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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WITE 2 - MP Kampagne - OKW - Dem Sonnenaufgang entgegen



Oerty
12.04.26, 22:18
Werte Mitregenten, wir dürfen euch zur Mehrspielerpartie in WITE-2 begrüßen.

Dieser AAR wird von der Achsenseite geführt. Es werden Punkte und Militärische Geheimnisse hier erwähnt, die nicht in den
Gegen AAR zu tragen sind. Ebenfalls ist es andersherum ebenfalls nicht gewünscht hier Punkte und Planungen der Gegenseite zu erwähnen.

Alle Spieler der Partie haben sich dies zugesichert.

Spielerübersicht:

Achsenseite:
Komischer Kunde: Nordabschnitt und Ostsee
Der_Dessauer: Mittel- und Südabschnitt
Oerty: Rumänen, Südabschnitt und schwarzes Meer

Setches, oberster Schlichter des Kriegsrats, bei Unstimmigkeiten im Rat zählt seine Stimme Mehr als die eines Frontbefehlhabers.


Sowjetspieler:
Von Clausewitz: Einsatzort noch nicht bekannt
Täufelchen: Einsatzort noch nicht bekannt
Kaiman 21: Südabschnitt

Shappo: neutrale Berichterstattung aus der Schweiz (im eigenen bzw. im allgemeinen MP-Thread zum Spiel)

Sollte sich jemand finden der am Projekt noch Teilhaben möchte, bitte einfach im allgemeinen Thread melden, dann kann der Spieler vielleicht eingebaut werden,

Wir wünschen euch allen viel Spaß mit dem Projekt.

Oerty
12.04.26, 22:20
Gestatten das wir uns vorstellen dürfen:
General de corp de armată: Eremio Oertescu,

Geboren am 12. März 1888 in Sibiu, an den nördlichen Ausläufern der Süd-Karpaten, Königreich Rumänien.
Die Stadt wurde früher Hermannstadt genannt, Das Gebiet ist in Deutschland als Siebenbürgen bekannt, Dort leben auch noch meine Frau Gabriella und meine Tochter Anna und mein Sohn Mihai.
1916 bis 1918 im 1. Hussaren Regmient „Principele Nicolae“ Teilnahme am 1. Weltkrieg
Juli 1917 Vorzeitige Feldbeförderung zum Hauptmann aufgrund von Tapferkeit an der Front.
Orden „Mihai Viteazul“ für herausragende Militärische Leistungen im Gefecht.
Aufgrund der Ausfälle 5 Monate als Battalions-Kommandeur eingesetzt.

1919–1924 Ausbildung an der Militärakademie Bukarest -
1924-1925 Dienst als Kompaniechef in der Kavallerie
1926–1933 Verschiedene Stabspositionen vom Regiment bis zum Korps.
1933–1935 Beförderung zum Brigadegeneral und Kommandeur der 7. Kavallerie-Brigade
1938 – 1940 Versetzung in den Generalstab, strategische Planung und Koordination der
Umgliederung und Modernisierung der rumänischen Armee
01.01.1941 Beförderung zum Generalleutnant (General de corp de armată)
Bei Zeitgleichem Einsatz als Stabschef der Kavallerietruppen in der obersten rumänischen Armeeführung.


Kapitel I, Rumänien, 20.06.1941

Die Gründe schienen sehr dringend zu sein, da bis vor 2 Stunden nichts von einer Planungsrunde bekannt war, zumindest war mir nichts bekannt.

Als Generalstabschef der rumänischen Kavallerie Truppen, wurde mir gestern Abend gegen 21:30 mitgeteilt das wir uns morgen um 13:00 in Polen einfinden müssen. Dies war ein Befehl von Herrn Staatsführers und Militärführers in Personalunion Ion Antonescu persönlich, überbracht zu uns nach Hause von seinem persönlichem Adjudanten.

Ein Flugzeug würde am Nahe gelegenem Flughafen bereitstehen und müsse in spätestens einer Stunde starten um noch Pünktlich zu sein. Es wurde mir ein Köfferchen übergeben in dem die
wichtigsten Informationen für mich enthalten seien.
Die Besprechung wurde für 2 Tage angesetzt und wir sollen danach schleunigst wieder zurückfliegen um Bericht zu erstatten. So dass ich meine Familie, nach dem überhasteten Aufbruch, wohl erst am 24.06.1941 wieder sehen könnte.

Da saß ich nun in einem Kurierflugzeug, zusammen mit meinem Adjutanten,
Leutnant Mihail Dragoi (Locotenent). Wo und wie dieser es geschafft hatte zum Flugzeug zu kommen ist mir schleierhaft. Aber er war zuverlässig wie immer zur Stelle.
Das Flugzeug wurde noch von 2 Piloten geflogen, mehr war da nicht. Außer ein Haufen an Papieren die in dem Köfferchen waren. Angesehen, geschweige denn durchgearbeitet habe ich diese noch nicht, aber bei dem Lärm und der späten Uhrzeit war dies auch nur sehr schwer möglich. Aber noch hatten wir einige Stunden zu fliegen.
Momentan beschäftigte mich eigentlich nur, wer noch alles unterwegs sei. Das in diese Art von Flugzeug noch jemand samt Adjutant einsteigen sollte, war kaum möglich. Sicherlich sind bereits andere Maschine Unterwegs, welche noch weitere Generalstabsgenerale nach Polen bringen.
Das sie mich ausgewählt hatten war recht eindeutig, da ich neben meiner rumänischem Muttersprache und etwas gebrochen französisch auch deutsch fließend sprach.

Ich bin auf alle Fälle gespannt was mich dort oben erwartet. So mache ich mich übermüdet daran, die Papiere zu sichten, während der Motor dröhnt und an uns die Dunkelheit vorbei zieht.

Als erstes war ein Brief direkt von Antonescu, mit zittriger Handschrift geschrieben:



PERSÖNLICH:
nur zu lesen von Herrn:
General de corp de armată, Eremio Oertescu,

Werter General, geschätzter Kamerad und treuer Freund,

dieser überhastete Flug nach Polen musste ich dir aufbürden.
Die Krankheit die mich momentan an das Bett fesselt ist wahrscheinlich nicht natürlichen Ursprungs, Es hat den Anschein das ich das Opfer eines feigen und hinterhältigen Giftanschlags geworden bin.
Bis zur Klärung des Vorfalls hat dies unter uns zu bleiben. Nur sehr wenige wissen davon und es soll auch so bleiben.
Bei der Planungsbesprechung zu der du unterwegs bist handelt es sich um die letzten Absprachen mit unseren Verbündeten über den Angriff auf die Sowjetunion, endlich können wir uns für die Jahrelangen Demütigungen, Besetzungen und Bevormundungen durch die Russen rächen und uns zur Wehr setzen. Wir holen uns Bessarabien zurück.

Der deutsche Bewegungskrieg scheint das militärische Mittel dieses Zeitalters zu sein um dies zu erreichen. Die deutsche 11. Armee steht nicht zum Schutz unseres Landes vor den Russen in unserem Land, sondern um den Angriff von Rumänien aus zu Unterstützen.
Dies war bisher nur mir persönlich bekannt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt bist nur du und der König eingeweiht. Mein Gesundheitszustand lässt es nicht zu das ich die militärische Besprechung führe, ich hoffe zum Angriffszeitpunkt wieder genesen zu sein, um das Kommando zu übernehmen.
Meinen direkten Stellvertreter, mache ich zum Militärischen Oberbefehlshaber der verbleibenden Truppen in Rumänien, er ist der Mann der besser die Organisation / Aufstellungen und Ausbildung
in unserem Heimatland übernimmt, dies liegt ihm erheblich besser als dir. Um unseren Verbündeten am besten bei zu stehen sind deine Erfahrungen mit mobilen Truppenkörpern und den modernen Ansätzen eindeutig mehr geholfen. Zudem sprichst du die Sprache der deutschen, so das es weniger Missverständnisse geben wird.
Du wirst also kommisarisch das Oberkommando über die Streitkräfte der Heeresgruppe Antonescu übernehmen und die Operationen gegen Russland führen. Die genauen Planungen zum jetzigen Stand sind in deinen Papieren enthalten. Die entsprechenden Befehle sind erteilt und werden morgen Früh die Truppe erreichen.
Ich habe die Führung in die besten Hände gegeben, die ich in unserem Lande finden konnte.
Mein Freund, tue alles dir in der Macht stehende das der Angriff ein voller Erfolg wird und unser
Land in Zukunft keine Angst mehr von unserem östlichen Nachbarn haben muss.

Ach eins noch, Angriffstermin ist der 22.06.1945. Viel Glück mein treuer Freund.


Geschockt vom Startzeitpunkt des Angriffs, Saß ich einige Zeit unbewegt in der Kabine bis mein Adjudant mich aus meiener Schockstarre holte.

Oerty
18.04.26, 23:18
Kapitel II, Luftraum irgendwo zwischen Polen und Rumänien, noch 20.06.1941

Ich sah meinen Adjutanten Mihail an:
„Wir werden am 22.06.1941 die Sowjetunion angreifen, der Entschluss steht schon, wir Fliegen gerade zur aller letzten Planungsbesprechung vor dem Angriff.
Die bisher ausgearbeiteten Pläne liegen hier in diesem Köfferchen. Morgen früh gehen Befehle an die Truppen hinaus, die gewisse Unterstellungen ändern. Danach bin ich Kommandeur der Heeresgruppe Antonescu, bis dieser wieder von seiner Krankheit genesen ist.“

Nun klappte auch Mihail die Kinnlade auf die Brust.
„Aber Herr General, das ist in nicht mal 2 Tagen, keine der Truppenkörper ist Informiert, in Stellung oder was auch immer.“

Ich Unterbrach ihn. „Das möchte ich sehen, lass uns die Unterlagen durchsehen, was überhaupt geplant wurde bisher und wie wir das in ein paar Stunden, vertreten oder auch noch gewisse Punkte ändern können.
Lass uns strukturiert vorgehen, suchen wir erst wie der Gesamtplan aussieht, dann die Befehle die schon gegeben sind, und danach entscheiden wir ob wir etwas noch abändern wollen oder können.“

Stärkeberichte:
So, nun die Gesamtstärken, welche mir Unterstehen werden.
3 Armeen, 2 rumänisch, 1 deutsch.
11 Corps, davon 3 deutsch
Gesamt recht genau im Moment, 600.000 Mann. 5.325 Geschütze, 255 Panzer
Luftwaffe 470 Flugzeuge der rumänischen Luftwaffe, welche aber momentan noch der 4. Dt. Luftflotte unterstanden.

Nach den Stärkemeldungen sahen sie sich beide die Angriffspläne an. So vergingen noch etliche Stunden bis beide Offiziere um etwa 04:00 Uhr in der Nacht auf einem Flupplatz irgendwo in Polen landeten. Dort wurden Sie in eine Offiziersunterkunft gebracht, in der Sie bereits wieder um 10:00 geweckt wurden.

Ein deutsches Frühstück auf der Unterkunft und 2 Stunden Autofahrt wurden beide Offiziere bei einem recht beschaulichen Landhaus abgesetzt. So traten beide Offiziere um 12:45 in den Besprechungsraum, welcher schon durch zahlreiche deutsche Generale gefüllt war.
Die zahlreichen deutschen Offiziere fokusierten die fremden Männer in ihren ungewohnten Uniformen.
Erimio übernahm gleich das Wort nach einem militärischem Gruß in die Menge:
Grüß Gott, werte Offiziere darf ich meinen Adjudanten Herrn Leutnant Mihail Dragoi und mich,
General de corp de armată, Eremio Oertescu, seit 5 Stunden stellvertretender Befehlshaber der Heeresgruppe Antonescu und Stabschef der rumänsichen Kavallerie.
Ich bitte Herrn Antonescu zu entschuldigen, dieser ist schwer erkrankt und kann deswegen diesen Termin nicht wahrnehmen.“

Komischer Kunde
22.04.26, 15:46
Aus den persönlichen Aufzeichnungen eines Generalstablers


18. Juni 1941
Bald schon, so deutet es sich seit mehreren Monaten an, werden wir im Osten gegen die Bolschewiken losschlagen. Seit Jahreswechsel studieren wir Aufklärungsberichte, aktualisieren Kartenmaterial und entwerfen Marschpläne, leiten daraus Kräfteansätze ab und verwerfen diese Tags darauf alsbald. Weisung Nr. 21 soll wohl bald wahr werden. Jeden Tag trafen neue Divisionen ein, andere Truppenteile verschoben sich nach südwärts. Ganze Armeen kamen und gingen in den letzten Wochen.

Heute schreiben wir den 18. Juni 1941. In unserem Bereitstellungsraum stehen die 18. und die 16. Armee, als auch die 4. Panzergruppe. Sprungbereit. Dies werden also die Kräfte sein, mit denen wir die in die finale Planung gehen. Die letzten Wochen zeugen von unermesslichen Logistikanstrengungen in Ostpreußen, bis zur Grenze im Osten steht jedes Lager zum Bersten voll mit Nachschub, Munition, Schmier- und Betriebsstoffen. Zug um Zug entlädt seine Fracht und eine Flut nie enden wollender LKW-Kolonnen verbringt diese in die Grenzregionen. Dort stehen sie, unsere Divisionen, begierig diese Energien aufzuzehren.

Uns ist allen bewusst, dass historische Ereignisse bevorstehen. Jeder strotzt vor Zuversicht. So auch ich und ich gedenke alles, so detailliert wie eben möglich, in mein neues Tagebuch zu notieren.

19. Juni 1941
Gestern begann ich mein neues Tagebuch und in einem Anflug von Glückseligkeit beschloss ich, dem Moment mehr Gewicht zu verleihen, indem ich kurz schildere, woher ich komme und wer ich heute bin.
Als Sechsunddreißig die Erweiterung der Reichswehr auf 36 Divisionen forciert wurde, realisierten die Verantwortlichen im Heeresamt schnell, dass der rasante Aushub neuer Divisionen, die bisherigen Befehlsstrukturen aushöhlen und überstrapazieren würde.

Neben der Ausbildung von Mannschaften, galt es somit auch auf allen Ebenen der Befehlsketten in die Breite zu gehen. Dies spülte zwangläufig niedere Offiziersgrade nach oben. Ich durchlief bereits im Jahr 1934 die Führergehilfenausbildung und verfolgte recht zielstrebig meine Generalstabslaufbahn. Im Rahmen der Wiederaufrüstung, sollte es nicht bei nur 36 Divisionen Truppenstärke bleiben.

Nach verschiedenen Berufungen in Divisions- und Armeekorpsstäbe, fand ich im Sommer 1939 Verwendung im Stab des Heeresgruppenkommando 2. Bereits im August wurde daraus die Heeresgruppe C geschaffen, die zunächst die komplette Westfront zu kommandieren hatte. Mit dem Fall Polens reduzierte sich unser Aufgabengebiet hauptsächlich gegen die Maginotlinie. Dies war eine spannende aber auch beängstigende Aufgabe. Letztlich haben wir nur wenig Wirkung gegen die tiefgestaffelte Befestigungslinie erzielt. Zumeist übten wir uns im großkalibrigen Mörser- und Artilleriebeschuss. Es galt die Bunkeranlagen mannschonend zu isolieren und damit zur Aufgabe zu zwingen. Mit der Kapitulation Frankreichs wurden wir zunächst in die Heimat und wenige Monate später nach Ostpreußen verortet. Bereits im Oktober 1940 wurde ich in den Rang eines Oberstleutnants gehoben.

Mein neuer Rang ermöglichte es mir, unmittelbar im Stab des Generaloberst Wilhelm Ritter von Leeb mitzuwirken. Dort wurde ich in der Operationsabteilung eingesetzt und erarbeitete für unsere Truppenteile Szenarien und Einsatzbefehle zu einer möglichen Umsetzung der Weisung Nr. 21. In der Operationsabteilung stand und stehe ich in unmittelbarer Konkurrenz mit anderen gleichrangigen und begabten Generalstäblern.

Heute wurde unser Stab in Heeresgruppe Nord umbenannt.