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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 戦争クロニクル帝国日本 – Sensō kuronikuru teikoku Nihon - Rule the Waves 2 mit Japan



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Bigfish
29.01.20, 00:23
Werter Taurus,


auch Wir waren ob dieses Gegners nicht erfreut - Wir hätten Uns das Britisch Empire oder das Deutsche Kaiserreich gewünscht - aber der Gott Krieges hat sich dabei sicher etwas gedacht.

Duke of York
29.01.20, 01:11
Gibt es überhaupt noch irgendwas, was man vom Zaren als Kriegsbeute verlangen kann?

Bigfish
29.01.20, 08:18
Werter Duke,


es gäbe noch Kamtschatka in der Nähe. Das ist aber uninteressant für Japan. Aber wenn Wir auf Poessessions verzichten, dann werden de Punkte in BaseRessources umgewandelt und das hilft Japan ungemein. Alles was das Budget erhöht ist quasi zwingend durchzuführen.

Bigfish
29.01.20, 22:51
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




>> Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909 <<


Tatsächlich wurden die Japanischen Militärs diesmal von ihrer eigenen Arroganz überrumpelt! Japan war gewillt gegen Ende des Jahres 1910 oder Anfang des Jahres 1911 den Konflikt mit dem Britisch Empire zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt wären die wichtigsten Bauvorhaben der Kaiserlich Japanischen Marine abgeschlossen gewesen. Niemand hat einen zweiten Krieg mit Russland für denkbar gehalten, weshalb kurz vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten zahlreiche Schiffe zur Überholung eingedockt worden waren. Es ist Spekulation ob genau dies der Anlass für Russland gewesen ist den Kampf zu suchen, es kann zumindest nicht ausgeschlossen werden.


Die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) wurde von Kaigun-chūjō Ijūin Gorō kommandiert, der hastig wieder mit dem Kommando betraut wurde, dass er erst zum Jahresende 1908 abgegeben hatte. Seitdem war der Posten vakant.






https://up.picr.de/37767281uw.jpg
Bild 76: Kaigun-chūjō Ijūin Gorō
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Ijuin_Goro.jpg
Autor: Unknown
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Ijuin_Gor%C5%8D





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō diente unter Tōgō Heihachirō im ersten Russisch-Japanischen Krieg und macht sich einen Namen durch die Entwicklung der „Ijūin Fuse“. Während seine ersten Zeit als Kommandeur im Jahre 1908 wurde er wegen dem fanatischen Drill gefürchtet, den er seinen Untergebenen auferlegte.




Nun musste sich zeigen, was der ständige Drill wert war!






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Das Kommando auf Russischer Seite hatte Admiral Nikolai Ottowitsch von Essen inne, dieser saß aber im fernen Europa weit weg vom Ort des Geschehens und konnte somit nur mit strategischen Vorgaben beitragen. Die Kämpfe führten weniger angesehene Offiziere, welche die Versetzung nach Asien mehr als Strafe denn als Chance auffassten.





https://up.picr.de/37767427aq.jpg
Bild 77: Nikolai von Essen im Februar 1904
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:N.O._von_Essen_Commander_Novik_cruiser.jpg
Autor: Niva magazine 1904, №9, Russian Empire
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Ottowitsch_von_Essen




Zu diesen Offizieren zählte Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen, der nach seinen Verfehlungen während des ersten Krieges gegen Japan getadelt worden war, aber auf Veranlassung von Admiral Nikolai Ottowitsch von Essen dennoch mit neuen Aufgaben in der Zarenflotte betraut wurde.



Nun führte Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen das Russische Pazifikgeschwader in den zweiten Krieg gegen Japan.




https://up.picr.de/37767459qo.jpeg
Bild 78: Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karl_P._Iessen.jpeg
Autor: Unknown / Летопись войны с Японией, № 6
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Jessen






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Die Kaiserlich Japanische Marine am 19. Juni 1909


Zu Beginn des Kriegs bestand die Kaiserlich Japanische Marine aus folgenden Einheiten:

1 Schlachtkreuzer der Tsukuba-Klasse (23.500 Tonnen)
6 Einheitslinienschiffe der Mikasa-Klasse (je 11.000 Tonnen)
1 Einheitslinienschiff der Suwo-Klasse (15.000 Tonnen)
2 Panzerkreuzer der Furutaka-Klasse (je 12.000 Tonnen)
2 Panzerkreuzer der Aso-Klasse (je 16.000 Tonnen)
8 Geschützte Kreuzer der Izumi-Klasse (je 5.500 Tonnen)
4 Geschützte Kreuzer der Matsushima-Klasse (je 5.500 Tonnen)
2 Geschützte Kreuzer der Akashi-Klasse (je 7.000 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Akitsushima-Klasse (je 8.000 Tonnen)
24 Torpedoboote der Akikaze-Klasse (je 500 Tonnen)
23 Torpedoboote der Minazuki-Klasse (je 500 Tonnen)
20 Torpedoboote der Oshio-Klasse (je 600 Tonnen)
12 Torpedoboote der Nowaki-Klasse (je 600 Tonnen)
24 Korvetten der Asama Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
12 Korvetten der Murasaki Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
5 Küsten-U-Boote Typ I-1
7 Küsten-U-Boote Typ I-10
10 Küsten-U-Boote Typ I-22





In Bau befanden sich im Juni 1909 folgende Einheiten:

1 Schlachtschiff der Iwami-Klasse (26.500 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Iwate-Klasse (je 13.500 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
6 Panzerkreuzer der Asama-Klasse (je 7.300 Tonnen) – Umbau
2 Panzerkreuzer der Kako-Klasse (je 25.000 Tonnen)
9 Torpedoboote der Ikazuchi-Klasse (je 500 Tonnen) – Umbau
9 Torpedoboote der Umikaze-Klasse (je 600 Tonnen) – Umbau





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Die Russische Kriegsflotte am 19. Juni 1909


Zu Beginn des Kriegs bestand die Flotte des Zarenreichs aus folgenden Einheiten:

3 Schlachtkreuzer der Izmail-Klasse (je 20.600 Tonnen)
3 Einheitslinienschiffe der Knyaz-Potemkin-Klasse (je 14.500 Tonnen)
4 Einheitslinienschiffe der Sisoi Veliki-Klasse (je 13.600 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Bayan-Klasse (je 6.600 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Rossjya-Klasse (je 10.500 Tonnen)
2 Panzerkreuzer der Gromoboi-Klasse (je 10.900 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Peresvet-Klasse (9.700 Tonnen)
4 Panzerkreuzer der Oslyabya-Klasse (14.000 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Voin-Klasse (12.500 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Diana-Klasse (je 6.600 Tonnen)
4 Geschützte Kreuzer der Pallada-Klasse (je 6.000 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Velikii Knyaz Konstantin-Klasse (je 3.000 Tonnen)
1 Geschützter Kreuzer der Boyarin-Klasse (3.200 Tonnen)
6 Geschützte Kreuzer der Posadnik-Klasse (je 3.900 Tonnen)
4 Geschützte Kreuzer der Zhemchug-Klasse (je 6.100 Tonnen)
12 Torpedoboote der Bravi-Klasse (je 500 Tonnen)
8 Torpedoboote der Boiki-Klasse (je 400 Tonnen)
8 Torpedoboote der Bistri-Klasse (je 700 Tonnen)
4 Torpedoboote der Iskusni-Klasse (je 700 Tonnen)
1 Korvette der Naezdnik-Klasse (600 Tonnen)
1 Korvette der Plastun-Klasse (600 Tonnen)
1 Korvette der Peterburg-Klasse (600 Tonnen)
1 Korvette der Gonets-Klasse (600 Tonnen)
1 Korvette der Kurier-Klasse (900 Tonnen)
1 Korvette der Vestnik-Klasse (600 Tonnen)
8 Küsten-U-Boote





In Bau befanden sich im Juni 1909 folgende Einheiten:

1 Schlachtschiff der Imperator Pavel I-Klasse (19.800 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Tri Svyatitelya-Klasse (21.800 Tonnen)
1 Schlachtschiff der Pobeda-Klasse (22.100 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Izmail-Klasse (je 20.600 Tonnen)
7 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
10 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)






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Kräftevergleich zwischen Japan und Russland:


Von der Tonnage betrachtet, war die Überlegenheit der Russischen Flotte deutlich geringer als 1904 bei Ausbruch des ersten Kriegs zwischen Russland und Japan. Dies galt umso mehr, als die schwersten Einheiten allesamt in Bau befindlich waren. Es standen sich in Dienst sowie im Bau befindliche 486.000 Tonnen auf Seiten Japans gegen 539.900 Tonnen auf Russischer Seite gegenüber. Dies zeigt, dass die Russische Flotte immer noch unter dem Krieg von 1904 bis 1905 zu leiden hatte und die alte Tonnage längst nicht erreicht war. Dementgegen hatte die Japanische Marine gute 140.000 Tonnen mehr aufzubieten als fünf Jahre zuvor.


Nominell hatte Russland 9 moderne Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer Einsatzbereit oder in Bau, während Japan nur 2 dieser Typen aufbieten konnte. Die Zahl der Einheitslinienschiffe war identisch, aber die russischen Typen waren allesamt moderner und hatten entsprechend auch eine größere Tonnage.


Schon bei den Panzerkreuzern war Russland mit 10 zu 6 Einheiten wieder an der Spitze, allerdings waren die japanischen Panzerkreuzer allesamt größer. Bei den geschützten Kreuzern herrschte mit 21 russischen zu 17 japanischen Einheiten Ausgeglichenheit, dies betraf auch die Tonnage.


Japans Stärke waren wiederum die Torpedoboote mit 97 zu 32 Einheiten. Ebenfalls konnte Japan deutlich mehr Korvetten aufbieten und hatte fast dreimal so viele U-Boote seeklar.


Die Russische Überlegenheit bestand 1909 somit hauptsächlich auf dem Papier. Verglich man nur die Einsatzbereiten Schiffe war Japan gleichauf wenn nicht sogar überlegen. Russlands Vorteil bestand darin, dass die meisten Schiffe moderne Neubauten waren, während Japan primär die alte Garde ins Gefecht schickte. Zwar waren vor allem die Torpedoboote modernisiert worden, dass machte sie aber nur bedingt kampfkräftiger.




Russland setzte auf den Überraschungseffekt, weil Japan nicht mit einem Krieg mit dem vermeintlich Schwachen Russland gerechnet hatte.






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#062 RTW2-JAP#

Bigfish
03.02.20, 01:26
Dieser AAR steht zur Wahl zum AAR des Jahres 2019:


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30300

Bigfish
07.02.20, 23:29
Werter Kulik,


habt Dank der noblen Worte. Hier gibt es leider eine Pause, weil wir gerade sehr viel Arbeit wegzuschaffen haben. Wir hoffen das es in ca. einer Woche weitergeht.

Bigfish
16.02.20, 22:56
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Konvoischlacht vor der Mordvinova-Bucht 19. Juni 1909 <<



Diesmal war es Russland, das mit einem Überraschungsangriff das Momentum für sich benutzen wollte. Russische Spione hatten herausgefunden, dass Japan einen sehr wichtigen Konvoi aus den Vereinigten Staaten von Amerika erwartete. Dieser Konvoi befuhr die gefährliche Nord-Route um nicht auf den normalen Schifffahrts-Strecken gesichtet zu werden. Was die Frachtschiffe genau transportierten ist bis heute geheim gehalten, aber es muss so wichtig gewesen sein, dass der Konvoi von schweren Kampfeinheiten eskortiert wurde, die von der Kriegserklärung noch nichts wussten. Das allerdings war auch den Russen nicht bekannt. Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen erwartete daher leichtes Spiel mit einem ungeschützten Konvoi zu haben.



Unversehens befand er sich im Kampf mit Japans bestem Kriegsschiff – dem Schlachtkreuzer Tsukuba!



Die Tsukuba befand sich am Morgen des 19. Juni an der Spitze der Konvoi-Formation, umringt von zahlreichen Geleitschiffen, östlich der Mordvinova-Bucht vor Sachalin.



https://up.picr.de/37886514or.jpg


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Als Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko mit der Tsukuba samt Geleit aufgebrochen war um den Konvoi auf Höhe der Aleuten Insel Adak in Empfang zu nehmen rechnete Niemand mit dem Ausbruch von Feindseligkeiten mit Russland. Mit der Japanischen 2. Torpedoboot-Flottille und der Japanischen 3. Aufklärungsdivision hatte man in Friedenszeiten mehr als genug Geleitschiffe vorgesehen, zumal die Frachter bereits seit dem Auslaufen aus San Francisco von vier Torpedobooten begleitet wurden.


In den Gewässern vor Sachalin waren zudem zwei Kreuzer und mehrere weitere japanische Torpedoboote auf einer Routine-Patrouille unterwegs.



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Gegen Neun-Uhr-Dreißig erfährt Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko durch eine Korvette von der Kriegserklärung des Zarenreichs. Umgehend beginnt Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko mit der Umgruppierung seiner Schiffe und nimmt eine Gefechtsformation vor dem Konvoi ein.



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Um etwa Zehn-Uhr-Fünfzehn kommt ein unbekanntes Schiff in Sicht. Der geschützte Kreuzer Naniwa meldet Rauch am Horizont.



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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko befiehlt für seine kleine Formation sofort Abfangkurs auf das unbekannte Schiff.



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Das unbekannte Schiff hält kurz darauf direkten Kurs auf die Naniwa.



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Geschützter Kreuzer Naniwa klassifiziert das näherkommende Schiff als Panzerkreuzer.



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Kurz darauf kommen weitere Schiffe in den Sichtbereich der Naniwa.



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Um halb elf wird der Kreuzer als russischer Panzerkreuzer der Oslyabya-Klasse identifiziert.



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Zwei Minuten später eröffnet der Feind das Feuer auf den Kreuzer Naniwa.



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#063 RTW2-JAP#

H34DHUN73R
17.02.20, 07:19
Sehr schön, der Russe bietet die Möglichkeit, die Ausbildung der Mannschaft der Tsukuba zu vervollkommnen :)

Iche_Bins
17.02.20, 08:58
Wenn Eure Mannschaft es schafft Ihre Kanonen mal annähernd sinnvoll zu bedienen sollte Euer BC doch kurzen Prozess mit diesen unterbewaffneten Kreuzer machen.

Nur eure CL sollten Abstand halten....

Taurus
17.02.20, 16:28
Eine 6inch Hauptbewaffnung auf einem Panzerkreuzer? Klingt so, als würde dieser Typ nur auf Nahkampfentfernung der Tsukuba gefährlich werden können.

Wenn eure Artilleristen wirklich was gelernt haben, fertigt ihr den Gegner aus der Distanz locker ab. Aber erst müssen wir mal sehen, was da noch alles kommt, wenn es zu viele CA sind, wird es vielleicht doch etwas eng.

Ruprecht I.
17.02.20, 19:26
Es gibt nichts, das für einen japanischen Kanonier unmöglich wäre!

Außer treffen.

Bigfish
20.02.20, 00:38
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Konvoischlacht vor der Mordvinova-Bucht 19. Juni 1909 <<




Die geschützten Kreuzer erkennen jetzt mehrere Torpedoboote und eröffnen das Feuer auf diese Feindschiffe. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko signalisiert den geschützten Kreuzern Deckung hinter seinem Verband zu suchen. Die Tsukuba dreht bei um mit voller Breitseite das Feuer erwidern zu können, während die Torpedoboote mit voller Kraft auf den Feind zuhalten.




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Die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille beginnt ihren Anlauf auf den russischen Panzerkreuzer, der seinerseits für den Moment von seinen eigenen Torpedobooten abgeschirmt wird. Während sich die japanischen geschützten Kreuzer auf diese Torpedoboote konzentrieren, nimmt die Tsukuba den Feindkreuzer unter schweren Beschuss um den Anlauf der 2. Torpedoboot-Flottille zu decken.


Wie bereits im ersten Russische-Japanischen Krieg zeigt sich auch jetzt wieder, dass die russischen Torpedoboote nicht in der Lage sind ihren Kreuzer effektiv abzuschirmen.





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Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen muss erkennen, dass er einem Artilleristisch weit überlegenen Feind vor die Geschütze gelaufen ist. Die russischen Torpedoboote versuchen unkoordiniert dem Feind eine Ziellösung unmöglich zu machen, verlieren dabei aber endgültig den Kontakt zu ihrem Panzerkreuzer. Damit ist der Weg frei für die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille den Panzerkreuzer frontal anzugreifen.




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Der Flottillen-Führer beginnt mit dem Torpedoangriff mit der Harukaze. Dem Feind ist trotz der geringen Distanz, bislang kein Treffer auf den japanischen Torpedobooten gelungen. Das ändert sich allerdings schlagartig von einer Sekunde auf die andere.




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Die schwache Abwehr des Panzerkreuzers, der sich hauptsächlich auf die Tsukuba konzentriert, ermöglicht dann auch den ersten Torpedotreffer auf dem feindlichen Schiff.




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Kurz darauf beginnt das russische Geschwader damit sich abzusetzen. Das Wasser im Umkreis der Oslyabya-Klasse ist durchzogen von den Laufbahnen der japanischen Torpedos.




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Der Panzerkreuzer hat keine Chance. Es spielt keine Rolle in welche Richtung er ausweicht, überall gerät er in der Bahn der Torpedos und wird erneut mehrfach getroffen. Ein russisches Torpedoboot kann gerade so einem Torpedo ausweichen.




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Der feindliche Panzerkreuzer ist schwer getroffen und verliert drastisch an Geschwindigkeit.




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Der feindliche Panzerkreuzer hat keine Chance zu entkommen und die Gegenwehr ist kaum noch vorhanden. Weitere Torpedos besiegeln das Schicksal des russischen Kriegsschiffes.




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Auf dem Todgeweihten Kreuzer schlagen erstmals auch Granaten der Tsukuba ein und zerfetzten die Aufbauten.





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Der Panzerkreuzer versucht einen Rammstoß, hat allerdings keinen Erfolg. Die Namikaze entkommt um Haaresbreite.




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Der geschützte Kreuzer Itsukushima entkommt knapp einem eigenen japanischen Torpedo, während die Geschütze der Tsukuba den Panzerkreuzer endgültig in ein Sieb verwandeln.





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#064 RTW2-JAP#

Bigfish
20.02.20, 00:44
Werter H34DHUN73R,


das dürfte stimmen - ja!



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Werter Iche_Bins,


die Trefferrate ist auf jeden Fall besser, aber nicht ausschlaggebend!



+ + +



Werter Taurus,


er ist relativ schwach und mit einer Indienststellung in 1903 der modernen Tsukuba in keiner Weiße gewachsen!



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Werter Ruprecht I.


wie viele Jahre in die Zukunft kann Eure Glaskugel schauen?

Bigfish
20.02.20, 22:16
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Konvoischlacht vor der Mordvinova-Bucht 19. Juni 1909 <<




Die Tsukuba hatte sich auf den Feindkreuzer eingeschossen. Auch wenn es wegen der zahlreichen Torpedotreffer ohne Bedeutung war, konnte man die höhere Trefferrate im Vergleich zum vorherigen Konflikt als erfreuliche Entwicklung betrachten.


Der Kreuzer war fertig und die Tsukuba versuchte sich nun an den gegnerischen Torpedobooten, die ungleich schwieriger zu treffen waren.




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+ + +




Die russischen Torpedoboote suchten das Weite, nachdem die Tsukuba einen Granatenhagel über ihren niedergehen ließ. Die Trefferrate war bei diesen Zielen jedoch bescheiden. Das lag nicht zuletzt auch an einem weiteren altbekannten japanischen Problem, einer Störung in der Mechanik der Geschütztürme.


Während die Tsukuba wendete um nicht außer Reichweite zu gelangen konnte Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko durch sein Fernglas beobachten, wie der russische Panzerkreuzer kenterte und sank.




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Jetzt musste die Gefahr durch die gegnerischen Torpedoboote beseitigt werden. Aufgrund der Geschwindigkeit des Feinds war es kaum zu erwarten die Boote versenken zu können, aber es reichte vollkommen aus den Feind abzudrängen um den Konvoi in Sicherheit zu wissen.




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Gegen halb Zwölf nahm die Tsukuba Kurs auf die Position der eigenen Frachtschiffe. Die Torpedoboote waren für den japanischen Schlachtkreuzer eindeutig uneinholbar und so war es sicherer den Schlachtkreuzer wieder bei den Frachtern zu wissen, falls eine weitere Gruppe feindlicher Schiffe in der Nähe sein sollte.




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Die japanischen Torpedoboote setzten dem Feind nach, verschossen ihre Munition aber mehr oder weniger ohne hinreichendes Ergebnis.




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Kurz vor Zwölf Uhr erging der Befehl die aussichtslose Verfolgung abzubrechen.




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Um halb Eins nahm die Tsukuba wieder ihre Position vor dem Konvoi ein und nachdem mehrere Stunden lang keine weitere Feindeinheit gesichtet worden war, erklärte Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko das Gefecht gegen vier am Nachmittag für offiziell beendet.





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#065 RTW2-JAP#

Hohenlohe
20.02.20, 23:48
Ein gutes Ende für die japanische Seite. Der Ruhm des deutlichen Sieges japanischer Waffen ist euch gewiss...:ph:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:top: *BANZAI!!**LANG LEBE DER TENNÔ!!!*

Bigfish
21.02.20, 11:02
Werter Hohenlohe,


Optimismus ist gut, aber auch Japan wird noch Verluste verkraften müssen - mindestens in den Konflikten die da kommen mögen, welche gegen stärkere Gegner zu führen sind...

Hohenlohe
21.02.20, 20:14
Dann sollte man sich evtl. Bündnispartner suchen...?! Oder geht dies nicht...??

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:top: *BANZAI!!*

Bigfish
21.02.20, 22:28
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zur Konvoischlacht vor der Mordvinova-Bucht 19. Juni 1909 <<





Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),

zu meiner Schande muss ich gestehen vom Ausbruch der Feindseligkeiten mit Russland vollkommen überrascht worden zu sein. Die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) ist unvorbereitet in einen nichtprovozierten Krieg hineingezogen worden. Zu meiner Entlastung führe ich an, dass der von mir initiierte hohe Ausbildungsstand unserer Matrosen und Offiziere diese Schmach mehr als kompensiert hat.


Auch war es eine weise Vorhersehung diesen wichtigen Konvoi aus den Vereinigten Staaten, der unsere Marine erheblich voran bringen wird, von Beginn an zu Eskortieren.


Schlussendlich besteht kein Zweifel am Mut und der Entschlossenheit des edlen Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko, der den Schlachtkreuzer Tsukuba in seiner Feuertaufe hervorragend geführt hat und stets den Kampf zum Ziel hatte. Einmal mehr hat sich gezeigt das unsere Torpedoboote, auch dank der umfassenden Modernisierungen, auf der Höhe der Zeit sind und den Ausschlag zum Erfolg gaben.


Welche Ziele Russland auch verfolgen mag, die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) wird diese zu verhindern wissen. Als Ansporn kann ich bestätigen, dass sich unter den Überlebenden des Gefechts der russische Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen befindet. Hierdurch haben wir ein wertvolles Unterpfand für die sicher bald anstehenden Verhandlungen, wenn der Feind um Frieden nachsucht.




Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Konvoischlacht vor der Mordvinova-Bucht am 19. Juni 1909 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.



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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 20. Juni 1909






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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 20. Juni 1909




>> RUSSLAND ERLEIDET DEMÜTIGENDE NIEDERLAGE! <<


Nach der nicht provozierten Kriegserklärung durch das russische Zarenreich, hat das russische Ostasien-Geschwader eine demütigende Niederlage im Rahmen eines feigen Angriffs auf einen japanischen Handelskonvoi erlitten.


Der Stolz der japanischen Flotte – der neue Schlachtkreuzer Tsukuba – hat dem Feind das Fürchten gelehrt. Der verantwortliche russische Flottenführer konnte hierbei gefangengenommen werden. Vizeadmiral Karl Petrowitsch Jessen könnte sich noch heute vor einem Kriegstribunal verantworten müssen.


Russland scheint die Lektionen aus dem vergangenen Krieg nicht gelernt zu haben und wird nun von unserer heldenhaften Flotte unter Führung des edlen Kaigun-chūjō Ijūin Gorō erneut daran erinnert werden, wer in den japanischen Gewässern das Sagen hat.




Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 20. Juni 1909


Russland musste verrückt sein, soviel war selbst Osaki Satoshi bewusst! Beim letzten Krieg war Russland deutlich überlegen und musste eine bittere Niederlage hinnehmen, die das Land längst nicht überwunden hatte. Das aber eben dieses Russland sogar mit unterlegenen Kräften den Konflikt suchte, war unbegreiflich.


Nach allen bekannten Informationen befanden sich wesentliche Teile der russischen Kriegsflotte in der Ostsee. Japan dagegen hatte eine von Grund auf modernisierte Flotte von Torpedoboote, die Russland bereits im letzten Krieg in die Knie gezwungen hatte.


Die erste Schlacht in diesem neuen Krieg hatte das eindrucksvoll belegt. Für die japanischen Torpedoboote war es einfacher als jemals zuvor ein großes Kriegsschiff auf dem technischen Stand der Jahrhundertwende ohne große eigene Schäden oder gar Verluste zu versenken. Der Schlachtkreuzer Tsukuba kam überhaupt nicht schnell genug in Reichweite um sich beweisen zu können. Vier Torpedoboote hatten einen großen Fisch geangelt – im Alleingang.



Russland musste wahrhaft verrückt sein!




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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Montag 21. Juni 1909


Kaigun-Taishō Tōgō Heihachirō traf zuletzt beim Marineminister ein.
Kaigun-chūjō Ijūin Gorō grüßte standesgemäß, dann begann Marineminister Saitō Makoto die vertrauliche Besprechung.



„Nun edler Kaigun-Taishō was hat ihr Besuch der Werften ergeben?“


„Es fehlt an allem, Arbeiter, Material, Aufseher, Konstrukteure. Die Fertigstellung sämtlicher Schiffe verzögert sich immer wieder. Ob der Umbau der Nisshin wie versprochen nächsten Monat fertig wird, ist nicht ausgemacht.“


„Das ist ein Katastrophe Kaigun-Taishō Heihachirō, wie soll ich diesen Krieg führen, wenn meine wichtigsten Schiffe nicht fertig werden? Können Sie mir das sagen?“


„Werter Kaigun-chūjō – selbstverständlich sind sich die Verantwortlichen auf den Werften des Problems bewusst, aber die japanische Industrie hinkt den europäischen Mächten nach wie vor um mindestens zehn Jahre hinterher. Wenn unsere Stahlwerke nicht in der Lage sind ausreichend Qualitätsstahl zu liefern, haben die Werften schlicht nichts um damit die von uns geforderten Schiffe zu bauen.“


„Edler Kaigun-Taishō – das ist doch eine dreiste Lüge von den Werften. Das wissen Sie genau! Ganze drei Schiffe aller in den Werften befindlichen Schiffe sind Neubauten. Nur diese benötigen neuen Stahl. Zwei dieser drei Schiffe befinden sich vor der Fertigstellung, also benötigt genau genommen einzig die Ashigara Stahl aus den Hochöfen. Alles andere sind Umbauten.“


„Kaigun-chūjō mäßigen Sie sich“ unterbrach Marineminister Saitō Makoto den Disput der beiden wichtigsten Admiräle der Flotte. „So kommen wir nicht voran.“


„Herr Minister – vor zwei Tagen hatten wir Glück. Hätte die Tsukuba nicht ihre Übungsfahrt genutzt um den Konvoi ein Stück zu begleiten, wäre unsere wertvolle Fracht jetzt verloren gewesen. Wer weiß ob dieses Glück weiter anhält?“


„Ja Kaigun-chūjō, wir brauchen mehr und bessere Schiffe. Hoffen wir, dass die Nisshin und die Kako nächsten Monat übergeben werden, aber bis dahin müssen Sie mit der Tsukuba als Kernelement auskommen.“


„Die Tsukuba ist ein gutes Schiff, aber Russland hat bereits drei Schlachtkreuzer. Und es sind neue Schiffe, während wir nur die Tsukuba haben. Die Iwate und Nisshin sind lediglich reklassifiziert. Die Kampfkraft dieser beiden Kreuzer ist nicht höher als zuvor.“


„Aber die beiden Panzerkreuzer der Kako-Klasse, sind besonders Kampfstark.“


„Zu Lasten der Geschwindigkeit.“


„Diese Schiffe sollen auch Kämpfen und nicht flüchten!“


„So kommen wir nicht weiter meine Herren.“ unterbrach Marineminister Saitō Makoto erneut. „Wir vertagen uns und warten ab, ob die beiden Schiffe wie versprochen ausgeliefert werden. Dann bewerten wir die Lage erneut.“




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 2. Juli 1909


Der Juli begann mit den üblichen Kriegsmeldungen. Fortschritte in der Forschung, Konvoi-Krieg und einer bekannt feigen Zarenflotte.



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Daher begann Osaki Satoshi zu überlegen, was es für Japan bei diesem Krieg gegen Russland zu gewinnen gab und das Ergebnis war ernüchternd:



NICHTS!



Russisches Kernland zu besetzen kam nicht in Frage. Das würden recht sicher auch die anderen europäischen Nationen niemals tolerieren. Blieb einzig Kamtschatka und das befand sich außerhalb der Reichweite der Landungsboote.


Satoshi überlegte ob die Japanischen Militärs diesen Krieg als Anlass nehmen würden um in Korea quasi als Schutzmacht einzumarschieren, um Russland diese Landnahme jetzt oder in Zukunft zu verwehren? Aber ein neutrales Land ohne Anlass zu überfallen, konnte ebenfalls unerwünschte Reaktionen europäischer Nationen zur Folge haben.


Er würde wohl abwarten müssen, wie sich die Dinge entwickelten.




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#066 RTW2-JAP#

Bigfish
21.02.20, 22:34
Werter Hohenlohe,


im Prinzip verhält es sich so, wie der



werte Kulik


schreibt.


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Allerdings hat man schon Einfluss. Man kann durch mäßigendes Verhalten die Beziehungen zu einigen Ländern wenigstens mal im grünen Bereich halten. Das ist nämlich die Voraussetzung um bei einem Bündnis-Vorschlag überhaupt eine gute Chance zu haben. Umso schlechter die allgemeine Situation zu einem Land (und ggf. auch insgesamt), umso unwahrscheinlicher ist ein erfolgreicher Bündnisschluss.


Da Japan nun mal sehr aggressiv ausgerichtet ist, ist es für Japan schwer ein Bündnis einzugehen.

Taurus
21.02.20, 22:39
Im laufenden Gefechtsbericht werden zwar erfreulich viele Artillerietreffer gemeldet, aber auf der Schiffsstatusseite schlägt sich das überhaupt nicht nieder - Null Hits bei bei Haupt- und Nebenartillerie.
Ein ärgerlicher Anzeigefehler?

Bigfish
21.02.20, 22:44
Werter Taurus,


das ist Uns gar nicht aufgefallen! Ja Wir vermuten einen Anzeigefehler und Danke das Ihr Uns daran erinnert, dass Wir die exakten Trefferzahlen gar nicht gepostet haben - das bauen Wir gleich noch nachträglich ein


Allerdings kann es sein, dass hier nur echte Wirkungstreffer zählen - und nicht jeder Treffer ist ein Wirkungstreffer - das prüfen Wir gleich nach!

Taurus
21.02.20, 22:51
Werter Taurus,


das ist Uns gar nicht aufgefallen! Ja Wir vermuten einen Anzeigefehler und Danke das Ihr Uns daran erinnert, dass Wir die exakten Trefferzahlen gar nicht gepostet haben - das bauen Wir gleich noch nachträglich ein


Allerdings kann es sein, dass hier nur echte Wirkungstreffer zählen - und nicht jeder Treffer ist ein Wirkungstreffer - das prüfen Wir gleich nach!



Also im vorliegenden Fall sollte man davon ausgehen, das der eine oder andere Wirkungstreffer dabei ist (Bei einem Gegner, dessen Hauptartillerie schwächer ist, als eure Mittelartillerie). Ansonsten wäre das Training völlig verpufft, wenn die überlegene Feuerkraft nicht mal ein kleineres Ziel schädigen kann.

Bigfish
21.02.20, 23:00
Werter Taurus,


Wir ergänzen gleich den Treffer-Report - aber es sieht aus, als wäre dies einer der zahllosen Fehler im Spiel. Womit sich natürlich die Frage stellt, ist es "nur" ein Anzeigefehler oder hatten die Treffer auch im Spiel selbst keine Wirkung?



Die Daten passen zumindest nicht zusammen!



Laut Spiel hat der Kreuzer 6 Heavy und 8 Medium Hits erhalten. Tatsächlich hat aber nur ein einziges unserer Torpedoboote einen einzigen Hit "gescored". Auch die russischen Torpedoboote haben nichts "gescored" - der Feind hat sich also auch nicht selbst getroffen.


Ein Heavy Hit bedeutet übrigens nicht, dass es ein Treffer einer schweren Hauptartillerie ist, sondern das der Treffer schwere Folgen hatte. Ein 3inch Treffer, der einen 12inch Turm zur Explosion bringt, wäre also zum Beispiel ein Heavy Hit!

Alith Anar
21.02.20, 23:10
Bei den DD könnte ich mir durchaus vorstellen das bei normaler Panzerbrechender Munition die Granate einfach "durchfliegt" durch den Zerstörer. Kann man selbst auf HE Munition wechseln? sollte doch gegen ungepanzerte Einheiten effektiver sein.

Bigfish
21.02.20, 23:16
Werter Alith Anar,


man kann das im Spiel in normalen Strategiemodus einstellen


Sieht bei Uns so aus - das sind die Default-Werte, haben Wir nie geändert:


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Bigfish
22.02.20, 22:50
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Anfang Juli 1909 ergriff Russland erneut die Initiative. Jetzt wurde die Zielsetzung des neuerlichen Konflikts deutlich.



Russland wollte unbedingt die Kontrolle über Sachalin zurück erlangen.



Japanischen Agenten war es gelungen Informationen über eine bevorstehende Invasion von Sachalin zu erbeuten. Am 7. Juli liefen die russischen Transporter aus Wladiwostok aus. Russland selbst hatte im Vorfeld alle Welt glauben gemacht, dass die Koreanische-Halbinsel das Ziel der Unternehmung sei. Russische Kriegsschiffe zeigten sich vor Korea um Japan zum Handeln zu zwingen.


Japan ging darauf ein und entsandte den größten Teil der Rengō Kantai Richtung Korea, dem russischen Geschwader hinterher. Die Tsukuba jedoch patrouillierte mit einigem Geleit in der Japan-See Richtung Norden. Allzu stark konnte die russische Begleitflotte nicht sein und Kaigun-chūjō Ijūin Gorō nahm an, dass die Tsukuba ausreichen würde um den Truppentransport aufzuhalten.


Der Nachmittag war längst angebrochen, als die beiden Kontrahenten aufeinander trafen.





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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko führte erneut das Kommando der Tsukuba. Ihm zur Seite standen die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille als Geleit für seinen Schlachtkreuzer, sowie die Japanische 3. Aufklärungsdivision mit dem geschützten Kreuzer Izumi, dem die Japanische 4. Torpedoboot-Flottille beigestellt worden war.


Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko folgte der Aufklärungsdivision in einigem Abstand, um den Feind nicht sofort erkennen zu lassen, mit wem er es zu tun bekam.


Es gab einen errechneten Treffpunkt zum Feind, auf den beide japanische Kolonnen drauf zu hielten.




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Zwanzig Minuten vor vier Uhr am Nachmittag des siebten Juli 1909 kam der erwartete Feind in Sichtweite der Izumi. Die Tsukuba folgte der Izumi-Gruppe gerade so an der Grenze der Sichtweite und war somit durch den Feind nicht zu erkennen.




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Es dauerte aber fast fünfzehn Minuten bis weitere Schiffe in Sicht kamen. An Bord der Izumi glaubte man schon nur noch die Nachhut anzutreffen. Dann aber klassifizierte man den Feind als Schlachtschiff.



Das konnte keine Nachhut sein – im Gegenteil – das war ein Alptraum!





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Um sechzehn Uhr und sechs Minuten meldete das japanische Torpedoboot Kuroshio die Sichtung von zwei Schlachtschiffen und einem weiteren Schiff. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko signalisierte „Kurs halten – Feind angreifen“. Welche bessere Bewehrungsprobe konnte es für die Tsukuba geben, als ein Gefecht mit gleich zwei modernen Schlachtschiffen?


Er stellte sich zwar die Frage ob Russland diese Schiffe so schnell hatte fertigstellen können, immerhin sollte Russland ebenfalls nur über Schlachtkreuzer verfügen, aber letztlich spielte es keine Rolle.





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Beim Näherkommen tauchten nunmehr zahlreiche Geleitschiffe auf. Hatte der Feind die Japaner getäuscht? Befand sich hier die Kernflotte des russischen Pazifik-Geschwaders und nicht etwa eine Transportflotte?





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Dann bemerkte die Besatzung der Kuroshio ihren Irrtum. Es handelte sich um feindliche Panzerkreuzer und nicht um Schlachtschiffe. Kein Matrose der Kuroshio hatte tatsächlich überhaupt eine Vorstellung davon wie russische Schlachtschiffe aussahen, aber die Vorstellung vom nahenden Gefecht beflügelte die Vorstellungskraft der jungen Männer.




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„Der Befehl lautet Angriff!“




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Fünfzehn Minuten nach Vier Uhr tauchen die ersten Truppentransporter auf. Die feindlichen Kreuzer schirmten jedoch nur eine der beiden Gruppen ab. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko kommandiert die Izumi-Gruppe nach Norden um den Feind von den Transportschiffen weg zu locken. Noch immer befand sich die Tsukuba außerhalb der Sichtweite der russischen Kriegsschiffe.




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Der Feind geht das Manöver nicht mit und nähert sich seinen Transportschiffen. Allerdings ergibt sich nun die taktische Möglichkeit den Feind in die Zange nehmen zu können. Die Tsukuba-Gruppe kommt in Sichtweite zum Gegner, der sich nun entscheiden muss der Tsukuba den Weg zu verlegen oder die Izumi Abzufangen die nunmehr ein Flankenmanöver durchführt.





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#067 RTW2-JAP#

Duke of York
22.02.20, 23:39
Das wird wieder ein spannendes Gefecht. :fecht:

Hohenlohe
22.02.20, 23:54
Der Ungehorsam des Izumi-Kapitäns hat hoffentlich keine negativen Folgen, oder...?!? Ansonsten wünschen wir ein gutes Gelingen euerer Taktiken...:ph:

herzlichste grüsse

Hohenlohe, der Marinebeobachter...:top: *BANZAI!!!*

Bigfish
23.02.20, 13:25
Werter Duke of York,


Wir sind stets bemüht zu beweisen, dass die Japaner auch in der Lage sind mit ihrer Artillerie etwas zu versenken!



+ + +



Werter Hohenlohe,


welchen Ungehorsam meint ihr? Etwa die Fahnenwinkere, die aufgrund von Rauchentwicklung nicht zu erkennen war?


Der Kommandant der Izumi wird sicher sein Bestes geben - das darf er in Kürze beweisen!

Taurus
23.02.20, 19:04
Die russische Flotte ist wahrlich in einem bemitleidenswerten Zustand, wenn man sich das Aufgebot ansieht. Der eine Panzerkreuzer mehr als doppelt so groß wie der andere und trotzdem wenig Unterschiede (von der Anzahl der "Hauptartillerie"-Geschütze mal abgesehen).
Mit solchen Leistungsdaten kann/darf man keinen Angriffskrieg führen, aber die zaristische Admiralität wird schon wissen, was sie tut.

Ruprecht I.
23.02.20, 19:15
Desto wichtiger, daß dieser maritime Schandfleck wegkommt.
Sind solche Konvoischlachten random, oder hätte die Versenkung der Transporter tatsächlich Auswirkungen über das nackte Punkteergebnis hinaus?

Duke of York
23.02.20, 19:16
Der Verlust dieser alten Seelenverkäufer ist vielleicht die kalkulierte Strategie der Admiralität, um an moderne Neubauten zu kommen. :D

Bigfish
23.02.20, 20:57
Werter Taurus,


Wir hätten gehofft, dass der Russe mit seinen Schlachtkreuzern kommt, aber leider ist das nicht der Fall.


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Werter Ruprecht I.


hier ist es nur eine Story-technische Invasionsflotte. Würde es sich um eine Spiel-technische Invasionsflotte oder Land-Support-Flotte handeln, hätte das Ergebnis ganz erhebliche Auswirkungen ja.


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Werter Duke of York,


den Russen ist Wahrhaft alles zuzutrauen :D

Bigfish
24.02.20, 22:33
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Die Japanische 4. Torpedoboot-Flottille nähert sich der nördlichen Kolonne Transportschiffe. Der Feind reagiert und scheint ein Abfangmanöver zu beginnen. Kurz darauf schlagen Granaten vor der Japanischen 4. Torpedoboot-Flottille ein und das Torpedoboot Hayashio meldet Maschinenschaden aufgrund der hohen Fahrtstufe.


Südlich der feindlichen Hauptstreitmacht wird ein weiterer Panzerkreuzer gemeldet. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko entscheidet diesen nahestehenden Verband anzugreifen.




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Geschützter Kreuzer Izumi dreht nach Süden ab um Anschluss zur Tsukuba zu erlangen. Der geschützte Kreuzer wäre gegen zwei Panzerkreuzer unterlegen, deshalb soll er den Feind in die Geschützreichweite der Tsukuba locken und somit außerdem den Torpedobooten den Angriff auf die nördliche Konvoi-Linie ermöglichen. Hierbei wird das erste moderne Feindschiff – ein Torpedoboot der Iskusni-Klasse – identifiziert.




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Der dritte Panzerkreuzer wird nunmehr doch nur als Torpedoboot angesprochen. Die Izumi liegt unter schwerem Feuer des russischen Geschwaders. Das Anlocken der Feindschiffe gelingt nicht, diese schirmen die Transporter effektiv gegen die japanischen Torpedoboote ab und zwingen diese zum Abdrehen.




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Das Torpedoboot Hayashio erhält einen Treffer durch die gegnerischen Panzerkreuzer. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko bewertet die taktische Situation neu. Die Japanische 4. Torpedoboote-Flottille soll den Feind nunmehr nach Norden locken und aufgrund der überlegenen Geschwindigkeit versuchen den Feind gleichzeitig in einiger Distanz zu halten. Für die Tsukuba wäre damit der Weg frei die Transportschiffe anzugreifen.




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Der Flottillenführer der Japanischen 4. Torpedoboote-Flottille beschließt die verfolgenden russischen Kriegsschiffe in eine Salve Torpedos laufen zu lassen. Mit etwas Glück wird ein Treffer erzielt, zumindest aber die Feindformation in Unordnung gebracht.




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Die Taktik scheint aufzugehen. Die beiden südlichen Konvoi-Linien sind praktisch ungeschützt. Einzig zwei russische Torpedoboote befinden sich in Reichweite, sehen sich jetzt aber dem geschützten Kreuzer Izumi gegenüber.




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Die feindlichen Panzerkreuzer haben die Gefahr erkannt und laufen nun auf die Izumi zu. Allerdings bringt sie das in die Reichweite der Tsukuba, die sofort das Feuer auf die feindlichen Kreuzer eröffnet. Die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille dreht bei um die Tsukuba gegen die Feindkreuzer abschirmen zu können.




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Die taktische Situation hat sich erneut schlagartig verändert. Die russischen Torpedoboote haben den Kontakt zu ihren Kreuzern verloren. Dafür sind die beiden japanischen Torpedoboot-Flottillen nunmehr in der Lage einen Zangenangriff auf die Panzerkreuzer zu führen, während diese von der Tsukuba und Izumi abgelenkt werden.


Die beiden einzelnen russischen Torpedoboote versuchen eine Nebelwand zwischen der Tsukuba und den Transportern zu legen.




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Die beiden feindlichen Panzerkreuzer scheinen die Gefahr nicht zu erkennen und laufen direkt in den Gefechtsbereich der japanischen Torpedoboote. Als der Feind die Situation endlich richtig bewertet ist es zu spät. Die Ausgangslage der Japaner ist hervorragend und die russische Abschirmung ist wieder einmal nicht zur Stelle. Dafür müssen die japanische Torpedoboote jetzt das wütende Geschützfeuer der Feindkreuzer über sich ergehen lassen.




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Die Situation ist ideal! Die beiden südlichen Konvoi-Linien sind völlig ungeschützt. Die russischen Panzerkreuzer versuchen den Anlauf der japanischen Torpedoboote auszumanövrieren, während die Izumi die beiden einzelnen russischen Torpedoboote mit schwerem Beschuss belegt.




Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko gibt als neues Ziel die Transportschiffe aus!





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Gerade noch rechtzeitig schaffen es die russischen Torpedoboote ihre beiden Kreuzer abzuschirmen.




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#068 RTW2-JAP#

Taurus
29.02.20, 16:16
Kann es sein, das die KI im Verlauf der Partie in gewissem Maße lernfähig ist? Irgendwie hört sich euer Kampfbericht an, als ob die russische Flotte nicht mehr ganz so diletantische Manöver vollzieht wie im ersten Krieg. Das sie sogar stellenweise sinnvolle Aktionen hinbekommt, ist ja mal eine echte Überraschung.

Bigfish
01.03.20, 10:21
Werter Taurus,


um so besser die Artillerie wird und um so weiter diese schießt, um so einfacher hat es die KI. Es kommt aber noch etwas ganz entscheidendes dazu: Wir haben - besonders in der Frühphase des Spiels - immer recht schnell die Patches installiert. Auch wegen der Patches steigert sich das Verhalten der KI merklich. Verbucht die Patches daher einfach unter Kommandanten-Wechsel...

Bigfish
01.03.20, 22:32
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Der Feind hatte ein Problem!


Die Tsukuba konnte völlig unbehelligt die Truppentransporter zusammenschießen, die Izumi verscheuchte zwei feindliche Torpedoboote und die eigenen japanischen Torpedoboote führten einen Lehrbuchmäßigen Torpedoangriff auf die feindliche Hauptmacht.


Tatsächlich war es die Unentschlossenheit des russischen Kommandanten, der die russische Flotte in diese fürchterliche Position geführt hatte. Hätte der russische Kommandant nicht zaghaft überlegt wen er angreift, sondern von Beginn an entschlossen ein Ziel ausgewählt und angegriffen wäre das Gefecht anders verlaufen.



Was jetzt bevorstand war ein Gemetzel unter den russischen Transportschiffen und den darauf befindlichen Soldaten!



Einer der modernsten und kampfkräftigsten Schlachtkreuzer auf der Welt konnte unbehelligt mit dem Wirkungsschießen beginnen und Japaner kannten hierbei kein Erbarmen. Bereits die ersten Salven lagen deckend, danach folgten die unvermeidlichen Treffer auf dem Feind.




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Die 12inch Geschütze der Tsukuba hatten eine geradezu katastrophale Wirkung auf die ungepanzerten Truppentransporter. Noch bevor die ersten Schiffe überhaupt so schwer getroffen waren das ein Sinken drohte, suchten die russischen Infanteristen ihr Heil in der See und sprangen über Bord.


Auf der anderen Seite stand das Torpedoboot Kuroshio in bester Tradition der Samurai und führte den Tod verachtend trotz immenser Schäden seinen Angriff fort. Erst nachdem die Torpedos im Wasser waren, ersuchte der Kommandant darum die Formation verlassen zu dürfen.



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Aber auch der Gegner hatte eine neue Qualität und teilte mit seiner Artillerie kräftig aus. Die Kuroshio wandelte sich in ein schwimmendes Wrack und das Sinken würde wohl nur eine Frage von Minuten sein. Das Torpedoboot stand lichterloh in Flammen!




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Dann begannen die japanischen Torpedoboote mit einer neuen Taktik die sie unter Kaigun-chūjō Ijūin Gorō wieder und wieder hatten trainieren müssen. Zwei Flottillen nährten sich geschlossen dem Feind und scherten dann in einem Neunzig-bis-Hundertzwanzig-Grad-Winkel aus und nahmen den Feind unter Feuer. Der Gegner konnte nicht einfach weiterfahren, trafen ihn doch so die ersten direkten Torpedos garantiert. Er konnte nur Ausweichen. Egal in welche Richtung er auswich, er würde entweder seine Backbordseite oder seine Steuerbordseite einer der beiden Flottillen als riesige Zielscheibe anbieten.


Es brauchte schon unglaubliches Pech um in dieser Situation nicht zu treffen.



Die Matrosen nannten das Manöver aufgrund des brutalen Drills schon beinahe beleidigend die „Gorō-Zange“.





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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko sah nur noch Rauch. Die brennende Kuroshio versperrte die Sicht. Auf das heftige Gefecht. So konnte er seinen Torpedobooten kaum vernünftige Befehle geben und konzentrierte sich auf die Aufgabe ob derer sie hier waren – Truppentransporter – der erste kenterte und sank!


Er konnte also nicht sehen, dass die russischen Torpedoboote dieses Mal sehr bemüht waren ihre Panzerkreuzer zu beschützen – dies gelang ihnen für den Moment ausgesprochen gut – ständig verlegten sie den japanischen Angreifern den Weg.




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Die japanischen Torpedoboote hatten sichtlich Mühe Lücken zu finden um mit den Torpedos eine saubere Schusslösung zu erhalten, aber es gelang ihnen doch immer wieder.



Dann griffen die Russen auf ihre bislang erfolgreichste Taktik zurück – Rammstöße!





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Ein Feindkreuzer wollte das Werk seines Torpedobootes fortsetzen und nahm sich die Hayashio zum Ziel. Fuhr damit allerdings auch vor die Torpedorohre des japanischen Torpedobootes. Der Kreuzer war jedoch schneller.



Eine Breitseite reichte aus um die Hayashio zu pulverisieren.





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Zwei Torpedos der Hayashio fanden jedoch ebenfalls ihr Ziel und fügten dem russischen Panzekreuzer schwere Schäden zu. Es war das letzte was die Besatzung der Hayashio sah, bevor das Torpedoboot von einer weiteren Granate des Kreuzers endgültig zerrissen wurde und sank.




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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko bekam von dem Drama seiner Torpedoboote nichts mit. Er freute sich über die ausgesprochen guten Leistungen seiner Geschützmannschaften. Eine Trefferrate von etwa zehn Prozent mit der schweren Artillerie war neuer Rekord in der Kaiserlich Japanischen Marine, auch wenn die Ziele nur langsame und schwerfällige Frachtschiffe waren.




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Angeschlagene Torpedoboote waren wohl die Spezialität des russischen Kreuzer-Kommandeurs. Die Kuroshio war eine schwimmende Fackel und wurde nun zum Ziel dieses Kreuzers, der gerade erst die Hayashio versenkt hatte.



Die Besatzung der Kuroshio dachte aber nicht ans Aufgeben und hatte ihrerseits bereits einen Torpedo im Wasser. Ein zweiter folgte sogleich!





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#069 RTW2-JAP#

Iche_Bins
02.03.20, 12:48
Spannend!

Hohenlohe
02.03.20, 23:04
Grosses Kino...!!:fecht:

herzlichste grüsse

Hohenlohe...:top: *BANZAI!!*

Bigfish
03.03.20, 22:30
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Nördlich der Transporter tobte eine Seeschlacht zwischen den japanischen Torpedobooten und den russischen Kreuzern. Langsam machten sich die Torpedotreffer auf den russischen Panzerkreuzern bemerkbar und die japanischen Torpedoboote versuchten einen weiteren koordinierten Angriff.


Die Tsukuba setzte ungestört ihr Vernichtungswerk fort.




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Die Feindkreuzer unternahmen alles um der Gefahr zu begegnen und die Arashi entkam nur knapp einem Rammstoß.




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Die Kuroshio sah sich weiter einem Kreuzer gegenüber, der allerdings zumindest nicht näherkam, als er die Torpedos im Wasser auf sich zukommen sah. Allerdings kamen jetzt zwei russische Torpedoboote zur Unterstützung des Kreuzers hinzu.




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Der Erfolg stellte sich schneller ein, als von den Flottillen-Führern erwartet. Mehrere Torpedos fügten einem der Kreuzer schwere Schäden zu.




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Auf der Kuroshio wurde die Lage dramatisch. Das hatte der Feind längst erkannt und sich abgesetzt. Jederzeit konnte das Torpedoboot explodieren.


Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko befahl der Izumi in der Zwischenzeit abzudrehen und die dritte Konvoi-Gruppe anzugreifen.





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Die Kuroshio musste aufgegeben werden, jedoch kamen die meisten Matrosen gerade noch von Bord.




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Dann zeigte sich das bekannte Verhalten. Waren die großen Kriegsschiffe erstmal getroffen, hielten die russischen Torpedoboote respektvollen Abstand, anstatt einzugreifen um zu retten was zu retten ist.




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Die japanischen Torpedoboote waren in ihrem Element und die feindlichen Panzerkreuzer längst todgeweiht. Die Tsukuba machte mit den Truppentransportern kurzen Prozess und im Meer schwammen bereits hunderte wenn nicht tausende Infanteristen und sahen ebenfalls dem Tod ins Auge.


Der geschützte Kreuzer Izumi kam in wirkungsvolle Reichweite zu den bislang unbehelligten Transportschiffen.





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Der Panzerkreuzer der Bayan-Klasse machte kaum noch Fahrt, daher verlegten sich die gefechtsbereiten Torpedoboote auf den Panzerkreuzer der Oslyabya-Klasse, der zwar ebenfalls bereits erheblich beschädigt war, aber trotzdem eine größere Gefahr darstellte.


Die Izumi eröffnete das Feuer.





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Mehrere russische Torpedoboote legten erneut Nebelwände, der Wind trieb den Rauch aber in unkritische Richtungen davon.




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Geschützter Kreuzer Izumi kann ungestört längs der gegnerischen Kolonne entlangfahren und einen Torpedoangriff durchführen. Ein feindliches Torpedoboote macht keine Anstalten einzugreifen.


Der Kampf für die Kuroshio war beendet. Über der Untergangsstelle stieg eine große Wasserdampfsäule in den Himmel und auf dem Wasser treiben weiterhin brennende Trümmerteile.




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Wenigstens ein Kommandant eines russischen Torpedobootes verstand wie man einen Kreuzer beschützen muss. Allerdings war er alleine auf verlorenem Posten. Würden alle feindlichen Torpedoboote so handeln wie dieses eine Boot der Bistri-Klasse, wäre es fraglich gewesen ob die Panzerkreuzer überhaupt getroffen worden wären.




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+ + +


#070 RTW2-JAP#

Bigfish
03.03.20, 22:32
Werter Iche_Bins,

Werter Hohenlohe,



habt Dank - Wir sind stets bemüht!

Iche_Bins
03.03.20, 22:34
Das sieht gut aus, guter Kampf!

Taurus
03.03.20, 23:33
Ein Schlachtfest, aber aufgrund der überwiegend passiven Kampfweise und dem "Im Stich lassen" der zivilen Frachter ist das nur verdient.

Bigfish
05.03.20, 22:33
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Wie die Tsukuba im Süden, kann auch die Izumi die nördliche Kolonne ungestört angreifen. Der Panzerkreuzer der Oylyaba-Klasse steht jetzt wieder alleine auf sich gestellt gegen die japanischen Torpedoboote, wehrt sich aber nach Kräften.




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Das Torpedoboot Yamagumo erzielt den finalen Torpedotreffer. Direkt nach dem Einschlag des Torpedos ereignet sich auf dem feindlichen Panzerkreuzer eine starke Explosion und zerreißt das Schiff in zwei Hälften.




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Der Gegner ist nunmehr völlig desorganisiert und sämtliche Kämpfe sind lokale Einzelmaßnahmen.




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Erst jetzt wo der russische Panzerkreuzer gesunken ist, greifen die russischen Torpedoboote in den Kampf ein und es entwickelt sich ein heftiges Torpedoboote-Gefecht.




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Ein feindliches Torpedoboot stellt jetzt der Tsukuba nach, liegt aber sofort unter massivem Abwehrfeuer des japanischen Schlachtkreuzers und dreht ab.




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Mehrere japanische Torpedoboote erhalten Treffer und sind in ihrer Gefechtsfähigkeit massiv beeinträchtigt. Die Hatsukaze ist kurz davor zu sinken. Der schwer getroffene Kreuzer der Bayan-Klasse kentert und sinkt. Unverständlicherweise ist genau jetzt der Kampfeswille der verbliebenen Feindschiffe erwacht.


Die Tsukuba zieht eine Spur der Vernichtung, des Elends und des Leids hinter sich her. Russland hat bereits jetzt tausende tote Infanteristen zu verzeichnen. Selbst wenn die Tsukuba noch durch ein Wunder gestoppt werden sollte, die russische Invasion ist gescheitert.




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Die japanischen Torpedoboote versuchen jetzt den Anschluss an ihre Kreuzer zu gewinnen. Sehen sich aber einem unvermittelt brutalen Beschuss ausgesetzt.




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+ + +





Der Feind konzentriert sich auf die schwer beschädigte Hatsukaze. Während die Tsukuba erneut dem aufdringlichen Torpedoboot mehrere Salven entgegen schickt. Kreuzer Izumi erhält jetzt Unterstützung vom Torpedoboot Arashi.




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+ + +






Dann passiert das unvermeidliche und die Hatsukaze wird erneut getroffen und sinkt.




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Der geschützte Kreuzer Izumi überlässt die Transporter der Arashi und sucht selbst den Kampf mit den gegnerischen Torpedobooten. Es ist jedoch die Tsukuba die diesen Gegnern den ersten Volltreffer verpasst.


Die Tsukuba versucht jetzt die Distanz zu halten und den Feind mit deutlich überlegener Artillerie zu bekämpfen, ohne dass dieser sich wehren kann.


Mittlerweile sind fast alle feindlichen Torpedoboote im Norden wieder in geordneter Formation und setzen den japanischen Torpedobooten nach.





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Die feindlichen Torpedoboote brechen die Verfolgung der Tsukuba ab. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko denkt aber nicht daran diese Schiffe so einfach entkommen zu lassen, wendet und stellt nun seinerseits mit der Tsukuba dem Feind nach. Dieser ist für den Schlachtkreuzer jedoch zu schnell.


Die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille liegt mittlerweile wieder unter schwerem Beschuss und ist dem Gegner auch wegen vorhandener Schäden deutlich unterlegen. Die Hagikaze kann das Absetzmanöver nicht mitgehen und verliert den Anschluss.




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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko beschließt seinen Torpedobooten entgegen zu laufen um diese im Kampf gegen die russischen Torpedoboote zu unterstützen.





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Die Hagikaze wird jetzt vom Feind zusammengeschossen.




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Für die Hagikaze gibt es keine Rettung. Das Torpedoboot wird schwer getroffen und beginnt zu sinken. Für Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko ist es völlig unverständlich warum die russischen Torpedoboote erst jetzt, wo das Desaster für Russland bereits Tatsache ist, den Kampf suchen!




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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko gibt allen Einheiten Befehl sich zu sammeln. Alle russischen Truppentransporter sind am Sinken oder bereits gesunken und aufgrund der bald hereinbrechenden Dämmerung ist es zu gefährlich mit den Kreuzern alleine ohne Deckung zu manövrieren.


Die russischen Torpedoboote erkennen die Lage und halten Abstand.




Um zehn Minuten nach Neunzehn Uhr sinkt der letzte russische Truppentransporter.





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Die japanischen Schiffe beginnen damit Überlebende an Bord zu nehmen. Der Gegner hält Abstand, entfernt sich aber auch nicht zu weit.





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Die Kreuzer Tsukuba und Izumi decken die Rettungsmaßnahmen der Torpedoboote und halten mit ihrer Anwesenheit den Feind davon ab anzugreifen. Mit der einsetzenden Dämmerung geht der Kontakt zu den Gegnern verloren.


Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko befiehlt so viele Überlebende wie möglich vor Einbruch der Nacht an Bord zu nehmen. Sobald die vollständige Dunkelheit um sich greift sind weitere Rettungsmaßnahmen zu gefährlich.


Das beweist sich als mehrere Silhouetten mit Kurs auf die japanischen Schiffe am Rande der Sichtweite auftauchen.





Das können nur die russischen Torpedoboote sein, die ihre Chance in der Dunkelheit wittern - an Nachtgefecht bahnt sich an!





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#071 RTW2-JAP#

Bigfish
05.03.20, 22:35
Werter Taurus,


ja die "frühe" KI reagiert noch unverständlich. Trotzdem erkennen Wir Verbesserungen mit den Updates.



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Wir verkünden, dass die Zahl sämtlicher Bilder aller(!) Unserer AARs die Wir seit 2013 hochgeladen haben soeben die Marke von 20.000 überschritten hat.

Bigfish
06.03.20, 21:20
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy 7. Juli 1909 <<




Die entdeckten Feindschiffe kamen zwar näher, blieben aber klar außerhalb der Reichweite der Geschütze der Tsukuba. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko gab daher Befehl alle Einheiten in Formation zu bringen und abzulaufen. Der Auftrag war erfüllt, weitere feindliche Torpedoboote zu versenken brachte kaum Nutzen, aber die Gefahr selbst torpediert zu werden konnte das bislang exzellente Ergebnis noch egalisieren.


Dann aber war der Feind zu forsch damit einen Angriff auf die Arashi zu unternehmen und die Izumi reagierte sofort mit Sperrfeuer.




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Jetzt wollte es der Gegner wissen und er begann mit seinem Anlauf. Mit hoher Geschwindigkeit näherten sich die russischen Torpedoboote der Izumi. Das würde ganz klar ein Torpedoangriff werden. Die Izumi versuchte ihrerseits mit Torpedos die Feindformation aufzubrechen.




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Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko brachte die Tsukuba in Angriffsposition und lies eine Breitseite nach der anderen feuern. Er wollte gar keine Treffer erzielen um ein einzelnes Torpedoboot niederzukämpfen. Es reichte ihm aus, wenn der Feind wegen des heftigen Abwehrfeuers, sein Ansinnen überdachte und aufgab.



Allerdings zeigte sich, dass Russen ebenso stur sein konnten wie Japaner!



Für die immer noch im Wasser um ihr Leben schwimmenden Infanteristen bedeuteten die Granateinschläge jedoch endgültig den Tod.





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Jetzt bekamen die Russen jedoch das ganze Potential der Tsukuba zu spüren. Die große Anzahl kleiner 3inch Geschütze des Schlachtkreuzer waren genau dafür eingebaut worden um feindliche Torpedoboote auf kurze Distanz bekämpfen zu können. Wie sinnvoll diese Entwurfs-Entscheidung war, war nun nicht mehr zu leugnen. Die russischen Torpedoboote fuhren regelrecht durch „kochendes“ Wasser.


Dennoch kam der Feind in Position um seinen Torpedoangriff zu vollenden.




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Erst eine Breitseite der Mittelartillerie auf kürzeste Entfernung brachte die Russen dazu abzudrehen. Auch wenn Niemand das Abfeuern von Torpedos beobachtet hatte, drehten Die Tsukuba und Izumi sofort ab, falls doch Torpedos im Wasser sein sollten.




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Der Einbruch völliger Dunkelheit stand unmittelbar bevor. Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko befahl allen Einheiten mit höchstmöglicher Fahrtstufe Kurs Japan zu laufen. Einen weiteren Torpedoangriff bei völliger Dunkelheit würde man nicht noch mal so erfolgreich vereiteln können wie mit dem jetzigen Restlicht der Dämmerung.



Die Artillerie würde sehr bald so gut wie nutzlos sein.





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Der Auftrag war vollumfänglich erfüllt, nun musste man nur noch ohne weitere Schäden zurück nach Japan gelangen.




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Eine Stunde nach der letzten Feindsichtung schien die Lage sicher zu sein und Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko studierte die Schadensmeldungen der verbliebenen Schiffe.




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Weitere zwei Stunden später erklärte Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko das Gefecht für beendet!




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 8. Juli 1909




>> ZEHNTAUSENDE TOTE – RUSSISCHE INVASIONSARMEE ERTRUNKEN! <<


Am gestrigen Tage hat der edle Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko den japanischen Schlachtkreuzer Tsukuba erneut ins Gefecht geführt. Dabei gelang es dem Kaigun-daisa Hirose Katsuhiko eine vollständige russische Invasionsflotte auf den Grund der Japan See zu schicken. Zusammen mit den Transportschiffen sind zehntausende russische Infanteristen ertrunken.


Weiterhin gelang es der Tsukuba zwei feindliche Kreuzer zu versenken.



Der Feind hat eine sprichwörtlich brutale Niederlage erlitten!






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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zur Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy am 7. Juli 1909 <<





Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


es mögen wenige Worte genügen. Strategie und Taktik unserer Planungen haben sich eindrucksvoll bestätigt. Der Feind wurde vernichtend geschlagen. Mindestens eine komplette russische Division ist vor dem Kap Mayak Ostrovnoy ertrunken.


Abermals zeigte der Beginn des Gefechts das bekannte russische Gesicht der Gefechtsführung. Gleichsam gilt es als bemerkenswert herauszustellen, dass sich dieses Gesicht nach dem Verlust der beiden russischen Panzerkreuzer komplett gewandelt hat. Ab diesem Zeitpunkt taten die russischen Flottillen-Führer mit ihren Torpedobooten das wozu Torpedoboote da sind.



Diesen Umstand kann ich nicht deutlich genug festhalten. Die Flottillen-Führer der zaristischen Kriegsmarine haben gelernt zu kämpfen.


Nun mögen die werten Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei) fragen, warum dies erst nach dem Verlust der Panzerkreuzer passiert ist?


Meine Erklärung dazu ist einfach!


Mit dem Verlust der Panzerkreuzer waren auch alle höheren Offiziere des russischen Pazifik-Geschwaders gefallen oder zumindest nicht in der Lage Befehle zu erteilen.



Ich glaube das bisherige Versagen der russischen Torpedoboote liegt einzig und alleine am Versagen der höheren Dienstgrade innerhalb der russischen Marine!



Nachdem die unteren Dienstgrade auf sich alleine gestellt waren konnten diese jungen Befehlshaber beweisen was in ihnen steckt und das haben sie eindrucksvoll getan. Ich muss gestehen, dass es ein glücklicher Umstand war, dass weder die Izumi noch die Tsukuba in den letzten Minuten des Kampfes nicht doch noch von Torpedos getroffen worden sind.


Ich bitte diese Tatsache in den kommenden Kämpfen gegen die russische Flotte zu berücksichtigen.




Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Konvoischlacht am Kap Mayak Ostrovnoy am 7. Juli 1909 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.




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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 9. Juli 1909






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#072 RTW2-JAP#

Bigfish
06.03.20, 23:50
#005 Zweiter Russisch-Japanischer Krieg von 1909




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 9. Juli 1909





Osaki Satoshi musste anerkennen, dass die letzten beiden Gefechte eindrucksvolle Siege für die Kaiserlich Japanische Marine gebracht hatten. Dennoch war der Krieg noch nicht gewonnen. Berichte wonach sich große Teile der europäischen Flotteneinheiten der russischen Flotte auf dem Weg nach Asien befanden konnten bestätigt werden.


Ein großes Geschwader russischer Kriegsschiffe hatte vor Westafrika einigen Eindruck hinterlassen. Sobald diese Schiffe Asien erreichen würden, sah das Kräfteverhältnis deutlich anders aus.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 2. August 1909


Der August brachte wichtige Fortschritte für die Marine im zu erwartenden großen Kampf der Schlachtflotten. Die umgebaute Nisshin kam aus der Werft und war nun als Schlachtkreuzer klassifiziert. Sicher entsprach das nicht den Tatsachen. Ein echter Schlachtkreuzer war etwas anderes als ein Kampfwert gesteigerter Umbau, aber auf dem Papier sah es gut aus für Japans nominelle Stärke.




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Deutlich wurde aber auch, dass die Marine wieder größeren Wert auf kleine Einheiten legte. In diesem Fall auf die U-Boot-Waffe, denn es wurden gleich 10 weitere U-Boote in Auftrag gegeben.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Freitag 3. September 1909




>> PAUKENSCHLAG IN TŌKYŌ – RUSSLAND KAPITULIERT! <<


Der russische Gesandte Nikolai Malevsky-Malevich hat heute Morgen gegenüber Außenminister Hayashi Tadasu die formelle Kapitulation Russlands abgegeben!


Unbestätigten Gerüchten zur Folge ist es im europäischen Teil Russlands zu schweren Ausschreitungen gekommen, nachdem die Bevölkerung vom sinnlosen Tod tausender Soldaten erfahren hat. Es heißt dass sich die russische Armee selbst an den Protestmärschen in Sankt Petersburg beteiligt hat.


Nach Aussagen von Außenminister Hayashi Tadasu hat Russland die alleinige Kriegsschuld anerkannt und wird Japan sämtliche Schäden ersetzen die in diesem drei Monate dauernden Krieg entstanden sind. Zudem erkennt Russland Sachalin als Japanisches Territorium an.





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Bild 79: Neuerliche Demütigung von Zar Nikolaus II.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch-_Russian_Prestige_1905.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Bernard_Partridge
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Russo-Japanese_War






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#006 Der Weg zur Seemacht



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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 4. Oktober 1909


Die Feierlichkeiten der Marine zu ihrem erneuten Sieg über das Zarenreich waren nur kurz. Die Budget-Beschneidungen des Kriegsmüden Japan waren drastisch und viele Beobachter fragten sich ob die neuesten Indienststellung die letzten für lange Zeit sein würden?




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Osaki Satoshi verschaffte sich einen Überblick, was das Ergebnis des Kriegs gewesen ist? Und das Ergebnis war kurz:



NICHTS!



Die meisten vor dem Krieg in den Werften befindlichen Schiffe befanden sich dort nach wie vor dort.




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Und die Anzahl der Torpedoboote war durch die erlittenen Verluste gesunken. Es gab keine Landgewinne, noch war Russland wirklich geschwächt worden.


Es gab tausende Tote Soldaten, das war alles.




Ein Intermezzo ohne Sinn und Verstand!






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Was also würde nun kommen? Für Osaki Satoshi war klar, dass die Kriegstreiber stärker waren als jemals zu vor. Das Japanische Volk würde einen neuen Krieg aber niemals tolerieren. Das konnte man spüren. Aber auch durfte angenommen werden, dass dies bald in Vergessenheit geraten würde.


Osaki Satoshi musste zugeben: Er hatte keine Ahnung wie es jetzt weitergehen würde!






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 22. Dezember 1909



Osaki Satoshi konnte es nicht glauben. Chefredakteur Kamata Itachi hatte ihn tatsächlich aus dem Gebäude werfen lassen. Es sei bald Weihnachten und Neujahr und er solle gefälligst die Zeit mit seiner Familie verbringen.


Osaki Satoshi hatte gerade noch die letzten Meldungen der vergangenen Monate sortiert, als der Chefredakteur in die Redaktion geplatzt war und alle aufgefordert hatte das Gebäude zu verlassen.


Irgendetwas war passiert – so viel war klar – es wurden nicht einfach alle Mann nach Hause geschickt ohne Anlass. Aber es gab kein Gerücht, keine Andeutung, keine Hinweise.


Osaki Satoshi griff seine Tasche, packte einige Unterlagen ein und verließ die Redaktion. Seine Frau würde sicher nicht erfreut sein, wenn er die heimischen Gemächer zu seinem Büro verwandelte, aber was blieb ihm übrig?





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#073 RTW2-JAP#

Bigfish
07.03.20, 21:30
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 3. Januar 1910



Viel gearbeitet hatte Osaki Satoshi nicht. Zumindest nicht die Arbeit die er sich vorgenommen hatte. Das Zwillingsdoppelpack hatte sämtliche Pläne zunichte gemacht. Waren die beiden ersten Zwillinge mit jetzt fünf Jahren aus dem Gröbsten raus, waren die beiden weiteren Zwillinge jetzt gerade dreieinhalb Monate alt.


Warum Natsuko und er nur Zwillinge bekamen rechtfertigte eine eigene Recherche, aber sein Fachgebiet waren die Kriegsmarinen dieser Welt und nicht die Medizin.


Natsuko zumindest hatte ihn die letzten Wochen auf Trab gehalten. Die Wohnung war zu klein für sechs Personen und so war es seine Aufgabe gewesen nach einer neuen Bleibe zu suchen. Er fragte sich ob Chefredakteur Kamata Itachi und seine Frau unter einer Decke steckten und er deshalb so großzügig viel freie Zeit verordnet bekam, verwarf diesen Gedanken aber sogleich wieder.


Fündig wurde Satoshi schließlich im 多摩丘陵 (Tama-kyūryū), einer Hügelkütte südwestlich der Hauptstadt Tōkyō. Das geräumige ältliche Bauernhaus hatte sicher schon bessere Tage gesehen, aber die Umgebung war wunderschön und von den Erhebungen hatte man einen außerordentlichen Blick auf die gesamte 関東平野 (Kantō heiya = Kantō-Ebene). Das Gebäude befand sich außerhalb des Zentrums von Atsugi, einer jungen Ortschaft, die erst 1889 aus einem Zusammenschluss mehrerer Siedlungen entstanden war. Von hier aus war es ein Katzensprung zu den Werften von Yokohama und Yokosuka. Der Weg zu den Ministerien war aber jetzt etwas weiter.


Die Redaktionsräume lagen in Kōjimachi (Heute Sonderbezirk Chiyoda: https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirke_Tokios) und damit in unmittelbarer Nähe zu sämtlichen wichtigen Regierungseinrichtungen einschließlich des Kaiserpalasts. Was sich nicht in Kōjimachi befand, war in Yotsuya oder Kyōbashi untergebracht. Die Wege hier waren daher vergleichsweiße kurz. Auch von seiner bisherigen Wohnung in Sumida konnten die Ministerien schnell erreicht werden. Brauchte man dazu doch nur den Fluß gleichen Namens überqueren und befand sich so gut wie in Kōjimachi.


Um den eigentlichen Umzug würden sich seine Frau und seine Eltern kümmern müssen, denn nach dem Neujahrsfest musste er wieder in die Redaktion zurück.



Dort wartete die nächste große Überraschung auf ihn




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Bild 80: Karte des „alten“ Tokio
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Tokyo_before_Great_Kanto_earthquake.PNG
Autor: Autor unbekannt / Japanese book(English version) "THE RECONSTRUCTION OF TOKYO" published by Tokyo City.
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Tokio_(Stadt)



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Bild 81: Eingemeindungen in die Stadt Tokio 1932 und 1936
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Tokio_Eingemeindungen_1932-1936.png
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:NordNordWest
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Tokio_(Stadt)
Urheberrechtliches: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de





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Schon von weitem sah er Veränderungen. Ein neues großes Schild mit der Aufschrift „Tōkyō Shinbun“ prangte zwischen den Fensterreihen des vierten und fünften Geschosses und war weithin sichtbar. Im Inneren war renoviert worden. Tatsächlich gehörte nun das gesamte fünfgeschossige Gebäude dem Verlag. Vorher hatte es hier weitere andere Unternehmen gegeben. Die gesamte Redaktion war nun über drei Stockwerke verteilt. Seine alte Redaktion befand sich im linken Flügel des dritten Stocks.


Als er dort ankam stand über der Eingangstür „Redaktion für das Marinewesen“. Über der Tür des rechten Büroflügels stand „Redaktion für das Heereswesen“.


Die Räume der gesamten bisherigen Redaktion waren jetzt einzig für die Redaktionsmitglieder reserviert, die sich mit der Marine beschäftigten? Ebenso große Räume standen für Heeresfragen zur Verfügung?


War das schon kaum zu glauben, wurde es in den „neuen“ Redaktionsräumen noch besser. Er hatte sein eigenes vom Großraum abgetrenntes Büro – mit Besprechungsecke. Am Ende des Großraumbüros stand ein gigantischer Tisch auf dem eine Karte von Japan und den umgebenden Seegebieten aufgemalt war. Die Karte reichte von Alaska im Norden bis Australien im Süden. Von Birma im Westen, bis Hawaii im Osten. Alle wichtigen Kolonien der Großmächte waren eingezeichnet samt den maßgeblichen Hafenstädten.






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Bild 82: Kolonien in Ostasien und Ozeanien
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:East_Asia_and_Oceania_1914-de.svg
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Redtony / https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Chrischerf / https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Skimel
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdostasien






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Chefredakteur Kamata Itachi trat von hinten an ihn heran:



„Nun Satoshi – das ist jetzt ihre Redaktion. Sie sind ab jetzt der Redaktionsleiter für Marinefragen!“



Osaki Satoshi brachte zuerst kein Wort heraus, dann stammelte er los: „Wa wa wa Warum?“



„Ich habe da etwas gehört. Die Marine hat große Ambitionen, ach was das gesamte Militär hat große Ambitionen!“


„Große Ambitionen? Sie sprechen von Krieg? Schon wieder Krieg?“


„Sicher wird es auf Krieg hinauslaufen, aber noch nicht so bald. Aber dafür müssen wir vorbereitet sein. Es wird viel zu tun geben. Kommende Konflikte werden nicht nur an einem Ort stattfinden und kommende Seeschlachten können an Größe zunehmen. Alleine mit ein paar Gehilfen ist das nicht zu schaffen. Sie bekommen drei zusätzliche Redakteure und zehn weitere Gehilfen.“


„Was?“


„Ja glauben Sie die Sache mit ihren „Werftinformanten“ ist mir entgangen? Dem Militär übrigens auch nicht!“



„WAS?“



„Apropos Militär – Sie bekommen einen Militärberater!“


„Was – wen?“


„Der edle Kaigun-daisa Taketomi Kunikane ist ihnen bekannt Satoshi?“


„Kaigun-daisa Taketomi Kunikane? – Der Kommandant des Panzerkreuzers Iwate in den Kriegsjahren 1904 und 1905?“




„Genau der! Kaigun-daisa Taketomi Kunikane wurde bei einem Unfall im Hafen verletzt. Er kann keinen aktiven Dienst zur See mehr ausführen. Die Marine hat ihn daher in den Ruhestand versetzt. Mit Einverständnis der Marineführung steht er Ihnen für Fragen zur Kampftaktik zur Verfügung.“


„Donnerwetter – diese Überraschung ist Ihnen gelungen Herr Kamata! Und ich dachte schon Sie haben mich in Urlaub geschickt um meinem Umzug zu planen.“



Chefredakteur Kamata Itachi setzte ein breites Grinsen auf, klopfte Satoshi auf die Schulter, drehte sich um und ging.











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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 4. Januar 1910



Osaki Satoshi war immer noch mehr verwundert als erfreut über die Veränderungen in der Redaktion. Aber die letzten Nachrichten des Jahres 1909 und die ersten Meldungen des Jahres 1910 lagen auf seinem Tisch. Er musste an die Arbeit gehen.




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Besonders interessant fand er die Unterlagen zu einem italienischen Schlachtkreuzer. Italien war bislang nicht besonders aufgefallen – genau wie Japan – aber das was er hier sah war beeindruckend!


Er befand dass dieser Entwurf dem Gedanken an einen Schlachtkreuzer sehr nahe kam. Schwer bewaffnet, schnell, aber wenig Panzerung.



„Zehn 13inch Geschütze – das ist gewaltig!“




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Er verglich diese Schiffsklasse mit der Tsukuba und befand, dass der italienische Entwurf viel mehr Schaden anrichten konnte als die Tsukuba. Vorausgesetzt, die italienischen Geschütze waren von guter Qualität? Das aber war ihm unbekannt.



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„Du – wie heißt du noch gleich?“ pfiff er zu einem von seinen neuen Gehilfen.


„Saitō – Saitō Manabu - Herr Osaki“ kam es zurück.


„Also Manabu – in den Kisten dort drüben ist alles enthalten was mit dem Thema Kriegsmarine zu tun hat. Sortiere das Thematisch nach Wissensgebiet und zwar je nach Land. Da drüben kann das alles in das Regal gestellt werden. Wenn das fertig ist, will ich alles wissen was es über italienische Artillerie zu wissen gibt.“




„Auf zack zack – ran an die Arbeit…“




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#074 RTW2-JAP#

Iche_Bins
08.03.20, 21:31
Ihr habt also vom krieg nicht wirklich was bekommen?

TheBlackSwan
08.03.20, 21:39
Weiterhin sehr schön gemachter AAR, wir verfolgen Spielverlauf und Rahmenhandlung sehr gerne. Es wird Zeit, dass die japanische Marine mal ein paar richtige Dickschiffe bekommt! Ein Geschützturm vorne, ein Geschützturm hinten ist soooo 19. Jahrhundert.

Anmerkung: Wir überspringen meist die detaillierten Gefechtsbeschreibungen, und lesen dann die Zusammenfassungen und die Karten mit den roten und blauen Linien, da erstere für uns doch etwas detailliert sind. Natürlich sprechen wir nur für uns und wissen nicht, wie es die anderen Regenten halten.
(die Bilder schaden sicher nicht, es wäre nur schade, wenn in sie viel Aufwand fließt, sie aber gar nicht so sehr gelesen werden-wir möchten nur "Marktforschung" betreiben :-) )
Viele Grüße

Alith Anar
09.03.20, 10:34
Ich habe dem werten Bigfish schon öfter gesagt, das ich die Bilderflut ein bizzelie too much halte :D Hat ihn bisher nicht davon abgehalten . Somit lebe ich damit und mit 10 Stunden scrollen wo den jetzt der neue Post ist ...

LochLomond
09.03.20, 10:48
Auch ich könnte mit einigen Bildern weniger gut leben. Aber wenn der Regent Bigfish meint, für eine umfangreiche Schilderung der Gefechte genau diese Anzahl an Bildern zu brauchen, dann schaue ich sie mir gerne an. Ich besitze RTW2 selbst und gerade die sehr ausführliche Bebilderung hat zu einigen Erkenntnissen für die Verbesserung der eignen Spielweise geführt.
Besonderen Genuss bereitet mir immer wieder die sorgfältig recherchierte Rahmenstory! Einfach: TOP!!!

Bigfish
09.03.20, 21:21
Werter ich_Bins


abgesehen davon, dass die Besatzung der Tsukuba jetzt den Status "Elite" hat (der auch schnell wieder weg ist) - hat dieser Konflikt nichts erbracht - genau!



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Werter TheBlackSwan,


Habt Dank - es wird mit dem dicken Bums - Wir garantieren das in der nächsten Schlacht BBs eine Rolle spielen werden - welche auch immer ;)


Das mit den Bildern nunja - ähm also äh - derzeit hat dieser AAR 3.864 Bilder online von 12.087 die wir bis zu diesem Zeitpunkt verarbeitet haben - öhm - nennt es Größenwahn - jeder gute Heerführer braucht Größenwahn! :teufel:



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Werter Alith Anar,


Unser Hirn wird alt und vergesslich und wegen individueller Bildergrößen ist das hier mit animated GIFs nicht so einfach...



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Werter LochLomond,


habt Dank - Die Rahmenhandlung ist tatsächlich Zeitintensiv - aber das Flair des aufstrebenden Japans finden Wir sehr interessant - auch wie sich die Kantō-Ebene im Laufe der Zeit entwickelt hat

Dazu passend empfehlen Wir aus dem Studio Ghibli: https://de.wikipedia.org/wiki/Wie_der_Wind_sich_hebt, der tatsächlich eher für große Kinder taugt. Kleine Kinder werden die versteckten Andeutungen zu Japans Verhalten im Krieg nur schwer erkennen und verstehen.

Etwas härter wäre dieser hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_letzten_Gl%C3%BChw%C3%BCrmchen


Edit: Äh ja - Wir mögen Ghibli Filme!

Bigfish
11.03.20, 22:26
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 5. Januar 1910



Marineminister Saitō Makoto persönlich hatte sich angekündigt. Scheinbar wusste bereits alle Welt dass die Tōkyō Shinbun dabei war, zum führenden Kriegsberichterstatter unter den Tageszeitungen dieser Welt werden zu wollen.


Das war zwar wenig realistisch, Verlagshäuser in anderen Ländern hatten wesentlich mehr Ressourcen zu bieten, aber Neugierig war man schon geworden.


Für einen Staatsbediensteten ausgesprochen Würdevoll betrat der Minister mit seiner Entourage die Redaktion.


Der Leitende Redakteur Osaki Satoshi verbeugte sich tief, richtete sich wieder auf, sprach seien Begrüßungsformel und verbeugte sich abermals.


Dann begann er dem Minister seine Redaktionsmannschaft vorzustellen:



„Mein ehrenwerter Vorgänger Taka Ogawa, der immer mit Rat zu vergangen großen Taten Japans zur Seite steht.“


„Redakteur Sagawa Kappei.“
„Redakteur Sakamura Shin'ichi.“
„Redakteur Kazama Mineo.“
„Redakteur Yamaguchi Shuuji.“
„Redakteur Abe Takeshi.“
„Redakteur Matsudo Junzō.“
„Redakteur Nakajima Takaji.“


„Und selbstverständlich der heldenhafte Kaigun-daisa Taketomi Kunikane, der keiner weiteren Vorstellung bedarf.“




Dann verbeugten sich alle versammelten Zeitungsleute, zu denen auch eine ganze Reihe Laufburschen gehörten und Osaki Satoshi begann damit dem Minister die neuen Redaktionsräume zu zeigen.


Marineminister Saitō Makoto lies alles über sich ergehen und war immer noch Steif und Wortkarg wie beim ersten Zusammentrafen mit Satoshi. Er sprach wenig und ermahnte zum Schluss alle Anwesenden an die Geheimhaltung zu denken. Er spürten, dass es dem Minister nicht recht war, wenn Zeitungsleute zu Neugierig waren und ihre Nasen in Dinge steckten, die sie nichts angingen.


Dieser Situation bewusst stellte Osaki Satoshi erst gar keine Fragen zu den Vorgängen auf den Werften. Nach Kriegsende wurde wohl ein neues Modernisierungsprogramm aufgelegt.




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Marineminister Saitō Makoto war schon fast zur Tür heraus, als er sich umdrehte.



„Bevor ich es vergesse Herr Osaki. Sie dürfen der Bevölkerung Japans den 20+5-Plan verkünden.


„Den 20+5-Plan Herr Minister?“


„Fragen Sie ihren neuen Angestellten Kaigun-daisa Taketomi Kunikane, er wird wissen was gemeint ist. Das muss reichen!“



Dann drehte sich der Minister wieder um und verließ die Redaktion ohne die standesgemäße Verabschiedung abzuwarten.



Alle Augen richteten sich fragend an den altgedienten Kapitän.



„Nun“ begann Kaigun-daisa Taketomi Kunikane, „exakte Details kenne ich auch nicht – aber es gibt einen gehörigen Streit innerhalb der Marine.“


„Streit?“ - jetzt war ihm die Aufmerksamkeit sicher!






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„In der Marine gibt es drei große Fraktionen. Das wären die
- „Größer-Größer“-Fraktion
- „Torpedoboot“-Fraktion
- „Kreuzerkrieg“-Fraktion


Selbstredend habe ich Sympathien für die Kreuzerkrieg-Fraktion, die auch die jüngste und leider die kleinste Fraktion ist. Die Größer-Größer-Fraktion glaubt, dass Japan nur erfolgreich sein kann, wenn es über die größten jemals gebauten Schlachtschiffe gebietet. Die ironischerweise größte Fraktion ist die Torpedoboot-Fraktion, die noch immer glaubt, dass jeder Feind zu besiegen ist wenn nur genügend Torpedoboote eingesetzt werden. Die Kreuzerkrieg-Fraktion letztlich geht davon aus mit großen Kreuzern allen Anforderungen gerecht zu werden solange die Anzahl stimmt.“


„Aber ganz so einfach ist es nicht. Innerhalb der Fraktionen gibt es ebenfalls unterschiedliche Auffassungen und sogar Koalitionen mit Teilen anderer Fraktionen. Dies ist dann auch der wesentliche Kern des 20+5-Plans. Zumindest nehme ich das an, denn zu meiner aktiven Zeit hieß das noch „15+“-Plan. Es kann aber nur dasselbe Vorhaben gemeint sein, dass jetzt verändert wurde.“



„Und worum geht es bei diesem Plan?“ fragte Sagawa.


„Über alle Fraktionen hinweg gibt es die Koalition der Neubau-Postulanten und der…“



Satoshi unterbrach – „Postulanten? Das sind doch Gläubige?“



„Ja ganz recht, irgendwie hat es schon etwas von Glauben – so führen sich einige schon auf.“


„Also es gibt die Neubau-Postulanten und die Umbau-Postulanten.“


„Aha verstehe – die einen wollen ständig neue Schiffe und die anderen das benutzen was schon da ist?“


„Genau – und das jeweilige Anliegen vertreten sie mit missionarischem Eifer – deswegen tragen sie alle den Spitznamen Postulant.“


„Das hören die bestimmt nicht gerne?“


„Nein sicher nicht, ich habe gehört, dass zwei Adjutanten denen dieser Begriff in Gegenwart mehrerer Offiziere versehentlich herausgerutscht ist ausgepeitscht wurden.“


„Und was ist dann jetzt der 20+5-Plan?“


„Wenn das Prinzip das gleiche wie beim 15+-Plan ist, dann bedeutet dass, dass sich die Umbau-Postulanten durchgesetzt haben. Dann werden demnach alle jemals gebauten Schiffe Zwanzig Jahre lang in Dienst gehalten und bei besonders wichtigen Schiffen kommen weitere fünf Jahre dazu. Innerhalb dieser Zeit ist mit zwei bis vier Modernisierungen pro Schiff zu rechnen.“


„Zwanzig Jahre?“


„Für ein Linienschiff ist das schon lang, aber für Torpedoboote ein sehr umstrittenes Unterfangen. Gerade um die Torpedoboote geht es aber, weil diese zahlenmäßig den weitaus größten Anteil an der Flotte ausmachen und zudem bislang die Hauptlast aller Kämpfe zu tragen hatten.“


„Dann ergeben diese Berichte über das Eindocken von Schiffen Sinn – dann wurde dieser Plan also bereits in Kraft gesetzt?“



„Danach sieht es aus – ja!“




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„Kann sich die Marine das denn überhaupt alles leisten?“


„Sicher nicht – aber die Marine hat noch immer einen Weg gefunden.“


„Also wird sicher wieder irgendein Ereignis die Spannungen nach oben treiben?“




„Garantiert – sicher wird bald wieder etwas passieren, dass ein höheres Marinebudget rechtfertigt!“




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag, den 6. Januar 1910



>> Marineminister Saitō Makoto gibt sogenannten 20+5-Plan bekannt <<


Marineminister Saitō Makoto gab gestern die Rüstungspläne der Kaiserlich Japanische Marine bekannt. Demnach hat sich in der Marineführung eine Fraktion durchgesetzt, die anstelle ständiger Neubauten die Modernisierung vorhandener Schiffe als Zielführend betrachtet.


Hierzu wurde der sogenannte „20+5“-Plan entwickelt. Der „20+5“-Plan sieht vor, dass sämtliche jemals gebauten Schiffe der Flotte mindestens zwanzig Jahre lang nach Indienststellung in Dienst oder in Reserve gehalten werden sollen. Schiffe bei denen eine Modernisierung besonders erfolgversprechend scheint nochmals weitere fünf Jahre.


Innerhalb dieser zwanzig Jahre müsse jedes Schiff zwei- oder dreimal modernisiert werden um mit den technischen Entwicklungen Schritt halten zu können. Ziel ist es die Flotte schneller und billiger als es durch Neubauten möglich ist Konkurrenzfähig zu halten.


Das Hauptaugenmerk liegt auf den Torpedobooten, welche sich als unverzichtbare Waffe im Kampf gegen feindliche Linienschiffe erwiesen haben. Zudem können Torpedoboote am schnellsten modernisiert werden. Erst nach den Torpedobooten sollen Kreuzer und Linienschiffe ihren Umbau erfahren, es sei denn dass die Marine über ausreichende finanzielle Mittel verfügt um diese Maßnahmen vorzuziehen.


Nach Angaben des Marineministers könne die Marine mit diesem Plan umfangreiche Neubauten um zehn bis fünfzehn Jahre aufschieben und in dieser Zeit nur maßvoll neue Schiffe beauftragen. Diese würden also Technologieträger fungieren um die künftige Entwicklung im Schiffbau auszutesten.


Innerhalb der Marine gibt es zwei starken Fraktionen die sich jeweils für Umbau oder Neubau aussprechen, auch mehrere Fraktion zu generellen Flottenstrategie.


Die stärkste Gruppe ist hierbei die Torpedoboot-Fraktion, die aufgrund früherer Siege besonderes hohes Ansehen beim Meji-Kaiser genießt.


Die bereits seit langem bekannte „Größer-Größer“-Fraktion spricht sich nach wie vor für extrem große und schwer bewaffnete Linienschiffe bzw. Schlachtschiffe aus und sieht in besonders vielen besonders schweren Kalibern die Zukunft der Flotte.


Die jüngste Gruppe ist „Kreuzerkrieg“-Fraktion, welche eine Mischung aus sehr großen und schnellen Panzerkreuzern gemischt mit schnellen geschützten Kreuzern als Erfolgversprechend ansieht. Auffällig ist in dieser Gruppe die Spaltung in Befürworter von sehr großen Kalibern auf leicht gepanzerten Panzerkreuzern und Unterstützern von schwer gepanzerten Panzerkreuzern mit lediglich mittleren Kalibern.


Gemäß Marineminister Saitō Makoto wird es Aufgabe der wenigen Neubauten sein, herauszufinden welcher Typ Schiff für die Marine das Beste sein wird.






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 4. Februar 1910


Die Wochen vergingen nur allzu rasch damit Ordnung in das Chaos zu bringen. Jetzt aber Anfang Februar verfügte die Redaktion über ein anständiges Ablagesystem zu allem was mit Seefahrt im Allgemeinen und Kriegsmarinen im Besonderen zu tun hatte.


Es war nun ein leichtes die aktuellen Berichte zur Ablage zu ergänzen.




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Besonderen Wert legte Osaki Satoshi auf eine große Tafel, auf der penibel genau alle bekannten Informationen zu den Flottenstärken der Welt aufsummiert waren:



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Diese Zahlen sprachen ein eindeutiges Bild trotz des gerade einsetzenden Wirtschaftsbooms und den Bestrebungen der Marine ihr Budget nach oben zu treiben, gehörte die Kaiserlich Japanische Marine zu den schwächsten Marinen der Welt. Lediglich Russland hatte sich ob zweier verlorener Konflikte noch nicht wieder erholt.


Mit dem 20+5-Plan würden sich diese Zahlen kaum ändern!


Osaki Satoshi erinnerte sich daran, wen er als den eigentlichen Gegner Japans ausgemacht hatte und er bekam so etwas Ähnliches wie einen Anflug von Angst.




Vielleicht nicht Angst, aber erhebliche Bedenken!






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#075 RTW2-JAP#

Bigfish
15.03.20, 10:26
Werte Regenten,


Wir sind geehrt und verkünden, dass Wir nicht nachlassen werden in gewohnter Qualität an diesem Werk weiterzuarbeiten.


Möglicherweise schaffen Wir es sogar die Bilderflut zu reduzieren, aber das können Wir nicht garantieren.


Somit ist die Bar geöffnet - Wir empfehlen den Talisker 57° North, wer es ruhiger angehen möchte dem sei der Tullibardine 228 Burgundy Finish ans Herz gelegt!


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30300

LochLomond
15.03.20, 10:35
Die angebotene Edelwässerchen dürften der Qualität des AAR gerecht werden.

:gluck:

Hohenlohe
15.03.20, 23:41
Wir freuen uns auf weitere Updates...:ph:

herzlichste grüsse

Hohenlohe

Bigfish
16.03.20, 00:04
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 21. April 1910



Osaki Satoshi gewöhnte sich allmählich an die neuen Begebenheiten im Verlagshaus, aber heimlich war er dankbar dafür, dass nur wenig Neues zu vermelden war. So hatte er ausreichend Zeit sein neues Heim herzurichten und sich mit seinen älteren Zwillingen zu beschäftigen.


Auch wenn es noch ein gutes Jahr dauern würde bis die Einschulung stattfand, so kümmerte er sich bereits ausgiebig darum, dass die beiden Zwillinge eine gute Ausdrucksweiße pflegten. Natürlich hatte er dabei im Hinterkopf, dass seine beiden Jungs ihm eines Tages nachfolgen konnten.


Auch fand er zunehmend Gefallen daran, in den Hügeln der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen. Bot ihm das doch die Gelegenheit konzentriert über seinen Aufgabenbereich nachzudenken. Sicher fehlte ihm dann sofort sein neues Archiv mit all den Informationen, aber abseits dieser vorwiegend technischen Daten, gab es eben auch die Fragen nach dem Sinn des Ganzen. Darüber Nachzudenken hatte er nun genügend Zeit. Er musste es nur gedanklich in Form bringen und es später niederschreiben.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Samstag 7. Mai 1910




>> Der britische König und Kaiser von Indien Edward VII. ist tot! <<

Am gestrigen Tage verstarb der britische König Edward VII. nach schwerer Krankheit. Welche Auswirkungen dies auf die bislang guten Beziehungen zwischen dem Britischen Empire und dem Japanischen Kaiserreich hat ist unbekannt. Nachfolger und neuer König ist sein Sohn Georg V.




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Bild 83: König Eduard VII. während der Krönung
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eduard_VII_1902.jpg
Autor: W. & D. Downey
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_VII.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 11. Mai 1910


Im Mai kam letztlich das was Osaki Satoshi bereits vermutet hatte. Erneut begann das alte Muster und Japans Diplomaten pflegten wieder ihre aggressive Konservation. Zwar hatte Satoshi eigentlich England oder das Deutsche Kaiserreich auf seiner Liste gehabt und nicht unbedingt Italien, aber Italien war zumindest ein Gegner der Japan nicht deutlich überlegen war.


Mit den neuen finanziellen Möglichkeiten begann die Marine umgehend damit ihre Stützpunkte auszubauen. Dies war allerdings nur nötig, wenn auch die Flotte wuchs. Hatte aber der Marineminister nicht gerade erst verkündet alte Schiffe zu modernisieren anstatt neue Schiffe zu bauen?




Satoshi machte sich so seine Gedanken zur Marinerüstung seines Landes…





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 20. Juni 1910




>> BLAMAGE FÜR DIE MARINE! – IST JAPANS ERSTES SCHLACHTSCHIFF EINE FEHLEKONSTRUKTION? <<


Wie heute bekannt wurde ist Japans bislang teuerstes Rüstungsprojekt eine Fehlkonstruktion. Das erste Schlachtschiff der Kaiserlich Japanischen Marine – die Iwami – wurde noch vergangene Woche mit großem Pomp feierlich von der Werft übergeben. Nach der Rückkehr von der ersten Testfahrt machte sich in den Hafenkneipen Yokosukas schnell das Gerücht breit, dass die Iwami große Probleme mit der Maschinenanlage besitzt.


Marineminister Saitō Makoto hat daraufhin heute Morgen bekannt gegeben, dass es sich tatsächlich nur um ein kleines Problem handelt, dass dazu führt dass die Iwami lediglich ein bis zwei Knoten langsamer sei als geplant.


Wer Recht hat, die Matrosen die von schwerwiegenden Problemen sprechen, oder der Minister der das Problem womöglich nur herunterspielt ist unbekannt.


Der Minister erklärte, dass die Kaiserlich Japanische Marine auf einem sehr guten Weg sei und belegte dies anhand ungewöhnlich vieler technischer Erfolge der letzten Wochen. Dies führte jedoch dazu, dass Kritiker genau das hohe Tempo mit dem neue Technologien eingeführt werden, als Ursache der Probleme der Iwami ausmachten. Immerhin ist es Japans erstes Schiff dieser Art und noch dazu eine vollständige Eigenentwicklung.


Marineminister Saitō Makoto erwiderte darauf, dass Japan nur dann eine ernstzunehmende Seemacht werden könne, wenn es seine Schiffe selbst baut und nicht im Ausland einkauft. Dies erfordere selbstverständlich einen Lernprozess den die Marineführung eingeplant hat.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 19. August 1910



Nach der Blamage mit der Iwami, konnte die Marine bis August wesentliche Neuentwicklungen vermelden, die ebenfalls das gesamte Umbau-Programm der Torpedoboote ad absurdem führten. Sowohl hatte man durch den Einkauf im deutschen Kaiserreich wesentliche bessere Geschütze zur Verfügung, wie auch die Entwicklung der eigenen Torpedotechnologie sämtliche bisherigen Torpedoboote schlagartig veralten ließ. Selbst die in Umbau befindlichen Torpedoboote gehörten schon wieder zum alten Eisen.




„Für die Marineführung wahrlich keine leichte Zeit!“ dachte sich Osaki Satoshi und freute sich regelrecht darauf auch heute wieder früher nach Hause gehen zu können. Es gab zwar Neuigkeiten, aber es war nur der Lauf der Dinge. Es fehlte einfach etwas Spektakuläres.






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 10. Oktober 1910



September und Oktober brachten endlich gute Nachrichten. Zahlreiche Umbauten wurden fertiggestellt und ebenfalls gelangten erhebliche Zahlen neuer U-Boote zur Flotte. Die Forschung machte einen erheblichen Sprung, womit Japan endlich in der Lage sein würde wirklich konkurrenzfähige Schlachtschiffe bauen zu können.





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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Dienstag 12. Oktober 1910


Im Marineministerium hatte sich eine illustre Runde eingefunden, die von Marineminister Saitō Makoto begrüßt wurde.


Anwesend waren Kaigun-Taishō Tōgō Heihachirō, da nach seinem offiziellen Ausscheiden aus dem 軍令部 (Gunreibu – Generalstab) lediglich beratende Funktion hatte. Niemand wollte auf seine Erfahrungen die er während des Krieges von 1904/1905 gesammelt hatte verzichten.


Natürlich war Kaigun-chūjō Ijūin Gorō anwesend, der den edlen Tōgō Heihachirō als Vorsitzenden des 軍令部 (Gunreibu – Generalstab) abgelöst hatte und somit ein gewichtiges Wort, wenn nicht gar das gewichtigste Wort mitzureden hatte.


Kaigun-chūjō Kamimura Hikonojō war der amtierenden Befehlshaber der 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet). Einen Oberbefehlshaber gab es derzeit nicht, da die Rengō Kantai nur zu Kriegszeiten oder anderen besonderen Anlässen gebildet wurde. Somit war das Wort des derzeitigen Kommandierenden wichtig, immerhin musste dieser die Schiffe auch benutzen können.


Anlassgeber für das Treffen war jedoch Kaigun-daisa Satō Tetsutarō. Dieser hatte sich in den letzten Jahren einen Namen als der führende Marine-Theoretiker Japans gemacht. Was sich in zwei Denkschriften formulierte:


Die History of Naval Defense aus dem Jahr 1907 und die History of the Empire's Defense ein Jahr später. Kaigun-daisa Satō Tetsutarō skizzierte klar, welchen Bedrohungen das Kaiserreich gegenüber stand und wie die Marine aussehen müsste um diesen Bedrohungen standhalten zu können.


Dazu hatte er klare Empfehlungen ausgesprochen, was die Marinerüstung betraf. Bislang hatte er nicht das Gehör gefunden, dass er sich wünschte. Heute änderte sich das. In einem kurzen Memorandum verurteile er den 20+5-Plan scharf. Zwar hatte er nichts gegen die Modernisierung der vorhandenen Schiffe einzuwenden, aber er intervenierte massiv gegen die geringe Anzahl von Neubauten.





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Bild 84: Satō Tetsutarō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sato_Tetsutaro.jpg
Autor: Unknown author / http://www.z-flag.jp/sakakumo/rival/sato_akiyama/
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Sat%C5%8D_Tetsutar%C5%8D






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„Meine Herren – die Finanzlage der Kaiserlich Japanischen Marine ist mir wohl bekannt. Diese ist besser als es zu befürchten stand und daher muss die Marine die Gelegenheit nutzen um größere und bessere Schiffe zu bauen. Die anderen Nationen schaffen dies auch.“ begann Kaigun-daisa Satō Tetsutarō seine Rede.


Kaigun-chūjō Ijūin Gorō unterbrach: „Selbstverständlich, aber die Entwürfe der anderen Nationen sind generell günstiger zu bauen, als wir es können. Unsere Industrie ist unterentwickelt und die Japanischen Werften deutlich weniger effizient. Pro Tonne Schiffsraum sind die großen Nationen deutlich Schlagkräftiger. Das können wir nur Anerkennen, aber wir können nicht mithalten.“


„Sicher, aber das müssen wir in dieser Form auch nicht.“


„Wir meinen Sie das?“ fragte Kaigun-chūjō Kamimura Hikonojō.


„Wenn uns die Effizienz fehlt, dann sind unsere Schiffe einfach größer!“


„Größer?“


„Wir haben derzeit die größten Trockendocks auf der Welt. Bei der Größe macht Japan Niemand etwas vor. Nutzen wir diese Größe!“


„Die Größe nutzen?“ fragte nun Marineminister Saitō Makoto.


„Bauen wir unsere Schiffe unter Ausnutzung auch des letzten Millimeter Dockgröße und des letzten Gramms das möglich ist.“


„Das wird aber sehr kostspielig!“


„Das wird es meine Herren, aber nur so können unsere Schiffe mit denen unserer Feinde mithalten.“


„Feinde? Wen definieren Sie als Feind?“


„Die gleichen Nationen die auch Sie als Feinde deklarieren Herr Minister. Das Britisch Empire und die Vereinigten Staaten von Amerika.“


„Ja das mag ich nicht leugnen!“


„Also was haben Sie genau vorzuschlagen?“


„Das hier sind die frühen Studien für ein Schlachtschiff – Ich hab den Entwurf Hatsuse getauft.“



„VIERZIG-TAUSEND-TONNEN?“ entfuhr es Kaigun-Taishō Tōgō Heihachirō.


„40.000 Tonnen, Entwurfsgeschwindigkeit 24 Knoten, 8 15inch Geschütze in 4 Doppeltürmen, 8 8inch Geschütze und 8 5inch Geschütze. Ich bezeichne das als 8-8-8-Artillerie-Aufstellung.“


„Das ist zu groß!“


„Das wird sehr bald die normale Größe von Schlachtschiffen sein werte Herren.“


„Da kommen gut Hundertvierzig-Millionen Yen zusammen, wenn es reicht.“


„Das ist Wahnsinn. Das wird niemals bewilligt werden.“


„Es muss bewilligt werden meine Herren. Das ist ihre Aufgabe.“


„Bislang haben wir unsere Erfolge mit kleinen und billigen Torpedobooten erzielt. Geschütze haben uns nur Probleme bereitet. Warum sollte sich das ändern?“


„Die Zeit der Torpedos wird nicht von Dauer sein. Betrachten Sie die Reichweite der 15inch Geschütze. Ein Volltreffer auf einem Torpedoboot reicht um es in Stücke zu reißen, lange bevor es in Reichweite seiner Torpedos kommt!“


„So kommen Wir nicht weiter meine Herren. Kaigun-daisa Satō Tetsutarō lassen Sie ihre Skizzen hier. Ich möchte dazu die Meinung von unserem Chefkonstrukteur und von den Werften hören. Dann treffen wir und erneut!“






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 4. November 1910


Die Marine wollte scheinbar keine Zeit verlieren. Ende Oktober wurden Reihenweiße Kreuzer eingedockt und mehrere Umbauten verließen die Docks.



Allmählich fragte sich Osaki Satoshi wie die Marine sich das alles leisten konnte?





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#076 RTW2-JAP#

Bigfish
21.03.20, 17:49
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 19. Dezember 1910



Das Jahresende brachte aufziehende unruhige Zeiten für das Empire, alles andere dümpelte vor sich hin. Osaki Satoshi hatte die letzten Arbeiten an seinem neuen Domizil beendet – die Tama-Region war wirklich wunderschön – und auch die neue Redaktion hatte sich eingespielt, auch wenn es kaum etwas zu tun gab.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 20. Januar 1911


Im Januar plötzlich gab es eine Veränderung zu beobachten. Zwar wurden weiterhin große Teile der Marine zur Überholung eingedockt, aber ohne Ankündigung begannen Arbeiten im erst kürzlich fertiggestellten größten Dock des Landes.


Von offizieller Seite gab es dazu keine Verlautbarung, aber Kaigun-daisa Taketomi Kunikane war es gelungen Details zu erfahren. Ende des vergangenen Jahres gab es eine geheime Sitzung der Marineführung und das was da im Dock Nummer Eins geschah war das Ergebnis dieser Sitzung.



Projekt Hatsuse – der ambitionierteste Entwurf den die japanischen Schiffbau-Konstrukteure jemals hervorgebracht hatten.



Sollte dieses Schiff wirklich gebaut werden, würde es zu den besten Schlachtschiffen der Welt gehören. Damit würde die Kaiserlich Japanische Marine zu einer Seemacht aufsteigen, die Niemand mehr so leicht ignorieren könnte. Noch waren es nur Vorbereitungen, aber warum sonst wurde das Dock vorbereitet und freigehalten und nicht für den Umbau eines alten Kreuzers verwendet?


Und das ist längst nicht alles. Es geisterten weiteren Namen herum. Die Bezeichnungen Projekt Kinugasa und Projekt Niitaka konnte man schlicht nicht überhören, selbst wenn man das wollte. Es waren keine Schlachtschiffe, das war einfach herauszufinden gewesen. Es musste sich im Kreuzer handeln, die Details waren dann aber doch gut geschützt.


Etwas mehr konnte Osaki Satoshi über Projekt Hokaze herausfinden. Dabei handelte es sich um neunhundert Tonnen schwere Torpedoboote die erstmals mit mehreren Mittellinien-Torpedowerfern ausgerüstet wurden die je zwei Torpedorohre hatten, und über dreißig Knoten schnell sein sollten.




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„Von wegen die Marine will Umbauten und keine Neubauten. Das ist das umfassendste Neubau-Programm seit langer Zeit.“


„Das muss man der Marine lassen, diese Hatsuse ist gewaltig. Dieses Schiff kann es mit der Royal Navy aufnehmen.“


„Kann es nicht, die Geschütze sind im Vergleich mit den britischen zu schlecht. Außerdem haben die Briten solche Schiffe bald dutzendfach. Wir reden hier darüber eines zu bauen.“


„Aber da sind doch noch die anderen Projekte?“


„Über die nichts bekannt ist.“


„So kommen wir nicht weiter. Wir brauchen mehr Informationen. Sowohl was die Kaiserliche Marine wirklich beauftragen wird, als auch was die Royal Navy sagen wir zum Jahresende hin bereits haben wird – Stellen wir das zusammen.“


„Wir sind uns also einig, dass die Royal Navy der Gegner der Wahl ist?“


„Schaut auf den Kartentisch, wer sitzt in unserem Hinterhof?“


„Großbritannien, Deutschland und Russland.“


„Russland fällt weg, die werden sich so schnell in kein weiteres Abenteuer stürzen.“


„Also Großbritannien und das Deutsche Kaiserreich?“


„Genau! Ich bin sicher als nächstes werden die Spannungen mit einer dieser beiden Nationen auf merkwürdige Weiße anwachsen.“


„Und Italien?“




„Das ist eine Ablenkung – das muss eine Ablenkung sein! Gegen Italien haben wir nichts zu gewinnen. Was wollten wir im Mittelmeer, solange andere Kolonialmächte in Asien vor unserer Haustür stehen?“






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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 6. Februar 1911


>> Großbritannien reagiert mit brutaler Gewalt in Sierra Leone <<


Das britische Empire hat den Aufstand in Sierra Leone mit brutaler Gewalt niedergeworfen. Es wird von tausenden toten Aufständischen gesprochen. Angeblich ist es durch Soldaten des Empire zudem zu Plünderungen und Vergewaltigungen unter der Zivilbevölkerung von Sierra Leone gekommen.


Der britische Außenminister Edward Grey, 1. Viscount Grey of Fallodon dementiert diese Vorwürfe. Zivilisierte und gut geführte Soldaten des Empire begehen keine Verbrechen unter Zivilisten. Diese Vorwürfe seien eine infame Lüge um das Ansehen Großbritanniens in Welt zu beschmutzen.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 11. April 1911


Im April schließlich musste Osaki Satoshi seine Vermutungen über den Haufen werfen. Die Spannungen mit Frankreich erreichten bedenkliche Ausmaße und er wusste nicht warum.



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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 8. Juni 1911



>> ÖL, ÖL! – GIGANTISCHES ÖL-FELD IN HOKKAIDŌ ENTDECKT! <<


Gotō Shinpei der Vorsitzende der Japanischen Regierungsbahnen (鉄道院 - Tetsudō-in) gab heute bekannt, dass bei Arbeiten an der Hakodate-Strecke für den Bahnhof Goryōkaku, der Ende des Jahres eröffnet werden soll ein großes Erdöl-Vorkommen entdeckt worden ist. (https://en.wikipedia.org/wiki/Japanese_Government_Railways)


Das Vorkommen sei so gewaltig, dass Japan nunmehr auf Jahrzehnte eine unabhängige Erdöl-Quelle zur Verfügung steht. Gotō Shinpei musste jedoch eingestehen, dass die zu erwartende Erdöl-Förderung aus dem Goryōkaku-Feld, eine komplette Neuplanung der Bahntrasse und es Bahnhof Goryōkaku erforderlich macht. Wann die Arbeiten an diesem Stück der Hakodate-Strecke nunmehr abgeschlossen werden können, sei derzeit unbekannt.




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Bild 85: Gotō Shinpei
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shimpei_Got%C5%8D_2.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Got%C5%8D_Shinpei






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 8. Juni 1911


Die Nachricht von den Ölfunden im Süden von Hokkaidō schlug ein wie eine Granate. Diese Nachricht würde alles über den Haufen werfen, da war sich Osaki Satoshi sicher. Er wusste genau, dass mit Öl befeuerte Schiffe erheblich besser waren, also die bisherigen mit Kohle betriebenen Schiffe.


Er versuchte sofort ein Interview im Marineministerium zu erhalten, aber das wurde ihm verweigert. Als er das Gebäude verließ, konnte er sehen wie alles was Rang und Namen bei der Marine hatte zum Minister stürmte.



Es schien ganz so, als sei selbst die Marineführung von dieser Nachricht völlig überrumpelt worden!




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#077 RTW2-JAP#

Ruprecht I.
21.03.20, 19:21
Da wird die Umrüstfraktion sich aber freuen :lach:

LochLomond
21.03.20, 20:16
Ich schätze, da muss die Planungsabteilung nochmal von vorn anfangen ... reicht die Fördermenge denn aus, um die gesamte Flotte auf Ölfeuerung umzustellen?

und Hauptgeschütze mit Qualität -1? nichts gelernt aus der bisher extrem schlechten Trefferquote? was nutzt ne Riesenwumme, die dermaßen streut, das es nur Zufallstreffer geben kann?

Taurus
21.03.20, 21:45
Da würden wir die Hauptartillerie aber lieber eine oder zwei Stufen kleiner wählen, wenn sie dafür wenigstens Qualität "Null" aufweist - falls überhaupt vorhanden. So riesig wird der Leistungsunterschied (Durchschlagskraft) schon nicht sein, aber die höhere Trefferwahrscheinlichkeit würde das bestimmt wettmachen.



Übrigens finden wir die Berichte, was zwischen den Kriegen alles an Weichenstellungen passiert, mindestens genauso spannend, wie die meisten Kampfberichte.

Bigfish
22.03.20, 18:03
#006 Der Weg zur Seemacht




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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Freitag 9. Oktober 1911



„Dann ist es also beschlossen?“


„Ja Herr Minister!“



Alle Anwesenden nickten bedächtig. Drei Stunden lang wurde heftig gestritten. Monatelange Arbeit war wertlos geworden, aber letztlich gab es keine andere Möglichkeit. Die Vorteile überwogen langfristig den Nutzen einer schnelleren Verfügbarkeit.



„Dann werden wir alle erst vor wenigen Wochen auf Kiel gelegten Neubauten verschrotten?“


„Ja, es ist das Beste. Wir können nicht einfach die Maschinenanlage in die bislang geplanten Rümpfe einbauen. Technisch zwar möglich, aber dann verlieren wir das ganze Potential eines direkt für Öl-Feuerung entwickelten Schiffsentwurfes.“


„Also gut – es ist beschlossen. Sämtliche Neubauten werden abgebrochen und die Entwürfe mit Öl-Feuerung neu durchkonstruiert.“




„Vielen Dank meine Herren, an die Arbeit!“




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 12. September 1911


Die Vorgänge auf den Werften blieben nicht unbemerkt. Die Marine hatte noch kein einziges Schiff mit Öl-Feuerung auch je in ihren Händen gehabt. Noch war kein einziges Fass Öl gefördert worden und doch schien die Marine von jetzt an auf diesen Treibstoff zu setzen.


Für die langwierigen Neubauten machte dies noch Sinn, bis diese Fertiggestellt sind, würde die Öl-Förderung am Laufen sein. Es wurde aber auch bereits überlegt vorhandene Schiffe umzurüsten – selbst jene die gerade erst aus der Werft gekommen sind – ob bis dahin genügend Öl-Reserven bereit stehen würden, konnte Niemand sagen.


Dann kam im September das, worauf Osaki Satoshi so lange spekuliert hat. Die Regierung begann eine deutliche Desinformationskampagne aufgrund der großen Gefahr des amerikanischen Einflusses auf Ost-Asien. Die Telegrafendrähte glühten und die Spannungen schnellten in die Höhe.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 21. September 1911


Ende September begannen die Merkwürdigkeiten. Tausende Werftarbeiter wurden entlassen, ohne dass die Marine einen Grund dafür benennen wollte.



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In der Redaktion herrschte über das Schweigen des Ministers Unverständnis. Dass irgendetwas vorgefallen war, wusste halb Japan innerhalb von Stunden. Tausende Arbeiter standen ohne Einkommen da und fragten sich was los ist. Natürlich machte das sofort wie ein Lauffeuer die Runde.


Es war einmal mehr Kaigun-daisa Taketomi Kunikane der in Erfahrung bringen konnte was vorgefallen war.



„Der Marine geht das Geld aus!“



„Was?“


„Wenn diese beiden Kreuzer weitergebaut würde, wäre in vier Monaten Schluss und das Budget der Marine aufgebraucht.“


„Deshalb auch der angezettelte Ärger mit den Vereinigten Staaten?“


„Ja, das hat zwar zu einer höheren Finanzmittel-Zuweisung geführt, aber es reicht nicht.“


„Die Marine lebt über ihre Verhältnisse – können wir das Drucken?“


„Wenn wir das Drucken, macht die Regierung uns die Redaktion dicht.“


„So ernst ist die Lage?“


„Es gehen Wahnsinnig große Summen für die Umrüstung vorhandener Kreuzer drauf. Das größte Problem sind hierbei die ständigen Verzögerungen. Die Stahlindustrie ist völlig überfordert. Zahlreiche Umbauten hinken bereits Monate hinter dem Zeitplan her und verursachen unerwartete Kosten.“


„Was wird die Marine tun?“


„Für den Anfang die Neubauten stoppen oder sogar abbrechen. Aber dann…“


„Ja – die Spannungen weiter steigern um wieder mehr Geld in die Kasse zu bekommen.“


„Darauf läuft es hinaus.“


„Also stehen wir vor einem neuen Krieg?“


„Dafür ist die Marine noch nicht bereit, aber über kurz oder lang wird das passieren.“






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 6. Oktober 1911



Die ersten Neuigkeiten Anfang Oktober waren noch relativ belanglos.




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Dann aber kam es zu einem völlig unerwarteten Schritt. Die Marine selbst gab Details über die neuesten in Bau befindlichen Schiffe bekannt!




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Zuerst verstand Osaki Satoshi die plötzliche Offenheit nicht. Er glaubte anfangs, dass die Marine diesen Schritt unternommen hatte, weil die Entwürfe sowieso bereits kein Geheimnis mehr waren. Würde die Regierung eingestehen müssen, dass feindliche Spione die Pläne gestohlen hatten, wäre dies ein außerordentlicher Gesichtsverlust. Gab man die Pläne selbst bekannt, bevor das heraus kam, gab es schlicht keine Spionageaffäre mehr.


Bei einem Spaziergang in den Hügeln kam Satoshi noch ein anderer Gedanke. Wenn alle Welt erfuhr, welche mächtigen Schiffe Japan in Bau hatte, mussten die anderen Kriegsmarinen darauf reagieren. Sollten die anderen Nationen daraufhin ihrerseits ihre Ausgaben erhöhen, musste Japan selbstverständlich nachziehen.




„Da bahnt sich ein Rüstungswettrennen an“ fabulierte Satoshi, machte kehrt nach Hause um sofort zur Redaktion aufzubrechen.






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 3. November 1911



Anfang November kam es doch zu einem handfesten Spionage-Skandal. Allerdings waren darin japanischen Spione verstrickt. In Europa wurde ein regelrechter Spionagering enttarnt, der die Beziehungen insbesondere mit dem British Empire massiv zu belasten begann.



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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 18. Dezember 1911


Im Dezember war es dann so weit. Japan hatte es geschafft mit jedem wichtigen Land einen größeren oder kleineren Konflikt am Köcheln zu haben. Das war es wohl, was die Militärs die sich zunehmender Kriegsrhetorik bedienten, beabsichtigt hatten.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 5. Februar 1912


Über den Jahreswechsel bis in den Februar hinein, legten sich die Spannungen ein klein wenig. Japan hatte scheinbar das Tempo herausgenommen.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 12. Februar 1912


Einige Tage später erfuhr Osaki Satoshi auch den Grund. Zwar hatte Japan mit seinen neuen mächtigen Schiffen der ganzen Welt gedroht, doch gab es bislang keinerlei Baufortschritt bei den größten dieser Schiffe. Japans Marine fehlte schlicht das nötige Geld und so war der Bau gestoppt worden.


Ohne moderne Schiffe jedoch, war es Irrsinn einen neuen Krieg auszulösen.



Das Verstand selbst die Führung der Kaiserlich Japanischen Marine!




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 12. Februar 1912



>> Aisin Gioro Puyi dankt ab <<


In China ist der letzte Kaiser der Qing-Dynastie Aisin Gioro Puyi am heutigen Tage zurückgetreten. Puyi darf weiterhin den Titel Kaiser von China tragen und ihm wurde Wohnrecht in der Verbotenen Stadt eingeräumt, er und sein Hofstaat haben jedoch mit den Regierungsgeschäften Chinas nichts mehr zu tun.


Aus Japanischen Regierungskreisen verlautbarte bislang nichts, wie Japan auf diese Entwicklung reagieren wird. Bislang gibt es kein Anzeichen für ein Eingreifen der Kaiserlich Japanischen Marine.





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Bild 86: Kaiser Puyi (stehend) um 1909
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:PuYi_1909.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Puyi





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#078 RTW2-JAP#

Bigfish
22.03.20, 18:11
Werter Ruprecht I.


da dürft Ihr von ausgehen!


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Werter LochLomond,

spiel-technisch steht das Öl sofort in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Der Rest ist Story...


Weiterhin dürft ihr davon ausgehen, dass die Konstruktionsabteilung keine Fehler macht ;)


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Werter Taurus,

Ihr werdet irgendwann verstehen was dahinter steckt.


Zudem habt Dank: Es ist tatsächlich nicht einfach die teils dynamische Entwicklung in eine glaubhafte Story zu verpacken.
Auch Uns machen die Zwischenphasen den meisten Spaß - was natürlich primär am Schiffseditor liegt!

Bigfish
29.03.20, 00:04
#006 Der Weg zur Seemacht




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 16. April 1912



>> Passagierdampfer RMS Titanic während der Jungfernfahrt gesunken! <<


Im Laufe des Tages wurde bekannt, dass der neue und als unsinkbar beworbene Passagierdampfer RMS Titanic der White Star Line im Nordatlantik gesunken ist. Nach bisherigen telegrafischen Nachrichten konnte von den zur Hilfe geeilten Schiffen nur ein Bruchteil der Passagiere und der Besatzung gerettet werden. Es wird von weit über 1000 Opfern gesprochen.


Die RMS Titanic war erst vor 2 Wochen in Dienst gestellt worden und galt seitdem das größte Schiff der Welt.




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Bild 87: Die RMS Titanic verlässt Southampton
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:RMS_Titanic_3.jpg
Autor: http://www.uwants.com/viewthread.php?tid=3817223&extra=page%3D1
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/RMS_Titanic





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 17. April 1912


Die weltweite Bestürzung war sogar in Japan zu spüren, auch wenn sich das Unglück weit entfernt zwischen Europa und Nordamerika zugetragen hatten. Jetzt einen Tag später war weiterhin wenig bekannt. Die spärlichen Informationen ließen sich knapp zusammenfassen.


Die Titanic war eines der modernsten Schiffe der Welt. Es galt als unsinkbar. Der britische Schiffbau war führend und der Rumpf war unter modernsten Gesichtspunkten konstruiert worden. Trotzdem gab es weit über tausend Opfer und davon nicht wenige aus den reichsten und vornehmsten europäischen und amerikanischen Familien.


Was aber bedeutete das für den Kriegsschiffbau? Osaki Satoshi musste sich eingestehen, dass er sich bislang noch nie gefragt hatte ob es zwischen Kriegsschiffen und zivilen Schiffen übereinstimmende Konstruktionsprinzipen gab oder nicht?


Die Titanic sollte unsinkbar sein. Ein völlig neuer Ansatz in der Konstruktion. Gab es diesen Ansatz auch bei Kreuzern und Schlachtschiffen? War dieser Ansatz fehlerhaft, oder war es ein Fehler während des Zusammenbaus?


Wenn diese Konstruktionsmerkmale auch für Kriegsschiffe galten, wie lange tüftelten die Schiffsbaukonstrukteure schon daran herum? War es ein allgemein bekanntes Prinzip oder ein Geheimnis?


Letztlich lautete die Frage die sich Satoshi stellte: Was ist mit den im Bau befindliche neuen Schiffen Japans. Hatten diese auch den gleichen Konstruktionsfehler, oder hatten Schlachtschiffe dieses Problem Konstruktionsbedingt generell nicht aufzuweisen?



Er würde wohl versuchen müssen an Details aus dem Konstruktionsplan heranzukommen.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 9. Mai 1912


Die letzten Wochen brachten bedeutende Fortschritte. Mehr und mehr Umbauten wurden fertiggestellt, wesentliche neue Technologien gelangten zur Produktionsreife und ein deutlicher wirtschaftlicher Aufschwung kam auch der Marine zu Gute. Noch immer munkelte man von einem Defizit, aber je mehr Umbauten aus der Werft kamen umso besser wurde es.


Aus Marinekreisen kam das Gerücht auf, dass sämtliche Neubauten wohl ab der zweiten Jahreshälfte mit voller Geschwindigkeit weitergebaut werden könnten. Aber auch dann war die Verzögerung nicht mehr aufzuholen. Die Fertigstellung würde wohl nicht vor 1915 erfolgen, das war schon jetzt erkennbar.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 10. Juni 1912


Dann jedoch gab es wieder Rückschläge. Auch wenn der Marineminister wieder so verschlossen war wie in früheren Zeiten, es war kaum Geheimzuhalten das es hinter den Kulissen gleich mehrere Konflikte gab. Die Planungen der Marine wurden gründlich durcheinander gewürfelt, denn plötzlich hatte die Fraktion der Torpedoboot-Befürworter ungeahnten Aufwind erhalten.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 17. Juli 1912


Dass die Werften über das angelaufene Neubauprogramm mit Torpedobooten glücklicher waren, als mit großen Schlachtschiffen zeigte sich rasch. Waren Torpedoboote doch schnell und einfach zu bauen und brachten in der Summe deutlich höhere Einnahmen, bei geringerem Risiko. Die neuen Panzerkreuzer und die Hatsuse mussten weiter warten, obwohl die zweite Jahreshälfte angebrochen war.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 30. Juli 1912




>> DER TENNŌ IST TOD! <<



>> Schreckliche Nachricht aus dem Palast - der Meiji-tennō ist Tod! <<


Aus dem kaiserlichen Palast wurde bekanntgegeben, dass unser geliebter und von allen verehrte Kaiser der Meiji-tennō Mutsuhito heute in den frühen Morgenstunden verstorben ist. Das ganze Land befindet sich in einer Schockstarre nach dem schlimmsten denkbaren Verlust den unser Land ereilen konnte.




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Bild 88: Meiji-tennō in den 1890er Jahren
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Black_and_white_photo_of_emperor_Meiji_of_Japan.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Meiji






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 30. Juli 1912


Die Nachricht vom Tod des Meiji-tennō schlug ein wie eine Bombe. Es war einigermaßen bekannt, dass der tennō seit langem an diversen Krankheiten litt, die nun zu seinem Tod geführt hatten. Für Japan war es eine Katastrophe. War es doch der Meiji-tennō, der Japan den Weg in die Neuzeit gewiesen hatte.


Allen Anfeindungen und sogar Anschlagsversuchen zum Trotz, ist der Meiji-tennō den Weg gegangen, der Japan zu einer modernen Industriemacht aufsteigen ließ. Wie es unter dem neuen Taishō-tennō, dem Sohn Yoshihito des Meiji-tennō weitergehen würde, vermochte Niemand zu sagen.


Es begann die Taishō-Zeit - die Zeit der Gerechtigkeit. Osaki Satoshi war sich bewusst, dass die Militärs jedoch weiterhin ihren aggressiven Weg weiterverfolgen würden und die letzten Einmischungen in die internationale Politik zeigten das bereits auf.


Es blieb nun die Frage wie der Palast – wie der Taishō-tennō zur Marine stehen würde?



Würde das Heer nun seinen alten Einfluss zurückgewinnen?






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 16. August 1912


Noch immer herrschte an vielen Orten Verunsicherung über die Zukunft Japans, einzig die Marine schien klare Vorstellungen zu haben. Auf den Werften wurde Tempo gemacht um alle Umbauten fertigzustellen. Das war wohl die einzige Möglichkeit um trotz des erzwungenen Torpedoboot-Neubauprogramms auch die großen Schiffsneubauten wieder voll aufnehmen zu können. Der wirtschaftliche Aufschwung half, aber wie lange würde dieser anhalten?




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 11. September 1912


Im September bot sich der Marine dann endlich die Möglichkeit ihre Bedeutung hervorzuheben. Japanische Offiziere durchlebten während ihrer Ausbildung einen harten Drill. Die Nautik wurde ihnen in den Leib geritzt. Fehler oder gar Versagen waren eine nicht wieder gut zu machende Schande. Osaki Satoshi war sich absolut im Klaren darüber, dass kein japanischer Kommandant einen derart einfachen Navigationsfehler begannen hätte, der hier zur Diskussion stand.



„Das war Absicht!“ flüsterte Satoshi in die Runde.


„Das denke ich auch“ ergänzte Kaigun-daisa Taketomi Kunikan


„Dann ist die Marine wieder auf dem Kriegspfad?“


„Zumindest ist es der Versuch den Marine-Haushalt zu erhöhen und der Weg über die internationalen Spannungen hat in den letzten Jahren immer gut funktioniert.“


„Irgendwann wird das gewaltig schief gehen.“


„Ja irgendwann, aber für den Moment hat die Marine ihr Ziel erreicht. Sicher ist bald genügend Geld vorhanden um die Neubau-Programme durchzuziehen.“




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 19. Dezember 1912


Ein weiteres Jahr neigte sich dem Ende entgegen. Nachdem die letzten Monate ohne große Aufregungen verstrichen waren, kam es kurz vor dem Jahreswechsel zu einem handfesten Zerwürfnis mit dem British Empire. Wieder hatten es die Militärs geschafft, die Politiker vor sich herzutreiben und es war nur noch eine Frage der Zeit bis das angesteckte Pulverfass explodieren würde.




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#079 RTW2-JAP#

Bigfish
31.03.20, 17:45
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 23. Dezember 1912



So richtig Winter wurde es in der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) nicht. Es war kühl, aber von einem ohnehin seltenen Schneefall war weit und breit nichts zu sehen. Osaki Satoshi spazierte durch die karge Dezember Landschaft und zog seinen Schall enger, denn der Wind sorgte dann doch für ein strammes Kältegefühl.


Die Spannungen mit dem Empire waren beachtlich und Japans Kriegsmarine weit davon entfernt sich mit diesem Feind messen zu können. Satoshi hatte einige Schriftstücke aus dem Redaktionsarchiv mitgenommen, die er sich nun ansah.



Das Empire war deutlich überlegen. Ein Krieg wäre Wahnsinn!




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 6. Januar 1913


Ein weiterer Jahreswechsel war ereignislos verlaufen, wenn man davon absah dass es eine ausschweifende Familienfeier gegeben hatte, wie es für die gesitteten japanischen Verhältnisse doch ungewöhnlich war. Osaki Satoshi dröhnte noch immer der Kopf. Eine in allen Regenbogenfarben schillernde Beule zeigte genau, wo er mit seinem Kopf an einen der massiven Holzpfeiler in seinem Haus angeschlagen war, nachdem er seine Frau zu einem schwungvollen Tanz aufgefordert hatte.


Er nahm die Neuigkeiten nur mit größten Anstrengungen zur Kenntnis und wartete auf das Ende des Arbeitstages.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 11. März 1913


Kaigun-daisa Taketomi Kunikan war erregt, sein Kopf war Feuerrot: „Das glaube ich nicht!“ entfuhr es ihm ungewohnt Lautstark.



„Aber die Marine ist Feuer und Flamme, das muss doch einen Grund haben?“


„Das ist ein Irrweg, dass wird die Marineführung noch erkennen.“


„Für den Moment heißt es, dass ganz erhebliche Geldmittel und Forschungskapazitäten auf dieses Gebiet umgeleitet werden.“


„Es bleibt in Irrweg, was sollen diese Klappergestelle auch ausrichten? Die fallen schon bei der leichtesten Windböe auseinander.“


„Der Minister erwartet sich viel von dieser neuen Technologie der Flugzeuge!“


„Der Minister hat sich auch früher bereits geirrt und sein Herumeiern in der Frage ob die Marine besser neue Schlachtschiffe baut oder alte Torpedoboote umrüstet spricht Bände.“


„Also so kommen wir nicht weiter…“ intervenierte nun endlich Osaki Satoshi – „Wir warten ab, was das Jahr an Fortschritten bringt. Immerhin geht die Entwicklung rasend schnell und auch die anderen Nationen haben das Thema aufgeschnappt.“


„Also gut, warten wir wie es sich entwickelt. Aber ich denke die Marine täte gut daran bessere Geschütze zu entwickeln, als nach alter Tradition Holzstäbchen mit Papier zu Origami-Fliegern zusammenzufalten.“





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 4. Juli 1913


Nachdem in der ersten Jahreshälfte die weltweiten Spannungen nachgelassen hatten, die Welt vergnügte sich lieber auf der 28. Weltausstellung in Gent, zog das Thema im Juli wenig überraschend wieder an.




„Die Marine braucht das Geld.“


„Die Marine braucht immer Geld. Langsam fängt es im Volk an zu gären.“


„Ja das kann man sagen, hinter vorgehaltener Hand beschweren sich erkläglich viele einfache Leute über die hohen Rüstungsausgaben. Noch passiert das nicht öffentlich, aber man kann es spüren.“


„Mit einem drohenden Konflikt mit dem Empire wird das aber nicht besser werden.“


„Nein, das Volk hat immer noch genug vom Krieg, auch wenn der letzte bereits wieder fünf Jahre zurück liegt.“


„Dann wird also wieder etwas passieren müssen?“


„Um das Volk bei Laune zu halten?“


„Ja.“


„Ganz sicher wird etwas passieren, will das Militär seinen Rückhalt nicht aufs Spiel setzen.“




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 17. September 1913


Jetzt war selbst Kaigun-daisa Taketomi Kunikan völlig verwundert! „Die Marine will was?“



„Die Marine will Flugzeuge von Schiffen aus starten.“


„Das ist doch Wahnsinn!“


„Aber Sie müssen zugeben werter Kaigun-daisa, dass ein Flugzeug von der Luft aus viel besseren Überblick hat, was auf See passiert?“


„Ja und was nutzt das?“


„Wieso was nutzt das?“


„Wie soll sich ein Pilot in seinem Papierflugzeug verständlich machen, ohne das er nasse Füße bekommt und aus dem Wasser gefischt werden muss?“


„Was ist mit dieser neuen Technik, die nach dem Titanic Unglück auf so vielen Schiffen eingebaut wird?“


„Sie meinen den Seefunk?“


„Ja den Seefunk.“


„Redakteur Abe Takeshi - haben Sie schon einmal einen Funkraum auf einem Schiff gesehen?“


„Nein Kaigun-daisa.“


„Das ist ein ganzer Raum, größer als jedes Flugzeug. Das wird niemals funktionieren.“


„Also es passt nicht?“


„Nein es passt nicht, und das wird es wohl auch niemals tun. Bleiben Flaggenzeichen und das ist schon zwischen zwei Schiffen kaum zu erkennen. Erst recht also nicht, wenn ein Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit irgendwo in der Luft herumwirbelt!“


„Der Minister ist davon überzeugt! Er meint, es wird bald ein Versuch vorbereitet werden.“


„Dann bin ich gespannt wie viele Piloten sich dabei das Genick brechen müssen, bevor die Marine diesen Irrweg endlich aufgibt!“




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 26. November 1913


Der Spätsommer und Herbst brachten wichtige Forschungsergebnisse, auf welche die Marine lange gewartet hatte. Die Feuerleitung machte einen großen Sprung, aber auch für die kleinen Einheiten gab es lohnendes Umbau-Potential.


Osaki Satoshi war also nicht verwundert, dass die Marine plötzlich angefangen hatte, größere Teile der Flotte erneut in die Werften zu schicken. Und diesmal dürfte der Kampfwert tatsächlich erheblich gesteigert werden können.




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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Dienstag 9. Dezember 1913


Marineminister Saitō Makoto begrüßte wieder eine größere Runde von Offizieren in seinem Büro.


Abermals anwesend war der beförderte Gensui Tōgō Heihachirō, in beratender Funktion. Mit 65 Jahren war der Gensui noch außerordentlich agil. Es wurde jedoch gemunkelt, dass der Gensui bald eine Position im Palast erhalten solle und damit der Marine nicht länger zur Verfügung stehen würde.


Natürlich war wieder Kaigun-chūjō Ijūin Gorō anwesend, der nach wie vor den Vorsitz des 軍令部 (Gunreibu – Generalstab) bekleidete.



Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō war seit dem ersten Dezember der amtierende Befehlshaber der 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) und somit fühlte er sich etwas unwohl so rasch zu einer streng geheimen Unterredung geladen zu werden, die nur ein Thema haben würde.




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Bild 89: Katō Tomosaburō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Admiral_Kato_Tomosaburo.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Kat%C5%8D_Tomosabur%C5%8D





Dass es wirklich wichtig sein musste, ergab auch die Anwesenheit von Rikugun-Taishō Hasegawa Yoshimichi, dem Stabschef der japanischen Armee.




Wenn Marine und Armee einträchtig beisammen saßen musste es wichtig sein!





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Bild 90: Count Hasegawa Yoshimichi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hasegawa_Yoshimichi.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hasegawa_Yoshimichi






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„Meine Herren“ begann Marineminister Saitō Makoto. „Es war wohl Richtig das British Empire in der Karibik ungestört handeln zu lassen?“


„Das war es“ erwiderte Kaigun-chūjō Ijūin Gorō. „Wir hätten dort nichts Dauerhaftes gewinnen können.“


„Die Armee beurteilt das gleichfalls in diese Richtung. Eine Versorgung von Soldaten der Kaiserlichen Armee so weit entfernt hätte uns vor größte Probleme gestellt.“


„Außerdem“ gab Gensui Tōgō Heihachirō zu bedenken „Außerdem wir unser Verhalten die Briten in Sicherheit wiegen. Es reduziert für den Moment die Spannungen oder erhöht diese zumindest nicht.“


„Kommen wir also zum eigentlichen Grund unserer Zusammenkunft…“




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Kaigun-chūjō Ijūin Gorō breitete eine Karte auf einem bereitgestellten großen Rundtisch aus, um den sich jetzt alle Anwesenden versammelten:



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Bild 91: Hafen/Bucht von Wēihǎiwèi
Quelle: https://www.flickr.com/photos/internetarchivebookimages/14754358616/in/photostream/
Autor: https://www.flickr.com/photos/internetarchivebookimages/tags/bookauthorRichard__Louis__1868_ / https://www.flickr.com/photos/internetarchivebookimages/tags/bookauthorKennelly__M
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Weihai





„Meine Herren es ist eine schmerzende Wunde, dass wir Wēihǎiwèi 1898 dem Empire überlassen mussten! Diese Schande lastet bis heute auf unseren Schultern und ist eine fortwährende Demütigung unseres Tennō.“



„Das können wir nicht länger hinnehmen!“



Die Runde nickte bedächtig und starrte auf die Karte der Bucht.



„Wissen wir wo sich die Schiffe der China Station üblicherweise aufhalten?“


„Die Einheiten wechseln regelmäßig ihren Stützpunkt solange sie sich nicht auf See befinden. Meistens halten sie sich in Singapur auf, aber eben auch regelmäßig in Hong Kong und Wēihǎiwèi.“


„Und die Briten sind so leichtsinnig ihre Schiffe auf Rede zu legen und nicht direkt in Hafen?“


„So ist es Rikugun-Taishō!“


„Aber meine Herren von der Marine, wenn ich recht informiert bin, befinden sich unsere wichtigsten Schiffe allesamt noch in Bau. Fertigstellung nicht vor dem Sommer im übernächsten Jahr.“


„Wenn der Angriffsplan des edlen Kaigun-chūjō Yamashita Gentarō gelingt spielt das keine Rolle. Kaigun-chūjō Yamashita Gentarō war schon 1904 und 1905 für die Detailplanungen zuständig und ist derzeit der Kommandeur unserer Marineakademie. Er weiß was unsere Offiziere leisten können.“


„Ja ja, ich habe von ihm gehört. Man sagt er sei mehr damit beschäftigt die jungen Kadetten zu verheiraten als ihnen den Ernst des Lebens beizubringen.“


„Rikugun-Taishō Hasegawa Yoshimichi, da haben Sie auf böse Gerüchte gehört! Natürlich ist es für unsere Kadetten wichtig zu wissen für was sie kämpfen. Eine Frau und Kinder die verteidigt werden müssen sind ein größerer Ansporn als ihnen bewusst ist.“


„Meine Herren, ich möchte heute keinen Streit heraufbeschwören. Mir war dieses Verhalten lediglich zu Ohren gekommen.“






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Bild 92: Der Operationsplaner Baron Yamashita Gentarō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yamashita_Gentaro.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Yamashita_Gentar%C5%8D




„Yamashita Gentarō ist ein erfahrener Mann. Ohne seine exakten Ausarbeitungen hätte so manche Schlacht mit den Russen – gerade jene vor Port Arthur – anders ausgehen können.“


„Sie halten den Plan also für durchführbar Gensui Tōgō Heihachirō?“


„Ja das denke ich, der Plan sieht vielversprechend aus.“


„Ist er nicht etwas – traditionell?“


„Hat uns die Tradition bislang geschadet?“


„Nein – natürlich – Sie haben Recht Gensui.“


„Also dann ist es beschlossen?“


„Ja - Yamashita Gentarō soll den Plan fertig ausarbeiten.“


„Gut – dann bleibt die Frage nach dem Zeitpunkt?“


„Das hängt ja nicht alleine von uns ab, die britische Flotte muss ja auch anwesend sein.“


„Das wird sie Katō – nach meinen Informationen wird die britische Flotte Anfang des nächsten Jahres nach Wēihǎiwèi verlegen.“


„Dann ist es beschlossen meine Herren, dann beauftrage ich den Außenminister einen Kriegsgrund zu finden.“


„Und der Tennō?“




„Der Tennō ist informiert und möchte die Schande von Wēihǎiwèi alsbald ausgelöscht wissen.“




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#080 RTW2-JAP#

Ruprecht I.
31.03.20, 18:20
Die Briten? Ernsthaft? :eek:

https://www.youtube.com/watch?v=S74rvpc6W60

Taurus
31.03.20, 19:10
Mit voller Fahrt auf die Betonmauer zu, die Militärs sind definitiv Größenwahnsinnig. :wirr:
Gefühlt haben die Briten fast so viel Großkampfschiffe wie die Japaner Torpedoboote, wir sind sehr gespannt, wie nah die kleinen Seelenverkäufer überhaupt auf Schußweite an die feindliche Schlachtlinie herankommen, bevor sie alle atomisiert werden.


Die Erforschung der Airships wurde auch langsam Zeit, alle anderen Nationen haben schon zum Teil erhebliche Mengen in ihrem Arsenal. 14inch Kanonen mit Q1 sind wirklich nett, aber leider gibt es derzeit kein einziges Schiff in Japans Flotte, das sie auch nutzbringend einsetzen kann. Wenn es denn mal soweit ist, dürfte der Krieg gegen das Empire längst verlustreich beendet sein.

LochLomond
31.03.20, 19:23
ich sehe das bei weitem nicht so kritisch

wenn Japan den Zeitpunkt bestimmt und überraschend angreift, werden sie zumindest in der ersten Zeit überlegen sein
und dann stellt sich die Frage, ob die Briten bereit sind große Teile der Flotte um den halben Globus zu schicken und sich damit in Europa möglicherweise angreifbar zu machen

Taurus
31.03.20, 20:02
Also Japan müssen die Briten vor ihrer Haustür sicher nicht fürchten, etwas anders wäre es, wenn Japan einen Verbündeten hätte.

Bigfish
08.04.20, 22:39
#006 Der Weg zur Seemacht




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 6. Januar 1914



Diesen Winter hatte es in der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) tatsächlich leichten Schneefall gegeben und Osaki Satoshi stapfte durch die kalte Januar Landschaft. Die Schneedecke, so man es überhaupt so nennen konnte, legte sich wie feiner Puderzucker über die Hügel der Region und Satoshi hatte sich endgültig in seine neue Heimat verliebt. Es kam ihm tatsächlich so vor, als ob er mitten auf dem Land lebte, obwohl Tōkyō nur einige Kilometer entfernt lag. Er fürchtete aber sehr um sein zu Hause, da die Hauptstadt selbst und alle Siedlungen in der 関東平野 (Kantō heiya = Kantō-Ebene) in den letzten Jahren enorm gewachsen waren. Japan entwickelte sich mehr und mehr zu einer Industrienation nach westlichem Vorbild und hatte gleichsam den Zuzug vom Land in die Städte zu verkraften. Die 関東平野 (Kantō heiya = Kantō-Ebene) schien dabei am schnellsten und umfangreichsten zu wachsen, was nicht zuletzt an den immer größer werdenden Werften zu liegen schien. Dazu kamen schließlich Stahlherstellungs-Betriebe, Rüstungsunternehmen für den Sprengstoff und so weiter. Lange würde die Ruhe vielleicht nicht mehr währen.


Das konnte sich aber auch ändern, die Spannung die in Luft lag, konnte er förmlich auf seiner Haut spüren. Komisch nur, dass das einfache Volk von alledem nicht viel mitzubekommen schien. Zwar gab es die ein oder andere mürrische Stimme wegen der hohen Rüstungsausgaben, aber einen neuen Krieg schien niemand kommen zu sehen.



Satoshi wusste es besser. Die Anzeichen waren so deutlich, so stark, er rechnete jeden Tag mit der Kriegserklärung.





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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 16. Januar 1914



>> Japans Marine baut Flugzeuge! <<

Die Kaiserlich Japanische Marine hat bekanntgegeben, ein Konstruktionsbüro mit der Entwicklung eines Marinetauglichen Flugzeugs beauftragt zu haben. Was ein Marinetaugliches Flugzeug ist, hat Marineminister Saitō Makoto nicht erläutert. Es verwundert tatsächlich, dass die Marine sich aus ihrem Element dem Wasser scheinbar nun in die Lüfte aufschwingen will. Wir dürfen gespannt sein, was wir von diesem Flugboot erwarten dürfen?



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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 5. Februar 1914



>> Japanische Marineinfanterie schlägt Aufstand in China nieder! <<


Völlig überraschend hat gestern eine Division Japanischer Marineinfanteristen den Aufstand im chinesischen Zhifu niedergeschlagen. Die Marine begründete den Schritt mit der großen Gefahr für die japanische Handelsschifffahrt welche zahlreiche Fahrten zu den Häfen in der Shandong Region durchführt.


Noch gestern Abend hat der Britische Botschafter Sir William Conyngham Greene aufs Schärfste gegen den japanischen Einmarsch protestiert und den sofortigen Abzug der japanischen Soldaten aus China gefordert.


Die heftige britische Reaktion dürfte in Zusammenhang mit dem nur etwa sechzig Kilometer entfernten britischen Flottenstützpunkt Wēihǎiwèi stehen. Sechzig Kilometer sind etwa 15里 unseres alten Shakkanhō, das 1886 durch das metrische System ersetzt wurde.




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Bild 93: Sir William Conyngham Greene
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sir_Conyngham_Greene_(Bain_Collection).jpeg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Conyngham_Greene






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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 15. März 1914



>> Das Britisch Empire Mobilisiert – wird es Krieg geben? <<


Nachdem das Japanische Einheitslinienschiff Suwo am gestrigen Abend das chinesische Zhifu beschossen hat, wurde bekannt dass die Britische Regierung mit der Mobilmachung der Flotte gedroht hat, falls sich die Japanische Flotte nicht umgehend in ihre Heimatgewässer zurückzieht.



Droht Japan ein Krieg mit dem British Empire?




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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Mittwoch 18. März 1914


Marineminister Saitō Makoto saß ungeduldig in seinem Büro. Er hatte in den letzten drei Tagen so gut wie nicht geschlafen und daher hatte er Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Es war jetzt eine halbe Stunde nach Mitternacht, als er vor seinem Büro Stimmen hörte. Es klopfte und ohne zu warten wurde die Tür von einer Ordonanz geöffnet.


Mit hastigen Schritten trat Außenminister Makino Nobuaki in den Raum.




„Und?“


„Der Auftrag des Tennō ist weisungsgemäß ausgeführt worden. Ich habe Sir William Conyngham Greene die Kriegserklärung um Punkt Mitternacht übergeben.“


„Gut – sehr gut!“


„Herr Marineminister warum musste es zu Nachtschlafender Zeit in Japan sein? In Europa ist noch Tag, das Empire kann jetzt sofort reagieren. Sir William Conyngham Greene war ungehalten und hat mit der völligen Unterwerfung Japans gedroht. Er hat durchblicken lassen, dass bereits ein britisches Geschwader auf dem Weg nach Asien sei.“


„Wir haben jetzt vierzig Minuten nach Mitternacht – noch etwa eine Stunde!“


„Wie meinen Sie das noch eine Stunde?“


„Die Telegrafenleitung von Wēihǎiwèi nach Europa verläuft durch Zhifu, die Leitung ist direkt mit ihrer Übergabe der Kriegserklärung an das Empire gekappt worden. In Wēihǎiwèi werden die Briten völlig ahnungslos sein.“


„Was haben Sie mir verheimlicht? Der Auftrag lautete den Empire klar zu machen, dass wir uns aus Zhifu nicht zurückziehen werden. Über Wēihǎiwèi wurde ich nicht unterrichtet. Wēihǎiwèi ist britisches Kolonial-Territorium.“




„Wēihǎiwèi gehört uns – mehr ist dazu nicht zu sagen – wünschen Sie Japan Glück Herr Außenminister – die Flotte wird in etwa einer Stunde vor Wēihǎiwèi stehen.“





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Bild 94: Außenminister Makino Nobuaki
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nobuaki_Makino_in_later_years.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Makino_Nobuaki




+ + +

#081 RTW2-JAP#

Bigfish
08.04.20, 22:43
Werter Ruprecht I.,

Werter Taurus,

Werter LochLomond,



Wir denken Eure Bedenken wurden zur Kenntnis genommen. So möge nun das Schwert entscheiden!

Taurus
09.04.20, 16:05
Nun, wenn den miltärischen Führern das Schwert das liebste Kommunikationsmittel ist, könnten sie auch gleich noch die Franzosen "mit ins Boot holen", die sind auch schon sichtbar angespitzt und warten sicher darauf, das ihnen einer wie Japan ans Bein pinkelt.

Klingt wie eine Heldensaga nach Art der "sieben Samurai"? Na dann nur zu, der Krieg wird wohl nicht allzu lange dauern (Weihnachten sind Briten und Franzosen wieder zuhause!) ;)


Die Gratwanderung zwischen ewigem Ruhm und ewiger Schande ist hauchdünn, die Admiräle sollten schonmal ihr persönliches Schwert schärfen und bereit legen.

LochLomond
09.04.20, 16:27
Werter Taurus,

was hat Japan denn zu verlieren? Wenn man den status quo einfach akzeptiert, wird sich an der "balance of powers" nie etwas ändern und Japan als kleiner Straßenköter immer den Schwanz einziehen müssen, wenn einer der größeren Hunde bellt. Wenn also schon gepinkelt werden muss, dann besser jemand anderem ans Bein als in die eigene Hose!

Gelegenheiten sind dazu da ergriffen zu werden.


Gruss LochLomond

Taurus
09.04.20, 17:03
Werter Taurus,

was hat Japan denn zu verlieren? Wenn man den status quo einfach akzeptiert, wird sich an der "balance of powers" nie etwas ändern und Japan als kleiner Straßenköter immer den Schwanz einziehen müssen, wenn einer der größeren Hunde bellt. Wenn also schon gepinkelt werden muss, dann besser jemand anderem ans Bein als in die eigene Hose!

Gelegenheiten sind dazu da ergriffen zu werden.


Gruss LochLomond



Ist doch alles gut, wir finden es spannend und stellen schon mal Popcorn und kaltes Bier bereit, denn DAS wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.


Solch unausgeglichenes Kräftemessen kann vielleicht sogar funktionieren, daher wollen wir auch was (dann von den Besten) lernen, wir befinden uns privat in RtW1 auch gerade mit bescheidenen Mitteln zwischen den Mühlsteinen der Großmächte und lavieren uns so gut es geht irgendwie durch.

Bigfish
10.04.20, 21:08
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




>> Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915 <<


Nach dem ersten Russisch-Japanischen Krieg hatte sich in der Japanischen Militärführung eine neue Erkenntnis festgesetzt:



Japan ist nur sicher vor den europäischen Kolonialmächten, wenn es die Kontrolle über sämtliche wichtigen Häfen der Region besitzt und Ostasien muss von den weißen Imperialisten befreit werden.



Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre eine heimliche Doktrin die in den Ostasiatischen Kolonialkriegen münden sollte. Die Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei) skizzierten dazu folgenden Plan:

Erster Schritt: Sicherung der Nordostasiatischen Gewässer
Zweiter Schritt: Sicherung der Südostasiatischen Gewässer
Dritter Schritt: Errichtung eines Verteidigungsperimeters um Großostasien
Vierter Schritt: Stärke



Zur Erlangung dieser Ziele lagen die Erfordernisse auf der Hand:

Großbritannien und das Deutsche Kaiserreich hatten Kolonien im Hinterhof Japans, das war nicht tolerabel. Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika kontrollierten Südostasien und konnten von dort aus spielend die Japanischen Inseln von der Welt abschneiden. Der Südpazifik und Zentralpazifik boten eine ideale Pufferzone ohne deren Kontrolle ein Angriff auf Japan unmöglich wäre, einzig der Indische Ozean würde ein Problem darstellen.



Nachdem die Ambitionen abgesteckt waren musste die Militärführung feststellen das mehrere Probleme zu bewältigen waren:

Erstens: Die Marine war nicht stark genug für langwierige große Konflikte. Zu Beginn eines Krieges musste daher alles klar gemacht werden, wie es schon Port Arthur gezeigt hatte.
Zweitens: Marine und Armee mussten Zusammenarbeiten und ihren Streit beilegen.
Drittens: Die Wirtschaftliche Basis Japans musste gestärkt.



Alle diese Punkte konnten nur durch eine Aufgabe erreicht werden:





Eroberung sämtlicher Kolonien der imperialistischen Feinde Asiens!






+ + +






Die Flotte des Britisch Empire war die größte Gefahr für Japan. Konnte man diese Flotte schlagen, konnte man alle Flotten der Welt schlagen. Auch musste man die Flotte des Empire zuerst schlagen. Würde man mit Deutschland oder Frankreich anfangen bestand die akute Gefahr, dass sich das Empire einmischen würde. Andersherum würden die anderen Nationen dem „großen“ Empire kaum zur Hilfe eilen. Und das Empire würde eine solche Hilfe auch sicher ablehnen. Alles andere wäre eine Kränkung, weil es die Position der Royal Navy in der Welt in Frage stellen würde. Diese Schmach würde das Empire niemals riskieren.


Somit ergab sich das erste Ziel für Japan, nämlich der Britische Stützpunkt Wēihǎiwèi. Der Aufstand in Zhifu wurde über Monate von japanischen Infiltratoren vorbereitet und bot Japan die Möglichkeit ein größeres Truppenkontingent im Rücken des Britischen Stützpunktes zu landen. Gleichzeitig erforderte dies die Anwesenheit des größten Teils der Britischen Seestreitkräfte des asiatischen Raums in Wēihǎiwèi.


Würde man die Royal Navy in Wēihǎiwèi auf dem falschen Fuß erwischen, hatte Japan eine Chance den Krieg zu gewinnen. Bis Verstärkung aus Europa herankam, würden Wochen oder sogar Monate vergehen. Das Entscheidendste war jedoch:



Die Royal Navy konnte die anderen Regionen nicht schwächen, das würde sofort zu einem Aufbegehren in den dortigen Kolonien führen!



Mit etwas Glück würde es somit nur zwei Seeschlachten geben. Die Eröffnungsschlacht um Wēihǎiwèi und eine weitere Seeschlacht mit dem was die Royal Navy aus dem Rest der Welt entbehren konnte.


Zum Zeitpunkt der Kriegserklärung befand sich die Hauptmacht der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) weniger als dreißig Seemeilen von Wēihǎiwèi entfernt. Alle mussten sich darauf verlassen, dass die Kriegserklärung tatsächlich übergeben worden war, denn es war nach dem Auslaufen der Flotte nicht mehr möglich den Angriff noch aufzuhalten.




Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō wurde vom amtierenden Befehlshaber der 第一艦隊 (Dai-ichi Kantai - IJN 1st Fleet) zum Befehlshaber der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) ernannt und hatte damit die Ehre den Schlag gegen Wēihǎiwèi zu befehligen.


Auch wenn die Kaiserlich Japanische Marine eine stete Aufrüstung erfahren hatte, waren die wichtigsten neuen Einheiten allesamt in Bau. Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō musste deshalb mit älterem Material vorlieb nehmen um den Kampf gegen die mächtigste Kriegsmarine der Welt – der Royal Navy – aufzunehmen. Die Flottenstärken verhielten sich wie folgt:






Die Kaiserlich Japanische Marine im März 1914


Zu Beginn des Kriegs bestand die Kaiserlich Japanische Marine aus folgenden Einheiten:

1 Schlachtschiff der Iwami-Klasse (26.500 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Iwate-Klasse (je 13.500 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
2 Schlachtkreuzer der Furutaka-Klasse (je 12.000 Tonnen) – Umbau aus Panzerkreuzer
1 Einheitslinienschiff der Suwo-Klasse (15.000 Tonnen)
6 Einheitslinienschiffe der Mikasa-Klasse (je 11.000 Tonnen)
2 Panzerkreuzer der Kako-Klasse (je 25.000 Tonnen)
2 Panzerkreuzer der Aso-Klasse (je 16.000 Tonnen)
6 Panzerkreuzer der Asama-Klasse (je 7.300 Tonnen)
1 Geschützter Kreuzer der Niitaka-Klasse (8.000 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Akitsushima-Klasse (je 8.000 Tonnen)
2 Geschützte Kreuzer der Akashi-Klasse (je7.000 Tonnen)
8 Geschützte Kreuzer der Izumi-Klasse (je 5.500 Tonnen)
12 Torpedoboote der Hokaze-Klasse (je 900 Tonnen)
21 Torpedoboote der Hamanami-Klasse (je 900 Tonnen)
12 Torpedoboote der Nowaki-Klasse (je 600 Tonnen)
16 Torpedoboote der Oshio-Klasse (je 600 Tonnen)
9 Torpedoboote der Umikaze-Klasse (je 600 Tonnen)
23 Torpedoboote der Minazuki-Klasse (je 500 Tonnen)
9 Torpedoboote der Ikazuchi-Klasse (je 500 Tonnen)
12 Korvetten der Murasaki Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
24 Korvetten der Asama Maru-Klasse (je 600 Tonnen)
5 Küsten-U-Boote Typ I-1
7 Küsten-U-Boote Typ I-10
10 Küsten-U-Boote Typ I-22
10 Küsten-U-Boote Typ I-33
10 U-Boote Typ I-43




In Bau befanden sich im März 1914 folgende Einheiten:
1 Schlachtschiff der Hatsuse-Klasse (40.000 Tonnen)
1 Schlachtkreuzer der Tsukuba-Klasse (23.500 Tonnen) - Modernisierung
2 Panzerkreuzer der Kinugasa-Klasse (je 26.000 Tonnen)
2 Geschützte Kreuzer der Niitaka-Klasse (je 8.000 Tonnen)
4 Geschützte Kreuzer der Matsushima-Klasse (je 5.500 Tonnen) - Modernisierung
3 Torpedoboote der Hamanami-Klasse (je 900 Tonnen)
24 Torpedoboote der Akikaze-Klasse (je 500 Tonnen) – Modernisierung




- - -




Die Royal Navy im März 1914


Zu Beginn des Kriegs bestand die Flotte des Britischen Empire aus folgenden Einheiten:

6 Schlachtschiffe der Duncan-Klasse (je 26.000 Tonnen)
5 Schlachtschiffe der Albion-Klasse (je 20.800 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Lion-Klasse (je 28.400 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Invincible-Klasse (je 20.200 Tonnen)
3 Schlachtkreuzer der Indefatigable-Klasse (je 19.900 Tonnen)
4 Einheitslinienschiffe der London-Klasse (je 16.700 Tonnen)
1 Einheitslinienschiff der Venerable-Klasse (16.100 Tonnen)
4 Einheitslinienschiffe der Centurion-Klasse (je 16.000 Tonnen)
5 Einheitslinienschiffe der Majestic-Klasse (je 15.500 Tonnen)
5 Einheitslinienschiffe der Renown-Klasse (je 15.500 Tonnen)
4 Einheitslinienschiffe der Caesar-Klasse (je 15.300 Tonnen)
7 Einheitslinienschiffe der Anson-Klasse (je 14.500 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Europa-Klasse (13.400 Tonnen)
4 Panzerkreuzer der Ariadne-Klasse (je 12.300 Tonnen)
3 Panzerkreuzer der Bedford-Klasse (je 12.100 Tonnen)
4 Panzerkreuzer der Hogue-Klasse (je 12.000 Tonnen)
1 Panzerkreuzer der Diadem-Klasse (11.600 Tonnen)
4 Panzerkreuzer der Amphitrite-Klasse (je 10.900 Tonnen)
1 Geschützte Kreuzer der Curacoa-Klasse (6.600 Tonnen)
2 Geschützte Kreuzer der Psyche-Klasse (je 6.200 Tonnen)
7 Geschützte Kreuzer der Persian-Klasse (je 5.300 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Latona-Klasse (je 4.900 Tonnen)
4 Geschützte Kreuzer der Cordelia-Klasse (je 3.400 Tonnen)
3 Geschützte Kreuzer der Carysfort-Klasse (je 3.200 Tonnen)
2 Geschützte Kreuzer der Constance-Klasse (je 3.100 Tonnen)
7 Geschützte Kreuzer der Comus-Klasse (je 3.000 Tonnen)
7 Torpedoboote der Acorn-Klasse (je 900 Tonnen)
12 Torpedoboote der Foxhound-Klasse (je 700 Tonnen)
3 Torpedoboote der Wolverine-Klasse (je 700 Tonnen)
2 Torpedoboote der Amazon-Klasse (je 600 Tonnen)
2 Torpedoboote der Nubian-Klasse (je 600 Tonnen)
5 Torpedoboote der Maori-Klasse (je 600 Tonnen)
4 Torpedoboote der Kennet-Klasse (je 600 Tonnen)
12 Torpedoboote der Derwent-Klasse (je 500 Tonnen)
12 Torpedoboote der Ure-Klasse (je 400 Tonnen)
7 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
5 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)
21 Küsten-U-Boote
1 U-Boot




In Bau befanden sich im März 1914 folgende Einheiten:
2 Schlachtkreuzer der Triumph-Klasse (je 29.000 Tonnen)
2 Schlachtkreuzer der Lion-Klasse (je 28.400 Tonnen)
1 Einheitslinienschiff der Venerable-Klasse (16.100 Tonnen) - Modernisierung
1 Einheitslinienschiff der Renown-Klasse (15.500 Tonnen) - Modernisierung
1 Einheitslinienschiff der Anson-Klasse (14.500 Tonnen) - Modernisierung
1 Geschützter Kreuzer der Latona-Klasse (4.900 Tonnen) - Modernisierung
2 Torpedoboote der Eden-Klasse (je 1.100 Tonnen)
4 Korvetten diverser Klassen (je 900 Tonnen)
3 Korvetten diverser Klassen (je 600 Tonnen)






+ + +





Kräftevergleich zwischen Japan und Großbritannien:


Das Kräfteverhältnis zwischen Japan und Großbritannien zu Vergleichen war eigentlich sinnlos. Die Royal Navy war in allen Belangen so deutlich überlegen, das selbst eine Statistik nutzlos war.


Es standen sich für Japan in Dienst oder in Bau befindliche 632.000 Tonnen zu für Großbritannien in Dienst oder in Bau befindlichen 1.499.200 Tonnen Schiffsraum gegenüber.


Japan hatte 46 große Kriegsschiffe in Dienst oder in Bau, Großbritannien derer 106 große Kriegsschiffe in Dienst oder in Bau. Damit besaß Großbritannien mehr große Kriegsschiffe, als Japan aktuell an Torpedobooten in Dienst hatte.




Einzig den Vergleich der Torpedoboote untereinander musste die Kaiserlich Japanische Marine nicht scheuen, was das Ergebnis der Torpedoboot-Befürworter war. Mit den in Bau und Modernisierung inbegriffenen Einheiten konnte Japan 129 Torpedoboote aufbieten, Großbritannien derer nur 63 Einheiten in Dienst oder in Bau.


Dazu kamen 36 Korvetten für Japan und 19 Korvetten für das Empire.


Mit 43 zu 22 U-Booten war Japan auch bei den U-Booten überlegen, welchen Wert diese Einheiten haben würden, konnte allerdings Niemand einkalkulieren. Die Masse der U-Boote waren kleine Küsten-U-Boote mit begrenzter Reichweite und Feuerkraft.


Letztlich hatte Großbritannien noch 16 Luftschiffe, diese jedoch allesamt in Europa und somit nicht von Bedeutung für den Krieg in Asien.


Großbritannien war in der Lage große Kriegsschiffe gute sechs Monate schneller fertigzustellen als Japan, die maximale Dockgröße hatte jedoch Japan zu bieten. Das größte Dock im Japanischen Kaiserreich eignete sich für Schiffe bis 49.000 Tonnen, während auf den Britischen Inseln nur Schiffe mit höchstens 35.000 Tonnen gefertigt werden konnten. Bei den üblichen Bauzeiten von großen Kriegsschiffen, war dies jedoch ebenfalls ohne Bedeutung für den Krieg.





Das was allerdings ganz wesentlich für Japan sprach, war die regionale Verteilung der Flottenverbände. Großbritannien benötigte erhebliche Teile seiner Tonnage in seinen weltweiten Kolonien. Es war für die Royal Navy schlicht unmöglich mit der gesamten Flotte in Asien zu Kreuzen. Das gaben weder die britischen Stützpunkte in Asien her, noch die politischen Tatsachen der Kolonialmacht. Würde die Royal Navy eine Region zu lange ohne ausreichende Präsenz zurücklassen, drohten hier Aufstände in den Kolonial-Territorien auszubrechen. Dann würde Großbritannien einen Krieg an mehreren Fronten führen müssen.


Auf diese Bewandtnis zielte die Japanische Strategie ab. Die Kaiserlich Japanische Marine konnte mit geballter Macht in Ostasien auftreten, während die Royal Navy leidlich ein Drittel bis maximal die Hälfte ihrer Tonnage nach Asien bringen konnte.



Damit herrschte zumindest Gleichstand, wahrscheinlich aber sogar ein spürbares Übergewicht für die Kaiserlich Japanische Marine.



Würde der Angriff auf Wēihǎiwèi erfolgreich sein, ohne zu viele eigene Verluste verzeichnen zu müssen, wäre die Royal Navy in der Defensive und zumindest nicht zu einer Invasion von Japan in der Lage.


Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō musste sich die Wichtigkeit seines Erstschlages für die Gesamtstrategie wieder und wieder anhören, jetzt war es soweit. Die Spitzen der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) waren nur noch etwa zehn Seemeilen vom Ankerplatz des britischen Ostasien-Geschwaders entfernt.



Wenn die Politiker erfolgreich gewesen waren, standen die Schiffe von Vize-Admiral Sir Thomas Henry Martyn Jerram nicht unter Dampf!





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Bild 95: Vize-Admiral Sir Thomas Henry Martyn Jerram
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Royal_Navy_on_the_China_Station,_1912-1914._HU64343.jpg
Autor: unbekannt / http://media.iwm.org.uk/iwm/mediaLib//294/media-294215/large.jpg
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Martyn_Jerram






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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<


Eine leichte Wolkendecke verbarg jeglichen Lichtschein, was die Sichtweite in dieser Pechschwarzen Nacht auf unter zwei Seemeilen begrenzte. Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō machte sich mehr Sorgen darum den Feind zu finden, als das irgendjemand seinen Anmarsch vorzeitig entdecken würde.


Er befolgte den Rat des Gensui Tōgō Heihachirō, wonach bei den richtigen Bedingungen, die Torpedoboote den Angriff beginnen sollten. Das war der schwachen Artilleristischen Feuerkraft der Japanischen Kriegsschiffe geschuldet, aber ebenso der geringen Sichtweite bei Nacht.



Tatsächlich hätten die Bedingungen für einen Überraschungsangriff mit den Torpedobooten nicht besser sein können!



Die Kaiserlich Japanische Marine rückte mit allem an, was seegängig war:




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https://up.picr.de/38258891jh.jpg






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Japanische 1. Schlachtdivision:
Schlachtschiff Iwami (Flaggschiff)
Einheitslinienschiff Suwo
Einheitslinienschiff Iki

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Japanische 6. Schlachtdivision:
Einheitslinienschiff Yashima
Einheitslinienschiff Asahi
Einheitslinienschiff Fuji

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Japanische 8. Kreuzerdivision:
Panzerkreuzer Ashigara, Kako, Aso

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Japanische 4. Leichte Kreuzerdivision:
Geschützte Kreuzer Kasagi, Akitsushima

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Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision:
Geschützte Kreuzer Otowa, Akashi, Takachiho

https://up.picr.de/38259016ct.jpg



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Japanische 2. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Suzukaze, Ikazuchi, Nenohi, Yugure, Kawakaze, Harusame

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Japanische 3. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Hayanami, Hamanami, Kishinami, Naganami, Tachikaze, Amagiri

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Japanische 5. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Yamakaze, Arare, Arashio, Asashio, Kasumi

https://up.picr.de/38258934bv.jpg



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Japanische 7. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Teruzuki, Makigumo, Kiyoshimo, Makinami, Okinami, Shinonome

https://up.picr.de/38259001px.jpg



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Japanische 9. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Miyuki, Minazuki, Mutsuki, Nagatsuki, Mochizuki, Yuzuki

https://up.picr.de/38259006ua.jpg



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Japanische 11. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Satsuki, Kikuzuki, Yunagi, Mikazuki, Uzuki, Yayoi

https://up.picr.de/38259022js.jpg



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https://up.picr.de/38258893jq.jpg


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https://up.picr.de/38258898fm.jpg







Das kampfkräftigste Schiff der Kaiserlich Japanische Marine bei Ausbruch der Feindseligkeiten im März 1914:

Schlachtschiff Iwami




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Bild 96: Flaggschiff Iwami führt den Angriff auf Wēihǎiwèi - (Originalschiff Satsuma von 1911)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colorized_Satsuma.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Satsuma-Klasse





+ + +




Hilfskräfte:
Küsten-U-Boot: SSC I-31
U-Boote: SS I-43, SS I-50






+ + +

#082 RTW2-JAP#

Bigfish
10.04.20, 21:17
Werter Taurus,


wenn Ihr euch mit Weihnachten nicht mal täuscht!

Wir denken der letzte Post erläutert die Strategie Japans sehr umfassend?



+ + +



Werter LochLomond,


Ihr habt gut Gesprochen! Uns dünkt dies hätte eine Rede aus dem 大本営 (Daihon’ei) sein können!

Taurus
10.04.20, 22:30
Wir möchten sogar sagen: Hervorragend erläutert, unter solchen Aspekten sehen die Chancen zwar um einiges besser aus, aber trotzdem sollte die Royal Navy immer noch in der Lage sein, euren wenigen Großkampfeinheiten derart einzuheizen, das sie über kurz oder lang keine Rolle mehr spielen.
Es sei denn, deren Flotten werden von "Experten" befehligt, die auf dem Niveau von den "Three Stooges", "Laurel und Hardy" oder ähnlichen Spaßvögeln agieren, DANN könnte es defintiv interessant werden :fiesemoep:

Bigfish
10.04.20, 22:37
Aufruf!


Werte Regentschaft - Wir möchten in diesem AAR Neuland für den Stil Unserer AARs begehen!

Der Rede des werten LochLomond folgend dürfen geneigte Regenten sich an diesem AAR künftig beteiligen.


Allerdings geben Wir dafür "Spielregeln" vor!


Die Teilnahme soll wie folgt aussehen:

Jeder Regent der Teilnehmen möchte, möge dies in Form eines Redakteurs/Kommentators einer ausländischen (also nicht(!) japanischen) Zeitung tun.
Des weiteren soll der Stil solcher Posts dem Stil Unseres AARs entsprechen:


Eingangsbild - in diesem Fall also die Headline einer Zeitung (oder der zeitgenössischen Landesflagge)
(Bitte möglichst Urheberrechte und rechtliche Auflagen beachten!)
Überschrift Text Größe 4 Fett mit passendem Datum
Hier zu finden: https://www.umrechnung.org/ewiger-kalender/ewiger-jahreskalender-jahr.php?year=1897&offset=2
Fließtext Text Größe 3
Sämtlich Zentriert
Wahlweise Bilder mit Angabe der Herkunftsquelle, des Autors, weiteren Informationen.






Wir versuchen nach Möglichkeit auf Teilnahme Posts innerhalb Unserer Story einzugehen, sofern es die Geschehnisse des AARs und Unsere Zeit zulassen.




Davon unabhängig sind natürlich weiterhin Kommentare und Fragen in der bisherigen Form unbedingt erwünscht!

Taurus
11.04.20, 21:27
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)

Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 16. März 1914




>> Konflikt mit Japan eskaliert - Briten mobilisieren Streitkräfte - Frankreich beobachtet Entwicklung mit Sorge <<




Wie aus Diplomatenkreisen zu erfahren war, scheinen die schon seit längerem schwelenden Konflikte des Kaiserreiches Japan auf der einen Seite und etlichen der westlichen Kolonialmächte auf der anderen (allen voran das Britisch Empire) allmählich in offene Feindseligkeiten umzuschlagen.
Grund ist die jüngste militärische Intervention japanischer Flotteneinheiten in China, die von britischer Seite aufs schärfste verurteilt wurde. Außerdem soll an die japanische Seite ein Ultimatum ergangen sein, das den umgehenden Abzug sämtlicher Marinekräfte aus der betreffenden Region forderte. Offenbar ist die Mobilisierung der Royal Navy gewissermaßen als letzte Warnung zu verstehen, da eine Antwort des japanischen Kaiserreiches noch aussteht.

Die französische Regierung sieht diese Entwicklung mit Sorge, es ist aber allgemein bekannt, das man sich in einen drohenden bewaffneten Konflikt möglichst nicht hineinziehen lassen will. Das dieses Ansinnen nicht so einfach ist, machte gestern Kolonialminister Joseph Noulens bei einer Pressekonferenz deutlich.
Der Minister erläuterte den anwesenden internationalen Pressevertretern, das gerade im fernöstlichen Raum die Interessen gleich mehrerer Großmächte tangiert werden. Neben den Briten und Frankreich selbst besitzt auch das deutsche Kaiserreich Gebiete im Einflußbereich des aufstrebenden Japan. Russland als Nachbarland Japans ist selbstredend ebenfalls betroffen, der russisch-japanische Krieg von 1909 ist allgemein noch in unguter Erinnerung.

Auf die Frage, inwieweit Frankreich auf eine mögliche Eskalation vorbereitet sei, antwortete Minister Noulens ausweichend: "Unsere Flottenpräsenz in Asien war lange Zeit eher symbolischen Charakters, aber untätiges Zusehen, wenn in der Nachbarschaft ein Großbrand entfacht wird, darf nicht unsere Intention sein. Zur Wahrung unserer ureigenen Interessen ist die Vorbereitung auf das schlimmste Szenario unabdinglich, auch wenn dies von niemandem gewollt ist. Es ist also durchaus denkbar, das die Marinestreitkräfte in unseren südostasiatischen Besitzungen demnächst durch die Entsendung moderner Flotteneinheiten verstärkt werden."

Da die Beziehungen Japans zu gleich vier großen Mächten entweder gestört oder nahezu vergiftet sind, kann man sich eigentlich nicht vorstellen, das es das vergleichweise kleine Land auch mit allen militärisch aufnehmen kann und will. Hierzu gehört auch eine schlagkräftige Flotte und über die verfügt Japan nach allen Informationen bisher nicht.

Man hofft, das sich die besonnenen und moderaten Kräfte in Japans Regierung - so es sie noch gibt - letztlich durchsetzen werden.

Bigfish
11.04.20, 22:46
Wir danken dem Regenten Taurus für die französische Berichterstattung!


+ + +


Um die Arbeit der Redakteure zu erleichtern gibt es ab sofort das Wolff-Reuter-Havas-Kartell, das als Nachrichten- und Presseagentur fungiert. Der Übersichtlichkeit halber, haben Wir diese Presseagentur in einen eigenen Thread ausgelagert:


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391

Bigfish
16.04.20, 21:49
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<




Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō hätte sich keine bessere Nacht wünschen können. Er hatte Schwierigkeiten von der Brücke der Iwami auch nur bis zum Bug des japanischen Schlachtschiffes zuschauen. Von seinen Torpedobooten fehlte jede Spur. Er war froh allen Flottillen-Kommandeuren vor dem Auslaufen exakte Anweisungen erteilt zu haben. Die Marine hatte sich weiterentwickelt, aber die Umstände wollten es, dass der Angriff wie einst vor zehn Jahren ablaufen sollte.


Kurz vor dem Eintreffen in der Bucht von Wēihǎiwèi würden sich die Torpedoboot-Flottillen hintereinander Staffeln und einen Torpedoangriff führen. Würde man die Briten überraschen, konnte das gelingen. Waren die Briten gewarnt, würden die Torpedoboote zweifelsfrei versenkt werden.



Der Angriff begann gegen zehn Minuten nach ein Uhr Ortszeit. Das Ergebnis würde Japans Schicksal besiegeln.




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+ + +





Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit von fünfzehn Minuten, bis die an der Spitze fahrende Japanische 2. Torpedoboot-Flottille einen Kontakt ausmachen konnte. Längst hatte sich der Flottillenführer gefragt, ob der Hafen verweist sei, weil sich die Flottille nur noch wenige tausend Yards von der bekannten Minensperre entfernt befand und beidrehen musste.




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+ + +





Sofort wurde auf die Feindschiffe eingedreht, denn die Angriffsposition war für einen Torpedoangriff denkbar schlecht. Der Feind zeigte mit dem Bug zur Gefechtslinie und damit waren keine zuverlässigen Schusslösungen möglich.


Beim Anlaufen wurden weitere Schiffe erkannt. Wobei scheinbar leichtere Einheiten so dicht vor den größeren Schiffen ankerten, dass sie als Torpedofänger dienten. Die ersten Torpedos wurden abgeschossen.





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+ + +





Dann wurde es sichtlich voll in der Bucht. Die Royal Navy war anwesend. Einige große Schatten konnten nur von großen Kriegsschiffen stammen und keines von ihnen stand unter Dampf!



Gerade noch erblickte der Flottillen-Führer an Bord der Suzukaze eine große Wassersäule an einem Kreuzer, dann wurde er von den Füßen gehoben und gegen die Scheiben des Kommandostands geschleudert. Er knallte zu Boden und blieb mit gebrochenem Genick leblos liegen.



Die feindlichen Schiffe mochten keinen Dampf machen, aber die Artillerie war Gefechtsklar - die Suzukaze lief voll Wasser und drohte zu sinken!





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+ + +





Noch aber konnte die Suzukaze kämpfen und die Überlebenden der Mannschaft griffen ein großes bislang nicht klassifiziertes Schiff an, das sich in fast optimalen Winkel befand. Auch die anderen Torpedoboote erzielten Treffer auf den feindlichen Schiffen.





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+ + +





Der Torpedo der Suzukaze traf einen Panzerkreuzer der Ariadne-Klasse, der Seite an Seite mit einem zweiten Schiff vertäut war.




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+ + +





Mit dem Aufkommen der Japanischen 3. Torpedoboot-Flottille auf Sichtweite nahm das Gefecht Fahrt auf. Torpedoboot Ikazuchi nahm sich trotz nachteiliger Position ein erkanntes Linienschiff zum Ziel.


Der Torpedo verfehlte sein Ziel, traf aber ein direkt dahinter liegendes Kriegsschiff, woraufhin sich eine heftige Explosion entfaltete. Im Lichtschein dieser Explosion konnte der Feind als Schlachtkreuzer erkannt werden und die Ikazuchi klassifizierte in diesem Lichtschein ein Schlachtschiff. Nur Bruchteile einer Sekunde später explodierte die Nenohi nach einem Volltreffer durch feindliche schwere Artillerie.



Der Gegner war definitiv weniger überrascht als er es hätte sein sollen.





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+ + +






Die Bestrebungen der Angreifer richteten sich jetzt gegen das lohnenswerteste Ziel der Royal Navy, das jedoch von einem Torpedoboot abgeschirmt wurde. Dieses Schlachtschiff hatte jedoch noch einen zusätzlichen Schutz in Form von Torpedonetzen.




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Die Suzukaze wurde erneut schwer getroffen und konnte jetzt jede Sekunde sinken. Immerhin konnten alle noch lebenden Besatzungen der Japanischen 2. Torpedoboot-Flottille mit ansehen, wie eine große Wassersäule am britischen Schlachtschiff emporstieg, als sich ein japanischer Torpedo in den Rumpf dieses Schiffes bohrte.





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Allen Manövern zum Trotz, waren die Besatzungen der japanischen Torpedoboote zu unerfahren. Viel zu schnell waren zu viele Flottillen in Gefechtsreichweite um einen koordinierten Angriff zu führen. Zwar versuchten einige Flottillen-Führer noch Ordnung in das ganze bringen, aber das machte es im Zweifel nur schlimmer.



Eines war klar: Die Torpedoboote brauchten eine hohe Geschwindigkeit, sonst waren sie leichtes Futter für die britischen Geschosse.






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Allmählich bekamen die Japaner einen Überblick. Man konnte jetzt ein Schlachtschiff, drei Linienschiffe und drei Panzerkreuzer recht verlässlich klassifizieren. Das waren wichtige Einheiten des Ostasien-Geschwaders der Royal Navy, aber längst nicht alle großen Schiffe des Gegners in dieser Region.





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Die ersten Ziele begannen Fahrt aufzunehmen, die Japaner mussten sich jetzt heranhalten. Würde der Feind manövrieren können, waren leichte Treffer nicht mehr möglich.





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Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō konnte nur erahnen was vor sich ging. Er war noch weit außer Sichtweite und hatte auch sonst keine Chance zu erfahren was passiert war. Mehrere helle Lichterscheinungen deuteten jedoch auf ein heftiges Gefecht hin.





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#083 RTW2-JAP#

Duke of York
16.04.20, 22:03
Ohje, wenn die Briten auch so viele Torpedos einstecken können wie die Russen, dann wird das hier ein DD-Friedhof für Japan.

Taurus
16.04.20, 23:59
Die ersten Nackenschläge gab es schon ziemlich schnell, aber noch ist alles möglich. Kommt jetzt drauf an, wieviele Briten noch einigermaßen kampfkräftig Fahrt aufnehmen können und wie lange die Dunkelheit eure Torpedoboote behütet.

Komischer Kunde
17.04.20, 09:01
Wir denken, dass die bereits eingeschlagenen Torpedos auf die Dickschiffe, die Wagschale zugunsten der Japaner neigen wird. Dies leiten wir aus unserer Erfahrung aus RTW 1 gegen die KI ab und bestärken unsere Meinung durch weitere Beobachtungen in diesem AAR. :-)

Bigfish
17.04.20, 22:17
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<




Die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille hatte schwere Treffer einstecken müssen, aber bevor das Kommando zum Ablaufen und neu formieren erging, konnten eine Reihe der wichtigsten Schiffe identifiziert werden. Zur großen Enttäuschung gab es nur ein modernes Schlachtschiff in Wēihǎiwèi, der Rest waren ältere Schiffe. Das einzig Gute daran war, dass die Iwami somit nicht auf einen weit überlegenen Feind stoßen würde.



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Während das feindliche Schlachtschiff von den letzten Torpedos der Japanischen 2. Torpedoboot-Flottille getroffen wurde, begann der Anlauf der Japanischen 3. Torpedoboot-Flottille und diesen Torpedobooten schlug von vorneherein ein heftiges Artilleriefeuer entgegen.



Die Hamanami wurde augenblicklich schwer getroffen.




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Die Flottille führte den Angriff dennoch mit vollem Einsatz weiter. Niemand wollte hinter den Erfolgen der 2. Flottille hintenanstehen. Das Wasser kochte vor lauter Granateinschlägen von beiden Seiten.




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Wenig später wurde die Hayanami ebenfalls schwer getroffen.




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Die Hayanami wurde regelrecht zersiebt und musste aufgegeben werden, aber wenigstens konnte die Japanische 3. Torpedoboot-Flottille auch mehrere schwere Torpedotreffer auf den Schiffen der Royal Navy erzielen.




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Die Japanische 3. Torpedoboot-Flottille wurde so schwer bekämpft, dass die Japanische 7. Torpedoboot-Flottille in relativer Ruhe anlaufen konnte. Die Geschützmannschaften der Royal Navy wussten was sie taten und hatten eine fast gnadenlose Präzision, aber die Vielzahl der japanischen Angreifer führte zu einer Sättigung beim Feind.



Dann explodierte eine Granate im Maschinenraum der Tachikaze!




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Schwer getroffen und im Sinken begriffen, brachte die Mannschaft der Tachikaze ihre letzten Torpedos auf den Weg.




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Als nächstes wurde die Amagiri von den Artilleristen der Royal Navy zusammengeschossen.




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Noch immer wusste Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō nicht, was im Hafen von Wēihǎiwèi vor sich ging, aber die Heftigkeit eines brutalen Artillerie-Gefechts wurde ihm bewusst. Zu massiv war das Licht- und Feuerspektakel am Horizont, als das es sich nur mit Torpedotreffen seiner Flottillen erklären ließe.



Er merkte, dass der Feind hier massiv zurückzuschießen schien.




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Der Japanischen 7. Torpedoboot-Flottille gelang dann der womöglich entscheidende Schlag gegen das britische Schlachtschiff der Duncan-Klasse, als praktisch zeitgleich drei Torpedos einschlugen und explodierten. Im Rumpf des Giganten klaffte jetzt ein großes Loch.





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Die Reihen der Royal Navy waren wie zwei Mühlsteine. Auf der einen Seite führen die japanischen Torpedoboot-Flottillen in Formation fahrend hinein und kamen auf der anderen Seite zerfleddert und zermahlen wieder heraus.




Aber auch der Feind wurde dabei schwer getroffen.





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Die nächsten japanischen Torpedoboote wurden schwer getroffen.




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Mittlerweile machten fast alle britischen Schiffe zumindest kleine Fahrt. Die meisten großen Kriegsschiffe der Royal Navy versuchten sich hinter der Minensperre vor dem Hafen in Sicherheit zu bringen, einige jedoch versuchten scheinbar auf die hohe See ausweichen zu wollen. Die letzten Flottillen der Kaiserlich Japanischen Marine hatten es somit mit erschwerten Bedingungen zu tun.



Bislang war noch kein einziges feindliches Schiff gesunken!






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#084 RTW2-JAP#

Bigfish
17.04.20, 22:21
Werter Duke of York,


Ihr werdet noch erleben welch wahrhaft fast unsinkbare Schiffe die Briten bauen können!



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Werter Taurus,


die Nacht ist noch lang....



+ + +



Werter Komischer Kunde,


das muss nicht immer so sein!

Bigfish
18.04.20, 19:21
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<




Der Japanischen 9. Torpedoboot-Flottille schlug ebenfalls Abwehrfeuer entgegen, es lag aber bislang weniger deckend. Scheinbar machten sich die Schäden auf den britischen Linienschiffen und Kreuzern langsam bemerkbar. Dann jedoch bekam die Miyuki das Gegenteil zu spüren. Aufgeben tat aber keines der Torpedoboote!




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Die Japanische 5. Torpedoboot-Flottille und die Japanische 11. Torpedoboot-Flottille kamen sich jetzt endgültig gegenseitig in die Quere, es waren aber auch die beiden letzten angreifenden Torpedoboot-Flottillen. Danach würde der Angriff der Iwami und der anderen großen Kriegsschiffe erfolgen.


Bis es soweit sein würde, erlebte die Japanische 9. Torpedoboot-Flottille ihr persönliches Chaos. Von einer geordneten Formation konnte keine Rede mehr sein, was den Anlauf der letzten beiden Flottillen zusätzlich erschwerte.




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Die Satsuki erhielt einen Treffer im Maschinenraum und verlor an Fahrt. Der Treffer selbst war nicht dramatisch, aber dadurch fehlten der Satsuki die entscheidenden zwei drei Knoten um ihr aktuelles Kursmanöver korrekt abzuschließen. In der Folge krachte die Satsuki mit Wucht in ein britisches Torpedoboot der Acorn-Klasse.


Fast zeitgleich wurde die Yunagi von einem mutmaßlich britischen Torpedo förmlich zerrissen. Auch die Yunagi konnte noch während des Sinkens einen Torpedo aus dem Werfer abfeuern und hatte einen Panzerkreuzer der Amphitrite-Klasse zum Ziel.





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Tatsächlich traf der Torpedo der Yunagi den Kreuzer, bevor das Torpedoboot seinem Ende entgegen sah. Insgesamt mussten die letzten beiden japanischen Flottillen erhebliche Treffer einstecken, die Torpedo-Treffer dieser Flottillen auf den Schiffen der Royal Navy brachten jedoch die Vorentscheidung. Alle großen Kriegsschiffe des Ostasien-Geschwaders des Empire waren getroffen worden. Ebenfalls blieb fast kein feindliches Torpedoboot verschont.


Bei alledem hatte die Royal Navy noch keine Kenntnis von der Anwesenheit eines japanischen Schlachtgeschwaders, das sich noch immer außerhalb der Sichtweite befand.





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Die britischen Torpedoboote die bereits für die Torpedierung der Yunagi verantwortlich waren, schoben sich jetzt zwischen die japanischen Angreifer und das britische Schlachtschiff, das sich nunmehr im Bereich der Minensperre befand. Allerdings hatte das Schlachtschiff bereits so viele Treffer erhalten, dass es sich deutlich zur Seite neigte und höchstens zwei oder drei Knoten Fahrt machte.


Dennoch gelang es der Yamakaze einen Torpedo genau zwischen dem feindlichen Schutzschirm hindurch in das britische Schlachtschiff zu setzen.




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Das Schlachtfeld begann sich zu lichten, was auch nötig war, weil die Spitzen der japanischen Schlachtflotte allmählich in Reichweite befanden. Etwa eine Stunde nach Beginn des Angriffs trafen die geschützten Kreuzer ein und würden dort weitermachen, wo die Torpedoboote aufgehört hatten.




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Dann endlich sank das erste britische Schiff in Form eines Torpedobootes der Kennet-Klasse




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Der geschützte Kreuzer Kasagi kam endlich auf Sichtweite heran, befand sich jedoch in ungünstiger Schussposition.




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Um Zwei Uhr und Fünfzehn Minuten versank das erste große Kriegsschiff der Royal Navy vor Wēihǎiwèi.



Die Japanische 5. Torpedoboot-Flottille und die Japanische 11. Torpedoboot-Flottille hatten nach dem ersten Anlauf nur wenige schwere Verluste erlitten und die überwiegende Anzahl der Torpedoboote dieser beiden Flottillen waren gefechtsklar. Die Flottillen-Führer entschlossen sich daher zu einem zweiten Anlauf.




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Auch die geschützten Kreuzer leisteten ganze Arbeit, wurden aber durch den zweiten Anlauf der Japanischen 5. und 11. Torpedoboot-Flottillen gestört.



Der Akitsushima gelang dennoch der denkwürdigste Treffer des Tages!



Mit einem 3inch Geschütz traf die Akitsushima das britische Schlachtschiff, welches direkt darauf nach einer mäßigen Stichflamme in zwei Teile zerbrach und versank! Mutmaßlich drang die Granate durch eines der von den Torpedos in den Rumpf geschlagenen Löcher in das Schiffsinnere ein und explodierte in einem Magazin des britischen Schlachtschiffes.





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#085 RTW2-JAP#

Taurus
18.04.20, 21:06
Der Trend sieht sehr gut aus, schließlich kommen eure großen Kaliber jetzt erst ins Spiel. Trotzdem ist so einiges fragwürdig an der ganzen Sache, denn was die ganzen Feindschiffe an Torpedos fressen und immer noch schwimmen geht auf keine Kuhhaut.
Selbst deren Zerstörer sinken nicht sofort bei einem Torpedotreffer, was wir in den allermeisten Fällen als normal empfinden würden. Gefühlt müssten die Schiffswände der Dickschiffe zum überwiegenden Teil aus mehr Löchern als aus allem anderen bestehen.
Nun gut, warum eigentlich drei eurer U-Boote rund um den Hafen herumlungern und nur staunend bei dem Spektakel zuschauen, weiß auch nur Poseidon persönlich. Die eine oder andere "Leichenfledderei" wäre durchaus drin gewesen, aber das ist jetzt Nörgeln auf hohem Niveau.

Anstatt sich ins Minenfeld oder auf die hohe See zu retten, hätten die Briten lieber versuchen sollen, die Formationen der Torpedoboot-Flottillen aufzubrechen und sie zu rammen versuchen. Viel mehr passieren hätte ihnen ja nicht können, aber die Gesamtlage wäre sicherlich viel chaotischer.

Bigfish
18.04.20, 21:32
Werter Taurus,


grundsätzlich scheint das Balancing mit den Torpedos fragwürdig, das sehen Wir gleichfalls so wie Ihr - aber wartet ab. Der König der standhaften Zielscheiben ist noch nicht einmal auf der Bildfläche erschienen!


Wir können euch beruhigen - ihr werdet in der Zukunft U-Boot Aktionen erleben dürfen, aber fragt euch selbst würdet Ihr mit einem 1910er oder älterem U-Boot-Typ in solch ein Getümmel rein stoßen wollen, wenn überall die Granaten das Wasser durchpflügen?


Und die Briten sind vornehme Krieger - nicht wie die Russen, die Rammstöße als technologische Neuentwicklung des 20. Jahrhunderts betrachten...

Taurus
18.04.20, 22:43
Werter Taurus,


grundsätzlich scheint das Balancing mit den Torpedos fragwürdig, das sehen Wir gleichfalls so wie Ihr - aber wartet ab. Der König der standhaften Zielscheiben ist noch nicht einmal auf der Bildfläche erschienen!


Wir können euch beruhigen - ihr werdet in der Zukunft U-Boot Aktionen erleben dürfen, aber fragt euch selbst würdet Ihr mit einem 1910er oder älterem U-Boot-Typ in solch ein Getümmel rein stoßen wollen, wenn überall die Granaten das Wasser durchpflügen?


Und die Briten sind vornehme Krieger - nicht wie die Russen, die Rammstöße als technologische Neuentwicklung des 20. Jahrhunderts betrachten...


Der Punkt ist bei euch, die U-Boote haben wirklich kaum Spielraum für eigene Aktionen. Selbst wenn sie sich zwischen die ankernde Flotte und das Minenfeld gelegt hätten, um die Schutzsuchenden abzufangen, wären sie immer noch mittendrin gewesen.
Also warten sie bestenfalls auf "Ausbrecher", die zu den Seiten hin manövrieren wollen.

Briten sind vornehme Krieger? Vornehm geht die Welt zugrunde....mit so einer Haltung hätten sie niemals ein Empire dieser Ausdehnung zusammenschustern können. Da muss man schon auch ein bisschen Schwein sein dafür. :)

Bigfish
19.04.20, 00:34
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<




In der Dunkelheit wurden mehrere feindliche Schiffe aus den Augen verloren. Ein Torpedoboot versuchte sich auf See hin abzusetzen, während die größeren Kriegsschiffe weiterhin versuchten hinter die Minensperre zu gelangen.


Die geschützten Kreuzer taten alles um kein feindliches Schiff entkommen zu lassen.


Mit dem Eintreffen der japanischen Panzerkreuzer war das Schicksal des Gegners besiegelt. Diese Schiffe hatten genug Feuerkraft um auch in die Minensperre hinein zu wirken. Sollte sich dort ein Schiffe verstecken wollen, saß es in einer selbstgewählten Falle!





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Sobald die Panzerkreuzer in Sichtweite waren begann der Beschuss. Bereits die erste abgefeuerte Breitseite der Ashigara lag Deckend und zerfetzte mit der schweren 12inch Artillerie die Aufbauten eines geschützten Kreuzers der Latona-Klasse.




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Trotz der Feind geschlagen war, teilte er weiterhin aus, was die geschützten Kreuzer Otowa und Kasagi zu spüren bekamen.




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Endlich traf auch Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō mit der Iwami am Ankerplatz der britischen Flotte ein, aber zu tun gab es nicht mehr viel. Mittlerweile waren die meisten Schiffe der Royal Navy gesunken.





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Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō lief mit voller Kraft in die Gefechtszone um für seine Geschütze ein Ziel zu finden, aber noch konnte er nichts tun. Seine Panzerkreuzer dagegen schossen mit ihrer Artillerie das letzte Überlebende Linienschiff in Stücke.




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Erfreut und dennoch fassungslos sah Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō auf das Schlachtfeld. Trümmer, Leichen, Wracks, Feuer und Rauch. Sein Auftrag war erfüllt – zum Teil – denn es gab noch etwas zu erledigen, aber die Dunkelheit verhinderte dies. Seine Fassungslosigkeit resultierte daher, dass die Iwami keine Gelegenheit bekam zu zeigen was mit ihr möglich war.




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Auch das letzte feindliche Linienschiff versank in den Fluten, bevor die Iwami in Gefechtsposition kam.




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Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō befahl allen Schiffen abzulaufen und sich zu sammeln. Er hatte noch einen zweiten Auftrag, aber die Dunkelheit machte ihm einen Strich durch die Rechnung.




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Es würde noch Stunden dauern, bis es hell war.



Das Torpedoboot Kiyoshimo lag reglos in der See, als sich ein Schatten aus Richtung Wēihǎiwèi zu nähern begann. Der Kommandant schoss eine Salve in die Luft, die von Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō als das erkannt wurde, was es war – ein Hilferuf.



Die Schlachtformation machte kehrt!



Dann ging der Kontakt in der Dunkelheit verloren.





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Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō gab jedoch nicht klein bei. Da war ein Schiff, dieses Schiff musste versenkt werden! Er fand nichts! Dafür sichtete ein Ausguck der Akitsushima einen Hilfskreuzer. Tatsächlich nahm die Sichtweite zu, als der Mond aufging und seine Strahlkraft die Wasseroberfläche zum Glitzern brachte.


Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō war zufrieden, er suchte nach dem Schatten. Irgendwo musste dieses Schiff doch hin verschwunden sein.





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Dann endlich kamen gleiche zwei Ziele in Sichtweite. Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō befahl den Angriff. Auf dem Hilfskreuzer wurde der erste Treffer erzielt.



Als ein drittes Schiff in seiner Reichweite in Sicht kam, hatte die Iwami endlich etwas zu tun.





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Die Iwami eröffnete das Feuer mit der 5inch-Mittelartillerie und erzielte sogleich einen Treffer. Es waren lediglich ein Torpedoboot und zwei Korvetten, aber der Auftrag war klar. Jedes Schiff der Royal Navy musste versenkt werden.




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Ins Gefecht verwickelt, bekam Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō nicht mit, dass das Torpedoboot Miyuki seinen Kampf gegen das eindringende Wasser verloren hatte. Die Besatzung musste das Boot aufgeben.


Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō war über die Helligkeit des Mondscheins erfreut und wollte versuchen seinen zweiten Auftrag zu erfüllen. Die Iwami machte kehrt.





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Dumpfe Schläge halten durch den Rumpf der Iwami, als das Schlachtschiff durch das Trümmerfeld vor Wēihǎiwèi stampfte.




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Dann endlich kam in Sicht was zu erledigen war, aber die Sichtweite war nicht hoch genug, die Entfernung zu gering.



Wassersäulen stiegen längsseits der Iwami aus dem Wasser!





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Auf der Kasagi glaubte man in der Zwischenzeit seinen Augen nicht zu trauen. Natürlich waren die Kommandanten aller Schiffe über wichtige Merkmale neuer Schiffskonstruktionen unterrichtet worden um zu wissen mit was man es zu tun hatte.


Jetzt aber konnte es der Schiffsführer nicht glauben!



War das ein Flugzeug auf diesem Hilfskreuzer? – War das etwa ein Seeflugzeug Tender?





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#086 RTW2-JAP#

Bigfish
19.04.20, 21:37
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Wēihǎiwèi 18. März 1914 <<




Ob es wirklich ein Seeflugzeug-Tender war oder nicht, war letztlich bedeutungslos. Der Geheimdienst wusste nichts von britischen Flugzeugmutterschiffen und würde die Angaben prüfen müssen. Die beiden Kreuzer zumindest würden dieses Schiff versenken.




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Ein Wolkenschleier verringerte die Sichtweite und Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō lies abdrehen. Solange er sein Ziel nicht klar und deutlich erkennen konnte, wollte er sich nicht in Reichweite der gegnerischen Küsten-Batterie aufhalten. Diese hatte von ihrer erhöhten Position aus die bessere Position.




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Nach der Versenkung der letzten Korvette in Reichweite drehte die Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision ebenfalls ab, dann jedoch wurde die Akashi von einem unbekannten Feind getroffen.


Dieser Gegner kam unerwartet aus nördlicher Richtung in Sichtweite.




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Der Kommandant der Kasagi begann sich zu fragen, mit was er es wirklich zu tun hatte? Der Gegner hatte nicht nur einen Torpedotreffer erhalten sondern mindestens bereits drei Dutzend Artillerietreffer. Für ein Schiff dieser Größe und Bauart war das im Normalfall das Ende. Dieses hier aber schien bislang so gut wie unbeschädigt zu sein.




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Die Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision stand im Gefecht mit einem Torpedoboot. Niemand wusste, ob es von einer Patrouille zurückkam und noch voll bewaffnet war, oder ob von den Torpedowerfern keine Gefahr mehr zu erwarten war. Dann tauchte ein weiteres Schiff auf und die Situation versprach interessant zu werden. Dem Schattenriss nach war es zu groß für ein weiteres Torpedoboot.




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Statt anzugreifen schien sich das zweite Schiff aber absetzen zu wollen. Was auch für den Anfang gelang, da die Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision zur Sicherheit angefangen hatte Zick-Zack-Kurs zu steuern.




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Der Kommandant der Kasagi wollte nicht glauben was er erlebte. Einen weiteren Torpedo und über zwanzig Artillerietreffer später schien dieses merkwürdige Schiff immer noch nicht einen substantiellen Kratzer erhalten zu haben.


Die Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision hatte mehr Glück mit ihrem Kontrahenten und begann damit das geflüchtete Schiff zu suchen.





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Nach zwei weiteren Torpedotreffern, begann tatsächlich die Besatzung das Schiff zu verlassen, obwohl es keine Anstalten machte zu sinken.




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Auf der bereits verloren geglaubten Kiyoshimo hatte es die unermüdlich arbeitende Besatzung tatsächlich geschafft die Maschinenanlage wieder flott zu bekommen. Jedoch war das Torepdoboot so schwer beschädigt, dass selbst die kleinste Fahrtstufe geeignet war dem Rumpf den Rest zu geben. Langsam nahm die Kiyoshimo Fahrt auf.




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Auf der Kasagi nahm man nunmehr an, dass es sich bei diesem hartnäckigen Ziel doch nur um ein normales Frachtschiff handelte.



Granate um Granate schlug in das Schiff ein, aber Sinken wollte es nicht!



Immerhin begann es zumindest zu brennen.





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Anmerkung des Autors: An dieser Stelle kürzen wir das Ereignis um den Frachter ab. Wir nehmen es vorweg - 4 Torpedos und 256 Artillerietreffer später sinkt es dann endlich. Zum Glück haben die Briten ihre Schlachtschiffe nicht auch so gut konstruiert wie diesen Frachter!




+ + +




Die Japanische 10. Leichte Kreuzerdivision hatte die Suche aufgegeben. Falls es doch ein feindliches Torpedoboot gewesen sein sollte, war es schlicht zu schnell um eingeholt werden zu können.


Alle Schiffe der 聯合艦隊 (Rengō Kantai) waren jetzt dabei sich Abzusetzen, seit Beginn des Angriffs waren vier Stunden vergangen und bald würde es jetzt doch hell werden.





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Einigen Schiffen wurde erlaubt Überlebende an Bord zu nehmen. Als die Sichtweite zunahm konnte Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō von der Iwami aus die südwestliche Verteidigungsstellung von Wēihǎiwèi erkennen.


Die Stellung gehörte zwar nicht zu seinem Auftrag, das wären die Geschütze und Kasernen direkt in Wēihǎiwèi gewesen, aber zumindest bot es sich als Übungsobjekt an. Die 13inch Geschütze der Iwami drehten sich in Position und feuerten eine Breitseite auf die britische Küstenbatterie ab. Gleich die erste Slave brachte einen Volltreffer.




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Die Kiyoshimo sichtete jetzt ein im Hafen liegendes Torpedoboot und wurde wohl auch selbst entdeckt. Die Sichtweite nahm jetzt schlagartig zu!


Zudem verstand die feindliche Küstenartillerie auch zurück zu schießen. Einige Torpedoboote waren eindeutig zu dicht herangekommen.


Die Kiyoshimo wurde ebenfalls unter Feuer genommen, jedoch von der Batterie von Wēihǎiwèi.




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Die geschützten Kreuzer wurden ausgesandt um den Rückzug zu der Kiyoshimo zu decken und etwaige Angriffe der nach wie vor einsatzfähigen britischen Torpedoboote von vorneherein zu unterdrücken.


Die ablaufende Schlachtflotte überzog die feindliche Artilleriestellung mit einem Granatenhagel. Die 13inch Geschützte der Iwami zeigten hierbei bei einem Treffer die größte Wirkung!




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Erst jetzt, nachdem es fast Taghell war, konnten sämtliche feindlichen Landstellungen erkannt werden. Dennoch lief die japanische Flotte weiterhin ab. Lediglich die geschützten Kreuzer nahmen wahllos alles unter Feuer um der Royal Navy zu verstehen zu geben, dass eine Verfolgung besser unterbleiben sollte. Dies war die einzige Chance für einige der am schwersten beschädigten Torpedoboote der Kaiserlich Japanischen Marine, die sonst mit Leichtigkeit hätten versenkt werden können.




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Auf der rückwärtigen Seite von Wēihǎiwèi schien es ebenfalls einen Ankerplatz zu geben, aber dort konnten nur weitere Torpedoboote erkannt werden. An einen Angriff dort war nicht zu denken, weil die Küstenartillerie für die geschützten Kreuzer zu stark war. Die Kreuzer begnügten sich damit ein in Reichweite befindliches Torpedoboot zu versenken und dann den Rückweg anzutreten.


Die Iwami konnte in der Zwischenzeit die meisten Geschütze der feindlichen Stellung zerstören, hatte dabei aber Unterstützung durch die Linienschiffe und Panzerkreuzer.




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Sechseinhalb Stunden nach dem Angriff erklärte Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō das Gefecht für beendet und lies das Feuer einstellen. Japan und Großbritannien befanden sich jetzt im Krieg und zu seinem Leidwesen befand sich nur ein einziges modernes Schlachtschiff der Royal Navy vor Wēihǎiwèi.


Wo sich die anderen Schlachtschiffe der britischen China-Station aufhielten konnte er nur erahnen. Recht sicher würde er diese Schiffe bald zum Gegner haben.



Aus der Ferne donnerte das Grollen japanischer Heeres-Artillerie über die See. Von Zhifu aus waren Truppenverbände der Marineinfanterie und dem Heer nach Wēihǎiwèi gelangt und begannen mit dem Sturm des feindlichen Stützpunktes!





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#087 RTW2-JAP#

Ruprecht I.
19.04.20, 21:56
Wenn die Briten statt Dreadnoughts auf Frachter mit Hilfsbewaffnung umstellen seid Ihr geliefert :cool:

LochLomond
19.04.20, 22:29
Was steht den Briten denn jetzt im Kampfgebiet noch zur Verfügung?

Bigfish
19.04.20, 22:55
Werter Ruprecht I.


ja Wir denken wenn dieser "AV" ein Vorgeschmack auf britische Träger ist, dann gute Nacht!



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Werter LochLomond,


in Südostasien steht ein schlagkräftiges Geschwader mit Schlachtkreuzern und Linienschiffen und auch im Indischen Ozean befinden sich laut Aufklärung feindliche Linienschiffe.



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Edit: Udate: Wolff-Reuter-Havas-Kartell (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391&p=1173723#post1173723)

LochLomond
20.04.20, 15:23
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22. März 1914



>> Kalt erwischt! <<



Bereits wenige Stunden nach Übergabe der offiziellen Kriegserklärung an den britischen Botschafter in Tokio hat die japanische Flotte einen der Hauptstützpunkte der Royal Navy in Ostasien überfallen. Wie ein Rudel Wölfe in einer Herde schlafender Schafe wüteten die Angreifer unter den vor dem Stützpunkt von Weihaiwei (China) auf Reede liegenden völlig arglosen britischen Schiffen. Bei nur geringfügigen eigenen Verlusten von einigen wenigen Torpedobooten konnten die Japaner alle größeren britischen Schiffe und etliche kleinere Einheiten versenken. Nach gut unterrichteten Quellen hat das Empire ein modernes und vier ältere Schlachtschiffe, sowie zwei schwere und einen leichten Kreuzer verloren. Das ist auch für die größte Seemacht der Welt keine Kleinigkeit!

Wie konnte es so weit kommen? Das Ansteigen der diplomatischen Spannungen zwischen Japan und eigentlich allen europäischen Kolonialmächten war kaum zu übersehen, auch wir haben darüber bereits mehrfach berichtet. Für die britische Admiralität scheint dies indes kein Anlass für gesteigerte Wachsamkeit gewesen zu sein. Sonnte man sich im Gefühl absoluter Überlegenheit in trügerischer Sicherheit? Die Fragen an die Verantwortlichen werden sicher auch in London gestellt werden und personelle Konsequenzen in Admiralität und Marineministerium erscheinen unausweichlich.

Wie wird das Empire nun auf diese schallende Ohrfeige antworten? Auch nach den jetzigen Verlusten ist die Royal Navy allem, was die Japaner auf See schicken können, um ein vielfaches überlegen. Aber die Briten haben ein gewaltiges Problem: die Royal Navy ist in der ganzen Welt verstreut und Japan hat alle seine Kräfte gebündelt an einem Ort. Ohne Zweifel kann das Empire eine ausreichend große Streitmacht zusammenstellen, um jedes japanische Schiff, dass sich aus dem Hafen traut, auf den Grund des Meeres zu schicken. Aber können die Briten es sich leisten, so viele Schiffe aus allen Gegenden der Welt abzuziehen, ohne sich an anderer Stelle zu entblößen und damit dort angreifbar zu machen? Auf der anderen Seite kann man es sich auch nicht leisten, nicht entschieden zu reagieren. Denn dann ginge die solange praktizierte Politik der absoluten britischen Seemacht baden.

Es wird jedenfalls höchst interessant werden, die Reaktion aus London zu verfolgen. Wie aus Berlin zu erfahren, wird die deutsche Regierung den Fortgang dieses Konfliktes genauestens im Auge behalten. Unvergessen ist die Reaktion der Briten im deutsch-französischen Konflikt der zweiten Marokkokrise, als man sich nach dem Panther-Sprung nach Agadir uneingeschränkt auf die Seite Frankreichs gestellt hat.

Wir werden weiter berichten!

Taurus
20.04.20, 22:35
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)

Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 20. März 1914



>> Krieg in Ostasien - Japan überfällt britischen Marinestützpunkt Weihaiwei - Royal Navy verliert mehrere Großkampfschiffe <<



Niederlage für die gemässigten Kräfte beider Seiten, sämtliche diplomatischen Bemühungen der letzten Wochen wurden am 18. März mit einem Paukenschlag beerdigt. Nur kurz nach der förmlich übermittelten Kriegserklärung des Kaiserreiches Japan an den britischen Botschafter in Tokio eröffneten japanische Flotteneinheiten die Kampfhandlungen mit einem Überraschungsschlag gegen die britische Besitzung in Weihaiwei (Südost-China) und das dort befindliche Ostasien-Geschwader der Royal Navy.
Der mutmaßlich minutiös geplante Erstschlag so kurz nach der Kriegserklärung traf die Briten nahezu vernichtend, verschiedenen Quellen zufolge schwanken die Verlustzahlen zwischen vier und sechs Linienschiffen, desweiteren mehrere Panzerkreuzer und eine Vielzahl kleinerer Einheiten.
Über die japanischen Verluste ist nichts konkretes bekannt, sie sollen aber relativ unbedeutend sein.

Die Berichterstattung ist zur Zeit leider nur auf Vermutungen und Gerüchte angewiesen, weil die Kommunikationswege in der Krisenregion derzeit gestört sind. Einem Militärexperten des französischen Kolonialministeriums zufolge ist es nicht auszuschließen, das auch noch japanische Bodentruppen in diese Operation involviert sind, da die jetzige britische Kolonie Weihaiwei bis 1898 japanisch beherrscht war und der Verlust nie so ganz verwunden wurde.

Frankreich und Deutschland müssen nun alarmiert sein, sind sie doch selbst in Südostasien mit eigenen Besitzungen vertreten. Aufgrund der sich bis zuletzt immer weiter verschlechternden Beziehungen zum Kaiserreich Japan hat die Regierung in Paris schon einige Maßnahmen ergriffen, um der wachsenden Bedrohung zu begegnen. Dies kam in den letzten Tagen dadurch zum Ausdruck, das eine deutliche Erhöhung des Marineetats beschlossen wurde.
Gleichlautende Meldungen hatte es schon im Februar aus Berlin gegeben, die europäischen Großmächte sind sich der Problematik also durchaus bewusst. Ein anderer Teil der Wahrheit ist aber, das man Japan als Marinemacht bislang nicht so sehr ernst genommen hat und das die russische Niederlage im Krieg mit Japan im Jahre 1909 eher der Schwäche Russlands, als der Stärke der kaiserlich-japanischen Flotte zugerechnet wurde.
Vielleicht müssen die etablierten Mächte umdenken, besonders im Bewusstsein gerade der erfolgten britischen Demütigung vor Weihaiwei. Japans Flotte mag vielleicht nicht so viele Kanonen und nicht so viele schwere Einheiten besitzen, aber was seemännisches und taktisches Geschick angeht, scheinen sie diesen Nachteil vorerst kompensieren zu können.

Bigfish
25.04.20, 22:26
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Mittwoch 18. März 1914



>> KRIEG! <<



>> Japan erklärt Krieg an das British Empire! <<


Auf den Straßen Tōkyōs herrschte ein reges Treiben. Vereinzelte Gruppen von Frau zogen mit Plakaten gegen den Krieg durch die Stadt. Händler hielten ihre Geschäfte offen, vor denen sich langen Schlangen bildeten und das Volk kaufte alles ohne Sinn und Verstand. Alle wussten, dass der Krieg gegen Russland eine Sache gewesen war, aber ein Krieg gegen Großbritannien etwas völlig anderes - es war Wahnsinn!


Die Zeitungsjungen brüllten sich die Seele aus dem Leib um ihre Extrablätter an den Mann zu bringen. Teilweise schlugen sich die Jungen gegenseitig, wenn es einer schaffte für seinen Verlag deutlich mehr zu verkaufen, als die anderen für den ihren. Aber das war gar nicht nötig, denn die Leute kauften schlicht alles und fingen ebenfalls an sich zu prügeln, wenn jemand leer ausgegangen war.



Für Tageszeitungen auf der ganzen Welt brach eine goldene Zeit an!



Osaki Satoshi war ganz vorne mit dabei. Sein Gefühl hatte ihn nicht getrogen. Schon vor Tagen hatte er den Chefredakteur gebeten einige alte und abgedeckte Druckerpressen wieder in Betrieb zu nehmen und die Vorräte an Papier und Druckerschwärze aufzustocken. Das zahlte sich jetzt aus. Natürlich wurde die Kriegserklärung schon morgens von der Regierung bekannt gegeben und die Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun war noch vor dem Mittag ausverkauft. Den ganzen Vormittag stürzte sich die Redaktion darauf schnell eine Übersicht zusammenzustellen um mittags ein ergänztes Extrablatt mit einem Vergleich der militärischen Stärken in Druck geben zu können.


Das hatte sich verzögert. Es war bereits nach dem Mittag, als die Druckerpressen anlaufen sollten. Bevor das der Fall war machten sich erste Gerüchte über einen japanischen Überraschungsangriff auf die Royal Navy breit.


Im Marineministerium herrschte Chaos. Reporter aus aller Herren Länder belagerten das Gebäude und lechzten nach Informationen. Satoshi selbst mischte in dem Treiben nicht mit, das hatte keinen Sinn. Er macht sich auf den Weg zur 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo - Marinewerft Kure). Schon länger bestach er einige höhere Verantwortliche der Werft um an Informationen zu gelangen. Er bekam zu hören, was er kaum glauben konnte. Auf die Frage ob die Werften überhaupt in der Lage seien, zahlreiche beschädigte Schiffe der Kaiserlich Japanischen Marine instand zu setzen, bekam er eine völlig unerwartete Antwort: „Da ist nicht viel Instand zu setzen. Wir haben Sie überrascht. Die japanischen Verluste sind gering, das britische Ostasien Geschwader existiert nicht mehr! Leider keine Aufträge für uns.“



Damit konnte er aufmachen und am Abend war das Extrablatt auf der Straße!




>> JAPANISCHER ÜBERRASCHUNGSANGRIFF AUF DIE ROYAL NAVY <<


Aus gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, das ein Geschwader der Kaiserlich Japanischen Marine unter Führung des werten Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō heute Morgen den britischen Flottenstützpunkt Wēihǎiwèi angegriffen hat. Die Marineführung schweigt zu dieser Seeschlacht. Hinter vorgehaltener Hand wird aber von einem Gemetzel unter den Schiffen des Britisch Empire gesprochen. Es ist kaum zu glauben, aber den Gerüchten nach gibt es das britische Ostasien Geschwader nicht mehr! Im Anschluss daran soll das japanische Schlachtschiff Iwami die britischen Garnisonsunterkünfte der Hafenstadt ebenfalls in Schutt und Asche gelegt haben.


Nach Port Arthur vor fast zehn Jahren ist dies das zweite Mal,
dass die Kaiserlich Japanische Marine eine europäische Seemacht mit einem Großangriff gedemütigt hat.


Trotz allem ist die Royal Navy immer noch mehr als doppelt so groß wie die Marine Japans. Ob dieser erste Sieg ein verheißungsvoller Auftakt zur Befreiung Chinas von den europäischen Imperialsten darstellt, oder aber ein böses Vorzeichen auf das ist, was nun auf Japan zurollt kann Niemand sagen.



Lang lebe Japan, lang lebe der Kaiser!






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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zur Seeschlacht vor Wēihǎiwèi am 18. März 1914 <<





Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


unser Plan ist aufgegangen. Die Rengō Kantai hat unter Führung des edlen Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō die ihr gestellte Aufgabe besser absolviert, als wir es uns jemals hätten erträumen können!


Die Royal Navy ist zu schlagen. Wir haben den Beweis angetreten. In allen kommenden Schlachten muss und wird der Gegner uns respektvoll gegenübertreten. Diesen Umstand müssen wir nutzen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen unnachgiebig und mit voller Härte unsere Pläne verfolgen.


Ich möchte mich dazu besonders bei der Heeresleitung bedanken, die nicht nur den sofortigen Angriff auf Wēihǎiwèi von der Landseite aus mitgetragen hat, sondern auch dem Plan OP zugestimmt hat.


Meine Herren – der Plan OP wird Realität werden – wenn Sie ihm zustimmen! Ich darf wiederholen, wie wichtig der Plan OP ist. Mit dem Erfolg des Plan OP haben wir die Chance das Empire für immer aus Asien zu vertreiben.





Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Seeschlacht vor Wēihǎiwèi am 18. März 1914 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.



Betrachten Sie die Eleganz des Gefechts vor Wēihǎiwèi. Mit dieser heroischen Art des Kampfes, die in bester japanischer Tradition steht, wird auch OP ein Erfolg werden!





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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 20. März 1914





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Freitag 20. März 1914



>> ARMEE UND MARINE GEEINT IM LANDKRIEG! <<


Wie heute bekannt wurde, haben die bislang vorwiegend für ihre gegenseitigen Feindseligkeiten bekannten Streitkräfte von Heer und Marine, einen gemeinsamen Angriff zu Lande auf Wēihǎiwèi begonnen. Wie Rikugun-Taishō Hasegawa Yoshimichi, der Stabschef der japanischen Armee, bekannt gab hat dieser Angriff bereits vor zwei Tagen direkt nach der Seeschlacht begonnen.


Demnach sind bereits vor mehreren Tagen von Zhifu aus zwei Heeresdivisionen und ein Regiment Marineinfanterie nach Wēihǎiwèi aufgebrochen um direkt nach der Vernichtung des Ostasiengeschwaders der Royal Navy mit dem Angriff auf die ehemalige japanische Besitzung zu beginnen.


Noch aber hält die britische Garnison dem Angriff stand.





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Bild 97: Japanische Truppen auf dem Weg nach Wēihǎiwèi
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Manchukuo_Imperial_Army.JPG
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Manchukuo






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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Sonntag 22. März 1914



Im Büro von Marineminister Saitō Makoto befand sich die aus dem letzten Dezember bekannte geheime Ansammlung hoher japanischer Offiziere.


Der Minister eröffnete die Konferenz:




„Meine Herren – Operationsziel OP“ – er zeigte auf eine Karte:



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#088 RTW2-JAP#

Bigfish
02.05.20, 20:59
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 31. März 1914



>> Merkwürdige Ruhe in Japans Kasernen! <<


Übereinstimmend kommen aus allen Teilen des Landes Berichte, wonach in den Kasernen der Kaiserlich Japanischen Armee auffallend geringe Betriebsamkeit herrscht. Gerüchte wonach der Sturm auf Wēihǎiwèi zum Erliegen gekommen ist und daher zusätzliche Divisionen nach Wēihǎiwèi übergesetzt haben, fanden jedoch keine Bestätigung.


Gesichert sind Neuigkeiten aus Europa, wonach im Empire Handelsgüter aus Asien rationiert worden sind. Auch wenn die Marineführung keine Aussage getroffen hat, ist das auf einen erfolgreichen Kreuzerkrieg japanischer Handelsstörer zurückzuführen.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 6. April 1914



>> Schlechtes Wetter verhindert Seeschlachten! <<


Laut dem Marineministerium haben sich die Kaiserlich Japanische Marine und Royal Navy in der vergangenen Woche mehrfach während extrem widriger Wetterbedingungen gegenübergestanden. Keine der beiden Seiten suchte dabei aktiv nach dem Gefecht. Da jedoch die Flottenverbände der Royal Navy scheinbar deutlich gegenüber den japanischen Geschwadern überlegen waren, kann dies nur als Schmach für das British Empire gewertet werden.




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Angriff auf Takao 15. April 1914 <<


Den Spionen des British Empire waren die Ambitionen Japans nicht entgangen. Das sich an der Südspitze von Formosa ungewöhnlich viele Transporter aufhielten und in der Stadt Takao (Kaohsiung) mehrere Divisionen der Japanischen Armee eingetroffen waren, war auch kaum zu verheimlichen. Welches Ziel diese Truppen hatten, war recht einfach herauszufinden gewesen. Hong Kong war das einzige britische Territorium in Reichweite dieser Invasionsstreitmacht und auch das befand sich schon am äußersten Rand der Möglichkeiten.


Die Royal Navy hatte nicht vor sich ein zweites Mal überrumpeln zu lassen. Bevor diese Flotte in See stach, machte sich ein Geschwader der Royal Navy auf den Weg um die Invasion zu unterbinden.


Am Vormittag des fünfzehnten April 1914 traf der britische Verband auf den vorgesehenen Begleitschutz der Invasionsflotte. Dieser lag jedoch nicht zum Bunkern im Hafen, sondern führte mit den Küstenschutzschiffen ein Manöver durch, wobei ein britischer Angriff simuliert werden sollte.



Aus dem Manöver wurde binnen kürzester Zeit blutiger Ernst!





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Angeführt wurde der japanische Flottenverband vom Schlachtkreuzer Nisshin. Die Nisshin war bis zu ihrem Umbau als Panzerkreuzer klassifiziert und gehörte zur berüchtigten Iwate-Klasse. Ob das Schiff nunmehr zu Recht ein Schlachtkreuzer war, sollte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu bald herausfinden können.


Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasus Geschwader bestand aus der Japanischen 1. Kreuzerdivison mit den beiden Schlachtkreuzern Nisshin und Myoko, der Japanischen 3. Aufklärungsdivision mit den geschützten Kreuzern Chitose und Kasagi, sowie der Japanischen 2. Torpedoboot-Flottille und der Japanischen 4. Torpedoboot-Flottille.




Japanische 1. Kreuzerdivison:
Schlachtkreuzer Nisshin (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Myoko

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Japanische 3. Aufklärungsdivision:
Geschützte Kreuzer Chitose, Kasagi

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Japanische 2. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Teruzuki, Makinami, Okinami, Hatsuzuki, Yukaze

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Japanische 4. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Hokaze, Yugiri, Nowaki, Oyashio, Hakaze

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Schlachtkreuzer Nisshin – Flaggschiff von Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu

Durchgeführte Arbeiten während der Modernisierung:
Einbau von Torpedowülste – Gewicht von 13.500 Tonnen auf 14.000 Tonnen gesteigert
Neue Maschinenanlage – Trotz Torpedowülsten nunmehr 23 Knoten anstelle von 22 Knoten
Geschütze der Qualität „0“ anstelle von Qualität „-1“
Neue zusätzliche Geschützte 8x 3inch



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https://up.picr.de/38442359fn.jpg
Bild 98: Ōji-sama Fushimi Hiroyasu
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Prince_Fushimi_Hiroyasu.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Prince_Fushimi_Hiroyasu





+ + +





Hilfskräfte:
Küsten-U-Boot: SSC I-1




https://up.picr.de/38442403mk.jpg




+ + +

#089 RTW2-JAP#

Bigfish
05.05.20, 21:45
Werte Regenten


Berichtsmäßig sind Wir im Jahr 1914. Im Spiel sind Wir im Jahr 1950. Letzte Woche wurden mit dem Patch 1.19 die Raketen-Technologien freigeschaltet.


Laut Patch Notes soll man angefangene Spiele nach 1930 abbrechen, wenn man den Patch installiert und diese Technologien nutzen will.


Wir haben nun eine Frage! Sollen Wir das Spiel ab ca. 1930 neu Spielen? Und die bisherigen Jahre 1930-1950 verwerfen?


Dies böte Uns auch die Gelegenheit frühzeitig einige Fehler im Spiel zu korrigieren, die die KI begeht und die ihr im späteren Spiel das Leben wirklich schwer machen!***



***Das bedeutet der KI per Editor Eingriff zu helfen!


Wir würden einige tolle Gefechte verlieren - aber es besteht die Chance auf noch bessere Gefechte!

LochLomond
05.05.20, 22:10
Werter Bigfish,

diese Entscheidung kann euch keiner der hier lesenden Regenten abnehmen. Ihr habt eine Menge Arbeit in die Dokumentation der Jahre 1930ff gesteckt und ob ihr bereit seid, das alles zu verwerfen, könnt nur ihr allein entscheiden.
Mir würde das schwerfallen ...


Gruss LochLomond

Iche_Bins
05.05.20, 23:02
hmmm

Sehr schwierige Wahl...

Wenn Euch das Schreiben Spaß macht und Ihr nicht unbedingt weiter spielen wollt schreibt diesen AAR zu ende.

Wenn Ihr jedoch mehr spielen wollt fangt neu an.

Taurus
06.05.20, 01:41
Keine leichte Entscheidung, aber von unserer Warte aus würde unser Herz bluten, wenn wir eine schon 20 Jahre fortgeschrittene Story einfach so ungeschehen machen müssten. Wir Leser würden nichts davon merken, denn selbst 1930 ist auch noch in weiter Ferne.
Raketentechnologie gut und schön, aber wir könnten auch gut ohne diese weiterleben

Und außerdem: Vielleicht erreicht der AAR das Jahr 1950 ja überhaupt nicht mal (aus welchen Gründen auch immer), dann erfahren wir ohnehin nichts über die Raketen und ihr hättet den ganzen Aufwand vergeblich unternommen.


Sollten allerdings für euch die positiven Aspekte (stärkere KI, spannendere Gefechte) überwiegen und die "vergeudete" Arbeit das kleinere Übel sein, dann nur zu!

Bigfish
06.05.20, 22:40
Werte Regenten,


habt Dank für das Feedback!


Wir glauben Wir haben Uns entschieden! Wir denken Wir werden das Spiel bis zum Jahr 1935 behalten und ab dann abzweigen. Achtung Spoiler - der Krieg der Mitte der 1930er endet hat nämlich ein episches Gefecht. Das wäre wirklich Jammer schade das nicht vorzustellen! Der nachfolgende Krieg ist allerdings wirklich blöd - das ist er, weil sich dann einige gravierende KI Probleme brutal auswirken, die Wir durch rechtzeitige Eingriffe verhindern können... - und die teils auch in den neueren Patches behoben worden sind.


Wir würden also gar nicht so viel verlieren. Die Raketen-Tech geht eigentlich erst Mitte der 1940er los. Wir hätten also knapp 10 Jahre Abstand, das müsste reichen!


Wir denken Wir verraten nicht zu viel wenn Wir sagen, dass Uns wegen der prinzipiellen Fehler des Spiels nach dem Krieg Mitte der 1930er keine Nation mehr gefährlich werden kann. Es ist nach Mitte der 1930er einfach langweilig. Wenn Wir die KI rechtzeitig pushen, erwarten Wir auch im Late-Game deutlich mehr "Bums" - Wir denken das ist es, was die Regenten lesen wollen!

:teufel:



Bis dahin haben Wir aber noch viel Zeit! Wenn Uns nichts umhaut, wird es ja sowieso erst nächstes Jahr irgendwann so weit sein. Werter Taurus als einer der Autoren eines der am längsten laufenden und zudem genialen AARs, wisst Ihr ja bestens was Wir meinen ;)

Taurus
06.05.20, 23:56
Das klingt vielversprechend und nach wirklichem Einsatz, wir würden uns sehr freuen, von diesen epischen Abenteuern zu lesen.



Was die Länge eines AAR angeht, haben wir uns wenigstens gewissermaßen das Recht erworben, allen anderen gegenüber skeptisch zu sein. Das Forum quillt sozusagen über von guten Vorsätzen, jedesmal wirklich "bis zu bitteren Ende" durchzuziehen. Bis dann irgendwann doch wieder ein oder zwei neue sensationell gute Spiele herauskommen, die dann unbedingt probiert und dokumentiert werden müssen.....:rolleyes:


Was aber gegen uns spricht, ist die Tatsache, das wir es in neun Jahren unserer "Mitgliedschaft" hier gerade mal geschafft haben, einen einzigen AAR zu schreiben; so herum kann man es auch drehen. Alles zusammengezählt ist die Arbeitsleistung der meisten anderen Schreiber also vielleicht sogar höher anzusiedeln, nur die "Willenskraft" leider nicht. :)

Komischer Kunde
07.05.20, 08:39
Was aber gegen uns spricht, ist die Tatsache, das wir es in neun Jahren unserer "Mitgliedschaft" hier gerade mal geschafft haben, einen einzigen AAR zu schreiben; so herum kann man es auch drehen. Alles zusammengezählt ist die Arbeitsleistung der meisten anderen Schreiber also vielleicht sogar höher anzusiedeln, nur die "Willenskraft" leider nicht. :)

Eurer Aussage müssen wir uns leider vollumfänglich anschließen. In den Jahren unserer Mitgliedschaft haben wir auch lediglich nur einen AAR begonnen und diesen nicht einmal zu Ende geführt. :heul:

Bigfish
07.05.20, 09:29
Werter Taurus,



Was aber gegen uns spricht, ist die Tatsache, das wir es in neun Jahren unserer "Mitgliedschaft" hier gerade mal geschafft haben, einen einzigen AAR zu schreiben; so herum kann man es auch drehen. Alles zusammengezählt ist die Arbeitsleistung der meisten anderen Schreiber also vielleicht sogar höher anzusiedeln, nur die "Willenskraft" leider nicht. :)


Der eine wahre Gott hat auch nur ein Universum erschaffen! Es gibt zwar Frevler die von Multiversen schwadronieren, alleine beweisen können sie es nicht! - Was wenigstens etwas für Uns spricht möge die Tatsache sein, dass Unser Command AAR auch bereits seit 2015 am laufen ist und nach wie vor lebt (nächstes Update am Wochenende, wenn das RL Uns lässt!)...

Auch der Seiten-AAR dazu wird sicher fortgesetzt werden - wenn kein Virus dazwischen kommt - alleine Wir haben zu viel reale Arbeit - auch und sogar extra mehr in dieser Krise...



+ + +



Werter Komischer Kunde,

es ist keine Schande einen ruhenden AAR auch mal weiter fort zu führen ;)

Taurus
08.05.20, 16:37
Es gibt ja hier auch viele beendete AAR, die teilweise sehr langlebig waren und vorzügliche Unterhaltung boten. Nur leider gibt es eben auch (zu) viele vielversprechend begonnene Projekte, die dann nach einiger Zeit abrupt im Sande verlaufen - und das nicht nur wegen technischer oder menschlicher (wenn der Gegner nicht mehr mag) Probleme.
Einfach weil der eine oder andere zuviel neues beginnt, ohne mal angefangenes richtig zu beenden. Da könnte mal das Zitat "Nicht kleckern, sondern klotzen" passen. :)


Das sollen keine Vorwürfe an jemanden sein, oftmals pfuscht einem auch das RL in viele Vorhaben hinein. Ist einfach eben nur schade um viele interessante Geschichten und episch beschriebene Konflikte.

TheBlackSwan
08.05.20, 16:47
Wir sind auch für das fortführen des aktuellen AARs.

Bigfish
08.05.20, 19:01
Werter Taurus,


folgende Umstände könnten dazu führen, dass Unsere laufenden AARs unvollendet bleiben:
- Unser (vorzeitiges) Ableben
- Invalidität
- Blindheit
- Kompletter Datenverlust (Bei über 20 Backups auf mehr als 6 Medien verteilt auf 3 Standorte schon schwierig)
- Kompletter Verlust sämtlicher Technik an allen Standorten wegen Armut oder ähnlichen Ereignissen
- Dieses Forum wird geschlossen
- Jemand karpert Unseren SI-Account und die Admins können oder wollen es nicht mehr gerade biegen
- Eine Mehrheit der Regenten verlangt die Beendigung
- Die Erde explodiert
- Irgendein Depp wirft eine A-Bombe, B-Bombe, C-Bombe auf Hessen
- Ähnlich schwerwiegende Ereignisse wie die oben aufgeführten


Ob Unsere AARs aber noch zwei Jahre, drei Jahre oder dreißig Jahre laufen wissen Wir nicht! Der einzige AAR den Wir "abgebrochen" haben war jener hier:


http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27279


und auch der ist eigentlich nur bedingt abgebrochen worden, weil die letzte "Szene" die initiale Idee für den AAR gewesen ist! Dieser AAR wurde also genauso beendet wie Wir es von der ersten Sekunde der Idee zu diesem AAR vorgesehen hatten. Ob das jetzt bereits 1941 sein musste oder später, darüber kann man philosophieren. Bei den laufenden AARs besteht die Gefahr der Unlust nicht. Diesen AAR hier haben Wir ja im Prinzip schon fertig dokumentiert vorliegen. Zur Not können Wir dahin immer zurück. Bei Command ist jedes Szenario anders - Langeweile unmöglich. Bei Flashpoint geht das Spielen schnell und ist Abwechslungsreich, nur der Arbeitsaufwand ist tatsächlich extrem. (Wir müssen jeden Zug per Video aufzeichnen und daraus dann Screenshots machen!)


Also Fazit: Wünscht Euch, Uns und dem Forum ein langes und gesundes Leben - dann klappt das schon :cool:


Wir gehören im übrigen sonst zu den unbeliebten Typen die Dinge die sie anfangen auch fertig machen.



+ + +


Werter TheBlackSwan,


es geht nicht darum diesen AAR hier abzubrechen und komplett von vorne anzufangen, sondern darum bereits vorhandene aber unveröffentlichte Elemente einer "fernen" Zukunft nicht zu verwenden. Bei Star Trek nennt man das alternative Zeitlinie. Hätten Wir nix gesagt sondern einfach getan, hätten es nur aufmerksame Leser überhaupt gemerkt ;) - Matrix - Katze - Déjà-vu...

Bigfish
10.05.20, 22:47
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Angriff auf Takao 15. April 1914 <<


Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasus Manöver begann damit Abstand von der Küste zu gewinnen um von Seeseite aus für die Küstenwachboote einen Angriff zu simulieren. Seine geschützten Kreuzer sollten dabei schwere japanische Einheiten darstellen, die auf Anforderung des Küstenschützes zum Einsatz kommen sollten. Dazu begaben sich die geschützten Kreuzer in die Nähe des Hafens von Takao und standen für die Japanische 1. Kreuzerdivision nicht als Aufklärungseinheiten zur Verfügung.



https://up.picr.de/38505905fp.jpg





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Bereits eine halbe Stunde nach dem Anfang des Manövers, gelangte die Meldung über ein unbekanntes Schiff zu Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu. Nach seinen Plänen kam die Sichtungsmeldung eine halbe Stunde zu früh, weil der Küstenschutz erst eine Stunde nach Manöverbeginn anfangen sollte.


Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu tat die Meldung als das Werk eines übereifrigen Kommandanten einer der Korvetten ab. Er hatte nicht beachtet, dass die Meldung vom Kapitän des geschützten Kreuzer Chitose stammte, der einer Rauchfahne an unerwarteter Stelle nachgegangen war. Aber auch der Kommandant der Chitose glaubte eine eigene Korvette wollte sich einen Vorteil im Manöver ergattern, indem die Korvette weiter außerhalb als vorgesehen auf den Angriff wartete.




https://up.picr.de/38505950wq.jpg


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Als der Kommandant der Chitose ein zweites Schiff ausmachen konnte, bekam er erste Zweifel ob das Manöver wie geplant verlaufen sollte oder ob Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu heimlich eine Besonderheit eingebaut hatte.



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+ + +





Nun erkannte man auf dem geschützten Kreuzer Chitose einen ganzen Kampfverband und fragte sich wie die Nisshin und Myoko so schnell auf diese Position gelangen konnten? Dass die Nisshin und Myoko gerade außerhalb der Sichtweite im Heck der Chitose unterwegs waren missachte der Kommandant der Chitose völlig.



Noch immer dachten alle an das Manöver!



Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war mittlerweile völlig anderer Meinung. Nach der zweiten Sichtungsmeldung kam ihm die Sache bereits merkwürdig vor und er ließ einen Abfangkurs steuern.





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Zehn Minuten nach der ersten Sichtung stiegen Wassersäulen vor dem Bug der Chitose auf. Nun erkannte der Kommandant seinen Irrtum und er befahl Gefechtsbereitschaft. Der Gegner wurde nun als britisches Schlachtkreuzer-Geschwader angesprochen.




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Der Kommandant der Chitose drehte bei, mit britischen Schlachtkreuzern konnte er nicht konkurrieren. Er musste versuchen den Feind in die Reichweite der eigenen Schlachtkreuzer zu locken.



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Der Feind hielt auf die Chitose zu und die Schiffe konnten als Panzerkreuzer der Europa-Klasse und der Ariadne-Klasse identifiziert werden.



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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu rieb sich verwundert die Augen, als die Meldung der Chitose zu ihm gelangt war. Zwei alte Panzerkreuzer versuchten einen Angriff auf die Transport-Flotte im Hafen von Takao? War dies britischer Wagemut oder ein Ausdruck tiefster Verzweiflung?



Natürlich konnte es auch ein Teil einer größeren Streitmacht sein, der der eigenen Schlachtflotte voraus fuhr!





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Die Kreuzer Chitose und Kasagi fuhren nun quer zum Feind und begannen das Feuer zu erwidern, während die Japanische 4. Torpedoboot-Flottille direkt auf die feindlichen Kreuzer zuhielt.



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Die britischen Kreuzer hielten unbeirrt ihren Kurs bei. Sie suchten das Gefecht! Chitose und Kasagi versuchten einen Kurs zu steuern um möglichst viele Geschütze auf den Feind richten zu können.


Die Briten wiederum mussten ihr Feuer verteilen um die japanischen Torpedoboote am Angriff zu hindern.




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Den Kreuzern Chitose und Kasagi gelangen fast zeitgleich die ersten Treffer des Gefechts auf dem Panzerkreuzer der Europa-Klasse.



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Sofort drehte der Feind bei um vermutlich ebenfalls das maximal mögliche an Geschützen zum Einsatz bringen zu können.



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Das Torpedoboot Hokaze kam in Gefechtsreichweite für einen Torpedoangriff, aber die britischen Panzerkreuzer drehten weiter ab um eben das zu verhindern.



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Der Kommandant der Hokaze begann sofort damit direkt auf den Feind drauf zu zuhalten um ihn nicht entkommen zu lassen.



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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu kam mit der Nisshin in Reichweite der vorderen Hauptartillerie und gab sofort den Feuerbefehl!




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Die Hokaze versuchte ihren ersten Anlauf, hatte aber mit technischen Schwierigkeiten der Ausrüstung zu kämpfen.



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Dies wurde der Hokaze zum Verhängnis und das Torpedoboot wurde schwer getroffen!




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#090 RTW2-JAP#

Taurus
10.05.20, 23:14
Hoffentlich ist das nicht schon alles, was die "ruhmreiche" Royal Navy aufzubieten hat. Dann müssten sich alle anderen Kolonialmächte extreme Sorgen machen, wenn die Briten demnächst sang- und klanglos die Vormachtstellung verlieren.

Taurus
12.05.20, 19:56
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)


Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 5. April 1914





>> Briten reagieren auf Japans Angriffe und verstärken Präsenz in Südostasien - Royal Navy dominiert südchinesisches Meer - Japanische Truppen belagern weiterhin Weihaiwei <<



Nach dem japanischen Überraschungsangriff auf das Ostasien-Geschwader der Royal Navy gab es bislang keine weiteren Marinefeindseligkeiten, nur zu Lande hält die kaiserlich-japanische Armee immer noch den Belagerungsring um die britische Kolonie Weihaiwei fest geschlossen.
Die britische Regierung hat nach der schmachvollen Niederlage im Seegefecht vor Weihaiwei mittlerweile reagiert und sowohl die Heimat als auch die Kolonien in den Kriegszustand versetzt.

Aus der Downing Street No.10 verlautete kürzlich, das der feige und unprovozierte japanische Überfall eine entsprechend angemessene Antwort des gesamten Commonwealth nach sich ziehen wird. Schon allein um die mehreren tausend Opfer der Royal Navy zu vergelten, will man diesen Krieg bis zur völligen Unterwerfung des Feindes führen und sicherstellen, das eine solch ruchlose Tat niemals wieder geschehen kann.

Der derzeitige erste Seelord der Admiralität Louis of Battenberg, 1st Marquess of Milford Haven, deutete in einem Pressestatement an, das inzwischen erhebliche Marineverbände sich entweder auf dem Weg nach Südostasien oder schon vor Ort befinden. Gleichlautende Meldungen werden aber auch aus Japan berichtet, denn von dort wurden größere Flottenbewegungen beobachtet, die sicherlich nicht nur Manöverzwecken dienen.

https://abload.de/img/220px-louisofbattenbejjjuy.jpg (https://abload.de/image.php?img=220px-louisofbattenbejjjuy.jpg)
Erster Seelord d. Adm. Louis of Battenberg
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:LouisofBattenberg1905.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_von_Battenberg




Berichten mehrerer ausländischer Zeitungen zufolge soll es Ende März/Anfang April in vielen Städten Englands zu zeitweisen Versorgungsengpässen bei Kolonialwaren in der Bevölkerung gekommen sein. Gerüchten zufolge soll die aggressive japanische Kriegsführung gegen die Handelsschifffahrt des Commonwealth die Ursache sein.
Die britische Regierung dementierte diese als "japanische Propaganda" verbreitete Ansicht vehement und machte stattdessen normale Unregelmässigkeiten von Handel und Verkehr bei der Umstellung auf Kriegswirtschaft geltend.

In Frankreich beobachtet man weiter gespannt die Entwicklungen der nächsten Tage, sollten sich die Meldungen der beiderseitigen Flottenverschiebungen bewahrheiten, droht im südchinesischen Meer die nächste große Seeschlacht. Vor allem die Insel Formosa dürfte im Mittelpunkt stehen, denn dort befindet sich eine vorgeschobene Marinebasis Japans, die aufgrund ihrer Position bestens geeignet scheint, Ziel für einen britischen Gegenschlag zu sein.
In den Kolonien Frankreichs ist man für den Fall der Fälle gewappnet, denn obwohl sich Japan ausgerechnet den größten denkbaren Gegner ausgesucht hat, darf eine sich später ausweitende Eskalation im ostasiatischen Raum nicht ausgeschlossen werden.

Bigfish
12.05.20, 23:37
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




https://up.picr.de/36176752lo.png

>> Angriff auf Takao 15. April 1914 <<



Endlich war die Hokaze in Position für die Torpedos. Auf dem angeschlagenen Torpedoboot wartete man nicht lange, denn jeden Augenblick konnten die britischen Panzerkreuzer eine Breitseite abfeuern.




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Die Hokaze erhielt weitere Treffer, aber die Besatzung tat ihr Bestes um das Torpedoboot im Gefecht zu halten. Jeden Moment mussten die Torpedos den Kreuzer der Europa-Klassen erreichen und die Hokaze legte nach.




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Die beiden britischen Panzerkreuzer waren durch die Hokaze so sehr abgelenkt, sodass sie das Näherkommen der japanischen Schlachtkreuzer von Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu nicht zu bemerken schienen.




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+ + +




Die Konzentration auf die Hokaze zahlte sich für die Kreuzer der Royal Navy insofern aus, dass sie die Laufbahnen der Torpedos rechtzeitig entdeckten und abdrehten.




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Das Kurs-Manöver führte jedoch dazu, dass die beiden weiteren Torpedos der Hokaze direkt ins Kielwasser der Kreuzer liefen und dadurch nicht mehr zu sehen waren. Der Rest der japanischen Flottille war jetzt ebenfalls in Reichweite und begann mit dem Angriff. Trotz ihrer schweren Schäden nahm die Hokaze erneut die Position als Flottillen-Führer ein und versuchte einen weiteren Angriff.



Die Hokaze konnte Treffer mit der Artillerie erzielen!





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Völlig ungewohnt für die Torpedoboote erzielte man vereinzelte Artillerietreffer, hatte aber keinen Erfolg mit den Torpedos. Die Schiffsführer der Royal Navy verstanden ihr Handwerk und konnten bislang allen Torpedos ausweichen.


Außerdem konnten diese Kreuzer auch austeilen und erzielten einen Treffer auf der Chitose, der jedoch zum Glück im Kohlenbunker stecken blieb ohne ernsthafte Schäden anzurichten.




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Jetzt witterten die Briten die Gefahr in die Zange genommen zu werden und versuchten dem zu entkommen. Das bot die Möglichkeit ungestört Ziel nehmen zu können und wiederum erzielten die japanischen Torpedoboote eine Reihe Artillerietreffer.


Das britische Torpedoboot der Wolverine-Klasse begann damit sich einzunebeln.


Auf der Hokaze wurde die Lage allmählich ernst. Das Torpedoboot war schwer getroffen und hatte bereits alle Torpedos verschossen. Solange die Briten jedoch die Hokaze als wichtigste Bedrohung ansahen, wollte der Flottillen-Führer nicht aus dem Verband ausscheren. Gab das doch den anderen Torpedobooten die Chance unbehelligt angreifen zu können.



Die Hokaze war bereit sich für die anderen Torpedoboot zu opfern!





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Dann aber bekam die Hokaze von Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu den Befehl abzulaufen und scherte aus dem Verband aus.


Auf der Chitose hatte man mehr Glück als Verstand, als einer der 5inch Geschütztürme von einer feindlichen Granate getroffen und zerfetzt wurde ohne dass es zu Folgeexplosionen der Munition und der Treibsätze kam.




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Dann nahm das Artillerie-Gefecht an Heftigkeit zu und die britischen Kreuzer erzielten die schlimmeren Treffer.




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Jetzt aber bezahlte die Royal Navy ihren Artilleristischen Erfolg mit zu geringer Distanz zu den Japanern, die dadurch einen Mustergültigen Torpedoangriff durchführen konnten.




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Zuerst wurde der Panzerkreuzer der Ariadne-Klasse von einem Torpedo getroffen.




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Aber auch der Panzerkreuzer der Europa-Klasse entkam den Torpedos nicht. Damit hatte der britische Geschwader-Kommandant zu viel riskiert, als er sich auf ein Artillerie-Gefecht mit den japanischen Torpedobooten eingelassen hatte.




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Auf der Chitose glaubte man bereits das Sinken eines der britischen Kreuzer zu beobachten, aber das widersprach allen bislang gemachten Erfahrungen mit derart wenigen Treffern. Der Kommandant der Chitose übersah dabei jedoch, dass die britischen Kreuzer bereits eine Reihe von Artillerietreffern teils auf kürzeste Distanz erhalten hatten.



Auf so geringe Entfernung konnte auch eine 3inch-Granate die Panzerung dieser Kreuzer penetrieren.





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Aber der britische Kreuzer war noch nicht erledigt und erzielte selbst weitere Treffer auf den japanischen Schiffen.


Auf der Chitose waren jetzt beide Feuerleiteinrichtungen zerstört!





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Die Chitose war artilleristisch extrem beeinträchtigt, das galt aber nicht für die Torpedos!



Nach einem weiteren Volltreffer in einem der 5inch-Türme, der ohne Folgen blieb hörte man überall an Bord die Mannschaftドイツの幸運な子供 raunen – die Chitose war ein Glückskind!




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Dann aber erhielt die Chitose eine Reihe schwerer Treffer – von einem Kreuzer der angeblich bereits am Sinken war!




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Die Qualität der britischen Artillerie und ihrer Mannschaften war brandgefährlich!




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Jetzt aber war es doch passiert und die Japaner konnten die britischen Kreuzer mit ihren Torpedos in die Zange nehmen. Die Teruzuki wurde während des Angriffs so schwer getroffen, dass das Torpedoboot fast auseinanderbrach, aber mehrere Torpedotreffer auf beiden Kreuzern waren der verdiente Erfolg für das Risiko.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war mittlerweile so nahe herangekommen, dass er beste Sicht auf das Geschehen hatte. Solange er in ungünstiger Position war, hatten die beiden Schlachtkreuzer nicht gefeuert. Zu groß war die Gefahr die eigenen Torpedoboote zu treffen. Jetzt aber war die Trefferwahrscheinlichkeit so gut, dass er keinen Grund sah sich noch länger zurückzuhalten.


Die dritte Salve lag deckend und eine 12inch-Granate der Nisshin zerfetzte den Mittelaufbau des Kreuzers der Europa-Klasse.





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Von jetzt an war es nur noch Formsache. Der Feind war komplett eingekreist. Es gab kein Entkommen!




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Der Feind war geschlagen. Einzig das Torpedoboot der Wolverine-Klasse hatte eine relative Chance zu entkommen, jedoch versuchten zwei japanische Torpedoboote genau das zu verhindern.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu schüttelte den Kopf! Die ganze Zeit über glaubte er ein Vorauskommando vor sich zu haben und erwartete jederzeit die Sichtungsmeldung einer britischen Hauptmacht. Aber diese Meldung kam nicht.



War die Royal Navy wirklich zu tollkühn?



Entsandte die britische Admiralität wirklich lediglich zwei alte Panzerkreuzer und ein einsames Torpedoboot für den Angriff nach Takao? Einen gewissen Schneid musste er den Briten damit zugestehen! Die Mannschaften dieser Kreuzer verhielten sich kaum weniger Todesverachtend wie die fast schon legendären japanischen Torpedoboot-Besatzungen!





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Die britische Gegenwehr erlahmte. Spätestens nach dem die beiden japanischen Schlachtkreuzer die britischen Panzerkreuzer mit ihrer schweren Artillerie beharkten, war auf den britischen Schiffen kaum noch ein Geschützturm oder Feuerleitstand gefechtsklar. Nur das britische Torpedoboot leistete noch nennenswerte Gegenwehr.




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Selbst die Nisshin und Myoko setzten jetzt ihre Torpedos ein um das Sinken des Gegners zu beschleunigen. Es war jetzt Punkt Zwölf Uhr Mittag - entschieden war das Gefecht schon lange, es musste nur noch beendet werden!




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Zehn Minuten und erhebliche Mengen Artillerie- und Torpedotreffer später schwammen die britischen Kreuzer noch immer auf der Wasseroberfläche. Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu verlegte sich nunmehr auf das britische Torpedoboot, welches die Makinami schwer getroffen hatte und damit fast schon mehr Schaden anzurichten vermochte als die Kreuzer.




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Mit der Feuerkraft der Nisshin und Myoko konnte das britische Torpedoboot schnell schwer getroffen werden.



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Erst um etwa zwanzig Minuten nach zwölf Uhr am Mittag sank das erste britische Schiff. Die meisten japanischen Schiffe hatten zu dieser Zeit das Feuer längst eingestellt. Da es praktisch keine Gegenwehr durch die Royal Navy mehr gab, machte es keinen Sinn weitere Munition zu verschwenden. Vielmehr wollte man endlich den Fangschuss setzen und zurück nach Takao laufen um die Schäden zu begutachten.




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Wenige Minuten später hatte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu genug und er befahl allen Schiffen das Feuer einzustellen. Er bot den Briten an die Besatzungen an Bord zu nehmen, diese weigerten sich jedoch an Bord der japanischen Schiffe genommen zu werden.




Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu überlies sie in ihren wenigen Rettungsbooten ihrem Schicksal!




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Zugehörige Informationen des Wolff-Reuter-Havas-Kartell. (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391&p=1176849#post1176849)




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#091 RTW2-JAP#

Bigfish
12.05.20, 23:42
Werter Taurus,



Hoffentlich ist das nicht schon alles, was die "ruhmreiche" Royal Navy aufzubieten hat. Dann müssten sich alle anderen Kolonialmächte extreme Sorgen machen, wenn die Briten demnächst sang- und klanglos die Vormachtstellung verlieren.



scheinbar war dies eine Verzweiflungstat um Zeit zu gewinnen! Schwere Einheiten der Royal Navy sind im Anmarsch...

Iche_Bins
13.05.20, 07:25
Eure Schlachtkreuzer treffen etwas? Sachen gibts!

Bigfish
13.05.20, 08:46
Werter Iche_Bins,


wenn Ihr vor der chinesischen Mauer steht - 5 cm entfernt - eine Waffe auf die Mauer richtet und schießt, ist es selbst für einen blinden Richtschützen verflucht schwer die Mauer nicht zu treffen :D

Komischer Kunde
13.05.20, 08:59
Ein dennoch beachtenswerter Erfolg. Hoffentlich wird dieser den artilleristischen Mannschaften und den Offizieren Erfahrung gelehrt und Moral geschürt haben!

Taurus
13.05.20, 12:38
Die Chitose hat zehn mittelschwere Treffer geschluckt, fünf davon haben primäre Anlagen zerstört (drei Hauptgeschütze, beide Feuerleitungesanlagen); ist das nur verdammtes Pech oder solltet ihr vielleicht dieses Kreuzerdesign an sich durchdenken (Panzerungsschema, Geschützverteilung)?

Bigfish
13.05.20, 18:54
Werter Taurus,


so extrem detailliert schauen Wir Uns die Reports nicht an. Zu viele Bugs, zu viele Änderungen durch Patches um das sinnvoll zu bewerten.


Abgesehen davon halten Wir es für Pech - ja!


Bedenkt zudem: Hier haben Panzerkreuzer auf einen geschützten Kreuzer gefeuert! Was das Design betrifft, da lässt sich gar nicht viel ändern. Bei geschützten Kreuzern - vor allem in den frühen Jahren - sorgen die Begrenzungen bei den geschützten Kreuzern dafür, dass die Entwürfe allesamt nicht sehr abwechslungsreich sind. Das Spiel erzwingt hier eine klare Abgrenzung. Bei Panzerkreuzern (schweren Kreuzern) kann man später wahre Monster bauen, aber geschützte Kreuzer (leichte Kreuzer) haben ein enges Tonnage Limit.

Geht davon aus, dass unsere Entwürfe eher auf Standhaftigkeit, als auf Feuerkraft entworfen sind! Zum Beispiel zwei Feuerleitgeräte - die KI und vmtl auch viele andere Konstrukteure hätten bei einem CL nur eines vorgesehen. Bei einem (frühen) CL kann das Gewicht für ein Feuerleitgerät schon weh tun - und sei es nur zu Lasten des Munitionsvorrats, der eher schneller als langsam aufgebraucht ist!


Edit: Ganz maßgeblich - die Distanz war sehr gering! Hier sind selbst 3inch, 4inch, 5inch Geschützte sehr wirksam! Ein 5inch Turm kann da egal wie gepanzert sein, auf diese Distanz langt dafür eine 3inch Granate!

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Werter Komischer Kunde,


habt Dank!

Taurus
14.05.20, 12:48
Danke für die Erklärung. Das man pauschal lieber zwei statt einem Feuerleitgerät verbaut, haben wir ohnehin schon nach etlichen unguten Erfahrungen im Programm und übermässig viel Gewicht kosten sie ja auch nicht unbedingt.

Das jetzt mal beide während nur eines Gefechtes draufgehen, hatten wir so auch noch nicht erlebt. Mit der gringen Entfernung habt ihr natürlich recht, das hatten wir jetzt nicht bedacht.

Bigfish
18.05.20, 23:11
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zum Angriff auf Takao vom 15. April 1914 <<



Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


der Royal Navy ist es mit ihrem überraschenden aber gleichzeitig sinnlosen Auftreten nicht gelungen die Planungen für Angriffsziel OP nachhaltig zu verzögern.


Ich darf ihnen versichern, dass dieser Akt der Verzweiflung unser Ziel der Invasion von Hong Kong nicht beeinträchtigt hat. Die Vorbereitungen laufen unverändert weiter.



Im Gegenteil!



Wir dürfen aus diesem schwachen Angriff des British Empire schließen, dass die Royal derzeit in dieser Region erheblich geschwächt ist. Scheinbar war der Erfolg von Wēihǎiwèi größer, als wir selbst gedacht haben. In Abstimmung mit der Heeresführung haben wir uns daher dazu entschlossen die Invasion von Hong Kong vorzuverlegen.



Während Sie dieses Memorandum studieren gehen die ersten japanischen Soldaten bereits vor Hong Kong an Land!



Uns ist nicht bekannt warum sich die Ankunft der britischen Verstärkungen aus Europa verzögern, aber wir mussten das Momentum nutzen! Sicher werden Widerworte aufkommen, dass wir das Risiko eingehen, mit lediglich der Hälfte der geplanten Invasionstruppen anzulanden. Dem entgegne ich mit der außerordentlichen Tapferkeit und dem Mut unserer Soldaten auch gegen überlegene feindliche Truppen siegreich vom Felde zu ziehen. Die britische Arroganz von Wēihǎiwèi wird auch vor Hong Kong zu finden sein. Niemand im britischen Oberkommando wird mit einem Angriff rechnen.


Wir werden Hong Kong erobern!



Der Angriff der Royal Navy auf Takao besteht nicht nur aus dem Verlust zweier alter Panzerkreuzer, nein der Angriff der Royal Navy auf Takao hat den Weg nach Hong Kong freigemacht!




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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Angriff auf Takao vom 15. April 1914 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.





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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 17. April 1914





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Samstag 18. April 1914



>> Marine verheimlicht Seegefecht! <<


Mit völlig uninteressanten Informationen über geringfügige Probleme an Bord des Kreuzers Akashi versucht die Marineführung von einem Angriff auf japanisches Territorium abzulenken. Mehrere glaubwürdige Berichte lassen auf ein Gefecht vor Takao auf Formosa schließen. In den Hafen von Takao sind einige erheblich beschädigte Torpedoboote eingelaufen. Außerdem wunderten sich zahlreiche Fischer über ein stundenlanges heftiges Grollen von See her, ohne das ein Gewitter oder nur ein Sturm auszumachen gewesen wäre.


Es darf vermutet werden, dass es sich um einen Angriff der Royal Navy auf den vor Takao ankernden Konvoi handelte. Tausende Soldaten sind bei Takao an Bord dieser Schiffe gegangen und mittlerweile ist der Hafen weitestgehend leer.


Die Bevölkerung spricht hinter vorgehaltener Hand von Verstärkungen für Wēihǎiwèi, weil es dort nicht zum Besten stünde, aber kurz vor Druckbeginn kabelten mehrere Agenturen etwas über japanische Kriegsschiffe vor Hong Kong.


Marineminister Saitō Makoto war für die Presse bislang nicht zu sprechen!



Ist es Wahnsinn oder nur Dummheit wenn Japan gleich an zwei Stellen eine Invasion durchführt?




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Bild 99: Japanische amphibische Landung bei Hong Kong
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shanghai1937IJA_landing.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Shanghai






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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 18. April 1914


Chefredakteur Kamata Itachi kam zerknirscht in die Redaktion! Das Extrablatt vom Mittag lief blendend, die Druckerpressen waren bereits mit weiteren Nachdrucken beschäftigt, aber jetzt war Ruhe. Eine Abteilung der Kempeitai war in das Verlagsgebäude eingerückt und hatte die Pressen gestoppt. Die vorrätigen Zeitungen beschlagnahmt und mitgenommen.


Der örtliche Kommandant der Kempeitai hatte Chefredakteur Kamata Itachi in der Zwischenzeit klar gemacht, dass auf Geheimnisverrat die Todesstrafe verhängt wird. Konkreter wurde er nicht, aber es war klar:



Zu Fragen zu denen die Militärführung keine Antworten gab, wollte man auch keine Spekulationen in den Zeitungen lesen!



Chefredakteur Kamata überbrachte die Botschaft an Osaki Satoshi, der natürlich längst wusste was passiert war. Er würde sich künftig zurückhalten müssen. Das aber ärgerte ihn sehr, denn er hatte erfahren was nach seinem Wissen scheinbar selbst der Marine entgangen war.


Ein Informant aus Indien meldete Einschiffungen britischer Kolonialtruppen in fast allen größeren indischen Hafenstädten. Die Transporter wurden von Schlachtschiffen begleitet. Eben das war das Detail! Die ganze Welt wartete auf eine große Seeschlacht zwischen den Schlachtflotten der beiden Kriegsparteien, die britischen Schlachtschiffe aber liefen nicht mit Höchstfahrt nach Asien, sondern tummelten sich zusammen mit Truppentransportern im Hafen von Colombo!




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Bild 100: Karte des Hafens und der Stadt Colombo von 1914
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_Colombo_(Baedeker,_1914).jpg
Autor: (Heinrich) Wagner & (Ernst) Debes, Leipzig
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Shanghai




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#092 RTW2-JAP#

LochLomond
20.05.20, 11:48
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17. April 1914



>> Erneut Ohrfeige für das Empire! <<



Wie unsere Quellen aus Japan und Hongkong berichten, kam es vor zwei Tagen erneut zu einer Begegnung zwischen Kriegsschiffen der Royal Navy und der japanischen Flotte. Vor dem Hafen von Takao auf der zu Japan gehörenden Insel Formosa geriet ein kleines britisches Kreuzergeschwader in ein gerade anlaufendes Manöver der Japaner. Statt sich bei Sichtung der zahlenmäßig weit überlegenen japanischen Einheiten sofort mit Volldampf abzusetzen, suchte der britische Geschwaderkommandeur den Kampf.


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HMS Europa (1897)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/HMS_Europa_(1897)


Mit den veralteten geschützten Kreuzern HMS Europa und ihrem fast baugleichen Schwesterschiff HMS Ariadne sowie einem einsamen Zerstörer hatte das britische Geschwader nicht den Hauch einer Chance. Nicht nur quantitativ waren die Japaner weit überlegen: Mit zwei Schlachtkreuzern stand ihnen auch qualitativ moderneres Material zur Verfügung. Es kam wie es kommen musste: alle drei britischen Schiffe wurden versenkt! Von japanischen Schiffsverlusten wurde bisher nichts bekannt.

Vier Wochen nach Kriegsbeginn hat das Empire damit einige der letzten größeren Einheiten seiner Ostasien-Flotte verloren. Bereits bei der Seeschlacht vor Weihaiwei (China) zu Beginn der Kampfhandlungen hatte die Royal Navy den größten Teil dieser Flotte verloren (wir berichteten). Seitdem wird der britische Stützpunkt durch japanische Bodentruppen belagert. Da das Empire bisher nicht in der Lage war, Verstärkungen nach Ostasien zu überführen, stehen die Briten momentan zur See fast schutzlos der japanischen Flotte gegenüber.

Was sollte der Angriff der Briten in dieser Situation? War es eine Aufklärungsaktion? Dann hätte der Geschwaderkommandeur den Kampf allerdings vermeiden müssen. Oder zeigt sich hier die typisch britische Arroganz mit dem Gefühl der jederzeitigen absoluten Überlegenheit zur See? Diese Überzeugung dürfte mit der jetzt bereits zweiten verlorenen Seeschlacht gegen Japan erheblich gelitten haben.

Die Schlacht vor Takao war relativ klein und die Verluste in Bezug zur Gesamtstärke der Royal Navy eher unbedeutend. Zwei veraltete geschützte Kreuzer stellen keine Schwächung der Gesamtkampfkraft dar. Aber für die nächsten Wochen kann die japanische Marine jetzt völlig ungestört agieren. Es gibt keine kampfkräftige Royal Navy mehr in diesem Bereich. Bis zum Eintreffen bedeutender Verstärkungen werden mindestens vier bis sechs Wochen vergehen. Eher mehr, da davon auszugehen ist, dass die Briten sich nach den bisherigen Erfahrungen sorgfältiger vorbereiten und erst alle vorgesehenen Verstärkungen zusammenziehen. Momentan sammeln sich britische Einheiten vor Colombo (Ceylon) und im Mittelmeer und sind damit noch weit weg vom Geschehen.

Können die Japaner das ausnutzen? Konsequent wäre es, den letzten größeren Stützpunkt des Empire in Ostasien auszuschalten: Hongkong! Dass die Japaner sich nicht davor scheuen, britische Stützpunkte auch von Land direkt anzugreifen, haben sie mit der bereits laufenden Belagerung von Weihaiwei unter Beweis gestellt. Und ohne Operationsstützpunkt kann auch die mächtigste Marine der Welt nicht agieren. Und dann würde aus der Ohrfeige schon fast ein K.O.-Schlag werden!

Es bleibt hochinteressant und wir werden weiter berichten!

Iche_Bins
24.05.20, 19:29
Nicht schlecht was Eure Subs da weghauen

Bigfish
25.05.20, 23:20
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




In einem Moment der Schwäche ihres Rivalen konnten die Kaiserlich Japanischen Streitkräfte eine Invasionsmacht vor Hong Kong anlanden. Die Garnison von Hong Kong bestand jedoch aus einem größeren Truppenkontingent als das Japanische Oberkommando vermutet hatte. Selbst nachdem alle vorgesehenen Truppen an Land waren, wurden die ersten beiden Sturmangriffe abgewiesen.


Weitere Truppen einzuschiffen brauchte Zeit. Aber es gab eine weitere Möglichkeit um die Invasion zu unterstützen. Ein Bombardement von Seeseite aus war eine schnelle Hilfe für die Kämpfe an Land.


Die Mittagszeit des neunten Mai war bereits verstrichen, als sich das japanische Geschwader, das den Beschuss durchführen sollte, Hong Kong näherte. Der Japanische Kommandeur Kaigun-chūjō Yamaya Tanin war am Morgen guter Dinge aufgebrochen und ohne Argwohn über seine bevorstehende Aufgabe gewesen.





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Bild 101: Kaigun-chūjō Yamaya Tanin
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yamaya_Tanin.jpg
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:MChew
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Yamaya_Tanin





Da man im Oberkommando mit britischen Vorposten-Einheiten zwischen Hong Kong und Formosa rechnete, hatte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin Befehl erhalten mit seinem Flaggschiff – dem Einheitslinienschiff Sagami samt Begleitern – einen weiten Bogen zu vollführen und aus entgegengesetzter Richtung kommend anzugreifen.


Kaigun-chūjō Yamaya Tanin befand sich in aufgewühlter See auf der Höhe von Hainan und stand kurz davor den Bogen zu beenden und Kurs Hong Kong zu befehlen, als er eine Botschaft der Küstenfunkstation Takao erhielt.


Sein Befehl lautete nunmehr „bei Hainan nach dem Rechten zu sehen“ und er fragte sich welche Rolle das neutrale Hainan einzunehmen gedachte?


Schon mit dem ersten Russisch-Japanischen Krieg zehn Jahre zuvor, begann Japan mit der eigenen Entwicklung zielgerichteter Funkaufklärung. Es war immer noch ein gut gehütetes japanisches Geheimnis, dass Japan damals über russische Flottenbewegungen gute Erkenntnisse besaß. Es ist Ironie der Geschichte, dass der damalige „Informant“ die Royal Navy gewesen war (HMS Diana 1904 - https://defence.nridigital.com/global_defence_technology_special/the_evolution_of_electronic_warfare). Japan war über die britische Hilfe dankbar, wollte ob dieser Technologie aber eigenständig sein. Jetzt 1914 steckte die Funkpeilung und Funkaufklärung immer noch in den Kinderschuhen, aber sie war weit genug gediehen, dass man Informationen über einen britischen Konvoi mit Ziel Hong Kong erlangt hatte, der aktuell dicht bei Hainan stehen musste.


Es spielte keine Rolle was das für ein Konvoi sein mochte und was er geladen hatte. Er lief nach Hong Kong und das alleine war Grund genug den Landbeschuss abzusagen und stattdessen diesen Konvoi anzugreifen. Das japanische Oberkommando hatte entschieden nur die nötigsten Informationen an Kaigun-chūjō Yamaya Tanin zu übermitteln, weil allen klar gewesen war, dass die Briten sicher ebenfalls erhebliche Fortschritte mit der Funkaufklärung gemacht hatten. Jedes Wort zu viel – verschlüsselt oder nicht – konnte gefährlich sein. Für einen Konvoi besaß ein Einheitslinienschiff sicher genug Feuerkraft. Mehr Informationen waren also auch nicht erforderlich.



Was niemand ahnte: Dieser Truppen-Konvoi wurden von Schlachtschiffen begleitet!





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin mochte keine Überraschungen, aber auf See musste man immer mit Überraschungen rechnen. Das war Unabhängig vom Krieg, aber in Kriegszeiten waren Überraschungen meistens von der unangenehmen Sorte. Er hatte so ein Gefühl, dass dieser Tag weniger einfach werden würde als angenommen. Allerdings war er sich seiner Überlegenheit sicher. Die Royal Navy hatte sich seit Takao nicht mehr blicken lassen. Nach den letzten Informationen passierte ein britisches Schlachtgeschwader erst vor Stunden den Suez Kanal, war also viel zu weit entfernt um hier und heute eingreifen zu können. Die Sagami und der Kreuzer Azuma würden also ausreichen um mit eventuellen Torpedobooten bei Hong Kong fertig zu werden. Zumal er über beträchtliche Begleitung in Form von vier Torpedoboot-Flottillen verfügte, sowie vier geschützte Kreuzer.





Sein Geschwader würde sicher ausreichend sein für alles was die Royal Navy Vor-Ort hatte:




Japanische 5. Schlachtdivision:
Einheitslinienschiff Sagami (Flaggschiff)

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Japanische 9. Kreuzerdivision:
Panzerkreuzer Azuma

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Japanische 7. Aufklärungsdivision:
Geschützte Kreuzer Itsukushima, Chisima, Yaeyama

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Japanische 11. Aufklärungsdivision:
Geschützter Kreuzer Chitose

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Japanische 6. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Naganami, Arashi, Oshio, Akigumo

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Japanische 8. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Takanami, Oyashio, Nowaki, Hakaze, Yugiri, Natsugumo

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Japanische 10. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Hokaze, Shirakumo, Okikaze, Yukaze

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Japanische 12. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Hatsuzuki, Hamanami, Fujinami, Makinami

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Einheitslinienschiff Sagami – Flaggschiff von Kaigun-chūjō Yamaya Tanin


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#093 RTW2-JAP#

Bigfish
25.05.20, 23:22
Werter Iche_Bins,


findet Ihr?


Das Japanische Oberkommando ist mit der Leistung der U-Boot-Waffe nicht zufrieden.

Taurus
25.05.20, 23:44
Sollte es denn doch einmal spannend werden? Die Royal Navy wird doch nicht schon wieder so erbärmlich herum dilettieren, sonst nimmt die doch keiner mehr ernst.

Bigfish
02.06.20, 22:15
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Kaigun-chūjō Yamaya Tanin stellte fest, dass sein neues befohlenes Ziel sich bereits in relativer Nähe befand. Immer noch mit erheblichem Abstand zu Hainan. Es handelte sich also um Schiffe die ganz sicher nichts mit Hainan zu tun hatten.


Da nach seinen Informationen und seiner eigenen Einschätzung nicht mit schweren Einheiten der Royal Navy zu rechnen war, lag es auf der Hand, dass es ein Versorgungskonvoi sein musste. Geschützte Kreuzer und Torpedoboote waren dafür das übliche Geleit und im Zweifel nicht einmal Kreuzer.




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Sein Geschwader befand sich gegen vierzehn Uhr Ortszeit in Formation mit der Abwehrbereitschaft für alles was aus Richtung Hong Kong hätte kommen können, jetzt würde er möglicherweise umgruppieren müssen.




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Nach seiner Rechnung würde ein Konvoi nicht an Ort und Stelle verharren, weshalb er auf eine Position nördlich des Treffpunktes zusteuerte und von dort aus zur Not immer noch nach Süden zurückstoßen konnte. Die nächste halbe Stunde verlief ohne jedes Ereignis, dann zog jedoch eine Regenfront heran, die die Sichtbedingungen merklich verschlechterte.




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Eigentlich war es Kaigun-chūjō Yamaya Tanin ganz recht, das die Sichtweite abgenommen hatte. So würde der Konvoi keinesfalls vorzeitig durch die Rauchfahnen seiner Kriegsschiffe gewarnt werden. Allerdings barg das natürlich die Gefahr das Ziel zu verfehlen. Nur für den Fall, dass dieser Konvoi doch eher am befohlenen Treffpunkt zu finden war, befahl Kaigun-chūjō Yamaya Tanin seinen geschützten Kreuzern direkten Kurs auf diesen Zielort zu nehmen.



Seine Kreuzer waren schnell und wehrhaft genug um es zur Not auch alleine mit einer britischen Torpedoboot-Flottille aufnehmen zu können.





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Vierzig Minuten später klarte es etwas auf, es war aber nach wie vor diesig und Nebelschwaden zogen über die Wasseroberfläche. Von feindlichen Frachtern war weiterhin nichts zu sehen.




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Eine weitere halbe Stunde später überkamen Kaigun-chūjō Yamaya Tanin leichte Zweifel ob seiner Annahme und er beschloss seinen geschützten Kreuzern nachzusetzen.




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Kaum hatte sein Verband den neuen Kurs anliegen, meldete der Kreuzer Chitose einen unbekannten Kontakt genau am ursprünglich vermuteten Ort Nordöstlich des Treffpunktes. Sein erstes Gefühl war also richtig gewesen!



Die Chitose würde sich anschauen, was nördlich zu finden war!






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Nachdem die Chitose die Anwesenheit mehrerer unbekannter Schiff meldete, lies Kaigun-chūjō Yamaya Tanin erneut Wenden und einen Abfangkurs steuern. Es war jetzt kurz nach vier Uhr nachmittags.




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Nur Sekunden später stiegen neben der Chitose die ersten Wassersäulen in den Himmel. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin überlegte nicht lange.



Auf diese Distanz? Dort im Norden würde wohl mindestens ein Panzerkreuzer anwesend sein!




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Bislang waren nur leichte Einheiten in Sicht, wie es für einen Konvoi zu erwarten war. Also doch nur geschützte Kreuzer?




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Das konnte aber nicht sein. Ohne feindliches Mündungsfeuer erkennen zu können, lag die Chitose und heftigem Beschuss.



Das musste von etwas größerem als einem geschützten Kreuzer stammen!





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Dann schälten sich die Umrisse eines weiteren Kriegsschiffes durch eine Nebelbank und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin verzog das Gesicht, als er die Meldung der Chitose erhielt.



Feindlicher Schlachtkreuzer erkannt!





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Die Anwesenheit es Schlachtkreuzers änderte die gesamte taktische Lage schlagartig. Mit einem Schlachtkreuzer konnte er keinesfalls ein Artillerieduell eingehen!


Aber es gab noch einen zweiten Aspekt. Einen Versorgungskonvoi würde man nicht mit derart schweren Kriegsschiffen begleiten. Aber einen Truppenkonvoi?



Einen Truppenkonvoi mit Ziel Hong Kong, würde man fast sicher mit einem Schlachtkreuzer begleiten!



Unter normalen Umständen wäre die Anwesenheit eines überlegenen Feindverbands ein Grund gewesen abzudrehen. Aber ein Truppenkonvoi? Diese Schande würde Kaigun-chūjō Yamaya Tanin niemals aushalten können, einen Truppenkonvoi unbehelligt gelassen zu haben. Es gab überhaupt keine Wahl.



Er musste angreifen!





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Etwas verwunderlich war das Verhalten des Gegners, schien dieser doch trotz klarer Überlegenheit zu fliehen. Dafür gab es zwei mögliche Erklärungen: Erstens, der Feind versuchte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin von den Transportern wegzulocken, oder aber zweitens die Royal Navy suchte so schnell wie möglich Kontakt zu den Transportern, die vielleicht viel zu weit weg waren und somit Opfer eines anderen japanischen Geschwaders werden konnten.


Das Kaigun-chūjō Yamaya Tanins Schiffe die einzigen Vor-Ort waren, konnten die Briten schließlich nicht wissen.





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Für den Augenblick zogen die Schiffe der Royal Navy davon und verschwanden hinter einer Nebelbank.





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Seit der ersten Sichtungsmeldung war eine halbe Stunde vergangen, ohne das etwas Relevantes passiert war. Jetzt aber musste die Chitose den ersten Treffer einstecken.




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Allmählich konnte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin aufschließen und lies seine schweren Einheiten das Feuer eröffnen!




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Aber gerade als man sich auf ein feindliches Torpedoboot einzuschießen begann, verschwand die Royal Navy in einer dichten Nebelbank.




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Immerhin konnte man auf die Schemen des bereits getroffenen Torpedobootes weiterfeuern und dieses auch treffen.




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So geisterhaft die Schiffe des Gegners verschwunden waren, so plötzlich tauchten sie alle wieder auf, als eine Windböe die Nebelbank weggeschoben hatte.



Und jetzt wurde es ungemütlich, weil der Feind zu kehrt zu machen schien!





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin musste mit ansehen wie die Azuma, die nur einige Schiffslängen vor der Sagami herfuhr, in einem Wasservorhang verschwand. Scheinbar hatte der Feind sein Feuer auf den japanischen Panzerkreuzer konzentriert.


Schlimmer noch waren die Meldungen der eigenen Artilleriebeobachter, wonach man das eigene Feuer auf das feindliche Schlachtschiff lenkte.



„Feindliches Schlachtschiff? fluchte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin geradewegs für alle Mann hörbar hinaus.



„Woher kommt plötzlich ein Schlachtschiff?“ fragte der Kommandant in die Runde, obwohl er die Antwort nur zu gut kannte.



Falsche Klassifizierung!



Aber hatte er es jetzt mit einem Schlachtkreuzer oder einem Schlachtschiff zu tun? Das erste war schwer bewaffnet und schnell, aber mäßig gepanzert. Damit konnte er den Kampf suchen. Das zweite war, schwer bewaffnet, schwer gepanzert aber langsam. Das würde er mit der Sagami niemals schaffen, zudem auch zwei feindliche Linienschiffe gemeldet wurden.



Mindestens drei überlegene Feindschiffe waren da draußen. Was sollte er tun?






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#094 RTW2-JAP#

Bigfish
02.06.20, 22:19
Werter Taurus,


wo denkt Ihr hin?


Die Royal hat mehr Dickschiffe und bessere Dickschiffe als Wir - und da erwartet Ihr Spannung?

Komischer Kunde
03.06.20, 12:44
Wir erwarten einen aufreibenden Kampf. Die Torpedobootsflottillen der Kaiserlich Japanischen Seestreitkräfte werden wie aufbrausende See auf die Feindschiffe losrollen und diese in einen offenen Schlagabtausch zwingen. Währendessen jagen die geößeren Schiffsklassen die Eskorten, um die Torpedoboote zu entlasten.

Taurus
03.06.20, 17:00
Werter Taurus,


wo denkt Ihr hin?


Die Royal hat mehr Dickschiffe und bessere Dickschiffe als Wir - und da erwartet Ihr Spannung?



Natürlich! Die "Spannung" besteht darin, das die Royal Navy endlich mal ein Zeichen setzt und ergebnisoffen ein wenig japanischen Schiffsraum versenkt anstatt sich immer trotz überlegener Kräfte abschlachten zu lassen. Einige der japanischen Admiräle sind uns ein wenig zu selbstbewusst, ein kleiner Dämpfer könnte mal die Sinne schärfen.

Andererseits......selbst das größte und stärkste Schiff ist immer nur so gut, wie seine Besatzung es macht. So gesehen erwarten wir das schlimmste, aber erhoffen das beste (für die Leser)

LochLomond
03.06.20, 17:08
optimistisch gesehen erwarten wir für die Briten maximal ein Unentschieden

dimovski
05.06.20, 00:55
Bis jetzt hat sich die Torpedoboottaktik der Jeune École stets bewehrt - Wir gehen also davon aus, dass mindestens eins der Linienschiffe sich 5-6 Torpedos einfangen wird.

Den Umbau der Iwate-Klasse zu Schlachtkreuzern finden Wir etwas unglücklich, Wir hätten Uns diese Reklassifizierung für einen Knoten mehr verkniffen.

Wir erlauben Uns noch eine kleine Kritik des Hatsuse-Entwurfs:
1)8" Sekundärbatterie ist wahrscheinlich schwer genug um Präzisionsmali bei der Hauptartillerie zu verursachen - wenn die Kanonen eh nur von mäßiger Qualität sind ist das gelinde gesagt etwas suboptimal
2)Mit 3" ist die Deckpanzerung Unserer Meinung nach schlicht und ergreifend viel zu dünn für ein 40000 t Schiff! Wir würden zu einem Umbau mit verstärkter Deckpanzerung und 5"-Geschützen als Sekundärartillerie raten.
3)Falls Wir das richtig in Erinnerung haben, habt Ihr vor der Entwurfsphase bereits Drillingstürme für die Hauptartillerie entdeckt. Wir hätten an Eurer Stelle entweder ein ABY oder AQY-Design gewählt. Die Gewichtsersparnisse durch den V-Turm wären die reduzierte Flexibilität eines AVY nicht wert. AQY wäre für ein "Standardschlachtschiff" mit Haupteinsatzpunkt in Breitseitengefechten interessant.

Ein ähnliches Problem mit dieser "Mischbatterie" sehen Wir auch bei der Kinugasa. Andererseits ist das Schiff wirklich ordentlich gepanzert und verdammt schnell... Ein Glück, dass Wir nicht die Baukosten sehen können :D

Bigfish
05.06.20, 10:55
Werter Komischer Kunde,


auftreibend wird der Kampf werden.


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Werter Taurus,


die japanischen Admirale sind nicht selbstbewusst. Sie haben Angst vor einem Gesichtsverlust und zusätzlich zu viel Reiswein intus. Sie sind zum Erfolg verdammt um nicht Seppuku begehen zu müssen.


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Werter LochLomond,


Die Briten können sich alles leisten, Japan dagegen muss siegen.


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Werter dimovski,


spätestens nach diesem Krieg ist die Torpedoboottaktik kaum mehr wirksam. Bereits in diesem Konflikt merkt man, dass die Artillerie gefährlich geworden ist. Allerdings kommt ja eines dazu - Japan hat wirkliche Massen an Torpedobooten gebaut. Das hilft ungemein!


Die Iwate musste modernisiert werden und viele Möglichkeiten gab es nicht. Die Reklassifizierung ist dann vom Spiel erzwungen. Der Knoten mehr (ist das so?) ist schlicht ein Abfallprodukt und als Bonus herausgesprungen.


Zur Hatsuse: Wir haben nach Möglichkeit die Strafen immer vermieden. Das Spiel zeigt diese ja beim Entwurf an. Die starke Sekundärbatterie ist so was wie ein Experiment. Primär um die Anzahl großer Kaliber zu erhöhen, denn Japan kann das nicht über die Anzahl der Schiffe erreichen. Dafür ist das Budget zu gering. Wir müssten Abstriche bei der Panzerung machen und das müssen Wir sowieso schon. Die 3" Deckspanzer der Hatsuse sind noch kein Problem und Deckspanzer kostet eben das meiste Gewicht. Zu den Türmen: Drei Drillingstürme erfordern auch mehr Gewicht bei der Munition als vier Zwillingstürme - ist eben eine Kanone mehr. Dazu kommt, dass Japan sehr gerne Probleme mit seinen Türmen hat (Turret jammed). Da aber die japanischen Dickschiffe gerne mal Abstand halten müssen, wäre es absolut nicht gut, wenn der einzige Heckturm ausgefallen ist. So wirkliche richtige Liniengefechte/Passiergefechte mit Breitseiten sind in diesem Spiel doch eher selten.


Die Kinugasa halten Wir dagegen für sehr gelungen und ausgewogen, was bei 26.000 Tonnen für einen Panzerkreuzer/schweren Kreuzer auch nicht schwierig ist. Wir haben eine Weile lang überlegt Uns bei den schweren Kreuzern ein eigenes Tonnage-Limit aufzuerlegen, das Spiel selbst hat ja keines. 26.000 Tonnen ist schon verdammt viel und es wird ja mehr werden. Letztlich haben Wir das aber nicht durchgehalten. Japan kann sich keine hohe Anzahl leisten, daher muss die Qualität stimmen und die benötigt Tonnage! Wir werden also in späteren Jahren schwere Kreuzer sehen, deren Tonnage so manches Schlachtschiff ziemlich blass aussehen lässt ;)

dimovski
05.06.20, 11:44
Die Iwate musste modernisiert werden und viele Möglichkeiten gab es nicht. Die Reklassifizierung ist dann vom Spiel erzwungen. Der Knoten mehr (ist das so?) ist schlicht ein Abfallprodukt und als Bonus herausgesprungen.


Wir vermuten, dass Folgendes geschehen ist:
Durch den Einbau von Torpedowülsten sank die realistisch erreichbare Geschwindigkeit um 2 (oder waren es 3?) Knoten. Ihr habt die Höchstgeschwindigkeit im Designer jedoch etwas höher angesetzt, wahrscheinlich 24 Knoten +. Wir kriegen im Designer sofort eine Reklassifizierungsnachricht (CA -> BC), wenn Wir auf einen Panzerkreuzer mit 24+ Knoten Höchstgeschwindigkeit schwere Artillerie (11"+) draufpacken. Ein weiterer Reklassifizierungsgrund ist eine Gürtelpanzerung dicker als 6" (CA -> B).



Zur Hatsuse: Wir haben nach Möglichkeit die Strafen immer vermieden. Das Spiel zeigt diese ja beim Entwurf an. Die starke Sekundärbatterie ist so was wie ein Experiment. Primär um die Anzahl großer Kaliber zu erhöhen, denn Japan kann das nicht über die Anzahl der Schiffe erreichen. Dafür ist das Budget zu gering. Wir müssten Abstriche bei der Panzerung machen und das müssen Wir sowieso schon. Die 3" Deckspanzer der Hatsuse sind noch kein Problem und Deckspanzer kostet eben das meiste Gewicht.


Und genau darin sehen Wir das Problem. Noch ist die Hatsuse auf der Höhe der Zeit, keine Frage. Aber so bald die ersten schnellen Schlachtschiffe vom Stapel laufen, habt Ihr ein sehr großes, sehr teures Schiff, das vom Gegner auf Distanz gehalten und erfolgreich bekämpft werden kann.




Zu den Türmen: Drei Drillingstürme erfordern auch mehr Gewicht bei der Munition als vier Zwillingstürme - ist eben eine Kanone mehr. Dazu kommt, dass Japan sehr gerne Probleme mit seinen Türmen hat (Turret jammed). Da aber die japanischen Dickschiffe gerne mal Abstand halten müssen, wäre es absolut nicht gut, wenn der einzige Heckturm ausgefallen ist.


Wir kommen bei 14" Geschützen und 14" Türmen auf 7344 Tonnen mit Drillingen und 7256 Tonnen mit Zwillingstürmen. Uns wäre das die 10 Granaten weniger wert, Wir können aber auch Euren Gedankengang nachvollziehen. Gerade weil Japan seine Schiffe länger behalten muss würden Wir auf verbesserte Drehkranzmechanik pokern.



Die Kinugasa halten Wir dagegen für sehr gelungen und ausgewogen, was bei 26.000 Tonnen für einen Panzerkreuzer/schweren Kreuzer auch nicht schwierig ist. Wir haben eine Weile lang überlegt Uns bei den schweren Kreuzern ein eigenes Tonnage-Limit aufzuerlegen, das Spiel selbst hat ja keines. 26.000 Tonnen ist schon verdammt viel und es wird ja mehr werden. Letztlich haben Wir das aber nicht durchgehalten. Japan kann sich keine hohe Anzahl leisten, daher muss die Qualität stimmen und die benötigt Tonnage! Wir werden also in späteren Jahren schwere Kreuzer sehen, deren Tonnage so manches Schlachtschiff ziemlich blass aussehen lässt ;)

Ganz nach Unserem Gusto, edler Bigfish :top:

Bigfish
08.06.20, 22:39
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Mehr und mehr Identifikationen konnte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin zur Kenntnis nehmen, aber das sichtbar größte Feindschiff war nicht darunter.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin hatte seine Entscheidung gefällt: Frontalangriff! Eine Flucht vor dem Feind durfte es nicht geben. Sicher waren die Torpedoboote immer noch seine schlagkräftigste Waffe, diese hatte ohne Deckung durch die schwere Artillerie allerdings kaum eine Chance. Und seine schwere Artillerie konnte er nicht aus großer Distanz zum Einsatz bringen. Er musste aufschließen, alles andere wäre Feigheit vor dem Feind!




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Er würde dem Feind nachsetzen und versuchen ihn irgendwie in die Zange zu nehmen, aber die Schiffe der Royal Navy waren schnell!




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Die Torpedoboote sollten direkt in den Feindverband reinstoßen, nur die Torpedoboote waren dafür schnell genug. Die schweren Einheiten sollten in die Flanke steuern um möglichst mit der vollen Breitseite wirken zu können. Es mussten so viele große Kaliber wie möglich auf den Feind Einwirken um diesen nieder zu halten.



Dann kamen weitere Schiffe in Sicht!




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Nun zeigten sich mehrere Kolonen unbekannter Schiffe. Aber es lag offen auf der Hand: Das musste der Konvoi sein.




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Der Gegner hatte die Kaiserlich Japanische Marine also tatsächlich direkt zu seinen Transportern geführt. Und besser noch, die Transportschiffe hatten einen so großen Abstand zueinander, dass die Royal Navy nicht in der Lage sein würde alle Kolonnen zugleich abzuschirmen.




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Gleichwohl versuchte die Royal Navy genau das!



Die feindlichen Torpedoboote schienen die westlichste Kolonne abschirmen zu wollen, auf welche auch die japanischen Torpedoboote drauf zu fuhren, während die gegnerische Schlachtlinie nach Osten abdrehte um den japanischen Großkampfschiffen den Weg auf die östliche Kolonne zu verlegen.





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Dieses Manöver war Kaigun-chūjō Yamaya Tanin sehr recht. Er ließ ebenfalls weiter nach Osten abdrehen. Sollte der Feind darauf eingehen, konnte er die feindlichen Linienschiffe und das Schlachtschiff mit etwas Glück weglocken und somit den Torpedobooten alle Zeit geben die nötig war um die Truppentransporter zu versenken.




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Dann endlich war das Schlachtschiff identifiziert. Erleichtert konnte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin deswegen aber nicht sein. Auch wenn dieses Schlachtschiff zu den ersten seiner Art gehört und fast zehn Jahre alt war, waren die 14inch Geschütze doch besser als alles was die Japaner zu bieten hatten. Ein Hoffnungsschimmer war die langsame Geschwindigkeit dieses Riesen, das ihn für Torpedoboot-Angriffe verletzlich machte.




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Dann ereilte den Kreuzer Azuma ein nur allzu bekanntes Schicksal.
Jetzt wo es darauf ankam, versagte die Mechanik des vorderen Hauptgeschützturmes.




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Bislang schien das Manöver aufzugehen. Der Feind steuerte brav nach Osten. Das war die beste Gelegenheit um die feindliche Schlachtlinie direkt anzugreifen. Die japanischen Torpedoboote konnten mit ihrer weit überlegenen Geschwindigkeit schnell an den Feind heransteuern, während die Sagami deren Feuer auf sich zog.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin waren die Qualitäten der Royal Navy bekannt. Nicht ohne Grund hatte Japan seine ersten Einheitslinienschiffe auf britischen Werften bauen lassen und von britischen Konstrukteuren planen lassen. Auch bei Japans erstem eigenem Schlachtschiff steckte viel britisches Know How in den Konstruktionsplänen. Ehrfurcht hatte die ganze Welt insbesondere vor der britischen Artillerie, die praktisch legendär war. Feuerrate, Durchschlagkraft, Wirkung im Ziel und Präzession waren sprichwörtlich ein Synonym zum British Empire! Umso verblüffter war Kaigun-chūjō Yamaya Tanin über die aktuelle Meldung eines Ausgucks:




„8inch Volltreffer durch Kreuzer Azuma auf feindlichem Schlachtschiff Albion-Klasse!“





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Auch auf den feindlichen Transportern konnten die ersten Wirkungstreffer gemeldet werden. Aber das feindliche Schlachtschiff war das Primärziel. Das hatte wohl auch der britische Geschwader-Kommandant bemerkt und lies nach Norden abdrehen.



Scheinbar hatte der 8inch Volltreffer der Azuma mehr Eindruck hinterlassen, als anzunehmen gewesen war!





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Aber auch die Royal konnte Austeilen. Dann begann ein hin und her des Feuergefechts und die japanischen Torpedoboote begannen den ersten Anlauf auf ihre britischen Konterparts.




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Die britischen Großkampfschiffe versuchten sich hinter ihre Eskorten zurückzuziehen. Da fast alle japanischen Augenpaare dieses Schauspiel mit ansahen, obwohl es die japanischen Großkampfschiffe sicher genauso machen würden, bekam kaum jemand mit wie das erste Feindschiff kenterte und sank.




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Allerdings waren auch bereits zwei eigene Torpedoboote so schwer beschädigt worden, sodass Kaigun-chūjō Yamaya Tanin ihren Rückzug befohlen hatte.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin konnte kaum glauben was er sah. Die britischen Eskorten versuchten nicht etwa seiner Schlachtlinie den Weg zu verlegen, oder gar anzugreifen. Nein die britischen Torpedoboote versuchten fast mustergültig, die eigene Schlachtlinie abzuschirmen.



Damit war die östliche Kolonne der britischen Truppentransporter komplett ungeschützt!



Dieses Angebot würde sich nur ein Raufbold entgehen lassen, der lieber mit Seinesgleichen parierte. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin sah die taktische Lage komplett anders. Ein Duell mit einem feindlichen Schlachtschiff mochte sicherlich die Erwählung seines Namens gegenüber dem Tennō rechtfertigen, aber die Versenkung einer oder mehrerer britischer Armee-Divisionen half den japanischen Soldaten an Land!


Das brachte nicht nur Japan dem Sieg einen großen Schritt näher, viel wichtiger konnte das die Spannungen zwischen Heer und Marine besänftigen. Und das war für den Fortgang des Konflikts zwischen dem Japanischen Kaiserreich und dem British Empire vielleicht viel entscheidender als alles andere.


Er ließ vom Beschuss der feindlichen Linienschiffe ab und Befahl den Angriff auf die Transporter vor ihm.





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Die Konsequenz war, dass sich die britischen Großkampfschiffe auf die anrückenden japanischen Torpedoboot-Flottillen konzentrierten und das mit Erfolg.




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Anmerkung des Autors: Fehler in der Hitze des Gefechts. Nicht mit allen Schiffen auf dasselbe Ziel feuern!






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Der Unterschied zu den Gefechten mit der russischen Kriegsmarine wurde nur zu gut deutlich. Im Unterschied zu den Russen beschützten die britischen Eskorten brav ihre Schlachtlinie. In diesem Fall jedoch zum Nachteil der Truppentransporter. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin fragte sich, ob es auch zwischen dem britischen Heer und der Royal Navy Differenzen gab?




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#095 RTW2-JAP#

Alith Anar
09.06.20, 08:39
Was ist daran so schlecht alle Schiffe auf einen Gegner schiessen zu lassen? Geht er schneller unter...
Leiber ein Versenkter mehr als 10 angeschossene ...

Können sich nicht die schwer beschädigten Torpedoboote auf die Handelsschiffe konzentrieren?

dimovski
09.06.20, 09:11
Was ist daran so schlecht alle Schiffe auf einen Gegner schiessen zu lassen? Geht er schneller unter...
Leiber ein Versenkter mehr als 10 angeschossene ...

Optische Zielsysteme können nur schwer "eigene" Einschläge von "verbündeten" Einschlägen unterscheiden.

Bigfish
09.06.20, 09:14
Werter Altih Anar,


die Treffergenauigkeit leidet, weil die Unterscheidung der Einschläge schwerer zuzuordnen ist, von welchem Schiff/Geschütz die Granate stammte.


Edit: Der werte dimovski war schneller...

Bigfish
12.06.20, 22:45
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





https://up.picr.de/36093157xz.png

Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Was auch immer die Royal Navy umtrieb, das geradezu schändliche im Stich lassen der Truppentransporter würde sicher ein Nachspiel bei der Admiralität zur Folge haben.




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Es dauerte nur Minuten bis sich die Japanischen Geschützmannschaften auf ihre Ziele eingeschossen hatten. Dann begann das Abschlachten! Der Konvoi hatte drei Kolonnen und alle drei Kolonnen konnten jetzt nahezu unbehelligt angegriffen werden.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin verstand nicht was der britische Geschwader-Kommandant im Sinn hatte? Er wusste nicht mal mit wem er es überhaupt zu tun hatte. Eine Schlachtschiff-Division würde sicher mindestens von einem Konteradmiral befehligt werden. Ihm kam es so vor als hätten aber Kadeten im ersten Ausbildungsjahr das Kommando.


Die ersten Truppentransporter waren schwer beschädigt und begannen zu sinken. Es kam zu einem bekannten Verhalten hunderte Infanteristen drängten sich auf den Decks und begannen von Bord zu springen.



Bald dachte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin, dass die Schreie der Soldaten lauter waren als das Geschützfeuer seiner Schiffe!



Lediglich ein einzelnes Torpedoboot wagte einen Angriff auf die Azuma.




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Die Japanischen Gefechtslinien waren jetzt so dicht an den Transportern, dass die britischen Kriegsschiffe nicht zurückfeuern konnten, ohne in Kauf zu nehmen die eigenen Truppen zu treffen. Das Massensterben begann mit der gleichzeitigen Versenkung zweier Truppentransporter und der Erkenntnis, dass es das britische Torpedoboot auf die Sagami abgesehen hatte und nicht etwa den Kreuzer.




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Das Torpedoboot sah sich nunmehr den drei größten Schiffen des japanischen Geschwaders ausgesetzt und sicher bereute sein Kapitän bereits diese Entscheidung für den Angriff. Zumindest schien es unwahrscheinlich, dass hier ein Ruderversagen vorlag, denn dieses Torpedoboot fuhr eindeutige Ausweichbewegungen.


Ganz anders die japanischen Torpedoboote, die schwere Treffer einstecken mussten.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin bewunderte die Briten für ihren tollkühnen Mut. Das Torpedoboot war vielleicht noch zweitausend Yards von der Sagami entfernt und nur zweihundert Yards von der Azuma, welche diesem Torpedoboot jetzt einen 8inch Volltreffer reinjagte.




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Allmählich wurde es für die Sagami gefährlich. Der Feind hielt stur seinen Kurs auf das japanische Linienschiff. Dann zerriss ein Torpedo der Sagami den Rumpf des Gegners!




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin bewunderte immer noch den Mut dieser Britischen Besatzung, aber er fühlte die Ironie aufkommen, dass ein Linienschiff mit einem Torpedo ein feindliches Torpedoboot versenkt hatte.



Derweil erging es der Naganami und Takanami kaum anders. Beide befanden sich kurz vor dem Sinken.





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In all der einzelnen Dramatik waren die meisten Japanischen Torpedoboote schlicht dabei einen Transporter nach dem anderen zu versenken. Kaigun-chūjō Yamaya Tanins Blicke verharrten immer noch auf dem britischen Torpedoboot, das sichtlich Schlagseite bekam. Eine Breitseite der Azuma setzte dem Feind den Gnadenschuss.



Das Torpedoboot kenterte und versank!





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Ein paar Trümmer waren alles was blieb. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin salutierte der tapferen jedoch toten britischen Mannschaft. Das feindliche Torpedoboot hatte es fast geschafft. Es hätte nur noch eines Ruderschlags bedurft und dann hätte dieses Torpedoboot die Sagami erfolgreich torpedieren können. Aus dieser kurzen Distanz wäre es wohl kaum möglich gewesen auszuweichen.



Es mochten nur Sekunden gefehlt haben, aber so war Krieg!



Kaigun-chūjō Yamaya Tanin drehte seinen Kopf in Fahrtrichtung, sah einen Transporter und sprach zu seinem ersten Offizier:




„Transportschiff voraus – Ziel nehmen – Feuer nach eigenem Ermessen frei!“





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Der Bug-Turm der Sagami verschwand in einer Rauchschwade und einen Wimpernschlag später zerfetze eine Granate der Sagami den Kommandostand des britischen Transporters. Auch dieses Schiff würde seinen Zielhafen nicht erreichen.




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Ein weiteres Torpedoboot nahm Kurs auf die Sagami. Aber solange es nur einzelne Angreifer waren, kam dies einem Selbstmordkommando gleich.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin konnte das britische Schlachtschiff von der Sagami aus nicht mehr ausmachen. Würde er an der Stelle des britischen Kommandanten sein, konnte er nur Seppuku begehen. Entweder freiwillig an Ort und Stelle, oder nach Rückkehr in den Hafen. Eine andere Wahl würde man einem japanischen Admiral nicht lassen. Wie handhabten das die Briten?




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Das zweite Torpedoboot kam jetzt der Azuma gefährlich nahe!




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Es wurde knapp, aber beide Kontrahenten verfehlten ihr Ziel!




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Damit war die Azuma mit ihrer Artillerie im Vorteil. Das bekam das Torpedoboot zu spüren.




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???



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Gut - über die Code-Qualität findet sich genug im offiziellen RTW2-Forum





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Kurz vor achtzehn Uhr war praktisch kein Truppentransporter unbeschädigt geblieben.




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Und die Treffer der Azuma zeigten auch auf dem Torpedoboot Wirkung, das in Brand geraten war.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin fühlte sich gelangweilt von dem was es jetzt noch zu tun gab, als ihn ein lauter Knall aus den Gedanken riss. Erst dachte erst die Sagami sei getroffen worden, dann machte ihn der Ausguck auf eine gewaltige Rauchsäule aufmerksam.


Das Torpedoboot Yukaze hatten einen Magazintreffer auf einem britischen Torpedoboot gelandet, das daraufhin in einer heftigen Detonation explodiert war.





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In den nächsten zehn Minuten versuchte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin Ordnung in seine Reihen zu bringen und die verbliebenen Schiffe des Gegners planvoll zur Strecke zu bringen. Allmählich begann Kaigun-chūjō Yamaya Tanin sich Sorgen um den Munitionsbestand seiner Schiffe zu machen.



Dann tauchten aus Nordwesten überraschend die Schlachtschiffe der Royal Navy auf und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin hatte den Eindruck, dass diese diesmal nicht mehr flüchten würden!




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#096 RTW2-JAP#

Ruprecht I.
13.06.20, 19:46
Warten, bis sich der Gegner an wehrlosen Transportern weitgehend leergeschossen hat, und dann angreifen.
Wahrlich, perfides Albion!

Taurus
13.06.20, 23:22
Wirklich enttäuschend, die Royal Navy verliert mit jedem ernstzunehmenden Feindkontakt an Reputation, die Admirale sind nur Badewannenkapitäne, denen man nicht mal ein Ruderboot anvertrauen kann.

Man fragt sich, wie solch eine schäbige Institution ein Weltreich zusammenhalten bzw. es überhaupt erst aufbauen konnte? Aber vielleicht haben die Briten pauschal keinen Bock mehr auf die ganzen Auslandseinsätze, die vielen "Ausländer" in ihren Kolonien und die ganzen Kosten, um den Laden am laufen zu halten; so sind sie auf dem besten Weg alles zu verspielen.

Am Ende mucken vielleicht sogar noch Österreicher und Italiener auf, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern :D


Die einzigen, die nicht ihr Gesicht verloren haben, sind die beiden Torpedoboote und ihre Besatzungen. Sie wären es wert, aufgefischt und mit allen militärischen Ehren (auch nach japanischer Lesart) behandelt zu werden. Aber wahrscheinlich hat keiner überlebt und so wird niemand je von ihnen erfahren.

Sollten die schweren britischen Einheiten sich doch noch zum kämpfen entschieden haben (bestimmt erst nach einer Meuterei gegen den Verbandsführer), wiegt, unabhängig vom Ausgang des Gefechtes, das "im-Stich-lassen" der hilflosen Transporter und ihrer wertvollen Fracht so schwer, das keine Taktik dieser Welt das begründen würde.

Die Zeitungen werden sich mit Freuden auf diesen Sachverhalt stürzen, da werden Köpfe rollen.....

Bigfish
19.06.20, 23:43
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Die Gefechtskolonnen der Kaiserlich Japanischen Marine durchschnitten die See. Immer wieder gab es heftige Schläge gegen die Schiffsrümpfe, wenn es nicht gelang einem Trümmerfeld auszuweichen. Dafür waren es einfach zu viele Trümmerteile die auf der Wasseroberfläche umhertrieben.



Manche Schläge waren aber seltsam Dumpf und weniger heftig. Mit Schrecken stellten einige Teile der japanischen Matrosen fest, dass diese dumpfen Schläge von Leichen herrührten, während andere Teile der Mannschaft nur verächtlich auf die toten Briten herab blickten und vor sich hin sprachen: „Lieber die als ich“!



An die Bergung von Schiffbrüchigen war nicht zu denken. Hauptsächlich weil die Royal Navy nun doch den Kampf zu suchen schien, zum anderen weil es Tage dauern würde und diese Zeit sowie der Platz für so viele Schiffbrüchige nicht vorhanden war.


Es war ein grausames Gemetzel und das Verständnis von Kaigun-chūjō Yamaya Tanin für sein britisches Gegenüber schwand mit jedem neuen Toten der in Sicht kam. Dass das Empire eine brutale Kolonialmacht war, stand für Kaigun-chūjō Yamaya Tanin außer Frage. Das die britischen Marineoffiziere aber auch die eigenen Truppen kampflos Preis gaben kam unerwartet. Die Briten hatten einfach keine Ehre.



Das Schlachten ging weiter…





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Dann wurde es allmählich ernst. Das Feuer der britischen Schlachtlinie lag zunehmend deckend. Treffer waren nur noch eine Frage der Zeit.




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Zwei der britischen Großkampfschiffe drehten bei um volle Breitseiten feuern zu können, während das dritte Großkampfschiff weiterhin näher kam.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin hatte genug von den Briten. An Feuerkraft war er deutlich unterlegen, aber das spielte für ihn keine Rolle mehr. Er Befahl allen Kolonen den Frontalangriff auf das britische Geschwader.




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Er selbst entschied sich dafür mit der Sagami und der Azuma den direkten Kampf mit dem Linienschiff der Anson-Klasse zu suchen, das sich weiterhin annäherte.




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Die ersten Treffer setzten dennoch die Briten.




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Fast schon abgehängt von der Hauptmacht war der Kreuzer Chitose immer noch damit beschäftigt das wagemutige britische Torpedoboot zu jagen, das sich Tapfer über Wasser hielt. Die Hauptmacht war währenddessen dabei das britische Linienschiff zu jagen. Dabei übersah man auf der Sagami fast den sich nähernden Transporter, der versuchte sich dem japanischen Flaggschiff in den Weg zu legen.




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Von den verbliebenen Truppentransportern aus kam nun eine verzweifelte Gegenwehr. Die britischen Infanteristen feuerten mit allem was sie zur Verfügung hatten. Die Sagami und Azuma änderten ihren Kurs um möglichst viele Geschütze am Ziel zu haben und nahmen aus kurzer Distanz die Transporter unter Feuer.


Die Granaten der schweren Artillerie krachten in die Rümpfe dieser Schiffe und machten dem Spuk ein Ende.





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Dann kam der erste Anlauf auf das einzelne Linienschiff und es würde keine Zweifel geben, was ein einzelnes Linienschiff gegen vier Kolonnen japanischer Kriegsschiffe würde ausrichten können.




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Die Japanischen Torpedoboote versuchten das alte Zangenmanöver mit Torpedos aus zwei Seiten um dem Linienschiff von Beginn an jede Chance zu nehmen. Die Torpedos verfehlten jedoch ihr Ziel, allerdings lief das britische Schlachtschiff direkt in die Laufbahn hinein!




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Die Ausweichmanöver der Briten führten fast zum Zusammenstoß zweier Großkampfschiffe. Den japanischen Flottillen erging es allerdings kaum anders, weil dort alle Mannschaften dem Schauspiel der Royal Navy zuschauten.




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Im Kampf mit gleich zwei Großkampfschiffen wirkte sich die Artillerie des Gegners verehrend aus. Ausschlaggebend war jedoch die Überzahl der japanischen Torpedoboote.





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Um diesem Missverhältnis zu entgehen zogen sich die beiden großen Einheiten der Royal Navy konsequent in Richtung ihrer Begleiter zurück.





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Anmerkung des Autors: So ist das wenn man Schlafen geht und einen Tag später weiterspielt – plötzlich haben die britischen Schiffe alle die falsche Decksfarbe. Nun ja…






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Für den Torpedotreffer mussten die Torpedoboote ihren Tribut zollen. Unverständlich war zudem das Abdrehen des britischen Schlachtschiffes nach Süden, also weg von seinen Begleitern.




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Die britischen Torpedoboote und geschützten Kreuzer hatten mittlerweile eine Nebelwand gelegt, welche die Sicht spürbar beeinträchtigte. Das nahm aber auch den Briten selbst die Möglichkeit die japanischen Torpedoboote effektiver zu bekämpfen.




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Die japanischen Flottillen versuchten das Auszunutzen und konzentrierten sich auf das Schlachtschiff, das sich auf ihrer Seite der Nebelwand befand.




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#097 RTW2-JAP#

Bigfish
19.06.20, 23:48
Werter Ruprecht I.,


Fairplay ist von Briten sicher nicht zu erwarten!




Werter Taurus,



Die einzigen, die nicht ihr Gesicht verloren haben, sind die beiden Torpedoboote und ihre Besatzungen. Sie wären es wert, aufgefischt und mit allen militärischen Ehren (auch nach japanischer Lesart) behandelt zu werden. Aber wahrscheinlich hat keiner überlebt und so wird niemand je von ihnen erfahren.


zumindest eines davon ist erstaunlich langlebig! Zum Rest hüllt besser die See den Mantel des Schweigens. Noch aber teilen die Briten aus!

Bigfish
22.06.20, 15:04
Grummel! :motz:

Aufgrund eines technischen Defektes verzögern sich sämtliche Updates! Ersatzteil ist zwar bestellt, aber weil das eigentliche Problem das Mainboard sein könnte, folgt gleich ne komplette neue Kiste hinterher - bis die dann da und eingerichtet ist, kann es etwas dauern...

Iche_Bins
22.06.20, 16:03
Wer geht denn auch mitten in einer Schlacht schlafen? ;)

Alith Anar
22.06.20, 16:19
Die Frage lautet mehr:

Hätten die Britten besser gekämpft, wenn Sie nicht während der Schlacht Ihr Deck neu angemalt hätten?

Bigfish
23.06.20, 19:07
Werter Ich_Bins,

Unsere Schiffe sind deshalb so wenige, weil die besonders teuer sind. Das kommt von den doppelten Kojen für den Schichtbetrieb. Ein Hälfte der Besatzung schläft, während die andere - auch schläft!



+ + +



Werter Alith Anar,

dieser Tarnanstrich kann nur der verzweifelte Versuch sein die Lage noch zu retten!



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So - neuer Rechenknecht ist bestellt! Anvisierter Liefertermin 7.7. - ohne Corona würde das bedeuten das die Box nächste Woche geliefert wird. Mit Corona mal sehen. Und der Ersatz für das defekte Teil kommt morgen. Mal sehen ob es tut, oder ob doch das Mainboard einen Knall hat...

Bigfish
25.06.20, 21:50
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Kaigun-chūjō Yamaya Tanin war zufrieden. Die Royal Navy hatte heute definitiv keinen guten Tag. Vor Wēihǎiwèi war es ein Überraschungsangriff, das konnte man nicht zählen. Aber heute hatte es die Kaiserlich Japanische Marine mit einem potentiell überlegenen und voll gefechtsbereiten Gegner zu tun und war drauf und dran das mächtigste Schiff zu erlegen. Die Besatzungen der Torpedoboote mochten das allerdings anders beurteilen.




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Der Anlauf auf das feindliche Schlachtschiff begann ausgezeichnet, aber auch die anderen Schiffe der Royal Navy befanden sich in einer problematischen Situation.




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Hier sieht man sehr schön die „Nebelwand“ der Briten.





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Für die Verhältnisse Japans lief der Torpedoangriff schlecht. Dafür hatten sich die Briten auf ihre Ziele eingeschossen.




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Zum Wunden lecken blieb keine Zeit, noch immer hatte man das Momentum für sich.




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Die Hartnäckigkeit wurde belohnt. Zwei Torpedotreffer in beiden Seiten des Rumpfes waren ein klares Signal an den Feind, zumal ebenfalls ein geschützter Kreuzer von einem Torpedo getroffen wurde.




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Die Akigumo fuhr kaum einhundert Yards entfernt an ihrem Ziel vorbei und die Mannschaft sah ein klaffendes Loch im Rumpf des Giganten. Viel Zeit blieb aber nicht das Schiff näher zu betrachten. Von der Akigumo wurde ein weiterer Torpedo aus einem Werfer herausgeschossen, der Schnurgerade auf sein Ziel zulief und traf.




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Alles in allem verfehlten aber mehr Torpedos das vorgesehene Ziel als es die Kaiserlich Japanische Marine bislang gewohnt war. Die Royal Navy war definitiv ein schwierigerer Gegner als ehemals die zaristische Flotte. Das lag auch daran, dass die gegnerischen Torpedoboote ihre Aufgabe als Begleitschiffe ernst zu nehmen schienen. Anders als die Russen ließen diese ihre Großkampfschiffe nicht einfach im Stich.




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Das Schlachtschiff war alles andere als schwer beschädigt, aber es verlor rapide an Fahrt. Scheinbar hatte es die Maschinenanlage getroffen. So war dieses Ziel nun ein gefundenes Fressen. Einzig der Torpedobestand war ein Problem. Viele Torpedoboote waren bereits fast leergeschossen.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin betrachtete das Ganze aus der Entfernung. Er wollte nicht riskieren die eigenen Schiffe zu treffen, da sich diese viel zu dicht am Feind befanden. Die Sagami und Azuma erledigten daher die letzten verbliebenen Truppentransporter und alles was ungefährlich unter Feuer genommen werden konnte.




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Die Torpedoboote begannen einen neuen Anlauf und versuchten gleichzeitig nicht ins Kreuzfeuer zwischen Schlachtschiff und britischer Torpedoboote zu geraten. Schwere Treffer auf japanischer Seite blieben dennoch nicht aus.




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Die Japanische 7. Aufklärungsdivision war jetzt angewiesen worden die britischen Torpedoboote zu beschäftigen, damit die japanischen Torpedoboote in Ruhe das Schlachtschiff der Royal Navy angreifen konnten.




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#098 RTW2-JAP#

Taurus
25.06.20, 23:03
Auch wenn es "nur" eine KI ist: Warum ist das so schwer, eine vernünftige Ausweichbewegung und halbwegs plausible Begleiterreaktionen zu programmieren? Anstatt rücksichtslos hart Steuerbord mitten durch die Feindeinheiten und damit genau in Richtung seiner eigenen Torpedoboote zu steuern, lässt sich das BB abdrängen wie ein braves Lämmchen.
Zum Fremdschämen. :facepalm:

Mit solchen (Nicht-)Leistungen hat es sich bald erledigt mit dem weltumspannenden Empire.

Bigfish
26.06.20, 10:47
Edler Taurus,


wenn man mal davon absieht, dass dieses Spiel tatsächlich sehr viele Programmiertechnische-Probleme besitzt (Aus Unserer Sicht haarsträubende die keinem Entwickler mehr passieren sollten - dazu gleich mehr), kann man dennoch sagen, dass das Spiel zumindest sehr selten komplett "crasht" (CTD) und in Anbetracht der vielen Fehler dennoch recht gut agiert. Das was Ihr bemängelt ist eigentlich das was jedem Spiel fehlt - der Weitblick für die strategische/taktische Gesamtlage. Sicher muss es möglich sein die Eskorten so zu programmieren, dass diese immer bei ihren Dickschiffen bleiben. Dann würden aber Torpedoboote niemals den Feind angreifen, was auch nicht gut wäre. Denn Ursache ist die strategische Gesamtlage:



Die KI erkennt nicht, dass Wir seeeeehr viele Torpedoboote haben und die KI selbst viel zu wenige Torpedoboote hat.



Das macht den Unterschied in den Gefechten. Könnte/würde die KI dieses Wissen erstens haben und zweitens auf den gesamten Krieg projizieren, wäre Japan ständig geschlagen. Die KI bräuchte nur in den ersten Gefechten die Torpedoboote massakrieren und hätte danach freie Fahrt. Denn für Japan ist eine große Torpedoboot- bzw. Zerstörer-Flotte der Schlüssel zum Sieg. Zeit für Nachbauten existiert einfach nicht, wobei Wir die Bauzeiten zumindest während eines Krieges als viel zu lang empfinden. In späteren Jahren sollte die Bauzeit zumindest für Zerstörer und U-Boote deutlich gesenkt werden. Das sieht man auch an den Hilfskreuzern - Bauzeit 3 Monate - real 2-6 Wochen! Sind ja alles vorhandene Frachter, wo man etwas Bewaffnung drauf packt und fertig. Also das Spiel hat - zumindest im Krieg - generell zu lange Bauzeiten die sich in einer Kriegswirtschaft deutlich verkürzen müssten.



Jetzt zu den Programmier-Fehlern - ständig hagelt es obskure Fehlermeldungen, weil das Spiel auf etwas zurückgreifen will, was nicht vorhanden ist, nicht mehr vorhanden ist oder einfach noch nie definiert war. Beispiel: Ein Torpedoboot verlässt wegen schwerer Schäden seine Flottille. Der Rest der Flottille läuft zwischenzeitlich in einen Hafen ein und wird somit aufgelöst. Kommt jetzt der Nachzügler auch in den Hafen und will sich auflösen knallt es einen Fehler, weil das Torpedoboot immer noch weiß, dass es zur Flottille xy gehörte. Es will sich jetzt aus dieser Flottille komplett entfernen, aber die Flottille ist längst nicht mehr existent. Fehler dieser Kategorie gibt es wirklich wahnsinnig viele. Anderes Beispiel: Detail Informationen über Frachter im Gefecht: Bumm Fehler - nicht defniert - bzw. nicht vorhanden. Kann man denn als Entwickler nicht einfach für Frachter ein paar generische Detail-Objekte definieren - muss man das Spiel hier ins "Leere" rennen lassen?



Das plötzliche Fehlen der korrekten Decksfarbe gehört auch in diesen Bereich. Ebenfalls das "weg-beamen" von Schiffen nach Afrika - Sorry - aber so was darf nicht passieren - das zeugt nun wirklich von haarsträubend schlechter Programmierung. Das Spielstände beim Abspeichern häufig "kaputt" gehen, weil wohl bereits vorhandene Zeilen scheinbar überschrieben werden, anstatt das neue Informationen hinten angehängt werden ist auch so was. Das haben Wir auch in den letzten Jahrzehnten bei keiner andere Software mehr gesehen. In den 80ern oder früheren 90ern kam so was immer mal vor - aber heutzutage wo viele Sachen einfach aus einem Framework übernommen werden?



Wir haben so den Eindruck dieser Programmierer - es ist ja wohl nur einer - macht alles auf die harte Tour selbst - und wiederholt damit Fehler die seit Jahrzehnten bei den Akten liegen sollten.



Trotzdem funktioniert das Spiel ja irgendwie und einem Spiel lassen Wir das mehr oder weniger durchgehen.



Wäre das eine Anwendungssoftware, mit der Wir Geld verdienen, wäre die schon längst vom Rechner geflogen und das Geld zurück gefordert.




Das viele Ein-Mann-Projekte auch gut laufen - sieht man an so vielen kleinen netten Tools - oder bei Spielen z.B. an Ports-of-Call - auch ein Ein-Mann bzw. Zwei-Mann Projekt.




Wir hatten es schon mal geschrieben - womöglich weiß der Entwickler genau was die Probleme sind, aber mit diesem Projekt hat er sich einfach übernommen...

Bigfish
26.06.20, 15:30
So - wie man lesen kann, ist der alte Rechenknecht wieder arbeitsfähig und der neue hat das Produktionswerk heute morgen verlassen. Kommt aus Polen und nicht aus China - Also keine Luftfracht, daher denken Wir der wird am Montag oder Dienstag geliefert werden. Also 30.06. anstelle 07.07.


So mögen Wir das!

dimovski
26.06.20, 16:06
Jetzt zu den Programmier-Fehlern - ständig hagelt es obskure Fehlermeldungen, weil das Spiel auf etwas zurückgreifen will, was nicht vorhanden ist, nicht mehr vorhanden ist oder einfach noch nie definiert war. Beispiel: Ein Torpedoboot verlässt wegen schwerer Schäden seine Flottille. Der Rest der Flottille läuft zwischenzeitlich in einen Hafen ein und wird somit aufgelöst. Kommt jetzt der Nachzügler auch in den Hafen und will sich auflösen knallt es einen Fehler, weil das Torpedoboot immer noch weiß, dass es zur Flottille xy gehörte. Es will sich jetzt aus dieser Flottille komplett entfernen, aber die Flottille ist längst nicht mehr existent. Fehler dieser Kategorie gibt es wirklich wahnsinnig viele. Anderes Beispiel: Detail Informationen über Frachter im Gefecht: Bumm Fehler - nicht defniert - bzw. nicht vorhanden. Kann man denn als Entwickler nicht einfach für Frachter ein paar generische Detail-Objekte definieren - muss man das Spiel hier ins "Leere" rennen lassen?



Das plötzliche Fehlen der korrekten Decksfarbe gehört auch in diesen Bereich. Ebenfalls das "weg-beamen" von Schiffen nach Afrika - Sorry - aber so was darf nicht passieren - das zeugt nun wirklich von haarsträubend schlechter Programmierung. Das Spielstände beim Abspeichern häufig "kaputt" gehen, weil wohl bereits vorhandene Zeilen scheinbar überschrieben werden, anstatt das neue Informationen hinten angehängt werden ist auch so was. Das haben Wir auch in den letzten Jahrzehnten bei keiner andere Software mehr gesehen. In den 80ern oder früheren 90ern kam so was immer mal vor - aber heutzutage wo viele Sachen einfach aus einem Framework übernommen werden?



Wir haben so den Eindruck dieser Programmierer - es ist ja wohl nur einer - macht alles auf die harte Tour selbst - und wiederholt damit Fehler die seit Jahrzehnten bei den Akten liegen sollten.



Trotzdem funktioniert das Spiel ja irgendwie und einem Spiel lassen Wir das mehr oder weniger durchgehen.



Wäre das eine Anwendungssoftware, mit der Wir Geld verdienen, wäre die schon längst vom Rechner geflogen und das Geld zurück gefordert.




Das viele Ein-Mann-Projekte auch gut laufen - sieht man an so vielen kleinen netten Tools - oder bei Spielen z.B. an Ports-of-Call - auch ein Ein-Mann bzw. Zwei-Mann Projekt.




Wir hatten es schon mal geschrieben - womöglich weiß der Entwickler genau was die Probleme sind, aber mit diesem Projekt hat er sich einfach übernommen...


Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Entwickler ältere Herren aus der "Verteidigungsbranche" (*zwinker*) sind und nicht "echte" Programmierer.

Falls es Bedarf dafür gibt, könnten Wir ja einen kleinen Save-Editor raushauen, mit dem man Schiffe Divisionen zuordnen kann und ihre Position verändern kann. So wie Wir das sehen, wäre daran tatsächlich das GUI das größte Problem. Wobei, Ihr seid auch einer dieser IT-Magier, nicht wahr?

Bigfish
26.06.20, 16:23
Wobei, Ihr seid auch einer dieser IT-Magier, nicht wahr?



Das kommt drauf an, was Ihr unter IT-Magier definiert!


Wenn Ihr damit meint, dass Uns schon mehr als einer Unserer Kunden "vorgeworfen" hat, dass Wir Computer-Probleme durch einfaches Hand auflegen lösen würden, dann könnten Wir das nicht leugnen. Solltet Ihr jedoch meinen, das Wir studierter oder gelernter IT-Irgendwas sind, so müssten Wir euch enttäuschen. Auch vom Programmieren haben Wir keine Ahnung, wobei die Kenntnisse schon gereicht haben um auf dem C64 mit Assembler die High Score von Silent Service zu frisieren...


Derweil Wir also Ausbildungsmäßig nix mit der IT-Branche zu tun haben - was aber auch nicht stimmt, sofern man Konrad Zuse noch immer als denjenigen definiert der den ersten funktionsfähigen Computer entwickelt hat. Dann wäre die gesamte IT nämlich nur ein Subset der Branche aus der wir entstammen...

Taurus
26.06.20, 19:35
Wir wissen ja, das unsere KI-Kritik etwas ungerecht ist; wäre sie erheblich besser/intelligenter, würde das Szenario in eurem Fall wohl recht bald beendet sein.
Aber auch so muss man erstmal diese Schiffsmassen auf See bezwingen und da macht ihr einen bemerkenswert guten Job. Wir hätten aber gerne gesehen, das die Briten nicht ganz so peinlich herumfuhrwerken und in Ansätzen wenigstens eine echte Seemacht darstellen.
Aber was nicht ist, kann ja noch kommen....

Wenn das alles nur ein einzelner Programmierer geschaffen hat, sollte man auch die ganzen gelungenen Teile würdigen und nicht immer nur auf dem wenigen Misslungenen herumhacken. Uns macht das Spiel (kennen nur Teil1) trotzdem großen Spaß und empfinden es zu weiten Teilen als Herausforderung.

Bigfish
09.07.20, 20:34
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Seeschlacht vor Hainan 09. Mai 1914 <<




Die Manöver auf Seiten Japans klappten beinahe wie bei einem Uhrwerk. Während die Torpedoboote das Schlachtschiff torpedierten, sorgten die geschützten Kreuzer dafür, dass die gegnerischen Torpedoboote abgedrängt wurden.


Gleichzeitig versuchten die Kreuzer Distanzschüsse auf ein Linienschiff.




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Die Situation der Oyashio veränderte sich dramatisch, obwohl der Kommandant die Geschwindigkeit bereits auf vier Knoten reduziert hatte. Mit dem Verlust der Oyashio muss jederzeit gerechnet werden.


Aber auch auf anderen Torpedobooten war die Lage kritisch.




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Mit Sorge blickte Kaigun-chūjō Yamaya Tanin zum Horizont im Osten. Die Dämmerung stand bevor und die Großkampfschiffe der Royal Navy waren allesamt angeschlagen aber kampffähig. Ein Nachtgefecht konnte seinen bislang hervorragenden Erfolg schnell ins Gegenteil verkehren.



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Es war Zeit das Gefecht zum Ende zu bringen. Alle Einheiten die noch Torpedos hatten sollten diese schnellstmöglich zum Einsatz bringen, dann würde man sich vom Feind lösen müssen. Eines stand aber bereits fest. Das Empire hatte tausende Soldaten verloren. Es mochten wohl mindestens eine komplette Divisionen sein. Für die Belagerung von Hong Kong, konnte das der entscheidende Augenblick sein.




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Dieser kräftezehrende Kampf forderte aber weiteren Tribut auf Seitens Japans.



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Dann kam die Dämmerung schneller als es Kaigun-chūjō Yamaya Tanin recht war. Jetzt galt es unbeschadet zu entkommen, ohne das seine Schlachtflotte in der Nacht Opfer britischer Torpedos werden würde.




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Das Gefecht wurde ruhiger, lief aber weiter. Es gab vereinzelte Treffer leichter Artillerie bei Freund und Feind, aber in Summe machten sich die schlechter werdenden Sichtbedingungen deutlich bemerkbar.




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Dann meldete die selbst unter schwerem Feuer liegende Akigumo den ersten großen Fang des Tages. Eines der Linienschiffe der Royal Navy kenterte und sank!




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Es war die letzte Meldung der Akigumo, bevor das Torpedoboot von einem britischen Torpedo zerrissen wurde und ebenfalls versank.




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Der Torpedotreffer auf der Akigumo war für Kaigun-chūjō Yamaya Tanin die Bestätigung dafür das Gefecht abzubrechen und abzulaufen. Der Erfolg konnte von jetzt an nur noch geschmälert werden. Es bestand die berechtigte Hoffnung, dass die restlichen britischen Großkampfschiffe bereits so schwer beschädigt waren, dass sie auch ohne weiteren Beschuss keinen Hafen mehr erreichen würden.



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Das Absetzmanöver begann mit dem Anbruch der Dunkelheit.




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Die geschützten Kreuzer sollten vorerst als Deckungsverband zurückbleiben und ein etwaiges Nachsetzen der britischen Torpedoboote verhindern. Nicht zu verhindern war allerdings der Verlust der schwer beschädigten japanischen Torpedoboote.




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Die geschützten Kreuzer bekamen bald Kontakt zum Feind, aber es wurde schnell klar, dass es sich um das angeschlagene britische Schlachtschiff handeln musste. Sollten die britischen Torpedoboote nicht bereits in der Nähe sein, konnte man hier vielleicht diesen Feind endgültig versenken.


Die geschützten Kreuzer begannen den Anlauf aber das Manöver war vergebens. Noch bevor einer der Kreuzer in Position gelangen konnte, sahen die Besatzungen wie das riesige Ungetüm plötzlich zu Rollen begann, nach Steuerbord hin kenterte und innerhalb von Sekunden Kiel oben vor ihnen lag.




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Das war genug, jetzt drehten auch die geschützten Kreuzer um. Sollten die britischen Torpedoboote wirklich nachstoßen, würden sie wohl umgehend mit Bergungsmaßnahmen beginnen und keine Gefahr mehr darstellen.




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Die Yugiri blieb bewegungslos liegen und nahm große Mengen Wasser.




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Mittlerweile herrschte raue See und für die schwer beschädigen japanischen Torpedoboote kam dies einem Todesurteil gleich.




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Etwa drei Stunden nach Mitternacht fühlte sich Kaigun-chūjō Yamaya Tanin sicher vor weiteren feindlichen Angriffen und erklärte das Gefecht für beendet. Dass dies ein Irrtum war, wurde der Hamanami zum Verhängnis. Das Torpedoboot bemerkte nichts von der Gefahr, wie auch kein anderes japanisches Schiff.


Die Hamanami explodierte mit einem heftigen Knall, als ein britischer U-Boot-Torpedo im Magazin des Torpedobootes detonierte.




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Zugehörige Informationen des Wolff-Reuter-Havas-Kartell. (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391&p=1183965#post1183965)




+ + +

#099 RTW2-JAP#

Taurus
09.07.20, 23:27
Die zuletzt noch erlittenen Verluste schmälern ja nicht den Gesamterfolg, selbst wenn ihr nur die ganzen Transporter versenkt hättet, wäre es ein herausragender Sieg gewesen.

Richtig enttäuschend finden wir das Albion-BB, das sich hat umzingeln lassen, ohne seine Vielzahl an schwerer Artillerie sinnvoll einzusetzen. Normalerweise müssten mit jeder Salve aller verfügbarer Türme die jeweils nahestehenden Torpedoboote sämtlichst in Metallkonfetti verwandelt werden.

Aber man fand das wohl unfair und hatte offenbar andere Pläne.....


Stattdessen dürfen alle Gegner wie bei einer Parade vorbeimarschieren und ihre üppig gefüllten Torpedolafetten einsetzen. Die Royal Navy hat fertig.

TheBlackSwan
10.07.20, 02:46
Die Torpedoboote wurden nach diesem Gefecht von der Budgetkategorie "Schiff" in "Verbrauchsmaterialien" verschoben.

Bigfish
10.07.20, 07:47
Werter Taurus,


als die Albion noch mit ihrer schweren Artillerie zurückgeschossen hat, hatten wir ihr die Sagami auf große Distanz als Ziel angeboten. Bedeutet: wenig bis keine Treffer und die Torpedoboote haben Ruhe. Hat geklappt. Hätte aber auch anders ausgehen können! Ein dummer Treffer auf der Sagami - aber Steilfeuer dauert noch einige Jahre...



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Werter TheBlackSwan,


woher habt ihre diese geheime Depesche? Wir wittern Verrat und Spionage!

Iche_Bins
10.07.20, 09:42
Wieder ein gutes Tauschverhältnis. Hoffentlich produzieren Eure Werften genug neue Zerstörer um die Verluste auszugleichen.

Eurem AAR auf dem Smartphone zu folgen verbraucht gefühlt 1/3 unseres monatlichen Datenvolumens ;)

Bigfish
10.07.20, 10:35
Werter Iche_Bins,



Hoffentlich produzieren Eure Werften genug neue Zerstörer um die Verluste auszugleichen.


diese Hoffnung ist trügerisch! Japans Produktionszeiten sind lang und die Kapazitäten knapp. Japan wird in diesem Krieg mit dem auskommen müssen was es hat oder bereits in Bau war. Aber fünf verlorene Torpedoboote ist noch kein kritischer Wert. Die anderen sind in spätestens drei bis vier Monaten wieder an der Front.




Eurem AAR auf dem Smartphone zu folgen verbraucht gefühlt 1/3 unseres monatlichen Datenvolumens


Ja die letzten Momente waren doch schon ereignisreich. Dabei haben Wir nur gut 10% der vorhandenen Bilder überhaupt gepostet!

Bigfish
13.07.20, 23:37
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zur Seeschlacht vor Hainan am 09. Mai 1914 <<



Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


das Versagen hinsichtlich des Beschusses der Britischen Garnison von Hong Kong darf auf keinem Fall dem Kommandieren Offizier Kaigun-chūjō Yamaya Tanin angelastet werden. Die Schuldigen für diesen Fehlschlag, der hunderten unserer tapferen Soldaten das Leben gekostet hat, sind zu meiner Schande bei der Aufklärung zu suchen. Unsere Spione haben gute Arbeit geleistet, aber es hat sich herausgestellt, dass es in der Befehlskette zu unhaltbaren Verzögerungen gekommen ist.


Dieses schändliche Verhalten im Umgang mit Kriegswichtigen, wenn nicht sogar Kriegsentscheidenden Informationen geht letztendlich zu meinen Lasten. Ich habe bereits angewiesen den Leiter der Nachrichtendienstlichen Abteilung auf Formosa von seinem Posten entfernen zu lassen.


Wir können stolz sein, dass wir mit Kaigun-chūjō Yamaya Tanin einen so herausragenden Kommandanten zur richtigen Zeit am richtigen Ort hatten.


Nur einem Offizier mit diesem taktischem Geschick und derart großer Erfahrung wie es Kaigun-chūjō Yamaya Tanin auf sich vereint, war es möglich einem weit überlegendem Feind eine so deutliche Niederlage abzutrotzen obwohl er nicht mit diesem Gegener rechnen musste.


Wir haben bewiesen, dass die Royal Navy nicht unbesiegbar ist. Dennoch zählt in diesem Konflikt nicht der Erfolg zur See, sondern der Sieg an Land. Wir müssen unsere Anstrengungen zur Einnahme von Wēihǎiwèi und Hong Kong intensivieren. Dazu brauchen wir mehr Truppen im Gefecht, aber weiterhin auch die Unterstützung von Seeseite mit unseren schweren Geschützen.


Ich ersuche daher das 大本営 (Daihon’ei) darum der Verlegung zusätzlicher Truppen Priorität einzuräumen und einem erneuten Vorstoß zum Beschuss von Hong Kong zuzustimmen.






+ + +





Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Seeschlacht vor Hainan am 09. Mai 1914 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.




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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 10. Mai 1914





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 10. Mai 1914



>> Rengō Kantai schlägt übermächtigen Gegner! <<


Unsere Glorreiche Marine hat während einem unerwartetem frontalem Zusammentreffen mit der Royal Navy das britische Schlachtschiff HMS Glory versenkt!


Dem edlen Kaigun-chūjō Yamaya Tanin ist es gelungen mit seinem deutlich schwächeren Geschwader einen kompletten britischen Truppentransport-Konvoi inklusive zweier als Begleitschutz anwesender Schlachtschiffe der Royal Navy zu versenken. Die Marine bedauert jedoch zugeben zu müssen auch einige wenige Torpedoboote verloren zu haben.


Der Marineminister persönlich hat die Verantwortung über den Verlust der Torpedoboote übernommen und angekündigt ein Ehrendenkmal für alle jemals verlorengegangen Torpedoboote erstellen zu lassen. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es dabei um folgende Schiffe der Kaiserlich Japanischen Marine:




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Welcher Gestallt dieses Ehrendenkmal sein soll, hat der Marineminister jedoch nicht näher erläutert. Dafür wurde den versammelten Journalisten der Weltpresse eindrucksvoll vorgeführt, wie überlegen die britischen Schlachtschiffe den japanischen Kriegsschiffen gewesen waren. Der Marineminister hat ein Konvolut an Informationen freigegeben, welches wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen:





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Bild 102: Typen Informationen der ersten Schlachtschiff Generation der Royal Navy
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dreadnought_(1906).png
Autor: ANE'S FIGHTING SHIPS 1906-07, Edited by Fred T. Jane, Published by Sampson Low, Marston, 1906
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Jane%27s_Fighting_Ships





Leider konnten unsere tapferen Soldaten vor Hong Kong keinen Nutzen aus dem Erfolg der Kaiserlich Japanischen Marine ziehen. Die Kämpfe um Hong Kong gehen mit erbitterter Härte weiter und ein Ende ist nicht abzusehen.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Sonntag 10. Mai 1914


Osaki Satoshi wusste noch deutlich mehr, als er nach dem Besuch der Kempeitai veröffentlichen mochte. Er hatte gleich mehrere unabhängige Nachrichten von seinen Informanten erhalten, die er mittlerweile an wichtigen Stellen in der gesamten Region verteilt hatte. Das machte den Anfang am Suez Kanal und reichte über Colombo bis nach Singapur.


Es war nicht einfach die Meldungen weiterzugeben und er fragte sich, wie das wohl der Geheimdienst machen würde? Aber dennoch hatte er ein klares Bild aus den Einzelteilen zusammensetzen können. Und dieses Bild besagte, dass die Situation in Südost-Asien in weniger als zwei Wochen zu kippen drohte.





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Was da an britischem Schiffsraum unterwegs nach Asien war, war beeindruckend!




Er fragte sich wie die Japanische Flotte dagegen bestehen sollte, aber in Anbetracht des letzten Erfolgs, schien dies zumindest nicht unmöglich zu sein. Solange die Royal Navy ihre Kräfte nur Stückweise heranführte, fehlte dem Feind das was ihn ausmachte – zahlenmäßige Überlegenheit in allen Bereichen. Sollten aber die britischen Geschwader in Indien abwarten bis der Rest der Flotte eintraf um dann gemeinsam nach Asien zu marschieren, dürfte es für Japan unangenehm werden.


Allerdings besagten die Informationen aus Colombo, dass die Schiffe unter Dampf lagen. Das sprach gegen ein Abwarten auf den Rest der Flotte.





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Es war nicht zu leugnen, dass die Führung der Royal Navy unter enormen Druck stand. Sie brauchte dringend einen umfassenden Erfolg gegen Japan. Satoshi notierte die bislang bekannten Verluste der Royal Navy auf einem Stück Papier:




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Das war schon etwas!



Wenn die großen Europäischen Nationen über den Ausgang der Russische-Japanischen Kriege zwar schockiert waren, so hatten sie dennoch von keiner dieser beiden Seiten eine hohe Meinung. Sowohl die russische Marine, wie auch jene Japans galten als schlecht, zu klein und unfähig geführt. Damit hatten die Marineführungen des Empire, in Berlin und Washington eine gute Erklärung warum Japan die Russische Flotte vernichten konnte. Es waren schlicht gleichwertig schlechte Gegner.


Es gab also keinen Anlass zur Sorge über die Kaiserlich Japanische Marine für eine wirklich große und gut geführte Flotte. Diese Arroganz der obersten Befehlshaber hatten die örtlichen Kommandeure der Royal Navy bereuen müssen.



Allmählich dämmerte es den Briten wie auch anderen Europäern, dass mit Japan eine neue Seemacht heranwuchs!





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 10. Mai 1914


Das Extrablatt vom Morgen über den großen Sieg der Flotte war komplett ab verkauft. Die Druckerpressen waren dabei die Ausgabe nachzudrucken, da waren diese Nachrichten überholt. Am frühen Nachmittag sickerten die ersten Informationen durch, dann gab es die offizielle Bekanntmachung. Die Druckerpressen wurden gestoppt und eilig kam ein weiteres Extrablatt zum Vorschein, dass keine Zeit zum trocken hatte!





>> Die Ereignisse überschlagen sich – Sieg – Sieg – Wēihǎiwèi ist wieder Japanisch! <<


Der Generalstab der Kaiserlich Japanischen Armee hat bekanntgegeben, dass die Flagge Japans von jetzt an und für alle Zeiten über der ehemals britischen Kolonie Wēihǎiwèi weht! In einem brutalen Sturmangriff ist es den japanischen Soldaten gelungen die britischen Verteidiger aus ihren Stellungen zu treiben und in die Flucht zu schlagen.


Kurz darauf hat der britische Garnisonskommandant die bedingungslose Kapitulation erklärt und um Gnade für seine ausgezehrten Truppen gebeten. In einem Akt größter Mildtätigkeit hat Rikugun-chūjō Kawamura Sogoro der Kommandeur der Japanischen 9. Division die Kapitulation angenommen und mit der Versorgung der überlebenden Soldaten des Empire begonnen.




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#100 RTW2-JAP#

LochLomond
24.07.20, 14:10
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15. Mai 1914






>> Desaster! Völliges Versagen der Royal Navy! <<




Die vorliegenden Meldungen aus dem ostasiatischen Raum klangen zunächst so unglaublich, daß wir davon abgesehen haben, sie direkt zu veröffentlichen. Alles deutete eher auf einseitige Propaganda und maßlose Übertreibung. Mittlerweile liegen uns aber mehrere Bestätigungen der Vorkommnisse aus unabhängigen Quellen vor.

Am 09. Mai 1914 befand sich ein eher kleiner japanischer Verband mit dem Linienschiff Sagami an der Spitze auf dem Weg nach Hongkong, um den dortigen britischen Stützpunkt von See zu beschießen. Begleitet wurde die Sagami von einem schweren und vier leichten Kreuzern, sowie mehreren Torpedobooten. Vor Erreichen des eigentlichen Ziels traf dieser Verband auf hoher See auf einen stark gesicherten britischen Truppenkonvoi! Mit dem modernen Schlachtschiff HMS Glory an der Spitze und Begleitung durch zwei Linienschiffe, zwei leichten Kreuzern und fünfzehn Torpedobooten war der britische Sicherungsverband dem japanischen Beschießungsverband an Kampfkraft nominell deutlich überlegen.



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HMS Glory
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Glory_(1899)#/media/File:HMS_Glory_LOC_ggbain.17135.jpg



Was nun geschah, war absolut unfassbar. Auftrag des Sicherungsverbandes - wie der Begriff schon sagt - war es, die Truppentransporter vor jedweder Feindeinwirkung zu beschützen. Wie macht man das? Man schiebt die eigenen Kriegsschiffe zwischen die unbewaffneten Transporter und den Feind und drängt diesen ab. So werden die wertvollen und wehrlosen Transporter dem Zugriff des Feindes entzogen. Einfachste Seetaktik aus der 1. Klasse jeder Marineakademie. Und was machte der befehlshabende britische Admiral? Er zog seine Kampfeinheiten hinter die Truppentransporter ZURÜCK!

Was dann folgte war offensichtlich: wie Tontauben auf dem Schießstand lagen die Truppentransporter wehrlos vor den Geschützen der Japaner und wurden von diesen in kürzester Zeit alle (!) versenkt. Mit diesen Schiffen ging mehr als eine Division an Truppen, die zur Verstärkung Hongkongs vorgesehen waren, unrettbar verloren.

Und war das an absolute Unfähigkeit grenzende Fehlverhalten des britischen Kommandeurs noch zu steigern? Eigentlich nicht, denn alle seine Schutzbefohlenen hatte er ja bereits geopfert. Alle? Nein, es gab ja noch die Besatzungen seiner Kriegsschiffe, die man den japanischen Seewölfen zum Fraß vorwerfen konnte! Im Anschluß an die Versenkung der Transporter stellte sich die Royal Navy zum Kampf (warum jetzt und nicht schon vorher?). Dabei taktierte er aber so ungeschickt, daß die Japaner das Gefecht trotz deutlicher nomineller Unterlegenheit klar für sich entscheiden konnten. Als das Gefecht wegen einbrechender Dunkelheit endete lagen die HMS Glory, das Linienschiff HMS Benbow, ein leichter Kreuzer und sechs britische Torpedoboote auf dem Grund der asiatischen See. Demgegenüber hatten die Japaner "nur" fünf Torpedoboote verloren.

Ob der britische Admiral den Untergang seines Flaggschiffes überlebt hat, ist nicht bekannt. Sein Verhalten zu beurteilen überlasen wir einem britischen Kriegsgericht. Ein deutscher Kommandeur würde in seiner Situation wahrscheinlich vor einem Erschießungskommando landen.

Taurus
25.07.20, 19:14
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Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 15. Mai 1914





>> Ostasien-Flotte der Royal Navy muss weitere Niederlage kassieren - Britische Besitzung Weihaiwei fällt an Japan - Auch Hongkong schwer unter Druck <<





Hier in den wichtigen europäischen Hauptstädten herrschen ob der seit vielen Wochen eintreffenden Meldungen aus Ostasien Unglaube, Verblüffung und mitunter auch Schadenfreude.
Vor allem, das die seit Jahrhunderten dominierende Seemacht gegen das aufstrebende, aber flottenmässig keinesfalls nur annähernd gleichwertige japanische Kaiserreich eine demütigende Niederlage nach der anderen hinnehmen muss, trägt vielleicht auch in Europa über kurz oder lang zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse bei.

Aus gut unterrichteten Quellen wurde außerdem bekannt, das durch desaströses Kommandoversagen nicht nur eine unnötige Niederlage auf See zustande kam, sondern als Dreingabe einen ihnen anvertrauter kompletter Transporter-Konvoi mit Bodentruppen-Verstärkungen für Hongkong völlig ohne Not der Vernichtung preisgegeben wurde.
Verlieren gegen einen taktisch überlegenen Gegner kann man immer, nur auf das WIE kommt es letztenendes an. Für die französische Flotte käme solch ein ruchloses Verhalten niemals in Frage, auch für andere ernstzunehmende Seemächte wie Deutschland, USA oder Italien kann man so etwas mit Gewissheit ausschließen.

Zumindest das deutsche Kaiserreich wird den schleichenden Niedergang ihres größten Konkurrenten aufmerksam verfolgen, allerdings sollten sie (wie auch Frankreich) einigermaßen besorgt ebenfalls mehr als ein Auge in die derzeitige Krisenregion werfen. Wenn schon die mächtigste Kolonialmacht arg zu kämpfen hat, um ihre Vormachtstellung nicht einzubüßen, wie wird es zu späterer Zeit den ebenfalls mit dortigen Besitzungen vertretenen Deutschen und Franzosen ergehen?

Was haben die Japaner wirklich vor?
Nur eine begrenzte Ausdehnung ihrer Einflußsphäre oder stehen wir am Beginn einer Umwälzung der Machtverhältnisse im gesamten ostasiatischen Raum?


Militärisch liegt das Momentum gerade auf Seiten von Japans Flotte und Armee, denn die herausragenden taktischen Leistungen der kaiserlichen Flotte wurden gekrönt durch die Einnahme der belagerten britischen Besitzung Weihaiwei. Anfängliche Schwierigkeiten konnten durch Hartnäckigkeit und letztlich die von der Flotte unterbundene britische Unterstützung für die Eingeschlossenen überwunden werden.

Das ist schon mehr als ein Achtungszeichen, das japanische Selbstbewusstsein dürfte in ungeahnte Höhen gestiegen sein.



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China um 1900

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:China-1900-es.svg




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Region Weihaiwei

Quelle: https://www.wikiwand.com/de/Weihai




https://abload.de/img/tcitp_d784_weihaiwei_pxk55.jpg (https://abload.de/image.php?img=tcitp_d784_weihaiwei_pxk55.jpg)
Hafen von Weihaiwei mit China-Squadron der Royal Navy

Quelle: https://en.wikisource.org/wiki/Twentieth_Century_Impressions_of_Hongkong,_Shanghai,_and_other_Treaty_Ports_of_China/Weihaiwei#/media/File:Tcitp_d784_weihaiwei_harbour_and_the_british_china_squadron.jpg





Japan ist bisher ein großes Wagnis eingegangen, aber die Erfolge sprechen eine eindeutige Sprache. Die Briten waren schlecht vorbereitet und sind scheinbar im Verlauf ihrer langen Dominanz auf den Weltmeeren träge und überheblich geworden. Dafür bekommen sie jetzt die Quittung und sollte in der Admiralität nicht umgehend ein Lernprozess eintreten und die Kräfte der Royal Navy nicht mehr kleckerweise, sondern als geballte Kraft ins Gefecht geschickt werden, könnte alsbald das britische Empire zumindest in Ostasien auf dem Spiel stehen.

Ansehen und Ehre sind schon weitgehend verloren, ob es mehr wird, entscheiden die nächsten Schritte der beiden Kriegsmächte.

Bigfish
25.07.20, 23:41
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 02. Juni 1914



Die Marine machte großes Brimborium daraus, dass die U-Boote mittlerweile in der Lage waren dem Feind unangenehme Verluste beizufügen. Heimlich, Still und Leise versuchte das Marineministerium dagegen mit einer anderen Meldung umzugehen.


Das Konstruktionsbüro der 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) (Marinewerft Kure) hatte den Entwicklungsauftrag für ein neuartiges Schiff abgeschlossen und angeblich wollte die Marine bereits sofort mit der Detail-Konstruktion beginnen. Früher hatte die Marine neue Entwürfe durch eigene Konstrukteure aufwendig prüfen lassen, aber diesmal sollte so schnell als möglich ein Bauauftrag erteilt werden.


Osaki Satoshi hatte erfahren, dass mehrere Ingenieure der Marine-Konstruktions-Abteilung wegen ihrer Kritik an diesem Vorgehen nicht nur entlassen worden waren, nein die Ingenieure wurden sogar inhaftiert.


Für die Marine schien es wichtiger zu sein überhaupt ein Exemplar dieses neuen Typs in Dienst zu stellen, als das es sich dabei um eine zuverlässige Konstruktion handelte. Satoshi kochte vor Wut, dass er über diese Information nicht einmal Andeutungen veröffentlichen konnte. Wenn die Marine schon eigene Leute inhaftierte, würde ihm vielleicht schlimmeres drohen.


Die Zeiten für die japanische Presse änderten sich. Es war zu spüren, dass die aktuellen Machthaber kein Interesse an einer offenen Berichterstattung hatten.



Geheimhaltung und Patriotismus lautete die neue Doktrin.



Das spürten Satoshi und alle seine Kollegen überdeutlich!





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Vier Wochen waren vergangen und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin befand sich mit der Sagami wieder auf See mit Kurs auf Hong Kong. Nach dem Erfolg gegen den britischen Truppenkonvoi war die Marineführung vorsichtiger geworden. Tatsächlich hatte man die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) zurückgehalten. Irgendjemand hatte Gerüchte aufgegriffen, wonach die Royal Navy einen massiven Vergeltungsschlag gegen Tōkyō selbst plane. Andere Gerüchte wiederum besagten der Angriff würde den Docks der Marinewerft Kure gelten.


Ob die Gerüchte jemals einen wahren Kern enthielten spielte keine Rolle, die Marine blieb mit einem starken Aufgebot in ihren Heimatgewässern. Das in dieser Zeit zwei Truppenkonvois Hong Kong erreichten war die logische Folge aus dem passiven Verhalten Japans. Die Belagerungstruppen gerieten nun selbst unter Druck und es musste gehandelt werden. Abermals plante man den Beschuss von Hong Kong, schließlich lagen die Pläne dazu bereits vor. Der gewachsenen Bedrohung wollte man seitens Japan mit verdoppelter Feuerkraft am Zielort begegnen. Die Japanische 5. Schlachtdivision bestand nun aus der Sagami und der Iki und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin brannte darauf diesmal seinen Auftrag zu erfüllen.



Es sollte ihm abermals nicht gelingen!




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin hatte sein Frühstück mit einer Tasse Yasmin-Tee beendet, dessen Aroma er noch immer auf seiner Zunge schmecken konnte. Er war felsenfest von einem erfolgreichen Tag überzeugt, bis der erste Offizier mit einer Funkmeldung bei ihm erschienen war.



Die Aufklärung meldete britische Schiffsbewegungen vor Hainan.



Er glaubte schon an eine Verwechslung. Der Funker musste wohl aus Versehen die alte Meldung aus dem vorigen Monat in die Finger bekommen haben. Aber die Meldung war eine gänzlich andere. Hier war eindeutig von einem Kampfverband die Rede. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin lies umgehend Gefechtsbereitschaft herstellen.




Japanische 5. Schlachtdivision:
Einheitslinienschiff Sagami (Flaggschiff)
Einheitslinienschiff Iki

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Japanische 9. Kreuzerdivision:
Panzerkreuzer Azuma
Panzerkreuzer Kasuga

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Japanische 7. Aufklärungsdivision:
Geschützter Kreuzer Yaeyama

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Japanische 11. Aufklärungsdivision:
Geschützte Kreuzer Chitose, Itsukushima

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Japanische 13. Aufklärungsdivision:
Geschützter Kreuzer Kasagi

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Japanische 6. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Shirakumo, Okikaze

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Japanische 8. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Hokaze, Yukaze

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Japanische 10. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Oshio, Yamagumo, Michishio, Minegumo, Yugure

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Japanische 12. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Teruzuki, Hamanami, Makinami

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Japanische 14. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Naganami, Fujinami, Okinami

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Panzerkreuzer Azuma – Führungsschiff der Japanischen 9. Kreuzerdivision



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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin fühlte sich Merkwürdig. Die Situation kam ihm wie ein Traum vor und dennoch war es real. Der gleiche Auftrag, die gleiche Situation – waren die Briten so starrköpfig und unflexibel oder war das eine Falle?




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Wenn es eine Falle war, würde die Royal Navy den gleichen Verlauf erwarten wie vor einem Monat. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin beschloss diesmal nicht auf die betreffende Position drauf zu zu steuern. Er hielt Abstand und würde einen weiten Bogen schlagen. Sollte die Royal Navy auf ihn warten und ungeduldig werden, würde er ihnen vielleicht in die Flanke fallen können. Aber in Summe wusste er das dies auch alles falsch sein konnte.


Es war kurz vor halb zehn am Morgen und weit und breit war nichts in Sicht. Einige wenige Schneeweiße Wolken wurden von einer sanften Brise über den Himmel getragen und nirgendwo deutete ein schwarzer Wolkenfleck auf anwesende gegnerische Schiffe hin.




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Wie schon zuvor obsiegte seine Ungeduld. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin beorderte den geschützten Kreuzer Yaeyama zu den übermittelten Koordinaten – nur für den Fall…




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Um halb elf kam von der Yaeyama die Bestätigung – unbekanntes Schiff in Sicht – in unmittelbarer Nähe wo die Funkaufklärung den Feind vermutet hatte!




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin lies umgehend alle Einheiten Richtung der vermutlichen Feindposition eindrehen von der Yaeyama kamen schnell weitere Sichtungsmeldungen dazu.




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Zur Verwunderung von Kaigun-chūjō Yamaya Tanin ergriff der Gegner die Flucht und der Abstand seiner Hauptmacht zum Feind schrumpfte nur unmerklich oder vergrößerte sich sogar.




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Dann aber stürmte von Norden eine zweite Gruppe Schiffe direkt auf das Japanische Geschwader drauf zu.



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Es dauerte kaum eine Minute dann kam von der Yaeyama eine präzisere Meldung:



Feindliches Schlachtschiff hält mit hoher Fahrt auf uns zu!



Kaigun-chūjō Yamaya Tanin kam wieder dieser Gedanke in den Sinn: Handelte es sich hier um eine Falle?





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Jetzt drehte auch die erste Gruppe wieder bei und vereinte sich mit der zweiten Gruppe. Das Schlachtschiff eröffnete das Feuer auf die Yaeyama. Die Flucht schien nur vorgetäuscht zu sein, die Royal Navy führte ihre Kräfte zusammen – und es waren zwei Schlachtschiffe der Royal Navy im Verband!




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Beide Schlachtschiffe drehten bei um die japanischen Angreifer mit der maximalen Anzahl an Geschützten unter Feuer nehmen zu können.




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Die Situation verschärfte sich als britische Linienschiffe identifiziert wurden.




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Dann aber drehte dieser große und eindeutig überlegene Verband nach Norden ab und schien wieder die Flucht zu ergreifen.




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Und wieder war da dieses Gefühl – dieses Déjà-vu – als im Norden weitere Schiffe in Sicht kamen. Es war abermals genau wie vier Wochen zuvor.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin wusste nicht was er von der Situation halten sollte? Vor sich hatte er nicht weniger als vier kampfstarke feindliche Großkampfschiffe mit zahlreichen geschützten Kreuzern und Torpedobooten als Geleitschutz und der Feind floh. Waren das im Norden etwa weitere Schlachtschiffe mit denen sich die Briten vereinigen wollten?



Waren das drei getrennte Schlachtgruppen auf der Suche nach ihm gewesen, die sich jetzt wo sie ihn gefunden hatten zusammenballen wollten?





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#101 RTW2-JAP#

Ruprecht I.
26.07.20, 01:19
Uuuh, habt Ihr jetzt den ganzen Verein an der Backe? :eek:

https://www.youtube.com/watch?v=ulasylLEU08

Taurus
26.07.20, 18:17
Vielleicht haben die Briten eine bessere Taktik auf Lager, wenn sie nicht "lästige" Transporter begleiten müssen.

Aber diese anfängliche herumeierei macht schon wieder Sorgen, das sie nicht so richtig wissen, was sie tun sollen. :uhoh:

Bigfish
27.07.20, 21:32
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Nördlich tauchten immer mehr Schiffe auf und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin musste darüber schmunzeln was er von der Situation halten sollte?




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Dann begann das Gefecht mit einem Geplänkel der Torpedoboote.





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin wusste nicht ob er sich verlesen hatte? Die Meldung der Yaeyama deutete auf langsame in vier Kolonnen fahrende Schiffe hin. Das war die typische Formation für einen Konvoi aus Frachtschiffen. War das ein Trick oder war er schon wieder von den Briten zu einem Konvoi geführt worden?




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Immerhin machte die nachhängende Kolonne umgehend kehrt und verhielt sich wie eine Flottille Kriegsschiffe. Der Rest aber dampfte davon. Wenn das Schlachtschiffe wären die sich mit dem Rest der Flotte vereinigen wollten, ergab das keinen Sinn.




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Eines der Schiffe wurde nun als Panzerkreuzer angesprochen. Also doch ein drittes Geschwader Kriegsschiffe?




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Es schien sich zu bestätigen als das Führungsschiff dieser Kolonne als Linienschiff klassifiziert wurde. Jetzt sprach alles für einen geplanten Hinterhalt durch die Royal Navy.




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Die großen Kampfschiffe schienen sich tatsächlich vereinigen zu wollen, während drei britische Torpedoboote der japanischen Angriffsspitze den Weg verlegten und diese zum Abdrehen zwangen. Dies sollte den Schlachtschiffen wohl Zeit verschaffen um in Linienformation gelangen zu können.




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Das Abwehrmanöver der Royal Navy hatte Erfolg. Für den Moment musste die Japanische 10. Torpedoboot-Flottille die Verfolgung abbrechen.




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Dann zeigten sich die ersten technischen Probleme durch die hohen Fahrtstufen aller japanischen Kriegsschiffe. Die Naganami konnte die Geschwindigkeit nicht länger halten und fiel zurück.




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Letztlich aber kam die Bestätigung für das was Kaigun-chūjō Yamaya Tanin bereits unterschwellig vermutet hatte. Die Oshio identifizierte die Schiffe im Norden als Frachtschiffe. Konnte das sein? War die Royal Navy so dumm?





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Für eine Konvoi-Eskorte war das britische Geschwader eindeutig zu mächtig. Für einen Schlachtverband waren aber viel zu viele alte Torpedoboote im Verband, welche die modernen Schlachtschiffe eher ausbremsten. Die Situation war merkwürdig.




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Wieder hielten die britischen Großkampfschiffe direkt auf die Frachter drauf zu, aber die Verfolgung gestaltete sich schwierig, weil die britischen Torpedoboote ständige Störmanöver durchführten.




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Immerhin bestand jetzt Gewissheit über den Feind. Die Hauptmacht bestand aus zwei Schlachtschiffen, zwei Linienschiffen und einem Panzerkreuzer. Dazu kamen mindestens zwölf Torpedoboote. Nachdenklich stimmte ebenfalls, dass ein überwiegender Teil der Transporter als Handelsstörer klassifiziert wurden.


Dann dämmerte es Kaigun-chūjō Yamaya Tanin. Wenn die Royal Navy ihm wirklich eine Falle stellen wollte, war es nur logisch, wenn der Konvoi komplett aus bewaffneten Handelsschiffen bestand und somit einen schwer verdaulichen Köder darstellte.





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#102 RTW2-JAP#

Bigfish
27.07.20, 21:35
Werter Ruprecht I.,

Werter Taurus,



scheinbar ist die Admiralität des Empire (Die KI) doch eher unfähig in dieser Situation :(

Ruprecht I.
27.07.20, 21:52
Nicht nur in dieser...
Na dann, fröhliches Abschlachten. Wir werfen dann mal Popcorn (https://www.youtube.com/watch?v=O775dHUHxLs) ein :P

Taurus
28.07.20, 00:10
Es wäre uns allen (Lesern) zu wünschen, das die KI doch mal den einen oder anderen hellen Moment hat. Wenn wirklich diverse AMC unter die Transporter gemischt wurden, sieht es nicht mehr nach einem fröhlichen Schlachtfest aus.
Vielleicht tun wenigstens DIE ihren Job, wenn die eigentlichen Waffenträger nur ihr Schaulaufen veranstalten und kollektiv vergessen haben, weswegen sie eigentlich hier sind.

Die Royal Navy entpuppt sich immer mehr als Demenzflotte......

Bigfish
28.07.20, 09:04
Werter Ruprecht I.,

Werter Taurus,



die KI wird schon besser von Version zu Version. Auch macht es einen klaren Unterschied das die späteren Schiffe als solche grundsätzlich besser sind. Ganz wesentlich ist auch die Art des Gefechts und Konvoi-Verteidigung scheint für die KI so ziemlich das Schwierigste zu sein, aber ist bleibt dabei das auch diese KI wie alle anderen KIs keinen "Blick" für die Gesamtsituation hat. Wir fragen Uns da schon, ob es nicht besser geht? Denn gerade bei diesem Spiel würden Wir ein entsprechendes "Regelset" für eher einfach halten.

Alith Anar
28.07.20, 16:57
Was mir gerade auffällt: 3 Kapitäne der 10. Torpedobootsflotille haben wohl Munition auch in der Kombüse gelagert, oder wie?

Bigfish
28.07.20, 17:27
Werter Alith Anar,


der gute japanische Soldat hat immer etwas Reserve Munition in seinen Jackentaschen gelagert - egal ob Patronen für den Colt oder Granaten für das 16inch Geschütz...


Einer der vielen Bugs. Ihre werdet auch sehen können, das manchmal 170% Treibstoff vorhanden sind. Insbesondere schwer angeschlagene Schiffe die nur noch ein oder zwei Knoten laufen haben plötzlich irre viel Kohlen oder Öl gebunkert. Scheinen die direkt aus dem Meer zu fischen, von Schiffen die sie vorher versenkt haben - Löblich sehr Löblich!

Bigfish
01.08.20, 21:52
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Nach und nach wurden die Meldungen korrigiert und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin wusste nun was passieren würde. Schon wieder flüchteten deutlich überlegene Streitkräfte der Royal Navy in Richtung ihrer Schutzbefohlenen und er war sich fast bereits sicher – wieder würden die Transporter preisgegeben werden vom Feind.




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Immerhin versuchten die britischen Torpedoboote ihr Bestes um die Schlachtschiffe aus dem Fokus zu nehmen, bekamen aber somit zu spüren, dass der japanische Artillerie-Beschuss so schlecht nicht war.





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Trotzdem allem gelang es den japanischen Torpedobooten aufzuschließen. Auch wenn sich die ersten ernsthaften Feindtreffer einstellten.




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Völlig unerwartet drehten die feindlichen Schlachtschiffe um und suchten den Kampf. Sollte es dieses Mal tatsächlich anders verlaufen?



Der gegnerischen Schlachtlinie gelangen zumindest umgehend die schlimmeren Treffer!





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Eines war für Kaigun-chūjō Yamaya Tanin besonders unangenehm. Seine alten Linienschiffe waren nicht einmal Ansatzweise dazu in der Lage die Geschwindigkeit des Gegners mitzugehen. Er hing weit zurück und konnte dadurch seine Torpedoboote praktisch nicht unterstützen.




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Die bereits schwer getroffenen japanischen Torpedoboote versuchten vor ihrem Rückzug ihre Torpedos möglichst nützlich einzusetzen und sei es nur um die Britische Formation in Unordnung zu bringen.




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Die Oshio bekam als führendes Torpedoboote die geballte Abwehr zu spüren.




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Diesmal schien sich der verantwortliche Britische Geschwader-Kommandant nicht so billig verkaufen zu wollen, wie es vier Wochen zuvor geschehen war.




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Dann aber schaffte es einer der eher planlos abgeschossenen Torpedos tatsächlich eines der britischen Linienschiffe zu treffen. Während sich die japanischen Torpedoboot-Flottillen nun daran machten die beiden britischen Schlachtschiffe in die Zange zu nehmen, die ohne Abschirmung waren.




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Zwar waren die britischen Torpedoboote nicht mehr damit beschäftigt die japanischen Angreifer abzudrängen, aber die früheren Versuche waren auch halbwegs erfolgreich gewesen. Die japanischen Torpedoboot-Flottillen waren sich gegenseitig im Weg. Dennoch versuchten alle die beiden vor ihnen befindlichen Schlachtschiffe zu torpedieren. Was auch gelang!




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Jetzt galt es nachzulegen so lange die Chancen derart gut standen. Im Nahbereich der beiden gigantischen britischen Schiffe waren Todesurteile gegen Torpedoboote schnell vollzogen.




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Der Feind war angeschlagen und völlig aus der Formation geraten. Wie ein Rudel Wölfe fielen die japanischen Torpedoboote in den feindlichen Verband ein. Das Wasser wimmelte von Torpedos in allen möglichen Richtungen, sodass die Schiffe der Royal Navy nicht in der Lage waren wieder in eine geordnete Schlachtlinie zu gelangen. Die britischen Torpedoboote schirmten die alten Linienschiffe ab, die zuerst getroffen worden waren.


War das eine Fehleinschätzung des Gegners gewesen? Dachten die Briten die Linienschiffe waren das Ziel und das die modernen Schlachtschiffe auch gut alleine zurechtkommen würden?





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Die britischen Torpedoboote begannen damit einen Nebelschleier zu legen um die Linienschiffe abzuschirmen. Die Aufmerksamkeit der japanischen Torpedoboote und geschützten Kreuzer lag jedoch auf den beiden Schlachtschiffen, die sich dieser Überzahl an Schiffen nicht erwehren konnten. Es war nur eine Frage der Zeit bis weitere Torpedos beiden Schiffen die Rümpfe aufreißen würden. Eines der beiden Schlachtschiffe begann von drei Torpedos getroffen bereits an Fahrt zu verlieren.



Dann kam der Donnerschlag von fünf Torpedotreffern auf einen Streich!





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Was auch immer der Tag noch bringen würde, so war doch eines bereits klar – die Royal Navy würde mindestens zwei moderne Schlachtschiffe verlieren – mehr als alles was die Royal Navy den Japanern heute antun konnte!


Die Okikaze krachte fast gegen den Bug der HMS Albion, die nun exakt zu identifizieren gewesen war. Auf kürzeste Distanz wurden alle einsatzbereiten Torpedos aus den Werfern gepresst um das Schicksal des Schlachtschiffes zu besiegeln.





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Aber auch die japanischen Torpedoboote und Kreuzer mussten weiter einstecken.




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Die See kochte und aus der Distanz waren Freund und Feind kaum mehr auseinander zu halten.




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Endlich griffen die britischen Begleiter wieder in den Abwehrkampf ein, aber es war zu spät. Es herrschte Chaos und man konnte förmlich schon einen bevorstehenden Enterkampf riechen. Kreuz und Quer waren die Kontrahenten verteilt, aber die Kaiserlich Japanische Marine hatte einen Vorteil:



Die Japaner konnten ohne Rücksicht überall hin Schießen und trafen mit Pech ein eigenes Torpedoboot. Die Royal Navy konnte auch überall hin Schießen und wohl riskieren ein eigenes Großkampfschiff zu treffen!





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Immerhin konnte man diesmal eines sagen: Dieser Gegner zog die Aufmerksamkeit auf sich, was den Frachtschiffen Zeit verschaffte.




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Die japanische Taktik das Meer mit Torpedos zu überschwemmen ging auf. Ständig kam irgendein Torpedo irgendeinem Schiff gefährlich nahe und mancher davon fand ein wertvolles Ziel.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin konnte endlich Aufschließen, weil die getroffenen Feindschiffe deutlich an Fahrt verloren hatten. Seine Panzerkreuzer waren bereits in der Lage in das Gefecht einzugreifen. Mit seinen Linienschiffen würde er dafür noch etwas Zeit benötigen.



Nach einem Blick auf die Seekarte mit den Schiffspositionen hatte er eine Idee…




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#103 RTW2-JAP#

Taurus
01.08.20, 22:28
Ohne Worte!

Die Royal Navy hat wohl nur noch Admiräle, die ihre Streifen bei einem Preisausschreiben gewonnen haben. Aber im Moment wird wenigstens Ehre und Kampfgeist gezeigt, hoffentlich ändert sich das nicht wieder.

Ruprecht I.
01.08.20, 22:45
Die Royal Navy hat wohl nur noch Admiräle, die ihre Streifen bei einem Preisausschreiben gewonnen haben.

Nö. Per Abstammung.
Und im Adel ist Inzucht halt noch häufiger (und schädlicher), als bei Inselpopulationen ohnehin.
Wohl auch der Grund für die Aufgabe der Transporter im 1. Gefecht: da waren als Landoffiziere die Brüder der kommandierenden Offiziere der RN an Bord. Die hat man zwecks Optimierung der eigenen Erbaussichten gerne geopfert. Eigene Karriere? Och, kommt schon, was soll denn passieren? Verlust des Ranges, na und? Dafür Sitz im Oberhaus und ein paar fette Schlösser.

Bigfish
06.08.20, 22:08
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Kaigun-chūjō Yamaya Tanin konnte bereits jetzt davon ausgehen, dass die britischen Großkampfschiffe geschlagen waren. Seine Torpedoboote mussten diesen Schiffen nur noch den Todesstoß verpassen und daran konnte kaum jemand ernsthafte Zweifel hegen.


Sicher würde noch das ein oder andere Torpedoboot dabei verloren gehen, aber das kalkulierte die Marineführung mittlerweile ein. Es blieben aber noch die bislang unbehelligten Frachtschiffe, die sich Abzusetzen versuchten. Er sah seine Chance darin den gegnerischen Schlachtverband in weitem Abstand zu umfahren und mit seinen Panzerkreuzen und Linienschiffen direkt die Frachter anzugreifen.


Während die Torpedoboote weiter den Feind beschäftigten versuchte er diese Idee in die Tat umzusetzen.




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Etwas ungewöhnlich war, dass es bei diesem Gefecht auch immer wieder feindliche geschützte Kreuzer traf. Aber die Erklärung fand sich schnell. Diese Schiffe kämpften, oder versuchten das wenigstens. Die geschützten Kreuzer der Russen hatten sich meist schnell zurückgezogen. Dass die Royal Navy eine andere Qualität hatte, wenn auch ebenfalls keine gute, das konnte man merken.


Dafür versuchten britische Torpedoboote ihrerseits die Kasagi zu torpedieren und zumindest die Manöver dafür waren sehr gut. Es fehlte bislang nur der Erfolg.





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Der Kampf um die Schlachtschiffe verlief weiterhin zugunsten Japans.




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Mindestens ein Torpedoboot-Kommandant der Royal Navy schien zu ahnen was die schweren Kampfschiffe Japans zu tun gedachten. Zumindest begab sich ein Torpedoboot in eine Abfang-Position zur Azuma und Kasuga.




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Dem Treiben dieses Torpedobootes versuchten nun gleich drei geschützte Kreuzer Japans ein Ende zu bereiten.




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Der Kommandant der Azuma begann damit seine Artillerie warm zu schießen und es gelangen mehrere Treffer auf dem nahestehenden britischen Schlachtschiff.




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Die maßgebliche Waffe waren aber unbestritten die Torpedos.



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Dann war es fast geschafft. Zwar musste die Kasagi schwere Artillerietreffer einstecken, aber der Kreuzer kam in Reichweite der Frachter. Allerdings fiel dem Kommandanten sofort auf, dass diese Schiffe ungewöhnlich hoch im Wasser lagen.


Es hatte den Anschein als seien diese Schiffe nicht beladen und damit wären diese Frachter das was schon mehrfach vermutet worden war. Ein Köder für Japan.




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Dann bereitete der Panzerkreuzer Kasuga der HMS Albion das Ende. Nach einer Breitseite mit den 8inch Geschützen gab es eine kleine Explosion, woraufhin das mächtige Schlachtschiff zu Rollen begann und schließlich kenterte.




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Dann kam der erste Verlust für Japan. Das Torpedoboot Michishio war bereits mehrfach schwer getroffen worden und musste nun nach einem weiteren Volltreffer durch den gegnerischen Panzerkreuzer aufgegeben werden.




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Das Umgehungsmanöver konnte abgebrochen werden. Die Gegenwehr durch die Großkampfschiffe der Royal Navy war zum Erliegen gekommen. Die geschützten Kreuzer Japans waren längst durchgebrochen und begannen mit dem Beschuss der Frachtschiffe und die japanischen Panzerkreuzer und Linienschiffe nahmen aus der Distanz heraus alles unter Feuer was sich an Kriegsschiffen doch noch zu rühren wagte.



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#104 RTW2-JAP#

LochLomond
06.08.20, 22:24
nur noch peinlich

Iche_Bins
06.08.20, 22:29
Sieht nach einem weiteren großen Sieg für die Kaiserliche Marine aus.

Ruprecht I.
06.08.20, 22:34
Sehr richtig, daß Ihr von Köder sprecht.
'ne Falle (https://www.youtube.com/watch?v=mK_8gybdF9I) vermögen Wir nicht zu erkennen.

Bigfish
07.08.20, 00:03
Werte Regenten,


ja die KI hat hier wieder ihre Probleme. Aber es ist noch früh im Spiel mit einer frühen Version. Es wird besser! Wobei Wir nicht von Gut reden möchten. Allerdings mehren sich im Entwicklerforum auch Stimmen, die KI-Verhalten bemängeln das es schon bei RTW 1 gab und derzeit befinden Wir Uns in einer Zeit, die noch von RTW 1 abgedeckt wird.


Ob die KI in RTW 1 aber genau so reagiert wie hier in RTW 2 können Wir mangels RTW 1 nicht bewerten. Die Entwickler scheinen sich zudem im Moment verstärkt um das erste DLC zu kümmern. Was auch immer das für das Grundspiel bedeuten mag...

Bigfish
08.08.20, 19:14
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Die geschützten Kreuzer befanden sich jetzt inmitten des Konvois und feuerten mit allem was zur Verfügung stand.


Nur einige wenige britische Torpedoboote mühten sich sichtlich darum, die Katastrophe zu verhindern. Ein guter Teil des britischen Geschwaders sah aber ohne großen Einsatz mit an wie die Großkampfschiffe endgültig zusammengeschossen wurde.





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Die britischen Torpedoboote zeigten bei den Frachtern vollen Einsatz, bezahlten das aber mit schweren Treffern. Als dann endlich die beiden japanischen Panzerkreuzer in den Beschuss der Frachter eingriffen, war es nur noch eine Frage der Zeit.




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Die Frachtschiffe hatten keine Chance. Die Panzerkreuzer blieben unbehelligt, die schwachen britischen Kräfte konzentrierten sich auf die japanischen geschützten Kreuzer.





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin hätte zufrieden sein können. Sein Geschwader hatte klar die Oberhand behalten und der Royal Navy den zweiten schweren Schlag in offener Seeschlacht beigebracht. Allerdings wusste er schon jetzt, das er seinen eigentlichen Auftrag wieder nicht erfüllen würde.




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Allerdings versuchte der Gegner sich doch noch teuer zu verkaufen. Der britische Panzerkreuzer hatte sich allmählich auf die geschützten Kreuzer Japans eingeschossen.





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Die geschützten Kreuzer versuchten nun ihrerseits den Panzerkreuzer anzugreifen, aber bislang teilte dieser aus statt einzustecken.




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Die Kontrahenten befanden sich jetzt in unmittelbarer Nähe und die 8inch Geschütze der Briten waren auf diese Distanz extrem wirksam gegenüber den japanischen Kreuzern. Diese allerdings nutzen die Gelegenheit für einen Torpedoangriff – mit Erfolg!




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Mit Genugtuung nahm Kaigun-chūjō Yamaya Tanin die Meldung vom Untergang des zweiten britischen Schlachtschiffes zur Kenntnis. Fast zeitgleich sank auch eines der Linienschiffe.


Nun fehlte noch das letzte Linienschiff. Für die Sagami und Iki mittlerweile ein leichtes Ziel.





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Dann schlug die Royal Navy in Form eines erfolgreichen Torpedoangriffs auf die Yaeyama zurück.




Der Torpedo brachte eines der Magazine zur Explosion, sodass die Yaeyama förmlich zerrissen wurde!





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin befand sich mit der Sagami fast direkt auf gleicher Höhe zur Yaeyama und er stand mit weit aufgerissen Augen am Fenster des Kommandostands als er die riesige schwarze Wolke sah an deren Wurzel Organe-Rote-Flammen züngelten.


Sicherlich war ein geschützter Kreuzer wesentlich unbedeutender als ein Schlachtschiff, aber für Japan war jeder Verlust eines Schiffes das größer als ein Torpedoboot war, ein Problem.



Schlimmer noch: Er würde erklären müssen, warum unter seinem Kommando das erste große Kriegsschiff Japans seit der Jahrhundertwende verloren gegangen war!





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Wenigstens konnten sich seine Artillerie-Mannschaften am letzten britischen Linienschiff „austoben“.




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Tatsächlich war das letzte britische Linienschiff bereits schwer beschädigt, aber es konnte noch zurückschießen. Und das tat es. Der Kommandant des Schiffes tat sein Möglichstes um mit seinem Schiff gegen den Feind zu wirken.


Auch der britische Panzerkreuzer war nach dem Torpedotreffer alles andere als geschlagen, was vor allem die geschützten Kreuzer Japans zu spüren bekamen.




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Der Kreuzer Kasagi und das Torpedoboot Naganami schickten sich an um dem britischen Linienschiff den Fangschuss zu geben, aber auch die Panzerkreuzer Azuma und Kasuga beabsichtigten sich diesem Gegner anzunehmen.


Die Naganami bezahlte ihr Vorhaben mit einem Volltreffer, konnte aber zuvor alle ihre vier Torpedos zum Einsatz bringen.





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Diese Torpedos besiegelten dann auch das Schicksal dieses britischen Schiffes.




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Sehr zum Erstaunen der japanischen Mannschaften beschäftigen sich viele britische Torpedoboote und Kreuzer damit Überlebende aus dem Wasser zu retten, anstatt die Versenkung weiterer Schiffe zu verhindern.




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Immerhin waren einige britische Torpedoboote damit beschäftigt eine neue Nebelwand zwischen einigen der Frachter und den japanischen Schiffen zu legen.



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Auch die selbst bereits erheblich beschädigte Kasagi versuchte nun dem britischen Linienschiff einen Torpedo zu verpassen. Geriet dabei aber beinahe ins Artilleriefeuer der Azuma und musste Ausweichen. Dennoch war der Torpedoangriff erfolgreich.




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Das feindliche Linienschiff hatte innerhalb kürzester Zeit sechs Torpedotreffer erhalten, dazu mehrere 8inch Granaten der Panzerkreuzer und zuvor bereits einige 11inch Granaten der Iki und Sagami.



Trotzdem machte dieses Schiff keine Anstalten zu sinken!





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Das Gefechtsfeld zog sich nunmehr über eine Strecke von gut 55.000 Yards und Kaigun-chūjō Yamaya Tanin musste feststellen, dass er nicht an Stellen wirken konnte.


Südlich kamen die Torpedoboote auf, die sich mit Rettungsmaßnahmen beschäftigt hatten. Im Zentrum entschied sich der Kampf um das letzte britische Linienschiff. Nördlich des Zentrums beschossen sich die geschützten Kreuzer beider Seiten in einem Duell. Westlich zogen die Sagami und Iki gedeckt von der Japanischen 10. Torpedoboot-Flottille ihre Bahnen und versenkten die dortigen Frachter. Ganz im Westen zogen sich mehrere schwer getroffene japanische Torpedoboote aus dem Gefecht zurück und im Osten versuchten mehrere britische Torpedobote und der Panzerkreuzer wenigstens einen Teil der Frachter abzuschirmen.



Der Tag war noch nicht vorüber!





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#105 RTW2-JAP#

Taurus
09.08.20, 00:12
Schade das nun doch keine getarnten AMC zwischen die Transporter gemischt waren, das hätte die nahegekommenen japanischen CL vielleicht vor Probleme gestellt.

Leider haben nur einige britische Torpedoboote den Sinn und Zweck eines Konvoischutzes verstanden. Sobald es keine Zivilschiffe mehr gibt, entfällt diese lästige Pflicht wenigstens und man kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren (was bisher aber auch nicht funktioniert).

Bigfish
09.08.20, 01:38
Werter Taurus,


immerhin sehen Wir hier schon ein gewisse Steigerung der KI - der Verlust der Yaeyama deutet schon an, dass hier ein erfolgreicher britischer Angriff stattgefunden hat. Sicher war der Kreuzer exponiert, aber das war gegen die Russen auch einige Male der Fall. Außerdem merkt man schon, dass die Artillerie im allgemeinen besser wird und bei den Briten im Besonderen sowieso besser ist. Umso besser die Artillerie, umso besser kommt die KI mit der Situation zurecht. Torpedo-Angriffe brauchen Planung - das kann die KI nicht - Artillerie ist einfach drauf halten - das kann die KI - wenn die KI dann noch die Feuer-Konzentration hinbekommt, sieht das schon alles ganz anders aus.


Die KI lässt sich durch die vorpreschenden Torpedoboot-Angriffe aus dem Konzept bringen. Allerdings hätten die Japaner recht sicher genau so agiert - Menschenverachtend einfach drauf. Als deutsche Kriegsmarine würden Wir so nicht spielen, weil es real weniger wahrscheinlich gewesen wäre - dann hätte auch die KI mehr Chancen...

Bigfish
09.08.20, 22:40
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Zweite Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Das britische Linienschiff war ein hartnäckiger aber dem Untergang geweihter Gegner. Nachdem der achtern gelegene Hauptturm ausgefallen war, lies die Gegenwehr des britischen Schiffes deutlich nach.



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Seit der Feuereröffnung waren etwa zweieinhalb Stunden vergangen. Das letzte britische Linienschiff lag schwer beschädigt mit kleiner Fahrt und ersichtlicher Schlagseite im Wasser. Die meisten Frachtschiffe waren versenkt und nur eine bislang weitgehend unbehelligte Kolonne versuchte sich im Schutz einiger Torpedoboote und des Panzerkreuzers zurückzuziehen.


Die Kaiserlich Japanische Marine konnte jetzt zum finalen Angriff ausholen.





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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin plante den Angriff auf die verbliebenen Schiffe der Royal Navy möglichst in Formation durchzuführen. Der Verlust der Yaeyama hatte gezeigt, wie gefährlich es war Unordnung in den eigenen Reihen zu haben.


Er zog seine Schiffe zusammen.





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Ein weiteres Mal kam es zum Totalversagen des britischen Kommandanten. Während sich die restlichen Frachtschiffe nach Norden absetzten, machten sich die Torpedoboote auf den Weg um die Besatzungen der gesunkenen Schiffe zu retten. Für das japanische Geschwader war wieder einmal der Weg frei.




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Einzig ein geschützter Kreuzer der Royal Navy versuchte die japanischen Kriegsschiffe anzugreifen. Kaigun-chūjō Yamaya Tanin suchte mit der Sagami und Iki umgehend das Gefecht mit diesem Feind.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin griff mit seinen Linienschiffen jetzt den Kreuzer an, der sofort die Flucht ergriff und sich einzunebeln begann, während die Panzerkreuzer begannen die Frachter unter Feuer zu nehmen.




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Immer mehr Schiffe meldeten zur Neige gehende Munitionsbestände. Zwar würde es für die Transporter sicher ausreichen, aber noch waren zahlreiche Torpedoboote der Royal Navy die noch vollständig kampffähig waren anwesend.


Immerhin war auch das letzte Linienschiff der Royal Navy endlich gesunken.




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Gegen 15 Uhr am Nachmittag wurde es allmählich ruhiger auf dem Gefechtsfeld. Die japanischen Torpedoboote waren praktisch leer geschossen und begannen mit dem Rückzug. Die Sagami und Iki lagen weiter im Gefecht mit einem geschützten Kreuzer und die japanischen Panzerkreuzer hatten auch die letzte Kolonne Frachtschiffe fast vollständig versenkt. Allerdings mussten die Panzerkreuzer aufpassen nicht vom Rest des Geschwaders getrennt zu werden.


Die Royal Navy hatte genug Schiffe um den beiden Panzerkreuzern, die von der beschädigten Kasagi begleitet wurden, gefährlich zu werden.




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Tatsächlich machten sich fast alle verbliebenen Schiffe der Royal Navy auf den Weg zu den japanischen Panzerkreuzern. Als Gefahr stufte man allerdings nur die Torpedoboote ein, obwohl auch geschützte Kreuzer und der sichtlich angeschlagene Panzerkreuzer dabei waren.


Die Japanischen Panzerkreuzer wichen nach Norden aus, versenkten dabei aber weitere Frachtschiffe.





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Gegen halb vier Uhr entschied Kaigun-chūjō Yamaya Tanin, das ab diesem Zeitpunkt in diesem Gefecht nunmehr mehr zu verlieren, als zu gewinnen war. Er gab den Panzerkreuzern den Befehl den Anschluss an seine Linienschiffe zu suchen, um danach gemeinsam abzulaufen.




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Es dauerte bis vier Uhr, als der feindliche geschützte Kreuzer endlich liegen blieb und zu brennen anfing.




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Die Japanischen Großkampfschiffe waren fast vereint, als feindliche Torpedoboote und geschützte Kreuzer soweit aufgeschlossen hatten um der beschädigten Kasagi gefährlich werden zu können.




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Dann entschied sich der britische Kommandant dazu sogar die japanischen Panzerkreuzer anzugreifen. Als diese ihrerseits die ersten Treffer setzten, drehte der Kreuzer jedoch ab.




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Erst kurz vor fünf Uhr am Abend sank der gegnerische geschützte Kreuzer nach einem weiteren Torpedotreffer durch die Sagami.




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Kaigun-chūjō Yamaya Tanin war viel zu weit im Norden und viel zu weit entfernt um erkennen zu können, was sich im Süden tat. Der feindliche Panzerkreuzer näherte sich zusammen mit mehreren Begleitern den schwer beschädigten und ablaufenden japanischen Torpedobooten.



Eigentlich dachte man diese Torpedoboote bereits in Sicherheit!



Das kampfkräftigste japanische Schiff in der Nähe, war der geschützte Kreuzer Chitose, der sofort einen Abfangkurs setzte.





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Die Briten erkannten den Angriff recht schnell und schwenkten nach Süden. Die Torpedoboote waren damit sicher.




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Zur Überraschung der Japaner verlor der britische Panzerkreuzer überraschend an Fahrt und blieb reglos liegen. Es mochte ein vorübergehender Maschinenschaden sein, oder die Folge der Gefechtsschäden aus den Treffern Stunden zuvor. Es war die beste Gelegenheit zum Angriff.




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Der Angriff war erfolgreich. Damit war auch das letzte größere Kriegsschiff der Royal Navy der Vernichtung preisgegeben. Ein 8inch Treffer der Azuma gab dem Kreuzer den Rest.




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Die in der Nähe des britischen Kreuzers befindlichen Torpedoboote zogen sich mit Höchstfahrt zurück. Aufgrund der bevorstehenden Dämmerung verzichtete Kaigun-chūjō Yamaya Tanin auf die Verfolgung der verbleibenden britischen Einheiten. Das Gefecht war beendet.




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#106 RTW2-JAP#

Alith Anar
10.08.20, 07:06
Ein Frachter hat überlebt? Welch eine Schande ... ;)

Taurus
10.08.20, 16:24
Uns fällt gerade nichts druckreifes mehr ein, die Briten sollten echt ihr "Empire" meistbietend versteigern und stattdessen auf ihrer Insel bleiben.:flop:

Und das Ding mit dem CA am Ende ist ja auch nur noch ein Treppenwitz; haste erstmal Scheiße am Schuh...... :facepalm:

Am besten wäre es für den Verbandsführer, wenn er mit seinem Flaggschiff untergegangen ist, denn sonst würde ihm ohnehin nur der Weg eines ehrhaften Gentleman bleiben, so wie es seine Gegner praktizieen. Aber die "Ehre" ist in der Royal Navy schon längst abhanden gekommen.

Bigfish
16.08.20, 20:37
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zur Zweiten Seeschlacht vor Hainan 10. Juni 1914 <<



Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


ungeachtet eines weiteren und möglicherweise sogar Kriegsentscheidenden Erfolgs gegen unseren Gegner – die Royal Navy – müssen wir den Verlust des geschützten Kreuzers Yaeyama bedauern.



Dieses Ereignis kann nicht schwer genug gewichtet werden!



In anderen Zeiten müssten wir dem kommandierenden Offizier einen Tadel aussprechen. Aufgrund der herausragenden Leistungen des besagten Offiziers in den letzten vier Wochen, bitte ich das Gremium jedoch darum von einem Tadel abzusehen. Sicher wurde der Verlust fahrlässig herbeigeführt, aber wir allen wissen das dies in einem Gefecht nur all zu leicht passieren kann.


Dieser Krieg ist noch lange nicht beendet und wir brauchen genau solche Offiziere die sich unerschrocken einem weit überlegenen Feind entgegenstellen. Ein Tadel könnte auf den kommandierenden Kaigun-chūjō Yamaya Tanin selbst, wie auch auf unsere jungen Offiziere negative Auswirkungen haben. Ein falsches Zurückschrecken aus Furcht vor dem Oberkommando in einem bevorstehenden Gefecht könnte schwerer wiegen als der Verlust eines wichtigen Schiffes.


Natürlich dürfen wir nicht den ehrenhaften Tod hunderter Soldaten vor Hong Kong vergessen, die sich auf den Beschuss von Seeseite aus, zur Unterstützung des Sturmangriffes verlassen haben. Trotz jedem Mann vor Hong Kong das Ausbleiben dieses Beschusses bewusst war, haben sie dennoch ihrer Pflicht für den Kaiser genüge getan und sind auf dem Feld der Ehre für unseren Kaiser gefallen.


Kaigun-chūjō Yamaya Tanin ist sich der Konsequenzen seines Handelns bewusst und er wird sicher persönlich vor dem 参謀本部 (Sambō hombu) Abbitte leisten um der Verbundenheit der Marine mit den Soldaten der Armee Ausdruck zu verleihen.


Ungeachtet dessen hat Kaigun-chūjō Yamaya Tanin darum gebeten von einem weiteren Kommando abzusehen. Vielmehr bittet er um Freistellung von seinen Dienstpflichten um im Verlauf eines Jahres dem Gebet im 靖國神社 (Yasukuni-Schrein) für die durch seine Schuld gefallenen Soldaten Japans nachgehen zu können.





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Bild 103: Gebetshalle des Yasukuni-Schreins
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yasukuni_Jinja_7_032.jpg
Autor: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:David.Monniaux
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Yasukuni-Schrein
Besonderer Hinweis auf den Punkt https://de.wikipedia.org/wiki/Yasukuni-Schrein#Politische_Debatte_in_Japan






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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zur Zweiten Seeschlacht vor Hainan am 10. Juni 1914 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.




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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 11. Juni 1914





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 11. Juni 1914



>> Rengō Kantai demütigt die Royal Navy! <<


Erneut ist es unserer glorreichen Marine gelungen dem Feind eine vernichtende Niederlage beizubringen. In einem erbitterten Gefecht sind nicht weniger als fünf feindliche Schlachtschiffe und ein großer Konvoi mit militärischen Gütern für das belagerte Hong Kong versenkt worden.


Die Verluste Japans waren dabei sogar geringer als bei der letzten Seeschlacht vor vier Wochen.


Es wird spekuliert, dass dieser Sieg der alles entscheidende Schlag gegen das British Empire gewesen sein könnte.




Leider konnten unsere tapferen Soldaten vor Hong Kong abermals keinen direkten Nutzen aus dem Erfolg der Kaiserlich Japanischen Marine ziehen. Die Kämpfe um Hong Kong gehen mit erbitterter Härte weiter und das Ende ist nicht abzusehen.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 11. Juni 1914


Osaki Satoshi hatte klare Anweisungen erhalten den Verlust der Yaeyama mit keiner Silbe zu erwähnen. Das ärgert ihn maßlos, denn den Briten war das natürlich bekannt. Sicher würde dieser Umstand bald in allen Gazetten stehen, dass Japans Marine den größten Verlust seit der Seeschlacht von Hakodate erlitten hatte. Und die Seeschlacht von Hakodate lag immerhin fast exakt 45 Jahre zurück und leitete das endgültige Ende des 戊辰戦争, Boshin sensō (Boshin-Krieg) ein.




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Bild 104: Seeschlacht von Hakodate
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naval_Battle_of_Hakodate.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/William_Henry_Webster
Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Seeschlacht_von_Hakodate





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Satoshi kam ins Schwärmen, als er an den Boshin-Krieg denken musste. Das war lange vor seiner Geburt gewesen. Mit dem Boshin-Krieg endete endgültig die Zeit der Shōgunate und die 明治維新 Meiji ishin (Meiji-Restauration) führte Japan in die Moderne mit einem westlich geprägten politischen System und Lebensstil. Satoshi musste anerkennen, dass Japan seit dem Ende der 明治維新 Meiji ishin viel erreicht hatte und die letzte Seeschlacht mochte so etwas wie den Höhepunkt dieses Erreichten darstellen. Japan gehörte von nun an zu den großen Seemächten und er war sich sicher, dass die japanische Expansion erst am Anfang stand.


Satoshi seufzte leise und nahm sich vor in den Archiven nach Informationen über den 戊辰戦争 Boshin sensō zu suchen. Was unterschied die moderne Kaiserlich Japanische Marine von heute zu den Militärs der Shōgunate und den Samurai? Mit der 明治維新 Meiji ishin ende auch der Stand der Samurai, aber häufig kam es ihm so vor das sich die Soldaten und Matrosen des modernen Japan genau wie Samurai benahmen. Den Tod verachtend für ihren Herrscher in die Schlacht zogen um dort mutig zu siegen oder ehrenhaft zu sterben.


Es gab wohl Verbindungen von den alten Samurai und ihren Traditionen zu den Soldaten des 大日本帝國 Dai-Nihon Teikoku, dazu wollte er recherchieren.




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Er musste mit den Träumereien aufhören und sich wieder auf die Situation im aktuellen Krieg konzentrieren. Nominell war die Royal Navy immer noch die stärkste Marine der Welt, aber die Royal Navy hatte auch Aufgaben auf der ganzen Welt zu erfüllen. Es war also nicht möglich alle Schiffe der Royal Navy an einem Ort zusammen zu ziehen.


In Südostasien war die Marine ihrer Majestät immer noch überlegen und weitere Verstärkung war unterwegs. Würde die Kaiserlich Japanische Marine jedoch die Schlachtflotte von Japan nach Südost-Asien beordern, kippte das Verhältnis zugunsten Japans.


Das war die Frage:




Hatte die Marineführung den Mut die Flotte aus den Heimatgewässern abzuziehen?




Mit dem Verlust von Wēihǎiwèi fehlte der Royal Navy nun ihre Operationsbasis in Nordost-Asien. Damit waren ausgedehnte Unternehmungen für die Royal Navy in Japans Gewässern fast unmöglich geworden. Was also sprach gegen eine Verlegung der Flotte in den Süden?




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Dann platzte einer seiner Informanten in die Redaktion und der Mann war verwundet. Seinen Häschern nur knapp entkommen wollte er seine Informationen lieber sofort an Satoshi weitergeben, bevor er doch noch geschnappt wurde.


Wenig spannend war, dass die Marine eine ganze Reihe neuer Konstruktionen beauftragt hatte, über die der Mann auch nicht viel wusste. Aber ein Entwurf stach heraus und dazu konnte er Details nennen. Es war eigentlich ein Frachter, aber es sollte merkwürdige Aufbauten auf dem Achterdeck geben. Satoshi hörte sich alles genau an und machte sich Notizen. Als sein Informant in Begleitung zweier zuverlässiger Angestellter der Redaktion aus dem Gebäude geschleust worden war, setzte er sich an seinen Schreibtisch und malte eine Skizze auf ein Blatt Papier…





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#107 RTW2-JAP#

Bigfish
16.08.20, 20:40
Werter Alith Anar,


wie Recht Ihr habt! - Daran kann man erkennen, dass die Royal Navy ein erbittert kämpfender schwerer Gegener für Japans Marine ist!




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Werter Taurus,


das ist absolut nachvollziehbar. Mögen euch diese Informationen https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391&p=1188265#post1188265 inspirieren.

Alith Anar
17.08.20, 08:28
Wir möchten den Kapitän den Englischen Handelsschiffes Nr 2 für den Verdienstorden vorschlagen ...

33 Kanonentreffer und 2 Torpedos zu schlucken, bevor man sich seinem Schicksal ergibt ... das ist schon eine Leistung.

Bigfish
17.08.20, 09:46
Werter Altih Anar,


in dieser Hinsicht ist der Kommandant des geschützten Kreuzer HMS Andromache allerdings führend. So ein geschützter Kreuzer ist ja mehr oder weniger ungepanzert und bei der Anzahl an Treffern scheint dieser Kommandant vom Rettungsboot aus weiter kommandiert zu haben...

Bigfish
21.08.20, 20:49
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Freitag 12. Juni 1914



Marineminister Saitō Makoto wusste nicht recht wie er beginnen sollte. Die Marine begab sich auf Neuland und einer Marine an Land fehlte der Bezug zu ihrem Element!



Nun betraf es zwar nicht das Element Erde, sondern das Element Luft, aber das wiegte in diesem Fall genauso schwer.



Außer dem Minister waren allesamt gestandene Vertreter ihres Faches anwesend und alle hatten Sorgenfalten auf der Stirn. Versammelt waren noch Kaigun-chūjō Ijūin Gorō und Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō.


Einige Fakten waren schnell geschaffen, denn zumindest hatte man verstanden das dieses Thema professionalisiert werden musste. Es würde künftig das Kaigun Kōkū Hombu (Kaiserlich Japanisches Marineluftfahrtbüro) geben. Das sollte die maßgebliche Rolle beim Aufbau der 帝国海軍航空隊, Teikoku Kaigun Kōkūtai (Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) innehaben.




Was fehlte waren Personalien!




Man konnte nicht einfach einen verdienten Kaigun-shōshō oder Kaigun-daisa mit den Leitungsfunktionen betrauen. Das wäre zwar normal gewesen, aber ausgerechnet Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō hielt das für Falsch. Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō war ein pedantischer Spezialist was die Entwicklung der Flotte – der Schiffstypen – anbelangte. Aber genau deshalb wusste er, dass es für die Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte eines ebensolchen Pedanten bedurfte und keiner der aktuellen hohen Offiziere der Kaiserlich Japanischen Marine konnte das bei diesem Thema von sich behaupten.




Ihm war klar, dass die Fliegerei für alle Nationen Neuland war!




Keine andere Nation – nicht einmal das British Empire – war Japan hierbei voraus. Es bestand daher die Möglichkeit bei der Fliegerei von Beginn an in führender Position mitzuspielen. Aber nur dann, wenn man die Weichen genau jetzt Richtig stellte.


Es wurde Zeit, denn es mussten gleich zwei richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden. Der Marine lagen die Vorschläge mehrerer Firmen für das erste Flugboot Japans vor. Aber welches sollte man nehmen?


Alle Anwesenden erkannten, dass die Frage in diesem Fall noch sehr einfach war, weil der Entwurf von Kawasaki in allen Bereichen den Entwürfen von Aichi und Mitsubishi überlagen war. Aber alle verstanden, dass dies nicht so bleiben würde. Wer sollte beurteilen ob Feuerkraft wichtiger war als Manövrierbarkeit? Oder war bei einem Flugboot einzig die Reichweite von Belang? Wie würde das bei anderen Typen zu beantworten sein?


Eine gerade erst gegründete Firma – die Nakajima Aircraft Company – bot von sich aus ein auf Luftkämpfe ausgelegtes Flugzeug an. Sollte man dieses Angebot annehmen? Waren die versprochenen Leistungsdaten realistisch? Oder war das alles nur die Fantasterei eines jungen Ingenieurs? Außer dieser Idee hatte diese Firma nichts, noch nicht mal ein ordentliches Büro!


Man würde auch dieses Angebot annehmen.




Lieber einen Fehlschlag riskieren der Erfahrung brachte, als mit leeren Händen da zu stehen!





Aber in der Zukunft musste das besser werden.





Die Aufgabe war gestellt: Geeignetes Personal für die 帝国海軍航空隊 Teikoku Kaigun Kōkūtai finden!




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 26. Juni 1914



>> Royal Navy unterliegt im Kreuzerkrieg! <<


Wie gestern bekannt wurde, wurde der britische Kreuzer HMS Cleopatra in China interniert. Die HMS Cleopatra konnte zuvor den Frachter Hisagawa Maru versenken. Auf der Flucht vor unserer Marine ist dem Kreuzer jedoch der Kohle Vorrat ausgegangen, sodass sich der Kommandant genötigt sah den neutralen Hafen von Shanghai anzulaufen. Die chinesische Regierung hat den Kreuzer daraufhin festgesetzt. In einer Stellungnahme der chinesischen Regierung klang durch, dass die Internierung als Strafmaßnahme wegen der fortdauernden Demütigungen Chinas durch das Britisch Empire zu verstehen ist.


Im Gegenzug ist es U-Booten der Kaiserlich Japanischen Marine gelungen neun feindliche Frachter in der Region Ostasien und Indien zu versenken. Nach Meldungen aus Europa führt der erfolgreiche japanische Kreuzerkrieg bereits zu Verknappungen im Empire.




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 21. Juli 1914



>> Royal Navy vermeidet Kampf! <<


In den letzten Wochen hat die Royal Navy den Kampf verweigert! Seit der Versenkung zahlreicher Schlachtschiffe und der Belagerung von Hong Kong fehlt der Royal Navy scheinbar die Kampfkraft oder der Kampfeswille. Und selbst wenn die Royal Navy einen Kampf annimmt ziehen sich die örtlichen Schiffsführer ohne Sichtkontakt zurück.



Japan beherrscht nunmehr die Ostasiatischen Gewässer!





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Anmerkung des Autors: Hier gab es wie man sieht ein Gefecht. Da jedoch nichts passiert ist, ersparen Wir Uns und der Regentschaft die 2.700.000 Screenshots dieses epischen Aufeinandertreffens ;)





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>> Neue Schiffe für die Flotte <<


Marineminister Saitō Makoto gab am gestrigen Tage bekannt, dass die Kaiserliche Flotte zum Ausgleich der Kriegsverluste, bei der 小野浜造船所 Onohama Zōsenjo (Marinewerft Kure) zwölf neue Torpedoboote bestellt hat. Der Minister sprach von einem Torpedoboot Hakaze, was demnach auf einen neuen Entwurf schließen lässt. Weitere Details zu dieser Hakaze-Klasse gab der Minister nicht bekannt.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 21. Juli 1914


Osaki Satoshi war verärgert. Er hatte versucht in Erfahrung zu bringen, was von der neuen Klasse Torpedoboote zu halten war. Er hatte zwar einige Eckdaten erhalten, aber keinerlei Informationen über das Aussehen dieser Boote. Zahlen waren gut, aber in einer Zeitung waren Bilder von Konstruktionsplänen oder gar Fotos viel besser. Mit Zahlen konnte er die besser gebildeten Japaner erreichen, aber um Masse zu machen musste er das einfache Volk bedienen und da brauchte es Bilder!


Immerhin wusste er jetzt zusätzlich, das die Marine schon wieder ein neues Schlachtschiff plante! Und man munkelte, dass die ganzen Bauvorhaben das Budget überschritten.





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Wesentlich interessanter war aber, dass die Royal Navy ihre Verstärkung im Indischen Ozean zurückhielt. In Asien trieben schnelle Handelsstörer der Royal Navy ihr Unwesen, aber ein kampfkräftiges Schlachtgeschwader wagte sich zurzeit nicht in dieses Seegebiet!




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#108 RTW2-JAP#

Taurus
21.08.20, 23:50
Die glorreiche Royal Navy-KI hat tatsächlich 2 (in Worten ZWEI) Torpedoboote auf eine Offensivmission gegen Handelsschiffe in der Nähe zu Japan geschickt?
An den wohl am weitesten entfernten Punkt, den man sich vorstellen kann? :lach::ditsch:

Bigfish
22.08.20, 10:35
Werter Taurus,


solche Gefechte produziert der Schlachten-Generator gerne. Auch in umgekehrter Konstellation. In den ersten Testspielen vor dem AAR durften wir mit Sage und Schreibe zwei Torpedobooten einen Schlachtkreuzer samt Geleit stoppen, der Unsere Küste bombardieren sollte. Ähm - die zwei Torpedoboote haben überlebt - der Schlachtkreuzer einen Torpedo gefressen und hat dann die Küste bombardiert...


Im Entwicklerforum wird gerne und trefflich über den Schlachten-Generator diskutiert.


Der Schlachten-Generator hat Probleme - ja - aber wirklich schlecht finden Wir ihn nicht.

Taurus
23.08.20, 19:04
Daher wundern wir uns ein wenig, uns kamen die generierten Schlachtzusammenstellungen in der Regel recht plausibel und durchaus ausgewogen vor. Die anzahlmässig kleinsten Gefechte sind immer die Abfangmissionen von Handelsstörern, wo man sich 1zu1 duellieren muss oder mit Geschwindigkeitsvorteil das Weite suchen kann.

Bigfish
23.08.20, 19:40
Werter Taurus,


Duelle werden Wir noch haben - in diesem oder einem anderen Krieg!

Taurus
23.08.20, 21:30
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)


Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 22. Juli 1914





>> Weitreichende Auswirkungen des Versagens der Royal Navy - 1. Seelord der Admiralität stellt sein Amt zur Verfügung - Spürbare Einschränkungen für die Bevölkerung<<




Das britische Empire steckt in seiner vielleicht größten Krise der letzten zweihundert Jahre; militärtaktisch von einem klug agierenden Gegner nach allen Regeln der Kunst ausmanövriert, der es trotz materieller Unterlegenheit geschickt versteht, seine eigene Marinephilosophie erfolgreich den einstigen Herrschern der Meere aufzuzwingen.
Mittlerweile ist die gesamte Royal Navy derart verunsichert, das sie nahezu widerstandslos die Seegebiete in Nordost- und zu weiten Teilen Südostasien preisgegeben hat und seine Kampfflotte bevorzugt im Indischen Ozean konzentriert.
Unter diesen Verhältnissen mutet es fast wie ein Wunder an, das über Hongkong immer noch der "Union Jack" weht, was aber eher einer gewissen Unentschlossenheit der japanischen Armee geschuldet und kein Verdienst der Royal Navy ist.
Geht auch noch der wichtigste britische Stützpunkt an der südchinesischen Küste verloren, dürfte der Krieg in dieser Region für Japan entschieden sein.


Das kollektive Versagen der Marine und ihrer Führungskräfte hat nun auch politische Konsequenzen, denn zwangsläufig musste jemand dafür den Kopf hinhalten. Wer außer dem 1. Seelord der Admiralität sollte sonst die Verantwortung tragen, auch wenn er persönlich nicht die taktischen Entscheidungen vor Ort getroffen (oder auch nicht getroffen) hat.
Nun reagierte Prinz Alexander zu Battenberg auf die immer lauter werdende Kritik an den Geschehnissen, die unter seiner Führung den bisherigen Kriegsverlauf so desaströs für das britische Empire haben verlaufen lassen. Sein gerade verkündeter Rücktritt wurde mit Respekt umgehend akzeptiert und mit dem eigentlich schon im Ruhestand befindlichen Ex-Admiral John Arbuthnot Fisher ein Vertreter der "guten alten Zeit" präsentiert, einer Zeit, in der das Empire und seine Flotte noch uneingeschränkte Macht repräsentierten und hohen Respekt bei allen ernstzunehmenden Nationen genossen.



https://abload.de/img/427px-adm._john_fishekjjik.jpg (https://abload.de/image.php?img=427px-adm._john_fishekjjik.jpg)
Sir John A. Fisher, neuer 1. Seelord der Admiralität

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adm._John_Fisher.jpg





In seiner Antrittsrede wollte sich Lord Fisher nicht detailiert äußern, er merkte nur an, das
es in diesem Stil nicht weitergehen könne und auch personelle Konsequenzen im Führungsstab der Admiralität nicht ausgeschlossen seien.

Mittlerweile sind die militärischen Probleme auch direkt in der Bevölkerung zu spüren, denn in den vergangenen Tagen wurde aus London und anderen Großstädten auf der Insel eine gewisse Verknappung an Lebensmitteln und anderen Gütern des Alltagslebens gemeldet. Zwar konnten keine dramatischen Szenen in Form von Rangeleien oder allgemeine Unruhen beobachtet werden, aber sollte sich die Versorgungslage dauerhaft eingeschränkt darstellen, kann die Stimmung in der Bevölkerung auch durchaus kippen.


Aber dieser Zeitung sind auch dank guter Kontakte zu asiatischen Quellen einige interessante Informationen zur Situation in Japan selbst zugeflossen, denn trotz einer derzeit glänzend auftretenden kaiserlichen Marine gibt es nicht nur Erfolgsmeldungen aus dem Reich der aufgehenden Sonne.
In letzter Zeit sollen diverse Schwierigkeiten beim Bau bzw. Umbau von Kampfschiffen aufgetreten sein, denn wirtschaftlich scheint Japan schon länger am Rande der Erschöpfung zu agieren. Gut informierte Quellen sprechen von Lieferschwierigkeiten bei Baustahl und zahlreichen Ausrüstungsequipments, was die Fertigstellung neuer Marineeinheiten um Monate verzögert.

Der Ehrgeiz der japanischen Admirale scheint von der wirtschaftlichen Realität eingebremst zu werden; die Erkenntnis für das britische Empire wäre demnach, das es für sie auch schon hätte schlimmer sein können, wenn Japan könnte, wie es wollte.

Man mag sich kaum vorstellen wie die Verhältnisse wären, wenn dem aufstrebenden Japan auch vermehrt größere Kampfeinheiten zur Verfügung stehen würden. Womöglich sollten sich auch andere Nationen schon ihre Gedanken machen, denn wie schon in früheren Ausgaben erwähnt, sind auch Frankreich und das deutsche Kaiserreich mit einigen Kolonialbesitzungen in der aktuellen Krisenregion vertreten und Russland als unmittelbarer Nachbar hat "seinen" Krieg bereits vor fünf Jahren verloren.

Bigfish
13.09.20, 21:17
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Montag 17. August 1914



>> Neue strategische Möglichkeiten für die Royal Navy! <<


Ohne größere Feierlichkeiten ist am vergangen Samstag der Panama-Kanal eingeweiht worden. Die geplanten Feierlichkeiten wurden wegen des andauernden Konflikts zwischen Großbritannien und dem Kaiserreich Japan abgesagt.


Auf die Frage inwieweit die Freigabe des Kanals Auswirkungen auf den Krieg hat, antwortete Marineminister Saitō Makoto ausweichend, dass es keine Rolle spiele aus welcher Himmelsrichtung die Royal Navy heranstürme um Prügel zu beziehen.


Der Baubeginn des Kanals liegt bereits 33 Jahre zurück und lag seit nunmehr dreizehn Jahren in der Verantwortlichkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.




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Bild 105: Bau des Kanals im Jahre 1888
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:1888_canal_panama.JPG
Autor: March 23, 1888. Photographer: Blanc
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Panamakanal#Geschichte_des_Kanals




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 17. August 1914


Osaki Satoshi teilte Ausnahmsweise die Einschätzung des Marineministers. Der Konflikt mit dem Empire hatte auf See an Schwung verloren. Die letzten Wochen waren einer Art Routine gewichen. Und nur bei Hong Kong tobte der Krieg zu Land.


Die Marine war damit beschäftigt den Stützpunkt Wēihǎiwèi in Betrieb zu nehmen und das forderte einiges an Ressourcen. Nicht wenige waren der Meinung, dass dies Zeit bis nach dem Krieg hätte, während andere glaubten, dass der deutsche Kaiser die Gelegenheit beim Schopfe packen könnte. Das deutsche Pachtgebiet Kiautschou mit seinem Hafen in der Stadt Tsingtau war nur einen Steinwurf weit entfernt und Japan wäre womöglich nicht in der Lage einen Krieg gegen zwei Großmächte gleichzeitig zu führen.




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Die Lage in Südost-Asien war jedoch recht stabil und die 聯合艦隊 (Rengō Kantai) eindeutig dominierend. Man konnte tatsächlich glauben, dass die Royal Navy nach dem letzten Aderlass ihre Schlagkraft verloren hatte. Das war wohl der Preis für ein globales Imperium. Es hatte ein große Flotte, bedurfte aber auch einer großen Flotte. Die Royal Navy war einfach nicht in der Lage beliebig Schiffe aus einer anderen Region abzuziehen.




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Die Zurückhaltung der Royal Navy nutzte den japanischen Soldaten vor Hong Kong jedoch wenig. Hong Kong war stark befestigt und die Royal Army verstand es zu kämpfen. Der Blutzoll der japanischen Infanterie stieg an und es mehrten sich die Orte an denen お通夜 (Otsuya – Totenwache) gehalten wurde. Am Morgen danach klangen die Sutren der Mönche zur 告別式 (Kokubetsushiki – Abschiedsfeier) durch die Straßen und dann begann die 四十九日(Shijūkunichi) die 49 Tage andauernde Trauerzeit.


Das war jetzt im August besonders Emotional, weil zwischen dem dreizehnten bis sechzehnten Tag des Augustes das お盆, 御盆 (Obon – Totenfest) gefeiert wurde.


Mehr und mehr Familien hatten jetzt einen konkreten Anlass das Fest zur Errettung der Seelen der verstorbenen Ahnen zu begehen.



Es wurde sogar gemunkelt, dass die Marine einer Kürzung ihrer Finanzen zustimmte um damit die Armee zu stärken. Aus anderen Quellen hörte Satoshi dagegen, dass die Finanzmittel zur Aufstellung weiterer Regimenter Marineinfanterie verausgabt wurde und anders lautende Meldungen nur Nebelkerzen sein, weil die Marine ihre neue Freundschaft mit der Armee nicht aufs Spiel setzen wollte.




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Bild 106: Okuribi-Feuerritual
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Okuribi_by_Matsumoto_Ichiy%C5%8D.jpg
Autor: 日本語: 梥本一洋(明治26年-昭和27年)English: Matsumoto Ichiyō(1893-1952)
Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Obon




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Die restlichen Meldungen waren wenig spannend, bis Satoshi noch einmal genauer hinsah. Der Name eines japanischen Kriegsschiffes endete nicht auf „Maru“. Das war bei Handelsschiffen der Fall. Hier fand sich eine Meldung wonach die Marine zwei Einheiten der Oryoku Maru-Klasse in Auftrag gegeben hatte.


Dann dämmerte es Satoshi. Die Marine hatte Seeflugzeug-Tender bestellt! Diese sahen nach allem was er wusste ohnehin wie Frachtschiffe aus und zweitens war dies eine halbwegs brauchbare Tarnung um Verwirrung zu stiften. Sicher wollte die Marine nicht zu früh damit herausrücken, nunmehr auch Seegestützte Flugzeuge benutzen zu können. Das konnte daran liegen, dass man davon nicht überzeugt war, dass man nichts Brauchbares besaß, oder um dem Feind vorzuenthalten, dass man etwas Brauchbares besaß.


Osaki Satoshi wurde erst jetzt in diesem Augenblick bewusst, dass alles was er in den letzten siebzehn Jahren über die Kriegsmarinen dieser Welt gelernt und geschrieben hatte wertlos wurde. Da kam etwas völlig neues und Niemand wusste was daraus die Konsequenzen waren. Schiffe gab es seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden, aber Flugzeuge?


Siebzehn Jahre? Seit siebzehn Jahren schrieb er nun in verantwortlicher Position an den 戦争クロニクル帝国日本 (Sensō kuronikuru teikoku Nihon - Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan). Plötzlich fühlte er sich alt. Waren tatsächlich schon siebzehn Jahre vergangen? Der Krieg gegen Russland kam ihm vor, als wäre es gestern gewesen. Es waren aber schon zehn Jahre vergangen, seit die Kaiserlich Japanische Marine die Bühne der großen Seemächte betreten hatte.


Hatte er die ganze Zeit geschlafen? Was kam da auf die Seefahrt zu? Er hatte sich praktisch überhaupt nicht mit dem Thema Luftfahrt beschäftigt. Er hatte auch Niemanden in der Redaktion, der das von sich behaupten konnte. Vermutlich gab es im ganzen Verlag keinen Spezialisten für Flugzeuge.



Er musste zum Chefredakteur – sofort!




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#109 RTW2-JAP#

Alith Anar
14.09.20, 08:45
Kann man nicht gezielt eine Küstenbeschiessung für Hongkong starten?
Und / Oder eine Jagd auf die Raider in Südchinasee.
3 Handeslsschiffe gegen einen Überwassergegner vor der eigenen Haustür zu verlieren ... Find ich schon heftig.

Bigfish
14.09.20, 10:20
Werter Alith Anar,


die letzten beiden Gefechte waren ja "Battle in Support of Land Combat". Das Spiel entscheidet selbst was passiert. Explizit aussuchen kann man das nicht. Was die Raider angeht. Eigentlich haben wir genug Schiffe auf Geleitschutz stehen. Auch die ein oder andere schwere Einheit, aber scheinbar macht sich bei den britischen Handelsstörer-Kommandanten doch deren Qualität bemerkbar. Die scheinen alle keinen Offizier im Admiralsrang an Bord zu haben, der die Sache "vermasseln" könnte ;)


Wir nehmen mal an die Briten haben wirklich viele Raider im Einsatz, was nach dem Desaster nur logisch wäre. Denkt mal an die SMS Emden - das kann die Royal Navy halt auch!


Aber vielleicht tut sich da ja irgendwann etwas...



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Werte Regenschaft,


es geht hier derzeit leider kaum voran - Wir haben beruflich und privat richtig viel um die Ohren, sodass uns dann Abends die Laune fehlt auch noch wegen der AAR vor dem Bildschirm zu sitzen...

Alith Anar
14.09.20, 10:43
Habt Danke für eure Antwort.

Und was den letzten Abschnitt angeht.
Ich denke die Regentschaft ist bereit nur alle 2-3 Tage ein Update zu lesen ;)
Lasst euch Zeit und schaltet auch mal ab.

Taurus
14.09.20, 20:00
Stimmt, lieber solange es nötig ist weniger schreiben, aber dafür die Qualität aufrecht erhalten.

Solche Phasen kennen wir ja alle irgendwie mal mehr und mal weniger.

LochLomond
26.09.20, 14:40
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Donnerstag, 12. November 1914



>> Friedensverhandlungen gescheitert! <<



Los Angeles (USA) – Die durch den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson vermittelten Gespräche britischer und japanischer Diplomaten zur Beendigung der Kampfhandlungen in Ostasien sind vorläufig zu keinem positiven Ergebnis gekommen und wurden unterbrochen. Ob es in Kürze zu einer Fortsetzung kommen wird, wurde vorerst nicht bekannt.

Der bisher weitgehend zur See ausgetragene Konflikt ist – mit Ausnahme vereinzelter gegenseitiger Handelsstörungen – weitgehend zum Stillstand gekommen. Nach den bisherigen Siegen gegen die Royal Navy ist die japanische Marine im Seegebiet vor China derzeit unangefochten. An Land findet dieser Krieg derzeit ausschließlich um die britische Kronkolonie Hongkong statt, dass von Japan bisher erfolglos belagert wird.

Wie aus britischen Quellen verlautet, liegt der Hauptgrund für das Scheitern im gerade erst bekannt gewordenen riesigen Neubau-Programm der japanischen Marine. Neben einem 40.000 t Schlachtschiff waren an größeren Neubauten nur zwei Panzerkreuzer von je 26.000 t bekannt. Jetzt sollen in Japan mehrere Schiffe auf Kiel gelegt worden sein, die nur schwer in das bisherige Schema der Panzerkreuzer einzuordnen sind.

Mit 32.000 t sollen die neuen Schiffe der sogenannten Haguro-Klasse größer sein als die meisten weltweit vorhandenen und im Bau befindlichen Schlachtschiffe. Mit einer typischen Kreuzerbewaffnung aus 23-cm und 20,3-cm Geschützen wären diese Schiffe einer direkten Auseinandersetzung mit den heutzutage mit bis zu 38-cm Geschützen ausgestatteten Schlachtschiffen sicher nicht gewachsen, könnten diesen aber mit ihrer weit überlegenen Geschwindigkeit von bis zu 34-kn problemlos ausweichen. Für den üblichen Kreuzerkrieg einzelner gegen Handelsschiffe operierender Einheiten hätte Japan hiermit eine neue Schiffsklasse definiert, die mit bisher im Bestand befindlichen Kriegsschiffen kaum zu bekämpfen ist. Da diese Schiffe auch über extreme Reichweite verfügen, könnten sie nahezu weltweit agieren.

Wie aus unseren Quellen in London zu vernehmen ist, wird Großbritannien den Bau dieser Schiffe – nennen wir sie Schwere Kreuzer – nicht hinnehmen, da sie eine unzumutbare Bedrohung des weltweiten freien Handels darstellen.

Fraglich ist, was genau Großbritannien dagegen unternehmen will? Schließlich hat man bisher im Krieg gegen Japan alles andere als überzeugend agiert!

Bigfish
26.09.20, 17:08
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 18. August 1914




Osaki Satoshi hatte die Nacht im Büro verbracht. Er hatte die Skizze seines Informanten aus dem Juni vor sich liegen und alles passte zusammen. „Sieht wirklich wie ein Handelsschiff aus“ glitt ihm über die Lippen. Nur das dieses Schiff achtern einen großen Kastenförmigen Aufbau besaß. Er kannte also den Entwurf und wusste nun, dass die Marine zwei dieser Schiffe beauftragt hatte.


Mittlerweile hatte er die schlimmste Müdigkeitsphase überwunden und sah sich darin bestätigt, worüber er Stunden zuvor gerätselt hatte. Tatsächlich hatte er den Fehler bei dem ganzen Thema erst bemerkt, als ihm die Sonnenstrahlen des neuen Tages direkt ins Auge gefallen waren:



Die Marine hat doch überhaupt keine geeigneten Flugzeuge für so ein Schiff!



Er hatte viel Geduld üben müssen, bis er endlich einige seiner Kollegen in Marsch setzen konnte. Jetzt waren allen wieder in der Redaktion versammelt und die „Häscher“ hatten Erfolg gehabt.


Sicher würden diesen Schnüffeleien ein Nachspiel haben, weil sie nur allzu Plump durchgeführt worden waren, aber für den Augenblick war er zufrieden.


Tatsächlich hatte die Marine auch die Konstruktion eines passenden Flugzeuges beauftragt. Zwar erst sehr kurzfristig aber immerhin. Was er letztendlich aber auch schlüssig fand. Die Schiffe würden vielleicht sogar fertiggestellt sein, bevor das erste dieser Flugzeuge abhob, aber dann schloss sich eine Wochen- oder gar Monatelange Seeerprobung an, bevor die Schiffe in Dienst gestellt werden konnten. Dann waren die Flugzeuge wohl fertig und viel früher benötigte man sie einfach nicht.


Anders gesprochen: Vielleicht wollten oder mussten die Flugzeug-Konstrukteure sogar warten, bis die Leistungsdaten der Flugzeugmutterschiffe bekannt waren? Was nutzte es ein Flugzeug zu entwerfen, wenn über sein Trägerschiff nichts bekannt war?


Er verstand, dass sich hier zwei völlig eigenständige Disziplinen erst gegenseitig kennenlernen mussten. Die Leistungen der Schiffe beeinflussten die Möglichkeiten der Flugzeuge und die Erfordernisse der Flugzeuge bedingten die Konstruktionen der Schiffsentwürfe.




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Aber die Redakteure und Gehilfen hatten noch mehr gefunden:



Die Marine forcierte den Stützpunkt Bau.



Das war an sich nicht neu, neu war aber das die Stützpunkte erhebliche zusätzliche Flächen erhielten. Nicht etwa zur Erweiterung der Häfen, sondern im Hinterland. Es kam sogar heraus, dass einige andere Nationen ähnlich Vorhaben im Werden hatten. Und irgendwo fand sich ein Bild eines riesigen an eine Zigarre erinnernden Fluggerätes.



Die Marine baute Luftschiff-Stützpunkte!



Bislang gab es nicht den kleinsten Laut, dass Japan Luftschiffe in Dienst stellen wollte. Es gab bislang keinen Hinweis, dass Japan solche Luftschiffe über konstruiert hatte.





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Es war nicht länger zu leugnen, die gesamte Redaktion, der gesamte Verlag hatte diese Entwicklung völlig verschlafen.


Diese Informationen waren innerhalb weniger Stunden so einfach zu beschaffen gewesen, dass es sich auch kaum noch um relevante Geheimnisse handeln konnte. Man hatte schlicht nicht darauf geachtet und nicht danach gefragt. Es hatte aber auch keine andere japanische Zeitung darüber berichtet. Es hatten schlicht alle verschlafen was vor sich ging. Es konnte auch kein Geheimnis sein. Die Flächen waren so riesig, sie waren nicht zu übersehen. Nicht für die örtliche Bevölkerung, nicht für Spione. Und jeder der die Technologie kannte, konnte sich ausrechnen was dort entstand. Dafür musste man nicht mal jemanden bestechen!




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 04. September 1914


Es kündigte sich ein früher Herbst in den Höhenlagen der 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) an und Osaki Satoshi hatte seinen morgendlichen Spaziergang zur Hälfte hinter sich. Er stand auf einem kleinen Baumfreien-Vorsprung mit einer geradezu grandiosen Sicht auf die 関東平野 (Kantō heiya = Kantō-Ebene) – (https://diercke.westermann.de/videoplayer/?id=83368).


Der morgendliche Nebel begann sich aufzulösen und gab allmählich den Blick in die Ferne frei. Die 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio) war häufig nur leidlich zu erkennen, da die 多摩丘陵 (Tama-kyūryū) eher mäßig hoch waren, aber einige hundert Meter kamen an manch unzugänglicher Stelle zusammen. Heute aber konnte Osaki Satoshi die Wasserfläche erspähen. Es war ein schöner ruhiger Morgen, wie er selten war im hastigen Treiben der 関東平野 (Kantō heiya).


So gar nicht passte in dieses malerische Bildnis ein dumpfes Dröhnen in der Ferne, wie es Osaki Satoshi zuvor noch nie gehört hatte.



„Was ist das?“ entfuhr es ihm, aber es war Niemand anderes anwesend. Die Antwort blieb ihm schuldig. Er dachte einen Moment lang an Drachen verwarf diesen Gedanken aber augenblich. Dafür empfand er sich als zu aufgeklärt um an Drachen zu glauben.




Dann sah er den Drachen!



Langsam erhob sich das „Vieh“ aus der 東京湾 (Tōkyō-wan - Bucht von Tokio). Es war groß, unglaublich groß und hatte wahrhaft imposante Flügel zu beiden Seiten des Rumpfes.


„Unglaublich!“ brüllte er in die kühle Morgenluft.



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Japans erstes Flugboot gewann rasch an Höhe und drehte Richtung offene See hinaus. Auf Augenhöhe hatte er schon Schwierigkeiten es vernünftig zu sehen, als es erneut abdrehte und nunmehr Richtung 相模湾 (Sagami-wan - Sagamibucht) flog und somit näherkam. Es war groß, es war auf diese Entfernung zwar undeutlich zu erkennen, aber trotzdem nicht zu übersehen.



Der Anblick zusammen mit dem Dröhnen der Motoren war ein Ausruf an die gesamte Welt – an alle Kriegsflotten der Welt – wir sehen euch kommen!



Wieder spürte Osaki Satoshi den kalten Hauch der Zeit in seinem Nacken – die letzten 17 Jahre – die Zeit rast. Die Entwicklung schreitet rasant voran. Nach der Ostasiatischen-See schickt sich die Kaiserlich Japanische Marine nunmehr an auch den Ostasiatischen-Luftraum zu beherrschen. Sämtliche anderen Meldungen verloren schlagartig an Bedeutung.




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 04. September 1914



>> Giacomo della Chiesa nunmehr Benedikt XV. genannt
tritt im Vatikan sein Pontifikat an <<


Giacomo della Chiesa der Erzbischof von Bologna, wurde gestern im Konklave in Rom im zehnten Wahlgang mit 38 zu 18 Stimmen zum neuen Papst Benedikt XV. gewählt. Giacomo della Chiesa ist in Ostasien kein Unbekannter. Er war in die Klärung der Karolinenfrage involviert, dem Geschacher zweier europäischer Nationen um Asiatischen-Boden (https://de.wikipedia.org/wiki/Karolinenfrage).


In seiner Antrittsrede gerierte sich Benedikt XV. als Friedenspapst und rief die Kriegführenden Parteien zum Friedensschluss auf.




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Bild 107: Papst Benedikt XV.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Benedictus_XV.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XV.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 04. September 1914


Schon auf dem Weg in die Stadt hatte Osaki Satoshi die Aufregung gespürt. Die Ereignisse des Morgens waren Gesprächsthema Nummer eins. In der Redaktion setzte sich das direkt fort. Als sich die erste Aufregung gelegt hatte, widmete sich Osaki Satoshi wieder dem Kriegsgeschehen. Ein einzelnes Flugzeug brachte noch keinen Sieg über den Feind. Nach Lage der Dinge würde es auch nichts zu sehen bekommen, denn es hatte den Anschein das sich die Royal Navy aus den Asiatischen Gewässern zurückzog.




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Dazu passte die Meldung von Ausschreitungen in der Hauptstadt des British Empire. Der Widerstand richtete sich weniger auf die Folgen des Kriegs für die Zivilbevölkerung, sondern viel mehr auf den hohen Blutzoll unter der jungen Generation britischer Männer. Offenkundig wurde die gesamte britische Marineführung in Frage gestellt.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 06. Oktober 1914


Am frühen Morgen des sechsten Oktobers sickerte durch, das einer der neuen Luftschiff-Stützpunkte bereits fertiggestellt worden war und das Auftauchen eines Luftschiffes über dem Stützpunkt von 佐世保市 (Sasebo) einen noch gewaltigeren Eindruck unter den Augenzeugen ausgelöst hatte, als Japans erstes Flugboot.




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Osaki Satoshi war mehr und mehr beeindruckt von der Geschwindigkeit die Japan im Bereich der Luftfahrt an den Tag legte. Er hatte den Eindruck, dass das Land hier tatsächlich zu den führenden Nationen auf der Welt gehörte und nicht wie bei allem anderem den großen Mächten um Jahrzehnte hinterherhinkte. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Luftfahrt eine bedeutende Rolle einnehmen würde, wenn das Entwicklungstempo aufrechterhalten werden konnte.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 14. November 1914


In einem der seltenen Momente in denen Marineminister Saitō Makoto redselig war, gab er bekannt woran die bislang geheimen Friedensverhandlungen mit dem Empire gescheitert waren.


Das laufende Flottenrüstungsprogramm der Kaiserlich Japanischen Marine hatte den Zorn der britischen Delegation auf sich gezogen:



„Eine Nation die derart massiv aufrüstet und sich anschickt größenwahnsinnige Schlachtschiffe zu bauen, will keinen Frieden. Solche Schlachtschiffe werden für den Krieg gebaut!“ titelte The Times in London zum Abbruch der Verhandlungen.



Damit blieb Marineminister Saitō Makoto auch nichts Anderes übrig als der japanischen Bevölkerung zu erklären, dass das Flottenbauprogramm alles andere als größenwahnsinnig war.


Ein Entwurf von 49.000 Tonnen entsprach aber wohl genau dem was man als Größenwahn bezeichnen konnte! Zumal die 40.000 Tonnen schwere Hatsuse nicht mal fertiggestellt war und mit ihrer Größe ebenfalls als „groß“ bezeichnet werden konnte.


Interessanter war aber das, was die Coburger Zeitung geschrieben hatte:



„...die nur schwer in das bisherige Schema der Panzerkreuzer einzuordnen sind.“



Osaki Satoshi dachte genau das was auch die Britischen Admirale gedacht haben mussten, als ihre Spione die Pläne der Haguro-Klasse zu Hause abgeliefert hatten.



Größenwahn!



Panzerkreuzer mit 32.000 Tonnen!


Gab es überhaupt bei anderen Kriegsflotten derart schwere Schlachtschiffe? Nein das waren keine Panzerkreuzer mehr, der Redaktuer aus dem Deutschen Kaiserreich hatte recht. Selbst die Bezeichnung „Schwere Kreuzer“ war noch verniedlichend für diese Schiffe.




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#110 RTW2-JAP#

Bigfish
26.09.20, 22:05
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Gefecht vor Dangan Dao 23. November 1914 <<




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Die Belagerung von Hong Kong zog sich Monat um Monat und die Moral der Truppen an Land begann erste Schwächen zu zeigen. Bislang konnte jeder Beschuss von Seeseite aus verhindert werden. Entweder war die Royal Navy Vor-Ort, oder das Wetter war unpassend, oder die Flotte wurde woanders benötigt. Nun aber musste endlich etwas passieren.


Auch am Dreiundzwanzigsten November herrschte den ganzen Tag über eine steife Brise und eine niedrige Wolkendecke sorgte für eingeschränkte Sicht. Der Wind war zunehmend, aber dennoch wurde entschieden anzugreifen.


Anstatt mit Schlachtschiffen aufzumarschieren, die dann doch wieder nur auf ihresgleichen trafen, wurde Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasus Geschwader in Marsch gesetzt. Die Japanische 1. Kreuzerdivision hatte zuletzt Mitte April einen Sieg über ein britisches Geschwader vor Takao erzielt


Ōji-sama Fushimi Hiroyasus Geschwader bestand aus der gewohnten Zusammensetzung:




Japanische 1. Kreuzerdivision:
Schlachtkreuzer Nisshin (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Myoko

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Japanische 3. Aufklärungsdivision:
Geschützter Kreuzer Chitose

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Japanische 2. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Yukaze, Okinami, Natsugumo, Arare, Minegumo

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Japanische 4. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Naganami, Yamakaze, Asagumo, Ikazuchi

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Kurz vor der Mittagszeit näherte sich das japanische Geschwader dem Lema-Kanal, der Zufahrt zu Hong Kong durch das Gewirr der Zehntausend-Berge-Inselgruppe des Wanshan-Archipel. Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu hatten diesen Weg bewusst gewählt, bot er doch die Chance lange Zeit unentdeckt zu bleiben, da die zahlreichen Inseln keine weiträumige Sicht zuließen.


Mit etwas Glück würde er völlig unvermittelt vor Hong Kong auftauchen und dadurch den Verteidigern keine Zeit lassen Deckung zu suchen. Denn mit einem Beschuss von See aus war bei diesem Wetter nicht unbedingt zu rechnen.




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Bild 108: Karte des Seegebietes vor Hong Kong
Quelle: http://dev.lib.utexas.edu/maps/china.html
Autor: U.S. Central Intelligence Agency
Infos: http://legacy.lib.utexas.edu/maps/faq.html




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Um fünfzehn Minuten nach Zwölf Uhr befahl Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu dem Kreuzer Chitose die Verbandsspitze zu verlassen und Abstand voraus zu gewinnen um etwaige Feindschiffe aufzuklären.



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Eine halbe Stunde setzte Regen ein und verschlechterte die Sicht zusätzlich. Einerseits würde man somit tatsächlich unerkannt bis vor Hong Kong gelangen, andererseits würde man keine Ziele erkennen, die es zu bekämpfen galt.



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Abermals eine halbe Stunde später verschwand die Regenfront genau so plötzlich, wie sie eingesetzt hatte und prompt wurde von der vorausfahrenden Chitose ein feindliches Schiff gesichtet.




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Der Gegner wurde aber bald als Handelsschiff erkannt. Die Überraschung war gelungen.



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Um zwanzig Minuten vor zwei Uhr am Nachmittag eröffnete die Chitose das Gefecht mit ihrem Angriff auf das Handelsschiff.



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Der Frachter hatte keine Chance und war keine zehn Minuten später ein Wrack.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu konnte kein weiteres Schiff ausmachen, was ihm verdächtig vorkam. Wenigstens einige Torpedoboote sollten doch zu erwarten sein? Er ließ Richtung Sai Kung und Tai Po abdrehen, wo sich die japanischen Invasionstruppen festgesetzt hatten. Das Zentrum Hong Kongs konnte wegen eines ausgedehnten Minenfelds nicht erreicht werden.




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Gegen halb Drei wurden südwestlich dunkle Rauchfetzen gesichtet und Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu lies umdrehen. Es mochte der brennende Frachter sein, aber der Kaigun-Shōshō hatte so ein Gefühl, das es etwas Anderes war und er sollte Recht behalten.




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#111 RTW2-JAP#

Bigfish
27.09.20, 20:00
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Gefecht vor Dangan Dao 23. November 1914 <<




Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu begann zu fluchen: „Wieder kein Küstenbeschuss!“...


Ihm war klar, dass hier ein Feindverband scheinbar von einer Aufklärungspatrouille zurück nach Hong Kong kam und nur die Regenfront einen früheren Kontakt verhindert hatte. Er ließ Gefechtsalarm geben.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu beschloss den Gegner in die Zange zu nehmen. Die Torpedoboote sollten mit Höchstfahrt den Weg ins Minenfeld abschneiden, während er mit seinen beiden Schlachtkreuzern Parallelkurs steuern wollte um alle Hauptgeschütze zum Einsatz bringen zu können und in eine achterliche Position zu gelangen.




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Es dauerte nur Minuten bis der Gegner ebenfalls als Schlachtkreuzer angesprochen werden konnte.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu befahl umgehend den Beschuss des britischen Schlachtkreuzers.




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Der Feind tat es gleich und auf beiden Seiten stiegen Wassersäulen um die Großkampfschiffe herum auf. Es gab aber einen wichtigen Unterschied: Bislang konnte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu keine feindlichen Torpedoboote ausmachen.





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Es war dann auch die Myoko die zuerst getroffen wurde und dass bereits mit der zweiten Salve der Briten. Mit der dritten Salve wurde es nicht besser! Ein Treffer auf der Kommandobrücke zeigte allen in welcher Gefahr sie schwebten, falls die nächste Granate die Panzerung durchdringen sollte.


Aber wenigstens bekam auch der Gegner japanischen Stahl zu spüren.




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Dann drehte der Gegner ab um sich dem Angriff der japanischen Torpedoboote zu entziehen. Nach der Klassifizierung musste Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu feststellen, dass der Gegner Artilleristisch deutlich überlegen war. Acht oder sogar Sechzehn 14inch Geschützen hatte man nichts entgegen zu setzen.




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Allerdings mussten die britischen Schlachtkreuzer ihren Kurs ändern um eine maximale Anzahl ihrer Geschütze auch zum Einsatz bringen zu können. Dieses Manöver war ein Geschenk für die japanischen Torpedoboote.


Dann kamen weitere Schiffe in Sicht!





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Die beiden Schlachtkreuzer der Royal Navy hatten sich in eine extrem gefährliche Position manövriert. Für die Torpedoboote begann ein Angriff wie aus dem Lehrbuch! Das japanische Flaggschiff hatte dagegen mit dem alten japanischen Problem zu kämpfen. Die Turmmechanik war gestört und damit zweidrittel der größten verfügbaren Geschütze außer Gefecht gesetzt.




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Die Yukaze war zwar bereits schwer getroffen, begann jedoch unbeeindruckt mit dem Torpedoangriff.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war verärgert und fragte sich ob man auf den Torpedobooten die Identifikationshandbücher vergessen hatte? Der zweite Schlachtkreuzer war noch immer nicht identifiziert, aber das jetzt doch feindliche Torpedoboote – zumindest eines – aufkamen, dass hatten man erkannt.




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Dann wurde die Yukaze erneut getroffen und musste die Formation verlassen. Zwei ihrer Torpedos fanden jedoch ihr Ziel. Und auch der zweite Schlachtkreuzer war endlich identifiziert worden. Dieser hatte sogar 15inch Geschütze!





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Jetzt war auch der zweite Turm der Nisshin ausgefallen und Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu entschied sich dafür abzudrehen. Ohne einsatzfähige Hauptartillerie war sein Schlachtkreuzer nicht viel mehr als ein Übungsziel.




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Mochte der Feind auch eine weit überlegene Artillerie haben, gegen Torpedos war dies irrelevant, denn die japanischen Torpedoboote legten nach und hatten Erfolg!




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Es war erneut ein Fehler, dass die beiden Schlachtkreuzer kein ausreichendes Geleit hatten und sich zudem auf die beiden japanischen Schlachtkreuzer konzentrierten, obwohl diese das Gefecht abgebrochen hatten. Damit hatten die japanischen Torpedoboote fast völlige Handlungsfreiheit.


Beide Feindkreuzer waren jetzt jeweils von mindestens drei Torpedos getroffen worden, aber Niemand wusste ob dies für diese Schiffe ausreichen würde.




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Zwar hatte der Gegner sein Feuer endlich auf die japanischen Torpedoboote verlegt, aber wahrscheinlich kam dies zu spät. Die beiden britischen Schlachtkreuzer begannen langsamer zu werden und hatten deutliche Schlagseite.




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Die Japanische 2. Torpedoboot-Flottille bezahlte jetzt den Preis für ihren Erfolg.




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Es war jetzt kurz nach 15 Uhr und Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war sich sicher, dass das Gefecht entschieden war. Der Feind war schwer getroffen und weitere Schiffe waren nicht auszumachen. Es würde einen Moment dauern, die feindlichen Kreuzer endgültig zu versenken, damit sich diese keinesfalls schwer beschädigt ins nahe Hong Kong retten konnten. Zweifel an der Versenkung hatte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu jedoch nicht. Es mochte sich nur die Frage stellen, wie viele Torpedoboote auf Seiten Japans letztlich verloren waren?




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Für die Japanische 4. Torpedoboot-Flottille gab es eigentlich nichts mehr zu tun als aufzuräumen und den Erfolg sicherzustellen. Die Nisshin hatte endlich einen ihrer Geschütztürme wieder in Betrieb und kümmerte sich um das vorwitzige britische Torpedoboot, dass direkt auf die Nisshin drauf zu hielt.




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Es war getan, die beiden Schlachtkreuzer lagen fast reglos mit starker Schlagseite in der See vor Hong Kong. Es war unwahrscheinlich, dass diese beiden Schiffe noch einmal Fahrt aufnehmen würden.




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Die Chitose sah sich mittlerweile einem feindlichen Torpedoangriff ausgesetzt, nachdem das britische Torpedoboot von den japanischen Schlachtkreuzern abgelassen hatte. Die Chitose war auch deutlich einfacher anzugreifen, als die beiden japanischen Großkampfschiffe.




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Das britische Torpedoboot sah sich jetzt in der Falle und wurde aus allen Himmelsrichtungen unter Feuer genommen.





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Um 15:20 Uhr begannen praktisch alle Schiffe der Royal Navy wie auf Kommando zeitgleich zu Sinken. Das Gefecht war vorüber. Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu hatte aber wegen der eingeschränkten Sichtverhältnisse keine vernünftige Möglichkeit einen gezielten Küstenbeschuss vorzunehmen.



Die Infanterie musste es alleine schaffen!





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#112 RTW2-JAP#

Iche_Bins
27.09.20, 20:28
Schöner Sieg. Was bringen euch die Luftschiffe genau?

Bigfish
27.09.20, 20:36
Werter Iche_Bins,


im Prinzip dienen diese der Aufklärung und sie können sogar Bomben tragen und Luftschiffgestützte Jäger einsetzen, wenn man das erforscht hat. Auf Details und den Nutzen werden innerhalb der AAR-Story ausführlicher eingehen.




Werter LochLomond


ja so was sieht man ja sehr häufig, solange aber keine korrespondierende Meldung kommt, sind die nur Millimeter genau aneinander vorbei manövriert - können halt Steuern die Briten!

LochLomond
27.09.20, 20:36
auf einem Bild sieht es aus als würden sich die Briten gegenseitig rammen

Taurus
30.09.20, 00:18
Es ist und bleibt ein Elend, wieder zwei Schlachtkreuzer für nichts verheizt (OK, Hongkong wurde wieder nicht beschossen) und man fragt sich ernsthaft, wozu die Dinger eine Sekundärartillerie haben?
Das die großen Wummen gegen ihre Pendants gerichtet sind, lassen wir ja durchgehen, aber mit 16x 4inch sollte es doch machbar sein (ja, nur 8x pro Seite), jedes feindliche T-Boot, das auf Steinwurfentfernung herankommt, mit wenigen Salven zu zerhäckseln (oder besser noch bevor es so nah dran ist)

So wird das nichts mehr mit dem Empire, dieses Gebilde zerfällt in rasantem Tempo, wenn keine Royal Navy mehr vorhanden ist, die man ernstnehmen kann.

Bigfish
30.09.20, 00:51
Werter Taurus,


hier zeigt sich folgendes:

Würde die KI ihre Torpedoboote so wie Wir sie einsetzen (ggf. tut sie das nach zahlreichen Updates nun auch), würde es Unseren Dickschiffen nicht besser ergehen.


Japan hat in der Regel als beste Treffer-Rate 10% - und das auch nur wenn alles passt. GB müsste bessere Werte haben, aber selbst wenn es 15% sind, treffen halt nur 15 Granaten von 100. Das tun sie ja auch, wenn ein T-Boot getroffen wird ist es oft genug Schrott. Aber dann sind die Torpedos meist schon im Wasser, oder können noch abgeschossen werden.


Die KI hat zu wenige T-Boote und die, die vorhanden sind schirmen nicht korrekt ab. Wir denken das sollten die Entwickler lösen können, aber das schrieben Wir schon einmal vor einiger Zeit.

Taurus
01.10.20, 13:23
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)


Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 25. November 1914





>> Royal Navy verliert zwei weitere Schlachtkreuzer vor Hongkong - Stadt wird nach wie vor von Japanern belagert - Unruhen in britischen Städten - Gerüchte um Korruption in japanischer Marineadministration <<




Die neuesten Meldungen aus dem Konfliktgebiet besagen, das die Royal Navy bei einem Seegefecht im Vorfeld von Hongkong wieder zwei ihrer großen Marineeinheiten verloren hat.
Dies war offenbar der Preis dafür, das es dem Gegner Japan letztlich nicht gelang, unterstützend zugunsten ihrer Landstreitkräfte einzugreifen, die seit Monaten die britische Kolonie Hongkong erfolglos belagern.

Aus vielen Landesteilen der britischen Insel werden auch Unruhen in der Bevölkerung gemeldet, die geschockt von den vielen Misserfolgen und den dazugehörigen Verlusten die Verantwortlichen für das militärische Desaster zur Rechenschaft gezogen wissen wollen.


Sich nur auf den militärischen Aspekt zu konzentrieren, scheint bei diesem Konflikt aber nicht auszureichen, denn dank seiner gut vernetzten asiatischen Kontakte (auch in Japan) ist diesem Blatt ein Vorgang bekannt geworden, der womöglich noch für gehörigen Wirbel bei den einigen der Großmächte sorgen könnte.

Aufgrund der schon länger bestehenden ehrgeizigen Pläne der kaiserlich-japanischen Marineführung und des daher seitdem drastisch erhöhten Marineausbauprogramms, ist es nicht erst in diesem Jahr zu deutlich spürbaren Verzögerungen bei der Fertigstellung diverser Neu- und Umbauten gekommen.
Sei es durch Mangel oder Lieferschwierigkeiten bei Ausrüstungsteilen oder Panzerstahl oder auch durch Budgetprobleme, die Realität kann mit den Träumereien der Admirale nicht wirklich mithalten. Die Bevölkerung hat dadurch so manche Einschränkung erfahren müssen, vielleicht nicht so vordergründig, aber dem Marineetat zuliebe sind wohl etliche andere zivile Projekte zurückgestellt worden.

Dies wäre nicht so dramatisch, da die militärischen Erfolge Japans vieles übertünchen mögen, aber einige Gerüchte aus dem Umfeld des kaiserlich-japanischen Marineministeriums deuten auf eine pikante Korruptionsaffäre hin, in die bedeutende europäische Technologiehersteller involviert sein sollen.
Namentlich ist der deutsche Siemens-Konzern genannt, der sich schon vor einigen Jahren durch geheime Absprachen und entsprechende "überzeugende Argumente" (sprich Schmiergeld) ein Monopol auf die Zulieferung technischer Schiffsausrüstung gesichert haben soll.


Zu dieser Zeit forcierte Japan schon einmal den Bau von größeren Einheiten wie Panzerkreuzern und eines Dreadnoughts ebenso, wie die Umrüstung älterer existierender Marineschiffe. Damals wurden aber viele begonnene Einheiten im Herbst 1911 aus technischen Gründen weit vor Fertigstellung wieder verschrottet.


Richtig brisant wird es allerdings beim zweiten großen Konzern, denn auch die Firma Vickers, einer der größten britischen Hersteller von Kriegswaffen und militärischer Ausrüstung aller Art, scheint sich einen lukrativen Anteil am japanischen Schiffsbauprogramm erworben zu haben. Schon vor über drei Jahren soll sich Vickers gegen Zahlung von verdeckten Summen in unbekannter Höhe an maßgebliche Personen in der japanischen Marine-Ministeriumsabteilung für Schiffbau das Recht erworben haben, eines oder mehrere der Neubauprojekte fertigzustellen.

Brisant auch deshalb, da man sich ja seit Anfang des Jahres mit dem Commonwealth im Kriegszustand befindet und da würde eine nicht gerade legal zu nennende Kooperation in Rüstungsangelegenheiten mit dem Kriegsgegner sicherlich viele Fragen aufwerfen.

Fragen könnten auch auf anderer Ebene hochkommen, denn vertraulichen Quellen zufolge sind diese Vorwürfe schon seit einiger Zeit bekannt - nur eben der breiten Öffentlichkeit nicht. Das dürfte mutmaßlich mit dem herrschenden Kriegszustand zu tun haben, aber die Antworten dazu müssen aus Tokio selbst kommen.

Bigfish
03.10.20, 16:13
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zum Gefecht vor Dangan Dao 23. November 1914 <<



Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),

es sind nicht viele Worte zum Gefecht vor Dangan Dao zu verlieren. Abseits der Tatsache einer erneut nicht stattgefundenen Unterstützung unserer Soldaten vor Hong Kong, hat Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu ein Paradestück vollbracht. Ohne eigene Totalverluste konnte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu zwei moderne und weit überlegene Schlachtkreuzer der Royal Navy versenken. Sicher kamen ihm die Witterungsbedingungen sowie die erneute Unfähigkeit britischer Kommandanten zur Hilfe, dies schmälert seine Leistung jedoch nicht im Geringsten.





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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Gefecht vor Dangan Dao am 23. November 1914 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.




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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 24. November 1914




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 24. November 1914



>> Pflichtsieg der Rengō Kantai! <<


Erneut konnte die Japanische 1. Kreuzerdivision unter ihrem Kommandanten Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu einen makellosen Sieg erringen. In einem kurzen Gefecht in der Nähe von Hong Kong gelang es Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu zwei erheblich überlegene feindliche Schlachtkreuzer zu versenken. Sämtliche Schiffe des japanischen Geschwaders sind in ihre Heimathäfen zurückgekehrt.


Es ist nunmehr davon auszugehen, dass die Royal Navy besiegt ist. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis neuerliche Friedensverhandlungen zum Erfolg führen ohne dass sich das Empire in die militärischen Angelegenheiten Japans einmischt.



Es ist das alleine Japans Angelegenheit, wie groß es seine Schiffe baut
und Niemand macht dem Kaiserreich Vorschriften im Schiffbau!





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 24. November 1914


Es war nicht zu leugnen, dass die größte Kriegsflotte der Welt bislang ein mehr als mäßiges Bild abgeliefert hatte. Hatte sich die Royal Navy einige Wochen zu vor fast vollständig zurückgezogen, schien man in London nun umgedacht zu haben. Osaki Satoshi lagen Berichte vor, wonach ein großer britischer Flottenverband vor Colombo festgemacht hatte. Dieser konnte nur ein Ziel haben. In Südostasien hatte die eigene Marine nach dem Erfolg vor Hong Kong bereits Verstärkungen gesichtet, ohne das es zu einem Kampf gekommen war.




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Die Royal Navy hatte erhebliche Verluste zu beklagen, während das Kaiserreich Japan praktisch nicht schwächer geworden war.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 26. November 1914


Es herrschte Totenstille in der Redaktion. Zehn Minuten lang sprach Niemand ein Wort und alle schauten überall hin, nur nicht in das Gesicht eines anderen. Chefredakteur Kamata Itachi hatte gerade eine Standpauke gehalten. Er war regelrecht explodiert und das will für einen Japaner im allgemeinen und Chefredakteur Kamata Itachi im Besonderen schon etwas heißen.


Osaki Satoshi legte die Morgenausgabe der Asahi Shimbun vor sich auf den Tisch.



Dann Entfuhr ihm ein kräftiges „くそまじめだ“ (kuso-majime).



Die Asahi Shimbun hatte wohl schon länger etwas in der Hand, aber es fehlte der letzte Beweis. Diesen hatten nun die Friedensverhandlungen zu Tage gefördert, oder besser die öffentliche Bekanntgabe des aktuellen Flottenbauprogrammes der Marine.


Nun wurde klar, warum der Minister in der Vergangenheit sehr zurückhaltend mit Informationen gewesen war. Ob er aktiv in den Skandal verwickelt war oder nicht spielte keine Rolle, irgendwas hatte er wohl zumindest geahnt. Der Deutsche Siemens Konzern und die Britische Firma Vickers hatten sich scheinbar seit Jahren gegenseitig darin überboten japanische Offiziere des 艦政本部 (Kansei Hombu – Hauptabteilung für Kriegsschiffe), allen voran Kaigun-chūjō Matsumoto Kazu persönlich, aber auch Kaigun-shōshō Fujii Mitsugorō zu bestechen. Beide Unternehmen lieferten wichtige Ausrüstungsgegenstände für die japanische Marine, oder wollten wie Vickers gleich den Zuschlag zum Bau ganzer Schlachtkreuzer haben.


Es war wohl dem Ausbruch der Feindseligkeiten mit dem British Empire geschuldet, dass die Asahi Shimbun nicht schon vor Monaten an die Öffentlichkeit gegangen ist, aber nachdem Details über das aktuelle Rüstungsprogramm bekannt wurden, wollte man sich bei der Asahi Shimbun nicht länger zurückhalten. Das lag wohl auch daran, dass der Informant der Asahi Shimbun auch andere Verlage informiert hatte und in Frankreich die Le Temps bereits Stunden zuvor an die Öffentlichkeit gegangen war. Die Franzosen schätzten die Lage wohl ähnlich ein. Keine Veröffentlichung wegen dem Kriegsausbruch, aber jetzt musste man Veröffentlichen oder nie mehr. Die Drähte glühten und aus dem Ausland kamen ungezählte Anfragen anderer Zeitungen was denn da in Japan los sei?



(シーメンス事件 - Shīmensu jiken: Siemens-Zwischenfall - https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens-Skandal)



Osaki Satoshi fühlte sich Elend. Niemand war näher an der Marine als er, keine andere Zeitung hatte so eine große Redaktion alleine für die Marine, aber Niemand bei der Tōkyō Shinbun hatte auch nur einen Pieps davon vernommen, mit dem womit die Asahi Shimbun am Morgen ihre Titelseite geschmückt hatte.



Er konnte es dem Chefredakteur nicht verdenken, dass er richtig wütend war. Das hätte die Tōkyō Shinbun bringen müssen, niemand sonst. Erst recht nicht die Franzosen als Erste!





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 26. November 1914



>> Kabinett Yamamoto Gonnohyōe zurückgetreten! <<


Nach den Veröffentlichungen in der internationalen Presse über die Vorgänge im Beschaffungswesen der Kaiserlich Japanischen Marine hat Premierminister Yamamoto Gonnohyōe seine Unterstützung durch das 貴族院 (Kizokuin – Herrenhaus) und dem restlichen 帝国議会 (Teikoku-gikai – Reichstag) verloren. Infolgedessen ist das Kabinett mit seinen Ministern zurückgetreten.


Mitten während des laufenden Kriegs mit dem Britisch Empire ist die Regierung damit Handlungsunfähig und die Marine ohne politische Führung.





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Bild 109: Das Herrenhaus des Reichstags
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Y%C5%8Dsh%C5%AB_Chikanobu_House_of_Peers.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Toyohara_Chikanobu
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kizokuin





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Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Samstag 28. November 1914


Marineminister Yashiro Rokurō hatte keine Zeit sich damit zu beschäftigen wie die üblichen Begrüßungsformalitäten abzuwickeln waren. Oder welche Handlungsabläufe zu beachten warten. Überstürzt wurde er am Vortag als Nachfolger von Saitō Makoto vereidigt und musste sich sofort um die drängendsten Fragen kümmern.



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Bild 110: Marineminister Yashiro Rokurō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baron_Yashiro_Rokur%C5%8D_circa_1915.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Yashiro_Rokur%C5%8D




Kaigun-chūjō Ijūin Gorō und Kaigun-chūjō Katō Tomosaburō kannten das Dienstzimmer des Marineministers für den Moment besser, als dieser selbst. Satō Tetsutarō war auch mehrere Male in diesen Räumlichkeiten gewesen und auch diesmal waren seine Ansichten über die Entwicklung der Marine gefragt. Obwohl ihm die Schmähung des 20+5 Plans anhaftete, gab es nicht viele Experten seines Kalibers und Japan hatte mit seinen neusten Schiffen schließlich auf seine Einlassungen reagiert.


Die Runde vervollständigten Iwasaki Hisaya der Präsident der Mitsubishi Company, Nakajima Chikuhei Gründer der Nakajima Aircraft Company (Anmerkung des Autors: Heute bekannt als Subaru), sowie Kōjirō Matsukata Präsident der Kawasaki Dockyard Company.


Alle drei Unternehmen, deren Firmenleitungen hier anwesend waren, hatten sich hervorgetan Japans erste Marine-Flugzeuge konstruiert zu haben. Und es war wohl kein Zufall, dass es entweder Unternehmen waren die im Schiffsbau tätig waren oder von ehemaligen Marine-Offizieren geführt wurden.


Von Kawasaki stammte die Kyofu, Japans erstes Flugboot das sich kürzlich eindrucksvoll in Szene gesetzt hatte. Nakajima hatte mit der Produktion der Saiun begonnen, die auserkoren war um andere Flugzeuge zu bekämpfen. Lediglich Mitsubishi konnte noch kein fertiges Serienmodell der Raiden vorweisen. Dieses Wasserflugzeug war zurzeit aber der gefragteste Typ. Daher hatte die Marine erst kürzlich eine Ausschreibung für einen solchen Typ veröffentlicht, woraufhin Mitsubishi etwas vollmündig mitteilen ließ, ein solches Flugzeug bereits fertig zu haben. Nun – fertig war die Raiden nicht – aber es fehlte auch nicht mehr viel für den Erstflug.


Die Raiden wäre dann genau jenes Flugzeug, das auf den beiden in Bau befindlichen Seeflugzeug-Tendern zum Einsatz kommen würde. Aber die Ideen gingen auch dahin Schlachtschiffe mit solchen Flugzeugen auszurüsten, sobald man sich dazu in der Lage sah.




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Zur großen Freude der Anwesenden hatte ausgiebige Spionage ergeben, dass Japan führend im Marine-Flugzeug-Bau war. Keine andere Nation hatte ein Jagdflugzeug im Einsatz. Keine andere Nation hatte ein Wasserflugzeug im Einsatz, Lediglich von der Royal Navy und Zaristischen Marine wusste man von Flugbooten. Und hier schien die Kawasaki Kyofu das führende Muster zu sein. Zumindest flog es schneller als die beiden anderen.




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Diesen Vorsprung wollte man unbedingt behalten, was der Anlass des Treffens war.


Bereits vereinbart war, dass sich die Marine selbst aus der Konstruktion der Flugzeuge weitgehend heraushalten würde. Das wäre alleine Aufgabe der Japanischen Industrie. Aufgabe der Marine würde es sein ihre Anforderungen zu benennen und dann aus verschiedenen Prototypen der Industrie auszuwählen. Dieses Vorgehen hatte für große Aufregung in der Admiralität der Kaiserlich Japanischen Marine gesorgt, die es gewohnt war ein gewichtiges Wort bei der Konstruktion ihres Materials mitzureden.


Letztlich aber mussten sich alle eingestehen, dass ein Flugzeug eben kein Schiff war, sondern etwas völlig Anderes. Daher gab es einfach nicht genug Expertise in der Marineführung und bei den Kommandanten.


Die Positionen der Leitungen der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte) und des 海軍航空本部 (Kaigun Kōkū Hombu - Kaiserlich Japanischen Marineluftfahrtbüro) waren noch immer nicht benannt.


Vor den Anwesenden lagen mehrere Personalakten sowohl von Marine-Offizieren, wie auch von Industriellen um hier und heute eben diese Positionen zu besetzen. Wer auch immer dafür bestimmt wurde, es mussten zuverlässige und durchsetzungsfähige Männer sein. Sie mussten wissen wie Seekrieg bislang funktionierte, aber auch offen sein für das neue Element um zu wissen wie man den Seekrieg aktiv verändern konnte, bevor andere es taten.


Die Diskussion zog sich in die Länge ohne dass es ein verwertbares Ergebnis gab. Dann kam von Satō Tetsutarō ein Vorschlag:



„Wir könnten im Umfeld von Tanakadate Aikitsu nach einem geeigneten Kandidaten suchen, oder ihn gleich selbst Fragen, wenn er vorschlagen würde?“



Auf diesen Vorschlag konnten sich nun alle verständigen, auch wenn das bedeutete, dass die beiden Positionen heute nicht besetzt werden würde.


Tanakadate Aikitsu war sowas wie der Initiator der japanischen Luftfahrt. Ohne ihn gäbe es womöglich noch gar keine Flugzeuge in Japan, auch wenn er womöglich der Armee näher Stand als der Marine. Wenn sich jemand mit Luftfahrt als solcher in Japan auskannte war das also Tanakadate Aikitsu. Somit war dieser auch für jeden anderen der im Bereich der Luftfahrt tätig oder interessiert war, der gefragteste Ansprechpartner. Die Vermutung das Tanakadate Aikitsu somit jeden der irgendetwas im Bereich der Luftfahrt in Japan getan hatte kannte, war nicht von der Hand zu weisen. Tanakadate Aikitsu mochte also tatsächlich wissen, wen die Marine auf diese beiden Leitungspositionen besetzten sollte.




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Bild 111: Tanakadate Aikitsu
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tanakadate_Aikitsu_2.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Tanakadate_Aikitsu#





Anmerkung des Autors: Dank Unserer Neuerwerbung - https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=26376&p=1194649#post1194649 - wissen Wir nun sehr viel über die Luftfahrtentwicklung Japans im Allgemeinen und der Marine-Luftfahrt in Japan im Besonderen. Wir müssen dazu nun verkünden, dass die Beschreibungen im AAR zu den realen Ereignissen erheblich abweichen.

Dies hat folgende Gründe:

Das Spiel ist schneller! Die Entwicklung in Japan nahm erst gegen 1919 an Fahrt auf, im AAR sind wir erst 1914.
Die reale Entwicklung hat sehr viel mit dem ersten Weltkrieg zu tun, den es hier im AAR nicht gab
Anfangs hat Japan sehr viele Flugzeuge in Lizenz gebaut, bzw. in Europa gekauft und als „Kriegsentschädigung“ von Deutschland erhalten. Das lässt sich wegen der Ereignisse und der Art und Weise wie die Luftfahrt-Entwicklung im Spiel modelliert ist, so nicht darstellen.


Möge es Uns die Regentschaft also Nachsehen, wenn Wir die Japanische Geschichte auch in diesem Aspekt in weiten Teilen neu schreiben und so manche Flugzeugbau-Firma Jahre vor ihrer realen Gründung in Erscheinung tritt..





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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 02. Dezember 1914



>> Hong Kong vor dem Fall! <<

Nach monatelangen Verlustreichen Kämpfen ist es den japanischen Truppen vor Hong Kong gelungen in einem gewagten Nachtangriff den Devil’s Peak zu erobern. Von hier aus können mit den Feldgeschützen große Teile Hong Kongs gezielt beschossen werden. Nicht bestätigt wurde bislang die Meldung, das erste japanische Truppen sogar die Insel von Hong Kong selbst bei Pak Sha Wan betreten haben. Sollte dies tatsächlich stimmen würde das bedeuten, dass die britischen Stellungen der Lye Mun Barracks ebenfalls durch japanische Truppen genommen worden sind. Damit wäre die Insel Hong Kong nicht mehr zu Verteidigen und die Kapitulation der britischen Garnison nur noch eine Frage der Zeit.




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Bild 112: Karte von Pak Sha Wan
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dkbkpl19.jpg
Autor: The British Admiralty
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Pak_Sha_Wan_(Chai_Wan)





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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 03. Dezember 1914



>> Marine bestellt Flugzeuge bei der Kawasaki Dockyard Company <<


Der neue Marineminister Yashiro Rokurō gab gestern Abend bekannt, dass die Kawasaki Dockyard Company den Auftrag zur Lieferung der neuen Wasserflugzeuge der Marine erhält. Ausschlaggebend gewesen sei die höhere Reichweite gegenüber den Entwürfen der Aichi Tokei Denki Seizo Kabushiki Kaisha (Aichi Watch and Electric Manufacturing) und der Kyūshū Hikōki K.K. (Kyūshū Aircraft Company Ltd).




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>> Britisches Schlachtschiff gesunken! <<


Unbestätigten Meldungen zur Folge ist ein britisches Schlachtschiff vor Hong auf eine Seemine gelaufen und gesunken. Die Marine hüllt sich in Schweigen, ob die Seewege von und nach Hong Kong bei der letzten Unternehmung Ende November vermint worden sind.


Ebenfalls ungeklärt ist, ob dieses Schlachtschiff auf dem Weg nach Hong Kong gewesen ist, oder etwa wegen dem zu erwartendem Fall der Stadt aus Hong Kong geflohen ist. Dann könnte es sein, dass das Schiff Opfer der eigenen Minensperren wurde, falls der Kommandant zu schnell und unvorsichtig navigiert hat.




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#113 RTW2-JAP#

Bigfish
22.10.20, 15:36
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 29. Dezember 1914



Ein weiterer Jahreswechsel stand unmittelbar bevor und die letzten Wochen waren auffällig ruhig gewesen. Der Krieg mit dem Britisch Empire schritt voran, die Kämpfe in Hong Kong hatten sich zwar versteift, aber Japan war näher am Sieg als es dem Empire gelingen würde die Kapitulation noch abzuwenden.


Die neue japanische Regierung war mit sich selbst beschäftigt um ins Amt zu finden, dafür war es nützlich das vom Empire keine ernstzunehmende Bedrohung zu erwarten war.


Die nächsten zwei Wochen würde er frei haben. Das war für japanische Verhältnisse außerordentlich ungewöhnlich, aber Osaki Satoshi hatte schon mehrfach von der angenehmen Atmosphäre zu seinem Chefredakteur Kamata Itachi profitiert.


Chefredakteur Kamata Itachi war vor zwei Tagen zu ihm in die Redaktion gekommen und hatte ihm die zwei Wochen Erholung praktisch verordnet. Satoshi war darüber sehr irritiert, kam aber sehr schnell auf den Hintergrund des Ganzen. Bald würde er noch mehr Zeit für den Verlag aufbringen müssen. Chefredakteur Kamata Itachi gab es unumwunden zu:



„Sobald dieser Krieg zu Ende ist mein Freund, werde ich in Ruhestand gehen. Dieser ist bereits überfällig.“



Das kam wie ein Faustschlag und Satoshi sackte in seinem Sessel zusammen. Dann kam von Kamata Itachi die eigentliche Attacke:



„Ich habe der Verlagsleitung ihren Namen für meine Nachfolge genannt – Satoshi!“



Osaki Satoshi nahm diese Worte zwar auf, aber glaubte nicht verstanden zu haben, welche Bedeutung diese hatten. Er sprach geraume Zeit mit Itachi darüber wie es weitergehen solle? Als Chefredakteur würde es kaum schicklich sein, dass er weiter persönlich an den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan schrieb. Und er würde lange nicht mehr genug Zeit für die Marine haben, er musste sich dann ja auch um alles andere kümmern.


Kamata Itachis letzte Worte an diesem Abend waren dazu wenig ermutigend:



„Keine Angst Satoshi – das musste ich zum Wohl unserer Zeitung tun, denn ich glaube das unser Herausgeber seinen jüngsten Sohn auf den Posten setzen will.“



Das wäre natürlich ein Schlag den man erstmal verdauen musste. Fukuzawa Saburo hatte wohl Philosophie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin studiert, zumindest sagte man dies. Man sagte aber auch, dass er ein Lebemann sei der seine Zeit nur allzu oft mit Geishas verbrachte als etwas Nützlichem nachzugehen. Sollte dieser Mann wirklich Chefredakteur werden, konnte das zu Problemen führen.






Anmerkung des Autors: Dann mal etwas zum Unterschied von Geisha und Oiran:
https://www.japandigest.de/kulturerbe/geschichte/kunsthandwerk/die-geisha/





Die nächsten zwei Tage hatte Satoshi mit Grübeln zugebracht. Bald würde er sein siebenunddreißigstes Lebensjahr vollenden und es war reichlich einiges passiert in all der Zeit. Er erinnerte sich, wie er mit nur zehn Jahren Kamata Itachi gehörig auf die Nerven gegangen war. Er verdiente für seine Eltern etwas dazu, in dem er als Zeitungsjunge tätig war. Dabei lernte er Itachi kennen und fragte diesem Löcher in den Bauch. Er besaß sogar die Frechheit Itachi zu kritisieren – schlimmer noch – er wagte es sogar ihn zu korrigieren! Einige Male zu Recht, meist aber aus Naivität zu Unrecht.


Kamata Itachi hatte den jungen Osaki Satoshi irgendwie zu schätzen gelernt und liebgewonnen. Er sorgte für seinen Werdegang in Richtung Journalismus und wurde mit einem fleißigen und zuverlässigen Mitarbeiter belohnt.


Es kam der Aufstieg Japans und der unglaubliche Krieg mit dem Zarenreich. Zugleich wurde er in diesem Jahr zum ersten Mal Vater und gleich von Zwillingen. Diese ersten beiden Kinder waren jetzt auch schon zehn Jahre alt und die beiden jüngeren Zwillinge bereits fünf Jahre.


Er wurde Leiter einer respektablen Redaktion seiner ブロック紙 (burokku-shi - Blockzeitung) und nun konnte es passieren, dass er Chefredakteur werden würde. Direkt nach dem größten Krieg welchen Japan bislang geführt hatte. Aber wenn der Sohn eines Verlegers im Gespräch war, war das Wort von Kamata Itachi sicher nicht gewichtig genug in dieser Angelegenheit.


Er würde abwarten müssen was man ihm zutraute. Eines stand jedoch fest:



Würde man ihm wirklich die Position als Chefredakteurs anbieten so konnte er nicht ablehnen!



Ablehnen kam nicht in Frage, das wäre ein Ehrverlust ersten Ranges, also brauchte er gar nicht anzufangen darüber nachzudenken was er im Fall der Fälle zu tun hatte.


Nun also hatte er zwei Wochen freie Zeit, aber bevor er diese antreten konnte, wollte er alles ordnen.



Wo stand Japan am Ende des Jahres 1914?





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Dem Krieg mit dem Empire konnte Japan entspannt entgegenblicken. Zwar schien die Royal Navy erneut den Kampf zu suchen, ein Blick auf die Flottenverteilung des Empires ergab aber, dass es wohl das letzte große Gefecht werden würde. Danach würde das Empire Zeit brauchen für Neubauten.


Ja es stand ein weiteres Gefecht bevor, das konnte Satoshi förmliche riechen. Aber seine Informanten sprachen auch so von einem großen Kriegsschiffverband der Colombo verlassen hatte.





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多摩丘陵 - 神奈川県 (Tama-kyūryū - Präfektur Kanagawa) – Montag 04. Januar 1915


Osaki Satoshi saß im Garten vor seinem Haus und stellte fest, dass er etwas tat was er bislang nie getan hatte. Er lass die Tōkyō Shinbun! Das hatte er tatsächlich bislang nie getan. Natürlich prüfte er die Artikel in seiner Verantwortung vor dem Druck und selbstverständlich kontrollierte er den Druck bevor die Zeitung in den Verkauf ging, aber wirklich gelesen hatte er die Tōkyō Shinbun noch nie.


Über den Jahreswechsel war nicht viel passiert. Die Tōkyō Shinbun titelte mit einem Bericht über Streitigkeiten im neuen Kabinett. Es folgten Berichte über die angespannte wirtschaftliche Lage. Insbesondere der extrem hohe Stahlbedarf des Militärs hatte nachhaltig negative Auswirkungen auf die private Wirtschaft. Ein Soldat der Armee hatte in Hong Kong eine Heldentat begangen, aber mit seinem Leben dafür bezahlt und erst auf der dritten Seite kamen die ausnahmslos üblichen aber wenig Aufsehenerregenden Meldungen seiner Redaktion:




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Zu mehr reichte seine Konzentration nicht, denn seine vier Jungs stürmten auf ihn ein um ihn ins Haus zu holen. Natsuko machte sich schon Sorgen. Auch wenn es nicht wirklich kalt war, wehte dennoch ein kräftiger Wind und es war einfach ungemütlich in den Höhenlagen. Satoshi schien das nicht zu stören, aber es war sowieso Zeit für das Essen. Wahrscheinlich war Natsuko einfach froh darüber, dass Satoshi nicht gleich wieder hinfort musste und daher nahm Sie ihn jede verfügbare Sekunde in Beschlag.




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Gefecht im Südchinesischen Meer 09. Januar 1915 <<




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Die Lage Britischen Garnison in Hong Kong verschlechterte sich von Tag zu Tag. Die Royal Navy schien aber kein Interesse an einem Befreiungsschlag zu haben. Trotz der Anwesenheit schwerer Einheiten in Südostasien stellte sich der Gegner nicht zum Gefecht.


Nach dem Jahreswechsel wurde die Situation in Hong Kong desolat. Auch wenn das Britisch Empire hartnäckig von einem Versorgungskonvoi mit Nachschubgütern für Hong Kong sprach, handelte es sich mutmaßlich tatsächlich um einen Evakuierungsversuch der verbliebenen Truppen.


Was genau am neunten Januar Neunzehnhundertfünfzehn das Ziel der Royal Navy gewesen sein mag, wird nur die britische Regierung aufklären können. Was in dieser Nacht im Südchinesischen Meer passiert ist, ist dagegen gut dokumentiert.


Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu hatte nach dem Gefecht vor Dangan Dao seinen Verband um gegliedert und war nun Teil der 第二艦隊 (Dai-ni Kantai) unter dem Befehl von Danshaku Katō Sadakichi. Es wäre wohl auch Danshaku Katō Sadakichi selbst gewesen, der in dieser Nacht das Gefecht geführt hätte, wenn dieser nicht kurz zuvor erkrankt wäre.


So befand sich Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu mit einem Teil der 第二艦隊 (Dai-ni Kantai) auf einer Patrouille im Südchinesischen Meer. Es herrschte tiefste Dunkelheit mit niedriger Wolkendecke, auch wenn der Tagesanbruch nicht mehr allzu fern war. Ōji-sama Fushimi Hiroyasu lag im Bett, als er durch heftiges Klopfen an die Tür geweckt wurde. Sein Stabschef trat ein und schrie förmlich heraus:



„Feindkontakt!“



Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war schlagartig hellwach und stand Kerzengerade in seinem Bett.



„Kreuzer Kasuga ist direkt in einen Feindverband gelaufen und liegt im Gefecht…“ waren die erklärenden Worte, dann stürmten beide Männer richtig Kommandobrücke.




Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu holte sich in Erinnerung was ihm zur Verfügung stand:




Japanische 2. Schlachtkreuzer Division:
Schlachtkreuzer Nisshin (Flaggschiff)
Schlachtkreuzer Iwate
Schlachtkreuzer Myoko

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Japanische 4. Kreuzerdivision:
Panzerkreuzer Aso
Panzerkreuzer Kasuga

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- - -




Japanische 3. Torpedoboot-Flottille:
Torpedoboote: Okikaze, Okinami, Akikaze, Matsukaze, Kisaragi, Kamikaze

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- - -




Von der Brücke aus sah man ein Flackern in der Ferne, das konnte die Kasuga sein. Der Kreuzer meldete seine Position innerhalb der Reihen mehrerer Schiffskontakte, mehr war über den anfälligen Seefunk nicht in Erfahrung zu bringen.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu hatte nur eine Möglichkeit:



Frontalangriff – es spielte keine Rolle was die Royal Navy aufgefahren hatte. Die Kasuga war mittendrinn und benötigte sofort Hilfe!



Ōji-sama Fushimi Hiroyasu begann zu fluchen:



„Wo sind unsere tollen Augen in der Luft, die den Feind schon finden sollen, lange bevor er in Reichweite ist?“



Er wusste genau, dass die neuen Flugzeuge und Luftschiffe in der Nacht nicht fliegen konnten und erst jetzt mit dem bevorstehenden Ende der Dämmerung aufsteigen würden. Und nach allem was er wusste – er wusste nicht viel über die Luftfahrzeuge – glaubte er nicht, dass diese überhaupt soweit reichten und wenn doch erst in Stunden hier sein konnten.




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Von der Kasuga kam ein deutlicher Funkspruch: „Beginnen den Angriff!“



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Dann tauchte direkt neben der Okikaze ein weiteres Schiff aus der sich zurückziehenden Dunkelheit auf. Das war innerhalb der Torpedoreichweite auf die japanischen Schlachtkreuzer.



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Sekunden später krachten überall die ersten Granaten ins Wasser!




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#114 RTW2-JAP#

Alith Anar
22.10.20, 15:48
Waidmannsheil

Iche_Bins
22.10.20, 15:55
Ups, "ein paar" kleine Schiffe übersehen?

Taurus
22.10.20, 19:41
In solcher Formation fahren wohl sonst nur überwiegend Frachter, was wird das bloß wieder für ein übles Gemetzel :uhoh:

Alith Anar
22.10.20, 20:01
Ich denke auch. In Kolonne die Frachter. Eher muss die Aso aufpassen. Sie scheint an der Eskorte zu stehen.

Ruprecht I.
22.10.20, 20:10
In solcher Formation fahren wohl sonst nur überwiegend Frachter, was wird das bloß wieder für ein übles Gemetzel :uhoh:

Wenn das die Evakuierungsflotte ist, wäre es auf dem Rückweg noch ein schlimmeres Gemetzel...

Bigfish
22.10.20, 20:50
Werten Regenten,


eine problematische Ausgangssituation, aber nicht völlig unrealistisch. Und ja - eine Steilvorlage für ein neues Massaker!

Bigfish
22.10.20, 20:59
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Gefecht im Südchinesischen Meer 09. Januar 1915 <<



Unversehens fand sich Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu im Gefecht mit dem Begleitschutz eines britischen Konvois. Die Frachtschiffe lagen hoch im Wasser, waren also zweifelsfrei unbeladen, und hielten Kurs auf Hong Kong.


Jetzt galt es schnell zu handeln, denn alle befanden sich in Mitten der Formation des jeweils anderen. Die Okikaze erwischte es bereits in den ersten Sekunden. Dann wurde ein feindlicher Panzerkreuzer erkannt, der die Nisshin unter Feuer nahm und mit seiner ersten Salve traf.




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Die Royal Navy fand in den ersten Minuten besser ins Gefecht, was an der überlegen Artilleristischen Leistung des Gegners lag. Aber die sehr gut ausgebildeten japanischen Torpedoboot-Besatzungen konnten sich sehr schnell zwischen die japanischen Schlachtkreuzer und den Feind schieben.


Die beiden britischen Kreuzer verstanden sofort welche Gefahr sich nun auftat und drehten ab. Trotzdem konnten die japanischen Torpedoboote nun einen Zangenangriff durchführen, weil sich die Aso ebenfalls in aussichtsreicher Position befand.


Die japanischen Schlachtkreuzer nahmen den Feind mit maximaler Feuerkraft unter Beschuss, während die Kasuga freies Spiel mit den Handelsschiffen hatte.




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Es dauerte nicht lange, bis die deutlich höhere Anzahl an schweren Geschützen auf Seiten Japans die ersten Erfolge zeitigte. Der feindliche Panzerkreuzer erhielt schwere Treffer durch die Myoko und anschließend von der Nisshin.




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Jetzt kam es auf den Torpedoangriff an, der mit großem Waffeneinsatz geführt wurde. Dies war mehr eine Abwehrreaktion aus der Schreckphase heraus, als allzu koordiniert geführt, aber mit dieser Taktik hatte man auch früher schon Erfolg gehabt.


Bevor aber die Torpedos ihre Ziele erreichten, krachten bereits so viele schwere 11inch und 12inch Granaten auf den Kreuzer der Bedford-Klasse nieder, dass er auch ohne Torpedotreffer dem Tode geweiht war.





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Der britische Panzerkreuzer war schwer getroffen, der geschützte Kreuzer stand zu weit nördlich um gefährlich zu sein. Um den Panzerkreuzer konnten sich die Torpedoboote kümmern, der Rest des Geschwaders machte sich daran die Transporter zu versenken.




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Als gefährlich stellte sich in diesem Moment die Anwesenheit mehrerer bewaffneter Handelsschiffe heraus, die ärgerliche Treffer setzen konnten. Dann begann die See im wahrsten Sinne des Wortes zu kochen. Überall krachte es auf den Schiffen, stiegen Wassersäulen von Fehlschüssen in die Höhe und begannen Brände die Sicht zu vernebeln.




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Für die Bedford-Klasse kamen die letzten Minuten, als die japanischen Torpedoboote den Anlauf begannen. Ganz ohne Gegenwehr lief dies jedoch nicht ab.




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In schneller Folge rissen zahlreiche Torpedos den Rumpf des alten Kreuzers auf, der liegen blieb und schnell Schlagseite bekam.




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Ohne Konsequenzen blieb es nicht und mehr und mehr Torpedoboote mussten ihrerseits Treffer einstecken.




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Im Lauf des Gefechts kam der geschützte Kreuzer der Royal Navy fast unbemerkt angelaufen und brachte den japanischen Torpedobooten schwere Treffer bei. Dann endlich zog die Dämmerung davon und legte das Gefechtsfeld vollständig offen.


Der britische Kreuzer konzentrierte sich auf die Okinami und verwandelte das Torpedoboot in ein Wrack. Ein britischer Torpedo gab der Okinami den Rest und zerriss das Boot in zwei Teile.





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Der geschützte Kreuzer der Cordelia-Klasse schien gut geführt, hatte jetzt aber die Aufmerksamkeit des japanischen Flaggschiffs erregt und bezahlte dies mit einem 12inch Volltreffer der Nisshin.


Danach begannen die gefechtsfähigen japanischen Torpedoboote sich um ihren Widersacher zu kümmern. Ohne weitere Schäden war dies aber nicht zu machen.


Die Matsukaze erhielt schwere Treffer und konnte jederzeit auseinanderbrechen. Der Kommandant des Torpedobootes wollte jedoch nicht ohne Erfolg bleiben und wenigstens seinen Kameraden einen guten Anlauf ermöglichen. Er riss persönlich das Ruder der Matsukaze herum und krachte mit fast voller Fahrt in den Rumpf des britischen Kreuzers.




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#115 RTW2-JAP#

Taurus
22.10.20, 21:38
Wir sind fast sowas wie beeindruckt, die Eskorte stand zwar von Anfang an auf verlorenem Posten, hat aber alles in ihrer Macht stehende getan, das eure Flotte nicht ungeschoren davon kommt.

Das wird aber für diesen Krieg zu spät kommen, dafür hat die Royal Navy schon zu viele Federn gelassen. Wenigstens das Image hat nicht noch mehr gelitten, außer bei den Planern dieser Aktion.
Falls nicht noch eine dicke Überraschung in Form einer britischen Schlachtflotte aus dem Hintergrund kommt, dürfte über Hongkong alsbald die japanische Kriegsflagge wehen.

Bigfish
23.10.20, 18:53
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Gefecht im Südchinesischen Meer 09. Januar 1915 <<



Das Manöver war ein praktizierter Selbstmordversuch, erreichte aber seinen Zweck. Die Geschwindigkeit des Feindkreuzers reduzierte sich drastisch und damit bot sich ein optimaler Anlauf für die unbeschädigten Torpedoboote.



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Der feindliche Kreuzer war damit so gut wie erledigt und wurde für den Moment sich selbst überlassen. Die Torpedoboote suchten Anschluss an das Flaggschiff. Währenddessen erteilte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu seinen Panzerkreuzern den Befehl zur Verfolgung der beiden Hilfskreuzer die zwischenzeitlich beschlossen hatten zu flüchten.




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In den nächsten Minuten beschossen die japanischen Kriegsschiffe rundherum alles was noch schwamm. Sowohl die britischen Kreuzer wurden getroffen, als auch die gegnerischen Torpedoboote und Frachter. Nur die Hilfskreuzer hatten für den Moment aufgrund ihrer Entfernung etwas Ruhe.




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Aber der Feind leistete so gut es möglich war Gegenwehr, was die bereits schwer beschädigte Matsukaze zu spüren bekam, die nach dem Rammstoß sowieso reglos im Wasser lag.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war mit dem Gefecht zufrieden. Insbesondere seine eigene Artillerie und die der Myoko machten ihre Sache unerwartet gut. Der Feind musste eine schwere Granate nach der anderen schlucken. Das führte letztlich zum Erfolg und nach einer größeren Stichflamme kenterte der britische Panzerkreuzer und versank.




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Nach kürzer Verfolgungsfahrt kamen die beiden Hilfskreuzer in Reichweite der Aso und Kasuga, die sofort ihre Ziele wechselten.




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Es dauerte aber noch geraume Zeit, bis die Distanz so gering war, das sichere Treffer erzielt werden konnten.




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Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu ließ seinen Blick über ein wüstes Schlachtfeld gleiten. Es hatte zwar chaotisch begonnen, aber jetzt war die Royal Navy endgültig erledigt.




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Aso und Kasuga hatten sich jetzt eingeschossen, aber die britischen Hilfskreuzer waren zähe Gegner.




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Dennoch kam das Ende für den ersten Hilfskreuzer wie zu erwarten und auch der zweite würde sich nicht mehr ewig halten können. Südlich beobachte das letzte feindliche Torpedoboot das Geschehen, hielt aber permanent respektvollen Abstand.




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Dann kam auch das Ende des zweiten Schiffes. Es blieb reglos liegen und zeigte deutliche Schlagseite. Die japanischen Panzerkreuzer drehten ab.




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Das Gefecht war im Prinzip beendet und Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu befahl seien Schiffen sich zu sammeln. Auf dem Abmarsch beschäftigten sich die japanischen Schiffe intensiv damit die Seeleute des Gegners zu retten. Mehr aber wollte er einen Offizier bergen, den er nach dem Auftrag des Konvois befragen konnte.




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Der Kommandant der Matsukaze hatte seine Besatzung in der der restlichen Zeit zu übermenschlichen Leistungen getrieben. Der Maschinenschaden wurde behoben, das Feuer gelöscht. Nachdem die Pumpen wieder in Betrieb waren, konnte der Wasserstand gehalten und allmählich verringert werden. Der Rumpf wurde mit allem geflickt was aufzutreiben war und endlich setzte sich das verloren geglaubte Torpedoboot in Bewegung und schlich mit einem Knoten dem Flaggschiff hinterher.



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Acht Stunden nach Gefechtsbeginn war die Schlacht beendet und die Demütigung der Royal Navy perfekt. Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu war nun sicher, dass dieses Gefecht für Hong Kong die Entscheidung bringen würde.



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#116 RTW2-JAP#

Alith Anar
23.10.20, 20:05
Bei der Entfernung beim Angriff auf den CL müssen eure Torpedoboote ja fast alle Sicherungen herausgenommen haben, damit das Torpedo scharf ist, sobald es im Wasser ist.

Hoffen wir das Hong Kong endlich fällt.

Bigfish
23.10.20, 20:39
Werter Taurus,


wäre dieses Aufeinandertreffen passiert, als die RN noch mit dicken Schlachtschiffen im Einsatz war, wäre der Krieg anders verlaufen!



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Werter Alith Anar,


bei japanischen Torpedos muss man keine Sicherungen herausnehmen - japanische Torpedos haben keine Sicherungen!


Im Ernst: Bei all der Detailfülle des Spiels sind Wir über genau diesen Punkt verwundert, dass es keine Mindestentfernungen gibt.

Bigfish
24.10.20, 23:10
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zum Gefecht im Südchinesischen Meer 09. Januar 1915 <<



Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


Erneut konnte Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu seine außerordentlichen Fähigkeiten in schwierigen Situation beweisen. Natürlich könnte man Fragen wie es überhaupt passieren konnte mitten in einen Feindverband einzudringen ohne diesen zu bemerken? Zumindest die Marineoffiziere des 大本営 (Daihon’ei) kennen die Antwort darauf nur zu gut und wissen, dass dies immer passieren kann. In diesem Moment hat Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu alles richtig gemacht, was die geringen Verluste von nur einem einzigen Torpedoboot vollständig belegen.


Mehr noch können wir dank der Aufmerksamkeit des Kaigun-Shōshō Ōji-sama Fushimi Hiroyasu davon ausgehen, dass es sich hierbei um den Versuch der Evakuierung der britischen Garnison gehandelt hat. Auch wenn die gefangengenommen britischen Seeleute noch immer Schweigen, ist dies der einzige logische Schluss.


Meine Herren, die britische Garnison ist am Ende ihrer Kräfte. Ich lege den Offizieren der Armee nahe sofort eine Offensive zu starten, bevor dem Feind doch noch etwas Unerwartetes gelingt. Sollte die britische Garnison zu der Auffassung gelangen das keine Rettung mehr möglich ist, könnte diese Truppen damit beginnen die Hafenanlagen und die wichtigen Docks der örtlichen Werft zu zerstören.



Das muss verhindert werden!



Die Armee muss angreifen – jetzt!




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Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) nachfolgend den aufbereiteten und illustrierten Gefechtsverlauf zum Gefecht im Südchinesischen Meer am 09. Januar 1915 des Jahres wohlwollend zur Kenntnis nehmen.




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Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!





Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 10. Januar 1915





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多摩丘陵 - 神奈川県 (Tama-kyūryū - Präfektur Kanagawa) – Sonntag 10. Januar 1915


Osaki Satoshi war wütend. Es gab eine neue Schlacht – wie er bereits erwartet hatte – aber Niemand hatte ihn darüber informiert. Chefredakteur Kamata Itachi schien den ihm verordneten Urlaub ernst zu nehmen. Nun also hatte ein Botenjunge aus der Redaktion des fertig gedruckte und bereits im Verkauf befindliche Extrablatt vorbeigebracht.


Sehr aufmerksam lass Satoshi die Details – immer und immer wieder. Er musste zugeben, dass seine Redaktion auch ohne ihn gut zu funktionieren schien. Besonders der letzte Satz des Artikels war eine Provokation in Richtung London, der dort für reichlich Ärger sorgen dürfte:



„Was wollte die Royal Navy mit offensichtlich unbeladenen Transportern in Hong Kong?“



Es war sehr gut das seine Redakteure diese Frage letztlich in den Mittelpunkt gestellt hatten. Das eigentliche Gefecht war eher unspektakulär, es reihte sich einfach ein die restlichen Schlachten. Aber der Auftrag des Konvois barg die eigentliche Brisanz in sich. Satoshi dachte nur kurz darüber nach und hatte schnell das Wort E-v-a-k-u-i-e-r-u-n-g auf seinen Lippen.


Damit brauchte Hong Kong nur noch der finale Todesstoß versetzt zu werden. Und er begann sofort darüber nachzudenken welche Konsequenzen dies für das gesamte Empire hatte? Hastig begann er sich Notizen zu machen. Eigentlich sollte er bis zum 18. Januar der Redaktion fernbleiben, aber das konnte Chefredakteur Kamata Itachi vergessen. Morgen würde Osaki Satoshi wieder in der Redaktion stehen, soviel war sicher! Dann sah er auf, als er registrierte das Natsuko vor ihm Stand. Er blickte in ihr Gesicht, bemerkte ihre funkelnden Augen und sah seine Felle davon schwimmen.





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多摩丘陵 - 神奈川県 (Tama-kyūryū - Präfektur Kanagawa) – Donnerstag 14. Januar 1915


Natsuko hatte es verstanden ihn von der Redaktion fernzuhalten. Es blieb ihm also nichts Anderes übrig als jeden Tag seine Zeitung zu lesen um auf dem Laufenden zu sein. So wie es aussah, war die Royal Navy tatsächlich auf dem Rückzug. Die britische Marine-Präsenz in Ostasien war auf ein Minimum gefallen.




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Der Hammerschlag kam am späten Abend. Völlig außer Atem stand der Zeitungsjunge vor ihm und übergab das Extrablatt:



Hong Kong ist Gefallen – Britische Garnison in Armee-Offensive zerschlagen
Tausende britische Soldaten in Gefangenschaft!



Er schlug mit der Faust auf den Dielenboden auf dem er Platz genommen hatte. Das wichtigste Ereignis des gesamten Krieges mit dem British Empire und er erfuhr es aus der Zeitung. So konnte es nicht weitergehen. Es war zwar bereits stockfinster hier abseits der großen Metropole, aber das war ohne Bedeutung. Er packte seine Notizen der letzten Tage zusammen und machte sich auf den Weg nach Tōkyō.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 02. Februar 1915


Osaki Satoshi kam spät in die Redaktion. Sein hastiges Aufbrechen zwei Wochen zuvor entpuppte sich als unnötig, weil in den nächsten zwei Wochen absolut überhaupt nichts geschah. Erst mit dem Monatswechsel ergoss sich nun ein Füllhorn an Neuigkeiten über die Redaktion, aber keine davon war tauglich für ein Extrablatt. Einige Drucker spotteten bereits, dass die Zeitung wie zu ihren Anfangszeiten auf einen Erscheinungs-Rhythmus von zwei Tagen zurückkehren könnte.




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Die Royal Navy war aus Asien so gut wie verschwunden. Es gab ein kleines Geschwader in Singapur, aber nichts was in der Lage war gegen Japan anzutreten. Der Rest der Royal Navy schien sich auf dem Weg in die Heimat zu befinden. Aus Europa kamen Meldungen von heftigen Antikriegs-Demonstrationen in London und von Streiks britischer Ehefrauen vor den großen Marinestützpunkten im ganzen Land.




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Dann studierte Osaki Satoshi die neuen Gegebenheiten. Der Krieg mit dem Empire war gelaufen. Weder konnte Japan mit seinen Möglichkeiten Singapur erreichen, noch konnte das Empire seinerseits zurück nach Hong Kong. Dafür stand Japan mit Hong Kong ein großer Stützpunkt an der Südchinesischen Küste zur Verfügung, den es auszubauen galt.




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#117 RTW2-JAP#

Iche_Bins
27.10.20, 12:06
Warum könnt Ihr Singapur nicht erreichen? Zu weit weg für eine Invasion?

Bigfish
27.10.20, 18:34
Werter Iche_Bins,



Warum könnt Ihr Singapur nicht erreichen? Zu weit weg für eine Invasion?


genau das - die Reichweite ist zu gering. Das halten Wir übrigens für dicken Malus des Spiels. Die Invasionsreichweiten sind winzig, also völlig unrealistisch. Legt man das zu Grunde müsste man Fragen, wie überhaupt europäische Nationen jemals nach Asien gekommen sind...

Taurus
27.10.20, 21:35
https://abload.de/img/le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg (https://abload.de/image.php?img=le_temps__16_3_14x0kr3.jpeg)


Französische Tageszeitung "Le Temps" vom 16. März 1915





>> Japan vor totalem Triumph im Ostasiatischen Krieg - Britische Regierung und Militärführung unter starkem Druck aus der Bevölkerung - Unruhe unter den übrigen europäischen Großmächten <<




Der vor einigen Wochen erfolgte Fall von Hongkong war so etwas wie die Initialzündung, seitdem befindet sich das Empire auf einem steten Rückzug aus seinen seit Jahrhunderten angestammten Gefilden. Die Flottenpräsenz der Royal Navy hat sich bis auf eine eher symbolische Anzahl massiv verringert, man leckt die unübersehbaren Wunden, die der maritime Emporkömmling Japan mit seiner kompromisslosen Kriegsführung der einstigen Welt- und Seemacht zugefügt hat.

Man muss kein Prophet sein, um ein baldiges Ende dieses Konfliktes vorherzusagen. Die Bedingungen des Siegers dürften eine weitere Schmach darstellen, alles andere als weitere Gebietsverluste oder enorme Reparationszahlungen wären schon überraschend.

Obwohl die übrigen europäischen Marinemächte zum Teil unverholen ihre Schadenfreude über den tiefen Fall ihres Rivalen zum Ausdruck bringen, sollten sie sich aber vielleicht nicht zu früh freuen. Wenn schon die vormals mächtigste Flotte der Welt dermaßen vorgeführt wird, wie man es niemals für möglich gehalten hätte, welche Probleme bekämen dann im Ernstfall Deutschland oder Frankreich?
Sicherlich ist das Versagen der Royal Navy zu einem großen Teil der desaströsen Führung geschuldet, die es nicht hinbekommen hat, auf die von jeder Norm abweichende japanische Marinetaktik angemessen zu reagieren.

Für die Briten ist es zu spät, aber die übrigen Großmächte haben die Gelegenheit, aus diesen Fehlern zu lernen. Denn die politischen Beziehungen von Frankreich, dem deutschen Kaiserreich und auch dem zaristischen Russland zu Japan sind derzeit gelinde gesagt alles andere als freundlich.
Wenn man sich in den einschlägigen diplomatischen Kreisen umhört, herrscht eine gewisse Unsicherheit darüber, wie sich das kaiserliche Japan nach dem militärischen Erfolg über das britische Empire verhalten wird. Reicht den Japanern die enorme Ausdehnung der bisherigen Einflußsphäre aus oder ist man innerhalb der militärischen Führung nun auf den Geschmack gekommen und möchte das Eisen schmieden, solange es heiss ist?

Gerade unsere Nation sollte gewarnt sein, denn die Übersee-Besitzungen in Indochina sind plötzlich mit einem neuen Nachbarn konfrontiert, Hongkong ist quasi nur einen Steinwurf entfernt und mit Takao auf Formosa befindet sich eine weitere große Basis nicht allzu weit entfernt.
Wenigstens ist unsere Marine nationale francaise in einem guten Zustand, denn die bisher sieben Schlachtschiffe und acht Schlachtkreuzer werden in den kommenden Jahren Zuwachs erhalten, zur Zeit befinden sich sechs weitere neuentwickelte Einheiten in verschiedenen Stadien der Fertigstellung.


https://abload.de/img/mirabeausikr5.jpg (https://abload.de/image.php?img=mirabeausikr5.jpg)

Schlachtschiff der Voltaire-Klasse / zwei Einheiten in Dienst



https://abload.de/img/marseillepbk0p.jpg (https://abload.de/image.php?img=marseillepbk0p.jpg)

Schlachtkreuzer der Dunkerque-Klasse / vier Einheiten in Dienst




In dieser Beziehung kann Japan nicht mithalten, aber das dachte die Royal Navy ebenfalls und musste feststellen, das nicht die schweren Einheiten den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausgemacht haben.



Aber auch das deutsche Kaiserreich könnte zur Zielscheibe werden, beziehungsweise seine nordost-asiatische Besitzung Tsingtau gegenüber der koreanischen Halbinsel, die ziemlich isoliert inmitten des neuen japanischen Einflußgebietes liegt. Dieser "fehlende Baustein" im Gesamtkonstrukt wird womöglich als ein gewisser Makel empfunden, den man sich nach Möglichkeit einverleiben möchte.

Wenn man pessimistisch veranlagt ist, bliebe nur die Frage, wer als nächstes dran ist. Auch Russland als natürlicher Nachbar und unterlegener Kriegsgegner von 1909 wäre denkbar, da man in Moskau und Sankt Petersburg sicher immer noch revanchistische Gedanken hegt.

Da aber auch bekannt ist, das die wirtschaftliche Situation in Japan seit vielen Monaten nicht die Beste ist, ist es wohl mehr als eine Spekulation anzunehmen, das die miltärische Führung Japans das Kriegsende ebenfalls herbeisehnen wird, um sich für die Zukunft breiter aufzustellen.
Die ehrgeizigen Marinebauprojekte sind nämlich vielfach ins stocken geraten, wenn man es genau betrachtet, war es einzig der genialen Marinestrategie und ihrer aktiven Umsetzung zu verdanken, das der eigentlich nicht gewinnbare Konflikt mit dem britischen Empire eine einzige Erfolgsgeschichte wurde.

Gibt man Japan in Friedenszeiten die Möglichkeit, seine Marine auf das Niveau der etablierten Mächte zu erheben, sollte man sich in Paris, Berlin, Washington und London noch auf einiges gefasst machen, nicht weniger als eine Neuordnung der Machtverhältnisse auf den Weltmeeren ist innerhalb weniger Jahre nicht mehr auszuschließen.

Bigfish
02.11.20, 19:15
#007 Erster Ostasiatischer Kolonialkrieg von 1914/1915





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 25. Februar 1915



Osaki Satoshi hatte angenommen, dass der gesamte Februar 1915 zu einem der langweiligsten Monate aller Zeiten werden würde. Dann aber kam doch noch ein wichtiges Ereignis, dass die Schwäche des Britisch Empire endgültig offenlegte. In Kenia erhoben sich Rebellen gegen die Besatzungsmacht und das Empire hatte große Probleme die Situation unter Kontrolle zu bekommen.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 03. März 1915


Das nicht nur die Kämpfe, sondern der gesamte Konflikt am Abflauen waren, war auch daran zu erkennen, dass die Marine ihre Prioritäten verschob. Der Monatswechsel brachte wichtige Forschungsergebnisse, die nachhaltigen Einfluss haben würden. Osaki Satoshi erwartete jetzt jeden Tag die Aufnahme von neuen Friedensverhandlungen.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 18. März 1915


Auch der März dümpelte vor sich hin. Von der Royal Navy war in Asien wenig bis nichts zu bemerken und es würde wohl auch dabei bleiben.




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Bislang hatte Osaki Satoshi für die ausländische Presse wenig übriggehabt. Bis zu seinem Zwangsurlaub hatte er auch die japanischen Zeitungen einschließlich seiner eigenen kaum eines lesenden Blickes gewürdigt. Jetzt aber hatte zum zweiten Mal in kurzer Zeit ein französischer Redakteur seine Aufmerksamkeit erregt.


Obwohl der Krieg noch nicht beendet war, stellte dieser Mann die Frage nach der Nachkriegsordnung und Japans nächsten Plänen. Das war irgendwie dreist, denn auch diese Frage hätte er selbst längst stellen müssen. Es schien so, dass das Kaiserreich Japan mehr und mehr in den Fokus der ausländischen Presse rückte.



Er konnte es nicht leugnen, Japan hatte die Bühne der Großmächte betreten und stand damit im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit!



Ob das jetzt freilich von Vorteil war oder nicht, das war noch nicht ausgemacht.




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Mitten in seine Gedanken platzte einer seiner Redakteure in sein Büro und hielt ihm ein Schriftstück unter die Nase.



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Satoshi erkannte sofort, dieses Schriftstück hätte niemals aus dem Marineministerium herausgelangen dürfen. Es enthielt sämtliche Angaben über den derzeitigen Zustand der 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte). Besonders pikant war, das alle aktuellen Flugzeug Entwürfe als erbärmlich eingestuft worden waren.



Dann aber fiel es Satoshi wie Schuppen von den Augen!



Er zählte nach: Sechsundfünfzig plus Sechsundfünfzig plus Sechsundfünfzig plus Achtundzwanzig. Das macht Einhundertsechsundneunzig. 196 fertiggestellte Flugzeuge waren dort aufgelistet, aber kein einziges befand sich im Dienst! Und das war auch nicht verwunderlich, denn Japan hatte bislang keinen einzigen Stützpunkt für seine Flugzeuge ausgewiesen. Zumindest nicht offiziell.


Da lag wohl im Ministerium einiges im Argen. Er musste herausfinden ob dies mit dem überstürzten Regierungswechsel in Zusammenhang stand, oder ob es hier grundsätzlichere Probleme gab?




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Dann traute er seinen Augen nicht. Auf der zweiten Seite kamen Vergleiche zu den anderen Nationen im Bereich der Luftfahrt. Woher hatte Japan diese Angaben? Sonderlich präzise waren diese nicht, aber alleine die Existenz sprach für umfassende japanische Spionagetätigkeiten. Wenn das herauskam, könnte das zu einer brenennden Lunte an einem Pulverfass werden.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 05. April 1915


Anfang April kam dann die Neuigkeit, dass die Marine begonnen hatte Fluganlagen in der Nähe seiner wichtigen Stützpunkte zu errichten. Mehr aber erregte Satoshis Aufmerksamkeit, dass die Royal Navy eine neue Taktik hatte: Kreuzerkrieg!


Die Verlustzahlen japanischer Handelsschiffe durch britische Handelsstörer und Minen waren sprunghaft angestiegen. Zu mehr war die Royal Navy wohl derzeit nicht im Stande, aber für einen Kreuzerkrieg war die Royal Navy mit ihren weltweiten Stützpunkten hervorragend aufgestellt.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Freitag 30. April 1915


SIEG!

Das British Empire hat den Japanischen Kapitulationsbedingen zugestimmt.
Am Ersten Mai ist der Krieg beendet!



Heute in den frühen Morgenstunden ist ein britisches Schlachtgeschwader vor Hong Kong vor Anker gegangen. Der Abgesandte ihrer Majestät König Georg V. wurde auf den japanischen Schlachtkreuzer Iwate gebracht, wo in einer kurzen Zeremonie der Friedensvertrag unterzeichnet wurde.


Ab Morgen schweigen die Waffen und das Britisch Empire erkennt die Stützpunkte Wēihǎiwèi und Hong Kong als japanisches Mandatsgebiet an. Ebenfalls gehen sämtliche Besitze Britischer Bürger in Hong Kong und Wēihǎiwèi in japanisches Eigentum über.



Der Krieg ist zu Ende!



Das Britisch Empire sieht sich außer Stande den Konflikt fortzuführen und musste Japans Ansprüche in Asien anerkennen. In seinem Großmut hat der Taishō-tennō dem British Empire keine weiteren Auflagen gemacht um dem britischen Volk in seiner Not ein Zeichen japanischer Großherzigkeit zu geben.




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Bild 123: Die geschlagene britische Flotte bringt den königlichen Verhandlungsführer zur Kapitulation nach Hong Kong
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:British_Grand_Fleet.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Weltreich






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#118 RTW2-JAP#

Alith Anar
02.11.20, 21:06
Keine grösseren Besitzungen für euch?
Nicht mal Hong Kong? Das ist Schade.

Bigfish
02.11.20, 21:13
Werter Altih Anar,



Keine grösseren Besitzungen für euch?
Nicht mal Hong Kong? Das ist Schade.


wieso?

Das was erobert wurde, wird behalten. Der Friedensschluss besagt nur, das Wir Uns nichts zusätzliches aussuchen können. Aber Hong Kong war als Schnapp Dick genug - das muss Japan erst mal verdauen.

Alith Anar
02.11.20, 21:17
Sorry!! My bad ...
Hatte die Eroberung Hong Kongs verpasst ... .

Bigfish
09.11.20, 23:53
#008 Der erste Flugzeugträger




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Aus den Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan:




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>> Memorandum des Kaigun-chūjō Ijūin Gorō zum erstem Ostasiatischen Kolonialkrieg von 1914/1915 <<





Geehrte Offiziere und Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei),


der Krieg ist beendet!




Wir haben mehr erreicht, als wir zu träumen wagen durften!




Ich darf den geehrten Mitgliedern des 大本営 (Daihon’ei) mitteilen, dass die Rengō Kantai einen unerwartet deutlichen Triumph über ihren Gegner die Royal Navy erzielt hat. Ebenfalls kann ich nicht deutlich genug hervorheben, dass die Zusammenarbeit von Heer und Marine erst die unglaubliche Eroberung von Hong Kong ermöglicht hat. Unter der bislang und nach wie vor nicht vollständig beendeten Rivalität wäre uns dies niemals gelungen.



Ich kann die Bedeutung von Hong Kong kaum hoch genug werten. Werte Mitglieder des 大本営 (Daihon’ei) – die Eroberung von Hong Kong ermöglicht uns den Sprung nach gesamt Südost-Asien!



Aber selbstverständlich stört uns dabei der Stachel von 青島の戦い. Dagegen müssen wir etwas unternehmen. Ich darf das 大本営 (Daihon’ei) dahingehend bitten, meinen zu erwartenden Nachfolger und alle maßgeblichen Dienststellen, aufzufordern Pläne für die erforderlichen Maßnahmen zu entwickeln. Während den Gefechten mit unserem Kontrahenten haben sich ausweißlich zahlreiche Offiziere für höhere Aufgaben als geeignet empfohlen. Dieses qualifizierte Wissen kann für die anstehenden Aufgaben genutzt werden.


Lassen Sie mich nun darstellen wie groß unser Sieg über das British Empire gewesen ist:



Wir bedauern den ersten Verlust eines größeren Kriegsschiffes, den geschützten Kreuzer Yaeyama




Dazu haben wir die Torpedoboote



DD Hakaze
DD Hatsuzuki
DD Hayanami
DD Michishio
DD Miyuki
DD Nenohi
DD Okinami
DD Tachikaze
DD Takanami
DD Teruzuki
DD Yugiri
DD Yunagi


verloren. In Summe zwölf Stück. Verglichen mit dem letzten großen Krieg durften wir eine erhebliche Steigerung der Artilleristischen Leistung unserer Schiffe vermerken. Zwar waren wir bei den größeren Kalibern zu keinem Zeitpunkt dem Gegner ebenbürtig, aber aufgrund der unerwartet mäßigen Leistung der britischen Admiralität konnte dieser Umstand mehr als ausgeglichen werden.


Dennoch bleibt zu vermerken, dass es wiederum die unglaubliche Leistung unserer Torpedowaffe gewesen ist, der wir die Ergebnisse in dieser Deutlichkeit zu verdanken haben.



Die Strategie einer großen Torpedoboot-Flotte kann auch für die Zukunft als empfehlenswert angenommen werden.



Dies gilt umso mehr, als sich bereits jetzt herauskristallisiert, dass Japan niemals eine große Schlachtflotte wird bauen können. Vom Unterhalt einer Schlachtflotte besonders ins Kriegszeiten möchte ich nicht anfangen zu erzählen.


Mögen die Herren einen eigenen Blick auf die Wirtschaftsdaten richten.



Es ist zu erkennen das wir einige, wenn nicht gar alle derzeit laufenden Baumaßnahmen und Instandsetzungen stoppen oder sogar abbrechen müssen!



Wir können uns das aktuelle Rüstungsvolumen nicht leisten. Wollen wir unsere Wirtschaft nach diesem langen und entbehrungsreichen Krieg nicht vollends abwürgen, müssen wir zugunsten der Zivilproduktion sämtliche Maßnahmen zurückfahren.


Dies ist umso bedauerlicher, als wir uns einem neuen Element der Kriegsführung widmen müssen, dem Luftkrieg. Die aktuellen Fluggeräte kamen zu spät, um für den Ausgang des Krieges oder einer Schlacht, in irgendeiner Weiße eine Rolle gespielt zu haben. Zahlreiche Offiziere bekunden aber in dieser Technologie großes Potential zu erkennen.



Daher empfehle ich nachdrücklich diesem Zweig der Forschung und Produktion die größte Bedeutung zuteil werden zu lassen!



Die Luftkriegsforschung sollte der letzte Bereich sein in dem Einsparungen vorzunehmen sind. Wir haben hier die einmalige Gelegenheit gleichauf zu den anderen Nationen zu agieren oder sogar die Führung zu übernehmen.






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Somit kommen wir nun zu den bestätigten Verlusten unseres Gegners!


Also Folge der Friedensverhandlungen kennen wir nunmehr die genauen Verluste der Royal Navy. Es handelt sich dabei um



die vier Schlachtschiffe

BB Albemarle
BB Albion
BB Glory
BB Montagu



die zwei Schlachtkreuzer

BC Australia
BC Invincible



die sieben Einheitslinienschiffe

B Barfleur
B Benbow
B Empress of India
B Magnificent
B Redoubtable
B Venerable
B Victorious



die sechs Panzerkreuzer

CA Aboukir
CA Andromeda
CA Ariadne
CA Drake
CA Europa
CA Leviathan



die fünf geschützten Kreuzer

CL Andromache
CL Cordelia
CL Latona
CL Pandora
CL Phaeton



sowie folgende zwanzig Torpedoboote

DD Acorn
DD Afridi
DD Basilisk
DD Brisk
DD Comet
DD Foxhound
DD Garry
DD Ghurka
DD Goldfinch
DD Maori
DD Mohawk
DD Mosquito
DD Nautilus
DD Racoon
DD Renard
DD Saracen
DD Scorpion
DD Scourge
DD Tartar
DD Viking



dazu eine Korvette, zwei Hilfskreuzer und neunundvierzig Frachtschiffe.


Direkt vor Ausbruch der Feindseligkeiten verfügte die britische Flotte über elf aktive Schlachtschiffe und zwölf aktive oder in Bau befindliche Schlachtkreuzer. Von diesen dreiundzwanzig Schiffe konnten wir sechs Stück vernichten. Das sind also nur etwa ein Viertel der modernen großen Kriegsschiffe des Gegners gewesen. Wir dürfen uns Fragen was der Rest der Royal Navy getan hat, als ihre Kameraden in den nassen Tod gegangen sind?


Von der riesigen Anzahl der als veraltet anzusehenden Einheitslinienschiffe müssen wir nicht sprechen.


Von siebzehn Panzerkreuzern konnten wir sechs versenken, also etwa ein Drittel. Von dreißig geschützten Kreuzern haben wir mit fünf Stück nur ein Sechstel erwischt.


Zwanzig von einundsechzig Torpedobooten macht wiederum ein Drittel aus. Die Torpedobootwaffe des Gegners wurde damit nominell am Übelsten zugerichtet, was die Royal Navy derzeit in eine außerordentlich defensive Lage drängt und womöglich ausschlaggebend für den letztlich überraschend schnellen Friedensschluss gewesen ist. Die Royal Navy ist derzeit schlicht nicht in der Lage ihren großen Kriegsschiffen ausreichend Begleitschiffe zur Verfügung zu stellen. Natürlich ist die Werftkapazität des Empires gigantisch und binnen eines Jahres dürfte die Royal Navy die Verluste an Torpedobooten mehr als ausgeglichen haben.




Alles in allem bleibt das Empire damit ein Gegner mit dem zu rechnen ist!




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+ + +




Somit darf ich den geehrten Mitgliedern des 大本営 (Daihon’ei) die Entscheidung auftragen über meine weitere Verwendung zu entscheiden. Ich empfehle dem 大本営 (Daihon’ei) nachdrücklich bei der Besetzung des Kommandos einen Offizier ins Auge zu fassen, der den Luftkrieg ausreichend würdigt. Die technische Entwicklung macht sehr große Fortschritte und es ist das Vorrecht der Jugend damit auch die bisherigen Taktiken zu hinterfragen und durch neue besser passende Vorgehensweisen zu ergänzen oder zu ersetzen.


Somit mögen die Herren Offiziere des 軍令部 (Gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine, des 参謀本部 (Sambō hombu) der Kaiserlich Japanischen Armee, sowie des 海軍省 (Kaigun-shō) den Verlauf und das Ergebnis des Krieges gegen das Britisch Empire wohlwollend zur Kenntnis nehmen.



Es lebe die Rengō Kantai, es lebe die Kaiserlich Japanische Marine, es lebe der Kaiser!



Kaigun-chūjō Ijūin Gorō, 01. Mai 1915




+ + +




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Samstag 01. Mai 1915



„Alltag“ – welch komisches Wort dachte Osaki Satoshi. Nach über einem Jahr Krieg herrschte jetzt wieder Friedensalltag.


Ganz so war es aber nicht!



Chefredakteur Kamata Itachi hatte tatsächlich getan wie bekundet und das Kriegsende direkt zum Monatswechsel war auch noch der perfekte Moment. Die Gläser waren geleert, das Sushi verspeist und die Redaktionsräume hatten sich der Stille hingegeben. Kamata Itachi drückte Satoshi fest an sich, dann lies er ihn los und trat drei Schritte zurück:


„Alles Gute junger Freund! Sie werden das meistern, auch wenn Chefredakteur Fukuzawa Saburo sicher andere Schwerpunkte setzen wird als ich.“


„はい“ (Hai) kam es aus dem Mund von Osaki Satoshi während er sich verbeugte.


„Ich werde die Zeitung sicher im Auge behalten.“


„はい“


„Noch habe ich hier viele gute Freunde.“


„はい“


„Guter Freund – der nächste Krieg kommt bestimmt. Ich kenne die Militärs, die haben endgültig Blut geleckt. Sie werden viel zu tun haben um herauszufinden was als nächstes passiert. Ich möchte Sie nicht länger von der Arbeit abhalten - どうもありがとうございます (Doumo arigato gozaimasu) – junger Freund!“


„どうもありがとうございます“


Beide Männer verbeugten sich, dann richtete sich der ehemalige Chefredakteur Kamata Itachi auf, wandte sich zur Tür und verließ den Raum.



Osaki Satoshi war alleine!



Japan hatte einen gewaltigen Sieg errungen und die mächtigste Kriegsflotte der Flotte in die Knie gezwungen. Es sollte ein Jubeltag sein, ein Tag der Freude, aber Satoshi fühlte sich als sei die aufgehende Sonne verloschen und die ewige Nacht stand bevor.


Fast zwanzig Minuten stand er unbeweglich da und starrte auf die Tür welche sich hinter seinem Ziehvater geschlossen hatte. Als dachte er eine Regung zu sehen, das die Tür wieder aufginge und ein lächelnder Kamata Itachi eintrat und verkündete, dass alles nur ein dunkler Traum gewesen sei.



„Aber er kam nicht – die Tür verharrte reglos - Kamata Itachi war gegangen“




„どうもありがとうございます (Doumo arigato gozaimasu)“ rief Osaki Satoshi zum toten Holz der Tür seiner Redeaktion
„どうもありがとうございます (Doumo arigato gozaimasu)“





+ + +




Osaki Satoshi lief die wenigen Schritte zu seinem abgetrennten Büro und nahm am Schreibtisch Platz. Dort fanden sich bereits die ersten Nachkriegsmeldungen:



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+ + +




So richtig hatte Satoshi die Meldungen nicht wahrgenommen. Er verließ die Redaktion und genoss die milde Luft und die wärmenden Sonnenstrahlen. Der Frühling hatte dieses Jahr spät begonnen und die Kirschblüte mochte wohl heute ihren Höhenpunkt in Tōkyō erreicht haben.


Es war kaum zu leugnen - Japan hatte wohl tatsächlich göttlichen Segen erhalten, wenn am Tag nach dem größten Militärischen Sieg der Nation die Kirschbäume in voller Blüte standen.


Satoshi lief Richtung Kaiserpalast, wo eine große Menschenmenge nicht nur 花見 (Hanami) begang, sondern auch den Sieg der Marine bejubelte.




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Bild 124: Kirschblütenfest in Tōkyō
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chiyoda_Ooku_Hanami.jpg
Autor: https://en.wikipedia.org/wiki/en:Toyohara_Chikanobu
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Hanami



+ + +

#119 RTW2-JAP#

Taurus
10.11.20, 00:22
Rein von den Zahlen her wäre das deutsche Kaiserreich der nächste Kriegsgegner, momentan scheinen sie von den übriggebliebenen Nationen die stärkste Marine zu besitzen, wobei Russland aber auch wieder nett aufgerüstet hat.

Wir werden (auch aus französischer Sicht) die kommenden Monate mit steigendem Interesse verfolgen.

Bigfish
10.11.20, 00:27
Werter Taurus,


habt Dank!


Würdet Ihr wohl Euren Blick einmal auf die Zelle BB building bei den USA werfen wollen?

Bigfish
10.11.20, 00:31
Übrigens noch ein interessanter Punkt zu den Flottenstärken:


Es werden nur aktive Schiffe und Neubauten gezählt. Hätten Wir hundert BBs und würden diese gerade umgerüstet werden (also kein Neubau) würden die nirgends auftauchen. Die Tabelle ist also mit Vorsicht zu genießen - der Feind braucht seine Schiffe nur zu modernisieren um sie vor uns zu verstecken!

TheBlackSwan
10.11.20, 00:54
Jetzt lernt man in dem AAR sogar noch nebenbei Japanisch.

Könntet ihr mal die Budgetübersicht aller Länder posten?
Frage: In AARs haben wir häufiger mal gesehen, dass Länder mit großem Budget eine überproportional große Flotte haben (z.B. doppelt so hohes Budget, aber mehr als doppelt so große Flotte). Woran liegt das? Vielleicht an Skaleneffekten beim Schiffsbau und beim Umlegen von Forschungskosten (wenn Entwurfskosten und Grundlagenforschung auf 20 BBs statt auf 5 entfallen, sind sie pro Stück nur ein Viertel so groß)? Oder ist das ein KI-Bonus?

Was hat euch bewogen, den Krieg nicht weiter fortzusetzen, sondern einem Kompromissfrieden zuzustimmen? Gab es erstmal nichts mehr an Stützpunkten zu gewinnen?
Weiterhin sehr liebevoll gemachter AAR.
Viele Grüße

Taurus
10.11.20, 01:32
Werter Taurus,


habt Dank!


Würdet Ihr wohl Euren Blick einmal auf die Zelle BB building bei den USA werfen wollen?



Ja, schon richtig, aber wir wollten uns nur auf die naheliegenden Gegner konzentrieren - natürliche Nachbarn und Koloniebesitzungen auf dem Festland. Die USA sitzen zwar auf den Philippinen, was auch in der Region liegt, aber die sind wohl eher (noch?) nicht als Primärziel anzusehen.

Bigfish
10.11.20, 20:07
Werter TheBlackSwan,



Jetzt lernt man in dem AAR sogar noch nebenbei Japanisch.


Wir nehmen an Ihr meint dies positiv und nicht etwa das Wir es mit der japanischen Immersion übertreiben? Wobei ein arigato auch dem geneigten Europäer bekannt sein müsste.



+ + +



Hier die Budget-Übersicht:

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Aber dazu gibt es viel sagen!

A) Im Moment sind diese Budgets noch mehr oder weniger korrekt. Wir verweisen auf den Anfang des AARs, dass wir damals schon Eingriffe vorgenommen hatten:



https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30102&p=1148865#post1148865


Weiterhin haben Wir Modifikationen vorgenommen. Wir hatten an anderer Stelle bereits berichtet, dass dieses Spiel eine größere Menge Bugs enthält und unter anderem die Startflotten größer und besser sind, als es vom Start-Budget der Nationen her möglich ist. Da Japan von den finanziellen Möglichkeiten her auch das deutlich schwächste Land ist, ist Japan doppelt gekniffen. Wir wollen Uns aber auch nicht den Spaß einer selbst erstellten Startflotte nehmen lassen. Wie bereits geschrieben haben die KI-Flotten aufs Budget bezogen einen Vorteil von etwa 15%.


Wir haben Uns daher zwei Modding-Optionen überlegt:
1) Wir erhöhen das japanische Start-Budget oder
2) Wir schalten Japan von einer unterentwickelten Werft-Industrie auf eine neutrale Werft-Industrie


Wir haben Uns für die erste Option entschieden und Japan ein erhöhtes Start-Budget zugestanden. Dieses neue Budget soll Japan etwa im Jahre 1905 eine Flottengröße und Zusammensetzung ermöglichen, die es auch real etwa zu dieser Zeit besessen hatte. Der „Historische Ressourcen“-Schalter im Spiel hat übrigens wenig mit den Historische Ressourcen zu tun, mit diesem Schalter käme Japan nicht mal Ansatzweise in die Nähe der realen Flottengröße.

Die KI-Nationen erhalten trotzdem sie bereits im Vorteil sind zusätzlich den Schalter „AI Advantage“ gesetzt - zur Sicherheit, falls Wir es übertrieben haben sollten. Die Budget Erhöhung ist damit zwar praktisch wieder negiert, aber es geht Uns darum in den Jahren 1900 bzw. 1905 die damalige Flottenstruktur abzubilden. Dazu müssen Wir sagen, dass unterschiedliche Quellen unterschiedliche Zahlen liefern!




B) Jetzt haben Wir das Spieljahr 1915. Ab etwa dem Spieljahr 1920 herum - so Unsere Erinnerung - haben Wir angefangen regelmäßig am Budget der Nationen zu schrauben! Das hat den Hintergrund, dass die Flugzeuge anfangs heftig verbuggt waren. Man konnte zwar auch Flugzeuge und Flugplätze auf Reserve schalten, alleine das hat nichts bewirkt. Flugzeuge haben also gewaltig auf das Budget geschlagen und besonders die KI konnte damit gar nicht umgehen. Im Forum von RTW2 gibt es Spielerberichte, dass KI-Nationen teilweise ihre gesamte Flotte verschrottet haben um sich die Flugzeuge leisten zu können. Das ist zwar mit jedem Update besser geworden - aber Wir waren mit dem Spielen eben noch schneller.


Unsere Lösung: Wir haben die Budgets sämtlicher Nationen nach oben manipuliert - also auch das Budget Japans.


Dabei ist Uns aber der Fehler passiert, das manche Nationen infolge ihr Naval Spending reduziert haben, das Geld also nur zum Teil dort ankam wo es hin sollte. Das haben Wir anfangs nicht bemerkt, weil Wir zugegeben die Turn messages - die Wir mittlerweile hier https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391 posten - einfach in der Regel ignoriert haben. Irgendwann fiel es Uns natürlich trotzdem auf und Wir haben wieder Korrekturen vorgenommen. In Summe sollte diesen Eingriffe den KI-Nationen nicht wesentlich geschadet haben - im Gegenteil. Die KI-Nationen hatten immer wesentlich mehr dicke Schiffe als Wir und trotzdem imposante Luftstreitkräfte - Wir konnten mit Unseren Eingriffen also verhindern, das die KI-Nationen ihre Flotten verschrotten. Sicherlich konnte sich Japan deswegen aber schon ein paar mehr Schiffe leisten als ohne diese Eingriffe. Ob Japan jetzt aber 6 oder 8 Schlachtschiffe hat sollte so schlimm nicht sein, wenn andere Nationen 20 bis 30 haben und selbst die anderen kleinen Nationen größere Flotten hatten als Japan. Ohne die Eingriffe wäre schlicht Schluss gewesen, weil die KI-Nationen gar nichts mehr getan hätten.


C) Diese Budgets stammen direkt vom Kriegsende. Das bedeutet: Die Budgets werden direkt nach dem Krieg brutal reduziert, es laufen aber noch die ganzen Bauvorhaben die auf dem Vorkriegs- und Kriegsbudget basieren. Das die USA 13 BBs in Bau haben, wird sich also ändern. Etwa ein Jahr später haben die USA einige BBs fertig, aber viel weniger in Bau - die wurden also aus Budget-Mangel zwischendrin abgebrochen - Wir tun das auch - Ihr werdet es sehen...


D) Das Budget Japans ist im Vergleich auch deshalb recht hoch, weil Wir einen Tipp aus dem RTW-Forum befolgt haben so zu spielen, dass das Grundbudget gepusht wird. Dies führt zu einem vergleichsweise hohen Budget für Japan.


Eine Möglichkeit das Grundbudget zu steigern ist zum Beispiel die folgende:
Nach dem Krieg hat man z.B. gegenüber dem Gegner 9 Siegpunkte die man gegen Kolonien eintauschen kann. Wenn der Gegner eine Kolonie im Wert von 5 Punkten und eine Kolonie im Wert von 4 Punkten besitzt, kann man für die 9 Punkte beide Kolonien übernehmen. Eine zusätzliche Kolonie steigert das Grundbudget. Man könnte aber auch nur die Kolonie für 5 Punkte nehmen und die restlichen 4 Punkte "verfallen" lassen. Diese 4 Punkte verfallen allerdings nicht, sondern werden in Reparationen umgewandelt. Reparationen sind nichts anderes als ein höheres Grundbudget - mit dem Unterschied, dass die Steigerung des Grundbudgets durch Reparationen deutlich höher ist, als durch zusätzliche Kolonien.

Es lohnt sich also auf Kolonien zu verzichten, es bringt deutlich mehr Geld. Das geht aber nicht immer. Die Invasionsreichweite ist bekanntermaßen begrenzt. Hätten Wir Hong Kong nicht erobert wäre Schluss gewesen, weil man von Formosa aus nur Hong Kong erreichen kann sonst nichts. Das bessert sich zwar später, aber auch bei maximaler Forschung sind die Invasionsreichweiten extrem bescheiden - das schrieben Wir bereits schon einmal...


Hong Kong haben Wir aber sowieso "normal" erobert - hier gab es den Dialog mit den Siegpunkten gegen Kolonien also nicht.


Zuletzt hatten Wir die Wahl hier:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30102&p=1163536#post1163536


Russland hatte zwei Kolonien mit jeweils 5 Punkten, Wir hatten 6 Siegpunkte - konnten Uns also eine Kolonie aussuchen, der sechste Punkte wurde zu Reparationen. Reicht ein Spielergebnis nicht um überhaupt Kolonien auswählen zu können, werden die Siegpunkte automatisch zu Reparationen. So haben Wir es zumindest verstanden. Es hängt vom Verhältnis der Victorypoints zueinander ab, welche Kolonien überhaupt "verfügbar" sind und was bereits regulär erobert worden ist. Gegen das Empire hatten wir ein geringes Siegpunktverhältnis der Victorypoints, weil Wir mit Wēihǎiwèi und Hong Kong bereits einen großen Fang gemacht hatten. So verstehen Wir zumindest das System - man möge Uns korrigieren.


Damit wäre auch das beantwortet:



Was hat euch bewogen, den Krieg nicht weiter fortzusetzen, sondern einem Kompromissfrieden zuzustimmen? Gab es erstmal nichts mehr an Stützpunkten zu gewinnen?


Genau! Es befindet sich kein weiterer Britischer Stützpunkt innerhalb Unserer aktuellen Invasionsreichweite.



+ + +


Und zuletzt: Wir haben das mit Abstand größte Dock und damit auch die größten Schiffe. Also ja - die anderen Nationen haben mehr Geld, aber deutlich kleinere und damit erheblich günstigere Schiffe. Das ergibt dann eben auch deutlich mehr Schiffe.

Edit - Zahlen korrigiert - Edit
USA hier aktuell 22 BBs fertig und in Bau mit 623.400 Tonnen, macht ca. 28.300 Tonnen pro BB
Japan hier aktuell 3 BBs fertig und in Bau mit 115.500 Tonnen, macht ca. 38.500 Tonnen pro BB



+ + +



Wir hoffen Eure Fragen hinreichend beantwortet zu haben, auch wenn Wir dazu etwas gespoilert haben.



+ + +



Werter Taurus,

die USA sind Unser absolutes Primärziel, bis auf absehbare Zeit jedoch leider außerhalb Unserer Invasionsreichweite :(



+ + +

TheBlackSwan
10.11.20, 21:36
Danke für die Antworten und das mit dem Japanisch war positiv gemeint :-)

Alith Anar
11.11.20, 09:39
Und zuletzt: Wir haben das mit Abstand größte Dock und damit auch die größten Schiffe. Also ja - die anderen Nationen haben mehr Geld, aber deutlich kleinere und damit erheblich günstigere Schiffe. Das ergibt dann eben auch deutlich mehr Schiffe.

Warum sieht man dann immer nur die kleinsten Schiffe der Flotte im Einsatz ;)

Hat ein Trockendock eigentlich nur Auswirkungen auf die maximale Baugrösse?
Oder kann ein grosses Dock auch kleine Schiffe schneller bauen?

Apropos Klein:
Sind auch neue Torpedobootsklassen bei euch in Entwicklung?
Wirklich so reine Torpedoboote mir 2-4 Rohren maximal ne 2" Kanone und ansonsten einfach nur schnell?

Taurus
11.11.20, 11:41
Besten Dank für die ausführlichen Erläuterungen, wir sehen das ihr richtig Zeit, Energie und Herzblut investiert und so ein Spiel am Laufen haltet, das von den Grundbedingungen nicht (mehr) unbedingt funktionieren würde. :top:

Da die USA also noch kein Thema sind, bleiben ja nur Gegner in Reichweite, also Deutschland, Frankreich, Russland. Die diplomatischen Beziehungen haben sich mit Kriegsende allgemein normalisiert, wir sind gespannt, wie und gegen wen ihr die Eskalationsspirale wieder in Gang setzt.

Bigfish
11.11.20, 20:45
Werter Alith Anar,



Warum sieht man dann immer nur die kleinsten Schiffe der Flotte im Einsatz


welchen perfiden Plan der Battle-Generator durchführt bei der Auswahl der beteiligten Schiffe an einem Gefecht ist Uns nicht bekannt.





Hat ein Trockendock eigentlich nur Auswirkungen auf die maximale Baugrösse?
Oder kann ein grosses Dock auch kleine Schiffe schneller bauen?


Nur auf die Größe, mehr nicht. Die Baugeschwindigkeit hängt von der Stufe der technischen Entwicklung eines Landes ab. Japan ist unterentwickelt, baut also besonders langsam. Das Empire ist hochentwickelt, baut also besonders schnell. Wenn man genug gebaut hat, kann man als Japan eine Stufe aufsteigen, dann baut man in "normalen" Tempo. Außderm gibt es Boni, wenn man von der selben Klasse mehr und mehr Schiffe baut. Das nutzt aber nur bei Korvetten und Torpedobooten, denn nur da erreicht man die nötigen Stückzahlen (als Japan).





Apropos Klein:
Sind auch neue Torpedobootsklassen bei euch in Entwicklung?
Wirklich so reine Torpedoboote mir 2-4 Rohren maximal ne 2" Kanone und ansonsten einfach nur schnell?


Da müssten Wir jetzt zu sehr spoilern - lasst euch überraschen ;)



+ + +



Werter Taurus,


habt herzlichen Dank!


Was den nächsten Gegner anbelangt - da fällt den Militärs bestimmt etwas ein ;)

Bigfish
16.11.20, 18:41
#008 Der erste Flugzeugträger




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 06. Juli 1915




Osaki Satoshi hatte Schwierigkeiten damit sich an die neue Situation zu gewöhnen. Dabei fragte er sich was schlimmer war: Kriegschronist in Friedenszeiten zu sein oder der neue Ton aus der Verlagsleitung?


Die letzten Wochen hatte Satoshi damit verbracht das vergangene Kriegsjahr aufzuarbeiten, die Informationen allesamt noch einmal durchzuarbeiten und das Wichtige von Unwichtigem zu trennen.


Sein Redaktionsarchiv war alles in allem imposant, aber doch sehr auf Japan konzentriert. Über das Ausland wusste er wenig. Seine Weltreise fühlte sich an wie aus einem vorherigen Leben, war aber gerade mal elfeinhalb Jahre her. Aber in diesem Zeitraum hatten sich die Kriegsflotten der Welt drastisch verändert und aktuell stand ein völlig neues Kapitel bevor. Er brauchte mehr Informationen aus dem Ausland. Jane's Fighting Ships erschien 1914 zuletzt, war in Japan aber wegen des Krieges mit dem Empire nicht erhältlich gewesen. Zwar hatte die Marine auf Umwegen das ein oder andere Exemplar aufgetrieben und für ihre Kapitäne vervielfältigen lassen, aber erst jetzt gelangte es in Stückzahlen in den Handel. Ein guter Teil der Informationen war veraltet, denn ein Gutteil der Schiffe der Royal Navy die es in das Werk geschafft hatten, lag mittlerweile auf dem Grund der See.


Ein eigenes Redaktionsnetzwerk im Ausland aufzubauen war kompliziert. Als Japaner in Europa und Amerika fiel man sofort auf – insbesondere, wenn man sich allzu sehr für das Militär interessierte. Außerdem hätte man dazu gegen das Wolff-Reuter-Havas-Kartell (https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=30391)antreten müssen und die Verlage dieses Kartells waren um einiges mächtiger als es selbst die größten japanischen Verlage waren. Das Wolff-Reuter-Havas-Kartell würde wissen wie man allzu neugierigen Japanern Informationen vorenthält. Der Skandal im letzten Jahr hatte das bewiesen.


Vielleicht konnte man mit kleineren europäischen Zeitungen kooperieren, aber der neue Chefredakteur wollte von einem Engagement in dieser Richtung nichts wissen. Es würde also für den Moment alles so weiterlaufen wie zuletzt.


Osaki Satoshi lass die aktuellen Meldungen aber außer, dass das Britisch Empire noch an den Folgen des verlorenen Krieges litt war nichts wirklich Spannendes darunter.




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 29. Juli 1915



>> Die Kaiserliche Japanische Marine geht neue Wege <<

Marineminister Yashiro Rokurō gab gestern in einer kurzen Stellungnahme zu den Nachkriegsplänen der Kaiserlich Japanischen Marine die Fertigstellung mehrerer Stützpunkte für die 帝国海軍航空隊 (Teikoku Kaigun Kōkūtai - Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräften) bekannt. Obwohl die Marine derzeit massiv über ihre Verhältnisse lebt geht die Aufrüstung somit ungehindert weiter. Es darf vermutet werden, dass die Marine im Wettrennen um diese neue Kriegswaffe von vorneherein in führender Position agieren möchte.


Trotz der großen Not besonders der japanischen Landbevölkerung scheinen die Politiker nicht gewillt zu sein die Militärausgaben zu senken um die Zivilwirtschaft wieder in Gang zu bringen.




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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 03. September 1915



>> British Empire in der Krise! <<


Das mächtige Britische Königreich befindet sich nach dem verlorenen Krieg gegen Japan nach wie vor in einer existenziellen Krise. Noch immer stellen Kenianische Aufständische die Vorherrschaft der Briten in Frage und fügen den Soldaten des Empire schmerzhafte Verluste in ständigen Scharmützeln zu. Im Moment scheint dem Empire die Situation zu entgleiten, was den Fortbestand als Kolonialmacht insgesamt in Frage stellt.




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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 06. September 1915


Osaki Satoshi hatte Wochenlang viel Zeit mit seiner Familie verbracht und nur wenig Arbeit erledigt. Es gab einfach keine Neuigkeiten. Die neue Regierung hatte so etwas wie eine Mauer des Schweigens errichtet und außer den spärlichen offiziellen Bekanntmachungen drang schlicht nichts nach außen.


Jetzt aber Anfang September hatte Satoshi durch Zufall erfahren, dass es bereits wieder zu Brodeln begann. Er hatte den Abend zuvor im Imperial Hotel gespeist und dabei völlig zufällig den Auftritt eines maßlos verärgern Deutschen Gesandten erleben dürfen. Nicht dass er viel erfahren hätte, denn die Herrschaften am Nebentisch sprachen Deutsch, was er nur Bruchstückhaft verstand. Das aber die Küche und die Bedienung den Groll zu spüren bekamen hatten alle Anwesenden erleben dürfen.


Was er verstanden hatte drehte sich wohl um Ausrüstungen für Kriegsschiffe und dass die Japaner irgendetwas völlig inakzeptables verlangt oder getan hatten. Zumindest konnte er heraushören, dass die einstmals nützlichen Beziehungen am Abkühlen waren.


Am Morgen in der Redaktion durchforstete er die internationale Presse Zeit dem Ende des Krieges gegen das Empire. Dann fand er etwas Bemerkenswertes. Genauer fand er etwas nicht und das war die eigentliche Nachricht.


Nach dem Ende des Waffengangs gegen das Britische Königreich, hatte alleine Japan seine Kriegsflotte in Reserve geschickt, ja zum großen Teil komplett eingemottet. Ausnahmslos alle anderen Länder schienen große Teile ihrer Kriegsschiffe unter Dampf zu halten und die russische Flotte befand sich praktisch vollzählig in Wladiwostok. Der Zar hatte fast dreimal so viele Kriegsschiffe in Nordost-Asiatischen Gewässern einsatzbereit als Japan.



Nach seiner Erinnerung war dies bislang seit der Jahrhundertwende noch nicht der Fall gewesen, dass Japan nicht Verteidigungsbereit war.





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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Mittwoch 03. November 1915


Allmählich wurden die Meldungen wieder interessanter. Die Regierung hatte begonnen einen Schwunghaften Handel mit Militärgütern aufzuziehen und gleichzeitig mit der Lizenzfertigung amerikanischer 5inch Geschütze höherer Qualität einen echten Coup gelandet. Dass die eigenen Entwicklungsabteilungen nahezu gleichzeitig einen Durchbruch bei dem ebenfalls sehr wichtigen 10inch Kaliber präsentieren konnten machte in Summe eine elementare Verbesserung der japanischen Artillerie möglich.


Das Kaliber 5inch ist für Kreuzer und Schlachtschiffe das relevante Sekundärkaliber und das 10inch Kaliber das größte Kaliber für die Klasse der Panzerkreuzer. Außerdem forderten die Kapitäne der Torpedoboote vehement ein größeres Kaliber für ihre Schiffe und das konnte nur ein besseres 5inch Kaliber sein. Noch schienen 5inch für Torpedoboote aber überdimensioniert.


Wie auch immer Der Handel mit dem Ausland führte wohl auch zu annehmbaren Angeboten ausländischer Technologie.




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Extrablatt der Tōkyō Shinbun vom Montag 13. Dezember 1915



>> Kenianische Rebellen besiegen das British Empire! <<

In einer völlig überraschenden Großoffensive haben die kenianischen Aufständischen ein Massaker an ihren Britischen Besatzern verübt. Auch unter der weißen Zivilbevölkerung soll es hunderte Tote gegeben haben. Beobachter Vor-Ort sprechen von einer panischen Flucht der ehemaligen Kolonialherren von ihren Plantagen und anderen Besitztümern.



Über der Hauptstadt Nairobi weht die Flagge der neuen Republik Kenia.



Es wird weiter berichtet, dass die schlechten Wege von Nairobi zur Hafenstadt Mombasa mit flüchtenden Truppen und Zivilisten überfüllt sind. Die Bahnstrecke zwischen beiden Städten sei unbenutzbar. Britische Schlachtschiffe haben einen größeren Teil von Mombasa in Schutt und Asche gelegt haben um die Kontrolle über Stadt und Hafen zu behalten solange noch europäische Bürger im Land sind.


Auch einige Franzosen und Deutsche die in Kenia lebten sollen untern den Opfern sein, seitens der Grande Nation und des Kaiserreichs steht eine Reaktion aber bislang aus.


Ein gewisser Harry Thuku, der wohl eine führende Rolle bei den Rebellen innehat, hat Kenias Unabhängigkeit erklärt! (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Kenias)




British-Ost-Afrika ist damit für das Empire verloren!





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Bild 125: Bahnstrecke bei Mombasa
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Kurve_bei_Mombasa.jpg
Autor: unbekannt
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Kenya




https://up.picr.de/39880338vo.png

Bild 126: Karte von British-Ost-Afrika
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Africa_1909_16a.png
Autor: National Geographic Society
Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Kenya




+ + +

#120 RTW2-JAP#

Alith Anar
16.11.20, 19:39
Ich war ja schon immer der Meinung, das Japan eine Kolonie in Afrika braucht ....

Bigfish
16.11.20, 20:13
Werter Alith Anar,


Kenia ist unabhängig - es ist keine Japanische Kolonie - und das ist gut so. Wir könnten Kenia niemals ordentlich verteidigen. Bis der Hafen in Mombasa groß genug ausgebaut wäre um eine vernünftiges Geschwader dort zu unterhalten, würde eine Ewigkeit vergehen.

Alith Anar
16.11.20, 21:57
Noch ist es unabhängig ;)
Und für ein paar Torpedoboote sollte die Basis doch gross genug sein ... mehr braucht es ja nicht um jeden Feind Japans niederzukämpfen.

Spass bei Seite:
Welche Tonnage kann den jeder Punkt Hafen versorgen?