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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "In Nomine Dei" - Die Kreuzzüge nach Baron de Blouse



KAreil
20.02.26, 10:45
"In Nomine Dei" - Die Kreuzzüge nach Baron de Blouse

Zu finden im historischen Archiv von Borogravien im Schloss Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg:

https://up.picr.de/50600751bi.jpg



"Crusades: Book I" begins with a call that turned a distant eastern war into a mass movement in the West. In 1095, Pope Urban II urged western Christians to take up arms for the East, responding in part to an appeal from the Byzantine emperor for help against Turkish expansion. Urban presented the expedition as an armed pilgrimage: a holy undertaking to aid fellow Christians and defend sacred places, with spiritual reward promised to those who “took the cross.” Preachers carried this message widely, and it spread fast because it spoke to more than faith alone. For the warrior class, it offered a sanctioned cause for fighting and a path to honor; for others, it offered a once-in-a-lifetime purpose—an escape from ordinary constraints, even at enormous cost and risk.

"Crusades: Book I" covers that full arc—from the explosive launch of the First Crusade, through the creation and defense of the Latin states, to the rising counterpressure that culminates outside Damascus. It is an era in which battles and sieges decide not only who holds a city today, but also whether an entire frontier still exists tomorrow.

...

"Crusades: Book II" is the second title in a planned trilogy documenting the Crusades launched against the Levant over several hundred years.

In the mid-12th century, the eastern Mediterranean was a complex region of competing powers. The Latin crusader states, though wealthy in ports and castles, were short on manpower. The Roman (Byzantine) Empire, a Christian great power, had its own strategic priorities and a history of lost provinces. The Muslim world, while not unified, was increasingly capable of consolidating resources under strong rulers in Syria and Egypt. Warfare was constant, influenced by both politics and piety, with alliances shifting and control of strategic locations often more important than holding empty land.

“Crusades: Book II” picks up after the Second Crusade’s failure outside Damascus in 1148. The Crusader forces abandoned the siege due to supply issues, conflicting goals, and mistrust among allies. The Levant was left with a frontier society, the Latin states of the Holy Land, which were rich in sacred significance but lacked manpower. These states aimed to maintain their territories, secure routes, and expand influence where possible.





Spiele:
https://wargameds.com/products/crusades-book-i
https://wargameds.com/products/crusades-book-ii



Vielleicht war es ein Fehler dass wir am Wochenende "Königreich der Himmel" geschaut haben... :rolleyes:




Inhalt:
+ Die Schlacht vor Nicaea, Anno Domine 1097, der 21.Mai - "Live" auf Seiten der Kreuzfahrer, gegen die KI (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31876&p=1401986#post1401986)



Musik:

https://youtu.be/GCN1s9g9Mfo?si=yYD2d1q6KSTXGZUm

Bigfish
21.02.26, 20:45
Vielleicht war es ein Fehler dass wir am Wochenende "Königreich der Himmel" geschaut haben...


Ein neuer AAR ist niemals ein Fehler, damit ist auch alles was zu einem neuen AAR führt niemals ein Fehler!

KAreil
22.02.26, 09:01
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1095, der 21.Dezember, Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg

Kunde einer Brandrede von Papst Urban II. in der französischen Stadt Clermont hat uns jetzt auch hier Borogravien erreicht. Am 27.November hielt er eine beeindruckende, unseren Informanten nach aber stark dramatisierte Rede vor Tausenden Menschen in der er die Leiden der Christenheit im Osten darlegte und auf die Befreiung der heiligen Stätten pochte. Das Volk war begeistert und lautstark wurde das verkrüppelte Latein "Deus Vult!" für "Gott will es!" zum Schlachtruf erkoren. Das Volk wollte einen sogenannten Kreuzzug und die über das Land gesandten Wanderprediger verbreiteten den Aufruf, wodurch viele einfache Menschen, Abenteurer, Verbrecher und Bauern in den Krieg zogen. Den Kampfwilligen wurde Ablass für ihre Sünden zugesagt und allen, die dem Ruf folgten, nie verwelkender Ruhm im Himmelreich versprochen.

Unseren Informanten nach verbirgt sich dahinter aber mehr als ein spontaner Aufruf zur Befreiung des Heiligen Lands. Einerseits strebt Urban II. die Wiedervereinigung mit der byzantinisch geführten Ostkirche an, andererseits versucht er so die Kirche als zielgebende Ordnungsmacht in Mitteleuropa zu etablieren. Dieses war nach dem Ende des Karolinger-Reiches in sich befehdende adlige Einflussgebiete zerfallen, wobei häufig auch Kirchen und Klöster geplündert wurden.

Die Gelegenheit für diesen Aufruf war günstig. Das 11. Jahrhundert ist geprägt von starker Religiosität in der Bevölkerung und Angst vor dem drohenden Ende der Welt. Wallfahrten und Pilgerzüge zum heiligen Grab, als Möglichkeit der Buße und für den Sündenablass, erleben gerade einen großen Aufschwung. Zudem erben vor allem im niederen Adel vieler Regionen Europas viele Söhne nichts oder nur sehr geringe Besitzungen. Diese haben großes Interesse an einem Kriegszug zum Erwerb von Schätzen und Ländereien.

Der Aufruf zum Kreuzzug ist zumindest teilweise von Erfolg für den Papst gekrönt. Urban II. konnte erstmals die lange in Streitereien untereinander verstrickten französischen Adligen einen und ihnen mit dem Ziel eines gerechten Kampfes im Dienste der christlichen Sache eine ideelle Grundlage geben, die dabei zugleich den Suprematieanspruch seines Amtes stärkt.

Die Herzogin ist sich sicher, dass es zum Kreuzzug kommen wird und wir wurden auserkoren, uns diesem anzuschließen und über ihn zu berichten. Morgen brechen wir nach Frankreich auf...

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KAreil
24.02.26, 08:10
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1097, der 7.April, Konstantinopel im Byzantinischen Reich

Es hat über ein Jahr gedauert, aber wir sind jetzt mit dem Franzosen Gottfried von Bouillon und seinem Heer unterwegs ins Heilige Land und sind seit einigen Wochen in Konstantinopel, der Hauptstadt des Byzantinischen Reichs. Hier haben wir auf das Eintreffen der anderen Züge unter Robert von der Normandie, Bohemund von Tarent, Raimund IV. von Toulouse, Balduin von Boulogne, Robert von Flandern, Hugo von Vermandois und weiteren Angehörige des französischen und normannischen Adels gewartet.

Der Kaiser von Byzanz, Alexios I. traut den Kreuzfahrern aber nicht über den Weg, unter ihnen sind viele süditalienische Normannen – diese haben diverse Kriegszüge gegen das Byzantinische Reich unternommen. Zudem befürchtet Alexios, dass die Kreuzritter ehemals byzantinisches Territorium für sich beanspruchen würden. Deshalb brachte er die Anführer des Kreuzzuges dazu, ihm den Lehnseid zu schwören, damit alle Gebiete, die sie von den Muslimen erobern sollten, unter seine Oberhoheit geraten. Außerdem ließ er erste Teilheere der Kreuzfahrer schnell über den Bosporus nach Kleinasien verschiffen, wo sie auf die anderen warten mussten.

Wir erwarten den Rest der Truppen in den nächsten Wochen und werden dann mit ihnen nach Kleinasien übersetzen. Dort war Oktober des letzten Jahres der sogenannte Volkskreuzzug von Truppen der Rum-Seldschuken vernichtet worden. Durch die Kreuzzugspredigt des Papstes veranlasst, brach nämlich im Frühjahr 1096 eine unorganisierte Volksmasse in Richtung Palästina auf. Dieses Kreuzfahrerheer bestand in erster Linie aus einfachen Menschen, Bauern und ihren Familien, es war nur wenig niedriger Adel und einzelne Ritter unter diesen Kreuzfahrern.
Nur wenige von ihnen konnten sich vor den Seldschuken zurück nach Konstantinopel retten. Unter ihnen ein gewisser Peter von Amiens, der grausame Geschichten über die islamischen Krieger erzählte.

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KAreil
25.02.26, 13:21
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Anno Domini 1097, der 20.Mai, vor Nicaea

Wir sind mit Gottfried von Bouillon und seinen Truppen über den Bosporus und bis Nicaea, der Hauptstadt der Rum-Seldschuken, vorgedrungen. Seit dem 14.Mai ist der Belagerungsring geschlossen, wobei Bohemund von Tarent im Norden, Gottfried im Osten und Raimund IV. von Toulouse sowie Bischof Adhemar de Monteil im Süden lagern. Im Westen grenzt die Stadt an den Askanie-See.

Sultan Kilic Arslan I. hat das Kreuzfahrerheer sträflich unterschätzt, er dachte wohl, es sei ein ähnlich unorganisierter Haufen wie beim Volkskreuzzug. Obwohl er vom Anmarsch der Kreuzfahrer wusste, ist er mit seinem Hauptheer nach Osten in den Kriegen gegen die Danischmenden gezogen und hat dabei sogar seine Familie und den Staatsschatz in Nicaea belassen. Die stark befestigte Stadt konnte allerdings nicht schnell genommen werden, darum wurde eben zur Belagerung eingerichtet. Durch Kundschafter hat der Sultan aber davon noch rechtzeitig erfahren, sein Heer eilt jetzt aus Süden heran.

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KAreil
27.02.26, 07:13
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Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1200, vor Nicaea

Um die Mittagszeit entscheiden die Seldschuken sich für den Angriff auf das Kreuzfahrerlager, ein gewaltiges Reiterheer nähert sich aus Süden. Graf Raimund IV. von Toulouse und Bischof Adhemar de Monteil haben ihre Truppen in Stellung gebracht und dicht and dicht stehen Speerträger und Bogenschützen. Gottfried von Bouillon wird mit seinen Rittern zur Verstärkung erwartet aber vorerst sind die Seldschuken an Kavallerie weit überlegen.

Auf breiter Front rücken sie vor und vor allem im Westen könnten sie die Truppen der Kreuzfahrer flankieren, die wenigen Ritter die sie haben sind auf dem Weg dorthin.

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Die Mauern von Nicaea. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Frisiercreme
27.02.26, 09:29
Das ist aber wirklich mal etwas anderes.

KAreil
03.03.26, 08:22
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1230, vor Nicaea

Die Seldschuken verlieren keine Zeit und ihre Reiter nähern sich schnell den geordneten Linien der Kreuzritter. Während im Zentrum hauptsächlich ihre gefürchteten Bogenschützen angreifen, werfen sich an beiden Flanken Reiter mit langen Speeren auf die europäische Infanterie.

An der rechten Flanke geraten die Truppen von Bischof Adhemar de Monteil schwer in Bedrängnis. Ser Isoard von Ganges steht an vorderster Front und versucht die Linie zu halten und dank eines Gegenstoßes der Kreuzritter hält sie auch noch.

An der linken Flanke ein ganz ähnliches Bild dort versucht Ser Bertrand von Bas mit seinen Truppen einen kleinen Bauernhof zu halten. Auch hier kommt die schwere Reiterei zum Einsatz um sich der Seldschuken zu erwehren.
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Der erste Zusammenstoß an der Straße nach Nicaea. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Greenhorn
03.03.26, 08:50
Ihr reitet mit Gott, dem Allmächtigen, tapfere Seldschuken!

Sappho
03.03.26, 09:02
Das sieht sehr interessant aus!

Kurfürst Moritz
03.03.26, 10:56
Deus Lo Vult!

Im Zeichen dieses Kreuzes werden wir siegen!

Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Die Christenheit in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Sarazen auf!

:ph: ;-)

Greenhorn
03.03.26, 11:05
Die Christenheit in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Sarazen auf!

Ihr meintet bestimmt Sarazin :)

KAreil
08.03.26, 13:22
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1300, vor Nicaea

An beiden Flanken gerät die Linie der Kreuzfahrer ins wanken als sich die Seldschuken in ihre Linien werfen und sie müssen zurückweichen. Dank der umsichtigen Führung von Ser Isoard von Ganges und Ser Bertrand von Bas werden die Muslime aber wieder zurückgeworfen. Sie sammeln sich außerhalb der Reichweite der Bogenschützen aber manche sind von den Gegenstößen auch eingeschlossen werden.

Im Zentrum beschränken sich die Seldschuken vorerst auf ihre gewohnt unritterliche Kriegsführung, in der sie mit ihren berittenen Bogenschützen Pfeilhagel um Pfeilhagel abfeuern, ohne sich selbst wirklich in Gefahr zu bringen.

Die Garnison von Nicaea hingegen ist mutiger und sie wagen einen kleinen Ausfall, die wenigen europäischen Soldaten dort können sie aber in Schach halten.
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Der Ausfall aus Nicaea. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Kurfürst Moritz
09.03.26, 12:22
Was bedeutet denn der rote Kasten rechts unten im letzten Bild?

dooya
09.03.26, 12:32
Was bedeutet denn der rote Kasten rechts unten im letzten Bild?Vermutlich handelt es sich bei der Karte um eine Jump Map und der Kasten stellt den aktuellen Bildausschnitt dar?

Kurfürst Moritz
09.03.26, 18:59
Und der ganz kleine rote Kasten ist dass ein markiertes Hexfeld/ Einheit?

Seydlitz
09.03.26, 19:32
Und der ganz kleine rote Kasten ist dass ein markiertes Hexfeld/ Einheit?

Ja da befindet sich der Cursor aktuell

KAreil
10.03.26, 07:33
Richtig, beim letzten Bild handelt es sich um die JumpMap für die grobe Übersicht und um den Bildausschnitt schnell zu wechseln. Wir suchen uns dabei immer ein Eck aus in dem nicht viel passiert und zoomen ganz rein, das ist der rote Rahmen für den Ausschnitt und der kleine Kasten für das ausgewählte Hex.

KAreil
17.03.26, 22:11
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Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1330, vor Nicaea

Der Ausfall aus Nicaea ist nicht erfolgreich, die Kreuzfahrer können ihn nahe der Stadtmauern erfolgreich aufhalten.

An der rechten Flanke ist Bischoff Adhemar mit seinen Rittern eingetroffen, aber der Einbruch der Seldschuken ist zuvor schon von Ser Isoard von Ganges geklärt worden. Die Muslime haben sich hier zurückgezogen um sich neu zu formieren.

Weiter im Zentrum hingegen greifen sie weiterhin an. Vor allem mit ihren Bogenschützen aber auch immer wieder mit einzelnen Vorstößen ihrer Reiterei.

Bei den Bauernhöfen an der linken Flanke der Kreuzfahrer gibt es die heftigsten Gefechte. Ser Bertrand von Bas hat große Mühe sich gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Seldschuken zu erwehren, aber immer wieder schafft er es den Feind zu vertreiben.
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Schwere Kämpfe um die Höfe bei Nicaea. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Greenhorn
17.03.26, 22:23
Haltet durch, tapfere Söhne der Steppe! Allāh - gepriesen sei der Allmächtige - ist mit den Gerechten und mit den Taferen, die für den wahren Glauben streiten!
Schlagt nur mit gutem Mute drein auf diese Christenhunde auf dass ihr Blut die Felder der guten Leute von Nicaea dünge! Spickt sie mit euren Pfeilen, dass sie gleichen mögen den Stachelschweinen in der Wüste!

KAreil
18.03.26, 21:43
Haltet durch, tapfere Söhne der Steppe! Allāh - gepriesen sei der Allmächtige - ist mit den Gerechten und mit den Taferen, die für den wahren Glauben streiten!
Schlagt nur mit gutem Mute drein auf diese Christenhunde auf dass ihr Blut die Felder der guten Leute von Nicaea dünge! Spickt sie mit euren Pfeilen, dass sie gleichen mögen den Stachelschweinen in der Wüste!


Werter Greenhorn, würdet Ihr Euren großen Worten auch Taten folgen lassen? :^^:

Es wäre kein Problem ab der nächsten Schlacht die Kampagne als PBEM weiterzuführen und wir bevorzugen auch menschliche Gegner. Zufälligerweise ist das Spiel sogar genau diese Woche reduziert zu haben...
https://wargameds.com/blogs/news/game-of-the-week-march-16-22

Greenhorn
18.03.26, 23:46
Wir besitzen dieses Spiel nicht. Es wäre uns aber eine Ehre, wenn wir uns auf ein Spiel per VASSAL einigen könnten ;)

KAreil
20.03.26, 13:18
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1430, vor Nicaea

Eine Stunde schwerer Kämpfe und keine großen Änderungen außer an der Zahl der Toten und Verwundeten.

Bei Nicaea ist der Ausfall weiter unter Kontrolle, die Truppen aus der Stadt zögern mit dem Angriff.

Bischof Adhemar und Ser Isoard von Ganges halten weiterhin die rechte Flanke der Kreuzfahrer an der Straße nach Süden. Immer wieder stoßen die Seldschuken in ihre Reihen und kommen auch etwas voran, aber darauf stürzen sich die schwer gepanzerten Ritter in den Kampf und bereinigen die Lage wieder.

Im Zentrum liefern sich vor allem die Bogenschützen ein Duell, dass zwar viele Verluste bringt aber keine großen Auswirkungen hat. Nur einmal ist eine Schwadron der Seldschuken durchgebrochen und hat das Lager hinter der Kreuzfahrerlinie bedroht. Genau rechtzeitig ist da Gottfried von Bouillon mit seinen Rittern aus dem Norden eingetroffen und hat die feindlichen Reiter komplett vernichtet. Jetzt ist er auf dem Weg nach Osten zum stark bedrängten linken Flügel.

Dort hat Ser Bertrand von Bas große Verluste durch immer wieder angreifende Muslime zu beklagen. Noch kann er die Bauernhöfe dort halten, aber er ist im Begriff über Osten umfasst zu werden.
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Die hart umkämpfte Straße nach Nicaea. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Taurus
21.03.26, 19:54
Wäre es nicht verteidigungsmässig günstiger, die Linie zurückzunehmen und die beiden Farmen im Zentrum kurz hinter eurer Linie als feste Punkte zu integrieren? Jedenfalls sofern es auf solch einem Geländestück Boni dafür gibt?

KAreil
21.03.26, 21:43
Wäre es nicht verteidigungsmässig günstiger, die Linie zurückzunehmen und die beiden Farmen im Zentrum kurz hinter eurer Linie als feste Punkte zu integrieren? Jedenfalls sofern es auf solch einem Geländestück Boni dafür gibt?

Das Gelände ist eigentlich überall flach und ohne wirkliche Vorteile. Die aktuelle Linie müssen wir auch halten weil dort die Siegpunkthexes liegen (siehe letztes Bild in der JumpMap gelb dargestellt).

Im Prinzip müssen wir eine Linie um das Belagerungslager halten. Unser ganzer Tross usw. ist halt nicht dargestellt aber würde sich wohl zwischen unserer Linie und der Stadt befinden. Man braucht etwas Fantasie aber dann macht das schon alles Sinn.

KAreil
30.03.26, 15:42
https://up.picr.de/50595428uk.jpg





Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1530, vor Nicaea

Die nächste Stunde unter der erbarmungslosen anatolischen Sonne brachte schlechte Nachrichten für das Kreuzfahrerheer.

An der rechten Flanke sind die Seldschuken nach Norden vorgestoßen und Bischof Adhemar hat an der Spitze seiner Ritter versucht sie zurückzuschlagen. Dabei wurde er verwundet und erst die Ritter von Balduin von Ghent konnten die Muslime aufhalten.

An der linken Flanke ein ähnliches Bild und immer mehr Seldschuken kommen durch kurzzeitige Lücken hinter die Linien der Kreuzfahrer. Gottfried von Bouillon wirft sich mit seinen Rittern entgegen und auch er wird dabei verwundet. Mit Mühe und Not kann die Linie immer wieder geschlossen werden, aber die Seldschuken sind jetzt in ihrem Rücken.

Als letzte Reserve ist jetzt Graf Robert mit seinen Rittern eingetroffen und sie teilen sich auf um an beiden Flanken die Linien zu stabilisieren.
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Durchbrüche im Osten. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
06.04.26, 12:10
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Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1600, vor Nicaea

Nach stundenlangem Kampf gerät die Linie der Kreuzfahrer jetzt ins Wanken.

Die Kavallerie der Seldschuken konnte an der rechten Flanke tief vorstoßen und nur mit großer Mühe können sie überhaupt noch In Zaum gehalten werden. Graf Robert persönlich führt seine Ritter in die Schlacht und kann den Feind vorerst zurückschlagen.

Im Zentrum kommt es auch zu kleineren Einbrüchen, aber diese können schnell wieder bereinigt werden.

Im Osten hingegen konnten die Seldschuken hinter die Linien gelangen und bedrohen jetzt den Tross. Die Ritter von Gottfried von Bouillon jagen sie aber die leichten muslimischen Reiter sind meist schneller.

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Die Flanke der Kreuzfahrer wankt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
12.04.26, 12:09
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Anno Domini 1097, der 21.Mai um 1700, vor Nicaea

Der brutale Kampf um Nicaea tobt dann noch etwa eine Stunde weiter, aber dann ziehen sich die Seldschuken zurück.

Trotz immer wiederkehrender kleiner Erfolge und hoher Verluste unter den Kreuzfahrern konnte Sultan Arslan seine Stadt nicht entsetzen und er muss sie aufgeben.

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Die Belagerung von Nicaea hält. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Kreuzfahrer=Weiß | Seldschuken=Grün | Siegpunktfelder=gelb)

Bigfish
15.04.26, 18:48
Dieser AAR ist für die Wahl zum AAR des Quartal I/2026 nominiert!


Abmarsch ins Wahllokal!!!


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31899

Taurus
16.04.26, 18:48
Wie sind denn eigentlich die Kräfteverhältnisse? Hätten die Seldschuken ohne die Rundenbegrenzung vielleicht doch irgendwann die Kreuzfahrer "abgenutzt" oder sind deren Truppen im allgemeinen nicht mehr stark genug?

KAreil
18.04.26, 11:32
Wie sind denn eigentlich die Kräfteverhältnisse? Hätten die Seldschuken ohne die Rundenbegrenzung vielleicht doch irgendwann die Kreuzfahrer "abgenutzt" oder sind deren Truppen im allgemeinen nicht mehr stark genug?


Wir gehen davon aus dass die Seldschuken das Szenario durchaus gewinnen können, gespielt haben wir sie aber nie. Von der KI sind wir leider wieder enttäuscht worden, sie hat sich einfach verzettelt. Wir hätten mit den berittenen Bogenschützen vor allem an den Flanken die Infanterie geschwächt bis sie Disordered sind und dann mit einem Schlag alles was wir an anderer Kavallerie haben angesetzt. Die KI hat zwar immer wieder Einbrüche geschafft aber nie einen wirklichen Schwerpunkt gesetzt.

Mortimer
27.04.26, 17:36
Danke für den spannenden AAR! Wir hatten übrigens beim Lesen den Eindruck, dass die KI Euch doch einen netten Kampf liefert. Mehr würden wir nicht erwarten.

Wir haben jetzt die Steam-Demo angespielt und finden das Ganze recht reizvoll. Wir ringen noch mit uns, ob wir zuschlagen sollen.

KAreil
28.04.26, 08:03
Danke für den spannenden AAR! Wir hatten übrigens beim Lesen den Eindruck, dass die KI Euch doch einen netten Kampf liefert. Mehr würden wir nicht erwarten.



Ihr trefft es ganz gut, es hat ausgereicht um uns bei Laune zu halten und manchmal hatten wir doch den Eindruck dass jetzt der Durchbruch kommen könnte.