Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Europa Universalis V incoming!
He, trade efficiency ist nur ein +x% auf den Verkaufspreis. Damit lässt sich leicht Geld produzieren:
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Gold von einem Handelszentrum ins andere und wieder zurück schieben bei GT in beide Richtungen ordentlich Gewinn.
AG_Wittmann
08.12.25, 06:53
Oh, guck, Iche_Bins hat rausgefunden, warum Böhmen so stinkreich ist.
Böhmen startet mit je zwei Silber- und Goldminen und ein Edelsteinvorkommen. Gleichzeitig hat es noch Zugang zu Kohle, Kupfer- und Eisenerz.
Sein größter Vasall Mähren hat eine Silbermine und zwei Eisenerzminen.
Vier seiner kleinen Vasallen haben Zugang zu einer Silbermine oder Goldmine, eins von denen sogar zu Alaun, Blei- und Eisenerz.
Wenn Böhmen Handel treibt, dann vorwiegend mit Gold, Silber und Edelsteinen. Habe ich als Sachsen auch gemacht, wenn man im Prager Markt ist, da kann man mit Gold und Silber handeln, das ist nicht mehr lustig.
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In meinem Spiel hat sich Böhmen alle näheren Goldminen gekrallt, selbst die in Ansbach. Hat ja auch versucht meine Silbermine in Freiberg zu holen, aber da konnte mich rauswinden.
Plauen hat es sich auch geholt, das produziert übrigens Perlen, glaube, das war eine von fünf Provinzen in Europa, die das machen. Gibt noch drei oben bei Finnland und Archangelsk, aber die muss man erst besiedeln.
Nee, die Sau wird mit einem Goldlöffel im Mund geboren.
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Fällt mir noch ein, die Hauptstadt Prag sitzt auf Weizen und es hat noch drei weitere Weizenquellen, Pferde natürlich auch.
Laut Wikipedia: "Wirtschaftlich war Böhmen unter den Luxemburgern eine der führenden Regionen Europas." Und das war noch vor der Entdeckung der Silberminen, z.B. in Joachimsthal.
Laut Wikipedia: "Wirtschaftlich war Böhmen unter den Luxemburgern eine der führenden Regionen Europas." Und das war noch vor der Entdeckung der Silberminen, z.B. in Joachimsthal.Eben, nicht Königreich, nicht Land, Staat, Nation oder Großmacht, sondern Region. Blöd, wenn das Spiel das eine als Vicky3-Klon abbildet, aber bei der Modellierung allen möglichen Systemen darüber, die zur Erklärung von 500 Jahren Geschichte notwendig sind, versagt. Ist Böhmen eigentlich ein Wahlkönigtum? Gibt es individuelle, spezifische Inkoorperationsverhältnisse zu den einzelnen Vasallen? Unterschiedliche Erbrechte und indivduelle Testamente? Werden Dynastien als Akteursebene separat von Herrschern und Reichen betrachtet?
It starts before the Black Death, which creates an early game challenge.
France’s system of feudal loyalty is tested as Edward III is about to embark upon the Hundred Years’ War
There is still a colony on Greenland
We have a big Byzantium, but Ottomans are about to expand
The rise of Timur is soon to happen
Some powers are at their zenith, but facing big challenges, such as Mali, Delhi, or Yuan
Some others at their start, like the Aztecs, Qusqu, Majapahit, or the Ashikaga Shogunate
We get to model the transition from feudalism to modern states
We get to model the transition from feudal levies to standing armies
New institutions are blooming in Italy and the rest of Europe, such as the Renaissance or Banking
The HRE is in a moment of change, with 3 dynasties (Wittelsbach, Luxembourg, and Habsburg) competing for it, and the Golden Bull not yet enacted
The Catholic church is at its height, and military orders are crusading in northeastern Europe and the Mediterranean. But the Pope resides in Avignon, which will lead to the Western Schism with Rome.
England’s control in the isles is waning as Bruce loyalists press the advantage in the Scottish Wars of Independence, and the Gaelic Irish chieftains begin to reclaim large tracts from the English Lordship. Meanwhile the seeds for the last great Welsh rebellion are being sewn.
An intricate balance of power in Iberia between the Christian kingdoms, and the last Muslim footholds.
A different balance of powers in regions such as Eastern Europe, the Middle East, or South East Asia.
The Steppe Hordes and their successors of Eurasia from the Mediterranean to the Pacific.
Ist halt eine hinreichend größenwahnsinnige Absichtserklärung und wenn das Spiel das dann nicht liefern kann, schon blöd.
AG_Wittmann
08.12.25, 17:04
Oh Junge ...
Wenn ich mich mal zurücklehne und mich ernsthaft zurück erinnere, waren viele Spiele, die ich noch heute gern spiele, beim Release einfach meeh, absturzsüchtig oder frustrierend.
Cyberpunk 2077, Dwarf Fortress, Factorio, Hearts of Iron 4, Hitman WoA, Space Engineers, Stardew Valley, Valheim, Victoria 3, X4 usw.
+++
Und mimimi, wir sind Betatester nach dem Release ... eh, darf ich erinnern, wie Europa Universalis war? Nix freie Länderauswahl, da gab es nur Szenarios. Und Generäle, Admiräle, Könige etc. gabs nur die, die damals wirklich gelebt haben, boah was gabs da für Geheule, mimimi, Österreich ist nicht fair, die Türken kriegen nur Schrott nach 1600 ...
Montesquieu
08.12.25, 17:29
Witti, ich bin da sogar bei dir. EU5 ist super und viel besser als erwartet.
Trotzdem kann man ja sagen, dass sie sich mit dem Start im 14. Jahrhundert einfach keinen Gefallen getan haben.
Da muss ich zustimmen. Das Spiel macht auch Spaß und es hat das Potential das beste Spiel werden zu können. Aber bei der Diplomatie und der Balance müssen sie definitiv nachbessern.
Ich habe leider keine Daten zur Wirtschaftskraft bzw. dem Bruttosozialprodukt von Böhmen im 14 und 15 Jahrhundert gefunden. Man kann zwar überall nachlesen das Böhmen führend war, insofern hat der eine oder andere Regent schon Recht, aber was das im Einzelnen bedeutet, geht daraus leider nicht hervor. Das Böhmen doppelt so reich war wie Frankreich und das sechsfache pro Einwohner erwirtschaftet hat glaube ich auf jeden Fall keine Sekunde lang. Meiner Meinung nach erscheint Böhmen nur so stark, weil seine Gegner so schwach waren.
Wenn man sich zu den Hussitenkriegen einlesen tut, stellt man fest dass diese mehrere Kreuzzüge abgewehrt und zahlenmäßig überlegene Kreuzfahrer Heere abgewehrt hat. Das klingt erst mal so, als ob Böhmen eine militärische Supermacht gewesen wäre. Wenn man sich dann aber mal die Zahlen anschaut stellt man fest dass der berühmteste Hussitische Feldherr Jan Ciska gerade mal 400 Mann unter seinem Kommando hatte als er mit einer Wagenburg ein 2000 Mann starkes Kreuzritter Heer besiegt hat. Das sind selbst für damalige Verhältnisse keine eindrucksvollen Zahlen. Die Schweizer haben schon etliche Jahrzehnte zuvor ein doppelt so starkes Heer der Habsburger geschlagen und das Burgundische Heer von Karl dem Kühnen war sogar 10 mal so stark. Wenn es hier ein Land verdient hätte eine militärische Supermacht zu sein, dann müssten es die Schweizer sein, da sie viel stärkere Nachbarn hatten und sich gegen diese erfolgreich zu Wehr setzen konnten, aber die wurden von Paradox nicht bevorzugt sondern sind so schwach dass sie sich weder gegen Österreicher, Burgunder oder Franzosen verteidigen können. Die Hussiten haben nicht gegen das ganze Reich Krieg geführt sondern nur gegen eine kleine Anzahl von Fürsten und Aufgeboten. Die wichtigsten Aufgebote hat der Österreichische Kaiser und der Niederbayrische Fürst gestellt. Aber selbst die haben lange nicht eingesetzt was sie hätten einsetzen können. Davon mal abgesehen darf man nicht vergessen dass sich die Anführer der Kreuzfahrer im Kampf gegen die Hussiten extrem dämmlich angestellt haben. Mit schwerer Reiterei eine Wagenburg anzugreifen ist selbst für Österreichische Maßstäbe unglaublich dämmlich und die Österreicher waren bis auf das kurze Kapitel mit Prinz Eugen nie gut in Kriegsführung. Da waren die alten Sachsen und ihre Nachfolger die Preussen viel stärker weil sie nicht nur England erobert, Karl dem Großen über Jahrzehnte hinweg Widerstand geleistet, sondern das Reich bis Königsberg erweitert haben während Österreich seine Gebietsgewinne fast ausschließlich dem Erbglück verdankt. Das die Österreicher es trotzdem geschafft haben die Böhmen im 30 jährigen Krieg zu besiegen sagt eigentlich schon alles. Die Schweiz hätten sie nicht erobern können und die sind wie bereits gesagt viel zu schwach im Spiel.
Ach ja, eine Wirtschaftskarte habe ich doch gefunden. Auf dieser sieht man das es in Prag ein kleines Handelszentrum gab. Das war es aber dann auch schon. Böhmen war längst nicht so wirtschaftlich bedeutend wie es im Spiel suggeriert war. Die wichtigsten Handelszentren des Mittelmeers lagen wenig überraschend in Genua und, Venedig. Im Norden war die Hanse mit ihren Häfen der Big Player. Hamburg ist nicht umsonst Hansestadt und zu einer Metropole geworden.
Das kann auch gar nicht anders sein weil Prag nicht an der Flußmündung, sondern am schiffbaren Ende der Moldau liegt, also am unwichtigsten Punkt der ganzen Strecke. Die Böhmen musste auf dem ganzen Weg, außerhalb ihres Gebietes Zoll an andere zahlen, was das Spiel leider überhaupt nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund ist auch Holland viel reicher geworden als die Schweiz. Denn während die Holländer jeden Schweizer besteuern können, der mit England Handel treiben möchte, muss kein Holländer in der Schweiz oder anderswo am Rhein Zoll zahlen, weil er vom eigenen Land gleich nach England fahren kann. Das ist ein riesiger Handelsvorteil denn man nicht unterschätzen sollte und unter dem Prag aufgrund seiner zentralen Lage natürlich zu leiden hatte.
Der Markt in Prag ist im Spiel viel zu übertrieben stark. Bei mir gehört sogar das Salzburger Land zum Marktbereich und Teile Bayerns. Das macht mall überhaupt keinen Sinn. Warum sollte ein Salzburger oder ein Bayer seine Waren durch die Bayrischen und Böhmischen Wälder bis nach Prag transportieren wenn er sie auf der Donau einschiffen kann. Das ist mal echt total bekloppt. So sind die Handelsströme niemals verlaufen. Wer auch immer das ausbalanciert hat wollte das Reich entweder zerstören oder hatte keine Ahnung von Wirtschaft.
Zum Spiel lässt sich sagen das ich mal wieder das gleiche Problem mit den Ligen habe wie schon bei meinem ersten Versuch. Böhmen ist mal wieder katholisch und wird somit als Kaiser von der Katholischen Liga unterstützt und verteidigt die über 90 Mio hat während die Protestanten nur 18 Mio hat. Hier hat man zugunsten der Böhmen mal wieder auf historische Gegebenheiten verzichtet und Böhmen nicht zum Ketzer gemacht, sondern zum Verteidiger des Glaubens damit es optimal expandieren kann und geschützt ist. Diese Bevorzug von Böhmen zieht sich dermaßen durchs Spiel dass es mir schwer fällt an einen Zufall zu glauben. Johann wollte offensichtlich Böhmen zu einer Supermacht machen auch wenn das völlig ahistorisch ist weil Böhmen die meiste Zeit über nicht mal existiert hat und viel schwächer war als Polen. In diesem Spiel ist aber Polen schwächer wie Böhmen. Mal ganz im Ernst warum startet das Spiel nicht ein paar Jahre früher als Böhmen noch der Juniorpartner von Polen war oder später als es der Juniorpartner von Österreich oder Teil Österreichs war. Dann hätten wir das ganze Problem nicht.
Im übrigen bin ich der Meinung das Böhmen zerstört werden muss.
[B@W] Abominus
08.12.25, 18:47
Witti, ich bin da sogar bei dir. EU5 ist super und viel besser als erwartet.
Trotzdem kann man ja sagen, dass sie sich mit dem Start im 14. Jahrhundert einfach keinen Gefallen getan haben.
Ich hätte es gut gefunden, wenn sie noch früher angefangen hätten (ohne es bisher zu haben und nur einmal bei Steinwallen in den Stream geschaut zu haben). Je mehr Zeit man hat, die Franzosen zu verprügeln, desto besser.
Böhmen mag von der Spielmechanik und vielleicht auch von manchen Werten am Anfang des Spiels zu stark sein, aber:
Wir wollen nochmal eine Lanze für das historische Böhmen brechen. Prag war zu Beginn des Spiels historisch mit 40.000 Einwohnern neben Köln die größte Stadt im HHR. Lübeck als Königin der Hanse hatte nur knapp 20.000.
Böhmen hatte damals schon sehr viele Städte und war wesentlich weniger ländlich geprägt als andere Gebiete. Wer heute durch Böhmen reist, dem müssten die vielen alten prächtigen mittelalterlichen Stadtkerne auffallen und eben auch, dass alle paar Kilometer eine kleine alte Stadt kommt.
Das so viele Regenten mit Ihrem Wissen bezüglich Böhmen intuitiv nicht ganz richtig liegen, hat sehr viel mit unserem ständig nach Westen und Süden schauendem Geschichtsbild zu tun, welches den Osten nahezu vollständig ignoriert. Vermutlich kommt Frankreich alleine im Geschichtsunterricht mehr vor, als alle osteuropäischen Gebiete zusammen. Polen findet im Geschichtsunterricht vor den polnischen Teilungen nahezu nicht statt usw..
Oh Junge ...
Wenn ich mich mal zurücklehne und mich ernsthaft zurück erinnere, waren viele Spiele, die ich noch heute gern spiele, beim Release einfach meeh, absturzsüchtig oder frustrierend.
Cyberpunk 2077, Dwarf Fortress, Factorio, Hearts of Iron 4, Hitman WoA, Space Engineers, Stardew Valley, Valheim, Victoria 3, X4 usw.
+++
Und mimimi, wir sind Betatester nach dem Release ... eh, darf ich erinnern, wie Europa Universalis war? Nix freie Länderauswahl, da gab es nur Szenarios. Und Generäle, Admiräle, Könige etc. gabs nur die, die damals wirklich gelebt haben, boah was gabs da für Geheule, mimimi, Österreich ist nicht fair, die Türken kriegen nur Schrott nach 1600 ...Public beta CK 1.4, um den Titel zu retten, nachdem Pdox das erst extern von einem russischen Entwickler hat versauen lassen. :cool:
Der Vergleich von Stardew Valley mit EU5 ist aber schlimmer als jeder von Johans 5 Versuchen, dass HRE abzubilden. EU5 ist jetzt nicht gerade günstig gewesen und Pdox hat dafür ein eigenes Studio aufgebaut. Wie viele Leute haben an Stardew Valley noch mal mitenwickelt?
So oder so, wie Monti schreibt, wichtig ist aufm Platz, so lange es also Spaß macht...
Wenn man sich RAM demnächst nur noch leisten kann, wenn man seine Kinder in die Sklaverei verkauft, werde ich EU5 vermutlich ganz auslassen müssen. Kann es von daher nur als historisches Modell betrachten und da habe ich mich über Johans Liste etwas aufgeregt, weil Aussagen wie We get to model the transition from feudalism to modern states und das zum HRE halt unter "ausgerechnet beim 5. Teil soll das funktionieren?" fallen.
Und aus Spieleentwicklungssicht: In der Epoche (bzw. den Epochen) sind so viele interessanten Themen für Spiele drin, dass ich nicht verstehen kann, wieso man bei Pdox nur auf ein maßloses "Wir packen einfach alles rein, und das auch noch zum Start" kommt. Wieso muss man sich mit EUV so in der CK-Periode breitmachen? Wenn man ein breiteres Portfolio haben will, wieso macht man dann nicht zum Spätmittelalter einen dezidierten Titel? Oder zum 30er jährigen Krieg? Zur europäischen Expansion a la Colonization, wo diese für das 14. Jahrh. völlig absurde staatsinterventionistische Warenwirtschaft eher passt? Wieso kein eigenes Spiel zu den altamerikanischen Großreichen? Oder zu den Chinggisiden, endlich mal mit einer Modellierung nomadischer, nichtzentralistischen Herrschaft, die nicht total albern ist? Und wie vor allem sollen eigentlich die DLCs dafür aussehen? KI-generierte Flavor Packs, ein sinnfreies Minigame nach dem anderen wie in EU4 oder 2027 dann spätestens ein Tier-DLC aka CK oder ein Stellaris-Crossover mit Fanatic Purifiers?
AG_Wittmann
08.12.25, 20:18
Bei mir war Böhmen und Österreich in der protestantischen Liga, aber selbst da gab es keinen Krieg.
Und das mit den Hussitenkriegen, ich denke das größte Problem dürften die kaum wesentlichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Ortschaften sein, in denen gekämpft wird. Ich habe das, ehrlich gesagt, beim aktuellen Spiel mit Sachsen erst ein wenig mitbekommen, als ich Lüneburg besetzt hatte. Da gab es in den Ortschaften, in denen die richtig großen Heere aufeinandertrafen, schwere Verwüstungen, aber die waren nach einem Jahr auch wieder vergessen. Die vielen toten Aufgebote, da habe ich auch nichts bemerkt. Da habe ich eher die Flucht der Dänen aus Lübeck nach Friedensschluss bemerkt, sind alle Richtung Dänemark ausgewandert und der Stadt fehlen jetzt ca. 4.500 Bürger.
Eigentlich müsste man diese wirtschaftlichen Verwüstungen auch für längere Zeit haben, wenn man eine Ortschaft von den Rebellen zurückerobert oder an diese verliert.
Militärisch ist Böhmen auch bisschen zu stark, zu sehr zentralisiert, deren Niederadel war ja eher für die Hussiten, im Spiel kommt das nicht wirklich zur Geltung, da hat man eher den Eindruck, da erheben sich vielleicht nur 20% des Landes und wenn Böhmen mit Polen alliiert ist, dann kommen da schnell 30.000 Böhmen und Polen gegen 12.500 Hussiten zusammen.
Johann wollte offensichtlich Böhmen zu einer Supermacht machen auch wenn das völlig ahistorisch ist weil Böhmen die meiste Zeit über nicht mal existiert hat und viel schwächer war als Polen. In diesem Spiel ist aber Polen schwächer wie Böhmen. Mal ganz im Ernst warum startet das Spiel nicht ein paar Jahre früher als Böhmen noch der Juniorpartner von Polen war ...
Böhmen erhob damals Anspruch auf die polnische Krone und beherrschte immerhin Schlesien. Damals waren die ungefähr gleich stark, denke ich. Ich vermute, die beste Erklärung für den grossen Reichtum Böhmens waren Silber und Gold:
https://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Groschen
Böhmen mag von der Spielmechanik und vielleicht auch von manchen Werten am Anfang des Spiels zu stark sein, aber:
Wir wollen nochmal eine Lanze für das historische Böhmen brechen. Prag war zu Beginn des Spiels historisch mit 40.000 Einwohnern neben Köln die größte Stadt im HHR. Lübeck als Königin der Hanse hatte nur knapp 20.000.
Böhmen hatte damals schon sehr viele Städte und war wesentlich weniger ländlich geprägt als andere Gebiete. Wer heute durch Böhmen reist, dem müssten die vielen alten prächtigen mittelalterlichen Stadtkerne auffallen und eben auch, dass alle paar Kilometer eine kleine alte Stadt kommt.
Das so viele Regenten mit Ihrem Wissen bezüglich Böhmen intuitiv nicht ganz richtig liegen, hat sehr viel mit unserem ständig nach Westen und Süden schauendem Geschichtsbild zu tun, welches den Osten nahezu vollständig ignoriert. Vermutlich kommt Frankreich alleine im Geschichtsunterricht mehr vor, als alle osteuropäischen Gebiete zusammen. Polen findet im Geschichtsunterricht vor den polnischen Teilungen nahezu nicht statt usw..
Ich stimme euch zu. Böhmen war führend. Ich habe auch kein Problem damit dass Böhmen das stärkste Land im Reich ist, aber ich habe ein Problem damit dass sie stärker sind wie der Rest der Reiches oder das sie stärker wie Frankreich sind. Das ist einfach übertrieben. Prag war die größte Stadt im Reich, aber die anderen 9 führenden Städte im Jahr 1350 waren deutsch und hatten zusammen gerechnet mehr als drei Mal so viel Bevölkerung wie Prag, weswegen sie durchaus in der Lage waren sich zu Wehr setzen, wenn sie sich zusammen getan haben.
Aber hier wird halt Böhmen wirklich durch jede Spielmechanik bevorzugt. Es gibt sogar einen noch besseren Startpunkt für Böhmen, in dem Böhmen große Teile Österreichs beherrscht hat. Das hat den Böhmen aber trotzdem nichts genutzt. Sie wurden 1278 von den Österreichern in der Schlacht auf dem Marchfeld geschlagen und der Habsburger Kaiser hat danach demonstrativ die Leiche des böhmischen Königs zur Schau stellen lassen und die verloren gegangenen Teile Österreichs wieder aus den Klauen der Böhmen befreit. Sie waren weder damals, noch in den Hussitenkriegen oder im 30 jährigen Krieg unbesiegbar.
Im Spiel wird das ganze jedoch nicht richtig wieder gespiegelt. Im Spiel wird bsp. so getan als wären die Hussitenkriege eine Auseinandersetzung zwischen Österreichern und Niederbayern auf der einen Seite und Böhmen auf der anderen Seite gewesen. Aber das ist so nicht richtig. Eigentlich war das ein religöser Aufstand gegen den Böhmischen König, also ein interner Bürgerkrieg bei dem sich der Kirchenstaat durch die Entsendung von Kreuzfahrern eingemischt hat, und ausländische Fürsten sich eingemischt haben. Ein Event wie die Haus und Hof Katastrophe die Böhmen einen fetten Malus bringt und deutlich schwächt wäre viel passender gewesen als die Bildung von zwei Ligen in denen die böhmische klar dominiert. Denn das schwächt Böhmen nicht, es macht es im Gegenteil noch viel stärker, weil Böhmen hierdurch sehr leicht viele Gebiete im Spiel annektieren kann.
Und bei der Religionsliga, bei der ich jetzt wieder bin, ist es genau das gleiche. Die Böhmen hatten einen Habsburger als König und haben gegen diesen rebelliert und einen Gegenkönig gewählt was zur Folge hatte das es in Böhmen zu einem Bürgerkrieg kam, bei dem sich anschließend ausländische Mächte eingemischt haben. Aber anstatt das vernünftig im Spiel umzusetzen, ist bei mir der Böhme wieder mal der Anführer der Katholischen Liga, womit es schon mal auf der falschen Seite spielt und der Grund für den Ausbruch des Krieges wegfällt, und zu allem Überfluss noch mit dem Anführer der protestantischen Liga (Münster) bestens befreundet weswegen die beiden Ligen nie Krieg gegeneinander führen werden und mich regelmäßig aus den Ligen werfen wenn ich diesen beitreten möchte. Das macht einfach keinen Sinn. Böhmen muss der Ketzer sein und es darf keine freundschaftlichen Verhältnisse zum Gegner unterhalten oder diesem irgendwelche Gefallen schulden. Wenn sie das nicht hinbekommen ist es besser sie lassen die Hussitenkriege und die Religionskriege ganz weg, denn so wie es jetzt ist, ist es nicht im geringsten nachvollziehbar und sinnvoll.
Ergänzung: Da Böhmen in der Katholischen Liga ist, habe ich mein Reich auf Kosten der Protestantischen Union erweitert. Dann erklärt Frankreich bevor ich wieder aktiv werde einem der Protestantischen Ländern den Krieg, zieht mich in den Krieg hinein und ich stelle fest dass die Hälfte meiner Vasallen plötzlich mit mir im Krieg sind weil sie der Liga angehören. Das ist ja eine wirklich tolle Spielmechanik, wenn man plötzlich anstatt 6 Vasallen nur noch drei hat. Das beste war dass Frankreich nach einem halben Jahr einen Pattfrieden geschlossen hat. Ich hatte schon den Verdacht dass die den Krieg nur erklärt haben damit ich meine Vasallen verliere, aber nach dem Pattfrieden waren meine Schäfchen zum Glück wieder meine Vasallen. Da ich aber jetzt einen Waffenstillstand mit der Liga habe kann ich sie nicht direkt angreifen. Dann muss ich halt den Umweg über Dänemark gehen und Dänemark angreifen. Die sind nicht in der Liga, aber mit Würzburg verbündet. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal sie zu Vasallen zu machen, beim letzten Mal waren sie noch zu groß.
Montesquieu
10.12.25, 10:08
https://www.youtube.com/watch?v=0dYLCd8-zXQ
https://www.youtube.com/watch?v=lGBU3ureCBA
tldw:
Der Bayer ist hier sehr, sehr negativ eingestellt und auch zurecht. Ludi ist hier mehr auf dem copium "move fast and break things"-Zug aufgesprungen.
Dann kommt der "Entschuldigungspost" von Johan erst, wird dann gelöscht und ist jetzt wieder geändert aufgetaucht:
https://forum.paradoxplaza.com/forum/threads/reverted-until-further-notice-open-beta-for-1-0-10-information-9th-of-december-2025.1887052/
Große Kritik insgesamt:
- Public Beta ist nicht organsiert genug.
- Änderungen bringen mehr Bugs als sie fixen.
- Die großen Probleme werden nicht angepackt, oder man weiß nicht, dass sie es werden.
- Kaum vorhandene Kommunikation.
Meine bescheidene Meinung, der auch mittendrin in der komplexen Dauerentwicklung von Software hängt:
1. Paradox Tinto ist zu klein, um den Nach-Release-Ansturm zu koordinieren. Daraus ergibt sich auch 2.
2. Paradox Tinto hat die falschen Leute, um das Patchen zu organisieren. Das riecht alles nach: Hier hat ein Kreativer (Johan) den Hut auf, der auch Erfahrung hat, aber verdammt, an der Stelle der Entwicklung braucht man langweilige Manager, die Ressourcen bündeln, Bugs priorisieren, Roadmaps aufstellen und das kleine Team "führen". Johan sagt ja selbst: "Patchnotes? Nicht mein Ding!" Say what? Wie man es machen kann, sieht man an den "langweiligen" project leads von Stellaris und Vicky 3. Die haben - wie auch Proud Bavarian - sagte, eine Open Beta super organisiert. Das ist Arbeit, aber am Ende kommt ein verwertbares Ergebnis bei raus.
3. Jetziger Zustand: Chaos, Verschlimmbesserungen, keine Roadmap, viele Systeme, die das Spiel zerstören.
Und nicht falsch verstehen: Johan ist bei mir im Ansehen durch EU5 sogar richtig gestiegen. Vision und Spiel sind von Grund her super. Es ist auch super, dass er sich das kreativ austoben konnte. Es hat ja auch einen Grund, warum er sich nach Barcelona abgesetzt hatte, um nicht mehr der Abteilungsleiter von allen PDS Dev-Teams zu sein. Vollkommen gut. Er ist kein Manager, er ist Programmierer + Designer.
Aber dann der große Fehler und wieder Paradox: Das klappt gut bis zum ET, halbwegs. Weil sich kreative Tsunamis überschlagen, haben wir dieses tolle Spiel bekommen. Aber dann ist der "second leg" so mies organisiert? So chaotisch?
Um einen Vergleich zu bemühen: Du hättest auch nicht Lennon und McCartney mit der kompletten Organisation der Touren und der Produktion der Platten beauftragt. Dafür hatten die Epstein, Martin und Klein.
Aber summa summarum: Ich rühre das erst wieder an, wenn es sich halbwegs stabilisiert hat. Ich habe schon eine hohe Bug-Toleranz, aber dieses Chaos ist mir dann doch zu viel.
Francis Drake
10.12.25, 11:27
Vielleicht bin ich zu naiv, ich spiele sehr gerne und Bugs sehe ich so gut wie keine. Das Spiel "fühlt" sich richtig gut an! :)
Montesquieu
10.12.25, 11:37
Vielleicht bin ich zu naiv, ich spiele sehr gerne und Bugs sehe ich so gut wie keine. Das Spiel "fühlt" sich richtig gut an! :)
Funktionieren bei euch denn die "Situations"? Tordesillas? Wie ist das mit den Levies? Nützen die überhaupt noch was? Da sind schon viele, viele Sachen, die man "übersehen" kann, wenn man die Augen zu Schlitzen verengt, aber die eigentlich nicht sein dürften.
Francis Drake
10.12.25, 11:41
Sind bisher nicht von Situations betroffen, Tordesillas noch nicht erreicht. Levies, kämpfen doch. Wie gesagt, wir schauen nicht so genau hinter her. ;)
Montesquieu
10.12.25, 11:43
Sind bisher nicht von Situations betroffen, Tordesillas noch nicht erreicht. Levies, kämpfen doch. Wie gesagt, wir schauen nicht so genau hinter her. ;)
Alles gut, im Endeffekt müsst ihr Spaß haben. :)
AG_Wittmann
10.12.25, 12:13
Den Vertrag von Tordesillas hatte ich schon im Sachsenspiegel, aber da ich nicht kolonisiere, hat das für mich keine Auswirkung. Die anderen KI-Länder, die kolonisiert haben, haben den Vertrag alle ignoriert mit nem bisschen negativer Beziehung zu den zwei Vertragspartnern.
Was mich eher gestört hat, dass die KI nicht am Kolumbianischen Austausch teilnimmt. Sachsen ist das einzige Land in Europa, in denen jetzt Paprika gepflanzt wird und ich kann auch keine weiteren Pflanzen neu einführen, weil das Zeitfenster geschlossen ist, geht anscheinend nur bis irgendwann 1700 herum.
Den Vertrag von Tordesillas hatte ich schon im Sachsenspiegel, aber da ich nicht kolonisiere, hat das für mich keine Auswirkung. Die anderen KI-Länder, die kolonisiert haben, haben den Vertrag alle ignoriert mit nem bisschen negativer Beziehung zu den zwei Vertragspartnern.
Was mich eher gestört hat, dass die KI nicht am Kolumbianischen Austausch teilnimmt. Sachsen ist das einzige Land in Europa, in denen jetzt Paprika gepflanzt wird und ich kann auch keine weiteren Pflanzen neu einführen, weil das Zeitfenster geschlossen ist, geht anscheinend nur bis irgendwann 1700 herum.
Was irgendwie nen komische design idee ist sowas zeitlich zu beschränken.
Aber im Wiki wird sogar die Heimatgegend erwähnt:
Der Anbau in großem Stil begann um 1600 in Irland, 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen, 1760 in Dänemark, 1783 in Frankreich und in der spanischen Levante und 1797 in Kastilien.
Über eine Besonderheit der Landwirtschaft wird berichtet: „In den nördlichen Gegenden unseres Braunschweiger Landes soll der Überlieferung nach die Kartoffel zuerst durch die 1748 aus den Niederlanden heimkehrenden Truppen verbreitet sein, indem sie dieselben in ihren Tornistern als Neuheit mitbrachten und ihre Angehörigen zum Anbau derselben bewogen. Vor Wendeburg und Zweidorf erfolgte derselbe noch im Jahre 1748. – In der Stadt Braunschweig werden Erdtuffeln zuerst im Jahre 1753 unter den Gartenfrüchten erwähnt.“ Auf Vorschlag des Hofjägermeisters Georg von Langen und mit herzoglicher Genehmigung vom 3. November 1747 begann im folgenden Jahr 1748 der Kartoffelanbau bei Braunlage im Harz. Leider stellte sich der gewünschte Erfolg nicht ein und 1751 verweigerten die dortigen Bauern den weiteren Anbau. Immerhin erinnert im Wald (Forstort Brandhai) südlich von Braunlage das etwa zwei Meter hohe Kartoffeldenkmal, ein aufrecht stehender Stein mit Inschrifttafel, an diese Neuerung. Die Inschrift lautet: „Hier sind 1748 die ersten Versuche mit dem Anbau der Kartoffel gemacht. Der Name ‚Kartoffelhecke‘ erinnerte daran noch 1885.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffel#Kultivierung
Was mich eigentlich darauf bringt wie die Kartoffel/Tomaten in zb China eingeführt worden sind? Da kann es ja über den Pazifik gekommen sein. Mexiko -> Philippinen -> China/Indien -> Spanien war ja durch aus ne Route.
Gibts den Austausch im Spiel zb auch für China?
Ich hatte keine schlimmen Bugs. Ich glaube zwar das die Gefallen falsch berechnet werden, aber damit kann ich leben. Abstürze gibt es nicht. Die Performance ist ebenfalls super, ich spiele das spiel allerdings auch auf einen High End Pc und nicht auf einer alten Kiste.
Das Problem ist meiner Meinung nach eher die schlechte Balance und die Spielmechaniken. Johann wollte kein Spiel auf Schienen. Das hat er geschafft. Wir haben jetzt kein Spiel auf Schienen, wir haben einen lahmen Gaul der kaum vom Fleck kommt. Es tut sich fast nichts auf der Karte. Ich bin jetzt schon wieder im Jahr 1630 und die Karte sieht bis auf die anfängliche Expansion der Franzosen und Böhmen noch fast wie am Anfang aus. Wenn ich den Vorgänger gestartet habe, habe ich bei 10 Spielen, 10 Mal ein unterschiedlichen Spielverlauf gehabt. Einmal war Frankreich stärker, einmal Russland, das andere Mal wurde eine Mittelmacht zu Großmacht. Aber hier passiert gefühlt einfach gar nichts. Und ehrlich gesagt wundert mich das nicht, weil das Spiel jede Expansion und jede Änderung auf der Karte verhindert oder massiv ausbremst.
Österreich und Spanien werden nicht zu Großmacht weil sie nichts erben und deswegen so klein bleiben wie sie bereits zu Spielbeginn sind. Das Osmanische Reich wiederum müsste massiv expandieren, wozu es aber viel zu schwach ist. Und selbst starke Länder wie Ungarn oder Polen expandieren nicht, weil sie entweder keinen Kriegsgrund haben oder für jeden gewonnen Krieg nur eine Handvoll Provinzen erhalten. Die einzigen die expandieren sind Frankreich und Böhmen und das auch nur zur Anfangszeit wo sie noch die ganzen kleinen Grafschaften zu Vasallen machen konnten. Sobald es nur noch größere Player im Reich gibt und einen Spieler der dagegen hält, herrscht überall auf dem Kontinent Stillstand. Die einen haben kein Geld zum Krieg führen, die anderen keinen Kriegsgrund, die nächsten sind zu schwach, und dann gibt es noch die ganzen Ligen, die jeden Angriff verhindern. Und wenn doch mal einer was erobert, braucht er gefühlte tausend Jahre um die neuen Provinzen einzugliedern. Stillstand pur. Hier muss grundlegend was geändert und die Kriegsgründe und die Eingliederungskosten überarbeitet werden. Man muss die Verteidigungsligen ersatzlos streichen und den Ländern wieder Events und Missionen geben damit sie in die Pushen kommt. Momentan kommt mir das Spiel wie ein Kommapatient vor der zwar theoretisch laufen und sprechen kann, aber nicht in der Lage ist diese Fähigkeiten einzusetzen, weil von nirgends der Befehl kommt dass er aufstehen oder reden soll.
Wie gehen die werten Regenten mit royal marriages um? Ich pflege in meinem aktuellen Spiel einen ziemlich inflationären Umgang, d.h. wenn royal marriages möglich sind, gehe ich sie auch ein. Das führt dazu, dass ich inzwischen mit halb Europa verbandelt bin, was mir irgendwie auch nicht sinnvoll vorkommt. Liegt das an mir, d.h. bin ich zu sorglos und müsste meine Heiratspartner eigentlich besser auswählen oder sind Hürden für die Akzeptanz von royal marriages derzeit noch zu niedrig? Oder beides?
AG_Wittmann
10.12.25, 15:12
Vielleicht das Verheiraten nur auf die Geschwister der jeweils herrschenden Generation begrenzen?
Andererseits ist die Dynastie irgenwie auch egal, abgesehen von bestimmten Events, wo man eine bestimmte Dynastie an der Macht braucht.
Man herrscht ja über das Land und die aktuelle Dynastie, wobei letztere austauschbar ist.
Man muss eigentlich nur darauf achten, dass das Land bzw. der Titel für das Land, das man kontrolliert, nicht in einem anderen Titel aufgeht bzw. annektiert wird.
Ich habe im Sachsenspiegel z. B. die Luxemburger, deren Hauschef ist der aktuelle König von Böhmen, Norwegen und noch paar anderen Königstiteln, aber die jeweiligen Länder, die alle vom selben Typen regiert werden, rivalisieren sich teilweise und die Länder können unterschiedliche Nachfolgeregeln haben. Alles bisschen wischiwaschi.
Johan ist bei mir im Ansehen durch EU5 sogar richtig gestiegen. Vision und Spiel sind von Grund her super. Es ist auch super, dass er sich das kreativ austoben konnte. Es hat ja auch einen Grund, warum er sich nach Barcelona abgesetzt hatte, um nicht mehr der Abteilungsleiter von allen PDS Dev-Teams zu sein. Vollkommen gut. Er ist kein Manager, er ist Programmierer + Designer.Ist er nicht. Er ist Studio Lead und als solcher kann er vielleicht noch operativ mitwirken, sollte in erster Linie aber strategisch unterwegs sein und gehört definitiv zum Management.
Das beste Stück Software aller Zeiten kann sich gerne ein Junior Dev ausdenken. Und dann helfe ich ihm beim ausmalen und an die Wand hängen. Aber spätestens beim einem Senior Dev habe ich die Erwartung, dass die Komplexität und der Umfang seiner Lösung irgendwie in einem sinnvollen Kosten-Nutzen-Verhältnis steht, nachhaltig wartbar ist und für den Anwender beherrschbar. In allen drei Punkten hat Johan katastrophal versagt. Wir haben zum Release darüber diskutiert, dass EUV mit Problemen an den Start gehen wird, es aber im Gegensatz zu anderen gescheiterten Pdox-Titel besseres Prerelease Erwartungsmanagement bei der Community betreibt und diese Geduld haben wird, um das spiel reifen zu lassen. Mit so einem Postrelease-Debakel wird dieser Vertrauensvorschuss extrem schnell verspielt und da EU5 nunmal das absolute Pdox-Flagschiff ist, wird das für die Marke allgemein zum Problem.
Ich kenne die Entscheidungswege nicht und will Johan auch nicht die alleinige Schuld geben. Der zu frühe Releasezeitpunkt ist vermutlich eher beim Publisher zu verorten. Ob Johan durch sein internes Erwarungsmanagement gegenüber Interactive da eine Mitschuld hat, werden wir nicht erfahren. Ggf. ist er selber davon ausgegangen, dass er mehr Zeit hat, für Postrelease die entsprechenden Kapazitäten aufzubauen. Ist ja für Pinto vermutlich auch das erste Spiel, was sie betreuen müssen. (Oder hatten die schon was anderes entwickelt?) So oder so, wenn eine Software quasi täglich eine nicht rückwärtskompatible Version erhält, und das so schlecht kommuniziert wird, wirkt das schon sehr panisch und chaotisch. Ist gerne auch eine Form von Aktionismus, in der ein Devteam / die IT gegenüber dem Management / der Gesamtorganistion zeigen möchte, dass sie alles tut, um Probleme zu lösen. Wäre also der Fall, wo die interorganistorische Schuldfrage wichtiger als die Zukunft des Produkts ist. Das leisten sich große Konzerne gerne, kann für Pdox aber ziemlich schlimm werden. Zumal, wenn dank der KI-Blase im nächsten Jahr die Gaming Branche dank Hardwaremangel richtig in Kriese gerät.
p.s.: Was labbert dieser ludi da eigentlich für einen Stuß? Klingt ja bei dem so, als hätten die Pdox Devs unbezahlt durch täglich neue Patches den Rohdiamanten geschliffen.
Aber summa summarum: Ich rühre das erst wieder an, wenn es sich halbwegs stabilisiert hat. Ich habe schon eine hohe Bug-Toleranz, aber dieses Chaos ist mir dann doch zu viel.
Monte, das aus deinem Mund, wir dachte erst, der dicke KIWI schreibt diesen Satz, der hat aber auch keine vom Spiel, aber ihr... :eek: Sachen gibst... :D
Montesquieu
10.12.25, 16:13
p.s.: Was labbert dieser ludi da eigentlich für einen Stuß? Klingt ja bei dem so, als hätten die Pdox Devs unbezahlt durch täglich neue Patches den Rohdiamanten geschliffen.
Ludi ist halt dann doch alleiniger Paradox-"Influencer" und es ist sein Job. In dem Fall ganz einfach. Wenn er EU5 runtermacht, schlägt er auf sein Einkommen ein. Er sagt ja schon, was im Argen liegt, packt das dann aber in rosarote Watte. Ich vermute, One Proud Bavarian hat einen day-job. ;)
Ansonsten Zustimmung. Das ist aus Software-Entwicklungssicht schon eine Katastrophe.
Hängt sicherlich auch davon ab welche Nationen man spielt.
Als reine Kolonisiere wie Portugal läuft das Spiel recht gut, ohne größere Probleme. Die ganzen Situationen sind dann zwar da, funktionieren auch nicht so wirklich (Tordailles wurde halt irgendwie verhandelt, war dann 10-20 Jahre da und dann auch wieder weg...) aber sie stören halt auch nicht.
Was wurmt mich, wenn im HRR der Religionskrieg nicht funktioniert und sich da nur zwei Blöcke gegenüber sitzen ohne sich anzugreifen.
Ums Mittelmeer ist noch genug Action.
Wir haben bisher Spaß, sehen aber auch die Probleme im Spiel.
Die Spielmechaniken eignen sich gut für ein Spiel wie Colonization oder Conquest of Paradies bei dem man als Kolonialnation in der neuen Welt mit einer kleinen Kolonie startet, aber die alte Welt nicht mal auf der Karte auftaucht. Mann kann dann in Ruhe mit einer kleinen Siedlung starten, eine funktionierende Wirtschaft aufbauen, und seine Siedlungen erweitern. Ureinwohner und andere Kolonialmächte spielen in diesen Spielen keine große Rolle. Man trifft zwar irgendwann auf diese und es gibt auch Konflikte, aber man bleibt von den ganzen Kriegen und Konflikten in Europa und dem Rest der Welt, und den ganzen HRR Sonderregeln verschont. Es geht in erster Linie darum sich mit sich selbst zu beschäftigen und ein blühendes Reich zu erschaffen.
Für so ein Spiel, oder ein Spiel ähnlich wie Tropico oder Anno würden sich die ganzen Pops und Spielmechaniken aus EU5 wunderbar eignen. Man hätte hier ein großartiges Spiel herausbringen können.
Stattdessen hat man die ganze Alte Welt mit ran gehängt und weil diese irgendwie nicht zu den Spielmechaniken passt dafür gesorgt dass die KI hirntot ist, und sich auf der Karte nichts mehr bewegt. Ich vermute dass Johan das nicht gerne hören wird, weil niemand gerne seine Zeit verschwendet, aber weniger wäre hier deutlich mehr gewesen. Um das wieder in Ordnung zu bringen muss man zu radikalen Mitteln greifen und die Verteidigungsligen ersatzlos streichen, die Eroberungs und Eingliederungskosten mindestens halbieren, die Personalunionen wieder so machen wie früher, und den Länder wieder Missionen, Ansprüche vernünftige Kriegsgründe und Events geben. Sonst wird das nichts werden, es sei denn man blendet die Alte Welt aus, und macht wie bereits erwähnt ein Colonizations Spiel daraus.
Kolonisieren mit Portugal ist auch eher ein Witz.
In 4 oder 5 gestarteten Spielen auch in einem MP mit Kastilien (in dem 16xx immer noch ein Rest-Aragon besteht, weil die Integration 200 Jahre dauern wird) kommt es zu der Situation, dass du bis zur Elfenbeinküste runter kolonisieren kannst mit wenigen Pops pro Monat und plötzlich taucht der Kirchenstaat auf und spammt Kolonien in einer unglaublichen Geschwindigkeit.
Spiele mit Brabant sind schön, bis du Holland hast und der Engländer angreift oder du merkst, dass Flandern ein französischer Vasall ist und dir 400K Aufgebote gegenüberstehen, wenn du Belgien gründen willst.
Als Osmane hast du ein wildes Ägypten südlich von dir, welches 20 Jahre nach Spielstart in Ankarra steht und das zieht sich so durch.
Meiner Ansicht nach kannst du bedingt durch die Startsituation eigentlich nur Frankreich, Kirchenstaat oder Ägypten spielen, vielleicht mit Abzügen noch England, wenn du es schaffst, dass Frankreich dich nicht mehr als Rivale ansieht wenn es bedingt durch sein Einkommen 100 Jahre nach Spielstart eine 5 mal größere Flotte aus den Werften zimmern kann.
Kolonisieren mit Portugal ist auch eher ein Witz.
In 4 oder 5 gestarteten Spielen auch in einem MP mit Kastilien (in dem 16xx immer noch ein Rest-Aragon besteht, weil die Integration 200 Jahre dauern wird) kommt es zu der Situation, dass du bis zur Elfenbeinküste runter kolonisieren kannst mit wenigen Pops pro Monat und plötzlich taucht der Kirchenstaat auf und spammt Kolonien in einer unglaublichen Geschwindigkeit.
Spiele mit Brabant sind schön, bis du Holland hast und der Engländer angreift oder du merkst, dass Flandern ein französischer Vasall ist und dir 400K Aufgebote gegenüberstehen, wenn du Belgien gründen willst.
Als Osmane hast du ein wildes Ägypten südlich von dir, welches 20 Jahre nach Spielstart in Ankarra steht und das zieht sich so durch.
Meiner Ansicht nach kannst du bedingt durch die Startsituation eigentlich nur Frankreich, Kirchenstaat oder Ägypten spielen, vielleicht mit Abzügen noch England, wenn du es schaffst, dass Frankreich dich nicht mehr als Rivale ansieht wenn es bedingt durch sein Einkommen 100 Jahre nach Spielstart eine 5 mal größere Flotte aus den Werften zimmern kann.
Dann haben wir in unserem Spiel als wohl sehr viel Glück gehabt.
Der Kirchenstaat kam erst recht nah am Ende zum Kolonisieren dazu und siedelt jetzt fleißig in Südafrika rum, während wir 90% von Amerika haben.
England hat sich gegen Frankreich gehalten und hat immer noch Besitzungen auf dem Kontinent. Ägypten ist eine mittelmacht (bedingt durch einen kurzen Bug, der die Kontrolle in ganz Ägypten auf 0 setzte...) und Die Osmanen besitzen immerhin ganz Griechenland und Anatolien.
Was uns stört ist, dass die Mächtigsten Nationen alle in Indien und CHina sitzen. Nur zwei Europäer (Böhmen und wir) sind Großmächte.
AG_Wittmann
11.12.25, 22:50
Ähnlich auch bei mir, kann ja mal morgen die Rangliste, soweit Sachsen die entsprechenden Länder kennt, auflisten.
Da hats bei mir Indonesien ganz vorn und Japan schlägt sich auch nicht schlecht, die haben in Nordamerika, ich glaub, ungefähr wo der Staat Washington ist, eine Kolonie, kann aber auch nördlicher sein, bin mir jetzt nicht ganz sicher. Angeblich gibt es für Nordamerika ein Event mit schiffsbrüchigen Japanern, wo diese dann eine Dynastie gründen können.
Was uns stört ist, dass die Mächtigsten Nationen alle in Indien und CHina sitzen. Nur zwei Europäer (Böhmen und wir) sind Großmächte.
Das wäre aber historisch korrekt. Bis ins 17. Jahrhundert sollte das auch so bleiben.
Hmmm,
jetzt haben wir doch einen Bug gefunden der ein Problem für uns darstellt:
https://i.imgur.com/rYxpVzq.jpeg
Wir können keinen Krieg mehr erklären, weil ein Bürgerkrieg droht.
DUmmerweise droht der schon ne ganze Weile aber die Feiglinge trauen sich nciht ihn vom Zaun zu brechen... was nun?
https://i.imgur.com/tzn12dN.jpeg
Rebellen reduzieren durch Kabinettsaktion...oder die zwei Kriege beenden, dann triggert die Rebellion.
Einfach die Armee in die Provinzen stellen, in denen die Rebellen sind. Das kann man von Hand machen (Rebellenbewegung im Outliner anklicken, dann werden die Provinzen entsprechend eingefärbt) oder sein stehendes Heer auf Rebellen jagen stellen, dann macht es das automatisch. Nach kurzer Zeit der Armee in der jeweiligen Provinz verschwindet die Rebellenbewegung vollständig. Da reichen auch kleinere/gesplittete Truppenkontigente für den Effekt.
Hmmm,
jetzt haben wir doch einen Bug gefunden der ein Problem für uns darstellt:
[...]Sieht für mich weniger nach einem Bug als nach einer Designentscheidung aus?
Hatte ich das in Wittmanns AAR richtig gelesen, dass es in dem Spiel Eisenbahn gibt? :eek:
AG_Wittmann
12.12.25, 14:26
Naja, Schienenwege gibt es, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das schon als Eisenbahn im heutigen Sinne betrachten soll.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rad-Schiene-System
Sieht für mich weniger nach einem Bug als nach einer Designentscheidung aus?
Tatsächlich, die Rebellen kamen, nachdem wir Frieden geshclossen hatten. Wie rücksichtsvoll von Ihnen.
Einen echten Bug haben wir jedoch schon.
Wir wollten 1124 Overseas trading posts gleichzeitig in Auftrag geben...
Da ist dann das Spiel in die Knie gegangen :D
Edit: nach 5 Minuten lief EU V wieder weiter oO
https://i.imgur.com/h2oK2ua.png
Wir haben zu viel Geld
Naja, Schienenwege gibt es, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das schon als Eisenbahn im heutigen Sinne betrachten soll.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rad-Schiene-SystemUnd die sind lokal, also für Minen eingesetzt worden, nicht als Überlandstrecken von Provinz zu Provinz. :rolleyes:
Tatsächlich, die Rebellen kamen, nachdem wir Frieden geshclossen hatten. Wie rücksichtsvoll von Ihnen.
Einen echten Bug haben wir jedoch schon.
Wir wollten 1124 Overseas trading posts gleichzeitig in Auftrag geben...
Da ist dann das Spiel in die Knie gegangen :D
Edit: nach 5 Minuten lief EU V wieder weiter oO
https://i.imgur.com/h2oK2ua.png
Wir haben zu viel Geld
Die Rebellen sind im Spiel lediglich dazu da den Spieler zu nerven in dem man in endlose sinnlose Kriege der Verbündeten hinein gezogen wird. Ich habe am Anfang auch versucht sie zu unterdrücken, es irgendwann aber aufgegeben weil klar war das die Rebellion der Lothringer so oder so kommt. Dann kam sie und mein Verbündeter Frankreich und ich haben sie innerhalb kürzester Zeit niedergeschlagen wodurch sich mein Einkommen verbessert hat. Eigentlich macht es gar keinen Sinn die Rebellen zu unterdrücken. Selbst wenn ich meine Armee komplett auflösen würde, würden meine Verbündeten die Rebellen bekämpfen und da diese zahlenmäßig ein Witz sind, haben sie nicht die geringste Chance.
Tja ansonsten, muss ich leider sagen dass auch diese Runde dem ersten Spiel ähnelt. Die Ki ist aggressiver und hat etwas stärker expandiert, aber es gibt keinerlei dynamische Bündniswechsel. Ich kämpfe seit 400 Jahren gegen Böhmen und werde nochmal 100 Jahre gegen Böhmen kämpfen. Es ist einfach nur ätzend, wenn man sich im 18. Jahrhundert noch mit Böhmen um Teile Norddeutschlands kloppen muss, weil Böhmen total OP ist, und von der ganzen Welt und den ganzen Spielmechaniken brutal unterstützt wird. Ich dachte das ich nachdem Böhmen endlich die Liga verlassen hat, endlich Böhmen direkt angreifen kann. Unterstützt wurde ich von Frankreich, Polen und einem starken Herzogtum Hannover. Wir hatten ungefähr eine Überlegenheit von 1 zu 3. Dummerweise habe ich mir jedoch als Kriegsgrund nicht die kleinste böhmische Provinz sondern eine Große Provinz mit vielen Bastionen ausgesucht. Ich habe es nicht geschafft alle Festungen einzunehmen bis mir die Manpower knapp wurde und musste nach Anfangserfolgen gegen die böhmischen Verbündeten einen Pattfrieden schließen. Ein unrühmlichen Anteil hatte daran mal wieder Österreich und der Rest des Reiches die mir in den Rücken gefallen sind, anstatt den schlimmsten Feind des Reiches, die Böhmen zu bekämpfen.
Danach hat Böhmen meinen Verbündeten Hannover angegriffen. Da ich ohne Polen und Frankreich kämpfen musste, bin ich völlig ausgeblutet, bis ein Pattfrieden erreicht werden konnte. Dann hat Litauen, den Kiewern den Krieg erklärt und mich in den Krieg hineingezogen und die Böhmen haben sich natürlich daran auf der gegnerischen Seite beteiligt. Litauen hat verloren und ich war froh dass ich nur eine wertlose Provinz im Norden abtreten musste. Dann kommt nach fast 30 Jahren ununterbrochen Krieg endlich meine Chance. Ein starkes Verona greift mit Ungarn und Hannover die Oberbayern und damit auch Böhmen an. Ich ziehe daraufhin mit Litauen, Frankreich und Polen in den Krieg gegen Brandenburg, weil ein direkter Angriff auf Böhmen, wegen neuer Bündnisse nicht möglich ist und wir sind den Böhmen zu Beginn 1 zu 5, teilweise nach Anfangserfolgen sogar 1 zu 10 überlegen. Dann stampft Böhmen eine neue Armee nach der anderen aus dem Boden und vernichtet die Französische, Polnische und Litauische Armee komplett und ich stehe alleine einer doppelt so starken böhmischen Armee gegenüber. Ich musste daraufhin dann die Belagerung Prags abbrechen und Frieden schließen. Das Ergebnis war dass ich den Böhmen gerade mal 9 Provinzen abnehmen konnte. Ich weiß ich wiederhole mich aber Böhmen ist total OP und muss dringend geschwächt werden.
Im übrigen bin ich der Meinung das Böhmen zerstört werden muss.
Edidt: Ok, jetzt reichts. Das Spiel bekommt von mir eine negative Bewertung auf Steam. Ich werde nach dem Krieg zum Kaiser gewählt. Einen Monat später erklärt Böhmen irgendeinem freien Städtereich den Krieg, und ich werde zwangsweiße gezwungen dieses Städtereich, das seit Beginn des Urknalls in jedem Krieg gegen mich kämpft, zu verteidigen. Aber nicht wie man erwarten sollte mit meinen Verbündeten sondern vollkommen alleine, damit es möglichst unfair ist. Was für ein billiger Vorwand um mich auf Kosten Böhmens fertig machen zu können. Das geht echt gar nicht. Ich habe sogar noch zufällig einem anderem Städtereich seinen Status entzogen, aber um allen 11 den Status zu entziehen, hätte ich 11 Diplomaten benötigt. So viele Diplomaten hatte ich natürlich nicht in einem Monat. Das hätte kein Spieler im ganzen Universum verhindern können, selbst wenn er das ganze kommen hätten sehen können. Was für eine ungerechte Scheiße. Streicht das HRR ersatzlos aus dem Spiel und schickt einen Inquistor nach Schweden der den Verantwortlichen den Teufel aus dem Leib treibt. Das ist doch nicht mehr normal.
Ij Schweden kann er lange suchen, der verantwortliche sitzt in Spanien
Ich glaube, ich muss mir das Spiel kaufen und einen Böhmen-AAR schreiben, bevor es zu spät ist.
Ich glaube, ich muss mir das Spiel kaufen und einen Böhmen-AAR schreiben, bevor es zu spät ist.
Nach KCD erfahrungen, hat schon jemand als Ungarn versucht Böhmen in Brand zu stecken?
Der Wahnsinn geht weiter. Nachdem Böhmen dem Freien Städtereich den Krieg erklärt hat und ich es gegen meinen Willen verteidigen musste, habe ich es einfach unverteidigt gelassen und lediglich meine eigenen Provinzen gesichert in der Hoffnung dass Böhmen lediglich die Freie Stadt annektiert und ich ungeschoren davon komme. Das hat auch geklappt, allerdings hat Böhmen die Stadt nicht annektiert sondern nur einen Pattfrieden geschlossen.
Dann wollte ich den Böhmen meinerseits den Krieg erklären, was aber nicht ging, weil ich ja einen Waffenstillstand mit Böhmen hatte und deswegen keinen Kriegsgrund gegen Böhmen auswählen konnte. Stattdessen kam mir Böhmen wieder zuvor und hat zum dritten Mal meinen Verbündeten Hannover angegriffen und klar gegen mich verloren wodurch zumindest Hannover ein paar Norddeutsche Provinzen von Böhmen erobern konnte. Das erstaunliche daran war dass ich dieses Mal einer völlig ausgewechselten böhmischen Armee gegenüber gestanden bin die fast von allein auseinander gefallen ist. Mehrere Jahre später bekam ich endlich die Gelegenheit selbst Böhmen den Krieg zu erklären. Auf dem Papier war es eine klare Sache. Ich stellte ein Viertel der Truppen, die anderen drei Viertel kamen von meinen Verbündeten Frankreich, Litauen, Polen und Hannover. Nach einem Jahr Krieg stellte ich dann fest dass die Armeen meiner Verbündeten restlos vernichtet waren weil die böhmische Armee plötzlich wieder zu einer Super Armee mutiert ist. Im direkten Kampf stellte sich heraus dass die Böhmen mir fast immer größere Verluste zufügten als ich ihnen obwohl ich zahlenmäßig überlegen war und ebenfalls Berufssoldaten und genau so gute Generäle hatte. Den Krieg habe ich trotzdem gewonnen, aber die Qualitätsunterschiede sind zum vorherigen Spiel sind schon krass. Zudem hat Böhmen für jede Schlacht ungefähr die fünffache Menge an Armeetradition erhalten obwohl sie die Schlachten verloren haben. Das ganze lässt sich nur schwer erklären. Vielleicht gibt es irgendeinen Modifer dass sie in Verteidigungskriegen viel besser kämpfen als in Angriffskriegen. Der Unterschied war auf jeden Fall deutlich.
Was mich wirklich ärgert ist dass das Spiel meinen freien Willen beschneidet und mich wie einen Vasallen behandelt. Ich kann den Kaisertitel nicht ablehnen und nicht verhindern das ich gewählt werde und Böhmen wählt, wie könnte es anders sein natürlich mich. Ist ja auch logisch, wir kämpfen ja erst seit 400 Jahre gegeneinander. Ich bekomme allen Ernstes für die Wahl von Böhmen einen Bonus weil ich der dominante Player im Reich bin. Die Hannoveraner wollen sie nicht wählen weil sie diese rivalisiert haben. Aber mich haben sie nicht rivalisiert, obwohl ich sie selbst zum Rivalen ausgewählt habe. Wenn ich mir die Diplo Karte anschaue, ist bis auf Böhmen und Kiew (Verbündeter Böhmens) alles grün, weil mich alle lieben. Das hindert die freien Städte und Länder wie Österreich aber nicht mir in den Rücken zu fallen wenn ich Böhmen angreife und Koalitionen gegen mich zu bilden. Der letzte Eroberungskrieg den ich zu Befreiung einer schwäbischen Provinz aus österreichischen Händen geführt habe ist zwar schon 250 Jahre her, aber was solls, Hauptsache man kann Böhmen helfen.
Ich spiele natürlich trotzdem weiter. Nicht weil ich das Spiel so liebe, sondern weil Böhmen zerstört werden muss.
AG_Wittmann
14.12.25, 16:27
Die Verlierer einer Schlacht erhalten immer mehr Armeetradition.
Bei mir hat Böhmen 1790 ungefähr dieses Verhältnis an Waffengattungen in seinen größten Armeen: Infanterie 3 : Kavallerie 1 : Artillerie 2 : Nachschub 0,5.
Die haben auch ständig eine hohe Disziplin und Moral.
Sie hatten bei mir eine gleich hohe Moral. Bei der Disziplin war ich sogar leicht überlegen 31 zu 29. Ich glaube das die Böhmen so stark sind liegt unter anderem daran das sie so reich sind und ihre Truppen ununterbrochen Drillen können. Wenn sie dann noch in der Forschung vorne liegen, ist man schnell chancenlos. Ich habe mich allerdings klar auf das Militär spezialisiert und war deswegen immer qualitativ stärker als meine Verbündeten. Ich bin jetzt jetzt im Jahr 1775 und mit der militärischen Forschung so gut wie durch. Das Militär ist auf Endstufe und hat die Böhmischen Armeen ausradiert. Manche Armeen haben sich trotz gleicher Stärker und voller Moral mir sofort ergeben, die anderen haben schwerste Verluste erlitten. Der Böhme hat nicht mal mehr versucht gegen mich zu kämpfen sondern ist meinen Armeen aus dem Weg gegangen. Dann ist mir mal wieder der Österreicher und der Luxemburger und den Rücken gefallen obwohl die kein Bündnis mit Böhmen hatten, und die haben sich ebenfalls eine blutige Nase geholt.
Obwohl der Krieg super gelaufen ist und ich jede Menge Kunststücke in Prag erbeutet habe bin ich dennoch gefrustet weil es völlig unmöglich ist in der Spielzeit alle deutschen Provinzen zu befreien. Die Provinzen sind mittlerweile so gut ausgebaut und teuer dass ich nur 8 Provinzen fordern konnte. Es ist völlig unmöglich die Provinzen, die sich Böhmen im ersten Jahrhundert des Spieles direkt oder indirekt durch Vasallen einverleibt hat zu befreien weil, diese im Laufe des Spiels so teuer werden dass man fast nichts mehr fordern kann. Der Nationalismus Kriegsgrund oder wenigstens der Imperalismus Kriegsgrund könnte helfen, aber ich kann ja beide nicht auswählen weil dies aufgrund der HRR und Spielbeschränkungen unmöglich ist.
Das ist mal wieder ein weiterer Vorteil für Böhmen. Böhmen kann zu Beginn des Spieles sich viele Provinzen billig einverleiben weil diese kaum besiedelt und entwickelt sind und mich kosten die gleichen Provinzen im späteren Verlauf dann das 10 fache was eine Eroberung so gut wie unmöglich macht.
Es gibt ka genügend Beispiele von Spielern, denen eine vollständige Eroberung der deutschen Gebiete gelingt.
Ich schätze mal, die gehen eher über Vadallisierung und anschließende Annektierung.
Das geht in der Tat schneller. Länder zu Vasallen machen ist billiger und das Diplomatische Annektieren geht oft auch schneller als das Eingliedern. Allerdings muss man sich beeilen. Wenn die alle Vasall von Böhmen, Österreich oder Frankreich sind wird man nicht mehr viele finden die man zu Vasallen machen kann. Bei mir war nach den ersten Hundert Jahren kaum noch etwas übrig das es zu verteilen gab weil sich Böhmen und Frankreich das meiste geholt haben und ich konnte mir zu Beginn auch nicht gleichzeitig 10 Vasallen leisten, da hierfür die Diplo Kapazität fehlte und jeder zusätzliche Vasall eine Eingliederung erschwert.
Außerdem fühlt es sich falsch an, wenn man alles und jeden zum Vasallen macht. So ist das in echt nicht gewesen.
Der einfachste Weg ist wahrscheinlich wenn man gleich zu Beginn ein starkes Land wie Österreich spielt und sich mit den Niederbayern und Sachsen verbündet damit Böhmen nicht expandieren kann. Und selbst möglichst viele zu Vasallen macht. Aber ich habe nun mal nicht Österreich gespielt und nach Hundert Jahren gab es keine kleinen Länder mehr die man hätte verteilen können. Gegen Würzburg musste ich mehrere Kriege führen bis sie so klein waren das ich sie zum Vasallen machen konnte. Dann hat Frankreich den Müsteranern den Krieg erklärt, und mich in den Krieg hineingezogen. Weil Würzburg nicht nur mein Vasall war, sondern auch Liga Mitglied der Protestantischen Union, musste ich gegen meinen eigenen Vasallen kämpfen, mit dem Ergebnis das Frankreich, sich Teile meines Vasallen einverleibt und andere Teile von Würzburg in die Unabhängigkeit entlassen hat. Bei solchen Spielmechaniken kommt echt Freude auf.
Wir müssen uns immerwieder über unser eines SPiel freuen das wir bisher gespielt haben freuen.
Hier ist das HRR in 1650 in unserem Portugal spiel.
Irgendwie alles halbwegs erträglich :)
https://i.imgur.com/jaGTJuO.jpeg
[B@W] Abominus
15.12.25, 17:04
Was? Frankreich existiert noch???
https://www.youtube.com/watch?v=WAw-G8G07ew
AG_Wittmann
15.12.25, 17:55
https://www.youtube.com/watch?v=KVwQHebuNYI
Sieht so aus, als wäre Böhmen das ideale Startland im Reich. Was kann schon schiefgehen?
Was man auf der Karte leider nicht sieht, sind die Vasallen von Böhmen.
Im Spiel sind bei mir übrigens jetzt Revolutionen ausgebrochen. Das war beim letzten Mal nicht der Fall. Ich habe mich dagegen entschieden. Bislang kam die Katastrophe nicht, allerdings sind bei allen Vasallen von mir Revolutionen ausgebrochen wodurch ich die Vasallen verloren habe. Ich kann sie nicht mal angreifen, weil irgendein Austands Modifer verhindert dass ich sie angreifen kann. Stattdessen kann ich meine Revolutionären Nachbarn angreifen, die nicht meine Vasallen sind. Das kostet aber 4 K Geld und 5 Stabilität und ich habe keine Ahnung ob ich die anschließend erobern kann oder nur die Regierungsform ändern kann. Wenn letzteres der Fall ist, würde ein Angriff wenig Sinn ergeben.
Wie auch immer, ich habe mich entschieden stattdessen den 8 schwäbisch-böhmischen Krieg zu beginnen und es war ein Gemetzel. Anstatt einem Verlustverhältnis von 1 zu 10, gab es nun ein Verlustverhältnis von 1 zu 200 zu meinen Gunsten. Ich gebe zu das ich nochmal irgendwelche Armee Doktrinen erforscht habe. Wie auch immer, ich dachte das ich wieder nur 7 Provinzen erhalte, dann stellte ich aber fest das ich mit längerem Warten mehr fordern kann. Also habe ich gewartet und gewartet bis der Ticker auf 90 war. Ich konnte zwar immer noch verhältnismäßig wenig fordern weil ich keinen vernünftigen Kriegsgrund auswählen kann, aber immerhin hat es dann ungefähr für das doppelte gereicht. Um den Markt von Prag zu verlegen hätte ich 100 Kriegspunkte gebraucht, während die Eroberung von Prag mit 20 Punkten deutlich günstiger gewesen wäre. Das muss sich mal wieder ein Genie ausgedacht haben. Wenigstens sind sie jetzt aus Westdeutschland draußen und ich habe Pilsen erobert um ein Sprungbrett nach Prag zu haben. Da ich noch 40 Jahre zu spielen habe könnte ich es vielleicht doch noch schaffen Brandenburg und Sachsen zu befreien, aber für die Gründung Deutschlands werde ich wohl nicht genügend Provinzen zusammen bekommen.
Wie das jetzt mit der Revolution funktioniert habe ich noch nicht durchschaut. Bringt es irgendwelche Vorteile wenn man Revolutionär ist? Kann ich dann leichter Böhmen erobern oder geht wenn die Böhmen ebenfalls Repuplik werden dann gar nichts mehr?
Und was passiert eigentlich wenn die Revolutionskatastrophe triggert?
Die gute Nachricht ist das man durch die Revolutionen einen Kriegsgrund gegen Revolutionäre Länder oder nicht revolutionäre Länder erhält, je nachdem für was man sich entscheidet der einen -75 Prozent für Eroberung bringt. Die schlechte Nachricht ist das sich bei mir bislang nur die kleinen Nachbarländer, nicht jedoch Böhmen für die Revolution entschieden haben. Ich musste daher mal wieder mit dem gewöhnlichen Kriegsgrund gegen Böhmen in den Krieg ziehen. Zum Glück saß diese Mal jedoch der Böhme auf dem Kaiserthron, so konnte ich wenigstens das Reich verlassen und mein eigenes Königreich gründen. Die Böhmen aus dem Reich schmeißen geht ja leider nicht, weil die Entwickler vergessen haben eine Kleindeutsche Lösung einzubauen.
Anschließend wollte ich mir einen Imperalismus Kriegsgrund gegen Böhmen holen da der nur die Hälfte der Eroberungskosten kostet. Ärgernis Nr. 1, es geht nicht während der Waffenstillstand läuft. Ärgernis Nr. 2, Böhmen hat natürlich meine Agenten vor dem Ablauf des Waffenstillstands geschnappt, weswegen ich nicht mehr die erforderlichen 20 Agenten zusammen kriege. Ärgernis Nr. 3 man bekommt den Kriegsgrund nicht sofort, sondern erst nach 2,5 Jahren weil der Kriegsgrund erst begründet werden muss. Echt super, wie einem hier immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.
Im übrigen bin ich der Meinung das Böhmen zerstört werden muss.
Patch 1.10 ist live gegangen.
Hier die patch notes:
https://forum.paradoxplaza.com/forum/developer-diary/patch-1-0-10-is-live-now-tinto-talk-92.1889614/
Das erste was wir merken ist, dass die KI erstmal einen Haufen neue Märkte gegründet hat.
Wir haben gerade Karthago wieder gegründet :)
https://i.imgur.com/YmelgEt.jpeg
Wir arbeiten derzeit daran, das westliche Mittelmeer zum Karthargischen Haussee zu machen.
https://i.imgur.com/WYRt2Gx.jpeg
Wir sind (natürlich für uns) auch beim Kolonisieren dabei und haben als erste Nation Kolonien in der Karibik gegründet.
Kastillen und der Papst sind natürlich fleißig dabei in Afrika zu kolonisieren.
Den Papst nutzen wir übrigens als Forschungspunktelieferant. Wir haben bei ihm ein Spion im Dauerauftrag, und immer wenn die Zeit soweit ist, holen wir uns ein paar Forschungspunkte ab.
Wie nett. Da lebten zwar zu dieser Zeit keine Karthager mehr, weil die bekanntlich von den Römern in die Sklaverei verschleppt und als Volk ausgelöscht wurden, aber auf der Karte sieht es gut aus. Ich vermute das man auch von Neapel aus einen guten Start hat. Hauptsache man ist nicht im Reich, es sei denn man ist Böhmen.
Den Imperialismus Kriegsgrund gegen Böhmen habe ich erhalten. Anschließend habe ich festgestellt dass ich nicht nur eine Provinz oder Region, sondern wirklich ganz Böhmen erobern muss damit der Ticker nicht gegen mich läuft. Das war bei einem so großen Land natürlich nicht möglich, der Ticker war daher sehr schnell auf -25 Prozent. Dann hat der Ticker aber gestoppt und ich konnte genug erobern um anschließend Forderungen schließen zu können. Die Böhmische Armee hat sich dieses Mal gut geschlagen, ist mittlerweile aber zahlenmäßig unterlegen.
Was mich mal wieder geärgert hat ist das mal wieder alle meine Nachbarn, die nicht in meinem Bündnis sind, gegen mich in den Krieg gezogen sind, sogar mein Verbündeter Hannover. NOrmalerweise hätte ich diese gleich zu Beginn in den Krieg gezogen, das ging aber nicht weil sie selbst einen Krieg geführt haben. Also habe ich es gelassen, und nachdem sie Frieden geschlossen haben, haben sich sich nicht etwa mir sondern meinen Feinden angeschlossen, weil ich ja so so böse bin und ihnen nur ständig geholfen habe. Zudem war ein Teil Böhmens von böhmischen Revolutionären besetzt. Denn konnte ich gar nicht erobern. Was natürlich nicht im Sinne der Sache ist weil der Ticker läuft.
Montesquieu
18.12.25, 16:00
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123456789
Ein Tip zum kolonisieren:
Wer Brazilien kolonisieren möchte, sollte darauf achten, fort frühst möglich eine Kolonie hinzzusetzen, da anfangs die Kolonien dort für h die Höhe Einwohnerzahl sehr lange brauchen.
Wenn man nämlich zuerst in der Karibik kolonisiert kann es sein, dass die Große Seuche sich nicht durch ganz Amerika frisst und dadurch Südamerika ungeschoren davon kommt.
Hunderttausende Einwohner machen das kolonisieren natürlich kompliziert.
AG_Wittmann
18.12.25, 18:10
Tzz, Tipps für Genozide geben ... manche Dinge ändern sich nicht in Paradox-Spielen ...
Sind letztendlich nur 0en und 1en ...
Sind letztendlich nur 0en und 1en ...
Jaja. Die Entmenschlichung steht immer am Anfang!
Das wir gerade bei Thema sind, ich kann nicht gezielt Tschechen umsiedeln sondern nur alle Pops einer Provinz. Das ist in gemischten Provinzen natürlich nicht in meinem Sinn und bei anderen Provinzen frage ich mich ob das Kultur ändern nicht sinnvoller ist.
Die Revolutionen haben etwas Pep und Chaos in das Spiel gebracht und neue Gelegenheiten. Allerdings kommen sie zu spät. Wie bereits schon mal erwähnt, haben sich meine Vasallen plötzlich verabschiedet und ich konnte sie nicht angreifen oder zurück erobern. Dann gab es nach 15 Jahren plötzlich eine Rückeroberungsmöglichkeit für Lothringen die ich sofort genutzt habe und alle paar Jahre ist dann dort ein Aufstandskrieg ausgebrochen, der lächerlich war, weil die Rebellen nicht mal Festungen hatten und ich lediglich mit der Armee über die Provinzen rüber rutschen musste um den Krieg wieder zu beenden. Bei den ganzen KI Ländern sind auch Kriege ausgebrochen und ich wurde plötzlich gefragt ob ich Toggenburg den Krieg erklären möchte. Das habe ich getan, und war dann plötzlich mit Böhmen im Krieg, was ein Glücksfall war, da mein Waffenstillstand mit Böhmen sonst nicht mehr vor Spielende abgelaufen wäre. So konnte ich noch Schlesien und Teile Nordböhmens erobern, aber natürlich nicht mehr eingliedern. Am Ende hatte ich 20 Mio Einwohner und Böhmen hatte 4 Mio. Frankreich war mit 65 Mio der größte Player, was angesichts der unfairen Startbedingungen jedoch kein Wunder ist.
Ich hatte wegen Böhmen einfach keine Zeit mich auch noch um Frankreich oder andere Staaten zu kümmern, sondern habe bis auf die Anfangskriege fast nur gegen Böhmen und seine Verbündeten gekämpft. Das Osmanische Reich hat Byzanz und den orthodoxen Glauben übernommen und Ungarn war mit 26 Mio ebenfalls etwas überpowert, was mich jetzt aber gestört hat, da sie sich aus dem Reich heraus gehalten haben.
Das Problem Nr. 1 ist und bleibt Böhmen. Paradox hat den bestmöglichsten Spielstart für Böhmen gewählt. Selbst ein Start vor der Schlacht auf dem Marchfeld, als Böhmen große Teile Österreichs kontrolliert hat wäre wahrscheinlich besser weil damals das Reich vereint gegen Böhmen gekämpft hat und die Bündnisse in diesem Spiel bis zum Spielende halten, was Böhmen sicherlich nicht überleben würde. Meiner Meinung nach sollte man den Spielstart um Hundert Jahre vorverlegen. Da stellten die Staufer den Kaiser und die Welfen waren geschlagen. Sie waren König von Sizilien, Herzog von Schwaben, kontrollierten zahlreiche weitere Teile des Reiches bis Goslar, darunter auch Plauen Eger, Frankfurt, Aachen, Koblenz und Nürnberg, die eindeutig fortschrittlichste Nation mit der ersten Universität in Sizilien, und sie hatten ein Bündnis mit Frankreich während Böhmen nur ein Herzogtum von vielen waren und weder Schlesien noch irgendwelche Vasallen im Reich kontrolliert hat. Das wäre mal ein gute Spielstart. Ich würde Böhmen innerhalb von Hundert Jahren platt machen und anschließend mich durch Italien fressen bis ich ganz Europa erobere.
Das Problem Nr. 2 ist die Wirtschaftsmechanik. Dadurch das man durch das Investieren immer reicher wird, kommt es zu einem Zinses Zins Effekt der natürlich klar für Böhmen arbeitet, weil diese gleich zu Beginn die größte Entwicklung und Einnahmen im Reich haben und daher das meiste investieren können. Es empfielt sich daher beim ersten Sieg über Böhmen auf Kriegsreparationen zu bestehen, da man mit den erhaltenen Geldzahlungen seine eigene Wirtschaft viel stärker pushen kann als man es jemals durch die Eroberung von einer Handvoll Provinzen könnte.
Problem Nr. 3 ist dass Böhmen beim Start nicht nur die Lausitz und Schlesien erhält, was wenige Jahre zuvor noch nicht der Fall gewesen währe, sondern auch noch dank der Personal Union mit Luxemburg zahlreiche Vasallen im Reich. Die Entwickler hätten die Vasallen auch Luxemburg angliedern oder die Böhmen zu einem Juniorpartner von Luxemburg machen können da der Luxemburger als Kaiser die Böhmen regierte, haben sie aber nicht. Sie haben Böhmen maximal gestärkt. Nur ein Jahr vor Spielstart, hätte Böhmen ohne Schlesien starten müssen.
Problem Nr. 4 ist dass die religiösen Aufstände völlig falsch dargestellt werden. Im Spiel wird so getan, als hätte Österreich und Niederbayern einen Eroberungskrieg gegen Böhmen geführt. Das ist natürlich völliger Unsinn. In echt regierten die Habsburger bereits Böhmen als sich die Hussiten erhoben und ihren Habsburgischen König vertreiben wollten. Ein anderer Böhmischer König, hätte als Katholik genau das gleiche Problem gehabt, und ebenfalls beim Kirchenstaat um Kreuzritter betteln müssen. Doch anstatt das vernünftig darzustellen und über Böhmen eine massive Katastrophe herein brechen zu lassen die das Land teilt, wirtschaftlich erschüttert und bei der die Kreuzritter als ohne Land Fraktion in Böhmen einfallen, hat man den Böhmen einen Eroberungskriegsgrund gegen Niederbayern und Österreich gegeben. Für mich nicht nachvollziehbar. Beim 30 jährigen Krieg ist es genau das selbe. Wieder regierte ein Habsburger der Katholik war. Und wieder wollten die Böhmen diesen loswerden weil sie einen anderen Glauben hatten. Doch im Spiel gibt es keine Katastrophe für Böhmen, obwohl der böhmische Herrscher bei mir weiterhin Katholik war. Im Gegenteil, er war danach in der katholischen Liga, und wurde von großen Teilen des Reiches verteidigt. Von einer aufständischen Bevölkerung war weit und breit nichts zu sehen obwohl die Protestantisch waren dabei hätten die doch einen Gegenkönig wählen und von Frankreich und Schweden unterstützt werden müssen. Da der Anführer der gegnerischen Liga in diesem Spiel mit Böhmen scheinbar stets befreundet ist, haben die beiden Ligen natürlich nie Krieg gegeneinander geführt, sondern mich lediglich am Expandieren gehindert. Irreführend und falscher kann ein Geschichtsverlauf nicht sein.
Problem Nr. 5 ist das Böhmen, als einziges Land im Reich ein Königreich ist, und daher als einzige den Imperalismus Kriegsgrund auswählen können, während alle Deutschen Staaten nur Herzogtümer oder Grafschaften sind und dies nicht können. Eine klare Benachteiligung der deutschen Seite, die man wohl absichtlich eingebaut hat, da es hierfür keinerlei historische Begründung gibt. Böhmen war zwar, nachdem Schwaben das Königreich Neapel verloren hat das einzige Königreich, aber jeder deutscher Staat hätte theoretisch ein Königreich gründen können. Hat ja, Preussen auch gemacht. Abgesehen davon gibt es keine vernünftige Erklärung dafür warum man als Herzogtum nicht die gleichen Kriegsgründe wählen können sollte, wie ein Königreich.
Problem Nr. 6 ist der Nationalismus Kriegsgrund. Wenn Böhmen durch irgendetwas geteilt wird ,bsp. durch eine Revolution, kann es neben dem Revolutionsgrund auch noch den Nationalismus Kriegsgrund auswählen, weil es dort bis auf die Schlesier und die Mährer nur Tschehen gibt. Aber die deutschen Staaten können das nicht, weil es viel zu viele Kulturen gibt, und man bescheuerte weise nur einen Kriegsgrund erhält, wenn es zwei schwäbische, zwei Rheinalamnische, oder zwei fränkische etz. Staaten gibt. Das benachteiligt natürlich alle Deutschen. Abgesehen davon spielt es keine Rolle mehr wer eine Provinz besetzt. Ich kann feindliche Staaten die Provinzen mit meiner Kultur besetzen nicht wegen Nationalismus den Krieg erklären weil diese eine andere Kultur haben. Wer denkt sich nur so einen Unsinn aus. Da wäre es besser gewesen man hätte den Kriegsgrund ganz weg gelassen als so einen Unfug ins Spiel einzubauen.
Problem Nr. 7, ist die Diplokapazität von Böhmen. Böhmen kann sich aufgrund seines Reichtums viel mehr Diplomaten zu Beginn leisten wie alle anderen, weswegen es viel leichter expandieren und Vasallen halten kann. Das ist natürlich unfair und das es sich um andere Kulturen, also um wirklich andere Kulturen und nicht nur um andere Mundarten handelt, für mich nicht nachvollziehbar. Normalerweise müsste es für Böhmen einen fetten Malus für jeden deutschen Vasallen geben, weil diese eine feindliche Kultur haben, und umgekehrt müssten auch alle Deutschen für Französische Vasallen oder umgekehrt einen fetten Malus bekommen.
Problem Nr. 8. Die vielen Kulturen benachteiligen Deutschland und stärken Böhmen da diese nur eine Kultur und Schlesien und Mähren als Kultur haben. Warum macht denen nicht das Leben durch einen fetten Kultur Malus für Deutsche Kulturen das Leben schwer, oder erfindet einfach neue Kulturen wie Nordböhmen oder Südböhmen. Im Deutschland hatte man doch auch kein Problem Kulturen zu erfinden. Zu dem Zeitpunkt wo das Spiel startet gab es viele der im Spiel vorhanden Kulturen noch gar nicht, aber man hat sie trotzdem eingeführt um Deutschland zu schwächen.
Problem Nr. 9 Die Ligen dauern viel zu lange und die Bündnisse halten ewig. All das begünstigt Böhmen, weil es natürlich mit der besten Ausgangsposition startet.
Problem Nr. 10. Frankreich ist viel zu stark und Burgund und England viel zu schwach. Auch das ist schlecht für Deutschland. Ich habe zwar ein Bündnis mit Frankreich geschlossen und dieses genutzt um gegen Böhmen zu kämpfen, aber der blaue Blog hat die ganzen Nachteile des Reiches nicht und ist klar im Vorteil. Wieso wurde Frankreich noch nie in einem Paradox Spiel geschwächt. Es tritt gefühlt immer das Reich.
Problem Nr. 11. Ist das stehende Heer. Böhmen profitiert hiervon weil es sich dank seines Reichtums eine große Armee leisten und diese drillen kann. Dadurch sind die böhmischen Armeen bis in die zweite Hälfte des Spiels fast unschlagbar, was historisch völliger Unsinn ist weil Böhmen jeden Krieg gegen die Habsburger verloren hat, und die Habsburger sonst alle Kriege verloren haben. Nicht der reichste hat die besten Armeen, sondern das kriegerischste Volk und kriegerisch wird man nicht wenn man Reich wird. Das Gegenteil ist der Fall. Die karhargischen Händler waren reicher als Rom und kämpften daher nicht selber, sondern bezahlten Söldner, mit dem Ergebnis dass sie gegen die Bauern der Römer die als Legionäre kämpften und viel opferbereiter waren verloren. Sie gingen unter als sie aufhörten selbst zu kämpfen und germanische Söldner bezahlten. Auch in der Spielepoche war das nicht anders. Böhmen und Burgund haben sich nicht durchgesetzt und die Epoche überlebt, sondern das deutliche ärmere Brandenburg-Preussen. Die italienische Städte wiederum waren viel reicher als ihre französischen und deutschen Nachbarn und wurde trotzdem jahrhundertlang von Spaniern, Franzosen und Deutschen beherrscht, weil sie Söldner bezahlten anstatt selbst zu kämpfen. Reichtum gewinnt keine Kriege.
Problem Nr. 12 Man sammelt als deutscher Spieler viel zu viel Antagonismus und wird nicht als Befreier gesehen sondern als Eroberer. Das ist ebenfalls völlig ahistorischer Quatsch. Wenn ich gegen Böhmen vorgehen, fallen mir alle in den Rücken, umgekehrt unternimmt fast niemand was gegen Böhmen. Wieder so ein Ding das Böhmen bevorzugt und mich benachteiligt.
Problem Nr. 13. Dem Spiel fehlen Events bzw. ernsthafte Auftstände. Die Schweizer und den Vereinigten Niederlande haben sich vehement gegen ihre Nachbarländer verteidigt. Aber im Spiel sehe ich nichts davon. Böhmen kann die Schweiz besetzen, und es passiert gar nichts. Das ist natürlich völlig unglaubwürdig. Ich bin mir auch sicher dass sich die Bayrische Bevölkerung über kurz oder lang gegen den böhmischen König erhoben hätte, aber auch hier passiert nichts was natürlich ein weiterer Vorteil für Böhmen ist.
Problem Nr. 14. Ich kann zwar das Reich verlassen, wenn ich einen Krieg gegen den Kaiser gewinne, aber ich kann nicht verhindern das ich zum Kaiser gewählt werde und somit oft nicht das Reich verlassen. Zudem kann ich nicht wie Preussen, meinen größten Konkurrenten aus dem Reich werfen und eine kleindeutsche Lösung anstreben, weil man im Spiel keine kleindeutsche Lösung eingebaut hat. Das führt natürlich dazu dass man als deutscher Spieler mit den ganzen Nachteilen leben muss, während man ansonsten die Böhmen einfach aus dem Reich werfen könnte und damit ein Problem weniger hätte.
Ist schon krass was die Versklavungsfähigkeit der Islamischen Länder anrichten kann.
Jeder Krieg mit Kastillien, indem wir in das Innere des Landes vorestoßen sorgt für einen merklichen Rückgang der Bevölkerung..
https://i.imgur.com/dOqISAP.jpeg
Gamingkrabe hat auf Youtube ein Video veröffentlicht das meine Meinung bestätigt das Frankreich und Böhmen total OP sind. Bei ihm wurde das Reich innerhalb von 150 Jahren zwischen Böhmen und Frankreich aufgeteilt und das bestätigen wohl auch viele Spieler so. Ich habe das Game mal im Zuschauermodus gestartet und bis 1417 laufen lassen. Das Ergebnis war das Österreich nach 20 Jahren nicht mehr auf der Karte war, weil es durch seine Nachbarn annektiert wurde. Frankreich hat 40 Jahre gebraucht um bis nach Freiburg im Breisgau vorzustoßen. Württemberg hat sich erstaunlich gut gehalten, und die Nachbargrafschaften übernommen, ich hätte selbst keine bessere Arbeit leisten können. Trotzdem hatte es 1380 eine gemeinsame Grenze mit Böhmen und Frankreich weil Böhmen fast ganz Bayern annektiert hat. Das Reich war zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits erledigt da die meisten Gebiete Vasallen von Frankreich oder Böhmen waren. Ungarn hat sich zudem große Teile Österreichs einverleibt und die Dänen haben Niedersachen. Das Frankreich sich nebenbei Teile der Benelux Staaten und von Spanien geholt hat versteht sich von selbst.
So gesehen kann ich richtig stolz auf mich sein, weil ich es geschafft habe die meisten Teile zu befreien, und Böhmen schwer zu schädigen. Trotzdem habe ich auf eine Wiederholung keinerlei Lust, weil jetzt schon klar ist wer das Spiel wieder dominieren wird und ich keinen Bock habe 500 Jahre lang gegen Böhmen und Frankreich zu kämpfen.
Die Spielerzahlen sind seit dem Relaise stark eingebrochen. CK 3 wird mittlerweile mehr gespielt als EU 5, was mich persönlich nicht wundert weil es das bessere Spiel ist. Gamingkrabe vermutet dass es daran liegen könnte das der Spielverlauf nicht mehr historisch ist und dies manche Spieler stört. Ich halte das jedoch für Unsinn. Der Ahistorische Verlauf ist nicht das Problem. Das Problem ist dass immer die gleichen Länder dominieren, und die Spielbalance völlig im Eimer ist. Die Enwickler wollten ganz offensichtlich ein Spiel in dem immer Frankreich, Böhmen und Ungarn gewinnen und alle anderen europäischen Staaten stark benachteiligt werden.
Ich habe probeweise mal mehrere Länder zum Spielstart geladen und geschaut mit wem ich mich verbünden kann. Das Ergebnis ist eindeutig. Frankreich und Böhmen werden klar bevorzugt. Wenn ich mit Böhmen starte kann ich mich mit Österreich verbünden, aber wenn ich mit Österreich starte kann ich mich nicht mit Böhmen verbünden. Frankreich kann sich auch mit Aragon und Österreich verbünden, aber Aragon und Österreich können sich nicht miteinander verbünden und auch nicht mit England. Es ist überhaupt nicht möglich ein starkes Bündnis gegen Frankreich öder Böhmen zu schmieden, weil das Spiel dies verhindert. Östereich kann auch nicht mit Ungarn ein Bündnis schmieden, weswegen es von Ungarn annektiert wird und das allerbeste ist das Burgund schon bei Spielstart ein Vasall von Frankreich ist. Da England zudem viel weniger Bevölkerung und Vasallen als Frankreich hat ist es kein Wunder dass es von Frankreich überrannt wird.
Das Spiel ist nur darauf ausgelegt Frankreich und Böhmen einseitig zu bevorzugen und alle ihre Nachbarländer zu benachteiligen. Für mich ist das Spiel erst mal gestorben, bis sie dass ändern. Das geht so gar nicht. Ich könnte damit leben, wenn Böhmen in einem von 10 Spielen durch glückliche Zufälle ein dominanter Player ist. Hier gibt es aber keine Erbfolgekriege oder Auftstände die in irgendeiner Weise Frankreich oder Böhmen gefährlich werden und neue Mächte auf den Plan rufen könnten. Es gibt nur eine einseitige Bevorzugung dieser beiden Länder die sich durch das ganze Spiel zieht und darauf habe ich keinen Bock mehr.
Johan hat geschrieben was in seinen Augen die größten Probleme der Community sind.
https://forum.paradoxplaza.com/forum/threads/what-do-you-think-are-the-biggest-issues-right-now.1891147/
Böhmen ist nicht mit bei...
Böhmen ist auch nicht die Ursache der Krankheit die das Spiel befallen hat, sondern nur das sichtbare Symptom, genau wie Frankreich. Wenn wir das Spiel mit den gleichen Spielmechaniken 100 Jahre früher starten würden, wäre Schwaben der dominierende Player in Mitteleuropa und im Rest der Welt die Mongolen und die Böhmen hätten nicht die geringste Chance weil sie zwischen Schwaben und Mongolen innerhalb kürzester Zeit zerlegt werden würden. Jeder der sich mit Geschichte befasst weis dass sich die dominanten Player in dieser Zeit ständig abgewechselt haben, und viele Reiche noch viel schnell zerfallen sind als sie entstanden sind. Im Spiel gibt es jedoch keine Erbteilungen oder erfolgreiche Aufstände, oder nennenswerte Erbschaften, weswegen die anfängliche Lage zementiert und durch den ZinsesZins Effekt immer mehr verstärkt wird.
In CK 3 entstehen in der ersten Hälfte des Spiels ständig neue Reiche und Großmächte, weil mal der eine oder andere etwas erbt oder erobert und das ganze dann wieder durch Aufstände und Erbteilungen zerfällt. Der Spielverlauf ist dabei alles andere historisch. Aber mir macht der Spielverlauf trotzdem Spaß weil die Welt sich lebendig anfühlt und sich ständig die Gegner und die Möglichkeiten ändern. Das ganze änderte sich in der zweiten Spielhälfte wenn man durch das geänderte Erbrecht und die ganzen Zufriedenheitsboni keine Erbteilungen oder Aufstände mehr fürchten muss. Das Spiel wird dann schlicht weg und einfach langweilig.
Genau in diesem langweiligen und ätzenden Zustand startet EU 5 schon bei Spielbeginn. Wenn der Spieler nicht eingreift, wird Frankreich in Hundert von Hundert Spielen der dominierende Player in Europa, neben Böhmen sein. Wozu soll ich so was langweiliges zocken?
Um dem Spiel Leben einzuhauchen müssen Länder wieder zerfallen oder neue Reiche entstehen. Wenn in Frankreich die Dynastie ausstirbt, sollte das Spiel nicht einfach weitermachen als ob nichts passiert ist, sondern das ganze auf den Spielverlauf einen spürbaren Einfluss haben. Denkbar wäre ein Interregnium wie im HRR bei dem die Fürsten den König wählen, und der König nicht mehr Macht hat als im HRR, denkbar wäre ebenfalls das die zwei mächtigsten Fürsten im Reich einen Bürgerkrieg um die Krone austragen bei dem sich andere wie im 30 jährigen Krieg einmischen können, denkbar wäre aber auch dass die ehemaligen Verbündete die Krone für sich beanspruchen und einen Erbfolgekrieg gegeneinander ausfechten der anschließend zu veränderten Bündnissen führt und damit neue Möglichkeiten eröffnet.
Für die Spielbalance und die Abwechslung wäre es auf jeden Fall super, wenn Frankreich zerfallen, Kastillien von einer anderen Nation geerbt werden würde, oder ein Aufstand die Herrschaft der Böhmen in der Lausitz beendet. Aber von all dem sehen wir im Spiel leider nichts. Es zementiert nur und baut nur die Vorherrschaft des am Anfang bestehenden Machtblocks aus und sichert diese Herrschaft durch Ligen und Spielmechaniken ab. Selbst wenn im Spiel die Dynastie von Frankreich ausstirbt und man eine PU erhält, kann niemand Frankreich erben, weil man hierzu im Spiel der Seniorpartner in einer PU sein muss, und niemand größer ist als Frankreich. Das ist bescheuert.
Und genauso bescheuert ist es wenn Böhmen der Anführer der Katholischen Liga und damit unangreifbar für alle anderen ist, weil diese Liga fünf Mal so stark ist wie die protestantische und dann völlig unnatürlich 200 Jahre lang hält. Solche Spielmechaniken machen das ganze Spiel kaputt. Mal ganz ehrlich, die Hussitenkriege und die Reformation würden einen Super Grund bieten damit Böhmen zum Ausgestoßenen werden, und anschließend neue Bündnisse und Großmächte entstehen. Stattdessen bleibt Böhmen im Spiel Katholik und zementiert seine Vorherrschaft als Anführer der Katholischen Liga. Sorry, aber des geht überhaupt nicht und das nicht nur weil es ahistorisch ist, sondern weil solche Entscheidungen das Spiel kaputt machen. Es darf nicht sein das Allianzen über hunderte von Jahren, quasi von Anfang bis Ende halten. Das ist in Ordnung für ein Spiel wie HOI4, mit einem kleinem Zeitraum, aber für ein Spiel das 500 Jahre geht, ist es der Tod der Diplomatie und damit eines wesentlichen Eckpfeilers des Spiels.
Ich habe daher auch schon geschrieben dass die Spielmechaniken besser zu einem Spiel wie Colonization passen, wo alle mit ähnlichen Bedingungen starten und dann in Ruhe ihre Kolonien gründen und ausbauen können und ich bin anscheinend nicht der einzige der das so sieht, denn genau das gleiche hat auch ein Spieler in dem Thread von Johann geschrieben.
Problem Nr. 5 ist das Böhmen, als einziges Land im Reich ein Königreich ist, und daher als einzige den Imperalismus Kriegsgrund auswählen können, während alle Deutschen Staaten nur Herzogtümer oder Grafschaften sind und dies nicht können. Eine klare Benachteiligung der deutschen Seite, die man wohl absichtlich eingebaut hat, da es hierfür keinerlei historische Begründung gibt. Böhmen war zwar, nachdem Schwaben das Königreich Neapel verloren hat das einzige Königreich, aber jeder deutscher Staat hätte theoretisch ein Königreich gründen können. Hat ja, Preussen auch gemacht. Abgesehen davon gibt es keine vernünftige Erklärung dafür warum man als Herzogtum nicht die gleichen Kriegsgründe wählen können sollte, wie ein Königreich.
Man konnte nicht einfach ein Königtum gründen und fertig. Das sieht man doch am Beispiel Preussen: Sie mussten ein Königreich ausserhalb der Reichsgrenzen erfinden und durften sich dann auch nur König IN Preussen nennen. Im Mittelalter war der Kaiser gleich dem König von Deutschland, daher konnte er kaum einen Haufen anderer Könige gleichen Ranges ernennen. Böhmen hat dort eine Sonderrolle eingenommen als slawische Königsgründung im Römischen Reich. Die starke Stellung halte ich auch für gerechtfertigt, aber es sollte natürlich in der Balance bleiben mit dem Rest des Reiches.
Das Problem ist nicht das Böhmen ein Königreich ist. Das Problem ist dass man im Spiel benachteiligt wird wenn man kein Königreich ist und das man selbst kein Königreich gründen kann. Dafür gibt es keine historische Rechtfertigung. Frankreich, Portugal, England, Polen, Ungarn quasi alle können einen Königreich gründen oder starten schon als Königreich und können damit den Imperalismus Kriegsgrund auswählen, nur Deutsche können das nicht, wodurch sie nur halb so schnell expandieren können. Das ist nicht fair und lässt sich historisch nicht begründen. Würde es die Nachteile für Nicht Königreiche nicht geben, hätte ich überhaupt kein Problem damit das Böhmen ein Königreich ist.
In echt wurde das Reich übrigens 1806 aufgelöst und Bayern und Württemberg und andere ein Königreich. Aber das geht hier auch nicht, man kann das Reich nicht auflösen, egal wie oft man den böhmischen Kaiser besiegt.
Und die Böhmen waren auch nicht von Anfang an Königreich. Es hat den Titel erst erhalten als es größer wurde, und für Zugeständnisse gegenüber dem Kaiser. Theoretisch hätte auch jeder andere Fürst, der mächtige war als Böhmen das gleiche beanspruchen können. Die Österreicher haben es nicht getan weil sie Kaiser waren. Aber jeder andere der den böhmischen Kaiser geschlagen hätte, hätte theoretisch fordern können dass er ein König wird, und den Titel wohl auch erhalten. Wer hätte es den verhindern sollen? Die ersten Könige und Kaiser haben sich immer selbst gekrönt, weil sie den Titel nicht erben konnten.
Zum Spielstart war Böhmen bereits Erbkönigtum, offenbar auch das einzige. Ansonsten konnte man nicht einfach ein Königreich gründen, weil ja der Kaiser gleich König der deutschen Lande war. Die Herzöge von Burgund haben es versucht, beispielsweise, aber nicht geschafft, obwohl sie Territorien ausserhalb des Reichs hatten und genügend Reichtum und Macht innerhalb. Selbst die Habsburger waren "Erzherzöge", aber keine Könige. Ihr vergesst dabei, dass ein König auch von seinen Vasallen oder Konkurrenten anerkannt werden musste. Ansonsten blieb er das nicht lange und hatte ausserdem keine Legitimität. Die slawischen Könige wurden vom Papst dazu erhoben. Das, was wir hier als "Kaiserwahl" der Kurfürsten kennen, war im Mittelalter eigentlich die Königswahl. Kaiser wurde man erst durch die Salbung durch den Papst, das wurde später gleichgesetzt. Somit ergibt es auch keinen Sinn, im Reich noch Könige zu erschaffen, da musste dann Fürst oder Herzog die oberste Stufe bleiben. Böhmen hatte diese Sonderstellung, vermutlich als einziges slawisches Königreich im Reich. Das hat mit dem Spiel natürlich nichts zu tun, die Kritik kann also durchaus berechtigt sein. "Imperialismus" im Mittelalter halte ich ohnehin für bedenklich.
Die Böhmen wurden Königreich weil sich der Böhmische König zum König ernannt hat und der Kaiser dies an erkannt hat. Und warum hat er das getan? Er hat es getan weil der Böhme ihm im Gegenzug versprochen hat bei der nächsten Wahl seinen Sohn zum Kaiser zu wählen. Ich könnte von ihm genau das selbe fordern wenn ich die richtigen Argumente habe und mir mein Recht ein Königreich zu sein bsp. erkämpfen. Das es im HRR keine Könige geben darf ist kein Naturgesetz, sondern Verhandlungssache. Ein Spiel das so wenig Wert auf historische Genauigkeit legt, braucht auch in diesem Punkt nicht tun als wäre das etwas man nicht verändern kann.
Die Burgunder waren zu schwach um ein Königreich zu gründen. Das stimmt. Und die Preußen waren als sie 1701 vom österreichischen Kaiser die Erlaubnis bekamen ein Königreich zu gründen, ebenfalls noch relativ schwach. Aber sie bekamen die Erlaubnis weil sie den Kaiser und die geistlichen Stände mit Geldzahlungen bestochen haben, letztendlich ist eben alles doch nur Verhandlungssache. Seine Nachfolger nannten sich dann nach den polnischen Teilungen, also bereits vor der Auflösung des Reiches auch nicht mehr König in Preußen sondern von Preußen womit sie zu diesem Zeitpunkt das einzige Königreich im HRR waren da Böhmen schlicht weg und einfach nicht mehr existierte. Grundsätzlich war es immer und zur jeder Zeit möglich ein Königreich zu gründen, man musste nur stärker als der Kaiser sein oder ihn dazu bringen dass ganze abzusegnen. Die Möglichkeit fehlt jedoch im Spiel.
Wie bereits gesagt, wäre mir der Titel völlig egal, wenn es nicht das Problem mit dem Imperalismus geben würde. Wenn Frankreich, Böhmen oder andere Länder den Deutschen mit dem Imperalismus Kriegsgrund den Krieg erklären können sie die Provinzen für die halben Kosten erobern. Umgekehrt bekommt man aber wenn man nur mit dem Parlamentsanspruch Kriegsgrund angreift, einen 25 Prozent Malus, was dazu führt dass man nicht mal halb so viele Provinzen erobern kann wie Böhmen oder Frankreich. Das ist natürlich im höchsten Maßen ungerecht, weil Böhmen einem nach einem Sieg bsp. 20 Provinzen abknöpfen kann, man umgekehrt aber bei einem Sieg über Böhmen, selbst nur 10 Provinzen bekommt. Deutsche, Benelux Spieler, und Norditalienische Spieler müssen daher mehr als doppelt so oft Kriege gewinnen damit sie das gleiche erreichen können, wie Böhmen.
Wenn man das Reich schützen möchte, müsste man es genau umgekehrt machen und die Eroberungskosten für Frankreich und Böhmen erhöhen. Nur so haben die Deutschen Staaten eine Überlebenschance und können schneller wachsen als ihre ohnehin bevorzugten Nachbarn. Soweit möchte ich aber nicht mal gehen. Ich möchte nur faire Bedingungen. Und fair heißt für mich dass ich bei einem Sieg oder einer Niederlage nicht schlechter gestellt werden darf als Frankreich oder Böhmen.
Im übrigen kann man den Imperalismus Grund auch nicht auswählen wenn man Kaiser ist. Auch das ist unlogisch. Ich hatte 1770 als Kaiser einen höheren Rang als Frankreich oder Böhmen, konnte aber im Gegenzug zu diesen nicht den Imperalismus Grund auswählen und auch kein Königreich gründen obwohl ich bereits doppelt so stark wie Böhmen war oder das Reich verlassen oder auflösen. Das Spiel hat mich nur zum Kaiser gewählt, um mir das Leben schwer zu machen, und man kann die Kaiserwahl nicht mal ablehnen. Sorry, aber so etwas geht gar nicht. Ich glaube man hat auch keinerlei Vorteile als Kaiser in diesem Spiel. Im Vorgänger hatte man wenigsten mehr Manpower. Hier gibt es nicht mal das. Es gibt nur Nachteile.
Francis Drake
30.12.25, 08:55
verschoben zum Handel...
Zwei informative Threads von Johan zu EUVs Vision und zum Patch 1.1
https://forum.paradoxplaza.com/forum/threads/htt-3-30-12-2025-where-do-we-stand-on-the-railroad-debate-for-eu5.1892558/
https://forum.paradoxplaza.com/forum/threads/the-roadmap-to-1-1-rossbach.1892687/
Bei Steam DB fängt die EU IV Kurve der aktiven Spieler wieder an leicht zu steigen während die EU V Kurve weiterhin im Abschwung ist.
Mittlerweile vollkommen nachvollziehbar, nach 200 Stunden bin ich da wo ich bei Vic 3 war. Es zündet nicht mehr. :(
ich finde das allerdings weder eine überraschende, noch eine beunruhigende Entwicklung.
Und 200h in einem Spiel mit noch so vielen offenen Baustellen sind eigentlich ein großes Kompliment an das Spiel in diesem frühem Stadium.
Komischer Kunde
05.01.26, 14:05
Ich habe 3 Spiele mit Minors gestartet (Münster, Holland, Münster) und nun einen 4. Run mit dem etwas potenteren Deutschritterlichen Orden. Ich überlege demnächst mal ein größeres bzw. ambitionierteres Reich zu spielen. Mir macht das Spiel weiterhin Spaß. 100 Stunden habe ich sicherlich versenkt.
BTW: Gestern hatte ich übrigens meinen ersten Spielabsturz.
Gibt es inzwischen eine Möglichkeit, einen lokal begonnenen Ironman-Spielstand in die Cloud zu verschieben?
AG_Wittmann
06.01.26, 20:42
Kann man nur beim Spielstart machen.
Selbst wenn Ihr das gemacht habt, gibt es anscheinend einen Bug, beim ersten Laden des Spielstands in der Cloud fängt das Spiel an, den Spielstand wieder lokal zu speichern.
Ich habe das bei meinem Sachsen-Spielstand bemerkt, wird nur noch lokal gespeichert, obwohl ich die Cloud ausgewählt habe anfangs.
Kann man eigentlich nur einen USB-Stift oder einen FTP-Host nutzen, wenn man auf verschiedenen Systemen den Spielstand weiterspielen möchte.
Der neueste Tinto Talks über geplante Änderungen zum Patch 1.10
https://forum.paradoxplaza.com/forum/developer-diary/tinto-talks-93-7th-of-january-2026.1894042
Spannend ist, dass ohann live im Thread auf feedback eingeht und Zusagt angesprochene änderungen nochmal zu justieren.
Der neueste Tinto Talks über geplante Änderungen zum Patch 1.10
https://forum.paradoxplaza.com/forum/developer-diary/tinto-talks-93-7th-of-january-2026.1894042
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Spannend ist, dass ohann live im Thread auf feedback eingeht und Zusagt angesprochene änderungen nochmal zu justieren.Besser kann man das Kernproblem eigentlich nicht beschreiben. Ein dynamisches, nichtlineares System immer kleinteiliger zu machen, erhöht das Chaos nur. Und dann Historizität in die Simulation zu bringen, in dem man aus Österreich jetzt die Angroshim zu machen, finde ich schon recht peinlich. Wenn man seinem Simualtionsparadigma gefoglt wäre, hätte man gucken müssen, ob die Alpen als Landschaft nicht doch diverser sind oder Herrschaft und Raum doch anders interagieren. Oder man hätte diese Simulationsdimension mit dem Terrain Proximity Modifier einfach gestrichen. So aber wird sich bald jeder darüber aufregen, dass die Habsburger immer durch den Balkan und Anatolien bis nach Persien reinfressen und man im MP Hausregeln aufmacht, die es dem Österreichspieler verbieten, die ganze Andenkette zu kolonialisieren.
Aber Vorsicht, Karl V., hüte dich vor dem Balrog! :geistlicher:
Bin gerade in meinem dritten (oder vierten :???: ) längeren Spiel mit der Grafschaft Oldenburg und bisher war immer spätestens um 1500 herum das Ende der Fahnenstange erreicht. In der Anfangsphase steckt man früher oder später eingeklemmt zwischen Münster, Lüneburg und Braunschweig, aber mit ein bisschen Glück und Taktiererei kann man sich die vom Leib halten und irgendwann zur vierten Macht im Nordwesten Deutschlands aufsteigen und zum Herzogtum werden. Dann wäre man eigentlich stabil genug, um sich die drei nach und nach stückchenweise einzuverleiben.
Allerdings kamen in jedem Spiel spätestens ab 1450 Böhmen, Frankreich und England regelmäßig vorbei und sobald es da zum Krieg kommt, hat man nichts mehr zu melden. Im aktuellen Spiel wurde ich von England durch drei Kriege im Zeitraum von ca. 75 Jahren auf vier Provinzen reduziert. Fast alles was im Norden nun englisch ist bis etwa zur Festung Münster links neben Osnabrück, war mal Oldenburg und Münster selbst war oldenburgischer Vasall.
24890
Osnabrück und Nienburg sind schon seit Jahrzehnten böhmische Vasallen, d.h. in diese Richtung war schon lange nichts mehr zu holen.
Allerdings hatte ich es in diesem Spiel zumindest schon mal in die neue Welt geschafft.
24891
~edit~
Die 415k Bevölkerung sind übrigens noch der Stand vor den Annektierungen; tatsächlich sind es jetzt nur noch 108k.
~edit2~
Gerade habe ich bemerkt, dass die Reste meines stehenden Heeres in Nordafrika im heutigen Marokko stehen. :???:
Francis Drake
09.01.26, 12:49
Dann kann er ja getrost die Wurzeln zurück lassen und in der neuen Welt weiter machen! :)
Dann kann er ja getrost die Wurzeln zurück lassen und in der neuen Welt weiter machen! :)Habe ich tatsächlich probiert. Der Plan war, mit den Gewinnen aus den deutschen Provinzen so viel wie möglich in Südafrika aufzubauen und dann irgendwann die Hauptstadt zu verlegen. Leider war ich aufgrund der Frustration wegen der Gebietsverluste nur noch halbherzig dabei und habe aus Nachlässigkeit einen Aufstand des Adels zugelassen. Die aufständischen Provinzen lagen in Südamerika und ich habe meine Truppen nicht aus Europa dorthin verschiffen können, so dass der Konflikt nicht beendet werden konnte. Hab dann irgendwann die Aufständischen per Option gewinnen lassen und bin auf deren Seite gewechselt. Da hierbei die Hauptstadt in die Kolonien verlegt wurde, ist mir jetzt aber die wirtschaftliche Grundlage entzogen worden.
Bin gerade in meinem dritten (oder vierten :???: ) längeren Spiel mit der Grafschaft Oldenburg und bisher war immer spätestens um 1500 herum das Ende der Fahnenstange erreicht. In der Anfangsphase steckt man früher oder später eingeklemmt zwischen Münster, Lüneburg und Braunschweig, aber mit ein bisschen Glück und Taktiererei kann man sich die vom Leib halten und irgendwann zur vierten Macht im Nordwesten Deutschlands aufsteigen und zum Herzogtum werden. Dann wäre man eigentlich stabil genug, um sich die drei nach und nach stückchenweise einzuverleiben.
Allerdings kamen in jedem Spiel spätestens ab 1450 Böhmen, Frankreich und England regelmäßig vorbei und sobald es da zum Krieg kommt, hat man nichts mehr zu melden. Im aktuellen Spiel wurde ich von England durch drei Kriege im Zeitraum von ca. 75 Jahren auf vier Provinzen reduziert. Fast alles was im Norden nun englisch ist bis etwa zur Festung Münster links neben Osnabrück, war mal Oldenburg und Münster selbst war oldenburgischer Vasall.
Das wundert mich nicht. Die KI geht viel zu aggressiv vor und die Spielmechaniken bevorzugen die großen Player und benachteiligen die kleinen Länder im Reich. Bei meinem letzten Versuch mit Württemberg konnte ich gerade noch Schwaben gründen, nachdem ich so expansiv wie möglich gespielt habe, und das Reich war trotzdem nach hundert Jahren bereits so gut wie aufgeteilt zwischen Frankreich und Böhmen. Mir haben noch 2 Punkte gefehlt, dann wäre ich stark genug gewesen um mich mit Frankreich zu verbünden. Ehe es jedoch dazu gekommen ist, wurde ich Opfer des 10 Böhmischen Agressionkrieges und stand einer Übermacht von 1 zu 10 gegenüber. Den Krieg habe ich natürlich verloren und danach hatte ich keine Chance mehr mit Frankreich oder irgendeiner anderer nennenswerten Großmacht ein Bündnis zu schließen. Ich spiele daher seit 2 Wochen wieder den Vorgänger, da ich auf dieses unbalancierte und unfairer Spiel keinen Bock mehr habe.
Einen anderen Spielstart zu wählen würde bei der Lösung des Problemes nur eingeschränkt helfen. Dann hätte man vielleicht kein Problem mehr mit den Böhmen oder mit Frankreich, aber dafür vielleicht mit Österreich oder dem Osmanischen Reich. Man muss die ganzen Mechaniken komplett überarbeiten oder um es anders zu sagen, man
muss das ganze Spiel ändern. Mit Feinjustierung allein, wird man nicht weiter kommen. Das Senken der Aggressivität würde zwar dem Spieler helfen, damit das Reich nicht so schnell aufgeteilt wird und er stärker ist wenn er von Böhmen angegriffen wird, aber die grundsätzlichen Probleme beseitigt eine rein defensive Ki nicht.
Der große 1.1.0 Rossbach Patch ist jetzt als Beta raus.
Ich glaube ich werde nach einer recht langen Pause damit wieder einen neuen Versuch wagen. Der Patch ändert immerhin ja doch ziemlich viel. Aber er wird natürlich bei weitem noch nicht alle Probleme lösen.
https://www.youtube.com/watch?v=BkTNIOecZTY
Ich hatte vor ein paar Tagen mit der Beta ein neues Brandenburgspiel angefangen. Ich bin jetzt im Jahr 1425. Das Spielgefühl ist bisher runder ohne das es sich nach dramatischen Änderungen anfühlt. Auf normaler Aggressivität hielt sich das rumgeblobbe in Grenzen. Der Osmane ist bei mir leider bereits fast ausgelöscht. Der Rest entwickelt sich recht normal.
Mit Brandenburg ist es bis ca. 1400 durch die negativen Events schon etwas nervig, aber absolut machbar.
Ich könnte jetzt Preußen gründen, aber die Bedingungen dafür enthielten eine unplausible Forderung, dass meine Hauptstadt hätte in Ostpreußen liegen müssen.
Das wurde im gestrigem Betaupdate 1.1.3 allerdings behoben.
Dann konnte ich Preußen gründen, allerdings wurde Preußen trotz historischer Evententscheidung Österreichs nicht mehr automatisch zum Königreich. Hierzu müssen noch weitere, allgemeine Bedingungen erfüllt werden die für jedes Land gelten, welches ein Königreich werden will. Insofern hat die "historische" Entscheidung Österreichs nach der Gründung Preußens keinen Zusammenhang mit der Königswürde in Preußen und die Eventtexte diesbezüglich irreführend.
Österreich hat jedoch eine "ahistorsiche" Entscheidungsoption im Event, die Preußen durchaus zum Königgreich machen würde.
Das weiß ich, weil ich es als Bug gemeldet habe und dies das Feedback war.
Gerade für Preußen sehr nützlich ist die neue Möglichkeit Goeverneursgebäude bauen zu können, die 80% Nähequelle generieren. Davon kann man natürlich erstmal nur eines bauen und später über Technologien noch 1-2 weitere freischalten.
Voraussetzung ist allerdings eine Großstadt (Danzig in Ostpreußen ist seit Spielbeginn eine) und eine ununterbrochene Straßenverbindung (ich glaube ausschließlich über eigene Territorien) zur Hauptstadt. Für Überseegebiete gibt es eigene Seegouverneure.
Ich hatte das Gebäude gerade gebaut, aber dann gab es einen Aufstand der die Straßenverbindung unterbrochen hat und das Gebäude verschwand daraufhin. Keine Ahnung ob das ein Bug oder gewollt ist.
Ich hatte vor ein paar Tagen mit der Beta ein neues Brandenburgspiel angefangen. Ich bin jetzt im Jahr 1425. Das Spielgefühl ist bisher runder ohne das es sich nach dramatischen Änderungen anfühlt. Auf normaler Aggressivität hielt sich das rumgeblobbe in Grenzen. Der Osmane ist bei mir leider bereits fast ausgelöscht. Der Rest entwickelt sich recht normal.
Mit Brandenburg ist es bis ca. 1400 durch die negativen Events schon etwas nervig, aber absolut machbar.
Ich könnte jetzt Preußen gründen, aber die Bedingungen dafür enthielten eine unplausible Forderung, dass meine Hauptstadt hätte in Ostpreußen liegen müssen.
Das wurde im gestrigem Betaupdate 1.1.3 allerdings behoben.
Dann konnte ich Preußen gründen, allerdings wurde Preußen trotz historischer Evententscheidung Österreichs nicht mehr automatisch zum Königreich. Hierzu müssen noch weitere, allgemeine Bedingungen erfüllt werden die für jedes Land gelten, welches ein Königreich werden will. Insofern hat die "historische" Entscheidung Österreichs nach der Gründung Preußens keinen Zusammenhang mit der Königswürde in Preußen und die Eventtexte diesbezüglich irreführend.
Österreich hat jedoch eine "ahistorsiche" Entscheidungsoption im Event, die Preußen durchaus zum Königgreich machen würde.
Das weiß ich, weil ich es als Bug gemeldet habe und dies das Feedback war.
Gerade für Preußen sehr nützlich ist die neue Möglichkeit Goeverneursgebäude bauen zu können, die 80% Nähequelle generieren. Davon kann man natürlich erstmal nur eines bauen und später über Technologien noch 1-2 weitere freischalten.
Voraussetzung ist allerdings eine Großstadt und eine ununterbrochene Straßenverbindung (ich glaube ausschließlich über eigene Territorien) zur Hauptstadt. Für Überseegebiete gibt es eigene Seegouverneure.
Vielen Dank für den Bericht. Ich habe Rossbach noch nicht ausprobiert, weil ich mit der alten Version gerade einen Spielstand mit niedriger AI Aggressivität angefangen hatte, um überhaupt mal ins late game zu kommen. (Ist zwar witzig zu sehen, wie sich die AI Nationen um mich herum miteinander balgen und mich weitestgehend in Ruhe lassen, aber spannend ist das halt auch nicht.)
Ich hatte das Gebäude gerade gebaut, aber dann gab es einen Aufstand der die Straßenverbindung unterbrochen hat und das Gebäude verschwand daraufhin. Keine Ahnung ob das ein Bug oder gewollt ist.Ich meine irgendwo Beschwerden über dieses Problem gelesen zu haben, auf die geantwortet wurde, dass dies aktuell so gewollt sei, aber geändert werden solle. Statt verschwinden eher ein stilllegen oder so. Kann mich aber wirklich nicht gut daran erinnern, vielleicht hab ichs auch geträumt.
Komischer Kunde
13.02.26, 12:37
Derzeit spiele ich mit dem Grafentum Arnsberg herum, hier bin ich nun gut 175 Jahren aktiv und rangiere in den 90'er Rängen. Das Spiel hatte ich schon über die Rossbach-Beta eingeleitet. Frankreich tobt sich in Frankreich aus und Böhmen muss leiden. Die Hussitenkriege waren übel, alle, wirklich alle katholischen Staaten gegen einen. Hust, nur Arnsberg hielt sich raus. Österreich entwickelt sich, Anglien versucht sich nach verlorenem 100-jährigem-Krieg auf niederländischem Boden. Die müssen wir wohl mal versuchen wieder rauszuschmeißen, bevor die zu stark werden. Das Königreich beider Sizilien dominiert von Süden aus bis über die Abruzzen hinaus Italien. Der Papst siedelt seit mehreren Jahrzehnten irgendwo in Hessen. Und Iberien teilen sich schiedlich friedlich Portugal, Kastillien und Aragon. Im Osten gibt es immer noch den Deutschen Orden, Polen, Litauen. Aber vorwiegend so, wie man es kannte.
Ursprünglich wollte ich mit Arnsberg im Sauerland die Waffenschmiede für den Kölner Markt aufbauen, aber die Produktionsboni haben sich ja nun etwas geändert. Dennoch soll im Sauerland vom geschmiedeten Werkzeug, über die Hellebarde bis hin zur Kanone alles gefertigt werden. Du willst Krieg führen? Dann kommst du über "Made in Arnsberg" nicht herum. Problematisch ist neuerdings aber die Herstellung von Nahrungsmitteln. Speziell während der Hussitenkriege war der Kölner Markt über mehrere Jahre komplett leergefressen. Die KI gründet wohl gerne Städte und ich musste dass Bergische Land erstmal wieder etwas ländlicher gestalten. Auch im Ruhrgebiet musste z.B. Bochum wieder Platz für Agrarwirtschaft machen. Dieses abartige Recklinghausen müsste ich mir auch mal einverleiben. Huhu Abo :cool:
Ich meine irgendwo Beschwerden über dieses Problem gelesen zu haben, auf die geantwortet wurde, dass dies aktuell so gewollt sei, aber geändert werden solle. Statt verschwinden eher ein stilllegen oder so. Kann mich aber wirklich nicht gut daran erinnern, vielleicht hab ichs auch geträumt.
Zumindest mein Bugreport dazu wurde vor einer Stunde als "in Review" gekennzeichnet.
Die Hussitenkriege hat dem chronisch klammen Brandenburg übrigens einen unverhofften Geldsegen bescherrt. Böhmen lag bereits am Boden, als mein verbündeter Ungarn Böhmen ebenfalls den Krieg erklärte und mich mit rein zog.
Als die anderen Gegner Böhmens Frieden schlossen, habe ich im weitgehend wehrlosem Böhmen eine Reihe Provinzhauptstädte ohne Burgen schnell besetzt, was den Warscore schnell nach oben getrieben hat. Dann habe ich schnell Frieden geschloßen und bin mit 1.800 Dukaten und laufenden Kriegsreparationen als reicher Mann nach Berlin zurückgekehrt ohne das meine Beziehungen zu Böhmen dadurch belastet wurden.:D
Preussen zum Königreich zu machen ist bei der als "historisch" gekennzeichneten Entscheidung des Kaisers offenbar eher unwahrscheinlich.
Die normale Option aller Länder in der Welt die Königswürde zu erlangen ist Mitgliedern des HRR verwehrt.
Den Weg zum Königreich über eine Anfrage beim kaiser über die Kaiserdiplomatieoptionen kann man nicht gehen, weil es dort nur sehr wenigen Ländern im HRR gestattet ist, auf diesem Weg zum Königreich werden zu können.
Nun soll das Preussenevent dafür gesorgt haben, dass es eine Option des Kaisers gibt Preussen die Königswürde zu geben. Diese soll er aber angeblich erst nutzen, wenn er das Stimrecht der Preussen benötigt.
Das kann man auch nicht umgehen, wenn man selber Kaiser ist. Die Option sieht man auch nicht, wenn man via Spielerwechsel zum Kaiser wechselt.
Sie lässt sich allerdings als Konsolenbefehl wohl ausführen.
Ich bezweifle dass der Mechanismus ausgereift ist. In den letzten 70 Jahren wurde das Reichsparlament nicht einmal einberufen. Allerdings ist das eher eine Verbesserung entgegen des Spams der alten Versionen. Vielleicht genügt auch einfach die Reichsauthorität noch nicht. Diese ist jetzt stabiler und wächst langsam, eben weil nicht dauernd der Reichstag tagt.
Es ist erst mein zweites Spiel. Nach dem ersten Anlauf hab ich das Spiel lange ruhen lassen um auf diesen Patch zu warten.
Ich kann nicht genau sagen, warum es mir jetzt deutlich besser gefällt. Es sind viele, viele Kleinigkeiten. Es wirkt einfach sehr viel runder.
Auch das KI Verhalten auf normal gibt mir bisher keinen Grund zur Klage. Sie agiert weder zu friedlich, noch zu agressiv.
Auch hat sich mein Verständnis der Mechanismen über Handel, Märkte, Produktion Kontrolle und Stände nochmal massiv verbessert.
Gut gefällt mir auch, dass das Gelände bei einer Straße keine Auswirkungen mehr auf die Kontrolle hat. Es ist schließlich auch egal, ob man auf einer Straße durch einen Wald oder durch Felder reist.
Unterm Strich komme ich zu dem etwas seltsamen Urteil, dass mir der Betapatch bisher ausgezeichnet gefällt, aber ich gar nicht genau sagen kann, wieso eigentlich.
Ich denke aber mal, dass viele der Baustellen, wie die Probleme mit Religionskriegen, sich noch nicht deutlich verbessert haben dürften.
Aber ich bin für zukünftige Patches sehr optimistisch. Ich bleibe dabei, dass es das Spiel meiner Träume werden wird.:ja:
Berlin ist ja bei EU V eine eigentlich ziemlich ungeeignete Hauptsatdt. Weder liegt sie im Spiel an einem Fluss, noch an der Küste. Die Forderung die Spree zu berücksichtigen wird im Paradoxforum entsprechend häufig erhoben.
Stettin wäre im Prinzip die geeignetere Hauptstadt. Ebenfalls um dort einen Markt zu errichten.
Denn der Markt sollte in der Regel in der Hauptstadt liegen, weil der entscheidende Output von Betrieben durch Kontrolle x Marktzugang berechnet wird. Liegt beides am selben Ort liegt der Output bei 100% der sich dann noch durch zahllose weitere Einflüsse modifizieren lässt.
Dank der neuen Gouverneurslogik, ist es mir gelungen, ganz Ostpreußen in den Berliner Markt einzubinden. Im letzten Spiel hatte ich dort noch einen zweiten Markt errichtet.
Nur ist der Markzugang natürlich ziemlich grottig, weswegen sich Königsberg und Danzig für Betriebe nicht gut eignet. Allerdings betrifft das ohnehin nur die Bestandsbetriebe, weil ich ein viel attraktiveres Ausbaupotenzial rund um Berlin habe und in Ostpreußen im Rahmen eines gemeinsamen Marktes ohnehin kaum Betriebe erweitern würde.
Einen einzigen Markt in Preußen zu verwalten hat außerdem natürlich Vorteile. Alle Güter sammeln sich dort, was die weitere Planung und den Handel deutlich übersichtlicher macht.
Preußen hat gute Vorraussetzungen für Wolle und Faserpflanzen und damit in der ersten Veredlungsstufe für Papier und Stoffproduktion. Außerdem verfügt der Berliner Markt zusammen mit Ostpreußen immerhin über zwei Eisenprovinzen.
Wichtige Boni für die Produktion skalieren mit der lokalen Rohstoffverfügbarkeit in einem Markt. Zum einen sinkt bei hoher Verfügbarkeit natürlich der Preis der benötigten Rohstoffe für die Betriebe. Aber zum anderen gibt es zusätzlich skalierende Boni auf die Produktionseffizienz bis hin zu einer maximalen Versorgung von 200% des Bedarfs.
Jetzt ist mir der Zusammenhang zwischen Marktzugang und RGOs allerdings nicht ganz klar gewesen. Hilfreich war nun, dass ich in meinem großen Preußen mit nur einem Markt wunderbar RGOs miteinander vergleichen kann.
So habe ich zwei Eisenprovinzen. Eine hat eher niedrige Kontrolle und relativ hohen Marktzugang und die andere höhere Kontrolle, aber niedrigen Marktzugang.
Die gute Nachricht ist erstmal, das die Unterschiede bei RGOs, im Gegensatz zu Betrieben, offenbar keinerlei Auswirkung auf die Anzahl produzierter Güter hat. Möchte man einfach nur die Rohstoffe für seine Betriebe haben, spielen Marktzugang und Kontrolle der RGOs augenscheinlich keine Rolle. Es kommt alles im Markt an.
Der Unterschied zeigt sich allerdings drastisch in der Wirtschaftlichkeit der RGOs. Die Provinz mit dem geringerem Markzugang erzeugt massiv geringeren Reichtum (BIP). Zwar kann dieses BIP aufgrund der höheren Kontrolle anteilig stärker besteuert werden, aber da der Marktzugang direkt die Größe des Kuchens bestimmt, ist er für die Steuereinnahmen letztlich oft viel entscheidender als die Kontrolle.
Da der Marktzugang die Transportkosten darstellt, ist das auch alles furchtbar logisch, aber war mir im Detail vorher gar nicht so klar.
Das bedeutet im Umkehrschluß, dass es alles andere als offenichtlich ist, dass ein Markt besser als zwei Märkte sind. Zwar kann ich z.B. mein Bernsteinmonopol alleine aus Berlin heraus wunderbar in die Welt tragen und die Versorgung des Marktes in Berlin mit Eisen, Wolle und Faserpflanzen stärkt dort meine Betriebe, aber im Gegenzug sind die direkten Einnahmen aus den RGOs und Betrieben in Ostpreußen massiv verringert.
Ich bin gespannt, wie sich das später im Spiel durch technologischen Fortschritt ggf. noch abfedern lässt.
Berlin ist ja bei EU V eine eigentlich ziemlich ungeeignete Hauptsatdt. Weder liegt sie im Spiel an einem Fluss, noch an der Küste. Die Forderung die Spree zu berücksichtigen wird im Paradoxforum entsprechend häufig erhoben.
Wow - das ist so realistisch, das man mit Berlin nix anfangen kann - cool! :rolleyes:
Mit der Beta 1.1.5 funktionieren jetzt auch die Funktionen für den Kaiser des HRR vernünftig. Das Abstimmungsverhalten war verbuggt. Es soll zwar noch viele Veränderungen im späterem Patch 1.2 geben, aber so wie es jetzt ist kann ich damit bisher gut leben.
Ich bin auch Kaiser. Wenn ich schon nicht König sein kann, bringt das Kaisertum doch erhebliche Vorteile mit sich. Insbesondere für die Diplomatischen Kapazitäten, was richtig viel Geld spart, weil ich meine Ausgaben im Staatshaushalt in diesem Bereich dann entspannt bei 0 belassen kann und ganz besonders das zusätzliche Kabinettsmitglied. Nach Einführung einer Reichssteuer bekomme ich auch etwas Geld. Der Beitrag ist allerdings nicht beeindruckend.
Böhmen fällt als Konkurrent für die Kaiserkrone aus. Ich hätte das Hussitentum ausmerzen können. Aber das sie sich dadurch für die Kaiserkrone disqualifizieren und auch ansonsten nicht gemocht werden, gefällt mir deutlich besser.
Umgarn bleibt für mein Preußen weiterhin ein treuer Verbündeter. Es hat aufgehört Böhmen den Krieg zu erklären. Entweder, weil es sich aufgrund der Kontrolle für Ungarn nicht mehr lohnt sich weiter nach Böhmen rein zu fressen, oder weil ich der Kaiser bin. Aber es ist eine super Rückversicherung gegen das immer noch starke Böhmen und auch Polen. Beide haben mich zum Rivalen erklärt.
https://i.postimg.cc/gjXVMGM8/2026-02-22-1.png
[...]
Umgarn[...]Der Freudsche Versprecher lässt erahnen, wie sehr Ihr Euch an Ungarn heranschmeißen musstet.
Guten Tag an die durchwegs freundliche - wir lassen uns hier nicht widersprechen ;-) - Forengemeinschaft hier!
Wir hätten eine Frage an den werten Elvis bzw. an die Experten hier: Elvis schreibt von einer von einer Beta-Version 1.1.5, wir finden bei uns aber nur die Version 1.1.4...sind wir blind geworden? Auf jeden Fall sind wir etwas verwirrt und bitten um Aufklärung, um EU5 das erste Mal starten zu können.
Guten Tag an die durchwegs freundliche - wir lassen uns hier nicht widersprechen ;-) - Forengemeinschaft hier!
Wir hätten eine Frage an den werten Elvis bzw. an die Experten hier: Elvis schreibt von einer von einer Beta-Version 1.1.5, wir finden bei uns aber nur die Version 1.1.4...sind wir blind geworden? Auf jeden Fall sind wir etwas verwirrt und bitten um Aufklärung, um EU5 das erste Mal starten zu können.Der Beta Branch heißt 1.1.0, wenn man den nimmt, müsste man auf Version 1.1.5 sein.
Die Versionen 1.1.0-backup bis 1.1.4-backup sind die veralteten Patch-Versionen dieses Branches.
Quelle (https://forum.paradoxplaza.com/forum/threads/1-1-5-update-for-open-beta.1903225/)
Ansonsten ist die einzige nette Person hier im Forum Abo. Dafür wird er aber auch gnadenlos von allen gemobbt.
Das ist etwas verwirrend. Das liegt aber an Steam, das keine Umbenennung zulässt.
Lange Rede kurzer Sinn: Du musst die Beta 1.1.0 installieren. Das ist tatsächlich 1.1.5. Alles andere sind Backups der älteren Betas.
Edit: Da war der alte Mann offenbar ein Sekündchen schneller.
Vielen Dank euch beiden für die Aufklärung. Wir hätten jetzt mit der falschen Version gespielt. :facepalm:
Eines interessiert uns noch, weil wir noch nie eine Beta-Version genutzt haben: Wenn dann das "reguläre" Update rauskommt, müssen wir dann etwas umstellen oder läuft das automatisch ab? Entschuldigt unsere Unbeholfenheit.
@dooya
:D Ihr hättet mich betreffend Eures "Abo-Spruches" gerade lachen hören sollen, aber wir glauben euch nicht. :) Es gibt so viele nette Personen hier, das wissen wir, auch wenn wir größtenteils nur stiller Mitleser sind.
Das müsste dann automatisch gehen.
Ggf. bekommst du aber kein Update, wenn die letzte Beta einfach ohne Änderungen nur offizialisiert wird.
Auch neue Betas bekommst du automatisch eingespielt.
Das kann theoretisch deinen Spielstand beeinträchtigen. Das ist eben so mit Betas. Aber ich spiele auch seit dem ersten Betapatch einfach durch und es gab nur mit 1.1.2 Änderungen an der Wirtschaft die einige Länder glaube ich etwas aus der Kurve hat fliegen lassen.
Ich denke aber größere Änderungen wird es bis zum Release jetzt vermutlich auch nicht mehr geben.
Aber wenn es dein erster Start ist, wirst du mit Sicherheit ohnehin erstmal einiges an Zeit brauchen um dich zurecht zu finden. Lass dich dabei nicht abschrecken. Am Ende des Tages ist es gar nicht so schwer. Es wirkt am Anfang nur sehr erschlagend.
Vielen Dank für die aufklärenden und aufmunternden Worte Elvis. Es ist sehr wichtig für uns, unter anderem weil wir auch wissen wollen wann sich ein Neustart nach einem Update auszahlt und wann nicht. Hinzu kommt, dass wir bei Betas, Updates & Co. nicht gerade ein Talent sind. Habt Ihr einen Vorschlag für ein gutes Einsteiger-Startland?
Francis Drake
23.02.26, 19:09
Nehmt erstmal ein eher kleines Land. Das erleichtert das "Lernen".
Hab mir gerade ein Hoodie bestellt.
https://www.makeship.com/products/tales-of-ambition-hoodie
Nehmt erstmal ein eher kleines Land. Das erleichtert das "Lernen".
Hab mir gerade ein Hoodie bestellt.
https://www.makeship.com/products/tales-of-ambition-hoodieOk, also keine Witze über EUV-Hoodie-Käufer hier im Forum... :shy:
Francis Drake
23.02.26, 19:26
Wartet ab! Zum Konvent kommen bestimmt einige Regenten mit dem Teil!
(schaue zu Elvis und Komischen Kunden rüber...) :)
Wartet ab! Zum Konvent kommen bestimmt einige Regenten mit dem Teil!
(schaue zu Elvis und Komischen Kunden rüber...) :)Sollte ich zum Konvent fahren, werde ich auch einen EUV-Hoodie tragen...von meiner Frau gekauft, weil sie dann keine Angst haben muss, dass ich fremdgeh.
Ups, jetzt hab ich doch gemacht. :shy:
Vielen Dank für den Bericht. Ich habe Rossbach noch nicht ausprobiert, weil ich mit der alten Version gerade einen Spielstand mit niedriger AI Aggressivität angefangen hatte, um überhaupt mal ins late game zu kommen. (Ist zwar witzig zu sehen, wie sich die AI Nationen um mich herum miteinander balgen und mich weitestgehend in Ruhe lassen, aber spannend ist das halt auch nicht.)
[...]Bin mit diesem Spiel nun zum ersten Mal als Oldenburg etwas weiter ins 16. Jahrhundert gekommen. In Europa ist das Fell des Bären verteilt; alle meine Außengrenzen sind entweder Frankreich, England, Böhmen, Schweden oder Vasallen von Frankreich oder Böhmen. Ausnahme lediglich meine Vasallen Osnabrück und Hessen. Köln, Wetterau und Österreich sind die die einzigen anderen unabhängigen deutschen (Klein-)Staaten, sofern ich nichts übersehe. Durch die geringe AI-Aggressivität haben mich die Großen dieses Mal wirklich in Ruhe gelassen, was letztendlich dann aber irgendwie ein bisschen langweilig ist. Zum Lernen aber vielleicht ganz gut.
Habe vor einiger Zeit Lübeck das Handelszentrum weggenommen und seitdem versucht, meinen Markt zu vergrößern. Tatsächlich wurde ich in den letzten Jahren aber eher kleiner als größer, weil Köln sich immer mal wieder ausbreitete. Weiß gerade nicht, wie man das abgesehen von der Erforschung von Market attraction buffs kontern könnte. :???:
Ansonsten das erste Mal im größeren Umfang mit Kolonialisierung experimentiert. Ganz Kuba gehört mir, ansonsten noch ein paar Flecken in Nordamerika und Äquatorialafrika. Weiß aber noch nicht wirklich, was ich da tue.
25027
So... Mein "Freund", der Ungar hat mich jetzt in einen Krieg gegen Polen gezogen.
So langsam bin ich mir nicht mehr so sicher, wer hier eigentlich wem nützt.
Zumal ich ohnehin irgendwie immer die Hauptlast der Kämpfe zu tragen scheine.
Das lief aber überraschend glatt. Binnen eines Jahres konnte ich weite Teile des an Festungen armen Landes besetzen und mich in einem Separatfrieden mit dicken Stücken Nordwestpolens, sowie über 2.000 Dukaten Reparationen aus dem Konflikt verabschieden.
Kommt die polnische Teilung eben früher als gedacht.
Während das Auge Mordors...äh... der wachsame Blick Friedrichs dem Osten galt, hat sich im Westen eine neue überraschende Regionalmacht gebildet. Ich kann mir nicht genau erklären, warum einerseits Nordwestdeutschland in Kleinstaaten zerfallen ist und andererseits ein Einprovinzler, der nichtmal über eine Stadt verfügte, sich berufen fühlte das komplette Dänemark zu annektieren.
Dänemark wird nun von einer neuen Regionalmacht beherrscht. Heil den neuen Wächtern des Nordens! Heil der Grafschaft Ritzebüttel!
Ich war wohl etwas zu früh Ritzebüttel zu feiern. Den im Preussich-Dänischem Krieg hatte ich die Dänen gezwungen Preußen den Sundzoll zu erlassen.
Das feiste Ritzebüttel fühlt sich aber an diese Abmachung offenbar nicht gebunden und langt hin.
Es gibt wohl nur einen Weg den Sundzoll ein für alle mal abzuschaffen. TOD DEM GRAFEN VON RITZEBÜTTEL!
Habt Ihr einen Vorschlag für ein gutes Einsteiger-Startland?
Viele starten mit Portugal.
Überschaubare größe, viele Möglichkeiten. Und so lange man sich mit Spanien gut stellt, ist man eigentlich sicher.
Francis Drake
24.02.26, 05:48
Viele starten mit Portugal.
Überschaubare größe, viele Möglichkeiten. Und so lange man sich mit Spanien gut stellt, ist man eigentlich sicher.
Sind wir auch mit angefangen. Schaue man sich unsere Hilfen für den Start in Portugal an:
https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31807
Die Beta ist inzwischen bei 1.1.7.
Gerade Brandenburg/Preußen nahm in den letzten beiden Betas viel Raum ein. Im wesentlichen was die Eventketten zu "Brandenburg Turmoil" anbelangt.
Für mich hat die Eventkette aber auch schon bei 1.1.0 , einschließlich der Übernahme durch die Hohenzollern funktioniert. Insofern war ich durchaus überrascht, wieviel Feinschliff da offenbar noch nötig.
Was viel Preußenspieler noch zum jubeln bringen wird, ist dass Berlin jetzt an der Spree liegt und nunmehr ein deutlich attraktiverer Hauptstadtstandort geworden ist, was sich dankenswerter Weise auch bei laufenden Spielen entsprechend anpasst.:)
Ich habe es jetzt seit dem Jahreswechsel, nicht mehr gespielt, aber wenn ich mir den Screenshoot von Dooya anschaue, komme ich unweigerlich zu dem Ergebnis dass Frankreich und Böhmen immer noch viel zu stark und die Deutschen Staaten zu schwach sind. Auf der Karte ist ja kaum noch was Deutsch, sondern fast alles Französisch, Böhmisch, Italienisch oder Schwedisch. Da müssen sie noch viel besser machen. Diese Ahistorische Karte, die Deutsche, Polen, und Engländer benachteiligt und die Feinde des Reichs in Form von Frankreich, Italien und Böhmen bevorzugt gefällt mir gar nicht. Ich muss nicht in jedem Spiel ein starkes Österreich oder Preussen haben, aber eine deutsche Großmacht sollte es immer geben, ob das jetzt Preussen, Bayern oder Oldenburg ist, ist mir grundsätzlich egal. Was mir aber überhaupt nicht gefällt ist dieses völlig ahistorisch viel zu starke Böhmen und Italien. Und das Frankreich so stark ist, ist auch kein Wunder, da England und Burgund viel zu schwach sind. Ich kann auf dem Screenshoot auf jeden Fall keine Verbesserung seit dem letzten Patch erkennen.
Ich habe es jetzt seit dem Jahreswechsel, nicht mehr gespielt, aber wenn ich mir den Screenshoot von Dooya anschaue, komme ich unweigerlich zu dem Ergebnis dass Frankreich und Böhmen immer noch viel zu stark und die Deutschen Staaten zu schwach sind. Auf der Karte ist ja kaum noch was Deutsch, sondern fast alles Französisch, Böhmisch, Italienisch oder Schwedisch. Da müssen sie noch viel besser machen. Diese Ahistorische Karte, die Deutsche, Polen, und Engländer benachteiligt und die Feinde des Reichs in Form von Frankreich, Italien und Böhmen bevorzugt gefällt mir gar nicht. Ich muss nicht in jedem Spiel ein starkes Österreich oder Preussen haben, aber eine deutsche Großmacht sollte es immer geben, ob das jetzt Preussen, Bayern oder Oldenburg ist, ist mir grundsätzlich egal. Was mir aber überhaupt nicht gefällt ist dieses völlig ahistorisch viel zu starke Böhmen und Italien. Und das Frankreich so stark ist, ist auch kein Wunder, da England und Burgund viel zu schwach sind. Ich kann auf dem Screenshoot auf jeden Fall keine Verbesserung seit dem letzten Patch erkennen.Unbedingt beachten: Mein Screenshot ist noch von einem Spiel auf 1.0.11, also vor dem Rossbach-Beta Status. Die Verhinderung des Großmacht-Blobbings ist ein wesentlicher Fokus von Rossbach.
Und bei mir um 1540 ist das HRR noch intakt.
Auch wenn Böhmen und Frankreich natürlich trotzdem extrem stark sind und das Spiel sicherlich davon beeinflusst wurde, dass ich zumindest Böhmen geschwächt habe.
Was viel Preußenspieler noch zum jubeln bringen wird, ist dass Berlin jetzt an der Spree liegt und nunmehr ein deutlich attraktiverer Hauptstadtstandort geworden ist, was sich dankenswerter Weise auch bei laufenden Spielen entsprechend anpasst.:)Wobei vorher schon historischer modielliert, Berlin als Residenz in der Frühen Neuzeit einfach lol und die Spree für die Brandenburger so unbedeutsam im Vergleich zur Oder.
Ist es ja auch nicht. Es ist Anfangs Brandenburg. Ich bin mir nicht ganz sicher wann das Event mit Berlin kamund wodurch es ausgelöst wird. Denke man muss die Wittelsbacher losgeworden sein.
AG_Wittmann
05.03.26, 13:05
Rossbach ist gerade rausgebracht worden, bringt das Spiel auf 1.1, Checksum: d718. Knapp 2 GB.
Ich kann nur nochmal ermutigen, den Patch zu probieren.
Ich bin zwar erst im Jahr 1560 aber über die gesamte Betaphase hinweg fühlte sich das Spiel deutlich besser an und das HRR ist mit fast 200 Mitgliedern noch weitgehend intakt.
Francis Drake
06.03.26, 10:54
Gestern mit Portugal neu gestartet. Wirtschaftlich schon schwieriger, nach ein paar Jahren erwirtschaftet der Handel sehr wenig. Mit Kastilien Navarra erobert und vorher einen Separatfrieden, einiges an Land rausgeschlagen. Leider bekommen wir beim Landverkauf an Kastilien oder Aragon nur max. 48 Gold angeboten. Ist das neu?
Hat es jemand schon durchgespielt? Ist die Balance wirklich besser und das Spiel abwechslungsreicher oder läuft immer noch jedes Spiel gleich?
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