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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Diese undankbaren Kolonisten" - General Blouse Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg



KAreil
20.04.26, 14:13
"Diese undankbaren Kolonisten" - General Blouse zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Zu finden im historischen Archiv von Borogravien im Schloss Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg:

https://up.picr.de/50800299yn.jpg






The American Revolution emerged from a growing dispute over power and political principles within the British Empire, not a single tax or event. After the Seven Years’ War, Britain gained a vast empire but also significant debts and responsibilities. London expected the colonies to help with defense and administration while reasserting Parliamentary sovereignty. Many colonists felt Parliament was taxing and governing them without consent. Acts like the Stamp Act and Townshend duties became flashpoints, and the Proclamation Line of 1763 and settlement limits fueled resentment. What started as a constitutional dispute evolved into a crisis of trust.

The early phase of the conflict that would become the American Revolutionary War was marked by rising tension and failed compromise. British leaders believed firmness would restore order. Many colonists still hoped resistance would bring reform rather than separation. But each clash drove the two sides farther apart. The Boston Massacre, the Tea Act, and the Coercive Acts hardened opinion, while committees, congresses, and local militias gave resistance a stronger shape. When fighting broke out at Lexington and Concord in April 1775, the imperial crisis became open war. The siege of Boston followed, and Bunker Hill showed that even British success would be costly. By 1776, the American Revolution had become a struggle for independence, and the Declaration of Independence made that purpose unmistakable.

The war then unfolded across three main theaters. In the north, from New England through the Hudson corridor to Canada, the struggle centered on major cities, rivers, and the British effort to divide the colonies. Washington's army suffered severe reverses around New York, but regained confidence at Trenton and Princeton. Saratoga in 1777 became the great turning point, proving that the American cause could endure and helping bring France into the war.

A second theater lay in the west and along the frontier, where fighting was harsher and less formal. There, the struggle centered on forts, raids, river routes, and shifting alliances. Native nations fought to defend their own interests, while British forces, loyalists, and American settlers competed for control of the interior. Though less famous than the eastern campaigns, this theater mattered greatly in the wider contest for the continent.

The third main theater was the south. After 1778, British leaders hoped to restore royal authority through Georgia and the Carolinas, where they expected strong loyalist support. Early gains, including Savannah and Charleston, seemed promising, but the campaign became a grinding war of attrition. Battles at Camden, Cowpens, Guilford Courthouse, and Eutaw Springs showed how hard it was for Britain to hold territory in hostile country.

Foreign intervention proved decisive. Britain used German auxiliaries, especially Hessians, while the American side gained far greater benefit from French support after 1778. French money, troops, and above all naval power transformed the war into an international conflict. Yorktown in 1781 brought American and French efforts together decisively. Cornwallis was trapped and forced to surrender, and the Treaty of Paris in 1783 recognized American independence. Yet the American Revolution was larger than the war itself, for independence also opened the long question of what kind of republic would replace British rule.








Inhalt:
+ Lexington und Concord am 19.04.1775 - "Live" PBEM auf Seiten der Krone, gegen den werten Silkow (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31902&p=1406132#post1406132)







Medien:


https://youtu.be/7HSDLKJ2_AE?si=fARgSatzL25y9eFj



https://youtu.be/bJnlFoLcigs?si=3eF250iomzvy7raE

Seydlitz
20.04.26, 18:41
Wir haben es uns zum Release geholt und sind von den Neuerungen der M&P Serie begeistert z.B. Open Order. Wir sind sehr auf den AAR gespannt. Erteilt diesen undankbaren Kolonisten eine Lehre was es heißt sich gegen die Krone aufzulehnen. Wo kämen Wir den hin wenn das jeder machen würde.

Arminius
21.04.26, 10:26
Vielen Dank, dass Ihr wirklich einen AAR zu dem kürzlich erschienenen Spiel schreibt. Wir wünschen beiden Seiten viel Erfolg und viel Vergnügen. Möge der Bessere gewinnen.

Thomasius
21.04.26, 15:47
Die Verwendung von "The Trooper" ist ein großer Frevel. Das Lied bezieht sich auf den Charge of the Light Brigade (https://en.wikipedia.org/wiki/Charge_of_the_Light_Brigade) aus dem Krimkrieg.
Hat somit mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nichts zu tun

KAreil
23.04.26, 11:57
https://up.picr.de/50800328hf.png





7. November 1774, Prinz-Marmaduk-und-Pjotr-Albert-Hans-Josef-Bernhardt-Wilhelmsberg

Die Herzogin hat uns heute zu sich gerufen, es gibt einen neuen Auftrag für uns. Unsere Quellen berichten von zunehmenden Unruhen in den britischen Amerika-Kolonien und es wird befürchtet dass es zu einem Krieg kommen könnte. Im September und Oktober haben die 13 Kolonien (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia) einen Kontinentalkongress einberufen und seitdem verweigern sie den Handel mit Großbritannien.

Das hat aber schon eine längere Vorgeschichte, Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756–1763, wir berichteten https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=29812 ) in Europa versuchte Großbritannien, die hohen Kriegskosten unter anderem durch erhöhte bzw. neue Steuern (siehe Stamp Act) und Abgaben ihrer Überseekolonien auszugleichen, was in der Folge die Amerikanische Revolution in Gang setzte. Die Kolonisten hingegen forderten eine freie Wahl ihrer Handelspartner sowie mehr Mitsprache und Eigenständigkeit, ohne jedoch eine Selbständigkeit anzustreben. Populär war der Slogan “no taxation without representation”, das heißt keine Besteuerung ohne eine Möglichkeit der politischen Mitsprache. Das britische Parlament lehnte 1767 die Kolonistenwünsche ab, stattdessen wurden freigewordene Truppen nach Amerika geschickt.

Die Unabhängigkeitsbewegung wurde zunächst von Samuel Adams und Thomas Jefferson geführt. Mehrfach kam es zu Übergriffen in Boston auf britische Truppen, teilweise gesteuert durch die Geheimgesellschaft Sons of Liberty. Nach dem ersten Boykott 1770 kam es 1773 zur sogenannten "Boston Tea Party" bei der als Indianer verkleidete Kolonisten eine Lieferung Tee im Hafen versenkten. Die britische Regierung verabschiedete daraufhin 1774 die "Coercive Acts" und ordnete die Beschlagnahmung militärischer Vorräte in Massachusetts an. Die amerikanischen Kolonisten gaben diesen Maßnahmen den Namen "Intolerable Acts" und waren damit alles andere als einverstanden, konkret bestanden sie aus fünf Teilen:

+ Durch den Boston Port Act wurde der Hafen von Boston für den Handel geschlossen.
+ Der Massachusetts Government Act verbot Versammlungen in den Städten und widerrief die Gründungsurkunde der Kolonie.
+ Der Impartial Administration of Justice Act entzog alle britischen Beamten der Rechtsprechung der Gerichte von Massachusetts.
+ Der Quartering Act besagte, dass die Kolonisten den britischen Soldaten Quartiere stellen mussten.
+ Der Quebec Act schlug weite Teile des amerikanischen Hinterlandes der mehrheitlich französischsprachigen und katholischen Kolonie Québec zu.

Hauptsächlich waren sie für das rebellische Massachusetts gedacht, aber auch die anderen Kolonien hielten sie für unerträglich und führten eben zu gegenseitiger Unterstützung und schließlich der Einberufung des Kontinentalkongress.

Unser Auftrag lautet jetzt auf jeden Fall uns als offizieller Militärbeobachter Borograviens in die Kolonien zu begeben, unsere erste Anlaufstation ist der Kriegrechtsgouverneur von Massachusetts, ein gewisser Lieutenant-General Thomas Gage.

https://up.picr.de/50800466cl.jpg

KAreil
28.04.26, 09:19
Verschlüsselung
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https://up.picr.de/50800328hf.png






19. April 1775 - 0830, auf dem Marsch von Lexington nach Concord, Massachusetts

Wir schreiben diese Zeilen in ziemlicher Eile auf dem Marsch durch die nordamerikanische Pampa, die Weite und teilweise Unberührtheit ist wirklich beeindruckend.

Wir sind unterwegs mit Lieutenant-Colonel Smith der mit seinen Truppen von Boston auf Concord in Massachusetts marschiert. Dort werden Lager der Rebellen vermutet und Lieutenant-General Gage will diese im Handstreich vernichten lassen. Seit Mitternacht sind wir mit etwa 700 Soldaten der Leichten Infanterie und Grenadiere unterwegs, aber die Überraschung scheint den Briten nicht zu gelingen. Vermutlich war der Vormarsch schon längst von Spionen gemeldet worden, denn von den Dörfern entlang des Vormarschweges hören wir Signalgeräusche - die Rebellen wissen also dass wir kommen. Lieutenant-Colonel Smith hat deswegen sogar schon in der Nacht einen Melder nach Boston geschickt um Verstärkung anzufordern, ihm schwante schon da übles.

Mit der leichten Infanterie unter Major Pitcairn haben wir schließlich bei Sonnenaufgang die kleine Stadt Lexington erreicht, wo sich uns ein etwas surreales Bild bot. Etwa 60 amerikanische Milizionäre hatten sich auf der Dorfwiese in Stellung gebracht, dazu standen nochmal so viele Zuschauer entlang der Straße. Die britischen Truppen gingen zielstrebig vor diesem Rebellenauflauf in Stellung, aber hielten befehlsgemäß ihr Feuer. Major Pitcairn selbst kam nach vorne um die Lage zu beruhigen und rief: „Zerstreut euch, ihr Rebellen; seid verdammt, werft eure Waffen weg und zerstreut euch!“

Der amerikanische Hauptmann befahl seinen Leuten, sich zu zerstreuen, doch einige hörten ihn nicht, einige gingen sehr langsam weg, und niemand legte seine Waffen nieder. Die Kommandanten beider Seiten wiederholten ihre Befehle nicht zu schießen, doch irgendjemand feuerte einen Schuss ab. Wir konnten nicht wirklich ausmachen woher er kam, aber die Soldaten meinten der erste Schuss sei von einem amerikanischen Zuschauer hinter einer Hecke oder Gebäudeecke der Taverne abgefeuert worden. Auf jeden Fall begann jetzt sofort ein kurzes aber blutiges Gefecht bei dem acht Männer der Rebellen getötet und zehn verwundet wurden. Es war ein ziemliches Chaos und man merkt dass die Briten seit dem Siebenjährigen Krieg nicht mehr wirklich im Kampf gestanden sind.
Erst mit dem Eintreffen der restlichen Truppen und Lieutenant-Colonel Smith hat sich die Lage beruhigt und der Vormarsch auf Concord fortgesetzt.


https://youtu.be/ZsB6e2sTFy4?si=xYuWllasCg2QVLVj