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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Infanterie - Königin aller Waffen" - SteelPanthers und generative KI



KAreil
23.12.25, 12:37
Zum AAR selbst geht es hier lang:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31843&p=1397603#post1397603






Weihnachtszeit ist Experimentezeit!

Die werten Regenten kennen wohl das relativ neue "Burden of Command", eine Mischung aus taktischem Strategiespiel und Rollenspiel mit Fokus auf die Charaktere - der werte DerGraf hat dazu auch einen AAR:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31803&p=1393477#post1393477


Die Idee finden wir faszinierend, aber ansonsten spricht uns das Spiel einfach nicht an.

Nachdem wir über die Feiertage auf etwas zusätzliche Freizeit hoffen, machen wir jetzt mal ein Experiment. Wir wollen ganz dem Vorbild nach eine kleine Infanterieeinheit führen, sind also Kompaniechef einer deutschen Infanteriekompanie und haben uns dazu einfach von ChatGPT (Gratisversion) fünf grobe Charaktermerkmale ausspucken lassen:



Preußischer Pflichtbegriff
Stark geprägt von Ausbildung, Dienstvorschriften und militärischer Tradition. Glaubt, dass Ordnung und Disziplin Leben retten – tut sich aber schwer, wenn Improvisation nötig ist.

Ruhige Autorität
Führt ohne lautes Auftreten. Seine Untergebenen folgen ihm, weil er sachlich, kontrolliert und kompetent wirkt, selbst wenn er innerlich zweifelt.

Innere Abgrenzung
Trennt persönliche Moral von militärischer Pflicht. Diese Haltung erlaubt ihm zu funktionieren, kann aber unter Belastung oder bei zivilen Opfern Risse bekommen.

Fürsorgliche Verantwortung
Sieht sich als verantwortlich für „seine“ Kompanie. Kennt viele Soldaten persönlich und versucht Verluste zu minimieren – notfalls auch durch pragmatische Auslegung von Befehlen.

Karrierebewusstsein
Weiß, dass jede Entscheidung bewertet wird. Schwankt zwischen militärischer Zweckmäßigkeit im Gefecht und dem Blick darauf, wie sein Handeln im Bericht oder bei Vorgesetzten wirkt.


Damit als Basis werden wir das jetzt als Rollenspiel sehen und übernehmen auch gemeinsam mit der KI die Rolle des "Gamemasters".

Wir haben uns dazu auch noch einen Battailonskommandeur, sowie Zugsführer der drei Schützenzüge und einem kleinen Aufklärungszug mit ein paar Eigenschaften erstellen lassen.

Gespielt wird mit unserem Lieblingsspiel auf dieser Ebene - SteelPanthers (WinSPWW2) gegen die KI mit ein paar kleinen Anpassungen:

+ Die eigene Infanterie bekommt 10% "Plotarmor" (INF Toughness = 110%)

+ Die Kampagnen sind punktemäßig ausbalanciert was aber wenn man die Planung richtig macht so nicht vorkommen sollte, wir reduzieren den Gegner also auf 75% seiner eigentlich Stärke. Zumindest mal für die erste Kampagne gegen Polen.

- Die Siegpunktfelder bzw die Siegbedingungen werden wir manuell so anpassen dass sie Sinn machen und dabei eher den Gegner bei der Platzierung bevorzugen

- Wir unterwerfen uns ein paar Hausregeln um das Spiel authentischer zu machen:
https://docs.google.com/document/d/1JgoZb4k6qt5RcMVrqse8oy9DfaZlQ1NGlWU8fL4RWi0/edit?usp=sharing


Als Tool für das Aufzeichnen/Tracken der Kampagne verwenden wir übrigens WarCab:
https://github.com/ErikCumps/spwproject/releases/tag/0.8.3


Das ganze ist eben ein Experiment und wir werden sehen um uns das wirklich Spaß macht.
Wir würden uns natürlich über Feedback freuen, ist das lesenswert, was sollte anders gemacht werden...







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KAreil
23.12.25, 16:05
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 31.August 1939 abends:

Wir sind jetzt seit Tagen im Manöver nahe der polnischen Grenze und die Zeichen stehen immer deutlicher auf Krieg. Oberstleutnant Bruckner der Bataillonskommandeur hat uns Kompaniechefs in seine Gedanken eingeweiht, er rechnet fix mit einer baldigen Kriegserklärung an Polen. Die unzähligen Provokationen der letzten Wochen würden das Pulverfass bald entzünden, mehr wollte der alte Hase aber dazu nicht sagen.

Ich habe mich dann mit meinen Zugführern zusammengesetzt und sie auch nochmal auf den ernst der Lage vorbereitet. Oberleutnant Herschberger vom I.Zug war gewohnt übereifrig, trotz seiner kürzlichen Beförderung führt er sich oft auf wie ein frischgebackener Leutnant und will allen was beweisen. Auf ihn werde ich etwas Acht geben müssen, wenn der Schießkrieg wirklich losgeht.

Oberleutnant Schwartz vom II.Zug hat das Ganze gar nicht kommentiert, außer einem gemurmelten "Verstanden" war da nichts. Ich bin mir aber sicher dass ich mich auf ihn verlassen kann, er ist das ziemliche Gegenteil von Herschberger und kann mit seiner unendlichen Ruhe den Rest der Männer hoffentlich anstecken.

Oberleutnant Metzger vom III.Zug hat sich noch während ich geredet habe schon die ersten Notizen gemacht, im Kopf hat er wahrscheinlich schon die unterschiedlichsten Pläne für den Ernstfall vorbereitet.

Nachdem Bruckner das Bataillon etwas umgeglieder hat, habe ich auch einen kleinen Aufklärungszug mit 2 4-Mann-Gruppen unter meinem Kommando. Geführt wird der Zug von Feldwebel Striezel und er weiß genau dass es sehr auf ihn und seine Leut ankommen wird.

Ich selber mache mir natürlich auch so meine Gedanken, muss es wirklich zum Äußersten kommen?
Aber Pflicht ist Pflicht und die werden wir auch erfüllen, meine Männer sind gut vorbereitet und guter Dinge, aber noch haben wir alle noch keinen echten Krieg gesehen.

Gerade kommt der Tross mit zusätzlicher Munition an - es geht also wohl wirklich los.


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KAreil
24.12.25, 10:49
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 2.September 1939 abends:

Der Krieg gegen Polen läuft seit 2 Tagen, aber gesehen haben wir nicht viel davon. Rauchsäulen am Horizont, ein paar geräumte polnische Stellungen und das wars. Die Division war bis jetzt als Reserve eingesetzt aber wurde nie wirklich benötigt, aber morgen wechseln wir.

Oberleutnant Herschberger musste ich heute mal zur Seite nehmen. Er führt sich auf als wir noch im Manöver wären, die übertriebene Genauigkeit bei der Adjustierung seiner Meinung mit eingeschlossen. Ich habe ihm zu verstehen gegeben dass er aktuell ja nicht alles wirklich "sehen" muss, er macht sonst seine Männer noch nervöser als sie eh schon sind.
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Unser Panzer haben die polnischen Linien an vielen Stellen durchbrochen und stoßen weiter in die Tiefe vor, wir dürfen ihnen zu Fuß folgen...was für ein Spaß. Das ganze heißt aber auch dass viele polnische Soldaten einfach von den Panzern umgangen wurden und somit noch gefährlich werden können. Aufklärer der Luftwaffe haben polnische Truppen nördlich von uns gesichtet und sie werden vermutlich versuchen die Straßen zwischen uns und den Panzern zu nehmen.

Genau das gilt es jetzt zu verhindern, unser Bataillon soll morgen auf breiter Front entlang der Straßen nach Osten aufklären und sichern. Die Polen sind schnellstmöglich zu werfen um sie an einer längeren Verteidigung zu hindern. Der Gefechtsstreifen meiner Kompanie folgt der Straße durch ein paar Wälder und bietet ideales Hinterhaltgelände. Wir erwarten aber dass die Polen selbst auch noch nicht in Stellung sind also will ich mit meinen Männern zügig weiter vorrücken um vor dem Feind in Stellung zu sein.

Oberstleutnant Bruckner hat die Maschinengewehrkompanie des Bataillons aufgeteilt, die MGs wären mir bei den vielen Bäumen kaum nützlich gewesen aber wir haben eine Gruppe mit 2 schweren 8cm-Granatwerfern als Unterstützung dabei. Feldwebel Keltner und seine Männer kenne ich zwar nicht gut, aber bei einem Manöver im letzten Jahr haben wir schon einmal zusammengearbeitet.

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KAreil
25.12.25, 09:53
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 3.September 1939 abends:

Gegen Mittag kamen wir in den Abschnitt indem auch die polnischen Truppen vermutet wurden, wie besprochen ist Feldwebel Striezel mit 2 seinen Aufklärungstrupps zügig die Straße voran geeilt, keinen Mucks hab ich von ihm nach hinten gehört - vorbildhaftes Vorgehen. Der II.Zug folgt neben der Straße und erst versetzt dahinter der I.Zug, Oberleutnant Herschberger wäre zwar lieber ganz vorne dabei gewesen, aber dafür ist er mir noch zu grün hinter den Ohren.

Dann kam die Meldung nach hinten, dass Striezel und seine Leute wohl die Polen vor sich hörten, wir verlangsamten das Tempo und Herschberger brachte seinen I. Zug links der Straße und Schwartz seinen II.Zug rechts der Straße nach vorne. Ich war mit dem III.Zug etwa 150m dahinter.
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Plötzlich kamen polnische Soldaten um die Ecke und erwischten die Gruppe vom Obergefreiten Krohner vom I.Zug beim schnellen Vorgehen. Sie feuerten sofort ein paar Garben und meine Männer werfen sich in den Straßenstaub. Sofort ließ ich meinen Melder Kontakt mit den Granatwerfern aufnehmen, die Straßenbiegung sollte sofort unter Feuer genommen werden.
Krohner ließ seine Gruppen schnell in den Straßengraben springen und ich ließ den I. und II. Zug beiderseits der Straße in Stellung gehen.
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Während die ersten Granaten der Werfer auf der Straße einschlugen, stürmten die Polen vor und besetzten die Häuser vor uns. Ein heftiges Feuergefecht im unübersichtlichen Waldgelände entfaltete sich für meinen I. und II.Zug. Dank unserer Schießbecher sind die Polen auch in dem Häuschen nicht sicher und bald fliehen die ersten zurück nach hinten. Aber bei den heftigen Angriffen der Polen hatten auch wir die ersten Toten zu beklagen, die Gruppe vom Obergefreiten Gebhardt musste sich schließlich unter Nebeltöpfen zurückziehen.
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Meinen III.Zug holte ich dann aus der Reserve und Oberleutnant Metzger verschwindet mit seinem Auftrag im Wald. Er sollte weiter rechts der Straße umfassend vorstoßen um so in Flanke und Rücken der Polen zu kommen.

Feldwebel Striezel hatte sich inzwischen links der Straße vorgearbeitet und hat einen polnischen Panzerbüchsentrupp im Hinterhalt überrascht und niedergemacht. Aber frische polnische Truppen überrennen ihn und seine Männer dann, Striezel hat sich unter schwerem Feuer absetzen müssen. Oberleutnant Herschberger schwenkte seinen I.Zug sofort und selbstständig Richtung des neuen Vorstoß - vielleicht hab ich ihn doch unterschätzt. Es folgten schwere Gefechte für den I.Zug, die Polen griffen mit zahlenmäßiger Überlegenheit an, aber wurden immer wieder zurückgeworfen. Eigene weitere Vorstöße wurden aber auch immer wieder blutig abgewiesen.

Das Granatwerferfeuer verlegten wir weiter nach Osten und weiter vorwärts ging der Angriff.

Aber auch die Polen blieben nicht untätig, mit lautem Gebrüll tauchten plötzlich unzählige Polen links und rechts der Straße vor uns auf, Granaten schlugen zwischen ihnen ein aber sie stürmten weiter auf uns zu. Der I.Zug links der Straße nimmt sie unter schweres Feuer und treibt sie zurück in die Granatwerfereinschläge.
Rechts der Straße sind die Polen erfolgreicher und der II.Zug hatte weiter Ausfälle während sich der III.Zug immer noch in die Flanke vorarbeitete.

Dann schlechte Nachrichten, die Granatwerfer hatten sich verschossen - jetzt waren wir ganz auf uns gestellt. Der III.Zug versuchte mittlerweile über die Felder rechts der Straße vorzurücken, aber bekam schweres Feuer und blieb liegen.

Weitere Vorstöße der Polen wurden unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen und schließlich begannen sie sich nach Osten abzusetzen. Meine Kompanie hat sie noch ein Stück verfolgt, aber das Gefecht ist nicht spurlos an den Männern vorübergegangen und viele Polen konnten doch fliehen.
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Per Funk schließlich Lagemeldung an Oberstleutnant Bruckner, er war zufrieden. Die 18 Ausfälle meiner Kompanie waren für ihn im Rahmen, vor allem da nur 5 Tote zu beklagen waren und die Polen insgesamt über 120 Mann verloren haben. Der Alte hat im Großen Krieg da ganz anderes erlebt.
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Oerty
25.12.25, 22:21
Steel Panthers,
Wir spielten es immer gerne.

Wir sind dabei!

KAreil
26.12.25, 13:03
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 4.September 1939 abends:

Heute keine Gefechte, wieder nur marschieren. Die Gedanken gehen oft zurück zu den fehlenden Kameraden, ich kann mir aber vor den Männern nicht viel anmerken lassen. Oberleutnant Schwartz vom II.Zug geht mit den Verlusten sachlich und fast kühl um, nur wenn er sich unbeobachtet wähnt kann man sehen dass es ihn doch mitnimmt. Ich konnte ihm aber versichern dass die Ergebnisse diesen Preis wert waren und dass er so weitermachen muss wie bisher. Mit dem Obergefreiten Gebhardt habe ich persönlich noch gesprochen, in seiner Gruppe gab es 5 Ausfälle aber nach den Gefechtsberichten kaum vermeidbar. Ich hoffe dass ihn meine Worte etwas von seiner Last befreien konnten.

Oberleutnant Metzger und Obergefreiten Klein der 6 Mann verloren hat, habe ich zusammen angetroffen. Metzger ist mit Klein noch einmal haarklein die Geschehnisse durchgegangen, er wollte wissen was schief gelaufen war und es um jeden Preis in Zukunft vermeiden. Ich konnte die Stimmung etwas glätten uns sie beruhigen, auch wenn Metzger es nicht wahrhaben will, er kann nicht für alles einen sicheren Plan haben. Der Vorstoß vom Waldrand in die Felder rechts der Straße war richtig gewesen und die im Hinterhalt liegenden Polen hatten einfach die perfekte Stellung um sie abzufangen.

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KAreil
27.12.25, 13:09
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 7.September 1939 abends:

Ich merke deutliche Veränderungen an meinen Männern, wahrscheinlich auch an mir aber sowas fällt einem selber am schwersten auf.
Das erste richtige Gefecht ist jetzt ein paar Tage her und wir marschieren und marschieren, die Männer sind angespannt, aber anders als noch zuvor. Der Übermut ist einer generellen Vorsicht gewichen und natürlich schmerzen die Verluste sehr. Oberstleutnant Bruckner hat das Bataillon wieder etwas umgegliedert und uns ein paar Mann als Ersatz geschickt, zusammen mit den wieder einsatzbereiten Leichtverwundeten sind wir wieder fast auf Sollstärke.

Gestern gab es auch einen kleinen Vorfall, gegen Abend sollten wir ein kleines polnisches Dorf, nicht mehr als eine Handvoll Bauernhöfe, für die Nacht beziehen und sichern. Über die Straße im Dorf verläuft eine der Nachschublinien der Division und es gab bereits Gerüchte über Partisanen. Im Dorf waren eigentlich nur Frauen, Kinder und ältere Männer zu sehen, einige von ihnen sprachen gebrochenes Deutsch aber die meisten nur Polnisch.

Bei einbrechender Dunkelheit kam dann Oberleutnant Metzger vom III.Zug zu mir, einer seiner Männer hat gemeldet dass ihm mehrere Ladestreifen für sein Gewehr gestohlen worden waren. Natürlich wusste sofort die ganze Kompanie Bescheid und war entsprechend aufgebracht. Ich hab mich kurz mit meinen Zugsführern besprochen und auch wenn Oberleutnant Schwartz eher Zurückhaltung empfohlen hat, war ich mir sicher dass ich vor allem die nervösen Soldaten beruhigen musste.

Der Dorfälteste wurde mit den Vorwürfen konfrontiert, aber er stritt alles vehement ab.
Als Exempel habe ich dann die Hütten in der Nähe des Diebstahls durchsuchen lassen, aber bewusst nicht von den Männern vom III.Zug. Der ruhige Schwartz hat das mit seinen Leuten übernommen und ihre Zurückhaltung hat sicher geholfen die Polen nicht noch mehr gegen uns aufzubringen. Gefunden haben sie im Endeffekt nichts, aber ich habe meinen Männern so klargemacht dass ich für sie einstehe.

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KAreil
28.12.25, 12:23
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 8.September 1939 abends:

Heute standen wir wieder im Gefecht.
Wir folgen immer noch den Panzern in die Tiefe Polens, aber können kaum schritthalten. Die Vormarschstraßen sind für uns meist feindfrei oder die Polen ziehen sich schnell wieder zurück. Unsere Panzer und motorisierte Infanterie steht dafür vorne im harten Kampf und wir sollen aufholen um sie zu unterstützen.

Unser Bataillon marschiert aktuell vor der schweren Divisionsartillerie und meine Kompanie hatte heute den Auftrag die Spitze zu übernehmen und mit einem Zug Pioniere die Brücken entlang der Vormarschstraße zu inspizieren. Viele der Brücken hier in Polen sind zu schwer für unsere Geschütze und die Pioniere sollten sie wo nötig verstärken. Allerdings wussten das auch die Polen und wenn sie kämpften dann meist an solch wichtigen Orten.

Das Gelände ist immer noch von Wald und kleinen polnischen Dörfern geprägt, jetzt aber durchzogen von kleinen Flüssen und Bächen. Gegen Mittag näherten wir uns einem weiteren solchen Dorf mit 2 Brücken und mehreren weiteren möglichen Übersetzstellen. Die Lage war klar, die Furten sind zu vernachlässigen aber die 2 Brücken wären zu sichern.

Zur Kampfunterstützung hatte ich dieses Mal 2 schwere Granatwerfer und 2 mittlere MG34 auf Lafette der eigenen Maschinengewehrkompanie dabei. Der Pionierzug hatte auch eine leichte MG-Gruppe zur Unterstützung dabei und zu meinem Glück waren die Pioniere auch keine halbzivilen Baupioniere sondern gut ausgebildete Soldaten geführt von Oberleutnant Hoedel.

Die Befehlsausgabe war gewohnt ruhig und sachlich, aber ich konnte meinen Zugsführern anmerken dass sie sich mehr denn je bewusst waren dass das jetzt sicherlich kein Manöver mehr ist. Die Verluste des ersten Gefechts haben Spuren hinterlassen.

Oberleutnant Schwartz sollte mit dem II.Zug zügig entlang der Straße vorrücken, die Brücke dort schnell sichern und auf der anderen Seite in Stellung gehen. Oberleutnant Herschberger sollte rechts davon durch die Felder vorstoßen und die zweite Brücke dort sichern.
Beiden voran natürlich die Spähtrupps von Feldwebel Striezel und ich hatte beiden Zügen jeweils eines der MG34 auf Lafette mitgegeben.

Der III.Zug und die Pioniere waren bei mir als Reserve und die Granatwerfer hinter uns in Stellung.
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Wir näherten uns also den Brücken und wieder waren es die Aufklärer von Feldwebel Striezel die wohl Ohren haben wie ein Luchs und polnische Soldaten vor uns meldeten. Oberleutnant Eberbach vom schweren Zug ging mit einem der MG in einem Haus dass die ganze Straße samt Brücke vor uns überblicken konnte in Stellung, seine Granatwerfer bereiteten sich vor sofort zu Feuern.

Kurz darauf waren auch schon die ersten Polen zu sehen, sie näherten sich schnell der Brücke und wurden sofort vom lafettierten MG unter Feuer genommen. Die Granatwerfer erhielten auch sofort Befehl die Kreuzung vor der Brücke unter Feuer zu nehmen. Allerdings gab es da massive Probleme, der junge Oberleutnant vorne hatte gerade keine Verbindung zu den Werfern.
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Oberleutnant Schwartz führte seinen II.Zug in das Dickicht links der Straße und ging dort weiter Richtung Brücke vor. Ich war mit dem III.Zug rechts der Straße unterwegs, der I.Zug arbeitete sich durch die Felder vor uns. Auch hier wurde bald polnische Infanterie nach hinten gemeldet, die Polen würden die Brücken wohl vor uns erreichen.

Das einsame MG hämmerte in die Polen vor der Brücke und konnte sie mit Mühe und Not niederhalten während sich mein I.Zug neben der Straße vorarbeitete. Die zweite Brücke aber wurde von den Polen genommen und Oberleutnant Herschberger unter schweres Feuer genommen, hier war das mittlere MG in den Felder zurückgefallen.
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Die schneidige MG-Gruppe der Pioniere hätte sich gerade auf der Straße in Stellung gebracht um die Polen weiter von der Brücke fernzuhalten, aber musste sich schnell wieder verziehen. Die Polen hatten einen leichten Panzer über die Brücke geschickt und wir hatten keine Panzerbüchsen dabei, blieb nur der Nahkampf und Oberleutnant Herschberger ließ ein paar geballte Ladungen vorbereiten.
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Der polnische Panzer wurde mit den MGs beschossen und machte die Luken dicht. Als er dann auf unserer Seite der Brücke an den Straßenrand furh nutzten die Männer vom Obergefreiten Reichmann vom II.Zug die Chance und sprengten ihn im Nahkampf. Der Jubel währte nur kurz denn ein zwoter Panzer und polnische Infanterie näherten sich der Brücke.

Der I.Zug ging derweil rechts der Straße in Stellung und wehrt dort polnische Vorstöße ab, ich bin mit dem III.Zug kurz hinter ihnen. In den heftigen Gefechten verfranzte sich der zwote polnische im Schlamm des Flussufers und Oberleutnant Metzgers Männer arbeiteten sich langsam an ihn heran. Von einem kleinen Holzhaus aus schlagen sie zuerst polnische Infanterie zurück und sprengen dann den Panzer mit einer geballten Ladung in die Luft.
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Mittlerweile hatten wir auch Unterstützung durch die Granatwerfer und die Polen die wir zurück über den Fluss jagen konnten liefen direkt in die Einschläge der Granaten. Rechts der Straße hatten der I. und der III.Zug zusammen mit den Granatwerfern die Polen dann zurückgeschlagen und Oberleutnant Herschberger machte sich bereit weiter vorzustoßen.

Oberleutnant Schwartz flankierte die Brücke links der Straße über eine Furt die von den Aufklärern gehalten wurde. Sie hatten dort 2 polnische Panzerbüchstentrupps überrascht und niedergemacht.
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Unter Feuerschutz des endlich rechts der Straße am Fluss in Stellung gegangenen MG sprang Leutnant Herschberger mit seinem I.Zug auf die Brücke vor. Die Granatwerfer hatten sich mittlerweile allerdings schon wieder verschossen. Kurze Zeit später hatten wir beide Brücken gesichert und die Pioniere konnten sich an die Arbeit machen, die fliehenden Polen wurden mit allen verfügbaren MGs davongejagt.
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Meine Männer haben die fliehenden Polen scharf verfolgt, Oberleutnant Herschberger musste ich sogar zurückpfeifen als er in einen kleinen Gegenstoß der frischer polnischer Truppen gerannt ist. Aber nachdem ich den III.Zug neben dem I. in Stellung gebracht hatte, konnten wir jeden weiteren Vorstoß der Polen schnell abwehren.

Ein voller Erfolg also und Oberstleutnant Bruckner war sehr zufrieden, die eigenen Ausfälle wieder sehr gering bei 3 Toten und 4 Verwundeten in der Kompanie sowie einem Toten bei den Pionieren.
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KAreil
30.12.25, 12:23
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Tagebuch von Hauptmann Kessler, 8.September 1939 abends: - Fortsetzung

Mit der Sicherung der Brücken war der Tag aber noch lange nicht vorbei, Oberstleutnant Bruckner wusste um die Schwäche der zurückfliehenden Polen und gab sofort Befehl zur scharfen Verfolgung. Nur ein paar Kilometer weiter hatten sie sich zur Verteidigung eingerichtet.

Auf viel Unterstützung konnte ich dabei nicht hoffen, aber Bruckner hat mir alle 6 schweren Granatwerfer ein paar MGs auf Lafette und noch 2 Spähtrupps nach vorn geschickt. Dazu noch 3 Trupps mit Panzerbüchsen, die plötzlich aufgetauchten polnischen Panzer an den Brücken ließen uns vorsichtig werden. Kurz vor der Befehlsausgabe an meine Zugsführer meldete sich plötzlich ein Oberleutnant Bertram von der Luftwaffe, er war als Verbindungsoffizier nach vorne geschickt worden. Sturzkampfbomber Ju-87 waren in diesem Abschnitt im Einsatz und ich konnte ihre Unterstützung über ihn anfordern.

Soweit wir wussten hatten die Polen ostwärts der Straßenkreuzung angelehnt an ein kleines Dörfchen ihre Stellungen angelegt und warteten dort auf unseren Angriff. Die zurückfliehenden Soldaten waren dort vermutlich aufgefangen worden und hatten sicher die Verteidigung verstärkt. Wir mussten unbedingt schnell angreifen um nicht den Vormarsch der ganzen Division aufzuhalten, aber ich wollte doch die notwendige Vorsicht walten lassen. Mein Plan sah vor entlang der Straße vorzustoßen, auch wenn die Wälder dort ziemlich dicht waren. Die vielen Bäume boten auch uns Deckung und ich wollte dort in die feindlichen Stellungen einbrechen um erst dann einzuschwenken und den Rest der Polen in Flanke und Rücken zu fassen.
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Oberleutnant Schwartz ging mit dem II.Zug links der Straße vor und Oberleutnant Herschberger mit dem I.Zug rechts der Straße, wie gehabt war ich mit dem III.Zug dahinter. Höchst gespannt schlichen wir durch die Wälder, von den vordersten polnischen Stellungen lange keine Spur.
Plötzlich Kampflärm von rechts vorne, der I.Zug war am Waldrand in das Feuer von 2 polnischen Panzern geraten. Die Panzerbüchsen wurden nach vorn gebracht auch die Stukas sollten versuchen diese Ziele auszuschalten.
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Oberleutnant Herschberger blieb mit seinem Zug im schweren Feuer der Panzer erstmal liegen, links der Straße arbeitete sich Schwartz mit dem II.Zug aber weiter vor, noch kein Feindkontakt bei ihm. Ein paar Minuten später kommt der Sturzkampfbomber auch tatsächlich an, aber die Bomben liegen schlecht und die Panzer augenscheinlich unbeschädigt. Ich gab dem I.Zug den Befehl weiter rechts in den Wäldern weiter vorzugehen um in die Flanke der Polen zu kommen, schwere Fliegerabwehr-MG wurden dort dann gemeldet.

Mittlerweile hatten wir die vordersten Stellungen der Polen ausgemacht und unsere Granatwerfer eröffneten das Feuer um sie niederzuhalten. Die Panzerbüchsentrupps eröffnen das Feuer auf die polnischen Panzer, aber sie haben empfindliche Verluste. Nachdem Feldwebel Stolls Treffer wieder und wieder von der Panzerung abgewehrt wurden, kommt endlich ein Geschoss durch und einer der Polenpanzer brennt.
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Dank der Granatwerfer hatte Oberleutnant Schwartz mit dem II.Zug dann die Polen aus ihren vordersten Stellungen links der Straße geworfen und rückte weiter vor. Der I.Zug näherte sich langsam den polnischen Fla-MG aber diese durften meine Männer keinesfalls bemerken sonst würden sie zum Bodenkampf wechseln. Angesichts der besseren Erfolge links der Straße habe ich mich dann entschlossen den III.Zug auch dort einzusetzen.

Nachdem auch ein zweiter Sturzkampfbomber den übrigen Polenpanzer nicht erwischen konnte, versuchten meine Panzerbüchsentrupps wieder ihr Glück. Vom linken Straßengraben aus eröffneten sie das Feuer in die Flanke und nach etlichen Abprallern endlich ein Durchlag und der auch der zweite Panzer brannte.

Der I. und II. Zug waren beide weiter vorgerückt und die ersten Fla-MG rechts der Straße vernichtet. Links davon gab es mehr Probleme, Oberleutnant Schwartz' Männer sind zu schnell zu weit vorgerückt und bekamen plötzlich Feuer von drei Seiten. Die Polen setzten direkt zu einem Gegenstoß an und ich eilte mit Oberleutnant Metzger und seinem III.Zug zu Hilfe.
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Oberleutnant Herschberger war mittlerweile von den polnischen Fla-MGs entdeckt worden und versuchte Richtung Straße in der Deckung der Bäume auszuweichen.
Oberleutnant Schwartz hat seinen II.Zug unter hohen Verlusten zurückspringen lassen und gemeinsam mit dem III.Zug erwarteten wir den polnischen Gegenstoß.
Wir konnten den Gegenstoß abwehren, aber der weiter Vorstoß wurde uns durch massives Feuer der Polen verwehrt, polnische Scharfschützen fügten uns dabei empfindliche Verluste zu. Mit ein paar Nebeltöpfen versuchten wir uns zu schützen, aber an weiteres Vorgehen war nicht zu denken - die Granatwerfer hatten sich nämlich auch wieder verschossen.
Heftige Gefechte folgten, wir versuchten den gewonnen Boden zu halten während die Polen versuchten mit aller Macht ihre Stellungen wieder zurück zu erobern. Ich selbst geriet dabei auch unter Feuer der polnischen Scharfschützen, mich haben sie nicht erwischt aber den Schützen Maier neben mir.
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Als ich Oberstleutnant Bruckner über Funk berichtet hatte dass wir ohne weitere Unterstützung nicht weiter vorankommen würden, hatte er gute Nachrichten für mich. Links von meiner Kompanie konnten die Reste des Bataillons einen Durchbruch durch die polnischen Stellungen erzwingen, vermutlich auch deshalb weil die Polen dort ihre Linie ausgedünnt haben um den Gegenstoß gegen meine Kompanie zu führen. Auf jeden Fall sollten wir dann nur mehr die gewonnen Stellungen halten und die Polen weiterhin binden.

Kurz darauf versuchten sich die Polen abzusetzen, sie hatten wohl mitbekommen dass ihre Position flankiert wurde. Wir verfolgten sie scharf bis zum Einbruch der Nacht wo wir endlich wieder etwas Rast bekamen. Es war eine harte Schlacht und die Verluste hoch, leider im Angriff so zu erwarten. Den II.Zug von Oberleutnant Schwartz hatte es besonders erwischt, der polnische Gegenstoß traf sie mit voller Wucht. Die Schützengruppe vom Obergefreiten Hoffmann war dabei komplett aufgerieben worden.
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