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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Donner an der Donau - Der Krieg gegen Napoleon 1809



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hohe_Berge
06.11.20, 14:23
Schon zu Beginn der Schlacht ein Wettrennen. Sehr interessant für den Leser.

Glück Auf

Ajax
15.11.20, 15:28
Fazit:

Eine wirklich gewaltige Schlacht mit äußerst schwieriger Ausgangsposition für uns Österreicher. Die langgezogene Linie hatte ausgerechnet ihre schwächsten Truppen bei Aspern und dort haben die Franzosen alles konzentriert um möglichst schnell den Übergang in die Lobau freizukämpfen um sich um ein frisches Korps zu verstärken. Trotz unserer Bemühungen und Verstärkungen ist ihnen das relativ leicht gelungen und sie konnten große Truppenteile zwischen Aspern und Essling einschließen. Im Nachhinein hätten wir wohl Aspern, Essling und das Donau-Ufer von Beginn an räumen sollen um uns bei Raasdorf zu konzentrieren aber rollenspieltechnisch wäre das irgendwie auch nicht vertretbar gewesen.

Die harte Verfolgung der überlebenden Truppen auf Raasdorf und die drohende großräumige Überflügelung macht deutlich wie sinnlos ein Weiterführen der Schlacht gewesen wäre, es fehlten unserem Gegner auch nicht mehr viele Punkte zum MinorVictory und es waren gerade mal die Hälfte der möglichen Züge gespielt. Wir haben uns also mit ihm auf einen vorzeitigen MinorVictory geeinigt und haben so noch eine letzte große Entscheidungsschlacht vor uns.

Also eine weitere bittere Niederlage für uns und das Haus Habsburg aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0282.gif (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Bayern=blau | Siegpunktfelder=gelb)

[ACHTUNG: Alle Karten leicht gedreht mit NW oben]

Kann man das Bild auch stoppen, damit man das Geschreibsel (Statistiken) auch mal lesen kann?

KAreil
15.11.20, 18:12
Kann man das Bild auch stoppen, damit man das Geschreibsel (Statistiken) auch mal lesen kann?


Kann man nicht aber der Post davor hat genau den Screenshot drin.

KAreil
18.11.20, 09:26
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 0730, Raab/Gyor in Ungarn

Wir haben die letze Stunde damit verbracht die österreichische Line abzureiten und das Spektakel der überall marschierenden Truppen zu beobachten. Der Anblick ist wirklich beeindruckend, es müssen mehrere Zehntausend auf dem Marsch sein.

Der Rückzug des IV. und II.Armeekorps nach Süden auf Raab verläuft relativ reibungslos und die Franzosen können nicht aufschließen. Die wenige Kavallerie verstärkt durch die Reiterei des I.Reservekorps schirmen die Truppenbewegungen ab. Die Franzosen stoßen entlang der Straßen sowohl Richtung Raab als auch entlang der Donau weiter vor.

In Raab selbst wird fieberhaft versucht die Brücke nach Norden über die Raabnitz zu zerstören aber sie wurde dafür nicht vorbereitet und die aufgefahrenen Geschütze richten nicht so viel Schaden an wie erwartet. Von den Vororten zwischen Raabnitz und Raab führt dann noch eine weitere Brücke in die Stadt selbst und diese muss dann auch erst zerstört werden. Die angeschlagenen Grenadierbataillone des I. Reservekorps müssen die Stadt dann halten und gegen die aus Westen heranströmenden Franzosen verteidigen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0296.jpg (https://www.imgbox.de/)





Neben den starken Verbänden die direkt auf die Stadt Raab marschieren stoßen die Franzosen auch südlich der Raab nach Osten vor. Sie verschieben ihren Schwerpunkt dabei langsam nach Norden und die Österreicher folgen dieser Vorgabe. Die am südlichsten stehende Armee von Innerösterreich schickt starke Truppenteile ins Richtung Zentrum und von dort verlegen immer mehr Truppen nach Norden zum schwer angeschlagenen III.Armeekorps.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0297.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0298.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
23.11.20, 14:48
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 0830, Raab/Gyor in Ungarn

Eine weitere Stunde ist um und immer noch befinden sich Teile des IV. und II.Armeekorps nördlich von Raab. Ihr Rückzug verläuft zwar planmäßig und die nachsetzenden Franzosen kommen nicht heran aber aus Westen droht Gefahr. Wir erkennen französische Artillerie die sich dem Fluss nähert und den Österreichern wohl einige Verluste zufügen wird.

Das größte Problem liegt aber aktuell direkt in der Stadt Raab. Die Truppen des I.Reservekorps konnten zwar die Brücke über die Raabnitz mittlerweile zerstören aber die zweite Brücke über die Raab noch nicht. Schneidige französiche Plänkler haben es auf die Brücke geschafft und verhindern nun die Zerstörung, auch wenn sie dabei sehr hohe Verluste erleiden. Hier zeigt sich die mangelnde Vorbereitung der Österreicher, die Brücken hätten wir längst zur Zerstörung vorbereitet.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0299.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich der Stadt gibt es noch keine Gefechte aber die Franzosen rücken immer näher heran. Sie setzen ihren Schwerpunkt deutlich Richtung Raab und die Österreicher versuchen ebenfalls ihre Truppen zu verschieben. Nach wie vor bereitet uns das sehr schwache III.Armeekorps hier große Sorgen, wenn die Franzosen hier mit Schwung angreifen können sie wohl nicht einmal mit den herangeführten Verstärkungen am Durchbruch gehindert werden.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0300.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0301.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Cfant
23.11.20, 15:23
Ähm... Links: eine intakte Brücke, über die sich haufenweise Franzosen drängen.
Rechts: Österreicher mit Kanonen.

Da geht doch was :D Anders gesagt: Könnte man die Brücke nicht in Blutmühlen verwandeln?

KAreil
23.11.20, 21:11
Ähm... Links: eine intakte Brücke, über die sich haufenweise Franzosen drängen.
Rechts: Österreicher mit Kanonen.

Da geht doch was :D Anders gesagt: Könnte man die Brücke nicht in Blutmühlen verwandeln?


Ein guter Plan den wir auch verfolgen werden.
Aber unser werter Gegner wird das wohl kontern können, mit seinen zahlreichen Plänklern wird er die Brücke solange besetzt halten bis er selbst seine zahlenmäßig starke Artillerie in Stellung hat. Damit wird er dann ähnlich wie bei Cham unsere Geschütze niederschießen und dann erst die normale Infanterie zum Sturm ansetzen.

Vermutlich werden wir uns wenn der Feindbeschuss zu stark wird in die Stadt zurückziehen wo er mit seinen Kanonen weniger wirken kann, dort hoffen wir ihn noch etwas aufhalten zu können - leider sind unser eigentlich starken Grenadiere vom Marchfeld noch stark angeschlagen.

Bigfish
23.11.20, 21:25
Wie hinderlich ist den der "Pancza Stream"? Ist da südlich von Raab eine Brücke? Kann man die zerstören um die Flankenbedrohung von Süden zu verzögern? Die Franzosen scheinen ja genau dorthin zu wollen?

KAreil
24.11.20, 12:25
Wie hinderlich ist den der "Pancza Stream"? Ist da südlich von Raab eine Brücke? Kann man die zerstören um die Flankenbedrohung von Süden zu verzögern? Die Franzosen scheinen ja genau dorthin zu wollen?

An vielen Stellen (dunkelblau) ist die Pancza eine Sperre aufgrund des steilen Bachbetts, es gibt aber einige flachere Stellen (hellblau). Die Brücke im Süden Raab lässt sich nicht zerstören, hier müssen wir wohl unsere defensive Haltung aufgeben...und dass mit den schwächsten Truppen die wir haben.

Cfant
24.11.20, 12:37
Ein guter Plan den wir auch verfolgen werden.
Aber unser werter Gegner wird das wohl kontern können, mit seinen zahlreichen Plänklern wird er die Brücke solange besetzt halten bis er selbst seine zahlenmäßig starke Artillerie in Stellung hat. Damit wird er dann ähnlich wie bei Cham unsere Geschütze niederschießen und dann erst die normale Infanterie zum Sturm ansetzen.

Vermutlich werden wir uns wenn der Feindbeschuss zu stark wird in die Stadt zurückziehen wo er mit seinen Kanonen weniger wirken kann, dort hoffen wir ihn noch etwas aufhalten zu können - leider sind unser eigentlich starken Grenadiere vom Marchfeld noch stark angeschlagen.

Zumindest solltet Ihr hier Zeit gewinnen. Und im Anschluss dieser Schlacht die 1813er Kampagne spielen :D

Bigfish
24.11.20, 19:15
Uns deucht es sind Wahlen und irgendjemand hier scheint noch nicht gewählt zu haben!



https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30616

Bigfish
29.11.20, 13:59
Eine spannende Wahl hat ihr Ende gefunden.


Wir danken für Euren Beitrag!


Möge es Vorbild und Ansporn für Euch und auch alle anderen Regenten sein.


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30616

KAreil
01.12.20, 08:03
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 0900, Raab/Gyor in Ungarn

Es kommt wie es kommen muss, durch den schnellen Rückzug des IV. und II.Armeekorps kommt es an den Brücken und den engen Gassen von Raab zu Chaos und dadurch zu schmerzhaften Verzögerungen. Die Franzosen sind der Kavallerie-Nachhut hart auf den Fersen und vom Westufer der Kleinen Donau feuern sie mit Artillerie in die zurückflutenden Massen was hohe Verluste verursacht.

In der Vorstadt westlich Raab haben die Franzosen mittlerweile starke Infanteriekräfte zusammengezogen und ihre schneidigen Plänkler trotzen dem heftigen Feuer der Österreicher und halten die Brücke in die Stadt besetzt. Sie fahren auch immer mehr Artillerie auf um den Übergang zu erzwingen und den Rest von Raab unter Feuer nehmen zu können. In den Massen der Franzosen sieht man mittlerweile auch Pioniertruppen die wohl auch die Brücke nach Norden reparieren werden.
Die Österreicher bauen mit den bereits zurückgezogenen Teilen des II.Armeekorps eine Linie südlich von Raab auf denn auch von dort kommen Franzosen. Die verfügbaren Teile des IV.Armeekorps werden in der Stadt zur Verstärkung des I.Reservekorps eingesetzt.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0302.jpg (https://www.imgbox.de/)





Im Süden von Raab nähert sich die nächste Bedrohung für die Stadt. Die südlich der Raba vordringenden Franzosen bleiben außerhalb der Reichweite der österreischischen Geschütze auf den Anhöhen und stoßen zügig voran. Alle gesichteten französischen Truppen marschieren nach Norden oder Nordosten und hier sieht der Erzherzog eine Chance aktiv zu werden. Die Gesamtzahl der Franzosen scheint hier nicht so weit überlegen zu sein wie üblich und mit der Armeegruppe Hiller und der Armee von Innerösterreich stehen relativ frische Truppen zur Verfügung also wird der Befehl zum Vormarsch erteilt. Die Österreicher wollen damit zumindest die Flanke des Gegners bedrohen aber im Idealfall wird daraus ein Großangriff der sie gegen die Raba und die Stadt Raab drückt und dort vernichtet.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0303.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0304.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Cfant
01.12.20, 09:22
In der Vorstadt westlich Raab haben die Franzosen mittlerweile starke Infanteriekräfte zusammengezogen und ihre schneidigen Plänkler trotzem dem heftigen Feuer der Franzosen und halten die Brücke in die Stadt besetzt.

Jetzt kämpfen die Franzosen schon gegen sich selbst :D

Viel Erfolg beim Gegenstoß! Dass Wir das noch erleben dürfen... :tongue:

KAreil
01.12.20, 11:08
In der Vorstadt westlich Raab haben die Franzosen mittlerweile starke Infanteriekräfte zusammengezogen und ihre schneidigen Plänkler trotzem dem heftigen Feuer der Franzosen und halten die Brücke in die Stadt besetzt.

Jetzt kämpfen die Franzosen schon gegen sich selbst :D

Viel Erfolg beim Gegenstoß! Dass Wir das noch erleben dürfen... :tongue:


Habt Dank, wurde korrigiert.

KAreil
09.12.20, 12:44
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 0930, Raab/Gyor in Ungarn

Der Rückzug des IV. und II.Armeekorps über die Kleine Donau auf Raab macht weiter große Probleme, hart verfolgt von den Franzosen und unter heftigem Beschuss aus Westen geraten die Truppen in Unruhe und das Übersetzen verzögert sich. Angesichts der nahenden Franzosen halten wir es für fraglich ob sich die den Rückzug deckenden und eigentlich äußerst wertvolle österreichische Kavallerie noch retten kann.

Die Brücke in die Vorstadt westlich von Raab ist weiter fest in der Hand der Franzosen, immer wieder schicken sie frische Plänkler und es gelingt nicht die Brücke zu zerstören. Dahinter sieht man starke Infanteriekräfte in Bereitstellung und ihre Artillerie versucht mit Erfolg die österreichischen Batterien zum Schweigen zu bringen.

Die bereits zurückgezogenen Teile des II.Armeekorps werden jetzt nach Süden in Marsch gesetzt um die Verteidigung dort zu unterstützen, das IV.Armeekorps bleibt hingegen zur Verteidigung von Raab.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0305.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich der Stadt und noch auch südlich des Pancza Bachs gehen die Franzosen jetzt auch zum Angriff über. Sie hielten sich bis jetzt außerhalb der Reichweite der Gechütze aber jetzt schwenken sie ein. Ihre äußerst starke Kavallerie steht dort den kaum mehr kampffähigen Truppen des III.Armeekorps gegenüber und ganz im Norden sind auch kaum Verstärkungen verfügbar.

Die Hoffnung des Erzherzogs liegt in einem überraschenden Angriff in die Flanke und den Rücken der Franzosen. Dazu sind der Großteil der Armeegruppe Hiller und der Armee von Innerösterreich angetreten und sie haben bereits Feindkontakt mit Napoleons Verbündeten.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0306.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0307.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
18.12.20, 10:48
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1000, Raab/Gyor in Ungarn

Fast überall kann man jetzt französische Pioniere bei der Arbeit erkennen. Sie sind bereits dabei die zerstörte Brücke in der Vorstadt nordwestlich von Raab zu reparieren und so zwei ihrer Angriffskeile zu verbinden. Mit dem Fernglas kann man auch erkennen dass sie dabei sind weiter im Nordwesten bei Gyorzamoly eine Kriegsbrücke über die Kleine Donau zu errichten um eine Verbindung zwischen ihren Truppen nördlich und nordwestlich von Raab herzustellen. Ist das gelungen könnten die Pioniere versuchen die Stadt zu umgehen indem sie weiter flussabwärts Richtung Venek weitere Brücken errichten um sie die österreichische Verteidigung komplett auszuhebeln.

Der Rückzug des II. und IV.Armeekorps durch Raab ist mittlerweile fast abgeschlossen, auch der Großteil der zur Deckung eingesetzten Kavallerie konnte gerettet werden aber die Verluste durch den Beschuss der Franzosen im Nordwesten sind sehr hoch und alle Truppen werden wohl nicht rechtzeitig zurückgenommen werden können. Die Franzosen werden dann wohl schnell ihre Plänkler heranführen um auch diese Brücke intakt zu besetzen. Das I.Reservekorps führt weiter ein Kanonenduell mit dem Gegner und versucht gemeinsam mit dem IV.Armeekorps die Verteidigung der Stadt sicherzustellen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0308.jpg (https://www.imgbox.de/)





Das II.Armeekorps ist hingegen auf schnellem Marsch nach Süden, dort sind die Franzosen bereits über den Pancza Bach vorgedrungen und die Österreicher müssen versuchen die wichtige Höhe nördlich davon noch rechtzeitig zu sichern. Teile des I.Armeekorps das die einzige Reserve darstellt sind auch bereits auf dem Weg dorthin um ein Vergrößern des Brückenkopfs möglichst zu verhindern.

Der groß angelegte Gegenangriff der Armeegruppe Hiller und der Armee von Innerösterreich geht weiter voran aber stößt oft in leeren Raum. Hinter einem effektiven Schirm von Plänklern im Osten und Kavallerie-Schwadronen im Süden verschieben sich die Franzosen fast ungestört weiter nach Norden. Mit Schneid stoßen die Österreicher nach aber die Truppenbewegungen der Franzosen sind unter diesen Umständen bewunderndswert professionell. Je nachdem wie schnell sie die Verschiebung fortführen können gelingt es ihnen vielleicht sogar der österreischischen Kavallerie im Süden zu entgehen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0309.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0310.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Cfant
18.12.20, 10:58
Trotzdem - der Stoß im Süden scheint die einzige Chance zu sein. Und wie können die Franzosen die Brücke von Raab halten, wenn 3 Meter weiter die halbe öster. Artillerie steht? Die müsen doch horrende Verluste haben, die Franzosen?

KAreil
18.12.20, 11:04
Trotzdem - der Stoß im Süden scheint die einzige Chance zu sein. Und wie können die Franzosen die Brücke von Raab halten, wenn 3 Meter weiter die halbe öster. Artillerie steht? Die müsen doch horrende Verluste haben, die Franzosen?


Auf der Brücke stehen nur <100 Plänkler, da macht die Ari nicht so viele Verluste (10-30 allerhöchstens). Alle 2-3 Runden werden die Plänkler ausgetauscht, die Franzosen haben die ja in Unmengen. Die eigenen Kanonen werden dafür Stück für Stück von den Franzosen zerschossen, punktuell sind sie hier im Vorteil.

Cfant
18.12.20, 11:16
Und ein kleiner, schneidige Gegenstoß, um den Feind ein wenig Zurückhaltung anzumahnen? Sofern er halt echt nur leichte Truppen an und auf der Brücke hat.

KAreil
18.12.20, 11:58
Und ein kleiner, schneidige Gegenstoß, um den Feind ein wenig Zurückhaltung anzumahnen? Sofern er halt echt nur leichte Truppen an und auf der Brücke hat.

Gegenstoß muss mit regulären Truppen erfolgen um Erfolg zu haben und wird durch die viele Ari hohe Verluste haben, dann haben wir die Brücke wieder. Im gegnerischen Zug werden die Truppen wieder unter schweres Feuer genommen, irgendwann fliehen sie und der Feind besetzt die Brücke wieder - das bringt uns nichts. Wir rechnen uns besser Chancen aus den Feindtruppen hohe Verluste zuzufügen wenn er sich entschließt auf die andere Seite zu stürmen - falls er das macht endet das so blutig wie in unserer allerersten Schlacht bei Landshut.

KAreil
11.01.21, 15:39
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1030, Raab/Gyor in Ungarn

Starke Infanterieverbände folgen der französischen Kavallerie im Norden von Raab. Die schwachen österreichischen Nachhuten in der Vorstadt werden bedrängt aber nicht wirklich angegriffen, es scheint als möchten die Franzosen auf einen blutigen Kampf um diese Brücke vermeiden. Sie sichern hingegen mögliche Stellen für Kriegsbrücken weiter flussabwärts an der Kleinen Donau.  Wenn sie wie befürchtet weiter im Nordwesten bei Gyorzamoly eine Kriegsbrücke errichten und dann die Pioniere hier ansetzen wird das die österreichische Verteidigung komplett aushebeln.

Die Angriffskeile nordwestlich und westlich der Stadt sind mittlerweile so gut wie vereinigt. Hunderte Pioniere sieht man an der Brücke in der Vorstadt von Raab arbeiten. Über die intakte Brücke von dort in die Stadt selbst haben sie mittlerweile auch angegriffen. Nach Vorbereitung durch ihre vielen Geschütze stürmte ein französisches Bataillon überraschend über die Brücke aber die österreichischen Grenadiere konnten das abwehren und ein weiterer Versuch wurde nicht mehr unternommen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0311.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich von Raab greift der Gegner hingegen mit wesentlich mehr Erfolg an. Abgeschirmt von den allgegenwärtigen Schwärmen von Plänklern gab es einen schwungvollen Angriff auf die Anhöhe nördlich des Pancza Bachs und die Österreicher konnten dem nicht standhalten. Die Kampfkraft der gegnerischen Truppen ist einfach zu hoch und dabei sind es hier nicht mal die Franzosen selbst sondern ihre Verbündeten, wir kennen ihre Fahnen nicht sicher aber denken es handelt sich um hessische Garde-Bataillone. Das als Reserve gehaltene österreichische I.Armeekorps wird hier auch bald eingreifen müssen.

Südlich des Pancza entzieht sich der Gegner weiter kunstvoll dem österreichischen Angriff und bringt immer mehr Truppen über den Bach. Die österreichische Kavallerie tritt zwar schneidig zum Angriff an aber die vielen gegnerischen Schwadronen halten sie immer wieder auf. Wenn das so weitergeht wird der Bach kein Hindernis für den Gegner sondern für die Österreicher.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0312.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0313.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Bigfish
17.01.21, 14:16
wir kennen ihre Fahnen nicht sicher aber denken es handelt sich um hessische Garde-Bataillone.


Dann solltet Ihr besser gleich die Fahne schwenken:




https://www.youtube.com/watch?v=4ReF03YwIO8

KAreil
20.01.21, 10:05
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1100, Raab/Gyor in Ungarn

Die Franzosen haben ihre Kriegsbrücke über die kleine Donau bei Gyorzamoly wohl fertiggestellt denn durch das Fernglas können wir ihre Pioniere jetzt nördlich von Raab bei Gyorujfalu erkennen. Im Eilmarsch sind sie auf dem Weg nach Süden wohl um flussabwärts von Raab eine weitere Brücke zu errichten und so die österreichische Verteidigung komplett auszuhebeln. Sie haben bereits mehrere mögliche Stellen mit ihren Truppen und starker Artillerie gesichert. Die Österreicher ziehen das IV.Armeekorps jetzt aus der Stadt um gegen diese erneuten Brückenschläge vorzugehen aber wir halten es dafür für wesentlich zu schwach, vor allem was die Artillerie angeht.
Raab selbst liegt weiterhin unter schwerem Beschuss aus Nordwesten und Westen, die Vorstadt im Norden wurde auch vom Feind genommen aber er scheint hier aktuell keinen blutigen Häuserkampf riskieren zu wollen. Westlich von Raab konnten wir hingegen heranmarschierende Garde-Bataillone sehen und hier könnten die Franzosen doch wieder versuchen vorzustoßen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0314.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich von Raab greifen die Franzosen und ihre Verbündeten weiterhin stark an und drängen die Österreicher nach Norden zurück, viele ihre Bataillone wurden fast zerschlagen und müssen sich erst sammeln. Neben dem II.Armeekorps haben die Österreicher jetzt auch das I.Armeekorps im Einsatz und es greift von Osten her an, es gibt Fortschritte aber die Verluste sind hoch.

Südlich des Pancza Bachs haben die Österreicher versucht den Abmarsch des Gegners nach Norden zu stören und sie konnten sogar für kurze Zeit die Zugänge zur einzigen Brücke erreichen aber die starken französischen Truppen waren überlegen und konnten sie sogar einschließen. Obwohl sie zahlenmäßig schwach ist schafft es die französische Kavallerie weiterhin die Zugänge zur Brücke nach Osten effektiv abzuschirmen und die eigentlich starken österreichischen Truppen kommen nicht heran.

Währenddessen verkürzt der Gegner seine Linie weiterhin geschickt und versucht alle Truppen über die Brücke zu bringen. Die österreichischen Truppen greifen ihre Nachhut woimmer möglich an aber richtig zu fassen bekommen sie den Feind nicht.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0315.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0316.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
27.01.21, 10:26
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1130, Raab/Gyor in Ungarn

Französische Pioniere sind jetzt nördlich von Raab keine 3 Kilometer mehr entfernt, sie sind im Eilmarsch unterwegs zur Kleinen Donau flussabwärts der Stadt. Dort haben die Franzosen bereits mehrere für Kriegsbrücken geeignete Stellen gesichert. Das österreichische VI.Korps soll das eigentlich verhindern wird aber von der starken und zahlenmäßigen weit überlegenen französischen Artillerie auf Distanz gehalten. Außerdem muss das Korps vorrübergehend Truppen nach Süden zur Unterstützung des II.Armeekorps schicken.

Die Grenadiere des I.Reservekorps mussten mittlerweile sowohl im Norden als auch im Westen von Raab eingebrochene französiche Truppen bekämpfen konnten sie auch wieder zurückwerfen. Ihre Verluste sind hoch aber noch können sie die Stadt behaupten.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0317.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich von Raab halten die Franzosen weiterhin die Brücke über den Pancza Bach und bringen immer mehr Infanterie und Artillerie darüber. Diese greift dann vor allem nach Norden Richtung Raab stark an und das II.Armeekorps der Österreicher muss immer weiter zurückweichen. Hier sollen jetzt Truppen des IV.Armeekorps unterstützen.

Nördlich des Bachs steht das österreichische I.Armeekorps in heftigen Kämpfen mit den Franzosen. In heftigem Hin-und-Her kommen die Österreicher langsam aber mit hohen Verlusten voran, es bleibt ihnen nichts anders als weiterhin mit aller Macht anzugreifen um die Franzosen hier im Süden zu schlagen bevor sie dringendst den Brückenschlag über die Kleine Donau aufhalten müssen.

Südlich des Bachs werden die Franzosen durch die Übermacht der Österreicher immer weiter zurückgeworfen aber vor allem vor der Brücke hält ihre Linie weiterhin stand. Entlang der Raba zeichnet sich die österreichische Kavallerie aus indem sie immer wieder in die gegnerische Nachhut stößt und auch einige fliehende Verbände einfach niederreitet. Die große Frage ist ob sie gegen die mit starker Artillerie ausgestatteten Franzosen den Übergang über den Pancza Bach schnell genug schaffen um an der kleinen Donau zu unterstützen. Inwieweit sie da dann noch kampfkräftig sind ist dann die nächste Frage.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0318.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0319.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
03.02.21, 08:27
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1200, Raab/Gyor in Ungarn

Wie ein Damoklesschwert hängen die starken französichen Truppen nördlich von Raab über den österreichischen Linien. Ihre Pioniere haben die Kleine Donau jetzt fast erreicht und sie werden ihre Arbeit an den bereits stark gesicherten geeigneten Stellen schon in Kürze beginnen. Hinter den Pionieren sieht man Unmengen an frischer französischer Infanterie herannahen. Man bemerkt auch dass die Franzosen viele ihrer Kräfte im Westen von Raab jetzt nach Norden marschieren lassen, sie wollen wohl zur Kriegsbrücke bei Gyorzamoly um so den Angriff im Norden zu unterstützen.

Die Franzosen versuchen auch erneut einen Angriff über die Brücken im Norden und Westen von Raab in die Stadt selbst. Wieder können sie von den österreichischen Grenadieren zurückgeworfen werden aber die Verluste sind hoch. Das IV.Armeekorps ist mittlerweile mit der Masse nach Süden in Marsch gesetzt, den Brückenschlag hier wird es sowieso nicht verhindern können und im Süden spitzt sich die Lage gefährlich zu.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0320.jpg (https://www.imgbox.de/)





Südlich von Raab zeigt sich einmal mehr die hervorragende Kampfkraft des Gegners. Die Österreicher greifen zwar mit aller Macht an aber die Brücke über den Pancza Bach ist immer noch in ihrer Hand, vor allem an der französischen Kavallerie gibt es kein Vorbeikommen. Ohne diese Brücke kann die Masse der österreichischen Truppen nicht eingesetzt werden und deshalb greifen sie zurzeit ohne Rücksicht auf Verluste an, dabei fällt auch General-Major Kleinmeyer.

Nördlich des Bachs konnten die Franzosen einen schneidigen Angriff der österreichischen Kavallerie mit ihrer überlegenen Artillerie zerschlagen und die Infanterie kommt auch kaum mehr voran. Währenddessen greifen die Franzosen sogar weiter Richtung Raab an und erhalten dabei Unterstützung durch ihre Geschütze auf der anderen Seite der Raba. Im Schutz dieser sammeln sich ihre Truppen wieder und wir befürchten dass sich die Franzosen hier noch lange halten können werden.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0321.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0322.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
08.02.21, 08:53
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1230, Raab/Gyor in Ungarn

Die französischen Pionier haben die kleine Donau flussabwärts von Raab erreicht.Sie werden wohl sofort mit den Arbeiten an einer oder gleich zwei Kriegsbrücken beginnen und die Österreicher können dagegen nicht wirklich vorgehen. Die zwei Geschützbatterien die sie dort zur Verfügung haben eröffnen zwar das Feuer aber ihre Wirksamkeit ist gering.

In Raab selbst konnten die Österreicher die Brücke in die Vorstadt im Norden mittlerweile zerstören und sie ziehen ihre Artillerie jetzt heraus um die Pioniere zu bekämpfen. Vorerst haben es die Franzosen aufgegeben die Stadt direkt über die Brücken aus den Vorstädten zu nehmen. Man sieht dass sie viele ihrer Truppen im Westen nach Norden umleiten um so zu den gerade im Bau befindlichen Brücken im Osten zu gelangen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/PBEM/DADD_0323.jpg (https://www.imgbox.de/)





Die Franzosen haben mittlerweile viele ihrer Geschütze im Westen von Raab nach Süden beordert um von dort über die Raba und die österreichischen Linien zu feuern. Sie greifen weiterhin schwungvoll nach Osten und Norden an, nur das schnell in die Linie geworfene IV.Armeekorps der Österreicher kann sie hier noch aufhalten. Das I.Armeekorps südlich davon wird stark bedrängt aber stößt trotz großer Verluste mit aller Macht vor und kann eine französische Batterie an der kritischen Brücke über den Pancza Bach überrennen.

Nach heftigsten Kämpfen in der letzten Stunde ist es den aus Süden angreifenden österreichischen Truppen gelungen auch wieder gelungen zur Brücke vorzustoßen. Nur nach schwerer Artillerievorbereitung und unter hohen Verlusten ist es gelungen die starken französischen Truppen dort zu werfen und einzuschließen.

https://www.imgbox.de/users/kareil/PBEM/DADD_0324.jpg (https://www.imgbox.de/)






https://www.imgbox.de/users/kareil/PBEM/DADD_0325.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Cfant
08.02.21, 09:21
Das sieht im Süden ja nicht so übel aus. Verluste muss man nun hinnehmen, aber wenn es gelingt, hier zu siegen, haben die Franzosen ein Problem :)

KAreil
08.02.21, 13:48
Das sieht im Süden ja nicht so übel aus. Verluste muss man nun hinnehmen, aber wenn es gelingt, hier zu siegen, haben die Franzosen ein Problem :)

Dass wir im Süden gewinnen ist jetzt wirklich nur mehr eine Frage der Zeit und Verluste aber die kann kritisch werden. Ob wir schnell genug und in brauchbarem Zustand dem feindlichen Brückenschlag entgegentreten können ist fraglich.

Hätte unser Gegner erst jetzt im Süden angegriffen hätte es uns wohl das Genick gebrochen, zeitgleich wären wir da weit unterlegen. In der jetzt 2 Jahre laufenden Kampagne war das der erste wirkliche Fehler unseres Gegners.

Cfant
08.02.21, 16:16
Es ist auch das erste Mal in dieser Donau-Kampagne, dass Wir Euch bzw. Österreich in der Offensive sehen. Angenehme Abwechslung :)

Bigfish
14.02.21, 18:54
Weiterhin sehr spannend!

KAreil
18.02.21, 08:59
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1300, Raab/Gyor in Ungarn

Trotz schwerem Beschuss durch die österreichischen Geschütze gehen die Arbeiten an der Kriegsbrücke flussabwärts von Raab voran. Gerade haben die Pioniere mit den Arbeiten an einer zweiten begonnen und dahinter sieht man Massen an Truppen die nur darauf warten über den Fluss vorzustoßen. Westlich von Raab sieht man weiterhin gewaltige Kolonnen die nach Norden ziehen um dort bei Gyorzamoly nach Osten zu den neun Brücken zu gelangen. Die Österreicher können nur versuchen das mit ihren wenigen verfügbaren Batterien zu verhindern, ihre anderen Truppen sind allesamt schon anderweitig im Kampf.

Wieder und wieder versuchen die Franzosen auch aus dem Westen über die intakte Brücke in die Vorstadt in Raab einzubrechen. Unter größten Anstrengungen werfen die österreichischen Grenadiere des I.Reservekorps sie wieder hinaus aber lange werden sie das nicht mehr durchhalten.

Im Süden der Stadt haben die Franzosen einen Großangriff auf das IV.Armeekorps gestartet das außerhalb der Stadtmauern Stellung bezogen hat. Angeführt von ihrer schneidigen Kavallerie stürzen sie sich in die österreichischen Linien und zerschlagen die vordersten Bataillone, unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Batterien am Westufer der Raba. Die Verluste der Angreifer sind aber auch beträchtlich und mit den letzten Reserven starten die Österreicher Gegenangriffe um ihre Stellungen zurückzugewinnen und dabei möglichst viele Franzosen einzuschließen.

Der Rest der französischen Truppen südlich von Raab versucht sich geordnet auf eine kürzere Linie nahe der Stadt zurückzuziehen. Das gelingt ihnen zum Teil gut dank entlastender Gegenstöße und Artillerie-Unterstützung. Dem Druck der über den Pancza Bach strömenden Österreicher müssen sie aber in jedem Fall weichen und Teile ihrer Nachhut werden eingeschlossen. Die Truppen der Armeegruppe Hiller, Armee von Innerösterreich und des I.Armeekorps sind mittlerweile hoffnungslos vermischt und alles greift mit aller Mach nach Norden an. Durch die neuen Kriegsbrücken muss schnel gehandelt werden und in den schneidigen aber zum Teil überstürzten Angriffen fällt auch General-Major Clary.

Während sich Unmengen österreichischer Infanterie und Artillerie an der einzigen Brücke über den Pancza Bach nach Norden staut macht sich die vereinigte Kavallerie fast aller Truppen nach Südosten auf um dort über den Fluss zu kommen und über den Kismegyer Hof und Szabadhegy nach Norden zu gelangen. Ein ziemlicher Umweg aber so kommen sie vielleicht schneller an um sich den über die Kleine Donau setzenden frischen Franzosen entgegenzustellen.
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(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Stupor Mundi
18.02.21, 20:28
Das ist ja ein ganz schönes Gemetzel.
Aber es sieht so aus, als würdet Ihr diesmal besser standhalten als in früheren Szenarien.
Können die Truppen und Batterien in Raab sich lange genug einigeln, bis die Verstärkung aus dem Süden da ist, falls die Franzosen vorher schon über die Kleine Donau brechen?

KAreil
18.02.21, 21:34
Das ist ja ein ganz schönes Gemetzel.
Aber es sieht so aus, als würdet Ihr diesmal besser standhalten als in früheren Szenarien.
Können die Truppen und Batterien in Raab sich lange genug einigeln, bis die Verstärkung aus dem Süden da ist, falls die Franzosen vorher schon über die Kleine Donau brechen?

Nein, in Raab haben wir nichts mehr.
Es steht alles im Kampf gegen die immer wieder aus Nordwesten über die Brücke angreifenden Truppen und mit der Bedrohung im Süden ist auch die letzte Reserve eingespannt. Es steht und fällt also alles mit der Zeit die die Franzosen für den Brückenschlag brauchen.

KAreil
26.02.21, 10:56
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1330, Raab/Gyor in Ungarn

Der Beschuss durch die österreichischen Geschütze zeigt flussabwärts von Raab Wirkung bei den französischen Pionieren. Sie kommen nur langsam mit ihren Kriegsbrücken voran aber man sieht immer mehr Pioniere und andere Truppen heranmarschieren. Die französischen Geschütze sind aber auch nicht untätig und die Österreicher verlieren so manche Kanone durch ihr Feuer.

Auch die Stadt selbst wird weiter beschossen und aus der Vorstadt im Nordwesten stürmt wieder französische Infanterie über die Brücke. Im brutalen Häuserkampf gelingt es den Grenadieren des I.Reservekorps erneut sie zurückzuschlagen aber die Verluste sind hoch.

Südlich von Raab ist der Rest der österreichischen Truppen im Kampf und mittlerweile kann im Schlachtengewirr kaum mehr eine geordnete Korps-Struktur mehr erhalten werden. Truppen des I.,II.,III. und IV.Armeekorps sowie die Armeegruppe Hiller und die Armee von Innerösterreicher kämpfen dort gemeinsam gegen die verbliebenen Franzosen. Diese leisten nach wie vor erbitterten Widerstand aber ihre Verluste sind hoch, unter anderem gehen auch die Generäle Espagne, Viviez, Legrand und Nagel in Gefangenschaft. Die Ausfälle auf österreichischer Seite sind aber auch nicht gering, die General-Majore Riese und Clary werden in den Angriffen verwundet und auch die franzöische Artillerie auf der anderen Seite der Raba reißt große Lücken.
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(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

hohe_Berge
26.02.21, 19:28
Wahnsinn. Ein schierer Wettlauf. Sehr spannend das ist.

Glück Auf

Stupor Mundi
26.02.21, 21:24
Nein, in Raab haben wir nichts mehr.
Es steht alles im Kampf gegen die immer wieder aus Nordwesten über die Brücke angreifenden Truppen und mit der Bedrohung im Süden ist auch die letzte Reserve eingespannt. Es steht und fällt also alles mit der Zeit die die Franzosen für den Brückenschlag brauchen.

Irgendwie haben wir beide aneinander vorbei geschrieben...
Wir formulieren mal anders: Ihr habt noch Truppen in Raab - aber die sind alle gebunden. Korrekt?
Da ist auch noch Ari, und andere Counter, die Wir nicht kennen: eckige Fadenkreuze sowie Halbmonde. Was passiert mit denen, falls der Franzose über die Kleine Donau ist, bevor die Verstärkung da ist?
Sterben die den Heldentod, oder gibt es eine Auffanglinie für den Rückzug?
Ehrlich gesagt scheint die Spielmechanik hier aus Rückzügen sowieso den Heldentod zu machen, da ist vielleicht "Halten um jeden Preis" die bessere Parole, weil der Gegner dadurch gebunden wird=

KAreil
01.03.21, 06:28
Irgendwie haben wir beide aneinander vorbei geschrieben...
Wir formulieren mal anders: Ihr habt noch Truppen in Raab - aber die sind alle gebunden. Korrekt?
Da ist auch noch Ari, und andere Counter, die Wir nicht kennen: eckige Fadenkreuze sowie Halbmonde. Was passiert mit denen, falls der Franzose über die Kleine Donau ist, bevor die Verstärkung da ist?
Sterben die den Heldentod, oder gibt es eine Auffanglinie für den Rückzug?
Ehrlich gesagt scheint die Spielmechanik hier aus Rückzügen sowieso den Heldentod zu machen, da ist vielleicht "Halten um jeden Preis" die bessere Parole, weil der Gegner dadurch gebunden wird=

Korrekt, die paar Grenadierbataillone in Raab sind gebunden. Sie sind voll damit beschäftigt die immer wieder über die Brücke stürmenden Franzosen zurückzuwerfen.

Die "Halbmonde" sind wohl die Versorgungskolonnen von denen sehr viele in Raab stehen. Die braucht man wenn eine Einheit "Low Ammo" hat was mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bei jedem Feuern passieren kann. Sie können vom Feind auch erobert und zurückerobert werden, man sieht im letzten Bild dass die Reste einer Kavallerie-Schwadron mit 2 Offizieren eine unserer Kolonnen noch erobert hat aber jetzt eingeschlossen ist.

"Eckige Fadenkreuze" sind wohl die dünn gezeichneten Skirmisher/Plänkler. Die Franzosen haben Unmengen davon und sie verursachen viele Nadelstiche bzw. müssen sie immer im Nahkampf zurückgeworfen werden was wiederum weitere Angriffe für den Zug verhindert. Äußerst lästig und die Franzosen waren auch im RL für sie berüchtigt.

Arminius
01.03.21, 07:30
Was für eine Schlacht. Sehr abwechslungsreich. Es ist bestimmt sehr arbeitsreich, die vielen Counter an die Schwerpunkte zu ziehen. Umso mehr danken Wir für diesen AAR.

Hätte der Franzose mehr Druck im Süden machen können? Sprich: Kennt Ihr eventuell den Aufmarsch der Franzosen (also das Szenariodesign) aus deren Sicht? Oder ist das Szenario so gestaltet, dass die Masse der französischen Armee über Raab angreifen "muss"?

KAreil
01.03.21, 08:50
Was für eine Schlacht. Sehr abwechslungsreich. Es ist bestimmt sehr arbeitsreich, die vielen Counter an die Schwerpunkte zu ziehen. Umso mehr danken Wir für diesen AAR.

Hätte der Franzose mehr Druck im Süden machen können? Sprich: Kennt Ihr eventuell den Aufmarsch der Franzosen (also das Szenariodesign) aus deren Sicht? Oder ist das Szenario so gestaltet, dass die Masse der französischen Armee über Raab angreifen "muss"?


Die Masse der Franzosen stand anfangs nordwestlich von Raab, ein kleinerer Teil im Norden und ein mittelgroßer Teil im Süden (der jetzt aufgerieben wird).
Unser Gegner hat anfangs hauptsächlich versucht über die Brücken von Raab selbst zu kommen was wir bis jetzt noch verhindern konnten. Weiters hat er weiter im Norden eine Brücke geschaffen um vom Nordwesten in den Norden von Raab zu kommen wo es mögliche Brückenstellen nach Süden gibt. Klug aber wie unser Gegner selbst zugibt hat er erst vor kurzem erkannt dass er alles auf diese Karte setzen muss damit das was wird.

Der große Fehler unseres Gegners war mit den südlichen Kräften vorzugehen bevor der Brückenbau von Norden her angelaufen ist. Nur dadurch haben wir erkannt dass wir im Süden überhaupt eine Überlegenheit haben bzw. konnten angreifen während diese Kräfte gerade nicht konzentriert waren. Hätte unser Gegner den Vormarsch im Süden zeitgleich mit den Brückenschlägen im Norden gemacht hätten wir keine Chance gehabt das zu verhindern. Zeit wäre genug dafür da, wir haben noch nicht einmal die Hälfte der möglichen Züge des Szenarios gespielt.

Arminius
01.03.21, 20:04
Dann hat die besser informierte und schnell fest zupackende Hand hier zumindest zu Beginn den Feind de facto geschlagen, wenn auch nur im Süden und eventuell auch bei Raab, da der Übergang über den Fluss seine Zeit dauern wird. Aber das wisst Ihr besser als Wir, der Wir leider nur sehr wenige JTS Napoleon Schlachten geschlagen haben.

Wenn Ihr Eure Front nun geschickt gen Norden schwenkt, sollte es kein zweites Leuthen geben. Man stelle sich vor, die Franzosen wären Preußen, dann würde jetzt eure Nordfront aufgerollt werden? ;) Wir überspitzen. Wie im Folgenden.

Ist bekannt, ob die französischen Truppen aufgrund von besserem Command schneller sich bewegen? Ist das bei Jonnie Tiller so programmiert? Wir vermuten, dass die Franzosen über eine größere Schlagkraft verfügen im Kampf Mann gegen Österreicher? ;)

KAreil
09.03.21, 12:40
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1400, Raab/Gyor in Ungarn

Langsam aber stetig geht der Bau der 2 Kriegsbrücken flussabwärts von Raab voran. Die österreichischen Geschütze tun ihr möglichstes die französischen Pioniere zu stören aber durch deren Geschütze gehen einige verloren. Über den gewonnen Übergang über den Pancza Bach steht den Österreichern noch einiges mehr an Artillerie zur Verfügung aber diese müssen erst zum Fluss gebracht werden und das kostet wertvolle Zeit.

Aus der Vorstadt im Nordwesten haben die Franzosen wieder versucht die Stadt zu erstürmen aber wieder wurden sie zurückgeworfen. Die tapferen österreichischen Grenadiere zeichnen sich hier aus aber der Blutzoll ist hoch.

Im Süden von Raab haben es die Franzosen geschafft ihre versprengen Truppen am Fluss nahe der Stadt zu sammeln und dort leisten sie erbitterten Widerstand. Ihre vielen Geschütze auf der anderen Flussseite verursachen hohe Verluste bei den Österreichern und Erzherzog Karl hat beschlossen den Großteil der Truppen im Süden gleich zu den Kriegsbrücken im Osten zu schicken. Die verbliebenen Franzosen sollen nur bedingt direkt angegriffen werden sondern zuerst mit eigener Artillerie zerschlagen werden.

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(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
17.03.21, 08:31
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1430, Raab/Gyor in Ungarn

Vom Feuer der österreichischen Geschütze fast unbeeindruckt setzten die tapferen französischen Pionier ihre Arbeit an den Kriegsbrücken fort. Vor allem die zweite flussabwärts Raab macht große Fortschritte und die Österreicher verlieren dort auch mehr und mehr ihrer Artillerie durch die französische.

Über die Vorstadt nordwestlich der Stadt greifen die Franzosen auch immer wieder an, die Brücke färbt sich bereits rot vor lauter Blut. Immer wieder stürmen sie vor und immer wieder werden sie von den Grenadieren des I.Reservekorps zurückgeworfen.

Südlich von Raab herrscht ein ziemliches Durcheinander aus Truppen des I.,II.,III. und IV.Armeekorps sowie die Armeegruppe Hiller und die Armee von Innerösterreich. Es bleibt allerdings keine Zeit die Truppen neu zu sortieren denn sie müssen umgehend zu den Brückenstellen flussabwärts in Marsch gesetzt werden um die erwarteten französischen Brückenköpfe zu bekämpfen.
Die südlich der Stadt eingeschlossenen Franzosen werden währenddessen nur mehr von leichten Truppen in Schach gehalten während sie von österreichischen Geschützen niedergeschossen werden. Das Feuer ist durchaus wirksam aber von der anderen Seite der Raba macht sich nach wie vor auch die französische Artillerie schmerzhaft bemerkbar.

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(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Cfant
17.03.21, 09:18
Allein durch den Kessel im Süden müssten die frz. Verluste diesmal wirklich enorm sein.

KAreil
23.03.21, 10:38
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1500, Raab/Gyor in Ungarn

Die Kämpfe rund um Raab gehen mit unverminderter Härte weiter aber die Großlage ändert sich wenig. Viele der französischen Pioniere mussten aufgrund des österreichischen Feuers die Arbeiten an den Kriegsbrücken einstellen aber dafür verlieren die Österreicher immer mehr ihrer Geschütze.

Der Nordwesten der Stadt wird weiterhin immer wieder über die Brücke in die Vorstadt angegriffen aber die Franzosen können sich dann nicht gegen die österreichischen Grenadiere halten und müssen sich zurückziehen.

Südlich von Raab konnten sich die Franzosen wieder sammeln und versuchen unterstützt von ihrer Artillerie auf der anderen Seite der Raba sogar kleine Angriffe. Die österreichischen Plänkler und Kanonen halten sie aber in Schach wobei es auf beiden Seiten zu hohen Verlusten kommt.
Das Groß der österreichischen Truppen ist auf dem Weg zu den Kriegsbrücken flussabwärts um sich dort neu zu organisieren und für Angriffe auf die erwarteten Brückenköpfe bereitzustellen.

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https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0335.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

hohe_Berge
23.03.21, 20:06
Werter KAreil,

wie hoch ist die Sichtweite. Es ist nicht viel Blau zu sehen. Spannend.

Glück Auf

KAreil
24.03.21, 06:08
Werter KAreil,

wie hoch ist die Sichtweite. Es ist nicht viel Blau zu sehen. Spannend.

Glück Auf


60 Hexes, also 6000m.
Die Franzosen schicken sehr große Massen an Truppen aus dem Nordwesten von Raab nach Norden, dort über eine Kriegsbrücke nach Osten um dann dort wieder nach Süden zur kleinen Donau zu kommen. Im Spiel ist auch so dass man hinter Ari-Batterien, Infanteriebataillonen oder Kavallerie-Einheiten nichts sieht, da könnten also durchaus mehr stehen als wir sehen.

Cfant
29.03.21, 07:07
Dies ist die letzte Schlacht der Kampagne, erinnern Wir uns da richtig? Schade, denn diesmal bluten sie so richtig, die Franzmänner :)

KAreil
29.03.21, 10:09
Dies ist die letzte Schlacht der Kampagne, erinnern Wir uns da richtig? Schade, denn diesmal bluten sie so richtig, die Franzmänner :)

Richtig.
Allerdings wäre die Kampagne schon vor einigen Schlachten vorbei gewesen weil wir uns ein paar "Major Defeat" eingehandelt haben. Um die Geschichte weiterzuerzählen haben wir uns mit unserem werten Gegner darauf geeinigt das auf "Minor Defeat" zu ändern.

KAreil
29.03.21, 15:14
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1530, Raab/Gyor in Ungarn

Die Schlacht tobt weiter aber die Lage der Österreicher bleibt stabil. Die tapferen französischen Pioniere müssen aufgrund des starken Beschusses immer wieder ihre Arbeiten an den Kriegsbrücken abbrechen und ihr Fortschritt ist nur gering. Die Österreicher verlieren zwar einige Geschütze aber sie können neue aus dem Süden der Stadt heranführen.

Nicht minder tapfer wird immer wieder aus der Vorstadt nordwestlich von Raab angegriffen aber außer hohen Verlusten bringt das den Franzosen nichts, zu stark sind die österreichischen Grenadiere dort.

Südlich der Stadt werden die dort eingeschlossenen Franzosen weiterhin mit Kanonen niedergeschossen und wir warten nur darauf dass sie sich endlich ergeben um den sinnlosen Kampf dort einzustellen.

Der Erzherzog hat mittlerweile die direkte Kontrolle über alle Truppen übernommen und die Armeegruppe Hiller sowie Armee von Innerösterreich faktisch aufgelöst. So will er die Truppen neu sortieren um dem erwarteten französischen Brückenschlag zu begegnen. Das I.Armeekorps unter Feldmarschall-Leutnant Dedovich ist von den Kämpfen bereits geschwächt und zum Teil noch südlich von Raab gebunden, der Rest des Korps stellt sich zwischen der zweiten und dritten Brückenstelle bereit.
Das II.Armeekorps unter Feldmarschall Hohenzollern-Hochingen marschiert zur dritten Brückenstelle und soll dort rasten.
Das III.Armeekorps unter Feldzeugmeister Kolowrat-Krakowsky ist das zahlenmäßig schwächste Korps und marschiert abgesehen von den südlich der Stadt eingesetzten Truppen in den Bereich zwischen der zweiten und dritten Brückenstelle.
Das IV.Armeekorps unter Feldmarschall-Leutnant von Rosenberg verteidigt weiter Raab selbst und dessen direktes Umfeld.
Das I.Reservekorps unter General von Liechtenstein bleibt in der Stadt und hält dort die nicht zerstörte Brücke in die Vorstadt.
Das V.Armeekorps unter Erzherzog Ludwig ist zum Teil noch südlich von Raab gebunden, der Rest des Korps stellt sich zwischen der zweiten und dritten Brückenstelle bereit.
Das VI.Armeekorps unter Feldmarschall-Leutnant Kottulinksky marschiert nach Osten zur dritten Brückenstelle.
Das II.Reservekorps unter Feldmarschall-Leutnant Kienmeyer stellt sich hinter der Artillerie bei der ersten und zweiten Brückenstelle bereit.
Das VIII.Armeekorps unter Feldmarschall-Leutnant Albert Gyulai ist bereits auf dem Weg zur dritten Brückenstelle.
Das IX.Armeekorps unter Feldmarschall-Leutnant Graf Gyulai ist noch im Süden der Stadt im Einsatz aber der Rest marschiert ebenfalls zur dritten Brückenstelle.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0336.jpg (https://www.imgbox.de/)





https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0337.jpg (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

KAreil
01.04.21, 08:24
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Juni 1809 - 1600, Raab/Gyor in Ungarn

Die Franzosen brechen den Angriff ab!
Wir können es kaum glauben aber entlang der ganzen Flusslinie gehen die französischen Geschütze und Soldaten auf Abstand. Die südlich von Raab eingeschlossenen Truppen haben sich daraufhin ergeben, ihr Kampf hatte bei aller Tapferkeit keine Aussichten mehr auf Erfolg.

Kurz darauf verkündet Erzherzog Karl einen Waffenstillstand.
Ein Meldereiter war kurz zuvor eingetroffen und es stellte sich heraus dass im Geheimen bereits seit der Niederlage bei Aspern-Essling Verhandlungen zwischen Kaiser Franz und Napoleon aufgenommen worden waren. Diese waren endlich zu einem Ergebnis gekommen und die Schlacht um Raab kann abgebrochen werden, der Blutzoll auf beiden Seiten war bereits beträchtlich.

https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0338.jpg (https://www.imgbox.de/)

Cfant
01.04.21, 09:17
Wir sind begeistert! Karls Meisterstück, wird es künftig heißen. 30.000 Mann Verlust bei den Franzosen - das verwandelt die Gesamtkampagne von "großen frz. Sieg" zu "Pyrrhus-Sieg", zumindest nehmen Wir an, dass es im RL so wäre. Die eingekesselten Franzosen zählen da ja nicht dazu. Dazu noch die 5.000 Mann Kavallerie. Was hat Euer Gegner denn gesagt, warum er abgebrochen hat? Und wie lautet nun das Kampagnen-Endergebnis?

KAreil
01.04.21, 09:34
Wir sind begeistert! Karls Meisterstück, wird es künftig heißen. 30.000 Mann Verlust bei den Franzosen - das verwandelt die Gesamtkampagne von "großen frz. Sieg" zu "Pyrrhus-Sieg", zumindest nehmen Wir an, dass es im RL so wäre. Die eingekesselten Franzosen zählen da ja nicht dazu. Dazu noch die 5.000 Mann Kavallerie. Was hat Euer Gegner denn gesagt, warum er abgebrochen hat? Und wie lautet nun das Kampagnen-Endergebnis?

Wie schon zuvor erwähnt hat unser Gegner einfach den Fehler gemacht die südlichen Kräften zu früh angreifen zu lassen, wäre das erst jetzt zeitgleich mit dem Brückenschlag passiert hätten wir keine Chance gehabt - es wird noch ein Fazit geben.
Das Kampagnen-Endergebnis kann man nicht zählen weil es durch unsere MajorDefeats in vorangegangenen Schlachten gar nicht zu dieser gekommen wäre und die Kampagne schon längst zu Ende wäre.

Bigfish
01.04.21, 21:17
Wir Danken für den spannenden AAR!

hohe_Berge
01.04.21, 21:58
Ja, Sehr guter AAR.

Glück Auf

KAreil
06.04.21, 08:00
FAZIT:

Was für eine Schlacht!
Eine so große mit derart vielen Truppen haben wir noch nie geschlagen und dementsprechend hoch sind die beiderseitigen Verluste.

Die Ausgangssituation war eigentlich alles andere als gut für uns und insgesamt ist die zahlenmäßige und qualitative Überlegenheit der Franzosen doch sehr deutlich. Dass wir im Süden einen lokalen Vorteil haben hatten wir auch gar nicht erkannt aber ein direkter Angriff wäre wohl auch gescheitert weil es dem Gegner Zeit gegenb hätte sich darauf vorzubereiten. Als er aber die südlichen Kräfte in Marsch gesetzt hat bevor der Brückenschlag im Norden begonnen hat sahen wir unsere Chance gekommen. Mit dem letztlich erfolgreichen Angriff konnten wir die gegnerischen Kräfte im Süden zerschlagen um dann rechtzeitig die möglichen Brückenstellen mit den freiwerdenden Kräften abzuschirmen. Wäre der Angriff im Süden zeitgleich mit dem Brückenschlag gekommen hätten wir wohl keine Chance gehabt den Angriff aufzuhalten. Zeit genug wäre dafür gewesen, es sind jetzt noch nicht einmal die Hälfte der Züge gespielt aber mit diesem Fehler hat unser werter Gegner den Sieg aus der Hand gegeben. Eine Weiterführung des Kampfes hätte das Ergebnis wohl nicht mehr groß geändert und darum haben wir an dieser Stelle abgebrochen. Passt auch gut in die Historie denn die letzte Schlacht des historischen Verlaufs bei Znaim wurde auch mit der Verkündung des Waffenstillstands abgebrochen.

Alles in allem eine sehr spannende Schlacht und zumindest der Beweis dass wir gewinnen können wenn wir Fehler des Gegners ausnutzen.


https://www.imgbox.de/users/kareil/DonnerAnDerDonau/DADD_0339.gif (https://www.imgbox.de/)
(Österreich=braun | Frankreich/Verbündete=blau | Siegpunktfelder=gelb)

Bigfish
20.04.21, 18:24
Dieser AAR wurde für die Wahl zum AAR des Quartal I/2021 nominiert!

Es darf gewählt werden:

https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30798

KAreil
27.04.21, 07:52
Aus den Aufzeichnungen des Feldmarschall Blouse

14. Oktober 1809 - 2300, Schloss Schönbrunn bei Wien

Der Krieg zwischen Österreich und Frankreich mit seinen Verbündeten ist jetzt auch offiziell beendet.
Mit dem Frieden von Schönbrunn wurde heute der Schlussstrich unter diesen für die Österreicher tragischen Feldzug gezogen.
Die Friedensbedingungen sind auch dementsprechend hart für Österreich. Es verliert Salzburg, Berchtesgaden und das Innviertel an Bayern, sowie Westgalizien an das Herzogtum Warschau und Ostgalizien an Russland. Weiters auch die dalmatinische Küste und Triest, die als illyrische Provinzen an Frankreich gehen. Damit hat Österreich keinen direkten Zugang mehr zum Meer und muss außerdem erhebliche Kontributionen an Frankreich zahlen. Es muss auch die Unterstützung für die Aufständischen rund um Andreas Hofer in Tirol einstellen. Dem Militär werden harte Beschränkungen auferlegt; die Armee darf nur noch 150.000 Mann umfassen.

Österreich ist jetzt durch den Frieden stark geschwächt und keine Gefahr mehr für Frankreich, aber es bleibt als unabhängige Macht erhalten und Napoleon konnte das anfangs proklamierte Ende des Kaiserreichs und des Hauses Habsburg nicht durchsetzen. Allerdings muss sich Österreich jetzt der Politik Frankreichs beugen und es gibt Gerüchte die österreichische Kaisertochter Marie-Louise mit Napoleon zu verheiraten um so ein dauerhaftes Bündnis zu erzwingen.

Wir werden sehen ob das geschieht und wie lange dieser Frieden halten wird.


https://1809.tessmann.it/portal1809/presentation/resource/image/objectimagearchive/tiroler_landesmuseum_ferdinandeum/_gallery_tiroler_landesmuseum_ferdinandeum_object_11037.jpg


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/16/KarteOestreichWienerFrieden1809.jpg

Cfant
27.04.21, 09:12
Österreich als Binnenstaat? Kann nicht funktionieren! :D Wobei Wir nicht sicher sind, dass bei Eurem Verlauf der Frieden nicht milder gewesen wäre...

Danke, ein wirklich hervorragender AAR!

Hohenlohe
28.04.21, 07:54
Wir schliessen uns dem werten Cfant an bei der Bewertung eures AARs.

herzlichste grüsse

Hohenlohe

Bigfish
04.06.21, 09:36
Wir bedanken Uns auch dieser Stelle für den AAR und die Teilnahme bei der Wahl zum AAR des Quartal I/2021



https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30798