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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Diese undankbaren Kolonisten" - General Blouse Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg



KAreil
20.04.26, 14:13
"Diese undankbaren Kolonisten" - General Blouse zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Zu finden im historischen Archiv von Borogravien im Schloss Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg:

https://up.picr.de/50800299yn.jpg






The American Revolution emerged from a growing dispute over power and political principles within the British Empire, not a single tax or event. After the Seven Years’ War, Britain gained a vast empire but also significant debts and responsibilities. London expected the colonies to help with defense and administration while reasserting Parliamentary sovereignty. Many colonists felt Parliament was taxing and governing them without consent. Acts like the Stamp Act and Townshend duties became flashpoints, and the Proclamation Line of 1763 and settlement limits fueled resentment. What started as a constitutional dispute evolved into a crisis of trust.

The early phase of the conflict that would become the American Revolutionary War was marked by rising tension and failed compromise. British leaders believed firmness would restore order. Many colonists still hoped resistance would bring reform rather than separation. But each clash drove the two sides farther apart. The Boston Massacre, the Tea Act, and the Coercive Acts hardened opinion, while committees, congresses, and local militias gave resistance a stronger shape. When fighting broke out at Lexington and Concord in April 1775, the imperial crisis became open war. The siege of Boston followed, and Bunker Hill showed that even British success would be costly. By 1776, the American Revolution had become a struggle for independence, and the Declaration of Independence made that purpose unmistakable.

The war then unfolded across three main theaters. In the north, from New England through the Hudson corridor to Canada, the struggle centered on major cities, rivers, and the British effort to divide the colonies. Washington's army suffered severe reverses around New York, but regained confidence at Trenton and Princeton. Saratoga in 1777 became the great turning point, proving that the American cause could endure and helping bring France into the war.

A second theater lay in the west and along the frontier, where fighting was harsher and less formal. There, the struggle centered on forts, raids, river routes, and shifting alliances. Native nations fought to defend their own interests, while British forces, loyalists, and American settlers competed for control of the interior. Though less famous than the eastern campaigns, this theater mattered greatly in the wider contest for the continent.

The third main theater was the south. After 1778, British leaders hoped to restore royal authority through Georgia and the Carolinas, where they expected strong loyalist support. Early gains, including Savannah and Charleston, seemed promising, but the campaign became a grinding war of attrition. Battles at Camden, Cowpens, Guilford Courthouse, and Eutaw Springs showed how hard it was for Britain to hold territory in hostile country.

Foreign intervention proved decisive. Britain used German auxiliaries, especially Hessians, while the American side gained far greater benefit from French support after 1778. French money, troops, and above all naval power transformed the war into an international conflict. Yorktown in 1781 brought American and French efforts together decisively. Cornwallis was trapped and forced to surrender, and the Treaty of Paris in 1783 recognized American independence. Yet the American Revolution was larger than the war itself, for independence also opened the long question of what kind of republic would replace British rule.








Inhalt:
+ Lexington und Concord am 19.04.1775 - "Live" PBEM auf Seiten der Krone, gegen den werten Silkow (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31902&p=1406132#post1406132)







Medien:


https://youtu.be/7HSDLKJ2_AE?si=fARgSatzL25y9eFj



https://youtu.be/bJnlFoLcigs?si=3eF250iomzvy7raE



Weitere Videos dazu, von den Mitregenten vorgeschlagen hier:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31902&page=2&p=1410315#post1410315

Seydlitz
20.04.26, 18:41
Wir haben es uns zum Release geholt und sind von den Neuerungen der M&P Serie begeistert z.B. Open Order. Wir sind sehr auf den AAR gespannt. Erteilt diesen undankbaren Kolonisten eine Lehre was es heißt sich gegen die Krone aufzulehnen. Wo kämen Wir den hin wenn das jeder machen würde.

Arminius
21.04.26, 10:26
Vielen Dank, dass Ihr wirklich einen AAR zu dem kürzlich erschienenen Spiel schreibt. Wir wünschen beiden Seiten viel Erfolg und viel Vergnügen. Möge der Bessere gewinnen.

Thomasius
21.04.26, 15:47
Die Verwendung von "The Trooper" ist ein großer Frevel. Das Lied bezieht sich auf den Charge of the Light Brigade (https://en.wikipedia.org/wiki/Charge_of_the_Light_Brigade) aus dem Krimkrieg.
Hat somit mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nichts zu tun

KAreil
23.04.26, 11:57
https://up.picr.de/50800328hf.png





7. November 1774, Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg

Die Herzogin hat uns heute zu sich gerufen, es gibt einen neuen Auftrag für uns. Unsere Quellen berichten von zunehmenden Unruhen in den britischen Amerika-Kolonien und es wird befürchtet dass es zu einem Krieg kommen könnte. Im September und Oktober haben die 13 Kolonien (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia) einen Kontinentalkongress einberufen und seitdem verweigern sie den Handel mit Großbritannien.

Das hat aber schon eine längere Vorgeschichte, Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756–1763, wir berichteten https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=29812 ) in Europa versuchte Großbritannien, die hohen Kriegskosten unter anderem durch erhöhte bzw. neue Steuern (siehe Stamp Act) und Abgaben ihrer Überseekolonien auszugleichen, was in der Folge die Amerikanische Revolution in Gang setzte. Die Kolonisten hingegen forderten eine freie Wahl ihrer Handelspartner sowie mehr Mitsprache und Eigenständigkeit, ohne jedoch eine Selbständigkeit anzustreben. Populär war der Slogan “no taxation without representation”, das heißt keine Besteuerung ohne eine Möglichkeit der politischen Mitsprache. Das britische Parlament lehnte 1767 die Kolonistenwünsche ab, stattdessen wurden freigewordene Truppen nach Amerika geschickt.

Die Unabhängigkeitsbewegung wurde zunächst von Samuel Adams und Thomas Jefferson geführt. Mehrfach kam es zu Übergriffen in Boston auf britische Truppen, teilweise gesteuert durch die Geheimgesellschaft Sons of Liberty. Nach dem ersten Boykott 1770 kam es 1773 zur sogenannten "Boston Tea Party" bei der als Indianer verkleidete Kolonisten eine Lieferung Tee im Hafen versenkten. Die britische Regierung verabschiedete daraufhin 1774 die "Coercive Acts" und ordnete die Beschlagnahmung militärischer Vorräte in Massachusetts an. Die amerikanischen Kolonisten gaben diesen Maßnahmen den Namen "Intolerable Acts" und waren damit alles andere als einverstanden, konkret bestanden sie aus fünf Teilen:

+ Durch den Boston Port Act wurde der Hafen von Boston für den Handel geschlossen.
+ Der Massachusetts Government Act verbot Versammlungen in den Städten und widerrief die Gründungsurkunde der Kolonie.
+ Der Impartial Administration of Justice Act entzog alle britischen Beamten der Rechtsprechung der Gerichte von Massachusetts.
+ Der Quartering Act besagte, dass die Kolonisten den britischen Soldaten Quartiere stellen mussten.
+ Der Quebec Act schlug weite Teile des amerikanischen Hinterlandes der mehrheitlich französischsprachigen und katholischen Kolonie Québec zu.

Hauptsächlich waren sie für das rebellische Massachusetts gedacht, aber auch die anderen Kolonien hielten sie für unerträglich und führten eben zu gegenseitiger Unterstützung und schließlich der Einberufung des Kontinentalkongress.

Unser Auftrag lautet jetzt auf jeden Fall uns als offizieller Militärbeobachter Borograviens in die Kolonien zu begeben, unsere erste Anlaufstation ist der Kriegrechtsgouverneur von Massachusetts, ein gewisser Lieutenant-General Thomas Gage.

https://up.picr.de/50800466cl.jpg

KAreil
28.04.26, 09:19
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https://up.picr.de/50800328hf.png






19. April 1775 - 0830, auf dem Marsch von Lexington nach Concord, Massachusetts

Wir schreiben diese Zeilen in ziemlicher Eile auf dem Marsch durch die nordamerikanische Pampa, die Weite und teilweise Unberührtheit ist wirklich beeindruckend.

Wir sind unterwegs mit Lieutenant-Colonel Smith der mit seinen Truppen von Boston auf Concord in Massachusetts marschiert. Dort werden Lager der Rebellen vermutet und Lieutenant-General Gage will diese im Handstreich vernichten lassen. Seit Mitternacht sind wir mit etwa 700 Soldaten der Leichten Infanterie und Grenadiere unterwegs, aber die Überraschung scheint den Briten nicht zu gelingen. Vermutlich war der Vormarsch schon längst von Spionen gemeldet worden, denn von den Dörfern entlang des Vormarschweges hören wir Signalgeräusche - die Rebellen wissen also dass wir kommen. Lieutenant-Colonel Smith hat deswegen sogar schon in der Nacht einen Melder nach Boston geschickt um Verstärkung anzufordern, ihm schwante schon da übles.

Mit der leichten Infanterie unter Major Pitcairn haben wir schließlich bei Sonnenaufgang die kleine Stadt Lexington erreicht, wo sich uns ein etwas surreales Bild bot. Etwa 60 amerikanische Milizionäre hatten sich auf der Dorfwiese in Stellung gebracht, dazu standen nochmal so viele Zuschauer entlang der Straße. Die britischen Truppen gingen zielstrebig vor diesem Rebellenauflauf in Stellung, aber hielten befehlsgemäß ihr Feuer. Major Pitcairn selbst kam nach vorne um die Lage zu beruhigen und rief: „Zerstreut euch, ihr Rebellen; seid verdammt, werft eure Waffen weg und zerstreut euch!“

Der amerikanische Hauptmann befahl seinen Leuten, sich zu zerstreuen, doch einige hörten ihn nicht, einige gingen sehr langsam weg, und niemand legte seine Waffen nieder. Die Kommandanten beider Seiten wiederholten ihre Befehle nicht zu schießen, doch irgendjemand feuerte einen Schuss ab. Wir konnten nicht wirklich ausmachen woher er kam, aber die Soldaten meinten der erste Schuss sei von einem amerikanischen Zuschauer hinter einer Hecke oder Gebäudeecke der Taverne abgefeuert worden. Auf jeden Fall begann jetzt sofort ein kurzes aber blutiges Gefecht bei dem acht Männer der Rebellen getötet und zehn verwundet wurden. Es war ein ziemliches Chaos und man merkt dass die Briten seit dem Siebenjährigen Krieg nicht mehr wirklich im Kampf gestanden sind.
Erst mit dem Eintreffen der restlichen Truppen und Lieutenant-Colonel Smith hat sich die Lage beruhigt und der Vormarsch auf Concord fortgesetzt.


https://youtu.be/ZsB6e2sTFy4?si=xYuWllasCg2QVLVj

KAreil
02.05.26, 09:49
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https://up.picr.de/50800328hf.png






19. April 1775 - 1200, in Concord, Massachusetts

Wir haben Concord erreicht und die britischen Soldaten sind überall in der Stadt verteilt um die Waffen- und Vorratslager der Rebellen zu finden. Sie werden auch fündig, 100 Fass Schießpulver und 250 kg Kugeln wurden in den Mühlenteich geworfen. Mehrere Kanonen und Kanonengespanne wurden auch entdeckt und im Gelände niedergebrannt. Leider breitete sich das Feuer auf nahe Gebäude aus und Anwohner sowie Soldaten bildeten eine gemeinsame Löschkette um es zu vor den Flammen zu retten.

Plötzlich hörten wir Musketenfeuer aus Norden, bei der Brücke dort waren mehrere Kompanien Leichte Infanterie in Stellung und sie wurden von amerikanischen Milizionären angegriffen. Ein lokal begrenztes aber heftiges Gefecht entspinnt sich und die Briten müssen sich angesichts der deutlichen zahlenmäßigen Unterlegenheit dort zurückziehen. Lieutenant-Colonel Smith ist sich bewusst, dass seine gesamte Streitmacht so weit weg von Boston hier sehr isoliert ist und wohl jetzt wo ein richtiger Schießkrieg ausgebrochen ist, bald noch mehr Rebellen anrücken werden.

Notgedrungen gibt er Befehl zum generellen Rückzug auf Boston.
https://up.picr.de/50841042gc.jpg





https://up.picr.de/50841043ww.jpg
Die Briten werden von der nördlichen Brücke verjagt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





https://up.picr.de/50841044vl.jpg
(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

KAreil
08.05.26, 07:58
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https://up.picr.de/50800328hf.png





19. April 1775 - 1230, in Concord, Massachusetts

Die leichte Infanterie der Briten hat sich also unter Feuer der Kolonisten von der nördlichen Brücke auf Concord zurückgezogen. Die Rebellen verfolgen zum Glück nicht all zu scharf und Major Pitcairn kann seine Truppen in der Stadt sammeln und dann weiter Richtung Lexington abmarschieren.

Lieutenant-Colonel Smith ist mit dem Rest seiner Truppen schon abmarschiert und sie wurden von einem Herrenhaus dass die Einheimischen "The Wayside" nennen beschossen. Dort haben sich mehrere Kompanien der amerikanischen Milizen verschanzt und sie feuern aus der Deckung auf die britischen Kolonnen. Sie reagieren darauf mit einer Taktik die wir auch in der Borogravischen Armee lehren, die Briten nennen sie die 4F:

F ind (Der Feind ist gefunden)
F ix (Einige Grenadierkompanien entfalten und rücken in Linie auf das Anwesen vor)
F lank (Captain Hughes führt mehrere Kompanien durch die Wälder um über Norden zu flankieren während weitere Truppen über den Süden ausholen)
F inish (Der Feind soll dann von mehrere Seiten angegriffen und vernichtet werden)

Wir werden sehen ob ihnen dieses Manöver auch gelingt.
https://up.picr.de/50862508ej.jpg





https://up.picr.de/50862509kc.jpg
Die amerikanischen Milizen feuern von The Wayside. Johann Tiller, Öl auf Leinwand






--Bild fehlt--
(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

Arminius
08.05.26, 11:53
RÜCKZUG? Was sollen ein paar Farmer gegen eine der modernsten Armeen der damaligen Zeit ausrichten? :) Wir sind gespannt, wie sich das Szenario weiter entwickeln wird.

Greenhorn
08.05.26, 17:36
The Wayside: Aus dem englischen Wikipediaartikel (http://https://en.wikipedia.org/wiki/The_Wayside) entnehmen wir, dass das Haus - oder Teile davon - 1717 erbaut worden sind. Zum Zeitpunkt des "Schuß, der auf der ganzen Welt gehört wurde" wohnte dort der Minute Man Samuel Whitney, das Haus hatte aber keinen besonderen Namen. Das erklärt übrigens auch, warum es von den Rebellen zum Stützpunkt gewählt wurde.
Danach zog dort der spätere Havard-Professor John Winthrope (https://en.wikipedia.org/wiki/John_Winthrop_(educator)) bis 1776 ein. 1845 zog dann die Familie Alcott ein und benannte das Haus Hillside. 1852 schließlich zog dort der Schriftsteller Nathaniel Hawthorne samt Familie ein und benannte das Haus in The Wayside um. Heute wird das Haus auch als "House of Authors" bezeichnet, weil dort einige der berühmtesten Schriftsteller der USA gewohnt haben. Es ist außerdem Teil des Minute Man National Historical Park über die Amerikanische Revolution und ein Museum.

Longstreet
08.05.26, 20:06
Eine Neuengland/New York/New Jersey/Delaware Tour wäre echt mal was. Auf den Spuren des Unabhängigkeitskrieges.

Greenhorn
08.05.26, 20:18
Da solltet ihr aber erst einmal das Ende von Trump's Amtszeit abwarten. Sicherheitshalber.

2031 wäre dann der 250. Jahrestag für Yorktown.

KAreil
13.05.26, 08:04
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https://up.picr.de/50800328hf.png






19. April 1775 - 1245, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

In den letzten Minuten haben die Truppen von Captain Hughes auch die letzten beiden F vollendet. Sie haben zu beiden Flanken der Kolonisten in "The Wayside" entfaltet, sie eingeschlossen und schließlich im Sturm zerschlagen. Einer ihrer Rädelsführer, ein gewisser Captain Davis wurde gefangengenommen während ein weiterer Captain Smith verwundet in die Wälder fliehen konnte. Der Angriff war ein voller Erfolg für die Briten, aber er hat Zeit gekostet und Captain Hughes muss seine Truppen erst sammeln.

Major Pitcairn übernimmt mit seiner leichten Infanterie jetzt die Spitze der Kolonne. Der Marsch Richtung Lexington muss schleunigst fortgesetzt werden um den Rebellen weniger Chancen für weitere Hinterhalte zu bieten. Erste Meldungen berichten aber schon von weiteren Milizionären die sich der nächsten Kreuzung "Meriams Corner" nähern.
https://up.picr.de/50880143fk.jpg





https://up.picr.de/50880144el.jpg
The Wayside von den Briten gestürmt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





https://up.picr.de/50880145gn.jpg
(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

Arminius
13.05.26, 08:41
Sehen wir das richtig? Auf der Karte gibt es nur ein Siegfeld? Was wäre, wenn alle Kolonisten östlich von euch statt euch zu „hinterhalten” im Gewaltmarsch zu diesem Siegfeld marschieren würden? Oder können sich die Kolonisten erst ab einem bestimmten Zug bewegen bzw. erscheinen sie als Reserve im Nordwesten und Südwesten des Kartenrands, so dass ihnen diese Möglichkeit des Sieges verwehrt wird?

KAreil
13.05.26, 08:53
Sehen wir das richtig? Auf der Karte gibt es nur ein Siegfeld? Was wäre, wenn alle Kolonisten östlich von euch statt euch zu „hinterhalten” im Gewaltmarsch zu diesem Siegfeld marschieren würden? Oder können sich die Kolonisten erst ab einem bestimmten Zug bewegen bzw. erscheinen sie als Reserve im Nordwesten und Südwesten des Kartenrands, so dass ihnen diese Möglichkeit des Sieges verwehrt wird?

Richtig gesehen, aber es handelt sich um ein Exit-Siegpunktfeld und wenn wir das richtig verstehen gilt das auch nur für uns. Aktuell steht die Partie bei einem deutlichen "Major Defeat" für uns, aber für jeden Soldaten den wir auf dem Exit-Feld "von der Karte nehmen" steigt der Siegpunktwert davon.

Im Endeffekt müssen wir also schaffen möglichst schnell durch die feindlichen Sperrstellungen zu kommen und möglichst viele Soldaten am Leben zu erhalten. Eine ganz nette Mechanik um die realen Geschehnisse nachzubilden, hier ging es erstmal darum aus dem rebellenverseuchten Hinterland wieder zurück nach Boston zu kommen.

Arminius
13.05.26, 08:55
Vielen Dank für die Aufklärung! Sehr guter AAR wie immer von Euch! Wir fiebern mit.

Greenhorn
13.05.26, 13:37
Müsstet ihr nicht in Lexington Verstärkung erhalten? Oder spoilern wir da etwas?

KAreil
13.05.26, 13:39
Müsstet ihr nicht in Lexington Verstärkung erhalten? Oder spoilern wir da etwas?

Er kann in die Zukunft sehen, er ist eine Hexe! :eek::tongue:

KAreil
17.05.26, 12:40
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https://up.picr.de/50800328hf.png





19. April 1775 - 1305, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

Wie befürchtet entwickelt sich der kleine Aufstand in Concord in einen richtigen Schießkrieg, amerikanische Milizen haben eine weitere Sperrstellung vor der Kreuzung "Meriams Corner" bezogen. Sie feuern wieder aus der Deckung heraus und weitere britische Soldaten bleiben auf der Straße liegen.
Lieutenant-Colonel Smith setzt auf einen ähnlichen Plan wie zuvor, die leichte Infanterie von Major Pitcairn entfaltet auf der Straße und schickt Plänkler in die Wälder links davon um die Stärke der Rebellen dort auszuloten. Die Grenadiere von Captain Hughes holen rechts der Straße aus um möglichst außer Sicht des Feinds in dessen Flanke zu kommen.

Plötzlich schlägt sich ein einsamer Meldereiter durch das unwegsame Gelände weit rechts der Straße, er war von Brigadegeneral Percy geschickt worden. Er führte die von Lieutenant-Colonel Smith in der Nacht angeforderte Verstärkung an und sie waren mit ihren Spitzen jetzt kurz vor Lexington. Mit Hilfe dieser Unterstützung wollen die Briten sich durch die Aufständischen zu schlagen um sich erstmal in Boston wieder zu sammeln.
https://up.picr.de/50894924pj.jpg





https://up.picr.de/50894925wv.jpg
Die amerikanischen Milizen vor Meriams Corner. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





https://up.picr.de/50894927zz.jpg
(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

KAreil
05.06.26, 11:05
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https://up.picr.de/50800328hf.png





19. April 1775 - 1320, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

Ein heftiges Feuergefecht entspinnt sich beiderseits der Straße vor Meriams Corner. Die amerikanischen Milizen haben sich hauptsächlich im Wald links der Straße verschanzt und feuern in die sich entfaltenden britischen Linien. Lieutenant-Colonel Smith und Major Pitcairn versuchen mit der leichten Infanterie die Straße freizukämpfen, aber sie kommen nur wenig voran. Die Rebellen haben gute Stellungen und geben nur äußerst wenig nach.
Captain Hughes führt das Groß der Grenadiere inzwischen rechts der Straße in die Flanke der Kolonisten, aber diese haben eine tief gestaffelte Verteidigung und weitere Milizen kommen aus Nordosten heran.
https://up.picr.de/50966709zx.jpg





Die Verstärkungen von Brigadegeneral Percy kommen auch nicht wie geplant voran, sie werden in Lexington von den dortigen Milizen aufgehalten. Diese haben sich anscheinend nach den Vorkomnissen heute morgen wieder gesammelt und zwingen die Briten auch dort zum Angriff.
https://up.picr.de/50966710jt.jpg






https://up.picr.de/50966711wi.jpg
Die Briten versuchen bei Meriams Corner durchzubrechen. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





https://up.picr.de/50966712ol.jpg
(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

Arminius
05.06.26, 13:11
Wir möchten Euch als Schmied glorreicher Epen vor den Gnaden King Georg III. auf einen vermeintlichen Tipper untertänigst hinweisen. Ihr schreibt in Euren fesselnden Berichten als erste Überschrift mehrfach „12. April 1775 - …“. Dies soll vermutlich der Verwirrung der verwirrten abtrünnigen Pilgerväter dienen. Unterhalb mancher Gemälde des uns unbekannten Künstlers Johann Tiller steht das Datum mit „19. April 1775“ eventuell richtig?

Arminius
09.07.26, 09:22
Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.

Hier gehts zur sehenswerten Doku: https://www.arte.tv/de/videos/127477-001-A/die-amerikanische-revolution-geburtsstunde-der-usa-1-6/

Alith Anar
09.07.26, 09:56
Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.

Eine neue ? Habt Ihr da mal einen Link zu ?

Mortimer
09.07.26, 21:05
Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.

Hier gehts zur sehenswerten Doku: https://www.arte.tv/de/videos/127477-001-A/die-amerikanische-revolution-geburtsstunde-der-usa-1-6/

Wir haben inzwischen fünf der sechs Teile gesehen und wollten auch schon darauf hinweisen. Wir sind sehr davon angetan, auch wenn uns die Darstellung fast schon zu episch ist (jeder Teil hat locker Spielfilmlänge). Man erfährt aber sehr viel über die Hintergründe. Etwas knackiger und stärker auf die militärischen Operationen fokussiert ist die vergleichbare Doku von Epic History. Die Reihe ist aber noch nicht abgeschlossen:


https://www.youtube.com/watch?v=Wyip07JxiT4

Arminius
10.07.26, 14:38
Eine neue ? Habt Ihr da mal einen Link zu ?

Die Videos sind hier zu finden: https://www.arte.tv/de/videos/127477...e-der-usa-1-6/. Natürlich auch am Endgerät Eurer Wahl in der Arte Mediathek.


https://www.youtube.com/watch?v=RTaOHJBULyI

PS. Eine sehr viel kürzere Dokumentation mit einem anderen Schwerpunkt zu dem Thema findet sich unter folgendem Link: https://www.arte.tv/de/videos/122152-000-A/amerikas-aufbruch-in-die-freiheit/ Sie heißt "Amerikas Aufbruch in die Freiheit. Der Unabhängigkeitskrieg" und ist noch bis zum 19. September 2026 bei Arte zu sehen.


https://www.youtube.com/watch?v=2x8EYzZZVu0