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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Korallensee: Die Mutter aller Trägerschlachten



Mortimer
18.06.20, 22:42
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Meine verehrten Mitregenten,

nach Jahren der Abstinenz möchte auch ich mich einmal wieder an einem kleinen AAR versuchen.

Gespielt wird „Carrier Battles for Guadalcanal“. Wie der Titel unmissverständlich sagt, geht es hier um Trägerschlachten im Pazifikkrieg. Es ist im Prinzip ein Brettspiel, in dem alle Einheiten als Counter dargestellt und die Ergebnisse ausgewürfelt werden.

Ein paar grundlegende Informationen zu dem Spiel findet Ihr hier: https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30450

Es lässt sich wahlweise auf alliierter oder japanischer Seite gegen die KI bestreiten (einen Multiplayer soll es meines Wissens später ebenfalls geben). Vielleicht kennt jemand das Spiel bereits, denn eine Version für iOS ist seit Jahren auf dem Markt. Die PC-Variante (mit Soundeffekten und verbesserter Grafik) gibt es erst seit drei Wochen.

Wir haben uns für folgende Partei entschieden:



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Gespielt wird das Szenario „Coral Sea“. Bekanntlich war die Schlacht in der Korallensee die erste Seeschlacht, in der die Flugzeugträger die entscheidende Rolle spielten. Sie ist gewissermaßen die „Mutter aller Trägerschlachten“.


Auf die Spielmechanik werde ich natürlich im Zuge des AARs eingehen. Schauen wir uns jetzt nur die zeitliche Auflösung an:


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Im Unterschied etwa zu WitP ist „Carrier Battles“ rein taktischer Natur, wobei ein Szenario maximal drei Tage realer Zeit simuliert. Ein Spielzug repräsentiert 80 Minuten, zerfällt allerdings in vier Impulse zu je 20 Minuten. 18 Züge sind also 24 Stunden. Ab 20 Uhr finden aufgrund der Sichtverhältnisse keine Starts mehr statt. Wenn Flugzeuge bis dahin nicht zu Hause sind, riskieren sie eine Bruchlandung. Bei Einsetzen der Morgendämmerung sind auf den Trägern und landgestützten Basen Operationen möglich. Schiffe können sich übrigens pro Zug nur einmal bewegen (und zwar um ein Hexfeld), Lufteinheiten hingegen einmal pro Impuls, also viermal in einer Runde.

Die Szenario-Beschreibung ist recht kurz gehalten:


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Wir sprechen hier von der japanischen „Operation MO“, die im Mai 1942 zur Einnahme des strategisch wichtigen alliierten Stützpunkts Port Moresby (Neu-Guinea) sowie zur Besetzung der Salomonen-Insel Guadalcanal führen sollte. Historisch wurde dies bekanntlich ein strategischer Fehlschlag, da die Japaner nach der (taktisch unentschiedenen) Schlacht in der Korallensee das Unternehmen abgebrochen und auf die Einnahme Port Moresbys verzichtet haben. Wir versuchen natürlich, dem eine kontrafaktische Geschichte entgegenzustellen.


Sehr ausführlich dargelegt werden die Siegbedingungen:


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Siegpunkte gibt es also nicht nur für die einzunehmenden Siegziele auf der Karte, sondern auch für zerstörte oder beschädigte Träger, Schiffe, Flugzeuge und Flugfelder, wobei sogar noch penibel nach der Art der Beschädigung unterschieden wird.

Soviel zur Einführung. In der nächsten Folge betrachten wir die Ausgangssituation und die uns zur Verfügung stehenden Streitkräfte.


Tenno heika banzai!

Taurus
18.06.20, 22:58
Na dann sehen wir mit Vorfreude euren Taten entgegen. Da uns in unserer Vergangenheit etliche Brettspiele begeistert hatten, sind wir gespannt, ob das "Feeling" hier genau so gut rüberkommt.:)

dimovski
18.06.20, 23:01
Wunderbar! *abonniert*

Bigfish
18.06.20, 23:05
Fein - Weitermachen!

Iche_Bins
19.06.20, 10:13
Wir sind interessiert

Snake
19.06.20, 10:17
Feine Sache.....Euch viel Erfolg und uns viel Spass beim Lesen!

Mortimer
20.06.20, 15:37
1. Tag, 04:00 Uhr. Morgendämmerung. Weite Teile des Bismarck-Archipels und der Salomonen sowie auch Teile der Korallensee liegen bei regnerischem Wetter unter einer Wolkendecke verhüllt. Die japanischen Truppentransporter und ihre Deckungsverbände sind auf dem Anmarsch in Richtung Port Moresby, dem bedeutenden alliierten Stützpunkt an der Küste Neuguineas.


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Sehen wir uns das Hauptziel der gerade anlaufenden Operation an:


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Port Moresby ist eine ordentlich ausgebaute Luftwaffenbasis mit ausreichender Flak-Abwehr und starken Küstenbatterien. Wir haben keine Vorstellung davon, wie viele Flugzeuge hier stationiert sind. Aber es dürfte klar sein, dass unsere Soldaten hier nicht einfach an Land spazieren werden. Die schweren Kreuzer unserer Flotte müssen also die Invasion durch das massive Feuer ihrer Geschütze vorbereiten und die Verteidigungsanlagen weitgehend ausschalten. Zu diesem Zweck stehen uns außerdem see- und landgestützte Marinebomber zur Verfügung.


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Bei deaktivierten Wettereffekten sieht man auch sehr schön unsere drei Stützpunkte: Lae an der Nordküste Neu-Guineas sowie Gasmata und Rabaul auf Neubritannien. Man erkennt hier auch den Unterschied in der Counter-Darstellung: Unsere Stützpunkte haben nur zwei gekreuzte Balken, d.h. sie sind kleiner als Port Moresby und können keine strategischen Bomber aufnehmen. Das macht aber nichts, da wir über derartige Einheiten ohnehin nicht verfügen. Allerdings ist Rabaul stark befestigt: 20 Lebenspunkte und sogar vier Rollbahnen.

Nicht auf der Karte sichtbar ist unser zweites Ziel: die Landzunge „Lunga Point“ auf Guadalcanal. Nach dem Willen unserer kaiserlichen Regierung soll hier ein Stützpunkt nebst Flugfeld eingerichtet werden.

Die Kartenlegende enthält nicht nur wichtige Informationen zum Terrain, sondern auch zur Auswirkung des Wetters auf militärische Aktivitäten zur See und zur Luft:


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Interessant sind auch die unterschiedlichen Farbcodierungen für die Suchbereiche der Aufklärungsflugzeuge. Ich blende diese Suchbereiche immer nur zur kurzen Kontrolle ein. Die Spiegelungen auf der Wasseroberfläche sind ganz nett, man kann diese aber in den Optionen deaktivieren, so dass die Karte dann deutlich „brettspielartiger“ erscheint.

Nun werfen wir einen Blick auf die verfügbaren Kräfte. Zunächst die Luftwaffe:


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In diesem Bildschirm werden alle Aktivitäten der Luftwaffe organisiert (land- und seegestützt). Es gibt die Bereiche Hangar, Deck/Rollbahn, CAP, Suche und Luftschlag. Das schauen wir uns später genauer an. Wir wollen jetzt nur die Einheiten inspizieren.

Lae ist eher schwach besetzt. Wir haben hier jeweils eine Gruppe Zeros (A6M) und Claudes (A5M) sowie Bomber der Typen Betty (G4M) und Nell (G3M). Jeder Counter stellt übrigens eine Gruppe von vier Maschinen dar (Schiffe sind dagegen immer individuelle Einheiten).

Jäger haben folgende Werte: Luftkampf – Bodenangriff (oben von links nach rechts) – Widerstandskraft (“Haltbarkeit“) gegenüber Angriffen (links unter dem Luftkampfwert).

Die Zero ist im Luftkampf also deutlich besser als die Claude (Wert 3 gegenüber 1 bei der Claude), andererseits ist sie aufgrund der leichten Bauweise relativ fragil (Wert 1, hingegen 2 bei der Claude)

Unten links: Reichweite, d.h. Anzahl der zurücklegbaren Hexfelder oder Anzahl der Impulse, die das Flugzeug in der Luft sein kann. Eine Einheit auf CAP ist in der Luft, aber sie bewegt sich spieltechnisch gesprochen nicht. Ein Impuls in der Luft kostet einen Punkt, eine Bewegung pro Impuls kostet zwei Punkte, sofern sich die Einheit zwei Hexfelder weit bewegt. Der Wert nimmt also mit der Einsatzdauer ab. Es gibt einen roten Bereich, der das Risiko der Bruchlandung erhöht. Kommen die Maschinen nicht rechtzeitig auf den Boden, stürzen sie einfach ab.

Das blaue Feld bedeutet, dass diese Einheit auf einem Träger stationiert werden kann.

Die Bomber: Bodenangriff (oben rechts) – Robustheit (links) – Reichweite (unten links). Nur Bomber (einschließlich Stukas und Torpedobomber) können manuell auf Aufklärungsflüge geschickt werden. Sie verlieren dabei die Fähigkeit zum Bodenangriff, erhalten aber einen Suchbonus.

Gasmata überspringen wir, da hier keine Einheiten stationiert sind. Etwas besser ist die Situation in Rabaul:


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Aus unerfindlichen Gründen sind zwei Zeros schon bei Beginn des Szenarios beschädigt. Ich meine im Handbuch gelesen zu haben, dass beschädigte Maschinen unter Umständen repariert werden können.

Jetzt kommen die eigentlichen Stars des Spiels, nämlich die Flugzeugträger. Wir verfügen über zwei Flottenträger, zwei Eskort-Träger und einen leichten Träger. Kenner werden bemerken, dass diese Aufstellung nicht historisch ist. Bei der historischen Schlacht in der Korallensee war neben den beiden Flottenträgern meines Wissens nur der leichte Träger Shoho beteiligt. Wir haben aber bei diesem Szenario die Option „variables Setup“ für die japanische Seite verwendet, so dass hier ein gewisser Zufallsfaktor beteiligt war. Und siehe, wir wurden reich beschenkt!

Es gibt noch andere interessante Varianten für dieses Szenario: mehr amerikanische Träger, komplette Kido Butai und zusätzliche RAF-Maschinen in Port Moresby. Hätte ich all dies angeklickt, hieße der AAR jetzt „Die Korallensee ist das neue Midway“. :)


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An Bord der Taiyo befinden sich veraltete Torpedobomber des Typs B4Y („Jean“). Das sind sogar noch olle Doppeldecker. Der Angriffswert gegenüber Seezielen beträgt lediglich 1.

Noch weniger Maschinen haben wir auf der Hosho:


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Die Hosho kann aber ohnehin nur vier Einheiten aufnehmen. Man erkennt an der gelben Zahl unten rechts auf dem Counter die Flugzeugkapazität. Letztere ist bei den beiden prächtigen Flottenträgern Shokaku und Zuikaku natürlich deutlich höher.


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Wir stellen fest, dass bei der „Val“ (D3A) neben dem maritimen Angriffswert auch ein Luftkampfwert sowie ein Wert für Bodenangriff vorhanden ist. Es handelt sich ja auch um einen Sturzkampfbomber, der sich zudem provisorisch als CAP-Jäger einsetzen lässt.

Und zuletzt der leichte Träger Zuiho:


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Die Marineverbände will ich nicht alle vorstellen. Bei den meisten handelt es sich um Transporter nebst Geleitschutz (Zerstörer, leichte Kreuzer). Es gibt auch unabhängig agierende Einsatzgruppen, deren Kern aus schweren Einheiten besteht:


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Praktischerweise kann man im Spiel mit Rechtsklick auf eine Einheit jederzeit eine Counter-Erklärung aufrufen. Leider habe ich beim Anfertigen der Screenshots versäumt, eben dies zu tun. Daher liefere ich auch bei den Schiffen selbst die Entschlüsselung:

Oben: Schiffsklasse – Flugzeugsymbol: Wasserflugzeuge als Aufklärer vorhanden – Lebenspunkte
Links: Schadenskontrolle
Links unten: schwere Flak – leichte Flak
rechts unten: Anzahl der Torpedo-Salven – Angriffswert gegen Seeziele/Landziele
weißer Balken in der Mitte: langsame Einheit, kann nicht in jedem Zug bewegt werden

Sehr schön finde ich die individuellen Unterschiede bei Schiffen der gleichen Klasse. Die Tone hat beispielsweise vier Lebenspunkte (drei sind Standard) und auch eine bessere Schadenskontrolle als viele andere schwere Kreuzer.

Eine wichtige Anmerkung zu den Lebenspunkten: Das Schadensmodell ist differenzierter als es jetzt erscheinen mag. Nur wenn ein Würfelwurf einen kritischen Treffer erzielt, wird ein Lebenspunkt abgezogen. Andere Treffer ergeben unterschiedlich starke Schäden, die Auswirkung auf die Kampfbereitschaft haben. Das werden wir sehen, sobald die Waffen sprechen.

Unsere Flottenträger sind natürlich nicht unbegleitet:


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Am Schluss unserer Inspektion noch eine Randnotiz: An der australischen Küste liegen weitere alliierte Basen:


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Wir vermuten, dass in Townsville strategische Bomber (B-17) stationiert sind.

Das nächste Mal geht es in den Einsatz!

hohe_Berge
22.06.20, 06:55
Sauber. Abo getätigt.

Glück Auf

Arminius
22.06.20, 09:52
Vielen Dank für den AAR. Wir wünschen Allen viel Spannung und maximale Freude.

Mortimer
22.06.20, 19:34
Vorbemerkung: Der folgende Teil meiner Darstellung ist leider lückenhaft. Ich habe die Partie schon vor einigen Tagen begonnen, wobei zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, dass ich das Material für einen AAR verwenden werde. In Zukunft, so versprechen wir, ist eine lückenlose und zudem akribische Dokumentation der Ereignisse vorgesehen:-)

1. Tag, 04:00 Uhr. Wir beginnen in der Morgendämmerung mit der routinemäßigen Planung von Aufklärungsflügen, die von unseren Flugfeldern und Trägern aus starten werden. Es herrscht rege Betriebsamkeit: Maschinen werden auf das Flugdeck bzw. die Rollbahn gebracht und für ihre Missionen vorbereitet.

Je nach Typ lassen sich die Maschinen unterschiedlich konfigurieren: Manchmal stehen Bomben oder Torpedos als Bewaffnung zur Auswahl. Jäger wie die Zero können mit Zusatztanks bestückt werden und haben dann eine höhere Reichweite. Es gibt auch die Option „Transfer“. Diese dient zur Verlegung der Einheit auf einen anderen Stützpunkt oder Träger. Wie schon erwähnt, ist es möglich, Sturzkampfbomber als „Notfalljäger“ zu verwenden, wobei sie jedoch nicht den Luftkampfwert echter Jäger erreichen.

Es dauert eine gewisse Zeit, um die Einheiten vom Hangar auf das Flugdeck zu bringen und sie dort zu warten. Der Vorteil besteht aber darin, dass die Zeitverzögerung bei der Zuweisung eines Auftrages sehr gering ist. Ich kann die Einheiten auch direkt aus dem Hangar einer Mission zuweisen, dann dauert es allerdings deutlich länger bis zum Start.

Leider habe ich vom Flugdeck-Management keinen Screenshot parat (wird nachgeliefert). Die Handhabung ist sehr simpel, jedoch gibt es hier auch ein paar logistische Faktoren zu berücksichtigen: Je mehr Hektik und Chaos auf dem Träger herrscht und je voller das Flugdeck ist, desto höher ist die Gefahr, dass es zu „Staus“ und Zeitverzögerungen kommt. Im Träger- bzw. Flugfeld-Menü wird dies unten links durch orangene Flaggen angezeigt. Auf den obigen Bildern sind diese Flaggen noch grün, da ja noch keine Aktivitäten vorliegen.

Ein anderes Problem: Kehren Einheiten von einem Einsatz zurück, sollte die Landebahn möglichst nicht vollgestellt sein, sonst müssen die Maschinen ausweichen, in der Luft bleiben oder das Risiko einer Bruchlandung in Kauf nehmen.


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Diese Einheit Nells wurde direkt aus dem Hangar einer Aufklärungsmission zugeordnet und braucht einen ganzen Zug, bis sie abheben kann.


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Hier justieren wir den Suchbereich. Mit der Option „fast search“ sind die Maschinen schneller, haben aber einen geringeren Detektionslevel. Oben links sieht man, dass die Task Force über eine größere Zahl Wasserflugzeuge des Typs Jake verfügt. Diese lassen sich nicht manuell beeinflussen, sondern werden vom Programm verwaltet. „3s“ auf dem Counter bedeutet, dass diese Einheit eine Suchmission durchführt und derzeit in einem Radius von 3 Hexfeldern agiert. Der Radius wird in jedem Impuls vergrößert, bis das eingestellte Maximum erreicht ist.

In den frühen Morgenstunden beschließen wir, von Rabaul aus einen Luftschlag gegen Port Moresby zu führen. Man kann dies auch als gewaltsame Aufklärung betrachten, denn soweit ich sehe, gibt es im Spiel leider keine Möglichkeit, Bodenziele auszuspähen.


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Ich bemerke jetzt anhand der Counter-Darstellung, dass meine im letzten Beitrag gelieferte Beschreibung einen Fehler aufweist. Bei Bombern steht oben rechts im Counter der Seeangriffswert, nicht der Bodenangriffswert. Der Seeangriff ist bei Marinebombern 2, wenn die Maschinen mit Torpedos bewaffnet sind. Der Bodenangriff steht oben in der Mitte. Diese Maschinen hier sind aber im Augenblick mit Bomben bestückt. Und laut Handbuch müssten die Bettys hier aufgrund der Distanz zusätzlich noch „drop tanks“ mit sich führen, denn dann ist der Seeangriffswert = 0. Das war mir vorher noch nicht aufgefallen.

Um 08:20 Uhr erreicht uns die alarmierende Meldung, dass amerikanische Bomber mit Jagdschutz auf dem Weg nach Lae sind. Da der Gegner erst entdeckt wird, als er nur noch ein Hexfeld von unserer Basis entfernt ist, können wir keine Gegenmaßnahmen einleiten. Eine Gruppe Zeros befindet sich jedoch bereits auf CAP.


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Gleichzeitig ist unser Raid nach Port Moresby auf dem Weg. Voraussichtliche Ankunftszeit über dem Ziel: 10:40 Uhr


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Um 08:20 Uhr ereignet sich der amerikanische Angriff auf Lae:


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Unsere Zero ist der P-39 und P-40 im Luftkampf eigentlich überlegen, richtet aber keinerlei Schäden an. Auch die Flak-Mannschaften scheinen einen schlechten Tag zu haben. Die Claude, welche sich gerade auf den CAP-Einsatz vorbereitete, wird am Boden zerstört. Das Flugfeld erleidet jedoch keine Schäden.

Unsere Seestreitkräfte durchqueren derweil die Salomonensee und nähern sich allmählich der östlichen Spitze von Neu-Guinea. Da sich an diese Landzunge ein ausgedehntes Korallenriff anschließt, müssen wir diesen Bereich umständlich umfahren. Ein Truppentransporter ist auf dem Weg nach Guadalcanal.

Der langsame Kreuzer Kashima wurde aus der TF 5 ausgegliedert und zusammen mit einem Zerstörer nach Guadalcanal abgeordnet, um einerseits der TF 5 (schwere Kreuzer) schnellere Fahrt zu erlauben und andererseits die Landung am Lunga Point zu unterstützen.

10:00 Uhr: Unsere Aufklärer vermelden einen Feindverband, der südlich der Louisiaden operiert und als „mittelgroß“ eingestuft wird. Der Positionsbericht bezieht sich auf 09:40 Uhr.


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Nur wenig später wird der Bericht präzisiert: Klassische Überwasserschiffe, keine Träger – aber absolut zuverlässig ist das nicht. Leider hatte ich hier die Wettereffekte abgestellt, aber ich nehme an, dass es Bewölkung gab, wodurch die Aufklärung einen Malus erhält.


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Hier sehen wir, wie zwei Kates von ihrer Aufklärungsmission kommend zur Trägergruppe zurückkehren, da ihr Sprit aufgebraucht ist (Reichweite =0).


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Um 10:40 Uhr werden südlich der Salomonen weitere US-Einheiten gemeldet. Es scheint sich um zwei Task Forces zu handeln.


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Zur gleichen Zeit erreichen unsere Bomber wie vorgesehen Port Moresby. Der Angriff entwickelt sich jedoch zu einem Desaster:


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Man sieht hier die zwei Phasen eines Angriffs: Zuerst muss der Angreifer die CAP und die schwere Flak überwinden. Dann erfolgt das Bombardement, wobei weiterhin Verluste durch CAP entstehen können und zudem die leichte Flak ins Spiel kommt. Unsere Zeros können zwei P-39 beschädigen, eine weitere P-39 wird am Boden zerstört. Zudem werden die Küstenbatterien um den Faktor 3 reduziert. Darüber hinaus verliert die Basis einen Stärkepunkt. Dem stehen allerdings starke Verluste auf japanischer Seite gegenüber: 1x Jäger und 3x Bomber werden abgeschossen. Eine Betty hat den Angriff aufgrund des starken Abwehrfeuers abgebrochen.

Der Angriff war unbedacht und kam auch viel zu früh in der Partie. Ein landgestützter Luftangriff aus Rabaul mag sinnvoll erscheinen, wenn es unsere Träger bis Port Moresby schaffen, den Zeros die Dezimierung der amerikanischen Jäger gelingt und außerdem die Landung unserer Bodentruppen kurz bevorsteht. Jetzt aber haben die Amerikaner noch genug Gelegenheit, die entstandenen Schäden zu reparieren.

Um 12:40 wird Lae ein weiteres Mal von der Air Force unter Beschuss genommen:


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Diesmal gelingt den japanischen Piloten wenigsten der Abschuss einer Einheit P-40. Dafür verlieren wir am Boden eine Gruppe Bettys.


Sehen wir mal ins Kriegstagebuch:


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Hier ist der Hinweis interessant, dass TF 7 eine feindliche Aufklärungseinheit des Typs „Seagull“ gesichtet hat und also wahrscheinlich selbst entdeckt wurde. Die Seagull ist ein Wasserflugzeug und müsste von einem US-Kreuzer (wenn nicht gar von einem Schlachtschiff) gestartet sein. Wir vermuten, dass die Seagull zu jenem amerikanischen Verband gehört, den wir bei den Louisiaden aufgeklärt haben.

Der Bericht zu Tag 1 ist, wie gesagt, lückenhaft. Es scheint nicht mehr sonderlich viel passiert zu sein, denn sonst hätte ich vermutlich Screenshots davon gemacht. Was ich aber noch dokumentieren kann, ist ein Angriff der veralteten Torpedobomber der Taiyo. Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt, vermutlich ereignete sich dies am späten Nachmittag. Ziel ist der US-Verband südlich der Louisiaden:


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Die B4Y erzielen keinen Treffer, erleiden aber wenigstens auch keine Verluste. Ich mache an dieser Stelle auf die fortschrittliche Technik der Amerikaner aufmerksam: Die beiden schweren Kreuzer verfügen über Radar (Mitte oben: blauer Punkt) und auch über eine Feuerleitanlage (Angriffswert in weiß).

Mortimer
24.06.20, 19:25
Der erste Tag ist vorüber. Mit Anbruch der Dämmerung kehren alle Flugzeuge zu ihren Basen zurück. Wir verlieren den Feindkontakt, vermuten die Amerikaner aber weiterhin bei den Louisiaden. Die Truppentransporter sind sehr langsam und während der Nacht noch immer damit beschäftigt, das ausgedehnte Korallenriff an der Südost-Spitze von Neu-Guinea zu umgehen. Die schweren Kreuzerdivisionen TF 10 und TF 5 sowie die Trägergruppe TF 6 fahren voraus.

02:20 Uhr: Plötzlich helle Aufregung bei den Brückenoffizieren – die Flottenträger sichten direkt vor ihrer Nase den Feind:


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Während sich die Träger in nordöstliche Richtung absetzen, gelingt es der heraneilenden Kreuzerdivision (TF 5) den Gegner zu stellen und in ein Nachtgefecht zu verwickeln. Verblüfft stellen wir fest, dass es sich um eine US-Trägergruppe handelt.

Die Japaner gelten als Spezialisten des Nachtgefechts und erhalten hier einen Bonus in Gestalt eines Überraschungsmoments. Dabei kommen die Torpedos zum Einsatz:


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Zwei schwere Kreuzer der Amerikaner werden getroffen und verlieren je einen Stärkepunkt. Eines der Schiffe hat zudem einen Antriebsschaden erlitten. Darüber hinaus wird ein Zerstörer versenkt.

Der Auftakt ist für uns vielversprechend. Jetzt kommt es jedoch zum Schlagabtausch der Schiffsartillerie. Und hierbei können die Amis auch austeilen:


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Die Schadensberichte gehen ein: die Zerstörer Asanagi und Murakumo sind verloren, der schwere Kreuzer Furutaka verliert ein Hauptgeschütz und Teile der Flak-Abwehr, die Chikuma kommt trotz zweier Einschläge relativ glimpflich davon. Die Kako hat hingegen deutlich mehr abbekommen: Öl läuft aus und der Antrieb ist beschädigt.


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Die Amerikaner haben zwei weitere Zerstörer verloren. Auch die beiden bereits beschädigten Kreuzer wurden erneut getroffen, allerdings liegen uns keine Berichte über die Auswirkungen vor (Anmerkung: Aufgrund des Kriegsnebels sind Meldungen über feindliche Schäden meistens ungenau).

Der US-Träger wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das liegt daran, dass Kampfschiffe im Überwassergefecht bestrebt sind, Träger möglichst abzuschirmen. Das ist hier ein dicker Brummer, der über Radar, gute Schadenskontrolle und massive Flak verfügt. Man bemerke auch die deutlich höhere Flugzeugkapazität (22 gegenüber nur 18 bei unseren Flottenträgern).

TF 5 löst sich vom Feind. Währenddessen nähert sich die zweite Kreuzerdivision (TF 10) in der Hoffnung, die angeschlagenen Amerikaner in eine zweite Seeschlacht verwickeln zu können.


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Die 4 auf dem Counter der TF 5 besagt, dass sich die TF aufgrund von Gefechtseinwirkung „in Unordnung“ befindet und nicht sofort wieder kampfbereit ist. Es dauert eine Weile, bis dieser Unordnungslevel auf null zurückgeht.

TF 10 hat unerwartet Probleme damit, den Gegner ausfindig zu machen. Da schon längst der Morgen graut, herrscht auf der Shokaku hektische Betriebsamkeit auf dem Flugdeck. Ein massiver Luftschlag wird vorbereitet:


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Zieht hier bereits der Tag der Vorentscheidung herauf?

Bigfish
24.06.20, 21:11
Ist wohl die Frage, wer wen als erstes entdeckt?

Denn hier gilt: Große Gefahr von Bombe trifft Träger mit vollgetankten Flugzeugen auf dem Deck!

Cfant
24.06.20, 21:32
Vielen Dank für den spannenden Bericht! Wir sind gespannt, wie das fröhliche Schiffe versenken weitergeht :)

GenLee
24.06.20, 23:47
Großartiger Bericht! Viel Erfolg beim Verfolgen des Feindes!

Mortimer
27.06.20, 22:30
Tag 2, 05:00 Uhr. Obwohl der Gegner in unmittelbarer Nähe sein muss, war TF 10 (Kreuzerdivision) aufgrund des schlechten Wetters bislang nicht in der Lage, die amerikanische Trägergruppe ausfindig zu machen. Endlich erhalten wir wieder Meldung über die Position des Feindes und stellen verblüfft fest, dass wir offenbar fast auf Sichtweite an ihm vorbei geschippert sind. Zuvor schon wurde ein weiterer US-Verband entdeckt, der sich augenscheinlich in nordwestliche Richtung bewegt.


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Eine gute Nachricht: Die Mannschaften der Kako können den während des Nachtgefechts erlittenen Antriebsschaden überraschend schnell beheben.


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TF 10 verzichtet auf weitere Verfolgung, denn der Kapitän der Shokaku besteht darauf, seine Flugzeuge zum Einsatz zu bringen. Die Bomber der Shokaku auf dem Weg zum Ziel:


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Der Gegner ist plötzlich nicht mehr zu sehen. Unsere Piloten korrigieren ihren Kurs und drehen in südliche Richtung ab. Der um 04:00 entdeckte andere US-Verband ist inzwischen unseren leichten Trägern Taiyo und Hosho (TF 7) gefährlich nahe gekommen. Wir haben keinerlei Kenntnis über die Zusammensetzung dieser Gruppe, vermuten aber, dass es sich lediglich um eine kleinere Anzahl leichter Kampfschiffe handelt. Wir lassen die veralteten B4Y der Taiyo zur bewaffneten Aufklärung starten.


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Derweil erwartet die Piloten der Shokaku eine herbe Enttäuschung: Vom amerikanischen Flottenträger gibt es weiterhin keine Spur, unter ihnen befindet sich lediglich ein beschädigter Zerstörer, der von einem weiteren Zerstörer eskortiert wird und wahrscheinlich auf dem Rückmarsch zum nächstgelegenen Hafen ist. Trotz klaren Wetters gelingt lediglich die Versenkung der Eskorte, der beschädigte Zerstörer kann hingegen entkommen.


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https://s12.directupload.net/images/200718/n8vk7gg3.jpg (https://www.directupload.net)


06:20 Uhr: Man legt uns die neuesten Aufklärungsberichte vor (Stand: 06:00 Uhr). Die angeblich kleine TF der Amerikaner im Norden wurde inzwischen als ausgewachsene Trägergruppe identifiziert! Auch der von der Skokaku verfehlte Flottenträger ist wieder aufgetaucht.


https://s12.directupload.net/images/200718/o8u9xeyg.jpg (https://www.directupload.net)


Unten im Bild sieht man die Flugzeuge der Shokaku auf dem Rückflug zum Träger. Die grüne Markierung bedeutet, dass diese Maschinen „erfolgreich“ ein Ziel gefunden und bombardiert haben.

Die zweite Kreuzerdivision (TF 10) wird unverzüglich Richtung Norden in Marsch gesetzt. Wir beschließen, mit der Zuikaku einen Luftschlag gegen die neu entdeckte US-Trägergruppe zu führen:


https://s12.directupload.net/images/200718/rrbs7h3h.jpg (https://www.directupload.net)


Wir können allerdings nur 4 Bomber und 3 Jagdeskorten zusammenkratzen. Zwei Einheiten sind auf Deck, aber erst in 20 Minuten einsatzbereit. Eine kleine Reserve haben wir im Hangar belassen (auch um den „traffic jam“ geringer zu halten).

Die klapprigen Doppeldecker der Taiyo sind ebenfalls unterwegs, so dass sich zwei Schwärme im Anflug befinden:


https://s12.directupload.net/images/200718/xasabq5l.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/igsqfew4.jpg (https://www.directupload.net)


Vielleicht wäre es klüger, die B4Y zurückzupfeifen (die Chance dafür steht bei 85%), denn diese haben nur geringe Aussichten, den feindlichen Jagdschutz und die massive Flak zu überstehen. Wir verzichten auf den Befehl zum Abbruch, um es den Piloten zu erlauben, ihren fanatischen Opfermut unter Beweis zu stellen. Banzai!

Zuerst erfolgt der Angriff der Zuikaku:


https://s12.directupload.net/images/200718/bv4ksaj8.jpg (https://www.directupload.net)


Aufgrund des Regens erhalten die Angreifer einen Malus und können keinen Treffer landen. Den Zeros gelingt es lediglich, eine amerikanische „Wildcat“ zu beschädigen. Auf der anderen Seite wird anscheinend auch die starke Flak-Abwehr des Trägers durch das Wetter behindert, so dass unsere Bomber keine Verluste erleiden.

Den heroischen B4Y geht es erwartungsgemäß dreckig: Eine Einheit wird abgeschossen, eine weitere beschädigt. Unnötig zu erwähnen, dass der US-Träger keinen Kratzer abbekommt.


https://s12.directupload.net/images/200718/rbkgz4ul.jpg (https://www.directupload.net)


Kurz darauf (07:20 Uhr) trifft TF 10 am Ort des Geschehens ein und eröffnet das Feuer aus allen Rohren:


https://s12.directupload.net/images/200718/bt75fyhc.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/xrdykoec.jpg (https://www.directupload.net)


Aber auch hier sind die Ergebnisse ernüchternd: Ein amerikanischer Zerstörer sinkt, drei weitere werden beschädigt. Demgegenüber steht der Verlust des Zerstörers Yukaze. Der schwere Kreuzer Chokai verliert einen Stärkepunkt (struktureller Schaden). Die Takao sowie zwei Zerstörer wurden ebenfalls getroffen, sind aber weiterhin einsatzfähig.

Man sieht im Logbuch, dass dieses Scharmützel dennoch als japanischer Sieg gewertet wird, da sich die Amerikaner zurückziehen mussten.

08:00 Uhr: Im Flottenkommando geht die Nachricht ein, dass unsere Transporter planmäßig Guadalcanal erreicht und unverzüglich mit dem Entladen des Materials und der Truppen bei Lunga Point begonnen haben. Feindbewegungen wurden bislang an diesem Schauplatz nicht beobachtet.


https://s12.directupload.net/images/200718/o6fdihgk.jpg (https://www.directupload.net)


Zwischenbilanz und Nachtrag: Wider Erwarten bestanden die bisherigen Kampfhandlungen hauptsächlich aus klassischen Seegefechten. Das ist in der Tat kontrafaktische Geschichte, steht jedoch im Widerspruch zum Titel unseres AARs. Die Träger vermochten es bislang nicht, ihr Offensivpotenzial zu entfalten und die Seeherrschaft für das Kaiserreich zu erzwingen. Zudem ist irritierend, dass noch keine nennenswerte Aktivität der alliierten Trägerflugzeuge festzustellen ist. Es gab nur einen Zwischenfall, den ich zu erwähnen vergaß: TF 10 wurde von zwei amerikanischen Dauntless angegriffen, wobei der schwere Kreuzer Atago einen Treffer erhielt, jedoch nur geringfügig beschädigt wurde (Uhrzeit unbekannt). Möglicherweise handelte es sich aber um landgestützte Maschinen, denn bei unserem Luftangriff auf Port Moresby haben wir dort zwei Gruppen Dauntless aufgeklärt. Hätte ein US-Träger die Attacke geführt, wären vermutlich deutlich mehr Einheiten zum Einsatz gekommen.

Arminius
01.07.20, 10:31
Vielen Dank für den bisherigen AAR. Wird es weitergehen?

Komischer Kunde
01.07.20, 14:36
Vielen Dank für den Einblick per AAR in das Spiel. Sieht ganz nett aus.

Könntet Ihr noch einmal näher erläutern, wie die einzelnen Impulse und Bewegungen dar gestellt werden? So wie wir das verstanden haben, bewegt sich der Gegner, während wir unseren Zug ausführen. Sprich wir müssten antizipieren, wo der Gegner voraussichtlich sein wird, um unseren beauftragten Raid ein Fressen vorwerfen zu können. Kann ein Schiffsverband zu einem feindlichen Schiffsverband Fühlung aufrecht halten?

Mortimer
01.07.20, 19:10
Vielen Dank für den bisherigen AAR. Wird es weitergehen?

Werter Arminius, es wird weitergehen. Aber ich werde wohl erst gegen Wochenende den nächsten Teil liefern können. Bisher habe ich von dem Material gezehrt, das ich schon vor Beginn des AARs gesammelt hatte. Jetzt muss ich aber erst einmal weiterspielen, Screenshots anfertigen, unter diesen dann auswählen und natürlich den Bericht formulieren.


Vielen Dank für den Einblick per AAR in das Spiel. Sieht ganz nett aus.

Könntet Ihr noch einmal näher erläutern, wie die einzelnen Impulse und Bewegungen dar gestellt werden? So wie wir das verstanden haben, bewegt sich der Gegner, während wir unseren Zug ausführen. Sprich wir müssten antizipieren, wo der Gegner voraussichtlich sein wird, um unseren beauftragten Raid ein Fressen vorwerfen zu können. Kann ein Schiffsverband zu einem feindlichen Schiffsverband Fühlung aufrecht halten?

Werter Komischer Kunde, Ihr habt ganz Recht: Die Zugausführung ist simultan. Und zudem ist die von der Aufklärung gemeldete Position des Gegners immer mindestens einen Impuls alt. Ich kann Schiffe aber pro Runde (= 4 Impulse) nur einmal bewegen und das nur in ein benachbartes Hexfeld. Flugzeuge bewegen sich in der Regel in jedem Impuls um zwei Hexfelder fort. Tuchfühlung mit dem Gegner müsste funktionieren, wenn ich nahe genug dran bin und er nicht plötzlich aufgrund der Wetter- und Sichtverhältnisse verschwindet.

Mortimer
04.07.20, 21:20
Am Abend des zweiten Tages liegt eine gewisse Niedergeschlagenheit auf den Seelen der japanischen Offiziere und Mannschaften: Viele Piloten und Seeleute ließen heute ihr Leben. Möglicherweise steht sogar die Niederlage der japanischen Waffen unmittelbar bevor. Aber wie hat dies geschehen können? Liegt es an den offenkundig grotesken Fehlentscheidungen der militärischen Führung? Oder handelt es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände? Möglicherweise hat hier beides auf fatale Weise zusammengefunden, dachten nicht wenige.

Doch haltet eure Tränen zurück! Überlassen wir stattdessen dem nüchternen Kriegstagebuch die Darstellung der Ereignisse...


Tag 2, 08:20 Uhr: Das Flottenkommando beschließt die Verlegung aller landgestützten Flugzeuge vom fernen Rabaul nach Lae. Die Einheiten werden für den Transfer vorbereitet:


https://s12.directupload.net/images/200718/s494ppya.jpg (https://www.directupload.net)


Zwei Einheiten Nells sind noch auf Aufklärungsmission und können erst am nächsten Morgen verlegt werden. Lae wird zwar gerne von den US-Fliegern aus Port Moresby angegriffen, aber mit der Konzentration unserer Jäger ist es vielleicht möglich, dem Gegner größere Verluste zur Luft beizubringen. Aufgrund der kürzeren Distanz ist es außerdem für die verbliebenen Bomber einfacher, in das Geschehen einzugreifen.

Verblüfft stellen wir fest, dass sich TF 9 an den amerikanischen Trägern vorbeigemogelt und bereits das Korallenriff umfahren hat. Diese Gruppe besteht aus Truppentransportern und einer Eskorte aus drei Zerstörern:


https://s12.directupload.net/images/200718/gtba2rd2.jpg (https://www.directupload.net)


Man sieht, dass dieser Verband auf Autopilot eingestellt ist (Ziel: Port Moresby). Ich habe wohl vergessen, dies zu deaktivieren. Die anderen Transportergruppen werden noch zurückgehalten.

Der Kommandant der TF 9 wird seine Kühnheit vielleicht bald bereuen, denn unweit von Port Moresby lauert eine US-Kreuzergruppe, deren Zusammensetzung unsere Aufklärer um 08:40 ermitteln können:


https://s12.directupload.net/images/200718/j9zwt86p.jpg (https://www.directupload.net)


Um 09:00 Uhr nimmt das Flottenkommando eine Umstrukturierung der schweren Trägergruppe vor: Die Zuikaku und die Zuiho werden aus TF 6 ausgegliedert und bilden nun TF 6.1. Beide Trägergruppen erhalten außerdem Einheiten der Kreuzerdivision TF 5. Durch diese Dislozierung, so heißt es, sei man in operativer Hinsicht flexibler.


https://s12.directupload.net/images/200718/rp69n6b7.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/a43rqx3m.jpg (https://www.directupload.net)


Die Flottenträger bereiten ihre Flugzeuge auf den nächsten Einsatz vor, was längere Zeit in Anspruch nimmt. Derweil versucht man sich in einem Schlechtwettergebiet zu verbergen, um nicht zur Zielscheibe für die amerikanischen Träger zu werden.


10:40 Uhr: Wir erhalten die Meldung, dass das Entladen unserer Bodentruppen bei Lunga Point abgeschlossen wurde. Hierbei gab es keinerlei Feindeinwirkung.


https://s12.directupload.net/images/200718/w27ismsv.jpg (https://www.directupload.net)


Um 10:20 Uhr haben die Amerikaner mit schwachen Kräften (2x Torpedobomber) die leichte Trägergruppe TF 7 angegriffen, ohne Schäden anrichten zu können. Noch schätzt man sich glücklich...

Auffällig ist die vermehrte Aufklärungstätigkeit des Gegners. Eine E13A macht Bruchlandung und geht verloren.

Die Shokaku ist auf Tuchfühlung mit einem der US-Flottenträger:


https://s12.directupload.net/images/200718/ye5n8ecc.jpg (https://www.directupload.net)


Jäger der TF 7 fliegen Long Range CAP über den Transportern der TF 16 (weiß markierte Flugzeugsymbole). Über TF 7 sind ohne Vorwarnung erneut Feindmaschinen aufgetaucht.

Diesmal handelt es sich jedoch um einen massiven Schlag: 7x Sturzkampfbomber, 1x Torpedobomber. Wir haben nur eine Einheit „Claude“ auf CAP.


https://s12.directupload.net/images/200718/7o7dfa5f.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/to78hu5w.jpg (https://www.directupload.net)


Jagdschutz und Flak gelingt lediglich die Beschädigung zweier „Dauntless“. Beide Eskort-Träger müssen schwere Treffer hinnehmen: Die Flugdecks werden außer Funktion gesetzt, die Taiyo verliert einen Lebenspunkt, zudem sind beide Aufzüge zerstört. Die Hosho verliert Öl.

Das Logbuch offenbart weitere Verwüstungen. Die Jäger der TF 7 sind noch auf Mission, aber die an Bord befindlichen Bomber werden auf dem Flugdeck vernichtet:


https://s12.directupload.net/images/200718/8ooz88rx.jpg (https://www.directupload.net)


Dies war der Tragödie erster Teil...

Mortimer
08.07.20, 20:09
Zur gleichen Zeit, da die US-Bomber auf unsere Begleitträger niedersausen, heben die Piloten der Shokaku zum Angriff ab. Ziel ist der ganz in der Nähe operierende amerikanische Flottenträger. So sieht die Planung aus:


https://s12.directupload.net/images/200718/5eczp46a.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/inmgtmua.jpg (https://www.directupload.net)


Alle Maschinen greifen zusammen in einer Welle an (single wave). Voraussichtlicher Zeitpunkt über dem Ziel: 11:00 Uhr. Die Gesamtdistanz beträgt vier Hexfelder. Flugzeuge können pro Impuls zwei Hexfelder zurücklegen, also vergehen insgesamt 40 Minuten. Bei den Zieloptionen entscheiden wir uns für den kompakten Modus, d.h. der Angriff konzentriert sich auf sogenannten „Kerneinheiten“ (schwere Kreuzer, Schlachtschiffe, Transporter und insbesondere Träger).

11:00 Uhr: Was jetzt passiert, ist mir nicht ganz begreiflich. Die US-Trägergruppe wird nicht mehr auf der vorigen Position gesichtet, stattdessen lokalisieren wir sie viel weiter südlich direkt neben dem anderen amerikanischen Flottenträger! Unser Angriffsverband dreht entsprechend nach Süden ab und muss nun eine deutlich größere Distanz fliegen. Kann unsere Aufklärung derart versagt haben? Oder spielt uns das schlechte Wetter einen Streich?


https://s12.directupload.net/images/200718/crccoc9f.jpg (https://www.directupload.net)


Ebenfalls um 11:00 Uhr erreichen zwei gegnerische Torpedobomber TF 6.1. Unser Jagdschutz ist diesmal auf Zack und schlägt die TBD „Devastator“ zurück:


https://s12.directupload.net/images/200718/m9hq3w7l.jpg (https://www.directupload.net)


Um 11:20 Uhr wird die Zuikaku noch einmal angegriffen, diesmal von zwei Gruppen Dauntless. Auch diesmal gelingt es den Amerikanern nicht, einen Treffer anzubringen.


https://s12.directupload.net/images/200718/d9jeac4j.jpg (https://www.directupload.net)


11:40 Uhr: Deutlich später, als im ursprünglichen Missionsplan vorgesehen, werfen sich die Maschinen der Shokaku auf den US-Träger – nur um im mörderischen Abwehrfeuer der Flak und der gegnerischen CAP verheerende Verluste zu erleiden:


https://s12.directupload.net/images/200718/67gbdb5b.jpg (https://www.directupload.net)


Es gelingt lediglich ein Treffer, der an dem Träger offenbar keine nennenswerten Schäden hervorruft (die Schadensberichte der anderen Schiffe beziehen sich auf frühere Kampfhandlungen).

Das Logbuch schlüsselt die Verluste genauer auf: Zwei unserer Gruppen wurden von feindlichen Jägern abgeschossen, drei gingen durch Flak verloren.


https://s12.directupload.net/images/200718/fm3ccylo.jpg (https://www.directupload.net)


Das Logbuch hat aber auch eine gute Nachricht für uns: Die Mannschaften der Taiyo sind dank ihres unermüdlichen Einsatzes in der Lage, das schwer ramponierte Flugdeck zusammenzuflicken.

Es war vermutlich ein Fehler, dass der Angriff nur von einer Gruppe Zeros eskortiert wurde. Wenn ich das Handbuch richtig in Erinnerung habe, erhält der Verteidiger im Luftkampf einen Würfelbonus, wenn er den eskortierenden Jägern des Angreifers zahlenmäßig überlegen ist. Das ändert zwar nichts an der sehr starken Flak-Abwehr, aber vielleicht wäre noch ein weiterer Bomber zum Träger vorgedrungen...

Was man in diesem Bericht nicht sehen kann: Der von der Shokaku vermeintlich angegriffene Träger taucht plötzlich wieder an seiner alten Position (zwei oder drei Hexfelder westlich der Shokaku) auf! Er kann unmöglich in relativ kurzer Zeit nach Süden abgedampft und dann wieder zurückgefahren sein. Tatsächlich angegriffen wurde also der zweite, südlich gelegene Trägerverband.

Bestätigt wird dies durch den Angriff der Zuikaku auf eben jene zweite Trägergruppe. Die Maschinen sind um 12:40 Uhr über dem Ziel. Die Piloten können deutlich mehr Schäden anrichten als ihre Kameraden eine Stunde zuvor:


https://s12.directupload.net/images/200718/qkiclheg.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200718/la47lwxt.jpg (https://www.directupload.net)


Zwei Torpedos und eine Bombe kommen ins Ziel: Schlagseite durch Wassereinbruch! Außerdem verliert der US-Träger dadurch zwei wertvolle Lebenspunkte. Jetzt hoffen wir mal, dass diese Schadensmeldungen auch den Tatsachen entsprechen (exakte Berichte über Feindschäden erhält man erst nach Szenario-Ende).

Bezüglich der Identität des Gegners: Dieser Träger hat eine Flugzeugkapazität von 22 (der andere hat 24). Es muss demnach derselbe Träger sein, den auch die Shokaku angegriffen hat.

Die Verluste sind nicht trivial, aber längst nicht so herbe wie beim Angriff der Shokaku. Negativ fällt wieder einmal die schwache Performanz der A6M auf: Trotz besseren Luftkampfwerts und zahlenmäßiger Überlegenheit kann keine Wildcat abgeschossen werden. Ist die Zero etwa nur ein Papierflugzeug?

Apropos Shokaku: Die traurigen Reste der Angriffsgruppe landen erst um 13:00 Uhr auf ihrem Träger. Letzterer verfügt jetzt nur noch über 4x Jäger, 2x Torpedobomber und 2x Sturzkampfbomber – das sind die einsatzfähigen Maschinen. Die beschädigte Val wird vermutlich nicht mehr an der Operation teilnehmen können.


https://s12.directupload.net/images/200718/eogaxtfb.jpg (https://www.directupload.net)


Das war nicht der Tragödie zweiter Teil, aber dieser folgt in Bälde...

Mortimer
13.07.20, 18:36
Wie meine werten Leser bereits bemerkt haben werden, gibt es ein Problem mit den Screenshots. Vermutlich ist es eine Störung beim Upload-Service. Ich hoffe, dass das Problem behoben wird. Notfalls lade ich alle Bilder erneut hoch, das dauert aber dann eine Weile (dürften ca. 90 Bilder sein). Der nächste Teil meines Berichts ist eigentlich schon fertig, aber ich warte jetzt erst ab. Es wird hier auf alle Fälle weitergehen.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinen Lesern und hoffe, dass sie mir die Treue bis zum bitteren Ende oder aber bis zum Sieg der japanischen Flotte halten. Banzai!

Mortimer
17.07.20, 16:43
"Bild.me" scheint wohl tot zu sein, zumindest sind die Bilder nicht wieder aufgetaucht. Daher werde ich mittels eines anderen Uploaders die Bilder erneut einstellen. Danach geht es mit dem AAR weiter...

Mortimer
18.07.20, 18:35
Werte Freunde, die Bilder wurden in mühevoller Kleinarbeit restauriert, so dass wir nun fortfahren können!

13:40 Uhr: Um die Schlagkraft der Shokaku einigermaßen wiederherzustellen, werden auf dem leichten Träger Zuiho drei Einheiten Torpedobomber B5N für den Transfer zur Shokaku vorbereitet. Der Zuiho verbleiben dann nur noch einige wenige Jäger.

Inzwischen ist die schwere Kreuzerdivision TF 10 im Anmarsch, um die US-Trägergruppe westlich der Shokaku in ein Überwassergefecht zu verwickeln. Vielleicht gelingt es uns auf diese Weise, dem bereits ramponierten Gegner den entscheidenden Schlag zu versetzen.

14:00 Uhr: TF 10 wird von zwei amerikanischen Bombern überrascht. Das ist eigentlich eine nicht sehr energische Attacke. Allerdings gelingt es dem Feind, den Kreuzer Atago schwer zu treffen und in Brand zu setzen:


https://s12.directupload.net/images/200718/o9vehxqd.jpg (https://www.directupload.net)


Die Lage an Bord der Atago ist kritisch, denn sollten die Reparaturteams das Feuer nicht unter Kontrolle bekommen, werden weitere Schäden entstehen und früher oder später zum Verlust des Schiffs führen.

An dieser Stelle sei noch ein Nachtrag eingefügt: Die beiden Geleitträger Hosho und Taiyo wurden von der Operation abgezogen und befinden sich in Begleitung eines Zerstörers auf dem Rückmarsch zum Flottenstützpunkt Rabaul. Zwei schwere Kreuzer und zwei Zerstörer bilden die neue TF 7.1. Diese soll sich entweder als Verstärkung einer Kreuzerdivision oder einer Trägergruppe anschließen.


https://s12.directupload.net/images/200718/32nfdf99.jpg (https://www.directupload.net)


14:20 Uhr: Unsere Befürchtungen bezüglich der Atago bestätigen sich. Aufgrund des heftigen Feuers fällt eines der Hauptgeschütze aus.

Dafür können die Reparaturteams der Hosho um 14:40 Uhr verkünden, dass das Flugdeck wieder einsatzfähig ist. Allerdings besitzt TF 7 ohnehin kaum noch Flugzeuge. Die meisten Maschinen wurden entweder bei dem amerikanischen Angriff vernichtet oder mussten auf die anderen Träger ausweichen.


https://s12.directupload.net/images/200718/foighzc5.jpg (https://www.directupload.net)


15:40 Uhr: Zwischen der Kreuzerdivision TF 10 und den schweren Begleitschiffen der US-Trägergruppe kommt es zu einem heftigen Gefecht, das jedoch zu unseren Ungunsten ausgeht:


https://s12.directupload.net/images/200718/qx95k2i2.jpg (https://www.directupload.net)


Der Zerstörer Hayashio sinkt, die Kreuzer Maya und Takao erleiden strukturelle Schäden und verlieren infolgedessen Lebenspunkte. Die Chokai muss drei Treffer einstecken, was zum Ausfall eines der Hauptgeschütze führt. Die Amerikaner bekommen auch etwas ab, aber keiner der Treffer scheint kritisch zu sein. TF 10 muss sich zurückziehen und fällt daraufhin auseinander.


16:00 Uhr: Die leichte Trägergruppe TF 7, welche nur langsame Fahrt macht und sich noch nicht weit genug absetzen konnte, wird von einem schweren Luftangriff ereilt:


https://s12.directupload.net/images/200718/ssmqm8k9.jpg (https://www.directupload.net)


Die Taiyo versinkt mit Mann und Maus in den Fluten. Auch die notdürftig zusammengeflickte Hosho wird erneut getroffen, kann sich aber weiterhin über Wasser halten. Des weiteren werden bei dem Angriff auch zwei Jäger des Typs A5M zerstört. Dies waren die letzten Flugzeuge der TF 7.

17:00 Uhr: Auch das Schicksal des schweren Kreuzers Atago ist besiegelt. Das Feuer an Bord ist nicht kontrollierbar, so dass dieses stolze Schiff von der Mannschaft aufgegeben und versenkt werden muss.

Hier die traurigen Ereignisse der letzten Stunde in der Zusammenfassung:


https://s12.directupload.net/images/200718/caqmieso.jpg (https://www.directupload.net)


Die japanische Führung sehnt jetzt nur noch die Nacht herbei. Die Flottenträger müssen sich reorganisieren und sollen erst am nächsten Tag wieder zum Einsatz kommen. Außerdem wäre es bei bald anbrechender Dämmerung und relativ großen Distanzen sehr gewagt, jetzt noch einen Angriff zu starten (erhöhtes Risiko von Bruchlandungen für die zurückkehrenden Flugzeuge). Angesichts der bisherigen Entwicklung können wir uns keine unnötigen Verluste erlauben.

17:20 Uhr: Die Amerikaner fliegen mit vier Gruppen einen Angriff auf Lae, wo die Einheiten aus Rabaul inzwischen angekommen sind. Zum Glück bleibt diese Attacke ohne Wirkung, so dass weder die Rollfelder noch die am Boden befindlichen Maschinen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Transportgruppe TF 16 schippert auf Sichtweite an einem der US-Träger vorbei, ohne angegriffen zu werden.


https://s12.directupload.net/images/200718/4bmwodgc.jpg (https://www.directupload.net)


Man sieht hier auch die Trümmer der Kreuzerdivision TF 10. Der schwarze Balken bedeutet, dass diese Einheiten aufgrund starker Schäden automatisch aus ihrer TF ausgegliedert wurden und sich nun selbsttätig an den Kartenrand zurückziehen.

18:00 Uhr. Trotz der bald anbrechenden Dämmerung riskiert der Gegner einen Angriff auf TF 7 und landet einen weiteren Bombentreffer an der Hosho:


https://s12.directupload.net/images/200718/4hjsxl6g.jpg (https://www.directupload.net)


Damit hat die Hosho am heutigen Tage vier Bombentreffer kassiert. Zweimal wurde dabei das Flugdeck auseinandergerissen. Außerdem ist der Antrieb schwer beschädigt. Obwohl der Kahn nur noch ein schwimmendes Wrack ist, klammern sich die japanischen Seeleute auf bewunderungswürdige Weise an ihr Schiff und sind nicht bereit, dieses aufzugeben.

18:20 Uhr: Die Männer der Hosho leisten schier Unglaubliches. Es gelingt ihnen tatsächlich, den Antrieb wiederherzustellen! Und das schon so kurz nach dem amerikanischen Angriff. Somit sollte es möglich sein, die Hosho während der Nacht auf sicheren Abstand zu den US-Trägern zu bringen.

Zum Abschluss des heutigen Berichts noch die Übersicht der bisherigen Gesamtverluste (Stand: 2. Tag, 20:00 Uhr):


https://s12.directupload.net/images/200718/hxhb4vaw.jpg (https://www.directupload.net)


Der Untergang von vier Zerstörern ist verschmerzbar. Durch den Verlust der Taiyo und der Atago rutscht unsere Bilanz allerdings ins Negative. Beunruhigend ist aber vor allem die große Anzahl der verlorenen Trägerflugzeuge. Die Hosho, die Maya und der amerikanische Träger werden hier aufgelistet, weil sie aufgrund der starken Schäden ebenfalls Siegpunkte für die jeweilige Gegenseite einbringen.


Ein schwarzer Tag für die Kaiserliche Marine. Andererseits sind unsere Flottenträger noch intakt und können am dritten Tag mit den verbleibenden Maschinen noch einmal ins Geschehen eingreifen.

Amerikanische Marine-Einheiten verfügen über einen hohen Schadenskontrollwert. Es kann daher gut sein, dass es dem Gegner gelingt, seinen Träger halbwegs wieder flott zu machen. Lebenspunkte können meines Wissens jedoch nicht regeneriert werden. Vielleicht erwischen wir ihn am letzten Tag...

Mortimer
26.07.20, 14:31
Die Position unserer Verbände an Tag 2, 20:00 Uhr Ortszeit:


https://s12.directupload.net/images/200726/28ebn5ae.jpg (https://www.directupload.net)


Die geplanten Manöver für die bevorstehende Nacht:

- Da die Truppentransporter noch relativ weit von Port Moresby entfernt sind, müssen sie zwingend in Bewegung gesetzt werden (gelb), auch wenn der Begleitschutz nur aus Zerstörern besteht. Die schweren Deckungsverbände können vermutlich aufschließen, allerdings wird das einige Stunden dauern. So lange sind die Transporter möglichen amerikanischen Angriffen mehr oder minder hilflos ausgeliefert. Wahrscheinlich ist es jetzt schon kaum noch möglich, Port Moresby innerhalb der verbleibenden Zeit zu erreichen. Ich rechne daher bereits mit einem strategischen Sieg der Alliierten.

- Vereinigung der verbleibenden Kreuzer (blau) zu einer neuen Task Force.

- Rendezvous der Flottenträger (weiß) zwecks der schnellen Überstellung von Jagdflugzeugen an die Shokaku.

- Rückmarsch der schwer beschädigten und kampfunfähigen Einheiten (rot) zum Flottenstützpunkt Rabaul.


Es folgt der Bericht über den aktuellen Flugzeugbestand auf unseren Trägern:

Zuikaku: 4x A6M, 1x A5M, 3x D3A, 1x B5N. (beschädigt und daher voraussichtlich nicht mehr einsetzbar: 1x D3A, 1x B5N).

Shokaku: 4x A6M, 2x D3A, 6x B5N (beschädigt: 1x D3A).

Zuiho: 4x A6M, 1x A5M

Dann bleiben noch die landgestützten Maschinen. Hier haben wir (fast) alles in Lae zusammengezogen: 5x A6M, 1x A5M, 1x G4M, 2x G3M sowie eine beschädigte G3M.

In Rabaul befindet sich noch ein Bomber G4M, der tagsüber bei einem Aufklärungsflug offenbar vom Gegner abgedrängt wurde und nun im Zustand „aborted“ auf dem Rollfeld steht. Diese Einheit wird bei Morgengrauen nach Lae transferiert.


Tag 3, 02:40 Uhr: Es kommt zum befürchteten Kontakt unserer Transportverbände mit einer amerikanischen Task Force.


https://s12.directupload.net/images/200726/89b7rkal.jpg (https://www.directupload.net)


Man sieht hier, dass sich die Transporter durch eine Lücke im Korallenriff zwängen. Das ist eigentlich nicht die in der Planungskarte eingezeichnete Bewegung, aber ich habe diese Einheiten der Einfachheit halber auf Autopilot belassen. Natürlich warten die Amis genau an dieser Engstelle. Die Umgehung des Korallenriffs wäre wahrscheinlich etwas sicherer, aber auch deutlich zeitaufwendiger.

03:00 Uhr: Es kommt zum Nachtgefecht, in dem wir erwartungsgemäß schwere Verluste erleiden:


https://s12.directupload.net/images/200726/8hpk9hdk.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200726/lamffi6r.jpg (https://www.directupload.net)


Auf die Zerstörer geht ein Geschosshagel mit vernichtender Wirkung nieder. Der Transporter Shinai Maru gerät in Brand und muss um 03:40 Uhr aufgegeben werden. Das Schiff hat keine Schadenskontrolle, so dass keinerlei Chance besteht, das Feuer einzudämmen.

Ärgerlich beim Untergang eines Transportschiffes ist vor allem der Verlust der an Bord befindlichen Truppen (dargestellt durch den Transportfaktor von 6). Je weniger Soldaten an Land gehen, desto schwerer wird die Eroberung des Operationsziels.

Angesichts des bisherigen Verlaufs rechne ich ehrlich gesagt gar nicht damit, überhaupt Truppen landen zu können. Es geht jetzt in diesem AAR nur noch um ein möglichst heroisches und spektakuläres Scheitern. :)

Interessant ist die Tatsache, dass der Gegner jetzt mit einer kombinierten Trägergruppe agiert. Und der gestern schwer getroffene Träger (noch 2 Stärkepunkte) scheint tatsächlich wieder flott gemacht worden zu sein.

04:00 Uhr: Da jetzt Deckoperationen möglich sind, bereiten wir unsere Flugzeuge zum letzten Gefecht vor.

Die Zuiho übernimmt mit zwei Zeros und einer Claude die Abschirmung der TF 6.1. Zwei weitere Jäger sollen an die Shokaku überstellt werden. Damit würden beide Trägergruppen über jeweils 6x A6M verfügen.

(Die neue Angriffsdoktrin sieht vor, den Begleitschutz der Bomber zu priorisieren und Luftschläge mit einer Eskorte von mindestens 4x A6M zu führen).

Irgendwann bei Morgengrauen finden sich die Reste diverser Kreuzerdivisionen am vereinbarten Treffpunkt ein, um sich dort zu einer neuen, schlagkräftigen TF zu reorganisieren.


https://s12.directupload.net/images/200726/nndwrrzf.jpg (https://www.directupload.net)


Mit sechs schweren Einheiten ist dies in der Tat eine veritable Streitmacht – schade nur, dass sie aus der Ferne zusehen muss, wie unsere Transporter ihrem Untergang entgegenfahren.

Apropos Untergang: Wir können dessen Darstellung sogleich fortsetzen, denn um 05:20 Uhr geschieht das Voraussehbare: Jene vorwitzige TF 9, deren Tollkühnheit wir vor kurzem bewundert haben, gerät während der Annäherung an Port Moresby in Konflikt mit einer US-Kreuzergruppe.


https://s12.directupload.net/images/200726/6aijs89k.jpg (https://www.directupload.net)


Allerdings ist das Überraschungsmoment auf unserer Seite, so dass wir eine Torpedo-Salve abfeuern dürfen.


https://s12.directupload.net/images/200726/64pw6cqv.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200726/k6vogp3t.jpg (https://www.directupload.net)


Ein gegnerischer schwerer Kreuzer wird von zwei Torpedos getroffen, was entsprechend Lebenspunkte kostet. Wir werden jedoch ebenfalls ordentlich erwischt:


https://s12.directupload.net/images/200726/ivn6xf7w.jpg (https://www.directupload.net)


Auf der anderen Seite sind die Verluste fast noch glimpflich zu nennen: Wir verlieren nur den Zerstörer Oboro, drei weitere Einheiten (darunter einer der wertvollen Transporter) werden beschädigt, bleiben aber einsatzfähig...

Iche_Bins
26.07.20, 19:44
Autsch, wenn am Ende der Operation noch verantwortliche übrig sind, werden da aber Köpfe rollen...

Mortimer
26.07.20, 20:39
Autsch, wenn am Ende der Operation noch verantwortliche übrig sind, werden da aber Köpfe rollen...

Das Kriegsgericht wird nicht nötig sein, der Japaner bevorzugt nach schändlich verlorener Schlacht den rituellen Selbstmord. :D

Ich gebe zu, dass ich etwas planlos agiere und auch nicht richtig in die Situation hineinfinde. Liegt vielleicht daran, dass man mehr mit dem Verfassen des AARs als mit konzentriertem Spielen beschäftigt ist. Aber Hauptsache, die Regenten fühlen sich leidlich unterhalten...:)

Alith Anar
27.07.20, 17:15
Mal wieder einen "Untergangs" AAR zu lesen ist doch fein.:)

Mortimer
10.08.20, 17:34
Nach einer längeren Pause geht es hier nun weiter dem Untergang entgegen!

Tag 3, 06:00 Uhr: Die Flottenträger haben ihre Vorbereitungen zum Endkampf weitgehend abgeschlossen. Auf der Zuikaku sind bereit: 3x A6M, 3x D3A, 2x B5N. Es herrscht also hohes Verkehrsaufkommen, so dass die fehlende vierte Zero noch nicht auf das Flugdeck gebracht werden konnte. Notfalls starten wir mit nur drei Einheiten Jäger als Eskorte.

Auf dem leichten Träger Zuiho, der die Deckung der TF 6.1 leisten soll, sind zwei Zeros für den Transfer zur Shokaku präpariert, zwei weitere Jäger sowie eine A5M sind als CAP vorgesehen.

Auf der Shokaku sind bereit: 4x A6M, 2x B5N, 2x D3A. Auch hier gibt es wegen des Gedrängels logistische Probleme. Zwei B5N sind noch auf dem Weg vom Hangar zum Flugdeck. Die Vorbereitung dieser Einheiten kann noch längere Zeit in Anspruch nehmen.


https://s12.directupload.net/images/200810/4zhk2qbd.jpg (https://www.directupload.net)


Ab 06:00 Uhr erhalten wir am laufenden Band Meldungen über vermehrte amerikanische Aufklärungstätigkeit. Dies steht ganz im Gegensatz zu unseren Bemühungen, die gegen null tendieren. Wir haben lediglich zwei Bomber aus Lae auf Aufklärungsmission sowie die Wasserflugzeuge der schweren Kreuzer.

Bald schon setzen die Amerikaner ihre Jagd auf unsere Transportergruppen fort. Um 07:00 erhält der Frachter Nankai Maru einen Bombentreffer durch eine US-Dauntless.


https://s12.directupload.net/images/200810/tgypu3hr.jpg (https://www.directupload.net)


Um 07:20 detektiert der Stützpunkt Lae einen herankommenden Luftangriff. Wir erhalten die Meldung erst, als die Feindmaschinen bereits über der Basis sind. Aber wir haben diesen Schritt vorausgesehen und sind diesmal vorbereitet. Wir haben fünf Gruppen Zeros auf dem Flugfeld stehen, die ohne Zeitverlust zum Alarmstart aufsteigen können.


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Ein Torpedobomber wird während des Anflugs abgeschossen, ein Bomber und eine P39 werden beschädigt. Der Angriff kann somit nur von einer A29 durchgeführt werden, welche dabei ebenfalls beschädigt wird.


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Zeitgleich nehmen die Amerikaner einmal mehr die vorgeschobene TF 9 aufs Korn. Danach ist die bereits getroffene Nankai Maru nur noch ein brennendes Wrack, ein weiterer Transporter wird direkt auf den Meeresgrund geschickt.


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07:40 Uhr: Die Mannschaft der Nankai Maru muss das Schiff aufgrund des Feuers aufgeben und versenken.


09:20 Uhr: Wir erhalten endlich eine Meldung über den vermuteten Aufenthalt der US-Trägergruppe, die sich unserer Aufklärung zwischenzeitlich gänzlich entzogen hatte.


https://s12.directupload.net/images/200810/7y77v6l7.jpg (https://www.directupload.net)


Wir hoffen, dass das finale Duell der Flugzeugträger bald bevorsteht...

Mortimer
13.08.20, 18:32
Tag 3, 11:00 Uhr: Wieder findet ein amerikanischer Luftangriff auf Lae statt, wobei unsere auf CAP eingesetzten Zeros nicht zum ersten Mal eher schwach abschneiden: Von zwei mittelschweren Bombern des Typs B25 kann lediglich eine Einheit beschädigt werden. Die Attacke hat durchaus Wirkung: Die Rollfelder bekommen einen Treffer ab, ebenso eine am Boden stehende G4M, die somit nicht mehr einsetzbar ist.


https://s12.directupload.net/images/200813/plxwa4vc.jpg (https://www.directupload.net)


Derweil spielt der Gegner weiterhin Schießbude mit unseren Truppentransportern. Um 11:40 Uhr erwischt es TF 14. Die Shinano Maru erhält zwei Torpedotreffer und sinkt:


https://s12.directupload.net/images/200813/dr5ici38.jpg (https://www.directupload.net)


12:00 Uhr: Die Maschinen der Zuikaku erhalten ihren Angriffsbefehl. Ziel ist natürlich die amerikanische Trägergruppe. Eine Val und eine Zero befinden sich immer noch im Vorbereitungsmodus, werden aber dem Angriffsverband hinzugefügt, so dass sich der Start um eine Stunde verzögern wird.


https://s12.directupload.net/images/200813/so3gxgsf.jpg (https://www.directupload.net)


Wir hoffen uns diese Zeit nehmen zu können, ohne dass uns ein gegnerischer Schlag zuvorkommt. Etwas anders sieht es mit der Shokaku (TF 6) aus. Diese wurde bereits um 11:40 von US-Aufklärern überflogen. Wir entscheiden daher, die Shokaku sofort mit allen verfügbaren Maschinen angreifen zu lassen.


https://s12.directupload.net/images/200813/bbk29byd.jpg (https://www.directupload.net)


Acht Gruppen können ohne Verzögerung abheben. Allerdings lassen sich auf diese Weise lediglich vier Marinebomber ins Feld führen. Zwei Kates werden noch auf dem Deck für den Einsatz vorbereitet, zwei weitere befinden sich als Reserve im Hangar.

Da das Flugdeck der Shokaku jetzt genug Platz für einen Landeanflug bietet, beginnt zeitgleich der Transfer zweier Zeros von der Zuiho.


12:40 Uhr: Der Angriffsverband der Shokaku auf dem Weg zum Ziel:


https://s12.directupload.net/images/200813/z6x35bur.jpg (https://www.directupload.net)


Und hier die Maschinen der Zuikaku (Zeit: 13:00 Uhr), während sie gerade TF 6 überfliegen:


https://s12.directupload.net/images/200813/pe9le3iw.jpg (https://www.directupload.net)


Man sieht hier, dass parallel die beiden Zeros der Zuiho im Landeanflug sind.

13:20 Uhr: Der Angriffsverband der Shokaku trifft über dem Zielgebiet ein. Zunächst gilt es, den Abwehrschirm der sechs Wildcats zu durchdringen und auch noch das Flakfeuer zu überstehen.


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Unsere relativ starke Eskorte macht es den amerikanischen Jagdpiloten unmöglich, Erfolge zu erzielen. Wir verlieren lediglich eine B5N durch Flak-Beschuss. Aber unsere Bomber können nur einen Treffer anbringen, der augenscheinlich keine nennenswerten Schäden hervorruft.


https://s12.directupload.net/images/200813/58mkm9lj.jpg (https://www.directupload.net)


Positiv ist der Umstand, dass wir keine weiteren Totalverluste erleiden. Zwei Einheiten werden jedoch während der Attacke beschädigt.


Um 14:00 Uhr erfolgt der zweite Schlag, und zwar durch die Flugzeuge der Zuikaku:


https://s12.directupload.net/images/200813/9rpfyyy8.jpg (https://www.directupload.net)

https://s12.directupload.net/images/200813/tdnyssjd.jpg (https://www.directupload.net)


Der verteidigende US-Jäger wird uns nicht gefährlich. Eine D3A geht durch Flak verloren, eine B5N wird abgedrängt. Daraufhin verrichten unsere Bomber ihr Werk:


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https://s12.directupload.net/images/200813/makuexcw.jpg (https://www.directupload.net)


Zwei Bomben haben ihr Ziel gefunden (die anderen angezeigten Treffer sind vom Vortag). Leider konnten wir keine weiteren Torpedos anbringen, dies hätte Lebenspunkte gekostet und den Träger wahrscheinlich vernichtet. Aber immerhin: An Bord ist Feuer ausgebrochen. Das ist zwar gefährlich, aber damit ist die Einheit noch nicht unbedingt aus dem Spiel. Mir ihrer überlegenen Schadenskontrolle haben die Amis gewisse Chancen, den Verlust ihres Trägers zu verhindern. Leider können unsere Piloten in der Hektik des Gefechts keine Beschädigungen am Flugdeck feststellen.

Entweder haben wir Glück oder die starke Abschirmung durch vier Begleitjäger zahlt sich aus. Jedenfalls verzeichnen wir nur einen Totalverlust.

Es bleibt aber keine Zeit, sich darüber zu freuen, denn um 14:20 Uhr wird die Shokaku vom amerikanischen Gegenschlag ereilt:


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https://s12.directupload.net/images/200813/jsg6d369.jpg (https://www.directupload.net)


Aua, das tut richtig weh! Beim Überfliegen des Schadensberichts wird der kommandierende Admiral ganz bleich im Gesicht: Wassereinbruch, Flugdeck inoperabel, Aufzug zerstört, Großfeuer an Bord, reduzierte Schadenskontrolle (was in dieser Situation schwer wiegt).

Der Angriffsverband der Shokaku ist übrigens noch in der Luft. Zum Glück bietet TF 6.1 noch Platz für die Maschinen, sonst würden sie irgendwo über dem Meer abstürzen (bis zum Stützpunkt Lae reicht vermutlich der Sprit nicht).

Es kommt noch schlimmer: Die Shokaku wird noch im gleichen Spielimpuls aufgegeben und versenkt!


https://s12.directupload.net/images/200813/ukpe7pnb.jpg (https://www.directupload.net)


Das wundert mich dann gelinde gesagt doch etwas... :schrei:

Im Handbuch steht zum Thema Großfeuer: „Wenn Löschversuche am Ende des Zuges scheitern, entsteht weiterer kritischer Schaden.“ Okay, aber gleich alle drei noch verbleibenden Lebenspunkte auf einmal zu verlieren...?

Nebenbei nehmen wir zur Kenntnis, dass natürlich auch die an Bord befindlichen Einheiten (immerhin sechs Gruppen) bei dem Angriff zerstört wurden.

Das Flottenkommando tobt: Wurden überhaupt Rettungsversuche unternommen? Oder sind die Memmen gleich in die Boote gesprungen? Und warum wurde von den zwei Jägern keine CAP geflogen? Warum sind die vier Einheiten Torpedobomber nicht aufgestiegen, um noch einen letzten Angriff zu wagen?

Die verantwortlichen Offiziere stehen zur Beantwortung dieser und weiterer peinlicher Fragen nicht mehr zur Verfügung, da sie es selbstredend vorgezogen haben, mit dem Schiff unterzugehen.

Was die Flugzeuge an Bord betrifft, bin ich mir nicht mehr sicher: Entweder waren sie noch im Wartungsmodus oder ich habe einfach vergessen, sie starten zu lassen. Die beiden Jäger hätten vielleicht das ein oder andere Feindflugzeug abgeschossen bzw. beschädigt und damit möglicherweise das Schlimmste verhindert.

Eine Alternative hätte darin bestanden, die Jäger von der Zuiho erst gar nicht umständlich zu transferieren, sondern sie einfach über der Shokaku Long Range CAP fliegen zu lassen. ODER: Man hätte alle Maschinen dem Angriff der Shokaku hinzugefügt und die Zeitverzögerung in Kauf genommen. Bei einem amerikanischen Angriff wäre es dann möglich gewesen, die schon auf dem Flugdeck stehenden Jäger als CAP einzusetzen.

Die guten Ideen hat man oft erst hinterher...

Übrigens sehen wir erst jetzt, während wir dies schreiben, dass ganz unten im Logbuch der um 14:00 angegriffene amerikanische Träger auf dem Counter als versenkt angezeigt wird. Das muss nicht unbedingt etwas heißen. Es ist aber durchaus möglich, dass das Feuer nicht kontrolliert werden konnte.

Es folgt des Endes zweiter Teil...

Cfant
13.08.20, 21:38
Das Spiel sieht komplexer aus, als es ursprünglich den Anschein hatte. Und besser haben's die historischen Japaner auch nicht gemacht. Jedenfalls macht es Spaß zu lesen, das ist hoffentlich auch ein Sieg :)

Mortimer
14.08.20, 20:57
Und besser haben's die historischen Japaner auch nicht gemacht. Jedenfalls macht es Spaß zu lesen, das ist hoffentlich auch ein Sieg :)

Schön, dass es Euch gefällt. Ich bin aber doch schlechter als die historischen Japaner, die haben ja im Korallenmeer nur einen leichten Träger verloren, aber keinen der Flottenträger. Ich kann mein bisheriges Ergebnis sogar noch toppen, wenn ich im nächsten (und wahrscheinlich letzten) Teil des AARs auch die Zuikaku verlieren sollte... :D

Mortimer
19.08.20, 18:58
Werte Herrschaften, wir kommen hier heute zum Abschluss. Der Rest ist schnell erzählt, denn das Szenario endet an Tag 3 um 19:40 Uhr.

Tag 3, 15:40 Uhr: Der Angriffsverband der inzwischen gesunkenen Shokaku befindet sich im Landeanflug auf TF 6.1. Das sind immerhin noch neun Einheiten. Wir haben wie gesagt Glück, dass TF 6.1 mit ihren zwei Trägern genug Platz für die „Heimatlosen“ bietet, denn der Stützpunkt Lae ist vermutlich zu weit entfernt, um als Alternative in Frage zu kommen. Es dauert dann noch 20 bis 40 Minuten, bis alle Flugzeuge gelandet sind.


https://s12.directupload.net/images/200819/4xrien4k.jpg (https://www.directupload.net)


Die Piloten sind niedergeschlagen, nachdem sie auf dem Rückflug per Funk vom Untergang ihres Trägers erfahren haben. Doch schnell bricht sich ein Gefühl unwiderstehlich Bahn: Rache, Rache! Man umringt einander auf dem Flugdeck, auch die Kameraden der TF 6.1 eilen herbei: Schnell! Auftanken und zurück in die Maschinen! Die Amerikaner sind ja nicht weit und bereiten vielleicht in diesem Augenblick einen weiteren Schlag vor.

Im Flottenkommando ist man der gleichen Ansicht und sieht nervös auf die Uhr: Es dürfte eine Stunde dauern, um wieder abheben zu können, dann noch ca. eine Stunde bis zum Ziel. Es ist aber schon spät am Nachmittag. Der Rückflug wird dann schon in der Dämmerung stattfinden, also gibt es keine Zeit zu verlieren. Der Ami hat an diesem Tag schon etliche Maschinen verloren, außerdem wird er sich eventuell darauf konzentrieren, die Truppentransporter von einer weiteren Annäherung an Port Moresby abzuhalten. Es gibt also noch Aussichten auf einen Erfolg...

Derweil versucht TF 6 (jetzt ohne Shokaku, aber mit fünf schweren Kreuzern) den Kontakt zu den Amerikanern zu halten, damit diese nicht aus dem Suchbereich der Wasserflugzeuge verschwinden. Der Kommandant der TF 6 ist übrigens versucht, den US-Trägerverband in ein Seegefecht zu verwickeln. Allerdings ist der Träger durch seine schweren Begleiteinheiten sehr gut abgeschirmt.


16:00 Uhr: Die Amerikaner, welche die Annäherung von TF 6 bemerkt haben dürften, greifen mit zwei unbegleiteten Bombern an:


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Der schwere Kreuzer Myoko wird von einer Bombe getroffen. Es gibt keine strukturellen Schäden, jedoch fallen ein Geschützturm sowie Teile der Flak-Abwehr aus.


16:20 Uhr: hektische Betriebsamkeit auf den Trägern Zuikaku und Zuiho. Letztere verfügt jetzt über fünf Jagdgruppen, die allesamt die CAP übernehmen sollen.


https://s12.directupload.net/images/200819/ysj97ka2.jpg (https://www.directupload.net)


Zwei A6M brauchen aber noch 20 Minuten, bevor sie einsatzbereit auf dem Flugdeck stehen. Zur gleichen Zeit wird auf der Zuikaku der Angriff eingeleitet. Hier der Zeitplan:


https://s12.directupload.net/images/200819/dqv43c6e.jpg (https://www.directupload.net)


Die Maschinen müssen aus dem Hangar heraus (hier werden sie aufgetankt) dem Schlag zugeordnet werden, was den Start um eine ganze Stunde verzögert. Die Vorbereitung auf dem Flugdeck würde aber sicher noch länger dauern. Dann noch 6 Hexfelder = 3 Impulse = 60 Minuten bis zum Ziel. Natürlich braucht man auch 60 Minuten für den Rückflug, so dass man gerade noch rechtzeitig vor der Dunkelheit wieder zuhause wäre.

Die farbigen Hexfelder im Hintergrund markieren übrigens den aktuellen Suchbereich der Aufklärer. Der US-Trägerverband wird also gerade direkt überflogen.


https://s12.directupload.net/images/200819/xkpeohuf.jpg (https://www.directupload.net)


Wir können noch sechs Bomber sowie eine massive Eskorte aus fünf Zeros aufbieten, das ist gar nicht so schlecht. Eigentlich könnte die eine D3A von der Zuiho auch noch starten, aber das wird in der Hektik offenbar versäumt.


18:00 Uhr: Während sich die Piloten der Zuikaku ihrem Ziel nähern, kommt es noch einmal zu einem amerikanischen Luftangriff auf Lae:


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Wir lassen zwar permanent CAP fliegen, aber ausgerechnet jetzt befinden sich drei Jäger zum Auftanken am Boden (der Kreis auf dem Counter zeigt eine Mission in „Wiederholungsschleife“ an). Wir können zwei US-Einheiten im Anflug abdrängen, jedoch erwischt der Angriff eine A5M am Boden. Außerdem wird eine Rollbahn außer Funktion gesetzt.

Indes ist das alles nebensächlich, denn wir erwarten die finale Attacke unserer Trägerflugzeuge.


https://s12.directupload.net/images/200819/dc2wdcjc.jpg (https://www.directupload.net)


Im Zeitplan war allerdings nicht vorgesehen, dass die Amerikaner ihre Position verändern. Unser Anflug wird dadurch um 20 Minuten verlängert. Dies bedeutet wiederum, dass unsere Maschinen voraussichtlich erst um 19:40 Uhr zurück sind und sich aufgrund der Abenddämmerung dem Risiko einer Bruchlandung (bei 40%) aussetzen müssen. - Aber egal, dann ist das Spiel ohnehin aus.

Das Flottenkommando hatte mit seiner Vermutung recht, dass sich die US-Trägerflugzeuge auf die Truppentransporter konzentrieren würden: Um 18:40 Uhr wird die Sado Maru (oder Sado Maso? :D) versenkt.

Diese an sich traurige Meldung wird nur beiläufig zur Kenntnis genommen, denn alles wartet gebannt auf Nachrichten vom Angriff auf die US-Träger... 18:40 Uhr: Flugzeuge sind über dem Ziel!


https://s12.directupload.net/images/200819/vjljyx82.jpg (https://www.directupload.net)


Es wird die Anwesenheit nur eines Trägers gemeldet. Der andere ist also entweder gesunken oder er wurde schwer beschädigt aus dem Verband ausgegliedert.


https://s12.directupload.net/images/200819/hlzaadn2.jpg (https://www.directupload.net)


Beim Durchbrechen der Flak-Abwehr geht ein Torpedobomber verloren, eine D3A wird beschädigt. Es wird zum Glück keine CAP geflogen...


https://s12.directupload.net/images/200819/ckjvi7n8.jpg (https://www.directupload.net)


https://s12.directupload.net/images/200819/y3uc6am8.jpg (https://www.directupload.net)


Zwei Bomben gehen ins Ziel. Die B5N versagen leider, denn Torpedos würden kritische Treffer verursachen und somit Lebenspunkte kosten. Das war es, wir haben unser Pulver verschossen...


Der Vollständigkeit halber erwähnen wir, dass kurz vor Ablauf der Zeit noch ein Truppentransporter vom Gegner bombardiert und schwer beschädigt wird.


https://s12.directupload.net/images/200819/74ghfov9.jpg (https://www.directupload.net)


Wie schon seit einiger Zeit erwartet ein strategischer Sieg der Alliierten. „Operation MO“ ist gescheitert.


Der abschließende Blick auf die Verluste:


https://s12.directupload.net/images/200819/aav87efz.jpg (https://www.directupload.net)


Aha, beim versenkten amerikanischen Träger handelt es sich um die Lexington. Das stimmt ja dann mit der historischen Realität überein. Wir schneiden insgesamt schlechter ab als die Japaner in der Realität: einen Flottenträger und einen leichten Träger verloren, ein weiterer leichter Träger schwer angeschlagen. Dazu noch der schwere Kreuzer. Die Verluste an Zerstörern auf beiden Seiten hat es so meines Wissens auch nicht gegeben. Da dies nicht vollständig auf dem Bild zu sehen ist: Wir haben sieben Zerstörer und sechs Transporter verloren.

Der zweite US-Träger ist natürlich die Yorktown (historische Schlachtordnung für die KI). Wir sehen jetzt den kompletten Schadensbericht:


https://s12.directupload.net/images/200819/cs7gqygu.jpg (https://www.directupload.net)


Da sind wohl einige Reparaturen angesagt...


Werte Mitregenten, damit kommt unsere Darstellung zu ihrem Ende. Wir bedanken uns bei den Lesern für die Aufmerksamkeit und beim Rest des Forums für die Tolerierung dieses Minderheitenprogramms. :D

LochLomond
19.08.20, 19:46
wir würden ein kurzes Resümee begrüssen

Mortimer
20.08.20, 16:20
wir würden ein kurzes Resümee begrüssen

Was soll ich sagen, werter LochLomond: Die japanische Flotte wurden geschlagen, die Verantwortlichen haben sich ins Schwert gestürzt, der Krieg ist bereits jetzt verloren (bei einem historischen Midway bliebe nur ein Flottenträger übrig), der Kaiser verkündet im Sommer 42 die Kapitulation...:D ;)

Es wurden von meiner Seite definitiv taktische Fehlentscheidungen gefällt: Der frühe und verheerende Luftangriff auf Port Moresby war völlig unnötig. Die dort verlorenen Marinebomber hätte man später noch gut gegen die Träger einsetzen können (Bettys und Nells lassen sich auch mit Torpedos bestücken). Gerade in der Anfangsphase war ich vielleicht zu vorsichtig, möglicherweise hätte man die Kreuzerdivisionen aggressiver einsetzen sollen (vor allem in Nachtrunden haben die Japaner Vorteile: Überraschungsmoment + Torpedosalve). Im Rückblick würde ich auch die Teilung der Trägergruppe als Fehler einstufen: Zwei Flottenträger und ein leichter Träger haben zusammen genug Jagdmaschinen, um einerseits massive CAP fliegen und auch noch ausreichend Eskorte bereitstellen zu können. Oder man nutzt die im Spiel bestehende Möglichkeit der Long Range CAP, aber dies wurde von mir weitgehend versäumt. Nicht zuletzt spielen auch Glück und Zufall eine große Rolle. So war es ja auch bei den historischen Trägerschlachten: Wer entdeckt wen zuerst? Habe ich beim Anflug gutes Wetter? Ist der Gegner überhaupt dort, wo er von der Aufklärung gemeldet wurde? Wie viele Maschinen kommen überhaupt durch die feindliche Flak und CAP? Vielleicht hätte genau dieser Torpedobomber, der durch Flak-Beschuss verloren ging, den entscheidenden kritischen Treffer gesetzt usw. Auf der anderen Seite konnte die KI gleich beim ersten Angriff die Skokaku mit einem Torpedo und einer Bombe auf Deck in Brand schießen. Aber solche Dinge sind gerade das Spannende an diesem Spiel...

Arminius
18.03.22, 10:40
Vielen Dank nochmal für den AAR.

Knapp zwei Jahre nach Eurem formidablen AAR haben Wir Uns das Spiel für den Ipad auch gekauft. Endlich! Wenn es Uns sehr gefällt, dann werden Wir es Uns eventuell auch für den PC holen.

Mortimer
18.03.22, 18:29
Vielen Dank nochmal für den AAR.

Knapp zwei Jahre nach Eurem formidablen AAR haben Wir Uns das Spiel für den Ipad auch gekauft. Endlich! Wenn es Uns sehr gefällt, dann werden Wir es Uns eventuell auch für den PC holen.

Werter Arminius, die iPad-Version besitzen wir auch, haben sie aber so gut wie nie gespielt. Am PC macht es uns deutlich mehr Spaß und ist dort auch deutlich bequemer zu spielen. Wir werden uns jetzt auch noch den jüngsten DLC besorgen (U-Boote!).

Arminius
23.03.22, 09:46
Wir werden Uns wahrscheinlich bei Zeiten auch die PC-Version holen. Der Vorteil der iPad-Fassung für Uns: Wir sind häufiger am iPad als am PC anzutreffen, da letzteres am Herrschaftssitz von den dort Herrschenden sehr kritisch gesehen wird. Leider.

Was Wir an der iPad-Fassung nicht mögen und unschön finden, ist, dass Wir für die Möglichkeit, im MP zu spielen, halbjährlich im Abo zahlen sollen.

Sollten Wir die PC Version mit allen DLC besitzen, werden Wir dieses Mal um eine Kriegserklärung an den werten Tenno Mortimer nicht herumkommen. ;)

Mortimer
23.03.22, 22:32
Wir werden Uns wahrscheinlich bei Zeiten auch die PC-Version holen. Der Vorteil der iPad-Fassung für Uns: Wir sind häufiger am iPad als am PC anzutreffen, da letzteres am Herrschaftssitz von den dort Herrschenden sehr kritisch gesehen wird. Leider.

Was Wir an der iPad-Fassung nicht mögen und unschön finden, ist, dass Wir für die Möglichkeit, im MP zu spielen, halbjährlich im Abo zahlen sollen.

Sollten Wir die PC Version mit allen DLC besitzen, werden Wir dieses Mal um eine Kriegserklärung an den werten Tenno Mortimer nicht herumkommen. ;)

Werter Arminius, wir haben das iPad als Spieleplattform schnell wieder aufgegeben. Wir spielen einfach lieber mit der Maus als mit einem Touchscreen. Carrier Battles hatte - zumindest vor Jahren - auf dem iPad nicht einmal Soundeffekte, was unserer Immersion abträglich war.

Und natürlich steht die kaiserliche Trägerflotte bereit, die Aggression der weißen Imperialisten zurückzuweisen...:D

Arminius
27.03.22, 20:57
Werter Tenno,

wir haben das Spiel nun mit allen DLC gekauft. Wir werden uns kurz reinfuxen. Dann erfolgt hoffentlich bald die Kriegserklärung des japanischen Kaisers an die friedliebende US-Demokratie.

gez. Teddy Roosevelt

Mortimer
28.03.22, 12:27
Werter Tenno,

wir haben das Spiel nun mit allen DLC gekauft. Wir werden uns kurz reinfuxen. Dann erfolgt hoffentlich bald die Kriegserklärung des japanischen Kaisers an die friedliebende US-Demokratie.

gez. Teddy Roosevelt

Werter Arminius, wir haben jetzt auch alle DLC beisammen und müssen uns ebenfalls neu einarbeiten. Die ersten zwei DLC haben wir zwar schon lange, aber wir haben seit 2020 nicht mehr wirklich gespielt.

Arminius
28.03.22, 15:08
Werter Tenno,

Unsere TF befinden sich im fleißigen Übungsmodus des "Seek & Destroy": Trägerverbände finden, richtig identifizieren. Angreifende Flugzeuge mittels CAP abfangen, Flaks effizient und effektiv einsetzen, Torpedos sicher ins Ziel bringen, Zielübungen auf sich bewegende Schiffe. Es fehlt nur noch der hinterhältige Angriff des japanischen Riesen auf tönernen Füßen auf die mächtigste Demokratie aller Zeiten. :)

PS. Wir warten Euer Go! ab. :)

Mortimer
30.03.22, 11:24
Puh, der Wiedereinstieg ist hart: Wir haben uns als Ami an dem Szenario "Revenge Raids" versucht und gleich eine Niederlage eingesteckt. Japanische Bettys haben das Flugdeck der Lexington verwüstet, so dass unsere Maschinen nicht landen konnten und dann wegen Treibstoffmangels irgendwo ins Meer gestürzt sind...:mad:

Arminius
31.03.22, 08:59
Willkommen in meiner Welt. Als sich der Pulverdampf verzogen hatte, war bei meinem Test die Yorktown wie historisch quasi futsch, der andere Träger hat ebenfalls gute Treffer einstecken müssen. Zahlreiche Wasserlandungen waren darum "nötig". Die eigenen Angriffe verliefen leider im Sand. Die japanischen Flaks waren leider sehr erfolgreich. Verluste von 25% und höher waren bei jedem Angriff die Regel. Als Amerikaner scheint man auf Zufallstreffer hoffen zu müssen. :)

Wir bleiben dran. Üben ist die tägliche Tageslosung.