Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Manchu - Die Taiping-Rebellion 1852-68
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Wir wollen auch mal wieder ein AAR machen und dabei ein Experiment wagen: Wir wollen ein AAR von einem Brettspiel machen. Wer uns kennt, weiß, dass wir uns eher auf die weniger ausgetretenen Pfade wagen und die wenig bis unggespielten Themen bevorzugen. Unsere Wahl ist daher auf ein uraltes Spiel gefallen, welches 1988 in der #113 von Strategy & Tactics (https://boardgamegeek.com/boardgame/688/manchu-the-taiping-rebellion-1852-1868) erschien:
Manchu - The Taiping Rebellion 1852-1868
Game Designer ist niemand anderes als der Gott der Wargames selbst: Richard H. Berg. Es knarrzt zwar hier und da gewaltig im Regelgebälk, soll aber mit ein paar Hausregeln gut spielbar sein. Und RHB hat Spiele designt, die noch richtig epische Geschichten bilden. 2018 brachte dann der Kuro Neko Design Workshop mit The Dragon and the Cross (https://boardgamegeek.com/boardgame/258115/the-dragon-and-the-cross) den Nachfolger heraus, - mit überarbeiteten und verbesserten Regeln und wesentlich besserer Grafik! - aber aber leider konnten wir das Spiel nirgendwo mehr erwerben.
Das Original lag bei uns nun für geraume Zeit auf dem Spieltisch, aber stammt offensichtlich noch aus einer Zeit, als LSD und andere psychoaktive Substanzen en vogue waren :smoke: Kurzentschlossen, wie wir manchmal drauf sind, haben wir die Gamemap durch den Trommelscanner jagen lassen und ein wunderschönes VASSAL-Modul geschaffen, was eine Menge Vorteile bietet:
Erstens haben wir diese bunte Farbenpracht etwas gebändigt, so dass man die Counter auch wirklich auf der Gamemap wiederfindet. Gleichzeitig wurden diverse Fehler auf der Map beseitigt.
Zweitens heißt es in den Regeln, dass jede Seite unbegrenzt Einheiten rekrutieren darf. Gegebenenfalls soll man sich dann Counter selber nachbauen, was nun dank VASSAL entfällt.
Drittens konnten problemlos zusätzliche Counter geschaffen werden, wie z.B. die Sapper (Minenarbeiter, welche die Taiping als Mineure bei der Erstürmung von Städten nutzten).
Last but not least haben wir mit dem werten Steen, einem dänischen Wargamer, endlich einen Mitspieler gefunden. Nächsten Montag wollen wir nun besprechen, welche Regelvarianten wir benutzen werden. Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass wir den Zug der Taiping bis Nanking – wo sie ihre Hauptstadt erklärten – und dem immensen Anwachsen ihres Heeres – von ca. 40 000 Mann auf ca. 1 Million! - adäquat simulieren wollen und das ist mit den bestehenden Recruitment-Regeln absolut nicht möglich. Vielleicht steht am Ende auch fest, wer welche Seite spielen wird.
Nächsten Dienstag wollen wir mit Steen, einem dänischen Spieler, ein paar Regelvarianten ausprobieren. Ab November soll es dann richtig losgehen.
Wir haben uns außerdem noch SGS Taipings (https://store.steampowered.com/app/1519060/SGS_Taipings/) besorgt und spielen nun mit dem Gedanken, uns SGS Imjin War (https://store.steampowered.com/app/2948480/SGS_Imjin_War/?l=german) zu besorgen. Hat jemand von den Regenten Erfahrung mit solcherart Spielen? Sind die auch mit mehreren Spielern spielbar und würde sich davon ein AAR lohnen?
TheBlackSwan
07.10.25, 12:43
Sehr cool, wie lesen mit!
Nächsten Dienstag wollen wir mit Steen, einem dänischen Spieler, ein paar Regelvarianten ausprobieren. Ab November soll es dann richtig losgehen.
Wir haben uns außerdem noch SGS Taipings (https://store.steampowered.com/app/1519060/SGS_Taipings/) besorgt und spielen nun mit dem Gedanken, uns SGS Imjin War (https://store.steampowered.com/app/2948480/SGS_Imjin_War/?l=german) zu besorgen. Hat jemand von den Regenten Erfahrung mit solcherart Spielen? Sind die auch mit mehreren Spielern spielbar und würde sich davon ein AAR lohnen?
Laut SGS Webseite sind bei Taipings maximal 2 Spieler möglich. https://strategygamestudio.com/games/sgs-taipings/
Für den Imjin-Krieg gilt dieselbe maximale Spieleranzahl. https://strategygamestudio.com/games/sgs-imjin-war/
Ok, wir haben schon mal die ersten 2 Runden als Test durchgespielt. Die Taiping-Armee hat sich durch die Provinz Hunan gebrannt, die Stadt Kiukang (Jiujiang) am Yangtze erreicht, dort eine adequate Flotte aufgebracht ... und dann war der zweite Turn auch schon zu Ende :o Historisch hätte sie da schon längst Nanking erobert und die Taiping-Hauptstadt gegründet sein müssen. Ok, dafür war es auch nur ein Testspiel und wir müssen das Modul auch noch weiter verbessern.
Aber: ES IST WIRKLICH MAL EIN SUPERGEILES SPIEL!
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Die IMO besten Clips über den Taiping-Aufstand:
https://www.youtube.com/watch?v=b1vDpCe_sO8
Hier werden Hong's Visionen besonders anschaulich dargestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=7K18lnKLCRY
https://www.youtube.com/watch?v=piOoRRUjXx4
Ein Turn entspricht einem Jahr. Das Spiel dauert von 1852 bis 1868, also maximal 17 Turns (bzw. Runden). Historisch war der Taiping-Aufstand schon 1864 mit dem Tod Hong Xiuquans zu Ende, es wurde also hier ein bißchen „Freiraum“ für die Spieler gelassen. Viele Taiping flohen nach 1864 in das heutige Vietnam, wo sie als sogenannte Schwarzflaggen einen Guerillakrieg gegen die Franzosen und ab 1884 den Chinesisch-Französischen Krieg fortführten.
Zur Bedeutung: Der Taiping-Aufstand gilt – mit geschätzt 20-30 Mio. Opfern - als der opferreichste Bürgerkrieg aller Zeiten und bis zum Wk 2 als der opferreichste Krieg allgemein. Hätten die Taiping es wirklich geschafft, Bejing zu erobern und die Quing zu stürzen, hätte das mit Sicherheit die Weltgeschichte verändert. Wir empfehlen im Übrigen UNBEDINGT die genannten YouTube-Clips anzuschauen, weil sie auch ganz einfach sehr gut gemacht sind. Man kann übrigens auch in Deutsch übersetzte Untertitel einschalten.
Spielabfolge: Der Spieler mit der Initiative fängt an, und würfelt für ein Ereignis. Danach zieht er in einzelnen „Operationen“, wobei die ersten beiden Operationen für ihn frei sind. Für die folgenden muss er und der andere Spieler jeweils würfeln. Würfelt er „Pass“, geht die Runde an den anderen Spieler über, bis dieser ebenfalls „Pass“ oder gleich ein „Finished“ würfelt. Bei „Finished“ endet der Turn automatisch.
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Bei den Städten mit dem kleinen schwarzen Dschunkensymbol handelt es sich um Handelshäfen, deren Recht auf freie Benutzung den Quing von den westlichen Mächten während des Ersten Opiumkriegs abgepresst wurde. Dort dürfen keine chinesischen Einheiten aufgestellt werden. Auch ein Hineinbewegen von irgendwelchen chinesischen (weder Manchu, noch Taiping!) Einheiten ist nicht möglich, aber Großbritannien und Frankreich würden darauf ziemlich übel reagieren! Lediglich die EVA (Ever Victorious Army = Immer Siegreiche Armee), eine von den Kaufleuten der Kolonialmächte finanzierte Privatarmee, darf sich in Handelshäfen aufhalten.
Der Huang Ho (der große Strom im Norden) kann als Ereignis seinen Lauf verändern (historisch 1855). Im Moment gilt der südliche Verlauf.
Kurze Erklärung der Einheiten:
Die Werte für die Leader (von links nach rechts): Initiative – Bewegungspunkte (normalerweise 12) – Kampfmodifikator
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Bei Hung nur Bewegungspunkte. Hungs einzige Aufgabe als spiritueller Anführer ist es, die Taiping-Hauptstadt zu gründen. Dazu wird sein Counter umgedreht und kann nicht mehr bewegt werden.
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Der Kaiser von China, Hsien-feng (Xianfeng) sitzt die ganze Zeit in Beijing auf dem Drachenthron, kann aber im Notfall nach Jehol fliehen. Er kann auch sterben, wobei in dem Fall sein Sohn T'ung-chih (Tóngzhì) sein Nachfolger wird. Da aber die Kaiserinwitwe Ci’an und die kaiserliche Konkubine Yehe-Nala Cixi die Regentschaft für ihn übernehmen, ändert sich sonst gar nichts.
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Die Werte für die Einheiten (von links nach rechts): Kampfstärke – Anzahl (in Steps) – Bewegungspunkte.
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Bei den Sappers und den Kanonen nur Bewegungspunkte.
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Bei den Dschunken Transportkapazität (pro Dschunke 10 Steps) – Anzahl – Bewegungspunkte (wobei wir hier eine Hausregel spielen, mit der die BPs keine Rolle mehr spielen)
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Das Setup
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1. Im September 1851 besetzten die Taiping die Kleinstadt Yung-an (Yong'an) und haben sich hier militärisch und politisch neu organisiert. Nun hat die Qing-Regierung starke Truppenverbände unter dem Kommando von Chiang Chung-yuan und Wu-lan-tai (einem von den Truppen hochverehrten Kriegshelden) beordert, um dem Spuk ein für alle mal ein Ende zu setzen.
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Der Himmlische König wird von vier Wangs („Königen“, Generälen) begleitet:
- Yang Xiuquin, „König des Ostens“ und Oberkommandierender
- Wei Changhui, „König des Nordens“, „Herr der 6000 Jahre“
- Feng Yunshan, „König des Südens“ (war ursprünglich der Haupt-Stratege, wurde aber schon 1852 von einem Scharfschützen bei der Stadt Ch'uanchou (hex 1837) getötet. Die Taiping umschlossen daraufhin die Stadt, stürmten sie und machten alle Bewohner nieder.)
- Shi Dakai, „Assistenz-König“, „Herr der 5000 Jahre“
2. Im fernen Beijing residiert Kaiser Xianfeng. Außerdem 5 Manchu-Banner, 1 Einheit mongolischer Kavallerie und eine Kanone.
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3. Die Hauptstadt der Provinz Hupeh, Wu-ch'ang hält der Manchu-General Shuang-fu besetzt, mit 2 Chinesen-Bannern und einer Dschunke.
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4. In Nanking befinden sich 5 chinesische Banner und eine Dschunke.
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5. Anking und Hangchow sind mit jeweils 5 Manchu-Bannern besetzt.
6. K'ai-feng und Changsha sind mit jeweils 5 Chinesen-Bannern besetzt.
7. Der „Aufmerksamkeits-Grad“ gibt an, welche Bedeutung man am Hof des Kaisers dem Taiping-Aufstand beimisst. Er reicht von „unsicher“ über „besorgt“ bis „gewarnt“ und hat einen großen Einfluß auf die Mobilisierungsmöglichkeiten des Manchu-Spielers. Im Moment ist der Aufstand im fernen Yung-an nur einer von vielen (so gibt es u.A. zur Zeit einen Aufstand der Muslime ganz im Westen des Reiches, der aber im Spiel nicht berücksichtigt wird).
Die übrigen Marker auf den Provinzen geben an, wer die Kontrolle über die Provinz hat (z.Zt. hat der Manchu-Kaiser die Kontrolle über alle Provinzen). Die Kontrolle über eine Provinz hat die Seite, die ALLE Großstädte (rosa Quadrate) der Provinz kontrolliert. Kontrolliert jede Seite nur einen Teil der Großstädte, gilt die Provinz als "umstritten" ("contested"), was wiederum Auswirkung auf die Rekrutierung in dieser Provinz hat.
Und jetzt geht es wirklich richtig los ...
Das Jahr 1852
In der ersten Runde hat der Taiping-Spieler – also wir ;) - automatisch die Initiative. D.h. Er darf anfangen und hat die ersten zwei Operationen frei. Zuerst muß er in der Interessante-Zeiten-Phase* für ein Ereignis würfeln. Er würfelt eine 66 = Ausländische Intervention. Da die aber nicht vor Runde 3 auftreten kann (bzw. auch nicht, wenn die Taiping Bejing kontrollieren), hat sie keinen Effekt.
Nun ist es soweit! Die mächtige Armee der Taiping bricht aus Yung-an aus und 1000e fanatische Anhänger des Himmlischen Königs stürzen sich auf die entsetzten chinesischen Banner-Soldaten!
Die Taiping haben einen Kampfwert von 52, die Manchu einen Kampfwert von 12. Das entspricht einem Kampfwert-Verhältnis (abgerundet) von 4 : 1 für die Taiping wofür diese einen Bonus von 10 BPs (battle points) erhalten. Dazu kommen nochmal 3 Bps für Shih Dakai, also 13 Bps insgesamt. Die Manchu erhalten nur den 1 BP für Wu-lan-tai, der von den Bps des Angreifers – also den Taiping – abgezogen wird; also 12 BPs insgesamt. Der Taiping-Spieler würfelt eine 36; 36 + 12 = 48.
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Eine 48 gibt es auf der Kampf-Ergebnis-Tabelle nicht, also wird das nächsthöhere Ergebnis genommen: 51. Verluste D für den Angreifer und Verluste C für den Verteidiger (das Sternchen bedeutet, das der jeweilige Anführer gefallen ist), der Verteidiger muss sich 2 oder 3 Hexe zurückziehen.
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Die Taiping haben 20% Verluste, also 2,6 aufgerundet auf 3 Steps.
Die Manchu haben 25% Verluste, also ebenfalls 3 Steps, was diese aber viel härter trifft, da sie die kleinere Armee mit nochmal viel weniger Kampfstärke sind.
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Sie ziehen sich anschließend nach Norden in die Provinzhauptstadt Kweilin (Guilin) zurück.
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* Nach dem chinesischen Wunsch „Mögest du in interessanten Zeiten leben“, wenn man jemandem etwas Schlechtes wünscht :D
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Das war die erste Operation. Jetzt erstmal in die Gym und dann weiter ...
Als nächste Operation wird die generische Armee bis vor die Tore Kweilins verfolgt. Für die nächsten Operationen muss vorher gewürfelt werden. Der Taiping würfelt erfolgreich für die Erstürmung der Stadt. Diese endet wieder mit dem Rückzug der Verteidiger. Die Taiping verlieren 1 Step (sind nun auf 9), die Manchu 3 Steps (sind nun auf 6).
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Die nächste Operation nutzen die Taiping zur Neurekrutierung, was allerdings mit dem Würfeln einer 1 (= 1 Step, der vorher verloren wurde) weniger als mäßig ausfällt :(
Allerdings gewinnen wir (und das ist der Grund, warum wir mit der Rekrutierung bis zur Eroberung von Kweilin gewartet haben) so auch noch eine Einheit Sappeure. Die lassen sich nur in Großstädten anheuern, an die Hexe mit Hügelland (Rough) anliegen. So repräsentieren sie die Massen an Bergarbeitern, die sich den Taiping angeschlossen haben. Spieltechnisch wirken sie wie Kanonen, d.h. sie setzen die Verteidigungs-BPs bei Angriffen auf Städte herab. Außerdem haben sie einen Bewegungspunkt mehr als Kanonen.
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Anschließend würfeln wir zu wenig, um die nächste Operation durchzuführen und die Operationsphase für die Manchu beginnt.
General Wu-lan-tai zieht nach Wu-ch'ang (Wuchang), Hauptstadt der Provinz Hupeh (Hubei). General Chiang führt die 6 chinesischen Banner nach Changsha, wo schon 5 chinesische Banner sind. Da er wegen wegen wiederholter Bewegung aber einen Abnutzung, verliert er ein Banner.
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Wu-lan-tai requiriert eine Dschunke. Chiang kann dagegen 2 chinesische und 3 Manchu-Banner rekrutieren.
Mit der Dschunke fährt Wu-lan-tai den Yantze-Strom hinab, um sich in Anking mit den dort stationierten Manchu-Bannern zu vereinigen. Hier kann er dann noch 2 weitere Manchu-Banner rekrutieren.
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Anschließend würfelt der werte Steen allerdings ein „Pass“, womit die Runde wieder an uns übergeht. Da wir aber auch ein „Pass“ erwürfeln, endet dieser Turn endgültig. Insegesamt war dieser Start nicht sehr erfolgreich für die Taiping, haben sie es doch nicht einmal geschafft, aus der Start-Provinz herauszukommen.
Wir bitten für diese längere Wartezeit um Entschuldigung, aber wir haben uns erstmal eine Erkältung eingefangen und, weil uns den ganzen Tag im Bett verbringen auf die Dauer zu langweilig war, am Module noch ein wenig rumgeschraubt. In der nächsten Runde (dem Jahr 1853) wird sich die ganze Lage nochmal DRAMATISCH verändern. Die Regenten dürfen gespannt sein ;)
Die Schreibweise mit lateinischen Buchstaben der hochchinesischen Namen entspricht noch dem alten Wade-Giles-System - Richard Berg bezeichnet sie in den Regeln als "victorianisch" -, das seit den 80ern von der moderneren Pinyin-Umschreibung abgelöst wurde. Wir werden ebnfalls hauptsächlich WG benutzen und gegebenenfalls den einen oder anderen Namen in Pinyin in Klammern dahintersetzen). Da wird es aber Kontinuität geben.
Ebenso werden wir ab und zu "Manchu" und andererseits wieder "Qing" benutzen. Ist beides die selbe Seite. Die Manchu sind das Volk, was (Han-)China erobert hat und nun als Oberschicht regiert. Qing ist die Dynastie.
Die nächste Runde – das Jahr 1853 – beginnt wieder mit dem Würfeln um die Initiative. Der Taiping-Spieler fängt wieder an.
Bei den „Interessante Zeiten“ würfelt er eine 33 = Ausländische Intervention = kein Effekt vor Runde 3 (1854).
Die Taiping-Armee marschiert weiter nach, bevor sie bei der Stadt I-yang den Tungt'ing-See erreicht. (Historisch haben die Taiping hier die kaiserliche Flotte gekapert.)
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Hier werden nacheinander zwei Dschunken requiriert, mit denen die Taiping schließlich den Yangtze-Strom hinab bis zur Provinz Anhwei fahren.
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Anschließend wird das gegenüberliegende Anking angegriffen. Da deren einzige Dschunke vernichtet wird, versinkt die gesamte gegnerische Armee mitsamt General Wu-lan-ti in den Fluten des „Langen Flusses“!
Nach diesem grandiosen Sieg besetzt die glorreiche Taiping-Armee kurz die Großstadt Wuhu, um sich dann gegen Nanking zu wenden und diese Stadt im Sturm zu nehmen. Der allergrößte Teil der Besatzung (5 chinsische Banner) wird niedergemacht und eine Dschunke erobert! Eine Einheit der Banner überlebt und flieht nach Huchou. Alle verbleibenden Manchu und deren Anhänger werden massakriert, auf dass die zukünftige Hauptstadt des Himmlischen Reiches des Höchsten Friedens gereinigt werde!
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In einer gewaltigen und prachtvollen Zeremonie weiht der Himmlische König und Kleine Bruder Jesu Hong Xiuquan Nanking zur Hauptstadt der Taiping. Sie soll fortan Tianjing, Himmlische Hauptstadt genannt werden. Der Himmlische König hat auch schon den Befehl zum Bau eines angemessenen Palastes erteilt.
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Und sogleich danach geht die Initiative auf den werten Steen über ...
Der werte Steen würfelt leiderzu wenig für seine erste Operation, so dass die Initiative wieder an uns übergeht. Als erstes setzt der Wei Changhui mit zwei Einheiten über den Yangtze und besetzt Yangchou.
Dann kamen wir auf die Idee, mal ein wenig Abwechslung ins Spiel zu bringen und auf Interessanten Zeiten“ zu würfeln. Dies brachte auch prompt den Ausbruch von Pest & Cholera in 3 Provinzen ein, dummerweise zwei davon – Kiangsu und Anhwei -, die entscheidend für unsere Rekrutierung sind :mad:
Die dritte Provinz ist Kansu weit im Westen. Die interessiert erstmal niemanden ...
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Danach gelingt es uns doch natsächlich noch, trotz widriger Umstände, noch eine Einheit in unserer Hauptstadt zu rekrutieren. Doch danach würfeln wir ein „Pass“ und die Initiative ist wieder beim werten Steen.
General Chiang Chung-yuan marschiert mit seiner Armee direkt nach Norden nach Yo-chou, wo er eine weitere Einheit und eine Dschunke rekrutiert.
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Danach geht die Initiative wieder an uns über. Wir versuchen eine Rekrutierung in der Hauptstadt, die allerdings fehlschlägt und danach geht die Initiative wieder an Steen über, der eine weitere Dschunke und weitere Einheiten in Yo-chou ausheben kann (Insgesamt hat er bisher mehr Glück mit den Rekrutierungen gehabt, als wir :( ).
Und danach geht die Initiative wieder an uns über ... Wen die Dynamik des Spiels mit ständig wechselnden Initiativen verwirrt: Einfach nachfragen ...
Da sind wir etwas durcheinander gekommen mit den Operationen und wann welcher Spieler was gemacht hat und warum …
Diese Züge hier hatten wir schon vor ein paar Wochen gemacht und dann während einer laufenden Taiping-Operationsphase das Match erst mal beendet (wir waren erkältungsbedingt einfach zu fertig, um weiter zu spielen). Gestern hatten wir dann bis zum Ende des 1853-Turns gespielt und diesmal unsere einzelnen Züge besser dokumentiert.
Außerdem haben wir das Modul inzwischen etwas verbessert:
- mehr Einheiten, was kleinere Stapel und mehr Übersicht bringt.
- damit werden die Armeeboxen nicht mehr als solche benötigt. Diese dienen nun als „graveyards“ für die gefallenen Generäle.
- Wir haben eine „Schüssel“ implementiert, aus denen man seine Leader zufällig ziehen kann. So ist das Einbringen von neuen Anführern ins Spiel nämlich gedacht.
Aber hier noch die letzten Züge mit der alten Modul-Version:
Nach einem missglückten Rekrutierungsversuch der Taiping geht die Initiative wieder an die Manchu über.
General Chiang requiriert eine weitere Dschunke in You-chou und verstärkt seine Armee mit weiteren Bannertruppen. Danach würfelt der werte Steen wieder ein „Pass“.
Die Taiping starten einen weiteren missglückten Rekrutierungsversuch. Danach besetzt Wang Wei Changhui die Stadt Fu-chou, wo er seine Armee erfolgreich um 2 Steps aufstocken kann. Anschließend besetzt er noch Anking, die Hauptstadt der Provinz Anhwei, um dann letztendlich wieder nach Yangchou zurückzukehren (warum wir das gemacht haben, wissen wir leider nicht mehr …).
Danach macht sich Wang Yang Xiuqing mit einer angemessenen Streitmacht daran, Huchou zu befreien, was ihm auch schnell gelingt.
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Weiter geht es mit dem neuen Modul.
Wir würfel, damit Wei mit seiner Armee und seiner Dschunke nach Anking übersetzen kann, wo er den Yangtze nach vor Nanking blockieren kann. Leider ist das Ergebnis ein Pass, womit die Runde wieder an den werten Steen übergeht.
Steen lässt General Chiang in Yo-chou eine dritte Dschunke bauen. Danach würfelt er wieder ein „Pass“.
Die Wang Wei und WangYang können erfolgreich jeweils zwei Einheiten rekrutieren. Danch erneut ein „Pass“.
General Shuang-fu vereinigt seine kleine Armee mit der von General Chiang Chung-yuan. Danach würfelt Steen erneut ein „Pass“.
Beide Wangs Wei und Yang rekrutieren erneut erfolgreich jeweils zwei Einheiten. Anschließend fährt Wei endlich nach Anking, wo er noch einmal eine Einheit rekrutieren kann. Anschließend würfeln wir ein 1er-Pasch (AKA Snake Eyes), was ein „Finished“ bedeutet. Damit ist die Runde für uns ganz beendet, nur der werte Steen kann noch weitermachen bis er ein Pass oder Finished erwürfelt.
Und er würfelt gleich ein „Pass“, womit das Jahr 1853 endgültig zu Ende geht.
China zu Beginn des Jahres 1854:
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1. In der neu gegründeten Hauptstadt des Himmlischen Königreichs verharrt der hochverehrte Hung Xioquan in tiefen Gebet, außerdem ie Wangs Feng Yunshan und Shi Dakai, 8 Einheiten tapferer Taiping-Kämpfer und eine kleine Flotte. Wir werden Shgie Dakai mit einigen Einheiten nach Norden senden, um die Stadt Su-chou und damit die gesamte Provinz Anhwei einzunehmen. Feng wird in der Hauptstadt zur Verteidigung und als eventuelle Reserve verbleiben.
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2. Yang Xiuqing soll Soochou und damit die Provinz Kiangsu erobern. Danach dann die Provinz Chekiang angehen.
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3. Wei Changhui soll im Westen operieren und die Hauptstadt schützen. Mehr möchten wir hier nicht kund geben, da auch der werte Steen mitliest ;)
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4. Die einzige operationsfähige Armee der Manchu. Wir wissen allerdings nicht, was Steen damit vor hat ...
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5. 5 Manchu-Banner, die einzigen militärischen Einheiten der Manchu im Osten. Wir denken, wir werden sie bald vernichtet haben.
6. 5 chinesische Banner, das einzige mögliche militärische Hindernis zwischen den Taiping und Bejing.
7. Noch sitzt residiert Kaiser Xianfeng in Beijing. Außerdem unverändert 5 Manchu-Banner, 1 Einheit mongolischer Kavallerie und eine Kanone.
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8. Die Aufmerksamkeit am kaiserlichen Hof hat zugenommen. Man ist dort nun besorgt (Worried) über das Ausmaß, was der Aufstand erreicht hat. Ab jetzt sind die Chancen für den Manchu-Spieler bei Rekrutierungen leicht erhöht. Provinzarmeen kann er aber noch nicht ausheben.
Nächsten Dienstag geht es endlich weiter :fecht:
China am Ende das Jahres 1854:
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Als Ereignis wurde "Intrigen und Meuchelmorde" am Taiping-Hof gewürfelt, was aber keinen Effekt vor 1855 hat.
1. Ein neuer Wang, Lai Wenguang, wurde ernannt und erhielt den Titel "König von Zun". Außerdem konnte nur eine Einheit Konskribierte zwangsrekrutiert werden.. (Die Einheiten nur mit Schwert repräsentieren die schwächeren "Conscripts", Zwangsrekrutierte. Damit wird der sinkende Enthusiasmus für die Taiping-Bewegung in der gemeinen Bevölkerung simuliert.)
https://s1.directupload.eu/images/260108/tkyswot4.png
2. Yang requirierte eine Flotte und besetzte Souchow (Suzhou). Damit ist die ganze Provinz Kiangsu unter Taiping-Kontrolle.
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3. Shih Dakai besetzte Su-chou, womit die Provinz Anhwei vollständig unter Kontrolle der Taiping ist.
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4. Wei Changhui konnte leider auch nur eine Einheit Konskribierte zwangsrekrutierten.
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5. In Beijing wurde T'o-ming-a zum neuen Kaiserlichen General ernannt, welcher 2 zusätzliche Manchu-Banner aufstellen konnte.
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6. In Yo-chou misslangen weitere Rekrutierungsversuche. General Chiang chung-yuan eilte auf dem schnellsten Weg nach Norden, wo er die Verteidigung von Beijing übernehmen soll.
https://s1.directupload.eu/images/260108/kheey9s3.png
7. In K'ai-feng übernahm General Hsiang Jung das Kommando über die dortigen Banner. Er konnte dort erfolgreich jeweils ein Manchu- und ein chinesisches Banner rekrutieren.
https://s1.directupload.eu/images/260108/ljivdhao.png
8. Die letzte verbliebene kaiserliche Streitmacht im Südosten.
9. In der nächsten Runde wird der Besorgnisgrad auf "gewarnt" ("Committed") steigen und es wird keinerlei Einschränkungen bei der Rekrutierung mehr für den Manchu-Spieler geben.
Nächsten Dienstag geht es hier hoffentlich weiter ;)
Wir haben neue Marker geschaffen. Die neuen Marker sind unauffälliger und unterscheiden zwischen Provinz- und Stadtkontrolle:
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Zur Erklärung: Eine Provinz wird von der Seite kontrolliert, die ALLE Großstädte (die rosa Quadrate) in der Provinz kontrolliert. Wenn der Gegner auch nur eine Großstadt kontrolliert, gilt die Provinz als "contested" (angefochten). Der Status einer Provinz ist v.A. wichtig für die Rekrutierung.
China am Ende das Jahres 1855:
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Auch 1855 kam es zu keinem erwähnenswerten Ereignis. (Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass ab dem nächsten Turn jeder Spieler vor Beginn seiner ersten Operationsphase für "Interesante Zeiten" würfeln muss.)
1. In der Provinz Hupeh wird ein neuer Provinzkommandeur, Hu Lin-i, ernannt welcher auch sogleich in seiner Hauptstadt Wu ch'ang eine neue Armee aufstellte:
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2. Der Kaiserliche Beauftragte Chiang Chung-yuan erreichte endlich Beijing, wo er Meldung machte von den dramatischen Ereignissen im Süden. Er wurde umgehend zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte zum Schutz des Kaiserlichen Hofes ernannt und machte sich sofort daran, diese durch Neurekrutierungen zu verstärken:
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3. Auch in K'ai-feng wurden neue Banner ausgehoben.
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4. In der Hauptstadt des Himmlischen Königreiches scheint die Begeisterung für den wahren Glauben etwas abgenommen zu haben. Lediglich eine Einheit ließ sich dort zwangsrekrutieren :/
https://s1.directupload.eu/images/260206/m4lo3u7q.png
Und gleich nach dieser etwas ernüchternden Operation erwürfelten wir schon ein "pass", womit wieder der werte Steen am Zug war :(
5. Zum Provinzkommandeur von Hunan wurde Zeng Guofan ernannt, der ebenfalls zuerst eine Armee aushob und dann sofort mit dieser nach Norden nach Yo-chou zog, um die dort stationierte Armee zu verstärken.
https://s1.directupload.eu/images/260206/jtkibsxd.png
Danach erwürfelte der werte Steen irgendwann ein 1er-Pasch ("Snakeeyes"), was für ihn das Ende für diesen Turn bedeutete. Für unds gab es aber vorher erstmal noch eine Operationsphase:
6. Yang Xiuqing konnte zwar einige neue tapfere Kämpfer anwerben, für den erhofften Sturm auf Hangchow langt es aber immer noch nicht. Hierzu müssen unbedingt die Sapper (stehen z.Zt. in Hunchow am Westufer the T'ai Hu) herangebracht werden:
https://s1.directupload.eu/images/260206/bmi8wm4x.png
7. Auch bei Wei Changui reichte es leider nur für ein paar neue Rekruten und eine neue Dschunke.
https://s1.directupload.eu/images/260206/y9l5otuz.png
Und dann erwürfelten wir auch schon unseren zweiten "pass", was, da der werte Steen schon ganz zu Ende war, auch das Ende des ganzen Turns bzw. Jahres bedeutete. Ohne besondere Ereignisse und ohne größere Manöver ...
China am Ende das Jahres 1856:
https://s1.directupload.eu/images/260216/emb8algl.png
Auch 1855 kam es zu keinem erwähnenswerten Ereignis. (Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass ab dem nächsten Turn jeder Spieler vor Beginn seiner ersten Operationsphase für "Interessante Zeiten" würfeln muss.)
1. Da haben wir beide 2 Runden zu spät bemerkt, dass, sobald sich Taiping-Einheiten in einen Umkreis von 2 Hexfeldern um Shanghai reinbewegen, dort automatisch die EVA (Ever Victorious Army (https://de.wikipedia.org/wiki/Immer_Siegreiche_Armee) = "Immer Siegreiche Armee") unter dem Kommando des amerikanischen Abenteurers Frederick Townsend Ward (https://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Townsend_Ward) aufgestellt wird.
Die EVA* war eine Söldnerarmee, die von den dortigen Geschäftsleuten eigens zum Schutz Shanghais aufgestellt und finanziert wurde. Sie darf ausschließlich in 4 Hexfeldern Umkreis von Shanghai operieren und wird vom Manchu-Spieler gespielt. Sie kann außerdem stark begrenzt zusammen mit mit Manchu-Einheiten in einem Stack operieren, aber nur unter bestimmten Umständen wirklich effektiv.:
https://s1.directupload.eu/images/260216/8rkxs9km.png
2. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass JEDER Spieler vor seiner ersten Operation für "Interessante Zeiten" (= Zufallsevents) würfeln muß, damit das Spiel noch ein wenig interessanter wird :)
Da wir für diesen Turn die Initiative haben, würfeln wir zu erst. Und ...
... der Arrow-Vorfall: Obwohl es ihnen nach den (Ungleichen) Verträgen im Anschluß an den Ersten Opiumkrieg ausdrücklich verboten war, haben Manchu-Behörden den unter britischer Flagge fahrenden Segler Arrow aufgebracht und unter dem Verdacht des Rauschgiftschmuggels und der Piraterie durchsuchen lassen! In London toben die empörten Massen! Großbritannien interveniert und beginnt, eine Expeditionsarmee aufzustellen! Auch Frankreich nimmt die Hinrichtung eines Missionars zum Anlass, sich den militärischen Gegenmaßnahmen anzuschließen **. Als erstes wird Kanton besetzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Kanton_(1857)):
https://s1.directupload.eu/images/260216/f8fyg87n.png
Das Rekrutierungslevel für die Provinz Kwangtung wird damit für beide chinesischen Seiten um ein Level gesenkt. Außerdem sind die Vertragshäfen (Treaty Ports) vollständig für alle chinesischen Einheiten geschlossen.
Sobald das Ereignis ein zweites Mal erwürfelt wird, wird die britisch-französische Expedionsarmee ihren Marsch auf Bejing beginnen.
3. Obwohl ein Angriff der EVA zum derzeitigen Stand äußerst unwahrscheinlich wäre, beschließt Yang, seine Armee vorsichtshalber nach Huchou zurückzuziehen ... auch, um die guten Absichten der Taiping gegenüber den anderen christlichen Mächten zu demonstrieren. Außerdem erschien uns das als gute Gelegenheit, die Sappeure wieder in die Armee zu integrieren:
https://s1.directupload.eu/images/260217/wryknplx.png
4. Ein wenig Verstärkung für Weis Armee rekrutriert. Außerdem hatten wir überlesen, dass Zwangsrekrutierte erst ab Turn 9 möglich sind. Entsprechund wurden die Einheiten ausgetauscht:
https://s1.directupload.eu/images/260217/u6xypb38.png
5. Selbiger Austausch auch in Nanking:
https://s1.directupload.eu/images/260217/7hxz6iou.png
Dieser Turn verlief insgesamt ziemlich mau ... bis auf die Events. Keine Seite hatte mehr als zwei Operationen. Deswegen war alles auch ziemlich kurz.
6. Der werte Steen erwürfelte einen Aufstand der Nian-Banditen (https://de.wikipedia.org/wiki/Nian-Aufstand). Wir erhalten eine Kavallerie-Einheit:
https://s1.directupload.eu/images/260217/zl2lqjft.png
Allerdings ist es einzig und allein unter dem Kommando von Wang Li Xiucheng möglich, dass sich die Einheiten der Rebellen und Banditen mit den Taiping vereinen ... und der befindet sich zur Zeit noch im Pott (der zu ziehenden Kommandeure).
7. Neurekrutierungen in Wu-ch'ang:
https://s1.directupload.eu/images/260217/7fuue3ow.png
8. Neurekrutierungen in Bejing:
https://s1.directupload.eu/images/260217/diqwem2l.png
Und damit ging das Jahr 1856 auch schon wieder zu Ende.
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* diesen Ehrentitel erhielt sie später durch den kaiserlichen Hof, nachdem sie ein paar Siege über die Taiping bei der Verteidigung Shanghais errungen hatte.
** und hoffte auf eine Erweiterung seiner Indochinesischen Einflußsphäre.
Nächsten Montag geht es hier hoffentlich weiter :ph:
China am Ende das Jahres 1857:
https://s1.directupload.eu/images/260307/429wru29.png
1. Das Jahr begann mit einem außerordentlichen Ereignis. Der Huang Ho veränderte seinen Lauf und fließt nun nicht mehr quer durch die Provinz Anhwei, sondern weiter nördlich in den Golf von Chihli. Die Dschunken im ehemaligen Hafen von Su-chou wurden zerstört.
Ansonsten verlief das Jahr allerdings weitgehend ereignislos.
2. Der ehrenwerte Li Hongzhang (https://de.wikipedia.org/wiki/Li_Hongzhang) wurde zum Kommandeur für die kaiserlichen Provinzarmeen in der Provinz Anhwei ernannt. Angesichts der Übermacht der Taiping in der Provinz zog er sich aber nach Osten in die Stadt Hangchow zurück, wohin sich auch die verbliebenen loyalen Banner aus Nanking zurückgezogen hatten.
https://s1.directupload.eu/images/260306/r6kytdlc.png
3. In Nanking konnten die Taiping einige weitere Einheiten rekrutieren:
https://s1.directupload.eu/images/260306/g3cssjxz.png
China am Ende das Jahres 1858:
https://s1.directupload.eu/images/260308/a35b8z9c.png
1. Auf dem Jangtse wurden Taiping-feindliche Piraten gesichert!
Spieltechnisch: Der Fluß ist damit auf dem erwürfelten Abschnitt für die Taiping gesperrt, bis diese sich "durchgekämpft" haben. Am Ende des Turns werden die Piraten wieder entfernt.
https://s1.directupload.eu/images/260307/75dcxhvz.png
Ansonsten verlief das Jahr wieder weitgehend ereignislos.
2. Der ehrenwerte Qishan (https://de.wikipedia.org/wiki/Qishan_(Beamter)) wurde zum Kommandeur für die kaiserlichen Provinzarmeen in der Provinz Kiangsu ernannt.
https://s1.directupload.eu/images/260307/w9jk97mi.png
Ansonsten noch
3. Neurekrutierungen in Bejing:
https://s1.directupload.eu/images/260307/8s2ior5j.png
4. Neurekrutierungen in Yo-chou:
https://s1.directupload.eu/images/260307/96vgldkt.png
Leider keine Operationen für die Taiping :( :( :(
Das erinnert uns an die Geschichte von einem neuseeländischen Wargamer, die uns mal erzählt wurde. Der hatte nach einem äußerst glücklosen Spiel die entsprechenden Würfel in einem Aschenbecher gepackt und angezündet. Vorher hatte er seine sämtlichen anderen Würfel um den Aschenbecher herum drapiert und diese mussten nun ansehen, was ihnen drohte, sollten sie ähnlich schlechte Ergebnisse liefern :motz:
China am Ende des Jahres 1859:
https://s1.directupload.eu/images/260320/j285o9nf.png
1. Zu Beginn des Jahres fiel der Kaiserliche Bevollmächtigte Chiang Chung-yuan am Kaiserlichen Hof in Bejing zum Opfer und wurde auf Lebenszeit verbannt.
Gegen Ende des Jahres schließlich befahl der Wang Yang seine tapferen Kämpfern den Sturm auf die Stadt. Von der Manchu-Besatzung verblieb nur noch ein Banner unter dem Befehl des Provinzkommandeurs Li Hongzhang. Die Belagerung wird fortgesetzt.
2. In der Hauptstadt des Himmlischen Königsreichs wurde neue Krieger vereidigt. Ebenso in Huchow, wo auch die Flotte vergrößert wurde.
Anschließend begann Wang Yang Xiuqing den Vormarsch auf die Stadt Hangchow.
3. Rekrutierungen in Bejing und Yo-chou.
4. Zum Provinzkommandeur der Provinz Chekiang wurde Tso (Zho Zongtang) ernannt.
Gegen Ende des Jahres befahl Wang Yang den ersten Sturm gegen die Mauern von Hangchow:
https://s1.directupload.eu/images/260320/3nfwfon5.png
Der Angriff konnte zwar unter Verlusten zurückgeschlagen werden, die meisten Banner der Manchu wurden aber vernichtet. Es verbleibt nur ein Banner unter dem Befehl von Provinzkommandeur Li Hongzhang.
China Mitte des Jahres 1860:
https://s1.directupload.eu/images/260412/3bj4oie3.png
1. Seit Beginn des Jahres wird ein verstärktes Auftreten von Flußpiraten auf dem Yangtze gegenüber der Provinz Hunan vermeldet:
https://s1.directupload.eu/images/260412/liz59596.png
2. In Anking wurden zwei neue Einheiten rekrutiert.
https://s1.directupload.eu/images/260412/een287t3.png
3. Gegen Ende des Jahres befahl Wang Yang erneut den Angriff auf die Mauern von Hangchow. Am Ende wurde die Manchu-Garnison bis auf den letzten Mann - mitsamt des Provinzkommandeur Li Hongzhang - niedergemacht. Hangchow ist nun eine Stadt der Taiping:
https://s1.directupload.eu/images/260412/mzkpghi7.png
4. In Nanking wurde Li Xiucheng (https://de.wikipedia.org/wiki/Li_Xiucheng) zum neuen Wang ernannt und erhielt den Titel "Loyaler König". (Li ist der einzige Taiping-Anführer, der auch die Nian-Rebellen und die Einheiten der Triaden befehligen kann).
5. Und tatsächlich schlossen sich weitere zwei Einheiten der Nian-Rebellen den Taiping an:
https://s1.directupload.eu/images/260412/rohofe3n.png
6. Fürst Senkolin (https://de.wikipedia.org/wiki/Senggerinchin) erschien am Hof in Bejing, um die Mongolen-Kavallerie zu befehligen. Außerdem konnten in Bejing zwei Banner Manchu angeworben werden.
https://s1.directupload.eu/images/260412/rgsgsy79.png
7. Jeweils zwei neue Manchu- und Chinesen-Banner und jeweils eine neue Provinzarmee und Dschunke in Yo-chou:
https://s1.directupload.eu/images/260412/kncvbcqx.png
Wir wissen noch nicht, wo der werte Steen vor hat, mit dieser Riesenarmee (72 Combat Strength) zuzuschlagen. Bis jetzt hat er ja eigentlich immer nur rekrutiert und seine Flotte ausgebaut.
8. So auch in Wu ch'ang, wo ein Chinesen-, 3(!) Manchu-Banner und eine Provinzarmee neu angeworben wurden:
https://s1.directupload.eu/images/260412/d8j4ame6.png
9. In Shanghai gab Ward das Kommando über die EVA ab. Als sein Nachfolger wurde (der viel schlechtere!) H.A. Burgevine (https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Burgevine) ernannt. Sofort marschierte die EVA vor dem von den Taiping kontrollierten Soochow auf
(Kurze Regel-Erläuterung: Die EVA kann KEINE Kontrolle über Städte übernehmen. Sie dient ausschließlich dazu, Shanghai zu verteidigen. Aber sie kann sich innerhalb eines 4 Hexe großen Umkreis um Shanghai bewegen. Bevor sie aber eine aktive Operation außer einem Angriff durchführt, muß der Manchu-Spieler über ihr Schicksal würfeln: Sie kann einen neuen Kommandeur bekommen (in einer bestimmten, historischen, Abfolge), sie kann auf bis zu 4 Einheiten verstärkt werden, sie kann aber schwächer werden und sich sogar temporär ganz auflösen - bis sie wieder neu aufgestellt wird.)
Der Provinzkommandeur der Provinz Kiangsu, Qishan, begab sich ebenfalls nach Soochow, wo er zusätzlich noch 2 Manchu, ein Chinesen-Banner und eine Provinzarmee anwarb:
https://s1.directupload.eu/images/260412/lwqxw57m.png
10. Ein Manchu-Banner und eine Dschunke in K'ai-feng:
https://s1.directupload.eu/images/260412/fern8og3.png
11. Jeweils ein Chinesen- und ein Manchu-Banner in Chingshan:
https://s1.directupload.eu/images/260412/jp648sxm.png
12. Der kaiserliche Gesandte Shuang-fu wurde mitsamt einem Chinesen-Banner als Geleitschutz nach Süden ausdgesandt. Wir haben keinerlei Ahnung, was der werte Steen damit beabsichtigt. Vielleicht handelt es sich um eine geheime Mission?
https://s1.directupload.eu/images/260412/jp648sxm.png
China am Ende des Jahres 1860:
https://s1.directupload.eu/images/260416/wom7emyw.png
1. 2 neue Zwangsrekrutierte in Hangchow:
https://s1.directupload.eu/images/260416/jic6kfbk.png
2. In Anking wurden erneut 3 Einheiten rekrutiert.
https://s1.directupload.eu/images/260416/txq85fk8.png
3. Wang Li setzte über den Yangtze nach Anking über, nahm 3 Einheiten als Gefolge, mit denen er nach Su-chow marschierte, um dort das Kommando über die Taiping-Armee im Norden zu übernehmen.
4. Nanking wurde mit insgesamt 4 Regulären und 2 neuen Dschunken verstärkt:
https://s1.directupload.eu/images/260416/mffwkp9g.png
5. Wang Li holte die Nian-Rebellen nach Su-chow (Wir erinnern uns: Li ist der einzige Taiping-Anführer, der die Nian-Rebellen und Triaden befehligen kann.) Außerdem mußten dort 2 neue Einheiten zwangskonskribiert werden. Damit ist auch in Su-chou eine formidable Armee mit einem sehr guten General aufgestellt:
https://s1.directupload.eu/images/260416/fzkv69xo.png
6. In Soochow warb der Provinzkommandeur Ch'i (Qishan) noch jeweils ein Manchu- und ein Chinesen-Banner an:
https://s1.directupload.eu/images/260416/mfwzb3ub.png
7. In Bejing wurde ein Chinesen-Banner aufgestellt:
https://s1.directupload.eu/images/260416/pv689d42.png
8. Und letzendlich 2 Chinesen-, 1 Manchu-Banner und eine neue Provinzarmee in Yo-chow. Das Armeelager dort muß inzwischen riesig sein:
https://s1.directupload.eu/images/260416/y349a28g.png
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Insgesamt scheint es ein Problem mit dem Spiel zu sein, dass man in jeder Provinz einmal PRO OPERATIONSPHASE rekrutieren kann. Das hat zur Folge, dass man gleich, sobald man an der Reihe ist, erstmal in allen Provinzen, wo man einen Leader stehen hat, "durchzurekrutieren" versucht, anstatt Einheiten in einem Kampf oder langwierigen Manöver ersatzlos zu verlieren.
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