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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Tiger von San Pedro - ein Steelpanther Main Battle Tank AAR



Sappho
02.09.21, 15:33
Werte Foristen,

wir haben kein Glück mit unseren AARs oder sind zu flatterhaft. Neben kaputtem Spielstand (Crusader Kings), Überspeichern des Spielstandes aus Doofheit (Age of Gladiators II), abflauenden Interesse wegen Schwierigkeit und Frustration (Brigade High Calibre 7,62) trifft uns auch Langeweile wegen repetitivem gameflow (Age of Gladiators II und Phantom).

Also versuchen wir nochmals was Neues. Das Neue ist ein wohl uraltes Spiel; "Steelpanther Main Battle Tank" von Shrapnell Games. Da geht es um Taktik auf der Ebene einzelner Soldaten, Panzer oder Gruppen von Soldaten in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Uns fehlt der Sinn nach großen Panzerschlachten. So versuchen wir ,ob man da nicht ein bisschen Rollenspielcharakter hereinbekommen kann. Wir hatten das auch bei Phantom versucht aber es war für uns schwierig, das als Geschichte interessant umzusetzen. Irgendwie war immer alles dasselbe.

Das Setting:

Wir spielen eine Kampagne über 1 Jahr, die im Oktober 1999 beginnt und im September 2000 endet. Pro Monat findet ein Gefecht statt. Schwierigkeit ist "hardest". "Jungle" ist als präfärierter Hintergrund/Untergrund eingestellt. Mehr wollen wir aber nicht verraten. Das soll sich dann entwickeln.

Mariu
02.09.21, 15:40
Ich hoffe Ihr packt auch die Richtige Steel Panthers Crew rein

https://townsquare.media/site/366/files/2018/11/Steel-Panther-Lower-the-Bar.jpg

:D

Und viel erfolg!

Sappho
02.09.21, 15:58
LOL

die sind aus Schweden, nicht wahr?

Sappho
02.09.21, 16:02
Kapitel 1
„Sudden death“


Ruuuuuuummms

Das riesige, schwarze, schleimige Alien holte mit dem Schmiedehammer aus. Auf dem Boden liegend konnte Peter Müller dem Schlag des Schmiedehammers gerade noch entgehen, in dem er sich zur Seite rollte. Wutentbrannt sprang das Alien hoch und landete auf dem Unterschenkel von Müller, der so nicht mehr entkommen konnte. Wieder sauste der Hammer herunter und traf Müller auf den Kopf. Eine gewaltige Schmerzwelle, im Kopf beginnend, breitetet sich im Körper von Müller aus. Das Alien holte zum entscheidenden, endgültigen Schlag aus. Nochmal sauste der Schmiedehammer herunter … dann wachte Müller, von schweren Kopfschmerzen und Übelkeit geplagt, auf.

Ich schreibe Müller, doch Müller hieß eigentlich Adamczyk aber alle Welt nannte ihn Müller und Müller stand auch in seinen Pässen. Müller stierte mit glasigen Augen um sich. Ein Gewicht lastete auf seinen Beinen. Er drehte den Kopf und sah mitten in das Gesicht von Roswitha „Püppi“ Koslowski, seiner guten Bekannten, die auf dem Bett und seinen Beinen saß, und ihn wachgerüttelt hatte.

„Pitt“, rief Püppi und schüttelte Peter Müller: „Werde wach …. Zieh Dich an, Du musst hier weg bevor Dich der „Albaner“ findet!“

Trotz seiner rasenden Kopfschmerzen war Pitt nun hellwach. Wie ein eiskalter Schauer lief es ihm den Rücken herunter. Wie ein Blitzschlag kam die Erinnerung an den letzten Abend zurück. Er arbeitete als Türsteher für eine Disco in Köln-Chorweiler. Vor der Disco kam es zu einer Streiterei zwischen einem jungen Bürschchen und einem noch jüngeren Mädchen. Der Junge schlug dem Mädchen ins Gesicht, das sich heulend zu Pitt flüchtete und hinter ihm versteckte. Das Bürschchen hatte verlangt, dass Pitt zur Seite treten solle, wohl um das Mädel weiter zu vertrimmen, etwas, was so gar nicht in Peter Müllers Ehrenkodex passte. Seine Antwort viel harsch aus und schon stürzten sich das Bürschchen und zwei Kumpanen mit Messern auf den armen Pitt. Allerdings war Müller so etwas gewöhnt, trat dem ersten zwischen die Beine, wehrte den Angriff des Bürschchen mit dem Messer zur Seite ab, brach ihm den Arm und schleuderte ihn dann so unglücklich von sich weg, dass dieser in ein Schaufenster fiel und sich das Gesicht zerschnitt. Der Dritte suchte dann das Weite.

Peters Stolz auf sich hielt nicht lange. Zwar maß er den wüsten Drohungen des Bürschleins keine Bedeutung zu, er sei der Neffe von Gashi und dieser werde ihn rächen. Sein Chef klärte ihn dann aber auf, dass das Bürschlein ein Verwandter von Gashi dem „Albaner“ sei, dem Paten der örtlichen Albaner-Mafia. Peter solle seine Wohnung nicht aufsuchen, sich bewaffnen und am Besten untertauchen, irgendwo im Ausland, so Laos, Paraguay oder Antarktis. Er würde wohl auf der Todesliste des „Albaners“ landen und er, Cheffe, inständig hoffen, selber einigermaßen glimpflich mit erhöhtem Schutzgeld aus der Nummer wieder herauszukommen.

Peter verdrückte sich dann. Einen Unterschlupf zu finden blieb aber schwierig, da sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Kölner Rotlichtmilieu verbreitete und niemand dem „Albaner“ auch nur in der Sonne stehen wollte. Allein Püppi Koslowski erklärte sich bereit ihm in einer Dachkammer für eine Nacht – „Pitt … EINE!“, hatte sie ihm eindringlich eingehämmert – Unterschlupf zu gewähren, weil sie einen Rochus auf Gashi hatte, der ihr ihre Einnahmequelle als Wirtschafterin eines Bordells weggenommen hatte. Mehr aber wollte auch Püppi nicht wagen. Im Anschluss leerte Pitt dann bei Püppi eine Flasche billigen Wodka und eine halbe Flasche noch billigeren Doppelkorn. Das erklärte das Alien und die Kopfschmerzen.

Müller sprang in seine Klamotten, rasierte sich hastig, steckte sich ein Weckchen in den Mund, bekam von Püppi noch einen 50iger zugesteckt und wollte sich verkrümeln als sein Handy klingelte. „Jaaah?“ hauchte Pitt langsam fragend und leise in das Telefon. „Allooh, Pierre!“, antwortete eine männliche sonore Stimme mit französischem Akzent. „Isch aabe ge-ört, dass Du ast Problem?!“

„Mmmmmmmmh ja“, murmelte Peter Müller. Der Frager war Jean Lathouven. Genauer gesagt, der Herr nannte sich so und wurde auch so genannt. Wie er wirklich hieß, wusste wohl nur die Rekrutierungsstelle der französischen Fremdenlegion. Peter Müller kannte „Jean Lathouven“ gut, hatte er doch unter ihm acht Jahre lang in der Fremdenlegion gedient. Lathouven war nach Pitt aus der Legion ausgeschieden und trieb sich in der ganzen Welt herum. Müller war nie dahintergekommen, ob Jean Lathouven nun freischaffender Söldner war oder für irgendeinen Geheimdienst arbeitete. Ihre Wege hatten sich nach Müllers Abschied getrennt. Lathouven hielt den Kontakt und meldete sich insbesondere dann, wenn es Aufgaben gab, bei denen eine Legionärsvergangenheit nützlich sein konnte.
Trotz seines schweren Katers glomm in Peter Hoffnung auf. Ein Job von Lathouven könnte der Ausweg sein und der Weg, um Gashi zu entkommen. „Jean …. Dich schickt der Himmel … hast Du einen Job, wohlmöglich im Ausland?“, fragte Pitt hoffnungsvoll. „Oui … mon cher“, meinte Lathouven, „vielleicht …. Südamerika …. Kompaniechef bei Rebellen … 5.000 Dollar pro Monat bar auf die Hand!“

„Keine weiteren Details notwendig, ich bin dabei. Wo kann ich Dich treffen?“ „Pierre, fahr mit der weißen Flotte nach Mainz; isch treffe Disch da. Das nächste Schiff fährt um 12:00 Uhr. Isch abe schon einen Platz für Disch reserviert. Bahnhof, Autoverleih und Dein Auto werden wahrscheinlich überwacht. Versteck Dich bis zur Abfahrt im Römisch-Germanischen Museum. Da wird Dich niemand suchen. Und verschwinde schnell … vite, vite … Püppi ist kein sicheres Versteck, der “Albaner“ wird Dich da suchen …. Verschwinde über den Iinter-oof!“

Tüüüüüüüüüüt … Lathouven hatte aufgelegt.

Pitt raffte sich und seine paar Sachen zusammen und schaute vorsichtig aus dem Fenster. Schräg gegenüber befand sich ein BMW der 3er-Klasse mit allen Merkmalen, die auf ein Mitglied südosteuropäischer Subkultur als Eigentümer hindeuteten, tiefer gelegt, Spoiler, sehr breite Reifen, protzige Felgen. Er war mit zwei dunkelhaarigen Männern besetzt, die auf das Haus schauten, in dem sich unser Pitt befand.

„Scheisse“, dachte Peter Müller. „Jean hat recht. Die sind schon da!“. Pitt schlich vorsichtig aus der Wohnung von Püppi, und gelangte durch den Keller in den Hinterhof. Dieser war leer. So genau kannten sich seine Häscher hier nicht aus oder waren als Gott die Intelligenz verteilte, gerade auf dem Klo gewesen. Pitt nahm Anlauf und sprang an die Mauer die den Hinterhof vom nächsten trennte. Dies machte er mehrmals bis er zu einem Garagen Hof kam, durch den er in eine Seitenstraße gelangte. Dort schaute er sich um aber es fiel ihm nichts Verdächtiges auf. Dann machte er sich mit der Straßenbahn auf in Richtung Hauptbahnhof-Römisch-Germanisches Museum, um dort an einer Verkaufsstelle der KD sein Ticket zu bekommen und bis zur Abfahrt sich im Museum zu verstecken.
Der Rest des Vormittags schaute er sich das Museum an und saß in der Cafeteria. Kurz vor der Abfahrtzeit begab er sich zum Anleger. Passagiere strömten auf die „Rheingold“. Er schaute sich um. Niemand beobachtete den Anleger, so schien ihm. Er wagte es, mischte sich unter die Passagiere. Niemand hielt ihn auf.

Sappho
03.09.21, 09:41
Kapitel II
Rheinromantik







https://abload.de/img/kdjhj0x.jpg (https://abload.de/image.php?img=kdjhj0x.jpg)







Peter Müller hatte es auf die „Rheingold“ geschafft. Mit einer Flucht mittels der „Weißen Flotte“ hatte der Albaner wohl nicht gerechnet. Die Rheingold legte ab und fuhr langsam den Rhein hoch. Müller schaute noch auf das Ufer und suchte nach auffällig unauffälligen Personen, konnte aber nichts entdecken. Er schien seine Häscher tatsächlich abgehängt zu haben.

Die Landschaft änderte sich. Die Ufer stiegen, wurden zu Hügeln und Steilhängen, durchsetzt mit Weinreben und Burgruinen. Auch unser hartgesottener Legionär konnte sich dem Reiz der Landschaft nicht entziehen. Er hatte sich ein Bier und eine Schlachtplatte bestellt und holte das Mittagessen nach. Leichtlebig wie er war, kam in ihm eine Urlaubsstimmung hoch, die allerdings durch seinen gewaltigen Kater getrübt wurde. Kopfschmerzen und Übelkeit meldeten sich in dem Maß wieder wie seine Todesangst und sein Adrenalinspiegel zurück ging. Das Schiff war perfekt ausgestattet und so konnte man ihm auch ein paar Alka-Selzer geben, mit denen er seine Kopfschmerzen bekämpfte.







https://abload.de/img/bacharach-koeln-duess6jk8x.jpg (https://abload.de/image.php?img=bacharach-koeln-duess6jk8x.jpg)








Die Kopfschmerzen gingen zurück, er fühlte sich auf dem Schiff sicher und so entspannte er sich. Er kam nicht umhin zu lächeln. Ein schöner Tag, wie gemacht für einen Ausflug. Ihm fehlte nur noch die weibliche Begleitung. Aber dann erinnerte er sich an seine Situation. Wieder mal stand er am Anfang. Jetzt war er Anfang dreißig und hatte aus seinem Leben so nichts gemacht. Durch die Wehrpflicht bei der Bundeswehr hatte er Geschmack am Militär gefunden. Allerdings sollte es schon abenteuerlicher sein als beim Bund. So kam er auf die Idee, zur Fremdenlegion zu gehen. Schule, Studium interessierte ihn nicht besonders. Er war ein unruhiger Geselle, der Sport, Erlebnisse, Abenteuer, sich bewähren, Adrenalin, den Kick suchte. Sport und Adrenalin fand er bei der Fremdenlegion. Abenteuer gab es in gewissem Umfang auch. Bei Auslandseinsätzen in Afrika flogen ihm ernst gemeinte blaue Bohnen um die Ohren und er sah Freund und Feind sterben. 8 Jahre unter dem grünen Barett der Legion genügten ihm dann. Die 8 Jahre hatten ihm ein paar Narben, eine kleine Abfindung, fließende französische Sprachkenntnisse, ein bisschen Spanisch und die französische Staatsangehörigkeit eingebracht. Allerdings waren die Beschäftigungsmöglichkeiten für Ex-Legionäre begrenzt. Er hatte nichts gelernt und dieser Lebenslauf schreckte die meisten Arbeitgeber, die normale Jobs boten eher ab. Er versuchte, mit der Abfindung eine Kneipe zu eröffnen nach dem Motto „Wer nichts wird, wird Wirt“. Das scheiterte aber rasch und er musste schließen und die Abfindung war verloren. So verdingte er sich als Leibwächter, Wachmann, Personal Trainer und schließlich als Türsteher. Er lebte von der Hand in den Mund und in den Tag hinein und konnte keine Perspektive erkennen.

„Na“, dachte er zynisch. „Prima! Da habe ich ja durch den Ärger mit dem Albaner nichts verloren. Auf nach Südamerika.“ Dann fiel ihm die Ausbildung in Französisch – Guyana ein. Tropisches Klima, Regenzeit, Nässe, Schlamm, Skorpione, Schlange. Hatte er darauf nochmal Bock? Er dachte wieder nach: „Na …. Pierre hatte doch was von Kompaniechef gesagt …. Ich muss mich ja nicht nochmal schleifen lassen!“ Und ihm fielen wunderschöne Orchideen ein, die er im Urwald gesehen hatte, die hübschen Frauen und er erinnerte sich, einmal im Urwald sogar einen Jaguar gesehen zu haben. „Abenteuer, ich komme!“, dachte er.

Dann wurde die Landschaft wieder flacher, was ein deutliches Zeichen dafür war, dass man Rheinhessen und Wiesbaden wie auch Mainz bald erreichen würde. Schließlich machte die Rheingold in Mainz fest und Peter Müller verließ das Schiff. Am Anleger stand schon Jean Lathouven. Dieser grinste breit: „Du siehst scheiße aus!“, meinte er. Er ließ Müller nicht zu Worte kommen. „Komm zu meinem Wagen, wir fahren nach Luxemburg. Dort treffen wir uns mit der Auftraggeberin und ich erklär Dir mehr über den Job im Auto!“

KAreil
03.09.21, 13:57
Steel Panthers ist eigentlich unser Steckenpferd ;)

Was für eine Version spielt Ihr denn genau?
Die "aktuellste" und von uns gespielte ist ja WinSPMBT (bzw. WinSPWW2) aber das von Euch erwähnte "Schwierigkeit ist "hardest". "Jungle" ist als präfärierter Hintergrund/Untergrund eingestellt." gibt es dort unseres Wissens nach nicht...

Sappho
03.09.21, 14:35
Wir spielen SP MBT. Wir haben vor Beginn ein update runtergeladen und aufgespielt. Was für ein Stand das ist, wissen wir nicht, müssen wir nachschauen

Als wir eine Campaign generierten, konnte man einstellen:

Einen difficulty level, der die Zahl der Punkte variiert, die man nach einem Scenario/Gefecht zu Regenerierung bekommt. "Hardest" sind die wenigstens Punkte. Dann gab es ein Schalter ... ich denke "preferences" war es nicht, das hab ich falsch erinnert. Ich schaue das heute Abend mal nach .. da konnte man das vorrangige Gelände einstellen ... ich meine mountains, forrest, jungle oder desert.

dimovski
03.09.21, 15:05
Steel Panthers, schön schön. Wir abonnieren mal und hoffen auf ein paar spannende Scharmützel :top:

Sappho
03.09.21, 21:30
Kapitel III
Der Tiger von San Pedro


Sie erreichten nach ein paar Minuten einen Parkplatz. Lathouven schloss einen ältlichen Peugeot 205 auf. Pitt konterte: „Der sieht aber auch scheisse aus. Wohl auch nicht so erfolgreich, hm?“ Müller grinste und verzog sein Gesicht, weil der Kopf wieder schmerzte. Pierre sah das und meinte lachend: „Mal de teté …. Hehehe …. Die Strafe für Deine Frechheit … no … camouflage . Isch möchte nicht auffallen auch nicht dem Finanzamt!“

Sie schnallten sich an und Lathouven fuhr los. „So .... Mon cher .... Zur Warnung ... alles ist ganz geheim. Isch kenn Disch ... Du äältst discht aber ich muss es sagen .... Ein Sterbenswörtchen zu
Fremden und isch kann nischts mehr für Disch tun!“ „Jaja“, meinte Pitt: „So wie immer“.

„Ok … gut … Es geht ins Sofitel in Luxemburg. Wir werden Lucia Durando treffen!“ Lathouven machte eine Pause und wartete auf ein anerkennendes „Oooh“ von Pitt. Das blieb aber aus. Pitt hatte keine Ahnung, wer Lucia Durando war. „Keine Ahnung wer das ist?“ „Nein“, gab Pitt zu, „Wer ist das denn?“ "Die Tochter und einziges Kind von Emilio Durando, dem langjährigen Präsidenten von San Pedro. Sagt Dir das denn was“ Doch .,. San Pedro … liegt doch neben Guyana …oder?“ Pitt erinnerte sich an seine Ausbildung in Französisch-Guyana, San Pedro war ein Nachbarstaat. Langsam dämmerte es ihm. „Da war doch eine Revolution oder so was vor ein paar Jahren.“Lathouven lachte: „Spreche niemals von einer Revolution gegen Emilio Durando wenn Lucia Durando anwesend ist. Dann wird sie zur Wildkatze. Ist auch nicht wirklich richtig. War eher ein gut inszenierter Militärputsch durch Juan Murillo. OK ... Revolution oder coup d’état .... dabei wurden Emilio Durando und seine Frau Magdalena ermordet. Lucia überlebte, weil sie zum Zeitpunkt des Putsches in Frankreich studierte und wohl als unwichtig beurteilt wurde. Jedenfalls war Juan Murillo der Diktator in San Pedro und etablierte sich. Die Plantagenbesitzer brachte er genauso wie die Eltern von Lucia Durando um oder vertrieb sie. Er agierte geschickt zwischen links und rechts, bekam Solidarität von den Linken dieser Welt, weil er Land der Plantagenbesitzer in Genossenschaften gab und von den Campesinos bewirtschaften ließ. Das sicherte ihm die Zuneigung der Bauern und schaltete die Unterstützer von Durando aus. Er holte dann Kubaner ins Land und stellte die Amis durch Rechte zur Gasförderung ruhig. Die Bauern merkten später, dass der neue Herr gieriger war als die früheren … und brutaler. Jeder Widerstand wurde von Murillo, seiner Guardia Nacional oder Banden im Blut ersäuft. Er hat den Ruf intelligent, misstrauisch, skrupellos und brutal zu sein. So bekam Murillo den Namen „Tiger“ ,,, der „Tiger von San Pedro“. Nur Lucia ist ihm bislang entkommen. Es hat wohl schon 8 Anschläge auf sie gegeben. Die Ermordung ihrer Eltern und die Attentate haben sie nun dazu gebracht, alles zu tun, um Murillo und sein Regime zur Strecke zu bringen. Sie will jetzt einen Guerilla-Krieg gegen Murillo organisieren. Und da kommst Du ins Spiel.“

„Ach Du Scheisse ... da verhandle ich wohl besser mit dem Albaner als mich von einer durchgeknallten Latina anheuern zu lassen“, erwiderte Peter Müller entsetzet. „Das ist ja wohl ein Selbstmordkommando!“ Lathouven grinste: „Mon cher ... isch dachte, Du suchst das Aventure?“ Pitt verdrehte die Augen: „Mein Bedarf ist gedeckt, ich bin nicht lebensmüde!“ Jean Lathouven erwiderte etwas amüsiert:“ Bei dem Lohn kannst Du Dir doch denken, dass da Risiko ist. Aber unterschätz Mademoiselle Durando nicht. Ich aabe als ihr Leibwächter angefangen. 2 Attentäter aat sie selbst getötet, einen erschossen, den anderen mit der Aandkante erledigt. Sie ist Anfang 30, durchtrainiert, beherrscht Martial Arts und ist für ihr Land vor dem Sturz und der Ermordung der Eltern auf der Olympiade im modernen Fünfkampf angetreten, immerhin Elfte von zwanzig Teilnehmerinnen geworden. Mademoiselle hat Ökonomie und Staatswissenschaften an der Sorbonne in Paris studiert und betreibt ein ziemlich erfolgreiches Unternehmen zum Vertrieb von Finanzanlagen in Südamerika. Lucia Durando ist eine der reichsten Frauen in Südamerika, sicher zu einem großen Teil durch den Papa aber sie hat klug investiert und den Vermögensstock fast um Drittel vermehrt. Sie ist ,seit sie 19 ist, Vollwaisin und auf sich gestellt. Die ist eine der toughesten Frauen, die ich je kennen gelernt habe. Wenn eine das Zeug hat, eine Regierung in Südamerika zu stürzen, dann sie. Die Familie und sie werden immer noch in San Pedro verehrt. Und sie sieht auch noch gut aus .... Also wirklich gut ... also wenn man eine Latina mag. Eine Klasse-Frau!“ Pierre führte die Finger der rechten Hand an den Mund und machte eine Geste, die seine Begeisterung zeigen sollte, und küsste in die Luft.

Pitt lachte: „ Mann, Jean, Dich hat es aber schwer erwischt. Du bist verliebt!“ Jean winkte ab: „ Mmmmh ... .... Keine Chance ... no. Ich bewundere sie nur … bin auch sischer zehn Jahre zu alt!“ „Soso ... bewundern .... Warum keine Chance .. ist das eine Lesbe? „Ooh ... isch weiß nisch ... isch aabe weder Männer noch Frauen festgestellt bei ihr. Aber isch glaube, sie hat ein Ziel – den Tiger zu erlegen - und ist nur darauf fokussiert! Und isch bin nur der Sischer-eit-berater“ „Hm ... wie hast Du sie kennenglernt?“, fragte Pitt.

Den Rest der Fahrt erzählte Lathouven über seine Erlebnisse mit Lucia Durando. Pitt kam zu dem Ergebnis, dass Jean Lathouven vollkommen fasziniert von Mademoiselle war und für sie über glühende Kohlen gehen würde.

Sappho
04.09.21, 12:45
Kapitel IV
Lucia Durando





Sie erreichten Luxemburg. Lathouven hielt etwas vom Hotel entfernt, gab Pitt einen Koffer in die Hand und meinte: „Pierre, geh dort in die Kneipe und zieh Dich um.-Lucia wird wahrscheinlich entweder von Murillos Leuten oder vom kubanischen Geheimdienst überwacht. Offiziell ist sie in Luxemburg, um potentiellen Kunden aus Europa Investitionsmöglichkeiten in Südamerika vorzustellen. Ein Promotion-Auftritt für ihre Firma. Deswegen konnten wir auch spontan ein Treffen organisieren. Den Kompaniechef will sie selbst auswählen. Wir tarnen Dich als Manager, in Deinen Klamotten würdest Du auffallen. Und trage auch den Veranstaltungsausweis. Sonst kommst Du nicht rein. Du gehst zum Raum „Diekirch“. Da werden wir auf Dich warten. Das Hotel ist geradeaus 400 m und dann nach rechts.

Pitt tat wie ihm gesagt wurde. Auf der Toilette zog er sich um. Im blaue Anzug mit weißem Hemd und Krawatte kam er sich vollkommen fremd vor. Das Dunkelblau des Anzugs passte allerdings gut zu seinem kurzen blonden Haar. Der Wirt staunte verwundert Pitt an als dieser als abgerissener Hallodri auf die Toilette ging und als Manager in feinem Zwirn wieder zum Vorschein kam. Pitt grinste ihn an und meinte: „My name is Bond, James Bond!“Der Wirt lachte und wünschte ihm „Bon Chance“. Er ging dann den Weg zum Hotel. Als er es sah, schluckte er. In so einem Hotel war er armer Schlucker noch nie gewesen.







https://abload.de/img/sofiteltrjns.jpg (https://abload.de/image.php?img=sofiteltrjns.jpg)







Er sammelte sich, stellte sich vor, er sei ein James Bond, betrat das Hotel und ging zu Rezeption. Dort erkundigte er sich nach dem Raum „Diekirch“. Er wollte dann zu den Fahrstühlen, musste jedoch einen Moment warten, um eine Frau, so in den Dreissigern, in einem dunkelblauen Etui-Kleid vorbeizulassen. Sie lächelte ihm dankend zu. Er lächelte zurück, schaute ihr nach und dachte noch. „Whow …. Nicht schlecht, die würde ich nicht von der Bettkante stoßen!“ Die Frau wartete auf 2 Männer mit breiten Schultern, militärisch kurzem Haarschnitt und schlechtsitzenden Anzügen, die wie verkleidet wirkten. Mit denen verschwand sie dann in das Treppenhaus.







https://abload.de/img/luciaetuikleidhotelvejsw.jpg (https://abload.de/image.php?img=luciaetuikleidhotelvejsw.jpg)







Pitt verdrängte den Gedanken an die Dame, ging zu den Aufzügen und fuhr in den zweiten Stock. Vor dem Raum „Diekirch“ hielt er kurz inne, atmete tief ein, dann aus und klopfte dann. Lathouvens Stimme sagte vernehmlich“ Eerrein!“. Pitt trat ein. „Tre bien“, kommentierte Lathouven Pitts Outfit: “Du siehst aus wie ein Fuzzi von GoldmanSachs … perfekt! Lucia Durando kommt gleich.“ Pitt wartete im Stehen, er war etwas nervös vor der Begegnung mit dem Wunderweib. Dann ging die Tür auf, einer von den Kleiderschränken aus der Lobby trat ein und ihm folgte die Frau, die ihm an der Rezeption zugelächelt hatte, gefolgt von dem weiteren Kleiderschrank. Die Frau drehte sich zu den Männern um und sagte zu ihnen auf Spanisch: „ Estas esperando afuera.“ Die Herren nickten, verließen den Raum und schlossen die Tür. Die Dame dreht sich um und schaute Pitt an. „Oh“, sagte Lucia Durando in perfektem Französisch mit leichtem spanischen Akzent: „Une agréable surprise, le seigneur de la réception …. Lucia Durando!“ Sie gaben sich die Hand, Pitt verbeugte sich leicht und antworte, wie er dachte, wie wohl James Bond antworten würde: „La surprise et la joie sont de mon côté!“ Lucia lächelte zurück, in einer Weise, die erkennen ließ, dass Müller die erste Hürde elegant genommen und sich nicht als tumber Legionär blamiert hatte.

Man setzte sich. Lucia erläuterte kurz, dass sie aus Sicherheitsgründen und um fit zu bleiben immer die Treppe nehme. Pitt nickte verstehend. „Ok“, hob Lucia an, „ ich habe leider nicht viel Zeit. Sie kennen ja Jean und er hat Ihnen sicher schon etwas gesagt. Ich habe Ihr Dossier gelesen und wäre interessiert, Sie zu engagieren. Und man hat mir auch gesagt, dass Sie kurzfristig verfügbar wären, weil Sie etwas Pech hatten.“ Lucia Durando lächelte spitzbübisch: „Des Einen Leid ist des Anderen Freud … so sind Sie jedenfalls verfügbar. Wie dem auch sei, ich möchte Sie kurz über den Hintergrund des Auftrags informieren und den Auftrag selber etwas spezifizieren. Ihr Job wäre der Aufbau und die Ausbildung einer Rebellenstreitmacht und die Führung derselben auf taktischer Ebene. Das Oberkommando werde ich mir selber vorbehalten. Einsatzort ist San Pedro. Es geht darum, Juan Murillo zu stürzen, den sogenannten „Tiger von San Pedro“ und ein demokratisches Regime zu etablieren. Murillo hat meine gesamte Familie umgebracht. Allerdings geht es hier nicht um Rache …. gut, ich räume ein, Murillo zu töten, wäre mir auch persönliche Genugtuung. Aber er hat eine Kleptokratie eingerichtet und herrscht mit einer Grausamkeit, die ihresgleichen sucht. Mein Volk leidet!“

Müller erwiderte: „Ihr Volk? Das hört sich jetzt aber nicht wirklich demokratisch an?“ Lucia Durando stutzte, eine Zornesfalte bildete sich auf ihrer Stirn und Pitt biss sich auf die Zunge: „Jetzt habe ich es wohl vermasselt aber was bildet sich die den ein, meint mir hier, was vom Pferd erzählen zu können; geht doch wohl nur um Rache und die Fleischtöpfe. Madame gehört wohl zu denen, die meinen, es muss sich alles um sie drehen; verwöhnte Wohlstandstusse!“, dachte er und wartete gottergeben auf den Zornesausbruch der schönen Latina. Jean Lathouven schaute Pitt entsetzt an, blieb aber stumm.

Dann huschte fast unbemerkbar ein Lächeln über das Gesicht der Durando und die Zornesfalte glättete sich. „Touché, Monsieur Müller!“ Und dann auf gebrochenem Deutsch mit stark spanischem Akzent: „Ein Tor für Herrn Müller!“ Sie wollte wohl 1:0 sagen. Sie fuhr dann auf Französisch fort und schmunzelte:“ Oui, ich denke immer ich bin reich und stark, ich muss Verantwortung übernehmen und den Leuten sagen, wo es lang geht. Aber das ist nicht wirklich demokratisch. Nach dem Sieg muss ich anders handeln … aber jetzt, jetzt ist die Zeit für meine Führung und danach, dann wenn MEIN Volk“, sie betonte es lächelnd, „wenn es mich will! Aber nun zurück zu dem Auftrag. Ich kann eine kleinen Trupp Söldner verstärkt durch einheimische Kämpfer vielleicht über ein Jahr selbst finanzieren. Dann sind meine Mittel erschöpft, wenn wir nicht andere Quellen eröffnen!“ Sie warf Lathouven einen schnellen Blick zu. „ Murillo hat eine kleine Armee. Das ist die Guardia Nacional. Die hat vielleicht Brigadestärke. Dann gibt es noch die Milicia Rural, die aber wenig motiviert erscheint. Allerdings befinden sich auch kubanische Truppen im Land, in unbekannter Stärke aber sicher weniger als eine Brigade. Außerdem gibt es organisierte Drogenschmuggler mit kleinen Privatarmeen, die mit Murillo zusammenarbeiten, und schließlich eine maoistische Aufstandsbewegung, die aber nahezu unbedeutend ist. Das hört sich viel an aber die Moral der Truppen ist schlecht, insbesondere die der Miliz und die Maoisten sind eine Handvoll Leute. Nur die Kubaner könnten Probleme machen. Nach meinen Information möchten insbesondere die Campesinos den Tiger loswerden. Es geht ihnen sehr schlecht. Die Preise für Kaffee und Kakao sind ins Bodenlose gefallen und von den Erträgen aus dem Gas-Geschäft bekommen sie auch nichts. Den streichen Amerikaner und Kubaner ein. Murillo und seine Clique leben vom Drogengeschäft. Über die Genossenschaft üben sie Druck auf die Bauern aus, damit die Koka anbauen. Wer nicht spurt, wird von den Narcoticos besucht oder – ganz perfide – wegen Drogenhandel von der Miliz verhaftet und gefoltert. Die Bauern wollen wirklich den Umsturz.“

Pitt erwidert: „Um ganz ehrlich zu sein. Ich kann die Erfolgsaussichten nicht beurteilen. Die Ausbildung und Führung sollten für mich kein Problem sein. Ich bin dabei, nicht weil ich jetzt pedronischer Patriot geworden bin sondern, weil es für mich ein Chance ist, meinem Ihnen bekannten Problem zu entkommen. Ich werde meinen Job erfüllen aber ich befinde mich dann nicht auf einem Kreuzzug!“

Lucia Durando antwortete ruhig und vielleicht ein bisschen kühl: „Mehr erwarte ich von einem Söldner auch nicht.“ Um dann wieder busnesslike fortzufahren: „ Wunderbar, wir sind uns dann einig. Die Details und die Vergütung regeln sie mit Jean. Sie entschuldigen mich bitte, ich habe noch weitere Termine.“

Pitt warf noch schnell eine Frage ein: „ich werde mein deutsches Konto wohl nicht verwenden können. Gibt es da Vorgaben für eine Kontoverbindung für meinen Sold. Und bislang musste ich mich um Steuern nicht kümmern, wie geht das hier?“ Lucia Durando schaute Müller amüsiert an und es brach auf Spanisch aus ihr heraus: „Increíble … un verdadero alemán!“ Dann lachte sie und meinte auf Französisch: „Mon Cher, Sie werden in bar bezahlt und Steuern werden Ihr geringstes Problem sein. Im Übrigen …. San Pedro hat mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen. Ihre Einkünfte werden in Deutschland steuerfrei sein und ob sie bei Murillo eine Steuererklärung abgeben wollen?“ Sie lachte, sagte „Adios“ und ging.

Sappho
04.09.21, 20:02
Kapitel V
Vorbereitungen




Jean Lathouven meinte zu Pitt nachdem Lucia Durando den Raum verlassen hatte: „Puuuh … ich dachte, sie reißt Dir den Kopf ab. Da aast Du aber viel Glück ge-aabt. Aber komm, wir haben viel zu tun. Ich aa-be den Auftrag, die Ausrüstung zu beschaffen. Du suchst die Männer aus, so 60 – 70 Mann, am Besten Legionäre wie wir, sollten, wenn möglich, Spanisch können. Du nennst nur die Bezahlung, dass es nach Südamerika in den Dschungel geht und wir nicht für eine Regierung arbeiten. Keinesfalls mehr, unter keinen Umständen, auch nicht, wenn es ein alter Bekannter ist. Solltest Du Dich verplappern … Lucia wird Dich beseitigen lassen. Das ist ihre Mission und nichts wird sie stoppen! Anlaufstelle ist hier“ Jean gab Pitt die Anschrift, eine Kneipe in Antwerpen. „Wenn jemanden gefunden, den Du für geeignet äältst, schick mir Dossier, ich lass ihn überprüfen. Wenn ich den ok finde, sag ich ihm Bescheid. Du kannst in der Kneipe wohnen, das sind Leute von uns. Du wirst in Französisch angesprochen mit: „Bon jour, sind Sie nicht der Bruder von Otto?“ und antwortest mit: „No … aber ein guter Freund von Wilhelm“, verstanden? „Ich schreibs mir auf und lern es auswendig“, meinte Pitt etwas vom Geheimdienstbrimborium genervt. „Mon ami … stell Dich nicht so an, ist wichtisch!“ „Jaja .. ist ja gut“, maulte Pitt zurück. „Und wie lange soll ich dasitzen?“ „Bis ich Dich anrufe und Dir Bescheid gebe. Wahrscheinlich so 3 Wochen. Bis dahin habe ich die Ausrüstung für die Söldner zusammen. So … und hier ist Dein Vertrag. Du bekommst Deinen Sold in Dollar und bar jede Woche nachschüssig“ „ Aaah“, meinte Pitt, „Ihr wollt eine Woche sparen, falls es mich erwischt. Arschlöcher!“ Jean grinste: „ Mademoiselle kann rechnen. Versauf nicht alles. So einen Job findest Du nicht so schnell wieder!“ Pit grinste: „Klar, vor allem, wenn ich tot bin.“ Jean lachte laut: „Oder so …. . Hier der Sold für die 1. Woche vorab. Verhalte Dich unauffällig!“ „Oh … hast aufgerundet auf. 1.200 $ … danke. Keine Angst .. ich fahr mit der Bahn 2. Klasse. Und was ist mit dem Anzug?“ „Kannst Du behalten … dann haben wir wenigstens was Angemessenes, um Dich zu beerdigen.“ Jean grinste und Pitt grinste zurück. Diese Art von Witze machten sie immer, wenn es in einen Einsatz ging. Jean verabschiedete sich und Pitt ging auch, um sich an der Rezeption über Züge nach Antwerpen zu erkundigen.

Am späten Abend traf er in Antwerpen und in der genannten Kneipe ein.






https://abload.de/img/prostitution_siskagre5wkox.jpg (https://abload.de/image.php?img=prostitution_siskagre5wkox.jpg)







Der Wirt zeigte ihm sein Zimmer. Dann machte Pitt ein paar Besorgungen für Dinge, die man so unterwegs brauchte. Am Abend öffnete die Kneipe und er unterstützte den Wirt an der Theke. Die ersten Tage vergingen reignislos. Am dritten Tag erschien der erste Bewerber, der Pitt wie vorgeschrieben ansprach und sein Dossier dort ließ. Fremdenlegionär, keine ordentlichen Entlassungspapiere, wahrscheinlich desertiert … nein, das war nichts. In den Folgetagen kamen regelmäßig Bewerber. Dort waren dann auch welche drunter, die einen guten und disziplinierten Eindruck hinterließen. Die gab er an Jean durch. Eines Tages erschien ein Gesicht, dass ihm bekannt vorkam. Auch der Mann stutzte, sprach ihn aber zunächst wie vorgeschrieben an. Nach der Erkennung fragte der Mann: „Ich kenn Dich doch … Du bist Peter Müller und warst mein Zugführer, oder!“ „Jochen Schneider … natürlich, ich erinnere mich. Und Du möchtest mitmachen?“ „Ja … ich mach das, was ich gelernt hab.“ Schneider grinste. „Um was geht es eigentlich? Ich habe nur gehört, Südamerika und keine Regierungsarbeit … also Rebellen? Oder privater Sicherheitsdienst?“ „Das erfährst Du erst, wenn Du „ja“ gesagt hast UND ausgewählt wurdest. Also … für mich wärst Du dabei, wenn Du willst, aber ich habe das letztendlich nicht zu entscheiden. Ich empfehle Dich und Du wirst dann angerufen.“ „Alles klar“, meinte Schneider: „Bis vielleicht bald!“.

Es kamen noch 2 oder 3 Ex-Legionäre, die Pitt kannte. Dann nach fast 3 Wochen meldete sich Jean: „Pierre … Aa-lloo … alles klar, wir haben die Truppe zusammen. Ich oolee Disch morgen ab. Wir fahren zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle und fliegen nach Cayenne. Wir werden über Französisch-Guayana in den mit dichtem Urwald bewachsenen Osten von San Pedro einsickern, dort unsere Basis aufbauen und dann die Truppe einschmuggeln. Lucia wollte unbedingt Aufsehen vermeiden und so haben wir uns bei Händlern in Südamerika eingedeckt. Das war mangels Transport über den Ozean unauffälliger aber da haben wir dann auch nicht die neuesten Sachen bekommen. Wir haben natürlich auch keine schweren Waffen. Das Schwerste sind 2 Bazookas. Aber wir werden uns auch kaum mit Panzern rumschlagen müssen. Die Jungs von unserem Kommando kommen die nächsten Tage zeitversetzt nach. Wir treffen uns in einem Restaurant in Cayenne und reisen in den Nordosten. Dort übernehmen wir persönliche Ausrüstung und sickern in den Osten ein. Wenn das Lager steht, kommt Lucia nach. Und dann geht es los!







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Jean und Pitt kamen schließlich dank ihrer französischen Pässe unbehelligt in Cayenne an. Pitt erinnerte sich an den hübschen Ort. Die nächsten Nachmittage verbrachten sie in dem Restaurant, das als Treffpunkt diente. Nach ein paar Tagen war das ganze Kommando zusammen. Alle Bekannten von Pitt waren angenommen worden. Dort wurden die Legionäre über ihre Aufgabe aufgeklärt. Alle waren einverstanden. Keiner sprang ab.

Mühselig erreichte man die Grenzregion. In einem armseligen Dschungeldorf warteten sie auf einen LKW, der die persönliche Ausrüstung bringen sollte. Spät abends erreichte er den Ort. Man zog sich die gelieferten Uniformen an, die an den Ärmeln die Landesflagge von San Pedro und darüber in einem Bogen das Kürzel „FCPSP“ in dunkelblauen Buchstaben trugen. Pitt und die anderen Legionäre schauten Jean an. Der grinste und meinte: „Männer, wir sind die „Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro“ und hoffentlich lernen bald auch die Machthaber in San Pedro, wer wir sind!“ Die Männer lachten. Den meisten war es egal, wie sich der Trupp nannte. Sie taten, was man ihnen sagte, wollten ihr Geld und mehr interessierte sie nicht.

Sie marschierten 3 Tage durch den Dschungel bis Jean meinte, sie hätten den Platz erreicht, wo das Basislager aufgebaut werden sollte. Lachten die Männer erst, weil sie nicht wussten, was sie in dieser gottverlassenen Gegend anstellen könnten, um den „Tiger“ zu stürzen, verging ihnen aber bald das Lachen als Jean mehrere Verstecke öffnete, in denen Baumaterial, Tarnnetze, Waffen, Munition, Verpflegung, Funkgeräte uns tropenfest versteckt waren. Sie verstanden, dass Jean und Lucia die Sache todernst meinten. Alles war perfekt vorbereitet. Nach mehreren Tagen standen luftige Barracken und der ganze Platz war mit Tarnnetzen verhängt, sodass er nur schwer aus der Luft entdeckt werden konnte. Abenteurer wie sie waren, beeindruckte sie die gute Organisation und sie bekamen Lust darauf, es dem Gegner zu zeigen. Allerdings waren die Waffen eine Enttäuschung. Als Handwaffen gab es alte M14-Gewehre, amerikanische M60 – Maschinengewehre und 2 Bazookas.- Daneben waren im Angebot alte Beretta-Pistolen und Uzi-MPs. Immerhin, so brauchte man nur Munition für 2 Kaliber und man konnte wohl auch erbeutete Munition verwenden, denn Murillos Truppen nutzten überwiegen westliche Waffen. Auch das schien durchdacht zu sein.







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Dann hörten sie nachmittags Mitte Oktober einen Hubschrauber, der über dem Lager kreiste. Jean schoss eine Leuchtrakete ab, dann schwebte der Chopper starr in der Luft. An einem Seil ließ sich Lucia Durando herab. Der Helikopter flog dann im Tiefflug weg.





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Jean ließ antreten.






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Lucia begrüßte die Männer, schaute sich das Lager an und fand alles wohlgeraten. Sie sprühte vor Tatendrang. Sie rief Pitt und Jean zusammen zu einem Kriegsrat. „Ok“, meinte sie: „Wo und wie fangen wir unseren Krieg an. Jean, Müller …. Vorschläge? Jean dachte nach: „Ein schwerer Schlag wäre es für Murillo, wenn wir die Gasförderung der Kubaner störten. Allerdings sind die Anlagen in Küstennähe und wir müssten einmal durch San Pedro hin und zurück. Und sie sind schwer bewacht!“

„Hm“, machte Lucia Durando. Sie schien nicht beeindruckt zu sein. „Was meinen Sie, Peter?“, fragte sie Pitt. „Vielleicht zu ambitioniert für den Beginn. Sind uns Koka-Felder bekannt? Wenn wir welche abfackeln, trifft das Murillo am Schnellsten finanziell und könnte auch die USA auf unsere Seite bringen. Kampf gegen Drogen! Und das Risiko sollte doch überschaubar sein“ „Unterschätzen Sie die Narcoticos nicht aber ich denke, das Konzept macht Sinn. Allerdings habe ich ganz neu Informationen und wollte die Ihnen mal vorstellen. Nicht weit von hier befindet sich das das Dorf San Miguel. Dort hält die Miliz Campesinos mit ihren Familien gefangen, die die Quote an Koka nicht erfüllt haben. Die Miliz hat einen Stützpunkt in dem Dorf und die Menschen dort eingesperrt. Es sind ungefähr dort 100 Milizionäre. Das Dorf ist durch Drahtsperren gesichert. Die Miliz droht die Männer und Kinder zu erschießen. Die Frauen wollen sie an die Narcoticos verkaufen. Ob deren Schicksal besser ist als der sofortige Tod kann bezweifelt werden. Wenn es uns gelingt, diese Menschen zu befreien, haben wir sicher viele treue Anhänger. Die können nicht zurück in ihre Dörfer, weil dort wahrscheinlich die Narcoticos auf sie warten. Da bekommen wir direkt ein paar Rekruten. Was denken Sie?“

Pitt meldete sich zu Wort: „Gute Idee .. wir machen direkt auf uns aufmerksam und zeigen, dass sich die Zeiten ändern, man mit den Bauern nicht mehr alles machen kann. Und wir könnte auch Waffen, Munition und Ausrüstung der Miliz einsammeln, für eventuelle Rekruten.“ „Und Sie, Jean, was denken Sie?“ „Ich bin auch für Ihre Idee .. scheint mir machbar und psychologisch sehr effektiv.“

„Gut“, fasste Lucia Durando zusammen. „Arbeiten Sie den Angriffsplan aus, informieren Sie das Kommando und morgen brechen wir auf, um in der folgenden Nacht zuschlagen zu können. Wunderbar!“

Taurus
04.09.21, 21:42
Wenn die Einsätze ähnlich interessant wie das "Vorspiel" werden, steht uns ja sicher abwechslungsreiche Unterhaltung bevor. Jedenfalls entgegen der üblichen Steel Panthers Szenarien, wir sind gespannt, wie das aussehen wird.

Sappho
04.09.21, 23:27
Wir hoffen, die Erwartungen erfüllen zu können.

Spieltechnisches:

Das 1. Gefecht haben wir stark verändert. Statt "meeting engagement" ist es ein "assault". Unsere Truppe ist 69 Mann stark. Für San Pedro verwenden wie El Salvador. Der Ort wird von einer Kompanie verteidigt, was so 100 Mann sein dürften. Im Ort sind 4 Gruppen mit je 10 Zivilisten. Die und die Gegner wurden so platziert, dass die Gegner sie zu Beginn nicht sehen können, weil die Zivilisten sonst sofort angegriffen würden. Wenn es während des Gefechts passiert, sind es eben durchdrehende Wachen, die Geiseln ermorden.

Unsere Rebellen werden von den Truppen von G wie grün repräsentiert und wir haben eben passend mercenaries ausgewählt. Der Gegner ist Miliz. Die Sicht beträgt 5 Felder was wohl Nacht mit Mondschein darstellt.

Gott mit uns!

Sappho
05.09.21, 23:24
Kapitel VI:
Der Krieg beginnt




Das Dorf San Miguel war ungefähr einen Tagesmarsch entfernt. Sie planten den Einsatz so, dass sie nach Sonnenuntergang da sein würden. Selbst wenn sie sich verspäten würden, könnten sie unter dem Schutz der Nacht angreifen. Der Plan würde noch dadurch begünstigt, dass Vollmond herrschen würde. Die Orientierung musste mit Kompass und Karte erfolgen. GPS gab es nicht. Aber das sollte für die erfahrenen Soldaten kein ernsthaftes Problem sein.

Der Trupp machte sich fertig. Die Männer waren ernst, Lucia dagegen aufgekratzt, fast fröhlich. Sie trug wie alle eine Camouflage-Uniform, aber statt den Südwester-Hüten eine Schirmmütze. Sie trug wie alle einen Rucksack, hatte allerdings statt einem M14 eine leichtere Uzi umgehängt. „Dann … los …. fangen wir unseren Krieg an!“, rief sie. Der Trupp setzte sich in Bewegung.

Stunde um Stunde marschierten sie schwer bepackt durch den Urwald. Es gab kurze Stopps zur Orientierung, dann und wann Pausen. Es dämmerte. Dann ließ Müller den Trupp stoppen, Man musste in der Umgebung des Ortes sein. Späher würden den Ort umgehen und sich von Osten und Westen nähern. Der Angriff sollte von Norden aus erfolgen. Die Trupps zogen los. Die Spähtrupps waren mit Funkgeräten ausgestattet und würden ihre Beobachtungen melden. Die Männer zogen los.







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Nach ungefähr einer halben Stunde meldeten sich die Trupps. Sie hatten die Wege zum Dorf erreicht. Müller nickte Lucia zu. Sie gab den Angriffsbefehl. Im Norden näherte man sich beiderseits der Erdpiste dem Ort. Die Spähtrupps meldeten nichts. Dann konnten schemenhaft die ersten Hütten erkannt werden. 20 Mann verstärkt durch einen Scharfschützen und ein Bazooka-Team näherten sich auf der linken Seite, der Rest auf der rechten Seite. Müller folgte etwas hinter der Hauptmacht, noch ein Stück hinter ihm war Lucia- Müllers Funker meldete sich: „ Feindkontakt! Trupp geht in Stellung. Angriff?“






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Müller nahm das Sprechteil des Gerätes: „Warten … wir nähern uns von rechts. Feuereröffnung auf meinen Befehl!“ Die Männer schlichen voran, bis sie die fragliche Hütte sahen. Müller gab per Funk durch: „Angriff!“.

Schon knatterten von links Schüsse. Rumms … das musste eine Bazooka-Granate sein. Dann knarrten Türen und Milizionäre stürmten aus dem Haus direkt auf sie zu. „Feuer frei“, rief Müller und griff auch zu seinem Gewehr. Es war das reinste Hasenschießen. Die Milizionäre, die in Panik wegliefen, wurden nieder geschossen.







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Sappho
06.09.21, 13:58
Noch Kapital VI.




Der Erfolg spornte die Männer an. Die Trupps arbeitetet sich weiter nach Süden vor. Dann kamen Meldungen über die Sichtung von weiteren Milizionären in Häusern am Zentrum im Westen und Osten. Die Männer fächerten aus. Nach bewährtem Muster wurden die Milizionäre in den Häusern durch Feuer in Deckung gezwungen und andere Trupps arbeiteten sich an die Häuser heran, um Handgranaten durch die Fenster zu werfen. Der Widerstand brach schnell zusammen, allerdings gab es auch die ersten Verluste auf Rebellenseite.

Sehr schnell hatte man den Teil des Ortes nördlich der Hauptstraße unter Kontrolle gebracht. Auf Zurufe zu fliehen reagierten die Geisel allerdings nicht. Entweder konnten sie nicht heraus oder sie hatten Angst. Man würde also auch die Häuserzeile jenseits der Hauptstraße nehmen müssen, um zu den Geiseln zu gelangen. Da knatterten Schüsse etwas weiter weg im Südosten. Müller versuchte den dortigen Spähtrupp per Funk zu erreichen aber niemand meldete sich. Wahrscheinlich war der Trupp in Milizionäre gelaufen und im Feuergefecht ausgeschaltet worden.

Lucia hatte die Befürchtung , dass die Miliz die Geiseln ermorden würde und drängte auf einen schnellen weiteren Angriff. Sie versuchte die Männer zu motivieren und anzustacheln. Auf der linken Seite eröffnete man dann das Feuer. Die Bazooka beschoss das Steinhaus an der Straßenecke, in dem des Hauptquartier der Milizkompanie vermutet wurde. Feuerstöße aus Maschinengewehren schlugen in den Fenstern ein.






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Dann griffen Müller und seine Männer über die Straße an. Wieder flogen Handgranaten in die Fenster, dann wurden die Türen eingetreten und die Legionäre drangen schießend in das Gebäude ein. Ihr Feuer wurde im Gebäude erwidert, die Legionäre erlitten Verluste aber der Widerstand wurde schnell niedergekämpft. Es schien sich tatsächlich um das Hauptquartier der Miliz zu handeln, die dortigen Funkgeräte und Landkarten sprachen dafür.







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Die Milizionäre flüchteten aus dem Gebäude nach Osten. Dort gerieten sie allerdings in das Feuer weiterer Legionäre, die bereits zum Gebäude mit den Geiseln vorgestoßen waren. Lucia, Ihre Funker und ihre persönliche Wache eröffneten zur Unterstützung von jenseits der Straße das Feuer. Die Gegner waren rasch ausgeschaltet. Lucia war dann nicht mehr zu stoppen. Sie rannte über die Straße zu den Geiseln, schoss die versperrte Türe auf und rief den Geiseln auf Spanisch zu, wer sie und ihre Männer seien und man schnell in Richtung Norden flüchten sollte. Die Geiseln stürmten aus dem Gebäude, begleitet von Legionären. Keiner Geisel war bislang ein Haar gekrümmt worden.







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Dann knatterten nochmals im Südosten Gewehre los. Wieder meldete sich ein Spähtrupp nicht mehr. Daraus schloss man, dass noch mehr Miliz im Ort sein musste. 30 bis 40 Mann verschanzten sich im Ort, um einen erwarteten Gegenangriff der Miliz abzuwehren, der Rest sollte die Geiseln in nördlicher Richtung über die dortige Piste in Sicherheit bringen. Dann hörten Pitt und Lucia die Salven eines Maschinengewehrs weiter weg im Südwesten. Einen Moment später kam per Funk die Meldung des dortigen Trupps. Sie wurden aus einem Gebäude am südöstlichen Ortsrand von einem feindlichen MG beschossen.- Es gab Verwunderte und ein längeres Feuergefecht. Müller wollte unnötige Verluste vermeiden und gab den Befehl, sich etwas zurückzuziehen und auf den Feind zu warten.







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Sappho
08.09.21, 20:38
Noch Kapital VI.




Der Plan ging auf.

Reste der Miliz-Kompanie versuchten einen Gegenstoß aus östlich Richtung und liefen genau in das Feuer von Müllers Kompanieführungsgruppen. Die Milizionäre fielen wie die Fliegen. Dann wurde es ruhig, nur das Stöhnen der Verwundeten war zu hören. Müller und seine Leute sahen sich noch um. In einem Hinterhof fanden sie vier abgestellte LKW und vor dem Stabsgebäude einen ältlichen Jeep, der scheinbar noch den 2. Weltkrieg mitgemacht hatte.







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Müllers Männer plünderten die Milizionäre und luden Waffen und Ausrüstung auf die LKW. Im Stabsgebäude nahmen sie noch alle Karten, Akten und Funkgeräte mit. Dann folgten sie mit den Fahrzeugen den fliehenden Milizionären. Nach einer Viertelstunde erreichten sie die fliehenden Campesinos. Nun stellte sich die Frage, was mit den Bauern geschehen sollte. Lucia versammelte sie um sich und redete auf sie in Spanisch ein. Müller verstand nicht allzu viel. Sie sagte ihnen wohl, dass sie nicht zurück in ihre Dörfer könnten. Es gab ein Hin-und Her. Dann schien man eine Einigung erzielt zu haben.

Lucia rief ihre Männer zusammen und erklärte die neue Lage.

„Wir müssen die Bauern mitnehmen. Sie würden ansonsten massakriert werden. Wir können so Rekruten und Hilfspersonal gewinnen. Sie sollen auf die LKW klettern, Wir werden die LKW dann im Dschungel verstecken. Für sie werden wir ein separates Lager errichten, damit – sollten sie entdeckt werden – nicht unsere Basis auch verraten ist!“

Ein paar Männer murrten. Lucia reagierte heftig: „ Ich habe entschieden. Wir brauchen die Unterstützung der Bauern und die Bauern lieben uns sicher nicht, wenn wir sie verrecken lassen. Das sind meine Leute und ich bin hier um ihnen zu helfen.“ Lucias Augen funkelten böse, der Körper war gespannt wie ein Flitzebogen, die rechte Hand griff fest die Uzi. Sie schaute den murrenden Männern direkt in die Augen. Diese vermochten nicht ihrem Blick standzuhalten, Der Widerstand war gebrochen.

Alles sprang auf die Fahrzeuge, auch die Bauern. Lucia und Pitt kletterten in den erbeuteten Jeep. Dann gab Lucia ein Zeichen und streckte den Arm in die Höhe. Die Kolonne setze sich in Bewegung. Lucia beobachte die Piste, Müller durchsuchte die erbeuteten Unterlagen. Man hatte offenkundig die Milizkompanie 120 zum Gegner und aufgerieben. Auf der Karte waren die Standorte weiterer Milizkompanien verzeichnet. Interessanter waren andere Dokumente. Es schien so als ob die Miliz Buch führte über die Menge an Koka-Blättern, die die Dörfer zu liefern hatten. Diese schienen dann weitererkauft zu werden.

Außerdem schien man die Kompaniekasse erbeutet zu haben. Das waren umgerechnet zwar nur 5.000 $ aber besser als nichts. Dann bogen die Fahrzeug in den Dschungel ab. Männer sprangen ab, um die Spuren zu verwischen. Schließlich erreichte man eine kleine Lichtung auf der die Fahrzeuge unter Ästen und Zweigen getarnt wurden. Es ging jetzt zu Fuß weiter. Immer weiter in den Dschungel ging es. Ein paar Kilometer von der Basis sollte dann im Dschungel ein Lager für die Geflohenen errichtet werden. Werkzeug wurde aus der Basis herangeschafft. Die Legionäre halfen bei der Anlage.

Die Flüchtlinge wurden dann von Lucia befragt, ob sie sich ihr anschließen wollten. Von den Männern zögerte keine, auch manche Frauen wollten gegen Murillo kämpfen. Bei den Jugendlichen zogen sie eine Grenze beim Alter von 16 Jahren. Die Legionäre begannen mit der Ausbildung der neunen Rekruten. Parallel wurde psychologisch Krieg geführt. Von den Einheimischen wurde immer wieder welche losgeschickt, um in den umliegenden Dörfern Flugzettel zu verteilen. Auch wurden so Informationen gesammelt und ein Netzwerk von Spähern geschaffen, das Lucia über die Bewegungen des Feindes informieren sollte. Lucia selbst hatte eine mobile Radiostation und ließ unregelmäßig und von wechselnden Standorten aus Mitteilungen „an ihr Volk“ versenden.

Sappho
08.09.21, 22:16
Kapitel VII: The day after






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Palacio Presidencial
San Pedro, Hauptstadt

12. Oktober 1999



Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
Exzellenz, der Bericht zur Morgenlage. Alles ruhig, allerdings hat es in der Nacht einen Vorfall in San Miguel gegeben!

Juan Murillo:
„Mein guter Garcia, berichtet Sie!“

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„Die in San Miguel einquartierte Milizkompanie wurde in der Nacht angegriffen, vernichtet und die gefangenen Bauern, die die Produktionsquote nicht erfüllt hatten, sind verschwunden. Nach dem Überfall hat sich eine sogenannte “Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro“. in einer Radiobotschaft zu dem Überfall bekannt. Die Meldung wurde angeblich von Lucia Durando verlesen.“

Juan Murillo (rot anlaufend);
„Esa maldita perra!
Was ist das für eine Schweinere? Ist das authentisch? Ich denke, wir lassen das Aas überwachen? Wie kann sowas passieren? Und eine ganze Kompanie … was heißt da vernichtet?“

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„ Sie ist angeblich seit einem Monat krank. Nach einem Promotion-Termin für ihre Firma in Luxemburg hat sie niemand mehr gesehen. Offiziell ist sie krank und in einem Sanatorium an einem unbekannten Ort. Die angegriffene Kompanie der Milicia Rural war die Kompanie Nr. 120. Alle Milizionäre sind entweder tot oder verwundet. Waffen und Ausrüstung wurden erbeutet, darunter ebenfalls die Kompaniekasse. Auch die kubanischen Militärberater hat es erwischt.“

Juan Murillo (wutrot, mit pochender Halsschlagader):
„Garcia … ich will den Geheimdienst sprechen … sofort! Gibt es Spuren von den Angreifern? Wurden die Ortsbewohner verhört? Haben die mitgemacht?“

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„ Die Einwohner des Dorfes wurden zur Sicherheit erstmal verhaftet und eingesperrt. Spezialisten sind angefordert, um Spuren festzustellen. Von den Angreifern wurde nichts zurückgelassen Die Einwohner behaupten, dass die Angreifer mit erbeuteten Fahrzeugen nach Norden geflüchtet sind. Die Nachricht von dem Überfall verbreitet sich im Land wie ein Lauffeuer!“

Juan Murillo (wutrot, mit pochender Halsschlagader)
„Könnte es sein, dass irgendeine von den Drogenbanden es auf die Kompaniekasse abgesehen hatte und dass der Durango in die Schuhe schieben will?“

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„Für die paar Escudos? Die verdienen doch am Kokain Unmengen mehr. Warum sollten die das Risiko eingehen, es sich mit uns zu verscherzen?“

Juan Murillo (wutrot)
„Mmmmh … mag sein … aber die können nie genug bekommen. Das muss geklärt werden, absolut sicher geklärt werden, wer das war und was da passiert ist! Garcia, geben Sie eine Meldung an die Presseagenturen heraus, dass es zu einem feigen Überfall krimineller Banden auf die Miliz gekommen sei. Eine Kompanie sei trotz heldenhaften Widerstandes aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit nach schwerem Kampf aufgerieben worden. Es wäre zu vermuten, dass Narcoticos ihre Kumpanen haben befreien wollen. Schildern Sie die Angreifer als besonders verroht. Und jetzt will ich den Geheimdienstchef hier haben … innerhalb der nächsten 5 Minuten!“

Garcia verschwindet eilig.

7 Minuten später:

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Exzellenz, ich komme so schnell ich konnte!“

Juan Murillo (wutrot, mit pochender Halsschlagader)
„Esteban, Du Sohn einer räudigen Ratte! Ich hatte innerhalb von 5 Minuten befohlen! Was ist das für eine ungeheure Sauerei, die da in San Miguel passiert ist? Und was ist mit der Durando, dieser Schlampe mit den sieben Leben? Und wieso wissen wir von nichts?“

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Juan … äh Exzellenz … die Durando ist verschwunden. Die Kubaner sollten sie ja in Europa beschatten, weil wir da kaum Leute haben. Aber sie hat sie in Luxemburg abgehängt. Wir wissen nicht, wo sie ist. Es kann durchaus sein, dass sie eine Truppe zusammengestellt hat, um hier Unruhe zu stiften. Nach den ersten Aussagen von Bauern, waren die Angreifer so 60 – 70 Mann, also in Unterzahl und wirkten wie gut ausgebildete, ausgestattete und disziplinierte Soldaten. Sie haben sich auf Spanisch und einer anderen Sprache, vielleicht Französisch, unterhalten, die Stimmen sollen ausländisch geklungen haben, das Spanisch war wohl das von Ausländern. Die Durando könnte sich Söldner besorgt haben oder sie dient einem fremden Geheimdienst als Marionette. Es war jedenfalls eine Frau bei den Angreifern, die sich als Lucia Durando ausgab.“!

Juan Murillo (puterrot:
„Also ist „Gato Montè“ tatsächlich zurück? Oder gibt sich da jemand als die Durando aus? Das hat allerhöchste Priorität! Alle Register ziehen! Ich will wissen, ob sie hier tatsächlich den Aufstand proben will, ob sie allein handelt oder für andere und wo sie ist. Und dann legt sie endlich um! Die Kubaner können auch mal was tun. Die sollen den Dschungel da durchkämen! Los … an die Arbeit Sanchez!“

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Sehr wohl, Exzellenz!“

Juan Murillo greift nach dem Telefon. „Stellen Sie eine Verbindung zum Oberkomanndo der kubanischen Expeditionskräfte in San Pedro her. Den Kommandeur persönlich und schnell!“

Etwas später klingelte das Telefon. Die Verbindung wurde hergestellt:

Juan Murillo :
„Ah … Oberst Morales … gut das ich Sie erreichen kann. Sie haben schon von dem Überfall gehört

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Exzellenz, ja … mir wurde bereits berichtet und ebenso, dass die beiden Militärberater der Kompanie gefallen sind.“

Juan Murillo :
„Beileid … aber ich habe eine ganze Kompanie verloren. Und angeblich will Lucia Durando eine Widerstandsbewegung organisieren, die Lucia Durando, die Ihr Geheimdienst überwacht. Wo ist die Durando?“

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„ Exzellenz, ich bin sicher, man hat Ihnen schon mitgeteilt, dass wir die Spur von ihren zurzeit verloren haben!“

Juan Murillo :
„In der Tat hat man mich von dieser monumentalen Pleite bereits informiert. Neben mehreren gescheiterten Attentate auf sie auch das noch. Meine Berater empfehlen mir schon, andere Verbündete zu suchen, die effektiver sind. Ich finde, Sie und Kuba haben allerhand gut zu machen.“

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Exzellenz, was meinen Sie?“

Juan Murillo :
„Ich meine, dass die kubanischen Streitkräfte mal aus ihren Kasernen herauskommen und etwa für San Pedro tun könnten … und zur Sicherung der Gaslieferungen an Kuba.“

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Exzellenz, wie weit Kuba militärisch eingreift, kann ich nicht entscheiden. Das ist eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Das wird Fidel Castro persönlich entscheiden.“

Juan Murillo :
„Ich werde persönlich mit Castro sprechen.“

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Exzellenz, tun Sie dies. Ich werde Ihren Wunsch ebenfalls vorlegen. Auf Wiederhören.“

Sappho
10.09.21, 12:28
Noch Kapitel VII:






https://abload.de/img/seal_of_the_central_i53j2d.png (https://abload.de/image.php?img=seal_of_the_central_i53j2d.png)







https://abload.de/img/cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg (https://abload.de/image.php?img=cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg)



CIA Hauptsitz
Langley, Virginia
14.10.1999




General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) am Telefon:

“McPherson, ist der Bericht zu San Pedro fertig?”

James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Herr General, ja .. ich denke ich habe alles zusammen. Ich komme rüber und trage vor

Ein paar Minuten später

James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Guten Morgen, Herr General. Es ging um den Anschlag in San Pedro. Nach Pressemitteilungen von DPA, Reuters und AP hat eine örtliche Drogenbande eine Milizkompanie in der Nacht überfallen und massakriert. Laut AFP hat sich eine Untergrundbewegung gebildet unter der Leitung von Lucia Durando und den Bürgerkrieg begonnen.

Wir konnten feststellen, dass die Durando verschwunden ist, Angeblich ist sie krank und niemand kennt ihren Aufenthalt. Das konnten wir definitiv klären aber anderes als verlautbart. Wir haben gecheckt, ob irgendetwas Auffälliges im Zusammenhang mit einem potentiellen Bürgerkrieg festzustellen war. Wir konnten ermitteln, dass in Antwerpen ein Ex-Fremdenlegionär spanisch sprechende Fremdenlegionäre für Südamerika ansprach. Dieser Legionär, ein Peter Müller, ist ein unbeschriebenes Blatt, Einsatz als Kontraktor in Mali, bewegt sich am Rande des organisierten Verbrechens in Deutschland, ist eine unbedeutende Randfigur ….. aber …. er hat einen Bekannten, einen anderen Ex-Legionär, der sein Vorgesetzter bei der Legion war. .. Jean Lathouven … und der ist der Sicherheitschef von Lucia Durando. Damit dürfte klar sein, dass die Durando einen Bürgerkrieg starten will, allerdings mit sehr beschränktet Mitteln. Unser Kontaktmann im Stab von Murillo bestätigt, dass man bei Murillo davon ausgeht, dass die Durando aktiv geworden ist, auch wenn man sich nicht ganz sicher ist.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Gute Arbeit bis dahin. Aber die Frage ist doch, kann sie unsere Interessen in San Pedro stören?“

James McPherson (Directorate of Analaysis):
“Das kommt darauf an, welche Strategie sie wählt. Es ist durchaus vorstellbar, dass irgendwann die Gasförderanlagen in Mitleidenshaft gezogen werden. Das würde die Energieversorgung der USA aber nicht ernsthaft beeinträchtigen. Ob Sie zurzeit in der Lage ist, die Anlagen zu beschädigen, dürfte auch eher zweifelhaft sein. Bislang hat nur ein Scharmützel stattgefunden, wenn auch mit peinlichem Ausgang für die Milz. Das ist im Übrigen auch ein Indiz dafür, dass die uns aufgefallenen Fremdenlegionäre von der Durando angeheuert wurden und in San Pedro sind.

Sollte die Durando die Strategie wählen, die Einnahmen von Murillo aus der Duldung der Drogenherstellung und des Drogenhandels zu bekämpfen. sieht das schon anders aus. Die Drogenbanden sind schwächer als das Militär – vielleicht stärker als die Miliz – aber sicher schwächer als das richtige Militär. Koka-Plantagen zu vernichten und die Drogenbanditen auszuschalten sollte ihr jetzt schon mit ihren Söldnern möglich sein. Damit würde sie aber unsere Generierung von Mitteln und den Waffennachschub für die von uns finanzierten und ausgerüsteten Rebellen in Venezuela und Tschetschenien – unsere Operation „Cinderella“ - stören.

Die Analyse-Abteilung hält es für sehr wahrscheinlich, dass sie sich gegen den Drogenhandel wendet, weile es sich um einfache Ziele handelt. Wir können aber nur wenig tun, weil unsere Beteiligung streng geheim bleiben muss. Wir haben da unten nur eine Handvoll Contractors. Selbst wenn einer auffliegt, ist die Verbindung zu uns äußerst dünn und sollte leicht und überzeugend in Abrede gestellt werden können. Eine Unterstützung des Kampfes der Narcoticos gegen die Durando wäre zurzeit wohl eher gefährlich als nützlich, weil dies die Aufdeckung wahrscheinlicher machen würde. Unauffälliger ist die Unterstützung von Murillo gegen die Durando. ich denke da, dass wir ihm unsere Analyse zukommen lassen und wir für ihn Satellitenaufklärung betreiben. Die Basis der Durando konnten wir übrigens bislang noch nicht entdecken. Wir könnten auch versuchen einen als Ex-Fremdenlegionär getarnten Agenten bei der Durando einzuschleusen. Sie wird Verluste haben und die ersetzen wollen“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“ Ja … macht alles Sinn … einverstanden. Die Weitergabe der Informationen an Murillo soll offiziell als Maßnahme zur Unterstützung seines Kampfes gegen die Drogenkriminalität in seinem Land laufen, Aufspüren von Lagern der Narcoticos. Danke McPherson …. und natürlich keine Aufzeichnungen über das hier anfertigen.

James McPherson (Directorate of Analaysis):
“Natürlich, Herr General!”

Sappho
10.09.21, 13:07
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Sappho
11.09.21, 22:35
Kapital VIII: Kuba marschiert




Die Flüchtlinge sollten im Urwald für sich ein Camp errichten und darauf achten, dass genügend Bäume stehen blieben, dass es aus der Luft nicht erkannt werden konnte. Müller und Lucia legten Wert darauf, dass die Flüchtlinge nicht wussten, wo die eigentliche Basis war. Wer nichts wusste, konnte im Falle eines Falles auch nichts verraten. Das nahm einige Zeit in Anspruch. Die Legionäre trainierten daneben auch die Freiwilligen, bildeten sie an den erbeuteten Waffen aus und versuchten ihnen einige Grundzüge infanteristischen Verhaltens beizubringen. Von den Flüchtlingen konnten manche als Träger eingesetzt werden, die Nachschub aus Französisch-Guayana hereinschmuggelten. So war man auch in der Lage, die neu aufgestellte Miliz-Kompanie einigermaßen einheitlich zu uniformieren. Die Rekruten waren zwar lernbegierig, motiviert und ungeheuer stolz auf ihre Uniformen. Müller machte sich aber keine Illusionen darüber, dass die Kampfkraft der Kompanie sehr begrenzt war.

Die Söldner machten sich dann auf, um Koka-Felder zu suchen und anzustecken. Dabei versuchten sie, bei ihrer Suche möglichst kein Muster erkennen zu lassen, aus der man auf ihre Basis hätte schließen können. Ihre Aktivitäten brachten ihnen weiteren Zulauf, sodass man eine knappe Miliz-Kompanie aus den Flüchtlingen und „Zugelaufenen“ aufstellen konnte. Lucia und Müller sahen das Risiko, dass sich unter den neuen Rekruten Spione befanden und versuchten dies, durch intensive Befragung und Erkundigungen soweit wie möglich auszuschließen. Es blieb aber ein Risiko, dass sich nicht vollständig vermeiden ließ.

Schließlich, etwa Mitte November rief Lucia die Legionäre zusammen, um einen neuen Plan vorzustellen: „ich habe Informationen von Spähern bekommen, dass eine kubanische Kompanie uns hier im Dschungel suchen soll. Der kürzeste Weg und die beste Piste führen durch den Ort Monteperdi. Das ist nur 40 km von hier. Mit den LKW wären wir ganz schnell da und könnten einen Hinterhalt vorbereiten. Wir wären auch so weit weg von unserer Basis, dass sich nur schwerlich erahnen lässt, woher wir kamen. Wenn wir eine kubanische Kompanie vernichten oder zumindest vertreiben könnten, würde uns das einen exzellenten Ruf verschaffen. Wir hätten gezeigt, dass wir dem schwersten Gegner in San Pedro gewachsen sind. Was halten Sie von dem Plan?“

„Wie belastbar ist die Info? Nicht dass wir in einen Hinterhalt fahren?“, fragte Müller zurück. „Dass die Kubaner unterwegs in den Nordwesten von San Pedro sind, ist allgemein bekannt. Dass sie sich verteilen, um die schlechten Pisten nicht zu ruinieren, klingt plausibel“, meinte Lucia. „Aber ob jetzt genau so wie geplant da eine Kompanie lang fährt …. Es ist natürlich eine gewisse Unsicherheit im Spiel. Und unsere Kontaktleute im Standort der Kubaner sind erst recht neu angeworben. Allerdings, ich denke, wir müssten etwas mehr als bislang wagen, um Erfolge einzufahren, die uns weiter bringen!“

„Letzteres ist ein Argument. Ich glaube kaum, dass die paar abgefackelten Koka-Sträucher Murillo wirklich beeindrucken. Und uns läuft die Zeit weg. Wir müssen vorankommen. Allerdings würde ich alle Kämpfer, auch unsere Miliz mitnehmen!“

Lucias Augen funkelten voller Tatendrang als sie in die Runde fragte: „Also Männer … sollen wir es wagen? Einverstanden?“ Die Männer murmelten zustimmend. „Okeh … Waffen und Ausrüstung fassen …. Die Miliz einsammeln, ausrüsten und dann auf nach Monteperdi!“ Die Legionäre munitionierten auf, behängten sich mit Handgranaten, packten eine eiserne Ration an Einsatzverpflegung ein und marschierten zu den LKW. Dann ging es zum Camp der neuen Miliz. Auf den LKW war nicht genug Platz für alle. Dafür hatte Lucia aber vorgesorgt und noch ein paar Pferde organisiert. Natürlich ritt sie selber, ihre Bodyguard folgte ihr auch hoch zu Ross. Müller fuhr lieber prosaisch mit dem LKW.

Sappho
17.09.21, 13:46
Kapitel IX: Hinterhalt in Monteperdi




Nach dem sie aus dem Dschungel mit den Fahrzeugen heraus waren, ging es schnell. Sie holten Lucia Durango und ihren Trupp, die im Urwald auf Pferden schneller als sie waren, wieder ein und überholten sie.
Dann hatte man Monteperdi auch schon erreicht. Die Begrüßung dort war gemischt. Die Legionäre waren an den improvisierten Uniformen und dem Kürzel auf den Ärmeln als Kämpfer von Lucia Durango zu identifizieren aber im Ort sah man den Umstand, dass das Städtchen zum Ziel eines Hinterhaltes werden sollte, mit gemischten Gefühlen. Die Ängstlichen fürchteten Schäden an ihren Häusern und die Rache von Murillo. Die Mutigen unterstützten aber die Legionäre und die Miliz bei der Auswahl von Stellungen.

Müller ließ die Fahrzeuge in der Stadt verstecken. Sollte man sich schnell zurückziehen müssen, wären sie von enormer Bedeutung. Ihnen durfte daher nichts passieren. Dann aber erreichte auch Lucia Durango den Ort und die Einwohner jubelten ihr zu. Von der Begeisterung ließen sich auch die Ängstlicheren anstecken … oder trauten sich nicht mehr, ihre Bedenken öffentlich zu äußern. Lucia und ihre Leibwache ritten dann nach Westen, um festzustellen, wo die Kubaner waren. Müller organisierte in der Zwischenzeit den Hinterhalt und die Verteidigung. Er verteilte Spähtrupps und Scharfschützen zur Beobachtung in der östlichsten Häuserzeile und teilweise noch davor, sodass zumindest teilweise die Zufahrtsstraße nach Monteperdi eingesehen werden konnte. Die eigene Miliz sollte im rückwärtigen des Ortes zusammen mit den Bazookas schützen. Ca. 30 Milizionäre sicherten allerdings im Südosten die südliche Flanke der Rebellen ab. Der Plan war, die Kubaner in das Städtchen zu lassen und dann aus nächster Nähe und überraschend zuzuschlagen.








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Lucia ritt mit ihrer Leibwache in östliche Richtung, um zu erkunden, wo die Kubaner waren. Der Weg führte durch Dschungel und dann einen niedrigen Hügel hoch. Auf dem Kamm ergaben sich Beobachtungsmöglichkeiten nach Norden. Lucia und ihre Begleitung stiegen ab und beobachteten die Umgebung. Sie mussten nicht lange warten. Dann entdeckten sie eine Staubwolke im Osten. Zunächst war nichts zu erkennen. Dann aber erkannten sie LKW. Es wurden immer mehr Fahrzeuge, die offenkundig nach Monteperdi unterwegs waren. Sie zählten und zählten … 5 … 10 … 15 … 20 … 25 … Fahrzeuge kamen da auf sie zu. Das war eindeutig … das war mehr als eine Kompanie. Lucia gab das Kommando zur Rückkehr. Sie galoppierten zurück nach Monteperdi. In Monteperdi beratschlagte Lucia mit Müller, was zu tun wäre. Rückzug oder Kampf war die Frage. Es waren sicher 2 kubanische Kompanien in Kürze bei ihnen. Müller empfahl den Kampf: „ Sie werden uns verfolgen … unser Vorsprung ist gering … wenn sie uns einholen, sind wir mit den unerfahrenen Kämpfern erledigt. Hier aber ist DAS Gelände zu unserem Vorteil. Das kompensiert selbst den Nachteil, dass die Masse unserer Leute unerfahren ist. Ich sage … wir bleiben bei unserem Plan!“ Lucia meinte: „Gut …. akzeptiert …. Dann aber los … alle auf die Posten. VAMOS!“

Sie mussten nicht lange warten. Die vorgeschobenen Beobachter entdeckten als erstes kubanische Späher auf Motorrädern, die sich dem Ort näherten. Ihnen folgten LKW. Die LKW stoppten mit laufenden Motoren. Dann gaben die Männer auf den Motorrädern Gas und fuhren in den Ort. Per Funk gab Müller die Anweisung: „Feuer wird nur auf meinem ausdrücklichen Befehle eröffnet!“







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Die Motorräder hielten an der ersten Häuserzeile und beobachteten die Umgebung. Die Zeit verrann unerträglich langsam. Lucia hing am Funkgeräte und wartete, was wohl passieren würde, Müller ging es nicht anders. Schließlich bekam Müller über Funk die Meldung eines Scharfschützen, dass die Kubaner von den LKW kletterten. Damit würde der Hinterhalt nicht mehr so einfach werden, wie gedacht. Die Kubaner marschierten aber nicht in den Ort sondern warteten an ihren Fahrzeugen.

Dann quietschte eine Tür, eine Frau rannte heraus zu den Motorrädern und rief: „Lejos, lejos... Los rebeldes están aquí“ Sie wurden verraten. Der Spähtrupp vorne fragte nach dem Feuerbefehl. Die Kubaner warfen die Motorräder an. Müller brüllte: “Feuer frei! … an alle … Feuer frei“ ins Funkgerät. Kugeln und Handgranaten prasselten auf die Motorräder ein, Ein paar Kräder stürzten, blieben liegen mit den Fahrern, anderen gelang die Flucht. Der Scharfschütze eröffnete das Feuer auf die Infanterie vor dem Ort, die Deckung suchte und sich verteilte.

Der Kampf hatte begonnen aber ganz anders als geplant.

Sappho
19.09.21, 00:34
Noch Kapital IX:

Es herrschte ein Moment Ruhe, nachdem der kubanische Spähtrupp sich zurückgezogen hatte und die kubanische Infanterie in Deckung gegangen war.

Dann aber hörten die Legionäre im Zentrum das Trappeln von Marschstiefeln. Kubanische Infanterie stürmte die Hauptstraße entlang und versuchte, in den Ort zu gelangen. Kurz vor der erst Kreuzung eröffneten die Legionäre das Feuer. Die Angreifer fielen wie die Fliegen. Die Kubaner ergriffen die Flucht. Sie hatten die Legionäre grob unterschätzt.

Aber sie hatten offenkundig noch nicht gelernt, denn sie versuchten den gleichen Angriff nochmals und wurden wieder blutig abgewiesen. Dann allerdings fächerten sie auf und versuchten auch nördlich und südlich von der Hauptstraße in den Ort einzudringen.






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Sie gerieten dabei in das Feuer je eines Scharfschützen, was ihre Bewegungen sehr verlangsamte. Im Norden machten die Kubaner dann aber aus, wo der Scharfschütze war, der sich daraufhin schleunigst in den Ort zurückzog. Ihre zahlenmäßige Überlegenheit ermöglichte es den Kubanern dann, sich am Ortsrand festzusetzen. Ihre Versuche, diese Einbruchstelle auszuweiten, wurden allerdings zunächst mit hohen Verlusten für die Kubaner abgewiesen.

Müller, der etwas weiter im Ort sin in einem Haus eingenistet hatte stand in ständigem Kontakt zu Lucia, die sich permanent auf dem Laufenden hielt.






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Die Häuser in der ersten Häuserzeile wurden nun permanent schwer beschossen und auch die Legionäre hatten Verluste. Müller stimmte mit Lucia ab, dass man sich auf die Westseite der ersten Häuserzeile zurückfallen ließ. Um dort die Kubaner erneut zu erwarten. Die Legionäre schossen zunächst was das Zeug hielt und setzen sich, als die Kubaner die Köpfe einzogen, schnell über die Straße ab.






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Die Legionäre atmeten durch, luden nach … und schon versuchten die Kubaner über die Straße zu setzen. Aber die Legionäre waren bereit und eröffneten aus vielleicht 50 m das Feuer. Auf diese kurze Entfernung schossen die kampferprobten Söldner nicht daneben. Erneut erlitten die Kubaner fürchterliche Verluste. Dann versuchten sie es im Norden aber bereits bei der Annäherung verloren sie den Zusammenhalt und der Angriff blieb liegen.







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Dann sammelten sich die Kubaner an der Südseite der Hauptstraße. Der sich abzeichnende Angriff über die Straße wurde von den Söldnern durch Beschuss verzögert. Wied griffen die Kubaner über die Querstraße an, wieder wurde sie mit schweren Verlusten abgewiesen. „Tapfer sind sie ja“, dachte Müller, „aber blöd. Was glauben die wohl, was sie mit solchen Frontalangriffen erreichen können?“ Seine Zuversicht bekam aber Kratzer als die vorne liegenden Gruppen meldeten, dass ihnen langsam die Munition ausging. Sollten die Kubaner sie einfach zahlenmäßig überrollen?

Müller fand, er musste was unternehmen. Der im Süden sichernde Zug gab er den Auftrag, die Straßenkreuzung im Osten anzugreifen und Panik im Rücken der Kubaner auszulösen. Sein alter Freund Schneider führte den Zug und machte sich mit den nervösen Milizionären auf. Vorsichtig arbeitete man sich durch den Dschungel. Sie entdeckten eine Wache aus 2 Soldaten mit Panzerfaust. Die wurden schnell ausgeschaltet und dann erfolgte der Angriff auf die dort abgestellten LKW der Kubaner. Sie trafen auf keinen nennenswerten Widerstand. Ihnen schlug schwaches Feuer entgegen. Die Schützen rollten Karten zusammen und flüchteten. Die Milizionäre hatten wohl den kubanischen Stab überrascht.

„Alles klar!“, hörte Schneider im Funkgerät von Müller. „Sie ziehen sich zurück!“








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Sappho
19.09.21, 11:33
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Sappho
20.09.21, 10:27
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Palacio Presidencial
San Pedro, Hauptstadt

20. November 1999




Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Sanchez, berichte über die Lage!“

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Die Zerschlagung von fast 2 Kompanien der Kubaner durch die Söldner von „Gato Montés“ hat bei den Bauern im Nordosten für Aufsehen und Aufregung gesorgt. Manche Bauernfamilien sind zu ihr übergelaufen und haben ihre Dörfer verlassen. Sie ist dort das Gesprächsthema Nr. 1. Unsere Agenten berichten, dass ihre unregelmäßigen Radiosendungen überall mit großer Spannung erwartet werden. Man sehnt sich nach den ruhigen Zeiten unter Emilio Durando zurück. Viele zeigen eine abwartende Haltung. Eine offene Unterstützung für die Regierung äußerst kaum jemand.“

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Bauern … Tölpel … Asoziales Pack … sie sollen mich nicht lieben, sondern fürchten und arbeiten. Dieses Gesindel soll spüren, dass es kein Entkommen gibt. Weisen Sie die Miliz an, dass zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung jedes Dorf im Nordosten 10 Geiseln zu stellen hat. Am Besten Geiseln aus Familien, von denen wir wissen, dass sie mit der Durando sympathisieren oder die ehemalige Gefolgsleute von Durando sind. Sollte ein Dorf in irgendeiner Weise in den Verdacht geraten, „Gato Montès“ zu unterstützen, wird das Dorf niedergebrannt und die Geiseln erschossen. Sanchez, haben wir Hinweise, wo die Durando steckt?“

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Nein … nichts … sie ist wie vom Erdboden verschluckt. Anscheinend wird sie auch nicht von den Dörfern versorgt. Wir konnten jedenfalls nirgendwo feststellen, dass Bauern sich auffällig oft in den Nordosten bewegten. Wahrscheinlich schmuggelt sie ihre Nachschub aus Französisch-Guayana ein. Im Dschungel sieht man gar nichts. Aufklärungsflüge waren erfolglos. Wir konnten bislang nichts feststellen. Selbst der CIA hat nichts entdeckt."

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Je schneller wir dem und ihr ein Ende setzen, umso besser. Wir setzen ein Prämie auf die Durando aus. 250.000 US-Dollar für ihren hübschen Kopf oder dem 100.000 US-Dollar, der mir ihren Aufenthaltsort verrät. Auch die Narcoticos über das Kopfgeld informieren, die können auch mal was tun und sich nicht nur die hübschesten Bauernmädchen unter den Nagel reißen. Wie sieht es bei den Kubaner aus, was planen sie?"

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Jawohl, Exzellenz, ein Kopfgeld …. . Die Kubaner schäumen vor Wut, dass sie so vorgeführt worden. Sie möchten die Scharte auswetzen und haben ein ganzes Bataillon in den Nordosten geschickt, um die Provinz abzusichern.“

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
“Sehr gut … was macht der CIA?“

Oberst Esteban Sanchez (Geheimdienstchef):
„Die unterstützen uns per Satellit bei der Suche nach „Narcoticos“, so die offizielle Sprachregelung.“
Sanchez lachte hämisch.
„ Mehr ist zurzeit von ihnen nicht zu erwarten. Sie möchten keine Aufmerksamkeit für ihre Aktivitäten in San Pedro; insbesondere soll die DEA nichts mitbekommen.“

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Satellitenaufklärung sollte ja auch genügen. Den Rest können dann die Narcoticos und die Kubaner erledigen. Ok, danke Sanchez, das genügt erst mal!“

Sappho
27.09.21, 23:27
Noch Kapitel 10




Der Erfolg in Monteperdi führte zu weiterem Zulauf bei den Rebellen. Lucia war in der Lage, eine zweite Milizkompanie aufzustellen. Sie hatte sogar einen ehemaligen Militärarzt anheuern können, der mit angelernten Helfern ein kleines Lazarett betrieb. Ihre Truppe zählte jetzt ca. 250 Köpfe, wenn auch die Qualität sehr unterschiedlich war. Da gab es die ca. 60 Söldner, die kampferprobt waren, eine Kompanie, die ungefähr einen Monat Ausbildung und einen Einsatz hinter sich gebracht hatte und die neue Kompanie, die aus vollkommen unerfahrenen Rekruten bestand.

Lucia Durando achtete weiter darauf, dass die eigentliche Basis der Legionäre auch den Milizionären und anderen Flüchtlingen vor Murillo nicht bekannt wurde. Die Milz und deren Angehörige waren in einem anderen Lager untergebracht, damit die eigentliche Basis geheim blieb. Erst recht wurde auf diese Geheimhaltung wert gelegt als bekannt wurde, dass Murillo auf Lucia ein Kopfgeld ausgelobt hatte. War die Stimmung bei den Rebellen nach den ersten beiden kleinen Erfolgen auch gut, machte sich Lucia keine Illusionen darüber, dass das von Murillo versprochene Kopfgeld für die Bauern eine enormes Vermögen darstellte.

So kam es wie es kommen musste. Eines Morgens wurde im Ausbildungslager eine ganze Familie vermisst. Diese Familie hatte alles Tragbare eingepackt, mitgenommen und war verschwunden. Lucia und Müller war klar, was dies bedeutete. Sofort ordnete Lucia die Räumung des Lagers an. Aber wohin sollte man fliehen? Lucia fiel das nach dem ersten Gefecht verlassene Dorf San Miguel ein. Die Einwohner waren verschleppt worden und die pedronische Miliz traute sich nicht mehr dorthin. Die Familien sollten zunächst nach San Miguel gebracht werden. Danach würde man sehen, wo man sich im Dschungel verstecken würde.






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Lucia rief das ganze Lager zusammen und teilte ihnen mit, dass das Lager geräumt werden müsste, da man wahrscheinlich verraten worden sei. Dann weihte sie die Flüchtlinge und Milizionäre in den Fluchtplan nach San Miguel ein.







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In rasender Eile wurde das Lager abgebrochen und alles Mitnehmenswerte auf die wenigen Fahrzeuge verpackt. Währenddessen trudelte bei Müller über Funk schon die Hiobsbotschaft ein. Eigene Vertraute in den Dörfern der Umgebung hatten LKW der kubanischen Armee beobachtet, die sich in Richtung des Lagers bewegten. Ihr Geheimnis war offenkundig keines mehr. Die Agenten berichteten von ca. 60 LKW. Müller war sich sicher, dass sich ein ganzes Bataillon der Kubaner aufmachte, sie auszulöschen. Die geflüchtete Familie war wohl der Versuchung des Kopfgeldes erlegen und hatte sie an Murillo verraten.







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Alle, die keine Kämpfer waren, wurden auf die Fahrzeuge verladen und machten sich auf den Weg nach San Miguel. Die Kämpfer dagegen munitionierten auf und marschierten den Kubanern im Dschungel entgegen.







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Sie fächerten dann auf und bildeten eine lange Linie, um den Gegner abzufangen. Die Legionäre und ungefähr 20 Milizionäre pro Kompanie bildeten die Reserve. Dann erhielt Müller eine weitere beunruhigende Nachricht. Die östlichsten eigenen Agenten berichteten von weiteren LKW, diesmal aber von Murillos Armee, die sich bei Monteperdi sammelten. Das war aber noch nicht alles. Müller hörte bald das typische „Flapflapflap“ von Hubschraubern.- Ein Späher, der auf einen Baum geklettert war, machte zwei kubanische Kampfhubschrauber aus, die suchend über dem Dschungel kreisten.

Vorsichtig und langsam, die Waffen im Anschlag arbeite man sich im Dschungel weiter vor nach Osten. Dann hörten sie vor sich zweige brachen. Die Kubaner konnten nicht mehr weit sein. „Halt …. Deckung nehmen, fertig laden …. Achtung … eröffnet selbständig das Feuer, wenn Ihr Feind sehr!“, gab Müller per Funk durch. Das Knistern der Zweige kam näher.

Rattattatttat ….. Müller hörte im Norden Feuerstöße von M14-Gewehren, die deutlich am dunkleren Knall von den AK47 der Kubaner zu unterscheiden waren. Dem folgte Rufe und Schreie von Verwundeten. Aus dem Norden meldete sich ein Milizionär per Funk: „Feind vor uns … hat sich nach Feuerüberfall wieder zurückgezogen, wahrscheinlich zwei Mann ausgeschaltet!“

„Gut gemacht … Ruhe behalten … in Deckung bleiben … aufpassen .. wenn ihr entdeckt seid, zieht Euch etwas zurück und gebt mir Bescheid!“

Es ging los.

Hohenlohe
10.10.21, 05:49
Werte Sappho, wir würden uns über eine Fortsetzung eures gelungenen AARs freuen...:fecht:

herzlichste grüsse

Hohenlohe, der nette Schlachtenbummler von nebenan...:D

Sappho
10.10.21, 10:00
Lieber Hohenlohe,

die kommt bestimmt, weil wir selber Spaß an unserer Geschichte haben. Momentan haben wir nur berufsbedingt etwas Stress.

Sappho
17.10.21, 10:54
Noch Kapitel X: Dschungelkampf







Ein paar Minuten später hörte Müller Schüsse, Rufe und Schreie im Süden, dann wieder etwas später in der Mitte vor ihm. Die Kubaner rückten in breiter Front vor und suchten einen schwachen Punkt in der Linie der Rebellen.








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Sie holten sich aber zunächst überall eine blutige Nase. Vielleicht 10 Minuten später näherten sich die Hubschrauber etwas nördlich von der Mitte und eröffneten das Feuer aus allen Rohren.







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Die beschossene Miliz reagierte panisch. Müller sprach ihnen über Funk zu und befahl ihnen, sich etwas zurück zu ziehen, damit die Kubaner den Kontakt zu ihnen verlören. Kaum hatte er ausgesprochen, hörte er im Osten dunkle Knalle und dann ein kurzes Rauschen. Rumms .. dort wo gerade noch die Milz lag schlugen Granaten ein. „Granatwerfer“,. gab Müller an alle durch: „Die Kubaner haben auch eine schwere Kompanie mitgebracht … Deckung und Eingraben!“








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Die Kubaner versuchten es weiter im Nordosten. Sie liefen regelmäßig in das Feuer der Rebellen und erlitten auf die Kampfentfernung von weniger als 50 m schwerste Verluste. Auf diese kurze Entfernung konnten auch die untrainiertesten Rebellenrekruten nicht danebenschießen. Granatwerfer und die äußerst lästigen Hubschrauber, die vom Abwehrfeuer der Rebellen kaum beeindruckt waren, erwiesen sich indes als ernste Gefahr. Auch die Verluste der zahlenmäßig hoffnungslos unterlegenen Rebellen stiegen an.








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Der geordnete Rückzug, den Müller im Norden und im Zentrum durchführen wollte, wurde im Zentrum fast zu einer Panik. Dann kamen Hiobsbotschaften aus dem Süden dazu. Die Kubaner drückten die südliche Flanke ein und wollten die Stellung der Rebellen umgehen.







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Ein Gegenstoß war mit schweren Verlusten für die Rebellen gescheitert. Notgedrungen setze Müller alle Reserven in Bewegung. Die Legionäre machten sich im Laufschritt nach Süden auf. Lucia Durando, ihre Leibwache suchten zusammen mit Müller die Kubaner im Zentrum zu stoppen.

Lucia und Müller arbeiteten sich vorsichtig durch den dichten Dschungel nach Osten vor. Vor ihnen knisterten Äste, die brachen, ein paar Vögel flogen hoch … da mussten die Kubaner, sein auch wenn man in dieser grünen Hölle so gar nichts erkennen konnte. Müller gab ein Handzeichen, das „Deckung nehmen“ bedeute … alle kauerten sich hin und nahmen ihre Waffen in den Anschlag. Lucia entsicherte ihre Uzi und klappte die Schulterstütze aus. Dann knackte es vielleicht 30 m vor ihnen, grüne Schatten erahnte man in dem Blättergewirr. „Feuer“, brüllte Müller. Lucia drückte automatisch den Abzug und hielt auf die grünen Schatten. Um sie herum blitzte auch das Mündungsfeuer der anderen auf, dann hörte man Schreie der getroffenen Kubaner. „Werft Handgranaten“, rief Müller. Auch Lucia griff an die Koppel, nahm eine der schweren geriffelten Dinger in die Hand, zog den Split und warf ungezielt möglichst weit in Richtung Kubaner. Dann drückte sie sich auf den Boden, denn manche der Handgranaten waren nicht weit geflogen, von Baumstämmen abgeprallt. Rumms …. Etwas später blitzen die Explosion auf und auch Lucia flogen Splitter über den Kopf. Weitere Schreie waren bei den Kubanern zu hören. „50 Schritt zurück“, befahl Müller. Auch Lucia gehorchte. Müllers Taktik erwies sich als goldrichtig. Nach ihrem „Rückzug“ explodierten die Handgranaten, die die Kubaner warfen, harmlos im Gestrüpp. Müller befahl einen weiteren Rückzug um 50 Meter. Lucia zögerte, vertraute aber dann dem Urteil des erfahrenen Soldaten. Wieder sollte Müller Recht behalten. Sie hörten in der Entfernung wieder dieses dumpfe Ploppen der Abschüsse von kubanischen Granatwerfern, es rauschte und dann explodierten die Granaten der Werfer ungefähr da, wo sie vorher gelegen hatten. Lucia lächelte zufrieden mit sich selbst. Ihre Personalauswahl erschien ihr als sehr erfolgversprechend.







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Sappho
18.10.21, 13:05
noch Kapital X: Fersengeld






Im Norden und im Zentrum schienen die Kubaner nun genug zu haben. Es blieb dort ruhig und Lucia wie auch Müller zogen sich aus der Frontlinie zurück. Per Funk bekamen sie aber mit, dass im Süden ein Durchbruch der Kubaner drohte. Die südliche Flanke wurde immer weiter nach Westen gedrückt. Ein paar Minuten später waren allerdings die Legionäre als Verstärkung eingetroffen. Es gelang Ihnen, einen weiteren Angriff der Kubaner in westlicher Richtung abzuwehren.







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Dann begann der Beschuss durch Hubschrauber und Granatwerfer erneut. Der Anführer der Legionäre vorort kam zu einem ungewöhnlichen Entschluss, um dem Feuer zu entgegen. Er befahl den Gegenangriff. Er wollte die sich anbahnende Zange an der Basis abschneiden. Die Kubaner waren vollkommen überrascht, Das war das Letzte, womit sie rechneten. Routiniert stießen die Legionäre vor und fügten den vollkommen überraschten Kubanern schwere Verluste zu. Ganze Gruppen wurden ausgelöscht. Der Rest warf die Waffen weg du flüchtete nach Osten.








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Aber auch Müller befahl den Rückzug. Sie mussten dort weg, denn es war zu erwarten, dass man dieses Lager auf jeden Fall auslöschen würde.








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- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -

Die nächste Mission ist eine "unexpected battle", d. h. wir können unsere Verluste nicht ausgleichen und die Truppen aufstocken.

Sappho
19.10.21, 14:46
Kapitel XI: In der Mausefalle




Der Angriff der Kubaner war abgeschlagen. Die Probleme von Lucia Durando und ihren Rebellen begannen aber erst gerade. Das Lager der Miliz war verraten und man musste sich für sie und die Angehörigen einen anderen Unterschlupf besorgen, der allerdings auch nicht zu weit weg vom Hauptlager sein durfte. Dann mussten auch die eigenen Verwundeten des letzten Gefechtes versorgt werden. Es war klar, sie mussten einen Zwischenstopp einlegen, sich neu orientieren und eine neue Basis im Dschungel, wohl weiter in Richtung Französisch-Guyana anlegen. Der Zwischenstopp sollte in dem verlassenen Dorf San Miguel erfolgen.

Die Kämpfer sprangen auf die verbliebenen LKW und folgten dem Rest nach San Miguel. Zuvor allerdings sendete Lucia noch über ihren Piratensender eine Erfolgsmeldung über das Gefecht in den Äther. In rasender Hast wurde der Sender danach abgebaut. Währenddessen prasselten Meldungen per Funk von Spähern in den umliegenden Dörfern ein. Lucia wurde blass – soweit ihr südländischer Teint dies zuließ - und sagte zu Müller, der neben ihr im Beutejeep saß: „Es sind Verstärkungen hierhin unterwegs … Truppen von Murillo … nicht die Guardia Rurale sondern reguläre Truppen … mit Panzerwagen … aus allen möglichen Richtungen … insgesamt bestimmt 40 LKW mit Soldaten … Peter …“ Lucia sah Müller mit großen dunklen Augen an und griff nach seinem Arm: „Was machen wir jetzt … hast Du eine Idee … Du musst eine Idee haben!“

Müller schluckte … sie hatte „Du“ gesagt und ihn berührt. Das konnte doch jetzt nicht hier in diesem elenden Dschungel enden? Aber 40 LKW …. Pro LKW 10 Mann …. Das war sicher noch ein Bataillon, das konnten sie unmöglich schaffen, zumal auch noch Panzer gemeldet waren. Er schaut Lucia an, die ihn hoffnungsvoll beobachte: „OK …. Wir vereinigen uns mit dem Rest, fahren Richtung Westen bis der Sprit leer ist und ziehen uns auf die französische Grenze zu Fuß zurück. Zur Not weichen wir nach Französisch-Guyana aus!“

Lucia wurde böse: „Nach diesem Sieg sollen wir fliehen? Das kann nicht sein!“ Müller hielt dagegen: „ Wir haben im besten Fall noch 180 einsatzfähige Kämpfer und nur 50 sind echte Soldaten. Wir müssen weg, sonst werden wir vernichtet. Wenn wir nicht vernichtet werden, können wir weiterkämpfen … aber nicht wenn unsere Knochen im Dschungel vermodern!“ „Und wenn ich uns Verstärkungen besorge?“ , fragte Lucia. „Was denn für Verstärkungen? Die müssten jetzt und hier erscheinen!“, fragte Müller zurück. „Wirst Du gleich sehen …. und Peter, Du hast nichts gegen das Du?“ Sie lächelte wieder. „Nein … natürlich nicht,“ meinte Pitt.

„Ok …. Jetzt rechts abbiegen … wir fahren zunächst zum Dorf San Luiz und dann nach Nalida!“ „Aber da ist doch die Milicia Rurale“., merkte Pitt an. „Eben!“, meinte lachend Lucia. „Wie müssen aber vorher ein paar Vorkehrungen treffen. Die Legionäre sollen sich auf die hinteren Sätze der LKW verteilen, so dass der Eindruck entsteht, die LKWs seien alle mit Söldnern besetzt.“ Si zwinkerte mit den Augen. „Ich wette, die Miliz wird sich freudig uns anschließen ….!“„Oha“, meinte Müller: „Lucia, Du setzt alles auf eine Karte. Und wenn es nicht klappt?“ „Dann fliehen wir mit Vollgas in den Dschungel!“ „Dein Wort in Gottes Ohr“, murmelte Müller.

Kurze Zeit später näherte man sich dem Dorf San Luiz. Sie wurden von schlecht gezielten Schüssen der Miliz empfangen. Lucia band einen weißen Stofffetzen an die Antenne ihres Jeeps und fuhr, bevor irgendjemand sie stoppen konnte, mit flatternder weißer Fahne zu der Miliz. Müller sah, dass der Wagen hielt und Lucia auf die Kühlerhaube kletterte. Anscheinend hielt sie eine Ansprache. Aus der Entfernung konnte man erkennen, dass ein Mann vortrat und auch redete. Dann richtete dieser eine Pistole auf Lucia. Diese sprang von der Kühlerhaube des Jeeps und ging mit erhobenen Händen auf den Mann zu. Der Mann fuchtelte vor Lucia mit der Waffe herum und drehte sich halb zu den Milizionären hinter ihm. Jetzt ging es ganz schnell. Ein Bein von Lucia flog hoch und trat dem Mann die Waffe aus der Hand, dann traf den überraschten Mann auch schon ein mächtiger Schlag an den Hals und er brach zusammen. Lucia schnappte sich die Pistole, schoss in die Luft und redete auf die Milizionäre ein. Einen Moment lang herrschte Stille … schließlich brach Jubel aus, sie schossen in die Luft und 2 Milizionäre nahmen Lucia auf die Schulter. Ein Legionär, der neben Müller stand, nahm das M14-Gewehr mit Zielfernrohr von der Schulter und meinte grinsend zu Müller: „Na, meine Unterstützung braucht sie wohl nicht mehr, dieses Teufelsweib!“.

Müller gab den Marschbefehl . Schnell rückte die LKW in das Dorf ein, wo sie von der Miliz begeistert begrüßt wurden. Im Trubel erklärte Lucia hastig was passiert war. Sie hatte den Milizionären gesagt, dass die Rebellen den Kubanern eine schwere Niederlage zugefügt hätten, was durch den Sprechfunk der Kubaner, den die Miliz abgehört hatte, bestätigt wurde. Sie behauptete, sie kommandierte mehrere hundert Elitesoldaten, nun sei der Zeitpunkt für einen Seitenwechsel gekommen und sie, die Milizionäre würden, wenn Lucia an der Macht wäre, nicht behelligt, wenn sie sich jetzt der guten Sache anschlössen. Ansonsten aber hätten sie mit schwersten Bestrafungen zu rechnen. Der Chef der Milizkompanie wollte Lucia gefangen nehmen. Seinen Tod - Lucia hatte ihm wohl das Genick mit einem Handkantenschlag gebrochen - wirkte auf die Milizionäre wie ein Zeichen Gottes, ein Menetekel und sie liefen über.

Sie hielten sich nicht auf, sondern machten sie auf den Weg nach Nalida, an der Spitze Lucia und die übergelaufene Milizkompanie. Die Miliz meldete sich per Funk bei der in Nalida stationierten Milizkompanie. Müller konnte nicht verstehen, was die Milizionäre besprachen. Er traute diesen nicht. Für seinen Geschmack war der Wechsel zu den Rebellen zu plötzlich, um dauerhaft und überzeugend zu sein. Dann erreichten sie aber schon Nalida, wo sie von der Miliz begeistert empfangen wurden. War Murillo selbst bei seinen Leuten schon so verhasst, dass seine Macht bei einer kleinen Erschütterung schon zusammenbrach?

Die Kolonne machte sich weiter auf den Weg nach San Miguel, wo man mittags eintraf. Während der Fahrt waren am Himmel Flugzeuge aufgetaucht, die sie aber in Ruhe ließen. Vermutlich konnte man wegen der erbeuteten LKW bei der pedronischen Luftwaffe Freund und Feind nicht auseinanderhalten. In San Miguel wurden zunächst die Verwundeten versorgt, die Truppe verpflegt und aufmunitioniert. Man reinigte die Waffen. Dann aber kam Lucia mit ihrem Funker zu Müller. „Peter“, sagte sie mit ernstem Blick: „Unsere Späher berichten, dass auf allen Pisten, die nach San Miguel führen, schon Kolonnen mit Murillos Truppen auf dem Weg hier hin sind. „Merde“, sagte Müller instinktiv in Erinnerung an alte Legionärszeiten auf Französisch. „Wir müssen hier sofort weg. Und zwar durch den Dschungel zu Fuß!“ Dann hielt er einen Moment inne und schaute sich um. Er sah Frauen und Kinder, die im Freien lagerten und sich ausruhten, sah den Verbandsplatz und sah ein, dass sie mit dieser Belastung nie zu Fuß entkommen könnten. Lucia verstand den Blick.

„Nein … ich werde sie nicht opfern!“, rief sie grimmig und entschlossen: „Murillo würde sie alle bis zum kleinsten Säugling massakrieren. Sie sollen in Richtung Französisch-Guyana fliehen. Wir werden Murillo aufhalten, bis sie genügend Vorsprung haben!“

Müller protestierte: „ Das ist doch Selbstmord. Wir sollten die LKW anstecken, die Zivilisten sich selbst überlassen und uns in den Dschungel zurückziehen!“ Lucia wurde wütend: „Das würde Murillo machen … ich nicht! Nein, ich kann doch nicht meine Leute opfern. Eher gehe ich mit ihnen unter. Niemals! Wer würde mir denn noch vertrauen? Ich will uns ja nicht opfern … nur meinen Leuten Zeit verschaffen, um fliehen zu können. Danach wird wieder getan, was Du empfiehlst!“

Müller zweifelte. Er verstand Lucia gut. Aber er hatte gelernt, dass Sentimentalitäten tödlich sein konnten. Dann knisterte das Funkgerät von Lucias Funker wieder. Lucia hielt sich den Hörer ans Ohr und berichtete dann. „Murillos Leute sind schon näher als gedacht. Mit LKW sind sie in einer Viertelstunde hier!“

Das gab den Ausschlag. Müller befahl, dass die Zivilisten sofort in den Dschungel aufbrechen sollten und organisierte hastig eine Verteidigung. Die Miliz sollte die Straßen im Norden und Süden blockieren, die Rebellen die Straße im Westen und die Legionäre die im Osten. „Und was für eine Reserve haben wir dann noch?“, fragte Lucia. „Dich, Deine Leibwache, mich und meine Führungsgruppe!“

Sappho
23.10.21, 14:53
Noch Kapital XI: In der Mausefalle






https://abload.de/img/prsidentenpalastmyjwu.jpg (https://abload.de/image.php?img=prsidentenpalastmyjwu.jpg)




Palacio Presidencial
San Pedro , Hauptstadt

Im „War Room“
19. Dezember 1999




Raimondo Garcia öffnet die Tür zum „War Room“, dem Raum für militärische Lagebesprechung:

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„Meine Herren, der Präsident, seine Exzellenz Juan Murillo!“

Die versammelten Militärs stehen auf, Gemurmel, dann klappen Hacken zusammen, es wird militärisch gegrüßt

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„ Ja …. Stehen Sie bequem …. Guten Morgen die Herren …! Meine Herren, mein Sekretär meinte, Sie hätten Machrichten für mich? Ich hoffe … GUTE!?“
(Die Stimme verliert zum Schluss die aufgesetzte seidenweiche Freundlichkeit und wird scharf)

General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Jawohl Exzellenz, aber zuvor sollte Oberst Morales kurz über seine Operation „Caza de brujas“ berichten. Dann erklärt sich unser Vorgehen besser!“

Arturo Morales Oberst Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Nun gut … Aufgrund von Informationen, die von Überläufern stammten, konnten wir die Basis von Lucia Durando im Dschungel an der Grenze zu Französisch-Guayana lokalisieren. Ich habe daher ein Bataillon mit Unterstützung durch Kampfhubschraubern meiner Truppe den Auftrag gegeben, das Lager und die dortigen Rebellen zu vernichten. Leider war der Widerstand dort heftiger als erwartet.“

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
(mit pulsierender Halsschlagader und sehr scharfer Stimme):
„Und das heißt jetzt was?“

Arturo Morales Oberst und Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
Schweigt, wird dann von General José Montero unterbrochen:

General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Der Angriff wurde von den Rebellen mit schweren Verlusten für unsere Verbündeten, die frontal im Dschungel angegriffen hatten, abgewehrt. Das eingesetzte Bataillon wurde fast aufgerieben. Allerdings hatte ich mit dieser Möglichkeit gerechnet und ein motorisiertes Bataillon als Reserve in Bereitschaft gestellt. Uns ist es gelungen, die sich zurückziehenden Rebellen zu lokalisieren Unsere Luftaufklärung berichtet, dass sich die Rebellen in das Dorf San Miguel zurückgezogen haben. Meine Truppen haben jetzt alle Wege vom und zum Dorf abgeriegelt und bereiten sich in diesem Moment zum Angriff auf das Dorf und zur endgültigen Vernichtung der Rebellen vor.

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„ Schön, Montero … was macht Sie so sicher, dass es Ihnen besser ergehen wird als Morales und seinen Leuten?“

General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
(Grinst selbstzufrieden)
„ich habe nicht nur ein komplettes Bataillon Infanterie im Einsatz, sondern diese auch noch mit einer Kompanie Panzerspähwagen verstärkt und Luftunterstützung mit Napalm durch A-37 Jets freigegeben. Ich habe sie festgenagelt, sie können nicht fliehen und ich zermalme sie jetzt!“

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Schön, schön …. aber mir wurde zugetragen, dass es mit der Milicia Rurale Probleme gibt. Haben Sie mir was zu sagen, General?

General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
(schluckt, hat einen nervös zuckenden Adamsapfel)
„Äh … Exzellenz … ja … die Kompanien Nr. 240 und Nr. 245 sind wohl zu den Rebellen übergelaufen. Jeder Kontakt zu ihnen ist abgebrochen.

Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
(Mit seidenweicher Stimme und gespielter Freundlichkeit)
„Mein lieber Montero … unschön … sehr unschön das. Beten Sie zu Gott oder wem auch immer, dass Sie mir den Kopf der Durando bringen, damit ich keine notwendigen Konsequenzen aus diesem Desaster ziehe. Und jetzt erledigen Sie die Rebellen. Ich will keine Gefangenen, die machen nur Scherereien. Habe ich mich klar ausgedrückt?“

General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Jawohl, Exzellenz!“

Murillo und Garcia verlassen den Raum, Montero und Morales bleiben schweigend zurück.

Bigfish
26.10.21, 21:41
!!!

Dieser AAR wurde zur Wahl zum AAR des Quartal III/2021 nominiert!


Es darf gewählt werden:

https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30961

!!!

Sappho
06.11.21, 18:03
Noch Kapitel IX: In der Mausefalle




Die Kämpfer bewegten sich im Laufschritt an ihre Positionen. Müller, der den übergelaufenen Milizkompanien nicht vertraute, stellte diesen – wie auch den Rebellen – je 2 Legionäre als Aufpasser und Militärberater zur Verfügung. Er hoffte, dass diese dafür sorgten, dass insbesondere die Miliz keinen gröberen Unsinn machten.








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Kurze Zeit später meldete sich bereits die Miliz im Süden. Dort waren Jeeps aufgetaucht. Im Norden, im Süden und auch im Westen wurden Panzerspähwagen Jeeps und LKWs gesichtet. Bevor sich Müller ein Bild von der Lage verschaffen konnte, hörte er es direkt im Süden knallen. Es entwickelte sich im Süden offenkundig ein heftiges Feuergefecht.







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https://abload.de/img/i473820ivkky.jpg (https://abload.de/image.php?img=i473820ivkky.jpg)








Etwas später meldeten sich per Funk die dort eingesetzte Rebellen. Der Anführer berichtete, dass im Dschungel rechts und links von der Straße pedronische Infanterie aufgetaucht sei und die Miliz in ein verlustreiches Feuergefecht auf kurze Entfernung verwickelt hätte. Seine Truppe sei in Unordnung geraten du er bat, sich etwas zurückziehen zu dürfen, um seine Männer neu zu gruppieren und dem starken Druck des Gegners zu entgehen. Müller zögerte, denn weit konnten sie sich bis zum Ortsrand nicht zurückziehen. Dann gab er den Rückzug frei, denn es war wichtig, die Truppe zusammen zu halten und nicht zersplittern zu lassen.

Müller schaute Lucia an: „Das fängt ja gut an … nach ca. 5 Minuten müssen wir uns zurückziehen und die Verlust steige,“ Bevor Lucia antworten konnte, hörten sie das aus dem letzten Gefecht bekannte Rauschen und Pfeifen. Das pedronische Militär machte keine halben Sachen, beschoss die Rebellen im Süden mit Granatwerfern.

Dann hörte man im Westen Explosionen. Müller erkundigte sich über den Stand der Dinge dort. Es stellte sich heraus, dass Murillos Männer mit der Unterstützung von mehreren Panzerwagen und Jeeps mit Leichtgeschützen angegriffen hatten.








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Der dortige „Militärberater“ aus der Legion hatte seine „Truppen“ tief gestaffelt, um den Feind zunächst in einen Kampf zu verwickeln und sich dann auf die Hauptlinie an einem Bach zurückzuziehen. Der Plan ging allerdings nicht auf. Es war vielmehr so, dass der Hinterhalt erkannt wurde und die Rebellen sofort in verlustreiche Kämpfe auf kürzester Entfernung verwickelt wurden.








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Insbesondere die Panzerwagen, die die Legionäre als Panhard AMC 60 identifizierten, waren eine ernste Gefahr, da sie für die Rebellen kaum zu stoppen waren und effektive Feuerunterstützung auf diese kurze Entfernung gaben. Die Rebellen, die das überstanden, flohen in Richtung des Dorfes. Die Panzerwagen fuhren mit hoher Geschwindigkeit auf das Dorf zu und wollten offenkundig die Rebellen einfach überrennen. Am Bach gerieten sie allerdings in die Hauptstellung der Rebellen und wurden dort mit Molotowcocktails und Nebelgranaten empfangen. Da endlich gelang es, den Angriff zu stoppen und 2 Panzerwagen auszuschalten.








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Rumms …. Rumms und wieder Rumms … bei den Rebellen im Süden explodierten im Dschungel die Granaten der pedronischen Mörser.. . Schneider, der Freund von Pitt aus der Legion, führte die dortigen Rebellen an. Geschwindigkeit und Entschlossenheit der pedronischen Soldaten hatten ihn überrascht. Er war davon ausgegangen, dass es ähnlich dem letzten Gefecht mit den Kubanern verlaufen würde. Es kam aber alles ganz anders. Die Feinde griffen aufgefächert links und rechts der Straße an und wurden durch Jeeps mit Leichtgeschützten unterstützt. Es gelang nicht wie zuvor, den Angriff abzuwehren und sich dann abzusetzen.






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Die pedronischen Schützen verwickelten die Rebellen in Feuergefechte auf kürzester Entfernung mit Sturmgewehren und Handgranaten. Die Verluste der Rebellen stiegen schnell und die Moral sank. Ganze Gruppen setzten sich ab. Zwei ihm unterstellte Bazooka-Trupps nahmen die Jeeps unter Beschuss, trafen aber nicht. Die Verluste des Feindes waren nicht zu schätzen, vielleicht genauso hoch wie die der Rebellen aber Murillos Truppe konnte sich das leisten. Nur auf der vom Dorf aus gesehenen linken Flanke entwickelten sich die Ereignisse etwas günstiger. Jedenfalls floh die pedronische Infanterie nach Osten und der Kontakt zu ihnen ging verloren. Kurzer Zeit später hörte Schneider hinter ihm am südöstlichen Dorfrand Schüsse. Anscheinend hatten sie die Feinde nicht in die Flucht geschlagen, Jedenfalls nicht lange, sondern diese hatten die Rebellenposition rechts umgangen.

Im Norden sah es nicht besser aus. Die dortige Milizkompanie hatte den Feind zwar zunächst überrascht und einen schwächeren Vorstoß in einem Hinterhalt abgewehrt.







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Bei dem Versuch, den Kontakt zum Feind wieder herzustellen, war man aber selbst in einen Hinterhalt geraten und hatte sich unter Verlusten zurückziehen müssen.. Auch hier erwiesen sich die Panzerwagen als ernste Bedrohung und fuhren unbeeindruckt vom Feuer der Miliz einfach in den Ort.








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https://abload.de/img/sc4r6nx4jxk.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r6nx4jxk.png)








Lucia und ihr Stab wurde dadurch überrascht. Sie schaute auf die Landkarte als man das Surren der Panzermotoren hörte und zu ihrer Überraschung ein MG-Trupp und Bazooka-Trupp der Rebellen auf der gegenüberliegenden Straßenecke erfolglos das Feuer eröffneten, um dann in Staub- und Rauchwolken explodierender Granaten aus den Panzerwagengeschützen unterzugehen.







https://abload.de/img/sc4r4nwyjyl.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r4nwyjyl.png)






Jedenfalls erstarb das Feuer der Rebellen. Der Motorenlärm wurde lauter und ein Panzerwagen rollte um die Ecke. Lucias Leute eröffneten das Feuer aus Handfeuerwaffen, was den feindlichen Fahrzeugen aber nichts ausmachte. Ein Panzerwagen hielt auf das Stabsgebäude zu, in dem Lucia war und rammte es frontal. Lucia schaffte es gerade noch, den Raum zu verlassen bevor der Wagen durch die Wand fuhr. Der Motor heulte auf, das Haus bebte aber der Wagen kam nicht mehr heraus, er saß fest. Lucias Männer versuchten, den Wagen mit Handgranaten außer Gefecht zu setzen. Versuche, in den Raum einzudringen, lösten aber stets lebhaftes MG-Feuer des Wagen aus, sodass Lucia entschied, sich weiter nach Süden, von dem Wagen weg, zurückzuziehen. Per Funk teilte sie die Lage im Ort Pitt mit.










https://abload.de/img/sc4r6z7sj3i.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r6z7sj3i.png)








Müller war konsterniert. Es schien so, als ob im Norden und Süden der Widerstand der eigenen Kräfte schon nach kurzer Zeit zusammenbrechen würde. Nur im Osten blieb es ruhig. Die dort eingesetzten Legionäre hatten den Feind in einem gelungenen Hinterhalt überrascht, mehrere Jeeps zerschossen und den Gegner zurückgeschlagen. Dort blieb es ruhig.






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https://abload.de/img/sc3r4o0ijcy.png (https://abload.de/image.php?img=sc3r4o0ijcy.png)







https://abload.de/img/sc4r6omgk5u.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r6omgk5u.png)







Müller versuchte, den Widerstand zu organisieren. Aus dem Westen und von den Legionären sollten teile nach Süden und in den Ort abgezogen werden. Er selbst wollte mit seiner Führungsgruppe auch den Süden unterstützen. Gedeckt durch die Häuser rannten er du seine Leute zu den bedrohten Rebellen. Schon gab es aber Warnungen an seine Adresse. Ein Scharfschütze , der an der Häuserecke stand, hatte feindliche Infanterie bereits am Ortsrand erkannt und beschossen. Müller zögerte einen Moment. Dann drang er in das nächste Haus ein , um den Feind an der vom Scharfschützen entgegen gesetzten Seite zu umgehen und von Hinten anzugreifen. Seien Führungsgruppe rannte vor ihm und hatte ihn schon überholt. Sie befand sich schon südlich des Hauses. Da hörten Müller und seine Leute das Jaulen eines Jet-Triebwerkes. Er schaute instinktiv in den Himmel und sah eine Cessna A 37, die direkt auf sie zu hielt.







https://abload.de/img/a37feuerbvk2a.jpg (https://abload.de/image.php?img=a37feuerbvk2a.jpg)







„Volle Deckung“ schrie Müller instinktiv auf Französisch und warf sich hin. Dann dröhnte es über ihm, eine gewaltige Explosion erschütterte das Haus und eine Hitzewelle schlug ihm durch die Fenster entgegen.








https://abload.de/img/2021-11-0618_20_00-na7sk81.png (https://abload.de/image.php?img=2021-11-0618_20_00-na7sk81.png)







Er stand wieder auf und fasste nicht, was er sah. Es bot sich ihm ein apokalyptisches Bild. Die Cessna Dragonfly hatte Napalm abgeworfen und die Führungsgruppe von Müller voll getroffen. Das Bild schreiende , brennende Männer, rauchender Leichen brannte sich in seine Netzhaut ein. Das Napalm war kaum zu löschen. Die Männer, fürchterlich verstümmelt, brannten teilweise immer noch und waren schreiend zusammengebrochen. Müller schaute die anderen Männer seines Trupps an, alles hartgesottene Legionäre, die ihn genauso entsetzt zurück ansahen. Sie wussten , was zu tun war. Müller zog stumm seine Pistole und erschoss einen noch Lebenden aber unrettbar verlorenen Kameraden, dem nicht zu helfen war. Man konnte ihnen nur ihren fürchterlichen Tod erleichtern. Neben Müller knallten
weitere Pistolenschüsse.

Taurus
07.11.21, 13:30
Puh, ganz schön harter Tobak. Anscheinend ist den Rebellen keine allzu lange Aktionszeit vorbestimmt.

Mit den vorhandenen Mitteln sieht das alles recht aussichtlos aus, dazu "droht" im Hintergrund auch noch die CIA.

In einschlägigen Filmen müsste bald eine überraschende Wende der Ereignisse passieren, um neue Hoffnung zu generieren.:^^:

Sappho
07.11.21, 15:09
Wir waren über den Einsatz der Cessna selbst recht schockiert.

Wir hatten sie ja selbst mit der Bewaffnung ausgesucht. Wir waren zu überrascht, um einen Screenshot zu machen. Die Cessna nahm Kurs auf Müller und wir dachten schon, das es jetzt unseren Protagonisten des AAR hinrafft aber die Cessna bombardierte die andere Gruppe der Söldner außerhalb des Hauses. Wir schauten dann nach und fanden nichts mehr. Die gesamte Gruppe war mit einem Schlag ausgelöscht. Auf manchen der screenshots kann man die Brandstelle noch am unteren rechten Dorfrand sehen.

Es gibt noch eine Cessna mit Napalm. Ich hoffe inständig, dass sie nicht Lucia erwischt .

Der Stand des Szenario ist fast aktuell. Wir haben zwar die letzten beiden Runden wieder etwas Hoffnung geschöpft aber das wird auf jeden Fall ein ganz harter Strauß und wir werden zur Not das Szenario verloren geben, um die Protagonisten zu retten.

Sappho
09.11.21, 11:21
Noch Kapitel XI: In der Mausefalle:






Müller und seine Männer liefen weiter und schlichen sich an die westliche Häuserwand. Auch die pedronischen Infanteristen, die bereits bis zum Ortseingang vorgedrungen waren, waren vor der Cessna in Deckung gegangen. Sie befürchteten anscheinend „friendly fire“. Müller war klar, dass er sich nicht auf verzettelte Feuergefechte einlassen konnte, weil sie dafür – bis auf seine Legionäre – zu schlecht ausgebildet und ohne genügende Eigeninitiative waren. Über Funk organisierte er einen Hinterhalt. Der Scharfschütze und Lucia mit ihrem Stab sollten den Ort selber nördlich absichern, eine Gruppe der Miliz hatte den Ort im Südwesten abzuriegeln und Müller war am südöstlichen Eck des Ortes. Dann warteten sie ab und beobachteten den Feind. Nachdem die Cessna weg war erhoben sich die Feinde und rückten gegen das Stabsgebäude vor. Dort gerieten sie in das Feuer der Milizionäre, wichen überrascht und in Panik nach Osten aus, wo sie von Lucia und dem Stab empfangen wurden. Die Überlebenden versuchten nach Südosten zu entkommen und liefen genau vor die Rohre von Müller und seinen Söldnern. Wer das von Murillos Leuten überlebte, floh in Panik nach Süden. Müller sah zufrieden den Fliehenden hinter her. Damit waren bestimmt 20 – 30 Schützen ausgeschaltet worden. Etwas weiter westlich an der südlichen Ausfallstraße hatten die Rebellen einen weiteren Jeep ausgeschaltet. Dort blieb es auch ruhig. Der Feind hatte seine Angriffsversuch hier im Süden zunächst eingestellt und leckte seine Wunden. Allerdings waren die eigene Reihen stark gelichtet. Trupps, die sonst 10 Mann stark waren., wiesen nur noch 3- 4 Mann aus. Müller war sich ziemlich sicher, dass hier Murillos Truppen noch nicht am Ende waren und sie nur Zeit brauchten , um sich zu reorganisieren.








https://abload.de/img/sc4r8z2akrk.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r8z2akrk.png)








Über Funk informierte sich Pitt über den Stand der Schlacht an den anderen hotspots. Überall hatte der Druck des Feindes abgenommen. Der taktische Rückzug hatte sich bewährt. Insbesondere im Westen hatte der Feind beim Nachstoßen Verluste erlitten und musste seinen Zusammenhalt erst wiederfinden. Die Panzerspähwagen dort waren schließlich auch ausgeschaltet worden, allerdings unter Verlusten.






https://abload.de/img/sc4r8wlyj7i.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r8wlyj7i.png)







Müller zog von dort ca. 30 Mann ab, die den Süden verstärken sollten. Weitere ca. 20 Mann wurden aus dem Westen in Richtung Norden in Marsch gesetzt. Auch im Norden hatte man zwar der 2. Angriffswelle des Feindes Verluste beibringen können, doch stürmte der Feind weiter in Richtung San Miguel und war auf gleicher Höhe mit den eigenen Truppen. Nur im Osten blieb es ruhig.

Der pedronische Angriff hatte an Schwung verloren, doch war sich Müller sicher, dass eine zweite Angriffswelle bald folgen sollte. Er schöpfte wieder etwas Hoffnung, denn der abnehmende Druck des Feindes zeigte, dass auch dieser die Kämpfe nicht einfach wegstecken konnte. Wichtig war auch, dass fast alle Panzerwagen sich entweder festgefahren hatten oder ausgeschaltet worden waren. Die Gefahr aus der Luft bereitete Müller allerdings ernsthafte Sorgen. Sollte so ein Luftangriff Lucia Durando treffen, würde die Moral der Rebellen und der gesamte Aufstand unweigerlich zusammenbrechen.

Mörsergranaten schlugen in den Ort ein. San Miguel wurde pausenlos beschossen. Allerdings trafen die Granaten zumeist nicht die Verteidiger. Sie schlugen allerdings so nahe von Pitt ein, dass auch dieser und seine Leute zunächst Deckung suchten. Als sie sich wieder aufrappelten, hörte man Gefechtslärm aus dem Norden und dem Westen. Per Funk erkundigte sich Piet nach dem Stand der Dinge.

Im Norden erwies sich die Lage weiter als kritisch. Die dort eingesetzte Miliz hatte hohe Verluste erlitten und mehr oder weniger aufgehört, als organisierte Kampfverband zu bestehen. Die Reste zogen sich links der Straße auf den Ort zurück. Die feindliche Infanterie hatte sie bereits auf der Straße überholt und stand kurz vor dem Ortseingang, wo sich zwei fahruntüchtig Panzerwagen befanden, die von den Rebellen bislang nicht ausgeschaltet werden konnten.








https://abload.de/img/sc4r8nn5kgf.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r8nn5kgf.png)








Lucia hatte den Funk mitgehört und meldete sich bei Müller: „Ich werde mit meinem Trupp die Miliz verstärken … und hoffentlich motivieren. Und wenn ich nah am Feind bin, werden sie auf uns schon kein Napalm werfen, um nicht die eigenen Leute zu treffen. No pasarán!“, rief und lachte sie. Müller hörte noch ein „Vamos!“ über Funk von Lucia, dann brach der Funkspruch ab.-

Müller nahm die Entscheidung von Lucia Durando mit gemischten Gefühlen entgegen. Man hatte jetzt keine Zeit zu diskutieren, die Durando ließ sich eh nichts sagen und ganz dumm war das auch nicht, was sie da behauptet hatte.. „Na gut, hoffen wir, dass das gut geht“, dachte Müller und machte sich auch in den Norden auf.

Dann knackte es wieder im Funkgerät. Der Chef der West-Gruppe meldete sich. Er verlangte dringend Verstärkungen, die Gefechtslage sei unklar, teilweise habe der Feind seine sich zurückziehenden Männer auf der Straße überholt, andererseits stünden seine Leute zum Teil in erbitterten Nahkämpfen und hätten mehrere Gefangene gemacht. Er könne aber nicht garantieren, dass die Linie halte, wenn der Feind weiter mit solcher Macht drängen würde. Er könne daher keine weiteren Soldaten an die anderen Abschnitte abgeben. Notgedrungen willigte Müller ein. Der Zug, der eigentlich den Süden verstärken sollte, musste im Westen bleiben. Eine Abgabe an den Norden blieb aber unumgänglich.






https://abload.de/img/sc4r8s61k76.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r8s61k76.png)







https://abload.de/img/sx4r14w64jyd.png (https://abload.de/image.php?img=sx4r14w64jyd.png)






Müller dachte nach. Lucia und ihre Männer waren keine ausreichende Verstärkung für den Norden. Er funkte Schneider im Süden an: „ Kannst Du ein paar Mann entbehren, bei Dir ist es doch ruhig?“ Schneider maulte: „Dann haben wir hier aber nur theoretisch eine Gefechtslinie. Nach dem ersten Angriff haben sie es nur noch an meiner linken Flanke versucht und dort stehen meine kampfkräftigsten Leute. Ich schick Dir mein schweres MG, meinen RPG-Trupp und ein halbes Dutzend Männer … mehr kann ich nicht entbehren.“ „Schick mir alles, was Du irgendwie entbehren kannst!“ Müller selbst machte sich auch auf den Weg in den Norden.







https://abload.de/img/sc4r14sffk52.png)](https://abload.de/image.php?img=sc4r14sffk52.png)







https://abload.de/img/sc4r14sffk52.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r14sffk52.png)








Zur Sicherheit fragte er auch noch mal nach dem Stand der Dinge im Osten nach. Dort war alles ruhig. Der kommandierende Legionär meinte: „Alles ruhig, alles langweilig … hier tut sich gar nichts. Es ist so langweilig, dass ich einen Trupp losgeschickt habe, um einen Mörser der Pedronisten auszuschalten, den wir ausgemacht haben. Das klappte wunderbar ohne eigene Verluste. Ich denke, wir haben denen das Maul ordentlich gestopft!“








https://abload.de/img/sc4r8o3ukb1.png (https://abload.de/image.php?img=sc4r8o3ukb1.png)







https://abload.de/img/sc3r14oh6kw8.png (https://abload.de/image.php?img=sc3r14oh6kw8.png)







Lucia und ihre Leute liefen nach Norden zum östlichen Standrand. Unterwegs traf sie auf einen Trupp der dort eingesetzten Miliz sowie Bazooka-Schützen, die Müller auch dorthin in Bewegung gesetzt hatte. den sie sich unterstellte. Mit diesen Leuten bezog sie eine Verteidigungsposition. Kaum hatte sie und ihre Männer Verteidigungsposition bezogen, jaulten wieder Jet-Triebwerke über dem kleinen Ort. Eine Cessna A 37 kam aus dem Norden und flog nach Osten, um dort im Dschungel ein Ziel mit dem Bord-MG zu beschießen. Kurze Zeit später rauschte eine Zweite heran, die aus Südwesten auf die Ortsmitte zu hielt. Lucia sah, wie sich von den Flügeln der Maschine längliche Gegenstände lösten, sich in der Luft überschlugen und dann in riesigen Stichflammen am und neben dem Stabsgebäude im Ort zu detonieren. Dann rauschte der Jet über sie hinweg und verschwand im Norden. Der Ort brannte nun durch Napalm und Mörserfeuer an mehreren Stellen. Allerdings hatte es außer der Zerstörung von 1-2 Beute-Fahrzeugen keine weiteren Verluste gegeben.








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Lucia blieb keine Zeit für Überlegungen. Schon knallet es links neben dem Haus, in dem sie sich verschanzt hatte. Die Pedronisten griffen wieder an, gerieten aber direkt in heftiges Abwehrfeuer. Die Verstärkungen waren gerade noch rechtzeig eingetroffen. Dann raschelte es auch gegenüber von Lucia im Urwald und pedronistische Infanterie stürmte gegen das Haus. Für diese kurze Entfernung waren die Uzi-Maschinenpistolen von Luias Leuten gerade richtig.- Aus den Fenstern knatterten Schüsse los, manche der stürmenden Soldaten warfen die Arme hoch und fielen getroffen um. Der Rest zog sich zurück. Der erste Vorstoß im Norden, um direkt in den Ort zu gelangen war gescheitert.








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Sappho
09.11.21, 12:06
Kapitel XI: Der Feind

Hauptquartier des batallón de fusileros No 11 „Felipe Nunez“:








Oberstleutnant Antonio Alvarez (Kommandeur):

„Verdammt noch eins, kann ich von den Kompanien keine vernünftigen Meldungen mehr bekommen? Wo stehen die Spitzen, eigene Stärke, Stärke des Feindes, Munitionslage? Hauptmann Rodriguez, was ist da los? Es schien doch, wir würden sie überrennen!“


Hauptmann Miguel Rodriguez, Stabschef des batallón de fusileros No 11 „Felipe Nunez“:

„Herr Oberstleutnant, der Widerstand versteift sich und unsere Verluste steigen, je weiter die Kompanien sich dem Ort nähern. Munitionslage ist befriedigend, allerdings wird die Mörsermunition knapp. Die eigenen Verluste liegen bei ca. 10 %, allerdings gibt es viele Versprengte, die im Urwald den Kontakt zu den eigenen Reihen verloren haben und so die Truppe weiter schwächen.

Im Süden ist unser Angriff zum Erliegen gekommen, nachdem ein Zug in den Ort eindringen konnte, danach aber jede Verbindung abbrach; der Chef der Kompanie berichtet, dass seine Männer annehmen, der Zug sei unter Beschuss mit eigenem Napalm gekommen und sich kein umfassender Angriff mehr organisieren lässt aus Angst vor der eigenen Luftwaffe. Im Osten wurde ein Gegenangriff der Rebellen gemeldet, der einen Mörser ausschaltete. Der Kompaniechef geht zur Verteidigung über.

Im Norden hat die 2. Kompanie den Ortsrand erreicht und einen ersten Angriff gestartet, der aber unter Verlusten abgewehrt wurde. Der Kompaniechef ist aber optimistisch, dass er mit dem nächsten Angriff den Widerstand überwinden wird.

Im Westen ist die Lage verworren. Hauptmann Nunez weiß nicht mehr genau, wo seine Männer stehen. Die Kompanie ist durch den befohlenen schnellen Vorstoß auseinandergerissen. Verbindung zu den Panzerspähwagen hat er keine mehr. Manche Trupps behaupten kurz vor dem Ortsrand zu stehen, andere melden Feuergefechte mit den Rebellen weiter westlich. Ein angeblich bereits in Sam Miguel eingedrungener Trupp meldet sich nicht mehr. Hauptmann Nunez geht davon aus, dass die Gruppe aufgerieben wurde.

Alle rufen nach Verstärkungen. Kontakt zu den Panzerspähwagen kann nicht mehr hergestellt werden. Zum Kompaniechef ist der Kontakt mitten in einem Funkspruch abgerissen. Ich gehe davon aus, dass alle ausgefallen sind.


Oberstleutnant Antonio Alvarez (Kommandeur):

„So weit, so schlecht. Ich habe keine Reserven mehr. Ich kann keinen Abschnitt mehr verstärken. Alle, alle müssen ihr Äußersten tun, um die Rebellen auszuschalten! Geben Sie mir die Kompaniechefs, ich werde denen die Hölle heiß machen. Es kann nicht sein, dass die den Schwanz vor der Durando einziehen. Die Rebellen müssen doch fast aufgerieben sein. Wir müssen durchbrechen und sie zerschlagen.

Murillo wird uns grillen, wenn das hier nicht klappt …!“

Taurus
09.11.21, 18:05
Sieht nochmal nach Galgenfrist aus, erster Ansturm gerade so abgewehrt.

Die Situation könnte mit "Zwei total erschöpfte Boxer tänzeln umeinander herum und versuchen den Lucky Punch....." beschrieben werden

Sappho
10.11.21, 14:15
noch Kapitel XI: Die Maus, die entkam






Müller machte sich nun auch auf in den Norden. Zwar hörte mn auch im Westen und im Osten Gefechtslärm aber das waren nur noch sporadische Schießereien ohne größere Bedeutung. Die Meldungen von dort klangen entspannt. Die Legionäre im Osten versuchten sogar einen Gegenangriff, gerieten dabei zwar in MG-Feuer, konnten dies und weitere Mörser aber schnell ausschalten. Danach stieß der Angriff ins Leere. Feind war im Osten danach nicht mehr festzustellen. Im Westen hielt die Stellung. Vorstöße konnten immer wieder mit Verlusten für den Feind abgewehrt werden. Die Front aber hielt dort.

Der Feind versuchte indes im Norden einzubrechen. Dort wurden die eigenen Kräfte immer wieder von den Cessnas mit dem Bord-MG und von Mörsern beschossen, ohne dass dies allerdings nennenswerten Schaden auslöste. Noch zweimal versuchten Murillos Männer einen Angriff im Norden, einmal griffen sie abseits der Straße durch den Dschungel den nordöstlichen Standrand an. Dieser Vorstoß konnte ebenfalls unter der persönlichen Führung von Lucia abgewehrt werden.

Dann ließ jede Gefechtstätigkeit nach. Man hörte LKW – Motoren, die leiser wurden und dann erstarben. Müller schickte Spähtrupps an allen Straßen los, die aufklären sollten, ob der Feind noch da war. Nach einiger Zeit trudelten Meldungen per Funk bei Müller ein. Die Spähtrupps stellten nur noch schwach besetzte Straßensperren fest. Die Besatzungen zogen sich zudem nach einem kurzen Feuergefecht zurück. Der Feind war wohl zu schwach, um einen Belagerungsring aufrecht zu erhalten.







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Müller atmete erleichtert durch. Man würde so leicht ausbrechen und entkommen können. Dann wendete er sich den Gefangenen zu, die man gemacht hatte. Es handelte sich um einfache Soldaten. Sie wussten nicht viel und so bekam man auch nicht viel Nennenswertes aus ihnen heraus. Sie konnten nur den Namen der Einheit nennen, zu der sie gehörten, wie stark ihre Einheit war und wo sie stationiert waren. Müller ließ sie noch ausquetschen darüber, wie in ihren Kasernen der Tagesablauf organisiert war, wie die Wachen agierten usw., um eventuell wichtige Informationen für einen Überfall auf die Kasernen zu bekommen. Die angstvollen Gefangenen erzählten bereitwillig, ohne dass Hand an sie gelegt werden musste. Danach stellte sich die Frage, was man mit den Gefangenen machen sollte. Man konnte kaum im Dschungel ein Gefangenenlager unterhalten. Lucia schaute fragend Pitt an und dieser fuhr sich, als die Gefangenen weggebracht waren, mit der Hand längs die Kehle lang. Lucia wurde böse: „NO …. Nononono …. Ich werde nicht wie Murillo handeln. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Dann lassen wir sie lieber einfach laufen. Das ist human und schadet uns nicht wirklich, weil wir hier nicht bleiben und sie uns nicht verraten können. Vielleicht nützt es uns sogar, weil die feindlichen Soldaten wissen werden, dass wir keine Mörderbande sind und sich dann im Gefecht eher ergeben als wenn sie den sicheren Tod vor Augen haben. Sun Tzu sagte: Lass dem Feind einen Ausweg offen, wenn du sie umzingelt hast. Und so sollten wir Murillos Leuten die Kapitulation als Möglichkeit lassen. Außerdem haben alle diese Soldaten hier Familien, die es uns danken werden, wenn wir ihre Söhne leben lassen. Es kann unsere Reputation nur stärken.“

Müller hatte keine Freude daran, Gefangene zu erschießen. Was Lucia sagte, machte Sinn: „Einverstanden, Lucia. Aber wir lassen Sie erst frei, wenn die Masse hier schon weg ist und verbinden ihnen so lange die Augen, damit sie nichts über unsere Marschrichtung wissen.“

Ein Problem blieb aber. Das waren die Verwundeten. Die Leichtverwundeten sollten auf Fahrzeugen mitgenommen werden. Man war im Dschungel aber nicht in der Lage, Schwerverwundete zu versorgen. Sie konnten aber auch nicht zurückgelassen werden, weil davon auszugehen war, dass sie der grenzenlosen Rache von Murillo ausgesetzt wären. Lucia war ratlos. Müller machte einen Vorschlag: „Wir nehmen alle mit, die den Transport nach der Einschätzung unserer Ärztin überstehen würden. Die, die nicht transportfähig sind … pumpen wir mit Morphium voll und legen ihnen eine Pistole in die Hand. Sie können dann selbst entscheiden, was zu tun ist!“ Lucia schaute Müller entsetzt an: Du willst sie zum Selbstmord überreden?“ „Lucia“, meinte Müller ernst. „Das ist hier kein Hollywood-Film mit obligatorischem Happy-End. Sie haben keine Chance. Wir können sie nicht mitnehmen,. Dass würde sie quälen und töten. Und wenn sie lebend in die Hände von Murillo fallen, wird dieser sie wohl im besten Fall töten, im schlimmsten Fall zu Tode foltern lassen. Ich wollte es Dir nicht sagen, aber wir mussten nach dem ersten Napalm-Angriff eigene Verwundete erschießen. Die waren so verbrannt, die konnte niemand mehr retten. Das Einzige, was wir tun konnten, war, ihren grauenvollen Qualen das unvermeidliche Ende zu setzen, was sie selbst nicht mehr tun konnten. Es gibt keine andere Lösung.“

Lucia schwieg. Ihr liefen Tränen die Wangen herunter. Sie wischte diese weg und blieb minutenlang still. Dann antwortete sie leise: „Du hast wohl Recht. Ich erinnere mich an eine Zeile von Rudyard Kipling:



When you're wounded and left on Afghanistan's plains,
and the women come out to cut up what remains,
jest roll to your rifle and blow out your brains
and go to your gawd like a soldier.


Sie schluchzte und meinte leise: „ Das ist meine Aufgabe. Ich werde mit denen sprechen, die wir zurücklassen müssen!“

Die Rebellen machten sich auf, San Miguel zu verlassen. Die nicht transportfähigen Schwerverwundeten hatte man mit Morphium versorgt und in ein kleines Haus getragen. Es waren insgesamt 5 Mann, die sie zurücklassen mussten. Lucia redete mit jedem einzelnen. Müller konnte nicht hören, was sie sagte. Er sah nur, dass sie sprach, den Verwundeten über das Haar strich, ihnen einen Kuss auf die Stirn gab und ihnen dann eine entsicherte Pistole in die Hand legte. Dann verließ Lucia das Haus. Sie stieg schweigend zu Müller in einen LKW und vermied es, Müller anzusehen. Müller startete den Motor und fuhr los. Etwas später meinten sie, mehrere Knalle aus dem Motorenlärm herauszuhören.







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Sappho
10.11.21, 14:37
Kapitel XII: Der Tiger leckt die Wunden







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Palacio Presidencial
San Pedro , Hauptstadt

Im „War Room“
21. Dezember 1999






Raimondo Garcia, in Begleitung von Juan Murillo öffnet die Tür zum „War Room“, dem Raum für militärische Lagebesprechungen:

Raimondo Garcia (Leibsekretär des Präsidenten):
„Meine Herren, der Präsident, seine Exzellenz Juan Murillo!“


Die versammelten Militärs stehen schweigend auf, Hacken klappen zusammen, die Militärs grüßen militärisch.


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), puterrot:
„ Meine Herren, was ist das für eine abgrundtiefe Schweinerei, die Sie da angerichtet haben? Man hat mich unterrichtet. Eine Handvoll Rebellen der Durando, eingekesselt in einem Dorf, wehren alle Angriffe ab, reiben erst ein kubanisches Bataillon und dann eines meiner Nationalgarde auf und entkommen? Trotz Panzerwagen, trotz Artillerie, trotz Jagdbomber? Wie kann das sein, was ist da passiert, wie konnte es zu so einem Desaster kommen, was haben Sie dazu zu sagen?“


General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„ Nun … der Angriff der kubanischen Streitkräfte war schlecht geplant und unterschätzte die Rebellen, die zum Teil Söldner zu sein scheinen, grob. Der Angriff unserer Streitkräfte begann dagegen sehr erfolgversprechend. Nachteilig wirkte sich jedoch aus, dass die Rebellen überraschend erhebliche Verstärkungen durch 2 übergelaufene Milizkompanien bekamen. Zudem hatten die Rebellen den Vorteil der inneren Linie und konnten schnell ihre Kräfte durch den Ort verschieben, um immer da zu sein, wo gerade Verstärkungen benötigt wurden. Das war für uns dagegen unmöglich, da unsere Truppen hierzu durch den dichten Dschungel mussten. Die Panzerspähwagen mussten zudem auf der Straße bleiben und gerieten so schnell in das Abwehrfeuer der Rebellen. Im dichten Urwald waren Mörserfeuer und Luftunterstützung schwierig ins Ziel zu bringen. Alle Fak ……


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), puterrot:
„Ich kann diese Ausreden nicht mehr hören. In meinem Land steht schon etwas länger ein Urwald. Sie reden sich mit Punkten raus, die Sie vorher wissen mussten. Das ist jämmerlich. Warum haben Sie denn nicht mit mehr Truppen angegriffen, wenn es doch so schwierig ist, eine Handvoll Rebellen zu besiegen. Warum dann nur Stückwerk!“


General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Exzellenz, Sie selbst hatten doch gesagt, die Angelegenheit sollte schnell und ohne großes Aufsehen erledigt werden und widersprachen der Mobilisierung der ganzen Brigade, weil dies den Rebellen zu viel Ehre antue!“


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), puterrot:
„Sie sind verantwortlich! Sie müssen die Truppen ansetzen, die erforderlich sind, es sei denn ich ordne AUSDRÜCKLICH etwas anderes an. Sie hatten den Befehl ausreichend Truppen für den Angriff anzusetzen und dabei möglichst wenig Aufsehen zu erregen. Wenn Sie wussten oder damit rechneten , dass ein Bataillon zu schwach ist, hätten Sie mehr Truppen ansetzen müssen. Schweigen Sie stille … Sie haben diese Chance, „gatto monte“ schnell zu erledigen und mit dem Aufstand aufzuräumen, versäumt.
General Montero, seien Sie versichert, ein weiteres derartiges Versagen, werde ich nicht einfach so hinnehmen. Lenkt Sie Ihre Familie vielleicht zu sehr von Ihren Aufgaben ab? Ich könnte Sie in Gewahrsam nehmen lassen, bis Sie wieder Erfolge vorweisen können?“


General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
Exzellenz, Ich versichere Ihnen .. ich werde mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften dafür einsetzen, die Rebellion sofort niederzuschlagen und die Durando auszuschalten! Aber bitte lassen Sie meine Frau und meine Kinder in Ruhe!“


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), mit diabolischem Grinsen:
„Montero … was erlauben Sie sich? Wollen Sie mir unterstellen, ich wollte mich an Ihrer Frau und Ihren Kindern vergreifen? Ihre Frau mag ja mal Schönheitskönigin von Uruguay gewesen sein … aber das ist ein paar Jahrzehnte her. Wofür halten Sie mich? Sie gefiele allenfalls noch den Wachen oder den Narcoticos.“


General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Exzellenz … also … das …


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), bösartig:
„Was …? Anstatt sich gegenüber Ihrem Präsidenten zu ereifern, sollten Sie Ideen und Initiative entfalten, um den Aufstand und die Durando zu erledigen. Da kam bislang nichts. Der Angriff auf San Miguel war ja auch nur eine Reaktion auf die Niederlage der Kubaner. Gehen Sie mir nicht auf die Nerven, sonst verkaufe ich tatsächlich Ihre Frau und Ihre Töchter an die Narcoticos!“


General José Montero (Kommandeur der pedronischen Streitkräfte):
„Jawohl, Eure Exzellenz!“


Juan Murillo (Präsident von San Pedro), mit diabolischem Grinsen:
„Im Übrigen erwarte ich jetzt Pläne, wie man mit dieser Rebellion fertig wird und die Durando erledigt. Vorstellung des Konzeptes diese Woche. Gut … Sie sind entlassen ….
(lacht)
Nicht aus Ihren Ämtern, aus dieser Sitzung ……


(verlässt mit Garcia den Raum)

Sappho
11.11.21, 12:18
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https://abload.de/img/cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg (https://abload.de/image.php?img=cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg)




CIA Hauptsitz
Langley, Virginia
23.12.1999



General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) sitzt in seinem Büro. Die Tür öffnet sich und James McPherson (Directorate of Analysis) tritt herein


General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“Ah … McPherson, ich bin sehr gespannt, was Sie über die Dinge in San Pedro herausgefunden haben. Schießen Sie los, ich höre aufmerksam zu!“?”

James McPherson (Directorate of Analysis):
“Herr General, die Dinge haben sich sehr überraschend entwickelt und nehmen Fahrt auf. Es hat jetzt seit Oktober mehrere Gefechte in San Pedro zwischen den Rebellen einerseits und pedronischen Streitkräften sowie den Kubaner anderseits gegeben. In allen Gefechten hat sich Murillo eine blutige Nase geholt. Aus gesicherten Quellen ist uns bekannt, dass dabei mehrfach Angriffe ganzer Bataillone mit schweren Verlusten für die Angreifer abgewehrt wurden. Zuletzt scheiterte ein pedronisches Schützenbataillon daran, eine von den Rebellen besetzte Ortschaft zu stürmen. Daraus ist zu schließen, dass zum einen es sich nicht nur um ein paar dutzend Kämpfer mehr handeln kann und zum anderen, dass diese gut geführt werden. Darüber hinaus wurde im Stab von Murillo intensiv behandelt, dass 2 Milizkompanien zu den Rebellen übergelaufen sind. Mögen diese auch nicht sehr kampfkräftig sein, wirft dies aber ein bezeichnendes Bild auf die fehlende Loyalität der Miliz zu Murillo. Bei weiteren Erfolgen der Rebellen, könnte sich daraus ein Flächenbrand ergeben, der Murillo in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“Wir stark sind die Rebellen noch? Bewaffnung?

James McPherson (Directorate of Analysis):
“Wir haben keine Ahnung. Wir schätzen aufgrund der Erfolge, dass sie nun einschließlich der übergelaufenen Miliz wahrscheinlich ungefähr Bataillonsstärke haben und zumindest von erfahrenen Kadern, vermutlich Ex-Fremdenlegionäre, geführt werden. Laut unserem Informanten im Stab von Murillo scheinen sie nur über Handfeuerwaffen, ein paar Bazookas und MGs zu verfügen. Sie scheinen auch weder Luftabwehr noch Artillerie, auch keine Granatwerfer zu haben.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“Woher bekommen sie ihren Nachschub? Wer finanziert das alles?

James McPherson (Directorate of Analysis):
Darüber haben wir keine gesicherten Erkenntnisse. Da sich die Gefechte im Südosten des Landes ereigneten und Ex-Fremdenlegionäre verwickelt sind, die Durando auch lange Zeit in Frankreich gelebt hat, unterstellen wir, dass der Nachschub aus Französisch-Guayana eingeschmuggelt wird. Wir haben bislang keine Hinweise auf die direkten Beteiligung französischer Dienste, halten das aber auch nicht für ausgeschlossen. Lucia Durando ist sehr reich. Es ist vorstellbar, dass sie sich für eine bestimmte Zeit eine Privatarmee in kleinem Umfang leisten kann.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“Wie reagiert Murillo? Was sind seine Pläne?

James McPherson (Directorate of Analysis):
“Er hat bei Castro um eine Verstärkung der kubanischen Streitkräfte nachgesucht. Er rekrutiert im Lande auch, um die eigene Truppe zu verstärken, hat dabei aber eher mäßigen Erfolg. Trotz umfassender Zensur haben sich die Meldungen über die Rebellen wie ein Lauffeuer verbreitet. Die Gerüchte haben die Siege der Rebellen teilweise ins Phantastische überhöht. Zudem hat sich rumgesprochen, dass die Rebellen gefangengenommene pedronische Soldaten wieder freigelassen haben du diese in der Gefangenschaft auch nicht gefoltert wurden. Die Durando wird dadurch zu einer Art Lichtgestalt im vergleich zu Murillo. Murillo ist dadurch in einer Zwickmühle. Reagiert er wie bisher mit Repression, erstrahlt die Durando umso mehr. Fährt er die Repression zurück, mag das als Schwäche ausgelegt werden und gibt der Opposition ggf. Raum, und sich zu formieren. Bislang scheint er auf die militärische Karte zu setzen und hat die Suche nach den Rebellen intensiviert. Wir unterstützen ihn mit Satellitenaufklärung, die aber bislang keine Ergebnisse brachte. Er hat allerdings bei uns nachgefragt, ob wir Kampfhubschrauber liefern können.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Hm, wir könnten ihm ein paar alte UH-1 Iroquois verkaufen. Wenn er nicht genug Piloten hat, vermitteln wir ihm Contractors, die die Dinger für ihn fliegen. Ansonsten halten wir uns da aber erstmal raus“. Kann man die Reputation der Durando und der Rebellen beschädigen? False-Flag-Operationen?“

James McPherson (Directorate of Analysis):
“Schwierig. International folgen die Medien im Wesentlichen dem Narrativ von Murillo, der noch von seinem Ruf als Sozialrevolutionär zehrt. Die Durando wird da eh als verwöhntes High-Society-Girl mit Zug zur Halbwelt dargestellt und ihre Anhänger als dumme, halbfaschistische Bauerntrottel. Im Land wird man Aktionen, die die humanitäre Haltung der Durando schädigen sollen, wohl schnell als fake erkennen. Wenn z. B. ein Anschlag auf Bauern als „false-flag“ Aktion erkannt wird, dürfte dies Murillo noch mehr schaden. Wenn, muss es eine Aktion sein, die nicht durchschaut werden kann.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“McPherson, da können Sie und Ihre Abteilung mal kreativ werden … denken Sie sich mal was Hübsches aus.- Kann man Ihr nicht Drogenhandel oder Menschenhandel in die Schuhe schieben?“

James McPherson (Directorate of Analysis);
“Wie gesagt, die Presse bringt sie schon mit Drogenhandel in Verbindung aber in San Pedro bekommt man die internationale Presse nicht mit und würde das sowieso nicht glauben.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA:
“Na … denken Sie sich mal was aus! Aber etwas, was Murillo selber machen kann. Wir müssen jede Gefahr meiden, dass man uns mit irgendwas in San Pedro in Verbindung bringt.“

Sappho
11.11.21, 14:25
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Sappho
11.11.21, 23:31
Kapitel XII: Neue Feinde





Lucia und ihre Männer zogen sich immer weiter in den Dschungel zur Grenze mit Französisch-Guayana zurück. Über Dschungelpisten ging es quälend langsam voran. Dann wurden die Fahrzeuge abgestellt und getarnt. Zu Fuß ging es weiter Die Verwundeten wurden auf Tragen mitgeschleppt. Müller fühlte sich an seine Ausbildung bei der Fremdenlegion erinnert. Als die Männer glaubten, nicht mehr weiter zu können und immer mehr Kämpfer während des Marsches strauchelten, hatten sie das von Lucia gewählte Ziel erreicht. Sie ließ Tarnnetze in den Bäumen aufspannen, um die Lichtung zu tarnen.

Die nächsten Wochen waren von Arbeit geprägt. Es wurde als Erstes ein Behelfslazarett errichtet. Danach wurden Wohnbarracken gebaut. Schließlich hatte man sich eingerichtet. Allerdings hatte Lucia einen weiteren Plan. In ausreichender Entfernung von diesem Lager sollten diese ein kleines unterirdisches Ausweichlager errichten.-Lucia hatte sich vom Vietcong inspirieren lassen. Die Legionäre schwitzten und schufteten. Aber auch das war dann endlich geschafft.

Schließlich surrte ein Hubschrauber über das Lager. Aus dem Hubschrauber seilte sich Jean Lathouwen ab. Pitt begrüßte ihn herzlich, war aber überrascht, ihn wieder anzutreffen. „Lucia will die Strategie bespreschen und da bin isch mit meine Kontakte auch wischtisch.“ Lathouwen blinzelte Müller zu.

Die 3 saßen in einer Baracke zusammen und beratschlagten. Lucia war sehr zufrieden und hub in Französisch an: „Wir haben uns auch unter widrigsten Bedingungen behaupten können. Ich bin nun sicher, dass Murillos Tage gezählt sind. Wir werden siegen!“

Müller unterbrach sie: „Das habe ich befürchtet. Lucia, Du verwechselst unser Glück mit unserem Können. Wir haben unwahrscheinliches Glück gehabt. Die Kubaner taten uns den Gefallen, frontal im Dschungel anzurennen und Murillos Armee hat uns fast aufgerieben. Wir sind schwach, haben nur noch ein Drittel unserer Leute, haben keine Luftabwehr, wenige und veraltete Panzerabwehrwaffen und sind der pedronistischen Armee nebst Kubanern hoffnungslos zahlenmäßig unterlegen. Wir müssen uns verstecken, können nachts ein paar Überraschungsschläge ausführen, Koka-Felder abbrennen, müssen aber immer auf der Hut sein, nicht wieder so eingekesselt zu werden.“

Jean Lathouwen ließ sich hören: „Pierre hat Recht. Wir haben ca. 50 gute Soldaten, die zuverlässig sind. Unsere Miliz kann vielleicht unter günstigen Umständen verteidigen, wie erlebt, aber nicht angreifen und werden wie die Hasen laufen, wenn die Umstände ungünstig sind. Wir müssen zunächst unsere Verluste ausgleichen, die Streitmacht zahlenmäßig verstärken und sie weiter ausbilden. Wir brauchen Bodenluftraketen und bessere und mehr Panzerabwehrwaffen. Und eigentlich brauchen wir sofort mehr zuverlässige und erfahrene Männer. Bei nächsten Mal kann es ansonsten ein großes Unglück geben! Wenn Murillo in Reichweite noch ein oder 2 Kompanien gehabt hätte, wären wir definitiv erledigt gewesen. Und sie werden uns nie wieder unterschätzen!“

Lucia schwieg. Dann meinte sie zu Jean Lathouwen; „Was benötigen wir und was wird das kosten?“ Lathouwen hatte sich schon Gedanken gemacht: „Wir brauchen keine Panzerabwehrraketen, schwere Bazookas und Ähnliches reichen aus. Das ist einfach zu beschaffen. Aber Luftabwehrraketen zu bekommen, könnte schwierig werden. Da Terroristen damit ziemlich gefährliche Dinge anstellen könnten, passen die Geheimdienste ziemlich auf, dass die nicht in falsche Hände geraten. Sie sind also ziemlich teuer. Noch einen Zug Söldner als Rückgrat unserer Truppe wäre elementar wichtig. Damit wären wir sicher ziemlich gefährlich für Murillo!“ Müller stimmte ihm zu: „Das klingt vernünftig. Ansonsten werben wir hier im Land an. Wir sollten jetzt schon einen gewissen Ruf haben.“

Luci lachte: „Ich kenne meine Landsleute. Vielleicht gelten wir schon als kugelfest. Es wird Freiwillige geben.“ Dann sagte sie nichts und dachte nach. Schließlich meinte sie: „ Ihr beide habt mich bislang immer gut beraten. Ich vertraue Eurem Urteil. Wenn ich aber so viele Söldner finanzieren muss, müssen wir schneller erfolgreich sein. Sonst müsste ich mein Unternehmen verkaufen und das ginge zurzeit nur zu einem Schleuderpreis. Alle wüssten, dass es ein Zwangsverkauf ist. Ansonsten müssen wir uns alternative Geldquellen eröffnen!“ Sie schaute Lathouwen an, der unmerklich nickte.

Müller merkte, dass die Bemerkung irgendeine doppelte Bedeutung hatte. Wollten die auch mit Drogen handeln? Müller widersprach: „Also ich habe zu viele Junkies gesehen. Wenn Ihr auch mit Kokain handeln wollt, bin ich draußen.“ Lucia und Lathouwen schauten überrascht Pitt an. „Nonono … das ist keine Möglichkeit“, meinte Lucia und Jean meinte grinsend: „Da überfallen wir doch eher die Staatsbank von San Pedro und klauen das Gold des Tigers!“ Lucia lachte: “Das ist eine Idee, die mir ausgesprochen gut gefällt.“ Weiter gingen die beiden aber auf die Frage, die Pitt aufgeworfen hatte, nicht ein. Damit war die Besprechung zunächst beendet. Jean Lathouwen wurde später von einem Hubschrauber abgeholt und machte sich auf, weitere Söldner und Waffen zu besorgen.

Lucias Einschätzung bewahrheitete sich. Über ihr Kontaktnetz in San Pedro meldeten sich mehr und mehr Freiwillige. Man beleuchtete die Familie und die Kontakte der Freiwilligen, um - soweit möglich - Verräter und Spitzel auszuschließen. Die Reihen füllten sich und weitere Milizkompanien konnten aufgestellt werden. Die Legionäre drillten die Rekruten und Spähtrupps zogen aus, um weiter Koka-Felder zu finden und abzubrennen. Nach ein paar Wochen kam Lathouwen mit neuen Söldnern und neuen Waffen zurück. Die Söldner waren mehrheitlich wieder Fremdenlegionäre. Es gab auch ein paar Belgier und ein oder 2 Russen. Die Männer wirkten auf Müller sehr erfahren. Das war eine wirkliche Verstärkung und ein ganz anderes Kaliber als die Milizionäre, die er hier im Dschungel ausbildete.

Die mitgebrachten Waffen überraschten ihn. Bei den Panzerabwehrwaffen hatte Lathouwen wohl gespart. Er brachte 4 alte Carl Gustav-Raketenwerfer mit. Die Krönung waren allerdings 2 Mistral-Flugabwehrwaffen. Es blieb das Geheimnis von Lathouwen, wo er diese Waffen her hatte. Auf Pitts Frage sagte er nur: „Ein Zauberer offenbart seine Geheimnisse auch nicht.“

Lucia rechnete die Kosten hoch: „Hm eine schwache Söldnerkompanie als Herz und dann 3 schwache Milizkompanien. Überschlägig bin ich in sechs Monaten bankrott. Ich muss mir was einfallen lassen. Na, die Bank kann es noch nicht sein. Die liegt mitten in der Hauptstadt. Da können wir uns noch nicht reintrauen, oder?“ „Mmmmh“, machte Pitt: „Sicher sehr riskant aber nicht unmöglich!“ Lucia wollte gerade antworten, als ein aufgeregter Milizionär hereinstürzte: „ Colonel Durando .. der Spähtrupp ist zurück … sie haben ein großes Narcotico-Lager entdeckt!“ „Na“ meinte Lucia: „ Da plündern wir doch zuerst die!“

Sappho
15.11.21, 23:53
noch Kapitel XII: Die „Morgenröte“




Sie hielten Kriegsrat über die neuen Informationen ab. Späher hatten nicht nur eine Vielzahl von Koka-Feldern gefunden sondern auch das Lager der Narcoticos und wohl sogar die Drogenküche. Lucia wollte direkt zuschlagen aber Pitt empfahl, die Position der Narcoticos und ihre Stärke zuvor weiter auszukundschaften. Jean Lathouven stimmte Pitt zu. Lucia ließ sich von den beiden überzeugen.

Den nächsten Tag zogen erneut Späher los, die das Lager auskundschaften sollten. Diese kamen am Abend mit verwirrenden Informationen zurück. Diese Narcoticos waren uniformiert und trugen Abzeichen, die sie als Mitglieder der Gruppe „Morgenröte“, der in San Pedro operierenden maoistischen Guerilla-Organisation, identifizierten. Diese schienen sich also wie Murillo über Drogen zu finanzieren.

Lucia fand, dass dies ein lohnendes Ziel war. Man würde einen Gegner aus dem Weg räumen und zudem eine Narcotico-Bande ausschalten. Vielleicht würde man einen Teil der Finanzmittel erbeuten können. Es gab allerdings ein Problem. Das Lager war mit Stacheldraht, Minen und leichten Bunkern befestigt. Man würde es buchstäblich erobern müssen.

Pitt und Lathouven hatten Zweifel, ob die eigene Truppe dies schaffen könnte. Sie mochten verteidigen können aber angreifen? „Nun“, meinte Pitt schließlich: „Wir müssen die Sache voran bringen. Da machen wir dann learning by doing und diese revolutionären Drogendealer sind dann wahrscheinlich immer noch eine leichtere Nuss als eine Kaserne von Murillo. Aber wir sollten in der Nacht angreifen. Wenn wir alle Mann bewegen, würden wir tagsüber auffallen Und unsere Milizionäre kennen die Gegend wie ihre Westentasche. Einen Nachangriff können wir da wohl wagen!“

Lathouven hatte zwar Zweifel, ob die Milizionäre mit einem nächtlichen Angriff klarkämen. Er sah aber auch das Problem, das Pitt erwähnte hatte und hoffte, dass ein paar Legionäre als Führung da helfen könnten. So kam man überein, in der nächsten Nacht den Angriff zu wagen.-

Lucia machte dann eine Befehlsausgabe und informierte die Miliz. Überwiegend waren die Kämpfer stolz, dass man ihnen zutraute, einen solchen Angriff zu führen. Je näher der Abend kam, umso mehr verbreitete sich allerdings Nervosität bei den Milizionären. Die Bärenruhe der Söldner legte aber die Aufregung bei der Miliz wieder etwas.

Dann wollte Pitt noch etwas klären: „Lucia … Du bleibst im Lager. Wenn es Dich erwischen sollte, bricht der Aufstand zusammen. Das müssen wir verhindern. Das können wir uns nicht leisten!“ Lucia protestierte lautstark: „Das kommt überhaupt nicht in Frage. Natürlich bin ich bei meinen Leute. Das würde ich mir nie verzeihen, hier feige zurück zu bleiben. Nononono!“ Pitt seufzte. Das hatte er befürchtet. „Das hat mit Feigheit nichts zu tun sondern mit Klugheit und Deiner Wichtigkeit. Du bist eine Ikone. Wir dürfen Dich nicht gefährden … und außerdem … würde es mir persönlich Leid tun.“

Lucia schaute Pitt interessiert, amüsiert und einen Hauch liebevoll an, legte ihre Hand auf seinen Arm und meint: „Mir auch“, lachte dann um ernst und bestimmt zu sagen: „NO … kein Wort mehr …. Ich muss voran gehen, meine Leute erwarten das von mir … ich bin „gato monte“ … wie sagt man … die „Wildkatze“ … die flieht nicht, die kämpft! Ich gehe mit … BASTA!

Kurze Zeit später machte sich der gesamte Verband auf, das Lager der „Morgenröte“ zu stürmen.

Sappho
16.11.21, 08:38
Ein paar spieltechnisches Informationen:

Mission war "meeting engagement", dass wir zu einem "assault" umgestalteten. "meeting engagements" machen hier eigentlich kaum Sinn. Bei einem "meeting engagement" bekommt man 750 support points mit denen man Einheiten kaufen kann, die aber nur in dieser Mission auftauchen. Auch das macht hier keinen Sinn, weil unsere Rebellen ja nicht plötzlich Artillerie, Panzer oder eine Luftwaffe haben können. Für einen "assault" bekäme man sogar 2.000 support points. Wir haben zum Ausgleich die Gegner zahlenmäßig und qualitativ reduziert.

Es dürfte aber gleichwohl schwierig werden. Wir setzen unsere Hoffnung auf die Legionäre.

Unsere Streitmacht sieht folgt aus:

HQ(6 x Uzis, Handgranaten) -----> das ist Lucia

Söldner-Kompanie
HQ (9 x M14, Granatgewehr, M60 oder FN MAG MG, Handgranaten) ---> Müller
HQ-Gruppe (wie oben)
3 x Spähtrupp (4 x M14, Handgranaten)
2 x Bazooka-Trupp (2 x Bazooka, Karabiner, Handgranaten)
2 x Carl-Gustav-Trupp (2 x Carl Gustav PzFst, Uzi?, Handgranaten)
2 x Mistral-Trupp (2 x Mistral Rakete, Uzi, Handgranaten)
1 x MG-Trupp (4 x FN MAG MG, Handgranaten)
2 x Scharfschütze

Zug 1
2 Gruppen (9 x M14, Granatgewehr, Handgranaten), 1 x (9 x M14, M14 SAW, Bazooka, Handgranaten)

Zug 1
2 Gruppen (9 x M14, Granatgewehr, Handgranaten), 1 x (9 x M14, M14 SAW, Bazooka, Handgranaten)


3 x Miliz-Kompanie
HQ (9 x M14, Handgranaten, Firebomb (Molotowcocktail?)
1 x Panzerabwehrtrupp (Bazooka oder RPG oder 57 mm recoilless rifle)
1 x FN MAG-Trupp

3 x Zug zu 3 Gruppen (M14 oder AK47, Handgranaten firebomb)

Die Kompanie C hat im letzten Zug zur 2 Gruppen, für mehr reichten die Punkte zum Kauf neuer Einheiten und Ersatz von Verlusten nicht mehr. Die Anzahl der Punkte hängt vom Grad des Sieges ab. Da wir jetzt öfter deceisive victories erzielten, konnten wir die Truppe schnell von einem einzigen Söldner -Zug mit ein paar Unterstützungstruppen entsprechend erweitern.

Wir wissen noch nicht genau, ob wir auf Masse oder Klasse setzen sollen. Einen Zug einer Milizkompanie wurde schon zu "insurgents" aufgewertet. Das Schlechteste ist Miliz, die insurgents sind das Beste, was man als Irreguläre aufstellen kann. Wir tendieren eher zur Klasse. Mal sehen ...

Sappho
18.11.21, 19:52
https://abload.de/img/logofcpspo2j06.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06.jpg)




Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro

Kriegstagebuch

20:15 Uhr (GT1)
Alle Kämpfer sind in der Ausgangsposition. Der Angriff beginnt.







https://abload.de/img/sc5startplanvqj4u.jpg (https://abload.de/image.php?img=sc5startplanvqj4u.jpg)







20:17 Uhr (GT2)
Die Miliz im Zentrum stößt auf der Piste zum feindlichen Lager auf Feinde, wird beschossen. Es gibt mehrere Verluste.






https://abload.de/img/sc5gt2zkontakt40j8y.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt2zkontakt40j8y.png)







Ebenso stößt die Miliz im Norden auf Feinde und wird aus einem Waldstück ca. 250 m entfernt beschossen. Das Feuer des Feindes ist gezielt. Es gibt auch hier Verluste. Die beschossenen Milizionäre werfen zum Eigenschutz Nebelgranaten.







https://abload.de/img/sc5gt2nnikil.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt2nnikil.png)







20:19 Uhr (GT3)
Auch im Süden traf man auf Feind. Es handelt sich hier bislang aber nur um einen verschanzten Scharfschützen,. Der allerdings immer wieder Opfer findet.







https://abload.de/img/sc5gt3sspiderholek4jaq.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt3sspiderholek4jaq.png)







Im Zentrum wurde das Feuer erwidert und dem Feind Verluste zugefügt. Eine Feindgruppe zog sich aus ihrer Stellung zurück; der nachstoßende eigene Angriff wurde aber mit schweren Verluste für die eingesetzte Gruppe abgewehrt.






https://abload.de/img/sc5gt3z7yjce.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt3z7yjce.png)







Im Norden konnte wohl eine ganze Gruppe des Feindes durch intensives Feuer ausgelöscht werden. Eigene Gruppen gerieten bis dahin teilweise in Kreuzfeuer. Es wird versucht, den Feind zu umgehen.






[
url=https://abload.de/image.php?img=sc5gt3nnlk26.png]https://abload.de/img/sc5gt3nnlk26.png[/url]









Die Verluste sind erheblich. Das Feuer des Feindes ist meist gut gezielt. Die eigene Truppe liegt im Süden und im Zentrum teilweise unter Mörserbeschuss. Es gibt dadurch zwar keine Verluste aber die Miliz geht in Deckung und ist nur noch schwer zum weiteren Vormarsch zu bewegen.

20:21 (GT4)
Im Süden wird versucht, den Scharfschützen weit zu umgehen, da sein gezieltes Feuer bislang nicht unterdrückt werden konnte.







https://abload.de/img/sc5gt4shgkeu.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt4shgkeu.png)







In Anbetracht der erheblichen Verluste bislang, wird auch im Zentrum von Angriffen zunächst abgesehen und versucht, den Feind zu umgehen. Eine Feindgruppe wurde aber aus ihrer Stellung vertrieben und so besteht die Hoffnung in die Stellung des Feindes eindringen zu können.








https://abload.de/img/sc5gt4zi2j88.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt4zi2j88.png)







Im Norden könnte sich durch die Vernichtung einer Feindgruppe eine Lücke aufgetan haben.

Sappho
21.11.21, 11:29
https://abload.de/img/logofcpspo2j06.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06.jpg)







Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro

Kriegstagebuch



20:26 (GT6)
„Morgenröte“ beschießt die eigene Milizkompanie im Norden mit präzisem Mörserfeuer und zwingt die Milizionäre in Deckung. Die eigene Truppe macht dort eine weitere Feindgruppe aus. Im Süden wird versucht, eine vermutete Lücke in der Front des Feindes auszunutzen.

Im Zentrum wird versucht, weiteren Feuergefechten an der Piste zu entgehen und den Feind weiter südlich zu umgehen.

Im Süden ist der Blutzoll durch den feindlichen verschanzten Scharfschützen weiter gestiegen. Der Beschuss mit MG und RPG war wirkungslos. Es wird nun konsequent versucht, ihn zu umgehen, um weitere unnötige Verluste zu vermeiden.

Manche Gruppen haben schon fast die Hälfte der Kämpfer verloren.

20:30 Uhr (GT 8)
Im Norden konnte eine weitere feindliche Gruppe aufgerieben werden. Hier sollte eine Frontlücke erzielt worden sein. Das Umgehen des Feindes zahlt sich aus. Es waren kaum weitere Verluste zu verzeichnen.

Im Zentrum stießen die dort eingesetzten Legionäre, nachdem sie durch eine Plantage vorgestoßen sind, auf eine weitere Verteidigungslinie, die sich knapp vor den Gebäuden von Nord nach Süd entlangzieht. Die Legionäre erlitten Verluste als sie überraschend in Feindfeuer gerieten.

Die eigne Truppe entging dem feindlichen Mörserfeuer, dass nun mehr ungezielt wirkt und wohl zum Teil eigene Stellungen der „Morgenröte“ traf.


20:36 Uhr (GT 11)
Im Norden wurde ein größerer Erdbunker des Feindes ausgemacht. Beschuss mit Bazooka blieb wirkungslos. Das Fehlen schwerer Waffen für den direkten Beschuss des Feindes macht sich im Laufe des Gefechtes deutlich bemerkbar. Der Bunker kann allerdings problemlos umgangen werden.







https://abload.de/img/sc5gt11nyakux.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt11nyakux.png)








Im Zentrum wird die zweite Verteidigungslinie ausgespäht und ein Angriff vorbereitet.






https://abload.de/img/sc5gt11z7ukyf.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt11z7ukyf.png)







Feindliches Mörserfeuer liegt wieder schlecht und löst keine Verluste aus.







https://abload.de/img/sc5gt11s2qkx7.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt11s2qkx7.png)








20:40 Uhr (GT 13)
Um die Gebäude im Zentrum werden mehr und mehr Feinde erkannt. Im Norden und Süden wird weiter vorgerückt, ohne auf Feind zu stoßen.











https://abload.de/img/sc5gt13nrgjqf.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt13nrgjqf.png)








Zentrum




https://abload.de/img/sc5gt13znxtkw7.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt13znxtkw7.png)




https://abload.de/img/sc5gt13z91k2c.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt13z91k2c.png)







Süden



https://abload.de/img/sc5gt13sqtkmv.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt13sqtkmv.png)

20:42 Uhr (GT 14)
Im Zentrum wird ein direkter Angriff frontal in Richtung der Gebäude nicht unternommen. Der Feind scheint dort zu stark zu sein.

Im südlichen Zentrum konnte eine auf einem keinen Hügel eingegrabene Feindgruppe nach heftigem Feuergefecht ausgelöscht werden. Auch hier scheint eine Frontlücke entstanden zu sein, aus dem man die Gebäude aus südlicher Richtung angreifen könnte.




Südliches Zentrum





https://abload.de/img/sc5gt14zsn2jx9.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt14zsn2jx9.png)






Nördliches Zentrum


https://abload.de/img/sc5gt14znqnjcy.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt14znqnjcy.png)







Im Norden hat man östlich eines Wegs vor dem Drogenlabor Feinde ausgemacht. Die feindliche Stellung muss zunächst ausgespäht werden.






https://abload.de/img/scgt14n4xjll.png (https://abload.de/image.php?img=scgt14n4xjll.png)







Im Süden kann weiter ohne Feindkontakt vorgerückt werden.








https://abload.de/img/sc5gt14szbjvt.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt14szbjvt.png)








Feindliches Mörserfeuer im Zentrum liegt nun wieder deckend auf der eigenen Truppe.

Bigfish
22.11.21, 23:32
!!!


Wir Danken der Tigerin zur Teilnahme an der Wahl zum AAR des Quartal III/2021


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30961


Euer nächster Satz wird bestimmt weiter - Tigerinnen können das!


!!!

Sappho
23.11.21, 15:17
https://abload.de/img/logofcpspo2j06.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06.jpg)




Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro

Kriegstagebuch


20:50 Uhr (GT18)
Im Norden entwickelt sich Feuergefecht mit eingegrabenen Feind an der Nord-Süd verlaufenden Piste. Eigener Spähtrupp kann die Piste überwinden und nähert sich über Felder dem vermuteten Drogenlabor. Eigene Truppe wirft Nebelgranaten, um dem Feindfeuer zu entgehen.







https://abload.de/img/sc5gt18nm2jcc.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt18nm2jcc.png)







An der Nordseite des Zentrums ist der eigene Angriff vom Feind gestippt worden. Die Söldner bleiben im Kreuzfeuer liegen. Ein feindliches Maschinengewehr konnte ausgeschaltet werden. Der Feind schoss allerdings im Gegenzug ein Bazooka-Team nieder.







https://abload.de/img/sc5gt18zni2j0d.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt18zni2j0d.png)







Im südlichen Teil des Zentrums wird der Feind östlich umgangen. An der Westseite festgestellte Verteidigungsstellungen sind zu stark, da es sich teilweise um bunkerähnliche Verschanzungen handelt.







https://abload.de/img/sc5gt18zs1mjxa.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt18zs1mjxa.png)







Im Süden marschiert die dort eingesetzte Miliz weiter in Richtung des Zentrums ohne auf Widerstand zu stoßen.







https://abload.de/img/sc5gt18s4sji3.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt18s4sji3.png)








20:54 Uhr (GT20)
Im Norden überqueren große Teile der dort eingesetzten Milizkompanie den Weg im Schutz des künstlichen Nebels. Teile bleiben allerdings im Abwehrfeuer von Verschanzungen des Feindes liegen. Da zu befürchten ist, dass die liegengebliebenen Teile nach Auflösung des künstlichen Nebels schwerstem Feuer ausgesetzt sind, gibt der dortige Kompaniechef den Befehl, die Verschanzungen unter allen Umständen zu stürmen. In verlustreichem Kampf auf kürzester Entfernung, gelingt es der Miliz schließlich, 2 Bunker zu knacken und die unmittelbare Bedrohung auszuschalten. Allerdings kann nur ein Mittelstück des Weges gefahrlos überquert werden.







https://abload.de/img/sc5gt19nldj8e.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt19nldj8e.png)







Im nördlichen Zentrum haben die Söldner jede Angriffsbemühung in östlicher Richtung aufgegeben und ziehen sich etwas zurück. Dabei geraten sie immer wieder in das Kreuzfeuer aus umgangenen Stellungen und Befestigungen.

Im südlichen Zentrum haben die eigenen Spitzen die südöstliche Ecke des feindlichen Lagers erreicht. Etwas weiter westlich haben Teilen die Piste überquert und stehen bereits direkt vor dem Lager.







https://abload.de/img/sc5gt19zsq3kmb.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt19zsq3kmb.png)







Im Süden marschiert die dort eingesetzte Miliz weiter in Richtung des feindlichen Lagers.







https://abload.de/img/sc5gt19sn8jao.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt19sn8jao.png)







20:56 Uhr (GT21)
Im Norden sind die Spitzen der Miliz in einem Feld in Feuer aus drei Seiten geraten. Ein Spähtrupp wurde ausgelöscht, das Kompanie-HQ liegt im Kreuzfeuer fest. Einnebeln ist mangels Nebelmunition nicht möglich.

Beim nördlichen Zentrum konnten die ersten Gebäude besetzt werden. Der feindliche Widerstand versteift sich allerdings als versucht wurde, weiter nördlich vorzudringen. Jenseits des Nord-Süd-Weges kann ein eigener Trupp allerdings weitere Gebäude besetzen. Eine feindliche Mörserstellung im Lager wurde erkannt und vernichtet. Die feindlichen Befestigungen am nördlichen Rand des Lagers werden aus dem Süden mittels MG und Carl-Gustav-Panzerfäusten beschossen. Der Feind erwidert das Feuer. Durch das Feuer fallen das MG und ein Carl-Gustav-Trupp aus.


20:58 Uhr (GT22)
Im Norden rückt die Miliz in südöstlicher Richtung unter Ausnutzung der Deckung durch den Dschungel vor. Dem Kompanie-HQ gelingt es, sich zurückzuziehen.







https://abload.de/img/sc5gt22nz7j5m.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt22nz7j5m.png)







Im Zentrum dringt der Angriff aus dem Süden in nördlicher Richtung weiter vor. Eine feindliche Gruppe konnte zerschlage werden aber auch die eigene Truppe erleidet weitere Verluste. Ein weiterer feindlicher Mörser konnte ausgeschaltet werden.







https://abload.de/img/sc5gt22z71jkm.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt22z71jkm.png)








Die Kompanie au dem Süden dürfte in den nächsten Minuten das feindlicher Lager erreichen.







https://abload.de/img/sc5gt22s7hjtx.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt22s7hjtx.png)







21:00 Uhr (GT24)
Langsam aber unaufhaltsam wird das Lager des Feindes gestürmt. Der Feindwiderstand lässt langsam nach und versteift sich nur noch am nördlichen Rand des Lagers.

Im Norden wird im Sichtschutz durch Dschungel der Angriff auf das Drogenküche vorbereitet.


21:06 Uhr (GT27)
Das Lager im Zentrum ist fest in unserer Hand. Nur ein einem Dschungelstück an der nordwestliche Ecke des Lagers hat sich noch eine feindliche Gruppe verschanzt.

Allerdings beginnt der Feind Gegenangriffe aus den umgangenen Stellungen heraus auf das eroberte Lager aus westlicher und nördlicher Richtung. Im Westen gerät der feindliche Gegenangriff in das Feuer des dortigen Söldnerzuges und bleibt unter Verlusten liegen.

Der Angriff des Feindes aus dem Norden bleibt im eigenen Abwehrfeuer liegen. Die eigene Truppe im Lager wird durch die eintreffende Miliz aus dem Süden verstärkt und erwartet die feindlichen Gegenangriffe



Norden



https://abload.de/img/sc5gt27nwnjoe.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt27nwnjoe.png)







Zentrum West



https://abload.de/img/sc5gt27zwt0j2o.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt27zwt0j2o.png)







Zentrum

https://abload.de/img/sc5gt27z73ki7.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt27z73ki7.png)








Süden

https://abload.de/img/sc5gt27sygjks.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt27sygjks.png)







21:08 Uhr (GT28)
Feindliche Gegenangriffe auf das Lager aus Norden, Westen und Nordwesten sind verzettelt und werden leicht abgewehrt, die angreifenden Feindkräfte zerschlagen.








https://abload.de/img/sc5gt28zdgjqz.png (https://abload.de/image.php?img=sc5gt28zdgjqz.png)







An der Drogenküche greift der Feind in etwa Zugstärke die eigene Truppe im Dschungel an und wird nach heftigem Feuergefecht zusammengeschossen. Im Gegenstoß dringt die Miliz in die Drogenküche ein und nimmt sie in Besitz.


Damit sind all Operationsziele erreicht und der Auftrag erfüllt.







https://abload.de/img/sc5battlereportfyjr5.png (https://abload.de/image.php?img=sc5battlereportfyjr5.png)






https://abload.de/img/sc5marginalvixtoryyfklv.png (https://abload.de/image.php?img=sc5marginalvixtoryyfklv.png)

Sappho
23.11.21, 15:34
https://abload.de/img/pm2000012184jrz.jpg (https://abload.de/image.php?img=pm2000012184jrz.jpg)

Taurus
23.11.21, 23:16
So schön der Erfolg auch ist, die Verluste der Rebellen sehen ja doch ziemlich beunruhigend aus.

Reicht das verbliebene Personal denn noch, um gegen Regierungstruppen und Kubaner bestehen zu können?

Sappho
23.11.21, 23:41
Spieltechnische konnten wir alle Verluste wieder ausgleichen, 2 Milizkompanien zu Rebellen/Insurgents aufwerten und die Panzerabwehrwaffen durch 90mm recolless rifles ersetzen. Zudem konnten wir eine "schwere Kompanie" mit 60mm-Mörsern aufstellen.

Wir überlegen gerade, was der nächste Schritt wäre ... weiter narcoticos jagen, eine Stadt erobern, um ein politsches Zeichen zu setzen, die pedronischen Luftwaffe durch einen Überfall auf den Horst ausschalten, eine Gasforderanlage vernichten oder die Goldvorräte plündern.

;)

Ajax
24.11.21, 00:24
Wir überlegen gerade, was der nächste Schritt wäre ... weiter narcoticos jagen, eine Stadt erobern, um ein politsches Zeichen zu setzen, die pedronischen Luftwaffe durch einen Überfall auf den Horst ausschalten, eine Gasforderanlage vernichten oder die Goldvorräte plündern.

;)

die Reihenfolge ist gut ... genehmigt

Sappho
24.11.21, 10:29
Kapitel XII: Pressekonferenz





https://abload.de/img/sheratonmontevideo6mjzs.jpg (https://abload.de/image.php?img=sheratonmontevideo6mjzs.jpg)









Hotel Sheraton
Montevideo, Uruguay
25.01.2000



Pressekonferenz der Kanzlei „Estudio Juridico Engelhardt, Rodriguez & Associates“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
Sehr geehrte Damen und Herren der internationalen Presse, vielen Dank für Ihr Erscheinen auf unserer Pressekonferenz hier im Sheraton Hotel Montevideo.

Unsere Mandantin Lucia Durando hat uns gebeten, diese Pressekonferenz abzuhalten. Thema ist die von unserer Mandantin am 21.01.2021 veröffentlichte Pressemitteilung und dadurch ausgelöste Fragen. Eine Kopie dieser Pressemitteilung finden Sie auf Ihren Sitzplätzen. Diese Pressekonferenz halten wir auf Wunsch unserer Mandantin ab, um erste Auswertungen der im Lager der so genannten Gruppe „Morgenröte“ erbeuteten Unterlagen und Daten vorzustellen. Wir werden diese Beweismittel nach der Pressekonferenz an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Auswertung und weiteren Veranlassung weiterleiten.

Die erste Auswertung durch unsere Mandantschaft hat erbracht, dass die Gruppe „Morgenröte“ tief in den Drogenhandel verstrickt war. Die Gruppe hatte dabei massive Unterstützung aus China. Die Gruppe „Morgenröte“ verschob Kokain in die USA und Frankreich. Sie handelte auch mit leichten Waffen, die nach Venezuela gingen. Ob die Gruppe mit chinesischen Triaden oder dem chinesischen Geheimdienst in Verbindung stand oder über Triaden mit dem chinesischen Geheimdienst, konnte noch nicht geklärt.

Aus den von unserer Mandantin erbeuteten Daten ergibt sich allerdings, dass die Gruppe „Morgenröte“ mit Murillo und der Verwaltung von San Pedro einen deal hatte. Man störte sich nicht gegenseitig und dafür erhielt Murillo persönlich 1 Mio. US Dollar pro Monat in bar.. Dies erklärt auch, warum die Koka-Felder offen und nicht versteckt angelegt wurden. Man hatte keine Strafverfolgung in San Pedro zu befürchten.

(Raunen im Publikum, Zwischenrufe ….)

Meine Damen, meine Herren, gedulden Sie sich einen Moment. Wir werden Ihre Frage gleich beantworten.

Auf diesen Fotos sind die ehemaligen Plantagen abgebildet. Auf der Karte ist dargestellt, wo in San Pedro sich diese befanden. Wie sie sehen, hätte jede Luftaufklärung dem pedronischen Militär die Lage der Plantagen und des Lagers ohne Weiteres gezeigt. Es ist aber nichts passiert.

Darüber hinaus haben die Rebellen E-Mail-Verkehr entdeckt, der vom persönlichen Sekretär des Präsidenten oder gar von Murillo selbst stammt. Sie haben das gesamte Hauptquartier der „Morgenröte“ erbeutet und hatten damit Zugriff auf alle Codes, Schlüssel undsoweiter. Daneben wurde eine monatliche Zahlung an Murillo erbeutet, d. h. 1 Mio. US $ in bar.. Wir gehen davon aus, dass Murillo stets Bargeld erhalten hat, damit keine verdächtigen Kontobewegungen erfolgten. Es scheint so, dass dieses Geld stets in Montepiedi an den Privatsekretär übergeben wurde. Aus dem E-Mail-Verkehr geht hervor, dass Murillo Bescheid wusste.

Meine Damen, meine Herren, bitte stellen Sie jetzt Ihre Fragen:

Howard Miller (Associated Press):
„Wie kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei den angeblichen Mails nicht um Fälschungen handelt?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Aus technischer Sicht kann ich dazu nichts sagen. Unsere Mandantin wird aber alle Original – Unterlagen und die erbeuteten Geräte im Original an den Internationalen Gerichtshof übergeben. Wir gehen davon aus, dass man dort über Spezialisten verfügt, die feststellen können, wann die Mails erstellt wurden und von wem.“

Chrystelle Rosseau (Agence France Presse):
“Unterstellt, dass die Vorwürfe zutreffen, ist damit zu rechnen, dass es noch weitere Verstrickungen der Verwaltung von San Pedro in den Drogenhandel gibt?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Davon gehen unsere Mandantin und wir aus. Wir sehen da eine massive Verbindung, um nicht zu sagen Zusammenarbeit.“

Chrystelle Rosseau (Agence France Presse):
“Gibt es dazu Beweise?”

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
“Es gibt keine Dokumente. Aber es gibt eine Reihe übergelaufener Milizionäre, die aussagen können und werden, dass die Miliz in San Pedro vor allem dazu eingesetzt wurde, Bauern zur Arbeit auf Koka-Felder zu zwingen.“

Chrystelle Rosseau (Agence France Press- Press):
“Gut, aber es wird Ihnen klar sein, dass man seitens der Regierung in San Pedro vortragen wird, dass es sich um Lügen handelt?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Das ist meiner Mandantin klar. Sie geht davon aus, dass sich weitere Zeugen melden werden und allein die Zahl entsprechender Aussagen belegen wird, dass es sich um ein ganzes Netzwerk zur persönlichen Bereicherung von Murillo und seiner Clique handelt. Man ist erst ganz am Anfang.

Marlene Rossitzki (Deutsche Presse-Agentur):
„Belege für eine persönliche Verstrickung von Murillo gibt es nicht?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Wie ich eingangs erklärte, gibt es Mails auf erbeuteten Laptops, die zumindest nahelegen, dass Murillo persönlich eine Stillhalteprämie von der „Morgenröte“ erhalten hat.“

George Myers (Washington Post):
„Es gibt Gerüchte, dass Lucia Durando selbst in Drogenhandel verstrickt ist. Könnte es sich hier um den Kampf rivalisierender Banden gehandelt haben, dem man jetzt ein politisches Kleid überstreifen will?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Gerüchte kann jeder streuen. Diese Gerüchte wurden im Interesse von Murillo gestreut. An ihnen ist nichts Wahres. Unsere Mandantin hat mit Drogenhandel absolut nichts zu tun!“

George Myers (Washington Post):
„Schön, aber es ist doch wohl zutreffend, dass Frau Durando etwas merkwürdige Kontakte zur Unterwelt hat. Ich denke da an den Sicherheitschef, der Fremdenlegionär war?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Die Zahl der Attentatsversuche auf unsere Mandantin belegen, wie notwendig es für sie ist, einen erfahrenen Mann als Sicherheitschef zu haben.“

George Myers (Washington Post):
„Gut … aber Fremdenlegionäre haben einen zweifelhaften Ruf und werden mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht wie auch mit Kriegsverbrechen. Hätte es da nicht Alternativen gegeben?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Mir scheint, Sie lassen sich von Vorurteilen und Stereotypen leiten. Herr Lathouwen hat das volle Vertrauen unserer Mandantin und ist nie in irgendwelche Straftaten außer falsch Parken verwickelt gewesen.“

John O´Hara (Guardian):
“Hat Ihre Mandantin Vorstellungen für den Fall, dass es ihr tatsächlich gelingen sollte, den Tiger von San Pedro zu stürzen. Will Sie die sozialen Errungenschaften wieder abschaffen?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Welche sozialen Errungenschaften meinen Sie?“

John O´Hara (Guardian):
„Ich meine vor allem die von Murillo und seiner Partei umgesetzte Landreform.“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„Murillo hat die Großgrundbesitzer und deren Familien umgebracht. Das Land dieser Familien hat er in Gesellschaften eingebracht, die es von den Bauern bewirtschaften lassen. Diese Gesellschaften sind die Grundeigentümer. Murillo hält die Mehrheiten an diesen Gesellschaften selbst oder über Mittelsmänner. Den Bauern gehört nichts. Unsere Mandantin ist der Meinung, dass man das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen kann. Zudem sind die meisten ehemaligen Eigentümer tot. Sie beabsichtigt in der Tat diese „Errungenschaft“ abzuschaffen und Land an die Bauern zu übertragen oder diese, so sie es wollen, in wirklichen Genossenschaften zu organisieren.“

John O´Hara (Guardian):
„Warum probt Ihre Mandantin denn den Aufstand, wenn sie angeblich genau das umsetzen will, was das Ziel von Murillo und seiner Bewegung ist? Sollte man da nicht besser mit der Regierung kooperieren? Und wo befindet sich Lucia Durando überhaupt?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
“An den Vertreter des Guardian:
Sie hatten wohl nicht zugehört. Nach Auffassung unserer Mandantin sind Murillo und seine Gefolgsleute nichts anderes als Drogenkriminelle. Es wurden auch keine sozialen Errungenschaften umgesetzt, sondern Murillo und seine Kamarilla haben sich persönlich bereichert. Lucia Durando befindet sich in San Pedro bei ihren Kämpfern. Aus naheliegenden Gründen kann sie die Pressekonferenz nicht selbst abhalten.“

Genevieve Leblanc (Libèration)
„Welche Gründe wären das und was macht Frau Durando eigentlich mit dem angeblich erbeuteten Geld? Gibt sie das dem Volk zurück?“

Manuel Rodriguez (Partner von Engelhardt, Rodriguez & Associates):
„An die Dame von „Libération: Ich dachte, dass wäre selbsterklärend. Sie möchte sich nicht zur Zielscheibe des pedronischen oder kubanischen Geheimdienstes machen. Murillo lässt unsere Mandantin per Haftbefehl suchen. Damit ist auch eine Verhaftung im Ausland denkbar. Unsere Mandantin wird das Geld zur Finanzierung der Revolution in San Pedro einsetzen.

Meine Herren, meine Damen: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Die Pressekonferenz ist hiermit beendet.“

Taurus
24.11.21, 12:01
Spieltechnische konnten wir alle Verluste wieder ausgleichen, 2 Milizkompanien zu Rebellen/Insurgents aufwerten und die Panzerabwehrwaffen durch 90mm recolless rifles ersetzen. Zudem konnten wir eine "schwere Kompanie" mit 60mm-Mörsern aufstellen.

Wir überlegen gerade, was der nächste Schritt wäre ... weiter narcoticos jagen, eine Stadt erobern, um ein politsches Zeichen zu setzen, die pedronischen Luftwaffe durch einen Überfall auf den Horst ausschalten, eine Gasforderanlage vernichten oder die Goldvorräte plündern.

;)



Da das bisher einmalige Eingreifen der pedronischen "Luftwaffe" gezeigt hat, welches Bedrohungspotential sie entwickeln kann (wenn alle Angriffe richtig getroffen hätten), würden wir einen Überraschungsschlag gegen sie als einen der folgenden Schritte vorschlagen.
Natürlich nur nach einer gründlichen Kosten/Nutzen-Analyse

Sappho
25.11.21, 20:04
Kapitel XIII: Strategische Ausrichtung




Ein paar Tage später lud Lucia abends Pitt und Jean zum Kriegsrat in ihre Baracke im Basislager ein.. Es war die Frage zu klären, wie man die eigene Streitmacht weiter ausbauen wollte und welches in militärischer und politischer Sicht die nächsten Ziele seien.

Pitt Müller gab zunächst seine Einschätzung der Lage: „Wir sind zurzeit nur in der Lage, nächtliche Überraschungsangriffe auszuführen. Der Angriff auf das Lager der Morgenröte gelang nur, weil wir in der Überzahl waren und die Gegenangriff verzettelt und leicht abzuwehren waren. Gegen richtiges Militär wären wir kaum erfolgreich gewesen. Außerdem ist unsere Bewaffnung schlecht. Wir haben keine Waffen, die den Feind in Deckung zwingen, wie z. B. Mörser. Die Bazookas und Panzerfäuste haben nicht genug Feuerkraft. Die Schützen haben kaum einen Treffer erzielt. Insgesamt sind wir mit ungefähr Bataillonsstärke auch viel zu schwach, uns mit Murillos Regulären anzulegen. Ich schlage vor, dass wir aufrüsten, soweit das finanziell geht, und zunächst weiter Druglords und ihre Banden erledigen.“

Jean Lathouwen war etwas anderer Ansicht: „Pierre, Du aast Recht mit unsere Bewaffnung. Aber wir müssen was Phantastisches, Spektakuläres, Tolles tun, damit wir nicht vergessen werden. Und wenn wir Bewaffnung und Zahl verbessern wollen, brauchen wir Geld, viel Geld, mehr als Lucia hat. Ich schlage vor, wir planen mit unseren Söldnern eine Kommando-Aktion und überfallen die Staatsbank, um Murillos Gold zu stehlen!“

Lucia verzog das Gesicht und auf der Stirn bildeten sich Zornesfalten. „ NO …. Ich bin bei Jean, dass wir etwas tun müssen, was uns Aufmerksamkeit beschert und Anhänger von Murillo bewegen könnte, von ihm abzufallen und sich uns anzuschließen. Mir schwebt vor, die Miliz so zu beeindrucken, dass weitere Kompanien zu uns überlaufen. Dann werden nicht nur wir gestärkt, sondern auch noch gleichzeitig Murillo geschwächt. Es hätte die doppelte Wirkung. Geld ist zurzeit noch nicht das Problem, wird aber ein Problem, wenn wir uns weiter vergrößern, was wir tun müssen. Wir haben nun durch die Pressemitteilung, die Pressekonferenz und das Einschalten des Internationalen Gerichtshof in Den Haag etwas Aufmerksamkeit bekommen. Aber das hilft uns in San Pedro nur insoweit als nun jeder weiß, dass wir mit den Narcoticos aufräumen. Wir brauchen aber mehr. Die Helfershelfer von Murillo müssen Angst bekommen, so viel Angst, dass sie die Seiten wechseln. Dazu brauchen wir einen weiteren Erfolg gegen die Kubaner oder Murillos Truppen. Seht hier auf der Karte, der Ort ist das Städtchen Rosario. Rosario ist die Hauptstadt und Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz. In Rosario wurde der Kader für ein neues Bataillon von Murillo stationiert. Dort werden Verstärkungen für Murillo ausgebildet. Und in Rosario gibt es einen kleinen Flugplatz, der jetzt von der pedronischen Luftwaffe genutzt wird. Das sagen jedenfalls unsere Gewährsleute. Könnten wir nicht Rosario erobern, die Kaserne und den Flugplatz zerschlagen?

Jean und Pitt erhoben fast gleichzeitig ihre Stimmen, um Lucia zu widersprechen. Pitt setzte sich: „Nein … das klingt viel zu ambitioniert. Auch wenn unsere Leute jetzt Kampferfahrung haben und von uns weiter ausgebildet werden. Wenn dort ein ganzes Bataillon steht, haben wir keine Chance. Wir müssten im Häuserkampf einen gleich starken Gegner bezwingen. Das klappt nie, nein Lucia, das ist viel zu ambitioniert!“ „Ja“, stimmte Lathouwen zu: „Pierre aat Recht … das geht nicht!“

Lucia lächelte: „ Meine Süssen … Ihr unterschätzt mich wieder mal … ich wollte eigentlich nur prüfen, ob Ihr mir nach dem Mund redet und ob Ihr mich aufrichtig beratet. Ich bin zufrieden. Ihr sagt mir die Wahrheit. Und nein, so wird das nicht gehen. Aber ich habe einen Plan: Es haben sich über Kontaktleute die Chefs von weiteren Milizkompanien gemeldet, die die Seite wechseln wollen. Mit Dreien stehe ich in ernsthaftem Kontakt. Wir bekämen so fast ein Milizbataillon dazu. Wir hätten dann 2 Bataillone und unser Verband hier wird auch verstärkt. Jean hat mich überzeugt, dass wir eine „schwere Kompanie“ mit Mörsern aufstellen und stärkere Geschütze besorgen. Er nannte das „recoilless rifle“? Kennst Du diese Waffe, Pitt?

„Keine schlechte Idee!“ Pitt hörte aufmerksam zu: „Gut durchdacht … die amerikanischen Dinger sind zwar total veraltet, dürften hier zur Panzerbekämpfung ausreichen und auch gegen weiche Ziel recht effektiv sein, jedenfalls besser als alles, was wir bisher haben. Aber zahlenmäßig ist das immer noch ein Alptraum. Ungefähr 2 Bataillone gegen eines und das in einer Stadt. Ich denke nicht, dass das reicht!“

Lucia lächelte wieder: „Pitt … das Bataillon von Murillo wird doch erst aufgebaut, es hat doch noch gar nicht volle Stärke. Ich habe die Information, dass zurzeit eine reguläre Kompanie, eine Milizkompanie, eine Kompanie Rekruten da sind und vielleicht ein paar Wachen am Flugplatz. Na, was meinst Du, Pitt?“

„Ich hoffe, die Information ist belastbar. Wenn dem so ist, sollten wir zuschlagen bevor das Bataillon voll aufgebaut und ausgebildet ist. Dann wäre es wichtig, so schnell wie möglich zuzuschlagen. Jean, was meinst Du?“ Jean Lathouwen nickte und bestärkte Pitt: „ Absolut … wenn es so ist … dürfen wir nicht warten … aber wir brauchen die weiteren Milizkompanien, sonst sieht es wieder schlecht aus!“ Lucia blinzelte den beiden zu: „Ja … das schaffe ich schon. Ich habe hier ja einen Ruf. Dann ist es abgemacht. Ich verschaffe uns Verstärkungen und dann greifen wir Rosario an! Und noch etwas: Jean, kannst Du deine Beziehungen spielen lassen und bei der DEA vorsichtig vorfühlen, ob sie uns eventuell im Kampf gegen die Narcoticos unterstützen? „OUI …..,“ Jean war von der Idee begeistert: „das ist doch genau, was die wollen! Wir räumen für die hier auf, da können sie uns doch mal Waffen und Munition oder zumindest Geld spendieren!“

Sappho
27.11.21, 11:18
Kapitel XIII: Mächtige Feinde









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CIA Hauptsitz
Langley, Virginia
30.01.2000






General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) am Telefon:
“Guten Morgen Murphy, schön, dass ich Sie direkt erreichen kann. Sie hatten Fragen wegen San Pedro?“

Scott Murphy, Director DEA Southern Cone Office, Lima, Peru:
“Guten Morgen Herr General, schön, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Ich habe da ein Problem oder eigentlich eine Möglichkeit. Es scheint so als ob ein Agent von mir Kontakt zu den Rebellen in San Pedro hat. Genauer wurde er von einer Person kontaktiert, die angeblich von den Rebellen bevollmächtigt ist, mit uns zu verhandeln. Die Rebellen boten uns an, den Kampf gegen Drogenbanden in San Pedro zu intensivieren und erbaten dafür finanzielle oder materielle Unterstützung. Ich wäre daran interessiert, weil San Pedro ein schwarzes Loch ist über das Murillo seine Hand hält. Seit der Pressekonferenz in Montevideo wissen wir auch, warum. Gibt es irgendwelche Aspekte, die ich übersehen haben hier in den USA und gegen eine solche Operation sprechen? Ich will mich da nicht in irgendwas verwickeln!“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) am Telefon:
“Murphy, gut, dass Sie bei uns nachfragen. In der Tat ist das politisch deutlich komplizierter. Es besteht aus dem Weißen Haus die Direktive, dass die Reputation des Präsidenten nicht weiter gefährdet werden darf. Murillo und San Pedro haben insbesondere bei den Eastcoast-Intellektuellen Kultstatus. Wenn jetzt hochkommen sollte, dass die USA Rebellen gegen Murillo unterstützen, wird dies als Versuch der USA ausgelegt werden, wieder mal ein sozialistisches System stürzen zu wollen. Das kann sich Clinton in der jetzigen Situation nicht leisten. Ich denke, Sie sollten davon die Finger lassen.“

Scott Murphy, Director DEA Southern Cone Office, Lima, Peru:
“Hm …, die Pressekonferenz der Rebellen in Montevideo ist Ihnen bekannt? Ich meine, wenn da was dran ist, dann könnte in San Pedro ein wirklich effektiver Schlag gegen die Drogenbanden geführt werden. Ich habe mich eh schon immer gefragt, wieso dort keinerlei Erfolge bei der Bekämpfung der Banden erzielt wurden. Das würde das erklären. Stünde es uns nicht gut an, den Kampf gegen die Druglords zu fördern?“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) am Telefon:
“Sie verwundern mich. Sind Ihnen die außenpolitischen Implikationen nicht klar? Die USA würden dann Rebellen im Kampf gegen eine gewählte Regierung in Südamerika unterstützen. Oder meinen Sie, Sie könnten irgendwie nachhalten, dass Ihr Geld nur für Munition ausgegeben wird, die gegen Druglords eingesetzt wird?“

Scott Murphy, Director DEA Southern Cone Office, Lima, Peru:
“Na, gewählte Regierung … die Wahlen waren doch immer gelenkt. Kommen Sie mir doch nicht mit sowas.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) am Telefon:
“Sie werden von Bernie Sanders und seinen Gefolgsleuten bei kleiner Flamme geröstet, wenn man herausbekommt, dass Sie militärische Gegner vom Tiger unterstützen. Abgesehen davon sichert Murillo uns Gaslieferungen zu einem Vorzugspreis zu. Was die Durando vorhat, weiß niemand so genau. Die Pressekonferenz hörte sich dazu ja ziemlich sozialistisch an …. Genossenschaften, den Bauern das Land. Da werden sie von den Republikanern auch noch mal geröstet. Also, aus sicherheitspolitischen Gründen muss ich von jeder Unterstützung der Durando dringend abraten. Sie bringen uns damit in Teufels Küche!“

Scott Murphy, Director DEA Southern Cone Office, Lima, Peru:
“ok … ok … Sie haben mich überzeugt, General. Ich werde dem Kontaktmann eine Absage erteilen! Danke sehr!“

Murphy legt auf.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) telefoniert:
“Karen … geben Sie mir mal John Brennan! Sofort .. ist wichtig!“

Etwas später klingelt Gordons Telefon.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Ja ….? Ah Brennan, gut, dass Sie sich sofort melden.

John Brennan, Director of Directorate of Plans, CIA):
“General, was gibt es?”

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Brennan, in San Pedro fängt es an zu köcheln. Die Durando hat versucht, mit der DEA in Kontakt zu treten und versuchte Unterstützung für ihren Kampf gegen druglords zu bekommen. Anscheinend besteht ihre Strategie weiter darin, Murillo den Geldhahn zuzudrehen und das bei möglichst geringem eigenen Risiko. Das wird jetzt gefährlich für unsere Operationen in Venezuela und Tschetschenien.
Brennan, Sie sind hiermit autorisiert, die Durando und die Rebellen auszuschalten. Oberste Richtschnur ist allerding bei allem, dass wir nicht im Zusammenhang mit irgendwelchen Operationen in San Pedro auffallen!“

John Brennan, Director of Directorate of Plans, CIA):
“ Natürlich … wie immer … die Quadratur des Kreises. Herr General, ich stimme mich mit Ihnen ab, bevor wir was unternehmen.

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Brennan … ich kenne Sie … Sie sind ein guter Mann, ich habe volles Vertrauen in Sie. Sie überschauen das sicher viel besser als ich. Tun Sie, was Sie für erforderlich erhalten. Nur natürlich keine Invasion!“

Gordon lacht

John Brennan, Director of Directorate of Plans, CIA):
“Ich verstehen … aber ich denken, das werde ich sicher nicht allein auf meine Kappe nehmen!“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Brennan, Sie verstehen mich vollkommen falsch, ich stehe natürlich voll hinter Ihnen! Sie können sich auf meinen Support verlassen!“

John Brennan, Director of Directorate of Plans, CIA):
“Natürlich. Ich lasse mal was ausarbeiten und stelle Ihnen das vor.“

General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Wenn Sie meinen und es für erforderlich erachten. Aber dann bitte zügig!“

dimovski
27.11.21, 21:45
Wir überlegen gerade, was der nächste Schritt wäre ... weiter narcoticos jagen, eine Stadt erobern, um ein politsches Zeichen zu setzen, die pedronischen Luftwaffe durch einen Überfall auf den Horst ausschalten, eine Gasforderanlage vernichten oder die Goldvorräte plündern.
Vielleicht sollte man erst mit den ausgeschalteten Panzerwagen einen Halbzug formieren... Oder ein paar erbeutete T-34 in einer maoistischen Scheune entdecken... ;)

Ajax
27.11.21, 23:20
oh verdammt ... so viel Text. wo ist meine Brille... ah zum Glück verlegt. :D :D

Sappho
28.11.21, 09:51
:tongue::tongue::tongue::tongue::tongue::tongue::tongue::tongue::tongue::tongue:
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Sappho
25.12.21, 21:15
Kapitel XIII: Eine konkrete Utopie



Das Leben im Dschungelcamp ging zunächst unverändert weiter. Rekruten wurden durchleuchtet, aufgenommen und ausgebildet. Die Reihen füllten sich wieder. Die versprochenen neuen Waffen trafen ein. Es handelte sich um veraltete M67 recoilless rifles Kaliber 90mm aus südkoreanischer Produktion und leichte Mörser des Typs M224 aus US-amerikanischer Herstellung. Während die 90mm Panzerfäuste über Französisch-Guayana eingeschmuggelt wurden, hatten Lucia und Lathouwen für die Mörser einen kürzeren, allerdings deutlich gefährlicheren Beschaffungsweg. Über Mittelsmänner kauften sie die Mörser nebst Munition bei einem Depot der pedronischen Miliz. „Der Fisch stinkt vom Kopf“, meinte Lucia. „Wenn der Herr kriminell und korrupt ist, sind die Diener es auch! Und es wird nicht dabei bleiben. Ich verhandle mit den Chefs von 3 Kompanien der Guardia Rural, dass sie zu uns überlaufen. Dann hätten wir mit einem Schlag die Stärke von 2 Bataillonen und könnten Rosario angreifen, bevor die Garnison dort volle Stärke hat. Dort wurde auch ein Militärflughafen errichtet auf dem Hubschrauber stationiert sind und täglich Transporter landen. Es ist nicht nur ein lohnendes psychologisches Ziel. Wir müssen auch eine so starke Basis hier verhindern! Jean, Pitt … was meint Ihr?“

„Ich weiß nicht“, meinte Pitt. „Ich halte die Miliz nicht für zuverlässig. Die wollen nur ihre Haut retten und nicht für uns kämpfen. Sie sind schlecht ausgebildet, nicht motiviert und schlecht bewaffnet.“ „ Jean grinste Pitt an: „Ja … genauso schlecht wie wir. Die Regulären sind eine andere Hausnummer als die Miliz. Das haben wir ja auch im letzten Gefecht gemerkt. Lucia, es ist ja richtig, dass die neue Militärbasis in Rosario für uns gefährlich ist und die Hubschrauber unangenehm werden können. Aber eine Stadt einnehmen ist etwas ganz anderes als einen schlecht koordinierten Angriff im Dschungel abzuwehren. Wir könnten ja mit den Legionären ein Kommandounternehmen gegen den Flughafen führen. Aber den Ort einnehmen … ich weiß nicht, ich denke, das ist zu früh!“

Lucia erwiderte:“ Wir müssen vorankommen. Unser Versuch, von der DEA Unterstützung irgendwelcher Art zu bekommen ist gescheitert ist. Die Yankees wollen sich nicht auf unsere Seite stellen. Um die 3 Milizkompanien zu bestechen, habe ich private Immobilien verkauft. Aber meine Mittel sind nicht unbegrenzt. Wir müssen deutliche militärische Fortschritte erzielen, um die Dinge hier in Bewegung zu bringen. Rosario ist deswegen ein so wichtiges Ziel. Die 3 Kompanien sichern Dörfer im Umfeld von Rosario. Mit deren Seitenwechsel können wir unbemerkt am Stadtrand von Rosario auftauchen und die Regulären überraschen. Wir könnten schnell zuschlagen und den Flugplatz nehmen, vielleicht auch die Kaserne. Schaut hier ... ich habe die Gegend und Rosario skizziert.“

Lucia entfaltete eine handgezeichnete Skizze von Rosario und dem Umfeld.







https://abload.de/img/sc6kartebearbeitet.ppzukij.jpg (https://abload.de/image.php?img=sc6kartebearbeitet.ppzukij.jpg)






„Wenn wir den Flugplatz genommen haben, könnten wir versuchen, die Kaserne zu zerstören und wenn alles gut geht, den Gouverneurspalast einnehmen. Wenn nicht, hätten wir die mit dem Flugplatz das wichtigste militärische Ziel vernichtet. Wir können es auch nicht hinnehmen, dass in solcher Nähe permanent ein ganzes pedronisches Bataillon eingesetzt wird. Wir müssen es zerschlagen, bevor es aufgestellt und ausgebildet ist. Nach meinen Informanten ist dort bislang nur etwas Miliz, eine reguläre Kompanie am Flughafen und ein paar Reservisten in der Kaserne. Wir haben doch sechs Kompanien mit den neuen Überläufern. Mit den Legionären und einer schon gut ausgebildeten Rebellenkompanie und vier Kompanien Miliz sollte es uns doch gelingen.“

Pitt schaute Lucia skeptisch an: „Wir haben Finanzprobleme? Ich dachte, das Geld würde ein Jahr reichen?“

Lucia wurde ernst: „Nicht wenn ich drei Milizkompanien zusätzlich „einkaufe“. Aber das, lieber Pitt, soll nicht Dein Problem sein. Das werde ich lösen oder Euch bitten, Murillo um sein Gold zu erleichtern!“ Lucia lächelte. „Also, was meint Ihr? Sechs Kompanien, darunter ca. 100 Legionäre gegen 2 Kompanien von San Pedro?“

Pitt grinste: „Lucia, Du bist eine gute Politikerin, Du verdrehst geschickt die Tatsachen. Es sind 2 reguläre Kompanien PLUS Miliz.“ Dann wurde er ernst und seine Stimme scharf: “Versuch das nie wieder mit mir! Wir können es uns nicht leisten, uns gegenseitig zu betrügen. Wir müssen offen und ehrlich diskutieren, um die beste Lösung zu finden.“

Lucia fasste Pitts linken Unterarm: „Du hast Recht. Offenheit und Ehrlichkeit. Diskussion, um zu überzeugen, nicht um zu überreden. So soll es sein! Es tut mir leid, entschuldige!“ Jean mischte sich: „Schön, meine Turteltäubchen … ich hab Euch auch lieb. Können wir jetzt mal wieder zurück zu unserer Planung kommen?“

Lucia schien ein paar rote Flecken am Hals zu bekommen. Pitt lachte etwas unmotiviert und meinte: „Rede keinen Blödsinn, Jean ….. ich bin übrigens FÜR Lucias Plan. Ich denke, mit dem Überraschungsmoment könnten wir die reguläre Kompanie schnell ausschalten und sollten dann überlegen sein. Wenn wir diese ausgeschaltet haben, sollten wir die restlichen Truppen schnell erledigen können. Ich denke, mit der Überraschung, aber nur mit ihr, könnte es klappen.“

Jean Lathouwen reagierte etwas verschnupft. „Na … da seid Ihr Euch anscheinend einig. Ich halte das allerdings für Wahnsinn … wir sollten Guerillakrieg führen und uns nicht in solche militärischen Abenteuer verwickeln. Also, danke nein, ohne mich. Aber ich werde eh in Guayana gebraucht, um Munition und Verpflegung zu besorgen. Also, viel Spaß bei Eurem Abenteuer!“

Sappho
14.01.22, 23:36
Es war Nacht, eine sternklare Dschungelnacht. Lucia Durando hatte allerdings keine Zeit, den Anblick des südamerikanischen Sternenhimmels zu genießen. Sie war mit ihrem erbeuteten Jeep unterwegs zu einem Treffen mit einem der Miliz-Hauptleute, die zu den Rebellen wechseln wollten. Allerdings war sie nicht allein. Sie hatte eine Leibwache von 3 Mann dabei, die mit Handgranaten und Maschinenpistolen bewaffnet waren. Auch Lucia hatte sich zur Vorsicht eine Uzi umgehängt.

Lucia fuhr mit möglichst niedriger Umdrehungszahl und leisem Motor über die Dschungelpiste zum Treffpunkt. Ein ordentliches Stück vor dem Treffpunkt fuhr sie von der Piste in den Dschungel und versteckte den Jeep. Ein Mann blieb zur Bewachung des Fahrzeugs zurück. Die Anderen machten sich auf zum Treffpunkt, die Maschinenpistolen im Anschlag. Leise schlich man durch den Dschungel, versuchte, sich möglichst lautlos zu bewegen. Dann hatte man die Lichtung erreicht. Lucia und ein Bodyguard blieben am Rand der Lichtung in Deckung, der andere suchte die Umgebung ab.

Kurze Zeit später kam erzurück. Die Lichtung war verlassen und alles ruhig. Sie legten sich auf die Lauer und warteten. Kurz nach der vereinbarten Zeit hörten sie ein Fahrzeug, das sich näherte. Der Motorlärm kam immer näher und erstarb dann. Schließlich näherte sich eine einzelne Person durch das Buschwerk, trat auf die Lichtung und sah sich um.

Lucia war beruhigt. Hauptmann Blanco war wohl tatsächlich allein erschienen und meinte es wohl ernst. Sie bedeutete ihren Leibwächtern in Deckung und aufmerksam zu bleiben. Dann erhob sie sich und ging auf Blanco zu. Dieser stutzte kurz und erwartete sie. Als er sie schließlich erkennen konnte meinte er: „ Lucia Durando, wirklich Lucia Durando … die Gerüchte stimmen also. Willkommen zurück in San Pedro!“ Sie schüttelten sich die Hände.

„Natürlich …. Haben Sie wirklich gezweifelt?“ Lucia lächelte. „Nun, was weiß ich“, meinte Hauptmann Blanco. „ Es ist schwierig zu erkennen, was man glauben kann und was nicht. Aber Sie sind wirklich zurück. Eine Durando ist wirklich wieder in San Pedro!“

Lucia achtete mit größter Aufmerksamkeit auf jede Reaktion und jedes Wort von Blanco. In seinen Worten schien wirklich Achtung oder sogar Hochachtung mitzuklingen, Blanco schien kein reiner Opportunist zu sein sondern sich zu freuen, nun die richtige Entscheidung treffen zu können. Oder er war ein perfekter Schauspieler und ein vollkommen skrupelloser Mensch. Das war bei einem namenlosen Milizhauptmann aber eher nicht zu erwarten.

"Die 500.000 sind bei einem Notar in Liechtenstein hinterlegt, Hauptmann. Er hat die Anweisung 250.000 € auf Ihr Konto in Panama einzuzahlen. Über den Rest kann nur der verfügen, der beide Hälfte dieses Medaillons dem Notar vorlegt." Sie gab dem Hauptmann eine Hälfte eine zerbrochenen Medaillons. "Sie sehen, ich kann das Geld nicht mehr ohne Sie bewegen. Sind Sie beruhigt?“ „Wenn der Notar mir das bestätigt, ja!“ „Das werde ich den nächsten Tagen arrangieren!“

Sie unterhielten sich über den Weg, wie der Frontwechsel zu bewerkstelligen sei und wie man mit Verweigerern des Wechsels umgehen sollte. Es war klar, sie wären vor dem Angriff auf die Provinzhauptstadt einzusperren, da der plötzliche Wechsel ganz entscheidendes Mittel war, um den Überraschungseffekt zu erzielen. Nachdem das Finanzielle geklärt war, wurde man sich rasch einig. Das Treffen war dann schnell vorbei und Lucia Durando fuhr mit ihren Bodyguards zurück.

Im Lager wartete schon Peter; „Lucia, Du bist verrückt. Was, wenn das eine Falle gewesen wäre, da hätten Deine Gorillas auch nichts mehr ausrichten können. Das kannst Du nicht machen. Du gefährdest Deine ganze Bewegung. Alles hängt von Dir ab!“

„Mon cher“, Lucia schmunzelte: „Ich musste zeigen, dass ich real und keine Legende bin …. Täte es Dir denn nicht nur um die Bewegung sondern auch um mich etwas leid, wenn mir was zugestoßen wäre?“

„Du nimmst mich nicht ernst, Lucia!“ Pitt war verschnupft. Lucia lächelte spitzbübisch: „Pierre. mir hätte es Leid getan, Dich nicht wiederzusehen! Aber nun zur Miliz!“ Sie lenkte ab, war ganz geschäftig dabei, den Angriff zu planen.

Sappho
08.02.22, 23:46
Kapitel XIII: „All in“


Pitt und Lucia hielten mehrere Tage nach dem nächtlichen Treffen Kriegsrat. Jean befand sich irgendwo in Südamerika um Waffen, Munition, Verpflegung und sonstige Versorgungsgüter zu besorgen und konnte daher nicht teilnehmen.

„Lucia … wir müssen in einem überraschenden Schlag losschlagen. Der Seitenwechsel keiner der drei Milizkompanien darf vorher bekannt werden. Die Kompanien sichern die Umgebung von Rosario. Sie müssen genau dann wechseln, wenn wir angreifen. So können wir in voller Stärke und unerwartet an den Stadtrand gelangen. Vielleicht können wir die Garnison dann sogar im Schlaf überraschen,“ begann Pitt die Besprechung. Lucia unterbrach ihn. Sie schaute besorgt aus. „Pitt, ich muss Dir etwas gestehen“, fing sie an. Pitt grinste breit: „Ich wusste nicht, dass wir uns schon so nahe stehen … bist Du mir untreu geworden?“, und lachte.

„Estúpido !“, fauchte Lucia in ihrer Muttersprache und lächelte kurz. Ihr Blick verdunkelte sich und sie schien einen Moment nachdenklich und abwesend in den Dschungel zu schauen. Dann schaute sie Pitt an, sagte einen Moment nichts und setzte schließlich auf Französisch erneut an: „Es ist ernst. Späher melden, dass Transportflieger täglich Truppen und Material nach Rosario fliegen. Die Garnison dürfte bald aufgefüllt sein.“

„Na Prost Mahlzeit … ich denke, wir brechen den Angriff besser ab. Das Risiko scheint mir zu hoch zu sein!“

„Nein, Pitt, nein … das geht nicht. Wir können nicht zurück. Die Miliz erwartet eine große Aktion. Ich habe Ihnen einen großen Schlag gegen den Tiger und eine schwere Niederlage für Murillo versprochen. Wir müssen liefern. Unbedingt. Wir müssen Wort halten!“ Lucia nahm Pitts linke Hand mit ihrer Rechten, presste sie und meinte dann: „Zusammen schaffen wir das. Ich weiß, dass ich mich auf Dich verlassen kann. Und Du kannst Dich auf mich verlassen. Bedingungslos. Und bis zum letzten Atemzug. Zu zweit schaffen wir das und alles andere auch!“ Sie nahm seine Hand und küsste sie: „Versprochen!“

Pitt schluckte. Dieser feurige, südamerikanische Temperamentsausbruch kam für ihn überraschend. Es war klar. Lucia meinte das todernst. Er überlegte. Allerdings wurden seine Überlegungen von dem warmen und etwas feuchten Gefühl auf seinem Handrücken getrübt, den Lucias Kuss hinterlassen hatte. Dann drückte er die Emotionen weg und war wieder klar.
.
„Gut … dann müssen wir sofort losschlagen … spätestens morgen. Alarmiere die Miliz. Wir rücken hier in der Nacht ab. Aber es muss Dir klar sein, Lucia … wir riskieren alles … !“

„Ja!“, sagte Lucia entschlossen: „ALL IN … wie beim Pokern … aber wir werden siegen … ich spüre es überall in mir. VAMOS!“

Sappho
10.02.22, 23:29
Werte Foristi,

wir scheinen uns etwas überfordert zu haben. Die schiere Anzahl der Einheiten, die zu bewegen sind, verwirrt uns. Aber das könnte ja den den schlechten Ausbildungstand der Miliz gut simulieren. Es hat den ersten Feindkontakt gegeben, nachdem meine Truppen rundenlang durch den Dschungel marschierten.

Aber nun geht es gleich los, wahrscheinlich morgen der erste Bericht über das 6. Gefecht.

Hohenlohe
11.02.22, 06:43
Na dann viel Glück und Erfolg, werte Generalin Sappho...äh...Lucia!! :ph:

herzlichste grüsse

Hohenlohe, ein Fan der Steelpanther Reihe...:fecht:

Sappho
11.02.22, 23:57
Kapitel XIII: „Pläne enden beim ersten Feindkontakt“


Lucia fluchte wie ein Rohrspatz. Auf Spanisch. Pitt lernte viele neue Worte, die er noch nicht kannte. Lucia hatte durchaus Grund für den Temperamentsausbruch. Die die seitenwechselnden Milizkompanien waren nicht rechtzeitig ausgerückt, um bei Morgengrauen am Stadtrand von Rosario zu sein. Die Kompanien sollten die Rebellen durchleiten und sicherstellen, dass Sympathisanten keine Meldungen an Murillo absetzten. Aber dass sollte ja nicht heißen, dass die kompletten Kompanien in den Orten blieben sondern nur Kommandos. So würde die ganze Streitmacht erst bei vollem Sonnenlicht vor Rosario erscheinen.

Das musste die Operation noch nicht scheitern lassen. Pitt hatte sich allerdings vorgestellt, im Dunklen vor Rosario zu erscheinen. Dies hätte sicherlich eher ermöglicht, in die Stadt einzudringen. „Da määhtste nix“, dachte Pitt in Kölsch. Es war halt nicht zu ändern. Verschieben konnte man den Angriff auch nicht mehr. Die Rebellen hatten sich aus ihren Verstecken bewegt. Jetzt sich wiederzurückzubewegen, würde die volle Aufmerksamkeit der Feinde auf sie lenken und wahrscheinlich die Verstecke verraten.

Man blieb also beim eigentlichen Plan. Lucia sollte mit Milizen und einem Zug Legionäre im Norden angreifen und vielleicht vom Angriff im Süden auf die Garnison und den Flugplatz ablenken. Den Angriff sollte Müller mit einem weiteren Zug Söldner und den restlichen Milizkompanien führen.

Dann trennten sich die Wege von Lucia und Pitt in dieser Schlacht. Lucia gab Pitt einen Kuss auf die Wange und wünschte ihm: „Bon chance!“ Pitt zwinkerte, lächelte und wünschte ihr: „Bleib in einem Stück!“ Pit stieg aus dem Jeep aus, winkte ihr und sah ihr nach. Sie hob die Hand und verschwand in einer Staubwolke auf der Piste. Er schaute ihr nach, zögerte einen Moment und flüsterte: „Gott, ich habe noch nie etwas von Dir verlangt, selbst als es in Mali meine besten Freunde neben mir zerriss … aber jetzt … schütze sie… bitte!“ Dann schluckte er und stieg in den LKW.

Sappho
12.02.22, 00:29
Kapitel XIII: „Feindkontakt“






https://abload.de/img/logofcpspo2j06.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06.jpg)













Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
20. Februar 2000

10:00 GT1

Alle Truppen sind abgesessen bis auf einen Zug, der bei der Kampfgruppe „Pierre“ als Reserve fungiert. Alle Truppen bewegen sich in östlicher Richtung auf den Stadtrand von Rosario zu


10:18 GT9

Ein Spähtruppe der Kampfgruppe „Lucia“ entdeckt im äußerste Norden des Gefechtsabschnittes auf einer kleinen Anhöhe in einem Wachhaus eine feindliche Milizgruppe. Der Spähtruppführer entschließt sich zum Angriff und vermag es, dem Feind Verluste beizubringen und in die Flucht zu schlagen.





https://abload.de/img/sc6gt9nordenkontaktmzkj0.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt9nordenkontaktmzkj0.png)







10:20 GT10

Im Norden kann weitere kampferfahrene Miliz herangeführt. Weitere Feind Gruppen wurden um eine Straße am Stadteingang festgestellt. Eine Feindgruppe konnten durch einen mutigen Sturmangriff in die Flucht geschlagen werden.





https://abload.de/img/sc6gt10nordenydkq2.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt10nordenydkq2.png)







Im äußersten Süden erscheint über dem Flughafen ein Feindhubschrauber nach einem Alarmstart. Er befindet sich außerhalb der Reichweite der eigenen Mistral-Raketen.





https://abload.de/img/sc6gt10sdenhelikdkya.png[/url]







Etwa weiter nördlich stellt ein eigener Spähtrupp der Kampfgruppe „Pierre“ westlich von der Kaserne feindliche Infanterie fest.






[url=https://abload.de/image.php?img=sc10sdenzentrumkontak4gjx2.png]https://abload.de/img/sc10sdenzentrumkontak4gjx2.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt10sdenhelikdkya.png)

Sappho
14.02.22, 00:12
https://abload.de/img/logofcpspo2j06.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06.jpg)







Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
20. Februar 2000

10:22 GT11
Im Norden entwickelt sich ein Feuergefecht zwischen dem vordersten Zug der kampferprobten A-Kompanie und einem den Stadtrand sichernden Zug der Milicia Rurale. Dem vordersten Zug gelingt es, auf die feindliche Stellung ohne Verluste auf die feindliche Stellung aufzuschließen.





https://abload.de/img/sc6gt11nordenffj1x.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt11nordenffj1x.png)






Im Süden schließt ein Zug Söldner auf die Kaserne auf. Aus der Kaserne werden die Söldner unter schweren Beschuss genommen. Ein Scharfschütze fällt dadurch aus, allerdings erst, nachdem er einen feindlichen Trupp ausgeschaltet hat.
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https://abload.de/img/sc6gt11sdenzentrumrijvo.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt11sdenzentrumrijvo.png)







Im Süden erkennen eigene Spähtrupps Sicherungen am Waldrand vor dem Flughafen. Die Spähtrupps ziehen sich nach Verlusten zurück.






https://abload.de/img/sc6gt11suedenjgk1p.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt11suedenjgk1p.png)







10:24 GT12
Im Norden gelingt der Sturm auf die feindliche Stellung. Die Masse des feindlichen Zuges wird zerschlagen und zieht sich in die Stadt zurück.






https://abload.de/img/sc6gt12nordeneinsickexkkim.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt12nordeneinsickexkkim.png)







Im Zentrum nähert sich eine eigene Milizkompanie einem Depot der pedronischen Armee.





https://abload.de/img/sc6gt12zentrumannherubfkvm.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt12zentrumannherubfkvm.png)







Weiter südlich nähert sich ein Zug Legionäre der Kaserne und fächert auf.






https://abload.de/img/sc6gt12suedenzentrumujka8.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt12suedenzentrumujka8.png)







Im Süden schließen die eigenen Verbände weiter auf und nähern sich dem Flugplatz.





https://abload.de/img/sc6gt12sueden92k9d.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt12sueden92k9d.png)

Sappho
14.02.22, 22:44
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Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
20. Februar 2000



10:26 GT13
Im Norden flieht der Feind in den Ort und erleidet weitere Verluste. Der vorderste Zug folgt ihm. Weitere Züge der Kompanie A rücken nach.






https://abload.de/img/sc6gt13norden1zjn5.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt13norden1zjn5.png)







Etwas weiter südlich gerät ein Spähtrupp in einen Hinterhalt feindlicher Miliz, erleidet Verluste und nebelt sich ein.






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Noch weiter südlich erhalten die eigenen Truppen Beschuss, erleiden Verluste aus dem Depot und ziehen sich zurück.





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Noch weiter südlich gerät der Legionärszug unter Beschuss aus der Kaserne und schweren Beschuss von zwei Bell-Hubschraubern, die über dem Flugplatz schweben. Die Hubschrauber nehmen die Legionäre mit MGs und automatischen Granatwerfern unter Feuer. Die vorderste Gruppe wird fast aufgerieben.






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Im äußersten Süden rücken weitere Truppen auf den Flugplatz vor. Eine Gruppe feindlicher Regulärer wird in die Flucht geschlagen und fast aufgerieben.






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Sappho
05.03.22, 10:49
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Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch

20. Februar 2000



10:26 GT13
Im Norden flieht der Feind in den Ort und erleidet weitere Verluste. Der vorderste Zug folgt ihm. Weitere Züge der Kompanie A rücken nach.







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Etwas weiter südlich gerät ein Spähtrupp in einen Hinterhalt feindlicher Miliz, erleidet Verluste und nebelt sich ein.







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Noch weiter südlich erhalten die eigenen Truppen Beschuss, erleiden Verluste aus dem Depot und ziehen sich zurück.







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Noch weiter südlich gerät der Legionärszug unter Beschuss aus der Kaserne und schweren Beschuss von zwei Bell-Hubschraubern, die über dem Flugplatz schweben. Die Hubschrauber nehmen die Legionäre mit MGs und automatischen Granatwerfern unter Feuer. Die vorderste Gruppe wird fast aufgerieben.







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Im äußersten Süden rücken weitere Truppen auf den Flugplatz vor. Eine Gruppe feindlicher Regulärer wird in die Flucht geschlagen und fast aufgerieben.







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10:30 GT15
Im Norden ist es der Kampfgruppe Lucia gelungen, die Linie der verteidigenden Miliz zu durchstoßen und in den Ortsrand einzudringen. Der verteidigende Zug der feindlichen Milz wurde aufgerieben. Aus einem Verwaltungsgebäude erfolgt Feuer auf die eigenen Truppen. Das Gebäude wird umstellt und soll in Kürze gestürmt werden. Feindliche Mörsergranaten schlagen hinter der Kompanie ein und zerstörn einen eigenen LKW.







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Eigene Verbände schließen auf das Depot im Zentrum auf. Aus dem Depot wird das Feuer auf die eigene Truppe eröffnet. Auch weiter südlich wird ein feindlicher Trupp festgestellt.






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Weiter südlich gerät die eigene Truppe aus der Kaserne und durch 2 Hubschrauber unter schweren Beschuss und erleidet Verluste. Die eigene Spitze zieht sich zurück und nebelt sich ein.






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Den Mistral-Teams gelingt es im Gegenzug, die beiden UH Iriquious abzuschießen. Diese stürzen ab und detonieren beim Aufschlag auf die Landebahn des Flughafens.






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Ganz im Süden schließt die Masse der Kampfgruppe „Peter“ auf das Flughafengelände weiter auf.








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KIWI
14.03.22, 11:40
Werte Sappho,
das ist mal ein AAR. Sehr schön und soviel zu lesen. Macht bloß weiter.

Sappho
16.03.22, 23:22
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Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
20. Februar 2000




10:34 GT17
Im Norden gelingt es den eigenen Kräften die im Verwaltungsgebiet verschanzte feindliche Miliz auszuschalten. Ohne auf weiteren Widerstand zu stoßen, kann die Kampfgruppe „Lucia“ in den Ort eindringen und weiter vorstoßen. Der Feind nimmt die eigenen Truppen weiter mit Mörsern unter Feuer. Die Granaten schlagen aber hinter der Truppe ein und richten keinen Schaden ein.







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Im Zentrum wird der Angriff auf das Depot abgebrochen und Verstärkungen herangeführt.






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Im Süden ziehen sich die eigenen Kräfte im Schutze des künstlichen Nebels vor der Kaserne zurück und sammeln sich neu. Eigene Mörser eröffnen das Feuer auf die vorderen Gebäude.






https://abload.de/img/sc6gt17sdenkaserne4vkbn.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt17sdenkaserne4vkbn.png)








Weiter südlich sammelt sich die Kampfgruppe „Peter“ zum Angriff auf den Flugplatz.






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Sappho
19.03.22, 00:25
Kapitel XIII: Chica Guevara



Für Lucia Durando begann die Operation schlecht. Die eigentliche Planung scheiterte direkt, weil die übergelaufene Miliz die Befehle missverstand und zu spät vor Rosario erschien. Allerdings hoffte Lucia noch, dass der Umstand, dass es Sonntag war, für eine Überraschung ausreichte und man die Garnison im gemütlichen Wochenendbetrieb überraschen konnte.

Die Kämpfer quälten sich durch den Dschungel und über die wenigen Pisten nach Rosario. Mit dabei war Lucia, die offiziell die nördliche Kampfgruppe leitete. Tatsächlich hatte ihr Peter Müller einen erfahrenen Legionär als Berater zur Seite gestellt. Der sollte für das Militärische und Lucia mehr für die Moral zuständig sein.

Lucia sah es als ihre Aufgabe an, ihre Leute zu motivieren. So ließ sie sich unablässig in ihrem Beutejeep von Kompanie zu Kompanie fahren, um ihre Leute aufzumuntern und anzutreiben. Diese waren in der Tat begeistert, ihre hübsche Ikone bei ihnen zu sehen und bald schon machte Lucia wegen des wehenden dunklen Haars – der Dutt hatte sich schon bald gelöst und die Strähnen waren unter der Mütze herausgerutscht – Che Guevara Konkurrenz.

Dann passierte allerdings etwas Unerwartetes. Der Jeep fuhr sich im Urwaldschlamm fest und war durch nichts mehr zur Weiterfahrt zu bewegen. Lucia fluchte sehr unchristlich und sehr unweiblich, was ihr den Respekt des beigestellten Legionärs einbrachte, der sich an einen seiner Ausbilder erinnert sah, auch wenn ihre Stimme deutlich höher und dessen Brust deutlich flacher war, wie er gegenüber Lucia zu bemerken wagte. Diese gab ihm einen freundschaftlichen Tritt in den Hintern und lachte dann wieder. Das änderte aber nichts daran, dass man nun auf einen LKW mit Miliz umsteigen musste. Zunächst aber ging es zur nächsten Piste, wo der erste vorbeikommende LKW der Kampfgruppe angehalten wurde. Der kleine Trupp stieg auf die Ladefläche auf, Lucia wurde hochgereicht und oben in Empfang genommen, wobei einer der Milizionäre sich dazu hinreißen ließ, die Hand auf ihrem Po ruhen zu lassen. Das war kein Unfall, denn da hatte auch bei der Hilfeleistung die Hand nichts zu suchen. Lucia machte einen Schritt nach vorne und der Milizionär lachte, da er von einem erschrockenen Rückzug der Durando ausging. Er hatte sich allerdings in Lucia gründlich getäuscht. Sie hatte sich nur etwas Platz verschafft, keilte mit dem rechten Bein nach hinten aus und traf zielsicher ohne hinsehen zu müssen mit der Ferse ihres Kampfstiefel die Kronjuwelen des Herren. Man hörte nur ein ersticktes „Umpf“ als der Milizionär überrascht mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammensackte. Das machte Eindruck bei der ungehobelten Milizionärsbande die überrascht und erschrocken verstummte. „Ich bin keine Eurer Chicas“, fauchte Lucia. „ Nein“, meinte einer der Unterführer: “ Du bist Chica Guevara!“ Die Milizionäre lachten, Lucia lachte mit und die Situation entspannte sich.

Die Fahrt ging über eine mit Schlaglöchern übersäte verschlammte Dschungelpiste. Die auf der Ladefläche stehenden Milizionäre wurden ordentlich durchgeschüttelt und Lucia ebenfalls. Immer wieder stieß sie gegen Soldaten, die sie nunmehr respektvoll an der Hüfte fassten und auffingen. Etwas komplexer war die Situation wenn sie nach vorn flog und mit der Vorderseite ihres Oberkörpers gegen einen Soldaten stieß. Der so Beglückte war ein junger Bursche, der ob dieser Art unfreiwilligen Kontaktaufnahme mit seiner Commandante einen hochroten Kopf bekam und nicht wusste, was er tun sollte. Er wagte nicht, Lucia mit den Händen zu stoppen, um keine edlen Teile zu berühren.Lucia schmunzelte, ihr war schon Schlimmeres geschehen und die „Folter“ des jungen Soldaten amüsierte sie.

Eine Viertelstunde später hörte man aus Osten Gefechtslärm. Der LKW hielt und die Miliz sprang vom Fahrzeug herunter. Der Legionär wies Lucia in die Lage ein. Die vordersten Einheiten waren am Stadtrand von Rosario unter Beschuss geraten und hatten direkt angegriffen. An Lucia und ihrem Führungsstab hasteten Milizionäre nach vorne, die den vordersten Trupp verstärken sollten. „Sieht gut aus“, meinte der Legionär: „ Der Feind zieht sich unter Verlusten zurück. Wir haben sie überrascht.“ Sie folgten im Laufschritt der Miliz als es pfiff. „Runter!“, brüllte der Legionär, hechtete auf Lucia und riss sie so herunter.

Rumms … Rumms … Rumms … machte es vor ihnen und Dreckfontänen stieben hoch. Etwas pfiff über Lucia und den Legionär hinweg und klatschte hinter ihnen in einen Baum. Dann war der Mörserüberfall auch schon vorbei. Einen ihrer LKW hatte es allerdings erwischt. Er stand brennend am Wegesrand. Lucia rappelte sich auf und klopfte sich den Dreck von der Kleidung. Der Legionär ging zum Baum, zog den Splitter heraus und zeigte ihn Lucia: “Der Kopf wär ab gewesen“, meinte er ruhig. Lucia sah den Legionär an und sagte. „Du hast mir mein Leben gerettet. Das vergesse ich nie! Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. was dieser leise grunzend hinnahm. „So“, meinte sie: „Jetzt aber weiter!“

Weiter ging es nach vorne. Noch zweimal nahmen sie Deckung vor Granaten feindlicher Mörser. Dann hatten sie den Kompaniechef der vordersten Milizkompanie erreicht. Der war euphorisch. „Wir haben die feindliche Miliz zerschlagen. Nur dort im Hotel hat sich noch eine Gruppe verschanzt, die wir aber schon abgeschnitten und umstellt haben. Die räuchern wir gleich aus. Der Weg nach Rosario ist offen!“ Lucia ließ sich da Funkgerät geben und funkte Peter Müller an: „Mon cher“ ,lachte sie: „Wir sind schon in der Stadt, wir haben sie überrannt … und Duuuu?“ Sie lächelte und blinzelte den Legionär an, der zurückgrinste. Aus dem Funkgeräte quakte die etwas frustrierte Stimme von Pitt: „Nicht gut … wir stoßen auf heftigen Widerstand und haben Verluste. Wir schlagen uns wohl mit der Masse des Bataillons rum. Allerdings haben wir 2 Hubschrauber abgeschossen und so langsam arbeiten wir uns unter dem Schutz von Nebel und eigenem Mörserfeuer an die Kaserne ran. Der Flughafen selbst ist stark gesichert!“ Der Legionär mischte sich: „ Capitaine … wir dringen durch die Stadt vor und versuchen den Flughafen zu flankieren!“ „Ja .. gut …!“, meinte Pitt, „ beeilt Euch , wir liegen hier im Kreuzfeuer und neue Hubschrauber scheinen startklar gemacht zu werden!“

„Die Kavallerie kommt!“, grinste Lucia und im Funkgerät hörte man ein kurzes Lachen von Pitt. Lucia legte auf und schaute entschlossen den Legionär: „Du hast es gehört. Tempo., Tempo, Tempo … VAMOS!“

Sappho
19.03.22, 23:52
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Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
20. Februar 2000


10:36 GT18
Im Norden wird die im Hotel eingeschlossene feindliche Gruppe unter eigenen Verlusten aufgerieben und das Hotel eingenommen. Die Masse der Kampfgruppe Lucia marschiert unangefochten weiter in die Stadt.







https://abload.de/img/sc6gt18nordendurchbruc6kjv.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt18nordendurchbruc6kjv.png)







Im Zentrum sammelt sich die dortige Milizkompanie vor dem Depot und bereitet einen neuen Angriff vor.






https://abload.de/img/sc6gt18zentrum1zj91.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt18zentrum1zj91.png)







Vor der Kaserne sammeln sich eigene Kräfte, um im Schutz des künstlichen Nebels einen Angriff gegen die Nordseite der Kaserne vorzutragen.







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Ganz im Süden ist die Masse der Kampfgruppen Peter vor dem Flughafen eingetroffen.







[![Bild sc6gt18sdeng0juh.png auf abload.de](https://abload.de/img/sc6gt18sdeng0juh.png)](https://abload.de/image.php?img=sc6gt18sdeng0juh.png)

Sappho
20.03.22, 21:57
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20. Februar 2000



10:38 GT19
Im Norden rücken die Milizionäre der Kampfgruppe Lucia unangefochten Richtung Osten in die Stadt ein. Das Hotel wurde genommen und die Verteidiger zerschlagen.







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Im Zentrum beginnt der Angriff der Miliz auf die im Depot verschanzten Feinde. Die vordersten Gruppen geraten in schweres Feuer der Verteidiger, erleiden schwere Verlusten, nebeln sich ein und ziehen sich zurück. Auch der zweite Angriff wird vom Feind abgewehrt.







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Vor der Kasernen sammelt sich die Kampfgruppe zum Angriff. Kasernengebäude mit Verteidigern liegen weiter unter dem Beschuss eigener Mörser.







https://abload.de/img/sc6gt19sdenkaserneshjkl.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt19sdenkaserneshjkl.png)

Im äußersten Süden arbeitet sich die Kampfgruppe Peter weiter an den Dschungelrand heran. Der Vorstoß eines Spähtrupps am südlichen Rand gerät in Abwehrfeuer aus dem Flugplatz und bleibt mit Verlusten liegen. Woher der Beschuss genau kommt, kann nicht festgestellt






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Sappho
20.03.22, 23:16
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20. Februar 2000



10:40 GT20
Im Norden steht die Kirche kurz vor der Einnahme. Die Kampfgruppe fächert auf und stößt nunmehr unbehelligt über mehrere Straßen durch Rosario in Richtung Süden zum Flugplatz vor.







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Die Reserve wurde freigegeben und soll der Kampfgruppe Lucia folgen.

Weiter südlich nähern sich eigene Kräfte der feindlichen Hinterhaltstellung, um diese auszuschalten.






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Vor dem Depot beginnt der dritte Angriff. Trotz Verlusten gelingt es nunmehr, die Außenseite des Gebäudes zu erreichen.








https://abload.de/img/sc6gt20zentrumdepot71jcc.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt20zentrumdepot71jcc.png)







Vor der Kaserne wird durch die eigenen Mörser Nebel gelegt. Der Angriff auf den nördlichen Außenbereich der Kaserne beginnt.







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Vor dem Flugplatz wartet die Kampfgruppe Peter darauf, dass das Mörserfeuer auf die westlichen Flugplatzgebäude verlegt wird.







https://abload.de/img/sc6gt20sden8rk89.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt20sden8rk89.png)

Sappho
29.03.22, 23:14
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20. Februar 2000



10:42 GT21
Im Norden rücken die eigenen Truppen weiter vor ohne auf Widerstand zu stossen. Sie stoßen dann über drei Straßen in drei Kolonnen nach Süden vor. Ein Verwaltungsgebäude wurde eingenommen.





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Im Zentrum kann das Depot nach schwerem Kampf fast ganz eingenommen werden. Der Feind zieht sich zurück.





https://abload.de/img/sc6gt21zentrumdepotzak6x.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt21zentrumdepotzak6x.png)







Im Süden vor der Kaserne beginnt der eigene Angriff nachdem sich vor der feindlichen Stellung Nebel entfaltet hat.





https://abload.de/img/unbenanntsc6gt21sdensgk55.png (https://abload.de/image.php?img=unbenanntsc6gt21sdensgk55.png)







Ganz im Süden liegt die eigene Truppe unter Mörserfeuer.





https://abload.de/img/sc6gt21sdenkasernepdjkd.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt21sdenkasernepdjkd.png)







10:44 GT22
Im Norden rücken die eigenen Truppen im Eiltempo nach Süden vor.




https://abload.de/img/sc6gt22nordentmjy5.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt22nordentmjy5.png)








Weiter südlich verteidigen die letzten feindlichen Verteidiger das Depot erbittert. Die Masse der Feindtruppen ziehen sich aber nach Osten zurück.




Bild "sc6gt22zentrumdepotfbjf6.png" anzeigen. (https://abload.de/image.php?img=sc6gt22zentrumdepotfbjf6.png)







Vor der Kaserne entfaltet sich die eigene Truppe langsam im Schutz des künstlichen Nebels.





https://abload.de/img/sc6gt22sedenkasernexgjnd.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt22sedenkasernexgjnd.png)







Ganz im Süden wartet die Kampfgruppe Peter auf das Zeichen zum Angriff.




https://abload.de/img/sc6gt22sueden1ojwj.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt22sueden1ojwj.png)







10:46 GT23
Die Kampfgruppe Lucia erreicht im Zentrum den Gouverneurspalast und weitere Verwaltungsgebäude. Der Gouverneur und seine Entourage verlassen das Gebäude und fliehen.





https://abload.de/img/sc6gt23nordenr5jvg.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt23nordenr5jvg.png)







Im Süden vor der Kaserne sind die feindlichen Stellungen im Schutz des Nebels fast erreicht worden.




https://abload.de/img/sc6gt23sdenkasernexuj7r.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt23sdenkasernexuj7r.png)







Ganz im Süden wird versucht, die feindliche Position aufzuklären. Dies läßt schweres Feuer aus den Flughafengebäuden aus. Außerdem liegen die Kämpfer immer noch unter feindlichem Mörserfeuer.





https://abload.de/img/sc6gt23sdeno0jrp.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt23sdeno0jrp.png)

10:48 GT24
Im Norden sammelt sich die Kampfgruppe Lucia zum Angriff auf den Gouverneurspalast.

Im Zentrum ist das Depot erobert worden und der Feind zieht sich zurück.




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Im Süden wird klar, dass ein Angriff auf den Flugplatz noch nicht möglich ist. Dazu muss eine Nebelwand gelegt werden.





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10:50 GT25
In der Stadt greift eine Gruppe den Gouverneurspalast an, der nur noch von Verwaltungsbeamten gehalten wird.




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Im Zentrum rücken die eigenen Truppen nunmehr ungehindert nach Osten vor.





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Das Depot ist vollstaendig besetzt und man bereitet sich auf die Verfolgung vor.

Weiter südlich wurden die ersten Gebäude am Außenrand der Kaserne gestürmt. Allerdings sind die eigenen Verluste erheblich.





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Ganz im Süden wurden erneut vom Feind Hubschrauber gestartet.



[CENTER]
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Sappho
08.04.22, 23:45
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20. Februar 2000

10:52 GT26
Die Kampfgruppe Lucia rückt weiter durch Rosario nach Süden. Im Westen der Stadt wird feindliche Infanterie festgestellt.






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Beim Depot gerät die eigene Truppe in das Feuer von Hubschraubern. Der Vormarsch der dortigen eigenen Truppe stockt.






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Im Bereich der Kasernen gelingt der Einbruch in die nördlich gelegenen Gebäude, allerdings unter erheblichen Verlusten . Weitere Hubschrauber des Feindes wurden gestartet.








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10:54 GT27

Um das Regierungsviertel kommt es zu kurzen aber heftigen Feuergefechten mit pedronischer Polizei. Die Polizei tritt erstaunlich kampfkräftig auf, wird aber trotz erheblicher eigener Verluste schnell ausgeschaltet. Der Vormarsch nach Süden geht weiter.






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Im Zentrum marschiert die eigene Truppe unangefochten nach Osten und erreicht den Stadtrand von Rosario.







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Am Depot werden die eigenen Kämpfer von feindlichen Hubschraubern unter schweren Beschuss genommen und gehen in Deckung. Der Vormarsch nach Osten gerät so ins Stocken.






https://abload.de/img/sc6gt27zentrumdepoty9knj.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt27zentrumdepoty9knj.png)






An der Kaserne verliert der eigene Angriff an Schwung wegen der erlittenen Verluste.






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Ein zur Aufklärung vorgenommener Vorstoß am Flugplatz löst heftiges Abwehrfeuer aus und wird nach Verlusten abgebrochen.






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Sappho
16.04.22, 00:10
https://abload.de/img/logofcpspo2j06u6jbo.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06u6jbo.jpg)







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20. Februar 2000


10:58 GT28
In der Stadt entwickelt sich am nordwestlichen Rand ein Feuergefecht. Wo der Feind sich verschanzt hat, kann nicht eindeutig festgestellt werden. Ansonsten geht der Vormarsch zum Flugplatz ungestört weiter.

Westlich der Stadt und östlich des Depots hat der Beschuss durch Hubschrauber aufgehört und die Miliz marschiert zur Stadt.

An der Kaserne bleibt der eigene Angriff im Abwehrfeuer des Feindes liegen. Die eigenen Verluste steigen weiter.

Ganz im Süden wird die Westseite des Flughafens eingenebelt und der Sturm auf den Flugplatz beginnt. Der eigene Angriff stößt aber auf heftiges Abwehrfeuer unter anderem durch ein Flugabwehrgeschütz.



11:00 GT29
Der feindliche Widerstand im Nordwesten der Stadt ist im Wesentlichen gebrochen wenn auch versprengte Feinde weiter Widerstand leistet.

Am Depot geht der Vormarsch weiter.

An der Kaserne findet ein Feuergefecht statt ohne dass Fortschritte gemacht werden.

Ganz im Süden erleiden die eigenen Angreifer Verluste, können aber in einem kurzen und heftigen Gefecht den Feind im Wesentlichen ausschalten.



11:02 GT30
In Rosario selbst wurde in der Stadt der letzte feindliche Widerstand im Nordwesten ausgeschaltet. Der Vormarsch zum Flugplatz geht ohne Widerstand weiter.





https://abload.de/img/sc6gt30stadtwwjms.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt30stadtwwjms.png)







In der Nähe des Depots rücken die eigenen Truppen weiter in Richtung Rosario fort.





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An der Kaserne wird der Angriff angebrochen. Die eigenen Verluste sind zu hoch und das feindliche Abwehrfeuer zu heftig.




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Am Flugplatz gelingt es unter Verlusten weiter zügig nach Osten vorzustoßen. den Widerstand des Feindes in den westlichen Gebäuden zu brechen und im Süden weiter nach Osten vorzustoßen.





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11:06 GT32
In Rosario hat die Masse nun den südlichen Ortsrand erreicht.





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An dem Depot geht der Vormarsch auf Rosario weiter vor.





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An der Kaserne können sich die ersten eigenen Einheiten vom Feind lösen und zurückziehen.




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Ganz im Süden sind die westlichen Gebäude besetzt. Der Vormarsch geht weiter. Der Angriff auf die Hallen weiter nördlich scheitert nach der Einnahme des ersten Gebäudes. Ein weiterer Hubschrauber wird durch eine Mistral-Rakete abgeschossen. Der Rauch verhüllt den letzten Hubschrauber.






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11:08 GT33
Die Spitze der Kampftruppe Lucia erreicht den südlichen Ortsrand von Rosario.





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Im Bereich des Depots hat die Masse ebenfalls die Stadt erreicht und marschiert im Eiltempo nach Süden.





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Bei der Kaserne ziehen sich die eigenen Kämpfer weiter zurück. Teile liegen allerdings noch im Feindfeuer fest.





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Am Flughafen geht der Vormarsch südlich der Hangars unangefochten weiter. Bei den nördlicher gelegenen Hangars erhält die Gruppe schweres Feuer aus der Kaserne.






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11:10 GT34
In der Stadt wird am südwestlichen Ortsausgang starker Feind mit sicherlich 40 Mann festgestellt, der jeden Angriff abwehrt.





https://abload.de/img/sc6gt34stadtsd49kho.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt34stadtsd49kho.png)







Im Zentrum rückt die eigene Truppe nach Süden vor.






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An der Kaserne geht der eigene Rückzug weiter.





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Am Flugplatz geht der Vormarsch gen Osten weiter.






https://abload.de/img/sc6gt34flughafenxnjfm.png (https://abload.de/image.php?img=sc6gt34flughafenxnjfm.png)







11:12 GT35
Jeder Angriff auf den im Südwesten der Stadt verschanzten Feind scheitert.






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Im Bereich des Depots erreichen die Spitzen ebenfalls den verschanzten Feind-





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Am Flugplatz hat man den vorletzten Hangar im Süden erreicht.






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Sappho
16.04.22, 07:15
Das Szenario endete überaschend vor dem Ablauf der eigentlich vorgegebenen Rundenzahl.

Wir vermuten, dass trotz aller VP-Felder im Süden des Flughafens, die wir noch hätten erreichen können, nicht mehr als ein Unentschieden hätte herauskommen können. Daher gab es den sudden death.

Wir haben die feindlichen Truppen so aufgestellt, als wären sie am Wochenende vom Angriff überrascht worden. Das Schützenbataillon war daher in der Kaserne und ansonsten die Stadt nur durch eine Kompanie Miliz geschützt und ein paare Gruppen am Flugfeldrand. Es war auch nicht eingegraben.

Da wir so lange brauchten, die eigenen Truppen aufzustellen, hatten wir nachher vergessen, wo genau der Feind statt. Das war ein angenehmer Nebeneffekt unseres zögerlichen Vorantreibens des Szenarios. Es stellte sich wieder heraus, dass die eigene Miliz nur verteidigen kann. Im Angriff waren nur die Söldner und die hochgelevelten Stammeinheiten zu gebrauchen. Da an der Kaserne die Speerspitze, die Legionäre, teilweise durch Hubschrauber hohe Verluste hatten, scheiterte der Angriff auf die Kaserne.

Die KI hat wohl Truppen aus der Kaseren in die Stadt geschickt. So ganz dumm ist sie dann noch nicht.

Die eigenen Verluste waren höher als die des Feindes. Die massierte Präsenz in der Kaserne machte diese uneinnehmbar und der Versuch führte zu vielen Verlusten.

Für uns war das ein interessantes Szenario.

Sappho
26.04.22, 00:00
Es war zwar gelungen die Stadt Rosario einzunehmen, Allerdings war man nicht in der Lage den Flugplatz zur Gänze und die Kaserne einzunehmen. Auch hatte sich am südöstlichen Ortseingang bzw. Ausgang feindliche Infanterie in Zugstärke verschanzt, die bislang alle Angriffe der von Lucia geführten Truppe abwehrte.

Man führte nun ein Feuergefecht mit den eingeschlossenen Resten des feindlichen Bataillons. Die Rebellen versuchten nicht mehr, die Kaserne zu stürmen und der pedronische Verband versuchte keinen Ausbruch. Es kam zu Scheinangriffen der Rebellen, die Abwehrfeuer des Feindes auslösten, um so die Munitionslage des Feindes weiter zu verschlechtern. Zudem stellte man der Kaserne das Wasser ab. Außerdem wurden die Gebäude immer wieder unter Mörserfeuer genommen Aufrufe zu kapitulieren, wurden aus der Kaserne heraus mit Schüssen beantwortet. So neigte sich der erste Tag zu Ende.

Müller verordnete erhöhte Aufmerksamkeit, da er mit einem Ausbruchsversuch des abgeschnittenen Bataillons rechnete. So kam es auch. Um ca. 3:00 Uhr in der Nacht huschten Schatten aus den Gebäuden und wendeten sich nach Osten. Am Ortsrand von Rosario wurden sie von heftigem MG-Feuer empfangen Der Ausbruchsversuch brach schnell zusammen. Einige Stunden später dämmerte es. Sobald „Büchsenlicht“ vorhanden war, begannen Scharfschützen auf die Fenster zu schießen und das Mörserfeuer wurde ebenfalls eröffnet. Da man genügend Zeit hatte, sich genau einzuschießen, brannten die Gebäude bald wegen zahlreicher Treffer.

Schließlich wurde aus dem Fenster des Stabsgebäude eine weiße Fahne geschwenkt. Pitt ließ das Feuer einstellen. Auf spanisch wurden die Eingeschlossenen aufgefordert, einzeln mit den Händen hinter dem Kopf zu den Rebellen zu gehen. Die Soldaten folgten der Aufforderung. Zuletzt trat der Kommandeur der Garnison aus dem Gebäude. Pitt und Lucia hatten mitgezählt. Sie hatten 328 Gefangene gemacht. Diese wurden provisorisch in den Hangars des Flugplatzes untergebracht und scharf bewacht.

Als nächstes versuchte man sich einen Überblick über die Beute zu verschaffen. In der Kaserne fiel den Rebellen fast die gesamte Ausrüstung des zerschlagenen Bataillons in die Hände. Neben einer Menge M14 und M16 Gewehren, M60 MGs war ihnen die schwere Kompanie des Bataillons mit 12 82 mm Mörsern in die Hände gefallen. Dazu kamen leichte Panzerabwehrwaffen. Das eroberte Depot enthielt Unmengen an Munition, Handfeuerwaffen, Mörsergranaten, Minen, Stacheldraht, Sanitätsbedarf und Verpflegung. Dazu kam der ganze Fahrzeugpark der Garnison. In der Regionalbank erbeutete man Gold und Wertpapiere des Gouverneurs und auch von Murillo, den „Tiger von San Pedro“ selbst, der hier auch ein Depot unterhielt. Es war ein gewaltiger Sieg.

Die Nachricht vom Fall der Garnison und Rosario sowie vom Sturz des Gouverneurs verbreitete sich mit rasender Eile durch den Urwald und die Hügel, durch Dörfer und Städtchen. Zu Lucia kamen Vertreter aus allen Bezirken der Provinz Rosario. Man unterstellte sich freudig und freiwillig dem Regime der Rebellen. Die ganze Provinz wurde abtrünnig. Weitere Milizkompanien wechselten die Seiten. So hatte Lucia plötzlich eine schwache Brigade zur Verfügung, wenn auch von fragwürdiger Qualität und Bewaffnung. Dies warf eine Vielzahl von Fragen auf. Konnte, sollte, musste man den Partisanenkrieg aufgeben und zum konventionellen Krieg übergehen? Konnte man die Provinz tatsächlich verwalten? Konnte man das Ganze finanzieren und wenn ja, wie lang? Gab es Einnahmequellen in der Provinz? Konnte man die Regionalbank plündern ohne Unruhe auszulösen? War das moralisch vertretbar? Gab es eine Alternative? Was sollte mit den Gefangenen passieren? Was würde Murillo, der „Tiger von San Pedro“ tun, was die Kubaner?

Lucia berief Peter und Jean zu einem Kriegsrat ein. Wichtige Entscheidungen waren zu treffen. Zunächst war die Frage zu klären, was mit den Gefangenen zu geschehen habe. Jean hatte eine klare Meinung: „Die fressen uns die Haare vom Kopf. Die müssen weg!“ „Tolle Idee“, meinte Lucia sarkastisch: „Und wie? Willst Du sie alle ermorden?“ „In Französisch – Guayana internieren“, antwortete Jean und schaute Lucia kühl an. Lucia war einen Moment perplex: „Meinst Du wirklich, die Franzosen lehnen sich so weit aus dem Fenster, dass sie unsere Gefangenen internieren?“ „Ich werde es probieren …“, erwiderte Jean kalt. Lucia schaute ihn verwundert an, sagte einen Moment nichts, meinte dann aber; „Gut …. Mach Dich auf den Weg und versuch es. Aber wir brauchen einen Plan B. Hat jemand einen Vorschlag?“ Peter Müller warf ein: „Und wenn wir sie doch einfach behalten und bewachen? Vielleicht sind bei weiteren Erfolgen immer mehr bereit für uns zu kämpfen? Es wäre eine gewisse Rekrutierungsreserve.“ „Wir müssen sie bewachen und verpflegen. Sie sind eine Gefahr, ein Risiko. Sie könnten auch Befreiungsaktionen von Murillo auslösen. Es bindet viel zu viele Ressourcen. Ich sehe das nicht als Alternative“, meinte Jean recht emotionslos und geschäftsmäßig zu Lucia ohne Pit anzusehen.

„Hm …“, Lucia dachte nach. Die Drei schwiegen sich einen Moment an. Dann meinte Lucia zu den Beiden: „Was wäre denn mit einem Austausch?“ „Was denn für einen Austausch?“, fragten gleichzeitig Jean und Peter. „Na --- Murillo hat doch alle Bewohner von San Miguel gefangen genommen. Wir bieten den Austausch gegen unsere Kriegsgefangenen an.“ „Ganz miese Idee!“, ließ sich Jean recht scharf vernehmen. „Da kann ja Murillo das zerschlagene Bataillon direkt wieder neu aufstellen. Unser Sieg ist dann doch vollkommen umsonst. Das kann nicht Dein Ernst sein!“

Lucia war von der harschen Reaktion überrascht. „Jean … was hast Du? Was ist los? „Nichts“, meinte Jean. „Wir haben mit dem Sieg unwahrscheinliches Glück gehabt und jetzt willst Du das einfach verschleudern. Das kann nicht wahr sein.“ „Pierre, was meinst Du … wäre das ein Plan B, wenn Jean“, Lucia schaute Jean etwas böse an: „wenn Jean mit den Verhandlungen um eine Internierung scheitert.“

Pitt überlegte: „Mmmh … also, wenn die jetzt freigelassen werden, ist das doch wirklich mies. Er muss die nur neu ausstatten und hat fast sein Bataillon wieder zusammen. Das find ich jetzt auch nicht gut. Wir haben auch Verluste und nicht zu knapp. Wir sollten erst mal sehen, ob wir welche von den Gefangenen abwerben können. Und dann schauen wir weiter. Den Rest könnte man internieren und eventuell austauschen, wenn es keine Alternative gibt, hier ein Gefangenenlager zu betreiben.“ Lucia hakte ein: „Meine Geldmittel sind begrenzt. Ich will jetzt nicht auch noch Murillos Leute bezahlen. Es wird mit dem Anwachsen unserer Truppe eh sehr eng. Wir schauen, wen wir abwerben können, dann schauen wir, ob die Franzosen sie internieren. Wenn das Internieren nicht funktioniert, tauschen wir aus. “

Jean v erzog keine Miene und meinte ruhig: „Du bist der Boss!“ Peter schloss sich an: „Doch, damit kann ich leben, wenn wir genügend Abwerben können. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Franzosen sich in einen Bürgerkrieg so intensiv einmischen wollen.“

Nach einer kurzen Pause fuhr Lucia fort. „ So … jetzt müssten wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Politisch ist es klar. Die Provinz hat sich angeschlossen einschließlich der Verwaltung. Wir können die Leute nicht enttäuschen und uns wieder in den Dschungel zurückziehen. Wir müssen die Provinz halten und so Murillo, dem pedronischen Volk und der Welt klarmachen, dass sich die Zeit von Murillo dem Ende nähert. Weitere Kompanien der Milicia Rurale sind übergelaufen. Rosario ist die ärmste Provinz und deshalb besonders vom Rauschgifthandel getroffen. Wir können Murillo davon abschneiden. Ein Rückzug in den Dschungel würde niemand verstehen, wäre ein Zeichen der Schwäche und Murillo würde wieder Auftrieb bekommen. Wir müssen jetzt die Provinz halten und zum offenen Krieg übergehen. Wir haben doch jetzt auch mehrere Bataillone und können Paroli bieten. Uns sind doch auch Unmengen von Material in die Hände gefallen. Was sagt Ihr?“

Jan Lathouwen verzog das Gesicht: „Ich hab es befürchtet. Lucia, Du hast vollkommen den Maßstab verloren. Der Sieg hier ist Dir zu Kopf gestiegen. Wir haben jetzt faktisch mehrere Bataillone aber die Masse ist schlecht ausgebildete und ausgerüstete Miliz. Wir haben ein paar leichte Mörser, keine Artillerie, veraltete Panzerabwehrwaffen, nur 2 Flugabwehrraketen. Murillo hat eine Brigade, hinzu kommen die Kubaner. Er beherrscht den Luftraum. Das ist vollkommen aussichtslos. Wir müssen weiter Partisanenkrieg führen.“

Dann ließ sich Peter Müller hören: „Lasst uns das mal objektiv betrachten. Wir sind immer noch zahlenmäßig zwischen 1:2 und 1:3 in der Unterzahl. Der Unterschied in der Bewaffnung ist hier im Dschungel und der Stadt nicht so entscheidend. Unser Ausbildungsstand hat sich für die Kerntruppe schon deutlich gebessert. Das pedronische Heer dürfte dagegen Moralprobleme habe, Die Miliz ist quasi kampfunfähig. Allerdings ist Murillos Luftwaffe unangenehm. Wenn wir jetzt einen Krieg in der Fläche beginnen, wird das nicht einfach. Es erscheint aber nicht als unmöglich. Politisch und wirtschaftlich sehe ich Vorteile. Wir schneiden Murillo hier vom Drogenhandel ab, was ihn wirtschaftlich erheblich treffen würde. Politisch ist es sicher ein starkes Signal für das Inland wie das Ausland. Also politisch ein klares ja, militärisch ein „schwierig, aber nicht ausgeschlossen … also wie bisher.“ Pitt lachte.

Lucia lächelte: „Ok … dann probieren wir es!“ Lathouwen explodierte: „ Mein Gott, Ihr beiden geht mir auf den Geist. Tobt Eure Hormone aus aber opfert für Eure Friede Freude Eierkuchen-Spiele keine Menschen. Ich hab damit nichts zu tun.. Ich mache mich auf den Weg nach Französisch-Guayana!“
Lathouwen ging und ließ Pitt und Lucia konsterniert zurück. Pitt schaute verwundert Lucia an: „Was war das denn?“ Lucia erwidert: „Ich befürchte, enttäuschte Liebe. Ich denke, er ist verschossen in mich.“ „Und?“, fragte Pitt. „Was „UND““, fragte Lucia zurück. „Bist Du auch?“ „Nein“, meinte Lucia ernst. „Er hatte auch keinen Grund für die Annahme.“ „Dann bin ich beruhigt“, gab Pitt zurück. „Warum“, fragte Luci und lächelte frech: „Weil Du einen Konkurrenten befürchtest?“ „Bitte … was?“, fragte Pitt. „Nein … weil ich hier romantische Verstrickungen befürchte, die unsere Konzentration beeinträchtigen!“
Lucia wurde böse: „Was fällt Dir ein? Ich hab nichts Romantisches mit Jean. Und ich bin auf die Aufgabe konzentriert. Seit Jahren. Aber ich bin auch nur ein Mensch. Und manchmal ist es sehr schwer.“ Sie schaute Pitt durch tränenverschleierte Augen an, der den Blick nicht zu deuten vermochte. Etwas verwirrt meinte er nur: „Ja ok … ich wollte nicht persönlich werden.“ „ja, ich weiß“, antwortete Lucia und schwieg. Dann schluckte sie und meinte: „Ok … egal … los VAMOS … wir haben viel zu tun!“ Sie ließ einen verdatterten Pitt zurück.

Die nächsten Tage waren extrem arbeitsreich. Die Truppe und die Verwaltung der Region mussten organisiert werden. Müller bestand darauf, dass der Ort befestigt wurde, denn er rechnete mit einem sofortigen Gegenangriff von Murillo. Gräben wurden ausgehoben, Minenfelder angelegt Draht- und Panzersperren errichtet. Lucia ließ die Telefone und Funkgeräte glühen, um unddie Verwaltung unter Kontrolle zu bekommen und neu zu organisieren. Sie brachte es fertig, dass die Einwohner eine Naturalabgabe durch Lebensmittel leisteten. Das ließ zumindest die Kosten für Verpflegung wegfallen.

Müller war schließlich mit der Verteidigung von Rosario zufrieden und organisiert den Rest der Armee. Er warnte noch Lucia, dass man abgehört werden würde und sie tunlichst den Funkverkehr beschränken und wenn möglich durch Melder ersetzen solle- Lucia versprach, dem Rat zu folgen.

Taurus
26.04.22, 17:24
Bleibt noch die Frage: Was macht die CIA momentan?

Sappho
26.04.22, 19:50
demnächst in Ihrem Kopfkino

Bigfish
28.04.22, 09:27
Dieser AAR ist für die Wahl zum AAR des Quartal I/2022 nominiert!


Abmarsch ins Wahllokal!!!


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31112

KIWI
28.04.22, 15:11
Wurde soeben erledigt, Sir. YES,SIR!!

Sappho
28.04.22, 19:12
Die Dame dankt!

Sappho
28.04.22, 22:29
https://abload.de/img/prsidentenpalastmyjwu.jpg (https://abload.de/image.php?img=prsidentenpalastmyjwu.jpg)




Palacio Presidencial
San Pedro, Hauptstadt
(War Room)
23. Februar 2000




Seine Exzellenz Präsident Murillo, begleitet von zwei Militärpolizisten und seinem Privatsekretär Garcia betritt den Raum. Die Anwesenden stehen auf.


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Guten Morgen …… es ist Einiges neu zu regeln, nach den Ereignissen in Rosario. Als Erstes wird die Milicia Rurale mit sofortiger Wirkung aufgelöst!“


Ein Raunen geht durch den Saal


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„General Lozano, Sie sind dadurch Ihres Posten als Kommandeur der Miliz enthoben. Ich degradiere Sie zum Schützen!“


Murillo reißt Lozano die Epauletten herunter und wirft sie Auf den Boden.


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Schütze Lozano, Sie werden mit sofortiger Wirkung der Strafkompanie des Heeres zugewiesen. Die noch bestehenden Milizkompanien werden aufgelöst und zugweise den Schützenbataillonen des Heeres überwiesen. Und wenn Sie jetzt einen Ton sagen, lass ich Sie erschießen.
Meine Herren, aufgrund der geänderten Sicherheitslage durch den Abfall der Provinz Rosario sind besondere Maßnahmen zum Schutz der Militärangehörigen zu treffen.“


Ein erneutes Raunen geht durch den Saal. Der Tiger nickt den Militärpolizisten zu, die ihre Pistolen ziehen. Das Raunen erstirbt.


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Die Familien der Offiziere werden zu ihrer Sicherheit interniert. Sie werden dort durch Militärpolizei geschützt. Sollten Sie ohne Erlaubnis versuchen die Internierung zu verlassen, könnten sie für fliehende Terroristen gehalten und erschossen werden. Ich bin sicher, meine Herren, dass Sie Ihr Bestes zum Schutze des Landes … und Ihrer Familien … erbringen werden.
Das Heer wird mit der aufgelösten Miliz so schnell wie möglich ausgebaut werden. Die bestehenden Einheiten sichern die Grenze zu Rosario. Sodann ist ein sofortiger Gegenangriff auf Rosario durchzuführen.“


General José Montero, Kommandeur des pedronischen Heeres:
„Exzellenz, das Heer ist schwer angeschlagen, Ich habe gerade zwei Bataillone verloren. Meine Kräfte sind wegen der Sparmaßnahmen der letzten Jahre eingeschränkt. Außerdem ist nach Ihrer Anweisung die Grenze zu Rosario abzusichern. Ich kann dann nicht genug Kräfte für einen Angriff auf die Stadt Rosario zusammenziehen, wenn ich die Grenze bewachen muss. Ich benötige Unterstützung durch das kubanische Expeditionsheer.“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Für so eine Operation sind meine Streitkräfte nicht geeignet. Die Truppe ist auf die Sicherung der Gasanlagen und die Bekämpfung von Partisanen ausgelegt, nicht auf die Eroberung einer Stadt oder einen offenen Krieg. Diesen Auftrag muss ich ablehnen. Ich kann aber die Übernahme der Sicherungsaufgabe anbieten.“


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Das kann nicht wahr sein. Diese jämmerliche Truppe von Amateuren geführt von einem Mädchen gestützt von ein paar abgehalfterten Söldnern setzt hier alles so in Angst und Schrecken, dass man einen Gegenangriff verweigert? Was sind sie für Jammerlappen. Kuba soll dann schleunigst echte Kampftruppen schicken. Sagen Sie das Castro!“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana:
„Exzellenz, wenn wir darauf warten, dass wir aus Kuba schwere Waffen herüber bringen, hat der Feind Zeit, die Stadt in eine Festung zu verwandeln. Zudem kann ich den Frontalangriff auf die Stadt nicht empfehlen. Wir sollten die Stadt umgehen und einschließen. Aber auch dazu wären schwere Waffen und gepanzerte Fahrzeug notwendig. Das pedronische Heer hat doch etwas Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge. Diese könnten zur Unterstützung eingesetzt werden. Aber auch dann brauchen wir Verstärkungen. Ich schlage vor, dass aus Kuba infanteristische Verstärkungen eingeflogen werden, die durch Ihre Artillerie und Panzer unterstützt werden. Über See werden dann schwere Waffen nachgezogen. Aber das dauert noch. So wären wir aber schnell operationsbereit.“


Juan Murillo (Präsident von San Pedro):
„Gut … einverstanden … aber es muss sofort ein spürbarer Gegenschlag erfolgen. Und die Provinzhauptstadt muss wieder unter unsere Kontrolle gebracht werden. Das ist ein wichtiges Symbol. Und außerdem gibt es schwere finanzielle Einbußen solange Rosario von der Durando kontrolliert wird. Wir ….. nein … SIE … können sich keinen weiteren Fehlschlag leiden.“

Der Präsident verlässt mit den Militärpolizisten den Raum.

Sappho
28.04.22, 23:25
https://abload.de/img/cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg (https://abload.de/image.php?img=cia_zentrale_langley_6ujw9.jpg)


CIA Hauptsitz
Langley, Virginia
02.03.2000







General John A. Gordon (Deputy Director of CIA) schaut auf, als sich die Tür zu seinem Büro öffnet:

“McPherson, neue Erkenntnisse aus und über San Pedro, wie ist die Lage?”


James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Herr General, ja .. die Sache ist ziemlich eskaliert. Die Gerüchte sind bestätigt. Die Rebellen haben die Provinzhauptstadt Rosario eingenommen, die ganze Garnison zerschlagen und Reste gefangen genommen. Die ganze Provinz ist in Aufruhr von Murillo abgefallen. Durch übergelaufene Milizkompanien sind die Rebellen ungefähr auf Brigadestärke angewachsen und haben Waffen und Material der Garnison erbeutet. Die dortigen Narcoticos haben die Plantagen verlassen und sind geflüchtet. Der Erwerb von Waffen für Tschetschenien musste schon gestoppt werden. Unsere Operation „Cinderella“ muss erstmal eingestellt werden, weil die Mittel aus den Drogengeschäften fehlen.


General John A. Gordon (Deputy Director of CIA)
„Mc Pherson, wie reagiert Murillo?“


James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Er hat die Milicia Rurale aufgelöst und die Familien aller Offiziere seiner Armee als Geiseln genommen. Dann hat er Kuba um Hilfe gebeten Die Kubaner haben Angst um ihr Gas und wollen per Schiff Panzer und Artillerie nach San Pedro bringen. Per Luft wird Infanterie verladen. Man plant einen Gegenangriff.

Unsere Aufklärung hat erstmals Erfolge zu verzeichnen. Rosario selbst wird von den Rebellen schwer befestigt. Die Erkenntnisse haben wir an Murillo weitergegeben. Außerdem hat unsere elektronische Aufklärung das Hauptquartier der Rebellen in Rosario ausgemacht. Es liegt in unauffälligen Lagerhallen. Nicht ungeschickt aber die Fernmeldeaktivitäten haben sie verraten, auch wenn diese nun nachgelassen haben. Radiosendungen und andere Auftritte lassen es als höchstwahrscheinlich erscheinen, dass sich Lucia Durando im Hautquartier aufhält. Auch das haben wir an Murillo weitergeleitet.


General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Ihre Analyse und Ihr Vorschlag?“


James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Es stellt sich die Frage, ob wir noch auf Murillo setzten oder unsere Zelte in San Pedro abbrechen bevor wir dort auffallen. Ich schlage vor, dass wir Murillo bei seinem Gegenschlag unterstützen und ihm auch helfen, Lucia Durando auszuschalten. Dann sollte der Aufstand unmittelbar zusammenbrechen.“


General John A. Gordon (Deputy Director of CIA):
“Wir mischen uns da nicht direkt ein. Kein Anschlag auf die Durando durch uns. Aber Murillo kann sich auch Unterstützung durch Söldner besorgen. Was ehemalige Special Forces – Angehörige nach ihrem Ausscheiden tun, können wir ja schlecht kontrollieren. Die USA sind ein freies Land. Lassen Sie doch Miller von der DarkShadows Inc. das Gerücht zukommen, ein südamerikanischer Potentat werde ihn um Unterstützung durch sagen wir 60 Special Forces für eine Kommandoaktion bitten und wir würden es begrüßen, wenn er diesen Auftrag annähme.
Hoffen wir, dass dann diese Aufstandsgeschichte erledigt ist.



James McPherson (Directorate of Analaysis);
“Jawohl Herr General”

Sappho
29.04.22, 23:27
Noch Kapitel XIV:


DarkShadow Inc
International Security
Mobile, Alabama
08.03.2000



Phil Miller(General Manager Dark Shadows Inc.):
„Hi Ron, hast Du Dir Profile Deiner künftigen Truppe für den Einsatz angesehen? Was meinst Du? Passt das? Wir können nicht viel ändern, weil die Zeit drängt!“!


Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Hallo Phil … ja, hab ich mir angesehen. Mir hat man gesagt, es geht darum, das Versteck von einem Warlord auszuheben. Die Jungs sollten für solche Basics geeignet sein. Um wen geht es denn genau? Wann und wo geht es los?“


Phil Millern(General Manager Dark Shadows Inc.):
„Na … da hat man Dir das etwas verniedlicht. Ganz so einfach ist es nicht. Ihr sollt das Hauptquartier von Lucia Durando in der Stadt Rosario in San Pedro ausheben und die Durando erledigen.“


Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Und … wo ist das Problem?“


Phil Millerm (General Manager Dark Shadows Inc.):
„Da ist Bürgerkrieg und Rosario ist Frontstadt, also befestigt und mit einer erheblichen Garnison versehen. Die Durando befindet sich mit ihrem Hauptquartier mittendrin.“

Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Na und …? Wir machen es wie beim Vögeln …. Rein … Ballern … Raus!“

Callahan lacht meckernd.

Phil Miller (General Manager Dark Shadows Inc.):
„Ron, schau Dir die Karten an, haben wir von der „Firma.“

Miller rollt taktische Karten und Satellitenfotos aus

Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Hm … hm … hm …, was haben die an Luftabwehr?”


Phil Miller (General Manager Dark Shadows Inc.):
2 erbeutete M55 Drillings-Kanonen, wahrscheinlich auch eine leichte Flugabwehrrakete. Der Abschuss von mehreren Hubschraubern durch die Rebellen deutet darauf hin.“


Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Nett, dass mir das mal jemand sagt. Also müssen unsere Chopper da im Tiefflug rein und raus. Wo sollen das Hauptquartier und das Girl sein? Da? Hm …. Da sind Stellungen? Hm … da müssen wir über Hügel … schlecht …. Am tiefsten können wir bleiben, wenn wir über den Flughafen kommen und von hinten anfliegen. Aber dann müsste der Feind im Flughafen und das Hauptquartier erst mal niedergehalten werden durch Artillerie und Luftwaffe. Und Einnebeln. Dann fliegen wir durch den Flughafen und biegen dann nach Norden ab, um dort"

Callahan zeigte auf eine Stelle auf der Karte.

Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);

“zu landen. Dann stürmen wir das Hauptquartier. Wir können es dann nur aus Westen angreifen. Konzentriert die Abwehr gegen uns, vereinfacht aber die Koordination. Geht dann halt nicht anders. Hatte schon unangenehmere Jobs zu erledigen. Das Girl …eliminieren oder einfangen?"


Phil Miller (General Manager Dark Shadows Inc.):
„Eliminieren …. Und Murillo einen Beweis bringen. Dann gibt es Zusatz-Cash.“


Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor):
“Ihre Titten? Witz .. Phil … Witz .. wir bringen ein schönes Souvenir mit, Ausweis, Foto von der Leiche … oder den Kopf … Witz .. Phil … Witz . Die Fotos .. das ist sie? Was für eine Verschwendung. Kann man die nicht noch gebrauchen? Witz … Phil … Witz. Kennst mich doch, nie um eine gute Pointe verlegen. Wann geht es los?"


Phil Miller(General Manager Dark Shadows Inc.):
„In ca. 14 Tagen. Du und Deine Leute bekommt australische, britische und südafrikanische Tarnidentitäten. Ihr seid offiziell Angehörige der pedronischen Armee und tragt deren Uniform. Deren Special Forces machen eigentlich nur Personenschutz. Deswegen braucht man Euch. Aber wir würden vorziehen, wenn keiner von Deinen Leuten lebend in die Hände der Rebellen fallen würde. Ich weiß nicht, wie human die mit gefangenen Kommandos umgehen. Du verstehst?“


Ron “Wild Boar” Callahan (Contractor);
“Ja Phil … alles klar. Na dann .. bis bald

Callahan verlässt den Raum. Miller atmet durch und seufzt.

Sappho
01.05.22, 07:15
Hauptquartier
der
Fuerza Expedicionaria Cubana
San Pedro, Hauptstadt

Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana salutiert militärisch
„Captain Callahan, ich begrüße Sie. Wir müssen Ihren Einsatz und den Ihrer Männer besprechen!“


Ron „Wild Boar“ Callahan salutiert betont lässig ebenfalls:
„Guten Morgen, ich hätte mir auch nie träumen lassen, dass ich mal mit kubanischem Militär zusammenarbeiten muss. Tja, aber was will man machen. Um das aber mal direkt klar zu machen … Ich trage Ihnen meinen Plan vor. Sie stellen Transportmittel und Unterstützung und haben mir da nicht reinzureden. Abgesehen davon, dass ich dem Präsidenten von San Pedro direkt unterstellt bin, lasse ich mir in meinen Job nicht von Ausländern vorschreiben. Ihr Dienstgrad interessiert mich da nicht die Bohne. Was sind Sie?“

Callahan schaut auf die Schulterstücke von Morales


Ron „Wild Boar“ Callahan:
„Ah … also Oberst, wenn ich mich recht erinnere. Schön … Oberst Morales, ich denke wir haben uns da verstanden, oder?“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Herr Hauptmann, Sie tragen für das Kommando-Unternehmen die Verantwortung. Sie planen das, Sie führen den Einsatz durch und sind für Erfolg oder Fehlschlag verantwortlich. Murillo stellt die Hubschrauber. Ich werde Sie und Ihre Truppen mit 2 Kampfhubschraubern unterstützen. Das ist die Regelung. Ihre Gringos unterstehen Ihnen, ich misch mich da nicht ein.“


Ron „Wild Boar“ Callahan
Ok …. Nun zum Plan B, wenn etwas nicht klappt. Ich habe das richtig verstanden, dass Sie und Ihre Leute die Stadt direkt angreifen, zusammen mit unserer Aktion. Der ursprüngliche Operationsplan, Rosario einzuschließen, wurde aufgegeben wegen Truppenmangel und weil man die Chance nutzen will, dieses Girl zu erwischen und das Hauptquartier auszuschalten?“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Das ist zutreffend!“


Ron „Wild Boar“ Callahan
„Das ist nämlich für uns von wesentlicher Bedeutung. Wenn was schief geht, müssen Sie uns da rausholen. Wir würden uns dann in der Stadt in einem Block verschanzen und darauf warten, dass Sie zu uns die Verbindung herstellen. Wir stark sind Sie du wie stark sind die Rebellen?“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Der Angriff umfasst eine verstärkte gemischte Brigade aus kubanischen und pedronische Streitkräften., nämlich 3 Schützenbataillonen., ein Pionierbataillon, ein pedronisches Artilleriebataillon und eine pedronische Panzerkompanie mit AMX 13 – Panzern. Die pedronische Luftwaffe wird uns mit einer Staffel Cessna Dragonfly unterstützen. Wir schicken, wie bereits gesagt zwei Mi-8 Kampfhubschrauber. Wir schätzen den Feind auf ein verstärktes Bataillon mit ein paar Söldnern, so fünfzig Mann und ansonsten übergelaufener Miliz.“


Ron „Wild Boar“ Callahan
„Wie ist die Artillerie ausgestattet?“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Zwei Batterien mit 105 mm-Haubitzen und eine Batterie mit 155 mm-Haubitzen.“


Ron „Wild Boar“ Callahan
„OK … von den Zahlen her kann ich da nicht meckern. Sieht gut aus. Nochmal, damit es kein Missverständnisse gibt. Wir werden uns in der Stadt einigeln und warten, dass uns Ihre Leute erreichen, wenn irgendwas schiefgehen sollte. Wir werden dann per Funk durchgeben, wo wir stecken.“


Oberst Arturo Morales, Kommandeur der Fuerza Expedicionaria Cubana
„Ja … das ist klar! Auf Wiedersehen, Hauptmann“

Sappho
01.05.22, 23:00
Noch Kapitel XIV:


Flughafen
der pedronischen Streitkräfte
San Pedro, Hauptstadt
14.03.2000






Hauptmann „Wild Boar“ Callahan schaute seine Männer an. sechzig Mann, ausgerüstet wie pedronische Kommandos, standen in mehreren Reihen vor ihm. Hinter ihnen standen ein halbes Dutzend Bell UH „Iriquois“ mit denen sie nach Rosario gebracht werden sollten.

„Also, Männer“, er schaute seine Leute an: „Die Sache ist eigentlich ganz einfach. Wie besprochen, fliegen wir das Ziel über den Flughafen und dann von Hinten an.“ Callahan grinste wieder breit: „Von hinten mag ich am liebsten!“ Gröhlendes Lachen der sechzig Mann war die Folge. „Leutnant Peters mit seinen dreißig Mann nimmt die Halle 1, ich mit weiteren 30 Mann die Halle 2. Wir haben keine Zeit und keinen Bedarf für Gefangene, klar? Scheiß auf die Genfer Konvention, ist ja eh ein Bürgerkrieg. Und alles, was weiblich aussieht, wird umgelegt. Wer weiß, wie die ihr Aussehen verändert hat. Umgelegt, nicht flachgelegt. Klar?“ Wieder war gröhlendes Gelächter die Folge. „Und Fotos von der Leiche machen. Wir brauchen den Beweis, dass wir sie aus dem Weg geräumt haben. Also, schießt nicht auf den Kopf. Mit der Teilmantelmunition, die wir einsetzen, kann man dann gar nichts mehr erkennen. Alle bereit?“ „Jawohl!“, brüllten die sechzig Mann. „OK … unsere Operation „Gangbang“ -wieder gröhlendes Gelächter – beginnt. Ab zu den Choppern!“ Die Männer kletterten in die Hubschrauber, die kurz danach abhoben und in zwei Reihen nach Rosario flogen.







https://abload.de/img/hueyswnjl7.jpg (https://abload.de/image.php?img=hueyswnjl7.jpg)







Kurz vor Rosario wurden sie von vier Cessna Dragonfly überholt, die zum Luftangriff auf Rosario ansetzten. „Jungs, die heizen den Rebs jetzt ordentlich ein!“, gab Callahan per Bordfunk durch. „Die schmeißen Napalm ab!“ Dann kippten die Hubschrauber ab, sackten runter und gingen in den Tiefflug über. Noch in den Hubschraubern konnten sie den Beschuss von Rosario durch Artillerie hören. Dann konnten sie starken dunklen Qualm in mehreren Rauchsäulen am Horizont erkennen. „Das Napalm“, meinte Callahan lakonisch. Die Rebs haben jetzt ihr Barbecue.“







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Die Hubschrauber flogen im Tiefflug über Ansammlungen von Soldaten, Fahrzeugen, Panzern und Geschützen. Es war die verstärkte kubanische Brigade, die zum Angriff bereit stand. Sie sahen seitlich der Hubschrauber Lichtblitze. Die pedronische Artillerie hatte bereits das Feuer eröffnet. Die Hubschrauber setzten über den letzten Hügel und konnten dann den Flugplatz von Rosario und die Stadt selbst erkennen. Aus der Stadt schlugen Flammen empor und auch Geländeteile um den Flughafen brannten. Der vordere Teil des Flughafens war nur schemenhaft durch Rauch und künstlichen Nebel zu erkennen. Etwas über der Dachhöhe der Hangars flogen die Hubschrauber den Flugplatz an.

Tonk, Klong, Klang, Peng …. Callahan zog automatisch den Kopf ein und versuchte sich klein zu machen als Projektile aus Gewehren und Maschinengewehren in den Hubschrauber einschlugen. Eine Warnsirene erklang. „Ich muss runter“, brüllte der Pilot, der auch ein amerikanischer Söldner war. Einen Moment später setzte der Hubschrauber mitten im Flugfeld auf der Landebahn auf. Die Kommandos rissen die Türen auf und sprangen aus dem Hubschrauber heraus. Nun hörten sie das ungedämpfte Chaos. Aus den Gebäuden schlugen ihnen Schüsse entgegen. In der Entfernung detonierten Granaten der Artillerie, um und über dröhnten die Hubschrauber.






https://abload.de/img/hueylandendsujgu.jpg (https://abload.de/image.php?img=hueylandendsujgu.jpg)







Ssssssssssst Klang eine Kugel zischte am Kopf von Wild Boar Callahan vorbei. „Deckung“, brüllte Callahan und warf sich hin. „Feuer frei auf Hangar 1 Uhr“, kommandierte Callahan und eröffnete auch das Feuer. „Scheiße“, dachter er: „das läuft so gar nicht wie geplant. Wir müssen aber jetzt erstmal überleben und sammeln.“

Hohenlohe
01.05.22, 23:10
VIva la Revolution!! Libertad y Mourir!! Nieder mit den Cubanos und den Gringos!! Hoffentlich könnt ihr den Angriff zurückschlagen und damit ein deutliches Zeichen setzen!! :fecht::ph:

herzlichst

Hohenlohe, ein Fan...:D

Sappho
01.05.22, 23:24
Danke schön!

Sappho
11.05.22, 23:46
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Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
14.03.2000





7:00 GT1
Feind eröffnet mit Artillerie und Mörsern das Feuer auf Rosario.

Schweres Artilleriefeuer liegt auf dem eigenem Hauptquartier.









https://abload.de/img/sc7gtstadtstabcqknd.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gtstadtstabcqknd.png)







Der Feind nebelt eigene Stellungen im Flugplatz ein. Im Anschluss werfen feindliche Kampfflugzeuge auf das Hauptquartier und auf den östlichen Teil des Flugplatzes Napalm ab.








https://abload.de/img/sc7gt1nebelfpjzkxq.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1nebelfpjzkxq.png)








https://abload.de/img/sc7gt1assaultjet25k1a.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1assaultjet25k1a.png)







Eine Maschine wird im Anflug auf das Hauptquartier abgeschossen und stürzt in die Stadt. Die eigenen Verluste sind nur leicht.






https://abload.de/img/sc7gt1abschussjetjljfz.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1abschussjetjljfz.png)







Die östlichen Gebäude des Flughafens werden von mehreren Hubschraubern angegriffen, die unter Beschuss mit Handfeuerwaffen und Maschinengewehren genommen werden.








Bild "sc7gt1assaulthelis4lkih.png" anzeigen. (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1assaulthelis4lkih.png)









https://abload.de/img/sc7gt1choppervkj88.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1choppervkj88.png)






Die Hubschrauber setzen auf der Landebahn und im Nordosten Soldaten ab. Diese werden sofort unter Feuer genommen und erleiden Verluste.






Bild "sc7gt1fp0okle.png" anzeigen. (https://abload.de/image.php?img=sc7gt1fp0okle.png)







Im Zentrum wird Infanterie erkannt, die sich nähert.






7:05 GT2
Am Flughafen unterstützen zwei feindliche Kampfhubschrauber die dort gelandeten Feindtruppen. Diese nehmen die eigene Miliz in den Gebäuden unter schweren Beschuss. Die eigenen Verluste steigen. Die im Nordosten des Flughafens gelandeten Feindkräfte erleiden weitere Verluste und ziehen sich nach Osten zurück. Die mitten im Flughafen gelandete Feindgruppe flieht nach Osten.






https://abload.de/img/unbenanntsc7gt2flughas8jp6.png (https://abload.de/image.php?img=unbenanntsc7gt2flughas8jp6.png)


Im Zentrum taucht immer mehr feindliche Infanterie auf.







https://abload.de/img/sc7gt2zentrumubkdb.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt2zentrumubkdb.png)






https://abload.de/img/sc7gt3zentrumj8jwg.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt3zentrumj8jwg.png)






7:10 GT3
Am Flughafen fliehen die die feindlichen Infanteristen im Nordosten weiter nach Osten, Die auf der Landebahn abgesetzte Gruppe erleidet Verluste und versucht auch nach Osten entkommen.

Weiter nördlich vom Flugplatz erscheint ebenfalls feindliche Infanterie auf der Straße und marschiert Richtung Südteil von Rosario..









https://abload.de/img/sc7gt3zentrumsdhyjx2.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt3zentrumsdhyjx2.png)






Im Zentrum erscheint immer mehr feindliche Infanterie. Die Infanterie wird von Panzern unterstützt.








https://abload.de/img/sc7gt3zentrumj8jwg.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt3zentrumj8jwg.png)







Feindliche Artillerie nimmt den Flughafen unter Feuer sowie ein Waldstück westlich der Stadt, vermutlich um die Flugabwehr auszuschalten.

Auf die feindliche Infanterie wird eigenes Mörserfeuer angefordert.


7:15 GT4
Feindliche Kampfflugzeuge greifen mit Bordkanonen an. 2 Maschinen werden beim Angriff von eigenen Flugabwehrraketen abgeschossen. Die feindliche Artillerie beschießt wieder den Wald hinter Rosario.

Am Flugplatz geht das Feuergefecht weiter. Ein eigenes Panzerabwehrteam wird von feindlichen Kampfhubschraubern aufgerieben.







https://abload.de/img/sc7gt4fpktj9e.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt4fpktj9e.png)







Weiter nördlich vom Flugplatz tauchen weitere Infanteristen auf. Die vorderste Spitze wird beschossen.







https://abload.de/img/sc7gt4sdodkwy.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt4sdodkwy.png)

Südlich vom Zentrum nähert sie feindliche Infanterie den Bachlauf und wird unter heftiges Gewehrfeuer genommen.

Im Zentrum haben feindliche Infanterie und Panzer die Brücke erreicht. Die Infanterie wird unter MG-Feuer genommen, um sie von den Panzern zu trennen.







https://abload.de/img/sc7gt4zentrum0ikp0.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt4zentrum0ikp0.png)







Im Norden rückt ebenfalls immer mehr Infanterie auf Rosario vor.











https://abload.de/img/sc7gt4nordenf6kwl.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt4nordenf6kwl.png)



7:15 GT4
Der Kampf um den Flughafen hört auf. Die feindliche Gruppe auf der Landebahn konnte vernichtet werden. Die anderen Feinde fliehen.

Weiter nördlich wurde ein erster Vorstoß von Infanterie unter erheblichen Verlusten abgewehrt werden. Eigenes Mörserfeuer trifft den Feind.

Südlich vom Zentrum kommt der feindliche Vorstoß im eigenen Feuer aus Handfeuerwaffen zum Erliegen.

Im Zentrum bleibt die feindliche Infanterie im eigenen Mörserfeuer und MG-Feuer liegen.

Ganz im Norden werden die feindlichen Infanterie Spitzen auch durch eigenes Feuer gestoppt.


7:20 GT5
Am Flugplatz erstirbt das Gefecht der Infanterie. Kampfhubschrauber feuern weiter auf die eigenen Positionen am Flughafen. In weiterer Entfernung taucht ein feindlicher Panzer auf.








https://abload.de/img/sc7gt5flugplatz96kdu.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt5flugplatz96kdu.png)







Weiter südlich wird der erste Vorstoß der feindlichen Infanterie auf den Südteil der Stadt im Kreuzfeuer abgewehrt. Der Feind wirft Nebelgranaten und weicht zurück.

Drei feindliche AMX 13 Panzer stoßen auf die eigenen Stellungen vor, allerdings ohne Schutz furch Infanterie. Ein Panzer läuft auf Minen, zwei Panzer werden durch ein 90mm-Leichtgecshütz abgeschossen.

Am Bachlauf südlich der Brücke im Zentrum wird der feindliche Vorstoß feindlicher Infanterie ebenfalls gestoppt.

Im Zentrum ist die feindliche Infanterie liegen geblieben. 3 Feindpanzer greifen die eigene Stellung am Ortsrand an. Zwei Panzer werden durch ein 90 mm rückstoßfreies Geschütz abgeschossen. Ein Panzer läuft auf eine Mine.







https://abload.de/img/sc7gt5zentrum
sdjljhk.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt5zentrumsdjljhk.png)


Ganz im Norden wird der feindliche Vorstoß der Infanterie deutlich vor der eigenen Stellung zum Stehen gebracht.







https://abload.de/img/sc7gt5norden1wk0j.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt5norden1wk0j.png)

Sappho
14.05.22, 18:24
Es war der Morgen des 14.03.2000 als der Himmel dröhnte und der Boden zu beben begann.

Die feindlicher Artillerie hatte das Feuer eröffnet. Nach kurzem Jaulen explodierten die Granaten auf den Lagerhallen, in denen das Hauptquartier von Lucia Durando untergebracht war, und der Umgebung. Glas splitterte, Dachziegel und Mauerteile, Splitter von Möbeln flogen umher, der Luftdruck traf Lucia wie ein Stoß und fegte sie um. Dreck, Staub, Geröll rieselt auf sie nieder. Sie spürte gar nichts. Wieder rauschte und krachte es, wieder bebte die ganze Halle, wieder wurde sie mit Dreck, Staub und Holzsplittern übersät. Dann wurde es still.

Lucia rappelte sich langsam auf. Sie war von Staub und Schmutz vollkommen grau. Sie schaute sich um und sah nur Chaos. Anscheinend hatte es aber keine Tote gegeben. Ihr blieb aber keine Zeit für weitere Schadensfeststellung, denn es waren Jettriebwerke zu hören, die immer lauter wurden und in deren Jaulen das Geräusch der feuernden Flugabwehrkanonen fast unterging. Der Lärm wurde unerträglich, sie kauerte sich an eine Gebäudewand in Deckung, dann faucht, knallte und zischte es. Es wurde unerträglich heiß. Aus Löchern im Dach tropfte eine brennende Flüssigkeit herunter und stecket Möbel in Brand. Vom Dach kamen gurgelnde und zischende Töne . Dann jaulte ein weiteres Jettriebwerk, wieder schoss die Flugabwehr, dann hörte man eine Explosion und danach eine Weitere, die den Boden erbeben ließ. Die Männer im Hauptquartier schaufelten Sand auf die Brände. Lucia taumelte ins Freie und schaute sich um. Auf eine Ecke der Halle brannte es. Nordöstlich der Halle schlugen Flammen in den Himmel. Ihr Jeep hatte Feuer gefangen und explodierte. Auch die andere Halle, in der Peter mit dem anderen Legionärszug als Reserve untergebracht war, brannte an einer Ecke. Die pedronische Luftwaffe hatte sie mit Napalm bombardiert, ein Jet war abgeschossen worden und mitten in die Stadt gestürzt.

Die Legionäre kletterten auf die Dächer und schaufelten Sand auf die Brände. Pitt kam aus der anderen Halle gelaufen und sah Lucia auf der Straße stehen, über und über mit Staub und Ruß bedeckt, das Gesicht mit einer Maske aus Schmutz, Staub, Blut und Tränen überzogen. Lucia zitterte und drückte sich an Pitt: „Madre de Dios! Qué fue eso?“ So viel Spanisch verstand Pitt noch und so meinte er auf Französisch. „Die Schweine haben mitten in der Stadt Napalm abgeworfen! Ein Flieger wurde abgeschossen und stürzte auch in die Stadt!“ Instinktiv nahm er Lucia in den Arm, die sich an ihn schmiegte und das Gesicht an seiner Brust barg. Nach dem ersten Schock löste sich Lucia wieder von ihm, das Gesicht zum Teil wieder vom Schmutz befreit war, der nun an Pitts Kampfjacke klebte, die mehr und mehr blutverschmiert war,. „Du meine Güte“, stammelte Lucia: „Ich muss fürchterlich aussehen!“ Pitt konnte nicht anders und lachte laut: „ Frauen … ernsthaft … Frauen. Du bekommst buchstäblich Napalm auf den Kopf und das nächste , was Dir einfällt ist, ob Du derangiert aussieht. Ich kann nicht mehr!“

Lucia verzog das verschmutzte Gesicht zu einem Lächeln, das aber gefror als sie die Blutspuren von ihrem Gesicht auf der Jacke von Müller sah. Sie tastete das Gesicht ab und erspürte mehrere Schrammen, die von Holz und Glassplittern verursacht worden waren. Ernst meinte sie zu Pitt: „Das gibt Narben. Als Miss San Pedro werde ich nicht mehr auftreten können. Que porqueria … und ich bin doch eigentlich so eitel. Verfluchter Murillo … das gibt Rache!“ Pitt schaute sie ernst an und antwortete fast ohne zu überlegen: „Also so gefällst Du mir fast noch besser. Jetzt siehst Du wirklich wie eine Wildkatze aus!“

Lucia lächelte und meinte: „Auch mit einer zentimeterdicken Makeup-Schicht? Na, Du bist lieb!“ und gab ihm einen Kuss, wobei sie zunächst einen Moment zögerte und den Kuss dann auf die Wange platzierte. Sie atmete durch. „Wenigstens ist das Hauptquartier nicht ernsthaft beschädigt .Und nun an die Arbeit. Männer bringt das hier in Ordnung. Es wird jetzt losgehen!“, rief sie den Soldaten zu, die nickten und dabei waren, die Schäden zu beseitigen.

Sappho
14.05.22, 23:34
„Wild Boar“ Callahan lag mit seiner Gruppe auf der Landebahn. Über seinen Kopf pfiffen Schüsse hinweg. Er schaute sich um. Aus dem Flughafengebäude links vorne von ihm blitzen immer wieder Schüsse auf. Rechts war das Gebäude in Nebel gehüllt und ruhig. Über sein Headset suchte er Verbindung zu Leutnant Peters und dem zweiten Trupp. „Peters, verdammte Notzucht, wo steckt ihr“, brüllte Callahan ins Mikro. „Callahan … auf dem Rückflug, unsere Chopper sind beschädigt, der Pilot weigert sich, anzugreifen!“ Callahan knirschte mit den Zähnen, sagte aber nichts. Dann versuchte er, Kontakt mit seinen restlichen Männern herzustellen. Er hörte die gehetzt klingende Stimme von Sergeant Smith: „Schwere Verluste …Scharfschützen … sind in Unterzahl … Feind eingegraben … weiß nicht, wo ich bin. Zieh mich nach Osten zurück!“

Callahan verstand, dass keine Hilfe zu erwarten war. Sie mussten von der Startbahn weg, nach Osten, um Anschluss an die eigenen Linien zu gewinnen.

„Feuer auf Gebäude rechts … Granatwerfer, trefft das Gebäude!“, befahl er. Seine Leute eröffneten das Feuer. Hinter ihnen dröhnte das Geräusch eines kubanischen Kampfhubschraubers, der im Tiefstflug seitlich an ihnen vorbeirauscht, dann in der Luft stillstand und das linke Gebäude unter schweres Feuer nahm. „Los … Vorwärts … nach Osten … raus hier!“, brüllte Callahan. Er und seine Leute sprangen auf und rannten los.

In den Lärm mischte sich metallisches Knallen und Scheppern. Der Hubschrauber erhielt Treffer aus Handfeuerwaffen. Der Motor heulte auf und der Hubschrauber flog wieder weg, nach Osten. „Schneller“, keuchte Callahan. Er wusste, dass sie gleich wieder unter Feuer genommen würden. Sie hatten die Gebäude fast hinter sich gelassen.

Taktaktak …. hörte Callahan jetzt von rechts. Es zischte und knallte als Kugeln vor ihm vorbeiflogen. Neben ihm seufzte ein Soldat auf, stolperte, fiel und blieb zappelnd liegen. Callahan dachte an die Worte von Miller: „Es darf keiner lebend in die Hände der Rebellen fallen!“. Er, stoppte und gab einen Feuerstoß auf den liegenden eigenen Mann ab. Dann lief er seinen Leuten hinter her.

Wieder ratterte es aus dem Gebäude rechts von ihm. Die Männer vor ihm warfen die Arme hoch und stürzten. In den Augenwinkeln ahnte er in den Fenstern rechts Lichtblitze zu sehen. Nochmals stoppte er, gab einen langen Feuerstoß auf die Fenster ab. Dann drehte er sich um und rannte los. Wieder hörte er „Taktaktak“. Er wunderte sich über das ausbleibende Zischen von vorbeifliegenden Projektilen, spürte aber schon direkt einen gewaltigen Stoß in seinen Rücken, der ihn zu Boden stürzen ließ. „Weiter!“, murmelte er und wollte aufstehen. Da erwischte ihn ein weiterer Stoß, der ihn endgültig zu Boden warf. Gleißend hell wurde es … er sah seine Mutter, die heimische Farm … dann wurde alles schwarz. Er war tot.

Ruprecht I.
15.05.22, 00:00
„Wild Boer“
Gelebt als Wildsau, gestorben als Bure.
Ist das jetzt eine Verbesserung (vom Tod mal abgesehen)?

Sappho
15.05.22, 00:10
Für Lucia Durando auf jeden Fall ... (mal den Tod betrachtet)

Sappho
15.05.22, 09:53
Wir haben es mal korrigiert ...

Danke für den Hinweis, werter Ruprecht

Sappho
19.05.22, 00:08
https://abload.de/img/logofcpspo2j06u6jbo.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06u6jbo.jpg)









Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
14.03.2000








Der Feind erhöht an der gesamten Front den Druck.

Auch die Ortseingänge liegen unter Beschuss. Außerdem beschießt der Feind die eigene Fla-Raketenstellung im Hinterland mit leichter Artillerie.

Eine feindliche Mörserbatterie wird mit eigenen Mörsern beschossen.
Der Flugplatz liegt unter schwerem Artilleriebeschuss. Dort wurde ein Feindpanzer festgestellt. Es wird in Kürze hier ein feindlicher Angriff erwartet.








https://abload.de/img/sc7gt8fpwfkwo.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt8fpwfkwo.png)







https://abload.de/img/sc7gt8sdykyu.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt8sdykyu.png)







Am Ortseingang weiter nördlich wird ein schwacher feindlicher Angriff abgewehrt. Der Feind hat dort noch nicht Kompaniestärke erreicht.







https://abload.de/img/sc7gt8zs2pkri.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt8zs2pkri.png)







Weiter nördlich im Zentrum ist der Feind in Stärke von mehreren Kompanien erschienen. Südlich der Brücke greift der Feind an und erreicht unter Verlusten den Bachlauf, kann diesen aber noch nicht überqueren. Auch die eigene Truppe hat Verluste und eine eigene Gruppe verlässt ihre Stellung.

Etwas weiter nördlich an der zweiten Brücke scheitert ebenfalls ein verzettelter feindlicher Angriff. Die Masse des Feindes liegt an der Brücke selbst noch im eigenen Mörserfeuer fest.







https://abload.de/img/sc7gt8zlwj5g.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt8zlwj5g.png)






Weiter nördlich scheint sich der Feind in Stärke von ungefähr 2 Kompanien versammelt zu haben und einen großflächigen Angriff vorzunehmen. Der erste Angriffsversuch wird durch eigenes Feuer gestoppt. Am Ortseingang im Norden wird ein feindlicher Vorstoß ebenfalls abgewehrt.







https://abload.de/img/sc7gt8nn1j97.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt8nn1j97.png)

Sappho
21.05.22, 23:14
https://abload.de/img/logofcpspo2j06u6jbo.jpg (https://abload.de/image.php?img=logofcpspo2j06u6jbo.jpg)







Frente de los Campesinos Patrióticos de San Pedro
Kriegstagebuch
14.03.2000





7:55 GT12
Der Feind greift an der gesamten Front mit massierten Kräften an. Es dürfte sich bereits um mehrere Bataillone handeln. Die feindliche Artillerie beschießt massiv den Flugplatz und die Ortseingänge.

Am Flugplatz greift der Feind mit 4 AMX 13-Panzern an. Die eigenen Panzerabwehr Teams, bestehend aus einem Team mit einer 90 mm recoiless rifle und ein weiteres mit einer Panzerfaust Carl-Gustav beschießen die Feindpanzer, erzielen aber keine Treffer. Der Feind reagiert mit heftigem Feuer der Panzer und vernichtet beide Teams. Die eigene Miliz erleidet Verluste, zieht sich zurück oder geht in Deckung. Die Panzer stoßen dann nach Nordwesten vor. Schließlich wird auch feindliche Infanterie südöstlich des Flugplatzes entdeckt.






https://abload.de/img/sc7gt12srvke4.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt12srvke4.png)








Weiter nördlich greift der Feind wieder an und Versucht, einen Übergang über den Bach zu erzielen. Der feindliche Angriff bleibt aber im eigenen Abwehrfeuer liegen. Die eigenen Verluste steigen. Gleichwohl scheint die Stellung am Ortsrand hier noch zu halten sein. Auch hier wurden Feindpanzer erkannt, die die feindliche Infanterie unterstützen.







https://abload.de/img/sc7gt12zs9qjn4.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt12zs9qjn4.png)







Weiter nördlich haben Teile des Feindes den Bachlauf bereits erreicht oder gar überschritten. Die eigene Infanterie liegt unter schwerem feindlichem Beschuss. Manche Gruppen haben nach Verlusten ihre Stellung verlassen und sich nach Westen zurückgezogen. Es wurde angeordnet, die erste Häuserzeile am Stadtrand aufzugeben und sich für den weiteren Widerstand in das Ortsinnere zurückzuziehen.

Im Zentrum hat die Mehrheit des Feindes die Brücke überschritten und nähert sich dem Ortsrand. Die Feindtruppe auf der Straße kann zurzeit nicht bekämpft werden. Das eigene Mörserfeuer auf den Feind lag schlecht.








https://abload.de/img/sc7gt12z59kvr.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt12z59kvr.png)







Weiter nördlich ist die zahlenmäßige Überlegenheit des Feindes so groß und sein Feuer so heftig, dass hier ebenfalls angeordnet wurde, sich weiter in den Ort zurückzuziehen. Ein Feindpanzer, der bereits in den Ort eindrang, konnte im Nahkampf ausgeschaltet werden.







https://abload.de/img/sc7gt12n53jef.png (https://abload.de/image.php?img=sc7gt12n53jef.png)







Zur Verstärkung der eigenen Truppe am Flugplatz wurde ein Legionärszug unter persönlicher Führung von Hauptmann Müller in Marsch gesetzt.

Um den im Norden erwarteten Sturmangriff abzuwehren wurde der 2. Legionärszug unter persönlicher Führung von Commandante Durando in Bewegung gesetzt.

Taurus
23.05.22, 19:15
Sieht ein wenig nach Endspiel aus, überall wird eure bunte Truppe nicht standhalten können.

Sappho
23.05.22, 19:31
Aufgeben ist keine Alternative

Lucia meint mit funkelnden Augen: "Victoria o derrota"

Pitt meint ruhig und gefaßt: "Noch sind wir nicht am Ende. Geduldig die Spitzen immer wieder treffen und sich flexibel verteidigen. Honneur et Fidélité!"

Bigfish
29.05.22, 20:50
Wir gratulieren zum zweiten Platz bei der Quartalswahl zum AAR des Quartal I/2022


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31112

Sappho
28.01.24, 17:57
Wir haben das Spiel nicht mehr auf unserem neuen Laptop und auch die Installationsdateien nicht mehr. Wir versuchen, sie nochmals von shrapnell games zu bekommen. Mal sehen. Bis dahin ein Foto von Lucia aus dem Nightcafe





https://creator.nightcafe.studio/creation/baWpu8MlE0oL0W4KHSpK

Bigfish
28.01.24, 18:22
WAS? :eek: Nicht mehr auf dem Laptop :rot: Das gibt Abzüge bei der nächsten Wahl :teufel:


Allmählich halten Wir das "Finger-Problem" dieser KIdingens für Absicht um KIdingens erkennen zu können...