Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WitE 2 Kampagne(41): Moskau ist schön
TheBlackSwan
18.05.25, 19:33
Was ist die Idee vor Moskau? Ihr werft hier eure Panzer gegen befestigte Stellungen ohne Gelegenheit, wirklich was zu kesseln. Geländegewinne durch Kesseldrohung sind auch überschaubar, und in die saftigen wiederholten Angriffe auf zurückgewichene Einheiten kommt ihr wegen der Einheiten- und Befestigungsdichte auch nicht rein. Geht es um eine bessere Defensivstellung?
teufelchen
22.05.25, 12:13
Was ist die Idee vor Moskau? Ihr werft hier eure Panzer gegen befestigte Stellungen ohne Gelegenheit, wirklich was zu kesseln. Geländegewinne durch Kesseldrohung sind auch überschaubar, und in die saftigen wiederholten Angriffe auf zurückgewichene Einheiten kommt ihr wegen der Einheiten- und Befestigungsdichte auch nicht rein. Geht es um eine bessere Defensivstellung?
https://s1.directupload.eu/images/user/250522/euggrq6n.jpg (https://www.directupload.eu)
Wir haben uns etwas Zeit mit der Antwort gelassen. Seht es uns bitte nach.
Unser Ziel ist nach wie vor, Moskau einzukreisen und nach Möglichkeit zu erobern.
Ob das realistisch ist? Vermutlich nicht. Der Widerstand ist zäh. Die Wehrmacht kommt zu langsam voran. Woran liegt es? Gelände, Verschanzung, sowjetischer Verteidigungsschwerpunkt, in den die meisten Reserven fließen. Das tut auch Not, denn die Verluste der SU sind nennenswert. Ein Beispiel aus dieser Kampfwoche: SU verlor bei Moskau und Valdai insgesamt 46452 Soldaten, DR 5379. Verhältnis 1:9. Beide Seiten ersetzen die Verluste aktuell problemlos. Auch die Nachschubsituation ist zufriedenstellend, viel besser als im Bereich Stalingrad. Wir werden die Aktion fortsetzen. Wie ein Borkenkäfer, der sich langsam durch die Rinde frisst, bis der Baum abstirbt (oder der Käfer).
Wir sind kein Fachmann für WitE 2 aber gemessen an unseren Erfahrungen in WitE 1 verstehen wir Eure Strategie nicht.
Ihr greift bei Schlammwetter an? In WitE 1 eine Todsünde, da wenig erfolgsversprechend und die Truppen verschleißen und ermüden extrem schnell.
Ihr greift in panzerungünstigem Gelände ausgebaute Stellungen mit Panzertruppen an? Warum dieses keine gute Idee ist ergibt sich schon aus der Frage und sollte nur in Notfällen erfolgen.
Was wollt Ihr mit der Einnahme von Moskau erreichen? Die Industrie dürfe längst evakuiert sein, womit für uns unklar ist was Ihr damit langfristig erreichen wollt.
Unserer Meinung nach solltet Ihr die Stärken der Wehrmacht im Bewegungskrieg ausnutzen und in entsprechend günstigem Gelände versuchen möglichst viele sowjetische Truppen zu Kesseln und somit zu vernichten. Ihr müsset die Rote Armee entscheidend Schwächen um langfristig zu gewinnen.
Wir werden weiter gespannt mitlesen.
Hochachtungsvoll ein neunmalkluger Hobbygeneral
Thomasius
teufelchen
25.05.25, 11:02
Wir sind kein Fachmann für WitE 2 aber gemessen an unseren Erfahrungen in WitE 1 verstehen wir Eure Strategie nicht.
Ihr greift bei Schlammwetter an? In WitE 1 eine Todsünde, da wenig erfolgsversprechend und die Truppen verschleißen und ermüden extrem schnell.
Werter Tomasius, habt Dank für Euren Kommentar. Wir sind erfreut. Es kommt Leben in die Bude bzw. den AAR.
Wir können uns momentan nur dunkel erinnern, wie das in WitE 1 war. Wurde auch zwischen Wetter und Bodenverhältnissen unterschieden? Ja, es regnet. WitE 2 kennt zwei Regenarten. Dauerregen und Landregen. Wir haben spät frühlingshaften Landregen. Dementsprechend sind die Bodenverhältnisse schlammig, aber nicht morastisch. „Light mud“, sagt das Regelwerk. Ebenso light sind die Auswirkungen auf Bewegung und Kampf. Es gibt für jedes Hex eine Angabe des Schlammlevels. Optisch ist das an der Karte schlecht zu erkennen. Je stärker der Braunton in der Hexfarbe, um so höher der Schlammlevel. Schlammlevel 6 und höher bedeutet stark verschlammt. Derart schlechte Bodenverhältnisse herrschen aktuell bei Leningrad, nicht in der Region Moskau. Hier eine Übersicht aus der Region Tula mit unterschiedlichen Schlammlevels:
https://s1.directupload.eu/images/user/250525/gwg6qoi7.jpg (https://www.directupload.eu)
Ihr greift in panzerungünstigem Gelände ausgebaute Stellungen mit Panzertruppen an? Warum dieses keine gute Idee ist ergibt sich schon aus der Frage und sollte nur in Notfällen erfolgen.
„Light woods“ gilt nicht als panzerungünstiges Gelände, ansonsten habt ihr vollkommen recht. Von Manstein erwiderte auf die Rüge, seine Befehle seien falsch übermittelt worden... :???:
Was wollt Ihr mit der Einnahme von Moskau erreichen? Die Industrie dürfe längst evakuiert sein, womit für uns unklar ist was Ihr damit langfristig erreichen wollt.
Wir spielen mit der Option „Sudden Victory“. Das bedeutet, bei Erreichen eines bestimmten Siegpunktestandes zu einem bestimmten Datum endet das Spiel vorzeitig. Mit dem Fall von Moskau wäre der Feldzug entschieden. Die Belohnung wären 60 Siegpunkte. Aktuell haben wir 715. Für einen vollständigen Sieg benötigen wir 750 Siegpunkte, ab 01.07.1942 benötigen wir 775. Seid gewiss, wir haben neben der vagen Hoffnung auf Moskau noch andere erfolgversprechendere Eisen im Feuer, zu nennen wäre in erster Linie Stalingrad (30 Siegpunkte). Mehr wollen wir aktuell nicht verraten. Und außerdem, wie ist der Titel des AAR? :ähem:
Unserer Meinung nach solltet Ihr die Stärken der Wehrmacht im Bewegungskrieg ausnutzen und in entsprechend günstigem Gelände versuchen möglichst viele sowjetische Truppen zu Kesseln und somit zu vernichten. Ihr müsset die Rote Armee entscheidend Schwächen um langfristig zu gewinnen.
Wir werden weiter gespannt mitlesen.
Hochachtungsvoll ein neunmalkluger Hobbygeneral
Thomasius
Das ist der Königsweg, wir stimmen zu.
TheBlackSwan
25.05.25, 19:10
Wir sind kein Fachmann für WitE 2 aber gemessen an unseren Erfahrungen in WitE 1 verstehen wir Eure Strategie nicht.
Ihr greift bei Schlammwetter an? In WitE 1 eine Todsünde, da wenig erfolgsversprechend und die Truppen verschleißen und ermüden extrem schnell.
Ihr greift in panzerungünstigem Gelände ausgebaute Stellungen mit Panzertruppen an? Warum dieses keine gute Idee ist ergibt sich schon aus der Frage und sollte nur in Notfällen erfolgen.
Was wollt Ihr mit der Einnahme von Moskau erreichen? Die Industrie dürfe längst evakuiert sein, womit für uns unklar ist was Ihr damit langfristig erreichen wollt.
Unserer Meinung nach solltet Ihr die Stärken der Wehrmacht im Bewegungskrieg ausnutzen und in entsprechend günstigem Gelände versuchen möglichst viele sowjetische Truppen zu Kesseln und somit zu vernichten. Ihr müsset die Rote Armee entscheidend Schwächen um langfristig zu gewinnen.
Wir werden weiter gespannt mitlesen.
Hochachtungsvoll ein neunmalkluger Hobbygeneral
Thomasius
Moscow ist eine NSS und verliert diesen Status, wenn es einmal erobert wurde. Industrie wird definitiv geschwächt, wenn man Moskau erobert.
Meine Frage bzgl.Moskau ist auch nicht der Angriff selbst, sondern die nicht volle Kräftekonzentration in Kombination mit dem frontalen Vorgehen.
Schlamm: Ijr könnte WitE da nicjt direkt auf WjtE2 übertragen, Schlamm ist weniger binär.
teufelchen
26.05.25, 13:43
Werter TBS
Klar, es wäre wünschenswert, den Kräfteansatz bei Moskau zu verstärken.
Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Aus Frankreich tröpfelt die ein oder andere Infanteriedivision heran, andere Reserven gibt es nicht.
Welcher Abschnitt soll Truppen abgeben? Wir sehen keine Möglichkeit.
Truppen verlegen ist darüber hinaus, wie ihr wisst, eine komplexe Angelegenheit, die zu Lasten des Nachschubs geht.
teufelchen
15.06.25, 16:30
OKH, Minsk, 31.05.1942
Guderian übernimmt das Kommando
Fortgang der Operation Rotmilan
Verluststatistiken
Das Personalkarussell rotiert geschwind. Anfang des Monats übernahm Feldmarschall Wilhelm Keitel überraschend die Heeresgruppe Süd. Wir danken ihm für die geleistete solide Arbeit in den letzten Wochen. Eine so wichtige Aufgabe möchten wir vertrauensvoll in die Hände eines anderen, eines in unseren Augen fähigeren Generalissimus legen. Der Panzertaktikexperte Generaloberst Guderian scheint uns geeignet. Dieser hat einige Wochen Urlaub machen können und wartet begierig auf seine neue Aufgabe. Viel Zeit für die Einarbeitung hat er nicht. Erstaunlicherweise weist er unter allen Kommandeuren das schlechteste Verhältnis zwischen errungenen Siegen und erlittenen Niederlagen auf.
https://s1.directupload.eu/images/user/250615/qqa3cy7h.jpg (https://www.directupload.eu)
Drei Brückenköpfe a) b) und c) konnten in den letzten Wochen über den Don geschlagen werden. Der Gegner scheint das zu akzeptieren. Er lässt uns gewähren. Die Rote Armee verharrt in ihren Positionen, wohl oder übel auf ihre Defensivqualitäten vertrauend. Allgemeines Ziel diese Woche ist, alle Brückenköpfe zu erweitern und näher an Stalingrad zu rücken. Hauptangriffsziele stellen das 5. Kavalleriekorps und der Dreierstack um die 223. Schützendivision nordwestlich von Stalingrad dar. Brückenkopf c) hat darüber hinaus die Aufgabe, in Verbindung mit Brückenkopf b) die 83. Schützendivision einzuschließen.
https://s1.directupload.eu/images/user/250615/lmahk4x5.jpg (https://www.directupload.eu)
Der Dreierstack besteht aus der 223. Schützendivision, einem Kampfverband von durchschnittlicher Stärke, der 26. Luftlandebrigade, klangvoller Name ohne Kampfwert, und dem Hauptquartier der 5. Armee. General der Panzertruppe Werner Kempf, Kommandeur des 48. Korps (mot.) erteilt der 56. und der 57. Infanteriedivision Angriffsbefehl. Die sowjetische 5. Armee stellt einige Unterstützungseinheiten für die 223. Schützendivision bereit, leistet selbst aber keine Gegenwehr. Die beiden deutschen Infanteriedivisionen sind der Aufgabe zu jeder Zeit gewachsen und entscheiden den Kampf klar für sich. Wir halten es für keine gute Idee, Armeehauptquartiere in vorderster Frontlinie zu haben. Sie greifen kaum ins Geschehen ein, ihr Rückzug verursacht hingegen Stärke- sowie Moralverluste und birgt die Gefahr, dass der Kommandeur stirbt.
Die Schlacht gegen das 5. Kavalleriekorps ist bedeutend härter. Hier stürmt die Wehmacht unter Aufbietung eines ganzen motorisierten Korps voran mit etwa 100000 Soldaten, 1200 Rohren und - hört, hört - 500 Panzern. Ja, wir tun es wieder, greifen das stark verschanzte Kavalleriekorps auch mit Panzerdivisionen an. Wir machen das nicht zum Spaß, brauchen aber den Wums der Panzer, um genug Überlegenheit zu generieren. Und wie bei sowjetischen Kavalleriekorps „üblich“, stehen bei diesem auch mehr als 150 Panzer in Diensten. Erinnerungen an den verlustreichen Angriff vor Moskau werden wach, völlig zu Unrecht. 10 eigene Panzerverluste sind der Preis für 110 gegnerische. Das ist akzeptabel. Das Kavalleriekorps ist der deutschen Dampfwalze nicht gewachsen und tritt kleinlaut den Rückzug an. Seine beherrschende Defensivstellung im Brückenkopf b) ist eliminiert.
Auch die Einkesselung der 87. Schützendivision gelingt.
Die Operation Rotmilan verlief diese Woche zufriedenstellend. Der Ausbau der Don-Brückenköpfe ist abgeschlossen. Stalingrad rückt ins Visier. Auch erwähnenswert: Die Bahnlinie Krasnodar – Stalingrad ist unterbrochen. Stalingrad kann einzig über die nach Osten verlaufende, eingleisige Strecke versorgt werden. Vielleicht wäre es eine Idee, diese Verbindung mit deutschen Fallschirmjägern zu blockieren. Gerade trifft in der Reserve die „Ramcke“-Fallschirmjägerbrigade ein. Es wir noch ein Weilchen dauern, diese heranzubringen und sie Gefechtspunkte sammeln zu lassen, aber wir behalten das im Hinterkopf.
https://s1.directupload.eu/images/user/250615/rof3qmk2.jpg (https://www.directupload.eu)
Beide Kriegsparteien beklagen diese Woche moderate Verluste. Dabei schlagen sich die Rotarmisten diese Woche besser und verzeichnen geringere Verluste als in der Vorwoche, während die Wehrmachtverluste in etwa konstant ausfallen. Statistisch fällt ins Auge, dass der 5 Millionste Soldat der Roten Armee Eingang in die Verluststatistik gefunden hat, eine gewaltige Zahl. Dem stehen fast 1 Million gefallene oder verwundete Soldaten der Achse gegenüber. Die Luftstreitkräfte beider Seite verzeichnen höhere Verlustzahlen als in der Vorwoche. Die Luftwaffe beklagt mehr Bruchlandungen und Flakabschüsse, die Verluste der Roten Falken resultieren aus direkten Luftkämpfen, bei denen Sie nahezu ausnahmslos den kürzeren ziehen.
https://s1.directupload.eu/images/user/250615/ouuv5kf6.jpg (https://www.directupload.eu) https://s1.directupload.eu/images/user/250615/k63mzvc8.jpg (https://www.directupload.eu)
Bei der Heeresgruppe Süd wird die Rote Armee aktiver. Darüber berichten wir demnächst.
Ein schöner Bericht.
Bewegungskrieg sieht anders aus, aber ihr seid im Vorwärtsgang.
Stalingrad liegt nahe. Ab und an eine - zwei oder 3 Einheiten Kesseln. Dann sollte alles gut für euch ausgehen.
teufelchen
06.07.25, 16:07
@ Oerty: Danke für Eure Einschätzung.
OKH, Minsk, 31.05.1942
vereinzelte Angriffe der Roten Armee
Neu an der Front: 75mm PaK 40
Die Rote Armee bleibt zaghaft. Im Bereich der Heeresgruppen Nord und Mitte döst sie weiter vor sich hin. Die Heeresgruppe Süd spürt an einigen Stellen, die Rote Armee hat nicht nur Krallen und die sind scharf. Trotz andauernden Regens fährt sie diese an einigen Stellen aus, wobei sie sich in den aktiv geführten Kämpfen fast immer durchsetzt und die angegriffene Wehrmachtseinheit zurückdrängt. Kämpfe sehen wir nur punktuell, ein Angriffsschwerpunkt ist nicht ableitbar. Gibt es ein Konzept? Vermutlich ist es, Schwachpunkte in der deutschen Front zu erkennen und offenzulegen. Ein Nachrücken in die eroberten Gebiete unterbleibt. Die folgende Lagekarte der Heeresgruppe Süd zeigt die Kampforte.
https://s1.directupload.eu/images/user/250706/ini7jtmi.jpg (https://www.directupload.eu)
Was hat es mit den „Konsequenzen auf die Nachschubversorgung“ auf sich? Nun, da ist die Bahnlinie Aleksikovo – Stalingrad. Der wichtigste Frontbahnhof der Wehrmacht ist Ilovlinskaya. Eine stationierte Bahnbaueinheit (FBD 2) soll hier reichlich Nachschub ansaugen und den Frontdivisionen zuteilen. Aber nicht ein einziger Nachschubzug erreicht das Depot. Die Strecke ist unterbrochen. Durch den erfolgreichen Angriff östlich Mikhailovkas und anschließende Bewegung in das Hex neben der Bahnlinie gilt diese als beschädigt. Die Züge fahren nur bis Frolovo. Leider hat dieser Bahnhof ohne stationierte FBD nur kleine Kapazität. Die Bahnlinie hätte einer besseren Absicherung bedurft.:(
Widmen wir uns einer Schlacht im Raum Stalingrad. Die 52. Armee attackiert das rumänische Kavalleriekorps, welches sich an Don und den kleinen Aksay-Fluss anlehnt. General Tolbukhin zählt zu den prominenteren Generälen und verfügt mit 2 Kavalleriekorps und 3 Schützendivisionen über eine ordentliche Streitmacht. Fast 70000 Soldaten führen den Angriff, über 800 Geschütze und 200 Panzer richten Ihre Feuerkraft gegen die rumänischen Einheiten. Die bestehen unter Kommando von General Racovita aus der 1. rumänischen Panzerdivision, einer Infanteriedivision und einer Gebirgsbrigade. Verlässliche Komponente ist die deutsche Luftüberlegenheit. Das Gelände ist bretteben, die Verteidiger erwarten aus leicht befestigten Feldstellungen den Sturm der Sowjets. Die Stärkeverhältnisse sprechen eine klare Sprache - zugunsten der Sowjets. Aber gefehlt. Die Rumänen verteidigen wie die Löwen. Bestärkt durch deutsche Luftschläge geben sie keinen Zentimenter Boden preis.
Die Verluste der Roten Armee sind beängstigend. Zusätzlich droht den Angreifern nun unser gewaltiger Zorn, der sich in einem Gegenschlag Bahn brechen wird. Die rumänischen Divisionen werden mit einem kurzen Erholungsurlaub abseits der Front belohnt.
https://s1.directupload.eu/images/user/250706/qbefjkw6.jpg (https://www.directupload.eu)
T-34 und KV-Panzer der Roten Armee hätten wir auch gerne. Sie zu bekämpfen ist keine Freude. Sie sind so gut gepanzert, dass unsere Panzerabwehrgeschütze bei dieser Aufgabe frontal oft scheitern. Das soll sich ändern. Ein neues Geschütz wird bei der Truppe eingeführt. Die 75mm PaK 40. Nicht nur schön anzusehen und in hoher Stückzahl zu produzieren, sondern auch sehr effektiv. Sie soll die 50mm PaK, Behelfslösungen und natürlich das berüchtigte „Panzeranklopfgerät“ mit und mit ersetzen. T-34 und
KV´s: „Zieht euch warm an“!
https://s1.directupload.eu/images/user/250706/5obv9mea.jpg (https://www.directupload.eu)
Bildquelle: Bundesarchiv_Bild_101I-024-3543-09,_Ostfront,_Soldaten_an_7,5cm_Pak
der_Dessauer
07.07.25, 20:22
Werter teufelchen,
hat Euer geschätzter Gegner auch seine Verteidigung in die Tiefe gegliedert? Fliegt Ihr Nah- und Fernaufklärung, um ständig über dessen Truppenverschiebungen im Bilde zu sein?
Und letzte Frage: Bei dem Gefechtsbericht der Rumänen gegen die sow. 52.Armee fällt das Durcheinander bei der Kommandoführung bei den Verbündeten auf! Jede rumänische Einheit im Hexfeld wird von einem anderen Korps geführt, dass finden wir recht unorganisiert! Sieht es entlang der eigenen HKL überall so aus?
Euer der_Dessauer
teufelchen
09.07.25, 10:18
Werter teufelchen,
hat Euer geschätzter Gegner auch seine Verteidigung in die Tiefe gegliedert? Fliegt Ihr Nah- und Fernaufklärung, um ständig über dessen Truppenverschiebungen im Bilde zu sein?
Selbstverständlich fliegt die Luftwaffe Aufklärungseinsätze. Der Schnappschuss „Abschnitt Heeresgruppe Süd“ zeigt die Lage nach der Luftphase. Leider sehen wir trotz Aufklärung nur lückenhaft. Icons ohne Einheitenname und/oder -symbol sind der Aufklärung zu verdanken. Weit ins Hinterland klären wir aktuell nicht auf. Kosten/Nutzen bei Regen sind unserer Meinung nach überschaubar. Nachteile sind unzuverlässige Ergebnisse, erhöhte Verlustraten an Flugzeugen und Piloten, Ressourcenverbrauch, Verbände, die Ihre Befehle nicht befolgen. Außerdem sind die Operationsmöglichkeiten des Heeres limitiert. Wir können nur Vermutungen über sowjetische Einheiten in der Tiefe anstellen. Unsere optimistische Annahme ist, ja, es gibt sie, aber wir nennen sie „Buddeltruppen“, Einheiten zum Schanzen, ohne nennenswerte Kampfstärke.
Und letzte Frage: Bei dem Gefechtsbericht der Rumänen gegen die sow. 52.Armee fällt das Durcheinander bei der Kommandoführung bei den Verbündeten auf! Jede rumänische Einheit im Hexfeld wird von einem anderen Korps geführt, dass finden wir recht unorganisiert! Sieht es entlang der eigenen HKL überall so aus?
Euer der_Dessauer
Ihr seid ein Fuchs! Klar, dass Euch das auffällt. Wir sind immer bemüht, die Kommandostruktur sinnvoll zu gestalten. Hier ging es drunter und drüber. Wie ihr vielleicht wisst, kostet die Änderung der Kommandostruktur in WitE 2 keine AP mehr. Dafür ist nur noch eine Änderung pro Zug möglich. Und wenn die schon gemacht wurde und man nicht aufpasst...
der_Dessauer
09.07.25, 20:59
Werter teufelchen,
habt Dank für Eure ausführliche Antwort! Interessante Anmerkung das Ihr etwas im Dunkeln tappt im Bezug auf die gegnerischen Truppenbewegungen. Schön zu hören das da WitE2 zum Vorgänger etwas anders macht. Wir hatten in WitE immer den Eindruck das die Achsen-Luftaufklärung etwas zu OP ist. Ebenso danken wir Euch zu der Erläuterung über die Besonderheiten der Kommandostruktur. Wir arbeiten uns gerade in WitE2 ein, und können daher von Eurem informativen AAR und der Hilfe die dieses Forum bietet nur profitieren.
Wer weiß, wenn unsere zweite Partie gegen den werten Oerty entschieden ist, trifft man sich ja zu einem weiteren größeren Projekt in WitE2! :rolleyes:
Euer der_Dessauer
Werter der Dessauer, davon gehen wir aus.
Ich bin eigentlich schon recht heis auf das Projekt.
Langsam glaube ich steif ich auch etwas hinter die Logistik.
Zumindest kann ich jetzt spielen ohne das der PC das für mich machen muss.
TheBlackSwan
10.07.25, 00:45
Werter teufelchen,
habt Dank für Eure ausführliche Antwort! Interessante Anmerkung das Ihr etwas im Dunkeln tappt im Bezug auf die gegnerischen Truppenbewegungen. Schön zu hören das da WitE2 zum Vorgänger etwas anders macht. Wir hatten in WitE immer den Eindruck das die Achsen-Luftaufklärung etwas zu OP ist. Ebenso danken wir Euch zu der Erläuterung über die Besonderheiten der Kommandostruktur. Wir arbeiten uns gerade in WitE2 ein, und können daher von Eurem informativen AAR und der Hilfe die dieses Forum bietet nur profitieren.
Wer weiß, wenn unsere zweite Partie gegen den werten Oerty entschieden ist, trifft man sich ja zu einem weiteren größeren Projekt in WitE2! :rolleyes:
Euer der_Dessauer
Die Achse hat in WitE quasi einen Aufklärungssatelliten.
Die UdSSR eigentlich auch, aber der arbeitet noch mit Filmkapseln, und die sind irgendwann alle :-)
der_Dessauer
10.07.25, 09:15
Die Achse hat in WitE quasi einen Aufklärungssatelliten.
Die UdSSR eigentlich auch, aber der arbeitet noch mit Filmkapseln, und die sind irgendwann alle :-)
Werter TheBlackSwan,
wirklich sehr gut bildlich umschrieben! :top:
Euer der_Dessauer
teufelchen
22.07.25, 23:01
OKH, Minsk, 07.06.1942
Valdai: Wehrmacht rückt stetig vor
Rotfuchs findet eine Fährte von Süden...
Zwischen Bologoe und Torzhok greifen schwache deutsche Kräfte noch schwächere sowjetische an und erzielen Erfolge. Bologoe als erklärtes Operationsziel ist nur noch 20 km entfernt. Wir erkennen bislang keine Anstalten der Sowjets, Ihre Verteidigung zu festigen, sie scheinen an diesem Abschnitt keinerlei Interesse zu haben. Immer wieder brechen sowjetische Einheiten bei Angriffen völlig zusammen. Wird das Ergebnis der baldige Zusammenbruch der Front sein?
Die seit Wochen durchgeführten Bombardierungen des kleinen Hafens Osinovets haben die Hafenanlagen völlig zerstört. Der Gegner sollte vorgewarnt sein, dass er hier nicht ewig in Ruhe gelassen werden wird. Matsch und Dauerregen verderben uns bisher die Laune. Die Rote Armee hält es bisher nicht einmal für erforderlich, hinter der sehr gut befestigten HKL in zugegeben verteidigungstechnisch saugutem Gelände im Hinterland Auffangstellungen zu errichten. Der Wetterbericht für nächste Woche sagt Sonnenschein voraus. Die 2. Armee ist bestens versorgt. Wir sind gespannt.
https://s1.directupload.eu/images/user/250722/juyobzka.jpg (https://www.directupload.eu)
Die Moskauer „Operation Rotfuchs“ packt im Süden zu. Es besteht Aussicht auf einen Minikessel im Bereich der 18. Armee. Eingeschlossen werden soll die sowjetische 323. Schützendivision, deren Zone zusätzlich durch Festungstruppen verteidigt wird (Fortified Region). Sie steht etwas exponiert nach Südwesten. Dem linken Flügel der 3. Panzerarmee stehen sowjetische Garde-Schützenkorps gegenüber, so ziemlich das furchteinflößendste, was die Rote Armee zu bieten hat. Generaloberst Hoth will deren defensive Qualitäten testen und das 4. Garde-Schützenkorps angreifen. Hoth schlägt zusätzlich vor, 2 Schützendivisionen südöstlich von Moskau zu werfen, die 375. und die 85., um einen Weg von Osten Richtung Moskau zu öffnen. Auch die 4. Panzerarmee will die Sowjets in die Waden beißen. Angriffsziele sind das 2. Panzerkorps, welches ohne jede Verschanzung in freiem Gelände kampiert und die 14. Schützendivision. Geländegewinn steht bei den letzt-genannten Aktionen nicht Vordergrund.
https://s1.directupload.eu/images/user/250722/f3wdymod.jpg (https://www.directupload.eu)
Bei der 4. Panzerarmee gibt es Erfolgsmeldungen ohne jegliches Spektakel. Die 18. Armee kämpft die Gebiete im Rücken der 323. Schützendivision frei. Danach schleichen motorisierte und gepanzerte Einheiten von Norden und Osten an der 323. vorbei, lassen sich nieder und schließen den Ring. Die 3. Panzerarmee will nicht nachstehen und stürmt gegen das 4. Gardeschützenkorps mit Mann und Maus. Das hat sich durch Panzer und Flak verstärkt. Insbesondere letzteres bekommt die zwar überlegene, aber verwundbare Luftwaffe zu spüren. Die Überlegenheit von Hoths Streitmacht ist nicht all zu üppig, vermutlich verschläft der gegnerische Kommandeur Chernyakowsky herumdelierend einige Würfeltests. Die Rotarmisten sind derart überrumpelt, dass ihr Rückzug ins völlige Chaos abgleitet. Sie lassen fast alle Panzer beschädigt oder zerstört zurück, dazu die Hälfte der Geschütze und nahezu 15000 Mann. Aha, so kämpft also die Garde der Roten Armee. Wir sind glücklich, aber ratlos.
https://s1.directupload.eu/images/user/250722/jis7in9c.jpg (https://www.directupload.eu)
Glück ist bekanntlich ein flüchtiger Begleiter. Ein Angriff ging leider mächtig in die Hose. :uhoh:
4 Infanteriedivisionen plus ein – regiment setzen zum Sturm auf 2 Schützendivisionen an, die sich an der östlichen Flanke der 3. Panzerarmee in Waldgebiet verschanzt haben. Die Verteidiger feuern aus jede Menge Rohren aller Kaliber in unsere Bereitstellungen. Was aber vermutlich den Ausschlag gibt, ist das Eingreifen der 93. Schützendivision, die im Eiltempo aus Nordwesten anmarschiert. Hoths Sturmspitzen holen sich eine blutige Nase, machen kehrt und ziehen sich geschwächt auf Ihre Ausgangsstellungen zurück.
https://s1.directupload.eu/images/user/250722/2eq9v65g.jpg (https://www.directupload.eu)
Fazit: Südlich Moskaus geht’s ordentlich voran, im Westen kleine Erfolge, östlich von Moskau Stillstand.
https://s1.directupload.eu/images/user/250722/arlsbpuo.jpg (https://www.directupload.eu)
Wie agieren Guderians Armeen der Heeresgruppe Süd ? Der nächste Bericht wird davon künden.
TheBlackSwan
22.07.25, 23:23
Nur eine Division in Leningrad?
Die zweispurige Bahnlinie von Leningrad über Vishny Volochek nach Moskau im Rücken zu haben, wäre für eure Mobilität und Truppenverschiebungen schon praktisch. Oder sie zumindest für die Sowjets unterbrechen.
teufelchen
23.07.25, 10:01
Nur eine Division in Leningrad?
Die zweispurige Bahnlinie von Leningrad über Vishny Volochek nach Moskau im Rücken zu haben, wäre für eure Mobilität und Truppenverschiebungen schon praktisch. Oder sie zumindest für die Sowjets unterbrechen.
Ja, Leningrad wird von einer Division und vermutlich Festungstruppen verteidigt. Die angezeigte Stärke: xxx.
Die angesprochene Bahnlinie könnte schon bald erreicht werden, wenn der Gegner weiter vor sich hin döst, statt eine Armee zu schicken.
TheBlackSwan
23.07.25, 10:33
Das kann man mit 9 starken Infanteriedivisionen werfen, gegebenenfalls mit zusätzlichen Einheiten in Reserve.
teufelchen
23.07.25, 22:55
Das kann man mit 9 starken Infanteriedivisionen werfen, gegebenenfalls mit zusätzlichen Einheiten in Reserve.
So könnte es gehen, vorausgesetzt, der Gegner oder das Wetter versalzen die Suppe nicht.
teufelchen
03.08.25, 19:53
OKH Minsk, 07.06.1942
Fortschritte Operation Rotmilan
Kämpfe fordern hohen Blutzoll
Rote Armee weitgehend passiv
Wie schon berichtet, blieb der ersehnte Nachschub in Ilovlinskaya aus. Angriffe der Roten Armee auf Vorposten der 11. Armee verhinderten ihn. Der verantwortliche Befehlshaber, Generalleutnant Hollidt, wurde angewiesen, die Störenfriede zu verjagen und die Bahnlinie besser zu sichern. Wir nehmen schon mal vorweg, dass das in den kommenden 2 Wochen nicht gelingt. Die 1. Panzerarmee erhält Order, frontal bis in die Stalingrader Vororte anzugreifen und eine Verbindung zu den nördlich stehenden Teilen und zur 11. Armee herzustellen. Im Süden des Abschnitts wäre noch auf den Sowjetangriff gegen die Rumänenstellung zu antworten. Zusätzlich sollen einige taktische Angriffe die eigenen Stellungen sichern und den Gegner schwächen. Die 87. Schützendivision konnte vorige Woche umtanzt werden und geht nun geschlagen in deutsche Obhut.
https://s1.directupload.eu/images/user/250803/xx9v4jqp.jpg (https://www.directupload.eu)
Östlich der erfolglos attackierten Rumänenstellung kampieren sie, 3 Schützendivisionen der 52. Armee, wie kampfkräftig sind die noch? Die Tapferen verfügen weder über Deckung noch Stellungsbauten. Eine deutlichere Einladung für einen Angriff gibt es nicht. Und wer mit eingeladen ist: die Luftwaffe. Alles, was an Schlachtfliegern verfügbar ist, muss bei diesen idealen Voraussetzungen (mal abgesehen vom Regen) ran. Die drei Divisionen der 52. Armee haben keine Chance. Demoralisiert und von überlegenen Kräften bestürmt, nehmen sie ihre Beine in die Hand und geben Fersengeld. Ihre Verluste sind beeindruckend oder beängstigend, je nachdem, von welcher Seite aus man es betrachtet. Die sind erst mal keine Gefahr mehr. Ein erneuter Angriff auf die Rückzügler unterbleibt wegen Regens und der Nachteile einer erforderlichen Flussüberquerung.
https://s1.directupload.eu/images/user/250803/8vtgzlpv.jpg (https://www.directupload.eu)
Ansonsten gibt es jede Menge Bumm-Bumm. Zentral vor Stalingrad werden die Defensivstellungen der Sowjets bestürmt. Diese ziehen sich meist ungeordnet hinter die Wolga zurück. Damit ist die Arbeit aber nicht getan. Nordwestlich und südwestlich von Stalingrad verfügt die Rote Armee weiter über flankierende Stellungen, die besonders im Südwesten über ordentliche Befestigungen verfügen. Diese gilt es Stück für Stück auszuheben, oder wäre es besser, die von Süden zu umgehen? Die Front der Roten Armee wirkt angeschlagen.
https://s1.directupload.eu/images/user/250803/rx6ersxy.jpg (https://www.directupload.eu)
Wie die Statistik ungeschminkt offenbart: „Unternehmen Barbarossa“ ist ein gewaltiger Aderlass.
Bereits über 1 Million deutscher Soldaten zahlten mit Ihrem Leben, Ihrer Freiheit oder Ihrer Gesundheit. Die schreckliche Fratze des Krieges...
Die Luftwaffe verlor diese Woche einige Schlachtflugzeuge, das spiegelt die erhöhte Einsatztätigkeit bei suboptimalen Wetterbedingungen wieder. Verluste traten durch Unfälle, Maschinenschäden und Pilotenfehler auf, den Gegner trifft meist keine Schuld.
https://s1.directupload.eu/images/user/250803/sskq7a3n.jpg (https://www.directupload.eu) https://s1.directupload.eu/images/user/250803/sjaij529.jpg (https://www.directupload.eu)
Die Wetterfrösche behalten Recht. Es regnet nicht mehr. Nirgendwo. Der Untergrund trägt wie in alten Zeiten, eine Erleichterung für alles, was sich bewegt. Und was macht die Rote Armee? Überraschenderweise fast nichts. Nur an einer einzigen Stelle begehren ein paar rote Gallier in Form von sowjetischen Schützendivisionen auf. Und die Stelle kennen wir bereits, südlich von Stalingrad. Da stehen die rumänischen Waffenbrüder. Genau, die wurde justament auch attackiert. Angegriffen wurden zwei Infanteriedivisionen und eine Gebirgsbrigade, frische Verbände. Mit der Unterstellung lief wieder was schief, das sei vorweggenommen. Die angreifende 52. sowjetische Armee kriegt es auch diesmal nicht gebacken. Da ist spürbar weniger Wumms als vorige Woche. General Tolbukhin´s Tobsuchtsanfall wurde bis in die eigenen Linien in Form eines Donnergrollens wahrgenommen.
https://s1.directupload.eu/images/user/250803/4kqyjxl3.jpg (https://www.directupload.eu)
Wagt die Heeresgruppe Nord/2. Armee den Sturm auf Leningrad ? In Bälde werdet ihr wissend.
teufelchen
23.08.25, 10:28
OKH, Minsk, 14.06.1942
„Du, Alois, da brummt es wieder von Süden heran. Schätze, es sind mindestens 200.“ „Sepp, ich sage dir, da braut sich was zusammen und unsere 78er haben die Arschkarte gezogen.“ „Lass mich mit dem Quatsch in Ruhe, hier ist seit 8 Monaten Totenstille. Das kann meinetwegen bis in alle Ewigkeit so weitergehen. Wenn nur die scheiß Läuse Ruhe gäben.“ „Und es hier im Winter ein besseres Hotel gäbe, ja , ja, ich bin auch nicht scharf auf die Knallerei, die uns vorigen Sommer um die Ohren pfiff.“ „Warts nur ab, dauert nicht mehr lange, da oben zeigt sich gerade das Vorspiel, hier ist was im Busch, ich sags dir.“ „Fürchte, du hast recht, heut früh erst machte der Spieß so eine Andeutung.“ „Was für eine Andeutung?“ „Na, etwa: Das Fest der Faulenzer ist bald vorbei!“
Von Richthofen´s Luftflotte 1 verfügt über 3 Geschwader gemischter Bombertypen, JU-88, Do217 und He-111. 8 Einsätze sind angesetzt. Sie richten sich gegen erkannte Stellungen innerhalb der Leningrader Stadtgrenzen. Gegnerische Jäger und Flak leisten nur geringe Gegenwehr. Erfolge sind auf den ersten Blick marginal, was solls, jeder ausgeschaltete Gegner kann die Waage schlussendlich zu unseren Gunsten beeinflussen, nicht zu vergessen die moralische Wirkung. Auffällig: es werden lediglich Festungstruppen ausgeschaltet, die Soldaten der 26. Schützendivision, die Leningrad verteidigen soll, kriegen keinen Kratzer ab.
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Die 2. Armee unter von Weichs verfügt über 9 Infanteriedivisionen, die gegen Leningrad anrennen werden. Sie sind bereits seit Monaten hier, voll ausgestattet, trainiert und versorgt. Das OKH teilt dieser Operation alle verfügbaren Unterstützungs-Infanterieregimenter und -brigaden zu. Die Besten müssen ran, um die größtmögliche Kampfkraft in die Waagschale zu werfen, der Angriff bereitet der Generalität Kopfschmerzen. Das könnte teuer werden. 200.000 Mann liegen in Bereitstellung südlich und östlich der Stadt. Leningrad wurde seit Kriegsbeginn von der Roten Armee zu einem Verteidigungsbollwerk ausgebaut. Aber reicht die Personalstärke der Roten aus, die Stellungen zu bemannen?
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2500 Geschütze beharken die Stellungen der Roten vor den Bereitstellungen, die die Luftaufklärung identifizierte oder die Überläufer verrieten. Tosender Lärm erfüllt die Luft und die Geschütze, teilweise schwerste Kaliber, pflügen um, was die Luftwaffe in Ihren Raids verschonte. Um 6:00 Uhr verlegt die Feuerwalze in den Rückraum, Landser stürmen vor, jedes Kraterloch als Deckung und für kurzes Atem holen, nutzend. Schon sind die vordersten Gräben erreicht, der Nahkampf beginnt...
Der Angriff macht schnell Fortschritte. Der Feind verteidigt verbissen, kann aber mit seinen geringen Kräften nur punktuell Widerstand leisten, der rasch zusammenbricht. Die 8. sowjetische Armee denkt nicht mal daran, Verstärkungen zu schicken. Bald ist das Stadtzentrum und die Peter und Paul Kathedrale erreicht, wo letzter Widerstand bald erlahmt.
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Fazit: Ein grandioser Sieg, unter geringen Verlusten erkauft. Ein Meilenstein des Jahres 1942, den wir zwar insgeheim erhofften, aber nicht wirklich erwarteten. Von Weichs wird umgehend mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, und seine Jungs mit reichlich Schabau belohnt. Die Stadt wird unter keinen Umständen wieder hergegeben. Drei Divisionen verteilen sich und sichern! Wird die Rote Armee einen Rückeroberungsversuch wagen?
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Auf den Bildern sehen wir in Leningrad lediglich zwei Einheiten. Weshalb kommt im Kampfbericht nur eine Einheit?
Warum Euer werter Gegner in Leningrad nicht drei Divisionen stehen hatte, weiß vermutlich nur er.
teufelchen
24.08.25, 10:25
Auf den Bildern sehen wir in Leningrad lediglich zwei Einheiten. Weshalb kommt im Kampfbericht nur eine Einheit?
Warum Euer werter Gegner in Leningrad nicht drei Divisionen stehen hatte, weiß vermutlich nur er.
Die zweite Einheit ist keine Kampfeinheit.
Es handelt sich um das Hauptquartier der 8. sowjetischen Armee.
Noch sinnvoller wäre es unserer Meinung nach, Leningrad zu einer Festungsstadt auszubauen. Das ist unterblieben.
Die zweite Einheit ist keine Kampfeinheit.
Es handelt sich um das Hauptquartier der 8. sowjetischen Armee.
Noch sinnvoller wäre es unserer Meinung nach, Leningrad zu einer Festungsstadt auszubauen. Das ist unterblieben.
Danke, da hätten wir auch selber drauf kommen können, aber wir haben WitE1/2 seit Ewigkeiten nicht gespielt.
Waren in Leningrad noch Fabriken?
teufelchen
24.08.25, 16:02
Waren in Leningrad noch Fabriken?
Das wissen wir leider nicht. Oder haben nicht darauf geachtet.
teufelchen
14.09.25, 15:46
OKH, Minsk, 14.06.1942
Strahlt der Leningrad-Erfolg auch auf die Operation Rotfuchs aus?
Der Minikessel (16. Armee, bei Jermolino) hat gehalten. Chapeau! Etwas mehr als 20000 Rotarmisten ergeben sich Generaloberst Busch. Die 230. und die 274. Schützendivision existieren nicht mehr.
Wie soll es mit der Operation Rotfuchs weitergehen? Die Eroberung Moskaus ist nicht mehr kriegsentscheidend. Angenommen, Leningrad bliebe im Besitz der Achse und keine weiteren Siegpunktstädte wechseln den Besatzer, die Sache wäre Anfang Juli gelaufen, „Erly End“ durch „Sudden Victory“. Trotzdem! Die Offensive wird fortgesetzt. Wenn schon nicht einnehmen, dann wenigstens so nah wie möglich an die Stadt der Begierde heran. Wichtiger ist: den zum Greifen nahen Gesamterfolg abzusichern.
Zwei Maßnahmen werden befohlen:
a) Neuer Schwerpunkt der 4. Panzerarmee ist nicht Moskau, sondern Kalinin nordwestlich Moskaus. Hier locken weitere 10 Siegpunkte, die sind greifbar nah und bis Ende Juni möglicherweise erreichbar.
b) Alle Siegpunktstädte verteidigen, die für den Feind erreichbar sind. Gefährdet sind in erster Linie Ryazan an der Oka südöstlich Moskaus und Tambov, Zentrum der 2. Panzerarmee und Naht zur Heeresgruppe Süd. Hier die Planung für den Großraum Moskau/Kalinin:
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Im Vorfeld Kalinins herrschte in den letzten Monaten relative Ruhe. Rzhev wurde bereits im Herbst 1941 erobert und seither ging es darum, diese Stadt als Nachschubposten zu sichern. Man war hier keiner großen Bedrohung ausgesetzt. General von Manstein befiehlt seinen unterstellten Divisionen: Vorwärts, nach Kalinin. Es geht zunächst durch offenes Gelände, mehr Spazierfahrt als Angriff. Bereits nach wenigen Kilometern taucht eine Postenkette der sowjetischen 4. Reserve Armee auf, die sich auf einzelne Gebiete mit mehr oder weniger Deckung konzentriert. Die muss angegriffen und das eroberte Terrain anschließend gehalten werden. Um die Aufgabe bewältigen zu können, teilt die Heeresgruppe der 4. Panzerarmee 2 weitere Panzerdivisionen und eine motorisierte Infanteriedivision zu. Die gesteckten Ziele der 1. Woche werden erreicht. Der Geländegewinn beträgt bis zu 20km. Die Abbildung zeigt die letzte von insgesamt vier Schlachten in diesem Kampfraum. Aufklärer berichten, dass die Rote Armee vor Kalinin einen stärkeren Verteidigungsgürtel errichtet hat. Kann dieser kommende Woche erschüttert werden?
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Die südlich anschließende 16. Armee wühlt sich mit Teilen der 9. Armee nordwärts auf Moskau vor. Dabei gilt es, stark befestigte Stellungen zu erstürmen, die von mittelprächtigen Schützendivisionen verteidigt werden. Hierbei lockt als Beute ein Zipfelchen mit 3 Schützendivisionen (u.a. die 8., s. Abbildung), die geschickter Weise umgangen und somit eingeschlossen werden. Sehr schön! Ein Verteidigungsgürtel ist überwunden und der nächste schließt sich nördlich an. Da die deutschen Truppen bei Ihren Angriffen nur geringe Verluste zu verkraften haben, denken wir nicht, an diesen „Bollwerken“ auszubluten. Eine kurze Rast und weiter geht’s in der kommenden Woche.
Übrigens, die folgende Abbildung verdeutlicht den mittlerweile beachtlichen Raumgewinn seit Beginn der Operation Rotfuchs durch die noch sichtbaren Stellungssysteme bei Borodino, bei Kaluga und entlang des Oka-Flusses.
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Hoth´s 3. Panzerarmee ist schon lange der aktuell vom 5. Schützenkorps verteidigte, vorspringende und stark befestigte Sporn als Hindernis Richtung Moskau im Weg. Diese Woche gibt es nur ein wichtiges Ziel: Hier einbrechen und die Front 10 km näher an Moskau heranbringen. Das 5. Schützenkorps ist mit dem aufklärungsweise geschätzen Kampfwert um 50 (einschließlich Verschanzungslevel) ein gefürchteter Gegner. Vorbereitend lädt die Luftflotte 2 in sechs Wellen tonnenweise Bomben über dem Angriffsabschnitt ab. Dann orgelt die Artillerie ihr Konzert aus hunderten Rohren, bevor zwei Panzer- und eine Infanteriedivision die Stellungen stürmen, mit Erfolg, aber einem blauen Auge. Etliche deutsche Panzerwracks verschandeln die Landschaft. Auf das als Reserveeinheit eingreifende 6.Kavalleriekorps mit integrierten, fetten Panzerbrigaden war man nicht gefasst. Und dieses hielt den Kampf einige Zeit in der Waage. Die Verluste der Roten Armee wiegen im Verhältnis ähnlich schwer.
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Hier der Großraum Kalinin/Moskau zusammengefasst:
https://s1.directupload.eu/images/user/250914/dwv6zx92.jpg (https://www.directupload.eu)
Die 4. Armee und die 2. Panzerarmee, die die Abschnitte Tambov und Ryazan halten, rufen nach Infanteriedivisionen. Aus den verschiedenen, ruhigen Abschnitten ruft das OKH Verstärkung herbei, aus Rostov, Balashov, Frankreich, insgesamt 6 Divisionen werden auf die Schiene gebracht, treffen nächste Woche dort ein, wo sie vielleicht gebraucht werden. Der Abschnitt ist seit Monaten ruhig. Das OKH beruft in dieser Situation den Kommandeur der 2. Panzerarmee, Walter Model, ab. Ab sofort befehligt: Walther Grässner. Wenn´s denn sein muss. Hier der Frontverlauf:
https://s1.directupload.eu/images/user/250914/egcfjoph.jpg (https://www.directupload.eu)
Vielen Dank für die detaillierten Berichte! Weiterhin gutes Gelingen! :prost:
teufelchen
12.10.25, 19:42
OKH Minsk, 14.06.1942
Widmen wir uns einmal mehr dem Südabschnitt, wo dieser bestimmte Fluss fließt, an einer bestimmten Stadt entlang, die den Namen eines sowjetischen Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare trägt, der zufällig in Personalunion oberster Befehlshaber der Roten Armee ist.
Die Wolga zu erreichen, wäre schön, da gibt es allerdings Hindernisse. Schützenverbände der Roten Armee tummeln sich zahlreich nördlich von Stalingrad. Wieder einmal wollen wir kontolliert vorrücken. Die vorderste Linie zu werfen, ist das Ziel der 11. Armee.
Wilder soll es südlich Stalingrads abgehen. Rache! Rache für den infamen Angriff auf die rumänischen Waffenbrüder. Und die Muskeln spielen lassen. 1. Panzerarmee, vorwärts nach Osten, Ziel Krasnoarmeisk. Die Front macht hier einen weniger massiven und tief gestaffelten Eindruck im Vergleich mit dem direkten Stalingrader Umfeld, die Frontlücke der Vorwoche wurde erwartungsgemäß von der Roten Armee geschlossen. Wird ein Durchbruch gelingen?
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At Attack ist auf der Hut, seine abgekämpften Einheiten positioniert er in zweiter Reihe. Um an die heranzukommen, muss erst mal die erste Verteidigungslinie überwunden werden. Nachdem das gelungen, startet der eigentliche Angriff. Gegenüber stehen sich General von Sauckens motorisierte Infanteriedivision „Das Reich“ und General Tolbukhins 1. und 2. Kavalleriekorps. Die sind ziemlich abgewirtschaftet. Schon kleinere Einbrüche genügen und die Kavalleristen geben Ihren Gäulen die Sporen. Sie türmen. Beide Kavalleriekorps brechen in sich zusammen. Die deutsche Luftwaffe gibt ihren Senf dazu.
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Trotzdem läuft der Angriff südlich Stalingrads unrund. Beispielhaft zeigt das der folgende Gefechtsbericht. Das 8. sowjetische Kavalleriekorps soll angegriffen und vernichtet werden. Es ist bereits angeschlagen und steht in offenem Gelände ohne ausgebaute Stellungen, ein gefundenes Fressen. Irrtum! Der sowjetische General ruft um Hilfe und erhält zur Unterstützung spontan eine starke Schützendivision, die mit einer ebenso prächtigen Panzerbrigade ausgestattet ist. Aus dem erhofften Sturmlauf wird nichts. Daran ändern auch unterstützende deutsche Jagdbomber und Stukas nichts. Die 298. Infanteriedivision steht unverhofft einer feindlichen Übermacht auch ausgeruhter Truppenteile gegenüber und entschließt sich, nach dem Verlust von 22 eigenen Panzern, den Angriff abzubrechen. Nicht das Wunschergebnis, trotzdem eine kluge Entscheidung.
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Wäre das ein Einzelfall, Schwamm drüber. Bleibt es aber nicht. Zahlreiche deutsche Angriffe südlich Stalingrads bringen Erfolge und können doch keine Breche schlagen. Nördlich Stalingrads läuft es unspektakulärer. Wenige Angriffe verlaufen erfolgreich und rücken die Front um 10 km näher zur Wolga vor. Steter Tropfen...
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Ein Blick auf die Verluststatistik: über 1000 Panzer in einer Woche vernichtet, das ist schon was. Wir glauben, das gabs 1942 noch nicht. Wir beklagen hohe Verluste bei der Luftwaffe. 170 Piloten und 267 Totalausfälle beim fliegenden Material, das entspricht 10% bzw. 7% der Gesamtverluste seit Kriegsbeginn. Diese Woche haben wir die Luftwaffe mit rollenden Einsätzen ran genommen. Das war beabsichtigt, Reserven sind vorhanden, das gute Wetter wollte genutzt werden.
https://s1.directupload.eu/images/user/251012/23ysohof.jpg (https://www.directupload.eu) https://s1.directupload.eu/images/user/251012/7ghf4fuk.jpg (https://www.directupload.eu)
Wetterprognose: Regenwolken kehren in den Norden zurück, Moskau scheint in etwa die Wettergrenze zu sein, südlich oder nördlich, das ist hier die Frage, positiv für die Verteidigung Leningrads?
TheBlackSwan
17.10.25, 01:20
Wie ist euer typisches Loss Ratio bei den frontalen Angriffen vor Moskau? Uns macht etwas Sorgen, dass Euch die Stärke für Folgeangriffe auf dieselben Einheiten fehlt. Damit erntet man in WitE2, was man im ersten Angriff gesät hat.
teufelchen
18.10.25, 11:25
Wie ist euer typisches Loss Ratio bei den frontalen Angriffen vor Moskau? Uns macht etwas Sorgen, dass Euch die Stärke für Folgeangriffe auf dieselben Einheiten fehlt. Damit erntet man in WitE2, was man im ersten Angriff gesät hat.
Eure Aussage zur "Ernte" unterstreichen wir gerne.
Zu Eurer Frage:
Wir können die Verlustzahlen der Operation Rotfuchs vom 14.06.1942 in etwa wiedergeben. Eingeschlossen sind 4 kleinere Schlachten der Valdai-Operation. Demnach verloren Rote Armee und Wehrmacht auf Wochenbasis:
Wehrmacht
an Personal: 4678
an Geschützen: 139
an gepanzerten Fahrzeugen: 57
Rote Armee
an Personal: 53480
an Geschützen: 1186
an gepanzerten Fahrzeugen: 300
Ein Teil der Verluste ist der Kesselräumung südlich Moskaus zuzuordnen. Dabei verlor die Rote Armee: 21339 Soldaten und 314 Geschütze.
teufelchen
18.10.25, 13:11
OKH Minsk, 21.06.1942
Es regnet wieder und zwar da, wo es uns recht gut in den Kram passt. Im Nordabschnitt. Von Leningrad bis Vyshny Volochek (Bahnlinie Leningrad - Kalinin) Alle anderen Regionen bleiben trocken und sauber, ist das toll. Hat At Atack bei Leningrad gemuckt? Fehlanzeige. Wir finden die Frontlinie so vor, wie wir sie in der Vorwoche „übergeben“ haben. Völlige Lethargie bei den Roten?
Nein. An den bekannten Brennpunkten, bei Moskau und Stalingrad, bleibt die Rote Armee auffallend passiv, stur auf Defensive vertrauend.
An anderer Stelle eröffnet die Rote Armee eine Offensive. Bei Tambov. At Atacks Ziel liegt auf der Hand. Eine der wichtigen Städte muss zurück unter sowjetische Kontrolle, um den „Sudden Victory“ Anfang Juli abzuwenden. Wir erinnern an die Ausgangslage der Vorwoche:
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Die Ansammlung verdächtig vieler Truppenteile gegenüber der 4. Armee und der 2. Panzerarmee hatten die Befehlshaber pflichtbewusst der Heeresgruppe und die wiederum dem Oberkommando gemeldet. Allerdings waren die gemeldeten Stärken nicht so besorgniserregend, dass man gleich „Alarmstufe Rot“ hätte ausrufen müssen. Es wurden lediglich mehrere Divisionen auf die Bahn gesetzt, um eventuellen Bedrohungen begegnen zu können. Wenn die Feindstärke schon nicht beunruhigt, die eigene Schwäche tut es in gewisser Weise schon. Wesentliche Abschnitte bei Tambov werden nicht von Divisionen, sondern lediglich von Regimentern verteidigt (zu erkennen an einer vorangestellten 1-3/ vor der Divisionsnummer). In der Tiefe sind nur punktuell Verteidigungsstellungen vorhanden. Tambov selbst und das direkte Umfeld hingegen ist passabel durch intakte Infanteriedivisionen gesichert, die sich auf günstige Geländeverhältnisse stützen.
Und, wir setzen große Stücke auf die Fähigkeiten der Luftwaffe.
Die Rote Armee stößt nördlich von Tambov in offenem Gelände an der Stadt vorbei und treibt die deutschen Regimenter vor sich her nach Westen. Auch östlich der Stadt werden die deutschen Sicherungen überwunden und der Feind drängt in südlicher Richtung vor.
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Die Angriffe werden überwiegend von motorisierter Infanterie, meist in Brigadestärke (einem deutschen Regiment entsprechend), von Kavallerie in Divisions- und Korpsstärke und von Schützendivisionen geführt, allesamt ausgeruht. Starke Panzerkräfte begleiten die Kavalleriekorps und geben der Offensive Schwung. Die befehligenden Generäle haben klangvolle Namen. 20 km Raumgewinn sind der Lohn für die Sowjets. Fast alle Angriffe sind erfolgreich. Die deutschen Verteidiger fügen den Angreifern in Verbindung mit der Luftwaffe spürbare Verluste zu. Der abgebildete Angriff bildet den üblichen Ablauf einer Schlacht gut ab.
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Abschließend bieten wir noch die Verluststatistik zu den Angriffen der Roten Armee an.
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Gelingt es der Wehrmacht, den Angriff abzuriegeln oder steht zu befürchten, dass die Rotarmisten durch die dünne Frontlinie in den freien Raum durchbrechen? Diesem Thema widmet sich der nächste Bericht.
teufelchen
12.11.25, 12:07
OKH, Minsk, 21.06.1942
Der Schock muss verdaut werden. Sieg gewohnte Wehrmachtseinheiten auf dem Rückzug. Depots werden aufgelöst, nicht Abtransportierbares vernichtet, Panik macht sich nicht breit. Wie ernst ist die Lage? Eine gut organisierte und von langer Hand geplante sowjetische Offensive?
Mitnichten! Wo sind sie, die Furcht einflößend kraftvollen Infanteriekorps der Roten Armee? Sie verteidigen Moskau, agieren dort defensiv, bei Leningrad ein paar. Hier gibt es keine. Wir sehen motorisierte Brigaden, „normale“ Infanteriedivisionen, Kavalleriedivisionen. Als I-Tüpfelchen 4 Kavalleriekorps. In vorderster Front setzen die Roten mobile, aber eher schwächere Einheiten ein. Da stürzt sich die 2. Panzerarmee gerne drauf. General Graessners Ziele sind sind kontrollierte Gegenstöße und eine Stabilisierung der Front, keine Gegenoffensive. Der Lage um die 371. Infanteriedivision schenkt die Generalität besondere Beachtung. Ihre Position ist zu festigen, um Tambov abzuschirmen. Nur ein schmaler Streifen verhinderte Ihre Einschließung. Frische Wehrmachtinfanterie trifft als Verstärkung ein. Die von uns geschätzten OKH-Regimenter verstärken die Offensivkraft.
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Insgesamt 10 Angriffe werden zeitgleich entlang der Frontlinie befohlen. Fast alle auf relativ schwache Brigaden oder Kavalleriedivisionen (Kampfstärke 1 – 2) Mit Erleichterung berichtet die 2. Panzerarmee von Erfolgen in allen Teilabschnitten. 5 sowjetische Verbände fliehen, stellen für die nächste Woche keine Gefahr mehr dar. Auf Nachrückbewegungen in die zurückeroberten Gebiete verzichtet die Armee weitgehend. Die Ausgangslage wird vorerst nicht wiederhergestellt. Mit einer weiteren Angriffswelle des Gegners ist zu rechnen. Fällt die dann heftiger aus als die erste, oder droht ein Ausbluten der angreifenden Sowjetfront? Abwarten!
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Volltreffer! Einer von dreien bei den Tambov Gegenschlägen zerstörten deutschen Panzern
Leningrad ist ein paar Zeilen wert. Den Schwung der Vorwoche trotz mäßiger Wetterverhältnisse ausnutzend, richtet sich der Offensivdrang der Wehrmacht in nordöstliche Richtung, Mga wird erobert und Shlisselburg gerät in Sicht. Ziel ist die Einschließung Leningrads von Land. Dies sollte die Rote Armee bewegen, alle Gebiete westlich des Ladogasees zu opfern. Eventuell können wir die ein oder andere Einheit gefangen nehmen. Eine Offensive in den wilden Nordosten planen wir nicht. Wir wüssten nicht, für welche Ziele es sich hier zu kämpfen lohnte. Die Verteidigung Leningrads übernehmen zwei Veteranendivisionen, da brennt nichts an.
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Wie kommt die Kaliningrader Operation voran? Fortsetzung folgt.
TheBlackSwan
12.11.25, 19:09
Plant ihr eigentlich für den Sommer irgendwo eine Offensive mit zusammengefassten Kräften?
Wobei Grinden in WitE2 auch funktionieren kann, siehe auch Euer angegebenes Verlustverhältnis von "Rotfuchs".
Im Sommer würden wir versuchen den Leningrad Korridor komplett zu räumen und danach die russischen Einheiten nördlichen von Leningrad auftreiben.
So könnt ihr dann hier Truppen abziehen, da sich so eure Front verkürzt.
teufelchen
13.11.25, 17:30
@ Oerty und TheBlackSwan
danke für die Frage, werter TBS.
Der edle Oerty liegt mit seiner Überlegung ganz auf unserer Linie:
Nach der Eroberung Leningrads liegt der Fokus auf den beiden Operationen Rotfuchs und Rotmilan, Konzentration auf Moskau und Stalingrad, alles andere ist Geplänkel. Wir wollen beides und halten die Wehrmacht dafür stark genug. Die Frage ist, ob und wie sehr die Rote Armee erstarkt. Das behalten wir im Auge. In Kürze sollte qualitativ gute Infanterie aus Leningrad frei werden. Diese soll die Moskau-Offensive stärken. Soweit unsere Idee.
Wenn, wie nach aktuellem Stand erwartbar, uns der Sieg am 01.07.42 nach Punkten in die Hände fällt, sind diese Überlegungen Makulatur.
TheBlackSwan
13.11.25, 17:33
Ab wann werdet ihr aus Leningrad abziehen? Leningrad abschneiden und das ganze Gebiet säubern (also bis hoch zu den Finnen) wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, wenn die Sowjets nicht alles evakuieren.
Aber ja, die WitE2-Siegbedingungen machen die Diskussion etwas akademisch.
Die Rote Armee hat 1942 noch viel Zulauf.
Alleine mit den Frontalen Angriffen auf Leningrad und Moskau werdet ihr die Sovjet nicht klein halten können.
Meine Vorgehensweise wäre:
1,Priorität Leningrad Umfeldcwie bereits gesagt.
2, Moskau Front wie bisher Langsam nach Moskau weiter schieben.
Wenn die Verstärkung aus Leningrad eintrifft voll auf Angriff gehen. Bis zu diesem Punkt darf sich keine Front festigen.
3, mit starken gepanzerten Verbänden im Süden in der offenen Steppe immer wieder einzelne Hex Kesseln und Vernichten. Hierzu immer nur etwa 50 % der mobilen Divisionen Einsetzen, der Rest ruht als Gegenschlag. Die Truppen alle paar Wochen wechseln um immer nur mit erholten Einheiten zu Kämpfen. Das den ganzen Sommer lang,
Hier das Ziel sind Sovjetverluste hoch halten.
teufelchen
14.11.25, 19:20
Die Rote Armee hat 1942 noch viel Zulauf.
Alleine mit den Frontalen Angriffen auf Leningrad und Moskau werdet ihr die Sovjet nicht klein halten können.
Meine Vorgehensweise wäre:
1,Priorität Leningrad Umfeldcwie bereits gesagt.
2, Moskau Front wie bisher Langsam nach Moskau weiter schieben.
Wenn die Verstärkung aus Leningrad eintrifft voll auf Angriff gehen. Bis zu diesem Punkt darf sich keine Front festigen.
Oerty, habt Ihr spioniert? Wir hätten es nicht besser formulieren können.
Ja, den Leningrad Korridor würden wir gern ganz säubern, wenn sich At Atack dem nicht entzieht.
Der Druck auf Moskau wird aufrechterhalten und durch die hoffentlich "bald" eintreffenden Leningrader Truppen verstärkt.
Punkt 3 ist interessant. Ihr plädiert für mehr Angriffe in der Steppe, meint aber nicht Stalingrad, sondern das südliche oder nördliche Umland, haben wir das richtig verstanden? Das haben wir bisher nicht auf dem Schirm. Da wir uns im Süden auf Stalingrad fokussieren, fehlen uns dafür leider mobile Verbände, leider.
Aber die Idee finden wir sympathisch.
Bei Leningrad sind gepanzerte/schnelle Truppen überflüssig.
Das ist das falsche Gelände.
Moskau ist es ähnlich, aber etwas leichteres Gelände. Hier sind gepanzerte Truppen zumindest nicht von Nachteil.
Aber wenn nur die Infantry kämpft sind die Mobilen recht sinnlos im Sommer. Diese können in den offenen Steppen eben recht einfach Einheiten einkassieren.
teufelchen
04.01.26, 19:15
OKH, Minsk, 21.06.1942
Wir bitten die werte Leserschaft um Nachsicht. Einige Wochen Funkstille! Aber jetzt geht’s mit Elan weiter.
Der Minikessel (16. Armee, südlich Moskaus) hat gehalten. Jippie! Da sammeln wir ein. Die Beute kann sich sehen lassen. Diese kleinen Kessel sind immer wieder eine Freude, vor allem, wenn wie hier drei Divisionen eingesackt werden.
https://s1.directupload.eu/images/260104/33h84xaa.jpg (https://www.directupload.eu)
Das gibt mentalen Rückenwind für die folgende Operation. Die ist von der ganz banalen Sorte. Dampfwalze raus und vorwärts. Das Ziel wurde vorige Woche ausgegeben: KALININ.
Die Sache hat gleich mehrere Haken. Das Gelände ist überwiegend bewaldet, sowjetische Divisionen sind oft im Doppelpack vertreten und deren Schützen haben fleißig Gräben geschaufelt. Wir müssen schlucken. Aber es hilft nichts. Um ans Ziel zu gelangen, gibt es keinen Plan B.
Augen zu und durch! Wenn alles wie am Schnürchen läuft, dann winkt als Bonbon ein weiterer Minikessel, so wie wir ihn lieben, südlich Kalinins.
Vor Moskau sind die Ziele weit bescheidener. 9. Armee und 3. Panzerarmee drücken an Ihrer Nahtstelle gegen die sowjetische Phalanx und planen die Eroberung von ein paar Quadratmetern Baumbestand. Der Rotfuchs strauchelt!
https://s1.directupload.eu/images/260104/uojgrlwq.jpg (https://www.directupload.eu)
Glück zu haben, ist kein Anspruch, aber auch nicht verboten. Die Operationen von Mansteins 4. Panzerarmee laufen lehrbuchmäßig. Jeder Angriff ein kleiner Sieg, ein wichtiges Mosaiksteinchen zur Eroberung Kalinins. Dabei ging es ein paar mal denkbar knapp aus. Besonders vor Kalinins südwestlichen Toren, wo sowjetische Schützendivisionen im Doppelpack aus Ihren Stellungen zu verscheuchen waren. Nun rücken Wehrmachtsdivisionen bis an Kalinin heran. Dabei kesseln Sie 2 Schützendivisionen und die 27. motorisierte Brigade. Wir hoffen auf Beute kommende Woche. Die heftigsten Kämpfe lieferte das 14. Schützenkorps der Roten Armee der angreifenden 3. Panzerarmee. Diese Schützenkorps sind harte Nüsse. Besagtes fügte den Angreifern 1000 Mann an Verlusten bei (+ ein paar Geschützrohre und Panzer). Auf der anderen Seite weiß so ein Schützenkorps auch einzustecken. Dessen Verluste beliefen sich auf über 14000 Männer ( + weit mehr Geschütze und Panzer). Das ist etwas mehr als die Hälfte der Sollstärke. Diese Schützenkorpsperle hat einen dicken Zacken in der Krone und wird erst mal aus dem Kampf genommen werden müssen.
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Wie läuft es vor Stalingrad? Geht es dort weiter Schritt um Schritt, wie gehabt? Bleibt gespannt!
Komischer Kunde
06.01.26, 17:32
Ich bedanke mir für jedes Eurer Updates edles teufelchen. Die Stadt von Kalinin scheint diesen Sommer in Eure Hände zu fallen. So wie es uns erscheint wäre dies ein guter Logistikhub, um Euren Truppen die notwenigen Betriebsmittel anzugedeihen. Ist es realistisch zu hoffen, die größere Bahnverbindung aus dem Nordwesten an Kalinin freizuräumen?
teufelchen
07.01.26, 11:10
Die Bahnlinie Velikie Luki - Bologoe - Vyshny Volochek - Kalinin würde unsere Versorgungslage positiv beeinflussen. Daher ist sie von Bedeutung. Wir wollen Sie nutzen. Das wird aber noch einige Zeit dauern.
Aktuell sind wir sind in der glücklichen Lage, im Bereich Moskau keine Versorgungsengpässe zu haben. Eine Bahnbaueinheit unterstützt in einem zentralen Bahnhof Woche für Woche die Nachschubversorgung. Aktuell dürfte das die Stadt sein, in dem auch das HQ der 16. Armee seine Zelte aufgeschlagen hat.
teufelchen
31.01.26, 12:05
OKH, Minsk, 21.06.1942
Wozu taugt eine motorisierte Brigade der Roten Armee? Zum Angreifen? Kaum. Zur Defensive? Hinhaltend.
Es gibt eine dritte Option. Keine dichte Frontlinie vorhanden? Dann los und den Gegner umfahren. Das schneidet ihn von der Versorgung ab und wenn man dann mit stärkeren Einheiten angreifen kann, wirds brenzlig. Die 168. Infanteriedivision wagte sich vorige Woche im Nordabschnitt der Stalingrader Front solitär nach Nordosten. Sinn der Sache: Verhindern, dass die Rote Armee erneut die Bahnlinie Frolovo - Ilovlinskaya blockiert. Ihr Chef vertraute darauf, dass die Sowjets nicht wagen würden, die Lücke zum rechten und linken Nachbarn zu durchstoßen. Irrtum! Die 17. Infanteriebrigade (mot) ließ sich nicht lange bitten, nutze die Lücke und blockiert die Bahnlinie erneut. Dumm für uns, die sowjetische Brigade (mot) steht zwar auf verlorenem Post, aber das Opfer wars wohl wert. Wir wissen nicht einmal, wo die so plötzlich hergekommen sind. Zum Glück kam niemand auf die Idee, die 168. Infanteriedivision anzugreifen, immerhin. Das war auch schon die einzig berichtenswerte Aktion des Gegners. Wir lassen uns nicht in Bockshorn jagen und bleiben bei der bewährten Strategie, nördlich und südlich an Stalingrad vorbei stoßen zu wollen. Im Gegensatz zu den Vorwochen kann sich die Rote Armee nun nicht mehr überall auf starke Befestigungen stützen. Das sollte es der Heeresgruppe Süd einfacher machen. Fester Bestandteil dieses Plans ist, dem Gegner mit der gleichen Taktik der Umfahrung (s. 168. ID) zu begegnen. Ziel ist die weiß umrandete Position südwestlich von Stalingrad, die eine Umgehung mit schwachen, aber mobilen Kräften erlaubt.
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Die meisten Verbände der Roten Armee haben schon die ein oder andere Schlacht in den letzten Wochen schlagen müssen. Sie sind größtenteils angeschlagen. Das macht es relativ einfach. Angriff auf Angriff trifft die Sowjets. Diese weichen Kilometer für Kilometer nach Osten. Stalingrad nordwestlich vorgelagert verteidigt das 1. Schützenkorps. Diese Einheit ist frisch. Aber auch das Korps bekommt die Überlegenheit der Wehrmacht zu spüren und gibt sich nach harter Gegenwehr geschlagen. Dumm nur, ein Rückzug auf Stalingrad ist nicht möglich. Für mehr reicht die Kraft scheinbar nicht. Das Schützenkorps macht die Biege. Die Wehrmacht steht vor den Toren Stalingrads!
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Nördlich von Stalingrad stoßen deutsche Verbände bis zur Wolga vor. Am jenseitigen Ufer blockieren die Sowjets, die dort eine durchgehende Frontlinie errichtet haben. Es ist müßig zu erwähnen, dass der bereits erwähnten 17. Brigade (mot) keine Gelegenheit zum Rückzug geboten wurde.
Südlich Stalingrads wird die Frontlinie auf einer Breite von 30 km aufgesprengt. Zusätzlich gelingt das Manöver, welches den letzten sowjetischen Vorposten westlich Stalingrads vom Nachschub abschneidet. Das besorgt letztlich ein rumänisches Infanterieregiment, dem wir dieses Himmelfahrtskommando anvertraut haben. Erwähnt werden sollte noch, dass die Luftwaffe großen Anteil am Erfolgt dieser Operationen hatte. Die sowjetische Flak hielt tapfer dagegen.
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Ein Jahr Operation „Barbarossa“. Ein denkwürdiges „Jubiläum“.
Schreckens voll blicken wir auf tausende Gefallene, Vermisste, Verstümmelte auf beiden Seiten.
Unzählige wertvolle Ressourcen wurde verheizt, um tausende Quadratkilometer fremdes Territorium zu besetzen und die Armee eines Nachbarn zu bezwingen.
Werfen wir abschließend einen Blick auf die Verlustzahlen. Und diese Woche hatte es in sich...
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Welche Fortschritte macht die sowjetische Offensive bei Tambov? Davon handelt unser nächster Bericht.
So,wir haben uns hier jetzt auch mal alles angesehen, läuft doch sehr gut und sehr schöner AAR. Gegen der werten ATAttack hatten wir in Teil 1 auch mal die Ehre.... weiter so,immer weiter:-)
teufelchen
22.02.26, 11:55
So,wir haben uns hier jetzt auch mal alles angesehen, läuft doch sehr gut und sehr schöner AAR. Gegen der werten ATAttack hatten wir in Teil 1 auch mal die Ehre.... weiter so,immer weiter:-)
Habt Dank für Eure aufmunternden Worte. Darum auch weiter berichtet...
OKH Minsk, 21.06.1942
Die 2. Schockarmee untersteht dem ob seiner Qualitäten gefürchteten General Rokossovsky. Der brennt förmlich, die Deutschen bei Tambov (Mittelabschnitt) das Fürchten zu lehren. Die vorige Woche gestartete Offensive befeuert er nach Kräften. Das Gros seiner Verbände geht von Morshansk in westliche und südwestliche Richtung vor. Die Deutsche Verteidigung weist Lücken auf. In diese Lücken stoßen die Rotarmisten. Sie bedrängen als erstes die in offenem Gelände völlig ungeschützt stehende 88. Infanteriedivision.
Rokossovsky lässt seine gemischte Truppe angreifen. Drei Kavalleriekorps und eine Schützendivision stürmen mit Zeter und Mordio vor, über 60.000 Soldaten und 280 Panzer. Gegen diese Übermacht ist die 88. Infanteriedivision chancenlos. Sie weicht nach Südosten aus. Dabei fügen die Nachhuten dem Gegner schmerzhafte Verluste zu. Das geschieht im Zusammenwirken mit der vorbildlich operierenden Luftflotte 2, die ihre Bomber im Tiefflug in die Angriffsspitzen jagt. Die Roten Falken halten sich vornehm zurück. Obwohl Rokossovsky den Sieg für sich verbuchen kann, sind die Wunden fürchterlich, die seine Verbände zu lecken haben.
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Ein weiterer Angriff östlich von Tambov scheitert im Ansatz. Verlässt Rokossovsky nun der Mut? Jedenfalls greift er nicht weiter an. Er gibt das Heft des Handelns aus der Hand. Hat er nicht genügend Schlagkräftiges in der Hinterhand?
Bisher ist nach unserer Lesart nichts Dramatisches vorgefallen. Das Überraschungsmoment der letzten Woche ist verdaut, die 2. Panzerarmee unter General Graessner mit Infanterie verstärkt. Die Arbeiten an einem Konter sind im Gange.
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Dabei geht Graessner konsequent gegen die Spitzen der sowjetischen Offensive vor, vor allem gegen die mobilen Verbände. Den zwei sowjetischen Aktionen stellt er 10 gegenüber. Ziel ist, eine bessere Verteidigungslinie zu schaffen und so viel Schaden wie möglich anzurichten. Dabei schlägt nicht jede Aktion durch. Auch Fehlschläge wie diese werden verdaut:
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Alles in allem sind die Gegenschläge erfolgreich. Insgesamt 7 sowjetische Verbände ergreifen in Panik die Flucht. Im Angriffsraum nordwestlich von Tambov erstellen wir mit frischen Divisionen eine durchgehende Frontlinie. Wenn Rokossovsky nicht noch ein Ass im Ärmel hat, betrachten wir seine Offensive als gescheitert.
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Was macht Leningrad? Wir sehen eine sowjetische Offensive zur der Befreiung der Stadt, bei sommerlichen Regengüssen. Davon mehr im nächsten Bericht.
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