Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grand Tactician: The Civil War (1861-1865)
Nö, der Austausch mit Gleichgesinnten ist doch der Sinn des Forums :prost:
Die zweite Karriere mit Stuart läuft schon etwas anders. Die Strategie-KI agiert nun wesentlich aggressiver (mit Unserem Unions-Kommandeur hatten Wir gestern noch fast das ganze Jahr 1862 durchgehend untätig im Camp der Army of Northeast Virginia gesessen!), wenn auch etwas ahistorisch - also quasi Sandbox-Modus.
Kurz ein paar Stichpunkte: statt "Teilnahme am Mexiko-Krieg" hatten Wir diesmal "in dieser Zeit habe ich Zuhause meine politischen Verbindungen gepflegt" ausgewählt (immerhin ist Stuart erst 1833 geboren, im Sinne des RP wäre Mexiko etwas lächerlich gewesen...).
Damit hatten wir von vornherein 2,5k Prestige :eek:
Trotzdem behielten wir erstmal Unseren Job als Regimentskommandeur von "Stuart´s Cavalry" und zogen mit der Shenandoa-Armee nach Wheeling. Tatsächlich haben Wir von einer nur gleichstarken Unionsarmee in der Echtzeit-Schlacht den Popo versohlt bekommen und mussten nach Süden ausweichen. Das Chaos auf dem Schlachtfeld hielt sich dieses mal auch halbwegs in Grenzen, trotz vergleichbarer Größenordnungen der Armeen im Vergleich zu Gestern.
Mit unseren Tonnen an Prestige haben wir dann die geschlagene, demoralisierte Shenandoa-Armee verlassen und eine Division in Beauregards Army of the Potomac übernommen. (Mit genügend Prestige kann man ein bestehendes Kommando, auch bei einer anderen Armee, beantragen und bekommt das auch. Der vorhergehende Kommandeur hat dann jeweils ganz Rollenspiel-like einen Groll auf den eigenen Charakter.)
Statt 300 Reitern hatten wir damit auf einmal knapp 5000 Infanteristen (2 Brigaden) und 2 Batterien Artillerie. Wieder etwas gamey: die KI gründete auf beiden Seiten mehrere unhistorische neue Armeen und Korps und setzte diese auch aktiv ein. Das meinen Wir mit Sandbox. Aldo kein historischer Verlauf, aber auch nicht total unrealisitisch. Bis auf Beauregards Verhalten: vom frisch eroberten Pittsburgh und den dortigen Winterquartieren zogen wir jetzt mitten im Winter unterversorgt und mit kaum Munition nach Nordosten, Ziel New York. Ein relatisch frisch aufgestellte "Army of New York" verlegte uns den Weg, die daraus folgende Schlacht mussten wir erstmal pausieren (Frau ist aus dem KH zurück, Mädels wollten unbedingt "Ahsoka" schauen...)
Also, spielbar finde ich es im Vergleich zum gestrigen Stand mittlerweile, Luft nach oben ist aber durchaus noch. Allerdings denken Wir nach der schnellen Reaktion der Entwickler gestern, daß da sicher noch weitere Verbesserungen kommen werden und das Feedback der Spieler Berücksichtigung findet.
Habt herzlichen Dank, werter Silkow. Das klingt schon mal besser. Der Entwickler ist ja sehr aktiv, so dass man in der Tat von weiteren Verbesserungen ausgehen kann. Schwer zu beurteilen, ob man der KI, die auch noch beide Seiten spielen muss, historisch plausibles Agieren beibringen kann. Angesichts der Komplexität ist das mindestens sehr schwierig. An Historizität im engeren Sinne denken wir dabei aber nicht, das Spiel ist als Sandbox konzipiert.
Wenn es eure Zeit erlaubt und ihr spielt, berichtet bitte weiter werter Silkow. Wir sind für jeden Eindruck von euch sehr dankbar. :prost:
Auch aufgrund eurer letzten Äußerungen haben wir uns aber eigentlich schon entschieden, dass wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am kommenden Wochenende ins Gefecht einsteigen wollen* - es reizt uns dann doch zu sehr und wir haben keine große Geduldsspanne, wenn es darum geht uns ins Verderben zu stürzen. ;) Wir wollen aber auch nicht müde werden und uns beim werten Mortimer und bei vielen anderen Generälen hier zu bedanken - ihr alle zusammen habt uns Grand Tactician: The Civil War durch eure Berichte so richtig schmackhaft gemacht. Vielen Dank dafür!
*Einzige Ausnahme: Es wird (durch einen Fix/Patch) noch etwas verschlimmbessert, was wir leider nicht völlig ausschließen können. Es ist zwar spekulativ, aber ich denke dass man auf Seiten der Entwickler so engagiert ist, dass die Simulation sich irgendwann dann doch als eine völlig/sehr runde Sache präsentieren wird.
So, jetzt ist es auch in diesen heiligen Hallen raus: Ihr habt in meinen letzten Zeilen meine gespaltene Persönlichkeit kennengelernt. ;) So etwas kommt dabei heraus, wenn sich in meinem Kopf der Pessimist Djugard und der Optimist Djugard streiten.... :D
Statt eines längeren Berichts hier noch ein paar Impressionen zum Anfixen.
Die Bilder stammen aus der zweiten Schlacht um Washington, in der Beauregard Washington fast eingenommen hätte, genauer gesagt vom ersten Tag:
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Schlachtbeginn: die Army of the Potomac rückt nach Norden vor, Stuarts Division greift im Zentrum an!
Es ist mir gelungen, den talentierten Henry Heth als Brigadekommandeur zu gewinnen, der auch den ersten Feindkontakt herstellt:
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Heths relativ frisch aufgestellte Brigade mit ihren knapp 800 Mann erreicht eine vorteilhafte Stellung und kämpft wie ein Rudel Löwen, erleidet aber von vier oder fünf hier konzentrierten Brigaden der Nordstaatler heftige Verluste.
Stuart reitet persönlich vor der eigenen Verstärkung nach vorn, um Heths Männern Mut zuzusprechen. Prompt wird er von einem Schrapnell am Bein verwundet!
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Damit fällt er für die nächsten Wochen aus. Heths Brigade muß letztlich leider Weichen, doch Stuarts zweite Linie übernimmt die Stellungen und heizt dem Feind ordentlich ein!
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Besonders Chambliss`Brigade und Stuarts/meine zweite Artilleriebatterie mit Napoleons (ein absolutes Novum bei den konföderierten Divisionen!) verwandeln die föderierte Stellung in einen Fleischwolf.
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Bald darauf bricht die Nacht herein, zur Erleichterung beider Seiten.
Die Division hat hier 50% Ihres Personalbestands verloren!
Die Untätigkeit der meisten konföderierten (KI-) Divisionskommandeur hat uns leider den Sieg gekostet, denn am zweiten Tag der Schlacht konzentriert der Feind seine gesamten Kräfte in einem riesigen Blob nahe des Angriffsziels und reibt die einzeln anmarschierenden Divisonen nach und nach auf. So endet die Schlacht um Washington mit einer erneuten Niederlage des Südens.
Vielleicht an vielen Stellen immer noch ein Ausfall der KI, aber doch eine intensiv erlebte Schlacht.
*edit* Hier noch unser Divisionsstab, wie man an der "WIA"-Markierung bei Stuart sieht, nach der Schlacht.
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Ach, verdammt werter Silkow - damit habt ihr uns jetzt gefangen und das mit nur ein paar wenigen Zeilen und schönen Bildern. :) Am Wochenende gehts (erst einmal auf der Seite des Südens) also auch für uns los.
Jedenfalls: Habt vielen Dank für eure Mühe!
Grüße von einem baldigen Regimentskommandeur der CSA :D
Edit: Es strahlt schon ein ganz eigenes Flair mit den "Papier-Befehlen/Depeschen" und vielen anderen Dingen auch aus - das gefällt uns sehr. Hoffentlich wird weiter an der KI geschraubt, das scheint ja nötig zu sein.
Guten Morgen die werten Herren!
Erst einmal müssen wir uns natürlich für den Doppelpost entschuldigen.
Wir haben den Karrieremodus jetzt relativ ausgiebig getestet und haben ein paar positive Dinge und auch ein paar negative Dinge wahrgenommen: Da wir bei den Bürgerkriegs-Simulationen meistens die Rolle der CSA einnehmen, dachten wir, dass wir zum testen einen unbedeutenden Befehlshaber der Unions-Kavallerie nehmen und uns dann für unsere "ernste Karriere" auf die Seite des Südens schlagen und eine Infanterie-Brigade übernehmen werden.
Jedenfalls hat es uns richtig erwischt - wir finden, dass dieser Karrieremodus ein extremes Flair ausstrahlt und das sowohl auf als auch neben dem Schlachtfeld: Auf dem Schlachtfeld geht es so richtig (realistisch) zu und man fühlt sich als kleiner Teil einer großen Armee so hilflos wenn man von den blöden Grauröcken überrannt wird. Wir hatten zwar nur zwei Schlachten, aber die hatten es in sich - beide gingen relativ klar an den Süden. Auch nach den Schlachten haben wir dann richtig gebannt auf die Kampagnenkarte geblickt, um zu sehen was sich rund um uns so alles tut - das hat uns sehr gefallen. An der KI, die sicher noch nicht perfekt ist, wurde sicher schon (stark) geschraubt. Zumindest wir nehmen das so wahr. Dazu noch der, aus unserer Sicht zumindest, wirklich stimmige Soundtrack und so könnte man glauben, dass alles nahezu perfekt ist.
Jetzt kommt das große ABER: Wir haben von Juni 1861 bis Juni 1862 gespielt und durften da gerade mal an zwei Schlachten teilnehmen. Also 2-3 Schlachten mehr hätten es ruhig noch sein dürfen, aber es war viel Leerlaufzeit zwischen den Gefechten. Uns gefällt das alles andere als gut. Wie seht ihr das? Übertreiben wir mit unserer Kriegslust und sollten auf ein Actionspiel umsteigen oder kritisieren wir zurecht? Wir würden uns über Antworten von Generälen, die das Spiel spielen genauso freuen, wie über Antworten von Generälen, die mit dem Spiel (bisher noch so gut wie) nichts zu tun haben (gehabt haben). Wir wissen nicht, ob man es merkt, aber wir sind hin- und hergerissen. Aja, falls das wichtig ist: Wir haben die Aggressivität des Südens ganz hoch angesetzt und den höchsten Schwierigkeitsgrad gewählt.
Edit: Wundert euch bitte nicht, dass mein Erfahrungsbericht vorerst sehr einfach ausgefallen ist - wir waren und sind noch euphorisiert von diesem DLC und da wir heute frei haben, haben wir sozusagen durchgespielt. Außerdem wundert euch bitte nicht über unsere Grammatik- und Rechtschreibfehler (die jetzt so und so der Norden behalten darf :D - wir wechseln noch im letzten Moment des Transferfensters zum Süden des Landes). Wir haben einfach, ohne nochmal drüber zu schauen, in die Tasten gehauen. :wirr:
Wir können uns anhand der Beiträge im Steam-Forum noch kein klares Bild machen. Einige sind, ähnlich wie der werte Djugard, angetan (wenn auch meist mit Abstrichen), viele aber halten es immer noch für mehr oder weniger unspielbar. Wir haben das Spiel jetzt erst einmal deinstalliert - aber nicht, weil wir es nie wieder spielen wollen, sondern weil es einige Stimmen gibt, die behaupten, es würde mit DLC nach einer kompletten Neuinstallation (wirklich alles löschen!) besser laufen. Der DLC steht bei uns nach wie vor auf der Liste, aber wir warten die Entwicklung weiter ab.
Werter Mortimer, um das vielleicht teilweise bestätigen zu können: Wir haben bevor wir eine komplette Neuinstallation vorgenommen haben, so wie ihr geschrieben habt, alles erst einmal komplett gelöscht und uns erst dann ins Verderben gestürzt.
Also wir sind zwar (allen voran wegen der Immersion) positiv gegenüber dem DLC eingestellt und finden, dass man die neue Version schon relativ stabil spielen kann, aber es gibt unserer Meinung nach in (fast) allen Bereichen des Spiels noch Luft nach oben. Eigentlich muss auch noch weiter am großen Ganzen und auch an manch kleinen Details geschraubt werden, um Grand Tactican auf die nächste Ebene zu hieven, wo es auch hingehört wie wir finden.
Aja, weil wir geschrieben haben, dass man diese Version schon relativ stabil spielen kann: Da kommt es eben auch darauf an wieviel Abstriche sich selbst zumuten kann - also so wie ihr eingangs geschrieben habt werter Mortimer. Es ist eben alles andere als eine perfekte Simulation.
Edit: Unsere zwei Schlachten als Kavallerie-Befehlshaber sind von den KI-Seiten her in einem guten geordneten Rahmen mit beispielsweise nachvollziehbaren Truppenbewegungen abgelaufen. Ok, wir waren halt auch dabei - da ist Chaos vorprogrammiert. :D
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