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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der schlafende Drache oder die Abenteuer des Markus Pohl (Rule the waves III AAR)



Sappho
20.03.26, 22:21
https://i.ibb.co/ccM4mLcT/Titelbild.png









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https://i.ibb.co/B56GDQct/China-1890.png









https://i.ibb.co/KjWLMq9Z/China-1890-Einstellungen.png

Bigfish
20.03.26, 22:37
Möge das Schiffe Versenken beginnen!

Wilhelm Klink
20.03.26, 22:52
Wir kennen das Spiel nicht und sind gespannt!

Sappho
20.03.26, 23:37
Wie alles begann

https://i.ibb.co/KxK1yVkL/Titelbild.png









Die Luft in Macau stand still. Die Schwüle war selbst für die Eingeborenen unerträglich. Hier am Hafen mischte sich in die vor Feuchtigkeit schwere Luft noch der Duft von fermentiertem Fisch, Opiumrauch und verbranntem Sandelholz. Ein Mann, blond, ca. Mitte dreissig, in einem verschlissenen europäischen Anzug, huschte durch die engen Gassen des Chinesenviertels. Vor dem Restaurant „Goldener Drache“ hielt er prüfend an. Dann entschloss sich der Mann, das Lokal zu betreten. Er fragte auf Kantonesisch nach einem Herrn Almeida. Der Wirt, ein kleiner, alter und hutzeliger Chinese, führte ihn in den ersten Stock zu einem etwas abseit stehenden Tisch. Dort saß ein ungefähr 50 Jahre alter Südeuropäer mit ergrautem Haar. Joaquim Almeida, ein Mann, dessen Reichtum man an dem schweren Goldring am linken Ringfinger und dem makellosen weißen Anzug ablesen konnte, lehnte sich zurück. Seine wachsamen und kalten Augen musterten neugierig den neuen Gast.

„Monsieur Pohl?“, fragte Almeida auf Französisch, der Lingua Franca der zwielichtigen Kreise unter den Europäern in Macau.

„Ja“, antwortete Pohl. „Sie sind also Herr Almeida“,fragte er zurück.

„Der bin ich. Herzlichen Dank, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind. Nun, Sie werden sich fragen, was es mit dieser Einladung eines vollkommen Fremden auf sich hat, denke ich“, hob Almeida an und fuhr dann fort. „Ich habe Erkundigungen über Sie eingeholt. Ich lege immer großen Wert darauf, bestens auf einen Gesprächspartner vorbereitet zu sein!“Markus Pohl saß kerzengerade da. Er sagte nichts und wartete ab.

Almeida beugte sich vor und sprach fast flüsternd: „ Sie waren der jüngste Korvettenkapitän der deutschen Marine, sind dann aber ausgeschieden. Ich erlaube mir die Frage zu stellen, warum Sie ausgeschieden sind, obwohl Sie wohl eine glänzende Karriere erwartete?“

Pohl saß kerzengrade und stocksteif und wurde etwas blaß: „Nun, das sind sehr private Gründe, über die ich nicht zu reden pflege!“

Almeida grinste: „Ich hatte nichts anderes erwartet und respektiere das. Dann erzähle ich Ihnen, was damals passiert ist, und Sie nicken einfach nur, wenn ich es getroffen habe. Sie haben in einem Duell gefochten und das ausgerechnet gegen Ihren Vorgesetzten.Und dies auch noch so erfolgreich, dass Sie ihn erschossen. Nun, ich weiß noch mehr. Sie haben eine chinesische Frau und um diese ging es. Stimmen meine Informationen?“

Pohl zögerte einen Moment. Er schluckte und antwortete dann: „Was fragen Sie, wenn Sie schon alles wissen? Er beleidigte sie, ihre Familie und ihre Herkunft. Ich hatte keine Wahl, um meine und ihre Ehre wiederherzustellen!“

Almeida lächelte Pohl an: „Sie haben Ehre und Mut … und Pech.Ich kann jemanden wie Sie gebrauchen!“Pohl schaute Almeida verwirrt an. Almeida lachte. „Sie sind in China aufgewachsen?“

Pohl bejahte: „Mein Vater hatte hier in Macau einen Teehandel.Er musste schließen, als Macau seinen Handel den Briten öffnen musste. Gegen die Ostindien-Kompanie der Briten hatte er keine Chance. Ich versuchte dann mein Glück bei der Marine.“

Almeidsa fragte weiter: „Sie sprechen Chinesisch?“

„Kantonesisch, nicht perfekt, aber ich kann mich verständigen!“,präzisierte Pohl.

„Das ist es , was ich meine. Sie kennen die Verhältnisse hier,haben Einblick in die Kultur, sprechen jedenfalls eine der Sprachen ,sind ein Marinefachmann … und sind verfügbar! Es ist so, dass ich beauftragt bin, Marinefachleute anzuheuern. Peking hat ein Problem.Die Kaiserinwitwe Cixi will eine Flotte, die den Japanern und –verzeihen Sie – uns Europäern die Zähne zeigt. Aber sie hat ein Dilemma. Sie hasst die ‚ausländischen Teufel‘, braucht aber deren Verstand und Wissen. Sie kann sich einerseits keinen weiteren Gesichtsverlust leisten, der die Abhängigkeit von europäischen Marineberatern bedeutete, weiß aber, dass sie die europäische Expertise benötigt. Sie will einen Geist.“

Pohl hob eine Braue. „Ein Geist?“

„Ein Mann, der offiziell nicht existiert“, fuhr Almeida fort.„Sie und ein Stab weiterer europäischer Experten werden die Flotte leiten. Verdeckt. Sie werden chinesische Offiziere drillen, Taktiken entwickeln, Strategien entwerfen. Aber Sie werden keine Uniform tragen. Sie werden als Privatmann agieren, bezahlt über Konten in Macao, die ich verwalte.“

"Ich soll also das kaiserliche Spielzeug reparieren, während die Welt glaubt, ich würde in den Kaschemen von Hongkong verrotten?“, fragte Pohl.

„Genau das“, lächelte Almeida. „Cixi wahrt ihr Gesicht, die Modernisierung schreitet voran, und Sie… nun, Sie bekommen ein Kommando, von dem ein kaiserlicher Kapitän nur träumen kann. Und Gold. Viel Gold. Mehr als Sie sich vorstellen können.“

Pohl starrte auf die Teetasse vor sich. Er spürte das Gewicht seiner Entlassung, die Schande, die in Deutschland auf seinem Namen lastete, und die Aussichtslosigkeit seiner Situation. Dies war seine einzige Chance, zumindest wirtschaftlich wieder auf die Füße zu kommen und jemand zu werden.

„Wie soll das organisatorisch ablaufen?“, fragte Pohl. „Ich werde ja kaum vor jeder Entscheidung eine Audienz bei der Kaiserinwitwe erbitten können.

Almeida lachte: „Da würden Sie wahrscheinlich direkt getötet werden. Sie dürfen ja offiziell nicht in Erscheinung treten. Nein,das ist schon ausgearbeitet. Ihr Ansprechpartner für alles wird ein junger chinesischer Offizier sein. Er heißt Sa Zhembing und wird Ihnen gefallen. Offiziell untersteht die Marine einem Mandarin des Drachenthrons, den unbedingte Treue zu Cixi auszeichnet. Leider sonst nichts und auf die Treue in der verbotenen Stadt zu irgendwas oder irgendwem würde ich auch nicht allzu viel setzen. Das aber ist der Vorteil Ihrer Position. Es gibt Sie nicht. Also spielen Sie in den Scharaden am Kaiserhof auch keine Rolle. Das erhöht Ihre Überlebenschancen ungemein!“ Almeida grinste zynisch.

„Herr Pohl, brauchen Sie Bedenkzeit?“, fragte Almeida den jungen Deutschen.

Pohl lächelte fatalistisch: „Wozu? Ich habe keine Alternative. Ich lasse mich auf dieses Spiel ein!“

„Fantastisch!“, Almeida heuchelte Überraschung: „Willkommen an Bord!“








https://i.ibb.co/vxs6t9Jn/Pohl-Almeida-Macau-Restaurant.png

Oerty
21.03.26, 07:04
Wir freuen uns auf den AAR.

Wir wünschen euch immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Wilhelm Klink
21.03.26, 22:47
Wer von den beiden ist der der blonde Mitt-Dreißiger? :D

Sappho
22.03.26, 09:39
Dunkelblond ...

Sappho
22.03.26, 22:05
https://i.ibb.co/KxK1yVkL/Titelbild.png (https://ibb.co/3mRJhSqM)










Der Chinese

Über dem Hafen von Tianjin hing ein bleierner Nebel, der den Gestank von Kohle und brackigem Wasser festhielt. In einem schmucklosen Lagerhaus, weit abseits des geschäftigen Treibens dieser Hafenstadt am Bohei-Meer, wartete Markus Pohl.


Der ehemalige Korvettenkapitän der kaiserlichen Marine wartete auf den Verbindungsoffizier zur chinesischen Marine. Almeida hatte klargemacht, dass er, Pohl, keinesfalls mit der formellen Leitung der chinesischen Flotte in Verbindung treten und mit deren Vertretern gesehen werden dürfe. Das würde ein Chinese als Verbindungsoffizier übernehmen. Dieser Chinese sollte ein junger Chinese und vielversprechender Offizier der chinesischen Marine namens SaZhenbing sein.


Die Tür knarrte. Sa Zhenbing trat ein. Er war Anfang 30, recht groß gewachsen mit fast europäischen Gesichtszügen. In der Marine der Qing-Dynastie.

„Herr Kapitän Sa? Ihr untertänigster Diener. Ich fühle mich geehrt, Ihre Bekanntschaft machen zu dürfen“, begann Pohl das Gespräch förmlich und steif auf Kantonesisch mit deutlichem deutschem Akzent.


Der Chinese lächelte freundlich. „Auch ich freue mich, Ihre Bekanntschaft machen zu dürfen. Herr Almeida hat viel von ihm erzählt. Und auch über Ihre Rolle und meine in diesem Spiel. Ich darf unterstellen, Ihnen klar, dass Sie offiziell nicht existieren?“


Pohl lächelte gequält:“ „Ich weiß, Herr Almeida hat sehr viel Wert darauf gelegt, mir deutlich zu machen, dass ich nur ein Geist bin!“


Sa Zhenbing lächelte chinesisch indifferent zurück: „Es tut mir leid, dass Sie diese Unannehmlichkeiten haben. Ich kann nachvollziehen, wie unangenehm dies sein muss. Es wird Sie sichern, nicht trösten, aber es ist auch ein Vorteil. Sie sind nicht im Fokus von irgendwelchen Gruppen, die hier um die Macht kämpfen, und da sind viele. Ich dagegen muss versuchen, zwischen Lin Jianzhang, dem formellen Leiter der Marine, den Regionalkommandeuren und ihnen zu vermitteln. Auch die hochwohlgeborene und ehrenwerte Cixi mag dann und wann Wünsche erteilen, denen man sich nicht entziehen kann. Ich möchte sagen, wir haben beide recht schwierige Aufgaben.“


„Herr Kapitän, wie machen wir es? Wie bekomme ich die Informationen über Schiffe, Besatzungen, Ausbildung, Munition, Kohle, Logistik, ohne aufzufallen?“, fragte Pohl.
„Herr Pohl, da habe ich mir schon zu etwas ausgedacht. Sie werden als technischer Berater aus dem Westen die Schiffe und die Besatzungen inspizieren können. So werden wir auch die Mitglieder Ihres Teams tarnen!“, schmunzelte Sa Zhenbing. „Nun, Cixi ist der Meinung, dass wir das Wissen aller westlichen Nationen nutzen sollen, und so hat sie Herrn Almeida auch angewiesen, Spezialisten aus Europa anzuwerben, die Ihnen unterstellt werden!“


„Na, da bin ich mal gespannt, wen Almeida da anwerben kann. Ich befürchte, dass die Bereitschaft, nach China auszuwandern, nur besteht, wenn es zwingende Gründe und keine anderen Alternativen gibt … wie bei mir.“ Pohl lächelte gequält.


Sa Zhenbing schmunzelte: „Ich befürchte das auch. Das werden wir in Kürze sehen. Ich habe Ihnen hier aber schon einmal Pläne der schweren Einheiten unserer Flotte mitgebracht. So können Sie sich auf die ersten Inspektionen vorbereiten!“


Pohl war zufrieden: „Sehr gut. Sie verschwenden keine Zeit und sind gut vorbereitet. Ich habe das Gefühl, wir werden gut zusammenarbeiten!“
Sa Zhengbing lächelte: „Das glaube ich auch!“








https://i.ibb.co/y7c7bQQ/Pohl-Sa-Zhenbing-in-Lagerhalle.png (https://ibb.co/Wj4jY22)

Bigfish
22.03.26, 22:42
Häm die Chinesen haben einen interessanten Akzent!

Sappho
22.03.26, 23:10
? .........

Bigfish
22.03.26, 23:32
? .........


Geändert von Sappho (Heute um 23:09 Uhr)



:rolleyes:


So lasset die Spiele beginnen! :burns:

Sappho
23.03.26, 10:23
Ach, Ihr meint die fehlenden Freistellen?

Das scheint eine Macke von Open Office zu sein. Ich habe die Texte mit Open Office geschrieben und wenn ich sie hier hereinkopiere, fehlen pötzlich regelmäßig manche Freistellen.

Bigfish
23.03.26, 11:22
Ach, Ihr meint die fehlenden Freistellen?


Ja genau die - es hat sich einfach "interessant" gelesen :D


So schreitet voran - Wir wollen Schiffspläne sehen :cool:

Kurfürst Moritz
26.03.26, 14:40
Wir freuen Uns, die erneute Entstehung der goldenen Flotte höchstselbst begleiten zu können.

Sappho
28.03.26, 10:45
https://i.ibb.co/KxK1yVkL/Titelbild.png (https://ibb.co/3mRJhSqM)





Ein erster Einblick









https://i.ibb.co/Z67JCTvY/Pohl-im-B-ro.png (https://ibb.co/DDTbnKm8)












Markus Pohl hatte Konstruktionszeichnungen und Beschreibungen der chinesischen Marine, die er von Sa Zhenbing bekommen hatte, auf seinem Schreibtisch und dem Fußboden ausgebreitet. Es war schon spät, aber er hatte endlich wieder eine Aufgabe, wenn auch nur im Schatten von Sa Zhenbing. Mit Begeisterung widmete er sich seinem Auftrag und wollte erst einmal einen Eindruck von den Schiffen erlangen, die in verschiedenen europäischen Ländern gebaut wurden. In chinesischen Werften konnten allenfalls Schiffe mit einer Verdrängung von bis zu 4.000 Tonnen gefertigt werden. Das genügte maximal für kleinere geschützte Kreuzer. Bis spät in der Nacht vertiefte er sich in die Baupläne und Konstruktionszeichnungen.

Als Erstes nahm er sich die schweren Einheiten vor. Pohl rollte einen Plan aus. Es war die Chen Yuen-Klasse, Linienschiffe, die in den USA gebaut worden waren und eine Einheit noch gebaut wurde. Technisch war an den Schiffen nichts auszusetzen. Mit 12 Zoll-Geschützen relativ schwer bewaffnet und einem 10 Zoll-Panzergürtel stark gepanzert, dürften sie rein konstruktiv mit jedem andern Schiff mithalten können. Allerdings war die Sekundärbewaffnung schwach und die Geschwindigkeit mit 16 Knoten auch eher niedrig. Entscheidend dürften aber die Fähigkeiten der Besatzung sein. So, auf der Basis der Konstruktionszeichnungen, konnte Pohl eigentlich der Meinung sein, mit diesen Schiffen mit allen Streitkräften der Welt mithalten zu können.









https://i.ibb.co/zTmV5DTW/Chen-Yuan-Klasse-3.png (https://ibb.co/sdg9Pzdp)









Der nächste Konstruktionsplan betraf das im Bau befindliche Linienschiff Si-Ning. Das in einer italienischen Werft im Bau befindliche Schiff hatte dieselbe Hauptbewaffnung und war etwas besser gepanzert. Es sollte dieselbe Geschwindigkeit haben, allerdings war die Sekundärbewaffnung deutlich besser mit 8 6-Zoll-Geschützen.









https://i.ibb.co/N631BvQF/Si-Ning-Klasse-im-Bau-1.png (https://ibb.co/qMn0QSXD)









Pohl war positiv überrascht. Damit konnte man arbeiten, damit konnte man gegenüber dem Westen standhalten.

Als Nächstes schaute er sich die Pläne der chinesischen Panzerkreuzer an. Da gab es die Chi-Yang-Klasse. Die Hauptbewaffnung bestand aus 14 Kanonen mit 6-Zoll-Kaliber bei einer Gürtelpanzerung von 4,5 Zoll. Die Schiffe erreichten eine Spitzengeschwindigkeit von 20 Knoten. Soweit, so gut, die Schiffe waren so etwas wie leichte Panzerkreuzer, allerdings mit einer relativ starken Deckpanzerung von 2 Zoll, deren Sinn sich Pohl nicht so ganz erschloss. Davon gab es zwei Schiffe. Sie mochten zur Jagd auf geschützte Kreuzer und zur Aufklärung nützlich sein.









https://i.ibb.co/8nPy0qJC/Chi-Yang-Klasse-2.png (https://ibb.co/p64Hxcg7)









Sodann schaute er sich die Panzerkreuzer der Hei-Yang-Klasse an. Diese waren mit 4 7-Zoll-Geschützen und einer Sekundärbatterie von 8 6-Zoll-Geschützen schwerer bewaffnet, aber mit einer Gürtelpanzerung von nur 4 Zoll etwa schlechter gepanzert. Die Geschwindigkeit betrug ebenfalls 20 Knoten. Die Deckpanzerung war mit ebenfalls 2 Zoll wiederum recht stark ausgelegt. Mit weniger Deckpanzerung und stärkerem Gürtelschutz wären das Schiffe, die fast seinen Wünschen entsprächen, dachte er. Auch von dieser Klasse gab es zwei Schiffe.








https://i.ibb.co/GvsR5X3r/Hei-Yang-Klasse-2.png (https://ibb.co/ns3jLT8K)










Außerdem gab es noch die Yang-Wu-Klasse. Davon befand sich ein Schiff im Bau. Das waren Panzerkreuzer mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten, die auch von der Bewaffnung her der Hei-Yang-Klasse weitestgehend entsprachen.








https://i.ibb.co/tMNM0Pb3/Yang-Wu-Klasse-im-Bau-1.png (https://ibb.co/C5X5jsnW)










Nun wendete Pohl sich den geschützten Kreuzern zu. Er zog die Baupläne der Tsi-Yuen-Klasse über seinen Eichenschreibtisch . Er strich mit dem Finger über die eingezeichnete Panzerung. Diese war mit 2,5 Zoll als Gürtelpanzer recht ausgeprägt. Trotzdem sollte so ein Schiff 21 Knoten Höchstgeschwindigkeit machen, was 1889 nicht wenig war. Die geringe Tonnage von nur 3.900 Tonnen wurde mit einer eher schwachen Bewaffnung und einer Turmpanzerung von nur 2 Zoll erkauft. Die Bewaffnung erschien Pohl als kritisch. Sie bestand aus insgesamt 2 5-Zoll-Geschützen am Bug und am Heck sowie 10 3-Zoll-Geschützen und einer Batterie von 8 2-Zoll-Geschützen. Das mochte nach dem Konzept des „Feuerhagels“ sinnvoll sein. Pohl bezweifelte aber, dass die 2 Zoll-Geschütze auch nur kleine Korvetten oder Torpedoboote abzuwehren vermochten. Die Schiffe konnten aufklären und waren im Handelskrieg hilfsweise als Handelsstörer einsetzbar. Ansonsten zeichneten sie sich nur dadurch aus, dass sie billig waren und in China selbst gebaut werden konnten.









https://i.ibb.co/RkL3t7PK/Tsi-Yuen-Klasse-3.png (https://ibb.co/MxqcK9pH)










Dann gab es die Nan-Chen-Klasse. Pohl staunte. Die Bewaffnung dieser Schiffe war quasi das Gegenteil der vorherigen Tsi-Yuen-Klasse. Sie hatten am Bug und am Heck je ein 8-Zoll-Geschütz, eine Sekundärbatterie von 10 6-Zoll-Geschützen und eine Tertiärbatterie von 16 2-Zoll-Geschützen. Die Gürtelpanzerung betrug 3 Zoll, genauso waren Türme und Brücke. Die Klasse war mit 20 Knoten etwas langsamer als die Tsi-Yuen-Klasse. Pohl fand das aber immer noch als noch ausreichend.









https://i.ibb.co/Fq3tDHfT/Nan-Chen-Klasse-1.png (https://ibb.co/KzhHrKQv)










Schließlich beschäftigte Pohl sich mit der Chao-Yung-Klasse. Pohl war zunächst begeistert. Das Schiff hatte eine Geschwindigkeit von 22 Knoten und war mit 10 &-Zoll-Geschützen als geschützter Kreuzer recht schwer bewaffnet. Die Gürtelpanzerung war zwar mit 2 Zoll eher gering. Das war aber der höheren Geschwindigkeit geschuldet, um die Tonnage des Schiffes im Rahmen zu halten. Für einen geschützten Kreuzer dieser Zeit war sie mit 5.400 Tonnen recht hoch. Einziger, aber wesentlicher Nachteil waren die recht schwach gepanzerten Türme. Sie betrug nur 1,5 Zoll. Sie boten faktisch nur Splitterschutz. Das konnte im Gefecht schnell kritisch sein und das Schiff kosten.








https://i.ibb.co/JFjLvrM1/Chao-Yung-Klasse-1.png (https://ibb.co/sJ9SKsMf)









Dann gab es noch eine Vielzahl von Korvetten, deren Konstruktion Pohl nur überflog.










https://i.ibb.co/B2z9mdv4/Chin-Ching-Klasse-1.png (https://ibb.co/YBRx6YJD)




https://i.ibb.co/VWRLzB6K/Pekin-KLasse-1.png (https://ibb.co/tMgHvCRd)




https://i.ibb.co/JRkwGj1N/Huna-Tai-Klasse-2.png (https://ibb.co/WWK4MvhQ)





https://i.ibb.co/nsXC13hf/2026-02-23-21-28-41-Start.png (https://ibb.co/DDBpMG3k)





https://i.ibb.co/ZpJCgv5V/Ships-under-construction-Beginn.png (https://ibb.co/TxT50J6k)











Die Situation war besser als befürchtet. Auch die Zahl der Schiffe erschien in Anbetracht der finanziellen Situation des Reiches der Mitte angemessen. Allerdings war das nur ein Aspekt. Der schlechte Ausbildungstand der Mannschaften würde die Kampfkraft der chinesischen Marine deutlich verringern.

Pohl seufzte und ging ins Bett.

Bigfish
28.03.26, 11:00
Edle Sappho - Something is wrong with the pictures... :(

Sappho
28.03.26, 11:09
Ist gefixt.

Wilhelm Klink
28.03.26, 12:04
Wir freuen uns schon jetzt auf Bilder der Schiffe und Bilder ihrer Einsätze und Schlachten!

Sappho
28.03.26, 13:45
Werter Kink,

da äußert Ihr extrem schwierige Wünsche.

Was ich machen werde und was ganz gut geht, ist Bilder zur Illustration mit Schiffen aus der jeweiligen Zeit zu erzeugen. Aus den Spezifkationen aus RTW III mit der KI Bilder von exakten Repliken zu erstellen, ist mir kaum möglich. Die KI kann nicht mal richtig Geschütze zählen und ihr das beizubringen ist zeitaufwendig. Ich habe es mit einem CA versucht und kein befriedigendes Ergebnis erzielen können. Sie sehen zwar wie Schiffe aus der Zeit aus, aber es sind eben nicht die Spezifikationen meiner Schiffe.

Sappho
28.03.26, 15:24
https://i.ibb.co/pjhmX48R/Titelbild.png (https://ibb.co/3mRJhSqM)









Das Korps der verlorenen Seelen

Die Atmosphäre im Kontor war gespannt. Almeida hatte zu sich gebeten, um die Kandidaten für die Expertengruppe vorzustellen.Pohl und Sa Zhenbing waren natürlich erschienen. Joaquim Almeida legte eine Hand auf die dicke Ledermappe und stieß eine dichte Rauchwolke aus, die Havanna in der linken Hand haltend. Der Portugiese schlug das erste Dossier auf.

„Markus, ehrenwerter Sa“, begann Almeida mit gedämpfter Stimme. „ Ich habe mich heimlich und getarnt umgehört, wer wohl hier in Reichweite und bereit wäre, in Ihre Dienste als Berater und Experte eintreten zu wollen. Es war viel schwieriger als ich dachte. Die Lage in China ist so instabil, dass kaum jemand auch nur ein Gedanken daran verschwendete, in unsere Dienste zu treten. Ich musste ganz tief unten suchen. Nun, ich wurde fündig aber Sie müssen selbst entscheiden, ob sie diese Leute anwerben wollen oder nicht. Ich verhehle nicht, dass ich nicht zufrieden bin. Diese Männer, die ich fand, sind keine Söldner im klassischen Sinne. Sie sind Schiffbrüchige der europäischen Gesellschaft, Ausgestoßene, Gestrandete. Aber machen Sie sich am Besten selbst ein Bild.

Almeida zog das Blatt von George Morrison hervor. „George Morrison war leitender Ingenieur in der Royal Navy. Er versteht die neuen Expansionsdampfmaschinen wie kein Zweiter. Sein Problem ist die Trunksucht. Nach einer schweren Kesselexplosion musste er die Royal Navy verlassen. Er ist ein gebrochener Mann, der nur noch in Maschinenräumen Ruhe findet.“

Pohl nickte langsam. „Ein brillanter Geist, der im Alkohol ertrinkt. Das Risiko ist offensichtlich: Wenn er betrunken einen Fehler macht, fliegen uns die Kessel um die Ohren. Aber wir brauchen jemanden, der die chinesischen Heizer nicht nur belehrt, sondern ihnen das Gefühl für den Stahl vermittelt. Allerdings dürfen wir ihn nicht betrunkenen Kesselbelastungen berechnen lassen.“

Sa Zhenbing fügte hinzu: „Er wird unter ständiger Aufsicht stehen müssen. Ich werde ihn als ‚Spezialberater für Kohlequalität‘ deklarieren. So hat er Zugang zu allen Maschinenräumen, ohne dass jemand Fragen stellt.“
„Gab es keine Alternativen?“, fragte Pohl.

„Leider nein!“, antwortete Almeida. „In der Verbesserung der Maschinenanlage sehen auch alle europäischen Marinen viel Potential und daher gibt es halt nur Menschen wie ihn, die sich in China verdingen müssten.“
„nun denn“, meinte Pohl fatalistisch, „dann nehmen wir ihn und beten!“

„Dann haben wir Andrea Carbone“, fuhr Almeida fort. „Ein Torpedospezialist aus Italien. Er hat in La Spezia Bauteile unterschlagen, um Spielschulden zu decken. Er wird versuchen, alles zu versilbern, was nicht niet- und nagelfest ist.“
„Ein korrupter Experte in einem korrupten System“, kommentierte Pohl trocken. „Er passt nach China und wird sich hier wohl fühlen.“

„Aber er ist der Einzige, der die Whitehead-Torpedos wirklich justieren kann. Unsere Leute trauen sich kaum, die Zünder anzufassen“, warf Sa Zhenbing ein. „Wir werden ihm kein Geld geben“, entschied er. „Wir zahlen seine Schulden direkt in Macao und geben ihm hier nur das Nötigste. Sein Talent ist lebensnotwendig, sein Charakter ist eine Last, die wir tragen und, wenn möglich, bändigen müssen. Und Sie, Exzellenz, müssen die Bücher kontrollieren, um ihn zu überwachen!“

Almeida schob die nächsten Blätter in die Mitte. „Johann von Ebersbach aus Linz in Österreich-Ungarn. Ein Artillerie-Offizier, der sich mit einem Herzog duellierte, dessen Ehefrau seine Geliebte war. Er ist ein Paria, aber er beherrscht sein Gebiet, die Artillerie. Er müsste nur von Land auf See umstellen. Er ist ein ausgezeichneter Mathematiker und sollte dies bewältigen. Er spricht allerdings keine Sprachen und daher müssten Sie, werter Markus, seine ständige Kontaktperson sein. Ich denke, gegen ihn bestehen keine Bedenken?“

Sa Zhenbing und Pohl murmelten Zustimmung.

„Dann kommen wir zu Anders Holmgren, ein Schwede. Er ist ein Sprengstoffexperte, vielleicht der nordeuropäische Sprengstoffexperte. Er hat einen schweren Sprengstoffunfall verursacht und wurde bei Nobel entlassen. Dieser Unfall hat weite Kreise gezogen und verhindert eine neue Beschäftigung für ihn. Außer bei uns!“, berichtete Almeida. „Haben Sie Einwände gegen ihn?“

Pohl und Sa Zhenbing hatten keine Einwände.

„Nun komme ich zu Capitain Pierre Moreau, ein französischer Marine-Taktiker, der wegen Ungehorsams verurteilt wurde, weil er die Inkompetenz seiner Vorgesetzten offenlegte.“

Pohl studierte Moreaus Akte besonders intensiv. „Nun, wenn er es aus Geltungsdrang tat, werden wir mit ihm einen Quell ständigen Ärgernisses erlangen. Da er hier offiziell nichts ist, wird er permanent auf anderem Wege Selbstbestätigung suchen. Wenn er es aus Frustration über inkompetente Vorgesetzte tat, ist er unser Mann!“ Pohl lächelte. „Dabei unterstelle ich natürlich, dass Sa Zhenbing und ich kompetent sind!“

Auch Sa Zhenbing schmunzelte: „Den Minister soll er ja nie zu Gesicht bekommen. Gefährlich könnte es werden, wenn wir uns einer Anordnung des Ministers beugen müssen, die Ihr, werter Pohl, und ich für wenig hilfreich aber unvermeidbar erachten. Er dürfte aber nicht zum Minister gelangen können und vorher von Wachen getötet werden.“

„Ja, wir hätten dann keinen Taktikexperten mehr und müssten dem Minister erklären, wieso ein Mitglied unseres Stabes ihn oder gar die Kaiserinwitwe entehren wollte!“, meinte Pohl. „Allein, seine dienstliche Beurteilung vor dem Vorfall loben ihn in den höchsten Tönen. Da wir auch keine Alternativen haben, müssen wir das Risiko eingehen.“

„Kommen wir nun zum Schiffsbau“, sagte Almeida. „John Moffart aus den USA. Er hat seine Werft vermutlich selbst angezündet, um die Versicherung zu betrügen. Er ist insbesondere ein Meister der industriellen Produktion und der Vereinheitlichung von Bauteilen. Neben dem vermutlichen Versicherungsbetrug konnte ich keine offenkundigen Schwächen ausfindig machen.“

„Er soll unsere Werften beraten und Entwürfe begutachten, auf mögliche Vereinfachungen prüfen und die Möglichkeit, Bauteile zu standardisieren, jeweils ausloten.“, meinte Sa Zhenbing. „Das könnte ein wertvoller Mann sein!“
Pohl stimmte zu.

Almeida grinste: „Wo wir über Vereinfachungen und Ressourcen sprechen. Raul Cardoso, ein Spanier, der nun auf den Philippinen lebt, wäre bereit, als Fachmann für Logistik in unsere Dienste zu treten. Er war so brillant in seinem Fach, dass er die Logistik der spanischen Marine leitete und erhebliche Einsparungen erzielte, bis man merkte, dass er noch viel brillanter war als angenommen und auch noch in die eigene Tasche arbeitete.“

„Er wird sich hier wie zu Hause fühlen, es sei denn, ich schaffe es, die Korruption hier einzudämmen!“, meinte Pohl sarkastisch. Sa Zhenbing lächelte indifferent: „Er scheint ein Meister darin zu sein, Ressourcen dort zu finden, wo angeblich keine sind. Das wäre eine sehr wertvolle Eigenschaft für uns. Wenn er dabei auch noch selbst verdient, soll es mir recht sein.“

„So“, hob Almeida an, „kommen wir nun zu unserem letzten Kandidaten. Es handelt sich um einen Russen mit dem Namen Grigory Fradkin. Er war Agent der russischen Ochrana. Er wäre nützlich, um feindliche Spione zu enttarnen, und kann vielleicht auch ein eigenes Spionagenetzwerk etablieren. Er hat wohl sehr gute Kontakte ins Ausland und dort ist sein Ausscheiden aus der Ochrana noch nicht bekannt. Das könnte sehr nützlich sein!“

!Warum schied er aus bzw. musste er ausscheiden?, fragte Pohl

„Tja",Almeida schloss die Mappe. „Er verkaufte Informationen nicht nur an die Ochrana, sondern an jeden, der genügend bot!"

"Oh", meinte Sa Zhenbing. "Das ist dann ein erhebliches Risiko für uns. warum sollte er sich jetztz loyal verhalten?"

"Wohl wahr", kommentierte Pohl. "Aber wir sind der letzte Stuhl, auf den er sich sitzen kann. Und wir sollten ihm klar machen, dass ihm Lingchi droht, wenn er auch uns verrät!"

"Wenn wir ihn erwischen", lächelte Sa Zhenbing.

Almeida meldete sich zur Wort: "Ja, das ist sicherlich richtig, aber erstens haben wir kaum eine Alternative und zum zweiten können wir über ihn auf sein Ochrana-Netzwerk zugreifen. Es ist nämlich nicht überall bekannt, dass er die Seiten wechseln muss. Sie bekommen damit Zugriff auf Teile eines funktionierenden Agentennetzwerks. Ich denke, das ist das Risiko wert!" Dann ergänzte Almeida: "Unser Korps der verlorenen Seelen - so möchte ich sie mal nennen - wird in kleinen Gruppen als Handelsvertreter und Berater für Kohle, Fleisch und Maschinenbauteile nach Norden reisen. Markus, Sie werden sie in Shanghai empfangen. Ab diesem Moment gibt es keine Rückkehr mehr nach Europa.“









https://i.ibb.co/kN5rNMz/Besprechung-Almeida-Pohl-Sa-Zhenbing.png (https://ibb.co/jnbxnHq)

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -

Welche Bildgröße ist Euch lieber?

Oerty
28.03.26, 15:47
Wir finden die Bildgrösse passend!
Bisher gefällt uns euer Werk sehr gut.

Bigfish
28.03.26, 16:21
Das Introbild passt im letzten Post sehr gut. Die In-Text-Bilder dürften gerne genau die Mitte zwischen dem letzten und vorletztem Post sein - aber Wir haben halt auch 4K Auflösung. Mit QHD oder FHD dürfte die Größe des letzten Post die bessere Wahl sein!

Sappho
30.03.26, 12:34
https://i.ibb.co/pjhmX48R/Titelbild.png (https://ibb.co/3mRJhSqM)









Der schlafende Drache und seine Jäger






Sa Zhenbing hatte zu einem Treffen in seinem Büro in Peking eingeladen. Markus Pohl folgte. Die „verlorenen Seelen“ waren nicht eingeladen, da sie kein kantonesisch sprachen. Pohl würde ihnen später das Wichtigste mitteilen.

„Ehrenwerte Pohl, vielen Dank, dass Ihr gekommen seid. Ich möchte Euch über die strategische und politische Situation informieren, in der sich das Reich der Mitte befindet. Über die innere Situation muss ich Euch nie viel erzählen. Ihr seid in China aufgewachsen. Ihr habt selbst erlebt, dass das einst mächtigste Reich der Welt nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Die europäischen Großmächte stürzen sich auf meine Heimat wie Geier auf das Aas. China wurde gedemütigt und äußerst schändliche Verträge abzuschließen. Insbesondere das Vereinigte Königreich hat durch die Opiumkriege meine Heimat mit Schande belegt. Die ehrwürdige Kaiserwitwe hat dies nicht vergessen. Gleichwohl ist zurzeit die politische Lage ruhig. Allein mit Japan und Italien besteht zurzeit Missstimmung. Japan spielt sich als asiatische Macht auf und versucht, den chinesischen Einfluss auf Korea zurückzudrängen und selbst über Korea zu herrschen. Italien hat den Wunsch geäußert, einen Vertragshafen von China zu erlangen, hat aber bislang noch keinen Druck ausgeübt, um dieses Ziel umzusetzen,“

„Ich verstehe“, meinte Pohl. „Es bestehen keine aktuellen wirklichen Konflikte.










https://i.ibb.co/FkJMRTsL/Sa-Zhenbing-spricht-mit-Pohl.png (https://ibb.co/DPky02GH)







https://i.ibb.co/5g2FHrnk/Spionage-Beginn.png (https://ibb.co/8LXcZrdb)











„So ist es!“, schmunzelte Sa Zhenbing. „Dann habe ich Euch eine Übersicht der Stärken der feindlichen Marinen mitgebracht. Wie beurteilt Ihr die Lage?“

„Nun, das muss ich mir in Ruhe ansehen. Aber nachdem, was ich gerade gehört habe , sehe ich momentan als ernsthaften Gegner nur Japan und da scheint die chinesische Marine zumindest zahlenmäßig mithalten zu können. Aber wir dürfen den Anschluss nicht verlieren und auch die Ausbildung nicht aus den Augen verlieren. User schmales Budget wird dazu führen, dass uns die anderen marinen ausrüstungsmäßig in Zukunft davoneilen können. Es wird schwierig werden. Wir können nicht selbst schwere Einheiten bauen und die Dock-Kapazitäten wie auch die bautechnische Erfahrung sind gering. Wir haben auf allen Ebenen Probleme. Wir werden uns wohl vor allem auf leichte Einheiten konzentrieren müssen.“

Pohl reiste zurück an die Küste, um mit dem Korps der verlorenen Seelen zu sprechen. Er rief eine Besprechung in einer abgelegenen Lagerhalle ein und informierte seine Männer über die Situation.

„Nun, es besteht zurzeit eine konkrete Kriegsgefahr, wenn auch Italien und vor allem Japan wohl einen Vertragshafen bzw. Korea haben wollen. Ich schlage vor, dass wir unsere Entwicklungsarbeiten auf Maschine, Schiffstypen und leichte Einheiten konzentrieren. Im amerikanischen Bürgerkrieg gab es auch schon Tauchboote. Das wäre auch ein Thema, das für uns von Bedeutung sein sollte“, erläutert Pohl seine Vorstellung. „Dann, werte Grigory, sollten Sie Ihre Kontakt spielen lassen. Wir müssen Chinas technologischen Rückstand durch das Wissen der Europäer ausgleichen. Was liegt näher als zu versuchen, uns ihre Kenntnisse zu beschaffen. Kostengünstig durch Spionage. Grigory, lassen Sie Ihre Kontakte spielen!“




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Fradkin grinste: „Das wird nicht ganz billig!“

Pohl meinte kühl. „Schauen wir mal. Wir haben hier Vertreter aus allen Herrenländern. Vielleicht kann man auch so interessante Kontakte aktivieren und nicht nur die Ochrana. .Und, Grigory, sollte sich Ihr Lebensstandard plötzlich deutlich verbessern, dürften Sie sich einer intensiven Befragung ausgesetzt sehen. In China ist man sehr einfallsreich, Menschen zum Sprechen zu bringen. Ich denke, wir haben uns verstanden?“

Fradkin grinste breit: „Natürlich, ich habe nichts anderes erwartet!“








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Sappho
31.03.26, 12:24
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Das Jahr 1891: Enttäuschung und Hoffnung




Pohl und die Seinen hatten viel zu tun.. Es wurden vielfältige Inspektionsreisen angesetzt. Dabei wirkte sich hilfreich aus, dass Pohl und die Seinen nicht als Offiziere auftraten, sondern als Techniker, Handelsvertreter oder ähnliche Zivilisten auftraten. Auch der Umstand, dass Pohl Kantonesisch verstand, erwies sich als hilfreich, da niemand der Mannschaften und Offiziere vermutete, er verstünde, was sie sprachen. Pohl musste feststellen, dass die Korruption unfassbare Ausmaße hatte. Teilweise wurden sogar die Treibladungen der Granaten durch Sand ersetzt und verkauft. Es rollte mancher Kopf.

Die Finanzen blieben ein Hauptproblem. So entschieden Pohl und Sa Zhenbing, dass alle Korvetten stillgelegt wurden und ungefähr die Hälfte der übrigen Flotte in die Reserve versetzt wurde. Das sparte etwas Geld, wenn auch der Ausbildungsstand weiter litt.

Die „verlorenen Seelen“ machten sich daran, chinesische Techniker auszubilden. So sollte die technische Entwicklung vorangetrieben werden. Das aber funktionierte nicht besonders gut, nicht zuletzt wegen der Sprachbarriere. So mussten Moffart und Morrison im April 1890 gegenüber Pohl eingestehen, dass man noch nicht in der Lage war, bei Neubauten die neuartige Harvey-Panzerung, wie sie in Großbritannien eingeführt wurde , umzusetzen.

Der Juni 1890 erwies sich dann als schrecklicher Monat. Es war nicht nur heiß und schwül, sondern der Juni sollte auch eine Reihe unangenehmer Überraschungen bringen. Zunächst erschien wieder Moffat als eine Art neuartiger Hiob um mitzuteilen, dass auch der Versuch, verbesserte Stahllegierungen zu entwickeln, gescheitert war.





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Das war aber noch nicht alles. Sa Zhenbing erschien und hatte schlechte Nachrichten. Der Marineminister, Li Hongzhang, hatte mitgeteilt, dass das Budget gekürzt würde, weil die Zeit friedlich sei.






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Derselbe Li Hongzhang führte einen formellen Besuch in Italien durch, um dort die Marine zu beschimpfen.




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Dies sollte aber keine aktuellen Konsequenzen haben, zumal Italien keine Stützpunkte in der Nähe von China hatte. Durch die Einsparungen, die man durch das Zurückfahren der aktiven Flotte und Versetzen von Schiffen in die Reserve erzielte, war noch Raum, um einen Minensucher von 600 Tonnen zu entwickeln und bauen zu lassen.

Italien blieb in den Schlagzeilen. Im Oktober intervenierte Italien in Albanien. Nach der Aufregung, die Li Hongzhang in Italien ausgelöst hatte, war er nun vorsichtiger und ließ sich durch Sa Zhenbing beraten. So reiste Sa Zhenbing in die verbotene Stadt zur Audienz bei Li Hongzhang.





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Sa Zhenbing wurde im opulenten Büro des Mandarins begrüßt:

„Kapitän Sa, ich danke Ihnen, dass Sie so kurzfristig kommen konnten. Die Lage in Europa entwickelt sich weiter: Italien hat nun offiziell die Annexion Albaniens verkündet. Man erwartet, dass das Kaiserreich Stellung bezieht. Und…“ Er seufzt leise. „…nach meinem unglücklichen Zwischenfall im Juni steht unser Verhältnis zu Italien ohnehin unter einem schlechten Stern.“

„Exzellenz, Sie sprechen von den Bemerkungen über die italienische Marine?“, entgegnete Sa Zhenbing.

„Ja. Ein unbedachter Satz, und schon verbreiten die europäischen Zeitungen, ich hätte die italienische Flotte als ‚unbedeutend‘ bezeichnet. Die Italiener waren empört. Ich habe versucht, die Wogen zu glätten, aber der Hof ist besorgt, dass wir einen diplomatischen Schaden angerichtet haben“, ergänzte Li Hongzhang.

„Exzellenz, gerade deshalb bietet diese Annexion eine Gelegenheit. Wir können zeigen, dass China Italien mit Respekt begegnet. Wenn wir uns nicht einmischen und eine nüchterne, neutrale Erklärung abgeben, wird Rom dies als Zeichen der Höflichkeit und des guten Willens verstehen“, meinte Sa Zhenbing.

Li Hongzhang schöpfte Hoffnung: „Sie meinen, wir könnten den Eklat von damals indirekt entschärfen?“

„Ganz genau. Italien erwartet vermutlich, dass China – wie andere Mächte – irgendeine moralische Belehrung ausspricht. Wenn wir stattdessen betonen, dass die Angelegenheit außerhalb unseres Einflussbereichs liegt und wir keine Einmischung betreiben, wirkt das wie eine stille Geste der Versöhnung.“

„Hm… Das könnte tatsächlich helfen, das Gesicht zu wahren – sowohl unseres als auch ihres. Und es wäre ein Schritt, um die Beziehungen zu normalisieren, ohne dass wir uns entschuldigen müssen.“ Li Hongzhang war hoffnungsvoll.

„Zudem, Exzellenz, sollten wir unsere Kräfte nicht in europäische Konflikte lenken. Unsere Priorität ist die Modernisierung der Beiyang-Flotte und die Sicherung unserer eigenen Küsten. Europa mag seine eigenen Fragen klären“, meinte Sa Zhenbing.

Li Hongzhang verstand: „Ihre Worte sind klug. Eine neutrale, höfliche Erklärung… keine Kritik, keine Unterstützung, nur die Feststellung, dass China die Entwicklungen aufmerksam verfolgt. Das könnte tatsächlich die Scharte auswetzen, die ich im Sommer geschlagen habe.“

„Und Italien wird erkennen, dass China ein verlässlicher Akteur ist. Das stärkt unsere Position, ohne dass wir etwas riskieren“, lächelte Sa Zhenbing.

Li Hongzhang nickt langsam: „Gut. Ich werde dem Zongli Yamen empfehlen, genau diesen Weg zu gehen. Und vielleicht wird man in Rom dann weniger an meine unglücklichen Worte denken.“

„Exzellenz, manchmal ist Zurückhaltung die beste Diplomatie“, meinte Sa Zhenbing.




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Li Hongzhang wechselte das Thema: „Kapitän Sa, ich habe in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt, was in den Marinen der großen Mächte geschieht. Man sagt… man sagt, moderne Seekriege würden nicht mehr von schweren Schlachtschiffen entschieden, sondern von schnellen, wendigen Kreuzern. Ich habe daher beschlossen: Wir müssen unverzüglich sechs weitere Kreuzer bauen lassen.“

Sa Zhenbing war konsterniert. Erst im Juni war das Budget gekürzt worden: „Exzellenz… sechs Kreuzer? Das… das wäre ein gewaltiger Eingriff in unsere laufenden Programme. Die Kiellegung der neuen schweren Einheiten ist bereits begonnen. Wenn wir die Werften nun umstellen, verlieren wir Monate, vielleicht Jahre.“

Li Zhang war nicht beeindruckt: „Die Welt wartet nicht auf uns. Die Japaner rüsten schnell. Die Briten setzen auf Kreuzer. Wir dürfen nicht zurückfallen. Geschwindigkeit ist die Zukunft.“

Sa Zhenbing gab noch nicht auf, kämpfte aber mit dem chinesischen Harmoniebedürfnis: „Mit Verlaub, Exzellenz — Kreuzer sind wertvoll, gewiss. Aber ohne schwere Einheiten fehlt uns das Rückgrat der Flotte. Ein Kreuzer kann aufklären, jagen, Handelswege schützen… das aber ist für uns nicht so wichtig, wir müssen vor allem die Küste verteidigen. Wenn wir jetzt alles abbrechen, verlieren wir die Balance unserer Seestreitkräfte.“

Li Hongzhang konnte nicht zurück. Er würde gegenüber dem Kapitän als Minister das Gesicht verlieren: „Nun… die Balance… ja. Aber… die Berichte, die ich erhielt, waren eindeutig. Man erwartet von uns, dass wir modern handeln. Und… es wäre unklug, einen einmal gefassten Entschluss zu revidieren. Das könnte… falsch verstanden werden.

„Exzellenz, niemand würde Ihren Entschluss in Frage stellen. Es wäre lediglich… eine Anpassung an neue Erkenntnisse. Die Lage ist komplex. Vielleicht… könnten wir die Kreuzer nach Fertigstellung der schweren Einheiten priorisieren?“ Sa Zhenbing versuchte verzweifelt, dem Minister eine goldene Brücke zu bauen.

Li Hongzhang hob die Hand: „Nein. Wenn wir zögern, verlieren wir den Anschluss. Die Entscheidung steht. Sechs Kreuzer. Sofortige Planung. Die Werften sollen umgehend informiert werden. Es ist zudem wichtig, dass wir entschlossen wirken. Die Marine braucht klare Führung.“

Sa Zhenbing verstand. Er hatte das Spiel verloren: „Wie Ihr wünscht, Exzellenz. Ich werde die Anweisungen weitergeben. Die Marine wird Eurer Führung folgen.“

So reiste Sa Zhenbing mit schlechter Kunde zurück an die Küste. Pohl war konsterniert, die „verlorenen Seelen“ geschockt.





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„Wir müssen den Bau der beiden Linienschiffe und des Panzerkreuzers stoppen. Auch müssen wir alle Forschungsgelder umleiten. Und wir können keine neuen Kreuzer entwickeln, weil wir die Entwicklungskosten sparen müssen. Wir können jetzt nur Schiffe der Tsi Yuen – Klasse bauen. Die kosten am wenigsten. Das ist kompletter Mist!“ Pohl fluchte.

Sa Zhenbing behielt Haltung und lächelte: „Ja, es ist schlecht, aber ich konnte nicht mehr intervenieren, ohne den Minister zu desavouieren. Immerhin, die Schiffe wären hilfsweise als Raider zu verwenden. So wären sie nicht nutzlos.“

Pohl verstand. Das war chinesische Kultur. Sa Zhenbing hatte sich im Rahmen des Möglichen gewehrt. Nun musste man mit der Situation fertig werden.





https://i.ibb.co/pBzM6z3r/Besprechung-Sa-Zhenbing-Pohl-und-die-verlorenen-Seelen.png (https://ibb.co/sdwNpwFJ)







Dies sollten nicht die einzigen Probleme bleiben. Die Einsparungen bei der Forschung wirkten sich umgehend negativ aus. Die Forschung bei Zieleinrichtungen stockte und auch bei der Entwicklung von Torpedobooten musste man im November Rückschläge hinnehmen.




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Das Jahr endete aber immerhin etwas positiv, da das Budget der Marine wegen besserer Steuereinnahmen erhöht wurde. Vielleicht hatte auch Li Hongzhang ein schlechtes Gewissen wegen der Kreuzer-Angelegenheit und setzte sich bei der Kaiserinwitwe Cixi für einen Ausgleich ein.





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Tex_Murphy
31.03.26, 15:41
Sehr schön, es macht Spaß, mitzulesen:top:

Taurus
31.03.26, 18:58
Da stimmen wir dem werten Tex_Murphy uneingeschränkt zu.

Aber wenn nicht bald mal positive Neuigkeiten aus der Techniksparte die Lage ankurbeln, wird man sicher schon früh Boden verlieren.

Vielleicht hilft ja doch, ein paar Spannungen anzuheizen, ohne sie eskalieren zu lassen, denn wenigstens das Budget sollte üppiger werden.

Sappho
31.03.26, 22:59
Wir werden kaum verhindern können, dass die großen Nationen uns zahlenmäßig überlegen sein werden. Allerdings haben wir den Vorteil, keine Kolonien zu haben. Wir können alle Schiffe in Heimatgewässern konzentrieren. Die Europäer haben auch zunächst nur in SO Asien Stützpunkte. Das bedeutet, sie können nicht einfach Einheiten an unsere Küste verlegen. Allerdings werden manche auf dem diplomatischen Wege (und dem Weg der Korruption) Vertragshäfen erwerben und so Stützpunkte erlangen. Aber auch dann werden sie ihre Schiffe aufteilen müssen. So haben wir immer noch eine Chance. Meistens.

Kurfürst Moritz
01.04.26, 11:00
Aber ohne fette Pötte werden wir vermutlich dennoch nicht so viel reißen können, zumal der Ausbildungsgrad der Mannschaften zu wünschen übrig lässt.

Sappho
01.04.26, 12:28
Wir sind aktuell Im Spiel in 1894. es sieht so aus, dass uns die anderen Nationen tatsächlich enteilen. Aber wir sind gleichwohl optimistisch standhalten zu können, weil wir an der Reichweite der Schiffe sparen können. Das wirkt sich jetzt noch erheblich aus.

Taurus
02.04.26, 22:03
Aus dieser Erkenntnis könnte man ein chinesisches Marine-Sprichwort basteln: "Wenn du einem überlegenen Feind standhalten willst, konzentriere dich auf deine Stärken und nutze sie klug"....oder so ähnlich

Sappho
03.04.26, 00:03
Sun Tsu sagt: "Eine Armee aus Rindern flieht vor einem Tiger. Sei der Tiger und nicht das Rind!"

Bigfish
15.04.26, 18:49
Dieser AAR ist für die Wahl zum AAR des Quartal I/2026 nominiert!


Abmarsch ins Wahllokal!!!


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31899

Sappho
19.04.26, 19:05
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Das Jahr 1891: Ruhig fließt der Yang Tse.









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Das Jahr 1891 begann wie das Jahr 1890 endete. Moffart berichtete über Probleme bei der Forschung. Die eigene Entwicklung von Gyroskopen lag noch in ferner Zukunft. Auch kam man bei der Verbesserung der Lademechanik nicht voran. Ebenso gab es beim Leckagenschutz keine Fortschritte.






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https://i.ibb.co/jKKhPpL/1891-01-Probleme-watertight-integrity.png (https://ibb.co/LwwSXGC)

















Dann wurde es allerdings ernster. Sa Zhenbing bat Pohl um eine dringende Besprechung. Man traf sich in einem Restaurant im Hafen von Nanking. Entgegen chinesischen Gepflogenheiten kam Sa Zhenbing relativ schnell zur Sache.

„Ehrenwerter Pohl, der Minister ist verärgert, sehr verärgert. Die Botschafter mehrerer europäischer Staaten haben sich förmlich über unsere angeblich exzessiven Spionageaktivitäten beschwert. Ehrenwerter Pohl, der Minister erwartet, dass es nicht mehr zu so einer Beschwerde kommt.“

Pohl dachte kurz nach und schmunzelte dann: „Gut, wir haben zurzeit keine Kapazitäten, um so erworbene Technik umzusetzen, und die politische Lage ist ruhig. So sparen wir Geld, wenn wir die Kontakte von Fradkin zurückpfeifen“.

Sa Zhenbing war sichtbar erleichtert, seine Mission so einfach erfüllen zu können.






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Im Februar wurde ein Minensucher fertiggestellt.





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Dann gab es gute Kunde aus der verbotenen Stadt. Sa Zhenbing konnte berichten, dass Vertreter von Unternehmen der Stahlindustrie und des Kohlbergbaus bei Minister Li Hongzhang vorgesprochen und die Bedeutung einer starken Marine für ihre Branchen betont hatten. Der Minister konnte mit dem Argument der Förderung der chinesischen Wirtschaft Cixi zu einer Erhöhung des Budgets bewegen.

„Es wird nicht zu seinem Nachteil gewesen sein“, schmunzelte Pohl. „Sicher nicht“, meinte Sa Zhenbing.






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Der März sollte es dann in sich haben. Zunächst meldete sich Li Hongzhang zur Inspektion des Kreuzerprogramms an. So viel hatte auch Li Hongzhang vom Westen gelernt, dass man Untergebenen auf die Finger schauen sollte.






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Der Minister hatte nichts zu beanstanden. An den sechs geschützten Kreuzern wurde fleißig gebaut. Nachdem die Inspektion erfolgreich überstanden war, ließ Pohl allerdings direkt den Bau mehrerer Kreuzer wieder stoppen, um das Geld in die Forschung stecken zu können. Li Hongzhang hatte noch nie ein Bauprogramm zweimal besichtigt.

Dann wurde Sa Zhenbing wiederum zum Marineminister bestellt. Mit gemischten Gefühlen reiste Sa Zhenbing in die verbotene Stadt und hoffte, dass es keinen Spionagezwischenfall mit einem von Fradkins Agenten gegeben hatte oder der Stopp des Baus von Kreuzern durchgesickert war. Minister Li Hongzhang begrüßte den Kapitän jedoch herzlich.

„Kapitän, ich begrüße Sie. Ich hoffe, die Reise war angenehm?", begann Li Hongzhang das Gespräch.

Ja, sehr angenehmen, trotz der Eile, um Exzellenz nicht warten zu lassen!“, erwiderte Sa Zhenbing.

„Es soll sich für Euch und die Euren gelohnt haben. Unsere Inspektion des Kreuzerbaus war sehr erfreulich und hat alle unsere Erwartung – und die weit höherer Kreise – erfüllt. Wir wollen Euch unseren Dank aussprechen für die Erfüllung unserer Wünsche, die natürlich nicht nur unsere Wünsche sind, wie Ihr Euch sicher denken könnt. Nehmt als Anerkennung dieses Jade-Medaillon und für die Langnasen, Eure europäischen Mitstreiter, diese Silbermünzen. Und es würde mich freuen, wenn wir zusammen speisen könnten!“






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Ein paar Tage später erschien Fradkin mit Meldungen aus Japan. „Pohl, ich habe von meinem Kontaktmann ...“ Er grinste: “In diesem Fall eher Kontaktfrau … beunruhigende Informationen aus Japan erhalten. Es ist dort in Marinekreisen ein offenes Geheimnis, dass die japanische Marine eine neue Panzerkreuzerklasse auflegen will, sagt „Kirschblüte“, meine Perle in Tokio!“

„Ja und? Soll die denn besondere Eigenschaften haben?“, fragte Pohl.

„Das will ich meinen!“. meinte Fradkin. „15.000 Tonnen soll der haben!“

Pohl wurde blass: „Das wäre das bislang größte je gebaute Kriegsschiff. Wie sollen denn Geschwindigkeit, die Bewaffnung und Panzerung sein?“

„Das konnte „Kirschblüte“ noch nicht in Erfahrung bringen. Ihr Kontakt im Marineministerium ist nicht sehr trinkfreudig, sondern, naja, anderweitig an „Kirschblüte“ interessiert. Dabei ist er dann nicht so auskunftsfreudig und insistierende Fragen von ihr wären auch eher kontraproduktiv.“

„Das wäre aber wichtig. Könnte „Kirschblüte“ den Kontakt intensivieren?“, fragte Pohl.

Fradkin grinste: „Sie tut, was sie kann, aber wenn ihre Tarnung als „Geisha“ fällt, ist sie tot. Da kennen die Japaner kein Pardon!“

So musste man abwarten, was „Kirschblüte“ weiter in Erfahrung bringen würde.






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Der März war aber noch lange nicht vorbei. Sa Zhebing erschien wenige Tage später und musste Pohl sprechen. Es gab Ärger. Kapitän Hsiung, der Kapitän des Panzerkreuzers Chi Ang, war auf Abwegen. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, eine Tänzerin der Peking-Oper zu heiraten und seine Frau zu verstoßen. Sa Zhenbing kannte da keine Gnade. Der Kapitän wurde seines Amtes enthoben und in die Materialverwaltung versetzt.







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Es gab dann doch noch eine positive Nachricht. Ein weiterer der Minensucher wurde fertiggestellt und kam in das Ausrüstungsdock.








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Schließlich meldete sich nochmals Fradkin. Aus dem Deutschen Reich kamen beunruhigende Nachrichten. In den Zeitungen wurde diskutiert, ob das Reich seine Forderung auf einen Vertragshafen mit Gewalt durchsetzen sollte, um im Konzert der europäischen Großmächte weiter mitspielen zu können. Pohl mahm es gelassen.

"Das Deutsche Reich hat keine geeigeten basen, um gegen uns vorzugehen. man müßte Stationen anderer Mächte pachten. Ich halte das für Getöse von Journalisten. Das Deutsche Reich kann da nicht viel machen, denke ich.", meinte er zu San Zhenbing.






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Der April war dann im Verhältnis zu März entspannender. Zwar gab es Unruhen in Afrika. Diese waren aber für China eher bedeutungslos. So entschied man, an einer internationalen Mission teilzunehmen, um auf diesem Wege Vertragsarbeiter in Afrika zu schützen.






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Es blieb ruhig. Im Mai ereignete sich nichts Berichtenswertes.

Im Juni wurde es dann wieder interessanter. Sa Zhenbing ließ durchsickern, dass er wieder zum Minister bestellt wurde. Etwas später war er wieder zurück im Stützpunkt. Sa Zhenbing berichtete Pohl über die Unterredung mit dem Minister. Mehrere südamerikanische Unternehmen der Waffenindustrie hatten vorgesprochen und eine Kooperation angeregt. Pohl grinste breit. „Nicht sein Schaden sein. Das hört sich sehr original chinesisch an. Aber wenn was für unser Budget abfallen sollte, sollten wir den Minister in der Annahme des Angebotes bestärken. Welche Konsequenzen international zu erwarten sind? Na, es wird niemand China den Krieg erklären. Und wir haben keine Erfindungen, die uns abhanden kommen könnten. Aber zurzeit ist ja eigentlich alles ruhig. Ich denke, wir sollten es wagen und sollten den Minister ermutigen!“

So trug der Minister der Kaiserwitwe vor, dass man die eigene Waffenindustrie stärken sollte und der beste und einfachste Weg doch in der Kooperation mit den Südamerikanern bestünde. Die von der bestechenden Logik des Ministers überzeugte Cixi folgte seinem Ratschlag.







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Zuletzt meldete sich Moffart wieder. Die „verlorenen Seelen“ hatten schlechte Nachrichten. Immer noch hatte man kein tragfähiges Konzept für die Entwicklung von Zerstörern.







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Im Juli des Jahres 1891 konnte Fradkin neue Erkenntnisse von „Kirschblüte“. „Kirschblüte“ hatte die Pläne eines japanischen Linienschiffs der „Sagami“-Klasse beschafft. Diese war zwar schwer gepanzert, aber die Bewaffnung mit 8 Zoll-Geschützen war eher niedrig. Das las sich nicht sehr besorgniserregend.






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Der Monat endete mit einer erneuten Hiobsbotschaft. Moffart berichtete über Schwierigkeiten bei der Entwicklung verbesserter panzerbrechender Granaten.






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Es schloss sich ein ruhiger August ohne besondere Ereignisse an.

Im September jedoch kam es zu einem unangenehmen Zwischenfall. Im Vereinigten Königreich heiratete ein entfernter Verwandter von Königin Viktoria. China entsendete eine hochrangige Delegation, um das eigene Ansehen zu erhöhen und die Verbindung zum Königreich zu verbessern. Zur Feier fuhren die Delegation auf prunkvollen Staatsbarkassen die Themse hoch. Allein, die Besatzung des chinesischen Schiffes, vom Minister aufgrund familiärer Verknüpfungen ausgesucht, kam mit dem ungewohnten Schiff nicht zurecht und verursachte einen Zusammenstoß. Der Marineminister fragte Sa Zhenbing wie die Krise zu meistern sei. Sa Zhenbing bat die „verlorenen Seelen“ und Pohl um Rat. Pohls Meinung war eindeutig.

„Wir sind nicht bereit. Wir müssen insbesondere eine Krise mit dem Vereinigten Königreich vermeiden. Ich denke wir müssen unser größtes Bedauern ausdrücken und zumindest andeuten, dass es die Schuld der chinesischen Besatzung war, auch wenn wir etwas das Gesicht verlieren.“

Pohl sah, dass Sa Zhenbing deutlich schlucken musste. Das war sehr chinesisch. Aus chinesischer Sicht war das Verhalten der Briten, die auf einer Entschuldigung pochten, äußerst ungehobelt. Das machte man nicht. Das wurde unter der Decke geregelt. Pohl wusste das und hatte noch einen Trumpf im Ärmel. „Das wird hier in China niemand mitbekommen. Wir weisen an, dass kein Reporter berichtet. Sollen die Briten ihre Verbeugung bekommen. Hier wird es keiner wissen!“

Sa Zhenbing lächelte: „Werter Pohl, Ihr seid ein Fuchs. So machen wir es!“






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Im Oktober kam Fradkin auf Pohl zu: „Ich habe es immer befürchtet und gewarnt. „Kirschblüte“ ist aufgeflogen. Die Japaner haben Sie verhaftet. Was sollen wir tun?“

Pohl erwiderte: „Fradkin, wir können sie da nicht verrotten lassen. Wir erkennen unsere Verantwortung an und tauschen sie gegen Japaner aus. Japanische Spione haben wir ja hier zuhauf!“







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Der November verschärfte den krisenhaften Zustand mit Europa. Meldungen aus Frankreich brachten Aufregung. Fradkins Spione brachten die Nachricht, dass Frankreich entschlossen war, maritim aufzurüsten, In Anbetracht der französischen Kolonien in Südostasien hatte dies durchaus Bedeutung für China. Die Lage war angespannt.






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Im Dezember verbesserte sich die Lage nicht, sondern verschlimmerte sich weiter. Es gab nicht gelöste Probleme bei der Einführung der neuartigen Harvey-Panzerung.






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Dann erschien eines Abends Fradkin bei Pohl.

„Pohl, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht, welche willst Du zuerst hören!“

Markus Pohl war etwas indigniert. Er konnte Fradkin einfach nicht beibringen, ihn nicht zu duzen. Fradkin legte wohl Wert darauf, dass er nicht in der Armee war und keine Förmlichkeiten beachten musste.

Pohl sagte dazu nichts, sondern meinte nur: „Die Gute zu erst!“

Fradkin grinste: „Ich habe einen amerikanischen Spion enttarnt!“

„Und die Schlechte?“, fragte Pohl automatisch.

„Es ist Moffart!“, erwiderte Fradkin.

“Scheisse!“, sagte Pohl.

Sa Zhenbing und Pohl entschieden dann, dies möglichst leise abzuwickeln. Zum einen wollte man es sich nicht mit den USA verscherzen und zum anderen hätte es ein schlechtes Licht auf die "verlorenen Seelen" geworfen.







https://i.ibb.co/zHLgQZ4q/1891-12-US-Spion-enttarnt-de-eskalieren.png (https://ibb.co/NnkqtKyc)






https://i.ibb.co/ZRYMJSRQ/1891-Moffart-abgef-hrt.png (https://ibb.co/35MCsv5x)










So endete das Jahr 1891.

Iche_Bins
20.04.26, 13:17
https://i.ibb.co/r2VSJ7yk/1891-Li-Hongzhang-besichtigt-Kreuzerbau.png (https://ibb.co/zHrRdXXc)



Ihr habt einen Riesen als Minister! :eek:

...
oder sehr kleine Schiffe? :???:

Bigfish
20.04.26, 14:18
Das sind doch die Modelle - die richtigen Schiffe gibt es es später ;)

Ganz ehrlich die Bilder sind von der Qualität beeindruckend - viel besser als in Unserem RTW AAR - Sappho hat sich hier mit den Prompts richtig Mühe gegeben - aber der "Sinn" von KI Bildern ist nach wie vor speziell.

Sappho
20.04.26, 15:19
Ich habe probiert, den Fehler zu beseitigen. Es geht nicht wirklich. Die AI (Copilot) hat mir erklärt, dass sie nicht über technische Angaben sondern nur über den visuelle Eindrücke arbeitet. Es wurde etwas besser aber nicht perfekt. ich probiere mal andere AIs aus

Iche_Bins
20.04.26, 15:26
Ich habe probiert, den Fehler zu beseitigen. Es geht nicht wirklich. Die AI (Copilot) hat mir erklärt, dass sie nicht über technische Angaben sondern nur über den visuelle Eindrücke arbeitet. Es wurde etwas besser aber nicht perfekt. ich propbiere mal andere AIs aus

Wir wollten Euch auf keinen Fall kritisieren, sondern nur mit einer humorvollen Bemerkung am Thread Teilnehmen. Wir danken Euch für Eure Mühe.

Oerty
20.04.26, 16:39
Das Bild zeigt nur die wahre Grösse des chinesischen Ministers.
Künstlerische Freiheit in unseren Augen.

Ihr braucht nicht wechseln, die Bilder finden wir super.

Sappho
21.04.26, 08:02
So, wir haben jetzt eine andere AI genommen (ChatGPT) und probiert.