Montesquieu
22.01.24, 15:04
Prolog
Werte Regenten, lasst uns einmal zurück in die 1990er zurückreisen. Der kleine Monti war jung, zufrieden und natürlich bis über beide Ohren computer- und videospielverrückt. Leider hatte er keinen PC zur Verfügung, um die besten Strategiespiele zu zocken. Mit 10 Jahren bis 13 Jahren war an ein zusammensparen eines kompletten vernünftigen PCs nicht zu denken. Vater und Mutter sahen in diesem im Privaten noch keinen Sinn. So musste sich Monti mit Konsolen durchschlagen und hier hatte er sich im Konsolenkrieg der 80er und 90er ganz klar auf die Seite von Nintendo geschlagen und später zu Sonys Playstation gewechselt.
20100
Das wollte Monti, hat er nie bekommen.
Freunde, die einen PC hatten, wurden immer genervt, bis man Civilization 1 oder diverse Fußballmanager gezockt werden konnten.
Das höchste der Gefühle war, Ufo: Enemy Unknown auf der Playstation zu spielen. Ja, das gab es. Und mit der Playstation-Maus, die man zusätzlich erwerben konnte, war es auch spielbar. Allerdings war es immer - im Vergleich zur PC-Fassung - hard mode und ein Geduldsspiel. Die Ladezeiten waren, dank CD-Technologie, eher auf der C64-Seite anzusiedeln. Es passte ein Savegame auf eine Memory-Card und die für speichern und Laden gingen gerne mal 5 Minuten + drauf. Also wurde einmal vor einer Mission gespeichert und nicht während eines Zuges, wie es meine Freunde auf dem PC immer taten. Man hatte ja nüscht und spielte es trotzdem.
20101
Das wurde gespielt und die ersten Bartstoppeln kamen schon grau raus.
Was ich nicht wusste bzw. nur zum Teil: In Japan und Amerika gab es auch für Konsolen einen riesigen Katalog für Strategiespiele, die ihren Weg nie nach Europa geschafft hatten. Habe ich nie verstanden. Europa und natürlich vorneweg Deutschland, aber auch Großbritannien waren immer schon große Absatzmärkte für Management- und Strategiespiele aller Arten. Warum wir dann nicht auch die mehr schlechte als rechte Umsetzung von Civ 1 erhalten haben, wundert mich dann doch. Ich hätt's gespielt. >:-()
Bis dann endlich ein PC im Jahre 1996 im Hause Monti einzog und Strategie- und Managementspiele herauf und herunter gespielt wurden. Und es wurde nicht mehr zurückgeschaut.
Oder ...
Zwischenzeitlich wollte ich mit dem 3DS noch einmal die guten alten Konsolentage wiederbeleben, aber ehrlich: Jump n' Runs und andere typischen Konsolenspiele sind nicht mehr so meins. Wenn es um den Singleplayer geht. Aber ich hatte sehr viel Spaß mit Fire Emblem: Awakening und diversen Rollenspielen. Die gehen ja immer.
20102
Fire Emblem: Konsolenklassiker und richtig gute Rollenspiel-Strategie.
Das wird sich jetzt wohl ändern, wenn die Kiddies größer werden und schon fleißig in Mario Kart trainiert wird. Wie schon in Kowis tollen Techthread gesagt, habe ich mein 3DS nun "gehackt". Viel zu einfach dafür, dass man dadurch die Möglichkeit, nicht nur alle 3DS-Spiele zu spielen, sondern auch etliche andere System zu emulieren oder im Fall des DS auch native zu zocken.
Und nur, damit wir auch mal zu zweit Mobil spielen können, habe ich auf EBay einen günstigen New3DS geschossen. Für Retro-Spiele und Emulation packe ich diesen lieber an, als das Steamdeck, was klasse ist, mehr Power hat und deswegen bis zur Switch alles emulieren kann, aber der kleine Formfaktor und die gefühlt schnellere UI dafür macht es einfacher, den DS auszupacken.
Lange Rede, kurzer Sinn. Um ein wenig mein Strategie-Spiel-Trauma auf Konsolen zu mindern, möchte ich mich ein wenig durch die besten Strategiespiele zocken. Und das mit den werten Regenten gemeinsam. Ob das alles in diesem Thread geschieht oder dieser erste AAR so lange wird, dass ich später einen anderen eröffne, sei mal dahingestellt. Oder mir geht eh vorher die Luft aus, aber das wollen wir ja nicht hoffen, nicht wahr?
Und das erste Spiel wird sein:
Advance Wars
20103
Gameboy Advance
2001
Über diesen Klassiker der Konsolen-Kriege stolperte ich immer wieder. Mittlerweile schon 22 Jahre alt, sah es sogar in 2002 einen Release in Europa. Ist allerdings komplett an mir vorbei gegangen. 2001 habe ich (wie immer) Civ gespielt und diverse RTS. Mittlerweile sind auf allen Nintendo-Konsolen nach dem Gameboy Advance eigene Advance Wars Teile erschienen. Empfohlen wird als Einstieg aber immer der erste Teil der Reihe. Obwohl, ich lüge, es gab schon davor ein paar Vorgänger für das NES und das Super Nintendo. Diese kamen aber nur in Japan heraus.
20109
Eine Tutorial-Mission passt auf einen kleinen Gameboy-Bildschirm.
Also mal los.
Es ist ein "klassisches" Taktik-Runden-Strategiespiel. Man steuert Einheiten über die Karte, die sich dann wie in Panzer General oder Battle Isles in kurzen Animation gegenseitig beharken. Die Grafik ist halt auf Gameboy Advance Niveau, der immer als "mobiles SNES" beworben wurde. Die Auflösung umfasst fantastische 240 x 160 Pixel. So viel wie heute die rechte Po-Backe eines Triple-AAA-Helden alleine. Aber die Übersicht und das Spiel leiden darunter nicht. Man kann schon viel in den 38.400 Pixeln darstellen, wenn man denn möchte und sich auf das Wesentliche beschränkt. Trotzdem habe ich die Screenshots einmal durch einen KI-Skalierer hochgejagt. Der alte Pixelcharme bleibt erhalten, aber es ist dann doch auf modernen Monitoren ein wenig schärfer.
20110
Die Kampfanimationen sind ganz nett, aber nicht auf bestem SNES- oder GBA-Niveau.
Am Anfang wird man in eine Tutorial-Kampagne geworfen, die einen mit und mit an die Mechaniken des Spiels heranführt.
Wir sind der Orange Star Nation und damit auch Teil der Orange Star Army (Funfact: Im japanischen Original heißt diese "Red Star Army". Warum man sich nur dagegen entschieden hatte ...). Unsere Lehrerin ist Nell, typisches Manga-Anime/Manga-Girl.
20111
Nell steht uns mit Rat und Tat am Anfang zur Seite.
Bin jetzt erst nach zwei Abenden zwei Stündchen spielen bei der Hälfte der Tutorial-Missionen angelangt. Ist schon eine ganze Menge.
Inhalt kurz zusammengefasst:
• Man gewinnt eine Mission, in der man entweder alle gegnerischen Einheiten vernichtet oder das gegnerische HQ besetzt.
• Man kann Städte erobern (nur mit Infanterie), die dort platzierte Einheiten heilen und versorgen können und auch "Nachschub" liefern. Was dieser Nachschub genau macht, weiß ich allerdings noch nicht.
• Angriff ist besser als Verteidigung. Angriff von Bergen und aus Wäldern gibt auch einen Bonus, aber natürlich auch für eine dort platzierte Einheit.
20112
Es geht sehr einfach los, steigert sich aber doch schnell in der Komplexität.
• Der Unterschied von einzelnen Einheiten ist schon eklatant hoch. Infanterie wird von den mittleren Panzern in einer Runde zerschossen, umgekehrt fügt man kaum Schaden zu.
• HQ rushen kann mit Transportern (APCs oder Transporthubschraubern) richtig was bringen. Die Infanterie durch Tanks zu beschützen, ist schon wichtig.
• Gelände ist natürlich immer der Schlüssel zum Erfolg, wenn man es für sich nutzen kann.
20113
"Stein, Schere, Papier" ist und bleibt das Grundgerüst.
Aber wie gesagt: Ich stehe da noch ganz am Anfang und werde mit den richtigen Berichten auch erst einsteigen, wenn ich zu den richtigen Missionen komme. Vielleicht noch einen kleinen Einstieg in die mir bekannten Einheiten machen. Bislang macht es einen "Schnell zu erlernen, schwer zu meistern"-Eindruck.
Schauen wir mal, wie es wird.
Werte Regenten, lasst uns einmal zurück in die 1990er zurückreisen. Der kleine Monti war jung, zufrieden und natürlich bis über beide Ohren computer- und videospielverrückt. Leider hatte er keinen PC zur Verfügung, um die besten Strategiespiele zu zocken. Mit 10 Jahren bis 13 Jahren war an ein zusammensparen eines kompletten vernünftigen PCs nicht zu denken. Vater und Mutter sahen in diesem im Privaten noch keinen Sinn. So musste sich Monti mit Konsolen durchschlagen und hier hatte er sich im Konsolenkrieg der 80er und 90er ganz klar auf die Seite von Nintendo geschlagen und später zu Sonys Playstation gewechselt.
20100
Das wollte Monti, hat er nie bekommen.
Freunde, die einen PC hatten, wurden immer genervt, bis man Civilization 1 oder diverse Fußballmanager gezockt werden konnten.
Das höchste der Gefühle war, Ufo: Enemy Unknown auf der Playstation zu spielen. Ja, das gab es. Und mit der Playstation-Maus, die man zusätzlich erwerben konnte, war es auch spielbar. Allerdings war es immer - im Vergleich zur PC-Fassung - hard mode und ein Geduldsspiel. Die Ladezeiten waren, dank CD-Technologie, eher auf der C64-Seite anzusiedeln. Es passte ein Savegame auf eine Memory-Card und die für speichern und Laden gingen gerne mal 5 Minuten + drauf. Also wurde einmal vor einer Mission gespeichert und nicht während eines Zuges, wie es meine Freunde auf dem PC immer taten. Man hatte ja nüscht und spielte es trotzdem.
20101
Das wurde gespielt und die ersten Bartstoppeln kamen schon grau raus.
Was ich nicht wusste bzw. nur zum Teil: In Japan und Amerika gab es auch für Konsolen einen riesigen Katalog für Strategiespiele, die ihren Weg nie nach Europa geschafft hatten. Habe ich nie verstanden. Europa und natürlich vorneweg Deutschland, aber auch Großbritannien waren immer schon große Absatzmärkte für Management- und Strategiespiele aller Arten. Warum wir dann nicht auch die mehr schlechte als rechte Umsetzung von Civ 1 erhalten haben, wundert mich dann doch. Ich hätt's gespielt. >:-()
Bis dann endlich ein PC im Jahre 1996 im Hause Monti einzog und Strategie- und Managementspiele herauf und herunter gespielt wurden. Und es wurde nicht mehr zurückgeschaut.
Oder ...
Zwischenzeitlich wollte ich mit dem 3DS noch einmal die guten alten Konsolentage wiederbeleben, aber ehrlich: Jump n' Runs und andere typischen Konsolenspiele sind nicht mehr so meins. Wenn es um den Singleplayer geht. Aber ich hatte sehr viel Spaß mit Fire Emblem: Awakening und diversen Rollenspielen. Die gehen ja immer.
20102
Fire Emblem: Konsolenklassiker und richtig gute Rollenspiel-Strategie.
Das wird sich jetzt wohl ändern, wenn die Kiddies größer werden und schon fleißig in Mario Kart trainiert wird. Wie schon in Kowis tollen Techthread gesagt, habe ich mein 3DS nun "gehackt". Viel zu einfach dafür, dass man dadurch die Möglichkeit, nicht nur alle 3DS-Spiele zu spielen, sondern auch etliche andere System zu emulieren oder im Fall des DS auch native zu zocken.
Und nur, damit wir auch mal zu zweit Mobil spielen können, habe ich auf EBay einen günstigen New3DS geschossen. Für Retro-Spiele und Emulation packe ich diesen lieber an, als das Steamdeck, was klasse ist, mehr Power hat und deswegen bis zur Switch alles emulieren kann, aber der kleine Formfaktor und die gefühlt schnellere UI dafür macht es einfacher, den DS auszupacken.
Lange Rede, kurzer Sinn. Um ein wenig mein Strategie-Spiel-Trauma auf Konsolen zu mindern, möchte ich mich ein wenig durch die besten Strategiespiele zocken. Und das mit den werten Regenten gemeinsam. Ob das alles in diesem Thread geschieht oder dieser erste AAR so lange wird, dass ich später einen anderen eröffne, sei mal dahingestellt. Oder mir geht eh vorher die Luft aus, aber das wollen wir ja nicht hoffen, nicht wahr?
Und das erste Spiel wird sein:
Advance Wars
20103
Gameboy Advance
2001
Über diesen Klassiker der Konsolen-Kriege stolperte ich immer wieder. Mittlerweile schon 22 Jahre alt, sah es sogar in 2002 einen Release in Europa. Ist allerdings komplett an mir vorbei gegangen. 2001 habe ich (wie immer) Civ gespielt und diverse RTS. Mittlerweile sind auf allen Nintendo-Konsolen nach dem Gameboy Advance eigene Advance Wars Teile erschienen. Empfohlen wird als Einstieg aber immer der erste Teil der Reihe. Obwohl, ich lüge, es gab schon davor ein paar Vorgänger für das NES und das Super Nintendo. Diese kamen aber nur in Japan heraus.
20109
Eine Tutorial-Mission passt auf einen kleinen Gameboy-Bildschirm.
Also mal los.
Es ist ein "klassisches" Taktik-Runden-Strategiespiel. Man steuert Einheiten über die Karte, die sich dann wie in Panzer General oder Battle Isles in kurzen Animation gegenseitig beharken. Die Grafik ist halt auf Gameboy Advance Niveau, der immer als "mobiles SNES" beworben wurde. Die Auflösung umfasst fantastische 240 x 160 Pixel. So viel wie heute die rechte Po-Backe eines Triple-AAA-Helden alleine. Aber die Übersicht und das Spiel leiden darunter nicht. Man kann schon viel in den 38.400 Pixeln darstellen, wenn man denn möchte und sich auf das Wesentliche beschränkt. Trotzdem habe ich die Screenshots einmal durch einen KI-Skalierer hochgejagt. Der alte Pixelcharme bleibt erhalten, aber es ist dann doch auf modernen Monitoren ein wenig schärfer.
20110
Die Kampfanimationen sind ganz nett, aber nicht auf bestem SNES- oder GBA-Niveau.
Am Anfang wird man in eine Tutorial-Kampagne geworfen, die einen mit und mit an die Mechaniken des Spiels heranführt.
Wir sind der Orange Star Nation und damit auch Teil der Orange Star Army (Funfact: Im japanischen Original heißt diese "Red Star Army". Warum man sich nur dagegen entschieden hatte ...). Unsere Lehrerin ist Nell, typisches Manga-Anime/Manga-Girl.
20111
Nell steht uns mit Rat und Tat am Anfang zur Seite.
Bin jetzt erst nach zwei Abenden zwei Stündchen spielen bei der Hälfte der Tutorial-Missionen angelangt. Ist schon eine ganze Menge.
Inhalt kurz zusammengefasst:
• Man gewinnt eine Mission, in der man entweder alle gegnerischen Einheiten vernichtet oder das gegnerische HQ besetzt.
• Man kann Städte erobern (nur mit Infanterie), die dort platzierte Einheiten heilen und versorgen können und auch "Nachschub" liefern. Was dieser Nachschub genau macht, weiß ich allerdings noch nicht.
• Angriff ist besser als Verteidigung. Angriff von Bergen und aus Wäldern gibt auch einen Bonus, aber natürlich auch für eine dort platzierte Einheit.
20112
Es geht sehr einfach los, steigert sich aber doch schnell in der Komplexität.
• Der Unterschied von einzelnen Einheiten ist schon eklatant hoch. Infanterie wird von den mittleren Panzern in einer Runde zerschossen, umgekehrt fügt man kaum Schaden zu.
• HQ rushen kann mit Transportern (APCs oder Transporthubschraubern) richtig was bringen. Die Infanterie durch Tanks zu beschützen, ist schon wichtig.
• Gelände ist natürlich immer der Schlüssel zum Erfolg, wenn man es für sich nutzen kann.
20113
"Stein, Schere, Papier" ist und bleibt das Grundgerüst.
Aber wie gesagt: Ich stehe da noch ganz am Anfang und werde mit den richtigen Berichten auch erst einsteigen, wenn ich zu den richtigen Missionen komme. Vielleicht noch einen kleinen Einstieg in die mir bekannten Einheiten machen. Bislang macht es einen "Schnell zu erlernen, schwer zu meistern"-Eindruck.
Schauen wir mal, wie es wird.