Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt - Ein Victory and Glory Napoleon AAR
Kardinalinfant
11.05.20, 10:48
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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„Berthier (https://de.wikipedia.org/wiki/Louis-Alexandre_Berthier)! … Berthier, sacre bleu wo steckt der Kerl! Berthieeeeeeeer!!!“ Napoleon Bonaparte (https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte), seit dem 02. Dezember des Jahres 1804 als Napoelon I. selbst ernannter und - gekrönter Kaiser der Franzosen lief rot an. Er duldete keine Schlamperei und schon gar nicht duldete er es, auf jemand anderen warten zu müssen. „Hier bin ich Sire“, schnaufte Maréchal Berthier, Chef des Generalstabes Napoleons I. heran. „Wie kann ich…“ „Berthier!“ unterbrach der Kaiser seinen Untergebenen, „können Sie mir das hier erklären?!“ Er deutete dabei auf eine große farbige Karte des europäischen Kontinents, die auf seinem Schreibtisch ausgebreitet lag.
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„Nun Sire, das ist eine Landkarte Europas…“ „Das weiß ich du Kretin!“ schrie Ihn der Kaiser nieder. „Ich meine das hier!“ und er schlug dabei auf eine Ansammlung farbiger Holzklötze im Bereich des Kurfürstentums Bayern.
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„Das…äh…symbolisiert die kurfürstlich bayerische Armee Sire, unsere Verbündeten.“ „Aha!“ replizierte der Kaiser in einem Tonfall, der baldiges höchstes Ungemach für den armen Berthier ankündigte „und das hier?“ Und deutete dabei auf einen anderen Stapel.
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„Und das?!“
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„Und das?!!“
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Ohne jeweils eine Antwort seines Generalstabschefs abzuwarten. „Und was sind diese Riesenhaufen hier?“ rief der Kaiser – mittlerweile purpurrot im Gesicht – und deutete auf zwei wesentlich größeren Stapel farbiger Holzklötze auf dem Gebiet der österreichischen Erblande.
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„Das, Sire, ist die österreichische Armee,“ verkündete Berthier sichtlich stolz. „Unserem Spion Charles Louis Schulmeister (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ludwig_Schulmeister) ist gelungen, einen relativ genauen Überblick über die Stärke und Positionierung…“ "Sie idiot complet... (Wir meinen Vollidiot auf Französisch, Anm. d. Verf. [spätestens hier sollte dem geneigten Leser aufgefallen sein, dass Wir kein Französisch beherrschen. Dank Unserer humanistischen Schulbildung haben Wir nach Latein und Englisch einst das ebenso für Unseren späteren Berufsweg essentielle, wie im täglichen Leben brauchbare Altgriechische erlernt und danach schnellstmöglich wieder vergessen. Wer braucht schon als 20 Kilometer vom Elsass entfernt aufwachsender Jugendlicher die Sprache des Erbfeindes? :facepalm: Die Folge ist, dass Wir im alljährlichen Frankreich-Urlaub bereits bei der Bestellung eines Croissants stammeln wie eben ein solcher idiot complet und diesen AAR nur in geringem Umfang mit Einsprengseln aus dem französischen Original bereichern können. Im Zweifelsfall – sollten Wir doch mal noch Französisches hier einstreuen - wird dem geneigten Leser eine Zwischenübersetzung ins francais a la cuisine (Küchenfranzösische) helfen, das ist nämlich das Niveau, das Wir mit einem online Wörterbuch erreichen können. Aber genug von Unseren Bildungslücken und zurück zum Eigentlichen, warum Wir diesen thread eröffnet haben:] …(Unser Exkurs hat Uns die weiteren Beschimpfungen des armen Berthier und einen Wurf mit dem kaiserlichen Tintenfass erspart). „Berthier, Sie wissen schon, dass Österreich drauf und dran ist, gemeinsam mit den Briten und den Russen die Waffen wieder gegen uns zu erheben?“ Fuhr der Kaiser schon wieder deutlich sachlicher fort. „Und Sie wissen auch, was die Österreicher mit den paar Bayern anstellen werden und mit Bernadottes zerlumptem Haufen hier und all den anderen Korps, die Sie über halb Europa verstreut haben?! Und was in aller Welt hat Sie geritten, Order zu geben, unsere wenigen Schiffe ins Mittelmeer segeln zu lassen, wo durch überlegene Englischen Flotten abgeschnitten sind und zudem keinerlei strategischen Wert haben?!“
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„Getrennt marschieren und Getrennt geschlagen werden, soll das unser Motto für diesen Krieg werden, Berthier?!“ "Nein Sire, ich dachte nur…" "Cartonrlapappe, Berthier! Denken sollte wohl besser wieder ich selbst, Merde! Alors, lassen Sie meine Kalesche vorbereiten und geben Sie dem Generalstab und dem großen Hauptquartier bekannt: Wir reisen nach Boulogne, sammeln dort meine Grande Armee ein und schlagen die Österreicher, so wie die letzten Male, vite, vite!“ „Oui, mon empereur!“
Nach dieser mehr oder weniger stimmungsvollen Einführung wenden Wir Uns dem Spielgeschehen selber zu. Wir spielen wie angekündigt eine Partie Victory and Glory Napoleon. Und zwar das Szenario „1805 – Dash [sind Wir der einzige, der bei dem Wort an ein Waschmittel denkt?] to the Danube“ und zwar auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad „Emperor“. Das klingt majestätisch schwer, ist es aber eigentlich nicht. Zwar wäre die 1813er Kampagne spannender geworden, viele der schönen Ereigniskarten, die Wir den Regenten zeigen wollen, hätten Wir dabei aber gar nicht mehr verwenden können, daher das deutlich einfachere 1805er Szenario.
Wir machen es diesmal einmal, wie Wir es in Unserer Ausbildung als Jurist gelernt haben und erklären den grundsätzlichen Ablauf dieses Spieles für diejenigen, die es nicht kennen, „vor die Klammer gezogen“ also vorweg. Das wird den späteren Bericht deutlich entschlacken, da Wir Uns dann die meisten Erklärungen sparen und Uns auf das Spielgeschehen selbst konzentrieren können. Wenn die werten Regenten Nachfragen zu den allgemeinen Regeln oder Unserem Vorgehen haben, dürfen sie diese jederzeit gerne stellen, dann können Wir auf möglicherweise vergessenen Details eingehen.
Ziel des Spieles, das wie sein von Uns hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30395) angespielter aktueller Nachfolger Victory and Glory American Civil War im Prinzip ein Brettspiel ist, ist es, die Koalitionskriege zu gewinnen. Wir spielen die Franzosen (nur die sind leider spielbar),
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die KI spielt Unseren Hauptgegner, die Briten
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sowie die weiteren sich ihnen immer mal wieder anschließenden Mächte dieser Zeit, als da wären:
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Österreich (zu Beginn mit Uns im Krieg)
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Preußen (zu Beginn neutral)
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Russland (zu Beginn mit Uns im Krieg)
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Spanien (zu Beginn Uns freundlich neutral gesonnen)
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Und in einer Sonderrolle das osmanische Reich.
Sonderrolle deswegen, weil das osmanische Reich als einzige größere Macht niemals von sich aus den Koalitionären beitritt, sondern nur dann gegen Uns kämpft, wenn Wir ihm den Krieg erklären. Wir können es – anders als die vorgenannten Mächte - aber mittels einer Ereigniskarte unter Umständen auf Unserer Seite in den Krieg ziehen.
Andere Gebiete (die deutschen Länder z.B. oder die skandinavischen, Italien sowieso) sind letztlich nur Spielball der beiderseitigen Interessen und agieren nicht aktiv. Sie können besetzt werden und u.U. Truppen für Uns stellen. Letztlich liefern sie aber nur – wenn sie von Uns oder den Briten besetzt sind – Siegpunkte, über die Wir am Ende die Partie gewinnen wollen. Man bekommt Siegpunkte außerdem für gewonnene Schlachten, das Ausspielen bestimmter Ereigniskarten und mehr, Wir kommen im Laufe der Partie wohl noch darauf zu sprechen. Wir sind offen gesprochen nicht ganz sicher, wie lange die Partei geht, entweder bis 1815 oder bis 1820, Wir gehen aber von 1815 aus. Bis dahin müssen Wir genug Punkte zum Sieg gesammelt haben…
Ooooooder aber Wir besiegen die Koalitionäre vorzeitig, indem Wir Großbritannien aus dem Spiel nehmen. Das geht nur mittels einer Landung und die ist sehr schwer zu bewerkstelligen.
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Großbritanniens Flotten sind zahlenmäßig bereits zu Beginn deutlich überlegen, was im Laufe der Partie eher noch schlimmer wird und Uns auch in anderer Hinsicht über (Wir kommen bald darauf zu sprechen wieso). Ohne die entsprechenden nur zufällig erhältlichen Ereigniskarten, die die Verhältnisse zur See etwas ausgleichen könnten und etwas Glück wird es demnach keine Landung geben. Wir gehen also zunächst davon aus, auf dem Kontinent zu bleiben und die Gegner zu Lande zu zermürben.
Apropos Gegner zermürben. Wir werden in wechselnder Besetzung gegen die Koalitionäre kämpfen müssen. Keine Nation wird durch einen verlorenen Krieg endgültig aus der Partie genommen (auch wenn Wir da gewisse Möglichkeiten über Ereigniskarten haben). Stattdessen werden sie sich immer wieder gegen Uns erheben. Großbritannien stellt sich das in seinen feuchten Träumen so vor…
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…,während Wir Unsere Gegner nach Möglichkeit nicht gleichzeitig, sondern nacheinander bekämpfen wollen, in etwa so:
https://www.youtube.com/watch?v=STuGU6hH2VY
Eine Nation wird dann (für eine Weile s.o.) besiegt, wenn man ihre Hauptprovinz besetzt und besetzt hält. Dann wird nach einer zufälligen Anzahl an Runden (ca. 3 – 5) die Kapitulation getriggert. Entsprechend können Wir verlieren, wenn der Gegner Paris besetzt und besetzt hält. Im Prinzip werden Wir also jeden Krieg dergestalt führen, dass Wir zur Hauptprovinz der jeweiligen Nation ziehen, diese (ggf. durch gewonnene Schlachten) besetzen, dort ausharren und dann nach Kapitulation zur Hauptprovinz des nächsten Gegners weiter ziehen usw. Wir bekommen als Preis des Sieges über eine Nation zwei Ereigniskarten, aber keine Gebiete.
Apropos Ereigniskarten: Sie sind (neben den Schlachten) das Salz in der Suppe dieses Spieles. Es gibt eine reiche Auswahl davon und die Wichtigsten werden Wir den Lesern im Laufe des AAR vorstellen, so Wir sie denn zufällig zugeteilt bekommen. Denn nicht in jeder Partie wird man jede Karte bekommen. Neben gewonnenen Kriegen erhält man diese Karten auch nach gewonnenen Schlachten (jeweils 1) und alle zwei Züge zum Rundenende (auch jeweils 1). Auch Unser Gegner erhält Ereigniskarten (im Emperor-Modus sogar mehr als Wir), die Uns das Leben ab und an schwermachen können.
Ein Spieljahr ist unterteilt in sechs Züge, jeweils zwei Monate umfassend. In jedem Zug bekommt man eine zufällige Zahl an Aktionen zugeteilt, 3 – 6. Je Aktion darf man eine Armee oder eine Flotte bewegen, man wird also möglicherweise nicht in jedem Zug in der Lage sein, alle Einheiten zu bewegen, das sollte man bei seinen Planungen vorab in Rechnung stellen. Armeen lassen sich im Übrigen nur bewegen, wenn sie einen General bei sich haben. Fehlt der, bleibt die Armee stehen, so wie Unsere armen Bayern, die oben zu sehen sind.
Wenn man Armeen bewegt, geht das in aller Regel nur um 1 Feld bzw. Gebiet je Zug also bspw. aus der Picardy nach Belgien. Über Ereigniskarten im Einzelfall auch mal zwei oder gar drei Gebiete weit, allerdings sind solche Karten selten, mehr als 4 oder 5 solcher besonders weiten Armeebewegungen werden Wir in der Partie nicht bekommen. Das heißt auch, dass Napoleon, der aufgrund seines Kommandowertes von 12 der überragende Feldherr dieses Spieles ist und mit dessen Armee man daher die notwendigen Schlachten am liebsten schlägt, nicht zeitgleich überall sein kann, sondern ca. 1 Jahr braucht, um an einem deutlich anderen Schauplatz als zuletzt tätig zu werden. Verlegungen in Eisenbahngeschwindigkeit gab es nun mal in den napoleonischen Kriegen nicht. In den Wintermonaten Januar/Februar eines jeden Jahres darf man seine Einheiten zwar bewegen, sie sind dabei allerdings einem erheblichen Risiko an Attrition ausgesetzt. Nur in den klimatisch milderen an das Mittelmeer angrenzenden Gebieten gilt das nicht.
Bewegt man eine Armee (oder Flotte) in ein Gebiet, in dem bereits gegnerische Einheiten stehen, kommt es zur Schlacht, wobei der Gegner versuchen kann, sich zurückzuziehen, was zufallsabhängig mal gelingt und mal nicht. Schlachten laufen im Wesentlichen so ab, wie Wir es hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30395&p=1175638#post1175638) und hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30395&p=1175646#post1175646) für Victory and Glory American Civil War dargestellt haben. Die Unterschiede sind marginal.
Zu beachten ist noch, dass Einheiten zu Stacks von maximal 20 Einheiten zusammengefasst werden können (später im Spiel können die Koalitionäre bis zu 30 Einheiten zusammenfassen, Wir über eine bestimmte Ereigniskarte bis zu 25). Da Versorgung von Armeen und Kriegswirtschaft etwas für Etappenhengste und Krämer ist, wird der Kaiser der Franzosen damit nicht behelligt, beides spielt keine Rolle in diesem Spiel. Das Rekrutieren neuer Einheiten erfolgt – unbeeinflusst vom bisherigen Spielverlauf – über einen zufällig immer neu bestückten Force-Pool, aus dem Wir einmal im Jahr ca. 3 – 5 neue Einheiten ausheben können:
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Und zudem auch über Ereigniskarten. Neue Generäle bekommt man dagegen nur über Ereigniskarten.
Sollte Napoleon in einer Schlacht fallen, was mit einer geringen Wahrscheinlichkeit in jeder Schlacht passieren könnte, endet die Partie augenblicklich mit einer Niederlage. Wir haben allerdings die Möglichkeit, das zu verhindern, indem Wir in Schlachten stets eine Gardeeinheit (Eine Infanterieeinheit der Stufe 4) in der Reserve beim Kaiser belassen und nicht in der Schlacht einsetzen. Um ein vorzeitiges Partieende zu vermeiden, machen Wir davon natürlich Gebrauch, zu Unserem Vorteil wie dem der betreffenden Gardeeinheit (Kein Wunder, dass Teile der alten Garde gerne als „die Unsterblichen“ bezeichnet wurden).
Da Wir ja oben angedeutet haben, dass die meisten Großmächte auch nach noch so vielen Niederlagen immer wieder die Waffen gegen Uns erheben werden, wollen Wir auch diesbezüglich noch kurz darstellen, wie das funktioniert, nämlich über das Diplomatiesystem:
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Besiegte Großmächte sind zunächst im Status „freundlich Neutral“ Uns gegenüber. Sie bleiben darin für einen bestimmten Zeitraum (Wir meinen für 1 Jahr), innerhalb dessen Wir Unsere Einheiten frei in den Grenzen dieses Staates bewegen dürfen, über eine eigene Armee verfügt der Staat solange nicht. Sobald das Jahr abgelaufen ist, wird das Land automatisch in den Status „Neutral“ versetzt. Niemand darf das Staatsgebiet jetzt noch betreten, der Staat erhält wieder eigene Truppen und kann weitere ausheben. Befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch Einheiten von Uns im Staatsgebiet werden sie automatisch über die Grenze hinauskomplementiert. Großbritannien kann über eine Ereigniskarte (die die Briten nach dem Ausspielen sofort zurückbekommen, aber je Runde nur einmal ausspielen können) versuchen, eine Großmacht zum Kriegseintritt gegen Uns zu bewegen:
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Voraussetzung ist, dass der Staat Uns gegenüber ein Diplomatierating von maximal 2 hat. Dieses Rating können sowohl die Briten (negativ) als auch Wir (positiv) über Diplomatiepunkte beeinflussen. Pro Staat darf man jede Runde zwei davon einsetzen. Nachdem die Briten automatisch jede Menge dieser Punkte erhalten, Wir aber nur dadurch, dass Wir einen Krieg gegen eine Großmacht gewinnen wenige Punkte erhalten, können Wir allenfalls in Ausnahmefällen kurzzeitig diplomatisch gegenhalten. Über kurz oder lang werden die Briten auf diesem Weg also jede Macht wieder gegen Uns in den Krieg bekommen. Einige Ereigniskarten bringen noch einige zusätzliche Möglichkeiten ins Spiel, Wir kommen darauf zurück, falls Wir eine solche erhalten. Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass es auch ein Diplomatierating für Deutschland und Italien (die deutschen und italienischen Kleinstaaten als Gesamtheit) gibt, obwohl diese keine Großmächte sind. Damit hat es folgende Bewandtnis: Wir können über Ereigniskarten in beiden Gebieten Truppen rekrutieren, benötigen dafür aber ein Rating in diesen Gebieten von mindestens 2. Liegt es darunter, können Wir dort nicht rekrutieren. In Deutschland können bei einem niedrigen Rating (Wir meinen erst ab 0, sind aber nicht sicher) unter gewissen Umständen, die Uns aber nicht einzeln bekannt sind, wohl auch Aufstände ausbrechen, was natürlich unangenehm wäre.
So, nachdem damit hoffentlich das Wichtigste vorab geklärt ist, können Wir im nächsten Post (am fortgeschrittenen Nachmittag oder morgen) anfangen, das Schicksal der Franzosen und ihres Kaisers zu bestimmen. Gegenwärtig ist Napoleon auf oder kurz vor dem Höhepunkt seiner historischen Machtfülle:
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Hoffen Wir, dass Uns der zweite Teil dieses Bildes in dieser Partie erspart bleibt…
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Ein sehr schöner und vielversprechender Einstieg, werter Kardinalinfant! Geht das Szenario eigentlich bis 1815?
Kardinalinfant
11.05.20, 12:27
Ein sehr schöner und vielversprechender Einstieg, werter Kardinalinfant! Geht das Szenario eigentlich bis 1815?
Wer lesen kann, werter Mortimer, ist klar im Vorteil :D:
Wir sind offen gesprochen nicht ganz sicher, wie lange die Partei geht, entweder bis 1815 oder bis 1820, Wir gehen aber von 1815 aus. Bis dahin müssen Wir genug Punkte zum Sieg gesammelt haben…
Wer lesen kann, werter Mortimer, ist klar im Vorteil :D:
Da habt Ihr mich wieder erwischt. Ich kann mich einfach nicht auf das Wesentliche konzentrieren, wenn ich nebenbei auch noch im Home Office arbeiten soll :D
Da habt Ihr mich wieder erwischt. Ich kann mich einfach nicht auf das Wesentliche konzentrieren, wenn ich nebenbei auch noch im Home Office arbeiten soll :D
Und Wir dachten die ganze Zeit, SI sei das Home Office :o
LochLomond
11.05.20, 14:10
Wir freuen uns hier mitzulesen.
Kardinalinfant
11.05.20, 14:34
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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Die ersten ordres Napoleons sausten durch das Land, wo immer möglich wurde der optische Telegraph (https://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Telegrafie#Chappe-System) zur schnelleren Übermittlung genutzt. Ein frischer Geist wehte mit der österreichischen Kriegserklärung durch das Land. Endlich wieder ein Gegner, den man zu Land stellen und schlagen konnte und würde. Die Briten, die sich hinter ihrer "hölzernen Mauer" auf dem Ärmelkanal versteckten und nicht zu fassen waren, waren ein undankbarer Gegner, der Krieg gegen sie zermürbend und ohne größere Erfolgsmeldungen. Nun aber wagten die Österreicher die Waffen wieder zu erheben, die ihnen zuvor schon 1797 (https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Koalitionskrieg) und 1801 (https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Koalitionskrieg) aus der Hand geschlagen worden waren. Das spornte die Franzosen geradezu an, stand ihren Armeen doch Napoleon selbst vor und dieser war in offener Feldschlacht noch immer unbesiegt. Mars und Jupiter in einem Menschen vereint. Lange Marschkolonnen zogen sich durch das frühsommerliche Frankreich, bzw. das, was der Kaiser aus eigener Kraft mittlerweile zum französischen empire weit über die natürlichen Grenzen Frankreichs hinaus geformt hatte:
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Der Kaiser tat sein möglichstes, um die fehlerhafte Dislokation seiner Korps noch rechtzeitig zu ändern, bevor die Österreicher aktiv würden. Sein Ziel war es, die verstreuten Truppen der grande Armee möglichst zusammenzuziehen und aus dem unmittelbaren Schlagbereich größerer österreichischer Truppenansammlungen heraus zu bewegen. Mittelfristig sollten auch unmittelbar an der preußischen Grenze keine kleinen und alleine nicht handlungsfähigen Einheiten mehr stehen, war doch unter Umständen auch mit einem baldigen Kriegseintritt der Preußen zu rechnen, die englische Diplomatie ruhte nie, wenn es galt Frankreich zu schaden. Der Kaiser selbst stellte sich an die Spitze des schlagkräftigsten Verbandes L’Armée des côtes de l’Océan, die zuvor zwei Jahre lang in Boulogne auf eine Landung in England gewartet hatte und marschierte in Eilmärschen
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[Wir versuchen, jedes mal beim Spielen einer Ereigniskarte diese im bunten Reigen Unserer Karten dadurch zu markieren, dass Wir den Mauszeiger im Screenshot auf der zu spielenden karte platziert haben. Die werten Regenten sind nichtsdestotrotz eingeladen, auch jenseits der hier ausgespielten "Forced March" Karte den Blick über das schweifen zu lassen, was Wir derzeit sonst noch so an Ereigniskarten im Repertoire haben :)).
an die bayerische Grenze, um den Verbündeten zu Hilfe zu eilen.
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Doch auch der Feind blieb währenddessen nicht untätig...:
"Wer sagt es ihm? wie wäre es mit dir Ney (https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Ney)?" "Bist du verrückt, Berthier?! mach du es doch, du bist sein Stabschef!" "Legt die Depesche doch einfach auf den Schreibtisch, der ist so hoch, über die Tischkante Kann er nicht schauen.* Irgendwer findet sie später und ihr seid aus dem tailleur." Warf eine spöttische Stimme ein. Die Offiziere fuhren erschrocken herum. "Ah, du bist es Lannes (https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Lannes)" beruhigte sich Berthier am schnellsten. "Genau der richtige Mann dafür, bring du es ihm."...
* Die Legende mit der Körpergröße wollten Wir hier mal zu Beginn schnell abarbeiten. Der "kleine Korse" war mit 1,68 m (https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte#Körpergröße) für seine Zeit keineswegs besonders klein, alles nur üble Feindpropaganda.
"Ah, Jean, was ist los?" Sagte der Kaiser. "Du solltest hiervon wissen" setzte Lannes an, der den Kaiser als einziger duzen durfte und überreichte ihm die Depesche. "Aha, Nachrichten aus Marseilles, sind sie endlich gelandet?" "Ja, aber woher weißt du...?" "Man gelangt nicht in meine Position und bleibt darin, wenn man nicht immer ein wenig mehr weiß und einen Schritt weiter denkt als alle anderen," lächelte der Kaiser, "schauen Wir Uns das mal näher an..."
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[Spieltechnische Anmerkung: Die Engländer sind in ihrem Zug Marseille gelandet. Für sich genommen ist das nicht weiter schlimm. Da Wir allerdings Unsere Flotte dort in Sicherheit gebracht hatten, eine Flotte aber niemals in derselben Provinz stationiert sein kann, wie ein gegnerisches Landheer, musste Unsere Flotte auf See ausweichen, wo sie natürlich von den Engländern angegriffen wurde. Diese Eröffnung ist im 1805er Szenario (fast) unvermeidbar. Wir nutzen die Gelegenheit und führen die werten Regenten kurz in die Seeschlachten in diesem Spiel ein]:
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Die Startaufstellung der Schlacht. Neben der Tatsache, dass in Unseren Reihen auch spanische Schiffe zu finden sind (was den historisch interessierten Betrachter kaum wundern (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Kap_Finisterre_(1805)) dürfte ), fallen zwei Gesichtspunkte bereits auf den ersten Blick auf: Zum einen sind unsere Schiffe mit einem Kampfwert von 3 (die Spanier sogar nur 2) durch die Bank schlechter als die britischen mit 4. Das wird auch das ganze Spiel hinweg so bleiben. Die Werte von Schiffen ändern sich im Gegensatz zu Landeinheiten nie und bei neu auszuhebenden Schiffen beider Seiten sind diese Werte jeweils vorgegeben. Zum Zweiten befinden sich in der Schlachtreihe der Briten 7 Schiffe, in Unserer nur 6. Das bildet die taktische Überlegenheit der Briten zur See ab. Selbst wenn der Gegner - wie hier - an absoluten Zahlen leicht unterlegen ist, verschafft ihm das einen immensen Vorteil, denn er kann mehr Rohre an den Feind bringen als Wir. Überdies dürfen die britischen Schiffe zumeist (es ist zufallsabhängig, aber die Briten bekommen einen Bonus dabei) zuerst feuern. Da Verluste in der Schlachtreihe erst nach einer vollständigen Kampfrunde aus der Reserve aufgefüllt werden dürfen (und auch müssen!), kann bei Uns also nur noch feuern was nach den britischen Salven übrig ist. Das sind die Gründe, weshalb es bei gesamt gesehen erheblicher nummerischer Überlegenheit der Briten zur See nur sehr schwer möglich ist, eine Seeschlacht zu gewinnen und die für eine erfolgreiche Landung nötige Seeherrschaft im Kanal auch nur kurzfristig für Frankreich zu gewinnen. Wir kennen überhaupt nur einen Admiral, der bei technisch schlechteren Schiffen, numerischer Überlegenheit der Gegner und auch sonst ähnlich schlechten Ausgangsbedingungen eine Schlacht gewinnen konnte, aber der agierte ca. 60 Jahre später (https://de.wikipedia.org/wiki/Seeschlacht_von_Lissa) für die Gegenseite, es kann eben nicht jeder die Italiener zum Gegner haben ;). Betrachten Wir den weiteren Verlauf Unserer Seeschlacht:
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Zwischenergebnis nach Runde 1. Wir haben mit einem Glückstreffer (Spanisches Schiff gegen unbeschädigtes Britisches, das kommt gefühlt einmal in 20 Gefechten vor) mit Unserem letzten Schuss der Runde ein britisches Schiff versenkt. Die Briten dafür zwei spanische (das ist der Grund, warum Wir die gleich aufgestellt haben und die besseren französischen in der Reserve gehalten haben). Das französische Schiff in der Schlachtreihe ganz rechts ist schwer zusammengeschossen (erkennbar an dem "D"). Das bedeutet, es kämpft deutlich schlechter, als wäre es noch unbeschädigt und für den Fall, dass Wir Uns zurückziehen (was erst nach zwei Runden Seegefecht möglich ist), kann es in diesem Zustand nicht folgen und fällt den Briten als Beute in die Hände. Wir ziehen die beiden Schiffe aus Unserer Reserve in die Schlachtreihe und nach Runde zwei sieht es dann so aus:
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Wir konnten ein weiteres britisches Schiff versenken. Die Briten haben zwei Schiffe von Uns gekapert. Bei einem Treffer gibt es entweder die Möglichkeit der direkten Versenkung oder aber das Schiff sinkt eine Stufe in seinem Zustand ab. Zur näheren Erläuterung: Die meisten Schiffe auf diesem Bild sind im Normalzustand, das spanische Schiff ganz rechts in Unserer Schlachtreihe ist leicht beschädigt (erkennbar an den zerfetzten Segeln). Das heißt es kämpft etwas schlechter, kann aber ggf. noch fliehen. Die nächste Stufe der Beschädigung ist dann das "D" (s.o., keine Ahnung, ob das hier auch für disrupted steht, wie bei Landeinheiten) und wird das Schiff dann nochmals beschädigt, sinkt es zufallsabhängig oder wird gekapert. Zu Beginn der nächsten Runde sähe es so aus:
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Da Wir mit Unserer Restflotte keine Chance haben (und nie hatten) fliehen Wir vor Beginn der dritten Runde, was in Seegefechten ab diesem Zeitpunkt immer möglich ist. Fliehen in Seegefechten bedeutet, dass man alle Schiffe, die der Gegner schon gekapert hat oder die mit einem "D" gezeichnet sind (s.o.), dem Gegner ebenso überlassen muss, wie Schiffe, die man selbst im Verlauf der Schlacht evtl. schon gekapert hatte (in dieser Schlacht nicht der Fall). The winner takes it all, Wir gehen davon aus, dass ABBA ihr Lied auf die Seeschlachten bei Victory and Glory Napoleon bezogen hatten. Im Gesamtergebnis sieht das dann so aus:
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Übersetzung: Die Briten haben zwei Schiffe durch Versenkung verloren, Wir zwei französische durch Kaperung an den Feind (blau mit roten Kreisen), dazu zwei verbündete spanische Schiffe durch Versenkung (gelb). Es mag erstaunlich klingen, aber Wir sind mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. Die britischen Verluste hätten ebenso gut auch nur Kaperungen sein können, die Wir dann am Ende der Schlacht durch Rückzug wieder an die Briten verloren hätten (s.o.), so dass die Briten gar keine Verluste erlitten hätten, netto also mit Unseren gekaperten Schiffen mit einem Zuwachs von + 2 Schiffen aus der Schlacht herausgegangen wären. Ebenso hätten Wir auch mehr als die vier Schiffe verlieren können. Es ist übrigens egal, dass die Briten die französischen Schiffe gekapert haben und nicht die (etwas schlechteren (s.o.)) spanischen, so oder so werden die gekaperten Schiffe nach einer kurzen Reparaturdauer als britische Schiffe mit dem britischen Wert von 4 (s.o.) in Dienst gestellt werden. Sollten Wir irgendwann in dieser Partie eine Seeschlacht gewinnen und dabei britische Schiffe kapern, wird das umgekehrt ebenso sein, sie werden dann als französische mit einem Wert von 3 in Dienst gestellt werden, obwohl sie als britische den Wert 4 hatten. Der Wert symbolisiert also eher die Mannschaft und die Führung als die Qualität der Schiffe selber.
"Und der Rest der Flotte hat es nach Brest geschafft", lächelte der Kaiser zufrieden. "Das ist der Grund, warum Villeneuve (https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_de_Villeneuve) das Geschwader geführt hat und nicht Gravina (https://de.wikipedia.org/wiki/Federico_Carlos_Gravina). Gravina ist genial und entscheidungsfreudig im Kampf. Wenn Villeneuve diese Qualitäten gehabt hätte, hätte er die Schlacht ausgefochten und dennoch verloren. So aber hat er sich lieber zurückgezogen und Uns damit den größeren Dienst getan."
[die geschlagene Flotte mit einer Stärke von 4 (Zahl der Schiffe, aus denen die Flotte besteht) kann man übrigens auf der oben gesposteten Karte zum Rundenbeginn (die Karte, auf der die Engländer schon gelandet sind) bereits in Brest sehen, wohin sie sich (an anderen britischen Flotten vorbei!) als nächstem offenstehendem Hafen zurückgezogen hat. Eine weitere Flotte mit ebenfalls 4 Schiffen war seit Partiebeginn in Brest. Strategisch ist das wertvoller als 8 Schiffe, aus denen die Flotte ursprünglich bestanden hatte in Marseille, denn die hätten Wir mit der Atlantikflotte niemals vereint bekommen, so haben Wir den schlagkräftigsten Verband gemeinsam da, wo irgendwann auch weitere Schiffe zu Wasser gelassen werden könnten.
Dieser Ausflug in die maritime Welt dürfte der letzte für die kommenden ca. 5 Spieljahre (mindestens) gewesen sein, denn Wir beabsichtigen vorerst keine Abenteuer zur See, die Wir nicht bestehen können und die Briten werden keine Gelegenheit mehr bekommen, Unsere Flotten zu stellen, da Wir sie im Hafen lassen und auch das Notwendige zu tun gedenken, damit keine weitere Flotte durch ein Landungsunternehmen den Briten in die Arme getrieben werden kann.]
"Setz dich Jean, den Rest besprechen wir beim Mittagessen, Ich habe meine Köche Huhn Marengo (https://de.wikipedia.org/wiki/Huhn_Marengo) zubereiten lassen, in Erinnerung an alte Zeiten..."
http://s1.bild.me/bilder/221219/5401589Huhn_Marengo.png (http://www.bild.me)
Fortsetzung folgt (wahrscheinlich morgen oder übermorgen).
Informativ wie immer, werter Kardinalinfant. Ich habe es damals beim ersten Spielen schon als "gamey" empfunden, dass die Engländer immer wieder mal in Frankreich landen...
Diese Eröffnung ist im 1905er Szenario (fast) unvermeidbar.
Irgendwie auch eine alternative Zeitlinie?
Kardinalinfant
12.05.20, 11:51
Irgendwie auch eine alternative Zeitlinie?
Ist berichtigt, danke für den Hinweis. :)
Informativ wie immer, werter Kardinalinfant. Ich habe es damals beim ersten Spielen schon als "gamey" empfunden, dass die Engländer immer wieder mal in Frankreich landen...
Findet Ihr? Wir lieben es, wenn auch die KI mal "gamey" handelt. KI ist (auf gegenwärtigem Stand der Entwicklung) dem menschlichen Spieler immer deutlich unterlegen. Was Wir hassen ist, wenn die KI einen anderweitigen Vorteil bekommt, bspw. dass sie im Kampf "mogelt" (also bessere Zufallszahlen generiert). Das scheint bei Victory and Glory nicht so zu sein, daher sind Wir über solche "Tricks" der KI dankbar. Diese Landung in Marseille empfinden Wir aber nicht einmal als besonders gamey, die Briten sind ja nicht mit einer einzelnen Division (oder Brigade, k.A., welche Größe eine Einheit abbildet [Wenn das (https://de.wikipedia.org/wiki/Grande_Armée#Divisionen) hier stimmt, dürfte es sich um Divisionen handeln, dann kommt man bei einem 20er Stack auf ca. 120.000 Mann, das passt ungefähr]) gelandet, was auch gereicht hätte, um Unsere Flotte ins offene Meer zu treiben, sondern mit einer veritablen Armee. Jetzt kann man natürlich monieren, dass fraglich ist, ob man über eine derartige Entfernung (die Armee kam direkt von den britischen Inseln) eine Armee von ca. 60.000 Mann en bloc an Land setzen kann, aber gamey ist es nicht, denn die Briten riskieren damit einen Gutteil ihrer derzeitigen Landstreitkräfte. Sie versucht zwar in aller Regel ihre Landungsarmeen vor einer überlegenen Bedrohung zu lande zurückzuziehen, im zweifel auch wieder retour über das Meer, aber ob ihr das hier gelingen wird...? ;)
Um das vorweg zu nehmen, weil es gerade passt. Die KI scheint einen "Blocker" zu haben, was Landungen im französischen Kernland angeht, wozu Wir die Provence jetzt einfach einmal nicht zählen. Landungen in der Picardie, der Bretagne oder der Vendee haben Wir nach Unserer Erinnerung noch nicht erlebt. Wir können Uns da täuschen, aber dass der Gegner mal in der Bretagne gelandet wäre, Unsere Atlantikflotte vertrieben hat und dann gleich weiter nach Paris marschiert wäre, während Napoleon 1 Spieljahr entfernt in Ostpreußen agiert hat, ist Uns noch nicht untergekommen. Insofern ist das mit der Landung in Marseille auch nicht so wild. Landungen in Belgien oder Holland können dagegen durchaus vorkommen, ebenso wie in Neapel oder Skandinavien. Das ein oder andere dieser Gebiete werden Wir daher mit einer eigenen Armee gegen Landungen zuzustellen versuchen, an der westfranzösischen Küste jedoch nicht.
Kardinalinfant
12.05.20, 12:46
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
"Du wirst sehen, Jean, Masséna (https://de.wikipedia.org/wiki/André_Masséna) hat die Lage da unten im Griff. Man kann über ihn sagen, was man will, aber er ist ein guter General. Wäre er das nicht, hätte ich ihn nach diesen Vorgängen in Italien
http://s1.bild.me/bilder/221219/4365471Italien.png (http://www.bild.me)
gar nicht mehr an der Spitze einer Armee belassen." Die Zuversicht des Kaisers war begründet. Am 12 Juli des Jahres 1805 gelang es Maréchal Masséna, die britischen Truppen unter Moore (https://de.wikipedia.org/wiki/John_Moore_(General)) bei Marseille zu überraschen. Moore hatte Masséna in der Lombardei vermutet und konnte seine Truppen daher nur unzureichend vorbereitet zur Schlacht stellen:
http://s1.bild.me/bilder/221219/6865530Jul05a.png (http://www.bild.me)
Masséna hatte geplant, auf seinem linken Flügel den Feind zu forcieren, der durch seine zahlenmäßige Unterlegenheit über keinerlei Reserven verfügte. Während er das Zentrum nur schwach besetzte, um den Feind dort lediglich in Schach zu halten, wurde der rechte Flügel der Franzosen mit dem Großteil der Artillerie besetzt, um den Feind dort nieder zu halten.
http://s1.bild.me/bilder/221219/6343902Jul05b.png (http://www.bild.me)
Die gut positionierten französischen Geschütze hatten verheerende Wirkung auf die klar unterlegene britische Artillerie und konnten diese alsbald aus dem Feld schlagen. Am linken französischen Flügel zwang eine Division französischer Chevauleger
(https://de.wikipedia.org/wiki/Chevauleger), eine britische Division ins Karree (https://de.wikipedia.org/wiki/Karree_(Militär)).
http://s1.bild.me/bilder/221219/6979038Jul05c.png (http://www.bild.me)
[die britischen Einheit in der Mitte des (britischen) rechten Flügels. Erkennbar an der rechteckigen Umrandung der Erfahrungszahl 1. Kavallerieattacken auf Infanterieeinheiten lösen häufig, aber nicht immer Karree-Bildung bei der angegriffenen Einheit aus. Erfolgt dies, gerät die angreifende Kavallerieeinheit dadurch in aller Regel (wenn auch nicht immer) in Unordnung, so auch hier. Die Infanterieeinheit bleibt solange im Karree, bis ihr keine Kavallerieeinheiten mehr gegenüberstehen, ggf. über mehrere Runden hinweg. Im Karree ist die Einheit für Kavallerie deutlich schwerer erfolgreich anzugreifen, dafür bilden dessen dichtgedrängte Reihen ein hervorragendes Ziel für Infanterie und Artillerie. Deshalb bietet es sich an, zunächst Kavallerieattacken zu reiten, die gegnerische Infanterie ins Karree zu treiben und dann zu vernichten.]
Dann befahl Masséna die attaque generale auf den rechten britischen Flügel, der schon nach kurzer Zeit zusammenbrach.
http://s1.bild.me/bilder/221219/3498406Jul5d.png (http://www.bild.me)
Der durch Moore bereits eingeleitete Rückzug der Briten artete in eine wilde und ungeordnete Flucht aus
http://s1.bild.me/bilder/221219/3216656Jul5e.png (http://www.bild.me)
die die Briten eine weitere Infanteriedivision kostete.
http://s1.bild.me/bilder/221219/4080407Jul5f.png (http://www.bild.me)
http://s1.bild.me/bilder/221219/8376418Jul5g.png (http://www.bild.me)
Insgesamt war fast die Hälfte des britischen Landungsheeres als Ergebnis dieser Schlacht zerschlagen worden. Dem Rest der Briten blieb lediglich ein Rückzug in die Alpen, denn Massénas hatte sich zwischen die Briten und ihre Schiffe geschoben.
[wohin ein Rückzug einer geschlagenen Armee erfolgt, ist ziemlich zufällig/irrational. Bei der oben dargestellten Verfolgung der Briten gereichte Uns zum Nachteil, dass Massènas Armée d’Italie nur unzureichend mit Kavallerie ausgestattet war, denn nur solche kann sich bei Victory and Glory Napoleon an einer Verfolgung beteiligen. Entsprechend wenig Treffer konnten Wir erzielen. Die gegnerische Armee war im Übrigen in der idealen Größe, um sie anzugreifen. Es waren neun Einheiten. Wäre sie eine Einheit kleiner gewesen, hätte es eine sogenannte "kleine Schlacht" gegeben, die etwas anders ablaufen (Wir kommen demnächst darauf zurück). Ab neun Einheiten gibt es eine große Schlacht und da ist es für die Briten stark von Nachteil, dass sie keinen einzigen Flügel voll besetzen konnten und bei jedem Verlust daher gleich der Zusammenbruch eines Flügels droht, wie dann auch geschehen.].
Zufrieden betrachtete der Kaiser in seinem bayerischen Quartier, in dem er Mitte August angelangt war, die deutlichen Veränderungen auf der strategischen Karte, die zu Beginn des Jahres noch für so viel Ärger bei ihm gesorgt hatte:
http://s1.bild.me/bilder/221219/8353385Jul05fertiga.png (http://www.bild.me)
In wenigen Tagen würden die letzten Nachzügler der Grande Armee eintreffen und dann würde er die Grenze nach Österreich überschreiten. Pardon gedachte er den Österreichern nicht zu geben...
Admiral Hipper
12.05.20, 15:10
Sehr unterhaltsam, besonders mit dem armen Berthier. Isch liebe fransösische AARs...:D
Kardinalinfant
13.05.20, 13:17
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
20. September 1805 03:00 Uhr - Raab (https://de.wikipedia.org/wiki/Győr), Westungarn, ca. 100 Km südöstlich von Wien:
Betrand Maistre, seit wenigen Monaten 2. Kammerdiener des Kaisers schaute seinen Vorgesetzten Pierre Custeau fragend an. Beide standen vor dem Schlafgemach des Kaisers in einem kleinen Gutshaus, in dem der Kaiser am Abend nach der Schlacht Quartier genommen hatte. Schreie drangen aus dem kaiserlichen Schlafgemach, gleichwohl der Kaiser darin alleine war, Schreie der Qual und der Angst "Er hat Alpträume nach gewonnenen Schlachten, Bertrand. Ich habe einmal gehört, wie er Marechal Lannes davon erzählt hat, ganz wirres Zeug:"
"Er träumt, dass er gefangen genommen wird,"
http://s1.bild.me/bilder/221219/3120567b.png (http://www.bild.me)
"oder dass er all die "Kredite", die er bei Fortuna aufgenommen hat irgendwann zurückzahlen muss und ihn die - wie auch immer geartete - Rache der geschlagenen Feinde dann ereilen wird,"
http://s1.bild.me/bilder/221219/3146730a.png (http://www.bild.me)
"oder davon, dass Marechal Berthier ihm mal wieder einen Feldzug versaut."
http://s1.bild.me/bilder/221219/6758676c.png (http://www.bild.me)
[https://www.youtube.com/watch?v=TFClOXSxdOc]
"Aber warum das denn, er hat gestern doch wieder gezeigt, dass er unschlagbar ist und sich keine Sorgen um die Zukunft machen muss?" "Ich habe keine Ahnung, Bertrand, man müsste Dr. Larrey (https://de.wikipedia.org/wiki/Dominique_Jean_Larrey) fragen, der ist aber nun mal mit der Säge besser, als in der Behandlung von Alpträumen und den Kopf kann man nun mal nicht gut absägen. Trotzdem Bertrand, wenn die Alpträume des Kaisers der Preis für seine Siege und damit die Zukunft Frankreichs sind, dann hoffe ich, dass er noch viele Nächte wie die heutige hat, was hat er es den Österreichern gestern wieder gezeigt...!"
Doch der Reihe nach, sehen Wir Uns mal in Ruhe an, was die beiden Herren so begeistert:
Zur Ausgangssituation vor dem Septemberzug:
http://s1.bild.me/bilder/221219/9511365Sep05beginna.png (http://www.bild.me)
Die Österreicher haben ihre Truppen in zwei großen Heeren in ihrer Hauptstadtprovinz Wien zusammengezogen. Eine kleinere russische Unterstützungsarmee mit acht Einheiten nähert sich von Ungarn aus, wird aber in Unserem Zug nicht mehr eingreifen können. Dass der Gegner zwei Armee bei Wien hat, wird wie folgt gehandhabt, sobald Wir nach Wien ziehen: Unser Gegner darf entscheiden, mit welcher der beiden Armeen er sich gegen Uns verteidigen will. Die müssen Wir dann schlagen. Die zweite Armee erhält Gelegenheit, sich zurückzuziehen, muss das aber nicht zwingend tun, Unter Umständen müssten Wir also zwei Schlachten direkt hintereinander schlagen. Wir greifen vor, diesmal wird das nicht passieren. Hinweisen wollen Wir noch auf die Reste der im letzten Zug geschlagenen britischen Invasionsarmee, die versucht, sich in Richtung Österreich zu retten, entweder um sich dort mit den Österreichern und Russen zu vereinigen oder aber um sich über Illyrien auszuschiffen (Landungen und Ausschiffungen gehen nur über Provinzen mit dem Ankersymbol). Nun aber zur Schlacht bei Raab, denn natürlich haben Wir die Österreicher in diesem Zug angegriffen, um den Krieg möglichst schnell zu beenden...:
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Napoleons Hauptarmee ist lange noch nicht da, wo Wir sie einmal haben wollen. Sowohl von der Anzahl der Artillerieeinheiten her als auch angesichts deren Qualität ist noch viel Luft nach oben. Auch die Ausstattung mit Kavallerie ist noch verbesserungswürdig, zu viel Infanterie also in Unseren Reihen. Hinweis wollen Wir auf die beiden österreichischen Infanterieeinheiten auf dem feindlichen rechten Flügel und im Zentrum jeweils (aus Sicht des Betrachters) links Der kleine weiße Punkt in der linken oberen Ecke bedeutet, dass es sich dabei um Einheiten mit Plänklern (Voltigeure) (https://de.wikipedia.org/wiki/Voltigeure) in ihren Reihen handelt. Die haben bei einem Angriff eine vorgeschaltete Attacke, die die angegriffene Einheit (funktioniert bei gegnerischer Infanterie oder Artillerie, nicht aber bei Kavallerie) in jedem Fall in Unordnung bringt ("D") und dann folgt der eigentliche Angriff. Selbst wenn der misslingt, bleibt die betroffene Einheit in Unordnung und ist damit anfälliger für weitere Angriffe. Durchaus gefährliche Gegner also. Wir können im Laufe des Spiels auch welche bekommen, die kann man allerdings nicht ausbilden sondern nur über Ereigniskarten aus vorhandenen Einheiten bilden. Wir werden diese Schlacht wie die meisten mit Napoleon als Kommandeur defensiv und auf Unsere Artillerie gestützt führen. Diese Kampfweise ist effizient, da sie Uns eigene Verluste weitgehend erspart, besonders spektakulär sind solche Schlachten allerdings natürlich nicht, ebenso wenig historisch, da Napoleon - obwohl ursprünglich Artillerist - seine Schlachten keineswegs nur mit seiner Artillerie rein defensiv und auf geringe Verluste bedacht führte. Zumindest in den späteren Jahren ab ca. 1806/1807 mussten die Franzosen ihre Siege häufig mit hohen Verlusten erkämpfen. In dieser Partie wird das nach Möglichkeit anders ablaufen. Erklären wollen Wir auch noch, warum die gegnerischen Einheiten (fast) durch die Bank schlechtere Werte haben als Unsere, die gegnerische "Standardinfanterie" hat nur den Wert 1, Unsere den Wert 2. Damit soll die zu Beginn noch gegebene höhere Kampfkraft der französischen Einheiten (neue Taktiken, bessere Offiziere, hohe Moral) abgebildet werden. Im Laufe der Partie kann die KI Ereigniskarten über Militärreformen ausspielen, wodurch das Militär der Gegner sukzessive besser werden wird.
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Um Uns einen möglichst einfachen Sieg zum Auftakt der vielen ab jetzt von Napoleon zu schlagenden battailes zu sichern, spielen Wir eine der nur unter seiner Führung zur Verfügung stehenden Schlachtenkarten. Wir werden im Laufe der Partie im Schnitt ca. 4 - 6 davon bekommen. Wir entscheiden Uns (wie fast immer) für die Auswahlmöglichkeit Grand Battery
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Das ist das (durchaus magere) Ergebnis der freien Artillerieattacken auf den Feind, das haben Wir schon häufig sehr viel wirkungsvoller erlebt.
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Nach Runde 1 der Schlacht konnten Wir immerhin zwei Artillerieeinheiten des Gegners aus dem Feld schlagen (darunter die 3er Artillerie, die durchaus unangenehm werden kann, lässt man sie wirken).
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Ergebnis nach Runde 2, eine weitere Artillerie vertrieben und eine Infanterieeinheit eliminiert, die feindlichen Reserven schmelzen langsam.
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Satz mit X... diese Runde 3 war ein Rückschritt. Der Verlust einer eigenen Infanterieeinheit ist zu verschmerzen, nur eine weitere gegnerische Einheit in die Flucht geschlagen zu haben ist Uns aber zu wenig.
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Runde 4, schon besser. Zwei weitere gegnerische Einheiten aus dem Feld geschlagen, darunter die letzte verbliebene gegnerische Artillerieeinheit außer der Artillerie im Zentrum, der Wir Uns bewusst ausgesetzt haben; kein weiterer eigener Verlust.
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Runde 5, zwei gegnerische Totalverluste, die feindlichen Reserven sind aufgebraucht. Folgerichtig zieht sich der Feind nach dieser Runde geordnet zurück. Wir verzichten auf eine Verfolgung, da Unseren 5 für die Verfolgung zur Verfügung stehenden Kavallerieeinheiten immerhin 4 gegnerische gegenüberstehen würden, um den Rückzug zu decken. Das klingt Uns zu sehr nach Verlusten für Unsere Kavallerieeinheiten. Die wollen Wir gegenwärtig nicht riskieren, weil der Ersatz bei denen durchaus begrenzt ist.
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Offen gesprochen ist das Ergebnis der Schlacht damit mehr als mager, eines Genies wie Napoleon keinesfalls würdig, insbesondere wenn man bedenkt, dass Wir dafür eine der kostbaren Schlachtenkarten ausgespielt haben. Sowohl die Spieldesigner (mit ihrem "crushing Victory") als auch Unsere beiden Diener oben haben also maßlos übertrieben, gleichwohl sich der Kaiser durch solche Aussagen natürlich geschmeichelt fühlt. Letztlich zählt auch der formale Sieg in dieser Schlacht mehr, als die gegenseitigen Verluste, da Wir damit die Hauptprovinz Österreichs besetzt halten. Können Wir sie die kommenden Züge verteidigen, kapituliert Österreich.
Der Lohn der gewonnenen Schlacht:
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[Sehr schön, das ist eine der "großen Karten", wie Wir sie gerne nennen. Wir meinen damit Karten, die die Landkarte in größerem Maßstab nachhaltig verändern, von diesen großen Karten gibt es ca. 10 - 12 Stück verschiedenster Art. Dazu gibt es beim Ausspielen dieser Karte noch vier westfälische Einheiten gratuit. Wir werden nochmal darauf zurückkommen, sobald Wir sie ausspielen.]
Seufz, man sollte als Österreicher einfach keine AARs zu den Napoleonischen Kriegen lesen. Oder zu den Weltkriegen. Oder zum 30jährigen Krieg. Oder zu den ital. Befreiungskriegen. Oder zu den Kriegen mit Preussen...
Wie dem auch sei: KI gegen Mensch mit bester Armee der Zeit und bestem Feldherrn der Zeit. Worin genau besteht die Schwierigkeit in diesem Spiel? Hat der Gegner soviel Masse? Oder steigert sich die Qualität der allierten Truppen so stark? Kann Frankreich überhaupt ausbluten? Die Aufmachung der Karten etc. sieht ausgesprochen hübsch aus, aber ist das Spiel fordernd?
Kardinalinfant
13.05.20, 15:48
Seufz, man sollte als Österreicher einfach keine AARs zu den Napoleonischen Kriegen lesen. Oder zu den Weltkriegen. Oder zum 30jährigen Krieg. Oder zu den ital. Befreiungskriegen. Oder zu den Kriegen mit Preussen…
Bella gerant alii, tu Felix Austria nube! (Ein AAR darüber wäre auch mal interessant :D)
Wie dem auch sei: KI gegen Mensch mit bester Armee der Zeit und bestem Feldherrn der Zeit. Worin genau besteht die Schwierigkeit in diesem Spiel? Hat der Gegner soviel Masse? Oder steigert sich die Qualität der allierten Truppen so stark? Kann Frankreich überhaupt ausbluten? Die Aufmachung der Karten etc. sieht ausgesprochen hübsch aus, aber ist das Spiel fordernd?
Jein. Wie ausgeführt begünstigt Uns das 1805er Szenario, weil es Uns Zeit zum Aufbau einer Armee lässt. Warum Wir es dennoch gewählt haben s.o. Durchaus anders sieht das 1813er Szenario aus. Hier ist man gerade mit Ach und Krach und quasi ohne Armee über die Beresina zurückgekehrt, Spanien steht in der Rebellion und Wellington bedrängt die Franzosen dort hart. Da kann man zumindest vorübergehend nicht alles verteidigen und wird Schwierigkeiten haben, mehrere schlagkräftige Armeen aufzubauen. Dieses Szenario ist tatsächlich eine Herausforderung. Ihr dürft auch nicht vergessen, dass Wir in dem Spiel mittlerweile recht erfahren sind und die KI zu nehmen wissen. Man kann seine Schlachten durchaus auch anders schlagen als Wir es tun, dann kann es auch mal eng werden und ja, Wir halten es sogar für möglich, dabei mittelfristig auszubluten, 3 - 5 neue Einheiten im Jahr sind nicht viel, wenn man hohe Schlacht- und sonstige Verluste hat und die KI kann letztlich unbegrenzt Truppen ins Feld führen, richten sich doch die geschlagenen Nationen immer wieder auf (dann auch mit neuer Armee). Überdies hat die KI mit Wellington (und irgend einem Russen, dessen Namen Uns entfleucht ist) Kommandeure, die Napoleon zumindest nahe kommen. Und ab und an erwischt die KI auch Uns auf dem falschen Fuß...
Falls Eure Frage darauf zielt, ob man sich das Spiel als Anschaffung überlegen sollte: Wir sind über den aktuellen Preis nicht informiert, aber wenn es nicht zuuuu teuer ist, ja, unbedingt! Es macht durchaus Spaß, am Anfang werdet Ihr sicherlich auch gefordert werden und auch später bietet es Abwechslung. Eine der besten Anschaffungen, die Wir in den letzten drei Jahren getätigt haben, man sollte eben an der Epoche grundsätzlich interessiert sein.
Edit: Wenn Ihr etwas wirklich schweres spielen wollt, solltet Ihr es mal mit Hannibal (https://www.matrixgames.com/game/hannibal-rome-and-carthage-in-the-second-punic-war) im schwersten Modus probieren. Das Spiel geht von der Art her in eine ähnliche Richtung wie das hier und ist auch so eine Art Vorgänger (auch von forced march games glauben Wir). Wir überlegen tatsächlich, die "Reihe" voll zu machen und nach Abschluss von Napoleon darüber noch kurz zu berichten. Dort stehen die Chancen auf einen Untergangs-AAR gefühlt 4:1 gegen Uns...:uhoh:
Danke für die Ausführungen. Das erwähnte Hannibal wurde in diesen Hallen mal vorgestellt - wenn Wir uns recht erinnern vom werten Mortimer. Träfe exakt Unser Interessensgebiet - allerdings sind Wir derart Rom-fanatisch, dass Uns der Kampf gegen Rom keinen Spaß machen würde. Auf Österreich prügelt eh sowieso jeder ein, da könnten Wir Uns durchaus überwinden :D
Nun, Wir sind gespannt, ob Napoleon auch mal gut träumt, also Niederlagen erleiden wird :) Danke für die genauen Darstellungen.
(und irgend einem Russen, dessen Namen Uns entfleucht ist)
Kutusov oder Bagration, die anderen dürften unfähig gewesen sein.
Danke für die Ausführungen. Das erwähnte Hannibal wurde in diesen Hallen mal vorgestellt - wenn Wir uns recht erinnern vom werten Mortimer. Träfe exakt Unser Interessensgebiet - allerdings sind Wir derart Rom-fanatisch, dass Uns der Kampf gegen Rom keinen Spaß machen würde. Auf Österreich prügelt eh sowieso jeder ein, da könnten Wir Uns durchaus überwinden :D
Nun, Wir sind gespannt, ob Napoleon auch mal gut träumt, also Niederlagen erleiden wird :) Danke für die genauen Darstellungen.
Das ehrt mich aber, werter Cfant, dass Ihr Euch noch an meinen Hannibal-AAR erinnert. Das dürfte jetzt 10 Jahre her sein. "Hannibal" ist, wie der werte Kardinalinfant schon sagte, wirklich noch eine ganze Ecke schwerer als die "Victory & Glory"-Reihe. Ich hatte bei dem AAR damals viel Glück und auch gute Ereigniskarten.
Kutusov oder Bagration, die anderen dürften unfähig gewesen sein.
Wobei Kutusov auch so eine Sache ist. Bin kein Experte, aber Wir haben in Erinnerung, dass er sehr beliebt war und als Held galt, aber eher trinkfest als genial gewesen sein soll... :D Ist aber lange her, dass Wir 1812 von Adam Zamoyski gelesen haben. Schönes Sachbuch, zu empfehlen.
Das ehrt mich aber, werter Cfant, dass Ihr Euch noch an meinen Hannibal-AAR erinnert. Das dürfte jetzt 10 Jahre her sein. "Hannibal" ist, wie der werte Kardinalinfant schon sagte, wirklich noch eine ganze Ecke schwerer als die "Victory & Glory"-Reihe. Ich hatte bei dem AAR damals viel Glück und auch gute Ereigniskarten.
Freut Euch nicht, Ihr habt Rom besiegt, sowas vergessen Wir nie! ;) Aber ernsthaft, Wir finden die Brettspielatmosphäre beider Spiele mit den Annehmlichkeiten des Computerspiels verbunden sehr gelungen.
Kardinalinfant
13.05.20, 19:45
Kutusov oder Bagration, die anderen dürften unfähig gewesen sein.
Tatsächlich nicht, Wir haben nachgeschaut, Wir meinten Suworow (https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Wassiljewitsch_Suworow). Den bildet das Spiel als 10er General ab. Das ist schon extrem gut, Napoleon hat als Maximalwert 12, Wellington Unseres Wissens 11. Das mit Suworow ist schon so eine Sache, 1805 zu Beginn Unserer Partie also war der gar nicht mehr am Leben, dennoch taucht er auf...
Kutusow würden Wir im Übrigen eher so wie der werte Cfant beurteilen. Zamoyski schreibt über ihn: "Die historische Gestalt Kutusows verselbständigte sich. Der den Luxus liebende Fürst verwandelte sich in eine Art Bauernführer, der auf unklare Weise in Konflikt mit dem Zaren stehen sollte. Jeder seiner groben Fehler wurde als Kriegslist hingestellt, deren Ziel unbestimmt blieb, und jede hilflose Untätigkeit als genialer Schachzug." Das Buch von Zamoyski schätzen Wir übrigens auch sehr (Wir meinen "1812"), Wir erwägen gerade, "1813" und seine Napoleon-Biographie ebenfalls zu erwerben. Das Spiel beurteilt Kutusow mit einer 5 übrigens auch eher negativ. Bagration hat nach Unserer Erinnerung 7 oder 8. Auch Barclay de Tolly und Bennigsen werden Unserer Erinnerung nach vom Spiel höher bewertet als Kutusow.
Das ehrt mich aber, werter Cfant, dass Ihr Euch noch an meinen Hannibal-AAR erinnert. Das dürfte jetzt 10 Jahre her sein. "Hannibal" ist, wie der werte Kardinalinfant schon sagte, wirklich noch eine ganze Ecke schwerer als die "Victory & Glory"-Reihe. Ich hatte bei dem AAR damals viel Glück und auch gute Ereigniskarten.
Oh, Ihr habt schon einen gemacht? Den müssen Wir mal suchen, dann würden Wir eher keinen mehr machen. :)
Sehr unterhaltsam werter Kardinalifant.
Wir haben uns gefreut Abbildungen aus unserem alten Schulbuch zu sehen :)
Oh, Ihr habt schon einen gemacht? Den müssen Wir mal suchen, dann würden Wir eher keinen mehr machen. :)
Mooooment, so wollen Wir das nicht verstanden wissen! Im Gegenteil! Beendet die Trilogie und gebt dann eine Wertung ab! Vielleicht verliert Ihr da ja mal eine Schlacht :D
Zamoyski schreibt über ihn
Wir haben von ihm noch nichts gelesen, aber wenn ein Pole über Russen schreibt, ist er tatsächlich unvoreingenommen und die Bücher zu empfehlen? Suvorov hätten wir auch auf der Liste gehabt, aber wie Ihr selbst schon schreibt, muss der die Armee wohl aus dem Grabe führen.
Das ehrt mich aber, werter Cfant, dass Ihr Euch noch an meinen Hannibal-AAR erinnert. Das dürfte jetzt 10 Jahre her sein. "Hannibal" ist, wie der werte Kardinalinfant schon sagte, wirklich noch eine ganze Ecke schwerer als die "Victory & Glory"-Reihe. Ich hatte bei dem AAR damals viel Glück und auch gute Ereigniskarten.
Habt Ihr einen Link?
Kardinalinfant
14.05.20, 09:29
Sehr unterhaltsam werter Kardinalifant.
Wir haben uns gefreut Abbildungen aus unserem alten Schulbuch zu sehen :)
Wir hoffen sehr, dass es gefällt. Mindestens eine weitere Abbildung haben Wir noch in petto, die Wir auch aus einem Unserer Schulbücher kennen. Weitere hätten zumindest darin sein können. :)
Mooooment, so wollen Wir das nicht verstanden wissen! Im Gegenteil! Beendet die Trilogie und gebt dann eine Wertung ab! Vielleicht verliert Ihr da ja mal eine Schlacht :D
Mal schauen, erstmal Napoleon, das wird ohnehin ein relativ langes Projekt. Ausschließen wollen Wir nichts. Das Problem bei Hannibal ist, dass die Schlachten sehr eindimensional gehalten sind. Ein Hannibal, in das bei ansonsten quasi keinen Veränderungen die Schlachten (natürlich auf die Antike und die dortigen Einheiten angepasst) in der grundsätzlichen Vorgehensweise wie bei Napoleon oder ACW eingefügt wären, wäre ein Traum. Wir gedenken übrigens auch bei Hannibal keine Schlacht zu verlieren, das heißt aber nicht, dass Wir nicht trotzdem den Krieg verlieren würden, die Übermacht der Römer ist erdrückend!
Wir haben von ihm noch nichts gelesen, aber wenn ein Pole über Russen schreibt, ist er tatsächlich unvoreingenommen und die Bücher zu empfehlen? Suvorov hätten wir auch auf der Liste gehabt, aber wie Ihr selbst schon schreibt, muss der die Armee wohl aus dem Grabe führen.
Solltet Ihr, Zamoyski schreibt äußerst gut lesbar. Ob er wirklich so voreingenommen ist, wie Ihr vermutet, können Wir nicht abschließend beurteilen. Wir sind kein Historiker, haben zwar das ein oder andere über die Zeit gelesen, aber können selbst keine Quellen auswerten und Uns daher kein eigenes Bild machen. Tendenziös hat es sich jedenfalls nicht gelesen, außerdem ist doch fraglich, wie viel Pole und wie viel Amerikaner oder Brite in ihm ist. Umgekehrt gilt das im Übrigen auch, Kutusow kommt Unseres Wissens insbesondere in der russischen und ganz besonders in der sowjetischen Geschichtsschreibung gut weg, Freiheit der Wissenschaft war da auch nicht und es passte eben ganz gut ins Konzept, dass der originäre Russe Kutusow, ebenso volkstümlich wie fuchsschlau dargestellt, den Kriegsgott seiner Zeit durch seine Kriegsführung zu Fall gebracht hat, während seine nicht russischstämmigen Vorgänger/Zeitgenossen insbesondere der viel geschmähte "Deutsche" Barclay de Tolly völlig versagt haben, ja nahe am Verrat Russlands durch seine Kriegsführung agiert haben. Möglicherweise liegt die Wahrheit aber auch in der Mitte :)
Habt Ihr einen Link?
Wir greifen dem werten Mortimer mal vor, das hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=21070&highlight=Hasdrubal) dürfte sein AAR zu dem Thema sein. Wie bei vielen älteren AAR fehlen leider die Bilder...:( (was explizit kein Vorwurf an den werten Mortimer ist und den AAR werden Wir Uns trotzdem in Kürze zu Gemüte führen).
Nächstes Update hier leider erst morgen, wenn es schlecht läuft sogar erst nach dem Wochenende. Dafür können Wir versprechen, dass die Österreicher und Russen nichts unversucht lassen werden, Wien zu entsetzen...
1812 ist wirklich ein spannendes Buch. Auch Wir können es historisch nicht nachprüfen, aber es schien uns weder die Russen abzuwerten noch Napoleon zu verherrlichen oder zu verdammen. Wir fanden es nicht auffallend parteilich.
@Wien: Wir sind sicher, Wien wird letztlich enorm entsetzt sein :D
Wir greifen dem werten Mortimer mal vor, das hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=21070&highlight=Hasdrubal) dürfte sein AAR zu dem Thema sein. Wie bei vielen älteren AAR fehlen leider die Bilder...:( (was explizit kein Vorwurf an den werten Mortimer ist und den AAR werden Wir Uns trotzdem in Kürze zu Gemüte führen).
Jetzt seid Ihr mir wirklich zuvorgekommen, gerade wollte ich den AAR verlinken. Allerdings hatte ich ein wenig Bedenken, im laufenden AAR eines Mitregenten auf ein eigenes Machwerk zu verweisen. Wie Ihr schon sagt, sind die Screenshots nach so vielen Jahren leider verschwunden.
Ich finde es übrigens sehr schön, dass im Zuge von "Civil War" auch die Vorgänger wieder in die Diskussion gekommen sind. Da jetzt alle Hemmungen gefallen sind, wage ich es, hier auch meinen damaligen Review zu "Napoleon" zu verlinken. Für den ein oder anderen Leser dieses spannenden AAR des werten Kardinalinfant könnte das ja interessant sein: http://www.gamershall.de/?p=3964#more-3964
Kardinalinfant
18.05.20, 16:33
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
"Lasst mich durch, eine Eildepesche für den Kaiser, aus dem Weg!" Der Bote war auf besonders abenteuerlichem Weg ins kaiserliche Hauptquartier gelangt. Quer durch die umkämpften Gebiete Norditaliens und Österreichs hatte er seinen Weg gefunden. Trotz seines abgerissenen Zustandes wurde er zu Maréchal Berthier vorgelassen, der den Boten persönlich kannte und ihn zu Napoleon geleitete. Wie immer war ihm nicht wohl, wenn Nachrichten zum Kaiser gelangten, deren Inhalt er noch nicht kannte. "Was schauen Sie denn wieder wie ein Huhn, wenn es donnert, Berthier, ich bin mir sicher, unser Bote hier bringt Uns gute Nachrichten oder"? "Sire, so ist es, ich bringe Nachrichten von General Saint-Cyr (https://de.wikipedia.org/wiki/Laurent_de_Gouvion_Saint-Cyr) aus Italien." Und er überreichte dem Kaiser den Brief, der auf der Reise ebenso gelitten hatte, wie sein Überbringer. "très bien, Saint-Cyr denkt mit" sagte der Kaiser und sah dabei aus den Augenwinkeln seinen Generalstabschef an, der in Erinnerung an den Beginn des Feldzuges sofort zusammenzuckte. "Ist doch längst vergessen Berthier, treten Sie näher und sehen Sie sich die Sache selbst an. St. Cyr hat meinem Auftrag entsprechend meinen Bruder Joseph (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Bonaparte) nach Neapel geleitet und dort zum König (https://de.wikipedia.org/wiki/Königreich_Neapel#Unter_den_Bourbonen_und_Napoleon) krönen lassen."
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[es handelt sich um eine der relativ häufigen Karten, mit denen Wir jedwedes Gebiet auf der Karte, das nicht unmittelbar zu einer Großmacht gehört, annektieren können. Die Briten besitzen Pendants, mit denen sie derartige Gebiete (mit Ausnahme Unserer Kerngebiete) wieder "befreien" können. Daneben gibt es auch noch eine Ereigniskarte, die das Königreich Neapel hätte schaffen und Uns dabei noch ein paar Einheiten hätte bringen können, über die Wir gegenwärtig aber leider nicht verfügt haben.]
"Ein Nichtsnutz weniger, der meint sich in meinem Umfeld sonnen zu können, in der Peripherie ist er dagegen vielleicht sogar von Nutzen. Jedenfalls hat Saint-Cyr die uns gewogene Stimmung der neapolitanischen Bevölkerung ausgenutzt und gleich zwei Divisionen aufgestellt und in seine Reihen eingegliedert."
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[Eine der relativ häufigen Rekrutierungskarten, die es sowohl für Italien, als auch die deutschen Gebiete gibt. Die Truppen sind schlechter als französische Linientruppen (Infanterie nur Stufe 1, nur leichte Kavallerie und Artillerie, auch jeweils mit Stufe 1 sind erhältlich). Daneben gibt es noch wertvollere Rekrutierungskarten für das Großherzogtum Warschau, wenn es dann irgendwann einmal zu Uns gehört (die polnische Infanterie ist der französischen ebenbürtig, die leichte Kavallerie hat Stufe 2, nur die Artillerie ist schlecht) und Karten, die es Uns erlauben, überall französische Divisionen mit Stufe 2 auszuheben.]
"Damit ist er dann in den Kirchenstaat marschiert, um den Briten den weg abzuschneiden denen Massèna immer noch im Nacken sitzt:"
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"Es ist mir unverständlich wieso, aber Moore hat uns dann den Gefallen getan, seinerseits die überlegenen Kräfte Saint-Cyrs anzugreifen, lesen Sie selbst Berthier." Und er überreichte Berthier die Depesche, die auch einige Zeichnungen des zeichnerisch begabten Saint-Cyr zum Schlachtverlauf enthielt:
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In der Tat waren Wir überrascht, dass die Briten selbst angegriffen haben. Unsere Armee ist zahlenmäßig leicht überlegen und besser durchmischt. Die Briten haben zwar mit ihrer schweren Kavallerie eine Einheit, gegen die Wir in Ermangelung eigener schwerer Kavallerie wenig ausrichten können, dafür haben Wir zwei Einheiten Artillerie. Hier die Startaufstellung der Schlacht. Es handelt sich um eine sogenannte kleine Schlacht, weil beide Armeen weniger als neun Einheiten haben. In diesen Schlachten gibt es keine Flügel und kein Niemandsland, beide Armeen stehen sich zu Beginn unmittelbar gegenüber. Sie sind aus diesem Grund verlustträchtiger und Wir meiden sie eher, wenn es geht. In der Aufstellung ist das "Geheimnis", möglichst verschiedene Arten von Einheiten beieinander stehen zu haben, das gibt einen Bonus. Hier haben Wir insbesondere die beiden Artillerieeinheiten schützen wollen. Sie sind häufig bevorzugtes Ziel und auch am anfälligsten.
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Runde eins lief schonmal perfekt, zwei Gegner "raus", damit ist die Schlacht im Prinzip bereits entschieden.
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Runde 2 kostet Uns eine Artillerie, den Gegner aber zwei weitere Infanterieeinheiten als Totalverlust. Danach zieht sich die KI zurück und rettet (vorerst) ihre Kavallerieeinheit.
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Ein kleiner aber feiner Sieg, der das faktische Ende der britischen Invasionsarmee bedeutet, die vor zwei Zügen so frech bei Marseille gelandet war. Denn übrig bleibt nur eine Einheit und der Rückzug erfolgt wieder nach Mailand, woher die Armee angegriffen hatte. Wir greifen einen Zug vor: Massèna wird sich dieses Problems annehmen. Seine Armee hat Stärke 11, der Gegner nur noch eins. Ist die Überlegenheit einer attackierenden Armee zu groß (keine Ahnung, was genau erforderlich ist, 5:1, 8:1 oder 10:1) wird die verteidigende Armee ohne Kampf vernichtet. Genau das wird mit der letzten britischen Einheit in Italien passieren.
Der Kaiser war außergewöhnlich leutselig diesen Abend. Er wusste, was er selbst konnte und vertraute darin, keine Schlacht, die er selbst schlug zu verlieren. Nervös war er aber dann, wenn seine Generäle an anderen Fronten Schlachten zu schlagen hatten. Davout (https://de.wikipedia.org/wiki/Louis-Nicolas_Davout), auch Masséna konnte man in der Hinsicht vertrauen (wenn man ihn auch nicht in die Nähe größerer (Kunst)Schätze kommen lassen durfte, um den Ruf Frankreichs nicht zu ruinieren), bei den meisten anderen Generälen fühlte sich der Kaiser eher wie im Roulette-Saal. Doch diesmal war das Spiel gewonnen, Rien ne va plus. Berthier konnte sich endlich einmal bei einem Glas Champagner entspannen, denn der Kaiser war auch aus einem anderen Grund sehr zufrieden: Morgen würden sich die Österreicher nach Tagen des Manövrierens zur Schlacht stellen, zu nachteilig ein weiteres Ausweichen für sie. Am Vorabend einer Schlacht war der Kaiser grundsätzlich am verträglichsten...
Kardinalinfant
25.05.20, 12:03
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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Alpträume über Alpträume...
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Gleich zwei Schlachten hatte der Kaiser den Heeren Österreichs und Russlands in den letzten Tagen geliefert bzw. diese dem Kaiser. Denn die Koalitionäre versuchten zwar, ihre beiden Heere, die der französischen Armee in Summe um nahezu das doppelte überlegen waren, zusammenzuführen und sich nicht einzeln zur Schlacht zu stellen, erfolgreich waren sie dabei jedoch nicht, zu gerissen agierte der Kaiser, dem es immer wieder gelang, seine schneller marschierende Armee zwischen beide feindlichen Heere zu schieben. Letztlich hatte die Gegner die Geduld verlassen und sie hatten sich - zu ihrem Schaden - dem Schlachtengott des frühen 19. Jahrhunderts einzeln stellen müssen. Zunächst bei Wagram. Ah, der Name gefiel ihm. Klang gut. Vielleicht sollte man danach etwas benennen, einen Platz oder eine Straße, Avenue de Wagram, ja, das klang gut...:
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Im Klartext: Es handelt sich um eine Schlacht im gegnerischen Zug, in dem die KI es gewagt hat, Uns Unsererseits in der besetzten Region Wien anzugreifen. Keine gute Idee, andererseits bleibt der KI nichts anderes übrig. Mit jedem Zug, den Wir die Provinz besetzt halten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Österreich kapituliert. Wie man sehen kann, haben Wir in so einer Situation die Möglichkeit, zu kämpfen oder einen Rückzug zu versuchen, natürlich kämpfen Wir!
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Wir spielen diesmal eine andere Schlachtkarte, nicht weil Wir müssten, aber weil Wir konnten. Der Effekt steht auf der gewählten Karte.
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Leider haben Wir dabei wenig Glück. Nur ein "Bonusplättchen" für Uns, ganz rechts auf Unserem rechten Flügel. Unsere Kavallerie wird dort einen Bonus + 2 erhalten. Brauchen Wir als Allerletztes, na ja, Hauptsache den werten Regenten wieder eine neue Karte und ihre Funktion vorgeführt :)
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Wir stellen Uns zur Schlacht auf. Erkennbar ist übrigens, dass es sich um eine kombinierte Österreichisch/Russische Armee handelt. Die Österreicher haben graue Dreiecke in ihren Einheitenplättchen links oben, die Russen Grüne. Kommandiert werden die Österreicher von keinem geringeren als Erzherzog Carl von Österreich-Teschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Österreich-Teschen), der Napoleon in Realität die erste Niederlage auf dem Schlachtfeld überhaupt zufügte. Fürchten müssen Wir die 3er Artillerieeinheiten, die der Gegner in allen Flügeln aufbieten kann. Wir massieren Unsere Artillerie auf zwei Flügeln, um da entgegen zu wirken, im Zentrum harren Wir der Dinge, die da kommen.
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Mit der ersten Runde können Wir leben. Wir verlieren eine Infanterieeinheit, der Gegner eine 3er Artillerieeinheit jeweils als Totalverlust. Beim Schach würde man sagen, Wir haben einen eigenen Bauern gegen einen gegnerischen Turm eingetauscht. Im Zentrum attackieren die Österreicher, Wir verharren überall defensiv und werfen im Zentrum eine zweite schwere Kavallerie in die Schlacht.
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In Runde zwei schlagen Wir die beiden verbliebenen 3er Artillerieeinheiten aus dem Feld. Einmal Totalverlust, einmal nur in die Flucht geschlagen. Unser Zentrum hält.
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In der dritten Runde büßt der Feind bis auf eines die letzten Geschütze (nur 1er) ein. Wir verlieren leider eine weitere Infanterieeinheit, eine Division de cuirassiers (https://de.wikipedia.org/wiki/Kürassiere) wird aus dem Feld geschlagen. Glück gehabt, Totalverluste bei der Kavallerie tun deutlich mehr weh, als bei der Infanterie.
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Die vierte Runde nutzen Wir, um zwei Infanterieeinheiten zu vernichten, eine davon waren wertvolle österreichische Plänkler. Wir verlieren Unsererseits eine weitere Infanterieeinheit, allerdings nicht als Totalverlust. Die gegnerische Schlachtreihe schrumpft mangels weiterer Reserven zusammen.
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Die fünfte Runde ist eher mau. Wir vertreiben eine weitere Infanterieeinheit des Gegners.
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Seltsamerweise gibt die KI die sichtlich verlorene Schlacht noch nicht auf und gibt keinen Rückzugsbefehl. Sie büßt dies mit einer weiteren Artillerieeinheit als Totalverlust (ihrer letzten) und weiteren versprengten Einheiten. Leider sind beim Feind auch nach dieser Runde, auf die der Rückzugsbefehl dann folgt, noch drei Kavallerieeinheiten (davon zwei leichte, die in Verfolgungsgefechten effektiver sind als schwere) intakt, bei Uns auch nur drei, davon eine leichte. Wir verzichten daher erneut auf die Verfolgung des Gegners. Anders ausgedrückt (offizielle Geschichtsschreibung): Napoleon musste sich der heranmarschierenden zweiten Armee der KI vorrangig stellen ;)
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Insgesamt ein schöner Abwehrsieg der französischen Waffen, aber das ginge noch deutlich besser...
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Der Lohn der gewonnenen Schlacht. Gleich zwei neue 4er Artillerieinheiten für Uns. Kommt Uns und Unserer Spielweise natürlich sehr entgegen. Doch erstmal müssen Wir sie in Paris neu aufstellen und Napoleons Grande Armee zuführen. Das wird einige Züge dauern.
Nach diesem Sieg gönnte der Kaiser seinen Truppen nur wenige Stunden Rast, hatte er doch davon erfahren, dass die zweite Armee der Koalitionäre nur einen starken Tagesmarsch entfernt bei Hollabrunn stand...:
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Der zweite 20er Stack der KI, der Uns in ein und demselben gegnerischen Zug angreift. Nun ja, das ist wirklich eher eine Verzweiflungstat, betrachtet man den Zustand der gegnerischen Armee. (Quasi) Ohne Artillerie riecht das von Vorneherein nach einer bitteren Angelegenheit. Noch dazu unter Kutusow (https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Illarionowitsch_Kutusow), von dem wir es hier im thread ja vor ein paar Tagen erst hatten und der in diesem Spiel mit einem Kommandowert von 5 wirklich nicht gut wegkommt, ob historisch zurecht oder zu unrecht. Auf Unserem linken Flügel haben Wir im Laufe der Schlacht etwas mehr vor, daher eine etwas andere Schlachtaufstellung diesmal...
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Runde 1: Die KI tut Uns den Gefallen und attackiert Unseren rechten Flügel. Das kostet sie ihre einzige Artillerieeinheit und eine weitere Infanterieeinheit als Totalverluste. Uns wird eine Infanterieeinheit vom Schlachtfeld vertrieben.
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Runde 2: Jede Seite vertreibt eine gegnerische Infanterieeinheit, bis hierhin hält sich der Gegner erstaunlich gut.
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Erst in Runde 3 brechen die Dämme: Wir können endlich die gegnerische Kavallerieeinheit vor Unserem linken Flügel mit der Artillerie vom Schlachtfeld fegen, was Wir zwei Runden lang vergeblich versucht haben. Ohne Kavallerie ist der gegnerische rechte Flügel deutlich verwundbarer und Wir rücken ohne dabei Verluste zu erleiden vor. Daneben blutete der Feind auch auf den anderen Flügeln weiter aus: Eine weitere Kavallerie und eine Infanterieeinheit als Totalverluste, eine schwere Kavallerie vom Schlachtfeld vertrieben.
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In Runde 4 zerbricht der Feind zusehends. Zwar werden Uns eine weitere Infanterieeinheit und eine leichte Kavallerie vom Scglachtfeld getrieben, Unsererseits vernichten Wir jedoch gleich drei Infanteriedivisionen, drei weitere vertreiben Wir.
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Hier ist ein weiteres feature zu sehen, das das Spiel in Schlachten bietet. Zwischen den Runden kann jede Seite versuchen, bis zu zwei vertriebene Einheiten wieder auf das Schlachtfeld zurückzuholen. Die Erfolgsaussichten hängen vom Kommandowert des Generals ab. Die "Kosten" für dieses Vorgehen sind allerdings hoch: Der Kommandeur, der das versucht, büßt pro Versuch zwei Punkte Kommandowert für die kommende Runde ein. Hier scheitert Kutusow gerade mit seinem ersten Versuch, auch der zweite im Anschluss wird nichts bringen, Kutusow wird Uns also nächste Runde ohne zusätzliche Einheiten mit einem Kommandowert von 1 gegenüberstehen :D Das Vorgehen der KI macht trotzdem Sinn: Verloren ist die Schlacht ohnehin, die KI durfte sich aber noch nicht zurückziehen. Mit zwei zusätzlichen Einheiten hätte sie eine bessere Chance gehabt, die kommende Runde zu überstehen und sich dann geordnet zurückzuziehen. Hätte, Hätte...
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So putzen Wir den gegnerischen rechten Flügel (mit etwas Pech nur) fast leer, um dann (mit etwas Glück) das Zentrum artilleristisch zu bereinigen. Zu sehen ist der finale Schuss der Schlacht, mit Pulverdampf und allem Drum und Dran...
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Die anschließende Verfolgung kostet den Gegner weitere 6 Einheiten...:eek:
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...nämlich diese hier.
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"Adieu mein alter trunksüchtiger Widersacher, du hast mir mit deinem Unvermögen gute Dienste geleistet" (auch Kutusow bleibt beim fast vollständigen Untergang seiner Armee nicht verschont)
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Zusammengefasst sieht das Ganze dann so aus. Hier kann man endlich mal wirklich von einem "Crushing Victory" sprechen, ganze drei Einheiten des Gegners überleben die Schlacht.
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Unser Preis für den Sieg fällt dagegen eher mau aus. Mit diesen Karten können Wir nicht viel anfangen, solange Unsere Kavallerieverluste so niedrig (nicht existent) bleiben. Man bekommt hier nämlich keine zusätzliche schwere Kavallerie, sondern kann eine vorhandene leichte aufwerten. Da Wir die leichte Kavallerie für Verfolgungen durchaus in gewisser Anzahl brauchen, benutzen Wir diese Karte bis auf weiteres nicht...
Der Kaiser war nach diesem Sieg aufs Äußerste zufrieden. Lannes, der einmal mehr die entscheidende Attacke kommandiert hatte, wurde zum Comte de Hollabrunn erhoben, Berthier zum Duc de Schöngrabern (der Kaiser konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, konnte dies doch keine französische Zunge unfallfrei aussprechen. Das war die gerechte Strafe für Berthiers Versagen zu Beginn des Feldzuges, obwohl er sich seitdem ganz gut gemacht hatte, wie der Kaiser fälschlicherweise vermutete...):
"Berthier, gibt es endlich Nachrichten von den Bayern, die Uns verstärken sollen? Die Depesche ist vor Tagen rausgegangen..." "Je regrette mon empereur, nichts Neues." Siedend heiß fühlte sich das Papierstück an, das in Berthiers Brusttasche steckte. Ja, der Kaiser hatte es ihm vor Tagen gegeben, aber bevor er es abschicken konnte, war ihm etwas dazwischen gekommen. Ney und Lefebvre (https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Lefebvre-Desnouettes) hatten mit mehreren großen Flaschen Wein und einem Kartenspiel auf ihn gewartet und danach hatte er den Brief...irgendwie...vergessen. Er musste ihn unbedingt vernichten, ehe der Kaiser etwas merkte und die Sache auf irgendeinen Boten schieben. Er würde das schon hinbekommen, es war ja nicht das erste mal.
Der Kaiser betrachtete seinerseits die strategische Karte mit Sorgen, war sein Heer doch mittlerweile merklich zusammengeschmolzen und die Österreicher und Russen waren der Grande Armee trotz all ihrer Verluste weiterhin zahlenmäßig überlegen. Weitere russische Truppen waren über Galicien im Anmarsch. Ohne Verstärkung aus Bayern, wäre er möglicherweise gezwungen, sich doch noch unter Aufgabe aller Erfolge dieses Jahres zurückzuziehen...
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Es ist tatsächlich etwas unfair von Uns, das auf den armen Berthier zu schieben, handelt es sich doch um eine eigene Eselei Unsererseits. Wir hatten eigentlich vor, Lannes in Bayern aus der Grande Armee auszugliedern und den Bayern voranzustellen. Nur haben Wir das im Eifer der Gefechte vergessen und sind mit Lannes bei der Grande Armee nach Österreich marschiert. Ohne Lannes haben die Bayern aber nach wie vor keinen General und können daher nicht marschieren, so dass die Einheiten, die Unsere zu erwartenden Verluste, die sich glücklicherweise noch im Rahmen halten, ausgleichen und die Grande Armee wieder auf 20 Einheiten verstärken sollten, nach wie vor in Bayern stehen :facepalm: Mittlerweile sind weitere Verstärkungen mit einem General nach Bayern marschiert und haben sich mit den Bayern vereinigt. Nächsten Zug können Wir dem Kaiser also Unterstützung bringen, aber diesen einen Zug hat die KI dank Unseres Versagens noch, Napoleon wieder aus Wien zu vertreiben...
Kardinalinfant
26.05.20, 12:55
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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Die Alpträume des Kaisers wurden immer abstruser. Fast fühlte er sich wie als Kind, wenn ihn hohes Fieber plagte. Was das nun wieder bedeuten sollte...?:
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In jedem Fall eine gewonnene Schlacht! Mit dem Mute der Verzweiflung hatten sich die Koalitionäre dem Kaiser ein letztes Mal entgegengeworfen, bevor der Winter weitere Kriegshandlungen bedeutend erschweren würde. Diesmal war es wie ein Menetekel für die Bewohner der österreichischen Hauptstadt, fand die Schlacht doch in Sichtweite Wiens statt:
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Das ist das im Grunde letzte Aufgebot Österreichs. Der Feind greift im Novemberzug an, gelingt ihm die Entsetzung Wiens jetzt nicht, müsste die KI sehr viel Glück haben, eine weitere Chance dazu zu erhalten. Wir halten Wien mittlerweile seit September besetzt. Da im Januar aus Witterungsgründen nicht gezogen wird (man könnte theoretisch, aber die KI tut das nie und Wir auch nicht) wären es ansonsten 4 Züge, die Wir Wien am Stück besetzt halten. In aller Regel kommt dann irgendwann die Kapitulation. Außerdem können die Österreicher nicht - wie sonst - zum Jahreswechsel frische Truppen ausheben, wenn Wir ihre Hauptstadt weiterhin besetzt halten. Es ist Übrigens nach unserem Dafürhalten für den weiteren Spielverlauf egal, wie viele Truppen die Österreicher bis zu ihrer Kapitulation vernichtet bekommen, da sie so oder so wieder eine vollständige Armee erhalten, sobald sie sich nach der Niederlage wieder erheben und Wir glauben nicht, dass bei Kapitulation nicht vernichtete Einheiten dann noch en top kommen. Insofern würden auch Wir alles reinwerfen, wären Wir an Stelle der KI und sei die Chance auch noch so klein. Das gilt zwar für die Russen nicht, die durch die absehbare österreichische Kapitulation nicht aus dem Krieg ausscheiden werden, die verfügen allerdings über ein schier endloses Reservoir an frischen Truppen, also alles wie in Realität...
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Wir "verlieren" Runde 1 :eek:. Der Feind verliert keine Einheit, während Uns eine Infanterieeinheit vertrieben wird. Die feindliche Attacke auf Unseren rechten Flügel ist massiv, Wir verharren wie zumeist in der Defensive.
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Ein Glanztag wird es für den Kaiser der Franzosen diesmal nicht. Zwar keine weiteren Verluste, aber auch nur ein einziger gegnerischer Verlust.
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Langsam wird es besser. Wir bleiben verlustfrei, der Gegner büßt eine 1er Artillerie als Totalverlust ein und eine seiner besseren Infanterieeinheiten wird vom Schlachtfeld vertrieben.
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Zwei weitere "Vertriebene" bei der KI, Wir erleiden eine Infanteriedivision als Totalverlust. Wir wollen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Wir in dieser Schlacht keineswegs auf einem so dicken Drahtseil marschieren, wie es vielleicht den Anschein macht. Durch die vorangegangenen Schlachten, deren Verluste Wir nicht ausgleichen konnten (siehe letzter Beitrag a.E.) haben Wir kaum noch Reserven. Zwei leichte Kavallerieeinheiten könnten Wir noch in die Schlacht werfen, das war es dann aber. Die (schwer erkennbare) Gardeinfanterie links unten dürfen Wir nicht einsetzen, wollen Wir nicht das Leben Napoleons aufs Spiel setzen (siehe Eingangspost). Ein wenig höhere Verluste also und Wir müssten Uns zurückziehen.
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Runde 5 bleiben Wir glücklicherweise verlustfrei, können aber die gegnerische Plänklereinheit vernichten und eine leichte Kavallerie vom Schlachtfeld treiben. Danach hat die KI genug und wirft das Handtuch. Wir sind diesmal nicht böse über deren Rückzug und unterlassen jegliche Verfolgung. Das geschehene repoussoir muss für die Wiener Stadtbevölkerung genügen, um Uns ruhige Winterquartiere zu garantieren.
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Das Endergebnis dieses Tages. Wie gesagt, kein Glanztag für den Kaiser, aber eben auch keine Katastrophe. Bei Linzertorte und Wiener Kaffee erwarten Wir im Winterpalais des Prinzen Eugen (https://de.wikipedia.org/wiki/Winterpalais_Prinz_Eugen) die Verhandlungsangebote der Habsburgermonarchie. Damit endet das Kalenderjahr 1805. Der Endstand auf der Karte entspricht in etwa dem, was Wir im letzten Beitrag am Ende gepostet haben, nur die gegnerische Armee ist durch die Schlacht etwas schwächer geworden. Wir sind bis dato durchaus zufrieden. Österreich ist de facto geschlagen und wird früher oder später kapitulieren. Preußen ist noch nicht im Krieg gegen Uns, auch wenn die Briten daran in den zurückliegenden Zügen tüchtig gearbeitet haben. Die Russen haben gute Teile ihrer Armee eingebüßt und müssen erst neue Heeresmassen aufbauen und heranführen. Und die Briten selbst haben nach dem Verlust ihrer Invasionsarmee vorerst keinen Hebel gegen Uns, da Wir Uns zur See nicht stellen. Wir werden zu gegebener Zeit berichten, wie es im Jahr 1806 weiter verläuft...
Trotz des kleinen Fehlers sieht es doch gut aus (denken wir ... nicht dass wir Ahnung vom Spiel haben...)
Ritter Kunz
27.05.20, 10:45
Interessante Berichte, werter Kardinalinfant! Hat es einen spielerischen Nutzen, mit mehr als einem General ins Feld zu ziehen? Oder Gibt das lediglich die Sicherheit, dass Ersatz vorhanden ist, sollte einer von einer verirrten Kanonenkugel getroffen werden?
Ihr hattet ja schon angemerkt, dass Lannes eigentlich in Bayern sein sollte, aber die KI scheint ja öfter mehrere Generäle dabei zu haben.
Kardinalinfant
27.05.20, 11:17
Trotz des kleinen Fehlers sieht es doch gut aus (denken wir ... nicht dass wir Ahnung vom Spiel haben...)
Ja, es sieht gut aus, kein Zweifel. :) Man darf sich allerdings nicht täuschen lassen. Die Feinde erstehen auch nach Niederlagen immer wieder neu, ist wie ein Hamsterrad. Fernziel bleibt daher die Niederringung Großbritanniens und da sind Wir bislang keinen Schritt voran gekommen...
Interessante Berichte, werter Kardinalinfant! Hat es einen spielerischen Nutzen, mit mehr als einem General ins Feld zu ziehen? Oder Gibt das lediglich die Sicherheit, dass Ersatz vorhanden ist, sollte einer von einer verirrten Kanonenkugel getroffen werden?
Ihr hattet ja schon angemerkt, dass Lannes eigentlich in Bayern sein sollte, aber die KI scheint ja öfter mehrere Generäle dabei zu haben.
Gute Frage und die eine richtige Antwort gibt es nicht. In der Tat ist ein Hauptzweck davon, mehrere Generäle bei einer Armee zu haben, derjenige, für den Fall vorbereitet zu sein, dass der Kommandeur in der Schlacht fällt. Es ist höchst unerquicklich, den einzigen General einer Armee zu verlieren, die etwas abseits von anderen Armeen operiert, so dass nicht sofort Ersatz bereit gestellt werden kann. Das kann im Verlust der Armee resultieren, wenn sie vor herannahenden stärkeren Feindarmeen mangels General nicht fliehen kann. Daher sollte man alle Stacks außer dem Napoleon-Stack immer mit zwei Generälen besetzen, wenn möglich. Andererseits erhöht das das Risiko, dass ein General (auch wenn er nicht der kommandierende ist, sondern die Armee nur "begleitet") in der Schlacht fällt, da die entsprechende Zufallsprobe auf jeden General erfolgt, der bei einer Armee ist, die eine Schlacht kämpft. Das ist der Pferdefuß dieser Taktik. Man sollte zudem schauen, immer ein paar "freie" Generäle zu haben und das aus Folgendem Grund: Neue französische Einheiten muss man immer in Paris aufstellen. Gekämpft wird aber in der Peripherie des empire und da muss der Nachschub an frischen Einheiten irgendwie hinkommen, dazu braucht man dann eben Generäle, die die neue Lämmer zu Schlachtbank f... äh, den jungen Rekruten die Schlachtfelder zeigen, auf denen sie ewigen Ruhm ernten können. Wir nutzen dazu eine Art "Pendelsystem": Ein oder zwei Generäle sollten stets in Paris ein, um im Januar (oder aufgrund einer Ereigniskarte zu anderen Zeitpunkten) frische Rekruten zu übernehmen. Andere Generäle sind bereits mit frischen Rekruten unterwegs und wieder andere sind auf dem Rückweg, nachdem sie ihre Rekruten abgeliefert haben. Solange letztere alleine unterwegs sind, verbrauchen sie auch keine der wenigen "Aktionen", die Uns je Runde nur zur Verfügung stehen, denn Generäle ohne untergeordnete Kampfeinheiten verbrauchen keine Aktionen, wenn sie sich bewegen.
Was Napoleon betrifft ist es eigentlich unnötig, die Grande Armee (also den Stack, den Napoleon befehligt) mit weiteren Generälen zu ergänzen. Denn Napoleon kann in einer Schlacht nicht fallen, solange Wir eine Gardeinfanterie bei ihm in der Reserve lassen und tun Wir das nicht und Napoleon fällt, endet die Partie ohnehin sofort. Es gibt dennoch zumindest zwei Gründe, warum man Napoleon doch einen weiteren General zur Seite stellen sollte. Zum einen mag es notwendig sein, Einheiten zu detachieren, um bspw. die Hauptstadtprovinz eines Feindes weiter besetzt zu halten und trotzdem mit dem Rest der Armee die Hauptarmee des Feindes durch andere Provinzen zu verfolgen. Das Detachment sollte natürlich seinerseits einen General haben um auf Entwicklungen reagieren zu können. Zum anderen gibt es eine ziemlich perverse Ereigniskarte der KI, die Napoleon automatisch und augenblicklich zurück nach Paris befördert (um einen Aufstand gegen seine Herrschaft zu bekämpfen meinen Wir). Es ist Uns tatsächlich einmal passiert, dass die Grande Armee in Ostpreußen oder Warschau plötzlich führerlos stand, weil diese Karte gespielt wurde und russische und preußische KI-Armeen Westwärts von ihr standen, während Napoleon auf einmal in Paris war. Mit Eilmarsch-Karten wäre er zwar in ca. 3 Zügen wieder bei seiner Armee gewesen, aber diese Karten sind nicht spielbar, wenn dazwischenliegende Gebiete vom Feind kontrolliert sind. Faktisch waren also die besten Einheiten in Ostpreußen "gefangen", während Napoleon nur miese Einheiten hatte (die besten konzentrieren Wir in aller Regel in der grande Armee), um sich da wieder hin zu schlagen. Mit einem Zusatzgeneral ist dieses Risiko vermeidbar. Allerdings gilt der obige Pferdefuß vermehrt, weil die Grande Armee den Gutteil der Schlachten schlägt, das Risiko für Begleitgeneräle Napoleons (die von den Garden nicht geschützt werden) ist daher nicht unerheblich. Unser Königsweg: Eine separate kleine Begleitarmee mit ein oder zwei Generälen zieht immer nach, sobald Napoleon ein Gebiet freigekämpft hat (ein Stack kann zwar maximal 20 Einheiten groß sein, es gibt aber keine Restriktionen, wie viele Einheiten ggf. verteilt auf mehrere Stacks gemeinsam in einer Provinz stehen). Aus dieser Begleitarmee können Einheitenverluste der Grande Armee ausgeglichen werden und sollte der Worst Case eintreten auch die Führung der Grande Armee kurzzeitig übernommen werden. Wir denken allerdings im Eifer des Gefechts keineswegs immer daran, so vorzugehen. Das Spiel spielt sich relativ schnell, der Reiz, auf den nächsten Zug zu klicken ist oft so groß, dass man irgend etwas, was vorher noch zu tun gewesen wäre, vergisst (siehe die "Lannes-Affaire").
Jedenfalls ist dieser AAR sehr lehrreich, danke dafür...:)
herzlichste grüsse
Hohenlohe...:top:
edit: wir haben mit neun Jahren bereits Biografien über Nabuleone Buonaparte gelesen. Dies war die korsische Schreibweise...:D
Wir warten noch immer gespannt auf eine Fortsetzung...
Kardinalinfant
04.07.20, 09:58
Ja, ist in Planung. Ist gerade ziemlich viel im Büro. Der AAR soll aber in jedem Fall fortgesetzt werden. Danke für den Tritt in den Hintern :)
Werter Kardinalinfant, was ich Euch schon längst einmal raten wollte: Für Screenshots würde ich nicht diese Windows-Spieleleiste nehmen, sondern ein Tool wie Irfan View oder Fraps. Dann habt Ihr nicht diese unschöne Nummerierung auf den Bildern. Wenn Ihr in Steam seid, könnt Ihr auch einfach mit F12 jederzeit ein Bild anfertigen. Man kann sich den Speicherordner für die Bilder anzeigen lassen und diese dann in ein selbstgewähltes Verzeichnis ablegen.
Werter Kardinalinfant, was ich Euch schon längst einmal raten wollte: Für Screenshots würde ich nicht diese Windows-Spieleleiste nehmen, sondern ein Tool wie Irfan View oder Fraps. Dann habt Ihr nicht diese unschöne Nummerierung auf den Bildern. Wenn Ihr in Steam seid, könnt Ihr auch einfach mit F12 jederzeit ein Bild anfertigen. Man kann sich den Speicherordner für die Bilder anzeigen lassen und diese dann in ein selbstgewähltes Verzeichnis ablegen.
Korrigiert uns, aber wir hatten den Eindruck, dass das Screenshots aus einem Video sind.
...was wir übrigens sehr clever fanden, da man so in Ruhe ohne Ablenkung spielen kann und die Bildchen später raussucht, statt permanent ans Bilder machen denken zu müssen.
Korrigiert uns, aber wir hatten den Eindruck, dass das Screenshots aus einem Video sind.
...was wir übrigens sehr clever fanden, da man so in Ruhe ohne Ablenkung spielen kann und die Bildchen später raussucht, statt permanent ans Bilder machen denken zu müssen.
So machen Wir das in Unserem Flashpoint Germany AAR - Ob es Clever ist? Es ist vor allem extrem Aufwendig und Zeitraubend! Und den Platz den die Videos benötigen muss man auch bedenken...
Kardinalinfant
05.07.20, 20:51
Korrigiert uns, aber wir hatten den Eindruck, dass das Screenshots aus einem Video sind.
...was wir übrigens sehr clever fanden, da man so in Ruhe ohne Ablenkung spielen kann und die Bildchen später raussucht, statt permanent ans Bilder machen denken zu müssen.
Genau so ist es. Sorry für die schlechtere grafische Darstellung, aber für Uns ist es so deutlich entspannter.
Was für ein Programm nutzt Ihr zum mitfilmen?
Kardinalinfant
05.07.20, 20:59
Die Spieleleiste von Windows. Lieber wäre Uns gewesen, die Videos zu verlinken, das wäre noch weniger Arbeit gewesen und zugleich informativer aber ohne Plattform zum Upload wie youtube scheint das nicht zu gehen. Das wollten Wir dann wiederum nicht...
Die Spieleleiste von Windows. Lieber wäre Uns gewesen, die Videos zu verlinken, das wäre noch weniger Arbeit gewesen und zugleich informativer aber ohne Plattform zum Upload wie youtube scheint das nicht zu gehen. Das wollten Wir dann wiederum nicht...
Theoretisch reicht dafür jeder Webspace/Webserver aus - moderne Browser spielen das dann direkt als Video ab. So schick schön und simsalabimbambum wie bei Youtube ist es aber nicht...
Die Spieleleiste von Windows.
Wir haben keine Ahnung, was damit gemeint ist.
Kardinalinfant
06.07.20, 09:48
Wir haben keine Ahnung, was damit gemeint ist.
Ist ein Programm, welches spätestens bei Windows 10 mit dabei sein sollte. Wird aufgerufen, indem man Windows-Taste + g drückt (glauben Wir zumindest, ist jetzt auch schon wieder ein paar Wochen her, dass Wir es zuletzt benutzt haben). Es öffnet sich dann eine Überblendung, die u.A. das Aufzeichnen von Videos ermöglicht. Probiert doch mal ein wenig herum... :)
Ist ein Programm, welches spätestens bei Windows 10 mit dabei sein sollte. Wird aufgerufen, indem man Windows-Taste + g drückt (glauben Wir zumindest, ist jetzt auch schon wieder ein paar Wochen her, dass Wir es zuletzt benutzt haben). Es öffnet sich dann eine Überblendung, die u.A. das Aufzeichnen von Videos ermöglicht. Probiert doch mal ein wenig herum... :)
Mehr oder weniger Notgedrungen hat Unser neuer Rechner jetzt erzwungen, dass Wir von Win 7 + Office 2010 auf Win 10 + Office 2016 gewechselt sind. Nicht das dies nicht sowieso geplant und schon vorbereitet war, aber Wir hassen den Workflow mit der neuen Software-Ausstattung schon nach nur einem Tag. Mal sehen wie schlimm der "Impact" auf Unsere AARs ist. Das Command Update eben hat schon Nerven gekostet...
Kardinalinfant
07.07.20, 10:00
Um Uns selbst unter Druck zu setzen (das funktioniert erfahrungsgemäß am besten): Heute, spätestens morgen geht es hier weiter! :vertrag:
Kardinalinfant
07.07.20, 12:36
"Grand-pére… Grand-pére!"
"Ouahh… Ja Louis, was ist denn?"
"Du bist eingeschlafen Grand-pére, du hast mir gerade vom Kaiser erzählt!" Ungeduldig fuchtelte der Junge mit seinem Holzdegen vor dem Gesicht seines Großvaters.
"Ah, der Kaiser..." Die Augen des Alten füllten sich mit einem seligen Glanz. "Hatte ich dir eigentlich erzählt, dass ich selbst dabei war, als er...?"
"Hast du, hast du!" maulte der Junge
"Wie lange habe ich denn geschlafen, mein Junge?"
"Ein paar Minuten vielleicht" Der Holzdegen zischte immer ungeduldiger durch die Luft
"Angefühlt hat es sich aber wie 42 Tage (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30423&p=1178542#post1178542). Alors, wo waren wir stehen geblieben?"
"In Wien, Grand-pére, der Kaiser hat die Österreicher gerade aufs Haupt geschlagen, weißt du nicht mehr?"
"Alors, weiter im Takt:"
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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Wir erinnern uns. Die Armeen des empire standen zuletzt in Italien und Wien...
http://s1.bild.me/bilder/221219/1032765Jan06d.png (http://www.bild.me)
...in Bayern und Holland. In der Picardie stand ein größeres Korps abmarschbereit um dem Kaiser frische Truppen zuzuführen. Die Briten beherrschten ihre Inseln sowie die See. Darüber hinaus standen sie mit einer kleinen Armee im verbündeten Schweden. Die schwer geschlagenen Armeen der Österreicher und Russen hatten in Ungarn Winterquartier genommen, in Russland standen aber bereits neu aufgestellte Heere bereit, um erneut gegen Frankreich zu marschieren. Preußen - obwohl diplomatisch von England stark umworben - bewahrte noch seine Neutralität gegenüber Frankreich.
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Wie alle Winter in dieser Zeit, war auch der Winter 1805/1806 kein Winter zum Krieg führen. Meist hinderten hohe Schneeverwehungen die Bewegungen der Armeen und wenn nicht dies, dann waren die Wege grundlos vom Schlamm des zuvor getauten Schnees. Und in den wenigen Tagen, in denen beides nicht der Fall war, waren Bewegungen unmöglich, weil die Nachschublager wegen Schnee und Schlamm der vorangegangenen Wochen leer waren. Für die Soldaten beider Seiten waren dies stets geruhsame Tage. Jedenfalls wenn sie - wie immer unter der Führung ihres empereur - bequeme Quartiere hatten. Dieses Jahr eben in Wien. War die Winterzeit für Soldaten damals auch geruhsam, galt das keineswegs für den Hofstaat des Kaisers und seine Beamten und Minister. Unter dem Jahr führte der Kaiser Krieg und im Winter kam er dazu all das zu organisieren und zu planen, was ihm noch am Herzen lag: Es galt Gesetze (https://de.wikipedia.org/wiki/Code_civil) für einen modernen Staat zu schreiben und umzusetzen. Neue Waffensysteme für Artillerie und Infanterie wurden entworfen, geprüft und für gut oder schlecht befunden. Uniformteile wurden neu entworfen. Strategische Kanäle und Straßen geplant. Gerade war das besondere Steckenpferd des Kaisers, an den Marschwegen der Soldaten entlang lange Reihen von schnell wachsenden Pappeln anpflanzen zu lassen, zur Orientierung der Soldaten und zu ihrem Schutz vor sengender Sonne und pfeifendem Wind. Unermüdlich und pedantisch kümmerte sich der Kaiser um jedes Detail seines Staates und daneben brummten die diplomatischen Kanäle unermüdlich...
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Wir spielen die "Consolidate the Empire"-Karte. Anders als andere Karten bekommen Wir diese Karte sofort nach dem Ausspielen immer wieder zurück auf die Hand (zusammen mit der "France Declares War"-Karte die einzige franzöische Karte, bei der das so ist). Die Karte ist nur spielbar, wenn man in diesem Zug noch keine Einheit bewegt hat und mit dem Ausspielen kann man in diesem Zug auch keine Einheiten mehr bewegen. Nachdem Bewegungen im Winter ohnehin mit einem hohen Attritions-Risiko behaftet wären (siehe Eingangspost) ein geringer Preis. Als Gegenwert erhalten Wir vier Siegpunkte für das Ausspielen. Soweit Wir daran denken (manchmal vergessen Wir das im Eifer des Gefechts) spielen Wir diese Karte jeden Januar-Zug. Damit ist Unster Zug schon um und der Gegner ist an der Reihe, der im Winter ebenfalls nie (oder nahezu nie) Einheiten bewegt. [der geneigte Leser ist wie stets eingeladen, auch in den anderen Uns zur Verfügung stehenden karten in Ruhe zu schmökern, um sich auf das Kommende einzustellen. Und das ist nur Seite 1 von2 der Uns derzeit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten...]
http://s1.bild.me/bilder/221219/1732318Jan06c.png (http://www.bild.me)
Am Ende des gegnerischen Zugs tritt Preußen der Koalition gegen Uns bei...
http://s1.bild.me/bilder/221219/8882582Jan06a.png (http://www.bild.me)
...und nahezu zeitgleich ersuchen die Österreicher um Frieden. Perfektes Timing, also für Uns, für die Preußen ist das verheerend, aber eben auch fast wie in der Realität (https://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Koalitionskrieg) (vgl. Vorgeschichte (https://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Koalitionskrieg#Vorgeschichte) und Bildung der Koalition (https://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Koalitionskrieg#Bildung_der_Koalition)). Keine gute Idee, zu sehr auf längst vergangene militärische Erfolge zu vertrauen...
http://s1.bild.me/bilder/221219/4518335Jan06b.png (http://www.bild.me)
Schließlich verstärkte der Kaiser seine grande Armée um einige frischausgehobene Regimenter. [immer nach dem gegnerischen Januar-Zug aber vor Unserem eigenen März-Zug dürfen Wir rekrutieren. Aus dem Einheitenpool dürfen Wir eine zufällige Zahl neuer Einheiten aufstellen (zumeist 3 - 5). Neue Einheiten gelangen zufällig (oder nach einem von Uns noch nicht durchdrungenen Algorithmus) in den force-pool. Je nachdem, wie sehr Wir nur in einzelnen Bereichen rekrutieren, können Wir den force-pool in diesen Bereichen auch vorübergehend komplett leerrekrutieren]. Im Hinblick auf die anstehende Herausforderung gegen Preußen legte der Kaiser seinen Schwerpunkt in diesem Jahr bei der Artillerie und der Kavallerie.
Kardinalinfant
07.07.20, 16:39
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
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Europa Anfang März 1806:
http://s1.bild.me/bilder/221219/9564878Mar06c.png (http://www.bild.me)
Der Kaiser saß nach dem Erhalt der Depesche über die preußische Kriegserklärung mit seinem "Lieblingsgeneral" Lannes zusammen. "Jean, hätten die Preußen noch einen großen König wie ihren alten Fritz (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preußen)), würde es nun wirklich eng werden, aber das Preußen von heute ist nicht mehr das Preußen des siebenjährigen Krieges (https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenjähriger_Krieg), als es den Österreichern, Russen, Schweden und uns Franzosen gleichzeitig entgegen treten konnte. Spätestens seit Valmy (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonade_von_Valmy) ist das offensichtlich:
http://s1.bild.me/bilder/221219/3844243Kleines_Preussenbearb.png (http://www.bild.me)
Es ist kaum zu glauben, wie unklug Preußen agiert. Wir sind zum Kampf bereit, untere Truppen geübt, erfahren und voll mobilisiert. Zugleich können wir die Anmarschwege durch Österreich nutzen. Preußen muss erst mobilisieren, steht erst einmal alleine und seine Truppen haben jahrelang kein Gefecht gesehen. Alors, wir werden uns mit den Truppen Davouts in Böhmen vereinigen und dann den Preußen durch Sachsen hindurch entgegen treten. Ziehen die Preußen derweil durch Norddeutschland, schneiden wir ihnen die Versorgung ab, bleiben sie in Berlin, so schlagen wir sie eben dort. Masséna soll derweil in Italien Unsere Pläne ins Werk setzen, er wusste schon immer, wir man sich dort am geschicktesten verhält." Sagte der Kaiser mit einem bösen Zwinkern.
http://s1.bild.me/bilder/221219/1768831Vatikan.png (http://www.bild.me)
"Wir backen uns dort ein neues Königreich, Jean, lächelte der Kaiser..."
http://s1.bild.me/bilder/221219/1504520K_nigeb_cker.png (http://www.bild.me)
http://s1.bild.me/bilder/221219/6585967Mar06a.png (http://www.bild.me)
Wir ernten jetzt die ersten wirklichen Früchte des vergangenen Jahres. Nachdem Wir die Voraussetzungen erfüllen, können Wir das Königreich Italien (https://de.wikipedia.org/wiki/Königreich_Italien_(1805–1814)) per Eventkarte installieren. Eine der von Uns so genannten "Großen Karten". Die diplomatischen Auswirkungen betreffend Österreich sind Uns herzlich egal. Das Land ist besiegt und wird noch für ein ganzes Jahr Uns gegenüber im Zustand "freundlich neutral" verharren, egal wie ihr Diplomatiewert Uns gegenüber aussieht. Wenn Wir schon dabei sind, spielen Wir doch gleich eine weitere Karte:
http://s1.bild.me/bilder/221219/4877032Mar06.png (http://www.bild.me)
Wir lieben berittene Artillerie, für Unsere Art zu bataillieren ist sie essentiell oder doch jedenfalls extrem hilfreich. Sie kann entweder einmal bewegen und einmal schießen oder aber zweimal schießen jeweils in einer Runde.
http://s1.bild.me/bilder/221219/3461070Mar06d.png (http://www.bild.me)
Natürlich verstärken Wir die Artillerie in Napoelons Stack damit (die beiden Artillerieeinheiten mit dem kleinen weißen Punkt), von dessen aktueller Stärke nach dem Rendezvous mit Davouts Armee und der Verstärkung der Grande Armée in diesem Zuge man sich hier ebenfalls einen Eindruck verschaffen kann. Wir sind noch lange nicht da, wo Wir Napoleons Armee haben wollen, aber auf gutem Weg dahin.
Ende April (also zum Ende Unseres Zuges) sieht die Situation dann so aus:
http://s1.bild.me/bilder/221219/1776113Mar06e.png (http://www.bild.me)
Napoleon und die von Davout gelenkte "Begleitarmee" (vgl. hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30423&p=1178681#post1178681), was Wir damit meinen) sind auf dem Weg, die Preußen zu stellen. Man beachte auch Italien, wo Uns bis auf die Toskana durch die gespielte Eventkarte mittlerweile alles gehört und die Zuwächse der dortigen Armeen durch die Einheiten aus dem Event.
Nach Zugende erreicht Uns dann noch diese Nachricht:
http://s1.bild.me/bilder/221219/6770778Mar06b.png (http://www.bild.me)
Spanien mischt also von nun an auch wieder mit, wird alsbald von Großbritannien gegen Uns beeinflusst werden und irgendwann auch in den Krieg gegen Uns eintreten. Zu Spanien gibt es manches zu schreiben, aber dazu, wenn es so weit ist...
Armes Preussen...:ph:
herzlichste grüsse
Hohenlohe...:D
Kardinalinfant
07.07.20, 18:13
Armes Preussen...:ph:
herzlichste grüsse
Hohenlohe...:D
Ihr ahnt noch gar nicht, wie recht Ihr damit habt...:teufel:
Kardinalinfant
08.07.20, 11:06
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
[SIZE=6]http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
Wie so häufig während der Feldzüge des Kaisers dauerte die Generalstabsbesprechung bis tief in die Nacht. Pläne wurden ent- und wieder verworfen. Aufmarschwege bis ins Detail geplant, Kundschafter ausgesandt um den Zustand von Wegen und Brücken in Erfahrung zu bringen. Die grande Armée war ein tödliches Machtinstrument, aber ihre Räder mussten auch gut geschmiert werden, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten. Und wenn all dieses Detailwerk getan war, wurde der Kaiser bei etwas Wein und einem guten Essen häufig grundsätzlicher: "Deutschland treibt mich nicht um, meine Herren, es ist ein schlafender Riese, aber niemand weiß ihn zu wecken. Wer sollte sich Uns denn entgegenstellen? Uneinig sind sie und sehen den Feind eher unter ihresgleichen als über den Grenzen. Ihre Fürsten streiten sich lieber untereinander um ein paar Dörfer, als gemeinsam für ihre Nation. Gib einem von ihnen die Dörfer, die er will und heiße ihn künftig König anstatt Herzog und er ist Wachs in deiner Hand. Königreich um Königreich backen Wir und allesamt sind sie als Könige mehr unsere Vasallen, als sie es als Herzöge je waren."
http://s1.bild.me/bilder/221219/3792594Mai06.png (http://www.bild.me)
Wir spielen die nächste "große Karte" und heben das Königreich Bayern aus der Taufe. Erneut ist Uns herzlich egal, ob Österreich damit glücklich ist und Uns diplomatisch grollt.
"Ihre Untertanen sind ihnen hörig, dem Deutschen fehlt jeder Wille, aufzubegehren. Solange wir also ihre Fürsten bei Laune halten, haben wir auch die Deutschen selbst in der Tasche. Gelingt es jemals einem von ihnen, den geballten Volkszorn zu entfachten und gegen uns zu bündeln, wird unsere Herrschaft wackeln. Doch in der Furcht, den eigenen kleinen Thron zu verlieren, wird es keiner von ihnen wagen, das Feuer des Volkskrieges zu entfachen, würde doch alleine das benennen einer deutschen Nation die Existenz ihrer eigenen Kleinstaaten mehr als in Frage stellen. Also nutzen wir weiter ihre Wege zum marschieren, ihre Felder um unsere Soldaten zu ernähren und ihre Wiesen, um Schlachten zu schlagen und zu gewinnen."
http://s1.bild.me/bilder/221219/1958187Mai06b.png (http://www.bild.me)
Mittlerweile war Ende Juni. Die Grande Armée würde am morgigen Tage die preußische Grenze überschreiten. Kundschafter und Spione berichteten übereinstimmend, dass die Preußen und ihre Verbündeten Kursachsen und Sachsen-Weimar immer noch dabei waren, voll zu mobilisieren. Ihre Einheiten standen eher zerstreut und ein einheitlicher Oberbefehl war nicht klar definiert. Die mit ihnen verbündeten Russen, die nach den Konventionen, die man - noch in Unkenntnis des preußischen Kriegseintritts und damit zum Vorteil Frankreichs - beim Friedensschluss in Österreich vereinbart hatte, die österreichischen Grenzen nicht in Richtung Preußen überschreiten durften und daher Umwege hatten marschieren müssen, waren noch zu weit entfernt, um in das erste Aufeinandertreffen der Preußen mit den Truppen des empire francais eingreifen zu können. Kurz: Es herrschte Konfusion auf Seiten der Koalition, eilige Improvisation musste gezielte Planung ersetzen. Ganz anders die Franzosen:
http://s1.bild.me/bilder/221219/2151782Mai06c.png (http://www.bild.me)
Neben der Grande Armee operierten Davout, Lannes und Marmont (https://de.wikipedia.org/wiki/Auguste_Frédéric_Louis_Viesse_de_Marmont) in der Nähe und in enger Abstimmung mit dem Kaiser. Doch auch jenseits des Geschehens in Preußen setzten französische Korps den Machtanspruch Frankreichs über Europa durch. Wo ein direkter Befehl des Kaisers nicht vorlag, waren die meisten seiner Generäle befähigt, im Sinne des Kaisers zum Wohle Frankreichs zu handeln:
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Holland wurde von Bernadotte (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_XIV._Johann_(Schweden)) gegen britische Landungen gesichert.
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Durch Belgien führte Soult (https://de.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Jean-de-Dieu_Soult) Verstärkungen für die grande Armée heran. [man beachte die beiden 4er-Kanonen, das Beste vom Besten, die Wir hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30423&p=1178416#post1178416) per Event-Karte erhalten hatten. Diese Einheiten sind tatsächlich unmittelbar dazu gedacht, in Napoleons Stack integriert zu werden.]
http://s1.bild.me/bilder/221219/7536491Mai06f.png (http://www.bild.me)
Murat (https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Murat) und Augereau (https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Pierre_François_Augereau) standen in der Picardie, von wo aus Murat die frisch ausgehobenen Regimenter nach Deutschland führen sollte, während Augereau mit den Milizen (die 0er-Infanterie, es handelt sich dabei um Einheiten, die französischen Boden nicht verlassen können) das französische Kernland decken sollte.
http://s1.bild.me/bilder/221219/5177448Mai06g.png (http://www.bild.me)
Masséna hatte in Tirol dessen Angliederung an das Königreich Bayern überwacht. Er konnte von dort aus in kurzer Zeit sowohl Napoleon Unterstützung zuführen als auch in Italien aktiv werden.
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St. Cyr (https://de.wikipedia.org/wiki/Laurent_de_Gouvion_Saint-Cyr) sicherte derweil das neuerrichtete Königreich Italien gegen jede Bedrohung von Innen wie Außen ab. [womit die werten Leser auch einen Kurzüberblick über das hätten, was Uns zur Zeit insgesamt so zur Verfügung steht].
Kardinalinfant
08.07.20, 16:01
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
Unruhig wälzte sich der Kaiser der Franzosen in seinem Bett...
http://s1.bild.me/bilder/221219/4680710Universal.png (http://www.bild.me)
Immer wieder Schreie und Flüche ausstoßend...
http://s1.bild.me/bilder/221219/5559421Fechtszene.png (http://www.bild.me)
...und wer ihn kannte, der wusste mittlerweile, was der Grund dafür war:
Bei Magdeburg waren die Heere Frankreichs und Preußens schließlich nach einigen Tagen des Manövrierens aufeinandergetroffen:
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Wie man sehen kann, haben die Preußen ihren besten Kommandeur dieser Zeit aufgestellt, den fürschterlischen 'o'enlo'e (man denke sich das mit französischem Akzent) und nein, nicht den hier (https://www.si-games.com/forum/member.php?u=1825), sondern den (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_(Hohenlohe-Ingelfingen-Öhringen)), welcher Namenspatron des ersten ist :). Der einzigen guten Artillerieeinheit der Preußen auf deren linkem Flügel gehen Wir aus dem Weg und massieren Unsere Artillerie auf den beiden anderen Flügeln.
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Wir können ihre jeweiligen Opponenten aus dem Feld schlagen, die die Preußen aus ihrer Reserve gleichwertig ersetzen können.
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In Runde zwei können Wir diese dann ebenso vernichten, wie eine leichte Kavallerieeinheit. Im Artilleriefeuer des Feindes verlieren Wir Unsererseits eine tapfere Einheit französische Linieninfanterie. Nachdem das feindliche Zentrum nur mehr mit mittelprächtigen Infanterieeinheiten besetzt ist, nutzen Wir die Gelegenheit dort zu einer Attacke von Kavallerie und Infanterie. Wir können bei Gelingen die Preußen hier und heute bereits so gut wie vernichten.
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In Runde drei hält der Tod reiche Erne auf Seiten der Preußen. Eine weitere Kavallerieeinheit und gleich drei Infanterieeinheiten können Wir vernichten. Unsere Attacke im Zentrum wird unvermindert fortgesetzt, gleichzeitig sind die feindlichen Reserven an diesem Punkt aufgebraucht.
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Unsere Attacke im Zentrum schlägt voll durch, der Feind wird dort aufgerieben und muss ungeordnet den Rückzug antreten. Dem interessierten Leser wird auffallen, dass Wir neben dem Zentrum jetzt auch auf beiden Flügeln Kavallerieeinheiten vorgeschickt haben. Wir haben da einen kleinen Trick angewandt: Gerät ein Flügel der KI in Bedrängnis (d.h. ist er in Gefahr, komplett zerschlagen zu werden und sämtliche Einheiten zu verlieren) und hat die KI keine Einheiten mehr in Reserve, die dort aushelfen könnten, schiebt die KI in aller Regel Unterstützung von nicht so stark bedrohten Flügeln dorthin. Das kann sie aber nur, wenn diese Flügel unbedrängt sind. Steht auch nur eine Unserer Einheiten im Niemandsland vor dem jeweiligen Flügel, können von dort keine Einheiten mehr verschoben werden. Daher schieben Wir in vergleichbaren Situationen, wenn der Zusammenbruch eines Flügels sich abzeichnet, bereits zu Beginn der Kampfrunde schwere Kavallerieeinheiten (die nur sehr schwer zu vernichten sind, so dass Unser Risiko überschaubar ist) und nur diese vor, um die anderen Flügel zu binden. Und dann wird am eigentlichen Angriffsflügel - hier eben im Zentrum - zugeschlagen. Hier hat das geradezu mustergültig funktioniert.
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Die Bilder sprechen im Grunde für sich. Der Feind verliert auf der Flucht so ziemlich Alles, was noch militärischen Wert hat, fast wie in Realität (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Jena_und_Auerstedt). Doch damit nicht genug...
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"Adieu, edler Hohenlohe. Ihr wart ein ehrenvoller Gegner, auch wenn das Aufeinandertreffen nur kurz und für Euch recht schmerzhaft war." [warum das Spiel den gegnerischen Kommandeur auf dem Einheitenplättchen während der Schlacht als "Hohenlohe" bezeichnet, in der Todesnachricht aber seinen Vornamen wählt, bleibt ebenso das Geheimnis der Entwickler, wie die Frage, warum sie nicht in der Lage waren, den Vornamen des richtigen Hohenlohe anzuführen. Sein Sohn (der vom Namen her passen würde) kommt mit gerade 22 Jahren zum Zeitpunkt der Schlacht als Kommandeur nicht in Betracht…].
http://s1.bild.me/bilder/221219/6807845Jul06j.png (http://www.bild.me)
In der Kurzzusammenfassung sieht das Gesamtergebnis für die Preußen auch nicht viel freundlicher aus. Und selbst damit hat es dann noch nicht sein Bewenden, als Lohn für die gewonnene Schlacht erhalten Wir ausgerechnet diese Karte hier:
http://s1.bild.me/bilder/221219/5161280Jul06k.png (http://www.bild.me)
Für den im Englischen und der Spielmechanik nicht ausreichend bewanderten Leser in Kurzzusammenfassung: Sobald Preußen um Frieden nachsucht, können Wir diese Karte ausspielen. Sie verhindert dann, dass Preußen jemals wieder gegen Uns aufsteht, es sei denn, irgendeine Großmacht der Koalition schafft es irgendwann nach Berlin und befreit Preußen auf diese Weise.
Fast schon zur Randnotiz gerät da, dass Preußen am selben Tag noch eine weitere Schlacht verliert. In der preußischen Hauptprovinz waren ja gleich zwei Heere stationiert, das Hauptheer, über dessen Vernichtung Wir gerade eben Bericht erstattet haben und ein kleineres Korps, welches unabhängig vom Hauptheer operiert hat. In Gestalt einer Doppelschlacht haben Wir Gelegenheit bekommen, auch dieses zweite Heer noch in einer sogenannten kleinen Schlacht zu bekämpfen:
http://s1.bild.me/bilder/221219/8360455Jul06kleina.png (http://www.bild.me)
Schon jetzt lässt sich prognostizieren, dass der arme Braunschweig (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Wilhelm_Ferdinand_(Braunschweig-Wolfenbüttel)) keinen wesentlich besseren Tag haben wird, als sein Kollege. Nachdem in den kleinen Schlachten ja ohne dazwischenliegendes Niemandsland direkt aufeinander gefeuert wird, was prinzipiell verlustträchtiger ist, haben Wir Unsere Truppen so aufgestellt, dass Verluste möglichst minimiert werden: Artillerie nie an den Rand und immer von einer Infanterie und einer Kavallerie eingerahmt (das gibt Kampfboni), exponiert am Rand die schwere Kavallerie, die nur extrem schwer zu vernichten ist.
http://s1.bild.me/bilder/221219/6335588Jul06kleinb.png (http://www.bild.me)
In Runde eins werden die gegnerischen Linien bereits ausgedünnt...
http://s1.bild.me/bilder/221219/2411090Jul06kleinc.png (http://www.bild.me)
...und der Gegner dann in Runde zwei nahezu vernichtet. Die einzige nicht vernichtete sondern geflohene Einheit...
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...wird sodann in der Verfolgung vernichtet.
http://s1.bild.me/bilder/221219/6566902Jul06kleinf.png (http://www.bild.me)
Ein wahrlich schwarzer Tag für Preußen. Und ein um so glorreicherer für Frankreich.
http://s1.bild.me/bilder/221219/7957320Napoleon.png (http://www.bild.me)
Die Standarte der Grande Armée flattert über beiden Schlachtfeldern und damit auch über Berlin.
http://s1.bild.me/bilder/221219/7908437Jul06b.png (http://www.bild.me)
Preußische Einheiten existieren kaum noch. Die vierte Koalition wird damit im Wesentlichen nur noch von den russischen Armeen am Leben gehalten, die in Eilmärschen auf Berlin ziehen, um den wankenden Verbündeten zu stützen...
P.S. Dieser Beitrag ist mit einem besonderen Gruß dem ehrenwerten Hohenlohe gewidmet, also diesmal tatsächlich diesem hier (https://www.si-games.com/forum/member.php?u=1825). Wir hoffen sehr, dass Ihr Uns nicht zu sehr grollt, dass Wir das Leben Eures Avatars erheblich verkürzt haben. Ihr könnt gewiss sein, dass Wir ihn lieber gefangen genommen und auf Ehrenwort anschließend entlassen hätten, als ihn durch eine verirrte Kugel sein Leben aushauchen zu sehen. Zu seinem Gedenken: Ex flammis orior
LochLomond
08.07.20, 16:21
zu einem unpassenderen Zeitpunkt hätte die Preußen kaum in den Krieg ziehen können^^
Kardinalinfant
08.07.20, 16:27
Das stimmt, deswegen haben sie auch die volle Breitseite bekommen. Im Spiel wie in der Realität. Bis ins Jahr 1807 oder 1808 hinein haben die zeitlichen Abläufe in Unserem Spiel ganz gute Parallelen zur Realität gehabt, ist keineswegs immer so... :)
Donnerschlag - Meine Herren - Kreucht noch was in Preußischen Landen?
Spannendes Update. Macht Spaß zu lesen. Könnt Ihr Berlin angemessen verteidigen wenn Preussen Euch freundlichen gesinnt ist? Oder ist das eine ständige Abwehrschlacht gegen Österreich und Russland?
Kardinalinfant
09.07.20, 09:09
Donnerschlag - Meine Herren - Kreucht noch was in Preußischen Landen?
Wenig, man kann die Größe des preußischen Stacks in Pommern nicht erkennen, aber wenn Wir richtig schließen, dürften es genau 4 Einheiten sein, die Überlebenden der Schlacht von Magdeburg. Dazu kommt dann noch eine Einheit in Ostpreußen. Das war es.
Spannendes Update. Macht Spaß zu lesen.
Danke :)
Könnt Ihr Berlin angemessen verteidigen wenn Preussen Euch freundlichen gesinnt ist? Oder ist das eine ständige Abwehrschlacht gegen Österreich und Russland?
Lasst Euch doch überraschen ;) Wir sagen mal so: Richtiginteressant wird die Situation um Berlin im 1813er Szenario. Dort ist die Situation so, dass Preußen zu Beginn in dem Zustand ist, als hätte man die Karte schon gespielt. Und die Grande Armée besteht nur aus ein paar Trümmern, die aus Russland zurückgekehrt sind. Russland und Österreich (nicht ganz sicher, ob die bereits zu Beginn des Szenarios im Krieg sind, Wir meinen [und historisch wäre das auch richtig], sie stoßen erst im Laufe des Jahres dazu) klopfen dort ziemlich kräftig in Berlin an die Stadttore. Verliert man dort Berlin, tritt Preußen sofort in den Krieg ein, bekommt ebenfalls noch eine Armee generiert und es geht eigentlich nur noch darum, Frankreich irgendwie zu verteidigen. Mal schauen, wenn Interesse besteht, könnten Wir bei Beendigung dieses AARs in diese Situation noch mal reinschauen...
Duke of York
09.07.20, 09:32
...Mal schauen, wenn Interesse besteht, könnten Wir bei Beendigung dieses AARs in diese Situation noch mal reinschauen...
Für Untergangs-AARs können Wir Uns immer erwärmen. Köstlich, sich an dem Leid anderer ergötzen zu können. :ditsch: ;)
Kardinalinfant
09.07.20, 10:10
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
http://s1.bild.me/bilder/221219/1260717Plumpudding.png (http://www.bild.me)
"Das eine muss man Alexander lassen," sagte der Kaiser zu seinem Stabschef, "er hat Schneid! Das unterscheidet ihn von den meisten anderen gekrönten Häuptern Europas. Hätte er in gleichem Maße taktisches Geschick, könnte er einmal mit etwas Erfahrung ein gefährlicher Gegner werden." Der Kaiser hatte seine Position auf einem kleinen Hügel hinter der Artillerie seines Zentrums bezogen. Das Schlachtfeld hatte er bereits am Tag zuvor in Augenschein genommen und seine Truppen vorteilhaft positioniert. Die ganze Nacht hatte er gehofft, dass der russische Zar ihm in seinem Eifer Berlin zu befreien den Gefallen tun und angreifen würde. Jetzt erfüllte sich diese Hoffnung. Trotz der klar ersichtlich überlegenen Positionierung der französischen Artillerie ließ der Zar seine Truppen aufmarschieren und zum Angriff übergehen. Napoleon ließ in der aufgehenden Sonne ungewöhnlich lange warten, um das Feuer auf die russischen Einheiten zu eröffnen. Erst als diese auf Kernschussweite heran waren, gab er den Feuerbefehl, den Berthier sofort weitergeben ließ. Das zuvor gut hörbare Hurra-Geschrei der russischen und preußischen Koalitionäre ging im einsetzenden Grollen der französischen Kanonen unter...
http://s1.bild.me/bilder/221219/3111191Jul06Feinda.png (http://www.bild.me)
Der Feind geht in seinem Zug zum Angriff über und versucht, Berlin zu entsetzen. Bei Großbeeren treffen beide Heere aufeinander. Die Aufstellung bietet dem geneigten Leser Unseres AARs wenig Neues. Einzig auf Unserem rechten Flügel könnte man stutzig werden, warum Wir dort eine schwächere Infanterieeinheit Unserer Verbündeten (an dem hellblauen Winkel zu erkennen) aufgestellt haben, dazu gleich. Erkennbar ist auch, dass Wir Uns in der hier (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30423&p=1183892#post1183892) geschätzten Zahl der noch übrigen preußischen Einheiten (erkennbar an den violetten Winkeln) getäuscht haben. Vermutlich haben sich die überzähligen Einheiten zuvor in den russischen Stacks "versteckt" gehabt, wo sie sich einer Zählung natürlich entziehen.
http://s1.bild.me/bilder/221219/1675321Jul06Feindb.png (http://www.bild.me)
Der Feind geht gegen Unseren rechten Flügel All In.... und verliert. Wir können ihm eine Infanterieeinheit und vor allem seine schwere Artillerieeinheit, die er mit hat vorrücken lassen, zerschlagen. Uns kostet die Attacke eine Infanterieeinheit und zwar die der Verbündeten: Wir stellen diese Einheiten ab und an gerne als "Lockeinheiten" auf. Die KI greift bevorzugt die schwächsten Einheiten an, da dort ihre Angriffschancen am besten sind. Wir nutzen das und lenken so das Feuer weg von Unseren kostbareren besseren Einheiten. Im Zentrum und vor Unserem linken Flügel verliert der Feind drei weitere Einheiten im Feuer Unserer dort überlegenen Artillerie (die Kombination aus schweren Einheiten, also den 3er-Kanonen und der gezogenen Artillerie, die zweimal feuern kann, kann mitunter ganz schön verheerend sein).
http://s1.bild.me/bilder/221219/7692277Jul06Feindc.png (http://www.bild.me)
Auf Unserem rechten Flügel tobt die Schlacht unverändert hart. Unsere beiden besten Einheiten dort sind angeschlagen. Allerdings vernichten Wir hier Unsererseits eine preußische Infanterieeinheit. Unser linker Flügel erledigt artilleristisch zwei weitere Feindeinheiten. Die feindlichen Reserven sind damit aufgebraucht.
http://s1.bild.me/bilder/221219/6998412Jul06Feindd.png (http://www.bild.me)
Unser rechter Flügel hält, insgesamt drei Feindeinheiten können Wir diese Runde vom Schlachtfeld vertreiben.
http://s1.bild.me/bilder/221219/3406096Jul06Feinde.png (http://www.bild.me)
Wie oben ausgeführt, Unsere Artillerie kann tödlich sein. Zunächst hat die Artillerie des Zentrums die gegnerischen Linien ausgedünnt. Der Feind hat dann notgedrungen aus seinem rechten Flügel Unterstützung geschickt und diesen dadurch geschwächt womit Wir mit den drei Geschützen Unseres linken Flügels in der Lage waren, die verbliebenen zwei Einheiten auf dem feindlichen rechten Flügel zu vernichten. Hier setzt Unsere berittene Artillerie gerade den finalen Schuss. Der Feind zieht sich daraufhin in Unordnung zurück.
http://s1.bild.me/bilder/221219/3076407Jul06Feindg.png (http://www.bild.me)
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http://s1.bild.me/bilder/221219/3040872Jul06Feindj.png (http://www.bild.me)
Da Wir ziemlich viel Kavallerie zum Verfolgen haben, endet dies deftig für den Feind. Nach acht weiteren Verlusten besteht die vormals 20 Einheiten große Armee nur noch aus 4 Einheiten, davon drei Kavallerieeinheiten. Immerhin, Zar Alexander hat sein erstes Aufeinandertreffen mit dem Kaiser der Franzosen überlebt und wird in Zukunft vielleicht vorsichtiger sein...
http://s1.bild.me/bilder/221219/4346857Jul06Feindk.png (http://www.bild.me)
Wieder kein schöner Tag für die Koalitionäre. Wer sich fragt, woran es liegt, dass die Schlachten gerade sehr viel deutlicher verlaufen, als noch im vorherigen Konflikt mit Österreich:
Zum Einen verfügen Wir mittlerweile über zwei Einheiten berittene Artillerie, was Unserer Spielweise sehr entgegenkommt. Zum zweiten haben Wir gegen Österreich in der Regel gegen bessere Kommandeure gekämpft. Erzherzog Karl hatte einen 7er Wert, der arme Hohenlohe nur einen 5er und Alexander gar nur einen 3er, das macht sich deutlich bemerkbar. Die einzige Schlacht im 3. Koalitionskrieg gegen einen schlechteren Kommandeur (Kutusow ebenfalls mit 5) haben Wir bezeichnenderweise auch krachend gewonnen. Zum dritten haben Wir im Verlauf der Schlachten vielleicht gerade auch ein wenig mehr fortune. Die richtige Einheit im richtigen Moment zufällig vernichten oder eben nicht, kann sich auf den Gesamtverlauf auswirken. Insgesamt haben Wir es durch diese Faktoren in beiden bisherigen großen Schlachten des vierten Koalitionskrieges jeweils geschafft, die feindliche Schlachtreihe zu zerschlagen und in die Verfolgungssituation zu kommen. Das waren dann einmal 6 und einmal 8 Einheiten zusätzliche Verluste für den Gegner. Das ist es im Wesentlichen.
http://s1.bild.me/bilder/221219/1942379Jul06Feindl.png (http://www.bild.me)
Der Lohn der gewonnen Schlacht in Kartenform ist diesmal nichts Besonderes. Na ja, Kleinvieh macht auch Mist.
Ist die Preußen-Karte nicht etwas sehr stark? Da wird ein Major dauerhaft aus dem Spiel genommen. Wir trauen einer KI nicht so recht zu, den Wiedereintritt Preußens gewinnbringend zu forcieren.
Ruprecht I.
11.07.20, 23:32
Da das Spiel ein Kampf gegen Windmühlen ist (Gegner kommen voll zurück, man selbst muß mit Verlusten klarkommen) halten Wir das doch für fair.
Frage: gibt's das für alle Majors. oder nur für Preußen, da es historisch ja durchaus etwas... knapp... war mit dem Überleben als ernstzunehmende Macht?
Kardinalinfant
11.07.20, 23:34
Wir gehen am Montag mal auf die Fragestellung ein. Bis dahin ein schönes geruhsames Wochenende allen Regenten. :)
Kardinalinfant
13.07.20, 11:17
Ist die Preußen-Karte nicht etwas sehr stark? Da wird ein Major dauerhaft aus dem Spiel genommen. Wir trauen einer KI nicht so recht zu, den Wiedereintritt Preußens gewinnbringend zu forcieren.
Da das Spiel ein Kampf gegen Windmühlen ist (Gegner kommen voll zurück, man selbst muß mit Verlusten klarkommen) halten Wir das doch für fair.
Zur "Prussia Prostrate"-Karte: Ja, die Karte ist sehr stark, deswegen sprechen Wir auch von einer "großen Karte" in diesem Zusammenhang. Man muss aber ein paar Dinge beachten:
- Zum einen kommt die Karte zufällig auf die Hand. Das kann ganz zu Beginn des Spieles sein, das kann - wie bei Uns - relativ bald nach Start oder aber auch 3 Züge vor Schluss, wenn man Pech hat. Die Zufallskomponente muss man im Kopf haben. Es ist also keineswegs von Vorneherein und in jeder Partie ein game breaker.
- Man muss erstmal die Voraussetzungen erfüllen, um sie auszuspielen. Und das heißt, dass man Preußen zumindest einmal auf "herkömmlichem Weg" bezwungen haben muss. Uns geht das leicht von der Hand. Ohne übertriebenes Selbstlob würden Wir Uns allerdings auch eine gewisses Level an Spielkunst bescheinigen, das nicht jeder hat. Für letzteren sind die Voraussetzungen dann deutlich schwerer zu erreichen.
- Die Karte ist zugleich auch eine Last, denn das Erreichte will man nicht mehr verlieren. Das bedeutet, dass man dauerhaft eine starke Streitmacht in oder um Berlin im Feld haben muss, die man nicht anderswo verwenden kann. Ob auch die Briten an der Ostsee landen können (in Pommern bspw.), um Berlin zu befreien oder ob das in der KI der Briten ausgeschlossen ist, wissen Wir nicht und denkbar wäre es jedenfalls. Jedenfalls können die Russen jederzeit nach Berlin marschieren. Auch die Österreicher werden wieder aufstehen und könnten das versuchen. Man wird also entweder Berlin mit einem Stack verteidigen müssen, den nicht Napoleon befehligt oder aber gegen die Österreicher offensiv mit einem Stack kämpfen müssen, den nicht Napoleon befehligt, denn gekämpft wird auch außerhalb Preußens. Ohne Napoleon sind Schlachten durchaus auch gewinnbar, aber schon deutlich weniger leicht, je nachdem, wen der Gegner als Kommandeur hat. Auch haben Wir - je nach Verlauf - nur eine begrenzte Zahl an wirklich schlagkräftigen Einheiten (4er Artillerie gibt es nicht für jeden Stack, berittene Artillerie allenfalls sukzessive). All das macht die Organisation der Verteidigung des erreichten Zustands in Preußen durchaus machbar, aber eben nicht zu einem Selbstläufer (je nach Können des jeweiligen Spielers, s.o.).
- Der werte Ruprecht hat nicht Unrecht. Für Uns kann eine richtig derbe Niederlage den Anfang vom Ende bedeuten, für die Gegner ist das ein verlorener Krieg, man wird ja wieder aufstehen. So ist das Spiel kodiert. Insofern ist eine Macht, die nicht mehr zurückkehrt keineswegs das Ende aller Hoffnungen der Koalition.
Frage: gibt's das für alle Majors. oder nur für Preußen, da es historisch ja durchaus etwas... knapp... war mit dem Überleben als ernstzunehmende Macht?
Das Spiel modelliert ganz schön historische Begebenheiten der damaligen Zeit. Daher musste auch die derbe preußische Niederlage 1806/1807 ihren Ausdruck finden. In diesem Kontext ist die Karte zu verstehen. Es gibt keine vergleichbare Karte für Österreich und Russland (für Russland gibt es etwas anderes, was aber für sich genommen bei weitem nicht so wirkmächtig ist, Wir werden im Partieverlauf darauf zu sprechen kommen). Mit einer Niederlage Großbritanniens endet die Partie ohnehin, eine Karte wäre also sinnlos. Es gibt etwas relativ Ähnliches wie die "Prussia Prostrate-Karte" aber für Spanien. Spanien hat allerdings zum einen noch deutlich weniger militärische power als Preußen (der Verluste für die Koalition wiegt also noch weniger schwer als der von Preußen [Allgemein ist die Rangfolge der Gegner nach Gefährlichkeit Unseres Erachtens
1. Russland
2. Österreich und Großbritannien gleichauf
4. Preußen
5. Spanien
man kann also nur die beiden schlechtesten KI-Gegner dauerhaft ausschalten und beides hat seinen Preis...] und zum anderen ist sowohl die Spanien-Karte, als auch Spanien insgesamt eine sehr zweischneidige Angelegenheit für Frankreich in dieser Partie. Wir werden auch darauf bei Gelegenheit zu sprechen kommen.
Fortsetzung des AAR mit etwas Glück noch heute...:)
Simuliert das Spiel Logistik? Also ist ein Desaster wie der Russlandfeldzug bei euch auch möglich?
Kardinalinfant
13.07.20, 11:47
Simuliert das Spiel Logistik?
Leider nein.
Also ist ein Desaster wie der Russlandfeldzug bei euch auch möglich?
Überraschender- und erfreulicherweise trotzdem ja! :) Nehmen Wir es eben an dieser Stelle vorweg: Betritt man russisches Gebiet, kann die KI eine Karte spielen, die zu einem automatischen Test auf Attrition bei der Invasionsarmee führt. Die Verluste können heftig sein, die Zufallstreffer können dabei völlig wahllos auch die besten Einheiten treffen. Diese Karte hat die KI zu Partiebeginn mindestens einmal auf der Hand, man kann also sicher sein, dass diese Karte zumindest einmal zuschlagen wird, wenn man Russland betritt. Es gibt sie aber mehrfach, so dass man nicht sicher sein kann, dass sie nicht mehrfach während eines Russlandfeldzuges zuschlägt. Daneben ist jeder Stack, der in den Wintermonaten auf russischem Gebiet steht (nicht ganz sicher, ob nur Januar/Februar als solche gewertet werden oder gar schon der November/Dezember Zug) einer Attritionsprüfung gänzlich ohne jede Karte unterworfen. Auch dem können wiederum durchaus mehrere Einheiten je Stack zum Opfer fallen. Jetzt muss man dazu wissen, dass Russland nur dann zum Frieden gezwungen werden kann, wenn man Moskau und St. Petersburg besetzt hält. Und man sollte im Kopf haben, dass nach Erfüllen dieser Bedingungen der Frieden nicht automatisch und sofort eintritt, sondern zufällig irgendwann. Das kann durchaus mal drei oder vier Züge dauern. Man kommt also kaum daran vorbei, mindestens einen Winter in Russland zuzubringen, wenn man Russland militärisch besiegen will. Insgesamt kann die grande Armée dabei fast schon in historischem Ausmaß zerrupft werden, wenn es blöd läuft. Wir haben Unseren eigenen Ansatz, damit umzugehen, aber dazu dann wirklich erst, wenn es sich anbietet, das zu thematisieren.
Euer Bilderhoster muckt gerade etwas?
Kardinalinfant
13.07.20, 15:13
Euer Bilderhoster muckt gerade etwas?
Sicher? Bei Uns nicht...
Frisiercreme
13.07.20, 15:21
Wir können das auch bestätigen, wir sitzen derzeit aber hinter einer sehr schwachen Leitung.
Euer Bilderhoster muckt gerade etwas?
Wir sehen auch keine Bilder mehr!
Kardinalinfant
13.07.20, 15:27
Jetzt sehen Wir klar: Die KI hat die Ereigniskarte "Pressezensur" gespielt, ein starker move…
Nein im Ernst, keine Ahnung woran das liegt. Auf Unserem Büro-Computer bekommen Wir die Bilder problemlos angezeigt. Wir wüssten jetzt auch nicht, wie Wir Abhilfe schaffen könnten. Vermutlich ein (hoffentlich vorübergehendes) Problem Unseres Hosters...
Denken Wir auch. Heute konnten Wir die Bilder noch bewundern, jetzt sind sie fort. Jetzt ist es eh schon spät; Wir versuchen es morgen wieder, vielleicht hilft es, wenn Wir die Augen wieder aufbringen.
Wir vermuten: Wer die Bilder schon mal hatte, hat sie noch im Browser Cache und sieht sie deshalb. Wer die Bilder nie hatte hat Pech.
Der AAR des werten Mortimer ist ebenfalls betroffen - selber Bilderhoster.
Das Problem existiert mindestens bereits seit gestern Nachmittag, aber die Webseite des Bilderhosters ist erreichbar. Riecht nach einem Routing-Problem mit dem eigentlichen Bilderserver.
Wir vermuten: Wer die Bilder schon mal hatte, hat sie noch im Browser Cache und sieht sie deshalb. Wer die Bilder nie hatte hat Pech.
Der AAR des werten Mortimer ist ebenfalls betroffen - selber Bilderhoster.
Das Problem existiert mindestens bereits seit gestern Nachmittag, aber die Webseite des Bilderhosters ist erreichbar. Riecht nach einem Routing-Problem mit dem eigentlichen Bilderserver.
Das ist sehr ärgerlich. Alle AARs, die mit "Bild me" arbeiten, sind betroffen. Ich habe das Problem schon am Samstag Abend bemerkt. Ich hoffe, dass die Bilder wieder auftauchen.
Die Bilder waren seit letzter Woche immer mal wieder weg. Wir haben das zuerst auf die Vernachlässigung Unseres Browser-Updates geschoben, scheint aber ein allgemeines Problem zu sein.
Schöner AAR übrigens, trotzdem Wir nicht den Eindruck haben, das Spiel unbedingt erwerben zu müssen. :top:
Kardinalinfant
14.07.20, 09:51
Wir setzen erst mal aus, bis das mit dem Bilder-Hoster geklärt ist. Bis hierher könnten Wir wohl die geposteten Bilder noch rekonstruieren und bei einem anderen Hoster hochladen. Die Mühe machen Wir Uns aber nur, wenn der bislang gewählte Hoster nachhaltig nicht funktioniert, ansonsten würden Wir lieber mit dem weiter machen, da recht bequem und bislang auch zu verlässig. Bis dahin erstmal Pause :( Für eine Rückmeldung, wann es wieder geht, wären Wir dankbar.
Also wenn der Hoster von Samstag bis Dienstag nicht merkt, dass sein Server down ist? Hat den Hoster schon mal jemand kontaktiert?
Wir setzen erst mal aus, bis das mit dem Bilder-Hoster geklärt ist. Bis hierher könnten Wir wohl die geposteten Bilder noch rekonstruieren und bei einem anderen Hoster hochladen. Die Mühe machen Wir Uns aber nur, wenn der bislang gewählte Hoster nachhaltig nicht funktioniert, ansonsten würden Wir lieber mit dem weiter machen, da recht bequem und bislang auch zu verlässig. Bis dahin erstmal Pause :( Für eine Rückmeldung, wann es wieder geht, wären Wir dankbar.
Ihr seid als Richter hoher Ehren doch recht vertrauenswürdig!;) Fragt doch mal Abo, ob er Euch im Forum die Rechte frei gibt, hier die Bilder hochzuladen. Speicherplatz sollte ja noch zu genüge frei sein!
Dieser AAR wurde für die Wahl zum AAR des Quartal II/2020 nominiert!
Es darf gewählt werden:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30504
Kardinalinfant
20.07.20, 12:14
Wir danken für die Nominierung, die Uns sehr ehrt, wie auch Euch, werter Bigfish für die mit den Wahlen und ihren Ankündigungen verbundenen Mühen. Über ein paar Stimmen würden Wir Uns natürlich freuen, auch wenn Wir Uns keinen Illusionen hingeben, mindestens (!) einer der nominierten AARs ist besser als Unserer und wird auch Unsere Stimme erhalten.
Hier wird es erst Ende August weitergehen können. Unser Bildhoster ist noch online, funktioniert aber nach wie vor nicht, das ist eine vertrackte Situation. Wie angekündigt, würden Wir erwägen, die bisher geposteten Bilder auf einem anderen Hosten wieder online zu stellen, aber nur dann ,wenn Unser alter nicht mehr in die Spur kommt, ansonsten ist Uns die Mühe doch zu gewaltig. Nach Unserem Urlaub Ende August sollte das feststehen und vorher kämen Wir zum Wiederposten der Bilder auf einem anderen Hoste sowieso nicht. Bis dahin allen Regenten einen schönen Sommer! :)
Werter Kardinalinfant, ich rechne nach über einer Woche nicht mehr mit dem wundersamen Wiedererscheinen der Bilder. Ich habe jetzt zu "directupload" gewechselt und alle Bilder in meinem AAR erneut hochgeladen. Das hat mich rund 1,5 Stunden Lebenszeit gekostet. Zum Glück bin ich akribisch und nummeriere alle meine Screenshots...
Mögen die Regenten an die Wahl denken!
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30504
Wir Danken für den AAR und die Teilnahme an der Wahl!
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30504
Nach Unserem Urlaub Ende August sollte das feststehen und vorher kämen Wir zum Wiederposten der Bilder auf einem anderen Hoste sowieso nicht. Bis dahin allen Regenten einen schönen Sommer! :)
Der Sommer war schön, aber jetzt ist schon September :)
Kardinalinfant
08.09.20, 14:58
Der Sommer war schön, aber jetzt ist schon September :)
Gehört für Uns noch zum Sommer ;)
Frage in die Runde: Sind die Bilder wieder sichtbar? Bei Uns sind sie es nämlich komischerweise teilweise, teilweise aber auch nur Fry von Futurama. Wenn Wir dazu ein paar Rückmeldungen erhalten, sind Wir vorsichtig optimistisch, nächste Woche entweder die Bilder wieder neu hochzuladen (wenn erforderlich) oder aber alternativ ein wenig weiter zu schreiben (wenn die Bilder für die Regenten sichtbar sind und Wir Uns den reload-Aufwand sparen können).
Wir sehen leider kein einziges! :o
Ruprecht I.
08.09.20, 15:06
Frys Klonarmee. That's it.
Kardinalinfant
08.09.20, 15:33
OK, reicht Uns als Rückmeldung. Dann werden Wir das wohl alles nochmal bei directupload hochladen. Seufz! Danke bild.me! :rolleyes:
Witold Pilecki
08.09.20, 15:35
Die Arbeit wäre ja nur für neue Leser nötig. Wir alten Hasen sind auf dem aktuellen Stand. Wäre die Frage, ob das lohnt.
Kardinalinfant
08.09.20, 15:38
Die Arbeit wäre ja nur für neue Leser nötig. Wir alten Hasen sind auf dem aktuellen Stand. Wäre die Frage, ob das lohnt.
Wir liefern kein Stückwerk, jedenfalls ist das nicht Unser Ansatz. Auch in Jahrhunderten sollen Nachfolgeregenten Unser Werk noch lesen können. Exegi monumentum aere perennius und dergleichen mehr. ;)
Wie der Zufall so will, ist gerade jetzt das lange angekündigte Update auf Version 1.03 erschienen. Es gibt Änderungen bei den Seeschlachten und auch kleinere KI-Verbesserungen. Interessant finde ich Folgendes: Stacks ohne regulären Anführer erhalten einen generischen Anführer auf Zeit, damit die Stacks bewegt werden können (die alte Bewegungsregel war ja doch sehr rigide). Ich verstehe dies als Aufforderung des Schicksals an den werten Kardinalinfanten, einen ganz neuen AAR zu beginnen. Vergesst also die alten Bilder, sie sind für immer gegangen :D.
Kardinalinfant
08.09.20, 18:23
Wie der Zufall so will, ist gerade jetzt das lange angekündigte Update auf Version 1.03 erschienen. Es gibt Änderungen bei den Seeschlachten und auch kleinere KI-Verbesserungen. Interessant finde ich Folgendes: Stacks ohne regulären Anführer erhalten einen generischen Anführer auf Zeit, damit die Stacks bewegt werden können (die alte Bewegungsregel war ja doch sehr rigide). Ich verstehe dies als Aufforderung des Schicksals an den werten Kardinalinfanten, einen ganz neuen AAR zu beginnen. Vergesst also die alten Bilder, sie sind für immer gegangen :D.
Das wäre verlockend, Wir denken ein oder zwei Tage darüber nach :top:
Witold Pilecki
08.09.20, 20:30
Nehmt dann etwas Schwereres!
Gibt's denn noch keinen RAID 1 Bilderhoster? Ist der ein platt, macht der andere automatisch weiter...
Kardinalinfant
08.09.20, 22:03
Nehmt dann etwas Schwereres!
Das 1813er Szenario? Mal schauen. Da geht halt einiges an Flair verloren. Spannender wäre es natürlich.
Ja, Wir wollen Euch leiden sehen. Im Ernst: Wie jemand von Sieg zu Sieg eilt ist oft beeindruckend, aber das Publikum will mitfiebern :) Untergangs-AARs sind die besten. Und hart erkämpfte Siege am Zweitbesten. Schade, dass Ihr nicht mit Österreich spielen könnt. Das wäre dann die Sadismus-Hardcore-Einstellung :D
Kardinalinfant
09.09.20, 10:35
Aaaaaaalso: Wir haben Uns Folgendes überlegt: Nachdem Wir wie angesprochen kein Stückwerk liefern wollen, muss der Ursprungs-AAR zu Ende geführt werden, hierzu müssen auch die verlorenen Bilder wieder hochgeladen werden. Nachdem aber gewichtige Stimmen für ein anderes Szenario bzw. einen Durchlauf mit dem neuesten Patch plädieren, muss auch dem Rechnung getragen werden. Uns schwebt daher vor, den alten AAR in deutlich geraffter Form zu Ende zu führen. Das heißt, Wir werden nicht mehr jeden einzelnen Zug und jede einzelne Schlacht mit mehreren Bildern berichten, sondern die Ereignisse eher zusammenfassen und die ein oder andere schöne Ereigniskarte, die Wir nicht unerwähnt lassen wollen, dabei einflechten. Wir würden dann direkt in einen neuen Durchlauf mit dem 1813er Szenario mit neuestem Patch übergehen (müssen Wir erstmal noch kurz probespielen), über einen "Storytwist" bekommen Wir das sogar nahtlos auf den bisherigen AAR aufgepfropft.
Wenn keine ernstzunehmenden Kritikpunkte geäußert werden, würden Wir versuchen sukzessive die Bilder zu ergänzen und wohl Anfang nächster Woche hier gerafft weiter zu schreiben. Den wirklich neuen Teil (also das 1813 Szenario) gäbe es dann irgendwann in ein paar Wochen. D'accord?
Also kaum verkündet Kardinalinfant zu directupload umzuziehen, gehen dort auch die Lichter aus! Beim Shadow Empire AAR und beim Kremel Krisen AAR ist alles zappen duster...
Wilhelm Klink
11.09.20, 08:57
Weiter, weiter!
Kardinalinfant
18.09.20, 10:47
Einer von uns beiden ist zu viel auf dieser Welt
https://s12.directupload.net/images/200918/8mefzrsh.png (https://www.directupload.net)
So, nach einer "klitzekleinen" Unterbrechung geht es hier wie besprochen gerafft weiter. Neuer Bilderhoster ist directupload, der nach kurzer Zickerei unter der Woche wieder verlässlich zu sein scheint. Hoffen Wir das Beste. Die bereits geposteten Bilder hoffen Wir nach und nach ergänzen zu können. Dem Beispiel des werten Loch Lomond aus seinem musikalischen Kreuzzug (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30453) folgend, hier die passende Musik zur Untermalung:
https://www.youtube.com/watch?v=jrlAyokyKGU
Wenn durch die geänderte Erzählweise schon Atmosphäre verloren geht, holen Wir sie da wieder ein wenig zurück. Das Stück (https://de.wikipedia.org/wiki/3._Sinfonie_(Beethoven)) passt zeitlich, von der Stimmung und von seiner Entstehungsgeschichte her perfekt zu den napoleonischen Kriegen und es gehört daher auch zum Soundtrack des Spiel.
Das friedliche Jahr 1807
Wir erinnern Uns: Nach der Niederlage Österreichs im dritten Koalitionskrieg hatte Preußen 1806 unvorbereitet und in Überschätzung der eigenen Kräfte den vierten Koalitionskrieg vom Zaun gebrochen. Die grande Armée hatte daraufhin das preußische Heer mehrfach schwer geschlagen, Berlin besetzt und auch die zu Hilfe eilenden Russen in die Schranken gewiesen. Obwohl die preußische Königin Luise alles in die Waagschale warf, um für ihr besiegtes Land das Beste zu erreichen (https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_von_Mecklenburg-Strelitz#Luise_und_Napoleon_in_Tilsit), kapitulierte Preußen bereits im Januar des Jahres 1807 bedingungslos:
https://s12.directupload.net/images/200918/73zzyl9d.png (https://www.directupload.net)
und musste demütigenden Friedensbedingungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Frieden_von_Tilsit#Das_franko-preußische_Abkommen) zustimmen:
https://s12.directupload.net/images/200918/ywlmxuyr.png (https://www.directupload.net)
[Eine der von Uns so genannten "großen Karten". Strategisch wäre es klüger gewesen, sie zwei oder drei Züge später auszuspielen, da Wir Berlin ab Spielen der Karte nicht mehr verlieren dürfen und noch immer Russen in der Gegend herumstrolchen, was im Zwang zu einer dauerhaften starken Garnison resultiert. Preußen scheidet mit dem Ausspielen dieser Karte dauerhaft aus dem "Konzert der Mächte" aus und kann sich nicht mehr erheben, bis Berlin irgendwann von Russen oder Österreichern (oder theoretisch auch von den Briten, aber das haben Wir noch nie erlebt) befreit wird.].
Nach dem Zusammenbruch Preußens fielen auch die verbleibenden deutschen Staaten endgültig in den Machtbereich des französischen empire, der Rheinbund wurde gegründet:
https://s12.directupload.net/images/200918/qcuxabwc.png (https://www.directupload.net)
[Die nächste große Karte: Was an deutschen Provinzen noch nicht als Teil des Empires blau eingefärbt ist, wird es dadurch, dazu ein paar deutsche Einheiten für die grande Armée]
Der französische Machtzuwachs lässt sich diesen beiden Karten deutlich entnehmen:
https://s12.directupload.net/images/200918/ikw9oedb.png (https://www.directupload.net)
[vor dem Friedensvertrag mit Preußen und der Gründung des Rheinbundes]
https://s12.directupload.net/images/200918/aupe6fph.png (https://www.directupload.net)
[und danach].
Weitere Ereignisse des Jahres 1807:
https://s12.directupload.net/images/200918/oyxxqkz9.png (https://www.directupload.net)
Napoleon trifft die polnische Gräfin Maria Walewska (https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Walewska) und beginnt eine Affaire mit ihr, der später ein (illegitimer) Sohn entspringt, über den die männliche Linie Napoleons I bis heute überlebt hat.
https://s12.directupload.net/images/200918/j2x7ug3s.png (https://www.directupload.net)
[Österreich ist wieder im Spiel und wird von Großbritannien in Richtung Kriegseintritt bewegt werden]
https://s12.directupload.net/images/200918/6jj3ujk2.png (https://www.directupload.net)
[Der Rekrutierungsjahrgang 1807 ist eher schwach. Nur drei Einheiten können Wir aufstellen. Wir entscheiden Uns für Infanterie, Kavallerie und Artillerie jeweils in Gardeeinheiten]
Die im Krieg verbliebenen Russen waren für das gesamte Jahr zu keinen größeren Aktionen in der Lage, der Kaiser hielt seinerseits einen sofortigen Angriff auf russisches Territorium logistisch nicht für durchführbar und im Hinblick auf den brüchigen Frieden mit Österreich auch strategisch für unklug, so dass im Bereich Ostpreußen/Warschau kleiner Krieg (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Krieg) ohne wesentliche Ergebnisse geführt wurde. Die Briten landeten derweil den größten Teil ihres Heeres in Skandinavien und versuchten in Norddeutschland eine zweite Front zu eröffnen. Noch ehe der Kaiser diese Bedrohung bekämpfen konnte, deckte der Winter sein weißes Tuch über die Landschaften des Jahres 1807, das tatsächlich ohne eine einzige reguläre Feldschlacht zu Ende ging:
https://s12.directupload.net/images/200918/txfgko5r.png (https://www.directupload.net)
[Spielkarte Ende 1807 südlicher Teil: Eine starke Armee in Südfrankreich schirmt gegen Spanien ab, das noch nicht im Krieg gegen Uns steht, aber wohl bald einen solchen beginnen wird. Napoleon selbst steht mit der Elite der grande Armée in Bayern und wartet dort auf den ebenso absehbaren Wiedereintritt Österreichs in den Krieg gegen Uns].
https://s12.directupload.net/images/200918/7f5qbiry.png (https://www.directupload.net)
[Spielkarte Ende 1807 nördlicher Teil: Die Briten sind über Dänemark nach Hannover gezogen und bedrohen von dort aus Berlin und die Niederlande. Gleichzeitig steht eine kleine russische Armee im Großherzogtum Warschau (das noch nicht zu Uns gehört) und bedroht Berlin von dort aus latent. Beider Probleme hoffen Wir Uns im Jahr 1808 annehmen zu können. Die britischen Inseln sind weitgehend von Truppen entblößt. Ein Landungsunternehmen ist dennoch undurchführbar, weil Wir dafür Kanal oder Nordsee beherrschen müssten, was gegen überlegene britische Flotten unmöglich zu erreichen ist.]
https://s12.directupload.net/images/200918/ly3rgwpa.png (https://www.directupload.net)
[Diplomatiekarte Ende des Jahres 1807: Großbritannien und Russland sind nach wie vor im Kriegszustand mit Uns. Preußen ist dauerhaft neutralisiert. Spanien und Österreich sind beide noch nicht im Krieg mit Uns, aber ihr Diplomatierating steht bei 0, ohne dass Wir dagegen wirksam etwas tun könnten (Wir könnten Diplomatiepunkte einsetzen, aber Wir haben nur 6 davon, Großbritannien bekommt jede Runde neue, Wir nur über (seltene) Ereigniskarten oder nach einem gewonnen Krieg. Wir können also nur kurzfristig gegenwirken. Das werden Wir auch irgendwann tun, aber nicht hier und jetzt). Ein Rating von 0 bedeutet, dass die Chance jetzt jede Runde extrem hoch ist, dass eine von beiden Mächten die Waffen gegen Uns erhebt. Wir warten nur darauf...:teufel:
Kardinalinfant
18.09.20, 11:21
Einen Nachbericht müssen Wir noch für das bereits abgelaufene Jahr 1806 nachliefern:
Unmittelbar nach den schweren Niederlagen der Russen/Preußen auf verschiedenen Schlachtfeldern hatte der Kaiser im Westen Deutschlands bereits politische Fakten geschaffen und das Königreich Westfalen unter seinem missratenen Bruder Jerome (https://de.wikipedia.org/wiki/Jérôme_Bonaparte) gegründet:
https://s12.directupload.net/images/200918/j8kfzwv4.png (https://www.directupload.net)
[Eine weitere "große Karte": Im Prinzip wie der Rheinbund, nur in etwas kleiner mit weniger betroffenen Provinzen. Beide Karten können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden, dass Provinzen bereits Teil des Empires sind, hindert nicht, eine Karte später auszuspielen, deren Wirkung das erst wäre. Das macht auch Sinn, weil man ansonsten alle Karten nur "chronologisch" usspielen könnte. Das spätere Ausspielen, obwohl einem die Provinz bereits gehört, macht auch Sinn: Zum einen bekommt man ja auch Armeeeinheiten durch das Ausspielen und zum anderen Unseres Wissens auch Siegpunkte.]
Sehr schön es geht weiter!!!
Habt vielen Dank!
Wenn Britanien Frei vomn Truppen ist, dann ab die Iren aktivieren und nach London ziehen ;)
Kardinalinfant
18.09.20, 15:13
Wenn Britanien Frei vomn Truppen ist, dann ab die Iren aktivieren und nach London ziehen ;)
Die irischen Provinzen dürften nicht als Landverbindung zu den englisch/schottischen angelegt sein (müssten Wir mal ausprobieren, können Wir Uns aber nicht vorstellen). Zudem stehen kleinere britische Truppenkörper in Irland (ist auf den geposteten Karten zumindest zu erahnen). Ansonsten könnten Wir in der Tat die Karte "Irish Revolt" spielen, die Wir im Portfolio haben. Allerdings könnten sich die Rebellen auch mangels General nicht nach England bewegen (das Problem irische See mal weggedacht).
Ok, aber wenn Österreich jetzt wieder angreift, mit zwei Armeen und Stärke 33 im Vergleich zu Euren ca. Stärke 46 Truppen in Westeuropa - und da ist natürlich die individuelle Kampfstärke noch nicht einbezogen - ist das ganze ja ein netter Boost für das Ego des Spielers. Aber kosten Euch diese Kriege denn etwas? Ihr bekommt ja Belohnungen (bessere Karten und so). Aber was ist die Kehrseite? In der Realität haben die ständigen Kriege Frankreich ja ausgeblutet. Wer hätte gedacht, dass es kostspielig ist, sich mit der ganzen Welt auf einmal anzulegen? :D Hier habt Ihr ja keinen relevanten Nachteil, wenn Krieg ausbricht, oder?
Kardinalinfant
22.09.20, 10:09
Ok, aber wenn Österreich jetzt wieder angreift, mit zwei Armeen und Stärke 33 im Vergleich zu Euren ca. Stärke 46 Truppen in Westeuropa (…)
Werter Cfant, ganz stimmt das nicht. Unmittelbar an der Grenze zu Österreich steht es 20 + 13 (Österreich) zu 20 (Frankreich) an Armeestärken. Den 20er Stack, den Wir in Südfrankreich haben, müssen Wir da wegen Spanien (und evtl britischer Landungen in Spanien) belassen, der steht also nicht zur Verfügung. Den 18er Stack, den Wir in Berlin haben, brauchen Wir auch dort, da Wir Berlin gegen die Russen halten müssen, da ansonsten Preußen wieder befreit wird. Und dann gibt es noch 19 + 4 Einheiten in Holland. Ein Teil davon wäre an sich verfügbar, muss aber jetzt gegen die Briten in Hannover aktiv werden und wird danach nach Skandinavien weitermarschieren um das zu "befreien". Der Rest bleibt in Holland (oder Belgien), da die Briten gerne mal dort landen. Das wollen Wir verhindern. Die 8 Einheiten in Paris sind Milizen, die französischen Boden nicht verlassen dürfen. Ganz so positiv, wie Ihr es zeichnet, ist das Bild in Zahlen also zu Unseren Gunsten nicht.
- und da ist natürlich die individuelle Kampfstärke noch nicht einbezogen -
Das ist eher der springende Punkt. Die Armee unter Napoleons Kommando (der 20er Stack in Bayern) sind absolute Elitetruppen. Insbesondere die schlagkräftigsten Artillerieeinheiten, die wir haben. Wir behaupten, dass Wir damit auch gegen 30 oder 35 Österreichische Einheiten bestehen könnten, wenn so viele sich in einem Stack vereinigen könnten (was später im Spiel tatsächlich der Fall sein wird).
ist das ganze ja ein netter Boost für das Ego des Spielers. Aber kosten Euch diese Kriege denn etwas? Ihr bekommt ja Belohnungen (bessere Karten und so). Aber was ist die Kehrseite? In der Realität haben die ständigen Kriege Frankreich ja ausgeblutet. Wer hätte gedacht, dass es kostspielig ist, sich mit der ganzen Welt auf einmal anzulegen? :D Hier habt Ihr ja keinen relevanten Nachteil, wenn Krieg ausbricht, oder?
Nein, haben wir nicht. So etwas wie "nationale Moral" gibt es hier nicht. Wir halten es im Übrigen auch nicht für richtig, dass Frankreich durch die ständigen Kriege ausgeblutet wurde. Bis mindestens 1809/1810 war das nicht der Fall. Spanien wurde dann zu einer immer währenden Blutmühle (allerdings für beide Seiten, auch die Spanier haben schwer gelitten), die moralisch um so zermürbender war, als man den Feind kaum jemals richtig zu fassen bekam. Wellingtons gekonnte Kriegsführung dort tat dann ihr Übriges. Wir würden Napoleons Vorgehen in und gegen Spanien als seinen schwersten und folgenreichsten Fehler bezeichnen. Dazu dann die katastrophalen Feldzüge 1812 und 1813, in denen Napoleon jeweils eine komplette Armee verlor. Insbesondere der Erfahrungsverlust bei der Truppe und der Verlust an Kavalleriepferden war dann nicht mehr zu ersetzen. Dennoch ist bemerkenswert, dass es Napoleon nach der Katastrophe von 1812 gelang, innerhalb weniger Monate nochmals eine Armee zusammenzuführen, die letztlich nur dadurch geschlagen werden konnte, dass sich Österreich den Preußen und Russen anschloss (was Napoleon durch politische Ungeschicklichkeiten selbst verschuldete) und auch in dieser Koalition aller gegen einen war es knapp genug (seine Generäle haben mit ihren Korps im 1813er Feldzug zu häufig taktisch versagt und Napoleon selbst war diplomatisch/strategisch nicht mehr auf der Höhe der Jahre zuvor. Beide Faktoren weg gedacht wären die Armeen bei Leipzig wohl gleichgroß gewesen, wenn nicht die französische größer. Dann wäre es ein französisches Jahrzehnt (mindestens!) geworden). Und selbst im 1814er Feldzug konnte er dann noch schwere Schläge austeilen und sein Land in aussichtsloser Lage zunächst halbwegs bei der Stange halten. Wir würden Eure Einschätzung insofern also nur teilweise teilen.
Zurück zur eigentlichen Frage: Vorteile durch gewonnene Kriege sind Diplomatiepunkte (allerdings viel zu wenige, um der Partie eine andere Richtung geben zu können) und Ereigniskarten (die gibt es auch für gewonnene Schlachten innerhalb der Kriege). Nachteile der Kriege sind die Verluste in den Schlachten (und sobald man in Spanien oder Russland unterwegs ist, auch durch Attrition). Und das ist der wohl springende Punkt: Bislang haben Wir jeglichen Attritionsverlust vermieden und Wir spielen Unsere Schlachten extrem schonend für Unsere Truppen. Defensiv und auf die Artillerie als entscheidende Waffe gestützt verliert man in aller Regel deutlich weniger Truppen, als wenn man versucht, offensiv einen Flügel des Gegners zu brechen. Dadurch gelingt es Uns, Unsere Armeen ständig zu vergrößern (da Wir über Ereigniskarten und die alljährliche Rekrutierungsrunde mehr Truppen generieren, als wir im gleichen Zeitraum verlieren). Spielt man die Schlachten anders, kann man tatsächlich langsam ausbluten, weil das Rekrutierungspotential endlich ist. Verliert man verbündete Truppen, die man in Italien oder Deutschland ausgehoben hat, sinkt das dortige politische Standing Frankreichs, mit der Folge, dass man dort irgendwann nicht mehr rekrutieren kann. Wir behaupten, dass bereits eine schwere Niederlage einer der Hauptarmeen das Kartenhaus zum Zusammenbruch bringen kann, wenn sie zum falschen Zeitpunkt erfolgt:
Beispiel wie das gehen kann (und Uns so oder so ähnlich auch schon passiert ist): Der Napoleon-Stack steht im Bereich Schlesien und operiert gegen Russen und Österreicher, die gleichzeitig im Krieg stehen. In Spanien greifen Wir eine britisch-spanische Armee in Unserem Zug an und verlieren die Schlacht (was passieren kann, da diese mit dem Napoleon-Stack qualitativ nicht vergleichbar ist und weil der Gegner möglicherweise Wellington als Kommandeur hat, der besser wäre (teils deutlich), als jeder Unserer Kommandeure außer Napoleon. Diese Armee zieht sich aufgrund der Niederlage in ein Feld zurück, was an die siegreiche spanisch-britische Armee angrenzt. Diese kann nun ihrerseits im Zug der Alliierten nachsetzen und die bereits schwer angeschlagene französische Armee vernichten. Die Folge: Deckungskräfte, die Wir üblicherweise in Holland und Skandinavien haben, wären wohl qualitativ nicht in der Lage, einen siegreichen Wellington-Stack aus Spanien zu schlagen. Zumindest würde das knapp werden. Wir müssen also den Napoleon-Stack nach Paris zurückziehen und damit Preußen preisgeben, um zu verhindern, dass die britisch-spanische Armee, die keine Armee mehr zwischen sich und Paris hat, die Partie durch eine Besetzung von Paris beendet. In der Folge wird Preußen befreit und stellt eine weitere Armee gegen Uns ins Feld. Jeden einzelnen Gegner könnten Wir mit dem Napoleon-Stack locker schlagen. Der kann aber leider nicht überall sein, also müssen Wir zunächst auf die innere Linie in der Nähe von Paris zurückweichen. Eine solche Lage kann man bereinigen, aber man hat extrem viel Tempo verloren und wird die Partie dann nach Punkten möglicherweise verlieren.
Genug mit dem unverbindlichen Geplauder. Wir sind zuversichtlich, hier morgen weiter berichten zu können. :)
Danke schön. Dann hoffen Wir, dass Euch die AI ein bisschen fordern kann.
@Napoleon: Wir sind da kein Experte.Wir haben die Sache allerdings so im Hinterkopf, dass Frankreich eben in der spätnapoleonischen Zeit nach vernichtenden Niederlagen nicht eben mal wieder 300.000 Mann aufstellen konnte. Die Allianz hätte aber auch nach einer Niederlage in Leipzig oder diesem nach einer britischen U-Bahn-Station benannten belgischen Kaff eben doch "schulterzuckend" ne neue halbe Million mobilisiert. Wobei Wir definitiv für die Zeit ab 1813 sprechen, also nach den Verlusten in Spanien und Russland. Davor hatte Frankreich schon noch genug Kanonenfu.... Helden übrig.
Ist halt was, was die Deutschen in zwei Lektionen lernen mussten. Allein gegen Alle ist irgendwie schon heroisch, aber nicht zwangsweise schlau.
Kardinalinfant
23.09.20, 09:38
Danke schön. Dann hoffen Wir, dass Euch die AI ein bisschen fordern kann.
Wir wollen hier keinen Spannungsbogen aufbauen, den es nicht gibt. Die KI wird Uns im aktuellen 1805er Szenario nicht fordern. Wir berichten das zu Ende und schwenken dann ins 1813er Szenario über. Da kann das durchaus passieren.
@Napoleon: Wir sind da kein Experte.Wir haben die Sache allerdings so im Hinterkopf, dass Frankreich eben in der spätnapoleonischen Zeit nach vernichtenden Niederlagen nicht eben mal wieder 300.000 Mann aufstellen konnte. Die Allianz hätte aber auch nach einer Niederlage in Leipzig oder diesem nach einer britischen U-Bahn-Station benannten belgischen Kaff eben doch "schulterzuckend" ne neue halbe Million mobilisiert. Wobei Wir definitiv für die Zeit ab 1813 sprechen, also nach den Verlusten in Spanien und Russland. Davor hatte Frankreich schon noch genug Kanonenfu.... Helden übrig.
Ist halt was, was die Deutschen in zwei Lektionen lernen mussten. Allein gegen Alle ist irgendwie schon heroisch, aber nicht zwangsweise schlau.
Für Waterloo trifft das teilweise zu. Da war Frankreich in einer Mischung aus ausgeblutet und kriegsmüde. Deshalb war die Armee Napoleons bei Waterloo auch vergleichsweise (vergleichen mit den Feldzügen 1812/1813) klein. Er konnte nicht mehr rekrutieren, weil er auch auf die Stimmung der Bevölkerung Rücksicht nehmen musste, seine Herrschaft war fragil. Deshalb war die Niederlage bei Waterloo auch gleichbedeutend mit dem sofortigen Ende aller Ambitionen und deswegen wäre ein Sieg dort auch so wichtig gewesen. Er hätte sich damit Luft verschafft, seine Rekrutierungen fortzusetzen und hätte überdies aus den belgischen und niederländischen (evtl sogar westdeutschen) Rekrutierungsgebieten weiteres Personal ausheben können. Der 1814er Feldzug hatte ziemlich hohe Verlustzahlen für die französischen Armeen gebracht und dort waren es tatsächlich dann hauptsächlich Franzosen, während der 1812er und in Teilen auch der 1813er Feldzug mit vielen Truppen gefochten wurden, die entweder Verbündete waren oder aber zwar nominell Franzosen, aber nur, weil ihre Gebiete ins empire eingegliedert wurden (Belgier, Niederländer, Italiener Westdeutsche teilweise). Die Grande Armee in Russland bestand zu über 50 % aus Nicht-Franzosen. Dennoch waren die dortigen Verluste verheerend für Napoleon. Uns ging es aber letztlich darum, dass Frankreich seine Feldzüge nach der militärischen Konsolidierung (ca. Ende 1792/1793) mit häufig relativ geringen Verlusten gekämpft hat, auch Napoleon hat die meisten seiner Schlachten bis ca. Preußisch Eylau mit einem extrem günstigen Verlustverhältnis gewonnen. Erst danach kippte das mehr und mehr aber auch nicht immer. Kriege bis einschließlich den vierten Koaltionskrieg hätte Frankreich Unseres Erachtens noch viele Jahre führen können, ohne ernsthaft auszubluten. Nach Eurer Eingrenzung auf die Zeit ab 1813 sind wir uns da ja einig. :)
Wir wollen nur noch anmerken, dass Wir nicht glauben, dass das Reservoir der Koalitionäre ihrerseits unendlich gewesen wäre. Preußen und Österreicher hatten in den vorherigen Kriegen ganz schön gelitten, die Russen hatten zwar ein enormes Potential, aber auch enorme Verluste. Man muss immer die innenpolitische Dimension mit einpreisen. Hätte Napoleon 1813 bei Leipzig deutlich gewonnen (oder gar durch eine bessere Führung des vorherigen Feldzuges die Verbündeten einzeln schlagen können), wissen Wir nicht, ob der Widerstandswille der Koalitionäre nicht zusammen gebrochen wäre. Berlin/Preußen wären in der Folge sofort wieder besetzt worden und damit faktisch aus dem Krieg ausgeschieden. Auch Österreich hätte sich wohl einer erneuten Invasion ausgesetzt gesehen und so wie Wir Metternich einschätzen, wohl ziemlich schnell versucht, einen günstigen Frieden zu erreichen. Blieben Russland und Großbritannien sowie die schwärende Wunde in Spanien. Durchaus spannend so ein "was wäre wenn". :)
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