Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 戦争クロニクル帝国日本 – Sensō kuronikuru teikoku Nihon - Rule the Waves 2 mit Japan
Ausgebaut werden die Häfen in 10000-Tonnen-Schritten.
Werte Regenten,
ja so ist es und Kenia ist nur minimal ausgebaut. Es würde also Jahrzehnte dauern um dort eine große Flotte vorzuhalten. Die Entscheidung kommt auch nicht von ungefähr. In einem Testspiel vor dem AAR hatten Wir Italien dort seine Kolonie abgeluchst und wurden sehr böse verprügelt vom Empire...
#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 10. Januar 1916
Osaki Satoshi musste sich an ein weiteres neues altes Gesicht gewöhnen. Marineminister Yashiro Rokurō war sein Amt bereits wieder losgeworden. Zu den Gründen wurden keine Angaben gemacht, aber es wurde erst jetzt bekannt, das Yashiro Rokurō bereits im letzten Jahr durch den Helden von Wēihǎiwèi ersetzt worden war.
Nun also war Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō zum Marineminister ernannt worden. Satoshi hatte sogleich um ein Interview gebeten und war sogar mit seiner Bitte durchgedrungen. Tatsächlich durfte Satoshi das Interview mit dem neuen Marineminister in dessen privaten Besitz führen. Er hatte also das Wochenende in Hiroshima verbracht und durfte dem Minister am Samstag seine Fragen stellen.
Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō entstammte einer alten Samurai-Familie und entsprechend Traditionsbewusst war der Familiensitz eingerichtet. Der Minister war über den Jahreswechsel in seiner Heimstadt gewesen und fand die Umgebung für ein Interview wohl passend. Damit hatte er recht, denn die ganzen Rüstungen und Schwerter wirkten auf Osaki Satoshi gehörig einschüchternd.
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Bild 127: Samurai in voller Rüstung um 1860
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samurai.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Felice_Beato
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Samurai
Dann aber entspann sich ein angenehmes Gespräch in relativer Offenheit, wie er lange keines mehr führen konnte. Er erfuhr, dass die Marine die Rüstungsausgaben sehr bald beschränken würde und nur das Neue 海軍航空本部 (Kaigun Kōkū Hombu - Kaiserlich Japanischen Marineluftfahrtbüro) mit vollem Budget würde weiterarbeiten dürfen. Dazu erhielt er eine Übersicht der derzeitigen 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte). Hier war Japan also ganz massiv in der Aufrüstung befunden.
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Im Vergleich mit den anderen Nationen war das Marinebudget Japans vergleichsweiße hoch, aber das Empire war bereits wieder führend. Der Minister führte das auf die zahlreichen erforderlichen Ersatzbauten der Royal Navy zurück.
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Dann ging der Minister ins Detail. Es würde wohl der Neubau verlangsamt werden müssen, aber umso intensiver würde die Ausbildung verlaufen und die Werftkapazitäten erweitert werden. Die Kaiserlich Japanische Marine wollte ihre technischen Nachteile im Schiffbau unbedingt durch Größe wettmachen.
„Wenn wir nicht durch Quantität siegen können, müssen wir durch Qualität siegen.“ lautete das Motto von Marineminister Katō Tomosaburō.
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Der Minister war tatsächlich ungewohnt offen. Er gab die letzten In-Dienststellungen und Wieder-in-Dienststellungen bekannt und kommentierte dies im Hinblick auf die neuesten Erkenntnisse zu den vermeintlich kleinen Marinen als dringend geboten.
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Dann aber rückte er mit der eigentlichen Neuigkeit heraus und verpflichtete Osaki Satoshi dazu über diesen Punkt Verschwiegenheit zu bewahren. Die Kaiserlich Japanische Marine würde bald – vielleicht sogar noch im Januar – mit der Konstruktion und dem Bau von „Großen Torpedobooten“ beginnen.
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Hier war Satoshi Negierung geworden und wollte wissen, ob die Marine denn tatsächlich in den Torpedobooten ihre wichtigste Waffe sah?
Der Minister hatte dies bejaht. Die Torpedoboote seien vergleichsweise einfach und schnell herzustellen und mit den geplanten neuen Typen der 1500-Tonnen Kategorie würde diese Schiffsklasse sogar eine zunehmende Gefahr für moderne Schlachtschiffe darstellen.
Torpedoboote würden daher auch in der Zukunft das Rückgrat der Kaiserlich Japanische Marine bilden. Die großen Einheiten würden tatsächlich dazu dienen, um aus der Distanz heraus den Gegner zu beschäftigen während sich die Torpedoboote an die Vernichtung machten. Natürlich gäbe es den unbekannten Faktor der Fliegerei, aber bis auf weiteres traue man Flugzeugen nicht zu, eine ernsthafte Gefahr für Schiffe darzustellen, falls dies überhaupt jemals zutreffen werde.
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Jetzt saß Osaki Satoshi in seinem Büro und ordnete seine Mitschriften. Heute würde es keinen Artikel zu dem Interview mehr geben. Dazu waren die Informationen zu umfangreich. Er würde die Nacht durcharbeiten, was zugegeben schon lange nicht mehr der Fall gewesen war, und den Artikel morgen mit dem Rest der Redaktion besprechen. Erst am Mittwoch würde es also in Druck gehen.
Bis dahin hoffte Osaki Satoshi, dass Niemand von der Kempeitai auftauchte um die Aussagen des Ministers wieder zu kassieren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 28. Januar 1916
Dafür das die Marine sich auf die Fliegerei konzentrieren wollte, hatte der Minister dazu eigentlich am wenigsten ausgesagt. Also doch weiter Schweigen konstatierte Osaki Satoshi. Wenigstens mit den neuen großen Torpedobooten behielt der Minister Wort und Osaki Satoshi durfte einen Blick auf die ersten Entwürfe richten. Schreiben durfte er darüber nicht.
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 03. Februar 1916
>> Marine stellt weltgrößtes Schlachtschiff in Dienst! <<
Die Kaiserlich Japanische Marine hat heute Morgen von der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) das neue Schlachtschiff Hatsuse übernommen. Im Rahmen der Feierlichkeiten sagte der neue Marineminister Katō Tomosaburō, dass die Hatsuse das derzeit größte Schlachtschiff der Welt sei und helfe den Frieden in der Welt und besonders in Asien zu bewahren.
Mit 40.000 Tonnen und acht 15inch Geschützen ist es zugleich das größte jemals in Japan gebaute Schiff und auch das teuerste. Die Konstruktion hat sich während der Kriegsjahre verzögert und somit spielte die Hatsuse für den vergangenen Krieg nur eine theoretische Rolle.
Lange wir die die Hatsuse den Titel größtes Schlachtschiff der Welt nicht tragen dürfen, da die Japanische Marine selbst mit der Shikishima ein noch größeres Schiff in Bau hat. Von den anderen Kriegsflotten ist bislang kein ähnlich großer Entwurf bekannt, dafür haben die europäischen Flotten längst Schlachtschiffe mit noch größeren Kalibern im Einsatz.
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 08. Februar 1916
>> Marine versenkt deutsches Fischerboot! <<
Während eines Manövers ist es laut Marineminister Katō Tomosaburō zu einem unglücklichen Zwischenfall gekommen, bei dem ein Schiff des Kaiserreich Deutschland versenkt wurde. Laut dem Minister ist das deutsche Schiff mutwillig in ein eindeutig gekennzeichnetes Manövergebiet eingefahren und dabei versehentlich vom Panzerkreuzer Furutaka versenkt worden. Der Minister mutmaßt, dass es sich bei dem Schiff in Wahrheit um ein Spionageschiff gehandelt hat mit dem Auftrag Informationen über unser neues Schlachtschiff Hatsuse zu sammeln. Anders ließe sich die Anwesenheit eines Deutschen Fischerbootes so weit entfernt vom nächsten Deutschen Hafen nicht erklären.
Eine Reaktion des Deutschen Kaiserreichs steht bislang aus.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 16. Februar 1916
Endlich hatte Osaki Satoshi etwas über die Pläne der Marine zum Thema Fliegerei erfahren. Dass die Marine Flugzeugtragende Schiffe in Bau hatte wusste er bereits. Was die Schiffe Leisten mochten, war nicht bekannt. Jetzt hatte die Marine gleich mehrere Werften gebeten Vorschläge für ein weiteres Schiff dieser Art vorzulegen.
Osaki Satoshi hatte jetzt Details des Entwurfs zu Gesicht bekommen, der von der Marine favorisiert zu sein schien.
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Sonderlich beeindruckend war der Entwurf nicht, aber das waren Zeichnungen nie. Man würde das Schiff erst in Augenschein nehmen müssen um beeindruckt sein zu können. Aber es war bereits klar, dass es wesentliche kleiner war als die Hatsuse. Es würde also auch in seinem realen Erscheinen niemanden in aufgeregtes Staunen versetzen können.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun – Freitag 24.März 1916
Der Physiker Albert Einstein, der bereits verschiedentlich durch kaum nachvollziehbare Theorien aufgefallen ist, hat diese Woche ein neues Werk vorgelegt. Mit den „Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie“ versetzt er die Forscher dieser Welt in Verzücken. Vollständig verständlich ist auch dieses Werk wohl nur für Wissenschaftler seines Niveaus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein
https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Relativit%C3%A4tstheorie
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 06. April 1916
Die Ussuri Maru war kein normales Schiff, aber sie sah fast normal aus. Es gab ungewöhnliche quaderförmige Aufbauten und zwei Kräne die größer waren als üblich. Mehr Unterschied das Schiff nicht von einem normalen Frachter. Diesmal gab die Marine die Fertigstellung nicht bekannt, aber Osaki Satoshi hatte einen Tipp erhalten den Tag doch am Hafen zu verbringen.
Als er beobachten konnte wie dieses Schiff ausgedockt wurde, war ihm klar was der Tippgeber sagen wollte.
„Das also ist ein Flugzeugmutterschiff!“ pfiff er leise durch die Zähne. Er studierte so schnell wie möglich so viele Details wie machbar und fertigte sich unauffällig einige Notizen und Skizzen an.
Er hatte einen ersten Blick auf die Zukunft der Seefahrt geworfen und würde das nun mit seinen Kollegen eingehend besprechen müssen. Was durfte man von dieser Entwicklung halten?
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Bild 128: Japans erstes Flugzeugmutterschiff
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wakamiya.jpg
Autor: Japanese Navy
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Japanese_seaplane_carrier_Wakamiya
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#121 RTW2-JAP#
An Eurer Stelle hätten Wir die zwei Haguros abgewrackt und die II. Shikishima dankend angenommen. Sollte das Budge weiterhin so niedrig bleiben werden die Haguros gleich bei Indienststellung völlig überholt sein. Andererseits hat das auch einen gewissen Charme, siehe Blücher oder Danton.
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 10. April 1916
>> Führt Wettrüsten der führenden Marinemächte in einen neuen Krieg? - Diplomatische Kreise uneins über die künftige Rolle Japans - Frankreich um gute Beziehungen mit Japan bemüht <<
Mehr als elf Monate sind seit dem Ende des Britisch-Japanischen Krieges vergangen, eine Zeit, in der sich die Machtverhältnisse zumindest auf See grundlegend geändert haben. Die britische Selbstverständnis, eine der vorherrschenden Supermächte unserer Zeit zu sein, wurde aufs tiefste erschüttert.
Wie umfassend die Krise ausfällt ist auch daran zu erkennen, das die Bevölkerung der ehemaligen ostafrikanischen Kolonie Kenia nach einem langen Befreiungskampf ihre Kolonialherren aus dem Land geworfen hat. Sie haben die Gunst der Stunde genutzt, als das Empire alle Hände voll mit dem Kriegsgegner Japan zu tun hatte.
Man hätte das als Zeichen der Auflösung deuten können, aber mittlerweile hat sich das Empire wieder einigermaßen gefangen, die Werften sind wieder ausgelastet und die Royal Navy wird bald wieder zu ähnlicher Stärke wie vor dem Krieg erwachsen.
Diese elf Monate sind aber auch positiver verlaufen, als viele Politiker und Diplomaten vorausgesehen hatten. Japans Beziehungen zu den übrigen Großmächten hatten sich weitgehend normalisiert, es wurden sogar vereinzelt Handelsbeziehungen mit den USA und Italien bekannt, die vor allem den Marinerüstungssektor betrafen.
Zumindest oberflächlich könnte man also aufatmen, wenn man aber einen Blick hinter die Fassade wirft (was diesem Blatt dank seiner asiatischen Kontakte mitunter gelingt), fällt einem aufmerksamen Beobachter die nicht nachlassende Aktivität auf einem neuen technischem Gebiet auf, das die althergebrachten Marinestrategien völlig über den Haufen wirft.
Die Erforschung und letztlich erfolgreiche Einführung von Flugmaschinen und Luftschiffen bietet denjenigen, die sie sinnvoll einsetzen können, urplötzlich gänzlich neue taktische Möglichkeiten. Als "fliegende Augen" mit großer Reichweite könnten sie feindliche Marinebewegungen aufspüren, weit bevor sich die gegnerischen Flotten überhaupt zu Gesicht bekommen.
So gut wie alle führenden Nationen arbeiten an dieser Technologie, Flugplätze und Luftschiffbasen schiessen quasi wie Pilze aus dem Boden und man könnte meinen, die Kriegsmarinen dieser Welt sind plötzlich zu einer Randerscheinung verkommen.
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Japanisches Wasserflugzeug
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:JapaneseMauriceFarman.jpg
Einige zu dieser Entwicklung befragte Fachleute sehen in der Zukunft vielleicht sogar den Einsatz von speziellen Schiffen voraus, einer Art riesigen schwimmenden Startbahn, deren Einsatzmöglichkeiten eine noch nie dagewesene Bandbreite aufweisen würde.
Noch hört sich eine solche Technologie wie pure Phantasie an, aber so verhielt es sich früher auch vor Erfindung des Automobils oder der Elektrizität.
Nach Informationen dieses Blattes hat sich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten in Japan selbst nicht viel geändert, der quantitative Ausbau der Marine stockt nach wie vor, überall fehlt es mal an Stahl und mal an sonstigen Ausrüstungsmaterialien. Die Bevölkerung versucht tapfer das Leid zu ertragen, was die Unsummen verschlingende Aufrüstung ihnen aufbürdet.
Als Gewinner eines großen Konfliktes haben die Verantwortlichen auch alle Argumente auf ihrer Seite, aber wenn auch in Friedenszeiten eine Produktion wie im Krieg stattfindet, darf man sich als neutraler Beobachter durchaus mal Gedanken machen, wo der Weg des Kaiserreiches Japan hinführen wird.
Vor dem Hintergrund, das Japan etliche seiner Neu- und Umbauten auch aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt hatte, überraschte im Februar das Kaiserreich die Welt mit einem Paukenschlag und stellte mal so eben mit der IJN HATSUSE das bisher größte gebaute Schlachtschiff aller Zeiten in Dienst!
Ein wahrer Gigant von 40.000 Tonnen, weder Briten noch Amerikaner können mit solch einem Monstrum mithalten, aber es ist nur (bisher?) ein Exemplar und soll womöglich der Welt suggerieren, das die japanische Marine zumindest qualitativ keinen Gegner zu fürchten hat.
Fast unbeachtet geblieben ist eine Meldung ebenfalls vom Februar, das bei einem Zwischenfall ein japanischer Panzerkreuzer ein deutsches ziviles Fischerboot versenkte, das sich "versehentlich" in japanisches Manövergebiet verirrt hatte.
Der zeitliche Zusammenhang kann natürlich auch Zufall sein, doch die Wahrscheinlichkeit, das dieses Fischerboot sich weniger für Fischfang, sondern mehr für ausländische Marinetechnik interessiert zeigte, wird wohl nicht nur in der japanischen Admiralität geteilt.
Auch die französische Regierung ist seit längerem an den Entwicklungen in und um Japan interessiert, man bemüht sich um eine friedliche Koexistenz mit dem neuen Nachbarn, denn schließlich leben Frankreich mit seinen Besitzungen in Indochina und neuerdings Japan mit der Kriegseroberung Hongkong gewissermaßen Tür an Tür.
Die nicht aufhörenden Aufrüstungsbemühungen des Kaiserreiches sieht Frankreich zwar mit Unbehagen, Sorgen macht man sich in Paris aber solange noch nicht, wie sich der diplomatische Austausch zwischen beiden Nationen auf neutralem bis gutem Niveau stabilisiert.
Ungeachtet aller politischen Verhältnisse investieren alle großen Nationen kräftig in den Ausbau ihrer Marinestreitkräfte, denn niemand wird es sich leisten können, den Anschluß an neueste technische Entwicklungen zu verpassen. Denn so friedlich wie derzeit wird es vielleicht nicht immer bleiben und wer Schwäche zeigt, wird dann womöglich zum nächsten Opfer.
Edler dimovski,
An Eurer Stelle hätten Wir die zwei Haguros abgewrackt und die II. Shikishima dankend angenommen. Sollte das Budge weiterhin so niedrig bleiben werden die Haguros gleich bei Indienststellung völlig überholt sein. Andererseits hat das auch einen gewissen Charme, siehe Blücher oder Danton.
Die 1500 Tonnen Torpedoboote sind für Uns im Moment wichtiger. Japan benötigt noch Jahrzehnte um eine fähige Schlachtflotte zu haben und der Shikishima-Entwurf ist auch nicht wirklich gut. Bei den "dicken" Wummen fehlt es Japan noch an Qualität. Daher hätten Wir auch kein Budget für eine zweite Shikishima, die dann im übrigen auch veraltet wäre. Möglicherweise findet Satoshi bald heraus, was die Marine als Strategie verfolgt, vielleicht wurde er aber auch absichtlich hinters Licht geführt.
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Werter Taurus,
diesen Franzosen müssen Wir im Auge behalten! Der denkt schon in die ferne Zukunft, dass könnte den Feinden Japans nützlich sein :eek:
#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 07. April 1916
Osaki Satoshi hatte alle Redakteure versammelt. Er gab die Aufgabe für die gesamte Redaktion heraus:
„Findet alles was es zur Marineluftfahrt im In- und Ausland zu finden gibt.“
Eine Sache war ihm bereits klargeworden. Auf offiziellen Wegen würde es keine Informationen geben!
Weder Japan noch irgendein anderes Land führte überhaupt die Schiffs-Klassifikation Flugzeugmutterschiff in den offiziellen Flottenangaben. Somit wusste er nicht mal, ob Japan das erste Land war das diese Schiffsklasse in Dienst gestellt hatte, oder ob andere Nationen bereits vorne lagen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 09. Mai 1916
Im Mai wurde bekannt, dass Japan seine Beziehungen zu Deutschland zu verbessern suchte. Der Vorfall mit dem Fischerboot sollte wohl schnell vergessen gemacht werden. Der Grund wurde offenbar als herauskam, das Japan hochmoderne 10inch Geschütze von Deutschland erwerben würde. Das war nur möglich, wenn Deutschland das japanische Kaiserreich nicht als Gegner betrachten musste.
Dazu passte wohl auch, dass Japan der Welt zu verstehen gab, dass es in den Vereinigten Staaten von Amerika einen Rivalen sah. Den USA wurden schwere Spionage-Vorwürfe gemacht und zwar im erklärten wichtigsten Bereich der Marine, der Marineluftfahrt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 08. Juni 1916
Osaki Satoshi rätselte wieder herum, was die Regierung trieb? Er suchte ein Wort, einen Begriff, eine Schlagzeile. Dann fand er was er suchte. Morgen würde die Tōkyō Shinbun mit der Schlagzeile
Die Kaiserreich-Kampagne
aufmachen! Anders war die heftige Intervention gegen einen Rüstungsvertrag mit Frankreich nicht zu begründen. Deutschland und Frankreich hegten eine lange ergiebige Feindschaft. Wenn man sich Deutschland andienen wollte, war ein schlechtes Verhältnis zu Frankreich geradezu die Grundvoraussetzung. Aber Osaki Satoshi hielt das nur für vorgeschoben. Ein Blick auf die Karte Ostasiens verriet, dass der Deutsche Hafen Tsingtau wie ein Stachel im Fleische Japans steckte. Er war sich sicher, dass die Militärs diesen Hafen in ihrem Hinterhof niemals einer fremden Macht zugestanden.
Er war sich nun sicher, dass Japan mit der Kaiserreich-Kampagne alles tat um die Deutschen in Sicherheit zu wiegen. In Wahrheit wurden sicherlich bereits Pläne gegen Tsingtau geschmiedet.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 10. Juli 1916
Anfang Juli gab es dann doch Informationen zu Japans neuster Errungenschaft. In der 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio) führte die Marine voller Stolz der Weltöffentlichkeit die Ussuri Maru vor. Nein, das hatte noch kein anderes Land zuvor getan, obwohl sich die Hinweise verdichteten das andere Länder bereits ebenfalls solche Schiffe hatten.
Aber die Kaiserlich Japanische Marine hatte durch diese Vorführung nun das Momentum auf ihrer Seite. Als die fünf Flugzeuge der Ussuri Maru gemeinsam in einer Reihe an den extra errichteten Tribünen entlang flogen und kleine Sprengköpfe auf vorbereitete Ruderboote warfen, waren die Zuschauer kreidebleich erstarrt. Große Wasserfontänen stiegen auf und der Sprühnebel hinter ließ seine Spuren in den Gesichtern der Reporter der versammelten internationalen Presse. Diese kabelten in Ihre Heimatländer:
„Japaner bombardieren Schiffe aus der Luft!“
Osaki Satoshi hatte längst herausgefunden, dass andere Nationen das auch schon konnten, es wusste nur Niemand. Jetzt glaubte alle Welt, dass die Japaner eine teuflische neue Waffe erfunden hatten, die Schiffen gefährlich werden konnte.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 04. August 1916
Im August gab die Regierung die Genehmigung für den Bau zahlreicher neuer Fabriken im ganzen Land bekannt. Die Regierung beteuerte das die neuen Produktionsmöglichkeiten ausschließlich dem Wohle der Bevölkerung dienen sollten. Bei näherer Betrachtung wurde ersichtlich, dass sich diese Industrieanlagen selbstverständlich auch alle zur Produktion militärischer Güter eigneten. Trotzdem konnte man endlich – lange nach dem Krieg – eine enorme Aufschwung-Stimmung im Land verspüren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 01. September 1916
Direkt Anfang September knallte es dann gewaltig und Osaki Satoshi sah sich in seiner Kaiserreich-Kampagne bestätigt. In Deutschland wurde wohl gleich ein kompletter japanischer Spionagering enttarnt. Und die Regierung konnte nicht anders als die Männer als Nationale Helden hinzustellen. War der Kopf des Spionagerings doch der Sohn eines hohen Funktionärs. Hätte man diesen jungen Mann fallen lassen, wäre das eine Schande für die gesamte Familie gewesen, was in diesem Fall unmöglich zu akzeptieren gewesen war.
Nun aber war klar, dass Japan im Stillen gegen Deutschland arbeitete.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 26. Oktober 1916
Das Jahr begann sich dem Ende hin zu neigen und scheinbar war so etwas wie Ruhe eingekehrt in der Welt. Die Anzahl der erwähnenswerten Neuigkeiten stagnierte auf niedrigem Niveau und alle Welt unterhielt sich lieber über die neusten Uraufführungen von Opern oder Rekorde in Sportveranstaltungen. Selbst in Japan schien die Not der Bevölkerung durch den letzten Krieg allmählich zu verblassen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 06. November 1916
Allmählich musste selbst Osaki Satoshi anerkennen, dass sich Japan im Aufwind befand und die Regierung alles tat um diesen Aufschwung anzufeuern. Sehr zum Missfallen der Hardliner im Militär wurden die Rüstungsausgaben nicht erhöht, sondern wesentliche Summen in die Zivilwirtschaft und Infrastruktur gesteckt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 19. Dezember 1916
Das Jahr verabschiedete sich tatsächlich ruhig und friedlich. Für Osaki Satoshi war es zu einer harten Zeit geworden, denn die Bevölkerung hatte einfach kein Interesse an Neuigkeiten von der Marine. Seine Meldungen wanderten in der Tōkyō Shinbun immer weiter nach hinten und drohten zur Randnotiz zu verkommen. Schlimmer jedoch war, dass Chefredakteur Fukuzawa Saburo ebenfalls wenig Interesse an der aufgeblähten und weitgehend nutzlosen Marineredaktion hatte.
So kam es, dass Osaki Satoshi nicht einmal informiert worden war, dass die Hälfte seiner Redaktion zum Jahreswechsel den Hut nehmen musste. Er saß wortlos im Kreise seiner Kollegen und Untergebenen und alle hatten bereits mehr als ein Glas 酒 (Sake) zu viel getrunken.
Er erwischte sich dabei, wie er sich nach einem neuen Krieg sehnte. Sagen konnte er das Niemanden, denn in ganz Japan waren alle froh die schwere Last der Kriegswirtschaft endlich überwunden zu haben.
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#122 RTW2-JAP#
Ritter Kunz
26.11.20, 09:19
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Sehen Wir das richtig, das die Russen immer noch ihre Designs von 1900 neu auflegen? :eek:
Alith Anar
26.11.20, 09:38
Sehen Wir das richtig, das die Russen immer noch ihre Designs von 1900 neu auflegen? :eek:
Nur weil die Schiffsführung versagt, heisst es ja nicht das das Design schlecht, oder veraltet ist .... ;)
Werter Ritter Kunz,
nein, Wir glauben hier entweder einen unfähigen oder absichtlich falsch informierenden Spion zu haben. Das lässt sich leider derzeit nicht klären, weil dieser Mann einen Unfall hatte. Da müssen Wir wohl warten bis er aus dem Krankenhaus entlassen wurde.
Auch der Führungsoffizier, der diesen Unsinn tatsächlich geglaubt und weitergeleitet hat, steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Geheimdienstchef hat diesen Mann wohl auf eine super wichtige geheime Mission entsandt. Man munkelt es ginge darum alle Wolken am Himmel (direkt Vor-Ort) zu zählen. Man erhofft sich davon bessere Wetter-Prognosen wenn man nur weiß wie viele Wolken es insgesamt gibt.
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Werter Alith Anar,
natürlich! Dennoch hätte es dem Spion auffallen können, dass es sich maximal um eine Umbau handeln kann. Immerhin steht auf den Konstruktionsplänen das Wort "old".
#008 Der erste Flugzeugträger
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Freitag 29. Dezember 1916
Alle Anwesenden im Besprechungszimmer des Marineministers Katō Tomosaburō hätten sich zum Jahresende über eine andere Tätigkeit erfreut, aber das Thema war nun endgültig nicht mehr aufzuschieben.
Dennoch hatten alle vor Beginn der Unterredung auf ein Essen gedrungen. Der Tag war nun reichlich fortgeschritten, die Dunkelheit der Nacht hatte sich über Tōkyō gelegt und jeder hatte zu viel 酒 (Sake) genossen.
Nun saßen alle in gemütlichen Ohrensesseln, die der vorherige Marineminister Yashiro Rokurō zur Aufwertung des Besprechungszimmers hatte beschaffen lassen. Neben dem amtierenden Marineminister Katō Tomosaburō, waren dies der amtierende Befehlshaber der 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) Kaigun-chūjō Yoshimatsu Shigetarō, wiederum Satō Tetsutarō der zum Kaigun-chūjō befördert worden war. Der Stabschef der Marine Kaigun-taishō Danshaku Shimamura Hayao, dazu die Vertreter der Industrie. Iwasaki Koyota vertrat die Mitsubishi Company, Nakajima Chikuhei für die Nakajima Aircraft Company, Kōjirō Matsukata für die Kawasaki Dockyard Company.
Die Herren waren einig darin, dass es in Japan viel zu wenig Erfahrung hinsichtlich der Luftfahrt gab. Die Marineführung hatte zudem feststellen müssen, dass keiner der relevanten Offiziere im Bereich der Luftfahrt, den Weg für ihr persönliches vorankommen sah. Einfach bestrafen konnte oder wollte man die in der Regel aus dem letzten Krieg hoch dekorierten Offiziere aber auch nicht. Die jüngeren niederen Offiziere waren mit der Aufgabe schlicht überfordert.
Nach langer Diskussion kam man überein, dass die Leitung des 海軍航空本部 (Kaigun Kōkū Hombu - Kaiserlich Japanisches Marineluftfahrtbüro) kommissarisch an Kaigun-chūsa Yuzuru Hiraga übertragen werden sollte. Kaigun-chūsa Yuzuru Hiraga war der Chefingenieur der Kriegsschiffentwicklung und somit waren die Erfordernisse der Marineluftstreitkräfte im Bereich der Schiffsentwicklung zumindest nicht gänzlich falsch angesiedelt. Sollten Flugzeuge doch von Schiffen aus eingesetzt werden.
Das 艦政本部 (kansei honbu - Imperial Japanese Navy Technical Department) würde darauf achten, dass hier nichts in komplett falsche Richtungen entglitt.
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Bild 129: Kaigun-taishō Danshaku Shimamura Hayao
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shimamura_Hayao.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Shimamura_Hayao
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Bild 130: Yuzuru Hiraga
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yuzuru_Hiraga.JPG
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Yuzuru_Hiraga
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Richtig rund ging es dann zur Besetzung der Position der Leitung der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte). Die Diskussion war hitzig und dauerte fast bis zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Dann aber war klar, dass der Kandidat einfach alles mitbrachte was gebraucht wurde, außer der nötigen Dienstzeit.
Ōnishi Takijirō war nur Kaigun-chūi. Man würde ihn zum Kaigun-dai-i wenn nicht sogar zum Kaigun-shōsa befördern müssen. Aber der Mann hatte einfach bewiesen, dass er fliegen und führen kann. Genau das war im Moment nötig. Aber man konnte so einem jungen Mann, der gerade mal vor etwa vier Jahren die Akademie verlassen hatte, kein solches Kommando geben.
Alle anderen Kandidaten konnten aber entweder nicht selbst fliegen, was man als wichtig betrachtete. Nicht führen, was sie direkt untauglich machte oder waren sogar noch jünger als Ōnishi Takijirō
Man kam überein, das auch Kaigun-chūi Ōnishi Takijirō nur kommissarisch eingesetzt werden sollte. So konnte man das Gesicht wahren und musste nicht gegen Traditionen verstoßen. Sollte sich der Mann auf dem Posten bewähren, konnte man ihn immer noch befördern und offiziell einsetzen.
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Bild 131: Ōnishi Takijirō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%C5%8Cnishi_takijir%C5%8D.png
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%8Cnishi_Takijir%C5%8D
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Danach widmete man sich den direkten Aufgaben, obwohl die ersten Sonnstrahlen bereits durch die Fenster fielen und alle Anwesenden fast am Einschlafen waren.
Man kam überein, dass die Flugzeugindustrie ihren Schwerpunkt auf einen neuen Jäger richten sollte, der im Luftkampf jedes andere Flugzeug schlagen konnte. Dafür waren Kampfkraft und Manövrierbarkeit ausschlaggebend. Man verzichtete also bewusst auf Reichweite, der man bislang einen hohen Stellenwert eingeräumt hatte. Die Wasserflugzeuge waren bereits in neuen Modellen verfügbar um den Anforderungen der Ussuri Maru gerecht zu werden.
Bei den Flugbooten wollte man warten was die Entwicklung der Zeppeline ergab. Womöglich waren Zeppeline für die See-Erkundung besser geeignet als Flugboote, dass konnte man noch nicht beurteilen.
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Zuletzt wurden alle Offiziere und sogar die Vertreter der Industrie in den Kartenraum gebeten.
Dort hing an einer großen Tafel eine Übersicht über die bekannten Tonnagen der Marinen der Welt und Zahlenmaterial über die vermeintlichen finanziellen Mittel der Rivalen. Mit größtem Interesse konnten alle sehen, dass sich die Royal Navy mit geballter Macht ins Zeug legte um ihre Kriegsverluste wieder auszugleichen.
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Am spannesten waren aber die Lagekarten. Mittlerweile hatten auch viele andere Länder Demobilisiert. Nur Deutschland und Frankreich schienen dem Frieden nicht zu trauen. Italien protzte im Mittelmeer herum, hatte aber wohl nicht mehr aufzubieten, als aller Welt gezeigt wurde.
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Wirkliches Interesse galt aber der Ostasien Region.
Hier stach Tsingtau heraus!
Wladiwostok würde man niemals erobern können. Das war zumindest die vorherrschende Meinung. Wladiwostok war russisches Kerngebiet und Zar Nikolaus II. würde sicher sein letztes Hemd geben um Wladiwostok zu verteidigen oder zurück zu erobern, falls es fallen sollte.
Mit der Eisenbahn konnten Truppen über Land herangeschafft werden, man war also nicht auf den Seeweg angewiesen, wie es für alle anderen Mächte in der Region galt.
Sachalin war da schon ein anderes Ziel, bot aber auch den geringsten Nutzen für Japan. Man konnte es im Vorbeigehen erobern, falls sich die Gelegenheit bieten sollte. Man würde aber keine große Kraftanstrengung dafür unternehmen.
Die eigentlichen Blicke richteten sich in den Süden. Dort gab es gleich drei hochinteressante Gebiete. Cochinchina, welches sich bereits in Griffweite befand und wesentliche Ressourcen anbot, die Japans Wirtschaft so dringend benötigte. Die Malaiische Halbinsel, welche britisches Kolonialgebiet war und mit Singapur die gesamte Region dominieren konnte. Wer Singapur besaß kontrollierte den Seehandel nach Europa und blockierte für feindliche Flotten die Zufahrt zur chinesischen See. Zuletzt die Philippinen, die für einen Angriff auf Japanisches Kernland fast unabdingbar waren. Die Philippinen konnten entweder ein Sprungbrett sein oder ein Puffer, je nachdem wer die Inseln für sich nutzen konnte.
Die Philippinen gehörten den Vereinigten Staaten von Amerika und in diesem Land sah man den künftigen Rivalen Japans. Es zeichnete sich ab, dass die Industrielle Macht der USA erheblich war und dort Schiffe in einer Anzahl gebaut werden konnten, von der man in Japan nicht mal zu träumen wagte.
Die USA waren ein Problem und im Besitz der Philippinen die größte Bedrohung in gesamt Ostasien!
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Man gab den Industriellen zum Abschluss zu verstehen, was die Wirtschaft leisten musste um die japanischen Stützpunkte nicht nur Angriffs- sondern auch Abwehrbereit zu machen.
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Beim Verlasen des Raumes würdigten alle Anwesenden eine Gedenktafel, die sämtliche Verluste der Kaiserlich Japanischen Marine seit dem Jahrhundertwechsel auflistete.
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#123 RTW2-JAP#
#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 08. Januar 1917
Das neue Jahr begann, wie das alte geendet hatte. Es gab wenig Neues zu berichten und Osaki Satoshi hatte viel Zeit mit der Familie verbracht. Seine beiden älteren Söhne waren mittlerweile wahre Meister darin aus dünnem Papier Flugzeuge zu falten. Während der Spaziergänge in den Höhenzügen der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) wurden diese Papierflieger dann von den Kindern gestartet. Mit dem Ergebnis, dass beide sehr verärgert waren, dass ihr Vater nicht jeden Flieger aus den kahlen Ästen der Bäume auch wieder herausfischte. Einen Papierflieger fanden Sie immerhin fast 800 Meter Wegstrecke weiter auf der anderen Seite eines Hügels wieder. Eine Windböe hatte die Konstruktion erfasst und in die Höhe gerissen.
Satoshi erwischte sich bei dem Gedanken, ob die zukünftigen Ingenieure der Marinefliegerei nicht zufällig gerade in seinem eigenen Haus heranwuchsen?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 09. Februar 1917
Endlich hatte Osaki Satoshi eine Schlagzeile, die ein Extrablatt rechtfertigte. Es war auch nicht zu überhören gewesen, denn sein Haus war vom Ort der Explosion nicht weit entfernt. Irgendein verrückter Wissenschaftler wollte der Marine einen völlig neuartigen Typ von Torpedo vorführen und hatte dabei fast das 横須賀海軍工廠 (Yokosuka kaigun kōshō – Marinearsenal Yokosuka) in die Luft gesprengt. So aber explodierte nur der Sprengkopf des Torpedos als die Waffe auf ein Torpedoboot verladen werden sollte und an einem Kran hing. Es gab Verletzte, aber keine Todesopfer. Die Detonation am frühen Morgen war Kilometer weit zu hören und halte in den Hügeln der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) besonders gut wieder. Trotzdem war der neue Torpedo wohl ein Erfolg und die Marine kaufte ein.
Am Nachmittag ging das Extrablatt in Druck, aber der Verkauf am Abend verlief extrem schlecht. Osaki Satoshi selbst machte sich auf den Weg ins abendliche Tōkyō um den Grund dafür zu erfahren.
Ganz Tōkyō war aus dem Häuschen. Aber nicht wegen der Explosion, sondern die Menschen drängten sich vor den wenigen Lichtspielhäusern der Stadt. Dort wurde 凸坊新画帳・名案の失敗 (Dekobō shingachō – Meian no shippai) uraufgeführt. Die Menschen waren erstaunt, neugierig und verwundert. Der ganze Film dauerte nur wenige Minuten, aber trotzdem war die Menschenschlange vor den Häusern länger als an den Essensausgaben während dem Krieg. Auch Osaki Satoshi war verblüfft, von so etwas hatte er bislang nicht gehört – ein Animationsfilm. Er maß dem nicht viel bei, aber der Rest Japans schien wie verzaubert von dem Werk von Ōten Shimokawa.
(Japanische Animationsfilme: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_anime_by_release_date_(pre-1939)#1917%E2%80%931922 )
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 01. März 1917
Osaki Satoshi hatte einen weiteren Tiefschlag verkraften müssen. Das letzte Extrablatt hatte sich als unverkäufliches Werk herausgestellt, dass den Verlag einiges an Geld gekostet hatte. Der Chefredakteur hatte daraufhin bis auf weiteres jedes Extrablatt verboten. Allmählich begann sich Osaki Satoshi Sorgen zu machen um sein berufliches Werk. Die Meldungen der Marine konnten ihm dabei nicht behilflich sein, die Krise zu bewältigen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 09. April 1917
Im April endlich gab es ein Thema für dass sich die Menschen interessierten. Es gab eine handfeste Spionageaffäre gleich mit zwei Ländern. Außenminister Ishii Kikujirō hatte sich dazu hinreißen lassen von einer europäischen Verschwörung gegen Japan zu sprechen. Die Beziehungen zu Frankreich und dem Empire verschlechterten sich deutlich. Nahezu alle europäischen Nationen wiesen die Vorwürfe empört zurück. Der sonst eher blasse und sich zurückhaltende Viktor Emanuel III. König von Italien nannte es geradezu aberwitzig verfeindeten europäischen Nationen eine gemeinsame Spionageaktion gegenüber Japan vorzuhalten.
In der japanischen Bevölkerung kam das alles überhaupt nicht gut an. Endlich hatte das Land die Last des Krieges abgeworfen. Die Wirtschaft florierte, die Arbeitslosenzahlen sanken deutlich. Allmählich entwickelte sich so etwas wie europäischer Wohlstand und die Japaner waren nicht gewillt diese Errungenschaften für ein neues politisches Abenteuer zu opfern.
Wieder musste Osaki Satoshi akzeptieren, dass er mit seinem Vergleich der Flottenstärken aller Länder ins falsche Horn gestoßen hatte.
Die Bevölkerung wollte nicht wissen, wer mehr oder bessere Schlachtschiffe hatte, die Bevölkerung wollte ihre Ruhe haben vom Militär!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 14. Mai 1917
Bereits im Mai war der ärgste Zorn im Volk wieder verflogen. Japan konnte sich rühmen bei den 第3回極東選手権競技大会 (3rd Far Eastern Championship Games) die erfolgreichste Nation zu sein, was sichtlichen Nationalstolz auslöste. Das war besonders einfach, da der Austragungsort mit Tōkyō für viele Japaner gut zu erreichen gewesen war.
Das alte Konzept von Brot und Spielen schien auch in Japan gut zu funktionieren.
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Bild 132: Emblem der Far Eastern Championship Games
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Far_Eastern_Championship_Games_logo.png
Autor: Far Eastern Games Federation
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Far_Eastern_Championship_Games
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 08. Juni 1917
Im Juni beschäftigten sich die Zeitungen in aller Welt mit sich selbst. Längst verstorben wurde erst jetzt das Vermächtnis des Journalisten und Verlegers József Pulitzer in die Tat umgesetzt. Die New Yorker Columbia-Universität vergab zum Wochenanfang zum ersten Mal den Pulitzer-Preis.
Das mit Jean-Adrien-Antoine-Jules Jusserand ein Franzose die Auszeichnung erhielt, kam unerwartet. Jetzt aber waren Autoren in der ganzen Welt in den Bann gezogen von dieser Auszeichnung und es gab etwas für das sich die Arbeit lohnte.
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Bild 133: József Pulitzer
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulitzer.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Pulitzer-Preis
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#124 RTW2-JAP#
#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 03. Juli 1917
Die zweite Jahreshälfte begann für Osaki Satoshi verheißungsvoll. „Verheißungsvoll?“ – Satoshi erzitterte von selbst wegen seiner Wortwahl. Aber die Langeweile in seiner geschrumpften Redaktion ließ ihn wohl allmählich abstumpfen und egoistisch werden.
So kam es, dass er sich über die heraufziehenden dunklen Wolken aus Frankreich mehr freute denn fürchtete. Die Spionageaffäre nahm an Heftigkeit zu und Frankreichs Staatspräsident Raymond Poincaré schlug eine Einladung nach Japan aus, die die Wogen hätte glätten sollen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 06. August 1917
Im August erkannte Osaki Satoshi das alte Schema. Krisen heraufbeschwören, Wind säen, Furcht in der Bevölkerung anheizen. Es schien wieder los zu gehen. Die Marine begann damit auch die eigentlich guten Beziehungen zu Deutschland zu torpedieren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 12. September 1917
Allmählich zeigte sich der Umschwung auch in der Bevölkerung. Die Aufträge des Militärs führten zu einer steigenden Industrie-Produktion, die eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften nach sich zog. Das steigerte auch die Notwenigkeit von Hilfsarbeitern und Dienstleistungen. Die Rekrutierungsquote stieg an und die ganzen zusätzlichen Soldaten wollten ausgerüstet werden.
Wenn die Notwendigkeiten eines Krieges zu sinkender Arbeitslosigkeit und steigendem Wohlstand führten vermochte nunmehr so mancher Japaner darin kein Unglück mehr zu erkennen. Der Weg war geebnet.
Alleine beim künftigen Gegner war sich Osaki Satoshi nicht sicher. Die Spannungen mit Frankreich waren bereits so hoch, dass dieses Pulverfass jederzeit hochgehen konnte. Aber die letzten Äußerungen der Marine sprachen eher für Deutschland als neuem auserkorenen Feind.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 01. Oktober 1917
Im Oktober wurde es jedoch wieder ruhiger. Osaki Satoshi hatte aus Kreisen der Marineführung erfahren, dass man sich für einen baldigen Krieg nicht gerüstet sah und nach Möglichkeit eine Deeskalations-Strategie befürwortete.
Jetzt war sich Satoshi sicher, dass Frankreich der falsche Gegner war. Das Deutsche Kaiserreich befand sich viel dichter am Japanischen Kernland als Frankreich, war aber in Asien deutlich schwächer aufgestellt als die Grande Nation. Ziel des japanischen Militärs musste es daher sein, endlich den eigenen Hinterhof aufzuräumen.
Dazu musste man Tsingtau unter japanische Kontrolle bringen!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 05. Dezember 1917
Für den Rest des Jahres machten sich vorwiegend die gesteigerten industriellen Möglichkeiten Japans in Form von deutlichen technischen Fortschritten bemerkbar.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 04. Januar 1918
Auch der Jahresbeginn zeichnete sich durch wichtige technische Fortschritte aus. Der Plan der Militärs den quantitativen Rückstand durch qualitative Überlegenheit auszugleichen nahm deutliche Formen an.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 12. Februar 1918
Wollten Regierung und Militärs die Eskalation zurückfahren? Nicht wenn es mit einer Nation gerade halbwegs gute Beziehungen gab. Zum Empire gab es derzeit überhaupt keine Beziehungen. Für das Militär Anlass genug dies zu ändern. Osaki Satoshi begann sich zu fragen ob auffällig viele Fischerboote in Speergebiete eindrangen, oder aber ob es mittlerweile auffällig viele Speergebiete gab?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 06. März 1918
Die Konflikte mit dem British Empire verstetigten sich im März. Damit arbeitete das Militär daran mit nicht weniger als drei Nationen zugleich einen Krieg zu provozieren. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit bedeutete dies zumeist einen baldigen Ausbruch von Feindseligkeiten. Auf der anderen Seite machte die Marine aber derzeit keine Anstalten die eingemotteten Schiffe wieder zu reaktivieren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 18. April 1918
Im April wurde Osaki Satoshi von einem seiner schlechteren Redakteure positiv überrascht. Abe Takeshi zeichnete sich nicht gerade durch eine tiefgehende Betrachtungsweise aus und Osaki Satoshi war sogar etwas traurig darüber, dass es während der Kündigungswelle nicht auch ihn getroffen hatte.
Heute platzte Abe Takeshi ins Büro von Osaki Satoshi und plapperte frei heraus:
„Was baut denn die Marine noch alles?“
„Was?“
„Was bauen die noch? Auf den Werften ist praktisch nichts los. Es gab in diesem Jahr schon mehrere Kündigungswellen auf den Werften.“
„Wie bitte? Aber es gibt keine Arbeitslosigkeitsprobleme – wie kommst du darauf?“
„Mein Onkel arbeitete bis gestern auf einer Werft, jetzt ist er in ein Stahlwerk gewechselt und er meinte das beträfe mittlerweile tausende Werftarbeiter.“
Osaki Satoshi war verblüfft. Er holte sich die Nachrichten der letzten zwölf Monate, dann alle Meldungen seit Ende des Kriegs mit dem Empire.
Takeshi hatte recht!
Die Marine hatte seit Monaten keine neuen Schiffe auf Stapel gelegt oder auch nur Modernisierungen begonnen. Das laufende Bauprogramm wurde abgearbeitet, aber es folgte nichts nach. Außer dieser gewaltigen Shikishima waren noch zwei Panzerkreuzer und zwei geschützte Kreuzer in Bau. Ein weiterer Flugzeugtender würde wohl diesen Monat fertig werden. Mehr war da nicht und das obwohl die Marine in den letzten Monaten viele Forschungen abgeschlossen hatte und somit längst neue Entwürfe in Auftrag haben müsste.
Was war da los?
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Freitag 19. Juli 1918
Die Luft im Büro von Marineminister Katō Tomosaburō war Rauch geschwängert und konnte mit einem Messer geschnitten werden. Seit Stunden wurde jetzt beratschlagt.
„…“
„Dann sind wir uns einig?“
„Das sind wir Herr Minister. Zuerst werden die Schlachtschiffe überholt. Die Pläne dazu liegen ihnen seit letztem Monat vor.“
„Und dann der Wertigkeit nach alle anderen Schiffe der Flotte?“
„Ja, bis auf die neuesten Herr Minister.“
„Und wie finanzieren wir das jetzt?“
„So wie immer Herr Minister. Wie sorgen für Spannungen und fordern höhere Budgets um darauf reagieren zu können.
„Also gut meine Herren, das findet meine Zustimmung. Kommen wir jetzt zum letzten Punkt unserer Tagesordnung.“
„Sehr wohl Herr Minister. Bitte öffnen Sie jetzt die Planrolle, die vor ihnen liegt.“
...
„Was ist das?“
„Herr Minister das sind verschiedene Entwurfsstudien die wir von den Amerikanern erhalten konnten.“
„Erhalten? Sie meinen stehlen?“
„Sagen wir lieber zur Kenntnis nehmen Herr Minister.“
„Und das sollen Flugzeugmutterschiffe sein? Die sehen völlig anders aus, als unsere Entwürfe. Da ist überhaupt nichts mehr an Deck, nicht mal ein Kommandostand.“
„Das ist das Auffallende Herr Minister, diese Entwurfsstudien sind sehr spannend.“
„Diese Schiffe sehen merkwürdig aus.“
„Die Amerikaner nennen das Glattdeck oder Flugdeck Herr Minister. Und sehen Sie hier dieses Bild, die müssen damit schon länger herumexperimentieren.“
„Ein winziges Schiff mit so einem Glattdeck?“
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Bild 134: Erforschung des Flugdeck Prinzips
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Commander_Samson_and_seaplane_lighter.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Rumney_Samson
„Es diente wohl der Erprobung des Konzepts.“
„Konzept?“
„Dem Start von Radflugzeugen direkt vom Schiff aus Herr Minister.“
„Ohne das Flugzeug im Wasser absetzen zu müssen?“
„Ja Herr Minister und es auch wieder an Bord zu nehmen?“
„An Bord zu nehmen?“
„Ja, die Piloten sollen mit dem Flugzeug dort auch wieder landen.“
„Wie bitte?“
„Unsere technische Abteilung sagt, dass dies machbar ist. Und die anwesenden Herren der Flugzeugindustrie haben Piloten ausgewählt, die das für uns versuchen würden.“
„Und dann soll es jetzt es deutlich größer werden?“
„Ja Herr Minister, auf diese Weiße können bestimmt bis zu zwanzig Flugzeuge Platz finden. Und Radflugzeuge sind wesentlich besser als die Flugzeuge mit Schwimmern. Auch können diese Flugzeuge viel schnell gestartet und auch wieder an Bord genommen werden.“
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Bild 135: Amerikanischer Trägerentwurf
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:USS_Langley_(CV-1)_underway_in_June_1927_(cropped).jpg
Autor: U.S. Navy photo 80-G-460108
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Langley_(CV-1)
„Und was ist das?“
„Eine weitere Studie. Ganz offensichtlich sind den Amerikanern die Bauzeiten zu lang und hier wird geprüft ob sich nicht vorhandene alte Schiffe zu einem Glattdeck Schiff umbauen lassen.“
„Aber von einem Glattdeck kann hier wohl nicht gesprochen werden?“
„Nicht direkt Herr Minister, aber das Prinzip ist das Gleiche. Vorne können Flugzeuge über eine Rampe starten und hinten auf dem Deck wiederaufgenommen werden. Über die Stege zu beiden Seiten des Kommandoturms können die Flugzeuge dann wieder von hinten nach vorne gebracht werden und erneut starten.“
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Bild 136: Sonderentwurf für das Flugdeck-Prinzip
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SSZ_airship_aboard_HMS_Furious_1918_IWM_Q_20640.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Ernest_Brooks_(photographer)
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_aircraft_carrier
„Also meine Herren – ich stelle fest – die Amerikaner sind uns voraus!“
Betretenes Schweigen durchzog den Raum und machte dem Qualm der Zigarren Konkurrenz.
„Ja Herr Minister. Wir müssen unsere Anstrengungen erheblich intensivieren.“
„Genaue Konstruktionspläne konnten wir nicht zur Kenntnis nehmen?“
„Nein Herr Minister, nur diese Skizzen und Illustrationen.“
„Dann wissen sie was zu tun ist meine Herren. Wir haben uns vorgenommen in der Flugzeugtechnologie führend zu sein. Tun sie das ihrige um dieses Ziel zu erreichen.“
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#125 RTW2-JAP#
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 20. Juli 1918
>> Japan bleibt außenpolitisch unberechenbar - Beziehungen zwischen Frankreich und Japan weiter auf hohem Niveau angespannt - Japans Wirtschaftskraft steigt weiter an, die Kriegsgefahr damit auch? <<
Vor über einem Jahr hatte alle Welt schon mit dem Ausbruch eines bewaffneten Konfliktes mit dem Kaiserreich Japan gerechnet, als während des Höhepunktes der damaligen Spionageaffäre Staatspräsident Poincaré eine Einladung der japanischen Regierung ausschlug und sogar drauf und dran war, die diplomatischen Beziehungen komplett abzubrechen.
Dieser Affront wäre für Japan und das dort herrschende traditionelle Verständnis für Ehre und Ansehen eigentlich der perfekte Grund gewesen, Frankreich den Krieg zu erklären - aber es geschah nichts!
Zumindest sprachen nicht die Waffen, dafür wurden in der Wortwahl mitunter heftige Beschuldigungen und Provokationen innerhalb der Presselandschaft ausgetauscht, während sich die Regierungen beider Seiten eher zurückhielten. Viel hätte nicht gefehlt und zumindest die Marinestreitkräfte in den außereuropäischen Besitzungen Frankreichs wären zum Auslaufen aufgefordert worden, aber man wollte vor den Augen der Weltöffentlichkeit nicht als Aggressor dastehen, nur weil sich im fernen Osten ein benachbartes Land unangemessen verhält.
Nun, was nicht ist, kann noch werden, allerdings musste auch beobachtet werden, das Japan gewissermaßen an allen Ecken und Enden zündelt, wenn es um Provokationen und aggressives Verhalten gegen die größten Kolonialmächte Europas geht. Auch Deutschland blieb nicht verschont, aber von Berlin aus war während der vergangenen Monate verdächtig wenig zu vernehmen, aber man darf sich dessen Gewiss sein, das auch dort schon die verschiedensten Szenarien durchgespielt werden, falls Japan weiter eskalierend tätig ist.
Aus einigen asiatischen (auch japanischen) Quellen ist zu vernehmen, das diese nach außen getragene andauernde Friedfertigkeit nicht dem wirklichen Denken einiger Regierungskreise entspricht, sondern die militärische Bereitschaft noch nicht dermaßen gegeben ist, sorgenfrei losschlagen zu können. Dazu passen auch verschiedene Meldungen, das die Industrieproduktion und der technische Fortschritt was marinetaugliches Material angeht, im letzten Jahr erheblich gesteigert worden ist.
Gleiches gilt sicher auch für die anderen maßgeblichen Länder, aber Japans Aufstieg in den erlauchten Kreis führender Industrienationen scheint den größten Sprung nach vorn getan zu haben.
Das man Japan ernst nehmen muss, haben das British Empire und zuvor das russische Zarenreich schmerzvoll erfahren, es gibt also keinen Grund für Frankreich, sich automatisch für alle Eventualitäten gerüstet zu sehen.
Ein anderer Aspekt dieses ganzen fernöstlichen Unruheherdes ist aber auch, das Japan nicht nur auf diplomtischem Parkett Porzellan zerschlägt, sondern durchaus auch mit verschiedenen Mächten vereinzelt Handelsbeziehungen auf marinemilitärischem Gebiet unterhält, die Gerüchte deuten auf Russland und die USA hin.
Das sind dann auch Meldungen, die in Mittel-Europa durchaus mit Unbehagen aufgenommen werden können, denn wenn jemand Handelsbeziehungen aufrecht hält, ist es bis zu einer späteren engen Partnerschaft oder sogar einem Militärbündnis kein allzu großer Schritt mehr.
Nach jetziger Betrachtungsweise muss man im Atlantik oder im Mittelmeer keine Sorge haben, das japanische Flotteneinheiten plötzlich französischen Heimatboden bedrohen, aber ein japanischer Bündnispartner, der an neuralgischen Punkten der Welt vielleicht Häfen und Docks zur freien Benutzung zur Verfügung stellen kann, lässt die militärischen Optionen Japans plötzlich in ganz anderem Licht erscheinen.
Wir lesen immer wieder gespannt eurer Feder. Großen Respekt für den AAR.
Werter Taurus,
Wir danken Euch für Euren wertvollen Blick aus französischer Sichtweise auf das Geschehen.
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Werter Oerty,
Wir bedanken Uns für Eure noblen Worte und Euer Interesse an Unserem AAR!
#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 08. August 1918
Endlich! Anfang August des Jahres 1918 verkündete das Marineministerium den Lohn der großen wirtschaftlichen Anstrengungen der letzten Jahre. Das Marineministerium sah die eigene Stahl- und Werften-Industrie nunmehr auf Augenhöhe mit den großen Nationen Europas und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Man konnte endlich die Fertigungsqualität erreichen die einer Seemacht entsprach und hervorragend ausgebildete Werftarbeiter bauten die Schiffe schneller als jemals zuvor.
Japans Wirtschaft hatte den entscheidenden Schritt getan um im Rennen um die Vorherrschaft auf See nicht mehr zurück zu fallen.
Diese Botschaft erfreute Osaki Satoshi, denn der nächste Krieg würde sich sicher bald abzuzeichnen beginnen und dann endlich würde seine Arbeit wieder gefragt sein.
Für einen kurzen Moment fragte er sich, wann er so zynisch geworden war, seit wann ihm sein persönlicher Erfolg wichtiger war als das Leben der Soldaten? Aber allzu lange beschäftigte ihn das nicht, es würde bald wieder Arbeit geben. Darauf musste er vorbereitet sein.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 09. September 1918
Im September kamen dann die Rückschläge. Zwar mochten die Werften nun deutlich besser sein, im Bereich der Luftfahrt befand man sich dennoch am Anfang und der beste und erfahrenste Testpilot von Mitsubishi verlor sein Leben, als der Prototyp eines neuen Flugbootes kurz nach dem Start in der Luft auseinandergebrochen war. Allmählich wurde Osaki Satoshi klar, warum die Marine seit Monaten so zögerlich war die Konflikte eskalieren zu lassen.
Niemand wusste den Stellenwert der Luftwaffe einzuordnen, daher hatte die Marineführung schlicht Angst.
Was wenn die Flugzeuge des Gegners die bisher so erfolgreiche Torpedoboot-Strategie zunichtemachten? Ein echtes Flottengefecht konnte Japan nicht gewinnen, dafür besaß es viel zu wenige Großkampfschiffe.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 03. Oktober 1918
Der Oktober begann mit alltäglichem und Osaki Satoshi wurde ungeduldig. Er wartete sehnsüchtig auf irgendein wesentliches Ereignis, dass Japan in den Krieg führen würde. Doch das kam nicht!
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Donnerstag 21. November 1918
Im Büro des Marineministers traf sich wieder der Kreis der Entscheider. Die Gruppe von Männern in Militär und Industrie, die den Weg wies in welche Richtung sich die Flotte entwickeln sollte.
Alarmiert von den Meldungen aus Tsingtau, wonach das Deutsche Kaiserreich dort mit dem Bau eines Luftwaffen-Stützpunktes begonnen hatte und angespornt von den jüngsten Forschungserfolgen, wollte man es den Amerikanern gleichtun.
Monate nach den Erkenntnissen über das Flugdeck-Prinzip aus den USA, lag der erste Entwurf für ein Fluggeräteschiff vor. Das war dann auch gleich der erste Diskussionspunkt gewesen.
Noch gab es keine einheitliche Klassifikation und zur Bezeichnung der Flugzeug tragenden Schiffe hatte es bislang keine Übereinkunft gegeben. Fluggeräteschiff, Flugzeugschiff, Flugzeugmutterschiff so recht war Niemand mit den Begriffen zufrieden. Was konnte man sagen für ein Flugzeuge-tragendes-Schiff?
Es war dann der ehrwürdige Kaigun-chūjō Satō Tetsutarō der sich dafür Aussprach eine internationale Flottenkonferenz anzuregen. Immerhin gab es schon seit einiger Zeit immer wieder Zeitungsberichte wonach auch die Bezeichnungen Panzerkreuzer und Torpedoboot hinterfragt wurden. Würde Japan im Alleingang eigene Bezeichnungen festlegen, würden dies die anderen Nationen als Anmaßung erster Güte werten. Das konnte der Funke sein, der das Pulverfass zur Explosion brachte. Genau das war aber derzeit nicht im Interesse Japans. Durch Japan angeregte „Flottengespräche“, konnten die Spannungen dagegen reduziert werden.
Dabei waren sich aber alle Anwesenden einig, dass es einzig um Nebensächlichkeiten gehen durfte und man sich niemals auf irgendwelche Beschränkungen einlassen dürfe.
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Dann endlich wurde Japans Entwurf für ein erstes Fluggeräteschiff vorgelegt. Schon im Vorfeld waren sich alle einig gewesen, dass es schnell gehen musste. Das dritte Flugzeugmutterschiff Japans – die Kehi Maru – war gerade erst im August dem aktiven Einsatz übergeben worden. Nun würde das nagelneue Schiff gleich wieder in die Werft gehen um umfassend umgebaut zu werden. Dadurch würde Japan Monate einsparen im Vergleich zu einem komplett neuen Entwurf. Das Schiff war einfach schon vorhanden und es besaß bereits wichtige Einrichtungen für den Unterhalt und Betrieb von Flugzeugen. Man konnte darauf zurückgreifen ohne die Notwendig auch im Inneren alles umbauen zu müssen.
Die Konstrukteure entfernten lediglich die meisten Aufbauten, bei denen das einfach möglich war und ersetzten diese durch zwei Glattdecks am Bug und Heck des Schiffes. Zur Verbindung der beiden Glattdecks klaute man einfach die Idee der Seitenstege entlang der Kommandobrücke. Dieses plante man an der Backbordseite ein. An Steuerbord dagegen behielt man den Platz für ein Minimum an Artillerie bei, um sich zumindest gegen Torpedoboote wehren zu können.
Dabei war jedoch allen klar, dass Torpedoboote niemals so dicht an dieses Schiff herankommen durften.
Die Kehi Maru wurde schneller, aber konnte nun etwas weniger Flugzeuge tragen. Für den Umbau sprachen auch die Probleme, die nach der Fertigstellung aufgetreten waren. Die Kehi Maru war schlicht Topplastig, was gerade beim Absetzen und Aufnehmen von Flugzeugen als Flugzeugmutterschiff ein Problem war. Dieses Problem konnte man jetzt korrigieren indem man Torpedowulste anbrachte, die somit zugleich auch noch vor Torpedotreffern schützten.
Nach stundenlangem Für und Wider wurde der Umbau beschlossen und das 横須賀海軍工廠 (Yokosuka kaigun kōshō – Marinearsenal Yokosuka) für die Ausführung der Rekonstruktion bestimmt.
Zufrieden legte man die Konstruktionspläne der bisherigen und der neuen Kehi Maru nebeneinander und fabulierte darüber ob man es dadurch schaffen konnte, noch vor den Amerikanern fertig zu werden.
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Unter den Anwesenden war auch der scheidende Befehlshaber der 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) Kaigun-chūjō Yamashita Gentarō und sein prognostizierter Nachfolger Kaigun-taishō Yamaya Tanin.
Es war dann auch eben dieser Kaigun-taishō Yamaya Tanin, der eine überraschende Frage stellte:
„Geehrte Herren, wenn ich es überblicke sollen dies Flugzeugschiffe doch eine eigenständige Rolle spielen? Um nicht zu sagen gleichranging neben Schlachtschiffen zu fungieren?“
Ein Räuspern ging durch den Raum.
Marineminister Katō Tomosaburō ergriff das Wort.
„Solche Gedanken gab es Admiral, ja das stimmt! Worauf wollen Sie hinaus?“
„Geehrte Herren, ich frage mich ob diese Schiffe dann als Teil der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) betrachtet werden? Oder ob es, weil diese Schiffe eigenständig sind und eine andere Art von Kampf führen, nicht einer neuen Bezeichnung bedarf?“
Die Anwesenden waren verblüfft, aber es stimmte. Bislang hatte daran Niemand gedacht. Kaigun-taishō Yamaya Tanin schlug die Bezeichnung 第一航空艦隊 (Daiichi Kōkū Kantai - 1st Air Fleet) für einen Verband von Flugzeugschiffen vor. Seine Frage war nun ob diese 第一航空艦隊 (Daiichi Kōkū Kantai - 1st Air Fleet) seiner 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) untergeordnet war und somit seinem Befehl unterstehen würde, oder aber ob die 第一航空艦隊 (Daiichi Kōkū Kantai - 1st Air Fleet) eine eigenständige Streitmacht sein würde und somit eines Befehlshabers bedurfte?
„Ihre Zeit im Gebetstempel hat Sie wohl zu einem Philosophen gemacht Admiral!“ Damit spielte der Minister auf den selbstgewählten Aufenthalt des Admirals im Yasukuni-Schrein an, den der Admiral infolge der zweiten Seeschlacht vor Hainan vom 10. Juni 1914 angetreten hatte. „Dort kommt man wohl auf solche Fragen?“
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde diese Frage vertagt. Noch besaß Japan kein Flugzeugschiff und solange es sich irgendwann um ein oder zwei Schiffe handeln würde, brauchte man an eine eigene Kantai nicht zu denken.
Sollten es dereinst mehr Einheiten werden, so würde man aber bestimmen müssen, ob sie im Kriegsfall Teil der Rengō Kantai waren oder doch eigenständig!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 20. Dezember 1918
Im Dezember dann ließen die Spannungen etwas nach. Sobald sich das Jahr dem Ende hinneigte und in den christlichen Nationen das Weihnachtsfest nahte, breitete sich eine seltsame Milde unter den Völkern aus und es schien mehr Einträchtiges denn Zwieträchtiges zu geben. Auch Osaki Satoshi wurde davon ergriffen, was aber mehr aufgrund des sanften Druckes der Familie geschah als wegen eigener Intention.
Dieses Jahr würde ohne großen Paukenschlag zu Ende gehen.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Montag 23. Dezember 1918
>> Skandalöser Umgang der Marine mit Steuergeldern! <<
Am Wochenende wurde bekannt, dass die Marine mit dem Abriss ihrer Luftschiffstützpunkte begonnen hat. Diese Luftschiffstützpunkte zählen immer noch zu den neueren Errungenschaften der Kaiserlich Japanischen Marine und wurden kaum genutzt. Im letzten Krieg gegen das Britisch Empire kamen die Luftschiffe zu spät um noch eine Rolle in den abflauenden Kämpfen zu spielen. Dennoch gehören diese Luftschiffe zu den neusten Einheiten er Marine und konnten noch überhaupt nicht zeigen welches Potential in ihnen steckt.
Marineminister Katō Tomosaburō erläuterte, dass die Marine in den letzten Jahren genügend Erfahrungen mit den Luftschiffen gesammelt habe um zu wissen, dass diese eine Sackgasse seien. Die Forschungsanstrengungen in diesem Bereich würden auf ein Minimum reduziert und die Instandhaltungskosten durch den Abriss eingespart um der vielversprechenderen Flugzeug-Technologie zugeführt werden zu können.
Damit endet das Kapitel der Luftschifffahrt in Japan noch bevor es richtig begonnen hat und die Bevölkerung darf sich zurecht fragen, ob hier ihre Steuergelder sinnlos verschleudert worden sind?
Einzig die beiden Luftschiffstützpunkte in Südost-Asien sollen noch einige Monate weiterbetrieben werden um für die neuen Jagdflugzeuge als Übungsziele zu dienen. Dies darf als Demonstration gegenüber den anderen Staaten in dieser Region verstanden werden was die Marine mit feindlichen Luftschiffen zu tun gedenkt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 03. Januar 1919
1919 begann mit neuen Anfeindungen. Allerdings waren es diesmal die Vereinigten Staaten. Damit war der Weg geebnet. Die Eskalationsspirale wurde mehr und mehr gespannt und Osaki Satoshi musste wiedermal darüber nachdenken, was passieren mochte falls Japan zeitgleich gegen mehr als einen Gegner antreten musste?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 14. Januar 1919
Mit funkelnden Augen stand Osaki Satoshi im Büro von Chefredakteur Fukuzawa Saburo.
„Ich brauche mehr Personal Herr Chefredakteur.“
„Herr Osaki, wie oft noch? Wir haben keinen Bedarf an uninteressanten Artikeln über die Flotte. Die Bevölkerung interessiert sich mehr für Sport und Nachrichten aus aller Welt und nicht über die Drohgebärden der Admiralität.“
„Herr Chefredakteur, ich nehme an Sie waren über das Wochenende wieder verreist?“
„Ja natürlich, aber ich wüsste nicht was Sie das angeht!“
„Dann wissen Sie es nicht?“
„Was weiß ich nicht?“
„Die Marine mobilisiert!“
„WAS?“
„Am Wochenende habe ich selbst beobachtet, wie ein dutzend Korvetten seeklar gemacht worden sind und mittlerweile sind diese weg, verschwunden, ausgelaufen.“
„Was soll das heißen verschwunden?“
„Wohin verschwunden? Und außerdem Korvetten? Das nennen Sie Mobilisieren? Das sind doch Spielzeugschiffe!“
„Genau Herr Chefredakteur! Diese Korvetten taugen zu nichts, es sei denn…“
„Es sei denn was?“
„Es seid denn es ist Krieg! Das ist der einzige Zweck diese Schiffe auszuschicken. Ich habe in Erfahrung gebracht, dass die Korvetten auf dem Weg nach Formosa sind.“
„Formosa?“
„Dort braucht man keine Korvette Herr Chefredakteur, es sei denn es knallt!“
„Es knallt? Mit wem sollte es knallen?“
„Frankreich oder Deutschland? Zuletzt gab es gewaltigen Streit mit den Vereinigten Staaten.“
„Häm….“
„Korvetten taugen zu nichts Herr Chefredakteur, aber diese Art von Schiffen sollte verlegt sein bevor es losgeht. Und gerade hat die Kaiserlich Japanische Marine zwölf Korvetten nach Formosa verlegt Herr Chefredakteur. Es war sehr aufwendig das herauszufinden. Es hätte auch ein Manöver sein können. Es ist kein Manöver Herr Fukuzawa, diese Korvetten wurden dauerhaft verlegt. Um in Erfahrung zu bringen was passiert brauche ich mehr Personal Herr Fukuzawa!“
„Also gut Herr Osaki. Stellen Sie mir Vitae der Personen zusammen die Sie als geeignet betrachten. Wir stellen Niemanden ein, sollten Sie aber herausbekommen, dass die Marine ihre großen Pötte mobilisiert komme ich vielleicht auf ihre Liste zurück.“
„Vielen Dank Herr Chefredakteur!“
Zähneknirschend und wütend verlies Osaki Satoshi das Büro seines Chefs! Wie dumm war denn dieser Mann eigentlich? Was brauchte es denn noch für Beweise, dass ein neuer Krieg bevorstand. Das Budget der Marine war so hundsmiserabel schlecht, dass die Marine bis zum Jahresende Pleite war. Da mobilisiert man keine Schiffe und verlegt diese in eine andere Region. Das steigerte die Ausgaben beträchtlich. Und eben das konnte sich die Marine im Moment definitiv nicht leisten.
Wenn aber ein Krieg bevorstand?
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Er war kaum in seinen Redaktionsräumen angekommen, als ihn Abe Takeshi fast um rannte:
„Mein Onkel ist wieder auf der Werft. Die stellen ein und zwar zu deutlich besseren Gehältern als zuvor.“
„Ach so?“
„Und besser noch! Mein Onkel war beim Bau der Nachi beschäftigt. Er befindet sich jetzt an Bord der Nachi auf dem Weg nach Formosa zusammen mit dem Schwesterschiff Kinugasa und Zerstörer Geleit. Er und weitere Werftarbeiter sollen sich in Formosa um die Instandhaltung der Schiffe kümmern. Der dortigen Werft traut man das nicht zu, weil sie die Schiffe nicht kennen.“
„Komm mit – wir müssen sofort zum Chefredakteur!“
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Dienstag 14. Januar 1919
„Das wird einen gewaltigen Aufstand innerhalb der Admiralität geben Kaigun-taishō Yamaya Tanin, das ist ihnen doch bewusst?“
„Ja Herr Minister, aber es macht unbedingt Sinn Herr Minister.“
„Macht es das? Die meisten Offiziere – und zwar nicht nur die Admirale – halten Flugzeuge für Kinderspielzeuge. Fast alle hängen dem Prinzip der Kanonenboot-Doktrin an.“
„Ja Herr Minister!“
„Und Sie wissen, dass Japan immer noch verdammt wenige Schiffe mit großkalibrigen Geschützen hat verglichen mit unseren Gegnern?“
„Ja Herr Minister!“
„Und trotzdem legen Sie mir hier Pläne vor die Anzahl dieser Schiffe zu reduzieren um sie zu Fluggeräteschiffen umzubauen?“
„Ja Herr Minister!“
„Das wird einen Aufstand geben Admiral, dass kann Sie ihre Position kosten!“
„Ja Herr Minister!“
„Und Sie haben sich das gut überlegt? Und die Konstruktionsabteilung hält es für machbar?“
„Ich habe hier exakte Blaupausen von der Konstruktionsabteilung. Die Pläne sind fertig Herr Minister. Wir könnten die Suwo noch heute aus der Reserveflotte abziehen und in die Werft verbringen Herr Minister.“
„Zeigen Sie mir die Pläne her Herr Admiral.“
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#126 RTW2-JAP#
Was für ein Update! Unterhaltung vom Feinsten, edler Bigfish!
Ruprecht I.
26.12.20, 17:33
Oho, das nimmt so langsam vertraute Formen an :D
LochLomond
27.12.20, 11:50
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29. Januar 1919
>> Internationale Flottenkonferenz in Berlin! <<
Etwas überraschend wurde vom Marineminister bekanntgegeben, dass in den nächsten Tagen Vertreter aller größeren seefahrenden Nationen auf Einladung des Kaisers zu einer Konferenz nach Berlin anreisen werden.
Mit der immer weiter zunehmenden Bedeutung des internationalen Seehandels und in Angesicht mehrerer bewaffneter Konflikte der letzten Jahre, die hauptsächlich auf See ausgetragen wurden, kann eine solche Konferenz nur befürwortet werden. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die Anpassung des noch aus Zeiten der Segelschiffe stammenden Seerechts an die aktuelle moderne Zeit stehen. Als wichtiger Nebenaspekt wird über eine Vereinheitlichung des internationalen Sprachgebrauchs für den Marinebereich gesprochen werden.
Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, ging die ursprüngliche Initiative zu dieser Konferenz nicht von Deutschland aus. Japan kam als Aggressor in mehreren erst kurze Zeit zurückliegenden Konflikten kaum als Veranstaltungsort in Betracht. Ebenso wenig Großbritannien und Russland, wo man dies als Verlierer gegen Japan als weiteres Zeichen der Schwäche hätte interpretieren können. Dem Kaiser dagegen kommt die Rolle des neutralen Vermittlers sehr gelegen, da dies sein internationales Ansehen – nicht nur bei Erfolg - steigert.
Auf Nachfrage versuchte der japanische Marineattache die Bedeutung der Konferenz bereits im Vorfeld herunterzuspielen. In den Augen der japanischen Regierung handele es sich lediglich um unverbindliche Gespräche.
Über den Fortgang der Konferenz werden wir weiter berichten!
Ritter Kunz
29.12.20, 17:27
Wir sind von diesem AAR inklusive der Gastbeiträge anderer Redaktionen weiterhin sehr angetan, auch wenn Wir meist eher stoßweise lesen.
Großes Kino, jetzt wollen Wir mal sehen wie sich die japanischen Umbauten bewähren. Haben andere Nationen (*hust* USA *hust*) vielleicht schon "reinrassige" Träger im Bau?
Werter dimovski,
Werter Ruprecht I.,
Wir haben für Euer Interesse zu danken!
Eigentlich dachten Wir zwischen den Jahren echt was durcharbeiten zu können in den drei AARs, aber das RL hat Uns mit Arbeit fest im Griff.
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Werter Ritter Kunz,
Ihr möget bitte schauen, dass es im Bericht einen Screenshot mit roter Markierung gibt. Zuerst kann man nur Umbau-Träger bauen und keine echten Träger. Damit man dann überhaupt noch sinnvoll forschen kann in der Trägertechnologie, muss man mindestens einen (Umbau-)Träger in Dienst haben. Also nein Niemand auch nicht die USA haben bereits "reinrassige" Träger in Bau. Zudem kann man anfangs nur "reinrassige" leichte Träger bauen und erst später echte Flottenträger.
Wir danken für Eurer Interesse!
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Ebenfalls danken Wir dem edlen LochLomond für seine Mitarbeit an diesem Machwerk!
#008 Der erste Flugzeugträger
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 03. Februar 1919
>> Marine stellt neues weltgrößtes Schlachtschiff in Dienst! <<
Auf den Tag genau drei Jahre nach der Hatsuse hat die Kaiserlich Japanische Marine hat heute Morgen von der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) das neue Schlachtschiff Shikishima übernommen. Im Rahmen der Feierlichkeiten sagte Marineminister Katō Tomosaburō, dass die Shikishima nunmehr das größte Schlachtschiff der Welt sei und wie die Hatsuse helfe den Frieden in der Welt und in Asien zu bewahren.
Mit 49.000 Tonnen und acht 16inch Geschützen ist die Shikishima ungleich kampfkräftiger als die Hatsuse und stellt nach aktuellen Erkenntnissen den vorläufigen Höhepunkt der japanischen Schiffsbauentwicklung dar. Lediglich vier weitere Neubauten, alles samt Kreuzer, hat die Marine derzeit in Bau. Somit fragt man sich in Japan und Welt ob die japanische Aufrüstung zur See damit beendet ist?
Getrübt wurden die Feierlichkeiten der Indienststellung der Shikishima von der Botschaft, dass erneut ein Pilot der Marine bei einem Testflug eines Prototyps ums Leben gekommen ist. Womöglich hätte die Japanische Öffentlichkeit davon nichts erfahren, wenn das Unglück nicht direkt im Anschluss an die Übernahmezeremonie des neuen Schlachtschiffes nur wenige hundert Meter entfernt von den Docks passiert wäre.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 05. März 1919
Osaki Satoshi war irgendwie darüber beunruhigt, dass die Marine so gut wie nichts Neues in Auftrag gab. Während mehr und mehr Hellinge und Trockendocks verwaist waren, kam einfach nichts nach und er konnte nicht in Erfahrung bringen warum das so war?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 16. April 1919
Allmählich dämmerte ihm jedoch, was die Marine tat. Mit aller Macht forcierte die Marine die technologische Entwicklung. Das lies nach seiner Meinung nur einen Schluss zu: Die Marine beabsichtigte nicht mehr jede neue Technologie sofort in bestehende Schiffe einzubauen, sondern zielte auf einen großen Sprung hin.
Die nächsten Schiffskonstruktionen würden gegenüber ihren Vorläufern einen fast revolutionären Sprung darstellen, während man aller Welt glauben machen konnte, das Aufrüsten aufgegeben zu haben!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 21. Juli 1919
Derart verflog die erste Jahreshälfte sehr rasch. Im Juli dann änderte sich die Weltlage deutlich. Gerne wäre Osaki Satoshi selbst nach Berlin gereist um sich ein Bild von den dort stattfindenden Flottengesprächen zu machen, er durfte jedoch nicht. Der Sommer wäre dafür sehr dankbar gewesen, hatte Kaiser Wilhelm II. doch alle Staatsoberhäupter der teilnehmenden Nationen nach Berlin eingeladen.
Für den Taishō Tennō kam die Teilnahme an einer solch profanen Veranstaltung nicht in Frage, zu sehr würde dies seine Stellung angreifen. Daher wurde der eher farblose Premierminister Hara Takashi nach Europa entsandt. Dieser hatte als erster bürgerlicher Premierminister Japans einen schweren Stand beim Militär, dass er weitergehend aus den Ämtern des politischen Japans herausgedrängt hatte. Er war vom Militär nicht überzeugt und deswegen kaum in Vorhaben der Militärs eingeweiht.
Zur Überraschung aller wurde Premierminister Hara Takashi nach Abschluss der Gespräche auf höchster Ebene von Frankreichs Staatspräsident Raymond Poincaré nach Paris eingeladen. Das führte nach Meinung der mitreisenden Militärs zu weit. Fujie Keisuke hatte seine Chancen als Militärattaché in Paris genutzt um einen Konflikt entstehen zu lassen, den es überhaupt nicht gab. In der Folge erlaubte sich Premierminister Hara Takashi eine wüste Beleidigung des französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau und der Abbruch der Sondergespräche in Paris war perfekt. Kurz wankte auch die Konferenz in Berlin, aber der Deutsche Kaiser konnte einen vorzeitigen Abbruch verhindern. Eine Aussicht auf Einigung zu selbst den niedrigsten Belangen entschwand jedoch in weite Ferne.
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Bild 137: Premierminister Hara Takashi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Takashi_Hara_formal.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hara_Takashi
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 25. Juli 1919
Osaki Satoshi wusste nicht, ob es wegen der Ereignisse in Europa zu einer überstürzten Entscheidung kam, oder ob es schon lange geplant war. Noch bevor Premierminister Hara Takashi aus Europa heimgekehrt war, wurde eine große Anzahl japanischer Torpedoboote in die Werften verlegt. Alles in allem war dies das größte Rüstungsvorhaben seit vielen Jahren und die Torpedobootwaffe würde danach eine völlig andere sein. Viele der Torpedoboote waren so alt, dass man eigentlich eine Verschrottung erwarten konnte, jetzt wurde der Kampfwert deutlich gesteigert.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 11. August 1919
Im August kam die bereits schon länger einer Modernisierung unterzogene Hatsuse wieder Flotte. Allmählich bildete sich heraus, dass Japans Marine beabsichtigte den nächsten Konflikt mit der modernsten Flotte der Welt zu schlagen. Wenn ein gerade drei Jahres altes Schlachtschiff in Friedenszeiten grundüberholt wurde, konnte es nicht mehr lange dauern.
Jetzt war August - die Modernisierung der Torpedoboote würde acht bis zehn Monate benötigen - Osaki Satoshi spekulierte auf einen neuen Krieg im Frühsommer des nächsten Jahres!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 09. September 1919
Im September standen die Zeichen dann endgültig auf Krieg. Die Marine beauftragte nicht weniger als sechsunddreißig neue Schiffe. Vierundzwanzig Torpedoboote und zwölf Korvetten.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 03. Dezember 1919
In den letzten Monaten des Jahres 1919 verstetigten sich die militärischen Operationen. Die Rüstung lief auf Hochtouren, Osaki Satoshi erfuhr Details über eine sehr erfolgreiche Spionageaktion gegenüber Russland, auch wenn dies nicht unentdeckt geblieben war und im Volk spürte man bereits den Umschwung der Gedanken vom Ende des Friedens.
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(Screenshot fehlt - Wir werden alt!)
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#127 RTW2-JAP#
TheBlackSwan
03.01.21, 23:13
Ob die feindlichen Marinen wohl diesmal auf die Torpedobootschwarmtaktik angemessen vorbereitet sind?
Es wäre interessant, wenn das Spiel auch die Schiffbauindustrie in einer Weise mitsimulieren würde. IRL war und ist es für das Militär wichtig, eine gesunde Rüstungsindustrie am Laufen zu halten, indem Projekte kontinuierlich und mit einer gewissen Mindestrate kommen. Man könnte das umsetzen, indem die Tonnage, die man auf einmal in Auftrag geben/eindocken kann, davon abhängt, wie viel Tonnage in der Vergangenheit in Auftrag gegeben wurde. Die britischen Werften haben z.B. vor dem ersten Weltkrieg 2-4 Dreadnoughts pro Jahr abgeliefert, aber nach dem ersten Weltkrieg schrumpfte die Kapazität, was dann vor dem zweiten Weltkrieg Probleme verursachte.
Werter TheBlackSwan,
zumindest Ansatzweise ist das vorhanden. Wenn man die selbe Schiffsklasse häufiger produziert, reduziert sich die Bauzeit, weil die Werften mit dem Typ bereits Erfahrung haben. Außerdem können Wir nicht ausschließen, es aber gerade auch nicht benennen, welche Events ebenfalls darauf Einfluss haben.
LochLomond
06.01.21, 20:16
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21. Januar 1920
>> Flottenkonferenz in Berlin gescheitert? <<
Mit wenigen und nur dürftigen Ergebnissen ist die internationale Flottenkonferenz in Berlin nach fast einem Jahr zu Ende gegangen. Der Kaiser äußerte sein Bedauern über den mangelnden Einigungswillen einiger Delegationen. Von besonderem Interesse wäre eine Einigung im Bereich des internationalen Seerechts gewesen, das völlig veraltet und kaum noch anwendbar ist.
Einzig greifbares Ergebnis blieb eine Vereinbarung über gemeinsame Sprachtermini in Bezug auf Schiffsklassen.
Die bisherige Klasse der Torpedoboote geht in der neuen Klasse der Zerstörer auf: mit Torpedos ausgestattete schnelle Einheiten mit max. 2.500 to.
Die bisherigen geschützten Kreuzer bilden die neue Klasse der leichten Kreuzer: Schwach gepanzert, Bewaffnung max. 15 cm, ca. 5.000-8.000 to. Leichte Kreuzer dienen dem Gefecht mit gleich großen gegnerischen Schiffen, der Abwehr von Zerstörer-Angriffen, Bekämpfung von Küstenzielen, Führung von Handelskrieg oder Einsatz als Führungsschiff für eigene Zerstörer-Geschwader. Außerdem sollen sie die klassischen Aufklärungsaufgaben übernehmen.
Die bisherigen Panzerkreuzer werden nun zu schweren Kreuzern: vielseitige, stark gepanzerte Einheiten mit einer Bewaffnung von bis zu 20 cm und ca. 10.000-12.000 to.
Als völlig neue Klasse werden Flugzeugträger eingeführt: Schiffe, deren einziger Zweck darin besteht, Flugzeugen zum Start und zur Landung zu dienen. Bisher gibt es erst einzelne Entwürfe und Prototypen dieser Einheiten, aber alle Konferenzteilnehmer forschen daran und beabsichtige, sie in Dienst zu stellen.
Wie aus gut unterrichteter Quelle zu erfahren war, ist das Scheitern maßgeblich auf einen völlig aus dem Ruder gelaufenen Staatsbesuch des japanischen Ministerpräsidenten in Paris im letzten Sommer zurückzuführen. Im Anschluss weigerten sich beide Delegationen in Berlin am gleichen Tisch zu sitzen.
Alith Anar
06.01.21, 22:45
Ob die feindlichen Marinen wohl diesmal auf die Torpedobootschwarmtaktik angemessen vorbereitet sind?
Ist die KI dazu überhaupt in der Lage? Eine angemessene Reaktion müsste ja darin bestehen mehr (leichte) Kreuzer zur Torpedobootsabwehr den Verbänden beizugeben, bzw überhaupt zu bauen. Oder bei den BB die Mittelartillerie zu verstärken, damit sie in die Lage versetzt werden TBs besser abzuwehren. Noch ist die Reichweite der Artillerie der von Torpedos überlegen. Aber irgendwie sieht es derzeit gar nicht danach aus.
Generell scheint die KI überhaupt nicht in der Lage zu sein auf individuelle Bedrohungen in eingelnen Regionen zu reagieren. Ala Hunt- Klasse mehr im Atlantik und Black Swan im Pazifik
Werter LochLomond,
Wir danken für den Sprung in die Moderne!
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Werter Alith Anar,
tatsächlich können Wir das gar nicht ohne weiteres sagen. Einerseits wird die Torpedowaffe in Form der Zerstörer besser, weil die Reichweite und besonders die Geschwindigkeit der Torpedos deutlich zunimmt, andererseits verliert die Torpedowaffe in Form der Zerstörer mit dem Voranschreiten des Spiel dennoch an Bedeutung. Wichtiger ist aber, das die "KI" mit jeder neuen Version auch besser wird, bzw. auf diese Taktiken "trainiert" wird. Wir haben aber Unsere Torpedoboot-Schlachten mit den frühen Versionen gespielt.
Wir haben daher absolut keine Ahnung wie die derzeitige KI-Version auf solche Gefechte reagieren wird.
Eine vernünftige Dislozierung könnte es mit den späteren Version auch geben, zumindest können Wir es nicht ausschließen. Bzw. bei unseren späteren Gefechten wird der Kampf tatsächlich härter - oder anders ausgedrückt: In Zukunft werden Wir auch größeres verlieren als einen leichten Kreuzer. :rolleyes:
#008 Der erste Flugzeugträger
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 26. Januar 1920
>> Sensation in Yokosuka – Werft übergibt weltweit ersten Flugzeugträger! <<
Am heutigen Montagmorgen hat das 横須賀海軍工廠 (Yokosuka kaigun kōshō – Marinearsenal Yokosuka) den weltweit ersten Flugzeugträger an die Kaiserlich Japanische Marine übergeben.
Sichtlich stolz auf die Leistungen der göttlichen japanischen Nation sprach Marineminister Katō Tomosaburō von einem der großartigsten Momente in der Geschichte Japans. Zum ersten Mal sei es Japan gelungen bei einer wegweisenden neuen Technologie führend zu sein vor den imperialistischen Nationen Europas und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Tausende Schaulustige standen an den Stränden und Promenaden der 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio) und waren irritiert über das merkwürdige Schiff von welchem zur Feier des Tages ein einzelnes Flugzeug abhob, eine weite Schleife über die gesamte Bucht zog, um danach wieder auf diesem Schiff zu landen.
Jetzt aber muss die Kehi Maru noch für weitere Wochen zur Ausrüstung vor Anker gehen, bevor das Schiff zu einer ausgedehnten Rundreise um ganz Japan herum aufbricht, um von den neuen Möglichkeiten Japans zu verkünden.
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>> Beilage zum Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 26. Januar 1920 <<
>> Die Marine des Kaiserreichs Groß-Japan zu 1920 <<
Die Marine des Kaiserreichs Groß-Japan umfasst im Januar 1920:
3 Schlachtschiffe
5 Schlachtkreuzer
1 Flugzeugträger
1 Flugzeugtender
6 Einheitslinienschiffe
12 Schwere Kreuzer
23 Leichte Kreuzer
103 Zerstörer
36 Korvetten
46 U-Boote
Dazu kommen 199 Flugzeuge und 16 Luftschiffe. Details über die einzelnen Schiffstypen entnehmen Sie den nachfolgenden Abbildungen.
Mehrere weitere Schiff, darunter 2 schwere Kreuzer befinden sich derzeit in Bau oder der Überholung und Modernisierung. Besonders beachtenswert ist hier die Suwo, unser berühmtes Linienschiff, das ebenfalls zu einem weiteren Flugzeugträger umgebaut wird.
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Abbildungen der aktiven Flotteneinheiten der Marine des Kaiserreichs Groß-Japan:
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Abbildungen der in Bau oder Überholung befindlichen Flotteneinheiten der Marine des Kaiserreichs Groß-Japan:
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Alle Schiffsabbildungen haben wir mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung von Marineminister Katō Tomosaburō persönlich erhalten.
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>> Kommentar der Tōkyō Shinbun vom Montag 26. Januar 1920: <<
Anlässlich der Indienststellung des Flugzeugträgers Kehi Maru hat Marineminister Katō Tomosaburō dieser Zeitung ein exklusives Interview gegeben. Prägnant fanden wir diese Aussage des Ministers:
„Die Flotte dient ausschließlich dazu die Interessen Japans in Ostasien zu wahren.“
Dazu weist der Marineminister daraufhin, dass die Marine Japans die kleinste aller Marinen sein mag, aber auch eine der modernsten Marinen dieser Welt. Die geringe Größe sei außerdem ein eindeutiger Beleg für die Friedfertigkeit Japans.
Die Frage ob die Flotte auch weiterhin gigantische Schlachtschiffe bauen wird, wo es mit dem Flugzeugträger doch nun eine völlig neue Schiffsklasse gibt, beantwortete Marineminister Katō Tomosaburō ausweichend:
„Sicher mag Größe eine Rolle spielen, ob Groß aber groß genug ist oder bereits zu groß kann ich nicht beurteilen. Da wir ein friedliebendes Land sind, beabsichtigen wir nicht diese Frage in einer Feuertaufe zu beantworten.“
Nicht wenige Personen im Umfeld der Regierung und insbesondere zahlreiche Vertreter ausländischer Nationen die wir heute Morgen dazu angesprochen haben, bezeichneten diese Aussage „der Feuertaufe“ als unverhohlene Kriegsdrohung gegenüber Frankreich.
Welchem Zweck die zuletzt stattgefundenen Verlegungen nach Formosa dienen, wollte der Minister zunächst nicht erläutern. Auf Nachfrage äußerste sich der Minister jedoch wie folgt:
„Wir haben nur die ältesten und kaum modernisierten Flotteneinheiten nach Formosa verlegt. Dies dient einer Prüfung der Tauglichkeit während eines umfassenden Manövers.“
Auf die Frage ob die Flotte denn in der Vergangenheit tatsächlich „untaugliche“ Schiffe gebaut habe, konterte der Minister mit folgenden Worten:
„Die Kampftauglichkeit steht außer Frage, aber nach dem Krieg gegen das Empire vor vielen Jahren müssen wir nun auch vermehrt die Bedingungen in Südostasien berücksichtigen. Das eher raue Klima Nordostasiens erfordert andere Schiffskonstruktionen als die tropischen Klimazonen. Es muss sich zeigen ob sich die Mannschaften auf den älteren Schiffen wohl fühlen, wenn ihre Heimat tausende Kilometer entfernt liegt. Diesen Einfluss auf die Einsatzfähigkeit wollen wir mit eben diesem Manöver herausfinden.“
Der französische Botschafter in Tōkyō Constant Valentin Edmond Bapst sagte uns dazu, dass diese Aussage jeglicher Vernunft wiederspricht und von seiner Regierung sicher nicht unkommentiert bleiben werde.
Zum Schluss würdigte Marineminister Katō Tomosaburō die Arbeit unseres Redakteurs in der Vergangenheit mit den Worten:
„Es ist gut einen neutralen und aufrichtigen Botschafter des Volkes in einer solchen Vertrauensstellung zu wissen, welcher die Bevölkerung über Tatsachen informiert, ohne die die Marine längst nicht diesen Rückhalt besäße.“
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#128 RTW2-JAP#
Alith Anar
18.01.21, 13:29
Was ist den der Hauptunterschied zwischen Momi und Uzuki bzw. Maki und Kaba Klasse?
Nur die Luftabwehrkomponente?
Warum eigentlich generell einen Zerstörertyp mit 6 und einen gleichgrossen mit 9 Torpedorohren?
Warum eigentlich generell einen Zerstörertyp mit 6 und einen gleichgrossen mit 9 Torpedorohren?
Wahrscheinlich Reichweite.
Die Mischbatterie der Haguro bereitet Uns Sorgen - das gibt große Genauigkeitsmali. Unserer Meinung nach der beste Kandidat für einen CV-Umbau im gesamten Arsenal.
Werter Altih Anar,
Wir haben ab einem bestimmten Zeitpunkt praktisch immer zwei fast komplett identische Zerstörer-Klassen. Der einzige Unterschied ist die ASW- und Minenabwehr-Bewaffnung. Ein Zerstörer mit dem vollem Programm Minenabwehr-Bewaffnung hat 50%-Abzüge im ASW-Bereich und kann weniger Torpedos tragen. Deswegen unterscheiden Wir hier. Die Minenabwehr-Zerstörer schalten Wir im Kriegsfalle auf Konvoischutz-Modus, während die "Flotten"-Zerstörer weiterhin auf Standard-Modus bleiben. Die Grafiken sind leider wie so vieles in diesem Spiel Buggy. Daher taucht die Minenabwehr dort nicht auf. Man sieh es hier an dem ASW-Wert:
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Dort wo ms dahinter steht ist Minenabwehr-Bewaffnung vorhanden, aber dafür ist der ASW-Wert nur halb so hoch, wie bei der korrespondieren Zerstörer-Klasse.
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Werter dimovski,
es hält sich in Grenzen. Aufgabe der Haguro-Klasse ist die Funktion als Handelsstörer auch in entlegenen Seezonen. Damit muss diese Schiffs-Klasse ein Maximum an schweren Kalibern tragen um sich effektiv zur Wehr setzen zu können. Daher auch die Reichweite Stufe "E", sonst täte es für einen schweren Kreuzer auch weniger. Durch die Anzahl an 8" + 9" Rohren hat der Entwurf praktisch das Offensiv-Potential von zwei schweren Kreuzern in einem Rumpf.
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#008 Der erste Flugzeugträger
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 04. Februar 1920
Nach den außergewöhnlichen Neuigkeiten Ende Januar beruhigte sich die Situation im Februar zwar deutlich, dennoch konnte man überall in der Hauptstadt eine neue Form von Stolz spüren. Japan war zum ersten Mal im Bereich der modernen Marine führend. Das erregte International gewaltige Aufmerksamkeit und zahlreiche Nationen baten um die Erlaubnis einen Marine-Attaché nach Japan entsenden zu dürfen.
Die Marineführung fühlte sich geschmeichelt, sah aber auch die Gefahr der Spionage und darin kannte sich die Japanische Marine bestens aus.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 09. März 1920
Im März wartete die Marine mit einer weiteren Neuerung auf, die wohl ihren Ursprung nun wieder in Europa fand. Zwar sorgte es für einige verwunderte Gesichter, dass nun doch wieder Torpedoboote zur Flotte gehörten, aber diese neuen Motortorpedoboote hatten mit den bisherigen Torpedobooten vor deren Reklassifikation nicht mehr viel gemeinsam. Eher weckten sie deutliche Assoziationen zu den Torpedobooten von vor zwanzig Jahren.
Die Marine zumindest bereitete den Einsatz dieser Motortorpedoboote in allen wichtigen Häfen vor.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 05. April 1920
Im April dachte Osaki Satoshi zuerst an einen Scherz. Der Chefredakteur erschien in seiner Redaktion und verlangte eine deutliche Aufwertung und Vergrößerung der Redaktion. Das hatte wohl damit zu tun, dass die Marine nunmehr ohne ein Geheimnis daraus zu machen mit neuen Rekrutierungen begonnen hatte.
Das war aber wohl auch nötig geworden! In Berlin schien irgendjemand verstanden zu haben was in Japan vor sich ging. Die Anzeichen waren zu 1904, 1908 und 1914 auch zu ähnlich. Im Nachgang zur Berliner Flottenkonferenz hatte der deutsche Kaiser eine Reduktion der Rüstungsausgaben ins Spiel gebracht. Hatte man trotz der vorhandenen Spannungen noch eine Art Freundschaft zwischen Deutschland und Japan vermutet, so wurde die Welt nun eines Besseren belehrt.
Anfang April standen die beiden angeblichen Freunde kurz vor einem Waffengang, bevor es dem japanischen Kaiserhaus gelang die Wogen zu glätten.
Das hatte dem Chefredakteur endlich die Augen geöffnet!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 08. April 1920
Es dauerte danach nur drei Tage, dann kam die offizielle Mobilmachung!
Sämtliche Einheiten der Kaiserlich Japanischen Marine wurden in aktiven Zustand versetzt. Tausende junger Männer erhielten ihren Einberufungsbefehl, ein wichtiger Teil der Industrie wurde zur Produktion von Kriegsgütern aufgefordert. Die Zeichen standen nun endgültig auf Krieg. Allerdings fragten sich weltweit alle Beobachter, gegen wen Japan zu Felde ziehen würde – Deutschland oder Frankreich?
Einigen wenigen Beobachtern fiel auf, dass die russische Marine still und leise einen Teil ihrer Flotte nach Asien verlegt hatte. Andere Beobachter kommentierten die Verlegung eines erheblichen Teils der japanischen Flotte nach Formosa und Hong Kong als klares Zeichen gegen Frankreich.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 06. Mai 1920
Im Mai war die Verwirrung endgültig komplett, als aus Japanischen Regierungskreisen schwere Vorwürfe gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika laut wurden. Es war die britische Presse, die zuerst die Frage in den Raum stellte, ob Japan beabsichtige gegen die ganze Welt Krieg zu führen?
In dem ganzen Säbelrasseln hätte Osaki Satoshi beinahe die Ankündigung übersehen, dass die Marine künftig vor habe echte Flugzeugträger zu bauen und nicht länger nur andere Schiffe umzubauen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 10. Juni 1920
Der Juni sah anhaltende Spannungen während Osaki Satoshi fast die gesamte alte „Truppe“ an Redakteuren zusammen hatte. Etwas ärgerlich war er darüber, dass ihm sein Chefredakteur Fukuzawa Saburo einen Ausländer aufs Auge gedrückt hatte. Noch wusste er nichts Genaues über den Mann, außer dass er aus Deutschland kam und bis zum Jahresende in Japan bleiben würde.
Einen deutschen Journalisten an seiner Seite konnten er nun wirklich nicht gebrauchen, wo doch jederzeit Feindseligkeiten mit dem deutschen Kaiserreich ausbrechen konnten.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 14. Juli 1920
Im Juli hatten sich die Docks in den Werften des Landes sichtbar geleert. Viele Umbauten waren der Flotte zugelaufen und bereits auf dem Weg nach Südostasien. Es dauerte aber nicht lange, bis die Marine mit der Ankündigung aufwartete, die ersten beiden echten Flugzeugträger beauftragt zu haben.
Diese Trägerschiffe würden im Vergleich zu den bisherigen Umbauten etwas völlig anderes sein, und die bereits erkannten Unzulänglichkeiten vermeiden. Es war aber schon jetzt klar, dass diese Schiffe im bevorstehenden Konflikt keine Rolle spielen würden, es sei denn dieser Krieg würde mehrere Jahre andauern.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 05. August 1920
Die nächste Wendung folgte im August. Das deutsche Kaiserreich traute der Situation nicht mehr über den Weg. Außer deutschen Journalisten hatten auch deutsche Spione ihren Weg nach Japan gefunden und waren in dieser großen Anzahl schnell aufgeflogen. Jetzt fehlte nur noch ein Funke um die Lunte anzuzünden.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 06. September 1920
Anfang September kam die umgebaute Suwo aus der Werft und war nicht wieder zu erkennen. Die mächtigen Geschütztürme waren einem nichts gewichen. Anders konnte man das glatte Deck kaum erklären und die außermittigen Aufbauten führten bei der Presse zur Frage, ob das Schiff dadurch nicht kentern würde. Osaki Satoshi wusste es besser und ihm war klar, dass es irgendwo im Schiff ein Gegengewicht habe. Ihn interessierte viel mehr ob sechzehn Flugzeuge tatsächlich mehr Schaden anrichten konnten als die 12inch-Geschütze?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 01. Oktober 1920
Der Rest des Septembers verlief ruhig, wenn man davon absah das Osaki Satoshi überall Gespenster sah. Nicht nur dass der Deutsche Reporter ihn auf Schritt und Tritt verfolgte und er sich wie ein Babysitter vorkam, auch sonst schien es in Tōkyō mittlerweile mehr Bleichgesichter unter den Presse-Vertretern zu geben als Japaner.
Abgesehen von diesen Animositäten begann auch der Oktober ruhig. Zudem sprach der Wetter Umschwung nicht für einen raschen Ausbruch von Feindseligkeiten. Raue See war für Flotten-Operationen denkbar ungeeignet. Zumindest wenn es gegen Tsingtau gehen sollte.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 07. Dezember 1920
Im November gab es nichts außer Fertigstellungen von Zerstörern, im Dezember kam dafür der nächste politische Knall, diesmal mit Italien. Außer mit Russland mit dem es eigentlich immer erhöhte Spannungen gab, lag Japan jetzt mit jeder ernstzunehmenden Seemacht auf dem Planeten im Streit.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 31. Dezember 1920
Das Jahresende verlief unruhig. Weihnachten hatte in Japan nicht die gleiche Bedeutung wie in Ländern mit christlicher Prägung. Die Weihnachtstage wurden in Japan vorwiegend für eine innige gemeinsame Zeit von Paaren genutzt. In diesem Jahr war das für zehntausende frisch verliebte und junge Paare nicht möglich. Während wohl die Deutschen und Franzosen selbst in Übersee in Festtagsstimmung waren, schifften am 24. Dezember japanische Soldaten in allen möglichen Häfen auf ihren Transporten ein. Die ersten Schiffe verliesen in der abendlichen Dunkelheit ihre Liegeplätze mit unbestimmten Ziel.
Das war jetzt eine Woche her und zumindest freuten sich jetzt alle auf den Jahreswechsel, der in Japan eine große Rolle spielte. Die Freude währte nur kurz und Osaki Satoshi musste überstürzt zurück in die Redaktion. Jetzt hielt er das Extrablatt in der Hand, das gerade in den Verkauf gegangen war. Eine seltsame Dunkelheit überzog Tōkyō, aber das war wohl nichts zu dem was kommen mochte.
Die Regierung hatte für den morgigen Tag eine Rede des Tennō angekündigt und das war gelinde gesagt außergewöhnlich. Selbst in größter Not bekam man vom Kaiser persönlich so gut wie nie etwas zu hören, es musste also etwas wirklich Wichtiges vorgefallen sein!
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#129 RTW2-JAP#
LochLomond
31.01.21, 20:37
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14. November 1920
>> Schatten über Fernost – was wollen die Japaner? <<
Immer häufiger werden in unserer Redaktion Nachrichten bekannt, die sich um das gleiche Thema drehen: Japan steigert Spannungen mit … Ein Muster lässt sich dabei nicht erkennen. Vielmehr sieht es danach aus, als wäre derzeit jede noch so kleine Gelegenheit im Reich des Tenno willkommen, um mit nahezu jedem Land auf einen Krieg zuzusteuern.
Wollen die Japaner sich mit der ganzen Welt anlegen? Oder ist ihnen der Gegner egal, Hauptsache es gibt so schnell wie möglich Krieg? Oder sind es rein innenpolitische Motive?
Ein Krieg als Mittel der Unterdrückung innerer Proteste und Reformbewegungen wäre nicht neu. Ein gemeinsamer Gegner von außen lässt innere Differenzen leicht vergessen und man schließt sich als Volk hinter den derzeitigen Machthabern zusammen. In Bezug auf Japan deutet allerdings nichts darauf hin. Wirtschaftlich steht das Land für asiatische Verhältnisse sehr gut da. Dazu tragen auch größere Aufträge der Marine für die japanischen Werften bei. Und politisch steht die Bevölkerung fest hinter dem Tenno.
Einen Fehler darf man keinesfalls begehen: die Japaner für dumm halten. Die Steigerung der Spannungen mit allen folgt garantiert einer klaren Strategie und ist sicher nicht zufällig. Eine militärische Konfrontation mit dem Rest der Welt ist auszuschließen. Auch wenn das Selbstbewusstsein der japanischen Marine nach den gewonnenen Kriegen gegen Russland und Großbritannien gigantisch sein dürfte, gegen den Rest der Welt wäre die japanische Marine viel zu klein und könnte nicht gewinnen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die scheinbar ungezielte Spannungssteigerung mit vielen Ländern der Verschleierung des wahren Ziels dient.
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Wo liegt dieses Ziel? Betrachtet man die zurückliegenden Konflikte mit Russland und Großbritannien, so zeigt sich, dass Japan versucht, den Einfluss europäischer Kolonialmächte in Südostasien zu verringern und am Ende möglicherweise komplett zu beenden. Folgt man diesem Gedanken, so kämen mehrere Ziele in Betracht: Russlands asiatische Besitzungen an der Pazifikküste, französisch Indochina und die amerikanische Kolonie Philippinen. Denkt man eine Nummer kleiner, käme auch unser Marinestützpunkt in Tsingtau als Ziel in Frage. Bedenkt man, dass Japan die letzten Kriege jeweils mit Überraschungsangriffen begonnen hat, so werden wir wohl erst mit der Abgabe der ersten Schüsse erfahren, welches Ziel Japan gewählt hat.
Was kann das Deutsche Kaiserreich tun, sollte tatsächlich Tsingtau das Ziel sein? Diese Frage wurde in der Redaktion intensiv diskutiert und so bitter es auch klingt, die Antwort lautet: nichts! Am besten sollte man dann gleich die Flagge streichen und unnötigen Kampf vermeiden. Angesichts der klaren Niederlage der ach so mächtigen Royal Navy gegen die japanische Marine hätte auch die deutsche Hochseeflotte keine Aussicht auf Erfolg. Will Deutschland den Stützpunkt Tsingtau dauerhaft behalten, müssen unbedingt die diplomatischen Beziehungen des Kaiserreichs zu Japan auf einen völlig neuen Level gebracht werden. Nur ein Bündnis mit Japan könnte den deutschen Einfluss in Tsingtau sichern.
Dieser Artikel wurde nie veröffentlicht und fiel der Zensur zum Opfer.
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 28. Dezember 1920
>> Uneinigkeit in französischer Regierung über Verteidigungsmaßnahmen in asiatischen Kolonialgebieten - Japans maritime Macht wächst weiter an - Wird im kommenden Jahr endlich die Entscheidung über Krieg oder Frieden fallen?<<
Die Ungewissheit wird langsam unerträglich, seit Jahren schon erwartet alle Welt den nächsten großen Konflikt zwischen dem aufstrebenden Japan und einer der führenden Seemächte Europas, sogar die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich inzwischen in die aggressiven Ränkespiele Japans hinein ziehen lassen.
Womit man schon beim Kernproblem der gegenseitigen Beziehungen wäre, denn niemals zuvor in der neueren Geschichte hat es ein Staat zu einer zugegeben virtuos ausgeführten Meisterschaft gebracht, sich über einen längeren Zeitraum mit so ziemlich jeder maritimen Großmacht anzulegen, ohne das tatsächlich die Waffen gesprochen hätten.
Nicht nur einmal stand die Welt kurz vor einer neuen bewaffneten Auseinandersetzung, aber entweder zuckte Japan im letzten Augenblick nochmal zurück und nannte es "ein Missverständnis" oder ein letzter Funken diplomatischen Geschicks der anderen Großmächte verhinderte letzten Endes schlimmeres.
Eine vor fast einem Jahr vom deutschen Kaiser initiierte internationale Marinekonferenz erbrachte außer viel Palaver und der Verbreitung einiger technischer Neuerungen kaum konstruktives, von einer globalen Abrüstungsinitiative ganz zu schweigen. Die Deutschen standen damals auch schon "Gewehr bei Fuss" und Frankreich hätte beim Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen dem Erzrivalen und Japan entspannt in der ersten Reihe sitzen können, aber so weit kam es dann ja doch nicht.
Als im Verlauf diesen Jahres eine erhebliche Anzahl Pressevertreter und diverse Marinegesandte der mächtigsten Nationen nach Japan eingeladen wurden, hätte man dies als ein Zeichen der Entspannung werten können. Was aber vielleicht als neue Offenheit Japans hätte gelten sollen, kam nicht bei allen Beteiligten auch so an. Man kann es auch eine unausgesprochene Drohung nennen, wenn die politischen Kontrahenten modernste Marineentwicklungen und ein straff organisiert laufendes Rüstungsprogramm aus nächster Nähe erleben dürfen.
Auch ein Abgesandter dieses Blattes hatte die Gelegenheit, mehr als einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, vielleicht sollte man aber auch nur das sehen, was Japan wirklich bereit war, preiszugeben.
Die Kontaktaufnahme mit einer befreundeten Quelle in der japanischen Hauptstadt Tokio ließ einiges Unbehagen aufkommen, denn das widersprüchliche diplomatische Verhalten der japanischen Regierung hatte sehr wohl bestimmte Gründe und entsprang keiner Laune missgestimmter Politiker, die sich von der Admiralität treiben lassen.
Man hatte uns zu verstehen gegeben, das Japan solange keinen Krieg vom Zaun bricht, bis das Land seine Defizite in der Modernisierung seiner Flotte behoben hätte und auch sonst materiell und personell dafür mehr als bereit sei. Das Japan neben dem bislang größten Schlachtschiff der Geschichte auch einen weltweit ersten sogenannten Flugzeugträger (der nichts weniger als eine neue Ära der Marinehistorie einläutet) in Dienst stellte, sollte alle mit der Materie befassten Politiker und Militärs mehr als nur hellhörig werden lassen.
Es war also keine Frage ob, sondern nur wann der kalte Krieg heiß werden würde.
Spätestens ab diesem Moment müsste eine Regierung wie die unsere vorbereitende Maßnahmen ergreifen, um jederzeit auf das schlimmste reagieren zu können. Um so unerklärlicher, das scheinbar das Gegenteil der Fall ist. Denn war noch während der krisenhaften letzten Jahre die Präsenz der französischen Flotte in den asiatischen Kolonialgewässern immer mal wieder ansehnlich erhöht worden, scheint man inzwischen der permanenten Einsatzbereitschaft überdrüssig geworden zu sein und hat in Person des amtierenden Marineministers Adolphe Landry mittlerweile einen Großteil der Flotte wieder in andere Regionen der Weltmeere beordert.
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Marineminister Adolphe Landry
https://en.wikipedia.org/wiki/Adolphe_Landry#/media/File:Adolphe_Landry.jpg
Public Domain
Damit konnte sich aber Kolonialminister Albert Sarraut überhaupt nicht anfreunden und legte vehement sein Veto ein.
Zitat des Kolonialministers: "Man darf nicht von Japan ein ewig andauerndes Stillhalten erwarten, eine starke Präsenz unserer Flotte bietet die einzige schnelle Reaktionsmöglichkeit vor Ort, auch wenn die Kosten für diese Stationierung enorm hoch seien, ein verlorener Krieg um unsere Kolonien würde uns teurer zu stehen kommen. Ein Abzug des Großteils der Flotte wird auf Japan wie eine Einladung wirken"
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Kolonialminister Albert Sarraut
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Sarraut#/media/Datei:Albert_Sarraut_1921.jpg
Public Domain
Warum ausgerechnet der Marineminister nur in erster Linie den finanziellen Aspekt berücksichtigt und nicht auch den global-strategischen, ist vielen politischen Beobachtern in Paris zur Zeit nicht ganz klar. Anscheinend wird innerhalb der Regierung überwiegend die Meinung vertreten, das Japan schon längst die notwendige Macht und den Einfluss in der betreffenden Region besitzt, auch auf diplomatischem Weg seine Interessen durchzusetzen.
Ein wenig säbelrasseln hat dabei schon immer funktioniert und die abschreckenden Beispiele Russlands und des britischen Empire sollen zeigen, das Japan keine Scheu hätte, notfalls mit Gewalt vorzugehen.
Möge Gott uns helfen, wenn diese Ansichten nur Wunschdenken entspringen und die Realität Frankreich brutal auf dem falschen Fuss erwischt.
Wir danken dem edlen Taurus für seinen Beitrag!
Leider überschüttet Uns das RL derzeit mit Arbeit. Unser nächster Post wird aber hoffentlich spätestens nächstes Wochenende fertig sein - angefangen ist er bereits...
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Samstag 01. Januar 1921
>> JAPAN ERKLÄRT FRANKREICH DEN KRIEG! <<
>> Der Tennō persönlich verliest Kriegserklärung an Frankreich! <<
Am heutigen Morgen hat der Taishō Tennō in einer Rede vor dem 貴族院 (Kizokuin – Herrenhaus) der Grande Nation den Krieg erklärt. In seiner Rede sprach der Tennō davon von Vertretern Frankreichs in höchstem Maße beleidigt worden zu sein. Bei welcher Gelegenheit dieses Vorkommnis stattfand wurde nicht erläutert. Eine Beilegung der Differenzen sei jedoch gescheitert. Hinter den Kulissen wurde gemutmaßt, dass der deutsche Kaiser vermittelten wollte oder sollte. Dies sei jedoch fehlgeschlagen, weil Deutschland selbst mit Japan ebenfalls seine Probleme hätte.
Unserer Redaktion liegen Informationen vor, die darauf hindeuten, dass Deutschland sogar absichtlich gezielt den endgültigen Eklat herbeigeführt hat. Der anwesende Außenminister Uchida Kōsai wollte sich zu diesen Vorwürfen nicht äußern. Es liegt jedoch nahe das ein Krieg zwischen Frankreich und Japan zum Vorteil von Deutschland gereicht.
Im Anschluss der Rede des Tennō wurde Marineminister Katō Tomosaburō mit Fragen regelrecht überhäuft. Sämtliche Fragen drehten sich darum, wie viele französische Schiffe in der Eröffnungsschlacht versenkt werden konnten?
Zum Erstaunen aller Anwesenden gab der Marineminister bekannt, dass bislang keine Schlacht zwischen Japanischen und Französischen Seestreitkräften stattgefunden habe.
Der Ausbruch der Feindseligkeiten mit Frankreich sei auch für Japan unerwartet gekommen, wodurch der Auftakt des bereits zum zweiten Kolonialkrieg hochstilisierten Konfliktes überaus friedfertig stattfand. Außer markigen Worten der Diplomaten sei bislang kein einziger Schuss gefallen.
Premierminister Hara Takashi hat für den Abend verschiedene Verlautbarungen der Regierung angekündigt. So viel steht jedoch bereits fest: Die gesamte Wirtschaft wird den Zwängen des Krieges unterworfen und alle Kriegstauglichen Männer haben sich für den Militärdienst bereit zu halten.
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
>> Zweite Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922 <<
Der zweite Ostasiatische Kolonialkrieg war zu diesem Zeitprunkt tatsächlich auch für Japan ein ungewolltes Kind. Die Militärs hatten zwar alles getan um die Spannungen anzuheizen, aber eben nur soweit um ein maximales Budget für die Rüstung zu erhalten. Japans Marine wollte vor dem nächsten Krieg unbedingt ihre wichtigsten Neubauprogramme abschließen - die Flugzeugträger.
Dafür war es im Januar 1921 zu früh.
Zum Zweiten wollte man vor einer südlichen Expansion den eigenen Hinterhof aufräumen, was eine Annektierung von Tsingtau notwendig machte. Der nächste Gegner hätte also Deutschland sein sollen, was sich anders als Frankreich in einiger Sicherheit wiegte. Trotz der akuten Spannungen gab es freundschaftliche Bande zwischen Berlin und Tōkyō und so hatte das auch der Rest der Welt beurteilt. Deutschland wäre daher mit einem Überfall auf Tsingtau ziemlich überrascht worden, während Frankreich schon seit Jahren den Konflikt mit Japan auf sich zukommen sah.
Das letztlich auch die Grande Nation überrumpelt wurde, konnte alle Welt erkennen, weil weder Frankreich noch Deutschland zum Zeitpunkt der Kriegserklärung nennenswerte Seestreitkräfte in der Region versammelt hatten.
Deutschland und Frankreich hatten praktisch ihre gesamten Flotteneinheiten in heimischen Gewässern, also Wochen entfernt vom Schauplatz der Ereignisse!
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Die Japanischen Militärs konnten also trotz der unerwünschten Kriegserklärung in einiger Ruhe ihr Vorgehen planen. Mit dem Sprungbrett Hong Kong war es möglich sich in mehreren Etappen über Französisch-Indochina auszubreiten. Von Tonkin im Norden bis Cochinchina im Süden. Den Anfang musste man aber in der Provinz Guangzhouwan machen, deren wichtiger Stützpunkt Fort Bayard wie ein Türöffner wirkte, wenn man im Golf von Tonkin Schalten und Walten wollte.
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Bild 138: Karte von Französisch-Indochina
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:081_franzosisch-indochina_(1905).png
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Herrmann_Julius_Meyer
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sisch-Indochina
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Für das Vorgehen war die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) so gut aufgestellt wie nie zuvor, auch wenn sich die spannendsten Einheiten allesamt noch im Bau befanden.
Die Kaiserlich Japanische Marine im Januar 1921
Zu Beginn des Kriegs bestand die Kaiserlich Japanische Marine aus folgenden Einheiten:
1 Schlachtschiff der Iwami-Klasse (26.500 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Hatsuse-Klasse (40.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Shikishima-Klasse (49.000 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Iwate-Klasse (je 13.500 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
2 Schlachtkreuzer der Furutaka-Klasse (je 12.000 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
1 Schlachtkreuzer der Tsukuba-Klasse (23.500 Tonnen)
6 Einheitslinienschiffe der Mikasa-Klasse (je 11.000 Tonnen)
6 Schwere Kreuzer der Asama-Klasse (je 7.300 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Aso-Klasse (je 16.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Kako-Klasse (je 25.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Kinugasa-Klasse (je 26.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Haguro-Klasse (je 32.000 Tonnen)
7 Leichte Kreuzer der Izumi-Klasse (je 5.500 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Matsushima-Klasse (je 5.500 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Akashi-Klasse (je7.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Akitsushima-Klasse (je 8.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Niitaka-Klasse (je 8.000 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Chikuma-Klasse (je 8.000 Tonnen)
1 Flugzeugträger der Suwo-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Einheitslinienschiff Suwo
1 Flugzeugträger der Kehi Maru-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Flugzeugmutterschiff Kehi Maru
2 Flugzeugmutterschiffe der Oryoku Maru-Klasse (je 5.000 Tonnen)
12 Zerstörer der Kaba-Klasse (je 1.500 Tonnen)
8 Zerstörer der Maki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Uzuki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Hakaze-Klasse (je 900 Tonnen)
19 Zerstörer der Hamanami-Klasse (je 900 Tonnen)
12 Zerstörer der Hokaze-Klasse (je 900 Tonnen)
10 Zerstörer der Nowaki-Klasse (je 600 Tonnen)
14 Zerstörer der Oshio-Klasse (je 600 Tonnen)
8 Zerstörer der Umikaze-Klasse (je 600 Tonnen)
8 Zerstörer der Ikazuchi-Klasse (je 500 Tonnen)
19 Zerstörer der Minazuki-Klasse (je 500 Tonnen)
24 Zerstörer der Akikaze-Klasse (je 500 Tonnen)
24 Korvetten der Asama Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
12 Korvetten der Murasaki Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
6 Küsten-U-Boote Typ I-1
5 Küsten-U-Boote Typ I-10
9 Küsten-U-Boote Typ I-22
8 Küsten-U-Boote Typ I-33
8 U-Boote Typ I-43
10 U-Boote Typ I-53
14 Motortorpedoboot-Geschwader (Küstenschutz)
In Bau befanden sich im Januar 1921 folgende Einheiten:
2 Flugzeugträger der Zuiho-Klasse (je 16.000 Tonnen)
4 Zerstörer der Maki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Momi-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Korvetten der Peking Maru-Klasse (je 900 Tonnen)
Luftstreitkräfte im Januar 1921:
Trägergeschwader Suwo – 14 (16) Flugzeuge
Trägergeschwader Kehi Maru – 22 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Hong Kong (Hong Kong) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Takao (Formosa) – 40 Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Sasebo (Japan) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wēihǎiwèi (Wēihǎiwèi) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Port Arthur (Liaodong Halbinsel) – 20 (40) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wakkanai (Hokkaido) – 20 (40) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Yokosuka (Japan) – 20 (40) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Noshiro (Japan) – 20 (40) Flugzeuge
Luftschiffbasis Takao (Formosa) – 8 Luftschiffe
Luftschiffbasis Hong Kong (Hong Kong) – 8 Luftschiffe
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Die Französische Flotte im Januar 1921
Zu Beginn des Kriegs bestand die Flotte der Grande Nation aus folgenden Einheiten:
5 Schlachtschiffe der Republique-Klasse (je 20.800 Tonnen)
4 Schlachtschiffe der Voltaire-Klasse (je 25.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Diderot-Klasse (je 31.200 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Nancy-Klasse (je 31.700 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Tourville-Klasse (je 19.000 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Duqesne-Klasse (je 19.400 Tonnen)
4 Schlachtkreuzer der Dunkerque-Klasse (je 28.500 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Toulouse-Klasse (je 30.400 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Bruix-Klasse (je 35.900 Tonnen)
1 Einheitslinienschiff der Terrible-Klasse (15.200 Tonnen)
1 Einheitslinienschiff der Gaulois-Klasse (17.300 Tonnen)
1 Schwerer Kreuzer der Jules Ferry-Klasse (9.200 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Forbin-Klasse (3.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Jean Bart-Klasse (6.600 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Descartes-Klasse (4.800 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Amiral Cecille-Klasse (6.300 Tonnen)
8 Leichte Kreuzer der Lalande-Klasse (6.300 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Friant-Klasse (4.500 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Cordouan-Klasse (5.000 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Atlantique-Klasse (2.700 Tonnen)
4 Zerstörer der Fleuret-Klasse (je 600 Tonnen)
2 Zerstörer der Massue-Klasse (je 600 Tonnen)
7 Zerstörer der Obusier-Klasse (je 700 Tonnen)
9 Zerstörer der Fanion-Klasse (je 700 Tonnen)
4 Zerstörer der Hussard-Klasse (je 700 Tonnen)
7 Zerstörer der Espingole-Klasse (je 1.100 Tonnen)
7 Zerstörer der Arquebuse-Klasse (je 1.100 Tonnen)
5 Zerstörer der Bombarde-Klasse (je 1.100 Tonnen)
16 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
20 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
14 Küsten-U-Boote
13 U-Boote
In Bau befanden sich im Januar 1921 folgende Einheiten:
2 Schlachtschiffe der Montcalm-Klasse (je 36.700 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Bruix-Klasse (je 35.900 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Dupetit-Thouars-Klasse (je 36.000 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Chanzy-Klasse (je 38.400 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Friant-Klasse (4.500 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Ville De Bayonne-Klasse (4.900 Tonnen)
2 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
2 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
1 Küsten-U-Boot
4 U-Boote
Luftstreitkräfte im Januar 1921:
Gesamtanzahl Marine-Flugzeuge: 80
Luftwaffenstützpunkt Pointe-à-Pitre (Guadeloupe)
Marine Luftwaffenstützpunkt Marseille (Frankreich)
Marine Luftwaffenstützpunkt Le Havre (Frankreich)
Marine Luftwaffenstützpunkt Brest (Frankreich)
Luftschiffstützpunkt Papeete (Tahiti)
Luftschiffstützpunkt Brest (Frankreich)
Luftschiffstützpunkt Tunis (Tunesien)
Luftschiffstützpunkt Le Havre (Frankreich)
+ + +
Kräftevergleich zwischen Japan und Frankreich:
Vor dem ersten Ostasiatischen Kolonialkrieg hielt man den Vergleich zwischen Japan und dem Empire für Überflüssig, weil die Royal Navy drückend überlegen war. In Bezug auf die Großkampfschiffe galt dies zwischen Japan und Frankreich ebenfalls. Allerdings war der Unterschied längst nicht so ausgeprägt.
Wichtiger war aber im zweiten Ostasiatischen Kolonialkrieg, dass Frankreich deutlich kleinere Stützpunkte in Asien unterhielt als das Empire sechs Jahre zuvor. Frankreich konnte damit schon grundsätzlich nur kleinere Flottengeschwader versorgen als es dem Empire möglich gewesen war. Damit durfte Japan von Beginn an damit rechnen, dass der Feind hier niemals mit seiner gesamten Flotte „aufkreuzen“ würde.
Dieser Umstand wurde dramatisch verschärft, weil Frankreich nur einen einzigen Schweren Kreuzer in Dienst hatte. Das war aber genau jene Schiffsklasse, die sich für den Kolonialdienst und für den Kreuzerkrieg am besten eignete weil die nötigen Stützpunkte für genau diesen Schiffstyp kleiner sein konnten als für Schlachtschiffe.
Für einen Schweren Kreuzer mochte Frankreich noch ein ausreichend großes Dock in Asien vorfinden, für ein Schlachtschiff nicht!
Bei den kleineren Schiffsklassen war Frankreich schon auf dem Papier unterlegen. Japan hatte dreieinhalbmal so viele Zerstörer und diese konnten in Ostasiatischen Gewässern auf gut ausgebaute Stützpunkte vertrauen. Frankreichs Zerstörer-Flotte war nicht nur zahlenmäßig unterlegen, sondern auch bei der Kampfkraft. Japan hatte seine ehemaligen Torpedoboote vor dem Krieg allesamt modernisiert, was auf die französischen Zerstörer nicht zutraf. Zudem hatte Japan bereits hochmoderne 1.500 Tonnen Zerstörer im aktiven Einsatz, die den größten 1.100 Tonnen Zerstörern der französischen Marine klar überlegen waren.
Letztlich hatte Japan nach allen Möglichkeiten bereits sämtliche Stützpunkte in der Region mit der neuartigen Luftwaffe ausgebaut, während Frankreich in Ostasien nicht ein einziges Flugzeug besaß.
Die vermeintliche Überlegenheit der französischen Flotte war somit am Ort des Geschehens praktisch nicht vorhanden und sogar Tonnagemäßig mit 845.300 zu 811.400 Tonnen nicht existent!
Der zweite Ostasiatische Kolonialkrieg war somit der erste moderne Seekrieg bei dem Japan von Beginn an die Favoritenrolle innehatte!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 02. Januar 1921
In Windeseile hatte Osaki Satoshi seine Redaktion aufgestockt. In einer Krisensitzung hatte der Chefredakteur noch am Samstag der Aufstockung zugestimmt und Satoshi war bis in den frühen Morgen unterwegs gewesen um eine Liste mit Namen abzuklappern. Das war nicht so einfach wie er es sich gewünscht hatte, aber nachdem der Chefredakteur vor neu entdeckter Großzügigkeit nur so strotze hatte er unerwartete Hilfe.
Chefredakteur Fukuzawa Saburo hatte seit einiger Zeit ein neues Schmuckstück - einen DAT 41!
Und das mit Fahrer. Seitdem hatte der alte DAT ausgedient und stand herum. Diesen alten DAT hatte ihm der Chefredakteur nun anvertraut um schneller durch die Stadt zu kommen.
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Bild 139: DAT / DAT 41
Quelle: https://cmhdatsun.co.za/datsun-1914/
Autor: N/A
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaishinsha
Zu seinem Nachteil hatte Osaki Satoshi nicht den Hauch einer Ahnung davon wie man Auto fährt. Mehr als einmal war er nur Sekunden davon entfernt, arglose Passanten umzufahren. Aber mit der Zeit hatte er zumindest die grundsätzliche Bedienung soweit im Griff, dass kein Unbeteiligter mehr Angst um sein Leben haben musste.
Er kam voran!
Jetzt am Sonntagnachmittag saß er völlig übermüdet in der Redaktion mit all seinen Manen und sortierte Unterlagen und Karten.
Ohne zu warten stürzte einer der neuen Werftinformanten in die Redaktion, den er just erst am Morgen in seine Tätigkeit eingewiesen hatte. Da konnte also in der knappen Zeit nichts herauskommen. Sicher hatte der Junge einfach eine rege Fantasie.
Dann wurde Osaki Satoshi bleich im Gesicht und Sprachlos!
Er begann zu stottern:
„Daa da dsaas… das laaaagg – das lag daaaa… her… he… herummmm?“
Der Junge grunzte Frech:
„Eine Windböe hat es einem I-n-j-u-e-r-u-r weggerissen.“
„Uuunnd und weiter?“
„Ich habe es gefangen und bin weggerannt!“
Im Saal verzogen alle ihre Gesichter. Aus einer Ecke kam ein Schrei:
„Haben die dich verfolgt?“
„Nein – ich bin zu schnell für die alten Säcke!“
„Na auf den Mund gefallen ist der Junge mal nicht – das ist sicher!“
„Der Plan kann trotzdem nicht hierbleiben. Wenn man das hier findet, sind wir alle tot!“
Plötzlich herrschte Stille und alle schauten andächtig auf das Blatt Papier:
„Jetzt ist die Marine komplett durchgedreht!“
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Es dauerte eine Weile bis sich alle wieder gefangen hatten. Osaki Satoshi entlohnte den Jungen Informanten fürstlich und nachdem dieser gegangen war, wurde der Plan verbrannt. Zu groß war die Gefahr der Spionage beschuldigt und hingerichtet zu werden, wenn man die Zeichnung finden würde.
Erfreulicher war ein Blick auf die Karten. Es war kaum zu glauben, aber wegen der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels hatten wohl viele Oberbefehlshaber entschieden der Truppe Entspannung in der Heimat zu gönnen.
Die Asiatischen Gewässer waren regelrecht leergefegt!
https://up.picr.de/40817377dx.jpg
Es stimmte – es würde Wochen dauern, bis die französische Flotte sich einem Gefecht stellen konnte.
Bis dahin hatte Japan freie Bahn!
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#130 RTW2-JAP#
LochLomond
23.03.21, 22:42
... na endlich ...
Edler LochLomond,
... na endlich ...
Ja Wir bekennen Uns schuldig - aber Uns platzt derzeit vor Arbeit die Birne und wenn Wir dann Abends daheim sind, schaffen Wir es einfach nicht Uns ausreichend zu konzentrieren - Derzeit wollen Wir uns einfach nur passiv unterhalten lassen und haben Uns zum Andenken an Link (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27533&p=1212492#post1212492) alle 110 Folgen B5 in die Birne geknallt! Mit dem Ergebnis dass Uns mehr ein weiteres AAR Projekt im Kopf herumschwirrt (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=24943&p=1212030#post1212030) als Uns selbst lieb ist!
Kein Problem, wenn das Einsacken von Franz. Indochina länger dauert, der Ausgang dieses "Krieges" steht ja gewissermaßen schon jetzt fest. Die französischen Verteidigungsmaßnahmen in Asien sind schlicht und einfach ein episches Desaster :facepalm:
Schade, die Schlachtflotte sieht so schlecht nicht aus, muss aber leider wegen Mangel an Stützpunktkapazität draußen bleiben, wenn sie nicht permanent Gefahr laufen will, interniert zu werden.
Edler Taurus,
muss aber leider wegen Mangel an Stützpunktkapazität draußen bleiben, wenn sie nicht permanent Gefahr laufen will, interniert zu werden.
leider haben Wir es im Spiel erst recht spät bemerkt, dass die KI ihre "Übersee"-Stützpunkte nicht ausbaut. Als Wir das verstanden hatten, haben Wir der KI weitergeholfen und per Editor Eingriff die Feindstützpunkte einfach vergrößert. Das betrifft allerdings erst alles was nach 1935 oder so passiert - also noch lange hin...
1935? Bis dahin dürfte aber schon die gesamte asiatische Hemisphäre japanisch sein (es sei denn, ihr habt euch bis zuletzt Tsingtau aufgehoben, damit es wenigstens ein Kräftemessen mit der deutsch-kaiserlichen Flotte geben kann)
LochLomond
24.03.21, 22:40
Als Verbündeter der Japaner bleibt Tsingtau selbstverständlich deutsch ...
Könnten die edlen Regenten nicht ständig die Deutsche Flotte erwähnen? Das weckt ungute Erinnerungen bei einigen japanischen Schiffsbesatzungen - also jenen die nicht abgetaucht sind.
Als Verbündeter der Japaner bleibt Tsingtau selbstverständlich deutsch ...
Russland und Deutschland waren vor Barbarossa auch mal verbündet..........:fiesemoep::^^:
Duke of York
25.03.21, 19:21
Russland und Deutschland waren vor Barbarossa auch mal verbündet..........:fiesemoep::^^:
Nein, sie hatten lediglich einen Nichtangriffspakt. :opa:
Ruprecht I.
25.03.21, 20:01
Die Deutsche Flotte? Warum die Deutsche Flotte ?
Hat denn die Deutsche Flotte bislang irgendeinen Schlagabtausch mit der japanischen gehabt?
Oder haben die Japaner bzgl der Deutschen Flotte irgendwelche Erinnerungen an die Zukunft? :^^:
Werter Ruprecht I.,
Oder haben die Japaner bzgl der Deutschen Flotte irgendwelche Erinnerungen an die Zukunft?
öhmmm - also - irgendwie erinnert sich ein Chronist des frühen 21. Jahrhundert an ein altes Schriftstück aus dem Jahr 192x wonach ein deutscher Schlachtkreuzer einfach nicht sinken wollte und zudem auch noch ziemlich gut zielen konnte :rolleyes:
LochLomond
25.03.21, 21:07
irgendwie entgeht uns immer noch der Sinn eurer Andeutungen
Werter LochLomond,
während hier von Deutschland als Verbündetem von Japan fabuliert wird, reicht in einer nicht all zu fernen Zukunft ein einzelner Deutscher Schlachtkreuzer um ein ganzes japanisches Schlachtkreuzer-Geschwader samt Geleit zu verprügeln und zu entkommen :o
Rot = Edith
LochLomond
25.03.21, 22:31
Anspielungen auf die Zukunft sind natürlich schwierig
Nein, sie hatten lediglich einen Nichtangriffspakt. :opa:
Wer wird denn so kleinlich sein? Bei diesen extremen Weltanschauungen kommt ein Nichtangriffspakt einem Bündnis verdammt nahe.
Außerdem gab es ja auch ein gewisses "geheimes Zusatzprotokoll" samt etlicher freundschaftlicher Nebengeräusche - und das geht ja dann doch über einen bloßen Nichtangriffspakt weit hinaus.
Aber das führt jetzt hier zu weit, wir wollen lieber (bald?) miterleben, wie Japan und Deutschland dieses Thema auskleiden.;)
Die Deutsche Flotte? Warum die Deutsche Flotte ?
Hat denn die Deutsche Flotte bislang irgendeinen Schlagabtausch mit der japanischen gehabt?
Oder haben die Japaner bzgl der Deutschen Flotte irgendwelche Erinnerungen an die Zukunft? :^^:
Der einzige Schlagabtausch an den wir uns erinnern, war die "versehentliche" Versenkung eines Fischerbootes
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
https://up.picr.de/36177053sy.jpg
Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 04. Februar 1921
Mittlerweile hatte Osaki Satoshi die Informationen bestätigt gefunden. Mit dem Tag der Kriegserklärung an Frankreich hatte die Marine nicht weniger als vier neue Projekte beauftragt. Scheinbar wollte die Marine eine völlig neue Generation von Kriegsschiffen bauen, weshalb tatsächlich außer dem neuen 70.000 Tonnen Schlachtschiff je ein 45.000 Tonnen Schlachtkreuzer, ein 27.000 Tonnen Schwerer Kreuzer und ein 8.000 Tonnen Leichter Kreuzer Entwurf bei den Konstruktionsbüros anhängig waren.
Osaki Satoshi konnte nur noch rätseln, wie das alles finanziert werden sollte? Aber mit einem Blick auf das Rohstoffreiche Südostasien lag die Antwort förmlich auf der Hand.
Und dieser Griff nach dem Süden verlief gut. Im ersten Kriegsmonat war es zwar ein französisches U-Boot das den ersten Schuss – oder besser gesagt Torpedoangriff – abgab und damit den Zerstörer Asakaze versenken konnte, aber der Rest der französischen Flotte bei Guangzhouwan vermied den Kampf mit der anrückenden japanischen Invasionsflotte.
Entsprechend leichtfüßig strömten japanische Marinesoldaten an Land und begannen mit der Belagerung von Fort Bayard.
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 <<
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Es dauerte einen weiteren Monat, bis die französische Flotte einen Vorstoß nach Fort Bayard durchführte um die örtliche Garnison zu entlasten. Das Deuxième Bureau des französischen Generalstabes hatte Kenntnis erlangt, dass die japanischen Marine zu Anfang des März einen Versorgungskonvoi nach Guangzhouwan plante und die französische Flotte wollte sich die Chance auf ein Konvoi-Gefecht nicht entgehen lassen.
Was das Deuxième Bureau nicht herausgefunden hatte – der Konvoi wurde von der japanischen Schlachtflotte begleitet!
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Kaigun-Taishō Yamashita Gentarō war erst seit wenigen Monaten im Amt des Stabschefs der Kaiserlich Japanischen Marine. Das behagte ihm wenig, aber das war der Lauf der Dinge. Seine Zeit auf See war vorbei. Aber auch sein Nachfolger Kaigun-taishō Yamaya Tanin hatte kaum Zeit sich am Kommando über die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) zu erfreuen. Kaigun-taishō Yamaya Tanin hatte jetzt das Kommando über den 横須賀鎮守府 (Yokosuka chinjufu - Yokosuka Naval District) und damit ebenfalls ein Schreibtisch Amt.
Kaigun-Taishō Yamashita Gentarō konnte also nicht auf einen alten Hasen setzen, wie es im lieb gewesen wäre. Mit Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō hatte er einen bislang eher unauffälligen Offizier mit dem Oberbefehl der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) betrauen müssen. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō verstand seine Aufgabe demnach auch eher unauffällig. Solange es nicht die größte Seeschlacht aller Zeiten zu schlagen galt, musste er nicht zwingend auf See sein.
Das Kommando über das Guangzhouwan-Geschwader überließ er somit Kaigun-shōshō Isamu Takeshita.
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Bild 140: Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Sojiro_Tochinai.jpg
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Yamatonadesiko1942
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Sojiro_Tochinai.jpg
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Bild 141: Kaigun-shōshō Isamu Takeshita
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Isamu_Takeshita.jpg
Autor: Bain News Service, publisher
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Isamu_Takeshita
+ + +
Kaigun-shōshō Isamu Takeshitas erste Tat war etwas ziemlich Neues. Er musste den Luftüberwachungsplan festlegen. Wohlwissend, dass die Flugzeuge und die wenigen noch übriggebliebenen Luftschiffe Japans, kaum die Reichweite und Geschwindigkeit hatte um in vernünftiger Zeit ins Einsatzgebiet zu gelangen. Es gab aber eine Ausnahme:
Zu seinem Geschwader gehört die Japanische 8. Flugzeugträger-Division und damit der erste im Kriegseinsatz befindliche Flugzeugträger weltweit.
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+ + +
Insgesamt gliederte sich das Geschwader wie folgt:
Japanische 5. Schlachtdivision:
Schlachtschiff Shikishima (Flaggschiff)
Schlachtschiff Iwami
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- - -
Japanische 8. Flugzeugträger-Division:
Flugzeugträger Kehi Maru
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- - -
Japanische 11. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Tsukuba
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- - -
Japanische 13. Kreuzerdivision:
Schwerer Kreuzer Kinugasa
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- - -
Japanische 15. Aufklärungsdivision:
Leichter Kreuzer Yoshino
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- - -
Japanische 6. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Yugiri
Zerstörer Hakaze
Zerstörer Miyuki
Zerstörer Tachikaze
Zerstörer Yunagi
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- - -
Japanische 9. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Hamanami
Zerstörer Fujinami
Zerstörer Kishinami
Zerstörer Kiyonami
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- - -
Japanische 12. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Niizuki
Zerstörer Uzuki
Zerstörer Sagiri
Zerstörer Okinami
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- - -
Japanische 14. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Yuzuki
Zerstörer Minazuki
Zerstörer Kikuzuki
Zerstörer Mutsuki
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- - -
Japanische 16. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Makinami
Zerstörer Hayashimo
Zerstörer Kazagumo
Zerstörer Makigumo
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+ + +
Von seinem Flaggschiff Shikishima aus beobachtete Kaigun-shōshō Isamu Takeshita den gesamten Verband. Mit seinen Schlachtschiffen fuhr er hinter den Transportschiffen um dem Gegner bei der Annährung solange wie möglich verborgen zu bleiben. Sollen die Franzosen von Fort Bayard ruhig glauben es wäre in normaler Konvoi. Zwar wusste man, dass die französische Marine in Asien kaum etwas aufzubieten hatte, aber ein oder zwei Schlachtkreuzer mochten wohl anwesend sein. Wo diese Schiffe sich befanden hatte man aber nicht herausgefunden, weshalb man entschieden hatte die Konvois mit schweren Einheiten zu begleiten.
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Bild 142: Schlachtschiff Shikishima (Original Schlachtschiff Mutsu – Nagato-Klasse)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mutsu20.jpg
Autor: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Akagi&action=edit&redlink=1
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Nagato-Klasse
Am Ende des Konvois befand sich die große Hoffnung Japans, der Flugzeugträger Kehi Maru. Er würde sich aus allem heraushalten und auf Abstand bleiben, soviel konnte man zu Flugzeugträgern schon sagen. Diese Schiffe waren nicht für das Gefecht gemacht. Zudem konnte die Kehi Maru auf diese Weiße zu einer echten Überraschung werden. Sicher würden die Franzosen ihre Köpfe in den Himmel recken, wenn plötzlich Flugzeuge am Himmel über ihnen auftauchen würden. Was diese Flugzeuge letztlich erreichen würden galt es herauszufinden.
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Bild 143: Flugzeugträger Kehi Maru - Umbau aus Flugzeugmutterschiff (Original HMS Furious)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HMS_Furious-6.jpg
Autor: unbekannt (http://www.history.navy.mil/photos/sh-fornv/uk/uksh-f/furis-6.htm)
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/HMS_Furious_(1916)
Die Kehi Maru war sicher kein optimaler Entwurf, das war allen bewusst. Richtige Flugzeugträger befanden sich erst noch in Bau. Die Kehi Maru konnte ihre Vergangenheit als Flugzeugmutterschiff kaum verleugnen und das aufwendige Transportieren der Flugzeuge vom Heck zum Bug oder falls nötig auch umgekehrt benötigte einiges an Zeit. Allen war bewusst, dass der Faktor Zeit auf See zu einer echten Größe geworden war.
Während Flotten sich vor noch nicht allzu langer Zeit Stundenlang sichtbar annäherten bevor der erste Schuss fiel, konnte es heutzutage passieren, dass der Einschlag einer Granate das erste war was man vom Gegner zu Gesicht bekam. Mit den Flugzeugen würde sich das nochmals ändern.
Hier und heute hatte Kaigun-shōshō Isamu Takeshita davon aber eher wenige zur Verfügung und er ahnte schon, damit mehr Ärger zu haben als sie nutzen würden.
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+ + +
Die Flugzeuge der Kehi Maru waren die einzigen die direkt zur Verfügung standen und planmäßig sollten diese Flugzeuge zuerst einmal das Seegebiet erkunden. Was man danach mit ihnen machen würde musste die Situation ergeben.
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+ + +
Es war schon nach dem Mittag und die morgendliche Aufklärung hatte nichts ergeben. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita hatte sich seinem Ziel in Formation angenähert in der Hoffnung, dass diese fliegenden Stofffetzen etwas finden würden. Das war nicht der Fall. Alle Flugzeuge befanden sich wieder an Bord und wurden gewartet. Bis der nächste Einsatz beginnen konnte, würde es noch dauern.
Soviel Zeit hatte Kaigun-shōshō Isamu Takeshita aber nicht mehr zur Verfügung. Zwar war es bereits Anfang März, aber irgendwann würde es zu dämmern beginnen. Der Nachschub musste jetzt an Land gebracht werden und mit der Annäherung in Marschfahrt war es damit vorbei. Er würde seinen Leichten Kreuzer oder gleich die führenden Kolonnen direkt zum Ziel laufen lassen um dort nach dem Rechten zu sehen. Er selbst würde sich zwischen das Ziel und die Transporter schieben, falls von dem französischen Hafen doch etwas aufkommen sollte.
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+ + +
Nach einigen Minuten konnten man erkennen wie von der Kehi Maru aus einige kleine „Punkte“ in den Himmel abhoben. Das waren drei der Jagdflugzeuge. Diese hatten aber Anweisung in der Nähe zu bleiben. Für Aufklärungszwecke hatten sich die Kawanishi Hayate Jäger als ungeeignet erwiesen. Die Piloten hatten so sehr mit dem Flugzeug selbst zu kämpfen, dass an eine planmäßige Überwachung der See nicht zu denken war. Ein potentielles Schiff würde kaum erkannt werden, wenn dieses nicht gerade direkt voraus in nächster Nähe war.
Sehr zum Missfallen von Kaigun-shōshō Isamu Takeshita hatten die vier Begleitzerstörer der Kehi Maru nicht bemerkt das ihr Träger zum Starten der Jäger in den Wind gedreht hatte und prompt war die Formation in Unordnung geraten und die Kehi Maru schutzlos.
Das war die erste negative Erkenntnis des Tages. Trägerformationen hatte andere Anforderungen und die Zerstörer-Kommandanten machte gerade so weiter wie früher.
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+ + +
Kurz vor 13 Uhr gab Kaigun-shōshō Isamu Takeshita dann auch den Transportschiffen den Befehl Richtung Entladepunkt einzudrehen.
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+ + +
Nach dem alle Jäger gestartet waren, drehte die Kehi Maru zurück auf ihren Generalkurs und die Zerstörer bemühten sich das Schiff wieder in ihre Mitte zu nehmen.
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+ + +
Etwa fünf Minuten nach Ein Uhr mittags kam ein unbekanntes Schiff in Sicht. Der schwere Kreuzer Kinugasa hatte den Kontakt hergestellt, konnte aber keine Details ausmachen.
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+ + +
Es dauerte weitere acht Minuten bis klar wurde, dass es sich um einen ganzen Verband handelte.
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+ + +
Das war dann das Signal für die Torpedobomber der Kehi Maru. Man hatte ein Ziel und es würden wohl feindliche Schiffe sein.
10 Kawanishi Taizan Torpedobombern wurde der Einsatzbefehl erteilt.
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+ + +
An Bord der Tsukuba erkannte man zuerst, dass man es mit seinesgleichen zu tun hatte. Der Gegner wurde als Schlachtkreuzer samt Geleit angesprochen.
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Was Kaigun-shōshō Isamu Takeshita als nächstes zu hören bekam, reichte aus um ihn innerlich erbeben zu lassen. Der Start der Torpedobomber würde mindestens 25 Minuten in Anspruch nehmen.
Fünfundzwanzig Minuten!
In 25 Minuten würde man bereits im Gefecht stehen, dann nutzten die Bomber nichts mehr. Zudem waren die Flugzeuge dann gerade erst in der Luft und lange nicht über dem Feind.
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Keine fünf Minuten später wurde die Einschätzung bestätigt und rings um die Kinugasa stiegen Wassersäulen in die Höhe.
Der feindliche Schlachtkreuzer hatte das Gefecht eröffnet!
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#131 RTW2-JAP#
Na da sind wir aber mal gespannt, wie sich die neuartigen Marinetechniken bemerkbar machen. Das ist das spannende an der Sache, alles steckt noch in den Kinderschuhen und beide Seiten werden fleissig lernen.
Die Trägergrafik mit den Fliegern sieht ja wirklich schick aus, geht das sogar so weit, das auch Flugzeuge beim Torpedoangriff detailgenau beobachtet werden können?
Werter Taurus,
Kinderschuhe drückt es sehr gut aus!
Was die putzigen Flieger betrifft - ja und nein. Es hängt davon ab ob ein eigenes Schiff in Sichtweite ist oder nicht. Sonst bekommt man wie im realen Leben nur die Sichtungsmeldungen der Piloten. Und dann hängt man bildlich gesprochen am Funkgerät und versucht aus dem Geplärre etwas heraus zu hören :rot:
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 <<
Der Feind kam mit Marschfahrt auf das Geschwader von Kaigun-shōshō Isamu Takeshita zugefahren. Bis jetzt konnte man den Franzosen zumindest keine Feigheit vorwerfen. Das mochte sich ändern sobald dem feindlichen Kommandanten die Anwesenheit japanischer Schlachtschiffe bewusst wurde. Für den Moment kamen die ersten Klassifizierungen auf dem Flaggschiff an.
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Nach kaum zwei Minuten erhielt die Tsukuba den ersten schweren Treffer. Tsukuba und Kinugasa sollten jetzt aus der Distanz heraus den Feind unter Feuer nehmen und beschäftigen, während Kaigun-shōshō Isamu Takeshita den Befahl gab, den noch jeder japanische Kommandant in den letzten zwei Dekaden gab: „Torpedoangriff“.
Torpedos waren nach wie vor Japans tödlichste Waffe!“
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Das wussten auch die Franzosen und verlegten rasch das Feuer auf die anmarschierenden japanischen Zerstörer.
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Bis hierhin machte der französische Verbandsführer seine Aufgabe recht gut. Der französische Schlachtkreuzer drehte nach Norden ab und die scheinbare Flucht der leichten Schiffe sah nun wie eine absichtlich ausgedehnter Schwenk aus um in die Flanke der japanischen Zerstörer zu stoßen.
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Dann aber begann der Feind sich abzuwenden und einzunebeln. Die Franzosen hat jetzt wohl verstanden, was da an Feuerkraft auf sie zukam.
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Was auf japansicher Seite keine Verwunderung war. Das französische Absetzmanöver begann in dem Moment als die Shikishima nicht mehr zu übersehen gewesen war.
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Auf maximale Distanz lies Kaigun-shōshō Isamu Takeshita das Feuer seines Flaggschiffes eröffnen und die ersten Granaten krachten fast deckend beim Leichten Kreuzer der Jean Bart Klasse ins Wasser.
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Aber auch die Franzosen wussten mit den Geschützen umzugehen und die nahe stehenden japanischen Zerstörer waren dankbare Ziele für den Feind. Einen wichtigen Treffer landete jedoch die Tsukuba mit der 12inch Artillerie, der die Geschwindigkeit des gegnerischen Schlachtkreuzers sichtbar herabsetzte.
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Die beeinträchtigte Duquesne-Klasse war damit zum Fressen für die Zerstörer geworden. Ans Aufgeben dachten die Franzosen aber keineswegs. Die Kinugasa hatte mehr Glück als Verstand, als eine Granate des feindlichen Schlachtkreuzers den Turm A durchschlug und zerstörte.
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Der Feind verstand zu kämpfen und der Antriebsschaden der Duquesne-Klasse schien behoben worden zu sein. Nach fast dreißig Minuten waren endlich die Torpedobomber der Kehi Maru startklar und der Träger drehte in den Wind.
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Die Kinugasa revanchierte sich für den zerstörten Turm und setzte ihrerseits einen 9inch Treffer beim Feind. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita entschied sich dafür die Tsukuba und Kinugasa auf Distanz zum Feind zu halten. Er hatte keine Möglichkeit mit den Piloten der Bomber zu sprechen und wollte vermeiden, dass diese die eigenen Schiffe für den Feind hielten, wenn sie sich im Zielgebiet aufhielten.
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Der Kapitän der Duquesne-Klasse, oder gar der französische Geschwader-Führer der dort sicher an Bord war, war irgendwie tollkühn. Er führte den Schlachtkreuzer eher wie einen leichten Kreuzer oder gar Zerstörer. Er führte schnelle Schwenks durch, die für eine gewaltige Kränkung sorgten und trotzdem waren die Richtschützen das wohl gewohnt. Direkt nach Hartruder Steuerbord folgte ein Hartruder Backbord und exakt im richtigen Moment als der Kreuzer wieder waagerecht stand verpasste der Schlachtkreuzer der Yuzuki eine Breitseite wodurch der japanische Zerstörer regelrecht zerfetzt wurde.
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Von der Kehi Maru erhoben sich endlich die Bomber in die Luft. Während die sinkende Yuzuki einen Abschiedsgruß in Form ihrer Torpedos auf den Weg brachte.
Und die Torpedos trafen!
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Die Torpedobomber waren in der Luft – unspektakulär begann ein neues Zeitalter…
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Die wilden Ruderschläge des französischen Schlachtkreuzers hatten aufgehört. Vielleicht hatte man die Ruderanlage getroffen. Den übrigen Zerstörern brauchte man das nicht erklären, das war die Chance auf eine Versenkung. Die Gegenwehr war heftig!
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Der Kapitän der Duquesne-Klasse war wohl wirklich ein gerissener Hund. Der Schlachtkreuzer war voll manövrierfähig und verstand es meisterhaft den meisten Torpedos auszuweichen. Jetzt aber kam die völlig unverbrauchte Japanische 12. Zerstörer-Flottille in Reichweite. Vier Zerstörer, voll bewaffnet in voller Fahrt und unbeschädigt.
Die Niizuki ließ sich nicht lange bitten.
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Die Niizuki war ein moderner Zerstörer mit Dreifach-Werfern. Die Chance einem solchen Angriff zu entgehen war gering, zumal die Distanz kaum zweihundert Yards betrug. Entsprechend gut war das Ergebnis des Torpedoangriffs.
Drei Torpedos – drei Treffer!
Dazu kam eine Breitseite der 5inch Geschütze, die ebenfalls durchschlagenden Erfolg hatten wegen der geringen Distanz.
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Nach diesem Erfolg, war der Rest eigentlich nur noch Formsache.
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#132 RTW2-JAP#
Nun gut, die französische Marine setzt eine erste Duftmarke, wobei der Ausgang dieses Dramas aber schon vorher feststand. Wenigstens hat die Ehre der Marine national francaise nicht gelitten, die Besatzung des Schlachtkreuzers hat alles gegeben und erfolgreich Eindruck hinterlassen.
Was man von der Eskorte nicht behaupten kann, die irrt irgendwo im nirgendwo herum und schaut nur interessiert aus der Ferne zu. Auch wenn sie das Unvermeidliche sicher nicht hätten verhindern können, ihr Gegner hätte aber mit Sicherheit mehr bluten müssen, wenn sich alle Feind-Zerstörer nicht allein auf das große Ziel konzentrieren können. Der BC wäre länger aktiv gewesen und hätte richtig ausgeteilt.
Schade, wir hätten gerne einen Schlagabtausch mit annähernd gleichstarken Kräften gesehen.....
Die französische KI scheint jedenfalls passabler zu agieren (bis auf die Eskorte natürlich), vielleicht wird das mal nicht so einfach für Japan.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 <<
Der Schlachtkreuzer feuerte noch nach allen Kräften, war aber im Prinzip erledigt. Das Augenmerk lag nun auf seinen Geleitschiffen.
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Diesmal schien sich der Feind dem Kampf zu stellen und nicht wie zuvor die Briten und Russen den Rückzug anzutreten.
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Trotz der neuen Zielvorgabe, taten die Japanischen Zerstörer alles um den Französischen Schlachtkreuzer eher früher als später zu versenken.
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Endlich waren auch die Torpedobomber auf dem richtigen Weg.
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In der Nähe der auserkorenen Ankerstelle zum Entladen wurden weitere Schiffe des Gegners entdeckt. Da Kaigun-shōshō Isamu Takeshita jedoch bekannt war, dass es in ganz Ost-Asien maximal einen zweiten feindlichen Schlachtkreuzer gab, rechnete er mit weiteren Zerstörern.
Sollte der zweite französische Schlachtkreuzer tatsächlich Vor-Ort anwesend sein, wäre das Aufteilen ein schwerer Fehler gewesen. Soviel Fahrlässigkeit wollte er dem gegnerischen Befehlshaber nicht unterstellen. Also blieben schlicht nur kleinere Wachfahrzeuge an der Hafeneinfahrt als logisches Ziel übrig.
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Dann hielten die Zerstörer-Kommandanten für einen Moment inne. Drei Torpedos die für einen Zerstörer gedacht waren, konnten von dessen Rudergänger ausmanövriert werden, allerdings kam jetzt der Leichte Kreuzer der Franzosen genau in die Laufbahn der Torpedos. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass alle drei Torpedos den Kreuzer verfehlten.
Aber noch etwas Anderes wurde mit Genugtuung festgestellt: Sowohl auf dem Leichten Kreuzer, wie auch beim Schlachtkreuzer waren einige Geschütztürme nicht mehr Einsatzfähig. Das war für die Zerstörer eine Erleichterung.
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Kaigun-shōshō Isamu Takeshita schob seine beiden Schlachtschiffe zwischen Ankerplatz und Feindgeschwader, währen die angeschlagenen Tsukuba und Kinugasa den Weg zu den nachhängenden Transportern selbst verlegten. Die Zerstörer wiederum drängten den Feind nach Norden ab, weg von den Transporten.
Zu seinem Bedauern musste Kaigun-shōshō Isamu Takeshita feststellen, dass die Torpedobomber eigentlich genau das taten was man ihnen gesagt hatte.
Aber das war falsch!
Die Piloten flogen zum ersten Sichtungspunkt. War den Fliegern nicht klar, dass der Gegner inzwischen ganz woanders sein musste? Wenn es dumm lief würden die Torpedobomber nun die Shikishima und Iwami angreifen.
Luftangriffe auf Seeziele waren völlig neu und Kaigun-shōshō Isamu Takeshita wurde schlagartig klar, dass die bisherigen Manöver das tatsächliche Geschehen nicht bedacht hatten. Nun standen japanische Schiffe genau dort wo zuvor der Feind gemeldet worden war. Den Piloten hatten man gesagt:
„Dort ist der Feind.“
Eine Möglichkeit die Piloten zu benachrichtigen gab es nicht und Kaigun-shōshō Isamu Takeshita machte sich jetzt ernsthafte Sorgen um seine beiden Schlachtschiffe. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita gab Anweisung, dass der Flaggenmaat versuchen sollte den Flugzeugen Anweisungen zu geben, falls die Flieger näherkommen sollten.
Der Flaggenmaat erschrak für einen Moment, was sollte er den Piloten signalisieren? Dazu war nichts vereinbart worden! Es gab nur auf dem Flugzeugträger selbst einige Landeeinweiser, die den Piloten mit speziellen Zeichen Hilfestellung beim Anflug zu Landung gaben, mehr aber nicht.
Dann fasste sich der junge Mann ein Herz und sprach den Admiral direkt an:
„Herr Admiral – es gibt keine Zeichen die ich geben könnte und ich glaube auch nicht, dass die Piloten die kleinen Flaggen erkennen würden, aber…“
„Aber was?“
„Aber wir haben doch die große Ninomaru an Bord. Diese riesige Flagge darf doch nur bei ganz besonderen Anlässen aufgezogen werden, aber könnten wir diese Flagge nicht an Deck auslegen? Oder an die Bordwand hängen?“
„Wie bitte?“
„Ich meine die Flagge ist so riesen groß, dass können selbst Piloten aus größerer Entfernung nicht übersehen Herr Admiral und dann wissen…“
„und dann wissen die Piloten, dass wir Japaner sind!“
…
„Das ist eine gute Idee junger Mann!“
„Also gut – Sie haben die Erlaubnis die Ninomaru zu verwenden und signalisieren Sie der Iwami es uns gleich zu tun.“
„Jawohl Herr Admiral!“
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Auf den Zerstörern wusste man nichts von den Problemen der neuen Zeit. Hier lief der Kampf in normalen Bahnen wie er in den letzten zwanzig Jahren immer geführt wurde. Man griff hart an und bezog Prügel.
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Das Glück des leichten Kreuzers war aufgebraucht. Mit einem Zangenangriff aus dem Heckbereich ließen die japanischen Zerstörer dem Schiff keine Chance. Egal welches Manöver der Franzose gefahren wäre, er wäre auf jeden Fall getroffen worden.
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Endlich fanden auch die schweren Granaten der Shikishima aus großer Distanz ins Ziel und die Torpedobomber hatten die großen japanischen Flaggen auf den beiden Schlachtschiffen erkannt und verstanden. Sie drehten ab und nahmen Kurs in die Richtung die man ihnen mit Mühe zu verstehen gegeben hatte.
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Jetzt verstand Kaigun-shōshō Isamu Takeshita die Welt nicht mehr. Die Torpedoflugzeuge hatten kehrtgemacht. Hatten die Flieger bereits keinen Treibstoff mehr? Oder waren die Anweisungen doch nicht verstanden worden? Es nutzte nichts, im Moment war von den Flugzeugen keine Unterstützung zu erwarten.
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Der feindliche Schlachtkreuzer befand sich jetzt direkt vor dem Bug der sinkenden Yuzuki. Glaubten die Franzosen, dass die Japaner das Feuer einstellen würden um nicht das eigene Schiff zu treffen? Dann war den Franzosen die japanische Mentalität wohl weitgehend unbekannt.
Wassersäulen stiegen rings um beide Schiffe in die Höhe.
Das bislang unbekannte Schiff vor dem Hafen wurde wie erwartet als Wachboot klassifiziert.
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Es kam letztlich wie es kommen musste. Eine 13inch-Granate der Iwami traf den feindlichen Schlachtkreuzer und die Wucht der Explosion traf auch die schwer beschädigte mit erheblicher Schlagseite im Wasser liegende Yuzuki. Der japanische Zerstörer wurde weiter zur Seite gedrückt, kenterte und versank.
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Der feindliche Schlachtkreuzer machte jetzt kaum noch Fahrt und wurde wohl mehr von der Strömung getrieben, als von seiner Maschinenanlange. Damit wurde er zur Zielscheibe für alles und jeden.
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Die Okinami setzte mit weiteren Torpedotreffern das nächste Ausrufzeichen.
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Die Reaktion der Torpedobomber war endgültig nicht mehr nachzuvollziehen. Jetzt flogen die Bomber wieder nach Norden als ihnen klar wurde, dass es sich bei den aktuell angeflogenen Schiffen um den eigenen Transport-Konvoi handelte.
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#133 RTW2-JAP#
Edler Taurus,
Die französische KI scheint jedenfalls passabler zu agieren (bis auf die Eskorte natürlich), vielleicht wird das mal nicht so einfach für Japan.
drücken Wir es mal so aus:
Sowohl die voranschreitende Technologie, wie auch das voranschreiten der Programm-Version des Spiels helfen der KI.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 <<
Die Japanische 16. Zerstörer-Flottille hatte mit dem Wachboot kurzen Prozess gemacht, entsandte aber auch Hilfskräfte um die im Wasser verzweifelt um ihr Leben schreienden französischen Matrosen zu retten. Für die einfachen Matrosen war dies die Absurdität schlechthin, aber alle hofften das der Feind es ebenso tun würde.
Die Offiziere fluchten derweil über die erhöhte Gefahr und die fehlende Feuerkraft.
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Auf den ersten Schiffen begann der Munitionsvorrat bedenklich zu sinken, aber der Feind war bereits geschlagen. Man musste nur noch „Aufräumen“.
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Als nächstes konnte Kaigun-shōshō Isamu Takeshita seinen ersten großen Erfolg als Befehlshaber betrachten:
Der französische Schlachtkreuzer kenterte und sank!
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Etwas hässlicher Verlief das ganze Bergungsmanöver bei der Yuzuki, die direkt neben dem Schlachtkreuzer gesunken war. Dort versuchten sich die Überlebenden beider Seiten angeheizt vom japanischen Zerstörer-Kommandanten gegenseitig unter Wasser zu drücken und zu ertränken.
Ein französischer Offizier der sich an einem Holzfass festklammerte, brachte das traurige Kapitel zu Ende. Er verfügte über eine Pistole und entlud das ganze Magazin auf den japanischen Offizier. Dann Befahl er den Männern beider Seiten sofort mit dem Unsinn aufzuhören und hatte Erfolg.
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Die Torpedobomber irrten im „Niemandsland“ umher und erwiesen sich als nutzlos. Die angeschlagenen Franzosen flüchteten nach Norden, eingedeckt vom Artilleriefeuer der beiden japanischen Schlachtschiffe. Der Rest des Geschwaders wurde zusammengezogen um den Transportern besseren Schutz zu bieten.
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Die Torpedobomber schienen nunmehr endgültig auf den Träger zurückkehren zu wollen, aber dabei verflogen sie sich gründlich.
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Die ersten Zerstörer hatten den Ankerplatz erreicht und für sicher befunden. Die Transporter näherten sich im Schutz einer vorgelagerten Insel um so spät wie möglich von Land aus entdeckt werden zu können. Während die schweren Einheiten weiter die Abrieglung gegen den Feind hin übernahmen. Es war jetzt zehn Minuten vor drei am Nachmittag und es schien so, als würde an diesem Tag nicht mehr viel passieren.
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Kaigun-shōshō Isamu Takeshita befahl der Tsukuba und Kinugasa dem Feind nachzusetzen und zu versenken. Er wollte nicht riskieren, dass diese Schiffe bei einsetzen der Dunkelheit noch in der Gegend unterwegs waren um dann nachts doch noch die Transporter anzugreifen.
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Die Torpedobomber versuchten in der Zwischenzeit im vierten oder sogar fünften Anflug den Gegner zu finden.
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Zehn Minuten nach drei Uhr erreichten die Frachter ihr Ziel. Jetzt musste jedes noch eine geeignete Stelle finden um Entladen zu werfen. Von den Stränden her tönte „Banzai“ über das Wasser herüber. Tausende Soldaten der Landungstruppen begrüßten damit den sehnlichst erwarteten Nachschub.
Daran würde sich Kaigun-shōshō Isamu Takeshita gewöhnen müssen, denn dieser Ausruf war im japanischen erst vor wenigen Jahrzehnten eigentlich von Politikern eingebracht worden. Er beruht auf einem chinesischen Ausruf zur Ehrung des Kaisers. Allerdings hatte Kriegsgeschrei im japanischen eine uralte Tradition und das „Banzai“ zu Ehren der Verfassung des Japanischen Kaiserreiches formulierte nunmehr den Erfolg in der Schlacht.
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Kaigun-shōshō Isamu Takeshita befahl nunmehr allen Kampfbereiten Schiffen die Jagd auf den Feind. Den Schutz der Transporter sollten die eher angeschlagenen Schiff übernehmen. Niemand rechnete mehr mit dem Eingreifen frischer französischer Einheiten. Umso mehr japanische Schiffe sich aber an der Jagd beteiligten umso eher konnte der anwesende Feind vor Einbruch der Dämmerung versenkt werden.
Der Erfolg kam aber recht schnell. Die Yoshino meldete das Sinken der französischen leichten Kreuzers, die gegnerischen Zerstörer jedoch konnten noch gefährlich genug sein.
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Von der Kehi Maru war zwischenzeitlich ein einzelner Torpedobomber gestartet, der zu den anderen Bombern aufschließen sollte, um diesen die aktuelle Position der Feindschiffe mitzuteilen. Einen anderen Weg um mit den Bomberpiloten verlässlich zu kommunizieren war derzeit kaum möglich.
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Einer der feindlichen Zerstörer näherte sich mit hoher Fahrt dem sinkenden Kreuzer, brachte sich damit aber selbst in größte Gefahr ohne dort helfend eingreifen zu können.
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Der Zerstörer hatte gegen die geballte japanische Übermacht keine Chance, auch wenn die japanischen Schlachtschiffe mit einem alten Problem zu kämpfen hatten
Wenn die japanischen Konstrukteure eine Sache einfach nicht in den Griff bekamen, so waren das die Getriebe des Drehmechanismus der Geschütztürme.
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Die Brutalität eines 16inch-Treffers lies den Kommandanten des mutigen französischen Zerstörers jeden Gedanken an weitere Offensive Aktionen vergessen. Jetzt versuchte das Schiff nur noch zu entkommen.
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Aufhorchen musste Kaigun-shōshō Isamu Takeshita als von der Kazagumo ein U-Boot gemeldet wurde. Scheinbar befand sich das U-Boot in Lauerstellung in der kleinen Bucht, welche die französischen Schiffe angesteuert hatten.
War das Absicht? Versuchten die Franzosen die japanischen Schiffe hier her zu locken? Dabei fragte sich Kaigun-shōshō Isamu Takeshita dann auch, wie groß die Gefahr von kleineren Minenfeldern so dicht vor der Küste war? Dass die Zufahrt zum Hafen erheblich vermint war, wusste man. Aber was war mit einzelnen Minen vor der Küste?
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Der leichte Kreuzer der Franzosen war endlich gesunken, aber die beiden Zerstörer waren noch immer Kampffähig. Sehr zum Verdruss von Kaigun-shōshō Isamu Takeshita versuchten seine Zerstörer ihre Pendants mit Torpedos zu bekämpfen. Das war aber alles andere als ratsam. Die Tsukuba erkannte die Gefahr der anlaufenden eigenen Torpedos und drehte bei.
Ob das ausreichte musste sich jetzt zeigen.
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Aber die Tsukuba hatte Glück, den Torpedos war der Treibstoff ausgegangen bevor diese der Tsukuba gefährlich werden konnten. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita befahl den größeren Schiffen Abstand zu halten und nicht zu nahe ans Ufer heran zu fahren. Die Gefahr von Minen die Landungen verhindern sollten erschien ihm mittlerweile zu groß.
Die Torpedobomber waren nunmehr endlich auf dem Weg zurück zum Flugzeugträger.
Der erste Kriegseinsatz von seegestützten Torpedobombern war damit ein kompletter Fehlschlag!
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Um 17 Uhr waren die französischen Zerstörer immer noch aktiv und fuhren hin und her. Sie befanden sich mit dem Rücken zur Wand, trotzdem fühlte es sich an wie ein Katz- und Maus-Spiel wo ein französischer Torpedo immer noch für Ungemach sorgen konnte.
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Es dauerte eine Weile bis man die Zerstörer wenigstens soweit zusammenschießen konnte, dass zumindest eine Gefahr von diesen Schiffen für die Transporter in der Nacht immer unwahrscheinlicher wurde.
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Mit Anbrechen der Dämmerung verzog sich auch der zweite Zerstörer in den Schutz eines schmalen Kanals, in den Kaigun-shōshō Isamu Takeshita definitiv nicht mal seine eigenen Zerstörer hinein Befahl. Manövrieren war dort unmöglich und wenn dort keine Minen lagen, dann nirgendwo anders.
Entweder gelang es die französischen Zerstörer von außen zu versenken oder gar nicht!
Immerhin gelang es noch den sich zurückziehenden Zerstörer in Brand zu schießen. In der Dunkelheit wäre er damit trotzdem gut auszumachen.
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Der brennende Zerstörer blieb dann auch liegen und schien auf Grund gelaufen zu sein. Vielleicht hatte der Kommandant sein Schiff auch absichtlich auf den Strand gesetzt um seiner Mannschaft das Leben zu retten.
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Die Transporter hatten mit dem Entladen begonnen und wurden von den Zerstörern flankiert damit das gemeldete U-Boot nicht etwa dort sein Glück an unbeweglichen Zielen versuchen würde.
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Kaigun-shōshō Isamu Takeshita traute sich nun doch näher heran um in der Dämmerung eine bessere Sicht zu haben. Lange würde man das Gefecht hier aber nicht mehr fortführen. Ähnlich sah dies wohl auch der Kommandant des letzten einsatzfähigen Zerstörers und er versuchte den Ausbruch aus seinem selbstgewählten Gefängnis.
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Mit dem letzten Licht gelang es dem Zerstörer sich Richtung Minenfeld zum Hafen ab zusetzten.
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Dann war der Zerstörer in der Dunkelheit verschwunden!
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Um halb sieben am Abend hatte Kaigun-shōshō Isamu Takeshita wieder Kontakt zu seinen Transportern hergestellt. Hier würde er patrouillieren bis die Transporter den gemeinsamen Rückweg antraten. Weitere Störungen durch die französische Flotte erwartete er nicht mehr.
Eine Stunde nach Mitternacht erklärte Kaigun-shōshō Isamu Takeshita das Gefecht für beendet!
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#134 RTW2-JAP#
Alith Anar
18.04.21, 21:52
Flugzeugverluste ?
Haben die zu guter Letzt das Landedeck verfehlt?
Werter Alith Anar,
Landedeck verfehlt, Bruch bei der Landung, usw. - also ja - genau das!
Uns dünkt, ein Träger dient (zumindest aktuell) derzeit höchstens als attraktives Ziel und nicht als Zünglein an der Waage, um sich einen Schlachtvorteil zu verschaffen.
Ähnlich überschaubar ist dann auch der Nutzen als Seeaufklärungsstützpunkt? Wenn die eigenen Maschinen schon Schwierigkeiten haben, heil zurückzukehren und ihre Erkenntnisse zu berichten, scheint ein Träger eher ein Klotz am Bein zu sein.
Mit fortschreitendem Training gibt sich das sicherlich, wird aber dauern.
Werter Taurus,
Mit fortschreitendem Training gibt sich das sicherlich, wird aber dauern.
ja - man wird im Laufe der Zeit eine deutliche Steigerung sehen - wenn Wir denn endlich wieder mehr Zeit (und Muse) hätten um schneller voranzukommen. Derzeit haben Wir aber einfach sehr viel um die Ohren und sind dann abends zum Schreiben einfach zu platt...
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
Es mir eine Ehre ihnen mitteilen zu dürfen, das Kaigun-shōshō Isamu Takeshita die ihn gesetzten Erwartungen erfüllt hat. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita hat den Feind – die Marine nationale française – mit Bravur geschlagen. Die eigenen Verluste sind vernachlässigbar!
Dennoch hat Kaigun-shōshō Isamu Takeshita energisch auf einige Vorfälle hingewiesen. Die Flugzeuge des Flugzeugträgers waren nicht nur nicht von Nutzen, sondern sogar im Begriff das eigene Flaggschiff anzugreifen.
Kaigun-shōshō Isamu Takeshita vermutet das Problem in einer Nachlässigkeit während der bisherigen Manöver. Er macht den Piloten zum Vorwurf, dass diese bislang nach keinem einzigen Manöver über Probleme berichtet haben, den Gegner konsequent lokalisieren zu können. Hätten die Piloten die Planungsstäbe der Flottenmanöver darüber unterrichtet, hätten die Planungsstäbe dies selbstverständlich in die Handlungsanweisungen für den Luft-See-Kampf mit aufnehmen können.
Nur durch den mutigen Einsatz eines tapferen Matrosen auf dem Flaggschiff konnte Schlimmeres verhindert werden. Kaigun-shōshō Isamu Takeshita ersucht die Marineführung daher um die Bereitstellung einiger hundert Liter roter und weißer Farbe. Er möchte auf den Decks der Großkampfschiffe seines Geschwaders große Markierungen in Form der Ninomaru anbringen.
Ich unterstütze das Ersuchen von Kaigun-shōshō Isamu Takeshita und bitte um Freigabe der unbedeutenden finanziellen Mittel.
Der Versorgungskonvoi ist vollständig und ungefährdet am Ziel angekommen und unsere heldenhaften Bodentruppen werden sicher bald den Sieg davontragen.
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Gefecht vor Naozhou Island 02. März 1921 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 04. März 1921
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 03. März 1921
>> Französische Marine vor Naozhou Island gedemütigt! <<
In einem kurzen Gefecht vor Naozhou Island am gestrigen Tage, hat die Kaiserlich Japanische Marine und Führung des edlen Kaigun-shōshō Isamu Takeshita ein französisches Flotten-Geschwader vernichtend geschlagen.
Aus Kreisen des Marineministeriums heißt es, dass die Marine nationale française einen durchaus mutigen Angriff in klar unterlegener Position schwungvoll vorgetragen hätte. Der geballten Feuerkraft von vier japanischen Großkampfschiffen konnte der Gegner jedoch nur wenige Augenblicke standhalten.
Von besonderer Bedeutung seien die neuen Augen der Marine gewesen. Die Piloten des Flugzeugträgers Kehi Maru hätten von einem eindrucksvollen Spektakel aus herausragender Position berichtet.
Hinter vorgehaltener Hand hat die Redaktion erfahren, dass die Marineführung von einem schnellen Ende der Belagerung ausgeht und sich die Augen bereits weiter nach Süden richten.
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#135 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 06. März 1921
Osaki Satoshi saß in seinem Büro und machte sich Notizen. Er studierte die aktuelle Nachrichtenlage – besonders über die bekannten Standorte von Flotteneinheiten – und musste über die Reaktion der Marine nationale française mehr als nur schmunzeln. Immerhin konnte er den Franzosen einen gewissen Mut gepaart mit etwas Todesverachtung nicht absprechen. Die französische Flotte war weit davon entfernt entscheidend eingreifen zu können und er begann anzuzweifeln, dass dies überhaupt jemals der Fall sein dürfte.
Die Marine nationale française besaß weder die Struktur um in Asien erfolgreich zu sein und erst recht nicht die nötigen Stützpunkte. Zwar schienen die Franzosen ihre Flotte zusammen zu ziehen, aber was dann? Ein solch großes Geschwader konnten sie hier nicht unterhalten und gegen die kombinierte Flotte Japans dürften sie keine Chance haben.
Osaki Satoshi begann sich auf die Nachrichten des eigenen Militärs zu konzentrieren und diese deuteten auf weitere Invasionen hin. Er nahm sich die Karte von Französisch-Indochina vor und zeichnete die Möglichkeiten der Landungsboote ein. Vor seinen Augen blitzte ein Name auf.
„Es gibt in Südostasien nur einen wirklich Interessanten Stützpunkt!“
Er wusste nicht ob er nun Angst bekommen sollte oder Stolz sein darüber, welche Möglichkeiten sich Japan in den letzten zwanzig Jahren erschaffen hatte?
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 05. April 1921
>> Französisches U-Boot torpediert die Mikasa! <<
Am heutigen Morgen ist es einem feindlichen U-Boot gelungen die ehrwürdige Mikasa zu torpedieren. Wäre dieser Vorfall – was extrem beunruhigend ist – nicht direkt vor der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) geschehen, sondern auf hoher See, wäre das alte Linienschiff nicht zu retten gewesen. Das Marineministerium schweigt sich zu dem Vorfall aus, aber für die gesamte 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio) scheint Großalarm zu gelten. Zahlreiche Zerstörer und Korvetten durchpflügen seit Stunden die Bucht und zahllose Matrosen der Handelsschifffahrt demonstrieren gegen die geplanten Abfahrten ihrer Schiffe.
Vereinzelt wurden Stimmen laut, dass die Marine sich für ihre Erfolge in weit entfernten Häfen feiern lässt, aber nichts gegen die U-Boot Seuche vor Tōkyō unternehmen würde.
Die Mikasa selbst wurde umgehend ins Trockendock geschleppt und wird dort mehrere Monate lang instandgesetzt werden müssen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 06. April 1921
Mit der Torpedierung der Mikasa war Frankreich ein schwerer Schlag gelungen. Nicht dass es wegen der Mikasa wäre, das alte Linienschiff hatte nur noch geringen Gefechtswert, aber mitten in der Bucht von Tokio?
Scheinbar hatte die Marine es für völlig unmöglich gehalten, dass hier ein französisches U-Boot lauern könnte!
Anders konnte es nicht sein, denn die U-Boot-Abwehr-Maßnahmen in der Bucht waren schlicht nicht vorhanden gewesen. Osaki Satoshi legte den gestrigen Artikel zur Seite. Er hatte neue Informationen über das französische Flottengeschwader erhalten. Tatsächlich befand sich ein erheblicher Teil der feindlichen Flotte im Anmarsch. In der Summe aber konnte sie nicht mal dem Südost-Asien-Geschwader der Kaiserlichen Flotte standhalten. Die eilig nach Süden verlegten zusätzlichen Schiffe der Japanischen Flotte hätten also genauso gut nach U-Booten vor Japans Küsten suchen können.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 02. Mai 1921
Der restliche April war weitgehend ereignislos verlaufen. Von Interesse war jedoch weiterhin der U-Boot-Krieg. Diesmal konnte man nicht anders als die eigenen Erfolge zu preisen. Seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten hatten Japans U-Boote großen Erfolg darin feindliche Handelsschiffe zu versenken. Frankreich war auf die Güter seiner Kolonien angewiesen und das bekam es bereits zu spüren.
Der Erfolg der U-Boote wog zurzeit schwerer als der Rest der Flotte, die einfach kaum etwas zu tun hatte. Umso verwunderlicher waren Meldungen zu gehäuften technischen Ausfällen an Bord der Schiffe der Kaiserlichen Flotte, aber das war in Kriegszeiten wohl unvermeidlich wenn eine Besatzung das Material nicht ausreichend in Stand hielt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 18. Mai 1921
Jetzt würde es endlich wieder Interessant werden. Nicht nur das sich die Marine wohl auf die nächste Invasion vorzubereiten schien, die Marine nationale française war wohl noch höchstens zwei Wochen entfernt.
Das nächste Gefecht stand kurz bevor!
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 13. Juni 1921
>> Umsturzversuch in der Marine? <<
Nach der Versenkung eines Zerstörers in der 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio) durch ein feindliches U-Boot, scheint es innerhalb der Kaiserlich Japanischen Marine zu offenen Auseinandersetzungen gekommen zu sein. Aus gut informierten Kreisen hat diese Zeitung erfahren, dass sich mehrere Rang niedere Offiziere über die Kommandokette hinweg gesetzt haben um dem Kaiser die Beendigung des Krieges mit Frankreich zu empfehlen.
Dieser Versuch wurde von Offizieren der Armee im Keim erstickt und nach unseren Quellen sollen die Verantwortlichen bereits hingerichtet worden sein, nachdem diese den Seppuku verweigert hatten.
Was geht innerhalb der Marine vor sich? Warum sollte Japan den Krieg so schnell beenden, der bislang mit großem Erfolg geführt wird? Hat das Militär etwas zu verschweigen?
Was ist aus dem französischen Flottengeschwader geworden, das sich seit mindestens zwei Wochen in Südost-Asiatischen-Gewässern befinden muss?
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#136 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Kreuzergefecht vor British Malaya 28. Juni 1921 <<
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura hatte wenig Seeerfahrung als Führungsoffizier. Den ersten Ostasiatischen Kolonialkrieg absolvierte er als Kaigun-chūsa als Navigator auf einem Kreuzer und in den Jahren danach befand er sich von 1916 bis 1918 als Militärattaché in den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch setzte ihn die Kaiserlich Japanische Marine gerne als Beobachter oder Vermittler auf Flotten- und Rüstungskonferenzen sein. Diese eher politische Tätigkeit schien ihm mehr zu liegen, als das Kommando auf See.
Während seiner Zeit in Amerika wurde er zum Kaigun-daisa befördert und war damit zumindest formal für ein Führungskommando eines größeren Kriegsschiffes qualifiziert. Dieses Kommando erhielt er nach seiner Rückkehr nach Japan. Er übernahm den neuen schweren Kreuzer Takao im Mai 1920 von der Werft und meldete das Schiff im August 1920 seeklar.
In Erwartung eines neuen Konfliktes verlegte die Takao bereits einen Monat später nach Südost-Asien und begann mit Trainingsfahrten vor Formosa.
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura fühlte sich in seiner Rolle nur bedingt wohl, aber als Befehlsempfänger innerhalb einer größeren Schlachtflotte wog die Last der Verantwortung nur bedingt auf seinen Schultern.
Mit Ausbruch der Feindseligkeiten änderte sich das schlagartig!
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura erhielt den Befehl Kreuzerkrieg zu führen. Damit war er völlig auf sich alleine gestellt. Kein Admiral der ihm seine Position zuwies und keine Zerstörer als Eskorten oder Augen vor dem Schiff.
Die Sache lief dennoch recht gut. Es gelangen ihm vier Versenkungen französischer Handelsschiffe und jedem weiteren Ärger konnte er aus dem Weg gehen. Am 28. Juni wurde er von französischen Kriegsschiffen etwa 300 Kilometer östlich von Singapur in der Südchinesischen See gestellt.
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Bild 144: Kichisaburō Nomura in späteren Jahren
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kichisaburo_Nomura_02.jpg
Autor: Shoji Yoshimura
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Kichisabur%C5%8D_Nomura
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Am Vormittag des 28. Juni befand sich die Takao mit Kurs Richtung Singapur in der Südchinesischen See. Der Schwere Kreuzer Takao gehörte zur Haguro-Klasse wurde aber sogar noch vor der Haguro selbst fertiggestellt. Beide schwere Kreuzer waren die größten und modernsten schweren Kreuzer der imperialen Flotte. Mit gut 32.000 Tonnen waren sie größer als manches Schlachtschiff anderer Nationen, aber weniger schwer bewaffnet und gepanzert. Die Haguro-Klasse war von Beginn an als Langstrecken-Handelsstörer geplant und gebaut worden.
Ihre für einen Kreuzer geradezu irrsinnige Größe erklärte sich aus einer gigantischen Antriebsanlage, die das Schiff auf bis zu 34 Knoten beschleunigen konnte. Das waren nur 3-4 Knoten weniger als die meisten modernen Zerstörer schafften. Mit dieser Geschwindigkeit sollte die Takao jedem überlegenen Feind davonfahren können.
Dazu kam eine extreme Reichweite, die das Schiff formal in die Lage versetzte den Krieg in jeden Winkel der Welt zu tragen, der von See aus erreichbar war. Die Hauptartillerie bestand aus sechs Rohren vom Kaliber 9inch und die Sekundärartillerie aus acht Rohren vom Kaliber 8inch. Damit hatte diese Schiffsklasse im Prinzip eine Sekundärartillerie die einer zweiten Hauptartillerie entsprach.
Mit dieser Bewaffnung sollte die Haguro-Klasse in der Lage sein, den Kampf mit zwei oder drei feindlichen schweren Kreuzer aufzunehmen. Ob dieses Konzept aufgehen würde stand jetzt zur Feuerprobe an.
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Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura hatten in diesen Gewässern bislang Glück gehabt und dachte auch diesmal an einen guten Fang, als der Ausguck ein Schiff meldete. Er befahl zum Ziel aufzuschließen um das Ziel zu identifizieren. Als dieses umgehend abzudrehen begann witterte er die nächste Beute.
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Er ließ die Takao auf Abfangkurs gehen, erhielt aber fast zeitgleich die Meldung, dass es sich um ein Kriegsschiff handeln musste. Das Ziel entsprach von der Silhouette einem leichten Kreuzer. Das war zwar etwas Anderes als erwartet, aber mit seiner Feuerkraft sollte das kein Problem darstellen. Ein leichter Kreuzer konnte mit der Takao nicht mithalten. Dass es sich um einen Aufklärer eines größeren Verbandes handeln konnte, kam Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura nicht in den Sinn.
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Er befahl den Angriff und die Takao eröffnete auf maximale Distanz das Feuer auf den unterlegenen Feind.
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Der Kreuzer wurde zügig als zur Jean-Bart-Klasse zugehörig identifiziert und war somit gute 18 Jahre alt. Dem modernsten schweren Kreuzer der Kaiserlich Japanischen Marine stand damit mit das Älteste gegenüber, was Frankreich im Schiffsregister führte.
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Dann kam ein zweites Schiff in Sichtweite der Takao. Damit beschlich Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura das Gefühl etwas übersehen zu haben!
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Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura befahl parallelen Kurs zum Kreuzer der Jean-Bart-Klasse, was das zweite noch unbekannte Schiff für den Moment auf Abstand halten würde.
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Dann passierte das was auf japanischen Schiffen traditionell immer passierte, die Mechanik der Geschütztürme machte Probleme.
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Kaum einem wesentlichen Teil der eigenen Feuerkraft beraubt, kam der feindliche Kreuzer in Reichweite seiner Artillerie und eröffnete seinerseits das Feuer auf die Takao. In diesem Augenblick preschte von Achtern ein zweiter leichter Kreuzer heran. Damit hatte die Takao nunmehr drei Gegner im Gefecht.
Immerhin konnte die Drehmechanik schnell ihre Funktion wiederaufnehmen.
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Nach den Problemen mit der 9inch-Artillerie war es dann auch die 8inch-Artillerie welcher der erste Treffer am Feind gelang.
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Der Schaden an der 9inch-Turm-Mechanik scheint doch größer zu sein.
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Aber die Sekundär-Artillerie ist zuverlässig! Dennoch befiehlt Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura die Distanz zu vergrößern um nicht Opfer eines Torpedos zu werden.
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Der Feindkreuzer setzt nach, befindet sich aber in ungünstiger Position um seine Torpedos einzusetzen.
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Fünfundvierzig Minuten nach Gefechtseröffnung ergeben sich endlich Treffer mit der wieder hergestellten Hauptartillerie.
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Von dem dritten Schiff ist mittlerweile nichts mehr zu sehen.
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Die Treffer auf dem leichten Kreuzer der Franzosen nehmen zu. Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura vermutet, dass dieses Schiff mittlerweile erheblich beschädigt ist.
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Der aufschließende zweite leichte Kreuzer kann als hochmodernes Schiff der Lalande-Klasse identifiziert werden.
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Der Kreuzer der Jean-Bart-Klasse macht nur noch geringe Fahrt. Aus Norden kommt wieder ein drittes Schiff in Sicht. Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura behielt den Zielwechsel auf den leichten Kreuzer der Lalande-Klasse.
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#137 RTW2-JAP#
Ein Handelsstörer - quasi ein Westentaschenschlachtschiff - mit hoher Reichweite im Kampf gegen drei kleinere Kreuzer... Irgendwie kommt Uns das bekannt vor :rolleyes:
PS: Wir bleiben dabei, mit 6" oder 5" Sekundärartillerie wären die Haguros deutlich gefährlichere Gegner. Die 9"-Geschütze halten schwerere Einheiten auf Distanz während die kleineren Geschütze durch rohe Kadenz ausreichend Treffer erzielen um kleinere Gegner schnell zu versenken.
Werter dimovski,
wohler sollen die japanischen Konstrukteure dass denn im Jahr 1921 wissen, wenn es vorher noch Niemand ausprobiert hat? :D
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Kreuzergefecht vor British Malaya am 28. Juni 1921 <<
Nach etwa einer Stunde Gefecht war die Situation für Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura immer noch undurchsichtig. Die feindlichen Kreuzer machten alle wieder Fahrt. Mal kamen sie näher, mal entfernten sie sich. Für die Takao war dies durch die vergleichsweiße hohe Reichweite der Haupt- und Nebenartillerie von Vorteil. Denn die Takao konnte ihr Feuer aufrechterhalten, während der Gegner schlicht außerhalb der Reichweite seiner Geschütze agierte.
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura führte dies darauf zurück, dass der Feind ordentlichen Respekt vor der Takao hatte und nicht wusste wie er diesem Monster begegnen sollte?
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Dann wurde das dritte Schiff als schwerer Kreuzer klassifiziert. Dass Verhalten dieses Schiffes sprach aber ebenfalls für einen leichten Kreuzer.
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Der Eindruck trog nicht und das dritte Schiff war ebenfalls ein leichter Kreuzer der modernen Lalande-Klasse. Genau für solch eine Situation wurde die Takao gebaut. Jetzt konnte Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura beweisen, dass er das Schiff zu führen wusste und die Takao das Gefecht kontrollierte.
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Zehn Minuten später konnte der Feind seinerseits den ersten Treffer auf der Takao erzielen.
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Nach einem kurzen Passiergefecht, drehte der Feind wieder ab. Ohne es zu beabsichtigen war Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura mit der Takao zwischen die feindlichen Schiffe geraten, allerdings hielt der dritte Kreuzer respektvollen Abstand.
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Die französischen Kreuzer verstanden es nicht ihre bessere taktische Situation für sich auszunutzen. Die Takao dagegen konnte eine Reihe schwerer Volltreffer auf einem der beiden Lalande-Klasse Kreuzer erzielen.
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+ + +
Ab diesem Zeitpunkt schien sich der Feind absetzen zu wollen und Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura befahl die Annäherung um mit voller Wucht angreifen zu können. Das nutzte natürlich auch dem Feind!
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura lies manövrieren um nicht Opfer eines Torpedos zu werden. Woraufhin der Feind nun seinerseits nachsetzte.
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Die Takao war eindeutig Artilleristisch überlegeben, dann jedoch gab es einen unglücklichen Treffer des Feindkreuzers in die Mechanik des vorderen Hauptgeschützturms. Mit Turm A hatte man auf der Takao einfach kein Glück.
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+ + +
Seit Eröffnung des Gefechts waren jetzt zwei Stunden vergangen ohne dass eine der beiden Seiten einen nennenswerten Erfolg vorzuweisen hatte.
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+ + +
Mit dem Ausfall der Mechanik auch des zweiten 9inch-Turmes musste sich die Takao nun ganz auf die Sekundär-Artillerie verlassen.
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+ + +
Dennoch war es nun die Takao die gejagt wurde!
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Ironischerweise war es ein weiterer Treffer, welcher die klemmende Mechanik des Heckturmes wieder in Gang brachte.
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+ + +
Eine weitere halbe Stunde später waren alle Geschütztürme wieder Einsatzbereit.
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+ + +
Der Feind bekam dies kurz darauf zu spüren! Merkwürdig blieb das Verhalten des dritten Kreuzers, der bislang stets außerhalb der Reichweite geblieben war.
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Über die nächsten dreißig Minuten war es eher ein unwirsches Piesacken, dann aber gelangen der Takao gleiche mehrere Breitseiten auf der Lalande-Klasse.
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+ + +
Die Franzosen begannen sich einzunebeln, aber die Takao erhielt den Druck auf den Feind aufrecht!
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+ + +
Es entspann sich ein Beschuss auf kurze Distanz, während dem die französischen Kreuzer die schwereren Treffer einstecken mussten.
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+ + +
Das Gefecht zog sich nun breites über vier Stunden hin und auf der Takao wurde der Munitionsbestand der Hauptartillerie allmählich knapp.
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+ + +
Trotz der latenten Torpedogefahr entschied sich Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura dazu näher an den Feind heranzukommen um seine Trefferquoten zu erhöhen. Beide Kreuzer lagen mittlerweile mit Schlagseite und minimaler Fahrt im Wasser.
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Auch dem Gegner gelangen weitere Treffer, aber die 4inch und 5inch Granaten konnten gegen die Panzerung der Takao nur mäßigen Schaden anrichten.
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Unter vollem Risiko passierte die Takao den Jean-Bart-Klasse-Kreuzer auf minimale Entfernung und setzte dabei eine volle Breitseite mit der eigenen 5“-Artillerie ins Ziel.
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Fast fünf Stunden nach Gefechtsbeginn neigte sich der leichte Kreuzer der Lalande-Klasse zur Seite und Kenterte.
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+ + +
Die Munition war fast verbraucht und weitere mechanische Probleme verhinderten den Einsatz der Türme, die noch Munition besaßen. So umschlich Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura mit seiner Takao den feindliche Kreuzer fast vierzig Minuten lang, bis auch dieser endlich kenterte und sank.
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Vom dritten französischen Kreuzer war weit und breit nichts zu sehen, aber ohne Munition war dies wohl auch besser so!
Zudem setzte die Dämmerung ein und Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura ordnete Heimatkurs an. Um achtzehn Uhr umschloss Dunkelheit die Takao und das Gefecht konnte wohl als beendet gelten.
Um Neunzehnuhrfünfzehn notierte Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura im Logbuch Turmmechanik!!! und er erklärte das Gefecht offiziell für beendet.
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#138 RTW2-JAP#
Alith Anar
14.07.21, 06:15
Jetzt hat die Luftwaffe schon verluste, obwohl sie nicht mal im Einsatz ist ...
Ruprecht I.
14.07.21, 13:11
Polster aufbauen :D
Demnächst werden dann Hebelwerke und Zugochsen auf den Schiffen eingeführt, um die Türme zuverlässig nutzen zu können.
Alith Anar
14.07.21, 15:16
Vielleicht sollte der Konstrukteur der Türme am Morgen nach dem Einlaufen des Schiffes in den Hafen ein Konstruktionszeichnung der Türme und ein Tanto oder Wakashi auf seinem Schreibtisch vorfinden.
Wo das herkommt, hat natürlich niemand gesehen ....
Wenn etwas auf einem Schiff nicht in Ordnung ist, hat immer der Kapitän die Verantwortung.
Ob das Klo verstopft ist, ob der Schiffskoch ungeniessbaren Fraß kocht, ob der Gegner einen Glückstreffer in der Munitionskammer landet......Er hat entschieden, das sein Dampfer einsatzbereit ist. :ja:
LochLomond
14.07.21, 17:06
Wir halten den extrem hohen Munitionsverbrauch für sehr bedenklich. Gegner waren schließlich nur schwach gepanzerte Leichte Kreuzer.
... und dann ist auch noch einer entkommen!
Alith Anar
14.07.21, 17:12
Das habe ich auch gedacht. Wenn Nr 3 am Feind geblieben wäre, dann ....
Ruprecht I.
14.07.21, 17:16
Bah, dann wird eben geentert!
Werter Alith Anar,
sollen Wir der noch jungen Luftwaffe das Üben verbieten? Außerdem waren die doch ganz regulär im Einsatz, halt nur nicht in der Nähe der Takao!
An ein Tanto wurde bereits gedacht - ja!
+ + +
Werter Taurus,
Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura war wohl nicht die beste Besetzung für einen Handelsstörer. Er hat zu wenig Biss - vielleicht liegt ihm eine andere Tätigkeit besser? Als Botschafter vielleicht? In Washington? Er wird doch die Uhr lesen können?
+ + +
Werter Ruprecht I.
ja mit Ochsen haben die Erfahrung beim japanischen Militär - darüber berichtet sogar die Wilhelminische Presse - siehe Aufmacher Foto:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hayao-miyazakis-neues-trickfilm-wunderwerk-13049119.html
+ + +
Werter LochLomond,
das ist unangenehm aufgefallen! Glücklicherweise könnte man für 10.000 BRT mehr, ein oder zwei Granaten zusätzlich ins Magazin packen - aber wer würde schon einen schweren Kreuzer mit 42.0000 Tonnen auf Kiel legen? So verrückt wird doch hoffentlich Niemand sein!
+ + +
Den dritten Kreuzer hätte man immer noch Rammen können - zum Glück hält die ausländische Presse bislang still - nicht das diese den Haguro-Entwurf noch als unausgewogen entlarvt :eek:
Die KI macht uns noch wahnsinnig, der Kreuzerverbands-Chef hat eine große Chance verpasst, trotz zwar materieller Unterlegenheit (Panzerung, Geschützkaliber) dem Problem taktisch entgegenzutreten. Wozu hat man eigentlich Torpedos, wenn man zu dritt ist und den Gegner in die Zange nehmen kann?
Aber wir erwarten eigentlich immer zu viel, nur schade um die Gelegenheit.
Vielleicht sollte sich demnächst die französische Presse mal wieder analysierend äußeren.
Werter Taurus,
ja - diesmal hat die KI eine echte Chance vertan. Dass der dritte Kreuzer einfach nicht in den Kampf eingriffen hat, verstehen auch Wir nicht!
Da hätte keine KI der Welt gewinnen können. Immerhin konnte die Takao ganze 4 Knoten schneller dampfen, da reicht es schon stur geradeaus zu laufen.
Da hätte keine KI der Welt gewinnen können. Immerhin konnte die Takao ganze 4 Knoten schneller dampfen, da reicht es schon stur geradeaus zu laufen.
Ums gewinnen ging es uns gar nicht, das sehen wir einigermaßen realistisch. Aber es wäre interessant zu sehen gewesen, wie dieser Kreuzergigant mit drei unterschiedlichen Zielen umgeht (noch dazu, wenn die Hauptartillerie mitunter in den unpassendsten Momenten ausfällt), die ihm mitunter recht nahe gekommen wären.
Nur ein einziger ungünstiger Torpedotreffer hätte reichen können, um den Geschwindigkeitsvorteil zu negieren.
Und selbst wenn die Takao sich notfalls hätte entziehen können: Es wäre ein taktischer Sieg für die französische Marine gewesen.
Uns erschließt sich nicht wie die Takao - mit einer enormen Auftriebserserve, höherer Geschwindigkeit, besserer Seetauglichkeit und höherer effektiver Reichweite (zumindest ein Plus der Mischbatterie - ob die 9"-Drillinge defekt sind oder nicht, die effektive Reichweite ist in etwa gleich groß) je in so eine Situation hätte kommen können. Da müsste schon der Spieler selbst Mist bauen.
Alith Anar
15.07.21, 15:54
Aber bigfish war ja schon in dieser Lage. Für eine bessere Trefferleistung und um überhaupt die MA zum tragen bringen zu können ist er dichter ran.
Werter Taurus,
Wir hatten eine miese Trefferquote weil Wir ständige Kurswechsel vollzogen haben um Uns keinen Torpedo einzufangen. Das verhagelt die Trefferquote erheblich. Hätten Wir das drauf ankommen lassen, hätten Wir sicher die Kreuzer schneller "fertig" gemacht und auch noch einen dritten erwischt.
+ + +
Werter dimovski,
habt keine Angst, auch Japan wird beizeiten größeres verlieren als einen Zerstörer.
+ + +
Werter Altih Anar,
Wir denken schon, dass die Takao mit ihren nominal 34 Knoten ein enormes Potential hat - das Ding ist wirklich in vielerlei Hinsicht ein Muskelprotz. Nur ein Magazin- oder Turmtreffer kann den Kreuzer schlagartig ausschalten, dafür braucht es aber im Zweifel mehr als die 4inch und 5inch Geschütze der leichten Kreuzer. Stichwort: Steilfeuer - und das wird auch noch irgendwann eine Rolle spielen :rolleyes:
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Kreuzergefecht vor British Malaya 28. Juni 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
ich darf Ihnen mitteilen, dass der Kreuzer Takao seinen Anforderungen alles in allem gerecht geworden ist. Die Takao war in der Lage einen zahlenmäßig überlegenen Feind deutlich zu besiegen ohne dabei selbst in ernste Gefahr geraten zu sein.
Der zugrundeliegende Haguro-Entwurf hat dennoch Schwächen offenbart. Der gravierendste Umstand war die gefährliche Unzuverlässigkeit der Geschützturm-Mechanik. Ein Problem mit welchem die Kaiserlich Japanische Marine seit nunmehr 20 Jahren zu kämpfen hat. Die Konstruktionsabteilung im Hauptquartier der Marine muss den beauftragten Ingenieuren und Werften unmissverständlich klarmachen, dass ihr Versagen unseren Soldaten das Leben kostet.
Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass unpräzise Entwürfe, mangelhafte Konstruktionspläne und Pfusch auf den Werften die Kampffähigkeit unserer Schiffe gefährden.
Dies muss endlich deutlich herausgehoben werden – dies muss aufhören!
+ + +
Als weiteres Problem hat sich der zu niedrige Munitionsvorrat des Haguro-Entwurfs herausgestellt. Sicher muss die Abkommandierung des Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura hinterfragt werden, er war womöglich zu lange nicht mehr mit einem Seekommando betraut! Wäre aber nur ein weiteres feindliches Schiff Vor-Ort gewesen, wäre auch ein fähigerer Kommandant in Probleme geraten.
Ich empfehle daher den Haguro-Entwurf, so er bei neuen Aufträgen zugrunde liegen sollte, entsprechend zu überarbeiten und die Anzahl der Granaten pro Geschütz zu erhöhen.
+ + +
Damit schließe ich den Bericht mit der Empfehlung am Konzept der schwer bewaffneten Langstrecken Handelsstörer festzuhalten und deren Einsatzgebiet über Asiatische Gewässer hinaus auszudehnen. Die Flotte ist bereit den Kampf in weiter entlegene Regionen zu tragen und den Feind dort zu treffen wo er es nicht erwartet, vor seiner eigenen Haustür!
+ + +
Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Kreuzergefecht vor British Malaya am 28. Juni des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 30. Juni 1921
+ + +
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 30. Juni 1921
>> Französisches Kreuzergeschwader versenkt! <<
Wie erst heute von der Marine bekanntgemacht wurde ist es dem ehrenwerten Kaigun-daisa Kichisaburō Nomura bereits vor zwei Tagen mit seinem schweren Kreuzer Takao gelungen ein französisches Kreuzergeschwader zu versenken. Die Takao selbst blieb dabei unbeschädigt.
Die Marineführung erläuterte, dass der großartige Erfolg nur gelingen konnte, weil die Takao eines der modernsten und größten Schiffe der Flotte ist und durch ihre bloße Erscheinung beim Feind die Moral zerschmettert.
Die Takao wird nun zum Bunkern von Treibstoff und Munition in Formosa erwartet, bevor sie erneut aufbrechen wird um den feindlichen Seehandel zum Erliegen zu bringen.
+ + +
>> Neuerliche Probleme in der Kaiserlichen Japanischen Marine? <<
Wie heute ebenfalls bekannt wurde hat die Marine sämtliche Neubauten die erst zu Wochenbeginn in Auftrag gegeben worden waren gestoppt. Bedenklicher ist jedoch, dass der gesamte Jahrgang der angesehenen 海軍大学校 (Kaigun Daigakkō – Marinehochschule) exmatrikuliert und an die Front gerufen worden ist! Was geht innerhalb der Marine vor sich wenn selbst die Ausbildung von dringend benötigen Nachwuchsoffizieren abgebrochen werden muss?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 30. Juni 1921
Osaki Satoshi lagen weitere Informationen vor, aber mit dem Bericht über die Marinehochschule hatte er sich sehr weit hervorgewagt. Er würde wohl noch heute erfahren ob er damit durchkommen durfte oder ob die Marine in dafür zur Rechenschaft ziehen würde?
Besser er trieb es nicht endgültig auf die Spitze!
Die Spitze hatte die Gestalt eines mächtigen französischen Flottengeschwaders, dass bei Singapur gemeldet worden war. Offenbar war die Takao mit viel Glück einer Katastrophe entkommen. Denn die drei französischen Schiffe die ihren weg gekreuzt hatten, gehörten wohl zur Vorhut des französischen Schlachtgeschwaders.
Es hieß, dass nicht weniger als sechs moderne französische Schlachtschiffe die Straße von Malakka nur Stunden nach dem Kreuzergefecht passiert hätten und sich nun auf dem Weg zu den französischen Besitzungen befanden. Hatte das mit dem Abbruch das laufenden Offiziersjahrganges zu tun? War bereits etwas passiert? Brauchte man die jungen Männer dringend an der Front?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 01. Juli 1921
Über Nacht wurde dann klarer was die Marine nationale française beabsichtigt hatte. Sie entzog sich einer Seeschlacht in einem geschickten Ablenkungsmanöver das einem japanischen Konvoi galt und nutzte die Verwirrung auf japanische Seite aus um ein Stahlgewitter über den japanischen Invasionstruppen niederregnen zu lassen. Danach verschwanden die französischen Schlachtschiffe so plötzlich wie sie vor der Küste aufgetaucht waren. Der Angriff auf den Konvoi war eine Finte, die von Japan beabsichtigte Seeschlacht fand nicht statt und die Soldaten an Land zahlten den Preis.
Frankreich war ein anderer Gegner. Nicht vollkommen unterlegen wie Russland, nicht arrogant wie das Empire, sondern stets darauf aus das Beste aus der Situation herauszuholen.
Nach seinem gestrigen Artikel hatte die Marine auf subtile Weiße zu verstehen gegeben den Krieg in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Über die nächtlichen Vorgänge musste er daher den Mantel des Schweigens hüllen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 03. August 1921
Die Gefahr einer großen Seeschlacht mit Frankreich war für den Moment vorüber. Nach ihrem Handstreich waren die meisten großen Schiffe bereits wieder im Indischen Ozean gemeldet worden. Aber völlig unerwartet war ein Schlachtgeschwader des Deutschen Kaiserreichs im Seegebiet aufgetaucht und der deutsche Botschafter in Tōkyō - Wilhelm Heinrich Solf – überbrachte eine Note des deutschen Kaisers wonach die Deutsche Marine beabsichtigte Manöver in Asien abzuhalten.
Nichts konnte irrwitziger sein, als ein Flottenmanöver deutscher Großkampfschiffe in einem Kriegsgebiet. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass ein japanischer Handelsstörer versehentlich einen Deutschen Frachter versenkt hatte und Deutschland nun seine Interessen schützen wollte. Weitere Informationen gab es darüber nicht. Die Marine schwieg sich aus.
Ein zeitgleicher Krieg gegen Frankreich und Deutschland war wohl auch für die arroganten Militärs in Japan eine Schauergeschichte die es zu vermeiden galt.
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#139 RTW2-JAP#
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 5. August 1921
>> Weiterhin Kampfhandlungen mit Japan um unsere asiatischen Kolonien - Marine- und Kolonialministerium ziehen endlich an einem Strang - Starke Flottenverschiebung soll Feindambitionen eindämmen <<
Der von Japan vom Zaun gebrochene Kriegszustand dauert nun schon mehr als sieben Monate an und in vielerlei Hinsicht brachte diese Zeit diverse, teils überraschende Erkenntnisse.
Nicht überraschend war die Kriegserklärung durch das Kaiserreich Japan selbst, die politische Entwicklung im asiatischen Raum hatte sich über viele Jahre mit Höhepunkt des Krieges zwischen Japan und dem britischen Empire immer weiter hochgeschaukelt.
Kriegstreiber Nr. 1 war und ist Japan selbst, die zwischenzeitlichen Beschwichtigungen und nach außen projizierten scheinbaren Versuche der Entspannung waren allein der wirtschaftlichen und militärtechnischen Situation im Land selbst geschuldet.
Sobald man sich selbst stark genug fühlte, wurde losgeschlagen und nur die Arroganz und das gemächliche Verhalten der Briten in Überschätzung ihrer eigenen Stärke ließen es zu, Japan seine Ziele erreichen zu lassen.
Nun nimmt man sich also Frankreich vor und auch hier sahen die ersten Monate nicht gerade günstig für unsere Nation aus. Einige kleinere Marinescharmützel durfte Japans Flotte für sich entscheiden, auch weil sie dabei stets militärisch im Vorteil war. Das Verhalten innerhalb des Marineministeriums hatte daran einen nicht geringen Anteil, wurde doch eine akzeptable Marinepräsenz aus Kostengründen eher vernachlässigt.
Nachdem aber das Kolonialministerium vehement interveniert hatte und auch innerhalb der Bevölkerung starke Unmutsäußerungen zu vernehmen waren, haben sich mit Zustimmung der gesamten Regierung beide Parteien zusammengerauft.
Genaues war natürlich nicht zu vernehmen, aber einiges sickert eben trotzdem immer durch. So hieß es aus verschiedenen internen Quellen, das in der Nähe von Malaya ein einzeln operierendes feindliches Großkampfschiff in ein Gefecht mit einem militärisch unterlegenen französischen Geschwader mit drei leichten Kreuzern befand.
Normalerweise würde ein solcher Verband sich vom Feind lösen und allenfalls eine Meldung abgeben. Im vorliegenden Fall aber nahm der Verbandsführer den hoffnungslos erscheinenden Kampf auf und versuchte den Gegner solange hinzuhalten, bis adäquate Verstärkung eintreffen würde.
Und die war tatsächlich auch nicht weit, denn das Kreuzergeschwader war die Vorhut eines größeren Schlachtgeschwaders, das in einiger Entfernung nachfolgte.
Leider hatte das nicht funktioniert, der Japaner konnte sich letztlich durchsetzen und zwei der drei Kreuzer versenken. Aber der überlebende Kreuzer hatte genug Beobachtungen im Gefechtsverlauf getätigt, die für die Marineleitung interessante Erkenntnisse ergaben. Mehr war jedenfalls nicht zu erfahren, bekannt wurde nur noch, das mutmaßlich dieses angesprochene Schlachtgeschwader einen speziellen Auftrag zu erfüllen hatte und der sah eine Seeschlacht nicht vor.
Übereinstimmenden Meldungen zufolge wurden feindliche Bodentruppen nahe Kwang-Chou-Wan wirkungsvoll beschossen, unbehindert von japanischen Marineeinheiten gelang diese Aktion kurz nach dem Kreuzergefecht.
Die Schlachtflotte hat sich wieder etwas zurückgezogen, bleibt aber in der Region und wird sicherlich nicht nur als Drohgebärde fungieren.
Weitere Offensivaktionen sind denkbar, es wird Zeit, Japan aktiv die Stirn zu bieten und nicht immer nur (zu spät) zu reagieren.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
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Der Feind war abgelaufen, das war für die japanische Führung sonnenklar. Wie sollte es auch anders sein? Die Grande Nation konnte ihr riesiges Flottengeschwader in den Stützpunkten in Fernost schlicht nicht unterhalten.
Jetzt fehlte nur noch der Schlag ins Genick und Fort Bayard würde fallen!
Diesen Genickschlag sollte die Marine ausführen und entsandte dazu den Schlachtkreuzer Tsukuba.
Die Tsukuba war für diesen Auftrag das Flaggschiff von Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi, einem Admiral der bislang eher unauffällig schlicht auf Grund seines Alters und ausreichend Leistungen in sein Amt gefunden hatte. Er kommandierte ein eher kleines Geschwader, dass sich wie folgt gliederte:
Japanische 5. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Tsukuba (Flaggschiff)
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- - -
Japanische 7. Flugzeugträger-Division:
Flugzeugtender Ussuri Maru
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- - -
Japanische 6. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Yunagi
Zerstörer Hakaze
Zerstörer Miyuki
Zerstörer Tachikaze
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- - -
Japanische 8. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Hatsuzakura
Zerstörer Uzuki
Zerstörer Sagiri
Zerstörer Okinami
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+ + +
Der Auftrag für Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi war denkbar einfach:
Beschuss der feindlichen Stellungen mit der Artillerie der Tsukuba.
Mit Gegenwehr wurde nicht gerechnet, weshalb das Geschwader eher klein ausgefallen war. Die Tsukuba wurde von vier Zerstörern eskortiert, was ebenfalls für den Flugzeugtender Ussuri Maru galt. Die Flugzeuge der Ussuri Maru sollten einem neuen Zweck dienen. Bislang war die neue Marine-Fliegerei ein völliger Fehlschlag gewesen und Niemand rechnete damit, dass sich dies auf die Schnelle ändern würde. Die vorhandenen Flugzeuge waren kaum in der Lage ein bewegliches Ziel zu treffen.
An diesem Tag sollten die Flugzeuge daher einfach nur Beobachten und melden wie effektiv das Artillerie-Feuer auf dem Feind niederging. Das konnten die Flugzeuge wohl leisten und es war recht einfach für die Piloten.
Im Zwielicht des 12. August 1921 näherte sich das Geschwader von Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi seinem Ziel und traf bald darauf auf einen ebenbürtigen Gegner.
Nun konnte die Tsukuba unter Beweis stellen ob dieses 13 Jahre alte Schiff weiterhin einen Feind besiegen konnte?
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Bild 145: Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hisamori_Taguchi.jpg
Infos: -
+ + +
Gleich zu Beginn des Gefechts musste auch Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi die Eigenheiten der Fliegerei lernen. Die Ussuri Maru drehte für den Einsatz ihrer Flugzeuge ab, aber ihre Geleitzerstörer hielten stur Kurs neben der Tsukuba. Damit war der Tender ohne Geleitschutz. Sorgen machte sich allerdings kaum jemand, da nach den Erkenntnissen des Geheimdienstes außer mit einer Anzahl Korvetten, mit keinem Feind zu rechnen war. Sollte der Tender tun was nötig war, die Zerstörer waren für den Moment bei der Tsukuba gut aufgehoben.
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+ + +
Kaum zehn Minuten später kam ein unbekanntes Schiff in Sicht. Das zumindest war ein Ärgernis für Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi, der seine Anwesenheit lieber mit einer Salve seiner 12“inch Geschütze kundgetan hätte.
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Recht schnell meldete der Ausguck, dass es sich um ein Handelsschiff handelte, dass allerdings direkt zwischen der Tsukuba und ihrem Ziel lag.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi beorderte die Japanische 6. Zerstörer-Flottille mit Höchstfahrt zum Ziel aufzuschließen, es zu identifizieren und zu versenken, falls es ein Franzose sein sollte. Er hoffte das dieses Schiff so alt war, dass es keine Seefunk-Ausrüstung an Bord hatte um Fort Bayard zu warnen. Er selbst steuerte nun einen südlichen Kurs, um zumindest nicht direkt auf sein wahres Ziel drauf zu zu steuern.
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Der Zerstörer Hakaze eröffnete um fünf Uhr und fünfundzwanzig Minuten das Feuer und traf auf Anhieb!
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Direkt drauf kam ein zweites Schiff in Sicht, was ebenfalls ein Frachter sein mochte. Oder ein Wachboot vor der Hafeneinfahrt. Zumindest war der Gegner nun darüber im Bilde das etwas auf ihn zukam.
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Dann ging es Schlag auf Schlag und die Sichtungen drei und vier wurden gemeldet. Das war nun mehr Handelsverkehr, als für einen Hafen im Krieg zu erwarten gewesen war.
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Im nächsten Moment änderte sich alles!
Zerstörer Yunagi meldete eine Klassifizierung als Großkampfschiff, vermutlich ein Schlachtkreuzer!
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi lies sofort den Kurs der Tsukuba nach Norden hin zu seinen Zerstörern ändern. Erstens brauchte er jetzt Geleitschutz und zweitens konnte er seine Zerstörer nicht einem feindlichen Schlachtkreuzer überlassen.
Die Tsukuba musste jetzt als Zielscheibe dienen um den Zerstörern einen Torpedoangriff zu ermöglichen
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+ + +
Das nahm der Franzose auch dankend an und belegte die Tsukuba auf maximale Entfernung mit einer Breitseite. Das südliche Ziel wurde nunmehr als leichter Kreuzer angesprochen und war in einer exzellenten Position. Er konnte entweder einen ungefährdeten Torpedoangriff auf die Tsukuba versuchen, die aus dieser Position ungedeckt war oder Jagd auf den Flugzeugtender machen, der jedoch gerade so noch außer Sichtweite des leichten Kreuzers sein musste.
Der Schlachtkreuzer wurde als Dunkerque-Klasse identifiziert.
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+ + +
Die Schlachtkreuzer der Dunkerque-Klasse waren zwar ähnlich alt wie die Tsukuba, mit zwölf 13inch- und zwanzig 5inch-Geschützen jedoch erheblich schwerer bewaffnet!
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Im Gegenzug waren die vier Zerstörer der Japanischen 8. Zerstörer-Flottille modernste 1.500 Tonnen Zerstörer, die eine erhebliche Gefahr darstellten, wenn man ihnen einen Angriff gestatte.
+ + +
Die Situation wurde jedoch nicht besser. Ein vermeintlicher Geleitzerstörer des französischen Schlachtkreuzers wurde jetzt als Linienschiff klassifiziert. Das mochte zwar für die Tsukuba noch kein Problem sein, aber für die Zerstörer bedeutete es im Anlauf auf den Schlachtkreuzer ordentlich zusätzlichen Ärger.
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Eines war aber bereits sicher: Beim Geheimdienst hatte jemand ordentlich Mist gebaut!
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#140 RTW2-JAP#
Edler Taurus,
Wir danken für Euren wertvollen Beitrag!
Zudem möchten Wir alle gnädigst um Nachsicht für die Verzögerung bitten - nach wie vor haben Wir RL sehr viel um die Ohren und daher kaum die Muse etwas zu Schreiben :(
Alles kein Problem, wir wissen ja alle, wie unerwartet einem das RL dazwischengrätschen kann.
Solange kein kompletter Abbruch droht, warten wir gerne in freudiger Erwartung ab, was der (fiese) Cliffhanger zu versprechen vermag. :)
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
Mit einiger Beruhigung wurde der Gegner im Süden als Korvette klassifiziert. Für den Flugzeugtender würde das wohl keine große Gefahr bedeuten.
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+ + +
Die Klassifizierung des Linienschiffs wurde zurückgenommen. Es schien sich nunmehr um ein Geschwader gruppiert um einen Schlachtkreuzer zu handeln, dass aus einem leichten Kreuzer und vier Zerstörern bestand. Die Korvette mochte zur Hafensicherung gehören.
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi steuerte nordwestlichen Kurs um alle Geschütze der Hauptartillerie der Tsukuba am Feind zu haben. Den Zerstörern wurde der Torpedoangriff befohlen.
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Aus dem Norden gingen weitere Sichtungsmeldungen ein und tatsächlich musste man erkennen, dass die französische Flotte durchaus modernes Material im Einsatz hatte. Bei den bisherigen Gegnern Japans war dies nur selten der Fall.
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Bislang war Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi nicht übermäßig besorgt. Ein ohrenbetäubendes Krachen änderte diese Haltung! Die Tsukuba erhielt einen unglücklichen Treffer direkt auf der Wasserlinie, aber noch bestand keine akute Gefahr. Zumindest hatten die Franzosen damit gezeigt, wozu sie in der Lage waren.
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Aber auch die Marine nationale française schien der von den Japanern mittlerweile als „Europäische Schlachtdoktrin“ bezeichneten Taktik anzuhängen ihre Großkampfschiffe zu exponieren.
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Den Frachter bedachte man im Vorbeifahren und die französischen Korvetten waren schlau genug dieses Gefecht den „Großen“ zu überlassen.
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Die französischen Eskorten hatten ihren Fehler erkannt, oder besser der Geschwader-Kommandant steuerte seinen Schlachtkreuzer hin zu seinen Zerstörern!
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Lange hielt diese Vernunft jedoch nicht an! Es bestand jetzt zwar die akute Gefahr, dass die japanischen Zerstörer umfasst wurden, für einen Torpedotreffer auf dem Schlachtkreuzer riskierte man dies jedoch nur allzu gern.
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Das sich der französische Schlachtkreuzer dazu weiterhin auf die Tsukuba konzentrierte erhöhte die Chancen für die japanischen Zerstörer zusätzlich.
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Die Verteidigungsbestrebungen der französischen Eskorten waren aber nicht gänzlich erfolglos und die führende Yunagi erhielt einen schweren Volltreffer.
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Während der Kampf schon lange ausgefochten wurde, konnte die Ussuri Maru endlich auch ihre Wasserflugzeuge aussetzen und starten lassen. Ob die Beobachtungsflugzeuge jetzt noch benötigt wurden, war eine ganz andere Frage. Immerhin hatte der Kommandant der Ussuri Maru eigenmächtig entschieden einige Flugzeuge zur Seezielbekämpfung auszurüsten. Insgeheim hofften aber alle nur, dass die Piloten wenigstens keinem eigenen Schiff in die Quere kamen.
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Die Yunagi hatte massive Probleme und musste die Führung der Japnischen 6. Zerstörer-Flottille aufgeben. Ans Flüchten dachte der Kommandant jedoch nicht!
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Von der Ussuri Maru machten sich die Flugzeuge auf den Weg um zu beweisen, dass sie im Seekrieg eine nützliche Rolle einnehmen konnten.
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Die Yunagi war kurz vor dem Kentern. Der Zerstörer schaukelte hin und her, dennoch war es die Yunagi, die den ersten Torpedo auf den Schlachtkreuzer zum Einsatz brachte.
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Beide Zerstörer-Flottillen Japans waren zeitgleich am Feind und es zeigte sich ein gewohntes Bild. Trotz schweren Abwehrfeuers und heftiger Treffer blieben die Zerstörer-Besatzungen todesverachtend Standhaft und führten ihren Torpedoangriff durch.
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Der französische Schlachtkreuzer der Dunkerque-Klasse konnte dem Dreierfächer der Yunagi noch ausweichen, aber das brachte ihn mitten in die Laufbahnen mehrerer Torpedos aus zwei Dreierfächern der Hakaze.
Drei der sechs Torpedos der Hakaze trafen ihr Ziel!
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi steuerte die Tsukuba zwischenzeitlich um die vorgelagerte Insel herum. Das Gefecht mit dem deutlich überlegenen Schlachtkreuzer konnte er auf kurze Distanz nicht führen. Die Treffer auf der Tsukuba machten dies deutlich. Die Tsukuba war ein vergleichsweißes altes Schiff und nicht in der Lage zahlreichen schweren Treffen lange standzuhalten. Würde die Tsukuba ihre Munition gegen den feindlichen Kreuzer verschwenden und womöglich noch schwerer getroffen werden, würde Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi seinen Auftrag nicht erfüllen können. Dieser Auftrag war immerhin das Bombardement der feindlichen Stellungen.
Genau das versuchte er zu erreichen. Seine Zerstörer waren am Feind. Dieser Verschoss seine schweren Kaliber auf die weit entfernte Tsukuba anstand auf die gefährlicheren Zerstörer und aus Südwesten kommend gab es nichts was zwischen der Tsukuba und den Landzielen stand. Er würde also versuchen die feindlichen Stellungen zu beschießen, während seine Zerstörer den Gegner davon abhielten ihm zu nahe zu kommen.
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Auch die japanischen Zerstörer ließen es sich nicht nehmen die feindlichen Positionen an Land zu Beschießen. Mit ihren kleinen Geschützen könnten sie den französischen Schlachtkreuzer nur ärgern, aber ihm nicht gefährlich werden. Dafür hatten sie ihre Torpedos. Man konnte also getrost ein paar Granaten mit den kleinen Kalibern als „Gruß“ zu den feindlichen Infanteristen schicken.
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Die bislang drei Torpedotreffer schienen den Kreuzer nicht zu beeindrucken. Jetzt legte die Miyuki aus nächster Nähe nach und setzte zwei weitere Torpedos in den Rumpf des Giganten.
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Mit der zweiten Salve folgte ein weiterer und nun kam auch die Tachikaze an die Reihe. Mit den ersten beiden Torpedotreffern der Tachikaze begann der Gegner endlich an Fahrt zu verlieren.
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Der zweite Dreierfächer der Tachikaze besiegelte das Schicksal des Franzosen und der beginnende Angriff der großen und modernen 1.500 Tonnen Zerstörer mit ihren sogar neun Torpedorohren war eigentlich schon nicht mehr erforderlich. Aus früheren Gefechten wusste man allerdings, wie gefährlich selbst ein schwimmendes Wrack sein konnte. Man wollte den feindlichen Schlachtkreuzer also unter Wasser bringen, bevor die Tsukuba die vorgelagerte Insel umrundet hatte und wieder zum Ziel werden konnte. Immerhin befand sich die ideale Feuerposition der Tsukuba für den Landbeschuss exakt dort wo der Franzose liegenzubleiben drohte.
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Zur Überraschung aller erschien eines der Flugzeuge über der Hauptgefechtszone und nun fragten sich alle Besatzungen wie der Pilot reagieren würde?
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#141 RTW2-JAP#
Ruprecht I.
25.09.21, 21:36
und nun fragten sich alle Besatzungen wie der Pilot reagieren würde?
:uhoh:
Gehört zur Ausbildung der Matrosen auch ein Schwimmkurs?
Es ist das übliche Elend, das die KI nichts aus ihren vielversprechenden Möglichkeiten macht. :facepalm:
Aber vielleicht kann ja der einzelne Zerstörer westlich der Insel, der auf die Tsukuba zuläuft, was ausrichten. Ein Glückstreffer genügt ja schon......
Werter Ruprecht I.
natürlich - habt Ihr noch nichts von menschlichen Torpedos gehört? Die müssen ja mit Eigenantrieb voran kommen!
+ + +
Werter Taurus,
ja das übliche Übel - aber es kommen bessere Zeiten - also für die feindlichen Nationen...
Aber welchen Zerstörer meint Ihr? Wir sehen da nur die Korvette, die sich vor der Tsukuba aus dem "Staub" macht.
Ja, jetzt wo wir uns das nochmal sorgfältiger angesehen haben, nehmen wir alles zurück....wohl nur Wunschdenken eines französischen Medienvertreters ;)
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
Es schien frappierend! Zum ersten Mal in der Geschichte des Seekriegs schien ein Kriegsschiff von einem Luftfahrzeug angegriffen zu werden. Die Zerstörer Besatzungen konnten es kaum Glauben. Dieses kleine hoppelige Stück Stoff flog tatsächlich einen perfekten Angriffsvektor. Bis – ja bis den Piloten wohl der Mut verlies und die Frage aufkam:
„Es gibt hier doch keine großen französischen Schiffe – ist das etwa die Tsukuba?“
Der Pilot drehte ab und flog dann parallel zu den eindeutig japanischen Zerstörern. Die Besatzungen sahen den Piloten wild gestikulieren, verstanden aber nicht was er bedeuten wollte. Eigentlich konnte es nur sein, dass er fragen wollte wo sein Ziel sei?
Daraufhin zeigten alle Mann wie wild auf das Schiff, dass eben noch im Fokus des Piloten lag. Ob der Hinweis verstanden wurde, war jedoch nicht klar.
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+ + +
Der Pilot drehte zumindest wieder in die richtige Richtung zum Feind. Anderenorts war mehr los. Die Japanische 8. Zerstörer-Flottille hatte beschlossen auf den Schlachtkreuzer keine Torpedos zu verschwenden und griff jetzt den leichten Kreuzer der Descartes-Klasse an. Das war ein potentiell tödliches Unterfangen, denn leichte Kreuzer waren mittlerweile als Zerstörer-Killer entworfen und beauftragt.
Das sah wohl auch der Kommandant des Kreuzers so und hielt direkt auf die Angreifer drauf zu!
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Der feindliche Kreuzer brauchte nur eine Salve und die Hatsuzakura wurde fast in zwei Stücke zerrissen. Es waren gleich vier Volltreffer wie aus dem Lehrbuch. Die Krönung aber war der Treffer einer weitab stehenden französischen Korvette direkt ins Feuerleitsystem der Hatsuzakura. Damit war eine Gegenwehr kaum noch möglich.
Einer der neuesten und modernsten japanischen Zerstörer war nach nur einer Feindsalve ein schwimmendes Wrack!
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Dennoch tat die japanische Besatzung das, was noch jede japanische Besatzung in diese Situation getan hatte. Mit dem Mut der Verzweiflung und dem Untergang vor Augen den Feind mit allen verfügbaren Waffen bekämpfen. Bei der Hatsuzakura waren das drei Torpedos auf einen kaum 500 Yards entfernten Feind!
Die französische Besatzung hatte wohl gar nicht verstanden, was da passierte. Scheinbar hielten sie die Hatsuzakura für erledigt und achteten gar nicht mehr auf diesen japanischen Zerstörer. Sie hielten es wohl für unmöglich, dass die Besatzung der Hatsuzakura einen Torpedoangriff führte anstand über Bord zu springen.
Die drei Torpedos hielten in perfekter Laufbahn auf den leichten Kreuzer zu und dieser bewegte sich nicht einen Millimeter aus dem errechnetem Kurs. Erst in letztem Moment begriffen die Franzosen das Problem und waren damit vom zweiten Angriff der durch die Uzuki geführt wurden ebenfalls abgelenkt.
Aber da war bereits alles zu spät. Zwei der drei Torpedos der Hatsuzakura bohrten sich in den Rumpf des Kreuzers und explodierten.
Wissend um den Ausruf einige Zeit zuvor donnerte von den noch lebenden Männern der Hatsuzakura ein irrsinnig lautes „Banzai – Banzai“ über das Wasser!
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Von der Uzuki traf nur ein Torpedo des Dreierfächers, aber die nächsten drei Torpedos waren bereits von der Sagiri auf den Weg gebracht worden.
Die Besatzung der Hatsuzakura verfiel endgültig in das wildeste Kriegsgeschrei seit den Zeiten der großen Shogunate, als der dritte Torpedo tatsächlich noch einen der französischen Zerstörer traf! Die Kommandanten der Zerstörer hatten wohl überhaupt nicht damit gerechnet in der Schusslinie zu stehen. Aber tatsächlich war genau dass der Fall. Alle Torpedos, welche den Kreuzer verfehlt hatten, liefen direkt auf zwei französische Zerstörer drauf zu. Da schmerzte es auch nicht mehr, dass die Okinami ebenfalls Treffer einstecken musste.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi schob sich mit der Tsukuba an der westlichen Spitze der vorgelagerten Insel vorbei und erblickte als erstes einen französischen Zerstörer, der direkten Kurs zur Tsukuba hatte. Damit war klar welche Aufmerksamkeit die Hauptartillerie haben musste.
Soviel Glück die Hatsuzakura hatte, soviel Pech hatte die Sagiri. Erst lief der erste Fächer der Sagiri am Kreuzer vorbei und nun auch noch an einem der beiden Zerstörer. Den bislang erzielten Erfolg konnte das aber nicht mehr schmälern.
Dann passierte das was Niemand zu Glauben gewagt hatte. Der erste Angriff eines Luftfahrzeugs auf ein in See stehendes Schiff unter Kriegsbedingungen.
Das war keine Übung, das war kein Manöver – das war ein Luftangriff!
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+ + +
Die Tsukuba hatte sich auf den Zerstörer eingeschossen, was dieser mit einem radikalen Kurswechsel quittierte. Der gegnerische Kommandant verspürte wohl keinen Mut alleine einen japanischen Schlachtkreuzer anzugreifen.
Die Kawanishi Ginga Modell C war trotz aller Verbesserungen gegenüber dem Modell A ein fliegendes nichts. Ein paar dünne Hölzer, Leinen und etliche Drähte hielten die Konstruktion mehr schlecht als recht zusammen. Alleine aus diesem Grund mussten Piloten solcher „Geräte“ schon todesmutige Männer sein. Jetzt aber flog Isobe Onokichi nicht nur ein zerbrechliches Etwas, sondern hielt auch noch auf ein Schiff drauf zu, das ihn bekämpfen würde!
Es brauchte wahrhaft Todessehnsucht oder Todesverachtung um so etwas Verrücktes zu tun!
Die Kawanishi Ginga war eigentlich gebaut worden um die leichten Kreuzer der Aufklärungs-Schwadronen zu unterstützen, konnte aber auch entweder mit einer schweren 300 Pfund-Bombe oder einer mittelschweren 100 Pfund-Bombe bewaffnet werden. Welche Auswirkungen das auf ein Schiff würde, falls man treffen sollte war im Prinzip völlig unbekannt. Man hatte einfach keine Erfahrung darin wie die feindlichen Schiffe wirklich konstruiert waren. Probe-Bombardierungen auf uralte japanische Schiffe konnten kaum als Referenz dienen.
Isobe Onokichi war bemüht es herauszufinden – dazu musste er den Feind nur treffen!
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Bild 146: Kawanishi Ginga Seeflugzeug (Original: Yokosuka Ro-go Ko-gata)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yokosho_ROgou_KOUgata.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Yokosuka_Ro-go_Ko-gata
https://b-ok.cc/book/3378892/b1c704?id=3378892&secret=b1c704&dsource=recommend
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Ermutigt von dem vielen Glück sah die Besatzung der Hatsuzakura zu, wie der feindliche Schlachtkreuzer sich mühsam Richtung Hafen schleppte. Einen Dreierfächer hatte die Hatsuzakura noch zu bieten. Diese Chance wollte sich die Besatzung der Hatsuzakura nicht entgehen lassen, denn es würde wohl das letzte sein was sie tat.
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Zu Isobe Onokichi hatte sich nun auch die Kawanishi Ginga die von Kiotake Shigeno geflogen wurde dazugesellt. Beide hielten direkt auf den feindlichen Zerstörer zu und versuchten ihr Glück.
Anmerkung des Autors: Keine Ahnung wo so schnell die zweite Kawanishi Ginga herkommt. Vom Flugzeugtender wurden insgesamt fünf Kawanishi Ginga gestartet. Davon zwei in „Recon“-Konfiguration und drei in „Naval“-Konfiguration. Was aber unerheblich ist, weil beide Konfigurationen identisch bewaffnet sind. Entweder mit „heavy“-Loadout – also einer 300 Pfund-Bombe oder mit „medium“-Loadout mit einer 100 Pfund-Bombe. Range ist bei beiden Loadouts übrigens identisch 97 Seemeilen. Einzig mit „light“-Loadout – in dem Fall unbewaffnet – wäre die Range 109 Seemeilen.
Auf jeden Fall war eine Kawanishi Ginga vorneweg unterwegs und die anderen beiden deutlich hintendran. Wir vermuten einer der Piloten hat zufällig die Teleportation erfunden oder ist ungewollt in ein Wurmloch geraten. Könnte auch sein, dass es sich bei der zweiten Maschine um eine der beiden Recons handelt – die waren aber eigentlich völlig wo anders. Profan käme noch ein Grafikfehler in Betracht und es ist doch nur ein Flugzeug!
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Kobayashi Shukunosuke wollte gleich aufs Ganze gehen. Er nahm sich den Schlachtkreuzer zum Ziel, während seine Kameraden den Anflug abbrechen mussten, weil sie kurz vor dem Bombenabwurf von einer Windböe zur Seite gedrückt worden waren.
Letztlich war es Moro Goroku (https://www.earlyaviators.com/ewbfplak.htm), der die erste Flugzeugbombe auf ein feindliches Schiff im Kriegszustand abwarf. Aufgrund eines spärlichen aber spürbaren Abwehrfeuers des feindlichen Zerstörers verriss Moro Goroku jedoch das Steuer direkt vor dem Ausklinken und verfehlte das Ziel deutlich.
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Isobe Onokichi und Kiotake Shigeno stellten nun einer Korvette nach, machten dann aber doch kehrt um den Zerstörer erneut anzugreifen. Der Zerstörer war einfach deutlich größer und damit leichter anzugreifen. Kobayashi Shukunosuke verließ der Mut beim Anblick des Schlachtkreuzers und auch er flog weiter Richtung des Zerstörers.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi beendete mit der Tsukuba die Umrundung der Insel, überlies den einzelnen Zerstörer seinen eigenen Zerstörern und befahl das Feuer auf die feindlichen Landstellungen zu richten.
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Während die japanischen Zerstörer weitere Treffer erzielen konnten, mussten die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_tollk%C3%BChnen_M%C3%A4nner_in_ihren_fliegenden_Kisten) lernen, dass es noch ein weiter Weg war um mit einem Flugzeug eine Gefahr für ein Schiff darzustellen.
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#142 RTW2-JAP#
Gibts noch ne Fortsetzung...??
herzlichst
Hohenlohe...:ph: *BANZAI!!*
Werter Hohenlohe,
Real Life(TM) meint ja, äußert sich aber nicht zu den näheren Zeitbedingungen...
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
Der feindliche Schlachtkreuzer war schwer getroffen, aber seine Hauptartillerie war noch einsatzfähig und nahm nun wieder die Tsukuba zum Ziel. Der Kreuzer musste endlich unschädlich gemacht werden. Das führte zu einem weiteren erfolgreichen Torpedoangriff der japanischen Zerstörer.
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Die Tsukuba konnte sich damit auf ihr Primärziel konzentrieren, hatte jedoch eine geradezu erbärmliche Trefferquote.
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Letztlich aber schossen sich die Artilleristen auf ihr Ziel ein.
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Für den Rest des japanischen Flottengeschwaders begann ein chaotisches hin und her. Die japanischen Zerstörer versuchten alles zu bekämpfen was in Sicht war. Man beschoss den Schlachtkreuzer, weil er unmittelbar vor ihnen lag. Die Zerstörer, weil diese ihrerseits den Japanern nachstellten, die Frachter, wenn es sich gerade anbot und auch sonst alles was nach einem Franzosen aussah.
Außerdem legten die japanischen Zerstörer eine Nebelwand zwischen der Tsukuba und dem Feind, damit sich die Tsukuba um ihr eigenes Ziel kümmern konnte.
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Sämtliche französischen Einheiten die noch Fahrt machten versuchten sich jetzt in das Minenfeld vor dem Hafen zurückzuziehen. Japans Zerstörer konnten dorthin nicht folgen und konzentrierten sich somit wieder auf die eigentlich bereits geschlagenen Schiffe.
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Auf der Ussuri Maru wurde das erste Flugzeug zurück an Bord geholt und der Pilot machte Meldung. Obwohl jedem klar war das diese Angaben völlig wertlos, weil hoffnungslos veraltet waren, war es doch der erste ordentliche luftgestützte Aufklärungseinsatz.
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Die Zerstörer schirmten in der Zwischenzeit ihr Flaggschiff ab und sortierten sich in Linie.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi nutzte die Gunst der Stunde. Die Nebelwand wurde noch Norden getrieben und plötzlich wie aus dem Nichts lag die Dunkerque-Klasse direkt vor der Tsukuba. Die 12inch-Geschütz ließ er weiter auf die Landposition feuern, aber die 8inch-Artillerie nahm den Kreuzer unter Feuer.
Es genügte eine Breitseite direkt auf die Wasserlinie und der angeschlagene französische Schlachtkreuzer kenterte und sank!
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Danach bekam der leichte Kreuzer die Mittelschweren-Geschütze der Tsukuba zu spüren. Nachdem die Tsukuba jetzt auch keine ständigen Ausweichkurse mehr steuern musste erhöhte sich die Trefferrate deutlich.
Ab jetzt war es nur noch das bekannte Aufräumen.
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Ein steuerloser französischer Zerstörer lief unter japanischem Feuer auf Grund und war somit auch keine wirkliche Gefahr mehr.
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Die Artilleristen der Tsukuba waren endgültig in ihrem Element und beschossen und trafen alles was sich in Reichweite ihrer Geschütze befand.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi begann sich zu fragen was zäher war? Die feindlichen Schiffe oder das Land Ziel? Es gab vernehmliche Explosionen an Land und überall brachen Brände aus. Die eigene Infanterie konnte jedoch nur mäßigen Erfolg signalisieren.
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Immerhin konnte Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi den leichten Kreuzer ebenfalls zum Kentern bringen. Die Reihen des Gegners begannen sich zu lichten.
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#143 RTW2-JAP#
Alith Anar
16.10.21, 13:18
Erinnert mit an die Flughafensicherungstruppe bei uns im RL ...
Stehende Ziele wurden immer verfehlt. Erst wenn sie anfinden sich zu bewegen fiel alles um ...
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi atmete tief durch. Das der Feind geschlagen war, konnte nicht mehr bezweifelt werden. Es war jetzt nur noch eine Frage der Zeit wie lange das Aufräumen andauern würde. Getroffen wurde eigentlich alles mal mehr mal weniger, mal mit schwerem Kaliber, mal mit nur den leichten Geschützen der Zerstörer.
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Einige kleinere französische Wachboote und Zerstörer schlichen in der Gegend herum, trauten sich aber nicht nahe heran zu kommen. Im Minenfeld konnte man ihnen nicht nachstellen, sollten diese Schiffe aber aus ihrem „Bau“ herauskommen, sah das schon anders aus. Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi erlies den Befehl darauf zu achten, ob sich eine Chance ergab. Bis dahin musste die feindliche Landstellung eine Breitseite nach der anderen durch die Tsukuba ertragen.
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Fast zwei Stunden lang regneten die Granaten der Tsukuba bereits auf die Landstellung des Gegners hernieder, als eine gewaltige Explosion auf dieser Position allen klarmachte, dass es wohl geschafft war. Es musste wohl ein Munitionsbunker gewesen, aber das spielte keine Rolle. Die Druckwelle der Explosion war auch auf See zu spüren gewesen. Was auch immer dort in der Nähe alles versammelt gewesen war würde wohl zerstört oder schwer beschädigt sein. Die Infanteristen wohl tot oder schwer verletzt. Das menschliche Leiber durch die Luft geschleudert worden waren, hatte der Ausguck bereits durchgegeben. Etwas entfernt von diesem Inferno erhoben sich japanische Flaggen.
Die japanische Infanterie hatte einen Sturmangriff begonnen!
Für die Marine blieb der Abmarsch oder die Versenkung der letzten gegnerischen Wasserfahrzeuge. Man würde die zweite Option wählen um den Sieg perfekt zu machen. Umso desillusionierter der Feind war, umso besser für die eigene Infanterie.
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Es war fünf Minuten nach acht Uhr am Morgen eines Wolkenverhangenen grauen Tages und die Kaiserlich Japanische Marine hatte ihre Aufgabe bereits erfüllt. Dass sich das Aufräumen jedoch eine Ewigkeit hinziehen sollte wusste noch Niemand an Bord der Kriegsschiffe.
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Die Artilleristen der Tsukuba hatten mittlerweile einige Übung erlangt und damit gelang es Ihnen auch auf große Distanz mit den 12inch Geschützen so ein kleines Ziel wie eine Korvette zu treffen. Entweder zog sich der Gegner nun endgültig tief in den Hafen zurück oder er würde sein herumschnüffeln mit dem Leben bezahlen.
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An Bord der Yunagi hatten man erhebliche Schwierigkeiten. Der Zerstörer glich einem Sieb und die Ruderanlage gehorchte nicht den „Befehlen“. Mittlerweile war der Zerstörer erheblich vom Rest des japanischen Geschwaders entfernt und gelangte unfreiwillig an den Hintereingang des Hafens. Hier machte man etwas überraschend die Mastspitzen eines Schiffes aus und alle fragten sich ob nun das letzte Stündlein gekommen war, oder man selbst noch Beute machen konnte?
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+ + +
Nach dem dritten Volltreffer einer 12inch Granate der Tsukuba bäumte sich die französische Korvette kurz auf, legte sich zur Seite und versank. Gegen einen gut trainierten Schlachtkreuzer hatte eine Korvette mittlerweile keine Chance mehr. Zwanzig Jahre zuvor mochte das noch anders gewesen sein, aber mittlerweile war die Feuerleitung der schweren Artillerie den Kinderschuhen entwachsen.
Der feindliche Kommandant hatte seine Neugier mit der Versenkung seines Schiffes bezahlt.
Die Tsukuba nahm den nächsten Gegner unter Feuer.
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+ + +
Auf der Yunagi begann das Zittern. Der Feind hatte auch die Yunagi entdeckt und kam jetzt auf sie zu gefahren. Es musste wohl ein Kriegsschiff sein. Selbst Ein Ruderboot mit einem Gewehrschützen konnte beim erbärmlichen Zustand der Yunagi ausreichen um den japanischen Zerstörer zu versenken. Der Kommandant wollte abdrehen, aber das Ruder machte die bekannten Probleme.
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+ + +
Dann aber zog es der Gegner vor sich zurück zu ziehen. Es war wohl doch ein Handelsschiff das es nun seinerseits mit der Angst bekam. Die Reste der Japanischen 8. Zerstörer-Flottille machten sich auf den Weg um die Yunagi zu unterstützen.
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Die Tsukuba hatte mittlerweile einen Zerstörer in die Enge getrieben, wegen dem Minenfeld und der Nähe zur Küste musste man hier jedoch höllisch aufpassen. Der Gegner verstand es gekonnt die Deckung durch die Landzunge auszunutzen.
Sobald der Zerstörer jedoch auszubrechen versuchte bekam er das sofort zu spüren.
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+ + +
Die Japanische 8. Zerstörer-Flottille hatte mittlerweile ein weiteres Schiff entdeckt, dass sich hier zu verstecken versuchte.
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Hektik kam auf, als die ebenfalls schwer beschädigte Hatsuzakura ein weiteres unbekanntes Schiff entdeckte, dass sich zudem unangenehm nahe am Flugzeugtender Ussuri Maru befand.
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+ + +
Das Schiff entpuppte sich ebenfalls als Handelsschiff, das Abstand gehalten hatte. Würde dieser Kapitän jedoch einen Ramm Stoß wagen, konnte er Erfolg haben! Dennoch entschied sich der Kommandant der Hatsuzakura zum Angriff.
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Tatsächlich tauchten immer mehr Einzelfahrer auf und im Süden befand sich tatsächlich auch eine Korvette. Die Yunagi befand sich aber nicht mehr in Gefahr. Drei einsatzbereite Zerstörter würden verhindern, dass der Yunagi ein Feind zu nahekam.
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+ + +
Mittlerweile war es zehn Uhr und es befinden sich gegnerische Schiffe verstreut im ganzen Seegebiet. Das Aufräumen zog sich hin.
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Im Süden kamen die Zerstörer wegen der Minenspeere nicht auf Gefechtsentfernung auf den Frachter heran und die Korvette flüchtete durch den schmalen Kanal in den Innenbereich des Hafens. Die Japanische 6. Zerstörer-Flottille griff dafür den Frachter in der Nähe der Ussuri Maru an.
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Das Gefecht zog sich weiter in die Länge.
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Um kurz vor elf Uhr begann das Japanische Flottengeschwader damit sich neu zu Sortieren. Auf allen Schiffen war der Munitionsvorrat niedrig oder kaum noch existent. Alle erreichbaren Schiffe der Grande Nation hatten zumindest so viele Treffer eingesteckt, dass man ein Sinken annehmen konnte. Sie waren auf jeden Fall für lange Zeit außer Gefecht gesetzt. Sollte Fort Bayard heute noch fallen war ihr Schicksal auch so besiegelt.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi befahl allen Einheiten die noch Munition hatten den letzten Angriff, dann würde es Zeit für den Rückzug werden.
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Es war bereits nach 13 Uhr und der feindliche Zerstörer wurde immer noch beschossen. Dieses Schiff leistete mehr Widerstand als der französische Schlachtkreuzer und allmählich war Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi genervt.
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Dann tauchte tatsächlich eine weitere Korvette auf und konnte auch noch Treffer erzielen. Die Franzosen waren hartnäckige Gegner mit echtem Kampfesmut, dass musste man auf japanischer Seite anerkennen.
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Als auch auf den restlichen Schiffen die Munition zur Neige ging, befahl Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi den Abmarsch. Es war mittlerweile nach 14 Uhr und die Müdigkeit der eigenen Mannschaft verhinderte eher weitere Treffer, als die Ausweichmanöver des Gegners.
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Gerade als Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi mit seinen Schiffen fast zur Hatsuzakura aufgeschlossen hatte, begann dieser Zerstörer völlig abrupt und ohne Vorwarnung abzudrehen. Dann kam die Meldung, dass die Hatsuzakura vor feindlichen Torpedos auswich. Da kein gegnerisches Schiff in der Nähe war konnte es sich nur um ein U-Boot handeln, dass hier sein Unwesen trieb.
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Das ruppige Manöver hatte zur Folge, dass der notdürftig geflickte Rumpf der Hatsuzakura wieder aufgerissen war. Die Torpedos hatten nicht einmal treffen müssen um die Hatsuzakura den Rand der Versenkung zu bringen.
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Gegen 18 Uhr setzte die Abenddämmerung ein und das japanische Geschwader schlich mit mäßiger Geschwindigkeit davon um den schwer beschädigten Zerstören nicht einfach davon zu fahren.
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Um 21:35 Uhr wurde das Gefecht für beendet erklärt. Japans Marine hatte das erste See- Luftgefecht der Geschichte ausgefochten und einen eindeutigen Sieg errungen!
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#144 RTW2-JAP#
Der U-Bootangriff ganz am Ende war natürlich wieder aus der Kategorie "Gut gedacht, aber nicht gut gemacht".
Der ziemlich ungedeckte und lange nur auf Landbeschiessung fixierte Schlachtkreuzer wäre ja die logischere Wahl gewesen, immer wieder verpasst die KI Chance um Chance, die Angelegenheit richtig spannend zu machen.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
Ich fasse mich kurz: Wir haben einen herausragenden Sieg errungen! Ohne eigene Verluste ist es Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi gelungen einen feindlichen Schlachtkreuzer samt Geleit niederzuringen und dennoch seinen Bombardierungsauftrag vollends zu erfüllen.
Zwar waren viele Einheiten nach dem Gefecht so gut wie leergeschossen, aber das schmälert diesen wichtigen Erfolg in keiner weiße.
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Ich möchte ebenfalls erwähnen das zum ersten Mal in der Geschichte des Seekrieges, Schiffe aus der Luft angegriffen worden sind, auch wenn es hierbei noch keinen Treffer gegeben hat. Sicher aber darf angenommen werden, dass der Feind alleine schon durch den Versuch unserer Flugzeuge ihn zu bombardieren einen Schock erlitten haben wird.
Die Marinefliegerei ist noch zu jung um von ihr die Versenkung eines Schlachtkreuzers erwarten zu dürfen, aber alle Beteiligten haben einhellig das große Potential hervorgehoben.
Ich empfehle nachdrücklich das Training der Marineflieger zu intensivieren und die Entwicklung der Technologie mit der nötigen Konsequenz zu fördern.
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Damit schließe ich den Bericht in Erwartung der baldigen Eroberung von Fort Bayard durch unsere heldenhaften Invasionstruppen.
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 15. August 1921
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 15. August 1921
Der Umschlag war unbeschriftet vor seinem Hauseingang gelegen. Osaki Satoshi hatte ihn erst geöffnet, als er alleine in seinem Büro der Redaktion saß. Er fürchtete weitere Repressalien der Militärs. Er nahm an, dass man ihm zu verstehen geben wollte, dass er sich besser um seine Familie kümmern muss.
Als er aber die Papiere aus dem Umschlag sah, verschlug es ihm die Sprache. Es war die Abschrift eines Memorandums mit dem Datum des heutigen Tages. Er wusste das es Tradition war, dass der Oberbefehlshaber der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) nach einer Schlacht die Ergebnisse in Form eines Memorandums dem 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine darbot. Wie konnte es davon bereits eine Abschrift geben? Warum wurde ihm diese Abschrift zugespielt?
Es brauchte einige Sekunden bis sich seine Gedanken sammelten, dann erst bemerkte er seinen Fehler…
"Gefecht vor Nansan Dao am 12. August 1921…"
„… das war vor drei Tagen…“
„… aber die Marine hat überhaupt kein Gefecht bekanntgegeben…“
flüsterte er vor sich hin.
Er lass das kurze Schreiben und war noch mehr verwundert. Das Gefecht war ein großer Erfolg, warum sollte die Marine ausgerechnet daraus ein Geheimnis machen? Es würde sowieso bekannt werden. Der Gegner mochte es seiner Heimat eingestehen müssen. Die beteiligten Soldaten würden nach einige Schälchen Sake in den Kneipen zu „Singen“ anfangen. Warum also wusste das japanische Volk noch nichts von diesem Gefecht?
Er beschloss es für sich zu behalten. Die Vorgänge waren zu seltsam und jeder falsche Schritt konnte ihm seinen Kopf kosten.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 03. September 1921
Der Rest des August war sehr ruhig verlaufen. Es gab nur wenig zu berichten. Die Kämpfe an Land wurden weiter ausgefochten, einem japanischen U-Boot gelang es nicht ein Linienschiff zu versenken. Umgekehrt wurde der Kreuzer Kinugasa sehr schwer durch eine Mine beschädigt und der Handelskrieg wogte hin und her.
Zum Handelskrieg gab es dann aber doch Neuigkeiten. Ein aufgebrachter französischer Frachter hatte nicht etwa Holz geladen wie der Kapitän vorgab, sondern einen munteren Trupp Revolutionäre samt Waffen.
Die Marineführung gab bekannt, dass eine getarnte Kommandoeinheit französischer Soldaten einen Anschlag auf japanische Einrichtungen durchführen sollte. Diese Kommandoeinheit wurde enttarnt und alle Mann ausnahmslos exekutiert. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass man Revolutionäre ausmerzen würde wo man sie vorfand. Es sollte bloß kein Präzedenzfall geschaffen werden. Tatsächlich hatte man sogar auf undurchsichtigen Wegen der französischen Regierung die Identitäten der Männer zukommen lassen. Revolutionen waren gefährlich egal ob im eigenen Land oder beim Feind. Gerade Frankreich hatte in seiner Geschichte bewiesen, dass daraus ein unkontrollierbarer Flächenbrand werden konnte.
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#145 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Takao 05. September 1921 <<
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Die Marine nationale française bezog Prügel, aber klein beigeben war nicht die Sache der Franzosen. Im Gegenteil, je aussichtloser die Lage wurde desto wagemutiger trat der Gegner auf. Anfang September 1921 gipfelte dies in einem französischen Angriff auf die japanische Handelsschifffahrt vor Formosa.
Die Japanische 5. Leichte Kreuzer-Division traf völlig unvermittelt auf den Feind, als sie dem Notruf des modernen Handelsschiffs TAKUSEI MARU auf den Grund ging.
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Japanische 5. Leichte Kreuzer-Division:
Leichter Kreuzer Yahagi (Flaggschiff)
Leichter Kreuzer Chikuma
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Japanische 6. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Hagi
Zerstörer Sagiri
Zerstörer Uzuki
Zerstörer Okinami
Zerstörer Teruzuki
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Hilfskräfte:
Korvette Sumire Maru
Korvette Teikyo Maru
Korvette Kobe Maru
Korvette Kurenai Maru
Korvette Midori Maru
Korvette Kamakura Maru
Korvette Takatiho Maru
Korvette Patrol boat 18
Küsten-U-Boot: SSC I-3
Küsten-U-Boot: SSC I-15
Küsten-Batterie 9
Küsten-Batterie 10
Küsten-Batterie 11
Küsten-Batterie 12
Flugzeugstützpunkt Hong Kong
Flugzeugstützpunkt Takao
Luftschiffstützpunkt Hong Kong
Luftschiffstützpunkt Takao
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Es war ein ruhiger Spätsommerlicher Nachmittag mit ruhiger See und wenig Wind. Kaigun-daisa Kanae Waki führte das Kommando über den leichten Kreuzer Yahagi und zeitgleich dem gesamten Verband der Japanischen 5. Leichten Kreuzer Division. Es war einer dieser Tage, weshalb man Seemann wurde und froh war auf See zu sein. Die sanfte Brise, das leichte Auf- und Ab des Rumpfes, die wärmenden Sonnenstrahlen waren perfekt für einen Tag auf See.
Die Yahagi war der neueste und modernste leichte Kreuzer der Kaiserlich Japanischen Marine und kaum zwei Jahre alt. Das schnittige Schiff nutzte seine 8.000 Bruttoregistertonnen maximal aus und war mit Neun 6inch-Geschützen der am schwersten bewaffnete leichte Kreuzer der Flotte. Dazu konnte er 52 Seeminen mitführen hatte sechs Torpedorohre und erreichte trotzdem spielend 30 Knoten bei mittlerer Reichweite. Als vierte und letzte Einheit der Chikuma-Klasse konnte er damit vielfältige Aufgaben durchführen. Geleitschutz von Großkampfschiffen gehörte ebenso dazu wie die Fahrt als Handelsstörer oder eben der Schutz der eigenen Küstenlinie und deren Häfen.
Kaigun-daisa Kanae Waki stand an der Reling und sog die salzige Luft in sich auf. Er war froh über seine Aufgabe an diesem Tag, denn sonst wäre er sicher wieder in irgendeiner Hafenkneipe versackt, was seit seiner Beförderung zum Kaigun-daisa keinesfalls mehr schicklich war.
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Kaigun-daisa Kanae Waki kreuzte schon seit dem frühen Morgen auf den Schifffahrtswegen vor Takao hin und her und allmählich machte sich eine fahrlässige Langeweile breit.
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Er konnte mit seinem Fernglas zusehen wie von den beiden neumodischen Luftstützpunkten von Takao die Nachmittagsseeaufklärer-Patrouillen abhoben, aber bislang hatten sich die Luftschiffe und Flugzeuge als komplett nutzlos erwiesen. Auf den Kriegsschiffen spöttelte man bereits, dass Luftschiffe eben nichts als heiße Luft sein. Auch heute würde man wohl nur wieder von Unglücken, Abstürzen und Fehlfunktionen aus der Luftfahrt hören, das galt als sicher.
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Es war fast genau um 15 Uhr als über die Seefunk-Ausrüstung die Meldung eintraf, dass Aufklärer Nummer Neun aus Takao ein unbekanntes Schiff gesichtet hatte, das als Kreuzer angesprochen wurde! Das schlimmste dabei war, dass diese Sichtung in unmittelbarer Nähe sein sollte und Kurs auf Takao hatte.
Nun gut – das war knapp außerhalb der Sichtweite und in wenigen Minuten zu überprüfen. Sicher hatte Aufklärer Nummer Neun die Yahagi und ihre Begleiter gesichtet und nichts Anderes.
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Dann traf eine weitere Meldung von Luftschiff Neunzehn ein, die fast identisch war und nur um wenige Seemeilen abwich. Sollten sich beide Flugmannschaften geirrt haben? Bei einem Seeaufklärer war dies leicht möglich, aber ein Luftschiff hatte eine größere Besatzung, die konnten nicht alle Blind sein? Kaigun-daisa Kanae Waki begann nachzudenken, während immer neue Sichtungsmeldungen eintrafen.
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Dann kam leichter Regen auf und die Sichtungen wurden noch unpräziser als sie ohnehin schon waren. In diesem Moment meldete sich nicht die Seefunk-Station von Takao, sondern der Brandneue Frachtdampfer TAKUSEI MARU. Es war ein einziges wildes Geplapper ohne jegliche Disziplin, aber der Inhalt war eindeutig:
„Stehen unter Beschuss und brauchen Hilfe - stehen unter Beschuss und brauchen dringend Hilfe!“
Die TAKUSEI MARU war irgendwo dort wo zuvor die Fluggeräte einen feindlichen Kreuzer gesichtet haben wollten. Jetzt war klar, das sich die Piloten nicht geirrt hatten. Der Feind griff in unbekannter Stärke Takao an!
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#146 RTW2-JAP#
Wir freuen uns, das es auch hier weitergeht und dann gleich mit einem überraschenden Spannungseffekt.
Vielleicht bekommt die französische Presse auch mal was positives zu berichten. ;)
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Takao 05. September 1921 <<
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Kaigun-daisa Kanae Waki hatte keinerlei Übersicht womit er es zu tun hatte, aber es gehörte nicht viel Einfallsreichtum dazu, um zu vermuten das der Hafen von Takao das Ziel des Gegners sein musste.
Er entschied sich dazu mit seinen beiden leichten Kreuzen den Weg des Gegners abzuschneiden und dampfte mit Volldampf nach Norden. Seine Zerstörer dagegen setzte er direkt auf den Feind an um der TAKUSEI MARU zu helfen.
Die TAKUSEI MARU kam bald in Sichtweite der Zerstörer-Division und wies schwere Schäden sowie erhebliche Schlagseite auf. Es war jetzt schon klar, dass dieses Schiff sinken würde.
Von feindlichen Schiffen allerdings gab es keine Spur zu sehen!
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Dann aber zeigte sich der Feind, der hinter eine Regenbö versteckt lag. Kaigun-daisa Kanae Waki ließ seine Kreuzer beidrehen. Wenn der Gegner noch bei diesem Frachter stand, befand er sich nicht bei Takao. Gleichzeitig bekam Kaigun-daisa Kanae Waki die Information, dass die Luftstreitkräfte eine Bombardierung der Feindschiffe versuchen wollten, das Wetter dafür aber augenscheinlich zu schlecht war.
Die Zerstörer meldeten einen französischen Zerstörer in Sichtweite, der den Frachter beschoss. Beim Näherkommen entpuppte sich der Zerstörer jedoch als moderner Leichter Kreuzer der Lalande-Klasse.
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Fast sofort kam es zum Feuergefecht der Zerstörer mit dem feindlichen Kreuzer. Beide Seiten waren Selbstbewusst genug um den Nahkampf zu suchen! Zerstörer Hagi setzte in aussichtsreicher Position seine Torpedos ein, woraufhin der Kreuzer umgehend zu manövrieren begann.
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Ein leichter Kreuzer war gegen fünf Zerstörer eindeutig zu wenig und damit war ein Torpedotreffer praktisch vorherzusehen. Dass die Zerstörer allerdings hoch riskant in die Laufbahnen der eigenen Torpedos manövrierten war von dem jungen Flottillen-Führer eher ungeschickt!
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Er bemerkte seinen Fehler spät, aber nicht zu spät. Kaigun-daisa Kanae Waki hatte fast zu seinen Zerstörern aufgeschlossen und wollte mit dem Beschuss des Feindschiffes beginnen, als eine neuerliche Sichtungsmeldung eines Flugzeuges aufhorchen ließ. Diese Sichtung war deutlich entfernt.
Scheinbar hatten die Franzosen mehr als nur einen leichten Kreuzer Vor-Ort im Einsatz!
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Der feindliche Kreuzer war angeschlagen und begann sich einzunebeln. Gegen die japanische Übermacht würde er kaum lange widerstehen können.
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Dennoch war es die Hagi, die erheblich einstecken musste. Sehr zum Ärger von Kaigun-daisa Kanae Waki waren die sonst so Erfolg verwöhnten Torpedomannschaften auf den Zerstörern dieses Mal vom Pech verfolgt. Selbst aus unmittelbarer Nähe gelang kein weiterer Treffer.
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Erst die Teruzuki setzte diesem Spuk ein Ende und erzielte einen weiteren Torpedotreffer. Das Schicksal des leichten Kreuzers sollte damit besiegelt sein, aber aus der Vergangenheit musste man, dass ein Feind erst dann harmlos ist, wenn er versunken war!
Kaigun-daisa Kanae Waki wollte das Schiff also schnell versenken und versuchte mit der Yahagi einen tollkühnen Einzelschuss aus dem Bug-Torpedorohr seines leichten Kreuzers und hatte Erfolg!
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Die Geschwindigkeit des Franzosen sackte auf etwa fünf Knoten ab. Es war Zeit den Fangschuss zu versuchen. Nach drei weiteren Torpedotreffern durch die Yahagi und Chikuma blieb der Gegner Kampfunfähig liegen.
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Zahllose Artillerie-Treffer gaben dem Feindschiff den Rest! Letztlich machten weitere Torpedos der Yahagi und Chikuma dem Trauerspiel ein Ende.
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Nachdem keine weiteren Sichtungsmeldungen vorlagen vermutete Kaigun-daisa Kanae Waki bereits, dass das Gefecht zu Ende war. Die Chikuma stoppte auf um Überlebende an Bord zu nehmen und die Yahagi lief zusammen mit den Zerstörern ab. Völlig unvermittelt tauchten zwei weitere unbekannte Schiffe hinter einer Regenfront auf.
Das Gefecht würde wohl noch etwas andauern fluchte Kaigun-daisa Kanae Waki!
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#147 RTW2-JAP#
Werter Taurus,
Wir freuen uns, das es auch hier weitergeht und dann gleich mit einem überraschenden Spannungseffekt.
Vielleicht bekommt die französische Presse auch mal was positives zu berichten. ;)
Wir hoffen das es hier jetzt kontinuierlich weitergeht - sicher bekommt die französische Presse etwas zu berichten - Positiv oder Negativ ist natürlich immer eine Frage der Relation und des Standpunktes!
Nun ja, läuft ja doch wie in alten Zeiten - ärgerlich nämlich.
Wozu hat der Lalande-Kreuzer eigentlich seine Torpedos, wenn er sie nicht mal auf Nahkampfentfernung einsetzt? Und ein Rammstoß hätte auch noch funktioniert, einen der aufgereiht daneben fahrenden DD hätte es sicher erwischt.:nein:
Aber schauen wir erstmal, was sonst noch aufgeboten wird.
hohe_Berge
05.08.22, 23:28
Auf jedenfall frisst der Lalande-Kreuzer eine Menge an Aalen.
Glück Auf
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Gefecht vor Takao 05. September 1921 <<
Kaigun-daisa Kanae Waki musste zwar zugeben dass die Meldungen der Flugzeuge zwar unbrauchbar waren, was Feindstärke, Feindposition und –Kurs betraf, aber es war nun klar das die Flugzeugbesatzungen zumindest dazu in der Lage waren überhaupt etwas zu finden.
Was das für die Zukunft bedeuten mochte war nicht absehbar, aber für den Moment war das Gefecht noch in vollem Gange. Kaigun-daisa Kanae Waki ließ den Kurs ändern um den Feind abzufangen.
Schon kurze Zeit später erkannte man zwei weitere leichte Kreuzer der Franzosen und eröffnete das Feuer.
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Auch der Feind drehte ein um sich dem Gefecht zu stellen. Die Yahagi ließ sich von den Zerstörern flankieren und konnte so aus der Deckung heraus wirken, während die Zerstörer das Feuer auf sich zogen und erneut versuchen wollten mit den Torpedos alles klar zu machen. Die Chikuma wurde umgehend von der Bergung der Schiffbrüchigen abgezogen. Die Feuerkraft des Kreuzer wurde dringend benötigt und aufgestoppt bot sie zudem ein perfektes Ziel.
Zwischenzeitlich wurde das achtern fahrende Schiff als älterer Zerstörer der Obusier-Klasse angesprochen.
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Das zweite Schiff wurde als leichter Kreuzer der Descartes-Klasse klassifiziert, der sich auch umgehend einzunebeln begann. Der gegnerische Geschwader-Führer schätzte seine Situation nicht ganz zu Unrecht als unterlegen ein und begann sich abzusetzen.
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Dabei versuchten beide Feindschiffe getrennt ihr Glück zu versuchen, was nicht gänzlich abwegig war um wenigstens ein Schiff zu retten. Das ein Zerstörer allerdings den Opfergang gehen sollte um seinen Kreuzer zu retten war von den Franzosen sicher zu viel verlangt. Ein japanischer Zerstörer würde das ohne zu zögern tun.
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Zerstörer Teruzuki hatte sich als erstes auf den feindlichen Zerstörer eingeschossen und setzte den ersten Treffer.
Dann kam der Paukenschlag von Zerstörer Sagiri!
Mit zwei 4inch Geschützen feuerte die Sagiri auf den Feind und dann zeigte sich was moderne Artillerie mit einem alten Schiff anrichten konnte. Eine 4inch-Granate der Sagiri drang in das Magazin des Feind-Zerstörer ein und brachte dort die Pulverladungen und Sprengköpfe zur Explosion.
Der feindlichen Zerstörer verschwand in einem gewaltigen roten Feuerball, dann regneten überall Trümmerteile herab und an der letzten Position des Schiffes war nur noch eine schwarze Qualmwolke zu sehen.
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Damit musste nur noch der verbleiende leichte Kreuzer zur Strecke gebracht werden. Dieser Kreuzer war zwar schnell, aber vereinzelte Treffer reichten aus um ihn Stück für Stück zu verlangsamen, bis der erste Torpedoangriff möglich wurde. Aber auch der Kreuzer konnte Treffer anbringen.
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Sicher musste dem französischen Kommandeur Mut zugesprochen werden, dass er völlig unerwartet den Nahkampf suchte, aber das führte nur dazu, dass sein Schiff von gleich zwei Torpedos getroffen wurde. Damit war sein Schicksal vorgezeichnet.
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Der leichte Kreuzer verlor rasch an Fahrt und nebelte sich erneut ein. Retten würde ihn das nicht mehr.
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Es dauerte einige Zeit bis Kaigun-daisa Kanae Waki seine beiden leichten Kreuzer auf Gefechtsreichweite herangeführt hatte, dann aber deckten beide Kreuzer den Feind mit ihren 6inch-Granaten ein. Jetzt war es nur noch eine Frage der Zeit bis der Gegner erledigt war.
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Dem Gegner gelangen zwar ebenfalls weitere Treffer auf den japanischen Zerstörern, wirklich kritisch war davon aber bislang kein einziger.
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Die Okinami hatte bereits die ersten beiden Torpedotreffer erzielt, jetzt folgte der nächste. Dieser führte jedoch zum sofortigen Kentern des französischen Kreuzers, sodass das Gefecht genauso überraschend zu Ende ging, wie es begonnen hatte.
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#148 RTW2-JAP#
Werter Taurus,
Nun ja, läuft ja doch wie in alten Zeiten - ärgerlich nämlich.
es mag im AAR nicht so direkt herauskommen, aber man merkt schon kleinere Fortschritte. Die Franzosen sind schon etwas aggressiver und agiler, als die bisherigen Gegner.
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Werter hohe_Berge,
das ist nur geschuldet, weil Wir die Feindschiffe weg haben wollen. Hätten Wir den Kreuzer nach ein bis zwei Treffern seinem Schicksal überlassen, wäre er vermutlich irgendwann trotzdem gesunken. Aber Wir wollen kein kampffähiges Schiff seinem Schicksal überlassen - wie früher bereits zu sehen war, ist das gefährlich!
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Gefecht vor Takao 05. September 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
Tatsächlich sollten wir anerkennen das in unserer Aufklärung Lücken existieren. Dies zu leugnen würde nur weitere Gefahren in sich bergen. Dennoch können wir erfreut sein über den beherzten Einsatz von Kaigun-daisa Kanae Waki. In nur drei Stunden ist es ihm gelungen drei feindliche Kriegsschiffe zu versenken und die Gefahr zu beseitigen bevor die Situation eskalieren konnten.
Mit solch wagemutigen und glückhaften Kommandanten können wir künftigen Begegnungen mit der Marine nationale française unbeschwert entgegensehen.
Mehr ist zu diesem tollkühnen Vorstoß der Franzosen auch nicht zu sagen. So schnell es begonnen hatte, so schnell wurde es von uns beendet.
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Gefecht vor Takao vom 05. September 1921 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 06. September 1921
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 06. September 1921
Osaki Satoshi wurde von einem ihm unbekannten Offizier zur Seite genommen. Das ärgerte ihn famos, wollte er doch hören was die Marine zu verkünden hatte. Halb vernahm er etwas von einem Angriff auf Takao vom Vortage, dann wurde der anhand seiner Abzeichen als Kaigun-chūsa zu identifizierende Unbekannte lauter:
„Die erste Prüfung haben sie bestanden Herr Osaki.“
„Prüfung - welche Prüfung?“
„Das wissen Sie gut Herr Osaki, wenn Sie weiter verschwiegen bleiben besteht Hoffnung für Sie und ihre Familie Herr Osaki!“
Dann dämmerte es Osaki Satoshi. Der Umschlag mit dem Memorandum. Es war also überhaupt kein Informant gewesen, sondern der Geheimdienst der wissen wollte ob er alles herausposaunen würde?
Perfide – denn mit den jetzigen Worten durfte er wohl annehmen das er und seine Familie mittlerweile als vermisst gelten würden, wenn er etwas über den Inhalt des Memorandums abgedruckt hätte.
Damit war aber auch praktisch offiziell klar, dass er unter Beobachtung stand und seine Artikel das Missfallen des Militärs – ja vielleicht sogar des Kaiserhauses erregt hatten. Er würde von jetzt an noch viel vorsichtiger sein müssen was er bekannt gab und was nicht.
Konnten sich seine Leser damit zufriedengeben, wenn er nur noch die offiziellen Bekanntmachungen abdruckte? Sicher nicht!
Das war ein Dilemma. Er würde mit Chefredakteur Fukuzawa Saburo sprechen müssen. Das war aber ebenfalls gefährlich. Sollte Fukuzawa Saburo glauben, dass auch er selbst oder der Verlag in Ungnade gefallen sein, konnte das für Satoshi ebenfalls böse Konsequenzen haben.
Auf dem Weg vom Ministerium zurück in die Redaktion brüllte er es fast heraus:
Kamata Itachi!
Natürlich - dachte er! Sein alter Chefredakteur Kamata Itachi – mit ihm konnte er bereden was zu tun sei? Sechs Jahre waren vergangen, seit sich sein Ziehvater aus dem Verlag zurückgezogen hatte. Zu seiner Schande musste sich Satoshi eingestehen nicht Mal zu wissen ob Itachi überhaupt noch am Leben war? Es mussten wohl schon vier Jahre vergangen sein, seit er gehört hatte das Itachi zurück in die Provinz gezogen war. Und er war auch längst nicht mehr der Jüngste gewesen.
Er würde den alten Murata fragen müssen ob dieser wusste wie Kamata Itachi zu finden war.
Maisutā Murata war sogar noch älter als Chefredakteur Kamata Itachi und wurde mittlerweile häufiger als Gespenst bezeichnet. Murata war kein echter maisutā wie man diesen titel mittlerweile häufiger aus dem deutschen Kaiserreich vernahm. Aber maisutā Murata hatte eine längere Zeit seines Lebens als Gehilfe eines deutschen Werkzeugmachers verbracht. Das dabei erlange Wissen konnte er als Verantwortlicher für die Druckerpressen im Verlag regelmäßig zur Anwendung bringen. Mit den Jahren hatte er ein profundes Wissen angesammelt und eine beinahe liebevolle Beziehung zu den Druckerpressen entwickelt. Ohne ihn wäre so manche Auflage niemals erschienen und irgendwann wurde er von allen nur noch Maisutā Murata gerufen.
Komischerweise versagten die Druckerpressen immer dann, wenn Maisutā Murata endlich seinen Ruhestand antreten sollte. So kam es, dass der alte erhabene Maisutā Murata immer noch regelmäßig in der Druckerei anzutreffen war, wenn auch nicht mehr täglich.
Maisutā Murata hatte lange Jahre ein sehr enges freundschaftliches Verhältnis zu Chefredakteur Kamata Itachi gehabt. Viel enger als sein eigenes Verhältnis zu Itachi gewesen war. Wenn also irgendjemand in Japan wusste wo sich Itachi aufhielt, dann Maisutā Murata.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 06. September 1921
Endlich in der Redaktion angekommen musste Osaki Satoshi warten mit seinem Vorhaben nach Itachi zu suchen. Seine Mitarbeiter hatten die letzten Informationen ausgewertet und wollten jetzt die Freigaben für ihre Artikel haben.
Am dramatischsten erschien das Auftreten der deutschen Hochseeflotte. Der größte Teil der Hochseeflotte befand sich in asiatischen Gewässern. Für eine Demonstration der Stärke hätten weniger Schiffe ausgereicht. Das was hier aufgefahren war, roch nach Krieg und dass wollten alle Anwesenden in einem Extrablatt für den Abend drucken.
Alle Anwesenden bis auf einen!
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#149 RTW2-JAP#
Immer wieder schön zu lesen die Geschichte um Japans Marine.
Nur weiter so, danke
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 21. September 1921
Osaki Satoshi verlies die Redaktion bevor die Neuigkeiten von der Front ihn erreichen konnten. Endlich hatten die Soldaten des Kaiserreichs wesentliche Erfolge erzielt und die Truppen Frankreichs wurden an mehreren Abschnitten der Tonkin-Front geworfen. Eine Eroberung war damit eine Sache von Tagen, vielleicht sogar nur von Stunden. Weitere Monate würde es nicht dauern, das wurde mehr und mehr zur Gewissheit.
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Satoshi aber saß längst in einem Zug der 鉄道省? (Tetsudo-sho), der Japanischen Regierungs-Eisenbahn. Tōkyō hatte er vor über einer Stunde verlassen und er fuhr auf der 東海 道 本 線, (Tōkaidō-honsen - Tōkaidō-Hauptstrecke) Richtung Kyoto. Von dort würde es noch bis Osaka mit dem Zug weitergehen. Sein Ziel war die Präfektur Wakayama und er freute sich bereits auf die Wunderschöne Natur für welche die Präfektur in ganz Japan bekannt war. Das lag wohl auch an Kōyasan und Shikoku, den alten Pilgerwegen mit ihren hunderten Tempeln. Über hohe steile Bergrücken durch einschüchternde Wälder, oder entlang der langgezogenen Küstenlinie kamen Pilger und Reisende mit der gewaltigen Natur Wakayamas in Berührung. Hier schlug das spirituelle Herz Japans und Satoshi fragte sich ob Chefredakteur Kamata Itachi deshalb so ein langes gesundes und erfolgreiches Leben lebte? Itachi hatte ihm nie erzählt, dass er aus Wakayama stammte aber Maisutā Murata spuckte den Namen der Präfektur schon aus, noch bevor Satoshi seine Frage beendet hatte.
Der alte Murata wusste das Itachi zurück nach 小川村 (Kogawa) gezogen war um seinem älteren gebrechlich gewordenen Bruder Itaro zur Seite zu stehen. Itachi musste – so mutmaßte Satoshi – knappe Neunzig sein oder darüber. Wenn er in diesem Alter seinem älteren gebrechlichen Bruder beistehen wollte, würde er wohl bald ebenfalls zu den gebrechlichen Greisen gehören.
Kogawa, soviel wusste er nun, lag langgezogen in einer engen Schlucht an einem kleinen wilden Flusslauf und zählte nur wenige hundert Einwohner. Umgeben von bewaldeten Hängen musste es dort die reine Natur sein. Wie er aber von Osaka dorthin gelangen sollte war ihm ein Rätsel? Es würde eine Tage- oder gar Wochenlange Reise sein, dann verloren sich seine Gedanken in der Traumwelt und das rhythmische Rütteln und Rattern des Waggons wiegte ihn in den Schlaf.
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Bild 147: Japansicher Zug im Bahnhof Kokubunji um 1915
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kokubunji_Station_1915.jpg
Autor: 吉川速男
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Schienenverkehr_in_Japan
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Bild 148: Pagode am Wasserfall Nachi in der Präfektur Wakayama
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Waterfall_Nachi02.jpg
Autor: https://ja.wikipedia.org/wiki/%E5%88%A9%E7%94%A8%E8%80%85:Miya.m
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4fektur_Wakayama
https://sumikai.com/japan-erleben/die-praefektur-wakayama-pilgerwege-und-koyasan-305662/
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 06. Oktober 1921
Spät am Abend des sechsten Oktobers war Osaki Satoshi zurück in Tōkyō und sein Weg führte ihn umgehend in die Redaktion. Zu seiner Verblüffung traf er dort Niemanden mehr an. Kurz vor Mitternacht war es und scheinbar nutzten seine Mitarbeiter die Gunst der Stunde seiner Abwesenheit aus um früh nach Hause zu gehen. Das würde er diskutieren müssen. Für den Moment aber musste er sich mit den Neuigkeiten zum Monatswechsel begnügen, die auch bereits drei Tage alt waren. Er hatte wahrlich so gut wie nichts von der Außenwelt mitbekommen während seines Aufenthalts bei Chefredakteur Kamata Itachi. Aber dadurch fühlte er sich auch auf wundersame Weiße erholt und jung. Fast glaubte er, er habe sich in einer der Geistergeschichten seiner Kindheit wiedergefunden, so nachhaltig waren die Eindrücke der Natur Wakayamas. Schon waren seine Gedanken wieder bei den Hengeyokai und er dachte wahrhaft einigen Tanuki (Marderhunde) begegnet zu sein. Er schüttelte den Kopf um wieder zu Sinnen zu kommen.
Es war Krieg und er hatte keine Zeit für die Geister seiner Kindheit.
(https://www.japanwelt.de/blog/japanische-geistergeschichten/)
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#150 RTW2-JAP#
Werter Oerty,
Wir danken Euch für Eure noblen Worte!
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 30. September 1921
>> Der Krieg mit Japan eskaliert weiter - Einsätze der eigenen Marinestreitkräfte bisher ohne Fortune - Kolonien weiter in großer Gefahr <<
Ein Kommentar von Émile Hébrard
Der Konflikt mit Japan nimmt allmählich sehr ernste Dimensionen an, wie es scheint, ist Frankreich dem imperialistischen Machtstreben des fernöstlichen Kaiserreiches auf Dauer nicht gewachsen.
Nun ist es ja nicht so, das unsere Regierung völlig hilf- und tatenlos zusehen würde, wie die französischen Kolonialgebiete Stück für Stück den Besitzer wechseln, aber mittlerweile sind über neun Monate
seit der Kriegserklärung Japans an Frankreich vergangen, ohne das entscheidende Erfolge zu verzeichnen sind.
Außer eher halbherzigen Versuchen der Marine nationale francaise etwas dagegen zu unternehmen, hat sich nicht wirklich etwas bedeutsames ereignet - oder die Marineführung verfolgt einen geheimen
Plan, der uns alle, Japan inklusive, vollkommen überrascht und zu einem Wendepunkt in diesem Krieg führen kann.
Bislang ist es jedenfalls Marine- und Kolonialministerium hervorragend gelungen, jegliche erfolgreiche Ideen oder Strategien vor der Öffentlichkeit zu verbergen, sofern es sie denn gibt.
Was weiß man bisher? Es gab in der Tat schon einige offensive wie defensive Marineeinsätze, überhaupt will ich den direkten Einsatzwillen und das Bemühen unserer Seeleute nicht in Frage stellen, was aber anscheinend
nicht dazu passt, ist die Führung und Planung dieser Einsätze.
Dazu gibt es Indizien, denn es ist kein Zufall, das bislang jedes Gefecht zugunsten Japans ausgegangen ist. Der Grund ist ganz einfach, denn die eigentlich bemerkenswert ausgestattete Flotte wird immer nur kleckerweise eingesetzt.
Der größte Verlust bisher ist ein Schlachtkreuzer, es war meines Wissens auch das einzige Großkampfschiff im Einsatz. Ansonsten wurden nur geschützte (leichte) Kreuzer zusammen mit Zerstörern in Einsätze geschickt, die sie nicht
gewinnen können, da Japan sich nicht zu fein ist, auch und gerade schwere Einheiten in eine Schlacht zu schicken.
Es ist natürlich einzusehen, das nicht die gesamte Flotte aus Europa abgezogen werden kann, aber ein signifikanter Anteil sollte es schon sein, um überhaupt Widerstand leisten zu können.
Diese Einsatzweise muss einerseits hinterfragt werden, dürfte aber andererseits einen ganz einfachen Grund haben, denn in den vielen Jahren unserer Präsenz in Asien wurde es einfach versäumt, entsprechend großzügige
Hafen- und Dockanlagen aufzubauen, die Schiffe aufnehmen können, die größer als ein Kreuzer sind.
Das dürfte aus meiner Sicht einer der Gründe sein, warum bisher kaum ernstzunehmende Flotteneinheiten im Einsatz standen, die es aber benötigt, um Japan respektabel entgegenzutreten. Unter den gegenwärtigen Umständen ist
es müssig, darüber zu klagen, aber daraus sollten auf jeden Fall Konsequenzen gezogen werden.
Ich will weder schlechte Stimmung verbreiten noch den Teufel an die Wand malen, aber mit der bisherigen Einsatzstrategie werden wir nicht mehr lange unsere Kolonialbesitzungen in Süd-Asien halten können, die Marineführung steht dabei
vor dem Dilemma, die schweren Marineeinheiten nicht nur im Gefecht zu riskieren, sondern auch z.B. angeschlagene Schiffe vor Ort nicht adäquat reparieren zu können.
Ein selbst verursachtes Problem, das nicht kurzfristig zu lösen ist.
Aber eines sollte klar sein, denn wenn man nichts wagt, kann man auch nichts gewinnen. Wenn eine Marineführung nichts zu wagen bereit ist, sollte sie lieber zur Handelsschifffahrt wechseln.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Vorstoß am Kap Kiritappu 24. Oktober 1921 <<
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In Südostasien tobten die Kämpfe, in Japan selbst lebte man wie im Frieden. Niemand machte sich Sorgen außer den Militärs. Das massive Aufgebot der Hochseeflotte des Deutschen Kaiserreichs erzeugte Nervosität. Japanische Unterhändler waren längst dabei Verhandlungen zu führen um die Spannungen abzusenken, aber das reichte der Kaiserlich Japanischen Marine nicht aus. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō persönlich wollte ein Zeichen setzen und lud den Befehlshaber des Deutschen Ostasiengeschwaders Vizeadmiral Friedrich Gädecke zur Besichtigung eines Manövers der Kaiserlich Japanischen Marine ein.
Weit im Norden Japans sammelte sich die Manöverflotte in der Bucht vor Kushiro-shi. Am frühen Morgen des 24. Oktober 1921 machten die Kriegsschiffe Dampf und Verliesen nacheinander ihre Ankerplätze. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō besichtigte in aller Ruhe mit seinen Gästen den Schlachtkreuzer Myoko, der als Flaggschiff diente.
Zwar hatte man mit der Suwo einen Flugzeugträger im Verband, nach den ernüchternden Ergebnissen der Flugzeuge diente dieser aber mehr als Staffage. Demonstrieren wollten man den Angriff von mehreren Zerstörer-Divisionen auf Großkampfschiffe. Alle Nationen wussten um die gefürchteten japanischen Torpedoboot-Angriffe auf die Zarenflotte und die Royal Navy. Mit den Jahren glaubten jedoch mehr und mehr Marinestrategen, dass diese Taktik überholt war. Moderne Großkampfschiffe waren viel zu stabil und Kampfstark um noch Opfer von Zerstörern zu werden.
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō wollte nicht nur Demonstrieren das Japan erhebliche Mengen Zerstörer besaß, sondern auch beweisen, dass diese nach wie vor in der Lage waren einen Schlachtschiffverband zu versenken. Er hoffte das Vizeadmiral Friedrich Gädecke den Hinweis verstand, dass seine Schlachtschiffe in Asiatischen Gewässern nicht sicher waren.
Niemand rechnete damit das ein französischer Schlachtkreuzer-Verband an diesem Morgen eine Bombardierung von Kushiro-shi beabsichtigte.
Nach der schlechten Presse der letzten Wochen sah sich die Marine nationale française unter Zugzwang. Einerseits musste sie endlich schwere Kriegsschiffe zum Einsatz bringen, andererseits mussten diese Überleben. Da sich Japan auf den Süden konzentrierte war Hokkaidō ein einsames abgelegenes Gebiet. Niemand der Verantwortlichen in Frankreich rechnete hier mit einem Großaufgebot japanischer Marinestreitkräfte. Zumal auch der Herbst zulegte und im Norden bereits mehrere Stürme durchgezogen waren. Frankreichs 1. Schlachtkreuzer-Division war in einem weiten Schwenk in die Tiefen des Pazifiks ungesehen nach Norden gelangt und näherte sich am Morgen des 24. Oktober 1921 Kap Kiritappu aus Nordosten.
Keine der beiden Seiten rechnete an diesem Morgen mit einem Aufeinandertreffen mit dem Feind.
Keine der beiden Seiten rechnete damit, dass dieser Tag den Seekrieg für immer verändern sollte!
+ + +
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō stand mit Vizeadmiral Friedrich Gädecke und seinem Tross an einem Kartentisch und erläuterte ihm die am Manöver teilnehmenden Einheiten:
Japanische 7. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Myoko (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Furutaka
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Japanische 12. Flugzeugträger-Division:
Flugzeugträger Suwo
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- - -
Japanische 14. Flugzeugträger-Division:
Flugzeugtender Oryoku Maru
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- - -
Japanische 9. Leichte Kreuzer-Division:
Leichter Kreuzer Takasago
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- - -
Japanische 8. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Yadake
Zerstörer Take
Zerstörer Nashi
Zerstörer Hishi
Zerstörer Sakura
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- - -
Japanische 10. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Samidare
Zerstörer Yugure
Zerstörer Harusame
Zerstörer Murasame
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- - -
Japanische 13. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Asagiri
Zerstörer Nagatsuki
Zerstörer Mikazuki
Zerstörer Satsuki
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- - -
Japanische 15. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Akigumo
Zerstörer Michishio
Zerstörer Hayanami
Zerstörer Takanami
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- - -
Hilfskräfte:
Hochsee-U-Boot: SS I-50
Küsten-Batterie 6
Küsten-Batterie 7
Küsten-Batterie 8
Küsten-Batterie 9
Küsten-Batterie 10
Küsten-Batterie 11
Küsten-Batterie 12
Küsten-Batterie 13
Flugzeugstützpunkt Port Arthur
Flugzeugstützpunkt Wakkanai
Flugzeugstützpunkt Weihaiwei
Flugzeugstützpunkt Noshiro
Flugzeugstützpunkt Sasebo
Flugzeugstützpunkt Yokosuka
+ + +
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō musste die Frage von Vizeadmiral Friedrich Gädecke abwehren, warum Japan hier zwar seine hochmodernen Zerstörer aufbat, aber zwar modernisierte dennoch letztlich veraltete Schlachtkreuzer wie die Myoko?
Mit dieser Zusammensetzung konnte man wohl kaum die Fähigkeiten moderner Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer aufzeigen und Vizeadmiral Friedrich Gädecke fragte direkt ob Japan etwas geheim zu halten habe?
Derart überrumpelt suchte Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō nach Fassung und bemerkte flapsig, das Vizeadmiral Gädecke dieselbe Frage doch noch einmal nach dem Manöver stelle möge. Dies wiederum brachte Vizeadmiral Gädecke ins Grübeln, was sein Gegenspieler denn noch in der Hinterhand haben mochte?
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Somit begann Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zu erläutern wie die örtlichen Gegebenheiten aussahen, welche Rolle die Luftaufklärung von Land einnahm und welche Einheiten gegen wen antreten sollten:
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Fehler immer mal wieder:
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Sichtlich mit Genuss verfolgte Vizeadmiral Friedrich Gädecke, wie der Beginn der Luftoperationen den Verband unkoordiniert auseinanderrissen und beinahe eine Kollision zur Folge hatten. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō wusste warum der Flugzeugträger an diesem Tag nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Er musste ihn aber dabeihaben. Japan hatte in den letzten Monaten viel zu sehr darauf bestanden wie Wichtig es die Flugzeugträger nahm. Heute keinen dabei zu haben, käme einer Schande gleich. Würde es doch zeigen das die Kaiserlich Japanische Marine dieser neuen Waffen selbst kein Vertrauen entgegen brachte.
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Um halb Neun Uhr Ortszeit waren die Vorbereitungen abgeschlossen und die Einheiten begannen damit die Formation zu verlassen um ihre Manöver Positionen einzunehmen.
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Zehn Minuten später kam wie aus dem Nichts die Meldung vom Leichten Kreuzer Takasago über ein Unbekanntes Schiff im Manövergebiet. Dieses tauchte genau dort auf wohin sich die Zerstörer-Flottillen welche den Feind darstellen sollten, hin zu begeben hatten. Jetzt war Vizeadmiral Friedrich Gädecke angespitzt. Diese niederträchtigen Japaner hatten also doch noch weitere Streitkräfte vor Ort als angegeben und wollten wohl etwas ganz Anderes demonstrieren.
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō war irritiert versuchte aber sich nichts anmerken zu lassen. Er konnte in dieser Situation schlecht seine Stabsoffiziere Fragen was hier passierte?
Als dann aber von Aufklärer Dreiundvierzig des Flugzeugtenders Oryoku Maru weiter nördlich mehrere Schlachtkreuzer samt Geleit gemeldet wurden konnte er nicht mehr anders:
„Was ist hier los?“
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#151 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Vorstoß am Kap Kiritappu 24. Oktober 1921 <<
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō wartete nicht darauf bis irgendjemand seine Frage zu beantworten versuchte. Er wartete auch nicht auf weitere Aufklärungsmeldungen. Vizeadmiral Friedrich Gädecke war einen Moment über die Reaktion von Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō verwundert, dann musste er folgende Worte des Kaigun-chūjō mitanhören:
„Meldung an alle Schiffe und Luftfahrzeuge: Das Manöver ist abgebrochen – das Manöver ist abgebrochen – Feind gesichtet – alle Mann klar zum Gefecht.“
Verdutzt sahen ihn seine Untergebenen und der Kapitän der Myoko an. Er blickte in ihre Gesichter und wiederholte sich:
„Hören Sie nicht – alle Mann klar zum Gefecht – wir sind auf den Feind gestoßen!“
Noch immer wollte Niemand verstehen. Wegen einer unzuverlässigen Aufklärer-Meldung konnte man doch nicht auf französische Kriegsschiffe schließen. Nicht hier, nicht soweit im Norden fernab von jedem französischen Stützpunkt? Tatsächlich schien Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō der Einzige zu sein, der die Meldung des Seeaufklärers für echt und präzise hielt. Nur Vizeadmiral Friedrich Gädecke runzelte die Stirn und Verstand, das Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō die Situation für Ernst hielt.
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō schlug mit der Faust auf den Kartentisch und donnerte los:
„Sie haben gehört – los – geben Sie die Befehle – alle Mann klar zum Gefecht – wir sind auf den Feind gestoßen!“
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Es dauerte einen Moment, dann hatten die einzelnen Divisionen eine halbwegs vernünftige Formation zustande gebracht und Richtung vermuteten Feind eingedreht. Die Suwo wurde vom Feind wegbefohlen. Das peinliche Manöver zu Beginn war Zeichen genug dieses Schiff aus der Schusslinie zu bringen.
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Das Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō wohl Recht behalten sollte zeigte sich einige Minuten vor Neun Uhr Ortszeit. Kreuzer Takasago meldete unter feindlichem Beschuss zu stehen, obwohl der Gegner noch weit entfernt und nicht klassifiziert war.
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Aufgrund dieser Tatsache musste der Feind wohl über ein großes Kaliber verfügen und der Kommandant der Takasago meldete daher ein Schlachtschiff, obwohl er das nicht bestätigen konnte.
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Zwei weitere Schiffe kamen in Sicht und damit bestätigte sich nun bereits zum zweiten Mal eine Aufklärer-Meldung als richtig. Scheinbar hatten die Piloten zumindest gelernt korrekte Positionsangaben von erkannten Zielen zu machen.
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Dann musste der Kommandant der Takasago erkennen das seine Annahme falsch gewesen war. Er hatte es mit seines gleichen zu tun und identifizierte einen französischen leichten Kreuzer der Lalande Klasse.
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Die beiden anderen Schiffe wurden direkt darauf als französische Schlachtkreuzer klassifiziert. Mindestens einer davon als Dunkerque-Klasse. Dem war die Takasago nicht gewachsen und drehte ab. Wobei auch das zweite Schiff als Dunkerque-Klasse erkannt werden konnte,
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Nun konnte Vizeadmiral Friedrich Gädecke mitansehen, wie Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō tatsächlich seinen Zerstörern den direkten Angriff befahl. Aus dem Manöver wurde tödlicher Ernst und die Japaner hielten tatsächlich an ihrer alten Taktik fest! Die zu erwartenden Prügel bezog die Japanische 10. Zerstörer-Flottille, die jetzt vom kombinierten Feuer der beiden gegnerischen Schlachtkreuzer eingedeckt wurde.
Die Yugure wurde gleich von einer der ersten Slaven getroffen und neigte sich quasi sofort zur Seite.
Der Zerstörer scherte aus und verließ seine Flottille.
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Aber auch der französische Geschwader-Führer verstand das er Probleme hatte und weit in der Unterzahl war. Er drehte ab und versuchte zu entkommen.
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Der französische leichte Kreuzer sollte wohl den Rückzug decken und drehte bei, während die beiden Schlachtkreuzer einen mörderischen Granatenhagel über den japanischen Zerstörern niedergehen ließen. Von der Suwo erhoben sich neun Kawanishi Taizan C in die Luft, obwohl der Träger dazu keinen Befehl erhalten hatte.
Die japanischen Zerstörer brachen den ersten Anlauf unter dem Eindruck der heftigen Gegenwehr ab. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō entschied sich dafür seine beiden Schlachtkreuzer an den Gegner heranzuführen um seinen Zerstörern den Angriff zu ermöglichen, während er das Feindfeuer auf sich zog.
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Gut eine halbe Stunde nach Feuereröffnung belauerten sich die Kontrahenten ohne nennenswerte Ergebnisse erzielt zu haben. Die japanischen Zerstörer hielten respektvollen Abstand und Vizeadmiral Friedrich Gädecke sah sich darin bestätigt, dass die Zeit der Torpedoboote vorbei war.
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Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō hielt mit seinen beiden Schlachtkreuzern direkt auf den Feind drauf zu. Er wollte so schnell es möglich war in Reichweite seiner Geschütze gelangen. An seiner Backbordseite sah Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō mehrere Flugzeuge vorbeiziehen und er fragte sich wer dazu den Befehl gegeben hatte? Die Flugzeuge sollten sich heraushalten um keine Probleme zu verursachen.
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Südöstlich hatten die japanischen Zerstörer große Mühe mit dem leichten Kreuzer. Dessen Kommandant verstand es Meisterhaft die Japaner auszumanövrieren und selbst in Bedrängnis zu bringen. Dieser Kommandant sah aber auch die Gefahr für seine beiden Schlachtkreuzer. Eine japanische Zerstörer-Flottille war dabei sich vor die beiden Großkampfschiffe zu setzen, während aus dem Rückbereich die japanischen Großkampfschiffe heraneilten. Damit wären die Franzosen eingekreist.
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Endlich waren die japanischen Zerstörer in aussichtsreicher Position und begannen einen Torpedoangriff auf die gegnerischen Schlachtkreuzer auf große Distanz. Mit etwas Glück würden diese beiden Schiffe stur weiter ihren Kurs halten und nicht beachten das die Zerstörer ihre Torpedos abgefeuert hatten.
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Niemand hatte den neun Kawanishi Taizan C Torpedoflugzeugen unter ihrem Staffelführer Yamanaka Nabuo Beachtung geschenkt.
Das C-Modell der Taizan wurde erst vor kurzem von Kawanishi ausgeliefert und hatte einige Verbesserungen erfahren. Im Unterschied zur Kawanishi Ginga, war die Taizan als sogenannter Torpedobomber entworfen worden. Beim ersten Anblick dieser gebrechlichen Doppeldecker war die erste Reaktion von Yamanaka Nabuo: „Die brechen doch schon beim stehen auseinander“. Der Torpedo unter dem Rumpf war zwar deutlich kleiner als die Torpedos die er von den Kriegsschiffen her kannte, aber verglichen mit dem Flugzeug waren es dennoch riesige Monster.
Den Einsatzbefehl hatte sich Yamanaka Nabuo selbst erteilt und der Kommandant der Suwo hatte keine Einwände vorgebracht. Yamanaka Nabuo brannte auf den Einsatz. Beharrlich hatte er sich an den eigenen Zerstörern und Kreuzern orientiert und dadurch direkt zu den Zielen gefunden. Jetzt hatte er die beiden französischen Schlachtkreuzer direkt voraus und er winkte seinen anderen Piloten zu mit dem Angriff zu beginnen.
Alle neun Taizan Torpedoflugzeuge glitten aus der Höhe in einem mäßigen Sturzflug herab bis knapp über die Wasseroberfläche. Aber auch das reichte bereits um die Taizan C an ihre Grenzen zu bringen. Fast wären alle Flugzeuge auf dem Pazifik aufgeschlagen, weil das Abfangen schwieriger war als gedacht. Es fehlte allen Piloten an Übung mit diesen neuen Torpedoflugzeugen und die Trägheit überraschte alle. Auch lösten sich an zwei Flugzeugen die Stoffverkleidungen der Tragflächen und flatterten wild hin und her wobei sie die leichten Holzstreben schädigten.
Jetzt aber flogen alle zusammen in nur etwa zwanzig Shaku Höhe über der Wasseroberfläche. Aus welcher Höhe die Torpedos abgeworfen werden sollten hatte ihnen überhaupt Niemand mitgeteilt. Das aber bemerkte Yamanaka Nabuo erst jetzt.
Was wenn die Torpedos beim Aufprall zerschellen würden? Oder schlimmer noch, wenn sie explodierten? Dann würden seine Flugzeuge von Splittern getroffen werden!
Er musste nachdenken ob er doch Anweisungen dazu erhalten und nur vergessen hatte? Er winkte seiner Staffel zu etwas höher zu fliegen und einen Kreis zu drehen. Er wollte alles richtigmachen, aber aus welcher Höhe musste man diese verdammten Torpedos abwerfen?
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Yamanaka Nabuo verlor die Geduld. Aus größerer Höhe konnte er die Laufbahnen sehen die sich von den Zerstörern aus auf die französischen Schiffe drauf zu bewegten. Und die Bahnen schienen perfekt zu sein. Wenn die beiden Schlachtkreuzer so weiterfahren sollten würden einige Torpedos sicher treffen.
Er entschied sich dafür zwischen zwanzig und dreißig Shaku Höhe einen neuen Anflug zu wagen und verständigte sich mit seinen Piloten. Diese fächerten etwas Auseinander und drehten dann alle auf den Gegner drauf zu. Dann knallte es überall zu ihren Seiten, sowie über und sogar unter ihnen. Tatsächlich wurden sie von den Schiffen aus beschossen, was es nicht einfacher machte.
Die Piloten konnten sehen wie einer ihrer Zerstörer getroffen wurde mussten sich dann aber auf ihr Ziel konzentrieren. In welcher Entfernung sollte man die Torpedos abwerfen schoss es Yamanaka Nabuo durch den Kopf? Egal! Es mochten noch etwa 300 Shaku zu den Schiffen sein und er Befahl die Torpedos abzuwerfen.
Dann drehte er sofort ab und seine Staffelkameraden taten es ihm gleich. Er blickte zurück und dachte noch das sieht gut aus. Dann schlug einer der Torpedos von welchem der neun Flugzeuge auch immer in den hinteren Schlachtkreuzer ein und explodierte. Die Detonation war gewaltig und reichte um die zerbrechlichen Doppeldecker selbst auf diese Entfernung leicht anzuschubsen.
Irgendetwas war passiert – das konnte niemals alleine der Sprengkopf des Torpedos gewesen sein.
Dann realisierte Yamanaka Nabuo dass er ein feindliches Kriegsschiff torpediert hatte. Vielleicht nicht er persönlich, aber einer der Piloten der Staffel die er befehligte.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Seekrieges wurde ein gegnerisches Schiff von einem Flugzeug mit einem Torpedo angegriffen und getroffen!
Und der Torpedo musste etwas Wichtiges getroffen haben. Der französische Schlachtkreuzer verlor sofort erheblich an Fahrt und drehte bei.
Sonst schluckten feindliche Schiffe die japanischen Torpedos als wären sie nichts, dieser kleine leichte Lufttorpedo allerdings hatte etwas bewirkt. Yamanaka Nabuo begann zu schreien:
Volltreffer, Volltreffer, Volltreffer!
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#152 RTW2-JAP#
Wir wagen garnicht, uns noch den Rest anzutun, wenn schon so ein Papierflieger eine entscheidende Rolle spielt. Erinnert verdammt an den schicksalhaften Augenblick der Bismarck mit den Swordfishs.
Nun gut, Chance wieder mal verpasst. Spätestens als die 8. Zerstörerdivision überholt hat und eingeschwenkt ist, hätte eine Gefechtskehrtwende kommen müssen und Kurs frontal auf die beiden blank stehenden japanischen BC genommen werden.
Der Träger wäre Plan B gewesen, wenn die Dickschiffe sich entzogen hätten.
Wahrscheinlich würde sich die Katastrophe aber auch nur um Minuten verzögern, wenn die Bluthunde wieder aufgeschlossen hätten. Die Dunkerque-Klasse ist nun mal nicht schnell genug
Edler Taurus,
ja da wäre vielleicht mehr möglich gewesen.
Solange aber die KI immer mit zu wenigen Zerstörern auftaucht und diese zu schnell die Flucht ergreifen ist es für die KI sehr schwierig einen Stich zu machen. Aber auch Japan wird irgendwann größeres als nur Zerstörer verlieren. Das hier war auch immer noch in einem frühen Versionsstadium des Spiels. Wir werden irgendwann mal die letzte Version durchprobieren oder gleich RTW 3 - mal sehen wie es da läuft.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Vorstoß am Kap Kiritappu 24. Oktober 1921 <<
Yamanaka Nabuo wusste nicht was er davon halten sollte? Direkt während seines Angriffs begann der Feind abzudrehen. Ob er die sich nähernden Torpedos der Zerstörer entdeckt hatte, oder ob es eine Reaktion auf seinen Luftangriff gewesen war, wusste er nicht.
Er konnte jetzt aber sehen das der führende Schlachtkreuzer versuchte den alten Kurs aufzunehmen, während der von dem Luft-Torpedo getroffene Schlachtkreuzer weiter beidrehte und Fahrt verlor.
Er vermutete einen Treffer in der Maschinenanlage oder der Ruderanlage.
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Dann aber drehte auch der zweite Schlachtkreuzer zurück auf Kurs Nord. Jetzt drehte aber der erste Schlachtkreuzer wieder ab. Das war ganz eindeutig dem Angriff der Zerstörer geschuldet und der zweite Schlachtkreuzer reagierte sichtlich träge und langsamer als der erste. Damit würde der zweite Schlachtkreuzer sicher ein gefundenes Fressen für die Zerstörer sein.
Yamanaka Nabuo machte sich mit seiner Staffel auf den Weg zurück zur Suwo. Er konnte aber noch erkennen, dass sich zwischen den französischen Schlachtkreuzern und den japanischen Zerstörern eine wüstes Artillerie-Gefecht zu entwickeln begann.
Aber auch weiter südlich schien der französische leichte Kreuzer kräftig auszuteilen!
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Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō konnte nicht alles sehen. Seine Kreuzer waren zu weit entfernt von den gegnerischen Schlachtkreuzern. Dass die Flugzeuge aber irgendetwas getan hatten war klargeworden. Deutlicher für ihn war das Gefecht mit der Lalande-Klasse. Dieser Kreuzer nebelte sich zwar ein, was den Kreuzer aber nicht daran hinderte die japanischen Zerstörer zusammen zu schießen. Diese wiederum kamen aber jetzt in Position für einen Torpedo-Angriff und hatten damit Erfolg!
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Vizeadmiral Friedrich Gädecke hatte ein verschmitztes Lächeln im Gesicht. Er wusste das er Recht hatte. Die japanischen Zerstörer mussten schwerste Treffer einstecken und waren nach seiner Meinung Wracks die jeden Moment sinken mussten. Er musste aber auch akzeptieren, dass die japanischen Kommandanten eine völlige Todesverachtung zeigten. Deutsche Schiffsführer hätten nach solchen Breitseiten alle Mann von Bord befohlen. Japanische Besatzungen fuhren weiter um mindestens noch eine Torpedo Salve ins Ziel zu bringen. Er musste anerkennen, dass dies den Unterschied machte!
Es war nicht die Technik weshalb die Japaner mit ihren Torpedoangriffen diesen Erfolg hatten, es waren die Besatzungen die sich opferten!
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Das französische Geschwader wollte sich scheinbar vereinen, das führte die Kontrahenten jedoch in eine absehbar chaotische Position.
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Der Vorteil lag dabei eindeutig bei den schnellen und wendigen Zerstörern, die jetzt ganz in ihrem Element waren und eine Torpedo Salve nach der anderen auf die Schlachtkreuzer abfeuerten. Die Schlachtkreuzer wiederum machten einen bekannten Fehler europäischer Flotten. Sie versuchten die weitab stehenden japanischen Großkampfschiffe zu bekämpfen und trafen auch, aber die eigentliche Gefahr waren die japanischen Zerstörer. Immerhin musste sich die Furutaka schwer getroffen aus dem Gefecht zurückziehen.
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Dann passierte was passieren musste! Die Torpedos trafen ihre Ziele und das Reihenweise.
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So schwer die japanischen Zerstörer auch getroffen wurden, ihre Beute würden sie nicht mehr entkommen lassen.
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Allmählich verringerte sich die Gegenwehr der französischen Schlachtkreuzer und es zeigten sich die ersten Anzeichen das beide Schiffe drohten zu kentern. Auch der französische leichte Kreuzer lag fast reglos im Wasser und wurde von der Takasago ohne Gegenwehr beschossen.
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Das Gefecht war gelaufen. Alle drei Feindkreuzer waren im Sinken begriffen. Vizeadmiral Friedrich Gädecke rieb sich die Augen. Er hatte Recht behalten und dennoch hatte er die Botschaft verstanden.
Wenn die Hochseeflotte nicht mindestens die gleiche Opferbereitschaft aufbringen würde, war jedes Kaiserlich Deutsche Schlachtschiff in Asien dem Untergang geweiht!
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#153 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Vorstoß am Kap Kiritappu 24. Oktober 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
ich habe die Ehre ihnen von einem wahrhaft außergewöhnlichen Manöver zu berichten. Wie es die Marineleitung beschlossen hatte, beabsichtigten wir die Spannungen zum Kaiserreich Deutschland etwas abzukühlen indem wir dem Kommandierendem Offizier des Deutschen Ost-Asien-Geschwaders Vizeadmiral Friedrich Gädecke eine eindrucksvolle Demonstration unseres Kampfeswillens vorführen.
Ich kann ihnen bestätigen, dass uns dies deutlicher und erhabener nicht hätte gelingen können.
Unser deutscher Gast, wie auch alle Angehörigen der Kaiserlich Japanischen Marine konnten mit ansehen wie zum ersten Mal in der langen Geschichte des Seekrieges ein feindliches Großkampfschiff von einem Luftfahrzeug angegriffen und tatsächlich getroffen wurde. Ganz in der Tradition unserer Marine ist uns das mit einem Torpedotreffer gelungen, der nachhaltige Auswirkungen besaß.
Der feindliche Schlachtkreuzer wurde schwer getroffen und damit waren sämtliche Gefechtspläne der Marine nationale française hinfällig. Der Rest des Tages zeigte eindrucksvoll die bekannte Opferbereitschaft unserer Matrosen und Offiziere an Bord der Zerstörer. Dieses Auftreten hat Vizeadmiral Friedrich Gädecke und sein Gefolge sichtlich geschockt. Somit kann ich verkünden, dass wir unser Ziel erreicht haben, wenn auch anders als wir es an diesem Tage geplant hatten.
Etwas bedauerlich ist jedoch der erhebliche Schaden der Furutaka. Es zeigt sich, dass der alte Schlachtkreuzer seine besten Tage hinter sich gelassen hat. Auf die Myoko trifft dies somit ebenfalls zu. Für die Zeit nach dem Krieg empfehle ich eine ausgedehnte Untersuchung über den Wert der veralteten Kampfschiffe. Anhand der Suwo haben wir demonstriert das ein fortbestehen als Flugzeugträger selbst ein völlig veraltetes Einheits-Linienschiff in neuem Glanz erstrahlen lässt.
Wir dürfen annehmen, dass der Erfolg des Jungen Fliegeroffiziers Yamanaka Nabuo nur der erste in einer künftigen langen Reihe von Erfolgen der Teikoku Kaigun Kōkūtai (Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte) gewesen ist.
+ + +
Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Vorstoß am Kap Kiritappu vom 24. Oktober 1921 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 25. Oktober 1921
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 25. Oktober 1921
>> Französisches Schlachtschiff von japanischem Flugzeug versenkt! <<
Wie die Marine in den späten Abendstunden des gestrigen Montags bekanntgegeben hat, ist es der Kaiserlich Japanischen Marine, genauer den Bombern der Teikoku Kaigun Kōkūtai vom Flugzeugträger Suwo gelungen ein französisches Schlachtschiff zu versenken! Unter dem Kommando des heldenhaften Piloten Yamanaka Nabuo griffen er und seine 8 Kameraden einen ganzen feindlichen Kampfverband von Großkampfschiffen an und konnten eines der Schiffe mit ihren Torpedos auf den Grund des Pazifiks schicken.
Diese Großtat steht ganz in der Tradition japanischen Soldatentums und es ist nicht untertrieben zu sagen, wenn diese Versenkung ein neues Zeitalter des Seekrieges eingeleitet hat.
Japan ist die erste Nation die ein feindliches Kriegsschiff mit einem Flugzeug versenkt hat!
Die ganze Nation kann kaum das nächste Gefecht in diesem Krieg erwarten, wobei sicherlich nur noch die Teikoku Kaigun Kōkūtai eine Rolle spielen wird!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 25. Oktober 1921
Osaki Satoshi schämte sich für seinen Artikel, aber in der Pressekonferenz hatte die Marine keinerlei Zweifel daran gelassen, was zu berichten war. Insbesondere das mit keinem Wort erwähnt werden durfte, wo sich dass alles ereignet hatte. Satoshi stand unter Beobachtung und konnte sich hier keinen Fehltritt erlauben. Chefredakteur Kamata Itachi hatte ihm geraten sich gehorsam wie ein kleiner Schuljunge zu verhalten solange das Problem existent war. Chefredakteur Itachi hatte versprochen einige im wahrsten Sinne des Wortes alte Kontakte spielen zu lassen um das Problem zu entschärfen. Ob das gelingen konnte wusste allerdings nicht einmal Itachi zu sagen und ebenfalls nicht wieviel Zeit das benötigen würde?
Somit tat Osaki Satoshi wie ihm geheißen war. Seine Leser würden den neuen Propaganda Stil sicher nicht gutheißen, aber in den anderen Tageszeiten des Landes war es auch nicht anders. Dieser kleine Trost blieb Satoshi, auch wenn er es in Wahrheit nicht eine Sekunde lang als Trost empfand.
Die Hoffnung auf bessere Zeiten und insbesondere das herzliche Wiedersehen mit seinem alten Ziehvater waren dagegen eine reine Wohltat. Von den unfassbaren Eindrücken in Wakayama würde er noch geraume Zeit zehren können und dies war ein Trost den spürte.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 31. Oktober 1921
Das war Auffällig, dass musste er zugeben. Osaki Satoshi hielt einen Zettel in der Hand auf dem zu lesen stand, dass der größte Teil der Deutschen Hochseeflotte im Ablaufen begriffen war. Informanten munkelten zudem, vor einigen Tagen einen kreidebleichen hohen Deutschen Offizier in Tōkyō gesehen zu haben, der mit Bestürzung mehrere japanische Tageszeitungen betrachtete.
Einen Reim konnte sich Osaki Satoshi darauf nicht machen. Ein hoher Deutscher Offizier würde doch niemals glauben was in der japanischen Presse zu lesen stand. Sicher würden auch die Zeitungen in Deutschland gefällig schreiben müssen und somit wenig Wahres enthalten?
Es blieb ein Rätsel das es zu lösen galt.
Dann glaubte Osaki Satoshi den Grund zu kennen, als sich während der Redaktionssitzung das Gerücht verbreitete das Frankreich kapituliert hätte. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei nur um die französische Garnison von Kwang-Chou-Wan handelte, aber auch das war für Frankreich eine gewaltige Katastrophe.
Die restlichen Neuigkeiten waren dagegen unbedeutend.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 24. November 1921
Der November verstrich beinahe ohne Ereignisse, was in der Hauptsache daran liegen mochte, das sowohl die Französische Flotte wie auch die Deutsche Flotte Ost-Asien verlassen hatten. Es war schlicht Niemand da der den Kampf mit der Kaiserlich Japanischen Marine suchte.
Eben diese Tatsache führte Ende November dann aber doch zu der Möglichkeit selbst aktiv zu werden und Japans Marine gab die Invasion von Tonkin bekannt. Ohne feindliche Kriegsschiffe fürchten zu müssen, war die Invasion selbst nicht mehr als ein Manöver. Ob man Tonkin würde erobern können, stand auf einem anderen Blatt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 06. Dezember 1921
Der Dezember begann so ruhig wie der November geendet hatte. Es gab mäßig interessante Kriegsnachrichten und in Japan fieberte man dem Jahreswechsel entgegen. Alle freuten sich auf einige ruhige Tage am Monatsende.
Das die Kaiserlich Japanische Marine am Sylvester Abend um kurz vor Mitternacht ein besonderes Feuerwerk durchleben sollte hatte Niemand auf der Rechnung!
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#154 RTW2-JAP#
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Nachtgefecht im Golf von Tonkin 31. Dezember 1921 <<
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi nahm sich einen Nachschlag der Shiruko (https://de.wikipedia.org/wiki/Shiruko). Er liebte Shiruko über alles und als Nachtisch des Festmahls zum Jahreswechsel mochte er es besonders gerne. Es war bereits der fünfte Nachschlag und das Abendmahl war lange vorüber. In wenigen Minuten sollte das Jahr Neunzehnhunderteinundzwanzig vorübergehen und es war für ihn persönlich wie für ganz Japan ein erfolgreiches Jahr gewesen.
Im August hatte er seine erste große Bewehrungsprobe zu bestehen gehabt und diese passabel bestanden. Das war wohl der Grund weshalb ihn Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō erneut mit dem Kommando über die Tsukuba betraut hatte. Sein Verband war ähnlich wie vor Nansan Dao zusammengesetzt, aber diesmal sogar noch größer. Er hatte einen leichten Kreuzer sowie eine dritte Zerstörer-Flottille unter seinem Kommando, die ihm vier Monate zuvor noch nicht unterstanden hatten.
Die Offiziersmesse hatte sich jetzt um kurz vor Mitternacht wieder gefüllt und man beabsichtigte das neue Jahr feucht fröhlich zu begrüßen. Da die Schüsseln mit der Shiruko nicht abgeräumt worden waren, bediente er sich wie er es immer Tat, wenn es Shiruko gab.
Er freute sich über das Vertrauen das ihm Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō entgegenbrachte und würde seinen neuen Auftrag sicher gut erfüllen können.
Er sollte am Neujahrstag die Invasionstruppen von Tonkin unterstützen und weil die asiatischen Gewässer derzeit ausschließlich von japanischen Kriegsschiffen befahren wurden konnte dabei auch wenig schieflaufen. Er sinnierte über sein Geschwader und machte sich keine größeren Sorgen:
Japanische 5. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Tsukuba (Flaggschiff)
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Japanische 7. Aufklärungs-Division:
Leichter Kreuzer Tatsuta
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Japanische 9. Flugzeugträger-Division:
Flugzeugtender Ussuri Maru
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Japanische 6. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Kuroshio
Zerstörer Hokaze
Zerstörer Shirakumo
Zerstörer Okikaze
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Japanische 8. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Sagiri
Zerstörer Uzuki
Zerstörer Okinami
Zerstörer Teruzuki
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Japanische 10. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Tachikaze
Zerstörer Hakaze
Zerstörer Miyuki
Zerstörer Yunagi
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Die Tsukuba war ein gutes Schiff und für den Auftrag gut gerüstet. Der Golf von Tonkin war zwar noch in französischer Hand, aber die Stützpunkte waren verstreut und verfügten nur über passive Minenfelder und einige wenige Korvetten. Er konnte nacheinander alle Häfen abfahren und der Armee Artillerie-Unterstützung gewähren.
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„Meine Herren…“
begann sein erster Offizier eine Ansprache
„…in fünf Minuten ist es soweit!“
„Nehmen Sie sich bitte jeder ein Glas von diesem vorzüglichen Französischen Champagner, den unsere Marine-Infanterie in Kwang-Chou-Wan konfiszieren konnte.“
„Möge es das richtige Getränk sein um das neue Jahr zu begrüßen un…“
Weiter kam er nicht. Alle hörten den Donnerknall, dann Geräusche von Wassertropfen die auf das Deck prasselten. Irritiert sahen sich die Offiziere der Tsukuba an. Es war kein Gewitter vorhergesagt, im Gegenteil die Nacht sollte völlig klar und ruhig verlaufen.
Es klopfte an der Tür, die Ordonanz trat herein und übergab Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi einen Zettel aus dem Funkraum…
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi las die Nachricht, hob den Kopf und prustete los:
„Meldung von Kreuzer Tatsuta: Werden von feindlichen Schlachtschiffen beschossen und erwidern jetzt das Feuer!“
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#155 RTW2-JAP#
Kommt doch noch ein überraschender Nachschlag? Wenigstens kann diesmal kein Papierflieger entscheidend eingreifen.
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Nachtgefecht im Golf von Tonkin 31. Dezember 1921 <<
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi rannte auf die Brücke, aber von dort konnte er nur Blitze der Geschütze und dunkle Umrisse sehen. Welches der Schiffe Japanisch und welches Französisch war, war nicht zu erkennen. Es sah so aus, als ob die beiden Flottenverbände mitten ineinander gefahren waren ohne jeweils mit einem Gefecht gerechnet zu haben.
Vermutlich waren die Franzosen genauso in der Messe versammelt gewesen wie er und seine Offiziere, obwohl Taguchi bezweifelte das die Franzosen viel Grund zum Feiern hatten.
Eher wohl hatten sich die Franzosen überlegt das die Silvesternacht ein guter Zeitpunkt für einen unerwarteten Vorstoß wäre. Das war jetzt auch immerhin der dritte unerwartete französische Vorstoß in Folge. Diese Aggressivität hatten sie den Engländern und Russen voraus, dass musste man ihnen lassen.
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi beschloss alles was vorhanden war gegen den Feind zu werfen. Wenn dort wirklich Schlachtschiffe waren, musste er massiert mit allem angreifen was er hatte. Einzelne Flottillen würden sicher unterlegen sein und es wurden mehr und mehr Schiffe gesichtet – das konnten nicht alles seine Zerstörer sein.
Er beschloss aufzufächern und den Gegner in die Zange zu nehmen. So musste dieser sein Feuer auf zwei Seiten verteilen, während die Japaner ihre volle Kampfkraft auf eine feindliche Schlachtlinie konzentrieren konnten!
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Auch der gegnerische Geschwaderführer agierte für den Moment recht vernünftig, wenn man davon absah, dass er versuchte abzulaufen. Zwei Schlachtschiffe und fünf Zerstörer hatte man gesichtet und die Zerstörer nahmen ihre Schutzbefohlenen ordentlich in die Mitte. Besser wären natürlich zehn Zerstörer gewesen, aber dafür hatte der Gegner wohl nicht mehr die Mittel.
Dann kamen weitere Schatten in Sicht und jetzt begriff Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi was hier vor sich ging.
Das war ein Konvoi!
Die Franzosen versuchten frische Kräfte oder zumindest Nachschub heranzubringen und er war unversehens in den Deckungsverband geraten. Natürlich musste der französische Geschwader-Kommandant schnell zu seinen Frachtern gelangen um sich zu vergewissern, dass nicht aus dem Norden weitere japanische Schiffe heraneilten und alles in die Zange nahmen.
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Die Lage wurde komplett unübersichtlich. Jeder schien hier auf jeden zu schießen. Überall stiegen Wassersäulen auf und mehr und mehr Schiffe kamen in Sichtweite. Die überlegene Feuerkraft der französischen Schlachtschiffe bekamen die japanischen Zerstörer als erstes zu spüren.
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Dann bekamen die Japaner ihr eigene Medizin zu spüren. Der leichte Kreuzer Tatsuta lag im Gefecht mit drei Zerstörern, als er mittschiffs von einem Torpedo getroffen wurde, der den Rumpf weit aufriss. Aber auch die Japaner machten sich berechtigte Hoffnungen. Sie mussten einfach Serienweise Torpedos in alle Richtungen abfeuern und würden ziemlich sicher etwas treffen. Was dann auch gleich auf einem Schlachtschiff der Republique-Klasse der Fall war.
Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi erhielt die Meldung das Kreuzer Tatsuta große Mengen Wasser nahm und nicht zu retten ist!
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Das Gefecht wurde wüst und Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi gab den Befehl das Feuer auf die beiden Schlachtschiffe zu konzentrieren. Erst wenn diese Schiffe versenkt waren, war die größte Gefahr beseitigt und man konnte in Ruhe die Frachtschiffe angreifen.
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Für den Moment war Japan im Vorteil, weil es mit seiner großen Anzahl Zerstörern das Wasser mit Torpedos regelrecht durchseuchen konnte. So traf man Schiffe, die bis zum Treffer noch überhaupt nicht entdeckt worden waren. Umso mehr aber die eigenen Schiffe in die Laufbahnen der Torpedos anderer Japanischer Zerstörer gerieten, umso mehr schwand der Vorteil.
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Das Wasser brodelte und kochte und es war schwierig zu sagen was als nächstes Geschah.
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Allmählich zeigte sich aber der Erfolg der japanischen Torpedowaffe. Zahlreiche Schiffe waren getroffen worden und insbesondere die Schlachtschiffe hatten schwere Treffer erhalten. Zwar konnten die französischen Zerstörer jederzeit mit ihren Torpedos antworten riskierten dabei aber die eigenen Frachter zu treffen.
Japaner hätten dieses Risiko akzeptiert, Franzosen aber scheinbar nicht!
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Die Tatsuta schleppte sich langsam aus dem Kampfgebiet davon, aber trotz der geringen Fahrt verschlimmerte sich die Situation zusehends. Die Schlagseite war mittlerweile so groß, dass die Rettungsboote nicht mehr zum Einsatz gebracht werden konnten, dennoch war der Befehl das Schiff zu verlassen noch nicht erteilt worden.
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#156 RTW2-JAP#
Werter Taurus,
Kommt doch noch ein überraschender Nachschlag? Wenigstens kann diesmal kein Papierflieger entscheidend eingreifen.
Nachtgefechte sind übel und für die KI tatsächlich die beste Chance deftig zuzuteilen. Dafür muss die KI aber auch ordentlich Schiffe mitbringen. Später mit dem Radar bessert sich das zwar, kann aber trotzdem böse enden.
Obwohl wir nicht viel Phantasie aufbringen müssen, um zu ahnen, wie das hier wieder ausgeht, stehen die Chancen auf einen Dämpfer für Japan ausnahmsweise mal nicht schlecht.
Das würde auch mal in der französischen Presselandschaft den einen oder anderen wohlwollenden Kommentar erzeugen. :)
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Nachtgefecht im Golf von Tonkin 31. Dezember 1921 <<
Eigentlich konnte Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi zufrieden sein. Die französischen Schlachtschiffe mussten einen Torpedotreffer nach dem anderem einstecken, dann jedoch zeigte der Feind seinen Willen zum Kampf. Opfer war der Zerstörer Miyuki, der nach der Breitseite eines der Schlachtschiffe förmlich aus dem Wasser gesprengt wurde und sofort zu sinken begann.
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Das Sterben betraf aber nicht nur die Miyuki. Japan würde heute mehr verlieren als einen einzelnen Zerstörer, das musste Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi schon jetzt zur Kenntnis nehmen. Aber auch die französischen Frachter waren heftig getroffen worden. Einige waren schon gesunken, bei anderen war es nur noch eine Frage von Minuten.
Infanterie im Wasser war nicht festzustellen, dafür zahlreiche Kisten, die wohl Nachschubgüter enthielten.
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Eines hatten die französischen Kommandanten von den Japanern gelernt:
Ein Schiff ist erst versenkt, wenn es versenkt ist!
Die französischen Zerstörer machten etwas sehr Sinnvolles, sie jagten die angeschlagenen Japanischen Schiffe. Für ihre Möglichkeiten war dies das Beste was sie tun konnten. Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi wollte nicht zusehen wie seine Besatzungen zusammengeschossen wurden, wie es sonst die Japaner mit ihren Gegnern machten und setzte die Tsukuba als Jäger ein.
Schnell und hart zuschlagen und dann verschwinden war immerhin das Konstruktionsprinzip eines Schlachtkreuzers. Hier konnte er das anwenden, auch wenn es dabei eigentlich nicht gegen Zerstörer gehen sollte.
Von den Zerstörer-Flottillen, welche die Schlachtschiffe jagten kam derweil keine gute Nachricht. Das Schlachtschiff der Voltaire-Klasse hatte innerhalb weniger Minuten schon den dritten japanischen Zerstörer zusammengeschossen, zwei davon waren im Sinken begriffen.
Dieses Schlachtschiff wehrte sich nach Kräften, auch wenn es selbst bereits sehr schwer getroffen war.
Dieser Kommandant – vermutlich der Geschwader-Führer oder sogar der Kommandant des französischen Ost-Asien-Geschwaders – mutmaßte Taguchi – verkaufte sich zum Höchstpreis!
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Um Vierundzwanzig Minuten nach Mitternacht kam die erwartete Meldung vom Kreuzer Tatsuta, dass das Schiff im Sinken begriffen ist und die Besatzung von Bord befohlen wurde. Der Kommandant sprach in seiner Meldung seine Dankbarkeit an Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi aus für die Chance einen Ehrenhaften Kampf für den Kaiser führen zu dürfen und kündigte an mit der Tatsuta unterzugehen.
Es war der erste Tag des Jahres Neunzehnhundertzweiundzwanzig und nach vielen Erfolgen wurde das Jahr für Japan mit dem Verlust eines Kreuzes eingeleitet. Wahrlich dachte Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi war dies ein Feuerwerk zum Jahreswechsel wie er es nicht erwartet hatte.
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Die Meldung von den Zerstörern war besser. Nach einer Reihe schwerer Torpedotreffer hatte das Schlachtschiff der Voltaire-Klasse die Gegenwehr nahezu komplett eingestellt.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi wurde mit der Tsukuba vom Jäger zum Gejagten, als ein französischer Zerstörer einen Frontalangriff durchführte. Sicher wollte er aus kurzer Distanz eine Salve Torpedos in den Rumpf der Tsukuba jagen. Nach einigen gut platzierten Treffern der Mittelartillerie der Tsukuba drehte der Zerstörer jedoch ab.
Womöglich waren seine Torpedos jedoch bereits im Wasser!
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Nach einem Hardrudermanöver war die Gefahr wohl gebannt, dafür nutze der Zerstörer das Abdrehen der Tsukuba aus, um sich aus dem Staub zu machen. Danach zerfaserte das Gefecht. Überall wurde versucht alles was noch Schwamm zu versenken, aber der Gegner versuchte das Gleiche.
Von einer Schlachtordnung konnte keine Rede mehr sein!
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Das Gefecht zerfiel in Einzelkämpfe. So konnte es nicht weitergehen. Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi befahl allen Einheiten sich zur Schlachtordnung zu sammeln. Zumindest allen Einheiten die dazu noch in der Lage waren.
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Nachdem die Flottillen halbwegs in Reihe waren, Befahl Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi mit den restlichen Frachtern kurzen Prozess zu machen. Er bemerkte schnell, dass das Artillerie Feuer von allen Schiffen, auch den restlichen feindlichen Schiffen nur noch sporadisch und wenig Zielgenau war. Nach weniger als einer Stunde Kräftezehrendem Nachtgefecht waren die Besatzungen spürbar ermüdet und auf allen Schiffen begannen die Munitionsvorräte zu sinken. Einzelne Geschütze der Zerstörer waren bereits ohne Munition, sodass ein weiterführen des Gefechts nur noch begrenzte Zeit möglich sein würde.
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Nördlich der Kampfzone wurden unerwartet drei scheinbar frische Zerstörer des Gegners gemeldet. Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi befürchtete das Aufschließen eines zweiten Deckungsverbands, der zuvor nach Norden aufgeklärt hatte und nun zurückkehrte. Für die eigenen Schiffe konnte das jetzt ein echtes Problem werden. Allerdings schienen diese Zerstörer nicht in den Kampf eingreifen zu wollen. So schnell wie diese Zerstörer aus der Dunkelheit aufgetaucht waren, setzten sie sich wieder in die Dunkelheit ab.
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Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi ließ seine „besten“ Zerstörer nach Norden hin aufklären ob von dort noch mehr zu erwarten war, als nur Zerstörer? Er wusste aber dass sich das Gefecht dem Ende zu neigte. Sollten im Norden weitere feindliche Großkampfschiffe entdeckt werden, war sein Verband nicht mehr in der Lage mit diesen den Kampf zu suchen.
Er würde in Kürze den Befehl zum Ablaufen geben!
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Dann tauchten die drei Zerstörer wieder auf. Sie hatten nicht abgedreht, sondern schienen auf der Suche nach den Schlachtschiffen zu sein. Die Japanische 8. Zerstörer-Flottille lief Ihnen aus dem Norden kommend direkt vor den Bug. Mangels ausreichend Torpedos und geringem Granatenbestand wich die Japanische 8. Zerstörer-Flottille jedoch aus.
Der Feind jedoch suchte das Gefecht!
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Die Japanische 8. Zerstörer-Flottille belegte den Gegner mit allem was möglich war und hatte mehr Glück als die Franzosen. Der führenden Zerstörer der Espingole-Klasse musste eine Reihe Treffer einstecken. Die Reste der Japanischen 6. Zerstörer-Flottille schlossen sich der Japanischen 8. Zerstörer-Flottille an und somit hatte man zumindest eine deutliche numerische Überlegenheit.
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Dieses Übergewicht machte sich bemerkbar und den französischen Zerstörer-Besatzungen schien ihr Leben mehr Wert zu sein als der Kampf. Die drei Zerstörer drehten ab. Die Japanischen Zerstörer setzten nach!
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Zumindest den Zerstörer der Espingole-Klasse konnten man zusammenschießen. Darauf konzentrierten sich die japanischen Zerstörer. Dann gab Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi das Kommando an alle Schiffe heraus sich zu sammeln um abzulaufen!
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Südlich tauchte ein weiteres unbekanntes Schiff auf, dass sich aber mit hoher Fahrt einem Kampf entzog. Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi wollte erst vom Feind ablassen, als ein zweites Schiff in Sicht kam änderte er seine Meinung. Da diese Schiffe jedoch mit Volldampf nach Norden liefen riskierte es Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi nicht das Gefecht erneut in die Länge zu ziehen.
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Die nächsten Stunden verliefen ohne weitere Ereignisse und nach Tagesanbruch erklärte Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi das Gefecht für beendet.
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#157 RTW2-JAP#
Werter Taurus,
Obwohl wir nicht viel Phantasie aufbringen müssen, um zu ahnen, wie das hier wieder ausgeht, stehen die Chancen auf einen Dämpfer für Japan ausnahmsweise mal nicht schlecht.
Das würde auch mal in der französischen Presselandschaft den einen oder anderen wohlwollenden Kommentar erzeugen.
tatsächlich hatte die KI hier eine gute Chance. Wenn die KI die drei frischen Zerstörer besser eingesetzt hätte, hätten mehr japanische Zerstörer dran glauben müssen. Die beiden Zerstörer im Süden zum Schluss hätten auch für die Tsukuba theoretisch zum Problem werden können. Ein oder zwei gut platzierte Torpedos hätten gereicht um ernste Probleme zu verursachen. Die Tatsuta würde durch einen einzelnen Torpedo versenkt, obwohl das Schiff schon zu den neueren Schiffe gehörte. Manchmal reicht ein dummer Torpedo aus!
#009 Zweiter Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1921/1922
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Nachtgefecht im Golf von Tonkin 31. Dezember 1921 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
der erste Tag des neuen Jahres 1922 hat uns einen unerwarteten Erfolg beschert! Sicher müssen wir wieder festhalten, dass das Verhalten unseres Gegners abermals unerwartet gewesen ist. Auch konnte unsere Aufklärung noch nicht im nötigen Maße erweitert werden, aber mit dem göttlichen Schutz unserer Nation gelang es der Marine unter Führung von Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi in einem dramatischen Gefecht der Grand Nation eine empfindliche Niederlage beizufügen.
Unsere Verluste sind minimal verglichen mit denen des Gegners, aber für die künftige Konstruktion von Schiffe müssen wir den Untergang des Leichten Kreuzers Tatsuta genau untersuchen. Ein einziger Torpedo hatte hier verehrende Konsequenzen. Daraus müssen wir lernen.
Von der Front kommen Signale, dass der Verlust dieses Versorgungskonvois möglichweiße die Entscheidung bei Tonkin bringen wird. Somit können wir das neue Jahr wohlwollend begrüßen und zur Ehre des Kaisers in diesem Konflikt mutig voranschreiten.
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Nachtgefecht im Golf von Tonkin vom 31. Dezember 1921 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 01. Januar 1922
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 01. Januar 1922
>> Kaiserliche Marine versenkt großen Konvoi – Garnison von Tonkin kapituliert! <<
Das neue Jahr 1922 beginnt mit einem herausragenden Erfolg für die Kaiserlich Japanische Marine! In der Nacht des Jahreswechsels gelang es Kaigun-shōshō Hisamori Taguchi einen großen feindlichen Konvoi zu versenken, der dringend benötigten Nachschub nach Tonkin bringen sollte. Sicherlich hatte der perfide Feind erwartet in dieser Nacht unbehelligt zu bleiben. Aber unsere Marine lässt sich nicht auf eine derart plumpe Art austricksen. Direkt nach dem Bekanntwerden des französischen Desasters hat die Garnison von Tonkin die Waffen gestreckt und sich den Japanischen Landetruppen ergeben.
Dies ist der zweite große Erfolg innerhalb weniger Wochen und ein Fingerzeig für einen herausragendes Jahr 1922!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 09. Januar 1922
Osaki Satoshi musterte die Karten der südlichen Chinesischen See. Japan hatte beeindruckende Erfolge erzielt, dass musste man Anerkennen. Er erkannte aber auch wie klein die kolonialen Stützpunkte der Briten und Franzosen gewesen waren. Beide Nationen hatten keinen gesteigerten Wert auf größere Häfen gelegt, in denen man auch große Schlachtschiffe überholen konnte. Er begann zu verstehen warum den Gegnern eine Niederlage nach der andere beigebracht wurde. Starken und ausgeruhten Japanischen Seestreitkräfte standen zumeist kleinere Feindgeschwader gegenüber, die eine monatelange Anreise hinter sich hatten.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 02. Februar 1922
Auch im Élysée-Palast hatte in den letzten Wochen wohl Jemand die Karten betrachtet! Die Druckerpressen liefen auf Hochtouren, das Extrablatt der Tōkyō Shinbun konnte nicht schnell genug nachgedruckt werden wie es sich verkaufte.
FRIEDEN!
Lautete der einfache Titel! Schon vor dem Jahreswechsel liefen geheime Verhandlungen zwischen Frankreich und Japan in Berlin. Noch zum Jahreswechsel waren diese wenig erfolgreich, aber da wussten die Delegationen auch noch nichts vom Tonkin-Neujahrs-Desaster.
Wenige Wochen später sah dies anders aus und Frankreich gab den größten Teil seiner Asiatischen Besitzungen auf. Es war schlicht nicht in der Lage diese auf eine solche Distanz zu verteidigen und in Europa schmolz der Wille zum Blutzoll für das andere Ende der Welt dahin.
Osaki Satoshi wusste aber auch was jetzt auf ihn zukommen würde. Ohne Krieg brauchte es keine große Redaktion und er musste sich etwas einfallen lassen um seine Position zu erhalten und seine hochmotivierten Redakteure irgendwie zu versorgen und zu beschäftigen.
Der Krieg mit Frankreich brachte erhebliche Neuerungen im Seekrieg und das würde sich sicherlich in der Entwicklung der Flotte niederschlagen. Wenn er jetzt sein Netzwerk verlieren würde, bestand die Gefahr auf das Abstellgleis geschoben zu werden. Er selbst war im Ministerium nach wie vor nicht gut gelitten und von den Informationen dort abgeschnitten.
Osaki Satoshi brauchte seine Redakteure mit ihren Informanten jetzt mehr denn je!
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#158 RTW2-JAP#
Ruprecht I.
02.10.22, 17:11
Frieden, hah! Glaubt denn irgendwer in Japan ernsthaft, daß das längere Zeit anhält?
Ein einziger Torpedo hatte hier verehrende Konsequenzen.
Daß man in Japan sehr viel von Torpedos hält ist ja bekannt, Aber das geht dann doch etwas weit :D
Frieden, na da schau her. Die einzelne verödete Franzosenbasis an der Peripherie ist wohl doch nicht mehr so wichtig.
Da es ja heisst: "Wer Frieden will, bereite sich auf den Krieg vor" ist ja absehbar, das der nächste Step ein Konflikt mit dem Kaiserreich ist - oder gar die USA?
Jedenfalls haben diese beiden noch Besitzungen in der euch genehmen Hemisphäre, wer darf es also sein? :^^:
Werter Ruprecht I.,
wie der edle Taurus schon schreibt: Altes "chinesisches" Sprichwort: Wel Flieden will del lüste fül den Klieg!
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Werter Taurus,
es könnte eine Nation sein, die nicht nur einsteckt sondern auch austeilt!
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō zum Zweiten Ostasiatischen Kolonialkrieg von 1921/1922 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
der Krieg ist beendet!
Unsere Erfolge sind einmal mehr unglaublich und die Kaiserlich Japanische Marine gehört von heute an zu den ernstzunehmenden Seemächten dieser Welt! Von nun an werden es sich die europäischen Imperialisten zweimal überlegen, ob sie einen Krieg mit Japan beginnen.
Asien gehört uns – Asien gehört Japan – Asien gehört dem japanischen Volk – Asien gehört dem Kaiser!
Unsere Erfolge zur See aber auch an Land waren so eindeutig, dass es keiner vielen Worte bedarf um die Leistungen unserer Matrosen und Soldaten zu würdigen. Es hat sich gezeigt wozu wir fähig sind, wenn Armee und Marine zusammenarbeiten und nicht gegeneinander, wie dies früher nur zu häufig der Fall gewesen ist.
Daher möchte als das aufschlussreichste Ereignis dieses Krieges lediglich den Einsatz unserer neuen Flugzeugträger herausheben. So zwiegestalten die Erfahrungen damit auch sind, hat der letzte Einsatz der Trägerflugzeuge aufgezeigt, welches Potential diese neue Waffe besitzt.
Ich empfehle der Marine somit schweren Herzens den Bau weiterer Schlachtschiffe in Frage zu stellen und deren Fortführung zugunsten von Flugzeugträgern zu beenden. Es hat sich gezeigt, dass die wenigen japanischen Schlachtschiffe keine tragende Rolle eingenommen haben. Im Gegenteil, wenn unsere Schlachtschiffe überhaupt in eine vernünftige Gefechtssituation gelangt sind, waren sie selbst älteren feindlichen Einheiten nicht gewachsen. Die wenigen aber schweren Treffer haben dies gezeigt. Die Herren Offiziere der ehrenwerten 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) mögen mir verzeihen, aber Japan kann nicht beides haben. Entweder eine Schlachtflotte oder Flugzeugträger. Ich sage voraus das Flugzeugträgern die Zukunft gehört, die Aussagen unserer Piloten sind eindeutig. Wenn die Konstrukteure die Aussagen unserer Piloten ernst nehmen kann unser modernes Japan zum ersten Mal überhaupt bei einem Waffensystem zur See die führende Rolle einnehmen. Mit Schlachtschiffen wird uns das auch in Zukunft niemals gelingen!
Abschließend erhalten sie einen Überblick über unsere neuen Besitzungen, die uns eine hervorragende Ausgangslage verschaffen um die Feinde unserer Nation für alle Zeiten aus unseren Gewässern heraus zu jagen und aus diesen fern zu halten.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō, 04. Februar 1922
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 06. Februar 1922
>> Mordanschlag auf Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō -
Streit innerhalb der Kaiserlich Japanischen Marine eskaliert! <<
Am heutigen Vormittag gab es auf den ehrenwerten Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō einen Mordanschlag, als dieser unweit des 海軍省(Kaigun-shō – Marineministerium) im 日比谷公園 (Hibiya-kōen – Hibiya-Park) einen Spaziergang unternahm. Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō blieb dank dem beherzten Eingreifen mehrerer junger Offiziere unverletzt. Die sechs vermummten Gestalten, welche den Anschlag verübt haben wurden bei ihrem Unternehmen erschossen. Es bleibt aber die Frage wie sicher es im Kasumigaseki (Anmerkung des Autors: Im Prinzip das Regierungsviertel -> https://www.mlit.go.jp/english/2006/p_g_b_department/02_buildings/01_history.html) ist, wenn selbst höchste Offiziere ihres Lebens nicht sicher sein können?
Es wird spekuliert, dass dieser Anschlag mit einer Stellungnahme des ehrenwerte Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō in Verbindung steht, wonach dieser die Schlachtschiffe der Kaiserlich Japanischen Marine Abwracken lassen will.
Wie dazu ebenfalls heute bekannt wurde, soll es dazu am Wochenende vor dem 大本営 (Daihon’ei) einen heftigen Streit und Schlagabtausch gegeben. Die Marineleitung hat versucht dies geheim zu halten. Mit dem Mordanschlag heute Morgen in aller Öffentlichkeit vor dutzenden Zeugen war dies nun nicht länger möglich. Marineminister Katō Tomosaburō sprach in einer kurzen Erklärung beschwichtigend von Unstimmigkeiten über die künftige Nutzung der japanischen Werftkapazitäten.
Hinter vorgehaltener Hand wurden jedoch mehrere Pressevertreter, darunter auch die Anwesenden Redakteure der Tōkyō Shinbun, informiert das es einen hässlichen Streit wegen des sehr stark herabgesetzten Budgets für Marine gibt. Es ist völlig natürlich, dass es nach Kriegsende nicht so weitergehen kann wie bisher. Die Militärausgaben hatten immerhin ungesunde Höhen erreicht, die der Zivilbevölkerung nach Friedensschluss nicht länger zu erklären waren.
Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō soll verärgert gewesen sein, dass auch die noch jungen 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) massiv beschnitten worden sind. Der Kaigun-chūjō sieht in diesen Teilen der Marine die Zukunft und ist mit dem angeordneten Abwracken der Luftschiffe nicht einverstanden. Im Gegenteil würde dies die Seeaufklärung massiv einschränken, die in Zukunft immer wichtiger werden würde. Der bislang – man kann es nicht anders bezeichnen – desaströse Einsatz der Marineflieger würde nach Meinung des Kaigun-chūjō auch nicht besser werden, wenn man diesen die nötige Vorwarnzeit durch Langstreckenseeaufklärung nicht zugesteht. Hierfür seien alle Teile der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) erforderlich.
Während der Unterredung vor dem 大本営 (Daihon’ei) soll ein namentlich nicht genannter Offizier ausgerufen haben, den ehrenwerten Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō vor eines der neueinwickelten 18“-Geschütze spannen zu lassen. Dann könne er sich persönlich von der angeblichen Nutzlosigkeit von Schlachtschiffen überzeugen.
Diese Vorkommnisse so kurz nach dem Sieg über die Grande Nation werfen kein gutes Licht auf die erst kürzlich errungene Partnerschaft innerhalb des japanischen Militärs. Die kommenden Wochen und Monate dürften spannend werden um mitanzusehen welche Fraktion sich innerhalb der Marine durchsetzt. Das auch die gefürchteten Kempeitai bereits an die kurze Leine genommen worden sind spricht Bände. Zu brutal war das Auftreten der Kempeitai während der letzten Monate des Kriegs.
Das gesamte japanische Militär ist dabei sich seinen Ruf innerhalb der Bevölkerung zu verspielen, wenn es seine Streitigkeiten mit öffentlichen Mordanschlägen austrägt und seine Militärpolizei auf die Bevölkerung hetzt.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 03. März 1922
Osaki Satoshi kannte das Gefühl bereits von früher. Ein Gefühl der Leere, ein Gefühl der Nutzlosigkeit. Ein Gefühl in ein unendlich tiefes und schwarzes Loch zu fallen – ohne Wiederkehr!
Es lag nicht nur an den verwaisten Redaktionsräumen. Jedes Mal, wenn ein Krieg beendet war, fragte er sich wie es nun weitergehen soll? Die ersten Tage nach Friedensschluss waren noch extrem aufregend gewesen, aber auch der Streit innerhalb des Militärs wurde nun hinter verschlossen Türen ausgetragen und die Presse erfuhr nichts. Erst die Zeit würde zeigen wer die Oberhand gewinnen sollte.
Die meisten seiner Untergegeben hatten einen Sonderurlaub erhalten und er wusste, dass sehr viele aus diesem Urlaub nicht wieder zurückkehren würden. Die Verlagsleitung nutzte die Abwesenheit der Angestellten um zu sortieren, wer gehen musste und wer bleiben durfte. Osaki Satoshi hatte dabei nicht mitzureden, dass hatte er sofort verstanden.
Er überlegte wie es nach dem vorigen Krieg gewesen war und wollte versuchen dies als Mindestmaß durchzusetzen.
Nachdem Krieg ist vor dem Krieg, soviel war klar – so würde er gegenüber der Verlagsleitung argumentieren!
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#159 RTW2-JAP#
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 06. März 1922
Osaki Satoshi erlebte sein bislang größtes Desaster. Er durfte bleiben und sich weiter den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan widmen. Allerdings durfte nur er bleiben. Der Rest seiner Redaktion wurde entweder entlassen, oder aber anderen Redaktionen zugeführt. Sein geräumiges Büro musste er aufgeben und den Großteil seiner Ablage sollte er vernichten. Dafür war kein Platz mehr im Verlag. Notgedrungen lagerte er alles bei sich zu Hause, was dem Familienfrieden abträglich war.
In der kleinen „Besenkammer“ die er jetzt noch zur Verfügung hatte, versuchte er das Beste aus der Situation zu machen. Er hatte eine kleine Regalwand in der er nur die neuesten Informationen nach einem neuen Schema ablegte. Er begann damit den Status quo der aktuellen Flotte zu erfassen. Dabei stellte er fest, dass Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō schon Recht hatte. Alleine an den laufenden Neubeuten konnte man erkennen, dass der Marinefliegerei keine Bedeutung zuerkannt wurde.
Sollte aus den 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) wirklich einmal das werden, was Tochinai Sojirō vermutete, war das viel zu wenig Budget!
Allerdings musste man zugeben, dass wenigstens die Flugplätze an Land ausgebaut oder überhaupt errichtet wurden. Der Flotte auf See half das jedoch herzlich wenig.
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Wenigstens erwartete Chefredakteur Fukuzawa Saburo nicht im geringsten das Satoshi auch nur einen Artikel beisteuerte. Er sagte die Bevölkerung hätte genug vom Krieg und wolle nichts hören von dickeren Panzerplatten und neuen Orden für greise Offiziere.
So fiel es auch kaum auf, das Osaki Satoshi nur wenig Zeit im Verlag zubrachte und in Eigenleistung zusammen mit seinen Söhnen und etlichen ehemaligen Redaktionskollegen einen großen „Schuppen“ neben seinem Wohnhaus errichte. Seine Frau war besorgt, dass er sich jetzt seine Redaktion direkt nach Hause holte, allerdings auch wieder froh darüber die Räume des Wohnhauses frei zu bekommen. Der März des Jahres 1922 war damit schnell vergangen…
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 12. Oktober 1922
Nicht nur die nächsten Wochen, sondern die nächsten Monate flogen dahin wie der Wind. Das lag aber auch daran, dass sich einfach nichts von Bedeutung für den Seekrieg ereignete. Es gab einzelne politische Plänkeleien, das war es aber auch schon. Erst im Oktober konnte Osaki Satoshi der Auslieferung des ersten echten als solchen konstruierten und gebauten Flugzeugträgers beiwohnen. Die Mühe mit der Kamera hätte er sich allerdings ersparen können, dass Foto des neuen auf den Namen „Zuiho“ getauften Schiffes wurde nicht abgedruckt. Ein Drei Zeiler auf einer belanglosen hinteren Seite, mehr war die Meldung dem Verlag nicht wert.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 18. Dezember 1922
Der Rest des Jahrs verlief ebenso ereignislos wie die Monate zuvor. Zum Jahresende hin durfte Osaki Satoshi wenigstens eine kleine Beilage zur Tōkyō Shinbun hinzugeben. Die Übersicht der Flottenstärken dieser Welt, machte ihm aber nur wenig Arbeit. Außer den nackten Zahlen gab der verfügbare Platz keinen Raum für weitere Angaben.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 8. Februar 1923
Der Jahreswechsel verlief ebenfalls so ruhig wie kaum jemals zuvor und Osaki Satoshi nutzte die Gelegenheit um mit seiner Familie nach Formosa zu fahren. Im letzte Krieg spielte diese Insel eine wichtige Rolle und er wollte sich dieses Stückchen Japan einmal genauer ansehen. Ihm war klar, dass künftige Konflikte kaum mehr um Japan selbst ausgefochten werden würden. Mittlerweile hatte sich das Japanische Kaiserreich in eine komfortable Situation manövriert, da kaum mehr ernstzunehmende feindliche Stützpunkte in der Nähe der japanischen Inseln gelegen waren.
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#160 RTW2-JAP#
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 17. Dezember 1922
>> Verlorener Krieg gegen Japan gesellschaftlich noch immer nicht verarbeitet - Linke und Rechte Oppositionsgruppen erstarken - Unruhige Zeiten für amtierende Regierung <<
Es ist dieser Tage kein wirkliches Vergnügen, der Regierung Frankreichs anzugehören und sich für eine Kriegsniederlage rechtfertigen zu müssen, die schon ziemlich heftig am Selbstverständnis der Nation genagt hat. Zwar sind schon mehr als zehn Monate seit dem demütigenden Eingeständnis der militärischen Unzulänglichkeit vergangen, aber wirklich beruhigt hat sich die Volksseele in diesem Zeitraum immer noch nicht.
Zu groß waren die Versäumnisse und Fehler von Marineführung und auch verantwortlichen Ministerien, die zum Verlust eines Großteils unserer asiatischen Besitzungen geführt hatten. Vor allem weil man nicht von den schon zuvor scheiternden Briten gelernt hat, da war die Schadenfreude nämlich noch groß, als nicht mal die angeblich mächtigste Seemacht der Welt eine robuste Antwort auf die immer frecher agierende fernöstliche Regionalmacht Japan hatte.
Nein, da muss es niemanden verwundern, wenn es in Teilen der Bevölkerung rumort und aus den extremen Ecken des politischen Spektrums immer lautere Forderungen nach Veränderung gibt. Aus dem kommunistisch inspirierten Lager ist man so etwas mittlerweile gewohnt, aber allmählich muss sich die Regierung auch von rechtsnationalen Vordenkern harsche Kritik gefallen lassen, von denen besonders Charles Maurras und seine nationale Bewegung Action Francaise hervorstechen
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Charles Maurras
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Charles_Maurras_-_photo_Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Boissonnas.jpg
Es gibt durchaus noch weitere dieser Gruppierungen, aber eine wirkliche Einigkeit und Fokussierung auf ein gemeinsames Ziel konnte bislang nicht hergestellt werden. Solange dies so bleibt, dürfte eine echte Gefahr von rechtsnationaler Seite nicht ausgehen, doch sollte man genau wie im Fall der aufkommenden Kommunisten nicht zu sorglos handeln, denn die Ideen und Inhalte dieser Bewegungen stoßen in vielen Teilen der Bevölkerung durchaus auf Anklang.
Zu beobachten ist jedoch eine relativ aggressive Grundstimmung, die sich zwar noch nicht in einer wie auch immer gearteten Gewalttätigkeit entladen hat, doch ist nicht auszuschließen das einer aggressiven Rhetorik irgendwann entsprechendes Handeln folgt.
Auch in unserem Nachbarland Italien gibt es gewisse rechtsnationale Bewegungen, man sieht also, das diese politisch extreme Richtung nicht nur bei uns einen gewissen Zulauf erhält.
Vielleicht wäre es schon klug, wenn sich die gemässigten und bürgerlichen Parteien rechtzeitig darum bemühen, bei den für 1924 anstehenden Parlamentswahlen den extremen Vertretern nicht kampflos das Feld zu überlassen
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 17. Mai 1923
Der letzte Krieg war bereits seit mehr als einem Jahr vorüber und wenn er auch mit einem Paukenschlag – dem Mordversuch an Kaigun-chūjō Tochinai Sojirō – geendet hatte, so ruhig war es seitdem.
Osaki Satoshi brannte vor Neugier wer sich in der Marine durchsetzen konnte, aber es drang nichts nach außen, gar nichts! Sicher lag es auch daran, dass er kaum noch über Personal, Mittel und Informationsquellen verfügte, aber auch seitens der Marine herrschte absolute Ruhe.
Eigentlich gab es einen Indikator für die obsiegende Fraktion, aber selbst dieser Indikator war sprichwörtlich tot – die Werften!
Außer einigen U-Booten und einem weiteren Schiff der Fuso-Klasse, die der Marine von oben herab aufgezwungen worden waren, gab es keinen einzigen Neubau. Es wurde auch kein einziges existierendes Schiff für größere Modernisierungen eingedockt. Auf den Hellingen befanden sich ausschließlich Schiffe, die vor oder während dem Krieg in Auftrag gegeben worden waren. Bei vielen dieser Schiffe gab es zudem praktisch keinen Baufortschritt zu beobachten. Eines der Fuso-Klasse Schlachtschiffe sowie der Schlachtkreuzer Ikoma existierten im Prinzip nur auf dem Papier. Zwar lagen überall große Stahlteile und Stahlplatten auf den Werften herum, aber es geschah nichts. Von diesen jeweils 70.000 Tonnen und 45.000 Tonnen großen Neubauten existierte nicht einmal etwas, was in einem Traum an einen Kiel erinnern konnte.
Was war da in der Marine los?
Konnte es sein, dass sich keine Fraktion durchzusetzen vermochte und deshalb weder Neubauten noch Umbauten durchgeführt wurden? Dass man die großen Schlachtschiffe zwar nicht Abbrach, aber auch nicht weiter baute? Neue Flugzeugträger aber ebenso wenig dazu kamen?
Osaki Satoshi wusste nicht wie er das bewerten sollte? Er wusste auch nicht, wie er in Erfahrung bringen konnte, was vor sich ging in dem großen roten Backsteinbau, in dem er schon lange nicht mehr gewesen war?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 22. August 1923
Der Sommer war fast vorüber und der Herbst stand bevor. Osaki Satoshi war zusehends deprimiert und frustriert. Er dachte bereits daran zu kündigen, gar eine eigene Zeitung geisterte durch seinen Kopf, aber dafür hatte er weder das Wissen noch die finanziellen Mittel zur Verfügung. Er fügte sich in sein Schicksal und konzentrierte sich mehr und mehr auf seine neue Leidenschaft der Malerei. Er stand mit seiner Staffelei in den Hügeln seiner Heimat und malte Landschaftsbilder. Er befand das dies eine herausragende Tätigkeit sei, um sich abzulenken.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 01. September 1923
Es war Samstag! Kein Grund für einen Japaner nicht zu arbeiten. Besonders als Redakteur eine Tageszeitung arbeitete man eigentlich immer. Tag und Nacht von Montag bis zum nächsten Montag. Osaki Satoshi tat dies auch, früher zumindest. Seit anderthalb Jahren hatte er ungewöhnlich viel freie Zeit. In seinem Heimatort wurde bereits getuschelt über den faulen Nichtsnutz. Was konnte er schon dafür? Sein Chefredakteur hatte ihn kaltgestellt und Chefredakteur Fukuzawa Saburo schien damit auch Recht zu haben. Es gab einfach keine interessanten Neuigkeiten. Weder was die Kaiserlich Japanische Marine betraf, noch aus dem Ausland. Die Beziehungen Japans zu den anderen Nationen waren gut – allesamt. Lediglich die Vereinigten Staaten von Amerika waren leicht verärgert, aber auch das war seit Monaten keiner Rede wert.
Die Welt schien verstanden zu haben, dass es ungesund sein konnte, sich mit Japan schlecht zu stellen. Die politischen Spannungen eskalierten nicht mehr so schnell wie früher. Selbst handfeste Spionage führte zurzeit nicht zu Drohgebärden und Kanonendonner.
Osaki Satoshi arbeitete heute nicht. Er war zu Hause, er stand mit seiner Staffelei vor seinem Haus und malte einen Baum – einen Baum den er bestimmt schon ein dutzend Mal gemalt hatte.
Dann viel die Staffelei um!
Satoshi war verwirrt – er hatte die Staffelei nicht angestoßen, nicht im Geringsten. Er bückte sich nach dem Gestell um es wiederaufzurichten. Seine Beine fühlten sich irgendwie schwammig an, dann viel er um. Er wollte sich aufrichten, aber es gelang ihm nicht.
Erst jetzt spürte er die Erdstöße mit voller Wucht. An Aufstehen war nicht zu denken. Alles wackelte, alles vibrierte, alles bebte. Gegenstände hüpften vor seinen Augen hin und her, er hörte Glas splittern und sah wie die Scheiben seines Hauses zerbarsten, dann war Ruhe!
Er wusste nicht wie lange es gedauert hatte, aber es war heftig. Es war das heftigste Erdbeben, dass er je erlebt hatte. Er hatte schon viele Beben erlebt, dass war in Japan nichts Besonderes. Diesmal aber spürte er instinktiv, dass es anders war als sonst. Er rannte in seine Befehlsredaktion, dort herrschte Chaos – nichts lag an seinem Platz, auch nicht seine Kamera.
Immerhin schien die Kamera weich gefallen zu sein, da sie auf einem Berg von Papier lag. Er schnappte sich die Tasche, dann erst rannte er ins Haus. Seine Frau war wohlauf, aber das Chaos herrschte auch hier. Immerhin stand das Haus noch. Das Mittagsessen lag jedoch verteilt über den Boden. Seine Frau wollte gerade erst mit dem Kochen beginnen, aber das Beben schlug zu nur Augenblicke bevor Sie die Feuerstelle entzünden wollte.
Ein Automobil hatte Osaki Satoshi längst nicht mehr zur Verfügung, also suchte er sein Fahrrad. Fand es und machte sich auf den Weg Richtung Yokohama.
Hier oben in der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) bot sich ihm schnell ein freier Blick auf die Kantō-Ebene.
Erst meinte er, dass es wohl nicht so schlimm gewesen sei, dann rumste es aus Richtung des Honjo Bezirks. Eine große Flamme stieg in den Himmel auf und tanzte herum. Honjo? Das Militärdepot!
Es dauerte nicht lange und mehr und mehr Flammenherde waren auszumachen. Kein Wunder! Es war Mittagszeit. Die Essen wurden zubereitet, praktisch in ganz Tōkyō und Yokohama brannten die Feuerstellen in den Häusern. In der Sagami-Bucht sah er einige Schiffe merkwürdige Bewegungen vollführen, dann erkannte er den auf das Land zurasenden Tsunami.
Er hörte Explosionen ohne Ende, er sah das Wasser und der Wind wurde kräftiger und kräftiger. Der nahende Taifun war schon den ganzen Vormittag zu spüren gewesen…
Er blickte sich um, drehte seinen Kopf hin und her. Dann erst dachte er an seine Kamera und begann Aufnahmen zu machen.
Aufnahmen vom völlig zerstörten Yokohama und dem brennenden Tōkyō im Hintergrund.
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Bild 150: Schäden in den Tokioter Stadtbezirken Nihonbashi und Kanda
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Desolation_of_Nihonbashi_and_Kanda_after_Kanto_Earthquake.jpg
Autor: Osaka Mainichi newspaper
Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fes_Kant%C5%8D-Erdbeben_1923
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Bild 151: Brandherde und abgebrannte Flächen in der Stadt Tokio
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Great_Kanto_earthquake_burnt_area_in_Tokyo.PNG
Autor: Unknown author / Japanese book(English version) "THE RECONSTRUCTION OF TOKYO" published by Tokyo City.
日本語: 東京市「THE RECONSTRUCTION OF TOKYO」(英語版)より。
Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fes_Kant%C5%8D-Erdbeben_1923
https://www.youtube.com/watch?v=fY4QoFGpxhQ
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Straßen, Wege, Brücken in die Stadt waren zerstört. Ein Vorankommen praktisch unmöglich. Hier an seinem Ort waren die Schäden zum Glück recht gering. Sein Haus stand noch fest und seine Familie war recht glimpflich davongekommen. Da er nicht zum Verlag gelangen konnte, räumte er auf. Half seiner Frau, dann den Nachbarn. Es waren wegen der eher dünnen Bebauung nicht allzu viele, aber der Tag ging vorüber. Eine dunkle Nacht war es jedoch nicht, denn das brennende Tōkyō erhellte den Horizont Richtung Nordost auf gesamter Breite. Zudem gab es eine Reihe teils kräftiger Nachbeben. Ruhe würde es diese Nacht nicht geben.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 07. September 1923
In den Tagen seit dem großen Kantō-Erdbeben hatte sich Osaki Satoshi immer wieder mit seiner Kamera in die zerstörte und brennende Stadt begeben. Es war aber kaum möglich einen Zielort auch wirklich zu erreichen. Erst jetzt am siebten September gelang es ihm bis zum Verlagsgebäude der Tōkyō Shinbun vorzudringen. Das Gebäude war großteils zerstört – zumindest praktisch alles oberhalb des Kellers. Die Druckmaschinen im Keller mochten vielleicht noch unversehrt sein, aber das ließ sich beim besten Willen nicht feststellen. Eines aber war klar:
Viele Kollegen waren tot!
Wer alles, konnte Niemand wissen. Das würde erst in den nächsten Tagen und Wochen geklärt werden. Eines hatte er aber erfahren Chefredakteur Fukuzawa Saburo lag in einem der notdürftig eingerichteten Lazarette. Maisutā Murata hatte es raus geschafft aus dem Bauwerk. Wirklich helfen konnte er wegen seiner Gebrechlichkeit nicht, aber er hatte mit angesehen wie Fukuzawa Saburo mit zerquetschen Beinen geborgen und abtransportiert worden war.
Jetzt stand der alte Maisutā Murata mit Tränenüberströmten Gesicht neben Osaki Satoshi und wiederholte immerzu die Worte: „Mein Leben – meine Druckerpressen – mein Leben!“
Osaki Satoshi legte die Hand auf seine Schulter:
„Das bauen wir wieder auf und du wirst es sein der die Pressen wieder in Gang setzt!“
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 15. November 1923
Chefredakteur Osaki Satoshi stand vor dem Verlagsgebäude und beobachtete die Aufräumarbeiten und die Bautätigkeit. Schon jetzt war klar, dass der Wiederaufbau der Hauptstadt Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern würde. Der Kaiser hatte ein Edikt für den Wiederaufbau erlassen und das Verlagsgebäude der Tōkyō Shinbun war eines von einem geringen Teil Gebäude, die überhaupt wieder an Ort und Stelle wiederaufgebaut werden würden.
Tōkyō wird ein anderes sein als zuvor. Das Bild der Stadt würde sich grundlegend wandeln! Der Kaiser persönlich hatte erklärt, dass sich solche eine Katastrophe niemals wiederholen dürfe. Tōkyō musste dafür fortan völlig anders aussehen. Und die Tōkyō Shinbun hatte das Glück oder das Pech davon nicht betroffen zu sein.
Allmählich verstand Osaki Satoshi, dass es wohl eine göttliche Fügung gewesen sein muss, dass er an diesem Tag nicht im Verlag gewesen war. Vermutlich wäre er jetzt tot, wenn er im Verlag gewesen wäre. So aber hatte Fukuzawa Saburo mit seiner Abneigung gegenüber der Redaktion von Osaki Satoshi unbewusst dafür gesorgt, dass Osaki Satoshi am Leben war. Mehr noch – sein gesamtes Archiv wäre wohl vernichtet worden, hätte er es nicht in sein Privathaus verfrachten müssen. So war fast alles noch vorhanden. Es musste wahrlich eine göttliche Fügung sein, wie alles gekommen war…
Chefredakteur
An diesen Titel musste sich Osaki Satoshi ebenfalls noch gewöhnen. Der Herausgeber der Tōkyō Shinbun musste zwar keinen Verlust hinnehmen, aber sein jüngster Sohn Fukuzawa Saburo saß fortan im Rollstuhl und war nicht länger in der Lage diese Posten auszufüllen. Viele andere die dafür vor dem Beben in Frage gekommen wären, waren ebenfalls tot oder schwerverletzt. Als Herausgeber einer Zeitung hatte der Mann aber auch ein gutes Gedächtnis. Er wusste nur zu gut, dass sein ehemaliger Chefredakteur Kamata Itachi vor seinem Ruhestand den jungen Osaki Satoshi wärmstens für seine Nachfolge empfohlen hatte.
Damals hatte er sich selbstverständlich anders entschieden, jetzt aber hatte er gar keine andere Wahl gehabt und Osaki Satoshi zu Wochenbeginn aufgesucht und ihm den Posten angetragen.
Ablehnen war unmöglich und damit war Osaki Satoshi nun Chefredakteur der Tōkyō Shinbun. Früher hatte er sich ausgemalt, was er in dieser Position alles tun würde, heute aber war es seine wesentliche Tätigkeit den Wiederaufbau des Verlages sicherzustellen. Und er war erfolgreich! Der Keller des Gebäudes war tatsächlich nur geringfügig beschädigt worden. Die Druckerpressen bedurften etwas Pflege, waren aber grundsätzlich in der Lage ihre Aufgabe zu erfüllen. Maisutā Murata kümmerte sich bereits hingebungsvoll um seinen Schatz und für Montag plante man die erste Notausgabe der Tōkyō Shinbun in geringer Auflage.
Zeitgleich brauchte er neues Personal. Er hatte zwar als Chefredakteur fortan ein eigenes Auto, das nutzte in der Hauptstadt allerdings herzlich wenig. Kaum eine Straße konnte sinnvoll befahren werden. Das Fahrrad war das Fortbewegungsmittel der Wahl und Osaki Satoshi klapperte alle Adressen seiner ehemaligen Mitarbeiter ab, die er im Kopf hatte. Auch hier gab es Tote und Verletzte. Manche hatten Tōkyō verlassen oder längst einen neuen Beruf angetreten, aber immerhin hatte er eine kleine Anzahl Redakteure zusammen.
Deren Arbeit umfasste natürlich das große Kantō-Erdbeben und alles was daraus folgte, aber immerhin ordnete er einen Redakteur ab um über die Konsequenzen des Bebens auf die Kaiserlich Japanische Marine zu recherchieren und zu schreiben!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 3. Dezember 1923
Es würde noch Monate dauern, bis die Tōkyō Shinbun sowas wie Normalität erreichen würde, aber zum Jahresende war man auf einem guten Weg.
Es war eine Ironie, dass auch Chefredakteur Osaki Satoshi der Marine kaum Platz in den Notausgaben einräumen konnte, aber es war nur natürlich das die Bevölkerung derzeit andere Sorgen hatte. Zumindest diejenigen die noch am Leben waren.
Militär und Krieg waren die letzten Worte, die die Menschen lesen wollten!
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#161 RTW2-JAP#
Werte Regentschaft,
weil es hier: https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31285&p=1304787#post1304787 gerade aufgekommen ist, mal ein wenig Statistik in Bezug zur Nationen-Übersicht in Post #636 (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30102&p=1304540#post1304540).
Alles sind ca. Werte +/- weil es immer etwas differiert und auch davon abhängt ob ein Schiff in normaler Geschwindigkeit gebaut wird oder beschleunigt.
Die Kosten für ein japanisches BB belaufen sich Mitte der 1920er Jahre auf 8000-9000. Die Kosten für einen BC sind alles in allem ähnlich. Ein japanischer DD liegt zwischen 450-560. Ein CV zwischen 2700-3700. In späteren Jahren wird das alles teurer. Da BB und BC ähnliche Kosten verursachen addieren wir diese einfach. CAs liegen bei 40-50% eines BB. Alle Kosten pro Monat.
Die Kosten für GB kennen Wir nicht, diese dürften aber ganz klar geringer sein, weil die KI die maximalen Grenzen nicht ausreizt und auch die Werften der KI kleiner sind, schätzen Wir mal 80% der IJN Kosten oder weniger. Das die KI hier aktuell praktisch keine CA besitzt liegt meist daran, dass die KI veraltete Typen verschrottet, bevor sie neue baut/fertig hat. Damit spart die KI Instandhaltungskosten. In einigen "Spieljahren", hat auch die KI wieder CAs - wenn auch klar weniger - dauert halt...
Japan hat hier 8 BB/BC Einheiten - Bauzeit 36 Monate
Großbritannien 33 BB/BC Einheiten - Bauzeit 27 Monate (Glauben Wir GB hat hier hohe Boni)
Japan hat 168 DD Einheiten - Bauzeit 16 Monate
Großbritannien 45 DD Einheiten - Bauzeit 12 Monate (Glauben Wir GB hat hier hohe Boni)
Japan hat 14 CA Einheiten - Bauzeit 24 Monate
Großbritannien 1 CA Einheit - Bauzeit 18 Monate (Glauben Wir GB hat hier hohe Boni)
Statistik ist jetzt nicht sooo Unser Ding - schon gar nicht heute Abend!
Wenn Wir nicht total falsch liegen hat GB für seine Flotte 25% höhere Kosten gehabt als Japan. Das entspricht auch gut dem Budget das GB mindestens mehr hat. Wollte GB jetzt auch 168 DD haben, müssten es dafür auf 4 BB verzichten. Hätte also immer noch 29 BB.
Addiert man jetzt noch BB+CA hätte GB 30 Stück und Japan 22 Stück. Nur ist wohl klar was die BBs mit den CAs machen...
Gibt man GB nun auch 14 CA, hat es noch 25 BB bei gleicher DD Anzahl. Also GB 39 Stück BB+CA zu Japan 22 Stück BB+CA.
GB baut schneller, günstiger, arbeitet wirtschaftlicher und hat mehr Budget - ergibt also grob 100% mehr Großkampfschiffe als Japan wenn man bei den DD Gleichstand haben will.
Das sind wirklich nur sehr grobe Werte, weil Wir die Kosten für Forschung, Ausbildung, Stützpunkte, Luftwaffe (zu dieser Zeit), etc. überhaupt nicht berücksichtigt haben. Es spielt aber auch keine große Rolle - spart GB eben noch 1-2 BB ein, kann es sich ganz viel anderes leisten ohne nennenswert schwächer zu werden!
Spielt Ihr mit historischem oder freiem Budget?
Werte Sappho,
Wir zitieren der Einfachheit halber aus dem Vorwort von Post #1 dieses AAR:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30102&p=1148865#post1148865
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Weiterhin haben Wir Modifikationen vorgenommen. Wir hatten an anderer Stelle bereits berichtet, dass dieses Spiel eine größere Menge Bugs enthält und unter anderem die Startflotten größer und besser sind, als es vom Start-Budget der Nationen her möglich ist. Da Japan von den finanziellen Möglichkeiten her auch das deutlich schwächste Land ist, ist Japan doppelt gekniffen. Wir wollen Uns aber auch nicht den Spaß einer selbst erstellten Startflotte nehmen lassen. Wie bereits geschrieben haben die KI-Flotten aufs Budget bezogen einen Vorteil von etwa 15%.
Wir haben Uns daher zwei Modding-Optionen überlegt:
1) Wir erhöhen das japanische Start-Budget oder
2) Wir schalten Japan von einer unterentwickelten Werft-Industrie auf eine neutrale Werft-Industrie
Wir haben Uns für die erste Option entschieden und Japan ein erhöhtes Start-Budget zugestanden. Dieses neue Budget soll Japan etwa im Jahre 1905 eine Flottengröße und Zusammensetzung ermöglichen, die es auch real etwa zu dieser Zeit besessen hatte. Der „Historische Ressourcen“-Schalter im Spiel hat übrigens wenig mit den Historische Ressourcen zu tun, mit diesem Schalter käme Japan nicht mal Ansatzweise in die Nähe der realen Flottengröße.
Die KI-Nationen erhalten trotzdem sie bereits im Vorteil sind zusätzlich den Schalter „AI Advantage“ gesetzt - zur Sicherheit, falls Wir es übertrieben haben sollten. Die Budget Erhöhung ist damit zwar praktisch wieder negiert, aber es geht Uns darum in den Jahren 1900 bzw. 1905 die damalige Flottenstruktur abzubilden. Dazu müssen Wir sagen, dass unterschiedliche Quellen unterschiedliche Zahlen liefern!
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#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 27. März 1924
So viel freie Zeit Osaki Satoshi in den Jahren 1922 und 1923 gehabt hatte, so wenig hatte er jetzt in seiner neuen Position als Chefredakteur. In Tōkyō herrschte immer noch Chaos, aber immerhin ein geordnetes Chaos.
Die Tōkyō Shinbun erschien weiterhin in einer Notauflage etwa ein bis zweimal pro Woche, manchmal auch dreimal pro Woche. Die Meldungen beschränkten sich auf den Wiederaufbau der Hauptstadt und die wichtigsten Meldungen aus dem Ausland. Von der Marine kam wenig, aber das war wenig verwunderlich. Es wurde geforscht, dass war es für den Augenblick. Die Marine konnte froh sein, dass sie alle laufenden Bauprojekte noch auf der Agenda hatte, aber sonst mussten zuerst weite Teile der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) selbst wiederaufgebaut werden. Auch die meisten Zulieferbetriebe waren schwer getroffen worden.
Somit war Chefredakteur Osaki Satoshi froh, dass er seine Zeit voll auf den gesamten Verlag legen konnte und die Marine ihn tatsächlich wenig aufhielt.
Jetzt Ende März 1924 hatte er endlich einige Zeit für sich und stöberte in einer älteren Ausgabe der Les Temps zu den Ereignissen von Ende Januar und Anfang Februar in Frankreich.
Auch wenn der Krieg gegen die Grand Nation schon zwei Jahre zurücklag, hatte das Vorgehen der Kaiserlich Japanischen Marine jetzt die letzten Opfer gefordert!
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#162 RTW2-JAP#
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 17. Juni 1924
Zur Jahresmitte hin hatte sich die Situation leicht entspannt. Die bisherige traditionelle Bauweise Japans hatte zumindest den makabren Vorteil, dass es in vielen Bezirken nur wenige Trümmer gab, die wirklich aufwendig zu beseitigen waren. Das neue Stadtbild zeigte erste Gesichtszüge mit neuen prächtige Straßen die breiter waren als alles Bekannte. Niemals wieder sollte ein Feuer von einer Stelle aus einen gesamten Stadtteil niederbrennen können. Die Straßen wurden so großzügig angelegt, dass ein Überschlagen der Flammen nahezu ausgeschlossen war.
Tōkyō würde wahrlich ein anderes sein!
Hatte er bislang den DAT 41 seines Vorgängers benutzen können, der einige Schrammen von herabstürzenden Backsteinen zu verzeichnen hatte, stand Osaki Satoshi nun ein funkelnagelneuer Otomo der Hakuyosha Ironworks zur Verfügung. Auf den neuen breiten Hauptstraßen von Tōkyō war es ein reines Vergnügen damit unterwegs zu sein. Seine Arbeit konnte Satoshi jetzt schneller erledigen, zumal er immer wieder mal zwischen dem Verlagsgebäude und seiner Außenstelle bei sich zu Hause wechselte um die dort tätigen Angestellten nicht gänzlich unbeaufsichtigt wirken zu lassen.
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Bild 152: Hakuyosha Ironworks Otomo
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Otomo_reproduction_-_National_Museum_of_Nature_and_Science,_Tokyo_-_DSC07346.JPG
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Daderot
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Otomo_(Automarke)
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Montag 01. September 1924
Marineminister Takarabe Takeshi hatte zum Jahrestag des großen Kantō-Erdbeben die japanische Presse zu sich ins Marineministerium eingeladen. Kaigun-taishō Takarabe Takeshi war im Ministerium kein Unbekannter, auch wenn er erst seit dem 11. Juni das Amt des Marineministers bekleidete. Wieder bekleidete, denn er war bereits von Mai 1923 bis Januar 1924 ebenfalls Marineminister und zuvor unter Katō Tomosaburō bereits Vize-Marineminister gewesen.
Kaigun-taishō Takarabe Takeshi hatte eine lange Karriere in der Kaiserlich Japanischen Marine hinter sich wobei er auch lange Jahre kommissarisch der Konstruktionsabteilung Vorstand. Zudem war er der Schwiegersohn des ehemaligen Marineminister Yamamoto Gonnohyōe.
Marineminister Takarabe Takeshis Leben bestand somit praktisch ausschließlich aus der Kaiserlich Japanischen Marine.
Osaki Satoshi platzte fast vor Neugierde, was der Minister wohl zu verkünden haben würde? Es war lange her, als er das Marineministerium zuletzt betreten hatte. Bei sich hatte er seine beiden älteren Zwillinge Okada und Giichi, die mittlerweile Regelmäßig in der Redaktion aushalfen. Eigentlich sollten sich beide derzeit beim Militärdienst befinden, aber nicht wenige junge Männer waren freigestellt um beim Wiederaufbau von Tōkyō zu helfen. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis die beiden ihren Militärdienst ableisten mussten.
Das Marineministerium hatte nur geringe Schäden erlitten und war eines der ersten Gebäude, dass instandgesetzt worden war. Jetzt befanden sich die Vertreter der Japanischen Presse in einem großen Saal und Marineminister Takarabe Takeshi begann seine Rede.
Er sprach davon, dass die Japanische Nation ein schweres Jahr durchlitten habe, das es jetzt aber an der Zeit war nach vorne zu blicken. Der Aufbau der Hauptstadt kam voran und es sei an der Zeit die Selbstbeschäftigung zu hinterfragen. Zu viele Vorkommnisse habe man ignoriert, wie die französische Spionage und den Affront während der Europareise des Premierministers und schließlich wären auch die Vereinigten Staaten von Amerika und das Britisch Empire zuletzt auf einem konfrontativen Kurs gegenüber dem japanischen Kaiserreich zu finden.
Er holte weit aus, was Japan in den letzten fünfundzwanzig Jahren alles vollbracht hatte und es erforderlich werde das geschaffene in der Zukunft zu verteidigen.
Dann schoben vier Kadetten mehrere Schautafeln in den Raum und zogen die Leinentücher herab:
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Marineminister Takarabe Takeshi führte aus, dass die Marinebeabsichtige neue Schlachtschiffe und schwere Kreuzer zu bauen und pries die dargestellten Entwürfe als das derzeitige Nonplusultra des Schiffbaus an.
Danach ließ der Minister Fragen zu, aber Osaki Satoshi rannte davon. Sollen die anderen den Minister doch mit Fragen löchern – dann wird eben die Tōkyō Shinbun die erste Zeitung sein, die ihr Extrablatt auf der Straße hat. Die Schlagzeile war klar:
„Die Kaiserlich Japanische Marine vergibt ein Jahr nach der Katastrophe einen Großauftrag – Japan rüstet auf!“
Osaki Satoshi wusste nur zu gut, worauf das hinauslaufen würde…
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Bild 153: Takarabe Takeshi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Takeshi_Takarabe.jpg
Autor: Unknown author / http://www2b.biglobe.ne.jp/~yorozu/SAVE0139.jpg
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Takarabe_Takeshi
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 12. Dezember 1924
Der Rest des Jahres verlief weiterhin ruhig, wenn es sich auch abzeichnete, dass es auf den Straßen insgesamt quirliger zuging. Den Ankündigungen von Marineminister Takarabe Takeshi folgten Taten und zum Jahresende wurden je zwei schwere Kreuzer der neuen Maya-Klasse und zwei Schlachtschiffe der neuen Yamashiro-Klasse beauftragt.
Das Auffälligste war, dass die Konstruktionen zum ersten Mal nicht der Maßgabe Größer-Größer folgten, sondern die beiden Schlachtschiffe waren sogar rund 12.000 Tonnen kleiner als ihre Vorgänger der Fuso-Klasse. Die beiden schweren Kreuzer waren mit 1.000 Tonnen mehr etwa gleich groß wie die vorherige Chokai-Klasse.
Das besondere beider Schiffsklassen war aber wohl, dass zum ersten Mal Bordflugzeuge zur Ausstattung gehörten. Trotzdem waren beide Klasse deutlich billiger in der Konstruktion als die Vorgänger und das deutete Osaki Satoshi dann doch als Zeichen, dass die Marine sparen musste und die Vertreter der Großkampfschiff-Fraktion nicht mehr unangefochten machen konnten was sie wollten.
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#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 16. April 1925
Die nächsten Monate verflogen ohne größere Ereignisse. In ganz Japan herrschte sowas wie ein geschäftiges Treiben, das vom Wiederaufbau der Hauptstadt getragen wurde. Auch das Verlagsgebäude der Tōkyō Shinbun erstrahlte in neuem Glanz. Große Räume mit genügend Platz für zahlreiche Redaktionen. Lagerräume bis ans Ende der Welt in befestigten Kellern. Und an Ausstattung alles was modern und angesagt war. Osaki Satoshi hatte sogar im obersten Stockwerk einen Seefunkwellenempfänger mitsamt der nötigen Antennenanlage auf dem Dach einbauen lassen. Das Gerät hatte er günstig übernommen. Es stammte aus einem Funkelnagelneuen Frachter, der nur Tage vor seine Fertigstellung durch das große Kantō-Beben zerstört worden war und daraufhin abgewrackt werden sollte. Natürlich nutzte ihm dass alles wenig, wenn Meldungen des Militärs kodiert übertragen wurden, aber auch aus zivilen Meldungen konnte man auf anderes schließen.
Wo Licht war, gab es für gewöhnlich auch Schatten. Der Verlag hatte neue Druckerpressen angeschafft, aber mit diesen wurde Maisutā Murata nicht warm. Er trauerte seinen alten Pressen nach und baute zusehends ab. Im Verlag wurde er kaum noch gesehen, aber das Alter für den Ruhestand hatte er schon lange erreicht. Niemand wusste so Recht wie alt Murata eigentlich war und wie lange er bereits für den Verlag arbeitete. Vielleicht wusste Maisutā Murata das nicht mal selbst. Er würde wohl die Neunzig längst erreicht haben, war die allgemeine Annahme und dabei ließen es alle beruhen. Osaki Satoshi würde ihn aufsuchen. Einfach so entschwinden wie ein Geist, dass wollte er auch nicht zulassen. Neue Maschinen war eine Sache, das jahrzehntelange Wissen eine ganz andere.
Satoshi verlies den Verlag und wollte sich gerade auf den Weg machen, als sein Sohn Giichi angerannt kam und etwas rief:
„Abrüstung – Abrüstung – die Marine verschrottet Schiffe Vater!“
Perplex stand Osaki Satoshi auf der Straße.
„Der Minister hat gerade die Umsetzung des 20+5-Plans bekanntgegeben.“
„20+5-Plan?“
Dann dämmerte es Osaki Satoshi – 20+5-Plan – da war etwas vor fünfzehn Jahren. Er lief mit seinem Sohn in sein Büro zurück und kramte in einer der Kisten, die er gerade erst von zu Hause zurück ins Büro gebracht hatte. Ein alter Notizblock erschien in seinem Sichtfeld:
„Hier 1910…“
Er blätterte, aber nur bis auf die zweite Seite (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30102&p=1169148#post1169148), da stand schon das gesuchte mit Datum vom 5. Januar 1910. Anlässlich des Besuchs von Marineminister Saitō Makoto in der Redaktion verkündete der Minister den 20+5-Plan.
„Und was wurde jetzt gesagt Sohn?“
„Die alten Linienschiffe werden verschrottet. Die Mikasa könnte aber ein Denkmal werden und allen leichte Kreuzer sollen in die Werft für große Umbauten.“
„Das ist aber erst der Anfang. Marineminister Takarabe Takeshi sagte, dass in den nächsten fünf Jahren noch viele weitere alte Schiffe verkauft oder verschrottet werden sollen…“
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 09. Dezember 1925
Der Rest des Jahres verlief weiterhin geschäftig. Ab etwa der Jahresmitte erkannte Osaki Satoshi ein altes Muster. Die Spannungen zu den anderen Nationen zogen an, es gab vermehrt Spionage-Skandale und wie selbstverständlich wurde deswegen das Budget der Marine erhöht. Das wirkte sich auf deutlich gesteigerte Erfolgsmeldungen der Wissenschaftler und Konstrukteure aus, aber das Geld wurde auch oft genug in Fehlschlägen verpulvert.
Zum Jahreswechsel bereitete die Redaktion ein Beilagen-Blatt vor. Es titelte groß mit:
„Die 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte)“
Und letztlich kam Osaki Satoshi ein neuer Begriff zu Ohren, den er aber noch nicht einzusortieren wusste: „Kidō Butai“.
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„Die 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte)“
Von ihren Anfängen bis heute und im Vergleich zu den ausländischen Kriegsflotten!
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#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 03. Februar 1926
Der Jahreswechsel verlief wie schon die letzten Male eher ruhig. Es war zu spüren, dass Japan immer noch mit sich selbst beschäftigt war. Der Wiederaufbau der Hauptstadt Tōkyō zog einfach den größten Teil der japanischen Ressourcen auf sich, sodass für andere Dinge kaum Zeit geschweige denn Material übrigblieb.
Eines änderte sich dann doch: Die Freistellung vieler junger Männer für den Aufbau Tōkyō's wurde beendet.
Osaki Okada trat seinen Dienst bei den 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräften) an
und sein Zwillingsbruder Osaki Giichi trat in der 大日本帝國海軍 (Dai-Nippon Teikoku Kaigun - Kaiserlich Japanischen Marine) an.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 24. Mai 1926
Am Vorabend des 24. Mai – einem Sonntag – war Osaki Giichi überraschend zu Hause erschienen. Er hatte erklärt das er und seine Kameraden einige Stunden Sonderurlaub hätten um sich von ihren Eltern zu verabschieden. Außerdem übergab er seinem Vater Osaki Satoshi ein Schreiben, welches ihm für Montag dem 24. Mai Einlass in das 横須賀海軍工廠 (Yokosuka kaigun kōshō – Marinearsenal Yokosuka) gewährte.
Nun also Stand Osaki Satoshi auf einem Pier im Marinearsenal Yokosuka und verabschiedete sich offiziell von seinem Sohn Giichi. Es war wohl ungewöhnlich, dass ein junger Matrose der erst seit zwei Monaten in der Marine war, gleich eine große Fahrt mitmachen durfte oder besser musste, aber der Marine fehlten nach dem großen Beben einiges an Mannschaften und Offizieren.
Osaki Giichi hatte die Abkommandierung auf den leichten Kreuzer Hirado erhalten, der erst im März aus der Werftüberholung gekommen war.
Die Marine wollte das Schiff eingehend testen und der Kreuzer würde gleich für mehrere Monate auf See sein und eine ausgedehnte Erprobung über sich ergehen lassen müssen. Osaki Giichi hatte am Vortag seinen Eltern zu verstehen gegeben, dass die Hirado erst im folgenden Jahr nach Japan zurückkehren würde, woraufhin seine Mutter Natsuko in Tränen ausbrach und im Schlafgemach verschwand.
Jetzt also durften die Eltern der jungen Matrosen mitansehen, wie ihre „Kinder“ an Bord gingen, der Kreuzer samt zweier Zerstörer ablegten und von Schleppern in die Fahrrinne gezogen wurden. Dann quoll tief schwarzer Rauch aus den Schornsteinen und die drei Schiffe nahmen Fahrt auf.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 25. Juni 1926
Fast genau einen Monat später stand sein zweiter Sohn Okada unvermittelt im Büro seines Vaters und druckste herum. Osaki Satoshi befürchtete, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein musste. Sein Sohn Okada sollte sich doch nicht etwa unerlaubt aus der Kaserne entfernt haben? Aber Okada erklärte, dass die Piloten – was er freilich noch nicht war – einige Freiheiten erhalten hätten.
Anders gesagt würde man die Neulinge nach den Monaten der Theorie in der kommenden Woche zum ersten Mal in ein Trainingsflugzeug stecken und in die Luft schicken. Die Unfallraten waren hoch und viele angehende Piloten überlebten die ersten Trainingsflüge nicht. Der kommandierende Offizier der Ausbildungsstaffel hatte daher ganz freimütig erklärt, dass alle Pilotenschüler die noch keine Erfahrung mit einer Frau gemacht haben, über das bevorstehende Wochenende ins Vergnügungsviertel Yoshiwara von Tōkyō abkommandiert seien (https://de.wikipedia.org/wiki/Yoshiwara). Diejenigen die bereits Erfahrung mit Frauen hatten, ebenfalls um sich wenigstens einmal im Leben richtig zu besaufen!
Osaki Satoshi musste verblüfft feststellen, dass er überhaupt nicht wusste wie es sich mit Okada und den Frauen verhielt? Natürlich hatte er ihn schon einige Male mit jungen Frauen seines Alters zusammen gesehen. Mochten es die Töchter der Nachbarschaft sein, oder Schulkameradinnen, oder wer auch immer? Ob da etwas Ernstes dabei warm wusste er allerdings nicht. Das Thema Frauen und Hochzeit war in Japan immerhin etwas speziell. Das wusste er nur zu gut, denn auch seine Ehe mit Natsuko war von deren und seinen Eltern organsiert worden wie es in Japan meist üblich war.
Anmerkung des Autors: Es findet sich wieder nur schwer etwas wie das Bildungssystem in Japan um 1920-1930 herum genau aussah, aber zumindest konnten auch Frauen eine Schule besuchen. Ob die existierende Schulpflicht Jungen und Mädchen betraf, haben Wir nicht klären können, Wir nehmen es einfach mal an. Auch haben Wir – auf die Schnelle – nichts gefunden ob es ausschließlich getrennte Klassen/Schulen nach Geschlechtern gab oder nicht? Japan war da ja bis in die 1990er Jahre wohl etwa speziell – öhm – ist es noch!
https://wiki.edu.vn/wiki13/2020/12/16/bildungsgeschichte-in-japan
https://diglib.uibk.ac.at/ulbtirolhs/download/pdf/7685607?originalFilename=true
„Das Thema Yoshiwara sparen wir aus, du bist hier in der Redaktion und nicht dort. Also was möchtest du deinem Vater mitteilen?“
Okada schwieg, nahm einen Bogen Papier und einen Stift, dann begann er aus dem Gedächtnis heraus zu zeichnen. Es dauerte etliche Minuten, geradezu eine Ewigkeit, dann blickte er auf:
„Hier - das haben sie uns heute Morgen gezeigt. Das soll die Zukunft sein, dafür sollen wir ausgebildet werden.“
Osaki Satoshi starrte entgeistert auf den Plan:
„Was ist das? So groß? Wahnsinn!“
„Vernichte es, wenn das jemand bei dir findet sind wir beide nicht mehr lange am Leben.“
Dann verschwand Okada so unvermittelt wie er aufgetaucht war und Satoshi fragte sich, ob sein Sohn jetzt wohl dem Befehl nachkam und ins Yoshiwara gehen würde um sich zu besaufen oder…
Auch Satoshi machte sich auf den Weg. Er hatte einen Termin mit dem ehemaligen Verleger der Tōkyō Puck. Mit diesem wollte er über ein ganz besonderes Projekt sprechen und hoffte die dafür nötigen Kontakte zu erhalten.
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Bild 154: Das frühe Vergnügungsviertel Yoshiwara
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Tokyo_Yoshiwara_Taisho_Era_postcard.jpg
Autor: unbekannt (http://www.kinouya.com)
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution_in_Japan
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 10. November 1926
Mitte November fand Osaki Satoshi einen Brief von Giichi auf seinem Schreibtisch in der Redaktion. Sein Sohn teilte ihm mit, dass der kleine japanische Verband heute in Papeete eingetroffen sei – Satoshi schaute auf das Datum des Schreibens, es stammte von Ende Juli – und er beschrieb die Arbeiten im Hafen und dem neuen japanischen Flugplatz der Insel. Außerdem hatte er ein Foto des Hafens beigefügt, worauf weitere japanische Kriegsschiffe abgebildet waren. Scheinbar hielt das japanische Oberkommando die Insel für wichtig genug um hier Unsummen zu verbauen, die wohl in Tōkyō besser aufgehoben gewesen wären?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 26. November 1926
Ende November gab Marineminister Takarabe Takeshi bekannt, dass das in Bau befindliche Schlachtschiff Kashima nicht weiter fertiggestellt werden würde. Das Schiff wäre wegen des inzwischen eingetreten Technologischen Fortschritts bereits veraltet und würde nicht mehr benötigt werden.
Das war für Osaki Satoshi eine vernünftige Schlussfolgerung. Es gab schlicht keinen Baufortschritt, seit das Schiff vor immerhin mehr als zwei Jahren auf Stapel gelegt worden war. Das Schwesterschiff Yamashiro war ebenfalls weit weg von der Fertigstellung, aber es hatte wohl mittlerweile genug Kosten verursacht, dass sich die Marine den Abbruch dieses Schiffes nicht zutraute. Nicht in einer Zeit klammer Kassen und des Wiederaufbaus der Hauptstadt. Eine Geldverschwendung dieses Ausmaßes würde die Bevölkerung derzeit nicht akzeptieren. Es wurde auch hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, dass sich jetzt doch die Befürworter von Flugzeugträgern durchgesetzt hätten und die Marine schlicht das Budget der Kashima für die Entwicklung der Trägerwaffe benötigte.
Osaki Satoshi konnte zwar nicht aktiv erklären, was er über die neuen Träger bereits wusste, dass aber zwei Einheiten davon mittlerweile mit Hochdruck in Bau waren konnte die Marine kaum verheimlichen. Ein Blick in die Werft von einem der Hügel aus und jeder wusste, dass die beiden Schiffsrümpfe ungewöhnlich waren. Zwar behaupte die Marine, dass es sich um neuartige schwere Kreuzer handeln würde und legte wie zum Beweis die Bestellung für insgesamt acht Stück 8“-Geschütztürme für die beiden Schiffe vor, aber das war eine schwache Ausrede. In Fachkreisen war bekannt, dass Japan seine schweren Kreuzer mit mindesten 10“-Geschützen ausrüstete. Eine Verringerung des Kalibers ergab keinen Sinn und die Rumpfform passte niemals zu einem Kreuzer.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 01. Dezember 1926
In den letzten Tagen hatte Osaki Satoshi seinen Mut zusammengesammelt und beschlossen, dass er es tun würde.
Er würde über die in Bau befindlichen Flugzeugträger veröffentlichen was er darüber wusste!
Aber er würde es nicht einfach so machen. Schon seit vielen Wochen befanden sich zwei frühere Angestellte der Tōkyō Puck im Verlag der Tōkyō Shinbun.
Es waren zwei Mangaka, die beim großen Kitazawa Rakuten selbst gelernt hatten!
https://de.wikipedia.org/wiki/Mangaka
Osaki Satoshi stand kurz vor der Herausgabe eines ganz besonderen Extrablattes. Eben für dieses Extrablatt würde er die beiden Mangaka bitten sich auch dem Flugzeugträger Kaga anzunehmen…
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#165 RTW2-JAP#
Eigentlich ist das wenig vernünftig, einen großen Flottenträger zu konstruieren, wenn die Vorgänger kaum Einsatzerfahrung genossen haben und man nicht aus Mängeln lernen konnte (in der Realität).
Wird spannend, ob sich das Konstrukt auch bewähren wird.
Werter Taurus,
bedenkt, dass zwischen den Flottenträgern und den ersten leichten Trägern bzw. Träger-Konversionen bereits 8 Jahre liegen. Bis die Flottenträger fertig sind, werden gut 10 Jahre dazwischen liegen. Es muss ja nicht nur immer ein Krieg sein, indem man lernt.
Natürlich führen auch ständige Übungen und Manöver zu Erkenntnissen - und Spionage :cool:
Also das passt schon, die Flottenträger wurden ja nicht aus dem Hut gezaubert und der erste Kriegseinsatz der Kaga wird ein gaaannnzzzz besonderer - der ewig in Erinnerung bleiben wird - versprochen!
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 06. Dezember 1926
Am Montag dem sechsten Dezember war es endlich soweit. Über das Wochenende liefen die Druckerpressen im Dauerbetrieb für das Extrablatt. Osaki Satoshi hatte das schon lange wieder gewollt und jetzt endlich war er in der Position das Projekt umzusetzen. Natürlich hätte es ihn zumindest seine berufliche Existenz gekostet, wenn er Detailreiche Konstruktionsskizzen aller japanischen Kriegsschiffe veröffentlicht hätte, vielleicht auch mehr als nur die berufliche Existenz? Aber schon oft hatte er sich in alten Aufzeichnungen und Büchern die liebevoll gestalteten Farbholzschnitte angesehen und war von deren Ästhetik, Farbgewalt und Detailreichtum begeistert. Diese Abbildungen erinnerten ihn aber auch an die Illustrationen der Tōkyō Puck. Da war schon sowas wie eine merkwürdige Ähnlichkeit vorhanden.
Damit stand sein Entschluss fest. Er hatte die beiden Mangaka der Tōkyō Puck in den letzten Monaten beauftragt Illustrationen sämtlicher Schiffsklassen der Kaiserlich Japanischen Marine anzufertigen. Mit allen Details aber dennoch so kunstvoll entstellt das nicht wirklich etwas Preis gegeben wurde. Das galt jetzt auch für die beiden in Bau befindlichen Flugzeugträger der neuen Kaga-Klasse. Es war vermessen exakte Angaben dieser neuen Schiffe für alle Welt abzudrucken ohne dass die Leser verstanden was sie dort vor sich sahen. Es entstand ein außergewöhnliches Extrablatt der Tōkyō Shinbun über die Kaiserlich Japanischen Marine in einer Opulenz wie es seit Jahrzehnten nicht mehr üblich war.
Osaki Satoshi empfand es als Meisterwerk. Ob das die Zeitungsleser auch so sehen würden, sollte sich bald zeigen. Der Verkauf würde jeden Augenblick beginnen.
Bis er wusste wie sein Extrablatt angenommen wurde, würde er sich Gedanken darübermachen welche Worte er wählen sollte, falls eine Abteilung der Kempeitai in seinem Büro eintreffen sollte!
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Bild 155: Flugzeugträger Kaga der Kaiserlich Japanischen Marine
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kaga_Ikari_1930.jpg
Autor: Shizuo Fukui (Kure Maritime Museum, Japanese Naval Warship Photo Album: Aircraft carrier and Seaplane carrier, Supervisory editor: Kazushige Todaka, p. 30.)
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaga_(Schiff,_1928)
„Rengō Kantai“
Die aktiven und in Bau befindlichen Schiffe der 大日本帝國海軍 (Dai-Nippon Teikoku Kaigun - Kaiserlich Japanischen Marine)
戦艦 (Senkan)
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巡洋戦艦 (Jun'yōsenkan)
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重巡洋艦 (Jū jun'yōkan)
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軽巡洋艦 (Kei jun'yōkan)
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軽空母 (Kei kūbo)
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航空機入札 (Kōkūki nyūsatsu)
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駆逐艦 (Kuchiku-kan)
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コルベット (Korubetto)
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建造中の戦艦 (Kenzō-chū no senkan)
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建造中の巡洋戦艦 (Kenzō-chū no jun'yōsenkan)
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建設中の重巡洋艦 (Kensetsu-chū no omo jun'yōkan)
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建造中の艦隊空母 (Kenzō-chū no kantai kūbo)
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建造中の駆逐艦 (Kenzō-chū no kuchiku-kan)
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#166 RTW2-JAP#
#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 07. Dezember 1926
Die Kempeitai waren nicht in Osaki Satoshis Redaktion erschienen, dafür ein junger Kaigun-tai-i der ein Schreiben des Marineministers überbrachte.
Das Schreiben hatte zweierlei Inhalt. Zum ersten gab der Minister zu verstehen, dass lose Zungen von Verwandten wie Brüdern, Onkeln oder etwa Söhnen zu anderen Zeiten schon mal in einem Seppuku geendet hatten, zum anderen ordnete Marineminister Takarabe Takeshi an, tausend Exemplare des Sonderblattes ans Ministerium zu liefern. Es klang durch, dass sich die „feinen“ Zeichnungen im Kreis der Offiziere größter Beliebtheit erfreuten und die Marineführung beschlossen hatte etliche Exemplare des Sonderblattes an sämtliche Marinestützpunkte zu senden, die außerhalb Tōkyō’s lagen.
Osaki Satoshi konnte also davon ausgehen, dass das Ministerium zumindest zurzeit keine Einwände gegen eine Übersicht der japanischen Kriegsschiffe hatte, die Art der Informationsbeschaffung beim nächsten Vorkommen allerdings Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Gut gelaunt verlies Satoshi sein Büro um Besorgungen für den anstehenden Jahreswechsel zu tätigen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 09. Mai 1927
Osaki Satoshi machte sich vom Verlagsgebäude aus zu Fuß auf den Weg durch die Stadt. Der Frühling begann Einzug zu halten und im modernen Tōkyō war so etwas wie Aufbruchsstimmung zu spüren. Dreieinhalb Jahre waren seit dem großen Beben vergangen und noch immer konnte man in der Stadt die tiefen Wunden dieses Ereignisses sehen. Aber es war nicht zu leugnen, dass „neue“ Tōkyō machte Neugierig und Lust auf mehr. Zumindest dachte man im aufgeschlossenen Teil der Bevölkerung solche Gedanken. Weltreisende, die die große Städte wie Paris und New York kannten, oder das förmlich vor Leben explodierende Berlin sagten das die japanische Metropole einen spannenden Weg der Auferstehung eingeschlagen hatte. Die Traditionalisten lehnten das ab, wie sie schlicht alles ablehnten, selbst das was sie tags zuvor noch gelobt hatten. Nur diejenigen die alles verloren hatten waren kaum zu vernehmen. Außer jenen die sich infolge des Verlusts von Hab und Gut vor lauter Scham das Leben genommen hatten, versuchte der Rest sein Leben und seine Stellung wiederzuerlangen. Diese Personengruppe hatte schlicht keine Zeit für philosophische Gedanken, sondern versank in Arbeit.
Osaki Satoshi fragte sich ob das mit dem Beginn des Frühlings nachlassen würde und die Leute wieder mehr „leben“ würden? Die Meldungen aus den Entwicklungsabteilungen schienen sich zu überschlagen und der Winter war für die Forschung einer emsigen Bevölkerung wie gemacht. Würde das so weitergehen oder den bevorstehenden Sommer über nachlassen?
Satoshis Spaziergang endete am Strand und in der Ferne konnte er den leichten Kreuzer Hirado erkennen, der sich langsam aber stetig Richtung Yokosuka schob. Ein Jahr lang hatte er seinen Sohn Giichi nun schon nicht mehr gesehen und außer den drei Briefen die sein Sohn ihm geschickt hatte, hatter er sonst keine weiteren Informationen erhalten. Ein Brief kam aus Papeete, ein zweiter aus New York und der dritte aus Kapstadt. Das kleine japanische Geschwader hatte einmal die Welt umrundet und hatte heute die Heimat erreicht.
Das Marineministerium hatte die Ankunft groß verkündet und als Heldentat gefeiert. Beeindruckend war es ohne Frage, ob es auch heldenhaft war - daran Satoshi einige Zweifel!
Es war wohl eine Machtdemonstration des japanischen Selbstverständnisses gewesen und so hatten es wohl zumindest Deutschland und Frankreich auch verstanden. Die Beziehungen zu Frankreich standen kurz vor einem neuen Krieg und das hatte auch Premierminister Tanaka Giichi auf den Plan gerufen. Satoshi schmunzelte ob der identischen Vornamen, aber sonst wusste er über den neuen Premierminister, der seit drei Wochen im Amt war wenig zu sagen. Zumindest wusste er jetzt, dass Tanaka Giichi, obwohl er ein General der Armee war, kein reiner Kriegstreiber war. Er verlangte von den Militärs Konzessionen um Frankreich zu besänftigen. Wie viel das Wert sein mochte, würde sollte sich wohl bald anhand der französischen Reaktion erkennen lassen.
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Bild 156: Premierminister Giichi Tanaka
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Giichi_Tanaka_posing.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Tanaka_Giichi
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 15. Dezember 1927
Der Rest des Jahres verlief mit größeren Spannungen, aber letztlich friedlich. Das lag auch daran, dass Premierminister Tanaka Giichi immer wieder intervenierte sobald seine Militärs Ärger heraufbeschworen. Zum Jahresende verstanden es daher Insider als Affront gegen den Minister, als die Marine die ältesten auffindbaren Schiffe auf eine weitere Weltumrundung entsandte.
Jeder wusste bereits, dass die Kaiserlich Japanische Marine mehr zu bieten hatte und alle wussten das die Marine dieses Schauspiel als versteckte Attacke auf den Premierminister aufführte. Schnell kamen Spekulationen auf, dass die Marine mit einem Armeegeneral an der Regierungsspitze fremdelte und womöglich die friedlichen Zeiten zwischen Armee und Marine der Vergangenheit angehörten.
Ein neuer Konflikt lag förmlich in der Luft – ob er nur innerhalb des Militärs ausgetragen werden würde – oder ob man die Aggressionen lieber an einem gemeinsamen Feind auslassen würde – war jedoch unklar!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 08. Februar 1928
Osaki Satoshi musste zwar anerkennen, dass Premierminister Tanaka Giichi nichts unversucht gelassen hatte einen neuen Krieg zu verhindern, jedoch gab es Gegner des Friedens nicht nur in Japan, sondern auch im Ausland.
Über die Hälfte der Besatzung des Zerstörers Wakatsuki fand den Tod, als der Zerstörer von einem unbekannten U-Boot während einer Trainingsfahrt versenkt wurde. Ausnahmslos alle innerhalb der Marine waren sich sicher, dass es ein französisches U-Boot gewesen war, aber die kleinste Äußerung in diese Richtung hätte sofort einen Krieg ausgelöst.
Der größte Teil der Flotte befand sich stillgelegt in Reserve, was für einen Krieg keine brauchbaren Ausgangsbedingungen waren. Der Brief von Marineminister Okada Keisuke war daher eindeutig. Die Schuld sollte Russland angelastet werden und Osaki Satoshi war auserkoren noch heute in einem Extrablatt entsprechende Stimmung im Volk zu machen. Der Bote der das Schreiben des Ministers überbracht hatte, machte deutlich das Osaki Satoshi keine Wahl hatte. Entweder er arbeitete mit der Marine zusammen, oder er würde für lange Zeit von der Bildfläche verschwinden.
Osaki Satoshi hatte den Artikel noch nicht fertig, als der nächste Bote in der Tür stand. Die Ereignisse schienen sich zu überschlagen. Im der Konstruktionsabteilung der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) wurde ein französischer Spion enttarnt und weite Teile der Werftarbeiter hatten das bereits erfahren. Das war nicht mehr zu verheimlichen und auch das musste nunmehr veröffentlicht werden. Satoshi musste ein Kunststück vollbringen. Er sollte auch Frankreich an den Pranger stellen, ohne damit einen Krieg auszulösen.
So ruhig die letzten Jahre verlaufen waren, mit dem heutigen Tag änderte sich alles. Die Marine war zum ersten Mal seit Dreißig Jahren in der Defensive. Bislang hatten Japans Falken Konflikte heraufbeschworen und dann plötzlich und unerwartet zugeschlagen. Dieses Mal nahm Frankreich das Heft des Handelns in die Hand und zwang Japan in die Defensive.
Die Lunte mochte noch nicht brennen, aber sie war gelegt und es fehlte nur noch ein kleiner Anlass und Japan befand sich in einem ungeplanten Krieg!
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#010 Quo vadis Rengō Kantai?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 02. März 1928
Die Spannungen zwischen dem Kaiserreich Japan und dem Rest der Welt schienen unerwartet gestiegen zu sein. In der Marine konnte so etwas wie eine leichte Panik erkannt werden. Dies äußerste sich sichtbar darin, dass fast sämtliche leichten Kreuzer noch im Februar in die Werften verbracht wurden. Unter der Hand wurde gemunkelt, dass die Modernisierungen hastig und ohne die nötige Sorgfalt geplant worden waren. Speziell der Antrieb wurde nicht auf die modernsten Möglichkeiten umgebaut, weil der Marine die Zeitdauer für einen derartigen Umbau zu lange war. Nicht wenige Kritiker sagten, dass dadurch unnötig Potential verloren ginge.
Die Zeichen waren untrüglich, die Marine war auf dem falschen Fuß erwischt worden und unternahm nun hektische Schritte um die Flotte auf einen drohenden Krieg vorzubereiten – so schnell wie möglich!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 11. April 1928
Mitte April folgte dann der große Schlag: Mobilisierung! Für einen Krieg zwischen Russland und Japan fehlte weniger als ein Wimpernschlag und aus Frankreich und Deutschland kamen wütende Protestnoten. Auch hier konnte jetzt jedes falsche Wort im Donner der Kanonen enden! Praktisch in ganz Japan war man sich sicher, dass der kommende Sommer Tod und Verderben bringen würde. Nur für wen, darüber wurde gerätselt?
Auch die Geheimniskrämerei hielt wieder Einzug. Osaki Satoshi hatte zwar erfahren, dass die Marine gleich mehrere Studien für neue Schiffskonstruktionen in Auftrag gegeben hatte. Um was es sich handelte, das war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Werften zumindest heuerten mehr Personal an, als die aktuelle Auftragslage hergab und die Hochöfen schienen selbst zu schmelzen, soviel Stahl wurde produziert.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 08. Juni 1928
Alleine Premierminister Giichi Tanaka mochte den Frieden nicht opfern. Wie ein emsiges Eichhörnchen nahm er den Kampf gegen den Krieg auf und putzte Klinken. Selbst persönliche Schmach nahm er auf sich um Japan aus einem Krieg herauszuhalten. Der Erfolg war gering aber vorhanden. Russland hatte größere Teile seine Flotte nach Asien entsandt, aber die deutschen und französischen Kriegsschiffe hielten sich nach wie vor in europäischen Gewässern auf.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 20. August 1928
Der Sommer kam und die Kanonen blieben stumm. Auf den Werften herrschte jedoch Vollbeschäftigung. Nicht weniger als acht neue größere Schiffe befanden sich in Bau. Es waren keine Schlachtschiffe, dass konnte man beim Blick auf die Docks erkennen. Ob es aber Kreuzer oder Flugzeugträger oder etwas Anderes war, dass konnte man nicht beurteilen.
Frankreich und Russland konnten besänftigt werden, dafür tobte ein fast siebzig jähriger Deutscher Kaiser in Berlin herum und sprach vom Ende der Sanftmut mit den asiatischen Schlitzaugen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 11. Dezember 1928
Ein heißer Sommer zog vorüber und mündete in einem warmen Herbst, der in einen kalten Dezember übergeglitten war. Die politische Lage war angespannt, aber die Waffen schwiegen. Die 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) bereitete ein Trockendock für etwas Gewaltiges vor. Es konnte nur ein neues Schlachtschiff sein, aber selbst für ein Schlachtschiff würde es riesig werden. Weitere Details waren nicht bekannt, aber selbst die ausländischen Militärattachés flüsterten über das größte jemals gebaute Kriegsschiff.
Am elften des Monats Dezember versammelte sich scheinbar ganz Tōkyō an der Bucht. Die Kaiserlich japanische Marine vollführte eine gigantische Flottenparade aus Anlass der Indienststellung des weltweit ersten Flottenflugzeugträgers. Die Kaga war nicht zu verwechseln – ihr Aussehen entsprach so gar nicht den üblichen Erwartungen und ihre Größe konnte man nicht übersehen. Ein riesiger großer grauer Kasten. Ein größerer Teil der Menschenmenge spottete, dass man dieses Ding überhaupt nicht verfehlen konnte, selbst wenn man wollte. Die Menge war sich sicher, dass es ein Granatenfänger war, der in der ersten Minute einer Seeschlacht sinken würde.
Als dann aber aus dem Hintergrund sechzig Flugzeuge im Tiefflug über die Köpfe hinweg, auf die Bucht hinausflogen, verschlug es allen die Sprache und jeder bedeckte seine Ohren mit den Händen. Der brutale Lärm der Doppelsternmotoren lies nicht wenige Zuschauer an das Erdbeben zurückdenken, dass die Hauptstadt fünf Jahre zuvor getroffen hatte. Alles bebte, alles vibrierte, alle staunten vor Ehrfurcht vor dem was sie da sahen und hörten. Es dauerte einige Minuten – die Kette der Jagdflugzeuge und Bomber drehte eine Runde um den Schiffsverband, dann setzte eines nach dem anderen zur Landung an. Spätestens jetzt verschlug es auch dem letzten die Sprache.
Das war etwas Neues – das hatte es zuvor noch nicht gegeben!
Osaki Satoshi verfolgte die Landung jedes einzelnen Flugzeugs mit größter Konzentration und mit Argwohn. In einem der Yokosuka Shuka Jagdflugzeuge saß sein Sohn Okada und von diesem wusste er, dass von den 20 Piloten seiner Staffel bei den ersten beiden Testlandungen eine Woche zuvor nicht weniger als fünf Stück Bruch gemacht hatten. Drei der Piloten kamen dabei ums Leben und die zwei weiteren würden nie mehr Laufen geschweige denn Fliegen können.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 03. Januar 1929
Der Januar begann sehr ungewöhnlich. Die Marine gab die Verschrottung von sechs erst kürzlich beauftragten Schiffen bekannt. Der Grund wurde nicht genannt, aber Osaki Satoshi hatten von seinem Sohn Giichi erfahren, dass die Entwürfe bei der Beauftragung vom technischen Fortschritt bereits überholt worden waren. Die Konstruktionsabteilungen hatten längst den Auftrag für angepasste Entwürfe erhalten und die Marine wollte die Dock-Kapazitäten nicht mit Schiffen blockieren, die gerade erst aufgelegt worden waren und keinen nennenswerten Baufortschritt verzeichnen konnten.
Auch erfuhr Satoshi bei dieser Gelegenheit den Namen des neuen Schlachtschiffes. Es sollte Fuji heißen und darauf anspielen, dass es genauso tödlich sein würde wie der Vulkan der auch Sinnbildlich für Japan stand.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 19. März 1929
Osaki Satoshi saß vertieft in seine Aufzeichnungen ins einem Büro, als er aus dem Großraumbüro der Redaktion Schreie hörte. Er stand auf um nachzusehen. Er hatte die Tür noch nicht erreicht, als diese Aufflog und gegen die Seitenwand des Regals krachte, dass sich neben der Tür befand.
Einer seine Redakteure stand ganz außer Atem vor ihm:
„KRIEG – KRIEG – DAS DEUTSCHE KAISERREICH HAT JAPAN DEN KRIEG ERKLÄRT!“
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#168 RTW2-JAP#
Nun also das deutsche Kaiserreich, wie sieht es denn mit deren Werftkapazitäten in und um Asien aus? Besser als die der Franzosen? Dann könnte es spannender werden, wenn größere Flotteneinheiten länger vor Ort operieren können.
Hätte für Japan auch noch schlimmer aussehen können, wenn der Krieg früher ausgebrochen wäre. Jetzt kam ja doch rechtzeitig einiges Material dazu, was definitiv nützlich sein wird.
Nun also das deutsche Kaiserreich, wie sieht es denn mit deren Werftkapazitäten in und um Asien aus? Besser als die der Franzosen? Dann könnte es spannender werden, wenn größere Flotteneinheiten länger vor Ort operieren können.
Hätte für Japan auch noch schlimmer aussehen können, wenn der Krieg früher ausgebrochen wäre. Jetzt kam ja doch rechtzeitig einiges Material dazu, was definitiv nützlich sein wird.
Edler Taurus,
die Antwort auf Eure Fragen werden Wir wie üblich durch einen Eingangs-Vergleich innerhalb des AAR beantworten, wie bislang bei jedem Krieg ;). Diesen Vergleich haben Wir just gerade erstellt! Bis aber der zugehörige AAR-Post fertig ist, wird es noch etwa dauern.
Bis dahin bitten Wir um Geduld, was den Deutsch-Japanischen Frühjahrskrieg von 1929 anbelangt.
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
>> Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929 <<
Das Kaiserreich Japan hatte kein Interesse an einem Krieg, zumindest nicht Ende 1929. Der Umbau der Flotte hatte Priorität und hatte überhaupt gerade erst begonnen. Die Marine hatte sich intern in den letzten zwölf bis vierundzwanzig Monaten geeinigt wohin die Flotte steuern sollte.
Das neue Konzept hieß schon länger 機動部隊 („Kidō Butai“)
Die 機動部隊 („Kidō Butai“) sollte der neue taktische Kern der Rengō Kantai werden. Die jungen Offiziere nannten es auch schnelle mobile Eingreiftruppe. Schlachtschiffe – insbesondere jene Japans – waren langsam und wahre Monster. Ihre theoretische Feuerkraft gewaltig, aber in der Zahl viel zu gering. Selbst wenn ein japanisches Schlachtschiff zwei oder gar drei europäischen Schlachtschiffen gleichkam reichte es nicht aus. Flugzeugträger waren dagegen schnell und Japan eindeutiger Technologieführer in diesem Bereich. Was ein einzelnes Flugzeug anrichten konnte, war seit dem Krieg gegen Frankreich bekannt. Es hatte aber beinahe fünf Jahre gedauert um diese Meinung in der gesamten Marine durchzusetzen. Zwar gab es immer noch die Hardliner der Schlachtschiff-Fraktion, aber diese wurden still und leise entmachtet. Zwar vernahm man deren Einspruch, was Feuerkraft gegen Landziele anging, aber dafür reichten einige wenige Schlachtschiffe aus.
Die Entscheidung war gefallen. Japan würde eine große Stückzahl an schnellen Flottenflugzeugträgern bauen, die von schnellen schweren Kreuzern und massenhaft schnellen Zerstörern begleitet werden sollten. Diese „Kidō Butai“ würde schnell und schlagkräftig werden und dennoch so zahlreich sein, dass Japan mehrere Kampfgruppen gleichzeitig würde unterhalten können.
Schlachtschiffe mochten als Nahdeckung fungieren können, mehr aber zur Unterstützung von Landungsoperationen. Das Problem war, dass Japan zu Beginn des Jahres nur einen einzigen Flottenflugzeugträger besaß, die Kaga. Das Schwesterschiff befand sich direkt vor der Fertigstellung, aber eine „Kidō Butai“ Kampfgruppe sollte aus mindestens vier großen Flugzeugträgern bestehen. Auch schnelle schwere Kreuzer und Zerstörer gab es längst nicht in der nötigen Anzahl. Vor dem Jahr 1935 würde sich das auch nicht wesentlich ändern.
Japan hatte versucht einen neuen Krieg zu vermeiden, aber in Berlin hatte man wohl eine Ahnung das sich der Seekrieg an seinem Wendepunkt befand. Die Deutsche Hochseeflotte war fast in Gänze klassischer Doktrin entsprechend aus großen Mengen Schlachtschiffen und Schlachtkreuzern aufgebaut. Das Japan seit dem Krieg gegen das British Empire die „Säuberung“ Asiens von den Kolonialmächten zum Ziel hatte, wusste man in Berlin nur zu gut. Frankreich hatte das nicht verstanden gehabt und den Preis dafür gezahlt. Der alte Kaiser Wilhelm II. wollte sich nicht so übertölpeln lassen wie es mit Frankreich geschehen war. Die Zeit dafür lief jedoch ab. Wenn Deutschland seine Position halten wollte, musste es jetzt sein. In wenigen Jahren war es dafür zu spät.
Der Deutsche Kaiser war sich sicher mit seiner großen Flotte einen Denkzettel verteilen zu können. Seine Admirale wussten es besser. Diese hatten längst erkannt, dass die Hochseeflotte wie einst die Schiffe des Zaren in eine Mausefalle fahren würden. Die Admiralität hatte Tsingtau längst aufgegeben, konnte das aber nicht öffentlich aussprechen. Es wäre Hochverrat gewesen mit den entsprechenden Folgen für jeden, der dieser Meinung vertrat.
Den Berichten des ehemaligen kommandierenden Offiziers des Deutschen Ostasiengeschwaders Vizeadmiral Friedrich Gädecke konnte man viel über die Kampftaktik Japans entnehmen. Der amtierende Leiter des Oberkommandos der Marine – Admiral Erich Johann Albert Raeder – hatte daher eine Vorstellung davon was in Asien passieren würde und was dort besser passieren sollte. Es waren nicht seine Gedanken. Im Gegenteil es widerstrebte ihm sogar. Er hatte an der Denkschrift von Wolfgang Wegener mehr als reichlich Kritik geübt, die zu seinem Leidwesen frappierend auf die aktuelle Situation passte. Das wenigstens erkannte er – jetzt – wo es zu spät war um das Schicksal abzuwenden.
Seine Schlussfolgerungen würdigten die Tatsache, dass Asien weit weg war von Nord- und Ostsee und der alte „Herr“ aufgrund seines Zustands nicht Vor-Ort dabei sein konnte. Raeder würde die Flotte nicht in einer großen Seeschlacht opfern. Er würde etwas Neues ausprobieren, was gleichzeitig so alt war wie Seefahrt selbst. In Romanen würde man es als Piraten-Taktik beschreiben. Schnelle schlagkräftige aber kleine Geschwader die Nadelstiche austeilen sollten um Zeit zu schinden. Zeit bis man den Kaiser überzeugen konnte, dass dieser Krieg sinnlos war. Es mündete im Deutsch-Japanischen Frühjahrskrieg von 1929, der zu einem hohen Preis aufzeigte wie man Japan weh tun konnte, wenn man denn wollte.
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Bild 157: Admiral Erich Raeder im Jahre 1928
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_146-1987-080-30A,_Erich_Raeder.jpg / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en
Autor: unbekannt / https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Bundesarchiv/en
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Raeder
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Die Kaiserlich Japanische Marine im März 1929
Zu Beginn des Kriegs bestand die Kaiserlich Japanische Marine aus folgenden Einheiten:
1 Schlachtschiff der Iwami-Klasse (26.500 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Hatsuse-Klasse (40.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Shikishima-Klasse (49.000 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Fuso-Klasse (je 70.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Yamashiro-Klasse (58.000 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Iwate-Klasse (je 13.500 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
2 Schlachtkreuzer der Furutaka-Klasse (je 12.000 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
1 Schlachtkreuzer der Tsukuba-Klasse (23.500 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Ikoma-Klasse (45.000 Tonnen)
6 Schwere Kreuzer der Asama-Klasse (je 7.300 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Aso-Klasse (je 16.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Kako-Klasse (je 25.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Kinugasa-Klasse (je 26.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Haguro-Klasse (je 32.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Chokai-Klasse (je 27.000 Tonnen)
1 Schwerer Kreuzer der Maya-Klasse (28.000 Tonnen)
7 Leichte Kreuzer der Izumi-Klasse (je 5.500 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Matsushima-Klasse (je 5.500 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Niitaka-Klasse (je 8.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Chikuma-Klasse (je 8.000 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Hirado-Klasse (je 8.000 Tonnen)
1 Flottenflugzeugträger der Kaga-Klasse (28.000 Tonnen)
1 Leichter Flugzeugträger der Suwo-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Einheitslinienschiff Suwo
1 Leichter Flugzeugträger der Kehi Maru-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Flugzeugmutterschiff Kehi Maru
2 Leichte Flugzeugträger der Zuiho-Klasse (je 16.000 Tonnen)
2 Flugzeugmutterschiffe der Oryoku Maru-Klasse (je 5.000 Tonnen)
12 Zerstörer der Asakaze-Klasse (je 2.000 Tonnen)
11 Zerstörer der Yuzuki-Klasse (je 2.000 Tonnen)
12 Zerstörer der Momi-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Maki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Kaba-Klasse (je 1.500 Tonnen)
11 Zerstörer der Uzuki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
11 Zerstörer der Hakaze-Klasse (je 900 Tonnen)
19 Zerstörer der Hamanami-Klasse (je 900 Tonnen)
11 Zerstörer der Hokaze-Klasse (je 900 Tonnen)
10 Zerstörer der Nowaki-Klasse (je 600 Tonnen)
14 Zerstörer der Oshio-Klasse (je 600 Tonnen)
8 Zerstörer der Umikaze-Klasse (je 600 Tonnen)
22 Zerstörer der Akikaze-Klasse (je 500 Tonnen)
18 Zerstörer der Minazuki-Klasse (je 500 Tonnen)
7 Zerstörer der Ikazuchi-Klasse (je 500 Tonnen)
23 Korvetten der Asama Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
11 Korvetten der Murasaki Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
12 Korvetten der Peking Maru-Klasse (je 900 Tonnen)
5 Küsten-U-Boote Typ I-1
3 Küsten-U-Boote Typ I-10
5 Küsten-U-Boote Typ I-22
7 Küsten-U-Boote Typ I-33
7 U-Boote Typ I-43
6 U-Boote Typ I-53
10 U-Boote Typ I-63
10 U-Boote Typ I-73
16 Motortorpedoboot-Geschwader (Küstenschutz)
In Bau befanden sich im März 1929 folgende Einheiten:
1 Schlachtschiff der Fuji-Klasse (76.000 Tonnen)
1 Schwerer Kreuzer der Maya-Klasse (28.000 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
2 Leichte Kreuzer der Akashi-Klasse (je 7.000 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
3 Leichte Kreuzer der Akitsushima-Klasse (je 8.000 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
4 Leichte Kreuzer der Tatsuta-Klasse (je 8.000 Tonnen)
1 Flottenflugzeugträger der Kaga-Klasse (28.000 Tonnen)
2 Flottenflugzeugträger der Akagi-Klasse (28.000 Tonnen)
1 Zerstörer der Yuzuki-Klasse (2.000 Tonnen)
Luftstreitkräfte im März 1929:
Trägergeschwader Suwo – 16 Flugzeuge
Trägergeschwader Kehi Maru – 22 Flugzeuge
Trägergeschwader Zuiho – 34 Flugzeuge
Trägergeschwader Ryujo – 34 Flugzeuge
Trägergeschwader Kaga – 59 (60) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Sasebo (Japan) – 40 Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Yokosuka (Japan) – 40 Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Noshiro (Japan) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Takao (Formosa) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Saint Jaques (Cochinchina) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Than Hoa (Tonkin) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Fort Bayard (Kwang-Chou-Wan) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Hong Kong (Hong Kong) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wēihǎiwèi (Wēihǎiwèi) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Port Arthur (Liaodong Halbinsel) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wakkanai (Hokkaido) – 40 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Papeete (Polynesien) – 40 Flugzeuge
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Die Deutsche Hochseeflotte Flotte im März 1929
Zu Beginn des Kriegs bestand die Hochseeflotte aus folgenden Einheiten:
1 Schlachtschiff der Zähringen-Klasse (25.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Württemberg-Klasse (27.300 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Wörth-Klasse (35.900 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Schwaben-Klasse (je 32.900 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Mecklenburg-Klasse (40.600 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Kronprinz-Klasse (je 30.700 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Großer Kurfürst-Klasse (je 21.700 Tonnen)
3 Schlachtschiffe der Friedrich der Große-Klasse (je 19.800 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Baden-Klasse (31.600 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Von der Tann-Klasse (je 21.600 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Seydlitz-Klasse (je 27.100 Tonnen)
4 Schlachtkreuzer der Prinz Heinrich-Klasse (je 36.400 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Prinz Eitel Friedrich-Klasse (je 28.200 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der München-Klasse (35.900 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Mannheim-Klasse (32.200 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Hindenburg-Klasse (je 26.700 Tonnen)
4 Schlachtkreuzer der Fürst Bismarck-Klasse (je 31.400 Tonnen)
5 Schwere Kreuzer der Hansa-Klasse (je 12.200 Tonnen)
5 Schwere Kreuzer der Arcona-Klasse (je 11.800 Tonnen)
6 Leichte Kreuzer der Regensburg-Klasse (je 5.600 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Medusa-Klasse (je 8.000 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Magdeburg-Klasse (je 5.900 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Karlsruhe-Klasse (4.500 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Danzig-Klasse (je 6.800 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Breslau-Klasse (je 6.000 Tonnen)
8 Leichte Kreuzer der Bremen-Klasse (je 6.200 Tonnen)
2 Leichte Flugzeugträger der Ausonia-Klase (9.100 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Weddingen-Klasse (2.700 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Walter Leonhardt-Klasse (2.700 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Seezunge-Klasse (4.900 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Roland-Klasse (2.700 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Roche-Klasse (4.900 Tonnen)
8 Zerstörer der V67-Klasse (je 1.100 Tonnen)
6 Zerstörer der S61-Klasse (je 1.100 Tonnen)
3 Zerstörer der S22-Klasse (je 1.100 Tonnen)
13 Zerstörer der S19-Klasse (je 1.100 Tonnen)
9 Zerstörer der S15-Klasse (je 1.100 Tonnen)
9 Zerstörer der S13-Klasse (je 1.100 Tonnen)
19 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
22 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
15 Küsten-U-Boote
23 U-Boote
In Bau befanden sich im März 1929 folgende Einheiten:
1 Schlachtschiff der Preussen-Klasse (40.100 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Prinz Eitel Friedrich-Klasse (28.200 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
1 Schlachtkreuzer der München-Klasse (35.900 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der München-Klasse (35.900 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
2 Schlachtkreuzer der Dresden-Klasse (je 39.200 Tonnen)
1 Schwerer Kreuzer der Stuttgart-Klasse (11.900 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Karlsruhe-Klasse (4.500 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
2 Leichte Kreuzer der Danzig-Klasse (je 6.800 Tonnen)
1 Leichter Flugzeugträger der Jade-Klasse (10.000 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Weddingen-Klasse (2.700 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
1 Zerstörer der S61-Klasse (1.100 Tonnen)
3 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
1 Korvette Minna Petersen-Klassen (900 Tonnen)
2 Küsten-U-Boote
Luftstreitkräfte im März 1929:
Gesamtanzahl Marine-Flugzeuge: 258
Luftschiffstützpunkt Lüderitz (Deutsch Südwest-Afrika)
Luftschiffstützpunkt Wilhelmshafen (Deutschland)
Luftschiffstützpunkt Tsingtau (Kiautschou)
Luftwaffenstützpunkt Danzig (Deutschland)
Luftwaffenstützpunkt Duala (Kamerun)
Luftwaffenstützpunkt Tsingtau (Kiautschou)
Luftwaffenstützpunkt Pilau (Ost-Preussen)
Marine Luftwaffenstützpunkt Wilhelmshafen (Deutschland)
Marine Luftwaffenstützpunkt Emden (Deutschland)
+ + +
Kräftevergleich zwischen Japan und Deutschland:
Das Deutsche Kaiserreich hatte geradezu winzige Stützpunkte in Asien und der Pazifik Region und diese Lagen teils tausende Seemeilen auseinander. Einzig Tsingtau hatte eine gewisse Größe und Relevanz, aber eben dieses Tsingtau lag im Hinterhof Japans und war umzingelt von mittlerweile sehr gut ausgebauten japanischen Stützpunkten. Es war praktisch unmöglich ungesehen Tsingtau zu erreichen oder zu verlassen. Auch wenn die Deutsche Hochseeflotte eine beeindruckende Größe besaß, konnte sie in Asien nicht eingreifen. Würden die Großkampfschiffe nach Asien entsendet werden, mussten Sie in Tsingtau bunkern, bevor sie den Kampf aufnehmen konnten. Aufgrund der Lage des Stützpunktes würde die Hochseeflotte aber vermutlich niemals dort eintreffen, sondern mit leeren Bunkern und damit im Prinzip manövrierunfähig untergehen.
Das Papier mochte einmal mehr gegen Japan sprechen, die Situation aber fundamental gegen das Deutsche Kaiserreich!
Somit war diese Kriegserklärung für Europäische Experten nicht nachvollziehbar. Von den Innerdeutschen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Marine einerseits und zwischen der Marine und der politischen Führung anderseits, wusste so gut wie Niemand etwas. Am wahrscheinlichsten war daher für die meisten Beobachter, dass der Schlachtschiff Fanatiker Kaiser Wilhelm II. aufgrund seines fortgeschrittenen Alters seine Spielzeuge endlich einmal im Gefecht sehen wollte. Tsingtau sollte zudem besser in einem ehrenhaften Angriffskrieg verloren gehen, als dass es aus der strategischen Lage heraus demnächst von Japan in einem Handstreich aufgewischt werden würde.
Die Tonnage der beiden Kriegsflotten war annährend gleich. Japan hatte 1.501.600 Tonnen im Wasser oder den Werften, Deutschland geringfügig höhere 1.649.800 Tonnen. Der Unterschied war die Gewichtung der Schiffsklassen. Japan besaß jeweils 6 Schlachtschiffe und 6 Schlachtkreuzer, während Deutschland derer über 15 Schlachtschiffe und 24 Schlachtkreuzer verfügte. Bei den Kreuzern standen sich 38 japanische gegen 35 deutsche schwere und leichte Kreuzer gegenüber. Und auch die Korvetten waren mit 46 japanischen zu 41 deutschen ähnlich aufgestellt. Dazu kamen 53 japanische U-Boote gegen 38 deutsche U-Boote.
Den bislang immer ausschlaggebenden Unterschied versprachen auch diesmal die üppigen 190 japanischen Zerstörer zu machen, derer Deutschland nur 48 zum Einsatz bringen konnte.
Drastisch war auch das Verhältnis der Kampfflugzeuge. 661 japanischen Fluggeräten standen lediglich 306 deutsche Flugzeuge und 24 Luftschiffe gegenüber.
Aber dieses Verhältnis war trügerisch!
Das japanische Kaiserreich hatte beinahe sprichwörtlich auf jedem Stützpunkt auch ein Flugfeld und konnte zusammen mit seinen Flugzeugträgern fast die gesamte Anzahl an Flugzeugen im vermeintlichen Kriegsgebiet zum Einsatz bringen. Deutschland hatte als einziges Flugfeld eine Rollbahn in Tsingtau. Zusammen mit den bekannten Flugzeugträgern würde es somit keine 306 Flugzeuge zum Einsatz bringen können, sondern vielleicht 60 und das war eine optimistische Stückzahl.
Das was sich im Deutsch-Japanischen Frühjahrskrieg von 1929 auf See zutragen sollte war daher für keine der beiden Seiten aufgrund dieser deutlichen Zahlen vorhersehbar!
+ + +
#169 RTW2-JAP#
Beeindruckende Statistiken, besonders was die Größenverhältnisse angeht.
Japanische schwere Kreuzer sind tonnagemässig vielen deutschen Schlachtschiffen ebenbürtig! Aber so einfach wird die Rechnung wohl nicht sein, durch die Klassifizierung dürften die japanischen Kreuzer kleinere Hauptartillerie-Kaliber besitzen und nicht so effektiv sein.
Dafür sind sie aber nicht solche "Leichtgewichte", wie ihre deutschen Gegenstücke.
Die größten japanischen Schlachtschiffe sind schon mal doppelt so groß wie die deutschen, das klingt für uns nach klarem Fall in einem Seegefecht. Aber wie ist es mit der Qualität? Und außerdem: Bisher hat die meiste Drecksarbeit die Zerstörerflotte erledigt, warum sollte das hier anders sein? Vielleicht erleben diese jetzt mal einen anders handelnden Gegner als bislang und können nicht so einfach an die Dickschiffe ungestraft herankommen.
Und die Träger sind noch nicht mal eingepreist in diesen Vergleich....
Wir sind gespannt.:)
TheBlackSwan
15.02.23, 17:16
Also in Asien ist Japan ja drückend überlegen-müsste also schnell gehen?
Werter Taurus,
Wir sind gespannt.
ja - dieser Krieg war irgendwie schon interessant.
+ + +
Werter TheBlackSwan,
müsste also schnell gehen?
nun ja - der Titel ist nicht umsonst Frühjahrskrieg :rolleyes:
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
https://up.picr.de/36093157xz.png
Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
https://up.picr.de/36176752lo.png
>> Seeschlacht im Gelben Meer 19. März 1929 <<
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Die Kriegserklärung kam unerwartet, der Krieg jedoch nicht.
Die Spannungen zwischen dem Japanischen Kaiserreich und den europäischen Großmächten waren dafür in den letzten zwölf Monaten kontinuierlich zu hoch gewesen um einen neuen Krieg noch abwenden zu können. Japan hatte am 15. März begonnen Truppen einzuschiffen um seine äußeren Positionen zu stärken. Ziele waren Hong Kong, Formosa und Wēihǎiwèi. Hong Kong galt als besonders bedroht, da es eine hervorragende Ausgangsbasis war, um in Asien Seeoperationen durchführen zu können. Der Hafen war groß und die Werften hatten erhebliche Kapazitäten. Formosa war dagegen so etwas wie ein Türöffner oder ein Blockade-Bollwerk. Wer Formosa kontrollierte, kontrollierte damit den Zugang ins nördliche Ost-Asien. Wēihǎiwèi schließlich konnte über Land von Deutschen Truppen bedroht werden, auch wenn es beschwerlich sein würde.
Der Generalstab beschloss daher Hong Kong erheblich zu verstärken, Formosa zu ergänzen und Wēihǎiwèi nicht zu vergessen.
Die Truppentransporter hatten verschiedene Häfen auf den japanischen Inseln am Morgen des 15. März verlassen und sich östlich von Sasebo getroffen. Dort wurden drei Konvois zusammengestellt, die dann getrennt zu ihren Zielhäfen aufbrachen. Der Verband für Wēihǎiwèi war der letzte und hatte auch den kürzesten Weg. Die meisten Transporter hatten Nachschubgüter geladen, aber kaum zusätzliche Truppen. Die Gefahr für Wēihǎiwèi wurde als gering eingeschätzt, aber dieser Transport war der einzige der in Reichweite eines potentiell feindlichen Stützpunktes gelangen würde.
Kaigun-taishō Taniguchi Naomi hatte als Befehlshaber der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) nur oberflächlich mit den Planungen der Operationen zu tun, da sich Japan formell im Frieden befand und die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) damit auch nicht zum Einsatz kam. Er gab lediglich seine Schiffseinheiten ab an eigenständige kleinere Flotten, die dann den Geleitschutz bildeten. Wie die einzelnen Konvois zu führen waren, überließ er den Kommandanten der jeweiligen Flotte. Der Leiter des Admiralstabes Kaigun-taishō Katō Hiroharu ließ ihm dahingehend freie Hand.
Kaigun-taishō Taniguchi Naomi bildete die 第三艦隊 (Dai-san Kantai - 3. Flotte) für das Geleit nach Wēihǎiwèi und betraute Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura mit dem Kommando über die Flotte, obwohl oder gerade deswegen, weil Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura in der Vergangenheit nur bedingtes Glück mit einem Seekommando hatte. Kaigun-taishō Taniguchi Naomi rechnete nicht mit Schwierigkeiten und deshalb musste sich Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura auch nicht beweisen. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura bat seinerseits darum, die existierenden Teile der 機動部隊 („Kidō Butai“) seiner 3. Flotte zuzuordnen. Dem Argument, dass sich der Konvoi nach Wēihǎiwèi in den Einflussbereich eines möglicherweiße gegnerischen Flugplatzes begeben würde, konnte schließlich nicht widersprochen werden. Aufgrund dieser Sachlage würde der Flottenflugzeugträger Kaga bei der 3. Flotte den meisten Sinn ergeben.
Das Kommando Vor-Ort nahm Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura an Bord des recht neuen Schlachtkreuzers Ikoma ein, der somit als Flaggschiff fungierte. Die 3. Flotte bestand nach der Loslösung vor Sasebo aus zwei Teilen. Einer Schlachtkreuzerflotte die operative Aufklärung und Nachdeckung zu erfüllen hatte und einer Unterstützungsflotte, welche im Zweifel den eigentlichen Kampfauftrag übernahm, so er denn nötig werden sollte.
Am späten Nachmittag des 19. März 1929 stand der Konvoi mitten im Gelben Meer etwa auf der Höhe von Tsingtau und die Abenddämmerung zog herauf. An Bord der Ikoma traf ein allgemeiner Funkspruch aus Tōkyō ein, der Schlagartig alles veränderte. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura las die knappe Mitschrift des Sprechfunk-Offiziers:
„Deutsches Kaiserreich hat Japan um 15:00 Uhr Ortszeit Tōkyō den Krieg erklärt! Mit Beginn der Feindseligkeiten ist jederzeit zu rechnen. Gute Jagd!“
Geografisch befand sich der Konvoi fast exakt auf der Zeitzonenlinie und war eine Stunde hinter Tōkyō zurück. 15:00 Uhr Ortszeit Tōkyō war 14:00 Uhr für den Konvoi.
14:00 Uhr für den Konvoi war vor über 4 Stunden gewesen!
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura fluchte vernehmlich darüber, dass sich sein Verband seit über vier Stunden im Krieg sowie in feindlichen Gewässern befand ohne dies zu wissen.
Seine Flüche steigerten sich, als er Minuten später einen weiteren Funkspruch überreicht bekam, der direkt an ihn gerichtet war. Das Oberkommando fragte nach der Möglichkeit einer sofortigen Invasion von Wēihǎiwèi? Im Hauptquartier war man der Ansicht, dass eine überraschende Invasion vielleicht erfolgreich sein konnte. Schließlich konnte auf deutscher Seite Niemand damit rechnen, dass bereits sechs bis sieben Stunden nach der deutschen Kriegserklärung eine Invasion stattfinden würde. Ganz sicher rechneten die Deutschen nicht vor Ablauf von etwa sechzig Stunden mit der Möglichkeit der Ankunft von Truppentransportern vor Wēihǎiwèi. Und selbst sechzig Stunden waren dafür eigentlich sehr Ambitioniert.
Der Schlamassel war perfekt! Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura fragte sich, wie eine Invasion mit geringen Kräften ohne Planung mitten in der Nacht gelingen sollte? Er betrachte sich die ihm zur Verfügung stehenden Schiffe um zu Entscheiden ob er das Risiko eingehen sollte? Würde ihm diese Aktion gelingen, wäre sein Ruf reingewaschen von der früheren Schmach. Ohne Abstimmung mit seinen Schiffsführen war jedoch an eine Änderung der Befehle nicht zu denken…
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Bild 158: Kaigun-taishō Taniguchi Naomi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naomi_Taniguchi.jpg
Autor: Unknown author / http://www2b.biglobe.ne.jp/~yorozu/sub5-4.html
Infos: -
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Proforma beorderte Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura als erstes einen Aufklärungsplan für die Luftstützpunkte, seine Bordflugzeuge und die Aufklärer der Kaga. Er wusste zu gut, das auch nicht ein einziges Flugzeug abheben würde. In weniger als zehn Minuten setzte die Dämmerung über der Flotte ein, damit war an Flugoperationen nicht zu denken. Bevor auch nur ein einziges Flugzeug startklar war, würde es Stockfinster sein. Im Gegenteil, die Flugoperationen des Tages waren längst beendet worden und alle Flugzeuge bereits zurück auf ihren Stützpunkten. Er vermerkte bereits jetzt im Logbuch: Flugzeugträger Kaga nutzlos!
Ob er eine Invasion durchführen würde, mochte er auch von der Situation Vor-Ort abhängig machen. Er entließ die Unterstützungsflotte mit den beiden Schlachtschiffen Shikishima und Hatsuse mit ihrem Geleit aus ihrer Aufgabe und Befahl deren Annäherung an Wēihǎiwèi um die Lage aufzuklären und bei dieser Gelegenheit den Flugzeugstützpunkt mit den schweren Geschützen in Schutt und Asche zu legen. Einzig wenn der Konvoi in Gefahr geriet, sollten die Schlachtschiffe kehrtmachen. Damit rechnete er jedoch nicht, da laut dem Geheimdienst keine größeren Einheiten der Hochseeflotte als Schwere Kreuzer in asiatischen Gewässern bekannt waren.
Anmerkung des Autors:Die „Japan Support force“ steht unter Kontrolle der KI und kann daher nicht befehligt werden.[/B]
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Seine Streitmacht gliederte sich nunmehr wie folgt:
Japanische 7. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Ikoma (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Furutaka
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Japanische 10. Flugzeugträger-Division:
Flottenflugzeugträger Kaga
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Japanische 9. Aufklärungsdivision:
Leichter Kreuzer Tsushima
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Japanische 12. Seeflugzeugträger-Division:
Flugzeugtender Ussuri Maru
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Japanische 8. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Kiyonami
Zerstörer Hayashimo
Zerstörer Kishinami
Zerstörer Kazagumo
Zerstörer Makigumo
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Japanische 11. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Yamakaze
Zerstörer Arare
Zerstörer Arashio
Zerstörer Asashio
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Japanische 13. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Akikaze
Zerstörer Minekaze
Zerstörer Namikaze
Zerstörer Numakaze
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Sein Flaggschiff, der Schlachtkreuzer Ikoma, war mit Abstand die schlagkräftigste Einheit die er zur Verfügung hatte. Das Schiff war ziemlich neu und modern. Völlig anders verhielt es sich mit der Furutaka, die eher einem schwimmenden Museum glich. Die Kaga befand er wegen der Dunkelheit als wertlosen Ballast, was ebenfalls für den Tender Ussuri Maru galt. Damit hatte er außer seiner Ikoma nur eine Handvoll moderner Zerstörer und den leichten Kreuzer Tsushima als offensiv Potential. Die restlichen Schiffe mussten mit Bedacht eingesetzt werden.
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura gab einige Befehle aus und nun wollte er von seinen Divisionsführern eine Stellungnahme erbitten. Das Verschlüsseln der Funksprüche dauerte seine Zeit und bis er überhaupt mit einer Antwort rechnen konnte, hatte sich bereits die Dunkelheit über die Flotte gelegt. Der erste Antwort-Funkspruch war aber nicht der erwarteten Art, sondern völlig unverschlüsselt eine Meldung des Zerstörers Arare, die besagte das der Zerstörer ein unbekanntes Schiff in unmittelbarer Nähe ausgemacht hatte und der Flugzeugträger Kaga direkt auf diesen Kontakt drauf zu steuerte. Die Entfernung zur Kaga mochten 6.000 bis 8.000 Yards sein.
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#170 RTW2-JAP#
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Seeschlacht im Gelben Meer 19. März 1929 <<
Für die Kaga wurde sofortiges Abdrehen befohlen, während ihre Geleitzerstörer auf Angriffskurs schwenkten. Zuerst musste man aber herausfinden um was es sich überhaupt handelte?
Ebenfalls sollte der Konvoi vom potentiellen Gegner wegdrehen, während Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura seinen Schlachtkreuzern befahl Fühlung aufzunehmen. Dass man auf den Feind gestoßen war wurde schnell klar, als die Sichtungen zunahmen. Zum Glück schien der Feindverband einen nördlichen Kurs zu steuern, der ihn von der Kaga entfernte.
Die Japanische 11. Zerstörer-Flottille nahm eine Gefechtsformnation ein und beschloss anzugreifen. In diesem Moment durchzuckten Blitze die Dunkelheit und Schemenhaft zeichnete sich ein Großkampfschiff gegen den Horizont ab. Nur Sekunden später prasselten die ersten Granaten auf die Zerstörer hernieder. Die Yamakaze feuerte ihrerseits auf einen erkannten Zerstörer querab.
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Aus der Dunkelheit schälte sich ein Schlachtschiff hervor, das direkten Kurs auf die Transportschiffe hielt. Konnte der Feind von dem Konvoi wissen? War die Kriegserklärung etwa gezielt ausgesprochen worden um diesen Konvoi angreifen zu können?
Die Sichtbedingungen waren schlecht. Kaum 4.000 Yards weit konnte man sehen. Das Schlachtschiff drehte nach Norden, während sein Begleiter einen Schwenk nach Süden vollführte und als schwerer Kreuzer angesprochen wurde. Dann erkannte man, dass es nicht der Begleiter war, sondern ein weiteres Schiff. Das Schlachtschiff wurde unterdessen als Schlachtkreuzer der Von der Tann-Klasse angesprochen, was es nicht besser machte. Das Schiff war zwar alt, aber mit acht 12“ Geschützen trotzdem schwer bewaffnet. Es waren jetzt vier gegnerische Schiff erkannt worden.
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Wären die Sichtbedingungen nicht so miserabel gewesen, würde bereits ein übles Artilleriegefecht ausgetragen werden.
So aber fuhren erstmal alle Kriegsschiffe aufeinander zu!
An Bord des leichten Kreuzers Tsushima unternahm der wegen des drohenden Kriegs überstürzt zum 海軍大佐 (Kaigun-taisa) beförderte und als Kommandant eingesetzte Nagumo Chūichi ein gewagtes Manöver. Der junge und schneidige Kaigun-taisa legte seinen Kreuzer direkt in den Kurs des Schlachtkreuzers um diesen zum Ausweichen zu zwingen. Damit würde der Schlachtkreuzer nicht länger auf die Transporter aufschließen können, um deren Position er scheinbar wusste.
Währenddessen versuchte seinerseits der Geleitzerstörer des Schlachtkreuzers scheinbar das Gleiche mit den aufrückenden japanischen Zerstörern.
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Dann zeigte sich die Wucht der feindlichen 12“-Geschütze, die dem Zerstörer Kiynonami schwere Treffer zufügten.
Kaigun-taisa Nagumo Chūichi drehte etwa 1000 Yards vom Schlachtkreuzer entfernt bei um diesem mit seinen Torpedos angreifen zu können. Die modernen Mehrfach-Torpedo-Starter des leichten Kreuzers waren genau für solche Manöver entwickelt worden und Nagumo Chūichi war der richtige junge Draufgänger für ein solches Manöver.
Den deutschen Kommandanten hatte scheinbar irgendjemand eingebläut Unnachgiebig zu sein. Ganz wie es auch die Japaner waren! Während feindliche Zerstörer sonst immer sehr früh abdrehten, blieb dieser hier Stur auf seinem Kurs und wäre deswegen beinahe von der Akikaze gerammt worden. Um Zentimeter glitt der Rumpf der Akikaze am Feindschiff vorbei und das auch nur, weil die Akikaze den Kurs geändert hatte. Auch der Schlachtkreuzer hielt stur seinen Kurs, dass bracht ihn aber direkt in die Laufbahn von Nagumo’s Torpedosalve und diese saß richtig!
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An Bord des Flugzeugträgers Kaga ballte der Kommandant Kaigun-taisa Yamamoto Isoroku seine Fäuste. Es waren kaum sechs Wochen vergangen, seit er bei einem Manöver eine gesamte Staffel verloren hatte. Massiv hatte er deshalb zum wiederholten Male die Militärführung aufgefordert, bessere Navigationsinstrumente bereitzustellen. Wie gerne hätte er diese nun zur Verfügung gehabt. Er hätte seine Flugzeuge in die Nacht entsandt um anzugreifen. Schon als Leiter der Fliegerschule in Kasumigaura bestand er rücksichtslos auf Nachflüge seiner Flugschüler. Trotz immenser Verluste an Piloten war er der Ansicht, dass Luftangriffe bei Nacht immer den Vorteil des Überraschungsmoments hatten.
Jetzt aber hatte Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura den Einsatz der Flugzeuge untersagt. Die Kaga schlich wie ein räudiger Hund südlich am Kampfgeschehen vorbei und sollte zum Konvoi aufschließen, was ebenfalls für den Flugzeugtender Ussuri Maru galt. Das einzige was Kaigun-taisa Yamamoto Isoroku aktuell tun konnte, war eine vierfache Seewache aufzubieten, die mit Ferngläsern den Horizont absuchte. Die Kaga war alleine, ihre Zerstörer lagen im Gefecht und wenn jetzt weitere Schiffe auftauchen sollten oder gar ein U-Boot lag die Kaga komplett wehrlos auf dem Präsentierteller. Er hatte natürlich von den spöttischen Sprüchen bei der Flottenparade gehört. Dass die Kaga nichts Anderes war als ein Kugelfang. Fett und nutzlos und durch ihre gigantische Silhouette für Nichts und Niemanden zu übersehen.
Als sich abzeichnete, dass der schwere Kreuzer und sein Zerstörer ebenfalls zum Konvoi steuerten und freie Bahn hatten, erging der Befehl an die Kaga nach Süden auszuweichen und sich Richtung Japan abzusetzen. Kein einziges Geleitschiff befand sich zwischen der Kaga und den beiden deutschen Kriegsschiffen.
Die Schmach war kaum zu überbieten. Der Stolz der Kaiserlich Japanischen Marine, das Schiff, dass Japan in die Zukunft führen sollte, das Japan zur Seemacht Nummer Eins werden lassen sollte war auf der Flucht!
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Die beiden Torpedotreffer zeigten Wirkung, der Schlachtkreuzer drehte endlich ab. Dabei verpasste er der Kiyonami weitere Treffer, die bereits erheblich beschädigt war. Das Nachtgefecht verstätigte sich und der deutsche Zerstörer fuhr seelenruhig parallel zwischen zwei Japanischen Zerstörer-Flottillen dahin.
Der Deutsche Kommandant wusste genau, dass die Japaner nicht feuern konnten ohne sich selbst zu treffen!
Das erkannte auch Kaigun-taisa Nagumo Chūichi, der mit seinem leichten Kreuzer die einzige Position inne hatte, um auf den deutschen Zerstörer mit seiner Artillerie einzuwirken ohne Gefahr zu laufen die eigenen Zerstörer zu treffen. Vielleicht abgesehen von der Numakaze. Er Befahl eigenmächtig den Zielwechsel, obwohl er den Schlachtkreuzer angreifen sollte.
Dann Zerriss es die Arare und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass es ein japanischer Torpedo gewesen war, der den Zerstörer in zwei Teile spaltete.
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#171 RTW2-JAP#
Nachtgefechte sind auch immer Glückssache, manchmal bemerkt man nicht mal alle Gegner, die insgesamt auf der Szenerie sind.
Vielleicht sind ja noch mehr deutsche Schiffe in der Nähe, die bisher keinen Kontakt hatten. So wie es jetzt aussieht, habt ihr alles im großen und ganzen unter Kontrolle.
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Seeschlacht im Gelben Meer 19. März 1929 <<
Auf kurze Distanz entspann sich das Gefecht zwischen dem japanischen Geschwader und dem deutschen Schlachtkreuzer. Der gegnerische schwere Kreuzer wich nach Süden aus und war scheinbar auf der Suche nach der Kaga. Japans Flottenflugzeugträger war aber im Schutz der Dunkelheit bereits auf Abstand gegangen.
Für die Hochseeflotte lief das Gefecht also schlecht und der Schlachtkreuzer fungierte als Torpedofänger. Diese Taktik beherrschten Japans Zerstörer mühelos, waren sie es doch dreißig Jahre lang nicht anders gewohnt so zu kämpfen! Die Deutschen wiederum schienen sich von den Japanern viel abgeschaut zu haben. Vor allen Dingen die Hartnäckigkeit machten sie sich zu eigen, was in der Kollision der Numakaze mit dem deutschen Zerstörer mündete.
Keiner der beiden Schiffsführer wollte nachgeben. Jeder beharrte stur auf seinem Kurs bis es Krachte!
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura notierte nacheinander zahlreiche Torpedo-Treffer auf dem Feindschiff und war zufrieden mit der Situation. Der Gegner dürfte bereits dem Tode geweiht sein. Ein derart alter Kreuzer verkraftete so viele Treffer keinesfalls. Dann riss es ihn von Beinen. Die Ikoma schaukelte wild hin und her und ein tiefes Grollen zog durch den Rumpf. Die Ikoma neigte sich nach Steuerbord und vom Vorschiff kommend hüllte dunkler Rauch die Brückenaufbauten ein.
„Torpedotreffer Steuerbord auf Höhe Geschützturm“ krächzte es aus dem Lautsprecher, dann plärrten die Sirenen los.
Der Kapitän der Ikoma wartete nicht auf Anweisungen vom Admiral und befahl sofortiges Hartruder Backbord. Das war niemals ein japanischer Torpedo, da war sich der Kapitän sicher. Dieser Torpedo konnte und musste einzig von den Deutschen stammen!
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Dieser Schlachtkreuzer war ein ehrbarer Feind, er verstand zu Kämpfen und tat dies auch, auch wenn er bereits selbst erledigt war. Die Ikoma dagegen nahm Wasser und verlor an Fahrt. Dafür das die Ikoma fast dem neusten Stand der Technik entsprach, war der Schlachtkreuzer schwer beschädigt. Ein weiterer Treffer mit gleicher Wirkung konnte bereits das Ende bedeuten, dass musste sich Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura eingestehen und er wollte nicht glauben, dass dieses moderne Schiff so leicht zu versenken sein konnte!
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura nahm seinen Kreuzer aus dem Gefecht bis das Leck unter Kontrolle war. Der deutsche Kommandant wollte dabei aber mitreden und nahm Kurs auf die japanischen Schlachtkreuzer, auch wenn seine Geschwindigkeit bereits unterhalb der der Japaner lag.
Dieser Deutscher Schlachtkreuzer war ein ehrbarer Gegner, das stand bereits fest!
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Gegen die japanischen Zerstörer konnte der Deutsche Schlachtkreuzer aber nichts mehr ausrichten. Ihre Anzahl war zu groß und im Minutentakt wurde der Rumpf des Deutschen von immer mehr Torpedotreffern aufgerissen, bis er fast zum Stehen kam.
Auch Kaigun-taisa Nagumo Chūichi hatte seinen Leichten Kreuzer wieder in Position manövriert um seinen Anteil an der Versenkung zu vergrößern. Insbesondere mit seinen 6inch-Geschützen hämmerte auf den deutschen Schlachtkreuzer drauf ein.
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura erhielt die Meldung, dass die Leckwehr die Situation endlich unter Kontrolle brachte. Noch aber strömten größere Mengen Wasser in den Rumpf und vergrößerten die Schlagseite der Ikoma.
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura hatte die Ikoma aus der Befehlskette herausgelöst um der Furutaka den nötigen Handlungsspielraum zu geben. Die Ikoma selbst schlich mittlerweile mit nur noch zwei Knoten durch die See. Gerade genug um noch irgendwie manövrieren zu können, aber zu wenig um den Kampf fortsetzen zu können. Die Zerstörer mussten die Ikoma jetzt abschirmen und den Gegner fernhalten.
Dann tauchte fast aus dem nichts ein deutscher Leichter Kreuzer auf und nahm die japanischen Zerstörer unter Feuer.
Der Leichte Kreuzer wurde zügig als modernes Schiff der Danzig-Klasse angesprochen und auf japanischer Seite stellte man sich die Frage, wie viele Schiffe der Hochseeflotte wohl zugegen waren?
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura befahl alle sichtbaren Feindschiff exakt aufzuklären. Er musste wissen, mit was er es zu tun hatte. Bislang hatten man zwei Zerstörer, einen schweren Kreuzer und den Schlachtkreuzer erkannt. Jetzt noch einen leichten Kreuzer. Zwei weitere Sichtungen lagen vor. Im besten Fall waren das die bekannten Zerstörer und der schwere Kreuzer. Sicher war das jedoch nicht.
Die Ikoma macht Fortschritte bei der Schadensbehebung und die Schlagseite reduzierte sich spürbar. Der Deutsche Schlachtkreuzer stand mittlerweile in Flammen und bot damit ein gut sichtbares Ziel, dass die Artillerie-Mannschaft der Ikoma dankbar annahm. Wenn sich die Ikoma auch heraushalten sollte, mit den schweren 16inch-Geschützen konnte man sich auch auf Distanz heraushalten, wenn man so ein dankbares weil auf große Entfernung sichtbares Ziel hatte.
Die Artillerie-Mannschaft der Ikoma hatte eine ausgezeichnete Qualität und die nötige Kampferfahrung holte man sich jetzt. Wurde bislang der Rumpf des deutschen Schlachtkreuzers durch Torpedos zerfetzt, macht die Ikoma das Gleiche nun mit den Aufbauten und den Geschützen mit ihrer Artillerie.
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Nach einigen zähen Minuten hatte man die Gewissheit, dass es zwei Zerstörer und ein leichter Kreuzer waren, mit denen man sich im Gefecht befand. Wo der schwere Kreuzer abgeblieben war, wusste man nicht und konnte nur vermuten ob dieser bei der Kaga oder bei den Frachtern auftauchen würde?
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Allmählich verlor das Gefecht an Intensität. Die feindlichen Schiffe waren allesamt mehrfach getroffen worden und schienen sich zurück ziehen zu wollen. Der Schlachtkreuzer lag brennend im Wasser und hatte gestoppt. Gegenwehr kam praktisch keine mehr und es war nur eine Frage der Zeit, bis er sinken würde. Dennoch war die Situation unbefriedigend, weil einfach völlig unbekannt war, mit welchen Kräften die Hochseeflotte überhaupt ins Gefecht gegangen war?
Dann ging es ganz schnell und der Deutsche Schlachtkreuzer kenterte und sank!
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+ + +
Endlich war die Flutung auf der Ikoma nahezu gestoppt und der Schlachtkreuzer konnte wieder ins Gefecht eingreifen, wenn man denn noch von einem Gefecht sprechen wollte. Die bekannten Feindschiffe waren alle schwer getroffen und die Gegenwehr sporadisch. Weitere Gegner waren nicht auszumachen und in der Dunkelheit würde sich das auch sicher nicht mehr ändern. Eine planmäßige Suche war sinnlos! Insofern konzentrierte man sich auf die bekannten Gegner und führte einen Zangenangriff auf den leichten Kreuzer der Danzig-Klasse.
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Dieser Wucht hatte der deutsche leichte Kreuzer kaum etwas entgegen zu setzen und wurde von mehreren Torpedos und Granaten förmlich auseinandergenommen. Das galt aber auch für die Arashio, deren Torpedowerfer nach einem Treffer erst zu brennen anfingen und dann explodierten. Mit schwersten Schäden schied der Zerstörer aus dem Gefecht aus.
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Das Gefecht wurde zäh. Immerhin konnte die Mannschaft der Arashio den Brand unter Kontrolle bringen. Gerettet war der Zerstörer damit aber noch nicht. Die Schäden waren schwer und ob es die Arashio in diesem Zustand bis nach Wēihǎiwèi schaffen würde war alles andere als sicher. Auch wenn die eigentliche Nacht noch bevorstand. Mit nur zwei Knoten benötigte der Zerstörer eine Ewigkeit bis in den Hafen und mit dem ersten Sonnenlicht des kommenden Tages lag man mitten in der Reichweite feindlicher Flugzeuge.
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+ + +
Dann ging es Schlag auf Schlag. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura konnte durch sein Fernglas die Schlachtschiffe Shikishima und Hatsuse ausmachen die sich der Kampfzone näherten und wohl den schweren Kreuzer suchten. Über Funk kamen aber in rascher Folge lediglich die Meldungen über sinkende Deutsche Schiffe.
Weitere Gegner wurden nicht entdeckt. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura blieb daher gar keine Wahl, als das Gefecht für beendet zu erklären!
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#172 RTW2-JAP#
Ritter Kunz
03.03.23, 09:59
War der deutsche Torpedotreffer auf der Ikoma ein glücklicher Treffer an einer Schwachstelle, oder wie kann es sein, dass der alte deutsche BC nach gefühlten 10 Torpedos immer noch manövrieren kann, während die Ikoma schon nach einem so kritisch beschädigt ist, dass sie das Weite suchen muss?
Werter Ritter Kunz,
ja das muss ein glücklicher Treffer gewesen sein! Was den deutschen Schlachtkreuzer betrifft - dem hätten zwei/drei Torpedos bestimmt gereicht - dann hätte er aber 3 Stunden zum Absaufen gebraucht und nicht nur eine Stunde. Dann hätte er weitergekämpft und weitere Schäden verursacht. Wir bekämpfen feindliche Großkampfschiffe, bis diese das Feuer einstellen, das dauert eben eine Weile länger...
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Memorandum des Kaigun-taishō Taniguchi Naomi zur Seeschlacht im Gelben Meer 19. März 1929 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
was wir vermeiden wollten hat uns das Deutsche Kaiserreich nun aufgezwungen!
Wir müssen tatsächlich anerkennen, dass wir bei der Seeschlacht im Gelben Meer großes Glück hatten. Das kleine Stoßgeschwader der Hochseeflotte war nur knapp davon entfernt uns ernsthafte Schäden zuzufügen. Sowohl unser Flugzeugträger Kaga hat sich aufgrund der Dunkelheit und der geringen Entfernungen als Ballast erwiesen, wie auch der Treffer auf der Ikoma böse hätte enden können.
Tatsächlich schwebte die Ikoma in größerer Gefahr als Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura per Sprechfunk ans Hauptquartier übermittelt hat. Die Ikoma nahm bei ihrer Ankunft in Sasebo immer noch geringe Menge Wasser auf. Wäre das weiter entfernt von einem ausreichend großen Stützpunkt der Fall gewesen, hätte die Ikoma auf dem Rückweg sinken können! Die Konstruktionsabteilung wurde bereits unterrichtet um nach Fehlern im Panzerungskonzept und dem Torpedoschutz der Ikoma zu suchen. Es gibt aber auch Hinweise über mangelnde Qualität der Werft beim Bau der Ikoma. Sie mögen sich erinnern, dass die Konstruktion einigen Verzögerungen unterlegen hat.
Alles in allem können wir über den Ausgang des Gefechts sehr glücklich sein. Es hat nicht viel gefehlt und es wäre in einem Desaster geendet.
Tatsächlich ist diese unerwartete Kriegserklärung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es befindet sich zwar nur eine kleine Ansammlung von Schiffen der Deutschen Hochseeflotte in Asiatischen Gewässern, aber diese Schiffe sind unerwartet gut geführt. Es scheint ganz so, als dass die Deutschen ihre Taktik der unsrigen angeglichen haben, was von einer europäischen Marine bislang nicht zu erwarten gewesen ist. Wir müssen diese Situation genau beobachten ob es hier einen Wandel in der Seekriegsstrategie unserer Gegner gibt oder nicht?
Wie ich erfahren habe, hat die Regierung ihrerseits bereits Schritte unternommen um diesen Konflikt so rasch wie möglich zu beenden. Für unsere langfristigen Planungen ist das eine konsequente Entscheidung, jedoch ist die Flotte bereit den Kampf aufzunehmen, falls diese Verhandlungen ergebnislos verlaufen sollten.
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Seeschlacht im Gelben Meer vom 19. März 1929 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-taishō Taniguchi Naomi, 20. März 1929
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Mittwoch 20. März 1929
Das Deutsche Kaiserreich hat Japan den Krieg erklärt!
Wie der Befehlshaber der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) Kaigun-taishō Taniguchi Naomi vor wenigen Stunden bekannt gegeben hat, wurden die Kaiserlich Japanischen Seestreitkräfte nur wenige Stunden nach der überraschenden und unprovozierten Kriegserklärung durch einen Gesandten des Deutschen Kaisers Wilhelm II. von einem Geschwader der Deutschen Hochseeflotte überfallen. Dem Japanischen Geschwader, das Verstärkungen für unsere Garnison in Wēihǎiwèi eskortierte, gelang es in einem kurzen Gefecht den deutschen Schlachtkreuzer SMS Moltke zu versenken. Ebenfalls wurden alle Begleitschiffe der SMS Moltke versenkt.
Wie Kaigun-taishō Taniguchi Naomi weiter ausführte handelte es sich bei dem deutschen Überfall um einen gezielten Angriff nach Einbruch der Dunkelheit, weshalb der anwesende und erst vor kurzem in Dienst gestellte Flugzeugträger Kaga nicht in den Kampf eingreifen konnte. Die von der Marineführung geweckten Hoffnungen durch Flugzeugträger den Feind schon aus der Entfernung heraus bekämpfen zu können, haben sich demnach nicht erfüllt. Der ebenfalls anwesende Marineminister Okada Keisuke hat dies unumwunden zugegeben und führte aus, dass dies auch der Grund sei weshalb die Marine nicht ausschließlich Flugzeugträger bauen würde, sondern nach wie vor große Schlachtschiffe benötigt. Er bekräftigte jedoch, dass die Zeit der großen Flugzeugträger kommen werden und künftige Konflikte mit Sicherheit durch Flugzeuge entschiedenen werden würden.
Zur Kriegserklärung durch Friedrich Wilhelm Albert Viktor von Preußen äußerte er Unverständnis und glaubt an ein Versehen, dass sicher schnell aus der Welt geräumt werden könne.
Auf die Frage des Vertreters der Tōkyō Shinbun ob es denn nicht schon länger das Ziel sei Tsingtau von dem kolonialen Joch der Deutschen zu befreien? Antwortete Marineminister Okada Keisuke, dass man nie wissen könne, welchen Weg ein Krieg einschlagen werde. Das sich bereits jetzt japanische Invasionstruppen an der Küste von Tsingtau befinden wollte der Minister nicht bestätigen.
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Bild 159: Schlachtkreuzer SMS Moltke auf See
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SMS_Moltke.jpg
Autor: n/a
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Moltke_(1910)
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 20. März 1929
Osaki Satoshi sichtete alle Meldungen über Flottenbewegungen der letzten Wochen und Monate. Tatsächlich hatte die Deutsche Hochseeflotte einige Einheiten in Asien zusammengezogen, aber mit dem Potential das die Hochseeflotte zur Verfügung hatte, hatte das Geschwader in Asien nicht viel zu tun. Und mehr schien nicht auf dem Weg zu sein. Der weitaus größte Teil der Hochseeflotte befand sich in den Häfen der Nordsee.
Für einen geplanten Krieg war das mehr als Merkwürdig!
Auch im deutschen Oberkommando musste man doch wissen, dass wenn überhaupt die beste Möglichkeit ein Überraschungsangriff mit allen vorhandenen Schiffen gewesen wäre. Danach musste man auf deutscher Seite davon ausgehen ohne Tsingtau auskommen zu müssen. Jetzt dürfte die Stellung der Deutschen die denkbar schlechteste Ausgangslage besitzen und vielleicht erklärt das bereits das schwache Auftreten der Hochseeflotte. Das deutsche Oberkommando traute seinen Möglichkeiten vielleicht selbst nicht über den Weg. Also setzte es gerade so viele Schiffe in Asien ein, wie es dort halbwegs versorgen konnte. Osaki Satoshi wartete darauf, wie die deutschen Tageszeitungen aufmachen würden? Seine Redakteure in Europa würden das Telegrafisch melden, aber das würde noch einige Stunden dauern. Der Zeitunterschied nach Deutschland war erheblich.
Er konnte also nur Abwarten und ging davon aus, dass die japanische Flotte umgehend die Initiative übernehmen würde. Zu schwach war der Deutsche Aufmarsch und die bereits jetzt bekannte Verlegung weiterer japanische Großkampfschiffe Richtung Formosa sprach Bände.
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 26. März 1929
Hammerschlag Tsingtau!
Wie das Japanische Oberkommando heute Morgen bekanntgegeben hat, haben japanische Sturmtruppen der Marine-Infanterie den Hafen von Tsingtau unter ihre Kontrolle gebracht! Der Fall der gesamten Stadt sei nur noch eine Frage von Stunden. Gemäß der Aussage von Marineminister Okada Keisuke befanden sich bereits seit dem 20. März die eigentlich für Wēihǎiwèi vorgesehenen Truppen bei Tsingtau. Es gibt zudem Berichte das japanische Flugzeuge aus Wēihǎiwèi und Port Arthur regelmäßige Einsätze über Tsingtau fliegen und die Invasionstruppen unterstützen. Insbesondere sollen die Flugzeuge dabei den Hafen und die Küstenbatterien zum Ziel haben. Mit dem Verlust des Hafens dürften die Ambitionen von Kaiser Wilhelm II. bereits beendet sein, bevor er überhaupt mit der Umsetzung seiner Pläne beginnen konnte. Nach den Verlautbarungen der europäischen Weltpresse wollte Kaiser Wilhelm II. dem weiteren Vordringen Japans in Ostasien einen Riegel vorschieben.
Dieses Vorhaben dürfte sich mit dem Fall von Tsingtau erübrigt haben.
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#173 RTW2-JAP#
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Konvoi-Gefecht vor Keelung 27. April 1929 <<
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Nordost-Asien war nun fest in japanischer Hand. Abgesehen von Russland gab es nach dem Fall von Tsingtau keine ernsthafte Bedrohung für das japanische Kaiserreich in dieser Region. Im Zentralpazifik und in Südost-Asien sah das noch anders aus. Das Augenmerk richtete sich also auf die dortigen Stützpunkte Europäischer Kolonialmächte. Für den weiteren Fortschritt bedurfte es aber zusätzlicher Invasionstruppen die mit Formosa als Sprungbrett weiter Vorrücken konnten. Auch wenn es nicht geplant war, musste man die Gelegenheit durch die Deutsche Kriegserklärung nutzen.
Aber auch auf deutscher Seite war man sich der neuen taktischen und strategischen Situation bewusst. Der Leiter des Oberkommandos der Marine Admiral Erich Raeder brauchte keine neuen Anweisungen an seine Befehlshaber Vor-Ort übermitteln. Er hatte zwar mit einem besseren Ergebnis gerechnet, dass Tsingtau fallen würde aber eingeplant. Er hatte auch eine Vorstellung davon wie Japan darauf reagieren würde und was dagegen zu tun war. Ganz seiner Prämisse folgend in dieser Region keine große Entscheidungsschlacht zu suchen, kam nun die Möglichkeit mit kleinen aber kampffähigen Verbänden für Unruhe zu sorgen.
Am Morgen des 27. April 1929 patrouillierte ein deutscher Schlachtkreuzer nördlich von Formosa auf den bekannten japanischen Konvoi-Routen und traf fast zwangsläufig auf japanische Schiffe.
Dieser Konvoi kam aus Japan und hatte Versorgungsgüter, Munition und Truppen geladen, die sich auf Formosa für die nächste Invasion vorbereiten sollten. Zeitgleich verlegten zusammen mit diesem Konvoi weitere japanische Kriegsschiffe in den Süden um den dort gestiegenen Bedarf aufzufüllen. Es war wieder Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura der diesmal das Kommando über die beiden Schlachtkreuzer Tsukuba und Furutaka führte. Dazu kam der leichte Flugzeugträger Kehi Maru und ein Dutzend Begleitschiffe. Dem Konvoi selbst standen ein alter Schlachtkreuzer und reichlich Zerstörer als eigentliches Geleit zur Verfügung.
Was nun folgte, sollte der japanischen Marineführung noch lange zu denken geben!
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Japanische 6. Schlachtkreuzer-Division:
Schlachtkreuzer Tsukuba (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Furutaka
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Japanische 9. Flugzeugträger-Division:
Leichter Flugzeugträger Kehi Maru
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Japanische 11. Aufklärungsdivision:
Leichter Kreuzer Hirado
Leichter Kreuzer Tenryu
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Japanische 7. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Kaede
Zerstörer Natsuzuki
Zerstörer Fuyutsuki
Zerstörer Akizuki
Zerstörer Harutsuki
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Japanische 10. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Shibutsu
Zerstörer Arakai
Zerstörer Nasu
Zerstörer Kita
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+ + +
Die Ikoma würde noch einige Wochen in der Werft verbringen, weshalb die Kaiserlich Japanische Marine nur noch mit der zweiten und dritten Garnitur an Schlachtkreuzern den Krieg fortfuhren konnte. Zum Ersatz diente Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura als Flaggschiff der mehr als Zwanzig Jahre alte Schlachtkreuzer Tsukuba. Sein zweiter Schlachtkreuzer - die Furutaka - ist im letzten Gefecht zwar unbeschädigt geblieben, war aber noch älter. Allerdings rechnete auch Niemand mit einem Gefecht während der Verlegung nach Formosa, weshalb das Geleit eher klein ausgefallen war. Die eigentlichen Kampfverbände sollten erst in Formosa zusammengestellt werden.
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura stand mit seinen Stabsoffizieren an der Reling und genoss die warmen Sonnenstrahlen der morgendlichen Aprilsonne. Aus Nord wehte eine leichte Brise über Deck und weit im Süden erhob sich der Qixing Shan in den Himmel und kündete von der baldigen Ankunft in Keelung. Die Hafenstadt lag am nördlichen Ende eines engen Taleinschnitts zwischen der Datun-Vulkangruppe und dem Hauptmassiv, dass sich über die gesamte Länge von Formosa hinzog. Bei der jetzigen Geschwindigkeit des Konvois würde der Verband am Nachmittag die kleine Bucht von Keelung erreicht haben. Die Frachter und Truppentransporter würden hier vor Anker gehen und Entladen, während Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura seine Kriegsschiffe direkt nach Takao bringen würde. Bei bestem Wetter begann das morgendliche Ritual, dass mit einem Flugzeugträger im Verband ein anderes war, als in den letzten bald Dreißig Jahren. Alle waren entspannt und in freudiger Erwartung am nächsten Morgen in Takao von Bord zu kommen. Die Insel war im Frühling ein wunderbarer Flecken Erde und das wollte sich Niemand entgehen lassen. Jetzt aber musste man erstmal die Kurse ändern um den Jagdschutz und die Aufklärungsflugzeuge der Kehi Maru zu starten. Immerhin sollte der Träger dabei nicht den Anschluss an die Flotte verlieren.
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Eine dreiviertel Stunde später stand Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura längst wieder auf der Brücke und beobachte die Routineaufgaben, als ihm eine Sichtung südwestlich gemeldet wurde. Von der Größe und der Rauchfahne her mutmaßte jemand einen schweren Kreuzer vor sich zu haben und augenblicklich war die heitere Stimmung an Bord dahin. Nomura befahl Gefechtsalarm und das Eindrehen auf den möglichen Gegner und das Beidrehen des Konvois.
Der Kontakt näherte sich schnell und schien direkten Kurs auf die Frachtschiffe zu halten.
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura verlegte dem möglichen Feind den Weg, während der Schlachtkreuzer Nisshin, der zum eigentlichen Konvoi-Geleitschutz gehörte einen Abfangkurs steuerte. Die Nisshin war alt und langsam und konnte nur hoffen in spitzen Winkel in Gefechtsreichweite zu gelangen.
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Vom Zerstörer Hokaze kam eine weitere Sichtungsmeldung, wonach ein Einheitslinienschiff ein schwerer Kreuzer und ein Zerstörer Kurs auf den Konvoi zu hielten. Niemand nahm die Meldung vollkommen ernst, weil das Deutsche Kaiserreich kaum noch mit einem Einheitslinienschiff den Kampf suchen würde, aber ganz außer Acht lassen durfte man die Meldung nicht. Von dieser Position aus konnte die Tsukuba leicht umgangen werden. Dann wäre der Konvoi dem Feind ausgeliefert.
Alles in allem war die taktische Situation höchst unangenehm für Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura.
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Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura überlegte noch wie am besten gegen die beiden feindlichen Gruppen vorzugehen sei, als die Nisshin per Funk durchgab unter Feuer zu liegen. Damit änderte sich die Lage schlagartig, weil ein schwerer Kreuzer kaum die nötige Feuerreichweite hatte. Das musste ein Schlachtschiff oder zumindest ein Schlachtkreuzer sein und die Qualität und Reichweite der deutschen Artillerie war der japanischen Überlegen. Soviel stand damit bereits fest!
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Wenige Minuten später kam ein weiteres Schiff in Sicht, während es für die weiter nördlich gemeldete Gruppe keine Bestätigung gab.
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Die Nisshin lag weiter unter schwerem Feuer, aber bislang blieb dies ohne Konsequenzen. Im Gegenteil! Da sich der Feind auf die Nisshin konzentrierte konnte die Japanische 7. Zerstörer-Flottille unbehelligt in Angriffsposition gelangen und Tsukuba und Furutaka von der 7. Flottille abgeschirmt dem Gegner den Kurs verlegen.
Die Nisshin erwiderte nun das Feuer und zog damit für einen kurzen Augenblick noch mehr Aufmerksamkeit auf sich selbst. Das blieb nun nicht mehr ohne Folgen. Ein Volltreffer zeigte abermals die Qualität des Gegners im Vergleich zur alten Nisshin.
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura wollte sich das nicht länger ansehen und gab den Feuerbefehl auf große Distanz. In diesem Augenblick meldete der Ausguck, dass man einen Deutschen Schlachtkreuzer der Fürst Bismarck-Klasse vor sich hatte.
Das war ein beeindruckender Gegner!
Mit zwölf 15“-Geschützen in vier Türmen gruppiert, war dieses Schiff den zehn 12“-Geschützen der japanischen Schiffe deutlich überlegen. Zwar war die Fürst-Bismarck-Klasse ebenfalls etwas älter, aber immer noch moderner als die drei japanischen Schlachtkreuzer. Mit ihren Zweiundzwanzig 4“-Geschützen konnte dieses Schiff aufrückenden Zerstörern zudem ziemlich den Tag verderben.
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Der erkannte Zerstörer wurde als S15-Klasse identifiziert und war ebenfalls etwas älter, aber mit Neun Torpedos trotzdem gefährlich. Immerhin wollte der gegnerische Kommandant keinen frontalen Zusammenstoß riskieren und drehte bei. Damit geriet er zwar in eine Zwickmühle, aber mit seiner Feuerkraft konnte er sich das auch leisten. Ein einzelner seiner Hauptgeschütztürme hatte mehr Feuerkraft als jedes japanische Schiff zur Gänze. Damit konnte er zeitgleich alle japanischen Großkampfschiffe bekämpfen und mit dem vierten Turm eine Feuerkonzentration dort herbeiführen, wo es erforderlich wurde.
Immerhin kam der Gegner allmählich in Reichweite sämtlicher japanischer Schiffe, was diesen zumindest einen Granatenhagel ermöglichte. Ob das etwas nutzen würde war nicht zu sagen.
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Als nächstes Bewies der Feind die Theorie, dass er sich gegen Zerstörer zu wehren wusste. Die Japanische 7. Zerstörer-Flottille war weit davon entfernt einen Torpedoangriff führen zu können, da regneten die ersten 4“-Granaten auf die Flottille nieder und trafen den Flottillenführer Kaede. Die Tsukuba wiederum litt unterdessen unter dem alten japanischen Problem der Fehleranfälligen Turmmechanik.
Beim zweiten Treffer kam die Kaede nicht mehr so glimpflich davon wie beim ersten Treffer. Das deutsche Projektil durchschlag glatt den dünnen Rumpf und detonierte im Maschinenraum. Sofort verlor der Zerstörer die Hälfte seiner Antriebsleistung und war damit bereits so gut wie aus dem Rennen.
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Zerstörer Kaede verließ die Flottille und würde alleine weiterkämpfen um der Flottille nicht den Vorteil einer überlegenen Geschwindigkeit zu nehmen. Der deutsche Verband vollzog dagegen eine volle Wende und fuhr nach Süden ab. Scheinbar beeindruckte die schiere Anzahl japanischer Schiffe genug um den Angriff auf den Konvoi aufzugeben.
Damit begann eine klassische Jagd, die aber alles andere aus ausgemacht war. Der deutsche Schlachtkreuzer lief immerhin bis zu 27 Knoten und war somit höchstens noch für die Zerstörer und leichten Kreuzer einzuholen.
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#174 RTW2-JAP#
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Konvoi-Gefecht vor Keelung 27. April 1929 <<
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura konnte unzufriedener nicht sein. Alles was kämpfen konnte versuchte auf den Feind aufzuschließen, aber so wirklich gelingen tat es nicht. Seine schweren Einheiten waren schlicht zu langsam und seine Zerstörer lagen unter heftigem Feuer und suchten einen Weg durch die Wasserwand die sich vor und zwischen ihnen auftat ohne sich dabei gegenseitig zu rammen.
Dann immerhin gelang der Tsukuba auf große Entfernung ein glücklicher Treffer, der den Feind aber unbeeindruckt weiterfahren ließ.
Auf der Kehi Maru war ein einzelner Torpedobomber Einsatzbereit und würde vielleicht endlich von Nutzen sein!
Völlig Erschrocken musste Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura beobachten wie der Schlachtkreuzer Nisshin in einer dunklen Rauchwolke verschwand. In den ersten Sekunden rätselte man herum, ob einer der Schornsteine getroffen worden war, dann kam über Funk die Meldung des Begleitzerstörers Hayashio:
„Volltreffer auf Schlachtkreuzer Nisshin - Volltreffer auf Schlachtkreuzer Nisshin – Schlachtkreuzer Nisshin hat Schlagseite und verliert Fahrt.“
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Von der Kehi Maru kam die Meldung, dass jetzt auch der Rest der Bomber am Start war, aber das interessierte Niemanden mehr. Die Nisshin schien zwar nicht in Flammen zu stehen und glitt aus der Rauchwolke heraus, aber das Schiff hatte eine derart große Schlagseite, dass alle die zusahen sicher waren, dass der Kreuzer gleich Kentern würde.
Weitere Treffer machten die Situation für die Nisshin nicht besser!
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Immerhin hat der Angriff auf die Nisshin Zeit gekostet, in der die Zerstörer in Ruhe aufschließen konnten. Jetzt war der erste japanische Zerstörer kaum mehr als 5000yards vom deutschen Schlachtkreuzer entfernt.
Die Nisshin vollzog eine Wende und versuchte sich vom Feind zu lösen. Scheinbar schien aber die Funkanlage ausgefallen zu sein, weil an Bord Niemand eine Lagemeldung durchgab oder auf Rufe reagierte.
Die Zerstörer kamen zwar näher, waren jedoch in einer völlig ungeeigneten Position für einen Torpedoangriff. Sie würden an dem deutschen Schlachtkreuzer vorbeiziehen müssen um ihre Torpedos einsetzen zu können und jeder wusste, dass dies einem Selbstmord gleichkommen würde.
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Es wurde entschieden von Achtern aus trotzdem einige Torpedos abzufeuern. Vielleicht würde das eine Kursänderung des Deutschen Schlachtkreuzers bewirken und das war unbedingt erforderlich um den schweren japanischen Einheiten das Aufschließen zu ermöglichen.
Die Zerstörer würden es dieses Mal nicht richten, darüber herrschte ungewohnte Einigkeit!
Das Manöver schien zu gelingen! Der Schlachtkreuzer änderte seinen Kurs, obwohl Zerstörer Natsuzuki überhaupt keine Torpedos abgefeuert hatte. Auch die Deutschen schienen extrem nervös zu sein über die Situation.
Jetzt war die Lage ein kleinwenig besser, aber alles andere als Erfolgversprechend.
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Als nächstes bekam Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura selbst zu spüren, was eine deutsche 15“-Granate bewirken konnte. Die Tsukuba bekam einen einzelnen Treffer mittschiffs etwas über der Wasserlinie ab. Der Kreuzer wurde jedoch heftig zur Seite gedrückt und schwang danach zurück, sodass durch das riesige entstandene Loch Wasser in den Rumpf eindringen konnte.
Ein solcher Treffer direkt an der Wasserlinie und man durfte annehmen, dass ein entsprechendes Leck auf See nicht zu stopfen sein würde. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura blickte zur Nisshin und bekam ein ungutes Gefühl was den Schlachtkreuzer betraf.
Dann kam aber überraschend doch noch ein Funkspruch von der Nisshin, wonach der Wassereinbruch fast vollständig unter Kontrolle sei.
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Die japanischen leichten Kreuzer hatten zu den Zerstörern aufgeschlossen und bekamen sogleich einen Eindruck mit wem sie es zu tun hatten. Das nach einem Turmtreffer auf der Hirado nicht mehr passiert war, war mehr Glück als Verstand.
Jetzt versuchten die Zerstörer ein weiteres Mal einen Kurswechsel zu erzwingen um den leichten Kreuzern das Aufschließen an den Feind zu ermöglichen. Diesmal aber stiegen die Deutschen nicht auf das Manöver ein!
Die Hirado bekam weiter das Abwehrfeuer zu spüren, hatte aber weiterhin großes Glück. Der einzelne Torpedobomber flog genau zu dieser Zeit über die leichten Kreuzer hinweg und auf das deutsche Geschwader zu.
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Die Aichi Tokai war der neuste Typ Torpedobomber der Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte und die Piloten bezeichneten ihn als Flügellahme Ente. Der Pilot in Ausbildung Genda Minoru sah das genauso und eigentlich hätte er ohne Abschluss auch nichts in diesem Cockpit zu suchen gehabt. Das Pilotenschüler in Kriegszeiten an Bord von Flugzeugträgern waren, war nicht unbedingt ungewöhnlich. Das der eigentliche Pilot der diese Maschine flog betrunken war, war dann schon eher ungewöhnlich und würde Konsequenzen haben. Der gerade mal vierundzwanzig Jährige Genda Minoru nutzte einfach die Gelegenheit. Er hatte zwar keine Flugerlaubnis, aber auch kein Flugverbot erhalten, als er den Staffelführer um die Erlaubnis bat die Aichi übernehmen zu dürfen. In dem Chaos was sich nach der ersten Sichtungsmeldung an Bord der Kehi Maru auftat, hat sich der als hartnäckig und fähige aber auch als ungehorsam und eigensinnig bekannte Genda Minoru einfach in das Cockpit gesetzt und die Mannschaften angewiesen den Bomber in Startposition zu bringen.
Sein forsches und rasches Auftreten führten dazu, dass er der erste startklare Bomber war und bevor ihn doch noch jemand aus dem Cockpit herausholte, flog er einfach alleine los. Jetzt passierte er die beiden Kreuzer Tenryu und Hirado in niedriger Höhe und wackelte leicht mit den Flügeln zum Gruß.
Vor sich sah er die beiden deutschen Schiffe und das ständige Aufblitzen der deutschen Geschütze. Noch galt das nicht ihm, aber das würde sich wohl noch ändern. Er senkte die Flughöhe weiter ab und bis zur Wasseroberfläche mochten es nur etwa 10 bis 15 Meter Abstand sein. Er flog in einer leichten Schleife auf den Schlachtkreuzer drauf zu und prompt wurde er von Flugabwehrfeuer durchgerüttelt. Er behielt stur sein Ziel vor Augen, hörte mehr auf sein Bauchgefühl als auf die Ausbildung und klinkte den Torpedo in für seinen Geschmack zu großer aber doch gefühlt richtiger Entfernung aus. Der Winkel war ebenfalls etwas Spitz, aber das ließ sich nun nicht mehr ändern. Er drehte am Steuerhorn und entfernte sich von dem riesigen deutschen Schiff.
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Bild 160: Genda Minoru
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Minoru_Genda.jpg
Autor: Imperial Japanese Navy
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Genda_Minoru
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#175 RTW2-JAP#
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Konvoi-Gefecht vor Keelung 27. April 1929 <<
Genda Minoru wollte zwar beobachten was jetzt passierte, aber zurückschauen und gleichzeitig ein Flugzeug zu fliegen vertrug sich nicht. Zumal immer noch die deutsche Flugabwehr nichts unversucht ließ ihn abzuschießen.
Aber er wurde doch belohnt. Er drehte seinen Kopf um das Schiff zu beobachten und just in diesem Moment stieg eine große Wassersäule am Schiffsrumpf empor.
Sein Torpedo hatte getroffen!
Auch auf den anrückenden Zerstörern hatte man mit angesehen, was dieser Stoff- und Holzfetzen namens Flugzeug angerichtet hatte. Auch wenn nicht wenige an Bord der Schiffe erzürnt waren, dass nicht sie es waren die den Feind erwischt hatten, so hofften nun alle dass der Kreuzer Fahrt verlieren würde.
Das aber tat er nicht!
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Genda Minoru flog eine Kurve ums sich den Schlachtkreuzer noch einmal besser ansehen zu können. Das Schiff schien zwar eine leichte Schlagseite zu haben, aber es machte noch volle Fahrt.
Die leichten Kreuzer mussten die schnelle Aufholjagd abbrechen, da die Hirado das hohe Tempo nicht länger durchhalten konnte. Aus dem Maschinenraum wurden ernste Probleme gemeldet.
Die japanischen Zerstörer immerhin hatten ihr deutsches Gegenstück solange mit einzelne Treffern dazu gebracht langsamer zu werden, dass nun ein Torpedoangriff möglich wurde. Dieser verlief dann auch erfolgreich, sodass man zumindest diesen Gegner wohl noch würde versenken können.
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Der Feindzerstörer begann beizudrehen und sich einzunebeln. Zumindest dieses Schiff würde man jetzt mit zahlenmäßig weit überlegener Artillerie zusammenschießen können. Es verlor zusehends an Fahrt.
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Über Sprechfunk erhielten die Zerstörer von Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura den Befehl den Schlachtkreuzer anzugreifen und den deutschen Zerstörer den beiden japanischen leichten Kreuzern zu überlassen. Die Tenryu und Hirado konnten dem Schlachtkreuzer nicht länger nachstellen, hatten aber genug Feuerkraft um mit dem Zerstörer alleine fertig zu werden. Die japanischen Zerstörer hingegen waren die einzigen Schiffe die den Schlachtkreuzer überhaupt noch einholen konnten.
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Der Deutsche Zerstörer war schwer getroffen. Jetzt befanden sich auch die Tsukuba und Furutaka in seiner Näher und würden ihn ebenfalls unter Feuer nehmen. Die leichten Kreuzer sollten nunmehr den eigenen Zerstörern folgen. Würden die Zerstörer den Feind doch noch stellen können, war die Unterstützung durch die leichten Kreuzer dringend geboten.
Der Feindzerstörer war keine Gefahr mehr. Er lag reglos im Wasser.
An den Schlachtkreuzer kam man allerdings einfach nicht heran!
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Der Schlachtkreuzer dagegen erzielte Wirkungstreffer auf seinen Verfolgern. Derart dezimiert blieb den Zerstörern fast gar keine Wahl als abermals einen Torpedoangriff zu versuchen. Vielleicht konnte man einen Glückstreffer erzielen oder den Gegner doch wieder zu einer Kursänderung bewegen.
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Der einzige Erfolg dieses Manövers waren weitere Treffer auf den japanischen Zerstörern. Immerhin konnte man mit ansehen wie der gegnerische Zerstörer abrupt erhebliche Schlagseite bekam und Kenterte.
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Um etwa Zwölfuhrdreißig Ortszeit war für Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura klar, dass es keine Chance mehr gab den Deutschen Schlachtkreuzer noch einzuholen. Auch von weiteren Torpedobombern von der Kehi Maru war weit und breit nichts zu sehen. Der Rest der Staffel hatte sich komplett verflogen und war nicht auszumachen.
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura lies beidrehen und befahl allen Einheiten das Sammeln, bzw. den beschädigten Schiffe Kurs auf Keelung zu nehmen.
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Das Gefecht war faktisch beendet auch wenn sich die Gegner noch sehen konnten. Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura starrte mit seinem Fernglas auf den Feind. Er fühlte sich machtlos und verwundbar und musste mit ansehen, wie das deutsche Kriegsschiff hinter dem Horizont verschwand.
Wie sollte er das nur seinem Befehlshaber erklären?
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Immerhin hatte er keine größeren Verluste zu vermelden. Zwar waren zahlreiche Schiffe beschädigt, auch die Tsukuba, aber es war nichts was nicht in einem Trockendock wieder Instand gesetzt werden konnte. Auch die Nisshin meldete nur noch minimale Wasseraufnahme. Bis nach Keelung oder gar Takao würde es der alte Schlachtkreuzer sicher schaffen.
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Ein Seefernaufklärer meldete gegen Dreizehnuhrdreißig eine glaubhafte Sichtung, aber es war klar das man diesen Schlachtkreuzer endgültig nicht mehr einholen konnte! Vielleicht würde der deutsche Kommandant noch mal umdrehen oder eine große Schleife fahren um doch noch zu den Frachtschiffen zu gelangen, weshalb Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura ausschwärmen lies um das im Zweifel verhindern zu können, aber er glaubte selbst nicht daran.
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Gegen Achtzehnuhr Orts-Zeit gab Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura den endgültigen Befehl den Hafen von Keelung anzulaufen. Die Dämmerung zog herauf und vom Gegner war seit Stunden nichts mehr zu sehen gewesen. Da jetzt alle Aufklärungsflugzeuge landen mussten, würde man ihn auch nicht mehr finden, egal ob er Abgelaufen war oder in weitem Bogen nun von Norden her angreifen würde.
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Um Achtzehnuhrfünfzehn erklärte Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura das Gefecht für beendet. Noch war für ihn die Welt zwar nicht im Reinen, aber alles in allem war der Konvoi unbeschädigt geblieben.
Erst nach Mitternacht trafen alle Schiffe in Keelung ein. Es war Stockfinster und die Kriegsschiffe hatten die Fahrt zum Hafen ohne Positionslichter zurückgelegt um nicht Gefahr zu laufen doch noch entdeckt zu werden. Es musste immerhin auch mit weiteren deutschen Schiffen gerechnet werden. Wo ein deutscher Schlachtkreuzer samt Geleitzerstörer der Überwachung durchgeschlüpft war, konnten das auch weitere deutsche Schiffe tun.
Erst jetzt im Hafen setzte plötzlich die Panik ein und ein wildes Durcheinander von Funksprüchen brachte die Luft regelrecht zum Knistern:
Niemand wusste wo sich der Schlachtkreuzer Nisshin befand, noch reagierte dieser auf Funkrufe!
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#176 RTW2-JAP#
Kam doch noch das dicke Ende? Der NISSHIN ist wohl letztlich ihr Alter zum Verhängnis geworden, vielleicht hätte ein moderneres Schiff diese Schäden besser weggesteckt. Ist nur schade, das der Verlust in aller Stille erfolgt ist, so bleibt einiges der Spekulation überlassen.
Elf Flugzeuge ohne Feindeinwirkung verloren? Ist halt noch nicht alles Gold was glänzt, schon der Torpedotreffer grenzt an ein Wunder, man mag sich gar nicht ausmalen was möglich gewesen wäre, hätte die komplette Staffel angreifen können.
hohe_Berge
17.04.23, 20:42
Nachtlandung der Flugzeuge?
Glück Auf
Werter Taurus,
ja es besteht immer die Gefahr, dass selbst ein Flooding von 1 ein Schiff im Abspann noch sinken lässt. Wenn ein Gefecht endet, berechnet das Spiel für alle Einheiten die Rückkehr in die Häfen. Hat ein Schiff noch Flooding das nicht behoben werden kann, sinkt es wenn es bis zum erreichen des Hafens 100% Flotation erreicht. So wie hier geschehen. Nisshin kam vom Flooding 2 nicht mehr herunter und ist auf dem Heimweg vollgelaufen und gesunken. Andere Ereignisse im Abspann können auch Torpedierung durch U-Boote sein oder Explosion durch nicht gelöschten Brand usw. Ein modernes Schiff kann das gleiche Schicksal erleiden vermutlich ist dafür aber die Wahrscheinlichkeit geringer. Den Minor Victory hat Japan nur weil es die Frachter in den Hafen bekommen hat. Story-technisch werden Wir es daher als klare Niederlage werten, was es auch wirklich ist. Auch wenn die Nisshin sehr alt war, war es formal trotzdem ein Schlachtkreuzer. Also der erste wirklich große Verlust für Japan.
Hier konnte man sehr gut sehen, was ein leistungsfähiges überlegenes Schiff im Alleingang gegen eine ganze Flotte ausrichten kann, wenn die KI vernünftig agiert - und das hat die KI hier zweifelsohne getan. Selbst der deutsche Zerstörer hat nicht wie bislang panisch die Flucht ergriffen, sondern war die ganze Zeit über bei seinem Kreuzer, bis er zu viele Treffer erhalten hatte und Fahrt verloren hat. Der Torpedotreffer auf dem Zerstörer war auch viel Glück. Selbst still liegende Zerstörer sind schwer mit Torpedos zu treffen. War aber irrelevant, denn den zahlreichen 6inch Geschützen der beiden leichten Kreuzer und dann den 8inch Granaten der Tsukuba hatte der Zerstörer nichts entgegen zu setzen.
Also das war jetzt mal ein wirklich gutes Gefecht der KI - Ordentlich ausgeteilt und im richtigen Moment abgedreht und abgehauen. Ja die Flieger hätten das noch ändern können. Aber die haben noch keine ordentlichen Möglichkeiten ins Ziel geleitet zu werden, dass kommt erst später im Spiel.
Mann überlege was los gewesen wäre, wären es zwei solche deutschen Schlachtkreuzer gewesen anstelle dem einen + einem Zerstörer!
+ + +
Werter hohe_Berge,
unzuverlässige Technologie und unerfahrene Piloten dürfte es eher gewesen sein. Nachtflüge gab es nicht. Alle waren zeitig zu Bett - also alle die es zurück geschafft haben.
Warum hatte die Nisshin denn so viele Torpedorohre?
Wir rüsten BCs und BBs nie mit Torpedos aus. Das dürfte ein BC der ersten Generation gewesen sein? Von der Panzerung her war das ja eher ein CA?!
Werte Sappho,
die Nisshin hat ihre Karriere als Panzerkreuzer begonnen und mit Baujahr 1900 waren für Panzerkreuzer Rumpftorpedorohre nicht unüblich. Bei den diversen Umbauten der vergangenen 29 Jahre wurden diese nie entfernt (geht wohl auch nicht im Spiel).
Das auch BBs in Zukunft mit Torpedorohren etwas anfangen können, wird sich ggf. demnächst zeigen.
Oh ... Jahrgang 1900; na, dann hat die Gute ja ihre Schuldigkeit getan und darf sich jetzt auf dem Meeresgrund ausruhen.
RIP
Oh ... Jahrgang 1900; na, dann hat die Gute ja ihre Schuldigkeit getan und darf sich jetzt auf dem Meeresgrund ausruhen.
RIP
Und man spart noch die Abwrackkosten! :opa:
Werter Taurus,
Ihr unterschätzt massiv die Altmetallvergütung!
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 28. April 1929
Demütigung und Katastrophe vor Formosa!
In einem Gefecht vor der japanischen Insel Formosa hat das Deutsche Kaiserreich der Kaiserlich Japanischen Marine eine demütigende Niederlage beigebracht. In einem nur kurzen Gefecht hat ein zahlenmäßig weit unterlegener Gegner mehrere japanische Schiffe schwer beschädigt und den Schlachtkreuzer Nisshin versenkt.
Zu keiner Zeit konnte die Japanische Marine dem Feind gefährlich werden, wenn man von dem heldenhaften Angriff des Pilotenschülers Genda Minoru einmal absieht. Aber auch dieser einzige erfolgreiche Lufttorpedotreffer hatte keinerlei Auswirkungen auf den Feind.
Wenn wir als Nation nicht in Aberglauben verfallen wollen, wie es die Marineführung versucht den Menschen einzureden, dann waren die deutschen Schiffe den japanischen technisch weit überlegen und auch die deutschen Kommandanten schlicht besser als die japanischen Befehlshaber.
Das zudem der Untergang der Nisshin erst Stunden später überhaupt bemerkt worden ist, grenzt wohl bereits an Hochverrat. Anders kann man das Verhalten dutzender Schiffsführer wohl nicht bezeichnen. Aus den unverschlüsselten Funksprüchen die derzeit mitanzuhören sind, sind alle Schiffe in den Gewässern vor Keelung aufgerufen nach Rettungsbooten oder Trümmern zu suchen. Nur deshalb ist dieser schmähliche Verlust überhaupt bekannt geworden, weil der Marineminister wenigstens über genug Anstand verfügt um nach etwaigen Überlebenden der Katastrophe suchen zu lassen.
In Berlin dürften die Sektkorken knallen! Nicht nur das die Hochseeflotte das japanische Geschwader bravourös besiegt hat, nein zum ersten Mal überhaupt ist es einer europäischen Kolonialmacht gelungen Japan desaströs zu besiegen. Damit wird das Deutsche Kaiserreich sicher auch gegenüber seinen europäischen Konkurrenten auftrumpfen können und seine Stellung in Europa auszubauen wissen!
Diese Niederlage muss Konsequenzen haben!
Die ewigen Streitereien innerhalb der Marine und zwischen Marine und Armee haben es wohl überhaupt erst möglich gemacht, dass der japanische Schiffbau in Wahrheit weit hinter den europäischen Nationen zurückliegt. Die Marineführung hat immer betont, dass man zahlenmäßig niemals mit den großen europäischen Flotten wird mithalten können, weshalb japanische Konstruktionen größer und besser sein müssen als die der Gegner.
Wieviel besser die japanischen Schiffe sind mussten wir nun mit ansehen.
Die japanischen Schiffe sind weit unterlegen!
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>> Memorandum des Kaigun-taishō Taniguchi Naomi zum Konvoi-Gefecht vor Keelung 27. April 1929 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
ich habe 恥 (Haji) über Japan gebracht und fordere das 大本営 (Daihon’ei) auf mein 退職願 (Taishokunega) entgegenzunehmen, das ich wie folgt begründe:
Am 27. April des Jahres kam es vor dem Stützpunkt Keelung zu einer überraschenden Begegnung mit zwei Kriegsschiffen der Hochseeflotte des Deutschen Kaiserreichs. Diese Begegnung endete für die Kaiserlich Japanische Marine in einem Desaster größten Ausmaßes. Die alleinige Schuld an dieser Situation unterliegt meiner Verantwortung. Blind für die Realität der Gefechtsführung und Qualität der Deutschen Hochseeflotte habe ich den ehrenwerten Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura mit veralteten und unzureichenden Schiffen ins Verderben entsandt.
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura ist für den Verlust des Schlachtkreuzers Nisshin vollständig zu entlasten. Erstens unterstand der Schlachtkreuzer Nisshin nicht der direkten Befehlsgewalt des Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura, sondern war stattdessen selbst Flaggschiff des Geleitgeschwaders und zweitens hatte Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln keine Chance das Schicksal des Schlachtkreuzers Nisshin abzuwenden.
Die Auswahl des Kaigun-chūjō Koshiro Otani als Befehlshaber des Konvois oblag ebenfalls meiner Verantwortung. Damit trage ich auch die Verantwortung für das übersteigert aggressive Vorgehen des Kaigun-chūjō Koshiro Otani gegen den Deutschen Schlachtkreuzer. Kaigun-chūjō Koshiro Otani hätte erkennen müssen, dass er mit der Nisshin einen weit übergelegenen Gegner niemals im Alleingang hätte besiegen können. Als Befehlshaber der Geleitflotte hätte er zudem zum Konvoi ausschließen müssen und den Gegner dem ehrenwerten Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura überlassen müssen.
Ebenfalls obliegt es meinen Angelegenheiten die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) der Kaiserlich Japanischen Marine nicht Beizeiten vom Ballast veralteter Schiffe befreit zu haben. Ich hätte es nicht zulassen dürfen die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) mit diesen alten Schiffen in den Kampf aufbricht. Einzig die neuesten und modernsten Schiffe wären für diese Aufgabe qualifiziert gewesen. Das Zurückhalten dieser Einheiten zum Schutz des Japanischen Heimatlands war falsch.
Ich habe versagt und bin unwürdig die mir übertragenen Aufgaben länger fortzuführen. Ich habe Schande über das Kaiserliche Japan gebracht und werde jede daraus folgende Konsequenz ertragen!
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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Konvoi-Gefecht vor Keelung vom 27. April des Jahres zur Kenntnis nehmen.
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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-taishō Taniguchi Naomi, 30. April 1929
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 30. April 1929
Kaigun-taishō Taniguchi Naomi als Befehlshaber der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) zurückgetreten!
Marineminister Okada Keisuke hat heute Morgen in einer kurzen Bekanntmachung verkündet, das Kaigun-taishō Taniguchi Naomi die volle Verantwortung der Nisshin-Katastrophe auf sich nimmt und von der Position des Befehlshabers der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) entbunden wurde. Mitten im Krieg, der insgesamt schlecht verläuft, steht die wichtigste Flotte der Kaiserlich Japanische Marine nun ohne Befehlshaber da. Zu einem etwaigen Nachfolger wurde nichts bekannt gegeben.
Wie aus Kreisen des Marineministeriums zu hören war, zieht sich Kaigun-taishō Taniguchi Naomi ins Privatleben zurück.
Auf die Frage nach den Zielen der Flotte im laufenden Krieg gegen das Deutsche Kaiserreich erhielten die anwesenden Vertreter der japanischen und internationalen Presse keine Antwort.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 02. Mai 1929
Osaki Satoshi saß in seinem Büro und lass die Informationen des Tages. Seit zwei Tagen war die Flotte ohne einen Befehlshaber und auch heute wurde kein Nachfolger benannt. Wie konnte es sein, dass die stolze Kaiserliche Japanische Marine in nur fünf Tagen jegliches Renommee verspielte welches sie zuvor in fast dreißig Jahren erworben hatte?
Auch die restlichen Meldungen waren eher dürftig. Scheinbar hatte auch das Deutsche Kaiserreich kein gesteigertes Interesse an diesem Krieg. Das Flottenaufgebot in Asien war denkbar schwach und neuen Gefechten ging der Feind aus dem Weg.
Osaki Satoshi befand das alles als befremdlich, aber mehr war im Moment nicht in Erfahrung zu bringen.
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#177 RTW2-JAP#
Oh,oh,oh....das riecht ja gewaltig nach Seppuku beim einen oder anderen Funktionsträger.
Aber auch der forsche Ton der Gazette könnte negative Auswirkungen auf die Redaktion haben, in japanischen Militärkreisen nimmt man Misserfolge ja immer so schrecklich ernst, da hilft es nicht gerade, auch noch mit harschen Worten daran erinnert zu werden.
Vielleicht ist demnächst auch mal wieder ein Zeitungskommentar aus Frankreich fällig......:vertrag:
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 26. Mai 1929
>> Mutmaßliche diplomatische Aktivitäten zwischen den Kriegsparteien Japan und Deutschland - Vertreter beider Kaiserreiche in Paris gesichtet <<
Der Kriegszustand zwischen Japan und Deutschland währt seit gut zwei Monaten, bis auf einige kleinere Marinescharmützel und die Eroberung der deutschen Überseebesitzung Tsingtau durch japanische Heerestruppen einmal ausgenommen, ist aber nicht wirklich viel passsiert.
Das ist hauptsächlich der geographischen Verhältnisse beider Länder geschuldet, da Deutschland im Gegensatz zu den Briten und Frankreich nicht (mehr) über größere Kapazitäten für schwere Flotteneinheiten in der asiatischen Region verfügt.
Da auch keine entsprechenden Bündnisse mit anderen dort vertretenen Großmächten bestehen, würde die deutsche Hochseeflotte ohne jeglichen Rückhalt auf verlorenem Posten kämpfen.
Allerdings soll es Meldungen aus Japan zufolge bei der letzten Auseinandersetzung auf See einen herben Rückschlag für die kaiserlich-japanische Flotte gegeben haben, als ein zahlenmässig überlegenes Geschwader nicht in der Lage war, ein deutsches Großkampfschiff zu stellen.
Im Gegenteil, Japan soll dabei selbst ein größeres Kampfschiff verloren haben, was ihnen nicht mal in beiden Kriegen gegen die Briten und unsere französische Marine passiert ist.
Dies jedenfalls als Hintergrundinformation zu Beobachtungen in den letzten Tagen hier in Paris, die auf diplomatische Verbindungen der beiden Kriegsparteien deuten könnten. Informationen dieser Zeitung aus inoffiziellen Regierungskreisen zufolge, sollen seit kurzem japanische Militärangehörige in der Stadt weilen, was sich mit weiteren Beobachtungen von Pressevertretern anderer Agenturen deckt, die bei verschiedenen Gelegenheiten die eigentlich in Berlin akkreditierten Marine- bzw. Militärattachés
Ugaki Matome
https://abload.de/img/800px-matome_ugakia9czw.jpg (https://abload.de/image.php?img=800px-matome_ugakia9czw.jpg)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Matome_Ugaki.jpg
und
Kawabe Masakazu
https://abload.de/img/masakazu_kawabehkiuy.jpg (https://abload.de/image.php?img=masakazu_kawabehkiuy.jpg)
Quelle: http://forum.valka.cz/topic/view/123156/Kawabe-Masakazu
identifiziert haben wollen.
Als wäre das nicht schon interessant genug, wurde auch die Meldung bestätigt, das in Kürze der amtierende japanische Premierminister
Tanaka Giichi
https://abload.de/img/giichi_tanaka_posingcydf7.jpg (https://abload.de/image.php?img=giichi_tanaka_posingcydf7.jpg)
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/77/Giichi_Tanaka_posing.jpg
in der französischen Hauptstadt zu einem Besuch erwartet wird. Da Giichi auch gleichzeitig das Amt des japanischen Außenministers bekleidet, dürfte er in dieser Funktion unterwegs sein.
Das gleichzeitig mehrfach Automobile mit deutschen Kennzeichen in der Stadt von Polizeieinheiten an einen nicht näher bezeichneten Ort eskortiert wurden, lässt also mit einiger Sicherheit darauf schließen, das der Krieg zwischen Japan und Deutschland vielleicht doch ein baldiges Ende finden könnte. Zumindest scheint man miteienander zu reden, ob und unter welchen Bedingungen es zu einer Einigung kommen könnte, lässt sich allerdings überhaupt nicht vorhersagen.
Das solche Gespräche ausgerechnet in Paris stattfinden, darf auf jeden Fall unserer Regierung zugute gehalten werden. Eine gewisse Neutralität Frankreichs in dieser Frage scheint ja von beiden Seiten akzeptiert zu sein, denn obwohl man ja einen ähnlichen Konflikt mit Japan einige Jahre zuvor ausgetragen hatte, sind die Beziehungen zum deutschen Kaiserreich ja traditionell nicht gerade als "herzlich" zu bezeichnen. So gesehen ist man relativ unverdächtig, für eine Seite vielleicht mehr Sympathien zu hegen.
Was die innenpolitische Situation in Japan angeht, scheint es gerade einige Verwerfungen zu geben, genaueres ließ sich leider nicht in Erfahrung bringen, aber es wurden entsprechende Gerüchte über personelle Konsequenzen in Politik und Militärkreisen gestreut. Ob diese im Zusammenhang mit den letzten Kriegsereignissen oder dem Kriegszustand als Ganzes stehen, wird hoffentlich demnächst in Erfahrung gebracht werden.
#011 Deutsch-Japanischer Frühjahrskrieg von 1929
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Freitag 03. Mai 1929
Versuchter Selbstmord von Marineminister Okada Keisuke fehlgeschlagen!
Dramatische Minuten im Marineministerium in den frühen Morgenstunden. Adjutant verhindert Selbstmord des Ministers in letzter Sekunde.
Heute am frühen Morgen hat Marineminister Okada Keisuke versucht Seppuku zu begehen. Genau in diesem Moment traten sein Adjutant und zwei weitere Unteroffiziere in das Büro des Ministers um eine Depesche der japanischen Botschaft in Berlin zu überbringen. Laut Aussagen des Stellvertretenden Marineministers konnten die drei Offiziere den Selbstmord verhindern. In dem sich entwickelnden Gerangel um das Tantō des Ministers wurden sein Adjutant und einer der beiden Unteroffiziere schwer verletzt. Der Adjutant des Ministers befindet sich mit lebensgefährlichen Verletzungen im Lazarett. Marineminister Okada Keisuke befindet sich im Militärgefängnis unter Aufsicht der Kempeitai.
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Freitag 17. Mai 1929
Marineminister Okada Keisuke wieder im Amt!
Nachdem Marineminister Okada Keisuke seinen Eid auf den Kaiser erneuert hat, dem Kaiser und dem japanischen Volk zu dienen, bis er vom Kaiser abberufen wird durfte der Minister das Militärgefängnis verlassen. Sein erster Weg führte den Minister ins Krankenhaus, wo er sich vom Wohlergehen seines Adjutanten überzeugte, nachdem dieser tagelang um sein Leben gerungen hatte.
Das Kapitel um die unglückseligen Vorgänge vor Formosa dürfte damit aber noch lange nicht abgeschlossen sein. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass die Kaiserlich Japanische Marine grundlegende Veränderungen erfahren soll. Ob sich dies auf die Kommandostrukturen, die Ausbildung oder auf die schwimmenden Einheiten beziehen soll, ist nicht bekannt.
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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Samstag 01. Juni 1929
Der Krieg ist beendet!
Premierminister Tanaka Giichi hat heute Morgen das Ende des Krieges mit dem Kaiserreich Deutschland verkündet.
Geheime Verhandlungen in Paris unter Vermittlung der Französischen Regierung haben angeblich beide Seiten davon überzeugt die Waffen schweigen zu lassen. Ausführliche Details sind noch nicht bekannt.
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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura zum Deutsch-Japanischen Frühjahrskrieg von 1929 <<
Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),
in tiefer Dankbarkeit über die mir übertragenen Aufgaben darf ich ihnen als kommandierender Offizier in beiden Gefechten des Deutsch-Japanischen Frühjahrskriegs meine Erfahrungen kundtun.
Dieser Krieg begann überraschend und endete überraschend. Seine beiden Gefechte verliefen ebenfalls überraschend.
Die über fast dreißig Jahre bewährte japanische Gefechtstaktik funktioniert nicht mehr!
Das kann ich aufgrund der persönlichen Erfahrungen nicht leugnen, dass kann die Admiralität nicht leugnen. Auch wenn Japan letztlich den Gewinn neuer Stützpunkte erzielen konnte, ist dies nicht auf die Ergebnisse der Seegefechte zurück zu führen, sondern auf die insgesamt nachteilige Strategische Lage unseres Gegners.
Taktisch jedoch hat der Oberkommandierende der Deutschen Hochseeflotte - Admiral Erich Johann Albert Raeder – alles richtiggemacht. Das müssen wir anerkennen und verstehen. Dass die Seeschlacht im Gelben Meer am 19. März 1929 zu unserem Vorteil endete war mehr Glück und Zufall als Überlegenheit der eigenen Streitkräfte.
Während des Konvoi-Gefechts vor Keelung am 27. April 1929 war unser Glück dann aufgebraucht. Ein technisch weit überlegenes feindliches Schiff hat unsere Flotte trotz erdrückender numerischer Überlegenheit regelrecht vorgeführt. Trotz des phänomenalen Torpedotreffers des Pilotenschülers Genda Minoru hat dies nichts an der Gesamtsituation geändert. Die Ambitionen unserer neuen Trägerwaffe mögen groß sein, die Erfolge sind es nicht. Dennoch bleibt festzuhalten, dass wir ohne den Flugzeugträger überhaupt keinen Torpedotreffer erzielt hätten. Unsere Zerstörer hatten keine Möglichkeit an die früheren Erfolge anzuknüpfen. Ich halte daher fest: Die Marinefliegerei ist noch nicht in der Lage einen Gegner zu versenken und die Zerstörer sind nicht mehr in der Lage einen Gegner zu versenken. Dazu kommt, dass unsere modernen Großkampfschiffe in so geringen Stückzahlen vorhanden sind, dass ein Einsatz dieser Einheiten vom Zufall abhängt und unsere älteren Großkampfschiffe diese Bezeichnung nicht verdienen.
Ich empfehle dem 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine das Training der Piloten erheblich zu intensivieren. Die Konstruktion von Flugzeugen voran zu treiben und den Bau von Flugzeugträgern zu steigern. Großkampfschiffe sind nicht überflüssig, aber für die Japanische Marine fortan von eingeschränkter Bedeutung. Unsere alten Kriegsschiffe haben ihren Nutzen verloren! Den Stellenwert von Zerstörern in künftigen Konflikten müssen die ehrenwerten Herren des 軍令部 (Gunreibu) genauer herausarbeiten.
Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!
Kaigun-chūjō Kichisaburō Nomura, 01. Juni 1929
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#012 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 01. Juni 1929
Fassungslos saß Osaki Satoshi spät abends alleine in seinem Büro. Am späteren Nachmittag waren Details des Friedensvertrags zwischen Deutschland und Japan bekannt geworden und diese Details ließen den versuchten Selbstmord von Marineminister Okada Keisuke in einem neuen Licht erscheinen.
Japan hatte sich verpflichtet 142 Kriegsschiffe zu verschrotten!
Darunter alle zwanzig Küsten-U-Boote:
5 Küsten-U-Boote Typ I-1
3 Küsten-U-Boote Typ I-10
5 Küsten-U-Boote Typ I-22
7 Küsten-U-Boote Typ I-33
Einhundertzwölf Zerstörer und Korvetten:
23 Korvetten der Asama Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
11 Korvetten der Murasaki Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
22 Zerstörer der Akikaze-Klasse (je 500 Tonnen)
7 Zerstörer der Umikaze-Klasse (je 600 Tonnen)
14 Zerstörer der Oshio-Klasse (je 600 Tonnen)
18 Zerstörer der Minazuki-Klasse (je 500 Tonnen)
10 Zerstörer der Nowaki-Klasse (je 600 Tonnen)
7 Zerstörer der Ikazuchi-Klasse (je 500 Tonnen)
Acht schwere Kreuzer:
6 Schwere Kreuzer der Asama-Klasse (je 7.300 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Aso-Klasse (je 16.000 Tonnen)
Und die beiden Flugzeugmutterschiffe:
2 Flugzeugmutterschiffe der Oryoku Maru-Klasse (je 5.000 Tonnen)
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Für die Kaiserlich Japanische Marine war das ein erheblicher Aderlass.
Die Anzahl der schweren Kreuzer hat sich halbiert. Ebenso die Anzahl der Begleitschiffe, wenn man Zerstörer und Korvetten zusammen betrachtet. Bei den U-Booten war es ebenfalls erheblich, aber nicht ganz so dramatisch, zumal die Küsten-U-Boote nie wirklich eine wichtige Rolle gespielt hatten.
Völlig unverständlich war jedoch die Verschrottung der beiden Flugzeugmutterschiffe. Das waren nicht nur die beiden neuesten Schiffe der gesamten Liste, sondern auch Schiffe deren Waffensystem angeblich die Zukunft darstellten – das Flugzeug.
Endete dieser Krieg nun mit einem Sieg oder eine Niederlage Japans? Man hatte deutsche Stützpunkte errungen, aber war es das wert? Zahlenmäßig war es der größte Einschnitt für die Flotte der letzten Jahrzehnte und die Zerstörer waren bislang der ganze Stolz Japans. Praktisch alle Seesiege der letzten dreißig Jahre war auf die starke japanische Torpedowaffe zurückzuführen. Diese waren der Schrecken der Meere, wenn man Vertreter europäischer Nationen fragte. Genau aus diesem Grund gab es hier sicher den größten Einschnitt. Konnte die Kaiserlich Japanische Marine diesen Einschnitt verkraften?
Osaki Satoshi wusste das die nächsten Monate und Jahre bezüglich der Marine so spannend werden würden wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Er erinnerte sich zurück. Zurück an diesen denkwürdigen Vierzehnten Juli im Jahre Achtzehnhundertsiebenundneunzig!
An diesem Tag betrat er mit seinem Ziehvater Chefredakteur Kamata Itachi, zum ersten Mal das Büro des Marineministers Saigō Tsugumichi. Das opulente Dienstzimmer mit seinen Goldverzierungen, das er danach noch sooft betreten hatte. An diesem Tag entbrannte er vollends für die Kaiserliche Marine, an diesem Tag erhielt er als einer der Ersten Einblick in die neue Flotte des Japanischen Kaiserreichs. Genau dieses Gefühl von damals kam jetzt wieder in ihm auf – Japan lies diese alten Schiffe hinter sich – es galt nun abermals eine neue Flotte aufzubauen, die für die Zukunft gerüstet sein würde!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 04. Juli 1929
Das was kaum einen Monat später folgte, war aus Osaki Satoshis Sicht folgerichtig. Die Marine verschrottete praktisch alle alten Großkampfschiffe.
Zugleich war dies eine Ohrfeige an die französische Regierung!
Japan erklärte damit vor der gesamten Welt, dass es sowieso geplant hatte seine veralteten Schiffe zu verschrotten, denn diese Schiffe standen nicht auf der Liste der Verhandlungen des Friedensvertrags. Damit war auch klar, warum die japanischen Abgesandten den Verhandlungen in Paris derart bereitwillig zugestimmt hatten. Natürlich nicht ohne ein Drama zu verkünden und, dass dies der Todesstoß für die Kaiserlich Japanische Marine sei, aber trotzdem auffällig bereitwillig zustimmend.
Japan mochte diesen Krieg nicht gewollt haben – zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt – mit dem Ergebnis aber konnte es mehr als gut leben, das wurde Satoshi nun klar.
Kurz spekulierte er ob der Verlust der Nisshin etwa auch ein abgekartetes Spiel gewesen ist? Er verwarf diesen Gedanken aber so schnell wie er gekommen war.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 05. August 1929
Mit dem Sommer begann wieder das ruhige Tagesgeschäft in Friedenszeiten. Als Chefredakteur oblag es nun Osaki Satoshi selbst wie er mit seiner Redaktion verfuhr. Es gab weniger Arbeit als zu Kriegszeiten, andererseits war klar das ein Umbruch bevorstand. Er würde also sein Augenmerk auf die Werften legen, wie er das früher schon getan hatte.
Welche Richtung die Flotte nehmen würde konnte er sich denken. Er wusste aber auch, dass die Militärs jederzeit für Überraschungen gut waren – selbst wenn dafür ein Mord erforderlich sein sollte!
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#178 RTW2-JAP#
Wir verschrotten eigentlich so gut wie nie Torpedoboote u. ä. kleine Einheiten. Wir bauen die meist um in U-Boot-Jäger, Konvoisicherungen oder Minensucher. Ob das kostengünstig ist, wissen wir ehrlicherweise nicht. Aber jedenfalls nachhaltiger :D:D:D
Edle Sappho,
Japan hat - speziell direkt nach einem Krieg - ein so niedriges Budget, dass es sich eine riesige Bestandsflotte nicht leisten kann. Es würde dann soviel Budget für den Unterhalt aufgezehrt, das keine Neubauten mehr möglich wären. Uns reicht es aus, wenn der Konvoi-Schutz-Wert in allen Regionen deutlich höher ist als mindestens erforderlich, übertrieben hoch muss er nicht sein das bringt nur noch wenig zusätzlichen Nutzen.
Ja ....Ende der Zwanziger wird es teuer und man muss sich von Altmetall trennen. Wir haben schon länger nicht mehr gespielt.
Edle Sappho,
Japan hat - speziell direkt nach einem Krieg - ein so niedriges Budget, dass es sich eine riesige Bestandsflotte nicht leisten kann. Es würde dann soviel Budget für den Unterhalt aufgezehrt, das keine Neubauten mehr möglich wären. Uns reicht es aus, wenn der Konvoi-Schutz-Wert in allen Regionen deutlich höher ist als mindestens erforderlich, übertrieben hoch muss er nicht sein das bringt nur noch wenig zusätzlichen Nutzen.
Ein wenig schmerzen muss es doch trotzdem, etliche von den verschrotteten Einheiten haben vielleicht nie in richtigem Einsatz gestanden, aber die Finanzzwänge sind halt unerbittlich.
Da hilft nur neue Spannungen aufbauen, der Rubel ...ääh, Yen muss rollen. Aber ob ihr je die Qualität deutscher Marinetechnik erreichen könnt? Sollte es gegen die USA gehen, sieht es wohl auch nicht (mengenmässig) besser aus
Werter Taurus,
Ein wenig schmerzen muss es doch trotzdem,
Schmerzen tut es immer, aber wenn die Admirale sehen was dafür in den Trockendocks und auf den Hellingen neu einsteht ist der Schmerz schnell vergessen. Wer trauert schon einem 12.000 Tonnen Panzerkreuzer nach, wenn er vor einem 70.000 Tonnen Schlachtschiffrumpf steht! :D
TheBlackSwan
31.05.23, 00:24
Guter Gott, das ist ja wirklich ein Massenabwracken, das ihr da betreibt.
Aber nun sind ja die ganzen Seefahrts-Mittelmächte geschlagen. Wenn man die USA oder Großbritannien in Indien konfrontieren möchte, braucht man Schiffe einer neuen Generation!
Werter TheBlackSwan,
das ist auch einer der Gründe warum alles raus muss was vor dem Sommer nicht ins T-Shirt passt. Man hat nur begrenzten Einfluss darauf was einem Gefecht zugeordnet wird. Kann sein das da nur das neuste vom neusten dabei ist, oder eben auch nicht. Es gilt auch zu vermeiden, dass die ganzen alten Schiffe in einer großen Seeschlacht plötzlich auf modernste Einheiten des Gegners treffen. Wir können aber verkünden, das der Auftakt des nächsten Krieges wirklich das neuste vom neusten präsentiert, was zu einem großen Knalleffekt führt!
TheBlackSwan
31.05.23, 13:45
Wir hatten auch an anderer Stelle gelesen, dass Spieler gezielt auf wenige starke Schiffe setzen, um mit den Eigenheiten des Matchmakers klarzukommen bzw. ihn dazu zu zwingen, immer die Top-Schiffe auszuwählen. Etwas schade, dass man da als Spieler nicht mehr Einfluss hat und beispielsweise vorschreiben kann, wie Schlachtflotten zusammengesetzt sein sollen. Ist das eigentlich in RtW 3 besser?
Werter TheBlackSwan,
vergesst nicht, dass dies ein Story geleiteter AAR ist. Zu abstruse Spielweisen um der Spielmechanik ein Schnippchen zu schlagen, wenden Wir also nicht an. Für Uns ist die Plausibilität wichtiger als das letzte Krümmelchen aus dem Spiel heraus zu holen.
In RTW3 kann man jetzt seine Divisionen selbst zusammen stellen - ja - aber welche Divisionen in einer Schlacht auftauchen kann man nicht festlegen.
#012 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 03. September 1929
Nach den ganzen Außerdienststellungen bei der Kaiserlich Japanischen Marine, war es eine der ersten Taten eine Bestandsaufnahme zu machen. Das Ergebnis war Eindeutig! Im Vergleich zu den anderen Kriegsmarinen war die japanische winzig. Ganze sechs Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer hatte Japan aufzubieten. Die anderen Seemächte hatte jeweils irgendwas um die zwanzig bis über fünfzig Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer im Flottenregister gelistet.
Anders sah es bei der erklärten Schiffsklasse des kommenden Jahrzehnts aus. Japan war die einzige Nation mit einsatzfähigen großen Flugzeugträgern. Zwei standen in Dienst, zwei weitere waren in Bau. Einzig die Vereinigten Staaten von Amerika hatten einen großen Flugzeugträger in Bau, die anderen Nationen nichts. Neutral sah dies bei den leichten Flugzeugträgern aus. Hier hatte die japanische Marine bereits seit einigen Jahren vier Einheiten in Dienst aber keine weiteren in Bau. Alle anderen Nationen besaßen ebenfalls leichte Flugzeugträger, hier war sogar Russland mit fünf Einheiten führend, aber einzig das Empire schien hier eine höhere Anzahl erreichen zu wollen. Die weltweiten Neubauten dieser Schiffsklasse waren überschaubar.
Das Japan noch ein Einheitslinienschiff im Schiffsregister führte, war eine Anomalie. Dieses Schiff, die altehrwürdige Mikasa, war ein Musemsschiff und lag derzeit vertäut in der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure).
Besser sah es bei den schweren Kreuzern aus. Außer Japan schien aber auch nur das Deutsche Kaiserreich an diesem Schiffstyp festzuhalten. Bei den leichten Kreuzern herrschte so etwas wie Gleichstand, wenn man Russland außer Acht lies.
Bei den Zerstörern war Japan traditionell führend, aber genau diese Schiffsklasse hatte zuletzt enttäuscht. Hinter vor gehaltener Hand war zu erfahren, dass die Zeit der Torpedoträger zu Ende ging. Die früheren Erfolge konnten man nicht mehr erzielen, weil die Feuerkraft und Präzession der Artillerie ein Niveau erreicht hatte, das erfolgreiche Torpedoangriffe fraglich machte. Es hieß aber, dass diesen Zerstörern eine neue Aufgabe zukam. Die immer besser werdenden U-Boote waren zu einer ernstzunehmenden Gefahr geworden und die Zerstörer schienen das Mittel der Wahl zu sein um dagegen etwas zu unternehmen.
Das traf zwar auch auf die Korvetten zu, aber Zerstörer waren einfach vielfältiger und wegen ihrer Reichweite und Geschwindigkeit in der Lage die großen Schiffe zu begleiten. Korvetten vermochten das nicht zu leisten.
Bei den U-Booten war die Kaiserliche Flotte zwar nicht führend, aber auch nicht abgeschlagen. Bei der Anzahl der Flugzeuge in Summe lag Japan wieder vorne, wenn auch nur knapp.
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Weiter bezeichnend war das der Bau des neuen Superschlachtschiffes Fuji von Beginn an gestoppt wurde, während der Bau der weiteren Flugzeugträger auf Hochtouren lief. Ebenfalls lief der Umbau dreier älterer Leichter Kreuzer beschleunigt ab und mit der Suzuya-Klasse befanden sich zwei sehr große schwere Kreuzer im Plan.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 19. Dezember 1929
Bis Mitte Dezember wurden nur laufende Vorhaben abgeschlossen und ansonsten hüllte sich das Militär in Schweigen. Osaki Satoshi führte dies auf eine merkwürdige Art der Lethargie zurück, die auch ganz Japan zu erfassen schien. Er hatte den Eindruck, dass die Welt den Atem anhielt und gebannt auf den Beginn des neuen Jahrzehnts wartete.
Die zwanziger Jahre hatten Japan zu einer ernstzunehmenden Seemacht werden lassen und nun schien die Welt darauf zu schielen was dieses Asiatische Volk in den dreißiger Jahren tun würde?
Allmählich hatte man den Schock des Großen Bebens überwunden und die meisten Schäden waren beseitigt worden. Die Hauptstadt Tōkyō schien sich in ihrem neuen Gewand wohl zu fühlen und lockte mehr und mehr ausländische Reisende an. Gemunkelt wurde aber auch, dass nicht wenige dieser Reisenden ausländische Spione waren, die sich besonders auffallend für japanische Werften zu interessieren schienen.
Was auch immer letztlich den Tatsachen entsprach, seit Anfang Dezember hatte Niemand mehr Lust auf Arbeit. Mitte Dezember stellte Satoshi den größten Teil der Redaktion frei und inkludierte sich auch selbst. Im ganzen Land liefen die umfassendsten Vorbereitungen auf einen Jahreswechsel, die Satoshi jemals erlebt hatte und davon konnte er sich nicht losmachen.
Die Neunzehnhundertdreißiger standen bevor und es würden vieles anders werden – zumindest glaubten das alle mit denen er sprach!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 05. Januar 1930
Es sollte das neue Jahrzehnt friedlich einleiten! Frankreich hatte am Wochenende nach dem Jahreswechsel zu einer internationalen Neujahrs-Regatta eingeladen um die Verständigung, Zusammenarbeit und das friedliche Zusammenleben der Nationen zu fördern. Alleine den Anspruch der Grande Nation als Veranstalter des Rennens auch zu gewinnen, wollte die Besatzung des Teilnehmer Bootes aus Japan nicht als gesetzt betrachten. Die Franzosen tobten und sprachen von Betrug, weil die japanischen Sportler allesamt dem Militär angehörten und sicher seit Wochen oder Monaten für das Rennen trainiert worden sind, wodurch sie mit erheblichem Vorsprung durchs Ziel fuhren.
Der Eklat war perfekt, die Regatta hatte das Gegenteil ihrer Intention erreicht und dem Außenminister flattere eine Protestnote des französischen Gesandten auf den Schreibtisch.
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#179 RTW2-JAP#
#012 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 14. März 1930
Nach dem Stimmungsvollen Jahresauftakt in Frankreich, beruhigte sich die Lage in den ersten Monaten des Jahres 1930. Den zahllosen Außerdienststellungen des vergangenen Jahres folgte nunmehr die Modernisierung der verbliebenen Schiffe, sowie die Erweiterung der Möglichkeiten der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte). Der planmäßige Stützpunkt-Ausbau betraf nun auch die Marineluftstreitkräfte und nicht länger nur die Flotte. Das nahm Osaki Satoshi zum Anlass den Stützpunkten etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Hier war dann deutlich zu erkennen, dass in die Marineluftstreitkräfte mittlerweile ein Viertel des Instandhaltungsbudgets der Marine floss. Es zeichnete sich ab, dass die zahlenmäßig kleine japanische Flotte dadurch kaum größer werden würde. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet und dass die Ausgaben dabei sicher ansteigen würden, machte dies drei bis vier schwere Kreuzer aus die der Marine fehlen würden, oder zwei weitere Schlachtschiffe.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 15. März 1930
Wie zur Bestätigung seiner These, dass die Marineluftstreitkräfte vieler Finanzmittel bedurften, erreichte Osaki Satoshi nur einen Tag später die Nachricht, dass die Marine den Weiterbau des Superschlachtschiffes Fuji aufgegeben hatte. Diese Entscheidung schlug hohe Wellen, weil tausende Werftarbeiter damit arbeitslos geworden waren. Das Ministerium bezichtigte solche Meldungen als verwerfliche Lüge und gab bekannt, dass alle Arbeiter für die Fuji nunmehr für die Modernisierung weiterer Zerstörer benötigt würden. Damit befanden sich gut dreißig Zerstörer im Umbau.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 22. Juni 1930
Das Frühjahr und der Frühsommer 1930 waren geprägt vom üblichen politischen Ränkespiel und marginalen Fortschritten im Schiffsbau. Das endete abrupt am Wochenende des 21. Juni als ein großer russischer Flottenverband im Japanischen Meer auftauchte und das ganze Land in Panik versetzte. Überall tuschelte man von einem russischen Rache Angriff auf Japan und Stimmen wurden Laut nach einem Präventivschlag. Im Verlaufe des Samstags passierte jedoch nichts. Zwar wurden alle Matrosen zu ihren Schiffen befohlen, aber keines davon verlies außerplanmäßig seinen Liegeplatz. Umso mehr Aktivität gab es aber bei den Seeaufklärern und Torpedobombern. Diese flogen Einsätze bis zur Belastungsgrenze um im Fall der Fälle einen russischen Angriff im Keim zu ersticken.
Scheinbar wusste die Marine mehr als sie zugab und am Sonntag erklärte der Russische Gesandte in Tōkyō die Inbesitznahme Süd-Koreas für das Zarenreich. Die Reaktion des Marineministers folgte keine Stunde später indem dieser erklärte welch vortreffliche Ziele, für die nagelneuen japanischen Sturzkampfbomber, die russischen Stellungen in Pusan abgeben würden.
Aus den inneren Kreisen der Marine war aber zu erfahren, dass die Entwicklungen in Süd-Korea als ernstes Problem wahrgenommen wurden. Süd-Korea war so etwas wie ein russischer Dolch an Japans Kehle. Es stand nicht zu erwarten das dies tatenlos hingenommen werden würde.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 03. Juli 1930
Die Regierung erklärte öffentlich ihre Unzufriedenheit mit der eigenen Maritimen Stärke, aber das Marineministerium beantworte diesen Vorwurf nicht mit Worten, sondern mit Taten. Es nahm weitere Zerstörer aus der aktiven Flotte heraus und schickte diese Schiffe in die Werften.
Osaki Satoshi konnte sich nicht daran erinnern, dass die Marine jemals eine solche Chance der Kriegstreiberei ungenutzt hatte verstreichen lassen. Es wurde ihm bewusst, dass in der Regierung oder innerhalb des Militärs etwas vorging, was bislang nicht nach außen gedrungen war.
Saß der Schreck des vergangenen Konflikts doch tiefer als es den Anschein hatte?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 19. November 1930
Was auch immer vor sich ging in der Marine, es musste etwas großes sein. Die Marine war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass Russland im November der nächste Streich gelang und das Zarenreich nunmehr im Süd-Pazifik Fuß fassen konnte. Die Marine beschränkte sich auf die Wiederindienstellungen ihrer modernisierten Zerstörer und des neuen Flugzeugträgers Akagi. Seit vielen Jahren befanden sich die Ausgaben der Marine auch nicht permanent im Minus, sondern das Ministerium sparte sogar Geld an.
Noch immer hatte Osaki Satoshi nicht mal etwas Flüstern hören was die Hintergründe all dessen waren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 28. November 1930
Ende November änderte sich am Verhalten der Kaiserlich Japanischen Marine nichts. Es wurde der Entwurf eines neuen noch größeren Flugzeugträgers ausgeschrieben und nach den Zerstörern nahmen jetzt die Schlachtschiffe den Weg in die Überholung und Modernisierung.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 09. Januar 1931
Der Rest des Jahres verlief unaufgeregt, aber es war zu spüren das die Welt den Atem anhielt. Die Machtverschiebungen im pazifischen Raum waren Gesprächsthema in Europa. Besonders weil es das eher schwächliche Russland war, das hier eindeutige Erfolge erzielt hatte. Nicht Deutschland, nicht Frankreich und schon gar nicht das Empire.
Das sorgte für Verwunderung!
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#180 RTW2-JAP#
In der Tat verwundert, das sich ausgerechnet Russland so dreist ausbreitet, als hätte es die demütigende Niederlage gegen Japan nie gegeben. Ist aber auch schon viel Zeit seitdem vergangen und jetzt beackern sie sogar Felder, die man nie für möglich gehalten hätte.
Ist aber womöglich nur gutes Timing, weil Japan ja mengenmässig nicht viel verhindern kann, wenn eine andere Macht ihre Kräfte konzentriert. Der Vorteil ist, der nächste Gegner ist quasi direkt vor der Haustür und Japan hat es nicht weit.
Nebenbei bemerkt: Die Entwürfe des amerikanischen und des deutschen Schlachtkreuzers ähneln sich fast wie eineiige Zwillinge, gehen der KI die Ideen aus oder ist das gerade designtechnisch das Nonplusultra dieser Schiffsklasse und alle Nationen haben so etwas im Arsenal?
Werter Taurus,
Nebenbei bemerkt: Die Entwürfe des amerikanischen und des deutschen Schlachtkreuzers ähneln sich fast wie eineiige Zwillinge, gehen der KI die Ideen aus oder ist das gerade designtechnisch das Nonplusultra dieser Schiffsklasse und alle Nationen haben so etwas im Arsenal?
die KI in RTW2 ist da etwas einfältig - ja. In RTW3 ist da deutlich mehr Vielfalt vorhanden. Einige Abweichungen sieht man schon, das hängt mit dem unterschiedlichen Forschungsstand zusammen. Oder irgendwer hat vom irgendwem die Blueprints geklaut :cool:
#012 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg!
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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Donnerstag 05. März 1931
Marineminister Abo Kiyokazu saß an dem schweren Holzschreibtisch, wie es schon so viele Marineminister vor ihm getan hatten. Sein eher glückloser und unbeliebte Vorgänger Takarabe Takeshi hatte im letzten Oktober das Amt verlassen und wurde mit lediglich unwichtigen Aufgaben betraut. Die letzten Monate seit seinem Amtsantritt war Abo Kiyokazu für Niemanden zu sprechen gewesen. Jetzt aber gewährte er der Tōkyō Shinbun ein Exklusiv-Interview.
Osaki Satoshi nahm nach den üblichen Begrüßungsfloskeln gegenüber dem Minister Platz und zückte seinen Notizblock.
„Herr Marineminister“ begann Satoshi das Interview.
„Ihr Vorgänger konnte trotz bester Verbindungen seine Position im Ministerium nicht halten.“
Marineminister Abo Kiyokazu räusperte sich vernehmlich…
„Es heißt das er in der Bevölkerung aufgrund irritierender Erklärungen und fragwürdiger Entscheidungen bezüglich des russischen Vordringens im asiatischen Raum den Rückhalt verloren hatte?“
Marineminister Abo Kiyokazu schwieg zu dieser Äußerung
„Seit ihrem Amtsantritt vor nunmehr auch fast einem halben Jahr, hat sicher aber an der Politik der Marine nichts geändert. Die Einnahme von Bougainville durch das Zarenreich fällt bereits in ihre Amtszeit. Trotzdem hat sich nichts geändert!“
...
„Herr Osaki, Sie selbst haben in den letzten Jahren einige treffende Leitartikel verfasst und damit oftmals das Missfallen der Marine erregt. Nun Sie wissen, Missfallen erntet wer Körnchen der Wahrheit sät.“
„Herr Mar…“
Marineminister Abo Kiyokazu hob die Hand!
„Bitte unterbrechen Sie mich nicht Herr Osaki!“
Osaki Satoshi nickte.
„Die Wahrheit ist und das haben Sie als einer der ersten erkannt, dass die Kaiserlich Japanische Marine trotz all ihrer Erfolge derzeit nicht Konkurrenzfähig ist. Die Ereignisse um die Nisshin haben das allen vor Augen geführt.“
„Wir hatten eine Taktik, die fast dreißig Jahre lang außerordentlich erfolgreich funktioniert hat und durch die japanische Wirtschaft mit ihren Werften gut zu leisten war. Zerstörer sind einfach, billig und schnell zu bauen. Sie haben aber ihre Nachteile, der ausschließlich für uns zum Vorteil wurde. Ihre kurze Reichweite hat verhindert, dass die europäischen Seemächte mit ihren Zerstörern in Asien umfassend agieren konnten. Anders die Kaiserlich Japanischen Marine. Unsere Zerstörer konnten sich stets auf naheliegende Häfen stützen und somit mit geradezu irrsinnigen Stückzahlen jeden Feind in die Knie zwingen.“
„Gegen Dutzende Zerstörer mit ihren Torpedos waren die gegnerischen Schlachtschiffe schlicht wehrlos.“
„Das hat sich geändert!“
„Es spielte auch keine Rollen wie alt und langsam unsere Zerstörer bislang gewesen sind. Wir hatten immer genug um die Schlachten zu unseren Gunsten zu entscheiden. Sicher kam dazu auch ein oftmals nennen wir es skurriles Verhalten unserer Gegner dazu, aber auch mit fähiger Führung unserer Feinde, hätten wir die Asiatischen Gewässer bis Mitte des letzten Jahrzehnts immer domminiert. Das hat sich geändert!“
„Die Hochseeflotte hat gezeigt, dass diese Taktik nicht mehr funktioniert. Zerstörer sind zwar nicht wertlos geworden, aber sie können keinen einfachen Sieg mehr herbeiführen. Wir brauchen Schlachtschiffe, aber diese können wir nicht in ausreichender Anzahl bauen. Zudem brauchen wir dringend technologische Überlegenheit jedes einzelnen Schiffes der Flotte. Die Nisshin war kein Schlachtkreuzer, dass wissen Sie Herr Osaki und die Nisshin war nicht technologisch überlegen.“
„Mein Vorgänger hat daher das einzig Richtige getan. Er hat jede Eskalation vermieden. Er hat alle völlig unbrauchbaren Schiffe verschrotten lassen und er hat Maßnahmen in die Wege geleitet um sämtliche verbliebenen Schiffe umfassend zu modernisieren. Wenn wir damit fertig sind, verfügen wir über die modernste Flotte aller Nationen. Natürlich ist ein zwanzig Jahre alter Schlachtschiffrumpf nicht moderner als ein zwei Jahre alter Schlachtschiffrumpf. Aus einem zwanzig Knoten Schlachtschiff wird kein dreißig Knoten Schlachtschiff, aber sämtliche Artillerie, die Munition, Torpedowerfer, Wasserbomben, Funkeinrichtungen, selbst die Kojen der Mannschaften werden das modernste sein, dass wir haben. Und zwar auf allen Schiffen vom Schlachtschiff bis zu den Korvetten.“
„Eine besondere Rolle nehmen die Flugzeugträger ein, weshalb hier ständig auch neue Einheiten auf Kiel gelegt werden. Ich drücke es mal so aus:“
„Flugzeugträger sind die neuen Zerstörer Japans!“
Nun unterbrach Satoshi…
„Herr Minister, dass mit den Flugzeugträgern sah bislang aber immer anders aus…“
„Herr Osaki, wie geht es ihrem Sohn Okada?“
„Bitte?“
„Ihr Sohn Okada, wie geht es ihm, wo befindet er sich zurzeit?“
„Herr Minister, ich muss Ihnen gestehen, dass ich das nicht weiß. Sie wissen bestimmt was sich früher zugetragen hat. Seitdem vermeide ich es meine Kinder nach Informationen über ihren Militärdienst zu befragen.“
„Das ist gut Herr Osaki, aber Sie haben bereits bemerkt, dass ihnen schon länger nichts mehr wiederfahren ist. Wir benötigen die Presse für unsere Zwecke. Das wissen gerade Sie sehr gut und damit weiß ich, dass Sie dafür eine Gegenleistung erwarten. Anderenfalls wären Sie auch heute nicht hier!“
„Also ihr Sohn Okada befindet sich seit kurzem auf dem neuen Flugzeugträger Akagi!“
„Dafür wurde er gerade zum Staffel-Kommandanten der Dreiunddreißigdreiundfünfzig Sentai befördert. Noch wird diese Staffel mit der Yokosuka Shuka ausgerüstet, aber das ändert sich bald. Auch daran ist ihr Sohn nicht unbeteiligt, weil er das Kokuki shikenjo des 海軍航空本部 (Kaigun Kōkū Hombu - Kaiserlich Japanischen Marineluftfahrtbüro) unterstützt. Und das sehr erfolgreich, wenn ich sagen darf!“
„Fragen Sie doch mal ihren Sohn, was er über die Zukunft der Flugzeugträger denkt!
„Nun also, die Zeit ist weit fortgeschritten und ich habe einen Termin auf der Marinewerft. Sie wissen jetzt was wir tun. Wir modernisieren die gesamte Flotte und das wird noch Monate und Jahre dauern, bis wir mit allen Schiffen fertig sind. Erst dann wird es umfassende Neubauten geben, es sei denn, dass es unerwartete Gründe gibt zuvor bereits neue Schiffe aufzulegen. Flugzeugträger sollen das neue Rückgrat der Flotte werden und ihr Sohn ist maßgeblich darin involviert.“
„Machen Sie etwas daraus, lassen Sie das Vorgehen der Marine in einem günstigen Licht erscheinen, es soll ihr Schaden nicht sein!“
Verdattert verlies Osaki Satoshi das Büro von Marineminister Abo Kiyokazu. Er wusste nicht was ihn mehr schockierte? Diese totale Ehrlichkeit des Ministers oder dass sein Sohn eine wichtige Rolle innerhalb der Marineluftstreitkräfte eingenommen hatte?
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Bild 161: Marineminister Abo Kiyokazu
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abo_Kiyokazu.jpg
Autor: Unknown author
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Abo_Kiyokazu
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 18. Juni 1931
Das neue unausgesprochene Arrangement mit dem Marinemister war für Osaki Satoshi Glücksfall und Bürde zugleich. Die letzten Wochen hatte er gezielt und dennoch unauffällig zahlreiche Artikel über die Kaiserlich Japanischen Marine veröffentlicht. Er musste feststellen, dass es alles andere als einfach war positive Artikel zu schreiben, die dennoch den Anschein der Kritik wahrten für die er seit Jahrzehnten bekannt war. Ein offenes Umschwenken hätte ihm auch Niemand abgenommen. In der Redaktion waren natürlich alle informiert. Diejenigen die damit ein Problem hatten waren längst versetzt worden. Möglichst dorthin wo sie auch künftig keinen Schaden anrichten konnten. Hartnäckige Fälle wurden urplötzlich vom Militär eingezogen und mussten Dienst in den Überseegebieten ableisten. Aber der Konkurrenz war der Wandel in der Berichterstattung natürlich nicht entgangen.
Darauf hatte Osaki Satoshi keinen direkten Einfluss. Aber er hatte eine Idee die er jetzt ganz offiziell mit Hilfe seines Sohnes umsetzen konnte. Sämtliche japanischen Tageszeitungen wurden zu einem Manöver eingeladen. Alle Redaktionen durften einen Redakteur und einen Fotografen auf die Akagi entsenden um direkt an Bord Übungsflüge des Geschwaders zu beobachten. Dieses Manöver würde akribisch vorbereitet werden um der Presse und insbesondere Russland vor Augen zu führen, was es bedeutete die Konfrontation mit Japan zu suchen. Die Marine würde mit großem Aufwand die ganze Macht ihrer Trägerflotte demonstrieren in der Hoffnung das der Argwohn der letzten Monate mit Stärke konfrontiert wird. Im Idealfall würden die bissigen Kommentare der Konkurrenz erstickt werden und der Marine genau die Zeit zugestanden, die sie benötigte.
Bis dahin blieb allerdings nur die Berichterstattung des Üblichen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 10. August 1931
Im Sommer entschied sich die Marine dann doch für Neubauten ihrer so beliebten Zerstörer. Osaki Satoshi hatte erfahren, dass Zerstörer zwar nicht mehr dazu dienten Schlachten zu entscheiden, aber ohne hervorragende Zerstörer konnte man Schlachten verlieren. Die beiden neuen Schiffsklassen hatten als Ziel die Flugabwehr, U-Boot-Abwehr, Minenräumung und ihrerseits das Verminen feindlicher Häfen und Handelsrouten. Mit ihren 2.500 Tonnen seien sie dafür überhaupt erst geeignet. Kleinere Zerstörer hätten zu viele Einschränkungen für dieses breite Aufgabengebiet.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 15. Januar 1932
Die Demonstration der japanischen Trägerwaffe hatte den gewünschten Effekt. Die Unruhe in der Presse und in der Bevölkerung hatte sich danach spürbar verringert und auch Russland hatte weitere Provokationen vermieden. Die Marine konnte daher in aller Ruhe ihre Pläne durchführen und die Modernisierung vorantreiben. Erst im Januar 1932 regte sich wieder Unmut wegen Russland, der aber von allen Seiten niedergehalten wurde.
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#181 RTW2-JAP#
Ritter Kunz
27.06.23, 10:29
Das ist ja ein schöner Top-Spion, der von allen Sachen die er in die Finger bekommen kann, Pläne für einen AMC-Umbau von 1914 mitgehen lässt... nicht, dass er womöglich umgedreht wurde :eek: :D
Werter Ritter Kunz,
laut Rückfrage beim Spion war es die Schuld eines Optikers. Der Mann - also der Optiker - wurde bereits zur Rechenschaft gezogen.
#012 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 9. März 1932
Der Jahresanfang Neunzehnhundertzweiunddreißig verlief ruhig.
Noch immer wollte das Militär keinen neuen Konflikt beginnen und inszenierte Streitigkeiten mit dem Empire um von Russland abzulenken. Dieses ungewohnte Verhalten führte natürlich zu Fragen, Tuscheleien und dem unterschwelligen Vorwurf, dass die oberste Militärführung gar vom Ausland „gekauft“ worden sei. Beweise dafür fanden sich allerdings keine.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 23. Juni 1932
Auch das zweite Jahresviertel verlief ruhig. Die Marine war teils mit Umbauten teils mit Neubauten beschäftigt, wobei das Augenmerk klar bei den Flugzeugträgern und Zerstörern lag. Großkampfschiffe waren weder im Bau noch neue Konstruktionen beauftragt. Alleine das zeigte die neue Ausrichtung der Flotte, wobei Niemand wusste ob es der richtige Weg sein würde.
Die Spannungen mit Russland waren ernst aber nicht dramatisch und dennoch war es im Verlag nicht so ruhig wie früher.
Osaki Satoshi hatte alle Redaktionen und natürlich auch sein Büro selbst mit Radioempfängern der Tokyo Station (JOAK) ausstatten lassen. Die JOAK war der erste landessprachige Sender in Asien überhaupt und bereits seit 1925 auf Sendung. Die Empfangsgeräte waren aber teuer und selten. Anders also als die Funkstation die er schon länger im Verlag hatte war Radio keine Selbstverständlichkeit. Nun gab es auch nicht immer Neuigkeiten zu verkünden, worüber Satoshi auch sehr glücklich war – erkannte er doch die Konkurrenz des Radios für seine Zeitung – aber ungenutzt blieben die Sendefrequenzen deshalb nicht. Daher klang aus allen Redaktionsräumen Musik. Wenn es einer Redaktion gelang eine andere asiatische Station als die JOAK zu empfangen, dann gab es auch musikalischen Brei und das wiederum war alles andere als ruhig!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 4. Oktober 1932
Über den Sommer wurde dann doch klar, dass ein neuer Konflikt heraufzog. Die Marine forderte höhere Staatsausgaben für den Flottenbau und bekam diese auch. Das wiederrum führte ironischerweise zu geringeren Spannungen mit Russland, die sich wohl allmählich der letzten Erfahrungen in Ostasien zu erinnern begannen.
Wirklich verstehen konnte das Osaki Satoshi nicht, denn die russische Flotte konnte seit dreiundzwanzig Jahren ungestört wachsen und gedeihen und das tat sie auch!
Verglichen mit den Schiffen Japans war die russische Schlachtflotte wahrhaft gigantisch. Bei den Flugzeugträgern jedoch befanden sich ausnahmslos alle anderen Nationen hinter Japan. Einzig die Vereinigten Staaten von Amerika konnten den Anschluss halten, mehr aber auch nicht. Tatsächlich befand sich die japanische Marine auf ihrer vielleicht gefährlichsten Reise. Alle anderen Kriegsflotten waren noch immer Schlachtschiffflotten der alten Schule, einzig die japanische Flotte setzte nach den früheren internen Streitigkeiten fast ausnahmslos auf die neue Flugzeugträgerwaffe. Eine Entwicklung die bislang nur durch Zufallstreffer auf sich aufmerksam machen konnte.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 15. Dezember 1932
Gegen Ende des Jahres verkündete das Marineministerium den Bau neuer Kriegsschiffe! Als jedoch bekannt wurde das lediglich zwölf neue Korvetten auf Stapel gelegt wurden, fragte man sich endgültig ob die japanische Marineführung noch wusste was sie tat?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 4. Januar 1933
So verging das Jahr Neunzehnhundertzweiunddreißig so ruhig wie es begonnen hatte und in den Geschichtsbüchern würde es wohl keine größere Rolle spielen. Umso mehr waren alle auf Neunzehnhundertdreiunddreißig gespannt, denn ewig würde es so gelassen, ja fast schon langweilig nicht weitergehen können.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 2. März 1933
In der Marine lief es gerade so weiter wie im Jahr zuvor! Nach der umfassenden Modernisierung der Zerstörerflotte kamen nun nach und nach die Schweren Kreuzer ins Dock um auf den neusten Stand der Technik umgebaut zu werden. Es schien als legte sich die gleiche Lethargie über das Land wie im Jahr zuvor. Dann aber am zweiten März wurden die Menschen in Japan im wahrsten Sinne des Wortes wachgerüttelt. Fast zehn Jahre nach der Zerstörung Tōkyōs durch das große Kantō-Beben wackelte wieder die Erde. Das Shōwa-Sanriku-Erdbeben hatte sein Epizentrum allerdings noch vor dem Kontinentalsockel vor der Sanriku-Küste. Die schwerste Folge war die Zerstörung der Kamaishi-Bucht durch den ausgelösten Tsunami. Dennoch war die Panik im Land zu greifen, denn die Erinnerungen an das letzte schwere Beben waren in der Bevölkerung tief verwurzelt (https://de.wikipedia.org/wiki/Sh%C5%8Dwa-Sanriku-Erdbeben_1933).
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 18. Mai 1933
Die Konstanz in der Kaiserlich Japanischen Marine war tatsächlich beeindruckend. Nach der Übernahme zwei neuer Flugzeugträger von den Werften, wurde eine Nachfolge-Generation in Auftrag gegeben, aber der Rest der Bautätigkeit konzentrierte sich auf die Modernisierung nun auch der leichten Kreuzer.
Eines wurde Osaki Satoshi damit bewusst. So klein die japanische Kriegsflotte auch sein mochte, sie war ganz sicher die durchweg modernste Flotte der Welt. Alleine das konnte einen Unterschied machen und war eine der Lehren aus dem Untergang der Nisshin. Völlig veraltete Schiffe gab es nicht mehr in Japans Marine und die Schiffe die es gab waren auf dem technischen Stand der Zeit.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 25. August 1933
Bis zum Ende des Sommers wurde auch dieses Jahr zu einem Ebenbild des letzten Jahres. Es passierte so gut wie nichts. Man geriet mit Italien Aneinander, aber die daraus folgenden Spannungen waren immer noch geringer als diejenigen mit allen anderen Nationen. Schiffe wurde von den Werften nach der Überholung übernommen, neue Zerstörer und Flugzeugträger wurden beauftragt, weitere Schiffe gingen in die Überholung, sonst passierte nichts!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 25. August 1933
Osaki Satoshi musste etwas tun, aber es gab nichts zu tun. Auch in der Redaktion mehrten sich die Stimmen, ob man wohl das Jahresende noch erleben werde, oder ob der Verlag den militärischen Teil der Zeitung wohl einstellen werde? In der japanischen Bevölkerung genoss man mittlerweile die Phase der Ruhe und ging dem Leben verlustig. Es gab Forderungen den Militärdienst zu verkürzen, aber mit mehr Freigang aus den Kasernen und längerer Liegezeiten in den Häfen gab man sich dann auch zufrieden.
Was also tun?
Osaki Satoshi wusste genau: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Es würde einen neuen Krieg geben, da war er sich absolut sicher und die gebannte Ruhe der letzten Jahre würde sich womöglich schlagartig und überraschend entladen.
Was also tun?
Vorbereitet sein!
Bevor seine Redakteure vor Langeweile ebenfalls verlustig gingen, gab er ihnen etwas zu tun! In noch nie geforderter Pedanterie verlangte er von seinen Mitarbeitern alles, aber auch wirklich alles über die aktive Kaiserlich Japanische Marine zusammenzutragen was in Erfahrung zu bringen war.
Dann konnte man prüfen was die Marine mit ihrem Umbau erreicht hatte und vielleicht abschätzen wozu sie fähig war?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 10. Oktober 1933
Im Oktober folgte dann doch ein unerwarteter Auftrag der Marine. Es wurde ein neuer gigantischer schwerer Kreuzer-Entwurf gefordert. Gab es doch eine Ungewissheit in der Marine? Die Erklärung folgte aber umgehend: Superschwere-Kreuzer passten sehr gut zu den Flugzeugträgern, weil diese vor feindlichen Luftangriffen geschützt werden mussten. Dafür wolle man sich nicht alleine auf die eigenen Jäger verlassen, sondern auch auf Flak. Zerstörer und Leichte Kreuzer sind aber nicht in der Lage eine große Anzahl Flugabwehrgeschütze zum Einsatz zu bringen. Die neue Schwere Kreuzer-Klasse würde aber von Beginn an auf maximale Flugabwehr hin konstruiert werden und künftig als Eskorten den Trägerflotten zugewiesen werden.
Diese Erklärung konnten man glauben oder nicht, der angeforderte Entwurf war auch ohne Flugabwehr in jeder Hinsicht ein gewaltiger schwerer Kreuzer mit mehr Tonnage als so manches Schlachtschiff anderer Nationen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 5. Januar 1934
Das restliche Jahr verlief wieder in der gewohnten Gelassenheit. Auffällig war lediglich das die Marine ihre Ausgaben nicht auf die Spitze trieb, das erklärte sich um den Jahreswechsel herum mit den Bauaufträgen der neuen schweren Kreuzer, die das Budget dann wieder ins Minus drehten. Ansonsten leerten sich die Werften, weil nahezu alle Modernisierungen abgeschlossen waren.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 21. März 1934
Anfang Neunzehnhundertvierunddreißig kam dann Unruhe in die Ruhe. Die Spannungen zogen weltweit an und Japan war daran maßgeblich beteiligt. Da war es wieder – das Spiel der Militärs! Osaki Satoshi mutmaßte, dass die Flotte sich somit bereit sah für einen neuen Krieg. Nur der glasklare Gegner Russland war nicht mehr so glasklar. Mittlerweile kam auch das Empire infrage, dass die interessantesten Besitzungen zu bieten hatte und das Deutsche Kaiserreich mit dem man noch eine Rechnung offen hatte. Die Marine würde wohl nicht so verrückt sein und sich gleich mit allen drei Ländern anlegen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 9. Mai 1934
Regelrecht Bleich kamen zwei Redakteure zurück in den Verlag. Beide waren am Vormittag im Marineministerium gewesen um die mittlerweile monatlich stattfinden Bekanntmachungen zu verfolgen. Es musste etwas vorgefallen sein, soviel konnte man schon sehen.
Neugierig fragte Osaki Satoshi nach den Gründen:
„Diesmal sind sie durchgeknallt – komplett durchgeknallt!“
„NEUNZIG TAUSEND TONNEN !!!“
Satoshi verstand nichts!
„Was ist los?“
„Diese Irren können diesmal nicht mit Flugabwehr begründen!“
„Was können sie nicht mit Flugabwehr begründen?“
„Die Marine baut ein neues Schlachtschiff, falls die Bezeichnung Schlachtschiff überhaupt noch zutreffend ist!“
„Ein 90.000 Tonnen Monster – sie haben die Pläne gezeigt – das ist ein Monster – ein 90.000 Tonnen Seemonster!“
„90.000 Tonnen? Habt ihr auf dem Heimweg getrunken?“
„Acht 16inch Geschütze hoher Güte, Zwölf 7inch und vier 5inch Geschütze. Sechsundzwanzig Knoten mit hoher Reichweite. Grundaussage: Wir müssen in der Lage den Krieg an jedem Ort der Welt zu führen!“
„Das ist nicht euer ernst?“
„Geh doch selbst zum Minister – dir wird er sicher sogar die kleinsten Details verraten!“
„Warum? Das ergibt doch mit der bisherigen Strategie keinen Sinn – haben sie dazu etwas erläutert?“
„Nichts – ich sag dir was die Erläuterung ist – dieses Ding selbst ist eine Kriegserklärung – eine NEUNZIG TAUSEND TONNEN Kriegserklärung an die gesamte Welt!“
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 1. Juni 1934
Die letzte Aussage war beinahe prophetisch gewesen. Das Empire versetzte seine gesamte Schlachtflotte in Einsatzbereitschaft und in Asien tummelten sich mehr russische Kriegsschiffe als in Europa. Ein 90.000 Tonnen Schlachtschiff war eine Ansage – so etwas hatte niemand sonst – nicht mal annähernd kamen die Konstruktionen der Europäer und Amerikaner an dieses Konstruktionsgewicht heran!
Es passte zwar nicht zur erklärten Strategie der Marine aber vielleicht eben doch. Die Spannungen mit Japan waren in den letzten drei bis vier Jahren eher gering gewesen. Vielleicht deshalb, weil Niemand die Kaiserlich Japanische Marine noch ernst nahm. Deutschland hatte gezeigt wie Japan geschlagen werden konnte. Die Massen der japanischen Zerstörer hatten ihren Schrecken verloren. Eine japanische Schlachtflotte war nicht existent und würde es auch nie sein. Das konnte Japans-Industrie schlicht nicht leisten und von den Flugzeugträgern hielt wohl allgemein Niemand etwas. Sie wurden schlicht nicht als Bedrohung angesehen.
Ein 90.000 Tonnen Schlachtschiff jedoch – das war so etwas wie ein Fehdehandschuh. Das konnte die anderen Nationen nicht in Ruhe lassen. Darauf mussten sie reagieren!
Sicher konnte man annehmen, dass Japan keine zwanzig Stück davon bauen würde, nicht mal zehn oder fünf. Vielleicht zwei oder drei – aber konnten drei solcher Seemonster ausreichen um eine ganzes Britisches Schlachtschiff-Geschwader zu versenken? Das war wohl die Frage auf die niemand eine Antwort hatte! Diese Antwort konnte nur in einer Seeschlacht gefunden werden! Was aber wenn die Antwort der Schlacht dann „ja“ lautete?
Das konnte das Empire nicht riskieren. Es musste reagieren und zwar jetzt solange diese Schiffe noch im Entwurfsstadium waren. Würden Sie in gut drei Jahren zu Wasser gelassen werden konnte alles zu spät sein!
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 3. Juli 1934
Diese Ereignisse wirkten auch auf die Bevölkerung! Man hatte sich an die Ruhe und Gelassenheit gewöhnt. Niemand wollte Krieg, schon gar nicht die Jugend, die lieber nach Europa fuhr um zu studieren und nicht um Krieg zu führen.
Es war aber zu vermuten das die Falken ihren Willen durchsetzen würden, so wie jedes Mal.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 21. September 1934
Über den Spätsommer kühlten die Hitzköpfe ab. Vielleicht auch deshalb, weil die Kaiserlich Japanische Marine zumindest für den Moment auf die Bauaufträge für die 90.000 Tonnen Superschlachtschiffe verzichtete.
Ja sogar die Aufträge für neue Flugzeugträger wurden nicht unterzeichnet. Fast schien es, als ob das Volk seinen Willen erhalten würde.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 1. Oktober 1934
Natürlich wusste es Osaki Satoshi besser! Deshalb war er auch nicht überrascht, als die laufende Radiosendung unterbrochen wurde und eine Erklärung der Regierung verlesen wurde.
Mobilmachung!
Die gesamte Flotte und auch die Luft- und Landstreitkräfte wurden per sofort in Alarmbereitschaft versetzt. Alle Militärangehörigen hatten sich umgehend in ihren Stützpunkten einzufinden und die Wehrfähigen jungen Männer wurden zur Musterung gerufen.
Jetzt konnte es nur noch eine Frage von Stunden oder Tagen sein bis es Knallen würde – nur gegen wen und offensichtlich ohne Überraschungsangriff?
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 6. Dezember 1934
Den gesamten Oktober über hielt den Welt den Atem an, aber es passierte nichts. Kein Krieg. Auch im November bliebt es ruhig, aber Anfang Dezember Neunzehnhundertvierunddreißig knallte es dann doch! Allerdings auf völlig unerwartete Weiße.
In Italien hatte der Gründer der Zeitung „Il Popolo d’Italia“ ein gewisser Benito Amilcare Andrea Mussolini genug von den politischen Zuständen in Italien und dem Rest der Welt. Mit zahlreichen Anhängern führte er den Marsch auf Rom an und putschte die etablierte Regierung weg. Viktor Emanuel III. König von Italien hatte kaum eine andere Wahl und setzte Mussolini als neuen Ministerpräsidenten an. Italien wurde fortan von sogenannten Faschisten regiert und warf damit die europäische Ordnung durcheinander!
Beinahe Untergangen ist dabei die Leistung der Kawasaki aircraft company. Der erst im September in Produktion gegangene brandneue Jäger Kawasaki Myojo erzielte in einem Wettkampf der Luftstreitkräfte einen überragenden Sieg, dem wegen der Ereignisse in Italien keiner der europäischen Konkurrenten sonderlich Beachtung schenkte.
In einem ernstzunehmenden Wettkampf hatten sich die 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) mit ihren potenziellen Feinden verglichen und Niemand nahm die drückende Überlegenheit Japanischer Flugzeugmodelle ernst!
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Bild 162: König Viktor Emanuel III.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vittorio_Emanuele_III_(c._1915-1930).jpg
Autor: https://www.wikidata.org/wiki/Q522005
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Emanuel_III.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 12. Januar 1935
Osaki Satoshi saß zu Hause im Wohnbereich. Er war stark verkatert von der vorangegangen nächtlichen Redaktionssitzung. Eine der ersten Handlungen der neuen italienischen Regierung war es am Vortag ein Bündnis mit Russland zu schließen um der japanischen Kriegstreiberei Einhalt zu gebieten. Das führte natürlich zu hitzigen Diskussionen bei der Tōkyō Shinbun und die Frage nach dem Leitartikel für das Extrablatt hatte Stunden gedauert. Dabei floss reichlich Sake die gereizten Kehlen hinunter und Satoshi war erst in der Morgendämmerung zu Hause angekommen um wenigstens zwei drei Stunden Schlaf zu finden und um sich frisch zu machen. Das Extrablatt kam sowieso zu spät. Auf dem Heimweg mit seinem neuen Mitsubishi PX-33 konnte er schon überall in der Stadt Proteste beobachten den drohenden Konflikt zu verhindern.
Es war jetzt bereits Abend, denn seine Frau hatte ihn Schlafen lassen. Sollte es Krieg geben würde er sowieso wieder Schlafmangel erleiden, solange also noch Frieden herrschte sollte er schlafen. Satoshi war erbost aber auch dankbar zugleich. Er konnte seiner Frau nicht böse sein, die seit Jahren alles Ertrug ohne ihm Vorwürfe zu machen. Außerdem war nichts passiert. Der Samstag war vorbei und wenn etwas vorgefallen wäre hätte ihn seine Redaktion benachrichtigt.
Er leistete sich auch zu Hause den Luxus eines Radio Empfängers der Tokyo Station (JOAK) und genoss die Musik-Sendungen. Bei den sanften Klängen die zerhackt aus dem Gerät drangen war er kurz davor wieder einzuschlafen. Abrupt brach die Sendung ab und es erklang hässlich laute Marschmusik. Dann eine Stimme:
„Das Oberkommando der Kaiserlich Japanischen Marine gibt bekannt:“
„Heute - in der Dämmerung der frühen Morgenstunden des Zwölften Januar Neunzehnhundertfünfunddreißig haben kombinierte See- und Luftstreitkräfte der Kaiserlich Japanischen Marine den feindlichen Flottenstützpunkt Wladiwostok angegriffen! Die rollenden Luftangriffe unserer Flugzeugträgerwaffe zogen sich bis in den späten Nachmittag hin. Den Bombern der Flottenträger Hiryu, Soryu und Akagi gelang die Versenkung eines Großteils der vor Anker liegenden russischen Schlachtflotte. Jene Schiffe - welchen es gelang den Hafen zu verlassen - liefen direkt vor die Geschütze unser Schlachtschiffe Kawachi, Yamashiro, Fuso und Shikishima. Keinem feindlichen Schiff ist die Flucht aus Wladiwostok gelungen! Alle unsere Flugzeugträger und Schlachtschiffe befinden sich auf dem Weg nach Hause“
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Bild 163: Mitsubishi PX-33
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jap_mitsubishi_PX_33_pkw.jpg
Autor: unbekannt / https://japanesenostalgiccar.com/100-year-club-mitsubishi-motors/
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_PX-33
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#182 RTW2-JAP#
TheBlackSwan
23.07.23, 01:25
Endlich kommen die Superschlachtschiffe!
Die Panzerung ist ja wirklich außerordentlich stark. Was genau habt ihr mit dem Schiff vor und wie wollt ihr damit kämpfen?
Die doch eher schwache Bewaffnung und spärliche Munition legt für uns nahe, dass ihr euch damit nicht durch feindliche Schlachtlinien fräsen wollt-ist das Schiff einfach Bait für feindliche Flugzeuge?
Ihr habt die äußeren Decks und den äußeren Gürtel gar nicht gepanzert. Wir haben da doch gerne 2in, um vollen Splitterschutz zu haben. Ihr setzt lieber auf Passthrough-Hits? Bekommt man damit nicht arg viel Floatation Damage durch kleine Kaliber und Nahtreffer? Haben wir noch nicht getestet.
Werter TheBlackSwan,
wie Ihr lesen durftet wurde der Bau nicht in Auftrag gegeben. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, das der Entwurf für Unausgewogen eingestuft wurde. Man munkelt dass sich die Flugzeugträger-Fraktion dahingehend durchgesetzt hat, den anstehenden Krieg abzuwarten um die Erkenntnisse dieses Konflikts in neuen Entwürfen für Superschlachtschiffe berücksichtigen zu können. Der Schlachtschiff-Fraktion wurde dringend nahe gelegt keine gigantischen Ausgaben für Schlachtschiffe zu tätigen solange Niemand weiß welche Rolle diese noch spielen können.
Was die Panzerung betrifft, so hat Japan seine Schlachtschiffe bislang immer mit bedacht eingesetzt und nur sehr selten in ein Gefecht eingreifen lassen, solange der Gegner artilleristisch überlegen war. Schlachtschiffe hat Japan bislang auf Distanz eingesetzt um feindliche Schiffe abzulenken damit die japanischen Zerstörer eine Chance auf einen Torpedoangriff hatten. Das funktioniert nicht mehr und die Marineführung hofft jetzt, dass das Flugzeug diesen Platz ausfüllen kann. Japanische Schlachtschiffe stehen also selten - hust hust wer was kommt - in einem Gefecht wo ernste Probleme drohen. Sie dienen also mehr als Drohkulisse, weil 90.000 Tonnen wie man sieht nun mal Angst machen, anstatt als zentrales Element der Seekriegsführung. Solltet Ihr einmal Japan spielen bemerkt ihr schnell das knappe Budget und seine Folgen.
TheBlackSwan
23.07.23, 10:53
Ah das hatten wir doch überlesen. Über 70kt setzten bei uns Verstand und Aufmerksamkeit schnell aus :D
Damit wir das richtig verstehen: Das Schiff war nur für den AAR, es gibt in RtW2 keine Auswirkungen von entwickelten Entwürfen oder laufenden Bauten auf Spannungen?
(Außer dass evtl. UK sein Budget erhöht).
Werter TheBlackSwan,
hach ja - kaum sind dicke Dinger im Spiel...
Ein Zusammenhang zwischen einem Entwurf und den Spannungen wäre Uns nicht bekannt. Eine voll mobilisierte Flotte aber schon. Der Hauptgrund das Schiff nicht zu bauen, war schlicht das Budget - deshalb wurden auch die Träger nicht beauftragt, die für Japan wirklich wichtig sind - der Krieg stand ja unmittelbar bevor und dann verdoppeln sich die Unterhaltskosten der Flotte. Wir konnten den Bau zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht finanzieren! Abgesehen davon fanden Wir den Entwurf auch nicht gut - beachtet die Entwicklung dazu in den nächsten - öhm - Ingame Jahren :D
Allerdings hat es sich in die Story super eingefügt - was Wir gar nicht wussten - weil Wir die Story ja erst gestern geschrieben haben während die Screenshots aus dem August 2019 stammen :eek:
Haben Supersclhachtschiffe einen Sinn?
Wir meinen, wir hätten später Großkampfschiffe nur noch eingesetzt, um Gegner von den eigenen Trägern fern zu halten. Ohne Luftherrschaft ging gar nichts mehr, wenn es nicht zufällig ein Szenario gab, wo die Luftwaffe keine Rolle spielte.
Edle Sappho,
Wir wissen - es ist nicht Euer Metier - in den "Männerwelten" der damaligen Zeit dient das immer auch der Antwort auf die Frage wer den - ähh - das größte Schlachtschiff hat :rolleyes:
Davon ab sind es gute Flak-Träger und noch etwas später kann man auf so einem Teil verdammt viele HSSM unterbringen. Zudem ermöglicht die hohe Zahl an Katapult-Bordflugzeugen eine spürbare Entlastung der Trägergeschwader, weil mit 2-3 BBs sowie 2-3 CAs im Verband die Aufklärung von deren Bordflugzeugen durchgeführt wird und die Torpedobomber der Träger sich somit auf Sinnvolleres wie die Versenkung von Feindschiffen konzentrieren können.
Werter Bigfish,
LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL
da haben wir dann ja auch passend geantwortet. Es kommt nicht darauf an, wer das längste Schlachtschiff hat sondern auf das Zusammenspiel aller Waffen und auf die Gefechtsleitung an.
TheBlackSwan
23.07.23, 14:11
Haben Supersclhachtschiffe einen Sinn?
Wir meinen, wir hätten später Großkampfschiffe nur noch eingesetzt, um Gegner von den eigenen Trägern fern zu halten. Ohne Luftherrschaft ging gar nichts mehr, wenn es nicht zufällig ein Szenario gab, wo die Luftwaffe keine Rolle spielte.
Die Formeln des Schiffsdesigners führen (leider) dazu, dass viele Größenvorteile im Spiel keine Rolle spielen.
Wäre das Flottenrüsten ohne ersten oder zweiten Weltkrieg weitergelaufen, hätte man wegen der Größenlogik auf jeden Fall Superschlachtschiffe gesehen.
Werter TheBlackSwan,
Die Formeln des Schiffsdesigners führen (leider) dazu, dass viele Größenvorteile im Spiel keine Rolle spielen.
Ja das wurde bei RTW2 schon ausgiebig bemängelt. Wir sagten ja bereits, dass die Entwickler bei einigen Themen einfach auf Taub schalten. Dann werden gerne einzelne Ausnahmen zitiert, die dann als Vorbild herhalten um das ganze Prinzip aufrecht zu erhalten. Wir denken dann muss es mehr Optionsschalter geben oder eben mehr harte Design-Unterschiede zwischen den Nationen.
TheBlackSwan
23.07.23, 16:55
Werter TheBlackSwan,
Ja das wurde bei RTW2 schon ausgiebig bemängelt. Wir sagten ja bereits, dass die Entwickler bei einigen Themen einfach auf Taub schalten. Dann werden gerne einzelne Ausnahmen zitiert, die dann als Vorbild herhalten um das ganze Prinzip aufrecht zu erhalten. Wir denken dann muss es mehr Optionsschalter geben oder eben mehr harte Design-Unterschiede zwischen den Nationen.
Ja, das ärgert uns echt an der Philosophie. Die Designer sind irgendwo mal auf eine Kuriosität oder historische Besonderheit gestoßen und machen das zur Baseline des Spiels, statt den Mittelwert zu nehmen und die historischen Kuriositäten als RNG-abhängigen Zusatz zu behandeln.
Der Dev Tarhummas meinte, dass das Umkreisen von sinkenden Schiffen durch Zerstörer teilweise WAD sei, weil das bei Blücher und Wiesbaden genauso passiert sei.
In der Realität folgen die Schiffe meistens den Befehlen und offensichtlichen, einfachen Grundsätzen, und es kommt unter ungünstigen Bedingungen manchmal zu Fehlern.
In RtW ist der Fehler das Normale, und das normale (offensichtliche, einfache, einstudierte!!!) Verhalten die Ausnahme.
Manchmal hoffen wir, dass wir bei Victoria 2 die Community einfach eine verbesserte Version ohne die ganzen absurden Entscheidungen und UI-Schwächen entwickelt, aber wir sind auch noch von dem ganzen Zerstörer-Mikromanagement getiltet :D
Mal nur so nebenbei: Die drei feindlichen Dreadnought-Entwürfe "Elsass", "Kentucky" und "Donegal" sehen sich ja zum verwechseln ähnlich, immerhin interessante Ausführungen, die wohl nicht dazu gedacht sind, ein Rückzugsgefecht zu führen.
Kann man auch bemängeln, das den Entwicklern hier ein wenig die Phantasie gefehlt hat, schließlich ist solch ein Design doch sehr speziell und sicher wäre da mehr Vielfalt möglich gewesen.
Wir stellen außerdem fest: Frankreich hat mehr U-Boote als Japan!!! (Auch bemerkenswert)
Wie können wir den Angriff auf Wladiwostok einordnen? Müsste nicht sonst erst ein Gegner die Kriegserklärung auslösen oder ist das hier unter den Tisch gefallen, weil es storytechnisch besser passt?
Werter Taurus,
in RTW3 sind die Design "Probleme" sehr gut behoben worden. in RTW2 war das halt noch in den Kinderschuhen - bzw. wie das so ist wenn Agenten die Baupläne stehlen sieht halt bei allen alles gleich aus!
Was die U-Boote angeht - schaut auf die Neubauten!
Was Wladiwostok betrifft - es war ein typischer Japanischer Präventivschlag! Wartet die Berichtserstattung dazu ab :D
Werter Taurus,
Was die U-Boote angeht - schaut auf die Neubauten!
Dann muss man auch französische Neubauten berücksichtigen (oder gab es da nichts?) :think:
Dann muss man auch französische Neubauten berücksichtigen (oder gab es da nichts?) :think:
Die bauen aber nicht so viele ;)
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
https://up.picr.de/36093157xz.png
Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
https://up.picr.de/36176752lo.png
>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
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Mehrere Jahre lang hatte sich das Zarenreich im pazifischen Raum ausgebreitet und jede noch so kleine Chance genutzt um als Kolonialmacht Fuß zu fassen. Speziell mit der Besetzung des südlichen Korea hatte Russland im Prinzip den Fehdehandschuh geworfen. Natürlich hatte Russland mit dem Kaiserreich Japan mehr als eine Rechnung offen, auch wenn der letzte Krieg bereits über fünfundzwanzig Jahre zurücklag. Besonders die Demütigung aber von Port Arthur Ende Juli 1904 war eine weiterhin blutende Wunde im russischen Selbstverständnis.
Nach zwei verlorenen Kriegen gegen Japan lag Russland am Boden und hatte sich fast zwanzig Jahre lang Zeit genommen um eine neue Flotte aufzubauen die der von Japan überlegen sein sollte. Besonders die ausgehenden zwanziger Jahre hatten Russland gezeigt wie man Japan zur See schlagen konnte. In den frühen Dreißigern war die Transformation der Kaiserlich Japanischen Marine für alle Welt gut sichtbar. Russland nutzte diese japanische Schwäche für seine Expansionspläne.
Mittlerweile war jedoch zu erkennen, dass die japanischen Strategen mit ihrer Einschätzung der Entwicklung der seegestützten Luftwaffe recht behalten konnten. Auch die russischen Militärs nahmen die Fortschritte dieser fliegenden Stofffetzen teils gespannt, teils erschrocken zur Kenntnis.
Noch - so war man am Zaren Hof sicher - war Japan mit seinem Flottenumbau nicht fertig. Japan hatte also eine Trägerflotte von geringem Wert und eine völlig überalterte und kleine Schlachtflotte. Bevor die Luftfahrt weitere Fortschritte machte, war jetzt der Zeitpunkt um Revanche zu verlangen. Auffälliger Weiße tat Japan alles um die Spannungen niedrig zu halten. Sämtlichen Provokationen wich es aus, wo doch gerade in Japan ein Gesichtsverlust mit die größte denkbare Schande darstellte. In Russland wertete man dies als weiteres Zeichen für Japans Schwäche. Die letzte Provokation – das Bündnis mit Italien direkt vom Vortag – schien ebenfalls ohne Antwort zu bleiben. Es gab keine offizielle Bewertung dieses Vorgangs. Im Gegenteil! Japan tat überrascht, war überrascht und wusste doch bereits das die Verhandlungen, die seit Weihnachten 1934 in Rom geführt wurden, kurz vor dem Abschluss standen.
Wie lange zuvor schon verhandelt wurde, wussten man in Japan nicht. Eben nur, dass diese Verhandlungen kurz vor dem Abschluss standen. All das spielte aber auch keine Rolle. Japan hatte längst seine eigenen Pläne!
Das japanische Oberkommando war sich der grundsätzlichen Situation in Asien wohl bewusst. Schon seit dem Jahresanfang 1934 versetzte es still und heimlich mehr und mehr Schiffe der Flotte in Bereitschaft. Ganz subtil ist es ausländischen wie auch inländischen Beobachtern nicht aufgefallen, dass sämtliche Schiffe die aus der Überholung von der Werft zurückkamen nicht wieder eingemottet worden waren oder zumindest der Reserve überstellt wurden. Die Flugzeugträger wurden nie in Reserve versetzt und Japan hatte mit brachialem Mitteleinsatz in jeder Kolonie große Luftwaffenstützpunkte errichtet.
Japan musste also gar nicht großartig mobilisieren, viele Schiffe waren bereits seit Monaten in Gefechtsbereitschaft und zusammen mit landgestützten Flugzeugen konnte Japan weite Teile speziell der japanischen See beliebig kontrollieren. Im japanischen Marineministerium beobachtete man die ausländischen Flottenbewegungen sehr genau und die Versammlung des größten Teils der russischen Flotte in Wladiwostok lag offen da. Längst hatte sich der Held von Keelung – der ehemalige Pilotenschüler Genda Minoru – zu einem respektierten Luftwaffen Experten weiterentwickelt. Er war ein viel geachteter Ausbilder der Trägergestützten Torpedobomber-Verbände geworden und sämtliche aktive japanische Torpedobomber-Piloten hatten irgendwann einen Sonderlehrgang bei Genda besucht.
Der Gedanke eines Präventivschlages gegen die russische Flotte in Wladiwostok wurde bereits seit dem Sommer 1934 in konkrete Gefechtspläne überführt. Natürlich gab es immer noch Vertreter der alten Garde die einen Angriff mit der Schlachtflotte bevorzugten, aber letztlich wurde es eine Kombination. Genda Minoru war erfahren genug um anzuerkennen, dass die Torpedobomber alleine kein Garant für einen sicheren Sieg waren. Er war es aber, der die neue Devise als erster unmissverständlich klarstellte: „Torpedobomber sind unsere neuen Zerstörer“.
„Unsere Taktik“ – so sagte er – „war es immer mit den Zerstörern den ersten Schlag auszuführen und dann mit den Großkampfschiffen den Rest aufzuwischen.“
„Das machen wir jetzt mit den Torpedobombern!“
In den Stabsabteilungen plante man daher einen kombinierten Angriff der von den Torpedobombern begonnen und von den Schlachtschiffen beendet werden sollte.
Im Oktober 1934 wurde dem 大本営 (Daihon’ei) das mit traditioneller Bindung versehene Werk:
„ 雷撃機と戦闘艦隊の連合攻撃でウラジオストクを攻撃 (Raigeki-ki to sentō kantai no rengō kōgeki de Urajiosutoku o kōgeki)“
„Kombinierter Angriff der Torpedobomber und Schlachtflotte auf Wladiwostok“
übergeben. Die Zustimmung des Tennō erfolgte Im November 1934 und war wohl keine Besonderheit. Bereits vor dem Tod seines Vaters war Hirohito für die Regierungsgeschäfte zuständig. Einerseits war der Tennō Yoshihito einer geistigen Erkrankung anheimgefallen und anderseits hatte sich seit früher Kindheit der ehrenwerte Tōgō Heihachirō um die Erziehung und Ausbildung von Hirohito gekümmert. Die Indoktrination lag damit auf der Hand und väterlicher Rat war nicht vorhanden. Nach dem Ende der nunmehr so bezeichneten Taishō-Zeit mit dem Tod des Tennō Yoshihito Im Dezember 1926 verlief die Übernahme der Regierungsgeschäfte durch den nunmehr zum Tennō erklärten Hirohito also eher still, da sich im Prinzip nichts änderte.
Das der Tennō Hirohito dem Militarismus zugewandt war lag auf der Hand, auch wenn der Krieg mit dem deutschen Kaiserreich alles andere als Wunschgemäß zustande gekommen war. Jetzt war dies anders und das wollte man die Russen auch wissen lassen.
Die Bezeichnung dieser Kriegsplanung kam in den höheren Ebenen der Marine auch deshalb besonders gut an, weil sie die Bezeichnung der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) – der kombinierten Flotte – aufgriff und damit die widerstrebenden Kräfte innerhalb der Marine vereinen konnte. Jetzt war es eine wahrhaftige 聯合艦隊 (Rengō Kantai) – zu Wasser, zu Lande und in der Luft!
Womit die japanischen Militärstrategen nicht gerechnet hatten war das bevorstehende Bündnis mit Italien. Damit wurde es gefährlich, weil Italien eine große Schlachtflotte besaß, die sich außerhalb der Reichweite Japans befand. Damit gab es keine andere Möglichkeit mehr als die russische Flotte mit einem Enthauptungsschlag gleich zu Beginn aus dem Konflikt zu nehmen. Zudem konnte man nicht abwarten bis sich Russland und Italien ihrerseits auf eine Kriegserklärung gegen Japan verständigten.
Eigentlich sah der Angriffsplan den Einsatz praktisch der gesamten japanischen Flugzeugträger- und Schlachtflotte vor,
aber ein Auslaufen der gesamten Flotte kurz vor der Bündnis-Erklärung hätte zurecht Aufmerksamkeit erregt. Es war vielleicht das größte Wagnis das die Marineführung bislang eingegangen war. Es sollte nur noch die Hälfte der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) zum Einsatz kommen und zudem Flotteneinheiten aus Südost-Asien teilnehmen. Wenn aus den Japanischen Häfen nur etwa ein Viertel der Flotte auslief war dies nicht Auffällig. Kam dazu ein Viertel aus dem Süden mochte es nach Ablösung aussehen. Die schweren Einheiten aus Formosa fuhren in Sturmfahrt nach Norden, während die Einheiten aus Japan in völliger Gelassenheit nach Süden fuhren. Treffpunkt war südlich von Sasebo und nach der Vereinigung eine gemeinsame Sturmfahrt in einem Bogen über den Pazifik nach Norden. Sturmfahrt traf es auch hinsichtlich des Wetters recht genau, denn die Witterungsbedingungen waren aufgrund der Jahreszeit schlecht, sehr schlecht. Nach einem Zwischenaufenthalt in Sachalin zum Bunkern und Beheben einiger Seeschäden begab sich die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) auf den kurzen Weg nach Wladiwostok. Es bestand praktisch keine Gefahr entdeckt zu werden, da nunmehr wirklich schwerer Sturm herrschte. Auch das war günstig für die japanischen Pläne. Erstens rechnete bei diesem Sturm Niemand mit einem japanischen Angriff und zweitens lag wegen dem Sturm die gesamte russische Flotte im Hafen. Nicht mal Patrouillenboote waren auf See.
Zwei Tage lang kreuzte die Kaiserlich Japanische Flotte nördlich von Wladiwostok bis das Wetter in der Nacht vom elften auf den zwölften Januar Neunzehnhundertfünfunddreißig regelrecht einschlief. Klare Sicht und absolute Windstille – Spiegelglatte See – bestes Flugwetter – perfekte Navigationsbedingungen – beinahe zeitgleich mit der Bündnisverkündung in Rom - wie auf göttliche Fügung hin!
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Bild 164: Japanische 18. Flugzeugträger-Division im Sturm während dem Aufmarsch (Original: Flugzeugträger Kaga auf dem Weg nach Pearl Harbor)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kaga_and_Zuikaku_Pearl_Harbor.jpg
Autor: Imperial Japanese Navy
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaga_(Schiff,_1928)
Der Angriff konnte beginnen!
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Bild 165: Offizielles Hofportrait von Hirohito (1935)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hirohito_in_dress_uniform.jpg
Autor: Unknown author / https://www.loc.gov/pictures/item/2002721830/
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hirohito
Traditionelle Japanische Buchbindung:
https://www.selberbuchbinden.de/blog/japanische-heftung/
http://www.elementare-gestaltung.de/wp-content/uploads/2014/06/Japanbindung.pdf
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Das Kommando über die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) führte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi und bei so einer wichtigen Unternehmung war seine Führung am Ort des Geschehens obligatorisch. Sein Flaggschiff war die Kawachi. Das zweite Schiff der Fuso-Klasse war neben der Fuso selbst das größte bislang gebaute Schlachtschiff der Welt. Siebzigtausend Tonnen nominal Gewicht machten es zu einem wahren Monster, auch wenn Japans Konstrukteure bereits Neunzigtausend Tonnen im Auge hatten. Bewaffnet war die Kawachi mit acht 18inch Geschützen, sowie zwölf 8inch Geschützen. Dazu kamen acht 5inch Geschütze denen mittlerweile eine gewichtige Rolle bei der Flugabwehr zukamen. Vierzig mittlere und zweiunddreißig leichte Flugabwehrkanonen vervollständigten die Rohr-Artillerie. Mit 27 Knoten war die Kawachi nur mäßig schnell, aber alles was schneller fuhr konnte von den 18inch Geschützen regelrecht aus dem Wasser gesprengt werden und im Zeitalter der Flugzeuge waren 27 oder 30 Knoten nicht mehr von größerer Bedeutung. Die Tonnage konnte also ruhigen Gewissens für Granaten und Panzerung herangezogen werden anstelle von Geschwindigkeit.
Die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) war das übergeordnete Ganze, aber die wesentliche Rolle an diesem Tag fiel der neuen mobilen Eingreiftruppe der 機動部隊 („Kidō Butai“) zu. Kern der Kidō Butai waren an diesem zwölften Januar die drei Flottenflugzeugträger Hiryu, Akagi und Soryu welche die 18. Flugzeugträger Division bildeten und die 1. Luftflotte beherbergten. Kommandeur war Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa. Ihm zur Seite stand Kaigun-taisa Genda Minoru als taktischer Berater und Staffelkommandant der Torpedobomber. Daneben befand sich an Bord des Führungsschiffes Hiryu auch der Stabschef der Rengō Kantai Kaigun-Shōshō Toyoda Soemu.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi befand es für nützlicher wenn sein Stabschef direkt auf dem Flugzeugträger anwesend war um die Befehls- und Informationskette zu straffen.
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Bild 166: Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Full_Admiral_Takahashi_Sankichi.jpg
Autor: photographer is unknown
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Sankichi_Takahashi
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Bild 167: Yonai Mitsumasa
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mitsumasa_yonai.jpg
Autor: Taihei Tomimiya
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Yonai_Mitsumasa
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Bild 168: Genda Minoru
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Minoru_Genda.jpg
Autor: Imperial Japanese Navy
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Genda_Minoru
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Als gegen zwei Uhr in der Nacht der Sturm wie von göttlicher Fügung verschwand berief Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi eine Besprechung aller wesentlichen Offiziere an Bord der Kawachi ein. Ein letztes Mal sollte der Angriffsplan durchgesprochen und bei Bedarf letzte Änderungen vorgenommen werden. Alle verfügbaren Informationen über die eigene und die Stärke des Gegners wurden geprüft.
Die Auflistungen der Flottenstärken waren wie üblich vorbildlich was die Kaiserlich Japanische Marine und die Flotte des Zarenreichs betraf. Über die Regia Marina – die Italienische Flotte jedoch wusste man nur sehr wenig. Das Bündnis mit Russland kam unerwartet und Italien spielte bislang für die Japanische Flotte keine nennenswerte Rolle. Italien hatte keine Kolonien im Fernen Osten und würde hier wohl auch nie Fuß fassen. Man wusste von 26 Großkampfschiffen und dreier Leichter Flugzeugträger. Der Rest war wohl nicht wichtig genug.
Damit blickten die Anwesenden auf folgende Zahlen:
Die Kaiserlich Japanische Marine im Januar 1935
Zu Beginn des Kriegs bestand die Kaiserlich Japanische Marine aus den folgenden Einheiten:
1 Schlachtschiff der Hatsuse-Klasse (40.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Shikishima-Klasse (49.000 Tonnen)
2 Schlachtschiffe der Fuso-Klasse (je 70.000 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Yamashiro-Klasse (58.000 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Ikoma-Klasse (45.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Kinugasa-Klasse (je 26.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Haguro-Klasse (je 32.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Chokai-Klasse (je 27.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Maya-Klasse (28.000 Tonnen)
2 Schwere Kreuzer der Suzuya-Klasse (26.000 Tonnen)
7 Leichte Kreuzer der Izumi-Klasse (je 5.500 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Matsushima-Klasse (je 5.500 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Akashi-Klasse (je 7.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Akitsushima-Klasse (je 8.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Niitaka-Klasse (je 8.000 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Chikuma-Klasse (je 8.000 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Hirado-Klasse (je 8.000 Tonnen)
4 Leichte Kreuzer der Tatsuta-Klasse (je 10.000 Tonnen)
2 Flottenflugzeugträger der Kaga-Klasse (je 28.000 Tonnen)
2 Flottenflugzeugträger der Akagi-Klasse (je 32.000 Tonnen)
2 Flottenflugzeugträger der Shokaku-lasse (je 40.000 Tonnen)
1 Leichter Flugzeugträger der Suwo-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Einheitslinienschiff Suwo
1 Leichter Flugzeugträger der Kehi Maru-Klasse (15.000 Tonnen) – Umbau aus Flugzeugmutterschiff Kehi Maru
2 Leichte Flugzeugträger der Zuiho-Klasse (je 16.000 Tonnen)
1 Zerstörer der Asagiri-Klasse (2.500 Tonnen)
4 Zerstörer der Ayanami-Klasse (je 2.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Minekaze-Klasse (je 2.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Namikaze-Klasse (je 2.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Asakaze-Klasse (je 2.000 Tonnen)
12 Zerstörer der Yuzuki-Klasse (je 2.000 Tonnen)
12 Zerstörer der Momi-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Maki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
12 Zerstörer der Kaba-Klasse (je 1.500 Tonnen)
11 Zerstörer der Uzuki-Klasse (je 1.500 Tonnen)
11 Zerstörer der Hakaze-Klasse (je 900 Tonnen)
19 Zerstörer der Hamanami-Klasse (je 900 Tonnen)
11 Zerstörer der Hokaze-Klasse (je 900 Tonnen)
12 Korvetten der Peking Maru-Klasse (je 900 Tonnen)
12 Korvetten der Koan Maru-Klasse (je 900 Tonnen)
6 U-Boote Typ I-43
6 U-Boote Typ I-53
10 U-Boote Typ I-63
10 U-Boote Typ I-73
10 U-Boote Typ I-83
20 U-Boote Typ I-93
20 Motortorpedoboot-Geschwader (Küstenschutz)
In Bau befanden sich im Januar 1935 folgende Einheiten:
4 Schwerere Kreuzer der Yakumo-Klasse (je 38.000 Tonnen)
2 Flottenflugzeugträger der Taiho-Klasse (je 44.000 Tonnen)
11 Zerstörer der Asagiri-Klasse (je 2.500 Tonnen)
8 Zerstörer der Ayanami-Klasse (je 2.500 Tonnen)
Luftstreitkräfte im Januar 1935:
Trägergeschwader Suwo – 16 Flugzeuge
Trägergeschwader Kehi Maru – 22 Flugzeuge
Trägergeschwader Zuiho – 34 Flugzeuge
Trägergeschwader Ryujo – 34 Flugzeuge
Trägergeschwader Kaga – 60 Flugzeuge
Trägergeschwader Hosho – 60 Flugzeuge
Trägergeschwader Kaga – 60 Flugzeuge
Trägergeschwader Akagi – 80 Flugzeuge
Trägergeschwader Soryu – 80 Flugzeuge
Trägergeschwader Shokaku – 100 Flugzeuge
Trägergeschwader Hiryu– 100 Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Sasebo (Japan) – 60 Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Yokosuka (Japan) – 53 (60) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Noshiro (Japan) – 53 (60) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Maizuru (Japan) – 59 (60) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Niigata (Japan) – 44 (60) Flugzeuge
Marine Luftwaffenstützpunkt Kitakyushu (Japan) – 46 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Takao (Formosa) – 47 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Kilung (Formosa) – 60 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Saint Jaques (Cochinchina) – 55 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Than Hoa (Tonkin) – 47 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Haiphong (Tonkin) – 58 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Fort Bayard (Kwang-Chou-Wan) – 46 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Hong Kong (Hong Kong) – 47 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wēihǎiwèi (Wēihǎiwèi) – 56 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Tsingtau (Kiautschou Bay) – 46 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Port Arthur (Liaodong Halbinsel) – 46 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Dalny (Liaodong Halbinsel) – 60 Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Korsakov (Sachalin) – 43 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Wakkanai (Hokkaido) – 48 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Hakodate (Hokkaido) – 57 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Kushiro (Hokkaido) – 56 (60) Flugzeuge
Luftwaffenstützpunkt Papeete (Polynesien) – 55 (60) Flugzeuge
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Die Russische Kriegsflotte im Januar 1935
Zu Beginn des Kriegs bestand die Flotte des Zarenreichs aus den folgenden Einheiten:
1 Schlachtschiff der Tri Svyatielya-Klasse (21.800 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Imperator Kikolai I-Klasse (25.800 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Tsesarevich-Klasse (29.600 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Imperator Aleksandr I-Klasse (32.100 Tonnen)
3 Schlachtschiffe der Borodino-Klasse (28.200 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Poltava-Klasse (27.100 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Ioann Zlatoust-Klasse (44.900 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Tri Ierarha-Klasse (42.700 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Imperator Aleksandr III-Klasse (43.000 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Izmail-Klasse (20.600 Tonnen)
5 Schlachtkreuzer der Hotin-Klasse (je 27.000 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Arhipelag-Klasse (je 29.400 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Kaliakriya-Klasse (je 37.200 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Kronshtadt-Klasse (je 36.400 Tonnen)
5 Schlachtkreuzer der Kerch-Klasse (je 38.500 Tonnen)
7 Schwere Kreuzer der Vladimir-Klasse (je 8.600 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Topaz-Klasse (je 5.600 Tonnen)
2 Leichte Kreuzer der Nadezhda-Klasse (je 7.700 Tonnen)
3 Leichte Kreuzer der Flora-Klasse (je 7.000 Tonnen)
1 Leichter Kreuzer der Boyarin-Klasse (8.300 Tonnen)
1 Flottenflugzeugträger der Lennigrad-Klasse (21.900 Tonnen)
1 Leichter Flugzeugträger der Pamyat Azova-Klasse (12.800 Tonnen)
1 Leichter Flugzeugträger der Nadezhda-Klasse (7.700 Tonnen) - Umbau aus leichtem Kreuzer
1 Leichter Flugzeugträger der Perekop-Klasse (10.400 Tonnen)
2 Leichte Flugzeugträger der Volga-Klasse (je 10.000 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Rion-Klasse (2.800 Tonnen)
1 Flugzeugmutterschiff der Naezdnik-Klasse (2.700 Tonnen)
4 Zerstörer der Letuchi-Klasse (je 900 Tonnen)
3 Zerstörer der Bumi-Klasse (je 900 Tonnen)
1 Zerstörer der Zavetni-Klasse (900 Tonnen)
3 Zerstörer der Vnimatelni-Klasse (je 1.100 Tonnen)
3 Zerstörer der Slavni-Klasse (je 1.100 Tonnen)
4 Zerstörer der Buinyi-Klasse (je 1.700 Tonnen)
5 Zerstörer der Veseli-Klasse (je 1.600 Tonnen)
20 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
24 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
6 Küsten-U-Boote
19 U-Boote
1 Minenleger-U-Boot
In Bau befanden sich im Januar 1935 folgende Einheiten:
1 Flugzeugmutterschiff der Ingul-Klasse (8.300 Tonnen)
5 Zerstörer der Zavidni-Klasse (je 1.700 Tonnen)
5 Zerstörer der Moshhni-Klasse (je 1.800 Tonnen)
3 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
1 Korvette Moika-Klasse (600 Tonnen)
2 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen) – Derzeit eingedockt für Modernisierung
Luftstreitkräfte im Januar 1935:
Gesamtanzahl Marine-Flugzeuge: 597
Luftschiffstützpunkt Reval (Baltikum)
Luftschiffstützpunkt Hangö (Finnland)
Luftschiffstützpunkt Riga (Baltikum)
Luftwaffenstützpunkt Riga (Baltikum)
Luftwaffenstützpunkt Hangö (Finnland)
Marine Luftwaffenstützpunkt Kronshtadt (Russland)
Luftwaffenstützpunkt Petropavlovsk (Kamchatka)
Luftwaffenstützpunkt Helsingfors (Finnland)
Marine Luftwaffenstützpunkt Wladiwostok (Russland)
Luftwaffenstützpunkt Chemulpo (Süd-Korea)
Luftwaffenstützpunkt Shortland (Bougainville)
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Kräftevergleich zwischen Japan und Russland:
Unverkennbar handelte es sich bei der russischen Flotte um eine klassische Schlachtflotte. Zehn Schlachtschiffe und Neunzehn Schlachtkreuzer gegenüber einem einzigen Flottenträger sprachen hier ein eindeutiges Wort. Zudem befanden sich zwei weitere Schlachtschiffe in Bau, aber kein weiterer Flottenflugzeugträger. Zwar hatte Russland fünf leichte Flugzeugträger, diese nahmen die Japaner aber nicht ernst. Fünf leichte Flugzeugträger entsprachen von der Kapazität nicht einmal den beiden in Bau befindlichen japanischen Trägern der Taiho-Klasse.
Es brauchte damit nicht viel um zu erkennen, dass die russische Tonnage bei den großen Einheiten einem Vielfachen derjenigen von Japan entsprach.
Bei den schweren Kreuzern herrschte zahlenmäßiger Gleichstand, aber die japanischen schweren Kreuzer waren verglichen mit den russischen wahre Monster. Der Hang zur Größe domminierte schon lange die japanischen Schiffskonstrukteure und war fast durchgängig in allen Schiffsklassen zu finden.
Bei den leichten Kreuzern dominierte ganz klar Japan und der Vergleich der Zerstörer-Flotten spottete jeder Beschreibung.
Jetzt kam noch die Regia Marina dazu, die das Ungleichgewicht bei den Großkampfschiffen weiterhin auf die Seite der russisch-italienischen Allianz verschob. Bei den leichten Kräften jedoch war Japan weiterhin im Vorteil.
Anders als so viele andere Gegner hatte Russland mit Wladiwostok aber einen sehr großen gut ausgebauten Hafen in Nordost-Asien. Russland konnte seine Flotte hier versorgen. Etwas das die anderen Europäischen Kolonialmächte nicht vermochten. Diese mussten ihre großen Schlachtschiffe immer nach wenigen Wochen oder Monaten abziehen. Selbst die italienische Flotte konnte in Wladiwostok versorgt werden.
Wladiwostok hatte allerdings einen erheblichen Malus. Bis zur Annektierung von Süd-Korea war es praktisch eingesperrt in der japanischen See und selbst mit Süd-Korea hatte sich das nur theoretisch geändert. Die russischen Stützpunkte in Süd-Korea mussten erst noch ausgebaut werden und würden dann immer noch weit in der Unterzahl sein. Selbst wenn die russische Flotte dicht unter der Küste entlangschlich lag sie in Reichweite hunderter japanische Bomber ohne das Russland eine Verteidigung sicherstellen konnte.
So wie die russische Flotte im Prinzip in der japanischen See gefangen war, so konnte die italienische Flotte aus der japanischen See draußen gehalten werden.
Die Russen saßen in ihrem Stützpunkt und konnten nicht heraus und die Italiener kamen nicht herein. So groß der erste Schrecken auch gewesen sein mag. Die Gefahr durch die Regia Marina war gering. Die Italiener hatten hier keine Stützpunkte und dass was die Russen mit Süd-Korea und im Süd-Pazifik bieten konnten, reichte nicht mal im Ansatz um Sechsundzwanzig italienische Großkampfschiffe zu versorgen.
Damit lief der Kräftevergleich auf eine einzige Frage hinaus:
Wie gut waren Genda Minoru’s Bomberpiloten ausgebildet und was vermochten die Entwicklungen der japanischen Luftfahrtindustrie wirklich zu leisten?
Die Antwort auf diese Frage würde über den Krieg entscheiden und die Antwort würde in wenigen Stunden bekannt sein.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi schloss seinen Vortrag gegen halb vier Uhr morgens und entließ seine Offiziere in Richtung ihrer Schiffe. Die Dämmerung würde etwa um Siebenuhrdreißig vorbei sein. Dann konnten die ersten Flugzeuge abheben. Das ermöglichte allen noch etwa zwei Stunden Schlaf und das befahl er allen seinen Führungsoffizieren. Fehler aufgrund von Übermüdung durfte es nicht geben – nicht heute. Als die Barkassen von der Kawachi ablegten traf ein Funkspruch aus Tōkyō ein: „Kuro-dake yama Nobore 0112“ - das war Genehmigung und Befehl zugleich!
Der frühe Morgen des zwölften Januars Neunzehnhundertfünfunddreißig entschied nicht nur über das Schicksal Japans, sondern fällte auch ein Urteil über die künftige Seekriegsführung: 90.000 Tonnen schwere Schlachtschiffe oder 4 Tonnen leichte Flugzeuge?
Japanische 15. Schlachtschiff-Division:
Schlachtschiff Kawachi (Flaggschiff)
Schlachtschiff Yamashiro
Schlachtschiff Fuso
Schlachtschiff Shikishima
https://up.picr.de/46084135ki.jpg
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Japanische 18. Flugzeugträger-Division:
Flottenflugzeugträger Hiryu
Flottenflugzeugträger Akagi
Flottenflugzeugträger Soryu
https://up.picr.de/46084138lt.jpg
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Japanische 24. Kreuzer-Division:
Schwerer Kreuzer Takao
Schwerer Kreuzer Mogami
Schwerer Kreuzer Suzuya
Schwerer Kreuzer Ibuki
https://up.picr.de/46084142cf.jpg
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Japanische 25. Kreuzer-Division:
Schwerer Kreuzer Haguro
Schwerer Kreuzer Chokai
https://up.picr.de/46084143yw.jpg
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Japanische 17. Aufklärungs-Division:
Leichter Kreuzer Kiso
Leichter Kreuzer Tatsuta
Leichter Kreuzer Tama
https://up.picr.de/46084137xb.jpg
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Japanische 20. Aufklärungs-Division:
Leichter Kreuzer Niitaka
Leichter Kreuzer Tsushima
Leichter Kreuzer Otowa
https://up.picr.de/46084141nz.jpg
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Japanische 28. Aufklärungs-Division:
Leichter Kreuzer Suma
Leichter Kreuzer Matsushima
Leichter Kreuzer Hashidate
https://up.picr.de/46084145zq.jpg
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Japanische 30. Aufklärungs-Division:
Leichter Kreuzer Kitakami
Leichter Kreuzer Kasagi
Leichter Kreuzer Chitose
https://up.picr.de/46084147tj.jpg
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Japanische 16. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Nasu
Zerstörer Shii
Zerstörer Suzunami
Zerstörer Makinami
Zerstörer Tamanami
Zerstörer Hanazuki
Zerstörer Akizuki
https://up.picr.de/46084136uk.jpg
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Japanische 19. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Natsuzuki
Zerstörer Naganami
Zerstörer Yugumo
Zerstörer Fuyutsuki
Zerstörer Harutsuki
Zerstörer Nenohi
https://up.picr.de/46084139gx.jpg
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Japanische 26. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Kuwa
Zerstörer Kaba
Zerstörer Kaki
Zerstörer Kiri
Zerstörer Kusunoki
https://up.picr.de/46084144rl.jpg
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Japanische 29. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Wakazakura
Zerstörer Yuzuki
Zerstörer Yaezakura
Zerstörer Kuroshio
Zerstörer Samidare
Zerstörer Shibutsu
https://up.picr.de/46084146wj.jpg
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Japanische 31. Zerstörer-Flottille:
Zerstörer Keyaki
Zerstörer Hinoki
Zerstörer Kaya
Zerstörer Kashi
Zerstörer Kaede
Zerstörer Matsu
https://up.picr.de/46084148zc.jpg
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Japanische 1. Luftflotte (Detachierte Teile):
https://up.picr.de/46084149et.jpg
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#183 RTW2-JAP#
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
https://up.picr.de/36093157xz.png
Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
https://up.picr.de/36176752lo.png
>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Um Sieben Uhr Neunzehn befand Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa die Situation für ausreichend gut um den Angriffsbefehl zu geben. Bis alle Maschinen soweit waren, würde es für diese Jahreszeit vollständig hell sein.
Die erste Angriffswelle bestand aus:
35 Aichi Seiran Jagdflugzeugen
17 Kawanishi Donryu Modell C Sturzkampfbombern
16 Kawasaki Seiku Sturzkampfbombern
39 Kawasaki Shoki Modell B Torpedobombern
18 Aichi Tokai Torpedobombern
Mehr Flugzeuge konnten für einen koordinierten Start nicht gleichzeitig abheben, wenn man die einzelnen Staffeln nicht auseinanderreißen wollte.
https://up.picr.de/46084150qb.jpg
Die 18. Japanische Trägerdivision drehte in den Wind!
https://up.picr.de/46149158ur.jpg
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Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi vollzog den Kurswechsel mit der Schlachtflotte nach. Wie eine massive Wand fuhr dieser Teil der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) vor den Flottenträgern vorne weg um aus dem Weg zu räumen was von Wladiwostok aus den Weg zu den japanischen Trägern suchte.
Es würde aber nichts kommen. Die russische Flotte lag ohne Dampf zu machen in der Amurbucht westlich von Wladiwostok. Natürlich war es ein Risiko, aber die beiden U-Boote I-83 und I-110 hatten sich während des Sturms in die gesamte Peter-der-Große-Bucht geschlichen und den genauen Aufenthaltsort der Schlachtschiffe ermittelt. I-83 hatte mit dem Nachlassen des Windes den kurzen Funkspruch „Sturm im Westen“ abgesetzt und auch die Antwort „Ebenfalls Sturmfront im Osten“ als Bestätigung erhalten. Beide Funksprüche waren zu kurz um zielgerichtet geortet zu werden und weil sie über Zivilfrequenzen und unverschlüsselt versandt worden waren auch nicht sonderlich auffällig. Da gaben japanische Frachtschiffe die Witterungsbedingungen durch und es war auch überhaupt Frieden und nichts Ungewöhnliches. Zumal solche kurzen Meldungen schon seit Wochen erfolgt waren.
Kein Grund für den Wachhabenden argwöhnisch zu werden. Dafür war auch das Wetter viel zu schlecht. Er vermerkte diese beiden Funksprüche im Tagesprotokoll, das er um acht Uhr morgens zur Ablösung seinem Vorgesetzten vorlegen würde und hoffte das der Sturm nun wirklich nachlassen würde.
Für Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi lag die Sache anders. Der Funkspruch bedeutete nichts Andres, als dass die Zarenflotte in der westlichen der beiden Buchten lag und mit der Antwort gab er beiden U-Booten zu verstehen, dass der Angriff stattfinden würde und sein Verband östlich stand.
Sollten sich doch gegnerische Schiffe auf See befinden hatten die leichten Kreuzer der Aufklärungsdivision und die Seeaufklärer der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) die Anweisung entweder Wale für erkannte Großkampfschiffe oder Thunfische für erkannte leichte Einheiten zu melden. Feindliche Flugzeuge waren als Sturmmöwen durchzugeben.
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Endlich über eine Stunde später befand sich die erste Angriffswelle in der Luft. Die Aufklärungsflugzeuge der Schlachtschiffe und Kreuzer waren zu diesem Zeitpunkt schon auf halben Weg nach Wladiwostok was bei Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi erst jetzt ein flaues Gefühl zu hinterlassen begann.
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Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi missfiel das alles!
Wenn früher ein Angriffsbefehl gegeben worden war bedeutete das, das nur Sekunden später Kanonendonner alles andere ersterben lies. Jetzt war seit seinem Angriffsbefehl über eine Stunde vergangen und er schaute durch sein Fernglas zu wie kleine Punkte in der Ferne von den Decks der Träger in den Himmel aufstiegen und dort verschwanden.
Von den Aufklärern kamen über Funk erste Sichtungsmeldungen und erst jetzt fragte sich Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wer das eigentlich so vorgesehen hatte? Sicher - wenn die russische Flotte jetzt begann die Kessel anzuheizen war das viel zu spät. Aber besser wäre es gewesen wenn die Russen erst dann erfuhren das sich etwas tat wenn die ersten Bomben fielen. Aufklärer waren nichts Ungewöhnliches. So wie japanische Seeaufklärer stets einen Besuch über Wladiwostok unternahmen, so taten das die russischen Seeaufklärer über japanischen Häfen. Aber das hier waren keine der großen Langstreckenflugzeuge, sondern kleine Wasserflugzeuge. Es gehörte nicht viel dazu um zu wissen, dass diese nur von Schiffen stammen konnten.
Der Fehler war schnell gefunden, denn es gehörte nach wie vor zur Einsatzdoktrin von Großkampfschiffen als erstes die Wasserflugzeuge zu starten. Das mag zu Beginn der Ära der seegestützten Luftfahrt noch richtig gewesen sein und auch eine große Hilfe für die Schlachtflotte – zumindest in der Theorie.
Für einen Überraschungsangriff moderner Flugzeugträgerflotten war es ein Fehler!
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Die schlimmste Phase des modernen Seekrieges begann aber jetzt. Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi stand auf der Brücke der Kawachi und konnte nichts tun. Es geschah nichts und das würde auch noch eine Ewigkeit so weitergehen. Er konnte nichts tun, es war frustrierend.
Sein Verband hielt weiter auf Wladiwostok drauf zu. Seine Schlachtschiffe, weil dass der Plan war und auch die Flugzeugträger, weil dort längst der Start der zweiten Angriffswelle in Vorbereitung war und die Träger gegen den Wind steuern mussten. Auch das empfand Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi als wenig zielführend. Seine Schlachtschiffe konnte er relativ frei Manövrieren, aber Flugzeugträger mussten gegen Wind steuern um die Flugzeuge starten und landen zu können. Solange der Wind günstig stand war das kein Problem, heute aber führte das dazu, dass die Träger fast direkten Kurs nach Wladiwostok fuhren und eigentlich wäre es besser, wenn die Träger von dort Abstand hielten.
Er befahl den Trägern Abstand zu halten so gut dies zu bewerkstelligen war!
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Um Neun Uhr Dreizehn erreichten die ersten Flugzeuge den Eingang zur Peter-der-Große-Bucht. Diese unterteilte sich in die westliche Amurbucht und die östliche Ussuribucht. Zwischen diese beiden Nebenbuchten lag die Murawjow-Amurski-Halbinsel und dort an der Südspitze befand sich Wladiwostok. Vorgelagert die Russki-Insel mit seinen zahlreichen Küstenbatterien!
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Funkgeräte waren mittlerweile relativ weit verbreitet und selbst in kleineren Flugzeugen prinzipiell vorhanden (https://www.bastel-radio.de/funkschau-die-20er-und-30er-jahre/). Eine der Neuerungen des modernen Seekrieges war es jetzt, dass die Offiziere an Bord der Schiffe und Flugzeugträger gebannt vor den Lautsprechern standen um die Funkkommunikation direkt mit anzuhören. So auch an Bord der Kawachi und selbstverständlich den drei Flottenflugzeugträgern. Funkdisziplin war dagegen nicht so selbstverständlich, was aber auch mit den Tücken der Technik in Zusammenhang stand.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wollte sich diesem Tun nicht wirklich aussetzen, aber selbstverständlich gab es auch auf der Brücke der Kawachi einen Lautsprecher. Eben dieser fing nun schrecklich an zu Knistern und zu Rauschen. Es war nur mäßig gut zu verstehen aber dennoch konnte man sich die Meldung zusammenreimen:
„B-O—B—ER SO-RS-Y-U – VER-NZ-LT-E RAUCH-NEN I-M E-ST--EN – SCH-FF MA-H-N DA-PF“
Takahashi Sankichi fluchte:
„Seht zu das dieser neumodische Krempel besser funktioniert – das muss klarer werden!“
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Im ersten Moment gelang es den Funktechnikern auch einen etwas besseren Empfang zu ermöglichen:
„BOMNEBR SORYU - ÜBERFLIGN RUSSI – ZAHLRCHE SHIFFE IM WESEN VON WLADIWOTOK“
„BROMBER- SORU - SCGHALCHTSHUIFFE SCHLAFTSCHUIFFE – GREUFEN AMN – GRUIEFEN AN“
Dann brach die Verbindung vollständig ab!
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#184 RTW2-JAP#
TheBlackSwan
12.08.23, 19:34
Ihr habt ja eine ziemliche Anzahl an CAs und CLs. Gelingt es Euch, die in Flottengefechten sinnvoll einzusetzen ohne jeden Verband manuell zu mikromanagen? Bei uns tun die leichten Divs meist wenig sinnvolles, und so verzichten wir auf CLs/CAs, auch damit der Matchmaker mehr große Gefechte und weniger Kreuzergefechte gibt.
Werter TheBlackSwan,
wie bereits an anderer Stelle erläutert - Wir tun IMMER Micromanagen - Wir kämen NIE auf die Idee es anders zu handhaben! Und wie bereits erläutert - Wir spielen um des Spielens Willen und aus Story Gesichtspunkten und nicht um die Game-Engine bestmöglich auszunutzen oder um die Flotte bestmöglich zu optimieren. Komplett ohne CA und CL wäre einfach völlig unrealistisch - vor allem als Japan. Leichte Streitkräfte - Kreuzergefechte - Zerstörer Torpedo-Raids sind auch einfach typisch Japan, wenn man z.B. an die Salomonen denkt - Schlachtschiffe waren da häufig nur Beiwerk.
Edit: Nicht umsonst hat Japan die Eigenschaft: "Research advantage: Light forces and torpedo warfare"
TheBlackSwan
12.08.23, 19:59
Ihr führt eure Divisionen also auch alle manuell, also nicht auf AI-Kontrolle?
Die Japaner hatten einfach noch keine Ahnung von der Schlachtschiff-Meta, sonst hätten die das auch so gemacht :D
Das Problem war, dass sie zu viele Kreuzer besaßen und deswegen die ganze Zeit in Gefechte mit leichten Kräften und Kreuzern gespawnt wurden, deswegen gab es nie das entscheidende Fleet-Battle, für das sie die Yamato gebaut hatten.
Ihr führt eure Divisionen also auch alle manuell, also nicht auf AI-Kontrolle?
Ja - Immer und alle - erst wenn die Luftwaffe fortgeschritten ist - also just so ab 1935 stellen Wir einige aber nicht alle DD Divs auf Screen unter AI-Kontrolle - primär die DD Divs der Träger-Divisionen, weil Wir diese fast nie für anderes benutzen - obwohl - abwarten...
Die Japaner hatten einfach noch keine Ahnung von der Schlachtschiff-Meta, sonst hätten die das auch so gemach
Japan hatte schlicht nicht die Ressourcen für eine große Flotte - Im Spiel nicht und real auch nicht - die Yamato kam zu einer Zeit, als Schlachtschiffe ihre Bedeutung verloren hatten - Japan ist früh auf Träger umgeschwenkt - hatte aber auch hier nie die Ressourcen für eine wirklich große Trägerflotte.
Da sind wir ja mal auf die Ergebnisse gespannt ...
Edle Sappho,
knapp 3300 Screenshots wo sehr viel passiert - sicher auch einiges denkwürdiges - Wir hoffen das die Jungs Weihnachten zu hause sind :rolleyes:
Zumal es juckt im Nordatlantik langsam mal weiter zu machen...
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Beunruhigende Nachrichten erreichen uns aus dem ostasiatischen Raum. Erneut ist es zu einem Krieg zwischen Japan und Russland gekommen. Neu ist, dass sich Italien Russland angeschlossen und ebenfalls Japan den Krieg erklärt hat. Mag der erneute Krieg zwischen den Mächten Russland und Japan dem Kampf um die Hegemonie in Ostasien geschuldet sein und sie als ewige Kontrahenten betrachtet werden, ist die Bündnistreue von Italien jedoch überraschend. Es ist nicht ersichtlich, was sich Italien von diesem Kampf erhofft außer einen stabilen Pakt mit Russland.
Entscheidend für den Krieg wird wahrscheinlich das Meer um Japan sowie die Ostsee sein. Handlungen der Regina Marina sind allenfalls in der Ostsee mit Störaktionen zu erwarten. In Ostasien kann Russland eine große, wenn auch nicht unbedingt moderne Flotte vorweisen, die sich vor allem auf eine große Anzahl schwerer Einheiten stützt. Die japanische Marine ist in dieser Kategorie weit unterlegen. Allerdings ist die japanische Marine modern und verfügt über eine größere Zahl von Flugzeugträgern. Nach unserer Einschätzung dürfte dies der Faktor sein, der den Nutzen der russischen Schlachtfaktor stark begrenzen wird.
Zu erwarten dürfte eine Blockade der japanische Inseln durch die zahlenmäßig überlege russische Flotte sein. Die russische Marine könnte auch auf eine Entscheidungsschlacht setzen. Allerdings wäre der russischen Seekriegsleitung zu empfehlen, die Schlagkraft von Flugzeugträgern nicht zu unterschätzen. Nach unserer Einschätzung sind die Tage des Schlachtschiffes gezählt. Eine Entscheidungsschlacht dürfte die russische Schlachtflotte verlieren ohne vielleicht auch nur ein japanisches Schiff gesehen zu haben. Wir halten die Überlegenheit der japanischen Marine in der Luft für den entscheidenden Faktor, dem die russische Schlachtflotte zum Opfer fallen dürfte.
+ + +
Habt lieben Dank edle Sappho!
Wir sind hoch erfreut, dass sich auch die neutralen Schweizer für Ostasien interessieren!
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#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
An Bord der Hiryu hatte man das Thema Flugfunk besser im Griff. Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa stand auf der Brücke und lauschte den Meldungen. Er hatte erwartet, dass es Kaigun-taisa Genda Minoru sein würde der die Durchsagen macht, aber die langsamen Torpedobomber würden vermutlich etwas zurückliegen. Ein Problem das bereits während der zurückliegenden Übungen immer wieder aufgetreten war. Die Koordination mehrerer Staffeln war ein Problem, wenn es sich dann auch noch um Staffeln unterschiedlicher Geschwader handelte war jeder Planung vergebens, egal wie das auf dem Papier aussah!
Es knackte wieder im Lautsprecher:
„Bomber Soryu – zwei Schlachtschiffreihen westlich von Wladiwostok – leichtes Flugabwehrfeuer – keine Feindjäger – wiederhole keine Feindjäger – die Überraschung ist geglückt – to ba to ba to ba!“
„Treffer – Treffer – Bombentreffer auf Korvette!“
„Sperrfeuer – kommen nicht an die dicken Pötte heran – Sperrfeuer – Sperrfeuer“
„Daneben – Scheiße – Daneben – Daneben“
„Ich komm nicht heran – Mist – Daneben“
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+ + +
Ernüchtert blickte Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa in die Runde seiner Offiziere
„Was war das? – Eine Korvette? Ein einziger Treffer auf einer Korvette?“
Er blickte in betretene Gesichter – Niemand traute sich etwas zu sagen!
+ + +
Es knackte abermals im Lautsprecher. Diesmal erklang die Stimme von Kaigun-taisa Genda Minoru
„Torpedoführer an Torpedobomber – schön tief runter Jungs – wie wir das geübt haben – so tief kommen die mit ihren Flaks nicht an uns heran.“
„Torpedos Hiryu Angriff von Steuerbord – Torpedos Akagi Angriff von Backbord – Jäger halten die Falk nieder – wiederhole – Jäger halten die Flak nieder – to ra to ra to ra!“
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+ + +
Jetzt wurde spannend. Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa war klar, dass Genda seine Torpedobomber besser koordiniert hatte.
Sturzkampfbomber waren auch Vergleichsweiße neu, die Entwicklung verlief zwar rasant aber Torpedobomber hatten längst geübte Taktiken, die es bei den Sturzkampfbombern noch nicht gab.
„Treffer Treffer – Torpedotreffer!“
„Torpedos los – Torpedos los“
„Meiner ist schon im Wasser“
„Meiner auch – meiner auch!“
„Läuft schnurgerade drauf zu“
„Sehr gut sehr gut…“
„Meiner ist raus…“
„Passt auf den Kreuzer auf – der hat ganz ordentlich FLAKs“
„Treffer – Torpedotreffer!“
„Noch einer - Treffer – Treffer“
„Gruppe Akagi meldet vier Torpedotreffer auf einem Feindschiff!“
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+ + +
Endlich hatte auch Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi brauchbaren Empfang. Nur um sich zu ärgern wie schlecht die Funkmeldungen der Piloten waren. Treffer? Was für Treffer? Auf welchen Schiffen? Alle auf demselben, oder alle auf unterschiedlichen Schiffen? Wurden die Schlachtschiffe getroffen oder nur Zerstörer? Gab es Folgeexplosionen, haben die Ziele Schlagseite?
NICHTS – diese Meldungen waren unbrauchbar – sie waren NICHTS!
Er blickte zu seiner Ordonanz: „Gehen Sie in den Funkraum – Meldung an Kommandanten Japanische 20. Aufklärungs-Division – Kurs setzen auf Amurbucht – ICH brauche genau Zielangaben!“
Die Ordonanz salutierte und verschwand Richtung Funker Bude, aus dem Lautsprecher kamen weitere Meldungen…
„Torpedotreffer – Torpedotreffer!“
„Torpedotreffer – Torpedotreffer!“
„Torpedotreffer – Torpedotreffer!“
„Läuft schnurgerade drauf zu…“
„Meiner auch – sieht gut aus!“
„Treffer Treffer – der hat gesessen!“
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+ + +
Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa war optimistischer.
„Haben Sie mitgezählt?“
„Ich bin jetzt bei fünfundzwanzig.“
„Wir haben sechsundzwanzig!“
„Waren es nur zweiundzwanzig?“
„Siebenundzwanzig und eine Meldung über Torpedonetze!“
„Wie auch immer – Genda wird mitzählen.“
„Meine Herren, das müssen wie besser hinbekommen – schlechte Funkqualität oder nicht!“
„Aber man kann wohl sagen das der Angriff erfolgreich verläuft!“
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+ + +
„Was ist mit der zweiten Welle?“
„Müsste jeden Moment im Zielgebiet ankommen!“
„Sind aber vornehmlich Sturzkampfbomber?“
„Jawohl Kaigun-chūjō Yonai – Sturzkampfbomber!“
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„Bomber Hiryu – nehmt den fetten Kahn an der Spitze mit der Schlagseite – gebt ihm dem Rest!“
„Bombe ist raus – Bombe ist raus…“
„Treffer – Treffer – Bombentreffer auf feindlichem Schlachtschiff!“
„Treffer – ich hab einen Zerstörer erwischt!“
„Ich auch – ich auch!“
„Schlachtschiff – Schlachtschiff – Bombentreffer auf Schlachtschiff – ich hab ein Schlachtschiff erwischt!“
„Noch ein Treffer – der brennt – der brennt!“
„Treffer – Treffer – zwei Bombentreffer auf Schlachtschiff!“
„Der brennt auch – Treffer – Treffer auf Schlachtschiff“
„Ich nehm den Schlachtkreuzer im Norden – Treffer – Treffer!“
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Allmählich kam auch Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa ins Grübeln!
„Es reicht nicht – es wird nicht reichen!“
„Egal was wir da alles getroffen haben – die Russen haben hier so viele Schiffe – es reicht nicht! Wenn die Treffer gesammelt auf wenigen Schiffen zu zählen sind, haben wir die sicher versenkt. Aber wie viele werden das sein? Vier, fünf? Und wenn wir viele Schiffe getroffen haben – was dann? Schlachtschiffe sinken nicht mit nur einem Torpedo oder gar nur eine Bombe, wenn es nicht das Magazin erwischt!“
„Es reicht nicht – es wird nicht reichen!“
„Wenn die Staffeln zurück sind – sofort wiederbewaffnen und betanken und wieder rausschicken – aber es reicht nicht!“
„Meldung an Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi – es wird nicht reichen – die Torpedobomber werden nicht ausreichen!“
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https://www.youtube.com/watch?v=xdsUA2AFzCA
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#185 RTW2-JAP#
TheBlackSwan
14.08.23, 17:42
Wenn ihr die Luftangriffe weiter so gut beschreibt, bekommen sogar wir noch Lust, uns mal am Luftkrieg in RtW3 zu versuchen :-)
Die Frage ist, ob die eigenen Träger ausreichend durch Jäger geschützt sind. Dann könnte man einen nochmalige Welle versuchen. Da stellt sich die Frage, wo die russischen Träger sind und ob landgestützte russische Flieger angreifen könnten. Und die Frage ist, ob die Zeit für einen zweiten Angriff reicht.
TheBlackSwan
14.08.23, 18:12
Sei kein Nagumo, starte die zweite und dritte Welle.
Werte Sappho,
Werter TheBlackSwan,
Wir können Euch versichern - wenn Richard Fleischer diesen Angriff dereinst verfilmen wird, wird Ken Annakins und Andrew Martons "The Longest Day" in jeder Hinsicht nur noch als Kurzfilm durchgehen. Und Wagner muss längere Opern schreiben weil sonst der Soundtrack zu kurz ist.
Und eine weitere Frage ist: Können die aktuell verfügbaren Bomben überhaupt größere Schäden anrichten? (wenn sie nicht gerade ein Magazin treffen) Wie panzerbrechend sind die Sprengkörper derzeit?
Die dürften gefährlich sein, weil die Decks insbesondere der älteren Schiffe noch nicht sehr gepanzert sein dürften. Noch scheint es aber die Aera der Torpedobomber zu sein. Das wird sich in den nächsten 5-10 Jahren ändern.
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Als Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi die Meldung von der Hiryu erreichte, dass die Flugzeuge zwar große Erfolge erzielt hatten, diese aber keinesfalls für einen umfassenden Sieg ausreichen würden, hatte dieser schon längst gehandelt!
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi mochte ein Vertreter der Schlachtschiff-Generation sein, er war aber auch ein erfahrener Offizier der lange genug gedient hatte um eine taktische Lage einschätzen zu können. Der Befehl an mehrere seiner Zerstörer-Flottillen die Formation zu verlassen und Richtung Amurbucht zu laufen war längst erlassen worden. Natürlich sah der „Kombinierte Angriff der Torpedobomber und Schlachtflotte auf Wladiwostok“ prinzipiell den Einsatz von Großkampfschiffen vor, alle wussten das dies aber nur vorgeschoben war. Die Taktiker im Admiralstab waren sich sicher, dass die Flugzeugträger ausreichen würden und die Schlachtschiffe nur als nostalgische Anschauung dabei waren. Selbst wenn es wirklich zur direkten Konfrontation kommen sollte, würden es nach alter Tradition wieder die Zerstörer sein, welche die Last zu schultern hatten.
Eben genau das hatte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi jetzt angeordnet!
Sein Flaggschiff war zwar das zweite Schiff der Fuso-Klasse, wegen Problemen auf der Werft war die Kawachi aber stolze drei Jahre vor der Fuso in Dienst gestellt werden. Die Kawachi war bereits elf Jahre alt, während die Fuso erst acht Jahre zählte. Beide Schiffe hatten während des Deutsch-Japanischen Frühjahrskrieg von 1929 keinen Einsatz gefunden, weshalb Kritiker sie als die mächtigsten Schiffe aus Papier bezeichneten.
Das Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi jemals den Befehl geben würde die mächtigsten Artillerie-Geschütze die je auf einem Kriegsschiff eingebaut worden waren auf feindliche Großkampfschiffe abzufeuern, hielt selbst er für ausgeschlossen. Der heutige Tag sollte ihn bald eines Besseren belehren!
Die See kräuselte sich. Die Windstille hatte sich zur leichten Brise gewandelt – die Kaiserlich Japanische Marine – war auf der Jagd – mit Schiffen – nicht bloß mit Flugzeugen!
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Auf der Hiryu hörte Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa mit an, wie ein Nachzügler seinen Angriff meldete. Das war nichts Besonderes. Nachzügler gab es immer. Meist hatten diese Probleme mit ihrem Flugzeug und konnten die Formation nicht halten. Schlaue Piloten kehrten um und landeten auf ihrem Träger. Weniger schlaue Piloten flogen weiter und wurden Abgeschossen. Wagemutige Piloten erreichten das Ziel ohne etwas zu erreichen und Helden – so wie Genda Minoru – setzten einen Torpedo in ein Feindschiff.
Dieser Pilot war einer der wagemutigen Sorte. Er traf nichts, aber erst mehrere Sekunden später realisierte Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa was dieser Pilot gerade durchgegeben hatte:
„Feindlicher Flottenträger – macht Fahrt und läuft aus der Bucht aus – sehe Startvorbereitungen – greife an – greife an – Torpedo ist raus!“
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Noch bevor Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa darauf reagieren konnte, kam seine Ordonanz und meldete das Genda im Landeanflug war.
„Soll sofort zu mir kommen – er hat Start Verbot – ich brauche ihn hier bei mir!“
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+ + +
Wieder kam ein Bote aus dem Funkraum:
„Kommandant – Träger Akagi meldet eine startklare Formation Sturzkampfbomber, Träger Soryu hat eine Staffel Jäger bereit zum Einsatz.“
„Wo ist Genda?“
„Ist noch in der Luft Kommandant – er will warten bis alle gelandet sind Kommandant.“
„Er soll landen – da ist ein feindlicher Flugzeugträger – ich will wissen warum er den nicht gesehen hat?“
„Jawohl Kommandant – und die Akagi Kommandant?“
„Sollen alles starten was sie haben und diese Flottenträger ausfindig machen. Wenn sie ankommen wird dieser russische Träger bereits irgendwo südlich oder östlich der Russki-Insel sein – dort sollen sie suchen!“
„Jawohl Kommandant!“
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Auch auf der Kawachi gelangten jetzt ständig alle möglichen Meldungen zu Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi. Die neueste besagte das drei schwere Kreuzer mit Zerstörer Eskorte auf dem Weg nach Nordosten waren.
„Das kann nur falsch sein! Wenn diese Schiffe soweit südlich stehen, hätten sie schon die ganze Zeit auf See sein müssen. Woher stammt die Meldung?“
„Seeaufklärer Nummer Dreiundsechzig aus Niigata.“
„Anfunken und fragen ob es AUS Nordosten heißen muss? Das ist das einzige was Sinn ergibt, dass die uns Abfangen wollen!“
„Und was ist das hier?“
„Das halten wir eine Falschmeldung. Die U-Boote haben strikten Befehl Funkstille zu bewahren. Aber angeblich hat I-110 einen feindlichen Schlachtkreuzer torpediert und getroffen.“
„Zu dumm das wir nicht nachfragen können ohne unsere U-Boote zu gefährden.“
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„Kaigun-chūjō – I-110 hat erneut eine Funkmeldung abgesetzt und den Torpedotreffer auf dem Schlachtkreuzer bestätigt, außerdem meldet der Kommandant jetzt einen weiteren Treffer auf einem Schlachtschiff!“
„Fähiger Mann – dort herum zu fahren dürfte derzeit das gefährlichste sein was man als U-Boot-Fahrer tun kann. In diesem Chaos gleich zwei Großkampfschiff zu torpedieren ist eine großartige Leistung.“
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„Funkspruch von Kreuzer Niitaka – fünf Feindschiffe südwestlich der Russki-Insel gesichtet.
„Das könnte die feindliche Trägergruppe sein. Die Niitaka soll den Feind aufklären aber Abstand halten. Unsere eigenen Träger haben eine dritte und vierte Welle am Start. Die wissen nicht, dass unsere Kreuzer mittlerweile soweit in die Bucht eingedrungen sind. Melden Sie den Kreuzern, dass sie sicherstellen sollen, dass sie aus der Luft eindeutig als japanische Schiffe zu erkennen sein müssen.“
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„Neuer Funkspruch von Kreuzer Niitaka – Feindschiffe als schwere Kreuzer und Schlachtkreuzer klassifiziert – Niitaka steht unter schwerem Beschuss. Meldung von Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa – unsere Träger haben in den Wind gedreht um die nächste Welle zu starten!“
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#186 RTW2-JAP#
Werter Taurus,
die Wirkung der Sturzkampfbomber ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch überschaubar.
Werte Sappho,
die größeren Einheiten haben 1935 bereits ordentlich gepanzerte Decks wegen der Gefahr von Steilfeuer. Die Bomben der Stukas können da noch nicht mit 16- oder 18inch Granaten mithalten - Zerstörer allerdings!
Danke, wir wollten nur eine Einschätzung haben, welchen Effekt die vielen Bombentreffer auf den Schlachtschiffen wirklich haben. Für die Statistik also ganz nett, aber es werden wohl in erster Linie nur die Aufbauten zerhäckselt.
Werter Taurus,
Danke, wir wollten nur eine Einschätzung haben, welchen Effekt die vielen Bombentreffer auf den Schlachtschiffen wirklich haben. Für die Statistik also ganz nett, aber es werden wohl in erster Linie nur die Aufbauten zerhäckselt.
in RTW3 kann man sich Anzeigen lassen warum ein Schiff gesunken ist - in RTW2 gibt es das noch nicht.
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi war sofort klar, dass die startenden Bomber diese Schiffe nicht aufhalten würden und dass diese Schiffe sehr schnell seinen Verband erreichen konnten. Die Niitaka im ersten Moment zurückzunehmen war zwingend erforderlich, sonst würde der Kreuzer hoffnungslos zusammengeschossen werden. Die Zerstörer allerdings würde er opfern – das wusste er – das wussten die Zerstörer-Kommandanten – das wussten die Besatzungen. Zwei Zerstörer-Flottillen hatten bereits den Einsatzbefehl erhalten, kreuzten aber noch mit Abstand zum Feind parallel zur japanischen Hauptmacht.
Diese Entscheidung nicht sofort in die Höhle des Löwen zu stürmen erwies sich nun als Richtung. Die Zerstörer waren genau dort wo sie benötigt wurden. Sie fungierten als Abwehrriegel gegenüber dem Feind, konnten jederzeit in die Bucht hinein schwenken oder all zu wagemutige Angreifer abfangen.
Es musste auch so sein, dass diese Schlachtkreuzer von vorneherein nicht in der Amurbucht geankert hatten, sondern in einer der kleinen Buchten etwas abseits. Das erklärte die Position und den Umstand das die Torpedobomber keine Notiz davon genommen hatten. Dass diese Schiffe nicht schon früher aufgetaucht waren lag wohl daran, dass erst Dampf gemacht werden musste. Trotz der Wetterbesserung in der Nacht war wohl wegen des Wochenendes kein Auslaufen vorgesehen gewesen.
Jetzt erging der endgültige Angriffsbefehl für die Zerstörer!
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+ + +
Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa hatte gerade erst eine Übersicht zu den identifizierten Feindschiffen erhalten, als endlich Genda bei ihm erschien und eine sehr schlechte Nachricht mitbrachte. Es konnte noch eine Welle Torpedobomber bestückt werden, danach allerdings reichten die vorhandenen Torpedos nicht mehr für alle Bomber aus! Damit war endgültig klar, dass die Reduzierung der Angriffsflotte von sechs auf nur drei Flugzeugträger ein schwerer Fehler gewesen war.
Drei Träger waren eindeutig nicht in der Lage die gesamte Feindflotte in Wladiwostok unschädlich zu machen. Es kam dazu, dass es die Windrichtung erforderte, exakt auf den Gegner drauf zu zufahren um die Flugzeuge zu starten. Jetzt mussten die Zerstörer und leichten Kreuzer Erfolg haben den Feind von seinem Kurs abzubringen oder der Tag konnte sich in ein Desaster verwandeln.
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+ + +
Nach und nach erhoben sich die Flugzeuge der dritten Welle und sogar bereits der vierten Welle von den Decks der drei Flottenträger in die Luft. Insgesamt waren die Staffeln durch Kampfverluste und Landeunfälle bereits dezimiert. Die Koordinierung lief jetzt ebenfalls nicht mehr konzentriert und strukturiert ab. Es würde eine deutlichere Mischung von Sturzkampfbombern und Torpedobombern geben, was die Effizienz senkte, aber die Wahrscheinlichkeit abgeschossen zu werden reduzierte.
Zudem wurden jetzt etwas mehr Jäger als Jagdschutz für die eigenen Schiffe zurückgehalten. Nachdem bekannt geworden war, dass dort ein einsatzfähiger feindlicher Flugzeugträger Startvorbereitungen traf, musste jederzeit mit einem Gegenschlag aus der Luft gerechnet werden. Das galt es unbedingt zu vereiteln.
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Eine der ältesten japanischen Einsatztaktiken sah vor den Feind in mit Torpedos verseuchtes Fahrwasser abzudrängen. Der russischen Flotte war dieses Verhalten nur zu gut bekannt, kostete es die Zarenflotte doch unzählige Schiffe und zwei Kriege. Dennoch entsann sich der Kapitän der Niitaka genau dieser Taktik und befahl einen Torpedofächer einzusetzen. Er meldete dies kodiert den anderen Schiffen und empfahl es ihm gleich zu tun.
Direkt danach wurden Teile der Besatzung des Kreuzers von einem Treffer niedergestreckt.
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Die Niitaka sichtete mehr und mehr feindliche Schiffe und bei dieser Übermacht war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Gegner auf die Niitaka eingeschossen hatte und Treffer erzielte.
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Einige der Schiffe hatten eindeutige Schäden, aber keines schien schwer beschädigt zu sein. Der Flottillenführer der Japanischen 31. Zerstörer Flottille schaute fasziniert in den Himmel, als die dritte Welle Bomber über seine Zerstörer hinwegflog, dann flüsterte er leise:
„Eure Zeit wird kommen, aber heute bringen meine Zerstörer die Entscheidung über diese Schlacht!“
Dann sah er mit an, wie sich die ersten Bomber in der Ferne aus dem Himmel auf den Gegner stürzten, den er selbst noch nicht Ausmachen konnte.
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Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa hatte seiner Trägerdivision nach dem Start der Bomber strikten Süd-Kurs befohlen um seinen Verband aus der Gefahrenzone zu manövrieren. Ob das ausreichen würde oder ob er früher als ihm lieb war wieder in den Wind drehen musste blieb abzuwarten.
Etwa zehn Minuten später kamen die ersten Funkmeldungen der Bomber der dritten Welle an.
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Erst jetzt bemerkte Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa dass die Piloten von stillliegenden Schiffen mit Schlagseite sagen sprachen. Anstatt wie befohlen die Schlachtkreuzer südlich der Russki-Insel anzufliegen, flogen diese Piloten wieder zur Amurbucht um die bereits angeschlagenen Schlachtschiffe zu bombardieren.
Wenigstens die Torpedobomber schienen es besser zu machen.
Der russische Kommandant hatte seine Schiffe in zwei Schlachtlinien gegliedert und hielt nach einigem Manövrieren jetzt wieder direkt auf die japanischen Schiffe drauf zu. Noch schienen ihn die japanischen Flugzeuge nicht zu kümmern. Er war ganz klar darauf aus den nervigen japanischen leichten Kreuzer zu erwischen, der am Rand seiner effektiven Artillerie-Reichweite herumkreuzte wohl um diese Flugzeuge zu dirigieren.
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Allmählich nahmen die Schäden der Niitaka bedrohliche Ausmaße an, aber der Luftangriff auf die Schlachtkreuzer versprach Hilfe. Zumindest nahm die Feuerrate und Genauigkeit des Gegners für einen Moment lang ab.
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Für die feindlichen Schlachtkreuzer kam jetzt alles zusammen. Der Luftangriff als solches aber dadurch auch die Unordnung der Gefechtslinie, feindliche Zerstörer und Kreuzer im Anmarsch und der japanische Torpedo als sinnbildliches Grundübel aller Übel.
Das Chaos das der Luftangriff auslöste nutzten die japanischen Zerstörer für das was von der Niitaka verlangt wurde – das Wasser mit Torpedos regelrecht verseuchen.
Auf der Hiryu stellte sich die Lage für Kaigun-chūjō Yonai Mitsumasa und Kaigun-taisa Genda Minoru völlig anders da. Hier wusste man nur was in den letzten Minuten und aktuell aus dem Lautsprecher kam:
„To ba to ba to ba“
erklang es ein um andere Mal, wenn eine Staffel Sturzkampfbomber in den Sturzflug überging. Obwohl man nun bewegliche Ziele angriff, war die Trefferausbeute unvergleichlich höher.
„Greife Schlachtschiff an – Bombe raus – Bombe raus – TREFFER – der hat gesessen – Bombentreffer auf Schlachtschiff mittschiffs.“
„Nimm den Kreuzer – den Kreuzer – der bietet sich an.“
„Bombe raus – Bombe raus – Treffer – Treffer – Treffer auf schwerem Kreuzer.“
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Zu den Schlachtkreuzern gesellten sich jetzt auch russische Schlachtschiffe, aber auch an diesen konnte man bereits Schäden durch die ersten beiden Wellen erkennen. Scheinbar hatten die ersten Angriffe so gut wie alles irgendwie getroffen aber nichts so massiv um die Schiffe außer Gefecht zu setzen.
„Achtung ihr fliegt zu dicht beieinander – mehr Abstand – damit nicht einer den anderen rammt – so ist es besser und jetzt Torpedos... – Torpedos... - warten... – TORPEDOS LOS!“
„Meiner ist raus!“
„Meiner auch…“
„Läuft schön auf den Schlachtkreuzer zu.“
„Treffer – Treffer – Torpedotreffer auf Schlachtkreuzer achtern auf Höhe Geschützturm.“
„Meiner ist unten drunter durch – so ein Mist!“
„Und meiner ist am Bug vorbei.“
„Ruhe – NUR Treffer melden!“
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Dann kam der Moment den der Flottillen-Führer herbeigeredet hatte. Die feindlichen Schiffe hatten durch den Luftangriff so chaotisch manövriert das sie jetzt mitten in die Schwärme der Zerstörer-Torpedos hineingeraten waren. Torpedotreffer waren die fast zwangsläufige Folge. Aber auch der Gegner hatte seine Torpedos eingesetzt, was zu einem Schreckmoment auf der Kiso sorgte. Völlig auf den Feind konzentriert hatte Niemand die Torpedobahn bemerkt, die auf den leichten Kreuzer zulief. Erst im letzten Moment schrie ein Matrose:
„TORPEDO TORPEDO!“
Dann gab es einen dumpfen Schlag gegen den Rumpf und zu aller Erleichterung war der russische Torpedo ein Blindgänger. Nur Sekunden später wurde die Kiso von der Breitseite eines Schlachtkreuzers getroffen und machte sofort große Mengen Wasser. Die Kiso war schwer beschädigt und scherte aus dem Verband aus!
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Insgesamt schien die Taktik aufzugehen um den Feind zum Abdrehen zu zwingen. Auch Torpedotreffer stellten sich ein. An die früheren Erfolge kamen die Zerstörer aber bei weitem nicht heran. Wenn es eines letzten Beweises bedurfte das die Zeit der Torpedo-Angriffe durch Zerstörer vorüber war, so wurde er heute erbracht. Die Zerstörer hatten keine Chance nahe genug an die feindlichen Großkampfschiffe heranzukommen um ganze Serien von Torpedos in deren Rümpfe zu setzen.
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Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi zählte Treffer! Er war zufrieden, wusste aber dass der Tag noch lange nicht vorüber war. Für den Moment musste es genügen, dass die meisten feindlichen Großkampfschiffe zumindest so stark beschädigt waren um mehrere Monate lang in die Werft zu müssen. So groß der Flottenstützpunkt Wladiwostok auch war, viele Trockendocks hatte er nicht. Russland würde hier nicht alle Schiffe zeitnah Instand setzen können!
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#187 RTW2-JAP#
Wir haben wieder nachgelesen.
Einfach Spitze wie ihr die Geschichte erzählt!
Super, bitte weiter machen.
Edler Oerty,
habt großen Dank für Euren noblen Worte!
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Das Erfolge immer auch Nachteile einbrachten bekamen nach alter japanischer Tradition die Zerstörer und leichten Kreuzer zu spüren. Bislang war es fast noch moderat verlaufen, aber allmählich mehrten sich die Treffer in Anzahl und Qualität. Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi rechnete jetzt jederzeit mit der ersten eigenen Verlust Meldung.
Dann jedoch kam etwas völlig anderes über den Lautsprecher:
„Jäger Jäger – ein ganzer Schwarm feindlicher Jäger – werde beschossen!“
„Aufklärer Nummer Eins Kasagi – ich werde beschossen – Treffer – Verdammt - Aufklärer Nummer Eins Kasagi – ich bin getroffen – Versuche zu wassern - Aufklärer Nummer Eins Kasagi an alle – feindliche Flugzeuge – in der Gefechtszone - feindliche Flugzeuge – in der Gefechtszone …“
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„Bomber Akagi – to ba to ba to ba!“
Just in dem Moment als die Sturzkampfbomber-Staffel der Akagi ihren Angriff meldete, kam die längst überfällige Meldung:
„Kreuzer Kiso an Flaggschiff – Volltreffer mittschiffs – Schiff ist nicht zu halten – Kreuzer Kiso an alle wir sinken – Kreuzer Kiso an alle wir sinken!
Dann überschlugen sich die Meldungen:
„Zerstörer Kaede an Flaggschiff – schwere Treffer – Schiff nimmt Wasser und verliert an Fahrt…“
„Kommandant Zerstörer Yuzuki – wir sinken wir sinken – Zerstörer Yuzuki sinkt!“
„Bomber Akagi – Volltreffer – Volltreffer – Volltreffer auf schwerem Kreuzer!“
„Ich nehm den Zerstörer an Backbord – Bombe raus – Bombe raus…“
„Treffer – Treffer – Ich hab ein Schlachtschiff getroffen – junge junge das hat gesessen!“
„Ich nehm den Kreuzer – verdammt daneben – daneben – so ein Mist!“
„Kreuzer Kiso – der Feind schisst uns jetzt zusammen – Befehl alle Mann von Bord – Kreuzer Kiso wir gehen von Bord!“
„Bomber Akagi – schwere Explosion auf Zerstörer Yuzuki ausgemacht – Zerstörer beginnt zu kentern und brennt lichterloh!“
„Torpedos Soryu – to ra to ra to ra – Angriff auf feindlichen Schlachtkreuzer - Torpedos raus!“
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Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi fand kaum die Zeit zum Luftholen. Erfolg und Misserfolg marschierten jetzt Hand in Hand. Am schlimmsten aber war der Blick auf die Karte als die neusten Sichtungsmeldungen eingetragen worden waren. Der Gegner war eindeutig auf dem Vormarsch. Alles Aufhalten schien vergebens gewesen zu sein und bislang hatte man zwei Schiffe verloren. Eine bestätigte Meldung über sinkende oder bereits gesunkene Feindschiffe gab es noch nicht!
Scheinbar hatten die Russen eines von den Japanern gelernt: Ein Schiff ist erst dann versenkt, wenn es versenkt ist. Die ganze Wut zweier verlorener Kriege gegen Japan bekam der leichte Kreuzer Kiso zu spüren. Viele Matrosen der Besatzung würden es wohl nicht geschafft haben die Kiso lebendig zu verlassen.
Der Kreuzer wurde regelrecht zersiebt!
Die einzig positive Meldung war die Tatsache, dass zwischen dem Feind und den japanischen Flugzeugträgern jetzt die japanische Schlachtlinie dazwischen lag.
Dann brüllten irgendwelche Sirenen – kam das aus dem Lautsprecher oder von einem der Zerstörer querab?
„Feindliche Bomber Kommandant – unsere Jäger greifen an!“ brüllte einer der Deckoffiziere auf der Brücke.
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Jetzt brüllten die Alarmglocken auf allen Schiffen einschließlich der Kawachi!
„BOMBER BOMBER!“
brüllte jemand von außerhalb der Brücke, dann brach der Ohrenbetäubende Lärm der Flak-Geschütze los. Das Rattern und Knattern verschmolz zu einem unwirklichen Rauschen durchsetzt vom dumpfen BUMM-BUMM-BUMM BUMM-BUMM-BUMM der schweren Flugabwehrkanonen. Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi trat gegen den Rat der anwesenden Offiziere an das Steuerbordfenster der Kommandobrücke. In unmittelbarer Nähe Querab der Kawachi fuhr der Zerstörer Suzunami. Die Distanz betrug wohl keine Fünfzig Yard. Das war Absicht damit die anfliegenden Bomber keine Torpedos auf die Schlachtschiffe abfeuern konnten.
Hier aber kamen Sturzkampfbomber. Eine ganze Rotte stieß vom Himmel herab und klinkte ihre Bomben aus. Zum Ausweichen war es längst zu spät. Die erste ging Mitten zwischen der Kawachi und der Suzunami ins Wasser. Ein Sturzbach ergoss sich über beide Schiffe und nahm die Sicht auf den jeweils anderen und die restlichen Bomber.
BUMM-BUMM-BUMM - BUMM-BUMM-BUMM - BUMM-BUMM-BUMM - trommelte es Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi in den Ohren…
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#188 RTW2-JAP#
Uns scheint, die Zarenflotte hat wirklich mal was aus der Geschichte gelernt. Die Aussichten sind für Japan alles andere als rosig, wenn sie im folgenden Luftangriff sogar ihre eigene Medizin zu schlucken bekommen.
Sehr spannend das ganze, das sich ausgerechnet die Russen als so harte Nuss erweisen würden, war eher nicht abzusehen.
TheBlackSwan
26.08.23, 03:04
". In unmittelbarer Nähe Querab der Kawachi fuhr der Zerstörer Suzunami. Die Distanz betrug wohl keine Fünfzig Yard. Das war Absicht damit die anfliegenden Bomber keine Torpedos auf die Schlachtschiffe abfeuern konnten."
Setzt ihr gezielt DDs als Torpedofänger ein????
Als Bait für Trägerflugzeuge oder zusätzliche Flak sind die in der Tat ganz nett, diese Taktik sind wir aber noch nicht gefahren.
Werter Taurus,
Wir hatten ja schon geschrieben, dass es ein langer Tag wird!
Wir haben es jetzt gerade explizit überprüft, das bessere Verhalten hat mit den Forschungsfortschritten im Spiel selbst zu tun. Begonnen haben Wir den AAR mit Version 1.05b im Jahr 1900. Dieser Krieg hier 1935 findet mit Version 1.06 statt. Der nächste Krieg dann aber bereits mit der 1.20.
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Werter TheBlackSwan,
Setzt ihr gezielt DDs als Torpedofänger ein????
selbstverständlich tun Japaner das - was denn sonst?
Also ja - Wir versuchen es zumindest wenn es sich gerade anbietet. Ob es bei Lufttorpedos überhaupt so simuliert wird, wissen Wir nicht - gegen Zerstörer-Torpedos klappt das aber hin und wieder ganz definitiv.
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Das Stakkato der Flugabwehr nahm zu! Trotzdem schien das Glück auf Seiten der Kaiserlich Japanischen Marine zu sein. Bislang gingen alle Bomben daneben und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi begann zu verstehen wie schwierig es sein musste einen Treffer mit einem Bomber zu erzielen, der beschossen wurde. Er begann auch zu verstehen, dass selbst stillliegende Schiff schwierig zu treffen waren. Zumindest lies sein Missfallen über den ersten Angriff des Tages bei dem die japanischen Sturzkampfbomber außer einer Korvette nichts getroffen hatten deutlich nach.
Er verstand nun das jeder Pilot für sich nur einen einzigen Versuch hatte. Entweder er traf oder eben nicht. Einem nachfolgenden Piloten nutzte es nicht viel wie es dem vorhergehenden Piloten ergangen war, weil er kaum Anhaltspunkte besaß was sein Vorgänger wann und wie getan hatte. Bei der Artillerie war das anders. Man lag zu weit oder zu kurz und änderte einfach den Anstellwinkel der Geschütze. Man feuerte und lag wieder daneben aber ein kleines bisschen besser als zuvor. Man bekam mit jeder Salve ein Gefühl für die Bewegungen des eigenen Schiffes, man konnte den Einfluss des Windes anhand von Rauch und Flaggen an den Masten der Zielschiffe erkennen. Der Seegang schmiegte sich entweder an den eigenen Körper wie ein Seidentuch oder aber umwühlte einen wie ein Hakama aus groben Stoff. Man wurde besser und genauer bis man deckend lag und ab da musste man nur noch so schnell wie möglich nachladen und die nächste Slave abfeuern – dann war es nur noch eine Frage der Zeit bis man traf.
All das hatte ein Pilot nicht! Ein Bomberpilot hatte nur einen Versuch und eine Windbö im falschen Augenblick konnte alles zu Nichte machen.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi begann Respekt zu entwickeln für die mutigen Offiziere in diesen fliegenden Holzkisten die eine kaum leistbare Aufgabe ausführten, während sie von dutzenden Flak-Geschützen beschossen wurden.
Er verwarf seine Gedanken, als die nächsten Bomber in den Sturzflug übergingen und mit ihrem Heulen das tiefe Grollen der Flak zu übertünchen versuchten.
Der Lautsprecher übertönte jedoch alles andere:
„Torpedos Soryu - to ra to ra to ra“
„Die Hälfte auf den Kreuzer an der Spitze, der scheint unbeschädigt zu sein, der Rest greift die Schlachtschiffe an.“
„Torpedos los – los – los!“
„Meiner klemmt er klinkt nicht aus, Verdammt, der klinkt nicht aus!“
„Meiner ist los.“
„Ja ich sehe die Blasenspur von deinem Torpedo – schnurgerade…“
„Treffer – Treffer – Torpedo-Treffer auf Schlachtschiff dicht unter der Russki-Insel“
„Treffer - noch ein Treffer – Treffer auf schwerem Kreuzer südlich Russki-Insel“
„Jetzt sieht der Kreuzer nicht mehr unbeschädigt aus!“
„Torpedos Akagi – wir greifen die beiden Kreuzer ganz im Süden an!“
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„Feindliche Bomber – da sind feindliche – die fliegen unsere Zerstörer an!“
„Wo ist denn der Jagdschutz, haben unsere Zerstörer keinen Jagdschutz“
„Nein haben sie nicht!“
„Dann sollen unsere Begleitjäger angreifen.“
„Aber…“
„Kein Aber!“
„Zu spät die gehen schon in den Sturzflug über.“
„Kein Treffer, kein Tref…“
„Chikushou - Shine Shine“
„Treffer – die haben unsere Zerstörer getroffen!“
„Kommandant Zerstörer Yaezakura meldet: Mehrere Bombentreffer auf Zerstörer Hinoki – Zerstörer Hinoki scheint zu sinken.“
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Aus dem Funkraum erschien eine Ordonanz:
„Kommandant Takahashi, Kreuzer Niitaka meldet fortwährenden Beschuss und zunehmend bedrohliche Treffer.“
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wusste längst, dass es so nicht weitergehen konnte!
Von den Flugzeugträgern starteten längst keine großen geschlossenen Angriffswellen mehr, sondern nur noch kleine Gruppen von Flugzeugen sobald diese Einsatzbereit waren. Der Nachmittag war angebrochen und die abgeteilten Zerstörer-Flottillen und leichten Kreuzer hatten ihre Torpedos aufgebraucht und mussten sich zurückziehen. Die etwas besser Bewaffneten leichten Kreuzer versuchten dabei den Rückzug zu decken, bezahlten dies aber ihrerseits mit drohenden eigenen Verlusten.
Auch wenn der Vorstoß der gegnerischen Kräfte für den Moment gestoppt zu sein schien konnte es sich der gegnerische Flottenführer schnell wieder anders überlegen.
In diesem Moment begann erneut das BUMM-BUMM-BUMM der Flakgeschütze und kündete von weiteren feindlichen Bombern.
So konnte es nicht weitergehen!
Die Zerstörer verlegten auf die Seite von welcher die Feindbomber angeflogen kamen, aber diesmal mussten sie mit der Flak aufpassen als sich japanische Jäger einmischten.
Zwei Bomber zogen plötzliche dunkle Rauchfahnen hinter sich her und begannen zu trudeln. Dann jeweils zwei kurze Explosionen und die Bomber rasten vertikal in die See, wo sie an der Oberfläche zerschellten.
Dann wurde es auf der Kawachi hektisch. Statt Luftalarm gellte jetzt der allgemeine Alarm und der Rudergänger riss das Ruder herum. Von draußen kamen mehrere Schreie:
„Luftangriff – Luftangriff“
Irgendetwas prasselte auf die Panzerplatten und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wurde gewahr, dass die Bomber nicht nur Bomben hatten, sondern auch Maschinengewehre mit denen sie im Sturzflug auf die Matrosen an Deck feuerten.
Jetzt hatte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi genug:
„Rudergänger schließen Sie zum Feind auf, Ordonanz - Befehl an Gefechtsstand – Feuer eröffnen auf Kreuzer Vladimir-Klasse querab.“
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi sah zu wie sich die mächtigen Buggeschütze Richtung Feind drehten, dann nahm eine gewaltige gelb-organe-rote-Feuerwolke allen die Sicht und die Kawachi erbebte und krängte als die 18inch Geschütze abgefeuert wurden.
Das aus dem Lautsprecher weiterhin die Meldungen der Piloten quakten wurde jetzt zur Nebensache.
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+ + +
Für Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wurde es jetzt zur normalen Seeschlacht. Wegen des Ausweichmanövers war die Kawachi aus der Formation geraten und weil es fast schon Tradition auf japanischen Schiffen war, versagte die Drehmechanik des Turms „B“ auf der Kawachi.
Mit diesen Schwierigkeiten würde man umzugehen wissen, da war sich Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi sicher. Die verbliebenen Türme drehen sich leicht, dann donnerte die zweite Salve 18inch Granaten los und wenige Sekunden später krachte eine davon mittschiffs in den feindlichen schweren Kreuzer.
„Treffer mittschiffs auf Feindschiff Kommandant – zweite Salve liegt deckend!“ kam die Meldung aus dem Gefechtsstand.
So konnte es jetzt weitergehen!
Dann kam der nächste Luftalarm, aber diese Meldung fand keine Berücksichtigung. Denn zeitgleich meldeten eigene Piloten das der Zerstörer Yuzuki jetzt endgültig wegsackte und versank! Zurück blieben ein rauchender schwarzer Fleck auf der Wasseroberfläche und einige Trümmer.
Dazu kamen nun erste Meldungen, dass auf einigen Schiffen die Munition knapp wurde. Das war für den Moment noch kein Problem und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wollte auch nicht darauf eingehen. Die Zeit dafür verblieb ihm auch nicht, weil über Funk zu hören war das Kreuzer Niitaka von Sturzkampfbombern angegriffen wurde und von einer Bombe getroffen worden war und in Flammen stand.
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Der Kommandant der Niitaka bat darum das Gefecht verlassen zu dürfen und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi gab diesem Ersuchen statt. Diese Antwort war noch nicht übermittelt, als die Niitaka den nächsten Treffer meldete.
In diesem Moment schrie ein Matrose auf der Brücke unverständliche Worte und zeigte aus dem Fenster.
Backbord querab sah man in der Ferne wie sich feindliche Bomber auf die japanischen Flugzeugträger herabstürzten!
Die russischen Bomber schienen jetzt überall zu sein und brachten Unordnung in die japanische Formation. So gut der Tag begonnen hatte, er entwickelte sich zu einem wüsten Hauen und Stechen.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi musste zudem erkennen, dass ihm der Platz auszugehen drohte. Der Japanische Angriffsverband war bereits dicht unter Land und wegen der weiterhin vorherrschenden Windrichtung konnte er seinen Flugzeugträgern kaum einen anderen Kurs vorgeben. Er Befahl einigen seiner Begleiter zu den Trägern aufzuschließen, er selbst würde mit seinen schweren Einheiten das direkte Gefecht Richtung Feind suchen müssen.
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Es war bereits nach Vierzehn Uhr und der Tag würde jetzt schneller vorübergehen als es Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi lieb war. Er musste endlich eine Entscheidung herbeiführen und dazu waren einzig seine vier Schlachtschiffe noch in der Lage. Er hielt die Situation für beherrschbar, weil die gegnerischen Schiffe jetzt doch alle mehr oder weniger stark beschädigt waren, während seine Schlachtschiffe voll Einsatzfähig waren.
Es wurde endgültig Zeit!
Auch wenn es ihn schmerzte so registrierte er doch die fast unglaubliche Standfestigkeit des leichten Kreuzers Kiso. Noch immer hielt sich die Kiso über Wasser und der Feind arbeitete sich an dem Kreuzer ab. Er sollte dies im Normalfall für Irrsinn halten, wusste aber nur zu gut, dass seine Vorgänger ganz exakt ebenso gehandelt hatten in den zahlreichen Schlachten der vorherigen japanischen Kriege.
Damals waren es die Gegner die einfach nicht sinken wollten, jetzt also war es die Kiso die den Preis bezahlen musste aber dadurch die Russen davon abhielt andere Ziele zu suchen!
Jeder Torpedo, jede Granate mit Ziel Kiso würden keinem anderen Schiff zur Gefahr werden. Und so unfassbar es sein mochte, diejenige Matrosen der Kiso die es nicht von Bord geschafft hatten leisteten immer noch Gegenwehr! Zwar konnte die Kiso nicht mehr manövrieren, wenn aber ein feindliches Schiff so dumm war der Kiso im richtigen Winkel zu nahe zu kommen – funktionierende Torpedos waren noch vorhanden!
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Die Meldungen besserten sich. Mehrere Sturzkampfbomber berichteten von Treffern auf feindlichen Kreuzern und der todgeweihte Zerstörer Hinoki meldete seinen Antrieb Einsatzklar, wenn auch mit geringer Fahrt. All das ließ Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi aber wieder zögern.
Dann aber kam vom Ausguck die Meldung, dass der unter Beschuss stehende schwere Kreuzer der Vladimir-Klasse zu sinken begann. Was Bomben und Torpedos nicht erreicht hatten, war nach wenige Treffern mit schwerer Schiffsartillerie nun scheinbar bestätigt worden.
Dass die Kiso noch versucht hatte einen leichten Kreuzer zu torpedieren war vom Feind nicht unbemerkt geblieben. Das Bombardement der Kiso nahm zu und auch feindliche Bomber versuchten nun diesem Spuck ein Ende zu bereiten. Zuerst wurde das nur als weitere Randnotiz abgetan, dann aber erkannte jemand das es Torpedobomber waren, die die Kiso angriffen.
Bislang hatte man keine feindlichen Torpedobomber gesichtet und der Ärger den die russischen Sturzkampfbomber verursachten waren schlimm genug. Wenn jetzt russische Torpedobomber auftauchten bekam das Gefecht abermals eine neue Wendung zu Gunsten Russlands...
...und die russischen Torpedobomber erfüllten ihren Auftrag und setzten zwei Torpedos in den Rumpf der Kiso!
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#189 RTW2-JAP#
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Wir haben Uns gerade geärgert und gefreut wegen ein und derselben Ursache!
So von wegen RTW3 und den "manuel build Legacy Fleets". Die vorhandenen Infos im Internet über die IJN im Jahre 1900 fanden Wir unzureichend. Allerdings sind Wir dabei auf ein Buch gestoßen. Vom Titel her verspricht es exakt dieses Problem zu lösen - The Imperial Japanese Navy 1900-1945 - da haben Wir einfach gedacht in dem Buch steht alles über die IJN was es zu wissen gibt.
Öhm - Wir hätten besser mal die Beschreibung zu dem Buch gelesen!
Auf 475 von etwas über 500 Seiten steht dort nichts anderes drinnen auf welchem Posten welcher Admiral in diesem Zeitraum tätig war - das Buch behandelt ungefähr 1200 Admirale der IJN - DAS haben Wir nicht erwartet - was für ein Mist! :motz:
MOMENT!!!!!! - WAS steht da drinne?????
WIE VIELE TAGE UNSERES LEBENS beim Schreiben dieses AAR hier haben Wir alleine damit verbracht nach Offizieren und ihren Posten zu suchen - JETZT stehen diese Informationen einfach so da - einfach so - nix mehr Stundenlanges suchen wann welcher Offizier in welchen Rang befördert worden ist :facepalm: - WARUM hatten Wir dieses Buch nicht vor vier Jahren als Wir diesen AAR begonnen haben? Dieser AAR könnte längst fertig sein wenn Wir das mal hochrechnen :geistlicher:- oder Wir hätten mehr Freizeit gehabt um was anderes zu machen :fiesemoep:
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Und mindestens die Hälfte der Leser war sicherlich der Meinung, es handelt sich um Phantasienamen. :D
Und mindestens die Hälfte der Leser war sicherlich der Meinung, es handelt sich um Phantasienamen. :D
Wir haben alleine 3 Tage - DREI - damit verbracht um die Namen der ersten Piloten der Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte herauszufinden - öhm - ja - einige Namen mussten Wir dann doch erfinden - aber einige stimmen - Irgendwo haben Wir über den Umweg eine Sterbeurkunde irgendwelche amerikanischen Auszeichnungen von Piloten entdeckt, die Uns dann hierhin geführt haben: https://dbpedia.org/page/Imperial_Japanese_Navy_Air_Service
Edit: Außerdem - Phantasienamen - dafür bräuchte man ja Phantasie - Wir haben keine Phantasie - so was ist Uns fremd - wenn Wir in der Schule im Kunst Unterrichtet etwas freihändig malen sollten haben Wir nach einem Lineal verlangt!
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Die beiden Torpedotreffer waren für den leichten Kreuzer Kiso nunmehr endgültig zu viel. Das Schiff war sowieso mehr Sieb als sonst was. Nun aber quollen gigantische Wassermassen in den Rumf. Dieser kam aus dem Gleichgewicht, das Heck sackte ab, riss sich vom vorderen Teil des Schiffes los, beide Teile neigten sich noch etwas zur Seite und versanken in der Tiefe.
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Dieser russische Torpedobomberangriff war für Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi das Zeichen das Gefecht geordnet zu beenden. Die Dämmerung würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die eigenen Marineflieger waren völlig am Ende und die russischen Flieger waren frisch und Kampfeslustig. Wenn es mit zunehmender Dunkelheit zu einem Nahkampf kam, sprach viel mehr für die Russische Flotte als für die Japanische.
Stand jetzt war der Angriff ein Erfolg. Mit minimalen eigenen Verlusten hatte man die russische Flotte zwar nicht gänzlich versenkt, aber für Monate aus dem Krieg genommen. Jetzt doch noch zu versuchen den endgültigen Sieg zu erringen konnte das Blatt noch wenden. Nein, der Fehler waren die zu wenigen Träger für den ersten Schlag. Jetzt wo die Zarenflotte ihrerseits das Gefecht zu suchen begann, gab es nichts mehr zu gewinnen aber alles zu verlieren.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi gab den Befehl aus alle Schiffe kämpfend zurück zu nehmen und die Flugzeugträger so lange zu decken bis die Flugoperationen beendet waren und die Träger ablaufen konnten.
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Was jetzt noch kam waren Nachhut-Gefechte. Die Russen setzten mit leichten Kräfte nach um Fühlung zu halten. Es war zu vermuten das dies der Vorbereitung eines massiveren Luftangriffs diente. Eben diese leichten Kräfte galt es also zu beschäftigen und von den japanischen Trägern fern zu halten. Dazu dienten auch weitere Luftangriffe, aber Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi würde wohl auch wieder seine Artillerie zum Einsatz bringen müssen.
Etwas überraschend war dann aber der folgende Funkspruch:
„Bomber Soryu – mehrere schwer beschädigte Schlachtschiffe mit Schlagseite und teilweise Feuer an Bord liegen direkt vor Wladiwostok – to ba to ba to ba.“
„Was zum Teufel?“ - Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi verschlug es für einen Moment die Sprache.
„Was haben die über der Stadt verloren? Die sollen die Schiffe in unserer Nähe angreifen!“
„Bomber Soryu – an alle – der fette Pott an der Hafeneinfahrt sieht am schlimmsten getroffen aus – gebt ihm den Rest!“
„Passt auf, der Kahn wehrt sich.“
„Bombe ist raus!“
„Bombe ist raus!“
„Meine auch – Bombe ist raus!“
„Treffer – Treffer – Bombentreffer mittschiffs auf feindlichem Schlachtschiff!“
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+ + +
Der Gegner setzte jetzt auch mit Schlachtkreuzern nach, lies aber ebenso wie die Japanische Flotte Vorsicht walten. Das Aufschließen erfolgte langsam wohl um nicht wieder in eine Flottille von Zerstörern zu geraten. Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi befahl den leichten Kreuzern dem Feind den Weg zu verlegen. Die modernen leichten Kreuzern hatten ihre enorme Widerstandskraft unter Beweis gestellt und würden daher den Feind sicher lange genug beschäftigen um die Trägerflotte ablaufen zu lassen.
Auch die eigenen Bomber griffen endlich die gefährlicheren Ziele an, auch wenn über den letztlichen Erfolg wenig in Erfahrung zu bringen war.
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Das alles war wenig zufriedenstellend und endlich entschloss sich Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi mit seinen Schlachtschiffen das direkte Gefecht zu suchen.
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Um Fünfzehnuhrsechsunddreißig Ortszeit war es soweit. Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi gab den Feuerbefehl für die schwere Hauptartillerie und die 18inch-Geschütze der Kawachi konnten endlich das tun wofür sie erdacht, konstruiert und gebaut worden waren – feindliche Großkampfschiffe zu durchlöchern!
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Mitten während des Angriffs gab es wieder Luftalarm, aber diesmal waren die eigenen Jagdflugzeuge zur Stelle. Über den Schlachtschiffen entspann sich ein Luftkampf und ein feindlicher Torpedobomber krachte brennend direkt vor der Schlachtlinie in die See.
Dann stiegen rings um die Kawachi Wassersäulen in den Himmel. Auch der Feind war auf Schussweite herangekommen und wie in den seligen Zeiten der Seefahrt krachten jetzt die Salven auf beiden Seiten über die Schiffe hernieder. Die Kawachi wurde vom Druck ihrer Breitseite mehrere Meter angehoben bevor der Rumpf zurückschwang und sich zu stabilisieren versuchte nur um mit der nächsten Salve wieder angehoben zu werden. Die 18inch-Geschützte stellten das vorläufige Ende der japanischen schweren Schiffs-Artillerie dar. Zwar hatte man bereits 20inch-Geschütze durchkonstruiert, aber davon gab es nicht mal Versuchsrohre. Selbst die Schlachtschiff-Enthusiasten innerhalb der Kaiserlich Japanischen Marine schreckten davor zurück ein Schlachtschiff mit diesem Kaliber auflegen zu lassen.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi konnte nun erkennen das diese Entscheidung wohl vernünftig gewesen war. Die Feuerrate der 18inch-Geschütze war geringer als bei den 16inch-Geschützen, das Mehrgewicht der Granaten fast unglaublich hoch und die Trefferrate auf die durchaus vorhandene größere Reichweite gegenüber den 16inch-Granaten einfach nicht gut genug um daraus einen signifikanten Vorteil zu erringen.
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Die Kontrahenten fuhren jetzt etwa parallel zueinander und dass der heutige Tag ein klassisches Liniengefecht bringen würde hatte noch vor wenigen Stunden Niemand für möglich gehalten. All die Funksprüche der Bomber rückten in den Hintergrund. Jetzt hieß es Artillerie gegen Artillerie, Schiff gegen Schiff. Das vier moderne japanische Schlachtschiffe zwei älteren russischen Schlachtkreuzern gegenüber standen tat dabei nichts mehr zu Sache.
Das hier war ein Liniengefecht – nichts Anderes!
Dann kam das worauf alle gewartet hatten. Eine Granate der Kawachi bohrte sich in den als zur Kaliakriya-Klasse zugehörig identifizierten Schlachtkreuzer. Dort stieg sofort mächtiger schwarzer Qualm in den Himmel und das Schiff, welches gerade noch näher aufschließen wollte, änderte sofort seinen Kurs weg von der Kawachi-Gruppe.
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Jetzt suchte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi seinerseits die Annäherung zum Gegner der zumindest nicht die Flucht ergriffen hatte. Die Yamashiro hatte einen schweren Treffer erhalten, vergalt es aber ihrerseits mit ihren 16inch-Geschützen.
Die feindlichen Schlachtkreuzer drehten nun ab. Erstens rückten ihnen japanischen Zerstörer auf die Fersen und zweitens mehrten sich die Treffer der schweren japanischen Artillerie.
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+ + +
Dass die Zarenflotte weitere Schiffe in der Nähe hatte war durch die Sichtungsmeldungen der Aufklärer bekannt. Das insbesondere die russischen Zerstörer so gut wie nichts abbekommen hatten, wenn man von einzelnen Ausnahmen absah war auch bekannt. Trotzdem schien sich die russische Flotte nunmehr zurückzuziehen und brachte keine weiteren Schiffe ins Gefecht. Die Aufgabe die japanischen Träger zu sichern war damit erreicht worden. Jetzt aber gab es für Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi die eine große Frage zu klären:
Sollte er sich ebenfalls Absetzen oder dem Feind Nachsetzen?
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+ + +
#190 RTW2-JAP#
Täuscht das eine Bild nur, oder sind Akagi und Hiryu tatsächlich haarscharf über den Strand geschlittert? War das unbedingt so gewollt? Sieht eher nach extrem (fast zu) spätem Wendemanöver aus; wegen Flugzeugaufnahme? Oder eben zu lange nicht nach vorn geschaut :D
TheBlackSwan
10.09.23, 23:07
Die Küste ist in RtW verbuggt und die KI beherrsch küstennahe Operationen ohnehin nicht gut.
Werter Taurus,
leider hat die KI größtenteils die Kontrolle über die Flugzeugträger und überschreibt ständig die Kurs-Befehle wegen der Flugoperationen. Also hat die KI die Träger hübsch schön gegen den Wind an die Küste "gejagt". Da "stopplen" die dann herum bis die Flugoperationen beendet sind und die Träger sich wieder an den Kurs-Befehl halten. Bei RTW3 gibt es jetzt die Möglichkeit per Schalter "Patrouille" zumindest etwas Ruhe in das Thema zu bringen, trotzdem muss ein Träger halt gegen den Wind steuern. Das wäre auch alles nicht so schlimm, wenn die KI nicht im Minutentakt Flugzeuge als CAP und Aufklärer starten und landen lassen würde und deswegen im Prinzip so gut wie immer die Träger gegen den Wind fahren lässt...
#013 Dritter Russisch-Japanischer Krieg von 1935
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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:
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>> Überfall auf Wladiwostok 12. Januar 1935 <<
Die Distanz zum Gegner war relativ groß, trotzdem konnte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi durch sein Fernglas erkennen wie einige japanische Bomber einen Angriff flogen.
Irgendwie musste er den Mut der Piloten schon anerkennen.
Die Belohnung kam per Funk. Einige der wenigen noch mit Torpedos ausgerüsteten Bomber meldeten zwei Treffer auf einem feindlichen Schiff, vermutlich einem Schlachtkreuzer. Dann gab es einen lauten Knall und die Kawachi erbete. Es war anders als beim Abfeuern der riesigen Geschütze des Schiffes und prompt kam ein Matrose angerannt und meldete einen Treffer im Maschinenraum der Kawachi, der allerdings folgenlos geblieben war.
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+ + +
Dann näherte sich die Japanische 16. Zerstörer-Flottille den beiden Schlachtkreuzern und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi hoffte nun endlich den Feind zur Strecke bringen zu können. Allerdings war auch zu bemerken, dass die Zerstörer sichtlich Probleme hatten in eine günstige Schussposition zu gelangen.
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Vom Zerstörer Nasu ging eine Schadensmeldung ein. Erfreut teilte der Kommandant der Nasu mit, das Funkgerät repariert und die Flutung gestoppt zu haben. Die Nasu sei stabil habe allerdings erhebliche Schlagseite.
Weniger erfreulich war die Tatsache, dass die Artillerietreffer nur sporadisch waren und die Zerstörer kaum aufholen konnten. In diesem Moment entschied Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi die Verfolgung aufzugeben, auch wenn er dazu noch keinen Befehl gab. Er spürte das die Zerstörer keinen Erfolg haben würden und dem Feind nachzusetzen konnte seine Schlachtschiffe ins Verderben führen. Wohin auch immer die beiden russischen Schlachtkreuzer steuerten, da würde es mehr von ihrer Sorte geben und das Trefferbild war jetzt schon nicht brauchbar. Gegen noch mehr feindliche Schiffe in der aufkommenden Dämmerung würde es nicht besser werden.
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Östlich seiner Schlachtgruppe versuchte ein feindlicher leichter Kreuzer den Durchbruch zu den japanischen Flugzeugträgern und hatte zumindest Erfolg darin dem japanischen Kreuzer Suma erhebliche Schäden beizufügen. Das war das endgültige Signal um von den Schlachtkreuzern abzulassen und diesem wild gewordenem Kreuzer nachzustellen.
Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi ließ den Kurs ändern und alle Anwesenden konnten die Ernüchterung über diesen so verheißungsvoll gestarteten Tag in seinem Gesicht ablesen.
Das besserte sich erst recht nicht, als die Meldung einging, dass der Zerstörer Shii schwer getroffen worden war und mit einem Totalverlust zu rechnen zu sei.
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Die restlichen Zerstörer gaben alles um den Feind doch noch zu stellen, aber aus der Verfolgung heraus war ein erfolgreicher Torpedoangriff schon immer schwierig gewesen. Mittlerweile aber waren die Schlachtkreuzer kaum nennenswert langsamer als die Zerstörer, was das ganze zur Unmöglichkeit werden ließ.
Bei der erst besten Gelegenheit feuerte Zerstörer Suzunami mehrere Torpedos ab. Es gab zumindest die Hoffnung den Gegner damit zu einem Kurswechsel zu zwingen und das würde vielleicht einen besseren Anlauf ermöglichen.
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Kaum einen Augenblick später wurde die Suzunami zusammengeschossen und scherte aus dem Verband aus!
Immerhin ergab sich jetzt für die weiteren Zerstörer die Möglichkeit zum Schuss. Die russischen Schlachtkreuzer konzentrierten sich weiter auf die Suzunami und hatten Erfolg. Es dauerte keine fünf Minuten und der Zerstörer brach auseinander und begann zu sinken.
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Nach der Meldung über das Sinken der Suzunami befahl Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi das Gefecht abzubrechen. Die Dämmerung begann sich über die Bucht zu legen und die Zerstörer würden keine Chance haben nahe genug für eine sichere Torpedierung an den Gegner heranzukommen . Weitere Zerstörer wollte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi nicht opfern. Der Krieg stand erst am Anfang und wie sehr der Feind getroffen worden war, lag völlig im Dunklen.
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Zerstörer Akizuki kümmerte sich um die Bergung der Überlebenden der Suzunami, die restliche Schiffe hatten Befehl erhalten wieder eine geordnete Formation einzunehmen. Selbst versuchte Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi wenigstens noch diesen leichten Kreuzer zu versenken.
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Die Reste der Japanischen 16. Zerstörer-Flottille gerieten beim Ablaufen noch mit einem zweiten leichten Kreuzer ins Gefecht, aber zumindest waren eigene leichte Kreuzer zur Unterstützung in unmittelbarer Nähe. Den ersten leichten Kreuzer hielt Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi mit seinen Schlachtschiffen in Schach und der Kawachi gelangen schwere Treffer mit der Haupt- und Nebenartillerie, die der Gegner sicherlich nicht lange aushalten konnte.
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Dann aber forderte die Dunkelheit ihren Tribut und die feindlichen Schiffe gerieten außer Sichtweite. Die eigenen leichten Kreuzer versuchten erneut ins Gefecht zu gelangen, aber der Gegner vermied es sich weiterem Beschuss auszusetzen. Erst als die Tsushima und Otowa den Feind abrupt aufkommen ließen gelangen weitere Treffer.
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Es entspann sich ein kurzer aber heftiger Schlagabtausch, bei dem die japanischen leichten Kreuzer die Oberhand behielten und letztlich den Feind auch erfolgreich torpedieren konnten. Nach insgesamt drei Torpedotreffern auf dem leichten Kreuzer der Nadezhda-Klasse überließ man den Feind seinem Schicksal und drehte ab.
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Gegen Achtzehnuhrvierzig Ortszeit hatten sich die Kaiserlich Japanischen Streitkräfte endgültig vom Feind gelöst und Kaigun-chūjō Takahashi Sankichi zog ein erstes Fazit. Er war sehr unzufrieden, weil er kaum etwas zu den gegnerischen Verlusten sagen konnte. Wie sollte er nur vor seine Vorgesetzten treten? Wie sollte er nur vor den Tennō treten?
Was konnte er sagen?
„Wir haben gekämpft, wir haben alles aufgeboten, aber was wir getroffen und womöglich versenkt haben wissen wir nicht?“
Die Erlösung kam Stunden später als kurz hintereinander Funkmeldungen der beiden U-Boote eingegangen waren. Nicht nur konnten die beiden U-Boot-Kommandanten exakte Meldung geben welche Schlachtschiffe direkt an ihrem Ankerplatz getroffen und versenkt worden waren, nein die beiden U-Boote hatten auch die gesamte Bucht abgefahren und die Positionen der noch schwimmfähigen Schiffe ausgekundschaftet und Angaben zum erkennbaren Zustand gemacht.
Der Tag mag kein vernichtender Sieg gewesen sein, ein großer Erfolg war er aber allemal!
Die Torpedobomber hatten ihre Wirksamkeit bewiesen und nur der geringen Anzahl war es geschuldet, dass es nicht noch deutlich mehr gegnerische Schiffe getroffen hatte!
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#191 RTW2-JAP#
"Nur" 36 Flugzeuge verloren, die aber schlagen gleich mit 3100 Minus-Punkten zu Buche? Klingt ziemlich viel, wie soll das erst aussehen, wenn man nicht nur einen Träger, sondern auch dessen Inhalt verliert?
TheBlackSwan
23.09.23, 21:28
"Nur" 36 Flugzeuge verloren, die aber schlagen gleich mit 3100 Minus-Punkten zu Buche? Klingt ziemlich viel, wie soll das erst aussehen, wenn man nicht nur einen Träger, sondern auch dessen Inhalt verliert?
Wir vermuten, dass VP etwa den finanziellen Verlust repräsentieren sollen. Flugzeuge sind halt sehr teuer.
Bei einem modernen Träger kosten die Carrier Air Group nur minimal weniger als das Schiff. Und bei den Op-Kosten vermuten wir mal Gleichstand, wenn viel geflogen wird.
Ein Vorteil von Schlachtschiffen bis zum Schluss war, dass sie pro Tonne Displacement die günstigsten Schiffe waren und die Op-Kosten bis zum Schluss überschaubar waren.
https://abload.de/img/2023-09-2414_43_12-gefkfev.png (https://abload.de/image.php?img=2023-09-2414_43_12-gefkfev.png)
14. Januar 1935
EILMELDUNG
Die Gerüchte über einen schweren Luftangriff der kaiserlich-japanischen Marineflieger auf den Stützpunkt Wladiwostok der kaiserlich-russischen Fernost-Flotte wurden von japanischer wie auch russischer Seite bestätigt. Urs Bärtschli, unser Korrespondent in Peking berichtet, dass die kriegführenden Seiten nahezu übereinstimmende Verlust- bzw. Erfolgsmeldungen veröffentlichten. Von deren Richtigkeit kann daher ausgegangen werden.
Danach hat die japanische Marine einen schweren Schlag gegen das russische Fernost-Geschwader ausgeführt. Dieses wurde zwar nicht gänzlich vernichtete, aber unzweifelhaft wurden ihm schwere Verluste zufügte. Nach Auswertung der russischen und japanischen Meldungen scheint es höchstwahrscheinlich, dass es Japan durch einen überraschenden Schlag aus der Luft gelungen ist, die ankernde russische Flotte schwer getroffen zu haben. Die noch Dampf aufnehmenden unbeweglichen Schiffe dürften leichte Ziele für die japanischen Flieger gewesen zu sein. Insgesamt sollen 7 Schlachtschiffe oder Schlachtschiffe und 6 Kreuzer versenkt worden sein. Weitere dürften teilweise beschädigt sein. Diesen Erfolg hat Japan wohl mit dem Verlust eines leichten Kreuzers und 30 – 40 Flugzeugen erkauft.
Die Einschätzung unserer Zeitung wie auch namhafter Seekriegsexperten hat sich bewahrheitet. Die Zeit des Schlachtschiffes scheint abgelaufen und die Ära des Flugzeugträgers begonnen zu haben. Die Frage, die offen bleibt, ist, ob Japan solche Verluste an Flugzeugen und Piloten verkraften kann oder die Schlagkraft der japanischen Flugzeugträger sich durch solche Einsätze und Verlust deutlich verschleißt. Kann Japan langfristig diese Verluste an fliegerischem Material und Personal kompensieren, ist zu vermuten, dass die russische Marine unter dem Schirm der japanischen Träger zu keinen Schlägen mehr fähig sein wird.
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