agrigento und rottete alle Griechen und deren Sympathisanten mit Stumpf und Stiel aus. Zustände, wie nach der Eroberung von Syracus wollte man nicht mehr tolerieren.

Nun zog Publius Laevinus alle verfügbaren Truppen zusammen, um gegen Lilybaeum zu ziehen, der letzten griechischen Besitzung auf Sizilien. Erstaunt vernahm er, dass Spione innerhalb der Stadtmauern Thaulos von Thasos, den Anführer der Griechen entdeckt haben wollten. Allem Anschein nach diente Lilybaeum den Griechen als Hauptstadt, was einige Fragen aufwarf. Hatten die Makedonier die Griechen aus ihrem angestammten Gebieten vertrieben? Waren sie bereits so stark und mächtig? Ein beunruhigender Gedanke. Eiligst zog er mit seinen Truppen nach Lilybaeum und schloss die Hafenstadt ein.

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Anfang 233 v. Chr. stürmte die IV. Legion Lilybaeum und beendete die Existenz des griechischen Reiches. Durch jahrelange Kämpfe gegen die Makedonier geschwächt und aus ihrer Heimat vertrieben, fanden sie durch römische Waffen auf Sizilien ihr Ende. Der Erzfeind Roms war nicht mehr, doch mit den Makedoniern gab es würdige Nachfolger. Nun endlich hoffte Rom, sich auf den Feind im Norden konzentrieren zu können, während das übrige Land wachsen konnte...

Hohenlohe
25.10.14, 17:31
Wir gratulieren zu diesen bitteren Erfolgen und geben dem römischen Staat erneut eine Vermögensspritze von 40000 Goldstücken (add_Money 40000), in der vagen Hoffnung, dass ihr weitere Truppen rekrutieren könnt, um gegen die verhassten Makedonier anzutreten. :fecht:
Wir fordern die übrigen Senatoren auf, es uns gleich zu tun...!! :) AVE SPQR!!

Hohenlohius

Ruprecht I.
25.10.14, 19:14
Ein weiteres mal hat sich gezeigt, daß einige Senatoren in der Vergangenheit der Republik zustehende Gelder veruntreut hatten und nun versuchen, ihre Haut zu retten...
Wann endlich wird der Senat diese... diese... GRIECHISCHEN Zustände beseitigen?

Keine Karthager auf Sicilia? Prima, sollen die ruhig noch warten, bis die Makedonen zurechtgestutzt sind :teufel:

the general
25.10.14, 19:29
Sehr schön. Durch das Ausschalten von Sizilien solltet ihr etwas Luft bekommen, um euch komplett gegen die Makedonen wenden zu können. :)

Trotzdem würden wir ein paar schlagkräftige Truppen und ein paar Schiffe als Späher gegen die Karthager in der Hinterhand behalten.

Würde sich denn ein Angriff auf Südgriechenland anbieten? Möglicherweise sind die meisten makedonischen Truppen im Norden. Wenn ihr dann eine leichtverteidigte, aber reiche und gut befestigte Stadt erobert, könnt ihr vielleicht die makedonischen Truppenmassen ausbluten?

George Pickett
25.10.14, 20:29
@ Hohenlohe
Wir wissen die noble Geste zu schätzen, doch die Senatoren wurden bereits enteign.. ähm...zu einer großzügigen Spende animiert :D Im übrigen hat sich der Staatshaushalt wieder etwas erholt.

@ Ruprecht
Griechische Zustände??? Ihr habt recht...immer, wenn wir Griechen sehen bekommen wir Zustände ;)

@ The General
Die Flotte ist bisher zu kurz gekommen. Das soll sich, gerade im Hinblick auf Kathargo, bald ändern. Wir hatten ebenfalls den Gedanken, die Makedonier etwas an ihrer Flanke zu kitzeln. Appollonia sticht uns da ins Auge...

Hohenlohe
25.10.14, 20:43
Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit den Legionen gegen die Makedonen...:fecht: Gut dass sich der Staatshaushalt etwas erholt hat, dann könnt ihr ja neue Kohorten ausheben..:) Wir freuen uns schon auf das kommende Update...:)

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:smoke::)

Frankenland
25.10.14, 21:38
In Griechenland einfallen. Städte Plündern und wieder verschwinden.

Hohenlohe
25.10.14, 23:32
In Griechenland einfallen. Städte Plündern und wieder verschwinden.

Dafür bedarf es einer guten Flotte, sonst geht die Armee verloren und das will keiner von uns...:reiter:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::ritter:

George Pickett
26.10.14, 11:19
S.P.Q.R.


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At tu, dum primi floret tibi temporis aetas, utere: non tardo labitur illa pede! - Du, nütze die Zeit, noch blühen Dir die Tage der Jugend: Doch nicht langsamen Schritts gleitet sie flüchtig dahin! (Tibull)

(233 - 232 v. Chr.)

Im Jahre 232 v. Chr. starb Lucius Aemilius im Alter von 76 Jahren. Trotz seines hohen Alters bei seinem Amtsantritt und seiner bis zu seinem Tode merklichen Unbeliebtheit im Volke, hat er die Republik in weniger als 10 Jahren mit blutigem Schwert erfolgreich gegen Griechen und Makedonier geführt und Sizilien den Griechen entrissen. Die Makedonischen Heere wurden, wenn auch unter schmerzlichen Verlusten, an den Grenzen Roms immer wieder aufgehalten. Nicht zu untereschätzen ist, dass es ihm gelungen ist, trotz der enormen Militärausgaben, den Staatshaushalt zu konsolidieren.

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Seinem Nachfolger, Manius Aemilius, hinterließ er eine gewachsene und gestärkte Republik...und Pläne, die noch zu seinen Lebzeiten ausgearbeitet und deren Ausführung überall im Land vorbereitet wurde. Der Plan, die Makedonier in ihrem Hinterland zu treffen, wurde weitergeführt und im Süden Roms entstanden neue Legionen, wurden Schiffe gebaut. Keine makedonische Siedlung zwischen Segestica im Norden und Apollonia im Süden sollte vor Roms Truppen sicher sein. Rom würde den Krieg zu den Makedoniern tragen.

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Hohenlohe
26.10.14, 12:18
Wir bedauern den Verlust des werten Lucius Aemilius und wünschen seinem Nachfolger viel Glück bei der Bewältigung der makedonischen Plage...:reiter:
Werter George, könntet ihr uns mal zeigen welche Truppen ihr in Rom rekrutieren könnt...?? Wieviele Schiffe habt ihr bereits...??
Wir wünschen euch und dem römischen Volke weiterhin guten Erfolg...!! :fecht:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:smoke::ritter::)

George Pickett
15.11.14, 00:55
S.P.Q.R.


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IV. Kapitel - Die Herrschaft von Manius Aemilius

In Feindesland (232 - 227 v. Chr.)

Manius Aemilius setzte die offensive Strategie seines Vorgängers fort und nutzte das gewachsene Selbstvertrauen Roms aus. Während bei Capua und Taranto neue Legionen aufgestellt wurden, wuchs im Norden Roms militärische Macht rasant an. Rom hatte nicht nur an Raum, sondern besonders auch an Menschen gewonnen. Die Dienstverpflichtung war, wenn man den die Dienstzeit überlebte, eine lohnende Sache für die jungen Männer. In den drei folgenden Jahren bluteten sich die Makedonier bei diversen Versuchen aus, Segestica zurückzuerobern. Gaillus Poppillius, seines Zeichens oberster militärischer Befehlshaber in Venetia, Histria und Illyria, sah im Frühjahr 229 v. Chr. günstige Zeichen gegen die Makedonier offensiv zu werden. Während die III. Legion bei Segestica die Makedonier in Schach hielt, überquerte die I. Legion die Alpen und drang in die Provinz Noricum ein. Die II. Legion brach ich Zelte bei Aquileia ab und marschierte in die Provinz Pannonia. Beide Provinzen standen unter Kontrolle des Makedonischen Reiches.

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Während die I. Legion Luvavum belagerte, zog die II. Legion durch die Provinz Pannonia, eine Spur der Vernichtung hinter sich herziehend. Die Makedonier versuchten zu reagieren, in dem Sie bei Segestica und Aquileia wieder offensiv wurden. Beide Belagerungsversuche konnten durch die III. Legion und eintreffenden Reserven verhindert werden. Nördlich der Alpen vereinigten sich die I. und II. Legion und konnten in mehreren Schlachten die Makedonischen Heere bei Luvavum teils vernichtend schlagen und die Stadt einnehmen. An der Entschlossenheit der Makedonier, diesen Krieg unerbittlich weiterzuführen, haben diese Reihungen von Niederlagen jedoch nichts geändert.

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Dennoch war es eine blutige und langwierige Angelegenheit. Ausgesandte Spione berichteten, dass sich das Makedonische Reich nicht nur bis weit in den Osten erstreckte...auch bis hoch in den Norden, in Germanische Gebiete waren sie bereits vorgedrungen. Im Jahre 227 v. Chr. erreichte der Krieg gegen die Makedonier einen neuen Höhepunkt. Roms Truppen marschierten gegen Oduba und tief im Süden erreichte die römische Flotte die Dalmatische Küste. Zwei Legionen gingen hier an Land. Eine schwenkte nach Süden um Salona anzugreifen. Die zweite marschierte nach Norden um den bedrängten Truppen bei Segestica zur Hilfe zu eilen.

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Bald würde sich zeigen, ob der Plan Roms aufgehen würde. Noch ist nichts gewonnen. An dem Tage, an dem Makedonien auf den Knien rutschend um Frieden nachsucht...an diesem Tage kann Rom sagen: "Wir haben gesiegt!"

Hohenlohe
15.11.14, 11:21
Ein Hoch auf die tapferen Legionäre Roms, die unerbittlich gegen den Feind kämpfen, wo er sich zeigt und das scheint überall zu sein...:reiter:
Nur weiter so!! Ihr werdet mit Fortuna an eurer Seite siegen, denn Mars gewährt euch den Sieg...:fecht:

Salve

Hohenlohius

the general
17.11.14, 23:03
Interessante Fortsetzung. Wir hätten nicht gedacht, dass Makedonien soweit nach Norden vorgedrungen ist. Naja, bei den Truppenmassen auch kein Wunder.

Salona zu erobern macht auf Grund der Minen sicherlich Sinn. Habt ihr schon weitere Pläne, wie ihr danach weiter verfahren wollt?

Die Städte im Norden zu "befreien" macht sicherlich Sinn, allerdings wäre ein Angriff auf das makedonische Kernland aus unserer Sicht sinnvoller. Wir können uns nicht vorstellen, dass alle makedonischen Städte soweit ausgebaut worden sind, dass sie wertvolle Truppen bauen können. Da die Produktion zu stören und außerdem die reichen makedonischen Steuerzahler daran zu hindern, weitere Steuern zu zahlen, ist aus unserer Sicht lohnender. Auch wenn der Einsatz für euch vielleicht teurer ist.

Irgendwann muss ja auch mal die makedonische Armee erschöpft sein.

George Pickett
17.11.14, 23:20
Werter General,

noch weiter nach Norden wollen wir in der Tat nicht. Das Nahziel ist, die Dalamtische Küste bis hinunter nach Appollonia unter die Kontrolle Roms zu bringen, wobei das noch einen gewaltigen Aderlas notwendig machen wird. Der makedonische Nachschub an Menschenmaterial scheint unermesslich zu sein, wobei aber die Qualität der Truppen mit Rom wohl langsam nicht mehr mithalten kann. Sollte dieses Ziel erreicht sein, wird man sehen. Wer weiß, was die Gallier oder die Katharger noch im Schilde führen...

Hohenlohe
18.11.14, 00:14
Wir hoffen, dass es euch gelingt den Makedonen noch gewaltigere Verluste beizubringen als bisher...:fecht:

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::ritter::)

Hjalfnar
18.11.14, 08:09
Eine Frage, werter Pickett: Warum so kleine Einheiten? Für Uns war es immer das besondere von Total War, riesige Armeen übers Schlachtfeld zu scheuchen!

George Pickett
18.11.14, 19:16
Eine Frage, werter Pickett: Warum so kleine Einheiten? Für Uns war es immer das besondere von Total War, riesige Armeen übers Schlachtfeld zu scheuchen!

Legionäre, werter Hjalfnar, wachsen nicht auf Bäumen. Der...nennen wir es Verschleiß...ist ungeheuer groß! Die Legionen kommen ja in "Vollstärke" nach vorne, aber die Verluste... :eek:

Hjalfnar
18.11.14, 19:21
Hm, selbst Einheiten auf Vollstärke scheinen bei Euch nur um die 40 Mann zu haben, Wir kennen das mit 160-200 Mann pro Einheit. Ist das ein (Uns unverständliches) Feature des Mod oder habt Ihr die Einheitengröße heruntergeregelt?

Hohenlohe
18.11.14, 22:52
Soweit ich weiss, verhindern manche Mods grössere Einheiten und man muss dann mit den kleinen Einheitsgrössen spielen, bspw. ist das bei Amazon TW-Mod so, dass bestimmte Einheiten nur 24 Mann haben wie Berserker und Speerleute 120 Mann...Man gewöhnt sich aber daran...:)

herzliche grüsse

Hohenlohe...:smoke::)